). Commende 43.) Krain Neumar slr. A. Donnerstag, 29. Jänner 189l. lift. IahnMss. Aibacher -^_ Zeitung. n.^^ n, ll !,„,?!'^^" P ° st 0 erleI! bull 8 : ganzjahilg fl, ,b. halbjHhlia fl, 7 ^,». Im Lompt ° « r : ^ " ^n!?,l>,<, ?"'bilihrig st. 5.5«. gur die Zusirll,»lg lx« Hau« ganzjührw fl, ,. - InsertlonsaebÜr: Für ^^^^' °'« zu 4 Zriien 25 lr.. «lühers ver «e!Ie «lr,i b<>! «lteien Wicberboluligen per Zeile 8 lr. . Die «Uaibachcr ^ciluna» erscheint täglich mlt Äusnahmr brr Konn- »ud Feiertags, Die Udmlnlftratlo» ' befindet slch Cu»grel«plah 2, ble «edattion «ahiihosgass«' »4. Tpccchstuubrn brr Redaction tHgllch vox ' iu hi« l« Uhr vormittag«, - Unfranlierte Niiefe weiden nicht llngeuommen und Mllnnlcrlptt nicht zurückaestelll. ^. Mit 1. Februar ewnt ein neues Abonnement auf die ^ Dnilmcher Zeitung. ""^' lä n d/>.'/ uNlerati 0 ns. Bedingungen bleiben °"t und betragen: wM^^°^"lcndung: fUr Laibach: "lbiäh^ ' ^ l5fl. __lr. ganzjährig. . n fl. - lr. n°""l» i° ^ 3 " 50 „ halbjährig . . 5 , 50 „ '"°"^'« - ^„75„ vierteljährig . ^l „ 75 „ ^ Fii ', ' ^ " ^5 „ monatlich . . — „ 92 „ °"Nentl! Zustellung ins Haus für hiefige ^ ^r Jahr I Gulden. ^ ^«!esrn^^^"""""rations.Vetriiae wolle« Porto« "kt werben. "^^^^' v. Rleimna^r H Fed. Vamberg. ^ Amtlicher Meil. ^thilihs/ U"d l. Apostolische Majestät haben mit lc? ^lr^.?"chnktem Diplome dem Oberstlieutenant ,Ä«»ninis° - ^ ""d Expeditsdirector des Reichs« ,. ^l^'5'"ms Ludwig Kellner den Adelstand "" llttuht 'Kellenau. allergnädigst zu ver-, ^> ___________ d^'ch ^'""'zminister hat den Finan^commissär M^^i, ^ k zllm Finanzsecretär für den Vereich , ^ttwn in Trieft ernannt. ''^,------------^ b,. ^,^ Kundmachung. lch>,/> ^"wris auf die hieramtliche Kundmachung ^°'' l''!l°llael !' I" Z' 240/l^, betreffend die Aus-^ob ^ Ae,^? " Neuwahlen für das Abgeordneten» d'lz ll ^tlm3, s^bes. wird hiemit die Wählerliste des zeb.^tnc"i„ ''be« "^ dem Beifügen Verlautbart, ^.^"«en ^üqlich derfelben binnen vier-^ ^i ^: ' ?°l»l Tage der Kundmachung an qe« ^ol>c»n,^ ""zubringen sind. "°"' lv^rd ""' "^che nach Ablauf dieser Frist Vaih ^ verspätt zurückgewiesen werden, ^ch am 27. Ia„t^ 1891. ' ^ndcspläsident im Herzogthume Krain: Freiherr von Wintler »n. p. ^________________________ Wählerliste für den Wahlkörper des großen Grundbesitzes im Herzogthume Krain. 1.) Ahazhizh. Dr. Karl — Gairau. 2.) Apfaltrern Otto, Freiherr von — Kreuz. Münkendorf, Neuthal, Oberstein. 3.) A ftfaltrern Rlldolf. Freiherr von — Krupp, Freithurn. Grünhof, Ordengraz. 4.) Attems. Dr. Ignaz, Eraf — Gilt Skoftitz. 5.) Auersperg Erwin, Graf — Thurnamhart. 6.) Auersperg Hermine, Gräfin, Excellenz — Sonnegg. 7.) Auersperg Leo, Oraf — Herrschaft Auers- p^rg mit dem incorporierten Gute Nadlisek. 8.) Varbo Josef, Graf — Kroisenbach. 9.) Barbo Valesca, Gräfin, geb. Gräfin Arco — Nadelstein. 10.) Verdais Friedrich — Raitenblirg. 11.) Berg Ludwig. Freiherr von — Nafsenfuß. Mühl- Höfen, Nasfenfuß ° Sagoritz und Thurn unter Nassenfllß. 12.) Beroldingen Karl, Graf — D. O. Cummende Laibach. 13.) Bisthum Laibach — Oörtschach und Pfalz Laibach. 14.) Vlagay.Ursini Ludwig. Graf — Weißen- stein. 15.) Bors Eleonore, Sofie und Ludmilla, Freiinnen von — Plelterjach. 16.) ^ ernic Agnes — St. Piter. M. O. Commende. 17.) Collegiat-CapitelRudolfswert — Caftitelgilt Rudolfswert. 18.) Dolenc Bernhard— Rossenegg-Gilt bei Sanct Veit. 19.) Dollcnz Eduard — Nussdorf. 20.) Doll schein Anna — Adlerihofen. 21.) Domcapitel Laibach — Pfarrgilten Sanct Barthelmä und Scharfenberg n„d mehrere andere incorporierte. Pfarren. 22.) D 0 mladis Iofef — Herrschaft Iablanih. 23.) Elias Abraham. Heinrich nnd Iaques — Zo« belsberg. 24.) Fichtenau Toussaint, Ritter von — Strugg, Volauce. 25.) Fuchs Gilbert — Obergörtschach, Gilt Seeland. 26.) Gag ern Beatrix, Freun von, geborne Gräfin Auersperg — Mokritz. 27.) Galle Adolf — Pepensfeld. 28.) Galle Franz — Freudenthal. ____________ 29.) Germ Karl — Weinhof. 30.) Gressel Maria — Treffen. 31.) Hofärar — Prestranek und Lippiza. 32.) Hohen wart Karl, Graf, Excellenz — Raunach. 33.) Hotfchewar Iofefine — Gilt «Na 1>ati. nebst den Landtafelobjecten 3ub Einlage Nr. 1266 und Einlage Nr. 1268. 34.) Hren Franz — Ponowitsch. 35.) Iaklic Stefan. Pfarrer — PfarrM St. Veit bei Sittich. 36.) Iombart Gabriele — Klingenfels, Swnr. 37.) Kersnil Johann und Bertha — Egg ob Pod« petsch. 38.) Kosir Alois. Pfarrer— Pfarrgilt St. Ruprecht. 39.) Ko schier Paula — Wartenberg. 40.) Kosler Johann — Ortenegg, Freihof. 41.) Kosler Johann, Dr. Josef Md Ob res a Maria — Leopoldsruhc. 42.) Kottulinsky Adalbert, Graf, und Theodora Gräfin, geb. Freiin von Mayer.Melnhof — Savenstein. 43.) Krainische In dustrie-Gesellsch aft — Neumarktl, Iauerburg n. s. w. 44.) Kuralt Karl und Franz, dann Kauschegg Karl — Smuck und Out Thurn bei Semitsch. 45.) Langer von Podgoro Franz Anton, Ritter — Preihegg und Werschlin. 46.) Lanthieri Karl, Graf — Wippach sammt Trillek'scher Gilt und Graf Strassoldo'scher Vilt Slap. 47.) Lazarini Heinrich. Freiherr von — Flödnig. 48.) Lenk Ialob und Felix, von — Arch, Unter« radelstkin. 49.) Licht enberg Karl, Graf, und Wilhelmine Gräfin — Hallerstein. 50.) Liechtenberg Leopold. Freiherr von — Habbach. 51.) Lömenfeld Moriz — Ratschach, Scharfenberg, Scharfrnstein. 52.) Margheri Albin. Graf. und Apfaltrern Sylvia, Freiin von, geborene Gräfin Margheri — Nltenburg. 53.) Margheri Albin. Graf, und Iosefine, Gräfin. geborene Gräfin Coreth — Wördl. 54.) Mauer, Dr. Gustav — Ruckenstein und Crlachhof. 55.) Maurer Theresia — Ruhing. 56.) Mayer Ferdinand Josef — Gut Lentenburg. 57.) Minutillo Franz. Freih. von — Scherenbüchl. Feuilleton, s^' — ^t l!!5 "Ull Mpi !!-'" und Wetter. Conducteur. wollen ^iit?t mich ^^>pe- annmsen oder nicht? Dn> 3'^ l?'!^ wieder ^^ locomotive hinauf, der andere ^itlsH^eren! ^! ^en Viehwagen hinter. Ich werde ^3 E, '^^s ist ja hier eine fürchterliche ^n.» "^s 'st mir noch gar nicht vor- ^ ^ige^""^?. - ,Ia. natürlich, Rauchcoupe-. ?3 g^ 'ln,ner H. ^"'" """ "'^s s°gt. dann ^^slleich ^auchcoup^.. - «Bitte. hier. Der !^ ^lo,^ aber l"^ '^ ^"be ihn nicht zurück-^beii^!7 fla^., "^t man mich eine Ewigkeit nach >'bt ez" einem^ "° "'^" Nch "'dlich ein Beamter ^'t>en' Schtlch^Mllrterkllsten anzuweisen, dann ^»lc»d°"^rlau'l>t"'«-/ ^ «Ich werde mich beschweren! >nite/' und is.-"^" hat kanm Zeit. das Gepäck l?Ü^ V'' Vder !^^ °ni Ende nicht für die ^ lvi^^'Niez^ '"e ich „ich? ^ s^i^ ein.) N>b a,^^" ans l""' Diese Wirtschaft! Stunden- be> N^t. a', ^" P,rron vön Pontius zu ^ >^ ^n''"em n^er wn Pontius, noch vmn "^ n^.