OMcher Nr. 36. ft. >l, halbj. N, 5 »n. Y»r b<« ^uNellnn» in« Han» halbl. 5« fr. «lit ber Host go»,!, fl lli. h«ll>i ? »«, Dienstag, 3. Februar. 2»»,»««,»»,,»«»: F«, Ne<«, 3«»««t« »<» p» » Z«Un> »5 tl.. «r«tz«, p« Zeile « kl. z b« 6st«e, 1880. Amtlicher Theil. .Am 8l. Iiinner !88l» wurden in der l. f. Hof« und Staats^ Mlclerci in Nicn die italieilische, biihmische. polnische, »uthenifche. Iwvrnlschr, lroatisc»,«' „nd romamjchc Äu«ssabe des am 2 l. De-»ember I»?9 vurlälifig blosz i» dcr delltjchen ?ll,c>f,alir erschic-nentn Iilli. Stückes des ^eichsgesc^blattes ausflegeden u»d »cr «endet, ^ U^ ^^ « Ar. ilö vom 31. Jänner 1880.) Erkenntnis. ^ Das f, l. llaildcsqcricht als Strafssericht in Prag hat auf nntlag der l l TlaatsaixuaKjchllft mit dem Erlcnntmsje vom 5" Iiinner IWO. Z. l^lii. die Weitcrverbreitllna der Dr»cf. !.. V ' ,,l(^>>llil «, ^NlC^ no LvI»zl,l!!M xf»'l,<,! Illl s»l»!N^e»!N l»u/!^ lwrmoll^cll. I>lÄs»8nl ^lilliilliH Il,!»t,»I»!Vuiui«,. I>«sot,lll.i, uliua «^i». l^", "ach den §ij .'.«e. «.^, !>'.. «tz, :lo2 und .'.03 Lt. O, verboten. Nichtamtlicher Theil. Deutschland und Oesterreich. <> . 3)er als (intgcgnung auf die vom Delegierten ^kihessn v. Hübn er in der öste>reichischen Delega« ^ «rhaltenc sensationelle Rede über die politischen '"llhältüifst' Europas erschienene und im Auszug be-^ telegruphisch signalisierte Artikel der B''rli»e,l "7'"» ln,d w>r glauben umsomehr ihn vollständig ^>edes^'hs„ zu niüsscn. als er, a»s dem telegraphischen ^uq zu schlichen, eine etwas schroffere Fassung «" hal'rn schien, als dies aus dem Wortlaut selbst sich "g'bt. Der bewusste Artikel laulel: ..Das Verhältnis Mischen Deutschland und Oestcr» ^ch'Uügaru ist in der österreichischen D'legatiuu von uen Rednern mit sehr großer Sympathie besprochen ?"lden. Von verschiedenen Seiten wurde dabei betont, ^ es Deutschland sei. welches aus einem oder dem "dnen Grunde die Kosten der besonderen Annäherung " i^sterreich getragen hätte, indem es sich vereinsamt 3 '"Hit „nd die Rückeudeckung bei Oesterreich gesucht Me Pz^ si,,h allzuwenig n, die Geschichte der Äer-^udllln>ik„ zwiscke,, bed.n Staaten eingeweiht, um ^ ^»siH, ,u d,s»!- Rlchnmg formulieren zn tonnen, "Uldkn aber selbst bei der Annahme nichts dabei zu '"""li finde,,, wenn das erste und lebhaftere Ent. ^"kommen yon Deutichlnld g.schehen ist. Auch da» d»,^ ^"lcn wir nicht «n Verglelchnng einzutreten, ff^ da« Einverständnis zu größerem Vm theil ge» tz^l, Deutschland oder Oesterreich. Wenn nicht beide bo^n ,hre wichtigsten I>,ter«ss''n gerade du,ch düse « .^Nation am besten geborgen er.ichteten. so löiillte ""'rhaupt nur von sehr kurzer Daner sein. „Nur über die Gesichtspunkte, von welchen aus man in Deutschland das Ellwernehmen m>< Oesterreich betrachtet, sollte man sich dort nicht täuschen. D»e gegenwärtigen Beziehungen zwischen den beiden Reichen gründen sich auf den Berliner Vertrag. Dieser Vertrag hat als leitendes Moliu den Willen, die Gallan« Halbinsel nicht an Rustzland auszuliefern, vielmehr die Stellung der anderen Mächte, und nameutlich auch die Oesterreichs, dorten zu wahren. Deutschland selbst hat bekanntlich ein unmittelbares Interesse an der Balkan-Halbinsel nicht. Wlchl aber hat es ein nnmittelbare« Interesse an dem festen und gesicherten Bestand Oester» reichs. und dieses Interesses halber, das Deutschland nicht aufgeben wollte, hat sich d^s Ba»o zwischen Deutschland und Nussland gelockert. Wir begehren leine Anerlennuug »nseres Edelmilthcs dieser Politik halber; sie wäre für uns nothwendig, wenn sie uns auch nicht sympathisch wäre. Denn hinter Oesterreich wären sofort wir bedroht, und es ist deshalb verständig, die polit'sche Arbeit sofort gemeinsam auf< zuüchmen. Vergessen sollte man aber in Oesterreich nickt, dass die nächsten Objecte panslavistischcr Politik noch ziemlich absm« lwn D nlschland lleg»'i>. ,.Eme Bemcrlllug des Herrn v. Hübner können wir indessen nicht ohm' Widerspruch hingehen lassen; der Nl'ducr behauptete, dass man in den ersten Jahren »ach dem französischen Kriege in Deutschland an den Anschluss der deutsch« öster,eichischen Provinzen „ge-d,ichl" habt». Herr v. Hilbner ist ein al»er u»d er» sahrener Diploinat. der die Verantwortung solcher A, Häuptlingen leniien nlnss. Wir widersprechen ihm yielllit unbedingt, wir müssen seine Behauptung als vollständig aus der Luft gegriffen bl-zeichuen, wir fordern Herrn v. Hilbner auf, u.lch nur Eine Thatsache zu nennen, die «hn zu einer solch»-u Bemerkung be> rechtigte. Die einzigen Nndentlingeu. deren wir uns cri»nern, sind von Se>t>n des Abg. Jörg ausgegangen, eines in seiner eigenen ultramontanen Partei ziemlich vereinsamten Politikers Herrn Jörg wird man doch wohl die L »lung der deutschen Politik oder auch nur der leitenden Äulkspulitit nicht zur Last setzen können. Viel eher hat ihn Herr v. Hübner selbst auf sein Par-teiconto zu übernehmen. A»f Seiten der maßg, bcnden Parteieil. der liberalen wie cbnsclvativen, bestand eine offenbare und gar nicht zu verkennend? Abneigung, andere Beziehungen zu Oesterreick zu pflegen, als lne strictest inlernatlonalen. Eme Reihe von M^twen wirkte in dieser Richtung zusammen; wir löniun auch nicht Eüi Moment entdecken, welches eine and»»w inge Auffassung anch nur erklären, geschweige rechlferxgen l<>"N. He,r u. Hübner dürfte Uis^che haben, sein galiz unberecht'life^ Urtbe:l, welches d,e G.schlch'e geradezu ailf den K>'pf st'llt, zu nnd^ruf n. Im üb tgen können wir uns aus seiner Rede eine Reihe von Ge» ichtspunkten, welche die Pflege guter Beziehungen zu Rustzland bezwecken, ohne w'iteres aneignen. Wir jehei: leinen Ornnd ein, warum Oesterreich und Deutschland mit emem Vertragstreuen couservativen Russland nicht auf freundichaftlichrm Fuße ve> lehren sollten. „Herr v. Haymerle hat hervorgehoben, dass Deutschland und Oesterreich auch über die Bürgschaften ihres Einvernehmens übereingekommen sind. Es war dies wohl das bedeutungsvollste Wori der Verhandlung." Die Allbergbahn. Wohl auf keinem Gebiete wirtschaftlicher Thätigkeit haben sich die unheilvollen Consequenzen der großen K'isis vom Jahre 1873 in so hohem Grade fühlbar gemacht, wie auf jenem des Eifenbahlibaues. Während noch im Jahre 1874. fast unmittelbar nach bei Katastrophe, in der gesammten österreichisch-ungarischen Monarchie 513 4 Kilometer neuer Bahnlinien dem Verkehre übera/ben wurden, diese Ziffer — hauptsächlich durch