^ 202. Mittwoch am 3. ^Mmker l862 Die „Laibachn Zeitung" erscheint, mit Ausnahme b« Sonn- und Feiertage, tNglich, und lostet sammt dm Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb» jöhrig 5 st. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir gllNZj. 12 si., hlllbj. « fl. Fllr die Zustellung in'« Haus sind halbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Krelizband uud gedruckter Adresse 15 fl., halvj. 7 si. L0 ti'. Instrtionsgebühr fNr eine Garmond - Spaltenzelle oder den Raum derselben, ist filr Imaligc Einschaltung 6 lr., fllr 2malige 8 tr., filr 3maligc 10 fr. u. s. w. ' Zu diesen Gebühren ist noch dcr Insertions - Stempel per 30 lr. silr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Feilen lostm 1 fl. U0 tr. für 3 Mal. 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. fllr 1 Mal (mit Inbegriff des Iusertionöstempels). Amtlicher Theil. 35. k, k, Apostolische Majestät haben folgendes Allerhöchste Haiuschleiben zu erlassen gerliht: Lieber Herr Vetter Erzherzog Rainer. Ich finde den Wirklingskreis Meines Marineniinisterilinis in dcr Weise festzustellen, daß dasselbe nebst dcr bis' her dem Marineministerium zugestandenen Verwaltung dcr auf dic Kriegsmarine bezüglichen Geschäfte die oberste Leitung der gesammten See-Angelegenheiten des Reiches zu besorgen hat. Alle dießfalls bicher in, Wirkungskreise des Handelsministeriums gelegenen Geschäfte, welche sich auf dic Handelsmarine und sonstige maritime Gegen-stände beziehen, haben an das Marine-Ministerium überzugehen, lind sind daselbst von einer ans Organen der Zivilverwaltung zusammenznsctzcnden Abtheilung gesondert von dcr für dic Leitung der Angele-genheitcu der Kriegsmarine bestellten Abtheilung zn besorgen. Weiter bestimme Ich, daß dic Leitung des Post-lind Telegraphcuwcsens ans dem Finanzniinistcrium an das Hall0clölni»istcrillm zu ül'rrarhcn hal'c. I,,dcni Ich anordne, daß diese, Einrichtnu^c» Mit drin l. N'ovcmber d. I. in Wirksamkeit zu lre> ten haben uud bis dahin die Vcsorgnng dcr Angele» gcnhcitcu dcr Kriegs« und Handelsmarine, sowie dcr Post< lind TelcMphcn.Augclcgcnhcitcn in dcr bishc. rigcu Weise uud durch die dermalen dafür bcstimm-tcn Organc fortdaucrc, ernenne Ich Meinen Statt« Halter im Küstenlaudc, Ireihcrrn v. Burger, zu Meinem Marineminister und beauftrage deusclbcn, Mir über die Einrichtung des Marinemiuistcriumö nnd des für die zuständigen Agenda nöthigen nntercu Dienstes, sowie übcr dic Besehnng der Meiner Ernennung vor« behallcncu Dieustposteu daldinöglich die Anträge zn crstaltcn. Meinen Finanzminister und Meinen Handrlsmi' instcr scßc Ich untcr Eincnl von dicscil Verfügungen in Kenntniß. Schönbruuu. den 30. Angust !8(i2. /ranz Joscpl) in. j). Nichtamtlicher Thcil. ^'aibach, 2, September. Dcr plöt/Üche, so früh noch nicht erwartete Fall Garibaldi's lind mit ihm die, allen Voraussetzungen widersprechende, rasche Entscheidung der italienischen Krisis hat Viele, darunter Jene unliebsam überrascht, die von dcm Freischaarensübrer einen allgemeinen Umschwung in dc» Staatsverhältnisscn erwarteten. Garibaldi wurde oft als dic persouifizirtc Freiheit und Einheit Italiens bezeichnet - wir habcu an dieß Dogma uie geglaubt ' Italien wird -- und cs ist wcgcn dlcscr scincr tragischen Bestimnlung wohl zu beklagen — stets der Schauplatz sei», wo England uud Frank, reich um dic Präponderanz lingen. 'Auch Garibaldi sst !>iu Opfcr dicser Rivalität. Wsliu cr Angesichts der Franzose», dic Schilderhebung unternahm/ wenn er sscgcn dcn Aljiirten Piksor Emanucls die beleidi« ^'ndsten Ausdrücke gebrauchte, s,, rechnete er auf den Achill), auf dcn BeiNand einer andern Macht. Na-"Ui hätte nicht gewagt, dcn Manu dcö Volkes als Rebellen zn erklären, hättc cr gewußt, daß dicser getragen werde von dein Rivalen Frankreichs, Die Turiner Regiernng hat sich nicht ohne einen gebiete» rischen äußeren Anstoß zur plönlicheu Energie auf. gerafft. Sie hat ohnc Zweifel nur dcm kategorischen Imperativ Englands nachgegeben, dcr Komödie cin rasches Ende zu machen. Eme eilergischc Note Pal-merstons nach Turin ist der eigentliche Gruno von Garibaldi's Gefangennahme. England, das im Jahre !86tt so entschieden die Untcrnel'mnilg Garibaldi's begünstigte, dcjftn Sympathien für deu kühnen Con oottierc sich bis in oie lehte Zeit herab knildgaben. wandte sich »on ihm ab. als es seinen Znsammen dang mit dcr geschäftsmäßigen Revolution uiw die Verbindung dcr italienischen mit der orientalischen Frage erkannte. Darum sprach es wahrscheinlich fein Veto gegen die jet)ige italienische Bewegung uno diesem Veto fiel Garibaldi zum Opfer. Der Turiner Korrespondent der «Sch E." be-richtet nnter dem 28. August.' daß in Turin das Gerücht verbreitet war. Oesterreich uud England t'äitrn die Erklärung abgegeben, daß sie in Bezug auf Italien das Prinzip der Nichlinlervention strenge durchgeführt wlsseu