Nr. 279. Mittwoch, 5. Dezember 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung PriinumerntionSpreiS: Mit Poftverlenbung: ganzjährig 80 K, halbjährig 15 X. Im Kontor: ganzjährig «2 ll, halbjährig 11 li. ssür die Zustellung in« Haus ^»zjatiria L li, — Instlttonögebühr: ssiir lleinc Inserate bis zu 4 feilen ö0 >i, grösnre pl>r j^ilr 18 ii ^ bri öfteren Wiederhol»»»!'» prr )!e>!e « k. Die «Laibacher ZciNmg» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Udmintftratlon bcstndel sich »ongrehplah Nr. 2, die «edaltlou Dalmatingasse «r, lN. Cprechstnnd,» der «edaltlon von « bis 1« Uhr vor» mittag«. Unfrankierte Vriefe werden nicht angenomuien, Manuüriple nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Der k. k. Landedpräsident i>n Herzogtmne Kram hat dem Georg Mihall'6, Magistrats' kommissär ill Pellsioil in Laibach, die mit Allerhöch stem Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste zu erkannt. Nichtamtlicher Teil. Die Wahlreform. Sämtliche Blätter erörtern die endliche Er ledigimg der Wahlreform im Abgeordnetenhaus. Die „3ieue Freie Presse" schließt eine Betrachtung über den Leidensweg, welchen die Reform durchmachen mußte, mit folgenden Bemerkungen: Einst wird man, dieses neue Haus preisen können, wenn es sich bei einer, den Lebensnerv aller Nationen berührend«: Frage einer Abstimmung wird rühmeu können, wie es die heutige in dem nun rasch absterbenden Hause der Privilegien war. In dem Lager der Majorität waren heute alle Nationen Österreichs. Das „Neue Wiener Tagblatt" sagt: Die Sieger dürfen sich rühmen, politisches Neuland ausgerodet zu haben. In diesem Sinne gebührt ilmen der Dank, den der Ministerpräsident nach der Abstimmung allen, die mitgeholfen, iu der herz lichsten Weise ausgesprochen hat, als Erwiderung die rückhaltlose Anerkennung der Verdienste erntend, die er sich nut seiner gewinnenden Persönlichkeit als ehrlicher Mittler erworben hat. Dein Monarchen werde am Jahrestage seines Regierungsantrittes die Freude zuteil, daß die Harmonie seiner Anschauungen mit denen der Öffentlichkeit von der Volksvertretung mit stürmischem Beifall e begrüßt wurde. Die „Zeit" weist darauf hin, daß eine der größteil und schwierigsten Reformen, die je in einem moderuen Staate unternommen worden ist, iu relativ kurzer Zeit von einem majoritätslosen, zerfahrenen, diskreditierten Parlamente vollbracht wurde, weil man ihm endlich einmal einen Weg zeigte, den es bis ans Ende gehen konnte, und weil es bei den führenden Mächten im Staate endlich einmal einen festen Willen sah. Der moralische Schatz, der da gehoben wurde, ist wahrhaft kostbar. Auch uuserem kranken Österreich kann noch geholfen werden. Das „Fremdenblatt" sagt, der höchste Dankbarkeitszoll gebühre Seiner Majestät dem Kaiser, der mit weitblickender staatsmännischer Klarheit vom ersten Tage an die Notwendigkeit der Reform erkannt und seither nicht aufgehört hat, ihre Vollstrecker zu stützen nnd ihre Vollendung zu fördern. Das imposante Zusammenwirken der Krone, Negierung nnd Parlament in dieser Frage gibt frohe Hoffnung, daß die Zukunft uuserem Staate bessere Tage bescheren werde. Die „Österreichische Volkszeitung" weist dar auf hin, daß die Wahlreform noch eine gefährliche Klippenbank zu bestcheu habe: das Herrenhau?. Aber die Pairs müssen sich klar werden, daß sie wohl imstande sind, allerlei Krisen, vorerst wohl eine Krise des Herrenhauses herbeizuführen, daß es aber außer ihrer Macht liegt, die Wahlreform zu Fall zu bringen. Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" bemerkt, die Wahlreform habe die Scylla des Abgeordneten-Haufes glücklich passiert, die Eharybdis des Herreil Hauses werde gewiß nicht gefährlicher werden. Mit der Abstimmung des Abgeordnetenhauses sei das allgemeine Wahlrecht in Österreich de facto, wenn auch noch nicht de jure Gesetz geworden. Das „Vaterland" konstatiert, daß nicht weniger wie 1li8 Abgeordnete, weit über ein Drittel dev Hauses, sich von der Abstimmung geflüchtet hatten. Jedenfalls müsse dem Herrenhause das Recht gewahrt bleiben, anch seinerseits ein Urteil über eine Angelegenheit abzugeben, die ja im eminentesten Sinne eine Staatsangelegenheit ist. Die „Deutsche Zeitung" bemerkt: Auch das Henenhaus wird unter dem mächtigen Eindrucke, den das Ereignis der Abstimmnng hervorrufen muß, nicht umhin können, sich diesem Votum anzuschließen, das im voraus bereits vom Volk und van der Krone sanktioniert ist. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" bezeichnet die Wahlreform als einen Sprung ins Dunkle, dessen Wirkungen noch nicht abzuschätzen seien. Die Deutschell werden sich eng zusammeuschließen müssen, um jeden Augriff der Slaveu wirkungslos zu machen. Dic „Arbeiterzeitung" feiert den Tag der dritten Lesuilg im Abgeorduetenhause als den herrlichen Tag der Erfüllung, als den Tag der Geschichte, der von den Arbeitern den Makel löst, als Unfreie nnd Ungleiche, der die Zeit der politischen Knechtnng abschließt und die der politischen Frei heit und Gleichheit eröffnet. Unterseeboote in der italienischen Marine. Ein militärischer Berichterstatter schreibt der „Pol. >torr.": Die italienische Flotte verfügt zur Zeit über drei fertige Unterseeboote: „Delfino', „Glauco", „Squalo"; drei weitere Boote sind noch iiii Bau, vou ihuen steht der „Narvalo" dicht vor der Ablieferung, außerdem der „Otario" uud „Tri-checo". Nach dem Flottenbauvlan l!)()5> sind noch siebell Boote zu bauen. Nach ihrer Fertigstellung wird die italienische Marille zwei homogene Unterseebootsflottillen von je sechs Booten besitzen. Alle zwölf Boote gehören zur Klasse der Tauchboote !>,llm«-i->«!l>l<>«), mir der „Delfino ist reines llnter-feeboot<«oi>«mln'iii)lind soll wie bisher auch ill Zu-kuilft zu Versuchen dienen. Zn diesem Zwecke wurde das Fahrzeug vor einiger Zeit einer gründlichen Modernisiernng unterzogen und ist als gut brauchbares Boot anzusehen' es hat eine Wasserverdrängung von 1l0 Tonnen, einen Durchmesser vou 2 90 Metern, ist 24 Meter lang und erreicht an der Ober' flache eine Geschwindigkeit von ^'7> Knoten. Der „Glauco". „Squalo" und „Narvalo" siud Boote Feuilleton. Truthahn nnd Fanfare. humonstischrs aus der Theater-Schmieie. Von Aud. Kc'itn. (Nachdruck verboten.) Direktor Eiseuhardt war Leiter eiuer uur klei neu Provinzbühne, aber das hinderte ihn nicht, „Mustervorstelluugen" zu veranstalten. Seine Mitglieder wußteil ja, daß er schließlich zufrieden war. wenn nur halbwegs glatte Auffüh rungen zustande kamen, ohne allzu grausame Tert-entgleisungei!, Aufführuugen, in delleil ein Schliß nicht erst nach dem Todesröcheln des Opfers fiel und der Vorhang nicht mitten in die Schlnßrede. Sie wußten auch. daß er feine großen Redensarten von „Anspannen aller Kräfte" und „restloses Erfüllen der dichterischen Intentionen" uur gebrauchte, weil er sie für anspornend hielt. Auf die Dauer freilich konnten sie das nicht sein bei einem so ab-wechslungsreicheu Repertoire, bei einem so kleinen Mitgliederbestand, in dem der erste Held zugleich als verliebter Schwerenöter auftreten lind die to mische Alte voll gestern hellte die tragische Mutter im Iambenstil darstellen mußte. Und freie Abende, nnl sich iil neue Aufgaben zu vertiefen, kamen nicht vor, denn Oper gab es uur am Schluß der Saison, eine sogenannte Monatsoper. Sie war des Direktors Schmerzenskind. Aus Nord lind Süd kommend ist das Persoual zusammengestellt, allabendlich eine Oper; jeder froh, wenn er bei Stimme ist. keiner schert sich um eiue besondere Auffassung. Aber auch da versuchte es Eiseilhardt mit seiueu refarmalorischen Absichten. ^)ie eyte ^Per sollte Mlgoletto Ml. Darin war alles studiert; die Hervorragendsten der Sänger schar hatten dankbare Partien. Um zehn Uhr vor mittags war die natürlich einzige Probe anberaumt. Der Regisseur wollte eben die nötigen Anordnungen geben, da betrat Direktor Eisenhardt die Bühne, ^ein immer von Begeisterung gerötetes Antlitz, sein Feuerblick imponierten; nicht so sehr seine hannoversche Mundart. „Meine Herrschafteil! Heilte Abend ist, wie Sie wissen, Rigoletto. Bei der hohen Intelligenz versteh'n Sie — die Sie alle auszeichuet —" (einer sah den anderen an) „ist es^ Ihnen wahrscheinlich hochwillkommen, verstch'n ^ie, weun ich Ihnen eillige Klarheit über das dominierende Miljö gebe. Sie wissen natürlich, daß Rigoletto nach Viktor Hugos » l-oi «'ll,nn«<> geßtaltet wurde!" < Natur lich wußte es uiemaud, und auch er hatte es erst kürzlich durch Zufall erfahren.) „Und da habe ich nun von einem Pariser Freund, verßtehn Sie, die ,!!!'