Nt. 235. Montag, 13. October 1890. 109. Jahrgang. Macher Zeitung. ""'A-in n "plti«: AM Pos«ver!enbung: yaüMhrja fl, «5, halbjährig fl. 7«». Im «omvloir: llline <>..« "' balbiiihri» ss. 5'5N. ssNr die ZusleN»»« In« Hau« nanzj«hr!g fi, ,. - Insertlon«aeb»r: FUr ^ '"''«air di« zu 4 ^sj,e„ ^5,^, „löf>sle per «eilr « lr,: bn östelcn WirknliolmM« prr Zell« 8 lr. D!e «Laibachlr Zeltung» erscheint täglich mit «lulnllhme der Honn« und sseiertage Die «dmwlftratt»« befindet sich «ongrellplah li, die «ebartlon Vahnholzasse ^4, Lpiechstunde» der Mebaction täglich von l(» HI« l» Uhr vormittag«, — UnfranNerte »rieft »erben nicht angenommen und Manujrrlptt nicht zurückgestellt Amtlicher Theil, All.A. k. ""^ k. Apostolische Majestät haben mit vom 4. October d.I. dem mit ^ent^l eines Oberbergrathes bekleideten ordentlichen llinl,' Professor der'Berg° und Hüttenmafchinenbau- »on /" ^" Bergakademie in Leoben Julius Ritter 6las ""öl an der Bergakademie in Leoben und den 3" Director dieser Anstalt Franz Röchelt betleis» k'"es Oberbergrathes taxfrei allergnädigst zu 'w geruht. ^llltt^^ ""b k. Apostolische Majestät habrn mit Ms?'" Entschließung vom 3. October d. I. dem ^lllll'z k " Staatsgymnasimn in Rudolfswert I'. La« bleib^v^va t ans Anlass seiner Versetzung in den ^t ^ ^ Ruhestand das goldene Verdienstlreuz mit ""e allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Inn^ ^'"lsterpräsident als Leiter des Ministeriums "linis.'. " bat deu Ministerial.Vicesecretär in diesem «.,"ln Max Ritter von Grabmayr zum Be-'^^ann in Kärnten ernannt. Uichtamtttcher Weil Zur Situation. ^. Wien. 9. October. 3l°le!,/^be. welche Herr Crispi im Politeama zu Mec i^Mten, zeigt diesen hervorragenden Minister »r ".'".ner ganzen Bedeutung als politischen "'«hl n, ^brwussten Staatsmann. Herr Crispi ?^"lali?v "" gewandter und unerschrockener Par. Mtt iz^' ."n Mann von raschem Entschluss und 3 ^qem?^' ^ überschaut auch mit writem Blicke MH °z'^" Verhältnisse und beurtheilt sie mit der Mlicher m überlegenen Geistes. Cr ist ein leiden. M ill, ^.-pawot; aber sein starkes Temperament ^'chtiqen !w^.^"^ Harfen Verstandes, der ihm 3 der di ?tel f«r das Wohl seiner Nation zeigt Allste» ^"wege. auf welche Schwärmer und 3^n wH^A"' mit leuchtender Deutlichkeit auf. ^dey ^- E>n kräftiges Nationalbewusstsein hat ^^z^MelttnenItalien einen einheitlichen, mäch. tigen Staat geschaffen, und Erispi selbst hat unter denen, welche rastlos dafür wirkten, sich ausgezeichnet. Damit scheint jedoch einer Anzahl von Hitzköpfen das letzte Ziel der territorialen Entwicklung des italienischen Staates noch nicht erreicht. Sie finden keine Befrie» digung darin, dass ihr Volk nun eine selbständige, ehrenvolle nationale Existenz in Europa besitzt, dass der italienische Geist seinen politischen Körper gefunden hat und in diesem in seiner ganzen Eigenthümlichkeit seine hohen culturellen Aufgaben erfüllen kann. Sie begreifen nicht, dass damit die erste Frage, die dem Volle sich auferlegt hatte, gelöst ist: sie verwechseln die geschichtliche Nothwendigkeit der Schaffung eines italienischen Reiches, neben welchem Bruchtheile der Nation im Auslande in vollem Genuss ihrer nationalen Rechte leben, mit dem Traumbilde der Vereinigung aller Menschen italienischer Sprache unter ein einziges Banner, einem Traumbilde, das an geschichtlichen, politischen, geographischen und ethnographischen Noth« wendigkeiten sich brechen muss wie an Felsen. Es ist die Eigenheit der Radicalen, wie ja ihr Name, den sie mit Stolz sich beilegen, genügend besagt, dass sie eine Idee bis an ihr äußerstes Ende ver. folgen, den Trank mitsammt dem Bodensatze leeren wollen. Sie sehen nichts, sie verstehen nichts als den einen Gedanken, von dem sie beherrscht sind. Es genügt ihnen nicht, dass der Gedanke innerhalb der Grenzen des Möglichen, innerhalb der Grenzen, welche die Be« rechtigung anderer Gedanken ihm zieht, verwirklicht sei; sie wollen ihn radical verwirklicht wissen, steifen sich darauf, wenn lange schon neue Probleme dringend herantreten, und halten sich trotz diesem zähen Hängen an Ueberresten aus der Vergangenheit für die wahren Propheten der Zukunft. Herr Lrispi ist nicht gewohnt, in schüchternen Umschreibungen zu sprechen; er hat gerade heraus den Irredentismus den schädlichsten der Irrthümer in Italien genannt, den Feind der Einheit, die er zu vollenden vorgibt, und des Friedens, dessen Apostel er zu sein behauptet. Er hat nachgewiesen, dass der Irredentismus Italien zum Störenfried in Europa mache und es gleichzeitig des Bollwerkes seiner Einig« keit, der Dynastie, berauben wolle. Der Irredentismus wendet sich, um das Wohlwollen französischer radicaler Republikaner zu er» schmeicheln, zunächst nur gegen Oesterreich'Ungarn, aber er erweckt Misstrauen auch in allen anderen Staaten, welche italienische L^ndestheile besitzen: in der Schweiz, in Frankreich, selbst in England, das auf sein kleines Malta als auf einen wichtigen Stützpunkt im mittelländifchen Meere blickt. Eine Regierung, die mit dem Iriedentismus liebäugelt, bringt daher Italien nothwendig in die Stellung eines isolierten, aus« geschlossenen Staates, der als ein Element der Unruhe betrachtet wird. Crispi brauchte sich nicht auf die theo» retische Beweisführung zu beschränken; an der Hand von Thatsachen konnte er zeigen, wie das Land zur Zeit, als der leitende Staatsmann nicht den Muth hatte, den Irredentisten entgegenzutreten, abseits stehen musste, sein Ansehen zum guten Theile verlor, ein Gegenstand des Argwohnes wurde und im Kreise der Mächte sich vereinsamt sah. Die Festsetzung der Fran-zosen in Tunis, gegenüber der Südspitze Italiens, dessen Ministerium schon den entscheidenden Einfluss daselbst errungen zu haben glaubte, bleibt ein sprechen-des, unauslöschliches Argument dafür, wohin ein Staat geräth, wenn seine Führer sich schwach erweisen gegen gefährliche Phantasten und, statt mit der Wirklichkeit der Dinge und den Lehren der Geschichte zu rechnen, sich von unklaren Schwärmereien bethören lassen. Crispi erinnerte daran, dass es aus dieser äußersten Erniedrigung nur einen Ausweg gab: den An« schluss an die beiden Kaisermächte, der mit der Klä-rung des Verhältnisses zu Oesterreich.Ungarn begann. Damit hat sich Italien zu einem Bürgen des europäi-scheu Friedens erhoben, und indem es den Frieden des Erdtheils schützen hilft, bewahrt es sich selbst die Ruhe. deren es gleich allen anderen Ländern bedarf. Als Mitglied des Dreibundes bedroht Italien niemanden, kann aber auch von niemandem bedroht werden. So schwach seine Stellung war. als die Rücksicht auf den Irredentismus die Schritte der Regierung bestimmte, so stark und angesehen ist es jetzt. Crispi verwahrt sich dagegen, dass man ihm Feindseligkeit