die von der Regierung unternommenen Nothstanosbauten — im nächsten Jahre aus 627 3 und im Jahre 1876 sogar auf ttl',7'1 Kilometer ge« stiege» war, beloig die Gesammllänge der neu eröffneten Bahnstrecken im Jahre 1877 bloß 4^4'li. ,m Jahre 1878 326 7 und im abgelaufenen Jahre sogar nur 15)3 Kilometer, wobei der Löwenanihell auf die von d>r Staatsverwaltung erbauten Sli'ck'» Unterdlauburg» Wolssblig, Tarvis'Ponlafcl und Mürzzuschlag Neu-beig in der Gesammllängr von 76 Kllurm'tern entfällt. Das Privatkapital hicll sich sett Ichien consequent vom B.chnbaue fern, und wenn ja hie und da von Privatunternehmeru eine kleine Bahnstrecke zur Ausführung gelangte, so war es in der Regel eine unentbehrliche Verbludungslinie. welche von Seite einer bereits bestehenden größeren Äahngesellschaft für ihre eigenen Zwecke ausgebaut wiude. Das Jahr 188(1 scheint, wie in so mancher anderen, auch in dieser Richtung eine Wendung zum Besseren bringen zu wollen. Von allen Seiten tauchen Project? für eiue Reihe von Srnindörbahnen auf, welche die Wohlthaten der bereits bestehenden Schienen-Verbindungen auch solchen Gegruden zugänglich machen sollen, die bisher vom allgemeinen Verkehre ausgeschlossen waren. Die Regierung hat auch bereits eme Vorlage, betreffend die den Secundärbahnen zu ge-wähvrnden Begünstigungen eingebracht, von welcher man sich wohl eine angem sscne Förderung der bezüg/ lichen Bestrebungen veispicchen darf. Diesertage lst ferner d,r Bev<'ll!näv,t frei nach dem Enalischen bearbeitet von ortagte sie: b'tsez k ' ^'ss Valerie. Sie haben recht. Wir müssen ^hin >^n' ^ bald als es möglich ist, verlassen. Aber lein. y, Uen wir die Schritte wenden? Haben Sie -Uerruandteu?" leine"^ "'!'^ l"'ch irgendwo einmieten, und da ich ^lass" .!'"" "erde halten können, musst du mich "llt T^H^ verlassen?" wiederholte die Dienerin ^—^llnen ,n den Augen. „Nimmermehr! Ich will '^l. «lr ,4!,.», mich an eine Bekannte von mir, die im Regent-Park wohnt, wenden und bei ihr Anfrage hallen, ob sie Zimmer leer stehen habe. Sie Wird Sie gern auf» nehmen und Sie werden es dort gewiss behaglich finden " Valerie nahm di-sen Vorschlag um so lieber an, als sie nur nnq-n, Clifford die Wahl ihrer künftigen Wohnung überlassen hätte. „Gehe mora/n Vo'mittaa. dorthin. Gertrude, nnd miete passende Zimmer für uns Leide," sagte sie. „Ich bin vorläufig noch reichlich mit G>ld versehen, da ich außer den achtzig Pfund Sterling, die mir neulich der Graf St. Berry gab. noch etwas von meiilem Gehalte erübrigt habe. Ich kann mehrere Monate damit unsern Unterhalt bestreiten." Gertrude War ihrer jungen Herrin beim Aus-kleiden behilflich und sodann begaben sich beide Frauen zur Ruhe. (is war sehr zeitig am nächsten Morgen, als Ger» trudc sich auf den Weg machle ,l,,o bald darauf in bester Stimmung wieder zurückkehrte, da sie ihicn Zweck erreicht halte. Mrs William«, eine Landsmännin Gertrud.ns. war sehr erfreut gewesen, sie zu sehen, und hatte ihr zwei neumöblierle. vor kurzem erst frei gewordene Schlaf, und Wohnzimmer zu billigem Preise über» lassen. „Ich sagle ihr. das« sie soqleich da« Zimmer hei» zen und alles in Ordnung bringen lassen solle." be« richtete Vertrude geschäftig. „Ich bat sie auch, einen Topf mit Thissrr ber-it z» halten und für ein Abendessen Sorge zu tragen, und zwar gegen neun Utir, denn dann würden wir dort sein. Sie hatte sich gcoachl dass ich sie bald einmal besuchen würde, d-nn sie hat gehört, dass Miss Wmham gestorben ist. Ich habe ihr nicht gesagt, wo ich iuzwischen war, habe auch nichts von dem Grafen St. Berry erwähnt. Aber ich theilte ihr mit, dass ich jetzt bei der jungen Dame sei. welche die Stellung einer Gesellschafterin bei der alten Mifs Wiicham vertrat. Sie hat noch nicht einmal etwas von Ihnen gewusst, Mis« Valerie! Mr«. Williams lebt sehr zurückgezogen. Sie geht nie aus, außer in die Kirche und auf den Markt. Sie liest niemals, sondern ist immer thätig. S»e hat mehrere (tmwohner und nur ein kleines Mädchen zur Aushilfe. Sie ist eine gute Frau und liebt unser Hochland noch immer." „Wir können also noch heute abend« von hier fortgehen?" „Ja. ich denke, je eher. desto besser." erwiderte die alte Geitrude. ..Ich habe auch sogleich einen Wagen hieher beordert wegen unserer Koffer, die auch schon gepackt siud. Die Dienerfchaft meint, dass Sie Ihre Kleider zur Modistin schicken, der Kutscher aber ,st von mir unter, ichtet, dass er die Koffer zu Mr«, Wil« liams, Rollingsan,'3low bringen soll. Docli ich will lieber sogleich' durch einen Diener das Gepäck fort« schassen lassen, damit der Gras leinen Verdacht schöpft." Sie rief zwei Dieiül he.b.i ,,n^ begab s,ch m deren Begleitung nach dem Ankleibezimmer. damit die 222 im Abgeordnetenhause den lange ersehnten Gesetzentwurf über den Bau der Arlbergbahn bekanntlich bereits eingebracht, in welchem der Beginn des Baues ausdrücklich noch für das laufende Jahr in Aussicht genommen erscheint. Es ist daher vollkommen erklärlich, dass die Industriezweige, welche hauptsächlich aus das Eisenbahnwesen angewiesen sind, darunter na« mentlich Montanwerke, nach langjähriger, fast vollständiger Stagnation wieder neues Leben zu gewinnen anfangen und eine Thätigkeit entfalten, die schon jetzt eine erfreuliche Perspective für die Zukunft eröffnet. Was speciell die Arlbergbahn betrifft, so verspricht man sich von derselben allgemein eine sehr günstige Rückwirkung auf unser gesammtes wirtschaft» liches Leben. In richtiger Würdigung der großen Bedeutung diefer Hauptverkehslinie für die gesammte Monarchie hat die Regierung schon zu wiederholten» malen — in den Jahren 1872 und 1875 — dem Reichsrathe Vorschläge, betreffend den Bau dieser Bahn, ui verbreitet. Würden dieselben entsprechendes Verständnis gefundell haben, dann hätte unsere Monarchie mit aller Ruhe die Wikungen des Handels« und eisenbahn« politischen Systemwkchsels in Deutschland abwarten können, denn im Besitze dieser ausschließlich auf österreichischem Boden befindlichen Schienenstraße wäre es unserer Regierung ein leichtes gewesen, die erhöhten Einfuhrzölle und Bahntarife im deutschen Reiche durch directe Verbindungen mit dem Westen Europas, na« mentlich mit der Schweiz, Frankreich und England, zu paralysieren. Leider hat sich der Reichsrath damals nicht veranlasst gefunden, auf die Intentionen der Regierung einzugehen, trotzdem die Handelskammern der südlichen und südwestlichen