^U 233. Mllnwch nm 12. Moke^ ^864. Die «Laibach« Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den VeUagen im Comptoir ganfjöhrig 11 fl., halb-tiihrig 5 fl. 50 kr., mit tlrcuzuand im Eomptoir gllNfj. 12 si., halbj. 0 fl. FUr die Zustellung iu's Haus sind hatbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und g» drnckter Adresse 15 si., halbj. ? sl. 50 tr. Ä»ser!ion»ged2t)r fllr nne Gamiond, Vpaltenzeile odcr den Vlaum derselben, ist sllr lmalige Einschal» rungölr., fUr «malige s lr., slir 3malige 10 fr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 tr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen lostm 1 si. 90 lr. fllr 3 Mal, 1 fl. 40 fr. für 2 Vlal und 90 k. für l Mal lmit Inbegriff des Insertionsftempels). ^Zaibach^ Ieitum. _______________________....._____________________________ ___________________ ^M^________________^______________________^^ Wchtllmllicher Theil. Laibach, N. Oltobcr. Dic durch dic Konvention gcfchasfcnc ncnc Sitna-tion in Italien taun von Ocslcrrcich nicht nnbcachtct bleiben, und cö ist gar nicht nnnlöglich, daß cudlich einmal cinc Pcrständignng mit Frankreich — da eine Verständigung mit dem Königreich Italien nicht gewünscht wird — zn Stande kommt. Als cin Zeichen, daß man in Nicn an cinc derartige Wendung dcnlt, kann das Dementi der „G.-C." gelten, welches sie gegenüber einer Behauptung eines Wiener Blattes gibt. Sie weist nämlich mit einer gewissen Eutrüstuug die Behauptung zurück, daß im Miuistcrralhc Graf Ncchbcrg die Verständigung mit Fraulrcich bclümpft habe. Bei der Vorsicht, mit der man in Oesterreich Kundgebungen vermeidet, so lange delikate intcrnatio» Nlllc Angelegenheiten noch nicht geklärt sind, dürfte diese Mittheilung über die Haltung des Leiters der auswärtigen Angelegenheiten als cinc wcrthvollc Andeutung gelten. das; dic Beziehungen Oesterreichs zn Frankreich sich nicht schroff gestalten. Wenn nun hierdurch dargelhan ist, daß unser auswärtiges Amt gegen cinc Verständigung mit Frank« reich nicht ankämpft, so treten anderseits Umstände heran, die selbst cinc Verständigung mit Frankreich anbahnen können. Bekanntlich haben vor einiger Zcit vertrauliche Besprechungen bezüglich eines Handels< Vertrages zwischen Oesterreich und Frankreich statlgc. fnndcn. Auf eigentliche Unterhandlungen lmmlc nicht weiter eingegangen werden, so lauge dic Vcrhand-lnngcn mit dem Zollverein sich nicht zur Hcrausstcl. lung eines Resultates in der ciucu oder audcrn Weise gestalteten. Sollten mm dic sogenannten politischen Klanscln bezüglich der „Ziele dcr Zollciuignng", wie sie Oesterreich als Vuudcsmacht uud alö Zollverbnn« deter bcansprnchcn kann, von Preußen nicht angc« nornmcn werden, so dürfte Oesterreich sich nicht zum Abschluß eines inhaltsleeren Vertrags mit dem Zoll« verein verstehen. Oesterreich wäre dann ganz frei, ohnc allcs Engagement und vollkommen in dcr Lage einen Handelsvertrag mit Frankreich mnniitclbar abzuschließen. Dcr österreichische Tarifscntwnrf vom 15. November ist bereits cinc Reform unseres Zoll-systems und kann wohl als Vasis bei den Untcrhand-lnngcn mit Frankreich gelten. Auch Frankreich kann dic Differentialzölle nicht brauchen und würde daher Oesterreich zugestehen, was es Audcrn geboten hat. Tritt einmal cinc Verständigung zwischen hicr uud Paris auf dem wirthschaftlichcn Gebiete cin, so wird cs nicht fehlen, bemerkt daS..Fdbtt." dazn, daß anch die politischen Beziehungen sich freundlicher ge-stalten, zumal die wirthschaftlichcn Interessen in Frankreich dic politischen überbieten und Europa überhaupt nicht mehr lange der Allgewalt dcr vollswirthschaft. lichen Anforderungen sich wird entziehen können. Die franko-italienifche Konvention. Die fünf Punkte der Konvention haben wir bereits dcn Vcscrn mitgetheilt; wir entnehmen mm dem „Monitcur" noch dcn Wmtlant dcr folgenden Alten« stücke: Protokoll in Scln'ss der Rnumung Roms durch dic frmlMschrll Truppen. Tic am heutigen Tage zwischen dem Kaiser dcr Franzosen und dem König von Italien unterzeichnete Konvention wird nicht früher cine ausübende Kraft haben, als biö dcr König von Italien die Verlegung der Hauptstadt des Königreichs nach einem Ort, der später von 2r. Majestät zu bestimmen kommt, delretirt haben wird Diese Verlegung soll binncn sechs Monaten, von der heutigen Konvention an gerechnet, vollzogen scin Da« gegenwärtige Protokoll wird dieselbe Kraft wlc die oben erwähnte Konvention haben, sie wird gleich-Mg mtt dcr Konvention ratifizirt werden, ebenso werden d'e >tctt,filationcn mit jenen der Konvention gleichzeitig erfolgen. u ,? ^ Doppelt ausgefertigt in Paris, 15. September 1664. Unterzeichnet: Trouyn de LhuyS. Nigra. Pcvoli. Deklaration. Nach dlm Wortlaut der Konvention vom 15. September und des beigeschlossenen Protokolle ist die Frist für die Verlegung der Hauptstadt Italiens aus sechs Monate von dcr Konvention an gerechnet, festgesetzt wor» den und die Räumung der römischen Staaten seitens der französischen Truppen sollte binncn zwei Jahren vom Datum des Telrct-5 an gerechnet, der jene Verlegung anordnet, erfolgen. Die italienischen Bevollmächu^n i^len nun voraus, daß diese Maßregel lraft eines vom König von Italien unverwcilt zu erlassenden Telrcls in Angriif gc, nomiuen werden lönntc. Iu diescr Hypochl'sc,' wmo>,' ,,, Ausgangspunkt der beiden Zeitfristen ein fast g!, tiger scin und die italienische Regierung hätte zur gung ihrer Hauptstadt die nöthig erachtete Zeit ?v!, Monaten. Aber einerseits l,at das Kabinel von Turi«. <......,l, das; eine so wichtig Maßregel die Mitwirkung der Kammern und die Anbringung eines Geschcs erfordere, an derseits hat der erfolgte Ministcrwechsel die Einberufung dc6 Parlaments vom 5. aus den 21. ütlober verschoben. Uuttr diesen Verhältnissen würde dcr ursprünglich vereinbarte Ausgaussvpunlt nicht die genügende Icil für die Verlegung dcr Hauptstadt gestatten. Die Negierung des Kaisers bat demnack. ,,>..> oem Wunsche beseelt, sich jeder Kombination anzuichlleken, die, ohne die Uebereinlommen dcs 15). September -> i, deren Aufführung zu erleichtern geeignet ist. ,. l, daß die Frist von srchö Monaten zur Verlegung der italienischen Hauptstadt ebenso wie jene von zwei Jahren zur Räumung der päpstlichen Staaten vom Datum de« tomglichen Dekrets, womit das dem Parlament vorzulegende Gesetz santtionirt wird, zu beginnen habe. Doppelt ausgefertigt in Paris, 3. Oldvbcr Itz04. Gezeichnet: Drouyn dcthuys. Nigra. Feuilleton. Florenz. Von dieser Stadt, welche dic Hauptstadt des neuen Königreichs werden soll, schreibt Rudolf Gott-schall, dcr Florenz im Jahre 1tt0i! bcsnchtc, in seinen „Nciscbildcru ans Italien": Florenz ist diejenige italienische Stadt, welche den Nciscudcn anfangs am meisten zn enttäuschen pflegt. Dcnn ^iroii/0 I^ l'l^ steht vor seiner Scclc als das Ideal cincr Zanbcrstadt, in cincm irdischen Paradies gelegen, dnrch welches dcr Arno wie einer jener altlcstmncnllichcn Paradicscsfliissc dahinströmt. Dic Phantasie spart lcinc Farben lici dem Aildc, das sich bei dcn Ramcn „Florenz" uud „dcr Arno" vor ihr entrollt. Eine magische Aclcnchlnna. nin« schwebt dic Nicsculuppcl Äruncllcschi's; cin anibro-sischcs Ocwölt, ans welchem Dantc nnd Michcl An« gclo thronen, scnlt sich nm die Thürme dcr Stadt, und jcdc Florcntincrin, welche dcn a.chciligtcn llassi-schcn Vodcn dcr Knnst betritt, erscheint wie aus dem Nahmen hcrausgclrctcn, der dic Madonnen Naffacl'ö und dic Magdalcncn Tizian's umgibt. Das ist das ..Florenz" dcr Trmimc! Doch schon dic crstc pro«^ fanc Droschke, dic unö durch dic engen Straßen dcr ehrwürdigen Stadt führt, zcigt uns dieses Knnsl-Athcn der Mcdizccr in cincm minder rosigen Lichte. Daß wir lici mclcn Parrncchicri, Calzolaj nnd anderen dcin prosaischen Gcwcrb obliegenden Pcrsoncn vornbelfahren, ist cin Geschick, Welches Florenz mit der cw gen N°ma lh lt Denn die menschliche Be-dnrn.g c, «st überall dicsclbc; iwcrall lehren die GrnndbcdllMna.cn dcr men chlichc,, ssiislcln wieder nnd wer das Talent hat, dlasin n, ci^ n.r n. sehen was das Angc aussah, ,!,. ^ ^icht a cm dcn Kop verwirrendes Amm...., ^'HMe als nren, der wird in Italien w^ Straßen, Häuser, «icllcichl von w'.m ^".^ "V dicsclbcn Gcwerbc nnd Gcw ^ , «' ^^ 3""? ' Geld zn vcrdiencn, denselb/n Ef,r ^'1 ' 6^" trinken, dieselben Loltcricn, Fina ,), s'!'" ""^" lnnsssskandalc, Thcateragen ur "S .! "wncn^^^ stigcn Wirthschaften dcmerken ^^ ^'^-und son< seltsamen ^cnten einfällt hicr italienisch zn s?cchcn Ueber dlcse A.