^. Mittwoch, 22. April 1896. Illhigllllg 115. "^^,". hlllki!,^^ Postversendung: ganzjährig fi, l5. hatbMrig fi, 750. Im Comptoir: ^^ "l°>l h!z"p"g ft. 5.5Y c^^ h^ Zustellung ins Hau« ganzjährig ft, 1, — InstrttonSgebUr l Mr ^^^^ ^ Lellen 25 tr.. größere per Zcllc 6 lr.i bei öftere» Wieberholungen per Zeile » lr. Dle «Laib. gelt,» erscheint tässlich, mit Ausnahme der Vonn» und Feiertage, Dle «bmlnlftratton befindet stch llongreslplatz ?tr. L, die «edactton BahuhosaaNe Nr, 15. Sprechstunden der Mcdaction von 8 bl« ll Uhr vormittag». Unftanlierte Briefe werden nicht angenommen, Manulcrlpte nicht zurückgestellt. ^ ^ Amtlicher Theil. ^Mchster?^ Apostolische Majestät haben mit Mz ^"chließung v?m 5. April d I. aller-L ^i^^^tten geruht, dass der mit dem Titel Ul Gen.? ""es Hof- und Ministerialrathes be° Ktb Ni/"consul erster Classe des Ruhestandes F'HedU von Chiari den kaiserlich ottoma-«^icN^'^n zweiter Classe und der t. u. k. ^Klch.?"'" m Chio Domenico Brazzafolli 'wen uni . ^"'slich griechischen Erläser-Ordens ""v tragen dürfe. biiÜ^fter "^ ^ Apostolische Majestät haben mit »ter.^"Miehung vom 8. April d. I. dem biiV Hii,' ^ bei dem Landesgerichte in Linz ^tet.Hr "her ^« ?^ """ Charakter eines actors allergnädigft zu verleihen geruht. Gleispachin. p. ^ °e. z --------------- ^lhster L ^' Apostolische Majestät haben mit >ü?"be°Vllrs. "tWeßung vom 14. April d. I. dem von Krowodrza Adam Zbroja w? di>z s s seiner vieljährigen ersprießlichen Wirken k./.^ Verdienstlreuz mit der Krone aller-. ' steche« geruht. ^^t lM' . '-------^______ ?., ^^r Universität in Wien Dr. Eugen ben?M ,,'!-""nisterial°Vicesecretär im Ministerium l ^ ^H? Unterricht Dr. Heinrich Heidlmair. ^/Hch„,Msecretär der Cabinetslanzlei Seiner V laschen Majestät Dr. Friedrich M a s ch e k V in Nl"^g. den Privatdocenten an der Uni-V'alratb . Dr. Stanislaus Pineles, den V!°l <^l '^ Finanzministerium Dr. Max Vllsse ^/" von Bonnott, den Concipisten li?i ^ M ,. u„h ^ ^^^^ ^^^ ^^ Staats- V"t» '^"1- und Phil. Johann von Volte. V^ 3)r ^,?"lstenpräfecten der Theresianischen >>!^der^Nred Ritter v. Wretschko zu Mit-^Ü! "Nllnn^ ^^ Staatsprüfungs-Commission ^chtamtlicher Theil. ^ie,^ bulgarische Schisma. ^ S üb^'^rr.. veröffentlicht eine Petersburger <,? ^, 0le Aufhebung des bulgarischen Schis-> Her ^.^"erkung, sie gäbe derselben Raum Volff's^orragenden Quelle und ungeachtet des ^^ie A., .bureau kürzlich veröffentlichten De« ^^üllhnft führt aus, die der Regelung be- dürftige Frage der Stellung der bulgarischen zu den anderen orthodoxen Kirchen könnte, wie alle ungelösten Fragen auf der Balkan-Halbinsel, Beunruhigung er« zeugen, wogegen eine befriedigende Löfung ein wirtsames Element der Friedensbefestigung auf der Balkan-Halbinsel bilden würde, was das Hauptziel der russischen Politik sei. Die Unterstützung dieser Bestrebungen sei also überall zu erwarten, wo an der Aufrechthaltung des 3tatu» l^lio das gleiche Interesse besteht. Der Institutionsferman der bulgarischen Kirche datiere aus einer Zeit, wo Bulgarien eine türkische Provinz bildete. Logischerweise müssten für die Kirchenorganisation eines selbständigen Bulgariens die gleichen Grundsätze in Kraft treten, wie für die übrigen selbstständigen Balkanstaaten. Die Bulgaren möchten dem ausweichen, weil sie ihre weiteren nationalen Aspirationen in Macedonien nicht einschränken lassen möchten. Die russische Diplomatie vertrete dagegen den Standpunkt der Stabilität der Verhältnisse in Macedonien. Die Integrität der Türkei würde eine starke Garantie erhalten, falls den politischen Aspirationen Bulgariens in Macedonien die Stütze entzogen würde, die sie in riner weiteren Ausgestaltung ihrer kirchlichen Organisation daselbst finden würde. — Das «Frdbl.» bemerkt hiezu: «Aus obiger Darstellung dürfte hervorgehen, dass in dieser zwischen dem Fürstenthum Bulgarien und dessen Süzerän, dem Sultan, schwebenden Angelegenheit die kaiserlich russische Regierung Stellung genommen hätte, was allerdings im Widerspruch wäre mit der letzthin veröffentlichten Mittheilung, wonach es der russischen Regierung ferne liege, sich mit dieser oder einer sonstigen inneren bulgarischen Angelegenheit zu beschäftigen. Es ist uns bisher nicht bekannt, dass eine andere auswärtige Macht, sei es aus eigenem Antriebe, sei es über ausgesprochenen Wunsch der Türkei oder Bulgariens, sich mit der Kirchenfrage, welche unzweifelhaft die inneren Verhältnisse des Fürstenthums betrifft, befasst habe oder zu befassen gedenke.» Die politische Lage in Frankreich. Die französischen Generalräthe — die Departements-Vertretungen — haben sich über die Einkommensteuervorlage der Regierung vorwiegend ungünstig aus' gesprochen; von den 86 Generalräthen erklärten sich bisher nur 7 für und 46 gegen diesen Gesetzentwurf. Das ist zweifellos eine ernste Niederlage der Regierung, und ihre Stellung in dem Conflicte mit dem Senate wird dadurch wesentlich geschwächt. Inzwischen ist jedoch ein Ereignis eingetreten, welches dazu beitragen dürfte, diesem Consiicie mildere Formen zu leihen, nämlich die auf Madagaskar durch die Fahavalos hervorgerufenen Unruhen. Gestern trat bekanntlich der Senat wieder zusammen, um über die Madagaskaer Credite zu berathen. Mit Rücksicht auf die erwähnten Unruhen sind dem Senate einigermaßen die Hände gebunden, denn vor allen Dingen muss die Autorität Frankreichs in dem Inselreiche aufrecht erhalten und alles vermieden werden, was dem Prestige der Republik auf Madagaskar schaden könnte. Diese Nothwendigkeit dürfte, wie die Freunde der Regierung hoffen, den Senat bestimmen, seine Gegnerschaft gegen die Regierung gerade in der Frage der Madagaslaer Credite nicht aufs äußerste zu treiben. Sicher ist dies aber noch nicht, und es könnte sehr wohl eintreten, dass der Senat, um seinen Standpunkt zu wahren, irgend einen kleinen Abstrich an den Crediten vornimmt, wie zuweilen die englische Opposition Abstriche von fünf Pfund beantragt. Damit wäre dann die Fortdauer des Conflictes gegeben. Gemäßigte Republikaner von der Schattierung des «Temps» und sogar der «Dibats» meinen, der Senat hätte unrecht, wenn er die Credite nicht bewilligte, es sei denn, dass Herr Bourgeois das Bleiben oder Gehen des radicalen Cabinets von einem diesbezüglichen Votum abhängig machen würde. Falls dies, was aber unwahrscheinlich, geschähe, so müsste der Senat nach der Ansicht der «Dsbats» die Gelegenheit wahrnehmen, die Credite verweigern, selbstverständlich nur vorübergehend, und das Ministerium stürzen. Der «Gaulois» will nun in Erfahrung gebracht haben, dass der Premier den Ereignissen der nächsten Woche nicht ohne Besorgnis entgegensehe und auf den Gedanken verfallen sei, den Senator de Freycinet, der alle ministeriellen und parlamentarischen Ränke als ergrauter Praktiker aus dem Fundament kennt, um seinen Beistand anzugehen. Schon der Umstand, dass der Senat in der Madagaskar-Frage nicht bloß das Cabinet, sondern auch die Kammer gegen sich hätte, lässt erwarten, dass die Senatoren auf den Ehrgeiz, Herrn Bourgeois fchon jetzt zu stürzen, verzichten werden. Politische Ueberficht. Laib ach, 21. April. Im Abgeordnetenhause begann gestern die Berathung der Wahlreform, mit welcher sich das Haus in der nächsten Zeit ausschließlich beschäftigen wird. Für die Generaldebatte haben sich 16 Redner contra und 23 Redner pro zum Worte gemeldet; man hofft, die Generaldebatte in drei Sitzungen zu erledigen. Das ungarische Abgeordnetenhaus sehte die Specialdebatte über das Budget des Finanzministeriums fort und erledigte eine Reihe von Titeln ohne bemerkenswerte Debatte. Bei Capitel «Lotto» urgierte Abg. Moriz Mezey die Abschaffung des kleinen Lottos, worauf Finanzminister Lukacs erklärte, Ungarn müsse in dieser Angelegenheit Hand in Hand mit ^ Feuilleton. ^^Vorstellungen "ls der Laibacher "uyne vor 100 Jahren. ^ Von P.v.sladics. ^llj^en" Ä^r" Monate Mai (28.) spielte die aus !