^Nr. 111. Montag, 15. Mai 1911. 130. Jahrgang. Zeitung ^tanumrrlilion^prris: Mi» Poslvsrssnvuiif,: ssanzjühril, «0 «, Iiall'jülilil, ^5> X, Hm Koittor: «nnziühriss ^^li, hlllbjälilist li X. sssir die gustsUlMss in« Hni,« nanziähr, größer« per ^eilr >« l,; bei üfteien Wicberholllugen p« Zeile 8 l». Dir «i,'aibachfl Zrilunss' erschein» lis,Iich, mit ?Ii!«!,<>l!Mt der Com,- mid sssisllnyr. T>ir At>minifir«livn befindet sich Mill°»l<'strnßr Nr, 20,- die N»d«l,lion Milloii, straßr Nr, l!0, Sprechstunde» der Medallion vm> « liii ll> Uhr vDruiillllgs, Ulilranlirrle »riese nirrben nicht angenommen. Manuslripeht zutage tretenden Zerfahrenheit und Leidenschaft» uchkcit gilt es als zweifelhast, ob ein Krisenabschluß Irlbst durch einen vollständigen Kabincttwechscl herbei» ^sührt wiirde. Von« Großloesir Hatki Pascha werden -«nzeichen unverkennbarer Ermüdung berichtet, um deren Verheimlichung at bei den Provinzkomitees den denkbar schlechtesten Eindrnck hervorgebracht; seither ist man in den hiesigen maß» gebenden Kreisen der Ansicht, daß der Kamps in der Partei „Union et Progr^s" noch schärfere Formen cm-nehmen dürfte. Die Anhänger des Zentralkomitees setzen alles daran, das Ansehen und oie Autorität des. selben zu wahren, und man arbeitet auch in der Armee stark für und gcgen dasselbe. Verschiedene Mitglieder des Zentralkomitees inachen kein Hehl mehr aus der Ungunst der Situation und erklären fich fclbft auf crn-ftere Weiterungen gefaßt. Man scheint nicht mehr zu wissen, was der nächste Tag bringen wird. Bei alledem zeigen sich die Männer des Komitees nicht aus der .Höhe der Situation und der Anhang der Konservativen w>rd zusehends größer. Recht schwer sällt in den ziemlich pes» simistischen Urleilen über Gegenwart und nächste Zu-kunfl der Umstand ins Gewicht, daß die Tätigkeit oer Kammer bisher fo klägliche Resultate ergeben hat. Schon seit Monaten wurden in dieser Beziehung warnende Stimmen laut, weshalb auch die Kammer telegraphisch aufgefordert worden war, sich mehr den Interessen des Landes zu widmen, als der Verhandlnng persönlicher Angelegenheiten. Ziemlich allgemein erklärt mall sich hier darüber enttäuscht, daß die schlvä'chliche Halmng des Komitees so wenig der Zuversicht entspricht, welche es stets an den Tag gelegt und dadurch auch seincn Gläubigen eingeflößt hatte. Politische Uebersicht. Laib ach, 13. Mai. Die „Neue Freie Presse" polemisiert gegen eine Äußerung des agrarischen Agitators Neichsrittcrs von Hohcnblum über jene Wiener Frauen, die sich gegen die Lelxnsmitlelteuerung organisieren und went^l sich entschieden dagegen, daß von agrarischer Seile den Reichsratslandidaten ein Ehrenwort abverlangt wrrdc, für die landwirtschaftlichen Zölle zu stimmen. Dic Mauer des Ehrenwortes werde die Erfüllung des No!" wendigen nicht hindern. Die Wiener Hausfrauen kön-neu bei ihrem Kampfe gegen die landwirtschaftlichen Zölle aus die wärmsten Sympathien der Männer rech» neu, denen ihre Bundesgenossrnschast sehr willkommen ist. — Die „Reichsposl" erklärt, daß man die H^he-ruugen Hohenblums nicht den Christlichsozialen zur Last legen könne. Das radikale Nur-Agrariertum sei vom Freisinn zu den» Zwecke geschaffen worden, um unter diesem Tiiel einige Baucrnmandale zn erhallen. Die Christlichsozialen treten dagegen für die Zusammen-gshörigleit der Stände cm; sie wollen jedem das Seine, geben. Es gebe cine mittlere Linie, ans der sich alle In« tereffen vereinigen. Eine der „Pol. Korr." aus Rom zugehende Hl it-teilung bezeichnet den durch die Vorlage des jpanijchcn Ncrcincqcsetzcs im Vatilan hervorgerufenen Eiud?ucl als den denkbar peinlichsten. Da aber der Gesehentwlns nicht vor dem Herbste zur Verhandlung und Beschluß» fafsung in den Cortes gelangen soll, wsrd sich der Van» Feuilleton. Die heilige Stadt im Ansstcllungsjahrc. Aon Zr. Arthur t>. Zyurzbclch. Große Bauten verkörpern die Macht und die ^röße der Gedanken; himmelhoch, wie sich ein Fels-"luck auf den anderen türmt, steigt der Gedanke tühn empur und will zu den Sternen dringen; breit und Mvaltig reihen sich Säule an Sänle, unendlich groß s'nd die Fundamente uud tief in die Erde hinein reicht ^'r unermeßliche Ban. Das ist die Macht, das ist die Wucht eines großen Gedankens, eine Idee. Ewig, un» "bänder!ich »oie die herrschende Idee, wie der Gedanke "uß das Bauwerk sein. Rom ist die ewige Stadt, die heilige Stadt. Heilig k'nst dem Heidentume; später den, Christentume; die glossallmilten ans der Zeit des Heidentums sowohl als ^ aus der Zeit des Christentums tragen den Charakter ^s Heiligen, des Unabänderlichen, des Ewigen an sich. So kommt es, daß wir Rom mit ganz anderen ^nvfindungen betrachten als andere Städte: Rom ist "" Szenerie eines erhabenen Schauspiels, einer Tra-Nödie ^. Menschheit. Alles andere, was wir von dieser Welt gesehen, ^scheint uns klein wie ein Spielzeug; nur Rom ist wirtlich groß, Rom ist die Königin der Städte, die Beherrscherin der Welt — Rom ist unendlich schön ... ^s ist wu' ein herrliches, reich geschmücktes nnd kostbar ausgestaltetes Grab, das Grab des Heidentums, einer ^llslst entschwundenen Zeit, wie ein Mausoleum, »oie d>e Eugclsburg eines mächtigen, einstens die ganze Welt ^herrschenden Königs, des heidnischen Zeitgeistes; Rom 's! »oie eine gottvolle, prunkvoll ausgestaltete Kirche, euie Basilika des herrschenden christlichen Zeitgeistes; ^'cht und Schatten zugleich, ein Auferstehen, ein Unter-3chen im ewigen Wandel der Zeit... Unermeßlich groß, so daß der Blick die schwindelnde Höhe kaum erreicht und niemals die ganze Ausdehnung überblickt, stehen die heidnischen Baudenkmäler ernst und feierlich da uud weifen mahnend und warnend zum Himmel. Gleich Himmelsbolen weifen die stolzen chrisi-lichen Bauten tühn und zuversichtlich in die Ewigkeit; denn für sie .qibt es kein Untergehen. Das Heidentum besteht nur noch aus Trümmern, die niemals wieder erstehen; „im Zeichen des Kreuzes ist die Macht über die Finsterniffe". Überwältigt von den Gefühlen, die uns beim An-blicke jener düsteren nnd mahnenden und dicfer kühnen und segnenden Himmelsbauten erfüllen, flüchten wir wie andächtig betend zur Scala santa, zu jener Stiege, auf der einst Christus nach der Geißelung emporstieg, um dem Volke, das nach seinem Blute schrie, vorge» stellt zu werden; mühselig Beladene, schwer Bedrückte und Trostsuchende steigen die 28 Marmursinsen kniend, Stufe für Stufe anbetend, mit Küssen bedeckend, hinan. Kein Gläubiger darf diese Stufen betreten und für die »eugierigen Touristen sind andere Stufen errichtel, auf denen sie bea,ueunr die Capella Sancta Sanetorum, die Hauslapclle der Päpste, erklimmen können. Wir bleiben erst „och einen Augenblick vor den beiden Marmor-gruppen von Iaeonietli stehen: Christus vor Pontius Pilatus und Christus und Judas. Der Marmor spricht, er lebt und wir würden die Wortr, die aus den Poftamen. ten zu lcscn sind, auch fo verstehen: „IIlN'<-. <.,^, 1,^, v«8«". Tausend Bilder steigen in unserer Seele auf... Wir hören das zauberhafte Rauscheu der Kleider, das Rutschen und Gleiten, die Küsse, o>> die Marmorslufen bedecken — ja, das ist die Macht über die Finsternisse. Die Zeit drängt und wir eilen, um einen schönen Anblick reicher, die Nebentreppen hinan, bewundern oben die herrlichen, kostbaren Reliquien und die schönen Mosaiken, darstellend Christus mit den Aposteln, Chri. stus, die Schlüssel dem Papst Silvester und das Banner dem Kaiser Konstantin übergebend, und St. Petrus, der dem Papste Leo III. das Pallium und Karl dem Großen die Fahne übergibt; wir denken an das ur-sprüngliche schöne Verhältnis der Teilung zwischen »oelt» licher und kirchlicher Macht und verlassen diese heilige Stätte, die uns über so vieles belehrt, an so mancheK erinnert hat. Wir betraten den Lateranplatz und erblicken den größten Obelisken Roms; er ist ein Werk aus König Tutmosis Zeit l15l<« vor Christus) und stammt cm3 dem Sonnentempel zu Heliopolis aus Ägypten. Auch hier wieder eine andere Welt, ein anderer Zeitgeist, der eine