-t von Enttäuschung sttzl man sich in cmcr ^ctt dcr E.scnbahnc.i und Droschlcu lcicht hin-wcg - dcnn d.c LolomoNvcn, WannouS, Schicncu-wcgc nnd Bahnhöfe zc,gcn jctzt überall in Europa dieselbe Physiognomic, cbcnso dic Fialcr Cabriolets nnd Droschlcn init ihren „rccllcn" Tarifen nnd un-rccllcn" Kntschcrn Doch daß dicsc gcrühmtcu "Pa-ästc von Florcnz s°lchc rohc lolossalc Slcin.nasscn sind, solche fcstungsarllgc Vautcn zu Schuh und Trntz, das; dieser Arno cin solcher gclbcr „Torrcntc" ist, dcr bisweilen dic Uscr überschwemmt, "im Som< mcr abcr sich bis alls scincn steinigen Grnnd schcn läßt und vcrdnrftcndc Insclu bildct; daß dicsc Flo» rcntincrinncn weder dic Grandezza dcr Nömcrinnen, noch dic UcpftuM dcr Gcnncscrinnen, noch die Grazie dcr Mailänderinnen besitzen; das; Nasfacl und Tizian sogar leinen Antheil an ihncn haben, und daß sic, wcnu sie schön sind, (häufig) kcmc Florcnlincriuucu sind, sondern Engländerinnen — das alles will dem phantasievollen, durch so viele Reisewelle, Dichtungen, DanlcNu? „^irmi/^ lu lx'liu^ mag zunächst für ihn untergehen! Aufgeht ihm da» a.ca.cn fchon am nächsten Tag cinc höchst interessante, geschichtlich denkwürdige Stadt, welcher daS Gepräge dcr mitlclaltcrlichcn Kampfe anf allen Gcbiclcu, na-mcntlich auch auf dem geistigen, am schärfsten aufgedrückt ist — und wenn er danu später cincn Son« ncnunlcrgana. vom Il<'l!<> «^iulnlo a»S bctrachtct hat, wird ihm auch die Schönheit von Florenz nicht mchr als cinc zn Gnnstcn dcr ganzen und halben Welt erfundene Mythe erscheinen. Dic Altstadt von Florcnz hat meistens krumme, enge Gassen mit hohen Hänscrn — dic großen Pa« laste, wie der Palazzo Slrozzi, lassen sich nirgends in ihrer Masscnhaftigtcit überschauen. Aus bcidcn Seiten dcs Arno ist die Physiognomic dcr Stadt hierin dicsclbc. Nnr in dcr Ncnstadt, uach dcr Porta nuova und San Gallo hin, erstrecken sich dic aeradcn modernen Slraßcnlinicn, dcrcn Hänscrsrontrn sicb alljährlich durch Neubauten vcrvoUständigcn — um- dcn ^ung Arno entlang zicht sich cinc „fashionable" Hau- uloÄncn^p^^N N^fu/^ 93 zicllcn dcntsch'dänischcn Konflikt abgcschlosfcn, so ha< ben dieselben der Form nach ganz recht; es geschah dieß im wohlverstandenen Interesse des europäischen Friedens, weil man eben dcn Schein mcidcn wollte, als verfolgen dic beiden Mächte anch noch weitere aggressive Pläne. Diejenigen aber, welche etwa dar-auf rechnen sollten, mit dcm Abschluß dieser Sache haben anch dic intimen Beziehungen zwischen beiden Mächten ihren Abschluß gcfnndcn und dicß als Basis für ihre etwa gegen Deutschland gerichteten Kombi-nationcu nchmcu, dcncu dürfen wir dic Versicherung geben, daß zwischen den bcidcn, durch die Bcmdc der innigsten Freundschaft vcrbundcucu Monarchen solche mündliche Vcralircduugcu bcslchcn, welche anch flir weitere, etwa cniftanchcndc europäische Konflikte das innigste Znsammcngchcn Oesterreichs nnd Preußens sichern. "Beide Staaten bedürfen zn ihrcr uothwcu-bissen inneren Entwickelung Ruhe nnd Frieden, diese aber in Europa aufrecht zn erhalten, hat sich die Allianz der bcidcn deutschen Großmächte als das pro« batesle Mittel bewährt. Nir glauben schließlich noch unsere innigste Ueberzeugung dahin aufsprechen zn sollen, daß sowohl in Berlin, wic in Wien alle Versuche, die Allianz zn sprengen, auf dcn cntschic. denslcn Widerstand stoßen werden. Auslaut». Ans Main; werden über die Reise der Kaiserin Eugenie von Schwalbach nach Baden-Baden der „Allg. Ztg," pikante Einzelheiten berichtet: Am A. Oktober gegen Abend traf die Kaiserin der Franzosen, von Schwalbach und Wiesbaden kommend, nebst einem Theil ihres Gefolges hier ein; in dcm einfachen Miethwagcn, worin sie iibcr die Rhcinbrückc fnhr, hatte Niemand dic Kaiserin vcrmnthet. Nach ganz knrzcm Aufenthalt fnhr sie mit dcm um ti Uhr Abends von hier nach Lndwigshafcn gehenden Eiscnbahnzug weiter. Heute Vormittags zwischen 10 nnd 1 l Uhr kamen die kaiserlichen Galawagcn von Wiesbaden nach Kaste! an und gingen anf dcr Taunnsl'ahn nach Frankfurt. Wic es schcint, wnrdc Darmstadt anf diese auffallende Art Übergängen, um den dortigen Hof fnr die Vernachlässigung dcr Kaiserin zn „strafen." Änßcrdcm waren in Darmstadt die russischen Herrschaften , denen die Kaiserin aus dcm Weg gehen mochte, schon weil sie von Stnttgart her, wo vor einigen Jahren die Ezarin zn einer Znsammenknnft mit der Kaiserin Eugenic nicht die Hand bot, sich verletzt fühlen mochte. Während dic französischen Blätter an cincr Allianz mit Rnßland arbeiten, machen dicsc Frauen» Intriguen einen eigenen Eindruck. Es scheint, daß jcdc dcr bcidcn Kaiserinnen erwartet habe, daß die andere sie zuerst besuche, und das Ende war, daß sie sich gar nicht sahen. Ans Baden-Vaden, l>. Oktober, wird geschrieben.