Nr. 9. Freitag, 12. Jänner 1906. 125. Jahrgang. Wtmcher Zeitung Prännm eralionöprtis: Mit P °sl uerjr» d » nn : nnnzjälnia »« X, halbjäl>r>« ,l> «. Im KoiXor: „nnzjälirin ^ <» «, !)all>>ählin N l<. ssür die ^lnslsNiins, !»«< ,^ni,« nmizMnl, 2 «, Inserlionontbi,»,! : ssiir llrinc Inscrals 1 bis zu 4 Zeile» 5U l>, niös,ere prr Zeilr l!i I>^ liei üslere» Wiedühuliiünr» per Zeile « k. ^ Die »llailinchrr Zeitung» rrlchei»! lässlich, mi! Änsüahmr der ^o»u- »nd Frierlr, ><>, Sprechstunden der ttirdaliil'» uoii « l>iü N» Ul»r bor» lüiiws,«, U,,linül>s!!e Bliese werde» »ichl ansssnumnieii Mniulilrilüe »ich! ^liliiilnestsll!. l Amtlicher Teil. Teine k. und k. Apostolische Majestät haben nnt Allerhöchster Entfchließuug vom 5. Jänner d. I. dl.n Oberlandesgerichtsrat bei dein Landesgerichte in Lailiach Dr. Alois ^ o h n zu,n Rate des Ober-landesgcrichtes in <»raz und den mit dem Titel uud Charakter eines Oberlaudesgerichtsrates bekleide-ten Landesgcrichtsrat Iuliuö PoIec in Laibach zum Oberlandesgerichtsrate bei dem Landesgerichtc daselbst allergnädigst zu ernennen geruht. K' l e i n in. i'. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 10. Jänner 1306 (Nr. 6) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeug» nisse verboten: Nr. 1? «ron«! 2 I5u. Dezember r. St. oder 7. Jänner n. St. nicht aufgehört hat, so cr^ heben wir uus znm 1./14. Jänner gegen Euch und Ucrdeu Euch parieren lehren; wir werden Eua, den frieden in der heiligen Krcmlstadt diktierm." Diese erste, von den Bauern vernehmbare Stimme erklingt für die Anfwiegler ernst genug. Wer die russischen Bauern kennt, den erfüllt eiu Graueu schon bei der Vorstellung des Bildes von den furchtbaren Ereigin'sseu, die eintreten würden, wenn diese leidenschaftlichen Massen sich erheben sollten um ^llist^die Rechnung mit der Revolution abzuschlie ßlu. ^m übrigen dringt allgemein das Bewußtsein durch, daß die Regierung mit dein Niedcrbru', 5er Revolution stark gewordeir ist uud an Kraft m!t jedem Tage zuninnnt. Ob die blutigeu Tage vou Moskau mit ihren Greuelszeuen, denen zahllose Unschuldige zum Opfer gefallen siud, die Zerstörung von wertvollem Hab nnd Gut notwendig war, nm die geladene Atmosphäre zu reinigen und frische Lnftznfnhr zu schaffen, oder ob der Regierung der Vorwurf anhaften bleibt, im Moment.' böchster Gefahren für Gnt und Leben ihrer Unter-wnen eine nntätig zuwartende Haltung beobachtet zu haben, das wird erst die zukünftige Geschichts-s.breibnng zu entscheiden haben. Gewiß aber ist, daß die schroffsten Repressivmaßregeln seitens der Regierung im letzten Stadinm der überhandneh' mcnden Revolution noch als glimpfliche bezeichnet werden muffen, wenn man dem gegenüberstellt, was von einer blut- und beutegierigen, ertatifchen .s'l,.lde von Übeltätern an Tausenden und aber Tal:-stnden von körperlich und wirtschaftlich zugrunde gerichteten Eristenzcn verschuldet wurde. Nunmehr fühlt die Bevölkerung wieder Boden unter den ^üßen und gewinnt so das Bewußtsein zurück, daß l's eine Regierung im Lande gibt, anf die sie sich stützen kann. Noch in der Vorwoche bestanden hier« über ernste Zweifel; die Aufraffung der Regierung 5,u festentschlossoner Tat erfolgte in zwölfter Stunde. Politische Uebersicht. Laib ach, 11. Jänner. Die „Neue Freie Presse" meldet: Wie man uns von informierter Seile mitteilt, sind die Meldungen über Pourparlers der Mitglieder des H erreuhausc s über dieW a h l r ef or m-frage zum mindesten als verfrüht zu bezeichnen. Sie mögen dadurch entstanden sein, daß für die nächste Woche eine große Zahl von Mitgliedern dcs Herrenhauses ihr Erscheinen in Wien angekündigt hat, was aber mit der am 20. Jänner stai:-findenden Hoffestlichkeit, dem Hofball, zusammenhängt. Ob bei dieser Gelegenheit sich ein Austausch der Mcinuugeu über die Wahlreform ergeben wird, ist zum mindesten nicht im voraus sicherzustellen: gewiß ist nur, daß eine offizielle Verständigung zu emer Beratung der Reform des Herrenhauses nicht stattgefunden hat. Es hat übrigens den Anschein, daß man die Beratung über die Reform des Herrenhauses in diesen Kreisen nicht für allzu dringend lalt, da man der Meinung ist, daß die Schwierig-l>.iten, welche sich der Wahlreform im Abgeordne tcnhause entgegcntürmcn, eine rasche Erledigung dcr Nahlreformfrage jetzt noch ungewiß machen. In keinem ^alle hält man in diesen Kreisen d'e ^rage der Reform des Herrenhauses für fo akut, daß man sie noch vor dem Erscheinen der .Regie-rungsvorlage zu diskutieren für uötig erachtet. DeuMeton. Die Eissee Novellette von M^thild«.' Hipp. ^ (Schluß.) Nort?^ Leutnant war auf ein paar abweisende Daß Vo^^ "" Wundliches Gewähren gefaßt, bob d^Ä^I^I,"'"' d"' swlzon Kopf noch höher ""5 ihron d k '. ^' "' zusanuneuzog, Zornesblwe "»on Laut b,^ -"" ""^" sch"s'. und, ohue a.m, ilnMloeu^^'^lll^',, suchen Muuo zu briu-lM .;nd u ch .^ ^u Fragesteller wie einen lästi-~ das '. ^ stchcn ließ war aber trotzd ^ "wartet! Er ste loirklich schive "zu ,robe. ?^"'' ^'"'""^ ^'"l or jetzt als der Spukte ,'!!"' "^^'"^ weil werde. Ihre Tchroffle «i^ l'si'5' .^'" ^'" 'ich leid, denn s'i.u' mde H K '"chts Beleidigendes gehabt^^''''""' "'^ '" Mauz in ihren Au^n na,ls^ ^'' '^ ^er darin gesehen, schien die il"^^^ ^.'sce mehr e.ne.n Prinzip als ihrer Eiamtünl.V, ^!U^X "llo war di^o»^^^ do.n ^^''" s'"^' '"' "^'" l^r nichts aus n''d >'a > di. l!^^''-^'' "'ameraden lachend an Kondolenzen, witzig em- d"lam' m^/ /?ut'n N'l> osfenknndig seiner Ni.-l"nnt^ft n ', '^"""'^ u"d gaben eine B. ^ck.nedd ,. ^ ' ^'.^"' »o.lil oder iidel auf, ''n w ^s^w"" U'u das verux'ttete ^riihstiul misch anspruchsvollen Gästen gegenüber als nobler, amüsanter Wirt, der auch deu ^ekt nicht sparte. Nie gleichgültig er aber den freunden gegenüber den svall „Winzer" nahm, innerlich beschäftigte cr sich viel damit. Er befürchtete vor allem, Beate n öchte nnn eine >^,'itlang etlva gar nicht anf die Eisbahn kommen, aber schon am folgenden Nachmittage war sie wieder da. Er weidete sich an dem Anblick ihrer biegsamen ^igur, jedoch »hue daß sil. es merkte, denn er ignorierte sie von nun ab mit gelasseuer Kousequenz. Das verdutzte sie, und öfter als sie wußte verirrten sich ihre Blicke zu ihm. dcn sie sofort wiedererkannte, obwohl er heute in Uniform lief. Was Schmedding nie getan, betrieb er jetzt mit Fanatismus: er brachte den Regiments deinen Kuustlaufen bei, glitt bald mit dieser, bald mit jener Anfängerin über die glatte Bahn, tat scharmant mit allen, nnd wurde von den entzückte:,, dankbaren Damen fast zerrissen. Wenn Beate Winzer im Vorüberfahren das Lachen der fröhlichen Gesellschaft hörte und Schmcd-diug mitten druuter fah, da stieg es bitter in ihr cm? und die Augen verdunkelten sich. Gefiel es ihm ?ber, seine Schülerinnen allein umherschlürfen z>.: lessen uud eiusam seiue knustvolleu Figuren zn be-sli.reiben, dann traf ihn ein weicher, bittender Blick und sie wünschte glühend, er möchte sio beachten. Diesen sprechenden