Laibchkr TaMatt. —_ . _ $ränumeration6fttife: JJfjr JQQ ftür Laibach! Ganzj. fl. 8-40; 5 Ml KUlUUMf . VWUllflJ. v -XV» , ufteDuna in« Hau« »ttlj. 25 tr. lit fccr Post: Ganzjahr. fl. 1*. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15 Mittwoch, 9. Juli 1879. — Morgen: Amalia. 3n(ettto n «t>teif«: Einspaltige Petitzeile ä 4 tr., bei Wiederholungen 4 3 kr. Anzeigen bis 6 Zeilen 20 Ir. 12. Ich Laibach, 9. Juli. Vor einigen Tagen wurde von der Regierung nahestehenden Blättern die Nachricht gebracht, daß -wischen Clam-Martinitz und Rieger eine Verständigung erfolgt sei, nach welcher Czechen und Feudale gemeinsam im Reichsrathe erscheinen werden. Obgleich diese Botschaft offenbar nur in der Absicht in die Welt gesetzt wurde, um dem verehrungswürdigen Publikum der Steuerzahler positive Erfolge vor Augen führen zu können, fühlten wir uns doch veranlaßt, die betreffende Nachricht in unserer vorgestrigen Nummer dahin zu glofsiren, daß ein längeres Hand-in-Hand-gehen der Feudalen und der czechischen Nation unmöglich sei. Wessen wir uns aber von den Feudalen zu versehen hätten, wurde im letzten „Tagblatt" erörtert. Wie nun der „Neuen freien Presst" telegrafiert wird, dürfte es aber mit der von den Offiziösen als Aufgabe Taaffe's hinge-stellten Zurückführung der bisherigen Abstinenzpolitiker insoweit noch gute Wege haben, als es sich dabei um die Czechen handelt. Wenigstens war für die gestern in Prag erschienenen Organe der czechischen Partei eine offizielle Kundgebung des Abgeordnetenklubs angekündigt, durch welche die Meldung über einen angeblichen Pact der Czechen mit den Feudalen widerrufen werden sollte. Bei dieser Gelegenheit sollte des weiteren erklärt werden, daß Dr. Rieger mit dem Grafen Clam-Martinitz in den letzten Tagen gar nicht verkehrt habe, und daß die Haltung des Grafen Taaffe bei seinem jüngsten Verweilen in Prag die Chancen für die Beschickung des Reichsrathes sogar abgeschwächt habe. Wir wissen nicht, was und wie viel an dieser neuen Meldung Wahres ist. Aber so viel scheint doch gewiß zu sein, daß sich die Czechen vom Grafen Taaffe mehr versprochen hatte», als er ihnen zu bieten im stände war. Man halte sich nur gegenwärtig, mit welcher Bestimmtheit von den Czechen die bekannten Garantieforderungen aufgestellt werden, von deren Erfüllung sie ihren Eintritt in den Reichsrath abhängig machen. Sie wußten ferner, daß Graf Taaffe als zukünftiger Ministerpräsident hohen Werth auf ihr Erscheinen im Parlamente legte, und waren auch nicht unabgeneigt, ihm diesen Gefallen zu erweisen, wenn er für seine Person sich wieder zu gewissen Gegendiensten bereit finden ließe. Daß dieser Gegendienst nur in einer bindenden Zusage in Bezng auf die Wünsche der Czechen bestehen konnte, bedarf keines Nachweises. Nur hatte man dabei übersehen, daß Graf Taaffe zu einer solchen Zusage nicht berechtigt ist und daß es deshalb sehr unklug von ihm wäre, wenn er durch ein verfassungswidriges, eigenmächtiges Vorgehen in dieser Frage das ohnehin bedenklich gesteigerte Mißtrauen der verfassungstreuen Bevölkerung noch mehr erregen würde. Während der czechische Klub sich der Hoffnung hingab, daß Graf Taaffe bei seinem jüngsten Prager Aufenthalte den czechischen Staatsmännern in collegialer Weise die erwünschten Zusagen machen werde, verhielt sich der zukünftige Ministerpräsident, welcher „die Politik der freien Hand" zu lieben scheint in einer Weise, welche ihn zwar der unangenehmen Lage überhob, den Czechen eine abschlägige Antwort ertheilen zu müssen, welche aber trotzdem völlig geeignet war, das ungeinein entwickelte Selbstgefühl der czechischen Führer aufs tiefste zu verletzen. Graf Taaffe war nämlich für die czechischen Abgeordneten, welche ihm ihre Aufwartung machen wollten, einfach „nicht zu Hause" und reiste von Prag wieder ab, ohne mit den Führern der Nation verkehrt zu haben. Daß man im czechischen Klub von dieser Enttäuschung sehr unangenehm berührt wurde, kann bei der gewaltigen Einbildung Rieaers W wunder nehmen, und daraus dürfte sich denn at> der neueste Versuch der „Politik" erklären, die im Vertrauen auf Taaffe's werkthätige Hilfe fallen gelassenen Aussöhnungsversuche mit den Deutschen wieder aufzunehmen. Wir haben anläßlich eines darauf bezüglichen Artikels der „Politik" unsere Anschauung in dieser Frage bereits ausgesprochen und halten übrigens den gegenwärtigen Zeitpunkt, wo die Verfassung gefährdet erscheint und wo die Deutschen in Böhmen in Reih und Glied mit ihren Parteigenossen aus allen Theilen Oesterreichs für die Vertheidigung nicht nur der F o r in, sondern auch des Geistes der Staatsgrundgesetze einstehen müssen, für wenig geeignet, um die öffentliche Aufmerksamkeit für die Erledigung einer Angelegenheit zu beanspruchen, welche schon so lange in der Schwebe blieb, ohne daß dabei der Staat zugrunde gegangen wäre. Die Czechen sollm und dürfen nicht glauben, daß die Verständigung mit ihnen der Verfassungspartei nur aus Selbst-erhaltnngsrücksichten abgenöthigt wurde. Eine solche Meinung würde den nationalen Staatsrechtlern der St. Wenzelskrone nur den Muth geben, ihre Anforderungen bis zn einer unerfüllbaren Höhe hinaufzuschrauben. Sie wäre aber auch vollständig unrichtig, zumal schon jetzt Anzeichen vorliegen, daß der Regierung vor ihren feudalen Bundesgenossen ein gelindes Grausen