> > im l^c^ehenbe «Theatral - Liebhaber-«i> vie ° M°ftlichen Theater zum Besten der sV' Mit ,. '^ Lustspiel: «Stille Wässer sind V"zeich UMlheiltem Beifall. Das Gärtner- !> ^ l"st der H^zUglich aus. «Wie schön ist es ? V"» «uck 5"'k" aus -, «wenn der Adel z^ll?der I^ durch solche Unternehmungen vor ^" d^erdaH. behauptet, wodurch Thaliens Reize V HH e losgesprochen werden und der edle Kilt '5«r NÄ" gleich viel gewinnt.. Die Ein- >'^ e«?U"3 "it 113 fl. 26 kr. wurde A«t?lt der c^te ^el dem Armeniustitut zu, die ^ Vz>» un^H°uptpfarrer zu St. Nikolaus ^ltz ^ « unt" d,e Hausarmen. "z h ^'h s^"" 1790 traf der Gouverneur von 'iis Um 5""k' Kärnten und Kram) aus "" d,e Anwesenheit deS hohen Staats« functionärs zu feiern, ward demselben eine Serenade gebracht, im landschaftlichen Theater am nächsten Tage eine italienische Oper «^'arbors 6i Diana» (Der Baum der Diana) aufgeführt und wieder tagsdarauf im landschaftlichen Redoutensaal ein Freiball gegeben. I^»»t not I6»8t aber fanden an den Vortagen seiner Abreise Wohlthätigkeits - Vorstellungen der «adelichen Theatral-Liebhaber-Gesellschaft. statt. Man gab am ersten Abende zwei Stücke, das emactige Schauspiel «Nina oder Wahnwitz aus Liebe» und das dreiactige Lustspiel «Narrheit, Liebe und Edel-inuth. __ beides «nach aller Kunst aufgeführt»; die Einnahme betrug 148 st. Am zweiten Abende war die Reprise des Stückes vom 28. Mai («Stille Wässer sind betrüalich.); «ihr Spiel war abermals unverbesserlich». Die Armen erhielten 83 fl. «Edle. gefühlvolle Theatral-Liebhaber-Gesellschaft» — schließt der Berichterstatter — «ungeheuchelter Beifall und der wärmste Dank fe, deine Nz'lonnuna.» Der Iulimonat (1790) sah die Stände Krams zum Landtage in Laibachs Mauern versammelt. »Um den den Tag hindurch mit des Landes Angelegenheiten beschäftigten Ständen abends eine Erholung des von der Arbeit ermüdeten Geistes zu verschaffen, hat — wie die «Üaibacher Zeitung» vom 23. Juli schreibt — unsere «adeliche Theatral-Liebhaber-Gesellschaft» in dem landschaftlichen Schauspielhaus am 20. das Schauspiel in drei Aufzügen, betitelt! «Der Eremit auf Formen-tera» und das Lustspiel in einem Act «Das Winterquartier in Amerika», am 22. aber das Lustspiel in 5 Acten «Die Redoute» zum Besten der Armen mit dem schon gewöhnlichen Beifalle aufgeführt. Die Armen» casse erhielt am 20. Juli 150 ft., am 22. aber 147 fl. Am Tage zwischen diesen beiden Theatervorstellungen war, nebenbei bemerkt, öffentlicher Ball im Schlosse Unterthurn (Tivoli). Ein ganz besonders illustrer Abend für unfere Gesellschaft der Theaterfreunde war aber der 3. September desselben Jahres (1790); sie genoss an diesem nämlich das hohe Glück, dass sie vor den eben in Laibach anwesenden Majestäten Kaiser Leopold II. und der Königin von Neapel, in deren Begleitung sich deren Töchter Maria Theresia und Maria Louise (die Bräute der erstgeborenen Erzherzoge von Oesterreich), Erz» Herzogin Elisabeth und Erzherzog Alexander Leopold befanden, im landschaftlichen, «prächtig mit Wachs beleuchteten Schauspielhause» Kotzebue's «allgemein beliebtes Drama» «Menschenhass und Reue» zur Ausführung bringen tonnten. Die Vorstellung, welche der Armencasse den Betrag von 235 fl. einbrachte, ward mit ungetheiltem Beifalle aufgenommen. Nach dem Theater ertönt? durch die Stadt die türtische Musik. Lmbllcher Zeitung Nr. 92. 748 22. Aprils Oesterreich vorgehen. Wenn man in Ungarn das kleine Lotto aufhebe und in Oesterreich nicht, so wäre dies eine verfehlte Maßregel. Der Titel wurde sodann votiert. — Im weiteren Verlaufe der Debatte erklärte Finanzminister Lukacs, dass die gesummte öffentliche Meinung Ungarns die Valutaregulierungsactton billige. Auch in Oesterreich seien die Vertreter der österreichischen Banken, die an der Valutaenquöte theilgenommen haben, lür die Regulierung der Valuta eingetreten. Uebrigens verweist der Minister auf seine jüngsten Enunciationen. Die übrigen Titel des Voranschlages wurden sodann ohne Debatte erledigt. — Hierauf wurden zehn Vicinal-bahnvorlagen erledigt. — Der Finanzminister unterbreitete sodann das Budgetgesetz, worauf die Sitzung geschlossen ward. — Heute beginnt die Berathung des Millenniumsgesetzes. Der Finanzansschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses nahm das Finanzgesetz unverändert an. In demselben heißt es: Für das Jahr 1896 werden die ordentlichen Ausgaben der Länder der ungarischen Krone mit 437,386.726 fl., die Uebergangsausgaben mit 9,447.219 fl., die investierten Ausgaben mit 19,580.921 fl. und die außerordentlichen gemeinsamen Ausgaben mit 6,628.307 fl. festgesetzt und bewilligt. Im deutschen Reichsrathe begründete gestern Abg. Bachem seine Interpellation wegen des Duell-kmsuges, welchem die Behörden bisher nicht entgegen-wirkten. Er sagt, das Duell Kotze-Schrader sei durch das Votum des Ehrenrathes geradezu veranlasst worden. Er verlangte Gefängnis-, eventuell Zuchthausstrafe auf das Duell, sowie zeitweilige Entfernung der Duellanten aus ihrer Stellung als Officiere, Beamte oder Abgeordnete. Abg. Böttcher erklärt in Vertretung des wegen Unwohlseins abwesenden Reichskanzlers, er bedauere auf lebhafteste die jüngsten Zweikämpfe. Man könne den staatlichen Organen aber nicht vorwerfen, dass es ihnen nicht gelungen sei, die Duelle zu verhindern. Die Duellanten fänden immer Wege, ihr Vorhaben auszuführen. Der Reichskanzler erwäge ernstlich wirksamere Maßnahmen, doch seien diese Erwägungen noch nicht abgeschlossen und daher weitere Mittheilungen unthunlich. Bei Besprechung der Interpellation bemerkt Abg. Bebel, die Socialisten haben nichts dagegen, dass die sogenannten höheren Classen gegenseitig das Selbstvernichtungsgeschäft besorgen. Die Bourgeoisie äffe die Vorurtheile der Aristokratie nach. Die Duelle nehmen zu, weil die Duellanten der Begnadigung sicher seien. Aus Rom wird vom 20. d. M. gemeldet: Der «Osservatore Romano» wird heute abends ein päpstliches Now propriu veröffentlichen, welches die Beziehungen zwischen den Patriarchen und den apostolischen Delegierten im Orient regelt. Dieselben werden dadurch angewiesen, sich zweimal im Jahre zu versammeln, um bezüglich der religiösen Interessen, insbesondere über die Organisation der Seminarien und Erziehung^ institute, sowie über die periodischen Publicationen betreffs der katholischen Lehre zu eiuem gemeinsamen Einvernehmen zu gelangen. Den apostolischen Delegierten wird überhaupt empfohlen, über die Eintracht zwischen den lateinischen und orientalischen Missionen zu wachen und die Beobachtung der apostolischen