2051 Amtsblatt Mr Laibacher Heitung Nr. 2??. Dienst^ den 1. December 18i!8. Ausschließende Privilegien. Das k. k. Haudclliiuilnstcviulu uud das touigl. unganschc Atinistcrium fnr ^auduiirlhsch^ft, Iuduslric und ftandcl h'>bcii imchstchsndc Priuilcgicu ertheilt: A,u 20. ^!l! 1868. 1. Dc:u ^'udwiss Cdmluid Mayer in Wien auf dic ^rsit'dn'.'.'. u^n Mouuincnteu auS Mctallplultcn odcr Blech, für dic ^anc> l,incs Iah>eö. Am 25. August 1808. 2. Dem tV'.'icimch ^ori- dic Dancr cinö Iahi'cö, li. Der landwillhschafllicheu Vtascliincu-Werkstältc Sr. Duräüancht dcc« Füistcn Hugo ron Thuru uud Taj.'!^ zu DM'ciwitz uci Iniuidnuzlau i» ÄöhuilN, uu-lcr Vcrlreluug ihllö Wirlhschastgdirccluro Franz Nadel zu Dobrawitz, auf dic Ei'sinduua. cixcr focicu^nntcn „Doblawitzcr GlauztäferEiüsauimlnu^maschinc", für die Daucr uou drei Jahren, 7. Dem August A>»>,' ^crcuard, staulschulmaarc»-Fabrikaütcn zu Paris (Äcoollmächt^ttr Friedrich ^iödi^er iu Wicu, Ncüliuu, Sissinnuo^nssc ')ir. 3), auf dic Er» fi»du»tt cincr eiyculhumlichcu uiclallisirlcu iiaulschut' Compositioü ;>> ucischildcmii iudustricllcn Zwccken, für dic Dmici von zwci Ialiriü. 8. Dem AndrcaS Franz Bechmciuu i» Wicu, ?tcu-dau , Apollu^nssc Nr. 18, auf rinc Vcrl)csf>,'ruuss au dlll Fcldbiudcuschiiallcu, für die Daucr linccj I,U)rcv<. i). D.-Ul Alfred ^cuz, Ingcuicur iu Wic», Star-hcuchcrgüssc Nr. 13, auf ciue Bcrdcsscru»g an dln 5kl,-Pulöfcn, für die Dauer »»incö ^ahic^. !<). Dmi John Li^htfoot zn ^ower Honsc in (5>'n-land ^Vcuollmächtis,tcr S. E. Pagct iu Wicu, Etadt, NiclucrgusscNr. l3), auf cincVcrbcsscvlli^ dcim Dr,:ckcn Ncmisscr ^wclitcr stalirilatc und Garne, fill dic Dauer uon fünf Jahren. II. Dciu Anton Pilz, Schucidcrmeislcr in Wien, Iuscphstadt, Iofcphstüdternasfc Nr. 23, auf cinc Vcr< besscrimg au dcn Vcrschlüfscu, wodurch Gcgcnsiünoc oync Sch',oß, Knüpf odcr Schnalle uiit größter Tchucllig-ke,t sscschlosscn oder gcüff>nt wcrdcu lünncu, für dic Dauer eincö Jahres. Am 3. Scpiembcr 1868. 12 Dcm B. B. Holchl'ß, Fadritanten zu New» ^ort in dcu Vcreiuiatcn Staaten N'ordalncrika'^ (^lvc>ll-mächtigtcr Dr. Joseph Max Nitlcr von Wiuimartcr. Hof- uud Gcrichlsaduulat iu Wic») , auf dic Eifin-d,!i>^ , uuter Auwcn^uutt ciucr Holzuutcilagc ein l)er< dcsscrlcö Hul^pslastcr sür den Stra^enuerkehr hcrzuslcllcn, fiir die Daucr cineS Jahres. 13. Dem M. Neuland zu Dortmund >u ^cst-Phalcn (Vcvollmächtigcr Karl NepctN) iu Wien, ^ladt. Eurrculgaffc ')ir. 10), auf ciuc Pcrl'csscrung fciucr pri» vcle^irtcu f^lbstlhätil; erlöschenden Sichcrheitslampc, für dic Daucr cii,c« Jahres. 14. Dcin Sigmuud Nnsnrr, k. k. H^'-Vamp^n-faln i^aittcn iu Wicu, Mar.M'clhcr.stlnßc )tr. 66 , auf dic Erfindung ciucr ^igroiuc-Moderatcurlauipc, für dic Daucr cim'ö Jahres. 15. Dem Lco Fichlinr, öffcntlichcn Gesellschafter der Firma ,.I. Fichtiur und Söhne" zu Ätzgcrödur' l'ci Wicu, auf ciuc Verbesserung des Verfalncnö zur (5rzcuaMg von Fabriks« uud Waurm-Schutzzcichcu, für die Taucr eincs Iahrcs. Die Piiullcaiums-Veschrclbuusscn, dercu Gchcin!