LailmchcrMMtlMg. Rr. !««. Plän,lmrrat!>?nöpreiN: ^m ^omptoir g.,i!,i. sl. II, daN'i. f>. s>.5»>. stiir dir ^ufi^üi,., i»i« H,i»o halbj. 5l» l>, Mil der Post gaüzi. s>. !5, ^all'j. s>. ?,>,», SlNNstllss, 22. Illli Insertlon«gebühr bi» lvZcilen: lmal!i"l,.. :>»,. il> l». ii. s. w. Inl^lil!i!l«st^u!pel icdc»iü, ü» lr. i87l. Aiutlichcr Thcil. Ic. l. und f. Apostolische Majestät haben init :'!ller-höchstcm Handichrcidcn ddo. Lazenburg, ^0. Juli d. I., Allerhöchstihrcn geheimen Rath Agcnor Grafen Golu-cholvsti zum Slatthalter in dem Königreiche Galizicn und Lodomericn üüd dcm Großhcrzogthumc ilrakau allcr-allergnädigst zu ernennen geruht. Hohcnwart m. p. Dcr Iustizministcrhat dcnStaatsanwaltssubstilutcn Eduard Sä, üsfer in Elanislau, dann dic Aczirks-gerichtsadjunctcu Johann Slowronsti in Lubaczow und Th^ophil Felix Ritter v. Li stow ski in Dubiecko zu Volksrichtern, und zwar den Ersten für Bolechow, den Zweiten für ssrakowicc nnd den Dritten für Bali-grod ernannt. Dcr Iustizmi^istcr hat den Gcrichtsadjnnclcn des Wicncr Landesgcrichtcs Georg 3t a u ä, und dcn Handels' ycrichlsadjuncten in Wien Dr. Karl Pclserv. Fürn-dcrg zu Staatsanwaltsslibslitutcn bei dcr Staatsanwaltschaft in Wien ernannt. Dcr Iustizministcr hat den VezirksgcrichtSadjunrtcn Gustav Haidcuthaler über sein Ansuchen von Hainfeld nach Urfahr übersetzt und den Auscultanleu Dr. Julius Ritter v. Grimburg znm BezirtSgcrichts-adjunctcn in Haiufcld ernannt. Der Iustizministcr hat dcn Auscultanten Dr. In lins Löwe ;nm Bc;irtsgerichlsadjunctcn in Waidhofcu an der Mbs »n nannt. Dcr Iustizministcr hat den Bezirksgerichtsadjunctci August Thalhammcr von Knitlclfeld nach Friesach! übersetzt und den Auscultantcn Victor Ritter v. Pcri-sutti zum Aezirtsgcrichlöadjnnctcn in Kniltclfeld ernannt. Dcr Iustizministcr hat den Auscultantcn Albert Zczulta zum Äezirksgerichtsadjunctcn in Judcnburg crnl^ünt. Der Insti^mimster hat die stcicrmärkischen Aus-cultaulen Älbcrt Lcvicnik in Pcttau und Karl Sock in Marburg zu Bczirtsgcrichlsadjuncten, Ersteren bei dem Bezirksgerichte Wiudisch-Fcistriz, Letzteren dci jenem in Marburg cr^annt. Nichtamtlicher Theil. Laibach. 21. Juli. Dic fünfte Session dcr Delegationen hat cinen allgemein befriedigenden Alischluß gefunden. Negieiung und Vertretung schieden von einander in wohlthncudslcr Harmonie; auch das Wetterleuchten, das zu Beginn dcr Session auf die Atmosphäre zwischen den beiden Theilen der Delegation drückte uud auf Sturm zu deutcu schien, zog spurlos vorüber. Fast ohue Discussion und ohnc Schwierigkeit tonnten die Nunlicn-Eommissioncn die au sich ich«?!, unerhebliche Differenz der beiderseitigen Bc-schlüsse ausgleichen. Billigkeit und bereitwilliges Enl. ßegcnlommcn auf dcr cinen wie auf dcr anderen Seilc hielten auch deu lciscslcn Mißton ferne. Allerdings halte dic kürzlich vorausgegangene Session bleseiu harmonischen Zusammenwirken trefflich oorgcar-bcittt. Jene Gebiete, "ans wclchcn sonst dcr Widerspruch dcr Meinungen, die cigcntlich parlamentarische Fehde zu entbrennen pflegte, das Budget des auswärtigen Amtes und der mit dcmsclbcn eng verkettete Ärmcchaushalt. wurden beide schon in dcr Winter-Session von allen Seiten durchgesprochen. Die üußerc Politik wurde damals schon auf Grundlage dcr weltumgcstallendcn Cr> eignisst des Vorjahres gcprüft, gewogen uud gebilligt. In dem kurzen Zwischcnraum von einem halben Jahre! hat sich in der auswäuigcu Lage der Monarchic nich'.ü! ycünocrt, was ein Abgehen von den festgestellten Principien erheischen würde; im Gegentheile hat die Entwickelung dcr Wcltcrcignisse denselben erst recht die Weihe ertheilt, ihre Heilsamteit auch dem Blinden klar gemacht. In glcichcr Weise dienten die Beschlüsse dcr vorigen Delegation, in Anbetracht des Armce-Vudgcts. gleichsam zur bindenden Richtschnur für die eben adgc-schlosscnc Session. Diese hatte gewissermaßen nur nbcr die Wcitcransführnng dcr bereits acccptirlen Reformen,' Baulen nnd Ausrüstungen schü'iffig zu werden. Weder hier also, noch beim Budgct des Reichskanzlers lagen Veranlassungen zu scharfen ^cballcn vor; die Dclega« lioncn befanden sich zum eisten male scit dem Bestände dieses InslitulcS in norinnlcr Lage. znm crstcn malc konnten die Mandatare dcr beiden Parlamente im wohlthuend trockenen G.schäftsgiiM ihrcr Ausgabe gerecht werden. Und, zum erstenmale auch tonnten sie — was nicht unterschätzt weiden darf — diese ihre Ausgadc rechtzeitig lösen! Die biehcrigc Praxis dcr Delegation war wenig geeignet, die Bedenken zu bcschwichligen. wclchc von vcr' schicdcncn, selbst wohlmeinenden Scilcn gegen die Einfügung dieser eigen gearteten Transmission in das Räderwerk unseres parlamentarischen Apparates gellend gc--macht wnrdcn. Dic Schwierigkeiten, wclchc bisher theils dcn Znsammcnlritt dcr Delegationen verzögerten, theils ihre Wirksamkeit hemmten und hinauszogen, sind Je» dcrmann bekannt; gleichwie bekannt ist, daß in Folge dieser Eomplicationcn mannigfachc, lcincswcgS unbcdenl-lichc Hemmnngcn für dic beiderseitigen Par.aincnlc selbst sich ergaben. Man weiß, wie die Feststellung dcr Iah-rcspi'iUiminaricn in Wien und in Pest. von der Ziffer des gemeinsamen Erfordernisses