Nr. 129. Mittwoch, 9. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Mtima VlänumcratiollSpreist: Mi< Posivri-srnd» »n: nanzjäbriss »oll, halbMiriss «5, K, Im Nmilor' nnnzjäliriss ^ «l<. halbjc!l,i!N N »<, ssür dir Z»strN„»n >„« Ha»« na»Ml,rin 2 K. - Inslltioni><,lvUhr: ssür fln»,- Inji-rnlr ' bis zu 4 Zsilr» l>0 l,. «rühers vrr ^rilr 12 d; bri ö«c>-cn Wisdrr!,»!»,!!,!'!! prr Znll « k. ^ Dir >l,'ail>achsl )jr!<»!!N' nlchri»! lüsslich, mü Äueiwlimr ds, Eun»- !»,t> ^eirllnne. Tic Administration bsfindst sich Niillukiöslrus,!' Nr 2«! dir Mtdaltion Millokil'llrafte Nr, i!<). LplsMmid!',! der illrdnllioi, vm, « l>i« ,o Uhr vurmiNngs, Uüsrnülifl^ Blirsf wrlbr» nickt llnyriwmme». Uaiiuilriple «ich» ziiliillgrltellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Nichtamtlicher Geil. Die ztaiselcntlcvuc in der Ostsee. An unterrichteten französischen Stellen hat u>an, wie aus Paris gemeldet wird, von der bevorstehenden Begegnung der Beherrscher Rußlands und Teutschlauds in der Ostsee zwar keine offizielle '^'lm5, rechnet aber niit ihr als mit einer verbürgten Talsache. Ebensowenig ist man in Pari5 orientiert, ob und inwielveit die Begegnung in der Ostsee über die Bedeutung eines Höslichkcitsaltes und einer Bekundung der persönlichen Freundschaft Zwischen beiden Souveränen hinausreicht. Man erklärt aber alt den kompetenten Stellen Frankreichs Anz entschieden, daß für letzteres ein Grund zur Eifersucht oder Empfindlichkeit auch dann nicht vor^ läge, wenn die Entrevue, wie dies höchst wahrscheinlich, ja angesichts des Umstandes. daß Herr von >e gegenwärtigen Beziehungen Nußlands zn den dächten und die internationale Lage im allgemei-um durch die Begegnung in der Ostsee keine Wesens uchere Änderung erfahren werden und gewiß keine, Arlche der auf Erhattung des Friedens abzielenden Politik Frankreichs Anlaß zu Unbehagen bieten wnnte. ,ssabe doch der zwischen den Kabinetten in Petersburg und Paris aus Anlaß des Wechsels ihrer diplomatischen Vertretungen in Konstanlinopel statt-A'hable Meinungsaustausch über die den ueuen ^schaftern zu erteilenden Instruktionen eben erst einen neuerlichen Beweis der vollständigen Übereinstimmung der Anschauungen der leitenden Kreise an der Neva und an der Seine erbracht. Das französische Urteil über die Zwcikaiserbegegnung könne ein um so gelasseneres sein, als ja anch Begegnungen des Zaren Nikolaus mit dem Präsidenten Fälliges sowohl, als mit König Eduard für Ende Juli und die ersten Angusttage bereits offiziell angezeigt sind. Ans London wird gemeldet: Tie Ankündigung der Kaiser-Entrevue in der Ostsee findet in den politischen Kreisen Englands selbstverständlich die gebührende Beachtung und dies um so mehr, als Herr von Izvolsky und der deutsche Staatssekretär von Schön an dein Zusammentreffen beteiligt sein werden. Man ist aber in objektiv urteilenden englischen Kreisen weit davon entfernt, in dieser Entrevue den Vorboten einer Abschwächung der anglo-russischen Beziehungen zu erblicken, die auf allzu prallische Interessengemeinschaft gegründet seien, um nicht auch schwereren Belastungsproben standzuhalten. Für äußerst umvahrscheinlich und nach hiesigen Auffassungen ausgeschlossen sieht man an, daß an irgend welche formelle Stipulationen auch imr gedacht werden könne. Der bevorstehende 'Auslausch der Ansichten zweier für die politischen Grup^ pierungen in Europa so entscheidenden Touveräuc bleibe trotzdem eine Tatsache von nicht zu unterschätzendem Belange, da er immerhin zn besserem wechselseitigem Verständnis, zur Berichtigung irrtümlicher Auffassungen und zur Feststellung von Berührungspuutteu führen kann. Aus diesem Gesichtspunkt sei die Begegnung der beiden Kaiser von aufrichtigen Anhängern des europäischen Friedens, von englischen und nichtenglischen, als eine schwerwiegende neue Garantie und somit als ein willkommenes Ereignis zu begrüßen.___________ Politische Uebersicht. Laibach, 8. Juni. Die „Zeit" würdigt den Zirtularerlaß des Freiherrn v. Bienerth in Sachen der bosnischen Angelegenheiten als einen Erfolg. Der Kampf, der wegen der Agrarbank geführt wurde, werde kein vergeblicher geblieben sein. Für die gemeinsame und für die beiderseitigen Negierungen, für die Paria-» mentc und die Parteien ist ein dauerndes Erempel gegeben, ii> uicinoi-iliin ncwi-nilin. Die „Kroatische Korrespondenz" wurde seitens des Obmannes des Slovcnischen Klubs, Abg. Dr. Ivan ^usteröj«'. nnd seitens des Obmannstellvcrtrc-ters dos Südslavischen Verbandes Hofrates Tottor Ploj zu der Erklärung ermächtigt, daß die Süo-slaven nicht nur nicht die Zusage gemacht haben, für die Errichtung der italienischen Universität in Trieft zu stimmen, sondern daß sie entschlossen sind, für den Fall, als die italienischen Abgeordneten im Budgetausschusse oder im Plenum des Hauses den Versuch machen würden, die Stadt Trieft als den Standort der italienischen Universität zu beantragen, diesen Antrag als dll«n« 1x-M zu betrachten und danach ihre Taktik im Abgeordnetenhausc einzurichten. Die feierliche Einweihung der neuen Damps-fährenvcrbindung zwischen Taßnitz und Trellcborg, welche am li. Juli aus Rügen stattfinden soll, wird, wie man aus Stockholm berichtet, in Anwesenheit des deutschen Kaisers und des Königs von Tchlve-dcn vor sich gehen. Am Morgen des erwähnten Tages treffen beide Monarchen in Taßnitz ein, Kaiser Nilhelm an Bord der ^acht „Hohenzollcrn", König Gustav an Bord des Panzerschiffs „Oskar N."'. Nach gegenseitiger Begrüßung wird auf der „Hohenzollern" das Frühstück genommen, worauf Feuilleton. Der Igel. Von H'^nl Althof. (Fortschmlss.) Ferner weiß man vom Igel, daß er keinem ^'nschen etwas zuleide tut und sich redlich von "Mljen und Ungeziefer nährt. Er ist sogar ziemlich ^Nllich und hat sich in meinem Hanse in der Küche und anderen Parterreräumen ganz anständig be-^"gen. (5'l ^i^'ll" ein bißchen, d. h. er hat einen hm eigentümlichen Geruch, der jedoch nicht uner-wglich wird, wenn es ihm nicht gerade Passiert, un-^'Ulertt zu sterben und erst nach einer Woche aufrunden zu werdeu. was allerdings unangenehm ist. ''"rr alles iil allen, genommen, war ich doch bis vor Kurzen, der Ansicht, der Igel fei ein honettes Haus- z. Ich hatte noch nicht die Erfahrung gemacht, M es auch bei den Igeln einen Unterschied der ''lUiuualuätcn gibt. Ich war zu Ostern in Trient. > Es ist das eine seltsame Stadt. Die schroffen "witterten Berghäupter in der Runde lassen uns uc vergessen, daß sie vor Iahrmillioncn vom Meere ^rauscht wurden und die alten verwitterten Pa-""r da uuteu erzähleu noch von einem starken, "'chcn Leben, das in ihnen brandete. ....Eicht man die Bildnisse alter Zeit mit lhren ^ylgen, schönen Gesichtern, mit ihren großen, vor-'lMien Bewegungen, so begreift man, wärmn sie j'r Herren waren'. Vergebens sucht man in Tricnt '"e Nachkommen, die sind in alle Welt hinausjagen. Was sich hier in den Straßen tummelt, .'V unbedeutendes, gewürzkrämerisches Kleinleben, "6 nicht zu den wunderbaren toten Häusern paßt, ^.lu Eastel del Buon Eonsiglio, zum Palazzo del ^'cwolo, der in einer Nacht erbaut wurde, oder zum Domplatz mit dem Neptunsbrunnen, den Heinrich Heine so schön geschildert hat. Selbst die österreichische Militärmusit ist hier ein Anachronismus, wenn auch ein liebenswürdiger. Ein weit unerfreulicherer ist das böse, schülermäßige Dante-Denkmal, das mir in die Fenster schaute. In Trient kann sich niemand recht glücklich fühlen, der ganz in der Gegenwart lebt, der nicht in den dunkelblauen Mondnächten Vergangenes sieht. Oder man muß allenfalls einem nationalen Turn- und Radfahrelverein angehören. Solche Leute sind auch in Trient glücklich. Ich rannte ziemlich zwecklos in diesen Straßen umher, wo jeder dritte Laden Fahrräder feilhält. Nnr draußen beim Gemüsemartt gab es ein Geschäft, das mich anzog. Da hatte ein Korbflechter Wellensittiche, Reisvögel nnd ein altes Papageienweibchen zu verlaufen, das sehr nervös war, mit dem Kopfe wackelte und unaufhörlich schwatzte. Es waren nur wenige Worte, aber sie bildeten einen ganzen Roman,' den Roman einer unglücklichen Ehe. Zuerst Pfiff der Vogel die Rctraite, dann begann er in schmelzenden Tönen: „Hans!" zu rufen und ebenso schmelzend: „Elvira!" zu antworten. Das war also das Liebespaar. Er höchstwahrscheinlich Leutnant bei Landesschützen, sie feurige Italienerin. Und Plöt;lich schrie eine andere, tief grimmige Männerstimme: „Elvira! Ti vedo!" (Ich sehe'dich!) Das war der Gatte. Was er eigentlich sah, weiß ich