Blicken der Eisfee begegnete der seine nnr ein einziges Mal. Er stand am Iljerrande nnd schien versunken in den Anblick des ro^en Sonneisballes, der dnrch den Nebel auf dic mit seinen Eisnadeln überhauchten Bäume uud Wiesen des Parks herabglühte. Da glitt die Eis-f.'e dicht an ihm vorüber und sah ihn an. Das ging il',m durch und durch . . . Vou jetzt ab pausierlö e>' mit dem Eislauf, denn er fühlte, Beate würde ihn vermissen, nnd vermißt zu wcrdeu gehörte zu seinem Experiment. --------Der Kasinoball stand in Aussicht und die Einladungen dazu schwirrten durch alle Briefkasten. Nachdem die ^rage, ob man auch ins Bcrg-sll'lößchen eine Aufforderung schicken solle, vom Komitee verneint worden war, um das Offizierskorps vor dem Verdachte der Zudringlichkeit zu bewahren, trat eines Morgens der Oberst ins Bureau uud ersuchte den Adjutanten von Tchmedoing, dem Generalkonsul Winzer, der crgebcnst darum bat, die Subskriptionsliste zu senden. Schmedding konnte kaum die Adresse schreiben, so sehr zitterte ihm die Hand in freudigem Triumph. Aha! Sobald das fchöne Mädchen merkte, daß man keine Notiz mehr von ihr nahm, kam s!e freiwillig, sich bewundern zu lassen. Er bekam Re-stnki vor seilwr eigenen Taktik. Nun noch Haltung bis zuletzt! Der Ballabcnd war da. Aus dem Damen slor, der durch Toilettenpracht den fehlenden R?i; ersetzen sollte, ragte die Eisfee im duftigen Kleide ron weicher, indischer Seide, einen Zobclstreifen um dcn Ausschnitt, und Tuffs von halboffenen Orana/ bluten an Brnst und Frisur wie eine Märchenprinzessin hervor, und fremd und verträumt saheu auch die ounkleu Augeu in das bunte, hcllbeleuchtete Ge woge, das dem neben ihr stehenden Vater, eine ehrwürdige, sympathische Erscheinung, sichtlich g.' flc-l. Der ritterliche Oberst begrüßte Vater und Tochter formsicher mil gewandten Worten und ließ Laibacher Zeitung Nr. 9. 74 12. Jänner 190ft. Dein Wiener Vertreter der „Narodni Listy" erklärte Dr. Pacak, er habe gehö.rt, daß sich der Reichsrat nicht vor dem '25. Jänner versammeln werde und daß die Wahlreformvorlage nicht gleich zu Beginn der Session, sondern <.ist gegen den 15. Februar unterbreitet werden k'ird. Es fei nicht wahr, daß die Vorlage fertig gestellt sei, es werde daran noch gearbeitet. Über die Mandats Verteilung stehe eine definitive Entscheidung noch aus. Dr. Pacak erklärte weiter, das; die jungczcchischen Abgeordneten sowohl in Böhmen als auch in Mähren und Schlesien mit Hilfe des von der Regierung zur Verfügung gestellten Materials die Wahlkrciseintcilung bereits beraten haben. Aus Paris. 10. Jänner, wird gemeldet: Die radikalen und die sozialistischen Blätter sprechen ihre Befriedigung über die gestrige Kammersitzung o.us. Es habe sich dabei weniger um die Präsident-s/)aft in der Kammer als um die der Republik gehandelt. Nach dem gestrigen Wahlergebnisse zu urteilen, sei nicht mehr daran zu zweifeln, daß der ^cnatspräsident Fallieres bei der Wahl in V..failles über Doumer, den Kandidaten der c-.'itirepublikanischen Partei, mit einer Mehrheit von mindestens 50 bis 60 Stimmen siegen werde. Einige gemäßigt-republikanische und konservative Blätter ziehen aus dem gestrigen Abstimmungsrc ultate den Schluß, daß weder Doumer noch Fal licres im ersten Wahlgange die notwendige Majorität erhalten dürfte und daß dann wahrscheinlich Loubet neuerlich als Kandidat aufgestellt werden würde. Im übrigen werde Doumer, wenn er nichr tzcwählt werden sollte, als Führer der Opposition d'M Block noch viel gefährlicher werden. Der armenisch-katholische Patriarch Saba-xhian, der sich demnächst nach Rom begibt, soll, ,rie man ans Konstantinopel schreibt, türkischerseits mit einer Mission an den Papst betraut worden sein. Gerüchtweise verlautet, daß es sich hiebei um die Frage der Herstellung direkter diplomatische Beziehungen zwischen der Pforte nnd dem Vatikan handeln dürfte. Der Statthalter im Kaukasus. Graf Voroncov-Daökov, meldet unter dem 7. d. an Kaiser Nikolaus: Infolge der Unterbrechung jedweder Vl rbindung zwischen dem Kaukasus und Rußland und der von den Revolutionären verbreiteten falben Gerüchte hat die revolutionäre Bewegung an zlraft gewonnen. Die Aufständischen bemächtigten sich der Eisenbahn, richteten den Dienst in ihrem Interesse ein. organisierten allgemeine Ausstände und rersuchten, die Staatsbcoiensteten zum Anschlüsse cin den Streik zu bewegen. Ich habe über die Stadt u,'d den Bezirk Tiflis, sowie über das von der C'senbahn durchschnittene Gebiet den Kriegszustand vl-rhängt. Es wurden mehrere Bombenlagcr entdeckt. Zahlreiche Agitatoren wurden verhaftet. Die Militärzüge verkehren. Über die Bezirke Gori und Taschct, in denen die armenische Bewegung von neuem begonnen hat, wurde der Kriegszustand verhängt. Im Gouvernement Elisabethpol dauern die Streitigkeiten zwischen Armeniern und Tataren fort. Der Ausstand der Post- und Telegraphen-b«.diensteten ist beendet. Die meisten Ausstandsagi-tatoren wurden verhaftet. Die von Rostov abgehcn-dcn Züge treffen in Tiflis ein. Tagesneuigleiten. — (Corn eitles Protektio n.) Die Drm« Hundertjahrfeier von Corneille, die demnächst in Frankreich begangen werden wird, gibt öem Spötter Ernst VIum Gelegenheit, eine amüsante Anekdote zu erzählen. Als die Stücke von Corneille lange Zeit nach seinem Tode noch immer nicht die gebührende Anerkennung fanden, veranstaltete in Paris cin gewisser Ballaude sogenannte literarische Matinees, bei denen er Dramen von Corneille aufführen ließ. Zu seiner Truppe gehörte auch eine junge Schauspiel?» rin, die das Zeug zu einer zweiten Rachel in sich verspürte. Sie war niemals mit den ihr zugeteilten Rollen zufrieden und beklagte sich bitter darüber bei ihren Kollegen. Ein Spaßvogel riet ihr eines Tages, sich doch bei Corneille zu beschweren, der ihr schon zn ihrem Rechte verhelfen werde. Ein anderes Mitglied der Truppe war in den Plan eingeweiht, und man schickte die Naive nach einem Hause in der Rue Argcnteuil, wo „Corneille" sie empfing, geduldig an» hörte und ihr Genugtuung versprach. Entzückt von dem liebenswürdigen Autor, kam sie triumphierend wieder, um bald aus allen Himmeln gerissen zu werden. Am anderen Tage erhielt sie nämlich einen Brief folgenden Inhalts: „Mein Fräulein! Ich bitte mich zu entschuldigen, wenn ich Ihre Wünsche nicht erfüllen kann. Ich bin nämlich seit 1684 gestorben! Im übrigen verbleibe ich mit größter Hochachtung Ihr Pierre Corneille," Die Scham der Schauspielern-war so groß, daß sie schleunigst das klassische Fach verließ und zur modernen Posse überging, bei der man wenigstens bestimmt weiß, daß ihre Autoren noch leben. — (Schlaf. Kind lein, schlaf!) Die Elektrizität setzt ihren Siegeszug fort. Nun werden auch bald die Zeiten, in denen die Mutter ihr Kind in den Schlaf wiegte, vorbei sein, denn die durch einen elektrischen Motor bewegte Wiege soll nach dem Be» richte einer englischen Zeitung bald zur allgemeinen Amvendung kommen. Es ist aar nicht