PrLmlmerattous-Preise: Fitr Laibach: V,«zji>htig ... 8 fi. 40 ft. H,lbjiihrig ... 4 „ 20 „ VtrNeljithrig . . 2 „ 10 „ JRanutftd) . . . — „ 70 „ Laibacher M i r d c r Post: Bsvzjiihng. . . 11 fi. — 4-slbjahrig ... 5 „ 50 Mrrteljiihtig . 2 „ 75 ft. Wt Zustellqng iuS Hans Diet« WJS^rio 25 ft., monatt. 9 ft. Sfcijelnt Nummetn 6 ft. Nr. 256. cgblfltt, Rnonyme Mittheilungrn werde« uicht beriicTfldjtigt; Maaufcripte nicht zuriitfgefenbet. Freitag, 7. November 1873, — Morgen: Gottfried. Redaction: Bahnhofgaffe Nt. 18Ž. Ex-edttiou- & Snferotm Bureau: Tongtehpla^ Nt. 81 (8 handlung von 3gn. c. As magr & Fed. Šambcrfl Jnsertiouspreise: gilt die einspaltige Petit,eile k 4 ft., bei ,wcimaligcr @m» schaltung a 7 ft., drennaligrr a 10 ft. JnsettionSstemvel jebcčmel 30 ft. Lei gtbfjcren Jnsetairn not bfterer Sinschalrung entlpu--djenbtt Rabail. 6. Jahrgang. Ein neucr Schlag gegen die romische Allemherrschast. Bekanntlich haben es die romifchen Bischofe, die sich Papste nenncn, durch List und Gewalt, durch Erdichtung von nicht bestehenden Urkunden und FSlschungen dahin gebracht, dah sie 'die Herrschaft fiber a tic Bischofe der katholischen Christenheit an sich reihen tonnten, ja sie haben sich durch die Un-sehlbarkeit zu unbeschranklen Alleinherrschern der Kirche gemacht; der Papst all ein ist jetzt die Kirche, er ist unfehlbar, er braucht daher Iein Con-zil mehr und die Bischofe find seine rechtlosen Loll-zugsorgane, bet Papst allein bestimmt, was die Welt zit glauben Hal, und wenn eS ihm einfallt, den 3)iohamebamžmu8 zu predigen, so mntz bie ge-sammte katholische Christenheit ben Mohamebanis-Mus annehmen, benn ber Papst ist unfehlbar, was er zu glauben vorstellt, inuh geglaubt wcrben und metnanb barf sich bei Verlust ber Seligkeit unter-fangen, zu wibersprechen, unb bei ber merkwurdigen Charakterschwache selbst ber gebilbeten sogenannten liberalen Katholiken kann man behauplen, dah sie, wenn sie auch in Versammlungen und Vereinen dagegen Phrasen dreschen, aus Befehl des Papstes ebenso gut auch den Mohamebanisnuis annehmen, als sie die neue Unsehlbarkeitsreligion angenommen haben. Es geht eben auch bei unferen aufgeklarten Liberalen nichts iiber Confequenz und Charakter!! Aus heiterem Himmel ist nun iiber die riimifche Anmahung durch bie Schrift bes allkatholifchen Bischofes Dr. Reinkens: „Die Lehre bes heiligen Cyprian von ber Einheit ber Kirche" (Wfirzburg 1873) ein cernichtcnber Schlag mebergefallen, ber nicht blos in kirchlicher, fonbern auch in politifcher nnd ftaatlicher Beziehung von groher Tragweite ist. Die altkatholische Bewegung hat allerdings zu-nachst Protest ethoben gegen ein roinifches Dogma; aber ber bamit eroffnete Kampf fiihrt mit Nolh-wcnbigteit zur Unterfuchung der Zwecke biefes Dogmas unb seiner Vorqeschichte. Da zeigt sich benn, fchreibt bie „A. A. Ztg.", bah bas vaticanische De-cret mehr ist als ein einfacher Glaubenssatz, bah es ber Abschluh einer Revolution in ber katholischen Kirche, der von lunger Hand her vorbereitete Staas-streich ist zum Sturze oder beffer, zur unwider-ruflichen Vernichtung der wahren kirchlichen Ber-fasfung. Unb noch mehr. Die im vaticanischen Concile vollzogene Revolution hat cine Kirchenver-faffnng geschasfen, welche von Gewiffenswegen bie Autonomic ber ©taotSregierungen aufhebt und bas mehr ober roeniger ihrer (Settling in bas Belieben ses Papstes stellt, der natiirlich gerade deShatb Un-terthan irgendeiner Regierung nicht fein barf. In ben Kampf qegen dieses System, welches feit dem 18. Juti 1870 Dogma unb offene Thatfache geworben, alien Staaten unb atlen Gewiffen gilt, sinb bie Alt-tathotifen im Namen ber reinen Jbee bes Katholi-cismus eingetreten, und an der Spitze steht feit ber Pfingftwoche biefes JahreS ber von den alt* katholischen Gemeinben crroahlte Bischof Professor Dr. ReinkenS. Im Namen der Religion ist ber Kampf begonnen, zugteich auf dem Gebiete der Wiffenfchaft unb bes Lebens, unb der erwahlte Fiihrer geht auf beiden voran. Das Bestreben der romifchen Theologen ist von jeher dahin gegangen, ihren Centralismus in ber Verfaffung ber Kirche in alien Jahrhunbtrttn nachzuroeifcn. Je frither sich berfctbe entbecfen lietz, desto beffer natiirlich fur sie, defto wichtiger erfchien ihnen die Quelle. Kein Sunder, bah fie sich bes ersten unter den Kirchenvatern, der ex professo fiber die Kirchenverfaffung geschrieben hat, des heitigen BischofeS Cyprian von Carthago (+ 258) bemach-tigten. Jnfolge beffen hat Cyprian bis in bie jfingfte Zeit als ber entschiebenstr unb berebtefte Zeuge fur ben romifchen Primat getteit mfiffen, und selbst protestantische Forschung ist fiber unbedeu-tende Einschrankungen bicfer Auffaffung nicht hinaus-getommen. Bis vor Kurzem hat es freilich an einem fritifch fiber alien Zweifel erhabenen Text ber Werke des Kirchenvaters gefehlt. Nun dieser in der auf Beranlassung ber wiener Akadernie ber Wisfenschaf-ten erschienenen Ausgabe durch Wilhelm Hartet im Corpus scriptorum ecclesiasticorum latinorum vorliegt, burfte die Unterfuchung neuerdings auf« genommen werden : inwiefern bie romische Theologie ben 33erfaffer bes berfihmten „Buches von ber Einheit ber Kirche" ben ihrigen zu nenncn bercchtigt fei. Die Slufgabe roar des ersten altkatholifchen Bischofes in Deutschland, dem wir die trcfflichen Lebensbilder zweier andcrcr grohen Bischofe, des Iemlleton. Zweimal Brant. Novell- von J. B. S ch m i e d l. I. (Fottsetznng.) Einigc Tage fpater zeigte sich Isabelle, welche sich bereits zur Rcgentin hatte emennen laffen, dem Volke, roobei Olympia, blfihend wic ber Frfihling, umweht vom bunkcln Traucrflor, bie Blickc