nicht. Das Papageienwcibchcn verdrehte jedesmal die Augen dabei. Doch auch das spannendste Drama wird durch öftere Wiederholung langweilig, und ich verstehe vollkommen, warum sich der Ehemann dieses Papageis entäußerte, denn als er znm fünftenmal die Retraile zu pfeifen begann, wandte ich mein Interesse bereits einer alten Hühnersteige zu, in welcher iäi einen Igel entdeckt hatte. Es war ein Prachtstück von einem Igel, ungewöhnlich groß und stach- lig, mit einer allerliebsten Schnauze. Er kostete vier Kronen. Das ist viel für einen Igel. In Wien toftct er genau die Hälfte. Aber der Korbhändler behauptete, daß dieser Igel miv Brescia komme uud daß zwischen einem italienischen und einem deutschen Igel der Unterschied ganz enorm sei. Ich ahnte damals nicht, wie recht er hatte... Ich muß gestehen, der Igel lockte mich sehr, aber ich wagte nicht, ihn mitzunehmen. Wie durste ich in einem Hotel allerersten Ranges, wo man sich die Achtung des eleganten Sekretärs, des hochvor-nchmen Oberkellners, des graziösen Speisenträgers, des trefflichen Schuhputzers, des bildschönen Stu-beumädchens und des allwissenden Portiers so mühsam erwirbt, mit einem Igel unter dem Arm erscheinen? Al5 ich am nächsten Tage bei dem Korbhändler vorsprach, kostete der Igel fünf Kronen. Er lag ganz zusammengerollt und harrte wahrscheinlich auf die bessere Zukunft, die ich ihm bieten sollte. Ich widerstand abermals. In der darauffolgenden Nacht erwachte ich, weil der Mond gerade auf meine Nase schien, und da vernahm ich ein leises Knistern in der Tapete, es klang wie von einer Maus. 'Für manche Leute ist die Möglichkeit, eine Maus unTchlafzunmer zu haben, sehr beunruhigend, mir war sie emc angenehme Überraschung. Ich wußte jetzt, daß meine Ausrede'für die Anschaffung des Igels gefunden war und schlief zufrieden ein. Am Morgen gab ich mir Mühe verdrießlich drcinzuschen. Ich klagte allen, die es anhören wollten, daß ich eine schlaflose Nacht verbracht habe, weil mein Zimmer von Mausen bevölkert sei. In einem erstklassigen Hotel hört man nicht gerne solche Beschwerden. Man war entsetzt, zweifelte, entschuldigte sich, stellle mir ein anderes Zimmer zur Verfügung, aber ich erklärte bloß kategorisch: Da muß ein Igel herein! ^Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 129. 1174 9. Juni 1909. die beiden Schiffe nach Trellcborg abdampfen, wo-selbst der König von Schweden an Bord des Panzerschiffs dem deutschen Baiser zu Ehren ein Gala-dincr gibt. Zur selben Zeit gibt der schwedische Staat ein Festmahl auf der großen Tampffähre „Drottning Victoria", zu welchem zahlreiche schwedische und ausländische Gäste geladen werden sollen. Am dänischen Hofe wird, wie man aus Kopenhagen meldet, der Besuch des russischen Kaiscrpaars im Verlaufe des letzten Drittels des Monats Juni erwartet. Tie bekannte englische Schiffsbaufirma John Brown am Clyde hat, wie aus London berichtet wird, mit der russischen Negierung ein Abkommen geschlossen, das ihre Mitwirkung beim Wiederaufbau der russischen flotte sichert. Es handelt sich aber nicht darum, daß die Bauten der neuen russischen „Dreadnoughts" der englischen Firma zur Ausführung übertragen werden, sondern mehr um die Überlassung von technischen Erpcrten als Ratgeber. Tie Schiffe selbst werden in Nußland gebaut werden und nur ein Teil der Maschinerie soll franco-rus-sischcn Privatfirmen übertragen worden sein. Brown u. Komp. haben überdies eingewilligt, eine größere Iahl voll russischen Schiffbauingenieuren in ihren eigenen Werften zum Studium moderner Kriegsschiffsbauten zuzulassen. Aus Sofia wird gemeldet: Tcr vom Könige Ferdinand mit besonderem Handschreiben an den bulgarischen Ordenskanzler gestiftete neue Orden fülnt den Namen „Trden der heiligen Apostel Kyrill und Mcthodij" und wird nach seinen Statuten nur für ganz besondere Verdienste um Thron und Vaterland verliehen werden. Binnen kurzem wird in London eine Konferenz voit Vertretern der britischen Kolonien zusammentreten, um im Einvernehmen mit der Negierung einen organischen Plan für die Verteidigung der Kolonien zu Wasser und zu Lande zu beschließen. Einen der Hauptpunkte ihres Bcratungsprogramms wird die von Lord Eharlcs Bcrcsford ausgegangene Aliregung bilden, daß zur Verteidigung der Kolonien ' und des Handelsverkehrs derselben nicht „Treadnoughts", sondern für diesen Zweck speziell eingerichtete Kreuzer konstruiert werden mögen. Tie Konferenz wird in diesem Punkte einen endgültigen Beschluß zu fassen haben. Tagesncmgleiten. — neraldiretlor Rydin mit Vertretern des Reichspost, amles in Berlin ein längeres Gespräch geführt hat. Jedes Wort wurde ganz deutlich vernommen. Bisher ist es mit den größten Schwierigkeiten verbunden ge» wescn, eine wenn auch mir einigermaßen befriedigende Telephonverbindunq zwischen Stockholm und Berlin zn erlangen, zum großen Verdruß der Geschäftsleute bei» der Hauptstädte. Teils ist die Entfernung eine recht bedentcude, teils muß der Strom via Däuemark mehrere unterseeische Kabel durchlausen, was bekanntlich bisher der Dentlichleit jedes Gespräches große Hemmungen be> rcilete. Dank dem ueueu Mikrophon siud diese Schwie» rigleiten beseitigt. In den maßgebenden Kreisen Schwe» dcns spricht man von der Notwendigkeit, sobald als nnr möglich ein unterseeisches Telephon labe! zwischen der schwedischen und der nächsten deutschen Küste zu legen, um den großen Nmweg via Tänemart zu vermeiden. — Mn Selbstmördcrliund unter Gymnasiasten!) Ans Paris, 5. d., berichtet mau: Der 15jährige Schüler Reny, Sohn einer angesehenen Vürgerfamilie, gab sich iu eiuem Schnlzimmer des Lyzenms von Elermont» ^errand vor den Augen seiner Kameraden den Tod, indem er sich aus einem Revolver eine Kugel iu die Schläfe jagte. Hinterlassene Auszeichnuugen des jungen Selbstmörders, iu denen von, verschiedenen philosophischen Lektüren, von Nietzsche, von Wellschmerz und der» gleichen Senfzern die Rede war, erweckten anfangs den Glauben an einen dnrch frühreife nnd jugendliche Neurasthenie herbeigeführteu Selbstmord. Allein alls den Schülertreiseu gelangten bald Gerüchte in die Assent. !ichseil, die den Selbstmord Nenus als einen keines-Wegs freiwilligen bezeichneten. Die Nachforschungen der Schulleitung führten zu der entsetzlichen Entdeckung, daß in dem lienannten Lyzeum "eiu regelrechter Selbst» mörderbund uuter den Gymnasiasten bestand und daß der unglückliche Neny durch das Los verhalten worden war, seinem Leben ein Ende zu macheu. Neny war buchstäblich zum Selbstmord verurteilt worden. — Moderne Lur.ustiere.j Die unter den Damen dcr englischen Aristokratie zur Herrschaft gelangte Manie, allerlei seltsames Gelier und zoologische Spezia» litäten znm Range vou verhätschelten Haustieren zu er» heben, nimmt immer merkwürdigere Ausdrucksformen an. So qefällt sich die Herzogin von Marlborongh in der Rolle einer ^üchterin vou Schlaugen, Grizellen und Pelikanen, die im Parke des Schlosses von Blenheim gehegt und gepflegt werden. Lady Warwick, die Sozia- listin unter den Arislokralinne», bevorzug! ansschließ» lich weiße Tiere: sie besitzt einen weißen Elefanten, Pfauen von untadelig weißem Gefieder und einen Pa» pcgei vou hellschimmernder Weiße, der über hundert Jahre zählen soll. Lady Eadogan, die Schwägerin des Lord Eadogau, hat eiue reichhaltige Schlangensamm-lung und läßt sich des öfteren, den Körper von ihrer Lieblingsschlange umringelt, photographieren. Daneben wendet sie auch den Eidechsen ihre Gunst zu, von deuen zwei besonders bevorzngte ans die Namen Peter '>»d Angela qelcinfl sind. Lady Eoileuhaiu hegt eine aus» aesprochene Schwäche sür Murmeltiere, Lady Ehurchill hat sich uenlich ein lebendiges Krokodil beigelegt, Lady Hope besitzt einen senegalesischen Assen, Miß Rose Hob» bard hat in ihrem Park alle bekannten Spielarten der Gattung Gans zu einer Sammlung vereint und Miß Rosa Vonghton endlich verschwendet ihre Liebe an eine Hyäne, die sie kürzlich in Konstantinopel käuflich er» standen und mit nach Hause gebracht hat. — lVin Dorado des Feminismus.! Die sreiheils» durstigen Suffragettes dürfen mi! begründetem Neid ans ihre Schwestern bei den Verberstämmen der alge» rischen Sahara blicken, die sich in allen zivilrechtliche», politischen nnd häuslichen Dingen der vollkommensten Souveränität erfreuen. Die als wild und zügellos ver» schrienen TnarcqS sind vom Standpunkte unserer ^iauenrechUerinnen entschieden die besseren Mensche», da sie als Apostel des absolutesten Feminismus gelten inüsseu. Sie gabeu