.?<: O3. Vinstaa am »I Inli »848. Hern'Mum Krain. Procla,« atio n M^ic deutsche National Versammlung in Franks surt hat mich zum Reichs - Verweser erwählt und durch il)rc Abgeordneten aufgesordert, diesem ehren-vollen Ruse ll»gcsau>nt zu folgtn. Oesterreicher! Ihr kennt meine llnuerändcrte Gc sinnung sür unser gemeinsames deutsches Vaterland; Ihr kennc meinc heißen Wüilsche für sein Wohl, seine Macht und Ehre. Diese Wünsche, ich weiß es, stehen mit Euren Gefühlen in vollkommenem Einklänge l«nd ich habe es daher als cinc heilige Pflicht erkannt, das Amt zu übernehmen, welches mir Euere Vertreter in Frank suit llnd mit ihnen alle Cure Deutsche» .Brüder an verlrauen. Dasselbe wird, gestülpt von der National Ver sammlung und befestigt durch das gesaminte deutsche Volk, den Geoanken der Einheit Deutschlands zur That gestalte»,, — es wird sü'r die Freiheit und sür das Recln des deutschen Volkes, sür das Gesetz und die Ordnung in dein ganzen deulsct'en Gebiete eine neue Gewähr darbieten. Ich glaube daher, die nur von unserem Kaiser für die Zeit seiner Adwesenhril übertragenen Regen-ten 'Pflichten nicht zu verletzen, ich glaube sie viel mehr mit hoffnungsreicherem Erfolge zu erfüllen, in dem ich beide gleichwichligc und innig verbundene Srlldungen annchmc. Ich melde mit der an mich gesendeten Deputa tion nach Frankfurt gehen, um das hohe Amt des Reichs. Verwesers anzutreten und dann wieder zu Euch zurückkehren, um als Stellvertreter des Kaisers am l tt. Juli dcn Reichstag in Wien scierlich zu eröffnen. Wien, am 3aibach a>n l(». Juli. In wenigen Ta-gen laust cill volles Dritteljahr zu Ende, seit unsere Hauptstadt sich ohne Bürgermeister behelfen muß. Die magistrarlichen Geschäfte gehen zwar geregelt ihren Gang, aber es drangt sich allgemein die Frage hervor, ol) es dillig sey und ob es überhaupt ver langt werden könne, daß bei dieser vielbcwegten Zeit ein Einziger fortwahrend für Zwei arbeiten, für Zwei belastet werden soll, und ob man noch länger zögern wird, einen Bürgermeister zu ernennen, sey es nun definitiv oder provisorisch. Bereits im »Illyrischen Blatte'- und in der »Kl<,vl?m,V ist diese Fragl an-geregt worden, es verschlägt aber nichts, sie nochmals zu erörtern. Warum gibt der Gemeinde. Ausschuß von liaibach so gar kein Lebenszeichen von sich, des. sen vorzüglichste Ausgabe es hier seyn dürste, in die ser Angelegenheit thatig zu seyn? Der erste Magi stratsrath, Herr I. Guttman, tann bei all'sei «er Thätigkeit, seiner Popularität, bei all' seinem Ei' fer doch nickt immcr zwei Stellen versehen, da zu. dem seine subjective Sllllung ihn denn doch nicht als definitiven Bürgermeister auftreten laßt in Fallen, wo es nothwendig »rare. Darum werde die Vacanz der Bürgermeisterstelle nicht weiter prolongirt; die Regie rung wolle in dieser Hinsicht unverwcilt die nöthigen Schritte thun, denn es ist hohe Zeit dazu. Laibach, am l<1. Ilili. Wir erhielten folgenden Eorrespondenzbcricht aus Wien vom .'».Juli: Oester reichs Geschichte ist um eine wiclnigc Begebenheit rei Her geworden! -^ Sieben Depulirtc der deutschen '.National Versammlung in Frankfurt a. M., Earl Franke von Schleswig. Holstein, Dr. Iokann Gli stav Heckscher von Hamburg, Hermann von Rot l e n h a n a us Ba iern, v. Sa ucke n Tarp u t s ch c n ins'Preußen, und Franz Rao eau r aus Rhein prcnßen, sind gestern hier angelangl, u>n im Auftrage c>er deutschen 'liiational Versammlung Sr. tai>erlichen Hoheit, dem Erzherzog Johann, die Botschaft zu überbringen, daß die deucschc ',','alional 35','rsamm lung, nacbdenl sie das Gesetz über^die Gründung einer provisorischen Central ^ Gewalt sür Deutfchlaild ailgcnonline,, hat, Tc, kaiserl. Hoheit zum Reichs ver!vn Staaten, und der Generalität, huldvollst cmpsangm worden ist Bald daranf wurde bei ge-össnetcll Thüren vcrkundct: Der Erzherzog habe angenommen. Sonach traten Se. kaiferliche Hoheit, der nunmehrige Reichr». Verweser Deutschlands, mit den Deputirtcn und mehreren anderen Personen auf den großeu Balcon, und sprachen zu erst zu den Deputirten: „Ich bringe Ihnen, m eincHrrren, >n eine dje u tschcTre li c u n d Redlichkeit mit, und l) ofse a u f i h re U n terstützung, dann wird Alles gut wer. den," und dann zu dem zahlreich versammelten K u n d ul a ch « l» g. Die Direction der priv. östcrr. National-Bank bringt in Folge der, in der Kundmachung von» 2. Illni l. I. gegebenen Zusicl'erung, nachstehende, mit lchtem Juni l. I. abgcschlossene Uebersicht der Erträgnisse der Bank im ersten Semester l«l«, hier mit zur allgemeinen Kenntniß. Wien, am l. Juli l5l«. M aycr G r a vcne g g / Bank Gouverneur. (.