(Mbacher ^Z eUunM Nienstag den 24. Movember 183Z. D l l ^ r i e n. ^aibach, den 20. November. Naä'ricklcn au3 Venedig vom ,7. d. M. enthalten über den Stand dcr dort herrschenden Brechruhr folgende Daten: Uncrachtet dcr regnerischen und Sircko« Witterung von gestern ergaben fich in dieser Stadt nur 7 (Zrkrankungsfälle, und man hat Grund zu hoffen, daß die Krankheit sich zur Abnahme hin-neigt. Eä genasen 14 Kraule, 7 starben, und in dcr Heilung verblieben ng, und zwar in lcn .Privat-Hauscrn 66, in dcn Eivil-Spitälern 53, und in den Mtl. » Spitälern 12. In der Stadt Padua uiacht die Krankheit langsame Forlschritte, indcin sei: dcm 3. Oct. bis zum n. 0. M. nur 32 Fälle vorgekommen sind, von denen n genasen/ 16 star« kcu, undo noch in der Heilung sind. Außer den 5 zu Accia vorgekommenen Fallen Ha4 man bis uun leine weitern Nachrichten über die dcrtige Verbreitung der Krankheit. Zu Biccnza wurden bis jetzt 7 Soldaten be« fassen, und ein Weid mit verdächtigen Zufällen ließ fi ch in das Spital übertragen. Zu Verona sind in den vorigen Tagen einige Erkrankungen vorgefallen; aNein, die dortige De» legation hat dis heute über eine weitere Verdrci. tuny dcr Krankheit eben so wenig Nachricht gcgc. bcn, al5 die Delegation von Venedig über den Gang der Krankheit zu (Zhioggia und Palefirina. 3n allen übrigen Gemeinden herrscht der beste Ge« sunoh,citsstand. Se. k. k. Majestät haben mit Allerhöchster, an die Studien. Hof. Hommisson gclang'.cr Ents^Iie. ßung vom 3. November d. I., das Lehrämter ita« licl'ischen Sprache an dem Lyceum zu Laibach dein Anton Pcrtaut allirgnädigst zu rclliihen gcrnhet. D e u t s lh I a n y. Regensburg, 25. Oct. An dem Bau der Walhalla in dem zrrc» Slundcn rcn' hier en^fcr«» ten Donausiauf wird ungeachtet der vorgerückte» Jahreszeit jetzt noch rührig gearbeitet. Dcr Bau rvurde vor vier Jahren begonnen, und es dürfte vielleicht noch eben so lange dauern, bis jenes deut» schc Naticnalgebäude vollendet seyn wird. In de« bisherigen vier Sommern waren dabci unausgesetzt 3 diä 4"a Arbeiter beschäftigt, a» welche wöchenl» lich an Lohn 5 bis^ooo fi. ausbezahlt wurocn. Na» türlicb haben zu dem großen Bau noch viele andere Handwerker, als Maurer und Zimmerleule, die Arbeiten zu liefern, u»id so verschafft denn das groß. artige Unternehmen dcs Kö„!gs dcr arbeitenden Classe dcr ganzen Umgegend einen reichlichen Bcr. dienst. Ist die Walhalla erst vollendet^ so wird der Zusiuh von Ircmden, 5crcn jchl schon sehr viele ankommen, um den begonnenen Bau zu sehen, nur nocd größcr seyn. Der Ruf davon hat uni diese,, Sommer über namentlich viele Englcindcl zugeführt. Aucd Se. Majestät dcr König pflegt sehr häufig incognito hicher zu reisen, um die Fortschritte des Baues zu fördern, und manches Zweckmäßige persönlich anzuordnen. Dcr rohe Bau ist nun vollendet, und ungcacktct der hölzernen Vcr. hülwng treten schon die imponirenden Formen ins Auge. Dcr Docksiuhl ist noch nickt gesetzt, was zuverlässig im nächsten Frühjahre geschehen wird. Da, gegen stehen schon 32 kolossale Säulen, deren die Walhalla an dcr Außenseite wohl hundert bekommen wird. Man versichert, daß bci Stcufübcr die Donau eine steinrlticlBriiae gebaut, tic von R<^ bcnsdurg oufdcm rechten User nach Strcwbing sül). rcncc Landstraße aufgehoben, und cuf dos linke Ufer vnicgt werden soll, tamit.tie Nciscntcn Gc« 384 tegenheit bekämen, den Bau in Augenschein zu neh. .men. Für das Innere dcr Walhalla arbeiten, wie man vernimmt, zur Zeit schon viele berühmte Künstler Deutschlands und des Auslandes. Die Gegend um Negensdurg und bei Ttauf ist wunderschön. Dcr Berg, auf dcm die Walhalla steht« ist dafür wie geschaffen. Auch die Wiederherstellung des im Jahre »462 erbauten Doms unserer