Nr. 163. Mittwoch, 18. Juli 1888. 107. Jahrgang. Mbacher Zeitung. «r«, Im «omptoir: «an,jahr>,, slll. I/albjahiig .. sslößere Per Zelle n lr., vei öfteren «Vitberholungen pr, Zeile « ll. Die „l!aib<»cher Zeitung" «scheint liizlich mil Nusnahme der Sonn. und fleierta»« Die lldminiftratio» dcsindc« slch «uhndofzasse >b, bie Medallion «vlen«straßf l5. Sprechstunde» der Mednclion tägXlb von I« bis ill Uhr vormillnge.— UnsranNerte>vi>c»» »erben nicht angenommen und Vtanuscripte ulchtzurssgepeM. Umtlicher Hheil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben den, Hauptmanne erster Classe des Infanterie - Regiments Feldmarschall Franz Moriz Graf von Laey Vtr. 22, Joseph Freiherr» von Pclichy die Kämmcrerswnrdc taxfrei allergnädigst zn verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom i). Inli d. I. den Hrwatdocentcn Dr. Gnstav Scidler znm außerordcut-uchen Professor der Staats^Rechnungswissrilschast an oer Universität in Wien allergnädigst zn ernennen 6eulYt. Gantsch m. i>. NichtalMcher^ljeil. Allerlei Geschichten. Außer der Thatsache, dass Kaiser Wilhelm ,'. von Deutschland sich in Kiel eingeschifft hat. nm in den Gewässern der Ostsee mit dem Kaiser von Rufsand zusammenzutreffen, liegt kein Ereignis von politi-Mm Belange vor. Umso reicher wird die Publicistik M einiger Zeit mit allerlei Hofgeschichten versorgt, ^le Veröffentlichung der Krankengeschichte des Kaisers Miedrich l. gehört mit zu dieser Kategorie. Es ist u>rl über dieses Thema geschrieben worden, und wer «lcht Medieiner von Beruf ist. hat leine Aussich«. es vollständig zu ergriluden. Vom Stuudpuulle der Po-lltik ist es irrelevant, da es durchwegs Vorkommnisse lind Ereignisse behandelt, die abgethan sind. Es ist nicht gnt. bei diesem Thema länger zn verweilen. Dasselbe kann höchstens jenen deutschen Aerzten, die eine gewisse Freude an der Polemik haben und dem Dr. Mackenzie es noch immer nicht verzeihen lünnen, dass er die erste Stelle an der Seite und im -uertrauen des Kaisers Friedrich eingenommen hat. emlge Satisfaction gewähren. Für die übrige Welt ist dlese ärztliche Disputation nicht gerade ein erquick-uches Schauspiel. Entweder hat sich Dr. Mackenzie Mtsä'chlich geirrt oder durch politische Nebenmotive zn klner falschen, bedenklichen Behandlnugsweise der Kranket des Kaisers Friedrich verleiten lassen, dann ist b'es ein Gegenstand des höchsten Bedauerns und umfo pemlicher, weil die nachträgliche Erkenntnis die voran-^angenc Versündigung nicht gutzumachen vermag; oder die dcnlscheu Aerzte gehen in ihrem polemischen Eifer zu weit uud hänfen ungerechte Beschuldigungen anf das Haupt des englischen Arzt'.S, dann ist es gleichfalls lebhaft zn bedauern, dass der nnerqmckliche Streit auch nach dem Tode des Kaisers Friedrich fort. geführt wird. Unter keinen Umständen wird dirse Krankengeschichte eines Kaisers ein würdiges Capitel in der großen Geschichte des Deutschen Reiches sein. Aehnliche Empfindnngen, wenn auch aus ganz anderen Motiven entsprungen, wecken die Hofgeschichtcn aus Serbien, die in diesen Tagen die Spalten der Vlälter gefüllt haben; nur dass dieselben drnn doch weit mehr mit der Politik zusammenhängen. Auf den eigentlichen Sachverhalt einzugehen, ist gegenwärtig wohl nicht mehr nöthig. Denn die Thatsachen, um die es sich handelt, sind ja aller Welt bekannt, und jeder, mann wird sich über dieselben bereits sein Urtheil ge. bildet hab schmerzliches Nachdenken versunken. Er ge-ren M^^""blosen Anstrengungen, die er seit mehre-seine?. " 6"""chl hatte, nm sein Leben zn regeln, « verd/n" i'^"'^" Morosen abzulegen, Doctor und an ^«^ d,e Gunst seines Vaters zu erwerben. «l/as durch eme gläuzende Heirat zu krönen, ""em w 'ms,^'^ "'^ "^l W"ierig. allein mit war c, ^'^ ^ '^^/" ^Walter, wie es der seiniqe thun ",?l man oft dahin, das Gegentheil dessen zu "gütlich thuu sollte' Was die Ansein N/^ ^'"" Familie betrifft, so gab es bloß ill be s^... ^li..!"^ bas bestand darin, äuf der Stelle »vorbe w'^^st.!""" der Doctorhut erst später cr-"on d r ""den sollte. In seiuer Familie war man Aqstei cV" ^dee befangen, dass mau iu seinem drei-dar i^K Waten ""isse. uud dass das Heil nur se'-.Anch er verlangt! ja im Gruude Wtaist .1 ' ."' "'" zu heiraten, mnsste er eine s° hatte p? s"'v und was er auch bisher gethan hatte, 'h" bestin.^^ ""' s"che "^ funden, die für ""denl^ i^" A '"" doch ein fehr eleganter, sehr eine ä^s,! ^ M"""' ^ einnehmende Manieren, einer iiems^^'^1^^ ''" Auftreten hatte und mit auch mit '^ lebhaften Phantasie und, wie man sagte, "> ""t v,el Geist begabt war. Da» sind aber so ziemlich alle Ingredientien, welche man zum Heiraten braucht. Während er über seine Lage nachdachte, wurde die Waggonthüre plötzlich geöffnet, und zwei Passagiere stiegen zu ihm ein, die ihm gegenüber Platz nahmen. Die Dampfpfeife ließ ihren gellenden Rnf hören, nnd der Zug setzte sich in Bewegung. Lucian fnhr fort zu träumen, bemerkte jedoch mitten'in seinem Sinnen, dass seine beiden Reisegefährten ihr fünfzigstes Jahr über schritten hatten, dass der eine von ihnen ein Ordens-bändchcn im Knopfloche trug. und dafs sie sich über alltägliche Dinge unterhielten mit einer Miene, welche zeigte, dass sie sich gründlich langweilten. Allmählich aber begann sich ihre Conversation Wort für Wort in sein Gedächtnis eiuzufträgeu. «Ja, ich werde sie jeden Sonntag besuchen, denn sie langweilt sich entsetzlich, diese arme Frau! Denken Sie nur, welches Los das ist, im Alter von sechzig Jahren ganz allein zu sein und sich nicht bewegen zu können. Sie wird jedoch von ihren beiden Stubenmädchen sehr gnt gepflegt, die sie förmlich auf den Händen tragen nnd allen ihren Wünschen zuvorkommen. Sie wird einer jeden von ihnen 20.000 sl. testamentarisch hinterlassen.» «Donnerwetter! Um diesen Preis kann man wirklich schon einige Hingebung bekuuden! Aber trotz alle-dem erscheint mir die Lage Ihrer Tante als sehr bedauernswert. Wenn mich das Unglück träfe, an Armen und Beinen gelähmt zu werden, so würde ich mich eiufach erschießeu...» — «Uud Sie thäteu recht daran. Aber halt! Ich muss Ihnen etwas erzählen, was geradezu unerhört ist. Ich habe kürzlich bei einem Freunde mit einem Herrn gespeist, der mich wirklich in Erstaunen gesetzt hat.» — »Wodurch?» — «Man hatte mir bereits von ihm erzählt und mir mitgetheilt, dass er sehr viel Geist habe und sehr amüsant zu plaudern wisse. Er ist in der That ein sehr inter-essanter Mensch, der mit ungefähr zwei Millionen, mit siebennndvierzig Lebensjahren und zwei Töchtern behaftet ist. die geradezu reizend und, was noch mehr ist, zu verheiraten