Nr. 148. Dienstag, 2. Juli 1912. 181. Jahrgang. Mblllher Zeitung Vr«nuu,rr"t»ug» erscheint täglich, niit sluKüalmie drr Conn- und Feiertage, Die Administration befindtl sich NNllröiöstrc>s,!> Nr, 2U; dir Nrdaniion Milloöiöstraszc Nr, 2U, Sprechstunden der Ncdnüiun vun 8 l>is l0Uhl vurmittags. Unsranlil'ite Briefe werden'nicht annenvnnm'n, Manujlrivte nicht ^urüclnestellt. Telephon Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Juni d. I. den Milnsterial-Sekretären im Ministerium sür öffentliche Arbeiten Heinrich Ritter Ettmayer von Adels-bürg und Ottukar Tichl) den Titel und Charakter eines Sektionsrates huldvollst zu verleihen geruht. Trnka m. ix Der Iustizmiuister hat versetzt: den Landesgerichts» rat ml 1'^^«nlin> brim Oberlantxsgerichle in Graz Friedrich Zill zum Landesgerichle in Graz, den Landesgerichtsrat und Bezirksgerichts-Vorsleher Anton G rann er in Greifenbnrg nach Feldbach, die Nich. ter Dr. Paul Skabern6 in Oberlaibach nach Littai und Anton Kajscx in Groß-Laschitz nach Nadmanns-durs- verliehen dem Bczirlsrichtcr de<> Grazer Oberlan» desgerichts-Sprengels Dr. Method Tolenc eine Be-zirtsrichterflelle beim Oberlandesgcrichtc in Graz nnd dem Richter des Grazer Oberlandesgerichts-Sprengels Dr. Ernst Vollerilsch eine Nichterstelle in Greifen» bürg; weiter ernannt: zum Landesgerichtsrate und Bezirks-g^ichts-Vorsteher den Bezirksrichtcr und Gerichtsvor-steher Dr. Johann M n < h e r in Pollau an seinem Dienstorte, zu Vezirfsrichtern lind Gerichlsvorsteheru die Richter Dr. Hermann P c> s s e k in Grcifcnbnrg fiir Greifenburg uud Tr. Hermann Blaas in Magenfurl für Iudcnburg, zum Vezirlsrichlcr beim Laudesgcrichle in Graz den Richter Dr. Jakob K u^ej in Graz, endlich zn Dichtern die Auskultanten Johann Ker« sür Oberlaibach, Tr. Milko Kranjc für den Grazer Oborlandes-Gerichtssprengel, Dr. Jakob Konda für Stein, Dr. Max Scheffcnegger für Gonobih, Dr. Julius Wallner für Radfersburg nnd Dol° wr Heinrich Fuhn für Windisch-Feislrih.' Der Instizminister hat ernannt: zu Landesgerichtsräten: den Lanvesgerichtsrat und Bezirksgerichts-Vorsteher .Heinrich Lasi<> in Halden» schaft f'N' ^ürz, den Vezirksrichler Rudolf Sterle in Görz für Görz nud den Bezirksrichter Dr. Rudolf Freihcrrn von Ninaldini des Obcrlaudesgerichtes in Trieft für das Handels» und Secg^ichl in Trieft; zu Bezirksrichtern und Gerichtsvorstehern die Rich» ter Joljann Neöiö in Veglia für Montona und Doktor Hermann Ferjanöi6 in Illyrisch°Eastelnnovo für Haidenfchaft; zu Bezirksrichteru die Richter Dr. Karl Kran-sen eck in Eapodistria für das Oberlandesgericht in Trieft, Hermenegild Petris von Stcinhafcn in Tigilano für Rovigno, Dr. Josef Leoncellis in Montona, Dr. Karl Mili<-, in Pisino, Dr. August Trevisan in Capodistria und Leonhard Viuei in Sesana für Görz,- zn ^lichtcrn die Anslultanten Tr. Johann Sco-mersich für Pola, Tr. Johanil Konradin Edlen von Michelini für Eervignano, Dr. Guido Vida für Monfaleone, Tominit Pajali^ für Veglia, Josef Rujec für Sesana, Eugen Markoviö für Dignano, Tr. Josef C o s u l i ch sür Montona, Konstantin Maruäiö für Pola, Guido Premnda für Montona, Dr. Oltavius Petronio für Buje, Franz Bo^kin für Capodiftria, Guido Petrouio für Gradisla, Dr. Tullins Arbanassich für Eapu° dislria, Alois ^igon für Illyrisch-Eastelnuovo und Tr. Marko Sinais für Voloska-Abbazia. Der Justizminister hat den Bezirlsrichler und Gerichlsvorsleher Johann Topori ^ in Landslraß znin Laudesgerichtsrate iu Rudolfswert und dcn Äiichler Dr. Franz Gor^iö in Illyrisch - Feislrih zum Vl' zirksrichter und Gericht^vorsteher in Landstraß ernannt. Der Minister für Kultus und Unterricht hat er» ledigte Lehrstellen an Staatsmittelschulen verliehon: dem Professor am Etaatvgymnasium in Kram-bürg Johann Grafenauer eine Stelle am Ersten Staatsgymnasium in Laibach und dem Professur an der Staalsrealschule in Idria Julius Nardiu cine Stelle am Ersteu Staalsgymnasium in Laibach. Der Minister für Kultns und Unterricht hat wei> ter ernannt: zn wirtlichen Lehrern an Staatsmittel» schulen: den provisorischen Lehrer Martin Kühla vom Staatsgymnasium in Goltschee für die Staalsrealschule mit deutscher Unterrichtssprache in Pilsen, serner die Supplenten: Dr. Alois Feßler, Assistenten an dor Zenlralanstalt für Meteorologie und Geodynamik iu Wien, für die Staalsrealschule in Laibach, Johann Kav^ek von Ersten Slaalögymnasinm in Laibach sür das Zweite Staatsgymnasium daselbst, Dr. Jakoo K e l e m i n a vom Staats gymnasium in Rudolfswert für diese Anstalt uud Johann Tejkal von der Staatsroalschnle nl Idria für diese Anstalt. Der Miniswr für Kultus nnd Unterricht Hai den snpplierenden Religionslehrer Alois Merhar vom ^weilen Ctaatsgymnasinm in Laibach zum Religions» lehrer sür diese Anstalt ernannt. Den 28. Juni 1912 wurde in der t. t, Hof. und Staats» druckerci das XI.IX. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 28. Juni 1912 wurde in der l. t. Hof. und Staats» oruckerei das VI. Stück der rumänischen, das XXV. Stück der ruthenischen, das XXXI. Stück der rumänischen, das XXXIII. Stück der polnischen, das XXXIV. Stück der ruthenischcn, das XXXVI. Stück der rumänischen, das XXXVII. Stück der böh. mischen und das XI^I. Stück der polnischen Ausgabe des Reichs» gesehblattes des Jahrganges 1812 ausgegeben und versendet. Dm 29. Juni 1912 wurde in der Hof» und Staats« dxuckerei das L. Stück des Reichsgesehblattes in de»tscher Aus» gäbe ausgegeben und versendet. Mchtamtlicher Geil. Ungarn. Aus Budapest wird geschrieben: Die kurze, aber inhaltsschwere Ansprache, die Präsident Graf Stephan T i s z a au das Abgeordnetenhaus nach Verlesung des allerhöchsten Verlagnngs.Reskriples richtete, hat eigent. lich weniger den anwesenden Mitgliedern der Majori» tät gegolten, als vielmehr dem Lande und recht nach» drücklich auch der Opposition. Die nationale Arbeits» Partei hat ihre Pflicht als parlamentarische Körper» schast, als gouvernemeulale Partei im Verlaufe der zehnmonatigen Obstruktion uud inmitten der Ereignisse der jüngstvergangenen Wochen trenlich erfüllt. Sie hat fest und entschlossen ausgeharrt au der Seite der Nc-gierung, kein Iota ihres Programmes preisgegeben und den Boden des Parlamentarismns nicht nm Haa» resbreite verlassen. Sie >var gewiß geduldig und lang» mutig, dann aber zielbewußt und tatkräftig, wie es die Entschlüsse der Regierung uud die Umstände erfordei» ten. Was sie dnrch die Erledignng der Wehrreform nnd, dnrch die Sichernng der Arbeilsfähigkeil des Abgeord» Feuilleton. Die grüne Bluse. Von Iwdol'f Schivclrzkc'pf. (Fortsetzung.) IV. Der junge Mann: Wie blaß Sie sind! Sind Sie krank? Das Mädchen: Gefalle ich Ihnen nicht? Der junge Mann: Zweifeln Sie daran? Das Mädchen: Alkrdings. Der junge Mann: Sie haben aber leinen Grund dazu. Ich fin.de Sie schön. Sehr schön. Das Mädchen: Wirtlich? Der junge Mann: Ja. Das Mädchen: Und sonst? Ter jungo Mann: Sie wissen doch! Das Mädchen: Nein, ich weiß gar nichts. Der jimge Mann: Sie wollen nichts wissen! D<,S ist etu>as anderes. Das Mädchen: EZ länsl ans dasselbr hinaus. Der junge Mann.