Nr. 18ft. Donnerstag, ?. August 189ft. 1ft9. Jahrgang. Mbacher Zeitung. ««"Mug f n */»^ M'Mhr!« fi. ,5.. Halbjahr!« fl, 7KN. Im «°mvt°ir: .^^ "'»rialc »»« zu 4 Zeilen »5tr., grüheie per «eUe n lr,; be! öfteren Wiederhol»»«?!, per Mle » lr, Die »Laibacher Zeitung» erscheint »Wich mit Nusnahme der Honn- und sseierlage. Die Ndmwlftrntlo» befindet sich Toogressplatz 2, die Medactlon Äohnhofgasse 24, <3prechs!»nbsl! bei Medastion täglich von l<> bis l2 Uhr vormittags, — Unfranlierte Vriefe werben nicht angenommen und Manuscript? nicht zuruelgtslelll Amtlicher Hheil. All^«-/' "^ r. Apostolische Majestät haben mit U m?!5 Entschließung von, 2.^ Juli d. I. dem k°v?c>^the und Landespräsidenten in der Vu- Pino von Friedenthal e aus Gesundheitsrücksichten erbetene Uebernahme in und,n ?.? Ruhestand allergnädigst zu bewilligen aus k? Usl"""' «"ruht. dass demselben für seine auch und^'n ^tbekleideten Posten dem Staate mit Tre7e AllerN< 5" geleisteten vorzüglichen Dienste die volle "yochste Anerkennung bekanntgegeben werde. _________Taaffe m. p. Mt? »«^.^°lwlische Majestät haben mit Aller-9lU« m?^ buug vom 25. Inli d. I. dem Maler des ^« '^^" l»laas in Nien das Ritterkreuz ^^"lanz-Iosef-Ordens allergnädigst zu verleihen ge- Nller^s!' "^ k- Apostolische Majestät haben mit ^ ml'^^ließnng vom 26.' Juli d. I. dem dm T./l - H""p^er Guido Kestler taxfrei leihen gerlM^ ^'^^^"' ^^hes allergnädigst zu ver- °wcllt«^Ä!'^'"lster hat ernannt: den Staats« ^aat/anÄ!"""' '" Graz Ernst Steiner zum ^unar t .' ^'" ^°ben und den Vezirksrichter in ^°tsa ' u?^'7!"°" ""' ^°k von Ivichich zum b'" E2 "^^"'tuten in Leoben; ferner verseht: lierrn ^^walts-Substituten i» Üeoben Oskar Frei-!-!ü^^^ chluga von Leoben nach Eraz. Nichtamtlicher Hljeil. 2«. Frankreich. "'ch seit l«?^"' Unbehagen vernimmt man in Frank-Jahr zu ?"' bass die Bevölkerungszahl sich von !>e,,tlick ^f'" bescheidenerem Maße vermehrt und 'A als dip N' < regelmäßige Zunahme viel kleiner! ^bten »^ r?^"'"ll der deutschen Nation. In der griffe« u' ) k" vollends Gelehrte das Wort er-Mrei'che .. ü°^uweisen. dass der reiche und stolze, ^biete >mn >? ritterliche Stamm, der die gesegneten 3^nt >," ?"' Pyrenäen bis zum Manchecanal be< ?"ssterh7^"Nkm tückischen Schicksale förmlich auf den lragen s^ !" gesetzt sei. Die Patrioten an der Seine ^^^y bange, welcke dämonische Macht sich inner- halb Frankreichs mit seinen Feinden verbrüdere, um seine kriegerischen Scharen zu decimieren. Sie forschen mit den schmerzlichsten Gefühlen nach der Ursache so demüthigender Schwäche; sie erörtern mit peinvoller Aufmerksamkeit die Mittel, welche vielleicht geeignet wären, dem Körper des Volkes neue Kraft und Frische einzuflößen, in ihm eine lebensvolle Veljüngung herbei, zuführen. Die sonderbarsten Vorschläge tauchen auf und finden williges Gehör. Politiker, welche noch glau« ben. man könne hienieden durch Gesetze und Verord» uunge alles zuwege bringen, schwärmen von eigenarti' gen Steuer,,, welche hartnäckige Junggesellen für ihre Ehescheu strafen, eigenartigen Steuerfreiheiten, die kinderreiche Familienväter für ihre Verdienste um das Vaterland belohnen sollen. Die officiellen Pariser Nationalökonomen zumal bieten einen kläglichen An« blick: sie ringen theoretisch und praktisch, inductio und deductiv. empirisch uud problematisch die Hände; sie rechnen ganz genau das Jahr aus. in welchem die deutsche Nation, vorausgesetzt, dass sie in gleicher Weise fortwächst, sich nicht nur über die Erde, sondern auch über die übrigen Planeten verbreitet haben wird. sie nennen den Tag, an dem der letzte Franzose sich in der Vogescnbresche zu Grabe betten muss. Aber sie wissen weder sich noch der Nation zu helfen, sie wissen nicht in unbestreitbarer Weise die Bedingungen zu nennen, von denen die Vermehrung der Population abhängt, sie wissen daher auch nicht die Maßnahmen anzugeben, die sie zu vergrößern imstande wären. Da diese weisen Herren in der Regel auf ziem» lich alten ökonomischen Steckenpferden reiten und sich um die Fortschritte, die das Ausland in ihrer Wissenschaft gemacht hat, nicht allzusehr kümmern, stehen sie noch auf dem Boden eines Montesquieu, welcher ver« sichert hat. eine große Bevölkerung sei immer Vortheil, haft, schwören sie noch anf Vauban, welcher gelehrt hat. die Größe eines Königs werde durch die Zahl seiner Unterthanen gemessen. Zahllos sind die Nameu derjenigen, die sich mit dem Vcvölkernnqsprobleme beschäftigt haben, endlos dehnt sich die Neihc der Forscher, die dieser schwierigen, verwickelten nnd wichtigen Frage ihre Anstrengungen widmeten. Ihre Theorien füllen Bände, ihr Ruhm leuchtet über Welttheile, ihr Tiefsinn wird von Tausenden bewundert. Allein, was drr eine scharf begründet, widerlegt der andere schär, fer. In dem Gcwirre der Anschauungen steht schließlich nichts fest. als die etwas banale, dafür aber sichere Einsicht, dass das Glück einer Nation unmöglich von ihrer Zahl abhänge und ein starkes und reiches Voll. ganz unabhängig von seinen Bevöllerungsziffern, höher zu schätzen sei. als ein schwaches und armes. Mehr als dieses Wenige kann kaum als Ausbeute eines so großen Kampfes um die Erkenntnis angenommen werden. Denn die bekannte These des Mal-thus, dass Laster. Krankheit. Elend dem Nnwachsen der Bevölkerung Ziele sehen, kann heute nicht mehr als stichhältig betrachtet werden. Die drei Gorgonen, vor denen das Menschengeschlecht sich verschüchtert in den Multerschoß der Natur zurückflüchtet, sind nicht gleich« artig; denn Laster und Krankheit vermögen Elend, Elend Laster und Krankheit zu erzeugen. Besonders merkwürdig sind insbesondere die Ausführungen, die Herbert Spencer gegen Malthus ausspielt. Nach der Anschauung dieses großartigen Denkers wird die Vermehrung der Bevölkerung, wenn diese eine gewisse Dichtigkeit erlangt hat. selbst Ursache einer Verminde» rung derselben. Denn je größer diese Dichtigkeit, desto härter ist der Kampf ums Dasein, desto größere An» sprüche stellt der Einzelne an sein Nervensystem. Je größere Ansprüche der Einzelne an sein Nervensystem stellt, desto mehr muss es verbraucht werden. Je mehr es verbraucht wird, desto mehr Kräfte des Organis-mns müssen zur Deckung dieser Ausfälle verwendet werden. Und je mehr Kräfte der Organismus solcherart zur Erhaltung des eigenen Individuums verwenden muss, desto weniger bleiben ihm für die hervorbrin« guug anderer übrig. Diese Lehre ist zweifellos überaus scharfsinnig. Sie bekundet, dass außer Lasier. Krankheit und Elend noch eine Kraft wirksam sein kann, um einer Bevölkerung bezüglich ihrer Verweh-rung Schranken zu sehen. Hat Spencer nicht geirrt, dann haben die Fran« zosen keinen Nnlass zu verzweifeln, dann zwingt sie nichts anzunehmen, dass Laster. Krankheit ober Elend ihr Vaterland entvölkern; sie können sich vielmehr mit dem Bewusstsein getrosten, dass eine hochentwickelte Cultur und eine dichte Bevölkerung naturgemäß ein Sinken der Fruchtbarkeit zur Folge haben müssen. Und sie könnten von diesem Standpunkte aus sogar vielleicht mit einem gewissen Gefühle der Ueberlegen» heil auf jene Völker herabsehen, die eine solche Stufe der Entwicklung noch nicht erreicht haben und sich daher noch vermehren. Aber all diese Erwägungen werben sie über Einen Punkt nicht beruhigen: über das Verhältnis der französischen zur deutschen Armee. Gerade Spencers Theorien werden kaum imstande sein. sie in dieser Beziehung zufrieden zu stellen, denn der englische Phi« losoph ist rücksichtslos genug, darzulegen, dass ein Volt Feuilleton. Der Tod öengiü-Aglls. NWge N«!?'