gegen Frankreich unterschiebe; er spricht ausdrücklich und in den sympathischesten Worten von seiner hohen Wertschätzung für die französische Nation. Aber er weist auch auf die große politische Bedeutung Oesterreich-Ungarns hin, in welchem er das Bollwerk erkennt gegen die panslavi» stische Strömung, deren Bedenklichleit auch für Italien allerdings die verblendeten Einheitsschwärmer nicht zu sehen vermögen. Ihr Programm ist. mögen sie sich nun dessen bewusst sein oder nicht, alles oder nichts; jenes Alles ist unerreichbar — zum Nichts aber können sie die Nation bringen, wenn sie ihre Führung jemals in die Hand bekommen. Herr Crispi hat diese gefährliche Thorheit so beut« lich aufgedeckt, wie noch niemand vor ihm; er hat damit den Irredentismus, das Ueberbleibsel aus der revolutionären Werdezeit Italiens, hoffentlich entwurzelt. Indem er über ihn im Namen der großen Mehr-heit des italienischen Volkes da« scharfe Urlheil fällte, das die nächsten Wahlen voraussichtlich mit aller Wucht Iiemlleton. ^eu und Kroaten als Brückenbauer des do ^ Ial ""Ms SolilNlM I. z/iAien nn^ S^5 waren die osmanischen Horden i». "''gärn n3. .""pa übersetzt und griffen auch die zllw ^ Iadr i5'Zk" Länder mit unerhörtem Glücke ebe^^nma ° ^bezeichnete den Zeitpunkt, da sie »>ik ^'e Krnn.' Slavonien einbrachen, und dicscs M^e Einw.s "" Feuer und Schwert verwüsteten "s u«d »'er ohne Unterschied des Standes. >e^" WgHn^i '".die Sclaverei fortschleppten. ^ 3^n nick, ^re kehrten die Osmanen wieder, sie Siaul. D,^"^^°"ien, s^dern auch Istrien dW^ abermH ^ reiche Beute angelockt, brachen st^ .iur vollst."«, machten Kroatien und Sla-«'n Kiain Ä'gen ^uöde. drangen ohne Wider-^d Q sie llälnli?""ten und Sleiermark ein, welche ven fchrekn N ""wüsteten, weit und breit Furcht E ^leppt"n lteten ""^ ^"'de '" die Scla-La^" EH^tten sie alljährlich ihre Raubzüge, bis >N^'ien ,^'!" I°W 1521 Belgrad. 1522 8e>va"Ngarn em^ ^W ganz Slavonien einnahm, lttlo "' w° d"dl°"a. und die Schlackt bei Mohacs ^Äm^lt 152N "aarlünig Ludwig 'I. das Leben '"Mgkeit der ?. ."""'"^ ganz Slavonien in "rr Türken gerathen, welche sich als rechtsmähige Besitzer ansahen und Slavonien nach ihrer Rcgierungsart einrichteten. Ueber Slavonien herrschte der Pascha von Pozega. Im Jahre 1537 rückte Kaiser Ferdinand I. mit einem mächtigen Heere vor das feste Schloss «Osek», konnte dasselbe jedoch nicht wieder zurückerobern, und so verblieb es 150 Jahre im Besitze der Türken. Kurz vor seinem Tode wollte Sultan Soliman noch einmal in Ungarn einbrechen und bei Essegg über die Dräu setzen, um die Festung Sziget in Ungarn zu nehmen. Er ließ deshalb im Jahre 1566 eine bewunderungswürdige Brücke über den Strom und alle Moräste am linken Ufer schlagen. Hiezu wurden 25.000 kroatische und slovenische Christensclaven (Slavonier, Kramer, Kärntner und Untersteirer) verwendet; dieselben arbeiteten Tag und Nacht daran und vollendeten das Riesenwerk mit unglaublicher Geschwindigkeit in 15 Tagen. «Die Brücken ist anff die 12 grosse Schritt breit, also dass drey Türlysche Wagen, welche breiter als die unserigen sein. zugleich fahren können; auf beeden Seiten der Trag (Dran) feint 1110 und etliche Schritt, jenerseits aber auf die 8000 alles von Aichenen Holz arbaüt und belegt».* Diese berühmte Brücke g,eng von Essegg in der Richtung gegen Darda; sie ruhte auf Jochen und Schiffen, welche durch starte Ketten, eiserne Klammern und Haken fest miteinander ver-bunden waren. * Des Feldmarschallö Grafen von Leslie Kriegsoperationen. Staats-Archiv. Die Brücke über den Fluss war zwischen der jetzigen Festung und der Oberstadt gelegen. Durch dieses große, nur von unseren Stammesgenossen (Christen« sclaven) erbaute Werk ward nun Essegg zu einem höchst wichtigen Schlüssel zu Ungarn betrachtet und ist von den Türken immer stärker befestiget worden, nicht nur, um die Brücke zu decken, fondern auch, um stets sinen freien Einmarsch nach Ungarn zu finden. Im Jahre 1600 nahmen zwar die Ungarn und Kroaten die Festung Osek wieder ein, verloren sie aber bald und brannten im Jahre 1664 die ganze Brücke nieder. Die Türken bauten sie aber in kurzer Zeit wieder auf. Im Iahr.e 1682 erfolgte die zweite Belagerung von Wien, und bildet diefes Jahr im Kriege des Kaisers gegen den Halbmond den Anfang einer Epoche, wäh» rend welcher der Erfolg fast ununterbrochen an die österreichische Fahne gebunden blieb. Als daher Kaiser Leopold l. mit siegreichen Waffen vordrang und vom 11. Juli bis 19. August Neuhäusel belagerte, wurde ein Corps unter Commando des Felbmarschalls Leslie gegen Esseg gesendet, um die Brücke zu zerstören. Der Feldmarschall bestimmte zu dieser Operation 6600 Mann ausellesener Truppen, darunter 3000 Kroaten und Kramer. Da in den verarmten Gegenden zwischen Turnovac und Essegg an Requisitionen gar nicht zu denken war, musste das Expeditionscorps den Proviant für zehn Tage mit sich nehmen. Zur Bewachung des Lagers in Turnovac und des in demselben befindlichen Trams blieben dk Oberste Heister und Pace mil 2000 Mann zurück. Laibacher Zeitung Nl. 235. 1952 13. October 1890. bestätigen werden, hat er vor ganz Europa die grad« sinnige, friedliebende, kräftige Politik Italiens aufs neue proclamiert, die überall, wo man den Frieden ernstlich will, aufrichtige Anerkennung finden muss. Er hat gezeigt, das der Irredentismus vom Volke aus« gestoßen werden müsse als die schädlichste politische Geistesrichtung, die im Lande vertreten ist, er hat darauf hingewiesen, dass das Volk und nicht nur die Regierung die Verträge achten müsse. Dass mit einem solchen Staatsmann das Verhältnis Mischen den drei Verbündeten sich, wie in der Rede gesagt ist, aufrichtig, herzlich gestaltet hat. ist selbstverständlich. Crisfti handelt nur nach dem wahren Interesse seiues Landes, und kein Schleier nebelhafter Träumerei trübt seinen scharfen Blick im Erkennen dessen, was er verlangt. Da das Bündnis aber auf dem Parallelismus der wichtigsten Interessen der alliierten Reiche beruht, so war es nicht anders möglich, als dass die Be« ziehungen immer intimere wurden, das gegenseitige Ver« trauen immer kräftiger erstarkte. Die Sache des Dreibundes ist die Sache des europäischen Friedens und der europäischen Civilisation selbst. Der klarblickende Staatsmann, der mit gesundem Realismus Stellung genommen hat, dient einer weit größeren, writ reineren, weit fortschrittlicheren Idee. als die Anhänger der einseitigen Dogmen, deren Nichtigkeit und Gefährlichkeit er so schlagend nachgewiesen hat. Die Nation wird nicht zweifeln, wohin sie sich zu wenden hat, sie zweifelt schon jetzt nicht — das zeigt der laute Beifall, welcher der Rede Crispi's von dem glänzenden Publi-cum gespendet wurde, das sich versammelt hatte, den