schwer, die elektrische Leitung, die sich in jedem modernen Haus? befindet, auch für die Wiege auszunützen und einen kloinen Motor anzubringen, der sie bewegt. Dann werden die Lyriker künftig auch nur noch elektrische schlaf« und Wiegenlieder singen. (Ein G e spen sterzu a.) Von einem Reisenden, der in der letzten Silvesternacht eine Fahrt don Vra'ila nach Bukarest unternahm, wird folgende l'.lstiae Eisenbahngeschichte erzählt: Am !il. Dezember fuhr ein Personcnzug von Tacuvin nach Verlad. Vor der Abfahrt stärkte sich das Zugs. und Maschinen-personal ganz gewaltig zur letzten Reise im alten Jahre. Vei öer nächsten Station wurde der Aufenl-lialt wiederum überschritten, um abermals Stärkung zu nehmen, wobei auch die Passagiere die dargebotene Labung nicht verschmähten; dieses Manöver wieder» holte sich auf jeder Station, auch in der letzten vor öem Endziele. Der Zug wurde von dort nach Vuka-rest signalisiert und fuhr ab. Allein schon lange war die Ankunftszeit des Zuges überschritten, und immer noch roar der Zug nicht in Sicht. Der besorgte Sta-tionschef fragte bei der letzten Station telegraphisch an, blieb aber ohne Antwort. Nun faßte er den Ent-schluß, mit der Rcservclokomotive dem Zuge entgegenzufahren. Die Vorsicht erheischte cs, stets die Tampfpfeife zu gebrauchen. Endlich gewahrte man von ferne die roten Lichter der Lokomotive. Da aber auf wiederholte Rufe keine Antwort erfolgte, fuhr man vorsichtig näher nnd erkannte, daß der Zug stand. Was gewahrte man nun? Maschinenführer und Heizer schliefen im Tender auf dm Kohlen, das Feuer war fast ausgegangen und die Dampfspan nung gesunken. Der Zugsführer schlief in seinem Coup^, der Packmeister im Packwagen, dic Bremser in ihren Bremshäuschcn und die Passagiere in d-n Wagen, in ihre Pelze gehüllt. Alles schlief! — (Der Schauspieler als Verwand» lungs kiin stier.) Eine hi'lbsch? Anekdote von Talina erzählt die „Nevu? Hobdomadairc" anläßlich des Auftretens des berühmten Verwandlungskünst. Icrs Fregoli in Paris. Talma wohnte in einem P^ riser Vorort, von wo er, da es noch keine Eisenbahn aab, mit der Postkutsche in dic Stadt hineinfuhr. Cines Tages hatte cr sich verspätet. Als er mit seinen, Koffer voll Kostümen und Perrücken zur Post-kutsch? kam, mußte cr den Kutscher wecken. „Holla. Freund, wann geht's los?" - „Wcnn wenigstens zehn Plätze innen besetzt sind, Herr!" antwortete der Kutscher. Talma wartet; aber schließlich gerät er in Angst, er könnte die Probe versäumen, er öffnet den Koffer, staffiert sich als Edelmann aus und fragt riiit näselnder Stimme aus dem Wagen heraus: „Wann fahren wir, .Kutscher?" „Jetzt sind's schon zwei ... Es müssen noch acht Reisende kommen". Icutet die Antwort des verschlafenen Kutschers. Talma kehrt zu seinem Koffer zurück, verwandelt sich in einem Augenblick in einen Jüngling nnd wen. det sich wieder an den Kutscher. „Na, schon drei", brummt der. So geht's weiter. Talma ersä>int nach einander in neun verschiedenen Gestalten, d?r .Kut Mr glaubt, der Wagen wäre mit Insassen gefüllt, und fährt ab. Talma aber kam gerade noch im letzten Moment zur Zeit in die Probe . . . LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Um die Kronlandsecke. Von A. C. (Fortsetzung.) Da erhebt sich der mächtige Prisanik mit seinen nackten FelZabstürzcn und seinem Ausläufer, der Ve IlfaGlava. Linknhand lugt, von der Sonne goldig be cs sich angelegen sein, die Tanzkarte des schönen 3'iädchens mit den Namen seiner vornehmsten Offi-zkre zu besetzen. Vor allem sah er sich nach Schined-d ng um; der war sein Liebling, sein Stolz. Aber Sä^nedoing klirrte ruhelos und geschäftig stets in die entgegengesetzte Saalecke. Als Beate von Warten und Hoffen schon ganz mrvös war und immer matter den bisher zurück^ gllaltenen Souperwalzer gegen bettelnde Leutnants verteidigte, trat Schmedding endlich, endlich wie zufällig in die Nähe! Der Oberst rief ihn an. stellte ihn vor und trotz stolzen Entzückens brachte der Leutnant eine steife Verbeugung zustande. „Ich habe noch einen Tanz frei, Herr von schmedding" . . . sagte Beate leise und schämte s-ch dann ihres naiven Angebots. „Ich werde sofort einen meiner Kamera-den ..." erbot sich der Heuchler diensteifrig und wollte davonrasen. „Nicht doch", hielt ihn Beate zurück, „ich würde gcrn mit Ihnen tanzen" — über und über rot hielt s»? ihm die Tanzkarte hin. „Seien Sie mir doch. bitte, nicht mehr böse . . ." „Ich bin Ihnen ganz und gar nicht böse, gnä» digstes Fräulein", sagte er, mit der Tanzkarte zu-s.llich ihre.vano festhaltend und das schöne Gesicht der einst so stolzen, jetzt so sanften Eisfee mit Vc-wundcrung betrachtend — „ganz im Gegenteil..." Sie fühlte dieses „Gegenteil" später unter de^ Klängen eines Etraußschen Walzers und ihr Herz schlug an dem seinen in freudiger Hingabe Als Küster, Gostritz und Mackelbrand die Sacl,: sich bräutlich zuspitzen sahen, bewunderten sie Schmed-d.nas feine Schachzüge, machten saure Gesichter und sahen sich nach einem zugänglick>eren Objekte iii^er Aufmerksamkeit um. Das Kreuz auf dem Berge. «kine Liebesgeschichte. Aus dem Slovenischen des Ivan Vanlar. übersetzt von K. Koch. (41. Fortsetzung.) Hanna nähte am Tische, als der Vater aus dem Dorfe zurückkehrte. Er erschien magerer, noch gebeugter und grauer; das gerunzelte Gesicht lächelte fröhlich. ..Hast du's schon gehört, Hanna! Es ist geschehen, nie ich gesagt! — Erinnerst du dich noch an Matthias; an jenen Matthias, den Künstler?" „Ich erinnere mich noch..." „Nun, cr ist verloren gegangen, es aeht ihm schlecht!" Hanna fiel die Arbeit vom Schoße und sie stand auf; in die mageren, bleichen Wangen sti?g das Vlut. ..Es geht ihm schlecht?" „Schlecht! Den Pfarrer hat er um ein Almosen gebeten, aber er jagte ihn genau so fort wie damals, als er mit dem Heiligenbilde zu ihm gekommen!" „Wo ist Matthias?" „Weiß Gott! Er irrt in der Welt herum, sagt man, und weih nicht, wo er sein Haupt hinlegen soll .." ..Wer hat die Neuigkeit erzählt?" ..Geh' auf die Straße; joder erzählt sie dir, der vcrbeikommt . . . Hast du ihn noch nicht vergessen?" Er sah. wie in ihren Augen feuchtes Licht auf» stteg und wie sie plötzlich aufflammten. . . ' Gegen Abend kam der Amerikaner; er kehrte an Samstagen heim aus der Stadt, wo er diente. Er reichte ihr die Hand, sie blickten sich an und erkannten beide, daft ein großer Schatt?n zwischen beide getreten sei. „Wir werden nicht lange mehr miteinander reden, scheint es mir, Hanna . . ." ..Was weift du von ihm? Sag'!" ..Der Lehrer hat'Z mir erzählt und auch im Pfarr. dorfe hörte ich davon... Er lebe kümmerlich,' er habe keine Freunde-... Ich erschrak und so schwer war mir ums Herz, als wäre meine Mutter gestor-ben . . . Jetzt werde ich nicht mehr lange hier wei^ kn . . ." Er blickte ihr ins Gesicht und sah alles; sein star-t^r Körper bog sich unter der gewaltigen Schwere. „Weshalb willst du fort?" Aber die Fraae war zerstreut und kühl und sie sprach gleich mit