- Glanbcn Sie, daß wir so weiterkommen? Das Mädchen: Ich habe keinen Ehrgeiz. Soll ich Ihnen vielleicht um den Hals fallen? Der junge Mann: Wenn es Ihnen ein Vergnüge!, macht . . .? Das Mädchen: Danke, nein. Ter jnnge Mann: Schade. Das Mädchen: Seien Sie nicht so galant! Der jnnge Mann: Wie befehlen Sie, daß ich bin? Das Mädchen: So wie Sie sonst sind. Der jnnge Mann: Wie stellen Sie sich das vor? Das Mädchen: Anders. Der jnnge Mann: Sie irren, ich bin immer gleich. Das Mädchen: Das ist nicht nxchr. Gott weiß, wo Ihrc, Gedanken sind. Der junge Mann: In der Vergangenheil, wo Sie sie vermuteu, gewiß nicht. Das Mädchen: Sondern? Der jnnge Mann: Bei Ihnen, die ich liebe. Das Mädchen: Sie würden es nicht sagen, wenn es »uahr wäre. Der juuge Mann: Gibt es wirklich nichts, lvas Sie übcrzengen kann? Das Mädchen: O, eine Menge! Der junge Mann: Zum Ncispiel? Das Mädchen: Haben Sie „sie" auch gefragt? Der junge Mann: Ich weiß nicht. Das Mädchen: Ach, Sie wissen, überhanpt nichts, wenn eö Ihnen nicht paßt! Der junge Mann: Tuch, wenn Sie erlauben! Bloß -----------------Darf ich osfen sein? Das Mädchen: Sie müssen. Der junge Mann: Nun denn: Ihre Gedanken kreisen beständig, nm diese ewige „sie", die ich vor Ihnen lubte. Das ist sehr schmeichelhaft für mich, m- sofern es eine gewisse Eifersucht verrät, aber ich fiude es unter meiner Würde, immer wieder denselben Fragen mil denselben Worlen zu begegnen. Ich bin vollkommen srei von allem, ».xls nxir. Auf die Gefahr hin, daß Sie mir wiederum nicht glauben, schwöre ich Ihnen: Sie haben alles in mir ausgelöscht, >vas nicht mit Ihnen znsammcnhängt, so sehr, daß ich von dieser großen „sie", mit der ich zw^i Jahre verlobt war, nichts als ein paar vage Schallen in meinen, Gedächtnisse finde, die ich ebenso gut geträumt wie gelebt haben könnte. Deutlich sehe ich nur die Farbe einer nilgrünen Bluse, die sie trug, als ich sie zum erstenmal küßte. Das ist mein letztes Wort. Ich liebe Sie! Das Mädchen: Wen? Die Bluse? Der junge Mann: Auch . . . Glauben Sie mir jetzt? Das Mädchen: Ja. Der juuge Maun: Also ans Wiedersehen! V. Die Schneiderin: Sehr gerne, gnädiges Fränlcin, wenn Sie es wünschen, aber ich fürchte, es wird Sie gereuen! Für einen so exquisit zarten Teint ist die Farbo sehr heikel. Das Mädchen: Möglich, aber ich hab' es mir ei»-nial in den Kopf gesetzt. Also machen'Sic sich keine Sor-geu und sehen Sie nur zu, daß Sie morgen ,daliüt fertig sind. Ich brauche die Bluse wie Brot. Die Schneiderin: Sehr wohl, gnädiges Fräulein, Sie können sich aus mich verlassen. lMhluß folgt.) Iaibacher Zeimng Nr. 148. 1438 2. Juli 1912. neleuhanses geleistet hat, lvar kein „Streich" gegen die Opposition, das lvard die Rettung des Parlamentarismus und des Mehrheitsprinzipes, war eine rettende Tal siir die ällßere Machtstellung und die innere Konsolidierung des Landes' das wird ihr weder von der Krone, uoch von der Nation vergesseu werden. Die Rede des Grasen Tisza ist gewissermaßen eine Nede Zum Neuster hinaus, eiu Appell einerseits an das Land, bei der Regiernug und der Majorität vertrauensvoll ansznharren, anderseits au die Opposition, ihre bis» herige Trutzpolitik auszugeben uud im Herbste den ihr im Parlament gebührenden Platz einzunehmen, das Geschehene nüchtern zn beurteilen nnd, sich ans die Höhe des patriotischen Pflichtbewußtseins erhe^ud, friedlich und ernst mitzmvirkeu an der großen Reformarbeit, deren Absulvierung im Herbste bevorsteht und die uur im Einverständnisse uud uuter Mitlvii^lung aller Par-teien ersprießlich gelöst werden l'ann. )iichts kcnnzeich» net die ansrichtig friedlichen Absichten der Regierung und der Majorität mehr, als die Rede Tiszas. Sache der Nation ist es nun, die Opposition im Laufe des Sommers zn klugem Einlenken Zu bewegen. Politische Uebersicht. La i bach, 1. Juli. In der am 28. Iuui abgehaltenen Sitzung des Herrenhauses wnrde nach Erledigung mehrerer kleinerer Vorlageil das Landwehrgesetz in Verljaudluug gezogeu nnd nach kurzer Debatte, in die auch Seine Exzelleuz der Miuister für Landesverteidigung G. d. I. vou Georqi eiugriff, iu zwnter uud dritter Lesung ange» nommen. Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt. Ans London wird gemeldet: Am 28. Iuui fand zu» gunsten des deutscheu Hospitals ein Bankett statt, dem Lordtanzier Haldanc präsidierte. Unter den Anwesenden befanden sich der dentsche Botschafter Freiherr von Mar» schall, der denlsche Generaltonfnl nnd die führenden Persönlichkeiten der deutschen Kolonie. Haldane brachte Toaste ans Ihre Majestäten den Kaiser Wilhelm uud den Kaiser und König Franz Josef aus. „Der deutsche Kaiser ist," sagte er, ein uxchrer Führer des deutschen Volles. Er hat es fast ein Vierteljahrhnndcrt geleitet und er hat den Frieden unverletzt bewahrt. Der Kaiser l)at seinem Lande die vorZügliche Flotte gegeben, die wir Engländer, die wir vom Floltmwesen etlvas verstehen, bewuudern. Er ist nicht minder groß in den Künsten des Friedens, wie Z. B. des Unterrichlswesens und in der Sozialpolitik. In den letzten Jahren", snhr Haldane fort, „sind Deutschland uud England einander viel ähnlicher geworden. Auch Deutschland ist eine große Handel» treibende Nation geworden nnd, indem die beiden Völ' ker einander nahe lamen, entstand ein gewisses Maß von Fiktionen uud Rivalität. iDese Rivalität sollte keiuen Stachel haben. Das ist eine Anffassnng, die vom Kaiser durchaus geteilt wird." Haldane brachte sodann den Toast ans Seine Majestät den Kaiser nnd König FrauZ Josef aus uud sagte: „Der ehrwürdige Souverän aus dein österreichischen Throne hat sich als Werkzeug der Vorsehung zur Bewahrnng des Friedens erwiesen uud den Einfluß seines Reiches zum allgemeinen Besten vermehrt." Der Toast auf die beiden Kaiser wnrde mit großer Begeisterung aufgenommen. — Die diesjährige Sammlnng für das Hospital beziffert sich auf mehr als N><'.000 Mark, darunter als Geschenk von Kaiser Wil» heim 4000 und von Kaiser Franz Josef 2000 Mark. Nachdem Vaukdireklor Schröder eineil Trinksprnch auf Haldane ansgebrachl hatte, ergriff diefer nochmals dau Wort uud sagte u. a., daß er einen beträchtlichen Teil seines Lebens Zum Studium der dcntschen Literatur, der deutschen Philosophie und der deutschen Institutionen verwendet habe. Nach englischer Tradition werde er, so« lange er Großsiegelbeniahrer sei, nicht außer Lande gehen tönneu. — Beim Verlassen des Saales wurden Hal» daue stürmische Ovationen dargebracht Tk großen euglischen Flottenmanöver