lnr Kunst, Wissenschaft und geselliges Leben. Nedigirt von Leopold Kordesch. ^ 94. Freitag am 22. November 1844 Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich zwei Nummern, jedes Mal ei» halber Bogen, und allmonatlich ein in Wien »on Meisterhand in Kupfer gestochenes kolorirte« Lostumebild, illyrische Volkstrachten in Doppelfigur enthaltend, in Oroßquart. Der Preis des Blattes ist in Laibach ganz» iährig S, halbjährig 3 fi. Durch die k. t. Post unier Louverl portofrei ganzjährig 8, halbjährig 4 fi. L. M, , und wird halbjährig »orausbczahlt. Alle k. k. Postämter nehmen Pränumeration an. I n Laibach pränumerirt man in der Buchhandlung des Herrn Georg Lcrcher am Hauptplatze. Ihre Blumen. Nach dem Fenster seh' ich gerne. Das mit Blumen bunt geschmückt — Wo durch zarte Blüten manchmal Gar ei» holdes Auge blickt, Blumen seh' ich freundlich lächeln Von dem Fenster früh und spat — Ach, »ls wollten sie uerrothcn. Daß sie ihr es abgespäht. Und ich hör' sie zu mir flüstern. Sucht oft sehnend Sie mein Blick, Ach, als höhnten sie mich leise, Daß mir unbekannt ihr Glück. Und ich blicke gar so gerne Nach den Blumen hold und mild — Denn auch manchmal hinter Blüten Zeigt sich Ihr noch schön'res Bild. Angestrahlt von Ihrer Blicke Süßumwob'nem Zauberschcin — Angeweht »on Ihrem Hauche, Möcht' ich eine Blume sein! — Narciß Moitha!, Das Posthaus der Steppe. Novelle von Leopold Kordesch. enn der Reisende das südliche Frankreich von den Grenzen des Departements du Gers gegen das Ufer des Meeres durchzieht, so sieht sein Auge nichts, als eine unermeßliche, morastige Ebene; er wird überrascht bei dem Anblicke dieser trauri­gen, aber für den sinnigen Bewunderer der Natur nicht uninteressanten, großartigen Einode. Es ist das Steppen-Departement (Departement