bes VolkeS aus sich zog; unzahlige Stimmen riesen iubetnb ihren Namen, Blumen wars man auf den j&eg ihr entgegen, unb tin cotter, uppiger Bliithen-"llnz ward ihr in ben Schoos gcworfm. — Sie dankte mit uufchuldigem Lacheln ffir biefe Beweise bon Licbc und Bertrauen ; Frcudcnthranen lcuchtctcn In ihren Augcn; sic dachte nicht daran, sie zu trackmen. Die erste sroheAhuung ihrer einstigen, schonen Ecstimrnung wurdc ihr. Wie Dieten unter biefen alien, welche mit vertrauender Liebe zu mir auf- fchaucn, o, wic Dieten hatte biefe jetzt machtlofe Hand vielleicht ein schweres Gefchick erteichtert! Mach fie zu sich fetbft unb ein Seufzer drangtc sich aus ber Tiese ihrer Brust. Sic tchrtc mit einem toef)ttiiithigen unb zugleich stolzen Geffihlc ins Schloh zuruck, doch hegte ihre unbefangcne Stele feinen Gedanken, irgend einen Triumph fiber die stolze Isabelle davon getragen zu haben. Rein wie das Licht war ihre Freude, und sie sah zuerst an der Ffirstin faltem, abgemeffenen Benehmen gegen sie, bah fie unbewuht, ohnc eS zu wollcn, aufs neue feinbfelig in ihre vcrrncintlichm Rechte eingegriffen. Mit grower Freubc empfing bie Prinzeffin bulb darauf die Antwort ihrer fiirstlichen Eltern, welche ihr unvcrziiglich die Erlaubnis zur Abreife aus Jsabellens Lande crtheilten. ,.Du wirst bis an bie Grenze," schrieb bie Herzogin, „mit Deinem Gefolge reifen, rooselbst Dich einc tiebe Verwanbtt, bit Aebtissin von Ma-rienthat, erwartet. Sie war im Begriffe, cine Reife ins sfibliche Frankreich zu machen, ba ihre Gesundheit sttr einige Zeit ein warmeres Klima erforbert und Du, meine Olympia, sollst sie auf dieser Reise begleiten; der Herzog findet fur Dich in biefein Augenblicke Itinen passtndtn Platz an unserem Hose; einmal herausgerissen in so zarter Jugend aus deiner Unbedeutenbhcit burch die brabsichtigte glanzende Vermahlnng, kannst Du unmSglich ganz in die Berholtniffe einer unvcrlobtcn Prinzeffin zuruitreten ; ich ffirchte daher, meine theitere Olympia, boh mit deiner einstigen Zuriickkunft neue Bandc Dich erwarten! Lah/ uns beten. bah fie etfreulichtr ffir Dcin Herz fein mogen, als biejt* nigen warcn, welche Dich unlangst feffelten." „Zikhc benn hin, mein Kinb, in ein fchones, blfihcnbcs Land, wo Du Deinen romantifchcn Trau-mcn vvn einfachen, ungezwungenen Freudcn nach-hangen kannst; nientanb wird Dich daran hinbtrn, benn Du taffest Deinm surstlichen Namen zurfick, unb reifeft als einc Baronin Lauter mit Deiner Xante, nur von einer wciblichen Bedienung begleitet. Vielleicht ternft Du die Genussc Deines hohen Standee nach ben gemachten Erfahrungen hSher fchatzen, vielleicht auch nicht. ©ringe mir nur Dtin reines, frommes Htrz zurfick und vcrgih nie bie Wfirbe, welche Du Dir fetbft als Erbprinzeffin fchutbig bist. Schreibt mit oft, unb enthulle mir alle Ge-fuhle Deines Herzens, bamit biefe Trennung we-niger schmerzlich fur mich fei. Meine mfittcrtichen Segnungen begleiten Dich, so wie ber Schutz einer hbhercn Liebe." Olympia war fiberrascht von ber unerroarteten Bestiimmmg fiber sie. So fehr ihr jugendlich froher Sinn fiber die Frciheit, welche sie tine fchone Zeit hindurch geniehen sollte, jubeltt, so verbarg sit "zu-gltich ihrt Bttrubnis nicht, bah fit sich tntfemm Hilarius von Poitiers und dcs Martin von Tours, verdanken, routdig, und die Art rote sie gelost, das Resultat, das gewonnen ift, barf allen, die sich fur die gewaltige Krisis unserer Zcit interessieren, zur naheren KenntniSnahme empfohlen roerbcn. Die Ultramontanen pflegten aus Cyprians Buch fiber die Einheit der Kirche und aus seinen Briefen zrocierlei herauszuhebcn unb fur ihre Theorie zu verwerthen. Das eine ist eben bie jene ganze Schrift durchziehenbe Forberung, batz bie Kirche e i n e [ei, und als solche sich darstellen musse. Als solche Habe Christus sie gestiftet, als solche erscheine sie ihrer Natur nad). Das andcre bestatige und voll-ende die Beziehung dieses atlgemeinen Prinzipcs: die ausdruckliche Begriindung der Einheit durch ben Herrn auf Petrus uttb seine Nachfolger als das Fundament. Reinkcns nun siihrt von dem allge-meinen Standpunkte Cyprians aus, insbesonbere aber aus bent Zusammenhange in ber entscheibensten Stelle ben BeroeiS, batz ber Kirchenvater nirgenbroo von einer anbern Einheit als von ber ber Einzel-tirchcn an sich rcbe; batz er ouch ben Petrus nur in bem Sinne als bus von Christus gelegte Fundament ber Einheit anertenne, als bie (vermeintlich) von Petrus gcgriitibcte rontische Kirche ber Ausgangs-punkt unb bas Vorbilb ber iibrigeit (abcnblanbischcn) Kirchcn, unb zroar insbesonbere ber Einheit einer jeben non ihnen in sich geroesen unb noch als solche zu ehren set. Diese Anffassung bes cyprianischen Gebankens anbert mit einem Schlage die ganze Stellung seiner beruhmten Schrift, dieselbe wird nun auch zur brcn-nenben Frage in bet katholischen Kirchc. Der grotze Kirchenvater hort sormlich auf, ein Zeuge bes Ultramvntanismus zu scin, unb steht biesetn mit dem ganjen Gewichte seines Ansehens, mit ber gan-zen Bebeutung seines ehrrourbigen Jahrhunberts als Widersach er gegenuber. An der roichtigen Stelle im vierten Kapitel jener Schrift heitzt es nemlich, noch dem kritisch hergeftcllten Text, nach Beseitigung ber romischen Einschicbscl — mitten unter Satzen rote „Auf einen bout Christus bie Kirche" unb „Der Einheit Ursprung soli von einem anfangen, bamit die Kirche als cine bargethan roerbe" — solgenbermafjcn: „Ganz daSfelbe, was Petrus geroesen ist, roaren allerdingS auch die fibrigen Apo-ftet, mit bent gleichen Los soroohl ber Ehre als ber Geroalt ausgestattet." Was nach bieser Erklarung fibrig bleibt, kann