ersten Minister zu hören. Politische Uebersicht. (Zur Situation in Böhmen.) Man tele« graphiert uns unterm Vorgestrigen aus Prag: Die Vertraueusmänner der altczechischen Partei haben heute abends ihre am Donnerstag begonnenen Berathungen zu Ende geführt. Den Vorsitz führte Dr. Rieger. An den Berathungen nahmen theil: Dr. Mattus. Dr. Trojan. Bürgermeister Dr. Oolc, Zeithammer. Director Tonner, Dr. Zak, Dr. Okarda und Topinka. Prof. Kvicala, welcher an der Eröffnungssitzung der böhmischen Akademie der Wissenschaft theilnahm, war entschuldigt. Es wurden die Vorschläge für die am Montag stattfindende Versammlung der altczechischen Abgeordneten verfasst, bis zu welchem Tage strenge Geheimhaltung beschlossen wurde. Nach dieser Versammlung soll eine Publication erfolgen. ('Landtagswahl in Niederö st erreich.) Die Nachwahl im niederösterreichischen Städtebezirke Baden - Mödling findet am 30. October statt. Der deutsch fortschrittliche Bürgelverein in Baden hat bereits Herrn Weinbauschul-Director Göthe als Bewerber aufgestellt. (Bergarbeiter- Congress.) Der Congress der Bergarbeiter Oesterreichs findet in Wien am 26sten d. M. mit folgender Tagesordnung statt: Lage der Bergarbeiter, achtstündige Arbeitsschicht, Organisation der Bruderladen und der Fachvereine, die Fachpresse, freie Anträge. Man erwartet das Erscheinen von 1000 Arbeitern. (Böhmischer Landtag.) «Hlas Naroda» theilt mit. die Tagesordnung der Landtagsarbeiten habe sich durch das Ueberschwemmungsunglück verschoben; erst werden Hilfsmaßregeln für das Land berathen, dann erst die Nusgleichsvorlagen weiter verhandelt werden; dass nur jene Vorlagen durchgehen werden, die einer einfachen Majorität bedürfen, liege darin, dass das Vertrauen der Czechen getäuscht wurde und der Glaube an den guten Willen der Deutschen nicht aufrecht bleiben konnte. Ein Theil der altczechischen Abgeordneten verharre bei dem Grundsatz, dass er durch die Beschlüsse vom 26. Jänner gebunden sei. der andere Theil aber bestehe auf der czechischen Amtssprache. Welche verhängnisvolle Wendung für die Nation dieser Landtag heraufbeschwört, sei nicht abzusehen; wohl dem, der nichts auf dem Gewissen habe. (Der Wiener Gemeinderath) beendigte vorgestern die Debatte über das Statut von Grohwieu und sprach dem Referenten Grübl für die Berichterstattung den Dank aus. Die Antisemiten stimmten dagegen. (RumänischeGeneral-Conferenz.) Das Präsidium des Central - WahlcomiW der rumänischen Nationalpartei in Siebenbürgen beruft die Abgeordneten sämmtlicher von Rumänen bewohnter Wahlkreise zu einer Generalconferenz für den 27. October nach Hermannstadt behufs Besprechung wichtiger politischer Tagesfragen. (Ungarn.) Im Finanzausschusse des ungarischen Reichstages erklärte handelsminister Baroß, es werde stufenweise die Anlegung doppelgleisiger Bahnen erfolgen. Bezüglich des Frachtentransportes sei bloß die Aenderung des Localtarifes der ungarischen Staatsbahnen im Zuge. Die Regierung sei principiell geneigt, die Sache der ungarischen Seeschiffahrt eventuell durch Auflösung des Vertrages mit dem Lloyd bezüglich Ungarns zu ordnen. Die diesbezüglichen Verhandlungen seien im Zuge. (Russland und die Lage.) Die Wirkungen der Monarchen-Zusammenküufte beginnen sich überall vor allem darin zu äußern, dass sich eine größere Beruhigung als bisher über die politische Lage bemerkbar macht. Auch in den aus russischen Quellen kommenden Urtheilen über die Lage wird vielfach die Ueberzeugung ausgesprochen, dass keine Störungen der ruhigen Entwicklung zu erwarten seien und dass Russland nicht aus seiner zurückhaltenden Stellung herauszutreten be« absichtige. Dagegen verdient es Beachtung, dass russischerseits den Interessen der orthodoxen Kirche er. höhte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit mögen auch die Meldungen zusammenhängen, welche den Besuch des russischen Thronfolgers in Constantinopel wegen der Differenzen zwischen der Pforte und dem ökumenischen Patriarchate als wieder fraglich geworden bezeichnen. (Deuschland und Italien.) Es ist nun außer Zweifel gestellt, dass demnächst zwischen dem deutschen Reichskanzler von Caprivi und Herrn Crispi eine Zusammenkunft stattfinden wird. Sie hätte, wie man sagt, schon früher erfolgen sollen, ist aber bis nach dem Florentiner Bankett verschoben worden, damit man Herrn Crispi nicht den Vorwurf machen könne, seine Rede sei durch die Begegnung beeinflusst worden. Die Rede selbst bildet das Hauptthema der europäischen Presse. Dass sie in Paris einen sehr unangenehmen Eindruck machte, begreifen wir vollständig. (Sibirische Eisenbahn.) Wie «Novoje Vremja» erfährt, ist der Bau der sibirischen Eisenbahn nunmehr beschlossene Sache. Dieselbe soll durch den Fiscus selbst gebaut und ohne Verzug in Angriff ge« nommen werden. Das Blatt hebt die strategische und mercantile Bedeutung dieser Bahn hervor und glaubt, dieselbe dürfte eine engere Verbindung Russlands mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika herbeiführen. (Irland.) Die Abgeordneten William O'Vrien und Dillon sind trotz des nicht beendeten Proceß heimlich nach Amerika abgesegelt. Die Caution von ie 1000 Pfund verfällt. Gegen die flüchtigen Deputaten wurden Verhaftsbefehle erlassen. (England und Italien.) Die «Tun»' melden aus Neapel: Die italienisch-britischen Unter/ Handlungen blieben ergebnislos, weil Italien den bN' tischen Vorschlag, wonach England einen beträchtlichen Theil des östlichen Sudan, aber ohne Kassala, erhalte" sollte, ablehnte. ^ (Portugal.) Lmauo di Castro hat die ^ binetsbiloung aufgegeben. Der König berief nm°" Chlisoswmo. welcher einen neuen Versuch »nterMM aber denselben schon vorher für aussichtslos erllam. Die republikanische Agitation ist im Zunehmen, d«e M dicalen triumphieren. ,»,, (In Massauah) stehen 200 Mann RegM" und 600 Mann Irreguläre zum Abmarsch NA Kassalla bereit, das noch von den Derwischen besetzt^ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie ^ «Klagenfurter Zeitung» meldet, der freiwilligen ljeu wehr in Görtschach 100 fl. zu spenden geruht. » Se. Majestät der Kaiser haben, wie ° «Präger Abendblatt, meldet, den Militär-Vete"^ vereinen in Bischitz. Birkenberg und Hennersools ' 60 fl. zu spenden geruht. — (Schloss Habsburg.) Wieder einmal s^ Bemühungen rege geworden, um die Ha^ltt^beli Stammsitz unseres Kaiserhauses, in den Besitz de«> zu bringen. Erzherzog Franz Ferdinan d von ^ reich'Este hat den hochherzigen Entschluss gefaM "' ^ Truhveste auf dem Wiilvelsberg bei Schinznach " ^, zu erwerben und Sr. Majestät dem Kaiser-König al ^ schenk darzubieten. Aber es scheint, als sollten d'e dem Canlonsralh von Nargau eingeleiteten Verhano ^ auch diesmal erfnlglos bleiben. Der Eantonsrath ^"^ «^ Ansicht, dass das