.M »3. ^^»839 Donnerstag den 2O. März. G ö t l) e. *) Kaffide von Christian Wilhelm Huder. ^Veist der Weisheit, Kraft des Lebens, aufgcthan in ollen Dingen! Licht, aus welchem tausend Sonnen, wie aus einem Vron» nen dringen! Das Geheimniß der Gestalten, so aus deinem Willen gingen, Ist gedeutet durch den Sänger, der mit siegendem Gelingen Es verstand, den Sinn der Allmacht in die Form der Welt zu bringen. Die Natur hat ihn gesäuget mit der Kraft in reicher Spendung, Er belauschte still deö Lebens Sinn und buntgeformte Wendung, In dem regen Drang nach Schassen ward ihm kund die eig'ne Sendung, Und mit nie versiegtem Feuer bracht' er Alles zur Vollendung ; Denn er sollte mit der Wahrheit Licht die alte Nacht be» zwingen. Wie mit Luft und Duft die Rosen kosen seine Melodien, Kühn, wie mit gezähmten Löwen, spick sein Geist mit Fantasien; Blumen, ihre Farben bietend, andachttlunken vor ihm knien, Was sich widerstrebet, webet er in süße Harmonien, ^ Der Natur geheime Flöte rührt scin Hauch zum reinsten Singen. Wie ein Leuchtlhurm in der Brandung, stchl er in der Zeiten Wogen, Alles Sinnen und Beginnen ist vor ihm vorbeigezogen, Mit der Wahrheit Wage prüft er, ob der Schein nicht hab' getrogen. Nie ein Blitz kommt seines Wortes Flammschwert durch die Nacht geflogen, Scharf zerhauend die Polypen, d-e am Felö des Irrwahns , hingen. ') Gothc siakb aü, 22. März ,8Z2. Duscs Mcistlrhaftc Gedicht bietet sonach ci»e würdige Emüicruüg, an den grosie» Hii!-Lclchicdnnü. ' A. t>. 3i. Wie die Hoffnung in Erfüllung, tönt sein Nuf im Welten- räume, Ost und West berührt er, wie der Himmel mit dem Sler» nensaume, Keime, die in Lotosblättern liegen, wiegen sich im Traume, Weckt er, leise mahnend, bahnend ihren Trieb zum Lebensbaume, Selbstbeschauuug wird zum Schaffen, Leben muß die Form durchdringen. Immergrüne Lorberkränze seine Stirne reich umfangen; Nur d,e stille Nacht erlauschte, daß gar oft scin Blick gehangen An den lichtbeseelten Sternen, wie mit heimischem Ver» langen; Denn ist ihm die Himmelsglorie seines Daseyns aufgegangen : Prächtiger wird feine Nede. mächtiger die Saiten klingen. Wie der Baum des weisen Königs, der die Genien be» zwnngen, Ist der Zauber seiner Töne bis zum Erdensaum gedrungen» Selbst der riesige Simurg hat seiner Nuhe sich entrungen. Huldigen will er der Harfe, d'raus solch Wunderlaut ge« klungen; Und die lustgewebten Feen trägt er auf den macht'gen Schwingen. Sinnend naht die Gcistcrschaar, den greisen Sänger still verehrend; Dieser senkt den Lorber schweigend, nach der Palme nur begehrend, Wie der Phönix, ncu zum Leben sich in eig'ner Glut ver» zehrend, Schwingt der Geist sich aus der Hülle, seinen letzten Sieg verklärend: Wie ein Sccrn, in dessen Kerne Funken sprüh'n aus Dc- manlringel». Um den Eingeweihten schweben die Periö in Duft zerronnen, Im Triumphe trägt Simurg ihn durch die freie Dahn der Sonnen, DieNatur erkennt sich selber aufgelöst in tausendWcnnen, Und der Säuger schaut im Uihcim l.un deö Lichtes tiefen Bronnen, Ihn, aus dessen ew'gen Herzen aller LicbcAdcrn springen. ^50 Vaterländisches. Gesammelt u.,d mitgetheilt von L. VIII. >^M Dalmatin Georg. ^ Dalmatin Georg war Prediger in Oberkrain, in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts, ein gelehrter und thätiger Mann, und erster Ueber-setzer der ganzen Bibel in die sogenannte vandalische oder windische Sprache. Durchdrungen von dem grv' ßen Bedürfnisse emer solchen Uebersetzung, vollendete er sie 1568, und wußte nun auch die Landstände von Stevermark, Kärnthen