Kronländer in wiederholten Petitionen dringend um die Annahme der bo züglichen Vorlage gebeten hatten, und so muss es denn der gegenwärtigen Reichsvertretung vorbehalten bleiben, ein Versäumnis wieder gut zu machen, das sich, nne dl> gegenwärtige Erfahrung mit der deutschen Zollpolitik lehrt, leicht hätte an uns bitter rächen können. Die Trace der Arlbergbahn. welche durch wiederholte eingehende Studien seitens der hervorragendsten Fachmänner unseres Eisenbahnamtes festgestellt worden ist, führt von Innsbruck im Anschlüsse an die Tiroler Linien der Südbahn über Landeck und durct, den Arl« berg zur Verbindung mit der Voravlberger Bahn und dcn an dieselbe anschließenden Schweizer Bahnen. Die ganze Strecke von Innsbruck nach Aludenz hat eine Länge von 137 Kilometer oder 18 deutschen Mei« len und wird nach dem der Regierungsvorlage bei-gegebenen Kostenvoranschlage einen Aufwand von 35.600,000 st. erheischen, d. i. 260.620 st. für das Kilometer oder nahezu 2 Millionen für die Meile. Das Hauptbauobject ist der doppelgleisige Tunnel durch den Arlberg in einer Gesammtlänge von 10,270 Meter, für welchen eine fünf« bis sechsjährige Bauzeit präliminiert ist, wahrend die offenen Strecken in vier Jahren ausgebaut sein sollen. Der Bau soll, wie bereits erwähnt, noch im Laufe des heurigen Jahres in Angriff genommen werden, zu welchem Behufe durch eine besondere Gesetzvorlage für die Kapilal-befchaffung Sorge getragen werden wird. Das ent« sprechende Präliminare ist bereits für jedes einzelne Baujahr festgestellt und weist für das Jahr 1882 den größten Bedarf im Betrage von 7.850,0(w fl. auf. Für das laufende Jahr ist ein Gesammtaufwand von 2.500,000 fl., für das Jahr 1886. wo der Bau zu Ende geführt werden foll, ein folcher von 1.453.000 fl. veranschlagt; doch können diese Ziffern im Laufe dcr Ausführung des Baues noch manche Modification erfahren. Parlamentarisches. Die nächste Plenarsitzung des Herrenhauses findet bereits morgen statt. Auf der Tagesordnung derselben steht das Notstandsgesetz, dessen unverän« derte Annahme von der Budgetcommission beschlossen wurde. Die politische Commission des Herrenhauses tritt heute zur Votierung des Rekrutierungsgesetzes zusammen. Der Club der Liberalen hat den Gesetzentwurf, betreffend die Verwaltung Bosniens, in Be« rathung gezogen und einstimmig beschlossen, nach dcm Antrage des Ausschusses für denselben zu stimmen. In der am 29. v. M. abgehaltenen Abcndsitzung des Steuerausschusses wurde der vom Abgeord' neten Dr. Schaup im Namen der Minorität vorgelegte Entwurf mit 14 gegen 20 Stimmen abgelehnt und die vom Abgeordneten Ritter v. Krzeczunowicz namens der Majorität beantragte Fassung des § 4 des Artikels 1 der Gruudsteuernovelle als Grundlage der Specialdebatte angenommen. § 4. Alinea 1, handelt von der Percentuierung, wogegen die Regierungs» Vorlage zum mindesten während der Arbeiten der Ceutralcommission die Contingentierung verlangt. Regierungsvertreter Sectionsrath Mayer erklärte, dass er dem Antrage der Majorität nicht beistimmen könne. Es wäre dies eine schwere Schädigung des Gemeinwesens. Ehe die Regierung diesen Vorschlag annehmen könnte, würde sie auf das ganze Gesetz Verzicht leisten und die Verzögerung der ganzen Ar» beit um ein Jahr hinnehmen, da sie die Ueberzeugung gewonnen habe, dass nach den Vorschlägen der Ma« jorität die Arbeit schlecht ausfallen müsste und es doch im Interesse der Regierung liege, ein objectiv gutes Operat zustande zu bringen. Man möge dies nur ja für keine Hartnäckigkeit nehmen, denn die Regierung hätte lange Zeit hindurch erwogen, ob Nach« giebigkeit möglich sei; doch liege die unbedingte Nothwendigkeit vor, an dem Gesetze festzuhalten. Abg. Dr. Poklukar bemerkte hierauf: Eine so bestimmte Erklärung habe die Regierung noch nicht abgegeben wie heute. Er werde iin Comite wohl mit der Majorität stimmen, behalte sich aber die Freiheit seiner Abstimmung im Plenum vor, da er das Zu« standetommen des Gesetzes wünsche. — Dieselbe Er« klärung gaben die Abgeordneten Aoamek sen. und Dr. Trojan ab. Hierauf wurde Alinca 1 mit 18 gegen l3 Stimmen angenommen. Abg. Adamcl interpellierte dcn Reqierungsvertrcter, wie die Regierung sich die Ausgleichung der Landes» und Gemeinde» Umlagen denke. Äehnliche Fragen stellten Obmann Fürst Lobkowitz, die Abgeordneten Freiherr v. Dipauli und Graf Vetter. Negierungsvertreter Sectionsrath Mayer erklärte, dass diese Frage ernste Erwägung im Schoße der Regierung gefunden habe; die Regierung sei übrigens der Ansicht, dass, wenn die Reclamationscommissionen im Sinne der Regierung zusammengesetzt seien, so dass sie verlässlich nnd schnell fungieren, die Centralcommission keine erheblichen Veränderungen vornehmen werde. Abg. Stangler gab der Ansicht Ausdruck, dass die Schwierigkeiten, welche die Abgeordneten Fürst Lob» kowih und Freiherr v. Dipauli'hervorgehoben haben, nicht bedeutend seien. — Alinea 2 und 3 des Majoritätsantrages wurden hierauf mit 17 und 15StiM' men angenommen. Mit dcr Minorität stimmte Abg. Dr. Meznil, welcher erklärte, man möge von seiner Abstimmung den Rückschluss auf seine Abstimmung anch im Hause ziehen. Abg. Dr. Ritter v. Wieders-perg verlangte die Annahme ou bloc des Nestes dcr Mänucr die Koffer nach dem Wagen hinuntertragen konnten. Dem Kutscher hatte Gertrude wohlweislich tiefes Schwelgen anbefohlen, um alle späteren Nach« forschungen unmöglich zu machen. „Damit wäre die Hauptsache vollbracht," sagte Gertrude, welche froh darüber war, dass niemand Argwohn geschöpft hatte. «Mrs. Dulton ist im Haushalt beschäftigt und der Graf abwesend, somit ist nie» mandem das Fortschaffen der Koffer aufgefallen. Wir brauchen jetzt nur noch heute abends das Haus unbemerkt zu verlassen und an der nächsten Straßenecke einen Wagen zu nehmen," fuhr Gertrude fort. Valerie feufzte; es fiel ihr schwerer, als sie sich es gedacht hatte, von ihrer neuen Heimat so plötzlich wiedcr zu scheiden. Der Eintritt eines Dieners störte sie in ihrem Nachdenken. Derselbe meldete, dass Mr. Clifford im Empfangszimmer auf das Erscheinen Miss Glooms harrte. Valerie verließ sogleich ihr Gemach und begab sich in den unteren Salon, wo sie von Martin Clif» ford vertraulich begrüßt wurde. «Ich empsieng diesen Morgen von Miss Dunley eincn Brief," begann er leise, „in welchem Sie mich ersucht, für Sie. Mifs Valerie, eine passende Wohnung zu besorgen. Sie schreibt, dass