?" ^ am vergangenen Montag der ehe-"" hens? ^""" Mazuranic im Alter von 76 Jahren ?ch lla'^ verschieden, und die kroatische Nation ^ Evoz c-°" ^ Leiche des unsterblichen Dichters Bereis ""^maiI-«86 <^i<^.. ?'t seinen « """I ragusanischen Classiker. special Men in l^ ?"' bes Ivan Gundulic. Bekanntlich Melben nA ^lrlichen Epos der 14. und 15. Gesang .ese Gesälw? ^"e es auch nicht an Versuchen gefehlt, den Gei lezfs^V'Aä'"^"' so erreichte doch leiner davon nun. für l '6 des Dichters. Mazuranic unternahn, es beiden O«^ '«gramer Ausgabe des Gundulit die feiste des l?5 ."°A"dichten. >md er that dies so im Alilhls- ,,.^ !2"^"' ""t intuitiver Anempfindung der scharf ^"^"nkenwelt des Dichters, mit so seinem ^lNonisH ^ °Ä« diese beiden Gesänge sich nicht nur ^ Oriailm/ ^^ einfügen, sondern erfolgreich mit egnbuna ^«/°"l""'"en dürfen. Mazuranic" geniale Wei Iabr- U. '^ "ber am leuchtendsten in dem yre spater erschienenen Epos «Der Tod Cengii Ngas», das zu den gläuzrudsten Perlen der kroatischen Literatur gezählt werden muss. Dieses Meisterwerk ist in die meisten europäischen Sprachen überseht. Mazurani«! wählte zum Vorwürfe seines Epos ein historisches Ereignis aus ziemlich naher Vergangenheit. Smail°Nga Cengi?. aus einer allen serbischen Familie stammend, war für seine Verdienste im Jahre 1833 zum Vicestatthalter der Hercegovina ernannt worden. In der Schlacht bei Grahooo 1836 metzelte er den jüngsten Bruder des verstorbenen Fürsten Peter II., Petrovii Njegus. nebst etwa 300 der tapfersten Monte-negriner nieder. Die Rache hiefür li.ß nicht lange auf sich warten. Als Ceugic-Aga im Jahre 1840 den Harac (Kopfsteuer) m der liekannttn Türtenmanier ein« trieb, wurde er iu der Nacht des 23. August von einer Schar Montenegriner und Hercegoviuer unter der Füh. rung des Novica Ceroviö überfalle», und erschossen. Die Volkspoesie bemächtigte sich sufort des Stoffes, und im vierten Buche der bekannten Karadzit'schei, Sammlung serbischer Volkslieder finden wir drei dieses Thema behandelnde Rhapsodien. Und nun wollen wir sehen, was Mnzuranic aus diesem in der Tülkei ziemlich alltäglichen Ereignisse machte. Im ersten Gesang füh't uns drr Dichter in die Vcste Stolac. Lengic'-Aga lässt die siegreich heimgeführten Montenegriner in fchwereu K.tten vor sich schleppen, um an sie. wie er sich in grausamer Ironie ausdrückt, seiue Gescheute: Pfahl, Schlinge und Stahl, zu vertheilen. Er will auf das Vergnügen, die Hinrichtung der Gefangenen persönlich zu leiten, nicht verzichten. Doch die jungen Cernogorcen lmnen Keine Srufzcr, noch ein Zähnrlnirschen. Durch drn Hof fließt Blut in dunklen Strömen; Keine Seufz«, noch ein Zähnelnirschen; Tr>dte Leiber füllen an drn Hofraum: Keine Seufzer, noch ein Mhnelnirschen, Nur den Allerbarmer ruft der Eine, Jener dort den Wen Iefu-Namen, Scheidet leicht dann von der gold'nen Sonne! Helden fürchten nicht des Todes Nahen. Cengic" bewundert unwillkürlich ihre Seelenstärke, denn: Wer ein Held ist, lann sich niemals brüsten Gegen Helden, die sich nicht ergeben. Virle Helden lonnle er wohl todten, Todten wohl, nicht ihren Muth verderben: ssurchtloS wussten alle ja zu sterben. Die türkische Jugend jubelt über diese blutige Scene, nur der alte Durak sucht (iengic zur Milde zu stimmen, ja er wagt es. ihm Rache zu prophezeien, beim: Fürchte den, der früh gelernt hat, Klaglos in den Tod zu gehen. Aber Lengiö lässt sich nicht einschüchtern, hingegen befiehlt er, den unvorsichtigen Durak. um allen die Lust zn benehmen, je wieder seine besseren Gefühle an» zurufen, trotz der Fürbitte seines Sohnes auf der Stelle zu hängen. Wie ein Raubthier steht der Aga, Erzumpanzert, hart wie Felsen. Halb am Leben, halb im Todcsbeben Lässt der Dural noch den Ruf entschweben -. »Alkäkt,. Ueüel!» — bald ist's ausa/rungen - Fest hält ihm der Strick den Hals umschlungen; Noch Gewimmer, dann ist's still für immer ^aibachcr Zeitung Nr. 180. 1484 7. August 1890. desto mehr seine ursprünglich auf den Raub ausgehende Eignung einbüßt und zur Beute geeignet wird, je mehr es sich entwickelt und je mehr es sich demgemäß aus dem primitiveren Militärstaate in den evolutionistisch höher stehenden Industriestaat umwandelt. Jeder gute Franzose möchte solcher Philosophie spotten und gern ein breites Stück Culturentw'cklung dafür hingeben, könnte er durch eine gedeihliche Reaction den Beutestaat in den Raubstaat zurückbilden. Er würde sich jedoch in dieser Hinsicht übelflüssigen Bemühungen hingeben. Immerdar hat die Kraft, die Tüchtigkeit und die Bewaffnung eines Heeres, nicht aber seine Masse den Nusschlag a/geben. Wohl würde es nicht schaden, wenn in Frankreich die Vornehmsten sittlicher wären, wenn der sparsame Vürgerstand seine Tugend nicht auch bezüglich der Kinderzahl bethätigte, wenn seinem vierten Stande die Segnungen des Arbeiterschuhes. ins« besondere die modernen Einschränkungen der Frauen» und Kinderarbeit zutheil würden. Aber die Größe eines Volkes, seine Macht, sein Rang. sein Reichthum, sein Glück, dies alles hängt nicht von der Bevölkerung«« ziffer ab, und jene, die solches lehren, beunruhigen ohne Grund ihre Mitbürger. Politische Ueberlicht. (Seine Majestät der Kaiser) hat nach. stehendes Handschreiben an den Statthalter Freiherrn von Kiibeck erlassen: < Lieber Freiherr von Kübeck! Der culturelle Fortschritt Steiermarks, den die Landesaus« stelllmg auf allen Gebieten des Schaffens darstellt, und die gedeihliche Entwicklung der Landeshauptstadt er» füllen Mich mit lebhaftester Befriedigung. Die treue und loyale Gesinnung Steiermarks hat sich anlässlich Meines Aufenthaltes zu Graz in zahllosen Beweisen bethätigt. Ich beauftrage Sie, hiefür und insbesondere für den wahrhaft herzlichen Empfang, welchen Mir die Landeshauptstadt bereitet hat, Meinen innigsten Dank zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Graz, 4. August 1890. Franz Josef m. p.. (Einberufung des galizischen Land» tag es.) Nach einer Meldung des «Czas» wird der galizische Landtag auf den 25. September einberufen werden. (Zum Rücktritte Dr. Riegers.) In den Petersburger «Novosti» finden wir eine Correspondenz. in welcher kategorisch erklärt wird, dass Rieger von der politischen Thätigkeit nicht zurücktritt und nicht