- Dic Kaiserin Eugenic ist von Schwall'ach bis hierher in cincm so strengen Inlognilo gereist, daß sie anf dcr Fahrt völlig uncrlannt geblieben ist. Offenbar in dcr Absicht, Darmstadt nicht zn berühren, hat sie die Nichluug von Schwalbach nach Mainz eingeschlagen, indem sie in cincm cinfachcn Mieth-wagen erschien, ist anf dcr lintörhcliiischcn Eisenbahn bis Lndwigshafcn gefahren und hat in Mannheim übernachtet. Sie soll von Lndwigshafcn nach Manu< heim zn Fuß gegangen scin und daselbst im „Europäischen Hof" für sich und ihr Gefolge nnr dic un-ningänglichst nothwendige Anzahl von Zimmern in Anspruch genommen, anch mit ihren Damen im Tpciscsaal dinirt haben, so daß selbst dcr Wirth lcii^ Ahuuug halte, welch' hohen Gast er beherbergte. M andern Morgen ist dic Kaiserin mit dcn, gewöhnlichen Eonrierzug um halb 10 Uhr von Mannheim abgereist nnd hat ihr strenges Inkognito bis Karlsruhe so vollständig bewahrt, daß, als in Karlsruhe dc< Großhcrzon. nnd Prinz Wilhelm von Baden dic Kaiserin auf dcm Bahnhof begrüßen wollten, mal! hicrdnrch zuerst erfuhr, daß sic sich auf dem F,^ befinde, und sic in dcn Eoup^s crst anfsnchcn n Vrand zu stecken, wcrdcn durch das Getümmel ge< schoben. Weiterhin, vor dcr Post, versammelt sich da< nach Neuigkeiten hungrige Publikum; dic augelommt' ncn Bricfc nnd Zcitnngcn wcrdcn xui» <1iv<> veischl»^. gen nnd an ihrc Nachrichten knüpft sich angcubliclM dic lebhafteste Dcliatic. Welch' andcrc Bcwcgnug mal auf dicscr Piazza del Granduca geherrscht haben, a" hicr dic Brandfackeln leuchteten die den Schcitcrha^ fen Savonarola's in Flammen setzten, als dic fcnel^ gen Reflexe dieses Martyrerbrands ringSnm an t>en hohen Häusern cmporglühtcn! Dic Stelle wo d^ Schcitcrhaufcu errichtet wurde, ist zwischen dcr ^^, statue Eosmus I., cincm cdcl gehaltenen Werk O'>. vanuis di Bologna, und dcm großen Brunnen, ^ chcn dcr weit sichtbare Ncptnu auf scincm von ^c Pferden gezogenen Ncldcrschiff mit dem seltsamen ^ blikum ron schwebenden Salyrcn uud Paucn gescl)'"^' Von dcr Piazza del Granduca führt cinc gera«" sehr belebte Straße nach dcm Domplatz, dessen cm stille Feierlichkeit gegen das bunte Treiben "»f , Schloßplatz anffallcnd absticht. Dcr Dom, das «? ? tistcrinm nnd dcr Eampanile — dicscS z»s""'^.H-hörige architektonische Dreiblatt bestimmt den Eya V3R Stabsoffiziere und dcrcn Familien genügende Woh« nuugcn nachgcwlcscn werden können. Vtew-Aork, 1. Oltober. Die Konfödcrirtcn sind zahlreich in Ätissouri cingcdrungru. Warrcu und Meaüc rücklen zn bcidcu Seilen Grant's vor und nahmen dic Posilioncu der Kunfödenttcu cin. Zwei Unionistcnkolps sind gegen Richmond vorgerückt. — Dic KcmfüdclN'tcn haben allc srchszehn^ dis fünfzig» jährigen Männer zliin Mililürdicnstc genöthigt. Mal- und VrovinMl-Nachrichlcn. Laibach, 12. Oktober. Znr Feier des NameuSfcstcS Sr. Majestät des Kaisers von Mexiko, Maximilian !., fand hcntc Vormittag um !> Uhr auf dcm Platze vor der Kaserne dcS mcz-itanischcn Frciwilligcnkorps eine h. Fcldmcssc Statt, welcher das gesaunute kaiserlich mexikanische Offizicrkorps so wie auch die Generalität und das l. k. Osfizicrkorps der Garnison, ucbst mehreren Civil» autoritätcu beiwohnten. Die Freiwilligen, mit grünen Feldzeichen geschmückt, bildeten einen großen Halbkreis, die Musik und der Säugcrchor befanden sich in der Mitte, letzterer sang mit Begleitung eines Horuquar-tctls cin „Ave Maria" von Abt. Am Schlüsse der h. Messe sprach der dabei fuugireudc hochw. Fcldpatcr cin lautes Gebet für Sc. Majestät den Kaiser Maxi« milian, worauf das Korps uutcr deu frischen Klängen der Musik vor dein Herrn Obcrstlicuteuaut v. Z a ch drfilirlc. Hiermit schloß die Feier, welche cin zahl-reiches Publikum herbeigelockt hatte. — Heute Mittag fiudct iu der Bahuhosrcstau-ratiou ein uou dcm kaiscrl. mcxil. OffizicrlorpS zur Feier des Namensfcstcs Sr. Majestät dcS Kaisers Maximilian I. veranstaltete« Diner Statt. — Morgen Bormittag nm 11 Uhr findet die allgemeine Versammlung der Museal ^ VcrciuS - Mitglieder zur Berathung uud Prüfung dcö von dem Ausschusse ausgearbeiteten Statutcu-Entwurfes, im Konscrcnzsaalc des Landhauses Statt. — Der Verein der Aerzte für Krain ist von der Landesregierung aufgefordert worden, eine Aeußerung darüber abzugeben, ob die Errichtuug einer 5. Apotheke in unserer Stadt nothwendig oder wenigstens wünschcnswcrth sei. — Die Aufnahmen der Schüler für das t. k. Gymnasium nud der t. k. Realschule haben heute begonnen und wcrdcu uächstcu Samstag gcschlosfcu. — Heute Früh wurden hier in der Stadt mehrere Geldstücke in cin Papier eingehüllt gefunden. Der Verlnstträgcr kann Näheres bei der t. k. Polizei-Direktion iu Erfahrung bringen. Stciu, 10. Oktober. Am 4. d. M., Nach-mittag 2 Uhr, brach in dcr Ortschaft Uttil, iu der Dreschtenne dcs Hauöl'csitzcrö Michael Icsch, Fcncr aus, welches, durch