^______________^ ^ ^^dicnstag, 4. Fcbrulll 1902. Jahrgang 121. /IX , Mmg. ^^^,"lsp««s: Mt Poftversenbunn: ganzlährig »« K. halbjährig lb K, Im Kontor: «anz-I,,c'^'b! bri üftrren Wiederholungen per Heile « k. Die «Lalbacher Zeitung» erscheint täglich, mit «uönabme der Sonn, und Feiertage, Die «dwlnlftration befindet sich ttongrehplah «r,Ä. die Mtdaltto» Dalmatm. wassc Är, «. Sprechstunde!» der «edaNlon von 8 bis lv Uhr vormittags, Uüfraiitiertc Vriefe nxrbtü nich! angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Teil. ^ller^ k' und k. Apostolische Majestät haben mit dai^Mer Entschließung vom 21. Jänner d. I. dem ^bvli"" ^ ^^ Herzogwmes K rain beschlossenen ^ ^ ""^ Gesetzes, betrefw'd die Einreihllng der ! ^^tTaKenbezirt'e Nudolfswert vorkonnlleilden' N^ss .^altmdorfei- und der Töplitz»Unterthurner Ke n,^!^^' m die Kategorie der Landesstraßen und H^""ll"Nss der ersteren Strecke die Allerhöchste ">n allera.nadia.st zu erteilm geruht. ^tordnnng beS t. k. Finanzministeriums ^ . vom 28. Jänner 1902, ^I?^ ^^ i" der Verordnung voin N. Februar ^« >, ^^ ^r. N, festgesetzte Termin für die Ein° ö ^« °er Silberscheidelnünzm z»l 20, IN und 5 kr. ' ä"m halben Nennwerte bis auf weiteres ver- ^. längert wird. K, 11< für die Einlösung der Silberscheide° ! ^e^?" ^' ^ und 5 kr. ö. W. zum halben Nenn- '"tgesetztcTermm wird bis auf rniteres erstreckt. ^^^^^ Böhm in. p. ^ilty^^nanzminister hat den Steuei-- Inspektor bhH Gauner zum Steuer-Oberinspektor für ^ch der Finang°Direktion in Laibach ernannt. ^'l?V'^ebiuar 1902 wurde in der t. l. Hof« und Staats« ' «uz«. ^/' Stück des Neichsgesehblattes in deutscher Aus« u^eb«n und versendet. !^tiV' 3«bruar 1902 wurde in der l. l. Hof. und Staats-i?' "Nd N ^ Etück und den 2. Februar Ii<02 wurde in der "Xllch, ^°^druckerei das VII. Stück deg Reichsgesehblattes n Ausgabe ausgegeben und versendet. «'btbru»,^" Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 1. und ""i^l N 902 (Nr. 26 und 2?) wurde die Weiterverbreitung 3lt ^"herzeugnisse verboten: ^>« L0,!< '8) «^Htie« ßvudoä^» vom 29. Jänner 1902. ^ ?lr' u 'Ü,"^ i)ol)»» vom 29. Jänner 1905 ^z^^eutsche Wehr» vom 25. Jänner 1902. Nr. 24 «Xuljer »o^«!«» vom 24. Jänner 1902. Nr. b «rr^aeiol luäu» vom 2b, Jänner 1902. Nr. 3 «Looinn.. II. Verzeichnis über die beim l. k. LnndeSpräsidium fiir Kraln zu Gnnsten der Abbrändler in Gorenjavns eingelangten Spenden, n. zw,i Sammlungsergebniö der Vezirlshauptmannschaften: Krems 23 ic 20 l>. Loitsch 100 X; der Slatthalterel Trieft 189 X 70 l,, der Landesregierung in Klagenfurt 450 k 64 l», des Stadtnlagiftrates in Wlen 2504 ic b2 li. zusammen 3268 1^ 6 l>. II. Verzeichnis über die beim l. l. LandeSprasidinm in Krain zu Gunsten der Abbrändler in Krspp eingelangte« Spenden, u.zw.: Sanlmlungsergebnis der Vezirlshaliptmannschaften: Krems 23 « 20 b, Uoitsch 100 lii der Statthalter«! Trieft 189 X 69 l,, der Landesregierung in iklagenfurt 131 X, zusammen 443 k 89 k. Nichtamtlicher Ceil. Vesuch des Erzherzogs Franz Ferdinand in St. Petersburg. Die freundlicl>en Erörterungen, welche die russi-sche Presse an den bevorstehenden Besuch des Herrn Erzherzogs ^ranz Ferdinand anl russischen Kaiserhofe t'nupft, können, wie man aus St. Petersburg meldet, als getreuer Ausdruck der Anschauungen der leitenden ! russischen Kreise gelten. Eo sei am russische,: Hofe all» gemein bekannt, welche hohe Verehrung Kaiser Nikolaus II. Seiner Majestät dem Kaiser und Könige Franz Josef entgegenbringt und daß er dem verblicho nen Vater des Herrn Erzherzogs, weiland Erzherzoge >,?arl Ludwig ein pietätvolles Andenken bewahrt. Die neuerliche Bekundung des herzlichen Verhältnisses beider Monarchen zueinander werde in St. Peters-üurg willkommen geheißen; ebenso wisse man es zu schäken, das; der Herr Erzherzog die ihm durch Kaiser Nikolaus II. zuteil gewordene militär. Auszeichnung, welche dartut, daß Se. Majestät die Freundschaft für den Vater auch auf den Sohn überträgt, hoch genug bcwei'te, um die Anstrengungen einer Winterreise nach St. Petersburg nicht zu scheuen. Die durch die An-li'lndigung seines Besuches in St. Petersburg hervorgerufene Befriedigung babe unverkennbaren Ausdruck in der Raschheit gefunden, mit der die Anregung russi- scherseits beantwortet wurde, und so könne der Herr Erzherzog sich nicht bloß eines auszeichnenden Emp° fanges durch das Kaiserpaar und die kaiserliche ssa-milie, sondern, wie aus der Sprache der russischen Blätter hervorgeht, auch einer synipatlnschen Auf» nähme seitens aller Bevölkerungskreise der russisckien Hauptstadt versichert fühlen. Dentsch-czechische Verständigung. Die Wiener Blätter erkenneil ilbereinstinunend an. daß durch die Erklärung des Unterrichts ministers Dr. v. Hartel in der mährischen Universitätsfrage der ruhige ssortgang der Verhandlungen des Abgeord« netenhauses ermöglicht lmrd. Das „ssremdenblatt" gibt wohl zu, daß nicht alle Schwierigkeiten beseitigt seien, aber es betont, die Re» gürungsertlärung weise den Weg, auf dem das Ziel «reicht werden kann. Nicht das Diktat einer Partei entscheide, aber der nationale Friede sei für alle die Voraussetzung eines jeden Fortschrittes geworden. Diese Erkenntnis müsse bei beiden Teilen neu bestärkt worden sein, und diese Eindrücke werden Hoffmtlich auch den nahen Verständigungskonferenzen zugute kommen. Die „Neue Freie Presse" erblickt den Vorzug dieser Erklärung darin, daß praktisch, für den Augcn-i blick und für das Budget durch dieselbe nichts entschie« den werde. Man dürfe sich nicht darüber täuschen, daß nur dadurch, daß dieser kihlick)e Punkt heute nicht zur Entscheidung steht, das Parlament einem natio» nalen Streitfalle entgangen ist, der sich sehr kritisch hätte gestalten können. Die Vertagung der mährischen llniversitätsfrage sei übrigens nicht bloß auö politi» schen und parlamentarischen, sondern auch aus rein sachlichen Gründen durchaus nicht zu bedauern. Die „Oesterr. Volközeitung" entnimmt den Verhandlungen, daß keine der Parteien den Sprung ins Dunkle wagen »volle. Der Gang der Ereignisse im Budgetausschusse sei ein Hinweis auf die Kriegsunlust der Parteien, also eine günstige Vorbedeutung für die Wiederaufnahme der Arbeiten im Abgeordnetenhause. Das „Neue Wiener Journal" spricht der Negie» rung das Verdienst zu, die Streitenden so lange alö möglich auseinander zu halten. Durch die Erklärung des Unterrichtsministers habe sie nochmals deutlich be« Feuilleton. Die Altertumsforscher. Nus dem Englischen des O. 3>oyle. K >^" ^^ 'wal, Freund Burger, es wäre mir ^tke,,.. Sie n,ir ^hs Geheimnis anvertrauen ^lsscs .