^ oith, Bank Director. Uebersicht der (Heschafts-(5rtl»ignissc derpriv. östcrrei ch ischc n slational B a n k. Erstes Senlestcr. Vom l. Jänner bis.'l0. Juni l8^8. ^ ^ l l ^""k - Valuta. Für Besoldungen der Beamten sl, ^ ^- lind .«anzlei Rcqllisiten . K2.Ü5, N Für Geld ^ Transporle, Ans^as fungen, Dructkosten, Briefporti, Stainpelgebühr sür die Koupons dei> erstell Semesters, H^uospc sen und andere Auslagen . ll.'l,-1-l8 l!)^ Für Banknoten - Fabrications t-ostcn........ 83.332 44 Vortrag de^ Saldo .... 2,547.l9l 2 2,826.230 l2^ Volke gewendet: „Ullsern r cdl iche n, gelic bten Wienern meinen verbindlichsten Dank. S ie se he n hier, Nle i n c H crren, dieAbge0rd. neten des deutschen Parlamentes; ich hosse, daß aus den Folgen dieses Tages großes Heil hervorgehen wird." „. Hun» dltt und Ein Kanonenschuß verkündeten weithin von den Wallen Wiens die so wichtige Kunde. - Hier. aus kehrte die Deputation unter lautem Jubel der Bevölkerung, durch die mit deutschen Fahnen qe-schmückten Straßen in derselben Ordnung wieder zurück, und Heckscher und Rave au r hielten noch von den Fenster» ihrer Wohnung ergreifende Reden an die in vielen Tausenden versammelte Menge. — Abends war ein großartiger Fackelzug unter Mitwirkung dc5 Männcrgesang Vereines, und unter Be^ gll'iluna, der akademischen Legion und der National-und Bürgergardc veranstaltet, und obwohl bis tief in dic Nacht dichtgedrängte Volksmassen die Stadt durch zogen, wurden doch die Feierlichkeiten des Festtages in ungestörter Ruhe und Frcilde beschlossen, die Worte M i r a b e a u'5 erwahrend : »Das Vo!t" ist keine wilde Heerde, die man anketten muß. Alle Mal ru-hig und gemrssen, wenn es wahrhast slvi ist, über läßt es sich der Gewaltthat und dein Jähzornc nur unter einer Regierung, wo man es erniedrigt." Die Deputation der deutschen National.Versammlung wird noch einige Tage in Wien verweilen, und mehrere Festlichkeiten zur Feier des freudigen Ereignisses werden noch Statt haben. Sc, laiscrl Hoheit, der Erzherzog Johann, wird sich dann mit der.De» putalion nach Frankfurt a. M. begeben, allein in Kürze wieder rückkchrcn, um am K d. M. den er. stcn österreichischen constituirenden Reichstag feierlich z secten in Wien und Prag im Bclragc von «82,59«.8!^» sl, 2^ kr. l,82!<,x?9sl.2l kr. Hiervon ab, den Vortrag der Zinsen von jenen Effee. ten, die nach dem 1. Juli l5!8 verfallen . . . 299.l li7fl. 48kr, Für Zinsen und Gebühren für Vorschüsse auf Pfänder 28». > 85 fl. 29^ „ Hiervon ab den Vortrag der Zinsen von jenen Pfän-dern, tic nach dem ».Juli «848 Verfal len . . . 30.48 l fl. 25 kr. ^ür Zinsen von dem übrigen fruchtbringenden Stammvermö geil der Bank..... Für Erträgnisse des Reservefondes Für Provision von Provinzial- Eassc Anweisungen .... Bank. Valuta. »------------------------ fi. ! kr. 22.822 li'^ l l,530.7,1 33 358.704 4^ 8N2.2ti5 l? «25.913 54 25 8,3 ,,'^ 2,8^.230 «2^ Für .'.0. sen u. s. w. 8<^ 000 l:'.,l snn Ich wahren darf und soll-, gleichmäßig muß je. dem ^oike, weiln es nicht auf den Namen eines Kolkes verzichten wiU, ein gewisses ^ialionalgcfühl eigen seyn, und eben so gut darf und soll es seine Nationalität gegen Andere walncn. — Nur das Ueber. m.iß in der Erhebung des Ich, wodurch der Mensch einerseits aus seinen eigenthümlichen Verhältnissen trilt, andererseits das Recht Anderer gefährdet, wird als da5 liebe Ich belächelt, oder als Selbstsucht, Herischsucht, Ungerechtigkeit gerichtet, Auf gleiche Art ist auch nur das Uebermasi. die Uebcrlrcibmig in der Gcltendinachung der eigenen Nationalität lind Spra-che, mit Hintansetzung oder Unterdrückung einer an. dcrn entweder nur gutmüthig zu belächeln, oder in gerechter Entrüstung zu verdammen. Man verargt daher dem Franzosen seinen k.