ihren grauen eine Neweguugssrei» heil, die nicht nur in mohammedanischen Ländern, son» derii anch bei uns ohne Beispiel ist. Die Tuaregfrau herrscht im Lager mit der Selbstherrlichleil, mit der sie über die Herzeu der Männer gebietet. Sie besitzt dcis freie Versügungsrechl über ihr Vermögen. Ihre Kamek' tragen ihren Nameiiszug, und die Lasten des Hans' Halts übernimmt sie nur »ach sreiem Willen. Die Tuaregqattin darf sich fernerhin nnbeschadel der strenl'! dnrchqefilhrten Monogamie den Hos machen lassen, ß' viel sie will, und nach Herzenslust den ^lirt betreiben, voransgesetzl, daß sie sich nicht des Ehebruches schuldig macht, der allein dem Herru Gemahl das Recht gib>, seine Autorität geltend zu macheu. Das Gesetz ent» bindet sie überdies von der Verpflichtung, dem Gatten zu folge», ihm zu cn'horchen oder zu dienen. Kurz, sie spielt überall die erste Geige, vor allein auch in Sachen der Kindererziehung, da sie im Alleinbesitz der, NildiMsi ist, was sie instand setzt, die Kinder zu nnterrichlen und als Schiedsrichlerin die Händel der Männer zu schlichten. Lotal- und Proumzial-Nachrichten. Souuissc Höhen. Von «. E. (Fortsetzung) Äußerst gastfreundliche Leute sino es und was ich sonst nie ans den, Lande zu sehen Gelegenheit halle, die Allen, w,e anch die drei ansnehmend hübschen M'd netten Kinder — zwei Buben nnd ein Mädchen ^ lommen mit einer Liebenswürdigkeit und zngleich an städtische seine Bildung grenzenden Artigkeit entgegen, so daß ich wirklich staunen mnßte, hier im einsamen Gebirgsbanernhanse zu finden, was man in der Stadt sehr oft vergebens sncht. Nach einer kleinen Labnng und Ruhepause >>" Schatten des strohgedeckten Hänschens mache ich »>>ch wieder auf, nicht ohne vorher eine Photographische A»f-»ahme der lieben Wirte zu machen. ^ Am Franzoscnstein. Original»Roman von Erich Gbenstein. (39. Fortsetzung.) lNachdrucl «erboten,! „Und Peter Herzog wird sich damit aufhelfen. Die Bahn wird sich vorzüglich rentieren und früher oder später vom Lande abgelöst werden." „Nein, er wird sich nicht aufhelfen damit, denn er wird die Bahn nicht bauen können. Ich gebe die Gründe bei dcr Annahütte draußen nicht her." „Er wird einen Ausweg finden! Technische Schwierigkeiten werden heutzutage leicht bewältigt —"' „Dort nicht. Ich habe mich genau informiert. Es ist nach dem allgemeinen Urteil der Ingenieure tein anderer Weg möglich als dcr längs der Winkel zwischen unseren Hütten und dem Wasser. Das Tal ist so schmal, daß die Landstraße förmlich eingeklemmt ist, und die steil abfallenden Berglehnen, welche noch dazu mit nicht schlagbarem Bannwald bestanden sind, gehören ebenfalls uns. Durch die Luft lann er seine Eisenbahn nicht bauen!" „Er wird den Grund ablösen wollen!" „Natürlich. Aber wenn er ihn mir mit Gold be« legt — ich gebe ihn nicht her. Und damit ist er ruiniert. Ich habe erfahren, daß er schon große Summen aufgenommen hat. Die Kundschaft haben wir ihm zum größten Teil genommen, die Eisenindustrie liegt ohnehin im argen, und hätte ich nicht meinen Anteil an dem ncucntdeckten Erzlager in Bosnien mit großen Opfern gesichert, es könnte wohl fein, daß es uns auch an den kragen geht wie den GeWerken in Hochstädt und Gußwerk. So aber sind wir aus dem Nasser." „Und was meinst du, wird der Herzog tun?" Der alte Paur zuckte die Achseln. „Eine Weile wird er sich wohl noch mühen, ans Land zu kommen, und es versuchen, seine Eisenbahn durchzusetzen. Wenn er dann sieht, daß alles umsonst ist, wird er das Gewert losschlagen, so gut es geht, ich werde es taufeit, und wir sind die alleinigen Herren im Winkel. Dann ist mein Tagewerk getan." „Das Tagewerk des Hasses gegen eilten einzigen," dachte Hans unwillkürlich schaudernd, aber er sprach es nicht aus, denn es war ja auch sein Wunsch, daß der Name Herzog aus Winkel ausgetilgt wurde. Wie eine giftige Saat wuchs das in ihm immer weiter empor. Er dürfte seinen Vater nicht mehr verdammen um dieses Hasses willen. „Vater — warum hassest du eigentlich Peter Herzog so tief?" fragte Hans plötzlich aus seinen Gedanken heraus und blickte auf. Jakob Paur fuhr sich mit der Hand über die Stirne. „Das sind alte Geschichten — laß sie ruhen, Hans! Er weiß es und ich auch. Sollst braucht niemand darum zu wissen." Wieder versanken beide in Nachdenken. Endlich begann der Alte wieder: „Ich habe gestern an Ina Landi geschrieben und sie klipp und klar gefragt, wann die Hochzeit sein soll. Ich denke, du hast nichts dagegen, Hans, wenn es endlich Ernst wird?" „Nein, Vater. Es hängt nur von Ina ab." „Schön. Es ist die höchste Zeit. Ich fühle, wie das Alter immer stärker über mich kommt. Mein Lebtag habe ich gearbeitet und immer bloß gearbeitet. Jetzt denk ich manchmal, es müßte gut fein, ein wenig Behagen und Fröhlichkeit um sich zu habe. Eine junge ^rau — Kinder —" Er starrte verloren vor sich hin. „Ja, ja, es wird gut sein, wenn du dich beeilst, Hans," schloß er endlich und stand auf. Hans fühlte zum erstenmal Teilnahme in !>^ emporsteigen für den Vater. Es war ja wahr -^ sl hatte immer nur gearbeitet. Glück war ihm wenig genug zuteil geworden. Und vielleicht würde cr weniger hart und verbittert geworden sei», wenn er Liebe um sich gefühlt hätte. „Denn siehst du," begann der :'llte wieder und blieb vor dem Sohne stehen, „wenn der Alte drüben auch alles verliert, iudem ist er mir doch über: cr hat ein Enkelkind! Wenn ich ihm das nur noa) nehmen könnte —!" Hans fühlte sich plötzlich erlället. Sie hatten lange nicht so vertraulich miteinander verlehrt nn>.' iil den letzteil Monaten, uud nie war es dem Alte" noch geglückt, iit dem Sohne ein Gefühl von Teil' nähme für sich zu erwecken wie iil dieser Stunde. Und nun zerstörte er es wieder mit seinen cigcncu Worten. Hans konnte vielleicht hassen, wie der -'!!" — niedrig und gemein denken konnte cr nicht- Auch cr erhob sich. „Vater, es ist spat, """ ich möchte ein Weilchen zu Tante Barbara hinulM, die trank ist. Gute Nacht!" Der Mte machte ein ärgerliches Gesicht. "Ko"N-test auch lieber noch bei mir bleiben, als zur "" , bara gehen," brummte cr, setzte aber gleich- "> Hans nichts erwiderte, barsch hiuzu: „Na, ssch n — habe so noch zu rechneil. Gute Nacht!" . Barbara lag seit drei Tagen im Bett tonnte sich kaum rühren. Sie litt all der G>ch< "^. immer häufiger wiederholten sich die Anfälle m letzten Zeit. „Das macht nur das Wasfer, wcn^ hier fo dicht am Haus vorüberfließt." klagte pc jetzt wieder, als Hans neben ihrem Belle M- "^ Llnbachcr Zeitung Nr. 129. 1175 9. Juni 1909. Der bekiesle Weg, der vom Haus ans wieder breil und znm Fahren hergerichtet ist, führt nun lloch ein Stück an der Berglehne znr Seite des Hraslenica.Tales, bald aber äuderl er fei»e Richtung nnd leitet an der ^stseite des Berges vo» »»» a» znr Seite des Ln/nica» Tales. Damit entlvictelt sich vor den Angen des Be-schaners das erstemal die gesamte Ostgruppe der Villich, sirnzer Berge, voil den lirchengeschmüclten .Hügel» Sankl ^loriail nnd St. Jakob, Sl. Katharina bis zu», Nucke» der Grinada und dec, schopsigeil To^-. Inimer enger und schmaler wird der Weg; oder. Mals gibt es au inancheu Stelleu i», lieseu Schalten Echnce zu treten nnd von der Last des Schnees nm-^'bogene, über den Steig liegende Bäume machen ein öfteres Überklettern zur ünaugeiiehulen Notwendigkeit. Da ich mir den Tli55 zn besteigen auch vorgenoin-wen habe, über die Nolbezeichuuug jedoch berechtigtes Mißtrauen hege — denn nm den Berg herum zu lausen u»d von der Nordseile aufzusteigen, wäre uunölige Arbeit — entschließe ich mich ohne weiteres den Auf. stieg durch dick uud dünn, gerade dem Gipfel zu» steuernd, zu unternehme». Da diese Seite des Berg. Nickens nur von (Gebüsche» nnd jungen, wenig Schal-tl'u spendenden Bänmen be>vachseu ist^ bleibt der Eoune Üluug Nanu, übrig, um mir in uusaufler Weise il, brn Nucken zn brennen. Nach etwa dreiviertelstündigem Steigen bin ,ch aus der cl^ilis kleineren Vorsuppe und in weiteren sünf Minlilen stehe ich am Gipfel des To,^. Doch da Pfeift ein kalter Südost gar unsanft uud Miugt mich, ineiueu Nock überzlihängen. Ja selbst eine Zigarette zu rauchen, gönnt er mir nicht und bläst mir boshaft ein Zündholz nach dem andereu aus. Da bleibt nichts übrig als nachzugeben uud da ^ Nniidsichl mit Ansnahme des verdeckte» Savetales fast dieselbe ist wie vom Ofojilik, die ich vorher bewxn-drrl, sdge ich der Höhe ein nicht gerade frenndliches Adieu und hüpfe auf dem steilabsallenden Wiesenpsad sscgen das Vauerugehöst Kosoglav, in, Sattel zwijche» dein To^> und der Grmada. Die Absicht, anch der Grmada einen Besnch ab-zustatten, lasse ich wegen des groben Gesellen fahren. Neue Vertreter der Fruhlmgsblnmeuwell leuchten aus den, Waldschallen, so die nnansehnliche Holzivnrz, bie zarten Nlülen des Gelbslerues nnd die creiuesarbige viahinoiivz. Längs des weilereu Weges, am F»ße der Grmada, >s< noch stelleiNveise Schnee zn treten nnd auch um-^stiirzte, iiber den Weg liegende Väume mache» das ^orwärlslommen nicht sonderlich bequem. Der Steig, bl'r du der Tonnseile »oeilersührl, bietet gerade nichts Abwechslungsreiches: manchmal gewährt der Nerg. Nicken, an dem derselbe führt, einen Einblick ins "löniea-Tal mit deu Häuschen von ,Knapov^e. Der Wald, den man bald hernach betritt, nnd der '»it seinen Buchen, nnd Kastauieubäumeu ein fchou l'lwas schützendes Laubdach gegen die brennenden Im'neilstrahleil düdet, zieht sich bis zum Sattel von .