ciucn ziemlich hcstigcu Südost-wiud begünstiget, iu kurzer Zeit das Wohuhaus nud die Wirtschaftsgebäude des Michael Icscn, dann daö WohuhauS und dic Wirtschaftsgebäude dcS Halb-hüblcrö Franz Wilfau uud das Wohuhauö bcS Käuschlcrs Lukas Traun von Aukovca eiuäfchcrtc, wobei auch die Getreide- uud Futtcrvorräthe zlim größtcu Theile cin Raub dcr Flammen geworden sind. Der Schaden wird auf 3000 fl. vcrauschlagt. Allc 3 Verunglückten sind bei dcr wechselseitigen nieder- üstcrr. Vcrsichcrungsauslalt assclurirt, nur dürfte Mich. Icseu, dessen Assclurauzbüchcl nicht aufgefunden wer-den tonnte, den Jahresbeitrag pro 1864 nicht geleistet haben, indem er sich in mißlichen Bcrmögcnsvcr-hältlu'sscn befindet. Bclangcud die EulstchuugSurfachc deS Brandes herrscht im Dorfe allgemein die Ansicht, daß der 4« bis 5>jährigc Sohn dcS Michael Icscn solches im Dreschboden seines Vaters mittelst Zündhölzchen angelegt haben dülstc, indem er der erste in Dorf Feuer rief uud in dcr Tasche seines BciullcideS ciuige Zündhölzchen vorgefunden wurden, jedoch leugnet derselbe dieses gethan zu haben. — Wie die „Tr. Ztg." meldet, sind der Direktor uud Katechet der städtischen Mädchcuhauptschulc in dcr Neustadt, Don Giouanni Äasliau, und die dortige Lehrerin M. Lulauouich durch die politische Be« Horde einstweilen von ihrem Amte suspcndirt worden, weil in jener Schule ciu, von ciucm gewissen Sala verfaßter und in Mailand gedruckter geographischer Leitfaden als Lehrbuch benutzt war, worin Trieft, Istrieu uud Dalmaticn als znm Königreiche Italien gehörig angeführt und die Hoffnung anf uoch weitere ähnliche „Annexionen" ausgesprochen ist. (Niullelpcst.) Während dic drei Orte Mal-gern, Gottschec mit Gnadcndorf und Winkel für scuchcnfrci erklärt wurden, ist in den Ortschaften Vcrhouo uud Savcnstcin, im Bezirke Natschach, dic Seuche auSgcbrochcn. Wiener Nachrichten. Wien, 11. Oktober. Sc. k. l. Apostolische Majestät haben für jcuc Jünglinge, welche gnt kroatisch verstehen uud sich durch einen Zeitraum vou 6 Iahrcu dcr militär.juri-bischen GcschäflSführuug iu jenen Gegenden, iu wcl-chen kroatisch gesprochen wird, zu widmcu beabsichtigen, 30 Stipendien je im Betrage von 250 fl. zu systcmisircn geruht. — Sc Majestät der Kaiser hat durch das Kriegs-Ministerinn: an das Arscual'Kommaudo den Befehl ergehen lassen, jene von dcr mexikanischen Ncgicrnug erbetenen zwei Gcbirgsbattcricn dreipfündigen Kalibers fammt allen Bcstaudlhcilen fofort anfertigen zu lassen, damit selbe schon am 15. Dezember in Trieft nach Mexiko ciugcfchifft wcrdcn lönucu. Um die Handha-buug dicfcr Geschütze zu studircu, wurde dcr mexila-nischc Hauptmann Huthcr in das Arsenal lommau» dirt; derselbe hat außerdem uoch dic Obliegenheit, dic Mi Battcricu nach Mexiko zu begleiten und da-selbst über die Art ihrer Bcdicuuug dcn mexikanischen Artilleristen Unterricht zu ertheilen. — Die vou dcr „Presse" uud der „Wcser-Zci-tuug" gemachte Mittheilung, daß Herr Gustav Hciuc zum großhcrzoglich oldcnburg'schcn General-Konsul in Wien ernannt wurde, wird vou dcr „Gcu.'Eorr." als uu richtig bezeichnet. Vielmehr soll diese Erneu-nung cincul dcr ersten hiesigen Bankier« geworden sein. Neueste Nachrichten und Telegramme. Verlin, 10. Oktober. Der Kronprinz und die Kroupriuzcssin von Preußen Halm, ihre Rcisc nach Nizza aufgegeben, gehen nach der Schweiz und wer-dcn am 22. Dezember zurückkehren. Herr v. Bis- tcr dcS Platzes. Noch zeigt mau dcn Stein, auf wcl-> chem Dante gcscsscu habcu soll, in dic Betrachtung des Doms vertieft. DaS mächtige Gebäude, in gothifch-lomdardischcm Mischstyl, macht jedenfalls einen bc» deutenden Eindruck, wenn auch die Marmmli»adratc uud Marmorbnndcr etwas todtes uud monotones haben. Die über dcm Tambour erhöhte Spitztuppcl Bnlncllcschi'ö, die Vorstudie zur Petcrsknppcl, cnt. spricht in ihrer Großartigkeit dcr gewaltigen architektonischen Masse, über welcher sie sich erhebt. Doch das bedeutende Bauwerk ist unfertig — ihr fehlt die vordere Facade; cine nackte Wmid, wüst nnd öde, starrt dem Beschauer cntgcgcu, seltsam abstechend gegen dic sorgfältige Ausführung dcr Scitcnfm.'adcu und ihrer Marmormosaitcn. Eine frühere Facade Giotto's wurde, als uicht mehr dcm Zeitgeschmack entsprechend hcr-uutcrgcschlagcu - znrAnsfnhrungderncucn kam es uicht! ^ic lclcht, daß dcr lebendige Patriotismus der Florentiner, der dcrc.ls Santa Erocc mit ciuer ucucu Fa«. ade vcrschcu, stä) ictzt auch des Doms aunimmt. Au Planen nnd Entwürfen fchlt cs nicht. So zcigt n.an in dcr Klo. stcrhallc