-im'il irn»^,!« nicht, oer Deutsche bildet sich nicht unbillig auf sein Deutsch thuin ein, der Ilaliencr will den» Tedesco nickt un. ter den Füsicn liegen. Dagegen wird da5 Uebermaß dem Franzosen als Gallomanie, dem Deutschen als Deutschthnmelki, dem Italiener als wälscher Maca-ronismus verübelt, oder in sofern es auf Unlerdrük-kung und Unteriochung anderer 9iatil)»rn alisgeht, an demselben als Tyrannei vcrurthcilt Nun die Frage: Wenn der Slave sür seine Nationalität erwacht, sich erhebt und Anerksnnung derselben fordert, ist dieß alsoglcicli zu verdammen, oder dabei nur Separatismus, Wühlerei und Aufruhr zu suchen? Wahrung der slavischen, und speciell der czechischen , polnischen, illrmschen und slovenischen Nationaütäs i>n rccbten Masie und im g»sl'l)mäßigen Wcge, ist gl'wisi nichr unbedingt zn vcrlircheilen. Auch sind die Worte: Ezcchenthum, Illyrismus, Slaven.-thum lüld Panslavisinlis nicht so schnell als brand, markende Namen zu betrachten. Sonst müßten die Deutschen ihr Drulfchthum oder vielmehr ihren Pan.-gel Manismus, dcn fic nicht neinn-n mögcn, aber doch nicht läugncn können, eben so gut verwerfen; denn für ihn ist eher und mehr Blut geflossen, als für den Panslavismus (man denke zunäckst >in Scl>Ics. wigV Das Uebermäsn'gc und Uiigcrccl'tc in der Erhebung seiner Nationalität soll mit andern Worten und Zusätzen als: Slavomanie, Ultraslavismus und dergleichen bezeichnet werden, so wie man von deut-schcn Ultra's, M>>gyaron>ancn >>c. spricht. Wo sich jedoch in gcgcnwärtigcl' Zlit blutiger Kampf im Namln dcr Natim,als.iche erhoben hat oder zli erheben smbt, ist dicß nicht romlig nur auf Nechnung de^- „ationalen Erhcbung zu schreiben. Vs sind nmst andere Elemente dabei: einerseits Druck und Nicl'taclitlmg gemeinen Wohles, andererseits Hl'M'chaft Einzclnl-r oder ganzer 'Parteien, Mepubli--ranisnius, Eommu»ismus und dergleichen. Oder hat in 'Paris, Mailand, Wien, Berlin und anderwärts nur Frau^scnthum, Wälschthum und Dentfchthum zll dcn Wasseil gegriffen^ Ae!)nliä>c Ereignisse werden auch ailderwärts nicht allein dcm Slavrnlhuin oder de»n Panslavismus zu. zuschreiben scyn, sondern zum Theil auch anderswoher erklart werden müssen. Um specieller zu sprechen, wird auch das, was in gegenwärtiger Zeit in slove. nischcn Provinzen geschieht oder geschehen ist, nicht allein auf des Slovenenthums sey es auch des Ul-traslovencnthums ~- sondern auch alls anderer mit wirkender Ursachen Rechnung zu setzen seyn, welche besondere Urs.lchcn nicht genannt werden mögen, wo-bei aljo das Hj^oeneülhum nur zum Deckmantel gebraucht worden ist. Manche Unordnungen, die in der Stadt lliid auf v,'m Lands vorgekommen sind, l>'< bcn ihres Gleichen auch in lüchtslavischen VäüdM! auszuweisen, oder sind blosie Nachahmun^i gewesen Der sllwe»ische Aerc!-, ist wenigstens in sem^ spätern Eonsiituirung nicht im schlimmen Sinne pan-slavistisch, wie cs seine Eltlanmgcn bezeugen, mö-gen auch einzelne Mitglieder eigene Richtungen ver-folgen. Dic slovenische Geistlichkeit, welche un Abge^ ordnetcr in Frankfurt überhalipt pauslavistisch ncnut, mag dieses Beiwort nur höclistwemgen Ultras zl, oer. danttn h«ben. da sfe überhaupt nur mehr bei ihrem ^Berufe verharrl. Der Bauernstand selbst, den, cs 485 doch am nuislcn daran cn'Iegcn !sN!l müßte, regt sich Uln die Aufhcbung gewisser Lasten lilw Giebigl'elten weit mehr, als uin die Einführung seiner N^utler-spräche ins Aemtlicbc, In dieser Rücksicht hat sich der Slovene Glück zu wünschen, daß cs in seinem Lan de im Na,nen dcr ^)la t ion a li tat nicht zu offenem Aufruhr oder gar zum Blutvergießcu gekoni-men, wie solche Makel (ob gereckt oder ungerecht, ist hlcr nickt zll entscheiden,' anderen slavischen Naliona litäten aufgebürdet werden will. Mocbte