Leitung. Nr. 78. Samstag, ä. April Inslrtionsytbshl b!« l0Zelle«: !»»l «Otl., lm. W lr.. »m.fi.i.»» l sonst Pl.H«lt lm.S lr., «».9 tl., 1873. Amtlicher Theil. P""l Ritter v. Schäfer "" das Institut der k. l. Land- der Nllerk«^ " hervorragenden Verdienste der Ausdruck ferne ^«l" Zufriedenheit bekannt zu geben sei; l »^5 "le""""a der um die Organisation der erworbenen Verdienste dem in der Dienst, stehenden m> ' ''F"uswmms fur Landesvertheidigung Köhler, in der Evidenz Militä,^'?"' ^«"dwehrbataillonS Laibach Nr. 25, das 20. Wr "«^""^ ^ verleihen (Allerh. Entschl. vom höchst^'/.l^' Apostolische Majestät haben mit Aller. Lea sä l^leßung vom 20. März d. I. den Andreas Doinl,?"'. "'"pl"'^ U"° Chorvicar in Görz, zum diaN » " dortigen Melropolitanlaftitels allergnä. U" zu ernennen geruht. Strema yr m. x. Mit ^"c. ^lnister des Innern Hal im Einvernehmen Ot,n ^., ^Muten anderen t. f. Ministerien den Herren ^l° Men v. Bauer, Adolf Low und Heinrich Err^.' sämmtlich in Vrünn, die Bewilligung zur nel l?1"^ einer Acliengesellschaft unter der Firma..Actieu-« ^icyaft der vereinigten brünner Wollwarenfabrilen" ^l dem Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten geneh- Der Minister des Innern hat im Einvernehmen 'den betheiligten anderen l. k. Ministerien den Herren Mv Freih. o. Suttner und Albert Mayer die wlll.gung zur Errichtung einer Actiengesellschaft unter W«n, ^°.//^tischer Vauverein" mit dem Sitze in ""«« Mhe.lt und deren Statuten genehmigt. brulteA"'i,/M-^^ "urde in der k. l. Hof- und StaalS-b'°° m d« ^uts^°^^I' SMck des RcichsaesctMatteS, vorläufig ^D°,selbe mN "n3 ^ ' «"«gegeben und versendet. ungartts/,^ m^'^°"°l"nvcnti°n zwischen der österreichisch. ""d dem Kijiliqrciche Belgien vom 1«58. X- . ? ^" be« Staatsvertragc vom 16. Juli ll>"'^ (Abnelc,,,!« ^ g°!lmssitige Nilslicfernnss der Vervrc- Sr. l. und ?V" Z" Wien am 13. December 1872. von 1873) l' ÄP°st°llsch„, <^^^^ ratificiert am 6. März (Wr. Zig. Nr. 76 vom 1. April.) Nichtamtlicher Theil. ^ Vom Tage. 6"iser und' K«n/' ^^' Majestät, unser allergnäbigster die Wabl, .l "' ^^" den Gesetzentwürfen betreffend "theilen geruh/"" "° Allerhöchste Sanction zu ^r i^Wor? >.n^^° I^ "it Leib und Seele, die b°" liberalen m" . ?" 3 reun de der Verfassung und ^ für N„^^'"^ derselben treu ergeben seid; die ^ tMer "V^"?^^t. für dirccte Wahlen muthig die Ihr für Emancipation des l"8e lnif V^. °" ber Laune und dem Drucke der Land-^ser bat'^.?^" des Geistes gestritten: der k>ün .« ^Uahlreformgesetze sanctioniert! ^". n ickni.s ! «'^ ""'' ^ Ihr in Wort und °d" ""«ppt, Feinde der ^lniiße Pv;,,?? °'! ^^ für veraltete und unzeit. "'t erlllul,/^'^"!' lür Rückschritt und Separatstellung H°nd ae".,."^ unerlaubten Waffen in egoistischer 3"fassuna« "^" ^"'"lse" des Gesammtreiches. gegen ^uch leider Ä/ ss!7^' "° Ihr Eure Stärk! in von ^is gegennehmen und denselben gleichfalls voraussichtlich den vereinigten Aussäüssen für Zoll« und Steuerangelegen« heilen sowie für Handel und Verkehr überweisen, denen bereits der erste Bericht mit der Tabaksteuer zugewiesen worden ist. In der Steuercommission hatte die Erörterung über die erhöhte Besteuerung des Ta-bats zu der Ueberzeugung geführt, daß noch auf andere Gegenstände der Besteuerung zurückzugreifen sei, wenn die bei Aufhebung der Salzsteuer ausfallende Einnahme vollständig anderweitig gedeckt werden folle. Nach dieser Richtung hin war von dem würtemberaischen Commissär