wärmeren, Tone weiter. „Weißt du nicht, Anton, wo er ist. wo er sich cufhält? Es ist vielleicht nur leeres Gerede ..." „Ich wollte, Hanna, es wäre nur ein Gerede!" Er sah sie traurig an; das Glück, das ihm von weitem aufaelcuchtct hatte, war Plötzlich versunken. „Wenn du mich ein wenig liebst, sei nicht trauria l" Er gina. stieg langsam den Abhang hinauf un) blickte zu Boden; als er an der Sa>nte vorbeiging, tat er einen Fluch und trat cin ... .Hanna erhielt einen Brief; ihr? Hand zitterte, ols sie ihn öffnete. In diesem Briefe stand acschriebcn: „Nach langer Zeit, o Hanna, nehme ich zu Dir meine Zuflucht! Ich schreibe nur deshalb, weil ich an Dich denke und weil ich wollte, daß auch Du Dick zu dieser trauriaün Stunde an mich erinnertest. Ick glaube nämlich, mein Tag gehe zur Neige . . . Erin ncre Dich cm jenen Abend, Hanna, da wir beide aus immer schieden! Schon damals wußte ich's. tief im Herzen fühlte ich's. daß ich freiwillig von allem Ab schied nahm, was es für mich Schönes in der Welt ssab. Ich ahnte es wohl, daß ich aus der warmen, sicheren Stube auf die stürmische Straße getreten war nnd daß ich elend zugrunde aehcn werde in meinein leichten Röcklem und in meinen geflickten Schuhen. Nnd doch trat ich hinaus es war wohl so be° Laibacher Zeitung Nr. 9. 75 12. Jänner 1906. leuchtet, die Spitze der Mojstrovla herüber und vor uns cm majestätischer ununlerbrochelier Felsgrat in wunderlichen Zacken und Zinnen, der Razor (2601 Meter) mit stolzen gotischen Formen, die Rogica (2584 Meter), die Kkrlatica (die Scharlachrote) mit dlm Suhi Plaz nnd andere. Das Piiuf die Heller im Beutel de3 Nächsten abgesehen haben. Es sind dies meistens Weiber aus der Trenta. die, mit Waren nach Kronau gehend, die Voßhüttv dazu benutzen, um den Fremden Edelweißsterne usw. aufzudrängen und dafür manchmal fchon einen ins Unverschämte gehenden Preis verlangen. Nachdem wir über genügend diel Zeit verfügen und für heute als Übcrnachtungsstation Log im Trentatale ins Programm genommen haben, be-schließen wir, einen kleinen Bummel gegen die Wände des Prisanik zu unternehmen. Auf dem prächtigen Konsul Vetter-Weg, der von d,'r Voßhütte gegen den Mojstrobtapaß zum Prisanif tührt, geht es, allmählich ansteigend und eine herrliche Nnndsicht darbietend, durch ikrummholz bis ins Ge-wände. Über allem liegt klar und tiefblau der Himmels-dom. Das ganze Piöencatal breitet sich mit seineu fllsigen Hochwartcn vor dein Beschauer aus. Alpine Majestäten, die, was Kühnheit der Formen betrifft, den Tiroler Dolomiten in keiner Weise nachstehen. Rechts starren die uneinnehmbar sä>einenden Wänd^ des Prisanil herab. linkerhand bildet die sanftere, doch auch von dicfer Seite kühn ausfehende Mojstrovka den Abschluß dieses Panoramas. Und z« unseren Füßm liegt das tanncnwaldumkränztc Schutzhaus, die Voß. l'ütte wie ^ Dornröschen im Schlafe. Die vielen Wässerchen, die den Schncemassen entquellen, dk' Steinchen, die, von Wildtritten gelöst, herabrollen nnd endlich das harmonische Kühglockeugebimmel bellen die feierliche Stille dieser sanften und zugleich wilden Szenerie. Einzelne verspätete Alpenrosen leuchten zwischen dunklem Krummholz in wunderba rcr Pracht und Fülle auf wie ein letztes Aufianckzen ein letzter Gruß des Lebens. Auch einöln? kle?n' ^amtsternc des Edelweiß, vorgeschobene Posten von, Prisamk. gucken neugierig hervor; wir bewahren sie sorgfältig hmtcr dem Hutrände, denn sie sollen zu Hause in einer Vase fortleben zur Erinnerung an die fes prächtige Bild. Nun nehmen wir Abschied von all dem Schönen nnd wieder geht es denselben Weg h<^b zum Moj-strovkapasse. über den wir in die Trenta absteigen wcllen. stmnnt ... Ich werde Dir erzählen, wie ich lebt?, doch lieber den Deckel auf diefen unangenehm ric» chcnden Sar^. Schließlich, weiß Gott, habe ich gar l'.icht einmal so schlecht gelebt, wie es jemand dächte. Es gibt Hunderte, die wie ich und noch schlechter leben. ^l>er sie klagen nicht und es kommt ihnen nicht in de.l ^nln. daß sie schlecht leben . . . Allein das ist's, Hanna; die ^ünde bedrückt mein Herz . . . Solange ^1 wußte, du dächtest mit Liebe an mich und solange lch an dich mit leichtem, süßem Gefühle dachte — was war mir das Leben? Wie einen Grashalm trug ich diese Last; es war nicht einmal eine Last und ich wchte über die Unbill, als wäre ich in übermütigem "ufe gestolpert ... Du wandtest dich ab von mir. '"v,t reichte ich Dir die Hand zum Abschiede nnd <^ne Fuße erlahmten, mein Kopf wurde schwer. Weil N'eme Gedanken trübe waren. Nmr auch mein Let",'n uumer trnwr und lästiger. Weit hatte ich den Un- noen meine Tur geöffnet nnd hatte keine Kraft mehr. 'ch ewsmn7i'l?"">"'- ^ '^ ^"'"' '"ß ick, ",,f ^ "."nz nahe, weshalb solltest du mir zür- w^?^^ wm' '".it rascher Hand und auf z^rknit crtem P«p,ere geschrieben. Hanna tanzten die Buch stabcn vor den feuchten Augen. "O Matthias, dn mein Teurer!" 9i^"" "^'"' ^''^ rrwuchs die Hoffnung. Di? ^cbe, un Le.de verjüngt, flammte zu lM„„ F^.er Zur selben Zeit wanderte der Lehrer gegen das -^arrdorf. In der Einsnmteit erschien sein Gesicht "stentnmlich. es gab darin leine Spur jenes Hoch "'Ute», den er in Gesellschaft zur Schau trug- Die Vrauen hingen tief über die Augen, die Lippen waren zusammengepreßt. Er ging mit rafchen. festen Schritten. Auch ihm lag ein fchwcrer Gedanke auf dem Her z>.n. Er erinnerte fich an jenes leise Hoffen, das einsl erwacht war, wie ein Falter aus der Dunkelheit auf. taucht und sofort verschwindet . . . Leicht könnte das Leben schön und freundlich, voll froher und stolzer Anstrengung sein . . . Der Mensch kennt es, weiß ge-i-au. wo der Weg zu ihm führt, und es ist so nahe. l'aß man es mit einem einzigen Schritte erreichen konnte . . . Aber wie eine Wand u>eit bis zum Him-n.el hinauf steht etwas vor ihm und e5 ist nicht mög-l!ch fie zu durchbrechen, mederzulversen . . . Ein lang Nxiliges, demütigendes Getnechtetsein, anstatt großer, lcbenswerter Arbeit. .. Doch ach, im .Herzen liegt die Schwäche, nirgends anders ein Grund, eine Schuld, als nur im schwachen, kleinmütigen Herzen selbst! Er hatte Matthias bemerkt, als er sich mit einem kräftigen Rucke losgerissen, nach seinem eigenen Wil len ein Fremdling geworden war und mit einem ver-äcl.tlichen Blicke von seiner Heimal Abschied genommen. Und er hatte ihn beneidet, als ihn draußen das Leben rüttelte und peitschte, und er sich „in.ieblicki nach der Heimat mit gesenktem Haupte, mit Äugen, d^ um Verzeihung flehten: ..Er hat Willenskraft in sich!" Er schwang die Hand. al5 wollte er eine Fliege r^rsch('ncii<'!, und pfiff, um die finsteren Gedanken abzuschüttein. ..Und wenn es damals geschehen wäre, daß der Schutzengel die Hand nur, nicht ihm gereicht hätte? Wenn jene großen Augen so treu mir nachgeblickt hätten? Wäre es jetzt nicht ganz anders, trüge ich <^!