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Das Kaiserthum Oesterreich
Avtor(ji): Schmidl, Adolf (avtor)
Vir: knjige
Izvor: Narodna in univerzitetna knjižnica
(Digitalizirano v okviru projekta Europeana Travel)

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Narodna in uniyerzifetna knjižnita v Ljubljani

Das

Kaiserthum Westerreich.

Beschrieben vo»

U. A. Schmidl.

In fwci 6ändcn,

mit vielen artistischen Beigaben.

Grster Band:

Die Alpcnländcr.

Stuttgart,

I. S ch ciblc' s Bu ch Handlung.

l838.

'"''" ^ ^'^M

#T17TT«;ak.T Bill iSCim-MKUB.

Die

gefürstete Grafschaft Tirol

Mlt

Vorarlberg.

Beschrieben von

A A Vchmidl

Mit vielen Abbildungen

Stuttgart,

I. Scheible's Buchhand lunq

1 «27.

1329W

?^,c. f5f^^

Vorrede.

Nur schüchtern übergebe ich der Ocklentlichkeit die erlte Lieferung einer neuen Beschreibung des Oailerthums Gelter^ reich, mit welcher ich den versuch eines möglichst vollständigen geographisch ^ statistischen Handbuches der Monarchie wage. Meine Arbeit kann wenigstens in lo ferne aut Nachsicht Anspruch machen, lüg lie dcu Neiz einiger Neuheit für tich haben dürkte, denn vierzehn Zähre lind vertlollcn, leit Andre's Zahlenltatittik erschien, die leider aus den erltcn öand beschränkt blieb, so grolse Verdienste lich Olumenbach in leincm vol> trefflichen Gemälde der Monarchie um deren Geographie und Ethnographie auch erworben hat, so blieben doch Andre's ttatiltilche Zusammenstellungen bis jetzt lo ziemlich das lioll^ ständigste und Ncucltc. Mir standen weder ungedruckte Aus-weile, noch etwa „amtliche Mittheilungen eines verstorbenen Freundes" zu Gebote; ich schöpfte hauptsächlich aus einer Duelle, die Jedermann zugänglich ilt, der lich — die Mühe nimmt, lie zu luchen, aus den österreichischen Zeitschriften und Provinzialblättern. Sie enthalten, zwar lehr zerstreut, einen kaum geahneten Schatz statistischer und geographischer Notizen, insbesondere die Provinzialzcittmg und der Schematismus iion Tirol, was ich hiermit dankbarlt anerkenne. Ich glaubte sorgfältig alle benutzten Werke, lelblt einzelne bcdeuteudere Auklützc in den Noten anführen zu müssen, theils um meine Angaben gehörig zu belegen, theils um eine Nebcrlicht dellcn zu geben, was zur Landeskunde gelcillet wurde, eine Ueberlichl,

die vielleicht dielen lehr willkommen ilt, da es bis jetzt gar lehr daran mangelte. Alle Werke aber, die lich aut die ganze Monarchie beziehen, oder doch ant mehrere Provinzen, werden bei der „allgemeinen Ueberlicht der Monarchie" angelührt werden, welche die letzte llielerung des Werkes bilden wird, um die neuclten Angaben aulnehmen zu können. — Es ilt ersichtlich, dals ich durchaus den rein geographischen Standpunkt lelthiclt, nicht jenen der politischen Eintheilung; ich glaubte nämlich dadurch das Zurechtfinden des telers welentlich zu erleichtern.

Die Schilderung der „geognoltilchen Oelchalkenhcit" ilt eine krcundlchaltliche Mittheilung des Herrn Dr. Neuls, welcher mir auch lür die Folge leine Mitwirkung zu dielem Zwecke zugclagt hat.

Wenn es mir gelingt, zur Verminderung der unzähligen Irrthümer beizutragen, welche die mciltcn neueren Schilderungen Velterreichs enthalten, lo hat meine cinlache Darltellung ihren Iweck erreicht.

Wien im März 1837.

Der Verfasser.

Das

Kaiserthum Oesterreich.

! Die Alponländor. 1.

Viegekürttcte G ratlchatt Tirol mit Vorarlberg.

Literatur.

Gcncralcharte der gefürstctcn Grafschaft Tirol und Vorarlberg, «Bl.. ,ss^ü°! Eharte der gefurst, Grafsch, Tirol nebst Vorarlberg >nit dcni souveränen Furstenthum Liechtenstein, astrononomisch-lrigononictrisch vcrmessrn, lopograpftisch axigenommen und gezeichnet r<»!i, «»>< seli«! «^imiu« ivi.'ri,«.

«»!«, N. l, ^,,«u»li «!>u^l>l;rnl'>>'rw äelin. », l'. ^«,c/> «l gi. //uebe»- «lc. W,cN «774, «l Bl,, nn'^n- —

wol. k «I., ,5^„l>. — Eharl,- roil Tirol nach P. ?lnich ,c. von I. E. S. Wirn l«W, ^Vl,, ^ao». ^ Topographisch militärisch« Atlas >,'ou dcr kaiserl. össcrr. gcfurss. Grafsch. Tirol nach dcrcn neuesten Eintyrilung in ? Kreise, nebst dem Furstrutüum Liechtenstein !8 Bl. Weimar l8l». —Drr nördliche Theil Tirols oder dcr Echwazer Kreis von Peter Anich ic. »on Ben. v. Sardagna. Wien l7!»5, l Bl.. ,«^»l>. — Straßencliartc von Tirol und Vorarlberg, von, k. k. Gcneral-Quartirlm.-Etabc herausgegeben. Wir» >««. i B>.. ^^^°°. — Post» und Nciscchartc von Tirol und Vorarlberg. Nach der neuesten Einthcilung l»on Frz. K. Zollrr. lityogr. und hcrau^cgeb. oon ?lnt. Falger. 4 Bl. Innsbruck l«3l. -

Dcr Bote für Tirol und Vorarlberg. Innsbruck. Fol. (Landeszeitung.) - Dcr Sammler fur Geschichte und Statistik uon Tirol, 5 Bde. «, Innsbruck «806-«, - Beitrage zur Geschichte, Sta< tisiik, Ätaturkundc und Kxnst von Tirol und Vorarlberg, Hcraueg. uon den Mitgliedern des Fer« dinandcums v. Mcrsi. v. Pfaundlcr und Noggcl, »Bde. mit Kupf. und Kart. 8. Innebruck 1K«H^»4. — Neue Zettschrift des Ferdinandrum« :r. « Bdc. 8. ««35-3«.

Charpantier, Toussaint uon, Bemcrkungrn auf einer Reis» »on Nreslau ubcr Salzburg durch Tirol nach Pästum im Jahr >»»». » Bde. », Leipzig l»«a. — (immert. Ant., Almanach fi,r Gc» schichte, Kunst und Literatur uon Tirol und Vorarlberg. <«, Innsbruck «»36, ^ /5, /i, /,,Z//^ ^>>«, I?r<,l, ^>t>» » «lllüro »t ll»v»r>». « Val. 8. l.auä. 1833. — Tirol und ein Blick auf Baiern. Allü d. Engl. des H, D. Inglis von A. Kaiser. « Bde. 8. Leipzig «833. - i.„,,nb^ n,, n>« ,.<:!!l,l«. I.onrui «t I« «urä 6° l'Xllii«. 2 Vol. ». ?!»riz 1833 (mit l» radirt. Bl. und Kart.) — Ocsterrcichisch Italien und Tirol. Aus den. Franz. des Fr. Mercc», von A. Kaiser. « Bdc. ». Leipzig l«34. ^ Schaden. Ad. von. Taschenbuch für Reisende durch Baicrns und Tirols Hochlande. ««, München >»33, — Schottk», I. M., Vüdcr aus dcr süddeutschen Alpcnwclt, 8. Innobruck <834, - Schubert. G. H„ Wandcrbüchlcm cincs reisenden Gelehrten nach Salzburg, Tirol,c, «. Aufl. l«, Erlangen l83i, — «e«-«, Hl. ^/n^cl!l <<«, Vn^»ß« 6»n, le I^rnl «t°, « Vol. ». !'»«, «8«, — Sternbcrg. Graf v., Reise durch Tirol ,e. 8. Regcnsburg «»06. — Wolf, Pt. Ph., kurzgefaßte Geschichte. Statistik und Topo« graphic von Tirol :c. ». München «»«?. - Zollrr, Frz., Alphabetisch«t«pographisch«s Taschenbuch von Tirol und Vorarlberg. «. Aufl. «». Innsbruck l8«?.

Horburg, Cass. Ant. Noschmann von, Geschichte oon Tirol. « Tyle, », Nicn «79«—,80«. — HormlN'r, Frhr. von, Geschichte dcr gefürsicten Grafschaft Tirol. «. Tftl. ». Tubingen i»os. — Dessen Mnanach fur Tirol. 8, Wien l8N«—4. mit Kupf., ««- Wien «W5. mit Kupf. - Seel, H,, Geschichte dcr gcfurtteten Grafschaft Tirol. » Bde. «. München «««7.

Album aus Tiro>. Fvl„ bis jetzt 4 Hefte mit Text.

Isser, Johanna von, Ansichten von Tirol, mit einer geschichtlichen und topographischen Be» schieibung uon eincm Tiroler. <83Y. London. «» Hefte (?).

Die

gefürstete Grafschaft Tirol

mit Vorarlberg.

I. Das Land.

Tirol wird, zwischen dem 27° l l' 35" und 30° 17'23" östlicher Länge, und dem 45' 37' 40" und 47° 44" 40" nördlicher Breite, nördlich von Vaiern, östlich von dem Erj' herzogthume Oesterreich (Salzburg), Illirien und Venedig, sudlich von Venedig nnd der Lombardic, westlich von der Lombardie, der Schweiz und dem Fürstenthume Lichtenstein begrenzt. Das Land enthält, nach der vom k. k. General^liartiermeister^Stabe i835 herausgegebenen Straßenkarte der österreichischen Monarchie, einen Flachenraum V0N Ü18 l^ Meilen, ^ ist daher der Größe nach das siebente unter den österreichischen LaN' dern; größer als Holland um 4, als Würtemberg um 170, als Sachsen um 247, kleiner als die Schweiz um ,7«, als Griechenland um 103 HIMeilen. Tirol ist wahres Alpenland , in jeder Hinsicht eine Fortsetzung der Schweiz, obwohl mit derselben nur durch die Thäler deS Rein und des Inn verbunden, und ebm so durch hohe Gebirge von Graubündten getrennt, wie dieses von der übrigen Schweiz.

Gebirge.

Drei Hauptgebirgszüge begrenzen und erfüllen mit ihren Verzweigungen das Land. beinahe parallel von West nach Ost sich ziehend, und in dieser Richtung an Höhe abnehmend.

1. Die rhätischen Alpen, ein Theil des europäischen Central Alpenzuges, treten nordöstlich vom Vermin q aus Oraubündten in Tirol ein, und ziehen sich quer durch das ganze L^nd, dasselbe in zwei ungleiche Theile, Nord- und Sud-Tirol, scheidend. Die Gräte derselben bezeichnen folgende Punkte von West nach Ost: die Weißkngel (SchweinferJoch) von llMU, und der Similaunspitz, von ii,4^4" Seehöhe, beide nördlich vonSchlanders, »nd die Hochwildspitze, nordwestlich vonMeran. Von diesem wendet sich der Zug nordöstlich, über den Granatenspih, daS Timblerjoch, den Scheiblahnspitz, Könighof, zwischen dem Passen-und Oehthal, über den Stub» beier Ferner zum Tribulaun, einer ungeheuren glockenförmigen Felsenklippe, nordwestlich von Sterzing, und senkt sich hinab zum Brenner, n,««'. Die Grate erhebt sich dann wieder zum Wildseespitz, und lauft über die hoheNand, daS PfitscherIoch

') Nacl, der, uon dcmsttbcn <8« hcrauösegebenc!, Svczi.llfartt v°n Tirol »ur ßi«j: nack dtin Prouinzialschcmalismm fur l»2«^ ol»^ ; nach andern ?l«gabci! 5,9^'a ^Meilen, T,r„ v. Vchmidl,                                                                                       1

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zum Hochfeilsvitz, von wo dieselbe in sehr ausgezeichnetem Zuge nordwestlich über denMösele- Ferner, Löffelspitz, zum Feldspitz an der salzburgischen Grenze fort^ setzt, welche sie weiterhin immcr bezeichnet. VomDrciherrcnspitz an erhalt das Gebirge dann den Namen der norischcn Alpen, auch der Tauern, und mit dem Groß-glockner verlaßt die Grate Tirol. Diese Cintheiluug des Zuges in rhätische und norischc Alpen entspricht so ziemlich den beiden Hauptgruppen desselben, der westlichen Oetzthaler und der östlichen Zillerthaler. Die Oetzthaler Gruppe ist der Hauptgebirgs-stock des Landes, dessen Grate in einem konvexen Nogcn von West nach Ost lauft und nördlich vier Hauptwiderlagen entsendet, welche das Kauner-, Piz-und Oetzthal bilden, deren östliche größere sich wieder mehrfach theilt. Die höchsten gemessenen Pimtte sind hier, außer der Weißkugel und dem Similaun, der Nemspitz von 10,»3N', die Schröffwand von 9,12«' in dem südlichen Abfall der Grate; dann der Glock< thurm, «,57«', und das Kaiserjvch, 9^33', westlich oom Pizthale; die Wildspitze, 4,,9N' westlich von Fend; der Nildgradkog el, 9,385', westlich von UmHausen; vom Könighof senkt der Hauptzug eine bedeutende Nidcrlage südlich ab, welche mit ihren Aesten das Land zwischen dem Eisack und Passer erfüllt. Hier erheben sich, von Nord nach Sud, der tiroler Schneebcrg, 77>e Widerlage nördlich aus, welche mit dem Glungeser, 8443'. in das Innthal abstürzt. Besonders merkwürdig ist aber hier die Strecke zwischen dem PfitscherIoch uud Feldspitz, wo nicht weniger als acht Widerlagen parallel nach Nordwest abgehen, deren östliche, bedeutendste, die Grenze gegen Salzburg bildet und den Reich espih, von 9340', enthält. Vom Dreiherrenspitz geht südwestlich ein Nebenast ab, welcher mit dem Hauptzuge daö Ahrenthal bildet, und mit seinen Verzweigungen unter dem Namen der Pusterthal er Alpen bekannt ist. Ein zweiter Nebenast senkt sich in das Drauthal hinab, die Grenze gegen Karnthen bildend.

Parallel mit diesem Central-Alpenzuge läuft ein anderer, welcher, vom Septimer ausgehend, mit jeuem das Innthal bildet, und mit dem Albuinkopf am Iamthaler Ferner in Tirol eintritt. Er senkt einen bedeutenden Ast nördlich, zwischen dem Inn-und Paznaunthale ab, in dem dasSpianjoch 927l' erreicht. Der südliche Theil von Vorarlberg wird ganz vvn den zahlreichen Verzweigungen dieses AsteS erfüllt, dessen Kauvtwiderlage nordwestlich die Landesgrenze bildet. Die höchsten gemessenen Punkte sind hier das Schwarzhorn von 7771'< und der F u nd el kop f von 7575'. — Einer Wioerlage des Hauptzugcs gehören endlich noch die l 0 m b a r d isch enA lv en an, welche südlich vom Inn in Tirol eintreten, uud deren Grate fast durchaus die Landesgrenzc gegen die Lombardic bildet. Aus ihnen erhebt sich das Stilfserjoch, ««5«' und der höchste Berg des Landes und der Monarchie, der Ortetes (Ortetet spitz), zu ,2,35«'.

Der Orteleö steigt aus dem Sulden- und Trafoithalo über ausgedehnte Gletscher, das (>nde der Welt genannt, empor, und bildet eine schroffe dreiseitige Piramide. Er wurde den 27. September i«04 durch den Gemsenjager Joseph (Ioselc) Pichler aus Trafoi zuerst erstiegen. Orzherzog Johann ließ hierauf 1^05 ober der Krummholzregion eine Hütte erbauen, eiserne Ninge und Stange» in den schroffen Wanden befestigen, und Dr. Oebhard erstieg dann in dessen Auftrage den Berg dreimal.^) Die folgenden strengen Winter machten den Berg unzugänglich, zugleich dessen Gipfel um einige Klaftern erhöhend, daß derselbe w'tde,,, mir !«2

»> Fälln», Nachrichten iiber eine naturhissorischc Rcise in Tirol und Besteigung drr Ortelesspiye «. Sammler M. <«s.

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2.   Die tiroler oder deutschen Alpen bilden den zweiten Hauvtgebirgszug, parallel mit dem vorigen, nördlich vom Inn hinziehend, und mit jenem durch den Arlberg, gegen den Iamthaler Ferner zu, verbunden. Die bedeutendsten Höhen sind hier, von West nach Ost: die rothe Wand, östlich von Vludenz, «551^ der Hvchvvgel, an der Zairischen Grenze, 8lN7'; dasGeishorn, ebenda, im Thale Thanheim bei Höfen, 7Wi'; derWanneckberg, nördlich von Naßereith, 7«««'; dieK 0 thbach« spitze, am Passe 5!eutasch, «>««'; der Sölstein, bei Innsbruck, «wo'.

3.  Die trienter Alpen bilden den dritten Hauptzug, vom Gardasee in einem großen Bogen gegen Nordwest ziehend, das ehemalige Alttirol von Trient scheidend. Die bedeutendsten Höhen sind hier: Oim» cli I^orei im Fleimser Thal, 82fi2^; der Schlern, «W^^; dim», cl'^.8t,!l, ««02^; tümu cii l»«»-»«!«, an der venetianischen Grenze. Vom 8. l'elie^l-inn an erhält dieser Zug den Namen der karnischen A l< pen, welche Tirol von Venedig trennen. Der Birkenkofel bei Innichen hat hier l»>«l' Hohe. ^

Diese Alpenzüge fallen beinahe sämmtlich schroff und steil nach Süden ab, wenige und kurze Steilthäler bildend, nördlich hingegen laufen sie in längeren, meist parallelen Rücken aus. Die Centralkette übertrifft die beiden andern sowohl an Höhe als Flächen« inhalt, bis 24 Stunden in der Breite haltend, so wie die südliche wieder die nördliche. Aber auch in dieser steigen einzelne Felsenspitzen zu bedeutenderer Höhe empor, und durch ihr unmittelbares Aufsteigen aus Längentliälern, durch ihren kettenartigen ununter» brochene» Zug gewährt sie sogar einen imposanteren Anblick, indeß die nördliche mehr in einzelne wirre Gruppen zerfällt. Auch enthalt die Centralkette die ausgedehntesten Gletscherbildungen.

Die Gletscher, in Tirol Ferner genannt, reichen bis ."«00" in die Thäler herab und erfüllen einen Raum von «'/2 ^ Meilen. Gegen «0 sind namentlich bekannt, meistens von bedeutender Ausdehnung, '/ bis 1 Stunde breit l bis 7 Stunden lang, 100 bis

Die tiroler und trienter Alpen entbalten nur einzelne kleinere Gletscher, wie jene den P l a tta ch erserner, nordwestlich von Telfs, diese den ^.-ll-mol.'^«, ander venezianischen Grenze. Wie die Gletscher der Schweiz haben sich auch die Ferner Tirols durch Einstürze, Verdammung der Cisbäche, Bildung von Eisseen, allmähliges Anwachsen und Vorrücken furchtbar gemacht. Daß die Ferner immer mehr anwachsen, wird von den Anwohnern auf das bestimmteste behauptet. So bildete der Sulden-ferner sich ursprünglich durch eine Grundschneelähne, welche vom Ortles hcrabkam, verschüttete l8l? durch seine Eisstürze fruchtbare Triften in einer Breite von mehr als iao Klaftern für immer, und rückte wöchentlich um l Klafter vor. Im ridnauner Thale bedeckt der »neue hangende Ferner" die herrliche Alm Schöne. Die Alm in der oberm AgglaS daselbst nährte t?so noch 80 Stück Rinder, jetzt nur mehr Schafe,

') Walcher Ios., Nachricht oon den Eisbergen in lno>. ». W!«n «NÄ. m. K.

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weil a»ch sie vom Ferner theils zerstört, theils durch die Kälte des nahen Eises unfruchtbarer wurdc. Dic untere Agglas zählte soust ikoNinderund 35 Pferde, seit l«i7 können nur mehr l00 Rinder erhalten werden. Die merkwürdigsten Erscheinungen bieten aber die Ferner, welche daS Fendthal umlagern. Der große Oetzthalerferner ist hier gleichfalls durch sein allmähliges Vorrücken, und durch seine ungeheure Moraine bemerkens-werth so wie durch die Granaten und Oergkrystalle, welche seine Felsen enthalten. Am Hochjoch- und Vernagferncr haben sich besonders zu Ende des' vorigen Jahrhunderts Eissturze gebildet, welche allein im Sommer 1770 über ,00 Klaftern bedeckten, endlich das ganze Vernagthal erfüllten und an dessen Mündnng in das Nofenthal durch einen lü0 Klaftern breiten Damm die Eisbäche zu einem See aufdämmtcn. Am Glungeser bildet sich in neuester Zeit ein Gletscher, den man bereits mehrmals zu zerstören ver< suchte. — Diese Erscheinungen treffen zwar nur Hochthaler, welche unmittelbar an Fernern liegen, allgemeiner und nicht weniger verheerend sind hingegen die Lawinen, in Tirol Schueelahnen ge>iannt. Am gefurchtesten sind die Windlahncn, wenn nämlich der Sturz von steiler Höhe zugleich einen heftigen Sturm erregt, der mit furchtbarer Gewalt AlleS vor sich niederwirft. So riß z.V. auf der neuen Straße über das Worin« serjoch i«26 eine Lawine die Gebäude der Poststation Franzenshöhe in den 'Abgrund und zerstörte einen Theil der Straße. Uebrigens wissen die Aelpler so ziemlich tie Platze, wo große Lahnen abzugehen pflegen und siedeln sich an sicheren Orten an, schützen auch ihre Häuser, indem sie „Schnrearchen," starke steinerne oder wohl verbundene hölzerne Schutzmauern, aufführen, oder "Schneedächer" errichten, über welche die wähnen unschädlich hinausgleiten.

,                                            Gebirgspässe.

Die wichtigsten sind jene der Eentralkette, als Hauptübergänge über die Alpen, und es ist bemerkenswert!), daß Tirol die beiden niedrigsten Alpenpässe aus allen enthält, nämlich die Malserheide, die Wasserscheide des Inn und der Etsch, beiläufig 4lioo' über dem Meere, und den Brennervaß, von 4220', beide fahrbar. Die übrigen, wie das Hochjoch, nördlich von ScklanderS, das Timbljoch, nördlich von Meran und die Pässe der Zillcrthaler Gruppe (Taucrn genannt, indeß die übrigen den Namen »Joch" führen) liegen schon über der Echneegränze. Die wichtigsten fahrbaren Pässe der deutschen Alpen sind: derArlberg, Schloßberg, Achenpaß- der tnenter Alpen: die Pässe bei ». »'«Ile^i-ino, Oorlasll ete. In den lombardischcn Alpen liegen: das Stilfser« oder Wormserjoch, das höchste auö allen, von 8850', und der Tonal.

Thäler.

Die genannten drei Gebirgszüge bilden drei Hauptthäler, das Innthal, Etschthal und Pusterthal, durch ihre Verzweigungen aber eine Unzahl kleinerer, so daß Tirol gar keine eigentlichen Ebenen besitzt. Dieser Reichthum an malerischen Thälern, welche die mannigfaltigsten Abwechselungen von üppiger südlicher Gartenkultur bis zur starren Einöde der Ferner darbieten, zeichnen Tirol selbst vor der Schweiz aus, welche nur in den vielen schönen Seen einen Vorzug hat. Dem Flächeninhalt nach ist daS Etschthal daS bedeutendste, welches durch seine Ferner, die grotesken Porphyrfelsen, seine Nebenhügel, die altertümlichen Städte und zahlreichen Ruinen, eine stete Reihe interessanter Vilder bietet, wie vielleicht kein anderes in ganz Europa. Seine wichtigsten Nebenthäler sind das geognostisch so berühmte Fleimser- und Fassathal, und die romantischen Thäler des Sulzberges und Nonsbergcs. Das fruchtbare und romantische Innthal ist das längste (33 Meilen), und nimmt, von West nach Ost, unter andern das Oehthal, das gewerbfteißige Stubbeithal und das Iillerthal auf. Dem Vorarlbergischen gehört

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eine Strecke des Neinthales mit dem romantischen Montafun an. In den deutschen Alpen öffnet sich das Lechthal gegen Baiern. Das rauhe Pusterthal bildet den südöstlichen Theil deS Landes. (Ausführlichere Angaben folgen in dcr Topographie.)

Oeognostische Beschaffenheit.*)

Kaum dürfte es ein Land geben, das in geognosiischer Hinsicht merkwürdiger und interessanter ware als Tirol. Abgesehen von der Mannigfaltigkeit der Bildungen, der Großartigkeit ihres Vorkommens, von den wunderbaren Formen der aus ihnen zusammengesetzten Oebirgszüge, macht besonders der Umstand Tirol für den Geognosten zu einer unschäybaren Fundgrube, daß die verschiedenartigsten Gebilde auf einem rerhältuißmäßig kleinen Raum zusammengedrängt, und durch die unzählbaren tiefen Thaler dem prü» fenden Auge mehr aufgedeckt, als irgendwo erscheinen, so daß der Forscher sie gleichsam mit einem Blicke überschauen, und in ihrem Wirken belauschen kann. Tirol war es, wo L. von Vuch zuerst seine großartigen Ideen über Gebirgserhebungen und den Bau der Alpen auffaßte. Von da ging man erst weiter; die dort aufgefundenen Gesetze wandte man auf die Nachbarlander an, und mit vollem Nechte nannte 'also v. Buch Tirol den Schlüssel zur Theorie der Alpen. Die schon seit langer Zeit angenommene Einlheilung der Alpen in drei Hauptzüge ist der Zersplitterung in zahlreiche Gruppen, deren jeder man einen besonder» Namen beilegte, bei weitem vorzuziehen, da sie nicht nur viel zum leichteren Ueb'erblick der ganzen Gcbirgssysteme beiträgt, auch nicht bloß auf einem künstlichen, sondern einem naturhistorischen, de», geoguosiischen Voden wurzelt.

Die mittelste dieser Ketten, die rhätischen Alpen, durch ihre Ausdehnung und Hohe ausgezeichnet, ist es nicht minder durch die Felsarten, aus denen sie besteht. Sie nimmt ihren Verlauf von Südwest nach Nordvst, parallel mit dem Innthale, welches als das Hauptthal ohne Zweifel gleichzeitig mit der Emporhebung der Alpen entstand. Die Hauptmasse ticseS Gebirges wird von der Granit-Gneu ßformation gebildet. Bald erscheint nämlich deutlicher grob- oder feinkörniger Granit, der durch eingestreute häufige Feldspathlrustalle oft porphyrartig wird, bald deutlicher geschichteter Gneuß, meistens aber ein Mittelgestein, das sich bald dem Granite, bald dem Gneuße mehr annähert; oft zeigt sich auch ein Uebergang in vollkommenen Glimmerschiefer. An den Grenzen, wo eine Berührung mit andern Felsarten Statt hat, zeigt das Gestein, so wie diese selbst, mannigfache Veränderungeu. Ungeheure, durch Quarz erfüllte Gangspalten durchsehen von Nordost nach Südivest das Gebirge und führen Gold, Antimon» silber, Antimonglanz, Nleiglanz u. s. w. Zugleich umschließt es zahlreiche Schichten von Kalk, der sich durch die stete Beimengung von Glimmerblättchen auszeichnet. Oft wird der Granit und Gneuß auf ganze Strecken von jüngeren Gebilden, besonders Kalk und Schiefer, bedeckt, welche gewöhnlich die höchsten Joche, z.V. die Tauern, zusammensetzen und nicht selten den Granit dem Auge ganz entrücken, der dann bloß in tieferen Thaleinschnitten zum Vorschein kommt. Außerhalb dcr Centralkelte findet sich der Granit nur an wenigen Punkten Tirols, so z, B. bei Predazzo, wo er an Augitporphyr grenzt. Im Süden Tirols bildet er in den trienter Alpen eine bedeutende Clipse, die, von Westsüdwest nach Ostnordost gerichtet, bis an das Brentathal reicht. Er wird daselbst von Glimmerschiefer umgeben, dessen Schichten von ihm allseits abfallen, und erreicht an der Oiml» ä'H«ti» eine Hohe von u»U2'. —

*) o. Pfaundlcr: Geognostische Nachiichlcn über die Gebirge von Innspruck d,e Mcran «. Vciträqc l. G. l»l.

k. v, Buch! GcognoNische Grmäldr von Sudtirol. m, Veiträgc n>. »«.

Al. Maier: Oeognostisclic Notizen ubcr Tirol. Vcitrage Vl. ,««».

Sluder: Beitrage zur gcogncMchcn Kenntniß bcr südlichen Alpen, Vcils^c "> »>".

ft

Zunächst au die Centralkette lehnen sich, sie mantelförmig umhüllend, daS Schic' fergebilde, bald als ausgezeichneter Glimmerschiefer, bald als Chloritschiefer, bald als Thonschiefer sich aussprechend. Diese Abänderungen verlaufen mannigfaltig in einander und können wohl kaum zu verschiedenen Formationen erhoben werden. Sie umschließen äußerst zahlreiche Kalklager, deren oft mehre in gleichen Streichen und Fallen hintereinander folgen, sich wohl auch verbinden. Im Glimmerschiefer tritt der Kalk als wahrer Urkalkstem auf, von krystallinisch großkörnigem Gefüge, meist von blendend weißer Farbe. Der Kalk des Thonschiefers dagegen ist dagegen weniger körnig, oft dicht, nicht so durchscheinend, mehr grau, und enthalt mehr oder weniger kohlensaures Eisen und Enkriniten. Seltener sind Lager von Hornblendegestein; dagegen wechseln oft, besonders an der Grenze, die Schiefer mit Orauwacke, die selbst häufig schiefrig wird, und mit rothen, schiesrigen, oft Gyps fuhrenden Sandsteinen — lauter Gliedern der Uebergangsperiode, die auf mannigfache Art in einander stießen. Ausgezeichnet ist ihr Reichthum an Erzen, denn wo sie nur irgend mächtiger auftreten, öffnet sich auch der Bergbau, besonders auf Spatheisensiein (der auf Lagern und Gängen bricht), Kupfererze, Braun» eisenstein, Fahlerze u. s. w. Die Schiefer reichen meist zu einer Höhe von ü —W00', scheinen jedoch hier und da mit dem Granit stückweise bis zu einer Hohe von <2000" emporgehoben zu seyn, wie z.B. am Orteles, Großglockner ic. Von bedeutender Mach« tigkcit treten sie im nördlichen Theile der rhätischen Alpen auf, indem sie da in einem ziemlich breiten Streifen zwischen der Eentralkette und den nördlichen Kalkalpen fort. ziehen und gegen Westen hin sich immer mehr ausdehnen. Im Suden dagegen zeigen sie sich nur schmal und unterbrochen, weil sie bald von Porphyr und Alpenkalk ver< drängt werden.

Zunächst an das erwähnte Schiefergebirge schließt sich, bald dem rothen UebergangS« sandstein, bald dem Schiefer unmittelbar aufgelagert, das Gebiet des Flöhkalkes oder sogenannten Alpenkalkes an. Er bildet nördlich und südlich vom Centralzuge machtige Bergketten — die tiroler oder deutschen und die trienter Alpen — nur daß letztere viel mächtiger ist, und noch weit über die Grenzen Tirols hinausreicht. Seine Verge steigen zu einer Höhe von ü —«00(/ und darüber empor, so zwar, daß die der Centralkette naher gelegenen anch die höheren sind und zeichnen sich durch ihre grotesken zackigen Formen und die ungemcine, oft mauerartige Steilheit ihrer Abhänge aus, weshalb sie beim ersten Anblicke auch höher erscheinen als die breiten Massen der Ccntralkette. Sie werden im Allgemeinen von einem mehr oder weniger an Versteinerungen reichen Kalke gebildet, der in zwei, dem Alternach verschiedene, Formationen zu zerfallen scheint. Die erste, der Uebergangopcriode näher stehende, besteht aus einem feinkörnigen grauen, sehr reinen undeutlich geschichteten Kalke, der hier und da auch erzführend ist. Die andere Gruppe enthält den eigentlichen Alrenkalk, der verschiedentlich gefärbt, dicht, mehr erdig, deutlich geschichtet ist, und zahlreiche untergeordnete mergelige und sandige Lagen enthält, Auch schließt er häufige Oypsstöcke uud Lager von Steinsalz und Ealzthon ein, oder er enthält wenigstens Salzquellen als Zeugen des vorhandenen Salzes. Jedoch ist dieses auf die nördlich« Kalkkette beschränkt, denn am südlichen AbHange der Alpen fehlen, nach llmi^, Steinsalz und Salzquellen gänzlich. Uebrigens treten auch im Kalkgebiete, besonders im südlichen, in tieferen Thälern hier und da Glietcr der Schieferformation hervor, so wie es hausig von neueren Gebilden, besonders dem Jurakalk, überlagert wird. Dieser Kalkstein ist es auch, aus welchem, durch pyrotype Einwirkung des Augitporphyrs, der Dolomit sich hervorgebildet hat, der durch seine wunderbaren Formen, die mehre WW Fuß hoben Wände, die unzähligen Spitzen und Zacken den Alpen Tirols einen so außerordentlichen Charakter ertheilt. Or liegt überall auf dem Augitporphyr, ist weiß, körnig, ohne organische Neste, nur voll ron Höhlungen, welche durch Vittcrsvathkrystalle ausgekleidet sind. Schichtung ist an

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ihm nicht bemerkbar, sondern er bildet ungestaltete, vielfach zerborstene und zerrissene Massen. Stellenweise enthält er noch Stücke unveränderten kohlensauren Kalkes eingeschlossen. 'Am ausgezeichnetsten erscheinen seine Verhältnisse im Fassathale, doch erstreckt er sich auch darüber hinaus. Seine Berge umgeben zum Theil das Grödcnthal, bilden die bei Votzen sich malerisch erhebenden Verge, ten Rosengarten, Schlern, Langkofcl, den 8»8«<» vm-u-lle, dann die Berge der Abtei (Cnneberg) und sehen fast bis ins Dräu-thal fort. Eben so erscheint er im Sertenthale, im Sulzbergthale, bis über St. Pankraz im Ultenthale hinaus, wo er verschwindet. — Der rothe oder Feldstcinporvhyr tritt bloß im südlichen Tirol auf, wo er von Mcran bis gegen Klausen eine große, von vielen Spalten durchsetzte kuppelförmige Erhöhung bildet, welche ihrer ganzen Ausdehnung „ach durch das Eisackthal gespalten wird. Den Porphyr umkleiden fast überall Neibungs-konglomerate, welche aus Porphyr-, Granit- und Glimmcrschicfcrfragmenten bestehen. Er mag sich wohl noch weiter südlich und ostlich erstrecken, wird aber daselbst von Alpenkalk verdeckt und kommt nur in einzelnen Thälern zum Vorschein. In welcher Beziehung zu ihm der schone Syenit der Monzonalpc (>l

Eines der merkwürdigsten Gebilde Tirols ist ohne Zweifel der Augitporphyr, um so merkwürdiger, da er nach v. Buch so großen Antheil an der Bildung der ganzen Atpen-kette hat. Er enthält stets uiel Augit, zahlreiche Feldspathkrystalle, oder statt dieser Vlivin, nie aber Quarz. Jedoch gehören auch mannigfache Mandelsteine mit ihre» verschiedenartigen herrlichen Beimengungen: Chabaste, Ichthyophthalm, Analzin, Fassait, Idokras u,s.w.; Schlacken, Tuffe und basaltartige Gesteine Hieher. Alle umschließen nicht selten Stücke von Kalk oder Dolomit. Am ausgebildetsten erscheinen diese Massen im Fassa-thale. Sie sind nie geschichtet, oder gleichförmig mit andern Gesteinen gelagert, sondern sie bilden regellose verworrene Massen, an welche die andern Felsarten nnr angelagert sind. Offenbar ist der Augitporphyr durch vulkanische Kraft aus def- Tiefe hervorge-triebcn worden, hat zuerst den rothen Porphyr, dann den Sandstein und den Kalk durchbrochen, letzteren zum Theil in Dolomit umgewandelt und ungeheure Massen desselben in die Höhe gehoben. Dann wird das Erscheinen der steilen und zackigen Dolomitwände oberhalb dem schwarzen Porphyr erklärlich; dann befremdet es nicht, diesen balo in der Tiefe der Thäler anstehend, bald in großen Höhen, mitten aus Kalk- und Dolomitmassen in einzelnen Felsen hervorragend zu finden; dann wird es einleuchtend, daß die zerstreuten, bald »NN0 und mehrere 1000 Fuß hohe», bald auf einzelne Kuppen beschränkten, bald mehre Meilen ausgedehnten Parthieen rother Sandsteine, Kalk lind Dolomit nichts als einzelne abgerissene kappen eines ehemals zusammenhängenden Ganzen sind. Mit großen, Scharfsinn wendet v. Buch diese Erscheinungen auf die ganze Alpenkette an, welche ihre Erhebung nur dem schwarzen Porphyr verdanken sollen, der gleichsam einen unermeßlichen Gang bildet, von gleichen Streichen mit dem der Bergkette. Er war es, der die Spalte, durch welche daS Alpengebirge emporstieg, aufsprengte; er erhob die zertrümmerten Schichten, die sein Hervorbrechen hinderten, drängte sie auf die Seite, so daß nichts als einzelne verschobene, oder sehr veränderte Parlhieen davon sichtbar blieben. Er selbst trat aber nur an einzelnen Punkten ans Tageslicht; sonst mögen seine regellosen Massen im Innern der Kegel und Kolosse von Dolomit und

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Kalk verborgen geblieben seyn. Dasselbe dürfte auch in der nördlichen Kalkkette der Fall seyn, wo zwar die Unordnung und Zerrüttung der Kalklagen auf denselben Grund hindeuten, der Porphyr ad^r, welcher Aufschluß geben könnte, fehlt.

Alle diese Felsarten werden an vielen Punkten von sehr verschiedenen jüngeren Gebilden überlagert, welche aber noch viel zu wenig gekannt und untersucht sind. Hieher gehört die Brmmkohlenformation von Haring, die Nagelfluhe der nördlichen Alpenkette, mancherlei Konglommerate neueren Ursprungs u. s, w.

Höhlen und Bergstürze.

Tirol ist weniger reich an Höhlenbildungen, als !so ausgedehnte Kalkgebirge es vermuthen lassen, »der vielmehr sind deren noch wenige bis jetzt bekannt gewerden. Die bedeutendste Hohle ist bei6«»«t»ttl» im v»l lüu^m», welche zwar nur 450' tief, aber durch schone Tropfsteine ausgezeichnet ist. Die Hohle in der bekannten Martins» wand bei Iunspruck hat nur 42' Tiefe, 84' Höhe und

Line Brücke fuhrt m demselben durch einen, mitten im Flusse erbauten mächtigen Thurm, und die Straße ist durch Schirmdächer gegen die häufig sich ablösenden Fcls-stücke geschützt. Uebrigcns hat die Finstermünz durch Sprengungen, welche neuerlich vorgenommen wurden, um Hie Straße freier zu machen, viel an ihrcr malerischen Schönheit verloren. Der merkwürdigste Engpaß ist jedoch die Schnaner Klamm im Stanzerthal. Es ist eine schauerliche Kluft, 30' breit, 4««' hoch, 3l>n' lang, welche weiter einwärts noch enger, nnd endlich zu einer Felscnspaltc von kaum 2 Ellen Breite wird, von einem Wildbache durchtobt. Ein Steg fuhrt Hinduich auf einem Pfad in ein wildes Thal zur Alm Alp er schon und in's Lcchthal. — Durch Bergstürze und Erdfälle ist Tirol vielleicht mehr heimgesucht als irgend ein anderes Gcbirgsland. Der furchtbarste Bergsturz des Landes ist der vom Jahre 8«2 («45? «75?) bei ». Marcn unter Noveredo, bekannt unter dem Namen »luviui oder I^vini ci, 8. V^i-en, welchen schon Dante im ,2tcn Gesang der Hölle beschrieb. *) Das ganze Thal bis lSerr.'lVllilu ist in einer Ausdehnung von 4 italienischen Meilen mit unregelmäßigen Hügeln bedeckt, welche aus zahllosen viereckigen ausgewaschenen Kalkblöcken bestehen. ?iicht ohne Gefahr ersteigt man den Gipfel dieser kahlen Massen, welche ein furchtbar ödes Bild darstellen; nur wenige kleine Stellen haben sich mit Erde bedeckt, wo Maulbeerbäume und Reben fortkommen. — Um die Zeit von 79N —«20 verschüttete der kaum minder bedeutende Naifer Bergsturz das allrömischc Maja, auf dessen Stelle jetzt das Dorf Mays bei Meran erbaut ist. In neuerer Zeit ist das Thal Enneberg ein Schauplatz bedeutender Bergstürze geworden. Seit 20 Jahren ist der ganze Bergrücken von Pedratsckes, auf eine Strecke von 2 Stunden, in steter Bewegung; daö Gras riecht daselbst widrig und wird vom Vieh nicht berührt. i«2i ereignete sich daselbst bei Stern ein Bergsturz, der einen See bildete, wodurch binnen 24 Stunden

*> Neuer Graf u,ov»n,!>, ^^ tingcssuritc VelK l>s> dem Dorfe 8. kl"«. Beiträge Vlll, 90,

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der Weiler >.-» Nu6i» mit 12 Gebäuden und 109,268 IHKlaftern Grundstücken begra-ben wurde. *) ,«^o verwüstete ein Bergsturz den Badeort Antholz im Pusterchale; l«^3 erlitt Riva am Gardasee durch Bergstürze großen Schaden uud 1«3l drohte der Gebhardsberg, an dessen Fuße Pregenz liegt, den, Einstürze. Nicht minder häufia, sind (frdfälle, Grund- oder Berglälmen genannt, auch trockene Murren oder Murrgange, zum Unterschiede von nassen Murren. Uebcrhaupt ist in Tirol der Gebirgsschult (Sei« feugebirge) sehr mächtig. Er besteht aus kleineren und größeren scharfkantigen oder nur wenig abgerundeten Steinen der anstehenden Gebirge, mit erdigen Theilen ge-' mischt, und meist mir locker zusammenhaltend. Er bildet meistenteils den Fuß der Gebirge und übertrifft oft an Mächtigkeit die Konglommerate. Durch den plötzlichen Sturz dieses Schuttes entstehen die Murren, welche um so verheerender werden, wenn sie in ihrem Zuge einen Gießbach treffen, dessen Pett sie gewöhnlich verdammen, ihn dadurch zu einem See anschwellen, der das Thal überschwemmt, endlich durchbricht, und nun die Schuttmasse mit sich fortreißt. Dann wird nicht nur der Thalboden mit Oe-rolle überschwemmt, sondern manchmal auch Hauser so verschüttet, daß sie mehre Fuß tief begraben werden. Das Thal Passeicr leidet fast alljährlich durch eine trockene Murre, die "Kellerlahu." Der merkwürdigste Erdfall traf ein enges Seitenthal von Primör, 6»nl»i «lm,l,ov«. Schon 1740 kündigte sich derselbe an und brach endlich, weil man den schützenden Wald nicht schonte, l«25 furchtbar verheerend los. Der Re vrutbach, welcher am ^oimilucil-n ans sieben milchweißen Quellen entspringt, wnrde dadurch so verschüttet, daß der Schlamm, den er mit sich fortführte, auch den Vllnni hemmte, in den er sich ergießt. Dieser bildete einen See, der zwei Weiler und 1W,2N6 ciKlaflem Land begrub. Das Flußbett crl'öbtc sich seitdem so sehr, daß das Wasser jetzt mehre Klaftern hoch über dem Thalboden fließt. Der V-mm mundet in den »-mon, dieser in die Vrenta und das Wasser dieser beiden Flüsse wurde so trübe, daß die Ursache 182N amtlich untersucht wurde.'^) Hiehergehören auch die merkwürdigen Erdpyramiden bei Vohen, welche wohl auch anderwärts, aber nicht so zahlreich vor« kommen.

Nördlich von Botzen erhebt sich der Nittenberg, von welchem sich der Finster-waldbach mit starkem Gefalle in den Eisack herabstürzt An beiden Ufern desselben in der Nähe von Lengmoos erheben sich in dichten Reihen zahllose kolossale Erdthürme. Sie bestehen aus einer thonigten, röthlich gefärbten Porphyrcrde und haben meistens die Form einer Pyramide, deren Spitze durch einen aufliegenden großen Slein oder einen buschigen Fichtenbaum gegen Verwitterung geschützt ist.

Gewässer.

F lü sse.

Wie Tirol drei Haupt-Oebirgssysteme enthält, io auch drei Haupt-Stromgebiete. !. Dem Gebiet des Nein gehört ganz Vorarlberg mit all' seinen Bergsirömen »nd Bachen. Der Rein ist übrigens nur Grenzsiuß auf einer Länge von vier Meilen, durchaus schiffbar. Seine bedeutendsten Zuflüsse sind der III und die Bregenzer Ache. Der III entspringt an der Grenze Graubündlens aus dem Albuingletscher nnd nimmt i<> kleinere Bäche auf. — Nord- und Osttirol gehören durch den Inn und die Dran zum Gebiete der Donau. 2. Der Inn entspringt auf der südöstlichen Seite des Scptimer in Bragell aus einem Gletscher; tritt bei MartinSbruck auS Graubündten ein, und

*) Elrmental'Ercigmffl,' im PuslcrOialc l»,l. Volhc. «8«,, S, 33«.

"1 5'uloli (I.uiß.) «ul!o c»uo« «l>» ä» Paco !«n>pu ill«»s!»>^,nu >I ü«»^ ««»(<> l!n„a„, !»ls>

durchbricht bei Finstermünz das Urgebirge. Nach einem Laufe von 24 Meilen durch, bricht er die nördliche Kalkkette, sein linkes Ufer wird bei Kufstein, das rechte aber 3 Stunden nördlicher, bei Erl, bairisch. Durch den Einfluß des Oehbachcs wird er auf 5 Meilen flößbar, durch die Sill, in den »0 Meilen seines weiteren Laufes, auch schiff, bar. Seine zahlreichen (über 50) Zuflüsse sind lauter Nildbäche, weder fiöß- noch schiffbar, die sich meistens durch ihre Verheerung furchtbar gemacht haben. ^) Die be» teutendsten sind: die Rosana, der Oehbach (Oehbacher Ache), der Sill, aus dem Brennersce entspringend und die Ziller; sämmtlich, mit Ausnahme des ersten, am rechten Ufer. Der Sill machte sich durch sein Gefalle von '/2 Zoll auf l Klafter, und häufige Ueberschwemmungen besonders der Hauptstadt furchtbar. «824 wurde ihm beiInnspruck ein 3äl Klaftern langes, 14 breites zweckmäßigeres Rinnsal gegraben. Die Dräu ent' springt bei Innichcn ans der Toblachcr Heide, wird aber erst in Kärnthen schiffbar, Jenseits der nördlichen Kalkkette entspringen die Iller, der Lech und die Isar, welche erst in Baicru bedeutend werden. 3. Die Ctsch (^^«) ist der Hauptfluß von Südtirol. Sie entspringt südlich von Finstermünz aus dem Nescheusee auf der Malser Heide, wird bei Gargazan auf 2 Meilen flößbar, durch den (Lisack unter Votzen auf l2 Meilen schiffbar und betritt nach einem 24 Meilen langen Laufe unterhalb Vorghctto das Venezianische. Sie hat theilweise wenig Fall und der Thalboden leidet sowohl durch Versumpfungen als durch Verheerung der in die Ctsch einmündenden Wildbäche. Vei Glurns wurde deßhalb auf eine Strecke von '/, Stunden das Flußbett regnlirt und durch zwei Durchstiche gerade geleitet. Bedeutender sind die Wasserbauten zwischen Vran-zoll und Neumarkt, wv der !»l? angelegte Pigloner Kanal W« Klaftern lang, 20 breit ist; durch ihn wird die Schifffahrt um zwei Stunden verkürzt. Bei Trieut durchbricht der Fluß die sudliche Kalkkettc. Die bedeutendsten Zuflüsse sind am linken Ufer: der Passerbach, der Eisack, am Brenner entspringend, durch dieRienz verstärkt, und der Avisio; am rechten llfcr der Nosbach (>ul:o). — Aus dem See von Levico entspringt die Brenta, welche durch das Palsugana dem Venezianischen zuströmt. Im südwestlichen Theile des Landes durchstießt die 8»ron die Landschaft Iudikarien und bildet eigentlich den Oardasee, den sie unter dem Namen Älincw wieder verlaßt. Eben so bildet westlicher der tiliic»« den I^o c!'l<

Wasserfalle.

An Wasserfallen ist Tirol außerordentlich reich, man zählt über 150 größere. Fur den schönsten gilt der wenig bekannte Fall bei Rieglern im Vregenzer Walde, der über pier I,ohe Felsen herabstürzt; am wasserreichsien ist aber der Staubi bei Neutte, an der bairischen Grenze. Die Ache, der Abfluß des Plansees, stürzt in 2 Absahen, l)0 und ü

»1 Zallingcr. Von dcn Ucdcrschwcmmungen in Tno>. ». ^nmp- "?"'

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der Alpe Gräben, 4 Stunden von Neustift 5 Wasserstrahlen stürzen sich hier aus dem Sulzauerferner l.W' über eine senkrechte Wand in einen Kessel, und aus diesem, verei' nigt zu einer Breite von i20', in das Thal herab, dichte Wolken von Wasserstaub cm-pottreibend. Bei Ridnau», auf dem Wege von Stcrzing zum Schneeberge, stürzen in kurzen Zwischenräumen <0 Nasserfälle über kahle Wände herab. Im Pflerscherthale sind, ü Stunden von Gosensaß, im Innerpsiersch mehre sehenswerthe Fälle, worunter die Hölle, vom Ferner!)ache gebildet. Wenn die Hölle raucht, das heißt, der Wasserstaub leicht emporsteigt, prophezeit man schönes Wetter. Das Durerthal enthält 3 prächtige Fälle, so wie im Zemthal, einer Scitenschlucht desselben, die Zem einen vor> züglich schönen Sturz bildet. Daselbst bildet im Thale Stillupe ein Nach bei der Blaseralm einen theatralischen Fall, indem 2 vorstehende Felsen gewissermaßen dieKoulissen und eine steile Wand, über welche derselbe herabfällt, den Hintergrund bildet. Auch der Schreinbachfall, bei Schrambach ander Botznerstraße, ist bemerkenswerth. Am berühmtesten ist der Fall des Ledro bei Ponal am Gardasee. Der Fluß bildet mehre Fälle, deren obere aber durch Felsen verdeckt sind, so wie der schönste, der über eine 2U0" schroffe Wand herabstürzt, durch das Zollhaus, hinter welchem man hinaufsteigen Mllß, um einen guten Standpunkt zu gewinnen.

Seen

gibt es in Tirol zwar sehr viele, meistens sind es aber nur unbedeutende hochgelegene Alpenseen. Die größeren derselben sind: der Achensee, nördlich von Echwaz, 4750 Klaftern lang, 3U0" tief, rings von hohen Kalkbergen umgeben. Der Plansee, durch einen Kanal mit dem Haiterwangsee zusammenhängend, 2 Stunden lang. Der Hin» tersteinersee. Der Neschen-, Heider- und Mittersee auf der Malserheide. Der Vrennersee auf dem Brenner. Der Kalterersee bei Votzen. Der fast viereckige Ledrosee bei Riva. Der Lopviosee, westlich von Roveredo, ist ganz von schroffen Felsen umgeben, enthält zwei Inseln und nährt köstliche Fische. Der Boden- und Gardasee gehören zwar nur dem kleinsten Theile nach zu Tirol, bilden aber doch die größten Wasserflächen des Landes. Der Bodensee gehört mit Umfange von 4V: Meilen zu Tirol (Vorarlberg) und hat hier an der tiefsten Stelle 2«0' Tiefe, welche aber in der Mitte bis ««4 zunimmt. Vom Gardasee gehört ein Umfang von 2'/. Meilen zu Tirol. Oft bilden sich auch Seen von nicht unbedeutender Größe, wenn Eisstürze die Ferner' bäche, oder Murren die Vergströme verdammen. Sie halten sich manchmal mehre Jahre lang, wenn der Damm stark genug ist, und das Wasser nur allmählig einen Ab» ftuß erzwingen kann, oft brechen sie aber plötzlich los, und richten dann ungeheure Verheerungen an. Die Cisstürze des Rosen- und Hochvcrnagfcrners haben schon vier Mal das Rofenthal abgedämmt und den Rofnereissee gebildet. Er entstand lä«9, inn», in??, lMss sich hj^ ,^^ u„o der Cisdamm verlor sich erst l?i2 gänzlich. l77i lief der See neuerdings auf 700 Klaftern Länge, «50 Breite und 30 Tieft an, verlor sich allmählig etwas, besteht aber noch jetzt. Der große Octzthaler Ferner bildete gleichermaßen den GumglerEissee, der l?,« eine Länge von l700, eine Breite von «50 Schritten n»d Tiefe von ,oo Klaftern erreichte, jährlich regelmäßig an und ablief, und jetzt 9 kleine Inseln enthält. Durch einen Bergsturz, welcher vom Prischerberge herabbrach, bildete sich schon N

Mvräste gibt es in Tirol nicht, und selbst die Uferversumpfungm des Bodcnsees, des Rein und der Ctsch sind unbedeutend. Das sogenannte Traminer Moos, durch den Abfluß deS Kälterer Sees entstanden, bedeckte W2 Joch, wurde aber schon t??7 nach Zellmgers Plane trocken gelegt, und trägt jetzt bei ivooo Metzen Getreide, 50000

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Centner Heu, 2000 Eimer Wein. Auch das Deutschmetzer Moos ist ror Kurzem trocken gelegt worden.

Mineralquellen.

An Mineralquellen ist das Land außerordentlich reicb; es gibt deren nicht weniger als 123, welche jahrlich von mehr als 1500N Kurgästen besucht werden, ?er Ctschkreis allein zahlt über 3«, von denen 25 wirklich im Gebrauche sind, und mehr als 4000 Ve« sucher zälilen. ") Nach der Zahl der Kurgaste in den drei Jahren 1823 bis 1^>3N sind folgende am berulnntestcn: das Mitterbad bei Et. Pant'raz im Ultenthale, im Jahre l822 allem mit ^000, in den genannten Jahren zusammen mit 43N.'i Kurgästen: ilnl»lil mit 20,^« uuo 1'l.^o, beides Sauerbrunnen iin Vlli «l> ^<»>«, nnt ^^55; Maystadt mit iWl, Innichen, mit 1^2^, und Altrrar, mit 18^», sämmtlich im Pusiertliale; das neuerlich erst emporgeklommene Schaldersbad bei Vriren, mit i>79; Reute im Bregenzerwalde, mit 1434; Nomilun bei Noveredo, mit 1374; das Schwefelbad <^llrai,<» bei <'!lv!,l, mit i30? Kurgästen. Zu den besuchteren gehören da»n noch: Retzis oder ^»ta«)es bei Votzcn, Prny oder Ob lad is im !)berinnthal, H u b im Vregcnzerwalde, Vergfall bei Velsberg und V achgart bei Mul'lbach, beide im Pusterthale. ?

Klima.

Das Klima ist natürlich zu beiden Seiten der Alpen sehr verschieden. Wahrend im Oberinnthale der Mais wegen der Nachtfröste vor der Neife vom Felde genommen werden muß. gedeihen im untern Etschthale Südfruchte im Freien. Die Temperatur-Verhallnisse sind folgende: '^)

 

Mittlerer Äaroincterstaud.

Tftermometcrstand,

mittlerer

hochslcr

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I n n s d r ll ct in 5u Jahren

l»3« bis 1»«

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3». Dcz. >?»» ,

KiftbucheI l83l bis l»3<

   

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Glies (bei Innebrucl) l»»l und l»«

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Trient «5«« bis 1830

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Januar

Rovcrcdo

33!

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Linz

 

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') Professor F, C. Karpe: UcderNcht dcr Heilquellt» von Tirol und Vorarlberg. Botftr. ,»zo, G, 2l«. «r. Hö 1 mann; Die Badeanssaltc» des Kreise« an der ütsch. Ncitrazie. ll. N, 2^q.

") Frz. v. ZaIlingcr! Innsbniclcr mttcoroloaische Vc«t>achtu"^n von 5« Jahren. Mit ei«« Viographie des Verfassers, n. Innidr, ,nn.

13

Man will, als Folge des Anwachsens der Ferner, eine Abnahme der Temperatur bemerken, welche i«2<) in Innsbruck im Mittel nur 4- 5,792 betrug. Die rauhesten Gegenden sind das Oetzthal und die nördlichen Seitenthäler des Pusterthales, das mildeste angenehmste Klima aber hat die Gegend von Meran, dann die Nons- und Sulzberg-thäler und Iudik.niel^ In Nvrdtirol ist der September, in Südtirol sind der April und Mai die angenehmste» Monate. Die Vegetationsunterfchicde der Hohen, wenigstens deS nordöstlichen Tirol, weichen ron jenen der Schweiz bedeutend ab. ill-. Unger nimmt folgende fünf Regionen an: 1. Die Region des bebauten Landes, von der Thal-flache bis zur Wallnußgrenze 2700'; 2. die obere Bergregion, von da bis zur Grenze der Buche, 4000'; 3. die subalpine Region, von da bis zur Grenze der Fichte, 5200'; 4. die Region der Alpcnsträucher, von da bis 70W'; 5,. die obere Alpenregion. — Den Niederschlag nimmt man gewöhnlich fur Nordtirol auf 2<> bis 28 Zolle an, in Innsbruck betragt er aber nach 50jahngcm Durchschnitte bei s); allf dem Nodcusee Vormittags bis gegen lo ilhr ein ziemlich lebhafter Ostwind, Nachmittags der Westwind. Das Innthal ist insbesondere vom »eii-novo heimgesucht, der warme Wind, wohl auch Fö!'n genannt, der aus Italien über den Brenner kommend, an der nördlichen Kalkkette aliprallt und, durch die in der Sonne glühenden kahlen Felsen verstärkt, stoßweise, oft mit einer Geschwindigkeit von si7' an« stürmt, Häuser zerstört, ja oft ganze Waldungen entwurzelt. Am fühlbarsten ist de» selbe in der Gegend von Innsbruck, welches gerade in der Richtung des Luststromes auS dein Ctsch' und (5isackthale, und vor dem hohen Solstein liegt, der jenem zum Damm wird. Selbst die Eingeborncu empfinden die nachtheiligen Wirkungen dieses Windes, welche in Kopfweh, Bangigkeit und endlich in Erbrechen sich äußern. Er befördert übrigens die Reife der Feldfrüchte, besonders des Mais, schmilzt aber auch Schnee und Eis der Alpen so plötzlich, daß nicht selten die dadurch angeschwollenen Wildbache Verheerungen anrichten. Innsbruck hat NO windige Tage, jährlich n Gewitter, und in 50 Jahren wurden 42 Erdbeben verspürt. — Tirol ist ein sehr gesunde« Land, wofür das hohe Alter so Vieler zeugt; nur in einigen Gegenden des Etschthales verursachen die Ufersümpfe die unter solchen Umständen gewöhnlichen Wechselfieber. Merkwürdig ist es, daß in einigen Gegenden von Enneberg die Kinder krumm werden, so zwar, daß sie bis zum achten Jahre auswärts erzogen werden. (Vergleiche die später folgende Ueberschrift der Epidemien.)

14

Uebersicht

der ltlimütischen Verhällmssc in den ? Zähren

l828 bis 1834.

Barometerstand.

lieruwincter-stand.

Vlcmentar-Greiguiff«.

Witterung inl Allgemeinen.

Grndte.

csund' hcits-ustand.

Jahr.

höch< stcr.

icfsscr.

mitt< lerer.

hoch' Ncr.

iefster.

»828 1»«!»

De-ember

«" 3"'

März April

«6" ü"'

liruck '.Iul.

— l4

Pustcr^ t>,al t«. Jan,

- l?

druck «.Drz,

-

Trocken. Windig. Echr milde.

rtrcide mit telmäftia. 3einu. Seide sehr gut.

Durchaus schlecht.

Gut.

   

««" 4"'

Tiicnt 4.Iul,

Häxfiqc Ucvcrschwcm« mungen.

Oclind.Nint, ^ehr trockncr Somnirr. ruhlina und ^crbst naßkalt

Bösar» tige Epide. mie.

 

8" ?"'

No» 'ember

«»" ,"' ssr> bruar

«»" 4"'

>«» Imst .?lug.

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Vorarl» bcrq '/Zcbr.

Viele Gewit.

Vint, trocken nd sc!?r fält, cnz warm. ann naßkalt. Sommer se!>r varm. Herbst lildc. »»»windstille Tage.

Getreide we ia weaen der roßenDürre. Wein u. Seide mittelmäßig.

Gut.

«82»

6"IN"' April

,6" ,"' Nc>. uember

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-!-«» Boycn !>.Iul.

-

IllNs'

vr»>ck l.Fcbr. Obcr-innthal ». Jan.

Ungcwöftnl. ^ufierschcin. Dichter Nebel bi« Abends, Vann blenden dc Helle und auffall.Abend« roth bis spa in d. Nacht an dauernd.Hau figc Meteore

lZintcr milde. Lenz u, Sommer feucht. Herbst schon, «5UwindNiUc Tage.

Durchans gut.

Gut.

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Tep' tcmdcr

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Tricnt

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Putter thai «9, Dez

Gewitter und Haacl. Dunst schlcier in den mittl. Schich ten der ?lt niosphäre die Kept, i dani auffallciidaril nc Zarbe'dc Abcndwoiken Häuf. Stern schnuppen.

Winter sehr milde. Lenz spat und naßkalt.

Getreide, spat reif, aber q»! Nein«, Seid mitlclm. we ncn dergroßc Durrc.

O«t.

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und«« Ilin».

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Pnster lftal. Innsbruck, Vorn^i bcrq <». l«,«« Ja»,

Wasser? mangel.

Wint.trockcn kalt, wcnl Schnee. Lcn früh, warm trocken. Som mcr u. Herb naßkalt. ibtwindstiU Tage.

Getreide schlecht. Wein schlecht Seide gut. Wenig Heu,

Ziemlich, gut.

,k"3l"

 

^l« Tricnt ««.Iun

— 18 Uitter-iiintha »«.Dez

Großer Was scrmangcl. Wenig Gewi! witter. Hoyen rauch.

Winter seh trocken un schnccarm. Lenz trocke mit Spätfto ssen. Sommc sehr warm „-ockcn.Hcrb trockcn.warn t»0 windstill Tage.

WcniaGetrc de und Heu. Seide g»t. Wein vorzug lick in Meng und Gutc.

Epidemien,

!5

An Reichthum der Naturprodukte ") übertrifft Tirol wahrscheinlich alle an» deren Perglander. Berühmt sind seine Mineralienschätze, aber nicht minder ausgestattet ist das Pflanzenreich, und namentlich die Alpenflora ist überaus üppig. Für den Mineralogen sind das Zitterthal und Fassathale die reichsten Fundgruben, für den Vota« niker der Schler n und die Seiseralpe bei Bohen, der Alpe Vellamonte in Fassa und die Kirschbaumalpe bei Linz. (Nähere Angaben über die vorzüglichsten Naturprodukte folgen, um Wiederholungen zu vermeiden, in dem Abschnitte „Nahrungs» quellen.")

H o h e n t a f e l.

Die meisten der hier verzeichneten Höhen sind entnommen aus: »Trigonometrisch be« stimmte Höhen von Oesterreich ?c., aus den Protokollen der General-Direktion der k. k. Katasiral-Landes Vermessung, ausgezogen von A. Vaumgartner. 8. Wien, 1832" und mit ^ bezeichnet; ferner aus Baumgarlners "Naturlehre," von Vuch's "Geognostische Bemerkungen " u. s. w. Alle Angaben sind auf Wiener Fuß reduzirt.

""' ^ohe. Veobachter. «rt. ^' Beobachter.'

,^^ ' Vuch.nachEalz« n«»ll°n. m«»<«, sud» Achensec..... ^^ ^ blira.u.Innsbr. wcstl. von Tricnt . «««« /^ < Brobachlungcn. — .... ?««!>,» Lupis. — ..... 2!>W Baumgartncr. Borgo...... <«?«.» Nciß. Ala........ — «082 Buch. Albersspiy ... e«K3,83 Sternderg. ln»i> Liechtenstein. Alpele, Berg. siid" '«083 Buch. östlich von Dornbirn <««?,5« ^ Bozen....... l«9« Baumg. Altrams..... »l»U ^ l<4« Buch. Am patz, Nl9 Weiß. Pfarrhaus .... «n<5 l«l»4.«9 ZaUingcr. Kirche...... «n» Vrandjocl,nördl. u. Tfturmbiihcl . . . «<»» Inntzbrucl..... ?5«5.« Fallon.

AtzwangbeiVozen ^ l Buch. Brenner..... ^ ^ Vuch. 797 ^

Auersüdl.vonBozcn ^ s " S„....... «,«.58^ -Avio....... 475,5 Weiß ""' ' ^

/,«,,/», IV,°nle,«lli!!,>mo — Potthaus (?) . . . 4»?«,8 Buch. älK-zn...... «948,!» >v, "" .... «

...... «9W.« Stcrnbcrg " ^"«....... """'^ 6""°"' Bcrgwirthshaus - Wasserscheide be,m . ^ «m Schier«. . . «" «uch. Eisabfall..... ^^ ^ «uch. NirtenkogI sndw. '"" ^^ f„...... ^4 Buch. von Gtams .... »»«?.5l ^ Vist°ta«lpe ^ . . 45N.35 Fallen. Brixcn...... ""' ^«w-

') V. sdl. u. Seeger: Versuch t'ner Ornktographle d. gefürst. Grf. Tirol. 6. Innibr. ,«„. Dr. F, Ungei: Ueber den Einfluß dts Bodens auf die Vrrtneilung der Gewächs«, nachgc« »lesen in der Vegetation de« nordöstlichen Tirols. Mit 2 Kart. und 6 Tab. L. Wien 1N26.

Rauschenfels: Nliträ«r zu einer tirol. Flora, und einer

«l. S. 23«.

Iirasel: Notanische Nomenklatur vo» Salzburg und Tirol. ,2. Innsbruck. ,uo6.

8o!,<>i>f<">>»»», ». n«nip. l»0b. Nl,«°>ln>»nn- Nozn. »nim. v«^«>,. «l ,nine«I, m«,Ucum. liro!. 4. «1«nip. 172«.

I. v. Lalcharting: Versuch einer Beschreibung der tiroler Inseltcn. » Theile. «. Zürch

17Li bis 17l».

16

Ort. ^"' Veivachter. Qrt. ^"' Neobachter.

^^' Glcicrsspiy nördl. Vrixen...... ,»«7.?« «aumgortncr. von Innsbruck... «i«3 Fallen, ""''"l Oloclthurmsüdl.l,. Vrunc

^-^^'!^ ^ ^^°^°>^.,^

^MMtte. ... «<.,,4 _ ^ «amng,

^^>VeM.V°n^^ «^ ^ «'"""...... ^-' Z"'l0"'

Caren,N^.n°rd>. «... "^ ?^' von Vragolluo. . . Sl?»/,, ^ Gosenjaß..... z<7, Nuch. 0a"«l^,«....... 3il4,7 Wciß. Orcinel.Bcl^, . . ««»8,H Moll.

^'«"^«....... «853 Aaumg. . 2784 H

n,«» «i'^l.ia westlicher Ories.....' ' 37»? > Buch. Gipfel....... 8»0,^» Weiß. 2?«» » "'^licbcr..... »394,« - Origeo...... «44). Weiß. t7.«.a 6«

sp^°st..v°mN. ^amKöniMerge. 4^.« '7^'"...... ,,, Wciß - Wasscistollen. . . 5l9«M Thxrwicser. """........ ,^'^ H«lscher°-Wand Dr'^urspr^ . . ^.44 ^aumg. ^^^ W04.«.

^"^....... ^'' Baumg. °stl. «°n Goscnsaß . 85««M Elmau...... ,^ Uugcr. Hirjchfangbcrg °.

^.kri«...... '^ MuXer. ^^rberV.M. '"^ " Fel

^ °^" '-'''' ""'^ sudöstl. v°ni!»,ldcsch 882984 ^7^.3^4 ^ ^er«°. ^ .instcrmunz. . . «,«e ^mng, ^ nd ^ - — .^7« FaNon. Fl.rsch Thurm . 3^,,» ^ ^^ ^ .^ ^,„ zrastenzcrc-and . ..4«.7« ^ Oder«d°rf.....«iS7.5° ^ Frau Hutt, Vcrg. ...... ^^ P^erich. n°rdl v. ^>m«bruck e«,^ Fallon. HohlcnNcin-------- .^35 «aumg. Fundltopf "°rdw. HöttingerBi'd.. ,7,^7 ZaUingtr. von Brand .... ?5?ä,48 Hohcwaud, Kopf, ^rÜeV^N .«^78 nberdcrMartius-Vk°lcl wcst... ^ ^."gcrspiy ostlich ^ ^°«' a«««>«crg. nordw. von Meran .... 505722 ^ uon Trwu . . . . «585,4« ^ Igels....... 2^/„ ZMingcr,

dcr baicr. Grenze . ?o9l 4») ^Psarrthurm . . . ,«„?^4 ^ Gilfertsbergsüdö. ' «^« Fallon,

«onNeerberg... 7W6.74 ^nn^.'.^ "'" Wn'cher. Gimpclberq sMe- Innsbruck---------^ ,5,^

Nessclwang .... 7««,»« , l?9l Zauiugcr.

l?

Höfte, hofte. Innsbruck .... '«lN-l Wchrcr. ^" ' ' ' 3l<^«,-, Baumqartner

«»l» Buch. . 3,,,^

- Pflaster .utter dcr Matrc....... „^ V»ch, Kuppel derIesuite." ,^ 9l4,37 Vaumq. kirchc....... ,g,77 ^ M"°"...... „„2 W„ß. Inifenberg, west«. ' Minders.....3,s.6.«l Zall.ugcr, oomülchenthal. . . 5,3?,?2 ^ Mittags spiynordl. Iilvcnau südn'cssüch uon Daniels.... s'Nll.« Q von Innsbruck. . NW?» Mittcnwald . . . «55« !"'ch, K a iscrioch zwischen ' Mutt en, ocl, östlicher dem InN'und K.iu. ^'vl". n°rdl. u°n ncrtftal...... 9832M ^ Oberbrrg.....?»-!«.« ^ Kalisbergnordostl. Mori....... «6 V°'"n.. «on Tricnt_____3457M ^ Muttckopf nordw. Kaltenbcrq ferner, "°" 2"'"..... "«'"> ^ Fc«esp,«en°rdl.v°m Nagelfliihe. An. Pflumtftal.....9l»»,e« /. fang drr.unter dem Kapatschalpe . . ?l33M Fallon. ''^^"..... ''" ^'"' Karfus......494« Voumgartner. """^ers..... 5 W.n Bamng, Kcllcrjoch .... 7359.» TOurwieser. Ncumarkt .... ' Buch. Kirche beim heiligen ^. ,^, .„'.V., <^ Wasser...... -777 Dinger. Oberachscl--------- ^77 Baum,, Kivbnchl -2W,« u„,,r Oberbozen---------«093,«.. KIcinkreuzspiß " bn den Pömcrn . . 5«4»,4, n°rdl.o.St.Leonftard ?93«,40 /^ "beim Kreuz . . . «,?,,.«»5 »-«»»s Werst ^ McicrhofcrBodcn N«,,,?'» ZaNi,lgcr, ,5«°' Baumg. "Wall...... «^7<

,«l>3.3> Bauma OvcrkaseramTOor »W".« U^er, ssniepiß...... 482l,05 Odladis..... 3»57/. R°ldcr.n,cr. K°ni«swand(°dcr Ochsenkareck . . . «.'«4... Unger.

Spitz) ,1'dl. vom vr- "^''"' ^ ^^s „l^I» /. Ortcles sudl. von <«,',« Fallon. ,.,7., Glurns ..... 3 Kollmann .... <5«8 ^""'' "«".52 GMard. >««.,.? Nanmg Padnauncrssoql. Kothbachspiünord' sudostl. ion Gries. «5l3M ^ westl.von Lclitasch. »l«5,6» ^ i»a««z.» (rim, o«v«>. Kumenderg norb» ^ <"" Ursprmn, westl. uon Goyis . . «U«5,38 ^, der v»l ^r,» und ^. Labachspift im ^^"°"...... "'"-"' ^ Pirtschgau. wcstl. P ätsch Pfarrhaus . «949 von Partschins . . 9763,90 /. —Kirche...... »W4 Lnns........ ,595 Vascherkofel . . . «"2 Fa«°n. LanscrScc.... «4»? — Grunbuhl .... ««3 Lanscrspitz. . . . «<,?,^5 gallon -Iochssächc .... «?« Latsch....... «m,2 Weiß.' ^Gipfel...... °^>. . Lengcnfeld---------- 3»«4 ^l^ « . ' ^ Linz........ ««3,9 Rauschcnfcls Venzcngraben-Liscnz .... 2,<«M «Mchcnme. SvitZ, nördlich.0» liisenzer Ferner . 8^9.93 Innsbruck..... ^?^ Fallow Lustenau Fußboden ^«vaß be, Ala . 4»',u Weis. des Pfarrthurms . 1««5,24 ^ Pfenderberg he,

Magda,e»aVr>.nn, ^?

Tirol u. Schniidl,

2

18

Ort.

See< Höfte.

Vcobachter.

Ort.

See' höhl,'.

Veobachter.

Pfll'mspitzNldl.von

   

Echnccberg Gipfel

8887,23

Zallingcr.

Latsch.......

   

Schnccbarkesscl«

   

Piai^Wirthshaus.

 

Vaumgartxcr.

sp iy nörbl.v.Inns«

   

1»/«!,«

 

Wciß.

 

7631,3

Fallou.

 

— Höhe gegen «lrignn

 

Schönbcrg ....

3l«« ,

Buch.

Pillerscc.....

«!«»,»«

Zallingcr,

Schröfwand ossl.u.

   

Piylatbcrg l>.Nau>

   

Unser 3rau . . . .

9l«6,96

 
 

»833, «4

 

Schwarzhörn snt"

   

Plateikogrl, Oelz»

   

wcstl. u.Tsch»ii»rs .

777«,5

 

t!,,l........

!M5«,U»

Walchcr.

 

«!s»5 ^

Nuch,

Piosedcrg b.Brixcn

7^92

   

«,!>8,4i

Baumgartner.

Prarmar .....

     

«73«

Liccktcnssern.

Prcdazzo.....

2«63,«i

Baumg.

 

l8U3,«3

Zallingcr.

Rcichcnspiysüdl. v.

   

Schwcinfcrioch,

   

OMos,salzb. Grenze

034NF2

 

öNl, Gipfel des Fe»

   

Rcmspiy nöldl.von

   

ncrs am Ursprung

   
     

des Eclmalscr Thals

   

Rcschcuscc .... Retten Nein nord»

   

VecqrubcnspiU nördl, v. I»»sl'ruck

71N3.7

Fallon.

ostl. u. Nentirch . .

   

Sciscralpe Miltc

44KN,«

 

Nidnaun .....

«933,35

Zallingcr.

- gea. ^lunpilioli, über

 

Buch.

Nicnz. Ursprung .

4<,»?N,«s,

Baumg.

 

s>9Nl,7

Nauschcnfcls.

Rönbrrgnordwcsll.

   

Sillian......

Series—oderWald

243»,t

von Tramiu ....

««74,34

/^

rastspi^ südl. uon

   

No the» stein b. St.

   

Innsbruck.....

789 l,N

Fallon.

     

Sin!! laui' sp i!j

   

Roscuthal. Damn,

   

»ordöstl. u. Schnal-

   

des äibsccs ....

 

Walchcr.

scrtftal.....

l«4l4,?8

 

Rothe Wand östl.

   

Sissraus sudostl. u.

   

»on Bludcnz....

   

Innsbruck.....

   

Nuincrjochnördl.o.

   

Sistranser Ochsen-

   
 

7«l7,l

Oallon.

alm

4?«4

 

Sailed erg wcsll. v.

s,95«,7

 

Eöldcn......

««72,8»

Walchcr.

Stubbci......

7587,«^

 

Solferino, Spitze

   

Salve, hohe, nord-

   

des alten Thurmes

73?,?«

 

vssl. u. Hopfgartcii/

   

Solstcin kleiner. .

«!1l?,98

/^

bei der Kapelle . .

   

grotzcr . .

9l!)l,7

Fallon.

Sattclbcra nöcdl.

   

So nncnwc nd > och

   

uo>l Innsbruck. . . K. an»^'" Bcrg, nordö.

Fallon.

liördl. von Kufstcin — Gipscl Rotan . .

8l39,5« ?lU«,48

Thurwiescr.

von l'alinnn ....

«?4«.«0

 

Sonnjochwcstl. uon

   

Schafbcra (Schaf'

   

Pertisan .....

77Ü8M

 

bura) nöldl, u. Klo»

   

Spianjoch (rother

   
 

«460,48

 

PlcißlopfWrrnaucr

   

Schlcierbcrg nord'

     

9«71,3«

 
 

wcstl, von Stcrzing

Ü98!>,N4

 

H^inal, Alante ....

?8ll,l

 

Schirrn vssl. von

   

Spingeser Ochsen-

   

Völs

8U94.4»

 

boden.......

739L.58

Fallon,

Sck'naökofcl (Ni'

 

Hpiyc zwischen dem

   

ckeltzdorft'r Alm». .

?««9,34

 

SattclbergundEcc»

   

Schnccbcrg, tiro-

   

grubcnspi!! ....

?2l«,9

Fallon.

lcr, bei Nidnaun . .

 

Buch.

Spilzucrjoch^Kur'

   

— Martinsstollen. .

7N81.31

 

malbcra) sudwestl.

   

— Himmelreich . . .

7975,« l

> Zallinarr,

von Pankraft . > »

?639,3l

 

- schwarzer Scc . .

8477.«»^

     

19

Kpl^stciii nordossl. v.^,<-/,„ ^5»,,»»/«/« . i,oll,4li Fallen. v.Erl, bair, Grenze »al«,«« ^ Vcrnumspiy(Vcr. Stams ...... ^'b<> Walchcr, uungbcrg) uordwsll. Stamskopfioch von Burgcis . . . . 8900,4« ^ nordwcstl, von Pat' Vi'go....... N7lF Weiß. nur........ WWM ^ Vill........ N5»M Zallinger. 23^7 Vilandcrsbcrg Steinach..... 34W """' oill. uom S,arcntftal ?9,5,?c, ^ 39U0,«e Baumgartner. Vils........«««.«e «°gl. Stcinwand l,o»dl, Wai

Storzinger Moos '«" i Buch. "a^--------. l

St. Georgenbcrg Waldrastcr.p.y > ^,^ sallon. dei Schwaz .... «537,99 Zallingcr. Waneckbcrz nord« St.IohllnncrHorn ««5.4« öM, uonNassercily. 7«K8,0« St. Ioliann Höchst. Wicderöbcrgcr Pfarrthurm .... lZ»g.l« ^, Horn ftidl.», R^-itl. «705.4« St, Ulrich i» Ori>< Wicdcrstcin nöldl. den........ 3«3,5 B»ch. von Gruinbach. . . »o0l,m St. Vigil inEnnc- Wildgraukogrl ^ bcrg, Landgerichts- nordöftl. von Um. haus....... 3?9«,3 Hallcr. hüuün......9385,«» Suljbcrg Pfarr» Wildspitz, Fcrncr, lhurm Fußboden. . 3> Worgl...... Naumgartncr. Tirol....... «,n«.«g Vaumg. Wörzclspift östlich Toblach...... 398«/»9 - vonEbnit..... 577-l.lN Toblacher Feld . 3995,2« Fallon. Zangcnbcrg nöidl. ^, Trnfoi......üo?o,ü von Tesero .... ?»?<>," Trcfaucr Kaiser. ^cll........ l«<«,i Fallo». nordl. von Elmau . 73,n.3U ^ Zictfteiitopf »ord» «a« «« ^ östl, von Nickclsdorf ?»«,«« Tricnt...... «54 ^ l"' Zundcrtopf »ord< ^

?«>9,46 Vaumg, östl. V0N Hall . . . »>M,'4c ^- Thurn,spitze von »«« Fallon. ^8.«w««r!»^»8zi^« 77374 /v Z„ s.1 mm«n flu st Gulfcs 272a' dcs 0»ui!.^äi>><:II« 3?«u,7 Weiß.

2"

20

I». Nas Volk. "I

Bevölkerung.

Im Jahre 1835 zählte Tirol «,3.4«» Einwohner, und zwar in dem Kreise von: Noveredo, Trient, Bozen, Brunecken, Schwaz, Imst und Vregenz. ^

t0i>.479 183.268 107.072 100.73« 127.242 92.438             9N.173.

Auf ciner m Meile leben daher im Durchschnitte 1.570 Menschen, und zwar: ins' besondere in dem Kreise von:

Roveredo, Trient, Bozcn, Brunecken, Schwaz, Imst, Bregeuz, 3.131         2.439 1784            97«            1.398         872 2.185.

Die Vewegung der Bevölkerung erhellt aus folgenden Uebersichten: Tirol zählte im Jahre 1785 Einwohner: 680.473

„ " " " 1787         "           «84.357

», " 1804         "           «86.4

" " " „ 1808         »            618.893 (ohne Vorarlberg

und Zillerthal.)

1819          "           732.082

" 1820         »           737.502

„ ' 182Ü         "           7W.73«

„ „ " 1830         „           801.750

" " 1832         "           798.714

„ " " " 1333         "           «05.747

„ ., " " 1825          "           813.408

Trauungen.

 

Katholiken.

Proteftanten.

Vermischte.

Juden.

Summe.

Gcgcn das vorige Iaftr

mehr.

weniger.

l83l 183» 1833 <834

4.<8S 4.s>93 5,079

-

«

i «

t

4

«

2

4.699

5.N82

»,8«8 ».«46

«l«

383 «l8

 

Summe «4.i»6

 

n

11

«14«

 

-) Ioh. Rohrer: Ueber die Tiroler. «. Wien i?yb. ssc», scr, Tirol und die Tiroler in Umrissen. Morgenblatt. I80?.

"1 Schematismus uon Tirol für 18Z6. Die Straßenlarle der Monarchie gibt «l3.2OL Einwohner an, nach den Diözesankatalogen yatte schon »332 das Land «3.029 Einwohner.

2l

Geburten.

 

Eheliche

Uneheliche

 

Gegen das vorige

       

Summe.

Jahr

Knaben.

 

Knaben.

Mildchen.

 

Mädchen.

 

mrhr.

weniger.

»830

««,»««

«1.28«

590

 

24.765

 

«1»

1831

 

«1.57!»

«54

6«2

«4.9»?

«I«

 

183«

I«,39»

1«.49«

Sll

 

25,10?

   

«833

1l,«U9

l«.3U5

74«

L5l

«4.907

 

«!W

1834

12,412

««»<»

?«4

L53

25.3U9

4U?

-

SUMNic «l.5«4

07, «83

Z,3«l

3.13?

«4.875

   

Auf eine Ehe klinn inan fiinf Kinder rechnen.

blcrlilällc.

 

Männlich?.

Weibliche.

Summe.

Gegen das vorige Jahr

Mehr geboren als gestorben.

mrhr,

weniger.

l»3U

«0,83«

«o.lNl

«0.933

   

3,82«

«83«

i!,«33

10,67»

«1.5U3

 

3.484

183«

«1«««

I!.u«e

 

775

».»2»

!i«33

     

«3l

I.W?

««34

1l,464

«2.U04

«4.5l»

lLl8

-

?8l

Summe «i.ttls

55.13«

ll«.«5l

   

Summe l«.9«3

Für das Jahr l«2U dienen folgende besondere Angaben: ^)

   

(Einwohner

Suinmc.

 

Summ

Eterbfäll«

Slüimie

männl.

weibl.

Kna. bcn.

Mad-chcn.

Uneh lichc

todt' gcbo rcn.

männl

wcibl.

Innsbruck. . .

Kreis von Nove« rrdo.....

Tricnt .... Botzen .... Nrunccken. . . Schwaz.... Imst.....Bregenz.... Militarstand . Eu,„me. .

4«1«

5« 784

««.N44 5«,218 4?,«j? 5

5,Wl

5N.38N 87,34« 54,«!)« 53,3U8 «!',3«5 4«, 15« 47 541

i«.?ll

103,164 176.W« «U5.W«) «N1.155 116.44« U1.1N3

4345

«>» «ll»

538 491 4>19 47?

5l«1, 4U

157

1<»«3 3,l>«8 «,l>0« «.37« «.498 1,291 «577 15

109

1,695 3,414 l,3«5 1.I8I «,378 1.20« l.4ü? 8

5,

41 I«» «65 117 322 13» 149 «

ll e

i

18

«««

7.04« «,9N« «,453 ».«?

155

«,«>23 «,««4 «.473 ,,U«? «.«W «.«

148

1,5l» «,«4« 1,«!!5 «.«48 l.«89 l,«8? 1.159 4

303

3.14«

5,l

Z»4,l<13

4U7.S47

»UI.?«,^)

4.48?

1«.95«

1l.8«3

«,l«5

«l

«4,765

10,83«

IU.1UI

20,933

') Dicsc und alle sollenden Angaben über Bevölkerung, NiclMnd. Produktion und Samtatsanstalten im Jahre 1N50 s,,id cnlnonmicn a»s! -Stano dcs öffentlichen Sanitätc,>rcscr,<< in dcr gcfursseten Grafschaft Tirol ü, am Schlüsse dc« Jahres luZo.» Medizinisches Jahrbuch. Neueste Folac. Bd. v», <;?<).

t) Diese Su»,!i,c gibt mit dem ialniichl-n Ucl'Mchussc der Geborne» sur daß Jahr ,835 rinc Vcoöltcrmig von 2i<>.6?3. Ttelen.

23

Auf ein Jahr entfallen daher nach diesem fünfjährigen Durchschnitte 4.82« Trauungen, 25.0l3 Geburten und 22.430 Sterbfälle. Die Bevölkerung steigt jährlich um 2.582 Seelen, hat sich aber seit 17«5 um mehr als '/^ vermehrt. Es werden jährlich 868 Knaben mehr geboren als Mädchen, jene verhalten sich also zu diesen wie 1,07 : ,; das Sterblichkeits-Verhättniß beider Geschlechter ist aber nicht so gunstig nämlich 1 : i,«,, es starben jährlich 175 Männer mehr als Weiber, so daß der jährliche Ucberschuß jener nur Nl)3 beträgt. In den gesammten 50 Jahren von ,785 bis 1830 hat sich aber die männliche Bevölkerung durchschnittlich um <22i Köpfe vermehrt, da sie damals nur 233.024 betrug. — In den genannten fünf Jahren kömmt ein Sterbfall auf 35,1 Le> bende; tie meisten derselben fallen auf den Monat März, die wenigsten auf den Juni. Epidemien rafftt-n 3.170 Menschen dahin, wornach unter 3ä Todesfällen 1 auf Nechnmig derselben kömmt.

Epidemien in dcn Jahren 1828 1'is 4834.

In einem Verglande, welches so vielen Clementar-Crcignissen unterworfen ist, gibt es auch häufig U n g lu ck sfä ll e. In den Jahren 1830 bis 1835 fielen deren lii9 vor, und zwar in den Kreisen von:

 

Roucrcey.

Tricut.

Bozcn.

Bruneckcn.

Schwaz.

Imst.

Brcgciiz.

Enmmc.

 

<>x

<>l

 

3?

«?

3,5

IU31

33

l3

19

 

15

12

124

ll«z

13

M

 

 

IN

il»

<4«

«833

15

A3

«

 

«2

11

 

1834

»7

<5

15

»»

 

«2

,?

1W

Summe lw

 

123

13N

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Die meisten Unglücksfälle trafen daher den Trienter, die wenigsten den Vorarlberger Kreis. Insbesondere verunglückten in den letzten vier Jahren durch: Hausthiere 2; Iochgeier 1 (Kind): Mühlrädl-r

^ , Er> Gcne< Ocstor» Epidemisch lierrschcude Allgemeiner Gesundheit». ^ ' krankt. 1'cii. bcn. Htraurlielteu. zustand.

1»«» ii»? 185 12 K«,'!,ch>!i,ssc>l;?lcr«clificbcr;Äilhr', Kat«rhös; rhcumatisch^ntzmid' gallichtc Ficdcr. lich und gaüi'cht. i«z>>» i.nea l.4^3 ik^j Luügcncittzimdung; Scharlach', Rycumalisch; tatarrhöscntzünd-Nervcil-, G^llc» < und Faul- lich. ficber; Ruftr; V^ai'ern ^ falsche Blattern.

ISA» 2.<9l «,3M «ul Durchfallc; ciitziiüdlich.gallichtc Entzündlich. u»d rheumatische Fieber. 1831 10.543 u,?65 ??8 Keine cigentlichc Epidcnlic. Vm< Rl!eun,atlsch'katarihös;ga!iri,'ch. zc!„c Blattcrfallr. aaüicht; Brechdurchfälle. 182« 4.«54 4.4«!> «

1833 Ü.4U 5MÄ 40» Vlattcltt: Scharlach; Masern; Katarchalisch.cntzundlich; rhcu< Fricscl; Keuchhusten; Grippe; matischgastrisch. Ruhr; Typhnb.

1U34 11.808 l0.38

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,2; an den Folgen eines Falles 127; durch Feuersbrünste 17; vom Blitze getroffen ü; durch Lawinen 17; erfroren sind 2«; ertrunken ,«0; ^stickt 1«; durch Gift starb 1; durch Selbstmord 33 ««33 nur 3?); erschossen wurden 26; erstochen «; erschlagen 38 (im Jahre i«30 sielen 2« Ermordungen vor.).

Die Verhältnisse der Bevölkerung von Innsbruck waren insbesondere:

     

Geburten

 

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Die mittlere Lebensdauer berechnete man auf 37 Jahre 1'/, Monat.

Abstammung und Sprache.^)

Die Ureinwohner Tirols waren N h a z ier, welche sich vor eindringenden gallischen Stämmen in die weniger zugänglichen südwestlichen und südöstlichen Thaler zurückzogen. Im Ultenthale, m den Thalern des Nous- und Sulzberges, in Grödm und Enneberg hat sich der Nrstamm unverkennbar in der Körperbildung und der dunkleren Hautfarbe erhalten, wenn auch nicht überall in der Sprache. Ihr kommen die Lechthaler ziemlich nahe. Lombarden besetzten nachmals die südlichen, Vojoarcn die nördlichen Thaler. An dem Cisack «nd bis gegen Latsch an der (5tsch, dann an der Dran herrscht der rein-deutsche, blonde, blauäugige Volksstamm, jedoch im Ostcn schon mit Wenden ver» mischt. In der Gegend von Laas will man echt mongolischen Schadelbau wahrnehmen, zurückgebliebene Spuren von Attilas Horden. — Das nördliche Tirol ist durchgehends von Deutschen, das südliche von Italienern bewohnt. Unter der für »835 angegebenen Einwohnerzahl kann man «43.000 Deutsche rechnen, von denen üb?r ii.oul) in einzelnen Gemeinden in Wälschtirol leben. Als Grenze beider Volksstämme gilt gewöhnlich die Mündung des Nos m die Etsch, 4 Stunden nördlich von Trient, bei den Dörfern Deutsch- und WalschMetz, l<.'«l^«c<» und lumknröu m«/^.«». Juden gibt es nur gegen 100 in n Familien (.M) in W V).

Obwohl fast in jedem größeren Thale ein besonderer Dialekt herrscht, so kann man doch drei Hauptmundarten der deutschen Sprache annehmen, die Vregenzer«, Unteri nnthaler - lind ZilI e rt Haler- Mundart, welcher sich die übrigen mehr oder weniger nähern. Die Mundart des Vregenzerwald?s ist am merkwürdigsten durch

'1 I. St ei n er: die Grödncr, Sammler II. I.

I. Vcrgmann: Uebcr dir Voltespnichc im äußern Vrrgexzcrwaldl'. Ncbst cincm alphabetische» Vn'zcichmssc u»d l'ciqefi,^,! ErtlärmMii dortiger Idiotl«mcü. Bcttn^c >».

I. Str 0 lz: Zillcrthaler u„d Untcrinntyaler Volkslieder mit Melodic und Ülnmcrkungctt. Sammler U. Ü2 Uüd b?,

Pru^gcr uoa Prxggheim 1 Ueber die Volkssprache im Lehengerichte. Kiybuhel. Sammler »1. 35,

Einzelne Vott6licder u»d Gcdichlc :c, i» S ch 0 t t l u' s Bildern a»s dcr süddelitschc» ?ttpcnwelt.

( Z 0 ller ? ^ Dcr Tiroler Kirching. Nalioxallustspicl <,in der Voltssprache) niit Gesang, u. InnZ druck. il!l<),                                           "

Ueber die deutschen Alpenbewohnn' des Siidtirols :c, Bol»c, 1822. ,,b,

Ios. T!,'. Ha <»cr: Versuch einer Parallele dcr ladinischcn Mundart in Ennebcrn und Oroden >n Tirol ba»n ,n E,igadcili »üd dcr v.'»m»nschisc!>cn m Graudmidtrn. Vciträge »v.