sie Ihnen ihre Gründe mitgetheilt habe, weshalb sie Ihr Entfernen aus diesem Hause wünscht, und dass Sie sich Ihrem Willen ge< neigt erwiesen haben." „Sind Ihnen die Gründe bekannt, Mr. Clif« ford?" fragte das junge Mädchen. „Ja. Ihre Mutter hat mir alles anvertraut. Sie bittet mich auch, Ihnen zu sagen, dass es ihr un« möglich sei. ihr gegebenes Versprechen, Ihnen heute zu schreiben, zu erfüllen. Ich habe mich bereits nach einer Wohnung umgesehen —" «Sie sind sehr freundlich. Sir. aber ich muss Sie bitten, sich nicht weiter zu bemühen. Ich habe schon etwa« Passendes gefunden. Meine Dienerin hat in einem ehrenwerten Hause für uns einige Zimmer gemietet und unser Gepäck bereits dorthin schaffen lassen." ^ In Cliffords Augen leuchtete es hell auf. „Sie haben rasch gehandelt, Miss Valerie," antwortet- er freudig. «Ihre Mutter hat mich nur des« halb mit diesem Auftrage betraut, weil sie fürchtete, dass Sie selbst schwer etwas Geeignetes finden würden. Doch wo befindet sich die von Ihnen gemietete Wohnung?" „Nr. 9, Rollingham.Row, Maxwell^Road, Re« gent.Park." «Wann werden Sie dieses Haus verlassen?" fragte Clifford, nachdem er sich die Adresse notiert hatte, nur mit Mühe seine Aufregung bekämpfend. „Heute abends um ueun Uhr." „Ich werde vor dem .hause auf Sie warten und Sie nach Ihrer neuen Wohnung begleiten," bemerkte Clifford höflich. «Es ist zu spät am'Abend, als dass Sie allein mit Gertrude dorthin fahren könnten." (Fortsetzung solzt.) Majoritätsvorlage. Obmann Fürst Loblowitz erklärte, dass das Elaborat der Majorität lwch gar nicht fertig vorliege, also eine en dloc-Annahme unmöglich und geschäftsordnunqswidrig sei. Hierauf wurde die Sitzung um 10 Uhr geschlossen. Der Budgetausschuss der österreichischen Delegation nahm in seiner Sitzung voin 31. Jänner, entgegen dem herabmindernden Antrage des Referenten, die ursprüngliche Regierungsziffer zul Bedeckung des Heereierfordernisses für Bosnien und die Herzegowina an. Im Laufe dcr Debatte klärte Freiherr v. Haymerle die kirchlichen Verhältnisse i« den occupierten Provinzen auf und wies den Vorwuls der Unverlässlichkeit der Muhainedaner zurück. -^ Del Finanzminister Freiherr v. Hofmann erklärte, dass Colonisalionsprozecte aus dem Auslande und dem I"' lande einliefen. Die ausländischen Projecte musste» jedoch wegen unfertiger Verhältnisse vertagend b? schieden werden. Hagesneuigkeiten. — (Oesterreichischer Staatsgerichts' Hof.) Das Abgeordnetenhaus wird in seiner nächst" Sitzung die Neuwahl des Staatsgerichtshofes. in welchen jedes der beiden Häuser zwölf «unabhängige und gesehkundige Staatsbürger" zu entsenden hat. vornehme« Der Staatsgcrichtshof. der nach sechs Jahren immel erneuert werde» muss. besteht gegenwärtig aus folgende« dierunozwauzig Mitgliedern: Vom Abgeorbnetenhause gewählt: T>r. Ivcevii. Advocat in Zara; Ieremiasch' pensionierter Oberlandesgerichtsrath in Prag; Iom 0. lkaiserfeld, Advocat in Graz; Ritter v. Krainsli. Gutsbesitzer in Wyszatice; Negrelli. pensionierter st' zirksrichter in Primür; Dr. v. Ott, Aovocat in Vrünn l Dr. Nichl. Advocat in Wiener-Neustadt; Oberlandes' gerichtspräsident Schenk in Lemberg,' T>r. Schmeyl^' Advocat in Prag; Landeshauptmann Dr. Sticger >il Klagensurt; Dr Tschurtschenthaler in Innsbruck; ^. , Wiser in Linz. Von, Herrenhause gewählt: Landes' hauptmann Eigner in Linz; Olierlandesgerichtsprasioenl Farfoglia in Innsbruck; Dr. Wilhelm Frantz. Advocat in Wien ; Landgraf Fürstenberg, pensionierter Senats' Präsident in Wien; Landeshauptmann Dr. Rittet v. Kalten egger in Laibach; Baron Kemperlb Oberlandesgerichtspräsioent in Trieft; Senatspräside«' Ritter u. Krenn in Wien; Graf Mazzucheli, pensi^ nierter Laudesgerichtspräsident in Bologna; Baron M^ pensionierter Sectionschef in W,en; Baron Streit, l)be^ lcmoeSgerichtspräsident in Brunn; Hofrath Proses Wahluerg in Wien; Baron Weiß. pensionierter La"^ gerichtspräsident in Salzburg. — (Der Brand im Salzburger »ah«' Hofe.) Ueber den großen Brand, der einen Theil dt» prachtvollen Bahnhofgebäudeö in Salzburg einüschertt, wird aus Salzlinrg vom 29. v. M. geschrieben: „HeU^ morgens vor 3 Uhr signalisierten zwei Schüsse von del Festung herab einen Brand. Gleichzeitig stieg in del Richtung gegen den Bahnhof eine grelle Feuerrbthe a" Himmel auf. und die SchreckenSkunde wurde laut, das» das baierische Aufnahmsgebäude in Flammen st^' Sämmtliche drei Lüschzüge eilten nach dem Vrandplaht' Nicht dcr baierische Flügel, sondern der Mitteltract d" Bahnhofgebäudes stand in hellen Flammen, welche g'el's an dem kleinen Thürmchen hinanstiegen, da» bin»"" kaum einer Stunde tofend und krachend einstürzte. 5)" Brandobject selbst zu retten, war unmöglich geworde"' allein noch galt es. die beiden Seitentracte der W"^ des Feuers zu entreißen. Die Feuerwehr schritt soft" an diese — wie es schien — fast unmöglich zu lose"«" Aufgabe. Nach dreistündiger schwerer Arbeit, bei d" man mit Wassermangel zu kämpfen hatte, gelang es d" Feuerwehr, den baierischen Flügel aller Gefahr zu e^ ziehen, nach weiteren drei Stunden war auch der Ost" reichische Flügel gerettet. Die» war nur den auh" ordentlichen Leistungen der Feuerwehr, der kräftigen "" terstühulig. welche dieselbe seitens des l. l, Militärs "" der Bahnbediensteten fand. zu danken. Der Mittels ist total ausgebrannt. Ueber die Entstehung des Or""°, verlautet nichts Bestimmtes. Man vermuthet, dass a" einem Ofen in der Bahnerhaltungskanzlei ein St" brennender Kohle gefallen sei. das den Iimmerbo^ entzündete und so den Brand hervorrief, doch ist l", eben eine unverbürgte Version. Gerettet wurde, <, zu retten nur möglich war. so namentlich eine H^ lasse, in der sich 000 fl, befanden, und welche «n ^ Zimmer dicht neben jenem stand, aus welche" . Flammen zuerst hervorbrachen. Die Postsendungen ^ übrigen Kassen wurden rechtzeitig in Sicherheit gcl^c ebenso der größte Theil des Mobiliars der vom A" ergriffenen Wohnungen. Dagegen sind sehr viele "^, der Verkehrsiüspection. ein bedeutender Theil der Ka"i^ Einrichtungsstücke, sämmtliche Fahrbillette für die ^ selabahn. sowie die Emrichtimg des österreichische" ^. controlzimmers dcr Vernichtung zum Opfer 9^"^ Nach ungefährer Schätzung beläuft sich der f"c ^f Westbahn durch den Brand erwachsene Sch"^ 5«' bis 60.000 fl." a^ — (Die siebente Großmacht.) 