er sich des Glückes auch in Zukunft immer erfreuen. Uebrigens hat das delltschcParla in e >it, so sehr ,nan es im Voraus verdächtigen wollte, die Rechte slavischer Völ ker innerhalb der deutschen politischen Gränzen aner-kannt, und in der Sitzung vom :ll. Mai wurde durch Brschlust dcn Slaven ilirc Nationali tat und Sprache gewährleistet. Man bemerke hiezu, wie in älterer Zeit die slvve nische n Woi. wodcn ihre Vortrage selbst vor Kaiser und Reich in slavisch e r E p r a ch e zu ,nacl>en hatten. P. Hiding er. W i c n Se. k. k. Majestät haben mittelst allerhöchsten (iabinettsschr.'bcns vom ! l. Juni l, I , dem k. k. Feldmarschall Lieutenant und Kämmerer, Franz Grafen v. Gnulay, das Eommandenr ^ Kreuz des k. ungarischen St. Stephan-Ordens zn verleihen geruhet. Seine k, k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom :l<). Juni l. I., dem Director des mcdicinisch.-chirurgischen Studiums und der lan^ dcsfürstlichcn Woblthatigkcits Anstalten in Salzburg, Dr. Earl Olzberger, dcn Titel eines kaiserlichen Rathes taxfrei allcrgnädigsi zu verleihen geruhet. Der interimistische Minister des Innern, welcher zugleich provisorisch die Prasidenlenstelle im Minister-ralye verschen hat, hat am X. d. diese Dienststelle in die Hände Sr kaiserl. Hoheit, des durchlauchtigsten Erz. Herzogs Johann, als Stellvertreter Sr. Majestät, niedergelegt. Der Minister des Acußcrn und des kaiserlichen Hauses, Freiherr von Wesscnberg, welcher den constitulioncllcn Formen gemäß bestimmt wurde, Ee. kaiserliche Hoheit, den Erzherzog Ioha n n, nach Frank surt zu begleiten, um als verantwortlicher Minister die Verbindung zwischen dem durchlauchtigsten Stell» Vertreter Seiner Majestät und dem Ministerrath zu erhalten, hat für die kurze Dauer seiner Abwesenheit die Verfügung getroffen, daß alle, wesenUicherc Ge-genslande berührenden Gerichte und Mittheilungen ihm nachgesendet werden, im Falle sie eine äugen-blicklichc Erledigung erfordern sollten, darüber die Entscheidung des Ministcrralhcs eingeholt, die cur-rente,, Kanzleigcschäjte aber durch den Vorsteher der Kanzleien des Ministeriums dcszAeusiern, wie in an-dm, Fällen, unauigehalten zu besorgen seycn. Die „Wien. Zeitung« vom 7, Juli macht bei Gelegenheit der Ernennung des Erzherzogs Johann zum Reichs Verwcscr folgende Betrachtungen: Zwei grosie bedeutungsvolle Ereignisse bieten sich in diesem Augenblicke die Hand, und scheinen sich störend zu kreuzen. Erzherzog Johann ist Stellvertreter de? Kaisers, mit ausgedehntester Vollmacht in Oesterreich; Erzherzog Johann ist Reichs-Verweser und Oberhaupt des deutschen Reiches. Ee. kaiscrl. Hoheit hat sich beiden Bestimmungen unterzogen, er wird beide übernehmen, beide haben nichts Widersprechendes, denn l^dc b^'Isil die Einheit und Kräftigung Deutschlands und die Befestigung Oesterreichb in seinem conslituliom'llm Bane, und in seiner e>> mn Gliederung als rir.e der größten, edelsten und. schönsten Bestandtheile Deutschlands. Nur die dran ^ gcnde Zlit bietet Schwierigkeiten und fordert Zuge, ständniffe. ! Deutschland bedarf und begehrt schnell seinen, Ncichö^ Verweser; Oesterreich kann dcn Prinzen nicht «Ntbchren . der die Patten seiner National Versamm lima, offnen soll, damit S^aen und Heil aus ihren Beschlüssen ciitsplinge. Hicr ist eilie Vermittlung, ein Entgegenkommen unerläßlich, und »s ist nicht schwer, denn jedes Opscr, welches der eine Theil bringt, ist dem Wohle des Ganzen gebracht, und nicht einseitige Interessen sind es, welche ausgeglichen werden sollen. Der Erzherzog hat, mit der EntscheidunaMast, welche ein hervorstechender Zug seines Eharaktcrs ist, beschlossen, dem Wunsche dcr Deputirtcn der deutschen National - Versammlung zu entsprechen und am 8 dieses für kurze Zeit Wien zu verlassen, um die ehren-volle Bestimmung in Frankfurt anzutreten, zu welcher ihn die Wahl eines großen Volkes berufen hat, Seine kaiserliche Hoheit wird und kann aber in Frankfurt nur so lange verweilen, ^,ls ec> die ersten Functioncn sei ner neuen Würde unerläßlich machen. Der