!>;<> CI> «»-<>!!<' dieses Stücks erhalten, die ich der heutigen Vorßtelluug zugrunde gelegt sehen möchte!" Und damit zog er ein vergilbtes Vüchel chen hervor, das er, Gott weiß wo, aufgetriebe» hatte. Der Tenor griff all feine Stirn, der Bariton räuspcrte sich sehr stark, der Regisseur blickte nach der Uhr, der Herreil- uud Damenchor schüttelte den Kopf. „Also", fuhr Eiseilhardt mm fort, „der Schauplatz ist eiu prachlvoller Sääl im Päläst des Her z».M mit vieleu üppig ausgestatteten Loggien." «Sein Fuudus hatte nur den üblicheu Rittersaal mit zwei aufgemalten Säulen.) „In diesen Loggien treibeil sich buhlerische Gruppen nmher. Sie, meine Verehrten - " (hier wendete er sich an ein ziemlich bejahrtes Ehoristenpärcheu) „bilden in der ersten Loggia links eine buhlerische Gruppe. l.ierf;leh'n >3ie'^ Im Hintergrund tummelt fich eiu bachanti sches Ehäos schöner, bunter Masken — Sie, meine Herrschaften, verßteh'n Sie, werden sich bachantisch tummeln. Das Ganze bietet eiu Bild. in dem die entfesselten Leidenschaften des Weines und der Liebe ihre wilden Orgien feiern!" Ein schamhaftes „Oach!" tönte von den Lippen der jugendlichen Sängerin, indes Eisenhardt nicht aufhörte', von „berückender Atmosphäre" uud „mänädenhaflen Tänzen" zu fchwärmeu. Einige wurden u.»mutig, viele gähnten; der Regiffeur blickte wieder nach der Uhr, und der Bassist bat ums Wort. „Herr Direktor!" gruuzte er, „es is elf Uhr; ich hob' no nir, gefsen! Wann die Prob' lim eins net gar is, kann i heut abend net singen!" „Ich bin scholl heiser vom Zuhören!" stimmte die Koloratursängerin ein. „Ja, jä, so ist es!" stöhnte Eisenhardl resigniert, „wenn man mal vom Schema F abweichen will. Aber Sie muffen zugeßleh'n, es wäre schöu, göttlich schön, es einmal so zu interpretieren! Leider geht es nicht — also machen Sie's so, wie es immer wär!" Im Schauspiel ging sein Hauptbestreben dahin, das Wesen des Dichters möglichst abgerundet iu einem „Z^lus" vorzuführen; dieses Strebeil litt nur zn oft ^chiffbrnch durch den Mangel an Zeit und Mittelu. Schillers Geburtstag fiel auf einen Soniilag und da sollte die Wallenstein-Tri'logie „ohne Strich" ihren Anfang nehmen. Am Donners tag, ganze drei Tage vorher denn es sollten Mnstervorstellnngen werden — begann die Einstu- Laibacher Zeitung Nr. 279.___________________________________2622 5 Dezember 1906. vou fast gleicher, Bauart; äußerlich sehen sie wie Torpedoboote aus. Vei einein Deplacement von 15<> Tonnen haben sie eine ^äuge von :w Metern und eine Breite von 4 ll Metern. Während der letzten Probefahrtsvcrsuche erreichte der „Glauco" an der Oberfläche eine Schnelligkeit von 13-5 Knoten und konnte bis zu !ttl Meter Liefe untertauchen. OW gleich der Schiffs'rumpf aller dieser Aoote um die Hälfte kleiner ist al5 der der neuesten französischen und englischen Voote, hoffen die Erbauer doch, grö^ here Fahrgeschwindigkeiten als ihre ,^onknrrenten zu erreichen. Das Ziel soll sein, uuter Wasser nut « bis 9 Knoten, aufgetaucht mit 14 bis 15 Knoten fahren zu, können, während zum Beispiel bei den neuesten französischen Unterseebooten die entsprechenden Zahlen nur 5 bis U Knoten und 10 Knoten sind. Der Antrieb über Nasser erfolgt auch bei den italienischen Booten durch einen Petroleummotor, der uuter Wasser durch einen Elektromotor; die Akkumulatoren beider können dnrch den zuerst gc^ nannten Motor gespeist werden; sie entwickeln (»00 Pferdekräfte. Die noch unfertigen Voote „Otario" und „Tricheco" sollen nur, geringe Abweichungen von den drei letztgeballten Booten zeigen. Alle fünf Boote werdeu nut dem Kleptoskop Nusso Laurenti ausgestattet sein. — Auch an den erst Ende Oktober im Ionischen Meer beendeten großen Flottenmanövern sind die drei fertigen Unterseeboote beteiligt gewesen nnd haben in Gegenwart des Königs sowohl bei Tag wie bei Nacht erfolgreiche Angriffe und Torpedolancierubungen gegen die im Hafen von Tarent vor Anker liegenden Panzerfahrzeuge „Dandolo" nnd „Franccsco-Ferraccio" ausgeführt. Auch gelang es den Booten, trotz der Wachsamkeit zahlreicher Torpedoboote, uubemerkt die Überfahrt von Mestre nach Canwocavallo bei 10 bis 12 Me tern nnter der Oberfläche zu vollenden. Der Ei> bauer aller Unterseeboote der italienischen Flotte ist der Ingenieur Laurenti. Er ist vor kurzem in den Dienst der Werft Fiat und Muggiano in Spezzia als technischer Leiter getreten, um sich ganz seinen Problemen unterseeischer Fahrzeuge widmen zu könnm. Es soll ihn, anch bereits gelungen sein, ein ganz neues Boot zu konstruieren, über das die ersten Angaben soeben bekanntgeworden sind. Das Boot hat eine Länge von 42 Metern, eine Breite von 4:5 Metern und seine Wasserverdrängung be trägt an der Oberfläche 175 Tonnen, völlig unter getaucht 220 Tonnen. Aufgetaucht soll es eiue Schnelligkeit voll 15 Knoten auf die Dauer von 175 Seemeilen erreichen, unter Wasser mit 9 Knoten fahren können; sein Aktionsradius wird mit 600 Meilen angegeben und nur fünf Minuten soll das Verfahren »zum Untertauchen dauern. Der Antrieb über nnd unter Wasser wird wie bei den anderen Unterseebooten durch Petroleum-, respektive Elet tromotore erfolgen, doch sollen letztere nach einein neuen Prinzip angeordnet sein. Als Ausrüstung erhält das Boot zwei Torpcdolancierrohrc von 45 Zentimeter Kaliber und außerdem wird es mit zwei Kleptoskops versehen werden. Politische Ueberftcht. Laib ach, 4. Dezember. Nach der von, den Mächten zugestandenen Ein^ schräntnng der bisherigen K avit, ulatio u 5 r e ch te inBulg a r i e n, welche die direkte ^u slelluug von gerichtlichen Vorladungen ohne ^on sulariuterveution und den Verzicht auf die Entscheidung vou Koukurssachen fremder Staatsangehöri' ger durch die.^onsulargerichte betrifft, bleiben, wie man aus Sofia schreibt, von den Kapitulationen nur mehr aufrecht: das siecht der Beiziehuug von Konsularbeamten Zu Prozessen gegen fremde Staatsangehörige uud die ^ompeteuz der 5t.onsti' largerichte bei Streitfällen fremder Staatsangehöriger untereinander. Nach der in Sofia herrschenden Überzeugung ist die Aufhebuug dieses Restes dent a pitulationen nur eine Frage der Zeit. Jedenfalls seieil schon die jetzigen Zugeständnisse der Mächte als ein ueuerlicher Beweis der Wertschätzung anzu sehen, die Bulgarien im Auslande als Cultur- und Rechtsstaat genießt. Aus Rom wird gemeldet, daß der P ap st in einer Ansprache anläßlich des bevorstehenden ^ o N' s i st o r i u m s der tirchenpolilischen Lage in Frankreich bloß wenige Wort widmen wird. Der Papst habe auf eine eingehende Besprechung dieses Gegenstandes verzichtet, um uicht neuerlich zur Kundgebung gezwnngeu zu sein, daß er das ^renuungsgesel) ablehnt, was zu Erörterungen über seine Haltung im Vergleiche zn den relativ gemäßigten Erklärungen, die der, französische Unterrichtsminister Briand jüngst abgab, Anlaß bieten würde. Er werde sich voraussichtlich auf die Fest-stelluug beschränken, daß zwischen den Katholiken ^raukreichs, der Geistlichkeit uud dem Heiligen Stuhle vollstäudige Einigkeit bestehe. Wie mau ans Loud on schreibt, erschieu unter Führung de5 ersten katholischen Peers Englands, des Herzogs von Norfolk, eine Deputation von ^atholikeu, die aus einer Reihe größerer Provinz-städte entsendet wnrdc, bei Lord Lansdowne, um ihn ihre Sorgen bezüglich der Unterrichtsbill vorzutragen uud ihu zu bitten, daß er nnd seine Freunde bei den kommenden Verhandlungeu mit der Regierung an ihren Amendements zugun stcn der Bekenntnisschulen festhalteu. Einer der Deputierten gab der Befürchtung Ausdruck, daß durch die Bestimmungeu der neuen Bill Priester nnd Nonnen voil den Schulen verbannt werden tönn ten, was sicher große Erreguug hervorrufen würde. Lord Landsdowne erwiderte, die Peers seien derZu-verficht, daß es ihuen möglich sein werde, eine im falschen Geiste entworfene Bill zu eiuein leidlichen