Constitution, der Olioutuliuin iliAniw8, vom Jahre 1894 zu sichern. Aus Sofia wird der«P. C.» in Ergänzung der bisherigen Nachrichten über die in Constautinopel erfolgte Negelung der bulgarischen Ordensfrage gemeldet, >es sei festgesetzt worden, dafs die Verleihung von ^ Orden an Fremde und bulgarische Staatsangehörige nachträglich der Pforte mitgetheilt werden müsse, während bei beabsichtigten Ordensverleihungen an türkische Unterthanen vorher die Genehmigung der Pforte ein-geholt werden müsse. In Cet in je begann am 19. April in Anwesenheit des Fürftenpaares und des diplomatischen Corps die Vertheilung der Waffen an die nationale Miliz. Der «Progress» erfährt aus Constantinopel, dass sich die Fragen des Eisenbahnanschlusses und der Zollunion auf dem Wege einer für Bulgarien günstigen Lösung befinden. Ueber die Vorgänge in Südafrika wird gemeldet: In den Straßen und der Umgebung von Buluwayo sind Dynamitminen gelegt und Bomben vorbereitet, falls die Matabele eindringen sollten. Die Besatzung dürfte binnen Wochenfrist wahrscheinlich ohne Fleischvorräthe sein. Die Matabele zogen gegen Südwesten, um die Verbindungen der Engländer abzuschneiden. Die «Chartered Company» erfährt, die Behörden von Buluwayo glauben, die Stadt gegen die Matabele halten zu können. Die «Daily News» erfahren, Präsident Krüger habe ursprünglich drei Millionen Pfund Sterling als Entschädigung von der «Chartered Company» verlangt. Diese Summe sei nunmehr durch Unterhandlungen auf die Hälfte herabgesetzt worden. Der «Daily Telegraph» meldet aus Prätoria: Der Kriegsrath in Buluwayo entschied, dass die dortigen Streitkräfte nicht stark genug seien, um weitere Angriffe zu unternehmen. Tagesneuigleiten. — (Fremdländische Officiersdeputa-tionen in Wien.) Se. Majestät der Kaiser emvfiena am 20. d. M. mittags in besonderer Audienz die Offlciersdeputation des großbritannischen ersten Garde« dragonerregimentes, die sich dem Kaiser als neuernannlem Inhaber vorstellte. Seine Majestät trug die Uniform seines britischen Regimentes. — Dem Diner bei Seiner Majestät dem Kaiser wohnten dip hier anwesende russische OfficierSdeputation und Botschafter Graf Kapnlft sowie die Mitglieder der russischen Botschaft bei. — (Ihre k. u. l. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin-Witwe Erz« Herzogin Stephanie) ist am 20. d. M. früh von Ragusa nach Italien abgereist. — (Centralverein zur Erhaltung der Kriegerdenkmale.) In Königg» ätz fand am 20. d. M. die Generalversammlung des Centralvereines zur Er« Haltung der Kriegerdenkmäler vom Jahre 1866 in Böhmen unter dem Vorfitze des Protectors Prinzen Schaumburg-Livpe statt. Derselbe leitete die Berathung mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser ein, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten. Nach dem vorgelegten Jahresberichte beträgt der Vereinsfond 50.000 fl. — Die Generalversammlung ernannte Ihre Excellenzen den RcichS-Kriegsminister Edlen von Krieghammer, den Ministerpräsidenten Grafen Vadeni, die Cardinale Gruscha und Graf Schönborn sowie den Weihbischof T>r. Angerer und den Regierungsrath Lugesch mit Acclamation zu Ehrenmitgliedern. — (Der Stapellaus des Kriegsschiffes «Budapest».) Bei dem am 27. d. M. in Trieft stattfindenden Stapellauf dls neuen Kriegsschiffes «Budapest» wird die Hauptstadt Budapest durch eine a"^,^ vertreten fein, welche eine prächtige Galaflagge ^ und die Mannschaft auf Kosten der Haupt'"" wird. . ,.«) V', - (Magiftrats-Director ^c ^ Director des Wiener Magistrates Alexander ^,« nach 41 jähriger Dienstzeit sein D?m>ss'ons^ " Vezirlshlluptmann Dr. v. Friebeis überreich^ ,^< - (Zur Wiener Wie da« «Fremdenblatt' meldet, wirb lne ^M in der Wiener Bürgermeisterfrage in der ^ Ait erfolgen. . Oie^ - (Papalosta entsprungen^ ^ Budapest vom 20. April gemeldet w»rd' ^ ^'j.l nationale Casseneinbrecher Dimitri Papa!"'" .M Uhr abends in Gesellschaft von zwei ander" ^B> aus dem Inquisittnspital des Gerichtshofes !> ^ Landbczirl, wo er sich 'seit lurzem °ls «"' ^ F entsprungen. Die gesammte Budapefter M»' ^ h^ lisiert, um den Flüchtling zu verfolgen. P°^Me ^ lanntlich wegen der Casseneinbrilche eine ley sängnisstrafe abzubüßen. ««) ^ ^ -(Die Expedition Nanse« ^, l^ fische Telegraphen-Agentur erhielt «M"» .^ gramm aus Irkutsk: Der Gehilfe deS P"» ^ «L zatsnew aus Ustjansl hat unter dem "- M stehenden Bericht erstattet: Die Einwohner ,^ wissen nichts betreffs des Schicksals der ^ ° Expedition. Die Eingebornen, welche M ° ^ zum November v. I. auf den Inseln Aav ^^, telmji aufhielten, wo auf Befehl des V"^ ^n °^ rathe niedergelegt wurden, sahen weder e^ß dem Meere, noch auch Spuren eines SM" gM narew sei nicht befragt worden, da er , hie» licher Angelegenheiten nicht anwesend st' ., hl!^ fernung «ehr als 1000 Werst von Uftl° el °^ Personen, welche Kuchnarew lennen, verN"^,e" über die Expedition Nansens nach alten Blätter geschrieben. ^ ö°hl At!l - (Strikes in Belgien.) ^^«^, Verviers und Umgebung strlkenoen «nd !" ^„v brtriigt 3000. Es herrscht allenthalben ^"y, ^B,, vlers wurden polizeiliche Vorsichtsmaß"g .^i"'. Militärische Hilse wurde nicht erbeten. ^ ^" '!,lll sicher, dass die Striles sich weiter a"^^^, Die Arbeitgeber beschlossen, die Forderung?" ^M" nicht zu bewilligen und mit Aussperrung^ Fl>> In Herstal striken 2000 Arbeiter, welche!'" ,. ruhig verhalten. .^ . lXl - (Ein melden aus Lissabon: Ein wohlhabender ^h, " ^ Samstag abends zu Wagen seine Fabril ° ^h °» l sammt dem Kutscher durch eine mit Dyna"! ^1 ^ gefüllte Bombe in Stücke gerissen. Die ^ ^ eifrig nach den Urhebern des Verbrechen»- ^ s' .c - (Schiffs.Unglück.) Nach e'N'^V^, bei Lloyds eingelaufenen Meldung ift 0^» ec ^ mit eingestoßenem Bug angekommen, """ i«<5 ^ gestern mit einer Varke zusammengeW gl^ Varl? sanl; 13 Mann. die Frau und ^ g > Eaftitäns ertranken, der Napitön sel^ .ßt <^/' wurden gerettet. Der havarierte Dampfer " ^ 3 ^ - (Ein Willinger-SchiM B"^ bürg wird vom 20. d. M. berichtet: A z^el' ein Willlnger-Schiff gehoben und Mitteln ^-Königsberg geschafft. ^^^B digen Mädchen vorzog. ^ ,,„ M' . s" Frau Strittberg liebte ihre Toch^' „che," ^„ nicht blind gegen deren Fehler und ^^tt^F selbst wnsste am besten, wieviel bose^.^cl's.,.sF der Trotz und der Eigensinn dieses »" ^ °e/ hatten. Das Kind hatte sie oft e"p^che" " Was sollte sie aber dem erwachsene« <" i? über beginnen? pH ^ «Dora,» sagte sie, der Tocht" ö'c" Antlitz blickend, «sei offen gegen w^ ^. Vlantenstein?» . . fliB^lt' Ueber Dora's Gesicht flog "ne ' D"" sie senkte das Haupt und zögerte "" „M" «Nun, Dora?» ^, ^ allein'" «Ich weiß es selbst nicht, M"", seine Gattin werden.» »,s l^ «Seines Reichthums wegen?' ..^- t^ «Vielleicht! Eines aber weiß «cy ''^ ^ st Emmy werde ich ihn niemals gönne" _ ^B ^ Durch die leise gesprochenen w" «B" ss ^ ein unversöhnlicher Hass. 3"U ^l, o ^h<" sinnend das Haupt. Sie wusste es ' M jemand hassen, sogar bitter Hass" l^? ^ "^ hasste ihre Tochter jenes junge M"0y^ate ' «Was hat dir Emmy gethan-"' einer Pause. -^ch^ Zeitung Nr. 92. 749 22. April 1896. ucal- und Provinzial-Nachrichten. Kois^ Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Ä«ll ein« Ursulinerinnen-Convent in Graz für den l«0o sr "kuen Conventgebäuoe« eine Unterstützung von i" lk>vm°^ der Allerhöchsten Privatcasse allergnädigft ^u gen geruht. deiner bigung ^" Eisenbahnfracht.) ^ pti» «?"