24

die vielen altdeutschen Sprachformen und Worte, welche sich in derselben erhalten haben. Die Unterinnthaler ist die weichste, leicht und nachlässig; die Zillerthaler hingegen ist nachdrücklich und hart, besonders die Kehllaute stark betonend. — Die italienische Sprache zerfällt in zwei Dialekte, das bekannte Wälsch des Südtirolers und in den lab inischen Dialekt, welcher eigentlich (wie das Romaunsch in Oraubündtcn) ein Ueberrest der alten rhäzischen (tuskisch-tyrrhenischen) Sprache ist, und von dem Italiener nur schwer verstanden wird. Der Eingcborne nennt diese seine Ehrache nicht "Ummtim" sondern "I^llimil," welche emst viel verbreiteter war, und noch in Gegenden, wo längst das Deutsche herrscht, in vielen Ortsnamen wiederklingt; wie in Graubündten ein „Rhäzuns" so gibt es in Tirol noch ein „ Rhazungs" und „Rhestalt. - Unter der bairischen, und noch mehr seit 18I7 unter der österreichischen Regierung wurden alle ladim'schcn Einwohner in ein Landgericht, Cnnrberg vereinigt, welches 15 Gemeinden zahlt. Ihre Sprache wird nicht geschrieben, daher italienische und zugleich auch deutsche Schulbücher eingeführt stnd, wie denn das Deutsche auch Gerichtssprache ist.

Sprachproben. Im Vregenzerwalde.

Es ischt an aute Sag! „Am Wicnacht-Obcd

In spät« Geisterstunde tcnfcm Schweige

Soll alles Wasser in 'll'ing verwandlet snna.

Zum örculcciucU dur Gottes üüunder.Goblc

2Lic deut zu Äana dei dem Hochzits'Mohl,"

Dos heat üia gseit! ?l moftl, so rcdc dcriio

Fünf lockre G'sellc in dcr hoilgc Woche.

Wo s« dcr Herr der Wcut in d'Gobe wiegc

Heat gl'cit. ^- Nu Irg. seit Hanns, do gits a Lcyc.'

Wrr waid es au versuche. öd« denn wohr ischt.

Mcr gaud Zockle mit und Michel dcr röche.

Zum Teich >n Mitternacht; do gits wohl z'trinkc.

Dcr Wirnncht^Obed kumt. Sie fürt. Irg «ora

Der Eöufling. zu dem Teich uors Dorf. er ischt

No mit zu g'syng; Tcuchel ssoud do drinne

G'lcagc. wo d'Schulcrbubc drouf rumspringe

N'ar Echulzit und ou mengöinohl wol,l die Moistcr.

Nn Bube, mcr sioud do! Iz gioxts n Prödle!                                                 '

So qcge uclfc isch ^'„nz; fitster grad int

Sa zicmli heall. a Schiipplc Sticne, siebe

Do, wieder deut a Schüpple, fünf, und vorne

Ucner, er hoiß iz immer Wienachts-Gtien lc.

(Bergmann)

Im Zillerthal.

Bur^all (Nothburga) beklagt sich, daß sie »on den ..Bube» so «ft genarrt werde. Eines dcr l'ekantitesten und älteste» Volkeiicdcr. Das a ist faN wie 0, das » <,l'rr ,M, ^,,^ ^^^ hochdeutsche « iluüzusprcchen.

Znagst !,at mich ^ m>n»l oni aufm Kirchtag gcn-lcht (gcnarrt)

Und >)>u »n'oat c»r wollt m»r zalln

Micr t>>n!»n aft do länyllte Pois (Zeit) nim»r zsamm

Weil d»r Lott»r focht war ac» Al>n.

Ich liiüi n«m »n grueßen Rosm^cittock aekaft

H»l» lajsn rccht schicnc iMrMdln

ll,,d d»r «otlnr >,at sich aft nit söhn laßn mcar

Aft-lnZ hl»t ich ,»!>ch wohl hoam»lch d»rscholtcn

25

»

Ich fuech»! alle Gassn und Kirchpl»ßn aus Und der Lott»r laßt fö nind-cht findtn Ho»ßt das uft d° l!oit üid fur »n Nagn (Narren) gcftoat? Ä niei Scale, wic wracht r»r so nit v«sindtn ^ N Busche Hun ir «ft mc»r »n and»gc v»rs<>cht, H»t gmo»t!t, ich wollt a» E»rn aufhob». Hu» » Poise gttanzt, hat niüch nid » niahl gcbracl/t (zugetlunteu) Hat aft scho»n wicd»r ho»m gien nwgn. Meadritout tragar (Mithridat) H°is»l war ich schuldigt gcblicbn H-tt enni scuu 2 ftist , wienk zalln; Zu Hiimiaicn hat e«r aft mc»r »n and»ra gcho»t, Hat m^r nch aft nid gar fcitll»r (fein) gfalln. Das war aft d^r Danl fiir mein aufrichtiak sein ic.

' Untcrinnthaler Schnödaha.qgn.

A Vichs«, ,u schießn Und an Stoußcing zun schlagn Und a Dicnal zun licbn Mueß a frisch« Bue hadn.

Wenn da Mun (Mond) fo schien blillt Iß fus Dianal a Dlück («lüct) Und fün Bauan a ^chad, Der a schicns Dicnal ftad.

S'Diendl,ß stolz

Iß »»on buxbaman Holz

Was (Ware es) >.

Nas so freudig nie «oun ic.

In Groden.

Ing miilcr a toout su ung di a do poencher

Stalicrttfcf) I '-" giorna un pillure lia inlrnpreso di Jipiupote due uuinini, die tra luru nvcvanu una liiu I'uuo die I'aveva perduta, c 1'altru cbe l'avevn vinta. Egli s't riuullu a diptngore 1 uiiu tutta ignuilu o l'altro in cumiscia,

3m Viil di Sole.

Apostrophe an die Muse, Schluß einer Kantate uon u^, «'"!i ><» «^1°'.

Se cliia pitenlu inai da quci Signori Uerordct prtiria vA fargfiio revcrenxa Fa part ilrl lo duver usa crcanza

Ma con m«ineru.

Congraiulet, cuuxolet ct raliegret

I- fagliio en compliment al mei die pussest

1'er ito felicic» che suei le i incr./.e

E mezze nuase,

Dighie: clia' d »V ardiinent i'l compalissa

Che quel die as tlitt, as

li tla consolnxiun clic aia stat sattn

Giustixia al merit.

Di ; clic del Tever n n1 ttat lent» gucnia, Che ti de mar Tircn no ast vini le rive, Che Ho parlar l'e stä per in elerno

Sclctiasim Nones.

physischer Zustand.

Der Tiroler ist im allgemeinen von schönem kräftigen Schlage, und erreicht, wie alle Aelpler, ein hohes Alter. HundertMrige Leute sind keine Seltenheit, und achtzig-lähri.qe gehen rüstig ihrer schweren Feldarbeit nach. Gewöhnlich setzt erst Enlkräftung dem Leben ein Ziel. Unter dm chronischen Krankheiten sind Wassersucht, Lungensucht, Schlagfluß, Magenleiden und in einigen Gegend.cn auch Krätze herrschend. Kretins sind sehr ftlten. Der Deutsche ist durch offene treuherzige Züge bezeichnet, obwohl oaS Auge einen listigen Ausdruck hat. Die Zillerthaler gelten für die schönsten, die Passeirer für die kräftigsten Manner. Ehmals waren die Studbeier dnrch Körperkraft berühmt,

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und noch heißt zwischen Telfs und Kreit ein Bauernhof der "Unhold» oder Starkenhvf" nach seinen früheren Besitzern, die man ihrer außerordentlichen Starke wegen die lln^ holde oder Starken nannte. Die schönsten weiblichen Gestalten findet man im Bregen' zerwalde. Die Zillerthalerinnen stehen ihnen an regelmäßigen Zügen nicht nach, wer> den aber durch große herabhängende Brüste entstellt. — Der Wälsche ist kleiner, hagerer als sein nördlicher Nachbar, und die blasse braunliche Gesichtsfarbe, schwarzes Haar nnd schwarze lebhafte 'Augen bezeichnen seine Verwandtschaft mit dem Italiener. Das Thal Jenesten ist durch stine schonen Mädchen berühmt. —

Hauptnahrung des Tirolers sind Mehlspeisen, namentlich der Maisbrei, in Nvrdtirol "Türkemmls" inSüdtirol, „Plente, Polenta «genannt; dann der Hirsebrei (Panize) und im Pregcnzerwalde Hafergrütze. Die Behauptung, daß im Durchschnitts ein Individuum jährlich sechs Metzen Vrodfrüchte verbrauche, ist aber sicher übertrieben. Zu Kartoffeln bequemen sich aber noch immer nur die ärmeren Bauern und Taglöhner; die Diensileute wollten sich lange nicht damit speisen lassen, und es kam sogar darüber zu gerichtlichen Klagen. Der Dcutscke ißt außerordentlich fett, so, daß man in der starken Konsumtion von Schmalz uud Butter ein bedeutendes Hinderniß der Käseberei» tung finden wollte, worin Tirol so leicht mit der Schweiz wetteifern könnte. Der Deutsche ist auch von Unmäßigkeit in geistigen Getränken, bcjonders im Branntwein, nicht freizusprechen; jedoch machen die Vorarlberger davon eine Ausnahme. Auch die häßliche (Gewohnheit des Tabackkauens ist in den nördlichen Thälern allgemein. Der Zillerthaler begnügt sich sogar mit dem Kautaback "Kojatel" nicht, sondern braucht noch ein besonders zubereitetes weißes Pech " Kaupech," welches übrigens die Zähne weiß erhalten soll. Der Wälsche ist in jeder Hinsicht mäßiger.

Die Volkstracht ist so mannigfaltig, daß fast jedes Thal eine eigenthümliche hat.") Ziemlich allgemein sind aber bei den Männern: Wadenstrümpfe, welche das Knie blos lassen, kurze Hosen von dunklem Loden oder Leder, breite Hosenträger nnd Gürtel über einer rothen Weste, kurze Jacke, große runde Hüte mit breiten Bändern. So trägt sich namentlich der Innthaler; die Strümpfe sind grau oder blau, die Hüte schwarz oder grün. Bei Innsbruck sieht man viel gelbe, grün gefütterte Strohhüte; bei St. Johann werden die Hüte spitzig und kleiner. Der Zillcrthaler trägt kleine runde Hüte; der benachbarte Duxer eine kleine runde Filzkappe, schwarze Jacke und Hose, blaue Strümpfe.

Der Pusterthaler liebt dunkle Westen, schwar-cn Ledergurt mit Federkielen gestickt, weiße oder blaue Strümpfe, glatt geschorne Haare, einen breiten grünen Hut mit langem Vande. Der Grödner trägt graue Jacke und Hose, weiße oder blaue Strümpfe und eine eigenthümliche graue Mzmütze. Der Pfafflarer hat eine gelblich weiße Jacke und flachen schwarzen Hut mit schmaler Krempe. Im Sarcnthalc bedeckt die Hose nicht einmal den ganzen Schenkel; der Hosenträger ist hier braun, die Strümpfe weiß, die Hüte grün, mit Pfauenfedern und Bändern geschmückt. ?lm merkwurdigsicn ist aber die Hochzeiltracht bei Brunecken, im Sarenthaie, und im Kastelruth bei Votzen. Die Jacke ist hochroth, statt der Weste sieht man ein Vorhemd mit einer großen faltenreichen Krause; die Hose ist schwarz, die Strüwpfe sind weiß, die Schuhe gelb, der Hut grün. Die hochrotho Jacke wird im Sarcnthale auch sonst gewöhnlich getragen.

Im Vintschgau und um Botzen sieht man lange braune Nöcke und dunkle Westen; bei Meran aber braune Jacken, roth gefüttert uud ausgeschlagen, breite lichtgrüne

<) Tilol6 Charakteristik i„ Vildrr« . von W .1 q ü c r m «ozcn , n V>. 1822. Schödlcr; IilNidruckcr Trachte», ü, I»i,l!l'luck. K n p c ! I c r - E>>imn>lu>!« °.->on tirolri Ko^ Nimu'U, Nach 5cr N»ü,r grzcichntt, Wir», Nillma,

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Hosenträger und -Me. Der Passeirer trägt braune Jacken, roch und grün schmal ein-gefaßt, braune Hosenträger und hochgelbe Hüte.

In Südtirol verschwindet die Mannigfaltigfeit der Trachten. Manchester, von verschossenen Farben, l'ildet die gewöhnliche, nicht sehr reinliche Kleidung. Um Trient trägt der Vauer Jacke und Pantalon von grell abstechenden Farben, eine bunte Neste, Schnallenschuhe, einen großen runden Hut.

Noch mehr Verschiedenheit zeigt die weibliche Tracht. Nur die Kopfbedeckung ist ziemlich allgemein; sie besteht in großen birnförmigen gestrickten Hauben, von weißer oder auch blauer Wolle. Die Unterinnthalerin trägt einen hohen spitzigen Hut, kurze schwarze Faltenrocke und einen gewaltigen Latz. Die Dmerin trägt einen schwarzen Rock mit schwarzem Leibchen, dessen Aermel bis zu den Ellbogen reichen, nnd einen Män^ «crhut. Die Oberinnthalerin trägt ein grünes Leibchen, weite Hemdcärmel, schwarze "Stutzen" am Vorderarme, schwarzes Halstuch, grüne Filz- oder gelbe Strohhüte, blaue oder rothe Strümpfe.

Bei Fugen haben anch die Weiber Wadenstrümpfe. Im Pusterthale sind die Faltenröcke grün, Schürze und Leibchen blau, Strümpfe weiß, der grüne Hut ist groß, mit langen Bändern geziert. Die Grödnerin trägt schwarze Nöcke mit weißer Schürze, ein blaues Schnürlcibchen, weiße Strümpfe mit Schnallenschuhen, gelbe Elrohhüte mit grünem Futter und grünen Bändern. Die Botzner Frauen haben noch die sogenannten Kmaushanben von schwarzen Spitzen mit drei Flügeln. Doch sind auch breite runde Hute im Schwünge; die Haare werden in lange Flechten gelegt. Im Vintschgau und Sarenthal sieht man dunkle Röcke, rothe Mieder und weiße Filzmützen, in Pfaflar aber schwarze Nöcke, weiße Jacken und Kopf und Hals auf Nonnenart in weiße Tücher gehüllt. Im Trienter Kreise traben die Frauen blaue Röcke, der Zopf platt im Kreise gelegt und von einer Silbernadcl durchstochen. Die Testneserinnen haben graue Leinwandröcke mit hellrothen Streifen, schwarze Mieder mit rothem oder blauem Latz, bunte Schürze; ein weißes Tuch hält die Vrust wie in einer Schlinge; der grosie Hut bedeckt eine Haube. Ganz eigenthümlich ist die weibliche Tracht im Nregenzcrwalde, eine der ältesten in Deutschland. Die leinenen schwarzen Nöcke sind in unzählige feine Falten gelegt, die Leibchen bunt; dcn Kopf bedeckt eine himmelblaue Mütze, im Winter eine Pelzhaube. Die Mädchen tragen rothe Aermel, und erhalten erst beim Cintritte in das mannbare Alter schwarze. Ueber die Leibchen werden weiße gestickte Vusentücher getragen.

Wohnungen. Die Vauart der Häuser ist im nördlichen Tirol nicht von jener der benachbarten Gcbirgsländer perschieden. Die Städte sind alt, haben enge unregelmäßige Gassen mit Laubengängen, unter denen die Kaufläden sind. Fast jedes Haus hat einen (5rkcr. Die Vaueruhauser sind größtentheils massiv, oft mit Ziegeln gedeckte Gebäude, reinlich, getüncht und im Giebel mit Fresko Malereien verziert, die häufig sich über die Mittelmäßigkeit erheben. Im Hochgebirge gibt es nur Blockhäuser, deren Bretterdächer znm Schutze gegen Stürme mit großen Steinen beschwert sind. Fast alle Häuser haben ein Stockwerk mit einer offenen Gallerie, welche selbst in den rauhe-sten Hochthälern mit einigen Blumentöpfen besetzt sind. Im südlichen Tirol ist die Vauart anders. Die Dörfer bilden hier nicht mehr malerische Gruppen zerstreuter Häuser, sondern enge schmutzige Gassen von massiven steinernen Gebäuden, in deren Fenstern, aber meistens die Scheiben fehlen. Gewöhnlich reihen sich die Zimmer um einen Saal vdcr eine Halle, über welcher das Dach offen ist, und eine sogenannte Lichthaubc hat, nämlich ein zweites kleines Dach über der Oeffmmg, so, daß Licht und Luft freien Zutritt hat. Der Fußboden ist häufig mit mehrfarbigen Ziegelsteine» eingelegt. Tirol zählt im Ganzen l770 Ortschafte», welche ,^o il»ü.ü21 Wohnparteien m i«3.i!)4 Häusern enthielten. Sie waren folgendermaßen vertheilt.

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Krii«.                         Städte.                   MÄlkle.                   Dorfer.                     Hlluser.                «'ewohne"

Roveredo . . . 4 . . . . i . . . 235 . . . iö.i9l ... 6. 8

Trient. ....      1 .... 10       . . .      38l . . .      24.014 . , .      7. 3

Botzen ....      3 .... 3       ...      154 ...      14.299 ...      7. 4

Vrunccken ...      4 .... 6       ...      2?l ....      13.165 ...      7. 6

Schwaz ....      5 .... 3        . . .      305 . . .      17.783 . . .      t>. 5

Imst.....      2 .... 3        ...      147 . ' .      12.l67 ...      7. 4

Bregenz ....      3 .... 3       ...      227 ...      lß.570 ...      5. 6

Summe .... 22 .... 28 ... 1720 . . . 113194 . . . 7.08

Die 22 Städte sind von beiläufig 72.100 Menschen bewohnt, so, daß durchschnittlich cine 3,27? Einwohner zählt. Ueber dieser Zahl stehen aber nur Trient mit 12.913; Innsbruck mit 10.767, Noveredo mit 7.614, Votzen mit 7.162, Hall mit 4.60«; Klausen zählt deren nur 740. In Trient kommen 17, in Innsbruck l8, in Bregen; 6, in Feld-kirch nur 5 Einwohner auf ein Halls. Die 28 Marktflecken zählten 44.240 Einwohner, also Einer deren l.58«. Ueber dieser Durchschnittszahl stehen Schwaz mit 4.09« Borgo mit 3.»20, Levico mit 3.05«, Pergine mit 3.05«; Lorenzen hat nur 367 Einwohner. Die sämmtlichen Dörfer zählen daher 697.068, im Durchschnitte Eines derselben 405» Einwohner, 1?«', enthielt das Land 21 Städte, 2l Markte, 3.653 Dorfer und einzelne Gehöfte, 99.036 Häuser, deren jedes durchschnittlich 6, 8 Bewohner zählte. In 50 Jahren sind also zugewachsen: 1 Stadt, 7 Märkte und 14.158 Häuser.

Charakter,Sitten undGebräuche.             A

Der Charakter des Tirolers hat sich in seiner Eigenthümlichkeit reiner erhalten als jener des benachbarten Schweizers. Liebe zn seiner Heimath, Stolz auf seine alten Rechte und Freiheiten, unerschütterliche Treue gegen das Haus Habsburg und lebhaftes poetisches Gemüth sind die Grundzüge desselben, — Man rühmt unaufhörlich die Heimathliebe des Schweizers, und erwähnt als Beweis jener Schweizertruppen, welche ^ deserlirten oder an Heimweh starben, als zufällig ein Kuhrcihen ertönte; aber der Tiroler hat sich nie zum Miethsoldaten erniedrigt. Wenn das arme Land seine Söhne nicht ernähren konnte, so verkauften ste sich nicht dem nächsten Partheigänger, sondern wanderten in die Fremde, sich Geld zu verdienen, daß sie treulich den Ihrigen in die Heimath zurückbrachten. Die Studbeier errichteten Handelshäuser in allen Staaten Europas, aber die reich gewordenen Kaufherrn kehrten immer wieder in ihr Thal zu« rück und siedelten sich an. Der Grundwert!) stieg dadurch so hoch, daß die Güterzer-stückclung bewilligt werden mußte. In Tirol ist der Bauer nicht nur vollkommen freier Grundeigenthümer, er sendet auch Abgeordnete zum Landtage' der Tiroler hat daher ein äußerst reges Selbstgefühl und ist eifersüchtig stolz auf seine Rechte. In Kollfuschg wollten die Bauern die Steucransätze nicht erniedrigen lassen, weil sie glaubten, sich dadurch etwas zu vergeben. Bekannt ist die Freimüthigkeit, mit welcher der Tiroler alle Welt, den Kaiser nicht ausgenommen, dutzt, welche aber oft auch Affektation ist. Die Treue des Volkes gegen seinen Kaiser hat sich auch in neuerer Zeit glänzend bewährt, aber von jeher umschlang ein Band persönlicher Liebe Tirol unv das HauS Habsburg; nicht bedeutungslos steht in der Innsbrucker Hofkirche neben dem Grabmahle Maxmilians des deutschen Kaisers, das Grabmahl Andreas Hofer's, des Tiroler Bauers! Das Volk hat denn auch mehr Gemeinsinn als irgend ein anderes der Mo^ narchic, obwohl sich derselbe häufig auch sehr verschroben äußert, namentlich als heftige Reaktion gegen jede Neuerung, wäre sie auch selbst zum Bessere». — Der Tiroler ist strenger Katholik und hält auch in dieser Beziehung so fest am alt Hergebrachten. daß

29

O

z. A- eine große Zahl aufgehobener Feiertage noch immer als " Halbfeiertage" im Schwung? sind. Durch den poetischen Sinn des Volkes erhalt übrigens manches, was anderwärts vielleicht bigott erscheinen würde, einen eigenen rührend frommen Ausdruck. Die Sittlichkeit hat in Tirol in neuerer Zeit etwas abgenommen, in wiefern man dieß aus der Zahl der verübten Verbrechen entnehmen kann, jedoch in unbedeutendem Grade. Die Verbrechen vermehrten sich von 1824 bis 1828 von 74» auf «23, also nur um 7ü, so daß auf 92» Einwohner ein Verbrechen fiel.'') In jenen fünf Jahren ergaben sich, außer 152 Verbrechen, welche aus früherer Zeit in Untersuchung verblieben, folgende Verbrechen, auf welche hin aber keine Untersuchung eingeleitet werden konnte.

Anzeigen.

Verbrechen.

Störung dcr öffentlichen Ni,hc................... —

 

Oeffentlichc GcwaMhätiglcit................... l??

Mißbrauch dcr Amtsgewalt.................... "

ll

Rcligionsstorung.................... ..... 2

7

Rückkehr eines Verwiesenen.................... ^

2

Munzucrfalschuna........................ l9

 

Bigamie.............................. <

»

! Unzucht.............................. "

Abtreibung eines Kindes..................... —-

10

Wcglcgung » » ..................... <»

«4

Mord und Todtschlag....................... <9

W

Verwundung............................ ?2

l?3

Vrandlcgung............................ 3«

13

Dicbstahl und Veruntreuung................... <««

«3«

Raub............................... W

«)

Betrug.............................. »4

2«3

Verleumdung...........................

l«1

Vorschub an Verbrecher...................... 2

 

Verurtheilt wurden:

M Ätrnlc

des Kerkers

des Tode«

unter lu Jahren.

von la bis «0 Jahren.

auf lebenslang.

1

l5?3

2

Aus Mangel an Beweisen wurden 572 entlassen; entwichen ist 1; gestorben sind vor dem Urtheile 12; in Untersuchung verblieben sind 702, und zwar 93 ohne Verhaft. Hochverrath, Aufstand, Aufruhr, Fälschung von Staatspapiercn und Zweikampf kamen gar nicht vor; am häufigsten aber Dicbstahl, nächst dem Betrug, Verwundung, öffentliche Gewaltthätigkeit, Mord und Todschlag, Naub, Unzucht und Vorschub an Verbrecher. Am meisten vermehrten sich die Verbrechen dcr öffentlichen Gewaltthätigkeit (um V.), der Brandlegung (um noch einmal so viel), des Diebsiahls und der Veruntreuung (um 79 Fälle). Vermindert haben stch dagegen Verwundungen und Betrug (um 24 Fälle). In Nordtirol sind Diel'stähle häufiger als in Südtirol, hier dagegen öffentliche Gewaltthätigkeit, besonders durch boshafte Beschädigung fremden Eigenthums und Verwundungen. Im Ganzen ist nach den angegebenen Zahlen unter 2.492 Todesfällen, Selbstmord, unter l.028 ein Todschlag. Die unverhältnißmäßig große

') Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamleit. ino. G. ZZH,'

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Anzahl von Anzeigen, worüber keine Untersuchung gegen eine Person eingeleitet wer-den konnte, so wie der, aus Mangel rechtlicher Beweise der Schuld, aufgehobenen Untersuchungen, l'at il,ren Grund darin, daß in Tirol sich die Zeugen so viel möglichst den Vorladungen entziehen. Es geschieht theils wegen der Beschwerlichkeit der Wege und großen Entfernung vom Gerichtsorte, theils um nicht am Erwerbe zu verlieren, da nur Tagelöhner Reisegelder erhalten. Auch ist das Volk nur zu sehr geneigt, den Verbrechern wenigstens negativ Vorschub zu leisten, wenn dieselbe nicht eine allgemein gehässige Unthat begingen. In Kals wurden einmal ein Paar Diebe eingefangen und in Ketten nach Lienz gefuhrt; da brach das ganze Dorf über diese Harte in lautes Weinen aus, man hatte noch nie einen Menschen in Ketten gesehen! —

Was insbesondere die sexuellen Verhallnisse betrifft, so geht darin Tirol vielen andern Provinzen vor. In jenen Jahren kau» unter 18.3N0 Einwohnern t Verbrechen der Unzucht vor, und das Verhältniß der unehlichen zu den ehlich Gebornen war <«20 bis «834 wie 1 : l«. (Freilich zählte man t804 nur 431 unehliche auf 17.58« chlich Ge-borne, also t auf 40,».) Dieses Verhältniß erscheint um so günstiger, wenn man be° rücksichtigt, daß trotz aller Vemühungcn der Behörden das " Gasslgehcn " noch immer im Schwünge ist; so heißt die Gewohnheit der Bursche des Nachts, vorzüglich Samstags, dem schlafenden Liebchen noch einen Vesuch zu machen, auch "anfensterln" oder ,. fensterln" genannt. Wird der Bursche entdeckt, so wird er zwar, zumal wenn er aus einem fremden Dorfe ist, "geästet, gescheitert oder gewasnet" (mit Aesten, Holzscheiten oder Wascnstücken und Erdschollen beworfcn), kebrt er aber glücklich zurück, so singt er jauchzend sein Gaßllicd. Daß dieses Oasselgchen nicht dazu beiträgt, die Zahl der unehlichen Geburten zu vermindern, ist natürlich, aber man hat sehr wenige Beispiele, daß die Ehe nicht später wirklich erfolge; im Gegentheile, eine unfruchtbare Dirne wird von ihrem "Vuben" gewöhnlich verlassen. Uebrigens herrscht in einzelnen Thälern auch ein bei weitem strengerer Sinn. In Oröden z. B. hat man seit Men schengedenkcn kein Beispiel, daß ein Mädchen gefallen sey, und im Enncberg ist erst jede «7ste Geburt ciuc unehliche. Aeußerst erfreulich ist der Umstand, daß die Zahl der geschlossenen Ehen in bedeutender Zunahme ist. I«?.» zählte man 4.4«? Trauungen und hätten sich dieselben im Verhältnisse der Bevölkerung vermehrt, so wären l«34 4.62« zu erwarten gewesen: es fanden sich aber um 420, t»22 sogar um 45« mehr.

Fleiß und Sparsamkeil besitzt der Tiroler in hohem Grade; er wird nicht müde, seinen undankbaren Felsenboden zu bearbeiten, so oft auch die Ernte durch Elementar Unfälle vernichtet wird. Bei dieser Arbeitsamkeit ist auch der Wohlstand erklärbar, der im Allgemeinen im Lande herrscht; iu den Orten Vill und Spisses z.V. fiel seit mehr als 100 Jahren kein Konkurs (Gant) vor. Uebcrhaupt ist der Tiroler ein Spekulant und versteht sich auf seinen Vortheil; ja er verschmäht nicht, durch List und Verschlagenheit zu seinem Zwecke zu gelangen, worin er, wie in vielem Andern, dem Verg-schotten gleicht. Mit seiner Verschlossenheit und Scheu gegen Fremde erscheint er dadurch oft weniger gemüthlich und bieder, als er es eigentlich seinem Charakter nach ist. Von seinen ausgezeichneten technischen Talenten wird im Folgenden noch die Rede seyn; aber nicht in mechanischen Fertigkeiten allein, auch im Kunsttalent ist der Tiroler ausgezeichnet; ja er geht in dieser Beziehung sogar allen Deutschen vor. Selbst dem gewöhnlichen Reisenden fallen die häufigen Freskogcmälde auf, mit denen die Kirchen, ja selbst die meisten Vauerhäuscr geziert sind, fast sämmtlich von einheimischen Künstlern verfertigt, die nicht selten Handwerker waren, und Malerei nur nebenbei trieben. Autodidakten in der Kunst und ganze Familien von Künstlern sind vielleicht nirgend

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unter die Maler: Knoller, Koch, Pozzo, Schöpf, Strudl,dis Unter-bcrger, Troger, Weirotter; die Bildhauer Moll, Z a u n e r, ZoIler; die Architekten Martinelli, Wilhelm von Innsbruck (Erbauer des schiefen Thurmes in Pisa); der größte neuere Steinschneider Picht er )c. ic.^ ES wird wenig Kirchen im Lande geben, die nicht ein gutes Altarblatt oder ein tüchtiges Bildwerk von einem vaterlandischen Meister auszuweisen hätten. So entschieden die künstlerische Richtung des Volkes ist, so scheint es, daß demselben aber wissenschaftliche Thätigkeit weniger zusage. Die österreichische Nationalcncyklopädie zählt nur gegen 50 ausgezeichnete tiroler Schriftsteller auf und zwar 24 Geschichtsforscher, l> Theologen, « Juristen, u Dichter, <» Naturforscher u. s. w. Vorzugsweise widmet sich der Tiroler gern den theologischen Studien, und der religiöse Sinn des Volkes spricht sich auch darin aus, daß mehr als anderswo die Familie sich glücklich preiset, aus deren Mitte ein Priester hervorging; der geistliche Sohn wird fortan als Haupt der Familie betrachtet.

In Tirol findet man die natürliche Poesie der Alpenländcr vielleicht noch mehr er-halten als in der Schweiz. Ohne Lieder, Tanz und Jagd kann der Tiroler nicht leben. Außer den eigentlichen Volksliedern, d>e was immer für Gegenstände behandeln, welche dem Volke theuer sind, gibt es auch zahlreiche kürzere „G san g eln." Sie sind theils erotischen Inhalts, wohin die merkwürdigen "Gaßlreime" gehören, theils satirischen, die "Trutzliedl," theils Epigramme, die "Sch n o dah ag gn," welche meistens beim Tanze gesungen werde». Der Tänzer zahlt den Musikanten ein bestimmtes Aufgeld, oft mehre Krouenthaler, und nach diesem »Auszahle«" stimmt er in selbst gewählter Melodie ein Lied an, welches die Musik begleitet. Meistens entsteht ein Wcttkamf unter den Burschen, und Witz fällt auf Witz, freilich nicht nur für den Ausländer, sondern auch für den einheimischen Städter unverständlich, daher noch viel zu wenige dieser oft köstlichen Stegreimc bekannt sind. Noch unverständlicher durch lokale und persönliche Beziehungen sind die Oaßlreime. Wenn der Vue glücklich vom anfensterln oder gaßlgehen zurückkehrt, so stimmt er jauchzend ein Gaßllied an, welches Minneglück und Sieg über Lauscher und Neider feiert, unstreitig das merkwürdigste Produkt der Alpenpoesie, oft vvn bedeutender Länge. Man sieht, seine Natur und sei» Naturleben bilden die Objekte der Poesie des Tirolers, welcher die Reflexion fremd ist. Daher hat Tirol auch so wenig, fast gar keine historischen Volkslieder , selbst nicht aus dem Freiheitskampfe von 1809. Das Unterinnthal, und namentlich das Almleben ist der Heerd der Volksdichtung, wo bei den Nebenarbeiten, dem Schnitzen von Spänen zu Leuchten, oder dem Flechten von Latschen (aus Nuthen ge» fiochtencn Schuhen) immer gesungen wird. Selten fehlt in einer Hütte die Waldsiaute, Schwögelpfeife, das Hackbrett oder wenigstens die Maultrommel: im Wirthshause kömmt noch die Geige und allenfalls ein Klarinet dazu.

Ucbcrhaupt arbeitet der Tiroler selten ohne dazu wenigstens zu pfeifen, hört er aber irgend eine Musik, so fängt er bald an. dm Takt dazu zu stampfen, mit den Händen zu klatschen und an Schenkel und Knie zu schlagen. Der Tiroler Tanz besteht eigentlich in mannigfaltigen künstlichen Windungen und Stellungen, in denen sich der Tänzer unaufhörlich um die Tänzerin drehet und kreiselt. Häufig fehlt aber hiezu in den engen Wirthsstuben der Raum, und die Tanzlust muß in Geschrei, Gejauchze, gellendem Pfeifen auf den Fingern, tollen Sprüngen und Stampfen auszutoben suchen. Dem fremden Zuschauer vergeht dabei Hören und Sehen, lmd es ist nur zu wundern, wie in dem dichten undurchdringlichen Gewirre springender und drehender Menschen die Paare sich nie verlieren, und alles ohne gewaltsame Hülfe sich glücklich fortbewegt.

') Tilolischts Kilnstlcrlmlou (von T r m m c >, ?> 8. Innsbruck. lN50.

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Und dieser Tanz, eigentlich ein athletischer Kraftaufwand, dauert die ganze Nacht hin durch; Bursche und Dirnen kommen dazu 3 bis 5 Stunden weit herbei; und treffen morgens pünktlich wieder bei ihrer beschwerlichen Arbeit ein, die so häufig lebensgefährlich ist! Bei dieser allgemeinen Vorliebe fur Tanz und Musik ist es um so merkwürdiger , daß es Thäler gibt, in denen Tanz und Musik als sündhafte Ausgelassenheit verpönt sind, wie es z. N. in Grödcn und im Oetzchalc der Fall ist. ^ I„ Tirol allein findet man auch noch die merkwürdigen B a u ern kom ö dien, deren Stoff ^meistens aus der biblischen Geschichte genommen ist, wie denn auch die Passion noch hier und da vorgestellt wird. Bei weltlichen Stücken werden wenigstens die Zwischen-Akte durch mimische Darstellungen von Legenden ausgefüllt, die etwa ein geflügelter Genius, im Prosscenium singend, erklärt. An manchen Orten werden alle Rollen durch Madchen gegeben.

Daß ein so poetisches Volk nicht arm an Mährchen und Sagen sey, ist zu erwarten, aber leider sind bisher äußerst wenige derselben bekannt geworden. Das Oetz-thal, Zillerthal und Ennebcrg scheinen Hauptsitze der Mährchenwelt, in welcher sich übrigens, wie in allen Alpenländern die Sagen von untergegangenem Reichthum«? der Alpenweiden, verschwundenem Bergsegen, bestrafter Tollkühnheit der Jäger, u. dgl., wiederholen.*) Auf ähnliche Art wie der Brocken sind der 8a»«« 6i ^i-

Es fehlt in Tirol nicht an verschiedeneu V o lks sp i e le n, worunter Raufen, Scheibenschießen und Kcgelschieben die beliebtesten sind. Der Rauflust suchen die Behörden zwar viel möglichst ein Ziel zu setzen, denn es ging sonst nie bei einer Kirch-weihe ohne Blutvergießen ab, aber nicht leicht vergeht ein Festtag ohne Fausikämpfe, Haggeln oder Hosenrecken. Die Faustkämpfe werden auch noch manchmal mit Stoßringen geführt, eisernen, oder auch wohl silbernen Neifringen mit großem Knopfe, welche allgemein getragen werden, wenn auch ausgezeichnete Kämpfer sie verschmähen. Beim Haggeln faßt Einer den Andern beim Mittelfinger, und sucht ihn daran, wie an einem Hacken zu sich herüber zu ziehen. Das Hosenrecken besteht darin, daß man sich an den Hosen in die Höhe zu heben sucht, und dann niederwirft. Die Unterinnthaler, namentlich aber die Zillerthaler sind berühmte Naufer oder " Robler. " Ehemals bestanden ganze Naufgilden, die sich förmliche Herausforderungen zusandten, und noch jetzt besteht der Gebrauch, daß der kampflustige Bursche im Gebirge nur einen eigenthümlichen gellenden Schrei erschallen läßt, worauf er sicher Antwort erhält, wenn ein anderer ihn hört; beide gehen nun, dem Schatte nach, einander entgegen, und der Kampf beginnt. Sind Zufeher vorhanden, so bilden sie das Kampfgericht, und halten auf Befolgung der alten Raufgesetze, die übrigens sehr lax scheinen, da es erlaubt seyn soll, dem Gegner die Nase abzubeißen oder ein Auge auszudrücken. Der Sieger nimmt dem Besiegten die Hutfedern ab; drei Federn auf den Hut gesteckt, gelten als allgemeine Herausforderung.

Großes Gefallen findet der Tiroler auch an Widderkämpfen. Man setzt einen Stolz darein, recht große starke Widder zu ziehen, die dann gegen einander gehetzt werden. — Der Tiroler ist leidenschaftlicher Schütze und in keinem Lande findet man so viele Schießstatten. Knaben von 9 Jahren wissen schon mit dem Stutzen Bescheid. und

») Ld, v Badr >ifc» d : Die Mährchtnpoesie des Oeythales, Arcin'u ,825- S. 059.

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die Geschicklichkelt der Schützen, besonders ihr Fernzielen, grenzt ans Unglaubliche. Hon den Anhöhen um Votzeu schössen die Tiroler mit Standbüchsen die französischen Offiziere auf den Platzen nieder. 1793 kamen zu dem großen Freudenschießen in Wien auch l4 Tiroler, deren Einer unterwegs auf den Schießstatten zn München u. s. w. schon 200 ft. gewonnen hatte. Gewohnlich sind unter 5 Schlissen 3 im Schwarzen. Als 1U30 die Innsbrucker Zeitung mittheilte, daß der Echottländer Nelleöley Lcitte bei dem Schießen in Stum außer mehren Schwarzschlissen einmal das Zentrum berührt, und gleich darauf voll getroffen habe, erschien gleich darauf die Nachricht, daß Joseph N eher in Pfunds unter 4 Schüssen 3 mal nach einander das Zentrum getroffen und auch zuletzt geracc unter demselben in s Schwarze geschossen habe, mit dem Bemerken, daß die Scheibe im Pvsthause zu Pfunds aufbewahrt werde; der Natioualstolz beeilte sich, den vaterländischen Schützcnruhm zu retten. — Das Kegelschieben ist die gewöhnlichste Unterhaltung; kein Wirthshaus, keine Schießstatte entbehrt der Kegelbahn. Auch das " Schmarakeln " wobei die Kugel geworfen wird, sieht man häufig. Im Winter tritt das leidige Kartenspiel an die Stelle jener Uebungen. Uebrigens ist der Tiroler auch sehr wettlusiig und zur Entscheidung durch Karte und Würfel geneigt, welches " aushopsen" genannnt wird. Nicht selten werden streitige Angelegenheiten ausgehopset. In den sudliche» Thalern sieht man schon ziemlich häufig das Ballspiel.

Unter den eigenthumlichen Gebräuchen sind natürlich die Hochzeitgebräuche am merkwürdigsten und mannigfaltigsten. Schon die Art der Bewerbung ist sehr verschieden; in Gröden z. V. bringt der Freier dem Mädchen eine große Zahl von Ringen, wenigstens ein Dutzend, oft ein halbes Hundert, zum Geschenke. In Enneberq wird die Hochzeit meist im Winter gehalten, und eine festliche Schlittenfahrt ist wesentlich, l>ei der man oft Pferdegeschirr von 100 und 200 si. im Werthe sieht. Im Zillerlhale stellen sich die Brautleute vei der Anmeldung im Landgerichte so vertrüßlich und mür-risch als möglich, was Gluck in der Ehe bringen soll. Am Vorabende der Hochzeit wird im Hause der Braut der "Nachttanz" gehalten. Am frühen Morgen bringen dann die ,. Iungfernknechte " oder Brautführer die "Nesteln;" so heißen rothlederne Streifen, '/, Elle lang, mit Messingspitzen verziert, welche von den Gästen an den Hut gebunden werden, die nächsten Verwandten erhalten noch Kränze von Silberdraht, Flinserle und Glasperlen. Die Mutter der Braut geht nicht mit zur Hochzeit, fonder» die Brautmutter vertritt ihre Stelle. Die Tagesordnung beginnt mit der Morgensuppe, welche aus Ellppc, Wursten, Rindfleisch lind Kuchen besteht; hierauf folgt ein Tanz und um w Uhr setzt sich der Zug in Bewegung zur Kirche. Musikanten eröffnen ihn, hierauf kommen die jungen Bursche, zwei " Mantclträger « und die Dirnen , Kranze in den Haaren, den beuestelten Hut in der Hand. Nun folgt der Bräutigam mit einem Geistlichen und dem Hochzeitbitter, der Wirth und die Männer, hierauf die Braut mit einem zweiten Geistlichen und der Brautmutter; sie trägt einen Mosmarinkrauz, einen Gürtel mit eiuem Spitzeutuch (Thrän entuch'l und den Rosenkranz. Den Beschluß machen die Weiber. ??ach dem Hochamte und Opfergange reicht der Priester einen Trunk Nein, den „Iohannisscgen," welchen die Mantelträger herum geben. Nun geht es ins Wirths haus zu einem sechsstündigen Mahle, von zehn bis zwölf Gerichten. Wesentlich sind hier-bei die verschiedenen Speisen von Kalbfleisch, eine Suppe in der Mitte der Mahlzeit und das "Ehrenkraut" am Ende, bestehend aus Speckkraut mit Knödel. Nun hält der Hoch-zeitbitter eine humoristische Predigt, welcher ein kurzes Gebet folgt, worauf ein neues Essen beginnt. Bei diesem sind eine Schlange von Butterteig und eine verdeckte kleine Wiege die Hauptschüsselui letztere muß die Braut so schnell als möglich zu vers.ecken trachten, wen» sie nicht dem allgemeinen Gelächter sich preiß geben will. Nach dem endlichen Schlüsse des Mahles kömmt süßer Nein, und die Gäste bringen dem Brautpaare das „Weißat" das ist ein Geldgeschenk zur Bestreitung der Hochzeilkosten. Die Gabe jeees Einzelnen

Tirol v. Schmidt,                                                                                       I

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wird förmlich prolokollirt, damit man bei Gelegenheit Gleiches mit Gleichem veralten kann. Wahrend des Mahles wird fortwahrend getanzt.

In den südöstlichen Tliälcm heißen Braut nnd Bräutigam Novize nnd Novizin. In Amvezzo heirathct man nur im Fasching, dann zu Ostern, Peter und Paul lind im November. Die Braut darf hier nie ohne eine Ehrenwächterin erscheinen, llrum

In Gröden geht das Brautpaar beim ersten Aufgebote aus züchtiger Scham in eine fremde Kirche, an« zweiten Sonntage erscheint aber die Braut festlich gekleidet, in rothen Aermeln und grünem Hute. mit der Kranzeljungfer, ,'rimll Uuu^Nu. Die Ein ladung zur Hochzeit geschieht in schwarzer Kleidung. Der Bräutigam schickt am Hochzeittage um die Vrant, die aber erst nach vielem Wortwechsel ausgeliefert wird. Der Hochzeitschmaus wird ohne die Aeltern gehalten, die erst Abends zum Tanze geholt werden. Nach dem Rindfleisch hält der Iunggesell der ,'rin, vim^Il mit der pi-im» Nunselill den sogenannten Krauttanz. — In Predazzo kommt am Abend vor der Hochzeit der Bräutigam vor das verschlossene Hans der Braut und bittet um cine Lebensgefährtin. Nun wird das älteste häßlichste Weib ihm zuerst angetragen, dann eine etwas jüngere, und sofort, endlich die Braut selbst, welche nun mit großem Jubel empfangen wird.

Nahrungsquellen.

Dem Stande nach zählte Tirol:

Beamte und Geistliche           Adelige Honoratioren Nrwerbsleute Bauern

1.785                   4.8N               3.037               l.874              13.7W             60.757

1.835                   4.446                  ?              gegen 1.000             ?                     ?

Veamte.

Landba n.

Für das Jahr 1830 wurden folgende Verhältnisse bekannt gemacht:

Nutzbarer             (yrabe,

Krels. ^Meilen. Voden.       und Weideland. Wald.

Roveredo....... 34,24 228.6«2             92.W6            13N.0ia

Trient......... 7», 5 520.334           227.844            293.490

AN der Etsch.....«0,72 404.800           276.565            128.235

Pliftcrthal.......l02,7Ü ' 69,.«ft?           274.878            416.789

Unterinnthal...... 81,5« M0.300           215.742            3U4.U26

Oberinnthal......106,34 70».l)34           279.330             429.624

Vorarlberg...... 44,33 295.534           147,415             148.119

^"                      518,99^ 3.460.651 1.514.420 l.946.1W Joche.

Nach Andre im Jahre 1805: . .     3.613.830 Nach Lichtenstern i«20: ....     2.586.000 Nach der österreichischen Nationalencyklopädie als neuester Bestand (?)    2.580.000                                        1.800.000

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Der benutzbare Voden des Landes beträgt daher beiläufig '/« der ganzen Ober-fiäche, so zwar, daß auf ein Individuum gegen 4'^ Joch entfällt, und insbesondere t'/2„ Grabe- und Weideland.

Der Ackerbau begreift 377.202 Joch (nach der National-Encyklopädie 192.840), mit einem Erträgniß von 570.000 Mctzen Korn, 3W000 Mais, 245.000 Gerste, 2,3.300 Weizen, 170.900 Hafer, wornach auf ein Individuum nicht mehr als 1'/, Metzen kommt. 1807 erzeugte Tirol 2,028.

') Ueber Tyturung der Lcbtnsmiltcl i>, Tirol. Von U >, t e r»- i ch t r r, Sammler. >, S, »50.

3*

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nach Deutschland geht. — Kartoffeln werden erst seit 40 Jahren im Kroßen geballt, und noch immer viel zu wenig, obwohl ihr Anbau, im Vorarlbergischen namentlich, i„ neuerer Zeit bedeutend zugenommen hat; i«N7 wurden «f»7.N»8 Metzen gewonnen. Nicht unbedeutend ist der Anbau des Heidekornes (Plente, l'nll'»t?l ,«!<:,,, I'nrmcmtuno) und der Hirse (Pferch, «l»-ß,

Der Futter bau ist sehr bedeutend, und lieferte ,«30 von «48.738 Joch Weide und 432.492 Joch Wies- und Gartenland 8.807 uur 7.557.WN). Die Grundlaa.cn desselben bilden natürlich die Alpenweidcn oder Almen, '") unter denen mehre von stundenlanger Ausdehnung. Die größte und üppigste ist die Seiseralm, östlich von Botzen, welche »« Stunden im Umfange hat (?) und mehre 100 Sennhütten enthält. Eigentlich ist sie keine " Alm " denn das Vieh wird nicht zur Weide angetrieben, sondern das Gras wird abgemäht, und zu dessen Fortschaffung führt sogar rm gepflasterter Neg hinauf. Die Heucrndte auf der Seiseralm ist beinahe als ein Volksfest zu betrachten, denn die Hunderte der Mahder und Mähderin ne» vereinigen stch Abends zu Sang und Tanz. Eine einzige Wiese steht »n Preise von 5—6000ss., da sie gegen 200 Centner d^s besten H^l's liefert, das mit I fi. bezahlt wird. Die Gemeinde l'-inovli^i», einem Seitenthale von Fassa, besitzt die schone Alm NeIl.'!Ml>nto, welche durchs Loos vertheilt und gleichfalls abgemähet wird. Man findet oben ein ganzes Alpendorf, mit Kirche und Wirthshaus, welches die Gemeinde zur Heuernte bezicht. Uebrigcns weiß der Tiroler auch das kleinste grüne Plätzchen in den Felsen zu benutzen. Die steilen Lehnen werden in Steigeisen gemäht; ja sogar in die furchtbarsten Abgrunde wagt stch der Bursche hinab, an Stricken hangend, um von den Klippen das Gras zu gewinnen. Kunstlicher Wiesenbau kommt zwar wenig vor, aber der Aelpler benutzt seine Wildbäche auf'S beste zur Bewässerung der Wiesen.

Die Obstzucht ist ein wichtiger Erwerbszweig, und in neuerer Zeit geschieht auf Aneifenmg der Regierung sehr viel fur Vaumpflanzungen. Auf bischöfliche Anordnung werden in den Seminarien Porlesungen über Obstzucht gehalten, auch in den Schulen Unterricht darüber ertheilt, und der ständische Ausschuß vertheilt jährlich 200 fi. an Echullehrer, die sich um Pflanzungen verdient gemacht haben. In Folge dessen ist die Obstzucht bedeutend vorgeschritten, selbst an Orten, wo man früher daran verzweifelte, wie z. V. im Pusterthale. Mühlbach ging daselbst mit gutem Beispiele voran, und etzt zählt man schon über 50 Schulgärten, sogar Windisch-Metrei, am Fuße des Fel-bertauern, hat deren zwei. Nm Prunccken allein wurden seit wenig Jahren über l 0.000 edle Väume gepflanzt. Auch die Kastanienbäume breiten sich immer mehr aus. Hauptsitz der Obsckultur ist aber die Gegend von Meran, welche vorzügliches Kernobst, namentlich die sogenannten Tiroleräpfel, erzeugt; auch steht man hier Kastanienwälder. Die beiden südlichen Kreise erzeugen schon Agrumenen, Pomeranzen, Zitronen. Oliven )c. Das Landgericht Niva soll 30.000 und ^r«>» 45,000 Stück Zitronen liefern. Die Oliven gärten nehmen 730 Joch ein.

Von Handelsgewächsen werden nur Flachs, Hanf und Tabak im Großen gebaut. Das In» - und Pusterthal baut den meisten F l a ch s ; jenes über 700.000, dieses bei 300.000 Pfd. wozu noch Vorarlberg mit etwa 40.000, und die südlichen Kreise mit eben so viel, so daß das ganze Land wahrscheinlich 1.1ON0.000 Pfd. erzeugt. Den besten Flachs liefert A x a m s in, Unterinnthale (eigentlich Avouns, Götzens , Birgitz und Grinzens), aus Oetzthalcrsamen, gegen 3.50N Pfd. Er wird erst im zweiten Jahre versponnen , und soll dein Vrabanter wenig nachstehe». Im Pusterthale gedeiht er am

«> Eö diirftc an dcl Zeit scun . den uoltsthümlschcn Namen Alm Natt Alpe, welch' lcytcrcr zu vielen V?>s! ^issiindüisscn Velanlass«»g gcbrn kam, ,

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besten auf dem Toblacher Felde: jener aus den südlichen Kreisen ist schlecht, Hanf wird am meisten iu Vorarlberg gegen 45.000, dann im Pusterthale, bei 3.0U0, im Ganzen gegen Ki0.000 Pfd., gebaut. Tabak gedeiht in den beigen südlichen Kreise,» von vorzüglicher Güte, sein Anbau ist aber nicht frei, seit das Tabaksmonopol der Regierung auch in Tirol eingeführt wurde. 1N20 wurden noch 52.900 Centner erzeugt, wovon 52.500 in Südtirol, 320 in Vorarlberg, Roveredo erzeugte früher allein 5.K00 Centner mit einem Reingewinn von >0 12.000 fl.

Der Wein ist ein Hauptprodukt des Landes, besonders der südlichen Kreise. Im Ganzen zählte man 1830 55.230 Joch Neingärten, mit 511.700 Eimer Ertrag: i«l)7 (nach Lichtenstern) 17.24!) Joch (?) mit 559.22U Liniern. Der Wein wird in Tirol m,f sehr kostspielige Art, auf den sogenannten „ Puntaunen " gebaut, aufrecht flehende, oben schief gebogene Gelander, an denen man die Neben empor zieht. Die aufsei-menden "Raffeln« werden im dritten Jahre "aufgczeilt" im vierten an tie senlrecdte» Pfahle "aufgeschlagen," im fünften an ren Puntaunen hinaufgebogen. Man rechnet, daß 100 mKlaftern Weinland, urbar gemacht lind so behandelt, für die ersten drei Jahre auf 250 fi. komme; im vierten Jahre findet die erste kargliche Lese statt. 11». Hippolit Guasinoni, Etiftsarzt zu Hall. soll in der ersten Hälfte deö stebenzehnten Jahrhunderts die italienische Art zu keltern eingeführt haben, das sogenannte > Ver-gähren," welche bis jetzt noch allgemein herrscht. Die ganzen Trauben nämlich, mit Stielen und Hül>en, werden der Gahrung überlassen, und von de" Ständern der " vergährte Wein " als " Vorschuß " abgelassen , der nach wenig Jahren trml'bar ist. Dann erst werden die Trauben gepreßt, und liefern einen schlechteren Wein, den "Druck." Der auf diese Art erzeugte Nein ist nicht haltbar; doch gibt es schon einzelne Vchtzer, welche aus reinem Moste besseren haltbaren Wein zu machen wissen. Am besten sind die Weine von Vvhen und Meran, wo auch der Weinbau am sorgfältigsten betriebe» wird. Ueberhaupt geben alle Hohen guten Wein, nicht so die Ebenen, uud der herbe weiße wird fur besser und gesünder gehalten als der süße rothe, obwohl von diesem um '/, mehr erzeugt wird. Vorzüglich rühmt man den Kuchelberger, Leitacher, Tra miner, Terlaner und Niedereich n er.

Eine eigenthümliche Erscheinung sind die Weinhüter im Etschlande, die sogenannten Saltner, unerschöpflich an Volksliedern, Mährchen und Sagen. Um recht furchtbar zu erscheinen, putzen sie sich so phantastisch als möglich heraus. Der Hut ist reichlich mit Federn, dem Valge eines Eichhörnchens und dergleichen geziert, Die Brust deckt ein lederner Koller, dessen Acrmel aber nicht eingenäht, sondern an Schnuren herabhangen; lederne Kamaschen werden über die Strümpfe gezogen. Mit einer Hellebarde bewaffnet, an deren unterm Ende eine Ruthe befestigt ist, bewacht der Saltner seinen Vezirk; ein paar Gcmshörncr, die cr auf der Vrust trägt, dienen ihm, nöthi gen Falls seinrn Kameraden um Hilfe zu pfeifen, Eine Strohhütte, ciuem große», Vienentorbc „icht lmälmlich, der auf drei hohen Stangen nl!,t, an denen er hin.ms steigen muß, gibt ihm nothdürftigen Schutz gegen das Unwetter und rient ihm zugleich als Warte, in der er freilich nur sitzen, nicht stehen oder liegen kann.

I ieWaldungen nehmen ,.<»4<>.lW Joch ein, also fast ,<)5 ^Meilen, die Hälfte des ganzen benutzbaren Bodens, mit einem Ertrage von<)>»,500 Klaftern Holz (,^7 tt0>.430, und zwar l5?.^<2 Vau-, «,20,7?<> Kohlholz). In Tirol hat, wie anderwärts, die schlechte Forstwissenschaft früherer Dezennien den Waldstand bedeutend herabgebracht, so daß die Regierung sich neuerlich veranlaßt sah. zur Ver-mehrung der Laubbäume in» Hochlande aufzufordern uud Preise auf Anpflanzung der Arve d»mu« cmudi-a) auszusetzen, welche ohne Rucksicht auf Nachwuchs ausgehaum wurde. Einzelne Riesenbäume bezeugen noch die Großartigkeit der verschwundenen M walder, Unter dem E>>?nhofe bei Matsch im Pinlschgau steht eine Lelchlan»'.',

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deren Stamm sieben Männer kaum mit ihren Armen zu umspannen vermögen, und am Martinsberge bei Zirl ragt eine Fichte l0«' hoch empor. Diese hat über dem Böden 5' im Durchmesser, und in einer Höhe von W" noch 8"i sie würde bei 14 Klaftern (» 108 Kubik-Fuß) an Scheit-, Prügel-, Reisig- und Stockholz liefern. Am bedeutendsten sind die Walder der sudlichen Thaler, welche auch Schiffsbauholz nach Venedig liefern. Das Fassathal erzeugt jahrlich «1.403 Etück " Merkantilhölzer," von ,3' Lange, u l8" im Durchmesser, welche auf dem Arisio nach Lavis in die Ctsch geflößt, im Winter auch zu Schlitten über «. pelle^ino nach (?:m^ cl'^orllo gebracht werden. Die sudlichen Tl'äler und Vorarlberg liefern auch Kohlen und Gerberlohe in größerer Menge. Der Zirbißnußliefer verdankt Gröden seinen Wohlstand. In Nordtirol reicht der üppigste HolzwuchS von 2.700 bis 4.000'; die Vuche noch strauchartig bis 4.^00', die Fichte bis 5.W0', die Zwergkiefer bildet bis gegen 5!)50', das Krummholz. gewöhnlich "Zunder" auch «Latsche»" genannt. — Nicht unerheblich ist in Eüdtirol auch das Einsammeln der Matter des Pcrückensumaches, welches jahrlich bei 2.000 Menschen beschäftigt. Auch liefert Tirol der kaiserlichen Marine den größten Theil deS Theeres.

Viehzucht bildet den Hauptreichthum des Landes. Man zahlte:

>7K5 l?«N 17»?

«833

in Tirol ohne Vorarlberg.

Pferde.

len.

Hcng-fte.

Stuten.

Wallachen,

Maul' tftitrc.

Esel.

Rinder,

" Och' sen.

Kuftc.

Schafe

Ziegen

Schwei« ne.

               

54,334 49.7W 40,9l»

38,58« 3<1,i!?l 444?i

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1»»« Maul- und Klauenseuche; ^ebcrentzuudung der Schweine .................. 22.484 «3.33« !5«

! l»«» Lüügci'scuchc; Rande der Ochsen; Vlattcrn der Schaft................... l,l«2 77^ 4W I83N Schafblattern; Lungcnscuche.......... e«« «" 2»« «»2l i!»nge»scuchc; Milzl'rand........... 5N» «?<> 2«i> l»3» «unncnscuche.... ......... «34 !"« »?« <»33 1!unqcnse»chc; M,l,brand............ «»? «"" !»4l 1«.» Maul und Klauenseuche! Lunqcns.; Milzbrand. ^^^ ^^ ^^ l»35 (>>Ui»»dIiche t»«qensellchc; Nuftr! Milzl'rand . »«« >^ >l4

Die Rind vieh zucht beruht in Tirol, wie in der Schweiz hauptsächlich auf der Alpenwirthschaft, da das Land reick an den trefflichsten Alpentriften ist, so daß in den nördlichen Thälern fast jede Ortschalt ihre eigene "Aln," hat. Man unterscheidet die Almen der Vorberge (im Innthale " Aesten " i» Vorarlberg » Majen-säße" genannt), und die Hochalmen ; jene liegen über4.500/diese von 5—7,000' hoch. Im Zillerthale gilf die Hochalmen die Sennen allein ziehen. Dort enthalten sie denn auch ganze Dörfer von Alphütten, deren 20 bis 30, mit den nöthigen Ställen, beisammen stehen. Auch im Lechthale ist dieß der Fall. So zieht das ganze Dorf Stanz ach auf die schöue Alm Fallerschein und nur ein paar Wächter bleiben zurück. Gewöhnlich wird am St. Pankraztage auf die Voralmen gezogen, von da um St. Veit (,in Vorarlberg um St. Kilian) auf die Hochalmen, um St. Bartholomäus wieder auf jene zurück, wo man so lange als möglich, bis im Oktober, bleibt. Die Almenzeit dauert also l? bis 2l Wochen, von denen l2 bis 15» auf die Hochalmcn kommen. Das " Almfahrcn " ist ein Fest, welches Jung und Alt kaum erwarten kann. Den feierlichen Zug eröffnet der "Melcher" (Melker, Senn) mit der „Mairkuh. " Zu dieser Würde wird jene Kuh erwählt, welche in den Kämpfen des Viehes am öftesten siegte; sie trägt zur Auszeichnung die große Schelle der "Hafen» genannt. Ihr folgen die übrigen Kühe, im Unterinuthale oft über 100. dann kömmt der "Galterer" mit dem Geltvieh, der "Oaißer" mit den Ziegen, der "Schaafcr" mit den Schafen, endlich die "SaudirN" mit den Schweinen. Meistens gehört eine Alm mehren Bauern, welche die Wirthschaft auch gemeinschaftlich treiben. Die Hütten (im Oberinnthal " Thaie " genannt) sind rohe Blockhäuser, selten mit einem Unterbau aus trocknem Mauerwerk, noch seltner mit einem Stockwerke. Mit Moos werden die Ritzen und Fugen verstopft, womit es aber der Aelpler nicht so genau nimmt; oft finden sich des Morgens hohe Schneestreifen in der Hütte, die ein nächtliches Gestöber durch die Fugen hineinwehte. Auf den Hochalmen sind die Hütten oft nur aus übereiu ander gelegten Steinblöcken aufgeführt, mit einem Bretterdachs, welches gegen die Wuth der Stürme durch große Steine beschwert ist. Gewöhnlich hat die Hütte zwei Abtheilungen, deren vordere offen bis zum Dache reicht. Hier sieht ein großer viereckiger Heerd, der zugleich als Ofen, Tisch und Bank dient, so wie der Raum selbst als Küche, Wohn- mW Schlafstätte. Sehr oft ist das Vett hoch oben an der Wand befestigt, um Raum zu gewinnen, und hölzerne Zapfen in der Wand dienen als Leiter. Die zweite Kammer dient als Milch - und Käsekanuner und der kleine Boden darüber auch oft zur Schlafstelle. Aus dieser Kammer tömmt man in den Stall, weun derMc nicht eine besondere Hütte einnimmt. Vor der Hütte ist eine Verzäunung fur die Schweine lind das Ganze schwimmt gewöhnlich in einer Pfütze, rings von Dü^ghaufeu umgeben, welche in Fladen geschlagen, beim ersten Frost hinab auf die Felder gefuhrt werden. Die Alpenwirthschaft wird überhaupt in Tirol, wo sie meistens Männer fuhren, viel weniger reinlich betrieben als in Oesterreich und Steiermark durch die Schwaige-rinnen. Die Sennen (Almer, Käfer, Senner) sind berüchtigt wegen ihres Schmutzes, der aber für sie ein Ehrenpuntt geworden ist. Bei der Heimfahrt wetteifern sie, wer das schmutzigste Hemde auszuweisen habe! als untrüglichen Beweis unausgesetzter em sigcr Arbeit. Das Vieh bleibt, wenn es die Witterung zuläßt, Tag und Nacht im

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Freien, wird also auch da gemolken; ist aber die Alm sehr felsig, daß es in der Nacht Schaden nehmen könnte, so wird es Abends eingetrieben. Für diesen Fall mnß der Senn für Futter sorgen, welches er auf schroffen Klippen und in Klüften sammelt, wo das Vieh nicht hin kann. Die Ziegen dienen ihm als Wetterpropheten; wenn sie sich um die .Hütte sammeln, kommt sicher schlechtes Wetter. Jede Alm hat (besonders im Zillerthal) ihren eigenen Denkspruch, der sie charakterisirt, z. V. «Z'Käserlär wär's schon fein "Wenn man nicht müßt tragen " Das Schmalz von aussen hinein. "

Samstags schicken die Bauern Vrod und Mehl für die ganze Woche auf die Alm, außerdem sieht der Senn die ganze Zeit über Niemand, wenn nicht etwa ei«, Jäger, Wilddieb oder Nurzelngraber einspricht. Und doch fühlen sie sich glücklich in ihrer einsamen Hohe, und wählen nicht leicht einen andern Erwerb; die Almwirthschaft ist die Poesie des Gebirgslebens! — Das tiroler Rindvieh bildet eine eigene Rasse, welche der langgestreckte Körper, dicke Köpfe, breiter Hals und Stirn und kürzere Füße bezeichnen. Unleugbar ist aber das Alpenvieh kräftiger, aufgeweckter und von entschiedenerem Instinkte. Jede Heerde hält fest zusammen, so daß Alle warten, bis auch daS letzte Sttlck gemolken ist, und den Stall verläßt, ehe sie sich von der Hütte entfernen. Kömmt neues Vieh auf die Alm, so geht es nie ohne Kampf ab. Jedes Stück erhält vom Senn einen besondern Namen und folgt bald auf seinen Ruf. Aber der Senn lebt auch ganz für seine Heerde; wie denn überhaupt der Tiroler seinem Vieh eine Sorgfalt widmet, wie kaum seinen Hausgenossen. Wenn ein Stück verunglückt, so trällert das ganze Dorf, wenn aber ei» Mensch im Holzschlage oder sonst das Leben verliert, so wird es als ein ganz gewöhnliches Ereigniß betrachtet. Uebrigens ist in vielen Thälern, wie z.V. in Enneberg, die Stallfütterung eingeführt, und die Ställe sind oft reinlicher als die Stuben.

Butter, Schmalz und Käse erzeugt Tirol natürlich in sehr bedeutender Menge; j«07 angeblich Alttirol allein 7«.04« Centner Butter und Schmalz, 35.000 Centner Käse, aber das Land zieht daraus bei weitem nicht den möglichen Gewinn. Abgesehen von der starken Konsumtion im Lande, ist auch namentlich die Kaseproduktion nicht auf d>'r Stufe wie in der Schweiz, und nur im Unterinnthale und Vorarlberg gut. Der Käse aus dem Bregenzerwalde ist in Oesterreich als „Orojerkäie« bekannt, und wird für Schweizerkäse alls Griers («i-u^e,-«) verkauft. Die Montafuner wissen auch ihren Nachkäse aus den Molken, den sogenannten Zieger, annehmlicher zu machen, indem sie ihn mit weißer ,, Oenipi" (HclnIIeil ili<,»ol,lltil) würzen. Auf sehr einfache Art wird der Antheil der verschiedenen Eigenthümer des Almviehes bestimmt; in ihrer Gegenwart wird nämlich jede Kuh gemolken, das Maaß auf hölzerne Stäbe cinge-graben und darnach die verhältnißmäßige Menge von Schmalz und Käse vertheilt. Man kann annehmen, daß eine gute Kuh 30 bis 40 Pfd. Butter während der Alpzeit gibt. -)

Die Pferdezucht wird viel zu wenig sorgfältig betrieben, denn es ist dem Tiroler nur um allsdauernde Saumrosse zu thun. Die Fohlen werden aber auch auf die Voralmen getrieben. Im Jahre »832 wurden nur 5ln Stück aus-, ».140 aber eingetrieben. Die kaiserliche Beschälanstalt unterhält im Lanre l«0 Hengste und vertheilt in Tirol lind Steiermark jährlich 2«a Dukaten als Preise für vorzügliche Fohlen.

Auch die Schafzucht ist weit vo» ihrem Ziele entfernt und wird nur um des Bedarfs an Hauswolle betrieben. Die südlichen Thäler nehmen aus dem angrenzenden

') Scl,r ausführlich iss dic Alpwirthschaft dcS Zlllerthalc« bcschricbcn in Schrants naturWorischs» Vriefr», 2 «dc. Salzburg l?n. Ucbcr oberinnthalcr Alpcuwirtlischatt. Bolhc. ,u^?. S. b».

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Dberitalien über Sommer Schafheerden auf ihre vortreffliche Weide; so z. Ä. das Fassathal allein bei 30.000 Stucke aus dem Venezianischen.

Ziegen werden namentlich in den Hochthälern gehalten, wo fast jeder Senn auf eigene Rechnung einige auf die Alm treibt.

Nicht unerheblich ist die Zucht der Schwein e. Sie machen gleichfalls die Alm-fahrt mit, und finden an der Mönchs - Rhabarber, den sogenannten Schmalplatschen (»um«, »ipinu«), welche häufig um die Kutten wuchert, eine si!'r gesuchte Nahrung. Die Durer und Passeirer stehen im Rufe trefflicher " Sauschncider" und Schlächter, lind wandern sogar außer Dantes lim Schweine zu verschneiden. Durch den Anbau der Erdäpfel hat sich neuerlich im Ctschthale die Schweinezucht so gehoben, daß seit ««25. Trient und Rooeredo keine mehr aus Ungarn bezieht, und die eigene Zucht zu der sehr bedeutenden Fabrikation von Salamiwursten hinreicht.

Unbegreiflich ist es, daß die Bienenzucht in einem Lande, welches Flora's Tempel ist, keine größeren Fortschritte gemacht bat, Pusterthal erzeugt nicht mehr als 1^0 Centner Konig und 20 Centner Wachs. Cnneberg, namentlich Kollfuschg, treibt etwas mehr, und im Orte selbst gilt l Pfd. Honig 1 fl. Auch hierin steht Vorarlberg voran, wo der Bauer seine Bienenstöcke auf die Voralmen mitnimmt.

Seidenkultur ist eine Hauptbeschäftigung der südlichen Kreise. i«U7 erzeugte das Land 3.2«0 Centner; der Trienter nnd Rovereder Kreis erzeugen jährlich 23.W4 Centner Kokons und daraus 1.7U3 Centner rohe Seide, davon dieser: «.W8 Centner Kokons nnd <>57 Seide, welche für vorzüglicher geschäht wird. Neuerlich nahm auch im Ctschkreise die Seidenzucht bedeutend zu; um Vriien wurden binnen wenig Jahren viele Tausende Maulbeerbaume gepflanzt, durch Herrn Visdomini allein in drei Jahren 7.000 Stück.")

Die Jagd

ist in Tirol zwar lange nicht mehr so ergiebig wie sonst, was bei der allgemeinen Jagdlust der Tiroler auch nicht zu wundern ist, aber doch immer nicht unerheblich. Man kann dieß aus der Menge des erlegten Raubwildes schließen. In den drei Jahren 1833 bis 183N wurden ft? Vären, 23 Wölfe und 4 Luchse eingebracht, wofür die Regierung bei 2.500 fl. an Prämien bezahlte. Die Vären fanden sich allein in den drei südlichen Kreisen; die Wölfe eben da, im Vintschgau und an: Cisack; die Luchse um Steiuach und Vre^enz. Noch i«<3 wurden nur allein 3!) Bären erlegt, i«3> aber nur 15, l«32 nur 12 Naublhiere. Hochwild findet sich in den großen Wäldern der südlichen Thäler noch ziemlich häufig, die Gemsen aber fast nur mehr in den unzugänglichen Hochthälern der Fernerkette; der Eteinbock ist ganz ausgerottet. Mck das Murmelthier fangt schon an seltener zu werden, da es ein sehr gesuchter Leckerbissen «st. 7!» Steinbocke, und 375 Gemsen. Sehr groß ist die Menge des wilden Geflügels, vom Lämmergeier oder Iochgeier, deren in Ennebcrg jährlich fünf geschossen werden, bis zu den Wasser- und Sumpfvögeln herab, deren der Vodensec allein über 70 Arten nährt. Südtirol ist namentlich auch an Zugvögeln reich, wie Lerchen, Wachteln, auch an Ortolancn. Der Vogelfang wird daher dort leidenschaftlich getrieben, und von Trient abwärts sieht man alle Anhöhen mit Pogclhecrden beseht.

Der Fischfang ist unbedeutnd, da die meisten Gewässer reißende Wildbäche sind. Dock sind Forellen, Ealmlinge, HM?,, u. a, m. häufig. Der Vodcnsec enthält A> Arten von Fischen, worunter auch Reinanke». Sehr fischreich ist der Kardasee.

Die Sonnberger in Vorarlberg «reiben nicht unbedeutende Schneckenmästung.

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♦) 8 era si ni (Giov.) memor. anlla educaaione de' Kftl«j c ile' bacclu da sela iu UavierA e »e cjuc.ila puai» piu.icnc pregiuilicevole nl Tirulo mciid, S. Roveret, I8?7,

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Bergbau. ^)

Erzherzog Signnmd verdankte einst dem reichen Segen an edlen Metallen den Beinamen des " Muuzreichen, > und die Fugger denselben ihren ungeheuren Reichthum. Aber daö Land, in welchem Schwaz allein im Jahre 1525 nicht weniger als 77.»7ä Mark Silber lieferte, gab 1830 nur eine Ausbeute von 33 Mark Gold und 1.045 Mark Silber, dagegen an: Kupfer 3.129, Verkaufblei >.94i, Reichblei i.2ll>, Vletglätte 188, Galmei 3.300, Roheisen 37.058, Gußeisen 3.4N4, Steinkohlen 38.408 und Salz 198.993 Centner. — Auf Gold wird nur noch im Zillerthale, am H a inz enb erg e bei Rohr, ^ Stunde von Zell, in einem 50 Klaftern tiefen Schachte gebaut, wobei «0 Bergleute beschäftigt sind. Die jährliche Ausbeute beträgt 25 Mark. Das reine Gold kömmt nach Wien, der Schlich nach Brirlcgg. Der Silberbau bei Schwaz wirft keinen Oe-winn mehr ab, aber am R ö h rerb üch ei bei Kißbüchel ist eine Gesellschaft von Privaten beschäftigt, die alten ungeheuren Halden aufzuarbeiten; ein Unternehmen, welches bis 1N45 sich zu lohnen verspricht. ^) Auf Kupfer wird zu Schwaz und Kitzb üchl gebaut; auf Eisen zu Fugen, Kiefer, Kitzbüchl, Piller see, Prim or, Ienbach lind Kasteng statt, lind zwar a» letzteren beiden Orten zu V^ vom Staate und ^ von Mitgcwerkeu; auf Blei und Galmei zu Naßereit und Biebcrwier, Dieses liefert bei »0.000 Centner Erz,

Der Salzberg zu Hall im Unterinnthale. I23si aufgefunden, streicht von Südost nach Nordwest. «U0 Klaftern, mit 350Lachter Mächtigkeit.^^) Er enthalt außer Kochsalz auch Glaubersalz und Natron. Das Kochsalz erscheint gewöhnlich mit Gyps in mächtigen Massen oder wellenförmigen Adern, auch in einzelnen Klumpen, und sehr häufig in Salzthon. Das Salz wird durch Auslaugen gewonnen und der Eimer Eoole gibt 33 Pfd. Es ist ein armes Werk; die ifigrad, Soole braucht "/„ Stabel Salzge-birg und 32 Wochen Zeit. Man siedet in sechs Pfannen, deren vier kleinere zu i<>0, die großen zu 240 Eimer halten. Das Erzeugniß, 200.000 Centner mit l.«50 (Hatter) Klaftern Holz und 42.000 Centner Steinkohlen wird im Lande konsumirt, da der Absatz nach Naiern und in die Schweiz aufgehört hat. In den 10 Jahren 1793 bis l«N2 wurden jährlich «45.750 Eimer Soole erzeugt, 923.200 zum Sud abgegeben, 317.350 Centner Salz daraus erzeugt, welche eine Vrutto-Einnahme von 1.084.279 si. gaben. Die Surrkoste» betrugen pel- Eimer 4'/. kr. 1802 betrug die Einnahme 1.012.684, die Auslagen 9«4.A»2, der Gewinn also 48.482 fl.

Der Kohlenbau hat durch Verminderung des Salzsudes auch abgenommen, da er früher «0.000 Centner erzeugte. Das wichtigste Werk ist das kaiserliche zu Ha ring, wo das Flötz mit .",4" Mächtigkeit von Nordwest nach Südost auf 2.4W sich erstreckt. Aber es fehlt auch anderwärts nicht an Kohlenlagern, wie im Valsugan, bei Tramiu, ». s. w. Torf findet sich im Reinthale, bei Pillarsce u. s. w. Nicht unerheblich ist die Gewinnung des Steinöles. Vei Seefeld, im vbcrinnthaler Landgerichte Telfs, bricht nämlich so viel Vrandschiefer, daß daraus 150 Centner Oel gewonnen werden;

») Beiträge zur Geschichte dcs Bergbaues m Tirol. Von I. o. Scnssc r. Sammlrr >, S, <)? Tiroler Salincuwcscn, Archiv fur S»oecill,chla»t' >. Z7?.

") I. Etl. v. Stüqcr: Da«, verlassene Bergwerk am Rolircr-Buche«. Mt Karte, Britragr!, A>? "') Jahrbücher dce polittchmschcn Instituts >'U. l,o,

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doch ist dessen Erzeugung nur während der Almzeit, vom St. Veitstage bis Mari« Geburt gestattet, y

Unter dcn übrigen Mineralien steht der Marmor oben an, der in unerschöpflicher Men.^o von allen Farben bricht. Vei Predazzo, im Iassalhale, wurde cm vorzüglicher Vruch weißen Marmors gefunden, der jetzt auf Kosten der Regierung abgedeckt wird. Die Akademie der Künste zu Venedig urtheilte über die eingesendeten Proben: daß dieser Marmor reiner und kompakter als selbst der kararische sey, von dem er nur an Weiße übertroffcn werde. Schon durch Ablösung der äußeren Decke wurden 45 Blöcke, 54 bis ü>2 Centner schwer, erhalten, welche zu Vildhauerarbeiten vollkommen tauglich sind, und einen Vcrkaufswertb von «54 si. darstellen. In der Tiefe verspricht das Gestein immer reiner und weißer zu werden. Vei ^,-cu bricht eine Art Mergelmarmor, welche gleichfalls zu Vildnerarbeiten tauglich ist. Kalktuff ist im Unter-innthale häufig; die Festungswerke von Kufstein sind daraus erbaut. - Im Zillerlhale findet sich reiner weißer Vergkristall und Granaten, von denen etwa 12 Centner zu 200 st., nach Böhmen (?) abgesetzt werden; im Fassathale Karneole und Achate; bei Avio Feuersteine. — Guter Thon ist seln- häufig, auch feine weiße Thonerde und Volus nicht selten; auch wurde l7«a Porzellanerde im Zillerlhale entdeckt, aber nicht weiter benutzt. An Zeichen ^ und Wehschiefer ist kein Mangel; Enneberg erzeugt 200 Centner Schleifsteine. Von Farbenerden findet man Grünerde auf der Seiser Alm, Ocher bei Q«vieo im Brentathale, weiße Kreide an der Isar. Sehr gute Kreidenerde findet sich im Kreidensee zu St. Vigil in Cnne-berg, von welcher im Fundorte der Centner zu 24 kr., in Briren aber schon zu »0 fl. «erkauft wird.

Auch der Reichthum des Landes an seltenen, wissenschaftlich interessanten Mineralien «st dem betriebsamen Tiroler nicht entgangen, und allenthalben wird der Miueraloge kundige Führer finden. Die Bewohner des Ziller - und Fassathales haben nicht ohne Glück begonnen, die Stücke. auf welche sie aufmerksam gemacht wurden, zu sammeln, und einen kleinen Handel damit zu treiben.

Gewcrbsfleiß. '")

An Industrie übertrifft der Tiroler im Einzelnen, im Verfertigen seiner häuslichen Geräthe, Werkzeuge und dergleichen alle andern Bewohner der Monarchie, aber trotz dieser allgemeinen technischen Geschicklichkeit, trotz der Uebervölkerung ist Tirol kein Fabriksland. Man möchte behaupten, nur selbstständige Arbeit ziehe den Tiroler an, nicht die maschinenmäßige Theilung derselben; daher finden sich die wenigen Fabriken auch nur an den nördlichen und südlichen Grenzen. Am bedeutendsten ist die Crzeu^ gung der

Metallwaaren. Zu Vrixlegg ist ein 1»w vom Aerarium erbautes Kupfer-walzwerk, welches i.IOO Centner Bleche, zu «2 bis N4 si. liefert. DaS Schmelzwerk soll (nach m«l-c^>) mit «o Arbeitern «.00U Centner Vlci und «.«00 Centner Kupfer aufarbeiten, jenes zu 4 bis W l"<»/>00 Silber, dieses zu l./Oo Centner Nosettenwofer und 2.UW Mark Silber. In Achenrain ist eine k. k. Messingfabrik, welche zu ^ ärarial ist, zu '/, aber dem Freiherrn Mtenthurn gehört. Sie liefert gegen 2<» Cent-uer Drath und auch Zinkwaaren (nach nm-ocv), deren «.<>uo Centner Messing mit 2«<»

'1 Nciträge V. 282,

") Notizen ubci de» Zustand ücrOcwcrdo Industric u> Tlrol. «Au» >iml»chc» Qucllcn). Iahrbuchcl dei politechimchcn Instituts. Wicn. V, S, ,9a.

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Arbeitern. Glockengießereien sind in Innsbruck und Feldkirch. In Schwaz ist eine Fabrik leonischer Waaren. In Dornbirn ist eine Maschinenfabrik, welche auch Dampfmaschinen verfertigt; in Feldkirch eine Metalldreherei, ein Blenvalzwerk und ein Kupferhammer. Hauptsttz der Metallarbeiten ist aber das Thal Stub bei, welches schon seit Jahrhunderten alle Gattungen von Geschmeide - Schmiedewaaren liefert, außer Waffen, Nadeln und feinen Feilen. i«24 zahlte »»an 93 Meister mit l3<» Gesellen und inn Handlangern, welche bei 2.2W Centner Eisen (meistens aus Kärnthen), i«0 Centner Kupfer und Tomback, im Gesammtwerthe von öl.onu fi., verarbeiten und daraus gegen i.5<»ci Centner Waaren im Werthe von üä.WU si. erzeugen. Eisenhammer, Grob- und Nagelschmiede sind sehr zahlreich; zu Ienbach auch ein Eisenguß-werk und Drahtzug, Das Hammerwerk Kleinboden im Zillerthale erzeugt 2.WU Centner jährlich. Die besten Sense» liefert das Zillerthal. Maultrommeln und Haarnadeln werden in großer Menge in Riva, Nähnadeln in Fugen im Zillerthal gemacht. Allgemein verbreitet und im guten Rufe ist die Büchsemnacherei.

- Spinnen und Weben sind fast allgemeine Hausbeschäftigungen. Flachs und Schafwolle wird von den Bauern fur ihre Leinwanden und Loden selbst gesponnen Vaumwollspinnereien bestehen nur in Vorarlberg, welches schon 1K2« deren ll besaß, davon eine in Feldkirch mit l l.Uttl» Spindeln, und eine in Dornbirn, welche inu.oon fl. an Arbeitslohn bezahlt; im Ganzen zählte man 227 Maschinen, welche mit 4!i.tt84 Spindeln 2l0.<»00 Päcke Garn erzeugten. — In Südtirol geben die Filanden, in denen die Kokons abgesponnen werden, viele Beschäftigung. Die berühmte Filanda Bettini in Noveredo hat allein ü»l> Arbeiterinnen. Noch zahlreicher sind die Fila^ torien, deren Noveredo allein gegen 50, die südlichen Kreise zusammen über 7U zählen. Um Roveredo gibt es auch bei l.oou Seidenöfen, in welchen über zwei Millionen Kokons vorbereitet werden, die bei !?«.l)vtt kleine Pfund Seide geben. Die halbe Bevölkerung der Stadt und deren Umgebungen, findet im Seidenbau Beschäftigung, welcher ubcr eine Million Gulden in Umlauf setzt. Jährlich wird um l.lUU.UW fi. Seide erzeugt.

Die feinste Leinwand liefert das Oetzthal, im Allgemeinen wird aber nur grobe oder mittelfeine erzeugt; die Weber wandern im Lande auf Arbeit herum. Bleichen gibt es vorzüglich um Votzen; in Dornbirn ist eine Schnollbleiche. Die Schonfärberei von Bohen.ist vorzüglich, hat aber gelitten, Man färbt 2.70« Stück zu 25 Ellen jährlich. In Feldkirch ist eine Kattun- und Musselinfabrik; in Dornbirn eine Indienne Druckerei, nnd in der Umgegend beschäftigt das Sticken der Musseline viele weibliche Hände. Das Spitzentlöppeln ist Hauptbeschäftigung der Grodneriuncn, welche für 24.UU« st. Waare erzeugen, mit einem Neingewinn von 1l).24« bewog der Pfarrer Alphons in »uunaimstn zwei aus Genua entflohene Sammtweber sich hier ansäßig zu machen, und lon Jahre spater waren 3«<> Stühle in Thätigkeit. Kaiser Joseph ll, verbot die Einfuhr ftemder Seide, wodurch

') S u iiii (Ab, Anl.) disun-Uiiuiic inloriio »Ik sulj|..iclie iU VcHali ii Ala. 8, Rovert, 1827,

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das Städtchen fast ganz verarmte; auf einer Durchreise rührte ihn aber der Anblick des Elends so, daß er den Zoll verminderte. Den Oesammtabsah gibt man auf 54.MM Ellen an, worunter i?.^« Ellen feine Waaren, 2«MU Plüsch u. s. w.

Hauptsitz der Holz arbeiten sind die südlichen Thaler, Fassa und Fleims, für Binder-, Gröden für Schnitzwaaren. ,703 versuchte zuerst Johann de Mez in Schuaut. bei Et. Ulrick in Gröden. Nilderrahmen aus Zirbclholz zu schnitzen, die Gebrüder Vmazcr verfertigten die ersten Figuren; ,75» war dieser Erwerbszweig schon allgemein und >,^07 zahlte man bei 3NU Bildschnitzer. Sie liefern meistens nur kleine Figürchen das Dutzend 12 kr. bis 12 fi., und nur auf Bestellung größere; den reinen Gewinn gibt man auf 54.0N0 fi. an. Die Orödnerwaarcn zeichnen sich durch Nettigkeit der Arbeit und Me Zeichnung vor allen ahnlichen aus. Auch Vorarlberg liefert viele Holz-waaren, unter andern über in Millionen Rebstöcke, und die bekannten zerlegbaren hölzernen Häuser für die Schweiz, welche mit n^«0l) fi. bezahlt werden.

Endlich muß noch der k. k. Tabakfabrik in Schwaz (,«30 errichtet), einiger Olas-und Papierfabriken erwalM werden. Erheblich ist auch die Branntweinbrennerei; der Tiroler ist besonders gejchickt im 'Abziehen desselben über Gewürze. Montafun brennt vorzüglichen Kirschgeist.

Handel.

Der Handel ist dnrch die Lage des Landes hauptsächlich Transito- und Kommission^ Handel zwischen Deutschland und Italien, dessen Stapelplatz ehemals Notzen war, wo auf den berickmten Messen die Wechsel erfunden wurden. Ausfuhr findet haupd sächlich Statt in: Salz, Blei, Gyps, Mühlsteinen, Marmor, Holz (nach Italien), Wein (5.«<><»(?) bis 30.W0 Eimer), Hanf und Flachs (nach Italien), Seide (5NN Centner), Rindvieh (l'Awtt Stück), Käse (5.«uu Centner), u. s. w. Ganz eigenthümlich ist der Weinhandel in Tirol. Der Neinhändler nimmt nämlich von dem Produzenten den Nein um ein Darangeld ab, uud erst zu Iakobi künftigen Jahres bestimmen beide Theile den eigentlichen Preis, der dann gegeben wird. Auf gleiche Art verkauft der Händler an die nordtirolcr Konsumenten. Dieser Handel heißt " der Handel auf den Iakobipreis." ') Von den Kunstprodukten werden vorzüglich Metallwaaren ausgeführt. Die Stubbeier Handelsgesellschaften hatten einst in allen Orgenden Europas ihre Reisenden, aber jetzt ist ihr Handel nur» mehr Commissions-Handel, und statt wie damals 2N.!M», mögen dem Thale jetzt nur 8.000 fi. zufließen. Leinwand geht stark nach Ita-lien, aus dem Pusterthale allein bei i2.0N» Ellen in das Venezianische. An Sammt wurden ehemals 12.000 Cllen ausgeführt, jetzt nur 2.500, da Vaiern, wohin das Meiste ging, und Parma den Zoll erhöhten. Roveredo führte 482N-23 3W.iü9 Pfo Seide auS, von denen N).fi7N fi. Zoll erlegt wurden. ^) Sonst noch Teppiche, Kotzen, Leder und Handschuhe, von deucn Zillerthal gegen lO.nuu Dutzend in das Ausland bringt. i«uu und i«ni führte Vorarlberg ^,.7«o Stücke (:<, 4« Cllen) Kattun und 156» Stück Musselin aus. Von Holzwaarcn führte ron i»l4 bis ,«2» Vrcgenz 16'/. Millionen Weinstöcke und Gröden für 44.NU0 fi. Schnitzwaaren aus; Vregenz t802 noch insbesondere 2i5.«20 Bretter und 75.400 Strohhüte. Auch Gröden hat dasselbe Schicksal wie Stubbei. t«n? waren ^ der Bevölkerung als Händler im Aus lande; in Spanien und Portugal waren allein 22 Handelshäuser, Peter Wallponer

') I. u. Za > lin <, cr, Versuch einer Abhandlung über die in Tirol übliche Art des Weinhan' dels auf den Iakobipreis. Innsbruck. ,lu?.

") Brilnigc zur Geschichte des Scidcnhandcls in Nouercdo. Vothc ,8,

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ließ sich sogar in Mexiko nieder, und das Thal hatte jährlich über 100.00N si. Gewinn. Der Handel ist jetzt um die Hälfte vermindert, viele Kaufleute siedelten sich im Aus lande an. In den Jahren 1«02 bis l«Nä führte Gröden i.ftW Centner, bis i«i4 nur 4—5lio Centner aus, jetzt aber 12 — 1.30» Centner, vorzüglich nach England und Amerika.

Ein nicht unbedeutender Theil des tiroler Handels ist der ganz eigenthümliche Hausirhandel, wie ihn in dieser Ausdehnung wohl kein anderes christliches Volk treibt. Abgesehen davon, daß das Land seine Bevölkerung nicht vollkommen ernährt, führt den Tiroler auch sein angeborner Spekulationsgeist in die Fremde. Vei 3l»,non Tiroler hausiren mit allen einheimischen Produkten durch ganz Europa, vorzüglich mit Südfrüchten, Obst, aromatischen Essenzen und Oelen, Handschuhen, Teppichen, Vildschnitze-reien, Kupferstichen und Vildern. Der Handel mit den beiden letzten Gegenständen geht namentlich vom Tessinthale aus. ^) Die Einwohner trieben vor 220 Jahren mit Feuersteinen ausgebreiteten Handel, dann gingen einige mit Kreuzerbildchcn Hausiren, welche sie von der berühmten Kunsthandlung Remondini in Vassano bezogen, und 1750 war dieses Geschäft schon allgemein. Sie gründeten fast in allen Hauptstädten Europas Niederlassungen, sogar in Tobolsk, und nur in Amerika verunglückte ihr Versuch. Die französische Revolution zerstörte diese Unternehmungen' i««tt bestanden nur mehr 28 Handelshäuser in Europa, aber noch hat jede Familie wenigstens einen Mann auf Meisen. Die Teffercgger wandern meistens mit Obst, Handschuhen und Teppichen, und fahren gewöhnlich, indeß die andern gehen.

Die Einfuhr besteht in Kupfer, Eisen, Getreide, Flachs und Hanf, Holz (aus Graubündten um 2N.«nu fl.), Wachs u. s. w.

Durch die vortrefflichen Straßen wird der Handel Tirols außerordentlich be-günstigt. Schon Joseph il. ließ jene auf den Hauptrouten, über den Brenner und Arlberg neu erbauen. Franz dem I. verdankt aber das Land in der Straße durch Am-pezzo den kürzesten Weg aus Deutschland nach Venedig, und in jener über das Worm-ser Joch eine direkte Verbindung mit Mailand zugln'ch die höchste fahrbare Alpenstraße.

Im Ganzen zählt Tirol jetzt über inn Meilen Kunststraßen, und 43 Meilen chausseeartiger Landstraßen, so daß auf etwa 3. l^ Meilen eine Meile für den Handel benutzbarer Straßen kommt. Die Ampezzaner Straße

») Ueber tie Tesinescr und ihren Bildelhandel. Vön A. A. di P a u l >. Sammler, 1. S, Zb,

47

Ueberaangspunkt hier nur «.»?^ betrat. Um aber dor schweizer Grenze auszuweichen, welche vis auf den Gipfel hereingreift, war man genöthigt, die Straße über den Scheitel des Boches, bis zu «.""' Höhe zu fuhren. Auf tiroler Seite bot das Terrain die meisten Schwierigkeiten, da man die Straße hier durchaus den steilen Felsenwanden abgewinnen mußte, welche aus stark verwittertem Schiefer bestehen, und fast überall hohe Stützmauern nothwendig machten. Neuerlich wollten Sachverständige behaupten, daß die Straße zweckmäßiger an der weniger verwitterten östlichen Seite der Schlucht geführt worden wäre, wo man auch weniger Windungen nöthig gehabt hätte, und den häufigen Lawinen ausgewichen wäre, die jedes Jahr die Straße bedeutend beschä. diaen und i«W das PostHaus »auf den Wendeln" zerstörten. Die Straße hat em gleichmäßiges Gefalle von N-7". und nicht weniger als 3« Wendungen, deren obere jetzt größtentheils mit gedeckten Gallericn oder Schneedächern versehen sind.

Dem Uebelstande, daß die Haurtverbindungsstraße von Tirol nach Oesterreich, iiber Innsbruck und Salzburg, eine Strecke durch bairisches Gebiet fuhrt, wird jetzt dadurch abgeholfen, daß eine neue Berg-Straße über den Paß Thurn m das Pinzgau eröffnet wird. - Im Allgemeinen ist zwar fast kein Thal ohne eme fahrbare Straße, gewohnlich reicht diese aber nur einige Stunden weit einwärts, bis zum Haupt« orte, und die Hochthäler sind dann durch Saumpfade verbunden. Einige davon sind sehr betreten, wie z. V. jener über den Iauffen nach Passeier. Ueber alle Tauern, ja sogar über die Ferner der Hochalpen wird gesäumt, aber natürlich nicht ohne Gefahr. Postwesen. Obersthof- und General-Erbpostmeister von Tirol sind die Grafen von Thurn. Unter der Oberpostverwaltung zu Innsbruck stehen 6 Absatz - und üi Bezirkspostmeister (deren auf Oberinnthal 18, auf den Rovereder Kreis aber nur 2 kommen), außerdem noch n Pncfsammlungen. Der Eilwagen befährt über 1,6 Meilen , und legt wöchentlich bei 22N Meilen zurück; außerdem befährt der Postwagen noch 1», nnd die Vriefpost allein, auf Seitenstraßen, noch 2<> Meilen. Im Ganzen begreift die Postverbindung also über 100 Meilen, das ist i auf 3,2 ^Meilen.

