Nl. 151. Freitag, 5. Juli 1895. IllhlMg 114. raibacher Zeitma. Die «Lllib.Zett,» erscheint täglich, ml» Ausnahme bei Eonn- und Feierlaae, Die »dminiftratio« befinbtt sich Longreftplav Nr, 2, die Ulebaction Äaynliosgasse «r, lü. Lplechstunben dei Redaction von 8 bi« 11 Uhr vormittag». Unsranlierte «riefe werden nicht angenommen, Manuscripte nicht zurüllgestM Umtlichei Hheil. l Gesetz vom 22. Juni 1885 betreffend Steuer-Begünstigungen für die durch das Erdbeben 1895 beschädigten Gebäude im Gebiete der Stadtgemeinde Laibach und in den durch das Erdbeben betroffenen Bezirken von Krain und Steiermark. Mit Zustimmung beider Häufer des Reichsrathes finde Ich anzuordnen wie folgt: 8 1. Die Dauer der auf Grund des Gesetzes vom 25. März 1880 (R. G. Al. Nr. 39) eintretenden Befreiung von der Hauszins- und Hausclassensteuer wird für die durch das Erdbeben 1895 im Gebiete der Stadtgemeinde Laibach und in den durch das Erdbeben betroffenen Bezirken von Krain und Steiermark beschädigten Gebäude auf fünfundzwanzig Jahre ausgedehnt, falls binnen fünf Jahren von der Wirksamkeit des Gesetzes an: a) das beschädigte Gebäude bis an die Erdoberfläche niedergerissen und auf der wenngleich infolge des Umbaues abgeänderten (eingeschränkten oder erweiterten) Area des bestandenen Objectes neu aufgeführt und benutzbar hergestellt wird (vollständiger Umbau), oder b) ganze, zur selbständigen Benützung geeignete Theile des beschädigten Gebäudes bis zur Erdoberfläche niedergerissen oder einzelne Stockwerke in ihrem ganzen Umfange abgetragen und neu aufgeführt und benutzbar hergestellt werden (theilweifer Umbau). Wenn das beschädigte Gebäude zur Gänze nieder. gerisfen werden musste, jedoch aus Verkehrs-, Sanitäts-oder bautechnischen Rücksichten der Vauconsens zum Wiederaufbau an derselben Stelle nicht ertheilt wird, so kommt dem Besitzer des bestandenen Objectes gleich» falls der Anspruch auf die ausgedehnte Steuerfreiheit für ein an anderer Stelle, wenngleich auf bisher un-verbautem Grunde von gleichem Umfange aufgeführtes Gebäude zu; gelangt jedoch hiebei eine größere Area al« die bisher verbaute zur Verbauung, so tritt diese Steuerbefreiung nur lücksichtlich des entsprechenden Theiles des Gebäudes ein. § 2. Für alle im Gebiete der Stadtgemeinde Laibach binnen fünf Jahren von der Wirksamkeit des Gesetzes in Angriff genommenen und benutzbar hergestellten Neu- und Umbauten wird, insofern denselben nicht auf Grund des 8 1 ganz oder theilweise eine weitergehende Begünstigung zukommt, die auf Grund ^Wks "°" W- März 1880 (R. G. Bl. Nr. 39) eintretende Steuerfreiheit auf achtzehn Jahre ausgedehnt. i,«««c^ c .^'"""Minister wird ermächtigt, allen ^ «H-",'"" '" der Stadtgemeinde Laibach und in i«f«l7/^ von Krai« und Steiermark, an welchen wN «^? Gebens wesentliche Bauherstellungen, ^m 5^" ^ Bestimmung des 5 1 fallen, vorgenommen werden, nach Maßgabe des Umfanges diefer A' jungen einen Nachlass von der Hauszins» und Hausclassensteuer bls zur Höhe der drei letzten Quartalsraten des Jahres 1895 so wie eine Befreiung von der Hauszins- und Hausclassensteuer, beziehungsweise die Verlängerung der bestehenden Steuerfreiheit bis zu fünf Jahren zuzugestehen. mit ^^^^""^^uge diefes Gesetzes, welches "tt m,!" ? ^ b" Kundmachung in Wirfamkeit tritt, «st Mem Fmanzminister beauftragt. Lainz am 23. Juni 1895. ! n. , . 3ranz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Böhm m. p. m« A^' "^ k Aposto^ Majestät haben mit Allerhöchstem. Handschreiben vom 25. Juni d. I. dem Sectionschef un k.,. Ackerbauministerium Anton Ritter von UtlnaldlNl m Anerkennung seiner vieljährigen misgezelchneten Dienstleistung die Würde eines Geheimen Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. 9lll^/"^ f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Obersten des Infanterieregiments Kaifer Franz Josef Nr. 1 Albert ^„°lUch den Adelstand mit d?m Ehrenworte «Edler» allergnadlgst zu verleihen geruht. verleihen geruht "delstand allergnädigst zu Merßster ^iKN^N ^" ^ Bezlrkshauptmanne Friedrich Schmidt in Mährisch-^rublln anlässlich der von ihm erbetenen Uebernahme in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vlchä'hrigen und ersprießlichen Dienstleistung den Titel und Charakter eines Statthaltereirathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. _____________________KielmllnSegg m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Juni d. I. den außerordentlichen Professor an der deutschen technischen Hochschule in Prag Friedrich Reinitzer zum außer« ordentlichen Professor der Botanik an der technischen Hochschule in Graz allergnädigst zu ernennen geruht. Madeyski m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Juni d. I. dem bei der l. und k. Mission in Cetinje in Verwendung stehenden Aezirlscommissär Vladimir Budisavljbvic Edlen von Predor das goldene Verdieustkreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Kundmachung des Handelsministeriums im Einvernehmen mit den Ministerien des Innern und der Finanzen vom 28. Juni 1895 betreffend das Verbot des Hausierhandels im Curorte Abbazia. Mit Beziehung auf die h. o. Kundmachung vom 26. December 1881 (R. G. Vl. Nr. 4 ex 1882) und die Nachträge zu derselben wird der Hausierhandel im Rayon des Curortes Abbazia (im politischen Bezirke Volosca) während der Dauer der alljährlichen Cur-saison, d. i. vom 16. October jedes Jahres bis einschließlich 15. Mai des folgenden Jahres, auf Grund des H 10 des kaiferlicheu Patentes vom 4. September 1852 (R. G. Bl. Nr. 252) und des § 5 der Vollzugs-Vorschrift zu demselben untersagt. Auf die Angehörigen der im ß 17 des erwähnten kaiserlichen Patentes und in den betreffenden Nachtrags» Verordnungen angeführten, bezüglich des Hausierhandels besonders begünstigten Gegenden findet dieses Verbot leine Anwendung. Kielmansegg m. p. Böhm m. p. Wittek m. p. Den 3. Juli 1895 wurde iu der l. l. Hos. und Staats' drnckerei das Xl^V. Stück des Neichsgefchblattes in der deutschen Ausgabe ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. «7 die Eoncessions zur Verfasserin: A' Liab, die recht star! is, Dir plodert net gern, Wie d' a Wasser, dös tief iS, Net rauschen wirst her'n. Das alte Sprichwort: «Unglück im Spiel, Glück in der Liebe» lautet in der Schnadahüpfl-Sprache: A Schlitz, der valiebt is, No, der trifft scho' was: Der schiaßt auf an'n Gajzbock Und moant, 's waar 'a Has. So ein «verliebter Thor», wie Faust, der zum Zeitvertreib des Liebchens Sonne. Mond und alle Sterne verpufft, ist der reine Waisenzwilling im Vergleiche zu dem Sänger der folgenden Strophe: Du siachshaarig's Dierndl, I hon di so gearn, Und i lönut' weg'n dein Flachshaar Glei' a Sftinnradl wcar'n. Leinwand wird das Dierndl dabei wohl nicht spinnen; höchstens Strohmatten, wenn das Muck gut ist. Ein noch größerer und dabei frommer Schwärmer ist jedoch der, der da fingt: Du bist nur viel liaba, Als d' Engeln all z'samm. Und i mag crst in Himmel, Wauu's di' drinna hamm! N Dierndl, die sicherlich keine Geldheirat macht, singt: Er hat wohl la' Hans, Und er hat aa' la' Geld, Vlber i' gcb'n do nit her, Nit um die Welt. Hoffentlich ist der Bua einer solchen Liebe auch wert! Laibacher Zeitung Nr. 151. 