wichtige historische Baudenkmal '" " ^ der Eidgenossenschaft zu verbleiben habe. Von den 5 ^ ^n der Burg ragt nur einer, und auch dieser voll ^ ^» und Risse in die Lüfte, die breiten Steinstufen "> ^ durch Brelterstiegen ersetzt, und in dem einzigen "^ ^ haltenen Gemache der Burg haust der FeuerwacY^ ^ Ortes Schinznach. In der'«Reichswehr» wird n« ^ den Kreisen der Armee der Vorschlag gemacht, d''' ^s der vornehmste Träger des dynastischen Gedan^ ^ Heer als die wehrhafte Verkörperung aller "A hMs Reiches, möge an die Wiederherstellung berV sseltt schreiten, das Heer sollte an die schweizerische ^ ^te" schast und die Cantonsbehörde des Nargau h" ^ und die käufliche Erwerbung der Habsburg «n ^ Renovierung durchführen und die altehrwürdlg Sr. Majestät in tiefer Ehrerbietung widme«. . M — (Von den Staatsbahnen.) ^HisO" ordnungsblatt der Generaldirection der iWl n ^ Staatsbahnen enthält die Ernennung des bisher" gla, triebsdirectors von Innsbruck. Theodor Ritter von D,e zum zweiten Stellvertreter des Verkehrsdirecio > ^t, Agenden der Vcrkehrödirection wurden derart ^^ dass die dienstes sowie des Gütertransportes dem H^"? /d«"^ reserviert bleiben, während die Bureaux sür 3"^° ^ste"' erstellung und Personentarife Herrn v. Scala werden. Während des Marsches hatten die Truppen wegen der großen Hitze und des Mangels an Trinkwasser außerordentlich zu leiden. Am 13. August langte Leslie auf dem Essegger Felde an, wo er, um den Gegner zu läuschen, ein Lager für eine Armee von 30.000 Mann aufschlagen ließ. Die Türken, obwohl von drei Pascha« befehligt und an Truppenzahl den Kaiserlichen überlegen, erschienen zwar mit 1000 Reitern und einer beträchtlichen Zahl Fußvolk vor der Stadt, ließen aber Leslie Zeit. seine Schlachtordnung in Ruhe zu formieren. Als endlich einzelne Ianitscharen sich dicht an die Kaiserlichen drängten, gieng Leslie zum Angriff über und lieh langsam gegen die feindliche Front vor-tücken. Als das Feuer der Kaiserlichen dem Feinde sichtbaren Schaden zugefügt hatte, befahl Leslie den auf beiden Flügeln eingetheilten berittenen Kroaten, zur Attaque überzugehen. Nach kurzem Gefechte wurden die Reiter geworfen und flüchteten, während die Infanterie unter dem Pascha von Pozega in die Festung zurückwich. Die vor der Festung befindliche Stadt wurde im ersten Anlaufe erstürmt und in Weser ein reicher Vorrath von Proviant und Fourage erbeutet. «Alles hat uns und unsern Pferden sehr wohl bekommen, indem wir seit« hero Legradt nicht viel zum beissen gehabt und alle« weil marchnt. als wann wir durch die Oessert aä kradlu,« gegangen würen.» * ^ne^.VaHaV^ ^" "°" ^"" 'Kriegsopera. Am 14. August ließ Graf Leslie 16 Schiffsmühlen verbrennen und besichtigte hierauf die große Brücke, deren Zerstörung der Zweck seiner Expedition war. Leider fehlte es ihm an Fahrzeugen zur Passierung der Dräu, und als endlich einige Schiffe herbeigeschafft wurden, waren diese so klein, dass 16 Dragoner, die sich nebst einigen. Kroaten freiwillig zur Verbrennung der Brücke gemeldet hatten, während der Ueberfahrt ins Wasser stürzten und nur mit Mühe gerettet werden konnten. Die Brücke diesseits der Dräu wurde aber in wenigen Stunden vollständig niedergebrannt. Leslie versuchte nun auch die Festung zu erstürmen, was ihm jedoch nicht gelang; mit beträchtlichen Verlusten trat er am 15. August deu Rückmarsch an. Noch während desselben Tages erhielten seine Truppeu die Nachricht von dem Siege des Herzogs von Lothringen bei Gran und der vollständigen Auflösung der türkischen Hauptarmee. Erst im Jahre 1712 wurden unter Kaiser Karl VI. die türkischen Festungswerte geschleift uud die Festung nach dem Stile Vauban aufgebaut. Gegenwärtig hat dieselbe ihren einstigen Wert verloren und wird nur noch als Depot benützt. Fridolin Kaucii. Merstoßen und verlassen- Noman vm, «mile «ichebonrg. (12U. Fortsetzung.) sM^H Geneuieve erröthete leicht und entgegne^ ^^'">" «Ich kann das Englische, das Deutsche, ancy ^ und Spanisch!» , .„ OMe" «Hören Sie!, rief die Marquise von entzückt. . .^ hopp"« «Ja, Frau Marquise, und ich b" ^^le „ überrascht von dem bescheidenen Auftreten °e» u M Oenevieve!» Es ward nun eine kleme H ^M" genommen, in welcher sich alle Sprachen, welche sie genannt, Die Oberin bat Genevicve, sich wieder für "' u ^ oe blicke nach dem Raum ">U, Moment geharrt, in dem sie sich ^r ^ zse /^ vorstellen können, da sie mit der Frau ^«'^ss "" zu sprechen habe. Oenevieve fühlte «ch g"' ^li, ". lm Begriff sei, über ihr Schicksal zu "U Wrq^' sie war nicht unruhig; sie baute "'s ^^. h,e rmlche ihr ein unbegrenztes Vertrauen e"! ^helN^ «Nun, würdige Mutter., sprach d,e,r, ^el'" Thür sich hinter Geneviöve geschlossen. «"" von diesem jungen Mädchen?» ^e t. Frey, toastierte auf den anwesenden Ackerbau« ßük i ^"^" Fallenhayn und den Statthalter Baron .., ^ Der Kaiser danlte telegraphisch für die dar-u "achte Huldigung, welche Mittheilung de« Statthat- lnl« ^ begeisterten patriotifchen Kundgebungen An» '" gab. ^ ^- (CinPortefeuille Napoleons I.) Das Journal d'Odessa» berichtet, das« das historische Porte, ^"e, welches Napoleon I. im Jahre 1812 beim Nesil^S. über die Beresina verlor, sich gegenwärtig im den, """ russischen ßdame befinde, die es als Sou« ltte cm-'" .^"^n Felix Ledochowski erhalten habe. Meh-hands ^" ^" Familie Napoleon stehen in Ver° lvelcl.?^ ^^" Erwerbung dieses Portefeuilles, für Hütte "pvleon III. vergebens 1000 Louisd'ors geboten Wlll^ (Meteorstein.) Aus Tamatave auf Mada. ^. l' 8. September, wird gemeldet: Vergangenen Mitt» hie^ !"" 6''/< Uhr abends bei völliger Dunkelheit fiel ^iiw" ^"^"t. Wunderbar schön war die etwa zwei Hk^l" andauernde, dem elektrischen Lichte ähnliche Ipiiler runder Stein fiel nieder. Einige Minuten ^rims!?""^ "^" ^^" ^"ß. anhaltendes, donnerndes Elu^ , ""^ blieb eine Stelle am Horizont über eine "t^lang hell erleuchtet. Ailiiszl? (Gegen die Cholera,) Der Handels» Itta ^ ^l wegen Gefahr der Einfchleppung der Cho-^achl/ "^^nung der bestehenden siebentägigen Be» ^elle ^.^^" Herlünste aus dem Golfe von Alexan-^'hnliH ^ ^°" ber Küste zwischen Mersina und "b anlangenden Schiffe versügt. llllcl^. seltener Tob.) In Ville d'Avarey früh. VlilhH"^ lustige Gesellschaft im Walde. Ein junges ^espe ^" Weintrauben und verschluckte dabei eine ^bchen '"" schwoll die Speiseröhre an. und das k'Ne ^. ^" trotz ärztlicher Hilfe eine Stunde später ^klo (Streik in Frankreich.) Nach einem uns ^ sjH?" Telegramme meldet der Pariser «TempS», ^biet 3 . streik der Glasarbeiter über das Gesammt-^t ?