wollen, und daß, wenn selbes verletzt werde, England in Sizilien, Oesterreich jen< seüs 'des Mineio festen Fuß fassen würden. (?) Alle oiesc Gerüchte mid Nachrichten sind nun veraltet. Der Prozeß gl-acn ds>i Ol'el'i'ten 'Accrl'i I)at mit der Frei» »prechmig oes Aüaeklagtell aecl,l>et. ^m LalVi)l wordcu; die Zolloercins'Ncgieruilgcu habcn dcn Beitritt abgelehnt. )tull schreibt man aus Berlin, daß ciue Wendung bevorstehe. „Im Auge»bl,cke nämlich scheiut cs wc< nigsteus möglich, sogar wahrscheinlich, l)aß inau uou preußischer Scite den Widerstand gcgrn das Zustande-kommen eines Zollkongresses auf Grnnd des Febrnar» Vertrages von iUtüj unter gewlsse.l Bedingungen fallen läßt. Schon damit aber wäre viel gewonnen und cnlschlicß! sich das prrnßischc Gouvernement wirklich, dcn Standpuukt der schroffen Negation auch nnr in ciucm Puuktc aufzngcbeu, s^i ^ürftc im Uebrigcn auf dic zwmgcndc Macht dcr einmal gegebenen Verhältnisse zu vertrauen sein. lH>) ^,^^- «uch in der That gar zn seltsam, wenn Angesichts dcs Ganges, den die handelspolitische Angelegenheit cingcschlagcn hat, seitdem Oesterreich mit dem Präliminarvcrtrage aufgetreten ist. in Berlin gewisse Illusionen festge-halten würden, wenn »nan sieh nicht bloß blind stellte, sondern wirklich blind sein wollte für die thatsächlichen Erscheinungen! Allcs hängt übrigens davon ab, daß Prcußcu einen Schritt entgegenkomme, denn die Haud dazu wird von Oesterreich geboten, uud dic letzte österreichische Note zeigt, wie sehr man in Wien wünscht, daß Prcußcn eine Verständigung ermögliche." Korrespondenz. Wien, l. September. Hü Noch hat die Börse von der Ucberraschung sich nicht crlwlt, welchc dic Naehrichtcn ans Italicn ibr bcreitct hattcn, mW schon wurde dieselbe beute neuerdings durch sehr positiv auftretende Gerüchle aus Paris allarmirt' Es ist nicht gan; richtig, wenn die Bprseichmchle dcs Tagc§ den Rückgang der Pa-picre an der Vorbörsc ciufach durch Realifirungen erklären. Ein guter Theil dcr cmpsindlichcn Schwa,l» knngen, welchen die Knrfe unterivoric» waren, wurde durch das Gerücht, man babe in Paris auf Na< poleou geschossen, hervorgerufen. Bis zur Stunde erwies sich diese Version als falsch. nnd hat dieselbe auch ;u Ende der Börse, ihre vorübergehende Wirksamkeit bereits wiever eingebüßt Man bezeichnelc dieselbe allgemein als einen «'«n^» ' »ll'^x'r.ttiim dcr Baisse, welche dnrch dic Nachrichten aus Italien sich in ihren Manöoern sehr konlrekarrirt fühlte. Im Uebrigcn ging der Ultimo, welcher in der Handels-wclt dießmal von argen Befürchtnngen begleitet war. glücklicher vorüber, als mau dieß Anfangs zn hoffen wagte. Die gestern im Laufe dcs Tagcö aus Tnrin und Paris cingetroffenen Nachrichten babcn nun anch den lehtcn bartuäckigsten Zweifel über die Gefangen« nchmuug Garibaldi's verbannt. Was nun? ist die Frage, dic auf Aller Lippen schwcbt. Es liegen bereits hellte zal'lrcichc Indizien vor, daß das Kabinet jcht. wo^>^>er Grnno znr Schonllng wegfällt, die Welt werde, wie sie dcr Encrgic lcincswcgs crlnangTe^ Es dürftr sehr bald klar wcrdcn, wic man dicscs Kabinct in dirscr Beziehung ebenso unterschätzt dat. wic «nan dic Um^ gebnng Garibaldi'o iil anderer Bczichnng übcrschähf. Von allcn Orten znglcich langen bicr Nachrichten oou Verhaftung der Rädelsführer nnd Iustifizirnng 5er Schnloigei! ein.' )Iuch von dem Prozesse Gari« I'aloi'ö ist bereits die s)iede und auch die Ansicht Der» iemgeu scheint sich nicht zn bestätigen, die da glaub» ten, die Regierung werde in ganz Italien kein Ge« richt finden, vor das cs Garibaldi strllcn könnte. Man wird. so gnt man Gcnerale nnd Soldaten fand. dic gegen Garibaldi fochten, anch Richtcr findcn. dic ihn richten. Garibaldi ist derzeit in Ncggio. Mail glaubt, cr wcrde als mit den Waffen in dcv Hand gefangen, vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Ueber die Haltung, dic man den neucstcu Por« gängcn gcgenüber in Paris bewahren wird. gibt das neue offiziöse Journal „La Franec", dessen Redak« teur demnächst in's Ministerium treten soll, durch dic Publikation eines Briefes Napoleons an Viktor Ema< nnel vollkommen Ausschluß: „Ich muß Ew. Majestät", beißt es dort. „erklären, daß. indem ich das Köuiq. reich Italicn anerkenne, ich gleichwohl meine Trup-peu in Rom lassen werde, bis Italien mit dem Papste wieder ausgesöhnt ist." Dicse Stelle eben jept. in eben diesen, Blatte zitirt. sagt genug. Sr. Majestät dcr Kaiser kamen hente Morgens > !>'/2 Uhr von Schönbrunn nach der kaiserl. Hofburg, nm Audienzen zn ertheilen. Unter den Empfangenen befanden sich Prinz Angust von Sachsen « Kol'iirg. Graf Palffy Er^elleuz, Statthalter in Ungarn, das Comit'i dcs dcntschen Inristentages. Sonntag nnd Montag gehen nicht weniger als drei Vergnügnngszügc von bier ab. Einer nach Pest. einer nach Salzburg lind einev nach Triest. Oesterreich. Wien, 28. Anglist. Dic Aktenstücke bczüglich der ungarischen Hnvothekcnbank sind nnn ans dcm Kabinct Sr Majestät dcs Kaisers an die ungarische Hoskauzlei herabgclaugt. Dic Statutcn sind ;nr Mit-tl'cünng an dic gründcudc Gcncral-Versammlnng vor» behalten, welche ctwa in li bis 8 Wochen in Pest zusammcntrcten soll. Die wichtigsten Momente der Unternehmung sind: Der Sil) der Bank in Pest. der Zufluß vou!