> Haltung angesucht wurde, bcfindcn sich im l. k. Piiuilc-9'vU'Archiue iu Anflicwadluu^. und jcnc von 1 , 4, 5, ^ 8, <). 11, 12 nnd 13, deicn Gchciu'.haltung uicht Nl'gcsncht wurde, tonnen dnscll'st von Jedermann cin-eschen irciden. (463—1) Nr. 3096. Concursausschreibung in Vetreff erledigter Staatsbaudicnst-Etellen in ^>ber«isterreich. Für deu Staatsballdiensi in Oberösterreich ist einc Ingenieursstelle I. Classe mit den: Gehalte von 1100 ft. nnd ciuc Ingeuienrssteilc II. Classe mit dem Gehalte von 1000 fl., evmtncll in: Borriicknngsfalle eine lucitcrc solche Stelle II. Classe mit dem Gehalte von 1000 ft. zu besetzen, für welche der Concurs mit dem Beifügen verlautdart wird, daß im weiteren BorrückuuaFfalle des vorhandenen Banpersonales gleichzeitig auch die hiedurch in Erledigung kommenden Bauadjuncten-Stellen I. und II. Classe mit den Gehalten von 800 ft. und 700 si., sowie zwei systemisirte Baupraktican ten-Stellcn mit dcm Iahresbezuge von 400 ft. zur Besetzung gclaugen werden. Bewerber um ciue dieser DiensteZstellen haben ihre mit den vorgeschriebenen Behelfen über die Befähigung und bisherigc Dieustleistung oder Ver-weuduug im Baufachc instruirtcn Gesuche längstens bis Ende December 1868, und in so ferne dieselben iu: öffentlichen Staatsbaudienste stehen, im Wege ihrer vorgesetzten Behörde an das Präsidium der k. k. o. ö. Statthalterei zu Linz zu überreichen. Linz, am 20. November 186«. Dl>r t. k. Slatchnltrr iu Olicruslcrrcich Karl Graf Hohrnwart'Gerlachstei,» m. ,>. (453—3) Nr. 861. Cvlicurs-Allsschmbulig. Bei dem k. k. Landesgcrichte in Laibach ist die Stelle eines Gefangenaufschors mit dem Iahresgehaltc von ^62 fl. 50 kr. und dcm Bezüge der Amtskleiduug, dann eine Dieuevsstehil-fellstelle mit dem Iahresgchalte von 226 st. 80 kr. zu besctzeu. Die Bewerber um diese Stellen haben ihre gehörig belegten Gesuche binnen der Frist von 14 Tagen, vom Tagc der dritten Einschaltung dieser Kundmachung in die Laibacher Zeitung an gerechnet, bei dcm unterzeichneten Präsidium im vorgeschriebenen ^6egc zu überreichen und darin ihrc Eignung zu dem angesuchten Dieustpostcn, insbesondere die Kenntniß der deutschen uud kraiuischeu (slovcnischcu) Sprache nebst einiger Fähigkeit znm schriftlichen Aufsatze nachznwciscn, und auch anzugeben, ob nnd in welchem Grade sie mit einem Beamten oder Diener dieses Landesgerichtes verwandt oder verschwägert sind. Laibach, am 28. November 1868. Vom Präsidium dcs k. k. Landcsgerichtes. ^(462) " "Nr711087" Cvncurs Kundlnachullg. Bei der k. k. Finanz-Procuratnr iu Laibach ist cine ConccMvralticantcnstclle mit dcm Adju-nun jährlicher 400 st. zu vesctzcu. Gesuche siud, uuter Nachweisnng der rechts-uud staatswisscuschaftlichcn Stlidien nnd der vor^ gcschricbcnen Staatsprüfungeu, dann der Kenntniß der krainischen Sprache, binnen drei Wochen bei dcm gefertigten Präsidium einzubringen. Auf Bewerber, die sich bereits im Besitze des juridischen Doctoratcs befinden nnd eine angemessene Praxis nachznwciscn vcrmögeu, wird vorzugsweise Bedacht