Nr. 70. Montag, 27. März 1905. 124. Jahrgang. Laibacher ^eituna. !»hriu >!^"'°"s ylllWhiig ii l<. Für dir ^uslclUmg ine Haus ganzjährig 2 X. — InscrtionsgrbUhr: Für llrine ^ vMeraic bis z» 4 Zcilc» 5U !l, größere pcr Zrile 12 !i: bri iiftercil Wicdrrholuilgcn por Zcile 6 d. 1 ^ Die »Laidacher Zciluilg» crjchrint täglich, »»it Ausnahme der Eoim- und Feiertage. Die Admiuistrntiuu bcftudet ' sich ttougresiplay !iir. 2, die Ncdaltiu» Nalinalingalie Nr. id. Sprcchstuuden der !)lcdattwu vun u l»is id UHi ^ uurnlittags, Unjranlierte Äriefe werden nicht augenoinmen, Manuilripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. Verordnung des Finanzministeriums vom 20. März W05, ^lnit für den Monat April 1!)(15 das 3lnfgcld ^tuiunt wird, welche bei Verwendling von Sil- "Mldm znr Zahlnlig der Z o l l g e b ü h r e n zu eittrichtcn ist. ^ Mit Bezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom ^- Mai 1882, R. G. Bl. Äir. 47, wird ini Ei,i -^'nehmen init deni kön. ung. Finanzministerium ur d(!i^ Geltungsbereich dos erwähnten (Asches uno sur den Mouat April l!)05 festgesetzt, das', in ,,M"ugen Fällen, in lvelchen bei Zahlung von >>"llen und Hcebeilgebühren, dann bei Sicherstellnng ^U'ser Abgabeir statt Goldgnlden Silbergulden zur ^"Wendung kommen, eilt Aufgeld von neunzehn- myalb (1!)'/2^) Prozent in Silber zn eiürichten ^' Kosel iu. i). drusf^." ^- März 1W5 wurde in der t. t. Hof» und Staats-3tei?" ^"^ ^^ u"b XtV. Slück der polnischen Ausgabe des lHSgesetzdlllttes ausgegeben Ulld verselldet. 23 q?/^ ^" Amlsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 22. und iu,'-"^lz 1W5 (Nr. Mnder Preßerzeugnisse verboten: ,m-f ^schiedcne Photugraphicu samt Katalog mit dem Titel: ^came Pholograpyim — die iUinst zu genießen.» ->5 ^^ «Fallcnau«Königsberaer Volkszeitung» vom 15.Lenz-«>ond (März) 1805. «Gillsliher Nachrichten» vom 15. Lenzmond (März) 1W5. 1^05 ^^ '^eudeter Nachrichten» vom 15. Lenzmond (März) ^i. 11 «5,'uvy ^illuü»»^ Dülnlk, vom 17. März 1905. "i. 21 «>iuvä Oudu» vom 15. März 1W5. für k^" ^^' ^"s wurde das IV. Stück des LandesgeselMattcs "lau, ausgegeben uud versendet. Ar l' ?^^be eulhält unter ' ^k ^undumchung der k. k. Landesregierung für Krain vom ^' Äiärz 1<105, Z. 4'.150, mit welcher i,» Einvernehmen UM deul traiutschen Lündesausschusse au Stelle der Ge> "euide Planina dic Gcmeindc Oberloitsch als Schul" Itattoiisgemeiude destinimt wiid, 3ii 7 v ^ Verfügung tritt aul l. April 1905 in Wirksamkeit, ' l t>le Kundmachung des l. k. Laudespräsidenteu in Kraiu vom 15. März 1W5, Z. 4885, womit das Offentlichteitö-lecht des busnisch-herzegovinischen Gemeindespitals in T>cr-vent anerkannt wird. "on der zitedatlioil des Landesgesetzblattes für Äraiu. ^^,„ Laidach a:n 24. März l»105. Nichtamtlicher Teil. Mazedonien. Die „Pol. Korr." meldet: Der von uns kürzlich verofieittlichle bericht aus Salonichi, welcher dle lHueililialilät, einer neuen Vewegung gröberen llinsangs in Mazedonien für oie nächjle ^jeu antun-oigle, imrö in einer uns aus Sopyla zugehelweu Mitteilung als übertrieben erklärt. Auf Grund von ^.nformationen aus verschiedenen bestunterrichteten ^reifen lasse sich die ^!age in Mazedonien in folgender ^eise tennzeichnen: Die Visher ill mazedonifchen ^^reisen eingelei-tele Attiolr ist, soweit ste llicht zu den vor langer Zeit uuieruommenen Rüstungen im ^.ulierii Maze^ oouieus gehörl, lvelche >eii meyr als Jahresfrist voll der Duneren Orgaltlsatioil betrieben werden, auf eiuzelue ohlle ^inveruehmen mit der Inneren Orga-ninnmn vorgehende Vaildensührer, liiller oellelt namentlich Boris Sarasov zli liellllen isl, solvie aus die bejoilders in der letzten Zeit erhevliche Taugteit der <^oltc:evgruppe zurückzuführen. Die Aktion zielt in erster ^inie auf die völlige Vernichtung der Ser-ben^ liild Griechellbandeli av, wobei es sich vielleicht mehr um Rache-Atte als um Propagandazwecke lirchlicher oder nationaler ^atur hanoeln dürste; sie ist also nicht gegen die türtische Bevött'erung ge--richtet, am allerwenigsten aber als allgemeiner Aus Iiano gedacht und geplant, sondern solt, hauptsächlich durch tätige Verbreitung des Ausstandsgedantens die Bevölterung für einen in einem spateren Zeit-puntte eveiitnell zu entfachenden Ausstand vorbereiten. Von den leitenden Personen der Inneren Organisation wird versichert, oasH von Seite oer Leitung dieser Organisation, welche wegen ihres fast ausschließlichen Einflusses auf oie mazedomsche Bevölkerung alleilt in erster Linie in Betracht tommt, bisher keinerlei Beschlüsse über, das ün bo vorstehenden ^rüh^ahre zu besolgeilde Verhalleii, also auch über die Frage, ob überhaupt uud zu welchem Zeitpunkte ein allgemeiner Anfstand zu entfachen wäre, gefaßt worden sind. Die bisherigen stampfe und Zusammcnstös;e sind auf vereinzelte Unternehmungen abenteuerlustiger Führer zurückzuführen, lvelche sich der Orgauisationsdisziplüi enl' zogen haben; die in manchen Gegenden signalisierie Bandenbewegung aber ist auf dle allgemeinen Rüstungen zurückzuführen, wobei die im Hi)inter bestehenden kleinen Bandent'aores zu gröslereu ^amps- einheiten von fünfzig bis sechzig Mann formiert werden. Es wäre alfo höchstens eüte Zunahme der Rüstungen der Inneren Organisation für einen Ausstand zu verzeichnen, lvelche die Organisation instand setzeit sollen, zu einem gegebenen Zeitpunkte eventuell einen Aufsland hervorzurufen; dies soll aber erst in einem, in den nächsten kochen in Mazedonien abznhallenden .Kongreß zur lHntscheiouna. gelangen, ^cach der ^rklärung 0er leitenden Kreise der Inneren Organisation hätt man in diesen kreisen den fetzigen Zeitpunkt für einen Aufstand durchaus nicket für opportun. konsultative Vertretung in Rußland. Man schreibt aus St. Petersburg: All die tLinsetzung einer Commission unter dem Vorsitze des Ministers des Innern, Staatssekretär A. G. v. Bu-lygin, lvelche sich mit oer Ausarbeitung des Projektes einer konsultativen Vertretung vesassen soll, sind vielfach übertriebene Erwartungen geknüpft worden. )^>ie bereits in einer srüheren Mitteilung hervorgehobeil lvuroe, tmut au oie Einberufung eines Zemski^ ^obor ullter den heutigelt Bedilt-gungen llichl gedacht luerden. Hierilt haben sich weder oie Verhältnisse noch oie Absichten der masM' venden ölrelse geaildert. Die lieu emzuberusende ö^ollllllissioil ym üieselbeit Fragen — nur in etwas erweitertem Maße — zu lösen, wie die durch oen kaiserlichen Erlau vom ^5. Dezember 1U04 angekündigte, jedoch liicht zur Einberufung gelangte ^oln-missioil für die Revision der Städle- ulw Zemstvo-Verlvaltung. Es soll das Projett einer ständigen Commission geschaffen werden, bestehend aus den Vertreterit der Städte und Zemstvos, dereit Aufgabe die praktische Ausarbeituug der vom Minister rate auf die Tagesordnung gestellten Gesetzentwürfe werden soll. Dle Zeit und Mühe raubenden legislativen Vorarbeiten, die bis jetzt von rein bureau-lratijchen Instünlionen mit einem sehr groben Zeit-answande verrichtet wurden, sollen somit den Vertretern der Zemstvo-Selbstverwaltung anvertraut werden. Ähnliche beratende Commissionen — nur, mit einem engeren Arbeitsprogramm — tagten schon ilt den letzten Jahren. Es sei nur an die Commission zur Förderung der Xtandwirtschaft unter dem Vorsitze S. v. Wittes oder an die Commission zur Hebung der ökonomischen Verhältnisse ill den zentralen Gouvernements unter dem Vorsitze W. v. .^okovcevS erinnert. Beide Kommissionen bestan- Feuilleton. Ihre Autwort. Nach dem Englischen von A. Alerrick. ^ .^u'in lieber Freund! Sie haben mir die Ehre vlesoi^ in,! meine Hand anzuhalten. Sie erinner ^ ."uch, das) ich »loch eine junge ^rau sei und das; j'"ne ^itwenschaft — meill'völliges Alleinsein, ^. ^^^' )a keine Kinder — länger währt, als die ?