ewige, unvergängliche Verkörperung gesunden. Wir besuchen sohin die berühmte Tanflapelle und die präch. tige Laterankirche, deren Gründung auf Kaiser Kon-stautin zurückgeführt wird. Sic ist die eigentliche Patriarchaltirche des Abendlandes, aber auch sie habeil das Erdbeben und das Feuer nicht verschont; sie mußte öster relonstrniert werden. Schön sind die Kolossal-standbilder der zwölf Apostel; der Hochaltar, an dem nur der Papst oder sein Delegierter Messe lesen darf, umschließt einen hölzernen Tisch, der dem hl. Petrus gedient haben soll. In der Nähe der Sakristei befindet sich das unendlich schöne Grabmal Leo XIII. von Giulio Tadolini: der Papst streckt seine .Hand segnend über die Völker ans; vor ihm kniet sin Pilger. Die Leiche des Papstes befindet fich derzeit noch in der Peterskiiche nnd wird erst später in die Laterankirche überführt werden. Ich habe mich, wie von so manchen schönen Denl-malen Roms, auch von dieser erhabenen Gestalt des Papstes Leo XIII. die längste Zeit nicht trennen lön» nen; der Papst blickt zuverfichtÜch in eine kommende, Welt, er glaubt fest an das Wiedererstehen der lircl). lichen Macht und der Seqen, den seine edle, heilige Hand spendet, tut unserer Seele so wohl wie göttliche Labnng. ^Fortsetzung folgt.) Laibacher Zciwna Nr. 111. 1 040 ,5. Mm ^.)N. kan vorläufig entscheidender Maßregeln enthalten. 63 ist demnach anzunehmen, daß die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhle und Spanien trotz der Vork.gc des erwähnten Gesetzes zunächst stationär bleiben werden. Über den Verlauf des Besuches des Präsidenten Fallnres am belgischen Hofe wird in französischen Rc-gicrungskreisen die größte Befriedigung geäußert. Man hofft von der dadurch herbeigeführten Erwärmung der Beziehungen gute Wirkungen auf handelspolitischem Gebiete. Die von der französischen, Kammer beschlossenen Erhöhungen und Änderungen des Zolltarifs hatten näm» lich in Belgien starke Beunruhigung und eine zur Er« grcifung von Repressalien drängende Bewegung her» vorgerufen. Der Gedanke eines Zollkrieges wurde aller-dings aufgegeben und man sucht neuerlich den Boden für einen zollpolitischcn Modus vivmdi, analog dem zwischen Frankreich und der Schweiz gewonnenen. Der Brüsseler Besuch des Präsidenten der Republik hat nun zu Ventilationen dieses Gegenstandes Gelegenheit geboten, als dcren Niedcrschlag sich beiderseitiger Wunsch nach einer zollpolitischen Verständigung und eine wesentlich erstarkte Aussicht auf Erzielung e.',icr solchen bezeichnen läßt. An den diesjährigen großen Manövern der fran» zösischcn Flotte werden bereits die vier Dreadnoughts vom Typ „Danton" teilnehmen, die unter dem Koni« mando des Admirals dc Lapeyröre zu einem Geschwader vereinigt sein werden. An den Flottenmanövern, die im September im Mittclmeere unter der Oberleitung des Admirals Iauröguiberry stattfinden und vierzehn Tage dauern sollen, werden 18 Panzerschiffe, 6 Panzer-kreuzcr und 18 Torpcdojäger mit einem Bestand von 750 Offizieren und 18.600 Mann teilnehmen. Die französische Flotte, bemerkt der „Matin", habe bisher niemals eine solche Stärke ausgewiesen. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Die Nachricht der „Wiener Allgemeinen Zeitung", die rus« fische Regierung habe in Berlin vermittelnde Schritte zur Herbeiführung einer Detente in der Marolkofrage getan, ist eine Entstellung der einfachen Tatsache, daß die Marokkofrage wie zwischen den anderen Kabinetten, so auch zwischen der deutschen und russischen Negierung in der letzten Zeit den Gegenstand einer freundschaft» lichen Aussprache bildete. Von einem vermittelnden Schritte der russischen Regierung ist in keiner Weise die Rede. Ebensowenig ist im Stande der Marokkofrag? ein Anlaß gewesen, auf die russische Vundespflicht ge» genübcr Frankreich aufmerksam zu machen. Tatsächlich geschah dies auch nicht. Bedauerlich ist, daß auch die „Wiener Neichspost" sich in einem Berliner Brief auf das Gebiet der Kombinationen begibt. Solche Erörte-rungcn sind mindestens zwecklos und erschweren es der Presse, sich bei Behandlung der Marokkofrage in so ruhigen Bahnen zu halwn,'wie sie von einem ernsten Blatte bei einer so wichtigen Sache ebenso befolgt wer-den müßten wie von der amtlichen Politik. Tagcsnclliglcitcn. — lUm neue Besucher für die (5af6s heranzuziehen,) was bei der Überzahl der Eafös in Berlin keine Klei-nigkcit ist, verfallen die Besitzer der Kaffeehäuser auf allerlei Tricks. So hat die Vorliebe für kinematogra. phischc Vorführungen, die im Publikum unzweifelhaft vorhanden ist, einen Kaffechausbesitzer veranlaßt, sich eine regelrechte „Kientupp"»Einrichtung zuzulegen. Bei einer Tasse Kaffee kann man in einem mähig vcrdun-leiten Lokal die schönsten Schauergeschichten an sich vor» überziehen lassen. Ein Eaf6 in der Vrunnenflraße ver-anstaltct um 11 Uhr abends immer eine Turlenvcr» losung, wozu jeder Gast ein Los erhält. Andere Kaffee» Häuser geben Gutscheine aus, wieder andere haben Rcllamcarlitel, wie Streichholzbüchsen und dergl., her» stellen lassen, die den Besuchern an geschäftsstillen Tagen ausgehändigt werden. — Mn tragikomisches Mißgeschick) ist dem bayri-schcn Ministerpräsidenten Grafen von Podcwils Pas» siert. In seiner Eigenschaft als Handclsminister hatte er eine Sitzung der Zentralstelle für Handel, Gewerbe und Industrie in das Ministerialgebäude am Prome-nadeplatz einberufen und betonte m der Sitzung, wie es die bayrische Regierung als eine ihrer Hauptaus» gaben erachte, den Vertrieb der bayrischen Steinkohle noch mehr als bisher zu fördern. Einen Kundigen juckte es, an den Ofen zu gehen, um einmal nachzusehen, was für Heizmaterial denn eigentlich im Ministerium selbst verwendet werde, und siehe da, es lvaren — säch-fische Briketts. In die allgemeine Heiterkeit mußte auch der Minister mit einstimmen. — (Seine Frau verkauft.) Aus Petersburg wird geschrieben: Der russische Bauer Vachrim in dem Dorse Ljabovtov im Gouvernement Podolien verkaufte vor wenigen Tagen fein eheliches Weib für eine halbe Deß» jatine Land seinem Dorfnachbarn t^inik, wobei er nicht vergaß, außer dem Kaufpreise noch eine Kopeken-Kupfer» münze von dem unternehmungslustigen Käufer zu ver« langen, da diese Münze Glück bringen soll. Die Frau Vacyrims erklärte sich einverstanden, ill den Besitz des Bauern (^inik überzugehen. Vachrim aber ist glücklich über das schöne Feld, mit dessen Bestellung er bereits begonnen hat, und denkt nicht daran, seine Frau von dem Nachbar wlcdcr zurückzuverlangen. — Mne, die viel älter sein wollte, als sie war.) Die angeblich älteste Frau Deutschlands, die am 1. Mai in Spitzendorf im Bayrischen, Wald verstorbene Frau Iosefa Eoer, ist nicht 117, sondern nur 83 Jahre und 46 Tage alt gewesen. Sie war infolge kümmerlicher Ernährung und harter Arbeit frühzeitig verwelkt und verwittert, und als sie vor 42 Jahren aus Böhmen nach Bayern kam, mit ihrem damals 70jährigen Manne, den sie lurz vorher geheiratet hatte, da galt sie als gerade so alt wie er. Und der Glaube anderer an ihr gemeinsames hohes Alter war das Einzige, was der Mann der armen Frau hinterließ, die als Witwe wie» der von Almosen leben mußte wie Zuvor. Als jedoch vor fünf Jahren ihre Ortsgenofsen die Zeitungen auf die vermeintlich 104jährige aufmerksam machten'und sie all» jährlich seitdem von Sommertourislen besucht und be-schenkt wurde, hatte die Alte bessere Tage, und sie glaubte selbst daran, daß sie 105 oder, wenn's sein sollte, auch 115 Jahre alt sei, und beantwortete die ewigen Fragen nach ihrem Alter sehr einfach mit den Worten: „Io, jo, bin holt recht olt!" Vor ein paar Jahren öffnete ein gut gemeintes Gedicht des Münchener Schriftstellers Maximilian Schmidt, der die Not des alten Weibleins schilderte, Herzen und Hände, so daß außer einer Menge anderer nützlicher Geschenke ein Kapitälchen von 3500 Mark für" die Alte zusammen» kam. An einem einzigen Tag gingen 92 Postanweisungen für sie ein nnd aus fast allen Städten und sehr vielen Orten Bayerns, aus Ofterreich-Ungarn, der