^"Po! i.,der Sl. Katharina, wo ein Gasthaus deu Dur-Itigen und Hungrigen liebevoll zn kurzer Nasl einladet. Eine Menge von Tonrisle» ist hier zu finden, die 'Ucistenleils voil Zwischenwässer» getomme» siud und ')>rr bei Notwein den Bergsport leben lassen. Das; sie diese» Weg genommen, verraten die ^»ospe» der Königsbllime oder Daphne Blagayana, die !'r ill Nuscheln an den Hängen des Hirlenberges ge-lammell oder, was wahrscheinlicher ist, von Aanern-k'nder» gelaust habeil. lF"rtsetz»»g folgt.) — sTnnltioniertes Landeoqesetz.j Wie uns aus Wien gemeldet wird, hat Seine Majestät der Kai» ser dem vom krainischeu Landtage beschlossenen Gesetz» entwürfe, betreffend den Schlitz der Alpeil nnd die För» deinng der Alpenwirlschaft, die Allerhöchste Sanllio» eileilt. — lFronleichnnmfcier.j Die Fronleichnamsfeier-lichl'eilen »verden >vie folgt stattfinden: I. D omti r ch e: Z» dem morgen lim 8 Uhr früh beginnenden Pontififal. cimle nnd der daranf folgenden Prozession stellt das I./I7. Infanteriebalaillon das Spalier bei. Eiile 24 Volten slarle Kompanie desselbeii Bataillons sowie die Mnsik des Infanterieregiments Nr. 27 werden nn> 8 Uhr früh anf dem Tomplatze znr Negleituug der Pro» zesfion uild Abgabe der Techargen gestellt sein. Ein Bataillon des Landwehrinsanterieregimenls Laibach Nr. 27, eine Batterie des Feldkanunenregiments Nr. 7 ,',n F»ß nnd 2 Ziige der 2./5. Dragoneresladrun zn ^liß, nehmen um 9 Uhr 15 Minuleu vormittags aus dem Kongreßplatze, ^-ront gegen die Clernallee, Ans. slellung. i I. P f a rrli r ch e' S l. Pei e ri Die ^eier sindel gleichfalls morgen, nnd zwar nm ^6 Uhr früh statt. Hiezn rückt das Spalier uud die Begleitlompanie vom Laudwehri»sa»lerieregiment Nr. 27 und die Mnsit des Infanlerieregiments Nr. 27 ans. IN. Pfarr. s i r cl) e M aria V e rtündi g u n g l^ranziskaner). Die ^eierlichleil findet Sonntag, den 13. d. M., um 8 Uhr früh statt. Spalier und Begleitkompanie stellt das I./17. Infanteriebataillon, die Musik das Infanterie, regiment Nr. 27 bei. IV. Pfarrkirche zu St. Jakob. In dieser Kirche findet die Prozession Sonntag, den 13. d. M., um 8 Uhr 45 Minuten statt. Hiezn rückt das Spalier nnd die Negleitlompanie von, Landwehrinfanlerieregiment Nr. 27, dann die Musil des Infanterieregiments Nr. 27 ans. sOrdnung der Hroulcichnams.Prozcssion der Domlirchc.! Um 8 Uhr feierliches Poutisilcilcmit. Die Plozejsio» beginnt um halb 9 Uhr nnd geht über de» Nathaiisplatz, dnrch die Slrilargnsse lvor der ^ranzis-lanerürche erster Sege»), durch die Wolsgasse, Herren, gasse lvor der dentschen Kirche zweiler Segen), dnrch die Deutsche Gafse über die Iakobsbrücke »vor der Cl. Ja. lobslirche dritter Segen), über den Allen Marll und Nalhansplatz lvor dem Magistratsgebände vierterSegen). Der Umzng sindet in folgender ^rdnnng stall: I.) Die Pfarrprozessiouen mit den Kirchenfahnen: ») die ?irnaner, !») die Franziskaner, <>) die St. Ialobspro. zejsion. 2.) Schnleli: ->) die deulsche ,^uabenvollsschnle, l>) die Drille städtische ttnabenvollsschnle, <.-) die Erste städtische ,^»abe»volksschule, oerb. liche ^achsclinle, <>) die l. l. Lehrerbildungsaustalt, s) die l. f. Oberrealschnle, ^) das k. l. deutsche Ctaatsglimna. sinm, 1») das ^»veile k. k. Slaalsglimnasium, i) das Erste k. l. Slaalsgyiunasinm. 3.) 'Dompsarrfnhne des heiligen Nikolans. Handelsschule. 4.) vereine: ->) der christlich'soziale Verein mit der Vereinssahne, t>) der latholische Gesellenverein, c) Vereinsfahne der Zim-merlenle, ) Mädchen inil Bl»me» n»d Kerzen, ll.) Eine Ableilniig Militär. — Militärmusit. 12.) Tläd- "ltcn .Haus drüben hatte ich nie solche Schinerzen, "b«.'r hier wohnm wir jn rein wie in Venedig. Tn ^'lst sehe», .^linschen, ich nmch'5 nicht inehr lallg'!" „Aber, Tante Vml'ara," lachte er. „Wer wird benn solche Gedanken haben! Jetzt brauchen wir ^lch erstens ganz notwendig, und dann sollen ja erst ^'Me guten feiten anfangen!" „Wieso?" Sie l'lictte neugierig zu ihm m»s. '"^"zu braucht Ihr mich denn?" , „Vater will l?rnst machen - er hat an Ina "Ichlicben loegen der Hochzeit, und so wirst du wohl «"chstens ^>„ Hochzeitstuchen für sie nnd mich backen '"üssen!" . Barbara guckte eine Weile still l>or sich hin, ^"nn fragte sie ernst: „Nnd du? Was sagst denn "U dazu,'.Hans?" „Ich habe nichts dagegen." . „Und bist du denn rechl glücklich? Hast du sie "''M so recht von »erzeil lieb?" ., Hcms versuchle zu lächeln. „Wie neugierig du ^'!t! Lieb habe ich sie schon - aber so närrisch, wie s'.meinst, das; ^iebesleute sein soNten, sind wir l^'llch nicht. Deiin eigentlich sind wir gar nicht ^besleute, sondern blos; gute Kameraden." . Barbara packte Plötzlich seineil ^lrm. „Dann "s uui (^otteswillen nicht, Häuschen! Wie das ,st, ^'"" z'vei zusanilnen heiraten ohne die richtige ^'e?e, das habe ich an deinen Eltern durchgemacht. ^u,e arme Mntter ist daran zugrunde gegangen ^ sur Ehe braucht's mehr als .Uameradschast." ^. ',Maq sein. Mer Ina ist ein kluges, kühles :-?adchcll, und ich bin auch uicht hitzig. Wir werden '"wn auslouiiuen." s "Maub' das nichl, Hans! Und wäre sie noch ' llug ~^ ri,i^ ^ages N'lirde ihr Herz nach Liebe schreien, und das deine auch! Es gibt nicht Süßeres im Leben als die rechle Liebe zwischen zwei Menschen — und ohne das ist alles Leben nichls, glaube mir!" Ihre Worte griffen Hans seltsam ans Herz. Dann schüttelte er den Kopf und versuchte zu lachen. ,,''lch geh', Tante Barbara, es leben doch so viele Menschen ohne das! Vater hat's gewis; nie vermißt, sonst hätte er wohl wieder geheiratet —" „Dein Vater hat nur einmal im Leben geliebt, und die er liebte, war nicht seine Frau — und trotzdem wollte er nicht einsam bleiben, sonst hätte er wohl nimmer um die hochmütige Sabine geworben, nach deiner Mutter Tod." „Wie - Vater hat um Tabine Herzog geworben?" „Ei freilich. Und sie schickte ihn heim mit Spott und Hohn — das ist wohl mit ein Grund zu seinem Has; gegen die Herzogs. Mi. uud wie hat sich nun alles geändert!" seufzte Barbara auf. „Heute ist er ein reicher Mann. und sie beitell heimlich be? den Leuten um Kanoffelu, damit sie nicht verhungert, wie sie sagt!"— „Nicht möglich!" Barbara nickte. „Die Klingelbäuerin hat's mir selbst erzählt, als sie neulich Eier brachte. Sie ist ganz verrückt, die arme Sabine, bildet sich ein, sie müsse verhungern, und da, wo sie noch vor einem Jahre ,inspizieren' ging, bettelt sie jetzt um Kar-losfeln und Gemüse. Ein Stück Brot, das ihr die Ningelbäuerin schenkte, machte sie ganz glückselig. Ehe sie fortging, flüsterte sie ihr geheimnisvoll zu: ,Ich werd's euch schon lohnen, Bäuerin, bis ich nur meinen Schah behoben habe; dann geb' ich euch zehn Tulaten.' Ja, ja, das ist aus ihr geworden!" „Schrecklich!" lFurlsehnng folgt.) lischer Magistrat. Haudelstammer. 5t. l. Beamten. Landesausschuß. 13.) Die I^>. Franziskaner. 14.) Dir Geistlichkeit. 15.) Der hochwürdigste Herr Fürstbischof mit dem Allerheiligsten. 16.) Der k. l. Landespräsident mit den Beamten der l. k. Landesregierung. 