- 'auer um den Dahingeschiedenen und die Regeln — es gestatteil. Ich erwiderte dies: "<)le Erfüllung Ihres Wu'isches ist ein Ding der H!",uu^ulK,tt/ Und dann fügte ich hinzu: ^,Das ^"d, da^ Sie lieben, ist Ihrer ^iiebe und Achtung s^s ^' ^^'"'^ ^' ^l ein feiges Geschöpf." Sie aber ill ^' "^"" ^'^ unnlöglich." Ulw doch ist es wahr! k'd^ l^"" ^'ugen Sie! Ich bin allein, denn ich habe ^ . ^ Einladung für heute abend abgelehnt und habe ^ ue andereGesellschaft als das hellflackernde Fener ^ ""Mm, uitd da drängt es mich, Ihnen meine ,'us> ^l erklären — mein Herz vor Ihnen blos; ','/^en, ^„^ ^. ^ kenileii lerileil lind mich viel-'^t^be,nilleiden. , Ich will Ihnen zeigeil, wie^ren ein Mensch sein "u, Ulld doch wie verächtlich, soeben hat der Die-a, s ^ Pyraniide von Hyazinthen ans den Tisch. "l dem ich schreibe, hingestellt. Jemand sandte sie mir, ich weiß nicht wer; der starke Duft erfüllt den Raum; Balzac sagt mit Recht, daß Gerüche uns lebhafter alt die Vergangenheit erinnern als Worte. Das Parfüm dieser Blumen paart sich in meinem Geiste mit den Wonnen meiner Jugend; es wird Frühling nm mich her, ich sehe mich als siebzehnjähriges Mädchen im weißeil Batistkleide im Walde sitzen, nieine frischen roten Wangen bedürfen keiner „Eosmelique", ich sehe, mich all der Seite meines liebsten, meines Gallen — den Sie mich vergessen macheu wollen. Ich bin nicht mehr einsam, auch ohne die Flammen im Kamin! Die Vergangenheit ist mit mir, wenn ich den Duft der Hyazinthen einatme . . . ^ucian ist aufgestanden, er sieht nnch illit vorwnrfsvollen Blicken an, er steht vor mir genau alt dem Platze, an dein Sie mir Ihre ^iebe erklärt haben. — lassen Sie mich meine Gedanken sammeln, um meine Selbstanklage in die richtige Form zu fassen. Ich lebte in einem stillen Winkel der Bretaqne mit der Tante, die mich vor kurzem zur Erbin ihreo Vermögens eingesetzt hat. Unsere Lebensführung war die denkbar einfachste; trotzdem meine Tante eine wohlhabende Frail war, waren ihre Ansprüche sehr bescheiden; weit entfernt, die kleine Welt, in der Nur lebten, durch Auswaud zu blenden, lobte sie die sie umgebende Einfachheit und paßte sich ihr an. Wenn ich zurückdenke, so erscheint mir das Xleben, welches ich bis zu einem gewissen Maitage führte, entsetzlich eintönig. In jenen, Tagen erschien eilt junger Maler in unserer Gegend. Er kam in unser Städtchen, um Skizzen zu machen, und brachte einen Empfehlungsbrief an einen unserer )1lachbarn mit, den er sonderbarerweise — so erzählte er mir später — abgegeben hatte. „In der Regel", sagte er, „gebe ich derlei Briefe nicht ab, sie sind eine Qnclle der Belästigung für denjenigen, der sie abgibt, ebenso sehr wie für den Empfänger. Und doch muß mau dankbar sein für die Gutmütigkeit, die den Grniid dieser Unannehmlichkeiten bildet." Der Nachbar, an den er empfohlen war, war ein be währter Freund meiner Tante, und bei einem „Abend" kurz nach seiner Ankunft — bei einem Abend mit Himbeersaft nnd Kuchen — lernten wir nns kennen. Ich will nicht in die näheren Details unserer Bekanntschaft eingehen, und so lieb ich ihn anch später gewann, ich erkläre es ganz offeil, daß ich an jenem Mai Abende das Halls unseres Freun des in keiner tiefen Bewegung verließ. Ich empfand bloß das natürliche Vergnügen, welches die Huldi gling elites begabten und schöllen Mmmes in d^r Brnst eines jungen, in tiefer Abgeschlossenheit ans gewachsenen Mädchens wachruft; die Frauen ver^ liebelt sich — ich hasse diesen Ausdruck - wett seltener an den ersten Blick als die Mimier Bc. de ^iiei ist die "iebe vorerst eine geistige, d,e ich ^näherer Äekmmtschaft entlmckel^bei den Mannern hingegen beginlit fie nnt den binnen und er- Laibacher Zeitung Nr. 70. 596 27. März 1905. dm znm Teil aus frei gewählten Vertretern der Zemstvos und der Adelsversammluugen. Von diesen beratenden Konferenzen wird sich das nen zu schaffende konsultative Organ nnr durch seine Stäu-digkeit und durch den weiteren Umfang seiner Aufgaben unterscheiden. Politische Ueberftcht. Laib ach, 24. März. Die „Bohemia" erklärt, der Wert der Dc^ batte über den Antrag Ders ch atta sei unverkennbar. Allerdings, praktische Folgen werde der Antrag vorlänfig nicht haben. So lange die Ungewißheit über, die Entwicklung der Krise in Ungarn andauere, werde das österreichische Abge orduetenhaus über die in derAnnahme de^Antrages enthaltene Demonstration nicht hinausgehen tön nen. Aber der Beschluß zeige genau den Weg, den man in Österreich beschritte, sobald die neue uuga^ rische ^Itegierung von dein Boden der 1867er Gesetz gebuug abrückte. — Der „Hlas Naroda" meiut, erst wenn der iin Sinne des Antrages Derschatta zu wählende Ausschuß konstituiert sein werde, werde sich zeigen, ob das österreichische Parlament der Aufgabe, die es dem Ausschüsse übertragen, Wirt lich gewachsen sei. Sollte sich auch im Ausschusse die Debatte in so unsicherer und allgemeiner Weise ge stalten, wie dies im Plenum der Fall gewesen, so werde die Wahl des Ausschusses wohl überflüssig gewesen sein, da dieser bald vor vollendete Tatsachen gestellt werden dürfte. Zu den Wirren in, U n gärn schreibt die „Politik": „Man hat auf dieMagyaren solange Rücksicht genommen, bis sie glaubten, es gebe für ihre Begehrlichkeit überhaupt, keine Grenzen mehr. Diesem Wahne will man nun begegnen. Der Kaiser hat zwei Monate lang allen Einwirkungen widerstan den. Wenn gerade die ungarländischen Politiker, die dem Kaiser und König so unendlich viel verdanken, es jeht in seinen Greiseutageu auf eiuen Konflikt ankommen lassen, so werden sie die Folgen davon tragen müssen. Bis jetzt war in diesem Widerstreite der Meinungen und Interessen die Krone allem im Vordergrunde des Kampfes. Den Versuch, die Völker Österreichs zusammenzufassen, hat man nicht gerade in der glücklichsten Weise gemacht. Man hätte es ihnen ermöglichen müssen, ihre Zwi-stigkeiten untereinander beizulegen oder sie zu vertagen. Dann werden es die Magyaren an ihrem eigenen Leibe verspüren, daß es noch eine Macht in Österreich gibt, an der ihre chauvinistischen Gelüste abprallen." Wie man aus Konstantinopel meldet, ruft dort der Kreuzer „Szigetvar", auf welchem der Kommandant der in türkischen Gewässern weilenden k. und k. Eskadre, Kontreadmiral Pietrnvti Ritter von Sicmuszova, mit seiner Suite gestern eilige troffen ist, allgemein großen Eindruck hervor, da fremden Schiffen von solchen Dimensionen (die „Szigetvar" hat 2!M) Tonnen) bisher die Erlaubnis zur Passage der Dardanellen selten erteilt wor^ den ist. In Sophia erscheint seit kurzem ein neues Blatt „Valkanski Eonrricr", das von Anhängern der mazedonischen Inneren Organisation herausgegeben wird. Das Blatt erklärt, daß es das Programm der Inneren Organisation verfechten wolle, dessen Grundsatz die Worte Gladstones bilden: „Mazedonien den Mazedoniern". Die Ziele der Inneren Organisation sollen in dein neuen Blatt unterstützt werden, uud zwar: Befreiung Mazedoniens von allen Einflüssen der Nachbarländer, volle Unabhängigkeit vom Fürstentum Bulgarien und Streben nach Bilduug eines autonomen Mazedonien als politischer Einheit. Dieses letztere Streben soll zugleich die Basis für die Ver-wirl'lichuug der Idee einer Balt'aufooeration bilden, welche als die Grundlage der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der Balkanstaaten hingestellt wird. Wie man aus Lissabon, schreibt, habeil dort mehrere Nachrichten eines augeseheneu Pariser Blattes über, diep o l i tisch eL a g e lebhaftes Erstaunen hervorgerufen. Dem betreffenden Journal zufolge soll die Regierung hinsichtlich ihrer politischen Gegner zu, administrativen Verfchickungeu gegriffen haben, welchem System mehr als zweihun oerl Personen zum Opfer gefallen wären. Die Erregn ng über diese Vorgänge habe zu einer heftigen Kampagne gegen die Regierung geführt nnd gelange in zahlreichen