A N! t O - ^ ^ V l 2 t t. 1?ss^ 112. Dienstag den 18. Zr^tembev 1888. «Kubernial- V^erlautbaruttgctt. Z. i3i6. (l) Nr. 1L920. Currende des k. k. illyrischen Guberniums zu Lai bach. — Ueber die Zulassung der Audi-toriatspractikantcn zu den Nichleramlsprüfun-gen. — Seine k. k. apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 12. Mat d. I. Über die Zulassung der Auditoriatsprac, tlkanten zu NichteramtSprüfungen, folgende allerhöchste Vorschrift zu erlassen geruhet: Vudiionatspiacllkanien, welche von dcm Mlli-tar-Appeilatlonsgerichte nach vorgenommener Prüfung das Zeugniß ihrer Fähigkeiten zu Auditoren erhalten haben, sind auf ihr Ansuchen von den Civil - Appellationsgerlchten ohne weitere Bescheinigung einer Civil- oder Criminal »Praxis zu den R'chtcrprüfung?,, zuzulassen. — Beiden mit diesen Prüfungszeugnissen dcs Militär-Appcllalionsgerichtes noch Nlcht versehenen Pramkanten kann dle Audito, rials-Praxls die Stelle der, als Vorbereitung zu den Nichterprüfungen durch allerhöchste Entschließung vom 27. Februar 1L27 vorgeschrie» denen Civil- und Criminal-P^/is mchl oer-Neten. In Rücksicht dcr Slabs, und Re-yunents - Auditoren bleiben l'ie Vorschriften des Hofdecretcs vom 16. Juli 1806 unverändert. — Dlcje allerhöchste Vorschrift wird nebst dem darin bezogenen Hofdccrct der ober. sien Iustizstelle vom ,6. Juli «808 in Folge des hohen Hrfkanzlci < Debetes vom 3. Iull d. I./ Zahl 1L269, allgemein kund und be« kannt gegeben. — i!albLch am :3. August Joseph Camillo Freiherr v. Schmidburg, Gouverneur Carl Graf zu Wclsperg, Naitenau und Primör, k. k. Hofrath. Joseph Wagner, k. k. Gubernlalralh. Z. il6^. '^^ Nr. 1625a. Verlautbarung Hd,t »Matmfoctur, in Folg« rv'lcher mitttlfl chemischsr Zubtreilnnpen des Gestechtes oder der schon ferttgtn Hüte, d'estl, den die sigenschaft erlangen, nedcr durch feuchte Witterung noch du^cb sorsti^e zufaüige Nl!sse on Form oder Fa^be zu lf>').n. — 5. Dem Anton Pcltzel, bifuater Ecvudm^ chsr, wohnhaft in Wien, Vorstadt Wledcn, Nr. 8)2/ für die Dauer von eir.tm Jahre, auf d,e Erfindung m der Vnfcrtigung rrasse^ dlchler St'.fel und Schuhe, welche ncbsidcm, baß ,n dlt^lbln lttn Wasscr tiudrinHtn körne, auch die Eigenschaft bcsihcn, daß deren kcder stits rvlich bleibe und lie F^ß? kühl?. — 4. Dem Bernard Gebcrt, bürgnlichür Zinn« gteßcrmlister, wohnhaft in Carlsbad, ln"^öh-men, für dle Dauer von zne» Icchrt.-l, auf dle Virbesserung m der Orzlugung dtr psioile-gnttn soglnannten ^cdcr«P^pl?r ° n>5c,^6-Dofln/' vermöge welcher diestlb.-n fester/ geschmackvoller und wohlfeiler autfallsn; «ndem H) ti< Dosln durch de,n vcn ,hm trf^nd^nen eisernen, mit zwel Keilen versshenen W'ck'lft<,'ck in ihren Seltlnlhencn eine sHönfre und fe^cri ^cio^ crh^ltlNj 2) d^rch tll^vclblsscrle Ci^i .644 setzung der Böden das Eindrücken derselben zwlschen die Geitentheile verhindert werde; 3) die Dosen durch d«e Anwendung eines besonders aufgelösten Bernstemlackcs nach dem - bewerkstelligten Sude in Oehl «me bedeutende Härte erlanqen; /^) durch die zwischen dem Papler, n^c1i6 eingelassene Charnier, welche blkher lm lnneren Theile der Dose hervorfle« hend angebracht war, das der Gesundheit nach« the»lige Ansetzen von Grünspan verhindert werde; endlich 5) durch die Anwendung der zu dieser Fabrication erfundenen vier Maschi« l»kn, anssatt der bisherigen bloßen