6i"H< sammenstellung der sämmtlichen auf dcr Erde "1^, nenden periodischen Zeitschriften ergibt folgte gell sultate: Es erscheinen jetzt in Oesterreich 1200 He"" 223 und Zeitschriften, in Deutschland 3778. in England! 2509. iu Frankreich 2(XX). in Italien 1226. in Ruf«, land 500 u, s. w.. in Europa zusammen 13.625. Dazu kommen in Asien 387. in Afrika 50. in Amerika 9129 lvon denen der größte Theil auf die Vereinigten Staaten von Nordamerika entfällt). ,n Australien 100 Zeitungen u»d Zeitschriften, was für die ganze Erde eine Summe »on 23.29 l täglichen, wöchentlichen, beziehungsweise monatlichen verschiedenen Vlüttern ergibt. Locales. Die Entsumpsung deö Laibacher Moorgrundes. Vom Vivilmgenieur Josef iterny. I. .. Seitdem die mehrere Jahrzehnte lang bestandene, melstens aus Vureauchcfs zusammengesetzte Laibacher »l. l. MorastentsnlNpfnnqs-Loc-alcommissioil" aufgelöst und die CullN'iermllj des Laibacher Moor^rnndes «n le»e Hände gelegt worden lst, in wel^e dieselbe von ollem Anfange an häite qeleqt werden sollen, wendet I'ch das Interesse begreiflicherweise jenem Vorgänge zu, nach welchem der vor nicht langer Zeit constitniertc ^"ibacher Morastcultur.Hauptansschnss seine Anfgabe ^u erfassen und das jedenfalls erreichbare Ziel der Umwandlung des Moorgrundes in eine Kornkammer für Laibach durchzuführen t> achtet. Es ,st eine bekannte Thatsache, dass die Preise ber NahrunaMuttel schon jetzt m der Hauptstadt La,-"ach, ungeachtet der hohen Verzehruligssteuer. billiger u»d. ak um ftachrn Lande in Kram, und man er-wan-t daher mit emiger Berechtigung, dass nach der ^nzlichen Beendigung der Morastenlsumpfung sich ^tjejz Verhältnis noch günstiger gestallen könnte. Aus ^jeni O> ursde ist der Vorgang bei der Durchführung ?" bezüglichen Arbeiten nicht nnr für den Landwirt, ^ neue Einnahmsquellen zustießen sollen, sondern AH lür die Äeuölterulig allc, Klassen der hart am , ^'"st liegenden Landeshauptstadt Gegenstand einet, Mcheu Interesses. Wenn sich hiebei nnwlllkürlich die u'llge aufdrängt, warum das alles erst jetzt geschieht A!" warum dle so viele Jahrzehnte lang tagende «lolüslcultul'Lommlssion bei emem hinlelcheno vor-W'deuen Funde die Aufgabe nicht längst gelöst hat, ° Muss man die Ursache nur darm suchen, weil diese ^Nlnnssion nicht aus praktischen Männern zusammen« schht war, welcher Uebelstand eben jetzt behoben er» 'Heint, daher sich auch die Erwartungen des Erfolges ^steigert haben. ^ , Aber dieser Erfolg hängt wieder von der Art und ^k'se ab, wie die Sache angegriffen werden will, und Aan lann in dieser Beziehung nur sagen, das« sich der ^lgeustllnd bis jetzt im Zustande der theoretischen Unter« Mung ohne irgend emen prallischen Schaden befindet. "» dürste demnach manchen Leser, besonders den Land» ^lt interessieren, die Meinung zu hören, was man °^ eigentlich thun lann oder thun soll. Dieses wird ets k ledermann auch ohne technische Kenntnisse leicht di m " ^" sich wenigstens vorstellen lönnen durch t -öetrachtung der Ncitnr der Sache und in zweifel« ^>wi Fällen vorzüglich durch das Mittel der Zer-«'ednung. Nur zu der nachherigen Durchführung der ""nnten zweckmäßigen Idee sind manche Mittel noth' .Mg, deren Anwendung allerdings von Fachlennt-"'ssen abhängt, Lin ^' zergliedern wir den Gegenstand. In erster ^'"e handelt es sich jedenfalls nm die Entwässerung Ist ^-"" ^'" Quadratmeilen großen Moorgrundes. ^' ?'k>er Giund nnr einmal trockengelegt, so ist dem - w., auch ohne fremde Hilfe anwenden. Und b'ese ^ '""" den Moorgrund entwässern? Bevor ^ Slage beantwortet werden lann, muss nach den ^ch« « geforscht werden, weshalb überhaupt eine die^. Aufgabe an uns herantritt und weshalb sich selbst ""b und Boden, wie so mancher andere, nicht dasg.^wässert. Aei einigem Nachdenken findet man, ah,^^ Ursache ^j,,^. hoppelte sein lann; entweder die becken^" W"l!" ^'^"' tiefer als das Ableitung«. Aatll/, /"'" '^ ^" ^"'"^ ^^en die gewaltigste der Wulst, '!^' ^^"l die Schwerkraft, zu führen, und zeua. " Gegenkräfte angewendet und durch Mittel er-zu ^„ "dm, deren Kostspieligkeit es hier gar nicht ^lzfii?" V"snch im kleinen, viel weniger zu einer lasse, . "6 ""l b"n ganzen Moorgrunde kommen höher , ^' «der die abzuleitenden Wässer liegen '"sol "° '^ Ablcitungbbecken, in welchem Falle sie Wassers,, ^. Schwei kraft von selbst in den tieferen tine a,,. ^^""^ll" wurden, wenn sie nicht durch bere Krns^ ?^!^ ^"" gehindert wären. Diese an-^sion ,./ '^ ^'^ Gegenanziehnngslraft, die Ad-Pen. Dip m ^ ^"'"^ °^ darans an, diesc zu beseiti-°as ^s.l^/^"'^'"^ dieser Kraft aber geschieht durch b'e V '"'' ^ Gräbenschneiden. Je näher al^' 'st d,e »'!"^' ^'^ leichter wird die Adhäsion K" v N^'^ desto schneller sickert das Wasser von Da ab. .?"'"'. ^fasern und Wnrzeln.assen ab. «'" ledenl Graben das zu cullivierende Land unbenutzbar wird. so muji, je nach den engeren Localverhällnissen ein vernünftiges Ausmaß in der Herstellung der Gräben zur Größe der Bodenfläche beob» achtet werden. Liegt nun die Sohle dieser Gräben, eigentlich der Wasserspisqel in denselben, höher als jener des Beckens, so wird das gesammelte Wasser, nunmehr von der Wirkung der Adhäsion befreit. ,n das Becken abstießen. Ein unterirdisches Rinnen, näm» lich ein solches, wornach sich etwa von selbst gebildete Quellen oder andere gesammelte Wässer in das Becken unterirdisch, nämlich untcr dem Wasserspiegel des Beckens, durch die Bachsohle oder deren Ufer ergießen würden, findet nicht statt, weil dies nur durch Wasserdruck mittelst geschlossener Nöhnn geschehen lann, welche durch die Naln>- gt'b'ldet im Moorgrunoe n,cht verkommen. Dieses alles sind Dlnge. die jeder gebildete Landwilt selbst kennt und welche durch die Zergliederung nur deutlicher uorgeNcten sind. Der Gegenstand wird etwas verwickelter, wenn außer dcn obe,ng< nannten zwei Fällen ein dritter hinzu» kommt, wornach das abzuführende Wasser weder höher noch tiefer, sondern m gleichen« Niveau m,t dem Wasserspiegel des Sammelbeckens liegt oder der Unterschied so gering ist. dass sich das erforderliche G'aben-gefälle schwer herstellen lässt. In diesem Falle müssen alle Mittel angewendet werden, durch welche der Wasserspiegel im Beckcn gesenkt weide« kann, um zum erwünschten Ziele zu gelangen. Bei dem Umstände nun, als die Höhe des Wasserspiegels in jedem Flusse, demnach auch in dcm den Moorgiund durchziehenden Hanptsammclbccken, dem Laibachflusse, je nach den Zuflüssen wechselt, lomml es da»auf an, die Höhen dieser Wasserstänoe und