ein realer Unterschieb, eine Ueber-orbnung der romischen fiber die attbertt Kitchen nicht fein. Dernnach satzt Reinkens ben cyprianischen ©ebanlen mit Recht in solgenber Weise zusammen: „Nicht bas Centrum unb noch roeniger bas Prinzip der Einheit ber ganjen Kirche ist Petrus fur Cyprian, fonbern bas Symbol fiir bie Lehre Chrifti: batz bie Einzelkirche in sich eins sei, unb biefe Einheit burch ihren einen legitim gerodhlten Bischof zur Anschauung bringen solle." — Hiermit ergibt sich benn auch von selbst bie Forberung: batz mit ber symbolischen Bebeutung bes Petrus, nach Cyprians Ausicht, bem gottlich gewolllen Zweck genugt ist. Mit ihr hat fein „Nachsolget Petri" elroas zu fchaffen. Ein reales, fortbauernbes Fundament ber Gesammt-kirche erblickt ber Kirchenvater beshalb auch keincs-roegs in ber romischen Kirche. Die romischen Bi> schofc sinb ihm „ Bruber ", writer nichts. Einen Primat ber (Aeroalt, gleichviel roelcher, hat Rom nach Cyprian gar nicht; bas Wort Primat kommt in seinen ©christen nur eitunal vor, unb zroar nur in Beziehung aus bie Zeit, unb — auch in biesetn Sinne, sagt Cyprian, sei es von Petrus seinen Mitaposteln gegenuber nietnals get* tenb gemacht roorben. Bei allbem ist noch zu be-merten, batz Cyprian meint: Petrus sei znerst allein, hernach bie fibrigen zusammen Apostel gcroorben. So geroinnt seine Ablehnung cities Primat« Petti eine noch scharfcrc Stellung gegenuber bem romischen System. Die Ermittlung bieses Sinnes in Cyprians Aeutzerungcn hot ein Hohes Jnteresse in unseren Tagen, roo man bie Anetfennuttg Roms zur Be-bingung ber Katholizitat rnocht. Wohlan, ber im ganzen katholischen Abenblanbe butch aUe Jahrhun-berte hochverehrte Bischof von Carthago, ber heil. Cyprian, roar Katholik ohne Gchorsam gegen Rom! Der heil. Cyprian roar baher nach heutiger romifchcr Aussassung ein Crzketzer, er er-tannte ben romischen Papst nicht an, unb roir sinb ttur neugicrig, ob berselbe von bem unsehlbar ge-roorbenen Papfte jetzt nicht ctroa aus ber Reihe ber Hciligcn gestrichctt unb als Ketzer ertlart roirb, was ber Papst auch thun mutz, roenn er nicht seine Hcrr-schaft von einem ber erstett Heiligen ber Kirche als Usurpation unb unchtistlichc Anmatzung gebranbmarft sehett will. Das Vcrhaltnis ber jc von einem Bischof, aber unter voller Betheiligmig ber Laien unb bes Klerus, geleiteten Einzelkirchen unter eittattber ist bei bem Kirchenvater bas ber absoluten Unabhangigfeit. Ein-tracht, Liebe soll das Band fein, das die Kirchen alle urnschlingt, in bet Liebe stellt sich bie Christen-heit als ein ganze«, als ber Leib Christi bar. Man sieht, Rom hat noch ganz anbere Ursache, bem bis bahin so hoch vcrchrten, heiligen Bischofe zu ziirnen, als ben Bcrtrctern einer nationalen Zusarnrnensassung bes Cpiskopats. Der Episkopat Cyprians mutz fiir bie Rdtner, bie ja in ber Liebe tein roeltumfchlin-gendes Band anertennen, die reine Auflosung ber Kirche fein, mit roelcher verglichen z. B. eine von mutzte, ohne vorher bie zartliche Umarmung ihrer Mutter zu ctnpfangcn, nach roelcher sie sich so sehr gesehnt hatte. Der Abfchicb von ber Furstin Isabella roar lalt unb sormlich. Olympia reiste ab unb traf alles nach ben ettcrlichen Beranstaltungen. Die Aebtiffin, eine geborene Grasin, roar ihr fchon longer befannt; monbentang roar sie oft in ihren Kinderjahren bei ber gutigen tiebreichen Anna in ihrem Stifle geroesen, unb um so lkichter fanben sich jetzt bie beiben anspruchlosen Wtsen in die nahe freuabliche ©emeinfchaft. Ein neueS Leben ging bem ffirstlichen Kinde auf. Wie sich Olympia fruhtr bem Schmerze, ben Thranen mit einetnj zum erften male ties verletzten GemLthe hingab, fo fiberlietz sie sich jetzt mit frifcher Jugendlust ben neucn, herrlichen Eindrficken eines vom qudtenben Zroange befreiten Leben«. Bald er-retchten fie das fchone Lanb, dessen mitbere Lfiste bie konte Brust bet Anna mit neuern Lebensathem erfutlten. An ben roilbromontifchen Ufern ber Rhone bczogen bie retfenben Damen ein Landfchlotzchen unb lebten hier im Schotze ber Natur ein schones, fteieS Leben. Olympia brachte ben Morgen fast immer im Freien zu; sie machte kleine unb grotzere Spaziergangc in ber umliegenben Gegenb, unb oft begleitete sie Anna auf benfetben. Die langfame Beroegnng that ber Leibenben roohl. Sie ruhten aus, fobalb fie Etmfibung fuhltcn. Fteunbliche Ge-fprdche, kunstlcrifche Befchaftigungen futlten bieAbenbe aus. — Olympia entbehrte keiite jener raufchenben Bergnugungen, roelche so oft ihre einfachen Geniiffe unterbrochen hatten unb fie bachte mit ciniger Angst an bie Zeit ihrer Ruckkehr, roo fie biefe fchonen, innigen Empfinbungen an ein sie einengenbes Leben hingeben mfiffe; boch ber Mutter fteunbliche« Bilb leuchtete milb unb troftenb bariiber Hitt. — Anna hatte immer so fortleben miigen, bie Einfamfeit roar ihr feit Jahren fchon ein liebe« Bebursnis geroorben, unb so vermieb sie angstlich jebe An* naherung an bie Bewohner ber umliegenben Land-guter; vielleicht wollte sie auch verhinbern, bah bie Prinzessin in ihren jetzigen einfachen Verhaltnissen Bekanntfchaften anknupse, welche ihrem hohen Stanbe nicht zusagten; boch, so vorsichtig fie auch roar — bas Schickfal fuhrte ben einfatu lebcttben Frauen balb cine interefsante Bekanntschaft zu, bcrcn sie sich ohne bas allen weiblichen Seelen angeborene Gcfithl hilftcich unb fchiitzcnb bem Unglucklichen bei-zustehcn zu verleugnen, nicht errochren fonnten. (Fortsetzung fotgt.) Bifchofcn geleitete beutsche Nationalfitche orbentlich ein Muster von Katholizitat ware. Diese unb anbere intereffante Reflexionen bran-gen sich bem Leser ber Reinkens'schen