zurücktreten wird. Die Zuschrift schlägt einen sehr entschiedenen Ton an. Die Freude der Gegner Riegers, heißt es in der Zuschrift, sei verfrüht. Es sei noch zu früh, Rieger zu begraben, der voll Leben und Kraft sei. Wahr sei es, dass er bereits 72 Jahre alt ist, aber er sei noch ganz frisch, führe seine Sache mit einer nicht zu bezwingenden Energie und werde dieselbe fortsetzen, bis er sich überzeugen würde, dass das Volk mit ihm nicht sympathisiere, und bis er nicht jede Hoffnung verlieren werde, den deutsch-böhmischen Aus« gleich in jener Gestalt zu verwirklichen, wie derselbe von ihm ursprünglich gedacht worden war. (Von unserer Marine.) Man telegraphiert uns unterm Gestrigen aus London: Das österreichisch-ungarische Geschwader kam gestern in Spithead an und wird nach Berührung einiger deutscher Häfen in der Nordsee die Fahrt nach Kopenhagen fortsetzen, sodann auf der Reise nach Kiel schwedische Häfen anlaufen und hierauf die Heimreise antreten. sSch lesisch er Lehr er tag.) Der neunte schlesische Lehrertag nahm eine Resolution an. in welcher gegen die Beschlüsse der Vischofsconfereuz Verwahrung eingelegt wird, und fasste Beschlüsse, betref» fend die Petitionierung um Regelung der Lehrergehalte und Gründung, beziehungsweise Unterstützung von Volksbildungsvereinen seitens der Lehrerschaft. (Das Prager Stadtverordneten-Collegium) hat vorgestern protokollarisch Verwahrung eingelegt gegen die von deutscher Seite erfolgten Kundgebungen in der Affaire Heinrich. Herr Dr. Milde versicherte, das Stadtverordneten - Collegium habe mit Heinrich einen Mann des Friedens in den Landrs-schulrath entsendet, und es lasse sich sonst niemanden octroyieren. Die junqczechischen Stadtväter, gefühlt von dem Handschuhmacher Brzevnovsky. pflichteten bei, und so hätte denn auch im Prager Rathhaussaale zwischen Alt« und Iungczechen eine Annäherung stattgefunden. (Ungarische Mini ste rconferenz.) Wie das Budapester «Sonntags-Abendblatt» meldet, sollen alle ungarischen Minister am 28. August in Budapest eintreffen, um einer bald darauf abzuhaltenden Minister-conferenz beizuwohnen. In dieser Conferenz sollen nicht bloß die Schlussrechnungen für 1889 vorgelegt, sondern auch alle jene Arbeiten berathen werden, welche in der nächsten Session des Abgeordnetenhauses zur VerHand' lung gelangen, darunter der Gesetzentwurf über dic Errichtung des Verwaltungsgerichtshofes und die Re» form der Municipien. welcher Gesehentwurf in der ersten Hälfte des October dem Reichstage unterbreitet werden wird. (Oesterreich-Ungarn und Serbien.) Wie man aus Belgrad meldet, veröffentlicht das Haupt« organ der radicalen Partei, der «Odjel», einen überaus heftigen Artikel gegen den zwischen Oesterreich°Ungarn und Serbien bestehenden Handelsvertrag. Das Blatt bezeichnet diesen Vertrag als einen traurigen Beweis der früheren Uebermacht eine« fremden Staates in Serbien und leitet von demselben alles Ungemach ab, von welchem das Königreich heimgesucht wurde. Von dem aus dem Jahre 1845 datierenden Ferman aus-gehend, versucht das Blatt den Nachweis, das« Oesterreich-Ungarn stets auf die Schädigung der Production Serbiens hingearbeitet habe. Alle früheren Regierungen Serbiens hätten in Widerspruch zu dem instinctw das Richtige verlangenden Volkswillen die volkswirtschaftlichen Beziehungen des Landes gemäß den Wünschen Oesterreich«Ungarns eingerichtet und verabsäumt, die Bahn der ökonomischen Befriedigung Serbiens zu be< treten, in ähnlicher Weise, wie Rumänien dies that. Eine Folge dieser Haltung sei der Verfall des einst blühenden Handelsverkehrs Serbiens mit den Nachbar» ländern Rumänien, der Türkei und Bulgarien. Der Hauptmarkt Serbiens, Bosnien, sei ersterem gegenwärtig dauernd verschlossen. (Italien.) Dem «Moniteur de Rome» wird versichert, dass der italienische Ministerpräsident Crispi einen die Abänderung des gegenwärtigen politischen Wahlgesetzes in Italien betreffenden Gesetzesvorschlag vorbereite. Er beabsichtige die Einführung des bei den Provinz - Vertretungswahlen gebräuchlichen Listen« scrutiniums. (In Buenos«Ayres) hat sich die Situation wieder verdüstert, und ein vorliegendes Telegramm bekennt, dass man der völligen Ungewissheit gegenüberstehe. Die Sieger scheinen also entweder doch nicht die genügende Kraft zu besitzen oder unter sich selbst un- eins zu sein. Einer «Times»-Meldung zufolge ist VW Palma. der vom Präsidenten Celman als Berather un» als Hauptbetheiligter der militärischen Verschwört denunciert wurde, plötzlich gestorben; allgemein NM geglaubt, Palma sei vergiftet worden. (Aus Maced on ien.) Die «Daily N"ol' haben eine journalistische Campagne zur Enthüllung macedonischer Greuel eröffnet und bringen täglich?^ richte über Greuelthaten, die die Arnauten in PriW und Prizrend gegen serbische Christen verüben. "' «Daily - News'» erklären, die Macedonia werden aw netten thun, da die Türkei sie doch mcht beschützt, pH selbst zu befreien. (Aus Paris) wird gemeldet: Mehrere Mtle verlangen, dass die Regierung im Hinbl'cke aul."' schwebenden Fragen der inneren und der auswiirM' Politik und auf die Ungewissheit der allgemeinen "^ Europa's so früh als möglich die Kammern n"^ einberufe; die Parlamentsferien dürfen nicht länger al sechs Wochen dauern. (Russland.) Die «Kölnische Zeitung» lneld" au« Sofia: Die russische Regierung hat durch °e deutschen Generalconsul auf Grund der Capitlllat'M' die Freilassung des im Panica - Processe verurthen Kalobkov gefordert, und Bulgarien wird dem 3"° geben. .^ (Depeschen aus San Salvador) thw ^ mit. dafs General Trungardy, Commandant der «st volutioncne in Guatemala, die Stadt Chiqliimula e nahm und die Regierung zwanq, die Truppen bel Hauptstadt zu concentrieren. Dem «Newnork A^ zufolge hätte San Salvador vier weitere Siege " Guatemala errungen. (Keine Entrevue.) «Capita« Fracassa'^ mentiert formell die Nachricht von einer bevorstehen Entrevue zwischen König Humbert und Kaiser Mye . (Der Gouverneur von HelgolaN gibt bekannt, dass die Uebergabe Helgolands an Dem!" land am 9. August stattfinde. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Ä^ Zeitung» meldet, der Gemeinde Stramberg f^^, durch Hagelschlag betroffenen Insassen 500 fl. zu «" den geruht. ^ Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Ag"^ Zeitung» meldet, der römisch »katholischen P^ ^il Erdevik zum Zwecke des Zubaues und der iB Einrichtung der Kirche 200 fl. zu spenden geruht» — (Oesterreich und Frankreich.) I"'^l des gesteigerten Verkehres mit Frankreich und spe^"^, Paris, ist die Anlegung einer neuen birecten TeleglO"^ linie zwischen Wien und Paris nothwendig geworden ^, zwischen den beiden Staaten geführten Verhandl" "^ betreffs der neuen Linie haben dem Vernehmen na^ einem befriedigenden Abschlüsse geführt, so dass n" . Herstellung derselben noch in diesem Sommer beg" ^ werden wird. Die Linie soll noch in diesem Ia^ Ail Verkehre übergeben werben. Ferner wird in nächst^ ^ als Ergebnis der internationalen Telegraphen^"! ,H eine Reduction der Depeschengebür zwischen ^> g^ft und Frankreich um 4 Centimes per Wort in treten. ^^ Erhaben ist der Mensch in seinem Leiden, wenn er. den physischen Schmerz bekämpfend, noch im Tode über seinen Peiniger siegt; erhaben ist auch das Laster, das Verbrechen, wenn es, alle Sahungen der Mensch» lichkeit verhöhnend, mit zermalmendem Schritte einherschreitet, bis es an der Tugend zerschellt und in den Staub zurücksinkt. Der Dichter hat uns hier in wirk' samer Antithese den hundertjährigen Kampf des Rechtes mit der Willkür, der Menfchlichkeit mit der Grausamkeit geschildert. Das frevelhaft vergossene Blut schreit indes um Rache; in einer Gesellschaft aber, wo das Gesetz weder Schutz noch Genugthuung gewährt, bietet die Blutrache die einzig mögliche Sühne. Im zweiten Gesänge finden wir Novica. den Sohn Duraks, auf dem Wege nach Cetinje. Auf seiner nächtlichen Wanderung bebt er, Einst ein Held, so kühn, der nie erzittert, Jetzt ein Rohr, das jeder Hauch erschüttert, vor jedem aus seiner Ruhe aufgeschreckten Hasen, vor jeder im trockenen Laube dahinraschelnden Viper ängstlich zusammen. Der Dichter malt lebhaft die ihn um« lauernden Gefahren aus und wiederholt dreimal die Verse: Ungern möcht' er wohl sein Leben wagen — Nur ein Dämon lann ihn weiter jagen. Dieser Dämon aber ist die Rachsucht. Nachdem nämlich Novica vergeblich die Gnade des Wütherichs angerufen hatte ^leugnete er seinen Glauben und eme allen Verbmdungen. um Hilfe beim Feinde zu suchen; denn mächtiger als alle anderen Interessen sind die Bande des Blutes. . . . Novica erreicht glücklich Cetinje. der zweite Gesang aber schließt m>t den be« deutungsvollen Worten: Kaum betrat des Türken Fuß den Hofraum. Schwand der letzte Stern am Himmel oben, Sieh! es war der Stern des Lengic Aga. Im Eingänge deS dritten Gesanges erfahren wir, es habe sich in Cetinje eine Schar von hundert tapferen Kriegern gesammelt. Es sind dies lauter stämmige Gestalten, deren rauhe, wettergebräunte Gesichter verklärt sind durch das Feuer ihres Heldenmulhes. Ihr Vorhaben bleibt uns vorderhand unbekannt, wir wissen nur. dass sie alle bereit sind, für das Kreuz und für die goldne Freiheit zu sterben. Auch erfahren wir nicht, wer sie aufgeboten. Wie geheimer Laut der Geister, Wie die Sprache hehrer Wesen, Flog ein Flüstern durch die Crnagora Von der einen Felswand zur andern. Und o Wunder! durch das Dunkel Scheint's, der todte Stein belelit sich, Streckt sich, kriecht, erhebt das Haupt und Hebt vom harten Stein die kräfl'ge Faust, den Fuß allmählich; ja, es Scheint im starren Steingeäder Blut im heißen Quell zu glühen. Eng geschlossen, unzertrennlich, gleich den Dioskuren bewegt sich die Schar vorwärts, bald in einer Mulde verschwindend, bald wieder elastischen Schrittes den steilen Berg emporklimmend. Ihr Uuternehmen scheint Vorsicht zu gebieten, denn niemand wagt'ö, die feierliche Stille durch Wort oder Gesang zu unterbrechen. Wie aus schwerer Hagelwolke, ! Die im Schoß birgt schwere Geißeln, l Schwüles Unheil droht und schwüles Unglück ihre Bahu begleitet: So erscheint die Ceta (Schar) eingehüllt in Dichte Wollen' wie die Rechte Gottes, Geht sie lautlos, dass der Sünder wisse, Wie er, auch wenn nicht sofort die Blitze Niedersausen, nie entgeht der Strafe: ,. Schwerer trifft, wenn spät eS kommt, das Unhc"' Ueber Komljani, gagarac, Bjelopavlic uno ^„ das felsige Rovce gelangt die unheimliche Schal^^ Mission wir bereits zu ahnen beginnen, nw ^lb anbruch in das Thal der kühlen Moraca. HA^g^ Rast gehalten, einige zünden Feuer an, um den ^j^ l imbiss zu bereiten, andere strecken ihre müde" ^sseü s auf den weichen Rasenteppich zur Ruhe. ^"^ ilt^' bricht die Morgenröthe an, und di.e Stimmen der V ^-welche ihre Herden auf die Weide treiben, belev ^ mählich die Höhen. Aber sieh, es naht ein and'rer Hirte Sanften Schrittes der geliebten Herde: Weder ziert ihn glänzend Gold noch Silber, Sondern Tugend und das Kleid deS Prieste", Nicht geleitet glänzendes Gefolge Ihn mit Fackeln und mit bunten Lampen, Noch von Thürmen feierlich Geläute; Sein Geleit ist: Morgcnfonncnstrahlen Und r>om Berge milde Herdengloclen. .. ,^, Und zum Dome wird des Himmels VMvll"» Berg und Thal zum heiligen Altare, . .„s Weihrauch ist der Duft, der aufwärts sMt " Vlütentrouen und aus lichten Räumen Uud dem Blut der treuen Glaubenszeugen. Vlltbacher Zeitung Nr. l80. 1485 7. August 1890. — (Erzherzog Josef an Iülai.) «Nemzet. veröffentlicht den Brief des Erzherzogs Josef an Moriz n l« ,/ '" "^chem der Erzherzog die Ursachen und umstände erwähnt, infolge deren er erst jetzt danken könne Mr dle Glückwünsche des Dichters, welche dieser anlässlich °er -Vermählung ^r Erzherzogin Margarethe an das rrzyerzogllche Paar gerichtet hat. Unter den angeführten "nmanoen weist der Erzherzog auch darauf hin, dass die vögelt seiner Tochter mit der Vermählung der «einzigen "°cy zu Hause gewesenen Tochter unseres geliebte,, Herr-ü ^.""^ zusammengefallen ist. «Diese Vermählung,. Meldt der Erzherzog, «hat meine Seele noch mehr er-a.,« /..^ '"" meines eigenen Kindes; auch sie hat sich «us gluckllcher. inniger Liebe vermählt, aber die Eltern nno allem geblieben, bei mir zu Hause gibt es noch fünf «lNder. Ich gestehe es. ich habe bitter geweint.» ^ (Ein chinesisches Begräbnis.) Das ^eglllbnis des verstorbenen Marquis Tseng, welches silr 5'"^" ^°^n in Shanghai staltfand, war ein Typus ^ die Bestattung eines hochstehenden Beamten in China, ^n dem Leichenzuge marschierten mindestens 5000 Per« ,?«!"' V,"^ ^"^ b'k ^"ufer des Yemen, alle in glän« ban Umformen, Hunderte von seidenen und Sammet-^i?? ^°^"^ ^'^ °lle eine für den Anlass passende vri!l ^" ""b die Tugenden des Verstorbenen bla. ' Hlerauf folgten mehrere Tausend Soldaten in weik , l "^"' "°^" ""^ "lhen und grünen und sck?^tt' " Uniformen. Einige trugen ganz alte Stein» Sw' l"' andere furchtbar ausschauende Dreizacke und Leiü l. ""^" °"^"° moderne Gewehre. Während des Yenbegängnisses regnete es unaufhörlich. Da die Chi-ein n ""^ praktische Nation sind, so hielt jeder Soldat vor V "'"" Regenschirm in der Hand. Unmittelbar m i s, . Sarge marschierten hundert Trompeter und Vra? '" p^phafl besticktem Anzüge einher. Besondere eine? "^faltete der Leichenwagen, welcher die Form Die ti? l Dickie»« mit weit geöffnetem Rachen halte. Leick.P l!" !^"' ^^ "°ch niemals ein so prächtiges minA. """'s j„ Shanghai stattgefunden habe. Es hat wmd ste..« 20.000 Pfd. St. gelostet. Die Leiche blieb w U- 7"»e in Parade im Arsenal ausgestellt. Darauf lernt,., '^ "^ b" Nuhestätte der Familie in dem ent. '""en Hunan befördert. gemelkt 1,^' llsentgleisung.) Wie uns telegraphisch "acht« ^ ' '^ ^" Personenzug Wien . Eger gestern "Is N« ^e von Pilsen mit der Maschine und N°ll?