>e ""^Trvl^"'^!"A^"ft. Ei" l^st sangsvcreinen u. s. w. Den Zug schloß wieder eine Schüyenlompagnie. Vei der Stadtkirche wurde auch die Geistlichkeit iu den Zug aufgenommen, der sich zuerst zum Stadtbad, dann zum Steinbad bewegte. An beiden Orten fand die kirchliche Weihe der segelt spendenden Heilquellen Statt, während die vcrsam« melten Sänger einen eigens zu diesem Behufe gedieh« teteu und komponirtcn Festchor vortrugen. Der ganze Fackelzug mit seinen Hnndrrtcn von Lampions, die Erleuchtung mancher Plätzc durch bengalische Flammen, die glänzende Beleuchtung, insbesondcrs des Steinbades und die Frcndenfeucr auf dcu Anhöhen bei Teplitz. das Alles übte ciucn magischen Eindruck, der durch das außerordentlich güustigc Wetter noch bedcutcud gelWert wurde. Auch heute scheint das Wetter dem günstig bleiben zu »vollen. Es fin- det so eben Vormittags ein feierlicher Gottesdienst Statt, zn welchem sich die Gaste wieder vom Schul-gcbändc ans im Festige begeben hatten. Vor Er< öffnnug des Zuges hatte der Badearzt Dr. Schmclkcs oic Anwesenden mit einer Festrede begrüßt, welche mit ciuem jubelnd erwiederten Hoch auf den Kaiser schloß. Melissne bei Eastclnuovo. (Dalmatien), 2l). August, Die Panzerfregatte ..Salamander" hat am 8. d. M. eine sehr große Gefahr übcrstandcu. An diesem Tage, Nachmittags um U Uhr wurde Rhum eingeschifft, welcher inittelst eines Schlauches vom Decke in-i Rhnmdepot geleitet und dort in Fässer ge» füllt wnrdc. als plötzlich der schreckliche Rnf ertönte: „Feuer im Rhumdepoi!" Wie schrecklich überhaupt schon der Nuf Feuer am Bord eines Schiffes, wo alles getbeert und feuergefährlich ist. lesto schrecklicher aber am Bord des «Salamander", da das Rhum- Feuilleton. Die Flachsbaumwolle. Aus Londoner Berichten ward uns die traurige Kunde, daß sich der berühmte Erfinder der Flachs» baumwolle, Cbevalicr Claußen, in dem Irreuhausc in Eamberwcll in London befinden soll — Bestätigt sich die Geistcszerrüttuug dieses mit hoher Wissenschaft« lichcr Bildung ausgerüsteten Mannes, und hat er seine überaus willige Erfindung nicht auf Andere über. tragen, so müssen wir diese Nachricht als ein großes Unglück für die Agrikultur und Industrie Enropa's ansehen, Claußcn war ein Mann von seltenen Gaben und schien berufen, mit seiner Entdecknng eine große Umwandlung in unseren national-ökonomischen Znsländen herbeizuführen. Hat er auch iu seinem Vaterland Dänemark und später in Frankreich nur Auszeichnungen, aber keine materielle Uuterstüftnng für das Inslcbcntretcn seiner wirklich großartigen Erfindung erlangt, so kann doch „icht in Abrede gestellt werden, daß er in England wett besser aufgenommen worden ist. Die königlich englische Landwirthschafts «Gesell« schaft hat in ihren Sitzungen im Februar I8!il sciue Erfindung nicht nur in hohem Grade gewürdigt, son-dern es wurden unter den Augen der Mitglieder der Versammlung durch Professor Way anch die verlangten Versuche' gemacht, die so überaus günstig aus. fielen, daß in kaum zwei Miimlen eine gewisse Qnan. titäs Flachs gebleicht und in eine der Banmwollc depot mitten zwischen 2 Pulverkammern und einem Grauatcndcpot fitnirt und von ihnen nur durch ciuc einfache ^zöllige Bohlenwand getrennt ist. Jeder stürzte natürlich gleich an seinen Feueralarmpostcn, cine See übcrftuthetc gleich das ganze Schiff, Hundertc von nassen Kotzen wurden in c nem Augcublickc klar. Die Flamme schlug lichlcrloh durch die Speisezimmer, durch die Batterie bis aufs Deck, Alles schrie, »die Pulverkammer unter Wasser sehen, aber man konnte uud man durste sic uicht öffnen, weil die Flamme bereits über sie hinübcrschlng. Die ganze Mann> schaft war gefaßt, in die ^ust zu gehen, uud doch arbeiteten Alle mit einer Rnhe und Kaltblütigkeit, als ob es sich bloß um ein Manöver handelte; kci nem Menschen fiel es ein, oder wcuigstcus machte Niemand Miene, das Schiff zu verlassen, obwohl es ganz in der Nähe dcs Bandes geankert war. In solchen Angcnblicken lernt man den Muih und di> Kaltblütigkeit des Seemannes schätzcn. Da der «Sa» lamandcr" mitten in der Flotte geankert, so war die« selbe mit der Mannschaft in der größten Gefahr. Durch die allgcmcinc Anfopscrnng wurde das Feuer glücklich gelöscht, und ist dabei nur der Verlust von zwei der besten Malrosen, welche schwere nnd gefährliche Brandwunden erhielten, zu beklagen, sie leben zwar noch, aber sie dürften schwerlich aufkommen. Italienische Staaten. Nom, 23. Augnst. Aus dem amtlichen Bericht über das Doppcl Attcutat vom Sonnlag Abends ward mir