^ 223. Donnerstag, 1. October 1891. 110. Jahrgang. kMacherMMum. ^l.M^' ^lblillirin^n^^"^^ "^""0 : »anzMrig ft. lb, halbjährig ft. ? ,',0. In, (l n ü, p t o»l : ^ D!r Zustellung :tll!^sl'i5vintz «, die Nebartlon Änbnhofznsie i!4. Llirl-Hstünl^'i der Nsdartwn täglich von ^^^^^^^^ «tiien 25 lr., gröfierr ver Zfilr n lr, - l>e! ülterc» Wlckfilirlungc» p!l virile u lr. ^ lc> bi» l» Nbr uolmltlag». - Unslllnliert» VrUtti!d9„ «. ?"" 'b'" erbetenen Uebernahme' R r> trelif., '""^stand in Anerkennung seiner ^ bllll^'lz des c^„ ersprießlichen Dienstleistung das ^ geruht "i'Josef. Ordens allergnädigst zu ^HlG,^s K^>'"lN"thigkeit wird anerkannt, dassj > ^ffte .^ der Bevölkerung Böhmens « " de ''7als Zweifel gehegt wer.en an >^^a^'schen und insbesondere der d^i l^rze'^ sehr auch politische »^^^"^ die Köpfe in Böhmen ver. ^ V°l'tische ^'^ogiscke Umtriebe aller Art L^^ilht w,, "ken nnd nationale Fühlen ä>che" U'che ^?ewegten Oberfläche etwas ist. ' ' itll^ ^s zz. "^t ble.bt von dem wilden Treibn ^>N der m "^""^' es sind die in< b>e «^' ^""kerung wurzelnden Gefühle ^ch^°d" N^^agt werden, dass. so wie ^^heihe V"? der Festveranstaltungen. ^^^^"hlistasnuls. mit dem die Ve- ^euilleton. ».geölter di. ^-'' lallt ein Sprichwort. > ^ dass sie "i'.'Gul^ besag«" ^^ ^^entheil von dem '^H^^ 'ch einmal be-^b ""«. dasz" ?^feil.. Allerdings mit V "" . ^"h '^ .st noch zu erwägen sein 'yz °U«fich?°^ 9ut. d. h. znwff'nd. M""sich hier d ^ Agenden Fall sein >Ü^M^ ich"H aufstelle: -Guter Nath ist M> d? "" N^W'kN'nd dabei im Äuge. wie X' fii /ie H^age ertheilen kann. welche <>. dKhlb 7' ' stcts für gut. ür vor. ' >^ ^'U 3bl^t ?l? '»nte^NÄ' l°8°r ziemlich stark X^H"sMr/ der unaufgefordert »tt tzouischi ° '^^ wird. und zwar ^ F z^'U'h. ein c^'"''k' dass hier ein "' ^' li « geschäftliches Interesse und ^ttlei^w.ss. man kann auch nach "lkben und erfahren. Die g> völkerung Prags den Monarchen begrüßte, die glühende Begeisterung, welche Sr. Majestät allüberall entgegen» jubelte, selbst hochgespannte Erwartungen weit über« troffen hat. Alle Berichte, welche über die Prager Festtage hieher gelangt sind. bezeugen, dass die Huldigungen, welche das Volk seinem Fürsten darbrachte, alle Schranken des Konventionellen und Programmatischen durch« brachen und im eminenten Sinne den Charakter des Spontanen uud Elementaren hatten. Wenn diese Thatsache unter allen Umstanden erfreuend und erhebend genannt werden muss. da sie neuerdings vor der ganzen Welt Zeugnis ablegt für die Kraft der dynastischen Tradition in Oesterreich, so muss dieselbe unter den gegenwärtig in Vöhmen obwaltenden Verhältnissen dop< pelt freudig begrüßt werden. Denn die Worte, welche Se. Majestät am Samstag gegenüber dem Präsidenten des Landesausstellunqs-Comit^s gesprochen, vollends aber die Ansprache, welche er bei dem Empfang aus dem Hradschin au die Repräsentanten der autonomen Vertretungskörper des Landes gerichtet hat. lassen keinen Zweifel darüber, dass Se. Majestät gew'llt ist, mit dem Vollgewichte der Autorität der Krone und seiner er> wuchten Persönlichkeit für die Sache des nauonalen Friedens in Böhmen einzustehen. Der Kaiser hat es unzweideutig zu erkennen ge. geben, dass er die Herstellung des nationalen Friedens in Vöhmen. welche unter seinen Auspicien in Angriff genommen worden, nach wie vor als ein Lebensinteresse des Landes Böhmen uud des ganzen Reiches erachtet, dass er selbst dieses Ziel unverwandt im Auge hat und hiebei die hmgebuugivolle nnd selbstlose Mitwirkung aller Patriote» erwartet. Diese lapidaren Worte werden überall gehört und verstanden werden. Sie appellieren an den guten Willen aller Bcwohner des Landes und namentlich derjenigen, welche auf die Gestaltung der Verhältnisse Einfluß zu nehmen berufen Nod. Wenn diese Worte in einer den Czechen verständlichen Sprache gesprochen wurden, so werden sie wohl auch nach dieser Seite hin ihre heilsame Wirkung üben und dem Volle eindringlichst zu Gemüthe führen, dass es Staats» Nothwendigkeiten gibt. welche nicht Umtrieben geopfert werden dürfen, die nnr dem allerengsten Fractions» inleresse dienen. Die Worte des Kaisers bilden somit eine Mahnung von eindringlichster Kraft, und sie erwecken in jedem Freunde des Völlerfriedens die Hoffnung, dass das einmal angebahnte Werk des nationale» Nusgleiches zum guten Ende geführt werden wird. allen Hindernissen und Fährlichkeiten zum Trotze, welche böser Wille und Verblendung demselben eutgegeuthürmen. D,e Sache des Völkerfliedens erhalt eii.ru Bu»drsgeiwsseu in der schästliche Betriebsamkeit, der Concurrenzneid und manche andere Auswüchse des Kampfes ums Dasein erscheinen oft genug auf der Bildfläche in der äußeren Verkörperung des selbstlosen Biedermannes, der im Brusttone der Ueberzeugung Rath ertheilt, wo man kaufen und wo mann nicht taufen, wo man einkehren uud wo mau uicht einkehren soll. Besonders an fremdem Orte foll mau vor solchen Rathgevern. die den Rasenden schnell eikenmn uud sich iu anscheinend ganz unauffälliger Weise zu ihm gesellen, ein wenig auf der Hut M, selbst ans die Gefahr