1316 5. Juli 1895. Nr. 89 die Verorbnung desIustizministeriums vom 23. Juni 1895 betreffend die Zuweisung der Gemeinde Pasierbiec zu dem Sprengel des Bezirksgerichtes Limanowa in Galizien; Nr. 90 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 25,sten Juni 18l^5 betreffend die Vefuguis - Erweiterung des königlich ungarischen Haufttzollamtes zweiter Classe iu Großwardein ^ Nr. 91 die Kundmachung des Handelsministeriums im Ein» vernehmen mit den Ministerien des Innern und der Finanzen vom 28. Iuui 1895 betreffend das Verbot des Hausierhandels im Curorte Nbbazia. Nichtamtlicher Hheil. Die Mllndatsniederlegung Dr. v. Pleners. Sämmtliche Wiener Blätter erblicken in der Mandatsniederlegung des Herrn v. Plener ein Ereignis von großer Bedeutung. Das «Fremdenblatt» hebt die hohen Verdienste hervor, welche sich Dr. v. Plener um die Gründung der Coalition erworben hat. Es nennt ihn den mächtigsten Förderer des Coalitions-Gedankens, ohne den das parlamentarische Princip in Oesterreich nie zur Wahrheit werden könne und ohne dessen Durchführung die Interessen der Deutschösterreicher stets den wechselnden Mehrheiten und der Laune des Zufalles preisgegeben seien. Indem Herr v. Plener den Zu-sammenbruch der Coalition ausdrücklich als deu Grund seines Ausscheidens aus dem parlamentarischen Leben angebe, habe er zweifellos dem Gedanken der Coalition eine neue machtvolle Propaganda verliehen. «Er hinterlässt,» so schließt das Blatt seine Betrachtungen, «im parlamentarischen Leben eine schwer ausfüllbare Lücke, aber der Muth, mit dem er sich mit der Coalition in dem Augenblicke ihrer heftigsten Anfeindungen identificiert, ist eine That von größerem Gewichte, als man vielleicht augenblicklich annimmt. Alle Freunde des großen Vorhabens, ein über eine einzelne Partei und über Parteiftrömnngen erhöhtes politisches System zu begründen, wird sie mit neuer Zuversicht erfüllen.» Die «Neue freie Presse», welche den Entschluss des Herrn v. Plener auf eine momentane Verstimmung zurückführt und aus diesem Grunde mifsbilligt, drückt die Hoffnung aus, dass der bewährte Politiker und Führer der Deutschen dem politischen Leben werde wieder zurückgewonnen werden. «Herr v. Plener,» so schreibt das Blatt, «gehört nach seinem ganzen Wesen ills Parlament und Oesterreich ist nicht so reich an Talenten, um bleibend ohne starken Verlust auf ihn verzichten zu können.» Die «Presse» hebt rühmend hervor, dass Herr v. Plener in der Zeit seiner Ministerschaft mit vollster Treue und Loyalität für den Gedanken der Coalition eingetreten sei. Das Blatt hegt die Ueberzeugung, dass die Coalition weit länger gelebt und weit mehr gewirkt hätte, wenn es alle mit ihr so redlich gemeint hätten, wie Plener. Dass eben diese Voraussetzung nicht eingetreten ist, mag wesentlich mit beigetragen haben zu seinem Entschlüsse, der parlamentarischen Thätigkeit zu entsagen. Das «Neue Wiener Tagblatt» nennt dieMandats-niederlegung Pleners einen der schwersten Verluste der Deutschen in Oesterreich und spricht die Ueberzeugung aus, dass das deutsche Voll ihn wieder in das Parlament zurückrufen werde. Der gleichen Ueberzeugung gibt die «Oesterreichische Voltszeitung' Ausdruck. Das «Vaterland» klagt die deutschliberale Partei an, dass sie ihren Führer treulos im Stiche gelassen habe. Das «Wiener Tagblatt» führt aus, dass die Ursache der Mandatsniederlegung in dem Zwiespalt zu uchen sei, in welchen Herr v. Plener mit seiner Partei in der Cillier Frage gerieth. Das «Neue Wiener Journal» bezeichnet das Scheiden Pleners aus dem politischen Leben als ein Ereignis von vielleicht schwerwiegender Bedeutung für die innere Geschichte Oesterreichs. Das «III. Wiener Extrablatt, fordert die deutschliberale Partei auf, Herrn v. Plener nicht im Unmuthe von dannen ziehen zu lafsen und ihm sein Abgeordneten» mandat wiederzugeben._______________ Politische Uebersicht. Uaibach, 4. Juli Der Wiener Correspondent des «Czas» bespricht die Forderung Dr. Steinwenders, dass die jetzige Regierung die Cillier Budgetpost zurückziehe, in folgender Weife: Diefer Abgeordnete vergisst, dass seine Forderung geradezu undurchführbar ist. Die gegenwärtige Regierung hat erklärt, dass sie vor allem die Erledigung des Budgets pro 1895 anstrebe, welches dem Abgeordnetenhause bereits vorgelegt und im Aus« schusse durchberathen worden ist. Würde die Regierung eine Post aus dem Budget entfernen, und das eine Post, welche eine gewisse principielle politische Bedeutung erlangt hat, so würde sie sich des Charakters entledigen, welchen sie in ihrer Antrittsdeclaration an» genommen hat; sie würde nicht bloß nicht über den Parteien stchen, sondern sich geradezu unfreundlich gegen gewisse Parteien stellen. Das wird und kann die gegenwärtige Regierung nicht thun. Sie überlässt die Cillier Post der freien Decision des Plenums des Hauses und wird solcherart die volle Neutralität einhalten. Der «Presse» zufolge sind gestern im Handels-Ministerium unter dem Vorsitze des Sectionschefs Dr. v. Koerber die Vertreter des österreichischen und des ungarischen Handelsministeriums sowie der beiderseitigen Seebehörden zusammengetreten, um das in der vorigen Legislaturperiode in parlamentarischer Verhandlung gestandene, aber damals nicht erledigte Gesetz betreffend die Erlassung einer Seemanns-Ordnung einer Revision zu unterziehen und die Grundsätze für die auszuarbeitende neue Seemanns-Ordnung unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungen und der ausländischen Gesetzgebung zu vereinbaren. Von der Regierung des deutschen Reiches ist eine statistische Untersuchung über die Verhältnisse im Handwerke eingeleitet worden. Dieselbe hat hauptsächlich den Zweck, Anhaltspunkte hinsichtlich der Zahl und des Personals derjenigen Gewerbebetriebe zu gewinnen, welche für eine corporative Organisation in Betracht kommen könnten, und ersichtlich zu machen, wie weit die örtliche Vertheilung solcher Netriebe eine zweckmäßige Zusammenfassung zu Verbänden von Gewerbetreibenden derselben Art ermöglichen würde, die geeignet sind, der Hebung des Gemeingeistes, der gemeinsamen Förderung der Interessen der Theil-nehmer, insbesondere auch der Lehrlingsausbildung zu dienen. Die Erhebung wird sich nicht über das ganze Reich erstrecken, sondern es sind aus Preußen, Baiern, Sachsen, Württemberg, Baden und Hessen einzelne Bezirke und außerdem die Stadt Lübeck ausgewählt. Das statistische Amt des Reiches soll Anfangs August in den Besitz der — etwa 120.000 — ausgefüllten Zählkarten gelangen und, wenn möglich, bis Ende October das Ergebnis der Erhebung im Druck voi'< legen. Die württembergisch»' Kammer bewilligte 400.000 Mark für die Opfer der Wafser-Katastrophen im Eyach Thale und in anderen Landestheileu, ferner 120.000 Mark behufs Abwendung von Schadenersatz-Processen gegen die landwirtschaftlichen Consumvereine. Eine Petition des württembergischen Schutzvereines für Handel und Gewerbe gegen die Auswüchse der Cosum-vereine wurde dem volkswirtschaftlichen Ausschusse zu< gewiesen. Die französische Kammer setzte am 2. o. die