und Krain dahin zu vermögen, haß sie den Druck derselben beschlossen, und deß: halb 1520 mit Ioh. Maulius, Buchdrucker zu Lai-dach, in Unterhandlung traten. Da jedoch der Landesherr, Herzog C.nl von Steyermark. die Unternehmung Untersagte, so wandte man sich nach Wiltenberg Nachdem die Uebersetzung von mehreren sprachkundigen Goltesgelehrlen 1581 geprüft und gebilligt! worden, schickte man damit im April !58Z den Ueber-fetzer Dalmatin und den Reclor Vohoritsch nach Wiltenberg, um dort den Druck derselben desorgen zu lassen. Man wurde mit dem Buchhändler Samuel Seelsisch für 1500 Exemplare, zedes zu 280 Bogen, auf größtem Papier, mit schöner Schrift und Holzschnitten, um 8000 fl. einig: und der Druck begann zu Ende Mai desselben Jahres (158)^ bei Johann Kraft's Erben, und wurde so eifrig fortgesetzt, daß ,r bereitS am ersten Tage des folgenden Jahres beendiget war, und die Bibel konnte ausgegeben wer« den. Sie hac den Titel: Niklia, tu j« u8? 8l»6tu lli Ic»lrn22 r»«n», 5!uil«!mu5 X'imp«, Prior, ein Böhme; ?. ^o5<,'pliu5, Graf von Barbo, senior; ?. .^Il)6rlcu8 I^I^Itzn, ein Laibacher; ?. I?6l-(1!n2n-li»z von Pilpach, ein Karstner; ?. W^Is^a^ßus, Graf von Lichtenberg, von Orteneg; ?. l^uäulpnu«, Freiherr von Zirheim, exponirter Pfarrer auf der Mensalpfarre Treffen; p. l''l!'ric',!i!; Willn-Im, ein Böhme; ?. ^cillnnes Nl»l!ili clu siucliig, ein Görzer; l^. (^2j<:l»nlt8, Freiherr von Gallenfels, exponirter Pfarrer auf der MensalpfarresS. Marein; l'. l>!^!5-mülttluz, Graf Ursini von Vlagay: ?. 8t<'pl,2il„5 I^„5^llN2, exponirter Pfarrer auf der Mensalpfarre Obergurg; ?. ^licll^ag ^cval«, ein Laibacher; ?. Nl>k«i-l,u5 Ii.ui-ält, ein Vischoflaaker; I?. O«c)r^,u5 ^Icovali, ein Oberkrain«»; ?. (^rull,5 W"Il', ein Böhme; ?. Xaveriu« tlc Lurß, von Neppne; ?. I^t'pciinuc von Prekenfeld; k. ^2c«l)ll5 Iltz^un, ein Zirknizer; ?. ^lciziuz Wastlia, ein Böhme; ?. I^eupulclu, von Ienkensheim, von Vischoflaak; ?. ^lictlsel (^i-uzliel. ein Kropper in Oberkrain; p. 1^2ur«ntiu5 von Schluderbach, ein Laibacher, und starb im Jahre 1856 als letzter Sitlicher; P.Nüin-k»sll von Schluderbach; ?. ^laxliuilian ?«lnkli2st, «in Ungar. Neustadt!, den 8. Februar 1839. M . . . . l. ^ Die Arena in Verona. (Aus dem lagebucht meiner Reisen.) . Von Jean Laurent. Zu jenen Riesenbauten deS Alterthums, die noch nach Jahrhunderten, selbst in ihren Uederresten unsere Bewunderung erregen, gehört auch die Arena in V«-rona. Ueder den Zeitpunct der Erbauung dieses Riesen-gebäudeS sind die Meinungen getheilt. Einige halten sie für ein Werk des Kaiseis Augustus, der Ansicht Torello SarainaS beipflichtend, der sich auf alte Chroniken deruft, — andere hingegen für «in Werk Kaiser MaximinianS. Allein den neuerlichen Bemühungen verdienstvoller Männer ist es gelungen, beide Mei: nungen als falsch zu erweisen, indem die erstere den Zeitpunct der Entstehung zu früh, und die letztere zu spät anseht. Die Bauart und die loscanische Sau-lcnordnung würde zwar für das Alterthum Augustus sprechen, allein man kann nicht mit gutem Grunde annehmen, daß man in einer Colonie würde Bauten begründet haben, die erst zu^Titus Zeilen eineZielde Rom's wurden. Uebrigens würde gewiß auch Plinius, der die geringsten Merkwürdigkeiten seiner Vaterstadt beschreibt, eine Erwähnung davon gemacht haben. So widersprechen auch der zweiten Meinung die Zeitum-stände von Maximinians Regierung. Sein Reich war bereits in Unordnung, Italien zerrüttet, und Verona, an der Spitze Italiens, b«bte vor den Ein: fällen der