> Kops jetzt nicht ganz aufrecht? . . . Still. Freund' ll'en, still! Hast du'S vergessen, daß du zu einem Liebes Stelldichein g?hst?" (Fortsetzung folgt.) Der Paß. der zugleich die Gr?nze zwischen Krain und Küstenland bildet, ist von der Vohhütte in etwa 8 Minuten zu erreichen und es fuhrt über ihn ein schöner ebener Weg zwischen Felstrümmern, die, von d^r Mojstrovla oder dem Prisanit abgestürzt, bereit» genügend Humus zum Leben junger Vegetation ge> sammelt haben. Die verschiedenartigsten Glöckchcn und Sternchen alpiner Flora nicken uns freundliche Grüße zu; manch Rhododendron- oder Krummtiolzbusch krallt sich mit seinen Wurzeln immer fester an und sogar !ecke Tannen- oder Fichtenbäumchen haben sich hier entwickelt und festen Fuß gejatzt, zum Höhne den, Winde, mit den, sie in, Winter und Frühjahre manchen harten Strauß auszufechten haben. Vor uns entrollt fich ein neues Bild, dir imp«,, fanten Bergketten der Trenta, die, von der Nachmir« tagssonne bestrahlt, wie in Gold gebadet erscheinen, cdelphantastisch geformte Linien, zackige Firste und hintereinander sich türmende Felsmanern, wie stmnme Wächter des — Zlatorog-Paradiefes. Da ist die mächtige Pyramide des 2N0 Meter hohen Futscher Grin-tarec, die kecken Häupter der Vercvica (2103 Meter) und des Srebrnjak (2iX)0 Meter) und als würdiger Hintergrund die schönen Berge der saaenumsponnc« ne>, Ftrma mit dem Vogatin und Krn — endlich ties unter uns das grüne Tal der oberen Trcnta. Ein von der küstenländischen Regierung für die armen Trentabewohner hergestellter Reitlvcg führt den Touristen in das obere Trentatal, Über Fclfen hüpfende eiskalte Quellwäffer. vom Prisanik kom. mend, werden von Brückchen überseht, unter dene« jltoch einige schon der rolien Gewalt der Lawine zum zipfer gefallen find. Bald umgibt uns fchattiger Buchenwald - an^ genehm steigt es fich im Schatten dn»srr altehrwürdigen Bäume zu Tal?. Das klare Quellwäffer und daneben ein moosgepolstcrtcs Plätzcl>cn laden zu kurzer Rast wie wohlig läßt es sich hier träumen! Golbige Sonnenstrahlen spielen ein gar lustiges Spiel, wie ferne leise Musik tönt das gleichförmige Plätschern dl-> Wassers und dazwischen das Rauschen der alten, vom Winde bewegten Buchen — Märchenstimmung.. Weitergehend begegnen wir barfüßigen Weibern aus der Trenta, die uns laltlachclnd einige Heller abzubetteln verfuchen. Man kommt sich hier wie ein ^rientrcisender vor, der leinen Augenblick vor Bal« sonsch-Vettelei sicher ist. Bald stehen wir auf einem kleinen Wiesenplätz chcn, an dein einige Kühe, im Schatten liegend, sich weltvergessender Wiederlmierei hingeben wirklich die einzigen Geschöpfe, die es nicht auf den Inhalt unserer Taschen abgesehen haben. Der weitere Weg führt steil ablvä'rts; rechts und links gewaltige Felsblöcke und kolossale Baumleichen, umsponnen von kletternden und schlingenden G?» wachsen ein drastiscl>cs Bild vom Leben und vom Tode. Allmählich lichtet sich der Wald und tief unten bemerst nmn die Häuschen des einsamen obere», Trentatales, dessen Bewohner fast alle weit zerstreut m einzelnen Gehöften und Sitzen hausen und durch das nur einzelne Wanderer ziehen, welche die Natur und die gewaltige Vergcinsamkeit anlockt. Nun geht's rascher bergab über Gerölle nnd Schotter; hie und da zieht sich ein breites und langes Feld verkrüppeltem Nadelhölzer düster und undurchdringlich aus den Lchnen hin, (Fortsetzung folgt.) «Ernennung im Fo rstd i c n ste.) Seine Exzellenz der Herr Ackerbauminister hat den Furstpraltitanten in Adelsberg, Herrn Hugo S ch i e« 0 c I zum Forstinspeltionslomlnissär zweiter Klasse ernannt. — (Ernennung.) Der Absolvent des geo-dätifchcn Knrses, Herr Adolf Götzl, würd? zum Eleven bei der Ebidcnzhaltung des Grundsteuer» katasters in Krain ernannt. ' (Erlaubnisscheine zum Eint ritte nach Tranovaal.) Den Landesstellen wurdcn j(ne Umstände und Bedingungen bekannt gegeben, unter denen um Permis «Erlaubnisscheine) zum Eintritte nach Transvoal und der OranjeRiv^r Kolonie eingeschritten lverden muß. Wie nun dem, t. s. Ministerium des Innern in letzter Zeit mitgc. tcilt wurde, wird ein solcher Permis in Hinkunft jeder Person verweigert werden, deren Bildung so mangel-hs.ft ist. daß sie ein Gesuch um Gestaltung des Eintrittes in das Land in einer europäischen Sprache nicht in befriedigender Weise schreiben und unter» s'l.reilx'n kann. Die politischen Bezirksbehörden loer-dl,n über Erlaß des k. k. Ministeriunis de» Innern ^auftragt, dafür Sorge zu tragen, daß die vorstehende Mitteilung zur Kenntnis der Bevölkerung flange. ^l-. ' (Zur Hebung des Fremdenver-t e hr >esinLaib a ch.) Der Laibncher Gemeindercit h<-.t in feiner jüngsten Sitzung den Betraa von 40M Laibacher Zeitung Nr 9 7S 12. Jänner 1906. Kronen zu Retlamczwccken für Hebung des Frein-denverkehres bewilligt. Bekanntlich war bisher für dil: Hebung des Fremdenverkehrs soviel wie nichts geschehen. Obgleich anerkannt werden muß. daß nur wenige Städte unserer Monarchie mit Laibach -was seine schöne und günstige Lage betrifft — konkurrieren können, fehlten doch bis zur jüngsten Zeit jcne Vorbedingungen, wie billige und bequeme Vc> lchrsmittel. welche die Fremden mehr oder weniger srlbst anziehen. Laibach hat sich im letzten Dezennium tiäftig entwickelt und ist nun in der Lage, auch fremden Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu bie-t, vom hiesigen Bäckermeister Herrn August Icnko um den Betrag von 76.00V k käuflich er» worben. — (Ausstellung in der Brillant« malcrei.) Wie wir erfahren, hat Herr Eduard Uback aus Berlin infolge der wiederholt an ihn c-gangenen Aufforderungen sich entschlossen, auch in Laibach eine Ausstellung, verbunden mit Unterricht in der Nrillantmalerei, zu veranstalten. Es ist sonnt auch dem Laidacher kunstsinnigen Publikum eine gün> stigc Gelegenheit geboten, die Brillantmalerei, die ein ganz neues Feld in der Malerei eröffnet nnd die lvreits in Üinz. Graz und in verschiedenen anderen Städten mit dem größten Interesse aufgenommen Kurde, hier an Ort und Stelle zu erlernen. Wir dürfen daher den Besuch der Ausstellung, die voraus, sichtlich in den nächsten Tagen im Hotel „Elefant" eröffnet werden soll, wärmsten- empfehlen. — (Vom Volkssckuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Üoitsch hat. nachdem die proviso-rische Lehrerin an der dreiklassigcn Volksschule in Nl-ahovo Fräulein Marie kuKtcrki? freiwillig c>uf ihre Stelle verzichtete, die absolvierte Lehramtskandidatin. Fräulein Justine G r i l c, zur supplie-renden Lehrerin an der vorgenannten Schule bestellt. —r. — (I nduftricIl 3 s.) Wie man uns mitteilt, beabsichtigt die Firma Franz Kotni 5 in ihrer Par-kcttenfabrik in Verd bei Oberlaibach das Kesselhaus zu vergrößern und einen neuen Dampfkessel aufzufallen. Der bezügliche Lokalau^enschcin wird am ".1. d. M. um 9 Uhr vormittags stattfinden- hicbei wird ein technischer Sachverständiger der t. k. Landes r; gierung für Krain intervenieren. —r. — (Sanitäts-Wochen bericht.) In der Zeit vom 1. bis 6. Jänner kamen in Laidach 13 Kin-der zur Welt (17:99 pro Mille), darunter l Tot-gcburt, dagegen starben 18 Personen (24-98 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 3, an Entzündung dcr Atmungsorganc 1, infolge Schlagflusses 1. an sonstigen Krankheiten 13 Personen. Unter d en Ver storbcnen befanden sich 9 Ortsfremde (50-00 c ist an 72 Real-schulen deutsch, an 39 böhmisch, an 11 polnisch, an 1 italienisch, an 1 serbokroatisch und an 1 utraqu^ süsch. 