Debatte über die Geträntesteuer fort und geneh" migte die Aufhebung sämmtlicher Steuern auf hWe' nische Getränke, nahm dagegen ungeachtet der Vor-behalte des Ministerpräsidenten Riboi und des Bericht« erstatters ein vom Deputierten Valle beantragtes Amendement an, welches die Ersatzsteuern aufhebt und dieselben durch eine Uebertaxe auf Alkohol und ew Allohol-Rectifications-Monopol erseht. Berichterstatter Salis erklärte, dass er seine Demission gebe, woraus der Präsident der Commission erklärte, dass dieselbe einen andern Berichterstatter wählen werde. Die Debatte wurde schließlich auf Donnerstag vertagt. Wie man aus Madrid meldet, wurde ^ Herzog von Mandas zum Botschafter in Paris ^ nannt. Eine Depesche aus Cuba besagt, dass Major Chabran mit 240 Mann zwei aus 500 Mann be' stehende Rebellenbanden fchlug, wobei zahlreiche Rebellen verwundet, 47 Pferde und eine größere Anzahl von Waffen erbeutet wurde. Bei Caquairan wurde eine vo« Aldama befehligte Bande geschlagen. Der Feind verlor zehn Pferde. Das Kanonenboot «Magalhaens. landete eine Compagnie Soldaten, die eine aus 400 Man" bestehende Rebellenbande schlug. Der Feind hatte zahl' reiche Verwundete. Aus London werden folgende weitere ^ Nennungen amtlich bekanntgegeben: zum Chefsecretal ür Irland Gerald Balfour, ein Bruder A. I. Valours; zum General-Postmeister der Herzog von Nol' folk; zum Vizepräsidenten des Geheimrathes Sir Iop Gorst; zum Parlaments - Secretär des Schatzamtes Sir William Walrond; zum Secretär der Admiralita Ellifon Macarthy; zum Civillord der Admiralität Austin Chamberlain; zum Untersecretär des Innern Iessee Collins; zum Untersecretär des Colonial'Amtes Earl of Selborne; zum Parlaments - Secretär de» Localverwaltungsamtes T. W. Rufsell und zum Finanz' fecretär des Kriegsamtes Powell Williams. -^ ^ einer im Achtziger-Club gehaltenen Rede erklärte 2°rv Rosebery, der Grundzug der politischen Lage liege darin, dass die liberalen Unionisten in der conferva/ tiven Partei aufgehen werden. In Zukunft würden st? nur zwei große Parteien gegenüberstehen, nämlich " Tory-Partei und die liberale Partei. Die Liberale" müssten bei der Wahlcampagne das Hauptgewicht ^> die Reform des Oberhauses legeu, ohne dabei ^ übrigen Punkte des liberalen Programmes außerach zu lassen.________________________________________ Gine Msrwechsc«ng. Novelle von <5. NorgeS. (3. Fortsetzung.) Die Worte ließen den Consul vergessen, dass er ein schwaches, schutzloses Wesen vor sich hatte. Die Bitterkeit übermannte ihn und seiner nicht mehr Herr, schleuderte er ihr ins Antlitz: «Wollte Gott, ich hätte dein Antlitz niemals gesehen! Du hast mein Leben vergiftet, mich auf immer unglücklich gemacht!» «Ich habe dein Leben vergiftet?» wiederholte sie bebend. «Und du wüuschest, mein Antlitz nie gesehen zu haben? Das ist ein Vorwurf, Albert, den ich nie vergessen werde!» Und schwankenden Schrittes verließ Elsbeth das Gemach. . ^ ^. «,, .. Diese Unterredung erweiterte nur noch die Kluft zwischen Mann und Weib, so dass beiden die bevor« stehende Trennung endlich wie eine Erlösung erschien. «Ich wünsche.» ergriff er einige Tage vor der Abreise das Wort, «ich könnte dich in jemandes Obhut geben an Bord des Dampfers.» «Agathe reist mit mir,» antwortete sie fest. Der Consul blickte erstaunt auf. 54, '^^.^ du ihr geschrieben und ihr deine bevor-vchende NHe mitgetheilt?, fragte er unwillig. ?Nei? ?^ ^" N°ps und mtgeguete: ewzige I n'e Hre'Q ^ F' "end? "um nur eine ich einen Nri^von^, 'h/'^^ ^r heute bekam hat sie errathen laste?^ 2ch? UU ^"^1 angenehm sei. und daher ha/ sie sich NH?. 'H Frankreich zurückzukehren. Sie benutzt wie ich den Dampfer Irkadia'.» «Aber wie ermöglicht Agathe diese Reise? Sie ist sehr kostspielig.» «Agathe ist die glücklichere von uns beiden. Frau Kattmar hat ihr ein Vermögen hinterlassen, von dessen Zinsen sie sehr gut leben kann.» «Hast du ihren Brief schon beantwortet?» «Nein! Es würde eine zu bittere Enttäuschung für sie sein, wenn sie hoffte, ich benutze denselben Dampfer, und du ändertest nachher den Plan.» «Wenn du das befürchtest, so hättest du mir ihre Absicht ja nur verschweigen können.» Elsbeth erröthete. «Ich war immer offen gegen dich und will es auch allzeit bleiben,» entgegnete sie herb. «Es muss dir ja auch lieb sein, dass ich nicht allein reise. Agathe wird für mich sorgen, wie es sonst keiner besser könnte.» Der Consul sah finster vor sich hin. «Ich habe Johanna gebeten, dich in Paris in Empfang zu nehmen,» hob er nach einer Pause erst an. «Hast du die Absicht, deine Schwester auch mit nach Buchel'dorf zu nehmen?» «Gewiss nicht,» versetzte sie bitter. «Das fürchte nicht. Meine Schwester soll weder dir noch deu deiuen zur Last fallen. Ich darf alfo meiner Schwester schreiben, dass ich mit ihr Indien verlassen werde?» «Ja.» antwortete er gepresst. «Und du wirst für — Gewaltsam zurückgehaltenes Schluchzen erstickte ihvc Stimme. Er errieth, dass sie ihm die Pflege der kleinen Gräber anvertrauen wollte. «Ich werde dafür sorgen, bis du wiederkehrst'' suchte er, vom Mitleid erfasst, sie zu beruhigen. Aber seine letzten Worte erzielten einzig die gea/" theilige Wirkung. ^ «Das hängt allein von dir ab.» entgegnete ' ihm schroff. «Ich wiederhole dir: ich werde CalclU nur wiedersehen, wenn du mich zurückholst.» ^ Die bitteren Wort?, die er vor wenigen Tagen ^ ihr gesprochen hatte und die nicht aus ihrem Gedacht' weichen wollten, während sie von ihm bereits verge«! waren, gaben ihr die herbe Entgegnung ein, um, el" Menetekel gleich, nun hinfort vor leiner Seele fla mend stehen zu bleiben. Zweites Capitel. ^ Zwei Tage, bevor die «Arkadia» den Hase" ^l Calcutta verließ, war in dem geräumigen CoiNp ,^ des Herrn Phernon — das größte Bankgeschas' si Calcutta — der junge Eassierer Karl Oswald ^, dem Lesen eines kurzen, inhaltschweren Briefes schäftigt. ltztc" Herr Oswald war nicht allein seinen Vora/l "^, und seinen Mitarbeitern, sondern vielen bellte» „ Räthsel. Der Banquier hatte vor ungefähr ore: ^ z,, seinem Vetter, einem berühmten ' Rechtsauwal ^,, Deutschland, um Zusendung eines zuverlässigen de" ' ^, Geschäftsmannes gebeten, dem er seine ^ail^ vertrauen könne. Die Antwort, kurz und bündig, lautete: ^.„^ «Ich sende dir mit dem nächsten Dampfs' ^ ^ jungen Mann: Karl Oswald. Er ist tren "" ^e verlä'ssig. ich kenne ihn seit langer Zeit und ve ihm. Auch du kannst es.» (Fortsetzung so"^ Laibacher Zeitung Nr. 151. 1317 5. Juli 1395. ^in^«^«?^grad gemeldet wird, hat der U ^'t"'w Popoviö eine Sitzung des Finam-Bei-Sim^^"^V"b demselben die für dieSkupMna bestlmmte Converstons-Vorlage zur Begutachtung vor- dp. -^" Krondeputierte Stefan Curcic wird in einer in^?«^ jungen der Skupschtina eine Interpellation mbetrch der macedonischen Frage einbringen. ^iachdem der Gesandte Onon in Petersburg eingetroffen ...^ ? °le Lösung der Frage des Abschlusses des russisch-griechischen Handels - Vertrages nunmehr beschleunigt werden. " <. Die griechische Kammer berieth am 2.d.M. me Maßnahmen zur Beseitigung der Korinthenkris«'. n!