Erzherzog wird am 18. in Wien zurückgekehrt ftyn,nm den Reichs tag an diesem Tage feierlich zu eröffnen, wenn derselbe sich bis dahin in seiner inneren Einrichtung con stituirt hat, wie dieses zu hoffen ist. So wird keine Störung, kein nachtheiligcr Aufschub eintreten, Oester reich und Deutschland, für immer innig und fest ver schmolzen, zeigen bei dcn erstell solgenicichen Bcschlüs sen, wie leicht es ist, sich zu einigen, wenn gleiche Gesinnulig, gleiche Liebe für das Ganze zu Rathe sitzt. - Der Erzherzog tritt, der Zustimmung deo Kaisers gewiß, die Reise am 8. an, das Ministerium wird sich während der kurzen Abwesenheit in enger Verbindung mit Seiner kaiserlichen Hoheit erhalten und di.' Sanction seiner Beschlüsse einholen. Der mit dcn Angelegenheiten Deutschlands vertraute und ge achtete Minister Wessen berg wird den Erzherzog begleite», und hlcr wird ein Stellvertreter dafür sor gen, daß in dcn wichtigen Masmahmcn seines Mi»i. steriuins keine Stockung oder Störung eintrete. Der Reichstag und das Ministerium wird aber Sorge tragen, daß Alles vorbereitet werde, was jenen zum raschen und glücklichen Fortschritte führen kann. Die «Wiener Zeitung" vom 6. Juli berichtet Folgendes: Gestern Morgens um 10 Uhr verfügte sich der gesammte städtische Ausschuß und der Aus schuß der Bürger, Nationalgardc und Studenten im feierlichen Zuge in die Wohnung der Herren Depu tirten der Frankfurter National Versammlung. Nacl> dem sie die Herren begrüßt hatten, geleiteten sic die. selben zu den in Bereiischast iichcndcn k, k. Hoswä-gen, lind der ganze Zug setzte sich von der Kärittner straße alls in Bewegung. Vorne eine Abtheilung Na tional - Garde, dann folgte der städtische Ausschuß zu Fuß, nach diesem kamen die Hvfwägen mit dcn De putnten; den Schluß machte der große Ausscwiß der Bürger, Nationalgarde und Studenten, welchen» wieder eine große Anzahl von Nationalgarden sich angeschlossen hatte, — Ueber den Stock-im Eisenplatz, den Graben, Kohlmarkt und Michaelerplatz bewegt» sich der Zug durch Spaliere der Nationalgarde und acadcmischen Legion unter Glockengeläute, donnerndem Zurufen, Schwenken der Hute und Tücher der un-ermesjlichen Menschenmenge, mit der alle Platze, Gäs seil und Häuser bis zu den Dächern hinan übersäet waren. Die an verschiedenen Platzen ausgestellten Mu sitchöre spielten, die Trommeln wurden gerührt, die Garden präscntirtcn das Gewehr, die Fahnen wurden geschwenkt, maßloser Jubel überall, Freude strahltc aus aller Allgen; ja Vielen, die den großen, sü> unser deutsches Gesammt Vaterland fo entscheidenden Augenblick erfaßten und ergriffen, entquollen Thränen der Rührung. In der Kaiscrburg, wo nebst der Nationalgardc auch ein deutsches Grenden ersten Schriftführer derselben aufzufordern, daß »er die Adresse verlefe, welche die National-Versamm-»lung an Eure kaiserliche Hoheit gerichtet hat." Nun erfolgte die Verlesung der Adresse durch Herm Jucho: „Kaiserliche Hoheit!« „Die constituircnde National.-Versammlung hat in ihrer Sitzung von, 28. Iunius ein Gesetz über Einführung einer provisorischen ventral-Gewalt für Deutschland angenommen, welches hieneben in Ur-schrist vorliegt, und ist zu dessen Ausführung heute zur Wahl eines Reichs Verwejers geschritten." „Euer kliiscrliche Hoheit, aus dieser Wahl als Rcichsverweser hervorgegangen und unter lautem und wiederholtem Inbelruf der Versammlung öffentlich und feierlich proclamirt, geneigen aus dem beigefügten Protocol! - Auszüge sich^vortragen zu lassen, daß die National Versammlung sieben ihrer Mitglieder: ihren Vice. Präsidenten, den Freihcrrn Victor v. Andrian aus Oesterreich, ihren ersten Schriftführer Dr. Friedrich Iucho von Frankfurt a. M. Die Abgeordneten: Earl Franke von Schleswig-Holstein; Dr. Johann Gustav Heckscher von Hamburg; Franz Raveaur aus Nheinprcusien; Herrmann v. Rottenhan aus Vaicrn, und v. Sauken-Harputschen aus Preußen dazu ausersehen hat, Cuerer kaiserlichen Hoheit ehr. furchlsvollcn Bericht vön diesen Vorgängen zu er stalten," »Das Präsidium der Nationalversammlung vollzieht dcn ihm von derselben ertheilten Auftrag, indem es die genannten Abgeordneten behufs ihrer formellen Beglaubigung bei Eurer kaiserl. Hoheit mit dem vorliegenden Schreibe» und dessen Anlage versieht" „Es folgt seinem Gefühle, wenn es bei solcher Veranlassung die freudige Zuversicht ausspricht, mit der es die Leitung der deutschen Angelegenheiten für die nächste Zukunft in die Hände des Fürsten gelegt sieht, der vor allen andern dem Bedürfnisse der Einheit und Einigung unsers Vaterlandes in unver-.