17.) Zweite Abteiluug Militär. — Kanonenschüsse vom Tchlos.brrqc.j Anläßlich der feierliche» Fronleichnanisprozession in der Tirnauer Sladlpsarre iverdeu morgen früh bei de» Hanptmomen» ten der kirchlichen Feierlichkeit cms dem Schloßberge Kanonenschüsse gelöst werde». " jk. k. Stubicnbioliothsl in Knibach.j Seine Ex» zellenz der Herr Minister sür Kultus nnd Unterricht hat die von seilen der t. l. Landesregierung für Krain veisiigle Nelrauung des Skriptors Herrn Lukas Pin» tar mit der interimistische» Leitung der Bibliotheks» geschäfte an der hiesigen l. f. Studienbibliolhel für dir Daner der Vakanz der erledigte» Kuslosslelle geneh» migeud zur Kenntnis genommen. —r. " slfiscnbahnnnssclrqcnhsitrn.j Die k. f. Landes» regiernng sür Krai» hat znfolge Ermächligung des l. k. Eiscnbahnlninisterinms der f. f. priv. Südöahngesell. schast in Wie» de» Vankonsens znr Herstellung eines Aübnnes a» das bestehende Anfnahmsgebände der Sta» lion Frcmzdors der Li»ie Wien.Triesl erteilt. —i-. — lAufnahmeprüfunqcn an der k. t. Knnstqewerbc. schule in Wien.) Am 1. Inli finde» die Aüineldniigen zn den nm 2. nnd 3. Juli abznlegeiiden Ansnahms. piüsnngen für das Schuljahr 19<>9/l91<» statt. Die Aus-nahmswerber haben hiezn persönlich zn erscheinen und die erforderlichen Dokumente n»d Arbeitsproben mit-zubringen. Spälere Anmeldnnge» können nicht berück, fichtigt werden. Nähere Anslünfte erteilt das Sekre» lariat der Anstalt, Wien, 1., Slubeuriug 3. — Öffentliche Tchiilcrproduttion.j Die Schule der „Mnsbeua Maliea" zeigt ernstes Streben nnd zeitigt daher anch alljährlich schöne Erfolge, die nicht zum ge-rmgsten darin begrü»det sind, daß hmsichtlich der Lehr. lräfle wenigstens i» einigen Fächern eine Stabilität eingetreten ist uud daß der Lehrkörper seinen Aufgabeu mit Liebe lind hingebendem Eiser gerecht wird, lind zwar wie die Tchülerprooullio»e» dnrlnn, stets unter ver> ständnisvoller Bedacht»ahme auf die individuelle Ver» anlagung der Zöglinge. Bei der gestrigen öffentlichen Prodnktion, die im dicht besetzten großen Saale des Hotels „Union" stattfand, hörten wir gediegene Lei» stnngen sowohl im Klavier« als auch im Violinspiele nnd in der Gesaugslunsl. Den Beginn der Klaviernum» mern bildete Schuberts stets gerne gehörtes Impromptu Nr. I in ' nnd Dvoraks Humoreske Ä,'i. 7, serner (hodards Barkarole Nr. 4 nnd Vogrichs „Slaeealo caprice". Tie beide» erstgenannten Num. mern brachte Fräulein Marie K ramar lEchule Ger» bi<-) mit graciöser Technik, woriu iusbesondere der zarte Anschlag bestach, aber auch mit kraftvoller Akzrntuie» rnng' in die beiden letzten legte Herr Nogdan ^> avnik lTchnle Nedral) Stimmung solvie ablvechselnd Wucht Uiid Zartheit, was ihm um so leichter siel, als er über eine ga»z beträchtliche Technik verfügt. — Als Violin, fpieler stellte» sich die Herre» Dragoli» Tenekovi^ lSchule Vedral) nnd Wilhelm Lo/n i s p. 154 rein nnd »nil breitem Ton, den er auch mit seine»» Schmelz auszustatten verstand' letz. tever bewältigte die gefällige, im übrigen aber cmspruchs. k'se (5a»zo»etla von Ambrosio mil sicherer Anmut, dir alle Mätzchen seitwärts liegen ließ lind durch ihre einfache Wiedergabe wirkte. — I» die Tnrchführnng der Ge. sangsnnnimern teilten sich die Fräulein Paula To» m i n ^ e l sSchule Gerbic), Josesine Tav <' ar umfaßl folgendes Programm-,.) W. A. Mozart- Sonate in l^ur, lil. Satz, Kla» viervortrag von Mara Brestvar lSchnle Ä. Trost, VI. Klasse). 2. u) Nubinstrin: ,.^^<"! '') ^. Schu-mann: „l'opolnl, i«^5", Liedrrvorträae von' Leopold Kova^- lSchule M. Hnbad, II. Klasse). 3.) Svendsen: Konzert fiir Violoncello I. nnd 11. Satz, vorgetragen von A. T r o st lCchnle E. Vilel, IV. Klasse). 4.-.) H. Sattner: ,,/.u-<^ll»!i pli<-"; d) Dr. B. Ipavie: „s'^u"ki, ^ur^« , Liedervorträae von Angela Mali^ lSchule Fr. Ger-bu> V. Klasse). 5.) L. van Beethoven: Sonate Pathe-tiaue, 1. Satz, Klaviervortrag von August Waschte Laibacher Zeitung Nr. 129 1176 9. Juni 1909. lSchulc Fr. Gerbi6, VIII. Klasse). 6. n) (5. M. Weber: Rotnanze aus der Oper „Der Freischütz": b) Fr. Liszt: „Mignun", Gesa»gsvorträge von Ivailka H rast sSchlile M. 'Hnbad, III. Klasse). '?.) Henri Vienztcmps: „Air Varie", Violinvortrag von Ivan Trost (Schule I. Vedral, VII. Klasse)'. 8.«) I. ^ajkovskij: Arie des Oujegin aus der Oper „Onjegin"; d) Leoncavallo. Prolog ans der Oper „I Pagliacci", Gesangsvorträge von 3tudolf Tro^t sSchnle Fr. Gerbiion«u«e!i. Wegen schwieriger Wuhnungsvorsorge werden die Vereinsmit» glieder nnd Gäste, welche sich an dieser Iahresver» saulinlung beteiligen wollen, höflichst ersticht, ihre Be» tcilignng längstens bis 13. d. M. der obigen Lokal-gcschäftsleitnng anmelden und gleichzeitig mitteilen zu wollen, ob sie sich am gemeinsamen Mittagessen beteili» gen. Letztere Annicldung ist bindend. — sDie Vürgermeistcrkrife in Gottschee.) Wie vor einiger Zeit gemeldet, hat Herr kais. Rat Alois Lot) auf seine Stelle als Bürgermeister der Stadt Gottschee verzichtet. Diese Resignation bildele am 4. d. M. dei« Gegenstand einer Gemeindeausschnßsitzuug, wobei Herr Vizebürgermeister Robert Vranne den Nursitz führte. Herr Braune tadelte in seiner Eröffnungsrede mit schar' fen Worten die rein persönlichen Angriffe, die gegen den Bürgermeister von einer kleinen Oppositionspartei erfolgt waren und ihn zur Verzichtleislnng bewogen hatten. Hierauf beautragte Herr Albert N r a u u e eiue Resolution, woriil u. a. die 20jährige, wiederholt an Allerhöchster Stelle ausgezeichnete Tätigkeit des Herrn Bürgermeisters dankend hervorgehoben, dieser des un-eingeschränkten Vertrauens-versichert und gleichzeitig er-sucht wird, das Bürgermeisteramt noch weiter zu füh-rcn. Sohin begab sich die ganze Gemeiudevertretnng, mit Ausnahme einiger Virilisten zum Herrn Bürgermeister, um ihm die gefaßte Resolution mitznteilen. Herr Loy war sichtlich ergriffen und entschloß sich endlich zn der Erklärung, daß er angesichts der ihm bewiesenen Zu-nciguug sowie, des ihn freuenden Vertrauens versuchen wolle, seine Kräfte wieder in den Dienst der Gemeinde und des geliebten Heimallandes zn stellen. — Eisenbahnunfall.) Die an epileptischen Anfällen leidende, vor kurzem mit ihrem Manne aus Amerika heimgekchrte, 40jährige Maria Köstner aus Kerndors, wollte am 7. d. abends den Bahndamm bei Kerndors überschreiten, als sie, von Krämpsen befallen, auf die Schieuen stürzte, von einem Lasteuzugc erfaßt und etwa zehn Meter weit geschleudert wnrde. Sie erlitt außer einer klaffenden Kopfwunde mehrere Arm- uud Neinbrüche und verschied während der Übertragung ins Dorf. Der Maschinensührer bremste zwar sofort, als er einen menschlichen Körper alls dem Gelei>e liegen sah, konnte aber das Unglück uicht mel)r verhüten. — lTtraßcnangelegeuhciten.j Der Straßenausschuß für den Konlnrreüzbezirk Krainburg hielt unlängst unter dem Vorsitze seines Obmannes, des Herrn Franz Strnpi, Besitzers in l^'iwe bei Krainburg, zwei Sitzungen ab. In der ersten Sitzung verlas n. a. der Obmann den Bericht des Staatstechnilers, über den Ausgang der Kollandaliun, betreffend die Reparatur» cnbeiten bei der Savebrücke in Flöduig; die Rechnung beträgt für die zuerst veranschlagten Arbeiten 65,94 K 80 I>, für die nachträglich hinzngewachscnen Arbeiten und für die Anschaffung des Holzes 1360 K, daher zu. scünuieu 7954 K 80 !>, welche Sninme dem Unternehmer mit Rücksicht auf die solide Ausführuug der Reparatur sofort ausgefolgt werden soll. — Ausschußmitglied Heinrich Baron Lazarini stellte den Antrag, am Eilde der Vrüclenballen nntcr dem eisernen Geländer Längsbalten zu legen, da sonst eine Gefahr für Men» schcil nnd Tiere bestünde. Der Antrag wnrde angenom» men. — Der Obmann berichtete über den Antanf des vnlgo Kimenschen Hanses in Stra5i^,e bei Krainbnrg bchnfs Erweiternng der Landesslraßc Krainburg-Vischoflact. Es wird beschlossen, mit Rücksicht anf den zn hohen Verkaufspreis die weiteren Verhandlungen mit dem Eigentümer abzubrecheil nnd die Straße an der genannten Strecke auf der liukeu Seite, uud zwar in eigener Regie zn erweitern. Da das an der linken Seile gelegene Terrain der Ortsgemeinde Slra^i^ ge» hört, so ist zn hosfen, daß diese den Straßenansschnß in dicser Angelegenheit mit Rücksicht auf den lebhaften Verkehr unterstützen werde. Der Obmann beantragte, dem Josef Retina in Preba<-evo für den Umbau seines Hanses behnfs Erweiterung der Straße eine Entschädi» gnug von 400 bis 500 X zn zahlen. Der Antrag wnrde abgelehnt nnd beschlossen, daß die Straße an der ent. gegengesetzten Seite erweitert nnd die Eigenlümerin dnich die politische Behörde znr Abtretung des nötigen Terrains gegen eine entsprechende Entschädignng ver> halten werden soll. — In der zweiteil am 1. d. M. in Krainbnrg stallgehabten Sitzung berichtete der Ob» mannstellverlreler Heinrich Baron Lazarini über den Ansgang der Lizitalion wegen Ansbessernng der Brücke iil ('^ir<'e, die am 13. April d. I. stattgefunden halle. Die Reparatnrarbeiten wurden dem Unternehmer Anton Danis', in Michelstelten um deu Betrag voll 1800 K übergeben. Baron Lazarini bemerkte ami), daß man in der