^^ deputierte beantragten die Zurückhaltung des Ueberschusses der Ernte, während andere dichu Vor-! Mag als ungerecht, unpraktisch und unzureichend be-m"Men. Minister-Präsident Delyannis versprach, die «nstcht der Regierung bekanntzugeben. Der «Kölnischen Zeitung» wird aus Peters-b u r g gelneldet. in den dortigen Finanzkreisen sei man allseitig überzeugt, dass die chinesische Reqie-rung endgiltig eine Bürgschaftsleistung der russischen Regierung für jedcs Kriegsanlehen abgelehnt und sich vielmehr zum Abschluss der von der bekannten Par s Tagesneuigleiwu Ki-l ^.^".^"^^^ Kaiserhosr.) Wie aus d«.. ^ ^ ^"^' ^st das Befinden der Kaiserin an-^ Mtt^ .c/^ °""l"a"' Die Kaiserin wird heute in der Wlloparlstat.on eintreffen. Die letzten Tage konnte d.e ssalserm bereits außer Velt verbringen. - Kaiser W lhelm begab sich an Bord der «Hohenzollern. gestern "end« nach Stockholm, wo er Samstag mittags 12 Uhr ""leibt einige Tage incognito dort und begibt ftch dann aus einige Ieit nach Tullngarn zum «ronprmzenpaare. 5n». "",^°" ^" '- "' l' N"rine) Das unter dem Kommando des Contre-Admirals Freiherrn von Spaun stehende l. u. l. Geschwader, bestehend aus den Schiffen '«ronprmz Rudolf., «Kronprinzessin Stephanie, und Te-8« hoff. .st am 3. d. M. vormittags halb 10 Uhr in "lest eingetroffen. Osll7^^!^"^"'lchen Studenten und «ff «c leren.) Aus Karlsruhe wird vom 2 dM d7 m!^ >m?^?? ^" ^''^'" Grenadier-Regimmt«' Wor.m^l? Studenten m einem Wirtshause zuerst in Wortwechsel gerathen, dann aber handgemein geworden waren, erschienen, da die Verhandlungen wegen eines Duells sich verzögerten, vorgestern früh 8 Uhr in der elterlichen Wohnung des einen Studenten, wobei die Tochter des Hauses beim Zuhalten der Stubenthür einen Stich und einen Hieb aus den Arm erhielt Wahrend dieses Vorfalles war lein männliches Mitglied der Familie zu Hause. Die kriegsgerichtliche Untersuchung wurde^emgewtet. Der Vorfall erregt hier da« g?ößt? l.^^«'" sliichtiger Diamanten.Händ--s.,n Kopenhagen wird uns berichtet: Große« Auf. manl,n"Il,°« verschwinden de« Kopenhagener Dia-manm. Handlers Rappoport, der mit Diamanten im Werte vo„ 100.000 Kronen, die ihm zum Schleien Ub rgeben worden waren, und einer größeren Barsumm hm^ «^^' "°.?bem er ^" !" längerer Zeit die ve^x. ^ "^ "ergebenen Diamanten mit unechten 200 (N ^"" '° Betrügereien im Gesamm.werte v n allen 3^°"" '""" hatte. Die Polizei hat nach 3"/.^ungen telegraphiert und aus die Ergreifung des Betrügers eine große Belohnung ausgesetzt. ° «.> l/, ^marken von der Canalseier) w lch"?n O °!""'^c)^"^r.^t eifrigst aus Briefmarken t? " ^gestempelt sind. Die während der Fest en n^s^k"""^ V°lt°mte eingelieferten Nr e lragen naml.ch den Stempel: «Kiel, Marine-Akademie> Wun". " b" historischen Vermerk: -Canals. illustri^/^'^5""^ seht nach Brot!.) Das ""'wert so recht ein Aushang, der im Schaufenster b^°ss" °7 ^ Vittorio Emanuele in R m 3n ^ ^^ "^ lolgt lautet: -Einkäufe über zehn Nr,,» .^^ Attentatsversuch aeaen kpn ^"schuna bie?W ^ ^°nt war. und durch Gottes ""dlich r^"'b M,r e.n braver Officier und An uner^ ^n er ^^" M'iner Vorsahren und Meiner !"" Wohle d'z ^? .^'c ^währte Kraft noch lange ^°"ln. Ihnen un.?^'"?'^ns M""" Residenz, der' "Wen h "b/^Ä" Tchuhmannschas! und allen Die -Nalionalz.itung. schreibt: Die Nachsorschungen nach dem Urheber des Atlentates gegen den Polizei-Obersten Krause sind nicht auf entlassene Schutzleute und Nachtwächter beschränkt, vielmehr weisen die Umstände, dass der gefundene Revolver ein belgisches Fabrikat ist und dass zum Verpacken der Terpentinslasche auch eme vorjährige, in Berlin unbekannte belgische Zeitung benützt wurde, nach Belgien hin und lassen dort den Ursprung des Att.ntates vermuthen. — (Das Herz Ludwigs X V11.) Aus Paris ttmd telegraphiert: In Anwesenheit zahlreicher Legitimisten Übergab m Neuilly s«r Seine die Familie Dumont an den Grafen Maille. den Vertreter Don Carlos', eine Krystallvase, die das Herz des unglücklichen Dauphin ^"d"'^. des Sohnes Ludwigs XVI., enthält. Die Familie U"b./lese Reliquie, deren Echtheit feststeht, seit einem Menschenalter. Das Herz wird in der Gruft in Frohsdorf beigesetzt werden. ^ -? , ^.. .I^/^/eik.) In den Domünenbergwerken der 145 Arbeiter die Arbeit ^ ^ c^'^er °uf. Die Arbeiter in den Resiihaer «ergwerien strelken writer. Unter den Szeleler Arbeitern ist w.eder eme Bewegung bemerkbar. Anträge zur Hebung der Viehzucht ln Unterkraiu. 111 5N«^»^<«^ Milchnutzung ist der Murbobener besser als der Mürzthaler Schlag; die Milcherglebigkeit ^."^^"ichen Verhältnissen und im Durch-N" r ,°"l 1800 Liter pro Jahr gerechnet werden. Die Murbod ncr Th.ere erscheinen also in jeder Richtung ..sV" 3!"!' ^' widerstandsfähig und genüg-' ' "^ E'gmschasten wir silr unfere Verhältnisse nicht 3!«"^°? Wb" können. Das Wachsthum geht auch bei «5 ^""°denern etwas langsamer vor sich, dasiir liefert aver diese Rasse »m ausgewachsenen Zustande mächtige U^ Wegen seiner vorzüglichen Ei3en chasten breittt »^ ber Murbodener Schlag in Steiermarl immer mehr t "!^/ "/ ."" "^"ut sich auch umfassender Nach- .«^^ ^ °"^"" Bänder, namentlich seitens Nieder-und Oberöfterrelch sowie Mähren und Böhmen. Sogar Baiern und d.e Schweiz senden seit Jahren ihre Händler nach Ste.ermarl zum Ankaufe von Murbodeuer Zuchtvieh, «s . "^ ln Unterlrain findet sich schon das Murbodener ^Ulut und zahlen diese semmelfarbigen Thiere zu den besten. Remgezüchtet werden die Murbodener schon jahrelang auf dem Baron Aera'schen Gute in Nassenfuß und in ^^ ^".^^^"' Meiechofe Sagoritz, von wo aus auch d e R.nbv.ehzucht der Umgebung in günstiger Weise b^ V^a.,^"' durch ^^N'.!^ Von den übrigen einfarbigen Gebirgsrassen wären zu Zuchtzwecken auch solche zu benutzen, welche bereits versuchsweise eingeführt worden sind und sich nach den bisherigen Erfahrungen fowohl in der Reinzucht als auch gekreuzt mit dem einheimifchen Schlage gut bewähren so viel man in diesen Jahren beobachten konnte. Hieher gehören die Schwyzer und die Oberinnthaler Nasse Die Helmat der Schwyzer Rasse ist die Schweiz, und zwar die Cantone Schwyz. Uri, Unterwalden, Zug. Glarus. Samt Gallen, Appenzell, Graubündten und Tessin Die Farbe des Schwyzer Rindes ist graubraun, doch lommen auch hellgefarbte Thiere vor. ^ . <.