anwandelt. Wir schließen das zunächst aus dem Leitartikel der gestrigen „Presse," von der man bekanntlich weiß, daß ihre Anschauungen nicht im Widerspruche mit den Plänen der Regierung stehen. Wenn nun dieses trotz seines offiziösen Charakters höchst ehreuwerthe Organ das „Vaterland" ganz aus dem gleichen Grunde abkanzelt, welcher uns Anlaß zu unserem gestrigen Artikel gab, so ist Ursache vorhanden, anzunehmen, daß man auch in leitenden Kreisen die feudalen Protektoren dieses Feuilleton. Die Geheimnisse der Residenz. Nachtstücke aus dem Leben. Roman von F. Klinck. (Fortsetzung.) Herr von Overdingen sah den Grafen fast verwirrt an, er glaubte sein Möglichstes gethan zu haben, eine geistreiche Unterhaltung in Gang zu bringen. Er hatte so lange diesen Augenblick herbeigesehnt, um mit dem Grafen, der ein Freund und besonderer Liebling des Königs war, über etwas zn sprechen, was seiner Stellung zum Hose gute Dienste leisten konnte, aber Herr von Overdingen war zu diplomatisch, um sich auch nur einen Moment dem ausgesprochenen Wunsche des einflußreichen Grafen zu widersetzen. Ein paar Minuten später stand er mit demselben vor der Comtesse Mathilde, die wie vor einem Gespenst zurückschauderte, als sie die Stimme des Grafen hörte. „Sie verstehen es, zu überraschen, gnädigste Comtesse," sagte Graf Horn ironisch, nachdem die ersten Begrüßungen überwunden waren und Herr von Overdingen sich mit seinem zukünftigen Schwiegersohn entfernt hatte, „ich habe nicht geglaubt, daß sich —" Comtesse Mathilde griff krampfhaft mit der tand nach der Lehne eines Sessels, und jede pur von Farbe wich aus ihrem Gesichte, ihre Augen irrten wie hilfesuchend umher, aber — da war niemand, der ihr helfen, ihr beistehen konnte. „Um Gotteswillen, nur jetzt nicht, nur nicht in dieser Stunde," murmelte sie kaum hörbar. Aber Graf Horn hatte die Worte doch verstanden, und ein siegesgewisses Lächeln glitt über sein Antlitz, er hatte die Comtesse nicht für so schwach und furchtsam gehalten. „Ich verstehe Sie nicht, schöne Mathilde," sagte er etwas leiser, „ich weiß in der That nicht, was Sie meinen." Die Comtesse hatte sich bereits wieder gefaßt, die Farbe kehrte auf ihre Wangen zurück, und sie richtete den Kopf stolz empor. „Ich bitte zu bedenken, daß ich für Sie, Herr Graf, nur die Comtesse von Overdingen bin, und nichts in der Welt berechtigt Sie mehr, mich so vertraut anzureden, wie Sie es vorhin zu thun beliebten." Graf Horn blickte die ©omteffe einige Augenblicke ruhig, doch mit einem hämischen Lächeln an. „Der Stolz 'kleidet Sie sehr schön, meine Gnädigste, ich mache Ihnen darüber mein Com-pliment, aber er ist doch mir gegenüber wol nicht so recht am Platze, oder müßte ich Sie wirklich wieder an jene Zeit erinnern, wo —“ „Sie Brauchen mich an nichts zu erinnern, Herr Graf Horn, was mich an die Vergangenheit mahnt — ich habe nichts davon vergessen. Aber ich finde es nicht für nöthig, daß Ste mich an jene Zeit erinnern, am wenigsten an meinem Verlobungstage." „Sie sprechen sehr stolz und sehr vernünftig, Comtesse von Overdingen, aber Sie werden einsehen, daß mich das niemals veranlassen kann, über einen Punkt Schweigen zu beobachten, der eine so schöne liebenswürdige Dame stets meinen Wünschen zu entsprechen zwingt." Comtesse Mathilde erwiderte nichts mehr, aber ein Blick unendlicher Verachtung traf den Sprecher. Dann wandte sie sich, um sich zu entfernen. „Noch ein Wort, Comtesse von Overdingen — würden Sie mich abweisen lassen, wenn ich Blattes nicht für Männer hält, auf welche sich allenfalls eine Regierung stützen könnte. WaS die Folge davon sein wird, ist um so leichter einzusehen, als im verfassungstreuen Großgrundbesitze derzeit bereits ein ganz anderer Windzug streicht, als zur Zeit des Compromisses. Fürst Carlos Auersperg, der über Anregung Taaffe's die Verständigung der feindlichen Parteien im böhmischen Großgrundbesitze zu stände brachte, soll sein Werk bereits mit sehr bedenklichem Achselzucken betrachten, und was den mährischen Großgrundbesitz anbelangt, welchem durch die schlaue Taktik des Grafen Egbert Belcredi und seiner Genossen das Bedenkliche oder besser gesagt die Schmach eines Compromisses erspart wurde, so hat dieser infolge seiner Niederlage den Beschluß gefaßt, sein Wahlcomite als verfassungstreues Agitationsco-mitö fortbestehenzulassen. Alles das läßt sich soan, als ob die Regierungsunfähigkeit der „Conservativen" früher erhärtet werden sollte, bevor sie noch zur Regierung gelangten. Es wäre das jedenfalls nur im Interesse des Grafen Taaffe, weil diesem dann jeder Versuch erspart würde, eine parlamentarische Fusion zu staube zu bringen, welche schon bei ihrer Geburt das hypokratische Zeichen der Zersetzung im Antlitz trägt. Wer dann ausersehen werden muß, die Stütze des Kabinets zu bilden, ist nicht zweifelhaft. Denn, hat auch die Verfassungspartei eine hübsche Anzahl von Stimmen eingebüßt, so ist sie doch selbst mit Ausschluß der Compromißabgeordneten aus Böhmen und Niederösterreich noch immer so stark, daß neben ihr die Herrschaft eines auf einer Parteifusionierung begründeten Kabinets schlechterdings unmöglich ist. Politische Tagesgeschichte. Ungeschickte Beschwichtigungsmeier. Das gestrige Amtsblatt brachte an erster Stelle einen offenbar dem Preßbureau entstammenden Beschwichtigungsartikel, in