Schweiz, aus Italien und Frankreich waren Sendungen cinge« laufen. Jedenfalls schied mit der merkwürdigen Alten eine Frau ans dem Leben, die als seltene Ausnahme ihres Geschlechtes gerne viel aller sein wollte, als sie war, aber nur der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe. Die- Zeitungen hatten sie aber zur ältesten Frau Deutschlands und der angrenzenden Dörfer gemacht. — sDer Klub der treulosen Vriinte.) Washington hat wieder einmal seine Sensation: der berühmte „White House Jilt Club", von dem man seit längerer Zeit nichts gehört hatte nnd den man deswegen beinahe schon für cm Märchen hielt, hat wieder einmal ein Opfer gefordert und bildet das Tagesgespräch in den höchsten' Schichten der Gesellschaft. Der „While Houso Jilt Club" bedeutet zu Deutsch etwa „Klub der treulosen Bräute". Natürlich hat er sich nicht etwa offiziell als Klub konstituiert, aber er soll wirtlich bestehen; dafür sprechen manche Tatsachen. Soviel man über seine Satzungen erfahren kann, haben nur junge Mädchen aus den obersten Schichten der Finanzaristokratie Zu-tritt, die mindestens einen Bräutigam treulos haben sitzen lassen. Die Gesellschaft in Washington betrachtet Alice Longworth/ die Tochter des Präsidenten Noosc-velt, als das geistige Haupt dieses edlen Bundes; es versteht sich wohl von selbst, daß auch Miß Elkins, die durch ihre Beziehungen Zum Herzog von Abrnzzen noch in aller Erinnerung ist, ihm angehört. Das letzte Opser des „Klubs der treulosen Bräute" ist Robert Bacon, ein Sprößling einer der reichsten Millionärssamilien in Washington, und zwar von dem Aste, dem auch der amerikanische Gesandte in Frankreich angehört. Robert Naeun ist das Opfer der schönen Cäcilia May geworden, die er schon seit langem kannte. Die zarten Beziehungen zwischen den beiden luaren in Washington ganz osf'en-kundig und es erregte nicht die geringste Verwunderung, als im März d. K. die Verlobung' öffentlich bekannt-gegeben wurde. Die Hindernisse, die sich der Eheschließung entgegenstellten nnd in der Angehörigkeit der beiden Verlobten zu verschiedeneil Konfessionen bestanden, wurden aus dem Wege geschafft, im April kam die Fa< milie Bacon aus Europa nach Washington, die Brautausstattung wurde im Kreise der Freundinnen der Braut ausgestellt, aber weiter geschah nichts. Man wunderte sich darüber, daß nicht die Huchzeitseinladungen herum» geschickt wurden; plötzlich verließ die Familie Nacon wieder die Vereinigten Staaten, es hieß, die Hochzeit sei ans den Sevtcml'er verschoben, dann aber erklärte Fräulein Cäcilia May öffentlich, sie hebe die Verlobung wieder auf. Nun wußte man, woran man war: Fräulein May hatte nur die Aufnahmebedingungen für den „Klub der treulosen Bräute" erfüllen wollen, was ihr auch wirklich gelungen war. Die Familie May hat zu diesem Klub schon andere Mitglieder gestellt; Frau-lein Cäcilie May ist nämlich die dritte treulose Braut aus ihrer Familie. Vor einigen Jahren hat eine ihrer Schwestern einem Bruder der Frau Astur den alei- Gleiches Maß. Roman von Vl. L. Lindner. (27. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Er deckte die Hand über die Augen. Als er wieder anfing, sprach er sehr schnell und leise: „Dann kam der übliche Sühncvcrsuch. Ich wäre gern zur Versöhnung bereit gewesen, aber alle schienen es so selbstverständlich als bloße Form zu betrachten, daß mein Ehrgefühl mir den Mund fchloß. Wozu auch so viel Aufhebens machen? Das ganze Duell würde schließlich doch nur Formalität sein. — Die Arzte öffne-ten ihre Verbandskasten, die Sekundanten prüften die Pistolen, maßen die Entfernung und führten uns an unsere Plätze. Mit aller Macht hatte ich mich während der Fahrt in einen ruhigen, gesammelten Zustand hin-eingeredet, nun machten die endlosen Vorbereitungen und die feierliche Umständlichkeit, mit der man sie be-trieb, mich wieder nervös, denn ich war im Grunde ein sensitiver Mensch von sehr erregbarer Phantasie, das ganze Heer der bösen Möglichkeiten sa>ß mir blitzschnell durch den Kopf. Es war das erstemal, daß ich mich in solcher Situation befand, und trotz aller Mühe, die ich mir gab, meine Kaltblütigkeit zu bewahren, merkte ich, daß die Aufregung mir mehr und mehr die Sinne um» nebelte. Ich, als der Beleidigte, hatte den ersten Schuß. Als ich den Arm hob, zitterte ich. Dann kam das Kom» mando —" Er hielt inne und sprang auf. Klara hatte die Hände vor das Gesicht gedrückt, und kalte Schauer rieselten ihr über den Leib. ..Wie erstarrt stand ich vor dem gänzlich Unerwar-teten. Wie was das nur möglich gewesen, ich hatte das genaue Gegenteil gewollt. Damals hab' ich gelernt, dah das Wort vom „tödlichen Schrecken" keine leere Redensart ist. Ich meinte, der Schlag müßte mich rühren. Daß wenig oder gar keine Hoffnung sei, darüber war kein Zweifel. Einer Hand voll kecker Redensarten Wegen, die ich obendrein mit gleicher Münze bezahlte, hatte ich einen Menschen aus dem Leben hinausgestoßen! Man brauchte die Aufforderung, mich mit Edgar Zu versöhnen, nicht erst an mich zu richten; Gott mag wissen, was ich in meiner sinnlosen Aufregung alles gesagt und gebcteil habe, ich ahne es nicht. Ich habe nur noch die unklare Erinnerung, daß man mich ge» waltsam von ihm entfernen, gewaltsam mich vor mir selbst schützen mußte. Ihr, deine Mutter und du, könnt nichts gegen Max Oldenburg gesagt haben, das ich mir nicht selbst in Zehnmal stärkeren Ausdrücken vorgehalten hätte. Er brach ab. „Ich kann nicht mehr davon reden. — Ich stellte mich also dem Gericht", fuhr er tics aufatmend fort, „im ungestümen Verlangen nach Sühne irgend welcher Art; und nach Erledigung der üblichen Verhandlungen trat ich nieine Festungshaft an. Laß mich von der Zeit schweigen mit ihrer Einsamkeit, in der sich mir die ganze Qual jenes Morgens endlos wieder auffrischte. In ihr vollzog sich eine Umwandlung meines ganzen Wesens. Als leichtsinniger, lustiger Kumpan, den Freuden des Lebens mehr als zugetan, war ich eingezogen —, ernst, fast menschcnschcn ging ich wieder in die Welt. Von Zeit zu Zeit hatte ich versucht, Nachrichten über Ullin» gers Angehörige zu bekommen, umsonst, niemand schien etwas über sie zu wissen. Mit Frenden hätte ich mein Leben für sie gegeben. Daß ich nichts, aber auch gar nichts tun konnte, schien mir unerträglich. So verfiel ich auf etwas anderes. Ich liebte meinen Beruf über alles, man hatte mir als Landschafter eine fchünc Zu-kunft prophezeit, die Kunst war recht eigentlich mein Lebensclemcnt. In selbstaufcrlcgtcr Buße beschloß ich, sie zu opfern. Ich hatte einen Menschen getötet, der Nest meines Daseins sollte der Erhaltung von Leben und Gesundheit gewidmet sein. Einem hatte ich das Augenlicht zerstört, es anderen zu bewahren, sollte fortan meine Lebensaufgabe sein. Ich ging nach Bonn, dann nach Heidelberg, nur meinen Studien lebend, und mehr gemieden als gesucht, denn mein Wesen hielt mein« Altersgenossen von mir zurück. Ich sprach nie über meine Vergangenheit, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb geriet ich überall in den Nuf, es habe mit mir irgend eine besondere Bewandtnis. Bevor ich nach Bonn ging, hatte ich mit landesherrlicher Erlaubnis meinem Namen die letzte Silbe abgestrichen. Ich hatte so einen nervösen Wahn, als könnte ich mit cincm veränderten Namen auch einen anderen Menschen anziehen. Das Nxir nun freilich ein Irrtum, die Erinnc» rung ging doch immer mit mir und verdarb mir jede harmlose Iugendfrcndc. Da ich alle Geselligkeit mied, so hatte ich Zeit für mein Studium genug und kam schnell vorwärts. Aber o, dies Studium! Alles in mir sträubte sich dagegen. In den Sezicrsälen schüttelte mich der Widerwille bis 5ns Mark, die Anatomie war mir der Inbegriff alles Schrecklichen. Blutschcu im höchsten Grade, ward mir jede Operation zur Pein, meine häufigen Ohnmachten zogen mir von allen Seiten den Nat zu, einen Beruf aufzugeben, für den ich so sichtlich ungeeignet sei. Aber mein Wille war doch stärker als das alles. Ich wollte fest bleiben, und so überwand ich schließlich meine Natur. Ich bestand die Examina mit Glanz, ich machte sogar Karriere. Als ich diese Professur erhielt, pries man allseits mein Glück. Du weißt jetzt, ob viel Glück in meinem Leben zu finden gewesen ist. Dann lernte ich dich kennen und dein Einfluß lenkte mich in ganz neue Bahnen. Ich hätte offener gegen dich sein sollen, gewiß; aber die Furcht, dich zu verlieren, war zu stark. Hättest du nur um einen Grad weniger heftig gegen den gesprochen, den dn Edgars Mörder nanntest, wer weiß, so aber wagt' ich's nicht. Zum erstenmal lachte mir das Leben wieder. Sollte ich alles, nach dem mich so leidenschaftlich verlangte, aufs Spiel fetzen? Und nun weißt dn alles. Schilt den Zufall nicht unglücklich, der uns zusammenführte. Vielleicht wollte mir unser Herrgott Gelegenheit geben, an dir gut zu machen, lvas ich über die deinen gebracht habe. Klara, mein Llev, mein Glück, sprich doch ein Wort. Nur eins. Sag', daß dn mir verzeihst." (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeituna Nr. 111. 