Schrift, die bei allet Objcctivitat both zugleich den roohtthuenben Einbtuck eines Ptogramms macht, bei jebctn Blatt auf. Die Sprache ist einfach, tlar, ruhig, jebem Gebildeten verstandlich, roic roir fie in bem grotzen Kampf an Reinkens gewohnt sinb. — Moge bie Schrift, roelche geeignet ist, bie Bobenlosigkcit deS romischen Kirchenfystems an ber Hand des grotzen Bifchoscs von Carthago bloszulegen, ben roeiteften Lesekreis finben. Politische Rundschau. Laibach, 7. November. Inland. Die Reichsrathseroffnung fanb am MiUrooch unter bem fiblicheu ©eprange ftatt. Da« biplomatische Corps roir nahezu vollstanbig erfchienen. In ber Diplomatenlogc roar unter anbern auch bie japanesische Ansstelltmgscommission, barunter bet japanesische Minister Samo, attroesenb. Der Kaiser rourbc bet seinem Etscheinen in bem grotzen Cctc-moniensaale bet Hofburg roic beim Vctlaffcn dcs-felbett mit stittmischen Hofrufen begriitzt. Auf ber rechten Seite bes Thronseffels hatten sich bie Mit« glieber bes Hettenhauses, unter Fuhrung ihtes Prii-sibcnten, bes Fiitsten Katl Auersperg unb ber beiben Vizeptasibenten, Graf Wtbna unb Trauttmanns-borf aufgcstellt. Die glanzenbett, golbgefticEten unb orbengeschmuckten Uniformen ber (generate, Ge-heimrdthe uttb attberer Wurbentrager, roelche bas Hettenhaus zahlt, roaren auf bieser Seite vorhetr-schenb. Aus ber linten Seite bes Saales hatten bie Dcputiertcn bes Abgeorbnetenhauses unter Fuhrung bes AltcrSprasibenten Aufstcllunz genommen. Hier roar bas bescheibene burgerliche Kleib vorhettschenb. Nur bie Geheirntalhr, Hetbst, Giskta, Graf Hohen-roart, Baron Kubeck unb Eichhof roaren in Uniform, bie Polen in Nationaltracht unb bie geistlichett Abgcorbnctcn im Ptiestctgcroanbe erfchienen. Bon ben geisttichen Wtirbentragern bes HettenhaufcS roar nut Etzbifchof Sembratoroicz anroefenb. Unmittel-bar neben ber Estrabe links stanben bie Minister, recht« auf ben Stufen bcrfelbcn bie Erzherzoge. Fast jeber Abschnitt ber Thronrede selbst rourbe mit enthusiastischer Begeisterung ausgenommen. Die crstc Session bes direct geroahtten oster-reichischen Reichsralhs ist somit eroffnet. Klar, ent-schieden, mannlich im Tone, roirb bie Thronrebe in ihren verschiebenen Absdtzen ben Ansorbcrungett ber Lage bes Reiches nach allen Richtungcn Hitt ge-recht. Die Beziehungen zum Auslanb roerbcn als burchaus friebtich unb frcunbfchaftlich unb bie Welt-stellung des Reiches als in ihrem Anschcn erhoht bezeichnet. Die consessionellen Gcsctzc, bestimmt, die durch Aushcbung bes Eoncorbatcs in bet Gesctz-gebung entstanbenen Lncken mit Rucksicht auf bie Beziehungen zwischen Staat unb Kirche auszufiillen, roerbcn in bie bestimmteste Anssicht gestellt, unb ber momentanen Nothlage von Handel, Jnbnstric unb Gelbmarkt, foroie ber zur Hebung ber Ktise unb Zutticksuhtung gesunber Verhaltnissc zu ergreifenben Matzregeln roirb erschopfenb gebacht. Die Thronrebe kunbigt bie barauf beziiglichen Gefetzvorlagen als unmitteibar bevorstehenb an. Die Thronrebe cntspricht bent Ernst bet Situation unb bet gliick-lich eingetretenen Klarung ber staatsrechtlichen 25^' haltnisfe. Die Sturm- unb Drangperiode unseres Versassungsleben« kann at« fiberrounden betrachtet roerden, die Selbstiinbigkeit ber Volksvertrctung ist, roic bie Thronrebe selbst bctont, gefichert, ber ftste Boden fiir die Weiterbildung der Vetfasfung 9C’ funden. Miigen die Ergebnisse der nunntehr begin5 nenben Berathungen dct Volksvertrctung ben Er-roartungen cntsprechen, mit roelchen bie Bevolketung ber Sessionseroffnung cntgegensah. In ber hierauf fotgenben Sitzung des Abgeorbnetenhauses wurden mehrerc W a h l p r o t e st c, besondets aus Galizien angctitnbigt. Nach Ange> lobung ber neueingetretenen Abgcorbnctcn roirb die Auslosung in Abtheilungen tiorgenommett und ben« selben die Wahlacte zugewiesen. Dec Altersprcisident theilt mit, dah der Handelsminister auf vielseitigem Wunsch es den Abgeordneten ermoglicht habe, noch jetzt die Wcltausstellung zu besuchen. Die Fr actionsbildun gen im Schohe der Verfassungspartei find noch im Flusse begriffen. Die „Rechtspartei" dagegen wird. wie das ^Vaterland" anzeigt, bom Grafen Hohenwart zu einern ..conservativen Abgeordnetenclub" forrniert. Cine besondere Gruppe bilden die Polen, welche einen galizischen Club organisieren sollen. Die Vorbereitungen zur Wiedereroffnung des ungarischen Reichstages am 8. d. M find in Pest seitens des dortigen Abgeordnetenhauspra-sidiurns bereits getrosfen warden. Das ungarische Abgeordnetenhaus wird sich zunachst mit dent neuen Anlehen, mit dem nachstjiihrigen Budget und der Ratificierung des kroatischen Ausgleiches beschaftigen. Im Sinne des auf den Antrag Deaks gefahlen Beschlusses vom 30. Juni d. I. ist ferner eine Commission behufs Regelung des Verhaltnisses zwischen Staat und Kirche zu wahlen. Auf eine eigentlich legislatorische Thatigkeit wird ubrigens der ungarische Reichstag in seiner nachsten Session verzichten mitffen, da die Deroute im Staatshaus-halte und das sociale Elend im Lande dringend um Abhilfe an die Psorten des ungarischen Parlamentes pochen. Ausland. In P r e u h en wurden am 4ten November die Wahlen zum Abgeordnetenhause voll-zogen. Aus den bis jetzt eingelausenen Nachrichten ist das Resultat noch nicht vollig ;u iibersehen; es scheint indessen, dah dasselbe dem nach dem Ver-lause der Urwahlen gestellten Horoskope im wesent-lichen entspricht. In den westlichen Provinzen haben die Ultramontanen einen erheblichen Vorsprung ge-wonnen ; die National-Liberalen verzeichnen ebensallS ungefahr funfundzwanzig Wahlsiege. Den Berlust tragen fast ausschliehlich die