welchem unter anderem der bemerkenswerthe Satz ausgesprochen wird: „Nicht allein die Mandate, auch die Ideen und die Programme dürfen zu keinem unantastbaren Privatgut Werden, zu einem Vermächtnis, welches von einer Session aus die andere überwälzt wird. Neue Situationen erfordern neue Männer, und neue Männer schaffen neue Situationen." Zwar wird dieser gewiß sehr zweideutige Passus durch die weitere Bemerkung etwas abgeschwächt, daß es wol Grundsätze und Traditionen gebe, an denen die Parteien stets festhalten müsse», aber der ganze Zusammenhang, in welchem diese Phrasen vorgebracht werden, ist ein derartiger, daß man nicht recht begreift, wie der Ihnen am morgenden Tage meine Aufwartung mache?" Comtesse Mathilde holte tief und schwer Athem. Das war keine Ironie mehr, das war eine Drohung, und sie ahnte die Gefahr, die ihr daraus erwachsen könne, wenn sie ferner das stolze Wesen dem Grafen gegenüber behauptete. „Nein, Graf Horn," entgegnete sie mit bebender Stimme, „ich werde Sie nicht abweisen, denn ich weiß, daß es klar zwischen uns werden muß. Dann aber, Herr Gras, dann sind wir auf immer getrennt." Sie schien den Kopf noch stolzer emporzuheben, als sie jetzt heiteren Antlitzes durch die Reihen schritt, aber wer einen Blick in ihr Inneres hätte werfen können, würde vor der entsetzlichen Trostlosigkeit zurückgebebt fein. Sie machte sich keine Illusionen mehr, dieser Abend hatte sie belehrt, daß es für sie nur Kamps oder Entsagung gab. Und entsagen konnte sie nicht, sie konnte nicht Abschied nehmen von der glänzenden Zukunft, die sich ihr eröffnet hatte, seit Herr von Lichtensels um ihre Hand angehalten, so mußte sie denn kämpfen und zusehen, ob die Welt ihr wenigstens nicht noch einige Freudenblumen bieten konnte. Urheber dieser Stilübung zu dem Schlüsse kommt, daß die Tendenzen des Liberalismus und der Verfassungstreue im neuen Parlamente über einen mächtigen Anhang verfügen werden, und daß es Sache des letzteren sein werde, „durch ein der großen Aufgabe angemessenes und kluges Auftreten nicht allein seine Position zu behaupten, sondern auch neue Freunde unter jenen Elementen des nächsten Hauses zu gewinnen, welche, von keinem extremen Partei-tandpnnkte befangen, die Schwelle der Volksvertretung überschreiten." — Das klingt ja ganz allerliebst ! Da nämlich, wie bereits gestern erwähnt wurde, neben einer größeren Anzahl von Klerikalen nur die Feudalen den charakteristischen Zuwachs des neuen Abgeordnetenhauses bilden werden, so scheinen also diese Herren vom historischen Blaublut in den Augen des Preßbureaus als jene Elemente zu gelten, welche keinen extremen Standpunkt einnehmen. Und dieser Partei gegenüber wird den Versassnngs-sreunden kluges, das heißt wol nachgiebiges Benehmen gepredigt! Wenn ein anderer derartig ungereimtes Phrasenwerk von sich gibt, so nennt man ihn einen eonfnsen Faselhans. Einem „Officiosus" gegenüber, der doch wissen sollte, was er mit seinem Artikel anstrebt, kann man ein solches Wort nicht gebrauchen. Jedenfalls ist es sehr charakteristisch, daß man im Preßbureau, wo doch gegenwärtig in erster Linie Beschwichtignngspclitik getrieben wird, so unklug aus der Schule schwatzt und schon jetzt der Verfassungspartei das Ansinnen stellt, ja recht leise aufzutreten, daß die Herren Clam-Martinitz und Belcredi daran keinen Anstoß nehmen können. Zur Occnpation von Novibazar. Ans Serajewo geht der „N fr. Pr." die Meldung zu, daß daselbst in den nächsten Tagen das Eintreffen des Generalstabs-Obersten v. Samonigg nebst zwei vom Reichs-Kriegsministerium delegierten Generalstabs-Offizieren aus Wien gewärtigt wird. Dieser Oberst, gegenwärtig Vorstand des Landes-beschreibungs-Bureans, soll mit den ihm zngetheilten Offizieren, an welche sich in Serajewo noch andere Offiziere und Intendanten des dortigen Generalkommandos anzuschließen haben, jene Kommission bilden, welche sich mit der kaiserlich ottomanischen Militärkommission unter Liwa Husni Pascha über die Modalitäten einer eventuellen Besetzung der Limlinie ins Einvernehmen setzen wird. Wie hinzugefügt wird, dürfte es erst von den Recognos-cierungsarbeiten der gedachten Kommission und den Berichten des erwähnten Generalstabs-Obersten ab-hängen, ob die theilweise Besetzung des Sandschaks von Novibazar schon in diesem Jahre stattfinden werde. ! Mathilde schlief nicht diese Nacht; mit fieberhafter Ungeduld hatte sie den Augenblick herbei-• gesehnt, wo die Gäste die Räume verließen und : Wagen aus Wagen davonrollte, und als dann ; alles todtenstill war, da athmete sie erleichtert auf, > da floh sie in das reizende Gemach, das ihr die . Liebe des Vaters so glänzend ausgestattet, und warf - sich erschöpft auf das weiche -sopha. Jetzt war , sie frei, sie brauchte nicht mehr zu lächeln, wo sie t blutige Thräneu hätte weinen mögen, es ruhten f nicht mehr zahllose Augen aus ihr, die jeden Zug ihres Gesichtes zergliederten, um ihren Freunden - mitzutheilen, was sie darin entdeckt hatten. e Der anbrechende Morgen fand sie noch in - der strahlenden Balltoilette, aber das Haar hing = unordentlich um Stirn und Schläfen, die herrliche e Seide war zerknittert und die wasserhellen Dia-e manten lagen zerstreut umher. Erst als unten iin - Hause alles lebendig wurde, dachte die Comtesse daran, ihre Toilette zu wechseln, sie konnte nicht it ruhen