^^ Schwyzer Rind ist gut gebaut und wirb bezüglich der Größe in drei Schläge unterschieden, in den großen, mittleren und kleinen Schwyzer Schlaa Die Schwyzer Thiere zeichnen sich aus durch ihre vorzügliche Mllcherglebigleit und Genügsamkeit; bezüglich der Arbeitsleistung und Maftsähigkeit stehen sie jedoch den Mur. bodenern nach. Der Schwyzer Schlag ist in Unterlrain durch die landschaftliche Ackerbauschule in Stauden zur Verbesserung des einheimischen Schlages hinsichtlich der Mllchproduction und Körperform eingeführt worden und llesert nach den bisherigen Erfahrungen gute Refultate Die Oberinnthaler Rasse hat ihre Heimat im Ober-mntha e in Tirol. Die Farbe ist lichtgelb, semmelfarbia doch lommen auch lichtgraue Thiere vor, ähnlich den Mürzlhalern. Diese Rasse ist auch durch die Milcheraiebia- eit bekannt; sie gilt als der milchreichste Rindviehschlag in Tirol. Die Ochsen eignen sich sehr gut zum Zuge, doch werden sie in der Arbeitsleistung sowie in der Mast-fähigleit von den Murbodenern übertroffen. Die Ober-innthaler Nasse wird seit einigen Jahren auf dem Gute Ruperlshos bei Rubolfswert reingezüchtet, und man gibt sich mit den bisherigen Züchtungsersolgeu zufrieden, sowohl in der Gutsstallung selbst als auch in der nächsten Umgebung. _________ V. U. — (Lieferung von Bekleidung«- und Uusrü st ungsgegen ständen für die k. l. Land^ wehr.) Da« l. l. Ministerium für Lanbesverlhlidigung beabsichtiget die Lieferung verschiedener Bekleidung«- und Ausrüstungsgegenstände pro 1895 im Wege der all« gemeinen Concurrenz sicherzustellen. Die Lieferung umfasst unter anderem: Rosshaarbüsche, gewirkte und lederne Handschuhe, Absatzeisen und Nägel, Kochgeschirre, Hacken, Spaten, Schaufel, Ketten, Sättel, Pferdedecken, Steigbügel, Striegel, Kardätschen, Stricke :c. Die Offerten sind bi« längstens 19. Juli 1895 beim l. lt l. Ministerium für Landesvertheidigung einzureichen. Die Kundmachung, ent« haltend die allgemeinen Bedingnisse und das Verzeichnis der zu liefernden Gegenstände, kann auch in der Kanzlei der Handels- und Gewerbekammer in Laibach eingesehen werden. Auch schickt die Kammer auf Wunfch jedermann diefe Kundmachung ein. — (Verwaltsungamt der Forste des lrainischen Religionsfonds.) Das l. k. Acker-bauminifterium veröffentlicht nachstehende Kundmachung: .Uuf Grund der Allerhöchsten Entschließung vom 19. Juni d. I. wurden die im politischen Bezirke Radmannsdorf in Krain gelegenen Forste und sonstigen mit dem Forst« besitze zusammenhängenden Entitäten der lrainischen In« dustrie - Gesellschaft im Grundflächenausmaße von circa 45.400 Joch für den krainischen Religionssond« angekauft und mit 1. Juli d. I. für den genannten Fonds übernommen. Mit der Verwaltung des neuangelauften Besitzes wurde aus Grund Allerhöchster Ermächtigung vom 27. Juni d. I. bis auf weiteres das Forstamt der lrainischen Industrie-Gesellschaft in Iauerberg betraut, welches mit dem Zeitpunkte der Uebernahme als «Verwaltungsamt der Forste des krainischen Religionsfonds» in directer Unterordnung unter dem Ackerbauministerium mit dem Sitze in Iauerburg activiert wird.» — (Militärisches.) Nach einer uns zugehen« den Mittheilung werden in der Zeit vom 26. d. M. bis zum 15. August circa zwölf Officiere mit 30 Zöglingen der l. u. l. Infanterie - Cadettenschule in Trieft in der Gegend bei Radmannsdorf, Lee« und Veldes Maftpierungs« Übungen vornehmen. —o. * (Nothstandsküche.) Die Nothstandsküche beim Museum verköstigt täglich zahlreiche Gäste und kann der großen Nachfrage, trotzdem beide Küchenwagen in Action sind, kaum genügen. Frau Baronin Hein ist unermüdlich aufopfernd thätig, leitet mit aller Umsicht die wohlthätige Institution und nimmt thätigen Antheil bei der anstrengenden, ermüdenden Arbeit der Betheilung von Hunderten. Man mus« hiebei in Betracht ziehen, dass die Verlöstigung durch die Nothstandslüche nun seit drei Monaten fortgesetzt und zum Besten der Bevölkerung auch weiter« hin aufrechterhalten wird. * (Scheue Pferde.) Gestern vormittags um die neunte Stunde fuhr ein Knecht be« Kaufmann« Felix Urbanc mit 'einem Zweigespann von Schischla in die Stadt. Beim Coliseum scheuten die Pferde, wobei der Kutfcher vom Wagen fiel und mehrfache Verletzungen erlitt. Die führerlosen Thiere rasten nun durch die Maria - Theresien-, Wienerstraße, Schellenburggasse gegen die Burgstallgasse, wo sie in die Pölzungen rannten und zusammenstürzten. Dem Vernehmen nach soll ein Pferd schwer verletzt sein. — (Patriotisches aus Gurlfeld.) In Gurlfeld feierte die dortige Bezirks-Creditgenossenschaft (ix>80,l1moli) in stiller Weife ihren zehnjährigen Bestand. Aus diesem Anlasse beschloss der Vorstand in seiner Sitzung am 2. d. M., zur Feier des fünfzigjährigen Re« gierungsjubiläum« Sr. Majestät des Kaisers im Jahre 1398 an den Neubau, beziehungsweise an die Erwerbung eines Vereinshauses zu schreiten. V. — (Sanitäres.) Die in der Gemeinde Bresnitz, Nezirl Radmannsdorf, herrschend gewesene Scharlach- und Diphtheritis-Epidemie ist nunmehr gänzlich erloschen. Im ganzen erkrankten 24 Kinder, von welchen nur eines ge« storben ist. — Aus Adelsberg aber geht uns zu unserer diesbezüglichen letzten Notiz die Nachricht zu, dass in der Ortschaft Sturia 11 Kinder an Diphtheritis erkrankten, von denen bisher 1 genesen. 5 aber gestorben sind. Diese Krankheit wurde erhobenerweise aus Trieft eingeschleppt. — (Der l.k. Vezirlsschulralh in Krain-bürg) ernannte in seiner letzten Sitzung den Herrn Franz Milui, l. l. Vezirlsrichter in Vifchoflack, zum Ortsfchulinspeclor von Aischoslack. *(VerunglückungbeimPöllerschießen.) Am 29. v. M. verunglückte der sechzehnjährige Martin Klobcic von Ratschach beim Pöllerschießen, indem gelegentlich des Laden« eines Polier« das Pulver explodierte, wobei dem Genannten der Daumen der linlen Hand weg« gerissen wurde. —i'- * (Tödlicher Sturz.) Die 4?jährige lebige, beim Grundbesitzer Ialen in Hlebita als Magd bedienstett» Katharina Kristan fiel am 30. v. M. von einem Kirschbaume im Garten ihres Dienstgeber« mit dem Kopfe so unglücklich auf zwei unter dem Baume befindliche große Steine, dass sie einen Bruch des rechten Schläfenbeines erlitt und auf der Stelle verschied. —r. * (Schlägerei.) Bei einem Kirchweihseste am 29. Juni entstand gegen N Uhr abends im Gasthause des Franz Torkar in Hrastje zwischen den Burschen von Kal und Nadanjeselo cin Streit, der in eine Schlägerei aus« artete, wobei der Vesitzerssohn Jakob Morel von Kal Laibacher Zeitung Nr. 151. 1318 5 I^j 1895. schwer und andere zehn Personen leicht verletzt wurden. Dem Gastwirte Torlar wurde durch Zertrümmern einer Zimmerthüre und mehrerer Flaschen und Gläser ein Schaden von circa 70 st. zugefügt. Die Radelsjührer dieser Schlägerei wurden bereits dem l. l. Bezirksgerichte Ndelsberg eingeliefert. — r. — (Evangelische Kirche.) Da die evangelische Kirche infolge der erlittenen Beschädigungen noch nicht benutzbar ift, hat die Direction der philharmonischen Gesellschaft in entgegenkommendster Weife das Directions-zimmer in der Tonhalle (Sternallee) zur Abhaltung eine« Gottesdienstes für Sonntag den 7. Juli zur Verfügung gestellt. Der Gottesdienst beginnt um halb 10 Uhr vormittag«. — (Witterung.) Nach der abnormen Hitze der letzten Tage brachte gestern ein Gewitterregen willkommene Abkühlung. Bereits vormittags hatte sich eine leise Bewegung in der Atmosphäre bemerkbar gemacht. Man athmete förmlich bei der kühlen Brise auf. Während des Tags hielt die Bewölkung an, und abends stellte sich nach den Anzeichen eines Gewitters, das aber in weiter Ferne blieb, der ersehnte Regen ein. Die Lufttemperatur ift heute früh auf 14-9"(> gesunken, während sie noch gestern 21" 0 aufwies. Aus Krainburg schreibt man uns vom gestrigen: Heute um ^ 7 Uhr abends entlud sich ein heftiges Gewitter über Krainburg, das von einem heftigen Platzregen begleitet war, der alles überschwemmte. Das Wasser drang in die Keller tiefer gelegener Hofräume und Verkaufs-localitäten, wodurch großer Schade angerichtet wurde. Die Bewohner mufsten das Wasser mit Schusseln ausschöpfen und entfernen. Der Sturmwind trug auch ein