Nr. 151. Mittwch, 5. Juli 1899. Jahrgang 118. Laibacher W Zeitung. Priinumerationsprels: Mit Postverse nd » n n : gllnzj«hl!a fl. l!>. lialbjahrill sl. 75«. Im llomploir: <, «aiizMrln ll ,l, halbtähr!,, sl, b 50. ssür die liustcN»»« !n« Hau« ganzjährig sl. l. — InftrlionSgeblir: ssilr 3 llrinr Iossrate hl« zu 4 ^e!lc» i!5 Ir,. «ls^re pel iicile 6 tr,i bei öfteren Wiederholungen p» ^e°le 2 li ^ D!e «Laib. Ztg » erlibe!»« tügKch. mil «ulnabme der Sonn^ und sseiertage, Dlt «b»in«str«tt«» beNndet ftch Nln »«> mittags, Unfranlierle Äriese werben nicht »noenommen, Manujcrlpte nlchl zu^üsgeftelll. Amtlicher Theil. S(ine k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Juni d. I. dem Negierungsrathe und Oberpolizeirathe der Wiener Polizeidirection Jakob Wohl aus Anlass der von lhni erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand m Anerkennung seiner vieljährigm, treuen und vorzüglichen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Hofrathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu ver. lechen geruht. __________ Thun m. p. Seine t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2tt. Juni d. I. über elnen vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern erstatteten allerunterthänigsten Vortrag die Hof- und Mimsterialconcipisten erster Classe im Ministerium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern Friedrich Ritter von Schwab und Iur.-Dr. Bruno Ritter Demel von Elswehr zu Hof- und Ministerialsecretären aNergnädigst zu ernennen geruht. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. Juni d. I. dem Hof« und Ministerialconcipisten erster Classe im Mi» nisterium des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern Iur.- Dr. Friedrich Probst den Titel und Charakter eines Hof- und Ministerialsecretärs, dem Hilfsämter-Directiunsadjuncten in demselben Mi-msterium August Froon Edlen von Kirchrath den Titel und Charakter eines Hilfsämterdirectors, dem Rechnungsofficial erster Classe Victor Göbl das goldene Verdienstkreuz mit der Krone und dem Amtsdiener zweiter Kategorie Josef Zeida das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Aeußern erstatteten allerunter-thänigsten Vortrages mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Juni d. I. dem Bestallungsdiplome des zum kaiserlich deutschen Consul in Prag ernannten Edwin Freiherrn von Seckendorff das Allerhöchste Exe-quatur huldreichst zu ertheilen geruht. , Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2A. Juni d. I. den Professor am Staatsgymnasium im VI. Gemeinde-, bezirke in Wien Peter Maresch zum Director des Staatsgymnasiums in Pola allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt iu. z>. Nichtamtlicher Theil. Die Porgänge iu Brüssel und Rom. Die Mehrzahl der Wiener Blätter nimmt die Vorgänge in Brüssel und Rom zur Grundlage für Betrachtungen über das gegenwärtige Verhältnis zwischen den Majoritäten und den Minoritäten in den Parlamenten und stimmt in der Constatierung der Thatsache überein, dass das parlamentarische System eine schwere Krise durchmache. Das «Fremdenblatt», welches darauf hinweist, dass das erste Beispiel einer Obstruction, wie sie jetzt in Belgien und Italien geübt werde, von Oesterreich ausgegangen sei, betont, dass das parlamentarische Princip einer Belastungsprobe ausgesetzt sei, wie niemals zuvor, einer Gefahr, welche es von innen heraus bedrohe. Das Herrscherrecht der Mehrheit, einst als letzter Weisheitsschluss angesehen, finde nun seine Begrenzung in der Auflehnung deS Individualismus gegen die Gefammtheit. Das Blatt bespricht die Ereignisse, welche dahin sührten, dass das Cabinet Pelloux zu außerordentlichen politischen Maßregeln greifen musste, die es auch, nachdem nicht mchr daran zu denken war, ihnen auf dein regelmäßigen Wege Ge« setzeslraft zu verleihen, auf einem außerordentlichen Wege, durch ein königliches Decret, einführte. Gegenüber den Angriffen, welche die italienische Regierung wegen ihres Vorgehens auch von nicht radlcaler Seite erfährt, bemerkt das Blatt, es dränge sich jedenfalls die Frage auf, wie eine Regierung, der doch die Ver» antwortlichkcit für die Wahrung der Ordnung zufalle, sich verhalten solle, wenn eine in das Parlament getragene revolutionäre Bewegung die von ihr bekämpfte Verfassung zugunsten ihres Kampfes ausnütze. Klar fei nur, dass nun auch in Italic» der Parlamentarismus in eine Krise eingetreten sei, deren Ende sich nicht absehen lasse. Die «Deutsche Zeitung» meint, man könnte fast zu der Schlussfolgerung gelangen, dass der Parlamentarismus sich auf dem europäischen Continente thatsächlich bereits überlebt habe, und dass die Geschichte im Begriffe stehe, eine andere Institution als Ersatz für das parlamentarische System heranzubilden. Vielleicht werde «Decentralisation des Parlamentärs mus» das neue Schlagwort werden. Gar bald aber werden die Völker Europas des Parlamentarismus wohl nicht entrathen können. Das «Vaterland» nennt die Vorgänge in Brüssel und Rom eine Revolution gegen das Majoritätsprincip. Der Götze der parlamentarischen Majorität pariere nicht mehr und werde daher vom Throne gestoßen und in den Staub getreten. Innerhalb hundert Jahren habe die französische Revolution ihren Kreislauf vollendet und stehe gegenwärtig dort, von wo sie aus» gegangen. Es scheine nun die Zeit gekommen, wo die Mächtigen der Erde ihren Vollern durch ernste, von Gottesfurcht gctragrne Entschlüsse eine neue Periode des Friedens und der Wohlfahrt eröffnen können. Das «Neue Wiener Journal» constatiert, dass der Parlamentarismus sich fast in allen europäischen Staaten in einem Zustande der Krise befinde und glaubt, dass die Vertnöcherung des Parlamentarismus die Ursache dieser Krise sei. Mit der Zeit habe sich in den Majoritäten das Gefühl eines Herrschaflsdüntels entwickelt, aus den Majoritäten seien eigentlich Oligarchien geworden und der Kampf, den die Minoritäten in so vielen Staaten gegen diesen Parlamentsabsolu« tismus sühren, sei nothwendig, um das constitU' tionelle Prmcip vor der Erstarrung zu behüten, lt« sei kein Absterben, sondern ein Regenerations-process, was der Parlamentarismus gegenwärtig durchmache. Das «Illustrierte Wiener Extrablatt» schließt aus der zuletzt in Brüssel und Rom zutage getretenen Ent« artung des parlamentarischen Systems, dass Zulunfi und Heil der Parlamente nur in einer Revision des Systems, in einer Anerkennung und Festlegung de> Minoritätsrechte erblickt werden könne. Achnlich concludiert die «Oesterreichische Volks Zeitung», dass dem Parlamentarismus keine töolicherl Gefahr drohe als der geschäftsmäßige Misebrauch dei Majoritätsprincipcs. Nichl der bis zur Thätlichkeit sich entwickelnde Kampfmuth der Minderheiten mache bei Parlamentarismus unmöglich, fondern jenes Majoritäts Faustrecht, das sich nachgerade in den Parlamente! herausgebildet habe. Feuilleton. Moderne Orthopädie. Von Mcd.'Dr. Georg Scherer. Der Berliner Orthopäde Dr. Freiherr von Hardenberg hat unlängst den Rectoren der Berliner Gemeindeschulen gegenüber sich erboten, verkrüppelte arme Kinder unentgeltlich zu behandeln und der starke Zuzug der jugendlichen Patienten, der ihm geworden, beweist, in welch großem Umfange die ärztlichen Ein» griffe, die unter dem Namen Orthopädie zusammengefasst werden, in der Welt der Leidenden gefordert werden. Diese Sonderwissenschaft hat gerade in den letzten Jahrzehnten einen ungeahnten Aufschwung genommen und sich zu einem reich ausgestatteten Gebiete der unblutigen Chirurgie entwickelt. Während in früheren Jahrhunderten die Apparate, welche zur Behandlung von Verkrüppelungen und "erbiegungen der Knochen oder Gelenke dienen follten, mitunter wahren Folterinstrumenten glichen, kam später, hauptsächlich durch den Schweden Ling (1813) befür-hortet, die Gymnastik in der Orthopädie zur vor» herrschenden Geltung. Jedoch wie so leicht jede Neuerung un Anfang über das zu erreichende Ziel hinausschießt und im ersten Enthusiasmus überschätzt wird, so gieng es auch hier. Die Anhänger der heilgymnastischen Hebungen giengen in ihrer Einseitigkeit so weit, dass sie jede Anwendung von Apparaten und Maschinen bei der Behandlung von Verkrümmungen des Korpers aufs bitterste bekämpften und ausschließlich durch turnerische, wohleingeübte und gewiss äußerst sinn« reiche Körperbewegungen, die methodisch ausgeführt werden, auf die Rückbildung von Formfehlern des Knochengerüstes einwirken wollten. Es konnte nicht ausbleiben, dass sich bald die Unzulänglichkeit dieser einseitigen Methode, die in gewissen Grenzen sicher ganz Hervorragendes leisten kann, bei schweren Fällen von Verkrümmungen der Knochen und Oelenllheile in der Praxis herausstellte. Es ist das Verdienst des großen französischen Chirurgen Delpech (1828), die beiden Richtungen in der Ortho-pädie, die sich bis dahin feindlich gegenüberstanden, nämlich die mechanische und die gymnastische, in praktischer Weise zu verschmelzen und beide vereint in den Dienst der Heilkunst zu stellen. Aeuherst zahlreich sind die Namen der Forscher, die sich weiterhin um die Entwickelung der Orthopädie in Deutschland, Frankreich, England und Amerika verdient gemacht haben. Die technische Vervollkommnung der Apparate hat in der Neuzeit einen hohen Grad erreicht und die weltberühmten Zander'schen Maschinen setzen uns durch ihre sinngemäße und complicierte Construction in Erstaunen. Sie ermöglichen mit großer Exactheit die Beugung, Streckung, Dehnung und Rollung der einzelnen Glieder sowie des Rumpfes, indem durch ein Gegengewicht, welches nach Bedarf an