kürzesten Zeit mit dem Ban der nenen Brücke über die Save in Tacen unter dem Großlahlen» berge beginnen werde. Der Clraßeuausschuß für Lai» bach Umgebung hat die Steigung beim vnlgo Kobilar erniedrigen lasseil; deswegen möge auch der Straßen» ansschuß in 5lrai»biirg für die Abschafsuug der an der Bczirtsslraße Flödnig'Tacen Sorge tragen, was mit geringen Alislagen verbuuden wäre. Die Straße wäre dann ganz eben, was den lebhaften Verkehr, der sich nach Herstellung der nenen Brücke enlwickeln wird, noch heben soll. Deswegen stellte er den Antrag, daß der Ctraßenansschuß die genanutc Straßenstreckc besichtige und in der nächsten Sitznng konkrete Anträge stelle. Damit wurden der Obmann, der Obmannslellvertreler lind das Ausschußmitglied Andreas Dolinar betrant. — l'lber Antrag des Ausschußmilgliedes Iol»ann Knrall wurde beschlossen, in eigener Regie die Steigung aus der Vezirksstraße Krainburg-Zwischenwässer» in Pod. n<"e zn erniedrigen nnd bei dem gewesenen Steinbruch in Iama längs der Bezirksstraße ein Gebände herstellen zu lassen. —l5. — sDie Anpflanzung der Krautäckcr) hat endlich begonnen nnd wird.mil großer Ansdaner fortgesetzt, da in den letzten Tageil doch einige heißersehnte Nieder» schlage diese Arbeit zuließen. Das berühmte Laibacher Krallt bildet bekanntlich eine nicht zn nnterschätzende Erwerbsquelle der Umgebung Laibacl)s, da es Weilhin nach dem Orient, uach Kleinasien nnd Nordafrika e^por-ticrt wird. Große Mengen nnserer Krantprodnlte »van» dern auch nach Italien, Frankreich nnd England nnd erzielen ganz rentable Preise. I«-—. * lZur Volksbewegung in Krai»>> Im politischen Bezirke Laiba ch U m g e b n n g >59.828 Einlvohner) fanden im ersten Onartale des lansende» Jahres 111 Tranlingen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 571, die der Verstorbenen anf 437, nnter ihnen 2>5 Kinder im Alter von der Gebnrt bis zn 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zn 70 Jahren erreichten 63, von über 70 Jahren 69 Personeil. An Tuberkulose starben 71, an Lnngenentzündnng 30, an Tiphtheritis 5, an Keuchhusten 17, an Masern 111, an Scharlach 15, an Typhus 3, durch zufällige tödliche Beschädigung 3, durch Selbstmord 3 und durch Mord und Totschlag 1 Person; alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krank» heilen. —,-. — lHrantenbcwegung.j Im Kaiserin Elisabeth. Franenspilale der Barmherzigen Schwestern in Rn» dolfswert verblieben Ende April 78 Kranke in der Bel)and!n»g. Im Monate Mai wnrden 57 kranke Per» sonen aufgenommen. Die Snmme der behandelten lran» len Personen betrng somit 135. In Abgang wurden gr» bracht, .md zwar als geheilt 50, als gebessert 20 und als nngeheill I Person. Gestorben sind 3 Personen. Mit Ende Mai verblieben noch 61 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Verpslegslage betrng 2! 84, die durchschnittliche Verpflegsdauer für einen Kranken 16 7 Tage. Ohne bestimmte Diagnose stand 1 Person in der Behandlung. ' II. " iSelbstmord.j Gestern nachmittags fand ein Schlosserlehrling bei»« Teiche nächst Kroiseneck einen Mann mit einer Schußwuude in der rechten Stirnseite tot im Grase liegen; neben ihm lag ein sechslänsiger Revolver mit drei leeren Patronenhülsen. Die sofort au ^,rl und Slelle erschienene polizeiliche Kommission slellle fest, daß der Selbstmörder mit den» 1877 in Polnisch.Ostran geborenen und nach Pribram zustä». digen Obermälzer der Anerschen Bierbrauerei, Alois Tesarik, identisch ist. Die Leiche wnrde in die Toten-kammer zu St. Ehristoph überführt. Das Motiv des Selbstmordes soll in Beschäflignngslosigkeit gelegen sein. — lVom Marttc.j Der hiesige Markl ist mit den verschiedensten Lebensmitleln anf das beste versorgt. Die Wippacher sowie die heimischen Kirschen gelangen in großen Mengen nnd bei vorzüglicher Qualität ans den Markt, desgleichen Schwarz- nnd Erdbeeren. Die Preise sind nm einiges gesunken, da die Kulturen durch den letzlen Regen ein erfreuliches Gedeihen aufweisen. ll(!----. — iKntfcrnung von Fleischhaucrliaracken.j Gestern abliids wurdeu die au der Mahrschen Handelslehranslalt aufgestellten nnd ihrem Zwecke nicht ganz entsprechenden drei Holzbaracken, wo das Rindfleisch zn ermäßigte»! Preisen verknust wurde, über speziellen marktbehörd» lichen Auftrag entfernt nnd durch soust in Verwendnlili stehende Stände ersetzt. Das Rindsleiich wird nach wie vor zn herabgesetzten Preisen abgegeben werden. k — lDie Laibachcr Straßenbeleuchtung! ersnhr m den letzten Tagen eine nennenswerte Ergänzuug mil der Ausstellung von drei elektrische» Bogenlampen, die ihr uugemein intensives Licht aus den Vodnik» nnd Kaiser Iosef-Platz erstrahlen lassen. Diese Bogenlampen stellen alle anderen, bisher in Verwendnng stehenden Beleuch» lungsarlen in Schatten und erregen lebhaftes Inter» essc< ' kl>—. lZwciie Aliite.» Im Garten des Hanses Nr. 1" an der Resselstraße stehen nnter anderen« zwei Birn» bäume mit schoil stark entwicleller Henriger Frucht. N»n haben sie wieder Blüten bekomme». Ob aber die daraus hcrvorgehende zweite Frucht auch reifen wird, ist stall zn bezweifeln. li. — sDas Orchester der Slobenischcu Philharmonie) koiizertierl henle abends im Garten der Brauhaus» Restauration A. Delleva, Petersstraße. Anfang nm 8 Uhr. Eintritt 40 1>. — jDio Friseurgcschäftcj werden am Fronleich' namstage »ur bis l» Uhr vormillags ofse» bleiben. — iMeistcrschafiö'Ringkämpfen im Zirkus Zavatta.j Die internationale Ringsämpserlonkurrenz fand gester!« im Auftreten der Ringerpaare H a n s e»»» H e r m a n » u»d R a i«ev i «. G e r i gh o f f vor ausverlauftem ^)iischauerraunie ihre Fortsetzuug. In« ersterivähnle» Revailchetampfe siegte Hansen über Herman» >>' 13 Minute» durch eineu Seitenansreißer nnd Ein» dlücken der Briicke. Der Kampf R a i <"-e v > c" lnit deM russischeil Recke», der ihm vermöge seiner rücksichtslosen Wlichl nnd phänomeualen Krasl nichl weiiig zu schasfc» niachle, endete »ach halbstündigem Rmge» mil eineM Maisch und ninß dem»ächst znr endgültigen Enlscheidm'tt ausgelragei« »verdeu. — Ried! lrisst verspälelerweisc heule ein uud ringl niit Rai'^evi^, seriier der u>«' belauilte Herausforderer mit Gerighoff. ^ sÄiach drei Jahren eingebracht.j Iil Pola vcl' haftete die Polizei den vor drei Jahren ans der hie» sigen Zwangsarbeilsanstall entwichene» Zwänglil's! Pl'ler Eastrihia. Er wnrde in die Anstalt zurück eiü' geliefert. " sEin Fahrrad entführt.j Zu dieser gestrigen NoliZ wird uns mitgeteilt, daß gestern nachmittags ein '»'t knrzen Hosen bekleideter, 15 bis 17 Jahre alter Bnrschc' das dem Friseur Engelbert Franchelti entführte Fahl' rad in der Flnr des Hauses Nr. 27 am PetersdamM gebracht und sich sodann schleimigst geflüchtet Hal. " lEi« reuiger Tiiuder.j Im vorigeil Monate ver> imtrenle der wiederholt wegen Diebereien und Betrncsss abgestrafte 59jährige Schuhmacher Franz Versola >c'' »cm Meister Schnhoberteile in« Werte voil 44 l< u>'d eillem Friseur Schuhleder im Werte von 6 !< nnd flu")' ttte sich. Vorgestern abends kehrte der renige Sünder von einer Reise nach dem Süden »ach Laibach zurück »ud stellte sich selbst der Polizeibehörde. Er gab a», das Leder sei ihm währeud des Schlafes a»f der Römermauer ge> stöhle» worden. Versola wurde dem Gerichte eingl'l'l'' st'rt. " lVerlorenj »vurde: ei» weißer So»»e»schirm, ei» vligoldetes Silberarmband, ein blaues Kinderjackchei', eine Brieftasche mit 350 K i» Banknoten nnd sn'lu'» Slaatslose. — l-Kurliste.j In der Landes.Knranslall Neuhaiis bei Eilli sind in der Zeit vom 4. bis einschließn") 3l. Mai 97 Personen zu,n Kurgebrauche eingetroffn Theatrr, Kunst und Literatur. — lDie NX). Aufführung der „Fledermaus" an dc^ Wiener Hofopcr.) Im Opernlhealer ging gesler» „^)" Fledermaus" vou Ioha»» Slraliß zu>» hu»dertsn'> Male i,l Szene. Sie wurde bei einer Matinee c»>> 28. Oktober 1894 znm erslennial gegeben »nd errelchn in> September 190! die fünfzigste Ausführung. ^ . — Mnc ^tcubcarbcitung von Mozarts „('""^ s n l, tutt ei.") Das Dresdener Hoftheater brachte ci» 6. d. M. eine inleressaule Neuheit: eine Verschmelz»'),!' Ealderons „Dame Kobold" und der Mozart scheu Mn!> zn ,.<)o«; In» tu,w". Eine znfällige Ähnlichkeit "", Eilualioneil niid Stiminnngen hat deil Bearbeiter, de>^ Kammersänger Scheidemanlel, zu dem Versnch der Ä>' passnng gereizl, der zum Teil auch überraschend !