üwn berühmten Archäologen Kennedy und ?biki '"Km zusammen in Kennedys behaglichem Mich/''""", von dessen Fenstern sich ihnen eine k ^cl/ ^s'cht auf den römischen Korso darbot. ?e an 5 " liilil, und so hatten sie ihre Lehnstühle ti ^cili/" '^"""" geschoben, der aber mehr Dnnst id >' ^/. ^"bt-eitete. Draußen unter dem stern en-y°ö^ ^"himmcl breitete sich zu ibren Füßen das s°^do„ 's-'" ""-' "Ul seiner Doppelreihe elektrischer tz^lll '^""en taghell erleuchteten Kaffeehäusern, id ^^'Nm ""^ niederwogenden Gewühle von f., ^ l,'^." und Gefährten. Drinnen jedoch, H^ ?nn!?'^ eingerichteten Memache des stein-lt<^ ^"/'^" (Kehrten, war überall das antike Nt ^ries' ,' -ln den Wänden verwitterte, gebor-icl^^üs^' "' "llen Ecken und Winkeln alters-d dos ^" kostbare Amphorae herab, und eine !^^ 5« "st"' Altertüiner bedeckte den schweren ^/^° ch. l^^'l)l>^ !^ all diesen Altertümern war kein ein» "^ n, t,' ^" Stemvcl unanfechtbarer Echtheit ""ordcnilichstl'i, Seltenheit trüg?, d?^n Kennedy war trotz seiner dreißig Jahre ein Gelehrter von europäischein Rufe und hatte auch eine genug volle Börse, was entweder einen fatalen Hemmschuh oder einen, außerordentlichen Vorteil in dein Wett» laufe um Ruhm und Ehren bedeutet. Sein gleich» alteriger Freund Julius Burger stand ihm an Ruf nicht nach, aber seine Üaufbahn war beiweitem dorni-ger geiorsen. Vor kaum Mölf Jahren war er als armer Student nach Rom gekommen und hatte von dem kleinen Stipendium gelebt, das ihm die Bonner Universität behufs Forschungeil angewiesen hatte. Durch mühselige Arbeit hatte er sich langsam vermöge seiner zähen Ausdauer von Stnfe zn Stufe auf der Rul,me.sleiter emporgeschwnngen, bis er Mitglied der Bcrliner Akademie geworden und ihm ein Lehrstuhl ai' einer der bedeutendsten Hochschulen Deutschlands winkte. „Hören Sie 'mal, Burger", begann Kennedy mifs neue, „vertrauen Sie nur Ihr Geheimnis an." Bei diesen Worten wies er auf ein längliches Obstkörbchen aus leichtem Weidellgeflechte, wie sie in dcr(5anipagna gebräuchlich nnd das mit einem bunten l^emengo von zerbrochenen Inschriften, beschriebenen siegeln, geborstenen Mosaiken und zerrissenen Pa-pyrusrollen bis an den Rand gefüllt war. Dein Laien mochte all dies als wertloser Plunder gut genug für !>eu Trödler erscheinen, aber dasAnge des Fachmannes erkannte darin Altertümer, die einzig waren in ihrer Art. Dieser Haufen Trödelkram bildete einen jener schlenden Ringe alls der Kette der geschichtlichen Ent-Wickelung, die den Kenner aufs höchste nUeressieren. Dcr Deutsche hatt sie gebracht, und dor junge ensslischc (Mehrts warf bl?qsh»'lich<> Blicks darmtf. „Ich will ja keinen Einlaß in Ihre Fundgrube, aber ich möchte gerne Näheres darüber hören", fuhr Kcnnedy fort, indes Burger langsam seine Zigarre in Brand steckte. „Ihre Entdeckung ist unbestritten von Iiöchster Wichtigkeit. Diese Inschriften werden in ganz Europa Aufsehen erregen." „Dort, woher ich diese Inschriften habe, finden sich millionenmal so viel, als Sie hier sehen. So viel, daß ein Dutzend von Gelehrten ihr ganzes Lebe,: dar-auf verwenden und sich einen Weltruf gründen könn-len, so unerschütterlich wie die Peterskirche." Kennedy saß sinnend da, mit zusammengezogenen Arauen, indes seine schlanken Finger mit dem langen l'londen Schnnrrbart spielten. „Sie haben sich verraten, Freund Burger. Ihre Worte können sich nur auf eines beziehen. Sie haboll ^ine neue Katakombe entdeckt." „Ich habe keinen Augenblick daran gezweifelt, daß der Allblick dieser Altertümer Sie auf die nchtige 5'ermutung bringen wird." ..Nun ja, diese Ueberreste scheinen ja darauf hin-'.uwl'isen, aber erst Ihre letzte Bemerkung hat mir volle Gewißheit verschafft. Nirgends ill der Welt außer in einer Katakombe kann sich ein so reicher Schatz von Ileliquie» vorfinden, wie Sie ihn beschreiben." „So ist's. Ich mache ja kein Geheimnis darauö. ^ch habe eine Katakombe entdeckt." ..Wo?" „Hoho, das ist mein Geliei'unns, Sie ist so ae. legen, daß unter Millionen keiner dranfkonnnen nnrd. Diese Katakombe war der BearäbniSort der hervor« mgendstcn Chnsten, so dah die dort vorgefundenen Mivtumkl' fich weltlich von allen nndnlN Mtzh Laibacher Zeitung Nr. 23. 228 4. FebmariA kündet, daß sie durch einseitige nationale Zugestündnisse keine politischen Erfolge zu erzielen beabsichtige. Wcnn der Wunsch der Czech^n nach einer Universität in Mähren wirtlich ein rein kultureller sei, so gebe es keinen Grund, ihr Entstehen oom Orte der Errichtung abhängig zu macheu. Die „Arbeiterzeitung" meint, die Erklärung sei so abgefaßt, daß sie weder die Deutsckjen noch die Eze-chen befriedigen könne, aber auch fo, daß sich jede Seite mit der Unzufriedenheit der anderen zu trösten vermag. Vorsicht sei eine schöne Sackte und in natio» nalen Dingen könne in Oesterreich eitle Regierung nicht leicht zu vorsichtig sein. Nach der „Wiener Morgenzeitung" stehen Deut-sch«? wie Czechen dieser Erklärung gegenüber auf dem Standpunkte des tolor^ri i>o»8?, und so werde denn das Kapitel „Universitäten" ohne weitere Entgleisung erledigt werden. Unwillkürlich dränge sich einem die Frage auf: Wozu der ganze Lärm? Das „Neue Wiener Tagblatt" zollt den all» gemeineil Gesichtspunkten, welche der Unterrichts-minister aufgestellt hat, volle Anerkennung. Die Ro-gierung sei bemüht, beiden Parteieil Rechnung zu tragen. Sie bekunde das Bemühen, beiden Parteien die Möglichkeit der Anerkennung zu schaffen, sowie auch, daß das Kabinet an seiner Metliode festhält, eine jede Entwickelung heikler Fragen Politisch-nationaler Färbung von der friedlichen Gestaltung der Beziehungen del- Nationen zu einander selbst erwartet, nichts überhasten will, nicht eigenmächtig einzugreifen ge denkt. Die mährische Universitätsfrage, fei parlamentarisch bereinigt' sie ist nicht mehr parlamentarisch „aktuell". Die „Reichswehr" hebt hervor, daß Deutsche und Czechen seit drei Wochen mit wohltuender Mäßigung gemeinsame Arbeit im Vudgetausschusse geleistet und damit den Voden für die Plenarberatnngen entsprechend gepflügt haben. Die Debatte über den Hochschul etat sei zwar noch nicht beendigt, sie dürfte jedoch schwerlich ernstlich Weiterungen zur Folge haben. Schon deshalb nicht, weil die Universitätsfrage keine unmittelbare Lösung erheische. Politische Uebersicht. Laibach, 3. Februar. Der Vudgetausschuß hat am 1. d. M. den Etat fiir Hochschule n erledigt. Der Antrag des Abg. Varon D'Elvert auf Streichung der für die czo chifche Technik in Vrünn eingestellten Vudgetpost wurde mit 25 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Wie die „Allg. Korr." mitteilt, steht es fest, daß die Landtage im Fl-ühjahre zu einer längeren Session einberufen werden. Es besteht die Absicht, den Landtagen eine entspreciiend lange Zeit fiir ihre Ve ratungen einzuräumen. Gegenüber der Unterstellung von Memungs« Verschiedenheiten bei den Negierungen über die Zoll' ta rife führt die „Nordd. Allg. Ztg." aus: „Die amtlichen Vertreter des Entwurfes sind durchaus einig, daß das ganze Werk durch die Ueberschreitung der vorgeschriebenen Minimalsätze und die Vei> mehrung der Zollbindungen ernstlich gefährdet werde." InDewsbury wurde vor einigen Tagen eine Ersatzwahl zum englischen Unterhause vollzogen. Gewählt wurde der Radikale Runeiman, der um 1148 Stimmen mehr erhielt als sein unionists scher Gegeilkandidat, für den unter anderen auch der Kolonial-Sekretär Chanlberlain eingetreten war. Be-merkenswert ist auch, daß ein socialdemokratischer Journalist, der sich um das Mandat bewarb, über l.500 Stimmen auf fich vereinigte. Daß nian in den Vereinigten Staaten Amerikas über die Zukunft der Philippinen nicht im klaren ist, bewies — abgesehen von den Ge« rüchten eines Verkaufes an eine andere Macht — die Beratung im Senate über das philippinische Tarifgesetz. Senator Hale erklärte sich offen dagegen, daß die Vereinigteil Staaten die Inseln länger, als zur Herstellung des Friedens und Einsetzung einer regelrechten Regierung notwendig ist, behalten sollen, und ein anderer republikanischer Senator gab zu, daß das Aufgeben der Philippinen sich als eine Lösung erweisen könne, wenn das Schutzzollsystem bestellen bleiben solle. Hale brachte zu dmn Gesetzantrage auch Aenderungen ein, wonach Waren, die von den Inseln nach den Vereinigten Staaten verschifft werdeil, von der Ausfuhrabgabe anf den Inseln befreit sein sollen. Wird dieser Antrag angenommen, so ist das „System der offenen Tür", zu welchem sich Nord-Amerika verpflichtete, durchbroclM: die Vereinigten Staaten müßten dann allen Staaten, die mit den Philippinen Handel treiben, die gleiche Befreiung zugestehen, was allerdings die Finanzen der Inseln verwirren dürfte. Tagesneuigleiten. — (Das Mädchen im T a cl.) Unter dieser Spitz-märte berichtet das Lugoser Blatt „Siibungarn": An das Gcndarmerie-Postenlommanbo gelangte Samstag die An-zcigc über ein Verbrechen, welches entmenschte Eltern an ihrem eigenen Kinde verübten. In Stajerlat verhaftete die Gendarmerie ein Ehepaar, weil dieses seit Jahren mit der größten Bestialität seine 16jährige Tochter folterte. Es lam sogar vor, dah die Eltern dos Kind in einen Sack banden und hungern ließen. Die Gendarmerie erhielt von dem Verbrechen Nachricht. Nei einer Hausdurchsuchung fand man hinter dem Ofen ein Bündel, bei dessen näherer Untersuchung sich herausstellte, baß das Mädchen, in einen Sack eingenäht, dort lag. Die Gendarmen befreiten das Mädchen aus seiner Situation. Die Gequälte tonnte vor Schwäche kaum stehen. Das auf beiden Augen blinde Kind wurde fremden Leuten in. Pflege gegeben. — (Leichenbegängnis ohne Leiche.) Ein eigentümlicher Fall ereignete sich in dem zur Gemeinde Areal-sousMontfort (Bretagne, Dep. Ille-et-Vilaine) gehörenden Dorfe Aubrays. In der Bretagne ist es Sitte, daß die Leichen der Verstorbenen in Abwesenheit der Verwandten von den Schreinern eingesargt werden, welche den Sarg gebracht haben. Kürzlich starb in dem genannten Dorfe eine Bäuerin. Als die Schreiner mit dem Sarge erschienen, zog sich die Familie zurück. Die Leiche lag in einem Bette, dessen Vorhänge zugezogen waren. Die Schreiner, welche die Tote nicht sahen, dachten, diese befinde sich in einer anderen Stube und die Familie werde selbst die Einsargung besorgen. Sie stellten also den Sarg hin und entfernten sich. Die Familie lehrte zurück, lieh den Sarg. in dem sie die Leiche vermutete, von dem Salristan mit dem Trauertuche bedecken und hie^ ^ ) hindurch die Leichenwache. Am nächsten Tage !"^ Leichenbegängnis statt. Die vier Sargträgcr >^ ^ Totenschrein auffallend leicht, äußerten sich aber n^ darüber. Erst als sie von anderen vier Trägern a^!^, den, und diese gleichfalls über das geringe Gewicht ^, gc6 erstaunt waren, wurde der Geistlichkeit und dec ^ hieoon Mitteilung gemacht. Man öffnete nun den ^ ,. fand ihn leer. Nun eilten die Leute in das SterbeY« ,,, hier entdeckte man die Leiche auf dem Totenbette, -" ,^ sic in den Sarg, und der Zug setzte sich von neue>" ^ wegung. O>cs — ((5 rfrorene Solbate n.) Das Vurea" ,,. meldet aus Yokohama. 31. Jänner: Eine Truppe""^ von 210 Mann unter einem Major, die am 23./,^, dei- im Norden der Insel gelegenen Stadt Aoinori"" -, Marsch im Schnee unternahm, verlor den Weg und ^ auf einen Mann bei Kälte im tiefen Schnee um. ^ — (Eine Operation des — Herz c" "^, großartige Operation, die man bisher taum ful ^ gchaltcn hätte, wurde vor einiger Zeit in Paris vor3> men und hatte durch das rasche und lühne singly5 Arztes die Nettung des Patienten vor dem sonst sich^,, ^ zur Folge. In der 8oLiüt6 <1o «Inrur^ic in P^'jj' Prof. Dr. Fontan mit, eine Wunde des Herzens -^ Naht erfolgreich behandelt zu haben. Er sei zu eine" , von Herzverletzung durch einen Messerstich zwei ^ nach der Verletzung berufen worden und sofort ZlN .^ tior, geschritten. Nach Durchtrennung der vierten,'.^ und sechsten Nippe zeigte sich eine Wunde der li>^ ^ lmnmer, 15 Millimeter oberhalb der Herzspitze, ^^ Weiterung der Wunde wurde diese mit HagedornN^^! Katgut vernäht, die Blutung in einer Viertelstunde-^ und ein Serum injiziert. Der Verwundete erholte M^,j es bildete sich am Grunde der linlcn Lunge ein ^^tZ^ ^ Herd. Weiter tam es zur linksseitigen Rippenfellentz" , Thoratotomie und endlich zu einer VcnenentzUnd" ^ rechten unteren Gliedmaßen. Trotz aller dieser 3^^ dec Kranke genesen! Der unter Vorführung des b^" f vollständig geheilten Patienten gehaltene Vortrag l""^ dem größten wissenschaftlichen Interesse angehört Ul»v atllamiert. ^ — (Wer stört?) „Nei Königin Viktoria 3" ^ lautet die Aufschrift einer hübschen kleinen GeschO Dr. W. W. Tulloch in der englischen Zeitschrift"^ Friend" wiedererzählt. Dr. Tulloch wurde oft vo" d^ gin ins Gespräch gezogen. Bei einem solchen Anlaßt ^< der Geistliche eine Geschichte, die er in der KilA.^ Während der Predigt erschallte fortwährend von dt>> ^/ Vänten die kräftige Stimme eine Säuglings, den d't/^ vcrgcblich zu beschwichtigen suchte. Dr. Tulloch ''" ' mals den Blick nach der jungen Frau hinüberschwe'',/ ^ diese schließlich verlegen aufstehen und die Kirche v,/ , wollte. Der Prediger rief ihr zu, sie möge mir ^^ dem Kinde sitzen bleiben, da es ihn nicht sonderlich ^>, war jedoch nicht wenig verdutzt, als er zur Antwoll ? ..Nicht das Baby stört Sie. Ehrwürden, Sie st^ Kind!".....Die Königin, so behauptet der ^^ habe so herzlich über die kleine Geschichte gelacht, dav hellen Tränen über die Wangen herunterliefen. > !^ — (Ein Rcndcz v 0 us auf dcm Mee l"/ Fürst von Monato hat dem Luftschiffer Santos^ F dcr gegenwärtig in Monalo weilt, ein Rendezvous ^ nem Meere gegeben. Dcr Fürst fährt auf seiner i/ ZF Marseille ab, und zu einer bestimmten Stunde ^ ^.