gcuommcu wcrdeu. Laibach, am 26. November 1868. Vom Präsidium der k. k. Finanz-Dircction. ^455113) Nr. 853. Concurs-Ausschrcibulig. Zur Wicdcrbcsctzung einer bei dcm k. k. Bezirksgerichte Luttenberg erledigten Kanzlistmstcllc mit dem Gehalte von 500 ft. und dem Borrüb kuugsrechte in die Höhcrc Gehaltsstufe von 600 ft. wird hiemit der Coucurs ausgeschricbeu, und haben die Bewerber ihre gehörig belegten Gesuche nntcr Nachweisnng der Kenntniß der slovenischen Sprache binnen 14 Tagen nach der letztem Einschaltung dieses Edictes in die Grazer Zeituug, im vorschriftsmäßigen Wcge bei dem gefcrtigtcn Präsidium einzubringen. Cilli,'am 26. November 1868. K. k. Krciogcrichts-Präsidium. (450—3) Nr. 9423. Kundmachung. Bei dein Magistratc Laibach kommcn fiir das Jahr 1868 folgende Stiftungen zur Verleihung: 1. Die Johann Vapt. Bernardinische Stif tnng mit 62 fl. 28 kr. 2. Die Johann Jakob Schilling'schc Stiftung mit 66 fl. 93 kr. 3. Die Georg Tollmeiner'schc Stiftung mit 64 si. 10 kr. 4. Die Hans Iobst Weber'sche Stiftung mit 81 st. 89 kr. Auf diese vier Stiftuugen haben Anspruch Bürgerstöchter von Laibach, welche ihrcn sittlichen Lebenswandel nnd ihre Dürftigkeit mittelst legalen Zeugnissen, dauu ihre im Jahre 1868 erfolgte Berchclichuug mittclst Trammgsschcincs und die ^ bürgerliche Abkuust durch die Bürgerrechts Urkunden ihrer Bäter nachzuweiseu verzuögen. 5. Die Johann Niklas Kraschkovic'sche Stiftung mit 63 st., auf welche ein durch Uuglück Bcrarmter odcr Verschuldeter aus dem Bauernstande der St. Pctcrspfarrc in Laibach Ansprnch hat. 6. Die Jakob Anton Fanzoi'schc Stiftung mit 33 ft. 41 kr., welche an cinc armc, ehrbare, zur Ehe schreitende Tochter aus dem Bürger- oder niedern Stande verliehen wird. 7. Die Josef Felix Sinn'fchc Stiftnug mit 54 si. 4 kr., zu welcher zwei der ärmsten hier-ortigcn Mädchen berufen sind. 8. Dic Johann Bapt. Kovaö'schc Stiftung mit 165 st. 92 kr., welche stiftungsgemäß nnter vier zu Laibach iu unverschuldeter Armuth lebende Familienväter odcr Witwcu von unbescholtenem Rufe und mit mchrcrn uuversorgteu Kindern zur Vcrthcillmg kommt. Bewerber um die vorerwähnten Stiftungen haben ihrc gehörig instruirteu Gesuche bis 15. December l. I. bei diesem Magistratc zu überreichen , wobci diejenigen, wclchc sich nm mchrere Stiftungen alternativ in Compctcnz setzen wollen, abgesonderte Gesuche einzubriugeu haben. Stadtmagistrat Laibach, am 19. November 1868. D c r M a c, i strat s v 0 r st a li d. (452—2) Nr. 7736. Kundmachung. Mit Beginn des Schuljahres 1868 69 kom meu folgcudc Studcutenstiftungen zur Wiedcrbe-fetzuug: 1. Bei der von Andreas Chrön crrich tetcn Stiftling dcr crstc nnd zweite Platz im der maligen Nettobeträge von je 73 fl. 46 kr. Zum Genussc dicscr Stiftuugsvlätzc siud studircudc Söhne armcr Biirgcr aus Laibach, Krainburg uud Oberburg, vorzüglich aber aus der Verwandtschaft des Stifters, vom Obergymnasium augefangen bis zur Theologie bcrufcu. 