Gesetz zu gestalten. Eine ihrer Hauptforderungen aber sei, daß die Schuleil, welche einer bestimmten Glaubensrichtung ihre Existenz verdanken nnd nach den Grundsätzen dieser Bekenntuisform geleitet werden, ihren Eharaktcr behalten müssen. Er glaube nicht, daß die Negieruug so weit gehen werde, die Amendements des Oberhanses ^u dwc abzulehnen. Die Deputation brauche nicht zu besorgen, daß die Lords für die Erledigung der Kontroverse einen zn hohen Preis zahlen würden. Nach Meldungen aus Tokio hat der neuer-ucmnte, Präsident der m and s ch ur isch en E i -s e u b a h n einem Vei^treter der Dentschen Kabel-grammgesellschaft gegenüber die Äußeruug getan: Ich betrachte im Einklänge mit der Regierung die Vahii als Hauptmittel für die wirtschaftliche'und kulturelle Erschließung der Mandschurei. Wir, wollen den Welthandel, nicht japanische Sonderintere-essen fördern und das Prinzip der offenen Tür und der gleichen Rechte für alle aufs genaueste dnrch' führeil. Tagesneuigleiten. (Ein e F luch t m i r o r, a. inel len M i t. telü.) Aus Budapest, :;. d., wird gemeldet: Aus dem Strasliause des Vudapester HondeddistnktZ ist vor cinic^'n Togen ein Sträfling, Peter Hinko, auf originelle Art cntwiäM. Er hat aus Brotkrumen einen Riemen, ein Bajonett und eine Patrontasche angefer« tilft und strich Kiese so an, daß sie wie wirkliche luili. tärische Uteusilion aussahen. AIs die Wache gerade ab> gelöst wurde, gürtete er sich den Niemeu, das Bajonett und die Patrontasche um, so daß man ihn für einen Soldaten hielt und nicht bemerkte, bah er sich aus dem Gefängnis entfernte. Als er wieder frei war, legte er Zivilkleider au und verübte iu drei Tagen Einbruchs» diebstähle. Gestern wurde er alls frischer Tat ertappt. -^ (Ein eigenartiger Zug,) der bald die Aufmerksamkeit und üie Heiterkeit der Passanten er° regte, bewegte sich dk'sertage durch die Straßen vou Paris. Iu dem Modewarenatelier vou Goudot in der Chaussee d'Antin wurden seit einiger Zeit zahlreiche Dieostähl,.' ausgeführt, und nicht mir das Mode-Warenlager, solidem auch öie Verkäuferinnen und die im Geschäfte tätiqeu Putzmacherinnen wurdeu be^ stöhlen. Da die Beobachtungen uud Nachforschungen der Kriminalpolizei nach den Tätern ohne Erfolg blieben, beschlossen die weiblichen Angestellten, selbst einen Sicherheitsdienst einzurichten, um auf diese Weise den Dieb abzufassen, kürzlich glückte es mm in der Tat einer jungen Dame, einen alteil Manu dabei zu ertappen, wie n öie Taschen der Überkleider der Verkäuferinuen in der Garderobe durchsuchte. Sie rief lalit um Hilfe uud alarmierte, auf dicse Weise ihre sämtlichen Kolleginnen, 15 an der Zahl. Sofort spiel» teil sie mit viel Schneid und Energie deu Schutzmann, nahmen dcu Dieb iu ihre Mitte und brachten ihn, trotz verzlvei seiter Gegenwehr, durch mehrere belebte Ttra ßeii der französischen Hauptstadt nach dem nächsten Polizeirevier. Dort fand mau bei dem auf frischer Tat Ertappten gestohlene Pelzlvaren im Werte von KXX) Franken und zehu Portemonnaies, die den Verkäuferinnen des Geschäftes gehörten. — (Ein Eheschließu n gsgcsetz.) Gigent« lich ein Gesetz, das lauge vor der Eheschließung in Anwendung kommt: es beginnt schon beim Cour« schneiden. Es handelt sich um ein Gesetz, das in Lont^ dlerung, und zwar um „Vie Piccolonnm ' Wauen-steins Lager war schon dreimal gegebeil, bedürfte also keiner Probe. Eiscuhardt war eiu ^auntiker der Gesamtwirkuug von Darstellung, Ton und Farbe. Der vierte Akt in seinem Gelage sollte das zeigen. Im Hintergruud der kleiuen Vühne die gehenden Gelierale, links eiu Niesenfaß, mit dem die Kannen fülleuden Kellermeister, rechts eine Pforte, durch die Dieller, ab- und zugeheude Gäste sich dräugen sollteil. Nach dein Aufgehen des Vorhanges dürfte uicht gleich der Dialog eiusctzen mit Iso^ lanis „Herr Bruder, was wir lieben" — das Publikum sollte erst in Stimmuug gebracht werden. „Meine Herrschaften!" fing er mit dem ehrlichen Pathos seiner fetten Stimme an, „Wir sind im Dreißigjährigen kriege! Die Soldateska — verßteh'n Sie — die Soldateska herrscht. Genuß ist Alles, wer weiß, ob er morgen noch lebt! Ein helles Anklingen der Becher, dann a tempo treten Sie, mein Fräulein, als Page von rechts ein, einen ge brätenen Trnthähn in silberner Schüssel anf dem Kopfe trägend. In demselben Moment eilen Sie, Hercr Weber, als Kapellmeister, verßteh'n Sie, an das Faß, drehen den Spund auf. Wenn das gescheheil ist, schlagen Sie, Herer Scholz, als Isoläni illit geballter Faust auf den Tisch, heben den Becher, das ist wichtig für Sie, Herr Inspizient; dann a tempo geben Sie dem hinter den Kulissen seiller Aufgäbe harrcuden Musiker ein Zeichen uud Sie, Herr Trompeter, bläseil eine Fanfare! Verßteh'n Sie. Also, bitte!" Atemlose Pause des Aufmerkens, dann ein Durcheinander vou mindestens 3N Personen, denn auch die Statisterie war zur Probe bestellt worden. Von einer Fanfare war nichts zu hören. Noch einmal nnd immer wieder; daS Ergebnis war dasselbe. „Herr Trompeter, Sie versetzen ja der Dich-tmlg den Todess-toß, wenn diese charakteristische Fanfare nicht kommt! Wärmn haben Sie die Fän färe nicht, geblasen?" Der Nichtbläser trat hervor. „Herr Direktor, der Inspizient hat mir kein Zeichen gegeben." „Warum haben Sie kein Zeichen gegeben?" „Isolani hat »licht anf den Tisch geschlagen." „Herr Scholz, wärnm haben Sie —" „Herr Weber hat nicht den Spmid gedreht." „Herr Weber, warum —" „Der Page ist ja uicht eingetreten." „Wärmn —" „Herr Direktor", jammerte die Kleine, „ich hatte keinen Truthahn!" „Truthähn! Truthahn! Wer hat denn über Haupt einen Truthähu? Phantasie muß man haben! Von einem Truthähn, verßteh'n Sie, darf doch der Gang der Weltgeschichte nicht gehemmt werden. Sonst floriert ja das heilige, dentsche, römische Reich seinem Untergang entgegen! Meine Herrschaf teil, ich merke schon, daß Ihnen die Ehre, KÄustler von Gottes Gnaden zu heißen, nur leicht wiegt. Wir geben also, vcrßteh'n Sie, an Schillers Geburtstag Wällensteins Läger und — Kyritz — Pyritz! Ich denke, Sie werden sich das gebührend zu Herzen nehmen!" Und das taten die Mitglieder auch, denn »loch niemand hatte ernstlich „Die Pittolomini" gelernt. Unrecht WM. Roman von N. Eorony. (11. Fortsetzung.) (Nachdruck veibuten.) Lintharma litt bitter unter dieser Erkenntnis. Jeder Tag verschärfte ihr Weh. Sie war bald gänzlich aus ihrer gemütliäien Häuslichkeit heransgerissen unö fiigte sich danach, wie immer, Martins Bcstimunm» gen, deiiu was sein Wunsch, uicht lvas der ihrige war, durfte iu Betracht gezogen u>e» deu. Weinend eilte sie w deu kleinen Garten hinab und pflückte manches Zweiglem, manches Blümchen. Martin folgte ihr uud sagte: „Gräme dich nicht um diese armseliae Hütte, die viel zu schlecht für dich gewesen ist." „Ich war glücklich hier," erwiderte sie mit bre,-cheuöer Stimme. „Dn wirst es auch dort seiu, wo ich mich glücklich fühle, wenn du mich wahrhaft liebst. Ich will ja nur dein und der Müder Bestes und bin froh, es endlich fördern zu t'önneu. Verdirb mir uur nicht die Freube daran!" „Wie könnte ich das wollen?" „Gchst aber mit so verweinten Augen herum, als solltest du nach Sibirien geschleppt werden." „Ach, du mußt das uicht so nehmen! Es ist recht albern voll mir, daß ich fo weichherzig bm und sogar vou toten Gea,e,uständen uur mit Schmerz zu scheiden vermag. Aber siehst du, uuser GülÄieli, kam mir wie eiu kleines Paradies vor, als wir es Hand in Hand betraten. O Gott wie jung waren wir b.nde damals! Du zähltest 2 l, ich 16 Jahre. Mit der tleiueu Besitzung geht eiu Stück meines Lebeus dahin. In dem Gnrtchen gibt es keine Blume, die ich nicht selbst gepflanzt habe. Laibacher Zeitung Nr. 279. 