^/ tos-Dumont in Monalo auf. Unterwegs soll die 3"^^ tunft stattfinden, und zwar in der Art, baß Santos- ^ auf der Yacht „absteigt". — Man ist auf das Gcl'M Experimentes sehr gespannt. scheiden. Wäre ich nicht so überzeugt von Ihrem Wissen und Ihrer Energie, so würde ich ja keinen Augenblick zögern, Ihnen alles auzuvertraueu. Aber so, denke ich, muß ich erst meinen eigenen Vericht über die seltene Entdeckung fertigstellen, ehe ich mich einer so gefährlichen Nebenbuhlerschaft aussetze." Kennedy liebte sein Studium mit leidenschaft» licher Liebe, der er inmitten all der Zerstreuungen treu blieb, die sich einem reichen und etwas genußsüchtigen jungen Mann darbieten, und er verging vor Sehnsucht, diese neue unterirdische Welt kennen zu lernen, die sein Freund entdeckt hatte. „Hören Sie, Vurger, ich versichere, daß Sie mir unbedingt verträum können. Nichts auf Erden würde mich dazu bewegen, eine Feder in die Tinte zu tauckM, ehe ich Ihre direkte Erlaubnis habe. Von mir haben Sie alfo nichts zu fürchten. Vleiben Sie aber unorbitt« lich, so werde ich systematische Nachforschungen aw stellen und werde gewiß hinter Ihre Entdeckung kommen. In diesem Falle natürlich würde ich davon beliebigen Gebrauch maäM, denn ich wäre ja zu nichts verpflichtet." Burger lächelte nachdenklich. „Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Sie bei» weitem, nicht so bereit sind, mir über irgendeinen Punkt Auffchlüsse zu geben, wenn ich sie benötige." „Wann haben Sie noch je etwas gefragt, worauf ich Ihnen nicht geantwortet hätte? Habe ich Ihnen' nicht das Material zu Ihrer Arbeit über den Vesta» lempel geliefert?" „Ach, das war nichts besonders Wichtiges. Aber wenn ich Aufschlüsse über irgendetwaZ intim Person« licheö verlangen wollte, würden Sie mir sie geben? Diese Katakombe aber ist für mich ttwa« zanz In- times, so würde ich denn Vertraueil gegeil Vertrauen verlangen." „Ich weiß nicht, was Sie meinen, Vurger", er widerte Kennedy, „aber wenn Sie damit sagen wollen, daß Sie meine Fragen betreffs der Katakombe be antworten, wenn ich Ihnen irgendwelche andere Frage beantworte, fo können Sie dessen versichert sein, daß ich's tun werde." „Null gut," begann Vurger, sich in seinen Sessel zurücklehnend und blaue Rauchwolken in die Luft blasend, „erzählen Sie mir Ihren Liebesroman mit Fräulein Maria Saunderson." Kennedy schnellte empor und starrte seinein Gegenüber zornig ins Geficht. „Was ist das für Frage? Sie Haben's gewiß als Scherz gemeint, aber Sie haben fich noch nie einen schlechteren Spaß erlaubt." „Nein, ich habe nicht gescherzt, die Sache interessiert mich wirtlich. Ich kenne wenig vom Leben und von der Liebe, und so ein Vorfall hat den Neiz de5 Unbekannten fiir mich. Ich kenne Sie und habe das Mädchen ein-, zweimal gesprochen. So möchte ich denn gerne von Ihren eigenen Lippen hören, was sich er. eignet hat. „Keine Silbe." „Recht so. Es war ja nur so eine Laune von mir, zu seheil, ob Sie Ihre Geheimnisse so leicht preisgeben, ' wie Sie es von mir erwarten. Sie Haben's nicht getan und ich hnd's auch gar nicht erwartet. Aber warum erwarten Sie von mir etwas anderes? Horch, die Turmuhr schlägt zehn. Es ist Zeit, nach Hause zu gehen." l Hortsetzung fohl.) Line Hamburger ^atrizierto^ Roman aus dem modernen Hambula, von Orma«»" (26. Fortsetzung.) . ^ „Nicht? Könntest du uns nicht auch e" ^, lieben, mein Herz?" fragte die alte Frau waN"', ^ Nun, sichsl du, das ist ja schon die >RevcnM^ wc-.!. das andere anbelangt, so werden wu',' t^ Mühe geben, dich weiter zu .verwöhnen', ^a^ dcin Onkel und ich, haben zwar die einfachen ^ gewohnheiwn unserer beiderseitigen Elternh^ ,/ lxhMen, aber dir zulieb werden wir unser 5^' ein wenig anders einrichten." j,i,/ Thomas Karsten Kleysen war nnbemortt ^ gegangen, aber die Matrone und das jmM'' ^'l', vermißten ihn nicht. Sie hatten einander s^.^ ,^ fragen, zu erzählen. Das Eis des Fn'M^'.^!. scholl in der ersten Minute ihrer Velmun'^ ^ schmolzen- beidm war cs, als seien sie ^^^ Jahre miteinander begannt und vertraut. ,gb" Frau wurde nicht lnüd^, zu fragen, lind Gis^" , gerne Antwort. c d^^ Tann traten sie zusammen hinaus ^^, ^'^ ton, wo Gisela die wunderbare Fülle des ^u^,^ dem engeu Raume, der wie ein Miniatur^e' ^^ garten über dein Fleet schwebte, bewundert^ ^I^, Fluge war die Hcit vergangen, und als ^ .^> ,' nach einer guten Stunde zu den beiden ^^^i^ und ihnen ankündigte, daß der Wagen unt<^ ^li" rmime Zeit wartete, empfaud Gifela ^u ^. i>/, Bedauern, das kleine anmutige Friedensi" ^ ',, ten des lärmerfüllten Großstadttreibeli^ ^iA prächtigen Menschen darin wieder verlasse» 3 ^t/ Zl ihrer großen Freude teilte die Tante "^ht. sie mitfahren und sie noch Hnuse begleiten ^ -^Z^Zeitung Nr. 28. 229 4. Februar 1903. ^'!e'ckh!?.,!^^°ln«llnetische Geschütze.) In der b"Mt ai « ?^' ^^ b" Name des Physikers der Uni-Me^ fts" ^l)iistia„ia. Professor K. Virleland, einen sehr lichlel^.^. Unlängst 'st nun, wie die „Frlft. Ztg." be-t!^ni Ä.,s ^ '^ nnt eineiErfindung hervorgetreten, die er ^'chiede, ^^^^^- El war in seinem Laboratorium mit blnuhk,'^/leltromagnetischen Versuchen beschäftigt und ^ mit is r^ "^^" anderem eine enges stählernes Rohr, bim einen ^^^ Kuftferdrahte umwunden war; dicht an pfropf. ^nbe des offenen Rohres lag ein kleiner Eisen-Älz P^^/"^^ demselben Diameter wie das innere Rohr. '^llow / Auleland nunmehr einen starken elektrischen bl>tzschn?n 5/ ^ Drahtwindung schickte, flog der Pfropf ^n di ^ ^^ Rohr und schlug mit gewaltiger Kraft ^tsen y^s "b' Der Gelehrte wiederholte mehreremale deuluna I, "^ ''"^" mit demselben Ergebnisse, die Be-sofo^ ci ^°^ unerloarteten Entdeckung leuchtete ihm nichtZ st s' ^ sprach darüber mit einigen Freunden, die W b^A^ ^' ^"" fanden, als eine Atticn'Gesellschaft ^b slj,' , ""« elektromagnetischer Geschütze zu gründen, und ^,s/!"'^" Tagen werben die Aktien mit dem Flinf-!?irlel?'^^ ^"" Nominalwertes bezahlt. Professor Allied ^^^ deshalb veranlaßt gefühlt, vor folchen kchc sf! "^ Spekulationen ernstlich zu warnen. Die Tat^ die Ln^ '^'^' ^^^ ^< ^'^^ garantiere indessen, daß ""r <2^ ""^ praktische Verwertung werbe finden können, "^rebla?," ^^ ^'^ ^" militärische Mitarbeiter des >vi^ ^ .. ^ Folgendes mit: Eine größere Versuchslanone >viit> ein w '^ ^'"' ^ ^^ "'^ ^"^ von 10 Meter und staunn. ^b ^" " sonnen Gewicht bis zu einer Ent- -^ s^" ^^ Kilometer schleudern können, ^nzosw le höfliche Iusti z.) Vor kurzem hat der l? ^ ^T^ ^ustizminister eineVerfügung erlassen, in welcher len Zf... ^"" anempfiehlt, im Verkehre mit den Angetlag-kboch?. ."Hl"! walten zu lassen; auf die Anwälte wurde sehen d/' f ^" Verfügung gänzlich vergessen. Dieses Ver-'^gat " ^""sösischen Justizverwaltung bietet dem Pariser ^ den !