abhängig, nie zur Zeit cifolgeu tonnte; wie man sich demnach hüben und drüben gezwungen sah, bis weil in daS begonnene Pcrwal-tungsjuhr hinein, mit immer wiederkehrenden Indcmnity-Billö sich fortznbchclfen. Zum elften male ist diesem Ucbelstandc durch die rechtzeitige Erledigung dcr Dtlcgatiousarbcitcn vorgebeugt. Reichsrath uud Reichstag werden nun hinlänglich Muße habcu, das Budgct für 1872 zu vcrath-n, den SwatehaMMl für das kommende Jahr bis zum Beginn desselben formgcrecht festzustellen, ohnc daß dies' seits der Lcitha dic inzwischen tagenden Landlage eine den speciellen Landesintcresscn unzuträgliche Eile sich aufzuerlegen genöthigt sein werden. Mit dem Schlüsse dcr DclegationSscssiun von IK71 kann man daher erst sagen, daß unser parlamentarisches Vcbcn ins regclrcchlc Oc-lcisc gekommen, daß die complicirtc Gliederung des con» stitutioncllcn Apparates: Landlaa, Rcichsralh und Delegation, in jene normale Wechselbeziehung getreten sri, wclchc ein normales und einander sich ergänzendes nnd durch einander nicht gestörtes Schasfcn und Walten ermöglicht. Es ist wohl überflüssig dcn Fortschritt besonders hcivorzuhcbcn, den hicdurch dic inncrc Consolidirnng dcr Ülionarchic gemacht. Auch kann es kcincm Zwcifcl unterliegen, daß durch die pratlis^c Einwurzclung, durch das gedeihliche Forlwiltcn einer Inst>tutic>", die schon vermöge ihrer Ncnheit anfänglich Besorgnisse hinsichtlich ihrcr Taugbarkcit wachrufen mußlc, dem Pessimismus abcrilialS ein gutes Slück Terrain abgerungen wurde. Gewiß tin w:rihvoller Trost auch für die Zukunft! — Wenn beispielsweise drr gefeierte Pläsiocnl dcr Reichs-ralhsdclegaliou i>, scincr Schlußrede vorgestern nicht umhin lonnlc, im Hinblick ans die inncrc Polit,! Erwarlungen und Ermahnungen auSzusprcchcu, in dcucu sich die Besorgnisse wicdcrspicgcln. wclchc von cincu, Theile dcr Presse in Bezug auf die vcrsöhueudc Tendenz dcr gegen» wärtigen Regierung, in Bezug auf das Strcbcn nämlich, durch Eonccssioucn an dic Autonomie dcr Länder den inneren Frieden herzustellen, gchcgt werden: wenn, sagen wir, Herr r>. Schmerling gcstern ebenfalls in der Richtung l'ange Zweifel aussprc^cn zu müssen glaubte, so darf das gegenwärtige Ministerium wohl in dcr Thatsache, daß der Vater des FcliruarpalcnlcS cbcu als Präsident dcr Delegation in die Lage kam, jcur Zwciscl zum Ausdruck zu bringen, nnd zwar, indem er zugleich mit Befriedigung dcr Thatigkcit dieser Inslilntiou gedachte, gewiß ein sehr beruhigendes Moment für sich in Änsprnch nehmen. — Sicherlich halle Herr v. Schmerling, als er die Fcbruaracte concipirte, ja vor drei — vier Jahren noch, cS sich im Trauine nicht einfallen lassen, daß cr dereinst mit patriotischer Onuigchuuna an der Schlichtung dcr Rcichsangclcgcnhcilen in dcr Form, welche das ungarische ?lu?glcichsgcsctz normirle, werde theilnehmcn können. Um so zuversichtlicher dorf das M>-nisterinm daher auch darauf zählen, daß Hcrr v. 5-chmei' ling und scinc Partei sich mit dem zweifelsohne uimcr-gl. Die Bauern von Fu. -inr Äribir, Pichctlo nnd Porlorc versammelten sich auch wi'klich'zahlrcich, und wurden von den bekannten südslauischcn Agcntcn, zn denen stch auch drei »Iiumaner gesellten, haranauirt nnd aufgestachelt, fo daß die Fiumancr Munieirn'ldcvutatlon, um übcrftiisfigcn Sccnen auszl'wrichcn. cS vorzog von dcr Reise abzustehen. In Kup.'jal selbst ging AUcS in bester Ordnung vor sich. Se. Exc. der Ban. auf dcr ganzcn Reise mit Acwciscn dcr wärmsten Alchänglichlcit und der scmer ^hohcn Stellung gcdührcndcn Ehrerbietung überhäuft, lraf mtt dcm Gouverneur Grasen Hichy zusammen, und alle wcilcrcn ordnungSfcindlichcn Demonstrationen hatten ihr Endc erreicht. Einige aufrührerische Ruse und dic Brandlegung, an einer bei 20 Etr. Heu enthaltenden Ba- ^ rackc waren die Satisfaction, die der nufachachelte Pöbel > dcm Bischof Stroßmaycr für die vermeintliche Velcidi- 121^ gung aus anno 1862 verschaffte. Lieb Vaterland, magst ruhig sein. Als Beleg für dic versöhnliche Haltung der Thiers-schen Legierung erzählen norddeutsche Älätter Folgende«: Bei dem letzten Ausstände in Paris wurden auch vier deutsche Soldaten verhaftet, aber, sobald sie als solche erkannt waren, sofort wieder in Freiheit gesetzt. Herr Thiers nahm davon Gelegenheit, ein I,cocnswür-digcs Schreiben an General o, Manteuffcl zu richten und das Versehen zu entschuldigen. Die gegenwärtige französische Regierung hat ferner in dem offenbaren Bestreben, sich in cm gntcS Einvernehmen mit der deutschen Regierung zu setzen, ohneweiters sich verpflichtet, bis zum l. August für 500.000 Mann Perpflegsgcloer zu zahlen, und erst von da ab soll die Summe derselben nach der Kopfzahl der vorhandenen deutschen Mannschaften festgestellt werden. Wie man aus Berlin erfährt, soll der Kriegsminister im nächsten Reichstag cine Vorlage betreffs Vermehrung der deutschen Cavallerie um 94 Schwadronen einbringen wollen. Fürst Bismarck soll sich demnächst zum Kaiser Wilhelm nach Ems begeben. Man behauptet, diese Reisc stehe mit Maßregeln im Zusammenhang, welche die deutsche Regierung gegenüber der Agitation der tathv' lischen Fraction nehmen will. Einer Meldung des ..Reichsanzeigcr" zufolge sind bis 20. Juli Abends 402 Millionen Francs von der französischen Kriegsentschädigung zur Auszahlung gelangt. Die Erhebung Italiens zum Kaiserreich soll eines der ersten Gesetze sein, welches dem Parlament in Rom vorgelegt werden wird. Der Ministerpräsident soll diesem Plan sehr geneigt scin. Eine Correspondent des „Journal des Debats" aus Rom machl darauf aufmerksam, wie sehr es im Wunsche Italiens liege, den Papst in Rom zu erhallen, und daß der Tag. an welchem der heilige Pater den! König und das Heer segnen würde, für den größten Theil der Italicner mit Einschluß der sogenannten Freidenker ein hoher Freudentag sein würde. Der Correspondent macht auch darauf aufmerksam, daß es trotz vielfacher Bemühungen nicht gelungen sei, den Papst zur Abreise auS Rom zu bestimmen. Aus Warschau wird berichtet, daß die Fortifica» tionsbaulen an den russischen Grenzfestungcn auf das eifrigste betrieben werden. Die Arbeiten werden von einer Fortisicationscommission, die ihren Centralsitz in Wilna hat. geleitet. Der Czar wird auf seiner Rück» reise die einzelnen Objecte besichtigen. Delegation des ungarischen Reichstages. Wien. 19. Juli. Präsident Graf Majlalh eröffnet die Sitzung um halb 1 Uhr. Für die Nehrung sin!) amv».scnd: Ihre Excellenzen Reichskanzler Graf Beust, Reichofinanzminister v. Lonyay, Reichslricgsministcr v. Kühn, GM. v. Vene del, Scctionchef Baron Orczy. Nach Authcntisirung des Protokolls wird Kira-ly i's Antrag bezüglich der Eoidenzhallung der Dele-gationsbeschlüsse ohne Discussion angenommen. Se. Excellenz Reichsfinanzministcr v. Lonyay überreicht das von Sr. Majestät sanctionirte gemeinsame Finanzgesetz für das Jahr 1872, Nachdem dieses ver lesen worden, nimmt Se. Excellenz Ncichefin^i^uiinister v. Lonyay das Wort, um der Delegation zunächst den Dank und die Anerkennung Sr. Majestät für die eifrige Thätig' tcit mitzutheilen, welche die Delegation im Interesse der Wohlfahrt und Sicherheit der Monarchie entwickelt hat. Zugleich drückt der Finanzminiücr der Delegation auch den Dank des gemeinsamen Ministeriums aus (Beifall.) Baron Orczy dankt scr Delegation im Namen des Grafen Beusl und fügt hinzu, von allen den Delegationen zugewiesenen Fragen sei bloß die bezüglich der überseeischen Postverbindung in der Schwebe geblieben; der Reichskanzler hoffe jedoch, die Delegation werde, sobald die Angelegenheit auf dem Wege der beiden Legislativen ausgetragen sein wird, wegen definitiver Beschlußfassung zusammentreten. (Beifall.) Graf Majlath hält hierauf die übliche Schluß, rede und nachdem Paul Kiralyi dem Präsidenten den Dank der Delegation ausgedrückt, wird die Session der Delegation für geschlossen erklärt. ZUM Entwürfe einer neuen Vreßgcsch-Novelle. IV. In den das neue objective Verfahren regelnden Paragraphen des Entwurfes werden bereits auch die Bestimmungen des § Z5) des Preßgesctzes vom 17. December 1862 über den Cautionsvcrfall als aufgehoben erklärt, indem eben dle im H 10 des Entwurfes bestimmten Geldstrafen an dessen Stelle treten; da aber, nach dem nicht aufgehobenen § 15 des Prcßgesctzes, die Caution für alle aus Anlaß der Herausgabe der Druckschrift, für die sie bestellt wurde, in Folge StrafuclheileS zu bezahlenden Geldstrafen und Kosten des Strafverfahrens haftet, und zwar auch dann, wenn der Erleger der Caution für seine Person nicht strafbar befunden wurde, so ist die Aufhebung des in Folge Verurtheilungen eintretenden Cautionsversalles ganz bedeutungslos, dabei ist übrigens nicht zu übersehen, daß ein Cautionsucrfall in Folge des bisherigen objectiven Verfahrens nicht ausgesprochen werden, sondern nur in Folge einer subjective» Verurtheilung eintreten konnte, während die im Entwürfe an Stelle desselben gesetzten, aus der Caution zu bezahlenden Geldstrafen, wir oben bereits erörtert wurde, in Folge des objectiven Erkenntnisses verhängt wcrdcn. Die in der angeführten Bestimmung über den Cau-tionSverfall liegende schembare Erleichterung stellt sich also vermöge des Zusammenhanges der Anordnungen des Entwurfes vielmehr als eine Erschwerung für die Prcssc, als eine Verschärfung der gegen dieselbe gerichteten Repression heraus. Erst dann würde sie eine andere Bedeutung gewinnen, wenn die Cautionspflicht periodischer Druckschriften überhaupt aufgehoben würbe, daran dcnll aber der Entwurf nicht, er erklärt im Gegentheile ausdrücklich, die von der Haftung der Caution für Geldstrafen und von der Einbringung derselben handelnden §8 15, und 10 des Preß^esetzes auch als auf die neu eingeführte Geldstrafe anwendbar. Ungeachtet dieser die Eindringlichkeit der Geldstrafen hinlänglich sichernden Bestimmungen wird im tz 11 deS Entwurfes noch überdies dic Haftbarkeit für die Strafen nebst dem Herausgeber auch auf diejenigen Per- sonen ansgüdehnt. „für deren Rechnung die Druckschrift herausgegeben wird," und diesbezüglich ein umständlichcö Vcrfahrcn festgesetzt. Dic Schlußparagrafe des Entwurfes enthalten einige in das nmtericlle Strafrecht einschlagende Bestimmungen, welchc eben deshalb keinen Bestandtheil des Paßgesetzes, sondern nur des allgemeinen Strafgesetzes bilden können. Zunächst bestimmt § 1A. daß, wenn