Alt- und Neuconser-vativen. Dagegen hat di: Fortschriltspartei in Berlin alle ihre Mandate sich gerettet, und selbst die viel angefochtene Candidatur des Abgeordneten Parisius im ersten berliner Wahlbezirke erhielt sich siegreich gegen die betrachtliche Minoritat, welche fiir den Cultusminister Falk stimmte. Die Erossnung des Abgeordnetenhauses findel, den neuesten Nachrichten zusolge, am 11. oder 12 November statt; Furst Bismarck wird derselben nicht beiwohnen. Im Nationalrathe zu Bern hat die Bera-thung des Bundesrevisions-Entwurses begonnen pnd hat gleich am ersten Tage mit vollstandiger Ein-miithigkeit rasche Fortschritte gemachl. Man hat eben das mit tausend Handen arbeitende Rom vor sich und barf diesem keinen Tag gSnnen. Mit der Annahme bes Artikels iiber Abschassung des Adels-titels in den ossentlichen Acten betritt die Schweiz die Bahn Norwegens, dessen Storthing seinerzeit beschloh, Adel und Orden hinsort nicht mehr kennen zu wollen. Am 5. d. trat bic sranzosische Ratio -n alv ersammlung in Versailles wieber zusam-men. Einstweilen wirb iiber Vorberalhungen be-richtet. Das rechte Centrum nahm cinstimmig ben Antrag auf Verlangerung ber Gewalten Mac Mahons an. Die Linke wirb zu biesem Antrage bas Amendement auf enbgiltige Begriindung ber repubti* kanifchen Regierungsform stellen. Die Rechte wird an Stelle Vitet's Chabanb Latour als Candi-daten fur bas Vizeprasidium ausstellen. Die Bo-napartisten wiesen biesen Vorschlag zuruck. DaS linke Centrum will Echasserieaux als Vizeprasibenten annehmen, wenn bie Bonapartisten Leon Say als Prasibentschastscanbibaten acceptieren. Die Bonapartisten wollen nur eine breijahrige Verlangerung dec Gewalten Mac Mahons annehmen und werden beantragen, die Frage der Constituierung der Re-gierung dem Lande zur unmittelbaren Consulticrung zu unterbreiten. Es verlautet ferner, bie nachste Bots chaft des Prafidenten werbe unter Hinweis auf bie ohne Aufregung erfolgte ©ebietsbefreiung und bie in Curopa herrfchenbe FriebenSzuversicht bie Schwierigkeit betonen, eine beftnitive Regterutig zu bilben unb bie Nothwendigteit hervorhebcn, dem Chef der Regierungsgewalt eine lange Amtsdauer zu garantieren und eine starke Regierung zu ermog-lichen, um alle Ausfchreitungen unterdrucken zu konnen. Die englifchen Blatter betrachten mit dem Briefe Chambords seine Abdication als voll-endete Thatsache. Die ..TimeS" sagt, sie habe nie-mals geglaubt, dah der Gras von Chambord unb bas sranzosische Volk mit einanber harmonieren wurben. Obgleich bie Sage ber Dinge in Frankreich noch immer eine ungewisse bleibe, sei jebe onbere both beffer, als eine nur fchcinbare Losung, bie nur zu besto gewaltthatigerer Unorbnung hatte suhren konnen. Der „Daily Telegraph" schreibt: „Chamborb hat „sein Lanb" vor einer nahe bevorstehenben Cala-mitat gerettet, beren mogliche Tragweite burch ben Act be« Generals be Bellemare ongebeutet war, benn bie schlirnrnste Losung cines bebentlichen Problems ware eine burch militartfchc Intervention herbeigefiihrte." Die ..Daily News" auhert: „Ob-fchon Chamborb seinem bisherigen Hanbeln durch einen Act factischer Entsagung eitt Ziel gestellt hat, wird es sich doch unzweiselhast herausstellen, dah sein Rus unter dem langen Aufschub, dem unver-holenen Feilschen um Compromisse und der mtge» schickten Haltung, welche der Monarch in spe noth-gedrungen einnehmen muhte, gelitten hat." Die „Pall Mall Gazette" halt ebensalls ber Restaura-tion eine Leichenrebe mit einigen Seitenhieben auf ben wiirbigen Chesnelong, ben sie unter bie politi-schen SIbenteurcr unb Dilettanten vom Schlage beS bekannten Rčgnier zahlt. Zwei beut sche Kriegsschiffe liegen vor C ar -tagena, um bie burch bie Rebellen-Junta gesahr-betcn Jnteressen auslanbischer Resibenten zu schutzen. Seitbem ist bie Freilassung bes Deutschlanb zeit-weise mitvertretenben griechischen Consuls erfolgt. ES scheint sich benn doch herauszustellen, dah ber gemajjregelte beutsche Capitcin Werner von Hause aus ben richtigsten Weg eingeschlagen hatte, auf bem jener grotesken Buschklepperei degegnet werben muh. Im Hinblick auf K h i w a ist R u h l a n b zur Wieberaufnahrne seiner Rustungen genbthigt. Durch bie ganze Lange unb Breite ber turtomanischen Wusten vom Amu-Darja bis siibwarts zur Greuze von Persien unb Afghanistan sinb bit Nomaben-volker bereit, sich gegen ben norbischen Eroberer zu erheben. Zur Tagesgeschichte. — KLnig Albert von Sachsen. Eine breSbner Correspondenz bringt folgende Datcn au6 bem Leben beS gegenroattigen KLnigS von Sachsen: Konig Albert, ber jetzt in seinem 45. LedenSjahre ben Thron bee KLnigreicheS Sachsen d-steigt, theilte mit feinen sammtlichen Geschwisteru ben Borzug einer ausge-zeichnet sorgfaltigcn Erziehung. Sein erster Gouver-neur war ber Oberstlieulenant Minckwitzl, an die Slelle desselben trot (pater ber Generalmajor v. Engel. Die wissenschastliche Auebilbung bes Prinzen war bem gcheimen Rath von Langern anvertraut. Im Jahre 1848 besuchte bet Prinz bie Universitiit Bonn, unb H5rte bort u. a. Dahlmarm unb Perthes, boch btieb er ber politischeu Wirren hotber nur ein Semester. DaS nachste Jahr zeigte ihm zurUck bag Bilb eineS wirklichen KriegeS, mit ber beutschen ReichSarrnee rOite ber Prinz 1849 nach Schleswig unb war bet bet Erstltrmling ber DUppelet HLHen petsbnlich im Feuet. Seine Tapserkeit wie seine Lemseligkeit machten ihn bamalS allgemein betiebt. Seine Thaten in bero Felbzuge von 1866, in welchem er bie sachsische Waffenehre glanzenb rettete, wie in bem letzten Kriege, sinb nod) in srischer Ecinnerung. Auch an ben Gesetz-gebungSarbeiten. seiner Heimat nahm er als