>s "b zu folgender Satire: Der Richter: „Lassen '«i>lv^ ""geklagten eintreten." (Ein Verbrecher und dessen "°HI d' ^ ""'^ "^°lbon, Herr Angeklagter, wollen Sie 2lll°ate" ^"^ ^"^ h"ben, Platz zu nehmen?" — Der An-steche' ^'^ ^°^" "'chl ^^ ^^' l"^ ö« verspotten! ^r Ä^^"'."^tgen Sie sich nicht auf! Nein. mein Freund, ^cnsck, "^ Ihnen nicht sprechen wie mit allen allbe-ren tvenli?' ^ ^"be sehr höflich sein. Setzen Sie sich also. '^llell . "'^ wollen, baß ich auch stehen bleibe." — Der ^ ö. ^ sich- — Der Anwalt: „Ich möchte ..." — gtlllln^ ' »Schweigen Sie! Ich spreche nur mit dem An-sit ^^ ' - - Haben Sie meine Vorladung erhalten? Hat ^ mi!? "'^ zu sehr mißfallen? — Der Angeklagte: „Sie Tion^, gerührt. ^2 ich die Zeilen las: .Herr Vibi la btn Hf ^'^ eingeladen, bei dem Untersuchungsrichter Pflicht >" '^^en', war ich sehr geschmeichelt . /. Mit Achtel ^ ^"^^ "'"^ °"" mir toas man will." — Der Hitt , ' ,^ch bin Ihnen für diese Worte sehr dankbar . . . bedien ^brigens der Tee .... Viel Rum. nicht war? (Er Zollen.' ^Ntl«tlagten.) Auf Ihr Wohl! . . . Und jetzt hllt? st?^ plaudern . . . Wisse Sie. was man mir erzählt ^Uldia e'nfach unglaublich! Man wagt es, Sie zu be-We«tt "" "^^ Weib erdrosselt und ihr Haus in Brand "Hglich?'' hakn. nur um sie berauben zu können! Ist das ^'tdia , ^ ^" Angeklagte: „Sie sind viel zu liebens-""lnn l ° ^ ich mich Ihnen gegenüber nicht als Ehren-die gan ^^^^^' 2a. also es ist so. Es ist sogar noch nicht' flötet ^ Wahrheit, denn ich habe auch das Dienstmädchen >N . ^?"^r Stille nachgeholt!" '^lcttl. k , """den "uf dein mit einer Damast-ch«>n Kons ? k" ^che Wein, Gläser und ein Körbte Gl^ "l"is"l sclxmkte ein und bot Gisela das ^wlern^ ^^ ^r- ench geeinigt?" fragte er augen^ luchrn >< "^lst du es mit uns beiden Alten ver» ^lleme Nichte?" Wi tz'^.,' ^ will geni zu euch kommen, wenn ihr es ^ Asel '"" ^"'suchen wollt, Onkel nnd Tmtte!" "U5 rim',, s!,"^ ^ w"r ihr mit einemmale, als sei sie ^fahit s '^"""l'rn Voote, das von stürmischer Mee-l'lliltl. ^^^,'"ehtt, auf festes Land gestiegen: sie "^M n.>> 1 bm sickeren Voden einer neu gewon» Ti?^." unter den Mnen. ..?li,f !" bangen aneinander. '^ qowtt '" «liicklich? Zukunft und das; es dir bei Mm ? '""'"' Gisela!" ^< c,i5 .,^urirtte sehte ihr Glas auf den Tisch zu- !" ^r Scks .""getrunken hatte, und schickte sich an, ^bcnde Q^""""' ä»l gehen, nm sich für die bevor- » ^"'^<'7/"'!"brt anzuziehen. " l)inn„. '" b'e Tür des Wohnzimmers öffnete, ^t. inii !'^'"' "'schien Lisa, augenscl>mlich sehr t,"s der ^ Wchrotei, Wangen und blitzenden ?lugen 'Mich. "^velle. Als sie Gisela gewahrte, stutzte sie !^ d^ ^"wandte von uns - Lisa Wagner!" ^d^.. "lc H„,. ^,.. „unsere Nichte, Gisela Die jungen Damen verneigten sich knapp und förmlich voreinander. Das hübsche Mädchen in der hellen, bnntm Sommertoilette gefiel Gisela nicht sonderlich: kühl und erstaunt erwiderte sie den Vlick offenen Hasses, der ihr au») den schwarzen Augen, ent gegensprühte. ,.E3 war wohl heis; draußen, Lisa?" meinte Klel> sen unbefangen. in ihr glühendes Gesicht blickend. „Sehr heiß! Ich hatte unendlich viele Komniis-sionen in den entferntesten Straßen und wenn man überall zu Fuß hin muß —" ,.Dn hättest eine Droschke nehmen solleil, wenn die Wege so lang waren. Nebrigens ist es nicht unge-snnd, wenn junges gesnndes Vlut einmal ordentlich in Wallung kommt," fügte er scherzend hinzu. Lisa wollte aufbrausen, eine heftige Antwort ge-ben. aber sie bezwang sich. Zur rechten Zeit fiel es ihr ein, daß sie sich durch ein zweckloses Aufbegehren der fremden gegenüber mir eine Vlöße gab. Sie zwang sich zn einem kurzen, trockenen Lachen . „Gewiß! und es ist gut, wenn man sich rechtzeitig an das ,zu ssuß gehen' gewöhnt! Ist schon manch einer sauer geworden, die bisher in eigener Equipage kut> schierte!" Gisela zuckte zusammen wie unter dem schmerzhaften Stickte, eines giftigen Insekts. Weshalb nur blickte das Mädchen sie so herausfordernd an? Zwei» sVllos sollte deren Vemerknng, die eine versteckte, hämische Anspielung enthielt, ans sie gemünzt sein! Znni Glücke trat ^rau Henrietta jetzt geraöc wieder ein und endete das unerquickliche Beisammensein. „Ist dieses Fräulein Wagner sehr nahe mit euch verwandt, Tante?" ftaytc Gisela, als si? die Treppe himmtngmgen. „Sie ist die Nichte einer Schwägerin von mir," entgegnete diese, „auch eine Waise. Nach dein Tode ihrer Eltern kam sie zn uns. ..lind sie bleibt bei euch?" „Vorläufig, ja Vielleicht wird siy sich bald ver» heiraten. Sie machte mich zwar bisher nicht zur Ver« trauten ihrer Herzensangelegenheiten, aber aus ver> schiedenen Aeußernngen glaube ich schließen zu dür» fen, daß sie irgendein Geheimnis hat." Gisela erwiderte nichts. 3lber in die sonnenhelle Perspektive, welche sich eben noch vor ihr ausbreitete, fiel ein Schatten: die Aussicht, mit diesem Mädchen, dao, wie sie instinktiv fühlte, aus irgendeinen» Grunde sie haßte, unter einen: Dache lebeil zu sollen! VI. Herr Kleysen folgte den beiden Damm an den Wagen. Dann lenkte er seine Schritte nach dnn Ge> schäftohause in der Deichstraße, da os im Comptoir noch allerhand zu erledigen gab. Lisa Wagner aber trat in einem schwer zu be» schreibenden Gemütszustände auf den Balkon hinaus. Sich weit über die Brüstung des eisernen Geländers beugend, wartete sie, bis die Equipage auf der Brücke erschien. Ihre haßerfüllten Blicke folgten dem Wagen, bis er um die nächste Straßenecke verschwunden war. Ein leiser, zischender Laut höchster Wnt entfuhr ihren erblaßten Lippen, als sie zurücktrat: ihre weißen, wohlgepflegten, aber trotzdem nicht zierlichen Hände griffen in plötzlich ansbrechender Zerstörungswut in das blütenschwcre Gerank der Kapl^inerkresse und rissen ein paar lange Zweige lieraus. die sie. zu Voden schleudernd, mit den Füßen zerstampfte, biö kem Atom mehr davon übrig war. (yortsttzung sol«!.j Qaibacher Zeitung Nr. 23. 