^' lunge» ist. Man darf ihn daher als eine z»"'"^! mögliche Lösung der Aufgabe, die wertvolle Mus>> I" die' Bühne zn retle», gelten lasse». Der Abend enoei ,nil vielen Hervorrufen der .Hauptdarsteller. ^ — «Mir Parodie anf die Mufit von ^'"1". Ttraußj >vird, !vie aus Loudon berichtet ivird, dor> " l geführt »verden. Dir Komposition hat den Sir ^'""^,. zum Aulor l»ld sührl de,l Titel Ode To Discor. ,^^ die Ausführung sollen Instrumeule erfunden "" ,. sei», die zu», Teil mit Dampf, Elektriziläl ">^/.j„c primierler L»fl belrieben »verden muffen, ^niinte^ Dreadlioiight-Troniniel, ei» .Hlidrophoi« n»d eine ^ bnrina bumbastiea. Snibadjer 3citu"9 s^r- 12->- 1177 9. Siini 1909. ^ lDas ssrohc Werk der türkischen (Ycschichtc,j daö s'iif Vclli!il'. ^'schrie' bell wcrdcn soll, isl dereilo ix Allqriss qclioüiüu'n U'^r» ^n. Die mit den Pm'lirl'l'ilc» bclraulc ^miimisswn Hai ^'n ^crciluinicnlin'isll'v Haircddin Vey, Vc'liinlc!» der Hnrdschil' l^iinistcriiimo drs Äußern), der ciiicr dcr ^dic^'nsici Histlniler der uioderueu Tiirlci isl, »«-»h ^uropd qeschictl, uiu die Viblwlheleu :,cich Quelle»° ^'erseu für die lürlische Ge>cl)ichle ,')U durchsm'schen, haireddiu Pel) isl über Marseille zunächst umh Pari'? abgereist, beqibt sich dauu uach ^loiu und schließlich nach Budapest, nil) sich werwulle handschriftliche Malerin!ie» !ur eiue Geschichle der Tiirlei seit der Ewberuiui .^on-slauliuopels besiudeu. Illusion »».or». iti dcr Zonrlnrche. Donnerstag den 1«. Juni <^r»nleichna»!ssest) um " ^hr Puntisifalault' ^Vli^i, in lmnoi-cin «lnx'iü«' l'Us'ili,, l,'uu Dr. ^ranz Will, Graduale ()<^uU «innim», »ud Tequeilz I«n,<1l> l>i<>il lwu Äulr>>l ^»erster, zuin ^ssertoriuni ^v>> v«>rnn> t'<,i->,>^ ^l.i» Wals^aini Ama» ^us Muzarl. Gcschlifts^eitung. — ^Vergebung von j,lanzleimaierialicn — auch "legraphensircisen — für dai> Jahr 1!>10.j Der Be- ^rf d^i- s. f. Staalöbalindirestwu Trieft au den wr-^zeichneten Materialien pro 1910 wird durch össeut. ^>che LieserumMusschreibuuq sichergestellt. Die nähereu ^ldiuqnisse der ^ieferunlMer^ebuust sind iii der am 1l>- d. M. iu Trieft erscheiueudeu ?iummer des Amts» blaltes „L' usserualore Triestino" eulhalteu. — sFirmen, die einen Export nach Rumänien unter» Mlten,j löuuen im Aureau der Handels» uud Gewerbe» ^»nuer in Laibach mehrere wichtige Verordnungen des l>'Mänischen ^inauzmiuisterinm^, betreffend die zoll» 'Uulliche Behandlung der nach Alumänien eingeheudeu Oliven, einsehen. Auf Wunsch werden diese Verord-^Uligeu auch zugesendet. Telegramme des k. f. Ncichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. , Wien, 8. Juni. Nach einer Neihe tatsächlicher Ve» l'chligüiigcii ,u^^, die namentliche Abstiminung über den ^stcu Pnult der Resolution ^»ster^i«', woriu die Miß» "'llia.uug süv die Erteilung der >louzesswn au die bo^» '''sche Agrarbank auvgespröcheu wird, vorgenouunen uud b'l'ser T'(>il der Resolution luit 2^ gegeu 237 Slim-'',U'u abgelehul. Die Votumsabgabe der Minister Ni-u'lt'ti n„d 7.li,">ef lvird oou lebhasteu Pfuirufen feitens bn Opposition begleitet' die Abgabe des Volums durch ^'n Präsidenten Pattai ruft den Prolest der (5zecheu Mior. Der zweite Teil der Nesoluliou ^usler^i^ unrd '" l'iusach^- Abstimmung mit 243 gegen 227 Stimmen, ^' letzte Teil iu nameullicher Äbstimmuug mit 241 llfgeu l^37 Slimulen abgelehut uud sodauu die Resolu» !wn Niedlich iu deu ersten drei Puulleu einstimmig, '"l letzten Puulte, belresfeud das Verbot der Potierung ^^' Attien der Agrarbank mit großer Majorität au» ^'lwuiineu. Ebeuso N'ird einstimmig die oom Ausschllsse ^'lgeuoinmeue ^iesoluliou Morsey augeuommen, die ^- a. dem gemeiusameu Minister Vuriau das Miß-wueu ausspvicht- eudlich loird die Nesoluliou Sylvester, ^lresfcnd das Ministerverantwmilichteilsgesetz siir die ^lueinsdlneu Minister, angenommen. — Nächste Sit» ä"ug (i,i, Freitag. Aus dem Vlldgctausschussc. Wien, 8. Inni. I„ sortgesetzter Verhandlung des -«ornnschlages des Unterrichtsministeriums erklärt Unterrichtsminister Gras S t ü r g l h, die Unterrichts» "Moallung loeude dem Uuterrichtsluefeu, iusbesoudere ""' Mittelschulen lind deil Hochschulen, die regste Auf» '"Msamseit zu. Der Minister bittet um Ablehnung des s,M'agcs Lituil auf Streichuug der Post vou ?l«»<> K UU den deutschen Landesschuliuspetlor iu kraiu, begrüßt ^' 'ltesolulion Gorsli, betreffend das Hochschulwesen, >nd verlueist insbesondere aus ein Moment, welches siir .Aulen, insbesondere für Universitäten maßgebend sein ^»' daß sie „ich» im Wege erbitterten Kampfes, sou-^n im Wege des Einvernehmens der betreffenden "Mioneu kreiert werden. ^ortsetzuug der Verhaud-""N uiorgeu. Kreta. ,, . ^aris, 8. Juni. Die vier ttrela-Schutzmächte haben ""I leinen Neschluß gefaßt, um den Schutz der olto- 'nn'scheu T^ahiu» im T^alle einer Näumuug Gretas sei- '>-' der interuationaleu Truppenkontingente zu sichern. z. ^ario, 8. Juni. Der Ageuee Havas »vird aus . "stnnllnopel gemeldet! Es bestätigt sich, daß die Tür. 'die kretischen Echutzmächle ersucht hat, die inter» uuncill'n ?vnppenkontingente einftiueilen auf ^treta ,„, ^l^ss"» und daß sich die Türkei vorbehalten Hal, d ^"lle der ^nvüclziehuug dießr Truppeu, die seit Isj, ^"l'erionserklärung Griechenlands geduldete Ver» ,,,,^'N des gouveruemeutaleu Status quo'uichl mehr zu- ^.'"Ist'u und den Wnnsch hege, den früheren Stand der '"^ »oieder hergestellt zu seheu. Wien, «. Juni. Seiue Majestät der Kaiser hat mil Entschließung vom 2. d. M. den Landtagsabgeord. ill ten Leopold Freiherr» von A i ch e l b u r g . L a b i a zlim Laudeshauptmauil im Herzogtum Kärnten uud dei, Landtagsabgeordueten Dr. Gustav 8titter vou Met-n i tz zum Stellvertreter des Landeshauptmannes in der Leitung des Laudlages allerguädigst zu erneunen ge> ruht. Graz, 8. Juni. Die Neichsratsergäuzungswahl im zloeiten Wahlbezirke ergab die Notwendigkeit einer Stichwahl zwischen dem Deulschsreiheillichen Wa» st i a u uud dem Ehristlichsozialeu N e u n l e u f e l. Das Maudal hatte früher Dr. vou Derschatta iuue. Paris, 8. Iuui. Nach dem in der Schlußsitzung des höhereu Mariuerales aufgestellteu eudgiiltigeu Pro» giamme soll die französische Kriegsflotte bis zum Jahre U>19 45 Pauzerjchifse, 2 Auslläruugskreuzer, 60 Tor» pcdobootzerslörer, 84 Torpedoboote und 64 Uiitersee» boote besitzen. Vccanlworllichcr 3tcdaltcur: ^lnion F u n t c l. ^^^^^ für Kinder u. ^^ Autoritäten des In-^^^^^^^^D^^—^,^— imb ?lu«laudes empfehlen 2 ^R ^ I^M ^^^W „Kiifekc" als beste Nahrung bei Brechdurchfall, Diarrhöe, Erwachse»? ^..^^^^ Darmlatarrh «. l«?»)b-3 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 miu.______ 3 -T Itz^ ^ ^ , «..sich! Z3Z Z ZB Z«^ Z3 ^b d««Himme,«!Z3ß ^>____Z^ ^^ !____________________^'5 'I^^l.^NTi'TW^lj f.ii 3 NÖ. mäKiaT^halb bew. 1^ 9 U. Ab. 735 5! 14 9 windstill bewölkt______ 9.l 7 U. F. 736 1 > 14 0 » leilw. heiter < 1 5 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 1b 9°, Normale 16 9'._______________________ Wettervoraussage für den 9. Juni für Steier' marl, Kärnten und Kr a in: Abnehmende Bewöllima., mnhisse Winde, mäßig warm, unbestimmt, allmähliche Vcssciuna,; für das Küstenland: schönes Wetter, schwache Winde, warm, un-bestimmt, anhaltend. Seismische Verichte »md Vcobachtungen der Laibachei Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l, l. StnaZ H> 3 «'.«7 «^-S L ^ Km ll IN » ll m 8 II m 8 n m 8 I> IN ^ 8 "ber ^,7 ^^ 05 07 11 4U 07 42 - 0? 47 - 09 30 N 10.000 ^ (no) 6. 9800 07 01 00 0? 11 46 07 29------------ W V r i e st: 8. 10.300 0? 04 40---------------------07 4 ^< 06 08 24 « i (5 0) 8 — 07 0318 0711 18 07 37 18 07 46 18 0815 ^V Beben be richte:-* Am 4. Juni gegrn 21 Nhr 15 Min. Erdstoß dritten Grabes in Mesfina; gegen 23 Uhr Erschütterung vierten Grades ebendort. — Am 9. Juni um l Uhr 52 Min, A2 Scl. Beginn einer ssernbcbcnaufzeichnung an der Warte in Laiba ch. Die Vodenunruhe zeigt heute am 9. Juni eine weitere schwache Abnahme. » >z« bi'bco'c!'. N — drcijllchc« Horizm.lalpcnbcl vo» Ncl>r»r-M)!f!!, V » Milivsei^ul'ssiapl, Vilc.üiüi, W - W.cchci! Pci.drl. »» Dis )!!'i!,i„nal'!'» bsziciis» sich «»! '»iüsli'.üi'i'äiichs )isj! »..d .»sids, >'»,, Mi,!,!