1041 15. Mai 1911. chen Streich gespielt, indem sie ihm nach einem Braut» stände von nur drei Wochen den Lauspaß gab. Nach einer kurzen Erholungspause soll sie das gleiche Versah, ren einem bekannten Deutschamerikaner gegenüber ein-geschlagen haben; doch genügte ihr bei diesem zweiten Falle ein Brautstand von zwei Wochen. Es spricht übrigens nichts gegen die vermuteten Satzungen des „Klubs der treulosen Bräute", daß sich seine Angehü-rigen später doch noch verheiraten, denn eine ganze Reihe von jungen Mädchen, die das Gerücht als Mit» glicder dieses Klubs betrachtet hat, haben dies später wirklich getan. Ist nun dieser „Klub der treulosen Bräute" etwas Wirkliches odcr ist er eine Erfindung der amerikanischen Blätter, die von ihm zu erzählen wissen? Das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, denn angeblich haben sich die „treulosen Bräute" mit den schwersten Eiden gebunden, nie von den Sahungen odcr chrer Vereinigung überhaupt zu sprechen. — lSie wollte eine schöne Todesanzeige haben.) Man schreibt der „Franlsnrtcr Zeitung" aus Hessen-Nassau: In dem bekannten Vollslicoe bestimmt cm Bursche, der wegen Untreue der Geliebten in den Tod geht, über seinen Sarg: Drei feuerrote Herzlcin, die lass' ich mir d'ranf malen, denn ich kann's ja bezahlen. Eine lebensmüde Maid in dem Ninteln benachbarten Orte St. dagegen wollte nur eine hübsche Todesanzeige in der Zeitung haben. Darum sehte sie sich hin und schrieb: „Heute abends starb plötzlich und unerwartet meine innigstgclicbtc Tochter und Schwester, meine un» vergeßliche Braut Anna M. im heute vollendeten 31. Lebensjahre." Darauf folgten die Unterschriften der Angehörigen und eines Herrn als Bräutigam. Dann hieß es weiter: „Die Beerdigung findet am Montag nachmittags vom Traucrhause aus (Straße und Nummer des Hauses) statt." Diese Todesanzeige wurde nun an die Ortszeitung geschickt, und alsdann ging die Cchrciberin in ihr Schlafzimmer, öffnete den Gashahn und erwartete den Tod. Ihr Vorhaben wurde jedoch bemerkt, und es war möglich, die fchon Bewußtlose zu retten. Am anderen Morgen aber stand die Todes» anzeige zum allgemeinen Erstaunen umrandet in der Zeitung. Am meisten überrascht lvar jedoch der als Bräutigam Bezeichnete, der in leinen Beziehungen zu der Lebensmüden stand. Lolal- und Provinzial-Nachlichtcu. Ortsgruppe Lailiach des Österreichischen Flottcnucrcincs. — In Anwesenheit einer illustren Gesellschaft fan'o gestern vormittags im silbernen Saale des Hotels „Union" die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Laibach des österreichischen Floltcnvcreines statt. Der Saal lvar aus diesem Anlasse festlich dekoriert. Von prächtigen Gewächsen umgeben, erhob sich auf einem Postament die Büste Seiner Majestät des Kaisers. Unter den zahlreich erschienenen Fcslgästcn bemerkten wir u. a. den Landcspräsidcnten Freih. v. Schwarz und Hofrat Grafen Chor insky, den Landeshaupt» mann von ßuklje, Seine Exzellenz den Fcldmarschall. Leutnant Kusmanek, Dompropst Sajovic, Landesrcgierungsrat Ritter von Laschan als Vertre« ter oer Stadtgcmcinde Laibach, zahlreiche sonstige Dign» läre, Offiziere und Damen von Vcreinsmitglicdcrn. Der Obmann des vorbereitenden .Komitees, Linien» lchisfslculnant d. R. W. Kubelka, begrüßte in bei» den Landessprachen die erschienenen Festgäste und Mii» glieder und sprach ihnen für die Teiluahme an dem Gründungssestc der jüngsten Ortsgruppe des Ösierrei-chischcn Floltenvereines den verbindlichsten Dank aus. Redner beleuchtete hierauf die Ausgaben und Ziele des Flottenvereines. Die Geschichte lehre, daß diejenigen Staaten, die den Ausban ihrer Flotte konsequent ver. folgten, zur See stärker und mächtiger lvaren und in uationalölonomischer und politischer Beziehung einen großen Vursprung vor anderen Staaten gewannen. Solche Staaten, Seemächte genannt, besaßen und be» sitzen zumeist große und reiche Kolonien, einen blühen» den Handelsverkehr und sichere Absahgebiete für ihre Handelsprodulte; ihre Auswanderer finden in den Ko> lunicn eine zweite alle Heimat und verbleiben Bürger ihres Staates. Leider fei unfcre Monarchie in dieser Richtung noch sehr rückständig. Unsere Handelsflotte ist klein, die .Kriegsflotte der ständigen Gefahr einer Vernichtung ausgesetzt; wir haben leine verläßlichen Absatzgebiete für^ unsere Exportartikel und d,c er-schreckend große Anzahl unserer Auswanderer vcrschwm» det in der noroamcrilanischen Union und in fremden Kolonien, wird der alten Heimat entfremdet und bedeu» gar, Landlagsabgcordnctcr Lenar 5 i <":, Magistrats» rat Dr. Z a r n i k u. a. mit ihrem Besuche. Aus Mili» tärkrrisen waren auhcr Seiner Exzellenz dem Herrn Fcldmarschall.Leutnant Kusmanel, die Herren Obersten von Borg und Zahradni^ek mit sehr zahlreichen Herren Stabs- und Oberosfizieren erschie-nen; Herr Brigadier Können lMc seine Abivesen» heil durch eine dienstliche Reise entschuldigt. Überdies war ein reicher Damenslor in eleganten Toiletten zu» gegen. Die Honneurs machte an Stelle des amtlich ver» hinderten Präsidenten der Ortsgruppe Herr Oberst» Icutnant F e dr i gon i von E t sch l ha l. Bei den Klängen der Marinckapclle entwickelte sich in der Gesell» schaft alsbald eine angeregte Stimmung, die bis zum Schlüsse des Konzertes ungeschwächt anhielt. Das von uns bereits im Samstagsblatte veröffentlichte Pro. gramm, worunter sich sehr wertvolle Nummern besän, den, begegneten ungeteiltem Interesse, zumal sie von der Kapelle tadellos zum Vortrage gebracht wurden. Einige Nummern mußten wiederholt werden, zu anderen leisteten die Musiler über rauschenden Beifall ctlicl)e Zugaben. So hat denn unser Kronland gestern eine neue Ortsgruppe des Osterreichischen Flottenvereines erhal» ten.,Die Ortsgruppe zählt bereits 250 Mitglieder und hat sich durch die gestrigen Veranstaltungen auf das glücklichste eingeführt. Der neugcwähltc Vorstand bead, sichtigt von Zeit zu Zeit Konzerte und sonstige Unter. Haltungen sowie alljährlich einen Flottenvereinsball zu-gunsten der Vereinslasse zu veranstalten. Die Namen der Vereinsfunktionäre bürgen dafür, daß diefe Vcr» anftaltungen in jeder Hinsicht den wcitcstgchcnden An» forderungen entsprechen und neue Freunde der guten Sache znsührcn werden. Anmeldungen zlnn Bcitritle nimmt auch lais. Rat Architekt Johann Mathian lWiener Ctraßc in Laibach) entgegen. Möge dein eminent patriotischen Vereine ein vol» ler Erfolg beschieden fein. Eine Versammlung der Slovrnischen Volkspartei fand gestern vornu''c,gK im dicht brfrtzlcii (^ame oc-3 Hotels „U/'wn" un^, dlm Vorsitze d^s Herin Toltor Gregors statt, der in seiner Ansprache u. a. ^» klärte, daß sich die Slovcmsche Vollspartri m ihren patriotischen, religiösen und nationalen Gefühlen nicht mehr von einem Häuflein Schreier werde kränken lassen. Hierauf ergriff Herr Prof. Dr. I. Ev. Krck das Wort, um zunächst als Zweck der Versammlung die Erhebung eines Protestes gegen die Vorgänge anläßlich der jünss» sten Laibachcr Gcmeindcratswahlcn zu bezeichnen, die