sind.» Lucian machte auf seinem Sitze eine Bewegung, als ob die letzten Worte an ihn gerichtet gewesen wären. Dieser mit zwei Millionen und zwei heiratsfähigen Töchtern behaftete Herr interessierte ihn ungemein. «Nun, mein Lieber, dieser Herr, der früher Eisen» bahn-Bannnternehmer war, befindet sich genau in der Lage Ihrer Tante; er kann nicht einen Schritt allein machen. Er hat sich einmal auf der Strecke einen Rheumatismus zugezogen, nnd man hat, wie es scheint, denselben mit allzu energischen Mitteln bekämpft. Der Rheumatismus ist nun wohl verfchwunden, soll aber später infolge eines Sturzes aus dem Wagen in dieser furchtbaren Gestalt wiedergekehrt sein. Dieser Unglückliche (der mit zwei Millionen und zwei heiratsfähigen Töchtern hehaftet ist, setzte Lucian im Geiste hinzu) ist alsu im November vorigen Jahres nach Wien ge» kommen, um bei den ärztlichen Koryphäen einen letzten Versuch zu machen, nachdem er durch zehn Jahre alle möglichen Curorte besucht hatte. Im Anfange half ihm sein Aufenthalt in Wien nicht viel. bis ihm jemand ricth, den berühmten Professor " auszusuchen, der Spe-ciallst sür Lähmungen ist. Der renommierte Professor verlangte llchtunovierzig Stunden von ihm. um nach-zudenken und Untersuchungen anzustellen, und sagte ihm Laibllchcr Zeitung Nr. 163. 189 s) 18. Juli 1888. Mittel, durch derartige Ränke und Intriguen zu behaupten wäre. Glücklicherweise kann die österreichisch-ungarische Politik derartiger Schleichwege entbehren. Wenn sie es aber auch nicht könnte, wenn sie nur auf solche Weise ihren Vortheil und ihr Interesse zu wahren vermöchte, so ist es gewiss, dass bei dem edlen Sinne unseres Monarchen und bei der vornehmen Art unserer gemeinsamen Regierung solche Mittel gleichwohl für immer ausgeschlossen blieben nnd bleiben mussten. 5*5 Aus der Handelskammer. IV. VII. Herr Kammerrath Anton Klein trug folgenden Erlass des hohen k. k. Handelsministeriums vom l8. Februar d. I.. Z. 1389, vor: «Es ist h. 0. das Ansuchen gestellt worden, gewöhnliche Drucksorten, denen der presspolizeiliche Charakter eiues artistischen oder literarischen Erzeugnisses vollständig abgeht, wie z. B. Schulhefte, Gratulationslarten, Preiscouraute, Wohnungszettel, Rechnungsblankette, Stnndeneintheiluugen für Schulen :c, aus dem gewerblichen Begriffe eines Presserzengnisses auszuscheiden und deren Verkanf den Papierhändlern ohne vorherige Erwirknng einer dies' bezüglichen Concession zu gestatten. Zur Begründung dieses Ansuchens wurde darauf hingewiesen, dass die in Rede stehenden Drucksorten als Bedarfsartikel des allgemeinen Verkehrs zu einem nothwendigen Handelsartikel geworden sind und derzeit bei Papierhändlern vielfach gesucht werden. «Nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen erscheint nun zum Handel mit solchen Drucksortcn die Erwirkung einer gewerblichen Concession im Grunde des ^ 15. Kiffer 1, und § 21 des Gesetzes vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39. erforderlich, und kann die Gewährung des in Rede stehenden Ansuchens, beziehungsweise die Eximieruug jener Personen, welche sich mit dem Verkaufe der erwähuten Drucksorten befassen, von der Verpflichtung, hiezu eine eigene Concession zu erwirken, nur im Verordnuugswege im Grunde des ß 24 des citierten Gesetzes erfolgen. »Mit Rücksicht auf diese Bestimmungen wird im Einvernehmen mit dem k. k. Ministerium des Innern die geehrte Kammer eingeladen, nach Einvernehmnng der betreffenden Genossenschaften im Kammerbezirke sich darüber zu äußern, ob es nach Anschauung der geehrten Kammer im Hinblicke auf die bestehenden Verhältnisse und Bedürfnisse sich empfehlen würde, den Vertrieb von solchen Presserzengnissen, welche lediglich den Bedürfnissen des Gewerbes und geselligen Lebens zu dieuen bestimmt sind. von dem Erfordernisse der Erwirkung einer gewerblichen Concession zu entbinden.» Die Section gibt zwar zu, dass Schulheften, Gratulationskarten, Preisconranten, Wohnuugszelteln, Stun-deneinthcilungen für Schüler der eigentliche presspolizeiliche Charakter eiues artistischen oder literarischen Erzeugnisses abgeht, aNein sie kann sich dennoch nicht dafür erklären, dass diese Erzeugnisse aus dem gewerblichen Begriffe eines Piesserzmgnisses auszuscheiden und deren Verlauf den Papierhändleru ohne vorherige Erwirkung einer diesbezüglichen Concession zu gestatten wäre. Es ist nicht zu bezweifeln, dass die in Rede stehenden Drucksorten als Bedarfsartikel des allgemeinen Verkehres zu einem nothwendigen Handelsartikel geworden sind und derzeit bei Papierhändlern vielfach geführt werden; allein es muss anch hervorgehoben werden, dass diefelben bei Auch- nnd Papierhändlcru nnd Buchdruckern, welche mit der Concession bereits versehen sind, leicht bezogen werden töuuen und daher für den Vertrieb der gedachten Artikel hinlänglich vor-gesorgt ist. Weiters ist zu betonen, dass die hier fraglichen Drucksorten auf mechanischem Wege hergestellt werden müssen und dem Handel mit denselben im H 3 des Pressgesetzes vom 17. Dezember 1802, N. G. Vl. Nr. li ox 1863, genügende Erleichterungen zugestanden sind. Von den im Gegenstande einvernommenen Genossenschaften haben drei Aeußerungen abgegeben, in denen sie sich dahin ausspracheu, den Vertrieb der gedachten Presserzeuguisse von dem Erfordernisse der Er-wirtung einer gewerblichen Concession zu eutbiudeu. Die Seetion hält jedoch trotzdem.dafür, dass kein Bedürfnis vorhanden ist, den Vertrieb der gedachten Drncksorten noch mehr zu erleichtern uud deu ohuehiu geringen Haudel noch mehr zu verkleinern, uud be antragt: Die Kammer wolle im Siuuc obigen Berichtes ihre Aeußerung abgeben. — Der Antrag wnrde angenommen. Politische Uellerlicht. (Znr Lage.) Nunmehr ist für die innerpolitische Saison die Saurcgurkenzeit zweifellos gekommen. Beweis dessen die Thatsache, dass sich bereits der erste Vorschlag zur Einberufung eines deutsch-österreichischen Parteitages eingestellt hat. Das Verdienst dieser An-regung gebürt dem Organe Sr. Excellenz des Herrn v. Chlumccky. Der Parteitag soll dazu dieueu, um aus den deutschen Wählerschaften heraus den deutschen Abgeordneten die Einigkeit wieder aufzunöthigen. Die Wähler, meint das genannte Brünner Blatt, wollen die Einigkeit, und nnr die bösen Abgeordneten — soll wohl heißen, jene Abgeordneten, welche einem anderen als dem deutsch-österreichischcu Club augehören — beharren auf dem Unfrieden und der Uneinigkeit. Etwas Wahres ist an dieser Klage, allein der hauptsächlichste Grund der traurigen Parteiverhältuisse im Lager der Opposition liegt in dem Mangel großer, leitender nnd positiver