hin. einen wirklich harmlostn Ralhgeber für einen Reclamemacher, wenn nicht fur «och etwas Schlimmeres zu halteu. A»f Reisen lernen wir freilich anch die uneigennützige», Rlithgeber kennen, d. h, diejenigen, welche in der That nur Rath ertheilen, um sich nichlich und wichtig zu machen, getragen und durchdrungen von dem Bewusstsein, dass niemaud iu di>r ganzen Stadt oder zehn Meilen im Umkreise die Sache so gut versteht wie sie. Ist mau schwach genug, ihuen seinen Relseplan zu verrathen oder sich über die beste Art der Z,t. einlheilung mit ihnen in eine Unterredung einzulassen, so wird man sofort erfahren, dass man d,e Sache ganz falsch angefangen hat und seinem guten Sterne danken kann, der noch in elfter Stunde einen Mann herbei-gefühlt, der das Verkehrte wieder in den richtigen Chic zu briugen vermag. Nuu ist aber unser Stern so gut gewesen, mcht einen, sondern zwei Männer herbeizuführen; jeder von Liebe und Verehrung eines Volkes für seinen edlen Fürsten, uud die Festtage in Prag haben gezeigt, dass dieser Factor nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Dir Reise des Kaisers durch Böhmen wird hoffentlich nach mehr als einer Richtung reinigend wirken auf Stimmungen und Strömungen in der Bevölkerung. Der Kaiser hat auch dir panslavistischen Demonstrationen in der Ausstellung gedacht und gesagt, dieselben seien unpatriolisch und hätteu ihn schmerzlich berührt. Diese Worte richten sich gegen die naive Politik der Gasse, welche in keinem monarchischen Staate und am aller« wenigsten in Oesterreich-Ungarn als politischer Factor anerkannt wird. Man lässt nicht die äußere Politik einer Großmacht von dem Straßenpublicum beeinflussen. Die Nation mag aber auch erkennen, dass es eine Lüge ist. wenn man ihr sagte, solche Kundgebungen, die sich gegen die Fundamente der Großmachtstellung des Staates und der äußeren Politik desselben richten, seien mit Loyalität und Patriotismus vereinbar. Sie sind es nicht, sie sind vielmehr geeignet, Zweifel zu nähren und den guten Ruf der Nation zu trüben. Es hat sich in diesen Tagen gezeigt, dass dort. wo die Gefühle des Volkes in ihrer unverfälfchten Ursprung» lichkeit zum Worte gelangen, sie eine Sprache des überzeugten Patriotismus reden. Sache der Nation wäre es. diese ihre Gesinnung auch vor Trübungen und Fälschungen zu wnhren. Den rechten Weg hiezu weisen die wahrhaft fürstlichen Worte Sr. Majestät. Mögen sie im ganzen Volle verstanden und gewürdigt werden! Ein 800jiihriges Doppel-Jubiläum. Ein durch das Zusammentreffen zweier historischer Momente merkwürdiges Doppel Jubiläum kann in diesem Jahre das Königreich Kroatien feiern. Vor achthundert Jahren erfolgte sein Anschluss an das Königreich Ungarn; gleichzeitig wurde ein Bisthum in seiner Landeshauptstadt Agram gegründet. Krcsimir III, war der letzte Groß» Zupan und der erste Kroaten«König. Eine Urkunde der Kirchenoersammlung zu Mona in Dalmatien vom Jahre 1069 nennt ihn den «erblichen König von Kroatien und Dalmatien». Seit dem Icihre 1070 erscheint an der Seite des kroatisch?« Königs als BanuS, als Statthalter des Groß Zupans Demetrius Zvonimir. Er wirkte zugleich als Mitregent; der Herzog Stephan, ein Neffe des Königs, galt in jenen Tagen als Thronfolger. Nach dem Tode des Kresimir im Jahre 1075 be-stieg aber nicht dieser Neffe, sondern der Mitregent Demetrius, dessen Verwandtschaft mit dem verstorbenen König unklar, ist, den Thron. Dies geschah mit Bewilligung des unga. rischen Königs Vela I., der seine Tochter Helena mit ihnen versteht die Sache aus dem Ff, nur schade, jeder hat eine ganz andere Meinung darüber. Sie fangen an miteinander zu streiten, das «Erlauben Sie», «Ver. zeihen Sie», «Aber ich bitte gehorsamst, das muss ich doch besser wisfen.» fliegt in immer gereizterem Tone herüber uud hinüber. Man kommt sich zwischen den beiden streitenden Parteien wie ein Spielball vor und kann noch von Glück sagen, wenn sie in der Hitze des Gefechtes die eigentliche Veranlassung dazu vergessen und man sich unbemerkt forlschleichen kann. Hat man Gelegenheit, etwas Näheres üb?r die beiden Kämpfer zu hören, so wird das von dem Unparteiischen abgegebene Urtheil häusig dahin ausfallen, dafs beide von der Angelegenheit, um die sie sich so sehr erhitzt haben, recht wenig velstehen und dass es nicht klug gewesen sein würde, ihren Rathschlägen zu folgen. Wie auf der Reife, so geht es im Leben. Da sieht man Leute in Harnisch gerathen über Dinge, die sie durchaus nichts angehen, so dass ein Witzwort von ihnen sagt. weshalb sie sich nur den Kopf des anderen zerbrechen. Ich habe Männer, die in ihren eigenen Ge« schäfteu Schiffbruch gelitten, denen es in verschiedenen BBodenbacher und die Prag «Duxer« Bahn hinaus, dem zufolge beide Bahnlinien mit 1. Jänner 1892 verstaatlicht werden. (Fürst Liechtenstein.) Wie verlautet, beabsichtigt der Abgeordnete des Hernalfer Reichsralhs« bezirkes, Prinz Alois Liechtenstein, vor Beginn der Reichsralhssession in mehreren Wählerversammlungen seinen Wählern seinen Rechenschaftsbericht zu erstatten. (Uzelac.Affaire.) Wie «Pesti Hirlap» er« fährt, wird der ungarische Ministerpräsident Graf Julius Szapary schon in einer der ersten Sitzungen des wieder zusammentretenden Reichstages auf Grund der umfangreichen Uutersuchungsprotokolle der gemischten Commission die Interpellationen Ferdinand Horanhky's und Gabriel Ugrons in der Uzelac-Affaire beantworten. (Militärisches.) Wie man aus Wien schreibt, wird das November'Avancement im Heere ein so spärliches sein. wie es schon lange nicht gewesen. Da bei den jüngst stattgehabten gemeinsamen Ministerberathungen die Mehrfoiderungen der Kriegsverwaltung sehr wesent« Was sagt man aber zu den Frauen, welche alle' zeit mit guten Rathschlägen für die Erziehung bei der Hand sind und deren Kinder man als die ungezogensten Rangen in der ganzen Straße fürchtet? Was saqt man zu solchen Hausfrauen, welch? über Haushalt und Küche, über Reinmachen der Wäsche jede beliebige Auskunft geben können und in deren eigenen vier Pfählen Sauberkeit. Ordnung und Behagen viel zu wünschen übrig lässt? Man sagt vielleicht: Thut nach ihren Worten, aber nicht nach ihren Thaten, und fährt dabei gar nicht schlecht, sobald man eben mit der erforder» lichen Kritik zuwerte geht, denn darauf kommt es an. Ein wirklich guter Rath ist nämlich ein solcher, wrlcher nicht nur im allgemeinen gut ist, sondcrn auch in richtiger Anwendung auf den gegebenen Fall. Das aber erwägen sehr viele Nachgebende nicht, und darum sind gute Rathschläge zwar häusig, wirklich guter Rath aber doch recht selten. «Glauben Sie mir, meine liebe junge Frau. ich habe sechs Kinder aufgezogen und viel Erfahrung.» 'U "ne windige Matrone und gibt Lchren für die dnk^ ^"^ schwächlichen Kindes. Sie vergisüt aber OMr'abl» ? '7«.^ ""em Landgut in prachtvoller lich herabgedriickt wurden, so kann sich das November-Avancement begreiflicherweise nur auf den Erfatz des normalen Abganges beschränken. Am empfindlichste, wird durch diese Verhältnisse die Artillerie betroffen, wo voraussichtlich nur 13 Oberlimtenants zu Haupt-leuten und 15 Lieutenants zu Oberlieutenants befördert werden dürften. (Der Kaiser in Böhmen.) Der Pariser «Temps» widmet der Kaiserreise nach Böhmen einen eingehenden Artikel. Dieselbe habe beide Volksstämme in gleichem Gefühle der Loyalität vereinigt und neuer-dmgs gezeigt, was der Monarch für das Zusammenhalten der verschiedenen Parteien Oesterreich ° Ungarns bedeute. Wo der Kaiser erscheine, fänden sich die Gegner von gestern in stürmischen Acclamationen zusammen. Der Beweis sei erbracht, dass zwischen Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph und feinen Unterthanen in Böhmen keine Wolle schwebe. Die Worte, welche Se. Majestät gesprochen, und die Beweise seines Interesses für die böhmische Kunst und Industrie könnten die gemäßigtere Tendenz nur ermuthigen. (Das Internationale statistische Inst i t u t.) In der vorgestrigen Sitzung des Iuternationa» len statistischen Institutes fanden verschiedene Vorträge statt. Lexis (Göttingen) sprach über die Elemente der Demographic; Unterstaatssecretär Mayr (Straßbnrg) über die zweckmäßigste Einrichtung statistischer Veröffentlichungen , und die Versammlung stimmte hiebei der Anschauung zu, dass die mangelhafte Ausbeulung des statistischen Materials geradezu eine Rücksichtslosigkeit gegen das Publicum bilde; Manos (Athen) erörterte die Einrichtung der amtlichen Statistik in Griechenland. Abends fand zu Ehren des Institutes Empfang brim Unterrichtsminister Baron Gautsch statt. (Die Hungersnoth in Russland.) Die neuesten Depeschen aus dem Innern des russischen Reiches über die Hungersnoth lauten sehr beunruhigend. Die Verordnungen der Regierung zur Linderung des Nothstandes erweisen sich eher als nachtheilig wie als nützlich. Es herrscht vollständige Verwirrung. Frauen verlaufen sich, um Brot für ihre Kinder zu erlangen. Den Höhepunkt dürfte die Hungersnoty im November erreichen. Das Ministerium empfteng die Beschlüsse der Bauern verschiedener Districte von Saratov, Samara und Vjatta, in welchen erklärt wird, dass, wenn der Zar die Bauern nicht unterstütze, sie sich selber helfen müssten. (Friedensaussichten.) Die gesammte Presse nimmt mit Befriedigung die Rede auf, welche der deutsche Reichskanzler v. Caprivi in Osnabrück gehalten, namentlich die Stelle, wonach niemand von den regierenden Häuptern den Frieden zu stören und einen europäischen Krieg hervorzurufen wünfche. Die Blätter vergleichen diefe Rede mit der des französischen Mi> nisters des Aeußeren, Ribot, und constatieren, das beide die Tendenz der Beruhigung verfolgen. — Es verlautet, der russiche Botschafter in Berlin, Graf Zuvalov. überbringendem Kaiser Wilhelm ein Handschreiben des Zaren Alexander. (Russische Besuche in Frankreich.) Aus Petersburg wird der «Pol. Corr.» gemeldet, dass da« Gerücht von einem demnächstigen Besuche des Groß. fürften-Thronfolgers in Paris ebenso unbegründet ist, wie jenes von einem bevorstehenden Besuche der russischen Flotte in Cherbourg. Der beste Veweis für die Unrichtigkeit letzterer Nachricht sei