eine Erhöhung des Kaffeezolles von 5°/, Thaler auf 7 Thaler in Vorschlag gebracht, doch von der Commission deshalb abgelehnt, weil sie keinesfalls ausreichend erschien, um den trotz Erhöhung der Tabaksteuer durch Aufhebung der Salzsteuer entstehenden Ausfall ganz zu decken. ob« wohl die Commission einer mäßigen Erhöhung des Kaffee« zolles nicht entgegen war. Als zweckentsprechend er« lannte dagegen die Commission die Einführung von Reichsstempelabgaben, von Schlußscheinen :c. (Gürsc-steuer), man trat darüber in Verhandlung und nahm als Ergebnis derselben schließlich, und zwar mit 5 gegen 1 Stimme den bezüglichen Gesetzentwurf von 23 Para« graphen an, welcher sich über die Besteuerung von Schlußnoten und Rechnungen, von Lombardanlehen, von in-und ausländischen Werthpavieren verbreitet. Man hofft, daß die Steuer jährlich 11 Millionen Thaler ergeben werde. Zur Action in Italien. Die Commission für den Gesetzentwurf, der von Aufhebung der Klöster und geistlichen Corporations in Rom handelt, hat den zweiten Artikel dieses Gesetzes jetzt ganz im Sinne deS ursprünglichen, von der Re< gierung ausgegangenen Vorschlages geändert; demnach werden die Besitzthümer jener Corporations, die sich der Krankenpflege oder dem Iugendunterrichte gewidmet haben, theils wohlthätigen Anstalten, theils der römischen Municipalität mit dem Bedeuten zugewiesen, die aus den Gütern resultierenden Einkünfte den früheren Zwecken ungeschmälert zuzuführen. Die auS den Pfarrgütern sich ergebenden Einkünfte sollen unter die verschiedenen römischen Pfarrer vertheilt werden: was die Güter der Generalate jener Orden anbelangt, die auch im Auslande Ordenshäuser haben, so schlägt die Commission vor, sie dem h. Stuhle behufs dcr Erhaltung seiner Beziehungen zu den im Auslande befindlichen Orden zuzuwenden; die Einkünfte jener geistlichen Güter endlich, bezüglich welcher im Gesetze nicht vorgesehen ist, sollen in einen SpecialfondS umgewandelt werden, der ausschließlich zu Wohlthätigkeit«» und religiösen Zwecken dienen wird. Der römische Correspondent des „Osserv. Trieft." will wissen, daß im Schoße des Ministeriums lief ge< hende Meinungsverschiedenheiten, die sich namentlich auf den Gesetzentwurf über die geistlichen Corporationen be-» zögen, obwalteten und eine Gabinetslrise wahrscheinlich machten; „Fanfulla" dementiert im Gegensatze zu dieser Angabe alle namentlich von italienischen Provinzblättern gebrachten, auf einen Zerfall des Cabinets bezüglichen Gerüchte und versichert, daß eine solche Vor« aussetzung durch nichts gerechtfertigt sei. Politische Uebersicht. Laibach, 4. April. Se. Majestät der Kaiser geruhten am 3. d. M. nachmittags die beiden Delegationen, die, geführt von ihren Präsidenten, in der kaiserlichen Hofburg erschienen, zu empfangen. Wie der »Telegraph" berichtet, antworteten Seine Majestät auf die Ansprache des Präsidenten der ungarischen Delegation: „Mit lebhafter Genugthuung gebe Ich der Thatsache Ausdruck, daß die Beziehungen der Monarchie zu den auswärtigen Mächten unverändert günstige und erfreuliche sind. Meine Begegnung mit den mächtigen und befreundeten Souveränen zweier großer Nachbarreiche wurde mit Recht von allen Seilen als werlhvolle Friedensbürgschaft aufgefaßt. Der Gesuch der Souveräne, die ein friedlicher Wettstreit der Nationen in unsere Mitte führt, kann nur gleiche Hoffnungen erwecken." Se. Majestät der Kaiser empfahlen die Vorlagen der Regierung der sorgfältigen Gerathung und patriot!