Ideen, uud so lange diese fehlen, wird die Einigkeit das bleiben müfsen, was sie ist, ein frommer Wunsch, und zwar nicht einmal der ganzen Opposition, sondern bloß eines Vruchthcils der Partei. (Ceutralcommissiou für Reblausangc-legenheitcn.) Die Reichs.Phylloxera-Commission im Ackerbauministerium hielt diesertagc nach zweijähriger Pause ihre zweite Versammlnng' unter dem Vorsitze des Ackerbanministers ab, zu welcher u. a. Director Volle aus Görz. Abgeordneter Burgstaller aus Trieft, Mgcordnete Baron Moscon und Dr. Vosnjak aus Laibach erschienen waren. Nach Mittheilung des Referenten für Phylloxera Angelegenheiten im Ackerbauministerium, Hofrathes von Pretis, über die Ausbreitung der Reblaus, die Abgabe und den Stand der amerikanischen Reben im Jahre 1887 und nach den diesbezüglichen Ergänzungen der Counnissionsmitglieder wurde verhandelt über Abänderungen des Verbotes von Handel mit bewurzelten Reben, Erleichterungen für Anbauversuche mit amerikanischen Neben in ver- seuchten und nicht verseuchten Gebieten, und Anträge der Mitglieder über Abänderungen des Phylloxera-ges.kcs, Wiederherstellung zerstörter Weiugärteu durch Veredlung der Neben auf amerikanische Unterlagen u. a, ni. (Landesbank für Böhmen.) Dcm böhmischen Landesausschusse ist eine Entscheidung des Ministeriums des Innern zugekommen, woruach die Regierung auf Grund des Gutachteus der Vercl'nscommisswn gegen die Gründling einer Landesbank für Böhmen ün Principe nichts einzuwenden habe, jedoch alle Geschäfte, die einen speculative Charakter haben, aus dem Wirkungskreis der Bank streng ausgeschlossen werden müsse«. (Ein Dementi.) Entgegen den Nachrichten über Vorbereitungen zum Empfange des Kaisers WilhellN im Schlosse zu Gödöllö erfährt'die aus amtlichen Quellen schöpfende Correspoudenz «Wilhelm», dass solche Vorbereitungen bis jetzt weder anbefehlen, noch in Augriss genommen worden sind. (A grarische Operatiunen in Kürnten) Das Ackerbauministerium hat den Beznköcommissäl Leopold Haller nnd den Regiernugscouciftisteu Rudolf Freiherrn v. Myrbach zu Localcommissären für die Theilungs- und Negulierungsverhaudlungen iu dcu P0' Mischen Bezirken Villach und Völkermarkt, in welchen vorläufig mit den agrarischen Operationen begonnen wird. bestimmt und ersterem als Amtssitz Villach, letz-terem Völkermarkt zugewiesen. Dieselben haben ihr Amt bereits angetreten. Die Bestellung und Auweisung del Localcommissäre für die Durchführung der einzelnen Operationen wird von der Landescommission anlässlich der Einleitung des Verfahrens für bestimmte Opera< tiuueu elfolgen. (Das Handelsministerium) beschäftigt sich mit der Frage der Vermehrung des Fahrparkes der Staalöbahnen und beabsichtigt, eine bezügliche Vorlage in der Herbstsession des Neichsrathes einzubringen, doch wird die geforderte Summe drei Millionen Gulden nicht übersteigen. Die Maßnahme hängt mit den bezüglichen Wünschen der Kriegsverwaltüug zusammen, welche insbesondere den Fahrpart der galizischeu Staats bahnen unzureichend findet. (Landtagsersatzwahl in Görz.) Bei del dicsertage seitens der Handels- und Gewerbekammer in Görz vorgenommenen Wahl eines Abgeordneten fül den Görzer Landtag wurde der Oörzer Gcmeinderalh Anton Nigris gewählt. (Znr Kaiser-Entrevue.) Die «Moskovslija Vjedomusti» beschäftigen sich in einem längeren Artikel mit der Entrevue zwischen dem deutschen Kaiser u'^ dem Zaren. Sie gehen bei der Beurtheilung der P»' Mischen Tragweite dcs Ereignisses natürlich von ihre" betauuteu Auschauunge» aus und sagen im Laufe ih^ Ausführungen Folgendes: «Europa ist lebhaft beider bevorstehenden Znsammenkunst der Kaiser interessiert' Im Augenblick ist England am wenigsten damit z^ sriedcn, obgleich es aus uahcliegcuden Gründen n"t dem Thronwechsel riue Verschlechterung seiner Ä^ ziehuugen zu Deutschland erwarten musste. Frankreich hat znr der Zusammenkunft in der vernünftigen Uebel" zeugung Stellung genommen, dafs Rufsland es in« kritischen Augenblick doch nicht verlassen wird . -Oesterreich freut sich, weil es auf Grund der ThroN" rede Wilhelm ll. weiß, dass ein Angriff anf OeM" reich als Angriff auf Deutschland gelten wird . - -' Die ganze Tendenz des Artikels kennzeichnet sich '" dann: Merter Herr, Ihr Fall ist ein ebenfo fellener als interessanter; Sie leiden an einem Rheumatismus der Nervenfasern; ich verspreche Ihnen aber, dass ich Sie heilen werde, wenn Sie meine Vorschriften genau befolgen. Ich werde mich mit einem meiner College» in Verbindung setzen, einen Profeffor des schwedischen Heilverfahrens, zu dem Sie sich täglich transportieren lassen werden, um sich daselbst zwei oder drei Stunden lang der Massage und der elektrischen Behandlung zu unterziehen. Die Behandlung ist nicht leicht zu ertragen, ich muss Sie darauf aufmerksam machen; aber nach drei Monaten werden Sie eine wesentliche Besserung empfinden/ Nun, ob Sie mir es glauben oder nicht; aber dieser Herr, der zu jener Zeit weder Arm noch Bein bewegen konnte, theilte mir das gestern unter lebhaften Gesticulationen mit — und es ist noch keinen Monat her, dafs die Cur begonnen hat.» Da fuhr der Zug in die Station ein, und 2u-cian G. befand sich alsbald allein im Waggon. «Zwei Millionen und zwei Töchter zu verheiraten!» rief er, und der Zufall liefert mir auf der Eisenbahn das Ge« heimnis dieses Mannes aus, von dessen Existenz ich auf gewöhnlichem Wege nie eine Spur hätte haben können. Gewifs, ich mufs sein Schwiegersohn werden, oder ich bin nichts als ein Einfaltspinsel. Sich die Adresse des Specialisten für schwedisches Heilverfahren zu verfchaffen, der dem Profeffor * * assi' stiert?, war für Lucian das Werk eines halben Tages. Am nächstfolgenden Tage hatte er bereits um 11 Uhr morgens von dem Trottoir Besitz ergriffen, welches der Herr mit den zwei Millionen passieren musste, um zu dem Arzte zu gelangen. Er täuschte sich anch Nicht. >-,!", «, Punkt 11 Uhr kam eine Art Fauteuil auf Rä-dern, der von einem kräftigen und wohlgekleideten Manne geschoben wurde, die Straße herauf uud fuhr in das Thor, welches Lucian seit einer Stunde nicht aus den Augen gelassen hatte. Eine jener Ahnungen, welche selten täuschen, sagte ihm. dass der distinguiert aussehende Herr, der in dem Rollwagen saß, der brillante Schwiegervater sei, auf den er fein Auge geworfen hatte. Als der Rollwagen nach einer Stunde wieder zum Vorschein kam, folgte ihm der wackere Lucian demzufolge Schritt für Schritt bis zur Wohnung des Gelähmten. Dieselbe befand sich in einen» sehr schönen, neuen Hause eines der vornehmsten Stadtviertel. Lucian ließ 10 Minuten verstreichen; dann