vou Santa Eroce cincn Entwmf, welcher dcr Physiognomie dcö Doms uud dcr Ausführung dcr Scitenfa./adcn gauz cutspricht. Icdcr Bcschancr wird sogar ersucht, ciu diesem Plan günstiges Urtheil in ein offenes Buch einzutragen, welches dcr Eustodc überreicht. Das Innere des Doms ist düster und erhaben zugleich — dcr Raum, welcher 24.000 Mcu. scheu fasscu soll, dehnt sich mächtig auS; denn die schmalcu Pfeiler mit den Spitzbogen stchcu iu außer-ordentlich weiten Zwischcnränmcn, die Kuppel macht leinen lichten uud harmouischcn Eindruck — baS , tolle Zcug'< das die Zucchcro's dort hiuciugcmalt, gcmahut w.e c.uc buutc, m.t F.gurcu bekleckste Tapete, mit welcher d,c Nuudung dcr Koppel bedeckt ist Die Glasmalereien dcr Feustcr erhöhen d u düs n ^ druck des Dom«, ocsscu sonstiae ^,.. .,Ä ^ Knnstschätze bereits cnü eud 'gw ^.ch plast.schc selbe gilt vou dcm achteckigen d'»,..! l. 5' vollen Marmorbau dcS Bap stc,i"/^ ^^'^5' bcrli'schcn „Hin.niclSthürcu" u ! ^ '" ^.?" Bronzcrcliess Dcr der vou Veurdig und bei Wcit!u7!or'!ch^ 'du°rch die bnntc Ätarmorbc elduug, durch die schönen gothi-,chcn Fenster, namentlich aber durch Giotto's Reliefs und Statuetten, welche m uaivcr Wrift einen EykluS mcnfchlichcr Thätigkeit darstellen. Die Aussicht vom Eampani bietet c,n erfreuliches Panorama der Stadt mit ihrcu Häuscrma,scii, Nustica, Palästen nnd Thür-men, nnd wird nur durch die Majestät dcr Dom-lnppcl beeinträchtigt, welche diesen Standpunkt uoch beherrscht, zugleich aber m nächster Nähc Gelegenheit bietet, ihr bauliches Detail zu studieren. Reizend ist dcr Blick anf dic Mlt Villcn übervölkerten Hügel, welche die Stadt uud das Aruo.Thal umgclicu; auf das hochgclcgcuc Ficsolc, dic ehrwürdige Muttcrstadt uou Florenz, anf dcn majcstätischcu Zng dcr Apcnn,. ncu, vou dcn Waldschattcn dcs EaumldnlcnscrllostcrS Val Ombrosa bis zu dcn gcwaltigcn Bcrghänplcrn, welche Lucca'S Thäler überragen, bis zu dcu vcrdäm« mcrndcn Umrissen dcr Mccrcsbcrge, in dcucu Earrara's köstlicher Marmor gebrochen wird? sSchluß folgt.) marck wird am 28. d. M. auS Frankreich zurückerwartet. Baron Budbcrg ist gestern Abends hier eingetroffen und wird morgen zum Kaifer von Rußland nach Darmstadt zurücklehnn. Berlin, 10. Oktober. Gerüchtweise verlauten wichtige Veränderungen. BiSmarck werde Staats« lanzler werden. Heydt wieder ins Kabinet treten. Hannover, 10. Oktober. Der König hat gestern die KirchcnvorstandS - und Synodal'Ordnung sauktionirt. Die Publikation dcs Gesetzes ist in nach-stcr Zeit bevorstehend. Kolding, 10. Oktober. (Pr.) Gestern Nach-mittags wurde die Truppen, Dislokatiou in Ostjüt« laud bccndigt. Außer Kolding, das mit einer Einquartierung von 25>00 Mann belegt wurde, erhielten Beile uud Horscns österreichische Fcldtclcgraphcn« Stationen. Paris, 10. Oltober. Der päpstliche Nuntius, Msgr. Ehigi, hatte eine Unterredung mit Drouyn. Dcr Papst hat noch nicht geantwortet. Ein dänischer Diplomat ist in einer Mission zu Bismarck nach Biaritz abgereist. Es heißt, Walcwski habe eine Mission nach Rom erhalten. Paris, 10. Oktober, Abends. (Pr.') Die Zu-sammcnlunft zwischen dcn Kaisern von Frankreich und Nußlaud, sei cs in Nizza, sei cs selbst hier, scheint heute gewiß zu sein. Paris, 10. Oktober. (Pr.) Die französische Okkupationsarmee soll gegen Ende des Jahres mn fünftanfcnd Mann verringert werden. Dic Königin Ehristinc hat sich gegen die Anerkennung dcs Königreichs Italien ausgesprochen. Eine Autwort des Kar-diualS Aulouclli ist bis jetzt uicht eingetroffen; dagegen ist die am 23. v. M. au Sartigcs abgegangene. Depesche, wie man nun verläßlich weiß, beschwichtigend gehalten. London, 10. Oktober. (Pr.) Man stellt in Abrede, daß !^ord Elarcudon cin zwcilesmal nach Wien zurückkehren werde. Obwohl uuautorisirt, habe er sich dort für dic Anerkennung dcs ssl'n!a.rci5)5 Italien ausgesprochen, wogegen England bc'. dcl '?, gicruug Viktor EmanuclS daranf dringen welds', d^ß sie ihren Bestrebungen nach dem Besitze vou Veucücn cntsagc. Seine dicßfälligcu Mahuuugcu seicu jedoch wirluugslos geblieben. Kopenhassen, !>. Oktober. (Pr.) Mau zwei-felt nicht, daß dcr Friedensschluß in Wien noch vor dcm letzten Oktober erfolgen werde. Dic Verhandlungen bewegen sich nur noch um die Höhe der Pauschalsumme. .Mftlsche GMschch" in Lmbach. Die nächste MonatSvcrsammluug wird Freitag am 21. Ollobcr l. .^. stattfinden. Vom Präsidium der juristischen Gesellschaft. Programm dcr morgen Donnerstag am 13. Oktober Nachmittags s> Uhr im VereinSlokale (Schulgcdäuoe, ebener Erde, links vom Hauptcingangcj stattfindenden MonatSvcr- sllmmlnug dcS historischen Vereins für Krain. 