einer Hebelstange sich verschieben lässt, die Kraft des Widerstandes für jeden Fall und für jede Uebung genau abgemefsen werden kann. Die Arbeit, welche also eine bestimmte ' Muslelgruppe oder ein Glied leisten soll, lässt sic! auf diese Weise ganz exact vorschreiben und man hat dabei den Vortheil, auf ganz bestimmte Muslelpartien einzuwirken, ohne andere Körperbezirke anstrengen zu müssen. Auch die Apparate, wie sie von Knole und Drchler u. a. geliefert werden, bieten in reicher Mannigfaltigkeit Auswahl in den verschiedensten methodischen Bewegungen. So gibt es solche Apparate, die die Aufgabe erfüllen, die Muskeln durch allmähliche Steigerung der Leistungsfähigkeit zu üben und zu stählen. Zu diesem Behufe werden Armstrecken, Armbeugen, Armheben, Armsenlen, Seitwärlsführen der Arme, Armdrehen, Hanobcugcn. Handstrecken, Bein- und Rumpfbeugungen an den dafür bestimmten Maschinen vorgenommen. Außerdem verwendet man Apparate, die durch Maschinenlraft getrieben werden und die ohne Hilfe der Muskeln steifgewordene Glieder bewegen sollen, um die Sehnen, Bänder und anderen Wrichlheile zu strecken und schrittweise zu dchncn. Die .Erschüttcrungs-Massage» lässt ftch ebenfalls sehr wirkungsvoll auf maschinellem Wege ausüben, indem durch ungeheuer schnell aufeinanderfolgende Vibrationen jede einzelne Körpergegend mittels der verschiedensten Ansatzstücke bearbeitet werden kann. Ja, sogar ein förmlicher Reitapparat mit Sattel und Steigbügeln ist vorhanden, der die dem ganzen Körper so gesunde Erschütterung des Reitens ermöglicht, ohne ein Pferd besteigen zu müssen. Für Rückgratsverkrümmungen, für die verschiedenen Muslellähmungen und Krämpse, wie Schreib, trumpfe u. s. w.. sind besondere grohe und kleine Apparate erfunden, die alle aufzuführen, zu weitläufig Laibacher Zeitung Nr. 151. 1212 5. Juli 1699. Politische Ueberficht. Laibach, 4. Juli. Die «Gazeta Narodowa» bringt einige von einem «hervorragenden polnischen Abgeordneten» stammende Bemerkungen über die gegenwärtige Politik der Polen. Nur ein «politischer Einfaltspinsel» — heißt da unter anderem — könnte dem Polen-Club in der heutigen Situation rathen, lediglich zur Befriedigung gewisser persönlicher Aspirationen mit seiner traditionellen Politik zu brechen und eine Schwenkung nach links zu machen. Die Polen seien nie Anhänger einer ausschließlich slavischeu Politik gewesen, nie feindselig gegen die Deutschen aufgetreten und, so oft es zu Reibungen kam, immer die Angegriffenen gewesen. Die Polen wären auch jetzt bereit, den Deutschen die Hand zu bieten und die Vermittler-Rolle zu übernehmen. Aber die Deutschen verlangen, dass die Regierung und die Majorität abdanken. Dies sei der «Gipfelpunkt der Unverschämtheit», und deshalb müsse nachdrücklichst constatiert werden, dass alle Behauptungen von einem Schwanken der Polen und ihrer Unzufriedenheit mit den bisherigen Allianzen einfach erlogen seien. Das Blatt wendet sich schließlich gegen jene polnischen Politiler, welche durch falsche Vorspiegelungen die Deutschen zum ferneren ganz aussichtslosen Kampfe ermuntern. Die Sanierung der Verhältnisse werde erst dann gelingen, wenn die Deutschen erkennen werden, dass der von ihnen gewählte Weg nicht zum Ziele führt und ihnen nur selbst schadet. Auf der Tagesordnung der am 3. d. M. abgehaltenen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses stand die Verhandlung des Gesehentwurfes über die Convention, betreffend die Aktiengesellschaften. Handelsminister Hegedüs führte aus, er nehme den Standpunkt ein, dass ausländische und auch österreichische Versicherungsgesellschaften ihre Prämienreserven in ungarischen Wertpapieren oder Immobilien anlegen müssen. Betreffs der Prototol-lierung der ausländischen und österreichischen Versicherungsgesellschaften anerkannte der Minister, dass die bezügliche Controle keine genügend strenge sei, weshalb der auf die Versicherungsgefellschaften bezügliche Theil des Handelsgesetzes einer Revision unterzogen werden wird. Der Gesetzentwurf wurde hierauf im allgemeinen und in den Details angenommen. Es folgte die Verhandlung der Bank» und Valuta« Vorlagen. Abg. Komjathy lehnte die Vorlage ab und unterbreitete einen Beschlussantrag, wonach die Vorlage von der Tagesordnung abzusetzen sei. Die Regierung werde angewiesen, unverzüglich Verfügungen zu treffen, dafs am 1. Jänner 1900 eine felbständige ungarische Bank ins Leben trete. Abg. Kossuth lehnte gleichfalls die Vorlage ab und schloss sich der Resolution Komjathys an. Wie man aus dem Haag berichtet, wird es nach de« in den Kreisen der Conferenzmitglieder vorherrschenden Ansicht kaum möglich sein, die Friedens-conferenz vor dem 20. Juli zu schließen. Ihre Arbeiten werden allerdings ungefähr gegen den 10. Juli beendet sein; da