bci dcr Verhandlung wegen einer durch eine Druckschrift verübten Ehrenbeleidignng der Angeklagte zwar 5ie Wahrheit scincr Angabe beweist, jedoch aus der Form der Aeußerung, oder aus den Umständen, unter welchen sie erfolgte, zu eitennen ist, daß sie in „gehässiger" Absicht vorgebracht wnrdc, der Angetlagtc wegen des Vergehens der Ehrenbeleidignng mit Arrest von 1 —li Monaten zu bestrafen ii, a" der Stelle, wo die Schnc zwischen wdl^nwm m^'>" « und mmu8 des Ob:rarmkopfes läuft, an dcn Ursprungs W stellen der Supinatoren und Pronatoren des Vordem armes, an den Adductoren und AuswärlSrollern des Oberschenkels, am ttlimitLudmonis und 80mim6mbrll" j^ N08U8 und am dico^ solüori«, am Knicschcibenband'', den Streckschnen der Zehen, den Schncu dcS z^ro»«^ 1on3U8 und tidmij.8 Mtioug. M I2<7 Nede sein, sondern eS liesst nur ein entgeltliches Geschäft vor. Sollte aber ausnahiusweisc ein Zwnng durch Drohung dennoch eintreten, so sehll dieser Drolzui'.g die !'2H § 98 St.-G. erforderliche Qualification cincr Drohung mit einer Verletzung au Küipcr, Freiheit oder Ehre, in-dem vergessen wurde, an.ti diese Droh ing. ebcnso wir hinsichtlich der .ni i^ 1<4 bezeichneten dcr .^all, unter die im tz 98 St.-O. aufmahlten Oruhaügen einzureih.'n. Diese Inconvcnienzen sind aber die nothwendigen Folgen des in unserer Strafgcsctzgebung von jeher übli^ chen und auch hier beobachteten EmsckachlclunMistcms. des Bemühens, jede neue Bestimmung in irgend eincm Paragwphc des bcstchcnden Strafgesetzes unter Dach zu bringen, ein legislatorischer Vorgang, welcher weder Billigung noch Nachahmung verdient. Dcun es isl zunächst eine ganz sondern: Hulnuchnng. welche unserem groß-tentheils noch auö dcm Jahre 1803 stammenden Strafgesetze gemacht wird. wenn man sür jede strafbar er» scheinende Ha>,d!m,a. welche auS den vielfach vcrwickcl« ten Culturvcrhällnisscu der Jetztzeit ihren Ursprung nimmt, und sür welche sich das Bedürfniß einer Slraf-aclion ergibt, in jenem alten Strafgesetz irgend einen fettigen Begriff s»cht und zu finden glaubt, unter welchen man die neu^reirte strafbare Handlung subsumircn und so derselben gleichsam ein anständiges Unterkommen verschaffen lunn. Auch liegt in einer derartigen Subsumtion ein be< deutender logischer fehler. Denn entweder enthält die fragliche Handlung wirtlich den Thatbestand des in dem Gesetze bereits enthaltenen Perbrechens, dann bedarf es nicht erst der Unterstellung derselben unter die Definition dieses Verbrechens im Wege dcs Gesetzes, sondcrn diese Sul'smnlion ist Sache des Richters, welcher die fragliche Bestimmung des Strafgesetzes eintretenden Falls auf die Handlung anwenden wird. Oder die Handlung enthält den Thatbestand dieses Verbrechens nicht, dann liegt in der trotzdem stattfindenden Sudsumtion durch ein specielles Gesetz ein logischer Widerspruch, cin uunatürlichcr Zwang und daö Strafgesetz wird dadurch ;n einem Prokrustesbett, in welches Alles wohl oder übel mittelst Vcr-zerrungen und Verrenkungen hineingepreßt wird. Es scheint uns weit befser und richtiger, die neu aufgetauchte strafbare Handlung auch als solche zu betrachten, steals ein selbständiges Verbrechen zu qualificiren und zu be. nennen, und mit einer eigenen Strafsanction zu versehen. Die vorsehende Besprechung der einzelnen Bestimmungen dcskldeu führt uns zu dcm Resultate, daß die legislative Einlühruna diescs Entwurfes als ein Foit-schritt in der Prsßgcsetzgcbung nicht bezeichnet werden könnte. Hagesneuisskeitm. Die Neise Tr. k. Hoheit dcs Kronprinzen. Ueber die Neise Sr. k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen im südlichen Böhmen bringt das „Präger Abendblatt" folgende weitere Aerichte: ..Ncpomut,' 17. Juli. Wie überall, so war auch hier der Empfang des Kronprinzen, der gestern hier eintraf, ein begeisterter. Der Bahnhof war prachtvoll decorirl und neben vielen weißrothen und blauweißen bemerkte man auch riesige schwarzgclbe Fahnen, welche letzteren dcr Gutsbesitzer Freiherr v. Swuffcnberg über Ansuchen der Vahnstations-leitung nebst mehreren Fuhrcu Reisig und Vlumen bereitwilligst beigestellt hatte. Eine Compagnie des aus einer Diese Sehnen- und Muskcllösungen gehören zu . den schonst«, Leistungen der Dal Ein. und wir waren in der That erstaunt, zu sehen, wie häufig dicsc durch starre Exsudate bewirkte Fixirung von Schncn und MuS-tcln vorkommt, welche Bedeutung sic fur die Functions-fähigleit cincr Extremist hat. wie rasch nnd leicht sie durch mechanischen Eingriff behoben werden kann, und wie oft sie von dcn Chirurgen übersehen zu werden^ scheint. ! In Anbetracht dessen, daß Frau Dal Ein wohl zum crslcn male in ihrem Leben alS wohlbestallte Pri> Maria öffentlich fungirtc, und von einer zahlreichen Schaar theils gelehriger, »Heils neugieriger „Collcgcu" umgeben war, können wir ihr die Ancilcmmng nichts besagen iibcr ihr ungezwungenes, freies und sicheres Auftreten, welches mit Geschick jeden Charlatanismus zu umgehen wußte. Der ins Auge springenden Leistung entsprach der Lohn, ob nicht voreilig gespendet, bleibe vorerst unentschieden. Vom Voll vergöttert, von den Patienten angcliclet, von deren Verwandten reichlichst beschenkt, von den Aerzten bci'cidcl, lehrt sic in ihre Heimat zurück, wohin Don Pedro den ersten Pelcrspfcnuig (man spricht von ll).