noch rasten, wo es sich in wenigen Stunden e entscheiden mußte, ob ewiger Krieg oder Frieden, s Mathilde blickte in den Spiegel. Ein bleiches, n abgespanntes Antlitz schaute ihr entgegen. Sie s konnte nicht mehr sagen, daß jenes Antlitz schön sei, die Thränen hatten die Schminke verwischt, In Uebereinstimmuug hiemit meldet der „Pester Lloyd": Die nunmehr vollzogene Ernennung eines türkischen Kommissärs für die mit Oesterreich-Ungarn inbetreff des Sandschaks Novibazar zu treffenden Vereinbarungen ist keineswegs einer Ankündigung des Einmarsches gleichzuachten. Der türkische Kommissär Husni Pascha, der Konstantinopel noch nicht verlassen hat, wird sich zunächst nach Serajewo begeben, um dort mit dem Kommandierenden, Herzog von Württemberg, die näheren Details über die Aufgabe und Thätigkeit der gemischten Kommission zu vereinbaren. Erst nachdem dies geschehen, worüber wol drei bis vier Wochen verstreichen dürften, wird sich die Kommission, aus türkischen und öfter» reichisch-nngarischen Offizieren bestehend, an Ort und Stelle begeben und je nach 'ihren Wahrnehmungen ein Votum darüber abgeben, wo österreichisch-ungarische Garnisonen hinzulegen sind, ob dies überhaupt und wann es zu geschehen habe. Bismarck und die National-Liberalen. Dadurch, daß sich der deutsche Reichskanzler herbeiließ, den Particnlaristen des deutschen Reichstagscentrums um den Preis ihrer Bcistimmuug zu seiner Finanzpolitik die nöthigen Garantien zu gewähren, daß die wirtschaftlichen Reformen nicht zum Zwecke einer strammeren Centralisierung des Reichsorganismus ausgenützt werden, hat er den letzten Rest der Sympathien verscherzt, welche die National-Liberalen dem „Wiederhersteller der Einheit Deutschlands" noch bewahrt hatten. So lange Bismarck von ihnen nur das Opfer ihrer liberalen Grundsätze verlangte, konnten sie sich damit trösten, daß dieses Opfer der Festigung des Staatsbaues gebracht werde, zu welchem sie mit unermüdlicher Bereitwilligkeit nach allen Kräften beigetragen hatten. Wie die „National-Zeitung" bemerkt, hat nunmehr Fürst Bismarck durch sein Compromiß den Particnlaristen Gelegenheit gegeben, über die durch die Reichsverfassung gewährten Rechte der Einzelstaaten hinauszugreifen. Allerdings können diese Uebergriffe vorläufig nur aus finanziellem Gebiete geschehen, insofern es sich um die Vertheilnng der Zollüberschüsse an die einzelnen Reichsglieder handelt. Aber sie können nichts destoweniger die Ursache von erregten Anseinandersetznngen zwischen dem Reich und den Einzelstaaten werden, welche ihrer Natur nach wenig geeignet sein dürften, den Ein-heitsgedanken zn fördern und zu kräftigen. Die „National-Zeitung" sicht vielmehr eine ganze Reihe von Conflicten voraus und schließt ihre Erörterung mit folgenden Worten: „Keine parlamentarische Ver> Handlung wird mehr frei sein von dem Streit, der eben begonnen wird. Die national-liberale Partei die Augen waren trübe und matt, nein, sie mußte sich gestehen, daß man sie um ihrer selbst willen i nicht mehr lieben konnte, i Sie schüttelte traurig den Kopf, dann zog , sie sich zurück, ihre Balltoilette gegen ein be-: quemes Hauskleid zu vertauschen. Sie sah wenn f auch nicht schöner, doch jedenfalls anmuthiger aus, : als am Abend vorher. , : Das Kleid schmiegte sich eng an die Formen i und hob die Schönheit und Rundung derselben I vorteilhaft hervor. Aber die Comtesse hatte keine t Augen dafür, vielleicht zum ersten male in ihrem Leben war sie gleichgiltig dagegen, welchen Ein-l druck sie machen würde. Sie stand hinter den j zusammengezogenen Gardinen, und bei jedem Wa-z gengerassel schauerte sie in sich zusammen und - blickte vorsichtig hinaus, immer mit der leisen t Hoffnung, daß der Gefürchtete nicht kommen würde, e Aber er kam doch. Die Kammerjungfer mel-t dete ihrer Herrin den Grafen Horn, und dann i wurde er in den Empfangssalon geführt, während . Mathilde all' ihren Muth zusammenraffte, ihrem , Feinde stolz und ruhig gegenüber zu treten, e Wenige Minuten später als Horn trat Com- ti tesse Mathilde in den Salon, frisch und blühend :, wie immer — keine Spur einer durchwachten hat nicht den Wunsch gehegt, in ein Spiel hinein-gezogen zu werden, das um einen so hohen Einsatz gespielt wird. Jetzt, wo sie gezwungen ist, an dem Spiele theilzunehmen, kann sie nur an ihrer alten Parole sesthalten. Diese Parole lautet: „Für Kaiser und Reich, auch gegen den Kanzler und die Offiziösen." Damit wäre also die förmliche Kriegserklärung erfolgt, und Bismarck mag nun sehen, ob er mit dem bunt zusammengesetzten Hansen von Ultramontanen, Particnlaristen und politischen Reac-tionären, welche die Regierungsmajorität der Zukunft bilden sollen, den Kampf gegen die fest geschlossene Reihe der unabhängigen Natwiial-Libe-ralen und der Fortschrittspartei zu bestehen vermag. * * * Die kirchliche Reaction in Deutschland zieht immer weitere Kreise. So zeigen die „Germania" und die „Kreuzzeitung", die der Regierung jetzt nächststehenden Organe, an, daß auch der liberale Unter-Staatssekretär Sydow im Cultusministerium zur Disposition gestellt werden soll. Und angesichts solcher Vorgänge wagt man noch immer die Behauptung, daß die Demission Falts aus rein persönlichen Gründen erfolgte? * * * ©pgcitübcc beit auch tioit uu8 tccöpituüevtcn Berichten aus den letzten Tagen, nach welchen Sella, dem