°''Valenciennes ausdehnt. Die Oesen sollen ^er k», ^tl- Man rechnet auf eine zweimonatliche ^» Streiks. ^^(^"gdunfllll des Generals Werder.) ?"ert>pl ""vskij Dnevnik» zufolge wurde der General Mer !, ""' ^r Jagd in Spala in Rufsland, an l °'sschul» ^^'^^ b'"'ler nicht theilnahm, durch einen ^ berw ^ lieivchirurgcn Hirsch oberhalb des Knies »> ^ s« !' ^^ Knochen ist nicht beschädigt, ^steigu^'! felt hur m.) Die Einnahmen für die n?"sse d», ^'ffelthurmes in Pari« haben seit dem ^00o <> ^"jährigen Ausstellung bis zum 6. d. M. ^ s""ncs ergeben. M ein z?,"ch ^'n Blumenfreund.) «Sind Sie ^"ein S,«"^lreund, Herr Acluar?. — «Gewiss, °" gern ' ^"^ i"'" Beispiel ess' ich für mein Local- und Provinzial-Nachrichten. Lailiacher Dicycle-Club. Der Laibacher Bicycle.Club begieng gestern die Feier seines fünfjährigen Bestandes in würdiger Weise. Bevor wir jedoch über die Feier selbst berichten, sei es uns gestattet, aus der fünfjährigen Thätigteil de« Clubs an der Hand des aus diesem Anlasse soeben publicierten «Gedenkblattes» die wichtigsten Momente hier mitzutheilen. Der Wahlspruch des Clubs zeigt die ernste, ethische Auffassung des Radsportes beim Laibacher Vicycle-Club. Die wichtigsten Gedenktage des Clubs sind im Gedenk« blatt nach dem Datum geordnet und besprochen. Als Gründer des Clubs (1865) und mehrjährigen Obmann finden wir Herrn Josef Krisper, Chef des Großhand' lungshauses Anton Krisper (gegenwärtig erstes Ehrenmit» glied des Clubs), als zweiten verdienstvollen Obmann seit 1888 Herrn Rudolf Kirbisch; seit März l. I. sührt Herr A. E. Achtschin jun. die gügel der Clubleltung mit fester, zielbewufster Hand. Der Laibacher Vicyclr-Club steht seit dem Frühjahre 1888 in Sportfreundschasts-Verband mit dem muster, giltigen Grazer Bicycle-Club, der dies auch durch Ab» ordnung seines Meisterfahrers Herrn Hubert Endemann (Meisterfahrer des «Bundes deutscher Radfahrer Oester-reichs» im Kunstsahren) und des Mitgliedes Herrn E. Keller zur ersten Radfahr-Akademie am 10. November 1889 zu Gunsten der Ueberschwemmten in Krain kundgab Ein gleiches Sport Cartel gieng der stramme Görzer Cv/list'Club mit dem Laibacher Club ein. Nicht minder herzlich sind die Beziehungen zum wackeren Cillier Rad« fahr.Vereine, der am 20. und 21. Mai 1888 dem Grazer und dem Laibacher Club jenes herrliche Sport-Rendezvous in Cilli veranstaltete, an dem alle Mittel« und sübsteieri» schen Clubs theilnahmen. Seit dem 10. August 1890 wurde auch mit dem deutschfreundlichen Voloc« 0Iud 'Iliolltmo ein sportlameradschastliches Verhältnis an» gebahnt. An diesem Tage errang der zum ersten großen internationalen Radwettfahren des Voloc« Olud ^rioLtiuo erschienene Laibacher Club die schöne goldene Concurrenz. Medaille, ausgeschrieben für den in stärkster Mitglieder« zahl, voller Sporttracht (ärog«) und schulgerechtem Aus-fahren das Radsahrfest besuchenden auswärtigen Club (der Lclibacher Bicycle-Club hatte mit 18 Mann die 107 Kilometer lange Clubfahrt nach Trieft urternommen und die viel näher gelegenen italienischen Clubs bei dieser Concurrenzauffahrt besiegt). Der Voloc« (^lud 'I'iio8Uuo stattete dem Laibacher Bicycle.Club dafür am 28. September einen Gegenbesuch in Laibach ab. Als Sportfesttage ersten Ranges verzeichnet die Fest. schrift weiters den 17. April 1887: Rennen in Görz; 8. Mai 1887: erstes internes Clubrennen bei DomM unter dem Ehrenpräsidium des Herrn Grafen Leo Auers-perg; «Mai 1688: festliche Zusammenkunft des Laibacher Bicycle-Clubs mit dem Görzer Cyclist-Club und Cyclist» Club Trieft in Ndelsberg; 10. Mai 1688: erstes internationales Rennbahnrennen des Laibacher Bicycle«Clubs auf der Bahn des Grazer Bicycle-Clubs; 8. Juli 1688: corporativer Besuch des deutschfreundlichen Cyclist-Club Trieft unter Führung seines Obmannes Herrn Otto Reißaus; 12. September 1888: zweites internes Club» wettfahren bei Krainburg unter dem Ehrenpräsidium des Herrn Dr. Robert Edlen V.Schrey; 18.November 1386: der «Wellmeiftersahrer im Kunstfahren» Nikolaus Kaufmann und sein Compagnon Mac Anney treten über Einladung des Obmannes R. Kirbisch bei einem Clubabende im Glassalon aus; 27. April 1890: interne Frühjahrs-Akademie de« Laibacher Bicycle'Clubs; 2b. Mai: Clubpartie nach Gottschee zur Fahnenweihe des Gottscheer Turnvereines; 13. Juli: drittes internes Straßenwett» fahren bei Laibach. Sieger (5 Kilometer) R. Kastner, (25 Kilometer) R. Bayer, «Clubmeisterfahrer»; 10. August: Triester Rennen, R. Bayer erringt den zweiten Preis im Iunior-rennen. , Die Zahl der gefahrenen Kilometer des ganzen Clubs war im Jahre 1888 mit 21.000, im Jahre 1869 mit über 23.000 im «Logbuch» (Fahrtenausweis) eingetragen; für die größten Tourenleistungen sind im Club Preise ausgesetzt. Im Winter finden allwöchentlich Schulfahrübungen statt, und das gesellige, kamerad-schaftliche Leben pflegen die Donnerstags»« Clubabenoe». Dafs der Club an der Gründung der Clubs zu Krainburg, Domzale, Gottschee mitwirkte, war ihm eine satzungsgemäße Ehrenpflicht; aber auch die Mitgründung des «Radsahr-Vereine« Villach» sowie die Aufstellung und Leitung des «Karstgaues» vom «Bunde deutscher Rabfahrer Oesterreichs» mag dem sporteifrigen Laibacher Nicycle-Club in den Augen aller Sportfreunde zu bleibender Ehre gereichen. Das gestrige Sportfest, welches auch Frau Baronin Emilie Winller mit ihrem Besuche beehrte, begann um 5 Uhr nachmittags mit der gelungenen Auffahrt der Radfahrer. Das Nieberradschulfahren wurde sehr exact von den Herren Bayer, Millih, Linbenberger nnd Schwara unter Commando des Fahrwartes ge-sahren und erntete reichen Beifall. Das Kunstsahren des Herrn Wennig zeigte uns sehr schwierige und elegant ausgeführte Fahr», Aufsprung., Absprung-, Stand» und Kletterübungen, welche dem brausend Bejubelten seitens des Clubs einen Lorbeerlranz mit Wibmungsschleisen eintrug. Das Hochradfahren der Herren A. Achtschin jun., E.Uchtchin,Linbenberger,Schwara, G.Kaftn er und R. Kastner wurde ob seiner tadellosen Durchführung mit reichem Beifall belohnt, und gebürt dem Fahrwarte A. Da masko für die stramme und exacte Einübung volles Lob. Das Kürfahren der Herren N. Damasko, A. Achtfchin, G. Kastner war wohl die Glanznummer des Programmes, denn dies Schulfahren im Galopptempo bot einen ebenfo unheimlichen wie schönen Anblick, darauf die Ruhe der Gruppen-standfiguren und zuletzt eine fast tolle Schleifenjagd hielten die Zufeher vollends in Athem. Das Schlussbild war eine sehr gefällige Auffahrt des Clubs als Huldigungegruppe des Sportes bei bengalischer Beleuchtung. Die Zuseher verließen den reich geschmückten Saal um 7 Uhr mit Worten des Lobes über die Leistungen des Clubs. Wie wir vernehmen, wird der Club, dem allgemeinen Wunsche entsprechend, nächsten Sonntag bei bedeutend vermindertem Entree diese Akademie zur Wiederholung bringen. Um halb 8 Uhr füllte sich die Glashalle des Casinos mit Radfahrern und Sportfreunden. An dem großen Sporttische waren als Vertreter auswärtiger