2623 5. Dezember 1906. siana eingebn-M wurde und nach dem es keinem jungen, Manne gestattet scin soll, einem jungen Mäü» chen den Hof zu mackfen, ehe or nicht 2^ Jahre alt ist. Ten Eltern oder dein Vormund des Mädchens, dem er sich zu nähern sucht, mnß «' znvor von dieser seiner Absicht Kenntnis gebeil. Ferner soll er vor einem Friedensrichter eidlich erklären, daß er wirtlich ernste .Heiratsabsichten hade. Ein Witlvor im Alter von mehr alo «> Jahren darf keinem Mädchen unter 18 Jahren den Hof machen. Nach Annahme dieser Vorlage sollen alle in gesetzliäier Ehe gezengten Kinder auf Staats-kosten erzogen werden. Alle Kilabcil sollen auf dic Staatsunivcrsität in Vaton Nonge und alle Mädchen ans die Staatsnormalschule in Natchiloches gesclldet werdeir. Eine Bewilligung von 17,0lX>.0<)0 Dollarn ist zur Ausführung des in der Vorlage vorgesehenen Erziehungsplanes ausgeworfen. — (Dcr bckeh rte Bore r.) Aus Ohama in Nebraska wird von einem amüsanten Vorkommnis berichtet. Der Boxer-Champion von Alaska sollte an einem S-chanboren teilnehmen. Es hatten sich etwa 2000 Zuschauer versammelt, die nicht wenig erstaunt waren, als der Borer erklärte, er ha>be sich bekehren lassen und halte fortan das Boren außer im Falle der Notwehr für eine Sünde. Gleichzeitig übergab er seinem Gegner ein religiöses Trat'tätchen nnd empfahl ihm, es richtig zu studieren. Der Dank des so Beschenkten bestand ill einem Faustschlage auf die Nase des Bekehrten. Dieser lx'merkte darauf mit der größten Gemütsruhe, die Bibel verlange, das; man dein Beleidiger auch die andere Wange hinhalte. Er tat dies und erhielt einen furchtbaren Faustschlag auf die Wange. „Was ich jetzt tun soll, darüber habe ich in der Bibel nichts gefunden", sagte der bekehrte Boxer; „ich nehme an, dashes nicht gegen mein Gewissen sein wird. lvonn ich dich nunmehr zu Mus verarbeite!!" Er fiel darauf über seinen Gegner her und die Zuschauer er« lebten einen Kampf, wie sie ihn niemals znvor gesehen hatten. Beide Borer waren nach Schlich des Kampfes furchtbar entstellt, aber der bekehrte Borer war Sieger gebliebeil und erhielt den Preis ausgehändigt. Er , verabschiedete sich von dem Publikum mit der Erkln rung, daß er für feinen übel zugerichteten Gegner ?beten werde. — (Das Erkennungszeichen.) Der .Kriminalkommissär M. erfährt, daß sich zwei gelvandtc Wcrbrochcr, deren Verhaftung ihm anliegt, als Da» men verkleidet nach dein Hauptbahnhofe begeben ha ben. Er tritt mit zwei Untergebenen in den dicht ge^ ,-fiillten Wartvsaal. Aber der Zng mnß sogleich ein^ laufen, und es ist unmöglich, sich die vielen Damen korlzcr genau anzusehen. M. jedoch ist eiu Pfiffilns, der sich zn helfen weiß. „Eine Maus, eine Maus — mirwn im Saale!" schreit er plötzlich. Dann winkt er seinen Untergebenen. „Die beiden dort nehmt fest — das sind unsere Leute!" sagte er kaltblütig und weist auf die zwei einzigen Damen, welche nicht auf Stühle Aklettert sind. Die Tauben, welche anf dein Hof l)e,rnm flattern, kennen mich Me. Ich zog sie groß nnd streute ihnen täglich Futter Der Hofhund — du, den nehmen wir doch mit?" „Diesen alten, bissigen, struppigen, Men Köter? Nein, den übernimmt der jetzige Besitzer." „Ach so -" „Dor Tyms ist nnn einmal ans Haus gewöhnt." „Freilich ich bin's ja anch." Sie lehnte ben Kopf au die Mauer, um ihre. unaufhaltsam hervorquellenden Zähren zu verbergen. „Käthe, ich hätte dich für klüger ud liebevoller gehalten!" fuhr Martin auf. „Solange wir uus ken^ neu, klage ich über meine ha-rte, nur kärglichen Lohn bringende Arbeit und jetzt, wo endlich bessere Zeiten iür mich anbrechen, hast du nichts als Tränen." ^ > Sie warf sich an seine Brust. „Halte mich nur < nicht für lieblos! Es ist wahrlich keine leere Redens» l art, wenn ich bei allem, ivas mir teuer ist, schwöre, ! daß ich gern für dich sterben würde, wenn mein Tod dir von Nntzen sein könnte. Ich hänge ja cm dir init 1 meinem ganzen Herzen und snche vergebens nach Ans- i drücken und Gleichnissen, um meine Liebe zn schildern, t Sie ist eben alles für mich, ich lebe ill ihr und durch i sie und müßte mit ihr zugrunde gehen." ' „Warum denn also dieses Klageil nnd Trauern? l Betrübt es dich etwa, daß ich ein reicher Mann werde c und mich endlich nach vielen fruchtlosen Versucl)en doch s uoch an die Oberfläche emporringe?" l „Es fällt mir nur schwer, mich von allem», woran l sich glückselige Erinnerungen knüpfen, loszureißen. — s Aber das gehl vorüber. Siehst dn, jetzt bin ich schon ^ ganz vergnügt." , Sie z'vang sich zu lächeln. t ,.V. (Fortsetzung folgt.) .< Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Laibacher Gcmeinderat. Der Laibachn Gemeinderat trat gesteril abends zu einer ordentlichen Plenarsitzung zusommen, an welcher untcr Voti'itz des Bürgermeistern Hribar 22 Gemein derate teilnahmen, ^n Verifikatoren des Sitzungsprotokolles wnroen die Gemeinderäte P l a n-t a n und Seneloo ^- nominiert. Zll Beginn der Simmg verlas der Bürgermeister ein Schreiben des k. k. Landespräsidiums, womit dein Gcilleinderate für das anläßlich des Ablebens des dnrchlanchtigsten Herrn Erzherzogs Otto zum Aus-dl-ucl gebrachte Beileid der Allerhöchste Dank bekanntgegeben wird. Der Bürgermeistor widmete sodann dem am 2l. November in Görz aus dem Leben geschiedenen slovenisäien Dichter Simon Gregorc'iö einen an-ßerordentlich warmen Nachrnf, wobei die Gemeinde rate sich voll den Sitzen erhoben. Noch nie sei in Görz ein Slovene in so feierlicher Weise und unter so allgemeiner Teilnahme der- Bevölkerung zu Grabe geleitet worden. Wir alle - sagte der Bürgermeister stehen noch unter deli» Eindrucke des schweren Verlustes, den das slovenische Volt durch den Heimgang des großen Dichters nnd Patrioten crlitten uud ich stelle den Autrag, daß unseren, tiefgefühlten Beileid im Protokolle der heutigen Sitznng Ausdrnck gegeben nx'rde. Der Bürgermeister machte fchließlich die Mit leiluug, daß er immens der Stadtgemeinde an der Leichenfeier in Görz teilgenommen habe. Dor Vorsitzende gab endlich bekannt, daß am >:>,. November eine Deputation der stndtiscl>en Beam ten bei ihm erschienen sei nnd das Ersucheil gestellt habe, für die namhaNe Anfbessernng ihrer Bezüge dcnl Gemciuderate deu Tank der Beamtenschaft vermitteln zu wollen.' Sodann wnrde zur Tagesordnung geschritten und erstattete zunächst Magiftratsdirektor Vonöin a Bericht über die eingelanfenen Gesnche um Aufnahme ill deu Gemeiudeverband der Stadt Laibach. Im ganzen nxlren 10i) Gesuckie eingelaufen, von denen ^>0 günstig erledigt wurden, während die übrigen als mcht lx'gründet abgewiesen werden mnßten. Außerdem wnrde den Herren Milan L e n ste k, Theodor K o r n und Anton Schweiger die Anfnahmc in den Ge-meindeverlxinü zugesichert, sobald sie die östel-reichische Staatsbürgerschaft erlangt haben werdeil. Der pen-siollierte Rechnungsrevident lllld Hanslx'sitzer Herr Bogdan Verbiö aus Agram wnrde gegen Entricht tling der üblichen Tare in den Mmeindeverband auf» gellomllien. Dem Bildhauer und Vergolder Herrn Alerander G ö tz l in Laibach wurde gegen Entrichtn.'lg der festgesetzten Tare per 0 II, den beiden letzteren zn l<) l> täglich. Die pneumatische Eiltleernllg der Senkgruben in der städtischen Artillerickaserne wurde gegen ein jährliches Pauschale vou 14(10 X an den Realitäteil uud Fuhr-N'erksbesiwr Andreas Vrhover vergeben. Nanieils der vereinigten Rechts- und Finanz-sellion berichtete hierauf Gemeinderat Svetek über die Zuschrift des Bürgermeisters inbetreff des Ab» schlnsses eiiles ileuell Vertrages mit der Laibacher Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung. Die Gefellfchaft lxttte bereits mittelst Eingabe vom 1. September 1903 dem Wnnsche Allsdnick gegeben, an Stelle des provi-sorischen Übereinkomlliens vom 15. Juli 1RX1 eineil »ellen Vertrag treteil zu lassen, falls die Stadt-gemeinde es nicht umziehen sollte, das Gaswerk känf-lich zn eruierben. Nach lallglvierige» Verhaildlnngell zlvischen der Gefellfä>aft nnd der Ttadtgeillelnde und nachdem letztere die Mehrzahl der Aktien des Gaswerkes käuflich erworben, gelang es, ein nenes Übel' einkommen zu erzieleil. Auf Grnnd dieses Ütx'reiu-tomniells empfahl der Referent folgende Anträge znr Annahme.' 1.) Die Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung in Laibach verpflichtet sich, in längstens drei Jahren in ^aibach anf ihre Kosten die öffentliche Straßenbeleuch-lililg mit Auerfä>e>il Glühlicht einzuführen, wobei die Maximalzahl der Lampen mit 7 lenchtiing. für Reinigung und Renovierung der Lampen hat die Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung obne Anspruch auf eine Entschädigung seitens dcr Stadt-gemeinde Sorge zu tragen. 4.