Barbaren, Künste und Wissenschaften waren 51 ln Verfall, d!e Zeitgenossen nicht mehr fclhlg, dil dem Alterthume eigenen Ideen eineS Riesenbaues zu vollführen, und die sich allmählich verbreitende Lehr, deS Christenthum« milderte die Sitten, und lehrte ihre Schüler den Schauplatz ringender Thiere und balgen» der Gladiatoren verabscheuen. Allein der sicherste Ve' weis, daß die Arena weit früher, nämlich zu Kaiser Gallienus Zeilen nicht nur bestand, sondern bereits zu verfallen ansing, liegt darin, dasi sich in der unter Gatlienus aufgeführten Stadtmauer bereits sebr viele Sleine aus der Aren« vorfinden. Die Meinung der neueren Forscher geht somit dahin, daß dieses Gebäude unter Domilian, Nerva, und spätestens unter Trajan aufgeführt wurde, und zwar auf Kosten der Veronenscr. Höchst interessant wäre es, den Baumeister dieseS NiesemvelkeS zu kennen, allein die Unbild der Zeit l?al seinen Namen unserer Bewunderung entzogen, und nur unzuverläßliche Sagen nennen uns den Vi: truvio Cerdone. Daß in diesem G.bäude auch Spiele gefeiert wurden, beweiSt die daselbst aufgefundene, und in der Akademie aufbewahrte Inschrift zur Ehre eineS Re» zialors, der in sieden und zwanzig Kämpfen unbesiegt bl eb. Diese Art Kämpfer erhielt den Namen von dem Netze, dessen man sich bediente, um den Gegner zu umstricken, und ihn dann mit dem Dolche zu todten. Ueberdieß deuten auch viele Stellen gleichzeitiger Schrift.' steller auf seinen häusigen Gebrauch. Später, alS im I. 30?» n. Chr., war es e!n trauriger Schauplatz wilder Christenverfolgung. Zu König Pipins Zeilen erwähnt seiner ein gleichzeitiger lZhronikschreiber, indem er von Verona sagt: I1i»r»et »ltum I^ak^l inlliuln mgßnurn per circuilum, III (juo nc>5ciu8 eßr«55U5 nuliaualn valet eßrelü, ^l5l cum ign« llicrrnae, vol oum slli ßlomel-e. Welchen Gebrauch das Mitlelaller von der Arena gemacht haben mag, ist ungewiß. Alte Sagen erzählen von Kämpfen Lancellots vom See und dergleichen Fabel-beiden. Aber so viel scheint gewiß, daß eS eine Schau-bükne gerichtlicher Zweikämpfe war, durch welche nach longobardischen Gesetzen die meisten Streitigkeiten entschieden wurden. Wie aber die Aufklarung mit den Jahrhunderten zunahm, so lernte man auch dieses Gebäude alS einen unschätzbaren Rest des Alterthums würdigen, und schon im Jahre 1228 erfloffen öffentliche Verordnungen, die auf seine Erhaltung und möglichste Ausbesserung hin: zielen Diese wurden in den Jahren l276 und l^75 erneuert, und jedesmal verschiedene Geldquellen zu seiner Herstellung eröffnet. Nachdem die Arena wieder brauchbar gemacht wurde, war sie in den Jahren l622 und l65!» der Schauplatz feierlicher Turniere, und im Jahre 1716 adelicher Spiele; dermalen beherbergt sie ein Tags» lheacer. Belangend die Bauart dleseS lnnen und außen ovalen Kunstwerkes, so muß man bekennen, daß es ein Meisterstück der Baukunst sey. Der Zierde, Be» quemlickkeit und Zweckmäßigkeil ist vollkommen entsprochen Der möglichst kleinste Raum kann Tausende von Menschen umfassen, von denen einer den andern nicht hindert, seine Ein- und Ausgänge sind so klug und verhältnißmä'liig vertheilt, baß er von der größten Volksmenge in wenig Minuten gefüllt, und wieder geleert werden konnte, und wie würden wir erst erstaunen, wenn die Höhe noch unverletzt da stände — in der That, wir könnten unsere Bewunderung einem Zeitalter nicht versagen, das zwar weniger gebildet alS wir, aber desto kräftiger da stand. Ich habe die Arena oft und immer mit See!