stellte er sich dem Portier vor uud sagte, er sei gekommen, den Kranken zu besuchen. Der Portier wies ihn in das erste Stockwerk. Es ist leicht zu errathen, um welches Thema sich die Unterredung Luciaus mit dem armen Rheumatische» drehte. Er sagte ihm, dass er ihm auf der Straße begegnet sei und dass ihn der Ausdruck seiuer Gesichts-züge im ersten Augenblicke frappiert habe. Er hätte sogleich darauf schwören können, dass er von einer furchtbaren Art des Rheumatismus befallen sei, die er, als Doctorand der Medicin, gerade zu seinem Special-studium gemacht habe. und er glaubte mit Bestimmtheit behaupten zu können, dass es sich hier um eiueu sehr seltenen Fall von Rheumatismus der Nervenfasern handle. (Erstes Erstaunen des Kranken.) Lucian begann ihn hierauf zu auscultieren, fühlte ihm den Puls uud unterzog fein Zellengewebe einer Untersuchung durch die Lupe. Ja, jetzt hatte er die unerschütterliche Ueberzengung gewonnen, dass der Kranke an einer fibrös-rheumatischen Diathese leide; allein der Fall sei keineswegs verziv^ felt; im Gegentheile, Lucian verbürgte sich für die Heilung, welche er alsbald gauz allein uuteruehmeN wolle, sowie er sich im Besitze seines Doctor-Diplo^ befinden werde. Im Grunde, sagte er. handle es s^ hier bloß um eine einfache Fragender Massage und d^ Elektrisierung. Von Bewunderung für die Wissenschaft dieses junge" . Mannes ergriffen, desfen Diagnose so genan mit del' jeuigeu der berühmtesten Professoren übereinstimlnte' öffuete ihm der Kranke feine Arme und sein Haus ll"° gewährte ihm nach Verlauf einiger Tage die HaN. semer jüngsten Tochter. Es versteht sich von selb''' dass Lucian all das mit geschlossenen Augen accep' tierte. " Als es znr Unterzeichnung des Ehevertrages la"'' erklärte der Vater feierlich, dafs er die Hälfte se>"^ Vermögens unter seine drei Töchter theile- dassel" bestehe aus 50.000 fl.. die er im Handel mit'Colons waren gewonnen habe. Ein Opfer seiner eigenen Falle, war der unM liche Lucian emer falschen Fährte gefolgt, und erst naV träglich gelang es chm zu constatiereu. dass der Doc ^ des schwedischen Heilverfahrens gleichzeitig zwei P" tienten in Behandlung hatte, deren Rheumatismus it>e>'' tifch. deren Stellung in der Gesellschaft aber eine g^ verschiedene war. Und so ist es gekommen, dass der Doctor Lllc'"'. G. die wenig bemittelte Tochter eines ehemalige" Sp' zereihändlers heiratete, der an der Behandlung s"" Schwiegersohnes auch glücklich gestorben ist. O. Hoch''' Lllibacher Zeitung Nr. 163. 1397 18. Zuli 1888. oeil Worten, dass Rnssland Frankreich im lritischcn "ugenblick nlcht verlassen werde; man ersieht daraus, was dle rnssischen Chauvinisten wünschen und hoffen und was man von ihnen zu erwarten hat. (Die französische Kammer) lehnte die ^"ngllchkelt für deu Antrag des Bischofs Freppel anf Abschaffung des Duells ab. Der Radicale Bourgeois Nellte den Antrag auf Revision der Verfassung und forderte dle Zuweisung des Antrages an die Rev'isions-commisswn. wogegen die Rechte protestierte, weil dirs emer Emsarguug des Antrages gleichkäme. Die Bonapartisten beantragten die Zuweisung des Autragrs an emc Specialcommission, was die gcsammlc Linke avleyntc. Die Kammer begann sodann'die Berathung oes Credits betreffs der Verlheidigungsarbeiten iu Chcr-bourg, Brest nnd Toulon. ' ^ '' ^ (Russland.) Es ist zweifelhaft geworden, ob »kaiser Alexander III. ,n der Lage sein wird, persönlich ^ ««"er 900jährigen Feier der Einsühruug des ^ynstenthnmes in Rnssland beiznwohnen. Iui Ver-ymdernngsfalle dürfte der Minister für öffentliche ""Marung, Herr Deljanov. mit der Vertretung des »la»'" ?!^otin den Act inbetrcsf der Abtretung oer Ba ejer Wiesen für Vregovo. alfo an Serbien. ' aan,... n ^'^^" aus Mexico) znfolqe find im Ö. ^ d'e Wahlcollegien zur Wahl des Prä- lamn! b'r Nepublik uud der Mitglieder des Congresses ammengetreten Bislang ist dem Präsidenten Diaz Me Oppost wn bereltet worden, und es wurden viele dnMi^''^7^"^'^" ll"""hlt. welche, so weit dereu ftoUt.sche Anschauungen bekannt sind. seine Anhänger ^!.^ l ' von Personen haben den Präsidenten beglückwünsch, da Tagesncuigleiten. "Massu"g von Löschgcräthen für die dortige frei-^"lge Feuerwehr erwachsenen Kosten zn spenden geruht. — (Königin Natalie.) Königin Natalie, welche vorgestern abends von Wien abreisen wollte, verschob die Abreise auf heute abends. Dieselbe begibt sich über Paris in ein französisches Seebad. Die Königin verblieb den ganzen Tag im Hotel und lehnte die Entgegennahme von Besuchen ab. — («Geschäft mit Edelweiß».) In den letzten Tagen trieb sich im oberen Gailthale ein Mann herum, welcher sich als Edelwcißhändler ausgab und größere Abschlüsse auf Edclwcißliefcrungen zu machen versuchte. Da der Händler jedoch für 1000 Stück frische Edelwcißblütcn nur 50 lr. bis 1 fl. zahlen wollte, gieng ihm anfangs niemand nuf den Leim. Später soll sich jedoch ein Mann gefunden haben, welcher sich bereit er klärte, eine Million Edelweiß zu liefern. Ein Alpen-freund bekam von der Sache Wind. legte sich als Gegner ins Zeug, und es gelang ihm wirklich, unsere prächtige Alpcnblmnc vor dem Lose zu erretten, in die Hände des Edelwcischändlers nach dem Küstcnlandc zu wandern. Da dieser lüstcnländische Händler auch verschiedene andere Alpeugegendcn mit seinem Besuche zu beehren und sein «Geschäft in Edelweiß» zu machen gedenkt, machen wir darauf besonders aufmerksam. Da in den meisten Alpen-ländcrn das massenhafte Sammeln von Edelweiß be^ hördlich verboten ist, sollte auf Geschäftsleute, welche die! Alpcnbcwohner zur Nebcrtrctung der betreffenden Vor--schriflen zu verleiten fuchcn, ein befonderes Augenmerk gerichtet werden. — (Eine hochherzige Spende,) Der Waitzcner Bischof Constantin Schuster hat zum Baue einer Mao chcnschulc in Kecskemet 60.000 fl. gespendet. — (Ausgrabungen im alten Babylon.) Wie die «Newyorker Handelszcitung» mittheilt, hat sich in Philadelphia eine Gesellschaft gebildet, welche es sich zur Aufgabe stellte, eine Expedition auszurüsten, um Ausgrabungen an der Stelle vorzunehmen, auf welcher das alle Babylon gestanden haben soll. Kürzlich hat sich die Expedition nach Bremen eingeschifft, um sich von dort aus über Land nach ihrem Bestimmungsorte zu begeben. — (Ein Naturwunder.) Der italienische Afrikarciscnde Graf Savorgnan di Brazza erzählt folgendes Gefchichlchen ans seinem Aufenthalte in Afrika, Eines Tages wurde er durch den Vefuch einer schwarzen Majestät beehrt, welche im Vereine mit einer mit-gekommeuen Schwester alle Gegenstände des Europäers auf das eingehendste besichtigte und von einer Verzückung in