die Thatsache, dass das baltische Uebungsgeschwader, welches angeblich zur Fahrt nach Cherbourg bestimmt wäre, seine Uebungs-campagne bereits beendet hat und soeben abgerüstet wird. Vn Rath, der vom subjectiven Standpunkte aus ertheilt wird, bei dem der Rathgebende nicht alle äußeren Verhältnisse wie alle inneren Anlagen und Bedingungen des Rathheischenden in Anschlag bringt oder in Anschlag bringen kann, ist kein guter zu nennen, mag er sich auch unter veränderten Umständen einmal bewährt haben. In diescs Milieu, wie der jetzt so häufig angewendete französische Ausdruck sehr bezeich» neno lautet, vermögen sich aber nicht viele Rathgeber zu versetzen. Sie vermögen es nicht aus Kurzsichtigkeit, Bequemlichkeit, Beschränktheit und Subj^ctioismus; sie vermögen es aber auch nicht, weil der Rathheischende sie im unklaren lässt über das, worauf es ankommt. Man möchte wohl einen Rath haben, aber man möchte doch nicht alle Umstände nackt und klar dar« legen; man möchte seine Gedanken, Neigungen und Wünsche nicht bis auf die letzte Falte entschleiern, man «beichtet in Räthseln und kann dann nur in Räthseln losgesprochen werden». Es ist thöricht und zeugt von Unreife und Unfelbständigkeit. wenn man nichts, und sci es der Ankauf eines Kleides oder eines Hutes, unternehmen kann, ohne dabei um Rath sragen zu müssen, und am meisten erschwert sich derjenige das Leben, der nicht Einen zurathe zieht, sondern bei jedem Anlasse die Meinung vieler holt. Er kam, schließlich von sich sagen: «Da steh ich nun, ich armer Thor. und liin so klug als wie zuvor — mir wird von alle-dem so dumm. als gieng mir ein Mühlrad im Kopfe herum.» (Das rauchlose Pulver ,n ^" ^B'l Die von der russischen Kriegsoerwaltung «"^ ^ >?, zur Herstellung des rauchlosen Pulvers l,i ,^ ^ Betriebe, und das Fabrikat derselben w'ro ^ °l die Truppen vertheilt. Die KriegsverMil^ ^ sonach erreicht, sich in dieser Hinsicht vom unabhängig zu machen. ,: e „) 3^" (Handelsvertrag m»t 3^', ^ B' Verhandlungen mit Italien betteln o» ^ handenen Differenzen hauptsächlich den ^ ' ^ weitere Herabsetzung Italien verlangt. " übrigens eine baldige Tagesneuigleiten. ^, Se. Majestät der Kaiser haben. w>e ^ ^ rische Amtsblatt meldet, den Abgebranm' ^^? hagy 200 fl., den Pete. Pitrooa. Karesa. Matosianus un° ^ F dann der evangelischen Gemeinde in ^p ^d ^ endlich den lömisch-katholischl'l, Kirchen '" Schemnitz je 100 fl. zu spenden gerM- ___________. ssHW^ -(DerProcess gerichtshofe in Cilli, unter dem Vors'tze " ^ ^ Dr. Gertscher, fand vorgestern d.« «° ^ „F den Kaufmann Josef Pichler nach einjähriger Geschäftssühruna n"t "_ ^« und gegen dessen Ehegattin Katharina P>^ ^ M brechens des Betruges, gegen ersteren au^ ^^ ° barer Crida. Vom Verbrechen des Vetruge« ^B Angeklagte mit 10 gegen 2 Stimmen fre'g '^ DB schuldbarer Erida wurde Joses Pichl" i" strengen Arrestes verurtheilt. .,«,.) V" ' .F - (Empfang der Romp.laer^h^ land» wird aus Rom gemeldet: G"ße ^M^ unter den österreichischen Pilgern. Durch ^^i ^ hochwürdigen Herrn Prälaien ^"6.' At" «Anima», war heute Audienz beim ^."'>c j^"" i" Papst sprach mit jedem Pilger und ,eg ^B,,^ uns. Unter den Pilgern befanden M """ gstel"'" h voller Wichs aus Deutschland und "e^.^^sle'" ,^ Studenten, unter anderen die Prmze" ^,. ^ Löwenstein. Graf Vrandis und V""" I, W". ,^ segnete Se. Heiligkeit die Männerwelt v ^ , - (Eine verspätete G""> >" englischen Blatte lesen "ir: Währ" ^" ^ Sturmes wurde ein amerikanischer Scy"^^ «lnl ^ Südsee.Insel Cocosnüfse einlud. "" ^ltt" 'g^ verschlagen. Die an Bord befindlichen ^'^^i^"^ in ihre Canoes und suchten das Lanv z ^ M ^, der Fahrzeuge schlugen jedoch um "' Z<, ^, fielen ins Wasser. Sofort schössen «on « ^ fische herbei, denen 8 der Ungluckl'chen ' ^ während mehrere schwer verletzt w«^' ,ilcl^ - (Auf der Jagd «''" > M<^ Gmunden wird gemeldet: Der EaP'" veM ^. Kremsmünster, der Cooperator 1'. V""'^ M«^ ^ vor einigen Tagen auf einer Jagd z^hte. '^ barch, das« sich. während « sitze^Mte. ^^ Inbustriehalle, der Notunde ^n^a" ^^-^.^ <, Nur wer in sich die "t f^ ander widersprechende und omchk"^ „ ^ , nicht verwirren zu lassm. Angelegenheit mehrere hören, l ug" ^" ^ch'/nel'. .z beschränkt, denn zuletzt muss "" a>" ^i Rathgeber sein; es weiß imm" l ^ ^ ihn der Schuh drückt. I» MW^ D ' ^ an einen zuverlässigen MvocateN ^,. M ,^ Leiden des Mpers an emen ° w""^ <^vz Fragcu. wo die eigene., Kenntnis < >' ! zuverlässige Sachverständige, zu °„ ^,,, ge^. trau,n haben kann. Volles V«tra" ^ ^ B der Person entgegen, die """ „a, ^ hält. in schwierigen Angelegen^ ^ gehm. .„ ^ sei sich a^f l'?^ Wer aber Rath erlheltt, d"' t^j, "e ''"V eine ernste und schwere nehmen. Rathgeben heißt M ' best^^l V' Seele eines anderen versetzen. " ^ ,n ^e" ,." Gewissen erwägen. was "«" e.rück ^/,M^ thun würde, und ohne ,ede Mv ^,,bt ^<< s ruch thun/Nur wer das vern g^t ^ ^ Rath. und ein solcher 'st '" ^ ^ ^ ,d KF sondcru selten und kostbar. ^ar,B '^c in seltenen Fällen ertheilen, u" ^. ,M . diejenigen gute Ratha/ber. nielV §l" als solche sich herbeidrängen. Zei'" ^"chtr Zettung Nr. 223. _______^ 1859 1. October 1891. ^ bchari^'m^"^^"^^^"Nli zu verwenden, welche waltet ^'"ung im nächsten Jahre in Sofia v2len^^"l°ll zur See.) Per von Fiume nach ^"°ner «N> ^°"benladung abgegangene italienische ^ mit ?"