Mit Wasserstraßen ist Tirol weniger versehen. Die flößbaren Strecken seiner Flüsse haben nur eine Länge von 7, die schiffbaren von ü4 Meilen, wovon 35 auf den Inn (12 mit Naiern gemeinschaftlich), iiV. auf die Etsch und n auf den Rein entfallen. Die grüßte Länge der zu Tirol gehörigen Strecken des Voden- und Gardasees beträgt kaum 2'/, Meilen. Der Inn trägt von Telfs an schon flache Plätten, unterhalb Hall Schiffe zu 300—350 Centner. Auf dem Vodensee sind die Bregenzer Schiffer, deren Innung viele Vorrechte hat, als die tüchtigsten bekannt, ihre Schiffe aber haben, angeblich der heftigen Stürme wegen, noch immer die alte einfache Bauart. Vor einigen Jahren zählte man ,3 große Frachtschiffe, von L,«0N^400 Centner Ladung.

Münzen und Maße. Der gesetzliche Münzfuß ist, wie in allen österreichischen Provinzen der 2l> Guldenfuß, man rechnet aber fast allgemein nach dem 24 Guldenfuß, der sogenannten Reichs' oder Abusiv-Währung. Außer den Wiener- oder österreichischen Normalmaßen sind auch noch viele alte landesübliche im Gebrauche, welche von jenen oft bedeutend abweichen. Das Verhältniß beider erhellt aus folgender Zusammenstellung.

Längenmaße. Wiener

"»' 1 Elle in Wien......V' 1 NraocL hält ....... 2,°" z ^ß j„ Bohen ...... ^°«

1 Elle in Botzen......2,'" , „ .. Innsbruck.....5,°°-1 ,, ', Innsbruck.....2/" z „ tiroler.......o,"' 1 ., „ Trient 1 Gemünd ü 4 Cllen .... 10,°" für Wolle.....2,"'

für Seide.....^,"'

48

Flächenmaße.

Wlcncr

1 Grabbe halt......       3U<>,"

1 Iauchart........     100N,"

l Staarland.......       3ltt,°

1 8tucf>ill » 2 Tagmath oder 8

Staarland.......    24«3,"

^ Tagmall)........    124l/

Körpermaße

fur trockene Gegenstände.

Wiener Achtel.

1 Kornstar halt......3,'"

Kub.Fuß.

1 Wiener Achtel...... o,^"

Für flüssige Gegenstände.

Wiener Maße. 1 Ihre oder Uere

zu l28 Ziment.....3,,"'

< Ziment........ o,'"

Kub,Fuß.

i Wiener Maß......o,°""

Gewichte.

l Pfund in Bohen

Wiener Pfund.

«'/.<.„ Centner - '/,««Saum.hält «,«'" , tiroler Pfund...... ,,<""-

III. Der Staat.

Verfassung.

Nach der Wiedervereinigung Tirols mit den übrigen Erbländern stellte Kaiser Franz I. durch Patent vom 24. März l«i6 die alte, unter bairischer Regierung aufgehobene landständischc Verfassung wieder her. Die tiroler »Landschaft" besteht demnach aus den vier Ständen der Prälaten, der Herren, Ritter und Adeligen, in einen Stand vereinigt, der Vürger und der Bauern. Präses der Landschaft ist der Landeshauptmann, welchen der Landesherr ernennt, gewöhnlich in der Person des Gouverneurs; Stellvertreter desselben ist der Land marschall. Die Stände werden durch 52 Verordnete, <3 aus jedem Stande, vertreten, welche zusammen den großen "Ausschuß" von Tirol bilden. Zu demselben gehören die Bischöfe von Trient und Vrixen, die D omkap i tel daselbst, das Damenstift, die Abteien W i l ten, Stams, Neustift, Marienberg, Viecht, Innichen, Nälsch-michael und Gries. Den Bürgerstand vertreten die Städte Me ran, Bvtzen, Innsbruck, Hall, Sterzing, Lienz, Glurns mit Vils, Rattenberg, Kufstein, Kihbüchel, Noveredo mit Hre«,, Trient mit Riva, Brixen mit Klausen und Vruneck. Die Vauerschaft wird nach Gerichten oder Vierteln vertreten, und zwar nach den Vierteln Etsch, Gisack, Oberinnthal, Unterinnthal, Vintschgau, Pusterthal, V u rggrafenamt, Wippthal, Trient und Prixen, die Gerichte 3 andeck, dann Rattenberg, Kufstein, Kitz-büchel und Hopfgarten zusammen, Valsugana aber mit Vallagarina in vierjähriger Abwechslung. Dieser große Ausschuß versammelt sich nur auf Berufung des Landesfürsten, hat aber zur Besorgung der fortlaufenden Geschäfte einen kleinen Ausschuß, die "landschaftliche Aktivität" welcher aus vier Abgeordneten, für jeden Stand Einen, besteht, unter Vorsitz des Landeshauptmannes zu Innsbruck »ersammelt ist, und die nöthigen ständischen Beamten zur Seite hat. Dem Landtage ist, wie in den übrigen deutschen Erbländern, die Leitung des Landes - Schuldenwesens, die Vertheilung und EinHebung der Grundsteuer zugewiesen, nach Maßgabe des jährlich bekannt

gegebenen Postulats. - Vorarlberg wird gleichfalls durch einen großen Ausschuß von 19 Mitgliedern, unter Vorsitz des tiroler Landeshauptmannes, vertreten, ^'demselben gehören die zwei Direktorialstädte Feldkirch und Brege »z, die Stadt V l u-denz und die "Stände" oder "Ammänncr" der Bezirke von Sonnenderg, Rankweil und Sulz, Vregenzerwald,Montafun, Neuburg, Hof« steig, Dornbirn, Iagdberg, Sulzberg, Lingenau, Hofrieden, Höchst und Fußach, A l b er sch w end c, Mittelberg, Thameberq, endlich D a m ü l s. In Vorarlberg gibt es daher eigentlich nur zwei Stande, und weder die Geisilichkcit noch der Adel werden vertreten. i«3l» waren von diesen Abgeordneten nur acht erwählt, auch hatten die Stande noch keine Veamten ernannt.

Der Hofstaat des Kaisers, als gefürsteten Grafen von Tirol, wird durch »2 Erbämter gebildet, nämlich: des ^rblandhofmeisters (die Grafen von Trapp), des Orblandkammerers (erledigt), des Erblandmarschalls (die Fürsten von Auersperg), des ^rblandstallmeisiers (die Grafen von Wolkenstein), des Crblandmundschenken (erledigt), des Erblandtruchseßen (die Grafen von Künig!), des Crblandjägermeisters (die Grafen von Tannenberg), des Erdlandsilberkammcrers (die Grafen von Brandis), des Erb» landküchenmeisters (tie Grafen von Welsperg), des Erblandvorfchnciders (die Grafen von Wolkensiein), des (Zrblandstabelmeisiers (die Grafen von Welsperg), und des (irb> landsalbenmeisters (die Fr^'herrn von Sternvach). Erblandhofkaplan ist der jeweilige Abt deS Prämonstratenser Chorherrnsiiftes Wiltau.

Das Lanoeöwavpcn besteht in einem gekrönten rothen Adler mit ausgebreite» ten Flügeln und silbernen kleeslängeln im silbernen Felde als Mittelschild. Links von diesem bezeichnet »n silbernen Felde ein gekrönter schwarzer Adler mit silbernen Mee^ stengeln auf den Flügeln das Fürstenthum Trient; rechts im rothen Felde ein silbernes zurücksehendes ^amm mit einem Schein um den Kopf, im linken Vorderfuß eine silberne Fahne mit rothem Kreuze tragend, das Fürstenthum Vrircn. Darunter sind die vorarlbergischen Herrschaften: Grafschaft Hohenems: ein springender, goldner, schwarz gehörnter Bock im blauen Felde; Grafschaft Feldkirck: eine rothe .Nirchenfahne mit drei goldenen Ringen im silbernen Felde; Grafschaft Brrqenz: im Hermelinfelde ein silberner Pfahl mit drei schwarzen Feldrüben; Grafschaft Sonnenburg: im blauen Felde eine goldene Sonne über einem dreifachen goldnen Hügel.

Die Kirche. *)

Tirol enthalt zwei Blsthumer, Brisen und Trient. Die Diözese Briren begreift vier Kreise, Pusterthal, Oberinnthal, Unterinnthal (zum Theil) und Vrcgenz. Sie zählte >«3i einen Fürstbischof, l2 Domherrn, « Konsistorialrathe (33 Honorare), ein Kollegiat in :lm!)>>il mit 7 Kanonikern, W Dombenefizianten, W Dekanate, ü Pralaturcn mit i«? Mitgliedern und I« Mönchskloster (von denen aber <« außer Lan' des liegen), und ,, Nonnenklöster. Die Kapuziner haben ^« Klöster, mit 23«; die Franziskaner ,2, mit ,07; die Servilen ü, mit ü«; die Nedemtoristen (Liguoria-ner) eines, mit 7 Religiösen; dann die Dominikanerinnen 4, mit ««; die Ursulinerin-nen ^, mit 63; die Klarisserinnen 1, mit 40; die englischen Fräulein 1, mit 34; die Tertianerinnen 1, mit 17; die barmherzigen Schwestern 2, mit ^Nonnen. Die Diözese zahlte dal'er im Laude «W Weltgeistliche, w» Kleriker, >

') ciüru» «t älo«r«,>, 'lriäentin» «x«,!,l!« »»«<> l8«6 « l!i«i»>. >83H. Personalbestand dcr Vätular« und RegulargeiNlichfclt des Tr»b,etl)umb Salzburg i«H5. lal»!«^!!» iic>«««,», Urix,»««»« «'^.,»21.22. Jahrgang. Tirol o. Schmidl,                                                                                                                4

50

von Roveredo, Trient und Botzen. Sie zählte 1833 einen Fürstbischof, « Domherrn, Ä geistliche Räthe, 35 Dekanate, 142 Pfarren, 452 kleinere Kirchen, 25 Mönchs' 7 Frauenklöster. Die Kapuziner haben 13 Kloster, die Franziskaner 10, die Venedil'tiner l, die Minoriten 1, dio englischen Fräulein 2, dic Tertianerinnen 2, die Servitinnen 1, die Pcnedil'iincrinnen 1, und die l«2« zum Behufe des Schulunterrichtes neu gestifteten Charitatistinnen 1. Der Stand der Geistlichkeit betrug 1510 Neltprirstcr, 234 Kleriker, 4« geistlichen Aemtern sind 5,7 landeofurstliche, die übrigen Privat' vatronate. Die Geistlichkeit zählte 108 Weltpriester, und 11 Religiösen in einem Ka-puzincrkloster.

Tirol ist daher in Nli Dekanate eingetheilt, welche zusammen 2.,^>4 Ncltgeisiliche, mit 342'Klerikern, dann 024 Meligiosen und 48? Nonnen in «4 Klöstern zählen, also im Ganzen 4.44tt Geistliche, Rechnet man den Antheil der Erzdiözese Salzburg mit 56.2<>3 Seelen ab, so entfallt fur jedes der beiden Visthumer eine Zahl von 378,557 Seelen; 1«33 aber hatte Trient schon 3li«,X,3, Brixen nur 355.5l3, Das Verhältniß der höheren Eakular-Geistlichkeit zur niederen ist wie 1 zu 7«. Auf ein Dekanat kommen im Durchschnitte 12.324 Seelen; ein Wcltpriester wird auf 323, ein Ordensgeistlicher auf 1.302, im Ganzen also ein Geistlicher auf 233 Einwohner gezählt (I7«ü aber 1 auf 141).

Im Lande bestehen zwei Da men stifte, ein landesfürstliches adeliges zu Innsbruck, mit 12 Stiftsplähen, unter dem obersten Schutze der Kaiserin; dann das Da-mcnstift zu Hall, mit 4l tiroler und 27 deutscherblandischen Präbenden.

Protestanten gibt es in Tirol nur eine kleine Anzahl, so wie nur eine einzige Juden-gemeinde.

Verwaltung. Politische und Gerichts Behörden.

Politische Behörden. Die oberste Landesbehörde in Tirol ist das k. k. G u-berniu m zu Innsbruck, mit einem Gouverneur (dem Landeshauptmanne), einen, Hofrathe und acht Gubcrnialrathen. Unter demselben stehen dieKammerprokuratur, die Provinzial - Staatsbuchhaltung , das Kammeralzahlamt, die Landes ^VaudireNion, die Kreisämtcr und Landgerichte. Das Land ist in folgende sieben Kreise eingetheilt:

Kreis

Meilen

Ein<

wol)'

ner.

     

1. z. 3,

an dcn ilalicnischcn Grcxzru (öonfinen), auch Roocrrdtr genannt........von Trient.............> » an dcr Etsch, auch «oßncr........mi Puttcrthale und an der Eisack, auch , Brxncckcr..............Unterinn ' und Wipp,!,««. auch Schwazcr Qbcrinnthal und Vmtschgau. auch Imster Vorarldcrq, auck Vrcgrnzer......

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Im Durchschnitte sollte ein Kreis 7.". lUMeilen enthalten, welcher Größe deriTriM' ter am näckstcn kommt ^ Oberinnihal enthalt aber i«5.li3l, das gräfliche Sarnthein'sche Lchngericht Sarnthein 3.9W Seelen zählt. Unter den Landgerichten stehen die Gemeinden, welche ihre Vorsteher selbst wählen. Im Fassathale hat dieser "iscn-,-ia " auf die Dauer seines Amtes (ein Jahr) adelige Rechte, uno fuhrt als Abzeichen seiner Würde ein spanisches Rohr, auf dessen silbernen» Knopfe das Oemeindewappen eingegraben ist. In Enneberg heißt der Richter «issn-r.

Justiz und Polizei. Oberste Justizbehörde ist das Appellations- und K ri m i na l - O b erg ericht zu Innsbruck, zugleich Revissonsbehörde des souveränen Fürstenthums Liechtenstein. Unter diesem stehen: ein Stadt und Landgericht, drei Kolle» gial - lzugleich Merkantil - und Wechsel) Gerichte, die Landgerichte alö Iustizämter, und das Berggericht mit sieben Subsiitutione». Kriminal-Untersllchungsgerichte gibt es 20, Urtheile sprechende 7. Angestellte Advokaten gibt es NN, davon in den drei südli> chen Kreisen allein 55. — Polizeibehörden sind die Polizeidirektion zu Innsbruck , die Kommissariate zu Trient und Vregenz, und das Bucher - Revissousamt zu Innsbruck (Censur), welche zusammen 2l Peamte zahlen. Das Militär.Polizeiwach' Corps besteht aus 1 Ober- 6 Unteroffizieren und 54 Gemeinen.

Finanzen.

Durch das Lcmdeslibell von l5ll wurde zuerst ein ordentlicher Steucrfuß eingeführt, und der jährliche Ertrag auf 270.000 fl. bestimmt. In neuerer Zeit wurden die Einnahmen des Landes nicht bekannt gemacht. Sie sollen unter Karl Vl. 24«,ooo, im Jahre 1770 3<>58.712, l««3 I.ttlo.unu, 1»N« ,.774.542, 1«l« sogar 4.500.000 fl. betragen haben. Auch über die einzelnen Zuflüsse hat man sehr verschiedene Angaben. Die vostulirte Grundsteuer betrug «8l8 54I.uuo fi. Die Staats- und Fondsgüter bestanden 1802 aus ? Städten, lö Schlössern, l.sl4 Dörfern, 7Höfen (3.920 Joch Gründe, 7«.y«2 Iych Wald), mit 1M.7U!» Einwohnern und gaben einen Ertrag von l2«.«43 fl. Brutto, 7N.277 ss. rein. Unter bainscher Herrschaft trugen 1806 die Staatsgüter und Nega'ien zusammen «.ÄN8.538, die Grundsteuer (mit andern Steuern?) ^u«.«04 fi. Die Briefpost trug 181« rein ^tt.0U0 fl.; der Stempel 18l4 U2.UU0 fl.; das Lotto l8l5 45.UU0 ss. (Brutto aber lze.oun, die Regie kostete 18.0NU, die Gewinnste «0.0U0 ft.). Die Prutto - Einnahme des Hütten und Munzwesens war 1??0 2.2N3.308 fl., wovon 1.!i9!».8l« für edle Metalle, der reine Ertrag betrug aber nur 2«.8?» fl. R»ch mangelhafter sind die Angaben über die Auslagen; I7?li soll das Gubermum (mit Vorder« österreich) ll5.««N fi. gekostet haben. ^) M- die k. k. Gefalle besteht die Kameral-gc'fällenVerwaltung zu Innsbruck, unter l Administrator und ftmf Kameralräthen, mit den untergeordneten Aemtern und < Äezirksverwaltungcn zu Inllsbruck, Vriren, Trieiu

') ?< n d rc Zahlenstatistik S. »55 mid fol.,cndt.

4.

52

und Feldkirch. Tirol hat 4 Hauptzollämter, e Zolllegstättcn, 14 Kommcrzial, 1l Grenze 1!» Zollbollctenämter; von den ?4 Wegniauthstationcn sind > <7beraufseher und 35» Aufseher zahlt, dann die Grenzwache ron t6 Führern, 1>3 Oberjägern und «58 Gemeinen. Mit den höhern Beamten beträgt daher das gesammte Aufsichtspersonale >.2N0 Mann, so daß auf «78 Einwohner l Individuum desselben fommt. In Innsbruck besteht ein vereinigtes Kameral- und Kriegszahlamt, mit einem Filiale zu Tricnt; in Schwaz und Trient Tabaksfabriken, zu Vohen ein Lottoamt, - Das Bergwerksgefälle steht unter der Verg- und Sa> linendireition in Hall, zugleich Verggericht für Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Die--selbe hat unter sich die Berggerichtssubstitutionen, die Verakasse, vereinigt mit dem Münzprobir - Lmlösungs- nnd Punzinmgsamt, und der Faktorei zu Hall, dann die Salzderg«, Steinkohlen- und Goldbergwerks - Verwaltungen, la Bergämtcr u. s. w. Postgefalle. Oberhof- und General-Erbpostmeister von Tirol sind die Grafen von Thurn: dann gibt es noch vier Erb- und Lchns-^berpostmeister. Das Gefalle steht unter Leitung der Oberpostverwaltung zu Innsbruck, welche 6 Absatzämter, 58 Bezirks-pvstmeister ldavon im Oberinnthale 18, im Rovereder Kreise nur 2), 6 Briefsammlungen u. s, w. im Lande hat.

Vildungsanstalten.

In Vezug auf das Schulwesen stellt sich Tirol sehr rühmlich dar, sowohl durch die Sorgfalt, welche Negierung und Private demselben widmen, als durch den Antheil, welchen das Volk daran nimmt. Dieser spricht sich hinlänglich durch den zahlreichen Schulbesuch aus, in einem Alpenlande doppelt schwierig. Während man 1825 nur «.488 Schulen zählte, gab es d«en I83l schon 1.52«, und noch mehr hob sich seitdem dieser Stand.

In w Jahren waren also ?8 Schulen zugewachsen, und in den letzten Jahren nahm der Besuch der Schulen sogar im Ganzen zu, wenn auch die Zahl der Schulfähigen um etwas abgenommen halte. Bedeutende Verdienste hat die Geistlichkeit um das Schulwesen, namentlich in Südtirol, wo die Schulen, nach italienischer Art mehr in Händen derselben sind. Dieß ist auch in Cnneberg der Fall; trotz dem, daß die Schulen ,n,r im Winter ordentlich besucht werden, findet man unter ion Menschen dort kaum Einen, der nicht lesen und schreiben kann. Durch die Bemühungen des Klerus haben sich auch in Südtirol schon mehre Nnterstützungsvercine fur Schullehrer gebildet. In Vorarlberg ist 183:, ein Schnllchrcr Pensionsverein entstanden, der binnen Jahresfrist ll5 Mitglieder und 2.73U si. an Beitragen zählte. Ein ähnlicher Verein entstand 1534 in St. Johann, mit einem Kapital von 8.363 ft. Die Studienhofcommissson vertheilt jährlich 5UN fl. an verdiente Lehrer, und daß das Schulwesen überhaupt keine geringe Unterstützung finde, beweiset der Umstand, daß in den vier Jahren 1830 bis

Elementar» Wiederhol..

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53

18,15 an Beiträgen. Legaten und dergl. emqingen: für den Schulfond «5,955. für Lehrer 3.««u, fur Schulhäuser 3l«, für arme Schulkinder 4.!>«l», also im Ganzen 34.885 fl. Eben so hoch kann man die sehr bedeutende» Unterstützungen an Kleidung, Holz, Kost u.s, w. anschlagen, deren Geldwerth in der Landeszeitung nicht ausgedrückt ist. Bemertenswerth ist insbesondere ein Legat für die Schule in Hall von 3.768 fl.

Von besonderen Lehranstalten bestehen: das Crziehungshaus des Jäger« regiments in Hall; <3 weibliche Lehr und Erziehungsanstalten, nämlich die Mädchen» Hauptschule zu Trient und die Schulen in l2 Nonnenklöstern, «833 wnrden in Innsbruck drei Kleinkinderschulen errichtet. In Hall besteht ein Provinzial-Taubstummen-Institut mit L Lehrern und 31 Zöglingen, ein zweites zu Vriren, 1830 gegründet, welches bereits 1832 33 Zöglinge zählte, von denen 13 unentgeldlich unterrichtet wurden. —

Die Studienanstalten des Landes bestehen in : 1 Uni 0 ersität von 3 Fakultäten (die theologische fehlt» mit 1« Professoren, 2 Sprachlehrern, 2 Assistenten, «ttU Studenten; sie besttzt 1 Bibliothek, 1 physikalisches und Naturalienkabinet, 1 bo» tanischen Garten. Ferner 2 bischöfliche theologische Lehranstalten und Seminarien, l philosophische Lehranstalt mit öffentlicher Bibliothek, 1 Ritterakademie zu Innsbruck, 183« erneuert, mit 20 Stiftplätzen, 8 Gymnasien mit 56 Professoren, worunter 4s weltliche. Dieselben zählten «6«? bis 18s« 5.574 Studierende, und zwar Innsbruck 1.4?!, Feldkirch 34a.

Unter den Beförderungsanstalten der Bildung steht das Ferdinan» dum als Landesmuseum oben an. *i Die „ Gesellschaft des Ferdinandums« wurde 1824 gestiftet, zählt über:wn Mitglieder, besitzt aber nur ein Stammvermögen vo« «,50<» fl. Jährlich werden unentgeldllche Vorlesungen über Chemie und deren Anwen dung auf Gewerbe gehalten, und seit 1834 bereiset ein Mineraloge auf Kosten der Gesellschaft das Land. Die Sammlungen bestanden 1833 in einer Bibliothek von 2.18» Bänden, ää? Handschriften, <»M) Urkunden, 544 Siegeln, 5«n Gemälden (zu '/, von tiroler Meistern) ««u plastischen Werken, 2.2W Handzeichmmgcn, I.30N Kupferstichen, 4tt» Alterthümern, Z «47 Münzen, 106 technischen Partien, einem Naturalienl^binette von l.13<» Arten an Mineralien, 1.10N an Pflanzen, i.vu» an Konchylien. 'Außer den, bei den Studienanstalten bereits erwähnten Bibliotheken und Sammlungen besteht noch eine öffentliche Bibliothek in Trient und das Ferdinandum betheilte alle Gymnasien mit kleinen mineralogischen Sammlungen. ^ In Tirol erscheinen sechs Zeitschriften. In Noveredo ist eine gelehrte Gesellschaft, ^c!t«l«mi^ c>«^li H^wti, ^) <750 durch Laura Saibanti (Ios. Valer. Vanetti?) errichtet, und in Innsbruck ein Verein zur Beförderung der Tonkunst. Dieser hatte I83L ein Stammvcrmögen von 2.418 fl. und eine Sammlung von 815 Werken. Er besoldet einen Kapellmeister, I> Lehrer und unterhält eine Musikschule von 104 Zöglingen, wovon 72 ganz uuentgeldlich. ^') - Die Studierenden werden durch 22 öffentliche Stiftungen unterstützt, woraus ll'il Ittdivi-duen mit i,.l?3 fl. Ehrlich betheilt werden. Hiezu kommen noch 44 Stiftungen, welche von Privaten verwaltet werden, mit 84 Stipendien, im Betrage von 5.9(^, und in Vorarlberg 35 dergleichen, mit 61 Stipendien im Betrage von 5.N50 fl., wornach iin. Ganzen 24? Studirende jährlich mit 22.125 ft. unterstützt werden, l)

") Jahresberichte des Fcrdinandums, I„nsbruck s. «Lib^lLZ«.

"» ä!ti lie!, imp. I^, .^c!»

^»') Der Muslkucrcin «u Iü»sbruc5. Beitrage vm. 225.

f) Das Slipendienwcsen in Tnol und Vorarlberg. Beiträge v. N. 2Z0

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SanitätS- und Human,'täts - A nstal ten.

Besonders günstig ist der Stand dieser Institute. Im Jahre 1830 zählte man Llw Aerzte, 3l4 Wundärzte, 96l Hebammen, und davon waren 73 Individuen im offend lichen Dienste, nämlich 33 Aerzte, 12 Wundärzte und « Hebammen in kaiserlichen Phvsikatsansi eilungen, 14 Aerzte, 11 Wundärzte und L Hebammen in andern Instituten, Es bestanden ?<» Apotheken, und nickt weniger als 52 Spitäler, 2 Irren-, 2 Gebärhäuser- (in Innsbruck und Bohen), 38 Siechen - und 34? Armeninstitute. <°) Man zählte daher:

und diese Anstalten waren folgendermaßen vertheilt:

Die Verkeilung ist in einem Verglande natürlich sehr ungleich, und die rauhen Hochthäler fallen weit unter die oben angegebenen Durchschnittslinie. Das Landgericht Cnneberg z. B. hatte noch vor l« Jahren auf 7 ^Meilen weder Arzt «och Wundarzt. Die Civilspitäler hatten 1.N5l Betten und

ihre ...'..      3.8ll Kranke kosteten 74.0ls fl., also Einer N'/, ss.;

die Militärspitäler .      i.«24 - . 7.4N0 - - - 4'/^ .

Irrenhäuser. ...         Il3 . - 15«83 - . - l^/,, <

Gebährhäuser ...           16 - - 364 ... zz'/, .

Siechenhäuser ...          ?22 Sieche . 39.453 . , . «<'/.o '

Armenhäuser . . .    2l,579 Arme, welche erhielten 137.751 « . « b"^ »

Diese sämmtlichen Humanitätsaiistallen untersiutzten daher 27.86Z Individuen mit einem Koftenaufwande von 274.663 fl., und die Zahl der unterstützten Armen verhielt

») Armenpflege der «vr. H. Innbbruck. «, «ü.,2. "» Die zweite Kolumne enthält den Pcrso»M'el1an5.

51 In den Iaüren ,l>Z3 und ,kw wurde» <>,M und 5,üßo Individuen v^rpsseq«, wovon h^a und (>sy starbt«.

1 Arzt auf 2, Z l^Meilen und 4.oo8 Einwohner, t Wlindarzt > 1, « - - 2,^53 1 Hebamme < u,ü4 < . 634 > ^l Apotheke - «, 5 . «10.145 < Spital . u, » ' ' 15.4«8 1 Siechenhaus . 13, 6 - < 2l.093 l Armeninstitut ^ 1, 2 " » 23«

Irren, l Gebär« ^Kicchen'l 'Armen»

Spitäler. ^-------^"°°^^7-----^7----------

Häuser,   ")

Innsbruck................. < "9        «33 l »6 ,      3? l       54?

Unterinnthal................ 4 »5?        l »u — ^ >4    «^? «ü    4.«,!»

Oberinnthal................»o 5«             .- _ . i      «« 4«       «,,«

Vustertdal................. ? l<2               ^, ''^ ^      " ^    «^^!

Etschfrcis.................. >« "<"              - i ? ll     ,5.^ 55    ZZ„

Tricütcr Kreis.............. i» l.ül!»      ^ — ^ — 2     ,7«; 54     .>->^,z!

Rovereder « .............. ^ 25,       — — _ - 2        7 34     3,^?

Vorarlbcrger » .............. l 7l       __ _^ __ ^ 3      ^ ^     ,^^^

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sich zur ganzen Bevölkerung wie l zu 2?V-, Eine der großartigsten Privatanstalten dieser Art ist das Spital in Tesero im Fleimserthale. l?Z«j durch den kaiserlichen Fiskal Joh. I. Giovanelli auS Tesero gegründet, hat es I30.WU si. Kapital, über üU Betten in einem schönen Hause, und einen eigenen Wundarzt.") - Besondere Aufmerksamkeit widmet die Negierung der V 3 c ci n at i on. und seit deren gesetzlicher Einfuhrung im Jahre 18! l wurde die Vlatternseuche wirklich im Lande ausgerottet, welche 1UU4 noch s?l Opfer zahlte, so daß einige Jahre gar kein Fall vorkam. In Enneberg z. V. star« den l8ui bis lßln 75 Individuen an den Pocken. 181l aber bis 1881 nur 4!». Der Impftag wird in den meisten Gemeinden sehr feierlich begangen, bei Anwesenheit der geistlichen und weltlichen Vorsteher, deS Kreisarztes u. s. w. Die Thätigkeit der Impf. anstatt erhellt aus folgender Uebersicht:

 

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Binnen vier Jahren wurden also 82.204 Individuen mit einem Gesammtaufwande von »7..''34 ss. geimpft, wornach ein Kopf auf beiläufig 20 kr. kam.

Endlich vertheilt die Regierung auch Prämien fur Rettung von Verunglückten, welche l«34 für 1Z9 Fälle ?2l fl. betrugen.

An Humanitätsanstalten bestehen ferner: 1 Provmzialstrafhaus in Innsbruck' l Zwangsarbeitshaus in Schwatz; 3 Arbeitshäuser in Notzen, Innsbruck und Trient; H Waisenhäuser, in Vregenz, Botzen, Noveredo uno Trient; 4 Wohlthäligkeitsvereine zu Innsbruck, Vohen, Trient und Roveredo. Das Strafhaus wurde 174« gegründet, 18!8 reorgamsirt und nahm von da bis I8»:l 2.444 Individuen auf. ^) Der Stand betrug anfangs 3U0 Köpfe, stieg aber seitdem auf H55, von denen jährlich gegen 3HH entlassen werden, l? aber sterben. Im Zwangsarbeitshause sind gegen l3 Sträflinge, welchen jährlich 50 fl. Arbeitslohn bezahlt wird. 1832 wurden in der freiwilligen Ar< beitsanstalt in Innsbruck 8 verwahrloste Kinder beschäftigt, 12a Arbeiter außer dem Hause und 41 arme Lehrlinge fur 4lu ss. in der Lehre erhalten. Die Nl.^

  • .» 8. ^iculn gegründet. Das Innsbrucker Waisenhaus versorgt l«2 Waisen für A.3NU st-, das Crost-nische in Trient 54.

    Sehr bedeutend sind die m,ldcn Gaben, welche jährlich für Arme und die Wohlthätigkeitsanstalten eingehen. In den 5 Jahren lS3l—l83y betrugen sie über

    '» Da« Spita! zu Tcseie. Zellschrift dc« Feidinandum«!, !. yh,

    ") Ant. Ha » tcnl,' a " z - Notiz «der das VrovinziMrafaldtiteliaui ^, I»n«>dri!cl. u, In»«'

    5s,

    <<»H.ü3?, und zwar fur Verunglückte über 2^.onn, Institute 49.ftl»a, Militär < lau ss. i>. s, w, Für die Enthebungskarten von Neujahrs wünschen wurden allein 13 2l! ss. gelöst. Dieser Wohlthätigkeitssinn der Tiroler zeigt sich namentlich auch bei der Ner-gleichung dessen, was aus dem Lande andein Provinzen für dort Verunglückte zussoß, und wieder in jen?n für Tirol gesammelt wurde. In den Jahren <83N und l»3l qing in vielen Thälern Tirols durch Hagelschlag u. dgl. die ganze Erndte zu Grunde. Für diese wurde bis »835 gesammelt: in Tirol selbst 13.97l«,Oesterrcich «.5>«, Steiermark 1.4^7, Illyrien l.M'H, Lombardie-Venedig 78 l, Böhmen l,238, Mähren 838, Gali-zien 4^«. Siebenbürgen 4«» und in Dalmatien 2 fl., zusammen also in den lindern Provinzen 12,ft-i» si. In dem einzigen Jahre 1833 gingen aber aus Tirol für verunglückte: nach Oesterreich 7.954. Böhmen 8?!>, Ungarn 2.N45, und Galizien 102 fi., im Ganzen also 1N.N80 fl.

    Die tirolische Prandassekuran; zählte 1834 ein assefurirles Kapital von 23.898.<25si. Abgebrannt sind 6N Objekte, welche zu 28.35« fl. versichert und L4.V88 ss. entschädigt wurden. — Entlich besteht eine Sparkasse zu Innsbruck, 1834 mit 1.N42 Einlagen, 4

    Das Kriegswesen

    sieht nnter Leitung des illyrischen innerösierreichischen Oeneralkolnmand» ,;u Graz. Tirol hat ein Militärkommando zu Innsbruck, das tiroler Divisionskommando, eine Genie-Fortifikations^ und Garnisonsartillerie-Distriktsdirektion, l Fortisifations-Direktion der Festung Kufstein, 2 Artillcrieposten, 3 Platzkommando, 7 Verpssegsmagazine. Das Land ist von der Natur vortrefflich befestigt, indem von keiner Seite der Zugang anders als durch einen Engpaß möglich ist. ^) Von Vorarlberg her kommt man durch die Engen von Dalaas und Wißverg, dies- und jenseits des Arlberges. Die Straßen gegen Baiern beherrschen die Pässe: Chrenbcrger Klause und Ehrwald im Lechthale, ^) Scharn itz (p<»-ta <'l!m<ü») und die Lentasch er Schanze, im Isarthale Paß Achen (Kaiserwache); gegen Salzburg: Paß Strub auf der Innsbrucker Poststraße, und Paß T h u r n bei Kltzbüchcl; qegen Illyrien: dieLisenzer und Mühlbacher Klausen; gegen Venedig die P cu telst ei n er Klause, Paß Kofel und die Nlliusa an der Etsch; gegen die Lombardic die Engen von A gums an der Wormser Straße, qegen Graubündten Paß Finster mnnz. Fast alle diese Pässe waren befestigt und sind Denkmale der Tapferkeit der Tiroler in heldenmütiger, obwohl oft fruchtloser Vertheidigung. Die Werke wurden theils in den letzten Kriegen von den Franzosen ge sprengt, theils in neuester Zeit demolirt, um die Straße für den Verkehr freier und besser hcrzusiellen. Im Fall der Noth sind aber alle diese Pässe leicht und schnell zu befestigen, daß sie dem Feinde immer ein wesentliches Hinderniß werden können. DaS, Innthal ist gegen Vaicrn durch die Festung Kufstein geschützt, welche Fluß und Straße beherrscht. Ein sehr bedeutender fester Platz wird künftig Prixen werden, wo seit mehren Jahren ausgedehnte Werlc aufgeführt werden. — Die Tiroler werden ausschließlich als Jäger angeworben, und bilden das einzige Jägerregiment (die 'Armee l'at nur Iä^'rbataillom'1, dessen Inhaber der Monarch ist, daher dasselbe Kaiserjäger-.'Ncginicltt lieißt. Es ist die natürliche Besatzung von Tirol und wird nicht außer Landes gezogen. >«»<» zählte der Miiitärstand im Ganzen 4.345, Köpfe. V" denselben fielen 40 Trauungen, 23 Geburten und 7« Sccrbefälle vor, worunter « gewaltsame.

    ») Vaur: ubcr die Na<»r eincs Krieges in Tirol, Mit Karlc, n, Mann>,cim ,,'.,2. »»1 FcssiMl, Vftrtnbcr« in Tirol, Volftc. l«^, S. ««i.

    57

    IV. Topographic.

    Innsbruck») ist die Hauptstadt des lindes, im Unterinnkreise, am Einflute der Sill in den Inn, zu beiden Seiten dieses Flusses sehr romantisch gelegen. Das Innthal bildet hier eine fruchtbare blühende Cbene. aus welcher die nördliche Kalkkette schroff zu ?u«u' Höhe emporsteigt. Innsbruck besteht aus der Alt und Neustadt, hat H Vorstädte und zahlte 183N mit diesen, auf 550.3N4 lUKlaftern, 5,72 Häuser, 12 Kirchen, 4 Klöster uno in.7»2 Einwohner. Die Straßenkarte der Monarchie gibt für i«3ü die gleichen Zahlen an. Die Vorstädte sind größer und schöner als die Stadt selbst, die Häuser größtentheils aus einer festen Art Kalkbreccia erbaut, 4 5 Stockwerke hoch und häufig mit Fresken bemalt. Die Dächer sind flach und mit Gallerien, den sogenannten Feuerzangen, versehen, wo die Löschapparate stehen und Nasche zum Trocknen aufgehangen wird, so daß an Waschtagen Innsbruck das Ansehen einer segelnden Stadt hat. Pflaster und Beleuchtung ist mittelmäßig. Die Neustadt ist der schönste Stadttheil, aus einer sehr breiten Straße bestehend, welche zu der schönen Triumphpforte fühlt, die zum Veilaqer des Großherzogs von Toskana mit der Infantin Marie Louise erbaut wurde. Die Vorstädte Innrain, Kaistrstraße, Höttingen, Vra-del und Wiltau sind unbedeutend. Der schönste Platz ist der Nennplatz auf der Neustadt, mit Alleen und Parkanlagen; auf ihm steht die schöne Reitcrstatue Leopold V., 1

    i5in zierliches Eiseugitter umgibt den n' hohen, i.^ langen, 7^ breiten Marmor» farkvphag, welchen 24 Nasreliefs aus kararischcm Marmor zieren, 1560 von dem Niederländer Alcrander Kolin (4 von Abel aus Köln) verfertigt, und die lebensgroße knieende Statue des Kaisers, i,',«2 von Ludw. von Heiligen, welche mit dem Hause Habsburg in Beziehung stehen. ^) Die silberne Kapelle, von den silbernen Darstellungen der heiligen Jungfrau und der Litanei so genannt, enthält die prachtvollen Grabdenkmale Erzherzog Ferdinands il. und seiner Gemahlin Philippine Welser, von Alerander Kolin. 1^34 wurde in dieser Kirche das Standbild des tiroler Helden von !80!>, des Sandwirthes Andreas Hofer, von Schal ler aus kararischem Marmor gehauen, aufgestellt.

    Die Stadtpfarrkirche zu St. Jakob hat eine schöne Facade, enthält einen pracht-vollen Hochaltar aus italienischen Marinorarten zusammengesetzt, das schöne Grabmal

    ') Frz, K. Z o l l c l : Geschichte >md Dcnkwiirdiqlcltcn der Gtadt InnKblllck und dcr umlic-«enden Ocqcnd, n. 2 Bandc mit KaN, I„„el'l»cl i.'lil' ilNl>,

    ") Knrzc ^-schreib«!«, der von ?«>>t. Falgcr lilftogfaphirtcn Al'l'ildungcn dcv >>i dcr Hos» tirche ,u I,,n?!>n>cl >n,falstc!i!c» Etat«?n '. Vs»tsc

    58

    tes Hochmeisters Erzherzogs Maximilian, von Kaspar Gras, und vorzügliche Ge» malde von tiroler Kunstlern. Die heilige Dreifaltigkeitskirche ist durch schone Verhalt» nisse, ein Altarblatt von RubenS und die Fürstcngruft ausgezeichnet. Die Serviten-kirche hat vorzügliche Fresken von Schöpf. Nnter den drei Kirchhöfen ist der stadtische reich an schönen Grabdenkmalen. »83 l wurde ein neuer Militärkirchhof angelegt. Die kaiserliche Vurg, das größte und schönste Gebäude, von Mar »494 gegründet, von Maria Theresia nach Major Walters Plane l7W—70 umgebaut, enthält im Riesen, saale herrliche Deckengemälde von Maulbertsch, und eine schöne Kapelle, von Maria Theresia an der Stelle erbaut, wo Franz l. vom Schlage gerührt, todt gefunden ward. Bemerkenswerth sind ferner: die Gebäude des Damenstifts, der Universität (ehmals Iesuitenkollegium), des Stadt- und Landgerichts, das imposante Strafarbeits-haus, das Ratbhaus u, s, w. Von der Residenz Friedrichs mit der leeren Tasche, jetzt ein Privathaus, ist noch der Erker erhalten, welcher Innsbrucks Wahrzeichen trägt, das »goldene Dachel," ein mit Kupfer gedecktes Dach, das Friedrich um ,.200 Dut> len vergolden ließ.

    Der Hofgarten enthält schöne Vronze - Statuen von Heinrich Reinhart und Gras. Innsbruck ist Sitz des Guberniums, Appellationsgerichtes, Etadt», Land- und Wechsel« gerichtes', der Kameral - Gefallrnverwaltung, der Berg und Salinendirektion u. s, w., entl'ält eine (Leopold« Franzens) Universität, mit Bibliothek, botanischem Garten, na< turwissenschaftlichein und physikalischem Kabinette, 1 tl'eresiamsche Ritterakademie, l Damensiift, i Gymnasium, i Musterhauptschule, 1 weibliche Industrieschule, 3 Kleinkinderschulen, i Nationalinstitut "Ferdmandum," mit reichen Sammlungen, 1 Musik» verein, 1 Theater, i Kasino: ferner i Spital mit Gebär- und Irrenhaus, l Versos gungshaus, z Sparkasse, l Bankkomandits, i wohlthätigen Fraucnverein, l Straf-arbeitöhaus. Die Industrie ist unbedeutend, es bestehen nur eine Glockengießerei und einige kleine Fabriken für Seidenzeug, Tuch. Kattun und Glas. Lebhaft ist der Tran» silohandel und Zufluß von Fremden in den Sommermonaten; man zählt oft im Mo> nat Mai über 500 Fremde, worunter gewöhnlich 100 Engländer. — In den Umge' bungen sind bemerkenswerth : las Prämonsiratenser - Stift W > lta u (Wilten), durch eine Allee mit der Neustadt verbunden, an der Stelle des römischen V«!«!ili^nll, mit einer prachtvollen Kirche; das Schloß Ambras (Annas) dessen reiche Sammlungen zu Kunst und Alterthum sich jetzt in Wien befinden; Weierburg und Büchsen' bau sen, elimals Lustschlösser des Landcsfürsten. Der Lanseekopf und Patscherkofel geben die schönsten Uebersichten des Innthales.

    Westliche Thäler.

    Das Reinthal bildet mit seinen Nebenthälern die Landschaft Vorarlberg oder den Vregenzer Kreis von Tirol. ^) In demselben liegen die bedeutendsten Ortschaften an den Abhängen des Vregenzer Waldes, von Nord nach Süd: Nankweil, Wall' fchrtsmartt von 1800 Einw., uraltes Reichsgericht. Noch jetzt wird am ?o. Juni für die austrasischen Könige Dagobert und Siegbcrt (t !' <'5><> und <>2«) eine Stlftungsmesse gelesen. Der nahe Markt Altenstadt hat ein Kloster der Dominikanerinnen mit Mäd chenschule und Erziehungsanstalt. Götzis mit '^»4 Einw., hat VaumwollgarnSpin nereien. Der Markt Hol, en ems. von l.«0N Einw., am Fuße dcr gleichnamigen geologisch interessanten Berge gelegen, enthält die einzige Iudengemeinde in Tirol. In der Rahe ein besuchtes Schwefelbad und die Ruinen des Vergschlosses Hohenems.

    ») Vtatistischrl'Al'i'iß >.'i>» Vo»arll'c><,. ?un,>i,iach f»r Tirol luo,",

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    Ebnit hat eine der ältesten Kirckenglocken, von wo? ('O- Der weitläufige Markt Dornbirn. an der gleichnamige» Ache gelegen, von 2.ütii Einw., ist eigentlich aus drei Gemeinden entstanden, und sehr betriebsam. Die verschiedenen Fabriken, wie: zwei Vaumwollsvinnereien, Schnellbleiche, Indienne - Druckerei, Sohlenleder - Fabrik, Kupferhammer, Bleiwalze, Metalldreherei, Maschinen-Fabrik, verschaffen der Vevöl' kcrung bei <00.000 fl. 'Arbeitslohn. In der Gegend werden viele Mollsseline gestickt und hölzerne Häuser für die Schweiz verfertigt. In der sudöstlichen Bucht deS Boden» seeS liegt das offene Städtchen Vregenz, '/2 Stunde von der Mündung der Vre-genzer Ache in dem See, Hauptort des Kreises. Vregenz besteht aus der obern und unteren Stadt, letztere am Seeufer gelegen und zählt 354 H., 2,44« E,, 3 Kirchen, l Kloster, Hauptschule, Waisenhaus, MilitärschwimmscHule. Das alte zum Theil zerstörte Bergschloß trägt Spuren römischer Bauart. Bregen; hat Spinnereien, Baumwollwebe» reien, Wachsbleichen, liefert riele Stroh- und Holzwaaren und treibt bedeutenden Kommissions' und Eigenhandel mit Holz, hölzernen Häusern, Getreide, Vieh und Al> penprodukten. Schon vor 30 Jahren betrug der Umsatz 2.<>00.«a0 ss. Die Hiessgen Schiffer sind die geschicktesten am Vodensee.

    Auf dein nahen ziemlich hohen Gebhards berge, der 183l dem Einsturz drohte, stehen die Ruinen der Burg Montfort, Stammsitz der «m i.ioo ausgestorbenen Grafen von Bregenz, welche die Grafen von Montfort beerbten, deren Stammschloß aber bei Klaus im Berner Oberlande liegt. Bei der Bregenzer Klause, '/, Stunde von der Stadt, ehmals stark befestigt, hat man einen der schönsten Punkte zum Ueberblick des Sees bis Constanz. An der Mundung der Ache liegt die Ruine der Venediktinerabtci Merer« u, — Am Rein hinab liegen Lustenau, uralter Reichshof, Karl des Dicken Sommersitz, ein Dorf von 2.500 O. Iohann-Höchst Egg, Sulz und Fussach haben Vaumwollspmnereien.

    Den östlichen Theil des Landes bildet der Vrcgenzerwald, eine terassenartige Gruppe von Vvralpen. Hauptort des abgeschiedenen, nur auf beschwerlichen Wegen zugäng/ lichen Händchens, wo stch alte Tracht und Sitte unverwüstlich erhält, ist der Markt Vezau, mit einem Kapuzinerkloster, Schwärzend erg ist Geburtsort des französischen Generals Kleber, und des Paters der Malerin Angelika K aufmann, von welcher die Kirche schöne Gemälde bewahrt.

    DasIllthal, oberhalb der Mundung des Stubenbaches Montafun genannt, ist eines der schönsten Thäler des Landes, von den Engaddiner Gletschern geschlossen, in seiner untern Hälfte trefflich bebaut, mit vielen Kkschbaumpflanzungen. Man brennt viel und vorzüglichen Kirschgeist. Hauptort ist der Markt Schruns an der III. mit wichtigen Vichmärkten. Im großen Illthale folgt nördlich daS kleine finstere Städtchen Bludenz (Pludenz) von 2.N47 E., mit Klöstern der Kapuziner und Dominikanerinnen «nd einem alten Vcrgschlosse. Am Eintritt des Flusses in das Reinthal liegt malerisch zwischen zwei Hügeln das alte Städtchen Feldkirck, von 3N0 H., 1.5W E., mit Kapuzinerkloster und einem alten Schlosse, römischen Ursprungs. ') Es ist Sitz des bischöf° lichen Vikariats von Vorarlberg, hat ein Gymnasium, Hauptschule und Fabriken fur Kattun, Mvusselin, Bänder, Kirschgcist, eine Glockengießerei uud etwas Weinbau. Rechts von Feldkirch liegt malerisch auf einem Berge das ehemalige Kloster Viktor s-berg, eines der ältesten, schon ^2 urkundlich genannt. Eine Stunde von Feldkirch ist Frastenz. wo ,449 die Tiroler von den Schweizern geschlagen wurden, welche ein Perräther jenen in den Rücken führte. Von >.«u« Schützen fielen l.WN. Jährlich hält die Prozession der Vittwoche bei der auf dein Schlachtfelde erbauten Wendel», kapclle und gedenkt des Verräthers (Mariß aus dem Liechtensteinischen).

    ->MlrfI>'! Notizen ul'rr Frldlirch in Vorarlberg n, Innsbruck >8Z2.

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    Nördliche Thäler.

    Die Thäler des Inn und Lech bilden die Kreise Ober» und Unterinnthal, deren Grenze die Mündung des Melachbaches in den Inn ist. Das fruchtbare Lechlhal zahlt 9U0 H.. 4.5«tt E,, welche bedeutende Viehzucht treiben und vorzüglichen Flachs bauen. Die Männer wandern größtentheils als Hausirer, sogar nach Holland und zur See, dann auch als Steinhauer und Maurer in die Fremde. Auffallend ist der Kleiderlurus. Von Südwest nach Nordost liegen : Holzg ^ u , am Fuße des botanisch ' interessanten Krahberges. Elmen, einer der Hauptorte, mit «5, H„ 4NN E. In der Nähe ist die Mvrdau , wo die Weiber eine Abtheilung der schmall'aldischen Bundestruppen schlugen, welche die von den Männern vertheidigte Ehrenberger Klause umgehen wollten. Seitdem gehen die Weiber in Elmen den Männern in der Kirche vor. Der Markt Reute, von 150 H., i,,l4 E., ist gut gebaut, hat ein Franziskanerkloster und Papiermühle. Südlich davon liegt die einst berühmte, sogenannte unüberwindliche Ehrenberger Klause, von Georg Herzog von Meklcnburg erstürmt, östlich der Plan- und Heiter wangersee, dessen Abfluß den größten Wasserfall Tirols den Stäubibildet. ^) An der bairischen Grenze liegt das Städtchen Vils mit «2« Einwohnern. '^)

    Der Inn nimmt gleich bei seinem Eintrittc in Tirol den Bach Stille auf, an welchem in einem Vergkessel der Flecken Nanders liegt, mit l,000 E., worunter viele Sensen- und Nagelschmiede. Zwei Slnndcn nördlich liegt der Paß Finster« münz. Am Ausgange des Passes liegen Pfunds und Stuben. Ried hat Klöster der barmherzigen Schwestern und Kapuziner. Kaunz, an der Mündung des Kauner Thales ist Geburtsort des Bildhauers Zauner (1- i«22). Zu beiden Seiten des Inn liegen die Heilbäder Obladis und Prutz. '^) An der Mündung des Nosanabackes folgt hierauf das große Dorf Land eck, von 271 H., l.ouo (5., äußerst romantisch gelegen, mit einer schönen steinernen Brücke über den Inn, und eincm alten Felsenschlosse. Friedrich mit der leeren Tasche prüfte hier, als fahrender Sänger verkleidet, in einem Reimspiele sein treues Volk. In Zams wurde das erste Kloster der barmherzigen Schwestern in Oesterreich errichtet. Schönwies baut vortrefflichen Flachs. Am linken lifer folgt der Markt Im st, eine Stunde vom Flusse, am rechten Ufer des Gurgels, auf einem sv steilen Hügel gelegen, daß man fast leinen ebenen Platz findet. i«22 brannte der Ort bis auf 14 H. ab. Imst hat 2.Ail> E., ist Sitz des Kreisamtes im Olwrinnthale, einer Verggerichts-Substitution, hat eine Hauptschule, Kapuzinerkloster, Bergbau auf Eisen, Blei und Galmei, und wurde durch seinen Handel mit Kanarienvögeln bekannt, der stch einst bis Rußland erstreckte, aber sehr abgenommen hat. In der Umgegend wird Leinwand gemacht. Nördlich liegen Nasse-reith mit Gyvsbrüchen, Tarcnz, mit 2 Sensen- und , Waffenschmiede, Viberwier mit Eisengruben und einer Bleischmelze. Stambs (Stams) am rechten Innufer, ist eine reiche Zisterzienser Abtei. Die prächtige Kirche enthält die aus dem Schlosse Tirol Hieher übertragene Gruft der alten Grafen von Ovrz und Tirol, die Gräber Friedrichs mit der leeren Tasche und Konradins, des letzten Hohenstaufen (oder ruht nur dessen Mutter Elisabeth, die Stifterin von Stams, hier?). Kirche und Kloster enthalten schöne Fresken und Gemälde. Telfs, mit einem Franziskaner Kloster, ist Geburtsort des Malers Schöpf und des Dichters Weißen bach. Am linken Ufer liegt Zirl mit einrn, bemcrkenswcrthcn K^llvarienbcrge, bei dessen i83i neu erbauter Kirche sich eine der schönsten Aussichten in das Thal eröffnet. Hinter dem Dorf?

    ') Kögl (I. S,1 cimgc ytotizcn nbcr dcn Psarrdcziik Brcilcmvang, l>., Fußen N!Z0, ") KögI - GttchichMch topographischc N.ichl,cht»',i udcr das Ovcnz^dtckcn Vils, «, Fugen l»2, -.'» Dcl' Ga»cN'!-»!!!,c>i «>> Ol'wdis, Ncuc Zuschritt dco Fcvdimiüdoms l, 2«.

    6l

    steigt die berühmte M a rtinsw a n d empor, ein schroffer Kalkfelsen, mit einer Höhle in halber Höhe, wo Kaiser Max sich auf der Jagd verstieg. Selbst jetzt ist der Pfad, den ma>, in die Felsen brach, nicht gefahrlos, Das Andenken an des Kaisers wunder-bare Rettung wird durch ei» 18' hohes Kruzifix am Rande der Hohle erhalten. Der Fuß des Felsens ist 2,«, das Kreuz <>K4, der Gipfel deim ersten Grasabsatze 177<>" über dem Inn. Die Höhle ist tief 42', hoch «4', breit <>!)'. Der Neigungswinkel be^ trägt bis znr Höhle 12, von da bis zum Gipfel 30 Grad. Max soll durch den Echwazer VerMappen Ohaimb, Ahnherrn der westphatischen Herrn von Ohaimb, nach einer andern Sage aber durch den Gemsenjäger Zips gerettet worden seyn, der nachmals geadelt, den Namen Hollauer von Hohenfelsen erhielt. Zwischen dem Dorfe und der Wand ist der Martinsbühel, mit dem Kirchlein, von welchem aus, «52' entfernt, dem Kaiser der Segen mit der Monstranze gegeben wurde. Nördlich liegt Seefeld mit Stinksteinbrüchen, und der Paß Scharnitz («cllrbin, port» Olauäi»), 1632 von der Erzherzogin Vormunden» Claudia Medicis gegen die Schweden aus Marmor erbaut, i«0N von den Franzosen mit einem Aufwande von 12.00s) st. demolirt. Die Veste sperrte das Thal vollkommen, und hatte Wassergräben, welche die Isar füllte, hing aber von der Leutascher Schanze ab. Diese konnte man über das Alpl, so wie die Echarnitz selbst durch das Arnthal umgehen, was auch Ney i«05 gelang, der übrigens l.«00 Mann hier verlor. Gegenüber von Zirl liegt Oberperfus, mit einem Heilbade; Peter Anichs Geburtsort. Sudlicher liegen Sellrain, gleichfalls ein Heilbad um Axams, mit vorzüglichem Flachsbau. Nun folgt Innsbruck, siehe oben.

    Im Kreise Unterinnthal liegt drei Stunden unter Innsbruck die Stadt Hasl, von 4N0 H,, 4.!M) E., mit alten Ringmauern und Wachthnrmcn. Die große Pfarrkirche, l2?l erbaut, l397 erneuert, enthält gute Gemälde (Alb. Dürer) und, so wie der sie umgebende Gottesacker interessante alte Grabmäler. Der merkwürdige alte Münzthurm. DaS ansehnlichste Gebäude ist jenes des Bergamtes. Hall ist Sitz der Berg- und Salinen-Direktion, des VerggerichtS für Tirol und Salzburg, des Landesmünzvrooier« Einlösungs- und Punzirungs-Amts; hat 1 Franziskanerkloster, 1 Gymnasium, das Erziehungshaus des Jägerregiments, l Irrenanstalt und 1 Salmiakfabrik. Hall erscheint schon um daS Jahr 740, ist Geburtsort des Malers Glantschnigg (Landschneck) und des Historikers N esch. Der Salzstock ist in der Tauernalpe, 2 Stunden nördlich von der Stadt. In dem Schlosse Naggelburg wurde i«25 ein Soolenbad errichtet. Am Fuße des Salzberges liegt der Wallfahrtsort Absam, Geburtsort des berühmten Gcigenmachers Stain er. Am rechten Ufer liegt Volders mit Fran-ziskanerktoster und Schloß, der große Marktflecken Schwaz, von 4.0^8 E., ist Sitz des Kreisamtcs vom Untcrinnthale. I80l) brannten durch die Baiern 3W H., 12 Kirchen, 2 Spitäler und 45 Scheunen ab; seitdem liegt der Ort darnieder, um so mehr, da der Vergsegen längst verschwunden ist. Schwaz ist schon seit l350 durch seine reichen Silber-, Kupfer- und Eisengruben bekannt, aus denen noch l774 2.2W Bergknappen 3.W5 Mark Gold und Silber, i.7!)4 Centner Kupfer erbeuteten. Die schöne Pfarr-sirche von ,520 enthält gute Gemälde, Sie ist ein 175' langer merkwürdiger Bau, von Lukas Hirschvogcl mit 5 Schiffen neben einander, auf dreifacher Säulenreihe ruhend,

    2  Hochaltären. Es bestehen: 1 Franziskanerkloster mit der plnlosophischen Etudienan-stalt des OrdcnS, 1 k. k. Tabakfabrik, 1 Fabrik leonischer Waaren, 1 Zwangsarbeits-haus. Ueber dem Flusse liegt das Dorf Schwaz, mit , Fayence-Fabrik und die Venediktinerabtei Georgenberg, eigentlich Viecht, wohin sie ,705 vom gegenüberliegenden Georgenberge verlegt wurde, und die malerische Ruine Freunds-berg. DaS nahe Innbach enthält 1 Eisenschmelze und Gießerei, Stahlraffinerie,

    3  Senscnschmieden, 1 Drahtzug. — Hier mündet das romantische Achenthal mit dem gleichnamigen See. - Am rechten Innufer liegt weiterhin St. Gertraud,

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    wo im Frühling große Viehmärkte gehalten werden. In Brirlcgg ist eine Berg-gerichtssubstitution, die k. k. Silber, Kupfer- lind Vleischmelze und eine Kupferwalze.

    Die Bewohner des nahen hohen Albachthales werden als besonders sittlich und wohlhabend gerühmt. Das Städtchen Rattend erg war vor 1782 eine Festung, hat Mauern und Gräben, besteht nur aus zwei Gassen mit 200 H., und 7äü E. Ein unterirdischer, 50' langer Gang führt auf den Z imm erma nnsb erg, wo die Ruinen des Schlosses stehen. Schöne alte Kirche; Franziskanerkloster. In der Nähe sind Kupfergruben, dasAubad, und jenseits des Inn im Schlosse Achenrain die k. k. Messingfabrik, und in Kranzach eine Glasfabrik. Am linken Ufer liegt das roman. tische Nergschloß Maria Stein, diesem gegenüber, östlich von Kirchbühel das Steinkohlenwerk Häring. Nun folgt die Stadt Kufstein, von 1.409 E. Sie besteht nur aus einem abhangigen Platze, ist mit Mauern, die von drei Thürmen fiaN' kirt werden, und einem Graben umgeben, der aus dem Mitterdorfer Vache mit Wasser versehen wird. Ueber die Stadt erhebt sich auf einem schroffen Felsen die Festung G e» roldseck, welche unter Joseph ll. durch einen Anbau, die I o seph s burg, ver» größert wurde. Eine bedeckte Wendeltreppe ist der einzige Zugang, Munition u. dgl. wird durch zwei Aufzüge hinaufgebracht. Die Festung enthält fünf unter einander verbundene Thürme mit Kasematten und Batterien. Der Kaistrthurm hat 14' dicke Mauern und seine obere Batterie bestreicht einen nahen dominirenden Hügel. Die verschiedenen Felsenabsätze tragen gleichfalls Batterien. Eine schöne Brücke führt über den Inn, der in Kncgszeiten durch eine Kette gesperrt wird, in die Linien von Zelleburg, welche aus vior Basteien, Fort und Brückenkopf, l.2U0' im Umfange haltend, bestehen. Die Festung ist jetzt zu einem Staats- und Kriminal-Gefängniß verwandelt, die Garnison in der Stadt einquartirt.

    Seitenthäler des Inn, von West nach Ost. Durch das Stanzer Thal, welches bei Wiesberg in das Paznauner mündet, führt die Vregenzer Straße über denArlberg, der das Tbal schließt. Auf demselben, hart an der vor-arlberger Grenze liegt die Bruderschaft St, Christoph, ,3«8 von einem armen Findlinge, Heinrich, zur Rettung verunglückter Wanderer gestiftet, der zu dem Ende halb Europa um Beitrage durchwanderte. Im Mittelpunkte des Thales liegt Schna n, in dessen Nähe die schauerliche Schnaner Klamm.

    Eines der merkwürdigsten Thäler in Tirol, dessen Scenerie zu den großartigsten der ganzen Alpcnwelt gehört, ist das Oehthal. Schon bei dessen Mündung verschwinden alle Fruchtbäume, und es gedeiht nur wenig Getreide, aber vorzüglich guter Flachs. Höher hinauf gibt es nur mehr Viehweiden, Viehzucht ist daher auch Haupt^ reichthum des Thales. Die Oetzthaler sind nicht groß, aber ein schöner,, durch steten Kampf mit der rauhen Natur überaus kräftiger Menschenschlag. Die zahlreichen Orts des unteren Thales sind ziemlich wohlhabend, um so ärmlicher die höher gelegenen. Jedes Haus hat mehre Webstühle, und das Thal treibt mit der erzeugten Leinwand erheblichen Handel nach Italien. Merkwürdig ist es, daß Musik und Tanz als unheilig fast ganz aus dem Thale verbannt sind, und es doch Hauptsitz der Volkspoesie ist. 'poetische Wettkämpfe sind allgemein, enden aber häufig im Faustkampfe. Insbesondere ist das Thal durch seine zahlreichen Mährchen und Sagen interessant. Der Branntwein ist die Würze jeder Freude. und die Bursche haben gauze Sortimente farbiger Fläsch-chen,zur Jagd, zum Stelldichein u. s. w. Hauptort des Thales ist UmHausen, wo dasselbe V. Stunde breit ist und etwas Mais erzeugt. Wunderschön liegt das Dorf am Fuße der hohen Engelwand, ^ Stunden vom Fall des Stu ib en b a ch es. Bei dem Weiler Zwieselstein laufen zwei Ncbenthäler aus. Das Hauptthal cneet am großen Oetzthaler Ferner ; östlich führt das Timblthal zum Timblerjo ck, über welches der Pfad nach Passeicr führt. Westlich zieht sich das enge, wilde Feudthal

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    aus dem Pfade in das Schnalser Thal führend. Am Fuße deS Hochvernagferners, zwei Stunden ober dem Dörfchen Fend, liegen die beiden uralten Rofnerhöfe. Friedrichs mit der leeren Tasche erster Zufluchtsort, als er mit dem treuen Mülliner aus Constanz entfloh. Bis zur Zeit Josephs II. galten sie als Asyl, und sind noch jetzt von allen Abgaben befreit. Es sind solide schöne Gebäude, mit herrlichem Viehsland, aber in eincr furchtbaren Einöde, eine Stunde unter ewigem Eis und Schnee, nur von Weideland umgeben. - Diese Thäler gehören zum Oberinnthal.

    Dem Uutermnlhal folgt das Wippthal, welches bei Innsbruck mündet, und von der italienischen Straße durchschnitten wird, die über den steilen Schönberg führt. Schon von den Römern angelegt, wurde sie ,5«2 durch Sauerwein neu erbaut, durch Joseph II. vollkommen hergestellt, wie ein Monument besagt. Malerisch liegt am Fuße des Verges das kleine Schönberg, dessen Kirche gute Fresken von Leitersdorfer enthält. Früher war die sogenannte Ellbogens!raße im Gebrauch, die von Hall am jenseitigen Ufer der Sill über Matrei führt, wo Serpentin bricht. Weiter aufwärts liegt Steinach , Geburtsort des Malers Knoller (t 1804), von dem die Kirche schöne Bilder bewahrt und dessen Denkmal. — Bei Schönberg mündet das interessante Stubbe < thal. ^) Es ist bis zum Fuße der Alpen im Unterberg !0 Stunden lang, aber nicht über ^, Stunde breit. Mit den vier beträchtlichen Nebenthälern halt es üV,i ^Meilen, und zählt <, Dörfer, mehre Weiler (l824) Z6i H., 334? E. (l7N3 noch 4.W«) 1»3ä zahlte aber das Landgericht Mieders 4.2!<5 E. Die Grundsteuer be. trägt 3.l42 fl.; der Wald ist landesfürst'ich. Waizen gedeiht, aber das Thal muß 4.l)N0 Metzen Getreide einführen. Man zählte 1824 »8 Pferde, 5.780 Ochsen, ,.3^3 Kühe, 4,0 Kälber, W6 Schweine, 2.921 Schafe, 63N Ziegen und aus andern Gegenden wurden si.200 Schafe und 1.200 Ziegen zur Neide eingetrieben. Alle Milchprodukte werden übrigens im Thale verzehrt, und nur bei 200 Stück zwei jähriges Zuchtvieh verkauft, Fische und Frösche von Neustift sind gesucht; Wild ist fast ganz ausgerottet. Die Stubbeicr zeichnen sich überhaupt durch technisches Talent aus, vorzüglich aber haben die feineren Schmied- und Zeugwaaren, welche hier verfertigt werden, einen hohen Nuf erlangt. Die gut gehaltene Straße, die stattlichen Häuser erinnern an die glücklichen Zeiten der Etubbeier Handelsgesellschaften, als durch die Lust der zurückgekehrten Neichgewordenen, sich in der Heimath anzukaufen, die lUKlafter Grund auf 1 fl. 30 kr. im Preise stieg, die jetzt um die Hälfte zu haben ist. Stubbei treibt nur mehr Commissionshandel, viele Familien wanderten aus, die netten Wohnhäuser werden nun von den Innsbruckern zum Sommeraufenthalt gesucht. Abnahme des Absatzes, Ausbleiben des Vergsegens und ungewöhnlich häufige Clemen-tarunfälle verminderten sogar die Bevölkerung. Hauptort ist Fulpmes, mit einer schönen Kirche und Augustiner Chorherrnstift. Auch Mieders und Telfes haben schone Kirchen. —

    Das größte Nebenthal des Inn ist das Zillerthal, mit seinen acht Nebenthälern 13V, lUMeile begreifend, welches vor 18M größtenlheils zu Salzburg gehörte.^) Südlich und südwestlich begrenzen es Ferner, nördlich ist es fruchtbar, durchaus aber voll der besten Almen. Die Zillerthaler sind ausgezeichnet durch Größe und Stärke, sehr lebhaft, erfinderisch und arbeitsam. Das Thal vermag die zahlreiche Vcvölkerung, welche 1835 in den zwei Landgerichten Zell und Fugen 14.588 Seelen betrug, nicht zu ernähren, daher sie größtentheils als Hausirer wandern; außerdem verdingen sich bei

    ') Das Thal Stubvci und dessen Bewohner. Beiträge I. S. ,!b. Tiroler Böthe >82l. S. ?u.

    ") Tiroler Böthe '82l. S. 2?.

    Topographische Beschreibung des Zi'llerthales. in naturhiNorischen Briefen über Oesterreich, Galjburg ". Von Fran, G ch r a n k u. K. R. von M 0 lI. 2 Vimde. 8, Salzburs ,785,

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    700 Männer auswärts als Knechte. Der Bergbau beschäftigt kaum mehr W0 Mensche» und Viehzucht macht den Hauplreichthum aus. Das Thal erzeugt 3.000 Centner But» ter und Käse und verkauft bei 3«0U Ninder als Schlachtvieh. Einst war es berühmt wegen seines Reichthums an Wild, nnd hier hielten sich die Steinböcke am längsten in Tirol, deren man noch vor 50 Jahren am Fl 0 it h e n t h u r m e traf ^ jeht aber ist das Wild so ausgerottet, daß ein ganzes Gejaid um 2 fi. verpachtet wird. Zell, am rechten Ufer der Ziller, ist der Hauptort, mit Wo E., Eine Marmorpyramide verewigt den Besuch Kaiser Franz l. Am nahe» Hainzenberge ist ein Goldbergwerk. In Fügen ist eine große Nadel? und Schraubenfabrik. Sch litters hat zwei stattliche Kirchen, »on feindlichen Brüdern erbaut, die sich selbst in der Kirche nicht sehen wollten. — Auch dasVrixen- oder Dtterthal gehörte vor 1«><» zu Salzburg. Hauptort ist der Markt Kopf garten, von 5^7 E., an der Vereinigung der Kelhenauer und Windauer Ache, mit Sensenschmieden. Die Kirche von Briren, am Fuße der hohen Salve, hat gute Gemälde von Schöpf. In Hörbrunn ist eine GlaS< fabrik. — Den östlichen Winkel des Landes bildet das Achenthal mit seinen Verzweigungen. Am großen Achen, zwischen den Schlössern Kapsbura, und Löwen» berg liegt dje gräfliche Lamvergische Stadt Kihbüchel, mit 1,731 E-, Berggerichts' substitution, Kapuzinerkloster, Mädchen- und Industrieschule. Die Straßen werden durch die weit vorragenden Dächer sehr verdüstert. Die Umgegend treibt viel Flachsbau. Der Bergbau hat bedeutend abgenommen, doch sind noch Silber- und Kupfergruben im Betrieb. Oestlich von Et. Johann liegt der Paß St rub, kaum 100 Schritte breit, i«i5 heldenmüthig vertheidigt, und das Eisenwerk P i l l ersee, mit einer Torfstech erei.

    Südliche Thäler.

    Die Etschthäler bilden die drei Kreise südlich der Centralalven, und zwar bis zur Mündung des Nos in die Etsch den Bohner, dann bis unter die Mündung des Fer. sina den Trienter, weiterhin den Rovereder. Der nördlichste Theil des Etschthales' das Vintschgau genannt, gehört »och zum Imster Kreise, und hier sind folgende Orte bemerkenswerth: R eschen, am gleichnamigen See, aus welchem eigentlich die Etsch entspringt, indem drei sich folgende Seen in einander abfließen, obwohl erst der Abfluß des letzten den Namen Etsch erhält. Neschen liegt auf der Wasserscheide des Inn und der Etsch, da gleich beim Orte die Stille entspringt, welche dem Inn zufließt. Mals ,ft ein ansehnlicher Markt, mit

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    linken Ufer der Etsch, die sich hier nach Süden wendet. Die 3uft ist so rein und mild, daß Meran neuerlich Brustkranken zum Aufenthalte angerathen ward. Die Statt hat durchgeh ends Laubengänge vor den Hausern »nd zwei schöne altdeutsche Kirchen; die 24 Klaftern lange Pfarrkirche, mit Men Gemälden, und die Spitalsrirchc. Um Meran wächst vorzüglicher Wein (der Hochhüttcr) und das beste Obst im Lande.") Unter den Vurgen in der Umgebung behauptet den ersten Nana. das landesfürstliche Schloß T i' rol, das romische '1'ori<»I>8, welches dem Lande seinen Namen gab, nördlich von der Stadt. Es beherrscht drei Thaler und besteht aus dem verfallenden alten und dem neuen Schlosse, dessen Schloßhauptmann aus des Sandwirths Hofer Familie ist. In jenem ist noch eine Kapelle aus Margaretha Maultasäss Zeiten erhalten, mit Mar» morpforten, an welchen merkwürdige gnostische Vasreliefs sich befinden. Unter bai» rischer Herrschaft wurde das Schloß verkauft, von der Stadt Merau aber wieder ein^ gelöst und dann dem Kaiser zurückgestellt. Auch die Zenoburg hat eins ähnliche, gnostisch-verzierte Pforte. '") Das schönste Schloß ist die Lowenburg, auf einem Redenhügel gelegen, Schenna aber ist am besten erhalten, mit Rüstkammer u.s. w. Lad urn, mit interessantem Archiv, ist nur durch eine enge Fetsenkluft, den "ver. botenen Steig " zugänglich. DaS Dorf Mais steht auf der Stelle des römischen iNl^a, welches im Jahre 800 durch den furchtbaren Naiser Bergsturz verheert wurde. Zahlreiche Ausgrabungen zeugen für dieß leider noch ununtersuchte tiroler Herkulanum. — Vei Meran mündet das P asseir ert ha l, rauh, den oftmaligen Verheerungen des Passer« baches ausgesetzt. Die Einwohner (5.«00) treiben hauptsachlich Saumschlag, indem sie über den Iauffeu Branntwein in das Innthal und dafür Salz zurückdringen. Bei dem Hauporte St. Leonhard ist das Bergschloß Iauffenburg, und das Keilbad Zögg bemerkenswert!). Eine Stunde südlicher liegt der Weiler am Sand, wo An» dreas Hofer Gastwirth war. Noch jetzt ist das Wirthshaus "zur Kaiserkrone" imBe. sitze seiner Familie. Interessant sind in Passeier die vielen uralten festen Häuser, die ehemaligen "Schildhöfe," deren Besitzer die Leibwache des Landesherrn bildeten, l'/, Stunde südlich von Meran liegt jenseits der Etsch Tschermes mit dem Schlosse Löwenberg und einem Hcilbade und das Bad La na mit einem Kapuzinerkloster. Hier mündet das Ultenthal, wo bei St. Pankraz im M a rau n er Loche, in furchtbarer Wildniß eines der besuchtesten Heilbäder, das Mitterbad, liegt. Bei Terlan, am rechten Etschufer, wächst vorzüglicher Nein. Der Kirchthurm deö Ortes ist ganz schief gebaut. In der Nähe sind die Ruinen Maultasch und Grei» fenstein (Sauschloß), letzteres auf einem fast unersteiglichen Felsen. "/) Gries bildet fast eine Vorstadt von Votzcn und hat die schönste Kirche in Tirol, i!)2 Schritte lang, mit herrlichen Fresken und Bildern von Knoller. Die Stadt Botzen (Nnlnnu") liegt am Eingänge des Sarca- und Eisackthales an der Mündung des Taffer in den Eisack, welcher eine Stunde unterhalb in die Etsch fällt. Gegen die Verheerungen des Tafferbaches schützt ein Steindamm, von '/ Stunde Länge, bis 24' im Durch, messer. Er dient zugleich zum Spaziergange. Die Lage ist ausgezeichnet schon, und das Klima so mild, daß schon Südfrüchte im Freien gedeihen. Die Stadt hat ,.1N2 E.. alte solide, meist vier Stockwerke hohe Häuser, an denen sich schon die italienische Bauart zeigt: viele Balkons, Gänge auf den Dächern, wenig Fenster u. s. w. Die Straßen sind uneben und enge, aber reinlich und haben geräumige Laubeugänge. Der Mittelplatz, Obstplatz, mit einem schönen Springbrunnen, der Korn- und Iohannis-platz sind nicht unansehnlich. Auf letzterem steht die große gothische Hauplkirch», ein

    ') Veschrcibung der Umgebung von Me?an. »°tl,e ,8,2. S. 2»n. . ") Veiträge »v. S. «25.

    V) Ios. Rö „ gel: Da« Schloß Grriftnstem und dessen Besiyer. Ve,'t,ii«e «v. ,ög, Tirol o. Schmid«,                                                                                                   5

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    herrlicher Val« des 14. Jahrhunderts. Sie hat drei Sclu'ffe, einen prachtvollen Hoch» altar, und schönen künstlichen Thurm, läu» von Ioh. ?utz erbaut. Hinter derselben ist der, 544 Schritte in, Umfang haltende, Friedlwf, von Arkaden umgeben, welche an jeder Seite eine große Halle enthalten die frcsko bemalt ist. Vemerkenswerth sind Meinalders Vilderwcrke und die Giovanelli'sche Grablapelle. Das Merkanlilgebäude, Giovanelli'sche Hans und der Gaslhof zur Krone, der ein kleines Theater enchält, sind ansehnliche Gebäude. Petzen ist Sitz des Kreisamles an der Etsch und im Vinlsckgau, hat Kloster der Franziskaner, Kapuziner und der Tertianerinnen mit Mädchenschule, ein Gymnasium mit HaupNchnle, eine Wohlthätigkeits - Anstalt, welche aus Suppen-, Armen-, Kranken-, Gebar-, freiwilliger und Zwangs-Arbeitsanstalt besteht. Die italieni» sche Sprache wird hier schon herrschend. Botzen ist noch immer Stapelplatz des Handels zwischen Italien und Deutschland, obwohl die vier berühmten Messen (Quadragesima-, Frohnleichnam-, Vartholomäus- und Andreas-Martt) viel verloren l>aben. Die Fremden halten in einer langen Gasse unter Arkaden feil, deren eine Seite die deutsche, die andere die italienische heißt. Seide, Vamnwolle, Leder und Sudfrüchte si„d Haupt» artikel. Die Industrie ist nicht unbedeutend, besonders wird Gerberei und Schönfärberei betrieben, auch bestehen eine Wachsbleiche und eine Kohenfabrik. Potzen ist Ge« burtsort Ramosers (Pietro Filippino), eines der berühmtesten Goldschmiede, und des Kupferstechers Pichler. Im Sommer ist die Stadt wie ausgestorven, da Alles in die "Eommerfnsch" der druckenden Hitze entsticht. Votzen treibt bedeutenden Wein» und Obstbau. In den Umgeb-ungen sind bemerkenswerth: Schloß S igmundkron, jetzt ein Pulverdepot, mit der schönsten Uebersicht des Thales. Maretsch, mit einem römischen Straßenmonnment. ^) Nordöstlich von der Stadt erhebt sich der Ritten, auf dessen südlichen Abhängen die zahlreichen Landsitze der Botzener liegen, deren Mit« telpnnkt Ober botzen bildet. Vci Lengm 0 0 s sind die merkwürdigen Crdpyramiden. Südwestlich von Votzen liegen auf einer Vorterrasse des M e n d 0 l a g e b i r g e s: Et. Michael oder Eppan, mit einem Kapuzinerkloster und den weitläufigen Nui« nen der Vurg H 0 henepvan. In der Nähe liegt das Heilbad Thurmbach, und die Einsiedelei Gleif, einer der schönsten Standpunkte im Lande. In reizender park-ähnlicher Gegend liegt der Markt Kältern, von l.303 E., am gleichnamigen See, mit Klostern der Franziskaner und Tertianerinnen und Madchenschule der letzteren. Jedes Haus ist von Gärten oder Weinbergen umgeben, die vorzüglichen rothen Wein liefern. Die Pfarrkirche enthält gute Gemälde. Der Markt Tram in, von 1.454 E., erzeugt den trefflichen M a rz ew in 0 w ein. In der Nähe ist die interessante Kirchen» rnine Et. Peter, mit Fresken von 1440. — Am linken Ufer der Ctsch folgt der un» ansehnliche aber gepflasterte Markt Neu markt, von W9

    ♦) Qkiträg« 1 ©. i.

    *<■ > O i o v » 11 e I 1 i , Trento citta de Rexjo , Colonia Koman» ed. Trtnlo I8t&. 8. lapir (l\ tiu».) topoj.asi* mtdic* d«]U cilti

  • Von ben drei Thalern der Ctsch, des Fersina und Avisio, welche e« beherrscht, so benannt (?). Die Lage, in einer schmalen Ebene, am Fuße malerischer Verge ist rei. zend, die Luft ziemlich rein, der Sommer unerträglich heiß, ter Winter sehr kalt. Die Stadt zähst mit den zwei Vorstädten Et. Martin, 8t. l.'ru^ «„d l'^slw.stkllo, 773 H., auf italienische Art, meist aus röthlichem oder weißem Kalkstein gebaut, drei Klöster der Franziskaner, Kapuziner und Charitatistinnen, und l2.W0 C. Sie ist mit 22' hohen Quadermauern umgeben, ursprünglich von den Römern erbaut und mit Thürmen versehen, dann von Theodorich erneuert. Die Straßen sind ziemlich geräumig, beschattet, uno mit Trottoirs und Abzugskanälen versehen. 3er einzige schone Platz ist die ?>»/>/.!>, z;l"Ml!o, mit dem Neptunsbrunnen, aber an ausgezeichneten Gebäuden ist kein Mangel. Die gothische Domkirche des heiligen Vigilius hat drei Schiffe, und, wie die Peterskirche in Wien, den Hochaltar in der Mitte, über dem sich die u»2' hohe Kuppel erhebt. Sie enthält die Kruzifix-Kapelle, 1682 prachtvoll erbaut, mit Alberti's Gemälden und Etatum von Etrudl. «ln, )l«,riH Mn^lui-e hat eine be« rühmte Orgel und die Vildnisse aller Kirchenfürsien, welche lü4ä bis K2 hier das letzte Conzilium hielten. Die ehemalige Iesuitenkirche hat ein herrliches Bild von Pozzo. 1828 wurde ein neuer schöner Kirchhof angelegt. Die bischöfliche Ncsidenz, gewöhnlich das alte Schloß genannt, ist ganz aus gelbgesteckten Marmorquadern erbaut, und in ihrem Verfalle noch imposant. Am Cnde der Stadt stehl das alte prachtvolle Kastell. Das Nathhaus, das schöne Theater, das Salvatische Haus, dcr prachtvolle bischöfliche l»iUllx/.a lie^ll ^Iliei-i, außer der Stadt, sind bemerkenswerthe Gebäude. Trient ist Sitz eines Bisthums, des Kreisamtes, hat ein Civil-Kriminal- und Nechselgericht, l theologische und 1 philosophische Lehranstalt mit Bibliothek, i Gymnasium, l Haupt» schule; bischöfliches Eeminar, Lehranstalt für Mädchen, öffentliche Nibliothck, 2 Wai> senhäuser, Gebär- und Findelhaus ull«: ü.!l8l« mit italienischer Hebammenschule (seit i«32) einen .»uuts ll> ,>l«til (seit t«33i 1 Arbeitshaus. i»>9 wurde ein neues elegan' tes Theater erbaut. Die Industrie ist bedeutend; es bestehen: 1 k. k. Tabakfabrik, n Seidensilatorien, Wachsbleiche, Glasbläserei, Lederfabriken, l Zuckerraffmerie, welche 200.000 Centner liefert und bei 100 Familien ernährt. Nein- und Getreidebau ist er< heblich, in dcr Nähe bricht Marmor und Gyps. Auf der Etsch wird Handel mit Gyps, Eisen und Seide getrieben. Am 5. März ist jährlich ein wichtiger Viehmarkt, w cil-l-l>il»-u genannt. — Sehenswcrth ist der i'uulL ultu bei l/^«ui<,^ eine luhn über den furchtbaren Abgrund gespannte Pruckc.

    Der südlichste Theil deS Etschthales heißt das L ä g erth a l, ^««« /^M,-i»a. Hier liegt '/, Stunde vom linken Ufer, zu beiden Seiten des Flusses Leno, die Stadt Noveredo (Nooercit, Nuver<^t<>), von 7.«l4 E. Obwohl nicht groß, hat sie doch viele hübsche Gebäude, meistens aus Marmor, wie die Paläste Albere, und 5'uc^ri.. k"Ui. Die Kirche »t». >,ur>^ clol o.l>-,i>mo ist sehenswerth. Die Gassen sind enge, mit Ausnahme des ««^l» ,>uuv<». Hier ist das Kreisamt der watschen Consilien oder Ro> vereder Kreises, ein Civil-, Kriminal- und Wechselgericht, Gymnasium. Hauplschule, die äc» r^»v<:l-<» (seit 1833), eine cun^-e^i«,,,« .,l ^iruu, bestehend aus Kranken-, Waisen-, Leih» und Armeninstitut. Auf einem Felsen liegt das alte sellsam gebaute Kastell, mehr ei» nem Leuchtthurme als einer Vesie gleichend. Der Vridi'sche Garten ist eine geschmack" volle Anlage, mit eincm Tempel der Tonkunst, von Craffonara in Fresko gemalt. Noveredo ist sehr betriebsam; man findet bei 5« Filanden und Filatorien, 7 Färbereien, t große Lederfabrik, Papiermühle, Eeidenfärbereien. Erheblich ist der Handel mit Seide, Südfrüchten u. s. w. Vier Stunden von Roveredo, im Gebirge, liegt dai sehenswerthe alte "Lager VVN Kukxo." — Vei ^t. Hla»-c<,, dicht an dcr Ctsch, führt

    6s

    die Straß« durch die Trümmer des Bergsturzes ßlnvini c>i «. Mn^l». Gegenüber liegt der schlecht gebaute Markt M<^i, mit starker Seidenzucht und Marmvrbrüchen. Das Städtchen ^ia, von 2.«U3 E., mit unansehnlichen engen Gassen, finster und un« reinlich, ist Hauptsitz der Sammtfabrikation, und hat zwei Mönchsklöster. ^) ylm rechten Ufer bei //^«tunicu, am Fuße des ^unte Nlllcln, wird die bekannte Veroneser Erde gegraben, und bei vw/« brechen Flintensteine.

    Das bedeutendste Nebenthal der Etsch ist das Thal des Nos, welches in seinem westlichen Theil ^ai ck ««^ oder Sulzberg, in seinem östlichen, wo der Fluß sich plötzlich nach Süden krümmt, l'«i

    Am linken Etschufer ist das Thal des Avisio überaus merkwürdig, welches im obe^ ren Theile F a ssa <, im untern Fleimserthal heißt, und beiLavis ober Trient mündet.^') Das Fleimserthal ist eine tief eingeschnittene wilde Schlucht, welche sich erst 7 Stunden aufwärts bei Molina öffnet, wohin auch von Neumarkt die einzige

    '^ Ala, «us dem Italienischen des Abb« »«»ni. Sammler lv. S. ??>

    "') Sanimlcr >n. S. 58. I. u. S e n g e r: Ei»ie Ocbirgsrcise in die Thäler Fleim« und Fassa: , u»d liisiorisch'statistische Anmerkungen von ^. ^. v, n!««»i»nn>l.

    Ueb»r «im^e vulkanische Gesteine i« v»u« ^i ri«mm« Neiträse v». 22z. mit lithographirt« Karte.

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    fahrbare Straße fllhrt. Nun wtrd es stellenweise bis '/, Stunbs drelt und zteyt stch noch 11 Stunden aufwärts. Im untern Theile gedeiht guter Wein und reichlich Ge« treibe; die höchsten Gegenden sind treffliche Weiden. Die Einwohner, bei 20.000, sind sehr betriebsam, unter andern sehr geschickte Tischler. Viele ziehen als Handlanger auf die Bohner Märkte, und sind ihrer Treue wegen geschätzt. Merkwürdig ist die große Zahl künstlerischer Talente; fast jedes Haus hat Gemälde von Einheimischen. Viehzucht ist Hauptnahrungszweig, Fassa allein hält «.000 Schafe und bei 30.N00 kommen über Sommer aus dem Venezianischen. Man nimmt an, daß V, des gesammten etschländi, schen Viebstandes sich hier befinde. Die Holzausfuhr ist bedeutend. Von Molina, wo das Hauptthal beginnt, folgt Ort auf Ort an den Abhängen der Thalwände. Bei ^a«-teiiu bricht schöner Alabaster und Walkererde, ^unta^« hat eine Heilquelle.^) t?ava-le«e ist Hauptort, Sitz des Landgerichtes, einer Berggerichtssubstitution, hat ein altes bischofliches Schloß, eine große gothische Pfarrkirche mit merkwürdigem Marmorportal. Diese wie die Franziskanerkirche ist reich an guten Gemälden von kluvaneM, Palma's Schüler, Albert« und Unterberger. Den Platz ziert ein neu erbauter Thurm. O»v»le,9 erzeugte mehre geschätzte Maler, wie I. v. Alberti (l««4), und die Familie der Unterberger, aus der Christoph am berühmtesten wurde. Seine Charitas galt lange für ein Werk Correggio's und wurde als solches von Raphael Morghen in Kupfer gestochen. Bei dem Orte bricht guter Marmor. ?'e.,^u liefert viele Korbwaaren und hat ein großes Spital. Der zweite Hauptort ist z^. Der höchste Theil dieses Thales ist durch die berühmten, blendend weißen Dolonntfelscn ausgezeichnet, welche oft schroffe Wände von 1.000' Höhe, oft ungeheure Obelisken und Thürme bilden, dann wieder gefror« nen Wasserfällen gleichen. Am merkwürdigsten ist die hohe Felsengruppe Rosen gar« ten, so genannt, weil sie beim Sonnenuntergang im herrlichsten Nosenroth erglüht.— Den östlichen Theil deS Trienter Kreises bildet das Val«,«/«««, das Thal der Brenta, welche bei /,^','c« (Markt von 3.042 E.), aus dem gleichnamigen See entspringt. Hier findet sich im Verge Fronte Vitriolwasser, Ocher und eine Stalaktiten« höhle, 144' lang, 24' breit, 12' hoch. Hauptort ist der gut gebaute Markt «c^gc, (Worchen) mit 3.,20 E., ein Kloster und vielen Seidenfilatorien. In der Nähe ist die Höhle von 6'u«t«ite. Bei ftri^nn mündet daS p'ai ü'e««««, mit etwa 5.000 E., die unter zwei eigenen Nichtern stehen, und durch ihren Bilderhandel merkwürdig sind. D>e Folge dieses Erwerbes war auch hier unverhältnißmäßiges Steigen des Grund« werthes, da jeder das Erworbene in der Heimath verzehren wollte, und Abnahme der alten bedeutenden Schafzucht, welche l?5,0 noch 30.000 Stücke zählte. — Nord» östlich liegt das, von Tirol rings durch hohe Gebirge geschiedene Thal des t7i.«m»«e, welches sich gegen das Venezianische öffnet. Primör (primieru) hat Eisenwerke. Westlich von 5.«virn liegt der Markt l'<^i«e oder Pergen, von 3.<>5s> E., an der reißenden Fcrsina, mit Nerggerichtssubstitution, einem alten Bergschlosse und Franzis» kanerkloster, welches eine Tuchfabrik für die Brüder unterhält. In der Gegend «st guter Weinbau und sind Eisengruben und Mühlsteinbrüche.

    ^. » , 0 « « l» i, IVlemnli» mine^ngi«» «uii» Vni!« >,: ?»»,», Vrorchi's mineralogische Beschreibung del Thales uon Fassa :c. Aus dcm Italu'nischcn v°„ K. A. N I 0 t> e. », Dresden 181?. Mit Kar

    2eop. V. Vu ch. über den Dolomit

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    Das Thal des Ei sack gehört in seiner nördlichen Hälfte zum Brunecker Kreise. Hier liegen von Nord nach Süd: Brenner, auf dem Berge gleiches Namens, an der Grenze des Kreises Unterinnllial, mit einem Heilbade. Gossen saß hat Kiesel» schiefer- und Kalksieinbruchc. Hier mimdet das Pflerscherthal, wo Steinöl gewonnen wird. 5) Sterzing ist ein kleines ziemlich wohlgebautes Stadtchen von 1425 E., mit Kapuzienerklostcr, in einer frllchtbaren Gegend, wo man auf der sud-lichen Seite deS Prenners wieder die ersten ^tußbaume sieht. Es ist das romische Vi-vi^enum, »si», ^tliiuooru»! (?) war eine römische Münzstätte, und soll von ten hier geprägten Sestertien seinen Namen erhalten haben. Es hat Eisenwerke, Wollen- »nd ?odenweberei; etwas Handel. Eine Stunde weit ist das Bleibergwerk Flerscb. Ein sehr betretener Saumpfad fuhrt über den Iauffen nach Passeier. In »-M Stunden kann man den Tiroler Schneeberg ersteigen. Der Wallfahrtsort Trens, Ob er au, wo lx0l> die Tiroler über Lefcvre siegten, und Unterau, wo jeht eine Festung ge> baut wird, welche die Ladritscher Brücke (ein einziger Bogen, I2 thal («!ll-lil,-iiu), l'/'. Meilen lang, V, breit, kaum 1 s^Meile groß, rauh und kalt, so daß Gerste kaum gedeiht. Die Einwohner (3.000 an der Zahl» zeichnen ,M durch Sparsamkeit, Fleiß »nd ihre Geschicklichkeit im Bildschnitzen aus, sprechen ladimsch und sind freier von Vorurtheilen alü andere Tiroler. Viehzucht und Masnm^ ,md Hauvterwerb. In dem netten St. Ulrich besteht seit 1822 eine Zeichmmgschulo. '»

    Dpstlichc Thäler,

    zum Prunecker Kreise gehörig. Das Thal der Rienz mündet bei Vrixen in jenes des Eisack. und nordöstlich von dort liegt der Markt Mül'lbach von W H., «>i7 E., mit einer alten Kirche von »4W, Musikschule. Eisen und Kupferschmieden. N) Die Straße nach Kärnthen fuhrt hier durch die Mühlbacher Klause, deren Befestigungen »NW von den Franzosen gesprengt wurden- Das nahe, malerisch gelegene Schabs «st das römische 8e!»Äli,!n, wo man noch eine 30 Klaftern lange Strecke der Römer» straße sieht. Südlich liegt, von der Rienz an drei Seiten umströmt, das noch zum

    ') StatiNit und Topographie dcs «pfiesschcrl!,alcs. Votye >L22. Ü2. Btil. "> Da« Inltilut der Chorknaben «u Brircn. Vc>n I. R o s d i ck l c r. Tammllr M. S. l?2. ".') l»,-. Ioft. Ammercr: Das «ad Ra^cs. u. InnsbrKck. ,«22-7) Di« G rodncr: Von 2. S t c i n c r. Nammlci «. S. l, 7^) Prcu. Nachrichten vrm Landgericht« Muhlbach. Veitrazc ^ »l.