230 4. Februar 190^ und tonnten nicht genug ihre Anerkennung über die leicht-faßlichen Erläuterungen bekunden. Es ist vorauszusehen, daß an den nächsten Kursen noch viel mehr Frequentanten teilnehmen werden, denn diese Vorträge sind in der Tat von weittragendster Bedeutung sowohl für die Weinproduzenten, als auch für die Weinhändler und sogar für jeden, der sich füv die Fortschritte der Kellerwirtschaft interessiert. —o— — (Verlängerung der Schulsperre.) Da die im Schulsprengel Obergurt herrschende Scharlach- und Diphtheritis - Epidemie eine Abnahme nicht gefunden hat, bleibt die zweitlassige Voltsschule in Obergurl, deren Eröffnung am 3. d. Hi. stattfinden sollte, bis zum Erlöschen der Epidemie gesperrt. —ilc. — (Der Musealverein für Krain) hält am 19. d. M. um 6 Uhr abends seine Generalversammlung mit der satzungsmäßigen Tagesordnung im Gebäude des l. l. I. Staatsgymnasiums ab. — (Schneefall und Schneeverwehungen.) Aus Littai wird uns unter dem 3. d. M. geschrieben: In unserem Savetalgebiete stellte sich am 1. und 2. d. M. starler Schneefall ein. Die Höhe der Schneedecke beträgt im Tal-gebiete etwa 10 «m, während im Gebirge der Schnee über 1 ui hoch liegt. In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar herrschte im Gebirge eine außerordentlich heftige Vora, welche zeitweise mit Schneetreiben verbunden war. Die hie-durch entstandenen Schnecverloehungen haben in den meisten Gebirgsorten den Veitehr vollständig lahmgelegt und den größten Teil der Gebirgswege unpassierbar gemacht. —ik. — (Eine Nacht voll Licht und Lust in Krainburg) bedeutete die am Samstag von der freiwilligen Feuerwehr veranstaltete Unterhaltung. Es vereinigte sich Menschenlraft und Menfchenwille mit dienstbar gemachten Naturlräften, um unter ursächlich geheimen, aber äußerlich deutlich ertennbaren inneren Einflüssen einen Ver-gr.ügungsabend hervorzuzaubern, wie in äußerer Hinsicht oje Annalen von Nrainburg sicherlich noch leinen zu verzeichnen hatten. Unser oft zu idyllisches Städtchen schien sich mit einem Rucke, das schwere altväterliche Gewand abstreifend, in die Sphäre der Modernität emporzuschwingen, die für unser unbewußt lotal gefärbtes Auge fast zur Hyper-Modernität wurde. Das verdient umsomehr der Vergessenheit entrissen zu werden, als ein derartiges Aufrütteln auf dem flachen Lande eine ganz andere Bedeutung hat als etwas Aehnliches etwa auf dem übergedüngten Boden der großen Menschcnzentren. — Es sind zwar die Feuerwehrveranstaltungen stets gut besucht; aber daß tatsächlich wie diesmal in vollster Harmonie Bürger und Beam'te aller Art, der kleine Gewerbetreibende neben dem Großindustriellen mit Welt-Verbindungen, der Besitzer des kleinen Ladens neben dem Großhändler sich nicht bloß in Vertretern vereinigten, das verdient gerade für eine kleine Stadt, wo sich die Dinge besonders hart im Raume stoßen, besonders hervorgehoben zu werben. Man sieht, baß ein edler Zweck, gelegentlich doch stärker ist als kleinliche Bedenken, namentlich wenn. wie hier, in kluger Weise eine echt menschliche Schwäche in den Dienst der Gemeinnützigkeit gestellt wirb. die liebe — Ncugierde! Man munkelte von elektrischer Beleuchtung . . . Und schon abends leuchtete vor dem Eingänge in die Lokalitäten (des Solol und des Bralno druHtvo) weithin von hohem Mäste eine Bogenlampe. Der Anblick des mit Guirlanden geputzten und mit Feuerwehremblemen geschmückten Saales frappierte aber auch ein verwöhntes Auge. In angemessener Höhe war auf einem unter hellfarbigen Draperien verbeckten Gesims cine Kette von etwa anderthalbhundert farbigen Glühlampen angebracht, die im Saale ein feenhaftes Licht verbreiteten; über diesen Flimmer, der das Auge fast ermüdete, ergoß aber, sanft temperierend, von der Mitte der Decke herab eine Bogenlampe ihr blahblaues Licht. Bewunderung erregte auch die Beleuchtung der Bühne: ein Riesenstern. nach den Landesfarben in drei Teile geteilt und in jedem Teile mit Lichtern besäet, die der darunter befindlichen Landesfarbe entsprachen, verbreitete über die Bühne mehr als taghelles Licht. — Daß sich bei einer solchen Lichtfülle in einem kleinen Saale auch die fchönen Toiletten und die fröhlichen Gesichter anders repräsentierten als bei der bisl>erigen bescheidenen Beleuchtung, wurde gelegentlich fast verschämt empfunden. — Dieser Beleuchtungsapparat verdient umsomehr Anerkennung, als denselben die Firma F. Vichler H: Comp. in Weiz im Anschlüsse an die hier bestehende elektrische Anlage ganz unentgeltlich installierte. Ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der genannten Firma und die Tüchtig-lei» des Obermonteurs Herrn I. D e r l i c- ist der Umstand, daß alle Arbeiten für die Abzweigung, bei der jetzigen Witte rung teilweise sehr behindert, von dem wenigen verfügbaren Personale im Laufe von nicht ganz zwei Tagen prompt, im inneren Arrangement geschmackvoll hergestellt wurden und baß die Beleuchtung tadellos funktionierte. Spezieller Dank gebührt auch Herrn Kreuzberger, der bereitwillig die beiden Bogenlampen zur Verfügung stellte, und dem Herrn Ingenieur Reinisch. der umgehend die vielen farbigen Glühlämpchen übermittelte. — In einem solchen Saale spielt und tanzt sich leichter. So spielte die Feuerwehrlapelle ihre Vier Konzerinummern mit Verve. Man sah es den Musilern an. daß sie sehr fleißig geübt hatten und daß sie dem Taktier stabe des Kapellmeisters Herrn Horn gehorchen gelernt haben. Rauschender Beifall folgte jeder Nummer. Besonderö gefielen die in raschem Rhythmus dahineilenden Tonstü'ckc (Parmas Mueli voMki und Zajc' l.1 doi'); doch war auch die Wahl des Duettes aus d Personen nach Amerika begeben, bezw. wurde soviel Personen behördlich Pässe zur Reise dahin ausgestellt. — Dic Zahl der Parteien, welche eine Reisebewilligung nach Deutschland (Westfalen) anstrebten, betrug 10. —iic. — (Zum Unfal le in Sagor.) Wie man uns aus Sagor belichtet, befindet sich der vor kurzem verunglückte Weilsingenieur. Herr Ferdinand Schüller, auf dem Wege der Besserung und ist gegründete Hoffnung auf dessen baldige vollständige Genesung vorhanden. —ik. — (Verlorene Gegenstände.) Die Arbeiterin K. T. verlor in der Kirchengasse ein silbernes Armband mit mehreren Anhängseln. — Auf dem Wege von der Römer, strahe, Valvasorplatz. Deutsche Gasse. St. Ialobsplatz. Flo-rim'.sgasse bis zur Kastellgasse wurde ein Geldtäschchen mit einem kleinen Geldbetrage verloren. Theater, Kunst und Meratur. — (Deut sche B ii hn e.) Die Aufführung von Costas te'.nigem Voltsstücke „Bruder Martin" zum 70. Geburtsseste des Dichters entsprang nicht nur dem Gefühle der Pietät, lenbern auch dem Gebote der Dankbarkeit. Der frische, ge->unde Sinn fürs Leben der Gebirgsbewohner, der gemütliche Humor, der gerade, offene Blick sür das Menschliche, eine gewisse hausdactene Ruhrseligleit mit ein klein wenig Banalität rücken das Wert dem Verständnisse und der Sympathie der großen Menge näher. Eine Reche frisck)er Genrebilder aus dem Dorfleben, mit ihrem kräftigen Humor, die töstlicheDurchführung der Zähmung der ländlichen Xanthippe und die Belehrung des Pantoffelhelden, die an Hans Sachs-sch-. Vorbilder mahnende Bestrafung der geizigen Alten, oor allem aber die Charakterisierung des gemütvollen schalkhaften Menschenkenners Bruder Martin stempeln außerdem das Wert zu einem echten Voltsstücke. dessen Beliebtheit auch heute noch ungeschwächt ist. Der Aufführung läßt sich mit Ausnahme einiger allzu possenhafter Uebertreibungen nur Gutes nachsagen. Herr Thiema n n gab den Bruder Martin mit manchem charakteristischen Zug