die andere fiel. Geradezu starr vor Staunen blieben sic vor einer kleinen Kleiderbürste stehen und konnten sich au «diesem wunderbaren Holz» nicht sattsehcn. Nachdem die schwarzen Majestäten das Haus verlassen hatten und Graf Brazza seine Sachen musterte, fehlte die Bürste. Der Reisende zeigte diesen Diebstahl dem Könige an, welcher, unbefangen lächelnd, erwiderte: Es thut mir sehr leid, aber du bist selbst an deinem Unglücke schuld. Wie kann man so etwas herumliegen lassen, ein Stück Holz, aus welchem Haare herauswachsen!» - (Brand im Bahnhöfe Vazias.) In der Nacht vou Mittwoch auf Donnerstag zwischen ein und zwei Uhr lam im Vaziaser Bahnhöfe, im Consumgebäude, aus unbekannter Ursache ein Brand zum Ausbruche, welcher das Gebäude sammt den in demselben massenhaft aufgespeicherten Confumvorrä'thcn einäscherte. Die verbrannten Victualien allein repräsentieren einen Schaden von 00.000 fl. Wenn es nicht gelungen wäre, das im Consumgebäude lagernde Petroleum zu retten, wäre es um die sämmtlichen Bahnanlagen geschehen gewesen. — (Ueber den Rasierzwang bei den Kellnern) hat der «NgNi-c- ä'IMc-I», Alexander Tinkel, eine 36 Seiten starte Broschüre erscheinen lassen, in welcher er unter Berufung auf Shakespeare und Darwin gegen den «Schandfleck des 19. Jahrhunderts» zu Felde zieht, dass die Kellner mit «Affengesichtern» herumgehen müssen. Wir beschränken uns darauf, zu registrieren, dass die Zahl der «brennenden Fragen» wieder um eine vermehrt ist. Unglückseliges Europa! Erbarmungswürdiges Jahrhundert! — (Ueberschwemmungen.)In Pennsylvanien haben in der letzten Woche große Ueberschwemmungen stattgefunden. Der im Thale des Flusses Monongahela und seiner Nebenflüsse durch Hochfluten verursachte Schaden wirb auf drei Millionen Dollars veranschlagt, von welcher Summe etwa eine Vierlelmillion auf Pitts-burg entfällt. Eisenbahngeleise wurden weggeschwemmt, Voote sanken, Fabriken wurden überschwemmt und Städte verheert. Häuser, hohe Holzstöße und Vieh sind von den Fluten weggeführt worden, während die wachsende Ernte auf den umliegenden Feldern fast gänzlich zerstört wurde. — (Aus ber ssinderstube.) Der kleine Georg: Mama, nicht wahr, der Arzt hat das kleine Brüderchen gebracht? — Mama: Ja, mein Kind. — Georg: Wo hat er's deun her? — Mama: Der liebe Gott hat es ihm gegeben. — Georg: Ah, jetzt verstehe ich alles! Der liebe Gott gibt den Aerzten die Kinder, wenn sie klein sind, und die Aerzte schicken sie ihm wieder zurück, wenn sie groß sind. ?ocal- und Provinzial-Nachrichten. — (August-Avancement.) Wie das Armee-blatt vernimmt, findet am 18. August, als am Geburtsfeste Sr, Majestät des Kaisers, infolge des von den Delegationen bewilligten Ersatzes der dauernd Commandierten ein größeres Avancement in der Subaltern-Osficiers- und Eadettencharge statt. Es wird nämlich eine den Verhältnissen entsprechende Anzahl von Oberlientenan-ten zu Hauptleuten, von Lientenanten zu Oberlieutcncmten und von Cadetteu zu Lieulenanlen befördert werden. Dieses Avancement umfasst alle Waffen, und sollen nur einige Hauptleute der Artillerie zur Beförderung zum Major gelangen. — («Glasbena Matica».) Am 9., 10. und U.d.M. wurde die öffentliche Prüfung mit den Zöglingen der «Glasbena Matica» abgehalten. Die Prüfung bestand in Vorträgen der einzelnen Zöglinge auf dem Claviere, der Violine, Cello, Contrabasse und einigen Vlasinstrumenten. Des weiteren wurde eine Prüfung aus der Musiktheorie, dem Solo und Chorgesange abgehalten. Bei der großen Anzahl der Schüler (gegen 200) und dem überreichen Programme ist es uns leider nicht möglich, ins Detail einzugehen, und wir können uns nur darauf beschränken, zu constatieren, dass die Leistungen der Schüler ein schönes Zeugnis für den Fleiß und die Tüchtigkeit der Lehrkräfte sowie die Fähigkeiten der Schüler ablegten. Von besonderem Interesse war die Leistung der Zöglinge der seit vier Monaten bestehenden Vläserschule. Der überraschend günstige Erfolg berechtigt (Nachdruck v«botcn.) 3>is Uanös des Mlnles. »"an aus dem Englischen von Max v. Weißenthurn. (18. Fortsetzung. dein/A^ nicht, noch immer nicht? Mary, was hat der n ,<^W denn in der Stadt zu thun?, forschte N semer jüngeren Schwester zugewandt. Kl««:'.» ?" Kl"t> zu bestellen, Handschuhe und andere "Mlgleiten zu besorgen,, stammelte Mary erschreckt. leklp« m^? sprang anf und erklärte, er wolle mit dem ein UnsM?e "ach 2°ndon fahren; es müfse Karoline jemand^s.^'"!' ^ der Onkel. «Wenn irgend Kutschers' .d°nn gehe ich selbst! Sagen Sie dem Acinus', k "'"se>folt anspannen, ich werde in zehn wand^hz^'t sem.. fügte er, gegen den Diener ge- ^^°"" entfernte sich mit einer Verneigung. "ei en^^^ch^d"' "" ^°"ch mir, dich z3 be-l" Hause"ibr7r A.s'" ?'5 s^l' dass ich Karoline sfträch ^7^") ewcs Lakaien nnterbrach das Ge-Plalte' ein Te7e ^""' von Roden auf silberner Wck^s?^ ?"js dieser dauach uud öffucte es. Ein dem Har, ^"^"ft zeigte, dass die Depesche von Der WoNt'wa^ ^u^' wandt^,, ^l."^ Dame, in' welcher man eine Vcr-"vn ^zrMn nmthmaßt, wurde heute Nachmittag zn uns gebracht; sie ist bewnsstlos in der Nähe der Westminster - Abtei aufgefunden worden und kommt langfam zu sich. Briefe, welche man bei ihr ge» funden, ermöglichten diese Verständigung. Weisungen erbeten.» Ohne ein Wort hinzuzufügen, reichte John von Noden den Gefchwistern die Depesche hin; untcr Ausrufen des Schreckens lafcn beide den Inhalt. Kaum eine halbe Stnnde später befand Mary sich aNein, während Richard den Oheim nach der Stadt begleitete, um die verunglückte Schwester aufzusuchen. Mary dünkte diese Nacht ohne Ende; ruhelos wanderte sie in ihrem Zimmer anf und nieder und harrte des anbrechenden Morgens. Endlich, nn.qefähr um acht Uhr früh, langte ein Telegramm von Richard an; dasselbe lantctc: «Karoline viel besser; sie kennt uns und wird im Laufe des Tages transportiert werden können; ängstige dich nicht!» Mary brach in Freudenthräncn aus und vergaß für den Moment ganz das nnaufgeklä'rte Räthsel, welches noch seiner Lösung harrte: wie das Unglück geschehen war. Es war noch zu verhältnismäßig früher Stnnde, als an ihre Thür gepocht ward. «Die Gräfin Elmer ist im Salon und verlangt nach dem gnädigen Fräulein,» meldete ein eintretender Diener. Mary fühlte, wie ihr das heiße Blut in die Wangrn fchoss. während sie, sich halb abwendend, er» widerte, dass sie sogleich erscheinen werde. Als sie wc-nige Minuten später den Salon betrat, fand sie zu ihrer Ueberraschuug dort nicht nur die gemeldete Be- sucherin, sondern auch den Grafen Westland zugegen, welche beide sie lebhaft begrüßten «Wir haben mit großer