    7l

    Theil bewohnte Schloß Roden eck, dem Grafen Wolkenstein gehörend, mit Archiv und Bibliothek. Weiter aufn'ävts an drr Mienz liegt Nieder- und llnter-Vin-tel, dessen schöne Kirche fetten von Zoller, und eine Glocke aus dem i3ten Jahr. hundert enthalt, sodann die Stadt Bru necken, an der Mundung des Alirenbaches. Eie zählt l.N35 C., ist Eil; des Krrisamtes im Pusterthal und am Eisacl. hat ein Mönchs- und ein Ursulinennnen Kloster mit Mädchenschule, und ein Vergschloß. Wels ist Geburtsort des Malers Trover; Prags, ein besuchtes Heilbad, so wie Antholz. Im Ähren thale, welches bei Prunecken mündet, wird auf Kupfer gebaut, auch Zementkurfer gewonnen, und Marmor gebrochen. Vei Täufers, mit einem alten Schlosse, werden Spitzen geklöppelt; Kematen hat eine Heilquelle.

    Südlich bei Vrunecken mundet das Abtcithal, gewolmlich Ennebrrg (inner dem Berge) genannt, dessen heimischer Name aber !«»!-,, (italienisch ^l-lrelilie; »ln-sodium) ist und von i««»n>, »nr!!»!' herrühren soll.") Es begreift bei 7 mMeilen, mit 2 gab die Crndte an Weizen 54«, Korn 5.U50, Gerste 9.348, Hafer i.57l, Hülsenfrüchte 5, Metzen (!) geerntet. Hanf und Flachs lieferte ,04 Centner. Den Fleiß der Einwohner bezeugt der Umstand, daß von 1N05 bis l«l5 U575U lüKlaftern öde Gründe kultwirt wurden. Sehr bedeutend ist die Viehzucht, und die hiesige Mast, ro» 200 Stück jährlich, die beste im Kreise. 1N23 zählte man l«3 Pferde, 9 Maulthiere, 3.43U Rinder, «3 Eckwcine, ü.9ll Schafe, 94« Ziegen. Nach Abzug des Grundzinses, die Auflagen ungerechnet, bleibt dem Land» man nur '/, oder '/2 ?on der Rente. Die bedeutendsten Orte sind Abtei, St. V i' g i l. St. Kassian und c?«»is<)«<:

    Den östlichen Theil des Kreises bildet daS Drauthal, Vei Tob lach ist eine Wasserscheide des schwarzen und adriatischen Meeres, denn die Toblacher Heide liegt zwischen dem Ursprünge der Nienz und der Dräu. An jener aufwärts ist die neue Straße nach Venedig (»lrlui-l >ml»8n») geführt. Auf derselben trifft man den Paß Peutclstein . und n„-t,',,., mit Etahlfabrik lind Dral'tzug , Hauptort des A m -pczzothales, welches Holzhandel in das Venezianische treibt. An der Dräu liegen: der Markt Innichcn, mit ««7 <5., Franziskanerfloster' 4 Mineralquellen. Man verfertigt viele Handschuhe, so 1^ im Markte Sillian, von 58«

    ') I, v. H all r 1: Da« t, l. »!an0«clicht Enneberg ,c, «eiträgc v>. ,,

    72

    zahlreiche römische Alterthümer auSgegraben. Die nahen Verge sind botanisch interessant, wie die Kirschbaum-, Schleinitz. und Marneval Alm.") — Im oberen Iselthale liegt Windisch-Matrei, Markt von 76 H., 549 E., und einem alten Schlosse. Er liegt in einem tiefen Kessel der Gschlbsser-, Sturmih. und Dörfer-Alpen, bei den Bo» tanikern berühmt. In der Nähe mündet das Tefferegger Thal, durch Teppich« weberei und Hausirhandel mit dieser Waare bekannt. "")

    *) Flora oon Lienz. Vammlcr «l. V. ,26. ") Zur Geschichtt u»d Topographie de« ehemaligen Pflegger. Virzer, Vothe !8Z5. No. 8?.

    7A

    Hnhalt.

    l Das vanv.                  s

    Gebirge!                                                           z

    ,. Die rhalischcn Alpen..........,!

    3, Die liroler oder deutschen Alpe» .... ,^

    H. Die tri enter Alpen...........3

    Gebirgspässe................n

    Thäler...................i>

    Gcognostischc Beschaffenheit........ . ü

    Höhlen und Bergstürze...........U

    Gewässer: sslussc..................u

    1.  Der Rein mit »essen Nebenflüssen: der III die Breaenzer Achc......> . y

    2.  Der Inn mit seinen Rcvcnsiusscn i der Oeßbach — der Sill - die Roiana ^ die ZiNcr — die Dräu -^ die Iller — der Lcch ^ die Isar.............y-w

    I, Die ö t sch mit den Nebenftussen: Eisück ^ Passcrbach - Ricnz ^ «M° - Nos>

    bach..................w

    Wasserfallen der Fall bei Riegle'.',, ^ der Stäubi ^ die Ache - der Ltull>enl>ach

    —  der Fall bei ?lermerslar der Mischbach

    —   die Sulzbachfälle ^ die Fälle l>ei Nid» naun — die Hölle ^ die Zem die S

    Seen: Ächcnsee -^ Planiee -^ Haiterwang« see — HintcrNcincrsec ^ Ncschcn^ beider« und Mitlerscc ^ Ncennerser - Naltcrersec Ledrosrc — Loppiosce Nvdcnsec — Gar> dasee — Rofncrcisscc Guxivlereiöscc.

    » Vassersee................,,

    Mineralquellen..............»2

    Klima................... ,2

    Naturprodukte..............<5

    Höhentafel...............,5

    »Das Volk.

    Neoölkcruna.............20

    Trauungen.........'..'.'.. ^?

    '           Geburten.........,.....'2,

    Sterbfallc................„

    Epidemien................22

    Abstammung unVTpracht.....^ä

    Mundarten...............2)

    Eprachprode»..............2^

    PI, nsischer Zustand .........25

    Hauplnalirxna............. . 2b

    Voifctrachleir...............2b

    Wohnungen...............2?

    Charakter. Sitten und Gebräuche . . . . 2»

    N a I, r u n g 5 <5« c > l e n..........3«

    Ackerbau................. 55

    Futlerb.,»................5«

    Obstzucht.................Zb

    Handclsgcwächse ............. 3b

    Wein...................3?

    Waldungen..............2?

    Viehzucht.................3»

    Bienenzucht................ ^l

    Scidcntuttur...............q»

    Iaad...................

    Fischfan«.................^l>

    Vcrgbau.............. . . . «

    Kohlenbau............. . .

    Gewerbbssciß..............«

    Handel.................. llü

    P 0 stwesen................l>/

    Wasserstraße«............."?

    M » « ze, Viaß „ ndOewicht.....N7

    lll. Der Staat.

    Verfassung..............as

    Dic Kirche................

    VrrwaItu ng

    Politische »,

    Finanzen................ ü»

    VildunaSanstaitcn ............^

    Sanitäts» und .^.»manitäli.Mistaltcn . . . ü^ Kriegswesen............. 5b

    ZV. Topographie.

    Innsbruck...........»- 5?

    W est eiche Lh ä l e r...........58

    Nördliche" ...........to

    Südliche " ".............(il»

    Ocstlicht '................ l,'

    Tirol l>, Gchmidl,

    b

    75

    Alphabetisches Register

    Nddachlftai.....««

    Adsam ......«l

    Able«........?l

    ?lbttitftal......?«

    Achs........lU

    Achcnpaß .... 4, « Achenrain -. . .«, e« Achensee ....<«.« Achcnlhal . . . . Sl. «4 Acrmeiorar . . . .

    Azgias.......3

    Aglims.......üe

    Ahlenthal.....?1

    ?lla.....l5, 44, e»

    Albachthal.....e«

    Alberschwcnde . . . <»

    Älbcrsspiij.....»5

    Albmnaletschcr . . . »

    Albuinlopf.....l

    Algau......«n

    Alpelr. Berg .... 15

    ?«!perschon.....»

    Altenstad«.....»8

    Altprar......i,

    Altrams......<5

    Ambras......»»

    ?lmpaß.......>l»

    Ämpczzanel Straße «« Ampezzothal ....?>

    Antholz.....«, ?'

    Apfaltersbach . . . ?> Arco ....«, 4t<. 6«

    Allberg.....4, ««

    Aywang......<5

    Aubad.......«2

    ÄUll........15

    äv'o......«5, ««

    ^'i,ii> ....... II)

    1                                     «,,!«

    ' Alams.......«>

    , Bachgart......l«

    ^ Badia.......71

    , Baldo.......«5

    u«ll»in«»l«, ?iipe . . 15 Beigfa». Bad . . . 1«

    , Vcrmina......l

    Vezau.......59

    Vibcrwicr . . <«. «U ^ Birkenkofel ... 3, ,5

    Vitzkola......«5

    Bludcnz ... 3, <9, 59 Bodrnüe......>>

    Bondrn.......«5

    «orgo.....1», »w

    Botzc» . . «ü, 4S, «5

    BraqcU.......i»

    Brandjoch.....>5

    Brcgcnz .... 49. H!» Vrcgcnzcr?lchc. . . « Bregcnzelklause. .5» Brcgcnzcrwaid . . . 4» Brennen Berg «, «li, ?« Nreünerpali . . . 4, ili Nrrnncrsce ...»«, «5

    Nl«>>!!»......9, 10

    Vriren i», 4», »«, ^^ ?,,

    Brixcnthal.....«^

    Brixlcgg .... 43. c,z Vrunccken . .»«, 4», ?, Buchscnfta,!^» . . .»«

    <-,!>,! ^>»m!'»v<' . . . !>

    Eaniifluftc, Berg, . 15 «'»>'»„».......!2

    Carc«.......>L

    v»,!«ill».......e»

    0uv!>!e«l!.....lS, «9

    l.'I»!«»».......10

    ciux,».......56

    Nm» Ä ,^»«l». . . I, 5, 16

    c>„>» ^i l>ultnl« . . . H

    Cismonethal . . . . e« ti«»' .......e»

    l)c,!in»»

    !^n

    Oosllll».......4

    rill»!«». Höl>!c . . », W

    liorlin!» ..... 1l», ?>

    Dalaas.......^

    Damlilb......49

    DanzrwcUc.....<«

    Dcutsch»,ctz ....«« Dnttsctimc^crmoos . i«

    «<.!..'........!k

    Dornbirn. . ". ^ bl» Drauflos! .... 9, W

    Draxchal......?»

    Dr>,'«)rvn>sp!ft . . . « Drcikirchcn ..... ?U

    u>«........

    Durcrferncf . . . . »

    Dxrertdal.....>»

    Ebnit.......<»

    Egart ails der Toll . i«

    Egg.......59

    ENrcnbcrqclslausc 5«,LU

    Elirwald......be

    Eicrs........«

    E«ack.......«

    Eisacttha!.... 48. «»

    Mcnhof......2^

    Elmcn.....«. «V

    Gngrlwand .....«»

    Enncbcrg......43

    (inncberg, Thal . .?»

    Eppan.......«2

    Etsckfiüß......l0

    iitschthal.....4, 4»

    Faltris....... lS

    Fallerschcin.....29

    Fassathai.....< 6»

    Fcldkirch . - "- «. b? Fecüspl«;......'

    ' Hrllhorn ...... <«

    Kcnd......ie, L2

    Fcüdtyal.....3. «»

    , Fcrnciau......lS

    ycrucrspiij.....»

    Feucistallen . . . .« Fi,iNcrnl!!nz«,

    , Floidcnfclncr. . . > ^

    , Floithenthurm ..."

    eun^o.......6Ü

    76

    Franzcnshökc. . . . 4 Fraliexz . . . ls, 2» Frau Hutl, Vera . . m Freund^berg ....

    Froi........?u

    Fronte, Verg....«»

    Fugen......«,«4

    Fulpmcs......63

    Fundclkopf. ...».«« Fi'rst, ftohei ....«« Fürsten^«rg . . . . 6<

    Gasshorn .... 3, l«

    Gantkofel......:«

    Gardascc . . . .3, ««

    ll»?i» ........ <6

    Gcbatschferner ...» Gebhardsbcrg . . 9, »9 Georacnbera . ... 61

    Geroldscck.....e«

    Oilfcrtebcrc, .... «6 Oimpclberg.....««

    Glcierzspilj.....««

    Olcif........ee

    Glockthurm . .», <6 Glungeser ....«, 16 Olurns . <0, «6, 48, 84

    Gössan ......«4

    Göyis.......5»

    Gosensaß....,«.?« Granateilspift. . . . « Nreifenstein ....«» Oreiner, Berg . . . l« Grics ....««, 48, «5

    Griaco.....1«, 89

    Grödcntftal. . . . 7, 7N Krödnerjoch .... 1« Gro^glockncr . . . . « Wuralcreissre. . . . il Gurtibspiy ..... l«

    Hall.....l^ M, «,

    Ha ring . . . . », 4«, ei

    Haflil'l,.......7

    Haizc»l'crg.... .«4 Haitcrwangscr . li, no Hatscheröwaod . . l6

    Hcidcrscr......^l

    Hiencrft'in . . . , . <6 Hiütcrsll'iiscrsee. . . <> Hirschfangblrg . . . 1« Hoch^t>crbrrss . . . . lß

    Hochscilspiij . . . . k

    Nvcliqerahbcrg ...<<» Hoclijoch ......<

    Hochstraßcnbcrq . . i« Hochtschcrnoiwand . t« Hochocrnangferncr», e» Hochvogcl . . . . H, i«

    ^ochwildspilzc . . . l

    Höchst.......43

    .hol,lc!n

    Hellc....... «0

    Hörbrlmil ..... 64 Hofsrirdcn . . . . . 4»

    Hofsscig......4«

    Ho!>e»e»!S.....5»

    Holicneppan . . . . <>

    Holicil'znid.....««

    Holzgau ...... «a

    Hopfgarten.....«>»

    Hub ........„

    Iagdbelg......4»

    Iamthalerferner . 2, 3

    Iauffcn...... . «

    Iauffcnburg ....«?»

    Ienbach......4»

    Issingcrspitz . . . », «« Igrlß........ l«

    IUcr........>n

    IUssuß.......9

    IUthal.......5«

    Imss.....16, «n

    Innbach......s»«

    Innssüv.....9, s.N

    Innichcn .3, 1«, 48, 7>

    INNtzbtUtk .», l«, 48, n?

    Inntftlll ...... <

    Johann HochN . . . blllg ....««

    Isar........»n

    ?scl«,«,l......?«

    Iudikarien.....68

    Imn'übrrg.....

    Iuocuail......

    Kai'scrioch ....«,

    Kalisl'crc,.....l7

    KaMnl'crq.....

    Kaltercrsec.....<<

    Kältern ...... «n

    Karatschalpc ....«?

    Kapsburg.....64

    Karfus......<7

    KaNcug .......

    Kaunz . . . . . . .««

    Kcllerjochr.....«?

    Kcmatcn ......?<

    Kiefer.......4«

    Kißbüchrl t?, «, «, «<

    Klauftc.....?. «?

    Klausen......?»

    Kleinboden .... .49 Klciiikri-iizsply . . . <^ Knicspiy ...... >?

    Konighof......<

    Königswand . . . . l?

    Kofel, Paß.....«

    KoUfuschg.....?l

    Kollmai»!. . . . >7, ?o KolhdachspiL . . . 3,

    Kranznch......6«

    Kraftl'rrg. t>er . . .«<>

    Kvcuy.......»

    Kusstcin... 48, «l. S« Kumcnberg.....k?

    Labachspiy ..... l?

    Ladurn.......«5

    üliacrthal......c?

    l,»ßl> ,1'lll^i».....U,

    Laiia...... .«»

    Kandect.......««

    Langkofel ,.....?

    Lans........>?

    Lanscrtopf, Berg «?, 5» Latsch.......»?

    l.»vi,........ß«

    Lrch.......<0

    Lechthal.....5, s>!»

    Ledro, FaU dss . <«,«» Ledroscc ......<<

    Lrngcnfeld.....«?

    Lcngmoos.....e«

    Lcilo, Fluß.....«7

    Lrutaschcr Sckanzr . 5« l,«, iln......43, s>9

    Lie»« . . . >?. <». ?<

    Liugcnau ...... <^

    Lisenz.......1?

    Liscnzer Klause. . . «>

    Löffclsp!«......»

    Löwcnberg . . . «^, K5

    Löwcnb»ra.....65

    Loppiosrc......N

    LxNcuau . . . .17, »«

    Meran. «, 7, l7, 48, «4

    Merrrau......«»

    Mieder«, ....!?. «3

    ^!UI,il».......>ft

    Mischbacl,. Hall de« w MitlaqLspift . . . ,?

    Mittrlberg.....4u

    Mittenwall' ....,? Mitlerdad ...»«. <^>

    MitNrsee.....»<

    Möjclespilj.....,

    Molina......e»

    Montafun . . .49, »V

    !V!un»« Nnl<>a .... «8

    Montfort .....5»

    Mordau......W

    w">......l7, e»

    Muhlbach. . . .«-., 7U Muttenjoch. . . ,7 Mnttekopf . . . ' ,7

    Mag?a>e«a Brunnl t7

    Ma,ä.......6»

    Mais......65

    Maistcdt......l«

    M»Iö........f,8

    Mals......«7, K4

    Malserfteidc .... 4 Marauncr i'och. . .«»

    Marclsch......W

    Maria Louiscnhad . 7« Maria Stein ... 6« Marienberg. . .«, «<

    IVInsü........7«

    Martins!,uchcl . . . «< Martinswand . . s, <>>

    Matrei.....", "'

    Maultasch.....^

    Mendola, Berg. , . «6

    Nagrlssuhe.... 8, ,? Nagaclbura . . . . «l Naifer Bergsturz . . » Nasscreith ... 4«, «u Naudcro . . . l7, 8»

    Ncublirg......4«

    Nrumark» ....»?.««

    Neussift.....4», ?<»

    Niedervi'ntcl ....?<

    Nonederg.....e»

    Nosbach......w

    Obciachsel.....1?

    Oberau ......?»

    Dbcr-Voßc« . .«?, 6K Obci'iunthai . . . . 48

    Obcrkaser.....l7

    dbcr

    Oeljbach......K»

    Drythal.....4, b«

    Ori^thsslrrfcrncr. .«, 4 Ofenlochyölilc. . . . » OrNcs ....«.», >7

    <>«»»!!«...... . «8

    lvadnaunrrtogl . . .

    Pnsserbach.....,o

    Passcrsec......,l

    Patsch.......,?

    Paznamicrthal . . .«« Pedratscheü.....»

    77

    Pe!°......ll, 6»

    Pelugo.......6»

    Pcnzengrabrn . . . <7 »'««in» . . . . , 4«, 69

    Perlicapaß.....^^

    Peutclsscin . . > 26, ?> Pfcnderberg . . . . l7 Pfitschcrioch ...»," Pssandcrsspiy . ..'? Pfierschthnl . . . .?u

    Pflimsvift......'^

    Pfunds.......e»

    Picin........i»

    »Viazolo...... «s

    I'i«v

    Piylatbcrg.....>»

    Planscc .... t i, «0 Plattacherferncr . 2 Plattcllogcl ....<«

    Ploscberg.....l»

    Ponal......68

    l'onOl!» ...... .69

    Pradt......

    Prax........7l

    Prarmar......>^

    Predazzo . . «, «, 69 Primor . . .», «, «»

    Pluy......'». eo

    Pustrrthal. . . 4, 5, 4»

    Rabbi.....», «»

    Nankwtil. ... 4», 5» Rattenberg . . .4», 6»

    Raycs.......?«

    Rcbrutbach.....^

    Reichcspiy ....»«»

    Reinfluß......^

    Rcintftal......»

    Rcmspitz.....2, l»

    Rcschen ......«4

    Rcschensce. . . . ll, l«

    Ncttcnstcin.....»»

    Nrutte.....l«, «a

    Reyis ......l«

    Malisch U,pen . . i Ridnaun ... ,,, ,»

    Ricd........«<»

    Nicglcrn......in

    Rienz......«>, l»

    Ricsenferner . . . . »

    Ninn........l^

    N«ten, Vcra ... 9. a« Rio«, . . .», <4, «, «»

    Nnrclilltl!, Paß ... 6s

    Nodcneck......?l

    Noftrcrbuyel, dcr . .« Rönberq ...... l»

    Nöthrnücin.....1»

    Rofenthal.....l»

    Tirol v. Schmidl.

    «c,!c,

    Nofnerhof.....e»

    Rofncrrisscc . . . . ^»

    «ancon ....... 68

    «o,»n»....., .

    Rosengarten . . . ?, K9 Rothe Wand ....»» Rovcredo. . ..«,«? Rumcrjoch ..... 1»

    Sailebcrg ..... i»

    Salurn.......ee

    Value, hohc ... »8, «4 Sand, am, in Passeier 65

    Varcassuß.....

    Salcctthal.....«»

    Sattclbcrg ....'» 8«»i»ip,l>, Verg . . . l^

    Dchads.......?»

    Echasbcrg.....^

    Sckaldersbab . . . . <« Scharni«. Pay . »6, 6» Tcheiblanspiy. . . . <

    Schenna......65

    Schlandcrs.....<

    Vchlcicrbrlg ....>« Schlcrn,«cig »,?.«», >»

    Schlitters.....64

    Echloßbcrg.....< Gchmaßkofcl . . . .^

    Gchnan.......6<

    Scknaner Klamm », e» Gclinccbarkcssclspiv . lx Echnecbrrg . . . «, w l?c!,onberg ....«», «2 Schöner Alm.... 3

    Gckonwics.....6«

    Gclircinbachfall . . .

    Schwarzcnberg... 5» Schwarzhörn . .«, >8 Gchwaz ...«», 44. «< Schwemfueijoch . <, l»

    Scben.......?a

    Scefeld.....4», 6«

    Serarubcnspiy . . . >» Seiscralpe . 15, l», ?n

    Scptimcr......»

    Series.......,8

    ! Sexten.......?,

    ^ Eextcnth»,....?. 44 Siqmundslron . . . es

    Sill........«n

    Eimilaunspiße . .». «» Eissrans......l»

    Solfcrino . . . . «n Solssei».....»< >»

    Golden...... . l»

    Sonncnberg . . . . 4«

    Sonnenwendjoch . . is Vonnjoch...... l»

    Spianjoch . . . . 2, <»

    Spinal, Bcrg. . . . l«

    Spinqcser Ochsende'

    den........l»

    Spiynerjoch ....<«

    Spipssein......>»

    St. Andra.....<»

    Stanzach......29

    St. Cassian . . . .7l St. CftristopI, . . . . 62 St. Gcorgexberg . . >!> St. Gertraud ....«> St. Gotthard. . . . 60 Gt. Johann . . . w, «4 St, Iohanncr Horn «» St. Veonyard....«»

    St. Michael ....«« St. Pantraz .... «2

    !!«t, l'e!I«ßri»i, . . . . <

    St. Peter .... 6«. 70

    «l. Il«m«

    St. Ulrich. . . .19.70 S«. Vigil . . 19, 43, 7« Staubifall . . in, 6» Stams . . . 19, 48, «<» Stamskovfioch ... 19 Stanzrrtftal ...«,«« Steinach ...."», 63

    Steinwand.....>9

    Stern.......»

    Stcrzing . <. <«, 4», 70 Sterzinger Moos . <»

    Stilfs.......«<

    Stilfserioch «, 4, l», 4« Stille, Bach . . . 6< Strub, Paß . . 5«, «4

    Ntubbei......«3

    Stubdcithal .4,44,63

    Stuben.......«n

    Stuibcnfall, der. w, ««

    Stums.......64

    Suldcnfcrncr. . . . ^ Suldcnthal . . . «, «4

    Gul,......4», 5'

    Sulibachfall, der . . "> Sulzbachthal .... 6» Sulzbcrg . ,3,49.68

    Tarcxz.......6ü

    Tauer« ......^

    Taucrnalpe.....6<

    Tauernwch ..... 19

    Tamers......?!

    Tausscnioch.....>9

    Tcffcresge».....44

    Teffcrragertha» . . .7«

    Telfs..... >9. «u

    Tclfcs.......«3

    Ttllan.......«5

    Tesero.....«>, «9

    Tessintha».....4«

    Thameberg.....4»

    Ifturmbach.....«« Thurn, Paß . . . .« Timbljoch . . . », 4, «»

    Timblthal.....«»

    Tirol......1», 65

    Toblach.....«9, 7«

    Tonal.......4

    Torbole......68

    Trafoi.......l?

    Tramin......6«

    Traniilicrmoos . . . n Trefauer Kaiser . . 19

    Trens.......?»

    Trivulaun.....l

    Trient . .«», 4», «e Trostburg . . . . 70

    Tscherme«.....«t»

    Tschengels ... . S« Tulfes.......««

    Uttenthal ...?.

    v»l « .... «»

    Vlll 6i >nn .....«» V»! Nen

    v,l >r«,>!io . . . . «9

    Vonui........»

    Vernumspiß . . . . >9 Viechl .... 4«. 6«

    Vi««......«9. «»

    Vittorsver,, . . . . 59 Vilandcreberg ... 1»

    ViU........«»

    V,ls . . . . >9, 4», 60 Vinischaau, Thai 48. 54 Voldcrv......

    W>>!sc

    Valschmnl^in ...->« Waiijf» ,dfe,,,cr. . . "»

    Waldkamm.....l»

    Waldrass......<»

    Waldrastern'iß . . . l^

    7

    78

    Nand, die rolhc . . 2 Wanncctver« . . . 3, «2 Nasscrfall bei Wir»

    dcrsb^sgrr Horn . >s Wicdcrstcin . . . . «

    Wicglern......l"

    Neicrburz,.....b»

    Wcilcr am Sand . .«5

    Weislan ......«)

    Weißlugcl.......l

    Wcl«........?!

    Wicsbng . . . . 0«. <>« 'Nildzradlogcl . . », l» Wiltsccspitze . . . . l

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    Wilidischmatrci. . . ?? WintcrNaudc . . . . l«

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    Wovgl ...... «

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    K m SAILTKiEiK. .

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    SMMmTTTTIE VOM AUSSIEN ,

    SffiMiSMWiri VOM UMi^EKT

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    TÄFJSIT.

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    ^.üJiäAli,

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    IiAWBlRfCIK.

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    ÜTKIEHTr.

    KffiVJERIEinflD.

    TAF.XVin,

    W/KL

    Das

    ErHerMthum Oesterreich

    mit

    6 a l 5 b u r g.

    Beschrieben vo»

    N. A Tchmidl.

    Mit vielen Abbildungen.

    Stuttgart,

    I. Scheible's Buchhandlung.

    183».

    DaS

    Kaiserthum Oesterreich.

    I. Die Ullpenlander

    2.

    Das Gr?her)ogthum Gelterreich mit Salzburg.

    lilcratur.

    Karte»: Gcncralchartc dc« Erzlicrzogthums Ocstcrrcich ob »>id untcr tcrEnns (ohne Ealzdurq), « Bl. Wicn «««3, ,^'»°«W, i^'no«. Charte des Lrzherzcs!n,s Oesterreich ob und untcr dcrEnns !,chnc Salzburg) astronomisch« trigonometrisch vcrmesscn. topograohnch aufgrnonimcn, reducirt und gezeichnet im Jahre <^l3, 3«Bl. n^o«. — Charte des Hcrzogtlnims Salzburg, in dc» fahren lW« und l8u? astronomisch-trigonometrisch rcrmrsscn, topc>» graphisch aufgcl'o>,>mcn, und im Jahre l»><» rcducirt und gezeichnet. Wicn, 9Bl. i^^«,«!. ^ Straßen charte rom Erzhcrzogtl'üm Oesterreich, 2 B>. ^i^o« llicl, vom k. k. Gcneral>Ouartiern,,n. mid Ortsbestimmung»», <> Bl. Wicn l«>«, l Meile— >5 Zl'll. Vo^ L. Schmidt: — Chane von Oesterreich unter dc. E^ns. l'on Lieut. Echu» dcrt. l Bl,). — G. von Gr e ipel neueste Charte dcö Crzycrz, Oesterreich ob der Enns. « Vl. Lnz l«<».

    Bi>chcr: K, k. fri^. Wiener Zeitunss, Fol. — K, k. vril'ilegirtc Linzcr Zeitung, Fol, — Die Eharte an dcr Donau. Vcilagc zur Linzer Zeitung, 4. — Der österreichische Beobachter. Wicn, ^. — K. k, pri». Galzb, Zeilung. ^- Vtilra ge zur Landcetundc Oesterreichs u:i!er der Enns Hcraus^cz, auf Veranlassung der nicdcröstcrreichischcn Stände lion cincm Vereine. 3 Vdc, ^, Wien l«^l. — V. (Z. N, Blumen dach: Neueste Landeolundc von Oesterreich unter der Lnn6. « Vdc, ü. Wien l»34,., Fz. ?,w. Braune: Salz» I urg llnd Bcrchtcegadcn. Ein Taschenbuch tur Ncisendc und Naturfreunde. ». Wien >««9, n>. K, — Hcl> inine v. Chezl': Nonta, Handbuch fur VIpcnwa„dcrcr und Reisende durch das Hochland m Österreich eb der Lnns. h. VlUNchcn ««32, m.K. — 5!, Chimani: Meine Lcrienlcü'c von Wien durch das t!and »»tec und cb tcr 6nne. «Bde, ««, Wien <«»». — Jg. Gielge. Topoar, liisterisclic Beschreibung aller Städte des kandc« rb der Enne. 3 Vte. «, Wels l»><. — L°r. Hühner: Beschreibung des ^rzssifics

    Ealzl'ur« in Hinsicht auf Topographie und Statistik, 2 Bde. ». Salzburfl

    Erzstift Salzburg. ». Ealzb. l?W, — Ios Ritter >,'. Koch°Sternfr!d: Salzburg und Berchlcogaden in liistor., stallst,, gcogr. u. staatcökonomischrii Beitragen. « Vde. ». Salzburg l«l0, — .... Das Innuierttl mit dem Haiisruekoiertel statistisch dargestellt, ». Salzb, l»>0, — Kopp u. 3 clsenthai: Historische male» rischc Darstellungen von Oesterreich un'er der Enno. 2 Bde Fol. mit tw Kpfrn, — Ios,M, Frl>r. v. Licch» tenstcrn: Statistisch»geogr. Beschreibung des Erzhcrz. Oesterreich unler der Ernb, », Wicn l?Ul, m.K. —- Vcn, Pillwcin: Geschichte, Geographie u, Slatistil deo Erzl?crz. Oesterreich ob dcr Enno, < Bde.» Linz '««?. — Fr. Rcil: dcrWandcrcr im Naldi'ieltrl. ^, Brunn «««». - »..Fr. Sartori: Neueste Reise durch Oesterreich ob und unler dcr Enno, Ealzb. :e. » Bdc, 8, Wien l»N, m, K. — I. Schcigcr: ?lU!isiügc im Viertel unter dem Wiener Walde. >«, Wien <»««. — A. A, Schmidl: Reisehandbuch durch daü Erzhcrz. Oesterreich mit Salzburg, Obcrstciermark u. Tirol. «l. Wicn l834, -. l»,, I. A, Schultet:

    Reisen durch Obcrostcrrcich, « Bde. «. Tubingen «»»9, m. Kpf, u, Krt. —___Ncisc durch Salzburg und

    Herchtc^aadcn » Bde. » Wien l»l>l. — Fr. Kchwcikftardt: Tarssclluna des ErzHerz. Oesterreich unter kcr Enno :r «3 Bde, 8, >«33. Topograpl)ic, firchlichr (DarNckuna dcr Vfarrcn, Elistc, Klustcr :c.). 1«Vdc, ». W,cn l«l9 —25, — Fr. M. Vierthalcr: Mrinc Wanderungen durch Salzburg, ««erchtc«» g,dc» und Oesterreich. «Bde, ^«. Wicn ««««, m. K. — F. Wlidcmann: Wegweiser auf Strcifzüge durch Oesterreich u, Eteicrmart. 2, Aufl. <«. Wien l»3«, — Winkclliofer: Dcr Salzachfrcis, acogr.» st,Uistisch'l,!stori!c!> beschrieben. ». Salzb, l»l«, —. .. , Das Furstcnthum Salzburg nach den, Münchner Vertrage, ». Nürnberg»"«. — Frz, X, Wcilmcner: Topographisches Lexicon vom Salzachkrcise. Au« amtlichen Quellen. «Thlc. « Salzburg «8l«- l8l4.

    (C, Kauz^Praamatischc Oeschichte des Markgraf.!,. Oesterreich, l Vdc. ». Nicn «?»«. - Kurz, Frz.. Bciträgc zur Geschichte des i.'and?5 ob dcr Enns. < Bde. », Linz ««05.-9. Pillwcin u. Echwcitthart s>el!c oben, — Zauner n. Gärtner: Ctironit von Salzburg, >l Bde. k. Galzb. l?9? —l»l«.

    Ansichten: '.'lnsichten dcr östcrr. Monarchie von dcn bcstcn Mcistrrn (Ianscha, Runt,c,) nach der N,Uur auf^snrmmcn. Wien bciBcrniann. Tucrfolio. d< Vl. aus dcmErzherz. — Ansichten, malerische ünd mcrlwuidigc der verschieden»'»! ^co'.'inzeu dcr rstcricichischrn Monarchie. Wicn bei ?irtaria, W5 Nl. aus den, Erzncrj. — I. Alt: Ansichten au« dc», Alpen dcr ostcrr. Monarchie. Wicn bci Ticntscnbln. i2Heftc>>«B!. — Erinncrnnacn an Nicdcröstcrreich, Wien bei Trentscnefn, 4» Vl. — G. Pezolt: Dir interessantesten Punkte uon Salzburg, Tirol und dem Salzlamniergut, Iit!,ogr. von Nicßbcrgcs, Salzb. bci Oberer. <«»Ä,

    Das

    Orzherzogthnm Desterreich

    mit Salzburg.

    «. Das Land.

    terreich ob und unter der Enns mit Salzburg erstreckt sich von «9° 44' ütt" bis 44° östlicher Länge, und von 4«" 57' 35" bis 48" 4

    ») Tirol stthl auf dtl achten Ttuse. nicht auf der ssebtnttn. «ic es Teite , dcr tlsten«»tyti' ll>ng »rißt.

    8

    G e b i r g c.

    Dem Crzherzogthum gehört eigentlich kein Haupt. Gebirgszug mit seinen brisen Seiten vollkommen an; drei Gebirge sind es aber, welche dasselbe begranjen und zum Theil durchziehen.

    ,. Die r h ä t i s ch e n Alpen, welcke mit dem Nindbach spitz in Salzburg eintreten, und deren Gräte bis zum Weinschablkopf die Gränze gegen Tirol und Illirien (Kärnlhcn) bildet, dann in nordöstlicher Richtung das Land eine kur^e Strecke durchzieht, mit ihren Niderlagen das Salzburgische Llingau erfüllend.

    Vom Meereck bildet die Gräte dann noch eine kurzc Strecke die nördliche Gränze des Salza^sreisks gegen Steicrmark. bis mit dem Schott wieneck sic ganz in fieses Land tritt. Tie rhätischen Alpen nehmen bekanntlich vom Dreiherrnspitz ken Namcn ,n o ri sch e Alpen an (Salzburger Alpen), heißen aber im Lande sett st die Tauern, oder das Tauerngebirge, und zwar schon rom Wmtbachspitz an, ncben welchem gleich der Krimmler Tauern liegt. Die hocksten Puncte der Gräte sind: der Nindbach spitz (der südwestliche Punct des Landes), der N au ch k e ssrl sp i tz. ».3ü?', Prettauer Spitz , DrejherlN spitz, Geistkogl, Ober - und Unter. Sulzbacher Venediger Il,.ü^0', der hohe Narr «O.U2!>^ der S onnt> lick 9.252', Tramerk 0 gl, W i n d i sch sp i tz, Neuner» sogl, Herzog Ernst 9.3Ü4', Woigstkogl, Ankogl l«.2!)»', Arkogl. Weinschablkvpf. Schoderkorn, Prettenhoru. Toppe nkar spitz 5.2»4', Nolhhorn 7.504', Koch.Mandl,WindSfeld. Nun senkt sich daö Gebirge hinab zum Nathstädter Tattern 5.000'. Jenseits desselben folgen: der Hundöfeldkopf 7.l^2«', das Svnntagskar und der Meereckspitz. Cs wurde schon in der Schilderung von Tirol bemerkt. daß dieser Hebirgszug durch seine zahlreichen Niderlagen gen Nordest ausgezeichnet sey, und auf der hier bezeichnelcn Strecke ist dies noch mehr der Fall. Nicht weniger als ,2 Kauptlhäler werden durch die nordlichen Widerlagen der Gräte gegen das Salzalhal gebildet, welche, je weiter gegen Osten, immer länger und breiter werden, so wie das ganze Gebirge in dieser Richtung an Hohc abnimmt, und seine Verzweigungen breiter sich abdachen. In diesen Widerlager» finden sich sehr bedeutende Höhen, wie im Achenlhal: der Schliefer> spitz ), Fcderk 0 pf; im obern Sulzbachlhal derWartk 0 pf, im untern Sulz« bachthal der H un d s ki r ch spi tz ; im Habachlhal der Schafkopf, Habachkopf. Mauchk 0 gl; im Hollersbach der Tristk 0 pf; im Felberlhal der 3 andeckk 0 pf, im Etubbachlhal der <3 isk 0 gl, die Kapruner Thörc, das Kitz steinh 0 rn ; im Kapruner Thal das Wiesbach Horn io.«00'; im Fuscherlhal der Schwarzkopf «.747'; in dcr Nauris der Kolbenkarspitz, der S i l b e rp sen n > g «.2U/, ter Zinken; im Gasiciner Thal der Kreuzkogl o«52'; im Anlaufthal der Tischlersp ,' tz; in der Kö

    ») Immer von tcr rcchlcn Thawand i« verstehen, und an dieser uo» Ti',5 «ach Nord.

    9

    Vom Weinschabl. wo die Alpen sich nördlich wenden, ändert ter Zllg insofern seinen Character, daß er im Ganzen um 2 bis 3,000 Fuß fä«t, und nun auch nach Südwest größere Widerlagen enlsendet, breitere und längere Thäler lullend. - Erst 3U Meilen weiter östlich berührt dieser Centralalpenzug wieder die österreichische Gränze mit dem Semmering. Sie ist bis 5,000' Kohe herabgesunken, und hat im Wechsel ihren letzten bedeutenden Aufschwung. Das Leithagebirge bildet die letzte Stufe gegen der Donau hin. Auch in diesem letzten Zuge tritt das Gebirge nirgends weit m das ^nd hinein, und die Grate bildet größtemheils die Gränze.

    Die höchste Vergspihe in dem ganzen Zuge, zugleich die größte Hohe im ganzen Lande, ist der Ober -Sulzbacher Venedig er vvn 1 >.<>22', noch nicht erstiegen, wai fast bei allen Gipfeln westlich vom Glöckner der Fall ist, Sein Gipfel ist eine dceischneicige steil emporsteigexde Eisnadel. Mehre Reihen ü bis sj hoher und eben so breiler Dämme aus Sand lind Gerölle erschweren den Zugang zu dem Gletscher, welcher denselben umgiN. Dieser wölbt.sich übrigens sanft aufwärts und bildet eine sehr l)ohe und geräumige Eishalle. l«2» versuchte ter Erzherzog Johann dessen Beste!» gung vom unlern Sulzbachlhale aus, der Sturz einer Lawine nöthigte aber 30 KI. unter dem Gipfel zur Umkehr. 4 Stunden braucht man zu den letzten Alphiitten am Fuße des GlelscherS, von da auf len Gipfel 7 bis <» Stunden; im Rückwege müßte man auf dem Gletscher au einer Felswand übernachten. — Der Glockner gehört, wie bereits erwähnt wurde, nach Kärnlhen; aber von ihm geht eine kurze Widerlage nörd» lich aus, welche mit dem Embachhorn in das Salzatha! abstürzt, und in dieser ragen zwei bedeutende Spitzen empor, nämlich die Gl 0 cknerin und das Wiesbachh 0 rn !i.2l»7', welches aus dem Fuscherlhal fast 7,000' senkrecht emporsteigt. Es hat, wie der Glockner, einen Doppelgipfel, daS große und kleine Horn, und unter dem Gipfel hoch über der Schneelinie eine große Felsenhöhle, die heidnische Kirche genannt. Nur einmal wurde dieser Riese, im vorigen Jahrhundert, von drei Fuscher Bauern erstiegen. Das Embachhorn wird oft bestiegen, da es die schönste Aussicht der drei Pinzgauer Thäler bietet. Der Vrennkogl ist fur den Mineralogen in Salzburg, was der Oreiner in Tirol. Sein Gipfel ist ein furchtbares ötes Chaos eingestürzter Felsen. — Der letzte ausgezeichnete Gipfel nach Osten ist der Ankogl (Ciskogl, Platlkogl) 10.2!)!'. Er steigt aus dem Anlaufthal hinter Gastein empor und wurde lerrits mehrmals erstiegen, was jedoch immer lebensgefährlich ist. Nur von der west» lichen Seile ist ihm beizukommen; man braucht 7 Stunden.

    2. Die tiroler oder d eutsch en A lv e n treten zwischen dem ZN und 35" nördlicher Breite in das Gebiet von Salzburg ein, und ziehen als „österreichische Alpen" nördlich von der Salza und der Enns. Von der Traun bis zum Durchbruch der Enns bittet der Hauptzug die Gränze gegen Stcicrmark, welche aber von letzterem Punkte auf einen nörtlicheren Nebenzug übergeht, bis sie in der Gegend der Quellen der Leitha auf den Semmering springt, welcher diese mit den erstgenannten Alpen verbindet. Die österreichischen Alpen sind der östliche Theil der Kalklette, welche dem Central-Alpenzug nördlich parallel läuft. Sie bilden nicht sowohl einen ununterbroche» nen Gebirgszug, als vielmehr einzelne Gebirgsstöcke oder Gruppen, durch lief einge-schniltene Thäler getrennt, welche den Durchbruch der Gewässer bezeichnen. In der Regel tragen diese Gruppen ein Plateau. über welches einzelne Rücken und Spitzen emporsteigen. Die meisten stürzen gegen Süden in Langcnthäler sehr schroff ab, gegen-Norden aber entsenden sie scharfkantige Widerlagen. Oede Wildheit ist der Charakter dieser Gebirge, welche reich an groltesken Felsenkolosscn und an pittoresken Seen sind, wenn sie auch nicht die großartigen erhabenen Massen der Centralkelte erreichen. Die bedeutendsten dieser Gruppen sind:

    «. Das steinerne Meer, zwischen der Saale und der Salza, Lü bis 3ö"

    10

    nördlicher Breite, eine der ausgezeichnetsten Partien der österreichischen Alpenwell, Der eigentliche Etock, das steinerne Meer, ist ein Felsenplatrau von 7.ZUN' Seehöhe, « Stunden lang, gegen t Stunde breit, aus welchem sich einzelne Klippen noch um 500 Fuß erheben. Die Benennung ist äußerst treffend, denn wirklich gleichen die öden Kalkfelsen mit ihren muldenförmigen Vertiefungen versteinerten Meereswogen. Un» zählige Nisse, Klüfte und Abstürze durchirren dasselbe, in deren Grunde sich eine spar-liche Vegetation findet, weßhalb Schaafe über Sommer hinaufgetrieben werden, deren aber viele verunglücken. Man ersteigt das steinerne Meer entweder von Saalfelden über die Weißb ach scharte, wo man eine entzückende Aussicht über das Pinzgau und die Hochalpen hat, oder vom Königssee in Verchtesgaden, über den Fundensee, in 6 Stunden. Zusammengelegte Steine (Tauben) bezeichnen den Pfad durch diese Einöde. — Vom steinernen Meere krümmen sich 2 Bergrücken nordöstlich und nord-westlich parabolisch um den Königssee, welche zugleich die Gränze gegen daS hier tief in das österreichische Gebiet hineinreichende Berchtesgaden bilden. In diesen liegen der Hundstod, das See Horn 8.lU3', das H o chei s 8.234', welches durch das wilde Wimbachthal vom Watzmann getrennt ist, die drei Brüder, mit welchen der Rücken Oesterreich verläßt. Jenseits der Saale sieht hier noch das Sonntags Horn O.l08", bei Unken. Der nordöstliche Zug hat die übergosseneAlpe 9.252', das Ha> gengebirge, den Göll (oder Göhl) 8.030'. welcher mit dem Untersberg zu> sammenhängt, der in die Salzburger Ebene abstürzt. Das ganze Gebirge hat densel. ben Character wilder Zerrissenheit. Der Untersberg. berühmt durch Marmorbrüche und Sagen, ist merkwürdig durch seinen breiten Nucken, über l Stund« lang, ^ breit, der terrassenartige Erhebungen und gleichfalls seinen höchsten Punkt in Süb»n hat, den Berchtesgarner oder hohen Thron 5.864'; der Salzburger hoh« Thron hat nur H.7ö<>' Eeehöhe. Man ersteigt ihn am kürzesten auf der Salzburger Seite, von Glaneck, in 4 bis ü Stunden über die Leopoldskronalpe. Um den ganzen Nucken zu durchwandern, braucht man ö bis 5 Stunden.

    Zu dieser Gruppe gehört auch das Tann eng ebirge, nur durch len Durch» bruch der Salza vom Hagengebirge getrennt. Es ist ein 3'/, Stund« langer Stock, an dessen Sütrand das Naucheck ?.«»«'. emporsteigt. — Unter den Bergen, welche nördlich von dieser letzteren Gruppe gegen die Ebene hin stufenweise sich abdachen, ist der Geisberg 4.N72", östlich von Salzburg. bemerken«n»,rth, Seine Lage er< schließt ein überaus malerisches Panorama, weßhalb «r sehr häufig bestiegen wird, um so mehr, als seine Besteigung gefahrlos und bequem ist. ')

    2. DieD achsteingruvpe zeigt ähnliche Verhältnisse: auch hier umschließen lw«, nördlich auslaufende Rücken den Hallstädter Tee. Der Hauptrücken dieser Gruppe läuft mit dem Cnnstdal parallel und endet mit dem Grimming. Auch hier steigt der höchste Gipfel aus dem südlichen Rand empor: es ist der Thorstein, so genannt, weil sein Doppelgipfel, der eigeMliche Thorstein und der östlichere Dachstein, gleichsam ein Thor bilden. Da man dieses aber nur von dcr steiermärkifchen Seite sieht, so ist der Name Thorstein auch nur dort gebräuchlich; in Oesterreich heißt daS ganze Ge> birge Dachstein, obwohl dieser Name eigentlich der östlichen Spitze zukömmt. Ueber den Thorstein läuft die Gränze zwischen dem salzburgischen und dem SalzkammergutS< Gebiete: er gehört also jedenfalls ganz dem Erzherzogthume an. der Dachstein aber bildet die dreifache Gränze zwischen Oesterreich, Salzburg und Steiermark und wird insbesondere zu dein letztgenannten Lande gerechnet. Der Thorstein ist ein ungeheurer Felstnlhurm, welcher auS dem Gletscher, der ihn von 3 Seiten umgibt, fast senkrecht emporsteigt. Er wurde bisher nur zweimal erstiegen, durch den kaiserlichen Jäger Ja»

    ') Ios. Varberini: Vanorama oom Gipfel des Oeitberges a Vl, Qxelfoi.. Gahburn, 'ü'»«

    n

    sob Buchstelner aus Schladming in Steiermarl'. das letzte Mal I823. Die Besteigung erfordert 2 Tage und geschieht am besten von Filzmoos oder Vchladming am südli-chen Fuße. Man steift durch die Windlehenscharte zu dem Felsengipsel hinauf, den man auf dem Gletscher nördlich ganz umgehen unv dann an der südlichen Wand ersteigen muß. ')

    Der Hauptrücken dieser Gruppe läuft mit dem Ennsthale parallel und endet mit dem Grimming.— Vom Dachstein geht links der schmale Nucken der Neiß» wand aus, die Gränze gegen das salzburaer Gebiet bildend, welche mit dem Laufner Berge in das Ischler Thal abstürzt. Jenseits desselben steht der Z i n-ken. der mit dem westlichergelegenen Echafbergeund dem ösilichcnH b 11 e n gebi rg e zus.munenhängt. Dieses ist ein ausgezeichnetes Felftn^ Plateau von fasi 8 Stunden?cing?, dessen nordöstliche Spitze der K ra n a b i th sa tt cl, 5.58ü", seiner Auelicht wegen be< rühmt ist. Man ersteigt ihn von Langbath in 3 Stunden. Der Schafberg, H.«3n 3'/,, Stunden und kann bis z>< den Almen, '/2 Stunde unter dem Gipfel, beaucm reiten, Scit <^3ü steht auf der Alm ein Gasthaus. Unmittelbar von der Schneide des Gipfels stürzt der Berg senk' recht bei eoo Fuß ab und hat von dieser Gestatt, die weithin ihn erkennbar macht, den Namen Teufelsabbiß oder Tcufelshorn erhalten. Unter dieser Wand liegt ein mächtiger Wall von Felsentrümmern, der einen Nessel umgibt, welcher einen klei« nen See enthält. — Westlich vom Dachstein lauft ein ausgezeichneter Nucken mit dem Kri p p enst ein, e,3?2', und Sarstein. vor welchen die Traun sich ihr tiefes Rinnsal riß. Der Sand ling, 5.4L8', stellt die Verbindung mit der folgenden Gruppe her.

    ^. Die Gruppe des großen Priel oder das t 0 dte Gebirge ist ein sehr ausgezeichnetes Nückengebirge von mehr als 12 Stunden Länge vom z 0 h e n Schrott bis zum Waschen eck, welches aber größtentheils zu Steiermark gehört. An seinem nördlichen Nande steht der große Priel (Größtenberg), eine Felscnspihe ven7/144', welche sudlich, besonders aber nördlich sehr schroff abstürzt. Die Teufels» mauer, eine äußerst scharfe Gräte, verbindet ihn mit den, kleinen Priel «.?4V. Man ersteigt den Priel aus dem Hmterstoder Thale auf einem beschwerlichen, aber nicht ge> fährlichen Pfade in 7 Slunden; den Gipfel bildet ein sehr schmaler Kamm verwitterter Kalkfelsen, von dem sich beiderseits ein I.lwn Klafter liefer Abgrund abstürzt. Ueber diesen Kamm hinüber erreicht man die Spitze, welche etwa für lo Menschen Naum hat. Die Aussicht ist überaus großartig, vom Kahlengebirge biz z:t den tiroler Alpen, namentlich die Kette der steierischen Tauern steht ganz vor dem Wicke. '^) — Im südlichen Nande erhebt sich das Waschen eck zu 5,e<»3 Fuß. ^ Nördlich vom todten Gebirge stehe» mehre einzelne, gegen Norden an Höhe abnehmende Gruppen. 6>eich> sam Dämme, unter denen tcrKaßberg, die Falkenmauer, hohe Salm und derT raun stein, .-..3^2', die bedeutendsten sind. DerTraunstein ist merkwürdig durch die Linie seine« Gipfels, welche, von der Poststraße bei Lambach gesehen. das gegen Himmel gekehrte Profil Königs Ludwig xvi. darstellt. Man hat auf seinem Gipfel wohl eine schöne Aussicht, aber die Ersteigung ist äußerst beschwerlich und selbst vom Laudachsee nicht ganz ohne Gefahr.

    -». Durch das Thal der Steier ist das H 0 chsen sen - G ebi rg e (Hochsengse)

    «) «826 bcstisg ich mit NuchNciner drn Thorstei», erreichte aber »ich! den Gipfel, Siehc Wir» ncr Zeüschr, f„p KunN . Lit, ic , «829. Nro, U2. und dic folgende Ablhcilung " Stticrmarl. " ") D,c Beschreibung meincr Vcssciguüg siehe in bcr Wiener Hlilschrttc. l«A> Nro. 8,.

    vom Priel und der Falkenmauer getrennt. Dieser Rücken »st 4 Stunden lang, und ent.

    hält den Gampstein, den Größenberg, ü.6?H', häufig mit dem Priel ver« wechselt, und die Hochsense, 5.808'.

    H. Jenseits des Durchbruches der Cnns wird das Gebirge immer zerrissener, ver> worrener ; doch läßt sich ein bedeutender Rücken nachweisen, der vom Högerberge, 3.843', über die St»«mpfmauer, GamS stein, Falkenwand mit dem Hochkar, 5.«92', sich an die Dürnsteiner Gruppe anschließt. Der Dürn» stein, 5.023', hat einige Aehnlichkeit mit dem Dachstein. Auch hier umgeben Himmel« hohe schroffe Klippen gabelförmig lie Lunzer-Seen, westlich mit dem Heyberge, östlich mit dem Scheiblingstein, 5.1l0'< endend. Zur Dürnsteingruppe gehört of» fenbar auch der Oet scher, 5.9«»', eine imposante Felspyramide, dessen vorgeschobene Stellung ihn zu einem Merkzeichen des Landes macht. Man ersteigt ihn von Milter« bach in ? Stunden; sein Gipfel ist ein kahler Kamm, der ein Kreuz trägt.

    «. Die Schneeberggruppe. Erst 10 Stunden östlicher taucht wieder ein be« deutenderes Gebirge empor, welches in « Äbtheilungen zerfallt, den Schneeberg, dessen höchster Gipfel e,5!,6' hoch ist, und der durch das Echwarzathal (Hölienthal) von der Raralpe 6,5 l?'. getrennt wird. Letztere bildet ein Plateau von « Slun» den Lange, der Schneeberg aber ist die durch ihre Fernsicht und pittoresken Umgebungen so berühmt gewordene Alpe, welche das nur 10 Stunden entfernte Wien mit zu sei» nen Umgebungen zählt. ") Seine günstige Lage, fast unmittelbar am Wiener Becken, seine bedeutende Höhe, (er hat 1.458 Fuß mehr als die Schneekoppe) erschließen auf seinem Gipfel ein Panorama, dessen Diagonale 100 Stunden beträgt. Nur in die Alpen ist die Fernsicht weniger ausgezeichnet, als man lange glaubte: denn der Dach» stein ist der entfernteste Punkt, der sich mit Sicherheit bestimmen läßt. Auf dem öst. lichen zweiten Gipfel steht ein Granitblock, mit einer Inschrift zum Gedächtniß der Anwesenheit Kaisers Franz 1«05 und 1807. Hier stürzt der Verg beinahe senkrecht 1.00« Klafter in das Vuchberger Thal ab. Auf der Westseite bildet der Kuh schnei berg eine große niedrige Terrasse. — Nordöstlich an dleser Gruppe lauft ein ziemlich charakteristischer Rücken, mit dem Schwarzkogl (noch zu Steiermark gehörig), dem Goller, 5.5? l/, und dem Gippel, 5.873'.

    7. Das Kahlengebirge («on» cetlu«) oder der Wienerwald, hat seinen Ursprung am Oippel, wo bei dem Preineck ein ziemlich kenntlicher Rücken austrilt, die Gränzr der Kreise unter und ob dem Wiener-Walde bildend. Er geht gerade nördlich über den Hochkogl, Heger, von wo die Rei sa lpe, 4.483', austritt, wendet sich hier östlich über den Iochart auf den Unterberg, 4.24»'. Dieser bildet eine bedeutendere Masse mit mehren Ausläufern nach Süden. Der Rücken geht d

    ') Embel, Schilderung der Gebilgsaegrnd um den Schnrebcrg ,c, 8. Wien 1803 . m. Kxp f. «. A. Schmidl. der Scknecbclg ,'n U„tcr°st«rrt iiazcll. 8, Wie» ,nZ,. m, Kupf. >'r, I. A. Schult««. Ausfluge «ack dem ^chnecbcrge ,c., mit bei»«' fu«l«r licinen Fauna und Flora ,?. Zweit« «lufl, 8, Wien wu? , mit ? Kopf. und «ine» Karle.

    ") «l. 3. Groß, d« Kal),«nbcr, und seine Umgebungen, s. Wien »»32.

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    Wien und entsendet von diesem mit dem Hauvtzuge parallel einen Rücken mit dem Hermannskogl, 1 7l«', und LeopoldSberg, 1.««»', welcher,ur Donau abstürzt.

    8. Der Vöhmerwald erfüllt mit seinen Ausläufern das Land am linken Donau» Ufer. Vom Plökel stein an bildet sein Hauptrücken eine Strecke der Gränze gegen Böhmen. Das ganze Land ist eine Terrasse mit tief eingeschnittenen Wasserläufen. Ihre größte Erhebung scheint sie unter 32", Za bis 50' zu haben, wo auch die Donau, sie durchbrechend, ihre bekannten Stromschnellen bei Grein hat. DasMan», harts-gebirge ist ein Steilrand gegen Osten, von welchem noch einige Hügelreihen gegen das Marckfeld sich abdachen.

    Salzburg und der ganze südliche Rand des Landes ist Alpenland, das Donau« thal selbst bis zum Kahlengebirge größtentheils Hügelland. Im Salzburgischen nehmen die Gebirge über !>n, unter der EnnS 120 lH Meilen ein. An großartigen Natursce, nen steht Salzburg weder hinter der Schweiz, noch hinter Tirol zurück; die Unzu« gänglichkeit der Pinzgauer Seitenthäler hinderte aber, daß sie nach Verdienst bekannt wurden. Das Salzkammergut ist von guten Straßen durchschnitten und daher berühmter geworden, besonders seit die Ischler Sodenbäder emporkamen. Die kolossalen Massen der norischen Alpen bieten den erhabensten Anblick, die Kalkalpen sind es aber, welche den höchsten Reichthum romantisch pittoresker Vilder enthalten. Ihre kahlen himmelanstrebenben Felsen, in den abenteuerlichsten Formen zerrissen nnd ze» klüftet, voll Seen, Engpässen, Kessel Thälern, von reißenden Wildbächen durchbrau« set, deren grüne Farbe über alle Beschreibung herrlich ist, geben fast mit jedem Schritte ein neues, eigenthümlich reizendes Vild, und nur die in die Thäler herab« reichenden Gletscherbildungen fehlen, um ihnen den Hochsien Reiz zu verleihen.

    Gletscher bedecken den ganzen Zug der rhätischen Alpen bis zu ihrer Wen« dung nach Norden beim Weinschablkopf. Sie werden im Salzburgischen „Keese" ge« nannt und bedecken daselbst bei « lH Meilen. So wie der Gebirgszug selbst gegen Osten an Mächtigkeit abnimmt, so auch die Gletscher, welche drei Hauptmassen bilden.

    Die Keese am Venediger sind ein zusammenhängendes Eisfeld von 4 Stun» den Länge und 3 Stunden Breite. Einzelne ungeheure Eisnadeln ragen aus ihm empor, wie der h. Geistkees-Kogl, Ober- und Unter Sulzb acher Venedi« ger, hoher Zaun. Das Ober» S u lzbacherKeeS, S ch l a ttenke es und das große Habacher Kces sind die Hauptlheile dieser bedeutenden Eismasse, und der Felbertauern scheidet dieselbe von den Gletschern des Großglockners. Diese bilden den zweiten zusammenhängenden Eiskörper von «»Stunden Länge und 4 Stunden größter Breite. Der schönste Gletscher dieser Alpenkette, die Pasterze, liegt aber schon in Kärnthen; zu Salzburg gehört das Fu scher Eiska r. — 4 Stunden lang, aber kaum 1 breit sind die Gletscher des W eißenb a ch-Kees und der S ch lapper» ebene, welche das Rauriser und Gasteiner Thal schließen Von noch geringerer Aus« dehnung sind die östlichen Gletscher am Ankogl und Weinschabl. In dem weiteren Zuge findet sich wohl ewiger Schnee, aber kein Eis mehr.

    Die deutschen Alpen haben nur 2 Gletscher auszuweisen. Südöstlich stößt an da« steinerne Meer die üb ergossene Alpe, eine ungeheure aber vereinzelte Eismasse von etwa 1 Stunve Länge, halb so viel Breite. Am Dachstein liegt ein größerer Gletscher von 3.8?0 lHIoch, der aber aus 3, durch Felsexrücken getrennten Abtheilungen besteht. Die größte derselben ist das Ka rls'Ei sfeld, nach dem Erzherzoge Karl so genannt, welcher dasselbe l8ls besuchte. ES senkt sich nicht vom hohen Thor» stein herab, wie es in den neuesten Werken noch immer heißt, fondern vom Dachstein, zwischen dem hohen Kreuz und Gjadstein. Die zweite CiSmasse, ader bei weitem kleiner, liegt am Thorstein gegen benGosausee hinab; die dritte, der todte Knecht, iwischen dem Gjadstein und Koppenkarstein. Das große Eisfeld endet in einer kleinen

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    Wand, an deren Fuße das Gletscherwasser einen Teich bildet. Man ersteigt das Karls» Eisfeld von Hallstadt in 10 Stunden, den kleinen Gletscher in 4 Stunden vom hin» tern Gosausce. — Am großen Priel liegt durchaus kein Eis, wie selbst neuere Karten noch darstellen. nur ewiger Schnee. Der Schneeberg bei Wien ist der letzte Punkt, wo sich in einigen Schluchten das ganze Jahr hindurch der Schnee erhält, am Gipfel selbst aber nur >n kuhlerem Sommer.

    Auch in Oesterreich herrscht die allgemeine Meinung, daß die Gletscher wachsen, abgesehen von den Sagen über die Entstehung einiger Gletscher, wie z. V. die über» gossene Alm, einst eine herrliche Malle. Am Hochhorn (hoher Narr) deckt der Glet» scher den alten Saumweg; <828 schmolz in jener Gegend eine Eisrinde, und der Schornstein einer ehemaligen Knaprenstube erschien. Auch die Schlapperebene ist kein uranfanglicher Gletscher. Als der heiße Sommer l?85 die tieferen EiSmassen spaltete, kamen Uebcrreste von Vcrggebauden und Maschinen zum Vorschein, welche das Eis bedeckte. Der Gletscher am Dachstein scheint der jüngste zu se»)n: denn vor 100 Jahren soll es dort nur ewigen Schnee, kein Eis gegeben haben, und auch dieses war vor 50 Jahren weit kleiner. Wenigstens stehen seit 15 Jahren die Sennhütten am Taubenkar verlassen, was wohl der zunehmenden Kalte dieser Gegend zuzuschreiben ist. — Die Mächtigkeit des Eises ist natürlich sehr verschieden, so wie die Gestalt der Keese selbst. Sie bilden in der Negel flache Wölbungen, von zahlreichen Klüften und Schlünden durchrissen, die in dem Salzburgischen an 2^l»' Tiefe haben. In einigen Eeitenschluchten des Oberpinzgaues reicht das Eis bis unmittelbar auf die grünen Matten des ThalgnmdeS hinab, wie z.V. in derFerleiten, im untern Eulzbach?c. — Gewohnlich stno die Gletscher von großen Schneefeldern bedeckt, wie in Tirol, welche im Sommer zahlreiche Lawinen erzeugen, hier ebenfalls Schneelähnen genannt. Das Donnern ihres Falles unterbricht allein die furchtbar erhabene Stille der Ferner« welt. Es scheint, daß die Lawinen hier weniger Verwüstungen anrichten, als in Tirol; die meisten Unglücksfalle treffen auf den Tauernpässen unvorsichtige Wanderer.

    Gebirgspässe.

    Die wichtigsten sind jene der Centralkette, die Uebergänge über die rhätischen Al» pen, in Salzburg und Steiermark Tauern genannt. Sie sind größtentheils Steige, einige nur Saumpfade, ein einziger Fahrstraße. Von West nach Ost folgen als die merkwürdigsten: der Krimmler Tauern, derFelberTauern, Kalser Tauern, Nauriser oder h. Bluter Tauern, 8.283", Naßfelder oderMalnitzer und der Rad städt er Tauern, 5.098'. Einsattlungen, durch welche, oft in der Region des ewigen Eises, die Steige aus einem Hochthal in ein anderes führen, heißen Scharten, wie z. B. die Pfa n d l sch ar t e am Glockner, die W 0 igstscharle am Ankogl, die G ollingsch a rt e am Hochgolling. (Vergleiche den Abschnitt Han» del, Straßen.)

    Thäler.

    Oesterreich hat zwei Hauptthaler, dasSalza - und dasD 0 nauthal. Das Salza-thal, daS bedeutendste im Herzoglhum Salzburg, ist in seiner obern Hälfte bis St. Johann ein Längenthal und hat zahlreiche Nebenthaler. Unter diesen ist das Saal-lhal das bedeutendste; die übrigen ziehen sich von den Tauern herad, größtentheils Engthäler, welche aber gegen Osten immer länger und breiter werden; viele münden mit einem Engpasse. Einige haben eine Seehöhe von s.6vu bis 3.2W Fuß, und im Lungau haben die tiefsten Thalgegenden schon 2.uu« bis 3.300' Höhe; Dienten hat

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    sogar 3.500". Das Dvnauthal, durchaus ein Längenthal, hat gleichfalls seine meisien Nebenthäler an der südlichen Seite, wie das Traunthal, Ennsthal, Ips - und Trai» ftnthal. Nördlich sind das Kamp. und Marchlhal die bedeutendsten. Die Englhäler heißen in Oesterreich gewöhnlich „Gräben," die Kesselthäler "Vdden," besonders in den Hochalpen. (Ausführlichere Angaben folgen in der Topographie.)

    Ebenen.

    Oberösterreich besitzt nur wenige Ebenen, eigentlich nur größere Erweiterungen des Thalbodens, wie bei Saalfelden, Salzburg, Schwannenstadt. Di« größte ist die Wel> ser Haid», zwischen Linz und Wels, 8 Stunden lang. Unterösterreich hat eine be» teutendere Ebene, das sogenannte Wiener Becken. Sie mißt in ihrer größten Lange von Neunkirchen bis Marcheck l2 Meilen, in der größten Breite vom Bisam» berg bis zur Marchmündung fast 7. Die Donau theilt sie in 2 Theile. Am linken lifer liegt das Marchfeld, von der Donau, March, Hochleiten und dem Visamberge begränzt. Seine größte Länge beträgt «/", seine größte Vreite 4," Meilen. Der Theil am rechten Ufer wird durch den Wienerberg wieder in 2 Haupttheile getrennt. Un< mittelbar an der Donau liegt die Wiener Ebene mit der Simmering er Haid«. Jenseit« deS Wienerberges liegt das Stein feid, üV, Meilen lang, gegen » breit. Sein nördlicher Theil wird auch Neustädter Haide genannt, an welche wieder die Minkendorfer stößt, so wie östlich hinter der Leitha das Ungarfeld. Das Steinfeld ist eine große sanfte Abdachung vom Schneeberge gegen die Donau, zwischen der Schwarza und Leitha. Der Boden senkt sich allein von Neunkirchen bis Neustadt mehr als 312 Fuß. — Eine ansehnliche Erweiterung des DonauthaleS ist das Tul< nerfeld, durch den Strom von dem Wagram (Wachrein) getrennt. Diese Ebene hält 8 Meilen in der größten Länge von Krems bis zum Visamberg« und «^ in der größten Vreite zwischen Kirchberg am Wagram und Heil. Elchen.

    Höhlen.

    Die rhälischen Alpen haben keine Höhlen aufzuweisen, wie Urgebirge überhaupt, doch befindet sich am Wiesbachhorn die h ei d ni sch e Ki rch e. Es ist eine Höhle vom Fuscher Thal auS sichtbar, hoch über der Negion des ewigen Schnees. Die öster« reichischen Alpen sind ziemlich reich an Höhlen, aber keine ist ausgezeichnet durch Größe, Bildung oder Stalaktiten; die nördliche Kalkkette steht hierin der südlichen weit nach. Eine der bedeutendsten ist der Scheukofen am Hagengebirge. Der Eingang ist 30' breit und 1«' hoch, ein enger Gang von etwa

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    Windloch am Tannberge bei St. Ulrich, in welchem man einen Wasserfall brausen hört. In Oesterreich unter der Enns findet »nan am Oetscher 3 Höhlen, das Tauben« loch, eine große Halle, sogenannt von den darin nistenden Vergdohlen (iv.vclic<,r«x »>>'.). Man kömmt aus tiefer in zwei noch kleinere; in der letztern ist eine Cascade. Das Geldloch enthält gleichfalls einen Wasserbehälter. Bei Buchberg am Schnee-berge ist die unbedeutende A l lelu j a h ö h le. und bei Baden das S ch el m en lo ch, nur 2 Klafter weit, 2'/- hoch. Bedeutender ist das Fa lkenst ei n e rlo ch bei Schott» wien, welches der Sage nach durch den ganzen Bergrücken geht und in dem jensei» gen Thale, der Prein, mündet. — Auch EiSg rotten gibt eS in den Alpen. Im Untersberge, über dem Mückenbrunnen, links von der Mittagsscharte, ist die schönste. Ein lH' hohes Thor fuhrt in einen unterirdischen Saal, ganz mit Eis bekleidet, dessen Hintergrund ein gefrorner Wasserfall bildet.

    Engpässe.

    Neicher ist das Land an Engpässen, gewöhnlich "Klamm" genannt, wie in Tirol. Salzburg liegt nur gegen Norden offen, auf den andern Seiten ist der Ei»' gang nur durch eiuen Cngpaß möglich. lVergl. Kriegswesen). Am bekanntesten ist die Klamm, welche südlich von Lend den Eingang in das Oasteiner Thal bildet. Es ist das Rinnsaal, welches sich die Actie gewaltsam durch die Felsen brach. Diese ungeheure Kluft ist über eine Stunde lang, und nur an wenigcn Stellen hat die Straße Platz an den thurmhohen senkrechten Wänden. Erzbischof Lang machte die Klamm fahrbar ; aber erst unter Kaiser Franz l, wurde die Straße theils in die Felsen gesprengt, mit Vögen mUeimauert. und die gefährlichen hölzernen Brücke» beseitigt. Allmählich steigt man aufwärts zur Klamm höhe, dann senkt sich der Weg hinab zur Ache, die man bishcr nur in der Tiefe brausen hörte, und man erreicht die engste Stelle, den Klamm paß. einst durch ein Thor gesperrt. Die Lendbrücke führt hier an das rechte Ufer, und man erreicht noch eine Enge. einst gleichfalls durch ein Thor geschlossen, und durch die Veste Klamm stein geschützt, deren Ruinen im Gehölze noch sichtbar sind. , Noch wilder ist die benachbarte ArlKlamm, am Ausgange des Großarlthales. Der Wildbach hat hier durch mchr als LW' hohe, oft senkrechte Felsenwände eine Kluft gebrochen, die am engsten Orte nur 28' breit ist. Von St. Johann führt eine Straße durch Oberarl über den Arlberg nach Großarl; auf dieser Höhe sitht man in die Kluft hinab, in der immer nur eine Art von Dämmerung herrscht. Die Klamm selbst ist nur mit Gefahr zugänglich. — Auch die Rauriser Ache mußte sich durch einen Engpaß ihren Ausgang in das Salzalhal erzwingen. ES ist das Kihloch bei Taxenbach, eine nur 18 bis 24' breite Klamm zwischen mehr als luv' hohen senkrechten Felswänden. — Die Pinzgauer Hohlwege sind noch jetzt eine gefürchtete Passage. Eine Stunde nördlich von Saalfelden verengt sich das Thal, welches die Saale durchstießt, bis auf 1.00« Fuß und laßt der Straße mei« stens nur für einen Wagen breiten Raum. Vis 4.0NN' hoch ragen senkrecht, oft überhängend, die Bergwände beiderseits empor, von denen häusige Felsenblvcke herabstürzen.

    Am merkwürdigsten ist aber die Seisenb erger Klamm, ein würdiges Seitenstück zur Schnanerklamm in Tirol. Eine Meile südlich von Loser, an der Straße nach Saalfelden, öffnet sich östlich das Weißbachthal am Hirschbühel, in welchem sich diese NalUrmerkwürdigkeit befindet. Es ist eine tiefe Schlucht, oder besser eine lange schmale Felsenhöhle mit mehren Abtheilungen, von einem Gießbache durchbrauset. Lange blieb dieselbe unbekannt, bis zur letzten Holztrifflcommission zwischen Baiern und Oester-reich. Der König von Baiern ließ eine Treppe herstellen, auf welcher man nun bequem zum Eingang gelangt und dann auf einem Stege über dem Vache fortwandeln sann.

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    Die Felsenwände berühren sich fast m der Höhe und lessen nur einen schmalen Streif Tageslicht erblicken. Am Ende der Klamm stürzt der Vach sich Herrin, imd sein Was. serstaub bildet den herrlichsten Regenbogen. — Durch diese Klamm führt der nächste Weg aus dem Pinzgau über den Hirschbühel nach Berchtcsgaden. — Die Oefen unterhalb des Passes Lueg sind eine enge Felsenkluft. durch welche die Salza sich dcn Durchbruch er;wu»gen, die aber zugleich von ungeheuren herab- und übereinander gesiurzten Fclsenmassen so angefüllt ist, daß man nur an einigen Stellen z» dem wild« schäumenden Fluß hinabsteigen kann. Parkahnliche Wege machen dieses Schauspiel so viel als möglich zugänglich; der Herzogsstein ist der beste Standpuntt. — Der Paß Lueg selbst ist nur 4.^ breit.

    Im Traunkreiss ist der Engpaß am Koppen, wo die Traun sich durch die Fei' sen ihr Belt brach. Unterösterreich hat mehre: Die Erlafmanern zwischen ScheibS und Gaming. Die Steinapiesting, bei Guttenstein nächst dem Schneeberge, ist eine enge Felscnfluft, 1«3 Schritte lang, von der Piesting durchbrauset. Ueber den Vach ist eine Brücke der Länge nach geworfen, welche nicht mehr als Wagenbreite hat. Ein ähnliches nur kleineres Schauspiel bietet die Sau rüsselbrücke im Nah thal hinter dem Echneeberge. Eben da ist das Netsthal, eine wilde Felsschlucht von '/, Stunde Länge. Bei Schottwien ist der romantische aber kurze Engpaß "die Klamm" mit der gleichnamigen malerischen Ruine. Eben daselbst ist der Adlitz' graben, ein Engthal von 2 Stunden Länge, wclcheS sich an mehren Stellen zur Schlucht verengt, wie gleich am Eingänge „am Stein." Vei Stixenstein ist der Sckrottengraben, einer der wildesten Felsenpässe, mit unsrer lieben Frauen Tritt, zwei fußtrittähnlichen Eindrücken in einer Höhlung der Felsenwand Sehr romantisch ist der Nestelgraben am Schneeberge, und noch wilder die Gahnsriese, eine ungeheure Kluft, welche sich von Neichenau den Verg hinaufzieht. — Am linken Donauufer sind keine Engpässe namentlich bekannt; aber die tief-eingeschnittenen Waffelläufe fast aller dortigen Gewässer sind reich an romantischen Schluchten, wie z. V. die Engen der Krems von Hohenstein bis .Kartenstein, eine furchtbare Wilrniß, wo selbst kein Fußpfad an den schroffen Felsenwänden führt, durch welche der Fluß sich sein Vett gegraben hat.

    Bergstürze und Erdfälle

    sind in Salzburg kaum seltner als in Tirol, im übrigen Lande aber weniger häusig. Namentlich der Schluß des vorigen Jahrhunderts war für Salzburg furchtbar durch derlei Erscheinungen. 1794 siürzle plötzlich ein Theil des Thonschieferverges ein, an dessen Fuße das Dorf Embach liegt, und riß Wald, Straße und Brücken hinab in die Salza. Diese wurde dadurch gesperrt, und es entstand ein See von lao' Tiefe. Glücklicherweise erfolgte der Sturz in einer einsamen Gegend, und Niemand verunglückte. Durch drei Jahre blieb der Vruch in Bewegung, der 1.WN< Höbe, 1.30U' Breite und i.5mi'Tiefe hatte. — Schrecklicher in ihren Folgen war die Schlammfluth des 5. Aug. 1798 im oberen Pinzgau. Ein Hochgewitter riß im Hintergründe des Mühlbachlhales eine solche Masse von Felsen, Erde und Väu""' von den Höhen, daß das ganze Thal gesperrt wurde. Die Gewässer schwollen z»> einem See von mehr als 100'Tieft, brachen endlich durch und rissen ganze Ve^e von Schutt und Schlamm mit sich fort. In einem Augenblicke war das ganze ^?orf Mühlbach verschwunden. Vor Nieoersill theilte sich die Masse und stürzte in d,'<- Salza. Noch zwei solcher Schlammberge wälzte das Hochwasser heran, die Sah" schwoll zu einem tobenden See, dessen Flulhen an der Niedcrsiller Kirche bis zum Dache hinaufschlugen. Zum Glücke war fast die ganze Bevölkerung auf dem Wege zu den Kirchen, und so verunglückten nur sechs Menschen;> aber der ganze fruchtbare Thalboden war verheert und zugleich so Erzhcrzoglhiim Oesterreich v. Schmidt.                                                                  2

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    erhöht, daß man noch zu Niedersill in die Kirche hinab sieigt, nicht wi« vordem hinauf. — Die Stadt Salzburg ist den Felsensiürzen deS Mönchsberges ausgesetzt. Er besieht aus Breccia, welche größtenlheils durch losen Sand verkünden ist und daher schon in früheren Zeiten durch herabgestürzte Felsen Menschen und Häuser verschüttete, wie 1493, 1Sl4, 1665 ?c. Das größte Unglück ereignete sich aber am üö. Juli 1!»69. In der Nacht begruben zwei nach einander folgende Fclsensiinze ein Kloster, zwei Kirchen, 13 Häuser und 3«« Menschen. Seitdem wird scr Berg jährlich untersucht, gefahrdrohende Stücke abgelöst, und er ist größtentheils senkrecht scar, put, nur an wenigen Stellen überhängend. — Am Traunstein ist das sogenannte Geschlief. Cin Mergelschieferlager rückt hier immer weiter in den Gmuntnersee hinein und fällt von Zeit zu Zeit in mächtigen Lagen in denselben. — Die Gegend zwischen dem Alter- und Mondsee ist öfteren Erdfällen ausgesetzt, l?»? ereignete sich ein Crtfall am Todtenhengst bei Limb ach, l8«4, 1824 und l887 ein bedeutenderer am Graöberg bei Nodau, der ärgste aber bei Gschwend. I8ld bis 18>? »ahm diese Crdverschüttung so zu, daß die ganze Ortschaft bedroht wurde, und mehre Häuser bereits zu Grunde gingen. Der angerichtete Sckaden betrug bei 1M>0 Gulden. — Am Leopvldlberg bei W«e,n fielen mehrmals (irdfälle und Vergsiürze vor, welche die Straß« verschütteten.

    G eognostische Beschaffenheit.

    In geognostischer Hinsicht läßt sich das Crzherzogthum Oesterreich nicht mit Unrecht in 4 Abtheilungen trennen, welche in Nezug auf die Beschaffenheit und Aufeinander« folge der sie zusammensetzenden Mineralgebilde sich wesentlich von einander untel-Icheiden.

    t. Dem Alpensysteme gehört Salzburg und die südliche Hälfte des Landes unter und ob der Cnns, nämlich fast das ganze Traunviertel und die Viertel unter und ob dem Wienerwalde an.

    2.  Der nördliche Theil, aus dem Mühlriertel und dem Viertel ob dem Mannharts» berge bestehend, wird von dem aus Vöhmen sich herabersireckenden Urgebirge durchzogen.

    3.  Das in dem Viertel unter dem Mannhartsberge inselförmig verbreitete Jura« kalkgebirge, welches sich von da nach Mähren hinüberzieht, und endlich

    4.  Das mit mannigfaltigen tertiären Ablagerungen ausgefüllte Donauthal, welche« die durch da« Kahlengebirge nicht vollkommen von einander getrennten Bassins von St. Pötten und Wien in sich begreift. — Auch das Hügelland nördlich von Gmunden ist eine ausgezeichnete tertiäre Vassinbildung.

    Zu dem Alpensysteme gehören die Centralkette und die nördliche Kalkkette, welche das Land durchziehen, erstere aber zum größten Theile nur als Gränzgebirge. Die Central kettet die sogenannten Tauern, tritt mit dem Windbachspitz aui Tirol in das salzburgische Gebiet cin und besteht durchgehends aus Urgebirgs» arten, wie m Tirol, und zwar vorzüglich aus Granit, Gneiß und Glimmerschiefer, mit denen mächtige Formationen von primitivem Kalk und Cuphotid im engsten geoanosti. schen Verbände stehen. Die Felsgebijfe der Centralkctte lassen sich in 4 Formationen zusammenfassen.

    ») Granit und Gneiß Ulden den Rücken der Centralkette in einer Machtig, keit, von^!2,ouo Fuß und das Fu^anient' aller nördlichen und südlichen Auflagerun, gen. Der Granit erscheint nie isolitt u,ne Gneiß, was aber bei diesem der Fall ist.

    «^ ^« ^' !"«^^"' "°" d"' Bau der Ccnttalaipcnkcttt m> HcrzoMume Salzburg, Zeitschrift für Physik lc.«. «a»o, luZz „. ff.

    Er sieht mit dem Oneiß nicht in Wechsellagerung, ist aber durch unzählige Uebergänge in eine Formation verbunden. Dieses Gebirge ist häufig von Granit- und Oueißgängen durchzogen, und die Letztern zeichnen sich dnrch den Gehalt an creln Metallen, oorzüg« lich des gediegenen Goldes, aus. Granit in Begleitung deü Gneißes bildet den Rücken der Alpen vom Zillerthale bis zum Hollerbachthale; dann aber wird der Gneiß so vor» herrschend, daß in der NauriS und Gasiein er allein den Nucken bildet, bis in den Seitenthälern des Lungau das frühere VerlMniß sich wieder zeigt.

    >») Gneiß und Glimmerschiefer ist in der ganzen Ausdehnung der Central-kette der ersten Formalion aufgelagert. Besonders ausgezeichnet tritt diese zweite Formation imllntersulzbachtdale, Heubachthale, Felberthale, Rothgülden?c, hervor. Gneiß und Glimmerschiefer gehen häufig in einander über, nud sie stehen an mehren Puncten in Nechsellagerung, wie im Felber- und Heubachlhale. Sie haben Gänge und Lager, beide metallführend; aber in den Gängen kommt gediegenes Gold nicht vor. Uebrigens ist diese Formation meist durch die Gebilte der dritten bedeckt, daher größten-theils nur durch Grubenbau bekannt. Eine ihr eigenthümliche Erscheinung ist das wellenförmige Oebogenseyn der Gesteinslager, verbunden mit emrr Trennung der Vestand' theile der Felsarten in besondere Lager.

    c) Die dritte Formation bilden G limm e rsch i efer, E h l o r itsch i efer körniger Kalk, Thonschiefer und Euvhoditgebilde, welche der zwei» ten Formation übergelaziert sind, und, wo diese mangelt oder nickt sichtbar zu Tage geht^, der Granit - und Gneißformation. Sie folgt nicht nur dem nördlichen Abhang der Centralkette in ihrer ganzen Länge, man findet sie nicht nur im Hintergründe vieler Seitenthäler, sondern man entdeckt Glieder derselben auf den höchsten Alpen und sieht sie selbst in Pergen zu 9,U00^ emporsteigen. Diese Formation zeigt überhaupt unter allen die größte Entwickelung, beginnt am Untersulzbachtbal, wo sie vorzüglich aus Glimmerschiefer und körnigem Kalk besteht, häufig m Wechsellagerung. Gegen Osten gewinnt sie aber immer mehr an Mächtigkeit, und vom Thale Fusch an nimmt die Entwickelung des Chloritschiefers zu, der in Großarl bereits mächtige Stückgebirge zusammenseht. In der Fusch und Nauris dringt diese Formation bis zum Hauvtrücken vor und zeigt vorherrschend körnigen Kalk und Euphotid. Diese stehen im engsten Verbanle, und zeigen nicht nur Ablagerungen a„s dem Rücken der ersten Formation, sondern erheben sich selbst zu Bergen von bedn'tender Höhe, wie z. V. am Brennkogl. Im Lungau entwickeln diese beiden Gliede wieder besondere Mächtigkeit. Der Thon. schiefer spielt eine sehr geringe Nolle. l?r bildet nieist nur Auflagerungen auf die übrigen Glieder, den Cuphotio ausgenommen, und oerbintct sich mit dem Glimmerschiefer in den mannigfachsten Uebergängen, wird aber als Bedeckung selbst der höchsten Kuppen gefunden. - Im Westen ist diese Formation die letzte, welche den nördlichen Abhang bedeckt, und den Abhang der Voralpen gegen die Salzach bildet bereits die vierte Formation.

    Diese in einem „«unterbrochenen'Zuge von der Schweiz aus durch Tirol, Salzburg, die Eteicrmark und Karnthen bis nach Ungarn sich fortziehende, vielfältig verzweigte Kette der Alpen verläßt das Erzherzogthum Mich vom Nadstädter Tauern, erfüllt aber mit ihren nördlichen Ausläufern die ganze südliche Hälfte Unter - Oesterreichs , und reicht stellenweise bis an die Donau. Der Centraltheil dieser Kette jedoch überschreitet die Gränzen des ErzherzogthumS nochmals im südlichen Ende desselben, wo das im Süden deS Schwarzaflusses gelegene Dreieck, welches den Semmering und

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    Wechsel zur südlichen, dic Echwarza und den Schnecl'erg zur nördlichen Gränze hat, ssanz von Granit und Schiefergebirgen ausgefüllt wird. So sehen wir Gneiß in gro-ßer Verbreitung ain Semmen'ng bis nach Schotlwien lind dem Glockniher Thalc, den Gneiß und Glimmerschiefer in bedeutender Mödehmmg von Semmering und Glocknitz bis nach Straßdorf, Sebensieill, Pittcn nnd Froschdorf in Osten, hie »nd da, wie bei Nothengrub, l'ei Neichenau, am Fuße des Schneeberges und am Wege von St. Johann nach Vcstenhof finden sich darin auch Stöcke von Serpentin. Die Schiefer dehnen sich dann noch weiter nach Nvrden gegen Wienerisch-Neustadt aus, indem sie daselbst den letzten Ausläufer des CentralalpenzugS — das Nosaliengebirge — zusammensetzen. Auch dieses enthält an einzelnen Stellen granitische Gesteine. — Zunächst an dieseS Urgebirge gränzen von St. Johann bis Glrcknitz Gebilde aus der Ueber-gangsperiode, rothe und grüne glimmerige Schiefer mit untergeordnetem gelbem dolomitischem Kalk, grünem und rölhlichem Thonschiefer, mit dichten Kalkschichten wechselnd, — hier nur von geringer Ausdehnung — daS überall zwischen dein Centralalpenstocke und Kalkalpen umliegende Schiefergebirge repräsentirend.

    Den weiteren Naum zwischen der Centr^lkelte und der Kalkkette erfüllen die Ueber--gangsfelsgebilde der Voralpen. Unler diesen sind besonders vier Reihen merkwürdig, welche gegen Norden aufeinanderfolgen. Ein Thonschieferzug , welcher Kupferkies und Spatheiscnsiein fuhrt; ein sehr interessanter Zug dichten Kalksteins, Fahlerz führend, von Kihbüchel über Leogang; rother Sandstein mit einem Konglomerat, analog dem «!>> r^l 8!>n

    Einen wcit urößern Naum nimmt das Ka lkg eb i rg e in Oesterreich ein. Es erstreckt sich von SaiMirg bis fast an die Oedenburger Ebene, in einer Breite von 8 — 15 Stunden im ^ue^urchschnitte. Seine nördliche Gränze läuft beiläufig von Mondsee über Weißenbach, Traunkirchen, Traunstein, Michelsdorf an der KremS, Waidhofen, Ipsih, Gresien. Gaming, St. Mton, Kirchberg an der Bielach, Tirnitz, Lilirnfeld. Kaumberg, Altenmartt, Heiligentreuz. Kaltenleutgeben, Kalksburg, No-daun, Mauer, im Norden vorbei, qeht dann südlich über Gumvoloskirchen, Gaden und durch die Schwechat bei Vaden bis ^, Veit in das Triestingthal, von dort endlich über Hornstein und dic Wand bis nach Neunrkchen und an den Schneeberg , wo die Schwarza die Südgränze bildet. Dieses Kalkgebirge, waches gegen Norden meist stell abfällt, erhebt sich bis zu einer Höhe von fast

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    Mergelschichten, besonders reich an Versteinerungen. Die mergelige» Sandsteine neh< men mehr die untern Lagen ein, und finden sich besonders in der Nähe der Salzlager» statten. Sie sind durch ihre Verwitterbarkeit die vorzüglichste Ursache von den bedeutenden Veränderungen der Physiognomie der Berge. Mit ihnen stehen hie und da Kohlenflötze in Verbindung, wie bei Lunz, Kirchberg an der Violach, Heiligenkreuz, Meiersdorf an der Wand u, s. w.; desgleichen umschließen sie machtige Lagen oder Stöcke von dichtem und körnigem Thoneisenstein, der zwischen Wöllcrsdorf und Muth» mannsdorf jaspisartig ist. Bei Buchenstuben, zu Schwarzenbach, am Hocheck, bei Anna» berg, Ennsberg, beiEteier, am Hallstädter See und an andern Orten fuhrt der Kalk auch auf schwachen Gangtrümmern und in Nestern Bleiglanz, Galmei und etwas Eil» ber. Häufig erscheinen Ablagerungen vonGipö, besonders in den äußersten, gegen die Ebene hin befindlichen Kalkschichten (Heiligenlreuz, Lilieufeld, Altenmarkt, am Oetscher u. s. w,); cr begleitet ebenfalls das Steinsalz im Salzl'erg von Hallstadt, wo es in Nestern mit Gips und Anhydrit in einem selbst salzhalligen mergeligen Thone, in Form eines unregelmäßigen ellipsoidischen Stockes vorkommt, mitten im Alpenkalke, der ihn nicht nur in großer Höhe überragt, sondern auch von den Seiten umhüllt. Und sich gleichsam nach seiner Gestalt modelt. Ueberdies bemerkt man Salzquellen im Hallthale bei Kleinzell. Vei Willendorf steigt mitten aus rölhlichem Kalk eins mehr als «00 Fuß hohe Serpentinmasse hervor. Die Thaleinschnitte der Kalkalpen werden entlich sehr oft durch mächtige Bänke von Nagelflühe, Sano, Mergel und mancherlei Geschieben von Urgebilden bedeckt und überlagert; ja, ber Kalkstein selbst hat stellen-weise ein konglomeratarliges Ansehen, z. V. am Mitterberge bei Vaden.

    Gegen Norden wird das nun erwähnte Kalkgebirge von einem andern viel niedrigern Gebirgszuge begränzt, welcher gleichsam del, letzten Abfall der Alpen gegen oas Flußgebiet der Donau bildet. Er läuft so wie die Alpen von Südwest nach Nordost, und hat eine von 6 —!ü Stunden im Querdxrchschnilte wechselnde Breite. Es setzen ihn theils Konglomerate, theils der Wiener oder Karpathensandstein zusammen, so daß man mit Fug zwei Gebiete annehmen kann. Das erstere, den Kalkalpen zunächst gelegene, umfaßt noch bedeutendere Höhen, xnd fällt meist gegen Nordwest steil ab. Es wird von Konglomeraten erfüllt, tie aus in regelmäßige Schichten gelagerten Geschieben von Granit, Gneiß, Porphyr, Trapp, Serpentin, Kieselschiefer, Alpenkalk, Hornblendegesieinen und andere» zusammengekittet sind. Sie liegen meist auf Schichten von Sandstein, der, außer undeutlichen vegetabilischen Trümmern, schöne Farrenkraut» abdrücke einschließt (Waidhofen); auch haben sie mehr oder weniger thonige Kalksteine mit viel Fucusabdrücken untergeordnet, die öfters dem Toscanischen Numenmarmor ganz ähnlich sind (Klosterneubura,, Kirnlierg, Sonntagsberg). Bei Waiohofen, in der Gosau, bei Grestcn ». s. f. enthält dieses Gebiet auch Steinkohlenlager. — DaS zweite ausgedehntere Gebiet wird von Wiener Sandstein eingenommen, der eine Höhe von i.üon^l.Nw Fuß erreicht. Er seht den ganzen Wiener Wald zusammen, bildet die Berge an der Donau mit dem Leopolds, und Iosephsberge, die Berge b« Klosterneu-bürg, Höftein, Oreifensiein, gegen die Ebene von Et. Polten hin. Vei Nußdorf und Klosterneuburg wird er von der Donau durchschnitten und bildet noch zwei Verggrup« pen auf dem linken Donauufer, den Visamberg und eine Vergmasse zwischen Nieder-Hollabrun, Wilfersdorf nnd Haselbach. Nördlich reicht er bis nach Petersdorf, Mauer, St. Veit, Hütteldorf, Dornbach, Sievering, Nußdorf, Höflein, Greifenstein, Tul« bmg, Eieghartskirchen. Murstetten, Thalhein,, Pottenbrun. Im weitern Umlaufe jen-seits der Trasen ist es schwer, die Gränze zu bestimmen, da der Sandstein größtentheils von der Molasse und andern tertiären Gebilden überlagert wird. Cr zieht sich ungefähr von Wasen an der Vielach bis Kirnberg, Scheibs, Nadeck, St. Leonhard, den Sonntagsberg, St. Ulrich an der Enns, im Süden von Steier; dann drängt er sich

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    zusammen und erscheint noch am Füße des Traunsteins, um Grünberg an der Steier und jenseits Seißenburg. Weiterhin bemerkt man ihn blos stellenweise aus der Molaffe hervorragend. Er bildet stets sehr regelmäßige, meist dünne Schichten, welche mit Lagen von thonigen oder kalkigen Mergeln und dichten bituminösen Kalken wechseln, Der Sandstein ist grau, nicht besonders fest, enthält viele Glimmerschüppchen und kohlige Partikeln. Er hat ein thoniges, mergeliges, selten kieseliges Cement, in welch letzterm Falle er sehr fest wird. Er zeigt nur sparsmie organische Neste und verwittert meist leicht; hie und da finden sich Lagen von Gips darin, so wie auch Kohlen.

    Die Vorhügel dieser Sandsteinberge gegen die Ebene von Wien und St. Polten, so wie einen großen Theil des Raumes zwischen dem Inn nnd dem Kahlengebirge bildet ein bald melir kalkiger, bald mergeliger grobe.,- Taubstem (Molasse) mit mancherlei Conglomerate« und untergeordneten Lagern von sandigem Kalk. Braunkohlen u. s. w. Vielleicht dürften sie Products der theilweisen Zerstörung der äußersten Sandsteinberge ter Alpenkette seyn.