„>ich! Ins Mi!U'!,„icI,l <> Nlir bi« Ü4 Illir N'^lN». Verstorbene. Am 7. Juni. Marie ttlilec, Private, 80 I,, Bahn» hofgassc 25, Iii'sinciiitiZ odl-on. — Maria Rupnil, Försters. Witwe, 70 I,, Japeljgasse 2, 0»i-i76) 42-15 Erstaunlich rasch haben sich Maqgis Rindsuppe» Würfel u 6 .geller dir Sympnthic der vrrehllichm Halisftnuen erobert. Wer die Manssi-Würsel lcinit, ist tatsächlich voll des Lobes darüber. Jeder Würfel ergibt, nur mit siedendem Wasser nbera,ossru, augenblicklich einen Teller kräftiger, natürlicher Niiidsuppr. Beim Emlcms achte man stets ans den Namen «Mnga.i> .mid die Schichmarle «Krenzstern». (1WM>) Iur Photoaraphie für Umateure! Auerlannt vur. ziisslichc photossraphijchr Salon» uud Neiseaftparate, neue u»> übertroffeue Monieul-HaudapparaU', wie alle phowssraphischen Bedarfsartikel bei A. Moll, t. u, i, Hoflieferant. Wieu. 1., Tuchlauben i», Photographische Manufattui gegründet 1«54. Auf Wunsch große illustrierte Preisliste unberechnet. —' ^ ^EŽJMfcA^fc | B* *:**^'^^^Jt^_ T ™—1-iJ ^-pr f^L"^Hr^JH=g^^^p~'* Kinematograph Pathe (früher Edison). I'rograinni (4368) von Mittwooh, 9. Juni bis Samstag, 12. Juni: 1.) Die Horcher an der Wand (komisch). — 2.) Am Oberrhein (Projektion nach der Natur). — 3.) Der Schutzmann in der Westentasche (komisch). — 4.) Die Hexe von Sevilla (Drama in 20 Bildern). — 5.) Unsichtbarer Taschendieb (phantastisch in Farben). — 6.) Der Schafikopf sucht ein Duell. Elektrorediograph „Ideal" (im Hotel „Stadt Wien"). 3?xogia.z3ntnQ. von Mittwooh, 9. Juni bis Samstag, 12. Juni: 1.) Spitzcnklüpplcrinneuschule (Naturaufnahme). -~ 2.) Kulissen des KuHperltheaters (komischj. — H.) Galileo Galilei (Drama!. — 4.) London (Naturaufnahme). — 6.) Schulfreunde (sehr komisch). Zirkus Zavatta. Heute Mittwoch, den 9. Juni 1909 ringen: Uerishoff ? ? Rußland. Herausforderer. Rie 4-2«/, «. W. Silber («pril-Olt., per Kasse......99 60 99 8« 1880er Etaatllose 50« st. 4°/<,i6I —'«5-18L0er „ ,00 fl. 4"/„2>j0—226— l8«4er „ 100 fl. . . 292 - Ü98-l8S4er ,. 5« fl. . , «92 - 298 — Dom. Pfanbbr. il 120 fl. 5"/, 288 15 290-15 Vtaatsschuld d. i. «eichs- rate vertretenen König. reiche und Länder. Osterr. Voldrente steuerfr., V old per Kasse .... 4°/„ l,? 35 >i?-ob üsterr. Rente in Kronenw, stsr., per Kasse.....4"/» 9« 30 96 50 detto per Ultimo . . . 4"/„ 9« 30 96-50 dst. Investition« Rente, stfr., Kr. per Nasse . . 3'/,"/« 86 60 8S-80 Giftnb»hn»Klaat»schulö. »«rschltiduugln. ^lisabeth-Bahn l. G., steuerfr.. ,u w.novst.....4°/„ li«- >,?-. Franz Ioseph-Bahn in Silber (div. St.) . . . . 5'/<°„H8 20!i»«o «aliz. Karl Lubwlg-Bahn (div. Stücke) Kronen . . . 4"/„ 9i alizeftemptlil ^istntllhn.Aknlu «lisabeth-V. 200 fl. KM. »'/<"/„ von 400 Kr.....457 460 — detto l'lnz-Budwei« «00 fl. ü. W. S. 5'/.°/n .... 4,2 - 436 -belto Salzb«rgTirol 200 fl. ü. W, 2. 5"/„ . . . .424- 428 50 ltrem«tlll-V«lhn 200 u. 2000 Kr. 4«/".........193 - 155'- Geld Ware y«« Slaall zur Zahlunz üttl» llllmmtnt iN'Priorität«- PbligalillNtN. «Shm. Westbahn, 1?^b iferbinands-Norbbahn Lm. I88l> 97 40 »«40 detto Vm. 1904 9? !l> 98 !U Franz Ioseph-Vahn Vm 1884 detto 400 u. 500» Kr. »'/2-/<> «8 Ü0 88-K0 Vorailberaer Uahn Em, 1884 (div. Et.) Silb. 4°/o . . ««-75 97 7b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Golbicnte per Kasse . iiz-8e ii-!0b 4°/^ detto per Ultimo ii2-7b!i8 9b 4"/» ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 93 2<> »3-4« 4"/„ dcitll per Ultimo 9» 1" 93 30 5>/,"/„ detto per Kasse «3- 83;« Ungar, Prämien.Nnl. k 10« fl. «o^ 7t>li0!>-?f> delto k 50 fl 202 7l> ü0« ?f> Theih-Reg.-Lose 4"/„ . . . .I44?b'48 7b 4"/o ungar. Oiunbentl.-Obliss. 9» 41 94 4U 4"/» lroat. u. slav. Orbentl.-Obl. 943b 9b«b Andere öffentliche Nnlehen. B°«n. Landes-Nnl. (div.) 4°/,, 9»'l/,"/„ . . 89,c, lOo-ib 5"/„ Donau Reg.-Anleihe 1878 103-20 —- - Wiener Verlehrs-Anl. . . 4"/„ 96-4'> 97 4U<-90 detto (V. ober .) 1874 >20 nn >2l »n betto (1894).....93«,' »4«0 betto (Gas) v. I, 1898 . 86 30 97'2<' detto (ltleltr.) v. 1.1900 9e>-9b 9« !'b bettll sInv.-N.)V.I.1902 97-- 97-Ü0 Vörsebau-slulchen vcrlosb. 4°/„ 97 > »» - Russisch« Etaatsanl. v. I. 190« f. 100 Kr. p. K. . . ü"/„ —- —--detto per Ultimo . . 5"/« 99 2b 99-?b Vulg. Staats-Hypothelar Änl, 1892......6"/n !2i! b! !23 bu Vclb Ware Uulg. Staat« - Voldanleih« 1907 f. 100 Kr.. . 4'/,"/° 92-s>0 93 ,'0 Pfandbriefe usw. «odenir..llllg.»st.!.50I.VI.4"/n 9bü^ 962''» «öhm. Hypolhelenb. verl. 4"/„ 9? 7l> 9»-7b ttciitral-V°d.-Krcd.-Vl., üsterr., 45 I, verl.....4'/,"/,, 101'bn ,02b<> bclto «5 I, verl, . . . 4"/<> 972l> 9t»-üb Kred. Inst,, üsterr., f.Verl.-Unt. u. üffcntl. Ärb. Kat. ^,. 4°/<> 9b-40 9«-40 Lanbesb, d. Kön. Valizien und Lodom. 57>/, I. ruclz. 4"/„ 94 80 «b-»" Vtähr. Hyplllhelenb. Verl. 4"/„ 9« 0!> 9? 0I> N.-östcrr. Lande«-Hup.-Unst.4°/, 9?-.'>/,"/n 8»bN »9 b0 detto K.-Schuldsch, Verl. 3'/,"/° 8850 89-bu betto verl......4"/° 97- »!«' - Österr.-ungar. Bank 50 Jahre uerl. 4"/„ ö. W.....98'8« 99>»0 delto 4"/n Kr......9850 9» 5« Nparl., Erste i!st., 60I. verl. 4"/» l»9-in i,>o I« Eisenbahn-Prioritäts' Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 fl. E. . 104-Lb 105>»b Ctaatsbahn t-00 ssr..... 403- 4UL-— Tüdbahn ll 3"/„ Jänner-Juli 500 ssr. (per St.) . . . —»— —>- Südbahn k b«/a »i00 fl. E, 0, G. 118'l»« 119'9U Diverse Lose. D«zln»Iiche fns». 3"/° Nobenlrebit-llose 2«2 7b delto Vn>, 1889 ÄL7-?b 27» ?f> 5"/» D°nllu-Megul,-Lose 100 f! 2«?-" 27U-Serb. Präm.-Nnl.p. i0«Fr.2«/„ 9» 5l> N9 5« Mn»erzln»liche f»s«. Vudap,-Nasilila (Dombau) b fl. «1 40 2,-40 Nrcdülole 100 fl...... 500'— 510-— Elary-Lose 40 fl. KM, . . . i«0-— 170 — Oscner Lose 40 fl...... 2«0'— 220- - PalfsN-Lolc 40 sl, KM. . . . 210- 220-Rote» Kreuz, üst, Ges. v. 10 fl, 51'7b 55 7b Roten Kreuz, »ng. Ves, v. 5 fl, üN'Ld 3»5>i Rudulf-Lvse lo fl......«?'5<» 73-50 Salm-Lose 40 fl, KM. . . . 2k4'b<> 2Mnternthmnn8ln. Ai,sslg-Tepliyer Visenb. 500 sl. L»',b-- 2«8b-- Vühmische Nordbahn 150 fl. . 408-— 4>0 20 «uschtiehrader Eisb, 5,00 fl. KM, 28X0-— 29IU-— detto (!it. il) 200 fl. pet Ult. !»28-— 1034-Donau - Dampfschiffahrt« - Ges., 1., l. l. priv., 500 fl. KM, 92?-- 93» - Dur.'Äodcnbacher E,-Ä. <00kr, l>6b'— l<7b'- ^cr'dinanbü-Noidb. 1000 fl. KM. 54?«»- 54?«-^ Naschau - Odcrbcrgcr Liscnbahn 200sl. E....... «Slno »6» 7b i/emb.-Üzern.-Iassy-Vilcnbahn- Gesellschaft. 200 fl.S. . . 5«4-- 568' - /loyd, üst., Trieft. 500 fl.. KM. 450-- 45»'- Östcrr. ^liorbwcstbahn 20« fl. S. 452 50 46450 de»0 (lit. lt) 200 sl. S, p. Ult. 462 5» 4e4'50 Pran-Du^lltiseiil,. 100sl,abgst. 225-- 227 — Ltaalseiscnb. 200 sl. N. per Ult. 72l! 60 727-<'x, -übbahü ^00 sl. Silber per Ult. Ii0'7b 11175 Nüdnorbbentschc Veibindungsb, 20«fl. KM...... 40S- 40750 Iransport-Oes., iiüeru., N.-V. 200 Kr........ —- 92 — Ungar. Westbahn (Raab-Vraz) 200 fl. E....... 4W-— 41L-. Wr. Lolalb.-Ultien «1v3'- I!««»« jlenti. Bod.-Kredbl. üst, 20«fl. 570'- 580'-,Nred!ta»staI> für Handel und Gewerbe, »20 Kr., per Kasse -'- —-— detto per Ultimo 637 »0 «88 «u .«rcditbanl, ung. allg., 200 sl. 748— 749 — Depositenbank, allg., .ion fl. . 4b5'- 456-^ Oslomptc - Gesellschaft, nieder- östcrr,, 400Kr..... 602'^ 605- Oiro- u. Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 45V-- 4»4 — Hhpotheleubanl, 0st. 200Kr, b"/<> 291'— 29» -Länderbanl, Ostrrr., 200 fl., per Kasse....... —'- - - detto per Ultimo 403 Sa 454 — „Merlur", Wechselst»b,-Ultien- Gesellschaft, 2<>u sl. . . . L12-- 6t«'- Österi.-unnar. Ua„l 1400 <0 «erlehrsbanl, allg. 140 fl., . »40 2'. !>4'2l In»»ftlll'zlnltMt!i»ungen. Ba»gesellsch., allss. üst., 100 fl. '7! — <73 — Vlüzrr Kohlcnbcrab.-Ges. inofl. 72»'- ?l«7 — Eisenbahnverkehr«.Anstalt, üst,, 100 fl........ 414- 41N-— E«senbahnw,-Leihg., erst,. 100 fl. 2"»- lic>4 50 .Mbemubl", Papiers, u. V.-G. 100 fl........ 194 - 19S'^ Elellr.Ges, allg. vsterr., 200 fl. »87- 388'- (t!ellr,Gesellsch., intern. 200 fl. —'- —'- lNeltr.-Gesellsch,. Wr, in Llqu, 226- »27 »0 Hlrtenbcrgcr Patr,-, Zündh. u, Mct.-ssabril 40U Kr. . . ,050'- 1üb8- Llcsinger Uraucrci 100 sl. . . 2!«'— 222 - Muntan-Wes., üst. alpine 100 fl. 64,«'50 84« 5s ..Polbl-Hüttc", TiegclguWahl- ff.-A.-W. 200 sl..... 458' - 4«80'" >lima Murant, - Salgo-Tarjaner . Eisenw. 100 fl..... b?U?b 5748» -alno-Tarj. Kteinlllblen 100 fl. 577' 5««'^ ..Nchlöglmühl", Papierf.,2N0fl. 800'- »«>! ' .Schobnica". «.-». f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . . 49«-- 42«»» ,.SteUrerm>!hl",Pap!eis.u,l8.G, 440' 444 — Tlisailer Kohlenw-W. 70 fl. . 2!,l-50 293" Ilirl. Tabalregic-Ges. 200 ssr. per Kasse..... —'- "'— betto per Ultimo . , . »N2 - «69 --- Wafsens.-Ges.. üsterr,. 100 fl, . «43- «4« bll Wr. Vaugesellschast. I00fl, , . 16?>- '6? b0 Nlenerberge Zlegelf.-Vllt.Gel. 7»4— 7»»- Devisen. KulZl Klchlen und Kch,ck». Amsterdam....... 198-65 1»8»0 Deutsche Banlpläve . . , . 11? 40 l,7-6l> Italienische Panlplähe . . . 94-75 949,!' London........ 2«, 02' 24«'^ Puri«......... 9b-»n 95-4» ?t. Petersburg...... 253 75 254 — >ttirich nnb Äa!el..... 9b 2l> 95'4''2« 2N.ssra»len.Tti!'i! . , . 9l05 »^^ Nnbrl Ilnteu....... 2'b.