für Laibach sowie für das ganze slovcnische Voll eine eminente Gefahr in sich bärgen. Selbst revolutionären Strömungen müsse immer ein ideales Streben innewoh-nrn; in den Wahlvorgängcn vom 23. April aber liege nicht die Spur eines idealen Gedankens, sondern nur .Haß gegen alles, was mit der Religion und mit der Kirche zusammenhänge. Dieser Pöbel wäre, falls er zur Macht gelangte, sogar sähig, Kirchen und Klöster mit Gewalt Zu stürmen. — Redner erging sich welters ,n Angriffen gegen die Regierung, gegen die Polizei so> wie gegen die richtcrlicl)en Beamten und erllärie, hernach fortfahrend, daß zwischen der sozialdenwlratischen unl> der liberalen Organisation ein unüberbrückbarer Ab» gründ gähne. Erstcrc habe doch, trotz allen Verkehrt» heilen, Vin Ziel, und zwar das Wohl des Volles, vor Augen, man könne mit ihr verkchren, sie betämpsen und schließlich, sobald sie ihren Kampf gegen Kirche und Glauben ausgegeben haben werde, auch mit ihr zusam» men arbeiten; der Liberalismus aber, der wehrlose Ordcnsfrauen beschimpfe, verdiene nichts anderes, al3 schimpflich zugrunde zu gehen. Im übrigen bilde die Sozialdemukratic in Krain nur einen Zweig der libe-raien Partei; man sönne mit ihr ohne l)arlen Kamps nicht sein Auslangen finden, weswegen sich Redner ge> gen die allfälligc Auslegung verwahren muffe, als wollte er die Sozialdemolraten in die Reihen der Slovenischen Vollsparlei locken. — Die liberale Masse werde freilich einmal einsehen, daß sie nur der liberalen Bürgerschaft Handlangerdienste leiste. Wie zu allen Zeiten, wo libe» rale Führer die Volksmenge zum Kampfe um ihre cige-ucn Interessen ausgenützt hätten, werde sich schlichlich die Wut der Proletarier gegen die Führer richten. Da» her sei es im Interesse der letzteren selbst gelegen, wenn dem Straßenpöbcl der Kops zertreten würde. Die Slo» venischc Vollsparlei müsse zur Selbsthilfe greifen und gelegentlich einmal zum Beweise ihrer Stärke ihre Va-taillune in den Laibachcr Straßen ausmarschieren lassen. Man müsse dem Straßcnpöbel gegenüber Mut und den Laibacher Zeitung Nr. 111. 1042 15. Ma, 1U11. Willen zeigen, ilm zu vernichten; dann werde er zu. Kreuz kriechen. Aber auch der Satyr des liberalen ^ Journalisten uni> des liberalen Abgeordneten, der, ab-seits stehend, mit zufriedenem Lächeln die Ausschreitun» gen betrachte und bei Strafen frei ausgehe, müsse dem Volke gezeigt werden. — Ein weiteres Hilfsmittel ge» gen die Übergriffe des Straßenpöbels liege in einem festen Zusammenschlüsse der Gesinnungsgenossen der Slovenischen Volkspartei. Alle der Schule entwachsenen Knaben und Mädchen müßten zum Eintritte in die Organisation der Sluvenischcn Volkspartei gewonnen werden. — Redner verglich zum Schlüsse die Liberalen mit Meerkatzen, die auf ein gefangenes Iohcmniswürm» chcn lden Liberalismus) Stroh, Reisig usw. aufschichteten und dann aus Leibeskräften zubliesen, um ein Feuer anzufachen, bis ihnen allen zusammen der Atem aus» ging und sie tot hinsanken, die letzte gerade zu dem Zeitpunkte, als die Sonne aufging und den Sieg der Slovenischen Volkspartei verkündete. Nach dieser Rede, die oft durch stürmischen Beifall unterbrochen worden war, gelangte Herr Dr. ß u st e r -3 i ö zum Worte. Er entbot der Versammlung den Gruß der Kroaten in Dalmatien, wo in der letzten Zeit die Idee des großkroatischen Staates unter der Ägide der habsburgischen Dynastie auch im einfachen Volke immer festeren Boden fasse. Dies sei ein Verdienst der dortigen kroatischen Rechtspartei, die opferwillig dahin arbeite, daß das dalmatinisch.kroatische Volk im Zu» sammenschlussc mit dem slovenischcn Volke seine großen politischen Ideale erreichte. Diese Bestrebungen würden von der dalmatinischen liberalen Presse angefeindet, die auch über einen den Redner betreffenden Vorfall lügen-hafte Berichte in die Welt gesetzt habe. Aber der echte Vollsgedanke werde sich in absehbarer Zeit durchringen; die gegenseitige Liebe der dalmatinischen Kroaten und der Slovenen sei eben mächtiger als die Anfeindungen einzelner Verblendeten. — In Besprechung der Vor« fälle bei den Üaibacher Wahlen polemisierte Herr Doktor 8listers gegen die Triester „Edinost" sowie gegen die Behauptung, daß die Ausschreitungen von der Slove» nischen Volkspartci selbst inszeniert worden seien, glossierte wcitcrs die von der natiunal.fortschriltlicl)e Wähler hätten darüber ver» geffcn, daß von der nat.-furtschrittl. Partei in 20 Jahren die Gcmeindeumlagcn von 6 A auf 35 erhöht worden seien. — Herr Dr. 6uster«i5 schloß seine Aus» führungen mit dem Appell, am Dienstag die Stimmen auf den Kandidaten der Slovcnischen Vulkspartei zu ver. einigen. — Auch diese Rede war wiederholt durch Beifall unterbrochen worden, der sich an deren Schlüsse stur» misch erneuerte. Herr Dr. Greguri 6 dankte den beiden Rednern für ihre lichtvollen Darstellungen und erbat sich in sei» ncm Schlußworte von der Versammlung dic Ermächti» gung, oeren Protest gegen die am 23. April erfolglcn Verunglimpfungen der christlichen Wählerinnen an ge« eignclcr Stelle zur Kenntnis zu bringen. sVcifall.) Hier. auf wurde die Versammlung nach anderlhalbstündigcr Dauer geschlossen. Unser Rehwild. Wir erhalten folgenden Artikel: Die Pirsch auf den roten Bock, eine der herrlichsten Jägersreuden, wird nun wieder wie alljährlich dem Weidmann Gelegenheit bieten, seine Kunst zu erproben. Freilich kann nur dc> jcnige den unbeschreiblichen Reiz dieser Iagdart voll nachfühlen, der selbst ihre Mühen durchgekostet hat, un>> nur dei wahrhafte und echte Jäger wird die r-chtig? Begeisterung für ihre Ausübung aufzubringen imstm'dc sein. Ncm es aber jemals gegönnt war, nach unzähli» gen vergeblichen Pirschgängcn, nach vielen grimmigen Enttäuschungen endlich im taufrischen Morgen das Hochgefühl desSiegers über einen solchen „Übcrschlauen" zu genießen und sich den frischen Bruch als schlichtes Siegeszeichen an den Hut zu stecken, der wird sicher jm alle Zeit ein Freund und Verehrer der Pirsch auf unse. ren Mcister Urian bleiben. In der gegenwärtigen Zeit, wo ohnehin so manche edle Wildarl dem ehcrnenSchritte der neuzeitigen Kultur immer mehr weichen muß, verdient das zierlich? Reh und seine Erhaltung unsere gesteigerte Aufmerksamkeit. Der stolze Recke des Waldes, der Hirsch, fristet scin Dasein nur in den Gehegen mächtiger Beschützer, deren Besitz so ausgedehnt ist, daß sie diesem edlen Wilcc eine Zusiuchlstättc schaffen können. Außerhalb dieser Eigen» jagdgründe ist der Hirsch in den meisten Grönländern vogclfrei und wehe einem Geweihten oder auch einem „Geweihlosen", wenn er oder sie sich einmal außerhalb des Bannkreises ihres Schutzbezirkes blicken läs^, denn da gibt es keine Schonzeit und das „Wcchselwilo" kann Zu jeder Zeit erlegt werden. Abgesehen davon, daß die Vodenbcdeckung und die Anuauvcrhältnisse in den meisten Pachtrevicren außer-halb des Hochgebirges dem Rotwiloc das Dasein un-möglich machen, ist es also schon infolge der gesetzlichen Bestimmungen für die weitaus überlegene Mehrzahl der heutigen Weidmänner ein unerfüllbarer Wunsch, zcmals ihre Weidmannskunst an dem Könige unserer Wälder zu versuchen. Noch schlimmer als dem Hirschen, ergeht es aber dein wehrhaften Schwarzkittel, denn dieser ist völlig unter die Pruskribiertcn geraten. In den meisten Jagd» gcsetzcn figuriert er nämlich in der Gesellschaft von Bär, Wolf und Luchs als einer derjenigen, die außer» halb von Tiergärten jederzeit und von jedermann erlegt werden dürfen. Bär, Luchs und Wolf gehören bei uns eigentlich schon mehr oder weniger der Sage an, und dasselbe Schicksal dürfte eben auch das Wildschwein in nicht gar zu ferner Zukunft teilen. Die Gemse, die reizende Zierde der Alpen, wird seit Jahren durch furchtbare Seuchen dezimiert, und wenn nicht bald, sehr bald energische Maßregeln ge-troffen werden, fo wird auch dieses harmlose, genug-same und für den Jäger reizvolle Wild Zum größten Nachteile mancher Landstriche aus unseren Alpengebitten verschwunden sein. Als letzter Repräsentant