    Von dem Alpenzuge getrennt durch die Ebene von Neustadt erhebt sich in Südost an der ungarischen Gränze eine nicht zu bedeutende Bergkette, das Leithagebirge, gleichsam eine Zwischenkclte zwischen deu Alpen uud Karpathen. Die Basis des Gebir» ges bildet Glimmerschiefer; darüber sind Grauwacke, Thonschiefer und Kalkstein weggelagert. Am weichen Fuße, dem Wiener Becken zugewendet, erscheinen mächtige Schichten eines kalkigen Gesteines — des sogenannten Leithakalkes —, welcher bald sandig, bald kreikeuarlig, bald'oolilhisch, bald, besonders in den tiefern Lagen, nagel» fluhartig sich zeigt. Er enthält ungemein viele Thierreste, Knochen und Zähne von Wirbellhieren — Schildkröten, Haifischen, Cetaceen, desgleichen Tapirthieren und Mastodons — überdieß uiele Arten von l'ecttmculii!.,, t»8tre», pecton, Ncklnu», Nummuliten, Ceratiten u. s. w., in seiner ganzen Masse zerstreut, so wie unterge« ordnete Lagen von Mergeln. Er bildet lie daS Wiener Nassin in Osten und Süden begränzente Hügelkette.

    Zum zweiten Male dringt baS Urge birge von der Nordseite in Oesterreich ein und erfüllt einen großen Theil der nördlichen Hälfte des Landes, das Mühlviertel und das Viertel ob dem Mannhartsberge mit seinen mannigfachen Verzweigungen. Diese sind Ausläufer des ausgedehnten Oranitgebirges, welches den südlichen Theil von Vöhmen und die angränzenten Partien von Mähren und Vayern durchzieht. Es geht über Weitra, Zweltel, Ofohl und Krems nach Süden an die Donau, überschreitet diese und verbreitet sich am südlichen Ufer derselben zwischen Göttweih, Karlstätten und Mölk> wo es eine Vreite von 4 ü Meilen und eine nicht unbedeutende Höhe erreicht, erstreckt sich östlich bis nach Horn und Meißau in das Viertel unter dem Mannhartsberge, nähert sich auf der Westseite bei Wllhelmsburg, St. Leonhard, Erlaf den Alpen sehr, setzt bei Neustädtel wieder über die Donau und geht nun auf dem Nordufer, Linz und Schärding vorbei, über Passau nach Vayern hinüber. Am häufig» sten tritt in diesem Gebirgszuge der Gneiß (nicht selten ohne Glimmer mit Granat — Namiesier» Stein) auf, welchen Glimmerschiefer überall begleitet. Diesem zunächst kömmt an Häufigkeit der Granit; auch fehlt es nicht an Syenit (Strahing, Horn, Nosenburg am Kamp, Drosenoorf an der Thaya ic.), an Horndlendeschiefer (Drei-eichen, Horn ?c.), Ehloritschiefer und ttrkalk(Horn. Naps, Gierings - und Höllengraben an der Thaya, Vrano, Kleinraps u, s. w.). Vei Spitz, Mollenburg, Kirchberg, Dro. sendorf und an andern Ortcn sind die Gebirge auch erzführend.

    ?>n dieses Urgebirge im Westen und an den Wiener Sandstein im Süden stößt „un im Viertel unter dem Mannhartsbcrge der Iurakalk, der aber kein zusammen, hängendes Ganze biloet, sondern blos einzelne Kuppen, die gleich Inseln aus den sie rings umgebenden tertiären Gebilden — Sandstein und Mergelschiefer mit Gips und

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    Steinkohle — hervorragen. Sie beginnen oberhalb Stockerau mit dem Michelsberg bei WollmanSbcrg und sind dann bei Hollabrun, Ernstbrun, Markersdorf, Michelsstetten, Oberlois, Staats, Falkenstein, Transenhofen zerstreut bis nach Nikolsburg und den Polauer Bergen. Sie werden von einem gelblichen, leicht zerfallenden, dolomilischen Kalke gebildet, der an Hornsteinknollen, an Ammomten, Cnkriniten, Echiniten und den so charakteristischen Diceratitcn so reich ist.

    Die nun kurz beschriebenen Gebirge umschließen das Donauthal, ein Becken, wel» cheS während des tertiären Zeitraums, als die Meeresfluthen die ältern Gebilde noch überdeckten, mit dem ungarischen Becken ein zusammenhängendes Ganze bildete. Spa, ter ward es durch den Wiener Wald und den Kahlenberg in zwei ungleiche Ausweitungen geschieden, deren größerer Theil das Wiener Becken, der kleinere das Vasin von St. Polten bildet. Beide sind in ihrer geognostischen Zusammensetzung ziemlich ahnlich, nur daß das erstere die tertiären Gebilde viel vollständiger und im genaueren Zusammenhange darbietet. Das Wiener Vasin stellt, in der Umgränzung der oben genannten Verge, offenbar ein trocken gewordenes Meeresbecken vor, dessen Volen theils Urgebirgs ° und Ueber,gangsgedilde, theils Gesteine späterer Bildung, Wiener Sandstein, Alpenkalk u. s. w. zusammensetzen mögen in mannigfach geneigten, selbst senkrechten Schichten. Als den Felsengnind unmittelbar bedeckend kann man eine Ablagerung von Sand und Gerölle annehmen, welches letztere besonders Geshiebe von Wiener Sandstein mit mancherlei Versteinerungen aufweist. Dieses Stratum ist, wie Brunnenbohrungen nachgewiesen haben, auch das eigentlich wasserführende. Mf ihm ruht das mächtigste Gebilde des Wiener Vasins, der Tegel. Er ist ein bald mehr mergeliger, bald mehr plastischer Thon, der stets einen bedeutenden Kalkgehalt hat und dem Londonclay am nächsten steht. Er hat stellenweise eine Mächugkeit von mehr als Zu Klaftern, während er an andern Puncten schon mit kaum 8 Klaftern durch, funken wird. Er zeigt zwei Varietäten, von denen die untere blailgrau und mehr plastisch, die obere gelblichbraun, lchmartig ist, was wohl von der Beimengung von Eisen - und Kieseltheilchen herrühren mag. Beide enthalten mancherlei Süßwasser- und Meeresmuscheln. zuweilen in ungeheurer Menge, nicht selten auch Säugethierknochen, so wie bituminöses Holz und Vlalterabdrücke, Er ist nie geschichtet, schließt aber hori. zontale Schichten von Sand, verhärtetem Mergel, Gerölle und sandigem Kalkstein ein, so wie Knollen von Gyps, Comrelionen von Kalk und Mergel, Kugesn von Eisenkies in reichlichem Maße. Dem Nassin von St. Polten fehlt er ganz. — Den Tegel überlagert eine, stellenweise auch.sehr mächtige Schicht von Sand und Schotter, welche aber jenseits der Donau im Viertel unter dem Manhartsberge eine weit bedeutendere Ausdehnung erlangt haben, indem ste dort den Jurakalk größtentheils bedecken. Der Sand bildet die untern vorwaltenden Schichten und schließt Conchllienreste, vorzüglich Cerithien und Venusarten ein, so wie Sandstein ° und Grobkalklagen mit Petrefakten und Säugethierknochen. Er setzt den Hügel bei Mauer, die Türkenschanze, die Hügel am Fuße des Kahlenberges bei Nußdorf, Sievermg u. s. w. zusammen. Im obern Theile herrscht Schotter vor. bestehend ans Geschieben von Quarz, Urge-birgögesteinen, Alpenkalk und Wiener Sandstein, untermischt mit Schichten von Quarzsand. Auch er enthalt Knochen voü Mammalien und eingelagerte Bänke von petrefaktenreichem Lehm. — Im nördlichen Theile der Wiener Vucht, besonders aber im Bassin von St. Polten, am Fuße tes Vöhmer Waldes bei Göltweih und KremS finden sich ungeheure Ablagerungen von Löß, einem sandigen und glimmerigcn gelben Lehm mit vielen Süßwasserconchilien und Knochen vorweltlicher Thiere. Er bildet abwechselnd mit Bänken von Schotter größtentheils die obern Lagen der österreichischen tertiären Ebene. — Vei Neustadt vertritt seine Stelle eine sehr mächtige Lage von Kalkschottcr, von Gerölle von Kalk und Dolomit, im südlichen Theil auch von Ursels'

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    arten. Cr ist leer von organischen Reste». ^ Der im östliche» Theile des Veckens «Heils dem Tegel, theils dem Schotter aufgelagerte ileithakalk ist schon oben erwähnt worden.

    Gewässer. Flüsse.

    DaS ganze Crzherzoglhum gehört zum Stromgebiete der Donau, außer einem Landstriche von etwa Zu ^ Meilen an der nördlichen Gränze, dessen Bache der Mol^ dau und somit dem lMgebiet zufließen^). Die Donau betritt >^ Stunden außerhalb Passau das österreichische Gebiet, indem ron da an ihr rechtes Ufer, das linke aber erst dei Engelhartszell, «'/. Meile liefer, österreichisch wird. Von Passau bis zur un-garischen Gränze, bei der Mundung der March, beträgt ihr Lauf 4:i'.< Meile, die kleinen Krümmungen ungerechnet. Daoon gehören >8'^ Ober-Oesterreich an, bis zur MÜN' dung der Enns nämlich, wo das rechte lifer zu Unterösterreich geHort, bei dem linken ist dieß aber erst « Meilen liefer, unter Sarmingstein, der Fall. Die mittlere Tiefe wird auf lu' angenommen, und ihr Gefalle beträgt von Passau bis Preßbnrg 4U9', also beinahe ll'/. auf die Meile. In Unterösterreich ergab ein genaues Nivellement auf jede Meile lu'/. Fuß. Im Wiener Kanäle betragt an der Sophienbruckc tie Geschwindigkeit 8' in l Sekunde. Im Ganzen genommen strömt sie l«i Meilen in engen hohen Ufern, namentlich von Passau biZ Aschach, Ardacker bis Marbach, Molk bis Krems, größlentheils aber breitet sie sich mit den mannigfachsten Krümmungen in vielen Armen aus, unzahlige Insel» bildend. Die größte ist die Mener Insel, deren oberer Theil Vrigittenau, der untere Prater heißt, zusammen 3 Stunden lang, größte Breite ^/, Stunden, Die Lob au ist 1'/^ Stunde lang, elwaS über 1 Etunde breit. Die Breite des Flußbettes wechselt hiernach außerordentlich; bei Passall betragt sie lL5, bei Liuz 50, bei Persenbeug l!i3 . bei Wien 2.895. quer über die Lobau Z.uäo Klafter. Die meisten und bedeutendsten Zuflüsse treffen die Donau am rechten Ufer, und zwar in rechten Winkeln. Da dieß nun meistens Vergflüsse sind, welche aus den Alpen herabstürzen, so führen sie bei ihrem kurzen Laufe der Donau bei Kochwasser eine ungeheure Menge Gerölle zu, daher bei ihren Mündungen sich fast überall Versandungen finden. Das Flußbett der Donau ändert sich deßhalb auch fortwährend, ja der Strom selbst verändert häufig sein Rinnsal. So stoß derselbe ur fprünglich bei Korneuburg, warf sich aber im l2. Jahrhundert auf daS linke Ufer, wo er Klosterneuburg zerstörte. Im 8. Jahrhunderte zog sich das Rinnsal offenbar längö dem Steilufer, vom Nußberge abwärts, an der jehigen innern Stadt Wien vorbei, über die Simmeringer Haide hin u. s. w. Dieser Uebelstand, so wie die heftigen herrschenden Eüoost- und Nordost-Winde sehten auch der Schifffahrt von jeher große Hindernisse entgegen. — Auch Strom schnellen und Wellenbrecher (Schwall) hat die Donau. Eine Stromschnelle findet sich bei der Mine von Hayenbach unter Engclhartszell, wo eine der stärksten Strömungen um ein felsiges Vorgebirge herumzieht; die zweite ist am Spielberge, unter Steueregg, der sogenannte Saurüssel oder Neubruch; die dritte und längste, aber sehr sanfte, unter dem Wirbel. Wellenbrecher bildet der Ketten stein bei Withering, das bereits erwähnte felsige Eiland Spielberg, dann die Felsen von N i e d erwa ll se e, die bedeutendsten aber das felsige Strombett unterhalb dem Städtchen Grein. Schon bei dem Orte selbst ist der

    ') Vcrnich lincr militärischen Rcfogno^irlüig des Oesammlgcdielcs dcr Dona:,, ?lus dem 5l«m<»»»! t°p°8>'., frei beard»-!!« vo» Fr. v, Kausler. >. Bd. s. Freil'nrg ,852. Mit 6 Taf. «, K. .

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    Greine r Schwall, weiter abwärts aber verkündet schon fernes Tosen die großartigste Scene des Stromes, den berühmten S tru d e l und Wi r b el, ein Schauspiel, welches sich erst bei dem Austritte deä Stromes in das türkische Gebiet wiederholt. Eine Felseninsel, «00 Klaftern lang, 3W breit, der Worth mit der schönen Ruine Werfenstein, theilt den Strom in zwei Arme. Rechts fließt ruhig der seichte Hoß. gang. links der Hauptarm, welchen ein mächtiges Felsenriff (Kogl) quer durchzieht. An diesem brechen sich die Wogen mit furchtbarer Macht, es ist der Strudel oder Strum. In seiner jetzigen Gestalt besteht derselbe aus drei Abtheilungen. Das Wild. wasser (Waldwasser) am linken Ufer ist gar nicht zu befahren, der Wildri.ß (Mitterwasser), in der Mitte des Stromes, nur mit großer Gefahr, die Haupt« einfahrt aber, dicht am Worth, ohne alle Gefahr. Einzelne Felsen ragen noch über den Wasserspiegel empor, die bedeutendsten wurden aber 177l—l?8l durch den Ingenieur Liske gesprengt und der Strudel dadurch fahrbar gemacht^). Die Gefahr be» schränkt sich jetzt lediglich darauf, die Einfahrt in das Strudel-Fahrwasser gut zu treffen und dann der Brandung am Hausstein auszuweichen. Etwa 1.m>0 Schritte unter dem Strudel bildet sich der Wirbel oder Werfvl. Pfeilschnell schießt der Strom durch die Klippen und prallt an das Felsenvorgebirge, auf welchem der ärmliche Markt Slruden hingebaut ist. Hier zurück und an das rechte Ufer geworfen, prallt er noch, mals an einer Felseninsel ab, dem Haus st eine, und muß neuerdings an das linke Ufer. Ueberdies beschreibt der Slrom vom Slrutel bis zum Wirbel einen starken Bogen nach Süden. Der Wirbel ist also nichts anders als ein riesenmaßiger „Wechsel" der Strömung, durch welchen mehre Wasserttichter entstehen, die 3 bis 4, bei hoher Fluth auch 4 bis 5' lief sind. Die Schiffe fahren millen darüber, und seit den Spren» gungen am Strudel ist auch die Einfahrt in den Wirbel erleichtert. Die Ursache des Wirbels ist einzig und allein der Hausstein, wurde dieser ?li" lange, 50' breite Felsen, der eine alte Warte tragt, weggesprengt, so würde es keinen Wirbel mehr geben. Wirklich war diese Erscheinung verschwunden, als bei der ungeheuren Fluch des Jahres >?«? das Wasser über diese Insel hinwegging und der Strom ungetheilt ftoß. Zwischen dem Hausstcin und dem rechten Ufer ist ebenfalls, wie beim Worth, ein seichter Nebenarm, «3 Klaftern breit, das Lueg oder Loch genannt, durch welchen kleine Schiffe den Wirbel umfahren, bei niederm Wasserstande liegt er aber ganz trocken.

    Nebenflüsse der Donau am rechten Ufer von West nach Ost.

    l. Der Inn. Nachdem derselbe bei Erl Tirol verlassen, strömt er 14 Meisen durch bairisches Gebiet, gehört aber von der Salzachmündung, »nter Ueberackern, wieder zu Oesterreich auf 8'/^ Meile Lange bis Vl Stunde oor seiner Mündung in die Donau bei Passau. Er bildet auf diesem Laufe zahlreiche Inseln, und ist bei der Mündung 8:10' breit. Eine geraume Strecke sind seine trüben Fluthen, so wie das braune Wasser der am jenseitigen Ufer einmündenden Isz, in dem graulichten Donau--ftrome erkennbar. — Sein bedeutendster Zufluß ist

    Die Salz a sSalzach), der Hauplfluß des salzburgischen Gebietes, einer der reißendsten des LandeS. Die Salza entspringt, wie Vierlhaler zuerst nachgewiesen hat, aus einem Glelschersee am Geierkopf im Oberpinzgau, unweit der Tirolergränze. Nach

    *) (I. Walcher,) Nachrichten uon den in den Jahren l??»> ,??g. i?«o und l?ül in dem Strudel der Donau zur Sicherheit der Schifffahrt vorgenommenen Ardcilcn u. s. w,; nebst einem Anhange von der physikalischen Beschaffenheit des Donauwirbcls. Fol. Wien l?Li, mit ? Kupfern.

    -------Nachrichten von den bis «?9> fortgesrftten Arbeiten. Wien »791. Fol., mit Kupfern.

    eo Meilen, beim Einflüsse der Saale unterhalb Salzburg, wird ihr linkes, nach weitem 3 Meilen auch ihr rechtes llfer, bairisch, und nach 4'/. Meile strömt sie bis zu ihrer Mundung in ten Inn. Pon ihrem Ursprünge bis Neukirchen, 2 Meile, fällt sie sicher 4.W0', von hier bis Vruck, ü'/, Meile, aber nur 2»0', von hier bis Salzburg, 12'/, Meile, aber wieder 1.3^?', also auf die Meile lls'/^- (Der Ursprung der Salza ist übrigens mit 8.728' sicher zu hoch angegeben, da der Oeierkopf selbst nur 8.788' hat.) Von ihrem Laufe sind nur die untern !) Meilen, von Hallein abwärts, schiffbar, und l'/,, von Oolling bis Hallein, flößbar. Versumpfungen im Pinzgau, dann wieder reißende Schnelligkeit und zahlreiche Wellenbrecher, namentlich die bereits genannten Oefen, hindern die Schifffahrt. Es fehlt nicht an Projekten, die Oefen schiffbar zu machen; 15«2 machte Chr. Perner wirklich den Versuch, starb aber dar« über. Der Fluß hat sich von jeher durch seine Verheerungen furchtbar gemacht, beson» ders 1807 und 1837. Im ersteren Jahre betrug der Schade allein im Bezirke Miltersill 75UU0 fl.; 3 Wochen war dieser Ort unter Nasser und unbewohnt. Zur Herstellung der zerstörten Wasserwerke waren allein i».U«u junge Fichten nöthig, — Die Salzach hat eine bedeutende Anzahl von Zuflüssen, namentlich am rechten lifer uber :w, es sind aber meistentheils kleine Vergbäche von kurzem, aber um so reißenderem Laufe, welche fast alle den Namen Ache fuhren und von dem Thale zubenannt werden. wel» ches sie durchströmen. Die größeren sind: die Krimler Ache, von Krimler Tauern herabkommend, die Nau riser Ache, die Gasteiner Ache, berüchtigt durch ihre Verheerungen, die große und kleine A rl, die Fritz und die L a m m e r. Letztere entspringt am südlichen Rande des Tannengebirges und wird nach starkem Regen flöß-bar. Am linken lifer sind bemeikcnswerlh die Albe, dir Glan, die Saale und die Surr. Die Albe einspringt ans dem Königssee in Velchlesgaden, und nur die letzte halbe Meile gehört sie zu Oesterreich; sie fällt bei Niederalm in die Salza. Die Saale enlspringt in Mitterpinzgau am hohen Tborhelm, betritt nach !» Meilen, am Steinpaß, bairisches Gebiet, und nach weitem 2V, Meile wird ihr rechtes Ufer wieder österreichisch, bis sie nach l'/, Meile in die Salza mundet.

    Außer der Salza sind als Zuflüsse des Inn bemerkenswerth dir Mattig und die Anliefen, Jene enlspringt am Haunöberg, bildet den Obertrummer und Grabensee, erhält ihren Namen beim Austritte aus diesem und mündet bei yraunau. Sie hat auf ihrem 5V, Meile langen Lauf!18:;' Fall (?).

    «. Die Asch ach, weniger bedeutend.

    3. Die Traun, einer der merkwürdigsten Flüsse der Monarchie. Sie entspringt aus drei Quellen in den steirischcn Gränzgcbirgen, welche bei Allssee sich vereinigen, und schon nach l Meile Oesterreich betreten, »ach l? Meilen (genauer «8.823 Klaftern oder l?,'" Meilen) fällt der Fluß bei Ebersberg in die Donau, und ist nur in seiner obersten Strecke von 1 Meile nicht schiffbar. '/. Meilen nach dem Cinlritte in Oesterreich bildet die Traun ten Hallstädter See, :;'/- Meile weiterhin den Gmundner oder Traunsee. Ihr Gefall von Hallstadt bis zur Donau beträgt !»>» Fuß, also über

    ») Pillwt!!! giebt 3» Klf.--an an. offenbar ein Druckfehler oder «i» Irrthum,

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    tenderen Zuflüsse der Traun sind am rechten Ufer: die Alm und Krems, am linken Ufer die Ischl und Ager. Die i?!l m entspringt am Fuße des großen Priels, bildet den Almsee und ist dann auf 4 Meilen flößbar; bei Fischelham unter Lambach fallt sie in die Traun. Die Ischl ist der Abfluß des Wolfgangsees, fallt bei Ischl in die Traun und kann bei hohem Wasser befahren werden. Die Ac, er ist der größte Zufluß der Traun. Sie entspringt eigentlich aus dem Zellersee, dessen Abfluß, die Zellerache, in den Mondsee fallt, aus dem wieder die Seeüche in den Attersee stürzt, dessen Abfluß bei Schörfling erst den Namen Ager erhält. Sie ist auf ihrem ganzen 3'/, Meile langen Laufe flößbar, und bei etwas hohem Wasser auch schiffbar, was sie durch die Vöckla wird. Diese entspringt am westlichen AbHange des Lichtenberger Waldes, und ist von Vöckla markt 2 Meilen floßbar. Sie friert nie zu und ist reich an Forellen.

    4.  Die Enns. entspringt im Salzburgischen, in der Flachalt am Varenkar, fließt 2 Meilen nördlich, wendet sich dann nach Osten, eines der bedeutendsten Längenthäler bildend, zwischen den norischen und österreichischen Alpen. Schon nach 2 Meilen tritt sie nach Steiermark aus, und erst nach i:i Meilen betritt sie wieder bei Altenmarkt Oesterreich, indem sie die nördlich? Kalkkette durchbricht. Sie ist indessen schiffbar ge> worden und fallt nach weitern l(» Meilen unterhalb Enns in die Donau. Von ihrem A? Meilen langen Laufe gehören also 14 dem österreichischen Gebiete an. Die Enns ist sehr reißend und hat sich von jeher durch ihre Ueberschwemmungen furchtbar ge» macht. Von Flach.ni bis Nadstadt, etwas über 1 Meile, fällt sie bei

    5.  Die Ips entspringt an der österreichischen Gränze unter den Zeller Küten und hat den Namen Ois^Nach, bis von Gößling an der Name IvS allgemein wird. Nach 1?'/, Meile fallt sis unter IpS in die Donau.

    «. Die Erlaf entspringt aus dem Erlafsee, scheidet '/, Meile weit Oesterreich von Steiermark, nimmt die kleine Erlaf auf und fällt nach 16 Meilen bei Pechlarn in die Donau.

    7. Der Lauf der Bielach, welche unter Melk mündet, ist eine Meile kürzer.

    s. Die Traisen (Trafen), am gleichnamigen Verge entspringend, die unechte Tlaisen aufnehmend, fallt nach in"/^ Meilen bei Traismauer in die Donau. Von Tir-nih bis zur Mündung hat sie 81' Fall auf die Meile.

    9. Unbedeutend ist die Wien, welche aus 2 Quellen im Wienerwalde entspringt, die Residenz durchfließt und in den Wiener Donaukanal fallt, nach einem 4 Meilen langen Laufe. Sie war vor Zeiten so beträchtlich, daß man sie schiffbar zu machen vorschlug, Ihre großen Ueberschwemmungen in den Jahren 1?4l und 1785 bewogen aber im Gegcnlheile die Kaiserin Maria Theresia mehre Zuflüsse ableiten zu lassen. Die Wien ist dadurch nicht mehr gefährlich, aber durch die Ausdünstungen des im Sommer fast versiegenden Wässerchens so lästig, daß 1831 am rechten Ufer ein Unrathskanal ange» legt werden mußte, offenbar eine weit kostspieligere Abhülfe, als die früher beantragte Schiffbarmachung und Regulirung.

    in. Die Schwechat (Schwächat, Schwächat) entspringt am östlichen Abfalle des Wienerwaldes aus 12 Quellen, deren Gewässer sich bei Klausen-Leopoldsdorf vereint' gen. Vor Baden theilt.sic sich in 2 Arme, welche in Larenburg sich wieder vereinigen, dessen berühmter Park die Schwechat bewässert. Ihr Lauf beträgt 7 Meilen, sie ist bei Hochwässern sehr verheerend.

    ti. Die Fisch a, em ziemlich bedeutender Fluß, entspringt auf freiem Felde auf der Neustädter Haide bei Unter - Eggendorf und fällt nach 5 Meilen bei Fischamend in die Donau. Sie wird durch die Piesting so stark, welche sie bei Ebreichsdorf aufnimmt, und die eines der größeren Gewässer Unlerösterreichs ist. Diese entsteht bei Gutenstein durch die Vereinigung der Stelnapiesting (rom Habernkogl), der Längapiesting (oom Schneederge) uud des kalten Ganges lgleichfalls vom Schneeberge kommend). Der kalte Gong verliert sich an zwei Stellen unter der Crde und giebt auf eine geraume Strecke den« Flusse seinen Namen.

    1s. Die Leitha enlstchc gleichfalls aus der Vereinigung mehrer Gebirgsbäche oberhalb Neustadt, des PitteilbacheS, der Sckwarza und des Walpcrsbaches. Jener entspringt am Moselberge und wird schon oberhall) Pittep die Leitha genannt. Die Schwarza ist der Hauptstuß, entspringt aus mehren Quellen hinter dem Schneeberge, ist außerordentlich reißend und verheerend, und nimmt, noch oler dem Markt Schwarzau, wo er seinen Namen erhält, nicht weniger als 52 tlcine Väche auf. Die Leilha hat eine Länge von 2l Meilen bis zu ihrer Mündung in die Donau bei Wieselburg; davon kommen lu auf Oesterreich, und zwar 7," alü Gränzftuß, dcr Nest fällt in das ungarische Gebiet. Die Schwarza hat auf ihrem Laufe von Nohr bis Neustatt ein Gefalle von Iiu' auf die Meile, weiter abwärts aber mir ein sehr geringes. Dieser Umstand und die vielen Krümmungen bewirken verheerende Überschwemmungen. Durchstiche und künstliche Thalwege, welche ziamentlich Fürst Lsterhazu 181? anlegen ließ, halfen dem Uebel wenig ab, da in Ungarn tucht überall dasselbe geschieht. — Unter den Nebenflüssen der Leitha ist die kleine Fischa bemerkenswerth. Unter dem Wohnhause des Müllers zu Fischau am Steiufclce steigt aus einem runden Felsenloche ein starker Wasserstrahl fast senkrecht empor und treibt gleich eine obeischlächtige Mühle. Das Wasser inkrustirt die Näder und friert nie, weßhalb eine Menge von Werken an derselben angelegt sind.

    Nebenflüsse der Donau am linken Ufer.

    1. Der Mühlfluß, auS der großen und kleinen oder böhmischen Mühcl entste» hend, deren jene in Vaiern am Plekensteinerwalde entspringt. Nach 2 Meilen betritt sie Oesterreich und fällt n.lch « Meilen in die Donau bei Neuhaus. Mit der kleinen Mühel ist die obere kleine Mühel nicht zu verwechseln, welche bei Obermühl in die Donau fällt. Der Mühlsiuß gab dem Mühlvicrtel seinen Namen.

    ». »mo 3. Die Rottel und die Gusen, unbedeutend.

    4. Die Feldaist, aus der Vereinigung der Feld-, Weiß-, Schwarz- und Wald« aist entstehend, nach «'/^ Meile unter Mauthhausen mündend.

    ü. Die Narn, aus der obern und untern Narn entstehend, durch ihre Verfum^ pfungen im untern Laufe berüchtigt, mündet nach ? Meilen langem Laufe bei Mit» terkirchen.

    u. (In Unterösterreich.) Die Krems, entsteht aus der Vereinigung der großer« und kleinern bei Hartenstein. Jene entspringt bei Traunsiein, bildet den Kremssee und fällt nach ?'/, Meile bei Krems in die Donau. An der Mündung hat sie 15 Klaftern breite, aber nur 2' Tiefe.

    ?. Der Kamp entsteht eben so aus der Vereinigung des großen und kleinen. Beide entspringen an der oberösterrcichischen Gränze, welche der große Kamp auch 1'/, Meile weit bildet. Der Oesammllanf des Flusses beträgt '8 Meilen, er mündet bei Grafenwörlh in zwei Armen und hat von Zwettel abwärts ein Gefalle von 80" per Meile. ^Auch der Kamp wurde zur Verbindung der Moloau mit der Donau vorgeschlagen, ein Projekt des Ingenieurs Vogemonte, welches aber sehr bedeutende Ter-rainhindernisse zu überwinden hätte.

    Alle diese Zuflüsse find weder schiff - noch floßbar. Sie strömen sämmtlich in tief

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    eingoschnittenen engen Thaler», mit bedeutendem Falle, und sind im heißen Sommer ziemlich wasserarm. Der bedeutendste Nebenfluß der Donau auf dieser Seite ist

    8. Die March. Sie einspringt in Mähren, beiritt nach 2? Meilen Oesterreich, und strömt nach 11," Meilen als Gränzfluß gegen Ungarn, bis sie bei Theben mün« del. Die March ist der einzige Fluß im Erzherzogthume, außer der Traun, von welchem genaue Nivellements vorbanden sind*). Sie hat auf österreichischem Gebiete eine Breite von 18 bis 3<» Klaftern, ist 3 bis 8' tief, hat 2' 2" bis 10" Geschwindigkeit in der Sekunde, bei einer Neigung von l" IN"" bis 1!" ?". Ihre fehlerhafte Mundung im rechten Winkel, verlundcn mit der übermäßigen Breite, verursacht, daß dieDouau bei Hochwasser weit in die March eintritt und große Ueberschwemmuna.cn anrichtet. Das Flußbett bei Marcheck hat nicht weniger als 7.anl> Schritte in der Breite, und benöthigt bci Neutorf eine Vrücke von 2la Klaftern Lange. — Die bedeutendsten Zuflüsse der March, am rechten österreichischen Ufer, sind die Taja und die Zaja. Die Taja (Thaya) entsteht aus der deutschen und bairischen Taja bei Naps. Die deutsche entspringt bei Schweigers in» Viertel ob dem Mannhartsberge, nimmt nach lo," Meilen die böhmische Taja auf und tritt nach weiteren 3 Meilen in Mähren ein. In zahllosen Krümmungen fließt sie 4 Mal ganz in Mähren, 3 Mal in Oesterreich, ist 3 Mal Gränzfluß, und von ihrem ganzen Laufe von 4<»,'' Meilen kommen auf Oester« reich 1«/', auf Mähren in,", auf die Gränze 4,". Ihr Gefalle beträgt im Durch' schnitte etwa 3,"»' auf dic Meile. Die Taja verursacht in der untern Hälfte ihres Laufes bedeutende Ueberschwemmungen und Versumpfungen, welche eine durchgreifende Re« gulirung sehr wunschenswerlh machen. — Auch der Nußbach ist durch die Ueber» schwemmungcn und Versumpfungen seines kurzen Laufes berüchtigt.

    Die Gewässer, welche durch die Moldau dem Elbegebiet zuströmen, sind sämmtlich unbedeutend. Am wasserreichsten ist die Lain sitz lLansckitz, Lensih) an der böhmischen Gränze, bei Ehrenreichslhal entspringend, auf 8 Meilen zu Oesterreich gehörig. Sie ist sehr verheerend und sollte zur Verbindung der Moldau mit der Donau durch den Kamp benutzt werden.

    Wasserfälle.

    Das Crzherzogthum Oesterreich ist fast noch reicher an Wasserfällen als Tirol, w^ nigstens sind mehre bekannt und beschrieben. Die großartigsten finden sich natürlich im Salzburger Gebiete. — Der Kri m m le r F a l l ist einer der großartigsten dn Monarchie. Die Ache, welche vom Krimmler Tauern herabkommt, bildet oense/ben bei dem Dorfe Krimmel, 1'/- Stunde südlich von Wald. Sanft durchströmt der Fluß das Achenlhal, bis er die Schlucht vber Krimml erreicht und nun in fünf Fällen eine Höhe von mehr'als A.nnn Fuß herabstürzt. Im obern Theile stürzt der Fluß rurch den Iägersprung, eine Kluft, wo zwei Felsenblöcke sich bis auf 5'nähern; ter untere Kessel heißt der Hafen, und hier bildet die Ache einen prachtvollen Bogen, der sich in Schaum und Wasserstaub auflöset und alles ringsumher bethaut. Nur auf die Gefahr, tüchtig durchnäßt zu werden, kann man sich dem Mgrunde nähern, in den der Bergstrom hier stürzt. Zugänglicher ist der zweite höhere Fall. Ganz übersieht man den Fall nur von der Gerloser Platte, sein Tosen hört man l Stunde weit. — In ben Nachbarthälern sind die Fälle des SulzbacheS, cer Kaprun er Ache, des TaumooSbaches im Stubachthale, des HierzbacheS in der Fusch, des Spritz bacheS in der Nauris bemerkenswert!), schöner sind aber die Fälle der Ga> steiner Ache. Sie bildet zuerst den wilden, aber nicht hohen Bären fall; unterhalb desselben ist der berühmte Schleierfall, der Abfluß des Pokhartssees, l9N' hoch

    "1 Wl'fbeklngs Wasserhaukunde,Tl». >».

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    rieselt das Wasser über tie schwarze Wand in dünnen Bögen herab, schleierartig das Gestein umhüllend. Dlcht daneben ist der Vandfall. aus mehren schmalen Wasser» streifen bestehend. Weiter abwärts ist der Kessel fall der Ache; sie fallt über eine glatte Wand in ein Granitbecken herab. Vei dem Wildbade Gastein selbst bildet die Ache ihren größten Sturz; L7<»' hoch (nach Echiegg 4l4 ) stürzt der Pergstrom auS einer Fclsenenge „der Schreck" herab, weit und breit den Wasserstaub umherthauend, der durch hölzerne Schutzwanle von den Häusern abgehalten wird. Den letzten Sturz macht die Ache bei Lend, mit welcbem sie m die Salza fallt. Er ist nicht gut zu übersehen. DaS Anlaufthal enthält zwei schöne Fälle, den H ö h ka r b a ch - F a l l und den mächtigen T a»> e r n fa li, der oben im Abstürze gewissermaßen einen Kranz bittet. Im Salzathale abwärts findet man dcn Wen gerfall bei Goltect und den schönen Bachsfall bei Vischofshofen. Der Oainfelcbach stürzt hier über eine 4«0' hohe Wand. Einer der schönsten Fälle des Dantes ist aber der Guring oder G o l l.i n g« fall bei Golling. Der Schwarzbach, angeblich dcr Absiusi des Königssces in Berch« ^eSgaden, kommt auS einer Felsenhöhle hervor und stürzt, fächerartig sich ausbreitend, 2?U' hoch in ein Trümmerbecken. In der Mitte des Falls bilden zwei überhängende Felsblöcke eine natürliche Brücke, von der man die beiden Abtheilungen des Falles übersieht. Die obere ist lw' hoch, 48' breit, die untere 180' hoch und eben so breit. In den Mittagsstunden sieht man einen zwel- und dreifachen Regenbogen. Vei Hallein bildet der Adlerbach eine Cascade. Im Saalethal ist der schöne Diesbachfall, bei welchem sich ein cilfaches Echo sindet, und der Stanbbach bei Unken. In der Abtenau ist der romantische Strub des Aubaches in einer wilden Schlucht, welche gleichfalls von einer natürlichen, der Feuerbrücke, überwölbt wird. Weiter aufwärts, am Pichel, stürzt der Aubach uu' über Marmorwände. Am Radstädter Tauern bildet die Ache den Tauernfall, einen der imposantesten. Die Ache ist weit stärker als die Sallenche in Wallis, welche die berühmte Pissevache bildet, und stürzt 2N0' m einem unvergleichlich schönen Bogen in ein Marmorbecken. Jenseits des Tauern ist der kleinere Iohannisfall. Im Traunlhal ist der berühmte Strub oder Waldbachsirud. Ein ziemlich starker Bach stürzt 24U' über eine Wand in zwei Wasserstrahlen, welche sich dann vereinigen. Die Umgebung, eine wilde Felsschlucht, Echern genannt, ist sehr pittoresk. Mitten im Markte Hallstadt bildet auch der Mühlbach einen hübschen Fall. Vci Lauffen bildet die Traun ihren ersten Sturz, den wilden Lauffen, indem sie 18' Fuß hoch über Felsen stürzt. Vei Ebensee ist der N i n d b a ch st rn b. Am benihmtesten unter allen österreichischen Fällen, was er freilich seiner Lage verdankt, ist der Trau »fall bei Noitham, nächst der Poststraße von Lambach nach Gmunden. In einer wildschönen tiefen Waldschlucht wälzt der Fluß seine smaragdenen Wogen

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    tenbache«. — Da« Land unter ler Cnns ist weniger reich an Wasserfallen. An, groß, artigsten ist der La sing fall beim Oetscher. In einer wilden Felsschlucht stürzt die Lasing L?1" über Felsen herab, bildet aber nicht einen einzigen Bogen, sondern drei Absätze von 145', 12?" und 122. schiefer Lange, zusammen 395'. Nosthorn entdeckte ihn 18,3. LadislauS Pi'rker von Felsöckär, der Sänger drr Tunisias, ließ ihn zugänglich machen. Gegenüber dem mittlern Absähe sieht ein Pavillon, von welchem man den Fall am besten übersieht. 1l>L Stufen führen hinab in den Kessel des Falles. Ober dem Falle befindet sich eme Klause zur Holzflöße, welche 1.1W.0W Kubikfuß Wasser enthält und in 1? Minuten ablauft. Wird die Schleuße gezogen, so ist ter Fall aller» dings ein imposantes Schauspiel, außerdem aber nicht sehr wasserreich. Bei Gaming bildet der Fallbach einen herrlichen Schleierfall von 120' Höhe, und am mittleren Lunzersee, in der Nähe des Echüttels. sieht man einen 2«»' hohen schönen Fall. In ler Nähe des Echneeberges ist der schöne Maumaufall l.Sirningfall) bei Vuch-berg und der Mira fall bei Muckendorf. Die Mira stürzt aus einem Felsenlhore , hervor, über acht Absätze hinab, in unzählige kleine Falle sich auflösend. Unbedeutender sind die Fälle de« Pfahlbaches bei Lilienfcld, l5l>' hoch, und dcr Prolling« fall bei Ipsitz. — Am linken Donauufer findet sich gar kein bemerkenswerlher Was< serfall.

    Auch an periodischen Wasserstürzen und örgießungen ist das Land nicht arm. Am Hallstätter See befinden sich der Kessel und der Hirschbrunnen. Der Kessel ist eine trichterförmige Höhle, zwischen Obertraun und i^hn, aus welcher nach heftigem Regen und dem Schmelzen des Dachsteingletschers eine mächtige Fluth tobend und brausend hervorsiurzt und in den See fällt. Der Hirschbrunnen ist ein Gerölle, aus welchem immerfort eine Wasscrsiuth hervorschäumt. Am Fuße des großen Prieles ist das Seitenthal die Polsierluke, von Felswänden rings umgeben. 50 Klafter hoch mündet da in der schroffen Wand das Värenloch, aus welchem nach Regengüssen der Klinserfall hervorsiurzt, der einen prächtigen Bogen von ILN' Fuß bildet und sich dann in mehre Fälle auflöset. Bei trockenem Wetter zeigt sich gar kein Wasser.

    Seen.

    An Seen übertrifft das Crzherzoglhum weit das benachbarte Tirol, und namentlich dieser Reichthum hat dem vberösterreichischen Salzkammcrgut den Namen der österrei« chischen Schweiz verschafft. In der Zentralfette der norischen Alpen liegen nur wenige, die meisten in der nördlichen Kalkkette der österreichischen Alpen, im Ganzen über »o, wovon ? auf Unterösterreich. die übrigen auf Oberösierreich, und zwar ö« auf Salz-bürg insbesondere kommen. Der Zeller see, < Stunde lang, '/, breit, die beiden Trumerseen, 5 Stunden im Umfange, der Wallersee, 1'/^ Stunde lang, '/, breit, und dcr Fuschelsee, 1 Stunde lang, '/, breit, im Salzburgischen, sind bemerkenswert!). In den übrigen Kreisen ob der Enns liegen die größten. Der St. Wolfgang - oder Oversee, zum Theil nach Salzburg gehörig, ist 3 Stunden lang, l breit, «na' a Klaf. ter lang, l.iZn breit und hat «42' größte Tiefe. Er ist von allen am meisten pittoresk, von hohen Bergen umschlossen, so laß sein Gewässer eine schwarzgrüne Farbe hat. Der Attersee, oder Kammersee, der größte von allen, hält N'.Aw Klafter Länge, 1.745 Breite, 8,12? Joch Fläche. Ter Mond see, hat den Namen vcn seiner Halb-mondaestalt und halt ».«an Klafter Längr, i.n?« Breite, 2.1W Joch, 778 lüKl. Der Traun- oder Gmundnersee, hält 4.309 Joch, 42!) kl., hat 1.5?n größte Breite und 598 größte Ticfe. Der Fichtauer Wind aus Eüdwcsten, so wie der Nord» wind, machen die Echifffahtt oft gefährlich. Klein aber sehr pittoresk sind der Alm» see, der Laudath see, die beidenLamb at hseen, einer 5?<>Kl.lang, 825 breit,

    3s

    der zweite 32 Joch, 1.L63 Kl. groß, und die zwei Go sau seen, 89 und 43 Joch groß, sämmtlich im Traunkreise. Im Hausruckkreise liegt ter Zeller° oder Irr« see, mit 6l,a Joch, »9 HM. Im Innkreise bat der Inn see (Imsee) Ltt» Kl. Länge, lw Breite, 1«0 Tiefe. Der Höllsee ist 4NU Kl. lang, l

    Sümpfe

    giebt es fast in aUen Kreisen teö Erzherzogthums, aber von geringer Größe. Die ausgedehntesten sind die Pinzgauer Sümpfe, welche sich 3 Meilen weit er« sirecken, aber doch nur 2.«25 Joch einnehmen. Die tiefsten Stellen sind bei Liheldorf, Lengdorf Stuhlfelden und Mittersill. Diese Sümpfe sind turch die jahrlichen Ueber-schwemmungen ter Salza entstanden, welche in dem Maße, als sie ihr eigenes Sette durch mitgerissenes Gerölle erhöhte, immer mehr über ihre Ufer trat. Das Flußbett ist nun an vielen Orten 1 — «' höher als das Gestade. In den ältesten Zeiten wurde jährlich das Belt mit einem eisernen Niesenpfluge geräumt, der noch vor l5t> Jahren im Emlosse Fischhorn zu sehen war. Wasserbauten wurden zwar zu verschiedenen Zeiten geführt, aber theils zwecklos, theils nicht durchgreifend genug. Erst unter Kaiser Franz l. wurden die Enlsumpfungsarbeiten wieder kräftiger aufgefaßt. Man sucht hauptsächlich die Einmündungen der Wilobache, die großtenlheils im rechten Winkel geschehen, zu verbessern, eine Ablagerung des Schuttes und Schlammes, welche diese mitführen, zu bewirken, ehe selbe das Flußbett erreicht. Mit dcn Pinzgauer Sümpfen steht das Zeller Moos in Verbindung, in welches der Zeller See südlich endet. Eine bedeutende Sumpfstrecke breitet sich bei der Stadt Salzburg aus, von Leopoldö-kron südwestlich bis Olanek, 4'/, Meilen lang, fast eben so breit, tie in früherer Zeit noch ausgedehnter war. Unterhalb Laufen liegt das Viermoos und damit fast zusammenhängend das Ilner Moos im Innkreise. Im Mühlkreise wird die berüchtigte Per geran durch die Überschwemmungen des NarnssusseS gebildet. Schon 1776 — 1782 wurden zu deren Abtrocknung zwei Kanäle gezogen, welche aber wieder verfielen. Man ist jetzt neuerdings zur Abhülfe geschritten. Unter der Cnns sind bemerkenswert!) die Moose bei Minkendorf, an ter Piesting und großen Fischa, an der Thaia bei Laa, welche aber durch die neuerliche Ncgulirung des Flusses in dieser Ge» gcnd sich bedeutend vcrmindtlt haben, ferner an der March u. s. w. Ob dem Man-hartsberge giebt es viele hoch gelegene Waldsümpfe, durch Quellen entstehend, welche keinen Abfluß finden. Abgetrocknet wurden schon mehre Waldmoose l'ei Neitra, das Moos bei Mitterdach am Oetscher und neuerlich erst die Versumpfungen der Gasteiner Ache. Die Anwohner begannen hier die Negulirung auf eigene Kosten, erhielten aber 183? von Sr. Majestät 12.

    Mineralquellen.

    Das Erzherzogthum ist nicht besonders reich an Mineralquellen, aber mehre gehören zu den vorzüglichsten Deutschlands. Im salzburgischen giebt eS 2l, vb der «Znns noch außerdem 32, im ganzen Lande gegen «0, von denen aber viele theils gar nicht benutzt werden, theils von unbedeutender Wirksamkeit sind. Das berühmteste ist offen»

    33

    bar das Wildbad G a st e i n im salzburgischen. Aus einem mächtigen Gneisstocke entspringen dort in einer Seehöhe von 2.873' «, Quellen von > 38" R.. deren stärkste täglich 12.000 Kubikfuß liefert, und ,»2l in einen ,3 Klafter landen Stollen gefaßt wurde. Das Wasser ist vollkommen rein, seht aber einen grünen äußerst heilsamen Vadeschlamm ab. Die ungünstige Lage dcs Wildbades veranlaßte schon ,7l>0 einen Versuch, das Wasser in die Cbcne herabzuleiten. Seit i«2l) werden ,8.o00 Kubikfuß in hölzernen Röhren 4.47l Klafter weit in den Markt Hofgaslein hinabgeleitet, wo mehr und bessere Unterkunft, bequeme Epaziergänge u. s. w. sich finden. Das Wasser verliert dabei «o Grad Wärme. — Im Salzakreise sind noch folgende bemerkenswerth-. St. Wolfgang am Weichselbache in der Fusch. eine kalte Quelle, in ihren Wirkungen ähnlich jener zu Gastein. Die Schwefelquellen zu Vurg wiese im Ober-vinzgau bei Tamsweg, zu Kelchbrunnen bci Mauterndorf. Sauerbrunnen am Mooseck bei Gelling, der Giftbrunnen auf dem Pockhart; Salzquellen bei Unken, zu Au bei Hallein ; warme Quellen in der Rauris hei Geisbach (von -!- l4"R,) und zu Stegenwacht im Großarlthale. Diese lectern, drei an der Zahl, entspringen in dem Bette des Arlbaches selbst, aus Thonschiefer an einer engen, kaum , zugänglichen Schlucht. Das Flußwasser hat im November noch l- ,o bis ,5" R. an den Stellen, wo die Quellen aufgehen. In dem übrigen Kreise sind Schwefelquellen zu I sch l, bei Svital am Pyrhn , bei Windischgarsien das T r 0 j 0 r - E g e lh 0 f und Vu chri eg Ier - V a d, zu Wezing und Lamversd 0 rf, zu W 0 lfSegg erst i«25 entdeckt; Sauerbrunnen am Saurüssel bei Walchen ?c. Die berühmte Jod-Quelle zu Hall hat ^ !>;°R. Zu Ischl, HaUein und Gmunren bestehen Eoolen-bäber, von denen namentlich jene in dem reizend gelegenen Ischl bedeutenden Aufschwung nahmen.-Im Lande unter der Enns besinden sich Schwäfelbader zu Naden, Vöslau, Deutsch-Altenburg, Medling, Meidling, Pirawart, Eisenquellen in Heiligenstadt, Rodaun und tie warme einst sehr besuchte Quelle zu Mannersdvrf, jeht fast ganz vernachläßigt. Vaden ist rffenbar das besuchteste Heilbad im Lande. Seine 12 Quellen haben i- l2 bis 2k" N. und geben täglich 80.N40 Cimer. Das Wasser ist llar und rein, riecht aber stark nach faulen Ciern, und hat einen hepaiisch salzigen Geschmack. Das Waffer wird auch getrunken. — Nach der Frequenz ordnen sich die Heilbäder beiläufig folgendermeßen: Baden 5.500 Parteien, Gastein t.2l>0 Personen, Ischl, 500, Meidling? Pyrawart? St. Wolfgang 2ao, Hall 240. Wolfsegg lieferte I82U schon bei 2.000 Bäder.

    Klima.

    Das Klima in den Alpen und im Dvnauthale ist sehr verschieden; der Salzakreis ist am rauhesten, nach ihm der Traunkreis, aber auch die Gegenden am linken Donauufer haben durch ,hre allgemeine hohe Lage, wozu noch zahlreiche Waldungen kommen, ein rauhes Klima.

    Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede.

    Erzyerzogtl,um Oesterreich 0. Schmidt,

    3

    34

    NcobachtuussHort.

    Ttan

    Barometers.

    ?lus«"N,rcd!»-. in Par.Zol

    d des

    Tlnrlniüllters.

    Grade »ach Rcaumxr.

     

    Z

    höchster

    «icfster.

    mitt^ lerer.

    höchster.

    tiefster.

    Mltt-

    lcrcr.

    (^munden in« Traüükrcisc

     

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    Gränze gcgcn V»!»»»'!, . .

                 

    Hall im Trallnkrcisc . . .

                   

    Kre!N6mi!nster,i8l0-<8«5

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    Saiiilatsl'cricht.

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    St, Polten. Vicrlcl«?.V. Wald. »80?—>»!l.... Nach l'l. S«rolim<»!cr.

     

    2?" «'"

       

    — 19

         

    Ncichrnau, Viertel U. V. Wald in '^ Ialirc« . . .

       

    «?".',,'",

             

    Ried, Iiuikrcis. lß,9 -,«,0 Nacl, l»,-. Susan.

         

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    Salzburg, nach Braune.

       

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    Sanilat5bcricht l8« -l83< Aus den 9 Monaten Octo« bcr bis I»l>,

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    Wien. «»Ia»re, ««««-«82?

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    ««, Juli

    -l7.«U

         

    Das yllpengebiet hat das raulMe 5ilin!a. In vielen Thälern dieser Geanten, die gec,en di,.- Nordwmte geschiltzt sind, herrscht aber ein auffallend milderes, und^man möchte bedauptcn, daß der ^>,ndsirich längs der böhmischen Glänze im Allgemeinen noch rauher sey als die Alpen^ende»,, in so weit sie bewohnt werden. Im Jahre l82l mußte man bei ZwcM fast den ganzen Sommer hindurch tie Zimmer heihen, und die Bauern sagen sprichwörtlich: "wir haben '/. Jahr Winter und '/.Jahr keinen Sommer." Nach Vraune reicht im Salzbun,ischen das fullioirte Land bis ä.ülw, die Alvenvea.etation bis n.oaa", darüber hinaus ist die Schncs^ränze, welche auf vielen Vevqen erst mit!).0U0' beginnt. Nach v. Neldcn reicht die erste Stufe nur bis 3.000. die zweite bis ü.000". Unter der (5uus unterscheidet Zahlbrukner die Ne? gion der Auen bis l.'^ou', der Verberge bis 2.590, charakteristisch durch die Schwarzführe und die Gränze des Getreides; der Voralpcn bis 4.2>'«, des Krummholzes bis ö.500, der Alpenre^ion bis

    35

    frei davon, bis auf einige tiefe Schluchten. Die Aespler machen eine sehr treffende Unterlcheidung der Sonn ° und Schattenseite der Gebirge, («Sonnberge, Schatten« berge"), deren erstere ein wesentlich milderes Klima hat. Des milden Klima wege« werden vorzüglich Ischl und Baden gerühmt. Plötzlicher und bedeutender Temperatur« Wechsel ist im ganzen Lande häufig, besonders ist Salzburg deshalb bekannt, nicht minder Zwettl, wo der Thermometer binnen 24 Stunden oft um 12 Grade wechselt. Die Morgen und Abende sind im Gebirge auffallend feucht, kühl und nebelig. Der Winter dauert gewöhnlich vom halben October big zum Mai, und hausig ist durch den vielen Schnee aller Verkehr unterbrochen; das flache Land Unter«Oesterreich hat aber selten viel Schnee. Von dem ungeheuern Schneefalle in den Alpen kann man sich einen Begriff machen, wenn man die beiden l0" hohen Stangen sieht, welche noch in der Kirche zu RauriS gezeigt werden, zum Andenken an die Höhe, welche der gefallene Schnee einst binnen 4» Stunden erreichte! Im Hochgebirge giebt es eigentlich nur 2 Jahreszeiten, Sommer und Winter, denn die llebergange sind außerordentlich kurz. Wenn der Schnee schmilzt, was derAelpler "appern, anfentleinen" nennt, sproßt die Vegetation äußerst schnell hervor, im Herbste lassen die Fröste derselben aber nicht Zeit, vollständig auszureifen, sondern die Kälte ertödtet sie. y^ch im Hochsommer entsenden die Alpen schlickend kalte Winde, was in Salzburg, Linz und Wien sehr fühlbar ist. Zuweilen wchm ader auch heiße Sudwinde "Föhn oder Fahn«, im salzburgi» schen "Iauchivind" auch Ober- und warmer Wind genannt, welche den Schnee in den Alpen ploHlich schmelzen und lleberschwemmungen verursachen. Am Atlersee herrscht dieser "Sunawind" fast regelmäßig im Frühling und Herbst. Er kündigt sich schon 2 oder 3 Tage vorher durch einen lichtgclben Dunstkreis der Gebirge an, läßt sich zwar selten bis zum Wasserspiegel nieder, tobt dann aber auch um so furchtbarer. Fällt er in die Vllithezeit, so ist es um die Obsterndte geschehen. Auf dem Traunsee ist der Fichtauerwind eine ähnliche Erscheinung. Herrschender Wind ist im ganzen Lande der West, ob der Cnns insbesondere der Westnordwest, unter der <3nns der Nordwest. Der östliche mehr ebene Theil des Landes ist auch mehr Luftströmungen unterworfen; Wien zählt nur 45 windstille Tage im jährliche» Durchschnitt! — In dem Thale,Fich° lau wird jede vierte Erndtc ein 3iauv des Hagelschlages.

    Naturprodukte.

    Das Erzherzogtum ist keines der gesegneteren Länder der Monarchie, denn es erzeugt nicht alle Produkte in hinreichendem Maße. Am reichsten ist es an Mineralien besonders an Gcaml, Sandstein. Kalkstein, Kupfer und Eisen, Salz ?c. — Ausgezeichnet ist die Alpenflora, welche in Salzburg allein über 2.000 Arten zählt. lNähere Angaben folgen, um Wiederholungen zu vermeiden, in dem Abschnitte „Nahrungs-quellen.")

    . <,'-°^p5' ^n,"v: Nincialogisches Taschenbuch, enthaltend eine Oryktogiapyl'e uon Unter »Ocster,

    >>r, ,1»». ^»rq»i»i ^1»?» !>u»lsi»c», »!v« nlnnln?. ««>erl. in ^u,llin» H«!>!l» Kupfe, N. - », ^"«. I. l». » «r»i.2: 8<>«>>um i>'».,«'»° !><""«. Ü-3.

    < v.enn ?K« — Jr. Ios, Warter: Verzciclmiß der oNcrr. Baume ,c, », Aufl.». Nlcn ?»». — Fr. Schmidt: OctterrrichH allgemeine Vaumiücht. 3 Bde. Fol, Wien ?»»-»«», mi« «»O Kpfrn.— n^.I.A. Schultes: Ocsserrcichs Flora. », Aufl. « Bde, ». Wien »>». — .... F>»una mid Flora dcr sudwestl. Gegend von W,cn m dessen ..Schncebrrg- und diesclbc in ?l, Vl. Schmidts 'Schneebera^ siehe oben.

    — ?<>c.'rl'am. Il»,«: l^lar» »'"»r,»c» 8. Vifnn. » 1"c,m. ««?..«3l. — c^oh. Z 1 t, l l, r uclü ei: Darsselluna der

    Pssaine» .icoqr. Verft'iltüüsc des ^rzhcrz. Or^crr. Beitrage, i. ««». — ix, '">, ll<"»: !«<>,>«", «l ^«„c^ «^.

    »79»,— Hr. A. o. V raune: Val^burad Flora 3 Bde. «. Salzb. 707. ^ C. !,'. Kröpf: Aussulirlichc Beschreibung der in U»tel'M«re

    L- I. Fiyinqer. Ueber dir Aubarbcitun» einer Fauna bcs Er,!)crz, OeNericich nebst einer snssem. Auszäftlunq der Gäuactüiere, Mepü! F»che. Beitrage >. ?«<>. ",!.»». - Illiqcr: Svsscm, Verzeichnis der Vchmcttrrlinae der Wiener Kcgcnd 8, « Bde, Braun,chwcig «0l. - Vn»-. Kollar: Eustcm, Ver-«cichnitz drr im Er,herz. Oesscrreich vorkommenden acradss, 5n,ctten. Beitrage »,. «?. — ,^. ^« >v,«i«<-n<"-. " '«. "-<". ^'"". <«0-U4. l?z>. Qullüc!,!»!,!: l^un» ^u»»,i»«. » Vdt. ». Linz »u» l2.

    3

    Höhenrafel.

    Die meisten der hier verzeichnete,, Höhen sind entnommen aus: "Trigonometrisch bestimmte Höhen von Oesterreich, aus den Protrcollen der General-Direction der f. l. Katastral-Landes-V ermesfung, angezogen von A. Vaumjiartner. n. Wien, «832" und mit ^ bezeichnet. Die wichtigsten anderen Quellen waren: V lu-menbach ' 6 Landeskunde, Braune's Salzburg , Pillwe < n' s Vesckreibung der Provinzial - Hauptstadt Linz, Weidmann's Wegweiser. Alle Angaben sind auf Wiener Fuß reducirt.

    < Salzburg.

     

    S«>

    lii,'h>'.

    Neol»a«<,t>:r,

    ^>rr.

    See höhr.

    Be»dl«cl>tcr.

    Ab falter nm Un»

       

    Bischlinqhöhe 21

       

    tersber^e .....

       

    St, nördl. u. Huttau

    5?W

     

    Ab ten au .....

    «394

     

    B < rnhorn.....

       

    — Estrich der Kirche

    ««5»

     

    Blechwand sudlich

       

    Achdcr.i 2 Stunde»

       

    vo» St. Wolfgang .

    48«»

     

    östlich von Unten . .

    3

     

    Blcllogel zweiter

       

    Achentopf ....

    ?!»9?

     

    höchster Punct des

       

    ?ldnct.......

           

    Alpricdftorn? St.

       

    BleislingkeileVt.

     

    wcstl, von Werfe» .

    7434

     

    südl, ^>. Unt.'Tauern

    7M?

     

    Altbuchcl o Et.

       

    Blnhntcck ....

    44!»U

     

    nordl. v. 'Abtenau .

    4NUl

    Vlumck« Et.nördl.

       
     

    97KN

     

    l'onNcitdors. . . .

    54ll

     

    «nkogel 9St. süd.)

     

    ^,KochSternscld.

    Vodcnraili. . . .

    4>,,s>ll

     

    östl. von Bockstci» . )u»Z5<»

    Thxrwirscr.

    Bock ssein . . . . .

    3?33

    3478

     

    Arappkogcl » Et.

       

    Vreithorn ....

    75?«

     

    sudostl. v.Huttschlag

    N»2?

     

    B r c i t c n b e r g l) a m

       

    Arche, große, 5; St.

       

    i St, siidwest«. von

       

    südostl. v, Niedcrstll

    7752

     

    Eaaifelde» ....

    «573 /

     

    Arms do rf Estrich .

    >4l«

     

    Brcitkopf » St,

       

    Aussercdenö . . .

    «34»

     

    sudl. von Braml'cxg

    ?

     

    Bachleilcnkopf »

       

    Brennko^el. . . .

    »l4S

     

    Et, oM, »on Vllm .

    454«

     

    — « St. sudwcstl. v.

       

    iliachwald « St.

       

    Rauris ......

    Y54N

     

    nordöstlich von St,

       

    — Knappenyaus . .

    »!4N

     

    Johann ,.,... Vad GaNein . . . ^

    44«? «',»3»

     

    Nrennspiß . . . .,

    5«4?

    Salz.Int.-Blait v. Iaftrc »»W.

       

    Brett.......

    75^3

     
     

    30«!

     

    Ariren . . . . . .

    ««93

     

    Värnkogel ....

    7«9i

     

    V r o d > n >) c r a l v c

       

    Barnstciq 4 Gt.

       

    amPreber.....

    54!«

     

    »ördl. v. Uttendorf.

    s>98«

     

    Brück im Pmzgau

    «4««

    Chadcrt,

    Be»zck2Lt.s»dö<1l,

       

    Bruckcrmooö jSt.

       

    von Flachau ....

       

    wcstl. o. Vruck. . .

    »3»»

     

    Vergftaus

       

    Vrun neck.....

    17l4

     

    Rauriö ....

    7N4<»

     

    Buchcde» . . , .

    34<>z

     

    der Stollen ....

    730!»

     

    Buch berg « St.

       

    Bernloqcl < E>,

       

    "ördl, von Vend . .

    373!»

     

    nordössl, v, Rauris .

    7354

     

    Vuchbcrg «^ St,

       

    Vernssaffcl 4 St,

       

    siidl, von Mattsre .

       

    st'dwcNl, von llntcr

       

    Vuchbrrg, Kirche,

       

    tauern ....

    7415

     

    » St. j'udl. u, Wer

       

    P irch»orn ndwcstl.

       

    fc» .....

    2113«

     

    v. S^ialfcldcn . .

    63Ȇ

     

    Vnndschul, ....

    5«L!)

     

    37

    4>rt.

    See» hohc.

    Veobnchter.

    «it,

    See höhe.

    Veobachtür.

    Bundschuh Bla-

       

    Fuschclscc ....

       
     

    3Ä57

    Virrlhaler.

    Fuschertauern ani

       

    Collmannsberg

       

    Pclcrsbnum . . .

    784?

     

    li St, nordöstl, von

       

    Fuscherthor . . .

    ??N«

     

    Thalga».....

       

    Hochtftor.....

    »275

     
     

    «5W

     

    Gaining, dcr hoftc

       
     

    200 l

    MoN.

    Gaisberg 2 St.

       

    Dietrichhol«2St,

       

    öNl, von Salzburg

    4N?l,92

     

    nordwesti. v. Lofcr

    48N3

     

    G a n> s k a h r k o g e l

       

    Drat berg ....

       

    4^ St. östl. uon Hof>

       

    DraugNcin 4 St.

             

    östl v, Hutschlag .

    ?»',?

     

    OamskogelbeiHof»

       

    Drciscsscl . . .

    5«79

     

    gastein......

    ??98,3»

     

    Dürrenberg. . .

       

    G a stein Heilbad . .

    3N«l,«9l

     
         

    - Hof oder Markt .

    4ül»

    u.KochSternfcld.

    üdcnfcld j St.

       

    Oastriner Ache

       

    wcstl. v.Altcnmarkt

       

    Spiegel beini südl.

       

    E dclwcis

       

    Ende der Klamm .

    «3l<;

    Schuttes.

    ltgg » St, sudl, von

       

    Geis stein 5 Sl,

       

    Thalgau.....

    «M«,8l

     

    nördl, v. MittcKlil!

    ?,84

     

    Ehcrstein « St.

       

    Geiestcinkopf östl.

       

    nordossl. u. Hallein

    «33l.?«

     

    vonUnter-Taueru.

    <>«??/>«

     

    Eibe»berg l St.

       

    Geiai dkopf ...

    7U1!»,l>?l

     

    sudl, v.Mandling .

         

    äs,5,4,NNN

     

    E n, dach

       

    Gei' rfoael ...

    ??10,!»N»

     

    — Estrich......

       

    Gcicrfopf . . . .

    8738/M

     

    En, berg 3St. nord^

    <

     

    Gcisb ach Markt in

       

    östl. von Abtcnau .

       

    Rauris......

       

    Erdboden .

       

    Geisbtrg ....

    3W8,Vl0

    v. Humboldt.

    Eisberg ridel . .

    55-l4,U0^

     

    — .....

    4UN9,«!X>

    V°!.,,I,M, V,I, I«»»,

    Eiskeller ....

    5!tt »Ml»

     

    — .....

    4!l»,NN0

    Schultcs.

    Falzalpe.....

       

    , . . . .

    4N4M«

    Stanig.

    Fanningh ol) e 3

       

    — .....

     

    v. Puch.

    St. nordostl. uon

       

    — .....

    413«,5»;!)

    Prof. Beck,

    Mautcrn.....

    «684.4«

     

    Gcmsfcld, Berg.

       

    Farm ach , Anhöhe,

       

    nordwcstl. vom Go«

       

    ! St. sudwestl. von

             

    Saalfcldcn ....

    «43»,5N

     

    Oems hag ....

    «38?,NUN

     

    Fanlkogcl . . . .

    ««24

     

    Osrhardstcin' .

    4»3!/.

     

    FelUioril >» E>t,

       

    — «z St, nördl. von

       

    nordwcstl, v.Waid^

       

    Obccwcisbach. . .

    485,3,04

     
     

    5553,9«

     

    Gcrlosalpe . . .

    5NN5,3N«

     

    Fcrlciten in der

       

    Ocrlosthal . . .

    g«««.l!»4

     

    Fxsch ...

    .1«',?

     

    Gerloswand. . .

    S80S.2»»

     

    ^ilzeil. die hohe .

       

    Gernberg 3 St,

       

    Finken berg ...

       

    slidi. u, St.Iohann

    5638.44

     

    Firmianalpe . .

       

    Gernkoael 3 St,

       
         

    nordwessl, v. Wald

    ? «54,5.8

     

    Flackau.....

    ^ «?5l,!»5«

     

    Getschen, hohe, lj

       
     

    ««««,!»««

    Chabert,

    Sl,nordöstl. v.Hal«

       
           

    2943,3«

     

    südöNl, o,Radstadt

    54»?,?«

    /^

    Gilgen St.....

    l?34,«2«

     

    Fraukogel . . . >

    7474M8

    Mielichhofer.

    Giften, ftohe, < St,

       
     

    7»4U,»W

     

    »ördl v.Bcrgham.

    »127,0»

    Fulsccl <»i St. slid'

       

    Glinasp!« (Pret-

     

    °Nl, von Gasscin .

    Lil8M

     

    te«>ior»)5St.!iord-

    i

    F^>

       

    östl, von Hiittschlag

    ?N!».4!; 1

    Fundcuscc, . . .

    4«l4,8U«

     

    Gnigl......

       

    »usch.......

    «bus

     

    Göhl. hoher. . . .

    «030.736

     

    38

    Ort.

    Gcc Höfte-

    Vl'ob»icht«r.

    Nrt.

    Scc> höhe.

    Vcol>as!>t

    Göhl, kleiner. 2

       

    Herzog Ernst oder

       

    St. wcstl. von Gol'

       

    Großkogel . . .

    935l,»0U

     
     

    7969.«

     

    Heuberg dci Ealz«

       
     

    3?6U,4«4

           

    Goldberg in Na»'

       

    Hifclwllnd « St.

       

    ris>........

    »

     

    nordössl. u. i'ofcr.

    5734,8«

     

    Goldeck......

    «61,000

    Mo!l.

    Hintcrfeld i Et.

       

    Goldzeche. Gold-

       

    nördl. von Maria

       

    grube am Goldbergc

    «l9»,3«»

     

    Pfarr......

    «733,6»

     

    Tolling.....

       

    Hint erhörn ? St.

       
       

    Moli.

    sildwcstl. v, Lofcr .

    ?»w,54

     

    Grafenbühl bei

       

    Hixthalspiy?Et.

       

    Liefcring.....

    «275,98

     

    s»dl. o. Krimmel .

    935N,94

     

    Oraukogel 4 St.

       

    Hinteraspe ...

    ü!9lMU

     

    sudössl. »on Bad-

       

    Hirschkopf. . . .

    ?U«4.3«4

     

    gasscin.....

       

    Hirsch topf < St.

       

    Griestareck 2 St.

       

    wcstl, von Rauri« .

    ?<««,?^

     

    siidl. von Wngrein

       

    Högel bei Etrobcl

    »13N.24N

     

    Grillacker, Feld,

       

    Höllbcrg (Roßköp^

       

    össl. von Knchel .

       

    fei) » St. nördl. o.

       

    Grosscck sudl. von

       

    « eitdors .....

    5N0«.N8

     

    Fehl.......

    ?s.6«,<»

     

    Hollwandspiy

       

    Großarl Dorf. .

    »704

    Moll.

    St. s»dl. v.Echwar< i^ach......

       

    Großkogcl oder

       

    Höniatogel 4 St.

       

    Herzog Ernst .

    93!«,»N0

     

    »ordöttl. uon Brück

    58«<;,U2

     

    Grubalpen . . .

    5««>3,3NU

     

    Hörndl, ftolies, lz

       

    Gründe ck.....

       

    St. nordostl. von

       

    Gschtosig »5 St.

       

    Kuchcl......

       

    südöstl, v. Nannina

    5985,2«

     

    Hofcrauwald »

       

    Gsengplattcn «

       

    St. südöstlich von

       

    St. össl. von St,

     

    Werfen......

    3885,3

     

    Martin .....

    5<5N,94

    Hof. Markt in

       

    Gssatteralve . .

       

    Gaslcin.....

    «?«4,l04

     

    Gugrnbichel. . .

    o««.soo

     

    Hos zwischen Salz«

       

    Guglspift » St.

       

    bürg u. Thalaau. .

    2«82,4?«

     

    nördl. von Zeder»

       

    Hocheck l St. nördl.

       
     

    »<«8,Nl

     

    von Wagrein . . .

    4z3ll,<»

     

    Gurche......

    «347.900

     

    Hocheck nordwestlich

       

    Ourpetschck4St.

       

    von Eschcnau . . .

    «9»,?8

     

    nordöstl, o. Twcng

    ??85,<

     

    Hocher Aar, »St.

       

    Halklplattcn «

       

    südwcstl. v. Buch-

       
           

    W3!w,«

     
         

    Hoch filz cn . . . .

     

    Moll.

    Haufeiborn . . .

       

    Hoch-Kitschcck «i

       
       

    MtoU.

    St. no>dw?stl. von

       

    Hallein.....

    «0«.«»,

     

    Walchcn .....

    439«, l8

     
     

    «34?,?«

     

    Hochglockcr «z St.

       

    Hallthurm ...

     

    Miclichhofer,

    nördlich von St.

       

    Hanusbcra . .

    30»<,«W

    Salzb, Int,'Vl.

    Veit.......

    »Nl3,«4

     

    H„aseck » Vt, nord»

     

    )

    Hochrcib iSt.südl

       

    oltl. uom Gasscin .

    6?Ul,l6

    > ^

    uon Scckirchcn . .

    1753,74

     

    H„a„nsber<; sud olll. uon Armsdorf Heilbad Gastcin .

    Henlabssc t» « Gt. wc^Iich von Saal«

    «64l,04 20Y«,?M 3l)l!,«««

    Eccthalcr. Ohal'crt. u.KochSlernfcld

    Hoch sä ul » St. v. Oberwel^bach . . Hochzink nordössl. v, Saalfelden . . . Hohe Gaining . Ho!) ris. . . . ' '

    5557,38

    »3X,,4« l»57.«UN »»«4,ll«!U

     

    bach .... -. .

       

    Höyfilze» ....

    3Y«7,46<

     

    39

    . Ort.

    See. höhr.

    Bcobaclitcr.

    Ort,

    See' höhe.

    Ortschaften.

    Hochhoru oder hohe

       

    Kantcnbruüli. .

       

    Narr.......

    ,

    Vicrlhalcv.

    KaV» zixcrbcrg .

       
     

    ,!!^,^»<»

     

    «atschbcrg. . . .

    5(W2,«4«

    Sartor».

    Hoh kalter . . , .

    9!«><:,4!»0

     

    Kncükoa cl . . . .

       

    Hoh kränz ....

    5I45.6U0

     

    Kilnprcin 3 St.

       

    Hohmanhorn;

       

    uonKc>idrlbr»ck. .

       

    Hohzink i

    Si??,45N

     

    Kitsch Nein 5 St.

       

    steinern Meere.

       

    nordostl.l'.Großarl

    «42!>,U>j

     

    Hollcrdcrg nördl.

       

    K > tz st c >»!, o r n,

       

    uon St. Martin. .

       

    Gletscher, »St,siid«

       

    Hradofen 3^ St.

       

    wcstl, u Kaprun .

    l»l«N,53

     

    siidöstl. uon Kcndl>

       

    Klamm zwischen

       

    bruk.......

    e32l>,t

       

    <85N,40N

    vKochSternfcld,

    Hundfcld 2 St.

       

    Klingcraipc. . .

    4ss!5,?2t!

     

    ostl.u..2bcrTa»ern

    ?««,,«»

     

    Knidthorn oder

       

    Hund stein, hoher,

       

    Waaentrisel . . .

    70«N,9«U

     

    5 St. nordwcstl. v.

       

    Königsberghoin

       

    Taxcnbach ....

     

    3 St. sudostl. uon

       

    Hund stein ....

       

    Hintcrsce.....

    5l«4,»4

     

    Hunds tod odcr

       

    Korndlbcrg « St,

       

    Hundstodt ....

    7!»2»,l«

     

    nördl, von Wald .

    ?7U8,«U

    ^>

         

    Korcck nördl. von

       

    Hi, ttau......,

       

    Steinwandck . . .

    7839,90

     
         

    Koreinbcrg2> St.

       

    H >, tt >' chIag . . . .

       

    nördl.o St,Ml,rtin

    5»84,W

     

    Icnncr......

       

    Kolnikarscharte.

     

    Ruücgger.

    Illingcrbcrg süd«

       

    Kramkogel ...

    ??«7,<»44

     

    westl. u. St. Gilgen

    48Ni»,5l

     

    (Zslggcnsp!!i15Nt.

       

    Imberg.....

       

    UidwcstlvomDorfc

       

    Imelau......

    «»i»l.?36

     

    Gastcin......

    ?7»»,l8

     

    Immerbcrgkam m

       

    Kranz der hohe. .

    5345.s>NN

     

    2 St. sudwcssl, v.

       

    Kraxe ......

    764?,«!»

     

    Werfen......

    »68 «,94

    />,

    Kraxen spitz°l St,

       

    Inibachhorn wesll.

       

    sildosN, v.Kicin ?lrl

    ?e«m,?4

     

    v. Dorfe Füsch . .

       

    Kreuz höhe 4 St.

       

    Johann. St., im

       

    nördl, vom Dorfe

       
     

    l89»,49l

     

    Lössach......

       

    Irsderg ii St.

       

    Kreuzi och ....

       

    nordöstl. von Neu«

       

    Krciiztoncl am

       

    markt.....

    2045,7«

     

    Rathhausbcrg . .

       

    Kaildcry, holier.

       

    Krimmcl.....

    32««,

     

    < Gt. sndwessl. von

       

    Küh stein am Un°

       

    Werfen......

       

    tersbcrg.....

    4ü«!»,«<»!»

     

    Kalcl, grub ; St.

       

    Kult» spitz nordöstl.

       

    wcsll, o, Vcrndorf.

    «I?i,«4

     

    von Mondscc . . .

       

    Kalch spitz sudl. v.

       

    Lackcukogcl . .

       

    Mandling ....

    ??«?,<«

       

    Ll63,!>36

     

    Kallcrsberq » St,

       

    — 2 St. sudöNl. von

       

    sildwcstl. v, Golling

       

    Flachau......

    «4ß«,«» '

     
         

    Lambera 4i St.

       

    Kalkbrcttcr. . .

    ?<>»?,«!!«»

     

    nordöstl. v.?ll'tenall

    ät»«,'N

     
       

    v.KochSltrnfcld,

    Lanawcidc ^ St,

       

    Kaltcnvrlinalprü

    4s>.W,«8tt

     

    »ordöstl vom Dorfe

       

    Kainmcrkahr . .

    5???,tft»

       

    e«94.W

     

    Kammerkahr bei Waidri»« ....

       

    iiangsrc.....Lascrbcrq 3 St,

       

    Kam mcrl Horn. .

       

    südöstl. v,Tanlswcg

    si!U5,L4

     

    K a », mcr > s n a!> or »

       

    Lauchstcin . . . .

       

    Oberwcisbach. . ^

       

    kaufen ......

    !3l0,7W

     

    40

    «rt.

    Gec« höhe.

    Neobacht«.

    Nrt.,

    See-Höhe,

    Veobachtcr. .

    Lattengut . . . .

       

    Niisldorf.....

    15«!,«««

     

    Lend die »ntcre. .

       

    Nussigkogel slid^

       

    — Posthaus ....

     

    Eftabcrt,

    westlich vom Groß

       

    Lcogang .....

     

    Moll,

    Glöckner.....

       

    i«erchck «St. sudl

       

    O chsenti örncr. .

       

    uon Lofs^ch ....

       

    Obe recking Estrich

       

    Lcrchwand

       

    dcr Kirche.....

       

    sudwcst«. u°n Nie-

       

    Odcrhofen < St.

    (

     

    brrssll......

       

    wcstl, v. Dcckirchen

    lV07.l0 /

     

    Loser .......

    > 799,000

    Int.. l8U».

         

    — Haclelwiltl) . . .

    ««39

     

    Vagrain .....

    3'.«5.»3S

     
     

    «8!»3,ll«

     

    Qbcr T r umm . .

     
     

    «849.3?«

     

    'Dstcrftorn . . . .

       

    Lidaunberg « St,

         

    «l»^,(!!»0

     

    nordl. u. HaiNenau

       

    Pailwand » St.

       
     

    15U0M«

     

    ludössl, ». ?lbtcnau

    385»,3l

     

    Lngaau er scharte

       

    Pas-i!ltcg ....

       

    I» der Rauris . . .

     

    Nußegger.

    Psaffenalpc(Roß>

       

    MargarethcnSt.

    g2««.9«4

     

    fcld» » Kt. wcstl. v.

       

    Mattsce.....

       

    Kuchcl......

    4NN0,««

     

    Mauterndorf. .

       

    Piescndorf . . .

    «46«.«?«

     

    Meer das steinerne

    N6«i.0W

       

    »4K?,«!)0

     

    Michael St. ...

    3«U4.«?6

     

    Piliapperspiv e

       

    — Pfarrkirche des

       

    St. sudl, von Mit'

       

    Dlts.....

    238«,!»«

    /^

     

    ?9«,«a

     

    <

    227l,««8

     

    Pinzaauer Höhe

       

    Mittersill Markt.

    Moll.

    oder Platte ....

    ^575.N2l)

    Chabelt.

       

    Plaife. große, «Gt,

       

    Mitterberg ljGt.

       

    ösil. von Hci»dc>rf .

    3«U3,Y»

     

    nördl. vom Dorse

       

    PlattenkogelSNi.

       

    Unterbrrg ....

       

    sudöstl.v.St.Gcor'

       

    Moscrwand«73t. sudwcstl. u. Flachau

         

    57',7,»0

     
       

    Plattcnkogcl«St,

       

    M o n ch b c r c> ...

    l953,««M

     

    westl. v. Krimmel .

    N4kl,«U

     

    Moos! ftel »i. . . .

       

    Plcißniftkogcl 4

       

    Muhl Sturze. .

    ?»!N,??«

     

    St. sudl. v. Zeder,

       
     

    ?1»6,ll!»N

       

    «N!?,5«

     

    Mühlhauserhöftc

       

    Pocky art see untere

    »855.48»

     

    »z St. sudössl. von

       

    — obere

     

    Rußeagrr,

    Thomathal ....

       

    Poekh art scharte

     

    Muhrancrkopf .

    9?«e,U00

     

    Poberg » St, sud»

     

    !

    Narl dcr Höfte ober

       

    west». ». Habach .

    «»«H,9»

     
     

    l<»9«9,«!»6

     

    Pragftorn siidö'sil.

     
     

    >W9«,W

     

    v. Ol'crwcisbach .

    «??l,^«

    Nedcrsberaalpen

       

    Preder der hohe. .

       

    Neubau in der Nau»

       

    P red er» Nee . . .

    4?ll,«3«

     

    ris . . ......

       

    Rabentftalalpen

    ,!4^5,N44

     
       

    Nnßeggcr.

    Nadstadt.....

    l!»94,»H

     

    Nen ft a us bei Salz»

       

    — Pfarrtftlirm der

       
         

    Stadt......

    «7U»,5,

     

    Neulascrn. . . .

    636l),4»8

     

    RadsladterTauer»

       

    Neutlrcken in

       

    bei der Wasscrkall'

       

    Pinzgau.....

    ««««,50

    Moll.

    brücke......

    39N9.484

     

    Nc i! markt . . . .

    l!»«?M»0

     

    ------am Naßaiaben

    45««,3"

     

    NeunkogclsEiber'

       

    ------bei Wiescnccl .

    38»?,««

     

    bcra) ' Nt. siidlich

         

    »446,844

     

    v. Passe Mandling

    4U?4.«4^

     

    ------bei Gchcidberg

       

    Neustadtalpe . .

       

    ------Gottesacker. .

    »«lii

    Vierthalcr,

    Ncstelscharte . .

    4SV4,8?«

       

    5t!«,48

     

    4<

    Ort.

    Scc> höhe.

    Beobachter.

    Ort.

    See-hohe.

    Beobachter.

    Ranningstcin . .

       

    Rothhorn . . . .

    75U4M«,

     
         

    Rothl ogcl . . . .

       

    Rathhausbcra b St. südl. v. Bock' ^

       

    Röthelstcin < St,

       

    89i?

    Echiegg,

    nordl, v. Mühlderg

    7477,56

     
     

    Stciüig.

    Rotten stein Berg

       

    Nein.......

    8553,70»

    S. Int..«!. I»08,

    nordöstl. vom Dorfe

       
     

    853«,4M

     

    Filzmoos.....

    ?l!9l,lU

     

    Rathhausberg

         

    k««4

    Vicrlhaler.

    Hicronnmusstollcn

    5773

     

    Rombcrg 2 St.

       

    Et. Florian....

    «l3l

     

    sudöstl.v, Feistcnau

    4391,4«

     

    St. Christoph . . .

    6473

     

    Roß brand Wald.

     

    Hohe Scharte. . .

    «l»9

     

    rucken « St. nordl.

     

    Parisstollen oder

       

    von Radstadt . . .

    «590,3«

     

    Freudenbcrg. . .

       

    Salfelden . . . .

    «U»4,7»4

     

    Höchster aufgelasse-

             

    Stollen.....

    78?»

     

    SalfcldnerSchar-

       

    Rastkopf

    7975

     

    tc........

    7l94.«72

     

    Rauchet südliche

             

    Schneide d.'s Tä»'

    !

    Salfc die hohe . .

    5«2!» NW

    Hrchenbcrgcr,

    ncngebiracs nord>

     

    Salza Ursprung .

       

    östl. v. Werfen . .

       

    Salzaspiegel bei

       

    Rauchzaalsopf zwischen Ketschach

       

    Lend.......

     

    Schultcs.

       

    N a > z a ch k o p f? St.

       

    u.Großarl Thal. .

    ?L9«,5U

     

    nordwcstl. o. Waid

    779«,»«

     

    Rauris oder Oeis^

       

    Salzburg ....

    l»?!»,40U

     

    bach

     

    v,KochSlcrnfeld.

     

    <»3»,l5!>

    v. Buch.

         

    __

    1433,03«

    Wagner.

    — Prauhaus. . . .

       

    ....

    «440

    Schiegg.

    ^ Acsten. am Fuße

       

    — Platzl am

       

    des Ooldbergcs . .

    38l9

     

    Fürstcnbrun in der

       

    Rauriscr Taucrn

       

    hohen Festung . . .

    «7!«,46

     

    bei dcm hohen Thor

       

    St. Nartholomä

    2l33,«W

     

    Raukastc. . . . .

    ««57,380

     

    St. Gilgen . . . .

    l?34,«3!>

     

    Rc < chcnl> all . . .

    !!»«l,53«

     

    St, Johann . . .

    !X!»U,49«

    Mo«.

    R eiche nlann er .

       

    St. Margarethen

    3«e«,',»4

     

    Rcitkcndlkopf 4

       

    St. Michael . . .

    3lU4,«?N

     

    St. wcstl. v. Secl°

       

    Saigurn^Kolm .

    4953

    Nuöeggcr,

     

    «l 35,78

     

    Sattelgut nm

       

    Rcitalphorn . .

    53«N,!s>a

     

    Lackcnkogel ....

    »89

     

    Rcitcrstcinbcrg

    !2!!?z,<>?«

     

    Sattclbcrg ljSt.

       

    Rcitcrlrctt . . .

    4»l».«36

     

    nordöstl. v. Tams«

       

    Ncstcrhöhe 4 St. noidwesll. v. Mit-

         

    b«?5,»8

     
       

    Oaukahr »St.östl.

       

    tcrsill......

    .°i!>««,54

     

    uonGroß?irl. . .

    «462,4»

     

    Rcttenbachalpc.

       

    Sau steigen « St.

       

    Nettcnssrin . . .

    7«l,13«

     

    nordöstl. v. Vieh»

       

    Riffclkopf 5 St,

       

    hon» ......

     

    nordwcstl. v. Wer°

         

    5733.15«

     
     

    7l««,1«

     

    Schaafbcrg zwi-

    5tt«,

     
     

    Ringkogel . > . .

       

    schen Alter, Mond

       

    Ristfcuchtalptrct!

    4.V.4,3«N

     

    und Wolfgangsee .

     

    Klcile.

    Roßfelda!pc . .

    4N»,N<»<)

       

    ÜU3«,«» >

     

    Rossitc amUnteis-

    43>?.«l)0

     

    Schaftahrtogcl 6 St. west!. V, Buch'

       
     

    Noßfcld höchste

         

    «KI».8«

     

    Spiyc am Göhl . .

    7l9«Ml>

     

    Scharet 4 St, sud-

       

    Rothlanncrho rn

       

    westl, von Twcng .

    ??«7.«4

     

    Rothrn stein . , .

    7047,9«»

       

    l048»,SW

     

    42

    Ort.

    Sce^ »ohc.

    Nrobsichter,

    «rt.

    Scc. hol,«.

     

    S cl> a l t b c r,i t o ft f

       

    Schwcmmbcrg l

       

    »St. südl.v.Saal.

       

    Et. nordl. l>. Rad'

       
     

    «!««,!»!

     

    sladt.......

       

    Scheibe die hohe.

    ?«!»,«!«»

     

    ScekahispitzüNt.

       

    Echcibelt'trg. . .

       

    sudösll, vo» .Unter»

       

    Scheibelberaliohe

             

    »i St. sudostl. von

       

    — n», Nadssadter

       

    Witterstll.....

    ?73<>3li

    >

         

    Schlldtcl wrstl. u.

       

    ^clbftorn am stei»

       
       

    >

    nrrxcn Meer . . .

    8l(!3,?l^

     

    Scheid l>crg «ni

       

    Silbcrpfe»!!, ng

       

    Ä?adst,,dl Taucrn.

    b'»9».«8N

     

    (^lzwiesc) « St,

       

    Schcllgaden. . .

       

    sudwelU. u. ?l»gcr.

       

    Schilchcrh öhe. .

     

    Woll.

    Sonncnblick der

       
     

    «?l»,LW

    S. 5nt,.Vl,l8W.

    hohe .......

       

    Schlächter Taucrn

       

    Son ntaah 0 rn bei

       

    » St. südl.». Krim.

       

    Unken......

       
     

    8«7lz,4l)

           

    Schmiedcnstcin

       

    Speie reck nöltl. v.

       

    Feldkogcl zwischen

       

    St. Michael . . .

       

    Hallcin u.Oolling .

    L3K0M,

     

    — bei Mautcrudorf

       

    Schneebeig , ewi°

       

    Spielberg in Leo»

       

    gcr, bei Werfen . .

         

     

    ------bei Goldeck . .

    «189

    Vicrtyalcr.

    — iiordl. o,Hanaham

       

    — kleiner, 2 St.

       

    Spitiberahorn <

       

    wcssl. v. Mühlbach

    eo«e,84

     

    St. wcstl. von Leo»

       

    Schönalpe 3 St.

             

    sudl. o.Thomalyal

       

    Spiphörndl oder

       

    SchönbüchclöSt.

     

    Wagcntristcl . . .

       

    westl. von Krinimel

     

    Stadt!,orn . . .

    ?»NN,l»«

     

    Schönbichcl .

       

    Steinberg ....

     

    S.Inl..Nl.l8U8.

    Schoberbcrg sud»

       

    Ntcaerkau . . . .

       

    östl. u. Tljalgau . .

     

    >

    Steinernes Meer

     

    SchobcrNcin^St.

       

    StimmcI <> öl) e »

       

    sudostl. v. ?Iblc!iau

    5W2,08

    St. nordstl. 0. Mit'

       
         

    lcrsill.......

    5700,48

     

    sce........

    4«0«

       

    1N0N,ü9«

     

    Schottmalhorn.

    «!!«8MU

     

    Strimskogcl 2St,

       

    Schlenkeliberg .

    5l«5,3l»

     

    wesil, von Unter«

       
     

    534»,««,

       

    «759,48

     

    Schmidtcnsscin .

       

    Struvbcrg «z St.

       

    Schmidcnl! öhe .

       

    westl. l', Ablcxau .

    3877,86

     

    Schreck, auf der . .

       

    Stubnrllogcl <

       

    Schwabcl >v a » d «z

       

    St. sudl. uo» Höft

       

    St. sudostl. v. Gcr«

       

    aaslciil......

       
         

    Sulzenalpe . . .

    27U3.564

     

    Schwarzrnberg<

       

    Tabcrberg 4 St.

       

    St. nordostl. ^'0»

       

    nordostl. uon Ab<

       
         

    tcnau.......

       

    — Waldbc^,, s»dl.

       

    Tagweide im TÜn^

       

    von Tamsweg . .

       

    ncxqcdir^e -l St>

    <

     

    ^»Vt. sudostl. von

       

    sudl.», Abtenau .

       

    Salzbul«.....Schwär zt upfvSt. sudwcftl. >,'. Naurls

       

    TamswcI Pfarr kirche dco Orts . .

    5«3>,4«

    3m3,»x;»

    3«!!4

    öhalcrt.

    Schwcacl d. untere

       

    Tannbrrg >'! St.

       

    — obtre

       

    »ordwcstl. u. Ncu> markt......

       

    S ch w c »1 >» a 1 vc, .

       

    Tappcnkar ...

       

    43

    Ort.

    Sce^ hohe.

    Beobachter.

     

    See< höhe.

    Beobachter.

    Tauerkoael zwi»

       

    Untersbcrg am

       

    schcn Mittcrsillund

       

    Salzburger hohen

       

    Windisch Maltrei.

       

    Thron......

       

    Taurach oder Unler^

           

    Etauig.

    Tauern a,« Nad-

       

    — Berchtcsgad, hohe

       

    stadter Tauern . .

    3l«?,«S8

     

    Thron ......

     

    Mielichhoser.

    Tauernhaus im

       

    — drsscn Rücken . .

       

    Sridlwinkcl a».

       

    — am Abfalter. . .

    54^K,244

     

    Rauriser Taucrn .

       

    — in der Nosüttc .

    43l?,<»UU

     

    Taurach am Fuße

       

    — Firmianalpe am

       
           

    »538,13»

     
         

    -^ Schwaigmuhlacpc

       

    Taxenbach....

    L«U9,l?l

     

    am Kuhl^ein . . .

    45«».«!!!

     
         

    — Klingcralpe . . .

    0kl5,7i0

     

    Teiscnblrg . . .

    58l»0.?3k

     

    — Viertaselalpe . .

    4!>5»,!)0l

     

    Tciscndorf . . .

    l5?il,«4»>

     

    — Zchnkaicralpc . .

    4!»?i.43<>

     

    Tänncngcdirg .

    «830,030

    l». Hu»,l'c>Idt

    ^ Steinbruch . . .

    l4Y«,!iU0

     
       

    Slaxig,

    Unler » Taucrn

       
     

    ?4l?,0l0

    Fclner.

    llülNadftadtcrTau»

       
             

    Moll.

    hohe.......

    ?<3«,55«

           

    Teufelsmühle 2

       

    Vcncdigcrspiß.

       

    St. von Uttcndorf,

       

    Gletscher.....

       

    kegclartigc Felsen«

       

    Viertaseralpc .

    49»t,«,!»4

     
     

    ?9»N.!4

     

    Vordcrwald lSt.

       

    Thalgau.....

    l??3,3««»

     

    nordöstl. u. Tams»

       

    Thannberg . . .

         

    ü?43 ^8

     

    3<0

     

    Wadlschobernord^

       

    Thicrkalhor>: .

    ««?!!,«

     

    östl. von Tamsweg

    5«39,4

     

    Thor, d.h. a»f dem

       

    Wancntiislel od.

       

    Rauriscr Teuern .

       

    Spifthornd!....

    ?«1N,WÜ

     

    Thor st ein ....

    »5U7,4U»

     

    Waging.....

    «393,!1W

     

    Thurmbachhorn

         

    «««,«40

    Moll.

         

    Wald.......

    »?34,4»0

     

    Unken......

       

    Wald hol, südl. u.

       

    Tittn, oning . . .

       

    Schweighofen. . .