^ zugehenden Nachricht gewähren nunmehr !chch t>a '^"eichisch-ungarische Staatseisenbahn-Gesell->tre!iiljfl?.,.^^ '. l. österreichischen Staatsbahnen (letz' «illll^ , '^llch der Linien des Abschnittes ^ ihres Local-^b«hHs n)°'l U. Heft 1 und 2), die l. k. priv. Lltes^ ^'klllchaft (rückfichtlich ihrer österreichischen l l, ^/' ^ l. l. priv. Kaiser Ferdinands-Norbbahn, die bohnei, >>- ^"bwest- und südnorddeutschen Verbindung«-^lchlebr^ ^- p^lv. Eisenbahn Wien-Afpang, a. prio. ^ , ^°°"'lkisenbahn. l. l. priv. böhm. Nordbahn und ""llhre 3' A"!sia.»Teplitzer-Eisenbahn sowohl im Local« ^Nkn u» ^"^ ^ directen Verkehre der betheiligten p°tl do« V "'"""^" ^^ den frachtgutmäßigen Trans-sliinn,^ ^"plervitriol und Krystallazurin mit der Be« ^b I^>? ^^ Äelämpfung der keronospor» viticolu chr hjz^"^"ru iiifo8wn» bis auf weiteres, längstens ^tkntiaen^ ^' December 1696, einen fünfzig-^zuna w ^"Hlllss im Rückoergütungswege. Als Ve-^sen ei» ^ ^'ebei aufgestellt, dass auf den Fracht« ^ll.einn ^ k llandwirtfchafts-, bezw. Ackerbau - Gesell-tl« la^. "desculturrath, eine Landesculturralh-Section, ^. ei« ^^tllcher Verein, refp. eine solche Verein!« «>l>l G," "ezirlsausschuss (auch Bezirks - Vertretung). ^ Ve, ' ' °^r ein von diesen Körperschaften ?'°Her U »enannler Urtilel, zwecks beftimmungs-Hzes^. Abgabe derselben an Landwirte zu einem ^" lb? - ^"'^' ermächtigter und der Empfangs-'"bllch,, c? namhaft gemachter Depositär, oder U ^"" «andwirt selbst als Empfänger zu erscheinen ^" N ^^allenben Frachtgebüren-Differenzen werben ^sleliz w ?° ber Original-Frachtbriefe, welche bis ^lana«^ ^liirz ^^^ bei der Verwaltung der ^. , H" zu bewirten ist, liquidiert werden. —o. ^!>ez^"°hrmarlt . Verlegung.) Die l. k ^ Ge»n ?"^ ^ nach Einvernehmung der Handelsakts i.^""""" über das biessällige Ansuchen der V """°e Mottling die Bewilligung ertheilt, dass der ^Kg ""° Viehmartt in Mottling, welcher oronungs« ^^ " ^- December l. I. fallen würde, heuer am » ^?^ abgehalten werde. -o. ?lveisp ^'litärstatistil.) ^^ dem neuesten ^llg'l d" technischen Militürcomilis, welcher die '' t>e„ ° ?'^ lür 1894 umfasst, waren in diesem Jahre ^844^" drei und in den höheren «ltersclassen klierte °Uungspflichtlge eingereiht. Die Zahl der ^lllt, °,.^ al« tauglich Befundenen aus den drei ^4 ""ersclassen hat in den Jahren 1892 bis 7^ ,»-.. "^gemeinen stetig zugenommen, allein in Kl^ul Nch im Jahre 1394 gegen das Jahr 1893 Me. "We der Tauglichen, und zwar von 37 per ^>°ssen»l ältliche Untersuchung ergab, dass von den , ^N^."en 395.752 zurückgestellt, 145.93? als i ^tthäs/'a erklärt wurden. Das günstigste Tauglich-" ^ie», "^ wurde in Hermannstadt, das ungünstigste ^hez l«,. .^bachtet. Wegen nicht genügenden Körper-^weit^ " l" der ersten Altersclasse 38 per Mille, in ^^Nltersclasse 32 per Mille, in der dritten ^hllft^ sie mir^ gethan hat, Mama?^rief Dom i^dey ^ "chts. im Grunde genommen, und doch ?°t! al« l, .^el! Sie hat mich stets verdunkelt, und ,'l sie Denies Mädchen mochte ich sie nicht leiden. ?' "hne?" ^'^ allgemeine Auflnerksamkeit auf sich brutes l»^ ""^^ Verdienste zu besitzen, als ihr UtlH h slander und ihre naseweisen Antworten. ^ "ladlw, ^ "lilh der Tanzstunde erinnern, die wir jHig^e L^.^ ^^ Emmy nahm mir regel-dn ^'"er »!! °^'^n Tänzer weg, und ich saß oft einsam ^ ^ di?' während sie gleich einer kleinen Königin 3 ich ^^" halbwüchsigen Jungen umschwärmt ward. di ^ "Utzt," ballfähig wurde,wiederholte sich dasselbe. A, TychV" niu meine eleganten Toiletten, mein Ruf, ^chen^.emes reichen Mannes zu sein? Das lil^ einer ^ "nfachen Kleide und mit den Ma-d? I^ärin/ ^perettensängerin ward zehnmal mehr l!^°ss. f,.. und begehrt als ich. Das ärgerte, das b^ unfren^^"letzte mich! Das machte mich rauh d Mlend ^ gegen die Herren, die mich stolz und dl! c Ges^°?"^l,' während sie das Entgegenkommen ^° ' z^."pfes als entzückende Liebenswürdigkeit tl>, ^anHp«^ ^be immer alles gar wohl beobachtet! bet k"' das ätzende Wort ist an mein Ohr ge-i^^Net ^,. "ur galt, wenn es auch nicht darauf ^ 'Neb, ' ^!s ich es hören sollte. Das hat mich hMiche^ "erbittert, immer finsterer, immer unzu-'ch ^ Klbft "°^. Ich möchte geliebt werden um 6nn?te d '' ^'^^ um meines Geldes willen. Wenn lliei. nie z.. 3^n eines armen Mannes würde, ich 2 Geld»« bedanken loswerden, dass er nlich nur "" wegen geheiratet hat. (Fortsetzung folgt.) Nltersclasse 28 per Mille zurückgestellt. Auch wegen körperlicher Gebrechen war die gahl der Zurückgestellten in Wien größer als in anderen Bezirken. Die Sanitätsverhältnisse in der Armee waren im Jahre 1894 verhältnismäßig günstiger als in den beiden Vorjahren, insoferne, als der Krankenstand im allgemeinen abgenommen hat, jedoch hat die Intensität der Erkrankungen zugenommen. Es sind nämlich als krank gemeldet worden im Jahre 1894 231.70? gegen 262.000 und 263.000 in den Vorjahren, es wurden jedoch an Heilanstalten abgegeben 96.720 gegen 98.044 und 94.802 in den Vorjahren. Artillerie und Cavallerie weisen den geringsten, das Eisenbahn-Regiment und die Pionniertruppe den höchsten Krankenstand auf. Die Zahl der Kranlentage belief sich auf 1,120.337 für die ambulant behandelte Mannschaft, auf 2,860.390 für die in Heilanstalten behandelte Mann« fchaft. Die Gesammtzahl der Todesfälle belief sich auf 1021, von denen 68 bei der Truppe, 953 in den Spitälern sich ereignet haben. Die gahl ist die niedrigste feit 20 Jahren. Die Mortalität hat 3-67 per Mille betragen, während im Vorjahre die Mortalitätsziffer 3-9 per Mille des Präsenzstanbes war und in den früheren Jahren 4, b, 6, 8, 9, ja 11 und 12 per Mille be« tragen hat. — (Aus den Vereinen.) Bei der jüngst ab« gehaltenen Hauptversammlung der Ortsgruppe Laibach des deutschen Schulvereines, in welcher der Schriftführer Herr Professor Flor. Hintner den Thätigleltsbericht erstattete, worin in fesselnder Weise ein lebhaftes Bild der Albeit des Schulvereines überhaupt, dann der Verhältnisse der in Laibach und in Krain befindlichen Unter-richtsanstalten dieses Vereines entrollt und schließlich auch der hochherzigen Stiftung der lrainischen Sparcasse mtt voller Anerkennung und wärmstem Danke gedacht worden ist — wutbe unter anderem auch der Beschluss gefasst, bei der nächsten, zu Pfingsten stattfindenden Hauptversammlung durch die Bevollmächtigten der hiesigen Orts« gruppe in dem Falle, als Anträge aus Satzungsänderung, insbesondere bezüglich des ß 5 der Vereinssatzungen, gestellt werden sollten, diesen Unträgen zuzustimmen. Die weiters vorgenommene Neuwahl des Ortsgruppen-Vorstandes brachte nachstehendes Ergebnis: Herr Johann Naumgarlner, Obmann; Herr Dr. Anton Ritter von Schöpftl, Obmann-Stellvertreter; ferner die Herren Florian Hlntner, Alois Dzimsli, Philipp Uhl und Leo Suppantschitsch. — Per Laibacher deutsche Turnverein hat heute mit der Versendung der Einladungen zu dem aus Anlass des zehnjährigen Bestandes der Sängerrunde für den 2. Mai l. I. angesetzten Festconcerte in der Tonhalle begonnen, und werden wir in den nächsten Tagen Gelegenheit haben, das fesselnde Programm zu besprechen.