Handarbeit, das Vierfache des gegenwärtigen Productes gelllfert werden könne. —» 5. Dem Franz Kölbll, Kunsifeuerwcrker und Hausbesitzer, wohnhaft m Gray, Neuholoau, Nr. ic^cj, für dle Dauer von zwei Jahren, auf die Er« sindung, durch vereinte Anwendung von Pyrotechnik, Kunst und Mechamk, halbrunde, halbvltrecklge, 24 3^ll hohe Lapldar.Buchstaben - Raketen mit reich besetztem Lanjtnfeuer hoch in der Luft deutlich und leserlich hervor» zubringen, wodurch auch eme telegraphische Correspondent bei der Nacht zu Land und zu Waffer bewerkstelliget werden könne. — 6) Dem 8iro äraznoli, Apotheker, wohnhaft in Mailand, für dle Dauer von fünf Jahren, auf Vie Erfindung, das Leuchtgas durch unmtttel» bare und glelchzemge Destillation von Wasser und kohlehälngen Urstoffen zu gewinnen. -— 7. Dem ^>.illu3 (^äsar- ^llil-colali^O) Ingenieur, und Raphael Tosom, Grundbesitzer, wohnhaft in Malland, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung, die Fäden oder Faseln des Flachses und Hanfes im ruhen Zu» fiande vor dem Verspinnen auflelchte, schnelle und vollkomme.-e Art zu bleichen, und gleich-zettig dlese vegetabilishen Faserstoffe auf den nämlichen Maschinen, welche gegenwärtig zum Spinnen der Baumwolle verwendet werden, zum Verspinnen geeignet zu machen. — 8. Dem l^,0ni5o I^a s^ail-Q) aus Paris, wohnhaft in Wien, keopoldstadt Nr. 5»2, für die Dauer von fü.-f Iah>en, auf dlt Erfindung cmer Art ^amoe, welche eme immerwährende, durch einen ^1cxi6r2t6ur gemäßigte Oehl^uströ« mung von unten nach oben unterhalte, und «mm bloß in einer Feder und eincm Hebesto, cke ohne Naderwerk und lLuterklaoven bestehen» bcn Mechanismus besitzt, wodurch die Reparatur und das Putzen derselben selten nöch'g und leicht möglich gemacht werde. NebrigenS hade diese lampe den Vorzug vor jenen mit einem von oben angebrachten Oehldehälter, daß sie ein helleres Licht gebe, und nicht so, wie die» se, einen unbequemen Schatten werfe, sowie sie sich auch vor den Lampen mtt Räderwerk und Untertlappen (den sogenannten Uhllampm) dadurch auszeichne, daß sie einer leichteren Reparatur und wohlfeileren Herstellung fähig ssm auf di? Dauer von fünf Iahr?n, das dem Thsl 645 was Wilson unterm 2^. December i836, auf line Verbesserung der äilicia-Seife auf dle Dauer von fünf Jahren, und das dem Johann Seidann unterm i5. September 18Z4, auf die Entdeckung, Zeuge mit Farben gepreßt zu erzeugen, auf die Dauer von zwei Jahren verliehene und auf drel Jahre verlängerte aus» schlußende Prwllegium, wegen Nichtberlchli, gung der Taxcn innerhalb der gesitzlichen Frist, für erloschen erklart worden« — laibach am 2. August iL38. Joseph Camillo Freiherr v. Schmidburg, Landes, Gouverneur. Carl Graf zu We lip erg, Raitenau und Primör, k. k. Hofrath. Joseph Wagner, k. k. Gubernialrach. Z. 1286. (3) " Nr. i99o2. Verlautbarung. sss sind nachstehende krainische Studen« tcnstiftungen erledigt, als: l. Dle von Bal-thasar Murgel, gewesenen Pfarrer zu st. Lorenzen, im Märzthale m Steycrmark, mittelst ' Stiftbrlefes vom !. December ^711 errichtete Studentcnstiftung, dermal nn jährlichen' Er» trage von ssi fl. Zt) kr. E. M. Dieselbe ill bestimmt 2) für Studierende aus der Familie ÄTlurqel odcr Prcgel; I)) in deren Ermanglung für Studierende, welche in Laibach oder anderwärts ln Kram geboren find. -— Der Stif« tungsgcnußW auf keine