besonders den kleinsten W^sser-stand nebst der Dauer desselben möglichst genau kennen zu lernen. In dieser Beziehung ist hierorts durch die schon seit den vierziger Jahren gesammelten Daten und angefertigte Wasserstandelarten hinlänglich vorgesorgt, uud werden diese Behelfe gute D>ensle leisten. Da nun der Fall möglich lst, dass uilt Bezug auf dlcse Wasse» stände des Lalbachflusses alle drcl der oben aligefülirten Fälle eintreten kömilen, und besonders der letz'genannle Fall, wornach d>e Sammelwässer fast in gleichem Niveau mit dem Normalwasselstand des Lmbachflussl's liegen, gewiss gar oft eintreten wird, so ist es vor allem nothwendig, das ganze BeHand' lungsobjcct genau kennen zu lernen und sich von dem Lasein dieser richtigen Verhältnisse zu überzeugen. M>l ungezähltem Gelde im verschlossenen Säckel lasst sich nicht gut ein Geschäft rationell einleiten, und Gräben bloß nach dem Augenmaße schneiden, lann in eine Sackgasse führen. Aus diesem Grunde ist vor dem Beginne der praktischen Arbeit die Anfertigung eines ^enau.'ll Situations» und Niveauplanes des ganzen Moorqrundes dringend nothwendig, und soll die Art und Weise dieser Anfertigung und der Nutzen der-felben hier erörtert werden. (Fortsetzung folgt.) — (Militär - Per sonalveründerun gen.) Der Commandant deb Infanterieregiments Freiherr von ttuhn Nr. 17. Herr Olicrs« Friedrich Pr,egrr. wurde auf fei« Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand über» nommen und a» seiner Stelle der Neserliecommaxdant in Laibach, Herr Oberst Franz Knobloch, zum Regiments' commandante». und an Stelle des lehlrcn der Herr Oberstlieutenant Johann Braun des Regiments zum Reservecommandllntcn ernannt. — (Tod essall.) In Vresowiz nächst St. Var-thelmä in Unterkrain ist am 27. v. M. der pensionierte l. l Gymnasialprosessor Herr Florian Gregorii nach kurzem Leiden im hohen Alter von 83 Jahren ver« schieden. Der Verstorbene war durch viele Jahre als l. l. Profesfor am Lriestlr Gymnasium thätig gewesen. — ( Casino »Unter Hal tu ng.) Der im Casino« vereine Samstag abexds staltgrfui>de»e zweite Gesell' schastSabend erfreute sich des gleich lebhaften Besuches, wie der vorangegangene, »md verlief in jeder Hinsicht sehr angenehm. Tanzende Paare zählten wir 42. — (Kränzchen der Laibacher Lieder« tafel.) Eine allen Theilnehmern gcwifs in freundlichster Erinnerung bleibende Vereichcrnng erhielt die heurige Faschingschronil durch daö vom Vereius«..Venjamin" un. sercr Stadt — der „Laibacher Liedertafel" — vorgestern abends auf der Schiehstätte veranstaltete Kränz, chen, für dessen glänzende äußere Ausstattung das Co« mlle eifrigst betmiiht gewesen war. Die lebende innere Ausstattung desselben hatte mit bestem Erfolge die Pame»welt selbst besorgt, die sich hiezu außerordentlich zahlreich eingefunden und nahezu 70 Tänzerinnen ins Treffen geführt hatte. Das Sticgenhaus sowie der Vor» saal waren mit Pflanzen. Epheugewinden und Emblemen ebenso reich als gcschinackuoll deeoriert und gewährten gleich beim Entrce einen sehr freundlichen Eindruck. Am Saaleingange wurden die Damen vom Empsangscomite mit zierlichen kleinen Tanzordnu»g«sc,uvenl>rg bedacht, während eine in großem Maßstabe in Farben Pracht» voll ausgeführte Tanzordnung. als deren Compositeur uns ein seines Nrrangcmentsgesch,cls wegen bekanntes Comitimilglied genannt wird. z„r allgemeinen Orientie» rung cine der inneren Saalwände schmückte, Äor Beginn des Tanzes trug der Sängerchor ein aus vier. fast aus» > schließlich heiteren Piecen bestehende» Programm vor/ von dem namentlich der slovenische Chor ,0dl»ölcom" von Kocijankik, dessen Tenor- und Varitonsolo von den Herren Vvhm und Chormeifter Gchulz sehr hübsch gesungen wurden, stürmischen Beifall erntete. Um halb 10 Uhr erüffnete ein Walzer die Reihe der Tänze, zu denen das nach Schluss der Theatervorstellung comple« tierte Streichorchester unter Leitung des Herrn Vtieral unermüdlich aufspielte; die erste Quadrille wurde von 66 Paaren in drei Colonnen getanzt. Die Raststunde wurde von einer, wie wir zu ihrer Anerkennung con» statieren können, sehr rasch durchgeführten Tombola aulgefüllt, die mit besonders zahlreichen Gewinsten aus-gestattet war. wir zählten deren über 30. Das äußerst animierte und vom Comite in der That sehr elegant und geschmackvoll arrangierte Ballfeft, zu dem auch un» fere ausübenden dramatischen Künstlerinnen vier ihrer hervorragendsten Repräsentantinnen entsendet hatten, endete erst in vorgelückter Morgenstunde. — (Klein linder -Vewahranstalt.) Laut dem im In'eratenthcile unseres heutigen Vlatte« veröffentlichte» Rechnungsabschlüsse pro 1679 der hiesigen Klcinlinder-Vewahranstalt bellefen sich die Einnahmen derselben im Jahre 1879 einschließlich des vom Vorjahre überkommenen Kasserestes per 230 fl. 9b kr auf 2204 st. 36 kr. und die factischen Regie»Auslagen auf I5lO st. 78 kr., es erübrigte somit mit 31. Dezember v. I. ein Kasserest von 693 st. 58 kr., wovon 500 st. durch Einlage in die kcainische Sparlasse fruchtbringend kapitalisiert wurden. Pas humane Wirken dieser unter» stühnngswürdigcn Anstalt geht daraus am besten hervor, das« die Zahl der dieselbe besuchenden Kleinen «it Schluss de» abgelaufenen Jahres 72Knaben und 94 Mädchen, im ganzen somit 166 Kinder aus allen Gtadt-theilen betrug, von denen ein großer Theil die Winter» monnte hindurch in der Anstalt auch unentgeltlich über Mittag vtllöstigt wird. — (Theater.) Der französische Schwank ,Nm Narren se«l der Liebe" von Varicrre, mit dem u»s die Direction am Samstag nach einem tagsvorher ,wegen Vorbereitung" geschlossenen Theaterabende bedachte, erlitt — um es gleich vorneherein zu confta-tierrll — einen zwar nicht lauten, aber darum nicht minder entschiedene» Porchfall und erwies sich als eine Bereicherung unseres Rrpcrto res, zu der weder das Publicnm noch die Direction sich zu gratulieren Anlas» hal»en dürfte. War das Haus auch gut besucht und strllcilweise sogar beifallslustig geslimmt, so aalt der Applaus, wie wir, wohl ohne auf ein Veto zu stoßen, annehmen dürfen, gewiss nur der im ganzen recht muu-tere,l Aufführung, keineswegs aber dem Stücke selbst. Letzteres ist eine geschmacklose und zugleich ennuyanle französische Komödie, an der wir auch den witzigen und geistvollen Dialog, der sonst selbst die unbedeutendsten Vühnenproducte dieser Provenienz mehr oder minder auszuzeichnen pflegt, vollends vermissen' die