Meetings, die im ganzen Lande abgehalten werden, zum Ausdruck. Man findet es iu Lissabon unbegreiflich, daß ein hervorragendes ansländisches Organ der öffentlichen Meinung über die Ereignisse in Portugal in so krasser Weise irregeführt werden lauu. Die Behauptuug, daß iu Portugal administrative Verschickungeil möglich seien, sei einfach undiskntierbar. Es habe auch niemand Kenntnis von regierungsfeindlichen Meetings, im ganzeil Königreiche herrfche vielmehr seit den Wahlen politische Windstille. Manche wissen sich die erwähnten Schilderlingen kanm anders zu erkläreil, als dlirch die Annahme, daß der Berichterstatter des betreffenden Blattes am Ende des Karnevals einem Spaßvogel aufgesessen ist. Tagesneuigleiten. — (Das „I u ckpulve r" i m Dien st e d e r Justiz.) Man schreibt aus Kopenhagen: Den dänischen Richtern scheint eö vorbehalteil zu sein, der Justiz neue Mittel nnd Wege ausfindig zu machen. Vor eini-ger Zeit hat ein dänischer Nichter mit Hilfe eines „Gedankenlesers" ein Geständnis erpreßt; heute ist oon einem seiner Kollegen zu melden, der sich einem llntersuchungvg.iangeneli gegenüber mit Erfolg des — „Iuckpulver^" bediente. Der hoffnungsvolle Jurist heißt Klau.ma.nn, ist noch sehr jung und bekleidete bio vor tur^em die Stellung, des Vertreters eines Haroeovogtes, der auch als ländlicher Aezirksrichter fungiert. Ein der Brandstiftung verdächtiger junger Bursche war es, der dem Herrtl Untersuchungsrichter viel Kopfweh bereitete; trotz aller Kreuzverhöre, die oft nächtlicherweile stattfanden, leugnete der Bursche hart näclig jede Schnld. llm dem Häftling den Aufenthalt im Gefängnis so unerträglich wie nnr möglich ^u machen und in der Hoffnung, auf diesem Wege ein Bekenntnis zu erlangen, verfiel da Herr Klaumalm anf die einem Nichter alle Ehre machende Idee, das Nachtlager des Arrestanten mit sogenanntem „Inck-pulver" bestreuen zu lassen; und gleichzeitig erging a:i den Gefangenaufseher die richterliche Aufforderung, dem Burschen mit passendeil Zwischenräuiueu und am liebsten während der Nacht einige derbe Prügel zu ver» abreichen. Und wirklich, beide Mittel, in reichlichein Umfange angewendet, wirkten verblüffend. Der junge Mann gestand, ward verurteilt, bestraft und freigelassen. Darauf aber widerrief er sein „Geständnis" und führte es auf die erlittenen Mißhandlungen zurim, In dem, nnnmehr gegen den Richter Klamnmm l'lM' neten Verfahren leugnete dieser alle ihm vorgehaltenen Vergehen; unglücklicherweise aber hatte er si^! inzwischen mit dem, Gefangenwärter entzweit und des^ seil Aussage brachte ihn zn Falle. Er wnrdc zu dw Monaten Gefängnis verurteilt, legte Berufung cm und bewirkte auf diese Weise ein? Erhöhung des Straf' niaßes auf vier Monate. Ständig aber leugnet H^ Klaumann. Db nicht eine Dosis „Iuckpulver" helfen sollte. . .? — (Ein verhängnisvoller Scherzi Ans Paris wird berichtet: Edmond blouse wolld' sich den Spaß machen, sein? Frau einmal tüchtig,i" erschrecken nnd legte zu diesem Zweck ins Bett eine angezogene Wachsfigur, an der er Kopf nnd Hand m>l Hilfe von Gummi leicht an den, Rnmpf befestigt hatt^ Dan» versteckte er sich hinter einer Draperie, mn 5" beobachten, welche Wirkung der Scherz haben wiir^-Als die Frau ins Schlafzimmer kam, wollte si? ^ Halbdunkel nach der Hand ihres Mannes greifen,! aber die kalte, feuchte Hand der Wachsfigur löste B vom Arm und blieb in ihrer Hand. Mit einen' Schreckensruf ließ die entsetzte Frail die Hand fahr^ und auf den Boden fallen und umschlang nun nm beiden Armen den Hals der Figur. Als sich jetzt cM auch der Kopf vom Rumpf trennte nnd auf den Fut,!^ booen rollte, stieß die Fran durchdringende Sch^ au<' und rannte wahnsinnig die Treppen hiiiUN^ wo einige Nachbarn sie aufhielten. Es stellte sich bal^ Heralis, daß die Frau tobsüchtig geworden war, u>u man brachte sie ins Irrenhaus. Als dor Gatte von der Hoffnungslosigkeit des Zustandes seiner Frau benau!' richtigt wurde, machte er seinem Leben durch ^'" ein Ende. — (D e r z n r ü ck g? bIiebene K amera d.) Von einer eigentümlichen Erhumiernng weiß "' „Straßburger Vürgerzeitung" zn berichten. In dew Dietrichschen Walde an der Straße von N'ixingen naw Förchingen befindet sich eine sorgsam gepflegte, e'" same, von einem .ssreuze überragte Grabstätte, m'W die Inschrift trägt: „Hier ruht ein im Kriege 1«70/l871 zurückgebliebene' Kamerad." An diesem Grabe wurden seitens des Krie^i'' Vereins der Veamteukolonie Deutsch-Avricourt "^ Beginn der siebziger Jahre ab jährlich Blumen u>u ,<,lrän.;e niedergelegt, sowie ehrende Gedächtnisrc^, gehalten. Vor einigen Tagen sollte die deiche ^-' „Kameraden" anogegraben werden. Man fand i"^ nichts als die stark vermoderten Überreste eines g>^ knochigen Pferdes. — (Väterlicher Nat.) Vater (zu st'"" Tochter): „Wenn dn dich nach einem Mann musclM»' so achte vor allen Dingen darauf, mein Kind, ^' er intelligent nnd energisch ist, und mache es lN^, wie deine Mutter, die nnr auf Geld gesehen ^u- Der Gelehrtenstreit um das objektive Vorhandenst der Blondlotschcn N-Strahlen. (Original Bericht drr «Lllibachcr Zeitung».) (Schluß.) A. Charpenrier will bemerkt haben, daß 1'^ Strahlen anch vom lebenden, Körper, E. Meyer, ^ sie auch vou Pflanzen ausgehen. Nach LepinaY ^ regeil auch tönende Körper infolge wechseln derSpa^ hebt sich erst später zu einer Verstandestätigkeit. Nein, ich will Sie mit der Geschichte uuserer Liebe ilicht ermüdeil-, ich sage nur, daß uns eine so mächtige Sympathie zueiuauder hinzog, daß^Lucian mich eines Nachmittags — es war der Tag vor seiller Abreise nach Paris — fragte, ob ich sein Weib werden wolle. Wir standen vor der Staffclei, an der cr gemalt — in dein Wäldchen neben uuserem Wolmh'aus. — Das Bild aber war keine Landschaft — es war mein Vild! „Es ist fertig", sagte er, Pinsel und Palette weglegend, „und nun gehe ich." llild dann fragte er, ob mich feine Abreise gleichgültig lasse. Ich kann mich nicht mehr an meine Antwort erinnern. Wie kommt es doch, daß die Worte anderer so lebhaft in uuserem Gedächtnisse fortlebeu, während die unseren längst vermischt sind? Ich taun mich an meine Antwort nicht erinnern; seine Worte aber höre ich, als wenn sie gestern erst an mein Ohr ge klnngen hätten! Wir gingen dann zusammeu -,u unserer, Tante. Ein Sonnenstrahl fiel dlirch das Feuster, er spielte auf ihrem Gesichte, sie wandte sich uns lächelnd zu und harrte neugierig der kommenden Dinge. Der Gerlich der Hyazinthen ist zu stark. Die Luft ist drückend geworden! Warten Sw, mein Freund, bis ich Luft geschöpft haben werde. (Schluß folgt.) Familie Hormann. Roman von Alexander Nömer. (20. Fortsetzung.) Flachdruck verboten.) Das Haus lag weit zurück im Garten, von beiden Zeiten führteil breite Saudsteiustufeu auf die sälilengeschmückte Nampe. Dunkle Lebensbäninc stanoen ail deren jvnß wie ernste Wächter eines Heiligtums, und blühendeOraiigenbäunie, an delleil goldeue Früchte zwischen den Blüten aufglühten, waren auf den Etufeu aufgestellt. Ruth staud atemlos uud stauute. Der Vorgarten war leer, auch aus dem Hanse draug kein Laut. Herabgelassene Jalousien hicr nach der Sonnenseite gaben ihm das Ansehen, als sei es unbewohnt. Zaghaft, niiter wildem Herzklopfen öffnete Nnth die schwere, eiserne Gitterpforte. Sie gab einen knarrenden Ton und fiel schwer hinter ihr ins Schloß. Erschrocken, wie angewurzelt blieb sie ein Weilchen, anf ihrem Plah. Aber nichts rührte sich. Still, tot lag die Zaw berwelt da. Allmählich ermannte sich Nuth uud schritt vorwärts auf dein gewundenen, mit rötlichem Kies bestreuten Wege, an der Flora vorüber, die ans ihrem Füllhorn die steineruen Blumen über die lebendigen schüttete, an dem Merkur, der mit seinen beflügelten Sohleil zu fchweben fchieu, um fortzueilen von i^ nenl Postament. .,. .Icht flog sie die Stufen hinauf und stand v" der breiten Eingangstür unter deu Säulen. Verwirrt gewahrte fie, daß die Tür l^,,?,,! schloffen war — aber — ihre Gedanken kl"" ^ sich '^ bei der Tante schellte man, bevor man ^ laß erhielt. . „f Ihre umschleierten Angen suchten den.""