in der Nord« see werden zwischen dem 12. und 22. Juli stattfinden. E5 werden daran 335 Schiffe mit zirka 88.000 Mann Besatzung teilnehmen. Die Flotte wird aus 13 Panzern der Treadnuught-Type, 31 Panzern der verschiedenen früheren Typen, 5 Panzerkreuzern der ersten, 53 der zweitcu, 11 gedeckten Kreuzern und 16 Avisodampfern, ferner 128 Turpeduzerflörcrn, 24 Torpedobooten, 40 Unterseebooten, 7 Schiffen zum Minenlegen, 6 znm Auf» fischen von Minen, 16 Depotschissen nnd 3 Hilfsboulen für die Unterseeboote bestehen. Auch 6 Hydroplane wer-den sich an den Manövern beteiligen. Der Erste Lord der Admiralität Winslen Ehurchill hat die Mitglieder des Parlaments eingeladen, der großen Revue der gesamteu aktiven Flotte des Königreiches am 9. Juli in den Ge» wässern von Portsmouth beizuwohuen. Der „Tanin" dementiert die Gerüchte, wonach die Pforte sich an die Botschafter der Mächte in Konstantinopel gewendet uud sie ersucht hätte, Friedeüsucrhand-lungen einzuleiten. Die Gerüchte würden von Feindes» feite uud der Türkei Bösgesinnten lanciert, die den Zweck verfolgen, die Türkei als znr Fortsetznng des Kriege? ohnmächtig hinzustellen. Die Haltung der Pforte habe sich nicht geändert. Dies se>i auch jüngst vom Minister des Äußern den Botschaftern erwidert worden, die im Laufe eiues Gespräches mit dem Minister auf eiucn Artikel drs oppsitiunelleu Blattes „Ifham" hinwiesen, worin die Notwendigkeit des Friedensschlusses betont wnrde. Auch die Gerüchte von einem Vermittlnngsvor-schlage, die sich insbesondere an längere Besprechungen knüpften, die vorgestern zwischen den Botschaftern Frankreichs uud Rußlands und dem Miuister des Äußern stattgefunden hatten, werden vom „Tanin" als unbegründet bezeichnet. Das Ministerinm des Äußern stehe leinein derartigen Schritte gegenüber. Tageslicuiglcitm. — lWcuu das Atelier zu klein ist . . .j Einem Auftrage pflegl jeder junge Maler gern und erwartungsvoll entgegenzuseheu. Wenn aber der Anstrag so groß ist, daß das bestellte Knnsiobjekt größer ist als das Äte. lier des Künstlers, dann kann guter Rat teuer werden. Dieses Mißgeschick widerfuhr, wie ans Paris erZählt wird, diesertage einem dortigen Theaterdekoralions» maler. Der junge Maun, der uur über eiu recht bescheidenes Atelier verfügte, kam in große Verlegenheit, wie er seine zn bemalenden riefigen Dekorationen nnter-bringen sollte. Einen Freund um leihweise Benützung seines größeren Ateliers erfnchen? Das versprach mehr Aussicht auf Hohu als auf Erfolg. Da kam dem Maler eine glänzende Iee. Er pinselte fl'ngs zwei riesige Schilder mit der Aufschrift: „Straße gesperrt!", brachte diese Schilder au beiden Enden der Straße, in der er wohnn, an und verlegte sein Atelier mit allen Fxirben, Töpfen, Leinwänden, Pinseln nnd sonstigem Krimskrams auf die Straße. Und siehe da! Niemand kam aus den Gedanken, sich nengierigerweise zn erkundigen, warum die Straße ans einmal gesperrt lvar. Alles nahm an, daß die Schil» der im Auftrag einer Behörde angebracht seien; alle Kutscher bogen mit ihren Fuhrwerken «b, uud der er-fiuderische Dekorationsmaler konnte sein Werk ungestört beenden. ^ lVrutus' Zahnschmerzen und ihr Ende.) Ein donnerndes Löwengebrüll dröhnte vor einigen Tagen dnrch die Londoner „Weiße Stadt", dem bekannten Ver» gnügnngsplatz, iu dem das „Nostock-Inngle" die Herrlichteilen und Wnnder Indiens aufbaut. Die Besucher hoben erschreckt die Köpfe, aber wer beim Löwenzwinger anfragte, erhielt die beruhigende Antwort: der junge Brutus >oar beim Zahnziehen. Brutus ifl ein gelvalliger junger Löwe, der sich mit Aufbietung aller seiner Kräfte sträubte, als mau ihm Füße und Nackeu mit Seilen band. Man wollte bei der Operation kein Beläubuugs-mittet anwenden; aber sein lMoaltigcs Nasen erschreckte doch selbst die Wärter so, daß sie bereuten, ihn nicht durch Lachgas unschädlich gemacht zu habeu. Eudlich lvar er bewältigt und lag nun fauchend und zitternd und furchtbar brüllend da. Nnn öffnete fich die Tür des Zwiugers uud hereiu schritt Dr. Watt, ciu bekannter Tierarzt des Westens, der eine Nirsenzange mitgebracht hatte. Der Arzt kniete nieder, dem mächtigen Tiere wurden die Kinnbacken gewallfam aufgerissen, rasch fuhr die Zange anf einen Zahn los, ein gewalliger Ruck und das wochenlange Weh des armen Brutus lixir im Nu beeudet. Der Arzt fpraug zurück, ohne feinem Patienten eiu Glas lvarmes Wafse'r zum Muudansspülen zu offe-riereu. Brutus wnrde losgebunden nnd kroch vergnügt uud friedlich in seinen Käfig zurück. Augenscheinlich Uxiren ihm die Vorbereitungen zur Operation viel un» angeuehmer gewesen als die Nachwirkuug. __ Mn ehrlicher Lump.) Vor drei Wochen kam zu einer Veamlenswitwe in Tirol, wie Iunsbrucler Blcu» ler berichten, ein Reisender und bot ihr lim 20 X die Vergrößerung ihres Bildes bis Znr Lebensgröße all. Die» ses Meisterwerk der modernsten photograph,schen Knnst werde sie in zwei bis drei Wochen von seiner Firma er» halten. 10 X müßten angezahlt werden, der Rest werde mit Postnachnahme eingehoben. Kürzlich erhielt uuu die Witwe ein rekommandiertes Schreiben aus Schlvancn-siadt, darin lagen eine Zchnlronennote und ein Zettel mit folgenden Worten: „Durch Zufall habe ich in Er-fahrung gebracht, daß Sie mit der bittersten Not zu kämpfen haben, uehmen Sie daher Ihre Anzahlung zu° rück. Ich habe dasür eine wohlhabende Selcherssran um 150 X beschwindelt." Unterfertigt lvar das Schreiben mit: „Ein ehrlicher Lump." — Mue „sinnige" Art der Reklame) hat ein Pa° riser Fabrikant ausfindig gemacht: Am Seinenfer, in der Nähe der Brücke „Pont-Nenf", erregten vor einigen Tageil l5 vom Kopf bis zu deu Füßeu völlig gleich ge-lleidele Augler die Ncugierde der Passanten. Iu bestimmten Abständen saßen sie mit den Angelrnten in der Hand am Ufer, ihr Augenmerk einzig und allem auf dlr Wasserfläche gerichtet. Ab lind zu zog der eine oder der andere seine Rnte anö dem Wasser, stellte fest, daß keiu Fisch angebissen halte, und lvarf sie wieder hinein. Men» schen sammelten sichan,Witze wnrden gemacht; die Angler ließen sich durch uichls alls der Ruhe bringen. Plötzlich aber enthüllten sie auf ihrem Rückeil und an ihren Hüten große Vuchstabeu, die in der fortlaufenden Reil)e> den Namen eines bekannten Pariser SpezialHauses für den Angelsport ergaben. — Hoffentlich haben fich statt der Fische wenigstens einige Käufer einsangen lassen! ------------- Lullll- und Provillzilll-Mchnchtc«. — sSihunq des Laudesschulratcö vom 24. Iuui 1912.) Definitiv angestellt wnrden die provisorischen Lehrer, bezw. Lehrerinnen, nnd zwar Eäeilie V i l m a n iii Aßling, Franziska Labernik in Dorn, Anna « c st ili Grafenbrunn, Theodora T r u g e r in Mitterdorf bei Gottschee, Franz Zupa n in Oberlaibach, Otto Zinn-e ck e r in Pöllandl, Johanna M nnda in Preoua, Heu» riette