Gesellschaft, die sie uns vorführt, ist eine so anrüchig gemischte, die Handlung und der scenische Aufbau endlich so albern und abgeschmackt, dass der Oesammteindruck auf den gebildeten und urthellefähigrren Theil des Pudlicum» nur ein ungünstiger sein lann. Im Interesse der Direction, die im vorliegenden Falle vermuthlich selbst nur das Opfer mangelhafter Information geworden, küimen wir daher den Amwand der zur Vorführung dieser Novität nöthigen Mühen und Kosten nur bedauern. — Die Aufführung war im großen und ganzen, wie schon erwähnt, recht gut. Mit Ausnahme des Herrn Mond-heim, der feiner Rolle nicht genügend mächtig war. ge» l'ürt allen Mitwirkenden, in erster Linie den Damen Frau Andreae»Kühn und Frl Bellau und den Herren Valajthy und Frederigk, die vollste Anerkennung — (Aus dem Ger ichtHjaale.) Der in Laibach als Greisler etabliert gewesene Aoton Gregorli aus Plaiiina. welcher zu Vegiu» des vorigen Jahre» eine« schönen Tages untcr Zurücklassung von Schulden und untcr Mtnahme seines Warenvorralhes aus Laibach verschwunden war und gleich darauf denselben Schwindel in Graz nnd Trieft durchgeführt hatte, stand am 30ften v. M. dieses betrügerischen Vorgehens wegen vor dem Grazer Schwurgerichtshofe, Die Anklage legte demselben vier BetrugSfactcn. darunter auch die Contrahierung einer betrügerischen Schuld >m Vetrage von I5i5 st bei der Firma T. Holz-r in Laibach, zur Last. Auf Grund des Verdictes 5er Geschwornen wurde der 56jährige Angeklagte des Verbrechens des Vetruge» schuldig erkannt und zu zehnmonatllcher schwerer Kerlcrftrase verurtheilt. — (Freischürfe in dem M ont angebiete von Idrill.) Die Vrrgbau Unternehmer Georg Vrlitsch nnd A P Krohn bewarben sich im Jahre l878 um die Verleihung einer Anzahl von im Idrwner Montangebiete gelegenen Fieischürsen. welchem Ansuchen seiteu» der competentcn Vergbehol.de stattgegeben wurde. Dagegen remonftrierte die ärarische Vergbaudirection in Idriu nnd verlangte die bergliücherliche Löschung der verliehenen Frelschürfe. indem dieselben in dem Rsservatgebitte des AerarS liegen und deren Privatbetrieb mit s>em Refer-vatrechte. d i. mit dem ausschlirßlichen Vetrietisrechle de» Nerars. in dem erwähnten Gebiete coll'biere. Die Verg-hauptmannschaft Kla^enfult erkannte auf Löschung der Freischürfe, und das Ackell'aumm'stsrium bestätigte diese» Elleuntuis unter Hmwe.e aus den .Ferdlnande'schlN «24 Ausgleich" vom Jahre 1524 und die „Carolinisch« Vergordnung" vom Jahre 1580, durch welche das aus» schließlich« Bergbaudctriebsrecht des Aerart in dem be« treffenden idrlanischen Montangebiete festgestellt wird, und mit Berufung auf die Verordnung des Finanz» Ministeriums vom 18. Juni 1857, durch welche dieses Reservatrecht des Aerars bestätigt wird. Gegen diese Entscheidung nun wurde die Beschwerde beim k. l. Ver« waltungs'Getichtshofe erhoben. In der am 31. v. M gepflogenen Verhandlung führte der Vertreter der Ve< schwerde, Dr. Alois Millanich. im wesentlichen aus. dass durch die oberwähnten Urkunden aus dem 16. Jahr« hundert dem Aerar das Monopol der Quecksilberausbeute in dem Idrianer Bergwerke gewährleistet wurde, welches Monopol jedoch durch ein Hofdecret vom Dezember 1785 o sgehoben worden; es sei sohin die Finanz-Mimsterial« obwaltn' g vom 18. Juni 1857, insofern sie dem Aerar das ausschließliche Tchürfungsrecht auch in Bezug auf andere Mineralien zuspricht, rechtsunwirksam. Der Ver-waltungs.Gerichtshof (Vorsitzender: Präsident Freiherr v. Stählin) erkannte, er sei nicht berufen, in eine Prüfung der schon vor Activierung des Vcrwaltungs'Gerichts-Hofes rechtskräftig gewordenen Finanz-Ministerialoerord« nung einzugehen, im Geiste dieser Verordnung müsse jedoch angenommen werden, dass sich das Reservatrecht des Aerars allerdings auf alle zu erschließenden Mine» rialien erstrecke. Die Beschwerde müsse daher als gesetzlich unbegründet zurückgewiesen werden. — (Staatslotterie.) Die heuer für militärische Wohlthätigkeitszwccke angeordnete Staatslotterie» ziehung wird am 12. Februar d. I. iu Wien im Bei» sein der behördlichen Commission abgehalten werden. Iur Auslosung kommt die große Al.zahl von 0272 Gewinsten, bestehend in ö. W. st. 151.200 Papierrente und iu Bargewinsten von 79.000 ft. Der grüßte Treffer beträgt 0. W. si. 70.000. der kleinste mindestens 10 si._____________________________________ Neueste Post. Origilial«Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 2. Februar. Der deutsch-böhmischefPartei-tag beschloss unter Geheimhaltung der aefassten Be» schlüsse über Antrag des Dr. Herbst die Beauftragung eines Fünfzehner°Eomites mit der Ausführung des Modus diefer Befchlüsse. Wien, 2. Februar. Wie die Mont.-Rev." meldet, ist für die Geldbeschaffung für die Arlbergbahn die Ausgabe von fünfprocentigen Papier.Pfandbriefen, für welche außer der Eisenbahn selbst noch die ge» sammten Staatseinkünfte haften follen, in Aussicht ge-nommen. — Gutem Vernehmen nach dürfte eine Herabsehung des Zmsfußcs der Salinenscheine inlürze er-folgen. Verliu, 2. Februar. Die ..Nordd. Allq. Ztg." be> zeichnet die an die italienische Reise des Kronprinzen geknüpften Conjecture« als unrichtig. Es fei eii, na« türliches Vorkommnis, dass der Kronprinz seine in Pegli weilende Familie besucht und möglicherweise mit ihr die gemeinsame Rückreise antrete. — Der russische Botschafter Oubril reist im Laufe dieser Woche von hler nach Wien ab. Paris, 1. Februar. Granier aus Cassagnac (Vater) ist gestorben. Madrid, I.Februar. Erzherzog Rainer wird am 3. Februar hier eintreffen. Petersburg, 1. Februar. Unter den bei der Ent« dcckung der geheimen Druckerei Verhafteten befanden sich zwei Frauen und zwei Männer. Die fünfte Person, welche den Selbstmord begicng, war, wie verlautet, der aus frühereil Processen bekannte politische Verbrecher Namens Deutsch, der seit lange gesucht wird. Die Wohnung, woselbst die Druckerei aufgefunden wurde, ist im fünften Stock eines großen, steinernen Hauses gelegen. Die Einwohner waren unter falschen Namen als Kleinbürger Liszenko. nebst Frau und Köchin, bekannt und bezogen die Wohnung im Monate August. — Der Polizei'pristav Müller und dessm Gehilfe Effenbach, welche mit Lebensgefahr die Ver. Haftung vollzogen, wmden durch Rangbefikderung belohnt und mit dem Wladimir»Orden decoriert. Constantinopcl, 1. Februar. Der heutige Minister« rath wird sich mit der griechischen Frage beschäftigen. — Graf