Clubs anwesend: Vom Alexandria Bicycle»Club Herr Obmann Florio Vusic, vom Grazer Bicycle-Club als Vertreter Herr Anton Keller und als Gast Herr Max Kleinoschegg, vom Cillier Radfahr»Verein die Herren A. Gleichweit und R. Rüpschl. Der Gottscheer Turnverein hatte zwei Mit-glieder entsendet. Daneben war der gesammte Laibacher Bicycle-Club gereiht; selbst auswärtige Mitglieder waren erschienen, weiters der Laibacher deutsche Turnverein und zahlreiche Sportfreunde. Um halb 9 Uhr begrüßte der Obmann die Versammlung mit herzlichen Worten. Die lustigen Weisen der l. l. Regimentslapelle füllten die Pausen in angenehmster Weise aus. Daraus wurde das schneidige Radfahrer-Weihelied von der Sängerrunde des deutschen Turnvereines gesungen. Die oft von Beifall unterbrochene Festrede, gesprochen von Dr. O. Gratzy, betonte das Wesen des Rad-fahrsportes und den Begriff de« Clubverhältnifses, zeigte dass in beiden der Grazer BicycleClub das Vorbild des Laibacher Clubs war und ist, und schloss mit dem Wunsche, der Laibacher Vicycle»Club möge, auf der eingeschlagenen Bahn fortschreitend, treu bleiben dem echten Rabsport l — Von zahlreichen Radfahr»Clubs und -Vereinen waren ^^^"^"ben! Sie ist bcwuudernswert er-e. ter ,«:" und wird zweifelsohne noch viel unter-»" H "s sich he; ^ ^Wifltt Brlannlschaft 2 l ich'^;M. interessiere mich lebhaft für dieses ^ wich "^ "'^' w°2 in mir vorgeht, aber ich l'^n g"I "'l s° bewegt gefühlt, als diesem U /s nur " ber. welchem - eine innere Stimme ^ "Ni, N: e,n unverdientes Leid widerfahren ist. her, I,"" versichern, dass dieses holde Geschöpf betr^ch sebe^""" erobert hat.» Achtete U //' Frau Marquise, und eben deshalb ^'e Ul3 l>„ 3^ """e Psiicht, Sie z.l warnen. offeÜ "'chtielt^ ^"e ^^^ ^^, Berührt es Sie dkt, ? dle H ". " Mund nicht gern enthüllt,, ent- dtn ? nichts n, '-« ^ch muthmaße gar nichts lind "ffen ^n t>H?"ssrn. Wenn ich in dem Antlitz, in NW ?>m Nli/^" Mädchens lese, das frei und "9«n k " begegnet, dann sehe ich. dass sie ' b°s« sie mein ganzes Interesse verdient. Wie sie uns gesagt, so ist es auch sicherlich; dieses Mädchen hat sich nie etwas vorzuwerfen gehabt!» «Sie sind schon oft getäuscht worden. Frau Marquise!» «Vielleicht, weil ich mich täuschen lassen wollte; ja. das ist zuweilen der Fall gewesen, aber heute nicht. Ich bin dieses Mädchens gewiss; ich folge nicht nur einer Regung der Barmherzigkeit, wenn ich ihr bei» stehe, sondern ich gehorche vielmehr der Stimme meines Herzens, und dieses täuscht sich uicht!» Die Oberin verneigte sich schweigend, es blieb ihr nichts mehr zu sagen übrig. «Sie werden sich also sofort damit besassm, für die junge Dame eiuen ihren Wünschen entsprechenden May zu finden?» sprach die Marquise von Saulieu. .Ja — und ich hoffe, dass derfelbe binnen wen«, gen Tagen gefunden sein wird.» «Ah. Sie wissen schon, an wen Sie sich zu wenden haben?» ^ m, ^ «Ja, Frau Marquise; ich bin gestern Abend da° vou in Kenntnis gesetzt worden, dass eine reiche Fa-milie, welche sich gegenwärtig in Paris befindet, eine französische Erzieherin sucht, der man zwei Mädchen im Alter von zehn und zwölf Jahren anvertrauen würde, welche sie in der französischen Sprache zu unter» richten hätte.» «Das ist ja gerade, was wir benöthigen!» «Heute Nachmittag werde ich mich zum Fiirften Melikoff begeben und alles thun, was in meiner Macht steht, um die Annahme des Fräuleins Geneviöoe zu erreichen.» «Gut. würdige Mutter; es sagt mir aber nicht zu. dass meine junge Schutzbefohlene hier im Asyl bleibe.» «Wir werben in dem mit unserm Asyl in Verbindung stehenden Waisenhause ein Zimmer für sie herrichten!» «Auch das befriedigt mich nicht; die Stelle, welche Sie in Allssicht haben, ist vielleicht fchon besetzt, und da will ich drnn doch lieber das arme Kind bei mir behalten, bis wir ganz bestimmt etwas Passendes für sie gefunden haben.» Die Oberin fah erstaunt auf, wagte aber keinen Widerspruch. «Es gefchehe nach dem Befehl der Frau Marqmft!» sagte sie nur. Ein Glockensignal beschied Schwester üomje inK Zimmer. Genevieve ward zurückberufen. ! (Fortsetzung solgt.) Lllibachel Zeitung Nr. 235. 1954 13. October 1890. herzliche Drahtgrüße eingelangt. Mit dem Vortrage von vier Liedern erfreute die Sängerrunde in zweimaligem Auftreten die Anwefenden. Sodann folgte eine Reihe von Toasten und schließlich ein Tanzkränzchen, dessen Ende erst gegen zwei Uhr erfolgte. Das Fest, im ganzen wie im einzelnen gelungen, gereicht dem fportfinnigen Laibacher Vicycle»Elub zu voller Ehre. — (Der lrainische Landtag) tritt, wie wir bereits berichtet, morgen zu seiner diesjährigen Session zusammen. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung stehen außer der Wahl der Ausschüsse und der Vorlage der verschiedenen Rechnungsabschlüsse und Voranschläge noch folgende Gegenstände, und zwar: Rechenschaftsbericht desLandesausschusses für die Zeit vom I.September 1889 bis 31. August 1890; Bericht des Landesausschusses, be» treffend die unentgeltliche Abtretung einiger beim Landes» museum Rudolfinum gelegenen Grundparcellen zur Errichtung eines öffentlichen Platzes; Bericht des Landes» ausschusses mit Vorlage eines Gesetzentwurfes, womit einige Bestimmungen der Landesgesehe vom 29. April 1879, L. G. Bl. Nr. 22, und vom 9. März 1879, L. G. Bl. Nr. 13, abgeändert, beziehungsweise ergänzt werden; Bericht des Landesausschusses, betreffend die Organisierung des Sanitätsdienstes in den Gemeinden; Bericht des Landesausschusses, betreffend die Verbreitung der Reblaus in Krain; Bericht des Landesausschusses, be» treffend ein Stipendium für einen Operationszögling; Bericht des Landesausschusses, betreffend die Subvention für die höhere Mädchen- und Haushaltungsschule bei den Nrsulinnen in Laibach; Bericht des Landesausschusses, betreffend die sprachliche Einrichtung an der k. t. Staats» Oberrealschule in Laibach, und schließlich Bericht des Landesausschusses, betreffend die Ermächtigung zur Ertheilung von 20 pEt. übersteigenden Umlagen für Straßenzwecke. Zu den wichtigsten Gegenständen diefer Session dürfte eventuell die definitive Entscheidung betreffs der finanziellen Leistungen des Landes für die Untertrainer Bahn und betreffs Baues des Cioilspitales in Laibach zählen. Seitens der l. k. Regierung ist bisher leine Vor« läge angemeldet worden. — (Das «Laibacher Wochenblatt» und das «vereinigte Slovenien») Die «Neue freie Presse», die «Peutfche Zeitung», die Grazer «Tagespost» u. s. w. wollten uns durchaus nicht Glauben schenken, als wir behaupteten, dass in den Beschlüssen dcr vor einigen Tagen in Laibach versammelten slovenischen Abgeordneten von einem «vereinigten Slovenien» oder von einem «Großslovenien» keine Rede war; die «Neue freie Presse» gieng ihrerseits sogar so weit, dass