Kos iu Schlvarzeuberg und Method Po/.ar in Slap. Znm Oberlehrer wnrde Dominik Bric für Wo» ditz ernannt. Versetzt wurden die Oberlehrer Fr. P o» 1 okar von Banjaloka nach Dragatu5, der Lehrer Hein» rich Turzansky von Unterstrill nach Lienfelo° nnd die Lehrerin Franziska Nilhar von Nadanje sclo nach St. Peter am Karst. — Den Lehrerinnen Justine K o. zamernik iu Adelsberg und Marie Palma iu Unlerloitsch wnrde der Dicnsttausch bewilligt. — Die quieszierteu Lehreriuuen Anna D ragati n und Emi» lie Asch ma u n wurden in den dauernden Ruhestand versetzt. — Entschieden wurde über Rekurse iu betreff der Zuerkeunnng von Dienstalterszulagen nnd betreffend die Ergänzungslvcihlen der Gemeindevertreler im Orlsschnlrale Altenmarkt bei Pölland. — Bewilligt wurde eiue defiuitive Lehrkraft für die Parallelabtei-lniig au der Volksschule in Töplitz-Sagor, die Errich. liing oiner in Ober-Kanonilje exponierten Parallelab-teiluug an der Volksschule in Unter-Idria sowie,die Um-nxindlnng der Notschule i,l Rabeusberg in eine direkta». mäßige Vollsschllle, Die Erweiternng der zlvciklafsigen Vollsschlile in Allenmarkl bei Pöllaild auf drei Klasien uuirde abgelehnt. — Beschlüsse lourde,i gefaßt in betreff der Schulverhältnisse iin Cchulsprengel Kleilovik, in vo tresf des Vorgallges bei Disziplinarnntersnchuugeu, betreffend die an öffenllicl)c'N Volksfchulen augeftellteil Lehrpersouen, und in betreff der Gcwähruug von Etaatssnbveutiunen für Schnlgärten. — Die wirkliche» Gymnasial-, bezw. Rmlschullehrer Dr. Iohauu L o ka r, Ludwig S ch m i d und Karl Eora wurdeil definitiv im Lehramte unter Zuerkennung des Titels „Professor" bestätigt. — Anträge wnrden beschlosfen in betreff der Beförderung einiger Mittelschullehrer iu die höhere Rangsklasse, bezüglich der Besetzung von Lehrstellen an Mittelschulen nnd an der l. k. Lehrerbilduugsaustalt so-wie bezüglich der Verleihung des Ösfentüchleitsrechtes an Pri>.xiloolssschuleu. — Eudlich wurden mehrere Dis» ziplinarfälle der Erledigung zngeführt. — sNcformcn im Zeichenunterricht an Volks- uud Bürgerschulen.j An alle Landesschulbehürden ist ein Erlaß des Unterrichlsministerinms ergangen, iu dem zu dem schon ausgegebenen nenen Lehrplan für den Zei-cheuunterricht an allgemeinen Volks- uud Vürgerschnlen, ail Lehrer- und Lehrerinnenbildimgvauslallen solvie an Nildungsknrsen für Arbeilslehrerin'.len nnd Kindergärt-uerimn'u unifangrciche Instruktionen erlassen werden, die mit Beginn de5 nächsten Schuljahres iu Kraft zu trelen haben. Ans diesen Instrlilüonen, in denen als Neuerungen unter anderem Silhonetteutechnis, Hand» gelänfigleilsübungen, Elempeldruck lind Scl)ab!ouierung, Kiiuslwauderuiigeu und Knustbetrachlungeil vorgesehen sind, ist insbesondere folgendes hervorzuheben: Für den eigentlichen Zeichennnterricht kommen als Darstellungs« m'ittel in erster Linie iu Betracht: für die Unterstufe der Griffel, der Blei- uud Farbstift, die weiße nnd farbige Tafelkrcidc; für die Mittel- nnd Oberstufe außer den schoil genannten Darstellnngsmilteln Holzkohle, für senkrechtstehende, mit Packpapier überzogene Wände, dauu schloarze Kreide, Rötel uud weiße Kreide, ferner Feder und Tinte l^der Tusche) — Zeichnungen mit Fedei und Tinte ohne vorhergehende Umrißzeichnung förderu rasche und sichere Darstellung nngemein — dann Wasserfarbe und Piufel, sowohl Umriß füllend als auch direkt Form gebend. Wo sich Gelegenheil findet, kann anch Temperasarbe für gange Klaffenarbeiten heran» gezogen werden. Au Mädchenschulen tonnen anch farbige Wolle, Seide und ähnliche Stoffe als direktes Tarstel-luugsmalcrial in schmückender Art verwendet werden. Hier soll Material nnd entsprechende Technik von selbst e voll L ö w enfelt> des Dragonerregi» meuls Nr. 9 wurde znm Dragonerrcgiment Nr/5 transferiert. — Zugeteilt wurde dem Iugeuieuroffi» zierskorps der Ober'lculuant Otto Perschke des P"» nierbalaillons Nr. l, bei der Mililärbauabteilnng des 3. Korps. — In das Verhältilis „außer Dleust" »vlirdeu versetzt als zum Truppendienst im Heere sin der Landwehr) ungeeignet, zu Lokaldiensteu geeignet, der Lent» nant in der Reserve Otto Nosek des Infanterieregi-meuts Nr. 87 lAnsentl)il auf die Datier seiner Abwesenheit das Stations-kommando an den GM. Igiiaz S ch midt Edleu von ^ujsina, Konnuaudanten der 44. Laudwehrinfan-tenebrigade, das Militärstalionskommando au den Oberstleutnant Karl Sirowy, Platzkommaudauteu 'n Laibach, und die lausenden Geschäfte des 28. Infan» tcrietriippendivisionstommandos an den Major Richard Wal land des Infanterieregiments Nr. 27 über» gebcu. Die voraussichtliche Rückkehr Seiner Exzellenz nach Laibach erfolgt am 11. d. M. — sDas Abgeordnetenhaus) begann gestern die Spezialdebatte über das Vudgetprovisorium.Im Lause der Debatte gab Seine Exzellenz der Minister des Innern Freiherr von Heiliold die Erkläruug ab, daß der Miuoritätsantrag aus eine weitere Erhöhung der Bczügo der Bediensteten der Staatsbahnen uud der staatlichen Arbeiter mit einem Gefamtaufwande von mehr als 17 Millionen Kronen nnannehmbar sei und baß, die Regierung im Falle desfeu Annahme nicht in der Lage wäre, für,dieses Gesetz die Allerhöchste Sank-nun zu erbitten. Desgleichen erklärte Seine Exzellenz einen weiteren Antrag, betreffend die Maßregeln, die in Mißjahren hinsichtlich der Vranntwei »Produktion zu ergreifen wären, für unannehmbar, weil sein Inhalt eiuen Eingriff in die Rechte von Privatpersonen be-deute und weil die Suspeudicrung der Nrauntweinkon» tiugentierung eine Störung in der Funktion uuseres Vranntweinsteiiersystems bedeuten würde, die schließlich auch mit dein österreichisch-ungarischen Ausgleich kolli» diere. — Nächste Sitzung heute. — nannt. a u , v ^ l^irchwrihfest.) Der Laibacher katholische Ge-scllenverein veraustaltetc aiu vergaugencn Samstag nachmittags anläßlich des Patroziinums iu der Pfarre St. Peter mi Garten des „Rokodelski dom" ein Kirch-lveihfest, aus dessen Programm Liedervorträge des Ver» eiusmäunerchores, eine Klaviolinproduktion' des Herrn Bajde, komische Gcsangsvorträge usw. standen. T",e vom Herrn Veremschorm'eister Gorup geleiteten Ge° sangsvorträge nunden verdie» termaßen mit Beifall em» gcgengenommen; desgleichen taten die komischen Auf. tritlc ihre gute Wirkung. Herr Bajde, der Erfinder der Klavioline, wurde als geschätzte kräftige Stütze der Vereinsveranstaltungen mit gebührender Wärme be-grüßt. Für den geselligen Verkehr sorgte eine improvi» sirrte Vcrcinspost, für die leiblichen Bedürfnisse wa^ in eigenen Pavillons auss trefflichste vorgesorgl worden; besondere Erwähnung verdient wohl unter ihnen die Neuerung einer Gastwirtschaft mit alkoholfreien Geträn» ken. Die dank dem ungemein günstigen Wetter und dem gelungenen Arrangement sowieso vorteilhasten Ein» nahmsverhältnisse