« entzücken gesehen, denn ich betrachte sie als einen riesigen, gegen die Zeitumstände ankämpfenden Helden, der, obgleich im Laufe der Jahrhunderte verstümmelt, noch immer kühn und kräftig da sieht, um den Kampf noch durch Jahrhunderte fortzusetzen, bis er dereinst in Trümmer zerfallen, zum eigenen keichenhügel wird.— Nückkehrend von einem Spaziergange, zog mich ein lieblicher Abend, wie man ihn nur unter italienischem Himmel kennt, neuerlich in daS Innere dieses Gebäu-deS Ich erstieg die höchste Reihe der weißen Stufen, die im falben Mondenlichle glänzten , und Schattenbilder wippten luftig über dieselben, als wären sie Gestalten verrauschter Jahrhunderte. Mein Blick ruht« ob dem schönen Verona, und ergriffen von einer heiligen Weihe enthüllten sich die Schleier des Grabes vor meinen Augen — und Aus der fernsten Nacht der Zeit« n Nahte die Vergangenheit — Einen L chtstrahl auszubrüten ilber's wcire Grab der Zeit. Hochberühmte Helden zogen Aus der Nacht der Alterthums. Ringend durch die Zeitenwogen Mit den Thaten ihres Ruhms. Ich träumte diese Gegend, als ein noch hauser: loses Thal unter Italiens mildem Himmel, und sah end'.ich die Haufen der wandernden Celten, die, ange: zogen von der Annehmlichkeit der G>gend, die Grundsteine dieser Stadt legten; vor meinen Blicken nahm sie an Ausdehnung zu, und wurde beseelt durch »in regeS und selbststandia.es Leben. Grauenhafte Scenen blutiger Kriege mit Carthago, Rom und Venedig drängten sich düster votüber, und verschmolzen in die lieblichen Gebilde friedlicher Bündnisse. Rom erhob sich alS die Königinn der Welt, di< damaligen Völker der Eide zollten ihr die Huldigung, und das ihrer Macht einverleibte Verona kämpfte bei Cannä gegen 52 Hannibal für sie. Römische Imperatoren wechselten rasch in der Thronbesteigung — da entstand auch der erhabene Standpunct meiner Träume — die Arena ! — aber mein Blick waudle sich mit Widerwillen von dem Platze ad, wo die Barbarei selbst ein Menschenleben für keinen zu hohen Preis des Vergnügens erachtete ^- Sah die diist're Nacht der Zeiten, Wo keil, Necht und Wissen galt, Wo die Antwort dlut'ges Streiten, Und das Schwert die Schuld bezahlt. < Wo im tollen Uebermuthe Mensch u„d Sache aleich im Nang, Wo man mit dem Vruderdlute Kühlte seiner Rache Drang; — und »mmer gewirrvoller wurden die Bilder desZeiten-siromes, der meiner Anschauung vorüberrauschte. Das siebente Sa'culum von Nom's Gründung malte Verona als einen Schauplatz blutiger Kriege» inzwischen die Triumphzüge des Q. Arlulus und Cajus Marius, dann wieder den Tod des Cimber-Königes Viorige, und endlich di« grauenhaften Schattenbilder der Bundcsgenoffenkriege. Die Zeit der Gothen und Longobarden ließ Thcodorich und Alboin in Verona thronen, und den letzteren, nachdem er durch die Treulosigkeit seiner Gattinn Rosamunde umgekommen war, hierorts begraben werden. Im Geisterzuge, angethan mit den Zeichen der Herrschcrwürde, folgte nun eineNeihe von Herzogen, welche Gisalbert beschließt. Aber wieder drängten sich die Bilder düsterer vorüber, und erfüllten das Gemüth mit dem Grauenhaften des Schlachtgewühls — denn ich sab die Eroberung Verona's durch Verengar und jene spätere durch Ezelin — durch welche letztere sich eine unheimliche Nacht roher Herrschaft über die Stadt verbreitete, bis ein hoffnungsvoller Lichtstrahl die Finsterniß durchbrach, nachdem die Herrschaft in die Hände der ScaUger überging. Da zog auch nach und nach der, die Sitten mil> dernde Geist des Rilterthums herbei, der sein Zeitalter überflügelt zu haben scheint: Andere Zeit hat sich geboren, Und