ehemaligen Ministerpräsidenten, dem Schöpfer des berüchtigten Mahlsteuergesetzes, die Bildung eines neuen italienischen Ministeriums übertragen werden sollte, melden die neuesten Depeschen, daß König Hnmbert den liberalen Parteiführer Cairoli mit der Kabinetsbildung betraute. Ob die Umstände, unter welchen Cairoli diefe Mission übernimmt, günstiger sind als jene, unter welchen die fortgeschrittene liberale Partei zum ersten mal an das Staatsruder Italiens berufen wurde, kann erst die Zukunft lehren. * * * Anläßlich der Berathung über das Ferry'schc Uiiterrichtsgefetz verwarf die französische Kammer in ihrer vorgestrigen Sitzung das von Keller eingebrachte Amendement, nach welchem das Recht, Unterricht zu ertheilen, jedem Franzosen zustehen soll, welcher die gesetzlichen Bedingungen rücksichtlich des Alters und der Fähigkeit nachweist, und der bezüglich der Moralität gerichtlich unbeanstandet ist. Durch diesen Zusatzantrag zu dem Artikel 7 der Regierungsvorlage wäre dessen Zweck vereitelt worden, die Mitglieder der in Frankreich nicht zngelafsenen geistlichen Orden — in erster Linie die Jesuiten — vom Jugendunterrichte auszuschließen._____________________________ Nacht fand sich mehr auf ihrem Antlitze vor, aber Graf Horn ließ sich keinen Augenblick über ihren Seelenzustand täuschen. Er wußte, daß er sie in seiner Macht hatte, daß ein Wort von ihm sie von ihrer Höhe herabstürzen könne, von wo sie sich nicht zu jener gesellschaftlichen Sphäre emporschwingen konnte, in welcher sie sich jetzt bewegte. Er hatte Comtesse Mathilde geliebt, wenn er überhaupt einer wahren Liebe fähig war, und er würde sie auch zur Gräfin Horn gemacht haben, wenn er nicht ein so entschiedener Feind der ehelichen Fesseln gewesen wäre. Das freie, ungebundene Leben, welches er führte, behagte ihm zu sehr, als daß er beabsichtigte, sich irgendwie darin Zwang aufzuerlegen. Das verzieh' ihm Mathilde nicht; mit dem Scharfsinn des Weibes fühlte sie instinktiv, daß er sie nie zu seiner Gemahlin machen würde, und so wollte sie ihm wenigstens nicht den Triumph gönnen, daß er sie verschmähte, sie wollte nicht abwarten, bis er sie vernachlässigte, sondern sich mit der Verachtung abwenden, die er verdiente, als er sie betrog. Sie hatte die Folgen wohl erwogen, wenn auch nicht so hoch angeschlagen, als sie sich ausweisen konnten, aber Mathilde kannte noch nicht den Charakter des Mannes, mit dem sie sich einließ. (Fortschmig folgt.) Vermischtes. — Verbotenes Bild der Kaiserin. Die Grazer „Tagespost" erzählt das folgende Stücklein von einem hochwürdigen Prior: Herr M. W. Dötsch, Obmann des Ortsschnlraths Frohnleiten, hat im Namen des letztem die Bildnisse des Kaisers und der Kaiserin am 25. April der Schule von Frohnleiten feierlich übergeben. Die Bildnisse wurden in einer Grazer Kunsthandlung angeschafft; das Porträt der Kaiserin stellt diese in großer Hoftoilette und natürlich in hochanständiger Weise bar. Wie groß war das Erstaunen des Herrn Dötsch, als er vom Prior der Servilen, Herrn Vincenz M. Hosp, vor wenigen Tagen folgende Zuschrift erhielt: „Da nach § 1 des Schulgesetzes die sittlich-religiöse Bildung der Kinder der Zweck der Schule ist, mitfolgendes Bild aber, welches im Schulzimmer der ersten Klasse aufgehängt war, ans leicht erklärlichen Gründen dem genannten Zwecke nicht blos nicht entspricht, sondern auf die Errei- chung desselben hindernd einwirkt, so fühlte sich der Gefertigte als Katechet und Seelsorger berechtigt und sogar verpflichtet, dieses Bilv (mit Wissen des Herrn Leiters der Schule) ans dem Lehrzimmer zu entfernen, und beehrt sich, dasselbe Eurer Hoch-wohlgeboren mit dem höflichsten Ersuchen zu übermitteln, in Zukunft gütigst dafür Sorge tragen zu wollen, daß dieses oder ähnliche (infolge der dargestellten Rubitäten auf das Herz der Kinder schädlich einwirkende) Bilder in der hiesigen Ortsschule nie mehr aufgehängt werden. In Hochachtung ergebenst F. Vincenz und M. Hosp." Der größere Theil der Mitglieder des Ortsschulrathes hat eine schriftliche Erklärung abgegeben, daß Pater Vineenz Hosp „infolge der dargestellten Rubitäten" — „mit Recht" das Bild aus dem Schulzimmer entfernt habe. — Es gibt nichts so Widersinniges, was im Lager der Ultramontanen nicht möglich wäre. — Minister Wenckhei in f. Rach schwerem Leiden ist, wie eine Depesche aus Pest meldet, der Minister am königlichen Hofe, Baron Sela Wenck-heim, gestorben. Mit ihm verliert das Ministerium Tisza den einzigen Minister, der dem Kabinet nach oben Wohlwollen und nach unten Popularität noch einigermaßen zu bewahren vermochte. Der Verstorbene war eine conciliantc Persönlichkeit und erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Baron Wenckheim war 66 Jahre alt geworden. Geboren wurde er zu Pest. Im Bekeser ©omitat begütert, ward er, erst 26 Jahre alt, Vizegespan. Drei Jahre später wurde er zum Deputierten gewählt. Die Bewegung des Jahres 1848 zog auch ihn in den Strudel, er mußte sich nach Niederwerfung der Revolution flüchten, wurde jedoch, da er nicht allzu arg compromittiert war, bald begnadigt. Heimgekehrt, entfaltete er auf ökonomischem Gebiete eine rege Thätigkeit. Im Jahre 1861 wandte er sich wieder dem politischen Leben zu und nahm bald eine hervorragende Stellung ein. Er wurde Führer der Liberalen im Oberhaus, 1867 Minister des