hob in nicht zu mißachteudcr Weise der von Vereinsfränlein besorgte Verlaus voll VluiNrn und Glückhafculoi'en. Die Stimmuug war die beste; mau war von der wohlgelungcncn Veranstaltung vollauf ve» friedigt. —e. — IFußballwettspiele.j Wie schon kurz berichtet, fanden Samstag und Sonntag nachmittags auf dem Rasenplatze nnter Tivoli Wettspiele zwischen der zweiten Mannschaft des 5tlageufurter AthlelikfporMubs und der zweiten Mannschaft des Laibacher slovenischen Fußball» klubs „Hermes" statt. Das Wettspiel dis ersten Tages blieb säst durchgängig uninteressant, da die Laibacher zweite Mannschaft den Klageufurtern augeuscheiulich in jeder Hinficht nachstand. Fürs erste konnte sie nur gauz jugendliche Spieler ins Feld schicken, während fich die Klagenfurter zweite Mannschaft aus gesetzteren Spielern zusammensetzt,- des weiteren verfügen letztere über einen ansehnliche» Grad der Geübtheit, während jene lediglich als Alifänger angefprochen werden dürften. Den Klagen» fnrtern, die sich als tüchtig eingespielte Mannschaft von guter Disziplin und scharfer, wohlüberlegter Spielart erwiesen, »var nnter solchen Umständen der Sieg 6 : 1 leicht. Ganz ohne Qualitäten war die Laibacher Mannschaft sicherlich nicht, doch wnrde durch Schwächeu des Zentrnms nnd des Torwartes aufgehoben, lvas die Flügelmänner und da unddort einzelne Gutes leisteten. Es mangelte eben au überlegter Kombination nnd ou eingeübtem Zusammenspiel. Die Beteiligung seitens des Publil'ums war Mir uicht allzugering, wäre jedoch zweifelsohne größer c,ewese», wenn das Weltspiel in späteren Abendslnnde» stattgefunden hätte. Mit nicht nnberechtigtem Mißmut wnrde der Umstand entgegen-genommen, daß sich der Beginn des Spieles eine ge-schlagene halbe Stunde verzögerte. — Der folgende Tag, der Sonntag, war ursprünglich für ein Revanchespiel zwischen der Laibacher deulscheu Mauuschaft uud der Laibacher flovenischen Fußballmannschaft bestimmt worden, zwischen denen das erste Spiel uuentschieden (4 : 4) geblieben war, wnrde jedoch zu eiuem Revauchekampf zwischen den Gegnern von Samstag verwendet. Die Lai» lxicher ersetzten ihre Schwächen durch bessere Kräfte aus ihrer ersten Mannschaft nnd so ergab sich für Sonntag Nachmittag . — u b i c das Institut. Die Besucher wurden vom Leiter dor Warte, Herrn Landes-schuliuspektor A. Velar, empfangen und besichtigten hier» ans das reichhaltige Instrumentariuni des Institutes. Herr Landesschnlinspektor Belar erlänterte die gründ» legenden Prinzipien der modernen Erdbebcnforfchuug uud zeigte schließlich deu Gästen auch die ciufachc uud sinnreiche Einrichtung der Empfangsstation für drahtlose Telegraphie. Nach dreistündigem Besuche verließen die Gäste die 3öartc. li. — jEnthüllusg einer Gedenktafel.) Zu der vor eiuigen Tagen gebrachten Notiz „Achatzifest" wird uus über den am gleichen Tage erfolgten Akt der Enthül» lung einer bergmännische» Gedenktafel noch folgendes mitgeteilt: Das heurige Achatzifest gelvaun für deu Vergort Idria durch die Enthüllung einer Gedenktafel im Bcamtenkafino eine,ganz besondere Bedeutung. Die im Jahre 1910 erzielte Erzeugung von über einer Mil» lion Meterzentner Grubencrze veranlaßte die Berg-beamten, den Zeitpunkt dieser Höchsterzeugung durch eiu Eriuneruugszeichen zu markieren, das den kommen» den Generalionen von dem Erfolge der gegenwärtigen fachliche» Arbeit »vie auch von der inte»sive» Tätigkeit zur Hebuiig des Wertes und defsen Erträgnis Zeugnis geben soll. Nach der üblichen feierlichen Prozession versammelten sich sämtliche Bergbeamten im Beamte»-lasino, wohin auch der Herr Bezirkshauptmau» Karl Ekel'und der Vorstand des Revierbergamtes in Lai» bach, Herr Oberberglommissär Viuzeuz S t r ga r , eiuer Eiuladuug zufolge erschienen waren. Hierauf er« griff der Nergdirektiousvorstaud, Hcrr Hofrat Josef BiIlek, das' Wort. Nach Begrüßnng der erschienenen Gäste entrollte der Herr .'öofrat die Geschichte und Entwicklung des Idriauer Bergbaues bis zum heutigen Tage, wobei er aus die Erzeugung hinwies, welche in den letzten zwei Dezenilie» nahezu konstant blieb, bis es durch die Iuitiative des l. k. MiuisteriumS für öfseut» liche Arbeiten uud durch eiuheitliches und tatkräftiges Zusammenwirken aller maßgebenden Faktorei, uuter »veitgehender Mudernisiernng des technischen Betriebes nnd Regelung der Betriebsdispositionen möglich lvar, die Erzeuguug an Grubenerzen auf eiue Million Zcnt-ner nnd dan^it anch die Qnecksilberprodukliou auf die gleichfalls bisher uicht erreichte Höhe von über 700 her das einzige Wahrzeichen bergmännischer Tätigkeu in Idria. Mögen diesem der Arbeit gewidmeten, Ehren» zeichen noch andere iu Idria folgen. Mit dem Wuusche, daß uuter der weisen Fürsorge unseres allerhöchsten Bergherrn Seiner Majestät des Kaisers und mit dcr wohlwollenden Förderung der Interessen des Werkes und der Stadt Idria von feiten des l. k. Ministeriums sür öffentliche Arbeiten der Bergbau auch fernery,n zum Wohle des Reiches und des Landes sich entwickeln möge, schloß der Herr Hosrat seiue Festrede. An diese Worte knüpfte Grubeuvorsland Herr Bergrat Hermagor P i r n a l die weitere Ausführung, daß die schönen Erfolge des Werkes in erster Linie auf die weise uud zielbewußte Leituug durch den Herrn Hosral Billek zu» riickznsühl'en seien; er verwies ans das unermüdliche Pflichtgefühl des Herrn Hofrales wie nicht minder auf deffen goldenes Herz allen Untergebenen gegenüber. Zum Beweise der srelindschastlichen Gesinnnug, Danl» barkeit uud Anhänglichkeit der Werlsbeamten übergab Herr Vergrat Piruat dem Herru Hofrale ciue mit einem Widmungstexte versehene! Tablette in dcr Ansführnug der soebeu enthüllten Gedenktafel. Hierauf faud iu den Kasinolokalitäten ein Festbankett statt, das einen sehr animierten Verlauf nahm, Währeud des Baulettes er. griff Hcrr Nezirksliauptmann Ekel das Wort, gab der Freude Ausdruck, an dem schönen berg>»ä»»isc!)en Feste teilnehme» zn fönnen, lind erhob sein Glas auf das weitere Gedeihen des Werkes. Herr Oberbergkom» misfär Strgar brachte einen beifällig ansgenomme» nen Toast auf die zweite Milliou Erzerzeuguug. Von der Festtafel gelaugteu au Seine Exzellenz den Arbeits» minister Trnka , Sektionschef H o m a n n nnd Mini» slerialrat v. Posch Ergebcnheitstelegramme zur Ab» lendung. Abend's fand iu dem festlich dekorierten Zemlja-Parke ein Konzert statt, das mit einem vom Herrn Oberbergkummissär Peneo arraucuertcu ge» luugcnen Feuerwerke schloß. ^ » o"'^' tails der Veranstaltung, de», Ort und ZeilPimll d" ^"' austaltuug eiuvernehmlich festzusetzen. Es >o,rd " """ ' daß diese Veranstaltung wesentlich .p" "".!"'',< ^ bilduug ,md Vervollkommnung des m «mm ;,' trelenen Wagnergcwerb-^. — lPromeuadetonzert.) Vei günstigein Welter ver» anstaltet die „Slovenes« Philharinonija" henle »nter Schloß „Tivoli" ein Proinenadekonzert mit folgendem Programm.