    »449M

     

    Tofern......

       

    Wartbcra , Wald»

       

    Traltbcra 5 St.

       

    rücken, »j St. sud«

       

    nordöstl. v. Golling

    5559,,«!!

     

    westl. u, Salzburg .

    >e?9,8S

     
     

    ?<«»3,«0l»

     

    Nasse rhörndl 4

       

    Trischiibclnlpr .

       

    Et. sudl. von Fai°

       

    Tristkopf auf dem

       

    sscilau......

    49«,.«, ,

     

    uon Golling geaen

       

    'Ncißel in Zeder-

       

    Wcrfrn ssch ziehen, den Fclsrnrückcn .

         

    8238.00U

     

    e««3,ea

     

    — 7 St. westl. von

       

    Tlirkclwa„d«St.

       

    Zcderftaus ....

    ^',73, l0

     

    wcstl. u.HofgllNcin

       

    Weiften eck a St.

       

    Twcng......

    3N!»!,1!?,

     

    wcstl, 00 ü Twrng .

    8«!!!»,»4

     
         

    Weit scharten«

       
         

    topf.......

    SN!!l,»«t<

     

    UcbcraosscncAl'

       

    Wendlkaser . . .

    6««8,

     
     

    Nl5«,0U!>

       

    3«l«

    Moll.

    Unken......

    «045.72!»

    Rcisigl.

    Werfen .....

    «43

     

    Untcrsbcrg am

           

    S.I,it,°Vl.<»08.

    hohcn Thron . . .

     

    /^

    Wcnerberg » St.

       

    — am (Äcicrct . . .

     

    ^'. Humboldt.

    nordösll. u, Hüttau

    450,!,30

     
       

    Mirlichhofcr.

    Witsbachhorn .

    »NX»,»«!

    G.Int..Bl.l«U»..

     

    ÜS7SM3

    v, Buch,

     

    llblS,4M

     

    <4

    Ort.

    Sec. hoftc.

    Beobachter.

    «rt.

    Eee. höhe.

    Beobachter.

    Wicsl'achl,oil, ,

       

    Zcll an< 3ee im

       

    Olelschrr, etwa »n

       

    Pinzga« . ...

       

    St. sndwcstl uon

         

    «2«!

     

    Fusch.......

             

    W > escIste infop f

       

    steinernen Mecr. .

    »277,45«

     

    Spi^e des T.inncn-

       

    Zinken, hohe, 6Nt,

       

    „edirges sudostl. o.

       

    nordl. von?!l)tcnau

    55?l,3U

     

    Golling......

    ?i««,34

     

    Zeder!) a us i»< Lun

       

    Wir >'wi »kelkopfc

         

    35Ä0,83l

     

    Wildkogel 3 St.

       

    Zchnkascru am

       

    »uvdl. u, Vio»>dcr<;

    703!»,5(!

     

    Unterol'crqc . . .

    497l,43»

    Mielichhoser.

    Wlldsralirtogcl

       

    Zirnick......

    3443M0

     

    3 St, nordost!. von Saall'ach.....Wiiidsfcld. . . . Windsscldncr

    «?ü>4,«0<»

    l'. Moll.-

    Zirnkosst! 4 St. nordoM. uon Nic» tcrsill ......

       

    Hörner......

       

    ZiNclalp« a»sdem

       
     

    8l?7,45«

    v, Mo«.

    Gcisbcrge bciCaiz'

       

    Windbüyl «j St,

       

    burg .......

       

    sudweltl. l>. Flacha»

             

    3. Ober-O esterretch.

     

    See« Höfte.

    Neobachtcr.

    Vrt.

    Sec-Höfte.

    Beobachter.

    ?ldenbcrq zwischen

       

    ?l„ dcr Wacht . .

       

    Haiidenbcrg u. Gil-

       

    Anzcnberg ...

    403»

     

    gcnbcrq.T.,«.. . .

       

    — nördl. u. Goisern

       

    Agidi am Nruwald ?l ich berg »vr<1!, v,

       

    T K .......

    4l>3»,l«

     
       

    Armkarkogel . .

    5832

     

    HohcSchacheuI.K. Aichberg 1 St.

         

    !<«»

    Niueli.

     

    «stcn bciLinz. . .

    «»4

     

    west!. u.RoßbachI.

       

    — noidl. vom Dorfe

       

    K........

       

    Assen T. K.....

    804,48

     

    Aistersftcim . . .

    l 143,13«

    Piliwcin,

    ?li!i,uss<>, togclndl.

       

    ?l!l'ercfeldtogcl

    Ü59A

     

    v. Tamdach I K, .

    4l«4.l«

     

    Vlllerliclllgen

       

    AugNw iceberg .

    S4Ü«

     

    nordöstlich von

       

    'Aichdcrg Anhöl>e

       

    SchweitbergM.K.

       

    am Schlosst Aich-

       

    «lmberg.....

    5N0«

    Weiduiailn,

    licrg H, K. . .

    l»i4l,48

     

    ?l

       

    Back en stein . . .

    s»3l«

     

    Wcisbach I, K. . .

    >3!3,^l

     

    Basis westlich von

       

    AImek Schlo s! . . .

     

    Weidmann.

    Klein-München H.

       

    Alptogel wcstl. dcr Sladt Ncicr T, K.

       

    K.........

    85<,3U

     

    4774,5«

     

    Vcern'urzkogel .

    ««64

     

    ?«!t

       

    Verg!>2»s on,

       

    ÜVartbcrss M.K. .

    <4l?.6l

     

    Salzdcrg bei Hallst

    334»

    Vcrwcsamt,

    All - i3 schwandt

           

    ,^!c>ic.

           

    3««Ä

    Vuch.

    Oschwandt T. K. .

       

    — am Salzb.

       

    '.'lltcnl, of.....

    l3?3,4U«

    Plllwein.

    Ischl......

    l»84

    Verwcsamt.

    Amcisberg w^stl.

       

    Bergseid rechts dci

       

    o. Sallcinsbachu)t.

       

    Strasicv, Salzburg

       

    K.........

             

    ?lms! ättcn. . . .

    1l5»

    We»d»«an>i.

    Berghanin! I. K..

       

    Andrekogcl . . '

    b4W

     

    Blaclcustcin . . .

       

    l5

    Ort.

    See« höhe.

       

    Eee< l»,'!,c.

    Vc»bacl>ter.

    Blassen berg wcstl.

       

    Damwicsen am

       

    v. Hallssadt T. K. .

    6l?l,50

     

    Ealzb. Halst . . .

       

    Nlechwand . . . .

       

    Daumelkogcl . .

     

    Ncidinann.

           

    «223

     

    Lachse» M.K.. . .

    «530.2«

     

    Dcmmelberq'süd

       

    BradLdolfbcrg

       

    weNl v.hinter<2to>

       

    ostl. des Dorfes

       

    der T. K......

       

    Pet tend a cl, T- K. .

    l75?M

     

    Do >i au spie gel

       

    Brakcnberg sul>.

       

    Engelhartzcll . . .

       

    westl. o, Biebenau

       

    Mundung der k

       

    M. sl.......

    334,',,3N

           

    Braunau Platz. .

     

    Pillweili.

    — dcrgroßenMuhl

    83N

     

    — Psarrthinm der

       

    Aschach, Uedcrfuhrc

    »«»

     

    Stadt I, K.....

       

    Effcrding .....

       

    Braunalier cr

       

    Otlcnbhcim....

       

    Nucke» I», Kobcr

       

    Winzer Brücke. . .

       

    nancr W.Hd I.K..

       

    Traünmundung . .

    s>?8

     

    Brciningsdors

       

    (tnnsmilndung . .

    7,^

     

    TriUfrId,^Et,noid>.

       

    Au.......

    75?

     

    I. K........

             

    Brcitwcis ....

       

    Mündung....

    ?^,?

     

    Vreitstcin . . . .

             

    Vrcttkoqel ...

     

    Ver>vcsa>»t.

    KcttenNein bei Ar,

       
           

    7N4

     

    Preuning kogel .

       

    Greincrschwall . .

    «9«

     

    Bron>bcrg ostl. u.

       

    Strudc» .....

    NU4

     

    Rcschfcld H, K. . .

    l «38,48

     

    Donnerkoqcl ..

    s>4«6

     

    Brnck ! >n Holl,

         

    Nül>7

     

    Huge! wcstl, vo»!

       

    ^qroße, sudl, vom

       

    Dorfe Schwand I.K.

       

    Oosaittstalc T. K.

    s>49N,«<»

     

    Prutlobcr ^ St,

         

    ,V,»?<>

     

    öst«. u. AndorfI.K,

       

    D o n ne rst ei n aucr

    5l3«

     

    Buben wies nord-

       

    Dorfbcrg südwestl

       

    wcstl. von Vorder«

       

    v. Kcrschdaüm M,

       

    Laussa T. K. . . .

       

    K.........

    »^»«,04

     

    Bochberg i St.

       

    Dlc» ßacrbcrg

       

    »ordöNl.o, Morsch-

       

    nordwcstl. u. Freu-

       

    >vl!!I^ ?. K. . . . .

    «3l?,3i

     

    stadt M. K.....

    «3i9,5«

     

    Buchl'cr^, Ncrg,

       

    D ü r n h q in m k o a c l

       

    nordwestlich vo»

       

    bei Lochen ....

    < 03X

    Ei'etftaler.

    Papneukirchen M.

       

    6ckl,l im Ncüth .

    29?

    WcidmaüN.

    K.........

       

    Edlakoacl ....

    54««

     

    Bnchkirchnerberg

    l«7?

     

    Edlcrkogel ...

       

    B » r g l, a u s c r

     

    Ccctlialer.

    üfferdinc, ....

    ?4a,ik

    Pillwei»,

    Stadtberg ....

    3N0N

     

    üfferdingfeldAn-

       

    Burg au.....

    37iN

     

    l>öl>c östl. l,>onEff,.'r<

       

    — niederer .....

    :««4

     

    ding H, K.....

    »55,«»

    ^>

    — hofier......

           

    ?li^'l-ll,

    — niederer .....

    3,70

     

    Egaclsbcrg,Weiü

       

    Purest all ?lnftö<,e

       

    bcrgI.K.....

    l?5«,54

     

    bci Kirclil'crg M.K,

    «!«!»,«<>

     

    Eibenberg . . . .

    W4«

     

    P » r q st a l l >v a l d

         

    Pillwein,

    südöstlich von Et,

       

    — östl, v.LamdH.K.

    5N5(»,<4

     

    Gcorqc,! M, K. . .

       

    Eichelsberz nord

       

    Brunnkoqel . . .

    3?!!«

     

    östl, v, Puls. M. K.

    l2«5,3«

     

    D a cl, stein w and .

     

    Weidüia»,!,

    Eilfcrkoqel . . .

    NN24

     
     

    «Nil

           
       

    Klcilc,

    Einserkogcl . . .

       

    Dambrrg Sloder.

       

    - ......

       

    4N

         

    Ort.

    See< Höfte.

    Neobachtel.

    Ellcrbcia »ordössl

       

    F r a n z c n b a u c r'

       

    von ZclI M. K. . .

       

    bcrg ! Vt, össl. v.

       

    Emersdorf nahc

       

    Aschdach I.K,. . .

    l4«4,«8

     

    Anhohc M. K. . .

    »873,3«

     

    Fraucnbrra »ocd

       

    En us Mitte dcs

     

    /^

    osll. v. i!ahkilcht!l

    1595,««

     

    Plllyes einzeln stc>

       

    Francnscharct .

     

    Scctftalcr,

    yendcr ThlN»! T, K.

       

    Frcvftadt Pfarr-

       

    Erdprcsscr wcssl.

       

    thuriüderStadtM.

       
         

    K.........

       

    Erlatov,cl Splpcn

       

    Froftnfüist ^ Sl.

       
         

    lwrdwcssl.v. Schal»

       

    — . .

    4752

    Klcilc.

    dcnbtlg I, K. . . .

    «8S0.4«

     

    Esc! stein Dach.

       

    Flichtzleite!« Höfte

       
     

    «4«

     

    s»dl, l'.Ricd T. K..

    ley».««

     

    Esternbcrg Kirch«

       

    Flihrlingcrbcrg

       

    t!)urm des Dorsce

       

    uordo

       

    I. K........

    16«',,20

     

    ftard M. K.....

    «?«!>.««

     

    Eschcrhofbcrg

       

    Gadltogcl ....

    <>»«4

     

    sudl. o.PcilstcinM,

       

    .....

     

    K........

       

    Gaiswand. . . .

    4?^,

     

    Etzinzerfeld An«

       

    Gaming.....

    l»48

    Ncidmann,

    ftöftc «orll. u.Dorfc

     

    ! „

    Gamsfcld ....

    l>4!>«

     

    Lyinq HK.....

    «',!«,'>,«4

     

    Gamskogcl ...

    45^4

     

    Ezcngarn westl. v.

       

    Gamsplan. . . .

    L

     

    Glaint T. K. . . .

       

    — »ördl. u. Retten^

       

    Fächelet hosics . .

       

    back T. K.....

    eou3,su

     

    — nieder ......

       

    Ganzgrub i St.

       

    Fach el wand . . .

       

    sudl.v.SicZcrsham

       

    Fahrcnbcrg sudl, o. Rcichrami^ T,K

       

    ^ K.......

    ><>4«,Ü!>

     
       

    Gartenzinlcn. .

    45!!!»

    Wcidixain».

    Falkcnmaucr sue«

       

    —......

    4«K7

    Klcilc.

    wcstl. o. Michel«-

       

    Gaspoltshofen .

    1»Nl,4?«

    Pillwcin.

    dorfI,K......

    5>»H«,7«

     

    Ocbclsbcrg »iSt.

       

    - l>ci Maus ....

       

    nordössl, u. Fran>

       

    Falkcnwand . . .

    3?

     

    kenburg H. K.. . .

    «535,»«

     

    Zallcnwand. . .

    553«

     

    Gcboltskirchcn .

    13ÄU,l»

    Pillwein.

    Fcdcrnbcrc, hoch»

       

    Gcinbcrg, Vcrg»

       

    Ncr waldiger P»Nl t

       

    rucken, ^ St. sudl.

       

    dcrStraße zwischen

       

    u. Gcixl'erg I, K, .

       

    Ried uud Althciiu

       

    Gcicrsbcrg . . .

    »3!3

    Pillwein.

    ^ H....... .

             

    Feichtcnberg naftc

       

    Kirchbcrg.....

    «78»

    Hecthalcr.

    an PancrbackH.K.

    »592.40

     

    Geisberg t S».

       

    — sudl. vom Dorfc

       

    östl. o«n Schälding

       

    (^insidlin« T, K . . Fcigcntlialhimmsi

       

    ^ K. ..'....

    <4!>7,W

     
       

    Gciserwald «^St.

       

    ^rucrkoqcl ...

       

    östl. o.Cuicnkilchc»,

       

    Fcucrtl,al .... Fcuerloqel «>"

       

    I. K. ......

    »046,9

     
       

    Geistein siidöstl.u.

       

    Kranbithsattrl . .

       

    Gvünau T. K.. . .

    464 IM

     
     

    498«

    Klcils.

    GcißNeill ....

    403«

     

    Filzmoos ....

    3ll«

     

    Gciswand . . . .

    4?Al

     

    Fnlkberg!<3t,sud°

       

    George» St. . . .

    N59

    Pillweiü,

    ostl. v, Taredorf I.

       

    Ocorg St. Kirch.

       

    K.........

       

    lhurm dcs Dorfes

       

    Flachtoqcl hoch .

    s>?W

     

    I. K........

     

    — mcdcrcr.....

    K«>«

     

    Georgen St. sudl.

       

    Flo<)wicsc . . . .

    2«?4

     

    von Ncukirchcn ?.

       
     

    »470

    Vclwcsa,ut.

    K .......

    Ȇ63M

     
     

    47

    Olt.

    höftc.

       

    See» Höfte.

    Beobachtc,.

    Oipfcldera I St.

       

    Gspranggllpf in

       

    wclN. v. Gerctsdcrg

       

    der Zicmi'y ....

       

    I. ss........

       

    G ucklbli l,cl, An<

       

    Gilldstcin nieder .

     

    Ncidmanü.

    l)öl>c. ncrd'.vM- u, Gral«al^Utc«M.6<,

    >9<»l.«»

     

    - ......

     

    PiUwcin.

    Guggcndcra !St,

       

    — hoher....

       

    uördl, von Lanaeii-

       

    Olascnberg »ord»

       

    dorf I. K......

       

    west«, von Ncustist

       

    (^ustcrdrra sudl. u.

       

    T. K........

             

    Gmlindc» ....

    ll!»0

     

    Ol> tteii l' r u n n c r»

       
     

    < i',«

           
     

     

    Gutia» M. K. . . .

    «l«?,ls,

     

    — .....

     

    Pillwcin.

    ^urwand ....

       

    Gmund nerd erg .

    «58«

     

    Haag.......

     

    Pill»»'«!«.

    sudwcstl. u. Gnlun»

       

    Habcipoint, An°

       

    den T. K......

     

    /^

    ftöhc auf tcrStraße

       

    On, !!nd l! ersce . .

       

    von Ncu>»artt nach

       

    O l'iser» .....

    Wcidm.nm.

    Fra»ke»markt I, K.

       

    Gartcnziü ken . .

       

    Hafer Vera i 2>t.

       

    Go sau......

    231!»

    Klcilc.

    nordl. von Michel«

       
     

    «!

       

    l»«',««

     

    Go sau sec yintcrcr

       

    Hagcrbcrg wcstl.

       
     

    35»«?

     

    von iZallntukirchul!

       
         

    M K, ......

       

    Gößlwand . . . .

       

    Hagcrck .....

    54«»

     

    Gottl>artSt,,K,>

       

    Haidberg n°rd>

       

    chc, gegcmil'cr l>ou

       

    west!, u. ZeU M. «.

       

    ^schclbcra M. K. .

       

    Haidfcld Z St,

       

    Glocll, hoher, an>

       

    nordostl. v. Este>'n>

       

    Vrachdcrg ....

    5^4

     

    derg T, K.....

    ,«!«.«

     

    — der hohe bciIschl.

    ü!U>?

    Giclac,

    Hainzcnbcra sud»

       

    Orabkoacrl an>

       

    westl. u. Ischl T.K.

    5«?4M

     

    Sarstcin.....

     

    Vcrwcsanit.

    Hainzrnberg bei

       
         

    Ischl......

       

    »,/. ' >.^«-> ,^

           

    Pillwein.

    M. K.......

    »?l!),7«

     

    Hainzcndorfcr

     

    Gra»>valld, Ncr.^,,

       

    Waid' ^lüyllhl! zwi'

       

    sudl. >,'0NlOi'!aul>)>!l

       

    schen Hainzcndorf u.

       

    T. K........

       

    Ncustitt M. K. . .

       
         

    Hallftadt.....

     
               

    Grießkirchen . .

     

    Pillweiü.

    ......

     

    Buch.

    Größen Vera . . .

       

    — ......

    l?

     
         

    HaNstädtclsec .

    l«0«

    Klcile.

    Oroß.Vliraas sud<

         

    lWl

    Glück.

    ösll. !,'. Dorfe Tam.

         

    <7

    Buch.

    bach T.K......

    708»,««

     

    Halla i St. östl. ».

       

    GroOspiliberg sud-

       

    Älndorf I. K, . . .

       

    weft!,». Moll» T.K.

       

    HaNcrwiese. . .

    2?«l

     

    Oroltcnbcrg nörd'

         

    «324

     

    isch rrniLimipelgra-

       

    Hansfcld sudl. von

       

    bcn T, K......

    «3»«,54

     

    Nindischgarstei, T.

       
               

    Oliinkogec (Mor

       

    Haueröbcrg vci

       

    tcnk.).......

       

    Prrweng.....

    l?!9

     

    Gscliütt Paß ...

     

    Wcldn>a»,i.

    Haunsberg . . .

    «52!»

    Ecethaicr.

    Oschirrtogcl. . .

       

    Haucvuk höchste

       

    Gspraoggupf . .

     

    Pillivcm.

    KupveamSteinbcrk

       

    ^8

     

    Sce« hudc.

    Veobachter.

    0r».

    See» hohe.

     

    Hausruk .....

       

    Hochberg i St.

       

    — ».Gipfel. . . . .

       

    ossl. uon Enzentir«

       

    Hangen öder berg

       

    chcn I. K......

    l?9«,?4

     

    sudoNl, v. Frerstadt

       

    Hochbuch ^ St. von

       

    M, K.......

       

    Enac!l,amin«I,K,.

       

    Hauserding l St.

       

    Hochb lich bl'lgnllrd-

       

    sudl. a. d. Straße

       

    östl.l'.^constcinT.K

       

    I. K........

    l,a«.a»

           

    Heben käs südwcstl.

       

    wcstl.v.AigcnM.K.

       

    v.Hintcrssodcr T, K

       

    Hochburg Psarr-

       
         

    lhurm dcs Dorfes

       
         

    I. K........

       

    Kirchthurm dcs Or»

       

    Hochenck nordwesll

       

    tcs I. K......

       

    v Windisch-Garssen

       
         

    T. K........

       

    Vera, ölil. u. Kö«

       

    Hochfeld, ?ln!,öl!e.

       

    liigswicscn M. K .

    «878M

     

    sudl. v. Marbach M,

       
         

    K.......

       

    östl.'.'. RcichcnauM.

       

    Hoch sichtet. Bcrg,

       

    K.........

    «!»!5,?S

     

    nördlv. Ulrichsbrrg

       
         

    M.K........

       

    — kleiner.....

    <«04

     

    Hochgattcrer,?ln°

     

    HerzoasdorfKirch»

       

    hotie, noidostl. uon

    /

    Mrm des Orts M,

       

    ArburgMK,. . .

     

    K.........

             

    Hierlats .....

    W?4

     

    Aschach T,K. . . .

    >9«l,04

     

    — Thürme!.....

       

    Hochkogell!0lt!westl,

       
     

    eN3H

    Kleile.

    v. Schlicrbach T. K.

       

    HieseldcrgT, K..

       

    — sudl. u. Großran»

       

    Himmel bcr,i wcNl.

       

    nina T, K.....

       

    v. Königswicscn M.

       

    Hochkllchelbcrg Z

       

    Hf.........

    «9?!,!IX '

     

    St. össl. u. Patting»

       

    Hinlcrl'erg umvcit

     

    ham I. K.....

       

    G.issc»,?, K, . . .

     

    Hochmlliicr, Berg.

       

    Hirsckbera au.

       

    nordl.von Nochling

       

    Hallst. See ....

       

    M. K.......

       

    Hinte ring. Berg.

       

    Hochsalm sudostl.

       

    nordwcssl.v,Helfen<

       

    v. ViechtwangT. K,

       

    bcrg M K.....

    «»>?.««

     

    Hochsalm. ....

    <4^l

     

    H inter lei then An-

       

    Hochsenaseberq

       

    höhe nordwcsll, von

       

    südösil. l'. St. Pan<

       

    0tte„s<>cim M.K. .

       

    kratz T,K......

       

    Hirschen stein Bcr.i

       

    Hoch sense ....

    5!!l(!

     

    nordösll, uon Hinter

       

    Höllkogcl großer .

    5,'.4

     

    Wcißenbach M,^, .

    3l44,44

    »

     

    «l^4

     

    Hirschwaldssli >l

       

    — kleiner.....

    ,">9!!4

    Klcilc.

               

    T.K.......

       

    Hörndlholz,Wald-

       

    Hochkogel ....

    55U8

     

    rücken, ? Et, westl.

       
     

    48N»

     

    u. St, Martin I.

       
         

    K.........

       

    HochbuchseI ...

       

    Höß Berg in dcr Ge-

       

    Hochjoch in derZic-»ny........

    34«k

     

    meinde Hinterstodtr

       

    Ho click bei Windisch garsten ..... .

     

    PillwciN'

    Hofbrun «i St. v. Haag H. K.....

    »37«.W

     

    Hobels dcrq » St. südwestlv.Frankc»'

       

    Hoflirchnerwald Berg M. Ä.....

       

    dtrg H. K.....

     

    /^

    Hofbicchc». . > >

    llHl/!»

    Villwcin.

    49

               

    «rt.

    !!»l>r.

    Veobachter.

    «rt.

    Sec-höhe.

    Beoliachtcr.

    Ho Ye Scheibe . . .

     

    üLcldmliilli.

    Kalvaricnbcrgvei

       

    Hoftcs Krcuz . . .

    «5(«

     

    Nartdcr<,M,K,. .

       

    Holic Vrudcr . . .

    «!0»

     

    Kaluaricnbers

       

    Ho lie Au.....

    53NH

     

    Gosau......

    «634

    Ncnvrsamt.

    Holie Schrott . . bol, c Eck in dec R.imsau.....Hoftcntllchcl i St.

    58lU

     

    Kammcrcrberg nordl.u.Weissenbach M.K ......

    3098,5«

     
     

    nördl, u, Kobcrnau-

       

    K a n' p e I l' ü ft e l,

       

    sen I. K......

       

    Bcrg, sudwcstl. r>.

       

    Hollsce, dcr, . . .

       

    Schei^kcnfelden M.

       

    Holler berg Kirch'

       

    K.........

    «562M

     
     

    thurm des Orte« M.

       

    Kampfendorfcr«

       

    K.........

       

    berg sndostl. u.Neu-

       

    Hor >ispiykoqc!

       

    markt V?. K. . . .

       

    wciil. u, Gos^uNial

       

    Karkogcl.....

    4»84

     

    T. K.....

    <5l7,«4

       

    5670

    Pillwein.

         

    Kartmauer. . . .

    385«

    Hornkoael . . . .

       

    Karls Eisfeld. .

       

    Heüwandkoarl .

     

    Weidmann.

    Kasberg.....

    !Ul»6

     

    Hoßwaxdalm . .

    «««<

     

    — wrssl v. Tttner»

       

    Hubcr zuDcdnördl.

       

    ling T, K......

    liül7,!>S

     

    >.'.O»lkamm T.K. .

    «N?3,58

     

    Käse berg bei Klaus

    549»

     

    Hundekoql slid«

     

    /^

    Kayenbera Eckloß-

       

    >vestl. l'0!i Etencr'

       

    thurm des Ortes I.

       

    lingthale T. K, . .

    3^5,9»

     

    K.........

    <157,1l»

     

    Hundsovtkoqel .

    4740

     

    Katergcbirg bei

       

    H u n d s b c c r k o g e l

    3l7«

     

    IschI.......

    459«

     

    Hiincrkoacl ...

    5N^li

    Vcrwesamt.

       

    Villwein.

    Huttenckcralm .

    4«N4

     

    Kiiidsdründel N

       
               
         

    IK........

       

    Illinsserbcrg . .

    4«l!ll

     

    Kirckbetg,A»l!»

       

    Inn sec, dcr . . .

       

    >!l>rdöstl, uom qlrich«

       

    Iockkopf .....

    3024

     

    nami^c» Dorfe I.K,

    l8«3,üS

     

    I o l, a mi i v b e r g

       

    Kirnber«, westl. v.

       

    nortwcMch u. Et

       

    Esscrdin«, H,K. . .

    «37',', 76

     

    VcithM,K.....

       

    Kirndcrssbliig

       

    ^schl.......

     

    Vuch.

    wcsll. v. Lconding

       
     
         

    H, K.......

     
     

    >4?<;

     

    Kirclischlag o^m

       
     

    »4?«

     

    43«,?«

    Pillx'cin.

    Ischler Salzb . .

    3l,,",4

     

    Klein Ha a a Verq,

       
               

    Iudcnberg beiAn»

       

    Klein N^sclicnef

       

    statt......

    l?«3

     

    östl. o. ^ambacl,T,K Klei^sp'y ....

       

    Iulianabcrg,St.,

       

    4N«

     

    sudwl'ltl- V0>! SON!.

         

    4«44

     

    incrcin T, K, . . .

    l«55,72

     

    K'leriqel ....

    «9»8

     

    Kafcrspilj Nidl. u.

       

    K!obi»

       

    Stc,'crlfng T, K,. .

    32«,44

     

    Wl'iiifilchen T, K .

    ,l?«.5»

     

    Kali lend erg a»i

       

    Nodernausen . .

     

    N,i!»!^U.....

    5,650

    Klcilc.

    Kodnarim^l'erq

    2««8

     

    Kai,,wicscn . . .

    3lk«

     

    Kolildera siidwestl.

       

    Knllcnl'cra Ram> sa>.< dci Hallst, . . . Kalmbcrq .... Kaimberq, hol,cr, »udwcstl. u. Goisern T. K. . . .

    58N«

    57»a

     

    ?. Hackrndorf I, K, Kolomannberg . Koppenkarstein .

    «440,6«

    757» ??8?

     

    5?9l.«a

         

    2üeidmanli.

    Eljhrrzogthum Oesterreich v. Vchmidl.

     

    4

    20

    Ort, ^" Beobachter. Ort. .^"" Veobachter. hohe. >)»^r.

    , Koppen, hcchcr. . 5?nn Linz....... "<"» — . . 3k?r, Klcilc. - ...... 5«34 Lindclwald z Et. < — Vergv.IschlT.K. 5«.", ^ M>ir,e,ikirchcnI.K. 1«»«,«) wcttl. von Lambach 1 Löckcrtogl . . . . 38?<» 5. K . l5«?,08 ^ — ......5l0« Kraren. . ?"« Loooto«l..... "'l^n Kramcrilrüi. . . 625« —...... 5l»e? Krcm«mu„stcr, — .....5<2S Barometer auf der KoUer. Lüssnerbcrg nord Sternwart .... <csn. o °'s!vi'csc 3,5«; M, K....... ,«5^30 ^ Krippenstci'l' Maad alc» al'crq lliürmrl .... ^'l^ wcstl. von Galllicu-Krippcnet. . . . 51« kircken M. K.. . . «»«;.!, berq sudlichv. ^ 5).' attig!, ofen . . ,4:»,,»« KleinNciflinqT.K. "<>5M Mandl. Go^xscc s.^>« Vcrwesamt. Kulmspiß .... »^^l MandlkogI . . . ««58 Pillwein. Kuhschiitei . . . -''l''" PiOwcin. Meqaenftllfcn . . ,«<»!i,8« ^. ' 5,5, Mittagkogl . . . 5394 ^ M,irbcutclfe!d ^'c> <, >, ,1 an <, toql. . 5«?« nordl, von Nieder, ^angtftlilkoql . . 5»»« Neukirchcn T, K, . l06s<,3« ü9ic, Iicrwcsamt. March-Trenk sud i!aml'ach .... ««<,«« Piliwein. lich,> Endpüiilt der ^axffcn..... l6«<> Veidilninn. Nclscr Grundlinie «anffcnberg. . . n?l» H. K........ Wl,»» — ......4?«4 Maria Trost, An-

    Lauffnerberq . . ^" l'ohe bei Rohrbach 3

    5! c < nb >, ch c l, Prrg MarlinSt,. Kirche siidwcs!!, von Fre'., t»""» des Ortrs ^ ssadt M, K..... «W»,,2 ^ M. K....... l?4^?l» ^cisiing . . . 2«N5 Mavlhoferberg. Lconsberg. Zin. nordwcstl. u. Effrr

    , ^, 4^90 diftg H. K.....«069,34 <»M Meifinn, ?!nl,öf,c ^ 5lW Kleile. nordwestl, v. Me>. Leonfc'dc,!. Kirch. ssn« M. K..... ">37.l6 thurm des Ortes Mitterbxrc,. west-Vf ^ «3N«.lN ^ Kchsl Schloßthurm

    «eutgebkog,... ^' ,, I HK........ """'"' _ 2«?l» W^ldniann. ,Mi

    Lichtenberq nördl. MiNc>.,koql c>m v. Lin, H. K. . . . »««»,«4 Rettcnb.ich .... 5l>0« dichten bergen ' ^ Mode reck .... 5«« Verwtiamt. waId wcssl, v« St, - ...... ^'^ Georqcn'H. K. . . «"',^ ^ , Moosdorf . . . . l4»^ ^,. ?8k I Weidmann, Mo°«klaue . . . »KW ,

    «rt.

    Gee-

    höhc-

    ,Veodli>'<'t<'!,

    Ort,

    See-höhe.

    Veobockter.

    Möncheberg.

       

    Oberncukirchner«

       

    Schloßchen St,

       

    berq südwessl, uon

       

    Franz »«li'übcr der

       

    Oberneunkirchcn

       

    Salza

       

    M.K.......

    «?4lF,

     

    Mörtcnlogel . .

       

    Ochsenkar ....

    ««34

     

    M°serder«.!i°rd.

       

    Ochsenkogel . . .

    s.f>9«

    Neidmann.

    ös!l. v. Grünbach

         

    Kleile.

    M. K.......

    «?34,«e

     

    Oderslein . . . .

    ?!»«N

     

    Mühlheim. Kirche

       

    Ottcnsiicim . . .

    ?W

    Nivclt.

    thurm des Ortes

       

    Paltigftam . . .

    NL9,864

    Pillwein.

    I. ss........

       

    Pcrnckcrkogel

       

    Munin« westlich

       

    sudl. v. Pcttcnback

       

    von Mühlhcim I. K. .......

       

    I.K.......

    »

     

    lillM

     

    Peter St. ölll. v.

       

    Mühlqrub siidöill.

       

    Braunau I. K, . .

    «240,8«

     

    v. Hall T, K. ...

       

    — Kirchthurm des

       

    MunderfingKircli-

       

    Ortes M. K. . . .

    2l44,?<;

     

    thurm des Ortes

       

    Pfalzkogcl. . . .

    5?«4

     

    T. K........

       

    Pfa rrkirchen <

       

    Naßthal.....

       

    Thurm des Ortei

       

    Naßtualalren .

       

    M. K.......

    «6««>,44

     

    Neubau^Mittrdrr

       

    Pfcninqberg übet

       

    aufderWclscrhaidc

       

    dcr Donau ....

       

    im Jahre »»»« gc^

       

    -^ nordösll. uon Linz

       

    messcncn Grund-

       

    M, ,ss.......

    194l.9N

     

    linie H. K.....

       

    Pilqram ?!»höhc

       

    Ncuhofen ....

    NklMi»

    Pillwein,

    siidöstl. lion Münz

       

    NeukirchenPfarr»

       

    bach M. N.....

    1«>4,«»

     

    thurm des Marktes

       

    Plankcnssein . .

       

    T. K........

    l2N8,06

       

    «l«3

    Klcile.

    ^ Anhöhe außcihillb

       

    Ü««4

    0»lucl.

    des Ortes ....

       

    Planke nftei naive

    4830

    Weidmann.

    — ^i. K, ......

    «?<»,!>»

     

    Pläkcnstein, Verg

       

    Ncu-Wasscrbcrq

       

    nördlich von Unter-

       

    Gipfel......

    3996

     

    Gchwarzenbcrq M.

       

    Nicder!»i>rbach

       

    K.........

    «51.56

     

    nordwestlich von

       

    Plassen der hohe.

    «174

     

    Foichbacl, T. K. .

         

    «70»

     

    Obcrtraun ...

    «77!»

    Weidmann,

    Plattrnbcrq nord-

       

    O b c r t r a ü n b a ck

       

    östl. von LoscnNein

       

    sam Fudcrlgrabcn)

    «89«

     

    T K........

    »8»?,7S

     

    Obcrcd Feldkir.

       

    Pla«bera nord-

       

    chcn ......

    «513

    Geethalcr,

         

    Obcred »z St.süd-

       

    dorf M. K.....

    ««ll,98

     

    öM. v. Haudenbcrg

       

    Plcsibera nördlich

       

    I. K.......

    l?«3,3<1

           

    Oberes i St. süd.

       

    K........

       

    lich von Ncuftofcn

       

    Plochwal^ , Vera

       

    I. K. .......

    »?«4M

     

    nordöstt, v. Wind« bera M. K.....

       

    Oberfeld wc,U. v.

       

    3,9«.«e

     

    Stcicr T. K. . . .

    <5«»,N4

     

    Pösslinssberg südl.

       

    ObcrkricbachA»'

       

    Thurm bei Linz M.

       

    hohe zwischen Burg-

       

    K.........

    «7a,,?4

     

    hausen u. Hochberg

       

    VoNlingbrra über

       

    I. K. ......

    1504F2

       

    »»»

     

    O b e r ° M i, r c < t h

       

    Potschen lHipfel .

       

    Vcrg „ordössl. von

       

    Pötschenkreuz. .

    2234

     

    Obcr.Marett!, M,

       

    ....

    3«3«

     

    K.....

    «9S0,s>l

     

    Pötsckenwand. .

    2l>4

     
     

    52

    <5rt. ^"' Beobachter. Ort, ^"' Beobachter.

    Pol!) am Anhöhe Noltenstcin im südostl, von Strin- obern Weißend.. . 7«N5> Kleiie. haus/v K..... «465.3» ^ Rommcrwald Pram....... »«5,93« Psllwein. Bcrq südweM, von > Predigbelg sud- Nexstnt M. K. . . 2,79,«: ostl. uon St. Leon- Rosenberg wes». hard M. K..... «««».3, ^ u, Hargclebcrg T. jt. «N5!i,l« Priel kleiner nördl. / Nosenkogel . . . <»N54 von Hintcrstodcr ^ — doch......!i»N4 T. K........ L7«,«o / ^ - in Gosau .... "04 — großer nordwcstl, ^ Rothbuchholz ; von HnitcrLtodcr ! Et, sudl. ». Mörn° T. K....... 7!»^,?« / bach ^. K.....I8l3,5« ^

    ...... «63« Klc.lt. Notftenkogel . . 5,7«, , V'U'vrtN. — kleiner .... 6»l< «Vergas ..... ?W« ) Nudolfetfturm . «»»»,«^ Buch. ...... 7?>9 > Pillwein, RudolfSthülm-großer .... «W< ) fuß....... 2844 Raabcnberg sudl — ...... 2»>6 uom Torfe Wol- Ruesbcrgplatten 52?^ tcrcdorfT. K. . . ll!5«,« Roßruckenalpcn I!"!^ Na add erg nordl. . Säabaumkoacl. 52«8 uon Sommercin T. — ...... 525«

    K......... «l»l.«4 — ...... 3l42

    Radsseig..... 3??^ Salbclbcrg . . . <«4 Nainerkogel. . . nusa ! S allingcrkogel . «!»«< Nanzlioscn Pfarr- Saili^gcrbrrg . <5l>» «hurn, des Orte« I, .Salzofen .... «>'.«« K......... l««0,«8 ^ Salzberg Ischl, Nliuhc Koqcl . . !>»» Gipfel...... 395t

    .... 5,26« PillwM!. — Hallst...... 3WN

    Rauchkogel . . . 5^» Salzkogel .... «,< Neidmann. Naschbcrg .... <»?K-l Sandlkogcl hoftci dü«« — ...... «eg — nieder...... 4W« Rl'ichcrsbera SandUngalpe. . <««^ 6t!ttl!,urn> I. K, . tcüinooi!. . . 3504 — ...... «on Kleile. — ...... 3!>u4 Sarstein Stein-Nrttrnqrabcnal. hüttlglad..... «»«» pen.......

    4308 ,...... 5«!5 Glück.

    Mettengrabcnfo- - vorderer. . «34 ssrl........ <5?» Sanwald l St. Ri<>t, ....... l<<«,296 Pillwein. sudostl v. Vichtcn» - Pfarrtfturm I, K. «3«5,7« ^ stein I. K.....2770,0« Niedau .... ll»3,l?« Pill'vcin. Schachrn hohe j Rlrßzang .... 8l3l Et, südöstl.von Eg-Ninnerkogel gro. pending I. K. ... <5?5,30 Her........ WW Scharding Pfarr-— . .

    H. K....... "«»'«< ^ . ' ...... 3""

    53

    «rt.

    li^hc,

    Beobachter.

    «rt.

    ftoüe.

    Vcudachll'r.

    Schafcckalpe . .

    «>«

     

    Schreincrkogcl .

    5«U8

     
     

    44«e

     

    Schrott hohe . . .

    li4A»

     

    Echiirding . . . .

    1058^4

    Pillwcin.

    ......

    2488

     

    Schallen berg süd-

       

    Schusscrbcra An>

       

    lich uon Groß-Tra»

       

    höhe >:ordwestl. uon

       

    berg M.K.....

       

    Ulrichßberq M. K.

    «04« ,86

     

    Schallerbach nrdl.

       

    Schwand, Pfarr-

       

    o. Wallern H, K. .

       

    thurm des Ortes

       

    Schardcnberg

       

    ^, K........

    134««l

     

    Kirchthuvni I. K, .

       

    Schwalblcck,nord-

       

    Scharte?, hohe . .

    522U

     

    westl. u.Aistersheim

       
     

    4«l!«

     

    H, K........

    <5<4,88

     

    Schartenkoa el .

    5«l0

     

    Schwannstadt. .

     

    Villweilt.

    SchancrwaldPorg

       

    Echwarzkogel

       
               

    schlag M,K, . . .

    3U«l,ük

     

    — niederer ....

    5«N4

    Wcid>i,aun,

    Scheiben yohe . .

       

    Echwarzbcrg bei

       

    Echeichcnspiy . .

    »4l«

     

    Spital......

    5754

     

    Schiede!berg T.

       

    Schweinsherg

       

    K.........

    l>9lM

           

    Schicfersscin

       

    uon Vlltcnfcldcn

       

    nördlich uon> Dorfe

       

    M.K.......

       

    Mcichramina T.K.

    3?3?.?0

     

    Sccmaucr nördl.

       

    Schiffelbcrg An-

       

    von Vordcr-Laussa

       
         

    T. K. .......

    3917,5«

     

    PcilNcin M,K. . .

    ?3?3.0!1

     

    Seckarwand ..

    5<.M

     

    Schindlauerb erg

       

    Eeckarsce . . . .

    5«'»4

     

    oNl. u, Ulricbsbcrg

       

    Eeewandkogel .

    4?L<

     

    M, K.......

    34U3,U«

     

    Sicdlberg bei Ut»

       

    Schildorn ....

    1l6l),«l«

    PiNwein.

    tendorf ......

    «2»5

    Seethalcr.

    Schladm ing loch«

       

    — nordöstl, v. Kirch«

       
     

    «92«

     

    bcrg I. K.....

    l?4N,0N

     

    Schniidtstadt . .

         

    15N5

     

    Schmicdfcld An

       

    Sicgkogcl . . . .

    2984

     

    ftohc ostl, o. Narn

       

    - ...

       

    M.K.......

     

    >

    Tontaasfeld An°

       

    Schnaitlbera i

       

    Höfte ! Et. nördlich

       

    St, slidl. o. Untcr°

       

    v. Freinbera IK,.

       

    franking I. K, . .

       

    Sonnsscinspiy .

    ?»3«

     

    Echnceberg ...

       

    ......

    ««3«

     

    — ......

       

    ......

       

    Schiiccbcrgkoael

       

    .....

    «7!«

    Kleile.

    Schnellerplan .

    545«

     

    Speichdcrg . . .

    «70»

     

    — siidweNl, u. Orn-

       

    -- siidöstl, v, Traun

       

    nau T. K,. ....

    4453,54 '

     

    ^ K.......

    !i?!3M

     

    Schnicrbcrq »St.

       

    Spcichbergkogel

       

    ostl. o. St, Roman

       

    Spcickbcrq ...

    N49l

     

    T K........

    2235,5!»

           

    Schoberssein südl.

         

    <«>?«,?48

     

    u.TrattcnbachT. K.

    7«84

     

    Speikkogcl ...

    2434

     

    Schobcrl.....

    74»?

     

    Spieldorf Höhe

       

    Gchoberl.....

    7644

     

    südl. u,ttbcrstallzcll

       
         

    T

    «419,7«

     

    koael östlich vom

       

    Spißenberai St.

     

    /^

    Dorfe. Nach der

       

    südöstl. v. Mauer-

       

    En«« T. K.....

    4060,3«

     

    kirchen I. K. . . .

    >4«4,!>8

     

    Schrcindclmai! er

     

    Spitz mauer . . .

    ?«?«,3«

     

    südwcstl.uon Reich-

    <

     

    — ......

       

    laming T, K. . . .

    4N«0,«4

     

    Gtadrnbcrj. . .

    l3?L.4«4

    Pillwcin,

    54

    «rt.

    See» höht.

    Beobachter.

    0rt.

    Sec-hol,r,

    Beobachter,

    Vtaigcrfcld zSt.

       

    Tannbcrg sudlich

       

    noidossl, von Dilt-

       

    von Stadi Steicr

       

    moningI.K. . . .

       

    T, K.......

    «363,10

     

    Staudinger Feld

       

    — sudl. vom Dorfe

       

    östl. an der Straße

       

    Pangray T, K. . .

    4785,4«

     

    bei Sirring T,K..

    l2»?,30

     

    Tanfarnalpe west»

       

    Eteiaelbera iSt.

       

    lich uomDorfeHin-

       

    sudl. v. Kobcrnau»

       

    tcrlaussa T. K. . .

    4839.6«

     

    sen I. K......

    ««4.4»

     

    Taubrntar . . .

    5«?L

     

    — nördl. Ende des

       

     

    Schulte«.

    Kobelnauser Wal»

       

    — ......

    5«?4,5N

    Lindner.

    dcs........

    «33?

           
       

    Seethaler.

    thiirm des Dorfes

       
         

    I. K........

       

    nordwestl. u. Nei^

       

    Tcufclsmauer .

       

    chcnthal M. K. . .

       

    Tftallhan, sudl. v.

       

    Steinberg l St.

       

    Wcl« T, K.....

    «»«e.04

     

    östl. „, Zell I. K . .

       

    Thciökirchen die

       

    — bei Moosdorf . .

    146N

    Sttthalcr.

    Z St. dauo» entle-

       

    Stcinberalhron

       

    gene Anhöhe Resch-

       

    — ......

    443«

     

    feld I. K......

    l69?.S4

     

    Stcindruchlci'

       

    Thomas, St.,

       

    then Anhöhe östl.

       

    Kirchthurm des Or-

       

    von Mauthhausen

       

    tes M. K.....

    »«87,0«

     

    M, K.......

    931,44

           

    Steinbüchcl 2ln.

       

    wcstl. von Schlad-

       

    höhe nordwestlich

       

    mina T. K.....

    9513,»«

     

    von Windberg M.

       

    Thörlwaud ...

    411«

     

    K.........

    «489.li8

       

    41«0

     

    Steinqraben«

       

    TrailingVerasud-

       
     

    »N«4

     

    ö,1I. von Molln T.

       
         

    fl........

    3»0«,«l

     

    «ick von Nußbach

       

    Traunstcin ...

    5N5«

     

    T. K.......

    «9«.«»

     

    — höchstcr Gipfcl .

    5«4<^

     

    Steinschutt grad

       

    — gegen Trauntir-

    5«40

     
     

    63 «4

           

    Strlzcrbcrq »St.

         

    4!»««

     

    noidössl. von Am«

       

    Trattenspi« . . .

    45:«

     

    drichsfurth I. K,

    l5Ll,4N

     

    ......

    4K24

     

    Stern wald Berg

       

    Treaelbera südlich

       

    nördl,o, Leonfeldcn

       

    v. WcigssättenT.,«,

    1I67M

     

    M. K.......

    2554,7«

     

    ?rissel......

    55Ü2

     

    St. Wolfgang . .

    l?34

     

    Todtrnqraben .

       

    St. Thomas dci

       

    Illricl, Anlwftc nalic

       

    Ried.......

       

    am 5rtc Ulrich M.

       
         

    ,«.........

    1N!»8,«K

     

    siidl, uon Buklng

       

    Ursprunakoacl .

    4«54

    Weidmann.

    T K ......

    l«43/l»

     

    Viehb er g Berg

       

    Vtrennhang. . .

    48,4

     

    nordöstl, von Frc»-

       

    V t r a f l a k e m o o s.

    4l«4

     

    ssadt M. K.....

    32Il,20

     

    Stroh baucr 'An«

       

    Vierhöferbc rg

       

    höftr östl, von Borq-

       

    Berq «ordwestl. >,'.

       

    kirchrn M. K.. . .

    963.04

     

    Freudenthal M. K,

    «43<:,N6

     

    Eiublluberg nöld^

       

    Vöklabruck . . .

    !!«!», 77«

    ^Vlllwrin.

    licb o, Wcncr L, K.

    35N8,»«

     

    Vormosnrrbcrq

    !69!

    Sccthalcr.

    Subcn «jSt. sudl.

    !

     

    Waqen schar ten .

       

    von Scharding I.K.

       

    Waidüolz Anftöhe

       

    Tannbcrg . . . .

    »4«Ü ,

    Sectüalcr.

    nordöstl. v. MW-

       

    - Fuß.......

    »3«l

     

    „cten M. K. . .

       

    t)Q

    Wallsrc.....

    Wasenberg nord-

    westl. v. Sibachzcll

    T. K.....

    Waschenek.

    Naschcnek....

    Wasscrfallkogcl

    Weiber« . .

    Weilftar^focst 3 St. sudlich von Ach ?. K........

    Ncis, en ho ft el St. nördl. v, dec Weis scnbackcr Glashüt te I, K.......

    Weißenbach am See.......

    Wesßhorn . . . .

    Weißer Grieß .

    Wels.......

    — Vfarr

    Wiescrbcrg süd lich von St.Konrad T. K.......

    Wildenkogel . .

    Wimmerfeld westlich von Achleiten T. K........

    Nindhaaa, Berg östl, von Ternberg T. K........

    Windpassel «St. nördl, p. Dilsbach I. K........

    hvhc.

    Beobachter,

    «it.

    Ere-höhe.

    Beobachter,

    ?«<

    3i!Ve!l,

    Wisl,ofleiten l

       
       

    Et. nordwrstl, von

       
       

    Uttcndorf I. K.. .

       
     

    /^

    Wi ^ c 1 stcin An-

       
       

    Höfte ostl.u.Kreuzn

       
       

    M ss.......

       

    8!«N

     

    Wol fern ffirch-

       

    5ü«i

     

    thurm des Ortes

       
     

    Pillwein,

    T. K.......

       
     

    Wolfqa ng see . .

    1?«s.

     
       

    Wol fob erg sudlich

       
       

    von Grmiau T. K.

       

    <

     

    <;,',«

     
     

    Wolfsbcra . . .

    3i?4

     
     

    Wurm stein ...

    3«»;

     

    »l7?,X»

     

    Zeidelftubcrfcld

       
       

    Anhöhe südlich vom

       

    15?»

     

    Pfarrortc Wald»

       

    6l!>»

     

    ncukirchcn T.K, . .

    I7LNF4 ^

     

    7«48

     

    Zirnbera össl, vom

       

    «15

    PiU»vein.

    Dorfe Bcrq T. K..

    ll?5,Z4

     
       

    Zmollinacr Berg

       
       

    sudl. l'vm Dorfe

       
       

    Molln T. K. ...

    33«6,N4

     
       

    Zoalbera ^ St,

       
       

    nördl, u. Cschellicd

       
       

    I. K......

    l.«7,»4

     

    «26?

    Klcilc,

    Zwiesell'crq nord-

       

    5«?N

     

    östlich von Unter»

       
       

    Schwarzcnberg M.

       
       

    K ........

     

    «»4,84

       

    44«4

     
       

    Zwöüferkogel

       
       

    Ramsau.....

    !»«44

     

    «?l.48

       

    5«<4

     
         

    39M

     
       

    — Hirlats. .

    !>«44

    Klcile.

    l??<>,42

       

    s,«l«

     
     

    3. U nter ' O est er rei ch.

    Ort.

    Scc-höhe.

    Veo!>acht«r.

    Ort.

    See» höbe.

    Beobachter.

    Achbelg östlich l'on Horn O.M.B. . Aegid St. O.W.. AagsbackO.M'N. Aicheibcrg ^ St. nordwrstl, v. Karlstift O. M.B.. . . Aichkogc« 1 St. südl, von Mcdling U. W. W.....Aiaen Hutwcidc U.

    W,W......

    N3^»,<^ 33l4,3U

    <<4N,48

    l«ß5.64

    Weidmann, Niucllirünc!.

    Aland rigel cinHu^ gcl in der Nähe des Zobclhofcs U, W. W.........Altenbura Bcnr-dictinerstift süd-westl. von Horn O. M.B.......Altenpölla südöstlich von Reupölla O. M. P......

    «15«.««

    ««54 135«

    Tricincter.

    Ort.

    Sec-ftlihc.

    Beobachter.

    <^lt.

    See« hohe.

    Beobachter.

    Almersbau»! U.

       

    Biclach O, W. W.

    ««,9«

    Niütll-

    W. W. ......

       

    Uirgwnld süd-

       

    Alpcngi» fcl hoch'

       

    westlich von Allen-

       

    stc Spiked. Echncc-

       

    Höfen O. W, W. .

    ll»8l,94

     

    l'erqs U. W. W. .

       

    Vierliäuselbcra

       

    Xmcringkoge l <

       

    sudwestl. v, Nadaun

       

    Et. west!, v, Vbrr.

       

    U. W. W.....

    ,ü57,e«

     

    Woll'ling O,W.W.

       

    B isambeig U. M.

       

    ?lm Nättcn O. W,

       

    B.........

       

    2i>.........

       

    Blum au sudöstl. u.

       

    Annabcrg hinter

     

    Triesneker.

    G. Sieghards O.

       

    Tirniy O. W. W. >

    t!»3l

     

    M, B.......

       

    Anningcr öst u.

       

    Blumauer Viihel

       

    Gaden U. W. W. .

       

    < Et. nordwestl. v.

       

    — ......

    !N',!«

    Liesaanig.

    Ocd O, M, B. . .

    l?«,70

     

    — ......

    ?!!w

     

    VI a >!> l> a c!> b c r g

       

    — ......

    «UU«

    Weidmann.

    sudösll. »Hofstätten

       

    Anzenbcrg «St.

       

    O. W, W.....

    l95N,«4

     

    nordostl. von Wolf«

       

    Bodenberg süd»

       

    passing ll. M. V, .

       

    össl. u,Hcillgenkrcuz

    j

    ?

       

    U, N. N.....

    l58«M i

    I St. nordwestlich

       

    Vöckstall nord'

       

    »on Arbesliach O,

       

    wcssl. u. Melk O.

       

    M. N.......

    28.',?, < 4

     

    M. B.......

    «3L»

    Tli'csncfer.

    Ardaker I.W.W,

    70^,70

    Niuell,

    — i K>t. östlich von

       

    AspcrhofcncrAn-

       

    Haslach U, M.B,.

     

    hohcnördl.v. ?!sper.

       

    Brcicrfcld ^ St.

       

    hofcn V. W, W. .

    9l8,9«

     

    wcstl. von Hanüg'

       

    Äuberg sudl. uo»

       

    see U. M. B, . . .

    426.7«

     

    Frcicndorf O, N.

       

    Braustubc j St.

       

    W........

    «l««,«l

     

    wcltl. v. Schloßhof

       

    Ausspann ? Et,

       

    U. M. V......

    535,3l

     

    nördl. u. Polödorf

       

    Brand i Et. wcstl.

       

    U. M. V.....

    «»?.««

     

    v. Ober-Höflein O.

    «Kl9.4?

     

    Baden Etadt am

       

    Braildcbcnberg

       

    EiiissniM t'rs HclC'

       

    osslich uoit Ganu'ng

       

    ncnthals tt. W. N

     

    Karsten.

    O,WN.....

    3933,30

     

    — .....

     

    Weidmann.

    Nrandleiten an

       

    BaierbachUW.N!

     

    Schuttes.

    der Vielach O. W.

       
         

    N........

    «34^.5

     

    Basis liördl. E„d-

       

    Bran ncrft öhc siid»

       

    punkt außcrlialb

       

    west! l'om^chöftfel'

     

    Neustadt l«, W,W,

    8Ü4,U4

     

    l'erae5.W,W.. .

       

    ^ sudl. E„dvu»ct

       

    Braumlers fc!d

       

    « Gt, nordeiN. uon

       

    Anhöhe O. N, N,

    1347F0

     

    Ncuklrchen U. W.

       

    Braunödi'rfljEt

       

    V .......

             

    Bauckqe statte siid

       

    M,B.......^

    «4S8.l4

     

    «ich u, St. Veit U,

       

    Brcntcn V.Ä3W,

       

    W. W ......

       

    N>ocherbcra < St

       

    Beckenhöhe ! St,

       

    össl, v. Mitterlcch"

       

    slidössl, von Gföhl

       

    ner O, W. V.. . .

    2530,0«

     

    0. M, B......

    ««05.0«

     

    Brottels«St.sud.

       

    Vcrnck »örd». von

       

    wcstl, oonRavotcn'

       

    Horn.EMoßthUlm

       

    stein 5. M. N, . .

    30««,««

     

    ?. M. V.....

    l?0«,9«

     

    Bxchber« össl, lwn

       

    Bernkopfkogel

       

    Eschcnau O.W.W

    <48«,»4

     

    wclU. v. Oamsbach

       

    — nahe an drr T ra

    j

    0.W. W.....

       

    sen O. N. A3. . .

       

    57

    «lt.

    See-hoye.

    Veodachtcr,

    Nrt.

    See-»ohc.

    Beobachter.

    Buchberg östlich

       

    Donionalpc O,

       

    unter dem Schnee-

       

    NW......

    :l^l2

    Wcitman».

     

    berge U, W.N,. .

     

    Fallon,

    Drausendcrberg

       
     

    l3?4

    Neidmann,

    3 St. nördl. v. Mi'

       

    — südöstlich uon

       

    stclbach U, M. V, .

    886.14

     

    Pfaffcnschlaq O.M.

       

    Draxelftofer östl.

       

    V ......

       

    von WilticimsburZ

       

    Buchleralpc siehe

       

    O. W. 2l3.....

    190»,«»

     

    Pichlcralni ....

       

    Drösina Kirch-

       

    Bulk a ii s>,dwcssl,

       

    tfturm U. M. B. .

    4U?,U4

     

    o.Rclj U. M. B. .

     

    Tries nerer.

    Droß nordlich von

       

    Burg Acker westl.

       

    Krems O, M. V. .

    1l?U

    Triebneker.

    u.Els O.M.B,. .

       

    Durrenstcin O.

       

    Buraschlciniy

       

    M, V......

    607,48

     

    zwischen Mcißan

       

    - V.W.W. . .

    59l«,?3

     

    und Egenburg O.

       

    Durrenwald west-

       

    MV.......

    11««

    Triesneler,

    lich uon Frohnbcrg

       

    Bu rastcinberg

       

    U, W. W.....

    3653,18

     

    westlich uon Royrck

       

    Dunkelste i» sudl.

       

    O, M. B......

       

    uon Gansbach O.

       

    Buschberg nördl. v. Nieder °Leiß U.

       

    W. W.......

       
       

    Ebcnfurt an der

       

    M. N.......

    <5»

     

    ^cit!,a U. W. W. .

       

    - U. W. W.....

    <»94

    Neidmann.

    Ebreichsdorf an

       

    Ealu aribera jSt.

       

    derPicsting U. N.

       
         

    N........

    «>3,9«

     

    O, M. B......

    130^,76

     

    (rckfcldKuppc wcst-

     

    Cllspcrlbcrg östl

       

    lich von Fcinfcld O,

       

    uon Goggendorf U-

       

    M.B.......

    146«,«:

     

    M. B.......

    1>««,»0

     

    Edclbach Kirch»

       

    Dachbcrg ^ St.

       

    tynrm O, M,B, .

    187»

     

    südl. u. Rantenbcrg

       

    ^deldcrg AnHöfte

       

    O. M, V......

    ll03.7»

     

    ! St. nordwestlich

       

    Dictmans Thurm

       

    uon Heinrichsdorf

       

    dcr Kapelle O. M.

       

    O. M. V......

    l«l)l.«

     

    V.........

    l94l

           

    Dinnbllch Anhöftr

       

    von Meißau O. M.

       
         

    U.........

     

    bcrg O, W, W, . .

       

    Eqgcndorser Hei»

       

    Dirnbcrq nördl, o.

       

    dc, dcr dortige Pul-

       

    St.Pctcr O.W.W.

    1283,10

     

    uertfturm U. W.

       

    Do bcrsberg nördlich v. WaidsfenO.

       

    W........

       
       

    Lhcttcn Hi'gcl U.

       

    M. V.......

    1488

    Triebnekcr.

    W. N.......

    ,ac»l,»4 ^

     

    Doller she im . .

       

    Eftrendorf Dorf

       

    Donausviegcl

       

    an der Lainsiy O

       

    Ipsmondung . , .

       

    MB......

    l«8

    Oerstner.

    Molknnmdüüg . .

    «5»

    Nivellement.

    Eicbbcra, i St, süd-

       

    Gtem, Vliicke. .

    ä»N

     

    wcstl. u. Rastcnfeld

       
     

    5,7?

     

    O M B

    l««8,»0

     

    Nußdorf ....

    49i

     

    E'bcnberg an de?

       

    Kanal-Aüfang . .

    491,5l

     

    Biclach O, W.W,.

    «4«4,32

     

    Taborbrittke . » . Ferdmandsbrucke.

    489

     

    EisengrabcniSt, »ordwestl. v. Gföyl

       

    Franzcnsbrücke . .

    47»

    «wett.

    O, M.V......

    1987F8

     

    WicnerKanalmÜ!^

             
     

    47»

     

    Eisenstein nord-

       

    Fischa.Mlindung . March......

    455 41?

     

    westl. ron Schwarzen l> ach O,W.W.

    373,34

     

    58

       

    Veobachter.

     

    See» höhe.

    Veobackter.

    E >» merbcrger

       

    Frainwlild 1 Et,

       

    Kogl hinter dcm

       

    osssudostl, von Ncu-

       

    Dorse Brunn U.

       

    Petrcin O. M, B..

    1489,««

     

    W. W.......

       

    Franzcnsbruclc

       

     

    t!ico^a»ig.

    in Wicu ll. W. W.

    47», 14

    9t well.

    Eng ell, art statt en

       

    Freibcrq sudwc>U.

       

    Kirchthur», U, M.

       

    oon zlliftendorf U.

       

    V . . ...

       

    W. N.......

    «23«,!,«

     

    ErlafoberdcrStad

       

    — i Tt. nördl, von

       

    Groß^Pechlar,» O.

       

    Bokssicß U, M.B. .

    638,, U

     

    W, W.......

       

    Fr > edcribach

       

    Esclsbcra ? El.

       

    Markt 0. V,'. V. .

    1«l!,3N

     

    nordl. v. Kirchbcrg

       

    Frirscnek Hngel

       

    U, W, W......

    3«?0,«U

     

    U. M. V......

       

    Exelbcrg westlich

       

    Fricßling sudöiU,

       

    von Neuwaidck U.

       

    von Qppen>!i O.W,

    4l^l?«

     

    W, W, ......

    > ««3,36

     

    Fuchsgrab en^ St.

       

    Fadenbiihl zwi»

       

    sudlich !,

       

    ftlicn Schwarzcuau

       

    O, M,B......

    »4»5,8l»

     

    und Nittcs O, M,

       

    F !ic!!«ricgcl lj St.

       

    B.........

       

    wciU. oon Krunim-

       

    Faftrenbera östlich

       

    bach ll,W, W . .

    ?57l.l4

     

    o. Kaltcnlcutgeben

       

    Fuglau weil!, uoin

       

    U W. W......

       

    Stifte Altcnbulv,

       

    FaNerbcrg l Sl.

       

    0, M.«......

    !ül!l.s>4

     

    siidossl, u. Wiesel'

       

    Fusnxcibel südlich

       

    burg ^. W, W.. .

       

    von Oberndorf O.

       

    Faulhugel lj St.

       

    W.W.......

    l«3»M

     

    nördlich von Mark.

       

    Oaftnsl'crg Vor-

       

    Ncusicdl U, M. N.

       

    alpc dcs Schnccbcr-

       

    Fcilendorf zwi-

       

    ges U. W,W.. . .

    3Nl«

    Weidmann.

    schen Grascxdorf u.

       

    Oalgcnbcrg nörd-

       

    MarkcrsdorfO.W.

       

    lich vom Klosscl

       

    N ...

       

    Zwcttcl O, M. B..

       

    Feldberq bci Pul>

       

    — südöstlich», Lachs-

       

    kau 2, M. V.. . .

       

    feld U, M. B.. . .

    7!«,<«

     

    Fclscnberg Mar-

       

    — > Tt. südlich uon

       

    tersaulc in dcr Na-

       

    Maycn U, M, N..

    l13«.5l>

     

    !>e dcS Orts O. M.

       

    Gaming am Ga-

       

    «8........

    l8?ü,3l>

           
         

    W.........

    l,4»

    Tries nekcr.

    in Wien U. W. W.

    479,5»

    Niucll.

    GanserndorflUn

       

    Fcuchtcnb e r g

       

    tcr) U. M. B.. . .

       

    nördl. v. Rcichcnllu

       

    Gaubitschll.M,^,

    ?ii,!!4

     

    U. W, W.....

    <36»,8U

     

    Gebersdorf sud

       

    FeucrsI? run Kirch'

       

    wcstl. uon Hadcr«

       

    tl,U>!!! U. M.B, . .

    ?»,54

     

    lors O, M. V, . .

    TrieSnelcr.

    Feuerstein hl'ntcr

       

    Gcfaller Ulps süd-

       

    Burkerbdorf U. W.

       

    östlich von Gaming

       

    W.........

    l588.N8

     

    O. W. N.....

    4076,52

     

    Ficgclsl'crg östl.

       

    Gelschink ? Et.

       

    von Qchscnl'iich O.

       

    nördl. uoii Kaßels-

       

    W. W.......

    1 !»,,«,<<»

     

    dorf U, M. B. . .

    8ll9,44

     

    F'scha bei Fischa

       

    Gem arch i St,

       

    mend U. W,N.. .

    455.5»

    Rive!!.

    nordöst!, von Jeden

       

    F, schämend Kirch.

       

    speiaen U. V.', B. .

    «?!».?4

     

    thurn, ll, W. 2L, .

       

    Gcni^inalpc rin

       

    Forervceg östl, u.

       

    Alvcngcl'irgsriickc!!

       

    MaidliügO.W.W.

     

    O. W. W.....

    ül!9,Ä! /

     

    59

    Ort.

    Scc-döhc.

    Beobachter.

    t>r».

    Sco >!o!ic.

    Veobachtcr.

    Georaioer« St.

       

    OlafcnalpcbciHo-

       

    5). W.W.....

       

    hcnbcrg O, W.W.

    3U0U

    Weidmann.

    Oeras nördlich von

       

    Grafenschlag

       

    Bcrnck O. M. B. .

     

    Trieöticcer.

    Kirchl!,urm O. M.

       
         

    ^ .....

    «l98

     

    stciner) nördl. vom

       

    Grasbcrg ! St,

       

    Nohrberge U, W.

       

    von Potlenbrun 2.

       

    N.........

    «730

     

    W W

    1U?3,4<»

     

    — Bergrücken U.W.

       

    — sudwestl, uvnGl«'

       

    W .......

     

    Schultcs.

         
     

    Äll4

    0>r f, st<>in an

       

    — bei Hubmers

       

    der Donau O, W.

       

    Durchschlag U. W,

     

    » Wed

    W.........

    514,5«

    Rivcll.

     

    W.........

         

    474

     

    — bei Tirniy . . .

       

    Oreilensscinwes!'

       

    — bei Roftr. . . .

    «533

     

    lich von Horn O.

       

    ^ (Hohenbergcr)

       

    M. V.......

    «4?«,06

    Triesntkci.

    O. W, W.....

       

    Gricslnß i St.

       
     

    «50»

           

    Oföftl Kirchthurm

       

    U.W.W.....

    L«7.4«

     

    O. M, B......

    «868.94

     

    Grob mann nord-

       

    — .....

    >83ll

    Triesneker.

    östlich von Vuchen.

       

    — ....

    >7l«

    Gerstncr.

    ttubcn O.W.W' .

    32»l,4«

     

    Gim bernig Anftö-

       

    Groft au össlick ge-

       

    he O. W. W. . . .

    l«7l.54

     

    qcn Nondorf O,M.

       

    Gippel sudsudost'

    !

     

    V.......

    NlU

     

    lich von Nt. Aegid

       

    Größcrbcra östl.

       

    U. W, W......

    bl?3.?6 .

     

    von Mutymanns-

       

    Gloknitz an der

       

    dorf U.W.W. . .

    19«»,««

     

    Schwarz!, U.W.W.

    13«1,4l

    Schulte«.

    Groß-Göffriy

       

    ^ .....

    «3«0

    Weidmann.

    nordössl. von «ra-

       
     

    135«

     

    sen schlag O,M. N,

    ««3».««

    Tricsneter.

    Glükfeld össl. von

       

    Grundorfer- Lei'

       

    Ober-Sulz U. M.

       

       

    B........

    674,58

       

    954, l»

     

    Gmünd Stadt an

       

    Or» nschachcr

       

    der 3llinsiy Q.M.B,

    l80N

    Triesncker.

    nördlich u. d. Prem

       

    On adendorf nörd»

       

    U. W. W.....

    54»9,34

     

    lich oom Vxschbcrqr

       

    3U«l

    Weidmann,

    Pfarrthurm U. M.

       

    G scholl > St. siid'

       

    B.........

    856,80

           

    Gösinq östlich uon

     

    /^

    Thornbera U. W.

       

    Sieding U. W. W.

    «843,lU

     

    W.........

    »499M

     
     

    »844

    Weidmann.

    Outtenbcrg bci

       

    Goldbcrgrl Hligel

       

    Klcin-Nondorf O.

       

    slldöstl. von Rcgcls'

       

    M.B......

    »707.38

     

    brun U. W, N. . .

    S«5,«4 ,

     

    Outtcnbrunn O.

       

    Goller sudwrMsch von St. Aegid V,

    !

     

    M. B. ......

    «5«« 79«

    Triesnckcr.

    - O. W. W . . .

    W W......

    5571

     

    Outtc n st einMark« an dcr Picsting U.

       
     

    Ü568

    v. Wcldcn.

       

    Goppelkrcu; Ka>

       

    W W ......

    l44«,»0

     

    vclleamLaarWäld-

         

    «434

    Weidmann.

    chen U. W, N. . .

       

    Haabera z St,

       

    Gott weil) Abtei?.

       

    nordwestl, von Wi«

       

    W. W.......

    «35l»

    Tries ücker.

    schctftal II, M. B. .

    «459ZY

     
     

    >3»7

    Weidn^ni».

    Haandlberg I St.

    ll«l,78 '

     

    Gradtnalpc O.

       

    ostl.uo» Wilhelms

     

    W.W. .

    2904,««

    ^.

    bürg O, W, W. . .

     

    00

    Vrt.

    See» h°»c.

    Beobachter.

    «it.

    Eec° ldölie.

    Neobachtcr.

    Habelsderg ivestl.

       

    Hascnriege! An.

       

    v. «rub U. W. N/

       

    hohe in viordcn des

       

    Habrnkbreiten

       

    Zöberdaches U. ÄL.

       

    Stcinyugcl ^ St. oom Habruk O. M.

       

    W.........

       
       

    Haslau an der To»

       

    B.........

    «39U,«»

     

    nau U.W.W. . .

    445,35

    Nlvcll.

    Hadcrsdorf nord-

       

    Hausberg sudöstl.

       

    östlich von Krems

       

    von Wulfcrsdorf

       

    U. M. V......

     

    Triesnercr.

    U. M. B......

       

    Hadersfcld nord

       

    Ha üb lie6 ?lnfto!?c

       

    wcstl. von Kloster»

       

    ^ St. von Herman«^

       

    neubcrg U. W. W.

    1<2

     

    dorf O. M, B. . .

    l«98.4«

     

    Ha id berg ^ St.

       

    Hauibrun nVsarr^

       

    nordwcstl. von Alt'

       

    lhurii' ll,M,B.. .

       

    RupcrSdorf l>, M.

       

    Hcgerbcig s»dl, v.

       

    N.........

       

    Kasten O. W. W..

       

    — nordwestlich von

       

    — bciTirniy....

    42i«

    Weidmann.

    Haugsdorf U. M.

       

    Hchenbcrg südlich

       

    B. . . . .....

    13lL,4N

     

    u.Hanifcl O.W W.

    3«45,Ü2

     

    b a idhofl St. west-

       

    Htlligcnbcrg gc«

       

    lich von Ernstbrun

       

    gen i!angcnlois O.

    <

     

    U M B

    1l«e,5S

     

    Vt. B.......

       

    Ha in burg an dei

     

    Heiligcnkreuz

       

    Donau U. N. W, .

     

    Nivcll.

    StiftgebäudcU.W.

       

    Haltcrstcigcl l St. sudostl.u.Wal-

       

    W.........

     

    Nicolaus.

           

    Weidmann.

    tecsdorf U.V?. B..

    «lU8,«8

     

    Heisliyjoch Berg-

       

    Han'crzbcrg lEt.

       

    joch U, W, W, . .

    «eea

     

    östlich von Kilb O.

       

    Hcln

       

    21^. W.......

       

    lich v. Teutsch W«>

       

    Handclsbcig ossl.

       

    gram U, M. B. . .

       

    von Schwarzau U.

       

    Hengstbcrg 1Et.

       

    W. N.......

       

    von Et. Martin O.

       

    Han genast Berg

       

    W. W.......

    l?99,4N

     

    j St. sudöstlich uon

       

    bengstthal Thal

       

    Grov - Mugcl U.

       

    südwestlich hinler

       

    M. B.......

    «83,9l

     

    BuchbcrqU.W.N.

    l«U«,43

     

    Hängendes Kreuz

       

    Hcnnclstcl Verg

       
         

    ^ W ^V . .

    4«U?.5U

     

    der untern Schmida

       

    Henz < ng Fclsen-

       

    und dcm Scningcr'

       

    luppe O. W,V, .

       

    bachc U. M. V, . .

       

    H c r,n a n » s k o a c l

       

    Hanifthal südwest-

       

    wcstl. vom Kahlen«

       

    lich von der Stadt

       

    he, gc U.W.W.. .

    l?ll.lN

     

    5!aa ^lirchthurm U.

       

    Hcrzoqcnbura O.

       

    M. V.......

    «N7.08

     

    W. W.......

     

    Tlicbneker.

    Hausend erg ?>N'

       

    Heubackkogcl ge-

       

    ftölic sudl.v. Unt^'r

       

    gen Salingberg O.

       
         

    M. B.......

    «577,54

     

    Harnlansdorfcr

       

    Hcubcra nrrdl. v.

     

    !

    Berg sudwcstl. von

       

    EparbachU,WW.

    l-i5k,l»»

    j

    Vgcnburg O. M.

       

    Hientlial nördlich

     

    s

    B.........

       

    von Fcllabrun U.

       
         

    >yi N......

    »»55,84

    >

    Monichkirchcn U.

       

    Hicsbcrg sudl. u.

       

    W W

         

    «?«0,«»

     

    Ha selber«, südöstl.

       

    Hinter- odcr Prc>

       

    vonOberschotterlel!

       

    tcnbcrg Gebirge

       

    U. M.V......

       

    ruckcn V. W. W. .

       

    kl

     

    <)ö

    Vcobachtcl,'.

     

    Sec. Höfte.

    Ortschaften.

    Hintereichen süd-

       

    Hoch schlag unweit

       

    östlich von Rußbach

       

    von Grestcn O, W,

       

    U. M. B......

    913,30

     

    W.........

    «7 »8,90

     

    Hintcrd iihl Hügel

       

    Hoch stein nördl, »,

       

    gegen Groß ° Sieg»

       

    Tirnitz O, N. N,.

    3?4«,4<»

     

    hards O.M.«.. .

       

    Hochstcincr «Höhe

       

    Hipplinger Heide

       

    naftc beiSchratlcn'

       

    nordl, von Nüßbach

       

    tlial U,M, B, . . .

       

    U, M, V......

    ll4>.9z

     

    Hochttr>, ß eiucnohc

       

    Hirschen Hof O.

       

    Straße U. M. V, .

       

    M, B.......

       

    — yeyen?

       

    ^ die Ebcnc ....

    ««90 , !

    Gerstner,

    M, V.......

    ?s<:,!»6

     

    Hirsckkoqcl östlich

       

    - DorfU, W. W.

    <8!»».«4

     

    von Ral'ellstcin O,

       

    Hoch stocke! siid«

       

    W, W.......

    2ÄU«,4N

     

    westlich von Laab

       

    Hirsch wand i^St,

       

    ll, WW......

    l4»0,«8

     

    südlich vo» Rossalj

       

    Hochwald Vlnhohe

       

    Hirschwang Dorf

       

    O.M.B......

    l?3?,3l

     

    im Reicftcnaucr

       

    — sudlich uo>n Furt!)

       

    Thale U. V3. W. .

     

    Weidma n.

    U. W W.....

    «905,5«

     
     

    «740

     

    Hoch wood Bcrq-

       

    Hochalpe siidsüd

       

    luppc geiicn Dorf

       

    östlich vouLilienfeld

       

    statte,! O. W. V. .

       

    O. W. N.....

    ««3.8«

     

    Hochwcin nord-

       

    — ......

    33««

    Tries »cker.

    westlich von Scheibs

       

    — ......

    3K9»

    ?

    O. W N.....

    1!>2»,3»

    Hochbcrg^Et.sud-

       

    Höflcin östlich von

     

    !

    östl. vonHiittendorf

       

    Gcras O. M. B, .

     

    Tricsnckcr.

    U. M. B......

    399,«4

     

    Höger iz St westl.

       

    - U. W. W.....

    3««?,oe

     

    von G. Hollenstein

       

    Höchberg zwischen

       

    O. W. W.....

    3»4l,W

     

    Hörweix und Etzcn

       

    — bei Tirniß O- W,

       

    O. M, V, .....

       

    N.........

    4327,74

     

    HochcbeükogelO.

       

    Höften Rupers-

       

    W. W.......

    «4Ne,54

           

    Hockck siidössl. von

       

    U,M. V.....

    ?s.»,

     

    Kaunibcrg U,W,W.

    328«,«

     

    Hohenast sxdwcstl

       

    Hochenau Pfarr-

       

    von Echcibs O. N.

       

    th»rm U. M.B.. .

    487,7H

       

    «88<,«8

     

    Hochcrbcrg nördl

       

    Hohenberg O.W.

       
         

    N.........

     

    (rrzh. Rainer.

    W. W.......

    «077.56

       

    1!»!8

    Weidmann.

    Hochfcld ! St. von

         

    15«N

     

    Faftndorf U. M B.

       

    Hohcnbort ; Et.

       

    Hochl,olz Wald «D.

       

    siidöstl v. Allendö.

       

    ^r;. W.......

       

    yschwand O. M. B. Höfte nw art Dorf

    «330,94

     

    Hochtogel nord'

           

    westlich von Grestcn

       

    Kirchlhurm U, M.

       

    O.W.W.....

       

    B.........

       

    — nördl, v. Randcgg

       

    .- Höfte sudöstl von

       

    V. N, W.....

    ««28,46

     

    Aqasbach O. M,B.

       

    Hochkoftr sudl. »on

       

    — östlich von Navol-

     

    ^smig O. W. W..

       

    dcnkirchcnO.WW.

    «Ä?l.76

     

    Hoch leiten Verg

       

    Hohlenstein östlich

       

    U. M. B......

    ^7,4«

     

    von der Sulz U.W.

       
         

    W........

       

    Hochpiia nordwcss-

       

    Holbeiberg ein

       

    lich von Nandegg

       

    Hnge! östl. r>i?n der

       

    O. W, W.....

    2!?4

     

    StadtLal,U,M.B.

    N«9,W

     

    es

    0»rt.

    Sec. hol,c.

    Veodaclitrr.

     

    Tee»

    höhe.

    Neobachtcr.

    Hol! abru »erNic

       

    Iakobsbrra i 3t,

       

    ae' U, N, W.. . .

    29ll.?6

     

    «örtlich von Uiitcr-

       

    Hollcnl'ur« ander

       

    Scholtcrlel, U, M.

       
       

    Nivcll.

    B.........

    7^5,3»

     

    Höllenstein Dorf

       

    Iapons Dorf »wi-

       

    an der Vps '7, W.

    «405,« l

    Erzh. Rainer.

    schcu Vernck und

       

    Holl erb erg östlich

       

    Naps 2. M. V.. .

    lull!

    Tricsnekcr.

    von St. Corona U.

       

    Iautlling Berg

       

    «452,»«

     

    an dcr Donau O.

       
         

    M. B.......

    3N33.l4

     

    Horn Pfarrthurm

         

    «940

    Tritsnckcr.

    O.M.B......

    '.»79, «4

     

    Inzersdorf Groß

       

    — . ....

    9W

    Tries nckcr.

    Kirchtdurm U. M.

       

    Hornauskoael

       

    B.......

    s>55,l!><

     
     

    noldwcül.o,Mauer

       

    Ioachimsberg an

       

    U.W.W.....

    lü?9.9»

     

    der Straße nach

       

    Holzberg ! St. ».

       

    Maria Zell O. W

       
     

    «»WM

     

    W........

    «S»»

     

    Holzclbcra östlich

       

    Iochartberg nörd-

       

    ullii Göllcrsdorf U.

       

    lich oon Rohr U.W.

       
         

    N.........

       

    Holzk oaci vstlicko.

       

    Iobannisberg

       

    Scheibs O. W, N.

    ???4,«4

     

    bei Hermanstein O.

       

    Hubücralpc U.

       

    M. B......'.

    «K42.l«

    >

    W. W......

    3ü«3,30

     

    Ioscfsbcrg an der

       

    Hl> bnerberg wett»

       

    Dtrasie »ach Ä^aria

       

    lich von Bade» U

       

    Zell O.W, W. . .

    3M4

     

    W. «A......

    !4!,,,IN

       

    30»4

     

    Huhncrstciq i».

       

    Iosephiberg An-

       

    NicnrrwaldcU.W.

       

    höhe ; St, s>,dlich

       

    N.........

    l«74.8»

     

    von FlandorfU, M,

       

    — Oränzsscin Nr, 280 auf dcmsrll'cn

       

    B. . . .....

    80Ü,4«

     
       

    Iofcpftibrcitcn

       

    U, W, W.....

       

    AnHöfte zwischen

       

    H u n d c <1 c i N! c l'

       

    Laa »nd Eeefrld U.

       

    Vcrq nördlich von Himdliftcim U. W.

       

    M. N.......

       
       

    Ivs Stadt an dcr

       

    W .......

       

    Donau D. W. V .

    s>??,9a

     
       

    v. Mcner.

    — Mündung des

       
       

    Lisaanig.

    Flusses, in dcrEbcnc

     

    NivcU.

    Hutdiiftel HlMl

       

    unter der Stadt

       

    »alle bei Altenpöila

       

    Ip

    y?

     

    ls>»u,«u

     

    Julienhei»! ander

       

    — Ticinliusscl wcstl.

       

    böftmlschcn Gränze

       

    vo» Horn O.M.B.

    l»»4,»

     

    O. M, V......

    l3'.,l

    Gerstner.

    H u t sa u l Bcra ^El.

       

    Kainsdors am

       

    nördl. vcn Ringc»-

       

    Tulncrfelde O. W.

       

    dorf U, M. «. . . Hutwisch Vcra an

    ««»,50

     

    N.........

    5N6,«^

     
       

    Kaiserbruiin im

       

    der unqrischcn

       

    Wiener Walde U.

       

    «ra»zc U,W,W,.

    l«3l»,K8

     

    W, W.......

       

    ,9l6

    Lisganig.

    Kaisers! ein siehe

       

    Hagcüvack T^c'rf

       

    Scknceberg ....

       

    am Zwcttelsiußc'?,

       

    Kaleudcrbrrg j

       

    M. V.....

     

    Gcrftucr.

    St, westlich von

       

    I a g c r ft!< t t r »I b r r a

       

    Mcdlina U. W. W.

    l!ll».lX

     

    wcstlicl» von Groü-

       

    Kaltberg westlich

       

    Pcrtlioldh ?. M.

       

    von NcupöUl, O.

       
     

    35«4,»4

     

    M. V. ......

       
         

    l!3

     

    Kec-höhc.

    VcobacNte»'.

    ','rt.

    See« höhe.

    Vcobackter.

    Kalkbühcl Vera-

       

    Kirchfeld z St,

       

    kuppe 5 St, südlich

       

    sudwcstl. uo,i Mcr-

       

    von ?Udrrchtobcrg

       

    kcNbrcchtsO,M.V.

    !8??.9.»

     

    O. M. B......

       

    K i r cl, b e r g am

     

    Kalkgrube 1 St.

       

    Walde sudlich von

       

    sudöstlich von Roa'

       

    Schreins O.M. B.

    l«l9,W

     

    gcndorfU. M, B. .

       

    — am Wechsel. . .

    1?Ul

    ü!>lid>u>inn.

    Kalt'enberq nord-

       

    Klatsbcra, an der

       

    ostlicl, von (5d!itz U,

       

    Westseite der Ips

       

    W, W.......

       

    O. W. W.....

       

    Kamm erste inBcrg

       

    Klautzwald «ISt,

       

    südwestlich hjnter

       

    südöstlich von St.

       

    Radau» U, W. W.

       

    Anton an der IcH-

       

    KanningVerg zwi-

       

    niy O, W. N. . .

     

    l ^

    schen dir IPs und

       

    Klopfberg nahe

     

    j

    EiIaf V.W. W. .

       

    am Kamp O. M,B.

       

    Kampflust Svicgl

       

    Klosternruburq

       

    desselben rbcr dcr

       

    an der Donau U.

       

    Stadt Zwetlcl be.

       

    W, W.......

    5l»I,l3

    NiueU,

    der Wehre O. M,

       

    Kxollcnberg «St.

       

    B. .....

       

    südl. uon?llt Mel-

       

    — bei der Muhle .

    »45«

     

    lon O, M, B, . . .

       

    — unter der steiner-

     

    Gcrstncr.

    Kogcl ösil. von Ru-

       

    nen Brncle ....

       

    pertsthal U. Äe,V,

       

    ^ östliche Mündung

       

    Koqelberg ? St,

       

    in die Donau O.

       

    nordwestl, uo,iMö-

       

    M. N......

     

    Niuell.

    nich«jkirchcn U. W.

       

    Kainpsscin Berg östlich vom Um« schußbcrgc U. W.

       

    W.........

    l,'>>?^

     

    Kollbcrg westl. v, Rc^ Q. N. V. . . Kollcrsbcrg östl.

    N.........

    4«38,84

     

    oonMcchtcrsO,W. W.........

       

    Kaulen östlich von

       

    l0?«,.'N

     

    Litschau O. M.V..

     

    Tricüncker,

    Kollniiitzberg sud<

       
     

    <5Ä5

     

    lich unter Raps O.

       

    Karnabrun Kirch-

       

    M. B, ......

    «8»?,20

     

    thurm l«, M. B. .

    «4«,?8

     

    Königsberg östlich

       

    Kelch bcrg bei der

       

    von Cnzertzdorf U.

       

    Ruine?lraberg O.

       

    W. W.......

       

    W, W.......

    2l-.«l,>lN

     

    — s. Schwarzkogcl

       

    Kellerackcr Feld

       

    Koni«, shut ?ln!,ö>

       

    gegen die DonauU.

       

    ftc ! St, östlich von

       

    W. W. . . .

       

    Matzen U, M. N. .

       

    K empferhöhe

       

    Königskoqcl west-

       

    nördl. von Hainfeld

       

    lich von Rauchen-

    /

     

    ?, W. W.....

    <9?lF«

     

    wart U. W, W.. .

    ?<«.«6 j

     

    Ker schcnbcrgi St.

     

    /^

         

    wcstl. uonVurssstall

       

    Koselbcrg sudlich

       

    O.W.W.....

    »««8,7,

     

    von Götzling O.W.

       
         

    N.........

       

    Kirchthurm U, M.

       

    Kranichbcra

       

    N.........

    «48,78

     

    Schloß......

     

    Weidn,ann.

    Kin» bcrg Anhöhe

       

    Krems O.M.B. .

    «!!!»

    Tri«ncfer.

    zwischen der Donau und Ips O.N.W,

       

    — Spiegel der Do-nau O.M.B,. . .

     

    ?!lvl,'«.

    Kirchl'ühl nördlich

       

    Kresse nbcrg östl,

       

    oon Ro»rcnreut v.

       

    rou Wcidmansfeld

       

    M. B, .

       

    U.W.W.....

       

    64

    Ort,

    Tee« hohe.

    Veodachtcr,

    «rt.

    Eee« höhe.

    Beobachter.

    Kronenburg ?

       

    Lcil'cn nordwestlich

       

    hohe O. W, W.. .

    »75.20

     

    von Melk O. M,B.

    6«e

    Tricsnclcr.

    Krottcnthaler

       

    Lei« (Oder) Kirch-

       

    Berg ^ St sudlich

       

    tyurm U. M. B,. .

       

    von Neumarkt Q.

       

    — ......

    »37»

    Licoganig.

    W. N...... .

    »48,»4

     

    Leopolds l'erg

       

    Kubling weNlich

       

    Pssastcr der Kirche

       

    von Hcrzogenburg

     

    U.W.W. ....

       

    O.W.W.....

       

    — Kuppel der Kirche

     

    K.k.Gen..Stab.

    Kuchelliecg sud-we<1Iich von Tirnift O. W. W......

           

    Lieg.niig.

           

    Schultes.

    4!10,?i

     

    Lichtenka östl. von

       
     

    40!«

    Wcidniann.

    Brunn am Walde

       

    Kuftb erg nordwcst»

       

    «088, l»

     

    lich von Mcißau O.

       

    Lilicnfcld Stift

       

    M. N.......

       

    O, W. W.....

       

    — west südöstlich v.

       

    — ......

     

    Trieineter.

    Loöd-rf O.W. W,

       

    Lindenberg nord>

       

    Kiebil! Heide an

       

    wessl. uon Lcobcrü-

       

    der teutschen Tyllna

       

    dorf U, W. W. . .

    95t,96

     

    O. M, V......

    1«69.

     

    Lilschai, O.M.B,

       

    Ku >, reitcr westlich

       

    «indkoacl lioycr

       

    von Ge^wiesen O,

       

    U, W. W.....

       

    W. W.......

       

    — westlich non Hörn»

       

    K utnb nuerwil'

       

    Nein U,W W, . .

       

    scnbcrg a» der

       

    i.'oisberg westlich

       

    Viordscite der Gel'

       

    uo» Zobnig dessen

       

    sen O. W, W,. . .

       

    Knftpc Q, M, V, .

       

    Kuincr < ci»s dorf

       

    Loschberg sudlich

       

    Kilckthurm U. U),'. V........

       

    vonssriederebachO. M, B.......

       

    Lacken Hof ö>Aich

       

    Lilbcrcck an der

       
     

    25?«,«!^

    c^rzl». Nainer.

    Donau O.M.B. .

     

    Tricsncker.

     

    252N

    Veidüian,!.

    — Spiegel der Do-

       

    Laqerbcrg 1 St

       

    nau O. M, B. . .

    «5«,«',

    Ril'cll.

    nördlich von Rcin°

       

    Lunz an der Ois

       

    voids D. M. V. . .

       

    D, W. W.....

     

    Irzh, plainer.

    ^anipelbcrg i St,

       

    - .....

     

    Weidmann.

    noldwestlicli uon

       

    ^unzberg ^ St.

       

    Echcil's 5.W,W.

       

    nördl. »on Lunz 2.

       

    1!a>lgau nordo,Uich

       

     

    ^ !

     

    l'°n Geras O. M. B.........

     

    Tlicüncscr,

    — die Schutt beim Mitlrrsec. . . .

    l»?4

    Weidmann.

    LangenloiöPsarr^

       

    Madelric'yclBcra

       

    t!)urm O. V. B. .

    73^,7« ,

     

    hinter Buchdcrg U,

       

    Langen < M >1 n'

       

    W, W.......

    3«33,N8

    Fallon.

     

    ncrsdorfcil'Verg

       

    Maleiten Berg U.

       

    an der Nordscilc

       

    W. W.......

    l7«?,54

     
     

    der Verschling O.

       

    Mallcdern ll, M,

       

    ÄU. W.......

       

    B.........

       
     

    Langli« nordwessl.

       

    Mandelssri» iSt.

       

    von üulcnbac!, ^.

       

    nervlich u«n Haar«

       

    M. B.......

    «898,«,

     

    dach O. M, B. . .

       

    La in sitz vei Gmund O. M. B......

    l4!0

    Ger^ncr.

    Mandling Vorder U. W.W.....

    l925.8U

     

    L assce.Pfarrthurm ^ »y,^ B......

    «>n,«»

     

    Man >, arts l'erg

       

    Lei)»' AnYohc U. M. B ...»

     

    l ',

    südwestlich l'on Mciüau O. M,V,.

       
     

    65

     

    See« hoftc.

    Vtvbachter.

    Ort.

    Scc-höftc.

    Beobachter.

    Mannswörtb an

       

    NapcrsdorfKirch

       

    der Donau U. W,

       

    tfturm U, M, V, .

       

    W........

       

    Nascnbcrg ; St.

       

    Marbach an der

       

    ossl, u. Trasmaucr

       

    Donau O, M. B, .

       

    O.W.W.....

    9»3,5»

     

    March Munduna

       

    Naßberg Bcrg U

       

    dicseS Flusses U,

       

    W. W.......

       

    MB......

    <«?,»»

    !

     

    l5U8

    Weidmann

    Maria hilf Vtrg

     

    Nebrlsceinsudwcst

       

    bei Guttcnstcin . .

     

    Weidmann.

    lich von Weitra O

       
         

    M, B...... .

       

    M. B.......

     

    > Tries neker.

    Neub auKirchlyurn

       

    - Pl»"N U. W. W,

     

    U, M. B......

    950,58

     

    Markstein z St,

       

    Neuberg sudl. von

       

    ölüich von Haag O.

       

    Doi»b»ch U,W.W.

       

    W, W.......

       

    NeubruchU.WW.

    d«0,9»

     

    Martinibcraöstl,

       

    Ncudorf Kirch-

       

    uon Guttenbfun O.

       

    lüurm U,M B.. .

    «2

     

    M. B. . .

       

    Neukirchen 3 St,

       

    Maybruner Höhc

       

    noldwcstl, o, Horn

       

    U. M, B.....

    lN5,8»

     

    O. M. V......

       

    Mäulern an der

       

    Ncukoyel sudössl.