alten Stadt ist nach dem Willen tes Königs bereits an« gefangen, , quesne, und die Fregatte Galatee die Victoirc er« fetzen. Man werde sonach 7 Linienschiffe im mittelländischen Meere haben, den Sufftcn von »oo Ka« nonen, den Duquesne von 60, den Nestor, Tli« ton, Scipio, die Stadt Marseille und den Tlioent. Ucberdieß sey der Monlebello von »20 Kanonen in Commission auf der Rhede; ocr Algesiras und I»«. ^piter seyen angekündigt. Die Aufstellung einer sa beträchtlichen Seemacht lasse ein wichtiges ErcigniK voraussehen. Viele Leute glaubten, man wolle sich dcr balkarischen Inseln bemächtigen, um 5el5 385 Geschwadern der vereinigten Staaten im mittelländischen Meere jeden Zufluchtsort zu entziehen. Paris, ü, Nov. Frankreich und der König haben cinen Verlust erlitten. AdmiralNigny, Mit. bUed des Ministcrcsnseils, ist am 7. zwischen Mit« lernacht und ein Uhr nach dreiwöchentlichen schweren Leiden gestorben. (Allg. Z.) Das Packetboot Ramier und das Packetboot Gastor, das den Herzog von Orleans nach (Zorslca bringt, stießen in der Nacht vom 3i. October auf ten ,. November aneinander. Der Stoß war so heftig, daß das Packctboot Ramier wegcn^bedcu-trndcr Beschädigungen nach Toulon zurückkehren lnußce, der (Zastor^ der keinen Schaden erlitt, setzte feine Fahrt fort, Gin Journal behauptci, d,er Her. zog ,on Orleans werde, nach Beendigung des Zugs Hegen Mascara, längere Zeit als Vicet'önig in Al« Hier bleiben, um der beginnenden Colonisation grö« Sere Sicherheit.und Ermmhiaung zu verleihen. (Oest. B.) Spanien. Die Tressen vom 27. und 28. Oct. bestätigen W durch (Zorrespondenzcn. Die Details werden noch verschieden angegeben. Als gewiß kann man ansehen, daß am 27. die (Zarlisten geschlagen wurden, und (Zordova am 26. be, scmein Rückzug? von Salvalierra, nicht eine Niederlage, aber eine Zer« sprcussung seines (Zorps erlitten hat. Die Behörden von Sarre erhieltrn einen Bericht, rvorin man rcr. sickert, daß dein Don Carlos bei dem.Angriff am 27. vier Bataillone ganz vernichtet woroen seycn, und daß man keinen einzigen Gefangenen gemacht hade. Am folgenden Tage habe der Kampf, nach erhaltener Verstärkung, mit neuer Bitterkeit be« sonnen, und (Zordooa beim Rückzüge nach Victoria nicht 6oua Todte und Z000 Gefangene, sondern im Ganzen 3 bis 4000 Mann verloren, wovon zwei Dritlhcile in Folge eines panischen Schreckens, den man sich nicht erklären könne, sich zerstreut, hätten. Don 6allc5 habe sogleich auf allen Puncten öffentliche Gebete zur Feier dieses großen Or« signisses bsti'ohlen. (Zs ist traurig, daß Cordova -seine kluge und politische Unthätigkc!: unterbrochen ^at; denn wir erfahren aus sicherer Quellc, daß die NolonnevonManzanarcs am 26. durch Ouenca gezogen ist, und bald in Niederarragonie», eintreffen wird. Eine Brigade Kavallerie uno das zwei« le Linienregiment der Garde sind von Madri) nach den Provinzen aufgebrochen. Die Junten haben sich alle unterworfen, und machen Aushebungen zur Unterstützung der Regierung. Da5 Journal des Debats sagt: Wir erhalten Nachrichten von Barcelona vom 2g. Oct. Die Oarlistischen Banden durchziehen das Land fortwährend in allen "Richtungen. Die von Ros 5'Eroles und Otteu belagerte Stadt Sal-ona wäre beinahe im Sturm genommen worden, und wurde 5>ur curch die verzweifelte Vertheidigung ihrer schwachen Besatzung und ihrer Milizen gerettet. Mer Generalcapitan Mina sucht die Beltheid'gun^. mittel zu organlssren, findet sich aßel noch mchtl« der Lage, träftig gegen die Insurgenten agiren zu können. Die Madrider Zeitung vom 3,. October ent. hält ein Decret zur Vollziehung des Deckels voin 24., die allgemeine Bewaffnung und die unvcrzüg« liche Aushebung von a00,00a Mann betreffend. — Das Eco vom 27. vermuthet, daß