- 1.) Lehär: „Tie Weiber", Marsch. 2.) Wag» ner: Pilgerchor nnd Gebet der Elisabeth aus „Tann» Häuser". 3.) Waldtenfcl: „Sirenenzanber", Walzer. 4.) Pnccini: Fragmente aus der Oper „Madame Butter» fly". 5. ll) Ipavec: „Zvezda", d) Poto^nik: „Zvonikar-ieva", Lieder. 6.) Fall: „Die Dollarprinzessin",^ Pot-ponrri. — lVeim Sommerfcst des Laibachcr Deutschen Turnvereines,) dvird ans die zahlreichen Broschüren über die adriatischen Seebäder nnd Schisf» sahrtsgesellschaften ansmerksam gemacht. Von den Län-doru Tirol, Salzburg, Sieiermark, Käritteu, Oberösler-reich, Niederösterreich, Galizien, Böhmen, Mähren nnd Schlesien steheil gnt redigierte, kurz gefaßte Führer zur Verfügung. Di< Hauptstädte Wien, Prag, Vnda» pest, Krakali, Lemberg, dann die verschiedenen Heilbäder haben in Tourist.Office Prospekte znr Verteilung aus» gelegt. Der Landesverband sür Fremdenverkehr in Krain stellt dem P. T. Pnbliknm die illnslrierten Vru» schüren: Das Alpenland Krain, Kronan, Die Wochein, soloie Prospekte von Veldes, ^Uadmannsdorf, Stein, Bad Töplitz, Adelsberger Grotte, der Klir- nnd Bade-anstalten Nilli uud Vovk zur Verfügung. — Wn neuer We.q zum Tavica-Wasserfall.) Herr Nauchekar, Besitzer des Hotels „Zlatorog" am Wocheiner See, hat zum Wasserfalle Saviea eineil neuen Weg angelegt. Dieser zweigt sich von dein aus der Ukanca zn den sieben Triglavseen führenden Woge nach einem Nni» stieg von nngefähr drei Viertelstunden in westlicher Richlnng ab nnd führt längs der steilen Komar^awand direkt zum Schlnnde, ans dem der Wassersall losend herausbranst. Die großartige Felsenszenerie, der gähnende Wasserschluild und der schäumende Wasserfall ties unten machen auf den Beschmier einen geradezu nliheini-lichen Eindruck. Touristen, die den Weg zu den sieben Seen hinaus oder von ihnen herunter zurücklegen, so-wie sonstige Naturfreunde mögen nicht versäumen, den l'nrzcn Abstecher znm Ursprnng der Saviea zn machen. Phantasievollen lind Poetisch angelegten Nalnren möchte ich aber doch empfehlen, nach wie vor, die Cavica ans dem beqnemen alten Wege aufzusuchen und sie von n nten hinans zu bewundern; denn nnvergleichllcy schön und majestätisch ist sie nur von der Stelle ans, wo sie Pre^eren in seinem nnslerblichen Liede besungen IM. Vei der Anlegnng des neuen Weges ist man ans eine alle Wertstätte von Falschmünzern gestoßen, in der, wie man in der Wochein allgemein erzählt, vor vielen Jahren „alte Zlvcmziger" angeblich gefälscht wurden. —?. — sDie Nachtigall in der Wocheiu.) Man schreibt uns aus der Wochein: Als ich voriges Jahr in der „Ear-niola" berichtete, daß die Nachtigall in Obertrain nicht nur während ihres Frühjahrsznges, sondern auch im Sommer vorkomme uud daselbst niste, schüttelten einige zünftige Ornilhologen darüber di> Köpfe nnd meinten, daß dies nnmöglich sei, da die Nachtigall während des Sommers daselbst keine ihr znsagende Nahrung fändc und,daher nnmöglich in Oberkrain nisten könne. Diese Herren möchte ich nun einladen, ans ein Paar Tage an den Wocheiner See zu kommen. Sie könnten daselbst jeden Vormittag nnd jeden Abend zwischen 6 und 8 Uyl die Nachtigall wnnderbar schlagen hören, nnd zwar hält sich eine seit dem Frühling in den Buchenwäldern nächst Hl. Geist auf, zwei Nachtigallen lassen höher hinans gegen das Hotel „Zlatorog" zwischen, den Parzellen 48 nnd 52 ihren wnnderbaren Gesang vernehmen. Insbesondere letztere zwei sind nnermüdliche Sängerinnen. Selbst mein Begleiter bei den Abendspazier» gangen, der doch gewohnt ist, in seiner Heimat Istrien die Nachtigall lagtäglich schlagen zn hören, kann sich an ihrem wunderschönen Gesänge nicht satt lanschen. — lTchadcnfeuer.) Am 24. Iunl vormittags brach in dem mit Stroh gedeckten Hanse des Johann Znpevec in Makutek, Gemeinde Töplitz, ein Feuer alls, welches das Wohnhans nnd zwei WirtschaftSobjetle einäscherte. Anch viele Obslbänme und Weinreben des Znpevee lind seiner nnmittellxiren Nachbarn sielen dem Fener zum Opfer. Der Schaden beläuft fich auf 6500 X, die Ver. sicheruug beträgt 3500 Iv. Das Fener entstand infolge mangell)after Konstruktion des Nanchfanges. — Am selben Tage nm 9 Uhr abends brannte in Nen-Lnben die Keusche des Anton HMer^ii- nieder. Der Scl)aden beträgt 1200 Iv, die Versichernng 800 X. Das Fener dürfte dnrch hernmfliegendc Fenersnnken, die vermutlich die oberhalb des Ofens ausbelixihrten Holzspäne zur Entzündung brachten, entstanden sei». II. — sTchadcnfeuer durch Vlilzschlaq.j Wie nns ans Stein berichtet wird, schlng am 24. v. M. gegen 12 Uhl nachts der Vlil) in die Stallung des Besitzers Primns Plahntnik in Brezje, Gemeinde Miinlendorf, ein. Das Gebäude fing Feuer und brannte vollständig ab. Das Fener verbreitete sich auch auf den ill der Nähe liegen» den Stall des Besitzers MiclM'l Golob und äschert^ ihn ein. Beiden Besitzern brannten anch einige Wirtschafts» gerate sowie eingebrachte Feldfrüchle, dem Golob über» dies ein Kalb nnd gegen znxinzig Stück Geflügel ab. Plahntnik erleidet eine» Schaden von zirka 6000 lV, dem eine Nersichernugssnmme von 800 X gegenüber» steht. Bei Golob beträgt der Schaden 700!) X, die Ver-sichernngvsnmme 2000 l<. Die weitere Verbreitung des Fellers wurde durch den stark darniederströmenden Ne-gen gehindert. — sGemeindewahl.j Vei dor am 19. Mai vorge. nommenen Nemvahl des Vorstandes der Gemeinde in Senosetsch wurdcu geivählt: znm Gemeindevorsteher Fraii^ Edler von Garzarolli, zu Geiileiilderäten Franz Su3a, Fraiiz Zadnek, Josef Medeii, Franz Mahilio, Josef Vrajdih, Joses Iurea, Vartholoniäus Koritnik lilld Mar Moravee, allc in Senoselsch. — jZiqeuncrplassc.j Seit etwa einer Woche treiben sich in der Umgebnng von Laibach zahlreiche Zigcnner» baiiden herllnl, die die Bevüllernng mit zudringlichem Vettelil belästigen nnd auch Diebflähle begehen. Am Sonntag nachmittag wnrde bei Weißenstein eine vier» köpfige Zigelliierbaiide dnrch d>> Gendar wnrde nach der Anlegung eines Notverbandes ins Krankenhans gebracht, die Ivane aber, die nnr leicht verletzt lvar, dem zuständige!! Gerichte eingeliefert. " ^Verhaftete l5iuschleichcr.j Tieserlage gelang es der Polizei, wieder zwei berüchtigte Einschleicher ding» fest zn machen. Es sind das der 32jährige, im städtischen Armenl)anse nntcrgebrachte Zimmermaler Adols Perko nnd der in der Grünen Grnbe wohnhafte Tag-löhner Johann Iskra ans Wocheiner Feistritz, zwei arbeitslose nnd Wege» Diebflahles nnd Velrnges schon abgestrafte Individuen. Nachdem am 23. d. M. dem Be» amlen Polj^at an-Z deffen Küche in der Petersstraße eine Weckernhr nnd drei Sewictten gestohlen worden waren, erfolgte am 25. v. M. in der Mesnerwohnnng des alten Friedhofes nach Anfsperrnng der Wohnnngstür ciir Diebstahl, wie deren nicht