der sogenannten hohen Jagd nach der dermalig in der Jägerei üblichen Ein» teilung ist von den bei in Osterreich vorkommenden Gattungen des Haarwildes der Damhirsch zu nennen. Doch ist auch dieser bei uns eingeführte Gast zumeist nur Tiergartenwild und für den mit Glücksgütcrn wc» niger reich bedachten Weidmann nicht erreichbar. Wir sehen also, daß das Rehwild in unseren Tagen eigentlich das edelste Wild im größten Teile unserer heimischen Reviere ist. Die Tatsache erhellt auch aus folgenden unserem verläßlichsten Werke entnommenen Verhältniszahlen, nach denen auf je 1000 Hektar der Kullurfläche in Österreich 1,23 Stück Rotwild, 1,67 Stück Schwarzwild, 0,24 Stück Damwild, dagegen 7,19 Stück Rehwild entfallen. Diesem Umstände wird es auch hauptsächlich zu« zuschreiben sein , daß bei der von der „Freien Vcrcini-gung zum Schutze des Weidwerkes" zwecks Herausgabe einer Sammlung aller Gesetze der Weidgerecht igleil eingeleitete Umfrage, ob das Rehwild in die hohe Jagd einzureihen sei, 90 A, der Antworten für diese Ein» reihung entschieden. Es dürste sonach in Österreich das Rehwild künftighin zur hohen Jagd gezählt und hoffent« lich von der Wcidmannschaft auch darnach behandelt werden. Es erhoben sich zwar einige warnende Summen, die der Befürchtung Ausdruck gaben, daß mit der Ein-reihung des Rehwildes zur hohen Jagd auch die An-griffslust der Jagdfeinde gegen diese Wilogalttmg an» gesacht werde, doch haltc ich die Verwirklichung dieser Befürchtung auch ohne diesen Anlaß für so wahrschein, lich, daß die erwähnte weidmännische Verfügung kaum an dem Laufe der Dinge etlvas ändern dürfte. lSchluh folgt.) — sNotes Kreuz.) Seit d. I. 1901 besteht zwischen dem l. l. Ministerium des Innern und der ^sterrei» chischen Gesellschaft vom Rolen Kreuze eine Vereinba» rung hinsichtlich der Unterstützung des zivilen staat-lichen Sanitätsdienstes bei außerordentlichen Notständen und Epidemien. Die Österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze hat infolge dieser Vereinbarung an be» stimmten Punkten des Reiches — auch in Laibach — Notstandsdepots von transportablen Baracken errichtet, die für die Isolierung und die zweckmäßige Unterkunft von Insektiunslranten bestimmt und mit der cntspre» chenden Ausrüstung an Lagerstätten und Spilalsuten-silicn ausgestattet sind. Bei einen, jeden solchen Depot wurden anch Dampsdesinsettionsavparate eingestellt. Diese vor Jahren bereits getroffene Maßnahme hat sich ganz außerordentlich bewäl)rt. Der Landes» und Frauen» HilfsVerein vom Nuten Kreuze für Krain tonnte einem jüngst gestellten Ansuchen der Verwaltung des hiesigen Lanoeskrantenhauses um leihweise Überlassung von zwei Baracken für die Zeit des Umbaues der Gebärableilung uichl entsprechen, da laut uberwähntcr Vereinbarung die im Noislandsdepot nächst der Landeszivangsarbeits-Hausanstalt ausbewahrlen zwei Baracken samt Spitals-einrichtung für allsälligc Notstände in Krain reserviert bleiben müssen. Wohl aber ist die Bundesleilung der Österreichischen Gesellschaft von, Roten Kreuze dem Er» suchen der Spitalsverwaltung sehr gerne enlgegengekom-men und hat ihr unverzüglich zwei Schönt ha lersche Baracken, dann einen Desinfeltionsapparat und einige andere Gegenstände aus ihrem Haupldevot in Wien im Wege des hiesigen Vereines vom Roten Kreuze zur Verfügung gestellt.' Die beiden Baracken wurden bereits durch einen, Monteur der Firma Schönthaler H: (5ic. im Garten des Lcmdcskrantenhauscs zur Aufstellung gebracht, wo sie bis zum Oktober I. I. in Verwendung bleiben dürften. — sApprobicrtcs Schulbuch.) Das Ministerium für Kultus und Unterricht hat mit Erlaß vom 9. d. M., Z. 19.327, dem Schulbuche: Dr. I^i^nwl^i-, I.,u,in- ^iin«il/i^ » «lovm>«kiin u<"nim ^'n e l l i n i veranstaltete gestern abends in d'/r (^lashalle der Kasinligasln.'irlscl)ln Pliblilniu ^l,iei Slnndeii angenehmer ^Mljchnnq nnd Erheiternng vermittelte. W loinnil ja bei solchen .Künstlern weniger darauf on lva s, als w i e sie es darstellen; Herr llariucllini verbindet nnn lnil ^rloandtheil und Eleganz einen geslinden Humor, der, ohne aufdringlich zu sein, sichere Wirlnng übt. Mit überraschender Sicherheit führt der Künstler samt seiner Ratlin anch lHrpermieute auf dem Gebiete des Ge« danlenlesens, (5rralens und Gedanlennbertragcns aus. Der Aesuch de eriiann» ten Herrn Prof. Max P ! e < er ^ nif das lHhrendipwm überreicht. Das von> atadeniischen Maler Herrn M. ^aspari lnnslvoll ausgeführte Werl ist nunmehr im Schaufenster der Buchhandlung 5?. Schwenlner ans-Nchelll. — lTodesfällc.j Am 12. d. M. abends starb hier Herr ^ranz .H ren , Besitzer und Mitglied der Handels, »no biewerbelammer, über 7<» Jahre alt. Er war eine in Laibaeh sowie im ganzen Lande belannle Persönlichleit, '»Uliial er seinerzeit einen ausgedehnten Holzliandel be-trieben und verschiedenen Slraßenausschüssen als Mit< Nlu'd angehürl l)n seinrm weiten freundes' und Betanntentreise hoch. ^'schiilUen Verblichenen fintx't heute nachmittags nm ^ Uhr auf dem Ortsfriedhose statt. ^ ^- ltz I.Reihe 2 X 40 li, 2. Ncihe'2 X, I.Platz 1 Iv ^",l,, 2. Platz 1 X 20 1., 3. Platz 80 li, Stehplatz 40 k. "Elitär nnd Kinder auf ^en billigeren Plätzen Er» ^fn.gnng. — Karlenvurverkaus in der Tabaktrafik ^ark. — lVom Zusse zermalmt.) Aus Triesl, 13. d. M.. l"nd ^meldet: Der praktische Arzt Dr. .Hugo ^ink, der Astern abends t>en Südbahnzug nach Italien benutzen sollte, kam im Perron an, als sich der Zug eben in ^wegung setzte. Er sprang aus das Trittbrett, verlor das Gleichgewicht und siel ans das Geleise. Der Zug Mg über ihn hinweg und verwandelte ,hn in eine urmlose Masse. Dr. ssinl war srüher mehrere Jahre umn, Nahn-, Gemeinde, und Kranlenkassa.Arzl in Hei-^'»schasl. Nach einem einjährigen Aufeulhalte in seiner Heimat Slelir war ihni kürzlich die Stelle des verslor. l'enen Arztes Dr. Merkel in Komen übcrlragen wor-b">. Herr Dr. Fink war 51 Jahre alt. -- Mn interessanter Vau in der Schcllenbura.-Nnsse.) Nir verweisen die hiesigen Kaufleute und Ge-werbet reibenden aus das heulige diesbezügliche In-lernt. — Mdbcben.) Wie man uns ans Idria mitteilt, 'uurde am 13. o. Äl. um 4 Uhr 4b Min. früh ein Erd-u^en in der Daner von einer Sekunde, von unlerirdi» Ichem Getöse begleitet, wahrgenommen. —»— . ^— lVin teuerer Schlaf.) Anläßlich des an, 9. d^M. '^ St. Marein bei «tofljica abgel)altenen Marktes, be« !1,ab sich t)^^ (hrlmdbesitzer Johann Viranl in ein dor» llges Gasthaus, wo er bis in die späte Nacht zccbte. Aemlich ailgeheitert, ging er gegen 2 Uhr früh in den Slall des Wirtes schlafen. Am folgenden Morgen er. wacht, bemerkte er den Abgang eines Geldbetrages von 120 I<^ den er in der innereil Rocktasche verwahrt halte. Girant bel>anptet, daß ihni das Geld in der Nacht ^stuhlen worden sei. Vom Täler fehlt jede Spur. 55. . -^ lDummcr Scherz eines Nettlerö.) Während einer ti'rzeu Ablvesenheit der Näherin Mathilde Cerar '" ^tosental kam der 71 Ichrc alle Bettler Urban Turk aus Hrasteniee bei Billichgraz und gab ihrer oreijähri. gen Tochter ein Trinkglas Spirilusbrannlwein znn, Trinken. Als das Kind den Branntwein auslranl, fiel es ohnmächtig zusammen nnd blieb lange Zeit bewußt» los liegen. Der dnmme Scherz des Bettlers hätte für das 5i!nd üble folgen nach sich ziehen tonnen, wenn ihm nicht sofort Hilse geleistet worden lväre. 55. — ll5il,c Sammelbüchse entwendet.) Vor einigen Tagen wurde ans dem Gastzimmer des l^n^etschen Gasthauses in Unter-Ki^la eine Sammelbüchse des Eyrill. und Mcthodvereines samt einem Inhaii von beiläufig 8 X Lurch einen unbekannten Täter ent» wendet/ ^. — lUnbesu.qte F'lcher.) Der Jagd» und Fischerei-aufseher Joses Strah betrat kürzlich zwei ledige Arbei. ler aus Unler.Zadobraba in einem Seilenarme, des Saveflusses im Fischcreireviere der Ioscfslaler Papier-sabril bei unbefugtem Fischen. Die Burschen hatten beieits einen Huchen gliangen. ^. — lMn Schwindler.) Am 4. d. M. kam der 30 Jahre alle Josef Jerko ans Ra^iea bei Stein zum Tischlermeister und Hausbesitzer Michael Miv^clj in der Grünen Grnbe und schloindelle ihm unter listigen Vorstellungen mif Rechnung seines Bruders einen Geld» betrag von 16 1< heraus. I^-rlo ist em gerichtlich ent» lassener Unteroffizier, streitt größtenteils in der Um« gebung von Laibach herum üno hat bereits mehrere solche Betrügereien verübt. 