^il'kn 3H^ «"gewiesen, und schließlich ^l fahre., k^ ""Hr. und rückwärts lann "- (Zum Fenster hinaus.) Con° ducteur. Hal,»'« Sie dtnn kein Coup»! mit einem ordent« lichen Plutz?» Keine Antwort. «Es ist zum Hinwlrden. Ich werde mich beschweren! Und eine Luft ist hier! Natürlich waren wuder den ganzen Tag die Fenster geschlossen. Da soll es nun ein lebendes Wesen aushalten! So ein Coup»? ist der reine Krankheitsvermittlrr, nor lauter Mikroben, Sporen und wie das Teufclzeug heißt, kann kein Apfel zur Erde fallen. Und wohin mit dem Handkoffer, mit Schirm und Hlitschachtrl? Hier oben ist ja alles voll» gestopft! Ach. vrrzeihen Sie, ich habe Sie getreten, das ist nicht gern geschehen, ich kann nichts dafür. Es ist hier so ei>g wie in einer Zwangsjacke. Sie haben auch Ihren werten Fuß so weit vura/stellt, dass es schwer ist. nicht zu treten.» «Entschuldigen Sie.. — «Bitte sehr, es hat ja nichts zu sagen, aber unangenehm ist und bleibt es, dass man gezwungen wird. aus den Füßen der Reise complicen herumzustampfen. (Der Zng verlässt den Bahnhof.) Hier ist rs aber höllisch finster. An Lesen ist gar nicht zu denken. Ich werde mich beschweren! Lieber kein Licht, als solches, bei dem man höchstens sieht, wie groß die Finsternis ist. Und dabei werden auf dem Vahuhofe Zeituugen ausa/schrieu. Das ist doch Bauernfang. Die Direction weiß doä' .echt gut. dass man im Wagen nicht lrsen lann. ub>r sie duldet, ja sie begünstigt sogar den Verkauf von Büchern uud Zeitungen. Fiuden Sie das uicht. um einen ganz milden Ausdruck zu wählen, ruppig?» (Die Herren schweigen.) «Sie geben das zu, und nun sehen Sie sich das Licht einmal an und stellen Sie ihm die kolossalen Einnahmen gegenüber, die die Verwaltung einsackt, und nun frage ich Sie. ob da einige Nickel für etwas mehr Licht eine Rolle spielen können. Kein Wunder natürlich, dass in solchem Dunkrl gestohlen und gemordet werden kann, ohne dass jemand etwas merkt. Die Zeitungen strotzen förmlich von Verbrechen, die auf der Eisenbahn begangen werden. Na, vielleicht kann man wenigstens schlafen. (Kleine Pause.) Unmöglich, der Wagen stößt und schwankt, dass man kein Auge schließen kann. Ich werde mich beschweren! (Zu einem Herrn.) Wollen Sie nicht das Fenster ganz schließen, es kommt kalt herein, und ich bin etwas erkältet.» «Wenn Sie wünschen. Aber da wir alle rauchen, so wird die Luft doch unerträglich werden.» — «Mich geniert das nicht. Ich bin auf Reisen nicht anspruch«. voll, aber die Fenster müssen geschlossen sein. Vs ist sehr kalt.. — «Aber als Sie einstiegen, klagten Ste über schlechte Luft.» — «Habe ich das gethan? Nun, dann hatte ich wohl Ursache dazu. Jetzt aber lst e« kalt. Ich werde mich beschweren! Hier scheint ja m,t Eis geheizt zu sein.» «Ich finde es hier ganz angenehm.' — «Da» gegen habe ich nichts einzuwenden, mir ist es. wie ge< s^gt. zu kalt. Der Wille des Einzelnen ist nicht mah. gebend. Ich werde die Kurbel etwas tiefer drehen, damit mehr Hitze hereinkommt. So, nun wird es gleich viel behaglicher werden. Wenn Sie erlauben, lege ich meine Füße neben Ihren Platz. Vielleicht kann ich doch Lailmchll Zeitung Nr. 23. 176 29. Jänner 189>> 58.) Muhr Adol — Schloss Vcldes und Propstei Inselwert. 59.) Obraczay Marie — Neustem. 60.) Pace Mathilde. Maria, Ludovica und Camilla, Gräfinnen — Thurn bei Gallenstein. 61.) Palme Josef — Lustthal. 62.) Pelikan Wilhelm — Rolhenbuchl-Gut. Rothen- büchl-Gilt. 63) Porcia Ferdinand, Fürst — Fideicommiss- herrschaften Prem und Senos»t?ch. 64.) Praschniter Alois — Gallrn^gg. 65.) Rechbach Friedrich, Freiherr von— Kuutberg. 66.) Reya.Castelletto Felix. Edler von — Moosthal. 67.) Risenfels Theodor, Freiherr von — D. O. Commenden Mottling und Tschernembl. 68.) Rudesch, Dr. Theodor — Reifnitz. 69.) Rudesch Alfred. Franz und Flora, dann Müh leisen Marie, geborene Rndesch — Hof' lack und Dragomel. 70,) Rudez Julie — Feistenberg. 7!) Savinschegg. Dr. Josef. Ritter von — Mottling, 72.) Schiebet Alois und Amalle — Breitenau, Luegg. 73.) Schwegel Josef, Freiherr von, Excellenz — Grimschitzhof mit der incorporierten 'Waldung 8r6n^i Vi-Ii. 74) Seemann Johann — Poganitz. 75.) Seunig Marie, Josef, Eugenie, Amalie u»d Anna — Kiiel-. Pousch- und Maurische Gilt, Slrobelhof, Tscheftle. Plautz'sche Gilt. Wittich- WaldOilt. 76) Sladovic Ferdinand — Tschernembl. Mölt- linger Veneficilim und St. Katharina Gilt. 77.) Smola Vincenz Anton — Stauden, Graben, Rudolfswerter Spitalsgilt. 78.) Souvan Ferdinand — Wolfsbüchel. 79) Stars Iosefine — Auenthal, 80.) Stare Felix — Gerlachstein. 81.) Stari Anton — Gut Mannsbu'g. 82.) Starnfeld-Weltzel Alfred, Freiherr von — Gallenfels. 83.) Strahl Karl. Ritter von — Altlack. 84.) Stub e'n ranch Arthur, von — Neudegg. 85.) Taufferer Benno, Freiherr von — Weix^lbacli. 86.) Terbuhovic von Schlachtschwert Marko und Eugen, Edle — Kleinlack. 87.)Thurn-Valsassina Iohaun Douglas, Friedrich, Josef, Vincenz, Franz und Alexander. Grafen von — Radmannsdorf und Wallenburg. 88.) Trenz, Dr. Ferdinand, und Mathilde — Draschkouz. 89.) Urbancn- Johann — Thurn unter Nenburg. 90.) Urbanöic Louise — Aillichgraz 91.) Vilhar Eugen und Marie — Steinberg. 92) Walter Max — Großdorf. 93.) Wieninger Anton — Obeürkenstein. 94.) Windisch < Graetz Hugo, Fürst — Wagens- perg, Slattenegq, Haasbrrg. Loitsch, Luegg. 95.) Wohlfahrt Marie. Freifrau von — Poganrk. 96.) Wurzbach' Tannenberg Franz. Edler von — Landspreis. 97.) Wurzbach-Tannenberg Alfons, Freiherr von — Gut Ebensfeld, Zirknahof, Gschieß, Schwarzenbach. Tannenberg. 98.) Zoi 2 - Edelstcin Egon, Freiherr von — Egg bei Krainburg. 99.) Zorec Johann, Pfarrer — Pfarrgilt Mannsburg. Politische Uebersicht. (Zur Reichsraths - Auflösuug.) Unser Wiener — Correspondent schreibt uns: Die bestimmenden Motive für die Auflösung dcs Abgeordnetenhauses des Reichsrathes ergeben sich aus der unbefangenen Würdigung der Verhältnisse. Es sind dies die Kürze der für die gegenwärtige Legislaturperiode noch erübrigenden Frist, die vielfach innerhalb der Parteien sich vollziehenden Veränderungen, die hiedurch bedingten unsicheren und schwierigen Majoritätsverhältnifs? sowie dir Rücksichten auf die Aufgabln der Znkunft An der Bevölkerung wird es nun liegen, mit Ernst, Umsicht und patriotischer Hingebuug zur Wahlaction zu schreiten und solche Männer in die Rcichsvertretung zu ent» senden, von denen mit Bestimmtheit zu erwarten ist, dass sie sich der Größe ihrer Aufgabe wohlbnvusst sind, dass sie Vaterlandsliebe, klarcs Verstand ms für die Interessen und Bedürfnisse sowohl des Staalsganzen als auch der einzelnen Theile besitzen und neben drm richtigen Blicke für die Forderungen der Zeit auch jene Mäßigung bekunden, welche insbesondere bei der Mannigfaltigkeit dcr politischen, nationalen, confessionelleu und wirtschaftlichen Bestrebungen in Oesterreich am Platze ist. (Zur Situation) schreibt die «Politik»: Was die Parteien, die bisher die Majorität bildeten, anbelangt, werden wohl alle, mit Ausnahme des «Cesky Klub», im großen und ganzen in derselben Stärke im neuen Hause wieder erscheinen. Bezüglich des «C?sky Klub» darf man sich keiner Täuschung hingeben. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass er seine Existenz be» Häupten wird. da unzweifelhaft die Iungczechen die Mehrzahl der Mandate erobern werden. Die Großgrundbesitzer, welche bisher dem czechischen Club angehörten, werden zuversichtlich ein anderes Parteigebilde anstreben. (Oesterreichisch-ungarischer Lloyd.) Letzten Samstag haben zwischen den Vertretern der österreichischen und der ungarischen Regierung die De-tailb^athungen, betreffend die Auflösung des bestehenden Subventionsvertrages mit dem österreichisch-ungarischen Lloyd, im ungarischen Handelsministerium begonnen. Bei den Berathungen präsidiert Staatssekretär Lukacs. Es ist, wie aus Budapest berichtet wird, sicher zu erwarten, dass diese Verhandlungen in kurzer Zeit finalisiert werden, da an ein Hinziehen dcr VerHand« lungen keinerseits gedacht wird. (Die Vereinigte Linke.) Dr. v. Plencr hat die Parteimitglieder der Vereinigten deutschen Linken für den 8. Februar zu einer Parteiconferenz nach Wien einberufen. (Eisenbahnverbindung mit Triest.)In der vorgestrigen Sitzung des böhmischen Landtagcs gelangte ein vom Abgeordneten Dr. Ruß namens des Eisenbahn-Ausschusses erstatteter Bericht im Druck zur Vcrtheilung, in wachem dem Landtage nachstehende Beschlüsse znr Annahme empfohlen werden: 1) Der Landtag spricht scine Ueberzeugung aus, dass die Ergänzung der von Böhmen nach Trieft führenden Staatsbahnlinien durch die Herstellung der Strecke Divaca-Lack und ihre nördliche Fortsetzung über die Kara« wankn nach Klagenfurt für den Handel und für die Production Oesterreichs, insbesondere Böhmens, und für den Hafen von Triest eine dringende Nothwendigkeit ist. 2.) Der Landtag fordert die Regierung auf, noch im laufenden Jahre a) die Erbauung der Eisenbahn' strecke Divaca-Lack sicherzustellen; b) das Detailprojecl für die Karawankrn-Bahn anzufertigen; o) die tech- nischen und finanziellen Studien über die ^, Rottenmann Georgen vorzunehmen. 3.) Der ^ , Ausschuss wird beauftragt, diese Befchlüffe der^,,j rung und dem kärntnerischen Landesausschussl " ! theilen. , ^ (Ans dem czechischen Parteitt»/^ Die sogenannte «Ztardapartei. das ist die P^'^' allczechischen Gegner des Ausgleiches, hat M. ^ gelöst, sieb.'» ihrer Mitglieder, nämlich die v , Trojan. Mokry. Adamek. Zeman, Zalud, Hajct. ^ sind dem Iungczecbenclub beigetreten. n,< (Consular > Overtribuual.) Die vo^ im ungarischen Reichstage eingebrachte Vorlagt ^ die Consulargerichtsdarkeil statuiert die Llricht"^^ österreichisch ungarischen Consular'Obertribilnals "> ^ stantinopes. welches, zur Hälfte aus ungarisch?"^: Hälfte aus österreichischen Nichtern bchehend. l^ ^ der Zuständigkeit der Parteien, nach österreichW .^: nach ungarischem Gesetze Recht sprechen soll. ^ läge macht allgemein einen guten Eindruck <^! (Oesterreich und Brasilien.) ^^ «Pol. Corr.» bestätigt sich die Meldung, d^ Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen ,^ ^! unserer Monarchie und Brasilien bevorstehend >>'^ zwar soll der frühere k. und k. Eefandte in ^ Herr von Hengelmüller. für den Posten ein/^^ t. Gesandten und bevollmächtigten Ministers i» ^ ^ Janeiro ausersehcn sein. Anderseits wäre vo ^ brasilianischen Regierung der bisherige Oel^ A< den Vereinigten Staaten von Nordamerika 3"! A gel de Amarel Valente, zu ihrem Vertreter >" designiert. «^ (In der italienischen Kammer)!"'^ die Eindringling des Staatsuoranschlages und ^' ^ verbuudcne Darlegung des Standes der Staatöp,^ erfolgen; dass dieselbe im allgemeinen leine s ^z sein werde, darauf sind alle Parteien vorbereite ^.^ weiß, dass der Abgang ein bedeutenderer ^'"^F« als vor und nach den Wahlen angenommen ,5, war. dass neue Einnahmsquellen nicht so le'O 'jf-schließen sind. Die Stimmung ist daher eine " ^ drückte, und die Blätter stellen eine stürmisch^ Z debattt in Aussicht. > Lz (Die Throufolgc in Belg'^^ «Times» rathen der belgischen Regierung, die 6 ,^ Thronfolge, die im Momente allerdings mA ^ sei. beizeite« gesetzlich zu regeln, um für "^ vorznsorgen, als eine Calamität, wie sie be"?F Balduin getroffen, sich wiederholen sollte. ^ ^ blatt glaubt, dass nach dem Prinzen M"^' Sohne des Grafen von Flandern. Prinz ^p M Sohn des Prinzen Philipp von Coburg und ^^,^ zessiu Louise, den nächsten und begründetsten auf die Erbfolge habe. .h) " (Der französische mächtigte den Minister desAmhern. einen ^e^li' über die Organisierung der französischen Oeu^s ^° in Madagaskar vorzubereiten. Der Gesetz^ ^ ^ zwickt, die Unterthanen der verschiedenen ^ hi^ franzönichen Gerichtsbarkeit zu unterstellen^ ^ England sei geneigt, diesbezüglich keine S^ ' ^ zu erheben. ^, ho^ < (Der Gouverneur von Mosla^ M Auftrage der Regierung gcgen die Sec" " „sio" disten, dcr^n Ausbreitung immer größere ^ ^ g^ annim'nt. Mahlegeln veifügt. jenen gleich, lv ^, die Juden in Geltung sind'. Die hl. Synode ^ bürg hat die Gouverneure der Südprov^^ ein bisschen einnicken. Acht Menschen in einem Coups, es ist geradezu eine Barbarei, ich werde mich beschweren! Aber wenn Sie Ihre Füße auf meinen Polster legen, dann kann ich mich nicht anlegen und nicht schlafen.» «Ja, was dem einen recht, das ist dem andern billig. Eine Hand wäscht die andere.» — «Sie sind stark in Sprichwörtern, aber zum Händewaschen reist man bekanntlich nicht. Zwischen Händen und Füßen ist doch ein Unterschied, wenn man sie beide auch nicht oft genug waschen kann. Meine Füße lege ich an Ihre rechte Seite, da genieren sie Sie nicht, Sie können sich links anlegen. Wenn Sie aber Ihre Füße an meine linke Seite legen, so bin ich im Anlegen geniert. Das ist doch klar. Icht ist es plötzlich heiß geworden. Da strömt es gerade unter meinem Sitz wie aus einem Höllenrachen. Ich wc.de mich beschweren! Ich bin schon halb knusprig. Wir wollen doch das Fenster etwas herunterlassen.» «Ich sagte es Ihnen ja.. — «Bitte sehr. Das ist doch etwas anders. Sie wollten das Fenster wegen des Cigarrendampfes herunterlassen, der mich absolut nicht geniert, während ich das Fenster wegen dcr Herr. sehenden Hitze herunterlasse. Cigarrendampf und Hiye sind doch ebenso verschieden, wie Hände und Füße. Kann es eine schlimmere Rücksichtslosigkeit geben, als dirse Art der Heizung? Man laust sich eiu Billet zum Eisenbahnwaqgon und wird in eium Backofen gejchobm. Man wlro sörmUch absichtlich körperlich beschädigt, im engsten Sinn fahrlässig gelobtet, gerädert, bei lebendigem Leibe in einem Verbrennungsofen bestattet. Es wäre wirtlich lohnend, einmal die Direction einer solchen Mordbahn auf Grund eines ärztlichen Attestes auf die Anklagebank zu bringen. Ich will mirs überlegen im Interesse meiner fahrenden Mitmenschen. Wenigstens müsste auf jeder Station eine Sanitätswache etabliert werden. Die ganze Reichs-Eisenbahnverwaltung liegt im argen. Ich werde mir den Rock ausziehen. Ver« zeihen