Studien^ Abtheilung bcsch'änkt. Das Vcrlelhungsrecht gebühret dem Gudernjum. — «. Die von Martin Leopold Schcrcr, gewesenen Doctor der'Philoso« phie und Theologie, dann Stadtpsarrer zu Wels, tm Testamente vom 6. August !7l3 errichtete Siudcntcnsiiftung, dermal im jahrlichen Ertrage von 66 ft. C. M> — Dieses Stipendium ist für angehende Hörer der Philosophie, welche in Krain geboren sind, be« stimmt, und kann nach Vollendung der philosophischen Studien auch wahrend den theologischen, juridischen und medizinisch-chirurgischen Studien foUgcnosscn werden. Das Prasenta« tionsrecht gebührt dcm Laibachcr Stadtmagi« sirate. — 3. Dle von einem Unbekannten errichtete, für einen Studierenden aus der Gegend von Pleterjach 'bestimmte Stiftung, im jährlichen Ertrage von 12 fi. 48 kr. E. M< Der Stmungsgcnuß ist a^f keine Studien-Abtheilung beschrankt. Das Vetteihungsrcch« glbührt dcm Gubcrnillm. — ä» Zwei vol^ Andreas Weischel, gewesenen Pfarrer in Flö> nig, mittelst Testamentes vom 16. April 1802 errichtet« Stiftungen, jcde dermal im jährllchcn Vrtrage von 16 fi. C. M. Diese Stiftungen sind für studierende Jünglinge aus der Weischel'-oder Galing'schen Verwandtschaft, in deren Ermanglung aber für aus dem Dorfe Ober« feichting gebürtige Studlerende, bis sie zum gelstllchm Stande gelangen, bestimmt. Das VerlelhungSrccht steht dem Gudernium zu. «—Diejenigen Studierenden, welche eines dieser Stipendien zu erhalten wünschen, haben ihre dießfälligen Gesuche bis Ende October d. I. bei diesem Gubernium einzureichen, und diese Gesuche mit dem Taufscheine, dem Mittel-losigketts-, Pocken- oder Impfungs-Zcugniss«', dann mit den Studien' Zeugnissen von den belden Semcstral-Prüfungen i8I3, endlich diejenigen, welche aus dem Tltel der Verwandtschaft einschreiten, noch üdetdieß mit elnem lcgalisirten Stammbaume zu belegen. »-» lai-bach am 18. August i836. Franz Glöser, k. k. Gubernlal»E>ecretar. NreisämtliOe Verlautbarungen. Z. i3i5. (1) Nr. HZ22. Kundmachung. Das hohe k. l. Gubernium hat mit De« cret vom 23. v. M., Z. 1997^, diesem Krcis-^amte aufgetragen, wegen Belschaffung der für die hierortigen Staats» und Local» Wohlthätig« keitsanssalten im Verwaltungsjahre iL3g erforderlichen Service-Artikel, die lmnachstehenden Verzeichnisse aufgeführt erscheinen, eine Minuendo - ?icitation einzuleiten. — Diese Absteigerung wird daher am 26. l M. bei diesem Kreisamte um 10 Uhr Vormittags abgehalten werden. — Welches mit dem Belsaye zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird, daß die Licitationsbedingniffe in den gewöhnlichen Amtsstunden taglich hieramts eingesehen wer-dcn lönncn. Verzeichniß der zu liefernden Artikel: 53o A. Vaumöhl; 23a K'. geläutertes Nlpsöhl; il0 K'. gegossene Unschlittkerzen; H70 K'. ordinäre Unschli'tkerzen; i/l0 A. ordi« näre Seifen; 20^. vcnetianische Seifen; 23c>c> k?. Pohlmehl zu Umschlägen; ^ 5?. Weihrauch; ioc> W-. kagerstroh; 900 Me«ling Sag- - späne; Z0 Merling KornstrohhäckcrlinZ; i5c» ' Mcrling H^bersiciben; 63o Stück birkene l Kehrbesen; 390 Stück,klcme Geschirrbesen; - 5a Stück crdene Lcikstuhltöpfe; /^2a Maß Reibsand. — K. K. Krcisemt Laibach am lo. September iL2L. 646 Z. 1289. (3) Kundmachung. Zur künftigen Verpfiegs» Sicherssellung des in der Hauptstation Laibach und Concur-renz befindlichen Militärs, für die Zeit vom 1. November i3)g bis Ende März 1839, dann der Bcheitzs und lVelcuchtnngsarnkel d'.s Ende April 1839, wird am 3. October l. I. Vormittags um 9 Uhr eine öffentliche Sub-«rrendirungs - Behandlung bei diesem k. k. Kreisawte u>Uer nachsiehenden Bedmgnngen vorgenommen werden. 