viele bei der Polizei ver> zeichnet sind. Die Täter nntersuchte» im ersten Zimtllr^ alle Möbelstücke, während die kranke Gattin des Gieß» Meisters Anna Prestl im zweiten Zimmer lag, nitd bemächtigten sich eines Herrenanznges, eines schloarzen Anznges nnd eines Geldtäschchens mit 18 Iv. Alles wnrde in cinc große Hlitschachlel verj,xick1, worauf die Diebe unausfällig das Haus verlasseu konnten. Am folgenden Tage verhaftete die Sicherheitslociche die beiden Ein« schleicher in einem Gastlokal am Alten Markt nnd fand bei ihnen den dem Gießmeister gestohlencn Rock und die Weste vor, die si> knrz vorher auf dem Trödler» markte zu veräußeru versucht hatteu. Vei der Leibes» visitation fand sich im Besitze der Verhafteten so viel belastendes Material, daß sie noch mehrerer sonstiger Diebstähle verdächtig erscheine». Über Ansuchen der städtische!! Polizei nahm die Gendarmerie in Moste bei Islra nnd bei der Geliebten des Perko eine Hans» durchsuchung vor, wobei sie einen grünen Franenrock und eine Jacke« konfiszierte. Einem Goldarbeiter nahm die Polizei eine silberne Tascheuuhr nebst solcher Kette weg, die ihm der Zimmermaler um 3 15 60 li ver» kauft hatte; weiters wurde einem Hotelbedicnstvten die dem Veamten Polj^ak gestohlene nnd nm 2 X verkaufte Weckeruhr abgenommen. Die beiden Einschleicher wur» den dem Landesgerichte eingeliefert. — Die Polizei er° sncht die nnbekannte Eigentümerin des Franenkleides sowie den Eigentümer der Taschenuhr, sich ehestens bei der Polizei zn melden. - sVerhaftnug eines Pferdediebes.) Am Sonnlag Vormittag wnrde dem Besitzer Franz Marout in Obrije, als er zur Kirche ging, ein Pferd im Werte von 800 X gestohlen. Als Täter wnrde ein l8jähriger Bursche, der beim Veslohlenen als Taglohner beschäs-ligt Nxir, dnrch den Gendarmerieposten in Kkofljica nebst dem Pferd angehalten. Das Pserd wurde dem Eigentümer übergeben, der Dieb dem hiesigen Landes» gerichte eingeliefert. " iUufall.) Gestern wnrde aus Semiö die 68jährige Frau Maria Konda ins hiesige Krankenhaus gebracht. Bei eiuer Felscnsprengnng »var ihr ein Stein anf den Kopf gefallen nnd hatte sie lebensgefährlich verletzt. " ^Entwichener Zwnngliug.j Unlängst nnlernahm der 30jährige, nach Freisladl zuständige Zwä»gling Eilgelbert Grammer eine» uuaugcmeldelen AnÖslng und ist bis henke noch nicht znrückgekehrl. '^' ^Gefunden.) Ein Fünftronenlaler, ein Hand» täschchen, eine Antomobillampe lind eine B' Maria ('ermelj, gcweseiie Obslverkäiiferin, 52 Jahre, Nadetzky» straße 1i'; Josef Letnar, Taglohner, 61 Jahre, Fran° ziska Sonc, Fabriksarbeiterin, 21 Jahre, Franz Sleg-l,ar, Dienftniann, 39 Jahre — alle drei im Landes» spitale. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Todesfälle. Prag, 1. Juli. Der Ackerbauminister Dr. Braf ist mittags in Nostok bei Prag gestorben. Belgrad, 1. Juli. Ministerpräsident Milovanovi6 ist hente früh gestorbeil. Warnsdorf, 1. Inli. Laildtagsabgeordneter Eduard Sträche ist heute vormittags nach längerer Krankheit im 66. Lebensjahre gestorben. Laibacher Zeitung Nr. 148. 1441 2. Juli 1912 Die Sokol-Festlichkcitcn in Prag. Prag, 1. Juli. Heute nin I! Uhr vormitlags fand die feierliche Enthüllung des Palacky-Deukmales auf dem Palactyplahe, das mit einem Koste nan stunde von 525.000 Kronen errichtet wurden lvar, statt. Die Auf. fahrt der Gäste dauerte einundeinhalb Stunden. Bür» germeister Dr. Gro5 übernahm das Denkmal mit einer An,prache. Dr. 5iramär hielt die Festrede. Ätit der Nie° Verlegung von Kränzen am Denkmale und der Absingung eines tthurals fand,die Feier ihren Abschluß. Ziehungen. ^ Wien, 1. Juli. (Ziehung der Kommunallose vom ^ahre 1874.) 300.000 Iv gewinnt Serie l«67 Nr. 7t>. 20.000 Iv gewinnt Serie'i 587 Nr. 31, 10.000 K ge» Winnt Serie 2567 Nr. 36. Wien, I. Juli. «Kreditlose von 1856.) 300.000 X gewinnt Serie 3007 Nr. 16; 60.000 1< gewiuut Serie 762 Nr. 2; 30. beigesetzt. Ein endloser Zug bewegte sich von der Hofkapelle znr Tomkirche, geleitet vom Fürstbischof von Orient. In der Domkirche'zelebrierte Kardinal Katsch» thaler das Requiem. Assram, 2. Juli. Unter massenhafter Beteiliguug fand gestern das Begräbnis d^s Vanalrates Hervor stall. Unter anderen leidtragenden nahm daran anch der königliche Kommissär v. Elivaj teil. Aclqrad, 2. Inli. Ministerpräsident Milovr Methode Lyanteys »verde die einer vernünftigen Ausdehnung fein, wo die Armee die Rolle eines Quartier-^ rnachers der Zivilisation übernehmen werde. Alle Ver-stärkungeu, welche LlMiley verlangen werde, wcvden ihin rle,ch,ctt werden. In Erwiderung'auf die Ausführungen ^aurös' führte Poinear.' ans, ein Verzicht des Sultans auf dos Protektorat wäre gleichbedcntend mit Defertion. ^el)auptungen Iaur<>s' zahlreiche Zengliisse der Tapfer-M wird der einzige Artikel des Gesetzentwurfes über "'s Protektorat mit 460 gegen 79 Stimmen augenom» men. ' ^ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Gutachten des Herrn Dr. I- öeVv enka, König l. Weinberge. Herrn I. Serravallo Trieste. Danke Ihnen für die gütige Sendung Ihres Scr-rauallos China-Wein mit Eisen, welchen Sie un-sereu Waiscu im Asyl St. Josef in Königl. Weinberge gesendet habcu. Schwächliche, anaemische Kinder ^abeu denselben gerne nnd mit Erfolg genommen, der Appetit hat sich gebessert, und die Kiuder haben an Körpergewicht zugenommen nnd eine rote Gesichtsfarbe be° komme». Königl. Weinberge, 16. November 1910. (5098) Dr. I. öerventa. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Schreiber Tr. (5., über Saluarsan, da3 neue, Ehrlichschc Mittel zur Behandlung der Syphilis, t< —M; Schreier Gottfried, Deutsche Sprachlehre für Voltsund Bürgerschulen, K. —.30; Schreier Gottfried und Nitsch Ad., üernbüchlein der Geographie für die. Hand der Schüler im Küstenlande und in Kraiu, K -.40; Schreier Gottfried 7 U. F. j 31 6, 21 1> » ' heiter s 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 21-4°, Normale 19 1». Wien. 1. Juli. Wettervoraussage für 1. Juli für Steier» mark, Kärnten und Kr a in: Vorwiegend trübe, vorübergehend Strichregen, etwas wärmer, westlich mäßige Winde. — Für Trieft: Wechselnd, später zunehmende Bewölkung, Neigung zur Gewitterbilduug, sehr warm, südöstlich später schlechtes Wetter. — Für Ungarn: überwiegend trocken, unbedeutende Tem« peraturänderung. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. (Gegründet vou der nramijche» Sftarlllssc 1887.) (Ort: Gebäude der k. l. Staats°OberreaIschule.) Lage: Nördl. Breite 46« 03'; östl. Länge von Greenwich 14° 3!'