1. Mittheilungen deS Vereins-DircklorS über Vcrcinsangclcgenheilcn. 2. Herr Pfarrer Elzc: Historische Miscellcn über Stadt uud Land: u) Zur Geschichte der Kanlcr-straßc, k) die Tccländergassc, ch daß Mittagläutcn. 3. Herr Anton Iclouscheg: Einthcilung dcr ^aibacher'Diözesc im vorigen Jahrhundert. Markt- und VeschöNsbericht. Neustadt!, 10. Oktober. (Wochcnmarkt - Prei se.) Weizen pr. Mchcu fl. 4.20; Kor» fl. 2.^0; Gerste ft. 2.I0; Hafer ft. 1.20; Halbfrucht fl. 3.— ; Heiden fl. —.—; Hirse fl. 2.— ; Kulurnl) fi. 2.0<:; Erdäpfel fi. I.W; linsen fl. 4.80; Erbsen fl. 4.1«; Fifolcu ft. 4.20; RindS-schmalz pr. Pfund kr. 40; Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. 30; dctto geräuchert kr. 35; Butter kr. 40; Eier pr. Slücl kr. 1j; Milch pr. Maß kr. 10; Niudficisch pr. Pfuud kr. 20; Kalbfleisch kr. 20; Schwciucflcifch kr. 20; Schöpsenfleisch kr. 12; Hahn-dcl pr. Stück kr. 20; Taubcu kr. 1"; Hcu pr. ^tr. ft. 2.-,, Stroh fi. l.—; Holz hartes, pr. Klafter fl. 0.20, dctto weiches ft. —.—; Wci», rother, pr. Eimer fi. 5.— , dctto weißer fi. 4.—. Chcalcr. Heute Mittwoch: Das erste Kind Posse '"it Gesang iu 2 Aufziigm und cmem Erspiel von Anton banger. Mnsil von Ad. Müllcr Morgen Donucrstag': Der Pfarrberr '-chausp.cl m 5 Auszügcn, Mifscr. Berautworllichcr Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr i^ Feior Vamb-rg m ^aU,uch. 933 ^lis^Nlipstl^)^ Staatsfonds fest und um eiucu Vruchtheil höher: l!ose stiegen nm '/.« bis V,,"/,. Äauk- und Dampfschiff-Actien bcsftrtcn sich um ! bis 2 fl. und auch die Ml' andern Gattungen waren gefragt. Wechsel ans frcmdc Plätze und Comptantcn wie vorgestern. Umsah auf den spärlichen Besuch swegrn des israelitischen Feiertages' den 10. Oltobcr. '"cht undedcirrcnd._______________________________________________________________ _________________________________________________ X. l>t« KtlUlle, (tür l00 ft.) In ^sterr, Wäürung . zn 5'/. 65,50 65l;<» b'/. Anlch, °. i^i mit Nückz.'/.»?.^) ^7.5<) uhne «"schnltt 18^2 '. . . 96— 96.^0 Silb^r-Aülchm von I8C4 . . 85,50 8l, - 3ial -Anl. mit Jan -löonp. zu 5'/« 78.5«) 78.00 . .. ?lpr-E 78 5 M^talliqnes ...... 5 „ «),:l0 «'..',.''» >et6»><) zu 500 si. !>0 8<) i<1.- .. .. .. I860 .. 100,. 92.80 9.l.- .. 1864 ,.....81.50 81.70 «smo-Neut.nsch, zu 42 I., »»«tr, 17.50 18. -ll. der KlonlänVcr (für NW ft.) Grundentlastungs-Odligitionül. Yli,d,r-Olft.rrcich . . zu -)'/. 90.- l'0.50 Obtr.Ocftsrnich . . „ 5.. 88.- 89.— Salldurg......5„ 89.50 - — Vöbm.n ......5.. .-.- 92.50 Wtlo Ülia.ire Stcicrm..Kärnt. u. Krain, zu 5"/, 89.— 90. währen .... ,. b „ 93.— 94 - Schlesien...... 5 .. 89. - 90.— Ungarn.....„ 5 „ 72.50 7^j^'. Te,n,ftr-Vanal . . „ 5 „ 70 25 7^.75 ssi-oatic» und Slavonien ., 5 „ ?3 50 74.— «».ilijien...... 5 ^ ?>j ^_ 7^.5«, Si.^üt'ürg.!! . . . „ 5 ,. «9.- - 695 ^utc>wina .... „5,. 69— 6950 „ m. d. Acrl.-l5l. 1867 „ 5 , 68.50 71.5-, Venetiauischls «nl. 1859 „ 5 .. 95 — 95.5 i Aktien (pr. Stiick.) Nationalbank......768. 769, Krcdit-Anüalt zu 200 fi. ö. W. 17^.2» I7«.1<> N. ö. lz^'ül.-Ges. z. 500 si.ü.W.60I — 606. -K. Fcrd.-!N.'rdk,. ^. 1 ssr......201-- 201.25 Kais. tfl:s.-Vahn zu200fi.CM. 137.— 137.50 Tnd.-nordd.Vcrb-A.200 ., „ 120.50 121.-Süd. Staate-, lombardisch,ven<' tianischt und centra! italienische ^is. 200 fl ö. V. 500 Fr. 242, - 2l3 - («.Id !li,<>,a>, '3al. ss.ill-kudw.-V. z. 2 in Tricst ^H 223.— 228.— W'c». Dam^ fi.!.-'.'lfl,,.500fl.'.W. 440— 45)0.— '1>.,1.l K, lt.nl'lülls .... 370. -< 375.— '^'!,m. W.Nb.ihn ^il 200 ß. . 158. - 15^i50 shnljbahn-Hf n,i <>.l 200 si. «. M. m. 140 si. (?<)"/,) (5m>. W. 24.— 24.50 Wcrhazy „ 40 ,. ,ll Palssy zu 40 ll. 98 40 Fi,,llf,ulta.M. 100fl dltto 98.60 98.70 Hamburg, für 100 Marl'öanco 87.50 87.65, London für 10 Pf. Sterling . 116 60 116.75 Paris, fur 100 ,5r>mls . . . 45.20 45.30 (5ours der lycldsorte,». A,Ib Waare K. Münz-Dukaten 5 fl. 52 lr. 5 ff. 53 Nlr llroncn . . .16 ,. 5 „ 16 „ 10 „ Nal'olco»«b'l?r . 9 .. 3/ „ 9 „ 38 ., Russ. I»,perials. 9 ,, 59 ., 9 „ <;0 „ V.r,in^thiler . 1 .. 74 ,. 1 .. 74j „ Silber . . 116 .. — ., 116 ., 25 .. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Knrse an der l. f. öffentlichen Börse in Wien Den 11. Oltober. 0'/. Vl.talliques 69 25 1860-er Nnlrihe 91.- 0'/. Nat.-'.in^h. 7^.40 Silb.r . . . «16,- U,nf«ltien . 772, konbcn . . 116 30 Kredlt^tl.n . 