sie erklärte, das mit der Redaction dieser Beschlüsse betraute Comite" habe die Resolution inbetreff des «vereinigten Sloveniens» anders, als sie beschlossen worden, wieder« gegeben oder einfach dieselbe gefälscht. Wir freuen uns nun, einen classischen Zeugen gefunden zu haben — und diesen wird die «Neue freie Presse» gewiss nicht der Fälschung beschuldigen — welcher unsere Behauptung vollinhaltlich bestätigt. Dieser classische Zeuge ist das «Laibacher Wochenblatt», welches in seinem letzten Leitartikel mit der Ueberschrift «Officiöse Einfalt» wörtlich fchreibt: «Es ist richtig, dass unter den zum Beschlusse erhobenen Re« solutionen sich keine das «Königreich «Slovenien betreffende befindet», obwohl «diesfällige Anträge der Versammlung vorlagen.» Jetzt dürfte wohl die Sache für jedermann klar sein, vielleicht nur für denjenigen nicht, welcher in seiner, wenn auch nicht officiösen, «Einsalt» der Ansicht wäre, dass in parlamentarischen Versammlungen gestellte und abgelehnte oder verworfene Anträge mit gestellten und zum Beschlusse erhobenen oder angenommenen Anträgen gleichbedeutend oder identisch sind. — (Kronprinzessin Witwe Stephanie auf dem Monte Maggiore.) Aus Volosca wird uns berichtet: Freitag früh um 9 Uhr fuhr Kronprinzessin-Witwe Stephanie in Begleitung ihrer Obersthofmeisterin Gräfin Sylvll'Tarouca, ihres Obersthofmeisters Grafen Bellegarde und der Hofdame Gräfin Palffy bei schönstem Wetter auf den Monte Maggiore. Um 12 Uhr mittags beim Schutzhause am Potalon-Sattel angelangt, wurde die hohe Frau vom Präsidenten des österreichischen Touri-stenclubs Silberhuber und dem Schriftführer Rubbia der Section «Abbazia» des österreichischen Touristenclubs ehr° furchtsvoll begrüßt. Nach Besichtigung der Rundschau und eingenommenem Dejeuner, an dem die Herren aus Abbazia theilnahmen, wurde der Ausstieg zur Spitze des Monte Maggiore vor 2 Uhr durch den prächtigen Buchenwald angetreten und dieselbe in 1'/< Stunden erreicht. Nach einigem Verweilen auf diesem durch eine herrliche Rund« schau ausgezeichneten Bergesgipfel geschah der Abstieg ohne Benützung eines Steiges auf der südlichen Schneide zum alten, auf der Westseite gelegenen Weg an den Quellen vorüber und dann auf der Kaiser-Iosef-Sttaße. Die Ankunft erfolgte nach drei Viertelstunden beim Stephame-Schuhhause. woselbst der Sonnenuntergang einen — (Ritter von Gutmansthalf) Aus Graz berichtet man uns unterm Vorgestrigen: Gestern nachmittags um 3 Uhr fand unter großer Betheiligung das Leichenbegängnis des Herrn Dr. Ludwig Ritter von Gutmansthal-Benvenuti statt. Zur Einweihung, welche der hochw. infulierte Probst und Stadtpfarrer Dr. Leopold Schuster vornahm, hatten sich eingesunden Se. Excellenz der Herr Statthalter Freiherr von Kübeck, Se. Excellenz Herr Baron Conrad, Minister a. D.; Seine Excellenz der Herr Oberlandesgerichts-Präsident Dr. Ritter von Waser, Herr Hofrath Graf Chorinsly, Herr General« major Freiherr von Spinette, Herr Dr. Ignaz Graf Attems, Herr Präsidialsecretär Dr. Max Graf Wickenburg, Vertreter vieler hiesiger Adelsfamilien lc. Außer den prachtvollen Kränzen, welche aus den Kreisen der Verwandten und Bekannten stammten, waren am Sarge niederlegt worden Kränze des Casinovereines in Laibach, der lrainischen Sparcasse, der lrainischen Ballgesellschaft in Laibach, der landwirtschaftlichen Filiale in Ratschach :c. — (Das Casino in Idria.) Aus der Berg» stadt Idria wird uns unterm Gestrigen telegraphisch ge» meldet: Gestern wurde das halbhundertjährige Gründungsfest des Casino in Idria in den festlich geschmückten Räumen des Vereines in erhebender Weise gefeiert. Der Obmann des Vereines, Oberverwalter Leithe, brachte in zündenden Worten den ersten Toast auf den Obersten Bergherrn Seine Majestät den Kaiser aus, worauf die Bergkapelle die Volkshymne intonierte. Der Redner schilderte sodann die Entstehung des Vereines und feierte das Andenken der Gründer: Nergrath Alberti, Forstmeister NalasitS. Assessor Ritter von Gariboldi, Obertunstmeister Heyrovsky, Cassier Urbas und Schichtmeister Bauer. Ober-bergreath Noväk toastierte auf Seine Excellenz den Herrn Ackerbauminister Grafen Fallenhayn. Oberforstrath Ritter von Guttenberg begrüßte in launiger Rede die Anwesenden Damen. Zahlreiche schriftliche und telegraphische Begrüßungen wurden verlesen. — (Sanctioniertes Landesgesetz.) Seine Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschlie« ßung vom 5. October d. I. dem vom Landtage des Her» zogthums Krain beschlossenen Gesetzentwurfe, betreffend die Regelung der Personal- und Dienstesverhältnisse der der bewaffneten Macht angehörigen Lehrpersonen an einer öffentlichen Volksschule mit Bezug auf die Verpflichtung derselben zur activen Militär- oder Landsturm-Dienstleistung, die Allerhöchste Sanction zu ertheilen geruht. — (Wassermangel in Innerlrain.) NuS Adelsberg berichtet man uns: Der Wassermangel in Innertrain gestaltet sich immer besorgniserregender, beson« dcrS im Feistriher Genchtsbezirke ist die Wassernolh be< reits so groß, dass das Vieh nicht genügend getränkt werden kann. Im Senosetscher Gerichtsbezirte sind einige Ortschaften genöthigt, sich den dringendsten Wasserbedarf 3 bis 3'/« Stunden weit her zu holen. Es ist ein wah. res Glück für diese Gegend, dass die Direction der l. t. priv. Südbahn die humane Verfügung getroffen hat, dass von den auf die einzelnen Stationen gestellten Wasserwagen die Bevölkerung unentgeltlich zu ihrem Bedarf Wasser holen kann; insbesondere ist hervorzuheben, dass die Bahndirection für die im Bereiche der Stationen Iurdani und Sapiani gelegenen Ortschaften jedermann, der ein Wasserfass auf die Station stellt, täglich ein Fass Wasser von Franzdorf aus unentgeltlich zuführen läfst. Mit Bedauern vernehmen wir, dass man in Franz» dors der Südbahn in dieser Angelegenheit Schwierig« leiten macht. Hingegen muss anerkennend hervorgehoben werden, dass die Ingenieur«Section Adelsberg mit rastlosem Eifer thätig ist, die von Wassernoth heimgesuchten Gegenden mit Wasser zu versorgen. Auch in Ndelsberg selbst ist der Wassermangel sehr fühlbar; mehrere Brunnen, welche stets wasserreich waren, sind versiegt; der Bach «Ribnik», welcher das beste Wasser in der Umgebung liefert, ist gleichfalls dem Versiegen nahe. — (Scharlach-Epidemie in Krainburg.) Wie ma,, uns berichtet, tritt in der Stadt Kramburg sclt kurzem die Scharlach-Epidemie auf. Es sind derselben binnen einer Woche bereits vier Knaben im Alter von 7 bis 12 Jahren erlegen. — (Ernennungen.) Der Ingenieur beim k. l. Vauamte der krainischen Landesregierung Herr Wilhelm Kraupa wurde zum Oberingenieur, der Vauadjunct Herr Moriz Kirch schlag er zum Ingenieur für den Staatsbaudienst in Krain ernannt. — Der Finanzsecretär