> Das Anzünden und Änslösclx'n der öffentlichen Lampen geschieht durch städtisä)e Organe, nach Weisungen der Ga^werklei-tnng. 5.) Für die Benützung des öffentlichen Grundes zum Zwecke der Legnng voll GasieitnngSröhren bat die genannte Aktiengesellschaft an die Stadtgemeinde alljährlich eine Entschädigung von l«».l>M l< Zn leisten. s>.) Das Gaswerk mit sämtlichen Gebände». Maschi-neu, Rohrnetz nnd dem gesamten Inventar geht am 1. Jänner 1l>28 in das lastenfreie Eigentum der Stadtgenieillde über, desgleichen auch alle eventuellen Fonds des Gaswerkes. - Sämtliche Anträge wurden olme Debatte einstimmig angenommen. Genieinderat Svet et berichtete weiters über das Gesuch der Vereine „Akademija", „Prosveta" uno „Ljubljanski Sokol" um Bewilligung eiiles Beitrages zn den Kosten der Errichtnng und Erhaltung einer öffentlichen Voltsbibliothet und einer Lefehalle in Laibach. Durch Errichtnng einer sol K unter der Bedingung bewilligt werde, datz der Stadtge. meiilde eine entsprechende Ingerenz anf die Verwaltung der Volksbiblioihet eingeräumt und festgesetzt werde, daß im Falle der Anflösnng sämtliche BüÄ^r nnd Zeitschriften sowie das gesamte Inventar unent« gcltlich in das Eigentnm der Stadtgenleinde über^ gehen. Gemeinderat Dr. Triller begrüßte die An» träge des Referenten mit Genugtuung nnd empfahl sie zur Annahme, denn die Errichtung einer öffenv lichen Volksbibliothek bedeute ein beachte»swertes Knlturwerk, das die allgemeine Bildung wefeutlich ;u fördern geeignet sei. In Görz - sagte Redner ist vor nx'nigen Tagen ein Märtyrer des freien Gedan^ tens, der Dichter Simon Gregors, aus dem Leben gefchieden. Um dessen Andenken zn ehren, möge die projektierte Voltsbibliuthek den Namen des großen Dichters tragen nnd znr Mitwirkung daran auch der kürzlich gegründete Voltsbildungs lind lliiterstüt-zungsverein herangezogen werden. Bei der Abstimmung wurden sämtliche Anträge einstimmig angenommen. Gemeinderat Svetek berichtete schließlich über die am ^4. Inli vorgenommene Skontri'ernng der städtischen Kasse und stellte den Antrag, daß der Be» richt genehmigend zur Kenntnis genommen und gleich-zeitig beschlossen werde, für die Ausbesserung des Fußbodens in den Räumen der Stadtkasse einen entspre« chenden Kredit in den städtisckien Voranschlag pro 1907 einznstellml. Der Autrag wurde ohne Widerrede ge-nehmigt. Im weiteren Verlaufe der Sitznng wnrde n. a. das Schweizerhans in Tivoli anf weitere zehn Jahre dem bisherigen Restaurateur .Hen-n I. Ken da in ^achr gegebeil und beschlossen, im städtischeil Schlacht« Hanse de» bisherigeil Schlachtinodns durch Tötung der Tiere mittelst sogenannter Schlachlmaslen zu ersetzen. Ein näherer Bericht über die restlichen Punkte >er Tagesordnung folgt morgen. — (Steuer uud G eb ü h re u e i n » ;ahlung im Wege der Postsparkasse.) Das Finanzministerium befaßt sich schon seit längerer Heit mit Stndien über die Reform unseres staatlichen ikassa- und Verrechnungsn>esens im Sinne einer )nrchgreife»den Modernisierung dieses Verwaltnngs. Zweiges nnd dvr tunlichsten Vereinfachung und Be chleunignng des Vorganges bei staatlichen Zahlnngen 'nrch »iöglichst weitgehende Benützung des Institutes xr Postsparkasse. Die Verhandlungen, lvelchc vom ^iiiallzlninisterium in dieser Angelegenheit im Ein^ lerilehmen mit dem Obersteil Rechnungshöfe und den. mderen beteiligten Zentralstellen geführt werdeil, ind bereits weit fortgeschritten lllld lassen erhoffe», ,aß auf diefem Gebiete in vielfaa>r Beziehung >ünstige Resultate loerden erzielt werden. Als Vor änfer dieser Reforiiiaktion ist kürzlich eine Verord-iilng des Finanzministeriums nnd des Handelsmini» teriums iiu Einverilehinei, niit dem Obersten Rea> ,ungshofe erlassell worden, welche die Einführnng Laibacher Zeitung Nr. 279. _____________________________26?4______________________ 5. Dezember 1906. von Erleichterungen m der Benutzung der Postspar toss«.' bei Steller und Gebiihrenzahlnllgen zlini Gegcu> stände hat. Danach N>erde>l von» 1. Jänner 1907 au-gesailgen den Mahnzettel u sowie den Gebühren- und Personalsteuer-Zahlungsaufträgeil — vorläufig niit Ausnahuie jener über allgemeine Erworbsteuer -von Anus wegen mit grü- nem Unterdrücke beigefchlossen lverden, welche es den Parteien ermöglichen sollen, ihre jenx'ilige Steueroder Gebührenschllldigteit ohne weitere Auslageu beiin nächsten Postamte einzahlen zu können. Mit Rücksicht darauf, daß das Postamt über den bei ihin erlegten Betrag ohnedies abgesondert zu quittieren hat, werden steueramtliche Empfangsbestätigungen über die im, Wege der Postsparlasse zur Eiuzahluug gelangten Steuer- nnd Gebührenbeträge in Hinkunft nur mehr über Verlangen der Parteien ansgestellt werden, welches daonrch zum Ausdrucke gebracht werden kaun, daß ailf dem Nucken des Erlagscheines die entsprechende Portogebühr für eine Korrespou-denzkarte oder einen geschlossenen Aries in Brief-marten entrichtet wird. Tie im vorstehenden skizzierten Maßnahmen bleiben zunächst auf jene Zahlungspflichtigen beschränkt, die sonst ihre Schnldigkeit un mittelbar bei einem staatlichen Perzepliousamte ein-zuzahlen hätten nnd die nicht in einem Orte wohnhaft sind, in welchem fich das verrechnende Amt befindet. Übrigens sind auch mit den zur Steuerenchebung ermächtigten autonomen Gemeinden, deren Steuer-ämter zum Zwecke der Steuereinziehung dem Scheck verkehre des Postspartassenamtes angegliedert sind, wie z. N. mit der Kommune Wien, die Verhandlungen betreffs Einführung eines analogen Vorganges im Znge. Den Parteien bleibt bis anf weiteres noch das Recht gewahrt, ihre Steuer- und Gebührenzahlungen Mittels der um den Preis von sieben Hellern erhält' lichen roten im Auweisnngs- verkehre der Postspartasse zur Einzahlung zu briugen. - (P e r s 0 n a l i! a ch r i ch t,) Seine Erzelleu', der Herr Feldmarschall-Lentnaut Franz Edler von Hortstein, Kommandant der 22. Laudwehrinfan terictrnppendivision, ist gestern abellds zur Äesichti-gmrg der ihn» unterstehenden Truppen in Laibach eingetroffen und im Hotel „Elefant" abgestiegen, Mor gen reist Seine Erzelleuz mit dem Schnellzüge nm 11 Uhr !N Minnten ab. (V 0 in F 0 r st dien st e.) Seine Erzelleuz der Herr Ackerbanminister hat den Forstassistenteu Herrn Karl Tav5ar zum Forstinspektion5tommissär ziveier Klasse ernannt. - (Aus dem Schuld icnste.) Das Mini-sterium für Kultus und Unterricht hat die Lehrerin an der k. k. Fachschule fiir Spitzeutlöppelei in Idria, Fräulein Frallzista Sedej, nn den t, t. Zentrnl-fpitzenkurs i>n Wien verseht. tt. - (Vereins we sen.) Das k. t. Landesprä sidiuiu fiir Krain hat die Bildung des Vereines „Klx-iilNttttt'ilo «Ii'iiütvo Xn^lc^" mit dein Sitze in Idria und dem Wirkungskreise im Herzogtume Krnin und in der Graffchaft Görz nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Siune des Vereinsgesetzes znr Kenntnis genommen. Der Verein bezweckt die politische Ausbildung nnd Belehrung der Mitglieder über politische Vorkommnisse, die Ordnung und Förderung der politischen Rechte nnd Vorteile der Mitglieder durch Veranstaltnng von Vortragen über politische und wirtschaftliäie Angelegenheiten in Vereins- uuo Volksversammlungen, Veranstaltnng von Unterhaltungen, Gründung eiuer Vereinsbibliothek, Abonnierung und Erhaltung vou Zeitschriften, Ausgabe von Druckwerken und Mitwirkung im öffentlichen politischen Leben. ^l>. - (Verein der Ärzte in Kraiu.) Der Verein der Ärzte in Krain wählte in der außerordent» lichen Genoralversannnlnng vom W. Noveiuber d. I. Herrn k. k. Sanitätsinspektor i. R, Dr. Stanko S tc r-g l r z» smnem Oblltanne. Der Ausschuß konstituierte sich folgendermaßen: Obmannstellvertreter'. Dr.Alfred Mahr, Schriftführer Dr. Demetor N. v. Vlei-weis - Tr ste u i 5 ti, Vormögensverwalter Doktor Alois Prauufeis, Bibliothekar Dr, Jeruei D e m. sar. Ausfchußmitglieder Dr, Alois H 0 ui a n (Rat-schach), Dr. Ivan Ienko und Dr. Vlad. Rude/. Dem abgetretenen Obmaune, Priniarius Dr. Vinko Gregoriö, der seine Kräfte ausschließlich dem Witwen- und Waisenpensionsfonds widmen null. wnröe der Dank des Vereiues ausgesprochen. — (Vom Laudesweinkeller.) Bei der Weinkost die u,orgeu von halb 8 bis w Uhr abends im hiesigen Laudesweinkeller stattfindet, gelangen etwa IM ältere <2 bis 12 Jahre