^cssenen Worten öffentlichen Ausdruck zu verleihen wußlc." Möge es Euier kaiserl. Hoheit gefallen, uüserc chrsurchtsvollen Huldigungen mit bewährtem Wohl-wollen entgegen zu nehmen." Frankfurt a. M. dcn 29. Juni 184«. Das Präsidium der ronstituirenden National Versammlung. H. Gagern, Soiron. Andrian. Nach ersolgtcr Ablesung der Adresse trat Herr Heck scher vor und richtete folgende Worte an den Erzherzog: „Eucre kaiserliche Hoheit erblicken, wie gesagt, oie Deputation, welcher die constituirende National. Versammlung den ehrenvollen Austrag ertheilt hat. Querer kaiserlichen Hoheit die Botschaft zu überbringen, daß sie, nackdem sie das Gesetz über die Gründung aner provisorischen (ventral-Gewalt für Deutschland angenommen, Eucrc kaiserliche Hoheit zum Neichsver wcser ernannt hat.« „In diesem Euer kaiserlichen Hoheit so eben überreichten Gcseye findet sich das große und achtungo-volle Princip ausgesprochen, daß das deutsche Volk in seiner 'National Versammlung gesetzlich vertreten, und fortan und für alle Zukunft die Quelle, der Ur-sprung der obersten Central - Negierungs.-Gewalt in Deutschland ist," „Die Unverantwortlichkeit des Reichs. Verwesers, die dasselbe Gesetz im Munde führt, bedeutet die Ptrmane5z lind Stabilität der obersten Rcichsgcwalt.« 486 «Die hohen Tugenden Euer kaiserlichen Hoheit, die Liebe des deutschen Koikes, das Vcrtrallen dcr gesammtcn Nation, sie waren cs, welche die Wahl des Reichsvcrwesers auf Euer tais. Hoheit erhabene Person lenkten. Der Freudenrus, der Iubelgruß der ^iation, haben die Wahl ihrer Vertreter bereits gutgeheißen," »Deutschland hofft und erwartet in Euer kais, Hoheit den biedern und treuen Wachter seiner öffentlichen Freiheiten, der Freiheitsreckee des Voltes, zu erhalten. Vs sehnt sich darnach , unter Ihren erhabenen Auspie. cien, Ordnung und Vertrauen wiederkehren zu sehen, und in Ihrer gerechten und kräftigen Regierung eine würdevolle und Achtung gebietende Vertretung nach Außen zu finden. Ein Wunsch beseelt die ganze Nation, dem wir uns aus voller Seele anschließen; cs ist der, daß Euer kaiserl. Hoheit sich entschließen mö^ gen, den holicn Beruf anzunehmen, zu welchem ihre Liebe und Vertrauen Euer kaiserliche Hoheit erkoren hat. Der hohen Zusichcrung dieser Annahme bleiben wir gewärtig." Hierauf erwiederten Se. kais. Hoheit: „Meine Hcrren! Ich fühle mich geschmeichelt und geehrt durcl, die auf mich gefallene Wahl zu der wich-tiqen Stelle eines Deichs - Verwesers, welcher, wie die Bundesversammlung mir angezeigt hat, die deut schen Negierungen ihren Beifall gegeben haben. „Das in mich gesetzte Uerteauen, das mir bewiesene Woblwollcn, legen mir grosn'Verbindlichkeiten ! auf. Solche zn erfüllen ist mm, sehnlichste! Wunsch. Ich suhle im vollen Maße das Ehrenvolle und zugleich die Wichtigkeit und Schwierigkeil der mir über tragenen Würde. Möge nur Gott die nöthige Krast geben, solcher zum Wolile des deutschen Vaterlandes zu entsprechen; möge mich bierin die Mitwirkung al-kr Vaterlandbsiei.'lwe g>chörig unterstützen! Nur durch Einigkeit, gegcnscilige Mäßigung, Uncigenilül^gkcit dcr Absichten u»d iiiebc zur (Gerechtigkeit gelangen wir zu den« crwlins'lnen ^>iele; Ich, meine Herrcn, ich lulle davon überzeugt z» feyn, bringe keinen andern Ehrgeiz mit, als dcm genleinsaincn Vatcrlande in ineinem vorgerücklen Alter meine lctzleil Kräfte zu weihen. I" cincr ^Verlegenheit befinde ich mich; diese entsteht ans meiner hiesigen Stellung. Sie hindert > mich, icht schon gellau den Zeitpunct