gestattet, Ibnen folgende bezeichnende Einzeln-heilen milznlhcilrn Der beim Eintritt in sein Wohn« haus in Via Santa Ehiara mit zwei Messerstichen Verwundete ist der Priester Rossi aus Macerata, hier Kanonikus an der Kirche Santa Maria del Popolo. Dcr Zweite ist ein Abbatc aus Lucca, der in Via San Iguazio beim Kapellmeister des römischen Pric-stcr-Scminars, Don Piclro Fagclli, also bei einem ganz unverdächtigen Manne, wohnt. In der Hans» thürc. durch einen tiefen Dolchstich getroffen, war er blutend zu Bodcu gesunken, als ihm dcr davon» eilende Sicarier höhnisch lachend „l^'lioi^imi, m»ll^!" zurief. Die Wunde ist lebensgefährlich. Inzwischen kam die Polizei einer geheimen Gesellschaft auf die Spur, welche hier dasselbe Programm, wie dcr Ver» cin der „Ammazzatori" im Jahre 1848 zu Ancona vor sich hat Die zwei verwundeten Geistlichen sind ganz harmlose, um Polilil unbelümmene Personen. Ein Iudc aus Aucoua und cin Kommis cines hicsi« gen frcmoen Bankhauses sino »uegcn Verdachtes der Theilnahme an diesen Umtrieben verhaftet. Viele Kleriker gehen Abends nicht mehr im geistlichen Kleid über die Straße. Gestern war ich in Albano. Ich sah den König von Neapel, wic er mit il> Damen lind Hcrrcn auf Saumthicren eine Parthic nach dem Scc von Nemi machte. Vorhcr hallc er, wic jctzt jeden Freitag geschieht, i/oem vor seine Hansthür gekommenen Armen aus Albano und Aricia ein Geld» almoscn reichen lassen. (A. A. Z.) ifrattkreich. Paris, 28. August. Der Kaiser, welcher ge. stern in Saint Eloud, augckommen lst. war nicht vollkommen ähnliche Substanz umgewandelt wnrdc. In England ist die Erfindung dcs Chevaliers in allen ihren nothwendigen Resnltalen für so wichtig gehal» ten worden, paß sich sogleich nnter dem Schnee der Rcgicrnng cine Gesellschaft gebildet bat, um im In-lande nach einem großen Maßstabe den nöthigen Flachs für die ciwrmc Konsumtion zn bauen, welche in Folge dieser Enldecknng gemacht werden wird, in-dein dieselbe so vielen verschiedenen und wichtigen Oewerbszweigen die Rohsnbstanz darbietet Die Be-bauplnng. daß die englischen Fabrikanten über das einfache Verfahren dcs Herrn Claußen wob! entzückt, aber ungeachtet dessen n^cht zu bestimmen gewesen sein sollen, auf seine Arbeilsanerbiclungen einzugehen, weil man entdeckt haben wollte, daß die bestehenden Maschinen znr gewiünbriügenden Verarbeitung der Flachs-baumwollc einiger Aenderung unterzogen werden muß-ten, hat Dr. Ryan in seinen Vorlrägen in Gegenwart der königlich englischen Landwirthschafts-Gesill' schaft vollkommen widerlegt. Im Beisein des Präsidenten und Parlaments-Mitglicdcs, Hcrrn Pnsey. wnrde durch die gemachten Versuche bei dieser Gelegenheit öffentlich nachgewiesen, daß die nach »m System des Chevalier Elaußcn aus Flachs erzeugte Baumwolle obne die geringste Aenderung auf denselben Maschinen gesponnen wcr> den kann, ans welchen man gegenwärtig die Baum» wollc, die Schafwolle oder die Seide spinnt. -- Das offizielle Organ der Landwirthschaft lind dcr Industrie in England,' „Morning Chronicle", l'at sich seinerzeit umfassend über diese wichtige Entdeckung ausgesprochen, und uns Aufschlüsse darüber gegeben, die üdcr jeden Zweifel crhabcn sind. Nicht mindcr warm! wurdc im November des Jahres 1869 in dcr Brüs-s wic dic Journale gcmeldct, vom Marschall Mac« Mahon begleitet. Der Marschall hat sich 'von Cha< lons auf seine B sitnin.ien in der Vourgogueb cgeben, und cs ist auch uicht mehr die Rcdc davon, daü cr den Kaiser nach Biarritz begleite» werde. Den Vcr« nehmen nach wird dcr Kaiser diese Reise am 3. Sep. tembcr antreten. Man will wissen, daß sämmtliche MnMter für nächsten Monat zu ciner großen Vc« ratbüng nach Paris bcrnfcn worden sind. Prinzessin Mathilde, die beabsichtigte, in nächster Zeit nach ihrer Besitzung in Ober-Italien zu reisen, bat auf den Wunsch des Kaisers, «wegc» dcr kri< tischen Lage der Dinge jenseits dcr Alpen", ihre Ncise einstweilen verschoben. Eincm allerdings dnrch nichts beglaubigten Ge. rüchte zufolge befände sili gegrnwäriig Prinz Na« poleou incognito bei Viktor Emanuel Man bemerkte, daß dcr Kaiser nnd besonders dic Kaiserin in neuerer Zeit dcr Familie Mnrat größere Aufmerksamkeit er« zeugen, als früher. Prinz und Prinzessin Murat, so wic dcrcn Tochtcr, dic Prinzessin Anna, werden das kaiserliche Paar nach Biarritz begleiten. — Mehrcrc Bischöfe haben bei Herrn Ronland. dem Unter» richtsminister, ans offizielles Einschreiten gegen dic ..Opinion Nationale" «wegen ihrer entschieden lirchen< feindlichen" Haltung ang.tragcn. — «Der Mouitcur" überrascht heute mit einer sehr reizenden Schilderung dcr Anncbmlichkcitcn der Rbcingegcnden. Es muß auf diese offizielle Empfehlung hin gewiß jeder gute Franzose Lust bekommen, die Rheinland einmal anzusehen. Herr Gustave Claudin. der Vcrfasscr dirscr anzieben« den Reklame, ist bei seinem Ausflüge „von Köln nach Mainz stromabwärts gefahren." Wabrscheinlich ist dieser Ionrnalist nicht seiner geographischen Vei« stungen wegen am !