55. — lAus der Polizeiaufsicht entwichen.) Der bereits acl)tzehnmal wegen verschiedener Delikte abgestrafte Tischlergehilfe Anton Madera ans Brnnndors bei Lai° lxich wnrde ain 8. d. M. nach Verbiißung einer >ora,en Diebstahles erhaltenen 2V2iährigen Kerlerstrafe iii seine Heiniatsgemeinde Brunndors abgeschoben nnd dort, mit Erkenntnis der t. k. Bezirlshänplinannschaft Laibach ans ein Jahr unter Polizeiaufsicht gestellt. Er ließ sich aber in seiner persönlichen Freiheit nicht hindern und verließ schou am folgenden Tage seine ihm zum Aus« enthalte zugewiesene Heimatsgemeinde. Er dürste dle Richtung gegen Triesl eingeschlagen haben. Mcwera ist ein der Sicherheit des Eigentums höchst gefährliches In» dividuum. Er ist am 21. Jänner 1856 in Trieft ge» boren, nach Brunndors zuständig, mittelgroß, slarl, hat brannes Haar, ein längliches Gesicht, eine dicle, fleischige Nase, spricht denlsch, slovenisch und italienisch, ist am rechten Vorderarme täloviert nnd nxir mit einem dunk» len Stofsanzuae sowie mit einem schwarzen Hute be« Neidet. 55. " lIm Dienste gestorben.) Als Samsiag gegen 6 Uhr abends der 58jährige Postunlerbeamte Jakob Skala mit einem Bestelln.>agln am Domplatze Pakete zustellte, erlitt er im Wagen einen Alutstmz und stieg aus. Vor der Donlkirche erlitt er neuerlich einen An< fall, sank zusammen und war tot. Die Leiche wnrde iii die Tolcnlammer zu St. Christoph überführt. Der Vcr-slorbene, der schon längere Zeit leidend genasen, wolllc in diesem Jahre in den Ruhestand lreten. Er hinter» läßt die Witwe und einc Tochter. " Mn radikales Mittel gegen Sclbstmordabsichtcn.j Güstern gegen Mitla.g sprang ein 4<»jähriger, dem Trunte ergebener Taglöhner nahc am Gruberlanal in den Laiblichslnß. Einige herbeigeeilte Erdarbeiter rct» tclen ihn mit laugen Haken ans dem Wasser. Nach der radikalen Abkühlung lehrte der Mann, der srüher Selbstmordgedanken geäußert hatte, vollkommen nüch» tern in seine an der Triester Straße gelegene Wohnung zurück. " Töplitz sind in der Zeit vom 10. April bis 7. Mai 99 Personen zum Kur« gebrnuche eingetrofscn. , — lDer Vlellroradiograph „Ideal") zeigt nur noch heute >m Nachmittagsvrogramm das wirtlich Aussehen erregende militärische Drama „Das Pferd des Unter» offizieis" l?m erstaunlich gut dressiertes Pferd spielt die Hauplrolle), im Abendprogramm „Die Versuchungen der Großstadt" ftwn der größten Anziehungstrast). Telegramme des k. k. Telcaraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Aufstand in Albanien. Konstantinopel, 14. Mai. Mer den Sandschal Slu^ tari ist der Belagerungszustand verhängl worden. Die jüngtürkischc Partei. Konstantinopel, 14. Mai. Das junglürtischc Zentral» lomilee in Salonichi richtet an dic jungtürlische Kam« merparlei eine Depesche, luorin erklärt loird, daß das Zentralkomitee nach unparleiiscber Prüfung der Parlei» differenzen konstatiert habe, daß — »nil Ausnahme von persönlichen fragen — im Schoße der Partei leine Prinzipiellen Meinungsverschiedenh^ilen bestehen. Worte wie „alte Grnppe" nnd „neue Gruppe" seien von Fein» den erfunden worden, welche Zerwürfnisse innerb/ilb des Ottomanentunis nnd des Islams herbeiwünschen. Das Zentralkomitee habe daher beschloßen, die Partei als einheillichen VIocl zu betrachten nnd jene Parteimitglieder, die bei der Bildung anderer Gruppen behar» reu, auszuschließen. iloustautinopel, 14. Mai. Die sieben jungtürlischen Deputierten, welche seinerzeit alls verschiedenen Grüii' txn aus der iungtürlischen Kammerparlei ausgeschieden sind, haben unter dem Ramen „^orlschrittsgruppe" eine iieue Fraktion gegründet, welche, wie verlantel, die äußerste Linke der Komitcepartei biltx'n soll. Marokko. Paris, 13. Mai. Aus El Kunitra wird unler dem 8. d. M. gemeldel: Ein Convoi, der von Mchedia nach Salr abgegangen war, wurde 6 Kilometer von Mehedic» vo,i zahlreichen Reitern an.gegrissen. Cpahis wehrten den Angriff ab und töteten zwölf Marokkaner. Auf sran« zösischer Seite sielen zwei Eing<'borene»SoIdatrii, einer wird vermißt. Mexiko. Newyort, 13. Mai. Nach Meldungen, die von der meiikanischen Grenze eingelaufen sind, ist wr Ort (5n> uanea nachniittags von den Bnndestrnppen geräumt »morden. Die alle Garnison verließ unter den üblichen Ehrenbezeignngen die Swdt, die nach längeren VerHand. lungeu oe» Aufständischen iibergelx'n lvurde. Vecantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermarkte. ^VImllNllcoo ItHliknu 1911, X 2 ^l). — Nltenbery Peter. Märchen dre Lebens, X 4 80, — Nmerila.Süd, sslemminsss „ameittreue Länderkarten, Vlatt ti: li 4 lil». — Ämeritn.Norb, Flcmmings namentrrue Länderlarten, Blatt .',: X 4il<>. — Astrologische Bibliothek, Band 1.: nstiologisches «ehrbuch, k l W, — Astrologifche Bibliothel, Band II.: astrologische Aphorismen. K A N0. — Astrologische Äibliothel, Vanb 111.: Häuser.Tabellen. K 4 20. — Astrologische Bibliothel. Band IV.: das Solarhorsotop, IahreShoroslop, II 1-80, — ^.«^^ (^Il»,u6o, ?l:til I^llluu»»« liliißlr^, 1^ ti'—. — Aallnn>halbinsel, Flcmmings namentreue Länderlarten, Blatt ?: X 4 2l). — Ualtl?el> Iluri, l'l!l«i,<.on!^t,l»io <1s I^'^uoivn I^llu^ii,« X, 1< 16 80. — Loiiuvt ^uim, Nu,8t,oi- l^Il^Illl-ll, », »t«l^ of 8l!»koßnoHr«'8 time, X 1 92. — Berichte und Mitteilungen veranlaßt durch die mteinationalr mathcmlltischc UnterrichtK' lommission. V,, li —-72. - Bigot be St. Quentin Gras, Schriften, Band 1..- von einem deutschen Soldaten, heraus» negebm von Hngo lkerfchnave, li 2—. — Vigot de St. Quenti,, Graf, Schriften, Band II.: Unsere Armee, heraus» gegeben von Hugo Merschnave, Ii 3'—. Vorrätig m dcr Buch», Kunst, und Musillllirnhandlung Jg. v. Kleinmayr ill Fed. Namberg w Laibach, Kongrlßplnh 2. Angekommene Fremde. Hotel «Elefant". Am 12, Mai. Kriezmsli, Lehramtskandidat: Salomon, Ingenieur; Men5. burger, Schumi, ztoiißel, Goloschmid, Vergcr, Neuniann, Kep. pich, kohn, Rsdr.; Beck, Taulicr, itflte,. Wien. — Richter, Kfm., Berlin. — Stühler, k. Iustizrat und Notar, s. Gemahlin, Würzbnrg (Bayern). - v. Langer, Private, Verschlin. -v, Kodolitsch, Quellendes., Rohitsch. — Zimermann, Lehrerin' heller, Rsd,, Münchm. - Monti, Rsd.; Groznil. l, l. Gen« darmcriewachlmeister, Trieft. — Zornig, Pollal, Nsdr Grnz — Lüvenstein, Rsd., ZalaegerSzeg. — Blau, Msd., Naay' zt'llnizsll. — Lantusch, Budapest. — Eisenwiener, Wels. Meteorologische Veobachtungen in Laibach. Scchähc 30t!!i m. Mittl, Luftdruck 73tt0 mm. ^s^"ÜIU.^'73^0^^4s SW . start ^heiter ^ l3 9 U.M. 7380 ,5 3 windstill ^I^ ^ 7 U. F. 731 3 12 0 0 ichwach » > 0 li 14, 2 UN. 729 8 24 2 VN. mäßig fast heiter 9U.Ub. 730« 1l)< windstill heiter 1b.> 7 U. ^. 78()-'2s i1-ej' O^schwach l'teilw. brw. s 0c Daö Tagesmittel der lemperatur vom Samstag bcträoi 16 4°, Normale 13 6°, vom Sonntag 17-2°, Normale 13 tt' Laibacher Zeitung Nr. 111. 1044 15. Mai 1911. Lottoziehungen am 13. Mai 1911. Graz: 5 87 63 65 71 Wien: 60 62 29 25 22 Krainischer e------^ Jagdschutz-Verein. Jj Einladung zu der Samstag den 27. Mai 1911 um 8 Uhr abends im „Hotel Elefant", I. Stock, stattfindenden ordentlichen Generalversammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Obmannes übor das Vereinsjahr 1910. 2. Rechenschaftsbericht für das Jahr 1910. 3. Bericht des RevisionsausschuBses. 4. Wahl von vier Ausschußmitgliedern. 6. Wahl des RevisionsausschuBses. 6. Antrag des Ausschusses: Statutenänderung. Besondere Anträge wollen bis 25. Mai d. J. beim Yereinsausschusse angemeldet werden. Laibach, am 10. Mai 1911. (1908) 2-2 Der Ausschuß. 9>er WutomobUoutmbuftbertc!)