Sie, wenn ich Sie gestoßen habe. Und Sie bitte ich gleichfalls um Entschuldigung. Es ist hier so verflucht enge. So, jetzt ist mir etwas besser. (Pause.) Nein. es ist doch zu kalt dazu. Ich muss mir deu Rock wieder auziehcu. Entschuldigen Sie. wenn ich Sie abermals gestoßen halie. es ist noch immer sehr enge. (Der Zug hält auf der Station.) Conductor, wo liegt denn das Beschwerdebuch? Wie lange hält der Zug? Bekommt man hier einen warmen, trinkbaren Kaffee?» Der Zug geht sofort rmitcr. Hier ist kein Aufenthalt und wird nicht ausgestiegen.» — «Das ist ja empörend! Man hat die Reisenden zum besten, ich werde mich beschweren! Eine solche Behandlung ist mir ja noch nicht vorgekommen. Das ist nur auf uuscren Eisenbahnen möglich. Aber man kann unmöglich auf englischen oder französischen Bahnen reisen, wenn man in Oesterreich eine Tour zu machen hat. Der Zug hält. mau will was ins Beschwerdebuch schreibm. kein Aufenthalt, ein Pfiff, weiter. (Der Zug hat die Station wieder verlassen.) Ist Ihnen schon so etwas vorgekommen?» «Was denn?» — «Nun, haben Sie denn nicht Aufenthalt, und es geht weiter.» -^ ^ .« einfach eine Anochnung des Fahrplans.»^ sjH V haben wir's. Fahrplan. Der Passagier lais zhl gefallen. So thut natürlich die Direction. ' y^ iiebt. und es kann niemals besser werden. ^z gier lässt sich genau wie einen Warenballen P. froh, dass er mit blauem Auge davonlom« ^j . es kein Wunder, dass man mit ihm ma°1' ^ Beamten beliebt. Wenn er sich aber "^,„d>^ ließe, wnwn sich beschwerte und sich '"'" ^il^ z wieder beschwert.', so würde er bald men,", ^ reisen.» -inH^'^ «Nehmen Sie mir es nicht übel. "e ^ Sie thun selbst sehr wenig, den M'tr"! '" ^ enthalt im Coupe' angenehmer zu maair - ^ soll ich das verstehen?» . llag^'F! «Wie ich es sage. Sie klagen ""v ^'/ nirma,dm schlafen, sind mit allem unzu' ^ch. ^ die Nachbarn und wären ohne.Zw"'" "'^ s>^ ^ einer von uns auch nur annähernd !" ^ !^, schaflete.. — «Da haben wir's. U ,^» i Störenfried, während Sie in der M ff^ gegen Ihre Mitreisenden vorgehen.' .,B?' i< ' «Die Mitreisenden werden "we^ ^ gb>' -^ haben uns alles ruhig gefallen lasje". ^Ae " ,"^ .'s sehr liebenswürdig von Ihnen, wen'^Z H^, Ruhe kommen liehen,» — «Ich ^"/ . ^ f> mir. das ist großartig! Ich habe l« ^"9 sagt...» ' Julius A" Hbacher Zeituna Nr. 23. ^77 29. Immer 1891. Aschen Ki .?"z"vldl'eil. um die Secte der ftrotestan- l?n F"' "ul deu Aussterbe°Elat zu sehen. Vnhnh^" Schottland) dauert der Streik der listen N " unverändert fort, indessen nahmen die Streits ^fUweck und Fabriken, die seit Beginn des l'Wverbättn? 9"""'' '"l^lge der Besserung der Ver-Mltn.sft h,e Arbeit wieder ans. FllMo., ^'«lisch en Unterhause) erklärte rücht V'^, ^ ^^md z" glauben, dass das Ge-Abtsillm. ' b versuche von, König von Siam die ttlanaen "?^ H°fenö auf der Halbinsel Malacca zn "«en. unbegründet sei. ' " ' pasche m.« c. ^e in Chile) soll nach einer De. ^lllomm ^burq trostlos sein. Der Handel stocke Ase„ '^', alle Schifft wurden ans d.'N chilenischen j» machen '^' "'" ^'"' kriegerische Operationen Platz Tagesneuigleiten. «Vote fn^^^^ ber Kaiser hiben. wie der Aeindz., , ."rol "nb Vorarlberg, meldet, der Ge-^ffulia ' ^^lheuvurstchnng von Kueus zur An-^ßstll,,^'"" Kirchmurgel 100 fl. und dem Gemeinde-!lhiehen» ^'« latsch zur Veranstaltung eines Fest-5" fl. zu spenden geruht. !°"glichen^/ H°s in Budapest.) Im Ofner ^ ili N ?^losse werden umfassende Vorkehrungen für dessen?"" ^^ nächsten Woche in Aussicht stehende ^"en »us l ^°^^ getroffen. Den bisherigen Dispo-^btuar« ^ "^lgt die Ankunft des Hofes am 3te„ '" der Hi '^ ^"^ bleibt längere Zeit dort, und es werden leiten s,«..!.", ^urg mehrere Diners und sonstige Festlich-''"'lnnden. 'ö'Wo/^/ Carevic in Lebensgefahr.) Der ^"Gcf? ^" russische Thronfolger ist einer ^> Ehren ^ "tgauge,,. Während einer dem hohen Gaste '" Indien l "steten Jagd in den Wäldern von Ellora ?^^t hatt "6 ein Panther, den einer der Iagdgäste M ^^ ^' auf den Carevic los. Prinz Obolensli ver-"i V^' " """' b^b mit dem Gewehrkolben, und ^lten ^ ?^i schoss den Panther durch einen wohl- ^^chuss nieder. ^l«n/."!.e Verländerung des Feuerläsch-, ^ k.!' "^ interessante Broschüre, versasst vom ?^tben ^ ^lttems in Leechwald bei Graz, ist ^ Hlth., äugekommen, in welcher mit Beziehung auf L ^ ^ ys" . '" Steiermark in vollständig sachlicher l^^z w?^ ^egen den Landesausschuss und den tv - l" »nit "^ ""^"' "^^ "eg."' diese Körper-s!^ ^ der m ""^6"^" Phasen erhoben wurden, !>?^l" <>..^rländerung des Feuerlöschwesens nicht zu» 'Htlt^, ">e Worte des Grafen Attems passen auch auf ., ^ A.Verhältnisse. ,^' .""term'" ^ ifeubahn - Unfall.) Aus Newyork l> ^' '" »velsf, ^!^'^" telegraphiert: Der Eisenbahü-ll« India« ^'^ ^"^ "^ beendigten Kämpft», mit tz^ttie.^p" "°n, Kriegsschauplätze zurückkehrende . ,'llerie h.s ^""^'t mit der demselben zugetheilten 3>enaes°"d' 'st bei Irving mit einem anderen Zuge " sein ^"' ^ide Züge sollen erheblich beschädigt K ^ l?> Details sind noch unbekannt. '^,^°c^as Musikwerk eines Heiligen.) h^'^^" iiiguori entdeckt habe. Duselbe stammt aus dem Jahre 1760 und enthält Cnrrecturen von der Hand des Heiligen. Sie ist betitelt: Gespräch zwischen der Seele und Jesus Christus. — (« Newy orl er Staa t s - Ze i tung.») Die «Newyorler Staats'Zeitung», das größte und reichste der deulsch«amerikauischen Blätter der Vereinigten Staaten, ist silr den Preis von 4 Millionen Dollars in den Besitz eines katholischen Syndicates übergegangen. Der Preis von 4 Millionen Dollars ist für dortige Begriffe keines« wegs zu hoch, da das Blatt eine halbe Million Dollars jährlichen Nutzen abwirft. — (Einen Apparat gegen das Schnar« chen) hat ein Herr A. Mosterts erfunden. Derselbe besteht aus einem Gummilissen, das, um den Hals befestigt, den Raum zwischen der unteren Kinnlade und der Grust ausfüllt, dadurch das Offenstehen des Mundes uud das daraus sich ergebende Schnarchen verhindert. — (Ein furchtbarer Schnee stürm) suchte Samstag morgens die Küste des atlantischen Oceans heim und schnitt Newyork fast von allen Verbindungen ab. Der Bahnoerkehr musste eingestellt werden. — (Eine Spende für den Papst.) Die Herzogin von Uzes, die Egeria des Äoulangismus, hat dem Papste persönlich eine Spende von einer halben Million Francs überbracht. — (Sarah Bernhardt) ist vorgestern mit einer Truppe von fünfzig Personen nach Amerika abgereist. Local- und Provinzial-Nachlichten. Focallmlin Aailmch-Stein. Die gestern für de» Gesammt-Verlehr eröffnete Localbahn Laibach-Stein, welche die Landeshauptstadt voi, Krain mit dem am südlichen Abhänge der Kara wanken gelegenen Landestheile verbindet, wurde durch den Eisenbahn-Unternehmer Oskar Baron Lazarini ins Leben gerufen und ist die erste und zunächst einzige Localbahn des Kronlandes. Dieselbe ist berufen, den Industrieort Domfchale, die