       

    Donau O. W. W.

     

    Nivell.

    l,o» OutlenNein U.

       
         

    W. N. ......

    «705,1«

     

    Melk O. W.N.. .

     

    Triesneler.

    Ncunkirchenander

       

    — Mundung des

       

    EchwarzaU,W W,

     

    Lieiganig.

    Flusses O. N. W.

    «5>.?«

     

    ......

    1021,54

    Schulics.

    — an rcr Donau

       

    — ......

    l 094,43

    Karsten.

    O. W. W.....

     

    NivcU.

    - ......

    10l0

    Neidmann

    Mcistcrberg U.

         

    l09l

     

    M. V.......

    044,«

     

    Ncupölla Pfarr^

       

    Micbelsberq nord-

       

    thurm O M, B, .

    «503,7«

     

    östlich v. Stoterau

       

    Neu rissen weMich

       

    U. M.B......

       

    von Schwndorf U,

    l

     

    Mitlelberq Kirch-

       

    W. W,......

    ?3«.<« '

     

    tfturm Q. M, N. . MiltrrNla sudl.

    1374,30

     

    Neustadt U.W.W.

    »08.3»

     
         

    ?U«

    Lisqanlg.

    u. A«cledorf QW.

       

    804

    Weidniann.

    W.........

         

    «54,94

     

    Mitterbu!,! i Si.

       

    Rcuwirtftsliaus

       

    westlich voll Buch

       

    1 Et, sudl. v Neu-

       

    O. M. P......

    «983.6«

     

    stadt U. W. W, . .

    94l»M

     

    Moidrnnisbcrg

       

    NitlaSricgel Lin-

       

    sudwtNl, v. Zwcttl

       

    Höfte l Gt. o Kircl,°

       

    O. M N......

    «003,58

     

    schlag U, N. W. .

    «07ÜÜ8

     

    Motten (Groß>

       

    Noondorf nord

       

    Hüacl z St, nord'

       

    westlich von Horn

       

    Mich v.G.Motlen

       

    O. M. B.....

    «e»«

    Triesnc/cr.

    O. M. V......

    «N07,l«

     

    Nußdorf bei Wien

       

    Mucken. dorfEpie-

       

    U, W. W.....

    4»!,ül

    Niocll.

    qel dcr Donau O.

       

    Obcrvirct >v>cstlic!i

       

    W,

       

    u«n VranI» O. W.

       

    — Kuliweidc^ MB,

       

    W.......? -

    «»««,< 2

     

    Muckenfoael sul«!

       

    'Dbrrsce ^.W.W.

    3<>N«,53

    ^rzft. Rainer.

    v. «.'iüenfclD O W.

       

    -^ bei Lu»z ....

     

    Weidmann,

    78.........

    Z933,S0 ^

     

    'Dl'eterolfcr,?!clt>

       

    Mufti b?r<, Fclscn»

    «3Ut,« I

     

    zwi

       

    wand O. M V.. .

     

    und Ipi O. W W.

    lan«.,4

     

    Vr,!)«llc,gthu« Olsicrreich «, Gchu'idl

    5

    66

    Ort.

    höhe.

    Beobachter.

    Ort.

    See« höhe.

    Beobachter.

    Ochsen Nr au ß Vera

       

    ! Virawartcr Höfte

       

    i St, sudwcstl. von

       

    i St. sudöstlich uon

       

    iÄuttcnvrun O,M.

       

    G. Pirawct U. M.

       

    B.........

       

    B.........

       

    Qd Ki'rchlhurm O,

       

    PittcnbergU,W.

       

    W. W.......

       

    W. ......

       

    - U, W. W, Fabrik

    ill«

    Weidmann.

    Pillen ... .

    1<5«

    Lisgania.

    Öl scher (der groß,!)

       

    Plackles Berg ,'m

       

    höchster Gipfel össl.

       

    Suden o, Picsting

       

    v. Kreuz O. W,W,

       

    U W. N.....

       

    — ......

     

    K.« Gen. Stab,

    Platten licrg nord

       

    — ......

    5!!64

    Weiden.

    östlich o. Milterbacl!

       

    — ......

     

    FaUon,

    O. W, W.....

    l0«9,80

     

    — ......

    Lrz», Rainer.

    — hinter Ma»k

     

    /^

    — ......

     

    Triconckcr.

    O. W. W.....

    «3«^,3«

    — .....

    s,'»l!»

    Burger.

    Pleß Vcrg bei Ul°

       
     

    «U9t

    Weidmann.

    richschlag O M V.

       

    — letzter Holzknccht

       

    Polten Sl, Pfarr-

       

    auf demselben .

     

    Erzh. Rainer.

    tfturm O, N, W..

    »37F«

     

    — Spillbichler . .

    l?9«

    Wcidmonn.

    ......

     

    Triesncker.

    ONerburg nord<

       

    Poisdorf Pfarr-

       

    östlich von Losdorf

       

    t»l,rm U, M. V .

       

    O, NN.....

    «Öl».»!)

     

    Popcufeld <

       

    Ostrong Berg nörd°

       

    N>il,c uon Vittrs

       

    licl, von Eulzbcig

       

    O. M. B.....

    l?L8,«s,

     

    O. M. N......

       

    Possscld siidl. oon

    j

     

    Oswald St. Dorf

       

    Nnlnkirchcn U. W,

       

    O, M. B......

       

    W.........

       

    Otter berg südöM.

       

    PottendorfPkarr-

       

    von (ZchoUwin U,

       

    tfturn, U, W. W, .

    673,56

     

    W N.......

       

    Po^crwaid U, M.

       

    Ottr»schl«

       

    B.........

       

    Gcmc^ndcscld O.

       

    P red igtttuftl Berg

       

    M, V.......

    l??9 08

           

    Pechlarn Groß O.

       

    Haj,i O. M B. .

       

    W. W......^.

           
       

    Wcidniann.

    Glockniß U.W.W,

     

    Schulte«.

    Prllenbcrg ?

           

    Ncidmanü.

    !,c zwischen?ps und

       

    Pnclibcrg < St. o.

       

    (crlach O, W, W, .

    90l,8»

     

    Mlinlbcrq U,M,V,

    «3l«.<> ^

     

    Pcrschlingb ach

       

    Raachbcrg U. W

       

    an> TlNnerfcldc O.

       

    W.........

       

    W, W. ......

             

    Pcr»chl,ng. . . .

       

    der Marchll,M,V

    533,?«

     

    Vrlscndrüss an d.

       

    RafinZs Dc'ls bei

       

    Donau. czel d.

    «?8,»l

     

    Mlnircs O, M. V,

       

    Stronirs O- M V.

     

    > NwcU,

    Naisten bei Felds-

       

    Prtronell a>i dcr

    430.53

     

    ber„ U, M, B, . .

    919,«1

     

    Donau U, W, W..

       

    Naxalpe!'o!,cVerg-

       

    Pfaff, großer U.

       

    kxvueU.W.W. .

    «z«7

     

    W.W......

           

    Weidmann.

    — klcinrr ....

     

    Vcidmann,

    ^ ftöchste Kuppe . .

    L^3ft,0ä

     

    Pichlrralm Berg

       

    ^ Barcnloch....

    5,5

     

    nordwcMich von

       

    — Eisl!ulte»alm . .

    4«94

     

    Milterbach O. W,

       

    — Gamscckalm . .

    «3,4

     

    W.......

    <238.90

     

    - Gciöloch .... — LichlcnstsaN'aün.

    ^?«4

    7,3c,<

    Weidmann.

    Piramfeld2ln»,öl,e

    westlich uon Kren-

       

    — No«,e Wand . .

       

    statie» O. W. W. .

       

    — Warrieal....

    <5l«

     

    67

    Or».

    See-hö!,c.

    Beobachter.

     

    See» höhe.

    Beobachter.

    Reiche nau Dorf

       

    Sandich c», Feld

       

    an der Cchwarza

       

    U, M. V......

    »»«.«6

     

    U, W. W.....

     

    Weidmann.

    Eandleitcu Berg

       
         

    bei Poirau U. M,

       
       

    Echultcs.

    B.........

       

    ReinbcrgOM.V.

    «035M

     

    Sattel, Berg oM.

       

    ......

     

    K.K. Gen..Stab

    am Schuccdcrg U.

       

    Neinpold end achcr

       

    W. W. ......

    H0.?2

     

    ?lnftö!?e, am Raspel»

         

    4l6l

     

    waldc O,N, W. .

       

    Säuring. Dorf-

       

    Reßlber», nordostl.

       

    Kapelle U. M. B. .

    5l»,l0

     

    von Qbecndorf O.

       

    Saubiiftel bri

       

    W. W. ......

       

    Krems O. M B. .

    1Ntz,88

     

    Netz U.M.B.. . .

    83», l«

     

    Saugrabe». Berg

       

    Rcßbach, Dorf.

       

    schlucht am Echncc

       

    Kirchtfturm ll.M,P.

    703.00

     

    berge U.W, W, . .

     

    Weibma»,!,

    Riederberg bei

       

    Schachncr Alpe

       

    BurkcrsdorfU.W.

       

    bei St. Ägid O.W.

       

    Iß .....

       

    W.........

       

    RicaersburaDorf

     

    Tlicsnckcr.

    Schafberq bei

       

    y, M. N......

    !»U1

     

    Dornbach U.W,W.

    »«»HM

     

    Ri „gelsdorf.

       

    Scha fftolz, Gc!,olz

       

    KirchthurmUM.N.

    53^.2«

     

    nebeu dcr Znaimcr

       

    Rohr, Dorf Pfarr-

       

    Straße U. M, B, .

    95l,M

     

    lj°fU.W.W. . .

     

    Erz!,. Rainer,

    Tcha!^ba»cr, ein

       

    — ......

     

    Neidmann.

    Naucrhalls O. W.

       
         

    W........ .

    IN5K6

     

    Roftrbera U.W.W.

    «725.20

    Erzh. Rainer.

    Schayber« bei'

       

    ......

    I?«4

    Weidmann.

    Klein.Rntculhal U

     

    /^

    Ro salia-Kapelle

       

    M. V.......

       

    bei Neustadt U. W.

       

    Schederlberg beim

       

    W.........

    «355

     

    Schloß Dobra v-

       
       

    Lieöganig.

    M, B. .....

       

    Noscnbura südlich o, Horn O, M, B.

     

    /^

    Schciblingsscin beiLacknftofO.W,

       

    — Bergrücken bin» trr dcm Schlosse.

     

    Gcrssner.

    W.........

    5N0.3» 4<03,8»

     

    Sclitibenberg hei Lassing 2 W. W .

    Roßa'vfel, Verq

    «

     

    — bei Scheiben O,

       

    des Wiener Wald'

     

    M. B.......

    »N«N 70

     

    gcbiras U. W- W.

       

    Scheids O. W N,

    103»

    Triesneler,

    R otliwe >' ns dorf,

       

    Schcibwald bei

       

    bei Messern ^), M.

       

    Echwarzau U. W,

       

    V

       

    W.........

    s>««!,<0

    Q

    Vnlbclbell,, bei

    "'

         

    Kchultcs.

    Trattcnbach U. M,

       

    ......

     

    Klc:>s.

    W .......

       

    Vchiffbcra an drr

       

    Ealiiiq N adt, bei

       

    Donau O. N. W,

       

    Zweltl?. M, V, .

     

    Tricsnekcr.

    SchifftlialerNald

       

    Gandscld beiAigen O. W. W,. . . .

       

    O. W, W.....

    3««7.34 3?<>«

    Weidmlnn,.

    Tandlnol! bei

       

    Schlehdorn. Berg

       

    Horn O. M B. . .

    naci.to

     

    O,M. V.....

       

    Sandlbrrq üwi' schen d, Donau und

       

    Scklcinitz (»icder> bei «udentftal U.

       

    Krem« Q, M, V, .

    «32?,?»

     

    M. N.......

    «?«,34

     

    Sandberg 2lnl)öl>e

       

    Schmalhöfcr Bu^

       

    U.M.B......

       

    ftcl, dcssen Kuppe

       

    — Hn«el U. M. V,

       

    V, M,V......

       

    5 "

    eft

    ""' Ae° Beobachter. ! «r». ^ Beobachter,

    Schmclz,M>»!io«s!r< Gchottwien U. W platz bei Wie» U, W. ....... l»3?,83 Follon W- W....... ??6 . ^.s^„„ - ...... '6",n Karsten. - niederer Tlieil. . k?3 l H°""""' - ...... l?55 Ech nabelst ein bei > — ...... ,nn Ntidmann, Laich O. W. W. . «««0,»« , Schrik U, M. B. . 79« i Schnceberg, ftöch- ^ Schrikcr Feld bei ^ <^ stcr Berg unter der ^ Eclirik U. M. V. . ^«.9» ^ Cnns. Schrems O.M.B, l«44 ») Alpengipfel. der Tchrosserderc, bei yochttc Punkt .. s>5««,^ Schroffen O,M,B «s>m,W — ...... ««?n.W Falls«. Schusscrberg O. ' ^ ...... 6?«0 Schnltes, W W....... ,5,9,0 — ...... «6!os. bn Lunz 2, W. V. <9?9,«3 Erzh.Raincl.

    — . .... "^« v u ^,^ .yilael osllich ^. .....?<>"" Labordc. uom ü^rlc U.W.W, ?38,»4 ...... ,N3 ? Schwadorfcr K°^ . — U. V.N.. ^^l Weidmann. gc! vci St. Pollen / k, Kaisersse'n, dcr OWN..... 997,9« zweite Gipfcl . . . «5l?.«l» ^ <3 chwallenbachO .....N«N9,57 Fallen. M. V....... «,6M NivtU °) Narlitgcl . . . »««« ^ Scliwarzbach O, - ...... 5«?I.«" > M, B....... 1290 Gerssnei. —......^^'^ ^ ?4N? t " ' Ncrg be, Opvcniy ^ ...... 5?3.'l,nl ' O. W. W.....«9zo.ll0 — an, fallen Was- 5?>? ? Schwarzenbcrz ser !l, W, V. . »?>^ O, W, W..... 24«,« - am GvlinNcm . »«N't ^ bei Rcichenau U, — amGaftns. . . »>W N N....... «?4,o^ — Oamswcchsrl . <;«'« -^ Be>-.i l,ci Mittcr-- Hc,ül'>ioch . . «655 sckl.il, O, M, B.. . W«0.»4 -NcnlMache.. »«94 Schwa rzkoael, ^ - Koniqssei« . . ««« Weidmann. Spive des Kooias-— ^ulischneebcrg 59«8 berqes!D, N Sckwrchat U, W, beiGsc!ii,'dv,WW, «20^.34 'l A3......... i< ^ SchweinV a rtcr se,l!.l!Zcl,:oß c,n dcr l Berg U, M, B, . . «neZ.«« W,>l,,P»nkt nn die» » Tchweiiiqartrir' sen, Flusse U, W. W. 5W.04 1 gel Vera U. W.W. l»«l>50 i — Schlohplay U. W. Scl!weii!sl>crg dc, ^ N ...... 6>3 Hofb»uer. Kirnberq v, W. W, l9l5,« — Gloiiet auf der Scbcnstcin, Berg An!,°hc dei Oar. U. W. W, . . . ,94?,?« tena U. N W. . ?50.9« — ...... «35« Weidmann. Sckönbul,!. Berg Sebern U. M. V . ««-',5« hri Schö«bul>el O, Veefeld bei Reft ^ M. «....... ,»?ü,2» ^ U. M.'. V...... «W.?c» ^ Schöpfcldevg bri ^ Neelacken. V.rg Sl,

    so

    Or».

    Tee-holir.

    V«obach«r.

    «it.

    See» höhe.

    Beobachter.

    Trite »Natten,

       

    Vpitalcr Anhöhe

       

    Benrdiktiner^Stift

       

    bei Epita! O.W.W,

    929, lo

     

    O. W. W.....

    9?«

    Tricsntkei,'.

    Spitclmais nörd!.

       
     

    97l

    Weidmann.

    von Ncp O, M. B.

    l5««,3<

     

    Semering, höcliW

       

    Spitz, Markt a» der

       

    Spiye II. W, W. .

    ««N

    Lisganiq.

    Donau O°, M, B. .

     

    NivcÄilung.

    - Paß U.W. W .

     

    Siraßenbaudir.

    Staffkosscl, wcftl.

       
     

    3t»«,?N

    Erzh. Rainer.

    von Furtl, U.W.W

    35Ul,»6

     

    — ......

    Zs»l5»,37

    Gilbert.

    Stafspitz bci St.

       

    — ......

     

    Fallen.

    Veit O. W.W.. .

    «476,5«

     

    —......

     

    Kleilc.

    Startzberg, östlich

       
     

    3l«»

    Weidmann.

    vc>n Schcibs O, W.

       

    — Gränze....

    3138

     

    W.........

       

    Senn ing, Kirch-

       

    Stay U, M. B, . .

    l«H?,34

     

    llüirm U MV. .

    «4»,«4

     

    Städtcldorf am

       

    S c n n inger Anhöhe

       

    Nagram U, M.B,

    7l4,«4

     

    U. M. V......

       

    Stein an d. Dona»

       

    Sicbenbru >in, (^bcri bei Nexsic-

       

    O.M. V......

    5»9,l» '

     

    d?! U, M. V . . .

       

    — Spiegel d. Donan

       

    - tter) U.M. V.

       

    an der Brücke. .

     

    Gcriiner.

    Siebenli »dc n O,

       

    Steilllierss w«tcr

       

    M. «.......

     

    Triesnektr.

    Manl N. W. W. .

    l?«6.«S

     

    S'fssl, cm Hiiqei

       

    - bei Albern O. M.

       

    bciTli.n'l, U.M.B,

       

    B........

    l??2,U0

     

    E i tss l'n rd e (Grrß>

       

    — bei Ober-Lciß U.

     

    O. M, B......

    «s,3K ,

     

    MB......

       

    Siealiardskirchen

    <

     

    — bei Vrdberg U.

       

    O. N. W.....

    «18 6!8

    Ncidulllnn.

    M. B......Stcinbiibl, Feid im

    l»0«,9«

     

    Sitten berg bei

       

    Norden des Kamp

       

    Holzinq O. W. W,

       

    O, M, B......

    l59li,«0

     

    Siyrnbcrq, Dorf

       

    Steinef bei K.

       

    O. lll?. W. . . . .

    ?!!«

    Triesncker.

    Motten ?. M. B..

       

    V°n>,bcrqU,V!,W,

     

    K.K.Gen. Stab.

    Steiningerbtrg O M,i«......

       

    Eonnrnlei tHrin,

       

    Stein leiten bei

       

    Fe>slN,'p!«c

       

    Koaendorf?),M B.

    »6^9

     

    Echwarzau U. N,

       

    Steinplatten D

       

    W........

             

    E o n nen we ndssen'

       

    - U V. W. . . .

    «U«<».9

    Schuttes.

    bsi l?c!i! U,

       

    Stci nwnnd bc», M.

       

    W, V.......

    «l8,7«

           

    Sonnklic,,'! lu'iSt.

     

    S t e i,1 ,v a n d l e i! i-,1

       

    ?ceqit' ^>, W, W .

    2?43,7N

     

    bei Wilft^n^busc,

       

    l? on ntaq^i'src, I'?,

       

    O W. W.....

    «3!>8,«8

     

    WaidhofenV.N.W

    ««27.38

    Triesnefer.

    Stollberq s?. W. W.........

    «795,l«

     

    — .....

    2!3l,35

    Klcüe.

         

    Sosiwald, Bcrq,

       

    U. M. N......

    «<>?,!>«

     

    ftöclistc Kurve, O,

       

    Strai'ercdors,

    /

     

    Nf V .....

    1Ü73,«»

     

    sseld bei M>n,k 0 W.W.......

       

    Svri srnbr ra,l>öss'

       

    936

     

    ssc,ffi,«ve Y.MB

       

    Stransdors ssir^-

       

    l?v!'enbc!-l< bei

       

    t< »''m U MV,. .

       

    «s^lüs «?. M V. . .

       

    Straft',,«, 5,'lv,?'

       

    es!qru!7d, c,>

       

    S< r!>»',,! ! !l!<». b!>>!„

       

    Wald bei Thalri»

       

    Roftrerbcrg U.W.

       

    O. M, B.. . .

    l«»«

     

    W........

    33»l,9»

     

    70

    Ort.

    See-yohc.

    Veobachter.

    Ort,

    See' höhe.

    Veobachter,

    Stuqrund beiIpsiy

       

    T ll l li'D, W. W.. .

    53?,W

    Niocll.

    «D. N, W.....

    3505F»

     

    — das Innere dcr

       

    Stüchsen stein am

       

    Stadt O.W.W.

    558,90

     

    Sticpningbachc U.

       

    Uisberg, nordostl.

       

    W.W.......

     

    Fallon.

     

    D

     
     

    1314

    Weidmann.

    23. W.......

       

    StiikelbcrgQ.M.

       

    Ulrich sberg, novd«

       

    B.........

    ««4U.8«

           

    Sucht Haler Höhe,

     

    Zcll O. N. N. . .

    40l7.3«

     

    Volqcbirae v, Hain-

       

    — « St. nordwessl,

       

    feld Ö. W. W. . .

    «9N4M

     

    vrnGfohlOM.B.

    I9l9.l« ^

     

    Sulzbera dciMar-

       

    Ungarndorf west-

       

    bach O.M.B. . .

    2687,40

     

    lich von Stray U,

       

    — bei St. Johann

       

    M. B, ......

    632,28

     

    O. N. N. ...

    44««.«

    Unterbcrg, südlich

       

    Sulzfeld, Fcld bei

       

    von der Nansau O.

       

    G. HarrasUM.V,

    «Kl 14

     

    W, W.......

    4«42,38

     

    Süßbü »IO. M V.

       

    Vielidofcr Kogcl

       

    Tnbor, nähr an

       

    O. W. W. .-..

    «<19l,4N

     

    der Donau bei ^ps

       

    Vittcs. östlich oon

       

    O. W. W.....

    857,34

     

    Kmiind O. M. B..

    172«

    Tries nekcr.

    Terz, sine Thalge-

       

    Voralpc odrr Est^

       

    gend O. W, W- . .

    «N65F4

    Triesntkcr.

    linaalpc O. N. W.

       

    Tcttcnhcnast bei

         

    535

    Kleile.

    Tirniiz O. W, N..

     

    Neidmaim

    Porauer Alpe U.

       

    Tirnitz an der

       

    NW......

    5«65,«4

     

    Straße nach Maria

       

    Vortheil, ein Vera

       

    Zell O.W.W . .

    I38S

    Ttiesneler.

    nordwcM'chtt Mi,-

       

    TöIlcr 6 hcim,

       

    nickvenl O. M. B.

    ««52,3»

     

    Pfarrthurm O. M,

       

    Wachtbrrg O. W.

       

    B.........

       

    W . ' '

       

    TradenbcrgU.M.

       

    — zwischen der?sper

       

    V.........

    M«,34

           

    Trainsser Anhöhe

     

    bache O.M.B. .

    «l«N,58

     

    O. W W.....

    «56?,9l

           

    Traisfirchen silbl.

       

    v.KirchbcrgO.W-W

    «6W.3»

     

    von Wien UWN,

    558,0«

    Sclniltes.

    Naidaberq, sudl.

       
     

    5<0 558

    Weidmann,

    von Loödorf O, W. «vy........

    l«89,«l

     

    Trafen, Mi'nduna

       

    Wa'dhofcn Vfarr-

       

    dieses Flusses OW.

       

    thurm O. M. V. .

    n;

     

    W, ........

    V7Ü.4?

       

    1530

    Triesnckcr.

    Tra,lnstein O.M,

       

    — an der IPs O,

       

    V.......

    «9!3

           

    Tretlinq, Sand.

           

    Klrile.

    aestätte daselbst U,

       

    — .....

    9?»

    Trieünekcr.

    MV.......

       

    Waldbau er ? c?t.

       

    Triefelkoqcl N.

       

    von Krummbach U.

       

    N. N.......

    359?.?,

     

    W, W, . .

    «750,46

     

    Trisch neidrr ober

       

    Waldber« im Nor-

       

    Zwetcl O, MV .

    «3«2,l2

     

    den dos Pcibachcö

       

    Trr'st, A»<,ö!,e U.

       

    U. M. V.....

    739,»«

    /^

    M, N.......

    Ll«,9«

     

    Naldlies, ein sscl-

       

    Trovrber,, bei

       

    ftn O, M. P. . . .

    «57l,0«

     

    Orabli« u, W. N.

    l?Nl

     

    WalkenstcinO.M,

       

    Truni,, u U. >w. Wl,

    «34,0«

     

    N ....

     

    Triesneker.

    T»lbi»aer ssnael.

       

    Wall see sNicdcr)

       

    Hüael bei Et. Chri-

       

    Spieacl d. Stroms

     

    Weidmann.

    stoph O. W. W.. .

    lb53,»«

     

    O.W.W.....

    ?l4,8«

    Nivell. il

    71

    Ort. ^° ,V«ovacht«r. «rt. ^"' Beobachter.

    hohe. . ! hohe.

    Nallsec, Schloß- Wcitersfeld O. tftuim...... »?0.b4 ) M. !l»....... <39«,36 ^ Naltcrsdorfer ^ ^ — ...... ^^ Triesneler, Heide U, W. W . . «?5,e4 ) Weitr« . an der W a n d, die Heiscn- Lanisitz O. M. B, . l?N4 sscinische U. W. W. «85.88 Erzf,, Rainer. — an ber Lanisiy-...... «4l,a,i? Kieilc. mühle O. M. B . l50a Gtrstner. Wa?tbtlgt'e!Zla^ Wernhards O>M. ^ binq U. M, B. . . 98S,L^ B......... Sulzhachss .... 866,5» u,Wetzles O,M.V, ^3?,56 Wartb üftcl, noid» Ncrcnbcrg, nordwestlich von Scku> . wcstl,.u Schwarzen-pcrtolz O. M. N, . l?L».j» s« U> W, W. . . . «?l,?s . Waftendorf, Kirch. Wic>,, Pss.istcr des / t»»rm U, M,B,. . 898,«» Clepha>,spll,tzcs, am Waxenberg, slidl. Fuhr dcs Stcphaüs-von Furth O. N. > /^ thurmcs ').... ^la,e» W......... ««lg«,4 ....... ^" Wcidinann. warencck U, 23. ' -....... ^c, Pil^ram. W......... -^..,4 ........ "«" Döltler. Warrieqel, dlittc -........ ^" Karsten. Vvi^c des Schnee- — Achse der Uftr» bcvsss U N, W . „yKl 7» zciger..... ^^b /^ Wechsel, Vrrg. siid- — . . ^« Liesgani«. ö,Uich vom qroßcn - Vtepftansthurm« Vfaff U. W,W.. . 54??.44 sm^c..... Vü5,«?l^ - hvchsseKuppe 5574 Liesganig. — «vflastcr d, obern ? ^ - ...... 5455,8« Erz!,. Rainer. Näckerstrasie . 5"M ^ - ...... z,«S LichtenNern. __ Sternwarte . . ^"'^ ^ - ...... 5195. Eickingen. ' 5W Trtcsneker. - ...... 55533« Valon. ....... 53l.«<> Scholz. Vridendorf U. - Tcrasse .... "^'"' MB....... «8, st» — Beobachtungs-Weiftnachtsqra. zimmcr . . . ^'"^> ssaUon. b en, Krabcn i St......... 5«».?« Karsten. vonAbsdorfU.M. -........ 534,37 Klcilc, B........ el3,3l — an der Miinch-Weikendorf am b^ei .... 5««M />> Wi-idenbach U. M. — Spiegel derDo» V......... 49l,78 nau am Pcaei Neinsberlt bei d.Ferdinands-Schönbach O M,V. 3l87.5l!> ^ briicke .... ""'b' Nwell. Ncisbera. wessüch' ........ ^" Oerssner. v°n St, Bernard > ^........ "'-«« Klette, O.W. W . . . «4?»3l ........ ^" Weidmann.

    Weisjackcl. nord' ^ ^, . .,,, ^,. ... —an dcr Variere ostlich l'on Glocknitz ^ mi ' > -,

    U.^,W. ...^ «^ cr^ie ' °" H°ftauer. Weisienalbern. ,cr^ime ...

    K'rchtfturm V. M, Wienerberg, südl. B.........2(>5!,8« »on Wicn, Epl'nne-Weiße»k,rchenan ri» «m Kreuz U. dcrDonlli,. Spicqel ' W. W....... "^" 1 des Stroms O. M. - "m Oop^'elkreuz . «l)l '. ^ N «13,88 Niuc«. .-beid.T«,ufclonu,Iilc l;75,l8 )

    '1 L. Ml'lbach von Rlieinfcld: Uebcr die Höfte des Stepl>anithuimce in Wien, Bcicrage

    II. «!8.

    ?2

    Ort.

    Gee-Hohc.

    Veobachter.

    0rt.

    Sec-hohe.

    Beobachter, i

    Wiesberg, bciHol-

       

    Zcllerhut.sxdwcst

       

    lcnsscin......

    «0»

    Weidmann.

    lick von Maria ZcU

       

    WiesclburgON,

       

    O. W. W.....

       

    W.........

     

    Triesneter.

         

    Wiesenberg. sudl.

       

    fcld j Stundc von

       

    von Wiesen U. M.

       

    Bchamberg ,'O. W.

       

    B.........

    ?25,N0

     

    W......

       

    Wieserkogrl. süd-

       

    Zirnciberg, west-

       

    lich von Hohenbcrg

       

    lich von Gaming .

    24««.,» ^ ^

    U. W. W.....

       

    Zuagers, Dorf,

       

    W

     

    Weidmann.

    Kirchturm O. M.

       

    — O N. W, . .

    864

     

    B.........

       

    Windhaagberg,

       

    Zwcrndorf, Kirch»

     

    südlich van Weilra

       

    tfturm U M, V, .

    459.30

     

    O. M, N......

    «45?

     

    Zcnlcndorf,

       

    Windmuftlberg,

       

    Kircbtfturm dcs Dr-

       

    nvrdwessl, u. Grub

       

    ies O. W.N. . .

       

    U.M V......

    ««»,00

     

    Zwettel O M. V,

    «59«

    Tl<«

    Winlelbcrg,HiigcI

       

    — Glut, größter

       

    U. M. N......

    80». 80

     

    Kirchtfturm des

       

    Wiljelsdorf.

       

    Klosters O. M,

       

    Kirchtfturm U. M,B,

       

    B.......

       

    Nolfsberg am?In°

       

    Zwettelberg nörd-

       

    qer,Vchlob. Epieqrl

       

    lich von Zwcttcl .

       

    der Donau O. W,

       

    Zwiesclberg. west-

       

    W.........

    «87.30

           

    - 5cld O. W. w.

       

    O, W. W.....

       

    Wolfsaraben,

       

    Zwinaendork.

       

    Hutwcide im Wie-

       

    Kirchlfturm U M.

       

    ner WaldcU.N.W.

       

    B.........

       
     

    73

    ll. Das Volk.

    Bevölkerung.*)

    Das Erzherzogtum zählte im Jahre 1836 mit Einschluß des Militärs 2.191.lN0 Einwohner, auf einer s^Meile leden daher im Durchschnitte Z,n?7 Menschen. Die Bevölkerung vertheilt sich auf tie einzelnen Kreise folgendermaßen:

    Mufti- Traun- Haus- Inn» Salza- U. Wiener O. Wiener U. Mannh.- O. Mannt,., treis. kreis. ruck. kreis. kreis. Wald. Wald, Berg. Berg. ")

    »U5,4ua I8l.3N0 «77F0U l38,»no l4e,«l)ll 6NK,«ya «26,500 «L2,3lw «3!l,«1U

    Oberostcirrich mit S4S,?«u Vinwoyncrn.

    Untcrösterreich mit >,34«,4ou Einwohnern,

    Die Bewegung der Bevölkerung erhellt aus folgenden Uebersichten.

    Das Erzherzogtum zählte: ^

    Jahr.

    Unter-Oesterreich.

    Ober-Oesterreich,

    Summe,

    Jahr,

    Unter» Oesterreich.

    Oder-Oesterreich.

    Summe.

    »780

               

    «M«,3«1

       

    l?»5

     

    ,l«!>,?s>?

     

    >«!5

     

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    743M?

    1,775,746

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    18l«

           

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    30.'', MX»

           

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    788,!!W

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    ?94,3NU

     

    17M

           

    l8«l

       

    795 730

    1,98U,1l»0

       

    ,»4!!,»W

    Ll8,?39

     

    1««l

         

    «M!,7«0

     

    ,N!3,13«

       

    1»«3

     

    l,l>»?,13«

    80«,«8

    «,»!3,8l«!

    «?W

     

    ,l»5.WU

       

    «8l4

       

    8«4,l<«!

    «.«»38,7 !0

    «»NO

     

    F«s.,!5«

    e«ss,!U5

    l,«46,09«

         

    8!8,8«l»

     

    «801

     

    ,!»«5,0!M

           

    ,«54,!?N

    8«3,8<»<»

    «,<>??,«?«

    >8!>l

           

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    1»N3

           

    <»«8

     

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    2, !1 ?.«!«»

    «804

     

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    .3«>9,4

    83l,4«0

    «,«4l),8«l»

    «805

     

    e35,,12

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    «83«

     

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    1833

     

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    2 «s,8.i»8!»

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    ,343,«5Ü

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    «,«89,530

    18!N

     

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    l«35

     

    ,344.43«

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    «,l9«,9«l»

    l8I>

         

    183«

    1.31l,<30

    8i8,?UN

    »,«»!,»9« !

    181«

    1,U4U,49l

                 

    ») Die Wiener-Zeitung theilt die jähllichen amtlichen Tabellen über Geburten. EterbfäUe und Trauungen mit.

    '») Dir im Folgenden öfters uoitommcnden ytbtiirzungen sind zu lesen:

    U. W. W. -  Viertel unter dem Wiener Wald.

    O. W. W. ^       ,. ob dem Wiener Wald.

    U. M. V. —       " unter den» Mannharts«

    berge,

    V. M. N. ^      ., ob dem Mannyartsbcrse.

    M. Hr. -      Mühlkrcis.

    lr. Kr. ^      Traunkrei«.

    H. Kr.      —      Hausruckkrc«.

    I. Kr.     —     Innkrtis,

    S. Kr.     ^     Salzakreis.

    U. O.        -       Unter. Oesterreich.

    U. d. E.     -       Unter der Enns.

    O. O.        -       Ober. Oesterreich.

    O. d. s.     -       vb der Enxs.

    74

    Trauungen.

    ^! Älter. Ttand. Religion. ß,

    l Männlich Weiblich ^ " ^ Z- ^,

    l83I u. O. 1,830 3/245 2.9kl 1,063 45« 1»z 58« «,,9i 3,32? 2,410 765 156 6,°!!« 390 «,42k! 9,451 »2 «5z 3 9.733 ! O. Ö. ! 1,023 1.40? l.5!ie S3» «9, 12? !! 433 1,146 1.491 1,«?3 552 2? 3,65, ,ZS 1.213 ! 4,920 « «5 4,993 TUHimc ! 2 853 4.55.1 4,4W 1,?l»l 742 3U» «,3l5 I,333 4,81s 3,6^3 l,3»9 «53 ! 10,3?i) 5>« 3,«33 >4,3?l ?l «80 3 l4,?l5

    l»32 U. O. ! l.?93 3,4l4 2,104 1,l»9 b«l 2«3 !' ßi>« 2,318 3,60« «M9 k«l ,73 ?,U« <37 «,?l4,^ 9.9l5 ! «N 2?« « I0.«24 O. O. l,0l1 l.5l0 l.697 ?N 22« ll2 ! 44« 1,«!>3 l.LH« 1,414 53« 115 3,84? 156 l.4li! 5.3N8 74 I3 5,415 Summe «,»N4 4,924 4.8U1 l,944 851 3» 5 1,24s 3M6 5,23« 3,9l3 l,323 «8« l0,8?U «3 4,»2L! 15,«33 l 94 305 s 15M!j

    1833 U. Ö. «.»«3 3.454 3,577 1.346 > «l? 228 ! 85« 2,37? 3.84? «.83« 952 «34 7.326 kW S,<33 «N.740 «5 3«U 1» N.09? j ^ O. O. ! ««« l,4l4 ,,«N3 715 ! 53, l3U ', 403 1,106 1.5S0 1,4,l 5t8 l« 3.65? 143 1,331 4,-9? 101 33 5,13, ! Summt «,747 4.868 5,«45 »Ml 959 348 l,«z4 3,483 5,40? «,«48 1,430 256 10,983 ?ßl 4,4« > ,5,73? 1«6 353 l« l6,2i8

    !li!3» U. V. 1.»« 3,29» 3,278 l,180 .5« 19? ' 856 «,3W 3.5?3 «,K34 851 189 ?,Z3? 487 «.53« 9,999 «3 3«0 « 10,353 3). Ö. ».»«« l.493 1,713 798 3l? 129 ! 426 1,2?Ä 1,k?8 1,459 578 11« j 3,904 1«8 1.443 5.353 93 35 5,481 ! Summt ! «.965 4.7<1l 4,991 1,9?» 873 3Z6 1,«»« 2,578 5,151 4,093 1,«9 301 Il,«34 «12 3,983 15.35« 1«! 35» « 15,834

    l

    !l»Ai U, O. «.»«5 3,5l« 3.S5S I,«1» 52« 185 ! 79? «H8« 3,933 2,7,9 848 »9« 7.9,7 41« «,«9? 10,6»? 3 15 3iS ? K.048 > O. ^Ü. «?^ l,535 1,»«9 »35 3,3 11« z 35> 1.l8« l,?53 1,48? «13 130 j 3.98! iz» 1.4a? 5,3!11 85 4? 5,526 Eummc «,»29 5,031 5,5i5 «,045 839 «35! ,,,48 3,66« 5.751 4,21« 1.4«! 326 11,9,5 zz, 4.104^16,0»! 3 1l»0 373 7 !8.5?4

    ^auptsumme I?,3l3 «9,01? 30,43? 11MU 5.12? ,,9lz ! ?,5!4 21,505 31,878 «4,373 8,489 1,ß5S L?,^«9 3,?eu «4,492 ^ 93.945 5 «34 2.000 3? 95,62l

    Geburlm.

    Art, --.^ Ncligioi». Im Ver- Todte Geburten. > ^?

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    ^ U. O. «3,«« «.882 19.0N ,8.,i0 3?,,«, 4,865 4.763 3.6Z8 4 «,488 ' »52 49 4«.?89^ 43,063 «,«?4 335 «?i 657, «46 «U3 «»j «3! 475 l.1U« 4, >» O. Ö. ,l,3Ul »1.724, ,N.l85 9,?ik I9.I,, «.!,« ?M8 4,l« H 23M? 3«»! «4.025 «,.080 «.»55 «ll >3» 2K^, 44 39 83 265 178 443 z« " Eummc 36.39? 34.«!? ,9.33« «7,84« 57,v?l 6.98l! «,?7l l3.?5i! 70.135 ' «a 49 ?«.8?4 ?0.,43 «.953 «.«74^ W« 4ll l.«17, L9N «4l 53,^ 896 «53 ,.549

    ^, U. O. «4,i«3 2l.45?^ ,9.34« ,?.9(!3 3?.«43 4.733 4.554 «,337, 4 4«.l8l 3 »l 45 4S.58U, 57.365 10.785 43« 3l, ?4l^ 13, 149 24» ^ 5l< 460 ,Ml^ « « ?D. Ö. li,4.j? l>.??4! 1»,3?8 9.630 2»M» «.,19 «,«44 4.«^ » «3,875 3W «.«Nj «<.»?-» 9? j «1 »3L 3,7> 4« 3« 8«, 237 ,?, 4l»^ W " Summe! 3«.««» 24.l3l «9.718 «7,533 5?,«5, «.Ml «.«38 13.e00 70.150 3 «7 «5 70M1, 8«,539! 9? l»,?85 S,1 447 ,.W5 «3? 185 4« »58 L3« 1,49«

    ^ U. d. ! «5 739 «4,346 W,l?5 ,9,04» 39.215 5.5«4 5.3N« ,0,370, 4 49,753 3 «?3 56 5N.W5^ 47,8» «,«56 45? 333 790 184 lS3 34? «4l 496 ,,I3?l 44 2 O. Ö. «i.»«ä 1«,059, ,U,5?9 9,8« 2U,4ll? l.«6 «.«3, 4 4??^ 5 34.48« 398 «4,884 «4,67«, «»8 «05 1«« 2l?^ 6« 4» ,<<)! «6? l?» 43? 57 . ^ Summe 38,5«4 36,405! 3^754 28.86» 59,«ll 7,810 7.52? ,5,34? 74M9 2 «?l 56 74,363 ?,,5N5 ^ L.4K4 S«i 455 ,,11? «4« «,I 45? W8 e« 1.574

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    77

    Verhältnisse d,r Srvölllerung von Wien und Linz. Trauungen.

       

    Älter.

    Stand

       
           

    Männlich

           

    Weiblich

               
                                       
       

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    Spezielle Uebersicht des IahreS 1830.")

                         
     

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    ') Diese und olle folgenden Angaben über Nruöltcrung, Viclistand. Produktion, SanitätsanNal« ten u, s. w. im Jahre l»3n sind clttnommcn a»s l ,Ktand dcs öffentliche" Sanitätswcscns im Erzhcr' zogthnml- Oesterreich, Medizin. Iayrbuchcr, Ncuestc y°lgc. VI, S. »»? u>,d »0",

    79

    Auf 1 Jahr entfallen daher nach diesem sechsjährigen Durchschnitte in

     

    Trauungen.

    Geburten.

    Sterdfallc.

    Unteröstcrrcich.... Oberösterreich .... Im ganzen Lande . .

       

    74,80?

    Äuf eine Elie kann man rechnen in Unterösterreich 4,1«. Oberösterreich 4,ss4, im ganzrn Lande 4,l!L Kinder. Aus obiger Zusammenstellung ergibt sich ein jährlicher Uederschuß der Eterbfalle ube» die Geburten von 4.359, welcher aber wesenllich auf Rechnung der Residenz zu setzen ist. Oberösterreich hat nämlich einen jährlichen Ueberfchuß an Geburten von <.2.'»3, Unterösterreich aber ein Mehr der Todesfälle von 2,553, Wien allein ader von l.8Mi^/. Die Bevölkerung des Landes vermindert sich also jährlich um 4,Aä», oder um 2.553, wenn man Wien nicht belücksichtigt. Seit der ersten Josefinischen Conscription von >785 hätte aber in den fünfzig Jahren bis l«35 das Erzhcrzv^hum um 875.«5? Seelen zugenommen. Von 1?«5 bis t?.')8 verminderte sich die Bevölkerung um <»53 und ist erst seit 1^15 im steten Steifen. Von diesem Jahre bis 1833 erhielt das Land eine Permehrung von ?.2l4, also jährlich von fast 20.ysü. Diese Vermehrung, um so auffallender bei dem Uebermaße der Eterbfälle, ist auf Rechnung der Einwanderung, namentlich aus den slavischen Provinzen, zu setzen, welche insbesondere die dienende Klaffe trifft. — 1785 zählte das weibliche Geschlecht um 13!),39? mehr als das männliche, 182«1 aber nur um 24,0l4, so daß um 1l5.383 Manner mehr als damals lebten. Cs werden zwar jährlich um 2.6 lß Knaben mehr geboren als Mädchen, es sterben aber um l.

    Gpidtmicn in, den Jahren 1827 l'is 1835. *)

    Jahr

    Er. trankt.

    Genesen.

    Geslor. den.

    Epidemisch herrschende Kraukheitcu,

    AUgemeiitcr l

    l8«7

    6,719

    ? 5,053

    «S,H62

    «e«

    Scharlach. Nuhr. Ncchsclftcbcr. Rerucnficber.

    Rheumat. und katarry. Entzun« dungsfieber, Masern. Keuch-, ftxsirn. Gastrisch ncro, Fieber. Nnftr. Wcchsrlficbcr.

    Cntziindungsficber, Neroen' und Scharlachslcbcr. Keuchhusten. Blattern. Ruhr. Masern, Keuchhusten, Scharlach, Wechsel- u. gassr. neruos, Fieber,

    GaUig, katarrft.«rheumatisch in Wie», Auf dem Lande- s»t-zündlich-rheumatisch, gastrisch. Entzündlich ' katarrh. und rheq-> malisch-

    Katarrhalisch-rheumatisch, dann gallig.

    ') Die eiste Kolumne jedes Jahres bezicht sich aus Untcrösterreich, die iweite a»f Oberösterreich.

    8tt

    ^ Er- Gene^ GeNor» Epidemisch herrschende Allgemeiner GesundneitS» ^"^' lrankt. sen. ben. Krankheiten. zustand.

    lS«9 5.8»9 5.423 4?« Pocken. Wccksclficbcr. Schar» Wien i rheumatisch - entzündlich-, ^ . ^ ^.. lach, Keuchhusten. Nuhr. gallig. Land: latarrh. rhrumat, <,o nc ^>cn.) urberhaupt me»r Krankheiten als sonst. SS» ?L0 ««» Keine eigentlichen Epidemien. Nein entzündlich. Blattern. Scharlach» und Fric-sclsicbcr.

    lSM ? ? >.'«> Vlattcrn. wechselficbcr.Ncr- Nie«»», vcnsiedcr. »,»?H ,,Ut5 »58 Blattern. Keuchhusten. Ruhr. Nheumat.-tatarrl). und gastrisch» Scharlach. Ncchselfieber. «alligc Fieber.

    l»2l ? ? 2,93« (5 ft „lc ra, Nat. Blattern. Schar- Katarrt». ° rftcumat, : mclss rein lach. Masern. Nuftr. Auf dem entzu. dlick. dann «asslisch bilios. Lande insbesondere Gallen-, gaNrisch°schleimig,dann katarry. Ncrucn- und Wecnselfieder. rheumatisch. »,W? «,l95 «7« Pocken. Kruchftustcn, Spital- Entzündlich rheumatisch. lürhuö.Nclvcnficbcr, Scharlach. Nuhr.

    ,«», ? ? 9,»« Cholera,*) Pocken, Ncrucn» Entzündlich»rheumat.« katarrh. ficbcr. Masern, Scharlach. Kcuchftusien. Nuhr. Vanillen. T«phus. «,«?l e,32l» 2^z Masern. Vlatttrn, Keuchhusten. Entzündlich. Rheumatisch'katar< Scharlach. Katarrh. - nervöses rhalisch. Der Inntrris halte 2 Fieber, Ruhr. Gallenfieder. 2a"re keine Epidemie.

    «833 »0,649 ?,442 l,toe Gripvc (vandemlsch'». Masern. Entzündlich. Katarrhalisch. Keuchhusten. Blattern. ?.»87 e,«95 89« Orippl-. Poclen,Mascrn Kellch- Wie oben. husten. Ecliallach. Entzündlich und nervös. - gastrische öicbcr. Wechselsiebcr.

    1824 e,592 5,55« IM7 Vlaltern. Masern. Scharlach. Entzündlich, dann gastrisch biliös. Oallenficbcr. Ruhr. Ner- und wieder entzündlich mitKon° ucnfiedcr. gestioncn des Blutes. 7,334 a,«0 954 Pocken,Grippe K.-nchkusten, Ma» Entzündlich . katarry. und rheu» sern. Scharlach. Ruhr. Gallen- matisch, fieber,

    »832 ? ? >,«« Blattern, Scharlach. Neroen-, Gastrisch>adl!namisch. Katarrh.» Gallenficl'cr. Ruhr. rheumatisch.

    975 »38 13? Gallcnfieber. Rn»r. Blattern. Entzündlich »rheumatisch.

    In einem Lande/welcbeö größtenthesls Gebirqsland ist und so reißende Flüsse ent< hält. sind auch »1 n ^ l i, ck sfä l l e s?dr l?äufi,q> Im Durchschnitte der (irn^luiten Iabre trafen das ganze L^nd «i.i« ' Unteroslelreich :'7!), Obcrösierreiä, li^?> Wien insbeson« dere «i3. Sie verhallen sich also zur Zakl der <3terl,fc>l!e im Ganzen wie l zu l>7, unter ter Lnns wie l zu N5 . ob ter Enns wie ! zu «1, m Wien wie l zu 255.

    ») An der Cholera ertianttc» l»2^ unter der Enns »,«>». genesen 4,«l, starben 3.ßy», Medizin, zayrb. xv, S, 7

    8t

    Abstammung und Sprache.

    Das Crzherzogthum Oesterreich wird beinahe ausschließend von Deutschen bewohnt. ^) Ob der Enns weisen die vielen Ortsnamen, die auf "ham- fich endigen, und tie zahlreichen ,.Hall" auf celtischen Ursprung hin. Unter der Enns, gegen llngarn zu, machen sich viele Ortsnamen mit der slavischen Endsylbe ,.ih" bemerkbar, welche auf die slavischen Kolonien Karl des Großen hinzuweisen scheinen. Juden gibt eS in Oesterreich mehr als in Tyrol, gegen dreitausend, ader sie sind im Allgemeinen großen Beschränkungen unterworfen, und in einigen Städten und Dörfern ist ihnen nicht erlaubt über Nacht zu t leiben.

    Der Oesierreicher spricht eine Mundart, welche unter allen süddeutschen durch Weichheit und Reichthum sich auszeichnet. Der österreichische Dialekt hat daher eine ziemlich reiche Literatur, er hat sogar ein eigenes Theater, das Leopoldstädter in Nien, die einzige deulsche Volksbühne, "und namentlich in neuester Zeit haben auch Mehre vaterländische Dichter mit Liebe sich ihm zugewendet, vor allen der gemüthliche Seidl. Die Mundart des Oesterreichers unter der Enns ist nicht wesentlich von jener seines Nachdarn ob der Enns verschieden, d«r Salzburger scheidet sich aber sehr auffallend ab und nähert sich dem Tiroler. Ein eigenes Idiom spricht der Wiener, welches aber dem ländlichen weil nachsteht. — Im Salzburgischei, herrschen die rauhen Gurgellöne des Hochgebirges vor; das „th" am Ende der Norler l nitel wie "scht", z. V. Wirscht statt Wirth. In Oberösterreich tönt die Munkatt breit und voll. Ve-sonders charakteristisch sind die häusigen Doppellaute statt ter einsacken Vokale; weil aber die tieferen vorherrschen, so wird die Sprache auch schwerfälliger. Das Volk schreibt übrigens auch seinen Dialekt, und es ist merkwürdig, daß eS ten Doppellaut oa mit ai schreibt. Z. B. „Stain« wird „Stoan" gesprochen. In Unterösterreich wird die Sprache weicher und fließender, daher sie auch die meisten Vearreiler zählt. Der Wiener spricht zwar den niederösterreichischen Dialekt, aber unrein, mit einem eigenen kreischenden Ausdruck; an die Stelle der Doppellaute trelen schon häufiger die einfachen hellen Vokale. Das Wienerische ist es, das dem Norddeutschen so besonders mißfällig klingt, und sem Urlheil darüber dehnt er ungerechter Weise auf die g.mze österreichische Mundart aus, obwohl ihm diese gewöhnlich ganz unbekannt ist.

    '1 I. Rohrer. Versuch über di« deuKchen Bewohner des österreichischen Kaiserstaates. «. Nien Ml», « Thl. — K.Fischer, von den poetische» Elementen der österreichischen Voll«, spräche. Friedensblatter. Wien >»>4, Nr, ?l bis 7». — I, M. Schotts»,. Oesterreichs deutsche Mimd. arten. Jahrbücher der Literal, Wien >»l», l, Aiijriacbl. 3«. — Franz Tschischta, Vcmcrkim^en uber die Mundart des Voltes im ^ande Oesterreich unter der Enns. Beitrage '. li. m. - Die Mundart de? Desterrcicher. Von ?« — Z, », Wirn l8!l, — Etnmolog. Wörterbuch der in Obeideutschland, vor« züzlich aber in Oesterreich üblichen Mundart. Von M. Höfcr, 3. Linz l«l5. 2 V>u,de. ^ Die Voltssprache in Oesterreich, vorzüglich ob der änns.», Wien l»0U. — Oestcrrcichische Volkslieder sn ihren Sinawciscn, gesammctt und herausgegeben dutch Franz Zista und I. M. Schollt», «. Pest» >Ml. »te A»ss. — Ü'astclli. Gedichte in mcdercsterreichischer Mundart. Sammt allgemeinen qrammat. An> deulungei! iiber den nirderosterreichischen Djalckt uberftaupl und läiuiic,»», ». Wien l»l». — l'lioncuin »u»lsii»«!um, 8. Wien. l8l4, — I.O, Tridl, Fliuscrn. Oest'reichsch, G'ftanzcln. tt'mngl'n u»d lZ'schichteln. l«. Nirn. l»«9— 183?, 4 Hefte. - Ma»r. Lind er maier, Dichtungen in °l> der ennsischci, Mundart. ». Linz. l8«3. - Dcr V.nicr z'Linz, (,Eil< Erdicht in obeiostcrrcichischer Mu»dart,) >8. Linz.

    Pillwcins Topographic enlftält zahlreiche Prooinzialismcn ausgeführt. — Die Halbzwölfemcß in Llnz. Sartori. neueste Reise. 2, Band. S. «?9. — Salzburgiftlics Idiotikon im dritten B,inde von Hübncrs Veschreibung d. Erz, Ealzburg. — Idiotii, und salzb. Lieder in Sartor, neueste Rrisc ll, S» und il».-^ Plltanischcs Salzvurgcr Idiolikon in Schrank und Moll naturWorischcn Vcieien. ».«»,. -Ein Gaßlrcin, in Reise durch Obcrdentschland. Leipzig l»»u, 2.«?. - Fran< Vtelzyammcr. Lieder in ob der cnnsischcn Volksmundart Wien »83», S. »«. «r,hcl,o«thum Oesterreich v. Gchmidl.                                                              h

    82

    öprachproben.

    In Salzburg.

    D« tropft» H»nsl bis mthr auf d» Reis, Du magst uns vnzolln ein nith — neue Gsei's. Du weißt allo Sachn von unt und »on oben. Das wir grad unsli Kurzweil dran yabn. Geh,

    Wie gelits dann beim Fuscher Wuscht so narrisch zu Da hamts halt bclum» », doinische Kueh Dö is holt so wilt, das is ailn bekannt Zum Sttllm hqmts aufg'sagt, der Feint is in Land ,e.

    (Volkslied.)

    In Oberösterreich.

    Ferttn

    Ub» mein Aichel! ,' wollt schon drantem» Und »n recht ssattlingi» Kini spendirn. Th»t m»r »n abgcwirtcn Hofhcrrn aufnrhm». Der muaßt 'n Landrath statt mein» regirn. I, als d, Kinl. lhctt rasten und pfnausen, G»ß fui nn Spiegel und gais»t mi an, Führet sie ain«, wie wollt i'n nit lausen? Licß'n geschwind hcot» z aft hctt » sci,!'n Lahn.

    Wann i no bim föss i» Fod»bctt schna»r»t Murßt schon » Vr->dl in Rohr drinn» stehn. Und daß n,2's Fruchstuk recht ftab»t und da»r»t, Mnßtcn's m.-,'«! koch" nöt z'air», uöt z'lehn. D' FaiNen. (Fett) mücßt untll. und ub»si rinn», Und mucßtcn's scucrn; sinst fraß i tain Richt; U»d w»r in Knödeln k»in Knofel not drinna, schmiß i'n Tl»ss«l>e (Truchseß) d'Nchulscl in's Glicht,

    (Lindeimaiel)

    In Unterösterreich.

    Liawa Ood! mi» bidd'n bi Wülsd »ns nöd f»lassn. Uns»n liabn! guadn Herrn Uns noch lcng» lassn. Wan mo woarn gu»d nnd bl»f. Wan m» di»r ham gfaln, Nechn's uns»n Ko»s» (Kaiser) zu» Megst as (es) E«>« (ihm) hia»d zahln.

    Du bisd uns» Fad» drobn Und t»r is's da unt'n, No!) ko»n 'n bössan ssad» ham Iemahln Kind» gfundt'n;

    83

    Ali Nochd und ali Dach, T)ö finr uns ci>r aöbn, Va ftgült m wid» >il»zd. Rechn e»m 's zu» an Lobn"

    Da Vau» bain Ko»s» sai»a Grangad.

    «Caslelli.i

    G'scheidi Weis.

    Frag nid — swann's d'»s wissen dcrf»st, Had d'»s God schon selbe gsagl) Frag nid, Kind, nach wie vicl Iahr'ln S'leyti Sliinderl fur uns schlagt! Laß da lam Karten aufschlagn, Su6> dar in kan Trnmbuch Rath; Utid glaub mir, —weid leicht^ faltt da Was d» Himmel b'schasscn had. Mag dös Schnewcrl, was 's itzt fthncibn düd. S'allnletzti fui uns sc»n, Da gibt uns God no mchr»s: Scher di nid, sei gschcid! schenk ein! E>' 5',tb'n is kurz; schi'cid d' Hoffnung wei>» Mid den Red'n wird nir dazicld: Hoss an Dag — sci froh — und hald'n; Ner auf muring scyl, v»spicld.

    (Seidl nach Horaz l. V, N, ^de,,,

    Z'»aks!c» bin i sisch'n g'wcst, Da ftad's m» gradn l                            ^

    Hab »n ll»n Schücid» gfangt, Hal' m»'n laß» bradn. U»d wi« da Schneid» bradn wonr Fiohlt da T»ifi d'Kaz dahc«r Had 'n Schneid» gfreß» !

    (Volttlicd.)

    Physischer Zustand.

    Der Oesterreicher ist im Allgemeinen von mittlerer Größe, wohsgebildet, mehr schlank als untersetzt, w^ö besonders vom weiblichen Geschlecht gilt, die M^nne? aber breilschulterig. Die Haare si»d licht, tie Augen blau, tie Züge heiter »md offen. Nach der Verschiedenheit des KlimaS und der Beschäftigung sinoet aber auch grof Verschiedenheit der körperliche», Veschaffenheit stalt. Die Bewohner der Cbene habe regelmäßigere, schönere Gestalten als die Aelplcr, unter denen die frühzeitige, schwer> Arbeit das Wachslhum hindert, aber überwiegende Muskelkraft erzeugt. Unter der Enns fnNet man den schönsten Schlag an der Fischa und Leitha, ob der Enns an der Enns, Traun und dem Inn; besonders ist das weibliche Geschlecht zwischen der (5miS und Traun durch anmulhige Oestallen, Frische und Lebhaftigkeit der Zuge bekannt, Salzburg ader durch das Gegentheil. Der „Hauer" ocer Weinbauer sieht seinem Nachbar in der Edene, so wle dem "Naldbauern" sckon nach, und noch mehr der Gebirgsbewohner, nameMlich in den tiefen, feuchten Thalern des Ealjburger Hoch» gedirges. Im Lungau sino AUgenkrankheittn und Harlhörigkeit, dann Oesckwuiste a„ den Gelenken häufig; man dringt daher tie Kinder in andere Gegenden, und nimmt sie erst nach einigen Jahren zurück, wenn sie len Einwirkungen deS Klima'S kräftig

    6*

    84

    widerstehen tonnen. Die Arbeiter bei den Eisenhütten und den oberösterrekchischen Salzwerken erliegen frühzeitig den nachtheiligen Einwirkungen ihrer Arbeit. Die schönsten" und kräftigsten männlichen Gestalten findet man unter den Holzarbeitern, den „Waldbauern' des Wienerwaldes und den „Holzknechten" des Hochgebirges. Auf den Almen mnß man keine Schönheilen suchen, sie existiren nur in Romanen, nicht in jenen schmutzigen Hüllen. Im Ganzen ist aber nicht zu läugnen, daß der Oesterreicher vielen seilier deutschen Etammgenossen an Korperbildung, wenn auch nicht an Körperkraft nachsiehe. Fast scheint es aber, als ob in Oesterreich der Städter dein Landmanne in jener vorgehe, wenigstens ist Wien sowohl durch seine schöne Frauen als durch schone Männer ausgezeichnet. Namentlich ist es aber die Regelmäßigkeit der Gestalt, weniger jene der Züge, welche beide charakterisirt; dafür erfreuen diese durch Lebhaftigkeit »no Kolorit. Die Blülhenzeit des weiblichen Geschlechtes ist aber von kurzer Dauer, um so kürzer, je höher im Gebirge.

    Kröpfe zeigen sich im ganzen österreichischen Gebirge, je weiter gegen Westen um so häufiger, und immer vorzüglich beim weiblichen Geschlecht. Die unglücklichen Kretins, in Oesterreich Talken, Lappen, in Salzburg Fexen genannt, finden sich aber auch schon in einigen niederen Gegenden deS Mühlkreises. Man kann sechs verschie« tene Abstufungen des Kretenismus annehmen^), und es scheint, daß der „Talk" die niderste. der ,it, lie Ursache des Kretinismus, und er hält diesen, als den höchsten Grad von Nhachilis, für ein Produkt der feuchten Alpenthäler. Nach Andern ist eS bald ein angeerdtes Uebel, bald eine durch endemische Einflüsse erzeugte Schwäche, bald Produkt einer nicht normalen ursprünglichen Bill-ungskraft. Nach Knolz aber ist der Kretinismus ein chronischer Blödsinn, entweder angeboren oder endemM entstanden, dem mangelhafte Entwicklung des Cerebral — und vorherrschende Ausbildung des

    »> l,r. I«s, ttnolz. Neilla« zur Kenntniß des Kretinismus im Saliburgischcn, Medizinische Jahrbücher. Neueste Folge, l. V, »», »40 >»«». Mit Kupfer. - Ackermann, über die Krclinen, eine dcsondcrc MenschenaN m den Alpen. Gotftc, l?90. — I. und K. Wenzel, über den Kretism.

    85

    Gangliensystenis zu Grunde liegt. Vieles an tiefer traurigen Erscheinung ist demnach Noch räthselhaft, und der merkwürdige Fer Johann Steinwendner im Szlzburger Leprvsenhaus, der als ein höchst ausgebildetes lZremplar eine lraurige Berühmtheit erlangte, ist eden ein Beleg für die Unsicherheit mancher Behauptungen. Sein Vater war zwar mit einem bedeutenden Kröpfe und wulstarliger Slirne behaftet, und dem Trunke ergeben, aber als geschickter Arbeiter bekannt, und von unverwüstlicher Heiterkeit; er starb, fast achtzig Jahre alt. Er wohnte in der gesundesten Gegend der Stadt Salzburg, in luftigen, reinen Zimmern, frisches Ouellw.isser, freier Luftzug ist dort vorhanden, und doch zeugte er mit zwei gesunden Weibern nicht weniger als zwölf Kinder — sämmtlich Fexen! Von diesen starben acht im ersten Jahre, die übrigen aber, ein Geschwisterpaar zur Hälfte, daS andere aber vollkommene Fexen, erreichten mehr als die mittlere Lebensdauer.

    Hauptnahrung des Oesterreichers stnd Mehlspeisen. Im stachen Lande wird noch Fleisch gegessen, «m Hochgebirge fast gar keines oder doch nur geräuchertes, am wenigsten im Salzburgischen, wo Milch- und Fettspeisen vorherrschen. Die volks» thümlichen Mehlspeisen sind „Schmarren", „Knedeln", „Nocken", in Salzburg "Mus". Im Donauthale und auf dem flachen Lande lebt der Bauer gut, nährt sich von gutem Vrode und kann sich auH Fleisch verschaffen. In den waldigen Höhen dei linken Donauufers bilden Milchsuppe, Kartoffeln und Sauerkraut die Hauptnahrung, das Brod, aus Hafer« und Gerstenmehl, wird oft mit Mehl von Hülsenfruchten vermengt. Sehr beliebt ist die Sauersuppe, aus Milch, Essig und Mehl, oder aus saurer Milch und Mehl. Aehnlich ist die Schotttnsuppe^deS Hochgebirges, aus Käsewasser bereitet. Dort wird an die Mehlspeisen äußerst wenig Schmalz gelhan, um so mehr dafür in den Alpen, wo die Mehlspeisen m Fett schwimmen müssen. Am ärgsten ist dies im Pinzgau der Fall; dort rechnet man auf jeden Kopf jährlich 8!» Pfund Butter, oder so viel Dienstboten, so viel Kühe, und wie m Tirol, hindert der einheimische Bedarf die sonst so ergiebige Ausfuhr an Milchprodukten. Der Aelpler ißt auch bei weitem stärker, und drei dis vier Mahlzeiten sind an der Tagesordnung. An der böhmischen Gränze des Mühloiertels hingegen besteht die Nahrung fast nur aus Sauersuppe, Haferbrod und Kartoffeln. Im Innoiertel henscht das Gerstenbrod vor. Unteröster» reich ist Wcinland, und Wein ist daher das gewöhnliche Getränk, in Oerösterreich der Cider, Obstmost. Vier wird auf dem Linde selten, nur in Städten und Märkten getrunken, und ist im Allgemeinen in Niederösterreich schlecht, besser in Oberösterreich. Branntwein wird von den untersten Klassen überall, in Fabriesorten und im Gebirge am häufigsten, getrunken.

    Die Volkstracht ist ziemlich gleichförmig und geschmacklos, ihre Eigenthum^ lichkeit verschwindet aber in den größeren Ortschaften immer mehr. Der Oesterreichs trägt einen dunklen langen Nock, große schwarze runde Filzhüte, kurze schwarze Hosen von Leder, Loden, oder Halbwollenzeug, eine hellfarbige Weste unter dem Hosenträger , schwarze Halsbinde, weiße oder blaue Strümpfe, Schnallenschuhe; im Mühl viertel kommt „och eine blaue oder weiße Leinenschärpe hinzu. Vei der Arbeit wird eine kurze Jacke getragen, grau, braun. auch von weißem Boi, im Winter von Schafpelz, die Weste bleibt weg. An Festtagen ziert den Hut der Junggesellen ein Strauß von künstlichen Blumen, goldne Schnüre und Quasten. Im Winter wirb ziemlich allgemein eine knapp anliegende Pelzkappe getragen. In den größeren Ortschaften, besonders an Sttaßcn, nehmen höhere Hüte mit schmalen Krempen, lange Beinkleider und Stiefel immer mehr überhand, und auch der charakteristische Bauch' gürt, mit Pfauenfedern gestickt, weicht immer mehr in die Gebirge zurück. Dort ist aber die kurze Hose noch immer herrschend, welche einen eigenen kleinen Sack fur Messer und Gabel hat. Die Rockknöpfe sind sehr groß, platt oder kugelförmig, aber

    86

    ^ur in Oberösterreich sieht man sie noch an reichen Landleuten von Silber. Charakte, ristisch ist die runde grüne Sammtkappe der Wirthe. Die blaue Leinenblouse der Fuhrleute wird immer allgemeiner. In den Alpen nähert sich die Tracht der ober» österreichischen, nur sind die Bundschuh,.' nicht so hoch. Die Holzknechte traben schon die grüne oder grün ausgeschlagene Jacke, grünen breitrandigen Hut mit Gemsbart und Schildhahnfedern, auch der Echnurrbart und Spitzbarl erscheint. Griesbeil und Steigeisen vollenden die Msrüsluna, des AelplerS, ohne welche er an manchen Orten im Winter kaum zur Kirche gehen kann.

    Die weibliche Tracht besteht wesentlich au« einem dunklen Necke, der aber länger ist als in Tirol, und auch weniger Falten hat. Die Schürzen oder „Vortücher" sind blau oder von buntem bedrucktem Kattun. Das Leidchen oder "Spenzer" ist grau oder blau, mit mehren Knöpfen, den Kopf decket eine Haube oder ein Tuch, die so» genannte „Gngel" das im Nacken geknüpft wird, die Strümpfe sind farbig. Im Ge> dirge tragen auh die Wejber (oft über die Kopftücher) große runde Hüte, mit sehr niederm Kopfe, welche in Oberösierreich von weißem Filz, grün oder scherz gefüttert sind. Diese Hüte sind eS, welche die Tracht etwas malerisch machen, denn üdri-gens wird sie durch die kurzen wülstigen Taillen sehr entstellt. Die Dirnen gehen gewohnlich in Hemdeärmeln, und decken den Vusen nur ntit einem abgenähten eckigen Lätze, der mit Vändecn kreuzweise über den Nucken befestiget wird. Steht man nun an einem Markt- oder Festtage am Seeplatze in Omunden, wo ein schöner Me,»schen-schlag lebt, und sieht die Schifferinnen in ihren weißen Aermcln, mit den großen Hüten heranrudern, so hat man ein überaus anmulhiges Bilo vor sich. Auffallende Abweichungen von dieser Tracht sind die rochen Mcke unter dem Manuhartsberge; tie Linzer „Ooldhanbcn", die in Wien schon ganz verschwunden sind, und auch dort immer seltener werten; tie oberöslerreich,schen braunen "Pfcffertüchel" über den Kopf; die schwarzen Zwettler Hauben, mit breilem Dache und Spitzen; die hochgesielllen, schirmloscn „Milchhüte", aus grobem Slrch. die von den Wiener Milchmädchen ge° tragen werten; die Pelzmützen der Salzvurgerinnen; die spitzen Stroh« ooer Filzhüte im obern Salzathale b>?i St. Johann. Die Tracht der Linzerinnen ist sehr reizend, wozu freilich tic.' frischen Gesichter nicht wenig beitragen. Die erwähnten Goldhauben sind nach der Form der gegen den Schcitel aufgestellte», Haare gemacht, daher sie neuerlich noch von einem Reisenden fu^ metallene Helme gehalten wurden! Sie sind ganz auj GolDiintrl verfertigt, uno daher oft von bedeutendem Werthe. Die Tracht ter mittlern und höhern Stände ist die allgemeine mitteleuropäische, und Wien gibt die Moden an. Die Manner tragen in Wien durchaus Hüte, in ten Landstädten aber gewöhnlich „Kappen" (Mützen) von dunklem Tuche. Bekannt ist der Geschmack, mit welche», die Wiencrin sich zu kleiden versteht, nn) die langen natürlichen Taillen der Hauptstadt gewinnen immer mehr Verbreitung.

    Die Slaven an der ösilichcn Gränze nähern sich auch in 5er Kleidung ihren ungarischen Nachbarn. Die Männer tragen Nöcke und Hosen von blauem Tuche nach ungarischem Schnitte. Die Hüte sind runo. hab^n ,chmale Räntcr, und werden von den jungen Vurschcn oft mit einem vollslänoigen Kranze rcn bunten Federn mio künstlichen Blumen geschmückt. Die wewlichc Tracht ist nicht ohne Mmulh; die auögenäh» ten Hcind - Aermel und Halskrausen, die weißen Gugeln sind weit geschmackvoller als bei den deutschen. Rothe, mit Silber besetzte, hohe Schnürbrüste, blautuchene Röcke, mit breiten bunten Tuch-^neen biloen den Anzug. Hm Winter lragen auch die Weider blaue Tuchjacken lind Stiefel.

    Wohnungen. Alle größeren Ortschaften si.ld im Allgemeine» gut gedaut. Wien hat jwar reine auffallend große Zahl von Paläsien, aber die Prioathäuser zeichnen sich aus dülch siatllichen und freundlichen Styl. Di«? ^andstatte sind in der Regel sehr

    67

    freundlich und nett gebaut, z. B. Neustadt, Wels u. m. a. Herrschend sind Schindel-dacher, Ziegel werden aber immer häufiger; Schiefer ist selten. Auch die Dörfer zeigen denselben Charakter, nur daß noch viele Strohdächer zu finden sind. Vor den Häusern ist gewöhnlich ein kleines Gärtchen, die Stuben sind rein, aber nur bei Wohlhabenden gedielt, die Einrichtung sauber, die Ofenbank ist wesentlich. Im flachen Lande baut man fast durchgehends aus Steinen und Ziegeln, im Marchfelde aber noch immer aus ungebrannten Lehmziegeln, daher die Donau Uederschwemmungen oft das halbe Dorf zerstören. Man nimmt an, daß in Unterösterreich "/,. der vorhandenen Gebäude, also über l?,»ll0 aus diesen ungebrannten Ziegeln bestehen. Am wal> digen linken Donauufer und im Hochgebirge sind die Häuser größtentheilS von Holz; hier haben sie meistens zwei Stockwerke, deren unteres aus Steinen aufgeführt ist. Das obere hat eine offene Gillerie, wie in Tirol, auf der auch die Blumentöpfe nicht fehlen. In Oberösierreich, sudlich der Donau, sind die rieten einzelnen großen GeHöfe bemerkenswerth. Das Wohnhaus ist gewöhnlich massiv, von den Ställen und Scheuem umgeben, und mitten in Obstgärten gelegen, Auch im Hochgebirge gibt es viele solche einzelne Höfe, die in Salzburg ein Thürmchen mit einer Glocke haben, welche das zerstreute Gesinde zu den Mahlzeiten ruft. Die ärmeren Leute haben niedere hölzerne Hütten „Keuschen" genannt, m denen ein und dasselbe Gemach Küche und Stube vorstellt. Die Holzknechte wohnen auch oft in großen Blockhäusern oder "Kasernen" zusammen. Die schlechtesten Wohnungen findet man an der mährischen Gränze und im salzbur.aischen Lungau; hier sind die Keuschen von hölzernen Gerüsten umstellt, auf welchen die Saubohnen getrocknet werden, Hauptnahrung der Lungauer. Neber-raschend ist der Anblick der Dörfer Mnet und Wieöthal, südlich von Salzburg; alle Häuser sind aus Marmor erbaut, an marmornen Krippen steht das Vieh, und Wände von Marmortrümmern vertreten die Stelle der Hecken, Fast jeder Vauer ist nämlich dort Herr eines Marmorbruches. — Die „Almhütteu" oder „Schwaighütten" gleichen denen in Tirol, sind aber in Oberösterreich besser als unter der Enns. Im Hochge« birge bestehen die Dächer fast allgemein aus Brettern, die durch Valken nnd große Steine gegen die Stürme geschützt werden. Di? Ställe sind gewöhnlich in schlechtem Zustante, niedrig und finster. — Im Weinlandc findet man außer dem Dorfe ein zweites Dorf von Preßhäusern und Kellern, welche in der Negel in gutem Stande sind.

    Mit dem Oleußern hält die innere Einrichtung gleiche» Schritt. Im flachen Lande sind die größern Häuser abgetheilt. entHallen eine Stube, Küche, ein paar Kammern und einen kleinen Keller. Die Stube ist reinlich, mit dem nvlhigen Gerathe versehen, an der Wand ringsum läuft eine Bank. Die Fenster sind erträglich groß und allge mein mit Laden versehen. In den ärmern Gegenden findet man nur eine Stube, keine gewölbten Küchen, kleine Fenster, Stall und Haus unter einem Dache. Im Hochgebirge steht der Heerd auch oft in der Stube, und der Rauch »mlß sich einen Ausweg suchen wie er kann.

    Merkwürdig ist die große Zahl von V ,, r g e n und Schlössern in Unteröster« reich, theils ganz zerfallen, theils Muineu, theils noch bewohnt, deren im Ganzen man nicht weniger als 3»» zählt. ^ Auch verdient besonders angeführt zu werden, daß eben >n Unterösterreich sich noch fast ein PiertelhlMd«! der ältesten kleinen Kirchen finden, meistens Rotunden, in» bl'zautischen oder Rundbogenstyle des eilften und zwölften Jahrhunderts erbaut. Die meisten sind noch gut erhalten, aber nur wenige noch im Gebrauche.

    *) Ucbcs Aurgen und Gchlosicr im Landc Oesterreich Ullttr der Lnn». Von 2, Vchcigcl

    88

    Das Erzherzogthum zählte im Ganzen 11.4«4 Ortschaften, welche 18Z0 folgender« maßen vertheilt und bewohnt waren:

               

    Auf 1 Hau«

    Vrovi'nz.

    Kreis.

    Vtädte.

    Märllt.

    Dölfer.

    Häuser.

    Bewohner.

               

    toync Militär,)

     

    U. W. W.

    7

    43

    589

    Ll>,0UÜ

    20,38

    Unter.

    O. W. W.

    6

    63

    2.1U5

    32.

    6,4,

    Oesterreich.

    U. M. B.

    9

    «3

    492

    44.725

    5,94

     

    O. M. B.

    13

    71

    1l34

    37.935

    5,83

       

    35

     

    4.393

    14?.3«9

     
     

    MW«

    4

    50

    1.35Y

    Zll.666

    6,36

     

    Traun»

    3

    14

     

    2«. 451

    6,e?

    Obe» Oesterreich.

    Hausruck«

    5

    «1

         

    Inn>

    2

    8

    1.762

    «U.754

    e,öi

     

    Salzakreis

    I

    «1

    734

    «1.828

     
       

    17

    1l4

    «.?«»

    124.124

    7,99

    Summe........

       

    11.U1!>

    «71.4Ü3

     

    Nimmt man aber keine Rücksicht auf die Residenz, so kommen im Viertel unter Wiener Wald l3.«4 Umwohner auf ein Haus, im ganzen Lande aber beinahe nur ?, nämlich ?,1?.

    Interessant ist es, die Kreise nach der Zahl der Ztädte, Märkte ?c. im Verhältnisse zum Flacheninhalte zu vergleichen.

    Kle«.

    l Vtadt auf

    « Marlt nuf

    Auf» OuaVr.'M.

    «uf» Q.M.

     

    Qnadratmeilen:

    Quadratmeilen:

    Dorf«:

    Häuser:

    U. W. W.

           

    ?o Quadrat-'M.

    11

    1,S

    7

    2?«

    O. W. W.

           

    97 QuadratM.

    15

    1,5

    «1

    »««

    U. M. V.

           

    82 QuadratM.

    3

     

    «

    545

    O. M. V.

           

    «8 QuadratM.

    «

       

    43l

    Muhl-

           

    55 Quatrat'M.

    12

    1,1

    «4

    <»4

    Traun-

           

    74 QuatratM.

    «4

    5

    S

    25?

    Hausruck^

           

    4l Quadrat M.

    8

    »

    53

    70?

    Inn-

           

    »8 QuadratM.

    19

    4

    4S

    546

    Salza»

           

    1«» QuadratM.

    41

    5,9

    5

    1S9

    Im ganzen Lande                    16                        2,u                        s«                        4<2

    Die meisten Städte finden sich also ob dem MannhartSberg, die wenigsten im Salza» und Traunkreise; die meisten Markte im Mühl-, die wenigsten im Salza-freise und ob dem Vtannhartsberge; die meisten Dörfer im Hausruckkrejse, die wenig-

    89

    sten i», Salzakreise und unter dem Mannhartsberge; die meisten Käufer im Hausruckkreise und unler dem Mannhartsberg, die wenigsten im Salza - und Traunkreis. Nach der Zahl der Einwohner kommen beiläufig im:

    Kllis.

    auf l Stadt.

    auf l Marlt.

    auf»Dorf.

    u. W. W.

    49.023

     

    3s?

    (ohne Wien 3i7l)

       

    O. W. W.

    2.U11

    38?

    91

    U. M. B.

    1.482

    900

    1»7

    O. M. B.

    I.Löl

    4öS

    MM

    e.8«4

    480

    l03

    Traun-

    5.000

    863

    ««4

    Hausruck»

    2.naa

    733

    «7

    Inn»

    1.?0N

    1.135

    74

    Salza»

    H.700

    70S

    149

    Im ganzen Lande

    8.330

    73 L

    1ü4

    Die volkreichsten Städte finden sich natürlich in den Kreisen, welche Hauptstädte enthalten, und Salzburg, welches an der Zahl der Städte zuletzt steht, ist doch nach deren Größe der dritte Kreis. Die größten Marktflecken hat der Innkreis, die kleinsten, aber fast die meisten sind ob dem Mannhartsberg. Die größten Dörfer finden sich unter dem Nienerwald, die kleinste«, aber die meisten im Innkreise. Die volk« reichsten Städte nach Wien sind Linz und Salzburg; die größten Märkte Langen-lois mit 3.I5U (ob dem Mannhartsberg), Med ling mit 2.?lft (U. W. W.), die kleinsten sind Frankenfels und Freienstein mit «n (O. W. W.); daö größte Dorf ist Lerchen feld bei Wien, mit 4.680 Einwohnern. Da« Land zählte 1785:

    Stiidte.             Miillte.               Dörfer.

    Unterösterreich                     32                    «13                    4.300

    Oberösterreich                      14                    122                     6.329

    4!)                      3«5                    ll».629

    Seit 4H Jahren hat also das Land um 2 Städte und 1s Märkte weniger (die nämlich zu Märkten und Dörfern herabgesunken sind) aber um 290 Dörfer mehr.

    Charakter, Sitten und Gebräuche.

    Frohsinn, Gemüthlichkeit, Redlichkeit, aber auch Indolenz und Sinnlichkeit sind die Grundzüge im Charakter des Oesterreichers. Die Anhänglichkeit an sein angestammtes Kaiserhaus theilt er mit dem Tiroler. Der Wiener hat die verfeinerten Sitten und damit die Fehler des Städters angenommen, aber er ist und bleibt übrigens Oesterreicher. Wien steht noch immer im Rufe der lebensfrohen, heitern Stadt, und der Wiener verläugnet seine alte Liebenswürdigkeit auch gegen Fremte nicht, so herbe Urtheile, namentlich Norddeutsche über eben das heitere Leben fällten, das sie doch bis zu den Hefen schlürfen, wenn sie nach Wien kommen., Das Land ist ron Natur reich gesegnet, und der Oesterreicher sieht nicht ein, warum er nicht auch verzehren soll, was er erzeugt; hierin liegt die einfache Lösung des Räthsels, warum die Consumtion so bedeutende Quantitäten aufzuweisen habe. Ucbrigens muß man Wien nicht mit andern deutschen Städten, man muß es mit Paris und London vergleichen, um einen richtigen Maßstab zu haben, und dann wird man finden, daß Wien ein» geringere Consumtion hat (die von Jahr zu Jahr fällt, wie die Bevölkerung steigt),

    vu

    als jen« Gtädte, und namentlich bei weilem weniger geistige Getränke verbraucht. So vortrefflich die österreichische Polizei, so liegt es toch besonders mit am Charakter des Volkes, daß Oesterreich und Wien kein solches System von Veutel» schneideret. Straßenräubere, und Dieberei kennen, wie Paris und London. — In den Gegenden, welche Hauplslraßen durchziehen, kann man bemerken, daß der Volks-charakter viel von seiner ursprünglichen Reinheit verloren hat, Gewinnsucht, Vorliebe zum Handel gesellt sich hier zur Indolenz, Lurus nimmt überHand und die Moralität sinkt. Je weiter gegen die Gebirge, je entfernter von den Hauptstraßen, desto un> vertorbener ist das Volk. Hm ungünstigsten wird der Landmann ob dem Mannharts» berge geschildert; im Marchfelte und in Oberosterreich findet man mehr Regsamkeit. Der Vewohner »es Hochgebirges ist unermütet fleißig, so wenig auch sein Fleiß belohnt wird, bietcr und derb, ohne aber plump und roh zu seyn, voll natürlichen Verstandes und von unverwüstlicher Fröhlichkeit. Dem Salzburger wirft man Bigot» lerie vor und seine Freimüthigkeit hat einen starken Anstrich von Rohheit.

    Wenn man die Sittlichkeit tes i7>esterreichers beurtheilt, so fallt das Resultat sehr verschied?« aus, je nachdem man das flache Land allein, oder mit der Residenz betrachtet. Allerdings ergil't sich aus der nachstehenden Uebersicht, daß die Zahl der Verbrechen im Crzherzogthume, in den fünf Jahren 1324 bis »828, von s.4^8 aber schon auf 4<>'3 Einwohner l Zerbrechend) Außer .1.31« Ver> brechen, welche aus früherer Zeit in Untersuchung verblieben, ergiben sich in jenen fünf Jahren folgende Verbrechen und Anzeigen, auf welche hin aber leine Untersuchung eingeleitet werden konnte.

    *) v'. Ioh. Springer. Das Eizlicrzrglhum Oesterreich, vrrzlichcn mit mcürcn Provilijen dt« Ka'serstaates in Hinsicht auf Vollsunttrri.l,t u»d Vccbrechcnzalil Beiträge >. ü?. -, Zcilschrift für österreichische Rcch»sgcicl>ls.

    ^lus sriili^ ^, „ ,.,><> , ., Zt«,, vorgekommen. Anzclgcn. «erbrechen.

    Etörung der öffentlichen Rnhe......... — l >i ?l»fs!and l!»d Alis'ruftr............. « 17 u? Vrffcnlliche Gewalttätigkeit.......... 38 «z? l Rückkehr von Verwiesenen........... — l 3l Mißbrauch der Amtsgewalt.......... l z? s< Verfälschung der öffentlichen ^redittpapiere ... »u ,» Kl» Munzvcrfalschung................ 1» 5H » Ncügionössörung................ ^ lU « Unzucht..................... >4 l5« »u« Mord und Todschlag.............. »? ,7» (in den e Jahren >«<»> — l»^5 fi^icn »»7 Ermor» düngen vor.» 7 Mtrcibuüg der Frucht............. l «3 «

    llüi Verlegung.................... «« 302 l Zweitampf................... — z

    l.Vä« Diebsla!)! und Veruntreuung.......... ,,,!,? »»«3 «4 Raub..................... ,i? u4 «3 Betrng..................... ,j» ,,2N2 ? Vigamie................... , li» l!» Perlcumdung.................. — 2i,

    3.»2Y 3«5 l«.7»l>

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    Verurlheilt wurden:

    zur <2trafr deK ileikcrs

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    untcr lU Iahlcn.

    uon lu bis 20 Jahre,!.

    aus lebenslang,

    ls»l bis l»35-

    e.»7l

    Ü?

     

    Alls Mangel an Veweistn wurden entlassen l.LlN, freigesprochen l.9«2, entwichen sind -ll, gestorben vor dem Urtheile 87, in Untersuchung geblieben, und zwar ohne Verhaft 974, mit Verhaft 2.549.

    Alle Gattungen Verbrechen des Codex fanden sich vor, am häufigsten aber Dieb« stahl und Betrug, nächstdem, aber schon bedeutend weniger, Verwundung und öffent« liche Gewaltthätigkeit. Am meisten vermehrte sich das Verbrechen des Diedstahls (mehr als noch einmal so viel), so, daß die Verdopplung der Verbrechen seit l^4 fast aus» schließend auf Mechnung der Diebe und Betrüger zu schieben ist. Die Vermehrung von öffentlicher Gewaltthätigkeit, Mißbrauch der Amtsgewalt und Brandlegung ist unbedeutend. Vermindert haben sich Mimzversälschung, Mord »nd Todtschlag, Weg-legung eines Kindes, Bigamie und Vorschub an Verbrecher. Besonders wichtig ist es, daß eie Verbrechen gegen persönliche Sicherheit, namentlich Mord und Todtschl''g, zu den minder zahlreichen gehören, ja es ist fur den Volköcharak'ter sehr bezeichnend, daß sie in kein em der übrigen Kriminalbezirke der Monarchie verhältnißmäßig so selten sind. Die Bevölkerung von Tirol z.V. ist kaum die Hälfte jener von Oesterreich, und die Zahl der Morde und Verwundungen daselbst verhält sich zu der im Erzherzogthume dvch nur wie l zu I,?9. In den 11 Jahren lx24—l»89 ^^ 18.N — »Ä!j5 sielen also nur 428 Ermordungen por, so, daß nach dem Durchschnitte der Bevölt'erung jener Ichre unter ü4.4ll4 Einwohnern jährlich Ein Morder war, und zwar insbesondere in den letzten sechs Jahren in Unterösterreich Einer unter «3.HU8, in Oberösterreich unter 7ti.!)A2. Wien zählte jährlich nicht mehr als A Mord° thaten, also Eine auf etwa 15«.«c>u Menschen, für eine Residenz gewiß ein höchst erfreuliches Verhältniß. 'Aus diesen Zahlen geht ürerdies hervor, daß die Crmor» düngen immer mehr abnehme n. In den ersten fünf Jahren kommen deren jährlich :»4, in den letzten sechs Jahren aber nurmehr 2« vor.

    Von ccr Gesammtzah! der Kliminawntersuchuu^en trifft aber die Residenz allein ein volles Vierlhcil, denn im Jahre 18ü8 waren beim Wiener Magistrate l./5l Individuen iu Untersuchung, in der Provinz also nur 3.45lt. In Wien kam also im ge> nannten Ichre auf 2ü0 Einwohner, in der Pcovinz aber eigentlich nur auf 52»» Eine Untersuchung. Nach mehrjährigem Durchschnitte entfallen auf unter der Emis fast dop" pelt so viele Verbrechen cili auf Oderösterreich; nach ter Gesa m.ml sum me von !8s8 hier auf -llu Einwohner, dort auf etwa 54<» Eine Untersuchung, wenn man aber dir Residenz nicht berücksichiiM, so kommt m Unterösterrelch nur auf ^i ^) Einwohner Ein Verbrechen. Der moralische Schalten, welcher hiernach auf Wien fällt, wird aber um die Halfle gemildert, wenn man bedenkt, wie groß die Zahl der Verbrechen ist, welche in Wien «on Ausländern und Bewohnern anderer Provinzen begangen werden. Wirklich kommen von oen ,.l)i Mlen des Jahres i«3s nicht weniger als 5sZ auf

    ') Dicsc Zal,l ist aber osscnbal größer, denn die VcoVlleru», Nicni wurde für l«u ,uf2ll«,uoa «ngenommtn, betrug nbcr sicher mehr.

    92

    Rechnung von Fremden (223 von Ausländern und Ungarn, 502 von Bewohnern anderer Provinzen) und demnach fallt unter den eigentlichen Wienern und Oesterreichern (aus dem Lande unter der Enns) in Wien, nur auf 479 Einwohner ein Verbrechen. Vergleicht man diese Zahlen H40, 4835 in Unterösterreich «85, also jährlich 1«4, in Oberösterreich 147, also jahrlich »4, in Wien 223, also jährlich 3?, und im ganzen Lande «UL oder jährlich 138 zählt, so daß auf 542 Todesfälle 1 kömmt. In dieser Hinsicht steht aber das Militär am tiefsten, denn in Unterösierreich kamen auf dessen Stand, von etwa 34.8UN Mann, 1888 bis 1833 deren 142, indeß auf Wien bei einer zehnmal stärke-ren Menschenmenge doch nur 224 Selbstmorde enlfielen; im Jahre 1832 fielen in Wien sogar weniger vor, nämlich 3», beim Militär aber derer 48.

    In Vezug auf die seiu e l l en Verhältnisse stellen sich ahnliche Ergebnisse dar. Die Summe aller unehelich gebornen Kinder betrug in fünf Jahren 71,703, also durchschnittlich im ganzen Crzherzogthum............14,341

    oder.......................1:5,0?

    durchschnittlich....................4.233

    Also bei durchschnittlich 24.238 Gesammtgeburten.........1:5,7«

    in Unterösterreich....................50,543

    durchschnittlich....................l»,iu8'/.

    Also bei durchschnittlich 48,344 Gesammtgeburten wie.......1:4,70

    in Wien allein aber in den fünf Jahren (1828 —183«) ....... 88,806

    durchschnittlich....................ü,?ei

    Also bei durchschnittlich (aus 33 Jahren isni —183«) 12,811 Gesammt»

    geburten wie.....................1:2,22

    in Unterösterreich ohne Wien also nur ............ 4,34?

    das heißt bei (ohne Wien) durchschnittlich 35,533 Gesammtgeburten . . 1:8,l? Vergleicht man diese Zahlen, so erhält man das Resultat, daß Oberösterreich in Bezug auf die sexuellen Verhältnisse weit tiefer steht als Unterösterreich, welches in der Zahl der Verbrechen doch bedeutend gegen jenes steigt. Auch hier sieht man wieder, welch ein mächtiges Moment die Residenz ist, so daß sich das Verhältniß der Provinz noch einmal so gut stellt, wenn man letztere isolirt betrachtet. Die Ursache der erst° genannten auffallenden Erscheinung ist keine andere als das „Gaßlgehen" oder „An-fensterln", welches in den oberösterreichischen Alpen noch mehr im Schwünge ist, als in Tirol. Bestätigung dafür findet man darin, daß auch in Unterösterreich die Zahl der unehelichen Gedurten gerade in den zwei südlichen gebirgigen Kreisen bedeutend größer ist, so daß man hier auf u, im Viertel ob dem Mannhartsberge erst auf 3, und unter dem Mannhartsverge sogar erst auf 15,45 Geburten Eine uneheliche rechnet. Im Hochgebirge selbst soll das Verhältniß sogar wie 1:2'/, seyn, also wenig besser als selbst in Wien. Auch die bedeutende Zunahme, welche seit 20 Jahren die unehelichen Geburten erfuhren, trifft Wien allein; 1811 zahlte man in Unterösterreich deren 0.65», und damals wie jetzt trafen sie das flache Land wie 1:8, in Wien aber um die Hälfte weniger als jetzt, nur wie 1:4. -- Dank sen es den Grundsätzen der Humanität, welche alle öffentllchen, Hieher gehörigen Anstalten leiten, die Zahl der To dtge dornen ist bei den unehelichen Kindern nicht übermäßig. Unter der Enns verhalten sich nach zweiunddreißigjährigem Durchschnitte die Todtgebornen zu den Lebend, gebvrnen überhaupt wie 1:2?, insbesondere bei den unehelichen Kindern nur wi»

    S3

    1:28; in Wien aber ist das Verhältniß der letzteren schon ungünstiger, nämlich wie t: 21. Nach den oben gegebenen Zahlen kommen 38 Verbrechen der Unzucht (Viga. mie mitbegriffen) jahrlich vor, also 1828 1 auf 31.700 Einwohner.

    So günstig schon diese Zahlen für den Charakter des Oesterreichers sprechen, so muß doch noch insbesondere bemerkt werden, daß die öffentliche Sittlichkeit in Wien auf weit höherer Stufe steht, als in anderen großen Stätten. Nie hört man von so unverschämten Diebereien und Betrügereien, wie deren in Paris und London an der Tagesordnung sind; in den Straßen Wiens bietet sich das Laster nie so zudringlich frech an, wie in anderen deutschen Städten; Bordelle sind weder in der Residenz noch in der Provinz geduldet, so wenig als Hazartspiele; Vetrunkene sieht man an der Donau nicht mehr als am Nhein und Main, und dort wie hier gehören sie dem Pöbel an, in den Straßen der Stadt Wien müßte man sie aber wie Diogenes suchen!