Mitgliev ber ersten scichsischen ifammer etnen heroorragenoen Antheil, in mehreren AuSschllflen war er standigeS Mitglieb unb Voisitzenber. Sein Volum in ber Kam. met pel gtwohnlich im Sinne ber liberalen Anfchau * nng au8; gelegentlich vermieb er bie Abstirnrnnng, in* bem er sich mit seinem ber konservativen Richtung ge» neigten Bruber, Prinz Georg abpaarte. Local- unb Provinzial-Angelegenheileu. — (ManbatSnieberlegung.) Der ktainische LanbtagSabgeorbnete fiir bie Stabt Gottschee unb ben Markt Reifniz, Hosrath Franz Kromer hat sein Manbat niebergelegt. Er wirb somit noch vor bem Beginne beS LanbtageS in ber besaglen Stabt« gruppe eine Reuwahl stattfinben. — (Feuerwehrsest.) Anlahlich ber Uebet* nahme einer neuen Schnbleitet, bie ber AuSschuh un* setet freiroiHigen Feuerweht in ber riihmlichst bekannten Fabrik von Knaust in Wien nach einern ganz neuen Muster aus Rechnung be» Sereins anfertigen lieh unb bie hier bereits eingetroffen ist, wirb fora* menben Sonntag eine ParabeauSrttctung ber Feuerweht mit barauf folgenber bieSjahriger Schluhitbung stattfinben. Ein Musikcorps an ber Spitze wirb bie Feuerweht mit ftimmtlichett neuen Lbfthgerdthen auS-rlicfcn unb so bem Publicum Gelegenheit dieten, von ber vorzitglichen Beschaffenheit unb Zweckmijhigkeit so-rote von bet schon recht stattlichen Anzahl ber letzteten sich bie Ueberzeuguttg zu verschasfen. An bie benach* batten Feuerwchren unb beren Fteunbe sinb befonbete Einlabungen zur Theilnahrne ergangen, unb zu Ehten biefer erroarteten Gaste unb bet hiesigen Fteunbe un« ferer wackern Feuerweht wirb abenbs im GlaSsalon ber Casinorestauration eine Feuerwehrsoir6e veranstaltet, fiir welche Herr Kapellmeister Schantl unb baS ver-stiirkte Theatetotchestet gewonnen sinb. Letzterer Um-jianb bUrfte nicht nnwescntlich zum Gelingen beS ge» planten FesteS beitrogen. — (Ungtoublich ab er boch waht.) Man sollte gtauben, bah Eisenbahnen gebaut wurben, um billigere Ftachtsatze zu etzielen, um tibeihaupt ben Vetkeht zu erleichtetn. Bei ber ©Ubbohn scheint bieS jeboch nicht ber Fall zu sein, wie nachstehenbeS Factum beroeifen soli. Unfete Feuerweht bestellte sich in Wien eine nach ben neuesten Etfahrungen gebaute Žeiter, welche loco Wien auf 350 fl. zu stehen kommt. Auf ein telezraphisches Gesuch b-s hiesigen FenerwehtauS« f chuffeS an bie Siibbahnbiteclion in Wien um Zuge-stehung einer Frachtermahiguug kam bie Antwort zuriid, bah sich bie Fracht von Wien bis Laibach auf circa 120 fli belaufen wUrbe. Natiirlich war man im FeuerwehrauSfchusie iiber biesen enormen Frachtsatz ganz perplex unb unterhanbelte sosort wit bem hiesigen Lohnkutschet Aoi, ber sich benn auch bereit ertlarte, bie Leiter um 80 fl. von Wien mit Pserben abzu« hoten. Unterbeffen rourbe jeboch bie Leiter in Wien aufgegeben unb kostete wirklich 125 ft. Fracht, also um 45 fl. ober iiber 50 Petz. meht alS ber Fiaket be« gehrt hatte. Eine beuilichere Illustration ber schrecktich hohen Siibbahntatife braucht eS wohl nicht. Unb ba zbgert man noch mit Eoncurrenzbahnen! — (LanbwitthschastticheS.) Freiherr v. Rothschiitz regte bei ber ktaiuischen LanbwirthschaftS-gesellschaft bieErrichtung einer Bieneuzuchtschule an. DaS bieiftillige Gesuch wirb bem h. Ackerbau-minifierium zur Beriicksichtigung votgelegt werben. — (Die Cholera - Epibemie) in Orezj e bei Zoll ist am 27. Oktober b. I. at« er* loschen ertlart roorben. ES erfranlten feit Beginn bet Epibemie vvm 21. September t>. I. 37 Petfottett, bet einern Bevbikerungsstanbe von 112 Seelen (15 Manner, 9 Weibet, 13 Kinder). Hievon genafen 23, (8 Manner, 5 Weibet, 10 Kinber) unb flarben 13, (7 Manner, 3 Weibet, 3 Kinder). 1 Fall mit Choletalyphoib bleibt noch in Behanbtung. — (Das „Rix baitfch" bes Hettn VoZnjak unb ©onforten) fanb auch in ber zweiten Sitzung beS Abgeordnetenhauses feine anmn-tbige Fortfetz«,g. Hertn Vitezič nfimlich, Vertreter eincS iftcifchen Sffiohlfreife«, ber iibtigenS baS @:lbbniS schon tagSDorher in beutscher Sprache geteiftet, iiber* kamen nachtrazlich bose Scrupet Uber" biesen feinen Frevel am hcimifchen Idiom. Bevot man also zur Lornahme weilerer AngelLbniffe schrilt, ergriff bcr »odete Abgeordnete Vitezi c daS Wort unb verlangte, tzatz die AngelobungSformel auch in kroatischer Sprache »otgelefen werde. Er fvhrle bittere Bcschwerde. datz LieseS nicht schon in bcr erften Sitzung geschehen fet, unb erlaubtc sich bcm Prasidenlen gegeniiber den Vor-wurf auSzusprecheo, datz Zeit genug geroefen, eine An-zelobungSformel auch in jenem Idiom herbeizufchaffen. Diesen etwas kleinlichen Anspruch motivierte der Red-ner selisamerweise bamit, datz auch die Siidslaven zu ben Lasten be« StaatcS bettragen, roie a lie anbern Desterreicher. AlS ob eS sich da urn eine StaalS-affaire gehandelt HStte! AlS ob irgend ein staatSbllr-fletlichtS Rccht der SUdflaven angetastet worden wiire! AlS ob daS AbgeordnetcnhauS den geringsten Anlatz hatle, die Leistung bet Angelobung in bet einen Sptache votzuziehcn, in der andetn zu vetabfcheuen. Was foll man vom staatSmannischen Etnste gewiffer Hetten VolkSvertreter benfen, bie ganz offer, vor aller Welt bekennen, ihte Nationalitiit stehe auf so schwachen Fiitzen, bah fte ihnen alS bebtoht erscheint, wenn bet Vorlesung einer einfachen Formel nicht auch auf fte RUcksicht genommen wird. Warum haben Die Herren llicht gleich von Sr. Majestiit bcm Kaiset verlangt, die Thronrede mtiffe auch in slovenischem unb serbo-lroatischem Jbiom verlesen werben? Die ist boch ein ganz onbeter politischet Act, als bie in Rebe stehende Zorrnel! Der AllerSpriisident etledigte tibtigenS den Zwischenfall mit tichtigem