Innern im Kabinet Au« brasst), trat 1869 von diesem Posten zurück und wurde zwei Jahre später Minister am Hoflager des Kaisers. Nur sehr kurze Zeit war er auch Ministerpräsident. — Der Verblichene war Großkreuz deS Stefans- und des Leopold-Ordens, Inhaber verschiedener anderer fremder Orden, ferner Kanzler des Stefans-Ordens und Präsident des Central-Pferdezucht-Comites von Ungarn. — Ein confufer Todtenschein. Ein Viertelrichter in Czeniowitz stellte unlängst einen Todtenschein ans, der wörtlich lautet: „Todtenschein! Katharina S. wohnt unter Hans Nr. 298 und ist beim ihr ein erlasenen Kinb, von 3 Wochen alt, Namens Rußalia D. und starb am 4tcn Juli 1879 aus Fraß; sie befindet sich sehr arm und bittet um eine bewilligung des Grabens zu beehrtigen Wird Seitens des Viertelrichters hiemit bestätigt! Czer-nowitz am 4ten Juli 1879. N. N. Viertelrichter." — Judenkrawall in D st tu in e-1 ien. In dem während der Metzeleien im Jahre 1876 zu einer traurigen Berühmtheit gelangten ostrnmelischen Städtchen Karlovo sind in der verflossenen Woche Ruhestörungen vorgekommen, von welchen der Generalgouverneur von Ostrumelien um so peinlicher überrascht wurde, als ihm erst unter dem 16. v. M. von dem dortigen Kreis« Hauptmann Naidenoss ein Bericht zugekommen ist, welcher die Stimmung der Ortsbewohner gegen die Juden als eine ruhige, von jeder Animosität weit entfernte bezeichnete. Daraufhin ertheilte der Direktor der innern Angelegenheiten dem S. Vene» ziani, Vertreter der „Alliance Israelite“, die Erlaubnis, die fünfzehn israelitischen Familien, welche früher in Karlovo ansässig waren, dort abermals zu installieren. Am 23. Juni, gegen 10 Uhr vormittags, betraten ungefähr 60 Individuen jüdischer Confession das Weichbild der genannten Stadt, wohin sie die vom Bezirkshauptmann Naidenoff ent-gegengesandten fünf berittenen Gendarmen begleiteten. In voller Ruhe und von niemandem belästigt, zogen die rückkehrenden jüdischen Flüchtlinge iu ihren Heimatsort ein und stiegen vorläufig in einem großen, einem Türken gehörenden Hause ab. Kaum aber verbreitete sich die Nachricht von ihrer Ankunft in der Stadt, als die bulgarische Bevölkerung beiderlei Geschlechtes nach dem Absteigequartier der Juden eilte und unter wüstem Geschrei und sinnbetäuben« dem Lärm mit der Demolierung des Hauses und Massacrieruug der Ankömmlinge drohte, falls dieselben nicht unverzüglich Karlovo wieder verlassen sollten. Der mit weitern fünf Gendarmen herbeigeeilte Bezirkshauptmann konnte die hocherregte Menge nicht beruhigen und traf rasch Anstalten, um die Juden über Kudjerlia nach Philippopel zurückzuschicken. — Im Beichtstühle vom Blitze erschlagen. AuS Olpe wird der „Kölnischen Volkszeitung" geschrieben: In der benachbarten katholischen Gemeinde Rhode ereignete sich am Samstag abends gegen 7 Uhr ein seltener, aber trauriger Vorfall. Der dortige einzige Geistliche, Pastor Cordes, wurde im Beichtstühle vom Blitze erschlagen, nachdem er eben die letzte Person Beichte gehört und diese neben dem Pastor allein noch in der Kirche war. Diese Person fand mau betäubt, während der Pastor tobt int Beichtstühle saß. — Prozeß Antonelli. Der Cassations-Gerichtshof in Rom hat am 3. d. sein Urtheil in dem Prozeß der Gräfin Sambertini gegen die Grafen Antonelli, als Erben des verstorbenen Kardinals Antonelli, gefällt. Die Gräfin wurde mit ihrem Begehren abgewiesen und zur Tragung der Gerichtskosten verurtheilt. Lokal-und Proviiyial-Ängelegenheiten. — (Nachspiele zu den Wahlen.) Die Notiz des „Laibacher Tagblatt", _ nach welcher sich insbesondere ein Beamter der hiesigen Bezirkshaupt-mannschast als Agitator für den Kandidaten der Verfassungsgegner bemerkbar machte, hat die Landesregierung veranlaßt, darüber Erhebungen zu pflegen, wer denn eigentlich jene Persönlichkeit sei, welche im Gegensätze zu der seitens der Regierung zugesicherten Objectivität trotz seiner Stellung für die national-klerikale Partei Propaganda machte. Der in dieser Angelegenheit zur Ertheilung näherer Auskünfte über die fragliche Notiz zur hiesigen k. k. Bezirkshauptmannschaft eingeladene Redacteur unseres Blattes gab dort die Erklärung zu Protokoll, daß ihm die betreffende Notiz von ganz verläßlicher Seite zugekommen fei. Er habe um so weniger gezögert, dieselbe in das „Tagblatt" aus-zunehmen, als innerhalb der gesummten Verfassungspartei von Krain die Meinung verbreitet ist, daß der Sieg der national-klerikalen Partei bei den Wahlen nur infolge einer völlig veränderten Stellung der Behörde gegenüber der Verfassungspartei ermöglicht wurde. Nähere Details könne er nicht angeben. Ebenso sei er mit Rücksicht auf die Hochhaltung des Redactionsgeheimnisses außer stände, seinen Gewähr-- mann für die betreffende Mittheilung ohne dessen ausdrückliche Ermächtigung der Behörde namhaft zu machen. — Wir billigen den Vorgang der Landesregierung vollinhaltlich, glauben aber für den Fall, als es ihr thatsächlich darum zu thuu ist, den Namen deS betreffenden Agitators kennen zu lernen, daß eine Umfrage bei der Bevölkerung weit eher zum Ziele führen müßte, als die Einvernahme eines Redacteurs, der zwar von der Preßbehörde für jede Zeile feines Blattes verantwortlich gemacht werden kann, der aber gleichzeitig auch daS Redactionsgeheimnis alS Ehrensache zu wahren verpflichtet ist. — (Auslosung der