2. Der dritte Platz der Thomas Chrön-fchcn Stiftuug im dcrmaligeu reinen Iahresertrage von 40 fl. 8l> kr., woranf armc Studirende aus Kram uud vorzugsweise aus des Stifters Verwandtschaft den Ansprnch habcn. Der Stiftling ist vcrbundcn, sich auf Musik zu vcrlcgen, nnd der Stiftnngsgcnuß, wclchcr erst mit dem' Eintritte in das Obcrgymnasium beginnt, kann nach zmnckge-lcgtcn Gylunasialstudicn nur in der Theologie fortgesetzt wcrdcn. Das Präscntationsrccht bc'i dicscr uud der vorigen Stiftung steht dcm hicsigcn fürst-bifchöflichen Ordinariate "zu. 3. Dcr erste Platz der I ohann Dimic, schen Stiftung im dermaligen Vleincrtmgc jährlicher 50 si. 20 kr. Zum Genusse dieser auf dle Dauer der Gymnasialstudicn beschränkten Stiftung 2052 sind arme Studirende ans des Stifters Verwandt schaft, in Ermanglung solcher aber Stndirendc aus dem Dorfe Podgier nnd endlich aus der Pfarre Maunsburg berufen. Das Prä'scutationsrecht übt der von Schifferstein'fche Doinherr in Laibach gemeinschaftlich mit dem Pfarrer von MannZbnrg aus. 4. Bei der Thomas Er lach'schen Stift tung der erste und zweite Platz im dermaligen Nettobeträge von je 120 fl. Auf diese Stiftuug haben Schiller aus der Verwandtschaft des Stifters den Anspruch, wcnu sie auch erst in der Normal-schulc sind, nnd können dieselbe durch die ganze Studienlaufbahn genießen. 5. Die vom Kaspar Glavatik errichtete Stiftung im dermaligen reinen Iahresertrage von 47 st. 40 kr. Das Präsentationsrecht zu dieser blos für solche Studireudc, welche von den Vrii dern oder Schwestern des Stifters abstammen, be stimmteu Stiftung steht dem Aeltestcn der Familie Glavatie zu. 6. Die Sebastian Kotalj'sche Etüden tenstiftung jährlicher 45 st. 48 kr., welche für Ver wandte des Stifters, insbesondere die den Namen Kokalj führen, bestimmt ist. Das Präsentationsrecht wird vom Pfarrer in Prä'dasl in Gemeinschaft mit dem Pfarrer von Höstein ausgeübt. 7. Bei der Andreas Lnscher'schen Stiftung der erste Platz jährlicher 22 st. 70 kr. Derselbe ist anf keine Stnoienabtheilung befchränkt und für fleißige und gut gesittete Studireude aus der Ortschaft Stockeudorf, dann aus Nesselthal, und in Abgang solcher auch für andere brave Studirende aus dein Dekanate Gottschee bestimmt. Das Prä'sentationsrccht übt der Stadtpfarrcr in Gottschee aus. 8. Der erste Platz der vom Franz Mc-telko errichteten Stiftuug im jährlichen Reinerträge von 72 st. 10 kr. Hieraus haben Aufpruch gut gesittete uud fleißig studireude, vom Laudc gebürtige Knaben aus der Anverwandtschaft des Stifters, uud bei dcrcu Abgang aus der Pfarre St. Kanzian bei Gntenwerth oder aus einem dieser Pfarre näher liegenden Orte, nach Vollendnng der zweiten Normalschulklasse. Das Prä'sentationsrccht steht dem Gymnasial Lehrkörper in Laibach zn. 9. Bei der von Polidor M onta g n a n a errichteten Stiftung der erste Platz im derzeitigen Reinerträge von 73 st. 78 kr. Zu dicfer Etiftuug, deren Genuß vom Gymnasium angefangen anf die Studieu in Laibach befchränkt ist, sind dürftige Studirende in Laibach bernfcn. 