° ^' .^'^' "^ berichtet wirb, bei lwinen lv,.^" österreichischen Segler «Sator. zu« 'Vtatill'z«. ^" '^ "" furchtbares Leck beibrachte. ^inpiccoi° . ' "°" Kanonenboote «Nautilus» nach ^N Viatlchn °^"'"' "° Bemannung ist bis auf ^M^b». w^beu' Genusse von Fleisch.) gehende kam',- ^ genoss eine au« 17 Personen ^lte», Oct., m°" ^^ heische eines mit M'lzbrand ^ lilnf t>°^"' -?ach einigen Stunden erkrankten alle, ^' die I", ll"ben. Vier sind noch in Lebens- ^(«L^"" ^ ""l bem Wege der Besserung. !^°W da» ^?I'"' in Paris.) Der «Figaro» wichst in . M' H"r Lamoureux gedenke ^gnerz n?"'l" Oper eine Grali««Auffilhrung ?'"Publk»m ^^""' i« veranstalten, um dem . !ei "^ zu zeigen, dass an diesem Kunstwerke ^"t" hi°^" d°s französische Nationalgefühl sich !" ^ ^«° " ai " it Schmugglern.) Bei Tamasi Men G^""' es zwischen Tabalschmugglern und ^^"sgler /^^" """" ^ltigen Kampfe, wobei ^ Groß, lw ^ "e"' l"" andere schwer verwundet Kr't"(Unal?^" Tabaks wurden saisielt. i?"^quz ^lall.) Ein französischer Pilger, der «i»> die o«^°lens, stürzte im Hotel «Roma» 3 ^bineis v ^'"de Thüre deS Auszuges mit der ""d blieb , . ^^lnd, vom dritten Stock in dic ^" (Zur l!^ Stelle todt. '^'hr aus^'lesaiso,,.) «Was meinst du, Killst dir w s? ^'le eine Erklärung mache?» — ^^^^lemen recht großen Reisekorb holen?» v'°^ "^ ^lllnzial-Nachrichten. "elnshaug der philharm. GeseUschaft." «n..s.^as die Liebe den Menschen, ist die b/,.« l.^" Künsten und den Menschen, d ' !" 'st ja wahrlich die Liebe selbst; «^ "uistc ätherische Sprache der Ueidcn- ^'' l,°usendscitin allen Fardenwcchsel der- ^°m ui allru Gefilhlsarten enthüllend und h.A"ur einmal wahr, doch von tausend ' «. stV "'"' Menschen aleichzeilia zu ver- ^ In eins z 6' ^' ""' Weber. ^<>sUl/°^' edler Wllrde erhebt sich der im I^ w^ijr/d^ Monumentalbau, cin glänzendes ^hält«>l° u„d <Ä ^'^"""« l"r die Kunst, patrio« ^^"Gr^^^'^inn unter den ungünstigsten "" »v^" ^rdj^ ^^"^ und unserer aufstrebenden ^llj^l erei««'. "^ ^" die culturelle Entwicklung >? ^rch^".che ^schichte der philharmonischen ^"ftet l' dass ! ' ^° drängt sich uns die Wahr. !>kn ^U>"lvllnd5r« "2" eines eigenen Heims. ^^^l"nen «I ""d Herumsuchen nach ent« !>"!« 6"r ye s ^ ^"nge Schuld daran trägt, ,6l'M wurden init ssütiger Er. ^ >>" ^chriebrne V'^""^"theS Dr. Kcesbachcr ^3>ht ''^°n denV^^ der philharmonischen Gc- ^^^Unt» tu«, b« '?^" zusammengestellten Jahres« ^^^^^^MchcnDalcn daraus entnommen. ,'l H>" Gott w ^"''bun«.) li> d^"knnb«/" Gott,, flüsterte die Lauscherin > i^inte? t^ '"f des Entsetzen«, «beim ^ ^c d.'^ein 3s"' ^ '^ ihn und hier sie; ^H>e Ne.s/^?chors endete das Fest "Me naH ^ Mrlanle wurde plötzlich un. ^aufgebracht werden. «> ch " Hrzen kam. ^li^ dlZ". sich^ "^^ t war es endlich dem » " ^cl'h a e^ "^'"°"n ol« sie ihn 5 >kl,' N'cht//ber wenn sie kein Aufsehen ?°' 'is'"^ W ^^" ""^" und seine l^l^ in bittendem ^» "^iaitnf/" ^ute fM. Wollen Sie au ftln und Ihren Schlitten wenn die Gesellschaft in ihrer besten Entwicklung, in der Entfaltung ihrer Kräfte gehemmt, häufig zum Still» stände gezwungen, ja einigemale mit völliger Auflösung bedroht wirb. Möge die nachfolgende flüchtige Skizze, wenu fie auch nur die markantesten Momente aus der Geschichte der Gesellschaft betont, neuerlich die unvergäng» lichen Verdienste dieses für die Pflege und Verbreitung der edlen Tonkunst hochwichtigen, ja unersetzlichen In» stitute« in Erinnerung bringen und das Angedenken an jene Männer wachrufen, die mit echt künstlerischer und patriotischer Begeisterung in uneigennützigster Weise unsterbliche Verdienste um die Kunst und ihr Vaterland er» worben haben. Die Gründung der Gesellschaft als Hc.iäomik kliilo-Ilai-monicorum durch den Schranntngerichts'Afsefsor und krainischen Patrizier Johann Verthold vonHöffer fällt in das Jahr 1702, die philharmonische Gesellschaft ist daher die älteste Musikgesellschast Oesterreichs. Vemer» lenswert ist die Mitwirkung der Akademie bei dem Empfange des «edlen Ritters» Prinz Eugenio (1703), dem Todtenopfer, welches den Manen Kaiser Leopold des Großen (1705) gebracht wurde, und bei anderen öffent» lichen patriotischen Kundgebungen. Ihre Reorganisierung verdankt die philharmonische Gesellschaft dem Vürger Karl Moos und dem Med.'Dr. Kogl, edlen, kunstbegeisterten Männern, welche am 12. November 1794 die erste gesellschaftliche Akademie im Thomann'schen Hause in der Franciscanergasse (Nr. b neu Sludentengasse) mit neun« zehn Mitgliedern eröffneten und Compositionen von Pleyel, Haydn, Mozart und anderen nach damals neuen Com-ponisten aufführten. Nach dem Tode des hochverdienten Moos und diversen Wanderungen adaptierte die Gesell» schaft die Billardzimmer des ständischen Theaters zu einem Alademiesaal; außerdem wurden größere Akademien im landschaftlichen Reboutensaale gegeben. Im Jahre 1800 zählte die