. Bodeuunruhe: Sehr schwach. Anlenuenstörungen: Am 1. Juli um 19 Uhr 45 Minuten III.IV2-". Am 2. Juli um 7 Uhr III. Fun ken stärke: 1. Juli um 19 Uhr 45 Minuten of. "» Hiusigleil bei Störunge»: I «sehr leiten» jede ib, bi« A«, Minult, II «selten» jede 4. bls l0, Minute; III «häufig» jede Minute 2 bi« 3 Störungen -IV «sehr häufig» jede b, bis lO. Selnnde Entladungen,' V «surtdauernd» fast jede Leluude; VI «unnntcrbrochen» zusammenhängende Geräusche n>!t Funle»-bilbung zwischen Anteiine und Erde ober Sausen >m Hortelepyou, Starte der Störungen: l «sehr schwach», li «schwach», 3 »mähig star!», 4 «start», b «sehr start». 1- Lautstärle der Funlensprilche: » «laum vernehmbar», l> «sehr schwach», c »schwach», 2 90— 90'20 Ja 4-2% „ „ „ „ p.A.4-2 90— 90 20 ¦S 4-8% ,, Bllb.Apr.-Okt.p.K.4#2 90-10 Wäl» WU-2«/, „ „ „ „p.A.4'2 9010 90-30 LOBeV.J.1860lll5O0fl.ö.W.4 1666 1616 LoBev.J.1860zul00fl.ö.W.4 484— 44V— LoBev.J.1864zul00fl.ö.W___ 602— 614 — LoB6T.J.18(i4zu 60H.Ö.W___ 804— 310 — 6t.-DoBiän.-Pf.l20fl.3(K)F.6 287— 289 — Oesterr. Staateschuld. üest.StaatsachatzBch.atfr.K.4 —— —- Oest.Goldr.8tfr.GoldKasse..4 11810 113-30 ,, „ ,, ,, p.Arrgt. 4 11810 11830 Oest.Rentol.K.-W.strr.p.K. .4 8780 87-60 „ ,, „ „ ,, „U. .4 8T36 8T66 Oest. Ren to i. K.-W. eteuerfr. (l»i«) p. K............ «730 8T60 OoEt. Rente i. K.-W. steuersr. (1912) p. ü............ 87-30 8T60 Oe«t.Inye:t.-Ront.Btfr.p.K.8V, 7786 77-66 Franz Jo8efBb.i.SiIb.(d.S.)51/< '0776 108-76 Galir.KarlLudwigBb.(d.St.)4 ««76 19-76 Nordwb.,ö.n.eüdnd.Vb.(d.S.)4 88-60 80-60 Rndolfsb.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 89-60 90 so Vont Staate t. Zahlnng übern. Kigenbahi-Prloritati-OHiK. BBhm. Nordbahn Em. 1882 4 11260 113-60 Bohm.Wontbahn Km. 1885. .4 «««0 8980 Böhm.WeBtb.Em. 1895 i.K. 4 8886 8980 K«d.-Nordb.E.1886(d. S.)..4 9836 94-36 dto. E. 1904(d.St.)K___4 95— 94'— Frauw: Jo«efsb.E.1884(d.S.)S4 90-26 91-26 Gälte .Karl Ladwigb. (d.St.)S4 88-76 89-76 Laib.-SteinLkb.200o.l000fU 92-76 98 76 Sclilußkurs Gold | Ware Proi. ~^~~~~ Lem.-Czer.-J.E. 1894 )d.S.)K4 88-90 89-90 Norilwb., Oest. 200 sl. Silber 6 102-60 —— dto. L.AE.190S(d.S.)K8>/i 81-76 82-76 Nordwb.,Oeat.L.B.200fl.S.5 102-— —— dto. L.B.E.1903(d.S.)K8i/j 81-76 8276 dto. E.1885 200 u.1000 fl. S. 4 89-26 9026 RudolfsbahnE. 1884 (d.S.) S. 4 88-60 S9-U0 Staatsoiseub.-G. 500 F. p. St. 8 863— 367 — dto. Er«-/..-Netz 500F.p.St. 8 848-— 362 — SüdnorddoutscheVbdgb.t]. S. 4 89-30 90-30 Ung.-gal.E. E. 1887 200 Silber 4 88-36 8936 Ung. Staatsschuld. Ung.Staat8kas8euBch.p.K.4>/, 98-96 9916 Ung.Rento in Gold . .. p. K. 4 108-26 ios-46 Ung.Rentoi.K.Btfr.v.J.1910 4 87-30 ST60 Ung. Rente i. K Btfr. p. K. 4 8T30 8760 Ung.Prämien-AnlehenälOOfl. 412-— 424 — U.Thei8B-R.u.Szeg.Prm.-0.4 282-— 294 — U.Gnindentlastg.-Oblg.ö.W. 4 87-36 88 36 Andere offentl. Anlehen. Bs.-he«. Eia.-L.-A.K.18O2 4'/j 9GG0 97-ao Wr.Verkehraanl.-A. verl. K. 4 88-60 &9 v.J. 1902 v.K. 4 9066 9166 Wien v. J. 190« v.K.......4 89-80 . 9080 RuBB.St.A. 19O6f.lOOKp.U. 5 104-66 10616 Bul.St.-Goldanl.l90710OK4V2 94-26 96-26 Pfandbriefe und Kommunalobligationen. Ho(ienkr.-A.öBt.,5OJ. /i &T60 98-60 (ialii.Landesb. 51'/i Jv.K. 4>/j 9«-2ß 99-26 dto. K.-übl.III.Em.42j. 4>/2 98— 99-— Ißtr. Bodenkr.-A. 36 J. ö. W. 6 100-— 10s— lBtr.K.-Kr.-A.i.62»/jJ-v.K. 4>/2 100-— 100-76 Mähr. Hypoth.-B.ö.W. n.K. 4 90— 90-60 Nied.-öat.Land.-Hyp.-A.66J.4 91-60 !>2-60 Üest. Hyp.-Bank i.50 J. verl. 4 90-60 916O Oest.-ung.BankoOj.v. ö.W. 4 96-— se — dto. 50 J. v. K..........4 9ß— S6— Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 41/, 9760 98-60 Comnbk., Pest. Ung. 41 J. 41/, 98-— 99-— dto. Com. O. i. 50/i 97-60 98-&0 dto. Kom.-Sch. i.60J.v.K4Vi 9«'«0 99-60 Eisenbahn -Prior.-Oblig. KaBch.-Oderb.E.1889(d.S.)ö.4 8T60 88-60 dto. Em. 1908 K (d.S.). ..4 SS-— 89 — Lemb.-Czer.-J.E.1884B00S,36 "2-30 8330 dto. 800 S............4 87-76 88-76 Staatseisenb.-Gesell. E. 1896 (d. St.)M. 100 M........8 *7-fiO 88-60 Stidb. Jan.-J. 50Ö F. p. A. 2'6 260-26 26/26 UnterkrainerB.(d.S.)Ö.W..4 96-— 96 — Diverse Lose. Bodcnkr.öBt.E.1880älOOO.SX 27v- 2S3-— detto E. 1889ä 100fl. . . . 8X 247-60 269-60 Hypoth .-B.ung. Präm. -Schv. ix 100 fl................4 236-— 24A- — Serb.Prämien-Anl.älOOFr. 2 us-— 119-— Bud.-BaBilica(Domb.)5fl.ö.W. 26-— 80 — Schlnflkurs "Geld | Ware Cred.-Anst.s.H.n.G.lOOfl.ö.W. —— — •— Laibach. Pram.-Anl.20fl.ö.W 6«-— 71 — RotenKreuz.ÖBt.G.v.lOll.ö W —'— —— dotto ung.G.v. .. öfl.ü.W. 30-— 36-— Türk. E.-A.,Pr.O.4O0Fr.p.K. 238-40 241-40 Wiener Kommunal-Loße vom Jahre 1874.....100 fl.ö.W. —'— —- Gewinstach. der 3«/0 Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 4«-- 82-GowinBtach. der ö°/, Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anßt.E. 1889 77-— 89-— Gewinstsch. der 40/p Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank S3-— 39'— Transpo^Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1278-— 1283--Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4940-— 4980-— Lloyd, österr.........400K 644-- 64G-— StaaUEiBb.-G.p. U. 200 fl. S. 717 60 718-60 Südbalin-G.p.U. .. .600Frs. 9636 96-36 Bank-Aktien. Anglo-ößterr.Bank lüOfl. 18K 329-40 330 10 Hankver.,Wr.p.U. 200fl.S0 „ 629-26 650-26 l!od.-C.-A.allg.ÖBt. 300K64 „ 1280-— 1286-- Credit-Anst. p. U. B20K82 „ 644-76 645-76 Credit-B.nng.allg. 200fl.42 ,, 86Q-— 861- Eakompteb. steier. 2O0H.82 ,, 684-— 686-— EBkompte-G.,n. ö. 4O0K88 ,. 772-— 775 — l.ändDrb.,ÖBt.p.U. 200fl. 28 ,, 628-— 629-— LaibacherKreditb. 4OOK28 ,, 446'— 448-— OeBt.-ungar.B. 14O0K9080 ,, 2122'— 2132-— Unionbank p. U. .. 2O0 fl. 82 „ 611-26 612-26 YcrkehrBbank,allg.l40fl.20 ,, 86960 872-60 Živnoaten.banka 100fl.l4„ 282-— 2S3-— Industrie-Aktien. Berg-u.Hüttw.-G., ÖBt. 400K 1260-— 1267-— Hirtenberg P., Z.n.M.F. 400 K /256 — 123«-— Königßh.Zement-Fabrik 400 K 382'— 384-— LengenfelderP.-C.A.-G. 260K 202— 203-— SchlnOkor___ Geld | Ware Montanges.,öBterr.-aIp. 100fl. 9S/-26 992'2t Perlmoosor h. K. u. P. lOOfl. 4G9-— 473'— PragerEisenind.-Goaoll. 500 K 8166-— 8176-__ Rimamur.-Salg6-Tarj. 100fl. 767-90 768-90 Salsö-Tari. Stk.-B.....lOOfl. 76S-— 76V— Skodawerke A.-G. Pils. 200 K 756-— 766-__ Waffen-F.-G.,österr. .. lOOfl. 1104-— I116 — Weißenseis Stahlw.A.-G. SOOK 7«0-— 790-— Weatb. Bergbau-A.-G. lOOfl. «60— 664 — Devisen. Kurze Sichten and Seheoks. Deutsche Bankplätze....... 117-90 iis-10 Italienische Bankplätze..... 94-60 94-80 London................. Z4»-"* 24^-n Paris................... 96-60 96-80 Valuten. MUnzdukaten............. 11-39 11-41 20-Francs-Stücko.......... 19-12 19-16 üO-Mark-Stücke........... 23-6« 2362 Deutsche Reichabanknoten .. H7»i» iisn-i Italienische Banknoten..... 94-70 94-90 Rubel-Noten ............. 2'63„* ?64„i* Lokalpapiere nach Privatnotler.d. Filiale d. K.K. priT.OeHt.Credlt-AaaUlt. Brauerei Union Akt. 200 Ko 236-— 246-— Hotel Union „ 500 „ 0 —•— — Krain.Banges. „ 200,,12K 200— uo — ,, Industrie ,, 1000 „90„ 2160-— 2260-— Unterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70 — 90 — Bankiinsfofi «°/( Die Notierung sämtlicher Aktien and der , .Diversen Lerne" versteht sich per Stttck