>'!. August dekoritt worden! (Hrvßlnitanttiell. Aus Indien schreibt man, daß dic in dcr 3an< dessprache geschriebenen Blätter Bengalens anßer« orocnllich liberal und aufgeklärt zu werden scheinen Der „Bhasknr" z. B, fordert die reichen Hindus auf, Professuren an der Universität zu Calcutta zu gründen und zn dotiren. Der „Sajjanel Ranjana" ist für dic Einführung des Bibclnnterrichtes in Regie-rungsschulen und spricht von der Bibel, in einer für eine» Heiden merkwürdigen Sprache, als dein besten nno trefflichsten aller englischen Bücher, nnd gibt es nicht ftincs Gleichen in der englischen Sprache. Sc>» wie jfl>cö Glird »sg Zueervvoln'o von dcr Wur;el bis ;nm Gipfel voll Süßigkeit, so ist jedes Blatt dcr Bibcl dcr kostbarsten Belehrung voll. Ein kleiner Theil jenes Buches liefert Einem mehr grsnnde Moral, als tausend andere Abhandlungen über denselben Ge« genstand. Kurz. wenn Jemand die englische Sprache stndirt, um Weisheit zn schöpfen, so gibt es darin kein lesenswertheres Buch als die Bibel. Spanien. In Madrid hat man, wie cs scheint, in der Nähe des französischen Gesandtschafts - Gebändcs Petarden platzen lassen. Dic Behörde stclltc Wachcn sclcr „Indcpendancc" ras belgische Publiknm anf dlc hohc Wichtigkeit dieser Erfindung aufmerksam gemacht. — Die großen Vortbcile. welche das System des Chevalier Claußen gewährt, lassen sich in Folgendem zusammenfassen: 1. Daß Europa gemäß seinen Kulturverbältnissetl in der Lage ist. durch die Anodclmung des Flachsund Hanfbaues sich nach und nach mit feinen» rirsi« gen Bedarf in Baumwollc von dcu überseeischen Län» »crn loözuwindcn. 2. Ist tic Umwandlung des roben Flachses in Baumwollc durch Anwendung einfacher mechanischer und chemischer Mittel leicht und billig. 3. Kann dcr auf diese Weise zubereitete Flachs von den gegenwärtigen Spinn« und Wcbstühlcn für dic Banmwollc sogleich verarbeitet werden, ohne daß es nötbig ist. die geringste Veränderung an einem ihrer Theile vorzunehmen. 4. Da man zur Erzeugung von 20 Zenlnern ^lachsbaumwolle nicht mehr als «0 Zentner grünen Flachs brancht, nnd die Zubereitung«- oder Umwand» Inngskosten in Baumwolle nnr cirea 3 st, per Zentner betragen, so würde bei dem Umstände, als der grüne Flachs gewöbnlich mit 3 — 4 ft. vcr Zentner zn kaufen ist, die Flachsbaumwolle uicht über l!) fi. oer Zenlncr zn stehen kommen Dieses ist ein Preis, welcher weit geringer ist als derjenige, um welchen die Baumwolle jemals in Enropa eingeführt wcrdcN kann Bedenkt man, daß wir in Oesterreich im Laufe oes vorigen Jahres laut statistischen Ausweisen gegen ,0(10 Zentner rohc Baumwollc. ohnc die Gc-spinnstc und sonstige Webstoffc, sowie die separate Einfuhr von Flachs lind Hanf in Anschlag zn briN" gen. eingeführt haben, und daß dieses Quanlum z" 807 vor das Gebäude, weil sic cincn Anschlag gegcn dcn französischen Gesandten zu fürchten Geund bat. Auch andere Vorsichtsiuaßregeln wurden getroffen. Das ' sind dic Folgen der neulich in dcu Tuilcricn an Concha gerichteten Worte. Türkei. Konstautillopel, 1l>. Angust. Langsan, zicht die Pforte cinen dornst mir dünnen, abcr diä)ter und dichter werdenden Truppeneordon um Serbien hcr. Bei dieser ^iaßregel, schreibt man der „N. Z.", sind zwei Gesichtspnnkte vor allen anderen in's Alige zn fassen. Der eine ist der, zn verhindern, daß der serbische Aufstand sich nach dcn w.'iteu Ebenen und Berglandschaften von Bulgarieu ausdehne. Der andere: eiue Bereinigung der ferbischeu Streitkrästc mit dcn montenegrinischen zn hindern. Der letzteren Aufgabe ist die unter On'.cr Pascha in dcn Schwaben Bergen imd an dercn Grenzen stehende Armee uou etwa ^lO.WO Mann volllommcu gewachsen. Die andere Anfgabe dagegen erheischt eine itraftanstreugnug, zn welcher die Pforte sich eben jetzt aufzuraffen im Begriff steht. Umfassende Befehle sind nach Auatolieu und Armenien gesendet worden. Etwa 15i Bataillone dcr (^arde und dcr anatolischcn Ordn haben Ordre crhalteu, sich nach Varna einznschisfen. Dieselben dürften eine Ans stellnng im Auschlnß an dic bcrcits bei Widdin und ^>lissa stehenden Truppen nehmen, deren bcidc Flügel sich an dic geuanuten Festungen anlchncn würden. Dagegen rnsten die Serben mit Anstrengung im Innern ihres Bandes. Indeß mit dein Unterschied, daß sie eine Armee wesentlich erst zu schaffen haben. Wenn man den fabelhaften Angaben, welche iibcr die serbi^ schen .