? Jh*at>tna«2ö}>li$' 9tol)itfd) (Station bei' ^tueigbalju bet Sübbasiiiltnie 3öien« Iciest) unb ftrajjina'IöpIifc'Sabof (Station bcr 3aßoriauerbal)ii) anberfeitS nnitbe mit 1. SJiai in Söetrieb gefegt unb tuidelt fict) ßtatt unb punftlicb ab, ba bie Slutojnobilfütjrec bicfelben, roie im öorjuljre smb. (1838 a) Italienische Küche Šelftnburgova ulloa 7, gegenüber der Hauptpost empiiehlt den P. T. Gästen den neu angekommenen = echten Brioni Wein. == Jeden Tag verschiedene Arten Fische. (1802) 7 Unserer feurigen Stummer (Gesamtauflage) liegt ein 93roft)e!t öbec bie SJeröffentlidjuitßcrt ber beutjd)eu iWatur« toifT^nfc^aftlic^en ©efeHfd)aft bei; roir empfehlen biefen einer gefälligen $urd)ficbt unb rootle man fiel) ber betgegebenen Äarte im 93ebarf*fasie bebienen. ISToIiniing bestehend aus zwei Zimmern, Kücho und Zugehör, wird sum Angasttermin gesnoht. Nähe der Hauptpost erwünscht. — Anträge unter „J. M. Nr. 12" hauptpost-lagernd, Laibaoh. (1038) Potrta najgloblje žalosti javljam podpisana v svojem in svojih otrok imenu vsom sorodnikom, prijateljem in znancem prežalostno vest, da je Bogu vsemogoènemu dopadlo, nepozabnoga mi soproga, oziroma oèeta, strica itd., gospoda Karla 3elouška o. kr. dvornega založnika, tovarnarja, veleposeatnika itd. po kratki, muèni bolezni, previdenega s svßto-tajstvi za umirajoèe, danos ob 7a \2. uri dopoldno poklicati v boljšo veènost. Pogreb uepozabnega rajnika se bo vršil v ponedeljek, dne 15. maja ob 4. uri po-poldne. Svete mašo zadušnice se bodo slnžile v farni cerkvi sv. Pavla. Predragega pokojnika priporoèamo v blag spomin in molitev. Venci se na žcljo pokojnoga hvaležno od-klanjajo. Vrhnika, dne 13. maja 1911. Ivana Jelovsek soproga. Danksagung. Vom tiefsten Schmerz gebeugt über den un» endlich schweren Verlust, den wir durch das Hinscheiden niisercs unuergchlichcu guten Gatten, Vaters, Sohnes, bezw. Bruders, Schwagers und OnlelS, des Herrn Franz Peršl k. k. Nechnungsassistcuten erlilten haben, sind wir außerstande, allen einzeln zu danlcn. Wir bringen daher auf diesem Wege für die uielen Beweise entgegenkommender Anteil' «ahme, für die vielen Kranzspenden sowie für die ehrende zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse unseren innigen Danl znm Ausdrucke. Insbesondere danlen wir den Herren Hofrat Klimmt, Nechnniigs-> rat Langof, Finanzrat Avian sowie allen übrigen Herren Beamten, dem t. u. k. Offizierskorps dci» Inf.'Reg. Nr. 17 und allen Freunden und Bekannten für das zahlreiche ehrende Geleite. Laib ach, 13. Mai 1911. Vie iiestralltlickn hinterMem. Trgovska in obrtniška zbornica -za Kranjsko naznanja tu/.no vest, da je njen velezaslužni, innogoletni pravi èlan, gospod Fron Hren trgovec in posestnih v Ljubljani dne 12. t. m. ob 9. uri zvcècr prc-minil. Pogreb bode dne 14. t. m. ob ]/2 4. uri popoldne iz hiše žalosti, Poljanska cesta 6. V Ljubljani, dne 13. maja 1911. Die Handels- und Gewerbekammer für Krain gibt hiemit die traurige Nachricht von dem Ableben ihres verdienstvollen, langjährigen wirklichen Mitgliedes, des Herrn Franz Hren Handelsmannes und Besitzers in Laibach welcher am 12. d. M. um 9 Uhr abends verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet am 14. d. M. um J/24 Uhr nachmittags vom Trauerhause Poljanska cesta 6 aus statt. Laibach, am 13. Mai 1911. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Rauf, Verkauf und Belehnung von Wert- MPltren] BBrsenordres; Verwaltung via Depots, tafn-Depoilti etc. Filiale der K..K. priu. Oesterreichischen ^ (1750) in Laibach > Credit- Hnstalt für Handel und Bewerbe |________Franz-Josef-Straße Nr. 9._______ Reserven: 95,000.000 Kronen. Eicomple von Wechseln u. Devisen; Geldeinlagen geg. EinlagsbOcher u.lm Konto-Korrent; Mllltär-Heiralskautionen etc. Kurse an der Wiener Börse vom 13. Jini 1911. Schlnßkura Geld | Ware Allg. Staatsschuld. . (Mai-Nov.)p.K.r4 ' 92-36 92-St e 4°/o i. » P U-4 92U 92'6!i L k. st. K. (Jun.-Juli)p.K.4 92-3S 92-66 ¦ „ „ p. A.4 92-36 92-SS L 4>a»/0B.W.Not.F»b.A«B.p.K.4-a 96-40 96-60 •S *•*"/» >i >,,».. P-A.4-2 96-40 SC-G0 & *-8°/„ „ SUb.Apr.-Okt.p.K.4-2 96-60 96-70 wU'8«/8 „ „ „ „p.A.4 2 96-60 96-70 Lo««V.J.18ÖÜzu600fl.ü.W.4 161-80 167-80 Lo«ev.J.i860zulOOH.ö.W4 213— 219 — Lo««».J.1864zul0üfI.Ö.W___ 313-60 319-60 LOMV.J.18647.U 50(1.o.W___ 313-60 319-60 St.-Domän.-Pf. iaon.»ooF-5 286-60 286-60 Oestorr. Staatsschuld. Owt.Staataschatzsch stfr K 4 99-86 100-06 Oe»t.Uoldr.itsr.üo\d Kaase.. ¦ 116-90 116-10 " •' -Vr .." V-A-rnt. 4 116-90 116-10 Oeet.Rentei.K.-W.atfr.p.K..4 92-36 92-66 „ ,, i. i. .. i,U. .4 92 3S 92-56 Oest.Inveat.-Rent.stfr.p.K.si/i «/-6« si-S6 Franz Joeefsb. i.Silb.(d.S.)4Vi U4-26 lw-zc. Galiz. KarlLudwigab.(d.St.)4 S3— 9300 Nordwb.,ü.u.südnd.Vb.(d.S.)4 »3-Si 94-sc Rni'/jJ.v.K. 4 99-36 iou-ss dto. K.-Obl.llI.Em.42J. 4'/, 99-tso iüQ-60 Istr. Uodenkr.-A. 36 .1. ö. VV. b 05'— .%¦_ [str.K.-Kr.-A.i.r>2i/.i.l.v.K. 4"/a 10060 ioi-~- Mähr. }lypolh.-J».«.W.U.K. 4 96-— w— Nied.-iist.Land.-Hyj).-A.ü5J.4 9ö-— .w— Oest. Hyp.-Bank i.60 J. verl. 4 94-76 96-76 Oest.-ung.Bank5O.J.v. ö.W.4 9716 98-ir, dtO. 50 J. V. K..........4 97-60 98-60 Centr.Hyp.-B.ung. Hpark.4'/a 98-60 99-60 Coinrzbk.,fJcHt. Ung.41 J. 4'/, 9<>-26 ioq-Zü dto. Com. <). i. üoi/j J. K 4'/2 98-60 99-60 Herrn.B.-K.-A.i. 50 J.v.K4'/j 92-- 93 — Spark.lnnerHt.liud.i.r.üJ.K4V2 98-26 99-20 dto. inh.siOJ.v.K.....4'/4 M-— 94-— Spark.V. P.Vat. C. 0. K . . 4'/2 98-76 99-76 Ung.Hyp.-B.inlJCHtK. .. 4>/2 99-— 100-— dto. Korn.-Sch. i.50j.v.K4V2 92-— 93--- Eisenbahn -Prior.-Oblig. KaRch.-()dorb.E.188!li'd.S.;K.4 92-16 93-16 dto. Em.l'J08K(d.S.)...4 !>310 94-10 Lcmb.-Czer.-J.E.1884aOOS.3O H7-6O 88-60 dlo. 300 S............4 92-40 93-40 •Staatseisenb.-Gesell. E. 1896 (d. St.)M. 100 M........3 89-40 90-40 Südb.Jan.-.].r)OOF.p.Sp.A. 2-6 269-90 270-90 UnterkrainerB.(d. S.jö.VV. .4 96-60 97 — Diverse Lose. Bodcnkr.i)8t.E.1880iil00fl.3X ~'~ —'— detto K.1889alOOll____3X 279'74 SM'75 Hypoth.-B.ung.Präm.-.Schv. a 100(1. ... ...........4 --•- —¦- Serlj.Prümicn-An! itlOOFr. 2 133-60 139-60 Bud.-Baailica(Domb.)5ll.ü.W. "6-ao 39-60 Cred.-Anat.r.H.u G 100ll.ii.VV. 611-— H2V— Luibacli.Präm.-Anl.20ll.ö.W ' H4-— 90- Schlulikur.s Geld | Ware RotonKrcuz.ösl.G.v.lOfl.ö.W. 71-60 77-60 detto ung.G.v. . . r.ll.ii.W. 60-— 66 — Tllik. K.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 24976 262-76 Wiener Kommunal-Loso vom Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 608-— 618-— Gewinstauh. der .y>/n Pr.-Sch. der liod.-Crod.-AnKt.E. 1880 —•-- —•— (iewinstsch. der 3% Pr.-Sch. der llod.-Cred.-Anst. E. 1881) 126-— 136 — OewniKtsch. der 4l>/sl I'r.-Sch dor ung. Hypotheken-Bank — •— —•- Tran8]iort-Akiien. l)onan-Uampf.-(i. 500 II. C. M. 1162-— 1160 — lc-k(!hrHbank,allg.i40||.a() 37I-^ a72.2B /wnoaten.banka looil.u,, 281-60 282-60 Industrie-Aktien. ßerg-u.IIüttw.-G., list. 400K 976-- .<>«/¦-nirtftnborKl>.,Z.u.M.|i-. 400 K 1210—1218-- ii>nig.sh./om«nt-Kabrik 400 K 348-— 361-- LengenfelderP.-C.A.-G. 2M)K 282-- 284-60 Montangi!B.,oBterr.-ulp. 10011. «2026 #2i-2fi Schluflkur.H Gold | Ware PerlniooRor h. K. 11. P. 100(1. 4&\}-— 46V— PrugorEiscnind.-Gesell. 500 K 270H-— 2718'— Rimamur.-Salgo-Tarj. 100II. 680-— 68V- Salgo-Tarj.Stk.-U. .'... 100(1. 6U0-— 664- — Skodaworko A.-G. Pila. 200K 61010 61V10 Wa(Tei)-F.-G.,(iHtorr. . . 10011. 761-— 766- Westb. Bergbau-A.-G. 10011. 667-- 670-- Devisen. Kurze Sichten und Scliccks. Deutsche Bankplätzo.......117-80 117-60 ItalieriiKcho Ltankplät/e..... 94-47* 9466 London.................. 2,?.1)'1"-'' 240-20 Paria................... 9486 96-— Valuten. Münzdukalen............. n-36 1136 20-FrancR-StUcko.......... 1901 19-03 20-Mark-StUcke........... 2H-48 23-62 Deutsche Reiclibbanknoten .. 117-30 117-60 Italienische Banknoten..... 94-60 94-70 Hubel-Noten ............. 2-6S'-'- 2-64™ Lokjil])apiero. nanliPrivalnotlcr.d. Filial« <1. K.K. lirlv.OeHt.Credit-Anutalt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 220— 230-— Hotel Union ,, 200 „ 0 —•— 80-— Krain.Bauges. „ 200 „12K 200-— 210-— ,, InduHlrie ,, IOOO ,,80,, 1900-— I960 — Stahlw.Weißens !tOl),,3O„ si/01— 626-— Unterkrain.St.-Akt. 10011. 0 70-— 90-— BankzinBfuÜ 4"/0 Die Notierung aämllicher Aktien uDd der ,,lJiveri*«n Los«" versteht «irh per Stück