1) Der Bedarf nach dcm gegenwärtigen Truppenstande, mit Ausnahme derzeitwcisen Durchmärsche, besieht bei« läufig täglich in ,460 Brod-Portionen, a 5, '/2 Loth; 220 Hafer-Portionen, ä '/»Met-zen; l3o HeusPortionen, ü 10 Pflmd; ^0 Heu-Portionen, a 3 Pfund; 200 Streustroh-Portionen, ä 3 Pfund. Monatlich in 60 n. ö. Metzen harten Holzkohlen; 6' n. ö. Pftlnd Unschlitllichter; 3c, n. ö. Pfund Unschlitttalg; Ho n. ö. Maß Brennöhl; «2200 n. ö. Pfund ^ampcndochte. Vierteljährig in i3oc> Bund Lagerstroh, a 12 Pfund. — 2) Jeder Licitant hat am Tage der Verhandlung.gegen die anwesende Commission sich auszuweisen, .daß ec solid sen, und dle hinreichenden-Mmel besitze, dic zu übernehmenden Verbi?,dlich.kettm genau zu erfüllen. — ,3) Muß der Echihc>' bei Abschluß dis Contractes eine ,Caution M,lt 3 ^ dc r g c sa ln in ten Gc! dcr trag >u ß, !e n 1 w ed e.^. t li Barem ode^ in Ttaatsvapieren, nach dem Comst^ oder auch fideijussonschzur k. k-Militär-Hailpt» Vcrpsicgs-Magazinscajse allhicr leisscn, jcdoH wlrd hier bemerk:, daß nur die von/der'k. ^ Kamlncrprocuralur als gilng anerkanntenCaw kions'Instrumente angenommen werden. — /^) Vor dcr Verhandlung hat jeder Offerent 5oc> st. als Vadium bar zu erlegen, welches mn Schlüsse der Verhandlung den Nickterstehern wieder rückgcsicltt, von dem Elsicher aber bis zum Erläge der Caution wird rückb'halten werdeli, und ohne welchem Erlag? Niemand engehört wird. — 5) Werden auch Offerte für einzelne Artikel anienommcn, jcdoch wird bcm Anböthe für gesammte Arukcl bcl glclchcn Plen'cn der Voizug gegeben. Zur Beseitigung von Benrungen müsi'cn die Offerte der Com« lliission schriftlich übergeben werden. — 6. N^chtragsofferte, als den bcsieh^nden Vorschrift Nn zuwider, werden nicht ang?s!l.^m?!i und taher rückgewiescn. — Diewcitclcn Au^künfle uno Conlrattsbcdiligungcn können täglich zu ten gewöhnlichen Amtssiulidcn in der k. k. Mi-W,a,u-Haupt^V<(vßegs-Magazins-Kanzlei all- hiereingesehen werden. — K. K. KreisaM ksibach am 6. September i826. StilVt^ unv lllndrcchlliche Verlautdarungen. Z. ^3l3. (l) Nr. 65ä/. Edict. Von dem k. k. ^Vtadt- und Landrechte in Kram wird kund gemacht, daß es von der, ant Edict 6clo. 5. Juni l. I., Nr. 4118, ausgeschriebenen öffentlichen Versteigerung des Gutes Nadelscgg s'in Abkommen habe. — Lalbach am 1. September 18I6. Aemtliche Verlautbarungen. 3. ,323. Versatzämtliche Licitation. Am 20, d. M. werden zu den gewohMchsl? Amtsstunden in. dem 'hierorüge^ Vcrsalzamte die im Mo->nat .Iull ^ ».W nersel^ten, und ftib-her weder..ausgelösten noch umgs-fchriebene Pfändern, so wie die zur VersteiM-ttng überbrachten Effecten ftGder Parteien, mittelst öffentlicher BWeigerllng an den Meistbiethenden verkauft.^ ?, iLackach am iZ. September i353^ . ^ !f lc !i^a,/^o n.K l Ku ndmach u li g. 7'' / Bei dkm s. k. Hauptzollamte?aibach wir-d— Hicvon werden di? Kauflustigen mit dtM Beisätze lingeladcn, daß der Kaffeh, gestoßene Zucker, Zuckcrmchl und Pfeffer zu 10und 5 Pfund, 0er Raffnad- Zucker aber hutweise nnrd ausgebothen »rerdel?.. — K. K. Hauptzollamt Laibach am 10. EtH> tember iL23.