Gestalten hoch zu Nosi, Die zum Ziel der Kraft erkohren, Schieben au» dem Felsenschloß» Lieb' und Ehre zu erringen Zog man in die Welt hinaus, Minnelieder hört' ich klingen Näch!l>ch vor des Liebchens Haus! Meiner Anschauung schwebten im abenlheucrlichen Gewirre oje mannigfaltigsten Bilder vorüber. Wie in einem magischen Spiele sah ich die ritterlichen Burgen auf Felsenhöhlen schwindelnd aufgebaut, und horte bald den Widerhall jauchzender Bankette, und bald das Getöse des Kampfgetümmels und Waffen-geklirrs. Mit allen seinen erhabenen Tugenden und großen Lastern erhob sich der, leider nur physisch ausgebildete Geist des Nitterthums vor meinem Blicke — und umrauscht von seinen Losungsworten: Liebe und Ehre, sah ich ihn endlich wchmulhsvoll in das Grab deS Faustrechces versinken! — Eine Pause encstrhl in meinem Gedanken — mcin Blick ruhte auf einem stillen Grabe zweier unglücklichen Herzen — ich träumte von Romeo und seiner Julie! — die Bilder des Zeit' siromes aber zogen immer flüchtiger, bleicher und bleicher an dem Träumenden votüber: — Und — die Zeiten tauschten wieder, Denn man war des Kampfens salt, Friede schwebte leise nieder. Oer mit Kunst und Streben naht; Sah das Licht mit leichtem Schwingen, Ueber diesen Erdball zieh'n, — Und die schönste Hoffnung bringen, Daß der Zeiten Saat wird blüh'n '. — Da hemmte ich den Flug meiner Träume, — denn sie sollten sich nunmehr auf die Gegenwart beschränken. Ich erhob mich von meinem Sitze, und stieg die Stufen der Arena mit dem Gedanken herunter, ein dieses Ortes würdiges, erhabenes Schauspiel genoffen zu haben, — ein Schauspiel, dessen Personen die durch meine Phantasie ins l!eben gerufenen Helden,— und dessen Dichter die Weltgeschichte war. — Feuilleton. (Die Peterzkirche in N o m.) Bekanntlich ward die St. Peterskirche in Nom auf der nämlichen Stelle erbaut, auf welcher einst der Circus des Nero stand, und worin der grausame Fürst Tausende von schuldlosen Christen eines qualvollen Todes sterben ließ. Am Fuße des Capitols ward auch der heilige Peter hingeschlachtet, und nun crheden sich Altäre auf der Ställe, welche so viele Märtyrer mit ihrem Blut getränkt haben, so daß man behaupten kann, nicht ohne Fügung der Vorsehung sey der pracht» volle Dom des Apostelfürsten auf dem nämlichen Bo. den errichtet worden, auf welchem einst der Pallast des ersten unter seinen Verfolgern stand. Der Sanct Petersplatz war daher von jeher so vrrebrt, daß, aig einst auf demselben Pius V. in Begleitung des polnischen Gesandten vorüberging, und dieser ihn um einige in sein Land abzusendende Reliquien bat, Ersterer sich niederbückte, mit beiden Händen Erde aufhob, die er in sein Tacktuch einlegte, und sie dann dem Gesandten mit den Worten reichte: „Da haben Sie, ich könnte Ihnen keine kostbarere geben.« Räthsel. StiN wandelt die Erste, doch rastct sie mmmer, Sie leuchtet dir heute im magischen Glanz. Erquickend dich freundlich im freundllchen Schimmer. Und schwindet schon morgen im spl>änschc>n Glanz; Die Letzte Hit oft schon Mädchen bethörct, Und häufig die «Hinsicht der Wahrheit vermehret. Das G.nize hält magisch die Erde umfangen, (§3 wecket im Herzen d-'r Liede Verlangen, Gs ruft uns hinans in die heilige Nacht Ihm werden gar Seuf.,er und Klagen gebracht. P . . k. -------- - ^ - _»»——.------, Auflösung des Räthsels aus dem Illyr. Blatte Nr. 12: Die beiden Pole. Vcrich tiq ü ,1 q, I,„ Illynsck.'N Vl.Ute Nr. n ist das Nälhscl nicht drei: s^ndl'rn viersnll'ig zu l^se». Verleger: Sgnaj Hl. Söler 0. Aleluma^r.