alte) Flaschenweine, die von der Weinansstelluug übriggeblieben sind, zur Versteigerung. Diese beginnt gleich Nm halb 8 Uhr. Weiters werden über 10 verschiedene Weine verkostet werden, wobei anch Bestellungen auf größere Quants täten gemacht werden können, —in — (Todesfall.) Gester starb hier der kaiserlich russische Staatsrat i. R. Herr Dr. Vinko von 6 ercl im (>!. Lebensjahre. Der Verblichene, in Böhmen geboren, hatte seinerzeit an den Universitäten in Ehnrkov und Odessa gewirkt, trat 1897 in den Ruhestand und lebte sodann zunächst in Prag, hierauf in Graz nnd seit einigen Jahren in Laibach, t^ercl wa^ ein Gelehrter von phänomenalen Sprachkenntnisseü. denn er beherrschte nicht weniger als 45 Spracwü, Als er sich in seinem 18. Lebensjahre in Prag de> Prüfnng ans M Spraa>'n nnterziehen wollte, fanden sich Prüfungstommissäre nur für 20 Sprain vor. ^ercl hielt vor zwei Jahren im hiesigen allgemeinen ilouenischeu Frauenvereine einige gediegene Vorträte, die sich sowohl durch Geist als anch durch kolossales Wissen und nicht minder dnrch Eleganz der Sprache anszeichneten. Das Leichenbegängnis findet morgen um halb 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause, Blei> weisstrahe Nr. 20, aus auf deu neuen Friedhof statt. Möge dem hochverdienten Manne, der sich onrch sein stilles, bescheidenes Wesen in unserer Stadt so viele Sympathien erworben, die Erde leicht sein! — (Das Leichenbegängnis) der Frau Marie Hofmann findet heute nicht um 3 Uhr, sondern nm halb 4 Uhr vom Laudeskrauteuhause ans statt. — (Öffentliche Anlagen.) Die Kühn-siraße erhielt vor kurzem längs der beiderseitigen Gehwege von der Einmündung in die Landwehr-straße bis zur Schießstättgasse eine entsprechende An-zahl junger Lindenbänme eingepflanzt. x (Von der E r d b e b e n w a r t e.) In der Nacht anf den 4. d. M. verzeichneten die Apparate ein Fernbeben. Die ersten Vorläufer fetzten auffallend stark nm l2 Uhr 10 Minuten 2l> Sekunden ein. Die Hanptbewegung begann um 12 Uhr 29 Minuten 2 Seknnden und erreichte gegen 12 Uhr 32 Minuten ^ Seknnden das Marnnnm mit dem Marimalans-schlage von 7 Millimetern, Ende der sichtbaren Auf-zeichnnng gegen l Uhr, Die Herddistanz wurde aus <>700 kilometer geschäht. - Die Warte in Padna tele^ graphiert nns, daß dort um 12 Uhr 10 Minuten eine Bebenaufzeichnung von sehr nahem Herde in der Dauer von l7 Minnten, mit einem Marimum von l5, Millimeter, also nm die gleiche Zeit erfolgt ist. Unsere Anfzeichuung rührt entschieden von einer F e r n w i r k n n g her und es ist möglich, daß Padua, luo nur mechanisch registrierende, wenig vergrößernde Apparate in Verwendung stehen, nur unvollständige Diagramme erhalten hat, die reine zutreffende Dia-guose zugelassen haben- dazn kommt noch, daß diese jüngste Aufzeichnung in der einleitenden Bewegung anßerordentlich stark und ganz unvermittelt auftretende Ansschläge anfweist, wie folche nur bei Nahbeben aufzntreten pflegen. Die Steckbriefe all die be-oentendsten enropäischen Tageblätter sind heute von den Warten hinausgegangen und hoffentlich werden die nächsten Stnnden Anfklärnug bingen über diese jüngste, ganz eigenartige Registriernng, die einen nenen Baustein fiir uusere junge Wissenschaft bedeutet, L. (S a n i tä ts ° W 0 ch e u b e r i ch t.) In der Zeit vom lk. bis 24. November kamen in Laibach Ili linder znr Welt (22>l pro Mille), daruuter 2 Tot geburten, dagegen starben 20 Personen (27:7 pro Mille), und zwar an Masern 1, infolge Schla^flnsscs l, an sonstigen Krankheiten >l^ Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich l2 Ortsfremde (60 ^) nnd 1ur<>titi« c^»i6^mi<'ll) 2, Rotlauf 2/ ^ (Ra ubanfall a » e i u e in t a u b st ll m inen Kinde.) Vorgestern nachmittags fchickte ein Friseur die sechsjährige taubstumme Tochter eines Hafnergehilfen in ein Gasthans an der Karlstädter Straße eine Flasche Bier holen. Nach einer Weile kehrte das Mädchen ohne Bier zurück nnd gab dnrch Zeichen zu verstehen, daß ihr ein Mann das Zwanzig-hellerstück »lit Gewalt abgenommen habe. Hievon wurde sofort in der Sicherheitswachstnbe die Anzeige erstattet, worauf sich ein Wachmann anf die Snck)e nach dem Gauner begab, den er auch anf oefsen Flucht erreichte nnö verhaftete. Der Verhaftete ist der !"! n -g I ü ck t.) Am 28. v, M. vormittags fuhren die Grund-besitzerin Anna Gorenc alls Hereiildorf, Gerichtsb^zirt Rildolfswcrt, und ihre 22jährige Tochter Anna mit einem Ochsengespann ans dem Walde Xlahtui Reber einen Wagen Lnnb nach Hanse. Der Weg war mit dem einen Geleise bedentend tiefer als mit dem anderen ausgefahreu', daher stützten die beiden Frauenspersonen den Wagen mit oen Schultern, uni dessen Um« werfen zn verhinder». Als die beioeu mit dem Wagen kaum 20 Schritte gefahren waren, stürzte der Wagen um, wobei Anna Gorenc den Halt verlor nnd, n!,t."r der Last begrabon, erstickte. — sI ä g e r p e ch.) Diefertage wnrde voin Herr-fchaftsbesitzer Herrn Dr. Goriany im Uskokeugebirge eine Treibjagd veranstaltet, zu der auch mehrere Jagdluftige ans Rudolfswert geladen waren. Einer der letzteren konnte jedoch infolge eines Mißgeschickes, das fich folgendermaßen zutrug, daran nicht teilnehmen. Den Abend vorher bereitete er in feinen Ruckfack alles aufs gewissenhafteste vor; so legte er.zu untcrst 25 Stück Patrollen, dann einen Schiukeustelzeu, ein Stück Brot uud in die oberste Tasche des Rncksackes eine Flasche echtesten Cvioek. Letztere war bis zum Metall-Schraubenverschluß vollgefüllt. In dem war-nien Zimmer aber, wo der Rucksack für den Iagdzug bereit hing, dehnte sich die Weinflüssigkeit ans. sprengte das Glas und weichte im Laufe der Nacht die Patronen durch und dnrch ein. Als der Besitzer am kommenden Morgen deu wasserdichten Rucksack um» hängen wollte, spürte er öarin ein verdächtiges Plätschern und fand beim Auffchuüren die »lit Wein gefüllt gewesene Flasche in drei Teilen gesprungen und den Wein, insoweit er nicht voll den Iagdpatro-nen aufgesogen worden war, auf dem Boden des Ruck> fackes. Die Miene dos Jägers soll nicht befonders geistreich gewesen sein, als er das Unglück und dessen ^louseauenz wahrnahm. Selbstverständlich war an eine Beteilign,lg a>l der Jagd nicht mehr zu denken, da die im Rucksack deponierten, unförmlich aufgeciuollenen Patronen feinen gesamten Vorrat bildeten. Grollend tat er das Beste, was er tnn konnte: er suchte da? kurz vorher verlassene Lager wieder anf . . . („Sei dels kleines Armeeschema".) Dieses sowohl in Militär als Zivilkreisen viel ge-snchte Büchlein ist soeben ill der Ausgabe „November M!l>" erschienen. Die seit Mai dieses Jahres, ins» besondere durch das letzte Avancement, entstandenen zahlreichen Personal- und Dislokationsänderungen voll oer obersteu Heeresleitung hinab bis zn den nntersten taktiscken Einheiten der gesamten österr.» Laibacher Zeitung Nr. 279. 2625 5. Dezember 1906. ungar. M'lirmachl erscheinen vollständig lx'rücksichli^t. Dic Füllc der dcirin cnthaltencn Tliten bat iwch da dlirch eine sohr bemerken Puerto Neuerung crfahren. daß don Stabc.stationcn dor Triippenkmper auch die doranssegaiM'M' Ttation soloie da(' Jahr tx'ö be^iig lichen (ochsels, d^u alphabetisch geordneten arößercu Garnison^orten aber die ZinsklMm beige fügt sind. — (Im städtischen Sch l a ch t h a n s e) luurden in der Zeit vom 1«. bis 25. v. M. «2 Ochsen, 13 Viiihe, .