Dubsky wird in der nächsten Woche vom Sultan empfangen werden. Bern. 30. Jänner. Gestern fand eine Con« ferenz zwischen Abgeordneten des Bnndesrathes, der österreichischen Regierung, der D!rectioneu der Nordwestbahn, Centralbahn, der vereinigten Schweizer Bahnen, der Iurabahnen und Westbahuen über die zukünftigen Tarifverhältnisse im Verkehre der Arlberg-bahn mit den schweizerischen Bahnen statt. In der allgemein gehaltenen Uebereinkunft — jetzt konnten die Details noch nicht festgesetzt werden — wurde Oesterreich die Zusichenmq ertheilt, dass die Arlberg« bahn jeweilig bei jeder Verkehrsart auf gleiche Linie wie die meist begünstigten ausländischen Bahnen gestellt werden solle. Alle Delegierteil unterzeichneten, mit Ausnahme jenes der Nordostbahn, welcher sich die Entscheidung seiner Gesellschaft vorbehielt. Petersburg, 31. Jänner. Der „ Regierungs' böte" berichtet, dass die Polizei in der Nacht vom :i9. auf den 30. Jänner eine Hausdurchsuchung in der Sappcurstraße vornahm; sie fand dir Wohnung geschlossen, und nachdem die Thüre geöffnet worden war, ertönte ein Schuss. welchem mehrere >2nderc Schüsse folgten. Die Polizei fand drei Männer und zwei Frauen, welche zu schießen fortfuhren; der Polizei-officier wurde hiebei contusioniert, c in Bewohner tödtete sich durch einen Revoluerschuss. >?ie Verbrecher wurden verhastet. Vorgefunden wurden: eine Druck-presse, eine enorme Auflage einer eb s,., ,r. N. fi Weizen pr. hektollt, 10 40 l176Wutter pr. Kilo . -,?0 -! — Korn „ 6 50 6 5^Eicr pr. Stück . 21 — — Gerste (neu) „ 5 20 5 1? Milch pr. Liter — 8 —' - Hafer ^ 3 25 !'. ^Rindfleisch pr. Kilo - 58 - >- halbfrucht « -,- 8 30 Kalbfleisch „ ^,54—,.. Heiden ^ 5 20 5 50-chweiucfleisch .. —^48 -^— Hirse ., 5 !. I 3 nner. Franz Walant. Realschüler, 19.1, Petcrsstraße Nr. 42. Diphthentis. Den 2. Februar. Maria Krasevtt. Ttadttvachman«^ tochter, 1 I. Karlstädterstrakc Nr, 6. LronekiU« »cut». - 3°' hann Starit. Sträfling. 23 I. Castellgasse Nr. 12. Tuberculose. - Maria Pcteani. Arbeitelsgattin. 5? I.. Töpfersteig Nr."' Apoplczia. Im llivilspitale: Den 31. Iänner. Matthäus Lenaritt, Taglähner, 40 I, ^poploli» eerodri. ____________________^^^. Lottoziehungen vom 31. Jänner: Wien: 37 44 75, 54 I I. Graz: 79 15, 54 84 80. Meteorologische Beobachtungen in Lllibach^. NiMg '749 39^-^3 9 SW. schwach Nebel 31. 2 „ N. 749:^5 — 0 6 O. schwach ^ bcioöltt 000 9 „ Äb, ?.->0 71 !^^ü 6 NÄ, schwach, bewöllt_____^ ?U.Mg. 750 42, — 7 0 N. schwach Nebel j. 2 „ N. 74863 - 47 NNW schw. Nebel 0'0s 9 « Ab. 74313 - 78 N, schwach Nebel ^. 7U.Mg, 748 73 —12 0 N. schwach! Nebel j 2 « N. 747 47 —7 7,NNschwach heiter 0u Zunehmen. Das lagesmittel der Temperatur as :'.1. v M. .".4". am l. d. —65° und am 2. —110", be> ziehungswcisc um 2 «'. 5 4«^ und 9 »Gunter dem Normale^^ Verantwortlicher Redacteur: Ott 0 mar Vnmberg W Tchmcrzerfüllt geben die Gescitigten Nachricht W ^ uon dem Hinscheiden ihres unvergesSlichen Vatten, M M beziehunllLwcise Onkels, dcs Herrn W W l. k. Oymnasilllprofcssors im iliuhestande. ^ W welcher am 27. Jänner 1880. nacht« il.'^UHr. ver- ^ M sehen mit dcn heil. Sterbesacramenten, im U3. Bebens- W M jähre selig im Herrn entschlafen ist. W ^ Das Leichenbegängnis zum Fricdhofe in St. M « Marein bei St. Varthelmä wird am U0. Jänner M M 1880 um 9 Uhr früh stattfinden, > M Die heil. Seelenmessen werden in mehreren D Kirchen gelesen werden. M M Der theuere Verstorbene wird dem srommcn D ^ Andenken empfohlen. M W Vresowiz bei Et. Varthelmä, am 27, Jänner 1880. M W ^o»ellue (^l-e^orlö geb. Ilr»Ä»N»ute, Gattin. M ^ Hliolluel (^re^vrlö, ^calitätclibcslher, und t'l»«« > ^ cire^orlö, l. l, öteueramtsbcamtcr, Neffen, W W Allen Freunden und Velannten wird lziemit W M zur Nachricht gebracht, dass es Hott dem Allmäch- W « «gen gefallen hat, Frau W > Maria Eisenzapf, » W l. k. Vrundbuchsführers.Witwe, W W «"^ ^' ??rullr 1880 nach kurzen Leiden im 74ste« W « Lebcns,ahre ins bessere Jenseits abzuberufen. > W ^ /.clS Leichenbegängnis findet am 2, Fcbru« » ^ 4 Uhr nachmittags auf dcn hiesigen Fricohof statt. > W A" ^lligen Leelcnmessen werden in der hiesi' > « gen Pfarrkirche gelesen werden, > W Dlc theure verblichene wird dem frommen W ^ Ändenlen empfohlen. D W S ciscnberg am 1. Februar 1880, > W Die trauernden Hinterbliebene«. > 3^M se^ellc^t R""' ^^' ^"""' ^ ^^ ^" ^^^ ""' '^^^"^" bezüglich der Renten, in ausgezeichneter Stimmung und haussierte auhtrdcm cine ansehnliche Reihe c G«ld war« Papierrente........72— 7210 Eilbnrent«........73— 7310 Voidrente.........80 Domänen «Pfandbriefe ... 146— 146 t,0 Oesterr. Echahschcine 1881 rücl» zahlbar.........101— 10! 50 Oesteri. Schahscheine 1882 rück» zahlbar........I0l 2b 102- Unganjche Voldrente .... 10?.«.0 w:^«) Ungarische Eisenbahn.Nnleihe . 1192) 1l9?5 Ungarische Eisenbahn«Anleihe, Cumulatlvslücke......119 25 11975 Ungarische Echahanw. vom I, 1674..........- - —- Nnlehen der Stadtgemeind« W,en !n V. V......101' WI 50 «rn»»entl«tt«»«s r»li««ti,nen Vöhmen.........103 - 104 - Nlederöfterreich......104 7k W525 Gallzien.........9?— 9750 Eiebenbiirgen.......87— 87-5') lemeser Vaxat......88 2.'» 837t> Ungarn..........8sb0 so «ctle« v«> Vanlen «nalo-österr. Nanl.....16)50 ,«0?.°. lreditanstal: .......30340 303 50 Depositenbank.......22« 22? Creditamto.lt. unaar.....2?8'?5 273'- Oesterreichlsch« ungarische Nanl 840 84 l — Unionbanl ........125 50 12>- Verkehrsbant.......'4550 14S- Wiener Äantverein.....165b« lbA klcile« »«» tran«h«rtN«t«rneh-«»n«e». Nlsgld.Vabn .......151 15! 50 Donau-Dampfschiff-Gesellschaft «I« d 50 129 50 Ungarische Noroostbahn , . . 142— 142:»,) Wiener Ira,nwa>i'Oelellschaft 2^6 50 237— Pfandbriefe. «lla.üst. Nodencreditanst.!i.«d.) II8 40 11^8'' , „ « 75, 10l2ö Oesterrcichisch. ungarische Nanl 102^.) i>,2 4l> Ung, Äoosüe.edlt.Inst, (H.n..... 171 50 lA«z ^üdbahii ^ .'z«/, . . . 122 >^z . i 5'/....... 1(i92ä 10" «e»lle». Äus beutschc Pliih«..... 5725 ^zO London, kurze 3>cht .... 11720 l'^g London, lange Ticht .... 11730 >'^b Pari».......... 49t»b *" «eldlsrte«. »«d """< ft, Ducnten .... 5 fl. 54 kr. b st-^g -Navoleonsdor , s . 3?'/. . s . ^ Deutsche UeichK. all ^ Noten .... 57 . 90 . b? . ^ -Zilbergulden . . — , — » '"" Krainlsche <«rundentlastu'lg»«(?!'liaatll"'^ G,,d 97 _ O^„ .... ^ ««chlrag: um 1 u„r l» vcmuien neueren: Papierrent« « lu d<» ?» ^ «moment« ?« 10 bl« I»'«.'. V0loreme »y4O vl« «tzz> z«bit 300 40 bi« 300