Herr Johann Trat nil wurde zum Steuer.Oberinspec« tor für den Vereich der Finanzdirection in Laibach ernannt. — (Für Jäger.) Bei der am verflossenen Sonntage vom Handelsmanne Franz Dolenz in Krainburg veranstalteten Jagd im St. Georgener Felde wurden 37 Hasen und mehrere Stück Federwild erlegt. Der Wildstand in dem Krainburg umschließenden Jagdgebiete soll heuer überaus reich sein. — (Ueberfahrene Rinder.) Man meldet uns aus Adelsberg, dass den beiden Besitzern aus Alten« dorf, welchen infolge eigenen Verschuldens, beziehungs« weise infolge Nachlässigkeit ihres Hirten, eine Kuh und ein Ochs von einem Eisenbahnzuge überfahren und ge« tüdtet wurden, die Südbahndirection eine Entschädigung von je 120 fl. zuerkannt hat, obwohl das Gericht bereits vorher entschieden hatte, dass die Bahn an diesem U"' falle kein Verschulden treffe. — (Aus Wocheiner-Feistritz) "elbet?! uns, dass der durch den Brand der dortigen GewenW der krainischen Industrie-Gesellschaft erwachsene Scy°° etwa 10.000 Gulden betragen dürfte. Das Feuer ° durch Sprühen von Funken aus dem Walzwerke entW den fein. .» — (Schadenfeuer.) Samstag nachmittags >> in Hradehkydorf (hinter dem «grünen Berg») ^ ,^? schupfe des Herrn I. Pocivalnil vollständig «le° , gebrannt. Wie wir hören, war daS abgebrannte ">)1 versichert. ,, — (AusPola) wird unterm H-October « meldet: Der Gendarmerie«Inspector FZM. Freche" " GieSl ist zur Inspicierung des Gendarmeriedetachelne im See-Arsenal und des Postens Pola aus 3»uwe y angekommen. Neueste Post. Oriczinal-Teleqramme der «Laib ach er ö ^ Wien. 12. October. Zum Landmarschall in Nie ^ österreich ist abermals Christian Graf Kinsky, zu ^ Stellvertreter in der Leitung des Landtages der v germeister von Wien Dr. Prix ernannt worden.^ ^ Vollversammlung der altczechischen Landtags»»^ neten. welche Montag stattfindet, wird sich "" Frage der Mandatsniederlegung befassen. , :^l Berlin, 12. October. Der Kaiser empfieng vor!' Abreise nach Hnbertusstock den italienischen ^"'^e welcher namens des Königs Humbert dessen überreichte. ^ Paris. 11. October. Ein Decret Carnots begn^ die wegen der letzten Streik-Angelegenheiten lieruuy ^ Arbeiter. — Die letzten Nachrichten aus Vourge»' statieren, dass bei der gemeldeten Explosion v«er ^ sonen getödtet, elf leicht verwundet wurden. ..M Belgrad, 12. October. Die serbische 3"«" ^ erhielt vom russischen Gesandten Persian! eM ^ wunschschreiben zu den Wahlerfolgen, in wel^ n^t Gesandte auch anzeigt, er sei vollkommen yel« ^s und werde demnächst nach Ablauf seines Urlaub seinen Belgrader Posten zurückkehren. ..cHlS Tippcrary, 12. October. Der Gerichtshof "1^, den Process gegen die irischen Deputierten aucy «^ Wesenheit O'Briens und Dillons, welche geM" fortzusetzen. ^ Coiistantinopel, 12. October. Die rMM ^. matie seht mit großem Eifer ihre Bemühm'9 den Sultan fiir das Project eines rnsM'" Bündnisses zu gewinnen. Mtozichung vom 11. October. Wien: 58 53 74 45 ; Graz: 59 12 36 41^>-^ Mteorololn'lchc Beobachtunssen^in^V^ ^ ,-T KZ? 23 «,'H, ^ß N » ß»^ ZI ^ " VNM^M'V'"^ windstill ^'Neb^ 0 0" N 2 . N. 743 1 18-5 W. schwach U" ^ 9 . N. 7445 8-6 W. schwach ^W^^. 7U,'Mg.i ?44 6"^4 windstill A°" ^ 12,-> Infanterie.Rcgiments Nr. 17 ^ s> Nannunö Mergkess^ erlitten haben, sind wir außerstande, M ' ^nl< Beweise aufrichtiger Theilnahme heit und beim Ableben des thmren Uno"« ^'' dann für die zahlreichen und sclMcn K"" > ^en sowie für die so chrcnde große M'glc't, "g 5 ^„ftn, Ruhestätte jedem Einzelnen pcrM'") ". n^ """ weshalb wir bitten, himüt unseren""'"' tiefgefühlten Danl cntgcgenzunch'M". ^hltlM!" , Insbesondere danlcn wir für !>'? ' m^. °L Theilnahme den hochverehrten Öffners ^ffic'els Infanterieregiments Nr. 17, dem l. « .' ^Mt" Corps der Garnison Laibach, den MchmN'^^ osficieren und dcn Feldwebeln des ^ Regiments 17. Laibach am 13. October 1890. . .^. Tic tn.,m.d°>. Hmtcrb^^ 1955 Course an der Wiener Korse vom 11. October 1890. «^ v«, »Men«« «our««««« Veld Warr EtaM-Nnlthen. ^einheitliche Rente in Noten ««-nn ft« 80 dUwiente....... «870 8890 °"" 4-/, Etant«l°le . 2önfi. i»2 25iN3-. ^'kl u^ , g2^s 500 fi. ,z./8. «' . . b« ft. l?g'»l> 18« Ü0 0e?t^5^°^"'"e. steuerlrel . w? f.ü ,»? «5 ^"rr.NntenleM!', stsuelfrli , ii'i 40 lo, gl> ^«nnlltrtt «Nenbllbn. «lllultzver«a,fttbunotn. ^°bltt!babn in «.steuerfrei . ,,,«, ,«»_ "«I«r»er «abn «miss. «884 94-zo 95.^ Nng <3,°""r.'.t, »°/„ . . . «y,g7. 9955 °,°° ^ "b.«Nl,«»<,st.e.W.E. 114 «N l,s,- »to' s)l^°: "imul. Stuck« . . 87-- »7-80 «°- W°in. '^^5°^ "^ I' "'« l,l - ,13.- ^ «""''Nxl, ll 100 N, «. «. «?-^ ,8V «s, ^^li°le 4° , INN N, i««_ ,2g._ Geld «Llll, Grnnbentt.-Ol>liglltlonen (für lNU fi, «M.). 5°/„ galizilche...... zy.______»^ 5°/, fteirische...... __-__ ._-_ b"/„ lroatischr und slavonische . ^.«.z «,<; 50 ü«/° slcbenbürllüche . , . . __.^ ^._. b°/„ lsmess!- »anat ... _.... __._ 5"/„ ungarischt...... 8si^— »9 ?N Andere öffentl. Nnlehen. Donau'Neg'Lose ü°/o !00 st- - ,«l - iz< 75 dto. «nleih« 1878 . . ,n575 «^^c, «nlehen b« Stadt <5ör» . . ,,,_, _._ «Inlehsn d. Etlldtgemeinbe Wie« ,n«f,n ,s,z <^ Priim,'«,», d. Etadtge«. M«n ,^'.^, ,^ °. Ulrsenhau.UüIehel! verlo». 5«/, <,^.^ ,(,<,.- Pfalldbriefe (für im» fl,), Vodenrr. all«, «ft. 4°/„ « ,,^.^ ,,^,^ dtl>, . <'>"» ' ,no-—im 4l> blo. » 4°^ . . . 97sin N8 — bt«. Prü«..GchulbverIchr.»°/° <<»9 «5 ,,<, «allzische »ail»Ludwig'Val»n «m. <«»<> 8N0 st, V, <',,°,„ , 99— 99 s,„ «eld Ware Oesterr. Nordwtstbahn . . . »c»z bu «OK 30 Vtaatlbahn.......«89 — 1»c> — Vübbahn i^ «V,.....,^,^ ,5, ^ ., ' .. il b°/„ l,8'6i» l»9 — Un«,.allll,. Uabn , loo — lol . Diverse Lo Rüthen lkreuz, «st. «es,v. lo fi. 18 ?n ,9 — «ublllPh'Llllt IN fi..... 18 ?» Ll» 75 Slllm.üole 40 fl...... «, »0 N8 — Lt.°Vcn°<«'Lose 40 fi. , . , «»- . «g — Wlllbstrtn.Ullfe »0 fi. . , »?«> Z« 5n NinbiIch.»iztz°Ul>fe »N fi. . , 4675 48?s. Vew,°Lch, d,U"/„Pläm »schuld. verfch d. 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Vauzes., »ll«. Oest. l«, fi. . ,,„ « _ «gybier Eisen« und Ttahl.Inb- ln »!en 100 fi......8»-— »4 — «ilenblllmw'Üelh»,, erste, 80 fi, 95.. 957^, «llbsmühl» Papiers, u.»..«, 5,),^ ^y.^y iiiefingrr Nrauerei 100 fl. . . 89— 9^__ Montan-Velell., often.»alpine ^z 7^ ,4,,^ Präger «isen-Inb.-<»ef. ,l»0 fi. 4^, __ 4^ __ V»la°,Tar<. Vteinlohlen 80 fl. z,y. _ 4,,» ^ »Vchlsalmühl». Papiers. ,00 fl. ,94 ^, ,,« __ 'Vteyrermül,l»,V»Vlerf.u.V.»«. ,««75 1,9,5 Irifailer Kohlen».««<<. 70 fl. . ,54 ^. ihz. _ «»ssenf.'».,0eft.inW.__ 4»» — »aagoN'Aeihanst.. »ll«. in Pest 80 fi.........88— «87, Nr. «augefellschaft 100 fi. . . 74,__ ?,__ Meneiberzer 8le,el»«crlen'»el. l8D bv l»» ll> Devise». Deutsche Pl»»e......« ,z « «, London........«!4 80l»b,u Pari» «-«. »i4^ Valuten. 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