(X)0 Gulden) schon ins Trockene gebracht. — Auch die Ehren bleiben nicht aus. Gestern speiste sie an des Bürgcr> meistcrs Tascl. hcule brachte ihr der Arbeiterverein cin Ständchen unter bengalischer Beleuchtung, morgen überreichen ihr die Bürger Tricst's ein 2>lbum mit mchr als W00 Unterschriften, und schließlich volirtc ihr der Ocmcindcralh eine Dankadresse und cin Geldgeschenk (von 100 Nllpolconsdor) für die den Armen im Spitale geleisteten Dienste. Entfernung von vier Meilen Hieher gekommenen Klattaucr Zcharfschühencurps mit Fahnen und Musik war im Bahn-Hofe aufgestellt, wo sich bereits die Honoratioren der Stadt und U'niel'ling, die Zünfte, Vereine und eine unüberfeh» bare Menschenmenge zum Empfange Sr. l. Hoheit ringe» fünde» hauen. Gleich bei der Einfahrt des ZugeS machten die Klatlauer Schützen die Üblichen Honneurs, die Ml'silcapcllc spielte die VollShymne und die anwesende Menge brach in lebhafte Slava-Rufe aus. Der Kronprinz ließ sich den zur Begrüßung ainlxs^dcn Bezirlshauptmann »on Klatlau vorstellen, vichlelc an denselben einige Fragen betreffend die Große und Bevölkerung deS Klatlauer Be-zlrls, «ahm hierauf die Vorstellung der übrigen Notabilitäten entgegen, ließ die aufgestellten Zünfte Revue passiren und sprach auch in freundlichster Weise mit dem Comman-damen des Klattauer SchUhencorpS, ihn Über die Stärke des Korps und dessen Verhältnisse befragend. Von dem Sohne des Freiherrn v. Slauffcnbcrg nahm Se. k. Hoheit ein dargebotenes Körbchen mit frischen Erdbeeren dankend entgegen, besichtigte hierauf noch die am Bahnhofe ausge-stellten Vereine und Corporations der Stadt Nepomul und fehle dann seine Reise unter enthusiastischen Iubelrufen nach Volschan fort. Stralonic, 1«. Juli. Se. l. Hoheit der Kronprinz traf heute um 1U Uhr 22 Minuten Vormittags in dem festlich decorirten Bahnhofe im besten Wohlsein hier ein und wurde daselbst von dem Bürgermeister Dr. Schefczil. dann der Bezirks» und Stadwerlretung ehrfurchtsvoll empfangen und von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Am Bahnhofe hatten sich zum Empfange Sr. l. Hoheit der Prior und die hiesige Geistlichkeit'dos souverainen Iahanniter-Ordens. die Sladtvertrelung von Neu-Slralonitz, sowie alle Honoratioren, die Beamten der politischen Ge» richts-, Steuer- und Gemeindebehörden, sodann die Beamten der Herrschaft Slrakonitz und der Umgcnd eingefunden. Der Gesangsverein .,Zvon" und der Turnverein ..Solol." dann sämmtliche hier bestehenden Zunflvercine mit ihren prachtvollen Fahnen bildeten ein ununterbrochenes Spalier. Ein Mädchen begrüßte den Kronprinz mit einer böhmischen Anrede, welche Se. k. Hoheit in derselben Sprache Huld. vollst erwiderte, und reichte demselben ein Vlumenbouquet nebst einem hier fabricirlen türkischen Feß dar. Nach kurzem Aufenthalte bestieg Se. l. Hoheit unter den Klängen der Aollshymne, Pöllerschießen und endlosen „Na-Zdar- und Slava"-Rufen einer zahllosen Volksmenge wieber den Se>-paralzug, um die Reise fortzusetzen." — (An den Gymnasien Cisleithaniens) waren im Jahre 1870 unter den 1562 Lehrern (Professoren und Supplenten ohne Nebenlehrer) 862, somit 55 Percent, welche die gesetzliche Lehramtsprüfung abgelegt haben. — (Geb Uhr fUr D uplicatz eu gnis se.) Die Bestimmungen des Unterrichtsministerialerlasses vom ILten April d. I. betreffend die Einführung einer Gebühr fur die Ausfertigung von Duplicalzeugnisscn, beziehungsweise deren Verwendung am Wiener Polylechnicum sind auch auf das k. k. technische Institut in Brunn ausgedehnt worden. — (Preisbewerbung.) Zufolge der vom Acker, bauministerium verfügten Preisausschreibung vom 5. August 1866 sür ein bewährtes Heil. oder Schutzmittel gegen die Fleckenkranlheit der Seidenraupe sind 58 Bewerber bei demselben eingeschritten. Im Sinne der Preisausschreibung wurden deren Gesuche 1 bis 31 vom Jahre 1869 der bestandenen Seidenbau-Commission zur gutachtlichen Aeußerung zugewiesen, welche von diesen Bewerbungen nur A insofern berücksichtigte, als Versuche mit den darin vor» geschlagenen Mitteln eingeleitet wurden, die indessen erfolglos geblieben sind. Auch die Vewcrbungcn 32 bis 38 vom Jahre 1870 wurden mit NuSnahme jener Pa> stems von der l. k. Versuchsstation für nicht bcrücksichligcns-wcrlh erklärt, worauf vom Ackerbauministerium an verschie» deue für Hebung der Seidenzucht thätige Vereine des südlichen Oesterreichs die Vorfrage gestellt wurde, ob die Pa» steur'schen Vorschläge schon jetzt als durch zwei aus ein, anderfolgende Jahre erprobt angesehen werden können. Nachdem die Mehrheit dieser Körperschaften, desgleichen die k. l. Seidenbau-Versuchsstation in Görz die Frage bejaht, hat das Ackcrbauministerium das Eingehen in weitere Ver» Handlungen iiber die Zuerlennung des Preises an PasteurS für angemessen erachtet und neun Fachmänner — darunter Herrn August v. Hoffmannslhal in Wien — zur Abstal» tung eines Gutachtens aufgefordert. Da eS wünfchcnswerlh erscheint, daß auch die aus den Resultaten dev, heurigen Kampagne zu ziehenden prallischen und wissenschaftlichen