85 dieser Realschulen werden vom Staate, 30 von einem Lande, 7 von Stadtgemeinden, je 1 von einem Orden und einem Fonds und 4 von Privaten erhalten. ^ (Hydros,) eine hervorragend praktische, österreichische Erfindung für unsere sparsamen Haus-frauen. Frau Mary Kauöi<", einer tüchtigen Hausfrau in Wien, ist es nach mehrjährigen Versuchen c,(1ungcn, einen in jeder .Hauswirtschaft und jedem Eßwarengeschäfte bisher vermißten und dringend er-forderlichen Apparat (Hydros) zu konstruieren, welcher durch fortgesetzte Zuführung von Feuchtigkeit alle dcr Vertrocknung unterliegenden Nahrungsmittel nnd andere Produkte (Brot, Bäckereien, Germ, Butter. Käse, Delikatessen, Aufgeschnittenes, Grünzeug, ?c.) nnt?r voller Erhaltung ihres ursprünglichen Feuch° tigkeitsgehaltes ohne Eisverwendnng durch langc Zeit frisch, kühl und schmackhaft erhält. Der Apparat isl in Österreich bereits patentiert, wird von der Aktien-Gesellschaft Alpha Separator in Wien dauerhaft aus verzinntem Stahlblech in zwei Größen erzeugt und tV.nn infolge dcr Masseilfabrikation von jeder besseren Cisenwaren- und Küchengerätehandlung in Österreich so billig bezogen werden, daß sich denselben selbst der kleinste Haushalt beschaffen kann. Dcr Apparat wurde auf der internationalen Kochkunstausstellun.1 in Wien 1906 mit der goldenen Medaille ausgezeia> net. — (Krankenbewegung.) Im .Kaiser Franz Ioscffpitalc zu Gurifcld standen im avaelaufe. ncn Monate Dezember v. I. 27 männliche und 30 n. eidliche Kranke in Vchandlun.1. Hicvon waren vom Monate November 33 verblieb.n und sind im Laufe dkZ Monates Dezember 24 zugewachsen. 29 Personen wurden als geheilt, 4 als gebessert entlassen. Mithin verblieben mit Ende Dezember noch 24 Kranke in der Spitalöbehandlnng, Die Summe aller Verpflegs-tagc belief sich auf 916, die durchschnittliche Verpflegs-dl-iuer für einen Kranken auf 16 Tage. —ß— — (MilderWintcr.) Von allen Seiten lan-gen Berichte über den milden Winter ein, so daß sogar einige Kirschbäume zu blühen angefangen haben. In besseren Weingartenlagen sind sogar schon vollkommen aufgeblühte Primeln anzutreffen. —m- — (Theatervorstellung.) Der Turnverein „Sokol" in Stein veranstaltet Sonntag, den 14. d. M., um 7 Uhr abends in den dortigen Ntalnica-Lokalitäten eine Aufführung des Volksstückes „!><^ti drat", woran sich eine Tanzunterhaltung anschließt. — (Im städtischen Schlachthause) wurden in der Zeit vom 26. bis einschließlich 30. Dezember 56 Ochsen, 2 Kühe, 1 Stier und 1 Pferd. wci° tcrs 2ß1 Schweine. 116 Kälber und 1 Kitz geschlachtet. Überdies wurden in geschlachtetem Zustande 13 Schweine und 5 Kälber nebst 439 Kilogramm Fleisch eingeführt. — (Unruhen in der Mann er straf-unstalt in Capodistria,) Vorgestern war tn? Männerstrafanstalt von Capodistria der Schauplatz von Unruhen. Verursacht wurden sie durch die über höhere Weisung erfolgte Änderung der Hausord-nung, indem u. a. verfügt wurde, daß die Sträflinge i'icht wie bisher nach Nationalitäten getrennt, fondern nach Abteilungen, wie fic tagsüber arbeiten, zu fchlafen haben. Als die Sträflinge - ungefähr 50.» - vorgestern früh zur Arbeit antreten sollten, weigerten sie sich dessen lärmend und brachen in Drohrufe aus, so daß sich die Strafhausvcrwaltnng ver^ anlaßt sah. die zuständigen Stellen in Trieft v»n dcn Vorgängen telegraphisch zu verständigen. Darauf gingen vorgestern mittags der Hanstommissär dcr Anstalt Herr Staatsanwalt Dr. Chersich und ein? Kompanie des 97. Infanterieregiments nach Capo-dlstria ab, der mit dem nächsten Dampfer eine zweite Kompanie folgte. Den begütigenden Worten des Haust'ommissärs gelang es, die Sträflinge, auf die auch das militärische Aufgebot seine Wirkung nicht verfehlte, zu Vernunft zu bringen und so konnte die Ruhe wieder hergestellt werden, ohne daß es zu irgend einem ernstlichen Zwischenfalle gekommen wäre. * (Verloren) wurde eine Hundertkronei'. Note, ein Portemonnaie mit zwei Zwanzigkronen Goldstücken, eine silberne Taschenuhr, eine Hnndert kronen-Note mit mehreren Ncchnnngen sowie ein goldener Ring mit zwei Brillanten nnd einem Ametist. Theater, Kunst und Literatur. — (Aus der deutschen Theaterkanz-It i.) Da für die heute angekündigte Vorstellung der Operette „Irühlingsluft" leider nicht das Orchester zur Vorfügung ist, so gelangt das bereits mit Erfolg gegebene Verslustspiel „Der Schwur der Treue" von Oskar Blumenthal zur Wiederholung. — (Öster reichischeN und sch a u.) Heraus» clgcben von Dr. Alfred Freiherrn von Verger und Dr. Karl Glofsy. Inhalt des 63. Heftes: 1.» Das allgemeine Wahlrecht in Ungarn und die Nichl magyaren. Von Lutz Korodi. 2.) Grillparzer und die Frauen. Von Dr. Hans Sitten b er g e r. 3.) Eine neue Ästhetik. Von Ferdinand Gregori. 4.) Erinnerungen an Gedanken, Taten und Erfahrungen ans meinem Leben. Aus Dr. I. N. Vergers literari-schcm Nachlaß. Mitgeteilt und eingeleitet von Doktor Alfred Freiherrn von Verger. 5.) Ameisen. Von Robert Michel. 6.) Chronik: „Gesetzgebung und Rechtspflege." Von Dr. Edmund Venedikt. 7.) 3'esprechungcn: ,/lw> common »Lu«e os in>mi< is):,! i'-lulinss t)v Ij<»l'nu.rl1 ftliilw." - „Deutsche Ge-schichte von Eduard Heyck." - Morold: „Musil und Musiker des XIX. Jahrhunderts von Walter Niemann." Günther: „Mit krummer Fede: ^uf grünem Hut von A. Dessauer." 8.) Kleine Mil^ b ilungcn: „Zur Überproduktion an Juristen." Von ^?inisterialrat Dr. von Hay merle. - „Arabische Volkspoesie." !).) Feuilleton: „Ein Gedicht Anzengrn-bcrs." Mitgeteilt von Rosa Mayreder, 10.) Von der Woche: „Maritimes". „DcutMs Volksthea ter." Von N. Holz er. „Raimundtheater." -„Bürgert heater." Telegramme ills l. l. TeleMen.VmesMüenz'Vurellus. Ungarn. Budapest, 11. Jänner. Das ungarische Tele graphen-Korrespondenzburcau »neidet aus Wien: Ministerpräsident Baron Fejervary wurde heute mi^ taa,ö um >/>l Uhr von Seiner Majestät in besonderer Audienz empfangen. Um 2 Uhr kehrte der Minister. Präsident von der Audienz in das Palais des unga rischcn Ministeriums zurück. Wie wir erfahren, setzte der Ministerpräsident in der heutigen Audienz dic Ncrichierstattung über die politische Situation in Un siarn nnd über die diesbezüglichen Vorschlag? der Regierung fort. Der Ministerpräsident wird morgen ».och hier bleiben und von Seiner Majestät abermals 'n Audienz empfangen werden. Budapest, 11. Jänner. In der Angelegenheit des Rücktrittes des Kaschaner Bischofs Vubics sind in den Blättern Nachrichten erschienen, an welche di? mannigfaltigsten Kombinationen geknüpft wurden. Wie das ungarische Telegrnphen-Korrespondmzbureau erfährt, ist der