^ Stiere und 2 Pferde, we-iters 252 Schweine, 141 Kälber, 53 Hammel und Böct>e sowie 13 Kitze geschlachtet. Überdies wurden in geschlachteteiu Zustande 11 Schweine und l i Kälber nebst 1<>1 Kilo grninin Fleisch eingeführt. Theater, Kunst und Literatur. "" (K onzerl K a r l K l e i n.) Teni Konzert ging eine hier ungewohnte Reklame voran, die, nicht besonders geschmackvoll gehalten, eher Musikfreunde gcgen das Unternehmen stimmte nnd ihren Zweck, ein zahlreiches Publikum heranzulocken, auch nicht erfüllte, ein Newek', das; mit Puffs nach amerikanischer Art hierznlanoe die Meinung deo Publikums nicht gewonnen wird. Entschieden besser als seine Ankündigung war dasKonzert selbst, trotzdem es, von rein musikalischem Standpunkte ans beurteilt, reinen Kunstgenus; nicht bot, ja gar nicht zn bieten beabsichtigte, da es, zumeist auf äußeren Effekt berechnet, die Virtuosität zu ungunsten der Kunst in den Vordergrund stellte. Der Cellovirtuose Herr Karl Klein verfügt über ein ausgezeichnetes Instrument und über eine virtuose Technik, der zuliebe auch die Vorlragsstücke gewählt waren, die sich mit Ausnahme des bekannten Airs von I. S. Bach und zweier Sätze aus einer übrigens welliger lxdentenden Sonate des Meisters als gehaltlose, mnsikalisch wertlose Kompositionen erwiesen, an deren Spitze ein Satz des verblaßten, uninteressanten Konzertes in H»Moll vonDavidov stand. Herr Klein bewältigte alle technischen Schwierigkeiten vir» tuos, obgleich manches infolge der viel zn starken Klavierbegleitung verwischt herauskam. Eine gewisse recht virtuosenhaftc Manieriertheit haftet Herrn Klein an, die mit Kunst nichts zn tun hat. Sein Vurtrag litt jedoch entschieden unter der dilettantenhaften, nnzar ten Klavierbegleitung, die auch keinen rechten Genuß aufkommen ließ. Der Gesang-tton ist breit und nicht unedel, wird aber durch ein übertriebenes Vibriieren stark beeinträchtigt: das gewaltsame Herausstreichen einzelner tiefer Töne deo lieben Effektes halber ist unschön. I. 3. Vachs Stil scheint dein Künstler weniger zn behagen, denn der Vortrag der Sonatensätze für Cello allein ließ das Publikum ziemlich kalt. Packend wirkte hingegen eine Tarantella von Popper und ein Paganini nachgeahmtes „Perpetuum mobile" von Klein selbst, sowie eine ungarische Phantasie von Povper-Kleiu, welche dem Virtuosen Gelegenheit bo-, ten, mit seiner Geläufigkeit, Ausdauer sowie Vra vonr zu glänzen, obgleich anch hier das zn häufige Spiel in den hohen Lagen Gefahren für den Vortra-senden nnd Hörer birgt. Eine Zngabe brachte eine Bearbeitung von Schuberts Lidd „Am Meere", bei der wir das wirksame Tremolo vermißten. Das Publikum würdigte die Leistungen durch rauschenden Veifall und wiederholte Hervorrufe. Als zweite Mit-wirkeude hörten wir eine Sängerin Fräulein Helil. N o g 6, die ebenfalls ein recht gemischtes Progrmum vorführte. Auch ihr Vortrag wurde durch die mangel-hafte Klavierbegleitung stark Glastet. Dem Mezzosopran der Sängerin gebricht es nicht an Kraft, anch weiß sie das zarte Mezzavoce geschickt anzuwenden, doch ist die Vokalisierung mangelhaft, die Tongebnng nicht edel, die hohen Töne klingen gewaltsam -^ gequetscht und der Vortrag ist gleichfalls nicht frei von Manieriertheit. Verfehlt schien die Wahl der bekann ten Koloraturarie aus dem „Barbier von Sevilla" „Frag' ich mein beklomm'nes Herz", der weder die Sängerin, noch weniger aber ihr Begleiter gewachsen war. Anch ihr spendete man vielen Beifall. .1. Telegramme its l. l. TtltMhcll'Vllllellilinllelli-Vlllllllls. Sofia, '1. Dezember. In einer Besprechung der Zustimmung ^sterreich-UngM'ns zur Einschränkung der Kapitulationen erklärt daS NegiernngMatt „Novi Vek", die Monarchie habe damit einen glänzenden Beweis ihrer freundlichen Gesinnung gegeben und sich ein Necht auf die Dankbarkeit Bulgariens erworben. T>as Fürstentum werde diesen Akt des Wohl^ wollens niemals vergessen. Madrid. <1. Dezember. Der König hat folgende Kabin.'ttsliste sanktioniert: Vega de Armijo, Präsidium: Porez Caballero, Äußeres: Nomanones, Inne-res: Nevertes, Finanzen: De Federico, öffentliche Ar- deilen: Weyler, Krieg: Cobian, Marine: Iimeno, Unterricht: Bnrofso, Justiz. P a r i s, 1. Dezember. Das „Journal" veröffentlicht ein Interview mit dem Minister des äußern Pickou, wonach dieser über die MarokkoAngelegenbeit nnter anderem erklärt habe, daß die Gesandten aller beteiligten Mächte soeben an den Maghzen eine ge meinsame Not.' gerichtet haben, in der sie auf die Un-zuläuglichkeit der Mittel zum Schutze der Sicherheit der Ausländer nnd auf die Notwendigkeit einer fofor tigen Umgestaltung der Polizei in Marokko hinweisen. Er erklärte weiter, man habe unrecht getan, sich über die Entsendung dreier Schisse aufzuregen, die jene ersetzen sollen, die sich bereits in den marokkanischen Gewässern befanden. Wir waren der Ansicht, daß eine große« Flottenmacht eine größere moralische Kraft ausüben werde, Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain fiir die Zeit vom 24, November bis 1. Dezember 1306. Es herrscht: der Notlauf der Echweine im Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Obcrlaü'ach (4 Geh.), Presset (1 Geh.>; im Vezirle Littai in den Gemeinden Moiäntsch (1 Geh), Schalna (1 Geh); imAezirteNudolfswert in den Gemeinden St. Michael-Stopic (2 Geh.), Treffen (1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Mottling (2 Geh); die Schweinepest im Vezirle Gottschee in den Gemeinden Ebenlal (2 Geh.). St. Gregor (9 Geh.), Tiefenbach (4 Geh.); im Vezirle Gurtfeld in der Gemeinde Heil. Kreuz (8 Geh.): im Bezirke Littai in der Gemeinde Draga (1 Geh.); im Beziite Nudolfswert in den Gemeinden Döbeinik (2 Geh.), Haidowih (1 Geh,); im Vezirle Tschernembl in den Gemeinden Snchor (1 Geh.), Tschernembl (1 Geh.), Weinih (1 Geh.); Erloschen ist: der Notlauf der Vchweine im Vezirle Gurlfeld in der Gemeinde Heil. Krenz (1 Geh.): im Bezirle Nrainburg in der Gemeinde St. Georgen (1 Geh.); die Schweinepest im Vezirle Gottschee in der Gemeinde Suchen (1 Geh,); im Nezirle Nudolfswert in der Gemeinde Treffen li Geh.); K. l. Landesregierung für Krain. Laiback am 1. Dezember 1906. Angekommene Fremde. Grand Hotel Uni«n. Am 1. und 2. Dezember, Bafchwut, Saaz. — Sutej; Mihclic, Nfm.; Schwarz, weisender, Trieft. - Khern. Ehren stein. Melher, Korngut, Hausucr, Wilchelm, Svudeck, Reisende; Friedman», Kfm.; Dr. Slvoral, l. l. Oberarzt, s. Frau; Sla-mine, Private, s. Bruder, Wien. — Mayer, ttfm., Fiume. — Tofants, Gerichtstanzlist. Pola, — Suselj, Kaplan, Wippach. — Ungar, Ingenieur, Graz. — Millavec, Kfm., Grohlaschitz. Am 8. Dezember. Schadet, Veran, Reisende; klein, Professor; Schwarz, Pianist, Wien. — Wolfgang. Reisender. Leipzig. — Weih. Reisender; Vitalin, Malacarne. Kslte,. Trieft. — Löschnig. Blühweiß. Reisende, Graz, — Dr, Müller, Laibach — Dr Rotschild, Advokat, s. Sohn, Groß^anizsa. Verstorbene. Am 1. Dezember. Bozena Mis, Pcofessorstochtcr. 10 Mon.. Privoz 51, Masern. Am 2, Dezember. Franz Skof, Milchverschleiher, 5(5 I., itongreßplah 15, Vitiuin coräi». Am 3. Dezember. Olga Schorn, Zimmermalerstochter, 7 Tage, Deutsche Gasse 9, Fraisen. Im Z iv ilspita le: Am 1. Dezember. Johanna Polorn, Köchin, 52 I,, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306-2 m. Miltl. Luftdruck 736 0 nun. ^ -Z kn 5Z _,., Ansicht ZaZ V» «?2 DZ^ k^ W!nd bcs Himmel, H-Z Vl^2'll^N"I^9 57 7 2 SSW7schwach^liälv^ewbltl1 ^ 9 » Nb.! 730 3 0-3 SSO. schwach hei,« j b > ? U. F. 732 b , -1 7, NO. schwach l » , 0'0 Das Tagesmitlel der gestrigen Temperatur 3 0", Nor» male -U 1". 2«onalo»»oernail. ^ci ocislv^enc ^lonai ^lovemoer war im ersten Driticl sehr naß, doch im ganzen recht mild mid annehmbar. — Die Beobachtungen am Thermometer liefern ourchschniulich in Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh 4 0", um 2 Uhr nachmitlags 9 0°, um 9 Uhr abends l> 2°, s« daß die mittlere Lufttemperatur des Monates 6 4° beträgt, um 2 8" iiber dem Normale; Maximum 17 2" am 19,, Minimum - 4 5° am Itt, — Die Beobachtungen am Barometer ergaden ?37 4 min als miltleren Luftdruck des Monates, nm 14 mm iiber dem Normale; Maximum 751 3 mm am 23. und 24. früh, Minimum 722 6 mm am 1. mittags. — Nasse Tage gab es l3 und es sielen l52 b mm Regen; davon entfallen 31 0 mm allein auf den 19,, einen kritischen Tag mit Sturm, greulichem Unwetter und Hagel. — Unter den Winden war der NO. vor herrschmd, aber anhallende südliche Luftströmungen liehen die ttälte nicht recht aufkommen und bereiteten uus so einen an-genehmen Spätherbst. ^- Gewitter wurden an zwei Tagen ver» zeichnet, Nebel hatten wir an zehn Tagen, an einigen ohne vollständige Aufheilerung; dagegen war der Monat gauz schneefrei. — Im lausenden Monat Dezember lommt der Mond am 16, mittags in Erdnähe, Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. ^ <^Ht« ^— .^/^ Lal-^LlMl-ln Leisen l)o«'iilüun »icl» »n^vul»! filr Nivv.'lollNLüo, ?«!» ?luc:i> Iisi Xin «lui'n im »nit««ton I.ul>«n««ltur :>!« v»l"«it«ll«l»^^.f, Il«luissn»ll«,»l«,t«l. Klit du«tcm I^l'sol^u von doknnntun ^»t,»!!