^riegsvorbereitungcu im Umlanf sind, Glanbeu bciincfscn wollte, würde es sich dabei um Aufstellung einer q"5s'"l Armee von 15>0.OlX) Mann handeln. Dic Wahrheit ist, daß man sich anschickt, 50.0M Milizen zn mobilisircn. Man hat vorderhand nnr Infanterie, itavalleric und Artillerie sind ini Wesens lichen erst zn schaffen. Wenn auch dcr Serbe im Allgemeinen ein vortrefflicher Soldat ist, so wird den noch Niemand behaupten wollen, daß er in dieser Hinsicht dem Türlcu überlegen sei. Außerdem bedarf es keines weiteren Nachweises, ,daß die Serben nur cinc unzureichende Anzahl vou lirancbbareu, d. h. uülitärifch anogebiloclen Offizieren zur Berfügnng haben. Serbien ist ferner ein wefeut-li'ch andcrcs ztricgotheater wie Niontenegro. Wenn anch iln Allgemeinen bergig und von steilen betten durchzogen, ist es dennoch ungleich offener und bietet mithin drr ^ffciisiu,,' inchr Zügäna^ dar. Äiit dem Thal dor Zclta iu Niontcin'aro lemil man ii: Zerl'ien das der Morawa vergleichen, allein eine eigentliche Gleichstellung beider wird dnrch ihre bedcntendcn Verschiedenheiten aufgehoben. Cndlich hat inan zn bc-denken, daß die Türten Herren von fünf wichtigen Festungen anf serbischen: Aodcn und mittelst ihrcr Flottille auf dcr Donau vollkommen im Stande find, nnch diefe wichtige Stromlinie in ihrcr ganzcn Serbien berührenden Ansdehnnng vou Belgrad bis Gladowa zn beherrschen. Man hat nach dem allen keinen Grnnd, anznnehmen, daß bei ausbrechendcm dampfe die Partie entschieden zn Ungnustcn der Türken stehcu werde. dcn heutigen enormen Äaumwollprciscn von lü^ bi>5 180 fl pcr Zentner das nambaftc Capital von l:i« l'is l^0 Mil'lioncn Gnldcn repräscntirt. so muß es die Völker Oesterreichs l'ei unseren zerrütteten Fiuan zen förmlich mit Unbehagen erfüllen, solche enorme Summen für cinen Rohstoff in's Ausland wandrru zn sehen, die sehr lcicht dcm eigenen Lande erhalten wrrdcn könnten, wcnn man sich ernstlich nnd in gro^ ßer Alisdebining nnt dcr gewinnbringend'n Flachs« nnd Hanfkullnr auch bei nns in entsprechender Weisc beschäftigen wollte, abgesebeu davon, dal> Talisendc von Arbeitern, ivelche gegenwärtig ohl,c Hilfsquellen und ohne Mittel sind, rinc lohnende Veschafliguug dabei finden wurde». Der Vürgerkricg in dcil Vereinigten Staaten von Nordamerika nimmt mit jcdcm iage größere Dimensionen an. so daß kein Abscheu vorhanden, ob l>nd wann las Ende dicscs blutigcu Drama's zn cr« warten ist. Ware dicsc überaus traurige Katastrophe jenseits tcs atlantischen Ozeans auch uicht cingclrctcn, so haben wir in nnsercui großen, an kultnrfähigcm Voden überaus rcichcn Oesterreich jedenfalls uach Unabhängigkeit uicht nnr in staatlicher, sondern anch in national, ökonoinischcr Vezichuug zu ringen. Wire '-user Pcdarf m, Zlicler durch die inläiwifche Industrie gedeckt, olmc oaß sich dabei imscrc Magcu cm-poren, jetzt Rüben- statt dcs frühcr crzcugicil Kolo» nial<>)ückcrs verbauen zu mnsscn. so wcrdcn sich Hof scntlich dic äußeren Theile nuscrcs Körpers uicht mi». dcr bcrcitwillig zcigen. Stoffe auf sich zu nclnmu, vclch^ statt aus dcr iu Amerika, Ostindien oocr ^gvpten gcwonucucu Vaumwoli.. zum Ruhme Ocster< ">chg uud ,einer Agrikultur aus nusercr inländischen 6"ichcchaimiwolle hcrvorgcgangcu sii,h Ans ocr Vcrhanl'Inu^ vor dem Warschauer Kriegsgericht, ?as üdcr R'^I Dao ToocMNhcil alio^ sprach, wiro der «Ostsee - Zeitung" Folgendes mit' getheilt: «Als Ryll von oem schon vor dcm Attentat in hihigcn Getränken genoinmeueu Gifte so weit wieder hergestellt war, wurre uüt ihm oic Untcrsllchnng iveilcr geführt, D.n^ch ist Ryll zwar im lulsigei! Gouverilement ge!,,ol^>, .^>er anf dosten des Gr^fcu Gntalowöli iu Posen crzogcn, hat dort das Real-Gymnasium besucht u Gasse" und am Platz von «Kindlcin Jesu" hallen sie ihn unmittelbar vor dcin Attentat znlcht traktirt, ihm anch irahrschcinlich dort daS Gift beigebracht Er ging von da aus gcradc uach dcr Schankomiuis. fiou, iilu fein Voryabcu auszuführen. Wic glanb^ n'indl^c Pslsonrn uc-lsichcr,,, sind dic zwei Haupt. pc-l'so»c>i aiic! l?cm Prc'ic,,c ^c,icil dc» lxvcii^ yiii^c. richteten Iaroszyuski, uäntlich Nadl'luicz in Kijow liiw Cymiclcnoki, cin obrrcr Anführer, in Paris festgc-nommcn worden. Radowicz ist bereits hicr in dcr Zitadelle in Haft." Amerika. Man schreibt dcr «Conesp. Havns« ans Vera-Cruz vom l. Mgust: Dcr „Vcrchollct" hat sich vor Tampico vicr Goclcltcn bemächtigt, die mit il'rcr Ladung auf vicr Millionen Franks gcschäpt wcwcu Das iittcrcssantcstc Gerücht für dcu Augenblick ist oaß Iuarcz ciue vertrauliche Mission, an dercn Spitze Ramon Pacheco stehe, an dcn Kaiser gesendet habe nm iyu zu bitten, sciuc Trnppcn uicht zmückzuzlcbcu, »ondcrn znr Einführung ciucr aus dcr I.bcralen Par-tci hcrvorgcgaugcncn Regierung zu verwenden Ina-re; ist noch linmcr überzeugt, daß der Kaiser "vou dem Geist dcS ^iandcs schlccht unterrichtet ist Die Guerilla's halten nns trotz der zahlreichen Ausfälle, die unsere Truppen machen, eingeschlossen. Vci einem dcr letzten Ausfälle wurden zwölf Mexikaner, woruu, ter zwei el,cl»alige Soldaten des Galvcz, gefaugcn genommen Galvcz Ncß als Vcwcis seiner Ergeben« ycit für Fraukrcich die beiden letztereu iu dcr offtnt-Ilchcu Prouicnadc au zi^ci Vänmcn aufkllüpfen. wo sie bis zum andern Taa/ hängen blieben. Die Gue« rillas wollen nun den Tod derselben an den von ihnen gefangen genommenen Franzosen, ivornoter sich der Chef des frauzösiichen Gendarmerie'Detache. mcuts vou Vcra>Crnz befindet, rächcn. Hicr wird ciuc Sicucr auf die andere ansgefchricb/n. Z>vc> Eier kosteu zivci Realen (7^ )ttr.) und das Pfnnd Kohlen und das Pf»nd Kartoffel!, ebensoviel." Tagesbericht. Laibach, !l, Septcinbcr. Unser Genieinoerath hat, wie wir vernehmen, ebenfalls beschlossen ci»c Veglückwünschungsadressc an Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth zn richten. Wien, l. September. Se. Majestät dcr Kaiser hat die Präsidenten des ^nristcntagcs, gcbcimcn Nath Wächter. Hofrath Plunlschli, Genera!