Veforgnis von dem Unfall Ihrer Schwester vernommen, wie hat ihr nur derlei geschehen können?» forschte Gräfin Elmer mit warmer Herzlichkeit. Mary erzählte das Wenige, was sie selbst wusste, und wurde darauf von der Gräfin gebeten, den Tag bis znr Rückkehr der Ihrigen auf Schloss Westland zuzubringen, ein Vorschlag, bei dem es keiner Ueber-redung bedürfte, um Mary zu veranlassen, freudig einzuwilligen. Die Stunden dieses Tages giengen ihr wie im seligen Traum dahin. Am Abend war es der junge Graf, der sie in seinem Phai'tou nach Hause brachte. «Ist es nicht zu schade, dass meine Schwester schon so bald abreisen will nnd es mir dadurch erschwert, einen ganzen Cyklus von Festen zu geben, wie ich es gern gethan haben würde?» sprach er, während sie, einander zur Seite sitzend, durch den lauen Abend dahinfnhren. «Mir ist der Sommer die liebste Zeit dazu; man kann seinen Gästen so viel mehr bieten, als im Winter!» «Ja. die Sonne nnd die Blumen helfen mit zur Unterhaltung.» stimmte Mary lächelnd zu. «Sie müssen Ihr Möglichstes thnn, um jedenfalls bei meinem Feste zu erscheinen. Nicht wahr, Sie kom« men?» fragte er nochmals dringend, alb der Wagen am Parkthore hielt. Wenige Minuten später stand sie allein im Garten nnd blickte pochenden Herzens dem dcwonrollenden Phai'ton nach, den warmen Druck jeiner Hand noch immer fühlend, während er doch längst nicht mehr an lhrer Seile weilte. (Fortsetzung folgt.) Lailmchcr Zeitung Nr. 163. 1398 18. Juli 1888. zu der Hoffnung, dass es doch endlich gelingen wird, taugliche Kräfte für eine künftige Stadtlapelle heranzubilden, und wir fügen den Wunfch bei, dass die maßgebenden Factoren die «Glasbena Matica» in ihren Bestrebungen unterstützen mögen. — (Notaren - Verein.) Am 22. Juli vormittags um 10 Uhr findet zu Graz die Jahresversammlung der im Ausschussgebiete Steiermark, Kärnten und Krain wohnhaften Mitglieder des österreichischen Notaren» Vereines im Sitzungssaale des Gemeinderathes statt. Samstag, den 21. Juli, abends 8 Uhr gesellige Zusammenkunft im «Hotel Elefant» am Murvorstadtplatz, am 22. Juli nach Schluss der Versammlung Bankett, nach demselben Ausslug zur Hilmtcich-Warte. Wie verlautet, wird im Monate September d. I. in Wien die General-Versammlung dieses Vereines abgehalten werden, und ist hiebei ein Besuch der Colleger« Ungarns mit dem Versammlungsorte Pressburg in Aussicht genommen. — (Tour- und Reto urlarten nach Veldes.) Wir erhalten folgende Mittheilung: Auch heuer wurden die für Sonn- und Feiertage giltigen, änßerst ermäßigten Tour- und Retourlarten Laibach-Lees-Veldes eingeführt, wodurch den Bewohnern der Stadt Laibach die Möglichkeit geboten ist, den reizend gelegenen Veldeser See, die Perle von Krain, in bequemster Weise mit sehr geringen Kosten in einem Tage zu erreichen. Die Preise für Tour- und Retourkarten betragen für die zweite Classe 1 st. 80 kr., für die dritte Classe 1 st. 20 kr., was einer Ermäßigung von beinahe 50 Proccnt gegenüber dem normalen Fahrpreise gleichkommt. Die Abfahrt von Laibach (Südbahnhof) erfolgt um 6 Uhr 25 Minuten früh, die Rückkunft um 10 Uhr abends bei circa elfstündigem Aufenthalte am Veldefer See. — (Jubiläum des «Solo!».) Aus Anlafs des Jubiläums des 25jährigen Bestandes des Laibacher «Solol» veranstaltet der Prager «Solol» einen Ausflug nach Laibach, welchem sich auch die Deputationen fämmt-licher übrigen czechischen Turnvereine anschließen werden. Das Fest findet am 8. und 9. September statt. — (Infanterie'Kaserne in Laibach.) Die Verwaltungscommission der l. k. Geniedirection in Trieft theilt der hiesigen Handels- und Gewerbekammer mit, dass zur Sicherstelll'ng der Lieferung von Einrichtungsstücken für die neue Infanterie-Kaferne in Laibach Mittwoch, den 25. Juli, um 12 Uhr mittags in der Kanzlei der k. k. Geniedirettion zu Trieft (Vi» äi morcüw vecelno Nr. 3, 2. Stock) eine schriftliche Offertverhandlung stattfinden wird. Die zur Vergebung gelangenden Leistungen sind mit dem Höchstbetrage von 13.588 fl. veranschlagt. Die Concurrenzbedingungen und Offertformu» lare sind in obiger Kanzlei gegen Empfangsbestätigung zu übernehmen, wo auch die allgemeinen und besonderen Bedingungen, die Skizzen und die Beschreibung der zu liefernden Einrichtungsstücke zur Einsicht der Concur-renten oder deren gehörig legitimierter Vertreter vom 18. bis 24. Juli täglich eingesehen werden können. — (Todesfall.) In Planina ist am vergangenen Sonntag der dortige Pfarrer Herr Franz Rihar im Alter von 64 Jahren gestorben. Der Verblichene ward im Jahre 1824 zu Billichgrah geboren und wurde im Jahre 1851 zum Priester geweiht. — (Schulnachricht.) Zur Aufnahme in die erste Classe haben sich am hiesigen Gymnasium im Iuli-termin 198 Schüler gemeldet, und zwar 161 für die slovcnische, 37 für die deutsche Abtheilung. — (Besitzwechsel.) Das Schloss Neudegg in Unterkrain, bisher Eigenthum der Frau Iosefine Ho-tschewar in Gurtfeld, ist um den Betrag von 70.000 st. in den Besitz eines Hecrn Stubenrauch in Wien übergegangen. — (Bezirls'Lehrerconferenz in Reif« n i tz.) Die diesjährige Lehrerconferenz für den Bezirk Gottschec findet am 25. Juli in Reifnitz mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.) Eröffnung der Conferenz im Schulhaufe um 9 Uhr vormittags. 2.) Ernennung des Stellvertreters des Vorsitzenden und Wahl zweier Schriftführer. 3.) Bemerkungen des k. k. Bezirks-Schulinsftectors über den Stand des diesbezirkigen Schulwesens. 4.) Bericht der Bezirks»Lehrerbibliothekscommission über den Stand und die Rechnung der Bezirls-Lehrerbibliothek für das Schuljahr 1887/88. 5.) Wahl der Bezirks - Lehrerbibliothekscommission für das Jahr 1888/89. 6.) Wahl des ständigen Ausschusses für die nächste Vezirksconferenz. 7.) Wahl zweier Fachmänner im Lehramte in den Bezirks-fchulralh im Sinne der 88 19 und 22 des Gesetzes vom 25. Februar 1870, L. G. Gl. Nr. 11. 8.) Referat (deutsch und slovenisch) über das Thema: «Mittel zur Weckung und Erhaltung der Aufmerksamkeit in der Schule.» 9.) Re» ferat (deutsch und slovenisch) über das Thema: «In welcher Weise könnten im Sinne des 8 10 des Gesetzes vom 3, Mai 1883 landwirtschaftliche Fortbildungscurse für die der Schulpflichtigkcit entwachsene Jugend in Verbindung mit einzelnen Volksschulen nach dem ,Lehrplane für landwirtschaftliche Fortbildungsschulen' vom Jahre 1876 errichtet werden?. 10.) Referat (deutsch und sluvenisch) über das Thema: «Wie soll der Lehrer den Patriotismus ,n und außer der Schule pflegen und fördern?» Die Referenten sind bestimmt. Zur Besprechung über das Thema 8ud 9 wollen sich insbesondere alle Schulleiter vorbereiten. 