Bergwerke und Fabriken in Stein, ferner zahlreiche Mühlen und Sägen entlang dem Feistritz°Flusse mit dem Schicnenni'tze zu verbinden, und wird vermöge der herrlichen Gebirgsgegend und der Wasser-Heilanstalt in Stein auch von Sommerfrischlern und Touristen stark benützt werden. Das Anlagecapital wurde in der Art aufgebracht, dass der durch die k. k. Haupt-Pulverfabrik in Stein direct interessierte Staat 200,000 st., das Land Krain 70.000 fl. und verschiedene Interessenten, darunter in erster Linie die lrainische Sparcafse in Laibach, zusammen weitere 70.000 st. in Stammactien zeichneten und »1 pari einzahlten. Weitere 566.700 fl. in Prioritätsactien habe,, die Conossionäre Baron Lazarini und Alois Praschniler auf« gebracht, welche zugleich di? Bahn selbst herstellten. Den Betrieb führen die t. k. Staatsbahnen auf Grundlage eines Vertrages, wonach die Betriebskosten mit 4b pCt. der Brutto-Einnahmen pauschaliert sind. Die Eröffnung der Bahn hätte concessionsmäßig erst am 14. April d. I. zu erfolgen, war aber schon für den October v. I. bauprogrammäßig gesichert, als eine un« vorhergesehene Linienverlegung im August v. I. von der mitbenutzten Reichsstraße weg zum Baue einer neuen, 2 Kilometer langen Strecke auf eigenem Unterbaue mit namhaften Erdarbeiten und Brückenbauten nöthigte, wodurch die Vollc'ndlmgsarbeiten am Oberbaue uud Schotter-bette bis iu den strengen Winter hinein verzögert wur- den. Die Bahn war feit 27. December eröffnungsfähig uud ist seitdem daran nicht mehr gearbeitet worden. Einen Monat lang musste die fertige Bahn unbenutzt brach liegen, obwohl das Vetriebsftersonale schon seit 2b. November v, I. die Stationen bewohnte und die gesammte Ausrüstung beigestellt war, und zwar lediglich wegen administrativer Hindernisse. Die l. k, Staats-bahnen forderten nämlich bis zum Eintreten des Frühjahres die Veirechnnng der Selbstsosten des Betriebes, und Wurden die betreffende!, schriftlichen Abmachungen zwischen allen Interessenten erst im Lause des Mouates Jänner perfect. An namhaften Bauten sind zu nennen: Die Ver-größeruug des Staatsbahnhofes Laibach, die Uebersetzung des Savethales und die 162 Meter lange Savebrücke, endlich die Tunnellierung des Salleuberges bei Stein unter schwierigen Verhältnissen. Täglich ve. kehren drei gemischte Züge in jeder Rich« tuug im Anschlüsse an die Züge der Staatsbahnlinie Laibach-Tarvi«. — (Reichsrathswahlen.) Die in Laibach domicilierenden slovenischen Landtags- und Rsichöraths-Abgeordneten hielten vorgestern abends eine Confeienz ab, um über das Vorgehen bei den bevorstehenden Reichs-rathswahlen zu berathen. Es wurde ein WahlconM eingesetzt, welches nach Einvernehmung der Vertrauensmänner im Lande die Candidatenliste festzustellen haben wird. Der Wahlaufruf soll am kommenden Samstag publiciert werden. — (Wassermangel.) Die Mahl» und Sägemühlen sowohl um Wippach wie um Zirknitz stehen schon seit Wochen stille, da die Bäche kein Wasser geben. Die Bauersleute sind gezwungen, Schnee in Kesseln zu schmelzen, um das nöthige Nutzwaffer für die Kühe und für das Vieh zu haben. Gleiche Klagen vernimmt man aus dem Savethale, wo die Bäche zu Eis geworden sind. Selbst die Save erhielt im Gebiete von Krainburg eine Eisdecke — etwas, was man schon seit 1861 nicht mehr erlebte. — (DerMilitär-Schematismus 1691.) Mit einer vierwöchentlichen Verspätung ist der Schematismus für das k. und k. Heer und die Kriegsmarine soeben zur Ausgabe gelangt. Dafür enthält dieser Jahr» gang die im Jahre 1890 eingetretenen Aenderungen bei der Iägertruppe und der Artillerie-Waffe, das mit Item Jänner d. I. neu creierte 15. Dragoner-Regiment, wie überhaupt alle bis 1. d. M. vollzogenen Personal-Ver« änderimgen, einschließlich der mit diesem Tage ernannten Reserve Officiere und Cadetten. Zum erstenmale erscheinen auf Grund der neuen Rangvorschrift die Personen des Reservestandes in gesonderten Gruppen nachgewiesen. Neu ist ferner die dem Buche beigegebene Uebcrsichtskarte der Militär-Territorial«, dann der Heeres- und der Kriegs-marine-Ergänzungsbezirks.Eintheilung. *(EineverunglückteProbe«Vorstellung.) Der «Antispiritist und Gedankenleser» Hanno Namgr 6 e (?) kündigte bekanntlich diesertage einen Cyklus von antispiritistischen Seancen, verbunden mit Gedankenlesen iNa Cumber-land, an. Da jcdoch Namgrie erklärte, dass das Publicum durch ähnliche Vorstellungen bereits vielfach getäuscht worden ist, so habe er sich entschlossen, eine Probe^Vorstellung bei freiem Eintritt zu veranstalten. Diese Probevorstel-lung fand denn auch vorgestern abends im Casino-Glassalon statt, nahm jedoch ein sehr klägliches Ende, Das allerdings nicht sehr zahlreich erschienene Publi» cum war bereils durch den Umstand, dass für den 3rei n°ch ^lchichte zweier Jäger. ^ °«n Italienischen uon Franz S e l a l. !iü ^"ser H (Fortsetzung.) Nnl.^tliHfÄ^ ""Pfand plötzlich eine unermrfs->^ '"blich l" Wr seine Freunde und Bekannten. ^? "icht «^ Zuneigung zu Leuten, die er seit hatte. In seinem stummen tz,.f lene,, li, "kf er bald diesen guten Peter. "Yd ' de„ /, " Stefan; einen Peter nnd einen l'"'^ "ellte di>°A.^"N mit Fanstschläqen bedroht, ^ ' l«ukud "'""ä Killer guten Handlungen zu-Allbellch " h'e und da erwiesene Dieuste kil'"^'h aus"^""e er die Hand gereicht, um ihm ih„ ?>rer h ven, Orabeu herausziehe zu helfen; Essern schleuse ,' "^"" " auf Geusen m.özm,. für b^üs. ' und u . ä" liffneu. um seine Wiesen zu be .^d 5?^ Man ^" ""l verschiedenen Cmmnissiml.n Ki^ ">r oft h« ,9". wenn rr ei'imal „ach Austa gieng? ^itr» lv'rluna "'^ die Wilderer, sci.,e Kameraden, ^l'd «', ^agdcmsl l^°"9t, wenn es galt, den ver r war , ''ryern einen Schabernack zu spielen? >»i> ^ war mz/"uckgewichen! ^ittde >'rlrtz /.^'^ ^rt ein gilter Dnfel; denn ^bell, Vi Mit s"p"l""n. "m wie vül.s brutaler °h»f w"llei„ ^ '','lnr Kraft jeder andere benommen > v >erzi"f.7" ^ Seite dlr Pafsiva. und di.> '"k ,^>chl?u "''^etbeilt.'