Geschwornen.) Für die beim Laibacher Landesgerichte am 4. August beginnende dritte diesjährige Schwurgerichtssesfion wurden vorgestern aus der Jahresliste nachstehende Herren ausgelost: A. Als Hauptgeschworne: Äohann Cukale, Hutmacher in Oberlaibach; Jakob Cerne, Mühlenbesitzer in Juzine; Bernhard Do-lenz jun-, Besitzer in Rosenegg bei Wippach; Paul Draschler, Magazineur in Laibach; Jakob Eppich, Wirth in Steinj; Anton Globocnik, Gewrrksbesitzer in Eisnern; Leopold Globoknik, Gewerksbesitzer in Eisnern; Johann Hafner, Gastwirth in Laibach; Alois Kobler, Gemeindevorsteher in Littai; Franz Krasovic, Metzger in Neudorf; Matthäus Krec, landschaftlicher Sekretär in Laibach; Josef Luck-mann, Handelsmann in Laibach; Carl Lufchin, k. k. pens. Hauptmann in Laibach; Johann Mallner, Realitätenbesitzer in Schalkendors; Enterich Mayer, Handelsmann in Laibach; Georg Meden, Besitzer in Vigaun; Alois Pauschin, Glaswarenhändler in Laibach; Johann Petri?, Handelsmann in Glogo-Witz; Martin Pettan, Handelsmann in Krainburg; Matthäus Pirc, Handelsmann in Krainburg; Carl Pollak, Handelsmann in Laibach; Johann Poto?-nik, Gastwirth in Laibach; Barthelmä Prasnikar, Lederer in Jslak; Matthäus Ranth, Handelsmann in Laibach; Johann Rüger, Handelsmann in Laibach; Franz Selan, Hausbesitzer in Laibach; Jakob ©lob. nik, Grundbesitzer in Jnnergoriz, Andreas Smrdn, Lederhändler in Laibach; Jakob Spoljarie, Schlosser in Laibach; Matthäus Supan, Handelsmann in Laibach; Franz aSaleuiii, Handelsmann in Jllyrifch Feistriz; Josef Vidiz, Grundbesitzer in Lees; Jakob Vodnik, Lederer in Salloch; Johann Vodnik, Besitzer in ZaborSt; Raimund Wascher, Sparkasse Adjunct in Laibach; Dr. Max Edler v. Wurzbach, Advokatursconcipient in Laibach. — B. Als Er -gänzungsgeschworne: Egydius Boncar, Bäcker; Johann Borofsky, Zimmermaler; Anton Gregore, Bäcker; Johann Kadinc, Lederhändler; Anton Kra-mar, Gastwirth; Valentin Plehan, Hausbesitzer; Josef Rabic, Wirth; Franz Sebenik, Hausbesitzer; Andreas Wernig, Hausbesitzer — letztere neun fämmtlich aus Laibach. — (Pers onalnachricht.) Dem Kerkermeister beim Kreisgerichte in Rudolfswerth, Herrn Johann Klnn, wurde anläßlich seiner Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen und pflichtgetreuen Dienstleistung das goldene Verdienstkreuz verliehen. — (Vergnügungszug.) Nächsten Sonntag, den 13. d. M., verkehrt auf der Südbahn ein Vergnügungszug von Graz nach Fiume, Triest und Venedig. Auf der Hinreise kann die Adelsberger it Grotte besichtigt, auf der Rückreise während der vierzehntägigcn Giltigkeitsdauer dieser Billets die Reise einmal beliebig unterbrochen werden. — (Ein blinder Attentäter.) Wie der „Laibacher Zeitung" aus Gurkseld geschrieben wird, hat der in St. Ruprecht im Gurkselder Bezirk wohnhafte blinde Johann Sedlar sein Weib, mit dem er seit längerer Zeit in Unfrieden lebte, in mörderischer Absicht überfallen. Die Unglückliche wurde durch mehrere Hiebe mit einer Hacke schwer Verletzt, worauf der nur durch das Dazwischenkommen einer dritten Person in der Ausführung seines Verbrechens gehinderte blinde Attentäter sich mittelst eines Brodmessers zu entleiben versuchte. Die gegen ihn eingeleitete Untersuchung dürfte wahrscheinlich ergeben, daß der erwerbsunfähig gewordene und deshalb von seiner Familie schlecht behandelte Sedlar aus Rache zum Verbrechen getrieben wurde. — (Touristisches.) Der Zweigverein Ei« senkappel (Kärnten) des österr. Touristenklubs gibt bekannt, daß im ehemaligen Berghause, unmittelbar unter der Spitze des Hochobir, den ganzen Sommer hindurch nebst guter Unterkunft vom ständigen Wächter und metereologischen Beobachter auch Getränke und kalte Stäche den Fremden zu mäßigen Preisen verabfolgt werden; und daß weiteres auch die im Vorjahre erbaute Unterkunftshütte auf der Südseite des Grintove mit Juli eröffnet und vom neuen, der deutschen Sprache mächtigen Grintovc-und Skntaführer Georg Delouz beaufsichtigt wird. Witterung. Laibach. 9. Juli. Morgens heiter, dann dunkle Wolkenzüge, heftiger SW. Wärme: morgens 7 Uhr + 21'V, nachmittags 2 Uhr + 24-6" C. (1878 + 22 8»; 1877 + 19 6" C.) Barometer im Fallen 730 06 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 19 4°, um 06° über dem Normale._________________________________________________ Angekommene Fremde am 8. Juli. Hotel Elefant. Dr. Tuboly, Gr.-Kanischa. — Schramke, (Safetier, Graz. — Pattai, Student, Capodistria. Lukacic, Gastgeber, sammt Gemahlin, Karlstadt. Mohren. Sadmkar, Maschinenschlosser, Schischka. — Fanti, Tirol. — Gries, Jnsp.-Priifect der theresianischen Aka demie, Wien. Baierischer Hof. Brimc. — Blaghoni, Hdlsm,, und Spa zapan, Udine. — Zalabak, Verwalter, sammt Frau, Raunach. — Holanctz, Tschcin. Kaiser von Oesterreich. Jllicha, Görz. — Mally, Cilli. - Grafnetter, t. k. Aichmeister, Adelsberg. — Pollik. Verstorbene. I in Z i v i l s p i t a l e: Den 6. Iuli. Maria Bolka, Arbeiterinskind, fünf Mon., Schwäche.____________________________________________ Gedenktafel über die am 11. Juli 1 879 stattfindenden Li-citationen. 