wahre Tatbestand folgender: Bischof Vnbics wünscht aus eigener Entschließnn.i tvencn sei. nes vorgeschrittenen Alters sowohl dic kirchliche Ver-waltung der Diözese, als auch die Verwaltung der bischöflichen Güter niederzulegen nnd dieses Amt dem mil dem Rechte dcr Nachfolge ernannten Koadjutor Dr. August Fischer zu übertragen. Erdbeben. Wien, 11. Jänner. Die scismographischen Ap> jaratc der Zcntralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte, die während der ganzen Nacht eine ziemliche Unruhe zeigten, registrierten l>eute srim neuerdings ein Erdbeben. Es sehte um 2 Uhr 3 Mi nuten ein. Der Herd war ziemlich weit entfernt, anj ieden Fall weiter entfernt als der des gestrigen Ve bcns. Das Beben selbst war nur schwach und dauerte etwa bis 2 Uhr 30 Minuten. Auch heute vormittag hielt die Unruhe der seismographischcn Apparate an, Budapest, N. Jänner. In mehreren Ort schaften des Komitatcs Neutra verursachte das an, Dienstag nachts erfolgte Erdbeben einen beträchtliche,! Schaden, insbesondere in Prezova. Die Erschütterung, welche fünf Sekunden andauerte, lvar sehr heftig, Fast alle Rauchfängc stürzten ein. In Kradist bei Pre zova stürzten mehrere Häuser ein; die katholische Kirche und die Wohnung des Pfarrers zeigen große Nifse. In Szenicz fiel das auf dcr katholischen Kirche angebrachte Kreuz herab nnd die Feucrmauer der 5c!rche stürzte ein. Laibacher Zeitung Nr. 9. 77 12. Jänner 1906. Rußland. Petersburg. 11. Jänner. Der vmn Kaiser erlassene Ukaz vom 24. Dezember lveist zur Beschleu mgunz der Einberufung nicht dem Senat, sondern der Duma selbst die Prüfung der Mandate zu und «klärt die Duma für gesetzlich konstituiert, wenn vom Senate die Liste wenigstens der Hälfte bcr Mit glieber bekannt gegeben fein werde. Die Regierung hat alfo ihrerseits alles Mögliche getan, um die Ein-bssrufunss der Duma zu beschleunigen, aber trotzdem erfordert die Bewältigung der nötigen Vorarbeiten viel Zeit, jedenfalls nicht weniger als 50 Tage und dic Abgeordneten können erst mit Ende April in Pc ^ersburg zusammentreten, falls nicht durch Aufstände und andere Unruhen das normale Leben gestört wird. Petersburg, 11. Jänner. Die „Novoje Vremja" gibt Äußerungen Wittes wieder, wonach das Manifest vom M. Oktober die selbstherrlichen Rechte des Kaisers in keiner Weise schmälert. Witte sprach oann die Überzeugung aus, das; dic aus der Mandschurei zurückkehrende Armee die Wiederherstellung der Nuhe im Innern bedeutend fördern werde. De> moralisiert feien nur die Truppen im Nucken der Armee, etwa l!l) Prozent' in der Mandschurei da« gcgen, 70 Prozent, seien gut diszipliniert und zuver lässig._________________________________ Neuigkeiten vom Büchermärkte. Die sieben Todsünden! Der Geiz. K 3 60. - Friedman« Dr. h., Über ein physikalische« Endlichleitsprinzip und den allgemeinsten Ausdruck der Naturgesehlichleit, K 2 -16. — Wi«ller W., Ntemgymnastil, ihre Pflege im i/eben und in der Schule, li -kl). — henhe Willu. Am Hofe des Kaisers Menelil von Nbessynien. li 4 80. — Reiner Dr. I. über Erziehung, « 6. — Capellen (5j,, Die Zulunft der Musiktheorie, li 2 40 — Thode Henry, Viicklin und Thoma. Acht Vortrage über ueudeulsche Malerei, X 3 60 - Matthes Prof. Dr. Herrn., Die Nahrungsmittelversälschuna. lind die Maßregeln zu ihrer Belämpfuna., X — 36. — Petersen R. h., Experimentelle Untersuchungen der visuellen und akustischen Erinnerungsbilder, li 2 16. — Nvller Adolf, das ästhetische Gefühl, li? 20, — Stern Dr. Otto. Die Erziehung der Deutschen zum Weltmachtwillen, k — 60. — Köhler Br., Wa« tut not zur materiellen und geistigen Wohlfahrt? X — 96. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kletnmayr KFed. Bamberg in Laibach. Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. Grand H»tel Uni,«. Nm 9. und 10. Jänner. Ed. v. Felsenberg. Privatier; Vock. Sandor, Wolf. Iicer. Iellariic, Pollal, Wachtl. Vondi, Vuller, «ernbüchler. Wagner, Floigl, Kohn, «dler. Grünfelb, Koppmann, Kaufleute; Wächter, Kenedi. Reisende, Wien. — Suschnigg. laiserlichcr Nat; Unar s. Frau, l. u. t. Oberleutnant; Vrbancit Fr.. Kfm.; Büssinghaus, Csasny. Me,; llünig. Ingenieur, Graz. — hild O,, Direktor; Sutej. Direktor; Tittel, itfm., Trieft. - OreKel. l. l. Bezirlshauptmann, Gurlseld. — Pogainil. Krizman, Grundbesitzer, Krainburg. — Slul, Grund, besiher, Gottschee. - I^nko. Pfarrer. Hl. Geist. — Dr. Sorli. s. Frau, NotllNlltslandldllt, Gürz. — Hungesser, Kfm,, Darmstadt, — ^azansly, Kfm.. Pilsen. Venebiiic, Pfarrer, Schwarzenberg. — Slvarce. Pfarrer, Vudinje. — Zlogar. Dekan, St, Marein. — Diehl. Privat, Godoviö. — Urbantit, Gutsbesitzer. Schloß Turn. - Delago, k. u. l. Hauptmann. Sarajevo. — Ruckes-hauser, Ingenieur, Hinlerbrüchl. — Kentner, ttfm., Budapest. — Vaucher, ltfm.. Paris. — Herman, k. u. l. Leutnant, Tarvis Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehiihe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ,, LU«. ^38 9 2^7s?lNÖ.schwach ßew'öllt" ! ^^ 9 » «lb. 742 7 12, NO. schwach teilw. heiter , 12 < 7 U. F7s 744 6 l ^0 7, SW. schwach halbbewvllt ^0 0 Da« Tagesmittel der geftligen Temperatur 0 7°. Nor« male -26«. Verantwortlicher Redalteur: Anton g u n t e l. Landestheater in Laibach. b^. Vorstellung. Ungerader Tag. Freitag, den 12 Jänner. Wegen Verhinderung des Orchesters anstatt der angekündigten Operette «Frühlingsluft' T>er Schwur der Treue. Lustspiel in drei Aufzügen von Oskar Vlumenthal. Anfang halb 8 Uhr.___________________Ende 10 Uhr. Weil i an alter Drahrer bin — ^ drum weiß ich Bescheid und drum nehm ich, sobald ^ sich nur ein Katarrh zeigen will, gleich ein paar Fay 's >D echte Toden« Mineial Pastillen, Die lassen gar lein ^ rechten Katarrh aufkommen und hat mans im Anfang ^ versäumt — na, dann hilft mir ein Schachterl Sodener DU halt doch immer am besten. Billiger lann man eine ^ Erkältung auch gar nicht los werden, weil die Schachtel ^ nur « 1 2b lostet. In jeder Apotheke und Drogen» W Handlung zu haben, (100) 3—1 Weneralrepriisentllnz für ibfterreich »Ungarn : W. Th. »untzert, !Vl«n. >., Dominikanerbaftei 3. Zwei Wohnungen hiHtoliend Run cwei and einem Zimmer, Küche, Holele^e, sind zn verffebeD. NähereH UrnberntritMNe 1. (110) 3 — 3 Za mnogohrojno H]>remHtvo naAe j>okoJDe Ijuh-Ijene matere, odnosno «tare matere in taftöe, k nje zadnjemu telesnemu odjKxiitku, izrekata vsem ude-ležencem bvojo najiskronejöo zahvalü rodbini: Bobek-Omejc. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen ßursblattej vom ll. Jänner 1906. Die notitils» Kurie vfrsteh«n ftch in Kronenwährung, IXc Notierung sämtlichsi Attien und der ,.Diversen Lo per nassc 99-nz io<» ,.>> b-»°/„ ö, W. Noten (Febr..A»n.) < »«^ "^......!0°'U0 ioi lu ^ »"/« ö, W, Eilber (Apt!l'0lt) per ttaffe ...... loa 9« lNl-i« izene'- ßtllatilose 5»o fl, 4"/n ls>» ü<> lüu 5,0 1860er „ ioy fl. 4^ i9l>.^» ,»2 l>s, i»«4ei ,, luo fl. . . 29c> — 2l»l ^er „ 5o fl. . . 29». 