.. F""MlÜ!i" ""d ssuß ^tNer^fl '"b"" er sich ihrer eriunerte. ü""l!e Ueberraschung. Einmal halte ihn ein Gatte im Dunkel des Heu bodens mit seinem Weil,- überrascht, denn er war uoch vor zehn Jahren ein hübscher Bursche, wie man sagt. und auch die Weiber sagten ihm nicht nein! Der Gatte, der ihn kannte, schwieq. ja schien sich noch glücklich zu schähen. so billigen Kaufs davongekommen z>, sein. — Was für ein Einfall war es aber auch, in allen Hühnerhöfen den Hahn zu spielen! Und bei iedem nem'i, Unrecht, bei dem er sich ertappte, gab es ihm einen Stich ins Herz. brennender sogar als die Wunden. Doch welche Kinderei, zu verzagen und sich so aofzngeben l Wie wäre er selbst einem andern, dem Nächstbesten, ja sogar einem Feinde zuHilfe geeilt, wenn er ihn in Nöthen gewnsst! Oh, wie wäre er geeilt! Welcher Eifer glühender Nächstenliebe verzehrte ihn! Er hätte tansend Gefahren die Stirne geboten, um einen Menschen aus demselben Thale zn retten, denn das Thal ist ein engeres Vaterland, das schon an nnd für sich eine gewisse Verwandtschaft schafft. War er übrigens nicht nn Opfer der Aufseher, und musste sich gegeu die Aufseher uicht die ganze Welt eiuigeu? So beschäftigte ihn jede nene Idee. die ihm kam, eine geraume Zeit. nicht als ob ei ihm ein Vergnügen bereitet hätte, sie zu drehen und zu M"den,'um ihr auf deu Grund zu blicken; die Idee s lbst bohrte sich eiu und hämmerte nnd schlug an sein Hirn imm.r wieder mit denselben Worten, und am hartnäckigsten waren die üblen Vorhersagungcn. Auf Augenblicke schloss er die Augen und schien zu schlummeru. dann schlug er sie plötzlich w'eder auf, um um sich herumzublicken. Und es kam noch lmmer me- mand! Wie viel Zeit mochte wohl inzwischen vergangen sein? Schon dämmerte es in einzelnen Schlnchten. allein das Thal streckte sich noch immerbehaglich im Sonnenschein, uud die Wässer setzten ihren geschwätzigen Tratsch fort. Uud dennoch stand der kalte Hauch, wie er den Sonnenuntergang zu begleiten pflegt, unmittelbar bevor. Er sah ihn durch das Thal wie einen Fieberschauer emporsteige,. Er flog von Wald zn Wald. über die dunkelgrünen Zweige ferner Tannen glitt flüchtig ein silberweißer Reflex, dann wurden sie noch regungsloser und dunkler; die Grashalme schimmerten, indem sie sich bogen, einen Augenblick grau. um sich dann kräftiger wieder aufzurichten: der Hauch zog vorüber und stieg immer schneller empor. Die näheren Tannen schüttelten ihre Wipfel, als wollten sie die Nacht abwehren; die benachbarten Triften geriethen in eine regellose Wellenbewegung, und alle Töne, alle Stimmen des Thales schlugen in einer Welle voll Echos zn der Höhe empor: dem Verwnn» deten fuhr ein eisiger Frost durch die Glieder, dann trat wieder die frühere lächelnde Stille ml. Doch das Signal war gegeben! Dleft mächtige uud klangreiche Welle halte die große Symphony des Tages wie in einem Schluft «rs.^encw wnoigt; dl,' Sonne uwchte uoch su schön scheinen, d r Tag wcu zn Ende. Dir Schneekruste ließ. indem sie sich verdichtete, ein tausendfaches Knistern vernehmen, trock u wie das Knacken einer Feder, alle lustia/u Weisen dcs Wassers verstummten, alle Bäche erstarrten; der wcich-seuchte Schnee wurde trystallhart. die Lust kalt, schneidig, scharf wie ein Feind. (Fortsetzung folgt.) Llliwchcr Zeitung Nr. 23. 178 29. Jänner !89^ aufgedränglen Programmzettel der Betrag von 2b lr. l eingehoben wurde, nicht in besonders angenehmes Stimmung verseht; als jedoch die «Seance» b> gönnen und die Qualität der «spiritistischen Mani» festationen» Unwillen erregte, forderte das Publicum unter Pokern den gezahlten Betrag zuriick und entfernte sich. Der «Spiritist und Gedankenleser» wurde nun gestern vor den städtischen Polizeicommifsär citiert und aufgefordert, sich zu legitimieren. Als Gedankenleser begriff er sofort die Situation und entfernte sich unter der Angabe, dass er seine Papiere holen wolle, ward jedoch nicht mehr gesehen. Er sowie sein Compagnon «Oapitän Gray-Götz» benutzten den eben abgehenden Oberkrainer Zug und dürften nun in Kärnten ihr Glück verfuchen. In der Eile «vergaßen» die Nntispiritisten die Hotel- und die Drucktostenrechnung zu begleichen. In einem zurückgelassenen Koffer wurde ein — altes Leintuch vorgefunden. — (Eissport.) Aus Klagenfurt wird uns ge» schrieben: Der «Eislaufverein Wörthersee», welcher derzeit schon über 200 Mitglieder zählt, veranstaltet am 2ten Februar ein Schlittschuhrennen auf dem Wörlhersee von der Militär-Schwimmfchule aus. Der Eissport aus dem See hat sich durch die Gründung und die Thätigkeit dieses Vereines ganz außerordentlich gehoben. Inmitten der schönen Natur und insbesondere angesichts der wunder» baren Farbenwirkungen um Sonnenuntergang ist das Befahren des gefrorenen Sees ein unbeschreibliches Vergnügen. — (Deutsches Theater.) Die gestrige erste Vorstellung «Der arme Jonathan» von Karl Millöcker war sehr gut besucht und befriedigte vollkommen die Zuhörer, die sich prächtig amüsierten, sowohl durch das witzige Libretto als auch durch die melodiöse, gefällige Musik. Die Wiedergabe verdient volle Anerkennung, denn es wurde sehr brav gesuugen und gespielt, und war auch die Ausstattung trotz des beschränkten Nühnenraumes eine sehr gefällige. Da heute eine Reprise der Operette stattfindet, behalten wir uns eine ausführliche Besprechung vor und können den Besuch der Vorstellung bestens anempfehlen, da die Aufführung zu den besten der Saison, die ohnehin dem Ende sich nähert, gehört. ^s. — (Wahlen in Kärnten.) Die Ausschreibung der Neuwahlen in das Abgeordnetenhaus des Reichs» rathes ist nunmehr auch für Kärnten erfolgt. Die Nah len werden stattfinden: In der Gruppe der Landgemein» den am 5. März, in der Gruppe der Städte, Märkte und Industrialorte am 7. März, in der Klagenfurter Handelskammer am 9. März, in der Wählerclasfe des großen Grundbesitzes am 10. März. — (Eine Wette.) Zwii Radmannsdorfer schlössen diesertage eine ungewöhnliche Wette ab. Der Eine be« hauptete, eine halbe Stunde barfüßig im Saveflusse-stehen zu können, was der Zweite bei der herrschenden sibirischen Kälte als eine Unmöglichkeit bezeichnete. Nun wurden je 100 fl. als Wettgeld deponiert, und die Gesellschaft begab sich zum Saveflusse hinab. Der wackere Kneippianer blieb Gewinner, denn er hielt es nicht nur eine halbe Stunde im eisigen Wasser aus, sondern gab noch einige Minuten dazu. — (Die Adelsberger Eitalnica) ver° anstaltet am 1. Februar in den Localitäten des Herrn Alois Burger eine Unterhaltung. Auf dem Programme stehen eine dramatische Vorstellung, Tombola, Gesang und Tanz. Anfang um 8 Uhr abends. — (Die Gemeinde Ratschna) zählt nach der jüngsten Volkszählung 78 bewohnte und 3 unbewohnte Häuser mit 75 Wohnparteien. Die anwesende Bevölkerung ist mit 438 Personen (223 männlichen, 215 weiblichen Geschlechtes) ausgewiesen. Der älteste Mann zählt 79, die älteste Frau 80 Jahre. Die Umgangssprache ist durchwegs slovenisch. Die Bevölkerungszahl der Gemeinde Ratschna ist seit dem Jahre 1880 um 23 gestiegen. — (Neue Gewerbe-Inspector en.) Im diesjährigen Budget wurde eine Post eingestellt, um d e Anzahl der Gewerbe.Inspectoren neuerdings zu vermehren Es handelt sich hiebei um die Neucreierung vou Gewerbe'InsPtttors-Assistentenstellen, Wie verlautet, gedenkt das Handelsministerium demnächst eine Verordnung zu erlassen, welche die Unfallverhütung regeln und einheitliche Grundsätze für die Beurtheilung der vom Staate als nothwendig anerkannten Unsallverhütungs«Vorkehrun-gen aufstellen soll. — (Der Sterbetag des Kronprinzen Rudolf.) Anlässlich des Stetbetages des Kronprinzen Rudolf findet morgen vormittags in der großen Ka> pelle des Klosters Meyerling ein Trauergoltesdienst statt. — (Interessantes vomgirknitzerSee.) Aus Zirknitz