1. Feilb., Hribar'fche Real., Jauchen, BG. Egg. 1. Feilb., Kocjan'sche Real., Vojnavas, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Bratvusch'sche Rechte, Lozice, BG. Wippach. — 1. Feilb., Znidarsii'sche Real., Zambije, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Schajn'sche Real., Grafenbrunn, BG. Feistriz. — 2. Feilb., ZnidaiKiL'sche Real., Tschuril, BG. Möttling. — Relic. Jvanii'scher Real, ad Freithurn, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Smrekar'sche Real., Weinberg, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Svetec'sche Real., Moräutsch, BG. Egg. — Relie. Rom'scher Real., Michelsdorf, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Burja'sche Real., Koreno, BG. Egg. — 3. Feilb., Ferkovnik'sche Rechte, Sverzcvo, BG. Nassensuß. — 1. Feilb., Beniii'sche Real., Untersemon, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Zraj'sche Real., Gimpl, BG Ratschach. — 1. Feilb., Vodnik'sche Besitzrechte, Lustthal. BG. Egg. — 1. Feilb., Tomstt'sche Real, Grafenbrunn, BG. Feistriz.-3. Feilb., Kodela'sche Real.', Budanje, BÄ Wippach. - 3. Feilb., Trost'sche Besitzrechte, Podraga, BG. Wippach. — 1. Feilb., Jerman'sche Real., Rolanc, BG Tschernembl. — 1. Feilb., Slans'sche Real., Grafenbrunn. BG. Feistriz. — 1. Feilb., Labec'sche Real., Zagorje, BG. Feistriz. Wiener Börse vom 7. Juli. AHyemcine Slaati-frfiufd. Papierrente I 66 70 Silberrente . . , . J Holdrente............. ^taatSlose, 1854. . . „ 1860. . . 1860 zu 100 fl. * 1864. . . •rnndtntlajlhinys-Gbligatioae». Galizien.............. Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . , Ungarn ............. . Geld 69-40 78 30 116 75 12650 12975 158 - Andere össeatki«i»e Aoftfctn. Vonau>Regul.-Lose . Ung. Prämienanlehen Lüiener Anlehen . . Aelien v. üenfcen. Kreditanstalt s.H.u.G. Nationalbank. . . Attitn v. Transport UnternfBmnnyen. ülföld-Babn......... Donau * Dampfschiff. «Llisabeth-Westbahn i^erdinandS-Nordb. Hranz.Ioseph-Bahn . Galiz. Karl-Ludwigb. Lemberg - tLzernowiy Llovd-tsei'eHschaft . 89*50 83 26 83 50 8550 108 25 10325 112 70 264-50 821— 9Bar«- 66 80 68*50 78-40 117 25 127 — 130*25 158-50 90*51 83 75 84-86'- 1(875 103 50 112-90 ü64"7fi 822 135 50 572 135 571-179 25ll79-75 2180 I 2185 144— 144 50 233 251233 50 134—1134-50 585 - 586 '/rordwestbahn . . . RudolfS-Bahn . . . StaatSbahn .... Südbahn............. Urig. Nordostbahn . Pfandbriefe. Lodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- Priorifüls-®6Iig. Elisabethbahn, i.Em. Ferd.-Nordb.i. Silber §ranz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb,l.E. Deft. Nordwest-Bahn Liebenbürger Bahn Staatsbahn, l. (5m. Südbahn ä 3 Perz. « H , . Privattose. kreditlose ......... Otudolfslose .... ®elb Ware 126-50 127 — 133*50 134 — 276 50 276-76 86-50 87 — 127— 127 50 115 25 116-50 Devisen. Hekdsortea. Dukaten............ 20 Francs .... 100 b. Reichsmark Silber............. 100 — 101-70 100 — 104 — 93-90 102 75 95.25 72 25 166 — 119 40 100 50 100 25 101 80 100 25 25 104 25 94-10 103.— 95-60 72-50 166-50 119-70 100*75 168 — 16 75 168 50 17— 116 10 5 49 5 50 U-23 9 23i/s 56 95 57 — 100 — 100 — Telegrafischer Kursbericht am 9. Juli. Papier-Reitte 66 65. — Silber-Rente 6835. — Gold-Rente 78-30. — 1860er Staats-Anlehen 126-25. — Bank-actien 822. — Kreditactien 264 50. — London 116— Silber —. — K. k. Münzdukatcn 5-48'/,. — 20>Francs-Stiidc 9 22. — 100 Reichsmark 56 90. Ein solides, verläßliches Mädchen in reiferen Jahren ober eine alleinstehende Frau wird als Wonne ,3,9,3-« zur Wartung und Beschäftigung lebhafter Kinder und zur Unterftüjjung der Hanssrau auszunehmen gesucht. Die Adresse ist durch die Expedition dieses Blattes zu erfragen figin 5,0=3- S-S. 3 5 cu , 1 Betan«l4t,*tiamoU«meiebet1 I gtkältnngihrankiitlUn leibet, «ersehe I sich mit dem in »weiter Suflagt | erschienenen Buche: Erbffnungs-Alykige. Den P. T. Touristen wird bekannt gegeben, daß die Die» vorzügliche, tausendfach bi-wihrt, und leicht iu befolgende #«' leitungen iut Lelbstbehandlung #• Heilung obiger Leiden enthaltende Buch sollt« in keiner Familie fehlen und namentlich lein cm Sicht oder Rheumatiimu» Leidender versäumen, dasselbe ,u lausen. Biele «ranke, die vorher Alle» vergeben» gebraucht, verdanlen den Slnleitun»1 |tn ditfei Buche» bie etj^n« Heu o D U g-co 3 “ ^ 3-b:*" ;ung. — Prospekt aus grati» u. fr. durch Uitnei in telpjl« und lofel vor-1 ot)etv Uejtaumtion ma llnterhnftsliattfßt am Nolmitsch nächst Bleibcrg in Kärnten eröffnet sind. Dort sowie im Gasthosc „zum Mohren" in Bleiberg stehen gut eingerichtete Fremdenzimmer und gute Restauration zur Verfügung, so auch werden im Gasthose „zum Mohren" Bergführer besorgt, Reitpferde und Äagen beigestellt. (313) 3-3 I. Münzberg. BITTERQtEIIE Das anerkannt wirksamste aller Bitterwässer. „Wirkt sicher iu mäßigen Gaben und ohne belästigende Nebenwirkung." Krankenhaus-Direktor Dr. Lorinser. Wien. — „Bei Magen- und Darmkatarrh, Hab. Stuhlverstopfung, Appetitlosigkeit, Blutanschoppung, Hämorrhoiden, Leberleiden und Frauenkrankheiten wurden vorzügliche Erfolge erzielt." V. med. Abtheilung des k. k. allgem. Krankenhauses zu Wien und L. D. Herr Prof. Dr. Dräsche. — „Die bereits oft erwähnten Vorzüge dieses Wassers haben sich anch bei dessen Anwendung auf den 816» thcilungen bewährt." K. k. Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach den 7. April 1879. Dr. F. Haueisen, Oberstabsarzt, Spitalsleiter. — Vorräthig bei Feter Lassaik in Laibach sowie in allen Apotheken und Mineralwasser-Depots. (194 a) 5-4 Druck von Jg. v. Klcinmayr & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Dr. Hans Kraus.