-Prokurator Schwarze nnd Dr. Vnrger, gestern Vormittags 10 Ubr empfange», und sich gegen dieselben auf das Huldvollstc nnd Freund« lichste aufgesprochen. Sc. Majestät drückte uameutlich seine Vcfricdigniig darüber ans, daß dcr deutsche In» ristentag in W^eu abgehalten wnrde. änßcrte, daß dosfemlich dic denlschen Inristen freundliche Erinnerungen ans W>n mitnehmen werden und sprach zn dem Präsente;» Wächter folgende bedeutsame Worte: „Ich bin zwar vor Allem ö st c rre i ey i sel'. dabei aber auch entschieden deutsch nnd wünsche den innigsten Anschluß all D e ut sel> l a nd !" Der Kaiser sprach diese Worte mit Wärme uud Nachdruck. Sodann ließ sich Sr. Majestät die drei Abtbeiluiigs^Prasideitten noch ins« besondere vorstellen. Die Audienz daucrlc ungefähr eine Viertelstnnde. Veruli sch te 5ta ch r i cb re»». Kürzlich ist einem Vcrlincr Arbcitrr. einem Iu« deu. vou dcm Paost oer Ordeu l^ro l'i ,«<>e!, worden, iveil er uutcr ^amoricicrc vor zwei Jahren gegen dic Picinontcseu mitgcfoch!c>l, — Au cinem Hansc zn Dornbirn i>, Vorarlbcrg befindet sich cinc Weinrcbc. welche, verläßlich gezäblt, l!10li Stück Trauben trägt. ^?t a ch t r a g. 2'vieu. Sc. Ma>estät haben außer dcn bereits gestern crwähnlen Offneren »och deu Oekoiwmic. Offizier der Wienel-Neustädter Akademie, Haupt,na»i, Anton Mayer vom Kaiserjäger Regiment. zum Major ernauut. Dem ehemaligen Zögling (im Iabre l7i);'» allsgemnstcrt) und mit Eharaktcr a,uittirten Unterlicu' tcuaut Äarou Schmidl wurde der Hauvtmanus Eha--rakter vcrlichcn. Aus dcr Neustädtcr Akademie wur« dcu Sonntag "2. alls dcr Artillerie ^ Akademie !>? Zöglinge als Uinerliciitenants ansgemnstctt. Eillc Depesche von Konstautinopel, 3l1. Aligust dalirt, lautet: «Die Türken habe» Eetti,,je genommen Prinz Nikowns liiw Mirko auf der Flucht. Die Stadt verbrannt," Ans Rag usa, 2l). August, wird französischen Blättern telegraphirt: Mirko Yat die Schluchten von Doberlosleo besetzt. Die Montenegriner brenne» alle Dörfer nicder, bcvor sie dicsclbcn dcn Türken über« lassen. Ibrc Wcibcr. Kinder und Koslbarkcitcn haben sie nach Nicgusch gebrach!. Aus Madrid, 2« August Mcuds. ist iu Paris eiuc Depcsche cingctrosfen. woralls crbcllt, daü die Königin Ifabella ciuc Umwälzung fürchtet, daß je« doch die Regierung Maßregeln getroffen hat, um dic „Aösivilligeu", wenn sie sich erheben sollten, zu Vc»-> ocn zu schlagen. Ucucjtc Nachrichten und Telegramme. London, l. Sept. Die „Times" drücken l'l'rc Vefricdigniig über die Niederlage Garibaldi's aus n»o verlangen, daß die Okknpation Roms anfl'örc. „Morning - Post" sagt, dic Nicdcrlagc Garibaldi's müsse ciu energisches Handeln dcr ilalicuischen Regierung gegen Frankreich im Gefolge babeu. indem dieselbe die Räumung Roms fordert, «Daily News" verlangt die Ränmiüig Roms uno die Entlassung des Mini« stcriums Rata^zi. Mailand, l. Sept. Gestern wicdcrholtcu sich die tumnltnarischen Zllfamnlcnrottungcu. Dcn Triw< pcn uud Natioualgardcn gclang es. die Tumultnan« ten zu zcrstrcueu; ciuc Person irurdc ver>vii,idet. Der „Discnssionc" zufolge werden alle Gariba!« diauer nach Spczzia abgeführt werden. Die Ver< wllndling Garibaldi's am Fuße ist cine schwere, doch keilte gefährliche, Meteorologische Deobachtunzen in Laib ach. Taa l8.75> „ 8N. dctto <» "" 10 „ Abb. 321.1«; ^14.50 „ - >""o ' Druck nnd Verlag von Iguaz v. Klcinmayr ^ Fcdor Vamberg. — Verantwortlicher Redakteur ^Ignaz "- Klelnmanr. Anhang zur Lmbacher Zeitung. ^i^li^l^s^l^^ Wien, 1 Sl'pteml'er. (Mittags 1'/^ Uhr.) (Wr. Zt,) Äl'dl'l.) Aufa,,,,' ^iuislig — d^»n rii(s,,'ib.r nn '.'^I!i^ cnl^ dcr Luft ^.^riff.nciü O.riicht. j>l!» RichlüN^r» lütschirdin lzilnstiq. Das G? chaft ftlt'i^ l.l'^ift »üd l'lla!!.,l,>ch , die Bsw>^»ng>» tlililwcift fthr l'i'd.'utl'üd. ("l^cu dic S>,»!sta>,^.?i,w sr.ü^s Valuten »»> cil^i 2V.//« l'iüi^.e Vci den Staat^p.N'i"", l'ctiägt di. ^m.'auslsss.niüg 1 b,S 2'/,,°/,. I'.i d.u V.nil - ?llti u n.ih^n 20 ft., b.i d.» Krsdii-iNli.i! sast veffcutliche Hch»,io. ä. des Kl,n,ttü (für ii . zu 5°/, 6« — e>i mil Iäiiml-^ollpr!!., . „ 5°/, «2 70 «2 00 Natiliual -Ankhc» »lil April-Coupons . . „ 5 ., 82.90 8Z, - MttaüqucS . . . . „ 5 „ 70.70 70 «0 bttlu »>it iUiai-CoilP. „5., 71.