Gesellschaft bereits 57 Mitglieder, darunter die angesehensten Personen der Sladt; Domherren spielten im Orchester, und der hochgefeierte vaterländische Dichter Valentin Vodn it — seit 7. November 1796 Mitglied der Gesellschaft — unterstützte diefelbe durch thatkräftiges Interesse. In demselben Jahre nahm der unsterbliche Tondichter I. Haydn die Ehrenmitgliebschaft des Ver-eines an. Im folgenden Jahre erschienen noch mancherlei Entwicklnngsphasen, die zweiten gedruckten Statuten, von deren Regeln sich einige bis auf den heutigen Tag er» halten haben. Iu verzeichnen ist auch in diesem Jahre das Concert vor der Kurfürstin von Pfalzbaiern. Außer der Pflege der Kunst wurde nicht minder jene der Geselligkeit hochgehalten, wie uns Berichte über die Wasserfahrten und die damit verbundenen Festlich» leiten überliefern. Im Jahre 1802 erfolgte die Ge> nlhmigung der Gessllschast mittels l. f. Hof. und Staats« polizei«Ministerialschreibens. Die Mitgliederzahl stieg im Jahre 1805 auf 136, darunter befanden sich 38 vom Adel, 19 von der hohen Geiftlichleit und 11 Vertreter des höheren Militärs. Mit dem Einzüge der Franzosen wurden die Akademien unterbrochen und im Jahre 1807 im Zimmer des Redoutenhauses, später im Auersperg'schen Fürstenhofe fortgesetzt. Während der Franzosenherrschaft stellte die Gesellschaft, welche inzwischen ihre Localitälen im Fürstenhofe, fpäter auch im jetzigen Hause Nr. 6 am Auersperg.Platze hatte räumen müssen, ihre Thätigkeit gänzlich ein (1809—1813) und feierte erst im Jahre 1813 ihre eigentliche Wiedereröffnung, indem sie dem Freiherrn von Lattermann eine feierliche Serenade brachte. Nun beginnt unter den hochverdienten Directoren Novak, Hölbling, Kogl, Wagner die Glanzperiode der und gab mchl sogleich ein? Antwort. Endlich sagte sie hastig mit unsicherer Stimme: «Warum sind Sie gerade auf mich verfallen? Es gibt ja so viele andere Damen, die Ihr Anerbieten mit Vergnügen annehmen würden, Lady Randon, zum Beispiel!» Sie hatte sich von ihrer eifersüchtigen Entrüstung hinreißen lassen, ihre Gedanken offen auszusprechen. Im nächsten Momente bereute sie schon, dass sie dies gethan, aber eS war zu spät, um den begangenen Fehler wieder gut zu machen. Nordheim war furchtbar bleich geworden; seme Vrust hob und senkte sich schwer, al« er in gezwungen ruhigem Tone fraqte: «Was berechtigt Sie zu dieser Annahme?» Melanie hob den Vlick und sah ihm fest ins Gesicht. «Erinnern Sie sich an das MaSkenfest, welches vor vierzehn Tagen bei der Lady staltfand? Ich wollte nicht die Lauscherin spielen; ein Zufall führte mich in den Wintergarten. Mir war so heiß, ich war so er-miidet und wollte ausruhen. Sie stockte. «Wenn Sie unser Gespräch gehört haben, so war dies doch das beste Zeugnis dafür, dass ich nur keinen Vorwurf zu machen habe.» sprach Nordheim m eigen« thümlich vibrierendem Toue. «Einst halte diese Ftnu mein Herz besessen, jetzt fühle ich nichts mehr für sie.» Durch die schlanken Glieder des jungen Mädchens gieng cin heftigcK Zucken und Beben; aus den blauen philharmonischen Gesellschaft, die bis in die zwanziger Jahre dauerte. Es wurde im strengsten Sinne nur classische Musik gepflegt, und es gab lein Concert, in welchem nicht bedeutende Symphonien und andere schwierige Tonwerle aufgeführt wurden. Im Jahre 1617 erhielt die Gesellschaft den Deutsch'Ordenssaal, in welchem am 24. Jänner die erste Akademie abgehalten wurde. Eine besondere Weihe empfängt das Iahs 1819 durch die Ernennung L. van Beethovens zum Ehrenmitgliebe und dessen eigenhändiges Dankschreiben hiefllr. Das Jahr 1821 führte der philharmonischen Gesellschaft ein Auditorium von Potentaten und Diplomaten zu, welche der Congress in Laibach versammelt hatte. Ein folgenwichtiges Ereignis, die Gründung der ersten Gesellschaftsschule, ein Hauptverbienft des dama» lig?n unermüdlichen Directors Albert Hölbling, fällt ebenfalls in dieses Jahr. Zum Lehrer dieser ersten Ge» sangsschille sowie zum Kapellmeister, welcher die Leitung der Akademie und den Unterricht im Claviere zu besorgen hatte, wurde der durch zahlreiche Compositionen bekannte Tonlünstler Kaspar Muschel am 29. November 1820 ernannt und die Schule am 2. Jänner 1821 eröffnet. Die Stelle eines OrchesterDenlmal in Lai« bach haben weiters gespendet: Die Herren Restaurateur Ferlinz 3 st., Handelsmann Vincenz Pregel 2 fl., Oasmeister Großmann 1 fl., das Officiers-Eorps des Jäger« Bataillons Nr. 7 30 fl., Gerichtsadjunct Franz Eucel 2 st., Stationschef Gustav Habit 4 fl., Vahnarzt Tomic und Postofficial Mathias Kokalj je 1 fl., Domkaplan M. Kolar 3 fl., Handelsmann Gustav Slaberne', Fleisch. Hauer Franz Dolenc, Lokomotivführer Franz Hoidelar und Hauplmann Anton Fulallo je 1 st., Se. Excellenz FML. Edler von Watlel 2 fl., Dr. Emil Bock 2 fl., Pfarrer Andreas Zimenec 1 fl., Se. Excellenz FML Otto Fuchs 10 fl., Pfarrer Ignaz Oalelar und Kaplan Kaspar Majer je 1 fl. (Fortsetzung folgt.) — (Fr. Goriic' neue Orgel) für die hiesige Ursulinnenlirche ist nunmehr in Aufstellung begriffen und deren Vollendung bis zum kommenden Ursulafeste (21. October) mit Sicherheit zu gewärtigen. Indem wir uns vorbehalten, feinerzeit auf diefes neueste Erzeugnis heimifcher Kunstindustrie ausführlicher zurückzukommen, er« wähnen wir heute nur, dass das Orgelwerk 30 klingende Stimmen auf 3 Manualen und einem Pedale, nebst 4 Koppeln, b Collectivtritten und einem Rollfchweller zählt, fowie dass eS nach dem bewährten Kegelladen-system mit theilweiser Benützung der Pneumatik ausgeführt ist. Auch andere Fortschritte des modernen Orgelbaues (Oalgmaschine mit Druckbälgen von drei verschiedenen Windgraden, zahlreiche Compensationsbälgchen, Rollenstimmung, lrsill Käi-momach,30. September. Auf dem heut'g"^"^^ schienen : 12 Wagen mit Getreide. 