Blechdach davon und verursachte ebenfalls manche Beschädigungen. * (Erwürgt.) Der Kaischlers-Sohn Franz Povsnar von Unterlanker gerieth am 29. v. M. mit dem Besitzer Andreas Pangerc in Streit, welchem bald eine Rauferei folgte. Im Verlaufe derselben fielen die Kämpfer zu Boden; Povinar packte nun den Besitzer Pangerc mit beiden Händen beim Halse und erwürgte ihn an Ort und Stelle. —»'. * (Feuersbrunst.) Gestern nachmittags brach in Sujica bei Dobrova Feuer aus, da« binnen zwei Stunden gegen 14 Häuser einäscherte. Ein Bewohner wurde beim Einstürze eines Hauses gelobtet. Der Brand wurde durch die Feuerwehr von Waitsch localisiert. " (Kinde smord.) Nm 80. v. M. brachte die ledige, 20 Jahre alte Besttzerstochter Maria Sink aus Drulovka ein Kind zur Welt. dessen Kopf die unnatürliche Mutter gegen die Truhe, auf welcher sie ihr Lager hatte, so lange stieß, bis es todt war. Die strafgerichtliche Verfolgung wurde eingeleitet. —r. — (Die Ernte in Oesterreich-Ungarn.) Man sieht dem Ertrage der neuen Ernte in beiden Reichshälften mit Zuverficht entgegen, wenn man sich auch darüber klar ift, das« das Ergebnis beiderseits gegen das Vorjahr zurückbleiben wird. Der Ausfall dürste aber im allgemeinen nur unwesentlich sein, Roggen jedoch hat mehr gelitten, und es wird der Minderertrag in dieser Getreidegattung denn wohl auch ein größerer sein. — (Haifisch.) Wie aus Fiume gemeldet wird, wurde vorgestern in Prelucca bei Volosca ein mächtiger Haifisch gesehen; derselbe gerieth wohl in ein ausgeworfene« Thunsischneh, doch zerriss er dasselbe und entwischte. — (Eisenbahnbauten.) Zu dem mit Ende des Monate« April in Vau-Aussührung gestandenen Eisenbahnen in der ausgewiesenen Ausdehnung von 228 402 Kilometer sind im Monate Mai durch den Baubeginn der Localbahn Schwarzenau - gwettl 21'700 Kilometer, ferner durch den Baubeginn der Localbahn Salzburg-Lamftrechtshausen 25 - 208 Kilometer zugewachsen. Fertiggestellt und dem Betriebe übergeben wurde, wie schon gemeldet, die elektrische Localbahn Baden-Vöslau mit 5,-020 Kilometer. Es verblieben demnach mit Ende des Monates Mai 270 290 Kilometer Eisenbahnen in Bau-Ausführung, wovon 46 - 668 Kilometer auf Staals-bahnen, 22'!540 Kilometer auf private Hauptbahnen und 201'282 Kilometer auf Localbahnen entfallen. Die Zahl der im Monate Mai beim Bahnbau beschäftigt gewefenen Arbeiter betrug 10.446 gegen 8841 im Vormonate, das find 39 per Kilometer. — (Koppen heier.) Ignaz Mayer, genannt Koppenheier, war, wie feinerzeit berichtet wurde, nach Abbühung feiner Strafe in Graz nach Budapest gebracht worden, wo gegen ihn die Unterfuchung wegen eines in München verübten Delictes abgeführt wird. Wie nun aus Budapest gemeldet wird, wurde Mayer am Montag gegen eine Caution von 300 fl. aus der Unterfuchungshaft entlassen und auf freien Fuß gefetzt. — (Telegraphen-Verkehr.) Im Monate Mai 1895 wurden bei den l. l. Staatstelegraphen, und den österreichischen Eisenbahn - Stationen zusammen «'^'^' aebürenpstlchtige Telegramme aufgegeben gegen .«« ^ ^ aWHe" Monate des Vorjahres. Die ewy hobenen Tamburen der l. t Staatstelearavben- des Jahre, 'N. ^/^ de« Jahre« Ikvb wurden 4.37H» Ue^n""« 256.056 mehr aufgegeben als in den gleichen Monaten des Vorjahres. In den Monaten Iänner bis Mai 18U5 haben die eingehobenen Tarifgebüren 1.956,644 st. betragen, um 136.100 fl. mehr als im gleichen Zeitraume de« Jahre« 1894. — (Hagelfchlag in der Umgebung Wiens.) Durch einen Hagelfchlag während des am 3. d. nachts — kurz nach Mitternacht — niedergegangenen Gewitters wurden die fämmtlichen in der näheren Umgebung von Wien gelegenen Weingärten gründlich zerstört. — Während des Gewitterregens wurden acht bei einem Canalbaue in ObeoDöbliug beschäftigte Arbeiter von den hereinbrechenden Fluten überrafcht, geriethen in Lebensgefahr und konnten nur mit Mühe gerettet werden. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 4. Juli. Das Abgeordnetenhaus fetzte die Specialdebatte über das Vudget beim Capitel: Centralleitung des Ministeriums des Innern, politische Verwaltung und öffentliche Sicherheit fort. ^ Abg. Dv 0 rzak besprach eingehend die hygienische! Frage. Er bedauert, dass die Gesetze gegen die Trunk-! sucht und die Lebensmittelverfälschllna. noch unerledigt^ seien. Die Schweinepest habe eine enorme Ausbreitung! gefunden, was durch rechtzeitiges energifches Eingreifen zu verhindern gewesen wäre. Redner empfiehlt die Reorganisation der Veterinärstudien. Abg. Plass wünscht die Aufnahme strenger Srafbestimmungen gegen Thierquälereien in das Strafgesetz- Abg. Spincic kritisiert die politifche Verwaltung im Küstenlande. Vei der Zusammenstellung der Geschwornenlisten in Roviglw und der Amtstafelfrage haben sich die Schwächen der Coalitionsregierung gezeigt. Er klagte über die Unterdrückung der Kroaten und Slovenen in Istrien und beantragt eine Resolution, in welcher die Regierung aufgefordert wird, die Zustände des Landes durch unparteiische Personen strengstens zu prüfen und Verfügungen zu treffen, damit der gegenwärtige unwürdige Zustand aufhöre. Abg. Pr 0 mber erörtert die Regelung des Versicherungswesens, befürwortet die Einführung des Zwangs und Monopols und verlangt die Verländerung des Versicherungswesens. Nachdem noch der Abg. Dr. Gess mann und Schamane! gesprochen, ergreift der Vorsitzende im Mnisterrathe, Se. Excellenz Graf Kielmansegg, das Wort. Derfelbe legte die auf dem Gebiete des Sanitätswesens erzielten Fortschritte, die außerordentliche Abnahme der Sterblichkeit und der Infectionslrank-heiten dar, kündigte die Ausgestaltung des Sanitäts-wefens durch die Creierung von Sanitäts - Inspectoren zweiter Instanz an. Der mit Unrecht angegriffene Statthalter von Böhmen, Graf Thun, habe rühmlichen Antheil daran. Graf Thun fei ein ehrlicher, ausgezeichneter Charakter als Administrator und lasse sich nur von patriotischen und dynastischen Gefühlen leiten. Zur Besprechung der Schweinepest übergehend, bemerkte Graf Kielmansegg, diefe Seuche war in der Monarchie bisher unbekannt und nach der Form der Erfcheimmg konnte sie nicht nach dem Thierfeuchengefetze behandelt werden. Die Regierung habe sofort Vorkehrungen getroffen, den Verkehr mit Ungarn geregelt und strenge Weisungen erlassen. Was den Ansnahmszustand in Prag betrifft, erklärt der Minister, dass es der Wunsch der Gesammt-regienmg sei, denselben aufzuheben, sobald die Verhältnisse dies gestatten. (Beifall.) Der Herr Minister bespricht sodann die Frage der Staatsaufsicht der Versicherungsgesellschaften und kündigt diesbezüglich einen Gefetzentwurf an. Die Verhandlungen betreffend die obligatorische Feuerversicherung seien bereits weit gediehen. Die politische Verwaltung besprechend, betont der Minister gegenüber dem Abg. Gessmann, dass nach dem Staatsgrundgesetze alle Confessionen gleich seien. (Lebhafter Beifall links.) Die Negierung befchloss, der Beamtenfragc näherzutreten und sowohl die Dienstespragmatik als die Ge-haltsregulierung zu fördern. Es sei allerdings bedenklich, die Neamtenfrage mit der Gehaltsangelegenheit in Zusammenhang zu bringen. Die Beamtenschaft müfse unparteiisch und unabhängig vom Streit der Parteien sein. Lärmende Agitationen der Beamten könne die Regierung nicht gestatten noch dulden, dass sie auf den Veamtentagen Forderungen aufstellen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. Der Minister wird von vielen Seiten beglückwünscht.) Nächste Sitzung morgen. GelegratNtne. Wien, 4. Juli. (Orig.