^ der elektrischeil Klingel uud fanden ihn -^ '"^ stitiii drückte sie, schrill klang der Ton durch "' stille Haus. >,,^ (5s dauerte eine Weile — es dünkte ste " Ewigkeit — angstvoll, ungeduldig läutete su' ^ zweiteumale — da endlich — schwere Tritte w" ^ driunen den Flur eutlaug. Die Tür wurde ^N' ' eiu ältlicher Dieuer, ein'Neger in duiiklem W'^. blickte verwundert anf sie nieder. „He was ist? Warum läutest du so ung"" ' Der Mann sprach deutsch mit seinem NeH akzent, sie verstand kein Wort. Sie schüttelte 'y^ Kopf. „Doii Enrico" — kam es fcheu und M" von ihren Lippen. ,^ „Don Enrico?" wiederholte der Diener, " betrachtete das Kind näher. „Wer bist du?' .^ Sie erriet die Frage uud antwortete i", „I am liutb Iloriuuuu." .jacher Zeitung Nr. 70. 597 27. März 1905. dl//^" ^Strahlen. Blondlot fand, daß feste Körper im?> ^^^^nienprefsen auch dann N-Strahlell aus-uiss^ ^^^^' ^' !^h '" eillem künstlicheil Spalilllillgs-,^^, befinden, wie z. B. schllellgetühltes Gtav ^'liuun) oder gehärteter Stahl (Taschenmesser). ^ führend nun die französisä)en Physiker immer Älu > ""^ ^ ^ Nichtigteit dor Beobachtuilgen (Cl^' "' "bringen, ertlären die deutschell, Forscher !)tul "' ^^^h- Drude, Kallfmalill, Lummer und Älu ^^ ^^' Phänonielle nachprüfend, turzweg, daß jchu "'^ >""^ Anhänger bloß Opfer von Täu-"Ng^n sind. Die Physik der N-Strahlen lväre denl-^^Physit^r Visioncn. ' l^ T^l.' Iiihrcr der Gegner Bloildlols ist der be-dio ^hl)siter Lumnier. Bei neuerell Versuchen, l^"'l"usalu lliit Lummer Herr Rudmö ausführte, di/^ ^^^ "" Dr. E. Gchrcke, luie lynchtet lvirü. ^,, ^lfordornng. folge>ldes von Bloudlot allgegebeue Pros?^^^^ ^ lviederholeili Man uähert eiuell ge-l.'in ?'^' "^" "^ Spanlmng befmdlichell Körper, z. B. ^ ,^>^"liuchcr oder eille Glasträne, eiiler schlvach ^ )tl.'lid^n Fläche, z. B. einenl, Phosphoreszenzfchirnt. -lllli'V^^^ ^""n niit gut ini Dliilkelll ausgeruhtem >»l!n ^"^"^let, fo soll Ulan nach Bloudlot wahrlich-,ilön . ^^^ Schirul infolge der von deui, gepreßten l>lud>'^ "^^^^ndoten N-Strahlell heller leuchtet, stuhlt "^"6ab Gehrcke als N-Strahlenquelle eine ^ ^^' 3eile. I,n Dunt'elit sitzend, tonnte Gehrcke halt«"^ ^^ Phosphoreszenzfchirnl iil der einen Hand bur,/ ^'^ '"^ ^^^' anderen Haild die Felle an den ^lw^ ^^"^^ Befonnung zulll, beuchten erregten ^^ ^ ^^^äen^schirin heranbringen.Ebensowenig wü ^^'üer und Nubens wollte e5 Gehrcke indes gelin-iind'l>^^ ^^^ ^^ geriilgfte Spur einer Helligteits-etlva ^^ ^" beinerten. Als er den versuch jedoch nii„^^^^zierte, erhielt er eine Wirkung. Er führte ze,^s_! / ^leFeile an dcr unterenFläche desPhosphores-duui^ ^'^'" ""la>lg, so das; sich also der für Licht ü<>r ^ ^durchlässige Phosphoreszenzfchirlll oberhalb iiilu^"^ ln'faud. Dabei lonnie Gehrcke gleichseitig b^^ ^nd hören, wie die Feile den Rand der Pappe "ufm>t ^^ luelcher das phosphoreszierende Sulfid ^"^aell luar. Unter diesen Umständen beobachtete ^ut s """' ^b der Phoophoreszenzschn-ni in der ^rü?^ '?^^'^^'lt änderte: es fnhr wie ein Schatten ^>i.i ^ ^^' ^'^lul die Feile an der Unterseite ent-^ iickl ^ ^urde d^e F^ile ruhig gehalten, so war l>»n^ ""glich, oin Gebiet auf dem Schirme zu er-^!w>'l' ^^^' Guttler oder heller gewesen luäre als die z^ "'ig. Gehrcke benntzte unn statt der Feik' andere ^a^'^' ^' """l Bleistift oder einfach den Zeige-^hl-ck.^^^ ^^^^ ^^ ,^""" derfelbe, und wieder fah hlls^' "^u Schatteil ilbcr den Phosphoreszenzfchirm ^ln ^- Ja, dief^» Crfcheinung trat anch ein, als d^r lvurd? ^"', Bleistift einfach durch die ^nft beluegt ^n d» ^^a unmöglich war es aber, irgend etwa^ ^ ^"'^'^N'iebenen Phänomen zu beobachten, wenn ^glei'i ^ ^"-soi, die Bewegungen der Feile oder ^nn . " besorgte, so daß nian uicht luußte, ob und ^«lsai^'^ Bewegung erfolgte. Ans dieser letzteren n<>i> , fließt (^ehrcle, daß wir es hier mit tei-"Nnn - ti!v-."' physikalischen Erschei-^or?' londern mit einem subjektiven ^^""ug ^ll tun haben. Offenbar liegt hier 8e!tun."^-Nloudlots N-Strahlen. «Allgemeine Ingenieur« Nrau^'" llrinste. Sein Wollhaar färbte sich schon ^igte '5!'^ breiter Mund mit deu lunlstigen kippen !ein^ ^5 blendend lveißeu Zähne — er war mit chr^ ^^'"nura herübergekommen, war schon in ^ >u<7^^— «eweseli, als Enrico geboren wurde. dl,'s,h' sUnt deu Nanien aus der Verwandtschaft ?^§^s vertraut. Gestern erst hatte er die starte ^, ,^' ^"^lnaun, eines nicht allzu herzlich begrüß '^'r,^, aufgetauchten Fannliennlitgliedes, zu fei^ !,^i^ .!^ hinaufgetragen, und Anna, die rede- ^ö,n s^ ' h"^^' unten allerlei voll dem neuen ^ l'?Uiuq erzählt, der mit zwei bindern eiuqe-'^rch^^ äwei lvilden .'liangen und arm wie eine ^'f>^I,)"ar dies wohl eine von den Rangen. l5r ^tt^ ^' Äir um einell Spalt iveiter, grinste noch ^ewf '"d nieinte schließlich gnädig, sie solle nur (5 ^unen. ^Aich^ ^'"ch „I,„ englisch, lvas ihm auch viel be-)n H^.^uar, und erklärte ihr, Don Enrko sei nicht '" d^ !^, ^^ sm es nie um diese Zeit, er arbeite ja ^»n n„ <"°l auf dem Kontor und komme selten z uh nach Hause. Zi'ido i7 brauste es vor den Ohren. Sie sank, >^UHl i, !! weiten, Wege, wie vernichtet auf einen !»r si^ ,'^u fah dem alten Nigger, der im übrigen '" d^ ?"5 Heimatliches hatte, trostlos enttäuscht ^ .Quarze (Besicht. tätschelte ihr jeht gutmütig dic Wangen. (Fortsetzung folgt.) eine HaUuzinntionscrfcheinung vor, uud ^n>ar das ist das Interessanteste an der Sache — eine solche, die in normalem Znstande eintritt. Das (5ha-ratteristisch^' des Versuches scheiut nach Gehrcke darin zu bestehell, daß wir einen ill Wirklichkeit uicht vorhandenen Vorgang zu beobachten glauben, während wir lediglich wissen, an welchem Ort und zu welcher ^eit ein Vorgang einrreten könnte. Tiese Tatsache, daß ein Mensch in normaler Verfassung imstande ist, eine halluzinatorische Wahrnehmung zu machen, deren Auftreten mit dem (befühle der Notwendigkeit und Evidenz verknüpft ist, ist sehr interessant nnd scheint für manche derartige und andere Versuche der Ae-achtung wert zn sein. Durch diese, uach Gehrcke halln-zinatorische, Wahrnehmungen geben die Gegner Vlondlots eine nene, die friiher mitgeteilte Lmw lnerfche (Physik der Visionen) ergänzende Erklärung der Vlondlotschen Versnche und Vehanptnngen. Die Qlielle der visionären oder hallnzinatorischen Physik Vlondlots lväre nach der Anffaffnng der dentfchen (Hegner Älondlots das menschliche Gehirn, und dieses kann nur aussagen, was es bereits euthält. Aber ein Punkt bleibt anch jetzt noch völlig nnge-klärt, nämlich die von Älondlot aufgenommenen objektiven Photographien, die Nieder eine Physiologische noch eine psychische Erklärung zulassen. Eine .Märung der Frage, ob N-Strahlen objektiv existieren, oder ob man es nnr mit subjektiven Wahrnelminngen zn tun hat, ninß daher noch abgewartet werden nnd man wird vor einer endgültigen Urteilsfälluug noch weitere objektive Versnche abwarten müssen. Wien, im März 1!105. I?. Iv. Lolal- und Prsvinzial-Nachrichtm. * (P e rso n a l n a ch r icht.) Seine Exzellenz Herr Feldmarschall-Xientnant Nndolf Edler von E h a > v a n n e begibt fich heule mit dem Vormittagseilzuge zur Inspizierung des !i. Bataillons des Infanwri?-regiments Nr. 27 nach Graz. — (Ernennung.) Unser Landsmann Herr Anton Costa, Hofsel'retär des Obersteil Nechnnngs-hoses, wnrde znnl Nechnungsdirektor bei der Statt hülterei in Zara ernanllt. — (V elo b l,- n d c An erkelin u n g.) Vei dein in der Färb- und Gerbstoff-Fabrik in Kt'altenbrnnn am ^l. d. M. ansgebrochenen Vrailde haben sich -lu ^l'ann der hiesigell Sanitätsabteitung unter 5toM' mando des Herrn Leutnants Heinrich Teiber an den Lösch- und Bergungsarbeiten mit Erfolg beteiligt. Das Militärstationskommando hat ihnen hiefür die belobende Anerkennung ansgesprochen,. — (N ores 5t r e u z.) Die auf den 24. d. M. festgesetzte Generalversammlung des Landes- nnd Franen-Hilfovereincs vom Noten Meuze für .