und mit breitem, be-ycglichem Humor, der auch behaglich wirkte. Eine größere Rollcnsicherheit wär hicbei erwünscht gewesen. Ein köstliches Paar bildeten Frau W o l f - S e l e tz t y und Herr Lang. Sie boten zwei lebensfrische Gestalten und entwickelten dabei eine Natürlichkeit des Tones und eine Drolligkeit des Spie» les, die das Publikum zu einmütigem Neifalle hinriß. Frau N, olf hielt sich dabei von jeder Uebertreibung ferne und gestaltete die Xanthippe mit einer gewissen Anmut, die auch ihre rasche Bekehrung glaubwürdiger erscheinen ließ. Treuherzig und schlicht spielten Fräulein Wcrnicke und Herr Reihner die reichen MUNersleute. die sich zum Schlüsse se> hübsch wiederfinden. Fräulein K ü h n gefiel sich in der Rolle der alten, geizigen Bäuerin in operettenhafter Uebertreibung, die unangenehm berührte.Die Komik ausschließlich im Hinaufschrauben der Stimme in die höchsten Register zu suchen, wirkt nichts weniger als komisch. Unter den Darstellern der Nebenrollen verdient besonderö Frl. Wunsch genannt zu werden, welche die kokette Magd des Müllers fesch und resolut gab. — Der gestrige Theaterabend. Nenefiz-voistellung für den Regisseur und Eharalterlomiler Herrn Lang. bewies, daß das Publikum verdienstvolle Mitglieder der deutschen Bühne zu schätzen und zu ehren weih. Das Haus war sehr gut besucht. Herr Lang wurde mit herzlichem Veifalle empfangen, durch Ueberreichung einer prächtigen Blumenspende ausgezeichnet und empfing im Laufe des Abenbes wiederholte Sympathiekundgebungen. Die Vorstellung verlief flott und lustig, und die „Schöne Helena" übte ihren so oft bewährten Reiz neuerlich auf die gut ge-launten Theaterbesucher aus. Fräulein Sebrian brachte die Titelheldin ganz famos zur Geltung; sie sang mit Anmut und Grazie, spielte pikant und führte geschmackvolle Kostüme ins Treffen. Herr Rogler brachte den Paris gesanglich recht wirkungsvoll zur Geltung. Herr Thiemann «h«i-j»' genehmigt. ^"' — (Von der Trifailer K o h le n w e rl°, Gesellschaft.) Sicherem Vernehmen nach tritt bii A. feiler Kohlenwerls-Gesellschaft dem Kartelle'der ungarM , ttohlenwerle bei. Ihre Kohlengruben liegen zwar insges^ in Oesterreich; das einzige Werk. das in Ungarn liegt, ^ pina, wurde im Jahre 15!)9 stillgelegt, wett die ungarE Regierung es konsequent ablehnte, Krapinaer Kohle ful Zugförderung in ausreichendem Maße zu benutzen. Die ^ srllschaft vertauft jedoch große Kohlenquantitäten in "", gärn, namentlich in Kroatien, hält in Agram ein (M, Kommifsionslager, und wiirbc dort von der Salgo-Talja>« Gesellschaft konkurrenziert werden, wenn sie dem Kartell «'" beiträto. —-ilc- Telegramme des k. k. GeleglaplM-Eurresp.- Bureaus» Hcssll-itxplosion. ^ Graz. 3. Februar. Gestern vormittags explodierte' der Station Deutsch-Landsberg der Graz-Köf!aä)er 2<" der Kessel einer Lastzugs-Lotomotive. wodurch Lotomo^ sühlcr Wirth. Aushilfsl) Ministerpräsident einem Mitarbeiter Blattes mitgeteilt, daß die niederländische Regicruna " ., Londoner Kabinette weder eine amtliche, noch eine ha>ba^ liche Antwort erhalten habe; deshalb seien, da eine Ind'sl tion des Londoner Kabinettes schwerlich vorliege, sa'"^, Meldungen über den Inhalt der englischen Antwort "" grünbet. ^ H a ag. 3. Februar. Der britische Gesandte Sir H^ Howard hatte mit dem Minister des Aeußern Baron ^ Lynden und mit dem Ministerpräsidenten Dr. v. MYp^ dec Wohnung dcü Letzteren eine Besprechung. ^ Haag. 3. Februar. (Erste Kammer.) In Beantwort" der an die Regierung gerichteten Anfrage, ob es dieser '",, lich sei. über den Inhalt der Mitteilungen der nicbella" schen Regierung an die britische und der Antwort der le^ , Aufschluß zu geben, erklärte der Minister des Aeußern B"^ uon Lynden. die Antwort Englands, die dem nieberlänb^i" Gesandten in England ausgehändigt wurde, befinde >'" ^ reits in den Händen der niederländischen Regierung- "^< lich des Inhaltes könne augenblicklich nichts mitgeteilt ^, den. da die englische Regierung wünscht, baß die V?rö>! ^ lichung in England und hier gleichzeitig erfolge. Die be ^ Regierungen verhandeln noch über den genauen Zli^^^gt' Veröffentlichung. Die niederländische Regierung beabsi^^ morgen abends ode>r an einem der folgenden Tage ein ^ buch zu veröffentlichen. -^H^Ieitung Nr. 28. 231 4. Februar 1902. Angekommene Fremde. y Hotel Stadt Wien. A°ioe. ^ c^?/nller. Engelmann, t. Tierarzt, s. Frau, Minder N?'^' Privatier, s. Frau, Eger. - Fischbachcr, ^!lle, VudH""berg bei München. — Grubin. Ueichzsa, ^V"'!^ur, Graz. — Fürst, Großweinhändler. Groh» "''liüln n» lur ' Schützer, Me.. Bremen. — Piesendorf. ^chache.l n,?I.'"' ^ Mayer, Herrschaft^besiher, Wippach. !-ll>. Fwnl» M°' Kflle.. Teplitz (Böhmen). — Wollenseld, ^ ^uma.'l' 't.°^ ^ Fianll/Ksm.: Voehm. Priuat. Brunn. Mechld ^-^' priest. - Osti, Heule, Kstte.. Dresden. - "lc«ne. ^. c?'5' weisende, Agram. — Binder, Beamter, Mon- Gaspari. Kf«,., Bozen. Volkswirtschaftliches. ^lililn lw ^' ^brüar. Die Durchschnittspreise auf dem -<^^lte stellten sich ,oie folgt: Piei« Piel« ^ ^. 1 . .-------^ ^ ^^^^ ^ ^ 2----------- «ttft, » . .-------,5 l)5 Hjer pr. Stück . . — 08------- Mei » . .-------l4 70 Milch pr. Liter . . - 16------- MruM ' '-------l? 10 Rindfleisch I'pr.kß 1 84 -z— ?'!x„^ ' - .---------------Kalbfleisch » 1 20 -> — V. velk ' ' '-------'^20 Schweinefleisch . 1 30------ ^"lu». »,,'->-------1b 60 Zchdpscnsieisch . - >80------ 5dip,,l "" » . .-------,2 40 vöhudel pr. Stilck 1^----------- ^ Vr Ui.' ' '-------4 40 Lauben » — ^40------ ^!<» "' ""er . - 3h _ _ 5eu pr. ^_____ V----------- "^ ' - — 24-------Ztroh ..... 0 60------ ^ ^lnal^».' ^25 - - v°lz,hart.,pr.Nbm. 6b0 - -^. lH'"z ' ' »b - - Wein.r°th.,pr.httl.--------------- schert I U----------"er, .------------ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. SeeMe 306-2 m. Mittl, Luftdruck ?36'0 mm. « ? .F. j 731 4 0 2j NW. schwach I Nebel > 12 8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11", Normale: —14 °. Monatsübersicht. Der verflossene Monat Jänner war außerordentlich mild und mit Ausnahme der letzten acht Tage trocken. — Die Beobachtungen am Thermometer ergeben durchschnittlich in Celsiusaraden: Um 7 Uhr früh —1-5", um 2 Uhr nachmittags 4-0'. um 9 Uhr abends« 7", so daß die mittlere Lufttemperatur des Monates 11° beträgt, um 3-4 ° über bem Normale. — Die Beobachtungen am Barometer liefern 739-1 mm als mittleren Luftdruck des Monates, um 3 1mm über dem Normale. — Nasse Tage gab es 6. der Niederschlug, Regm und Schnee, beträgt im ganzen 78 5 mm. — Die Atmosphäre war um die Mitte des Monates sehr unruhig, am 16. tobte den ganzen Tag ein heftiger Südwest und artete nachts in Slurm aus. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Im Siechenhause. Am 31. Jänner. Maria Kepii, Inwohnerin, S» I., luberculos. tkrie» K neurosis. Um 1. Februar. Martha Winller, Kaufmannstochter, 35 I., Lungentuberculose. Im Civilfpitale: Am 1. Februar. Josef Vedzuch, Hafenbinder, Kl I., Lmpkvsema pulm. — Rudolf Golobic, Nrbetter, 25 I., kneumonill eroupo8ll. Großes Lager von Pinseln für Maler, Anstreicher, Maurer fowie für den Hausbedarf wie Möbelabstauber ?c., billigst bei Vrüder Vberl, Laibach, KranciScanergasse. Nach auswärts mit Nach« nähme. (940)11-10 Stefanie -Zahntropfen sind, auf Watte in den hohlen Zahn gegeben oder auf dem Zahnfleisch verrieben, ein bewährtes Mittel gegen Zahnschmerzen. Ein Flacon 40 h. (4612j 10-9 Apotheke Piccoli, Laibaoh, Wienerstrasse. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. ^^ o = Jedes Bändchen ist einzeln käuflich. = ^ ¦HPVIBHHHHHHI^BP^Zäi^^Bändchen bildet ein abgeschlossene« Ganzes ¦ l'i r3m*T^^ElMä^K^\Und i8t geheftet< Bisherige Verbreitung: ¦ Ml |M ¦ 38 |V^K9P^fS%E?L\ 12 Millionen Bändchen. Verzeich nine ¦¦¦ImIhmmCB^ 1 I bm\ der er8cliienenen 1250 Nummern gratis. 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Sl.) Silb. 4"/i> . . . 9875 9975 Slaalüschuld dll Ander der ungarischln Krone. 4"/o ung, Guldrcnte per Kasse , 119 8ü 12005 dto. bto, per Ultimo .... 119 U5 12U 05 4°/» bto. Rente in »ronenwähr., steuersiel, per Kasse . . . »7'05 97-25 I"/« dto. dto, dto, per Ultimo . 97 «5 97 25 Uüg,St, Lis,-Anl, Äold 100 sl, 1liN-75 121-75 dto. bto. Silber 100 fl. . . . 10090 t0i»a blo. Etaats-Obllg. (Ung. Ostb.) v. I. 187«....... 119—120- dto. Echanliegal.'slblös-Obllg. 101 — 101 8« dtu. Präm.-A, ll100sl, — 20Ul< 184- 1U5 — dto, dto. k 50sl.-lauli 184'—185- Thels,-«ca.,-Lolc 4°/« .... l54 75 155 75 4°/n ungar. Onmdcntl,-Oblig. L5L0 96 ou 4°/o lroat. und slavun. dctto 9550 — — Andere össentl. Anlehen. 0"/°DunauMeg,-Anleihe 1878 . 10650 107-50 Nnlchcn der Stadt Görz . . 99-25 9975 «nlehen der Stadt Wien , , . 105 25 106 — dto. dlo. iSilbrr od, Gold) 123-60 l24-60 dto. dtu. (1«94) .... 95— 95 5» dto. dto. !1898). . . . 8L2Ü 9725 Vüiselillu-Vlnlchcn, verlosb. 5°/o 10015 101-15 4°/» liralner Landcs-slnlchen . ! 9ü— vu — Geld Ware Pfandbriefe etc. Voblr, alln,Vst,lu5NI,U!>rl,4°/« N5-— 9550 N.-österr.Landes-Hnp..N„st,4<>/l, 9»-— 99. _ vest, ung, Äanl 40V^ähr. verl. 4"/n......... 99-70 llX» 70 dtll. dto, 50jähr. Verl. 4"/o 99-70 100 70 Sparlasse, 1.0st.,«0I.,verl.4°/<> 9»'7b 99 75 Gisenbnhn'Prioritätll» Vbligntionen. sserdinaudS-Norbbahn Tm. 188L 9960 io040 vestcrr. Nordwcstbahn . . . 10»-— 109 — Staatöbalm....... 44U50 44i! ü<) Südbahn k 2o/nverz.IHnn.'Iul< 8I8-— »l9 - bto, ü5"/„. . . . . . 121-—IL2-- Uüg,-galiz, Bahn..... 107 60 108 60 4"/„ Untertraincr Äahncn . . »8-50 100 — Diverse Lose (per Stück). Verzinsliche Uose. 3°/n BodentrcdltLose Em. l880 2«5'— z«;?-^ 3°/n „ „ EM, 1889 256-50 858—, 4"/« Donau-Dampfsch. !00 fl. . 500-—550 — 5"/» DllNllll-Negul.'Lose . . . 275'5U 277'5U Unverzinsliche 5!ose. V!ibllp..«llsilica (Vombau) ü fl. 18'75 i9?5 Kreditlose 100 fl...... 4,0«-— 4og.__ Llaru-Lose 40 sl, LVl. . . - IS»'— iL?>— Ofrncr Lose 40 fl..... 192'— 195- Palssu Lose 40 fl, CM. ... 177- ,81-- Noten Kreuz, Ocst. Ges.. v. 10 fl. 53— 54.- ,, UN«. „ „ üsl, 2950 3050 Müdolf.Lose 10 fl...... 95— 98-— Talm°Lo>r 40 sl..... 230 — ü3s — St.-Genoi«°«ose 40 fl. . . . 25,)-— —-— Wiener Cumn>,Lose v, I. 1874 403 — 408'— Mwinstsch. d, ü"/n Pr,-SchuIdu.« d, Äodeiilreditaüst.. C»>, 188? 5b — 5L-— Laibacher Luse..... 75-— 79 — «eld «are Nttien. TranLpurt>z«asl.KM. 559!)- 5610-Lemb.. Czernow,-Iassy-Elscub.- Gesc'llschast 200 sl, S. . . . 574— 578'— Ll°yd,Oest,. Trieft. 5N0sI,NM. 857- 862'-Oeslerr. ^iordwestbahn 20« fl, S, 451-— 453-— bto. dto. (!it, li)200fl,S. 45»'—45?-— Prag Dux.erElsenb. 100 flabgst. 189— I9l — Staatssifenlmhn 200 sl. 2. . . 876-— «77 — Südbahn 200 sl, S.....?5- 76 — Sübnordb. «crb.'V. 200 fl, IM. 38350 385' -Tramway Vcs„ ÄteueWr., Priorität« Altien 100 fl. . . . 175 —177'— Unss.-aali,. E'scnb, 200 sl. Silber 430 — 433 — U»n,Wrslli,(Naab'.Graz)20«fl.V. 430- 436'— Wiener Lulalbahnen-Ult.-Kes. —-— —-— ganken. Nnglo-Oest. Ban! 1L0 ft. . . »7450 275 50 Banruercin, Wiener, 200 fl. . «125 462 25 B°blr,-«nst., Oest.. 200 fl.I. . S4l-845'— lllbt.-Anst. f, Hand. «. G. 160 fl, ,68190 682«0 dto. dto, per Ultimo . . 683'— 684 — Kreditbank. Mss,,mg,,200 fl. . 708 — 705 — Levosilcnvanl. All«,. 200 sl, . 419 — 421-— «tiloinpte Grs,, NdrLst,. 500 fl. 485'—498 — Giro-u. Kassen«,, Wiener 200 fl. 4«S — 472 — Hypothelb.. Oest., 200fl. 30"/neiibahnw.-«tihg,,VtÜ!le..... 1»04 1» 0? Deutsche «eich«banlnllttl, . . 117 15 11730 Italienische Banknoten ... «50 »«70 Rubel-Noten...... » b« » «»« *** ^*»»!« ^1*1' vi».i JPrlorllftleiu, Akllcn, X^ en »•«••! I>«vl«en und Valnlen. s^^^^^^^^^ LoB-VerBloherung. I Baxilc- und T77"ocli.slex-GhesciL&ft Laibnch, SpitaljfftHNe. Privat-Depots (Safe-Deposits) unter eisr«n.ttx3a. TTaxkcIxIvlss <5L«x Pacxt»!. Viriimiino vir Bir-Elolagei Im Ointe-Ogrrent- aal iaf llri-0«ili. dt ^------._______________ fcL °ht wir(i für den Maitermin ^V'^ter a ' ^immern und Zugehör. \ eitün» ^1 an die Administration ^-^^" (477) 3—1 i^hnungT h $ etc-, plrei ?ln'"iern, Küche, Speise- ?> >N? izför sich, ist im I. Stocke WhwNp/ir, ' Btehveisstraße, an eine /**W'Se partei zum Maitermin °V j *Ufra (476) 1 NV«t8Bj.tbo«m Eigentümer Korsika {•5, utnenhandlung Schellenburg- Ein Zimmer mit Küche wird zum Mal-Termin gesnoht. Offerten mit Angabe der Höhe des Mietzinses werden unter Nr. 3834 an die Administration dieser Zeitung erbeten. ____________________________________(888*) 3-0 (289) 3-3 Nc. 256/2 Oklic. i. Pri zemljišèu Lorenca Novaka iz Jarèjedoline vlož. št. 17 kat. obè. Le-dince je na podlagi ženilne pogodbe z dne 15. januarja 1831 zastavna pravica za terjatev Marije Osenk na doti v znesku 600 gld. konv. velj. 8 prip. vknjižena. Na njegov predlog se uvede amorti-zacijsko postopanje in se pozivljajo isti, ki si lastijo kake pravice do te terjatve, da naj te pravice tusodno oglasijo do I. februarja 1903. C. kr. okrajno sodišèe v Idriji, odd. II, dne 17. januarja 1902. (305) 3—2 ?. 26/1 Edikt. Ueber Antrag der lraiuischen Sparkasse in Laibach wirb das Amortisations» verfahren rllcksichtlich der auf Namen Johann (Ivan) Tuöek lautenden Bü-cheln Nr. 259.103 per 4290 « 66 b, !)ir. 268.234 per 2000 k und Nr. 270.459 per 1700 k hiemit eingeleitet. Demzufolge werden alle jene, welche auf diese Bücheln irgendwelche Rechte erheben sollten, hiemit aufgefordert, diese binnen sechs Monaten vom unten angesetzten Tage an gerechnet, Hiergerichts geltend zu machen, widrigen« nach fruchtlosem Verlaufe dieser Fr.st die Bücheln fur null und nichtlg erklärt werden würden. K. k. Landesgericht Laibach, Abth. Ill, am 20. Jänner 1902.