10. Der erste und vierte Platz der Musikfonds-Stiftung im dermaligen reinen Iahrcs-ertrage von 52 st. 90 kr., anf welche folche Studirende vom Gymnasium angefangen den Anfpruch haben, welche mnsikalische Kenntnisse besitzen nnd dieselben zn vervollkommnen wünschen. 11. Bei der Ehristof Plankelj'schen Studentenstiftung der zweite Platz jährlicher 27 st. 84 kr., zu dessen Genusse stndirendc eheliche Vnr^ gersöhne aus der Stadt Stem nnd alsdann folchc aus Laibach bernfen sind. Der Stiftuugsgenuß dauert durch fünf Jahre der Gymnasialstudien nach vollendetem 12. bis zum erreichten 1!-). Lebensjahre. 12. Das vom Thomas Poklukar errichtete Studentenstipendium im dermaligcn reinen Iahrcsertrage voll 18 fl. 68 kr., auf welches Studirende aus der Anverwandtschaft des Stifters nn-ter speciellen Bedingungen, und in Ermanglung derselben Studirende ans der Psarre Obergörjach den Anspruch haben. Der Stiftungsgenuß ist auf keiue Studienabtheilung beschränkt und das Präsentationsrecht wird von dem Neffen des Stifters und dessen Nachkommen ausgeübt. 13. Bei der vum A nton R a a b errichteten ersten Stiftung der erste Platz jährlicher 100 st. Der Genuß der Stiftung ist für gut studireude Bürgersohne Lcubachs vuu der vierten 'bis zur Beeu-digung der sechsten Gymnasialclasse bestimmt. 14. Die vom A ntonRa ad errichtete zweite Stiftung jährlicher 200 st. 4 kr., welche nur für Studirende aus des Stifters oder dessen Gemahlin Verwandtschaft bestimmt ist und so lauge genossen werden kann, bis dcr Stiftung in Folge seiner Studien in einen geistlichen Ordm eintritt oder Weltpriester wird. Das Präsentationsrecht zu beiden letztgedachtcu Stiftungen steht dein hiesigen Stadtmagistmte zu. 15. Bei der vom Lore uz Racki angeordneten Stiftung der zweite Platz im dermaligen reinen Iahrcsertragc von 79 st. 16 kr. Zum Genusse desselben sind blos Stndirende aus der Anvcrwandt schaft des Stifters bcrufeu, wobei jenen, die von männlicher Seite abstammen, vor denen aus der weiblichen Linie dcr Borzug gebührt. Dcr Stif-tnngsbezng ist von dcr Normalschnle angefangen auf keine Studienabtheilung befchräukt und das , Prä'sentationsrccht hiezu übt der Pfarrer zu Fara bei Kostel aus. 16. Der erste Platz der I osef Repezic -schen Stiftung im dermaligcn reinen Iahrescrtrage von 105 fl. il» kr. Derselbe ist für Studirende aus der Verwandtschaft des Stifters voll der Nor malschnlc bis znr Bollendung der Studien bestimmt. Bei Abgang verwandter Schüler haben Bürger- ^ söhne aus Laas und alsdann Stndircude aus dem ^ Pfarrbczirkc Laas darauf den Anfprnä). Das Prä-' scntationsrccht wird vom Pfarrer in Altemuarkt ^bei Laas ausgeübt. i 17. Die vom Dr. Paul I gnaz Reschen ! angeordnete Stiftnng im dermaligeu Nettobetrage jährlicher 36 fl. 42 kr. Zum Genusse derselben sind Studirende aus dcr Verwandtschaft des Stifters und in Ermanglung solcher auch andere Stndircndc mit vorzugswcifcr Bedachtnahme aus die Nachkömm llinge ans der Familie Fabianic berufen. Das 5 Präfentationsrecht steht der hiesigen Advocatcnkam- mer zu. 18. Bei der Franz Roic'schcn Stnden--tenstiftung der erste Platz im dermaligen jährlichen Reinerträge von 111 st. 32 kr., auf welchen vorzugsweise studirendc Verwandte des Stifters und ill Ermanglnng folcher Etudirendc ans der Pfarre Deutschruth im Görzcr Districtc den Anspruch haben. Der Stiftuugsgeuuß ist auf kciuc Swdieuab-theilung beschränkt nnd das Präsentationsrecht gebührt dem Pfarrer ill Dentfchrnth. 