Erfahrungen bei dem zu erwartenden wichtigen AuSspruche benutzt werden können, andererseits der im September in Wien stattfindende zweite internationale Seidcnbaucongreß die beste Gelegenheit bietet, sowohl noch die Ansichten an> derer Fachgenossen zu vernehmen, als auch den persönlichen Austausch der Ansichten der einzelne» Hommissionsmitglie' der zu ermöglichen, hat daß Ackerbauministerium die Ve» sügung getroffen, daß die Voten der einzelnen Commissionö-mitgliedcr erst bis zum 15. October d. I. abgegeben wer» den.' Dieselben sollen zunächst an die Seidcnba«Versuchsstation geleitet werden, welche beauftragt worden ist, dieselben sodann baldigst dcm Ackcrbauministcriulu behufs endgllllger Zuerlcnnung des Preises vorzulegen. — (Karl Taufig), Hofpicmist deS deutschen Kaisers und Königs von Preußen, SclMr LiSzl's und ein Künstler ersten Ranges, ist am 17. d. M. in Leipzig dem Typhus erlegen. Er war am 2. d. M. von Berlin nacb Leipzig gekommen, um der Aufführung eine« Kirchenconcer-tes in der Nilolailirche beizuwohnen und mit dem gleich« falls dort anwesenden LiSzt zusammenzutreffen: Schüler und Lehrer sollten sich zum letzten Male sehen! Tausig erkrankte gleich darauf, sein Zustand wurde immer bedenklicher, bis cr, wie gesagt, am 17. verschied. — (Die ungarische Iugendwehr) wird, wie der „Ung. Lloyd" schreibt, von Sr. Majestät, der Regie« rung und anderen hohen Persönlichkeiten auf das Wärmste prolegirt und wird dieselbe bereits in allen größeren Orten des Landes organistrt. Sie wird Überall gleich uni» sormirt, armirt und nach demselben Reglement d'isciplinirt, in Legionen eingetheilt. Alljährlich werden in den Orten, wo sich Legionen befinden, im Frlchjahre und im Herbste Musterungen stattfinden. Beim heurigen Stefansfeste soll auch die Pester Iugendwehr ausrücken und gleich den regulären Truppen die Üblichen Salven geben. — (Ein interessantes Project.) E« besteht ein Plan, durch die Verbindung der March mil der Oder einen Kanal herzustellen, welcher durch die fernere Verbindung mit der Donau eine Wasserstraße mitten durch Europa von den deutfchen Meeren dls zum schwarzen Meere und so bis in das mittelländische Meer bilden würde. Ein sol< cher Kanal, der beispielsweise den directen Schiffsverkehr vom Suezlanal an durch ganz Centraleuropa ermöglichen wUrde, wäre unstreitig von sehr großer handelspolitischer Bedeutung. — (Aus Rom) erzählt der „UniverS," es wäre im Vatican eine ungeheuere, prachtvolle Wachskerze mit Orna« menle» in feinster Arbeit angelangt. Ein Begleitschreiben deS ungenannten Spenders ersuchte, die Kerze anzuzünden, wenn der Papst eine Messe lefen würde. DieS geschah. Pius IX. bemerkte es und befahl in erregter Stimmung, daß sie sogleich ausgelöscht werde. Nach der Messe ließ sich der Papst die Kerze bringen, untersuchte sie und fand eine kleine — Orsinibombe. — (Verlustliste.) Tie „Karlsruher Zeitung" bringt die definitive Verlustliste der badischen Felddivision. Hienach beträgt der Verlust an Officieren und Aerzten 31 Todte, 147 Verwundete, 4 Vermißte; an Mannschaften 413 Todte, 2584 Verwundete, 259 Vermißte; mithin der Gesammlverlust 3438 Mann. Von den Vermißten sind bis jetzt zurückgekehrt 4 Officiere nnd Aerzte und 220 Mann, 26 Mann werden noch vermißt; 13 starben in der Ge> fangenschaft. — (Großer Schiffs brand.) AuS Riga, 14!en Juli Abends, wird gemeldet: Seit 4 Uhr Nachmittag« wüthet eine hefüge FenerSbrunst auf der DUna oberhalb der Floßbrucke. Es verbrannten eine amerikanische Barke, ein französischer Schooner, circa 15 mit Hanf, Hcmffaat und Getreide beladene und 12 unbeladene Barken. — (Kaiser Napoleon) soll trotz mehrfacher De, menti'S nun doch seinen bleibenden Aufenthalt in der Schweiz nehmen und daS früher seinem Vetter gehörige Schloß Prangins am Genfersee bewohnen. — (Auch eine Reclame.) Im Auslagefenster einer Pariser Specereihandlnng ist auf einem großen Zettel Paris in Flammen zu sehen. Unter dem Holzschnitt liest man: ..In diesem Geschäfte belomml man Petroleum, besser raffinirt und nicht so entzündlich als daSjenia«. dessen sich die Mordbrenner der Commune bedienten. Alle Ord» uungSfreunde lausen ihr Petroleum hier." — (Bon den photographischen Ansichten der Pariser Ruinen) find, wie dortige Blätter er» zählen, nicht weniger als zwölf Millionen StUck verlauft worden, von denen über vier Millionen allein die Vendöme« faule darstellten. Mehrere Pariser Photographen sind reich davon geworden. — (Gambe ltc^ wurde am 18. d.M. von der Commission zur Untersuchung der Acte der Regierung der nationalen Vertheidigung vernommen. Man meldet, daß er durch Nctenstücke erwiesen habe, daß er nicht weniger als 1,100.000 Mann anstatt 800.000, wie man angeführt, ausgehoben habe. — (Allerlei aus Frankreich.) FUr dieLand. armee sowohl, wie fur die Marine werden die umfassendsten Reformen vorbereitet. Die großen Holzfregratten follen abgeschafft und durch kleine Panzerschiffe ersetzt werden, welche auch in die Strommündungen einlaufen könnten. Zunächst geht Frcmlreich daran,' sich einen neuen Fe. stungsgürtel zu errichten. Longwy, Toul und Verdun Men zu Plätzen ersten Ranges erhoben werden. ___________ Locales. — (Feuerwehr.) Morgen Sonntag hat die dritte Abtheilung der freiwilligen Feuerwehr den sonntäglichen Stadtdien'st zu versehen. — (Professor Anton Umcl), Lehrer der slo> venischen Sprache am Klagenfurter Gymnasium, einer der besten slovcnischen Schriftsteller, unter dem Dichlernamen Olibci bekannt, starb am 15. d M. in der Nähe von Mllermartt an emer Nrustkrantheil. In letzterer Zeit war er auch Redacteur deS belletristischen Blatte« Befednil« Zu seinen besten Arbeiten gehört „Nbuna Soliman," worin cr tue Relsen deS lrainischen Missionärs Knoblecher, wel-Q,!)57 «<>O Francs abgezahlt. Telegraphischer TNechselcoura vom 21, Juli. 5perc. Metalliaues 59 85. - 5perc, Melalliques niit Mai. und November.Zinsen 59 85. — 5perc. Natioual-Anlehcn 69 15. - 1860er Staats-Nnlehen 101.70. - Banlactien 769. — Credit- Actien 285.20. — London 123.05. - Silber 121.50. — K, l Münz- Ducateu 5.84',. - Napoleond'or 9.82. Angekommene Fremde. Am 20 Juli l5l^tk»X. Die Herren: Muneles, Uhrenfabricant, Prag. -Gstetter. Handelsm., Kanischa - Lazzarani, Palma. — Herzl, Kaufm., Wien. — Krips. Optiker. Warasdin. — Maier, Kauf. mann. Warasdin. — Ponsetta, Handelsm., Venedig. — Linhart, Wien. — Sordani, PreHna. - Petschar, Private, Gottschee. lD<»Ät ^Vl««, Die Herren: Sontag, Kaufm,, Frankfurt. — Sartori. Geschäftsmann, Trieft. Petsche. itaufm, Pilsen. — Maier, Fadian: und Meidinger, Kaufleute. Wien, »»»^l»5«»« r ««««'. Herr Kopecly. Brauhausbescher. ^>«>,re» Herr Pcharz. Hausbesitzer, Älageufurt. Verstorbene. Den 14, Juli. Frau Ursula Unger, Zuckerbäckerswitwe, alt 81 Jahre, in der St. Petersoorstadt Nr. 14l an Altersschwäche. — Katharina Kortar, Vrotuertäufcrin, alt 81 Jahre, in der St. Petersvorstadt Nr. 58 an der Lungenlähmung. — Dem Bar« tholomä Pogibov, Maschinputzcr, sein Kind Antonia, alt 6 Wochen, in der Hradctzkyvorstadt Nr. 31 an Fraisen. — Dem Herrn Georg Bisial, Wirtb, sein Kind Aloisia, alt I Jahr und 5 Tage, in der St. Petersvorstadt Nr. 79 an Zahnfraisen. Den 15, Juli. Ellsabetlia Ham, Musikerstochtcr, alt 41 Jahre, im Civilspital an Entträftnng - Dem Valentin Glasser, Wagner, sein Kind Josef, alt 5 Monate, in der Gtadt Nr. 77 an Fraisen, Den > 6. Iul i. Dem Herrn Johann Latz, Wagenmeister der Südbahn, sein Kind Heinrich Raimund Eligius, alt 4 Tage, in der St. Petersvorstadt Nr. 133 an Lebensschwäche. — Dcm Iatob Mazi, Arbeiter, sein Kind Franz, alt 4 Jahre und 3'/, Monate, im Hühnerdorfe Nr. 9 an Fraisen. — Dem Anton Uratarii, t. l. Postamtödiener. sein Kind Maria, alt 8 Monate, in der Stadt Nr. 74 am Zehrfieber. Den 1 7. Iuli. Dem Mathias Cernat, Dienstmann, sein Kind Alois, alt 7 Wochen, in der Stadt Nr. 84 an der Diarrhöe. — Dem Herrn Johann Nobida, Magistrats Kanzleidiener, sein zweitgebornes ZwillinaMnd Mar»a Theresia, alt 17 Tage, in der Oradischavorstadt Nr, 14 an Fraisen. — Dem Herrn Ignaz Waagncr, Kassier bei der Banunternehmung der Nudolfsbahn, seine Frau Maria, geborne Prochasla, staib im bl. Lebensjahre in der Polanavorstadt Nr. 68 am Iehrfieber. Den 18. Juli. Dem Herrn Adrian Stotar, Realitäten« bescher, sein Sohn Albert, alt 7'/. Jahre, in der Gradischavorstadt Nr. 56 an der Lungenlähmung. ! Den 19. Inli. Frau Anna Kliern, l. l. Oberamts. Officialswitwe, alt 95 Jahre, in der Ztadt Nr. 175 an derEnt-lräftung, - Dem Mathias Nupas. Taglühner, seine Tochter , Katharina, alt 9 Jahre, im Elisabethtinderspitale an der Gehirn« lähmung. — Dem Mathias Krizner, Aushilfs-Conducteur der Südbahn, seine Tochter Maria, alt 12 Jahre, in der Polana Vorstadt Nr. 34 an der Wassersucht, D e ll 2N, I u l i. Maria Dollinar, Köchin, alt 54 Jahre, in der Stadt Nr. 277 am Schleimschlage in Folge Lungenödems. 31letclirulossifchl5 AelilwchllüMil ill l^ailiach. ^-—^- ^ , —^— —^- ^ ^^Z__»^°^ __^_^ ^ « , «"° 6UMg. 325^5 -^10.3 ÖSÖ.'mäß, heiter 21. 2 ., N.' ci2«,uü 4-^7.4 OSO, maß. Halbheit 0 ou 10 , Ab. .'!25..!4 ^13.4 ' O. schwach ! heiter ! Morgens trübe, gegen Mitlag Aufheiterung, sonniger Nach-mittag. Augcnchmc Kllhle. Das Tagesmittrl der Wärme j- 13-7", um 1-9" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmayr. über die 15. Geucralucrslunmluug dr^ grwcrlilichcil Allshilft. kajsa Vercins iu ^'aibach. Abgehalten am 1«. April 187! im Gemcindcrathssaalc Vorsitzendem Vereiusuorstand I. N. Horal. Gegenwärtig: Der gesamnue Vcrwaltuilgsrath. der Ncvi-sionöllusschliß, dcr Rechlscolisulenl ^crr Dr. E, H. Hosla, mehrere Ehrenmitglieder und eine bedeutende An;ahl wirl-licher Mitglieder. Der Vorsitzende eröffnet die Versammlung mit folgender Ansprache: „Geehrte Versammlung l „Ich eröffne die 15. Haupluersammlung! Vor Allrm habe ich die Ehre, die anwesenden Herren auf das hc> Wichste zu begrüßen. Nachdem Sie den Jahresbericht pro 1570 erhaltru haben, aus dem Sie entnommen, daß miscr Verein im verflossenen Iahrr 1570 erfreuliche Fortschritte gemacht hat, ,st cö heute unsere Aus-gäbe, die Ergiinzunqswahlen des Vcrwaltuugsrathes und Rcui-sionsausfchusfes vorzunehmen. Laut § 10 nnscler VereinS-Sta-luten sind uachbcuanute Herren durch das Dlmftalter zum Austritte bestimmt: Anton Hcidrich, I. N. Horal, Felix Wcidingcr, Franz Draschler; ferne« ist eine Neuwahl