Takte. Et machle bem Herrn Vilezic begreiflich, datz er, weil er bereitS daS AngelobniS geleistet, sich um nicht« meiter zu tiimmetn habe. Doch diese Zurechlweisung hielt Herrn Vitezit nicht ab, auf feinem Begehren zu begotten, mit der otiginellen Begriindung, datz ein dalmatinischet Abge orbnelet , Gras Bonba, heule daS AngeliikmiS zu leisten habe. Abet — Herr VileziL hatte einmat an biefem Tage entfchiedeneS Pech — bcr AlterSptLsident fchnitt jede weitere ginroenbung mit ben Worlen ab: Graf Bonda hat ja ertltirt, in deutscher Sprache daS AngelBbniS leisten zu wollen. Verbliifst unlct der Heitcrkeit unb ben BravoS bcr Linkcn mutzte sich Herr VilcziL enblich btquemen. Abet mit bcr Micne eineS MartyrerS, den Machthabet ccrgcroattigt, setzte et sich unb sand nut Ttost in bent beisLlligen Kvpsnicken, mit bem ihn bcr „auch-dcutsche* Graf ob seine« ManncSmutheS zu beglvcken geruhte. Graf Hohcnwart war iibrigenS fo herablaffend gewefen, daS AngelLbniS in beutfcher Sprache zu leisten. — (Vom FLderalistencongretz.) Ein in Wien etfcheinendes fLdetalistifcheS Wochcnblatt thcilt fotgenbe Befchliiffe, welche in der am i3. d. abge. haltencn Confcrcnz bet „anti-centralistischcn Fractioncn" oefatzt tootben fcin sollcn, mit: 1. Die Frage bet ReichSrathSbefchickung ist feitie Ptinzipicnftage, fonbetn eine Frage bcr Opportunilal unb bet Taktik unb ihte cetfchiebene Bcantworlung feitenS bet einzelnen Fractioncn der Opposition ist nicht nur tein HinderniS eineS folidarifchen VotgehenS, fonbetn im Jntereffe eiuet nachdrucksvollcn opposition ellen Action wiinfchenS-icerth. 2. ES wird dahcr ben einzelnen Fractioncn ber Opposition vollstandig freie Hanb gclaffen, bie Frage bet ReichSrathSbefchickung je nach ben befonbeten Wtinfchcn unb Jnlcreffen beS betreffenben LanbcS zu emfcheiden, zugleich otcr bctijcnigen, welche in ben ReichSralh einlrctcn, zur Pfltcht gemacht, sich in bie vom Grafcn Hohcnwart unb' bcm gtlrsten CzartorySli gefLhrtc Parleiorganifation einzuteihcn. 3. Die Czech e n, welche burch ben Munb RicgctS erkliitcn lietzeu, datz iht Club in Anbctracht bet Feinbfctigfeiten beS Regimes, in Anbetracht, batz jcbes Entgcgenkommcn vermitzt unb ben in ben ReichStalh eintretenben Depu-tierten auch nicht bie tinfachflc RechtSverwahrung, wie fie felbst GiSlta angebotcn, ermoglicht wird, daS Vet-hatten auf bent bisherigen Standpunktc pasiivct Opposition befchlosfen hat, werben dutch eine fttindige Delegation mit bcr con Hohcnwart unb Czarto-rySki geftlhrtcn ReichSralhrminoriiat in* unauSgejctztet BetLhrnng bletbcn unb von Fall zu Foll unb je nach Bcborf (coptricttn. 4. Weitere ©efchliiffe ilber die n S chsten folidarifchen ©chrittr, fowie cine ton den Czechen proponicrte unb bcabsichligtc Manifestation an ben ReichSrath, an welche bie ertrahnte ReichSrathS-MinotitLt ihte parlamcntatifche Action anznkniipfen vcrmochte, werben flir ben Zeitpunkt nach bent Bc-lonntwerben bet Thronrede vertagt. — ( N ntzen ber AuS stellung.) Der HandelSministct hat an alle gewerblichen unb Fach-veteine OcstcrrcichS ein Cirkularc verfendet, beffen Tendenz anS fotgenden SchlutzfLtzen ersichtlich ist: „Um einen bleibendcn Nutzcn aus der Ausstcllung flir unfete Gcwctbe zu fchopfen, wird angcstrebt, datz sich eine Anzahl bcwahttct FachmLnncr bet Aufgabe unterziehe, nach eingehenbett Studien bie Vcrglciche ber Gruppcn aller Sfinber butch rniinbtiche VortrLge unb dutch Druckfchriften, wenn mvglich noch im Laufe dcS HcrbsteS unb Winters, in jene Kreife zn btingcn, wo fte zur FLtbcrung ber vatrrlSndifchen Industrie bienlich fein kSnnen. Solche flit Vortrtige unb flir ben Truck be- stimmtc Bcrichle hatten ohne Wcitfchwcisigkcit allcS zu cnthalten, was in jcber Gtuppe an neuen Etzeug-niffen, an neuen bisher nicht vetwendeten Matcrialicn u. f. to. bcobachtct worden ist, unb zwar im bestan- btgen Vergleiche OcstcrrcichS mit den tibrigen Landern betreffs ber nemlichen Gtuppe. Dabei follen btefe Be richte stctS bie bermalige EntwicklungSstufe unb Die 33crhdltniffe ber gcroerbelteibenbcn Klasien im Auge haben, bcnen fte znnachst butch ptaktische Winle obet gtUnbliche Belchtnng zu nlltzen bestimmt stub. Sie follen weittt bie Utsachen beS FortschreitenS obet Zurvck-bleibenS einer Jnbusttie erbrlern unb — wo cs rnbglich ist — bie Mcnge bet Etzcugniffe, ben BezugSort unb die Pteife ber Rohprobuctc, die ArbcitSlLhnc, die Ptcife ber fertigcn Waare iinb beren Abfatzorte hinzu-fligcn. Diefe Rcihe von Vottragen unb Demonstta- tionen burch Druckfchriften foll enblich einen wohlot-ganisiertcn Apparat bilben, bet bie Maffen anregt unb auch fcereinzeiten Bcrufsgtuppcn tajdi nlttzlich werben kann." Kaiser von Oeeterrelcli. SchrLpfer, Kellnerin, unb SReine, Graz. — Skerl, Innsbruck. Slohren. Jereb Maria, Javorje. — Quanin, Mon-fatcone. Verstorbene. Den 6. November. Maria Bezlaj, Sckineidergesel--lenšoattin, 63 I., Polanavorstadt Nr. 51, Lungenlahmiing. — Margaretha Verbovec, Arbeiterin, 17 I., Filialjpital Polanavorstadt Nr. 58, jcbwarzen Blattern. Mngeseuder. Allen Kranken Kraft nnb Gesundheit ohue Medizm unb ohne Kofirn. Revalesciere du Barry Don London. Jfcine Krankheit vennag bcr beticaten Beralesciire da Barry *n oil rrstehen. unb bcfcitigt biefctbc ohne Mebiziu unb ohne Kosten alle Dlajcn=, flettcn«, Brust-. I'ungen*, Leber-, Drlilen-, Schleimbaur-, iltbem-, Blasen- nnb Slittenlciben, iubercutcle, Echwiubsucht, Asthma, Buften, Uneerbaiitidtett, B-rstopsung, Diarrboen, EchlafioNgleil, Schwache, HLmorrhoiben, Wafferincht, Fieber, Schwinbel, Blulaufftei-ien, Ohrenbrausen, Uebelkeit unb Erbrechen felbft wiihrenb bet Schwan-jetfčaft, Diabetes, Melan»°tie. Abmagernng, RheumatiSmuS Gichk, Lleichsucht. — Sučjiige au6 7S.OOO Scrtificatcn itbet Genesungen, bie aller »lebijin wiberstanben, werben auf Berlangen franco eingefenbet. Nahrhasler at« Fleisch erfpart bie Revalesciiro bei Erwachsenev unb Sinbern filnfjigrnat ihren PreiS in Utjneten. 