6 Wagen nw v und 15 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. Durchschnitts-Prei^^^rH !1^ !1^ Ml« >^?"" Weizen pr. Heltolit, 8!?? 8M Butter prH"'. ^ ^ Korn . 8! 12 7 15 Eier pr. SMll ' 8 Gerste . 4>39 Hafer . 2 92 3^15 RindfleO <"-". ^60 , Halbfiucht .-----------»-Kalbfleisch , ^b«. Heiden . 5 20 5 61 SchwemefleW , ^j0. Hirse . 4 5b 4 7? Schöpsenste^ ^ ^ 5 , Kukuruz . 5 30 5^55 Hähndel <"-^ ^ ?^ Erdäpfel 100 Kilo 2 67-------Tauben ^ . is' ^ Linsen pr. Hekwlit, 9------------Heu pr. ^.'"» 8^ Erbsen » 10-----------Stroh «, ^ Fisolen . 6-----------Holz. b""M„ 5> Rinbsschmalz Kilo - 86------- " , 4^ Schweineschmalz. -66—'- " welches,yM. ^z^ Speck, frisch, . - 58--Wein. roth.i^ ^ . — geräuchert « — 64--------^ """ ^--5^. —------- _____------ .- ^7I»llil>^> Meteorologische Z ^ W KL ^---^ ? u, Mg. 740-7 7^2^!' w'Ndst'll H^M 30.2. N. 739 2 17-6 O. schwa« M»«" .^ 9 . Ab. 740 -1 10' 2 O. schwas ^lt, ^ F Morgens Nebel, vormittags und Ands^ 1^' tags heiter. — Das TageSmittel der "»>? 19" unter dem Normale. ^_—-^"^""Itt^ ^ Verantwortlicher Redacteur: ^^^^^I M'd 5 V«!«l« in »Ne« »i°ß«t» Sl»^^> ^erdauungsstörjgV Magenkatarrh, Dyspepsie, ApPet'° nen etc. sowie *e, e„ Katarrhe der ***$*$, Verschleimung, Husten, HeJserKe r^r Krankheiten, m ^ei ^^|| ^P nach den Aussprachen ™edl!!?Je#&ä*''^/'4 mit besonderem Ersolgej^^-^^ j Soeben erseht I Bilder aus Kr* ^ Im Gebiete der ^^^n^ Schilderungen von .Jolj. S^J. ^ fl> lg. v. Kleinmayr *J>*^^ -^^Httuna Nr. 223. 1861 l. October 1891. Course an der Wiener Börse vom 30. September 1891. N°ch ^ Dienen Course «'^ «en, in Note« »,,5,.. ^75 "^1 /°^"a<«l^' »./,„ »l4N !,I'N0 ^V b"^^' - ' - 103-A. la. N. Veld Ware Glundenll.'Vbliqlltionen (silr u>« si, M,), 5"/„ ssalizilcho...... 104'- 104'5>« !>"/„ mährische...... —-— —-— 5"/,, Krai» l»ib KNstcnlanb , . —'— — — >V>/„ nicberöstcrreichische . . , 1N85N NO'— >V/„ stclrlschr...... --- -->. 5"/n Iruatische >>nb slavonische . l04 50 Wb— !>«/<> siclienliüraische . . . , — — — — 5'Vn Tcmcssr Vanat .... —'— —-— l»"/n »ngarischc...... »N 70 80 7« Andere üssentl. Anlehen Donau Rca, Lose 5»"/,, INN fl. . <20 25 l2^>-7l, d!o. «„leih? 1878 . . 104-75 IN.,'75 «nlche» der Stadt GSrz . . 111 — — - Anlclie» b. Stadlnrniclubc Wien 1N4 — 1N4«c Pram, A»I, d. Ltadtaem, Wien 153 — 154' - Ävrscnbau-Nnlchrn verlos, 5"/„ 97 ^0 9« - Pfllndblieft (für KM si.). Nodencr, all<>. üst, 4",^ E, . . 115 - - Ii«'!l5 dto. dto. 4>/,"/„. . . 100-3« 101 — dto, bto, 4»/„ , . . 87 — 9? bl bto. Präm,-Lch,!lbverschr. 8°/<> l,»8^5 110 — Oest. Hypollielrübllül ioj, 50°/„ 98'üO 89 ll Oest. »nss. Uanl Verl. 4'/,"/« . 10N-50 INI , - detto » 4°/„ . . 93'30 »9«c betto 5>0jähr. » 4»/„ . . S9'»0 99-N< PriorilätS'Gbligaiionen (filr KM fl,), sserbinanb« Nordbal,» ///n . 98 «N 99Ll Veld Ware Oesterr, Nordwestbahn . . . 10540 lOo'lw Ctnatsbal,!!....... IN3L5 1?4 L5> Südbah» il »"/„..... 144-75 i4ü-7l> . ll 5«/n..... 118— II»-7^ Ung.'yllliz, Vllyn..... 100 — 1O!1 HN Diverse Lose (per Stück), Crebttlose 100 fi...... l85 Lb 185 75 Clary Lose <0 fl...... bL 25 58'li!» <"/„ Dona» Dampssch, 10« fi, . ^21— lzg — Laibacher Prüm, Anleh, 20 fi, 2«^' 2150 Ofenrr Lose 40 fi..... 54'— 55' — Palffn-Lose 40 fl...... 52 - 53- Rothen Kreuz, ösl, Ges, v,, 10 fi. 16'<^ <7'40 Mudolph Lose 1« fi..... . . ^-- - Salm Lose 4o ss...... 59— «0'— Et, Men ms Lose 40 fl. . . . SO— «2 — Waldstein Lnse 80 fl..... 34-5«, 3<'>- - 35,7 — Lrd!. Ans!, f, Hand, », G, INOfi, 2«^-2.'> 28« i»5. Credilbanl, Nllfl un«., 2«0ss, , 328 75 32N75 Depositcnbaul, «ll„,, L«n fl, . Lni— ««2 — N«comp!e Grs,, Ndröst,, 500 fi. »03— ««? — Giro-u.Lasscnv.. Wiener 200ss. 209— 811 — u»eio «vare Hypothelenb,, öst, L«0 fi, 25°/» - » Wsslbahn 200 fi. . .349-351-Vuschtiehraber Cis, 50« si. VVl. 1195 1« Dur Vobrnb, ,Ä. 200fl.LM, ,?S-.- 177 — Tramwlly-Ves..Wr,,l70fl,s,W. 22S— »28--» neue Wi., Priorität»« «Ictien 100 fl...... 93- - 95 - Ung.gllliz. Visenb. 200 fi, Silber 19775 19875 Geld Ware Un», Norbostbahn 20» fl. Silber 19« — 19« 5.0 Un «Eckwaelmübl.. Paplerf, 20«fi, IS5— »<»«.- «E 23 ^'^lsministenum hat mit ^.^'?? h" N"' °>vie die Festsetzung 2' ^.'e3'?"schjr ^'^H^"n. Klein» und U^n. K?d°rf "'^uliov.c. Oberdorf. Reis. 3?°'H^°r und ^?c"l- Niederdor , L> °l° lbnn n ^"W° einseifenden ?)' die 3 b" dirs , " b". »emühnlichen " ^n L^^»e u,k N^«"' bann die Ver- , bi«^ "°rf, Mttterdorf und ^bi^en, ^ October 1891 l!'