für den mit Tod abgegangenen Herrn Paul Auer vorzunehmen. „Ich Illnn nicht unterlassen, in unserer heutigen Versammlung Ihnen den mehrfachen Vcrlusl, dcr unseren Vcrnn im lier-flosscnen Jahre gctroffcu hat, mitziühcilen. Wir haben zwei Ehlen-und ein Mitglied dcb Vcrwaltilügiu 5,2 si. 5is> lr. mit dmi H)cmcrlc» gcmacht, daß die Iütcl'esscn von diesem Capilalc jährlich dcm Nescrucsandc zufließen sollen, was von Jahr zu Jahr geschehen ,st. Nach dessen Tode haben seine Erben auch den (iapitalobetrag per 52 st. 20 lr. dem Reservefoude uuscreö Vereine« gewidincl, „Tie Schwester uno Erbin dcö Herrn Paul An er, der viele Jahre unserm Vereine als Verwallungsralh angehörte und ei»e besondere Thciluahme an dem Gedeihen unseres Vereines entwickelte, hat nach seinem Tode unserm Verein 43 fl 40 tr. gewidmet. „Ich spreche diesen Gönnern im Nameu des Vereines den herzlichsten Da»t au» und empfehle die Dahiugcschiedcncn Ihrem freundlichen Andeuten mit dcm Ersuchen, Ihre Theilnahme mittelst Aufstehen luud zu gebe» (geschieht unter Acclamation). „Eine fernere besonders crfrruliche Liebesgabe, die uuserm Vereint zu Theil wurde, bringe ich der geehrten Versammlung zur Kcnntuiß. Die Ioscfsthalcr Fa bri ls g escllscha f l hatte im Jahre 1656 eine Einlage vou 200 fl E M, bei uu-seiem Vcreiue gemacht, seit dicser Zeit ist da« Capital sammt Interessen auf den Betrag von 354 st. gestiegen, und diese» »am haftcu Betrag hat die hochgeehrte Gesellschaft unserem Vereine go schenlt. Ich sage im Namen unseres Vereines der Josesslhalcr Gesellschaft unsern innigsten tiefgefühlten Daul mit dem herzlichsten Wni'sche: Gottes Segm walte über all' ihren Uilteriichiuuii. gen!" 5, -j) Dcr Ausschuß des Vereins. Keine Kranlhcit vermag der dclicalen llcv!.!,^.^.:^ ;u w>der,lel,cn und dcsciügt dieselbe ohne Medicin »ud Kost.',' alle Mnacu-, Nerven-, Brust-, Lungen', Leber-, Dnise»'. schleim-haul , Athen,-. Blasen- und Nicr.iileideu. Tubciculosc Schwind' such!, Aühma, Husleil, Uuverdaulichki!, Vols^pjnng, Diarrhöen, Schlustusilzleil. Schwäche. Hämurrhoiden, Wassersucht, Fieln-r, Schwindel, BlnllNisslcigcn, Ohienluansen, llc'.,ellcit n„d Eidrechen sclust lvähl.'nd der Schwaugerschüfl, Diabetes, Mel,!,ichl'lle. Al>-magcrung, Rheumalismus', Gicht. Bleichsucht. Auszug' aus 72,000 Cerüficalcu ülicr Geuesnng-u, die aller Medicin widere standen: Ccrtificat Nr. 58782. Tmiiau. N), Mai 1809. ^ch Iiü lauge au Avpelillosilsicit u»d Erlucchen nach bei" Esten. Ihic uoltrcff !^v-,>.^< i, >,> hat da? Ellncchen aUnzüch gehoben u»d meine» Appetit hergestellt. Meine Ucberzeuaunq von der Vorttefflichleic Ihrer ll,, veranlaßt mich, dieselbe an-drn>. Leidenden bestens auzuralhe». Earl Bcrner. Certificat Nr. 02914. . Wcslau. 14. September I8t!8. Da ich jahrelang für chronische Häinorrhoidal-Lcidc», Leber-ttaulhcit und Vcrstol'snng alle mögliche ärztliche Hilsc ohne Ei' lolg angewendet, so nabiu ich iu Verzweiflung meine Znslnch! ,z,i Ihrer Il»,>,iü!^. Ich tanu dem lieben Oolt und Ihne» uichl genug dcmleu für diese köstliche Gabc der Na!»r, die für mich die unucrechenbarsle Wühllhat gewesen is». Franz Stein m a n u. Nahrhafter als Fleisch, erspart die NüVül«!«,^!'« bei Erwach-seue« und Kii,deru 50 Hlal ihrcu Preis in Arzueieü. In Blcchdüchscn vou ,^ Pfund fl l.5><», 1 Pfund si 2.50, 2 Pfund fl. 4.50. 5 Pfund fl, 10, ,2 Psuud fl. 20. 24 Pfund fl. 3l!o<><>l!,l,'<: in Pulucr und in Tabletten s»"' 12 Tasscu fl. l.',0. i^4 Tasscu fl, 2.',(). 4« Tasscn fl. 4 5>!lid Hpecniihändlerli; auch vnsendel da« Wiener,^ans nach allen Gcc,eiide!! ai^eii Postanweisung oder Nachnahme. Ich fühle mich verpflichtet, hicmit fi!>- dic a,cel,llo ! Theilnahme bcim Lci6)e!lbcgä!!gn>ssc meiner vei'siorbe- ! ucn Gllllin am 19. d. M. den »irfgrfühlle» ?>a»l > °u«;usplechcn. ^1715,^ > Ignaz Waagncr, ! Kassier der Bauuutcrnchmuug der I l. l. priu. Kronprinz-Nndolsbahli. > MnH'lon»,^^»«'»»» 'tUien 20. Juli. Devise» um ein Geringes hoher, Rente beliebt, namentlich Silbcrrentc gcsncht. unganschc und österreichische Vodcncredil-Aclicu. Nali^a^äill'^I'Sl^i^ I»l«ljrnvri»lyz. bahn bedeutend Häher: das sind dle hervorlreteuden Momente des heutigen Tages. Im Nebligen war Umsatz und Cursbcwcgung unbedeutend uud bei den Sviclvaui^. ^ nach Bruchthtilen von Gulden haschende lleiue Tagesspeculation der einzlg maßgebende Factor. Die Gesammthaltung der Värse lst als fest, der Geldstand als zufriedenstellend zu bl>I^ Oesterr. 3lordwestbahn . , . 207,50 208.— ! Rudolfs-Bahn......162— 162 50! Siebenbürger Vahn . . , . 169.75 170.25 StaatSbllhn.......415 50 416.— Südbahn . ......17870 179.— Süd-nordd, Verbind. Bahn . . 177.— 178,— Theiß-Bahn.......244, - 244.50! Ungarische Nordostbahn . . . 160,50 161.— Ungarische Ostbahn .... «3 50 84.-Tramway........213.50 214.— ^. Pfandbriefe (für 100 ft.) Ally, üft, V°tm,-Eredit-?Inftal! Geld Waare verlosbar ,n 5 P 74) » 500 Frcs pr. ^tücl . .___________ Ung. Oslbahn für 100 si. . , ^90 8510 ll. Privallose sper S'ii(l.) Kreditanstalt f. Handeln. Gew. Veld Waaie zu 100 fl, ö,W......17^.75 17525 "iudolf-Stiftung zu 10 si. . . 15, , ^'^ Wechsel (3 M°n) Ofld WaarlD Augsburg für 100 fl südd. W. 103 10 10'! 25 Fr°ul