^rain kounte lnegeu nicht geniigender Anzahl der Erschienenen nicht abgehallen werden. Die zweite General versammlnng wird mit der gleichen Tagesordnung am 28. d. M. um! 6 Uhr abends ohne Rücksicht auf die Allzahl dcr Anwesenden im Vibliothekszimmer der k. l. Landesregierung stattsinden. — (Gewerb ebewegn ng in Laib ach.) In den Monaten Jänner nnd Febrnar hawil ill Laibach Gewerbe nen angenieldet, beziehnngsweise Concessionen erhalten: Mayer und N'omp., Äl'artinsstraße 20, fabriksmäßige Erzeugung von Papiertüten; Eesare Menardi, Schellenburggasse 1, Gemischtwaren-Handel', Eduard Premk, Gradi^c-e 2, Gast uud Schankg?werbe- Iohanila Ianc, Wolfgasse Äir. 1, Handel lilit Selchfleisch nnd Flaschenbier; Alfred Schwingshakl, Vahnhofgasse 28, UV'sselschmiüdgeluerbe; ^,'aria Hirschmann, ,^astellgass? 5i, Weinhandel; An-gnstin Jordan, ^larlslädterstraße 4, Friseur» und Nasenrgewerbe: Andreas ,<»^rallj>.', Tirnanergasse 1?., Handel mit gebrannten geistigen Getränken; Eduard Kristan, Gerichtsgasse 4, Neisebureau; Helene Frechiu' ger, Illd^'ngasse l, Handel nut Mnsikinstrnment'n nnd Galanteriewaren; M. Nosner l, Erzengnilg von Branntwein; Maria Megli'6 .Gerichtsgasse 2, Verkauf von Lebensmit-teln; Anton Ialen, Sallocherstraße 10, Schneider-» gewerbe; Adolf Hanptmann, Mariellplatz 1. Gemischt» warenliandel; Andreas Vitenc, Schulallee, Fleischer-gelverbe; Adolf >iordin, Donlplatz ,!, Erzengilng von Braiultlvein; Anlla Strajnar, Ämonastraße l(), Ver-kallf voll Steinkohle: Äartholomäns Ieleniö, Alter Weg l, Gast- und Schantgewerbe; Iosefine Gergorii^, Unterlrainerstraße 8, Gemischiloareilhaildel; Agnes Kontny, Wienerstraße:i5, Erzeugung von Wirk- nnd Strickwaren; Lucia Pirc, Frieohofgasst' 4, Holzhandel; Michael Kastner, Vurgplatz l, Erzeugllilg voll Bräunt-wein; Johanna Kordik, Preöerengasse U), Gciuischt-lvarenhandel; Jakob Moromtti. Bahnhofgasse 27, Schleiferg.'werl'e; Veit Bratuk, St. Jakobskai l'), Ä1,'öbel- und .Uonfektionshandel; Nlidolf Tenente, Gradai<^icagasse l<), Erzelignng von Branutlvein' Iohailil Struönik, Neitschulgasso 13, Geniischtlvaren- haildel; Josef Schwarz, Sternwartgasse >1, Bäckergewerbe; Samuel Grusla, Neffelstraße 2l>, Handels» agentur; Albill Wallalld, Privoz !l, Zilninerinaler-gelverbe; MatthällS Zadnikar, Domplatz 18, Gast- nnd Schantgewerbe; Maria Keßler, Kopitargasse 2, Hall-del mit Tevotionalien nnd Schlilrecmisiten; Anton Achtschin, Wolfgasse 8, Wasserleitungsinstallation; Maria Volk, Privoz l), Gemischtwarenhandel; Franz Sonkal, Domplatz 12, Schneidergelverbe; Matthäus Navnihar, St. Jakobsplatz 2, Gast- und Schank-gewerbe; Johailn Puc, Triesterstraße 13, Tischler» gewerbe; Anton Stacnl, Schellenburggasse 4, Erzell»-gung voil BrailntN'ein; Vlaria Poilikvar, Florians-gasse :i, Anskoch. — Anheimgesagt, respektive faltisch aufgelassen wurden folgende Gewerbe: Deöman , Selchergewerbe; Anna Schwingshakl, Bahnhofgasse 28, Kesselschmiedgewerbe; Johann Kordik, Pre° öerengasft 10, Gemischtwarenhandel; Fritz Novak. LattermannSallee, Gast- nnd Schantgewerbe: Ursnla Ferfolja, ,^i'ongreßplatz,H1larktfierantie mit Galallterie» wareil; Ailtoil Zdravje, Bohorii^gnsse 26, Schuhmachergewerbe; Andreas Bitenc, Schulalleo, Verkanf voll Fleisch und Würsten; Andr. DruMoviö, Domplay 18, Gast- nnd Schanl'gewerbe; Josef Stupica, Bahn-hofgafse l'r. 19 znr Welt gebracht und dann samt der mittellosen Mutter ins Spital überführt worden. Die Leiche zeigte am, Hälfe Würgspuren. Die Podlipec wurde gestern abends durch die Polizei verhaftet, doch leugnet sie, das Kind erwürgt zu haben, * (V ereins g rün d u n g.) Aus Wien wird nns mitgeteilt, daß der Nechtschntz- und Unterstützungsverein „Verkehrsbnnd", Vereinigung christli-cher Eisenbahner Österreichs, in Laibach eine Orts-grnppe zu gründen beabsichtige. Die Satzungen lvnr-den bereits an die kompetente Landesstelle geleitet. * (D ieb st a h l.) Tonnerstag abends wurde ein im Vorhause der Firma Bernatovu- am Rathausplatze gehangener dunkler Überzieher ohne gutter enttvende:. Ein Bediensteter wurde als tatverdächtig verhaftet, mußte aber mangels an Beweisen freigelassen werden. * (E ingebra ch t.) Der am 20. November v. I. entwichene Zwängling Johann, Turk wurde am 21. d. durch die Gendarmerie in ^lronau verhaftet lliid der Zluangsarbeitsanstalt eingeliefert. *' (E i n m, ystcrioserFund.) Am 19. d. M. wurde vom Besitzer Johann Groüelj ans K'oreiteii bei Wocheiiier-Vellach am Saveflusse eiliHailsierertragkorb gefunden, U'orin sich verschiedene Galanterielvarei', dann Ü>lännerniüerhosell, Hosen, >tinderhosen, ein llii terroct, Iägerhemden, eine Zipfelnm'tze und verfchie dene Tafchentücher befanden. Im, Korbe wurde eine Notiz „Jos 12!! Iosrot" oder „Iosnot Iomot" gefun-den. Da das Ufer an der Fundstelle bei vier Meter tief und untergraben ist, so ist eo möglich, daß der unbekannte Hausierer den Korb auf den Boden stellte und in der finsteren Nacht, durch das am anderen Ufer in der Mühle brennende Licht irregeführt, in oie Save stürzte. Die bisherigen Nachforschungen verbli>> ben erfolglos. * (Ein gefährlicherIrr e.) In der Mitte vorigen Monates ist aus Zirklach in Oberkrain der geisteskranke und gemeingefährliche Stephan Jagodi, unbekannt wohin entwichen. Er ist mittelgroß, trägt einen braunen Vollbarl sowie eine Perücke und ist der deutschen Sprache mächtig. — (E i n e R o m reis e) wird vom katholischen Uuiversitätsgymnasium in Vudap<"st in der Zeit vom 19. bis 25>, April veranstaltet weroen. Daran können sich nnter Führung von Professoren auch andere Stn-denten beteiligen. Die gemeinsame Abfahrt erfolgt von Finme am ll). April um 7 Uhr 10 Äc'inuten friih uuo geht über Ancona nach Rom, wo die Ausfliigle,-am 20. April um 7 Uhr friih eintreffen. Ais 24. April werden unter sachkundiger Führung alle größeren Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen wer den; mich findet in dieser Zeit eine Audienz beim hl. Vater statt. Dic Rückfahrt ist. je nachdem ein S^ paratschiff zur Verfügung stehen wird, auf den 24. April abends ll) Uhr 27 Minuten oder auf den 25. April mittag» festgesetzt. Die Preise stellen sich samt Verpflegung wie folgt: II. blasse sür Studenten 100 l<, für Professoren 120 K, für sonstige Teilnehmer 140 X; III. Klasse für Studenten 90 l^, für Professoren 110 K, für sonstige Teilnehmer 130 Iv. An-Meldungen sind bis längstens lil). d. M. an die Direktion, des katholischen Vereinshanses. Budapest II, Irmaplatz 1, zu richten. — Dem Vernehmen nach weroen sich an dieser Nomreise auch einige Studenten des hiesigen ersten Gymnasiums unter Führung des Herrn Prof. Dr. Svetina sowie etliche Schüler der hiesigen Realschule beteiligen. " (R a u fer, z e s s e.) Am 1«. d. H»l'. gegen :viit-ternacht zechtm mehrere Arbeit«,-, darunter der im Jahre 1^74 in Mannsburg geborene Älichael Zapred. vor dem Gasthause des Lorenz K'rivec in Birnbaum, Zapred reizte seine Kameraden, indem er fortwährend schrie, wo derjenige fei, der mit ihm raufen wolle. Plötzlich zog er ein langes Küchenmesser hervor, ging auf den Arbeiter Johann Slonj«ek an5 Birnbaum los und brachte ihm ohne jede Veranlassung mehrere Schnittwunde» schweren Eharakters bei. Er wurde dem Bezirksgerichte in Kronau eingeliefert. — Am 19. d. M. abends fand im Unternehmungshotel zu Podklanec bei Wocheiner-Vellach eine Musikunterhal tnng statt, wobei anch getanzt wurde. Beim Tanzen wurden die Arbeiter handgemein und ein gewisser Giovanni Valzolghen erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Zwei