.'n^^H Voth,l^en mit dem ^°"N1>3'««N ssris? ft^°ls es ihnen frei "^ °" ^"^». ?«,,^'""'ndunssen sseacn vÜ>e>, ,"PIa„ 2 ,>.,^" Eril'nerungen K'°''l7^ass im^ ""er 'christlich z^^ e,^ "Ngs^^ 1878. R. G. Nl. Nr. 30. ^l'°°bi^Äe r i,,"" v°n denjenigen Št. 15.092. Razglas. Visoko c. kr. trgovinsko ministerstvo je ukazalo z razpisom z dne 23. septembra 1891. 1., St. 43.682, politièni obhod dolenj-skih železnic na delni progi Grosuplje-Koèevje in zajedno izvršitev razprav o raz-vlastitvi, kakor tudi doloèitev ognjavarnih naprav. Ležne èrteže davènih obèin Zdenska Vas, Cesla, Videm, V61ike Lašièe, Dvorska Vas, Spodnje Podpoljanc, V61ike Poljane, SuSje, Jurjevica, Gorènja Vas, Hibnica, Go-rièa Vas, Prigorica, Dol6nja Vas, Kovlerji, Srednja Vas in Koèevje se more upogledati ob navadnih uradnih urah pri tem c. kr. okrajnem glavarstvu, zemljeodkupne èjteže, potem razkazek cest in voda, nepremiènin, katere je nakupiti, in zaznamek imen in bivališc" razvlašèencevpa pri obèinskih uradih v Vidmu, Velikih Lašièah, Sv. Gregoriju, V61ik.il» Poljanah, Sušjem, Jurjevici, Ribnici, Dolenji Vasi, Srednji Vasi in Koèevji do 14. oktobra 1891. 1. 0 tem se obveaèajo udeleženci s pri-stavkom, da lahko za te dube ustno ali pismeno ulož6 pri tem c kr. okrajnem glavarstvu morebitne ugovore proti zahtevanim razvlastitvarn ali opomnje proti stavbinemu èrtežu, ter da morejo v zmislu § 18. zakona z dne 18. februvarja 1878. 1., drž. zak. ät. 30, le tisti razvlaaèenci oporekati proti razvla-stitveni razsodbi, ki so pravoèasno uložili ugovore proti gori navedeni razvlastitvi. C. kr. okrajno glavarstvo v Koèevji dne 28. septembra 1891. 1. Thomann. (4243) I. 6174 Strf. Erkenntnis. In Nanirn Seiner Majestät des Kaisers hat das l. l. Landesgericht in Laibach als Press-gericht aus Antrag der l. l. Staatsanwaltschaft zn Recht erkannt: Der Inhalt beS in Leipzig bei Mertiff und Grübel gedruckten, in deutscher Sprache erschi". ncnen Prospcctes, betreffend die Ankündigung der Druckschrift Ialobi's von Beerfeld's: «Nifchof von Trier! Ießt kommen Wir!» — begründe den objectiven Thatbestand des Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach § 303 des Strafgesetzes. Es werben demnach zufolge der HF 493 und 489 St. P. O. die von der l. l. Staats» anwllltschaft verfügte Beschlagnahme dieses Pro-spsctes bestätigt und gemäh der W 36 und 3? des Pressgesetzcs vom 17. December 1862, Nr. 6 R. G. Vl. pro 1863, die Weiterverbreitung der« selben verboten. Laibach am 26. September 1891. ft224) Nr. 2544 Präs. OoncurS'Uusschreibung. Im Bereiche der politischen Verwaltung Dalmatiens ist eine provisorische Korftwart« Gtelle mit dem Gehalte jährlicher 400 fl., Activitätszulage 100 st., Ganggeld 100 fl., Monlu» und Ausrüstung« » Pauschale 25 fl., Kanzlei'Pauschale 12 fl. sowie dem Genusse der Dienstmontur und Ausrüstungsgegenstände zu besehen. Gesuche um diese Stelle sind biS Ende October d. I. beim l. l. Statthalterei-Präsibium in Iara zu überreichen. K. l. Landespriisidtum für «raw. Laibach am 29. September 1891. (4194) 3-1 Nr. 80.772. Kundmachung. Postexpedienten» Stelle in Hönigstrin, Bczirlshauplmailnschllft Nudolfswert, gegen Dirnstvertrag und Caution von 200 fl., Jahres-bestallung 150 fl., Amtspauschale 40 fi. Gesuche sind binnen zwei Wochen bei der Post- und Telegraphen - Direction in Trieft einzubringen. Trieft am 21. September 1891. K. l. Post- und Telegraphen.Dirtttion. (4228) 3—1 g. 1086 B. Sch. R. Obeilehrer-Slelle. Nn der Volksschule in Reifnih wird die Oberlehrer- und Leiterstelle mit dem Iahres-gehalte von 700 st., der Functionszulage von 100 fl. und Naturalwohnung zur definitiven, eventuell provisorischen Vesekung ausgeschrieben. Gehörig instruierte Gesuche sind bis zum 20. October 1891 im vorgeschriebenen Wege hieramts einzubringen. K. f. Bezirksschulrat Gottschee, am 26ften September 1891. (4149) Nr. 12.391. Kundmachung. Es wirb zur Kenntnis gebracht, dass wegen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche sammt« liche Viehmärkte, mit Ausnahme des Pferbe-austriebes, in dem hiesigen politischen Vezirle bis auf weiteres verboten werben. K. l, Bezirlshauptmannschaft Krainburg, am 24. September 1891. Unzeiaeblalt. en- mit serr.eren Auf. v Vi>"~r'" Junger Commis der Manufaotnr - Branohe wird fürs Comptoir acceptiert bei (4244) 3-1 Traun_& Stiger in Cilli. Wirtschafterin i gesjioht zu einem Herrn. Näheres im Bureau ' O. Flux (Trafik) am Rain Nr. 6. (4241), Roststadenten oder Mädchen werden in sehr gute, gewissenhafte Pflege genommen,Auch ist daselbst ein möblierte* Zimmer zu vermieten. Näheres in der Administration dieser Zeitung. (4120) 6—6 Wohnung mit vier Zimmern und Nebenräumlic.hki>iU:n ist Rathhausplatz Nr. 9, II. Stook, sofort, eventuell mit 1. November zu vermieten. Auskunft dortselbst von 12 bis 2 Uhr nachmittags. (4230) 3-1 Eine schöne Wohnung bestehend aus zwei Zimmern sammt allem Zucehör, ist am Alten Markt Nr. 9, H. Stook, ga*.en8eit0, wegen Abreise sofort zu vergeben. (4246) i-\ \ *"* 1 t-->s..J'