wird der «Tagespost» geschrieben: Unsern wellbekannten See deckt schon seit rinigcn Wochen festes Eis, doch unter der weiten Dccke ist nur wenig Wasser mehr. da dasselbe durch die Saugtrichter zumeist wieder in die Unterwelt des Karstes abgifloss.n ist. Man kann daher stellenweise ziemlich weit unter die Eisdecke hinein« yehln. Als vor Jahren die gleiche Erscheinung zutage »rat, zündele man nächtlicherweile das dürre Seegras und Schilslijhricht an. was uon Grahovo aus einen geradezu magischen ÄnliUcl bot ! — (Französische Officiere in Oesterreich,) Znr Erlernung der deutfchen Sprache sind mehrere französische Officiere nach Oesterreich entsendet worden; dieselben halten sich, selbstverständlich in Civil, durch sechs Monate in Salzburg und in Graz auf, um im unmittelbaren Verkehre mit der Bevölkerung ihre deutschen Sprachkenntnisse zu vervollständigen. Die betreffenden Officiere sind als Lehrer der deutschen Sprache für die franzi^ fischen Militär-Bildungsanstalten ausersehen. — (In Dom schale) findet am 1. Februar im Hotel Wenzl eine «fidele Faschingsgaud^» statt, und zwar zunächst «Tombola Grandiosa», sodann Theater, Gesang, Tanz lc. Anfang präcife halb 8 Uhr abends. Entree frei. — (Personaln achr ichte n.) Dem Oberlandesgerichtsrathe Herrn Dr. Eug/n Fröhlich Ritter von Fröhlichsthal in Graz wurde der Titel und Charakter eines Hofrathes, dem Bezirkshauptmanne Herrn Wilhelm Ritter von Iettmar in Volosca der Titel und Charakter eines Statthaltereirathes verliehen. — (Der katholi sch'poli tische Verein) hält heute abends um 6 Uhr im Saale des katholischen Gesellenvereines in der Feldgasse eine Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Discussion über die bevorstehenden Reichsrathswahlen. — (DieBeuölkerungszahl von Groß-Wien) Von der Voltszählungscommission ist vorgestern die Nohbilanz der sämmtlichen in das Gebiet von Groß-Wien einbezogenen Gemeinden bekanntgegeben worden. Nach dieser Zusammenstellung ergibt sich für Groß-Wien eine Gefammtbevölkerung von 1,332.823 Bewohnern. — (Die Schischlaer Citalnica) ver« anstaltet am 2. Februar in der Kosler'schen Winter-Bierhalle eine Vodnik-Feier, verbunden mit cinem Tanz-kränzcheu. Anfang um halb 8 Uhr abends. Die Musik besorgt die hiesige Militärkapelle. — (Entführung.) Das «Agramer Tagblatt» berichtet über die fensationelle Entführung eines Christenmädchens aus dem Spitale in Neugradiska durch einen junge« Türken. Das Mädchen wurde nach Bosnien gebracht, — (Todesfall.) In Görz ist am 25. d. M. Comtesse Emma Nugent, Tochter des Grafen Laval Nugent, im Alter von 22 Jahren gestorben. Die Leiche wurde gestern in der Kapelle des Schlosses Graffenberg beigesetzt.___________^_^_^__________________________ Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibnchrr Zeitung". Wien, 28. Jänner. Beim heutigen Hofballe in den Redoutensäleu wurde das Kaiserpaar durch das Erzherzogspaar Karl Ludwig vertreten. Vor dem Beginne des Balles hielt der Kaiser einen diplomatischen Cercle im Marmursaale ab. Prag, 28. Jänner. Heute nachmittags wurde nach Erledigung d.'s Budgets die Landtagssession geschlossen. Cardinal Graf Schönborn dankte zunächst in deutscher Sprache dem Statthalter dafür, dass er in bewegter Zeit die Leitlina. im Lande iiberüommen habe nnd mit größter Gewissenhaftigkeit den ihm obliegenden Pflichten nachgekommen sei. ' Trieft, 28. Jänner. Nach der Rohbilanz der Volks' zählung beträgt die Einwohnerzahl der Stadt Trieft und deren Territoriums 30.264 Parteien mit 154.827 Personen gegen 28857 Parteien mit 141.740 Personen im Jahre 1880. Berlin. 28. Jänner. Die Budget Commission des Reichstages hat die Forderung der Vew'UiglMg vou Dienstprämien für Unterofficiere mit 19 gegen 9 Stimme», ebenso auch alle sonstigen damit zusammenhängenden Anträge abgelehnt. ' Köln, 28. Jänner. Der «Kölnischen Volks-Ztg.» zufolge stürzten auf der Zeche «Monopol» bei Camen die im Förderfchachte angesammelten Eismann in die Tiefe. Die Belegschaft rettete sich durch den Noth' ausgang. Der Betrieb wurde eingestellt; der Schaden ist fehr bedeutend. Rom, 28. Jänner. Der Director des Museums von Spezzia constatierte, dass die angebliche vulcanische Eruption zwischen Genua und Spezzia sich auf einen Verbrenmmgsvrocess unterirdisch angehäufter organifcher Stoffe reduciere. Ncwyort, 28. Jänner. Gesten fand eine Gas. explosion in einem Bergwerke in der Nähe uon Mont-ftleafant statt, wodurch über hundert Personen den Tod fanden.______________^^.______ AngelMlmene^remd^ Am 26. Jänner. Hotel Stadt Wien. Pfeiffenbcrger, Ehrlich und Ohme; Krajnil, Abeles, Kellermann, Gaspari, Schlecker, Polital, Trneipitel, Onsnik ,md Nobitfch, Kaufleute, und Schüssel Beamier Wien. — Uhles s. Frau, Venedig. — Kul. Privatier. Nu< dolfswort. - Urbancic, Villichgraz. — Milula, Ingenieur, Zwischenwässern. — Spil), Prag. — Morac, Fiume. — Widra, Nergucrwaller, Trifail. — Jäger, Bauleiter, Guil- ^ feld. — Cavazzani, Trieft. Hotel (Acfant. Herz, Kaufmann ; Liwenfeld nnd Rafael: Adle,-, Secretär. Wir». - Kundu, «olusea. ^ Cnllemnn. Kauf. mann, Trieft. - Mahorcic, Scssana, ~ Cucet, Grasrnlirunn. ' Hotel SUdlmhnliüf. Jäger, Vanleiter, Gnrljrld, - Eich und > Klich. Kaufleute, Wien. > Am 27. Jänner. l Hotel Elefant. Dreyman, Kaufmann, Wien. — Is«, S?'^ l Händler, Proßnch, — Klatwa, Gerichtsadjunct, Ill,-F"l<"^ « Müller. Kaufmann. Graz. — Moll, Disponent, Stocks Ldwy. Budapest. . ^ Hotel Stadt Wien, Vesco, Linhart, Geiringer, LeßiM,^ Thriner, Adler, Schrrcker, Kanfleute, und Ster», W'A, Miscrousty. Secretär. Graz. - Dr. Linhart, l. l. «?M I Gottschee. - Kokler, Besitzer, Verona. - Uhles, ^'^ anwalt, scnnm! Frau, Frankfurt, M Hotrl Zairischer Hof. Mal,er. Beamter, Gürz. - R.'ven. ? tier. Ziegenhel'berg, — Müller, Professor, Wien. A Hotel SiMahnliof. Ditrich, Fabrikant, Limbnrg. — V"" Wrinhändlcr. Volkswirtschaftliches 5,'lliliach, 2» Jänner. Alis dem heulten Markte slnd "M< 2 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 12 """ mit Holz Durchschnitts.Preise, st. I l.', ft. ' lr. N_^.^ Wnzen pr. Heltultt. «65 6>69 Nutter pr. Kilo .. ^-?s ^ Korn » 5 20 5 36! Eier pr. Stück - ^ ^ > Gerste » 4 55 4 60 Milch pr. Liter . . " ^ .^ Hafer > 3 1b 3 15 Rindfleisch pr. Kilo - 60 ^ Halbfruch« » .^ 5 20 Kalbfleisch » ^^w ^ Heiden . 5!20 5 «I Schweinefleisä, » ^bU ^ Hirse » ü— b 64 Schöpsenfleisch » " A ,> Kuinruz » 5 20 b 58 Hähndel pr. Stück — A ^> Erdäpfel W0 Kik> 2 4,1 --l Tauben » ^H^,'-Linsen ftr. Heltolil 12 — - — Heu pr. M.-Ltr. . l^9b ^ Erbsen » 12-----------Stroh » . . 1 "b ^ Fisolen » 10 — .-------Holz, harte«, pr. .