Täter, Sule Sulemagiö aus Todorovo uud ^rauz Äcojstrovi(" aus ^avalje in Kroatien, wnr^ den dein Bezirksgerichte in Nadmannsdorf eingeliefert, U'ährend der dritte, Mile Draženovu- ansGra^a^, flüchtig ist uud bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte. — Am 19. d. M. kam es in der Baracke des Stuliö in Birubaum zwischen dem einheimischen Arbeiter Ivan Zupau nnd dein Kroaten, Peter Bog-danovi? zu einem Streite, in dessen Verlanfe Bogda-novi(- dem, Zupan nicht weniger als 5> Ä'l'esserfliclie bei-brachte und ihn derart schwer verwundete, daß an dessen Aufkommen gezweifelt wird. Bogdanovii- ist flüchtig. -^r. ^ (^l n l l n e r - H ü t t e a! ufder <'' r n a P r st.) Der Zentralausschuß des Österreichischen Touristen-klnbs hat sich entschlossen, die Mallner-Hülte auf der (''riiaprst zu restanrieren nnd in der Saison 1905 wk'-der,m bewirtschaften. Theater) Kunst und Literatur. — (Der Gesangs chor der „Glasbena Matica" in Trieft.) Vorgestern friih begaben fich mit einem Sonderzuge etwa 150 bänger und Sängerinnen der Laibacher „Glasbena Matica" nach Trieft, um im dortigen „Narodni Dom" zwei Konzerte zu. veranstalten^ ihnen schlössen sich über 400 sonstige Ansflügler an. Die Ankunft in Trieft erfolgte gegen 10 Udr vormittags. Die Gefangsfchar wurde am Bahnhofe von einer großen Menge erwartet und durch Herrn Dr. G r e gori u im Namen der Slovenen ans Trieft sowie aus der Umgebung herzlichst begrüßt, worauf der Obmann des Gesangschores, Herr Pro-fefsor 5, trito f, dankte. Sodann begaben sich die Ans-fliigler in die ihnen zugelviesenenOuarliere, und nach mittags fand bei prachtvollem Wetter eine ^ahrt nach Miramare und Pirano statt. Das um, « Uhr abcnos veranstaltete Konzert fand bei ausverkauftem, Hause begeisterte Anfnahme. Das „Triester Tagblatt" berichtet darüber unter auderem: Der Ehor hat mit seinen ^nnstergültigen Produktionen wahre Trinmphe ge-feiert. Er verfügt über durchwegs frische und geschulte Stimmen, deren wunderbarer Zusammenklang im zartesten Pianissimo ebenso wie beim fortissimo zur vollsten Geltung gelangt. Das äußerst reichhaltige Programm des Konzertes bot in seiner Mannigfaltigkeit geuügend Gelegeilheit, die Vorzüge des Ehores voll kennen zn lernen, (filgt eine Befprechung der bekannten Volkslieder.) Von den vorgetragenenKunst. liedern möchten wir vor allem die Ballade „Das Liebchen" von Anton foerster nennen, deren mustergültiger Vortrag einen Sturm des Beifalles weckte. Die angeführten Lieder find durchwegs gemischte Ehöre, bei denen das volle Gleichgewicht zwischen den Granen- uno Männerstimmen besonderen Wohlklang schafft. Sehr kräftig ist der Männerchor. Die Konzert sängerin M. Mira T e v erzielte mit ihrer wohlklingenden, zarten Stimme und ihrem Packenden Vor-trage rauschenden Beifall; besonders schön sang sie Prochüztas „Die Sterne lenchten" nnd das „Wer sollte sie suchen" von A. Lajovic. Über eine großartige Baßstimme verfügt der Laibacher Opernsänger Herr Inlius Betetto, dessen kräftiger und tiefreichender Baß zn feiner jugendlichen Erscheinung ill auffallendem Gegensatze steht. Sein Vortrag der Arie des Fürsten Greniin ans c'ajkovskijs Oper „Eugen One-gin" erntete einen so stürmifchen Beifall, daß fich der Sänger zn einer Zngabe verstehen mußte. — Wie weiters die „Edinost" meldet, wurden am Schlüsse des Konzertes sowohl dem Dirigenten, Herrn H u ^ b a d, als auch dem, Gesangschore stürmische Ovationen bereitet und das Beifallklatschen, Tücher- und Hüte-schwenken wollte schier kein Ende nehmen. — Den Bericht über das zweite Konzert, das gestern nachmit tags nm 1 Ubr stattfand, werden wir morgen ver öffentlichen. — (Ausgewählte Dichtungen von Eugen Graf Aichelburg.) Wie bereits vo? einiger Zeit gemeldet, ist in der Verlagsbuchhandlung E. Pierson in Dresden eine Ausgabe der ans-gewählten Dichtungen von Engen Grafen Aichelburg erschienen. Sie dürfte bei uns nm fo höherem Interesse begegnen, als der Dichter, obwohl der Geburt nach der benachbarten Steiermark angehörig, die gro!>>-Zeit seiner Jugend iu Krain verbrachte und auch ' Laibach seine Gymnafialstudien vollendete, ^as ^ schmackvoll ausgestattete, über 20 Bogen starke Vm) ist mit einem Bildnisse des zu früh heimgegangn^ Dichters geziert, bringt in der Einleitung oine U>r^ Lebensskizze Aichelbnrgs sowie eine Übersicht s"^' dichterischen Tätigkeit. Mit kundiger Hand wnr0l'> iil der uns vorliegenden Ausgabe die besten Er^'U^ nisse des dichterischen Schaffens Aichelburgs niedcl gelegt und zu eiuer anmutigen Sammlung verein'^' deren Poesie insbesondere im ersten Teile ("^".', dent/fche Gedichte und Dialcktdichtungen") mit mM-straft den Leser in ihren Bann zwingt und anhaltt'w feffelt. Wir wollen damit nicht jagen, daß allen ^' dichten Aichelburgs der gleiche poetische Wert ziit">^ — aber in der erdrückenden Mehrzahl finden sich ^u' solch zarte Sprossen eines tief empfindenden Geinun'^ einer gottbegnadeten Dichterseele, daß sie sich g^tm den hervorragendsten, lyrischen Prodntten an die^'/ stellen lassen. Und wie oft deckt einzig lind all>.'> das Mäntelchen der wohlakkreditierten Firnm M reiche Schwächen . . . Unserer Auffassung nach kunoet sich Aichelburgs Talent am, besten in M Gedichten, deren Sujet der Natur sowie dein ^^' leben des Dichters entnommen ist; aber anch in "^ Dialektdichtungen betäligt sich glücklich seine Ven"'^ gung, allerdings in, anderer Art; es steckt in di^ flott, beinahe übermütig hingeworfenen Neinn'N ". Witz, der durch Tränen lächelt, hie lind d" l^ Lebensweisheit in dem bescheidensten Gewände. ^ Sammluug enthält eben alles Mögliche, tiefernst^ trachtunge» neben flatterhaften Gedanken "ner '^ angenblicklichen Stimmlurg, goldigen Somien!^'' nebst dllnklen ^lachtgespenstern, abgeklärte NM '"'^ lodernder Leidenschaft. — In den epifchen DichtliNli^ („Schmeidograd" und „Frau, Therese") nuicht !' Scheffels, beziehungslueise Bauuibachs Einfll>!i ^ tend; insbefoudere kann dies in betreff der ^'ich ^, teit, womit der Dichter die Sprache meistert, nnd ^ glatten form gesagt werden. Inhaltlich dürfen , die beiden Dichtlingen mit den rein lyrischen ^n ten nicht messen können. Den Anstoß zu dein -^"'. drama „Tie Tojen,insel", luomit die Sammlnn^ . schließt, scheint intensive Betrachtung voll Aöcl!^, gleichnauiigeni Gemälde gegeben zu haben! ^,, düstere Stimmung gelangt darin vortrefflich ^, Ansdrucke. — Die ausgewählteil Dichtungen -'!>"., burgs find, in ihrer Gänze betrachtet, in hohem ^.^ beachtenswert und daher geeignet, jede BiblioM » fchm.iiclen. *' (DeutscheVüh n e.) Deni Theaterab''»^.' der zum Vorteile des braven Ehorperfonaleo "'^ niert wlirde, verdaitten wir die Bekanntschaft ' , zlvei fesselndeil Novitäten, von oenen ArUir ^a''^ lers Schauspiel „Die letzten Masken" tiefen lN' ,,^-hinterließ. Es ist dem Zyklus, bestehend au? ",, Einaktern, „Lebendige Stunden" entnommen """,^ det desseil Abschlliß, Die Energie des schaffenden ^, niiis, die Leidenschaft des Ehrgeizes ist stärker cu-' ^ Tod, sie gibt dem Sterbenden Lebenskraft und s^ selbst dem, rettungslos Verlorenen neue Hoffnn>'6, ^ Zwei Sterbende, ein schwindsüchtiger SchaMp' ,.^ und ein in den letzten Stadien der Tuberkulose ^^, siechender Journalist, bilden die Hauptperson"'- ,. ihre Meinungen im gemeinsamen Kranken^ des Spitals anstauschen. Die verlöschenden ^ ".„s geister raffen sich nochmals in leidenschaftlichen' < ^,^> flackern zu kühnell künstlerifchen Pläneii enN'^' ^, beim glitiiiütigeil Schauspieler von bitterer ^^,,) iroilie, beim Journalisten von Rachsucht "N^ '^, gegen seinen vom Glück begünstigten freund l ^ tränkt sind. Die Begegnimg mit dein ^,^>!. ahnungslosen Frennde, einem modernen ^ :m,! dessen Familienglück er zerstören will, ernüchtert er läßt von seinem Vorsatze ab nnd stirbt, ^"'3!