jedoch insbesondere die Delegierten der größeren Staaten beabsichtigen, die Generalacte der Conferenz ihren Regierungen zu übersenden und die Ermächtigung zur Unterzeichnung dieses Documentes abzuwarten, so ist eine Verzögerung des Schlusses der Conferenz bis zum ersterwähnten Termine vorauszusehen. — Die Ablehnung des russischen Antrages, betreffend die Festsetzung des Effectivstandes der Armeen für fünf Jahre, seitens der ersten Commission der Conferenz erfolgt unter dem Ausdrucke ledhaftesten Bedauerns, woran sich eine Ovation für den Kaiser Nikolaus II. knüpfte. Der schwedische Bevollmächtigte fand allseits Zustimmung, als er erklärte, dass die Nothwendigkeit, den russischeil Antrag abzulehnen, von sämmtlichen Delegierten peinlich empfunden werde. Man brauche — so fügte Barun Bildt hinzu — die Hoffnung nicht aufzugeben, dass dieser Antrag in einer späteren Conferenz von einem günsti'geven Erfolge begleitet sein und die Ideell des hochherzigen, edlen Kaisers von Russland schließlich durchdringen werden. Diese Kundgebung wurde von den Mitgliedern der ersten Commission mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In der jüngsten Sitzung der französischen Kammer unterbreitete Dep. Ferry eine Motion, in welcher die Regierung aufgefordert wird, die ver-fchiedenen Anträge betreffs Regelung der Arbeitsverhältnisse, welche die Regierung im Wege eines Decretes zu erledigen beschlossen hatte, auf der Tages« ordnung der Kammer zu belassen. Die Motion Ferrys rief großen Lärm hervor, so dass sich der Präsident Deschanel gezwungen sah, die Sitzung zu unterbrechen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung erklärte Deschanel den Zwischenfall für erledigt, nachdem Handelsminister Millerand sich bereit erklärt hatte, auf eine vom Dep. Veauregard an ihn gerichtete Anfrage wegen des vom Dep. Ferry veranlassten Zwischenfalles morgen zu antworten. Die Kammer trat hierauf iu die Debatte über die vier directen Steuern ein, welche mit 459 gegen 54 Stimmen votiert wurden. Dep. Brune stellte den Antrag, die Commission zur Vorberathung der Einkommensteuer zu beauftragen, ihren Bericht im Laufe der nächsten Session vorzulegen. Der Antrag wurde mit 290 gegen 207 Stimmen angenommen. Tagesneuigleiten. — (Victor Cherbuliez f.) Vorgestern ist in Paris der Schriftsteller Victor Cherbuliez im Alter von 70 Jahren gestorben. Im Jahre 1864 trat Cherbuliez, ein gebürtiger Genfer, in die Redaction der «Revue des Deux Mondes» ein und erwarb sich als Kunstkritiker wie als Verfasser von Romanen bald einen bekannten Namen. Seine politischen und literarischen Aufsätze, die er in der Nevue mit G. Valbert zu zeichnen pflegte, erschienen auch gesammelt in Buchform. In seinen Romanen entwickelte Cherbuliez Originalität und zugleich Verliebe für feltsame Charaktere. Seit 1U81 war er Mitglied der französischen Akademie. — (Eine unheimliche Operation) nahm jüngst ein Vostoner Chirurg, Dr. Monks, an einer 36jährigen Frau vor, welche, wie die Untersuchung ergab, von einem schweren Gallensteinleiden befallen war. Bei Eröffnung der Bauchhöhle zeigte sich die Gallensteinblase, die mit Steinen gefüllt war, krebsig erkrankt; das bösartige Gewächs hatte außerdem auf die benachbarten Organe, Leber und Magen, übergegriffen. Kurz entschlossen, nahm der Arzt die ganze Gallenblase, ein Stück Leber und ein großes Stück vom Magen heraus. Trotz des gewaltsamen Eingriffs war der Wunduerlauf ein guter; die Ernährung war allerdings in den ersten Wochen eine überaus schwierige. Nach neun Wochen war die Patientin soweit hergestellt, dass sie aus dem Krankenhause entlassen werden tonnte. — (Die Hochzeiter im Möbelwagen.) Ein wunderbares Schauspiel halle, wie aus Brüssel berichtet wird, kürzlich der Arüsseler Vorort Kockclberg. Um einer bürgerlichen Trauung beizuwohnen, die im Rathhause vollzogen werden sollte, fuhr ein Möbelwagen vor dem Rathhause vor. Dein Wage» cntslicgcn das Brautpaar, die Eltern und sechzig HochzeitsMlc, alle in festlichen Gewändern. Nach vollzogener Trauung bestiegen alle wieder den Möbelwagen und fuhren nach der Sitte der Brüsseler Vollslreise von Ausschaut zu Ausschanl. Da die Beschaffung der vielen Wagen fnr die ganze Hochzeitsgesellschaft gar zu kostspielig geweseu wäre, so zog man es vor, einen großen Möbelwagen für einen Tag zu mieten. ^- (Ein genähtes Herz) besitzt ein kürzlich aus einer italienischen Klinik entlassener ^jähriger Mann. Er wurde vor etwa zwei Monaten angefallen und erhielt hiebei zwei Dolchstiche, die das Herz trafen. Trotz des schweren Blutverlustes konnte er noch lebend in das Krankenhaus gebracht werden. Der dortige Arzt Dr. Pamoni, der den Fall in der «Nivista di Chirurgia» beschreibt, nahm sofort eine umfangreiche Operation vor, indem er durch