— Die Nundesgrupfte Laibach des deutschen Böhmerwald-bundes hat ihre ordentliche Hauptversammlung am verflossenen Samstag abgehalten, und ist aus dem erstatteten Rechenschaftsberichte zu entnehmen, dass es auch im abgelaufenen Jahre möglich war, den Netrag von 60 st. aufzubringen und den Nöhmerwäldlern zuzuwenden. Durch die vorgenommene Neuwahl des Ausschusses wurden nachbenannte Herren zur Leitung der Bunbesgruppe berufen, u.zw.: Dr. Edwin Ambrositsch zum Obmann; Adolf Eo. Mattufch zum Obmann-Stellvertreter; ferner Alois Dzimsli, Josef Pehani, Josef ßerne und Dr. Anton Wallner. —i. * (Beben.) Gestern vormittags um 11 Uhr 4 Minuten erfolgte in der Richtung von Süd gegen Nord ein schwacher, wellenförmiger Erdstoß in der Dauer von zwei Secunden. Das Beben wurde von einem Theile der Bevölkerung nicht beachtet und rief keinerlei Beunruhigung hervor. Wie wir schon wiederholt darlegten, ist derartigen schwachen Vibrationen keinerlei Bedeutung beizumessen, da sie natürliche Folgeerscheinungen eines teltonischen Erdbebens sind. — (Unheimlicher Fund.) Die mit dem Ausheben des Grundes anlässlich deS für Frau Kovac auf dem Krakauerdamm zu erbauenden Hauses beschäftigten Arbeiter fanden gestern vormittags in einer Tiefe von zwei Metern einen Todtenfchädel und fpäter ein Slelet. Es wurden weder Ueberreste eines Sarges noch sonstige Merkmale entdeckt, die über den unheimlichen Fund Auskunft hätten geben können. — (Zur Volksbewegung.) Bei einer Einwohnerzahl von 41.479 wurden im abgelaufenen Quartale im politischen Bezirke Adelsberg 102 Ehen gefchlossen und 436 Kinder geboren. Die gahl aller Verstorbenen belief sich auf 350, unter welchen 131 Kinder im Alter von der Geburt bis mit 5 Jahren waren; ein Alter über 70 Jahre erreichten 85 Personen. An Tuberculose starben 54, an Lungenentzündung 29 Personen; der Diphtheritis erlagen 12, dem Keuchhusten 19 und dem Scharlach 18 Kinder. Verunglückungen sind 4, Morde und Todtschläge 2 zu verzeichnen; ein Selbstmord ereignete sich nicht. , —o- — (Fahnenweihe.) In Trieft feierte am 19. d. M, wie von dort gemeldet wird, der deutsche Männergesangverein das Fest der Fahnenweihe. Als Vorfeier fand zu Ehren der Fahnenmutter, Ihrer Excellenz der Gemahlin des Statthalters Ritter von Ri« naldini, am 13. d. M. abends im Saale der Statthalterei ein Kränzchen statt. Borgestern mittags war im Armonia» Theater die Fahnenweihe, welcher ein zahlreiches geladenes Publicum und Deputationen auswärtiger Gesangvereine beiwohnten. Beim Erscheinen Sr. Excellenz des Herrn Statthalters und seiner Gemahlin ertönte die Vollshymne, welche stehend angehört wurde. An diese Feier schloß sich ein Concert. Zum Schlüsse des gelungenen Festes wurde die mit Begeisterung aufgenommene Volkshymne abgesungen. Vorgestern abends fand ein Festbankett statt, welches einen überaus würbigen Verlaus nahm; den Reigen der Toaste eröffnete ein mit brausendem Jubel aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät den Kaifer, wobei die Voltshymne intoniert wurde. — (Graf Deblin'sche Etiftungsplähe böhmischer Abtheilung in den l. und l. Mi« litär-Erziehungs-undVildungsan st alten.) Die Sltathalterei in Prag bringt unterm 26. März 1896, g. 45.739, zwei Stiftsplätze obgedachter Kategorie zur Ausschreibung. Die Ausnahms«, respective Verleihung«« bedingungen find ident mit jenen der Graf Deblin'schen Stlstungsplätze mährlfcher Abtheilung («Laibacher Zeitung» Nr. 89) und im allgemeinen mit jenen für Aerarial' ftiftungsplähe in den gedachten Anstalten. Gesuche sind unmittelbar bei der l. k. Statlhalterei in Prag bis 15. Mai 1696 einzubringen. — (Der Männerchor der «Glasbena Matica») hat heute abends Probe und Versammlung behufs wichtiger Besprechungen, betreffend die Mitwirkung bei der Wohlthätigleits-Vorstellung. — (Der erfteTag o?r neuen juridischen Prüfunge - Ordnung.) Am 20. d. M. kam die neue juridische Prüfungsordnung zum erstenmale zur praktischen Anwendung. Die wichtigste Bestimmung der neuen Prüfungsordnung besteht bekanntlich darin, dafs die rechts» hiftorifche Staatsprüfung statt wie bisher nach vkr Semestern, von nun an schon auch nach Ablauf von drei Semestern abgelegt werden kann und dass als neuer Prüfungsgegrnstand die österreichifche Reichs- und Rechts-geschlchte hinzutritt. Es zeigte sich nun, wie das «Fremden« blatt» meldet, die sehr bemerkenswerte Thatsache, dass an der Wiener Universität von den mehr als 500 Hörern, welche die Prüfung jetzt abzulegen berechtigt wären, sich im ganzen nur 18 Candidate« meldeten, so dass bloß zwei Prüsungstage angesetzt wurden. Alle übrigen Hörer zogen es vor, sich erst nach dem vierten Semester zur Prüfung zu melden. Dagegen war der Andrang der Zuhörer zu der am 20. d. M. stattgefundenen ersten Prüfung ein außerordentlich großer. — (Gemeindevorftands-Wahl.) Bei der am 23. März stattgefundenen Neuwahl des Gemeinde-oorftandes in Oßlitz wurden gewählt, und zwar -. Andreas Telban, Realitätenbesitzer in Zavoden, zum Gemeinbevorsteher; Urban Kumer, Grundbesitzer in Kopacnica; Johann Mezel, Grundbesitzer in Hobovse und Jakob Pagon, Grundbesitzer in Altoßlitz, zu Gemeinderäthen. — («Monaco» in Oesterreich verboten.) In verschiedenen Gasthäusern wurde unter dem Namen «Monaco» mittels eines Würfelspiel-Automaten folgendes Spiel betrieben: Fünf unter einem Glasstürze befindliche Würfel werden, nachdem vorher in eine in der Spiel-» Vorrichtung angebrachte Oeffnung ein Geldstück hineingeworfen worden ist. durch Bewegung eines am Automaten befindlichen Bügels burcheinandergeschüttelt. Vom Resultate des Wurfes hängt es ab, ob, beziehungsweise welchen Gewinst der spielende Gast vom Inhaber des Apparates gegen jenen Spieleinsatz erhält. Die Gewinste bestehen zumeist in Esswaren und Getränken, aber es kommt auch vor, dass Gelbgewinfte auf diese Art zur Verlosung gelangen. Da der Nusgang des Spieles le« diglich vom Zufalle abhängt, hat der Herr Iuftizminifter an alle Gerichte eine Verordnung erlassen, in welcher darauf aufmerksam gemacht wird, dass dieses Spiel nach dem Strafgesetze verboten ist. — (Warnung.) Es mehren sich in letzter Zeit die Fälle, dass leichtgläubigen Personen von einer Bande von Abenteurern in Spanien Geldbeträge unter allerlei Vorspiegelungen herauszulocken versucht werden. Diese Schwindelart, Entierro-(Bergrabungs-) Schwindel genannt, besteht darin, dass in Briefen mit fingierter Adresse der Empfänger des Schreibens aufgefordert wird, durch Ein« sendung von Gelbbeträgen dazu behilflich zu sein, einen angeblich in der Nähe des Wohnortes des Adressaten verborgenen Schah zu heben. Die Behörden werden angewiesen, die Bevölkerung in entsprechender Weise vor diesem noch immer schwunghaft betriebenen Schwindel zu warnen. — (K. l. priv. Südbahn - Gesellschaft.) Einnahmen vom 9. bis 15. April 1896: 872.401 fl.. in derfelben Periode 1895 860,584 fl.. Zunahme 1896 11.817 fl. Gefammteinnahmen vom 1. Jänner bis 15. April 1896 11,486.676 fl., in derfelben Periode 1895 10.958.965 fl. Zunahme 1896 527.691 fl. Einnahm?« vom 9. bis 15. April 1896 per Kilometer 400 fl., in derselben Periode 1895 395 fl., daher 1896 mehr um 5 fl. oder 13 pCt. Gesammteinnahmcn per Kilometer vom 1. Jänner bis 15. April 1896 5272 fl., in derselben Periode 1895 5030 fl., daher 1896 mehr um 242 fl. ober 4-8 pCt. Die Einnahmen des Vorjahres sind nach den Ergebnissen der definitiven Rechnungslegung eingestellt. Laibacher Zeitung Nr. 92. 