-Tel.) Ihre k. u. k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Kronprinzessin-Witwe Stephanie reiste vormittags nach Negensvurg zum Ächiche der Familien Thurn und Taxis ab und reist morgen nach England weiter. Belgrad, 4. Juli. (Orig.-Tel.) Der König hat d> Demission des Cabinets Kristic angenommen und ", derzeitigen ferbifchen Gefandten in Wien, Simic, "" der Bildung eines Coalitionsministeriums betraut. Belgrad, 4. Juli. (Orig.-Tel.) Für Macedo'nc bestimmte revolutionäre Proclamations in bulganM Sprache wurden auf serbischem Boden confisciert. Loudon, 4. Juli. (Orig.-Tel.) Einer MldM des Reuter'schen Bureaus aus Peking zufolge n»uw die rusfisch-chinesische Anleihe daselbst unterzeichnet^ Aiterarifches. A. Hartlebens Eisen bah nlarte der ö st e l, reichisch-ungarischen Monarchie. ZusammenaMu und gezeichnet von Alois Reusz. Maßstab 1:1.800.000. V""' vollständig erneuerte und ergänzte Auslage. In sechs Fal^ gedruckt. In eleg. rothen Leinw. Einband Preis «0 lr. ^M Eiscnbahnkarte ist für Reisende, wie fiir die kaufmännische »^ Geschäftswelt berechnet, und sie ist jedem Comptoir, jedem ^^, oder Amte wirtlich unentbehrlich. 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Tochter, Görz. - Äaran^ Besitzer, Venlovac. - Slavc, Privat, Kronau, - Wortina"' Kfm., Fiume. — Schwarz, Kfm., Oberlintensdors. — Bulling, Baumeister, s. Familie, Graz. — Loncaric, Banunte"elM Selce. Hotel Stadt Wien. Am 4. Juli. Lackcnbacher, Aallcr, Schachert, M^ Pcholtl, Köllner, Kerschbamer und Ezander, Kslle., Wie" ^ Schramm, Ksm., Graslitz. — Prewer, Privat, Karlsbad, Iaklitsch s, Frau, Private, Budapest. — Slibar s. Frau, P>'" Laibach, — Koppstein, Kfm., Siöfol.________ Verstorbene. Im Spitalc: ^ A m 2. Iul i. Franz Hitti, Schuhmachergehilfe, l« ^ Tuberculose. Im Garnisonsspitale: . c> Am 3. Juli. Mathias Gsihoderer, Infanterist, ^ ^ Gehnnhantentziiudung. ^ Meteorologische Bcubachtuuae!l7w^aibach.^ ^ -LZ 2Z" D,Z «„ficht '^ 18 1____O-ichwach i bewölkt ^^ 5.1? U. Mg.I 735-3 >'14-9 j NO. mäßig s" "bewölkt 1^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11'6°, ' 2 5° über dem Normale. ^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschows^ Ritter von Wissehrad. ^, Verzeichnis der Spenden für die durch das Erdbeben heimgesuchte Bevoltcl"" Krams. ,, Bei der l, k, Landesregierung für Kram sind ringe ^-' Landesprä'sidiu», in Czeriwwih, Sammlnncisergebnis ^, 22 lr.; Sammluugsergebnisse der VezirkshanptmannsclM,j Meran 7 st., Tarnopol 5 sl., Boskowitz 3UÜ fl. 5l lr,, ^, brück 1« st. W kr.: München, Gesandtschaft übersendet die "^ kgl. baier. Kämmerer, Grafen Konrad Pressnig"Lichtl'nca.g^s, nnd dessen Gemahlin «vergebene Spende per 100 Mark -^'' 25, kr. ^^ Tiefbetrübt geben wir die traurige Nachn^.' dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ">>!''" innigstgeliel'te Tochter, beziehungsweise Schw^"' Fräulein Anna Holland nach längerem, schmerzvollem Leiden, im Aller ""' 20 Jahre» heute nachts nm 2 Uhr zu sich in " besseres Jenseits zu berufen. ^ Das Leichenbegängnis findet Freitag den !». b' nm 0 Uhr nachmittags statt, „ Dic heiligen Seelenmessen werden in der M lirche zu St. Jakob gelesen werden. Um stilles Beileid wird gebeten! Nischoflack am 4. Inli 18!15. Dic trauernden Hintell'lielicilcn- Lmbacher Zeitung Nr. 151. 1319 5. Juli 1895. Course an der Wiener Börse vom 4. Juli 1895. «««dem oMenm C^M««« zt»at«-Anlth«N. > «elb Ware »°»Einheitliche Nente in Noten veiz, VlaiÄovember . 101 2b 101 4l> in Noten verz. Februar August iui2U INI40 ., Silber verz, Jänner Juli 101 50 101 70 >, ,. „ UprilOctober ioi 50 wi 70 I»54«r 4«/, Etaatslose . 250 fl, 150-75 15175 1»e0ei l>°/, ,, ganze 5U0 st. I5ü 75 15?-2t» Iseoer 5"/„ „ ssünftel IU0 n. lLl l>u i«^ 25 1»S4ti Elllat«l!»le . . »00 st. IS«-— 18?-— bto. „ . . 5U st. 19U — ll»7— i°» Dom..«1bbr. k 120 st. . . 1K»-— 15«>50 4°/, Oest, «oldrente, steuerfrei 123 70 123 90 ü« n vest. Notemente, steuersrei ^'-^ —'^-4°.» dto, Rente in »ronenwalir., sttuersreisür 200 Kronen Nom, INI Ü5 101-75 »°/» dto, dto, per Ultimo . , i»l-^5 INI lib Eisenbahn > Etaatsschnldvtl» schrtibungen. «tlisabelhbahn in O,, steuerfrei (blv, St.), für 100 st, O. 4°/a 122-50 I23's>0 ssranz Joseph Bahn in Silber (dw. El.)f. 100st.Nom,5'/."/« 127'75 18870 »'///»«udolph-B. l. T. (div. St.) für 1000 st. »tom.....—'»- — — l°/«dlo. i.Kronen«,struerf.(div. Tt.), für LN0»r.Nom. . . W'«L 10N »5 b°/, Vorarlberger Vahn in Nllb., 200 u. »000 st. f. 100 fl. «°m. —-— —-— 4°/. bto, in »ronenw. steu«rf.,4<»0 u. 20>X»Kr. f.2l>0«r, Nom, . »3b0 100 «0 Z» Vtaatsschulbverschreibun» ^ ,en »b«eftemp.Eisenb..Nctlen. Li,s«belhl»ah!i 200 si, CM. 5'/«°> v°»200fl.ö.W. pr. Stück . ,5?-88l--dto. Llnz-Vudweis 200 st. ö. W. ^ 5'/^°/'........242 50 843 50 dto, salzb. Kr.200fl,ö,W.5°/„ 230-«L -V»Itz,»arl 11» 75 »lifabethbahn. 400 u. 2000 Vl. 200 M. 4°/u..... 122 — 124 — Franz Joseph Ä,, Em. 1884,4°/« 101 . 102 - -«aüzlsche ttarl Ludwig. Nahn, «m 18U1, 300 st. E. 4°/, . 8» 50 100 50 «orailberger Vahn, /,°/<. 125-85 12« »5 dto. dto. Silber 100 fl., 4>/,u/„ 103 — 103 8« bto. Staat« Oblig. (Ung. 0»tb.) ». I, I87Ü, ü"/u..... 123 — 124 - d»o.4>/,°/»LchanlregaI «bl.-Obl. loi-.^c 102 30 dlo. Prüm. «nl. ll iu« fl. ü. W. 158 50 ib« t>0 dto, dto. o. s><> sl. 0. W. 15»-—il»u-— tlieiü Neg.Lofe 4°/„ 1W st. . 14N-75 14? 2!> Grundentl.«Gbligationen (für 100 st. CM.), 5°/„ galizlsche......^.---------.^ 5°/„ niederüsterreichische . , . 109-75 —-_ 4°/„ troatische und slavonische . 98-75 .--.- 4°„ ungarische (IM st. 0.W) . »8 50 i»»-50 Andere üssentl. Anlehen. Donau Neg,-Lose 5°/„.... 131 2b 132 — dto. -Anleihe 1878 . . io9— HU — Nnlehen der Stadt Vorz, . . 111 2 —>— «nlehen d. Stadtgemeinde Wien 10« 25 107 25 Nnlehen d, Tladtgeuleiiibe Wien (Silber oder Void) , . . . —-— — — Prämicu «nl. d. Ttadlgm, Wie» 171-50 172'5l> Äors^bau Anle^ü, verlusb, 5".'« I02-— lC3'- 4° „ »ralner ilanbe« «nlehen . SV-25 — — «elb Ware Pfandbrief» (für 100 st.). «odcr. allg. iist. in 50 I. vl.4°/u«. — — <2ll'. - «o^ ., „ 0 w «« "°. 3"/«.Il.Em, 118-75 119 ÜN ^'«strrr, «andes Hyp. «nst. 4"/» 100- 10080 0est..ung. Ullnl veil. 4'/,°/» . -'------------ dtu. dtu. „ 4°/u . . 100-40 101-20 °»°. dto. 50Mr. ,. 4°/, . . »0040 1012» Spalcasse.l.üst..5NI.ü'/,°/«vl. 10150 -- Driorität°.Gblisalion»n (für 100 st.). Ierdinand« «ordbahn Vm. 188« 100 00 101 50 ^ener, Norbwestbahu . . . 1IL2011320 «taatzbah» . 224-__ —-— Tüdbal,,, i^ 2< '. '. . ' ' 172 85 173 »5 „,"" . ^ b°,u..... 13175 132 75 u»s «°liz. Ällhn..... 110-.-111- »/» Unterlrainer «ahnen . . 9950 100- Diverse Kos» (per Stüll). 3"?°pest«„stlica (Dombau) . 8«b 8-35 Ll.^ '^'c '"" 3 - - - l99- 200— «larh Lose 4« st, EM. . . . 59-- SU- H^ ^""'^-«ks,V..1Ust. .------------ '»^n. ,.. l?5 50 Vantvereln. Wiener, 100 st. . 