mehrere tiefe Schnitte den Raum zwischen der dritten und fünften Nippe bloßlegte und fo den Zustand des verwunoeteu Herzens beobachten tonnte. Es fand sich eine Stichwunde im Herzbeutel, die bis zur Länge von sechs Centimeter erweitert wurde, damit man den Verlauf der Verletzung feststellen konnte. In der vorderen Wand der Herzkammer fanden sich zwei Wunden, die je etwa einen Ceutimeter lang waren und das Blut in Strömen aus dem Herzen treten liehen. Trotzdem dieser Befund wenig Hoffnung gab, versuchte der Arzt eine Heilung herbeizuführen, indem er die Wunden nach einander vernähte. Das fast Unglaubliche gelang, die Nähte wurden glücklich auf dem Herzen untergebracht, und der Patient konnte nach 49 Tagen das Hospital geheilt verlassen. — (Ein Massenmörder.) Ein furchtbares Blutbad richtete am 27. Mai ein Chinese auf dem Dampfer «Pontianak» an. Der Mann, welcher keineswegs geisteskrank war, aber im Verdachte steht, einer der zahlreichen Piratenbauden anzugehören, wartete, bis die Passagiere schliefen und begann ganz geräuschlos einem nach dem anderen mit dem chinesischen Messer den Todesstoß zu versetzen. Er hatte fünf Chinesen bereits gemordet und vierzehn andere zum Theil lebensgefährlich verwundet, als das Gefchrei und die Hilferufe der letzteren den Capitän herbeiriefen, der den Elenden mit seinem Revolver niederschoss. Es scheint, dass der Plan dahin gmig, erst die Passagiere und dann den Capitän zu ermorden, um darauf das Schiff auszuplündern und dass nur das für ihre Pläne zu frühzeitige Erfchcinen des Capltans d»e fünf Complice» des Mörders, welche indessen längsseits des Schiffes in einem Voote herangekommen waren, verhindert hat, an Bord zu kommen, um das Massacre zu vollenden. sein würde. Wir wollen hier nur noch den Ruderapparat, den Kletterapparat und den Largardier'schen Arm- und Bruststärker erwähnen. Eine dankenswerte Bereicherung hat in unseren Tagen die gesammte Orthopädie durch die genial con-struierten Schienenhülsen-Apparate erfahren, die zuerst von dem talentvollen Hessing individuell angewendet wurden und jetzt von jedem guten Orthopäden gebraucht werden. Wie aus den vorstehenden kurzen Angaben ersichtlich ist, steht heutzutage der Orthopädie ein respectables Rüstzeug im Kampfe gegell die äußerlichen Gebrechen der Menschheit zngebote und eine gute orthopädische Allstalt muss in der That mit so viel Hilfsmitteln, Apparaten und Maschinen versehen sein, dass den Besucher, der zum erstenmale die Ränme eines derartigen Institutes betritt, beim Allblick der vielen surrenden Maschinen und der verschiedenartigen Apparate ein gelindes Staunen befällt. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass es ein Fehler sein würde, wenn eine Anstalt, wie dies wohl manchmal vorkommen mag, ausschließlich mittels der Apparate die Kranken nach einer immer wiederlehrenden Schablone zu behandeln unternähme und die Beaufsichtigung der Uebungen dem Personal, die Anfertigung der orthopädischen Geräthe den Technikern, seien es Bandagisten oder Mechaniker, überlassen wollte. Die ständige Beaufsichtigung der Patienten durch den leitenden Arzt, die streng individualisierende An> fassung jedes einzelnen Krantenfalles wird gerade in der orthopädischen Anstalt des vorerwähnten Dr. Frei» Herrn von Haroenberg durchgeführt und aus diesem Grunde besonders ist sein Anerbieten den armen heil^ bedürftigen Kindern gegenüber fo fympathifch begrüßt worden. Es darf nicht verschwiegen werden, dass die Orthopädie in manchen ärztlichen Kreisen als eine Wissenschaft zweiten Ranges betrachtet wird; vielleicht eben darum, weil vielfach zu fehr der Techniker und Mechaniker dem gelehrten Arzte gegenüber zu Worte kommt. Wo indes der Arzt die Oberleitung des Heilverfahrens sich vorbehält, wo er oeoenkt, dass er nicht ein krankes Glied zu curieren, sondern einen ganzen Menschen zu behandeln hat, da steigt die Orthopädie zu einem wissenschaftlich wohl beachteten Factor der Chirurgie empor. Neben der Heilung der fehlerhafte!, Körperhaltung, Rückgratsverkrümmungen und Gelenkleiden. liegt es in den Aufgaben einer orthopädifchen Anstalt, fiir diejenigen , welche infolge sitzender Lebensweife ausreichender Bewegung ermangeln, wie dies besonders in unserem großstädtischen Leben nuu einmal der Fall ist, einen Ersatz zu geben, und schwächliche Kinder in ihrer körperlichen Entwickelung vorwärts zu bringen, sei es. dass eine Kräftigung der Muskeln oder eine beffere Wölbung des Brustkorbes erreicht werden soll. Es ist bekannt, dass auch bei manchen inneren Krankheiten, bei Asthma, bei Lungenbläschenerwciternng, bei Nervosität, Hysterie, Schlaflosigkeit und ähnlichen Leiden, bei Stuhlverstopfung, chronischen Magen- und Darmlatarrhen, Magenenveiterung, Fettsucht u. s. w., sowie gerade