zn bestimmen, wo ich die Reichs Verwesung werde antreten können. Ich werde ungesäumt mich mit dem Kaiser, meinem nllcsgnä'digsten Herrn, über die Art und Weise verständigen, wie ich die Psiichten meiner ne^-n Stel-lung mit dcm mir von Ihm geschenkten Vertrauen vereinigen kann." Auf dicfe alle Herzen mit Entzücken und na mrnloser Freude erfüllende Antwort und Zusage Sr. kais. Hoheit nahm Andrian nochmals das Wort und sprach tirfergliffen Folgendes-. „Die National - Vcrsamm'ung empfangt durch uns mit Freude und Jubel die Zusicherung der An uahme von Seite Euer kais. Hoheit. Sic findet durch diese Zusicherung das Vertrauen gerechtfertigt, wel ches sie stets in die Vaterlandsliebe und in den echt dnttscbcn Sinn Euer kaiserlichen Hoheit gefetzt hat." Tc. kaiserliche Hoheit, der nunmehrige Reichs-Verweser Deutschlands, trat nnn an drr Hand der Deplttirten, zu denen er noch das gewichtige Wort sagte: «Nun sin? wir alle Brüder", .uw pfingen Se. kaiferl. Hohril die Glückwünsche 0cs oiplo-lnal,schen Eorps, ve> ^.Xinister, dcr Wiener'Aacionalgarde u s, w. .- Hierauf trat die Deputation den Rückweg an und wurde au» der ganzen Strecke wieoer von tau^ sendstimmigem^nbcl begleitet. Von den Fenstern ihrer Wohnung sprachen die Herren Heck scher und R a-veaux. Heck scher sprach zuerst in ergreifender Rc-dc über die große Stunde, die nun für ^ eutschland geschlagen, fprach feinen herzinnigen Dank den Wienern für die gastfreundliche Ausnahme, wie nicht min der für die so großc, aus die unzweideutigste Weise geäußerte deutsche Gesinnung aus. Ihm folgte :>( a -veaul.', der sich schon gestern in die Herzen 0er Wiener hincingesprochcn hatte, und wurde nut unzahligen Hoch s und Bravo'v empfange!», oft unterbrochen und entlassen. Namemlich erregte der Anfang seiner Rede die lebhaftesten Acclamationcn; er sprach ungesahr solgen-dc Worte: Wir haben nun so ost gesungen: >>Wa5 ist deS Deutsche:, Vaterland" und ich hoffe, daß wir heute zum letzten Male so gefragt haben, denn feit dcr deutsche Johann an der Spitze der Deutschen steht, wissen wir, wo unser Vaterland ist u. s. w. Alle Dcputirten mußten sich niederholt am Fenster zeigen ; Allen wurden die herzlichsten Lebehochs gebracht, vor Allem dem »ersten deutscheil Biedermann Johann", wic ihn Herr Rcvcaux sehr treffend nannte. Auch Schilling und M ühlscld sprachen noch Einiges. Schilling sagte: Er habe den Wienern einen Gruß von l 0.000 bairische» 'Mlzern zu überbringen, der von der versammelten Mengr nun auch auf das herzlichste erwiedert wurde. Mühlfeld sprach kurz aber lrästig von den Verdiensten dcs dcllt fchcn "Parlaments und zog eine Parallele zwischen 5le. scm und oenl Wiener Kongreß voi« »l>l5, die l»a-türlich zu Gunsten des Frankimttr Zage5 ausfiel, sticht cltt'en wollends Hoch'. ^lval! ,^ravo! schlos-fei, >ür dcil Vornnltag die höchst bcdeuttmgovolle Feier. - - V ö !) m c n. Die 'pra g c r U n t e r su th u n g s E 0 m n, i s sion. ÄUs dein milgelheilten InHalle der amtlichen Berichte aus Prag ist der Stand der Dinge l,n Wesentlichen zu entnehmen. Da aber das Verfahren der Behöldcn vor dem Ausbruche des Aufstanres nicht näher angegeben ist, so hat der Ministerralh ?^cricht hierüber abverlangt. Die Allslosung deo illegalen und schwer comvro> nnttirten Ausschuffco utld die Aushebung aller Ver biildllngc!,, welche unter dein ^eckmailtc! der frcieil Affocialion veil Aufruhr hcrvorgcruim oc'cr gc»ahrt habrll, wurde vollkommen gebilligt, weil 0a0mch der erste Schritt zur Ordnung, welche 01c Freiheit bedingt, getban ist. Die Landcübehörden haben biohrr das ^ottbcstehen de5 Belagerungszustandes für nolhwen-oig gehalten, um die Möglichkeit eines muen Aus. bllichcs abzuschneiden. Da aber nur dringende Geiahr eine außerordentliche und schwer drückende Maßregel dieser Alt rechtfertigen kann und cs insbesondere wün-schenowetth ist, 5>c Nlilitärische Regierung aufzuhcbel», um die Wahlen zum Reichstage flei vornchmcn zu lonilcn, so hat ocr ^/inisterrath den Hofralh Earl Homers als Eoinmissär nach Prag