„^> NindZschmalz Uil» — 90------- Klafter ?U^ Schweineschlnalz» __ ßß-------— weiches, » ^ ^ z^ Speck, frisch, » — 50-------Wein,roth.,100Ü!t. -^ ^H)^ — geräuchelt « — 64------- — weißer. » >^ Meteorologische Beobachtungen in Laibalh^ __H ^ » « ^-----^" " 7 l^W! 745"^ f^Mz ' winM " " 'NÄes^g.oo 27.2 . N. 745 3 —70 W. schwach zieml. he't" 9 » Ab. 745.7 —84 W. schwach zicml. he't" ^. Dichter Morgcnnebel, dann ziemlich heiter. ^,^^' gesmittel der Temperatnr —9 9", um—8 6° unter ve" male. - ^^,^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic Ganz seid. bedruckte Foulards st.^c/ bis fl. 4-65 p. Meter (ca. 450 versch. Desfins) — l'" sadl>^ und stückweise Porto- und zollfrei ins Haus das Sen"'>^Al Depot 0. Nsnnobors (l. und l. Hoflief.) 2ürlol». g^I umgehend. Briefe losten 10 kr. Porto. ^>^ ! Von> tiefsten Schinerze gebcngt, geben 3^ ^< rich Malaverh, Umalie Tönnies nrl' -" .,lic U.rh, Marie Mörtl geb Malaverh, '''^. Frauzl geb. Malaherh und ttatharinc U,<" vc'rh im eigenen suwie im Namen aller " ^,< Angehörigen die betrübende Nachricht, dnss eo ^ in seinem linersorschlichen Ralhschlnsse a''s<"!"s' „sss> nnsere geliebte, unvergessliche Ntutter, bl'z'W'H weise Schwiegermutter, Groflinutter und "ru nlnttcr, Frau Katharnta Saman uerwitwet gewesene Walauerh heute, den 2«. Jänner 1891. um 4 Uhr nach'"A. nach kurzen, Leiden und versehen mit den !>>!. . ^ss saeramenten im Alter uon 94 Jahren m "" jenseits abzuberufen, . Bst"' Da<< Leichenbegängnis findet ssrellaa., oc,' ,., d, M,. um halb 5 Uhr liachmittags liom St"" Rümerstrafze Nr. 5 ans statt. llliiede"^ Die heil, Sceleninessen werden ", "",ni Kirchen gelesen. . ftoM'ne" Di^ theure Dahingeschiedene wird dem , Andenken empfohlen. Laibach am 28. Jänner 1«^l. --------------—^^"V Die i>. t. ^lx,,"^"^" V"/ «K'ailmcher Zeitung^ l,ei wcla^ ^^l. Abonuemeut mit diesem M"""^ Pl.r werdeu höflichst ersucht, die w" t^ ^ numeration ,>lt.1<1j^^e zu erne»' ^c' die Expedition ununterbrochen ve zu können. 179 Course an der Wiener Börse vom 38. Jänner 1891. N°« dem 0^^« C°urM°tte. ^bkrrcn"'^"' ^""^ in Note» 9l n^ !»i «u "" Tllll»«i„.^"'»« z5<"°rre»le 50,' ' -' - 10415 10430 .,»«»>H»,^, !3Ä!^z '----------------- Gelb Ware Grundentl.-Gbligntionen (für ,00 fl, CM.). 5>°/u galizische...... 104-85 105 25 5«/„ mährisch?...... —'— — — s>"/^ Krai» »nd Küstenland . . —'— —-— 5"/„ iiiedrrüstcvreichische . , . 108'—110 — 5°/., stcirischr...... —'— —'— 5"/„ lroatischc »nb flavonlsche . 104 Z5 —-— 5»/n siebenbürnüche .... —' - —-— 5"/« Trmescr Äanat , , . , 108— 110'— ü"/„ »ngarischc...... 30 20 90 t»0 Andere üssenll. Anlehen. Donau «>>!,,-Lose 5>"/., 100 fl. . 121- ,^-- dto. «ülcil)»' 1«7» , . I0N —1065" AiNchr» dl>r Stab! Oürz , , 111— — — Auk'!»»'» d, Itablliomsindr Wien 105— 105 80 Präm, A»I, d, Sladlgcm, Wien 147 — 147 50 Vürsrnbau slillehen uerlus, 5"/„ W-- 99 — Pfandbriefe (für 10» st,), Vobrncr. aNg, öst, !"/., G, . 113—114'— dlo, dto, 4l/2>'/„ , . . 10040 10l«0 dto, dto, 4°/n . . . »740 9780 dtu, PräM'Schuldvrrfchr, 3°/n 10!» — 10950 Och, Hl,pothell>!ibanl K»j, 50°/„ 10050 — — Och,«»«, Vanl urrl, 4'/,°/« , 101- 108'— dctto » 4"/„ . . 99-70 100'n> detto 50jähr, . 4"/„ , , 99-70 100,0 Pliolilätll-Gblillntionen (fill' 100 ss), ssordinands Nurbbal)» Em, 1«86 IW'20 100 70 Galizische Knrl-llndwig'Nahn (tm, 18»1 300 fl, S, 4'///» . 39'5« 9?'9O Geld Ware Ocherr, Ätorbwestbahn , , . iol>'50107K> Staalöbal»!....... l90— —-— Sadbahn il 3"/„..... I52-— 15!!'- - » i^ ü°/„..... 119 — 1I!»'50 Ung-galiz. Nahn..... ioi»5 10275 Diverse Lofe (prr Stück). Creoitlose 100 ss...... 18150 1825« Clan» Lose 40 fl...... 5« — 57 — 4"/„ Dona» Danipffch, 100 fl, . 125— 127 — Laibacher Präni, Anlch, 20 fl, L2— 2» — Offner Lose 40 st..... 5750 58 — Palsfl, Lose 40 ss...... 5«' 5625 Uoüien Urenz, üst, Ges, v,, 10 fl, 18'?.', 19'- - Mndulph Lose lO sl..... L«v25 21'2!> Salni Luse u> si...... 5950 «O'öft Tt, (^enoi<< Lose 40 st, , , , st, , , , 3750 3»- Windiich Oratz Lose 20 sl, . . 47"?5 4975 Oew, Tch, d, :!"/n Prä»l,b- vcrschr, der Aobc»crebi>anstalt 27— 29 — Dank-ÄcNen (per Stück), «üsslo ösl, Va»l 200 st, U0"/„ lt, , 1U7 — 16750 Vanluerein, Wiener, 100 st, . 117L5 1l7'75 Vdcr, Anst, üst,, 200 st, S,40"/„ 343- 344- llr°t,Mnst, f. Hand, u, G, i«o st, 30850 30» — LredÜIiant, Ällss, »»«,, 200 st. , »44b!> 345 - Deftusitendanl, «N«,, 200 st, , 20250 203'5l) Oscompte Ges,, Nbröst,, 500 fl. ^5 — 630 — Giro- u, Cassenu., Wiener 200fl. L17 — 21750 Velb Ware Hhpolhelenb,, öst, 200 fl, 25°/,,E, -— 7l-— Länderbanl, öst, 200 fl, G, . , 2«» — 21«'4U Ocslerr, unn, Ba»l «00 st, . , icoo 100^ Uüionbanl 200 st..... 244'— 244 50 Verlehrsbanl, Nllg., 140 . , ibS- 160 — Hrlien von Trannporl« Unternehmungen. (per Stücl). Alblecht Aahn 200 fl, Silber . 86'— 8l!'5l> Alsöld /summn, Aahn 200 si, S. 201'50 20250 Aöhm, Nordbahi! 1l>0 st. . . 20175 202^5 ' Westliah» 200 fl, , , . 337' - 838 — Äuschtiehrader Eis, 5,00 fl, CM, 12W 1214 dto, (lit, L) 200 fl, . 479- - 481 — Donau - Dampsschifffahrl - Ges., Oesterr. 5>00 fl, ÜM, . , . 289 — 291 — Dran Eis, (V, Du, Z,) 200 fl, E, 198 75 ,99 — Dnx Aodrnb, Eis, A, -'l,» fl, I, --— —-— sserdinand«; Norbb, l,»ü,»st,<5M, 2785 2795 Gal. Carl Lndw, A. 200si.CM. 20975 21050 «emu, - Czcr»ow. -Iassy-Eisenbahn-Gesell sch, 200 fl, S. . . 23175 23275 Llot)b.»st,-ung.,Trieft500N.IM. 343 — 34« — Oestcrr, Norowestb. 200 fl.Silb. 21570 2K!in dto, (lit, ll,) 2W fl, S, . . 222 — 22Ü50 PrassDnxer , 150 fl.Silb, 9l— 9175 Lwatoeiscnbaliil 200 fl, Silber 24575 24L25 Südbahn 2l,o st, Silber , , . I8l'— 13150 5üd'Nordd,Verb, Ä,200st,CM, 178-^ 17850 Tran,way'Ocs,,Wr,.t70st,ö, W. 218 — 22N--» nenc Wr,, Prioritäts- Aetien 10» fl...... 8550 9650 Ung-galiz, Eiscnb. 200 fl. Lllber 1977b 198' - Vtld Ware Una, Nordostbahn 200 fl, Silber 197— 197^5 Ung,Weftb,(«aab'Oraz)200fl,V, 197 — 197.5»» Indufirie.Artlen (per Stücl). Vannes., Mg, Oest,, 100 fl, . 81— »,-— Tahdier Eisen und Stahl'Inl». in Wien !<»<> st..... ?g'— ?8' - ElsenbahnwÜelha,, erste, 80 fi. 98— 9«'— 'Oldemuhl. Papierf, u, V'V, 4525 46 — Liesinner Vra»erei 100 fl, , . 9«'— 905« Montan < Gesell , österr, - alpine 9li»5 U2'7b Prager Eise» Ind.-Ves, 200 fl. 38450 8855«, Salao'Iarj, Steinlohlen 8» fl. 4üL —458- »Vchlügelmilhl», Papiers, 200 st, 186 — 1W — «SteUrermühl»,Paplerf.u.!ij,-G, 1»9'— 12950 Trifailer ttoh!enw,>Ges, 7« st, , 15250 1535« Waffenf,-V,,vest,lnW!en100st, 424'— 4LS-— Waggo»°lleihansl,. Nllg, in Pest 80 st......... 91'5U »«'»» Wr. Naugcsellschaft 100 sl, , . ?b— 75-50 Wlcnerberger Ilegel'NctienOlef, 1875» 188 »b Devisen. Deulsche PlHhe......^«»5 5SL« London........»13-95 114 55 Paris.........«17. 4ü-82> Valuten. Dncaten........ 5-40 5 4g 20'Francs Nliicke..... 904, 9»Ü Deutsche «eichsbantnvten . . 5« in 5«l7. Papier.Rilbel...... l-3«,. i««„ Italienisch, Vanlnoten (100 s.) 44S0 44 ?u F[jl» p.------------------———------------------------------------------------------- ^eot" Und Verkauf aller im Coursblatte notierten Ulld Valuten empfiehlt sich bestens die ff ßcIseWß des Bankbauses Scbelbammer & Scüattera WIEJs, I., Kärntiieratragge SO.