bei Herzleiden die orthopädische Behandlung, wenn sie richtig und mit aller Vorsicht unter ärztlicher Aufsicht ausgeführt wird, große Erfolge, die wissenschaftlich bereits festgestellt sind, zu verzeichnen hat. Madame Uarcisse. Roman von «ll. Vtast. (Kl. Fortsetzung.) ^ ' ^""l ""d wenn dem so wäre?, warf sie wieder scheinbar gwchmüthig ein. ' «Ah!» fuhr er auf. «Es ist also so'.. ^ ^-7^ es nicht,, sagte sie ruhig. Vlüs.sel, 4. Juli. Außer den Bürgergardisten 'wo sämmtliche Truppen in den Kasernen consigniert. Ae ganze Brüsseler Gendarmeric zu Fuß und zu Mrd wurde aufgeboten. Auch Abtheilungen aus der w-7^ 3^" herangezogen. Aus den Provinzen werden zahlreiche Versammlungen gemeldet, von denen d e meisten ruhig verliefen. In Lessines ermähnten ^e Sonaldcniolraten zur Ruhe. Es kam jedoch am Ahnhofe zu kleinen Ausschreitungen, wobei mchrere Fenster eingeworfen wurden. l>P,-<2?!.")^' 4. Juli. An verschiedenen Punkten s.«.. !? !?"bm gestern abends kleine Versammlungen Mtt D,e Redner äußerten Zweifel an der Aufrichtig. 5" n,"warteten Regierungsvorlagen und ermähnten f.i. ?°wrung zur Wachsamkeit. Es ereignete sich " Zwlschenfall. Für heute wurde die Vürgergarde "berufen. Es verlautet, dass die Bürgergardisten, we che am Sonntag in Lüttich manifestierten, im ^lsclpl.narwege bestraft werden sollen. Die Bürger-gartnsten machen dagegen ihr bürgerliches Recht ff/,end, an Kundgebungen theilzunehmen. — Aus "tttlch wird gemeldet, dass gestern 15.000 Socialisten und Liberale mit rothen und blauen Mnen die Stadt durchzöge». Dem Gouverneur der -Provinz wurde eiue Petition überreicht, worin ver-V^0' dass der König das Ministerium zur Zurückziehung der Wühlvorlagen veranlasse d?r w ^^/-Zull- Die Mitglieder der Rechten oer Kammer beschlossen vormittags einstimmig, dem Mittage der Regierung zuzustimmen, der dahin geht, Ä V."!! ""d '""en Wahlgesetzvorlagen einer aus " Mitgliedern bestehenden Commission, welche aus allen Parte.«, gewählt werden soll, zu überweisen. Die aewZIn m b" Lullen stimmten dem Antrag unter gewissen Vorbehalten, namentlich hinsichtlich des Heit-^aumes, welcher der Commission zur Berathung der "Magen gelassen werden soll, zu. Eröffn.!!,!.^ «:' 2""'. ?^ der Gouverneur bei der "ofnung des Provmzlalrathcs ein Hoch auf den Linm fachte, "^" ^ die Leputietten der reckt iv^ "^"'. «Es lebe das allgemeine Stimm- E« l^" !I5 d? Pfaffentäppchen!. Einige riefen: ialra b' k!^^^b" c. ^" fortschrittlicher Provin- KüÄ^ "''.5^ °«^'chts der Haltmig des Desert r m,.° ^"' ^^ H^'"le einzusti.mnen. nickt ^, "^ ""^ahl, die Gendarmen Lüttichs «H>>»'Hnc3, "«"° ««.er gemeiner «r°ß°r Unruhen in Spanien. (Original-Telegramme,) Madrid, 4. Juli. Aus der Provinz liegen folgende Meldungen vor: In Barcelona bewarfen eiliige Grnppen von Demonstranten bei Einbruch der Nacht die .«aufladen wieder mit Steinen. Zwei Geistliche wurden infultiert. Gendarmerie stellte die Ordnung wieder her. In Alicante wurden die Kaufläden, deren Besitzer sich weigerten, sie zu schließen, mit Steinen beworfen und die Einhebcstellen der Verzehrungssteuer in Brand gesteckt. In Valencia stellte Cavallerie die Ordnung her. In Saragossa wird bei der herrschenden Erregung der Gemüther der Ausbruch von Unruhen befürchtet. Wien, 5. Juli. (Orig.-Tel.) sWiener-Zeitung.^ Der Ullterrichtsministcr ernannte zu wirklichen Lehrern die provisorischen Lehrer Anton Doller vom Staats-gyllmasium in Krainburg sür Krainburg, Dr. Franz 5i r o p l v n i k vom Staatsobergymnasium in Laibach für das Gymnasium in Krainburg und den Vollsschul-Oberlchrer in Prag Wenzel Srp zum Hanptlehrer an der Lehrer» und Üehrerinnenbildungsanstalt in Laibach. Berlin, 4. Juli. (Orig.'Tel.) Da« Abgeordnetenhaus erledigte Petitionen und vertagte sich hierauf. Die nächste Sitzung findet nicht vor dem 14. August statt, auch soll auf der Tagesordnung der erstell Sitzung keine wichtige Vorlage stehen. llugelommenc fremde. Hulcl Glefanl. Am 2. Juli. Excellenz Schmidt, l.u, l. Feldmarschall-Lieutenant, !. Diener; Schuppanzicch v. Franlenbach, l- u.l.Haupt' manni Hertl, Schu'.ert. Hrimcyer, jlflte,, Wien, — Dr. Falzdi, Director, s. Gemahlin, Stulweiftenburg. — Emiurrt, l. u. l. Oberst, Commandant, Klagensull. — Dr. Mayer, Lenzi, l. u. l. Lieutcnauts; Mayer, Tuchfabrilant, Graz. — v. Zhuber, Forst» meister, Ninüdt. — Schadinger, Forstmeister; Grum. t. l. Landes' regierungs»Concipist, Gotlschce. — Iorandic. Privat, Fiume. — Vutoje, l. u. l. Obcrlieutenant. Zara. — Zilih. l, l. Professor. Capodistria. — Sabec. Privatier, s. Gemahlin; Marzoth, Dann, Wcislein, hmelal. Kstte., Trieft. — Mally, Pcharz. Pollal, Gerber, Neumarltl. — Pollal, Ledersabrilant. Ferlach, — Foqar, Vesiher; Zuttioni. iifm.: Raya, Gastwirt, Görz. — Zaniboni. itfm., Niva. — Bernstein, Stein, Kflte., Ngram. — Nndrr, Fleischhauer, s, Sohn, Hermagor. — Fattur, lifm., Unterlrain. — ^Puc, Ksm,, Col. — Eger, Srach, Me., Spital a. D. — Sesin, Obereleller, Pola. «m 3. Inli. Reddi. l. l. Vaurath, s. Gemahlin; Rodln, l. l. Inspector der östcrr. Bahnrn; Witt. Löwrnberss, Kleinberger, Bolgeri, Lederer, Tamschacl, illstle.; Rieglhofer, Privatbeamter, Wien. — Naab, Braucrli»Director. Goß bei Leoben. — v. Pölzl, l. u, l. Genie-Hauptmann, Graz. — Lulacs, l. Oberst, s. Gemahlin, Pressbnrg. — itretinszly, Forstmeister, Nudolfswerl. — Taminac, Buchhalter, Sissel. — Erasevich s. Gemahlin, Föbel. Levi, Ksite., Trieft. — «order. Privat, s. Vruder. Ngram. — Heindlhofer. ltsm,, Fiume. — Lustig, Kfm.. Prag. — Honig» mann. Kfm.. Warschau. — Comodin, Kfm,, Cormons. Verstorbene. Am 2. Juli. Josef Lilleg, pens. Vahnbeamter, 82 I., Maria Theresicn. Strasze l^. Marasmus. — Aaso Popovic, Schristseperssohn, 4 M.. am Nriihl 10. Atrophie. Am 3. Juli. Johanna Dulinset, Landmannstochter, 9 M., Ilovca si. chron. Magen« und Darmlatarrh. ^ Johanna Lesar, Private. «8 I.. Udmat l>2, Wassersucht. — Franz Mozina. Heizerssohn, lti M.. Udmat 6K, Lungentuberculose, Im Eivilspitale. Am 2i1. Iuui. Maria LeSlovec, Taglöhnerin, 70 I., Marasmus. Am 30. Juni. Anna Ienlo. Kaischlerstochter, b T., N^ln^ii'' vii»e. — Anna Pozenel, TagWhnersgattin, 43 I., Uai>Frl?U. Mg.! 73b-7,12 7 j NO. mähig i halb bewüllt j 0 3 Das Tagesmitiel der gestrigen Temperatur 15 8', Normale: lii 3°. Ntlllntworllichel Redacteur: Anton Funtel. Zur Photographie für Umateure. Anerlannt vor» ziiglichc photographijche Salon» und sicise.Apparate. neue unübcr' lrosseiie Moment'Hand-Apparate, wie alle photonraphischrn Bedarfs-Nrtilel bei A. Moll. t. u. t. Hof-Lieferant. Wien. Tuchlauben !). Photographische Manusactur gegründet l»5i4. A uf Wunsch große illustrierte Preisliste unbrrechuet. (20«) »—4 Venecianer Schwämme, spanische Körte billigst bei «rüder Gberl, «aibach, KranciseanergaNe. Nach ausnxirls.mil 3l34) Original Wiener Duette, Attractions-Nummern ersten Ranges. Hochachtungsvoll Anfang 8 Uhr, Gabriel Frölioh Restaurateur. Bewäfirte Melonsi-desiclitssai wirkt sicher gegen alle Gesichts- uud Hautunreinigkeiten. Vollkommen unschädlich. Ein Tiegel 85 kr. Medio, hygien. Melousine- Seife dazu ein Stück .-?*> kr. — Allein-Depüt: (247«) 2 „Maria Hilf-Apotheke" des H. Leustek in Laibach. Täglich zweimaliger Postrersandt. i. Allgemeiner österr. Werkmeister-Verband. Bezirksverein Laibach und Umgebung. Der AVerkineister-BezirkHvernin fiir Laibach and l iii^elning veranstaltet am 9. Juli 1899 in H«fn»rs Bierhalle aulässlich seines einjährigen Uestatuics ein Gründungsfest verbunden mit ->*$h Concert ^^~- GlückHliafen uud Tanzkränzclien - unter Mitwirkung der Musikkapelle des k. u. k. Ios.-Reg. von Milde Nr. 17. Beginn des Concertes am 4 Uhr nachmittags. Eintritt für die Person 50 kr., Familienkarten für drei Personen fl.. 1*20. Eintrittskarten im Vorverkaufe per Person 40 kr., Familien-karten für drei Personen 1 fl. sind im Vereinslocale ji> Hafners Bierhalle, in der Haupttrafik uud bei Herrn Kaiisch erhältlich. Für gate Bewirtang sowie elegante Decoration der Räumlichkeiten ist bestens gesorgt. Hiezu ladet alle Freunde des Vereines höflichst ein (2628)3-1 da» Comite. Das Fest findet bei jeder Witterung »tatt. Kranz vma« , Schll'sscrmeistcr und y^ besiher. gibt allen Verwandten, Freunden >,li Bekannten die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden seiner innigstgeliebten, unvrrgesslichen Gattin, der Frau Josefine Antonia Oman geb. Aum welche nach langen, schweren Leiben, verjehen »ii< den heil. Sletbejacramenten, heule den 4, Juli um halb 1 Uhr mittags in ihrem 63. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der theuren Verblichenen wird Donnerstag den 6. Juli um 4 Uhr nachmittags im Trauerhauje Neber Nr. 11 feierlich eingesegnet und sodann auf dem Friebhofe zu St. Christoph zur letzten Ruhe beigesetzt. Die heil. Seelenmessen werben in der Stadt-pfarrlirche zu St, Jalob gelesen. Laibach am 4. Juli I8V9. Zahvala. (iloboko ganjeni po obiliii dokazih sn'riega soi-utja med boleznijo in ob sinrti naäcga iskreno-ljubljenega saproga, oC.eU, brata, strica in svaka, gospoda Franc Janežièa veleposestnika na Mlirišah pri Zagorji ob Savi i/.rekamo tern potom svojo najloplejäo zaiivalo preèastiti Seatpeterski duhovSèini , preeastiternu gospodii (iaSperjii Vilinanu , župniku na Kolo-yratu.öast. darovalcerri prekrasrnli vencev in v.sern presiastitim sorodrnkoiri, prijateljern in znancem, kateri so predrazcga nam rajficijga sprernili do zadnjega njegovega poCivaliSèa. Ilog povrni vsem skupaj ! V Ljubljani, 4. julija 1899. Žalujoèi ostali. Laibacher Zeitung Nr. 151. 