11.) Selbständige Anträge, welche jedoch spätestens bis zum 20. Juli beim ständigen Ausschüsse schriftlich einznbringen find. — (Vilhars C om posi ti on e n.) Von den Compositionen des auch bei uns bestbekauuten F. S. Vilhar wird, wie man uus aus Spalato meldet, nunmehr der dritte Band erscheinen, der 24 verschiedene Compositiouen, meist Männerchöre nach slovenischen uud kroatischen Dichtuugen, enthält. Der Pränumerationspreis beträgt 2 fl. Von Interesse ist die weitere Nachricht, dass Vilhar die Composition einer kroatischen Nationaloper: «Xvanimil-, lls.^ Iil'vatnki,, romantische Oper in drei Acten, vollendet hat, welche in Heften, deren jedes cineu Act der Oper im Clavierauszuge mit der vollstälidigcu Gesangspartitur sammt Text enthält, erscheinen soll. — (Wochen ausweis der Sterbcfällc.) Dem foeben publicierten 27.Wochenauswcis der Sterbcfällc in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: H Gesammtzahl H F^5 ^B der Z ß^Z Städte HZ'« Verstorbenen 5.^ °Z"Z ^3^ ---------- ------ U^. °°3^ ! ZW > m. ^ w. ^N'IZ Z^ Laibach . l 27.664 9 14 23^1 6^ 43 2 Wien. . . 800.836 212 169 381 46 24 7 Prag. . . 185.153 «:l 71 154 34 4tt-:t Graz. . . 105.809 2« 24 52 9 25-« Klagenfurt 19.640 2 8 10 2 265 Trieft . . 159.146 29 39 68 2 22 2 Görz. . . 22.795 11 6 1? — W-» Polll. . . 27.115 « 4 12 — 23-0 gara. . . 12.51« 5 — 5 3 20 « Von der Gefammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 30-4 Procent in Krankenanstalten gestorben, — (Pädagogischer Verein.) Die diesjährige Generalversammlung des «Pädagogischen Vereines» findet am 23. d. M. um 1 Uhr nachmittags im Gasthausc des Herrn Rupert in Gurkfeld statt. Tagesordnung: 1) Bericht über die Vereinsthätigkcit; 2.) Revision dcr Iahres-rechnung uud Wahl der Revisoren; 3.) Wahl der Vcr-einsleitung; 4.) Bestimmung des Beitrages für das Vereinsorgan; 5.) Anträge. Der Ausschuss lädt zur zahlreichen Theilnahme ein. — (Aus Gurkfeld) berichtet man uns: Zum kriegsmäßigen Schießen der Klagenfilrtcr Division sind u. a. eingelangt: Se. Excellenz FML. Ritter von Wagner und Oberstlieutenant und Negimelltscommaudant Eduard Taufar aus Graz, dann über 25 Officicre, theils vom Generalstabe, theils von verschiedenen Trnppenkörpern, sowie über 200 Zuschauer. — (Gegen das Tabakrauchen dcr Jugend.) Wie die «Laibacher Schulzeitung» mittheilt, hat der Landesschulrath für Krain auf Anregung des Landes-Sanitätsrathcs alle Directionen der Mittelschulen uud die Volksschulleituugen beauftragt, den Schülern die genaue Befolgung der Disciplinarvvrschrift, betreffend das Verbot des Tabakrauchens, zur strengsten Pflicht zu machen und gcgcn die Uebertreter dicfes Verbotes mit aller Strenge vorzugehen. — (Brand inDcllach.) Man telegraphiert aus Klagenfurt: Die Holzstofffabrik des Johann Taurer in Dellach, Obertarnten, ist gestern abends ganz niedergebrannt. Der Schaden ist groß, weil bedeutende Vorräthe vernichtet wurden. Aunst und Aiteratur. — ('' llnterstnhung der genannten Schule dcr gebnreude Dant hiemil ausgesprochen. k. l. Landcs-Priisidinm filr Krain. Uaibach am 15. Juli l«8«. Der l. l. Landesfträsidcnt: Minl'llV'v m, p. Alllzetommcllc Fremde. Am ll!. Juli. Hott! Etadt Wien. Pfeifer, Oberfinan^alh, Trieft. - ^ (Yo>»bo< Kaufin, Budapest. «ollsch, Kaufm,, Prag. Si"""' Inspl'l'lm-, Marburg. — Elsbacher, Kfm., Marll Tuffe,'. ' Baas, ztfm., Wieu. - Anlon, Tecretiir Graz Hotel Elefant. Meiner, Wietull), Mnsfei, Groschändler. Trick-— Susnit, Idria. — Mihaillwich, Marinebcamlcr, s. ssra", Pula. Slrol)ma»)rr, l. l. Majur. s. Familie, Trieft. ^ Schlief, Private, s. Familie, Wiener-Neustadt. . Kaufn"", Holelbesiheriu, Agram. — Moliur. Ncumarltl, — Ster", Graz. — LedelM, s. Tochter, Kutina. — Mahorlo. Theology Prosrssm-, Klaa/ttsurt. " wasthof Eildliahllhof. Gl)lini uud Gcntilonw. Trirst. — Baltic und IuaMic, Obcrlaibach, — Zalrajsel, ssiume. Meteorologische Vcolmlhtmlgcu in ^aibach. ^ ^ ^ ^ bc«H.mmc.« ^ß ?U.Mg. 72«-5 lil^l windstill "^'^ ^?« 2.0 „ ,08 - 108'^ ^"n°ll. Grldrcnle. steuerfrei . ,12UN l,L s.ft ^eNerr. Notenrcnlc, steuerfrei „« s,,; »« ?s. N»g. Golbrenle 4«/„ .... ,<,,,.^ ,,^. « Staal«Obl. (Una Ostb.) ^ .1!. ^.^' " ... ," " vom I, I»7l> ,,,,— us.«« Th°.h-Ne«,^'osc 4«/, 100 sl, . ,2<.?c ^5-- Grunt»tntl..Ol,lmationell (sl!r 1«U sl, ltM,) U"b°h'm!chc ..... 109-kn ->- ^'/" ""'>!.und Kilstcnland . 10^.5.0 -- ^« "°h"s,chc ..... 107 75. IW ÜN ".„7 ^österreichische . . ilw.ub',,!,'- °'^ n ,"'!.^ ""b slavonische ,04.- inn - Gelb Ware 5"/« Tcmescr Vanat .... ,!>4 75 105,-25 s>"/n ungarische...... ll»5'— l(»l» »0 Ändert öffcntl. Anlchen. Douau-Mcg. Vosc s>",,„ '0N sl. . 120'— !20'50 dto. Anleihe I«7«, sicuersrci I0«'ü<» — - Nnlclien d. Swdtaemeindc Wien 105 l« 10b Ul> Aüieyen d. Slab!ge»»cind»' Wien (Silber und Go,d) .... — — —-- P»>i!„i>,»'Nnl.b.Stadl.iem.Wien »40 75 Kl'-- Psaudliriefc (für IU!» sl,) Vodencr. aNg. österr. <"/„ Golt> . ,>?i>n ,2«'?s> dlo, !!! 5,0 „ „ 4>/,"/n ION s>N >',,, N» b!l', !» s>« „ „ 4"/„ . !1« s,n !»!!' dlo, Pr>N!l!cN'.Ech»ld»'crschr,««/u 1<'»,25> I0:!' O(s!,H»,po>l)clc!,l'.i«s !<»>, s.'/,«/„ ,ni — lo>'7b Olsl-,,nq, v a»s vcrl, 4>/i"'„ - . 10,75 102 2!. dlo. „ 4"/„ . . ,00 3N 100 uk dto, „ 4"/„ . . 1!,0'30 100 »l. ttnst, alln. Äodtncrcbil-Ncliennes. in Pest iin «. ,«!!!< Verl. 5>/,"/„ — — — — Prioritiits-OblMtioncn (flil !NN f>.» Llisabelh Wcstb.ihn ,, Emission -'- --^ sscldiu.inbl^Nordbnhn in Silber 100 — !N0 5!» ssranz-Iosl's-Vahn.....—----------- Oalizische Karl ^'»dwis, »V.ihn Em. I«8! «<»« sl. S. <,'/,"/<> . 10s 4l. I05'«0 Ocstcrr, Nordwcslbal>n . . . 10? »o 107 «(» Sicbcnbürgcr ...... —-—. —.— Staalsbabn >, Emission , . uni'— 202'— Siibbahn i^ «" „..... ,<« ?e X7-2K l^ s>"/n..... ,25 2«, >«2 Ii0 Nnss.°naliz, Nahn..... ü!»'2ü i<»0 — Diucrsc 3osc !!lch,2Usl. — — 2b'— Oscnc, i'osc 4« sl..... bvbo b« b0 Palff», l'osc 40 fl..... 55's.o s.n - NolhcnKrcu,, öst. Gcs, v, ,«sl, I«'40 '« ?" Nudrls.^osc ,0 l. , . , . ,, 21. «' ^ Salm Vosc <—------- Windischarätz-Vosc 2,» sl, . , s>2 2s> 53— Vaul-Alticn (per Sllicl), Nnalo.Ocstcrr, Bnnf 200 fl. . ,,025 N0 ?s, Baülucrcin, wicxcr, n,0 sl, . »2— »it s>^ 300sl. 508—5>2^ Hvpoldclcnl^.ofl^WsiL^/l,«. —-— —— Väüdcrb., ösl, 2nn fl, G, 5,0"/« - 87^-- Unionbanl 2NN sl..... 2,1 — 2,l oc> Verlehrsbanl, Mg,, i4« fl, ibi-l>o 152 — Veld Ware Actis« voll Trnllsplllt-Ulltcrnchmnllsscn. fl. Silber . —>— — — «lsold-ssium,Aahn 200 sl, Silb . 1kl — 18,— «i!ss>n-3cpl, iiiscüb. lloo fl. «Vt. —'— - — Göhm, Nc>ldl,ihn ,50 fl, . . . ,33 — 18350 „ Wcfll'ah» 2U0 sl. . . . 30? 50 30850 Vllfchlichlat'cr Lifb, 500 fl, CM. »«0 . «45 — „ sllt, «) 20« sl, . 