^? ^"^"" ""b vom Damm hinabgestürzt. Die den ^ ''"° ltarl beschädigt. Von den Reisenden wur« »ktödtet ^^^"' ^"'big verletzt. Auch der Heizer wurde Entale l Locomotivsührer schwer verletzt. Ursache der insol«- "6 '^ Unterwaschung des gewölbten Objectes '"'Ue e.nes Wollenbruches. lichtet^.^"" MaZurani«! f) Aus Agram be-benen s?!^ ""^' ^" Iournalstimmen über den verstor-lpruchat, n ^""'^ MaZuranic lauten sehr wider-«U^°"" Während die «Narodne Novine» und die Bertretp, ^"""^ ausführen, dass Mazuraniö stet« ein reich.sH,/" Einheits.Idee, und zwar zuerst der öster-Orgll'^ ' " ^" ungarischen war, behaupten die dem r« >- gemäßigten Opposition. Mazurani«! habe in der Lj^. "" Ausgleich bloß einen Ruhepunlt behufs haltuna !>""""^ """ Kräfie erblickt, was durch die Fern-Gesek« , ^ Unificierungs « Tendenzen in der autonomen hebt s? 6 bekräftigt werbe. Das «Ngramer Tagblatt» ^ yervor, dass MaZuranill als armer Mann gestorben, preist -^^' verurtheilt den Politiker Ma^uraniö, ^"''"!," "^ K"''^°- des «Cengic Aga», des gröhlen National^Epos Kroatiens. Allseits wirb die außerordentliche dichterische Begabung Mazuranic' erkannt, welche leider nur aus diese« eine Werk sich beschränkte. Der Agramer Gemeinderath beschloss, Mazuranic in der Arcade der Illyrier beizusehen und einen Kranz auf feinen Sarg niederzulegen. Die Theilnahme ist eine all» gemeine. — (Der Leichnam im Reservoir.) In einem Reservoir der Budapester Trlnlwasferleitung wurde vorgestern der Leichnam einer Frau gefunden, der seit zwei Tagen dort ge'egen war. Das Reservoir musste ab» gesperrt werden. Es ist wahrscheinlich, dass die Frau ermordet worden ist. — (Kronprinz , Rudolf » Denkmal in Gams) Die Arbeiten zu dem vom Regierungsrats-e Franz Kraus errichteten Kronprinz-Rudolf»Denlmal bei Gams nächst Hicflau sind bereits so weit vollendet, dass das Denkmal Sonntag den 24, August, nachmittags 2 Uhr, wird eingeweiht werden können. Das Denlmal liegt am Eingänge in den Felsenpass «Die Noch» auf der Be« sitzung Grottenheim des Regierungsrathes Kraus. Der Entwurf zu dem Denlmale stammt vom Wiener Archi» telteu Graf. Die Hauptbestandtheile desselben sind von ersten Wiener Firmen geliefert worden. — (Großer Wald brand.) Aus Essel wird gemeldet: Am Montag gerieth der Wald «Lug» der Herrschaft Cepin in Brand. DaS Feuer brach auf drei Seiten zugleich au« und hat nahezu an hundert Joch vernichtet. Hasen und Rehe flüchteten rudelweise aus dem Walde, zahllose Vögel umschwirrten den Vrandplatz und fielen massenweise dem wüthenden Elemente zum Opfer. Eine ungeheure gahl Schlangen verließ zischend den brennenden Wald und flüchtete nach allen Seiten. Der durch den Brand verursachte Schade ist ein sehr be« deutender. — (Aus Graz) wird gemeldet: Vor der Ab-reise spendeten Se. Majestät der Kaiser sür Wohlthätig» keits-Institute und sür die Armen von Graz den Betrag von 2500 fl. — (Die Hitze in Amerika.) Die Hitze, von welcher wir Mitteleuropäer gegenwärtig heimgesucht sind, scheint ein Nordpolllima z,l sein gegenüber der infer» nalischen Hitze, welche sich in den nordamerikanischen Staaten in den letzten Tagen häuslich niedergelassen hat. Die Unionstaaten wurden, wie aus Newyort gemeldet wirb, in den letzten Tagen von unerträglicher Hitze und verheerenden Stürmen heimgesucht. In den letzten Tagen sollen an Sonnenstich dreißig Personen gestorben sein, darunter in Chicago neun und in Newyork zchn Personen. — (Au!) Ein Maler, der sich zu den Unverstan-denen zählt, erhält den Besuch eine« Freundes, dem er sein neuestes Gemälde zeigt. Der Freund betrachtet das» selbe lange und sagt dann: «Ja, den hast du getroffen, aber gar so roth hättest du sein Gesicht nicht zu färben brauchen, und dann möchte man doch auch etwas von der Figur sehen.» Maler: «Ja, zum Donner, von wem sprichst dn denn?» Freund: «Na, von deinem Onkel, selbstverständlich — ober stellt das Bild etwa anderes vor?» Maler (stöhnend): «Einen Sonnenuntergang» — lDie «Nonne».) Der Statthalter von Nie-berösterreich, Graf Kielmannsegg, der bei seiner Bereisung des Waldv'ertels davon Kenntnis erhielt, dass die «Nonne» (rbalayna domd^i- moimck»), ein besonders gefährlicher Forstschädling, welcher in letzter geit in Baiern große Verheerungen anrichtete, in den Bezirken Waidhosen an der Thaya und Hwrttl auftritt, hat den Ve< zirtshauptmannschaften eingehende Weifungen ertheilt, damit schleunigst die nöthigen Maßnahmen zur Verhinderung des Vorschreitens dieses Insrctes und zur Belehrung der Bevölkerung über die drohende Gefahr getroffen werden. — (Gerüst ein stürz.) Man meldet uns aus Wien unterm Vorgestrigen: Bei einem Neubau in der Anzengruberstraße erfolgte infolge des Einsturzes des Kellergewölbes ein Gerüsteinsturz, wobei sechzehn Perso» nen unter den Trümmern begraben wurden. Vier davon wurden schwer verletzt und von der Rettungsgesellschaft ins Spital transportiert, die übrigen wurden bloß leicht verletzt. — (Aus Oberammergau.) Die Kronprin» zessin'Witwe Stefanie wohnte am Sonntag dem Pas« sionsspiele in Oberammergau bei und wurde bei ihrem Erscheinen von Einheimischen und Fremden sympathisch begrüßt. Für den nächsten Sonntag steht der Besuch der Kaiserin Elisabeth in Aussicht. — (Credi tanstall.) Der Verwallungsrath der Creditanstalt in Wien ernannte den derzeitigen Unter« staatssecretär des egyptischen Finanzministeriums, Julius Blum, zum Director der Creditai'stalt. — (Auch eine Beleidigung.) Ein Reisen» der aus Vreslau, der kürzlich in Tost zu Nacht blieb, hatte in dem polizeilichen Fremden'Meldzeltel die Rubrik «Besondere Bemerkungen» mit der Versicherung «Ein guter Mensch» ausgefüllt. Darauf hin ist jetzt gegen den» selben ein Strafantrag wegen Beleidigung, beziehungsweise Verhöhnung der Tofter Polizei gestellt worden. — (Attentat.) Aus Budapest wird telegraphiert: In Kaschau hat ein Officiersdiener ein Attentat auf die Gemahlin des Generals Faby verübt, indem er zwei Schüsse aus die Dame abgefeuert hat. Zum Glücke haben dieselben ihr Ziel verfehlt. Der OfsicierSdicner, der arretiert wurde, gab als Motiv an, dass die Generalin ihn «sekierte». — (Cholera.) In Dscheddah sind 45 Pilger an der Cholera erkrankt. In allen Häfen des Rothen Meeres Wurde eine fünfzehntägige strenge Quarantaine für ara-bifche Provenienzen angeordnet. Die nach Egyvten zurückkehrenden Pilger wurden besonders strengen Observationen unterworfen. — (Selbstmord.) Der seit mehr als drei Wochen aus Wien abgängige Buchhalter Ernst Scha ar -Wächter hat sich diesertage im Fichlenwäldchen Sant Luigi bei Trieft erschossen. Er selbst bezeichnete in einem hinterlassenen Schreiben ein amerikanisches Duell als die Ursache des Selbstmordes. — (Panik aus einem Dampfer.) Aus der russischen Gouvernementsstadt Mohilev wird eine Katastrophe auf einem Dnjfpr - Dampfer gemeldet. Infolge falschen Feuerlärms sprangen viele Passagiere ins Wasser, und zwanzig davon fanden ihren Tod in den Fluten. — (EisenbahN'Toncession.) Der Besitzer des Bergwerkes Rude bei Samobor, Herr Cajetan Faber, hat die Concession für eine normalsvurige Secundärbahn von Leskovac bis Samobor vom unga« rischen Handelsministerium erhalten. — (Frühreif) Lehrer: «Sag' mal, Karl, hat der Mensch einen freien Willen?» — Schüler: «So lange er nicht verheiratet ist.