1216 5. Juli 1699. Eourse an der Wiener Dorfe vom 4. Juli 1899, «««d«m 0^«°«,, CourZblMe ztaalS'Anlthen. »«/, «einheitliche Rente !n Noten verz. Mai November . . . l »«/, Dom.'Pfanbbr. U lM fi. l« «5^49 — z°/, vesterr, «olbrente, steuerfrei l»9 »2 l,9 50 4«/, bto. Rente in ttronenwähl., steuerfrei für LU0 Kl one» No». t«0 35 ll» 5b bto, dtu. per Ultima . . ,00 35 ,00 5b »'/»'/<> «steri. Inuestitlonl'Uent« filr «00 Kronen Nom. . . «? 40 8? «o Msenbahn Ztaatsschulbvn« fchrei^ungen. «lisabethbahn in «., steuerfrei (div, Et.), für ion st.». 4°/« l»6 »a n? eo Franz. Josef «ahn in Silber (biv, St.) f. 100 fl. N°m. »>/.'/« l«'« l»s'<»b «ubolsibabn 4°/, in ll^»ne>lw, steuerf, (biv, 3t.), für «Xl Kr. «om.........98,5 «1b Vorarlbeigbahn 4«/, i. Kronen»- steuerf.. 40« u. lie». «tlijllbslhbahn 2A)fl. HM. 5'/.'/, von 2000 fi. ö, W, pr. Elück . »« »» «4 »ü dto. Linz'Uudwei« »0« fi. «. W. bV.°/°........»»550 8»b-- bt». s«lzb..to« Staate zur Zahlung übernommene Prl«.» Obligationen, «lifabethbahn «u« fl, si. «»— »«'- lln« «uldrente 4»/„ per ««H» lt9 l<» il9 30 dto. bto. per Ultimo .... liö'10 l^»'»<' dto. Rente in ftroncnwHhr., 4"/,^ fteuelfreifülüUUltionenNom. SS H!» »ü-üt, 4«/, dto. bto. per Ultimo . , »u-sb »S!», dto «».«.«I. Void,NOfl..4'/,"/. 85 80 86W dto bto, Lilb« 1»a sl,, 4>/,"/, </,'/„ TchaülregalAbl, Obl. l00 80 lNi — dlo. VrHm..«nl. k luo fl, ö, W, ,«y - l«l — dtu, dt«, b zu fl. 0. U. l«^, — l«l — lheihMe«..L°lt 4»/. »00 fl. . ,38-»,»'- Grvndenll.«Vbligatisne» (für 10« fl. TM,). 4»/. un«arifche (lUV sl. «, ».) . 94 «0 »5 5» 4»^ lroatische und slavonisch« . 9S-« 9? »5 A«d«n össtntl. Anlehe». Vllnau.«eg.'H«ft 5»/, ... 1»9 i5 t»S ?5 dt«. .«nlellie l»7» . . l0« 5« l;««.i!,b« Wien l03 50 l04 «' «nlehen d. Ltablge«etnd« Wle» (Kilber oder »olb) . - . l»4 ?5 ,«ü 5« »»lch» . «g ,5 n« V «««> W»r, Psandbrleft (für 10« fl). «oocr, alla..»s<.i!l5aI.verl <»/, »7 ,l» 9i»-iz dto. Prllm.'E^ldv. 3°/„, l. (tm. ll»^v ,L,)ü,, dto. bto. 3°/„, Il.ltm, il?'ü« l,u-,z «»üsterr Lande« Hyv.-Anst, 4°/,, S»-?0 ilX) 70 üestnlng. Van! veil. 4°/<> . . U«)'1l) 10, ,<> dto, bto. 5UMr. ., 4°/<, . . lul» »0 ioi l,, Hpalcasse,,. »st.. 3» 1.5'/,'/» vl. «c>^ i... . ... ßri«»rltäl«'ybl<8atl«ntn (für lU« fl.). fferbinllndl'Norbuahn lt«, ,8«!lr. «orbwestbahn . . . lUb I^ily^ 2taatsbal>n3o/,^ssrc»,500p.Vt. «l>- >!l« )b sübbah» »"/»il Frc«. 5U0P. Tt 1«>»-— »?,, - dto, ü"/»k»aofl p, ,00ft. 1^!»-- ,^ h<, Una, »allz. Nahn..... 10V?o los 7. 4«/« Unterlrainer Vahnn» . . »9 50 l«xi — ß»nk«Hctlen (per Stück). «ngloveft, Vanl20llfl.«V»« >ü« 75 ,53— Vaüloereln, wiener. lNO fl. . »?^ »0 »?o - Vobcr..«lnst,.vtft..»<>0sl.V.4 !l. «»» «° »8l-?b bto. bto. per Ultwo Nevt<»r. 3»l-75 3^-85 «lreditblliil, «llz, una,, »00 fl, . ä»» - 394 - Depostteubanl, «ll«.. 2«) fl. . »2» - «ü- - s:s — «nbhr«b«nl. «,.. »Ho ». . l?» - ,?3 zo ViN, «a« ANien «on Granspott» Anternehmungtn (per Elllck). «usslg.rep«. ltisenb. 80N fi . l«U0- ,«!I «ühm. Nordbnhn 150 fl. . . >« — «» !>t Suschttehraber ltis, 500 f! HM <24» ,»« dto. bto. llit. ly ^0,1 fl. . st? — «,? 5< D«u«u.Dampfschlffahlt« Ves., oefterr., b"0 sl. «« . . »»« — 3»0 . Dul-«°btnbncherll..V ltUU sl.H. ?l>'— ?< - .^rbinanbs Norbb. INUUfl.LVl. >>lb0' l»2U0 Üemb.' 488 k>( Otsttll. Norbwcstb. ii«» fl, S, «5 i.0 »4Ü 5li dt«. bto. slit. U) »00 fl. S »53 - »58-!» PrassDuzer »lsenb, »50 fl. O. . 96 > »».A! »taatselssnbahn 200 fl. O. . 34» 75 34S »2 Sllbbahn 2NN fl. S. . . . ?b'»5 ?«>« Lübliorbb. Verb..«. «X> fl. »Nl. ,98 «5 ,9» Sü Il«m»au,.«c! ,Wr,,l? fl. . . 4s«'— 4««>. Lramway Ges., Noie Wr., Pri«. rität« Äctien luu fl. . . . ,»3>— ,»4 - Ung ^aliz. «isenb. ^X»fl, Silber ««'^ »,3 5< 2ng-«i«st».(«allb^ra»)H«»— 3»oustrit'ßc!ltn (per Stück). ««»aes., «ll«. »st., 100 fl. . . «04 ?» ,l'5 75 ««hdier «ifen. und Stahl.Ilch. w «ien ,00 fl..... lO7.Hz, _ »»» „Schl»«l«ü^l^ Papier,. «0 fi. ,94 . - «W - rrtfailer Kohlenw.-Ves. ?a f, ,?».,. ,80 - waffenf..G..0est.inW!en,,nn» «N« — «04--Nllggon.Ltlhans!., «n« . in Aesl, «r. Vllugesellschaft',0N il .' "3«?"^« Vienttbeillei «!ege,.«!cli.» H.! !„z _ !«3 _ Divesse Lose (per Otllil). Vübapest-Vastllca (Lo»!l>^u) , «u<> ,.«» Erebltlose ,u« fl...... 597..^ ,«,.1. «lni-y.Lose 40 fl, «M, , . . N7 «l, «°._ 4"„DoNauIampf.«. ,'.,« N»!,°lpl,.Losl ,<» ,1..... «",__ ".'" knIm-Lose 40 fl, «M, . . »^.^ II ^ S' Venoil.Lose 4« fl «M. ^,.^ " . «^,bslf!ümsterbam....... 99zt5 ^ »y Veutsche Plstze...... z« 95 z,-»)?. «°"f°n........ l«u 5i« „0 ?ü it. Petersbur,...... - "._ Daluten. Vu«t«n....... z.Ky ».,« »n.ssranc».«la- Maa.4 ~V»TTKm.iJLL '¦ ¡•« B«M«n, rr*Mdbrl«ren( PrtortUkfm, A«U**, I ¦ !<•••* «t«M D«rla«n aad VklaUn. ]| : (»W)______________Ixw - Veridöh«rttng.___________________ I*ii vat -Depot» (S*so-DeponitHl j >a.xxt«r •l*»ix«na.-V-»r»ela.l-a.»« Am» r«itiL Viritimi *m lar-EliitiM !¦ cött-ttnwl- mt atf tk+UÜK