750 22. April W^ — (Todesfall.) Vorgestern ist Fürst Ferdinand Porcia in Spittal a. d. D. gestorben. —- (Druckfehler-Berichtigung.) Im gestrigen Feuilleton hat sich in der zweiten Spalte, Zeile ? von unten, ein sinnstdreuder Druckfehler eiugeschlichen. Es soll nämlich «vor Schiller», nicht aber «von Schiller» heißen. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 82. April. (Original-Telegramm,) Das Abgeordnetenhaus setzte die Generaldebatte über den Wahlreformentwurf fort. Abg. Kramär pole« mlsierte gegen den Abg. Ritter v. Madeyski und bezeichnete die bestandene Classenvertretung als widersinnig. Die Wahlreform sei ein Flickwerk. Die fünfte Curie habe fchwere Fehler. Der richtige Weg fei das allgemeine Wahlrecht welches eine Waffe gegen die Ato-misienmg der Gesellfchaft biete. Zwifchen den Iung-czechen und der Regierung liege eine lange Vergangen« heit des Unrechtes. Bis dasselbe nicht gefühnt fei, werde die Partei des Redners ihre oppositionelle Stellung nicht aufgeben. Die Iungczechen erhoffen vom allgemeinen Stimmrechte eine Besserung der nationalen Verhältnisse und eine föderalistische Ausgestaltung des Reiches. Minister Rittner führt aus, in den Ländern mit allgemeinem Wahlrecht werde über die Nichtberück-sichtigung wichtiger cultureller Interessen in den Ländern, wo kein allgemeines Wahlrecht existiert, über die Nichtberücksichtigung großer Schichten der Bevölkerung geklagt. Vei jeder Wahlreform handelt es sich, wie gegenwärtig, um die Sicherung der Interessenvertretung einerseits und um die Verallgemeinerung des Wahlrechtes anderseits, und dass diesen Grundsätzen entsprochen werden kann. Das österreichische Ministerium er« achtet das gegenwärtige System der Interessenvertretung in Oesterreich als reformbedürftig, die Reform sei jedoch gegenwärtig undurchführbar, weshalb nichts anderes übrig blieb, als die Interessenvertretung intact zu lassen, um das Wahlrecht möglichst zu verallgemeinern. Die Regierung erklärt sich jedoch unbedingt gegen die Beseitigung der Interessenvertretung sowie gegen die Einführung des allgemeinen Wahlrechtes. Der Minister polemisiert gegen die einzelnen Redner und erklärt, die Behauptung sei unrichtig, dass die Vorlage nur ein Provisorium und nicht bestimmt sei, die Wahlreformbewegung zum Stillstand zu bringen. Die Zukunft werde vielleicht die Consolidierung der conservativen Bestrebungen bringen. Vielleicht werde auch die neue Curie die gemäßigten Parteien stärken und die neuen Abgeordneten werden an der Erfüllung der großen Aufgaben der Volksvertretung in einem freundlichen, die Gegenfätze ausgleichenden Sinne mitwirken. (Lebhafter Beifall.) Abg. Dipauli erblickt die Zukunft der Wahlreform in der berufsgenofsenschaftlichen Organisation. Er werde trotzdem für das Eingehen in die Specialdebatte stimmen. Abg. Kaltenegger erklärt, er könne nur dann für die Vorlage stimmen, wenn das Wahlrecht des Hausgesindes beseitigt würde. Abg. Richter erhofft von den neuen Abgeordneten einen energischen Schutz des Deulschthums. Abg. Kronawrtter plaidiert für das allgemeine Wahlrecht und wird gegen die Vorlage stimmen, desgleichen Abg. Steiner, während Abg. Peric staatsrechtlich die provisorische Stellung Dalmatiens hervorhebt. Die Verhandlung wird sodann abgebrochen. Es gelangt der Dringlichkeitsantrag des Abgeordneten Nomanczut zur Verhandlung wonach die Regierung aufgefordert wird, die Verwaltungsbehörden anzuweisen, die Ausübung des Vereins- und Ver-sammlungsrechtes zu ermöglichen. Abg. Romanczut wies auf die Praxis der Behörden in Galizien hin und behauptet, dieselben machen die Abhaltung von Ver° sammlungen der Ruthenen ganz unmöglich. Ministerpräsident Gras Badeni erklärte, er müsste vorerst die gegen die Behörden vorgebrachten Beschwerden hören, er werde die Thatsachen auf das genaueste erheben lassen. Der Minister betont, dass im Jahre 1896 nicht ein einziger Recurs gegen die Nichtbewilligung einer Versammlung eingebracht wurde, und im Jahre 1895 nur ein einziger Recurs, bezüglich dessen die Entscheidung des Ministeriums des Innern vom Reichsgerichte bestätigt wurde. Abg. Lewakowski stimmt den Ausführungen des Abg. Romanczuk zu und befürwortet die Dringlichkeit. Er erklärt, das polnische Volk liebe die Ruthenen. Abg. Perner st orfer sagt, wenn es ein Land gibt, wo das Volk ein Recht hätte, sich zu erheben, w wäre es das ruthenische Volk in Galizien. Abg. SzczevünonM bezeichnet die Ausführungen des Abg. K^Ntorser als eine unerhörte Provocation, als eine dem N^P?" Mord und Brand. Präsident ertheilte Nachdem' den Ordnungsruf. Abg. Sigmund g geH ^ , "?^ Lueger für und wu^die Dri/g^ Gelegrantine. Wien, 21. April. (Orig.°Tel.) Um 6 Uhr abends fand eine Hoftafel statt, an welcher die englische Offi-ciersdeputation, der englische Botschafter Momson und das Personal der Botschaft theilnahmen. Wien, 21. April. (Orig.-Tel.) Heute vormittags fand die Enthüllung des von dem kürzlich verstorbenen Bildhauer Tilgner geschaffenen Mozart«Denkmales im Beifein des Kaisers, der Erzherzoge, des diplomatischen Corps und vieler Notabilitäten statt. In Beanwortung auf die an Ihn gerichtete Anfprache erwiderte Se. Majestät der Kaiser, er gedenke mit tiefem Bedauern des genialen Meisters voll patriotischen Empfindens, dem es nicht vergönnt war, diesen Freudentag zu erleben. Viele Kränze wurden an dem Denkmale niedergelegt. Wien, 21. April. (Orig.-Tel.) Baron Hirsch ist heute früh um 3 Uhr auf seinem Gute bei Komorn an Herzschlag gestorben. Budapest, 21. April. (Orig.'Tel.) Das Abgeordnetenhaus nahm heute in feierlicher Weise einstimmist den Bericht der Regnicolar-Commission bezüglich des Gesetzentwurfes betreffend die Verewigung des tausend» jährigen Bestandes des ungarischen Staates an. Sämmtliche Mitglieder des Hauses sowie die Galleriebesucher erschienen in schwarzem Festgewande. Die Sitzung verlief iu gehobenster Stimmung. Trieft, 21. April. (Orig.-Tel.) König Alexander von Serbien ist heute abends nach Budapest abgereist. Pola, 21. April. (Orig.-Tel.) Heute haben die Regatten ihren Anfang genommen. Bei der internationalen Regatta über Rennwert starteten 15 Schiffe, darunter zwei der österreichisch-ungarischen Marine. Der Ausgang dieses Rennens ist noch unbekannt. Rom, 21. April. (Orig.-Tel.) Die «Ngenzia Stefani» meldet aus Massauah: General Valdissera erhielt ein Schreiben Menelils, in welchem derselbe seine beiden die Friedenspräliminarien enthaltenden Briefe zurückverlangt, nachdem seine Vorschläge nicht acceptiert worden seien. Menelik erklärt, er behalte den Major Salsa als Geisel bis zum Eintreffen der Briefe zurück. General Valdissera übersandte sofort die Briefe. Derselbe betrachtet die Friedensuntel Handlungen infolge des Vorgehens Meneliks als abgebrochen. Kopenhagen, 21. April. (Orig.°Tel.) Der Minister für öffentliche Arbeiten, Ingerslew, ist gestern abends infolge Herzschlages gestorben. Paris, 21. April. (Orig.