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ergebnisse des Tabalverkaufes.) In den im Reichsrathe vertretenen Ländern betrugen die Einnahmen für die im ersten Quartal 1890 im all« gemeinen Verschleiße abgesetzten in» und ausländischen Nur ^«A"^" »st hei einem primitiven Volke nicht stand?., c. Hier seiner Sittlichkeit, er ist nach Um« Herr >>'Ä ""!" Berather und Richter, sem Feld-beaea . ^"ph/t. Der Priester, der hier der Schar selbe r- '^ vorhaben und will, dass sie das- 3else.wl^' H/^"s ausführt. Er schwingt sich auf eine erare l. at"'. ^Mt die Ceta und hält dann folgende blende Ansprache: n;«l ^."ne Kinder, tapf'rc Hcldensühne! Wes Land hat ruch das Uicht aegeben, V..'. <^' b°ch theuer eu'rem Herzen. En' N"' !'"d !» hier aeborc" U >, ^l" slud ia hier geboren, U>d auch chr seid alle hier newren: ""I ger gchl's für euch lein Land aus Erden. c>k«,^'" w"b eu'rer Ahnen Blut geopfert, Um c" eu'rer Väter Vlut geopfert. U',' '"b.'> auch willig Blut zu oftfern: Nd^5 U'.bl s für euch lein Land aus Erden. Ä-i.l -""Fe" immer „ur auf Bergen, ^es ml Thale findet ihr nur Schergen, zrift^^Q'^^ aenugsam Ob ?? bellend winlt wm Fel« die Traube, Ob 5,Ä l3°Ul. "°>" Wls die gold'ne Nchrr. W?,... ?>"'ll der Fels die stolze Seide, N " . "'«1 Whlend rauscht der Q»cllc Lalmnli, Un?"°uf Triften fette Herden drüllen «"° au Bergen munt're Schafe bwleu? ^m l« l 1^ h°ll b". Blei dazu in ssillle, Nichte st«l)lerftrobt die Nechte; ss^r^V/? spähen Faltenaugen; Herz in deinem Vusen: ist dein Glaube: Tr"u??e lohnt dir treue Freundschaft; "«u umschlingt das Weib den treuen Gatten; Goldne Lieder lohnen Heldenthaten; Brauchst du Eisen? Such's als Türlcnbrule; ' Hast dann alles, was dein Herz erfreute. Aber theurer noch. als all der hehre sselsenschnluct ist wohl das Kreuz dort oben; Das ist's, was euch stärlt in eurem Kummer, DaS ist, gottgesandt, die beste Wehre. Könnten doch des Erdballs Voller alle Aus den nebelgrauen Thälern sehen Jenes Kreuz — das nie besiegte, welches Ueber Lodern dort zum Himmel strebet — Wussten sie auch, wie das Türlcnscheusal Seinen eleln Nachen nach ihm lehrt, doch Stets sich bricht am Felsen seine Zähne: Traun, nicht lässig kreuzten sie die Hände, Wenn ihr leidet filr die Kceuzcssftcude, Nie mehr nennten sie euch bann Vcnbaien, Weil ihr starbet, als sie milhig waren. Willig seid ihr, für das Kreuz zu sterbe», Geht auch jetzt dem Tod für's Kreuz entgegen; Als Vollstrecker göttlichen Gerichtes; Aber wer dem Herrn getreu will diene», Nur mit reinem Herzen mag er wagen, Was ihm Gottes Wille aufgelragen. Wer dem Bruder bitt'res Leid bereitet, Oder selbst dem Gegner einst daS theure Leben hat entrissen und sein Herz belastet, ssrcmde gastlich nicht ins Hans geleitet, Treu' geschworen, aber nicht gehalten, Nicht gespeist die Hungrige» .nn Wege Und dem Wunden roh versagt die Pflege; Silndhaft ist er und sein Thun vermessen, Ohue Neue gibt eS lein Vergessen, Fühlet Ne>lc - »och ist da die Stunde, Noch ist's Zeit, o Kinder, sichlet Neue! ssilhlct Neue, dass aus Gottes Munde Eure Seele nicht das Urtheil scheue! Fühlet Reue, denn des Lebens Runde Ist ja bald vollbracht, o fühlet Reue! Fühlet Reue — manchen sieht der neue Tag, woher noch niemand brachte Kunde. Filhlet Reue.....!» Doch dem guten Alten stockt bewegt die Rede Und am grauen Bart erglänzt im Lichten Sonnenstrahl die Thräne Wie ein leuchtend Perlentropsen. Hat vielleicht Erinn'rung früh'rer Jahre ihn mit Schmerz ergriffen Und den Arzt von fremden Wunden Eig'ncs Weh gemahnt an eig'ne Wuudeu Wie den guten Hirt, der, was er rathen Will, mit eig'nen stets bekräftigt Thaten? Wärend die Leta tief ergrissen dastrht, denn ihr wilder Muth hatte sich in fromme Andacht aufgelöst, tritl in ihren Kreis unser Novica. gegen dm sofort alle ihre Handzars erheben, denn sie halte» chn noch immer für den verruchten Christenfeind. Nouica beschwichtigt indessen die Aufregung, indem er se», Ge« schick erzählt und fortan dem Kreuze dienen zu wollen verspricht. Man holt Wasser aus der kühlen Morata herbei, der Priester tauft Novica und spricht die Ccla frei von ihren Sünden. Als der Alte sie mit Trost versehen, Küssen sich die Helden nach. der Reihe. Gottesvoll gleicht nun die (5cta Nicht dem vlut'geu Messer, welches Todeswundcn schlägt dem Gegner, Sondern seicht dcr gold'ncn Feder. Welche aottgesührt den späten Enkeln Ihrer Väter Heldenthaten meldet. Abend wird's, die Schatten werden breiter-Heimwärts geht der Greis, die Leta weiter ' Laibacher Zeitung Nr. 180. 1486 7. August 1890. Tabakfabrilate und Cigarren 17,119.662 fl., jene des Specialitäten.Verkaufes 612.615fl., zusammen 17,732.277 Gulden. Werden hiezu noch die Ergebnisse des Verschleißes im Auslande und an das Ausland per 118.459 fl. gerechnet, so ergibt sich eine Gesammteinnahme von 17,850,736 fl., welche sich gegen die Verschleißresultate der gleichen Periode des Vorjahres per 17.580.987 st, um 269.749 fl,, das ist um 15 Procent höher heraus« stellt. Größere Einnahmen wurden in den Ländern Nieder« österreich, Galizien, Böhmen, Schlesien, Salzburg und Mähren erzielt. Gestiegen ist der Consum folgender Cigarrensorten, und zwar der Regalitas, der Aara« Trabucco, der Cuba-Portorico, der Portorico (^ 3 - 3 Millionen Stück) und der gemischten Ausländer (-j- 15'2 Mil« lionen Stück), sowie der Papiercigarretten um 32 2 Millionen Stück. Die übrigen Sorten weisen durchgehends einen Rückgang im Verbrauche auf. Der Verbrauch an Schnupftabak hat um 8891 Kilogramm abgenommen. An Rauchtabak wurden um 146.779 Kilogramm weniger abgesetzt. — (Großes Eisenbahn ' Unglück.) Aus Pilsen wird uns vom Gestrigen telegraphiert: Der gestern nachmittags 2 Uhr 15 Minuten vom Westbahnhofe ab» gegangene Personenzug Nr. 17 ist nachts zwischen den Stationen Vlovic und Nezvetic entgleist, und sind der Katastrophe mehrere Menschenleben zum Opfer gefallen. Nach der Erzählung eines Mitreisenden, welcher nur eine leichte Verletzung erlitt, trug sich das Unglück folgender« maßen zu: Der Zug gelangte um 11 Uhr 30 Minuten nachts mit einer Verspätung von 14 Minuten nach der Station Vlovic, von welcher derselbe um 11 Uhr 32 Minuten unter strömendem Regen mit 11 Waggons, die mit 78 Personen beseht waren, abgelassen wurde. Der Zug mochte etwa zehn Minuten die Station Vlovic verlassen haben und fuhr aus einem ungefähr 16 Meter hohen, sehr abschüssigen Damme, auf welchem das Geleise über den Hetschbach führt, als die Katastrophe eintrat. Das Geleife scheint durch das starke Andrängen des Wassers nach und nach unterwaschen worden zu sein, die