270-— 2?«>— Donau ^ Dampfschiffahrt» - Ges. Ocftcrr, W0 fl, cnl>acherci« 200 sl, . — — — — ,. El,b.'Til,IIl,^, ,«7»20usl,S, —'— —-— stcrdinande.Älordb. inno sl, ÜM, «490 »49!^ stranz-IoscsVahn »nn s>. Silber —'— —'— ^ünflilchcn-VarrserLiszlNnfl^, —-— -.- — Gali,,5lall'i?udN'ig-V,!i!>v!l,llM, 208 «0 20»«f> Gra,'ssoslnchcrE,-B,20Nsl,oW. —'— -.- Ä.iliicnbclss löisciibahn 100 sl, . —'— —' — llajchnu^tcrl', !tise!ib,20<,fl. S, —'— —' — ^lNidcrss-^^clnowih-Iassy-Eiscn- bnbn-Gcslllschnft i!»0 fl. ö, W, «1775 «18 25 t!lovd,rst°»»ss,.Trieft «wflliVl, 442— 444 — Oeslcrr, »iribwestb, 2UU sl. Silb, UU 50 1«s„ - dto, (lit, 1<) 200 sl, Silber , !i»2 75 183 2b Prass«Durcr Cisenb, 15« fl, Eilb, 83'5<>! 84 — Nndrls-Vabn 2N0 sl. Silber . 1»»'— IX2-75 Sicbc»bl!rgcr Liscnb, 200 fl. . 177 »N ,77 75 Staatscifenbahll 2no fl. ö. W, . »»(»'— 28l> »,0 «Mr^ War, Sudbahn 200 fl. Silber ... Süd »io,dd.«V«b.<«.200fl.Ü7«5 Industrie-Nttim (per Stillt). «tghbi und »inbbera, Eisen« und Stahl 3»d. in Wien IUU fl. . .-— —__ lkisenbahior.i'rihst, 1, 80sl,4«"/„ »,—- y,,lio „Elbcmiihl", Papiers, u, ll<-^. 52 5b 5»,s,<» Vionlan ^csl'Nsch,. o'slcrr.-alpmc üs. 2li »5,'7l» Präger Eisen» >.!l fl. 20. Illiupt-Dcpot: S '•Sclmlz, llunnovor, Esdierstr. Dopots: ft,JlL,wl5aoh: U»Kcl-Apolhekc; Klagen-uirt: W. Ih.irnwald; Villaoh: Apoll.oker ^'¦öcliol/. und Dr. Kunips. (2271)) i:t-f> «edernnhcunnsfettes s.3 ^3 ^ V!,s!,!i,e!,!p^l,!snewsrl is>di,sbs!'a»chvun « p >3 f- "' «" » ^,is „.,. „,„„i,c!N' l l, »,!l,ch! PI,v " " « « «eder ^lanztinctur 5^3 U"d Mi!,!'''" "/^' °""""d!wu°r^.-nG!ll»,, «"I,L: >»'°d,n ^'"'">" 'Md bc, aU,ül!.!,s,„ ^»'! 2 »^,'" "^> »ich! ud<ü,b, " " " ? »»U<""''6 d,r «orziiaXchltil dlefei °3 " 3v erbn !""'!''"''' ''ch' "'" d!.- b,? n,m 5I.- Z l? »°>, A.!'/" ^l; "««oichNUNNc» »>,d ,»,!,d»lc 3, " 5 ^' <, Warnung »«» OgxG i | Moriz Tiller & Co. fljjf k. k. Hoflieferanten \ I______ Wien, VII., Marlahllfer«tra«»e 22._________(Hf>fi) 2(i \ F. F. Vidic A €omp. ornpselilcn dem geehrten Puhlicuni scliöne und billige Thon-Oefen in vorzügliohater Qualität für Salons, Cafes, Gasthäuser, Privat-Wohnungen etc. Musterlagcr in der Elefantengasae Nr. 0. (2849) 8 (3195—1) 9ir. 5445. Cnratorsbestellung. Der mit Beschluss des k. k. Landes-gcrichtes in Laibach vom 23. Juni 1888, Z. 5074, ob Vlödsinnes unter Curatcl gestellten Theresia Iereb von Gereuth ist Johann Iercb von Zibcröe Nr. 21 zum Cllrator bestellt worden. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 30stcn Juni 1888. ^(2844—2) Nr. 3837. E^ecntive iltealitiiten-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Nasfenfus; wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Josef Gorjuv von Dolina die executive Versteigerung der dem Gustav Dolar von Nasseufuß gehörigen, gerichtlich auf 1330 fl. geschätzten Realitäten Einlage-Nr. 99 nnd 314 der Catastralgemcinde Nassenfuß bewilligt und hiezu zwei Feilbictungs-Tagfahungen, nnd zwar die erste anf den 1. Augnst nnd die zweite anf den 5. September 1888, jedesmal vormittags um I I Uhr. hier-arrlchts mit dem Auhange angeordnet worden, dass die Pfandrealitäten bei der ersten Feilbictung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten aber anch unter demselben hintangegcben werden. Die Licitlüwilsbedmgnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu erlegen hat, sowie die Schätzungsprotokolle und die Grundbuchsextracte können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Nassenfuß, am 15 Mai 1888._____________________ (3148-2) Nr. 5317. Erinnerung an Lncas Bcrnc von Nufsdorf, resp. seine nnbckannten Rechtsnachfolger. Vom l. k. Bezirksgerichte Adelsberg Wird dem Lncas Berne von Nussdorf, resp. seinen unbekannten Rechtsnachfolgern, erinnert: Es habe Anton Mihevcic von Nnss-dorf gegen Lucas Verne von Nussdorf. resp. seine unbekannten Rechtsnachfolger, die Klage cw i»l-uo«. 17. Juni 1888, Z. 5317. auf Ersitzung der Realität Ein-wgc.Nr. 19 a6 Catastralgcmeinde Nuss-dorf Hiergerichts eingebracht, nnd wird im ordeuiiichcn mündlichen Verfahren die Tagsahunq auf den 3. August 1888. vormittags 9 Ul/r, hierqerichts mit dem Auhaugc des 8 2l1 a. G. O angeordnet. Nachdem der Aufenthalt des Geklagten unbekannt ist, winde Herr Dr. Eduard Den von Adelsberg zum Curator k6 aewm bestellt. K. l. Bezirksgericht Adelsbcrg, am 18. Juni 1888. (3150—1) Nr. 5604. Curatorsbestellung. Vom k. k. Landes- als Handelsgerichte Laibach wird hiemit bekannt gegeben: Es sei in der Rechtssache der Hed-wig Fabiani, Npothelerswitwe in Bischoflack, derzeit in St. Wolfgang (durch Dr. I. Petovar in Friedau), gegen den am I I. Juni 1888 zu St. Wolfgang im Gcrichtsbezirke Friedau verstorbenen Friedrich Vodopiuz zu Handen des zu bestellenden Curators »6 ucwm auf Zahlung der Wechselsumme per 386 fl. s. A. für den Geklagten, resp. dessen unbekannte Erben und Rechtsnachfolger. Herrn Dr. Anton Pfefferer, Advocat in Laibach. zum Curator aä u^um bestellt und dem selben der hiergerichtlichc Zahlungsauf trag zur Wechsrlklage d« i»i-a^. 9. Juli 1888, Z. 5604, eingehändigt worden. Laibach am 10. Juli 1888. (3137—1) Nr. 4690. Exec. Realitäten - Versteigerung. Vom l. t. Bezirksgerichte Gottschee wird bekannt gemacht: Es sei über Anstichen des Johann Gramer von Nesselthal die executive Ver« steigerung der dem Josef nnd der Mag-dalena Loschke von Unterbnchberg gehörigen, gerichtlich auf 937 fl. geschätzten Realität Einl.-Z. 13 a<1 Vuchberg be< willigt uud hiezu zwei Feilbietnngs-Tag. satznngen, und zwar die erste auf den 1. August und die zweite auf den 5. September 1888, jedesmal vormittags um 9 Uhr, im Amtssitze mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität bei der ersten Feilbietnng nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnifse. wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu erlcgru hat, sowie das Schätzuugsprotokoll uud der Orundbuchsextract können iu der dics-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Outtschee, am 7te„ Juni 188«. ____________ (2818—3) ftt. 4419. Razglas. Dovolila se je na proSnjo Kalarine KraÄovec iz (iorenje Lokvice izvr.šilna prodaja na 1307 gold. 50 kr. cenjenega, pod vložno Sf. 12 kafastralne oböine Dule spadajoeega, ml. Janezu (Jerkšièu iz Dul pripadajoOega zernljiöca, in se doloèuje dan na 2 8. j u 1 i j a in 30. avgusta 1 888 od 11. do 12. ure dopoludne pri tu-kajsnji sodniji s pristavkom, da se more omenjeno zemlji^èe pri drugi dražbi pod ceno izvesti. Dražbeni pogoji, ceinlni //apisnik in zemljeknjižni izpisek »e srnejü pri sodniji vpogledati. G. kr. okrajno sodiftèe v MeMiki dne 17. maja 1888.