abgesendet, um den Belagerungvsiand dann alsogleich aufzuheben, wcnn ihil daS General. Commando nicht ,ür uncr läßlich zur Erhaltung dcr Ruhe erklärt. Findet dcr Kommissär nach eigener strenger Prüfung der Umstände cs möglich, den Bclagerungsstand auszliheben, wayrcnd das General-Eommando aus der entgegengesetzten Ansicht bchant, so ist sogleich dic Anzcigc burch den Telegraphen an das Ministerium zumachen, welches darüber entscheiden wird. Die Frage über die rechtliche Ziiläjligkeit des von den ^mdesbehördcn eingesetzten Au5nahm5gmcl> tes liegt dcm Iustizministcr zur Entscheidling vor. Das Ministerium ist entschlossen allen llngcsctz lichk'citcn und Gewaltthätigkeiten, welche eine fried lichc und blül)<'nde Plovinz an dm Ranc> »,'ine!'' ver--hecrcnc?cn und blutigen Bürgerkrieges gebrackt haben, mit Festigkeit und Kraft entgegen zu treten; e5 darf 5cn Arm dcr strafenden Gerechtiglnt gegen dieicnigen, wclchr an dem begangenen Frevel Scduld tragen, nicht hemmen, es erkenne aber cbenfo es als seine > heilige Pflicln an, die traurigen Folgen soer Ruhestörung moglicbst zu beseitigen und dcr Provinz die Segnungen dcr gesetzlichen Freiheit zn siclurn. II n g n r l,. Die Abcndbcilagc zur,.Allgcmeim'n österreichischen Zeitung" vom 2. Juli l'cricbtcl aus Telnesu'ar v. -27. Juni: Hier treffen folgende Nachrichten rin, die ich Ilxlcn llligesällmt inittheilc: ! l. Die k. Eioil und Militärcomnnssärc (Zser-novitz und Hrabowsky haben >nit den bei Ear-lowitz lind in den Römerschanzen versammelten Auf-rührcrn einc vorläufige Eonveiltion abqrslblossen, in Folge deren cinc ^vollständige Pacification versucht werden wird. 2. Fast der ganze Gränzsordon 'gcgen Serbien ist aufgelös'l, und in Wcißkircbcn konnncn die Serben bcrcits n,it Tabak und Salz zu Mackle, welches letztere sie mit l kr. E. M. per Oka vnk.nlfen :'.. Bewaffnete Serbenhaufen befinden sich in Pancsova lind sind neuerdings in Orsowa eingedrungen, welcher Ort von i/mcn besetzt gehalten wird. llcbrigen) treten in Palanka, Kubin, Moldowa und Swixitza ungcbindcrt bewaffnete Scrben aus dab di<'s;fti:igc Gebict, auf welcdem sie bc'l'cil5 a>ifangen, öffentliche ReMc- .nii^nübcn. Eiil Privatschrnben aus Hiüüäu'l! ol>>n 2. d. M. »n'Icit: ^I'lirsürstin ^ c 0 pöldini ' siehe .^ail'. Ztg/- ^)ir. >>0' biittcrläsn ciil Verm.iqen vvn ^l2 ^^illioncn Gui den Eonv. M,: in iluein Reisewagrn im Furgon, den sie bn ihren, Tode bei sich halle, fanden sicl' l<) Millionen 5proc. östcrr. Metall., !iO00 St. östrrr. Bank Actim lmd 200,000 fi. Interessencoupons (^, wclche sie in den letzten Jahren gewöhnlich selbst an, l. Juli in Wicn cincassirte. Verinutblich wollte s>> oiescs Geld aus Oesterreich flüchten, allein das Schick, sal hatte cs anders beschlossen. Das bair. Ministe.-rium hat nun ibr seit :l2 Jahren genoff/nes chllriürstl. Wittbum, welches l 'N.illioiiei, si E. M. btträgt, alls dem Grund in Ansprncl' genominen, >vcil sie seit dieser Zeit eine zweite morganatiscbc ('l)e nnt dcm Grasen Arco ci»gc^ngc>! u„d hicmit keinen Anspruch auf ihr fürstliches Wilthum ftit dieser Zeit n,ehr halte. Wa5 ide l?er Kö»ig ans Famililnriictficbten ^illschwei-qcnd Auszahlte, fpricht jryt der Staat in seinem gu. ten Recht zmück und dicg macht in München einen sehr günstigen Eindluck. Eb ist bereits Beschlag auf diese ^'mnme gelegt. ,4« dell,.' d^,so ^ ^ . tiü »,« O^^I. »nl Verl. v. ^. l»5^",ul 2^ü >l (M CM.» »,U5i4 »>.»",,..«>„ .'»„><>„<.. ^ .„ , 5 ,, ... j 25 '^> ' > -l, ", .,, <^ i».l ,l»6 .» H. M, ^>l «c»c:c» s>. <^,. ^t, . . . lac,« !l >>' >i. M. lalM zu 5oa fi. E. M.....^»9» >1. »" V. M. Vctrrid - Vurchschnitts - Preisr i-i l'.n'l.!ch .un l. 5ill! >s^lj. Ei» Wic^ic, M.tze» Wel,e» . . '< fl. 12 kr. — - .'»'Ulliül«) . 2 » 5»^ ^ HälMillch! . -^ ., — >> — — >!>^'l!> . . . 3 ^ <> „ __ Ge,stc . . — » — — — Hiisc . . ", " 70 . — ._. >pe>dcn . . ^ ., iti ,, -— — H.u'cl . l « 45 " Verleger: I«ft. III. Gdler v. K l e i u m a y r. - Verantwortlicher Ncdacteur : Leopuld Kordesch. UlH^ ^^e^ügcn 3^ eine besondere Beilage abgeschlossen.