3n Blechbiichlkn eon ein 6ol6 Pfunb fl. 1*50, 1 Psb. fl. 8 50 i Psb. fl. 4'50, 5 Psb. 10 fl., 12 Psb. 20 fl., 24 Psb. 36 ft. - Ke-ralesci&re-BiBcuiten in Btlchscn a fl. 2 50 unb fl. 4-50. — Bevalenci6re Chocolutee in Pulver unb in labletten filt 12 Taffen fl. 1 50, 24 Tasten fl. 2-50, 4. Lassen fl. 4-50, in Pulver siir 120 Tassen ft. 10, fiir 288 taffen fl. 20, file 676 Zaffer fl. 36.— Zu beziehcn bur* Barry bu Barry 6 Comp, in Wien, Wallflsohgasee Nr. 8, inLalbaoh bei E. Mahr, fowie in alien ©tSbtcn bei gnlen Ayothekeru unb Eve. icreihanbtern; auch toetfenbet ba« wiener vans nach alien ®egenben gegcn lioftantr-ilunfl obn Nachnahme. Wilterung. Laibach, 7. November. Morgens triibe, nachmittags abwechselnd Sonnenschein, Siidwest mahig. $B 5 r m c : morgens 6 Uhr — 8-3°, nachmittags 2 Uhr + 12-7° L. (1872 + 10 3"; 1871 + 4 6".) Barometer im Steigen 734.93 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel ber WLrme -j- 110°, urn 6-1° liber bem Normale. Der gestrige Niederschlag 17-80 Millimeter. Gedenttafel liber bie am 10. November 1873 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Bercun'sche Real., Draga, BG. ©ittich: — 1. Feilb., Koraflna'sche Real., Grotzweiiistein, BG. RuLolfs-^ werlh. — 3. Feilb., Jenko'sche Neal., Hiilben, BG. Krain-bitrg. — 3. Feilb., Pogorelc'sche Real., Soderschitz, BG. Reisniz. — 3. Feilb., Hans'scke Real., Posenborf, BG. Sit-tich. — 2. Feilb., Cesko'sche Real., Oberkosses, BG. (Egg.. — 3. Feilb., Skusca'sche Real., SchwLrz, BG. Seisenberg. — Freiw. Feilb., Wald, Dermakovc, BG. Stein. Telegramme. Versailles, 5. November. Buffet wnrde mit 384 von 393 abgegebenen Stirnrnen (barunter 5 unbeschriebene Stirnrnzettel) zuin Prasidenten ber Nationalversarnrnlung roiebergeroahlt. Verkmlfs-Aiyeige. Bei bent Kupferwerke SUofie (Rubolfbahnstation Lack in Oberkrain) find mehrere Huttemverks-Einrichtungen verkanflich, miter anberem: I complctte, 18pf«rdekraftige. fast gan; neuc Dampfmaschine nebst Keffel, aus der Nkaschinenfobrik Theodor Sebulz in Wien; 1 stutzeiserneS liegendes Cylindergeblase mit $rocfenrcflulotor aus 18 Linien Qucck-silbcrpreffung; 1 Turbine, 1 Grzaufzug mit Brernsvor-richtung, 1 Kranich, mehrere Kammrader^ Riemenscheiben, TranSmissionSspindelu rc. Nahere Auskunst ertljeilt bie Direction bcr Gewerk-schaft Tkosie zu Sachsensew bei Cilli. (o82—1) Wiener Borse vom 6. November. Angekommene Fremdk. Am 6. November. ■Intel Stadt Wien. Roebiger, Ksm., f. Familie, Triest. — Wagenseil liitb Eerstler, Reifenbc, .SEien. — Abametz, Jnwelier, Prag. Iloiel JElefnnt. Mandelc, Lack. — Erker, St. Rup-recht. — Conte. Fiume. — Pitschel, Metallwarensabrikant, Wien. — Dietrich, k. k. Major, Grotzwardein. — Brah, Prag. — Pibroutz, Kropp. — Svetec, k. k. Notar, Littai. — Gorjup, Gorz. Hotel Euroim. Brizzi, Cattaro. — Niwlich, Kfm., Triest. Steriiwarte. Jvanetiz, Realilatenbes., Mottling. Balrlfielier Hof. Slovak, Kratnburg. Staatsfunds. 5perc. Rente, ijst.Pap. bto. bto. ost. in ©ilb. Lose eon 1854 .... Lose eon i860, ganje Lose vo» 1860, jjiinft Pramiensch. v. 1864 Grundentl. - Obi. Eteiermark ju 5 PEt. Raimten. Jttain. u. itilftentanb 5 ttngarn ju . . 5 Lroat.n.SIav.5 6icbenbilrg. zu 5 Aetien. IRationatbant . . Union « Ban! . . Sretitanjtatt . . . . it. o. Escompte-Ges. Lnglo.-osterv.Bant . Den. Bobencreb.-A.. Deft. Hvpoth.-Lank Eteier. LScompt.-Bk. Franco - Austria . *aif. Sctb.-Vtotbb. SLbbahn - Sekelllch 8aif. Slifabeth-Bahu. Sarl-Lubwiz>Bahn. biedeub. Sifeubahu, EtaalSbahn . . . »»if. 8tana«3ofcf*6., giinft.-Barcfcr 6.-8 elfitb-gium. Bahu Pfandbriefe. Walton. S.W. verloSb. Hag. Bod.-Sreditaust. «llg. Sst.«od.-Sredit. kb»o. iv 88 3. ritckz. . Geld f8.50 73.20' 92.50 101 — 108.— 134.— 89.50 89.50 75.— 74.— 73.- 940. 29.— 2Cti.— 900.— 137.— 18!- 39.50 2030 158.- 212.— 201.- 323.- 208.— 89.85 80.25 Ware 64.90 73.40 93.— 102.- 109.— 135.- 90.50 90.50 75.75 74.50 73.60 Oest. Hypoth.-Bank. Prioritilts-Obl. Siidb.-Ges.zu 500 Fr. bto. BonS 6 pEt. Nordwb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(200fl. o W.-Staatsbahn pr. ©tiid StaatSb. pr. St. 1867 Rudolfb. t30v fi.o.W.) Franz-Ios. (200 fl.S.) 950.- 30.- 207.- 910.— 138.- 19!- 40.— 2035 159.- 2l3.- ^02— 324.' 209.— 14s!— Lose. Credit 100 fl. 0. W. . Don.-Dampfsch.-Ges. zu 100 fl. CM.. . Triester 100 fl. CM. bto. 50 fl. o.w. . Osener . 40. fl. L.W Salm PalffY . , Clary . * St. GenoiS, Wiudischgratz Waldsteiu . Keglevich . RudolfSstist. Weehsel (3Mou.) AugSb. lOOfl.fSdd.«. Frallkf. 100 fl. w * Žonbon 10 Pf. Gterl. 100 Fra»e» Paris Milnzen. Geld 90.50 110.75 looiso 84.-135 — 110 92.75 103.— 167.— 92.50 56.— 23.50 34.— 23.- 31.50 23.50 23.— 24.50 14.— Ware 91.10 111.25 lOl!— 84.25 136.— 11050 93.25 103.25 167.50^ S3.— 57*.— 24.— 35.— 83.60 32— 24.— 23.50 25.— 16.— 96.25 96.40- 96.40 96.70 114.25 115.50 45.40 45.50 91.10 «aif.MSar-Dueate». 5.45- 80.50 20-Srallc»stSck . . . 9.14 98.50 Preutz. Kasseuscheme .U-7i— H4.50 Stlbcr.................1109.-- 6-46— 9.13 1.71— 109.20- Telegraphiscker Curbbericht am 7. November. Papier-Reme 68,80 — Silber-Rente 73,15. — I860'' Staats-Anlebcn ICO, Banfactitit 938. — Credit 204,5') —London 114,25. — Silber 109,25. — St. k. Mltnz-Ducalro 20:grancg:@ti!(tc 914. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Verleger unb fiir die Redaction verantwortlich: Ottomar Bamberg.