-Tel. — Senat.) Der Präsident verliest ein Schreiben des österreichisch« ungarische« Botschafters, welcher die Mitglieder des Senates zum Besuche der Millenmumsauistellung nach Budapest einladet. Hierauf stellt Demote im Namen der drei gemäßigten Gruppen den Antrag, die Ab« stimmung über die Credite in Madagaskar zu vertagen, bis ein Cabinet sich constituiert habe, welches das Vertrauen beider Kammern genießt. Ministerpräsident Bourgeois protestiert gegen den Ausspruch Demotes', dass das Ministerium durch eine Verletzung der Verfassung im Amte geblieben sei und erklärt, dass die Interpretation der Verfafsung nicht dem Senate allein, sondern dem Gesammtparlamente zustehe. Demole erwidert, dass der Senat dreimal dem Cabinete das Vertrauen verweigert habe. Bourgeois fordert hierauf im Namen des Patriotismus die unseligen Meinungsverschiedenheiten zu vergessen und angesichts der Nothwendigkeit die Credite für Madagaskar zu bewilligen. Naduel unterstützt diesen Antrag, woa/gen Trarieux die Vertagung befürwortet. Redner bemerkt, dass durch dieselben die Lage der Soldaten auf Madagaskar in keiner Weise geschädigt werden könne. Der Antrag Demotes wird mit 171 gegen 90 Stimmen angenommen und die nächste Sitzung auf Donnerstag anberaumt. Paris, 21. April. (Orig.-Tel.) Im Ministerium des Aeußern findet ein Ministerrath statt. In den Couloirs des Senates sind die widersprechendsten Gerüchte verbreitet. Allgemein wird die Demission des Cabinets erwartet. Die demokratische Gruppe des Senates drückte dem Cabinet das Vertrauen aus. Paris, 21. April. (Orig.-Tel.) Leon Say erlag den Folgen einer Magenblutung. Paris, 21. April. (Orig.-Teleg.) Eine auf dem Lloyddampfer «Imperator» gestern ausgebrochene Feuersbrunst wurde heute vollständig gelöscht. Der Schaden ist ein geringerer, als ursprünglich nach der Verheerung des Brandes geschlossen wurde. Die an den Feuerherd anstoßenden Passagierräume, der Corridor und die oberen Bodenräume blieben gänzlich unversehrt, dagegen ist der an der Ladung angerichtete Schaden ein großer. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. London, 21. April. (Orig.-Tel.) «Reuters Office» meldet aus Kairo, laut von der Grenze eingelangten Nachrichten sind in den letzten Gefechten 500 zur Leibgarde Omduhrrmans gehörige Leute gefallen. Belgrad, 21. April. (Orig.-Tel.) Alle Nachrichten über die angebliche Rückkehr des Königs Milan nach Belgrad entbehren vollständig der Begründung. Verstorbene. Am 19. April. Josef Povsner, Schuhmachers' 2 M., Ziegelstraße 8, Fraisen. ^ _ .. i-, V" Am 2 1. Apri l. Paula Märn, Arbeiters'Tochw. Tirnauer-Lände 15, Lronclüti» capillary. __^^ Meteorologische Beobachtungen in Lail»^. p, 2 Ü.N. " 741-4 9 9' 'SO. schwach bewöltt ^ 9 »Ab. 7417 6-8 NO. mäßig ^heMbew^-22.1?U.Mn,> 741-8 l 2-5 > windstill < ^be< > ^ Das Tagcsnnttel der gestrigen Temperatur ' ' 3 1° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianusa,""" Ritter von Wissehrad. mrammmmBT^Esms natürliches ^'TS.\- M ^JmWEf9FtWV eisenreiches »ib pfOf. mmizMmmmmmm\ wasser (Anaiyse ^jeB) iWkWlWAKWlMk Ludwig y. Bar ; „g bei Schwäche, Anämie, Nervosität, Blut- und "y rrjtfhi& heiten, Menstruations-Anomalien, Malaria etc — rjen elc-in den Apotheken und Mineralwasser-Depots, Dr0|f^ i2-1' Schicht's Patent-Seift ist die beste für Wäsche uud sonstigen H»usß jjefer vereinigt höchste Waschkraft mit größter .^"^eiit11 j blendend weiße, geruchlose Wäsche, eignet sich"' >, »fl für Wollstolle vorzüglich; ist ausgezeiclinet a ^ig4ö) Badeseife für Groli und Klein. ( Niemand wird einen Versuch bere^ Zu haben in den meisten DetailhanJl1111^ ^ Vsem sorodnikom, prijateljem in zDa)LlJo-naznanjainolpretresujoèo vest o bridki, De'oge. mestni izgubi naše iskreno ljuhljene sop oziroma matere, blagorodne gospe Gabrijele Lozar roj. Ton»an kateraje danes ob i/4, 5. uri popoludne, P^gyoje se svetotajstvi sv. vere, v öö. letu döw izdihnila blago svojo dušo. . Q(jo * Zemeljski ostanki drage rajnke D re-èetrtek dn6 23. aprila ob 5. uri pop°luJn'kV peljani iz hiäe žalosti, Turjaški trg ät. »» p0-KriStosu, ter tamkaj položeni k veèue»1 (Mtku. Bodi jej blag spomin! V Ljubljani dne 21. aprila 1896. Joglp Lozar, Pavel t°* soprog. SI11# Oabrljela Lozar, hèi. ^^ Danksagung. , Unsern innigsten Dant allen, die uns a ^a» des Todes unserer unvergesslichen Mutter, Maria Deskovic ihre Theilnahme durch zahlreiche Bethe'H'^.l!,dc Leichenbegängnisse als auch durch "i",-^.», .. Trostesworte in wohlthuendster Weise ^'^stlM Ganz besonderen Dank der hoch'"- ^ ^cr"" von Idria uud Unteridria als auch oc Bürgern nnd Beainten. Idria den 19. April 1896. , Die trauernden Hintcrbliedc' -^HrZeitung Nr. 92. 751 22. April 1896. Course an der Wiener Dorse vom 2l. April 1896. N«« ^ «P«^« Courmatte >°^n ^nl.h.n. «eld War. ^ver^ber , . . 10115 10135 ' ""er b,. ^'"August 10115 101 35 "l^" „^.""^"li 101-25101'40 /'^ .."°'l - , 100 fi. 195- 196- "'^hr,„,z. b« ft- 195-196- ^'20fl, , . 156 50 15750 "^^nrml'/ ü"«lre! 122 45 122 65 '° "° " ^°'"""°M. 1012010140 ^ "'l'M° . , 101-20 101-40 MM2— ^ ' "">ttr,N«m, . 99 40 100 40 ^^,p^^.^-2«5-_ '-ii^'^r 20/, n '« ^, - - 242-— 246 - Geld Wore Vo» Etaate znr Zahlung übernommene miz-Iuseph'B., «m. 18»4,4° , 9!) «0 10NL0 Gallzische »ail -Ludwig - «ah». Em. 1881, 200 fl. L, 4°/l, , 89-10 1001« «ovarlberael «alm. «m, 1884, . 4"/„ '.dlv, Zt,) O., f, ,00 ft. N 100-— 100Ü0 Ung, Goldrente 4°/, per Casse —-— —-— dto dto, per Ultimo . , . . 12L 10122 30 dto, Rente in Kronmwähr., 4"/„, stenrrirel für2<»0Kronen Nom. 9910 9930 4"/„ blo, dto, per Ultimo . , 9910 99 30 l)lli,st.lk,Al.O°ld1M!st.,4>/,"/„ 124- 125 — dto. dt«. Silver IN» fi.. 4'//,, 10180 102-30 dl°. Vtaats-Oblig. (Ung. Oltb) v. I. 187«, b"/„..... 121 25 12225 diu.4V,"/n2chanlleglll,«bI, Obl. 100 — 10090 dtu. Prnm.-Anl. ». 100 si. 0, W. 15? 50 158 25 btu. dto. il 50st. «. W. 157-50 158-25 Tliklji Ne», lloje 4°/„ 100 fl. . 140'— 140-75 Grundentl.-Gbligationen (für ino fl. «M.i. 4°/„ lioatische und slavonische . 97 — 98 — 4°/,. '.maarische sin« fl. ö.W.) . 97-- 98 — Ander» 8ss»ntl. Anl»h»n. Dnncni-Rea. üose 5<>/„.... 127 — 128 — dto. -Anleihe 18?« . . I«7'5u!l08-— Änlehrn der Stadt Gürz. . , 112—> — — ?l»iehen b. Stlldtlieim'lübt Wie» 10380 104-80 '.'lülelirii d, Ltadtgemeiode Wien lsilber oder Gold». . , , 129'— 12950 Pramien-Anl. d. Otadtgn,. Wien 16725 16825 iUorscbau-Allleh,,'!!, ucrluöb. 5"/„ 100 50 101 50 4" „ ttrainer üandeii'NnIeben . 9835 9835 «eld Ware Zsandbri«ft (für lno st.). Aodcr. allg. üft.w50I.ol.4°/„G. —-— -.-- dto. „ ,, in50 ,, 4°/a 99 20 100-20 dto. Vräm.-Schlb». 3°/^l.Vm^ 115—^115-90 dto. dto. 3°/„, ll, Em, 117-75 118-50 N.°österr.La»de«'Hyp.°Anst.4"/, 100 —100'80 Ocst.-nilss. ÄanI »eil. 4"/„ . 10020,101 — dto. dto. 50Mr. „ 4°/u . 100-20 101" Tvarcasse, I. »st.. »NI. 5'/,"/^ v! 101-5« -' - prl«ritlll».VllligaUon»n ifür 100 ft,). sserdinllilbe.Nuidoali» Em 1»«« 100-85 101 85 Nesterr. Norow?Nl>abn . . 110 75 11175 Staateuali«...... 22225 —-— Lüdbalin l>. 8», . , , 1L6-L5 1K765 dto. il 5°/„ , 129 5Nii3<> 30 Ung.-gaüz. Vahl> . , 107 40 1U84« 4°/„ Unterlralner «ahne., 99'50 100 — ßivtlse Los» >'fl.CM. 139— 143-- Ofenei Lose l» fi...... «350 04 — Palffy-Lose 4» ft. CM. . . . 60'75 61-25 RothmKreuz.Oest.Vel. v., 10ft. 1825 1875 NutlMitreüz, Una.Oss.»., ü sl. 1070 Il-i« yindolph Lose 10 fl..... 26— 27 — Oalm Los» t« fl. liM. . . . 69'5» 7050 St.«Veno!