    Arbeitsamkeit ist das Element des Oberösterreichers, nicht so des Unter-österreichers. Der Aelpler kämpft dort, wie in Tirol, einen so schweren Kampf mit der Natur und den Elementen, daß nur die unvertilgbare Liebe zur Heimall) ihn da» bei aufrecht erhält. Der Oberösterreicher wandert aber nicht, theils fehlt ihm die natürliche Regsamkeit, der Spekulationsgeist,des Tirolers, theils findet er im Lande nothdürftigen Erwerb. AlS besonders thätig und unverdrossen werden die Bewohner der Fichtau, am Gmundnersee, geschildert, nicht minder die Salzarbeiter des Salz» kammergutes, welche bei ihrer schweren Arbeit dennoch von Generation zu Generation ausharren. Auch in den Gebirgen des rechten Donauufers findet man unermüdeten Fleiß, so wenig er sich auch lohnt. Eigentliche Industrie ist aber dem Oberösierreicher fremd, und er steht darin weit hinter den Slaven oder dem Tiroler zurück. Cine Ausnahme macht hiervon natürlich die Hauptstadt und ihre nächste Umgebung, wo bedeutende Thätigkeit herrscht. — Man kann nicht sagen, daß dem Oesterreicher irgend ein Talent ganz vorzüglich eigenthümlich sey, aber es fehlt ihm nicht an natürlichem Verstande, der in der Noth zum Meister macht. Die Schwierigkeiten, mit welchen z. V. die Salzgewinnung und die Holzstoße zu kämpfen hat, hat längst im gemeinen Volke technische Talente hervorgerufen, deren Werke noch immer bewundert werden, wie der Gosauzwang, der Traunkanal, die zahlreichen kühnen Klausen, die Holzsiöß^ anstalten bei dem Schneeberge u. s, w.

    Literarische Thätigkeit dem Oesterreicher ganz abzusprechen, war lange Zeit Mode in Deutschland; man vergaß, daß das Erzherzogtum Deutschlands Ost« mark war. So lange das Land selbst ein Tummelplatz für Einfälle der Ungarn und Osmanen war, konnte Wissenschaft und Kunst nur in den Klöstern ihren Hort finden, wo sie ihn auch fand. Oesterreichs Literatur datirt erst seit 15» Ichren, denn 1683 geschah der letzte Türkeneinfall, der dem Lande seine halbe Bevölkerung kostete. und dem Neste derselben an Herstellung der Verwüstungen lange genug zu thun gab. Und diese letzten hundert Jahre sind noch meistentheils Kriegsjahre, die aber wenigstens nicht das Land selbst trafen, mit Ausnahme der französischen Einfälle. Einen schlagenden Beleg für die Verluste des Landes geben die oben gelieferten Volkszählungen seit 1?«o. Man vergaß überdies, daß für literarische Interessen nur das Donauthal mit Linz und Wien, dann noch Salzburg in Rechnung zu bringen sey, denn in den 200 lH Meilen der Hochgebirge fristet die Bevölkerung kümmerlich ihr leibliches, um so weniger ihr geistiges Daseyn. Unter diesen Umständen wird man die Zahl von 313 Schriftstellern, welche die National > Encyklopädie anführt, bedeutend genug finden. Naturwissenschaften und Geschichte scheinen den Oesterreicher am meisten anzuziehen, denn in jener Zahl finden sich ?2 Naturforscher, ?» Historiker, ferner 30 Theologen und eben so viel Juristen, 19 Philosophen und Philologen u. s. w. Die Aerzte und

    94

    Naturforscher V.iuer (Votaniker) Vaumgartner, Veer, Fixlmillner, Ilg, Quarin. Rudtorffer, Schuttes; die Philosophen Reinhold; die Historiker und Geographen Eckhel, Hanthaler, Lie ck ten stern, d e S u c a. Kurz, Pez, Schneller, Schramb, Schrvckh; Schwan dn er; die Theo< logen und Philolonen Ackermann, Frein daller, Geish utter, Over» leitn er; die Juristen Graf V artheu beim u. s. w. gehören dem Ercherzogthume an, entweder durch Geburt oder hier erhaltene Vildung. Dafür ist der Oesterreicher aber in hohem Grade p o e ti sch e r Natur; Lied, Musik und Tanz sind wesentliche Momente des Volksleben. Nur für die bildende Kunst scheint das Volk weniger Sinn zu haben. Die Kunstgeschichte macht zwar bei 3«n Künstler nahmhaft, aber zu bedeu» tendcm unvergänglichem Nufe erhoben sich nur wenige, »vie die Architekten Wenzla, Vuchsbaum und Pilgram (die Erbauer des Stephansdomes), die Bildhauer Donner, Schaller; die Maler V art sch, V e rg l e r, Gran, Gauerman n, E n d e r, Nothmayer, S ch m i d t ?c. Selbst die Bilcschnitzereien Oderösterreichs sieben weit hinter jenen aus Grödcn in Tirol zurück. Merkwürdig ist es aber, daß unter den etwa 4<» ausgezeichneteren T o n k ü n st l e r n, welche Oesterreich erzeugte, so riete Heroen der Musik sich finden, Albrechtsberger, Cibler, Haidn, Mozart, Schubcrt, Stabler nennen Oesterreich ihr Vaterland!

    Unter jenen 3«<> Schriftstellern sind eben die Dichter am zahlreichsten, gcgen 80. Unter ihnen sind die beiden alten Tchmeltzl und Suchenwirth bemerkens» werth, die bedeutendsten aber gehören der ncueren Zeit an, wie C oll in, Cnk, D ein h ardstein, Grillp arzer, Karoline Pichler, Raimund. Natschky, Seidlu. s. w. Die Poesie deS Volkes ist Lyrik, und das Volkslied ist in Oesterreich im wahren Sinne des Wortes ein Lied deS Volkes. Nicht nur werden in neuerer Zeit die Volkslieder mit Eifer und Liebe gesammelt (vergleiche die Note zu dem Abschnitte Sprache, Seite sl), sondern mehre Dichter stimmten in die Weisen des Volkes ei», wie namentlich der treffliche gemüthvolle Gabricl Seidl, der recht eigentlich ein österreichischer Dichter ist; seine Dichtungen sind sehr häufig selbst wieder in das Volk übergegangen. Das österreichische Volkslied ist größlenlheils erotischen Inhalts, aber auch neckende Satyre, gemüthliche Lebensanstchten sind ihm nicht fremd, das heitere Element wiegt aber vor. Kurze „Gsangeln" sind am häufigsten, und auch in Oesterreich ist das Almleben die hohe Schule der Poesie. Oesterreich hat allein in Deutschland auch ein V o l ks t h ea ter, das Leopoldstädter in Wien. Aber auch hier waltet das Lied vor; die den Stücken eingefugten Couplets sind immer die Glanz« punkte. Bauernkomödien sieht man in Oesterreich nicht, sehr häufig aber sind herum« ziehende Sänger, welche dramatische Scenen, oft im Kostüm, darstellen, nicht selten auch improvisirm. Alls lem Charakter dieser Volksposie folgt schon, daß sie nicht ohne

    Musik bestehen könne. Die Harfe ist das eigenthümliche Instrument des Oesterreichers, der Aelpler hat aber auch die Zilher, das Hackbrett, die Maultrommel. Die eigentliche Wejse des Volkes besteht im Dreivierteltakt, der durch den österreichischen Tanz so bekannt geworden ist. Der österreichische Tanz ist der teutsche Walzer, der aber in Unlerösterreich rascher, ob der Enns abgemessener getanzt wird, »nd hier »Landler" (Ländler) heißt. Ob der EnnS suchen sich die Paare durch mannigfaltige Wendungen und meisel auszuzeichnen, die unter der EnnS weniger gcsrhcn werden. Ob der Enns ist das „Freitanzen" üblich. Fünf bis sechs Paare gesellen sich zusammen und wechseln mit ihren Tänzerinnen, bis jete mit jedem Tänzer an die Neihe kam. Der Landler ist ernster, schwärmerischer; Franz Schubert schrieb seine „deutschen Tanze" in dieser Art, und nahm selbst viele Voll'smelodien auf. Der unterösterreichi» sche Tanz ist leichter, fröhlicher, man möchte sagen, er hat witzigere Melodien. Strauß

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    hat ihn neuerlich zu europäischem Rufe gebracht. Eine eigene Kl.'sie bilden di« aus» gelassen lustigen Wiener „Vierhäusler." '") Zum Tanze spielt immer die Geige auf, meistens 3, oft mit einem „Vassetl" (Violence«), sehr hausig auch Geige mit beglci< tender Guitarre. Es gibt eine große Zahl wahrer Walzerrirtuosen, selbst nliter den Dorfmusifanten. und es ist bekannt, daß die Musik der Wiener öffenllichen Orte sel-ten unter der Mittelmäßigfeit bleibt. In den Städten, besonders in Wien, sind auch die Drehorgeln oder „Werkeln" charakteristisch, deren manche wahre Kunstwerke sind. Im Sommer wandern viele dieser Leicrmämier auch durch das flache Land.

    Auffallend ist es, daß Oesterreich nicht reicher an Mahrchen und Sagen ist. Hauvtsih derselben ist Salzburg, wo der Untersberg nach ihnen den Namen Wunder« berg erhalten hat. In seinem Innern hauset Kaiser Karl der Große (oder Friedlich Rothbart) mit seinen Rittern, der einst hervorbrechen wird, das sündige Geschlecht zu züchtigen. Auch der Neichespitz wird von Geistern bewohnt, welche im Winter oft in langen Reihen in schwarzen Tataren umherziehen. Die Sage» der Alpen von gründ» losen Seen, versunkenen Schätzen, unter Gletschern begrabenen Almen und dergleichen, wiederholen sich auch im österreichischen Hochgebirge. — Man kann nicht sagen, daß der Oesterreicher sehr abergläubisch sey, am meisten noch der Salzburger, aber Wetterläuten und Mehbehexen spukt dennoch im Lande.

    Volks spiele haben sich in Oesterreich nur wenige mehr erhalten, an denen das fröhliche Land einst so reich war. Salzburg hat deren am meisten, dem benachbarte» Tirol ähnlich. Auch hier gibt es „Naufer" wie in Tirol Robler, aber seit zehn Ich. ren sind die förmlichen Nauffeste ganz abgestellt, deren bedeutendstes am St. Jakobs« tage auf dem Hundsstein bei Saalfelden, im Pinzgau, gefeiert wurde, Noch jetzt versammelt dieser Tag ein paar tausend Menschen auf Ver schonen Gipfelssache, welche einen Vergsee trägt, aber fröhliche Spiele treten an die Stelle der blutigen Kämpfe. Zuerst üben sich die Knaben, dann kömmt das Sacklaufen, P ir o sselspri n» gen; das Hosenrecken und Ringen macht den Beschluß. Die Halloren von Hallein halten noch fest an ihren alten Spielen, dem Schwerttanz der Knappen, dem Reiftanz der Küfer, welche sie alle sieben Jahre in Salzburg aufführen, unv dem Wettreiten auf den schweren Pinzgauer Rossen. Sehr beliebt ist das Nase» stechen, der Fang der Naßlinge (Oi^-jini« >,i<«u«) in der Albe, welches von Ostern bis Christi Himmelfahrt gestattet ist. Die Fische werden Nachts bei Fackelschein ge» fangen. Auch der große Fischzug im Traunsee, die „Schweb" und der Froschfang in den Pinzgauer Sümpfen sind gewissermaßen Volksfeste. Auf der Salza und auf den oberösterreichischen Seen sieht man auch noch das Streicfahren der Schiffer und Wasserkampfe, bei denen einer den andern von den Schiffen herab ins Wasser zu stoßen sucht. Im Salzfammergute wird das Mai fest auf dem Leonsderger Zinken gefeiert, und der Maibaum auf dem Gipfel aufgepflanzt. Auch an vielen andern Orten ist der erste Mai ein Festtag. Im Winter ist in Oberösterreich das Eisschießen und Prügel werfen so ziemlich allgemein, so wie Faschinas - Mumereien. Unter letztere gehört das P erchtenlaufen und das Kü h troi b e n. Bei jenem ziehen die vermummten Vurschen unter tollen Sprüngen von Haus zu Haus, bei diesem ahmen sie die Almfahrt nach, ziehe» mit papiernen Kuhköpfen herum und singen Euvlllieter vor den Häusern. Im Salzkammergute gibt es bei diesen Aufzügen stereotype Erscheinungen, wie die vier Slande, die Sternsänger, die Glockler, die Jahreszeiten?c. Unter der Enns gibt eS fast gar keine Volksspiele. Der V rig i tt e n kir ch t a g bei Wien ist daS Hauptvolksfest, bei dem bis üu.uoo Menschen zusammenströmen, er ist

    ') "Iuxer. Mixer und Neißcl" von Maier, «cnannt Zwitlcr, Wien, bei Haßlingcr.

    9s

    aber eigentlich mir eine Nachahmung des Praters m größerem Maßstabe. Im Prater befindet sich ein ganzes Dorf von Velusiigungsorten fur das Volk, zweiundachtzig Hütten an der Zahl. Hier fintet man Ringelspiele, mechanische und optische Theater, Marionetten, Kegelbahnen. Schaukeln und dergleichen. lö.Udll Menschen versammeln sich oft an schönen Frühlingssonntagen in dieser Abtheilung des Praters, dem söge-nannten „Wursilprater" und eben so viel finden sich in den großen Alleen, wo die vornehme Welt ihren Reichthum in dem LuruS an Equipagen und Pferden zur Schau lrägt, Auf dem flachen Lande bilden die K i r ch w e i I) fest e ein jahrlich Wiederkehr rendes Fest, das aber aller Orten sich ziemlich ähnlich ist. Die Kegelbahn und der Tanzboden, mit dem Festbaume geziert, sind deren Hauptmomente. In der Regel dauert das Fest zwei Tage; der nächstfolgende Sonntag ist der "Nachkirtag." Im Mühloiertel wird das Allerheiligenfest besonders gefeiert. Jeder bemittelte Bauer ladet da seine kleinen Pathen zum Schmause; jever derselben bringt ein kleines Geschenk, tragt aber nach Herzenslust von dem Essen nach Hause. Im ganzen Lande, besonders aber im Gebirge, ist das Scheibenschießen mit Kugelröhren sehr beliebt. Fast jede Stapt und die meisten größeren Markte haben förmlich eingerichtete Schießstätten, auf welchen Sonntags geschossen und jährlich ein oder mehre Freischießen gegeben werden. Gewöhnlich schießt man mit aufgelegtem Rohr, nicht wie in Tirol aus freier Hand. Die Schützen bilden in der Regel ein uniformirtes Corps mit selbstge. wählten Offizieren, und solcher Schützencorps gibt es auch an Orten, wo keine stabile Schießstätte sich befindet. Vet den höchsten Kirchenfesten, bei Besuchen hoher Personen und dergleichen, rücken sie in Parade aus. Das Wiener "privilegirte ritterlich

    Besondere eigenthümliche Gebräuche finden sich im Crzherzogthume nicht sehr viele. Im Marchfelde gibt es noch einige alte Hochzeitgebräuche. Der Nraut wird um Mitternacht der Kran; aus den Haaren gerissen und die Haube aufgesetzt. Um die Flitterwochen zu versinnlichen, wird der blühende Hollunder an den Bäumen gebacken, indem man die Blüthen herabbeugt und in cine Pfanne heißen Schmalzes taucht. Wenn eine Schöne sich spröde stellt, ohne doch eben streng zu seyn, so stellt man ihr einen Popanz in den Garten. Ob der EnnS eröffne» den Brautzug meistens eine Anzahl Reiter, welche mit langen Peitschen knallen. Im Hausruckviertel ziehen der Bräutigam und die Brautführer mit Säbeln, sind sie aber aus dem Vürgerstande, mit Degen in die Kirche. An vielen Orten wird beim Abzüge aus der Kirche Lebkuchen unter die Kinder ausgeworfen. Die meisten Eigenthümlichkeiten findet man im Inn« viertel. Dort sind eine Unzahl Feiertage im Schwünge. Nicht nur die abgestellten werden noch immer gehalten, sondern jeder Markttag, Hochzeitstag und dergleichen wird für die ganze Gemeinde zum Feiertage. Bei Hochzeiten gehen die Leute nicht paarweise, sondern einzeln hinter einander zur Kirche. Am Vorabend des Hochzeitstages dringt der „Braut weiser" der Braut einen großen Lebkuchen, rings mit Geld belegt, auf demselben ein Gläschen mit Branntwein; er erhält dafür Geld zur Bezahlung der Musik. In einigen Orten muß ter Bräutigam mit dem Eheprokurator an einem besondern Tische essen. Bei Zell can der Pram) geht ein Freierpaar "ins Schauen" ihres künftigen Besitzes, wobei man Eierschmalz aufträgt. Essen beid« Theile davon, so ist die Ehe richtig, und der Freier bittet Abends nach dem Ave den Vater kniefällig um das Mädchen. — Bei Begräbnissen herrscht im ganzen Lande das größtmöglichste Gepränge, und fast überall ist daS Todtenmahl im Gebrauche. Ob der Cnns ist an vielen Orten ein eigener „Leichenprediger", der sich bei der Leiche im Namen der Freunde beurlaubt, und bei dem Grabgange und Todtenschmause bezüg» liche Lieder singt. Je mehr Lieder er weiß, je mehr er schreit, desto größer sein Ruf und sein Erwerb. Im Innviertel tragen die „Klageweiber" lange Schleier, welche

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    den ganzen Kopf bis unter die Nase verhüllen. Zu Zell wird selbst der Aermste mit vier Pferden zu Grabe gefahren. Den Zug eröffnet der jüngste Hausgenosse als Kreuze träger, der sich nicht umsehen darf; wen er zuerst ansieht, der stirbt zuerst.

    Die Slaven im Marchfelde werden als ein schöner großer Menschenschlag, aber als unreinlicher und starrsinniger geschildert, als ihre deutschen Nachbarn. Sie sind sehr gastfrei, lassen aber keine Fremden unter sich ansiedeln und halten sich auch in ihren Heiralhen unvermischt. Bei Hochzeiten muß der Bräutigam die Braut, welch° von der Sippschaft versteckt gehalten wird, aufsuchen und erkämpfen, worauf er sie im Triumphe fortführt. Der Brautführer zieht voran mit bloßem Säbel und sucht einem Hahne, den die Burschen vor ihm herziehen, den Kopf abzuhauen. Cm schneller glücklicher Hieb gilt als gute Vorbedeutung für die Che.

    Nahrungsquellen.

    Das Erzherzogthum zählte dem Stande nach:

    Beamte und Geistliche. Adelige. Honuratiurcn. Gewerbtzleute. Vaucrn.

    U.O. ")... 3.097             2.866             5.725              ,8.300             63.461

    O.O..... ,.478                334                709             ,5.249             37.5,3 .

    4.57Ü               4.200               6.434               23.549             il 00.974

    U.V."") . . 2.383               6.306               8.234               2,.336               69.002

    O.O..... ,.3lä                  790               2.328               ,4.037               38.076

    3.^93               6^95             iö?562                                         ,07.073

    ,220 U.0.....2.440             4.920             6.750              16.720 . 6l.0<>0

    O.O. . .. . 1370________870_______2.,50_______,,.,50             35.820

    3.810             5.790             6.900             27870             96.880

    L a n d b a u.

    Im Jahre «830 wurden folgende Angaben bekannt gemacht:

    Nu«)barcr ('irabe-KreiS.                    ^ Meile». Boden, »nd Weideland. Wald.

    U.W.W............. 76         730.888                                  335.931

    O.W.W............ 98         935.44,                                  382.789

    U.M.B............. 87         845.56,                                  192.335

    O.M.B. . ........... 82          784.960_________                109.933

    Oesterr. u. d. Cnns.....344      3.30I.453         2.179.168 1.122.285 '

    M.Kr.............Ü6         536.012                                  ,70.829

    Tr.Kr............. 73          673.030                                  366.992

    HKr.............. 43         382.641                                 106.874

    I Kr.............. 38         370.95»                               1,2.133

    S.Kr. .............,25       1.077.292                                  384.816_______

    Oesterr. o. d. <^nns . .... 333       3.039.931          1.898.288 ,14,643

    Das Erzherzogthum. .                       6.341.384^                            2.263.928

    1789 nach Andre U.O........ 2.791.92«         2,006,570 785.368

    O.O........ 1.230.183______714.704         5«5.479

    Totale ...... 4,022.«21         2.721.274 1.300.847

    1829 nach Liechtenstern ...... 5.830.156 2.6,21.01a 3.209.141 Joche.

    ') Nach Rohrer. ') Conscription »ach Andre. srzl)crl0gl!iu», Oesterreich v. Schmidl.                                                               «

    '98

    Blumenbach gibt nach der neuesten Katastral-Vermessung für Unterösterreich I.32l,3 ^> Meilen, das ist über "/,, der ganzen Oberfläche. Auf ein Individuum entfallen:

    , Unter der Enns an nutzbarem Boden 2,^ an Grabe- und Weite Land 1,5 Ob der Enns " "             " 3,^ " „ »            ^ 2,,

    im ganzen Lande " „              ', 2„ " " «            " 2,« Joche.

    Der Ackerbau begreift:

    Mit einem Ertrage an

    Jahr            Kor».         Weizen         Hafer          l^crste MaiS

    Unter der Cnns. l.3W.

    2.249.887 7.598.284 I.8W.43!) 7.82b.38l 2.338.l48 1I.207M.

    «789 unter der Enns               3.448.0W 53!».1N4 3.527.403 Ül0.«Ü7

    ob der Cnns (2V2 Kreise) ,.l40U4l 30N.48l 1.0lilj.»06 542.135 Metzen.

    Die Gesammtsumme der Körnerfrüchte betrug also «83a I9.»l«i.»ün Metzen, das ^st 8,^, auf Ein Individuum, »md zwar unter der Enns !»,,, ob der Enns aber nur «„ Metzen. So bedeutend auch diese Produktion ist, so genügt sie doch nicht fiir den großen Bedarf, worin natürlich Nien den Ausschlag gibt. »83» wurden in Ilnteröster-reich nicht weniger als l)7«,814 Mehen Weizen, 307.902 Mehen Korn, I.-NA.IUÄ Metzen Hafer, Gerste ?c. eingeführt. Die Vräuhauser >'n und um Wien verbrauckm sicher gegen 5N0.no« Metzen Gerste, also die Hälfte des Ertrags. In Wien allein betrug 1820 die Einfuhr über til.ijn» Zentner an Brotfrüchten und 85?.^c>n Zentner Mehl jeder Gattung. —. Der Landbau wird im Donauthale bis zur Vielach herab mit solchem Fleiße getrieben, daß dieser Landstrich langst den ehrenden Nsmen deö „Gartens der Monarchie" führt. Der vberösterreichische Vaner gehört zu den gcl'ildelstcn deutschen Landwirthen, der sich auf das Dungwesen wohl versteht, und außerdem mit Mergel (Schlier) nachhilft. In vielen Gegenden fennt man keine Brache mehr. und obwohl die Dreifellerwirllischaft im ganzen Lande herrscht, so ist man doch in Oberosierreich seit lange grrßlentheilS von ihr abgegangen. Leiber belohnt dort, wie im Viertel ob dem Wiener Wald, der undankbare Voden nicht den angewandten Fleiß. Unter der Enns ist der Zustand des Landbaues nur mittelmäßig, theilweise sogar schlecht, jelbst in der Nähe von Wien, an einzelnen Orten aber freilich auch vortrefflich. Hier sind die größten Ebenen des Landes, das Tulnerfeld. Marchfeld, Ungarfeld, sämmtlich gute Getreideböden, und sie sind noch weit von ihrem Ziele entfernt. Gewiß könnte das Land der Einfuhr entbehren, wenn der Ackerbau das Mögliche leistete. Übrigens stehen der Vervollkommnung auch manche Hindernisse entgegen, und, außer den Verhältnissen des Lanbmannes, auch der Mangel an Händen, besonders im Gebirge. Der mühsame Feldbau erfordert dort eine ungewöhnliche große Anzahl von Menschen ; es gibt Bauern im Pmzgau, welche L< Dienstboten, worunter 17 Männer, zu halten gezwungen sind.

    Eigenthümliche W irthschafts m ethoden sind das Branden in den Gebirgen unter der Enns, und die Eggarten- oder Koppelwirt hschaften im Ealzburgischen. Das Branden besteht darin, daß man Gebüsche oder schlechtes Gehölz „schnaitet," das heißt, alle Neste und Zweige abhaut, über den Voden verbreitet, und wenn sie dürr geworden, anzündet; größere Stämme n!erden gefällt und ve> kohlt. Der Platz wird dann umgegraben, um die Asche in den Grund zu bringen, und mit Nüben-aamcn oder Korn bestellt. Vie "Vrandrüben" erreichen oft l6 Pfund. und das Korn geralh trefflich. Ist der Grund gut, so behält man ihn als Acker bei, ist er seicht, so bleibt er nach der Ernte wieder zur Weide liegen. — Die Eggartenwirthschaft läßt

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    jeden Grund 3 Jahre als Wies« und bestellt ihn dann ü Jahre, zuerst mit Weizen, dann mit Korn.— Die Ackerwerkzeuge bieten wenig Verschiedenheit dar. Allgemein ist der österreichische Ebenpflug. Im Hochgebirge und ob dem Mannhartsberge ist der „Leitenpflug" sehr häufig, ein Doppelpflug, der 3 Menschen nöthig hat. Leider halten es noch die meisten Vauern für eine Schande, mit Ochsen zu pstügen, die nur im Hochgebirge häufiger gebraucht werden. Im Hochgebirge ist der Feldbau so mühsam, wie überall in den Alpen, und es gibt steile Abhänge, wo 4 starke Zugochsen kaum '/< Joch m einem Tage bestreiten. Unter der Enns ist der höchste Getreidebau am Wechsel in 3.500' Seehöhe, ob der Enns reicht er noch höher. Indeß unter der Cnns die Winterfrucht bis 1ü Körner schüttet, liefert die Fichtau bei Gmunden nur 2'/.-Im Durchschnitte rechnet man unter der Enns vom Weizen und Nocken ü Körner, von uer Gerste 7 — 8, vom Hafer ü — 8. Fast überall wird das Getreide in Scheunen auf« bewahrt, nur an wenig Orten sind Feldschober im Gebrauche. — Dreschmaschinen kommen fast gar nicht vor; an der ungarischen Grenze wird das Getreide wohl auch durch Pferde ausgetreten. Eigenthümlich sind die Dreschsiegel im Hausruck; lange, oben gekrümmte Stocke aus Ahorn.

    Weizen wird unter der Enns zu wenig gebaut, obwohl der große Vedarf Wiens dazu aufmuntern sollte, ob der Enni hingegen zu viel?, selbst an Orten, wo die Kar-toffel viel passender wäre, wie z. B. im Lungau. Rocken oder Korn ist die Haupt' frucht des Landes, und wird am stärksten am linken Donau - Ufer aebaut. Das, österreichische Korn ist von vorzüglicher Güte und übertrifft weit das ungarische. Die Gerste reicht für dieBierCrzeugung nicht hin. Gewöhnlich braut man tie zweizeilige Sommer» gersie. Auch Hafer wird eingeführt, obwohl er fast so stark als Korn gebaut wird und sehr gut geralh. Buchweizen trifft man im Marchselte ziemlich häufig, Hirse sehr wenig, meistens an der Taja, wo sie in eigenen Mühlen gerollt wird. Immer mehr scheint der Anbau des Mais um sich zu greifen. An der Taja, March, und im Ungarfeld gedeiht er trefflich ; «.uuo Joch mögen ihm schon gewidmet seyn. Kartoffeln haben sich über das ganze Land verbreitet, doch müssen sie in den Alpen noch manches Vorurlheil überwinden. Unter der Cnns geben viele Gutsbesitzer einen Theil ihrer Brachacker, welche ihr geringer Viehstand nicht zu düngen erlaubt, an Inleule zum Kartoffelbau ab, gegen Verabreichung des bei ihnen erzeugten Düngers.

    Futterbau. 1830 zählt man;

    Wiese». Weide». Summe. Heuertran.

    Unter der Enns . . . 4l0..553 ö«7.«83 l.

    «l2.250      769.030    I.N8.1280    19.808 048 Nach Vlumenbach:

    Unter der <3>ms . . . 4l0,1lN      307.78«        7l7.8W    12.303.322 ohne die Weiden.

    Ob der Enns . . . 37>.4io      7W.NÜ7     1.,6?.'

    78I.Ü20 l.104.l>45 l.tz«sj.l<55 ,789 unter der Ennz . 37!).»03 2N2.8M» N42.7W 3.35H.7N»

    ob der Cnns . . 23U.^l0 ü««.3l>9 827.779 3.4üt».43!l

    ———^___________»____^^^___^ .

    UlU.2l3 85l.2liä l.47U,ü7«Ioch

    Man sieht, daß unter der CnnS die Wiesen, ob der Enns aber die Weiden vor-walten, denn hier, wie in den Alpen Unterösterreichs, ist die Almwirtschaft die Hauptgrundlage der Viehzucht. Die größte» Almen hat Salzburg, wo das ganze LmMU gewissermaßen eine einzige Alm ist. Das Pfleggericht Mrfen zählt 86 Almen, daS Naßfelb bei Gastein deren aNein 18; die schönste Alm ist aber da« Tappenkar in

    7*

    100

    Großarl, welches von H Gerichten benützt wird. Im übrigen Lande kommen weniger große Almflächen vor, nach der Natur der Kalkgebirge, al>er dafür sehr viele einzelne,' die Herrschaft Gutenstcin bei Wien z. V. zählt deren 27. Im Hochgebirge wird das Gras auf die mühsamste und oft gefahrlichste Weise zusammengesucht, und in Körben vder Tüchern zur Alm getragen.— Die Neiden des flachen Landes sind elend und ihre Abschaffung höchst wünschcnswerth. Wiesenbau ist hier sehr selten: tie trefflichen Gründe an der Leitha geben nur in nassen Jahren 40 —50 Zentner saures Heu vom Joch. Der bedeutendste künstliche Wiesenbau mit lombardischer Bewässerung ist die Blum au am falten Gange, 300 Joch groß, früher eine öde Strecke, l803 durch Ritter von Witt-maN in Kullur genommen. Der Gartenbau begreift:

    Unter der Enns 37.06», nach Vlumenbach 4l.97S Ob der Enns . 2^,04« „             „            25.N2?

    Ilj.mu                                    67.N03 Joche

    und steht auf hoher Stufe. Der größte Theil der gröberen Gemüse wird auf freiem Felde gezogen, Hülsenfrüchte sind aber verhältnißmäßig nur wenig im Bau. In gutem Rufe sind die WeitersfelderErbsen vom Mannhartsberg. »3ehr häufig baut man im Donauthale den Weißkohl, der als Sauerkraut die gewöhnliche Ääinternahrung ausmacht. Auch Rüben sind beliebt, unter denen sich die Idolsberger auszeichnen. Feineres Gemüse erzeugen die zahlreichen Gärten bei den Städten und Schlössern, insbesondere natürlich bei Wien, wo die Vorstadt Crdberg seit Jahrhunderten durch ihren Gartenbau berühmt ist. Der Spargelbau soll sogar von Wien nach England gebracht worden seyn. An der Taja hat ein Landstrich den Namen ..Knoblauchland" erhalten, vom häufigen Anbau dieses Gewächses.— In Wien ist die Blumistik in raschem Aufblühen, aber noch weit entfernt von jener Stufe, die sie in Paris erreicht hat. Sehr anregend ist die jährliche Bl u m en au s stellung, bei welcher Preise vertheilt werden. l«3« hat sich auch eine Gartenbau-Gesellschaft gebildet. Der allerhöchste Hof gibt das aneifernöste Beispiel von Vorliebe für Gartenkunst und Blumistik und die Hofgärten sind wahre Psianzschulen für Gärtner. Der Oesierreicher ist aber auch von Haus aus ein Blumenfreund; in den höchsten Thälern findet man, wenn nicht ein Vlumengärtchen vor dem Hause, so doch eine Reihe von Nelkentöpfen u. drgl. auf den Gallerten der Häuser; kein Vursche geht zur Kirche, ohne den Blumenstrauß auf dem Hute, und selbst die Senndinen begrüßen den Fremden mit einem Almbusche, den sie schnell in der Nähe pflücken. In den berühmten 'Parks zn Laxenlmrg, Dorndach, Schönau u. s. w. hat die Gartenkunst den Sieg des guten Geschmacks gefeiert.

    Die Obstzucht ist im ganzei; Lande verbreitet, bis zur äußersten klimatischen Grenze derselben, wo die Waltkirsche erst im September reifet. Zahlreiche Baumschulen, des Hofes, fast aller Klöster u. s. w. unterstützen dieselbe, und sie wird immer bedeutender. Die kaiserliche Baumschule in Wien, aus welcher die Reiser unentgeltlich gegeben werde», zählt 200 Sorten Stein-, 3uo Sorten Kernobst. Das rechte Donau-Ufer , insbesondere der Hausructtrcis, dann am linken der Wagram und die Wachau sind Hauptsihe der Obstzucht. Die Rander der Felder, Wiesen und Weingärten, alle Wege, sind hier mit Fruchlläumcn bepflanzt. Alleen derselben führen zu den Gehöften. Am Hausruck findet man viele Baumschulen mit 9.000, ja mit 20.000 Setzlingen. In der Negel zieht man nur Aepfel, Birnen und Pflaumen (Zwetschken); erstere werden zu Obstmost (Zider) gekeltert, letztere getrocknet. Von jenem gewinnt am Hausruck manches Haus in guten Jahren bis 2,000 Eimer, und das Gesinde erhält dort, wie anderwärts Bier oder Wein. täglich seinen Zidertrunk. Bemerkenswerth sind die Kastanien bei Wilhelmeburg und am Leithagebirge.

    «0!

    Von Kandclsgewächsen ist der Flachs durch ganz Oberösterreich und rb dem Mannhartsberg verbreitet, dann auch ob dem W.»Wald. Der österreichische Flachs oder Lein steht dem mährischen zwar nach, aber wurde nur mehr Mer Same verbreitet, so würde das Produkt sich bald veredeln. Der Anbau ist im Mühlviertel und ob dem Mannhartsberge am stärksten, aber doch nur für den eigenen Bedarf. — Der Vau von Färbepflanzen, mehrmals versucht, wurde zuletzt durch die französischen Invasionen erstickt, nur der Krapp hat sich etwa« erhalten. I8l6 erzeugte unter der Enn« 20.000 Zentner; das Produkt ist gut. — Unbedeutend ist die Kultur der Kardendistel bei Luftenberg (M.Kr. ); stärker jener des Hopfens bei Wels. — Berühmt ist der österreichische Safran, im 12. Jahrhunderte durch Kreuzfahrer gebracht, dem französischen und türkischen weit vorzuziehen. Unter der Enns nimmt der Safranbau 1W Joch ein, unter dem Mannhartsberg allein W'/,; aber doch ist Einfuhr nöthig. — Erst neuerlich werden Oelfrüchte stärker gebaut.

    Der Weinbau bildet für Unterösterreich nach dem Ackerbau die wichtigste Cr-werbquelle. 1830 waren ihm eingeräumt:

    Unter der Enns 80.153, nach Vlumenbach 8>.040 ? 78.sisi2 "1789:83.477 Ob der Cnns. 27 „ ..                  «2              83                    47 (2'/-Kreise)

    80.180                               61.123 78.74Ü                   83.524 Joche.

    Wahrscheinlich durch die Römer eingeführt, hatte der Weinbau im fünfzehnten Jahrhundert eine solche Ausdehnung erreicht, daß er gesetzlich beschränkt wurde. Man fand Weingärten bis zu 2000' Seehöhe, aber der geringe Ertrag hat allmählig selbst die Veranlassung zum Ausrotten derselben gegeben. Den stärksten Weinbau treibt man unter dem Mannhartsverg, wo ihm 53.154 Joch gewidmet sind; unter dem Wiener Wald hat er sich am meisten verringert, nimmt aber am Anninger wieder bedeutend zu. Man theilt die Neingegenden in „Rieden" von verschiedener Größe, die Ried in Viertel zu 800 ^ Klafter, diese in „Tagwerke" 12 auf ein Joch, oder „Pfunde" 20 I>. Joch; meistens sind es frei verkäufliche Ueberländstücke. Die besten Lagen sind am Kohlengebirge, Visamberg, und an dcr Ostseite des Mannhartsberges. Den Hauptstock der überdonauischen Landweine bildet die i'Imi-l nust,-. (Vurger), sehr reich im Ertrage, aber geistlos. Unter dem Mannhartöberge herrscht die grüne Gutedel. Am Anninger sind Burgunder - Neben sehr verbreitet, deren namentlich der deutsche Orden 182» wieder kommen ließ; seit 182N nimmt aber auch die edle blaue Oportotraube immer mehr zu. Es fehlt nicht an Rebenschulen. Die kaiserliche zu Wien enthält 500 Sorten; Private haben deren zu Grinzing, Nexing, Feldsberg u. s. w. Der österreichische „Hauer" ist einer der sorgfältigsten Weinbauern, doch ist noch immer die griechische Pflanzmethode herrschend, mit Sturzreben in „Gräbern", sehr niedrigen Stöcken und senkrecht an Pfählen in die Höhe gezogenen Reben. Bemerkenswert!) ist die große Anzahl der Stöcke, oft bis 20,000 l'. Joch. Unter dem MannharMerge wird mit Weinbau eine merkwürdige Wechselwirthschaft getrieben, indem nach 2ä big 30 Jahren der Garten ausgehauen, 7 — 10 Jahre als Acker gebraucht und dann wieder mit Reben bepflanzt wird. Die österreichischen Weingärten geben sehr großen Ertrag, unter dem Manuhartsberge bis 60 Eimer vom Joch. t820 gewann man:

    »                                          nach Bimnclibach          nach

    m, Mittel.             «lodern.

    Unter der EnnS 1.96N.2l0 2.02N.000 1.8U0.000 »789: l.374.070

    ».0!)3.i)43

    Ol, der Cnns               2lS                  «85                                                      3!»3

    l.966.426 2.026.686                                           1.374.472 Eimer.

    1U3

    Man unterscheidet Gebirgsweine, Landwein« und Donauweine. Die Gebirgsweine sind den besten deutschen Weinen gleich, werden erst mit dem siebenten Jahre gut, halten sich aber hundert Jahre. Am vorzüglichsten sind der Oumpolds» kirchncr. Weidlinger, der Bisambcrger, der rothe Voslauer u. s. w. Die Landweine sind milder, haben wenig Bouquet und werden nicht so alt; der Netzer und Falken-steiner sind gesucht. Die Donauwcine kommen nach der Lage jenen oder diesen nahe. Man versuchte Ausbruch und Champagner zu machen, aber mit wenig Erfolg. Oberösterreichs Weinbau, in früherer Zeit viel bedeutender, ist kaum der Rede werth; der saure Aschauer ist seit lange berüchtigt.

    Der Waldstand betrug 183«:

    Unter der Enns 1.122.285 nach Vlumenbach 10.N4,248 1789: 78Ü.358 Ob der ^nnS i.i4l.N43            laut Kataster 1.141.823                      5,5.47»

    2.262.923                                       2.206.7l0                    1.3008^7 Joche.

    Die Periode der Waldverwüstung scheint im Crzherzogthume vorüber zu seyn, und Grundsätze besserer Forstwissenschaft nehmen immer mehr überHand. Ob dem Wiener Wald ist zwar der meiste Waldgrund, aber ob dem Mannharlsberge sino lie größten zusammenhangenden Waldstrecken, und vor Zeiten wurde dieser Kreis deßhalb der „Nordwald" genannt und heißt noch jetzt tas "Waldviertel." Die Herrschaft Weitra allein besitzt dort 2l,000 Joch Wald, der Neinsberger Wald halt 24,486 u. s. w. Der Wiener Wald hat im Ganzen 6li.847, die Gaminger Walder 30.00U Joch. Ob der Enns sind beinerlenswerth der Hausruck, der Schindelauer Walo von 24.000, das Scharnsteiner Freigebirge von 36,000 Joch u. s. w. Noch jetzt gibt es Urwalder in Oesterreich, in solchen Gegenden nämlich, wo theils die Abfuhr unmöglich, theils der Absatz zu germg ist. Vor zehn Jahren war sogar zwanzig Stunden von Wien noch ein Urwald, der Neuwald bei Guttenstein. — Im Hochgel-irge und ob dem Mann« hartsbnge herrscht das Nadelholz vor. Unter dem Laubholze ist die Nothbuche am hausigsten; die meisten Eichen findet man an der Taja und March. Bemerkenswerth ist die gelungene Anpflanzung der Zirbelkiefer am Ostrong bei Pöggstall. Die Donau» auen enthalten sehr schöne Eschen, Pappeln, Weiden und dergleichen. Mangel an Holz hat das MaMeld, wo schon Stroh, Rohr, j< getrockneter Dung zur Feuerung verwendet wird. Die Waldungen lieferten Iu20:

    Unter der Cnns 9?tt.311                   1780: 704.2K3

    vb ', ,, l.086.820                                464.29«

    2,0tt3,<31                              1.168.56! Klaftern.

    Wien allein konsumirt aber (nach dem Durchschnitte von 183«, i>>32 und !83ü) 129.883 C. Kl. Brennholz, 2N6.379 Kl. Balken und Röhren, 319.073 Stamme Bau« holz, ,.,25,(.l,o Bretter, ü Millionen Echindeln und 107,505 Zentner Holzkohlen, was zusammen einem Bedarf von etwa 3«30 für tic Vewohncr des Landes zum l,äuslichen Gebrauch nur beiläufig l.300.000 Kl., das ist auf den Kopf etwa« über '/.Kl. (u„„). Der Aussall wird durch baierischeö und insbesondere durch böhmisches Holz gedeckt, welches zur Donau gesiößt wird.

    Das Holzfällen geschieht in den Alpen durch eigene ..Holzknechte", welche sich einem "Holzmeister" verdingen, der den ganzen Schlag übernimmt. Diese Holzknechte bilden ein eigenes kräftiges biederes Völkchen, von etwa 8.000 Köpfen, dessen Stamm« land Oberösterreich ist. wo die Salzsiedereien schon frühzeitig veranlaßt waren, auch unzugäüglichcre Waltsirccten zu benutzen. Der Holzknecht greift zeitlebens zu keinem

    103

    Meeren Gewerbe; die natürliche Poesie des freien ungebundenen Lebens fesselt ihn eben so unwiderstehlich, wie den Senn die Alm. trotz semer beschwerlichen, ja lebend gefährlichen 'Arbeit. Sie beginnt damit, daß die Holzknechte sich Hütten errichten, in kleinen Schläfen aus Baumrinde, in großen aber festere Blockhäuser. Ledige Bursche wohnen zu'lo — 2U in einer solchen „Kaserne" zusammen. Abwechselnd fuhrt Einer die Küche; Schmalzklöße, die sogenannten "Holzlnechtnocken" sind das Hauptgericht. Je nach dem Stande der Bäume müssen dieselben erst mit „Knieeisen" bestiegen und abgeästet werden: der gefällte Stamm wird dann in Blöcke und Scheiter gespalten und diese aufgeschichtet. Für eine Klafter werden sl bis 30 kr. bezahlt. Mühsamer ist das Fortbringen des Holzes bis zur Straße oder zu dem Schwemmbache, welches gleichfalls dem Holzknechte obliegt, und dafür wird die Klafter bis zu 1 fi. bezahlt. Der Knecht schlagt vom Frühjahre an so viel Holz, als er fortzuschaffen glaubt. Das gewohnliche Hilfsmittel sind Riesen, Wasser- oder Eisriesen, das heißt: Kanäle oder Rinnen aus starken Bäumen, die bis auf die höchsten Bergrücken geführt, in welche die Klötze geworfen und durch hineingeleitetes Wasser fortgerissen werden, oder durch ihre eigene Schwere fortgleiten, wenn die Riefe bei den Herbsifrösten nnt Wasser besprengt und dadurch mit Glatteis überzogen wird. So wird das Holz in die Schwemm-oder Flößbäche gebracht, welche größtentheils durch eigene „Klausen" geschwellt werden können, und bei ihrer Mündung massive "Holzrechen" haben um die Klötze aufzufangen. Für die größte gilt die Chorinski-Klause bei Ischl; die Lasingklause hält l.l«u.am>«?/ Wasser; der NeltenbachRechen bei Ischl faßt 2.«w Klafter. An vielen Stellen können aber keine Niesen angelegt werden, und das Holz muß im Winter auf Handschlitten zu den Schwemmbächen herabgebracht werden. Diese Schwierigkeiten bei der Holz» gewinnung veranlaßten mehre sehr großartige Anstalten und Werke, deren Anlage nur durch die Aussicht möglich wurde, das Holz zu den Salinen oder zur Nesidenz zu bringen. Um dasselbe zunächst zu den Schwemmbächen zu schaffen, wurden schon vor hundert Jahren im Salzkammergute Holzaufzüge errichtet. Der Aufzug im Atterweißen-bach, l?8U erbaut, befördert täglich lU5 Klafter Holz durch zwei Wägen, welche durch Wasserräder eine Höhe von l«l' hinaufgewunden werden. Oben wird das Holz in eine Wasserriese geworfen und in die Traun geflößt. Dee Aufzug in der Aurach hat 100' Höhe, AUl/ Bahnlänge. Im Innkreise wurde die Mattig schon vor etwa 7i> Jahren auf eine känge von 3 Meilen zu einem Schwemmkanal eingerichtet, auf welchem das Holz auS dem Kobernauser Forste seinen Abzug findet. Die bedeutendsten Werke errichtete aber der Schwemmmeister G. Huebmer im Neuwalde bei Gutenstcin unter der EnnS. Auf schiffbaren Kanälen wird das Holz zu zwei Aufzügen gebracht, 3<»0' in die Höhe gewunden und in eine Wasserriese geworfen, welche, in einem l8H? gesprengten Stollen, 1,:!62' lang durch den Geschaid. Berg geleitet ist. Sie führt das Holz in den Preinbach, der in die Schwarzau mündet. Die stärksten Holzflößen bestehen: unter der Enns auf der Schwechat. bei 2U.000 Klafter; auf der Schwarzau, 40.no« Klafter; auf der Crlaf, Zu.oou; auf den Trafen, Ivs und Isper; in Oberösterreich auf der Traun, Alm, Mühl, Aist, Narrn u. s. w. *)

    Sehr bedeutend ist natürlich auch die Forsttechnik. Kohlenbrennerei wird be-sonders im Hochgebirge getrieben. Der Bezirk von Werfen ist Hauptsitz der salzbur-gcr Köhlerei, die Umgegend des Echneeberges der unterennsischen. ' Theerschwellerei ist nur bei Wien bedeutend; Pottasche wird nur wenig erzeugt. Sehr zahlreich, aber meisteng schlecht fonstruirt, sind die Sägemühlen, deren man in den beiden Wiener. Wald ^Kreisen 5U0 zahlt.

    Ucb« die große« Llößanslaltcn des Fürsten Schwarienbtrg siehe Vöhmen.

    l04

    Viehzucht

    bildet einen Hauptreichthum Oberösterreichs / unter weit zurück, trotz der Unterstützung von Seite der gesellschaft. Man zählte:

    der Cnns ist sie im Ganzen noch Regierung und Landwirthschafls-

    Jahr.

    Pferde.

    Ochsen.

     

    Humme.

    Schafe.'

    1779

    65.563

    86.84?

         
     

    ?

    ?

         

    1790

    »0.000

    90.584

    211.456

     

    386.20«

       

    ?

       

    5

    1793

     

    84.341

         

    180»

    73.05».

    94.950

    199.616

     

    371.435

             

    ?

    180?

    63.718

    S1.9Z4

    «00.055

     

    315.133

               

    1808

    03.730

     

    199.504

    291.357

    318.687

     

    37.647

     

    ?

    2«!».-l96

    163.140

    ISlo

    «0.55s

    63.450

    1l!?.»80

     

    255.808

       

    ?

    ?

     

    ?

    1811

           

    293.10t

    ?

    18ls

    56.547

    S7.7«4

    195.370

     

    352.021

    lSiü

    57.590

    89.909

    198.565

     

    345.697

     

    ?

    ?

       

    ?

    ISIS

    57.725

    90.5N9

    199.220

     

    352.75?

     

    ?

    2

    ?

     

    ?

    1881

    63.009

    90.584

    2ll.456

    208.040

    386.200

     

    45.U09

    85.478

    L96.329

    381.701

    219.373

    132s

    «2.996

    92.425

    2l0.l8»

    202.605

    389.517

     

    45.778

    85.l53

    2!)5.34?

    380.500

    212.623

    1623

    «3.364

    92.97?

    212.765

    205.742

    296.996

     

    46.Z65

    85.153

    3Nl.335

    386.543

    214.67?

    1824

    64.1 OS

    94.371

    213.947

    308.3t8

    4!3.ss82

     

    47.2

    Z4.3I3

    3tt».L03

    393.516

    218.150

    1835

    65.313

    94.4l1.

    216.629

    3Il.04O

    422213

     

    47.893

    84.083

    3lN.358

    394.441

    214.583

    1««l

    66.254

    95.370

    221.233

    316.603

    443.311

     

    4?.ül1

    83.3UL

    304.312

    387.544

    213.«36

    1837

    «7.921

    96.342

    224,::«?

    310.309

    466.614

     

    47.633

    83.97?

    30l.961

    385.938

    214.723

    1830

    64.448

       

    319.875

    435.732

     

    46.590

       

    279.183

    199.225

    ») Die erste Zahlenreihe für icdes Jahr brzirht sich auf Untelöstcrrcich, die »wette »ufOberösterreich.

    105

    Herrschende Vie hseuchen waren: Jahr                                                                                             Erkrankt. Genesen. Gefallen.

    18s?. U. Oest. Maul. und Klauenseuche, Anthrax, typhöse Lmigenseuche, Hundswuth. — Schafe: Blattern, Räude, Egelseuche ...... 14.200 zg.los z.io«

    O.Oest. Maul- und Klauenseuche......«.»98 ».378 ,8

    16«8. U. Oest. Typhöse Ruhrseuche mit Lungenbrand, typhöse Lungenscuche, Milzbrand. — Schafe: Räude und Blattern. — Schweine: An«

    tvrararlige Maulseuche.......».03» 1.675 »«4

    O.Oest. Maul. und Klauen', dann Lungenseuch» «24 8lü             8

    1889. U. Oest. Maul. und Klauenseuche, Milzbrand, ty>

    phöss Lungenseuche, Rinderpest .... 633 417 »21 O.Oest. Keine eigentliche Viehseuche..... 63              45 37

    1830.  U. Oest. Rinterpest, typhöse Lungenseuche, Mil».

    brand.— Schafe: Räude, Mattem, Fäule

    Egelseuche. — Schweine: Anthrax . . . 1 0l8 «?

    183l.  U. Oest. Typhöse Lungen- und Milzbranbseuche,

    Halsbräune.— Pferde: Naude. — Schafe:

    Blattern, Räude. — Schweine: Vräune. 783 507 «56

    O. Oest. Keine eigentliche Viehseuche. Veißsucht wie

    1830.............            —              — -^

    Aus der obigen Tabelle erhellt, wie furchtbar die französischen Kriege auf den Pferdestand des Landes einwirkten, der in fünf und zwanzig Jahren, seine frühere Zahl nicht wieder zu erreichen vermochte.

    Die Rindviehzucht beruht im österreichischen Hochgebirge, wie in Tirol, auf der Aspenwirthschaft, und diese wird im wesentlichen eben so betrieben wie dort. Man unterscheidet gleichfalls „.Hochalmen" und "Nieder - oder Heimalmen,,; jene reichen bis 8.0U0' Seehöhe. Die Almhülten heißen ob der Enns "Käser« und sind im Salzkam, mergute am reinlichsten. Der Auftrieb geschieht, nach Lage und Witterung, vom 15. Mai bis Ende Juni, und der Heimtrieb so spät alS möglich, meistens um Michaelis. In Oesterreich wird die Alm in der Regel von Dirnen besorgt, welche aber in großen Wirthschaften einen Buden zur Aushilfe haben. Die "Schwaigenn,, (Schwaagerin) ist reinlicher als der Tiroler Senn, aber auch in Oesterreich muß man in den Almen keine Ideale von Nettigkeit und Schönheit suchen. Die Hiüten sind fast immer von einer Pfütze umgeben, und nur sehr wenige sind massiv erbaut, mit hübschen Stuben wie die Kapitelalm, die Lisenaueralm bei Ischl, die Vrennalm bei Lilienfeld u. a. m. In den österreichischen Alpen muß fast jede Schwaiger,« den Tag über Futter für das Vieh suchen, denn die Kalkaspen haben nur wenig größere Weireplatze, meistrns nur fruchtbare Vertiefungen und Mulden in den Felsen, daher auch vie! Vieh verunglückt. Die Almfahrt ist überall ein Fest, wobei das Vieh geschmückt wird. Zur Heimfahrt werden den Thieren Kranze der falschen Alpenrose (ll!>m!li,ieln!,'on !ii,-8ut, Lederrausch) um die Hörner gewunden, aber die Schwaigerin darf nicht "kränzen", wenn ihr ein Stück verunglückte. Aus jenem Grunde können die österreichischen Alpen auch weit

    <0S

    weniger Vieh ernähren; in Salzburg gibt eS noch Bauern, welche vom Pferd bis zur Ziege 3.2.'!.'i Ochsen, 3 5«a Kühe und starke Kälber, 5.8!»u Kälber unter einem Jahr, zusammen also 118.N33 Stück Hornvieh. — Die einheimische Ra<,e ist ob der Enns stärker und größer als unter der Cnns, im Allgemeinen aber gemeiner Landschlag, nur in einzelnen Wirthschaften besser. Fremde Ra^en findet man ziemlich häusig, aber sie degeneriren sehr schnell. In der Regel trachtet der Bauer nur nach großer Anzahl deS Viehes, um des Handels willen, und bekümmert sich sehr wenig um Veredlung, so viel Äneiferung er auch dazu erhält. Eine eigene Handlungsgesell' schaft für Tiroler-Vieh bildete sich. und schon l769 wurde eine Landwirthschafts» gejellschaft errichtet, welche, 18ls erneuert, besonders die Viehzucht zum Augenmerk nahm. In Wien wurden jährlich Viehauistcllungen mit Verlheilung von Preisen ge» halten (l3 Dukaten und 6 Gulden); <837 erschienen 27 Stücke. Noch erfolgreicher sind die, l6sz eingeführten, Ausstellungen auf dem Lande, mit demselben Vetragc l gegen <>

    Die Pferdezucht hat sich in neuerer Zeit sehr bedeutend gehoben, namentlich durch die k. k, Beschälanstalten und die 18l2 eingeführten P r ä m i e n für ausgezeichnete, durch die Beschäler erzeugte Fohlen. Ueber hundert Pferde werden zu einer Ausstellung gebracht, deren in jedem Kreise eine gehalten wird, und 5 — «W Dukaten werden im Ganzen vertheilt, von H bis 80 für ein Stück. Unter der Cnns haben nur das Marchfelo, ein Theil des untern Wiener WalteS und die Ebene von St. Polten eigentliche Pferdezucht, die übrigen Kreise kaufen meistens fremde Fohlen. Das Marchfeld steht oben an, und besonders die Gemeinde Lassee, welche jedes Jahr Preise erhält. Der so verbesserte Lantschlag hat «4 bis l« Faust Höhe und lie» fert sehr taugliche Zugpferde. Ob der Enns treibt das Pinzgau starke Pferdezucht. Die dortigen Pferde gelten für die stärksten in Europa; sie messen 19 Faust. Für den schweren Zug sind sie vortrefflich, werden aber leicht blind; vielleicht weil die Stuten zu jung belegt, überhitzt und in Kuhställen gehalten werden? — Gestüte zählt das Land drei. Fürst Liechtenstern hält eines zu Hohenau an der March, welches 4 Hengste, 43 Stuten und gegen 140 Fohlen zählt. ES erzeugt eine» flüchtigen dauerhaften Reit' schlag mittlerer Größe. Die beiden anderen bestehen zu Kirchschlag und Cmmerberg. Ob der Enns hielt ehemals das Stift Kremsmünster ein Gestüte in Biberach und die Erzbischöfe von Salzburg halten eines in Blühnbach.

    ») ,330 zählte das Vicrtcl unter den, wiener Waldr 5ä.2«b Minder, also wohl »,'chl übrt W.o«) Kühe, das ist, mr 5?6 auf clnc Quadialmcilr.

    Zur Aufmunterung der «Pferdezucht tragen auch die Wettrennen wesentlich bei Seit l82li bildete sich in Wien zur Abhaltung von Pferderennen eine Aktiengesellschaft, welche gegen 200 Mitglieder, meistens Kavaliere, zählt. Dreiundzwanzig Aktionäre gründeten vier bedeutende Preise (bis NO Dukaten) für inländische Pferde, und eben so bildete sich ein Verein zur Aufmunterung der Einfuhr und Zucht ausgezeichneter fremder Hengste und Stuten. Für letztere wird das Nennen, mit einem Preise von 280 Dukaten, abwechselnd in Wien und Pest gegeben^ Das Wiener Nennen wird auf der Simmeringer Heide gehalten. Die Bahn mißl fast zwei englische Meilen, zu 86« Klaftern, hat gute Wendungen und Flanken, aber der Turf ist nicht vorzüglich. Gewöhnlich werden 3« bis 40 Pferde vorgeführt. — 1833 haben auch in Linz und »82« in Salzburg Pferderennen begonnen. An letzterem Orte waren 12 Preise, bis zu Ü0 fl. ausgesetzt.

    Die Schafzucht hat solche Fortschritte gemacht, daß unter der EnnS die Zahl der veredelten Thiere jene der gemeinen bereits übersteigt. In den beiden westlichen Kreisen und ob der Enns ist das gemeine Lantschaf noch am häufigsten; es gibt l bis «'/, Pfund Wolle, welche die Bauern selbst verarbeiten. Die meisten veredelten Schafe sind unter dem Mannharlsberge. Offenbar haven die kaiserlichen Schäfereien mit echt spanischer Rasse d.»s meiste zur Emporhebung der Schafzucht beigetragen, die Aus« siellungen der ^audwirthschaftsgelellschaft sind von geringerem Einflüsse, und der i»!5 in Wien versuchte Wollmarkt blieb ohne Folgen. Die kaiserliche Schäferei zu Man» nersdorf, am Leichagebirge, behauptet den ersten Rang. Sie wurle !80l gegründet, verkaufte unter andern >8l? einen Widder um 2.800 si., und führte 1831 eine treff' liche Thonwäsche ein. Ausgezeichnete spanische Nasse haben auch: Baron Ehrenfels in Meidling bei Wien, H. Petri in Theresienfelo bei Neustadt, Fürst Schönburg in Idelsberg. Unter der Enns nimmt man einen Ertrag von 2.000 Zentner Landwolle, K.000 Zentner edler Wolle an.

    Ziegen werden im Gebirge sehr häufig gehalten, so wie von armen Inleuten Überall im Lande. Im Hochgebirge werden sie mit auf die Alm getrieben.

    Schweinezucht wird namentlich auf allen Almen getrieben, wo man tie Molken zur Mast verwandet; sehr stark ist sie im Lungau. Uebrigens werden hauptsächlich ungarische und baierische Schweine eingetrieben und im Lande gemästet. — Vom l. Mai 1823 bis 3l. Oktober wurden unter der EnnS 278.4l0 Schaft und Ziegen, dann 204.üt8 Schweine eingetrieben. Wien konsumirt jährlich l.il>o.0l3 Stück Schafvieh und t>!.78ä Schweine.

    Geflügelzucht ist nur im Marchfeld bedeutendi Leovoldau und Kagran sind bekannt wegen ihrer starken Gänsemast. — Vemerkenswerth sind die ungewöhnlich vielen Schwäne im Parke des Fürsten Esterhazy zu Pottendorf, worunter auch schwarze. ^ Den starken Bedarf der Hauptstadt an Federvieh, l.?li0.000 Stücke jeder Art, und 43.330.000 Eier, kann nur eine bedeutende Einfuhr decken. Diese betrug unter der Enns in der bereits erwähnten Periode für 263.433 fl. an Eiern und für 214.230 ss. an Geflügel.

    Die Bienenzucht steht auf bedeutender Stufe, unter der Enns zählt gegen 20.000 Stocke. Varon Ehrenfels errichtete 183ft in Meidling eine neue Vmmischule und betheilt jährlich 5 Dörfer mit Vienen. 1822 bildete sich im Salzkammergut ein Vienenzuchtverein. Im Pinzgau, Marchfeld und auf dem C teinfelde ist die Zucht am stärksten. an den beiden letzleren Orten wercen die großen Heidefelder zur Wanderzucht benützt: im Marchfelo zählt man im Sommer über l0.000, bei Neustadt über 3.000 Stöcke. Unterösterreich erzeugt etwa 3,625 Zentner Honig, Nü Zentner Wachsz, führte aber an Wachs 2.72 l, an Honig i.vll Zentner ein. Wien verbraucht 2,6U3 Zentner Honig, 1.300 Zentner Wachs.

    t03

    Seidenzucht wurde oft versucht, selbst in Salzburg aber nur des Ritter von Heintl Zucht im Freien, zu Nering bei Giunersdorf, hat sich erhalten und scheint sich sogar zu verbreiten.

    Die Jagd ist auch im Crzherzogthum, wie anderwärts, nur ein Schatten ihrer alten Lust, und zuletzt haben die französischen Invasionen die Wildbahn zerstört. ,?06 wurden noch l2 Steinböcke im Salzburgischen gefangen, und um 170« gab es wilde Büffel (?) auf dem Geisberge; beide Thiergattungen smd verschwunden, und die Gemse, die vor dreißig Jahren am Schneeberge noch ziemlich häufig war, ist hier kaum mehr zu finden, selbst in den höchsten Alpen schon ziemlich selten. Erst seit hundert Jahren sind die wilden Schweine und Baren in den nächsten Thalern um Wien ausgerottet, Varen giebt eS aber noch immer in den Alpen, und selbst um den Schneeberg bei Wien wird fast jährlich einer geschossen. 170!) wurden um Mauer« bach bei Wien in drei Jagden 700, <7l3 bei Laa in einer Jagd 300 wilde Schweine geschossen. Wölfe wechseln in strengen Wintern aus Ungarn einzeln herüber, Luchse schon etwas öfter aus Steiermark. Sehr häufig sind Füchse. Ueber die Anzahl des jährlich erlegten Wildes sind nur aus den vier kaiserlichen Nevieren um Wien Angaben von drei Jahren bekannt, nach welchen jährlich erlegt werden an: Noth. und Damm» wild 4«0, Schweinen l.0ü

    Die Fischerei ist bedeutend, namentlich in der Donau, aber die Gewässer sind nicht besonders reich an Fischarten. DerDonau-Ka rp f e ist berühmt, erreicht sieben Pfund, auch der Hecht ist häufig und gut, er erreicht zwölf Pfund. Unter den Flußfischen sind am zahlreichsten noch der Schaiden, bis hundert PfunV, die Grundel, die Barbe, bis fünfzehn Pfund, der Näsling, der Schleie u. s. w. Die Oebirgsbäche und Alpeuseen enthalten Forellenarten, unter denen die Alpettforelle (Tchwarzreuter) schon seltener wird. Die Waldforelle kömmt in den Seen bis auf dreißig Pfund. DerAtter-see ist reich an Huchen, welche sich auch in der größten Tiefe der Donau halten und fünfunddreißig Pfund schwer werden. Seltener sind die Aalrutte, der Aal, der Stör, der Hausen, das Neunauge u. s. w. Durch die Holzstöße hat der Fischfang in den Bergwässern sehr abgenommen. Auf den» Gmundner See wird jährlich im Hochsommer das "Schwebfischen" gehalten. Die Teichfischerei ist sehr gesunken, da viele Teiche urbar gemacht wurden; die unter der EnnS noch übrigen messen «.212 Joch, wovon ob dem Mannhartsberge 4.024. Die meiste» werden alle drei Jahre ausgefischt und

    t09

    dann einmal bebaut. Die größten sind bei Feldsberg, welche allein über l.000 Joch halten; der Nudmanser bei Zwetll hat 72 Joch. — Krebse von besonderer Gut« liefert die Leilha (bis zu 12 Zoll Länge), dann noch die Traun, der Zeller- und Gleinkersee, letztere sind durch ihre Kleinheit berühmt.— Frösche werden für Wien in ziemlicher Menge gefangen; im Pinzgau ist der Froschfang ein Volksfest. Die Donau liefert auch Schildkröten und eßbare Muschelthiere. — Ob der Enns wird auch etwas Perlenfischersi getrieben, in dem Kessel- oder Perlenbache im Innkreise und im Pesenbach bei Ottersheim. In jenem und seinen Nebenbächen wird alle drei Jahre für Rechnung des AerarS gefischt. 182« wurden 3.72ä Perlen erbeutet, darunter mittelmäßige; der Rest war schlechtes Gut. — Schnecken werden wohl häufig gesammelt und gemästet, namentlich bei Windischgarsten ob der Cnns, aber nicht ausreichend für den Vedarf, daher aus Schwaben viele eingeführt werden. Nur wenig ist noch über die schädlichen Thiere zu sagrn, da überhaupt das Land nicht reich an Thieren ist. Ratten sind sehr häufig, wie überall, seit 80 Jahren zeigt sich aber auch die Wanderratte. Hamster sind selten. Lämmergeier sind in Salzburg nicht selten, Geier und Falken sind sehr häufig. — Von schädlichen Reptilien kömmt nur die rothe Kreuzotter (^ululicr (Üw,'«o« oder Nei-n«) vor, die einzige Gift« schlänge deS Landes, aber selten. — Giftige Inselten gibt es zwar nicht, aber di« Miriaden Stechmücken „Gelsen" der Donau »Auen sind lästig genug.

    V e r g b a n.

    Wie überall, so hat auch in Oesterreich die Ausbeute an edlen Metallen abgenommen. Wo sind die Zeiten, denen die berühmten Gewerken Salzburgs, die Veitmoser, Wieseneck u. a. m. ihren Reichthum verdankten? damals, als binnen 30 Jahren (1538 —«2) in Nauris allein über 1.000 bergmännische Nechle vergeben wur» den, und dieses betriebsame Thal über 3.000 Einwohner zählte! — Die Zeiten, wo der Rathhausberg in einem einzigen Jahre »0,000 Dukaten reinen Ertrag spendete?!

    — Die Verweisung der Protestanten aus Salzburg gab dem Bergbau den ersten Schlag; die reichen Nosenberge nahmen ihr ganzes Bergarchio mit fort, 'um die Vekannlwer« dung ihrer Werke zu verhindern. Erst del» Vemühungen des Erzbischofs Hicronymus Colloredo gelang es, den Bergbau wieder zu heben; er brachte »7Ni das Montanisti-cum auf «73,N33 ss., welches bei seinem Antritte nur 462.288 fl. betragen hatte. l«»0 gab das Land an Gold U!5, an Silber «42, l«30 an jenem nur »24, an diesem 3

    — Auf Silber wird außerdem gebaut zu Le 0 gang. — Kupfer gruben sind zu Großarl, Leogang, Mühlbach und Zell. Sie lieferten l«30 ü 10 Zentner, «in Quantum, welches sonst Großarl allein ergab, das l77ä — W jährlich 5.21!) st. rein abwarf. — Bedeutender ist der Vau auf Eisen, zu Agtstein, Dienten,

    llo

    Fla ch au und Werfen ob der Enns, in der A u, zu Erdweis, Franzens thal, Pilten, Reichenau unter der Cnns.

    1820 betrug die Ausbeute ob der EnnS ....". I^.lW unter " „ . . . , . ,<.5«4

    35.732 Zentner. Sie scheint sich aber seitdem sehr gehoben zu haben, denn nach Blmncnbach liefern

    Erdweis.......2.500

    Pillen........ 45.000

    Neichenau.......4.000

    21.500 Zentner.

    Auf Blei wird gebaut zu Leo gang, mit 4ll0 Zentner Ausdeute. — Roth» gülden und St. Michael liefern ü!i3 Zentner Arsenik; Sulzgraben I«3 Zentner Braunstein; G r o ß a r l, Mühldach undZell 72

    Steinkohlen erzeugt ob der Cnns . . . 49.793 unter " " ... 243.40a

    263.,W Zentner, wovon Wien

    jährlich tNo.000 Zenlner verbraucht. Si- brechen zu E sch e l b e r g. Murschberg, Slachemberg, N i l d h u t, Molföeck (l^.000 Zentner) ob der EnnS ; Vru n-kirchen (20.000 Zenlner) , Grünbach , Gr 0 ßau , Ipsitz , Klingenfurt, Obri ^ berg ^.000 Zenlner), Peutenstein, Schauerleiten (100.000 Z), Thalern (7Ü.U00 Zenlner) unter der Lnns. Nolfsegg lieferte aber jchon bis «0.000 Zenlner. Jene von Großau gcben tie besien CoakS. Alaun wird zu C schell) erg, Murschberg , 4«? Zentner, ob der Cnns, und zu V r u » n k i r ch en, Thalern, Iillingdorf, unler der Enns, l.210, zusammen i.7«3 Zenlner gewonnen. Torf ist häufig, aber nur zu Ischl und M 0 0 sbrunn bei Wien, wird er benutzt. ?uu Zenlner Schwefel kommen aus Gr 0 ßarl. Nt ü h l b a ch und Zell. Graphit ist in großer Menge vorhanden, wird aber nur in Nnlerosterreich, zu Marbach, Kloster Nana, Persenbeug und Schönbühl, im Ganzen gegen «0 Zentner,

    gewonnen. Persenbeug, erst 1633 wieder in Van gekommen, liefert einen der vor» züglichstcn Graphite in Europa.

    Unerschöpflich ist (der Reichthum Oberösterreichs an Salz in den drei berühmten Salzbergen zu Hallein, Hallstadt und Ischl, welche 1830 an Steinsalz 3,783, an Sudsalj 515.8«? Zentner, zusammen 51N.650 Zentner lieferten, l8i? aber i.lus.I«?; nach Steiner Ischl und Hallstadt 7?0.«U0, HaUein nach Andrü 4nn.n«,n, asso im Ganzen 1.1?2 Pfund (Fudersalz) und in hölzernen Kufeln zu 12'/, Pfund versendet. Nach Andr«'! beträgt an Ort und Stelle der Verkaufspreis üuu Procent. In Hallein und Ischl sind Soolenbäder eingerichtet. - Salquellen gibt es zu Hall, im Unkenthale und bei Kleinzell, sie werden aber nicht benutzt. — Salpeter Plantagen bestehen an vielen Orten, sie decken aber nicht den Bedarf des Landes.

    Auch an andern seltenern und interessanten Mineralien ist das Land reich, nament° lich Oberöfterreich. Der Nathhausberg, besonders dessen Gipfel, der Kreuzkogel, dann die Kreuzköpfe und der schwarze Kopf in der Fusch, der Neichensoitz, das Wiesbach« Horn u. s. w. sind Wallfahrtsorte der Mineralogen. Bergknstall. Verill, Amelhist, Topas, Smaragd und Granat kommen im Salzburgischen vor. Amiant und gemeiner Asbest sind ziemlich häufig. Ruinenmergel bricht am Sonntagöberge und bei Kloster neuburg. Eine Sleiuölquelle ist bei Gaming u. s. w.

    Gcwerbsflciß*)

    Oesterreich unter der Enns ist nach Vöhmen das gewerbfleißigste Land der Monarchie, ob der Enns steht aber nach seiner Lage und seinen vielen Gebirgen zurück. Das Viertel unter dem Wiener Walde ist mit Fabriken übersäet, wie man eS vielleicht nur in Eng-

    H) Steph. Edi. v, Kccß- D«lsscllung des Fabritt' U!ld Ocwcrdswcscns im österreichischen Kaiser« staate. Vorzüglich

    W. C N, B l u m e n b a cl,: E« sie malische DaxicOung dcr neuesten Fortschritte i>> den Gcwtr« bcn und Mauufaclurcn und tcö gegenwärtige,! Zu,^indcs dcrseU'cn. 2 Bde. u, Wicu u>^.

    Bericht über die erste allgemeine österreichische Gcwcrboproduetcn > Ausstellung in> Jahr »225.

    Nie«, «.

    Natur' und Kunstprodutten - Atta« dcr östtlreichisch - dextschcn ürl-l^ude. 12 Blätter tlcm Foli» Wien,

    2lnt. Nöd«, Adrcsscnbuch der Handlung-Gremien und Fabriken der Haupt» und Rcsidsnzstad Wien uild mehrer Provinzialstadlc. «. Wicn. Erscheint ilihrüch seit iw», icyt durch Schilling.

    land findet. Schon ,8ls bestanden hier 3.l98 Fabriken aller Art. Die zahlreichen Gebirgsbäche dieses Kreises, welche theils ihres starken Falles wegen selten, einige sogar nie zufrieren, begünstigen die Anlage von Wasserwerken, deren damals <2«9 (7ü? Mühlm) gezählt wurden, und nur selten lohnt es sich, Dampfmaschinen aufzu« stellen. l«ll rechnete man IÜ8.000 Mensche», welche unter der Enns sich durch Industrie ernährten, das heißt jeder sechste ris siebente Einwohner. Lichtenstem nahm den Werth der jährlichen Produktion zu M Millionen fl. an, aber sicker zu gering. Ueber die Lehlansialien zur Beförderung des Gewerbfleißes siehe "Viltungsanstal-ten." Wesentlichen Einfluß auf das Cmporblühen der Industrie haben die Ausstellungen von Oewcrbsprodukten. l833 wurde die erste in Linz gehallen, I83ä aber in Wien die erste allgemeine für die gesammte Monarchie, welche künftig alle drei Jahre stattfinden wird. Das polytechnische Institut wurde durch einen eigens hierzu bestimm« ten großartigen Anbau erweitert, in welchem 1L29 die zweite Exposition vor sich geht.

    Die Erzeugung von Vaumwollenwaaren behauptet wohl den ersten Platz. Unter der Cnns bestehen über 40 Spinnereien, welche gegen ä Millionen Pfund Garn liefern. Sie genießen die Vergünstigung, daß alle ausländischen Garne von Nr. 30 abwärts verboten sind. Die größten Spinnereien sind zuPottendorf, mit 2W Maschinen. 47.500 Spindeln, 1.800. Menschen, welche 8.000 Zentner Garn erzeugt; zu Fahrafeld mit 20.000 Spindeln. welche Garne über Nr. <>0 spinnt; zu Echonau; Solcnau; Teesdorf, mit 20,000 Spindeln u. s. w. In der ersten Oewerbsprodukten-Ausstellung erhielten Fahrafeld die goldene, Solenau die silberne Medaille. — Haupt-sitz der Baumwollen weberei ist Wien, wo sie auf hoher Stufe steht; I. Winter erhielt für Vollkommenheit seiner Arbeiten und die große Ausdehnung seiner Unternehmungen die goldene Medaille. Damböck führte erst neuerlich die Ä 0 bbinet« fabrication in die Monarchie ein, und erhielt deßhalb die goldene Medaille.

    S e i d e n z e u g >u a a r e n liefert Wie» viel und gut; die gemusterten Stoffe sind den lombardischen weit voraus, und von den Lyonern nicht mehr unterschieden. Wien zahlt über 30 Fabriken und an l'U0 Meister, welche jahrlich bei 7.000 Zentner rohe Seide verarbeiten. Hornbostel führte die selbstwebenden Stühle ein, und erhielt die goldene Medaille.

    Leinenweberei ist am oberen linken Donauufer herrschend. Dort und zum Theil auch im Hausruck leben ganze Familien davon, aber es gibt keine großen Lein-wandmanufacturen, und das Produkt ist größtenS gröberer und mittclfeiner Art. Ueberhaupt hat die Leincnweberei und Druckerei durch die Vaumwollenarbeilen bedeutend abgenommen. Noch i«>2 zählte man ob dem Mannhartsberge 3.l»7

    Schafwollenwaaren werden wenig gearbeitet. Die kaiserliche Fabrik in Linz, in?2 errichtet, hörte <837 auf, und die Tuchweberei hat sonderbarer Weise nie gedeihen wollen. Eins einzige Tuchfabrik besteht zu Nittersfeld, die aber meistens Stosse für den Orient liefert. Desto wichtiger ist die Fabrication halbschafwolle-ner und feiner Merinossioffe. Die Wiener Shawls sind im Auslande berühmt; I. Vurde erhielt für seine Leistungen die goldene Medaille. — Erheblich ist auch die Verfertigung der Filzhüte; l830 zählte man unter der Enns 2 Manufakturen und 272 Meister. — Einzelne bemerkenswerthe Produkte sind die Veuleltücher aus dem Mühs-kreise; die Ziegenhaarsioffe für Harzseiher aus dem Traunkceise; die baumwollenen braunen "Pfeffertüchel. aus dem Traunkreise, gewöhnliche Kopsbedeckung der Bäuerin-' nen! die baumwollenen Strickwaaren aus ballein.

    N3

    Das zweite Hauptprodult des Landes sind Eisen waaven. Zwei Gegenden sind Hauvtsiß derselben, unter der Enns die sogenannte „Eisenwnrze», ob dcr Enns die Umgebung von Steicr, das österreichische Birmingham genannt, freilich in sehr verjüngtem Maßstabe. Sensen nnd Sicheln sind ein Hauptartikel; die vier alten Kreise ob dcr Enns zählen 4!) Senscnschmirde, der Kreis ob dem Wiener Wald deren 25, im ganzen Lande mögen gegen l00 bestehen. Größere Hammerwerke giebt es über ,40, unter dcr Enns davon ietwa l00. Zu den größten gehören die kaiserlichen zu Hirschwang am Schnecberge, die Groß - Herren ° Hammer-Gesellschaft zu Höllenstein, welche 32.500 Zentner verarbeitet, Fischer's Werke zu St. Aegpd, sämmtlich unter der Enns. Bleche liefert die Fabrik zu Neubruck bei Scheibs bis i4.0l)0 Zentner. Hufschmirdarbeite» liefert das ganze Land sehr gut. Messer aller Art erzeugt der Traunkreis, der über 300 Messerschmiede zählt; die besten liefert Stadt Steier. An den sehr gesuchten Schnappmessern „Taschenfridln" arbeiten allein zu Trattcnbach 27 Meister mit 80 ,Gesellcn; die Nasirmesser von Vadcn, bei Mirn, kennt selbst das Ausland. Degenklingen liefert St. Aegvb in hoher Vollkommenheit. Nägel werden hauptsächlich im Traunkreise gemacht, wo in Loscustcin !03 Meister dafür beschäftigt sind. Die Fabrik Nadclburg, bei Wiener Neustadt, hat ihren Namen von ihrem Probukt. Sie verarbeitet l2 —lü.OON Zentner Kupfer und Zink und beschäftigt 500 Menschen. Die Wiener Stecknadeln kommen bereits den englischen gleich. Waidhofen erzeugt gegen « Millionen Fischangcln; von den feinsten sollen l0.0l»0 auf ein Loth gehen. iSchr tüchtig sind die Arbeiten dcr Wiener Schlosser, deren die Residenz 520 iählt; es besteht für dieselben eine eigene Zeichncnschule. Eisenguß wurde erst ,83R durch I. Glanz eingeführt, dessen Fabrik bereits die fremden Galantcricgugwaaren verdrängte; er erhielt die goldene Medaille. Gußstahl erzeugt Neichcnau. Feilen liefert dcr Traunkreis und St. Aegyd, sie stehen aber den englischen nach. Auf bedeutender Stufe stehen auch die Wiener Spengler' »nd lakirten Blechwaaren. — Für andere Metalle ist besonders v. Nosthorns M e ssi n g fabrik in Oed zu bemerken, mit der goldenen Medaille bctheilt. Ob der Enns hat fünf Mcssingwcrk?, dann zwei Kupferhämmer, unter dcr Enns sieben der letzteren. Von großer Bedeutung dürfte die Maschinenfabrik Noitzmühlc bei Wels werden, i«38 auf Aktien gegründet. Blei-Produkte liefern Obcralm und Kottingbrunn. Für Packfong besteht eine Fabrik bei Neichenau, und dieses Metall verbreitet sich immer mehr. Die Fabrication dcr Zinkbleche ist erst im Entstchcn. — G a la n t er i ewaarcn haben sich erst seit 30 Iahnn gehoben. Wien zählt bei W Gold- und Silbcrarbciter, 17 Juweliere u. s. w. Von ausgezeichneter Tüchtigkeit sind die Wiener Silberwaaren, sowohl nach Form als innerem Werthe des Metalles. Unübertroffen sind die Wiener Perlmuttcrarbeiten. Auch Galanterie - Stahlwaarcn haben sich jetzt so gehoben , daß sie in das Ausland gehen.

    Viele tausend Hände beschäftigen die maimichfachen H olzar be it en. Obrröster-reich .hat an ü«o Sägemühlen, unter dem Wiener Walde bestehen deren allein an 300. Sie schnciden durchgängig mit einem Blatte bci 50 Bretter täglich. Weitra liefert Viele Böttcherwaaren; fast jeder Bauer arbeitet deren. Der Tnnmlreis erzeugt Pflüge, Schaufeln und dergleichen. Das Salztammergut verbrauchte sonst bei 7.U00 Klafter Holz für Fässer nnd Küfcln, aber dieser Bedarf ist zum Glück für die Waldungen bereits auf V, heraligrsunkcn, seit di? Versendung der Salzstöckc zunimmt. Zwei große Sägewerke, die Gosaumühle und die Schatzlsäge liefern die dazu nöthigen Bestandtheile. Letztere hcißt nach ihrem Erbauer (>720) und vereinigt mehre Maschinen, zur Hebung der Blöcke u. s. w. Grobe Drcchslmvaarcn und Spielzeug für Kinder^macht man in dcr Fichtau bci Gmundcn und bei Tirnitz ob dem Wiener Walde, aber sie stehen hinter den Grödner Waaren zurück. Um so schöner, zugleich wohlfeil sind die feinen Drcchölcrwaarcn Wiens; die Stadt zählte l«30 324 Meister. EMcrzoglhum Orsicn'cich v> Schmidl.                                                     g

    1l4

    Anden erzeugt an 1.460 Dutzend Ringe aus Horn und Schildpatt. Pemrrkcnswerth sind noch die Omundner hölzernen 3aba

    Led er wird in großer Menge erzeugt, aber im Allgemeinen ist das Nothleder von keiner guten Qnalit.it. Die Salzburgcr Vaucrn gerben dessen selbst >für den Haus< bedarf. Iufteu und Maroquin wird nicht erzeugt und viel Saffian His dcr Türkei gebracht, aber in Wien gefärbt und wieder zurückgeführt. Glatter Korduan wird gleichfalls eingeführt. Die Lederfabrik von C.Pfeiffer bei Wien ist die größte und beste der Monarchie; sie erhielt die goldene Medaille. In ihr werden 3N0 Menschen beschäftigt nnd jcht anch gegen loo.aoo Felle Saffian erzeugt. Ausgrzcichnct ist die Salzb'irgcr Sämischgrrbcrei. Wiener Schuniachcrarbeit hat selbst im Auslande Rnf. Die Stadt hat l.57O Schuster. Sattler- u„b Riemcrarbcitcn liefert Nien sehr vollkommen, und namentlich die Kutschen sind in ganz Europa geschäht. Handschuhe brachte erst G. Iaquemar in Wien zur Vervollkommnung und erhielt die goldene Medaille. Er beschäftigt über »00 Personen und erzeugt jährlich 4.200 Dutzend Haud« schuhe, wodurch die starke Einfuhr ans Frankreich schon sehr abgenommen hat. !«20 zählte Wien nur an 3U0 Haxdschuharbcitcr, jetzt schon über 3.000.

    Die P apicrfabrikat i 0 n ist erst im Aufblühen. Das Land zählt gegen 30 Fabriken nnd Mühlen. Die größten sind zu Putten, Waltersdorf n. s. w. Gefärbte und gepreßte Papiere macht Nien schon sehr schön. Papierlapctcn werde» erst seit ,7«a gemacht, jetzt in zwei Wiener Fabriken. Die Wiener Spielkarte» sind beliebt. Papier« niach^ liefert Wie» und dcr Hausrucktreis.

    Glasfabriken zählt das Land ,5, davon 8 ob dem Mannhartsbergc; jen< zu Schwarzau ist die beste. Im Allgemeinen wird nur Fenster- und Hohlglas erzeugt. Spiegel liefert die berühmte kaiserliche Fabrik, l?ü4 errichtet, zu Schlögrlmühl an, Schnccberge. Sie gehört unter die besten in Europa und war lange die einzige in der Monarchie, welche die Gläser durch Guß erzeugt. Dcr größte bisher verfertigte Spiegel maß ,2?" Höhe, Z2 Breite. Schleif- nnd Polirwcrke gibt es außerdem drei. — Die Wiener Glasperlen sind eben so schön als wohlfeil.

    DaS Porzellan der kaiserlichen Fabrik zn Nien ist berühmt. Sie beschäftigt 300 Arbeiter und hat,einc Dampfmaschine. Sie ist die Mustrranst.Ut dcr Prival-Iusiitute, mit deren Fortschreiten sic die Erzeugung ordinärer Geschirre aufgeben und sich auf ^nusiwcike beschränken wird. Das Wiener Porzellan hat ans allen die streng-flüssigste Masse, die leichtflüssigste Glasur und die schönste Malerei. Fayence eräuge» sechs, Steingut zwei, Schwarzgrschirr vier Fabriken. Ncißgeschirr (Majolika) u«d Töpfcrwaaren werben in hinlänglicher Menge gemacht. Am Wiencrbrrge si»d vorzüg. liche Ziegelbrennereien. Vcmcrkenswrrth sind auch die thönernrn Tabakspfeifen aus Thercsicnfcld bei Neustadt, und die marmornen Schusscr- oder Schuellkügclchcn, welche eigene Mühlen amSalzburger Unteroberge liefern.

    Ph 0 sikalische Iu strumentc. O. S. Plößlin Wien verfertigt alle Arten optischer Instrumente in so nnübcrtroffcner Vollkommenheit, daß seine Arbeiten als die beslen, in Europa anznsehcn sind. Er erhielt die goldene Medaille. -^ Die Uhl< wachere» ist erst seit »?80 erheblicher, da Kaiser Joseph Genfer Arbeiter berief. Wien zählt M au «70 Uhrmacher und die Großuhrcn stehen in gutem Rufe.

    «l5

    Musikalische Inftrume'ntc werden in Wien in hoher Vollkommenheit gc-macht; namentlich die Klaviere von C. Grafuud I. V.Streicher haben europäischen Nuf. Die Wiener Flötenwcrkc Men als die besten.

    Für Chemische Waaren bestchcnM Fabriken. Die kaiserliche Salmiak- und Vitriolöl-Fabrik ist die größte anf dem Kontinente. Vcmcrkenswcrth ist ihr Platin« kcssel auf hundert Maß. Im PinMu ist eine zweite kaiserliche Vitriolsiederei zu Mühlbach.

    Die Bierbrauerei ist im ganzen Lande eines der wichtigsten Gewerbe. Unter dcrEnns zählt man über UiN Brauhäuser, davon ist jenes zuIeddelsce bei Wien das größte auf dem Kontinente. Es erzeugt jährlich loo.000 Eimer und verbraucht 50.000 Malter Gerste, 400 Zentner Hopfen. Das obcrösterreichische Bier ist aber besser, und wird als „Oberländer" weit verführt. Die besten Brauereien sind dort zu Walchen («2.000 Eimer jährlich), Kaltenhausen, Schärding u> s< w. — Auch die Vrann t w ein brenncrci ist nicht unerheblich. Wien zählt über !l5 und jene zu Ieddelsce erzeugt allein 12.000 Eimer. Im Hochgebirge wird auch viel Beeren-und Enziau - Branntwein gemacht. — Die Essigsicderei aus Wein war einst in der Wachau sehr blühend, hat aber abgenommen, seit auch aus Branntwein Essig bereitet wird; Unteröstcrreich hat über hundert Siedcrcien. Vemerkcnswcrth ist der Senf oder Mostrich aus Ärems.

    Oelpressen und Ocliafsiuerieu nehmen immer mehr zu; um Wien gibt es über dreißig. Ob dem Mamihartsbcrge wird vicl Leinöl bereitet.

    Wien konsumirt au Bier Ü52.105, Branntwein 12.200, Essig 23.500 Eimer, Oel 30.330 Zentner.

    Die kaiserliche Tabakfabrik zu Hainburg ist die größte der Monarchie. Siebe« schäftigt an 000 Menschen und erzeugt 40.000 Zentner Tabak, wovon '/4 Ranchtabak.

    Zu ckerraffinerien gibt es 8 in der Nähe von Wien; Fabriken fürNunkel» rübenzucker 3, für Erdäpfelspruv 2.

    H andcl ^)

    Der Handel dcS Erzherzogthums ist namentlich durch Wien nicht unbedeutend, denn dieses ist der Mittelpunkt des gesummten österreichischen Binnenhandels. Aber dieser Haudel ist hauptsächlich nur innerer und Transit, denu mit dem Auslande ist er nur von geringer Erheblichkeit; wenn man die großen europäischen Handelsstädte zum Maßstabe nimmt. Im Jahre 1832 kamen zum Hauptzollamte in Wien 1.207.579 Zentner Waaren auf 3l.ü48Wägen. Darunter waren ü

    Der innere Handel des Erzherzogthumö hat zu Hauvtgegcnständen aus Untcr-österrcich : Wein, Tabak, Manufakwrwaaren ; aus Oberösterreich Salz-, Vcm-, Mühl« und Schleifsteine, Eisenwaaren, Töpferwaaren, Holz und Holzwaarcn, Leinenwaareu, danu Aiktualien. — Iu die andere» Provinzen gehen Salz (3U>,000 Zcntuer nach Böhmen), Wein und alle ausgezeichneten Produkte der Industrie.— Der Handel mit

    ') Blumeubachs Landeskunde. ». lüb.

    dem Aux^landr ist sehr gesunken, namentlich seit dem Entstehen der norddeutschen Zoll« verbände, aber noch ist cr nicht ganz unbedeutend. Seit zehn Jahren sind die Durch« fnhrzölle bedeutend herabgescht und mehre Einfuhrverbote aufgehoben worden. Haupt-gcgeustände der Ausfuhr sind: Eiscnwaarcn, besonders Sensen, nach Deutschland, Frankreich, Italien, Rußland und dem Orient; Steircr Feilen gehen in dle Schweiz, die Lavante und nach Italien ; Nassrmcsser in die Levante; Taschenfridel nach Nußland; Nägel nach Ungarn; Maultrommrln nach Deutschland, Preußen »nd Italien; Angeln nach Italien. Glaswaaren gehen nach Italien und der Türkei. Wiener Wägen, musikalische nnd optische Instrumente bezieht ganz Europa. Shawls gcbcn nach Deutschland; Schuhmacherwaarcn in die Türkei. Vom I.Mai »828 bis November !829 wurden ans Uütcrostcrreich ausgeführt an Asche »83, Pech ».«22, Flachs 43«, rohen Hauten 15«, Schafwollcnwaarcn l.340 Zentner. — Eingeführt werden hauptsächlich Farbwaarcn, edle Hölzer, Kolonialwaaren, Baumwolle, rohe Häute, Elfenbein u. s. w. In dem oben bezeichneten Termine betrug die Einfuhr unter der Enns an Pottasche 17.5»,, Weinstein 2.«2N, Indigo 3.W0, Krapp «.132, Cnrcmne ».««3, Flachs ?.<«?, Hanf ,2.244, Werg 2N3, Nankin 37», Vobbinct »60, Häute aller Art 4,495 Zentner, Biberfelle 3.555 Stück, Hascnhaarcn 3«0, Schaffüßcn zum Lcimst'cden l.53«, Ochscnhörncr 872, Klauen 2N2, Schafwollenwaaren 273, Wachs 3.72l Zentner. Insbesondere bezog Wien im Jahr 1«32: Materialwaaren und Gewürze li.I!»3, Kaffee 28.507, Zucker ««.579, Kakao 2.9»3, Indigo 3.792, Oel 43.7»5, Baumwolle <^.20U, Baumwollengarn 7.85«, Baum- und Schafwollenzeugc 23.743, Seide und Seiden-Waaren ».794, Leder »3.03«, Wolle 26.325, Wachs 7.557, Wein und andere geistige Getränke »6.5l0 Zentner u. s. w.

    Straßen gibt es wohl im Lande sehr viele, aber weniger eigentliche Kunst« straßen, als die Nähe der Residenz vermuthen ließe. Die meisten haben kcincn Grund-bau, und im stachen Lande werden sie durchgehcnds nur mit Flußgcrölle beschottert. Es mögen etwa bestehen an

    Hauptstraßen.                    Davon mit Grundbau.                    Rebenstraßcn.

    Unter der Enns 134                                           30                                           120

    Ob der Enns               <20                                       lt>                                       200

    2N4                                       40                                       320

    Im stanzen Lande gibt es also gegen 584 Meilen für den Handel benutzbarer Straße», das ist Eine auf »,, UMeile. Das linke Donau - Ufer und Salzburg haben die wenigsten Straßen. Die Neben - oder Kommerzialstraßen werben theils von den Do-nnnien, meistens aber durch Zusammenwirken der Gemeinden hergestellt und unterhalten. Sie stehen unter Aufsicht der Krcisämter, uud viele derselben fiud vortrefflich gebaut, von den Hauptstraßen in nichts verschieden. So sind die Gcbirgsgebcndrn ob dcm Wiener Walde und des Trauukrciscs von vielen guten Straßen durchschnitten, welche.'von den Eiscngewerkschaften unterhalten, und deßhalb auch Eiscnstraßen gemnmt werden. Non Wien laufen sechs Hauptstraßen aus, nemlich die mährische, die bob-mische, die Liuzcr oder deutsche Rcichsstraj/e, die steirische oder italienische und die ungarische. Von Linz gehen außer der deutschen (in zwei Arstcn) noch folgende aus: die bohmisthe, die tiroler, die