— 7125) dlltv......, 4j., U3.- tt^j 5') mit Acllosuüg v, Jahre' 1«3!) 13^.— I3Z 5)0 ., „ 1854 69,50 69 75» ., ., 1«60 zu 5>00 fl, , 9130 915.0 „ z»100ft, 92 5)0 92 75) Ho,»,.'- Nriitlüsch. zu42 I..3U«!,!'. 17.— 17 50 U dcr Hroulcludcr (siir 100 sl) (>>>U»d>ll!l>!!>ll!>^»!l«iDl'l!gatil)!>f!I. !)llc>lr-Ol!^>'l'.ilI, , , zu 5)"/, 85)50 80 50 Ol>, - Oest. mid Salzl'. zu 5'/, 8<^. - 8ss, F.ld -Novdl'.z. 1000 st. «.5M. 1912.-1944 — Staats-ssis.-Grs. zu 200 fl. (5M. od^>.- 500 Fr......244.50 215,— Kai,. Hlis.-Vahi, zu 200 st. CM 155 50 150.- Süd,'-!!i,'rdd.Vllt'.-B.200„ „ 122,50 122 75 Süd, Et.iatS-, lmn'.'. vc». ». Vtiür. »tal. Eis. 200 st, ü. W 500 )^r. m 180 fl. l90'/«) Eiuznhluna 270 50 280.50 Na,i5.ssa!l^!i5w-V^,!!,. 200st (^'i, »>. 180 st. (90"„) Mu;, 227 50 228,-- i?.ft. Dr».-Da»>p!sch-^.s. «.^ 410,— 412 — Wicu.l Daiüpsm.-'.'lst.-Gls. ^,V 390,- 395,- 'ilcslcr .tt.tt.ul'riiä.» .... 398.— 400,— !Ml,u,. Wcsll'al,,! ^i 200 st, . 157,25 158 75 Tl,cis-l'>il,»-Ästicn 200 fl (5 M, m. 140 st. (70"/„) Einzahlung. 147.— 147.- Pfandbriefe (fln 100 st.) National- 0jäh.u. 7'. 1857z 5°/, 103,75 104.-. l'ank auf 10 „ dctto 5 „ 100 — 100 50 ^„ M. v.rlor'l'aic 5 ., 87.50 K8,- '^laticnall', anfö. W ,'c,los!',5 „ 83 75 84 — Uos.' (pn' Llück.) ssr^.-Nnstalt sin'Handcl u (^'cw. j» 100 st. ö-,. W. . , . 131.- 13125 D,'ü,-Da»w,f.-G. z» 100 st. (6M, 94.— 95 - Ztadtg^m. OsVii „^0.. is. M. 30.50 37.- ^!ilrhazy ., 40„ „ 93.50 94.— Lalm .. 40fl,!'ft W, 36 50 37. - 0).'l? War, '^alssy zu 40 fl. CM. . 37,50 3« ^l.ny „40., ., . 35,- 3550 st, C".,!!,'iS „40., „ . 3550 >".,;.-. Windis.bgräp „ 20 ., „ . 22.— 22.50 W>,!d!i.i» „20., „ . 2l.25 2175, ^l^ich .. 10 .. .. . 14 75 15,— Wechsel. 3 »1'i o u a t t. G.ld Anis, '.'luq>,'biirg für 100 fl. südd. W. 107,- 107,25 iNanlfiiit a. M. dctto 107.— 107.30 Haml'iilg für 100 Aiarl Banlo i»4 50 94.70 London ,ür 10 P, Ztcrlin,; . 12?.— 127 15 Paris fur 100 ^r:nsz . . . -')0,l0 50 20 ^vilvs der weldsorten. (i,s!d War, ,ss. Müuz-Dulat.» 0 fl, 9 fr. 0 fl, 10 Nlr Krön.» .... 1? „ 50 „ 17 „ 55 „ Napol^'iil^'c'r . . 10 „ 14 „ 10 „ 16 „ Rnss. Im. crinl< . 10 „ 40 ^ 10 „ ., Vn^in^halrr . . 1 „ 89 „ 1 „ 90 Lill'.r-'Agio . . 127 ., 5)0 ., 120 ^ 25 ., Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien Den 2. Llplcuü'sr 1862. Effekte,». Wechsel. 5"/« Mlalli n . , . 127.80 Vanfafti.l, . . . 790 K. l. Dukaten . 6 10 KrcditaMcn . . 211^10^____!___ ^ Den I. Srptcmlicr l662. Hr. Dr. Nröpet. Vezirks Arzt, von Apclsder^. — Hr. Vli'schck, Fcnslmsisicr. uon Vrod. — Die Helve» : ^üilü^kl. Verktylö < Ve!,illtc, — A»detson. M.'sckiüiN, llü0 — Nückslöhauser. V^llilntcrnchmer, uoil Tlicst. — Hr. Nlisl)!,, Agent, von Cilii. — Hr. Allrgl.ilNdl. uon Glliz. — Hr. HlN,scnl)>chlcr. vc'n Gmz. — Hr. Hil», uon Wien. — Fr. Gol'bi, Piiv^lc. von Tricst. — Fr. Farlalti, uon ^lagcnfnrt Z. :t:ji, ll (^ Nr. 5«52. Z. 1737. (l) Nl. 3308. VcrIantl' a r n n zz. (5s wild al^tmein klliit» a/macht, daß dnrch daö hohe k. k. ^anoc^gerichl die Vormundschlifl ülicr Mmih. Hladnik uon Vllilliial'lelollja, we^s» seines Hml^eö zum Trunlc nud Nill'lfal'i^ll'it 0cr VeüV.illu:^ sciücö V'lN'ö^lNs nils' iiül'sslünmlc Zcil dnich oie Voinuinpcl Hclcna Hl^oink nn!' ^^c«plir Tomschilsch Ulllängcrl wurde. K. l. Pcznköamt OdeillnDoch, alö Gcricht, on dcr Franz ^.'olar'schen ille^liim >» M.n»üly Nr. 2l^l) lui Hrrlschafl Ponomzh s in 'Adlonmilll rlyclltc» hcllie. K. k. Bezirksamt ^illlii, ^IS Gericht. an> '^8. Anglist 1862, Z. 1733. (2) Nr. Ü007. Edikt. III! Nachhange zliil! (ioilte l?om 23. 'Mi 1862, Z. 210!). wild clöffnet. Paß in der Erekunonssache oeö Giegor ^loam uon H'lc'rllenzc Nr. 27, gegen Johann Kiwfclz uon ooil Nr. l3, l'clo. 87 ft. 32^ kr. an, 12. SeplcnU'cl l862 hieraintö znr rriltcn Ncalfcllbiclllng ^esch'.iltcn milD. i^. k. Vcziiköamt Feililiy. als Gericht, den l^. Angus! 1802. Z. 1734. <2) Nl. iil)U8. Edikt. Im Nlichy.inge zum E'lkle uoni 12. M.n !8li2, Z. 2^^2. wiro eiiilneit. d.iß in der Eleknilonöf^chc deö ^rn. John»,, Tl,'omschil) roil Fcistrip, gsgcn >l>nm Slcntt'llgcr von Verton. l>c!<». 85i si. ii7^ si.. »nn ll). Sepllnil'er 1802 z»r llllicn oualfcilluelnng ge> schlill.n wird. K. l. Vlz,vköo.nit Fsisliii). a!ö Gcricht. den !^. A.ignst 1802. Z. 1037. (5) Zl dm Mchcn-Mtnte der Leopoldine Petritsch iu ikaibach, Fiirstcuhof Äkr. Itttt t. Stock Es nnrden i„ ll Klossen alle ^.'ehr^egenstande der Nollnalschiileil nnd nel'stl'ei Geo^lafic. N.->l»l° nnd Wellgesch,ch!c nnd Phisik. d.inn Fl^n^ösisch, Iil,° licnisch nnd SK'uenisch, wie nnch alle weil'Iichlli Hand» lirl'eiten gcls^it. — Duiü Nädrre ist anS den P>o« grammen zu eisehcn. welche im Instilllte zu h^l'en Nüd. — K o st m ä p ch e n n.'ol!en sich e h c st e n s melden, weil nnr rinige Play? noch zn l'esfhl» sind. Z. »7,2. (3) Freillilligc ziizitntiou, welche am 4. Scpteml'er l. I. Vormittags in der Giadischa < Vorstadt Hans - Nr. ^l al>^!>all