291 „ Dom.'Psanbbr. k l«o fl. b"/„ 2U2 5« 2!)t l>0 Staatsschuld d. i. Neichs. »ate vertretenen K2nia« reiche und Länder. bfteil. «oldrrnte, stfr., Nolb ^. Per Kasse . , . . 4"/« «17 !»o ll» ,0 vsterr. Nente in Kronenw, stfr,. Kr, pcr Knssc . . . 4"/„ ,-l5 l<>0^,!> detto per Ultimo . . 4"/<, 100'lü lNü'N, Ost, Iüocstitiun«, Rente, stfr,, »l. per Kasse . 2'/,"/„ »1 l»ü Ul"?b «ftse»l>°l,n.3la»l»schul>. »tlschltibungen. «lllabethbahn in E., steuerfrei. zu I >.<»0 Franz Iostf.Vahn in Silber ^ (dlv. Ct.) . . . 5>/.''/u l2e-Nü 127-85 «al. «all Ludwln-Vllhn (b!v Ltülle) Kronen . . 4"/„ 3N-90 l«o i!l> «udolfbal)» in »roncnwährunss, steurrsr, (dlv, Lt,^ , 4"/„ <00'1U 101--«orarlberner «ahn, steucrsrei. 4vi> Kronen . . . 4"/„ino —I0l- °b,eßnnp,lte ßls.nbahn.W». Elisabeth«, ünnsl, KM ü'/."/ »on 400 »«„en . . 4«? _. 48«, .^ detto «inz.Uudwei« li«, fi °t"° Salzburalirol «),» fl °W,s. ,«^ /.„.„«„.on «eld Ware Do» zl»»le )Ul H«hlnng llt«. Vühm. Wlftbahn, ltm. l»9b, 4<>s> Kronen 4"/» ... 100-40 10» 40 Vl. 4 ab ><>"/„......IIS LO ll? li<> Vlisnhstliblll)!, 400 und 2000 M, 4"/„........N8 1b 119 15 Franz Josef-Vahn V. St) Lllb. 4°/« . . 99-90 100'90 11470 4"/„ dstto per Ultimo 114 bü 114 7ü 4"/« ung, Rente in lrronen» Währ. stlrel pcr «asss . . N6-I5» »635 4"/„ detto per Ultimo W 2N 9« 40 3'/,"/» detto per «asse . 8?-05 »7 2l> U»,. PrämitN'Nnl, ^ 100 sl. . i!ib'—21? - dello k !>U sl, , 2l4'—216 - The'ß'Nsss Los, 4°/« . , , . i»^-s,^ IK2 «N u/n unstar. Wrunbentl'vblig, ys.liz 97 35 4"/u lroat. u, slav, Grunoentl,- Oblig........87 »z — — Andere öffentliche Nnlcheu VoOn.Uandes.Nnl, (div.) 4"/» . SS— 97 - Nosli,' herccss, Eisenb.»Uandes. Anlehrn biv.) 4 >/,"/„ . , 10l» 55, 101 ^i> ü"^> Donau Rez,'UnIelhe 1878 1<»K 2b 107 ül» Wiener VerlehrK-Nnleihe 4"/„i-<»!> delto (Inv.N,) 1902 . ion - ln> ürsebau Änlrbrn verlosb. s,"/,, 99 6!» 100 LN Vulg, Staatselssnh. Hhp. Nnl. I««9 Gold . . . «",»,,g.l>5 l2l>-2.'> Vulss, 3tlll»H.H>>po!hflar Vlnl. 1«>»^......k°/, ,1» »5 120 25> Geld War« Pfandbriefe ic. V°deiill,,°lla,üst, in5o I.vl.4"/>, M-^, ,00^5 Äöhm, Hupotlxlenbllnl uerl. 4"/» iou-10 ,00 ß<, .^enlial Bod.'Kred,.«!.. üsterr,. 45 I, Verl. 4 >/,"/». - - lN2 5« —- > Zentral Vod,.»red..»l,, üsterr., k» I. Verl. 4"/« . , . 100 10 INI 1» Kred. Il!ft,.ösffentl,«lrb,Kat,XvI,4"/u 9910 loi ic. llandesb. d. llbn. Nalizien und Lodmn. 57'/, I. ruckz, 4"/<, 9»-?5 9975, Nähr, Hnpothclenb. oerl, 4"/« »«-«(, ,003^ N,.i>sterr.Lande«.Hyp,'Nnst.4°/, lou — ,0,' detto inll. 2"/u Pr. verl. 3'/,"/« 94 5,0 »4^ dttt°lf,.2chulbich,Util,3>/,"/<, N.-üo ><4 7^ ^ detlo verl. 4"/« 9!»w ly« «ii «bsterr-'ungar. Nanl Ll» jühr. veil, 4°/« ». W..... 10V-8Ü 10,35 detto -»"/« Kr..... 100-t»5 101 55 Cparl. I.öst.. «oI. veil. 4"/, 10,25 10175 Gisenbahn'Prioritats-Obligationen. lferblnands.«°rbbalm 101-50 bello ltm, 19u4 lou «0 1», 50 dslerr. Äorbwestb. onfl, S. , 1075c, i,»»-.«, HlaatKbahn «X» Fr..... <22 — 424 — ^-üddahn il 3"/» Jänner»Juli 5«, ssr, (per Lt) , 2I7?5 8,9 7b küddatm k b"/„..... lLü-io l,n,li Diverse Lose lper Stück), P«r,m»llche ss»se. 3°/» Vodenlltdil.Los« ltm, !««> ilN» ^ Loz ^. delto ltm. 1889 2»? ^ 308 bo 5"/« Donau.«eanlierung«'Lose ux, sl, e. «j..... 2S.V-. 270 ?><> Serb, Prüm.Anl. 0, lOUFrlt"/« I0li — ,1, ^ Inoerzin'lich» z»st. Vulup.Vasllila Dombau) 2fl. 2b— 27 — «sl^itlllle 1W sl...... 47«-. 4»z.^ «!ary.L°se , «, Vl. - - l?3 - ,»» _ flöten »reuz, üst. «es, v.. 1» N- «-2b 54 25 ttolen Kreuz. u»s>. Mes, v., b sl. 32— 34,^ «udols.lwse ,0 sl...... l'"'' eü' Halm.iil>!e »0 ll. «. Vl. »0« 5« 2i«5<» «elb War, lürl. E,.V,.«lnl, Präm.'Obli». 40» Fr, per ssassc . . . 149— 150 - bett» per M, , , . 14« 7b 14» 75 Wiener Kumm .llos, u. I. ,«74 525 — 535 — «cw,.3ch b. »^Pram-Echuldd. d, V°denir,.»nsl, llm, 1889 93 98- «ltien. Hllln^«rtzlnlemlh«»»gen. «lussiss.Iepl, Eilend, l»OU sl, 28liO — 28»« Mhui, ^orbblll,» 15« si, , »«0 — 3« — Vuschürlirader ltisbbO« fl. KV». 3180 — »206 — deUl, »o sl, «M, 1O>8 - 10,3 — Duf.Bodenbacher (tisb, 400 Kr. 58^— b8«-Hrrbinlmds.Nordt,, laoa ll.ttM, 5«80 — 5095-iiemb.'llzer» '^asjn > (tijenliahn »e!,lllchast, 200 sl, S , b82— b8» b<> !U sI,L, p,Ul<, 44» 2:', 44>» 2l> Pra<,.D»xrrlilsenb,lOOfl.abllst, 218— 219 30 NtaalKsiid, 2sl,V, per Ultim LK9 5« 870 5 , Lübb, !i«l fl, Silber per Ultim 1»0 75 121 7b Lüdnorbdeutschs Verbinbunsssb, «'« II KM......412 — 41» b<» Tramwa>i>Gel., neue Wiener, Prioriläts.NNien 100 sl. . — — — — Ungar, Weftbahn («aab.Ora,! 2<" sl, S.......40b-— 406-40 Wl, «olalb.vlltien.Ges, 200 fl, 150— INO - Vanlen. »n„l°'t>fterr, Vanl, 120 sl , , 3<2— 3?3 — Vanlvereln, Wiener, per Kasse - - — - delto per Ultimo . . . 5«3 b0 bS4 5» «odenlr.«»sl »Nerr.,200sl.T ,l»«7 — 1091 — ^entr.Vob'Krebb. öst . 200 fl, 560 — «l» -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, I60 fl,. per Kaflr — — — — detto per Ultimo «78 7b «77 5<» Kredübanl alla un»,, 200 sl . 791— 79Ü - Depositsnbciül. all«., llOO sl, , 455— 4b7 — «tilomple. Oe!tll!chas<, nieder. österr , 4<»0 «fronen , . , 548 75 54« 75 Vlro. und »assenverein, Wiener, 2„0 fl........ 45S — 4«0- - Hypotheleiibaiil, österreichische, 200 sl, «0"/u ", Papiers, u,V.»G 177' - 179- ltlellr .«es., alla.österr,, 2«>osl, 471— 473- bett» internal. 20« fl. üSS'b!» «l» — hirteobelael Pair.', ^junbh. u. Met.Fabril 40l> Kr, , . 97» — 983 — Üiesinner Vrailere, 100 sl, , , 298 300 — Munlan.Grlellsch , österr,.alpine 527 50 b2«-bO ..Poldi.Hütte", Tiegelaukftahl' F.« .» x,»0 fl, . . blb b0 bi? -Prager Visen. Ind.. Ves, Em. 1905, 2N0 sl...... 2b»ü — 2595 - Nima»Muran>! > Salsso'Tarjaner ltilrnw. «n« sl..... b24 — b»5- Salao.Iarj Eltiülohlen loo sl, »n«— »lib« ..Schlöalmühl", Papiers., »oosl, »2,- »24>— ..vchobnica", ll »<8. s. Petrol.» Inb,, 5!»0 Kr..... «4V — »44 — „Vteyrermühl", Papierfabril und V,.G...... v..V, 7« sl. . »77 — »81'»0 lull. Tabalregie.Ves, »"0 Fr per Kalse , - '— — - betlo per Ultimo 3bb — »b? Wafsens.Ves., öfterr., in Wien, INC fl........ b58- 5«5- - Wagguü'Ueihanstalt, allgem,, in Pest, 400 Kr..... 560 - b90 — Wr. «auaesellschast ll» fl, . , 1b» — 1«3«> Wienerberger Ziegels.«ltt..Ves. 83b — 840 — Pe»isen. Kurz« >ichl» un> >ch»ck». Amsterdam....... 198 70 198'95 Deutsche Plätze...... 117 b5 117-2b London........ 240 15 24085 Italienische Vanlplihe . . . »5 l.b 95, 70 j»r!«......... »5 «5 9577 Zürich und Vastl..... — — — — Val«ten. Dulaten........ Il-üb 11 «l» i!0 ssranleN'Ltülle..... 19 lk 1» 18 75 9b 95 «ubel-Äoten...... »50" 2 5.1». V»sti»»«ß »»> ll«s»!»!»>«> I» ü«»<»-ll»s/«!!»- ,«< ,»l l!s» !!»»»». lliü ?.?. »WM III!!' «MW W- biMimi! llillimielil liilll I»M »!> noräeu biemit anlNsrtäaw gomaollt, sa88 sie iür soll l4. s. Kl. um lll vbr vormitlayä «mboraumto Lonoralver- l'otvl» »««»«lZÄ« iu I.aib»oll 8wMinäet. (194) Die komplette Einrichtung einer jYlaschinenfabrik mit Gießerei und Kesselschmiede verbunden, in Trieft im Zentrum des industriellen Viertels gelegen, ist unter günstigen Bedingungen ===== zu verkaufen. = Information bei Carl Greinitz Neffen Filiale, Trieat. (196) 2-1