ät«n, wiu t'lyf. Ul. Uodr», 8«l>»ut», ^l»lj,^^^i X:n! und <3n»tiiv Uleu», 8«wm/2f). uri zjutnij po dolgi muèni holezni v 68. letu svojo sturoati inirno v I Gospodu zaspal. ' I Pogreb nepozabnoga pokojnika bode due 6. decombra t. 1. ob V83. uri po- I poludne iz hiše žalosti, Bleiweisova cesta St. 20, na pokopališèo pri Sv. Križu. | I Dragega p'okojnika priporoèamo v pobožno molitev in blag spomi». I V Ljubljani, due A. decembra 190G. I Marija pi. Šercl I Jeleua Kajzelj soptogn. Alfred pi. Šercl I hèi. uaduraduik «Kreditnega obšèestva» v Odeßi I Bogumil Kajzelj siu I likvidulur «Ljubljanskc kicditno banku> I zet. (6237) Laibacher Zeiwng 3ir. 279 2626 5. Dezember 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Knrslilattej vom 4. Dezember 1906. Dir notierten Kurie «erstehen sich in Kroncuwährüütt,, Tie wo»'«"-'»«, sämtlicher Nltien und der ,,Tiversr» Lole" versteht sich per Stücl. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: louv. steuerfrei, Krouc» (Mai>Nov.) per Kasse . , 99 25 99 45 de.lo (Iün°Iuli, per nasse 99^, 99 lb 4 2 °/« «. W. Note» (Febr.'Aug,) per Nüsse......1L0-2K 1»») 4' 4-2°/„ 0, W. Silber (Npril-Olt.) per Nasse ,..,.. in« 40 i»0-i»l»' ^24 — 18«4er ,, 100 sl, , , 20» 50 s'ü s„ »8(>4er ,, 50 fl. . , 2üü Ü0 272 5C Dom.-Pfanbbr. ü 120 fl. 5°/„ 291--2!^-- Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen ltönig» reiche und Länder. Österr. Goldrente, slfr,, Gold per Kasse .... 4"/« II? s,l> il? 8( österr. Rente in Krone»»», stfr., Kr. per Nasse . . . 4«/» !>915 9t,.'5 betlo per Ultimo . . 4°/„ 9l» 1b 99 3.', (sl. Investition«..Meute, stfr.. Kr. per Kasse . 3 >/,"/<, «9^5 89Ü5 Alstnl>»l,N'3 lltlschl«ibnn8t». tiorarlberger Bahn, steuerfrei, 40(1 Nruue« . . . 4°/« 98 05 l«« «.' Zu zwatsschuldoetschltlbungln »bgtjlemptlle Lilenbatjn.gkllln. Elisabeth V. 200 fl, KM. 5'//'/,, vuu 400 Krone» .... 462- 4L8 5< drttl, Linz.Vudweis 200 fl. ü. W. S. 5-»/<"/„ .... «5 - 4Ü6-bctto Salzburg-Tirol 20» l. ü. W S. 5"/<> .... i28-50 43N-ül Geld Ware l>om Stallte M Zahlung über» nommlne ß!!se»bu!>!! I00-8l Elisabcthbahu unu und 8000 W. 4 ab I0«,„......1lä-8>. llk'8c, Elisabcthbahn 400 uud 2«nu M. 4"/„........»1710 ,18-1» Franz Ioscf-Vahn Em. 1884 (div. St.) Silb, 4"/„ . . 99 ZK l>!«-85 Oalizijche Karl Ludwig Vah» Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/u nng. Goldrente per Kasse . lI4 45 114 e^ 4"/» delto per Ultimo «14 '5> Il4-«b 4"/u uug. Rente in Nrone»- währ. stfrei per Ka„e . . 9b'9O 9f>N' 4"/<, dctto per Ultimo 9ö!»> ^«n 3'/,"/« detto per «ussc , «4 «.i 85 n,°> Una. Piämien.Nnl. k lou fl. . 2«'3 75 Li>« 7-dettll i» 50 sl. . > 8l'f»'?5 Ihe,HHec,.-Losr 4«/u . . . . ,-,4 k<> I5s> b<^ .°/, uunar. Orundeutl.-Oblia «6 2» 9? 2« 4"/u lroat. u, slao. Grunbcutl.. Oblig........9«— 97 2>» Andere öffentliche Nnlchen. Vosn, Laubes.Anl. (div.) 4"/„ . 94 üo 9ü'n» ^uün. - herccg, Eiseub. ° Landes. Nnlehen (div.) 4 >/,"/« . . 99 9N lN0'8ü i>"/u Louau Rea.,-?l!,lell,c 1878 ,05-- i««». Wiener Verlehri-Anleihe 4°/^, 9!» 4<> lü«'4> bello 19UN 4°/u 9!!'4<> 1-lO ilnleheu der Stadt Wien . . 102 bl l<>3 5, detto (L. od. G.) . . . iLl'lO'^2 il drtlo (1894) .... 87 ?5> 9875 detto (1898) . , . , V9-2" l'i0 2l betto (IÜ0N) .... »«'»i> <<>0-:^ detto Inu.-N.) 1902 , 9ü »ü 1'0 8« örsebau-vlulehen vcrlusb. 5"/« 99'- ll!«-- Vnlg, L«eiseul>.-Hyp. Aul, 18«9 Gold .... «"/„ I19-- 120 - Vuln. Staats' Hypothekar Uni, 189lt......l>n/^ ,,li'- ,2n ^ Geld Ware Pfandbriefe,c. Pude»lr.,nIlti,öst.In50I.»l,4n„ '9875 99 ü>' Bölim. Hl'puthelenbanl Verl. 4"/^ 99 bk 10l> 5^ ^enlral Bod, Kred.Vt., üsterr., 45 I. ve,l. 4>/,''/u . . . 102— —'-Zentral Boo.Kred.'Vl., bsterr., 65 I. Verl. 4"/„ .... 99'3!> I«0 3C «red,-Inst.,!is7>/, I. ruclz, 4"/„ 9?5,<' 98 ü< Mähr. H»pothele»l>. vcrl, 4",^, 9!»15 I0« >l> li.'österr. Lllndr«>Hyl'.»Ansl.4"/o 99'<0 100 4» detto inll. 2"/uVr. Verl. 3>/,"/u 92- 93' dett«K.'Ech»lbsch.verl.3'/,"/<> 91-75 92'7l' , detlo verl, 4«/„ 9U»l' 1UU2> t)stcrr,'unnar. Ba»! 50 jähr. verl. 4"/« ü. W..... 994» 10N-4« detto 4°/» Kr..... 99-7s> i«w-7l Lparl. I.üst., euI. Verl. 4°/u 10070 101-7» Eisenbahn-Prioritats-Obligationen. ^erdinauds'Nordbahu Em. 188L 99 «5 100-«.°, dettu Em. 19u4 1N0 40 '.el<» Österr. Nordwestb. ^00 fl. S, . 1U5 «5 IW-».^ -laatsbahn 5»o Fr..... 4'k>'!>0 417 b<> 6üdbahn ll ll°/u Jänner»Juli 500 Fr. (per St.) . . . 314-75 3167/ Siidbahn k 5"/«..... 1246!: «25 6 Diverse Lose (per Stück). 8«zln»liche foft. i"/u Vobcnlredlt'Lose Em. I880 280- 290-- detto Em. 1889 287'— 297-5"/u Donau > Menulierungö. Lose 100 fl. ö, W..... 2lll)'- 26« .'(> 2erb. Präui..«»!. v.IUNFr.2°/u 1?1— 110'- Vnverzinsltch» Lost. ^uWp..Vasililn (Nombau) 5 fl. 228>> 24 8< nreditlusc 100 sl...... 454- 484- «ilary'Lose 40 fl. K, M. . . 143— 148 - Oseuer Lose 4U fl..... 1L4— 172 — Palsfli.Lose 40 sl. K. M. . . 173- 18^ — !>o>cu Kreuz, «st. Ges. v., 10 sl. 47'7b 497- »>o>e»Kre»z, uua, Ges, v., 5 fl. 28 90 3<»-U» '»iubulf.Lose iu f!...... 54— «>,'— öalm.Lose 40 sl. K. M. . . 1!>b— 2 >4>— Eeld Ware Tiirl. E..Ä..?lul. Präm..Obllg. 400 Fr. per Kasse . . . --— —-- dctto per M. , , . i«2 90 163 9< Wiener Komm,.Lose v. 1.1874 bu2 — 5,z. Gew..Sch.d. 3"/^Prüm..Nchult»,', d. Aodenlr..Aust. Em. 1889 91- 96'- Nltien. Zran»pl>rl'Vu!emehmung«n. Anssig-Tepl. Eüeub, 500 fl. . 24"5'— 24K0 - Bühm. Nurdbahn 15» fl. . 871'— »75-- Hul!H!iel,raberEisl',b14U — li43--Donau > Dampfschifsahr!« > Ges., 1.. l. l. priv., 5,w sl. KM, lN^4 - U 50 - Lux.Bodeubacker Cisb, 4«u Kr, f>64- b?0-- ^er'diuandö.Nordb.iWUsl.KM. 5U50- bö?2 5>> Lemb.'llzeiN'Iassli > Eisenbalin- Gc!ell!chas!. 20» fl. S . 579— 581'- ^>o»d,üsterr.,Trieft.,50Nfl.KM, 797— 8»?-- Östrrr. Nordwestlahn '4 - 455'7 Staaiselib. 200 !l,S. per Ultimu 67!'-2ü 680 2b Südb. 200 fl. Silber per Ultimo i?9 ?c> in» 75 Slidnoiddentsche Berbindnugsb. 2W fl. KM...... 40«, - 40»-- Tramway »Ges., neue Wieucr, Priuritätil.Altien 100 sl. . —-— —--Ungar. Wrstbah» (Naal>.Oraz) 20» sl. S....... 403- 405'- Wr, Lllla!b..«l!lc»<> Vanll'erriu, Wiener, per Kasse — — delto per Ultimo . . . 5«1 9» i«2 2, Bodrulr.'Anst. üs!erl.,2N0fl.E, l»7«-- l«79- Zeutr..Vud..Krebb. üsl.. 2»U sl. 550'- 554'-.Nleditanslalt für Haudel und Gewerbe, Kln fl., per Kasse «5 7/ drtto per Ultimo ,',87 - 6^8-^ M'editbanl allg. ung,, 200 sl. . 824-5« 825 5» Tepositenblllil, allg.. 2»0 sl. . 453'— 455' -Eülompte. GejelÜchllft, uiedc» österr., 4»n Kronen ... 566 K<> 5S?'5(> Giro» und Kassenverei», Wiener, 2W fl........ 463— 467 — HypothelenbanI, österreichische, 20U fl. 30"/u E..... «9K-— 298'- Länorrliaul, österr,, 2U0 fl. per Kasje....... —-— —-^ drttu per Ultimo .... 45« 25 45« 25 ,,Mrrlur", Wechfelst.» Nltien. Gesclllckaft, 20« sl. . . . 637— 642- Gelb Ware österr..ung. Vanl 1400 Kronen 1778 — l7si8 — Uuioubaul 200 sl...... 571— 572 — Aerlehröbaul, allg., 140 fl, . 84?>— g^«-— znduftrlt.zlnttiulhmungln. Äaugel., all«, österr., 10» sl, . 184 5a 135 50 ^rüxerKllhlenbeigb.-Gelloofl. 742— 71g — El!eubalinw..Leil!g.,erste, 10« sl. zn/-— 2>>9 — „Elbrmuhl", Papiers, u. V..G, 174— ,75-— Elel!r..Oes., asla,.öslerr..2au sl. 4«6-- 44«-— detto internal., 200 fl. 5!»U- Ü9?'5l» Hirtenbcrgcr Patr.., Zündh. u, Mel..Fabril 4«n Kr. . . ,<54' - l1»!4 - Uiestnger Brauerei 1«u fl. . , 289- 2^2 — Montan.Grielljch, üsterr..alpine S2U 25 l»21 2ä ..Poldi.Hüite", TiegclguUtahI. F..Ä..G. 20« fl. . . , 538- 540 — Zrager Eisen. Ind.. Ges. Em. 1905. 200 ,l...... 27U6-- !i?z!U - Kima.Murauy. Salgo— Trifailcr Kuhleuw-.E. 70 fl. . 292 — L845N türl. Tabalregle.Ges. 200 Fr. per Kalse . —-— —-_ detto per Ultimu 4U>) — 4ll3>-Wasseuf..Ges., österr., iu Wien. 100 f!........ 570- ü?z- Waggon.Leihanstalt, allgem., in Pest, 4U<> Kr..... —— —>— Wr. Vaugcsellschast 100 fl. , . 161'— 164 — Wlenerbergcr Ziegels.>Alt.»Ges. 822— 82a — Devisen. Knrzl Sichten und Kcheck». Amsterdam....... 198-80 199 K' Deutsche P'ühe...... il? 52' 11? 7^» Uoudon........ 240-7^ 240 95 Italienische Äanlplähe , . , 95 50 95 62^ Paris......... 95 42' 9555 gürich und Vasel..... 954»' 95 55 Valuten. dulllten ....... II-N5 1140 W-Franlcu-Stuile..... 19 1! 1» ,g W.Marl Stulle...... 23 48 2»'54 deutsche Ncichsbanlnote n . . ll?-5» li?-?u Zlaliemsche Vanluoten ... 8.°> 50 9i>'?0 «iibel-Noten..... 2-52" 2 l>3"