19. Der zweite Platz der GeorgThomas Rnmplcr'schen Stiftnng im derzeitigen reinen Iahresertrage von 26 fl. 38 kr. Derselbe ist für Stndirende ans der Verwandtschaft des Stifters nnd ill Ermanglung von solchen, für jene aus dcr Verwandtschaft des Friedrich Pcrse bestimmt, wobei alsdann auch andere Stndircnde berücksichti get werden können. Das Präsentationsrecht übt der Domherr am Agramer Metropolitancapitcl Dr. Lukas Adam Rumpler aus. 20. Die vom Franz Schabatz errichtete Stiftung jährlicher 42 st., zu deren Genusse mittellose, wohlgesittete nnd fleißige Schüler alls In-nerkrain oder dem vormaligen Adelsbcrger Kreise, insbesondere Bauernsöhnc alls den Dccanaten Laas uud Zirkniz berufcu sind. Das Verleihungsrccht zn dieser Stiftnng, welche von dcr ersten Gymna sialclasse bis zur Vollenduug der höheren Studieu geuosscn werden kann, steht dem Pfarrdechantc in Adelsberg zu. 21. Bei der vom Adam Franz Hagar angeordneten Stiftung der erste Platz jährlicher 39 st. 58 kr., der vom Gymnasium angefangen bis zur Voll-endnng der Theologie genossen werden kann. Anf dieses Stipendium habeu vor allem die Verwandten des Stifters Anfpruch, welche den Namen Hagar führen, dann die entferntem Seitenverwandtcn nnd endlich stndirende Söhne armer Büger aus Stein. Das Präfentationsrecht gebührt dem Aeltesten alls der Hagar'schen Abstammung. 22. Bei dcr Leopold Scheer'schen Stu-dentcnstiftung dcr zweite Platz jährlicher 42 fl. 32 kr., welcher erst von der siebenten Gymnasialclasse angefangen bis znr Vollendung der Berufsstudicn genossen werden kann. Derselbe ist sür arme, gut stndirendc und wohlgesittete Jünglinge aus Kram bestimmt. Das Präscntationsrccht wird vom hiesigen Stadtmagistrate ausgeübt. 23. Die Andreas Schurbi 'sche Stiftung, im dermaligen Reinerträge von 27 fl. 70 kr., welche blos für Studircnde aus den drei hiezu berufenen Faulilien, deren Repräsentanten und nächste Au verwandte des Stifters Andreas Schurbi, Mathias , Sluga uud Marcus Vaupetic im bestaudeuen Bezirke Müukcndorf sind, bestimmt ist. Der Stif tungsgcuuß ist auf keine Studienabtheilung ! beschränkt. ! 24. Der zweite Platz der Friedrich Sker-p i n 'schen Stildentenstiftnng im dcrmaligeu reinen Iahrescrtragc von 43 st 40 kr. Znm Genusse dcr selben sind Studireude ails der Verwandtschaft des Stifters und in deren Abgänge folche, welche in ^der Stadt Stein geboren sind, berufen. Das , Präscntationsrccht zn dieser Stiftnng, welche von j der zweiten Gymnasialclassc angcfana.cn durch fechs ! Jahre geuosscu werden kann, übt der Acltcstc aus ! des Stifters Verwandtschaft aus. ! 