Locomotive drückte die Schienen ein, die nachfahrenden Wag» gons wurden unter schrecklichem Krachen über den Damm hinausgeschleudert und zerschmettert. Oberförster Sticken« Wirth und ich kriechen aus unserem Waggon auf allen Vieren zur Locomotive. Neben derselben kauern zwei Passagiere mit Kopswunden. Der Locomotivführer liegt stöhnend und verbrüht im Bache; wir ziehen ihn hervor und betten ihn ins Gras. Aus dem Tender der Loco» motive hängen die Füße des buchstäblich zerdrückten Hei« zers hervor. Wir klettern mühsam von Waggon zu Wag» gon, mit Hilfe anderer Passagiere die Verunglückten her« vorziehend. Am schlimmsten hat die Katastrophe dem letzten Waggon mitgespielt. In demselben hatten sich Auswanderer nach Amerika befunden. Ein zweijähriges Kind war todt, ein Arbeiter dem Sterben nahe, zwei Frauen grässlich verstümmelt. Zugsführer Hrouba und das un« verletzt gebliebene Iugspersonal griffen mit gröhler Auf« opferung helfend ein. Anderthalb Stunden dauerte die fürchterliche Situation, bis endlich von Pilsen und Vlo« Vic die Hilfszüge eintrafen. Ohne Labung, halb erschöpft wurden wir verbunden und theils nach Pilsen, theils nach Vlovic überführt, wo wir nach 4 Stunden eintrafen, ssaum 10 Personen sind unverletzt geblieben. — (Verein «Südmarl».) Wir erhalten fol« gende Mittheilung: Sonntag den 10. August findet in Weihensels die gründende Versammlung der Ortsgruppe Oberlrain des Vereines «Südmart» mit folgender Tages« eintheilung statt: 8 Uhr 40 Minuten früh: Begrüßung der Theilnehmer auf dem Bahnhöfe Weißensels'Ratschach, dann Wanderung zu den Seen und Einnahme des Frühstücks alldort. 1 Uhr nachmittags: Gemeinsames Mittag, mahl im Gasthause «Zur Post». 3 Uhr nachmittags: Gründende Versammlung in den unteren Räumlichleiten des Gasthauses «Zum Stückt». 4 Uhr nachmittags: Freie Unterhaltung auf der Schühenwiese neben dem Gasthause «Zum Stückt», veranstaltet vom Laibacher deutschen Turnvereine und seiner Sängerrunde. 8 Uhr abends: Fest-Commers im Gasthause «Zur Post», ver» anstaltet von der Ferialverbindung deutscher Studenten Krains. — (Personalnachricht.) Se. königliche Hoheit der Corpscommandant Herzog von Württemberg ist heute früh zur Truppeninspicierung hier eingetroffen und im «Hotel Elefant» abgestiegen. — (Das vorgestrige Gewitter) hat in Krain nicht unbedeutenden Schaden angerichtet. Den ein« gelaufenen Verichten zufolge hat sich das Gewitter in besonders heftiger Weife über Oberkrain entladen, doch wurde auch Innerkrain hart mitgenommen. Das Gewitter war von zahlreichen Blitzschlägen begleitet. In Senosetsch schlug der Blitz in einen Nussbaum des Vesihers Ter« sila ein, sprang dann auf das nahe Stallgebäude über, erschlug zwei Stück Rindvieh und ein Schwein. In Voklo wurde durch einen Blitzschlag eine Kaische eingeäschert und die Besitzerin, welche ihr Kind auf den Armen trug. vom «l'tze erschlagen, während das Kind glücklicherweise un-^^^ ^ Nächst Stein wurde ein gimmermann vom N/^ . 3" "l!^ 'c"u9 der Blitz in das Wirt« schaftsgebäude des Gutsbesitzers Ritter von Strahl ?m, welches zum Theile eingeschert wurde. Auch der Hagel hat in der Lacker Gegend bedeutenden Schaden angerichtet. — (Neues Postgebäude inLaibach.) Der Laibacher Gemeinderath hat in seiner vorgestrigen geheimen Sitzung auch formell beschlossen, dem k. k. Handelsministerium den Kaiser»Iosefs-Plah zum Zwecke der Erbauung eines neuen Postgebäudes gegen eine Entschä» digung von 10.000 fl. anzubieten, — («Weißes Kreuz») Wie wir erfahren, hat das am 31. Juli im Garten der Südbahn-Restauration veranstaltete Festconcert zu Gunsten der Gesellschaft vom «weihen Kreuze» ein Reinerträgnis von 120 st. erzielt. — (Sterbe fall.) In Villach ist am 4. d. M. der Realitätenbesitzer und gewesene Kaufmann Herr Georg Nagele im 64. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene war Schwiegervater unseres Mitbürgers Herrn Karl Leskovic. — (Aus Wippach) wird gemeldet: Am 1. d. M. brach im Wirtschaftsgebäude des Besitzers Sanabor in Gri^e Feuer aus, welches das genannte Object, dann das Wohnhaus und die Stallungen Sanabors sowie die Wirtschaftsgebäude zweier Nachbarn in Asche legte. Auch einige Hausthiere giengen in den Flammen zugrunde. Der Brand soll infolge Unvorsichtigkeit der Drescher aus» gebrochen sein. — (Aus Krainburg) berichtet man uns unterm Gestrigen: Gestern gieng über Krainburg ein heftiges Gewitter, verbunden mit kurzem Hagelschlag, nieder; doch richtete der Hagel auf den Feldern einen erheblichen Schaden nicht an. — Das vom hiesigen Vereine «Lralno äruötvo» am verflossenen Sonntag veranstaltete Vereins' fest verlief glänzend. Die geschmackvoll decorierten Garten-localitäten des Herrn Peter Mayr jun. waren dicht beseht. Sämmtliche Gesangs« und die vom heimischen Re-gimente ausgeführten Musilpiecen wurden lebhaft accla« miert. Um 10 Uhr abends begann dem Programme gemäß der Tanz, an welchem sich jung und alt betheiligte. — Die Nachricht über die Bäuerin Mubi von Suha bestätigt sich nicht. Maria Mubi befindet sich in ihrem Heimatsorte. — (Ernennung) Der fürstbischöstiche geistliche Rath, Spiritual und provisorische Leiter des Priester» Seminars in Marburg Herr Karl Hribovsel wurde zum Domherrn des Lavanter Kathedralcapitels ernannt. — (Schadenfeuer.) Gestern nachmittags gegen 4 Uhr schlug der Blitz in die Harpfe der Besitzerin Iosefa Kusar in Moste bei Laibach ein und äscherte dieselbe mitsammt den Getreidevorräthen vollständig ein. Der Schaden beträgt über 500 st., dem ein versicherter Betrag von 100 st. entgegensteht. — (Deutsches Sängerbundes«Feft in Wien.) Zu dem am 14. d. M. in Wien beginnenden vierten deutschen Sängerbundes-Feste begibt sich auch von Laibach eine Fahnenabordnung, und zwar bestehend aus Mitgliedern des Männerchores der philharmonischen Ge« stllschaft und der Sängerrunde des Laibacher deutschen Turnvereines. — (Hagelschlag.) Aus Schwarzenberg ob Idria wird gemeldet, dass der Hagel dort am vergangenen Montag großen Schaden angerichtet habe. Auch Ziegeldächer und Fenster wurden arg beschädigt. Zahlreiche Vögel wurden von den Schloßen getödtet. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 6. August. Betreffs des Eisenbahnunglücks bei Pilsen wird authentisch bekanntgegeben, dass der Damm. von welchem der Absturz des Zuges erfolgte, 17 Meter hoch ist, welche Thatsache sowie der Um« stand, dass das Unglück nachts sich ereignete, zur Ver-größlnmg desselben wesentlich beitrug. Weiters wird constatiert. dass das fraglich unterwaschene Object vorlängst rücksichtlich des Vauzustandes genau untersucht, dabei aber kein mangelhafter Bauzustand wahrgenommen wurde. Salzburg, 6. Angust. Der Lehrkörper der hiesigen k. k. Lehrer-Bildungsanstalt veranstaltete heute anlässlich des hundertjährigen Bestandes dieser Anstalt eine Festfeier. Nach dem Festgottesdienste fand in der Aula eine Festversammlunq statt, in welcher Vorträge gehal« ten wurden. Es folgte ein gemeinsames Mittagmahl und abends eine gesellige Unterhaltung in den Mirabell-Localitälen. Berlin, 6. August. Der internationale Delegierten« tag für Feuerbestattung nahm eine Resolution an, worin die Hoffnung ausgesprochen wird, dass die der Leichenuerbrennnng noch abgeneigten Regierungen von der Schädlichkeit des Vegräbniswesens sich überzeugen und die facultative Feuerbestattung gestatten würden. Toulon. 