-,^ « spieler gibt sich weiter der Selbsttäuschung in (^ ^, kell auf die schöne Znkunft hiii, die ihm, noch s"' ^,,l liebte Kunst bringen soll, nnd baut in der. ^ Frist, die ihm noch zu leben gegönnt ist, trm^ .^.„ Lustschlösser auf, obwohl ihn der quälende >^,^ an fein Elend mahnt. Es liegt viel Geist in der -tung, die manche Frage nngelöst läßt und ^^,ist fchnuer reichen Stoff zum Nachdenken bietet, ^'^if; hat unbestritten das Necht, sich anch mit deiN^F lichen, mit den Nachtseiten des Lebens, olM ''"" ^ auf Behagen oder Unbehagen des Publit'mns, ^ :„ schäftigen; wir geben ja gerne zu, daß der Eincu ^^, seiner Trostlosigkeit, seinem düsteren Realism"? ^ .^,, großcii Teil der Besucher in eine recht unbelM' ^, Stimmung versetzte, aber der Eindruck, daß ^^,! Werk eines geistvollen Dichters, der aus """ 7"„i',' zu schöpfen weiß, vor uns fahen, konnte sich u""^-l, mand verschließen. Die Allffiihrung wurde der ^ tung gerecht, die grausame Wahrheit, die in ^'„i„i>,l voii den Herren Orell und G l.a ß init ^'"^ ^.^" jeiier naturalistischen Sch^uspielknnst g^^'^',, c^,i. Ziel dariil besteht, aus der Wirklichkeit zu 1")" Laibacher Zeitung Nr. 70. 599 27. März 1905. M5dl,'su,i,d^ ^igtt' Herr (Älaß al^ schlul!idsilchtigl.'r Schauspieler in Masle und Sprache souie schöne, oft ucwährtc Vegabllng. Herr Orel! gestaltete den ster-oenden Iuurnalisten, in erschütternden Tönen. Zu üein Erfolge trug das eiilfach-natnrliche Spwl von Herrn Hanno und Fräulein Ott verdi?nsttwU bei. ^ Tarsteller wurden durch Beifall und Widmung von Elirmgaliei! aufgezeichnet. — Das Lustspiel oun ^Walleti, „Iophtas Tochter" schildert in liedenswür-^Ü-feiner Weise die Bekehrung eines Lebemannes uurch ^in gcistuolleo und gennitoreichev Mädchen, wozu sogar die Bibel mithelfen muß. Herr Kamm« "uf und die Tamen Valerius und Leopold owie H^-r Orell führten die Novität zu freund-ucheni Erfolge. — Die Künstler der Oper und Ope-^tll hatten sich bereitwillig mit Solovorträgeu in den Dienst der gutei^ Sache, gestellt und bewiesen, daß sie Uch auch auf dem itonzerlbodeli heimifch fühlen. Ohne ^b wir in ihre trefflichein Darbietnugen näher eill-lUng^n, niögen sich die Damen ^ end r y, PalU e n "ud i»^ i g r a, die Herren Schlegel, NadüIo -^l tsch nnd ^ o i b n e r unt eiuem Pauschallobe be ^uig^ll- sie erfreuten sich ra,uscheuden Beifalleo. Zuiei ^wl>er italienischer Komponisten aus den^ 1<>. unü ^- Jahrhundert forderten durch ihre Anmut, vortrefi-^) von Herrn N a d o l o lo i t s ch vorgetragen, stär-^reo ^itteresse herail^. Iviit Mei dem Wieuer Bolt<'° ^ngortun^ augehörigen Conplew ziemlich derber "Utur entfesselte Herr Schiller große Heiterte!>. ^ Die dritte Auffi'chrlUlg t>e^ Schauspieles „Die Brü-uor don St. Bernhard" war vorgestern wieder sehr Mt besucht nud lvnrde mit großem Beifalle aufgeuom-'"^>l. ^~ Heule findet.;um Borteile dec, Schauspielen ^lld Negissellrs Herru Weißmüller die Erstauf^ lUhnmg vonH. Heyermanns' jun. Fischerti'agödie „Ti.! Hoffnung aus Segen" statt. Das geistvolle Wert deö Mländischeu dramatischen Dichters, das wie sein "U'r erfolgreich gegebenes Stuck „Kettenglieder" von !^tiirlicher Ehrlichkeit und poefievoller Bertiefung er ^'llt ist, h^t, voir den meisten deutschen Buhnen in ^iert, überall bedeutenden Eindruck gemacht. Der ^'mch kann zudem auch mit Nücksicht auf den ver "^nstvollen Benefizianten, der nun die dritte Saison un der deutschen Bühne in Laibach nut Pflichteifer und eruswu Willen tätig ist, enipfohleu werdeu. «I. — (Iuleö B e r u e j.) Wie aus Amiens gemelkt wird, ist der Schriftsteller Jules Verne am '21. 0, ^'storl^'n. Er hat ein Alter von 77 Jahren erreicht. ^ („Wiener Mode.") Ans allen Zentral Unkten der Mode werden seit einiger Zeit Nachrichten ln die Welt gesandt, die den Glauben hervorrufen so!-^n, als ob die Zeit der Blusen vorüber wäre. Der ^"laß zu dieseu Ausstreuungen ist leicht einzuseheil; ?.n der Bluse wird nach der Auffassung großer Mode-^rinen zu wenig verdient. Aber gerade deshalb blei^ ^ die grauen dem liebgewordenen, eleganten und "°ch billigen .Mei dung »stücke treu, und die Bluse ist "°ch lange »licht tot. Dies beweist so recht deutlich da5 "euesto Heft der „Wiener Mode". Wenn diese maß-^beiid^. Zeitschrift der Bluse eiue eigene farbige Bei-^3« widiuet, so darf inan beruhigt sagen, ^daß die ^le, bequeme Bluse auch im kommenden Sommer ^«enieill getragen werden wird. Auf diese Beilage, ^Musterleistnng des Dreifarbendruckes, sei deshalb 6"Uz besonders hingewiesen. Telegramme ^ lt. des Megraphen-Konespondenz-Kureaus. Der russlsch-japanische Krieg. P ctersb u r g, 2l!. März. Ein kaiserlicher Ta-^^bef^hl vom. 25. März enthebt del: General der ^fanterie, Grippenberg, vom, Posten eines .^omman-^^'enden der zweiten Manoschureiarmee, beläßt ihn ^"ch in der Stellnng eines Generaladjutanten des ""is^ö. >. , Sue z, 20. März. Das dritte russische Geschwader ^ ui siidlicher Nichtnilg abgegangen. London. 2ll. März. Das Bureau Neuter meldet ^>5 Warschau i Die Polizei fand heute in einem aus-- ^nanerteu Grabe des Povonstykirchhofes .^l» Vom- ^n aus. Es lolirden einige Vcrhaftnngen vorgenoni- Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Ed <.^" 21- März. Obersohn. Chemiker! Tinmer, Sekretär; Eck V Gastwirt i Nemetschki, Bauingenieur; Grettenthaler, H^"dt, !tohn s. Nichte, Vayer s. Frau. Private; Habinger, Hz°l/"' ttohn, Kühn, Hcbenstreit, Hausei, Iahoda, Bauer. tzM), Speiser, Schubert, Iamtschel, ttlenil, Dorszawetz, .^°azl, Fröhlich, «ftte,, Wien. — Kotnia. Private, Oberlaibach. "euseld, Weiuhäildler; Gutlmann, Faßbinder, Gr.-Kanizsa, — iltavaany, Ingenieur, Geldes. — «xhönbeue, ltfm,, Ham» burss. — Klein, Vadic, Nflle., Affrmn. — Schick, Voltmar, Pollat, » puei^or. — Gertrud Smerdel, Arbei' tersgattin, 32 I., Asp!»'iti8 »cut»,, No«l»mp«i». Lottoziehung vom 24. März 1905. Graz: 83 1 79 47 42' Mil-n: 69 90 61 28 27 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^"llTN. ^N 9 9-a VTKwach^ bewvllt ^' 9 ' Ab. 732-0 6 4 SO. mähig » 7U.F. 733-9 4 1 Ö-schwach . 0 0 25. 2 » N. 734-3 9-7 SO. schwach » 9 ' Ab. 735-6 5'1 windstill halb bewölkt 7U.F. 736 1 -19, NO. schwach Nebel 26 2 . N. 734-3 12 5 W. schwach heiter 0 0 9 » Ab. 735 3 8-4! NW. schwach ,teilw.bewölkt 27.> 7 U7F. s'739'0 j 6-2^ O2O. schwach ^ halb bewölkt! 'i '2 Das Tagesmittel der Teinperatur vom Freitag 6 3", Normale b'2°; vom Samstag 6'3°. Normale 5-4°; vom Sonntag li'3", Normale 5'6". Verantwortlicher Ncdultcur: Anton F u n i e l. 8töruugeu m üor 8tollab3ouüornug 8luä l^ul- I^I'^N'UN^ von t?lu««u<1«rl«i l <1«r Oroütsil un8«r«r ä»r»ii Ini>yit, i'ldnr lIw8S3 sl, <1e»«6n L«-«uiti^unlf «l»« ui»w null >vio1itiss8t,« (3Ii«c1 in <1«r ti«^u «lnrxtLllt, !>inw«A«oti5t. Nin« I^lll«c:l2s tt u n i t » « l< « r « ^' ^ nl n 6 I c^ n « I I 8 » »um tH^Iidisn W«in Ililft «ulcnon l/doln nl>n« Ijooiutill^iti^nn^ »uinor I^«l)«n«ss«vvulml>«it6n ntst» Lie!«N!l»n !^l!t,t«In äer milden, uullufliii1I^6n Wirllunss w öevar Edler von Kondenheim, t t. Staats- ! anwaltstibstitut, Dr. Dttolar Koöevar Edler > von Kondenheim, t. t. Oerichtsadjuutl, und > Guido Koöevar Edler von Koudenheim, « k. k, Landesregicrungs «K'onzeptsftraktltant, ihrer > Schwiegertöchter Ada und Aria Koöevar Edlen « Von Kondenheim nnd ihrrrI Enkelinnen Ada > Nen6e nnd Hclna Koöevar Edlen von Kon» > denheim an. daß ihre engelsgnte, unvergeßliche > Schwester, bczw, Tante nnd (llroßtanle, Fräulein > Wilhelmine Konda Private > heute lim halb 2 Uhr nachmittags nach längerem ! schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe- I salramenten, sanft im Herrn entschlafen ist, ! Die irdische Hülle der teureu Verblichenen wird ! am 28. März um halb 11 Uhr vormittags im ! Trmierhause Laibach, Vega«afse 2, feierlich ! eingesegnet und nach dem Südbahnhofe geleitet, ! von wo über Wunsch der Verblichenen die Über- ! führuug uach Grnz erfolgt. » Die Beisetzung fiudet am 29. März l. I. um l II Uhr vormitiags vom Sndbahnhofe in (sraz aus l in der Familieugrust anf dem St. Leonhardfricdhofe ! statt..' Die heil. Seeleumessen werden am 30. März ! l, I. um 10 Uhr vormittags in der Hos- und ! Domkirche in (Nraz gelesen werden. l Laib ach am 26. März 1905. Danksagung. Für die vielen Beweise der Anteilnahme anläßlich des Ablebens des Herrn Viktor Kantz für die zahlreiche Beleiligung an dessen Leichen« begängnisse und für die schönen Kranzspenden spreche» hienlit allen Verwandten, Freunden und Bekannten den tiefgefühlten Dank aus (^25) die trauernd Hintcrbliebcucll. Laibach-Neifniv, de» 2t, März 1905, Sailer Bettung «Kr. 70 ______ __________600_____________________________________________27. 