25. Bei der Dr. Georg Su pan'schen ! Stiftuug der zweite Platz im jährlichen Reinerträge von 63 st. 84 kr. Zum Genusse dieses auf die , Dauer der Gymnasialstudien beschränkten Stipendiums sind arme, gut gesittete und gut studirende , Jünglingc aus der Pfarre St. Martin unter , Großkahlcnbcrg, dic in deu Dörferu St. Martin Mittcr- und Untergamling geboren sind, berufen, in Ermangluug solcher aber Studireude, welche ^in denjenigen Dörfern geboren sind, die fchon im Jahre 1820 zur Vorstadtpfarre St. Peter ill Laibach ^ oder zur Pfarre Mariafeld die Gctreidecollectur zu ^verabreichen verpflichtet waren. Das Präscntations-, recht wird vom hiesigen jürstbischöstichcn Ordina-, riatc ausgeübt. ^ 26.' Bei der von Dr. Josef Stroy cr- . richteten Stiftnng der dritte Platz jährlicher 118 st. ^ 68 kr., welcher für Studircndc aus des Stifters Verwandtschaft nnd alsdann für solche bestimmt ist, welche zu Virkendorf, dem Geburtsorte des Stifters, geboreu siud. 27. Bei der von Johann Thaler von Nenthal und dcfsen Gemahlin Maria von Po sarclli errichteten Stiftung der erste Platz jährlicher 22 st. 26 kr,, auf welchen vorerst arme stn-direndc Verwandte und bei Abgang derselben auch andere Studireude den Anspruch haben. 28. Die Karl Umck'sche Stiftung jähr licher 78 st. 50kr., welche für Stndirende ans der Verwandtschaft des Stifters nnd in dcren Er manglnng für andere arme, gnt studirende Jünglinge bestimmt ist. Der Stiftungsgenuß ist vom Gymnasium augefangeu unbeschränkt nnd das Präsentatiousrecht gebührt dem hiesigen fürstbi-fchöflichen Ordinariate. 29. Bei der 1. Stiftnng „ U nb e k a n n t " der erste Platz jährlicher 54 st. 66 kr., sowie auch 30. die zweite Etudentenstiftung „Nnbe-k annt" im dcrmaligeu reinen Iahresertragc von 33 fl. 40 kr. Beide sind für wohlgesittete und dürf< tige Stlldircndc in Laibach überhaupt bestimmt. 31. Bei der vom Audrcas Wcischel angeorducten Stndcntenstiftnng der zweite Platz ilil reinen Iahrescrtragc von 60 st. 22 kr. Auf den Genuß dicfcr auf dic Gymnasial- und thco logifchcn Stndien beschränkten Stiftling haben Stu direndc ails der Weifchel'fchcn oder Gorjailc'schcn Bcfrellndschaft und bei Abgang solcher stndirendc Jünglinge aus dem Dorfe Oberfeuchting den Anfpruch. 32. Eudlich das von Friedrich Weiten Hitler errichtete uud für einen armen, gut studireudcn Schiller der sechsten Gymnasialclasse bestimmte Stipendium im dcrmaligeu reinen Iah' rescrtrage von 4l st. 98 kr. Das Präscutations' recht übt hiebci der bevollmächtigte Wcitcnhiller'sche Patronatsrepräsentant Herr Pincenz Seunig in Laib ach aus. Studireude, welche sich um die vorstehend^ Stipendien bewerben wollen, haben ihre mit dei'l Tausscheiue, dem Dürftigkeits- und ImpfnngszcM uissc, dann mit den Stndienzengnisscn von den zwei letzten Schulsemestcru, fowie in deul Falle, als sie das Stipendium aus dem Titel der M" Verwandtschaft beanfprnchen würden, mit dein lcga-leil Stammbaume belegten Gesuche bis 15. December d. I. im Wege der vorgesetzten Stndiendirection hieh"' zll überreichen. Laibach, am 6. November 1868. K. k. Landesregierung fiir Krain.