178.90 «. l. Dukaten 551'/.. Frcmdcn-Anzeige. Dcn l0, iDktrl'cr. Ttadt Wien. Die Hcrroi: Pir«.'».! und Niltt'Prccht, H.n^ dtlslcuts. aul? Alcr>'ndrlcn — 3iata,ji. Handelsmann, vl'n Frankfurt aWi. — Hopp, l'on Vroulnae». - Ritter v, Pcrrelli. vl,n U^!!,s. — Varou Kul,nel. l k. 5'beililUlciiant, vc» ssüxslirchlN, — U,bair von Wicn — Her» VäilNdt. Parlifnlicr. von ?lr»licim — Frau Duraiin. Honptuianüs-OatNli. vrn Verona. Elephant. Die H«rren: Äaron Iochmu«, Privat, von Wien. — Pau!in. <8üt„«Verwalter, von Thür» am Hart. — Riedel. l l. Militär - BerpstegS-lDffizial. von Vcrona.— Tobncr. Fabril^'Dlllltcs, von Hoff. — Roverr, Handelsmann, von Trieft — Die Frau.n: Hcrchy. P^iuatc. vu» Tricsi — Moofchncr, Handelsmanus^itli», von Veneli^ Baierischer Hof. Die Herren: Schmidt, Hausbrsiher, und Koßegg ool, Graz. (1984) Öffentlicher Dank. Die geferli^le Dlrcklioil findet sich migkllchm vccpfiichtst dcn Herre» Erlieii rcö vcrftolbelun Handelalllauneo Herrn Ioh. Kosler für sas dem l'icsl^s» Handlllügslrai'klN'Iliftitllt zur Primel) rung stmcs Fundes t'llrch t>e» Hlart ma^lftral üdermilteltc i?c^at vc>t>ül, llOO fi. öst. Währ. hicmit oen geziemciidcll T^»k mlszudlücken. i!albach ocn 9. Oktober 1864. des Ha»dlllllgSken«Insl>t»tfö (1927—3) Unterricht im Italicnischen wird im lchr- und Erzichungsinstilut dcr l. Petritsch, Nr. 2-««^^^ Musiklehrer der philharmonischen Gesellschaft, am 15. Oktober eröffnet. An beiden Fächern können auch Fräulein theilnehm^n, welche den sonstigen Unterricht nicht besuchen. Die AeKtlUNlltiml im Voliseum erlaubt sich, dic crgcbcustc Allzcigc zu machen, daß vom ««. Oktober an ciu Tpeise Abonnement mit 2, 3 uud 4 Speiscu cr öffuct ist. Llisclbst wcldcu gutc Grazcr Vierc uud cchtc Wciuc ill Ausschauk gebracht. (iM>-2) 3lllen meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich mein vom Kosler'schen in daö Dr. Zwayer'sche HlUls llächst dcr Klosterfrauellkirche Nr. 27 übertrageu, danke gleichzeitig für das mir bis nun geschenkte Vertrauen, und bitte um ferneren geneigten Zuspruch. (1972-2) VillttNj MlilUN, Möbelkandler und Tapezierer. sili^l—1) Kaffeehaus- ..»d Rcstaurations-Verpachtung zu Marburg a. d. Dräu. Nachdem die unterm schreil',ing dcr vereinten Verpack)» lung dcr Traitenrie und Naffrterie lein cnlsprechendcs Resnllat liescrle^ so hat das VcrwaltungSc ^oiilil,' beschlossen, sowohl die Traiteuric, al« auch Caffeterie an verschiedene Unternehmer z» iil.'erlassen und nc» anzuschreiben, in welcher Folge Äiachslehcndctj bclannt gegeben wird: Das Theater- und Casina^Pcrwaltima.s-Cllmit.! in Marlmrg vermiethet pi dem '^weltc dcr Tralteliric snr die Zeit vom 1, Jänner 1tj«5 bis letzten Dezember 1870 die Lokalitäten in dem ncnen Casino-Oebäude, nnd zwar besorgt wird, sowie bei allen in denselben und im Thrater-rolale abzuhaltenden Bällen, Rcdoulen und anderen Unttrhaltungeu innerhalb seiner Pachtzeil zu bcsorgcn. » Für die gleiche Zeitdauer werbe» zur Ansllbnng der ^afftteric die kolalilclten im neuen Casino - Gebäude, und zwar zu ebener Erde ciu grosicr Nillnrdsaal. zwei Spielzinimer. eine EasfeeWchc. zwei Wohnzinuncr uud ein Koller, — mit dein Bemalen, daß der Villardsaal mit zwc, Billard«, jedoch ohne Hun/ln, Q.lrnc« oder sonstigen Spieleinrichlniigeii, mit stem"'",, Tischen, Spieltischen, Sesseln, Roulette», Spiegeln, rampcn und dn',11 gl'hongen Maser el> aid!,ge,lat, und die Pflicht, lu den Casino^'olalität''u deö ersten Stockcül»!i beheizt und beleuchtet werden, danu bei allen in denselben nnd im Thcater-l'olale abzuhaltenden Äällc», Neboutcn und anderm Unterhaltungen iunerbalb seiner Pachtzeit die Üafseterle zu de^ sorgen. Hil-von werden 1lntcrn?h!nnng?l»slige mit dem Anhange in die Kenntniß gesetzt, daß die dieschezliglichen Offerte, welche den Aubot'des einjährigen Miclhzinses für ein oder das andere Objcll enthalten und mit einer Kaulion ,u dein fUnflen Theil des gemachten Anbotes in Banl-„oleu °dcr österreichischen Slaatöpapicren nach dem Courswcrthc b'clegt sein milssen. längstens bic .'l. No» ember d. I versiegelt an den Vorstand de« Theater - Hjerwall.ina.« - is i» Da« men« ml? A)ladchen » ^il;- ö<" Sammt X>,itcn, Mänteln, Paletots, Jacken, Kupfnetzen, Vlumcn, Bändern ^ Moc>e »»o fcnisr Geschmack i» Pari^ »>^ ÄUien clsoluuli. ist in rcichlr, Äll^ir^l'! ^ dci mir zu slde». I» drr Url>crzcllqu»q. daß alllö Ol' ftbl^c slch stldst am dlsttu tmrfcl)ltl» »vir^ erspare ich jedc wcilcre Al'prlislll^. ^ilnlM^ zum Putzen, färben „nd Modernisiren melden hicr alissciwmmtn. 2^' stellungen jeder Att wcrt's,, a„f daS Vcslr und Schi'lllstc besorgt. NNN2-2> ,«„„°!choj,«P,,'y «! »^