«Lose 4U fl. CM. . 7150 7250 Waldstein^ose 2» st. CM, , . 61— «3- Wind! lchglä» Lose 2l> fl, CM, . d. Vobencredilanstalt.I.Em. . 15— 1575 dto. dtll. II. Em. 188». . . 28-50 80 — »aluachel Lole..... 22 25 23 25 fl. Silder , — - Nusstg°Tepl. Itlsenb. 300 fi. . . 17l0 1730 Vöhm. Nurdbahn 150 st, . 270 — 272 — Bnschtiehiadec Eis. 500 fl. CM. 1472 1480 dto dto. (lit. U) 20» st, . 542'- 544 — Donau - Nampflchlffllhits ° «Lei., Oesterr,, 5.»» st. EM. . . , 46?-— 469 — D»pÄodenl,ach«E. V. 2 ^ Feibiüaiibs «orbb. IMw fl.VM. 3425 3430 Lemb.° EzernKw.-Iassy ^ Eisexl,.' Velellschllst 200 fl. S. . . . 293 50 29450 Lloyb, Oeft., Iriest, 5W N. liM. 444 — 44» — Oesterr. Noruwestb. »00 ft. ü. . 2L8 —264 — dto, blo. (!it. ll) H<«> fl. i^. 275'— 275'5l) Prag-Duzer Eisenb. 15» fl. Z. . 9450 9550 Vtaatseisrnnnlm 20» fl. H. . . 851 —35150 Sübbah» L»» fl. S..... 9550, 965« Südnordd. Uerb.'V. 200 st. CM. 215'—i2I9 — Tramwlly'O>>s.,Wr.,170fl.ö.W. 486'—480 — dto. ssm. <««?.»<">?I, , . , —-— —-— V«ld Wa« Tramway-Ves., Neue Nr.. Pr<°° rttai«°«ct, ÄllUge!.. «llll. «st.< 100 st. . . 87— 88-25 Gssydier und Htahl-Ind. in Wicn 100 st..... 60-50 62--. . 53 75 56 25 LlestiMl «rauecei 100 st. . . 112 — ng-— Montan GeleÄsch.. vest.^alpine 8290 8350 Pcayer Vism°Ind.-Ves. »00 fl. «85 — 689-— Halao-larj. Htciilfohlen 60 fl. 560'— 568-- ,.Hchllalmühl",Pllvi«rs.. 200st. 205 — 208 — „Eti-lirerm,", Papiers, u. A.-V. 164'— 166'— Irifailn ttoblem!,. - Hes. 70 st. 160 —163-— Wasfenf.-«.,0est.l!!Wien, INNst. 292 — L98--Waagon-Leihanft.. «lla., in Pest, 80 fl......... 420— 430' — Wl. AaugeleMchast INO st. . . 115-25 116-25 Wienerbsi-zi« g-?lctien.Ge!. 310 — 311 — y»nis»n. Amsterdam....... 8925 39'4U Deutsche Plätze...... 58«0 58-95 London........ 180'W 120-60 Pari«......... 4?'??» 47'85 Et. Petersbur,, ... . —-— — — Dalultn. Ducaten........ 569 5 72 20 ssrancsStücke..... 9 55z 9 5«, Deutsche Neichsbanlnoten . . 58-8» 5885 Italienische Vantnoten . . . 44 20 4480 P«ul,«l...... 127 1'27^ Ing. B. Bos kovec & Arch. 0. Dvorak B^uiiiitei^iieliinLiiitcf in I^stibaeh 363) ** (Lattermannsallee) 5—1 empfehlen sich zur Projecticrung und Durchführung von Wasserleitungen, Canalisationen, Brnckenbauten s sowie auch Privat- und Industrie-Hochbauten. $ Monatzimmer vN>iefp?ai an Peteradamm Nr. 37 ^L^- (1641) 6-4 Ji| "~~~~ ¦—--------__________________________________ lu elegant möblierte« \ itr sMonatzimmer %\J Styej Ae^e Separiert, wird an einen ^ejiD ren sofort bei einer allein- ame vermietet, und wird daselbst sipu neues Clavier ^ Otl die, aui Gefälligkeit in der Admini-h> - Lf eitung- (1748) 3—1 Clt^ions^Ku»idmachung. Mh^ 2a. . --------- '^fun/ bei dem Gefertigten die A^^ 134 stattfinden üh^- ürfteis.» lohtenatämme mit dem Viaeo' Vion 400 Gulden: \i sPreisp lohteaatänxme mit dem \ i^titoJ"011 550 Gulden und 145 iv°° Gnii niit dem Ausrufspreise ^c|?dene?erwähnten Stämme befinden , 5 BezirK8e,nen WäWern in St. Georgen Wi^^ien1^6 Krainburg-Stein. I88e. g n bei Krainburg den 20sten \^6) 2^j Alexius Bergautli |1~^~——-_ Landwirt. H M ^uss • °,sung meiner sämmtlichen >e Sgeben". lcn, diese wertvollen Ob-iS », kr " iw edermesser40kr., Leder-h^e] ec^t, 50 f eerschaumspitze mit Bern-Slii/^u in ", eleeante Cravatte 40 kr., So??1^ 20\ *¦> Manschettenknöpfe, ?? ^i'1' Taschentoilette 25 kv„ M LHrodle ^k ff- Parfüm. 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Besuchern, insbesondere auch jenen, welche mir in meine Nothunterkunft am Marienplatze gefolgt sind, meinen verbindlichsten Dank in der Hoffnung auszusprechen, dass es mir in absehbarer Zeit gelingen wird, einen passenden Platz für ein neuerstehendes Cafe' „Val-vasor" ausfindig zu machen. j#. Sfuppan (1767) Gafetier. (1739) 3—1 Nr. 3091. Zweite ezec. Mobilarfeilbietung. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach wird kundgemacht: Ueber fruchtloses Verstreichen der ersten executive« Mobilarfeilbietung in der Executionssache der Firma Ioh. C. Röger in Laibach grgrn Heinrich Hüßl-mayer, Casino-Restaurateur in Laibach, pcw. restlicher 177 fl. 12 kr. s. A. wird zu der mit hiergerichtlichem Bescheide vom 3. März 1896, Z. 1786, auf den 27. April 1896 angeordneten zweiten executive» Mobilar-Feilbietung mit dem früheren Anhange geschritten. Laibach am 18. April 1896. ___ "(1735) 3—1 ^lr. 3126. Curatorsbestelluna. Beim k. k. Landes- als Handelsgerichte Laibach hat Ioh. C. Roger wider Johann Kral, früher Landesumlagen-Agent in Seismberg, zuletzt angestellt bei der Firma G. Tönnies in Laibach, wegen 140 fl. o. ». c. die Wechselklage angebracht, worüber am 15. April 1896 unter Z 3086 der Zahlungsauftrag erlassen wurde. Da dem Gerichte der Aufenthalt des Beklagten nicht bekannt ist, fo wurde auf seine Gefahr und Kosten Dr. Franz Munda, Advocat in Laibach, als Curator! aä actum bestellt, ihm der Zahlungsauftrag zugestellt und wird mit ihm diese Rechtssache nach Vorschrift der Verordnung des I. M. vom 25. Jänner 1850, Nr. 52 R. G. B., aufgetragen werden. ___Laibach am 18. April 1896. (1634)3—1 Nr. 1778. Curatelsverhänssunj;. Das k. k. Landesgericht in Laibach hat mit Beschluss vom 22. Frbrnar 1896, Z. 1517, den Mathias Zalar. Grundbesitzer von Unter-Otave Hs.-Nr. 3, als wahnsinnig erklärt und wurde demselben Mathias KoroZec von Ober-Otave Haus Nr. 7 als Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Laas am Uten April 1896. (801) 3—1 St. 563. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe naznanja, da se s tusodnim odlokom z dne 15. decembra 1895, št. 6365, na 4ega februvarija t. 1. odrejena relicitacija zemljišèa vl. št. 192 kat. obèine Kib-nica preloži na 3. junija 189 6 od 11. do 12. ure dopoldne pri tem sodišèu 8 pristavkom odloka z dne 8. decembra 1894, št. 6703. C. kr. okrajno sodišèe v Ribnici dne 6. februvarija 1896. Ein hübsches, neu möbliertes Monat-Zimmer gassenseitig, mit ganz separiertem Eingang, Parterre, ist ab 1. Mai sogleich zu beziehen. Anzufragen hei Frau Ivana Kos, Bahnhosgasse 24. (1683) 3—3 Eine Mat unmittelbar an der Reichshauptstraße, circa 250 Schritte vom Unterkrainer Bahnhofe entfernt gelegen, zur Errichtung einer Villa oder Sommerwohnung sehr geeignet, ist preiswürdig aus freier Hand zu verkaufen. Näheres beim Eigenthümer Karlstädter Vorstadt Nr. 20 von 6 Uhr abends weiter. (1758) 3—1 (1742) 3—1 Nr. 1410. Neassumierunff execution Feilbietung. Ueber Ansuchm der krainischen Spar-casse in Laibach (durch Dr. Pfefferer) wird die mit dem Bescheide voni 25sten Juli 1895, Z. 3082, auf den 21. September und 24. October 1895 angeordnet gewesene und sohin sistierte executive Feilbietung der auf 3630 fl, geschützten Realität des Jakob Terpin von ZibrZe Haus Nr. 32. Einlage Z. 22 der Catastral-gemeinde Zibrs>, reassumando auf den 3 0. April und den 30. Mai 1896, jedesmal um 11 Uhr vormittags, Hiergerichts mit dem früheren Anhange angeordnet. K. k. Bezirksgericht Loitsch, den Uten April 1596. (1568) 3-3 St. 1420. Oklic Neznano kje bivajoèi Mariji Vran-èiè iz Kresnic se naznanja, da se ji je postavil gosp. Luka Svetec, c. kr. notar v Litiji, za kuratorja ad actum in da se je le-temu vroèil tusodni zemljiško-knjižni odlok z dne 15. decembra 1895, št. 7272. G. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 15. marca 1896.