188 00 169 40 Äodcr. Aüsl,vest..200st.2.40°/, t»bü — 5b8— üldt A»sl s HanbuH. lUast. ..-— . .-— dto. dtu. per Ultimo Eeptbr. 408 75 409 25 Lieditbanl, Allg U»g., 200 st, . 49^25 492 75 Depositenbank. Nllg,, 200 fl. . 252— 253— Escompte Vef., Ndrüst., 500 st. 910 — 92» — Viro u. Lasfenv., Wiener, 2«0fi. 227 — 529 — Hypoll,slb..Oesl.,200st. 2ü°/<,«. 90— »150 öändcrbaul, Oest., 200 st. , . 288— »83'5U Oesterr.ungllr. Ullnl. U0U st, . 107? ia«, Ulllonbanl 200 st...... 353'25 254 25 «erlchrHbanl, «llg., 14N fl. . ,189- 190— Altien von Granspoll« Unternehmungen (per Stück), Albrecht «ahn 200 st, Silber . —— —'- «ufsig Tepl, Eisenb. 200fl. . . 1780 1790 «vhm, Norbbatin 150 st, . .207--309- dlo. Weslvahü 200 st, . . . <18— 419 - Äuschtiehrader ltif, 500 st, EM. 1543 I5b3 dto. dto. (lit. ll) 200 st. . 572— 573-50 Dona»' Dampfschiffahrt«' «es., Oesterr., 500 si, CM. . . . 57« — b8l--. Dran 442 85 Südbah» 200 st. S..... 112-75 113-25, Süduordb. Verb. Ä. 200 st. CM. 22250 224 50 tramway Grs.. Wi.,17Uft.ö.W. 554 — l»58— dto. Vm. 1887.200 ff. . . . —-— —— «eld W«e Tramway «ef.. Neu» Nr., Prlo- rltä«Nct!«N 100 st. . . . 107 75 109 — Ung.-«»liz. Vifenb. 200 st. Sllber 2»,9 2b 210 2b Ung.Oestb.(«>»»b'«rllz)20Ufi.E. »oll 75 209 ?b Wiener Localbaynen««ct..«es. 79— «0b0 zndustrie-ANien (per Stüll). «auaes., All,, üs«., 100 fi. . . 112—l,4'-«gydler .,0est.!nWien, 100 l. »82 — »84— WaggonLelhansl., »lllg., in Pe», 80 si......... 533- 524 - Wr. Vaugeselllchaft 100 st. . . 1« 5» i3ü 50 Wienerberger Ziegel «ctlenGef. 272 2l» 278 7ü Devisen. Amsterdam....... 100 lO 100 20 Deutsche Platze...... 58 27. 5S'4b Uonbon........ 121-K. 1814Ü Paris......... 4805 48 12, «t. Petersburg...... „._._-._ Dalulen. Ducaten........ 571 5 73 20 Hram-s 3>üll>'..... 9-üt 9-«8» De»!t!ll,>> N.'ichslmnliwten . . 5987^ b9-»6 Italienische Äaornoten . . . 4« 05 4ü'1i» Papier-stubel...... 129?» 120 Wohnung bestehend aus zwei Zimmern und Küche, ist ?u vi'rt TSl JudettS*"e Nr. 6, II. St., vL"meten. (2813) 2 __^aheres dortselbst von 11 bis 12 Uhr. Zu vermieten eine grössere (2851) Wohnung am Rathhausplatz. 8 hiA"nfgen' VOm 9< Jllli a"gesangen, von nach^» hr vomiiUags «nd von 2 bis 3 Uhr ^hm.ttags^der viUa Samassa. (2702) 3-2 "~ JV3423~ Oklic. Izvrsilna prodaja zemljisè Antona Henna \7. Vrhpolj vl. st. 74 in 75 «at. obè. Nevlje in 650 kat. obtine Kamnik preložila se je na 16. j u 1 i j a in na 1 i). a v g u s t a 18 9 5, vselej ob 11. uri dopoldne, pri lern sodisöi /. dostavkom oklica 12. aprila 1895, ät. 2430. C kr. okrajno sodišèe v Kamniku une 31. maja 1895. i Curatelsverhänauna. w..^^l ^ ^ ^andesgerichte Laibach mi. NÄ?c^"lie Semen aus Laibach 3" AM«»« vmu 9. März 1895^ A« ?^ ob Alödsinnes dic Curatel ver-S.M « "w ^"!" ^"'"^ Herr Albin bestM ^""'"sbeamter in Laibach. an. ?'l'städt.-del. Bezirksgericht Laibach am 14. Juni 1895. ^2696^11^ ^g^ Curatorsbestelluna. mit 3°^^' ^andesgericht Laibach hat d?n ^ "^ ^'" ^ '"uni 1895. Z. 4268. A Grmldbchtzer Simon Odar von ^°°h Nr. 1 als Verschwender erklärt, n^' ^?^ben Franz Olistic von eoenduvt zum Curator bestellt ^1.IunlV ^"umunsdorf ^uratelsverhittMllj,. hat^m^?''^"'cht in Laibach Z 4?" Beschluss vom 1. Juni 1895. v°n N^? ^ber Johann Vidic bli>dsi^ ^ be: Kröpft Nr. 10 fnr ^hann ^^r?"' ""t> wurde den.selben Japan, Au^alien Na°h uW«16!!; ^neiJo"^ ***** ^ ^™* V°D FiUme' Per»^»>^. Bahia NftCh SHU?vKlifailrt jeden Freita& um X Uhr nachm- nach Alexandrien über Brindiai Ari 18 nil Ä6mrP0rtS^dl SrienrUD(lam 12und 26'mit CaramniSo Alexlrrien,X?naerraanieU ^ Cün8tantinoPel ül^r Fiume, Corfti, Nach der Levante. Kilfahrt nach Constautinopel jeden Samstag um 11 Uhr vorm über Bnndisi, Corfu, Patras, Piräus, Dardanellen Gede Woche UebersclXnp Nach Smyrna jeden Dienstag 4 »hr nachmittagsf (am™ 16 ,Ä p"*U9 elC' nachmittags bis Cattaro [Eil-Linie] (Anschluss in Pola nach Ch^n 4 V V-. Uh"e »astung für die Regelmäßigkeit des Dienstes bei Conliima? Mnßr»woi« Nähere Abkunft bei der CoinSiercielten Direction in Trient, beÄ^ofneÄentur in Wien L, Freiainffergaaie Nr. 0, und bei den übrigen Agenturen. (Nachdruck wird nicht honoriert.) (8y\ 12—7 (2769)3-2 Nr. 4034. Efec. Realitäten - Bersteigerunl,. Vom k. k. Bezirksgerichte Gottschee w,rd bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Iosefa Aartelme von Klindorf (durch Advocate« Brunner in Gottschee) die executive Versteigerung der dem Alois Vartelme von dort Nr. 21, gehörigen, gerichtlich auf <)." fl. 50 kr. geschätzten Hälfte der Realität Einl. Z. 175 a<1 Sele be-wllllgt und hiezu zwei Feilbietnngs Tag satzungen, nud zwar die erste auf den' 24. Juli und dle zweite auf den 28.August 1895, zedesmal vormittags von 9 bis 12 Uhr, m der Gerichtskanzlei mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfand-realltat bei der ersten Feilbietung nur um oder über dem Schätzuugswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben hlntangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachten: Anbote ein 10"/„ Vadilliu zu Handen der Licitatiuns-Commission zu erlegen hat, sowie das Schätzungs Protokoll uud der Gruudbuchs-Extract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Gottschee am 11. Juni 1895. (2795) 3—2 fit. 12.052. Oklic C. kr. za m. d. okrajno sodišèe v Ljubljani naznanja, da se je zamrli zemljeknjižni upniei Jeri Strojan iz Dul st. 8 postavil gosp. Fran Koäak iz Stranske Vasi kuratorjein ad actum ter istemu vroöila tusodna izvräilna odloka Ät. 2198 in 86(57. C. kr. za m. d. okrajno sodiäce v Ljubljani dne 23. junija 1895. (2564) 3—3 Nr. 3672. Euratorsbestellunss. Dem unbekannt wo in Amerika befindlichen Executen Ive Sodec von Ro< salnitz Nr. 14 wird ein Curator aä acwm in der Person des Herrn Franz Furlan von Mottling und dem unbekannt wo in Amerika befindlichen Tabulargläu-biger Martin Sodec von Rosalnih Nr. 14 ein Curator acl »etmn in der Person des Herrn Karl Govanec von Mottling bestellt und diesem der Feil« bietungsbescheid Z. 2961 zugestellt. K.k. Bezirksgericht Mottling am lOten Juni 1895. (2768) 3-3 Nr. 4105. Efec. Realitäten-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Gottschee wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Eheleute Josef und Katharina Köstner von Pre« rigel (durch Advocate« Brunner in Gottschee) die execntive Versteigerung der den Eheleuten Josef und Maria Mantel von Niedermösel gehörigen, gerichtlich auf 551 fl. 29 kr. geschätzten Realität Einlage Z. 129 aä Mosel sammt dem auf 2 si. geschätzten gesetz« lichen Zugehijr derselben bewilligt und hiezu zwei Fcilbietungs-Tagsatzungen, und zwar die erste auf den , 24. Juli > und die zweite auf den l 28. August 1895. ^ jedesmal vormittags von 9 bis 12 Uhr, in der Gerichtskanzlei mit dem Anhange ungeordnet worden, dass die Pfandrealität sammt Zugehör bei der ersten Feilbietung nur nm oder über dem Schätzungswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitations-Bedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10"/,, Vadimn zu Handen der Licitations-Commission zu erlegen hat, sowie das Schätzungs-Protokoll und der Grundbuchs - Extract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. , K. k. Bezirksgericht Gottschee am 10. Juni 1895.