unter den angewiesenen 100,000 Mann 2o,oo0 geneigt seyn dürften, sich mit 4000 Realen frei zu taufen; sonach werde die Negierung außer den 200,000 Mann (denn diejenigen, welche diese Summe bezahlen, sollen öurcb andere Ausgehobenc crscHtz werden) »0 MM. Realen (20 Mill. Fr.) zu ihrer Verfügung haben. Die Provinzen von (Zsirema-dura haben bereits mehr als das ihnen zugewiesene Contingent geliefert. Hr. Mcnoizabal findet über» Haupt bei den H)rovinzial(Zhristinos ihre Vereinigung mit Cordova zu Stande bringen, so würde cr etwa 25,000 Mann beisammen haben. (Allg. Z,) Der Moniteur und das Journal de Paris vom 9. 5. M. enthalten bloß folgende Nachrichten aus Spanien: »Gine Depesche aus Perpignan vom 4. d. M. meldet, dah zwei Com« pagnien voin en Plan dcr Stadt zu E?>de zu dringen. ^ (Wien. Z.) GllmanttifchcsNeilh. Das Journal d'Odessa meldet aus Eon« flant'mopel vom 10. October: Es werden 10 Zvoße Kriegsschiffe ausgerüstet, an dcrcn Bord der Ka-pudan. Pascha selbst in die See grhcn wird. Sie rocrdcn, wie es'heißt, Sinyrna, Samos, ^reta u«d ne .Nrikaniftden Küsten besuchen. Dcr Fürst Mi losch wird fortwährend von dcn hohen Beamten dcr Pforte, so wie von dcn Mit» gllcdcrn ocs diplomatischen Eorps mit dcr größten Aufmerksamkeit behandelt. Der Fürst ist sehr lcut« selig, und man rühmt seine Liebenswürdigkeit. Er erscheint immer in seiner Nationaltracht, in kar» moismrothcm Sammet mit Gölo gestickt. Er trägt einen schr eleganten Hut und hat mehrere europät« sche Orden. Seine Abreise wird, wie cs heißt, in etwa acbi Tagen Statt süiden. Er hat sich überall schr freigebig gczcigt. Iedcr von den vierzig Kavas (Huiffiers) dcs Seraskicrs, welche ihn bei scincr Abschieds« Audienz begleiteten, hat einen Degen mit silbernem Griff erhalten» Einem jeden Bureau hat er 100,000 Piaster übergeben zur Vcrthcilung unter die subalternen Beamten. Wie es hciht, Hal der Fürst sich in dem Vertrage mit dcr Pforte verpstichlct, Looa Mann Fußvolk und 2000 Mann Earafleric zur Verfügung dcr Pforte zu stellen, s«< bald diese es verlangen würde. Der österreichische Intcrnunlius ist auöSMhr» na hierher zurückgekehrt. Die Eantonnements der Armee des Groß'Ve» zirs nähern sich Syrien. Es ist eine Straße bii zur äußersten Gränze gebahnt worden, unodieAr« tllleric ist vorgedrungen. Ibrahim Pascha's Armee marschin nach Norden und hat Verstärkungen erhalten. Dem Vernehmen nach geht aus den von Was-saf-Effcnti nach Eonstantinopel gebrachten Docu« mcntcn au,f das Bestimmteste hervor» dah Tafil» Bussi ein Agent Mehmed Alxs war. DieiGcsund. heit' Mehmed's ist lehr angegriffen. Die von dcn Engländern ihm gelieferten Waffen sind noch nicht bezahlt, und cs scheint, daß man den Pascha jetzt zur Erfüllung seiner Verpflichtungen zwinge« lvM. — Neuere wichtige Nachrichten aus Griccdcn« land fehlen. Die hiesigen griechischen TiMcr, Schumacher und Kaffehwirthe werden wahrschcin» lich auswandern müssen, da man sie nicht mehr als Najahs (Unterthanen des Sultans) cmschc^ will. — Man behauptet, dah die Regentschaft nich ein Paschalik werden solle und für Namik-Pascha bestimmt sey. In Tripolis ist die Ordnung noch nicht wieder hergestellt. Die Festung ist aNcrding^ von den Truppen des Sultans besetzt, aber anß?r den Thoren stehen »00,000 Beduinen, welche die Rückkehr des ehemaligen Bey'ö verlangen. Die Ja-, lntscharen mit itzvem Eostüm und ihren Fleischkes, sein hoben sich hier erhalten. Dcr Aga von Mesu» rata hat sich geweigert, sich der Pforte zu unter« werfen. Man erwartet den von ocrPfartc neu ernannten Pascha. (Wien. Z. Dieser Zeitung ist die Beilage der eingegangenen Museums, Beitrage Nr. 25 angeschlossen. Veoacleur: ^r. b'av. Ncinrith. VerleFer: Mnaz Al. Evler d. UleinmavU'