6. August. Auf dem Torpedoboote «Couleur» explodierte ein Cilinder. wodurch zwei Heizer verwundet wurden. Einzelne Blätter tadeln anläsilich dieses UnfaNes neuerdings die mangelhaften Maschinen und die zn wenig geschulte Bedienungsmannschaft der Kriegsmarine in schärfster Weise. London, 6. August. Der österreichisch < ungarische, der russische und der türkische Botschafter sind in Osborne angekommen. Bucnos-Ayres, 6. August. Der Minister des Aeuße" und der Finanzminister haben ihre Demission geaM' Kairo. 6. August. Der Unterstaatssecret'är des Finanzministeriums, Blum Pascha, demissionierte lB nahm die Stelle als Director der Kreditanstalt '" Wien an. Ncwyorl, 6. August. Aus Guatemala wird gemeldet, die dortigen diplomatischen Vertretungen hätte" Unterhandlungen zum Zwecke der Anbahnung des Friedens angeboten. Das Anerbieten sei angenoinlnen worden. ^. Danksagung. Der Central.Ausschuss der untcr dem hohen Protectory Sr. l. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn ErzherM Karl Ludwig stehenden österreichischen Gesellschaft vow «weihen Kreuze» in Wien sowie das Präsidium des IAA Vereines für Krain in Laibach bringen allen jenen uerrlM Persönlichkeiten, welche die Güte hatten, zum Gelingen °e» schönen patriotischen, vom Südbahn'Rcstaurateur Herrn Nllvo> König ans Anlass der Vermählung der durchlauchtigsten l5"" Erzherzogin Marie Valerie mit dem durchlauchtiM Herrn Erzherzog Franz Salvator am 31. Juli zu ^""1 <, der österreichischen Gesellschaft vom «weißen Kreuze» veraB» teten Huldigungs Leopold Huber, Uhrmacher, 43 I., Polanadamm 50, Lung«" emphysem. ImSpitale: « Den 4. August. Sebastian Samuel. Inwohner, "H" ülaragmu» »enilin. — Ursula Terdina, Professors-Witwe. b» "" lulikrs.iila«!«« pulmanum. .^ Den 5. August. Franz Migliö, Kaischler, 36 3>''" folge zufällig erlittener Verletzung. Meteorologische BeobachtuM« in Laibach^ ^ 7"U^M^^34 0 "M3"N. schwach ganz bewölkt' ?>l)b 6,2 » N. ^ 733 0 25 0 NW. schwach ganz bcwöllt MÜ 9 . Ab. ! 733 0 18 1 SO. schwach bewöllt Vcwöllt. regnerisch; gegen 3 Uhr Gewitter mSO-U"'«,, später theilweise Aufheiterung; Wetterleuchten in O. und WH der Nacht Gewitter. — Das Tagesmittel der Wärme 19 8°, 8' dem Normale. _____________________________^^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. 100.000 Gulden sink mit 8 Wiener AussteN""^ Losen zil gewinnen. 50,000 Gulden beträgt der Haupttresi"^ jeder Ziehung. Die Ausstellungs-Lose losten nur 1 fl. "" gM für beide Ziehungen giltig. Wir machen unfere geehrte»' z. daraus ausmcrtsam, dass die Ziehung schon am nächsten 2^,<,g) tag den 14. August stattfindet. (^> Schwarze Seidenstoffe von «0 kr. b,s fl " A p^r Meter — glatt nnd gemustert sca. 1«0 versch. l>",^, — Vers. roben- und stückweise, Porto» und zollfrei das 3^ »^ Depül U. Ilonnodei-ß ll. u. t. Hoflief.), Aüricli. ^ umgehend. Briefe losten 10 lr. Porto. (4) ?-" Tchmerzerfüllt geben wir allen Verwandte«/ Freunden und Bekannten Nachricht, dass uM" innigstgeliebtes Söhnchen "CXr o s gestern um 9 Uhr abends ini jugendlichen Alte von 1V< Jahren verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet morgen um 4 Uy nachmittags statt. Oberlaibach am ll. August 1U90. Joses und Anna ttcnaröiö. Ticfbetrübt geben wir allen Verwandten U' Bekannten die traurige Nachricht, dass unser inn'g! geliebtes Sühnlein heute halb 10 Uhr vormittags nach kurzem Le'deN im Alter von 5 Wochen verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag. 7. August, um 9 Uhr vormittags statt. Um stilles Beileid wird gebeten. Prev oje, 5. August 1890. Vr. Alois KomM. Louise Koman. n^> ^ ' 1487 Course an der Wiener Dorse uom 6. August 1890. Nach dem officiellen Courslilatte, Veld Warr Staats-Nnlcben. >»«4er St°°t«lo!r , , loo fl, A ^ '„,75 A°0est. Guidiente, steuerjre! , ,^» »,. <,«<,,, °"t°rr,N°.°uren.o,'steuerfrei , !..? ^ I^Ä ^"»ntlerte lf,senbahu. «a>ulbUtrlchreN0 Marl 4»/ '"" ^l< N<> — «"««««ermähn «miff. <««< ««Z ^ ^«^ ?n«. «oldicnle 4« "l°Pup,„„„te 5°,' ' ' ' l"Nsi,,.l«»l> «° ^'b^Zrl'or'.k/e^ ' ^ ^^"' «« «« Geld Ware Grnndentl.-Otililllltionsn (für,«n N «M.^ b"/o „allzische...... ,04 _ l«k — »"/„ mährische...... ^-— 5"/„ lirain und Küstenland , . ^._ —-— 6°/n nirderoslerreickische , . . ,N9>^. «,«< «9 >»„ Nndcre dssrnll. Nulehen. Donml-Neg.-Lnsc b"/„ l0U fl. . ,22 — r!,nl,°w»meh<-» vrrlo«. b°/, "g ^ _ .II Psaudliliele («ir ! bett° 50<ühr. . 4'.« . . ,„y,n «,0 4" Prloritats-Obligatloneu (für l0l> st.). sttidlnllübb Noidbahn < »k «alizliche »url^ Ludwig ^Uahn „m. l»«l »»U ft. 3. 4'/.°/« . 99 50 ,<>o _. . l« fl, ^ «„ ^»9^ «ubolph ii«, e lo fi. . . , . ,g „ 2,, 75. Lt.°«rnoi»»Lo«,. W.o,..r xo,.ft ^,5« U^u Veld Ware puvolbelenb.,«». »l»«l. »5»/„»l, »9— 7l) — ^«ndsrbllNl, öst, 20« fi. V. . . L3l>'4U »30 9l» Osstrrr.»««««!. »anl NO« fl. . 9»l' - 98 <- - Unionbanl 20» fl......«4!)Vz24«25 Verlehrlbanl. «lll«. »40 fl, . . l«0 — l»i — Ncticn von Transport' UnternrhmuMn. ,pec «tuck). «lbrecht «nhn 2 st. Vilber . go 9l> », 5<, Äl'ÜId-^iilman, «»hi, lluofl. 3. zy, ?s> «nLg'' . Westbahn l«»0 N,. , 84°..,!,. , «ulchtlehrader ^ij bUl) fi. >I«, ^. Donau. Dllmpfsch« fffahrt. Ve,,. "° "" Oesterr. 5N<» ft. j.) it!w fl, T, " _ ^.^. D»l°Ä°brnb, «ij.'Ä, ü'»l> fl. E .^ ^.. ^rrd!lmnd«-^°idd. »«»Ufl.llM »775, ,7°, »al.Carl^udw.'!«. -iuu fl, «Fl ^.75. ,^,»^ Lemb.. «zernow. - Iassy - Eisen- ^ ' bahn.«escll!ch. !<"'» ft. 2, . 2, ^^ „^z bt°, (lit, „) W!l'!!bah„ i!0 «9? L!, l!nll.We»b,(«llllb.»ra,>»<»s,fi,Z ,«ß — «96 »5 Industrie-Actitn (ver Vtuck). Vauaes., «lla. Oest. lcw fl. . g, — «4 -Vgybler Eilen« und Vt»hl»Ind. in Hilil l00 fl...... 83 -. zz... Elsenbahnw-Leihg,, erste, »»«, 87 !»o 9z.,» «Elbemühl». Papiers, u. »..«, 55— lü'b» liiefinger Vrauerei ll>0 fl. . . 9» 50 93 — Mnntax'Gelcll.. «sterr.-alpine 9?z. 9775 Lrazer G!!en ^nd-Osl. 2<»<» fl, 4l8 «. 480 — V»la°°Iari, Vleinloylen »1 fl, 44z. - 44S' — «Ochlöulmühl». Pllpierf. »lX» fl. — — — >— «Vtt>,rermübl»,P3<» zu 1«< bn Irifailer Nohlenw,»«es. 7U fl. . 144 — »44 bu Waffens.'V.,Oeft.inMenloafl. 48!»— 484 — Wllgaon«Utlhanft., Nllz. in Pest 80 ft......... 8» 50 »0-«) Wr. Bailneselllchllft ll»a fl, . , 7» - 77 — i»!enerbeigel Z!e«el'Äctien'»el. l8« «i0 »8l bo Devisen. Deutsche Pla>...... 5« fz 5« 8u Ulmbon........ «!«— llSU5 ^ari» , ....... 4ö 8», 4b 87. Valuten. Ducaten........ b'b» »5« ««-ffranc« stücke , , , 9»i>, l»'«l» Deutsche Neichlbanlnoten . bß 70 ü« ?7. Hapier.Nubel...... l 3»« 1 »e^„ ^'>,!ie»I li/> 4i lH 4i 3d