3P?arS 1905_ (1186) 3—2 Št. 89 de 1905. P o z i v. Podpisana c. kr. notaraka zbornica pozivlja fl tern VB6 one, katori menijo, da smejo na podlagi § 25. not. reda vsled svoje postavne zastarne pravico plaöilo nvojih terjatev proti dne 6. decembra 1904. 1. zamrlemu c. kr. no-tarju dr. Juliju Gustin v Èrnomlju iz njegove kavcije zabtevati, da iste oglase tekom šestih raesecev, t. j. najdaljü do 15. oktobra 1906. 1. pri nji, ker bi se po preteku tega žasa drugaèe brez ozira na njib terjatve izroèila njegova kavcija postavnim dediöom. (J. kr. notarska zbornica za Kranjsko. V Ljubljani, dne 21. marca 1905. Zborniöni pred.sednik: L. S. I v a n P 1 a n t a n 1. r. (1217) 3-1 I. 664 B. Sch. R. Konkursausschrcidung. An der vierklassigen Volksschule in Seifen' berg gelangt eine Lehrstelle znr desiuitiven,! eventuell provisorischen Besetzung. Die Gesuche um diese Lehrstelle sind im Dienstwege bis zum 20. April l.I. Hieramts einzubringen. Im lrainischen öffentlichen Vollsschuldienste noch nicht definitiv angestellte Bcwerber(innen) haben durch ein staatsärztliches Zeugniß deu Nachweis zu erbringen, daß sie die volle phy' fische Eignung für den Vollsschuldienst besitzen. K. l. Bezirksschulrat Nudolfswert am 20. März 1905. (1178) C. 30/5 3. Oklic. Zoper Antona Stariha iz Osojnika St. 1 , katerega Invališèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Metliki po hranilnici in posojilnici v Semièu tožba zaradi 400 K s prip. Na podstavi tožbe z dne 6. marca in vloge z dne 18. marca 1905, šte-vilka O. 30/5/l-f3? doloèila se je ustna razprava na dan 3. aprila 1905, ob 9. uri dopoldne, v sobi št. 10. V obrambo pravic toženega se postavlja za skrbnika gospod Leopold Gangl v Metliki. Ta skrbnik bo za-stopal toženega v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stroške, dokler se on ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Metliki, odd. II, dne 20. marca 1905. (1218) 59—64/5. Oklic. A. T o ž b e. Zoper 1.) Matevža Pance star., bivšega posestnika na Viöu, in 2.) Ja-neza Kastelica, posestnika v Spodnji Slivnici, katerih bivališèe je neznano, sta se podali pri c. kr. okrajni sodniji v Ljubljani tožbi, in sicer ad 1.) po Matevžu Pance v Medvednem Brdu zaradi priposestvovanja zemlji-šèa vlož. št. 402 kat. obè. Dobrova, ad 2.) po nedol. Francetu, Jožetu, Antonu, Janezu in Alojziju Bavdek iz Spodnje Slivnice zaradi 212 K s prip. Na podstavi tožbe ad 1.) in ad 2.) doloèa se narok za ustno sporno razpravo na 30. suäca 1905, ob 9. uri dopoldne, pri tej sodniji, v sobi št. 50, oziroma ad 2.) ob pol 10. uri dopoldne. V obrambo pravic toženca ad 1.) se postavlja za skrbnika gospod Franc Stegnar, c. kr. kanclist v pok., ad 2.) pa gospod dr. Josip KuŠar, odvctnik, oba v Ljubljani. Ta skrbnika bodeta zastopala toženca v oznamenjcnih pravnili stvareli na nju nevarnost in stroške, dokler se ne oglasita pri sodniji ali ne imenujeta pooblašèenca. B. Stavljenje pod skrbstvo. Postavili so se pod skrbstvo: 1.) Marija Burger iz Mednega št. 12 zaradi zapravljivosti, 2.) Ursula Kralj iz Šmartnega ob Savi in 3.) Neža Lavriè iz Glinc št. 30, obe radi slabo-umnosti, ter .se je postavil skrbnikom ad 2.) gospod Jožc Kralj, trgovec iz Malega Mengša, ad 3.) gospod Lovro Oblak, obèinski sluga iz Vièa št. 76, ad 1.) pa se postavi skrbnik po pravomoönosli sklepa. C. Odprava skrbstva. I Skrbstvo, pod katero se je dal vsled tusod. sklepa z dne 23. marca 1901, oprav. št. L. 10/1/5, Karl Huth, sedaj uslužbenec v papirnici v Medvodah, vslod uraobolnosti , se v smislu § 283 o. d. z. odpravi in se spozna Karl Huth samoupravnim. C. kr. okrajna sodnija v Ljub-liani, dne 23. sušca 1905. Spezialfabrik für Si- is n- tarMms-lsiii Albrecht Grunwald WIEN | 1 Holoubkau Sämtliche Faschinen f.JYföbel-, Parkett-, Klavier-, BillarD-, Vagcnfabriken, Tischlereien, Wagnereien, Drechslereien etc. Goliat-Gatter mit Patent-Sinussteuerung. Effekt s Erhöhung der Leistung airka 50 °/0. 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März 1905 abgehaltenen Generalversammlung der „Laibacher Kreditbank" wurde be- | Schlossen, das Aktienkapital durch Ausgabe von 2500 Stück Aktien a K 400*— nom. von K 1,000.000*— auf I K 2,000.000*— zu erhöhen. I I Das Bezugsreclit auf die neue Emission wird den bisherigen Aktionären in der Weise eingeräumt, daß I auf je eine alte Aktie eine neue Aktie zum Kurse von K 420*— zuzüglich der 5°/0 laufenden Zinsen vom I 1. Jänner 1905 zukommt. Der entfallende Betrag kann entweder auf einmal, jedoch spätestens bis zum | [ 15. April 1. J., oder aber in drei Raten, wovon die erste Rate, K 120*—, spätestens bis zum 15. April, die I zweite Rate, K 150*—, bis zum 30. Juni, und die letzte Rate, K 150*—, zuzüglich der ,5°/oigen laufenden I Zinsen vom 1. Jänner 1905, spätestens bis zum 30. September 1905 erlegt werden kann. i I Den übrigen Subskribenten werden die etwa nicht übernommenen neuen Aktien zum Kurse von K 480*—, | I zuzüglich der 5°/oigen laufenden Zinsen vom 1. Jänner 1905, zum Kaufe angeboten und kann auch dieser I Gegenwert entweder auf einmal (jedoch spätestens bis zum 15. April 1905) oder in drei Raten (die erste Rate, K 180-—, bis zum 15. April 1. J., die zweite Rate, K 150'—, bis zum 30. Juni 1. J., und die dritte Rate, I K 150'—, zuzüglich der 5°/oigen laufenden Zinsen, vom 1. Jänner 1905, bis zum 30. September 1. J.) erlegt werden. I Es wird hiebei gleichzeitig bemerkt, daß im Falle der Nichteinhaltung der pünktlichen Ratenzahlung der I bereits eingezahlte Betrag, abzüglich eines 10°/0 Pönales der Kaufsumme (also K 42-—, resp. K 48'— pro I Aktie) dem Subskribenten retourniert werde. I Die Pönalegelder würden dem Reservefond der Bank zufallen. I Die neuen Aktien partizipieren bereits an Reinerträgnissen vom 1. Jänner 1905. I Es werden daher die bisherigen p. t. Aktionäre hiemit höflichst aufgefordert, die in ihrem Besitze be- I rindlichen Aktien spätestens bis zum 15. April 1. J. an unserer Kassa behufs Abstempelung vorzuweisen und I gleichzeitig den entfallenden Betrag entweder auf einmal oder aber die erste Rate zu erlegen. I Falls die alten Aktien bis zum 15. April 1905 zur Abstempelung nicht vorgelegt werden, gilt dies als freiwillige Verzichtleistung auf das Bezugsrecht. I Die notwendigen Drucksorten sind bei der Laibacher Kreditbank in Laibach, Spitalgasse, während der I Amtsstunden (von Va 9 bis 7a 1 Uhr und von 72 3 bis 0 Uhr) gratis erhältlich. I Jeder Subskribent verzichtet bei der Subskription gleichzeitig auf das Recht, eventuell eine Ermäßigung f des obigen Pönales gerichtlich zu verlangen. (1212) ßnibncfier ReituiTQ 5Rr. 70. 602 27. 9#iir$ 1905. Gegründet 1842. Wappen-, Schriften-und Schildermaler Brüder Eberl Laibach Miklošièstrasse Nr. 6 Ballhausgasse Nr. 6. Telephon 154. (4öf>6) 297 — 1<>9 Agenten akzeptiert gegen höchste Provision die Birttiiii-nner Holzrouloau.v- und JalouNieu-JVfanniaklar llollaiumi & Merkel, Branuau, Böhmen. 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