« schen Würdigung von Seite der Delegation. Die Ansprache des Präsidenten der österreichischen Delegation drückte gleichfalls die Gefühle der Huldigung für Se. Majestät und das Allerhöchste Kaiser« haus sowie die Ueberzeugung aus, daß über die Vud» getanforderungen, wenngleich im Laufe der Vcrhandlun« gen divergierende Anschauungen sich kundgeben sollten, schließlich dennoch die Uebereinstimmung mit der Regierung erzielt werden wird. Die kaiserliche Antwort auf diese Ansprache war gleichbedeutend mit jener an die unga» rische Delegation. ! Im deutschen Relchsrathe erklärtes brück bezüglich deS Antrages VaSlcrS auf A"'' nung der Re ich S c o mpe lenz auf daS E'v'^ Strafrecht und das Gerichtsverfahren, daß nach l" Windung mehrfacher Schwierigkeiten die Annahme Antrages vom Äundesrathe einstimmig oder wen'»! . mit der erforderlichen Majorität nahe blvorsteye dc.ß die Regierung beabsichtige, eine Commission «. Abfassung eines gemeinsamen Cioil-GesctzlnicheS "^ setzen. — Die Commissionen dieses Reichstage« wickelten in den letzten Tagen große Thätigkeit. lM^ lich jene für das Reichspreßgesetz, welche die Z3 ^, 4 durchberielh und lchterm folgende Fassunl, g°b! ..,^ brechen und Vergehen, wel^e durch ^erbrcitunli ,^ Preßerzeugnisscs begangen wesden, unlcllieac" >< «^ den allgemeinen Strafgesetzen. Als Verbreilmia, .""^ dieses Gesetzes gilt, wenn das betreffende PreMM^ verlauft, öffentlich angeschlagen, an öffentlich" ", in Leihbibliotheken, öffentlichen Lesecabineten aM'^ oder ausgestellt, oder wenn es öffentlich verthent^, ist. Die Ablieferung zur Post zum Zwccle der» .. dung gilt noch nicht als Verbreitung. Den ^^< sen der Buchdruckerpresse stehen gleich im S^,^ Gesetzes alle andern auf mechanischem oder °!,^^ll Wege erfolgten Vervielfältigungen von SchW' Bildwerten." ... t<> Gr6vy hat die Wiederwahl zum Präsiden" „, Nationalversammlung in Versailles nicht ange"" ^ Die Wahl dürfte auf Martel oder Perier f°""'^ ossiciüse ..Gien Public" dementiert folgende«^ 1. daß Herr Thiers sich nach Velfort bege"W, 2. daß in Versailles eine Deputation des lyon^^ Handels eingetroffen wäre, um gegen das Oese«^lü testieren, mit welchem sich die Nationalversa^/ diesem Augenblick beschäftigt; 3. daß aerichtl'^ .F gungen gegen die Veranstalter von Sammlu^. besten der fpanifchen Carlisten angeordnet ^. ^ In der am 2. d. stattgefundenen Sitzung' §v lifchen Unterhauses beantragte Cochralie.iF lion, wonach die Regierung aufgefordert werbt» >^ ^ Reform deS egyptischen Iustizwesen« zuzust'^M die englischen Interessen bezüglich der Sllezca"° fahrt zu schützen. . siM Das Organ des Herrn Visconti-VeM'" ^ " daß Italien in einer „sehr oelicaten Lage > z,» äußert sich, wie folgt: „Frankreich hat "«"" ^ viel Beweise von vernünftiger Einsicht «eged^ W argwohnt werden zu können, daß es seinen ^.M nach Abenteuern beibehalten habe. Seine Stell"^ ^ es, nach Freunde« zu suchen und sich keine ^^el^, ^ zu machen. Wenn eS noch einen mehr oder »" ^ 5' . rechtigten Groll gegen uns hegt, so wird °"! B jedem Tage an Intensität verlieren, treil w'l ^ ü" durch eine unkluge und herausfordernde ^^' ^l»^ mehren suchen. Italien soll sich nicht einschl^ilB aber eS soll auch nicht, um mit fieberhafter "Dl^ sich zu einer sehr fraglichen Neutralität °orz einem gewissen Untergänge entgegengehen." .zth'"!, Die Mitglieder aller Parteien des 5.'""° S"" , in Kopenhagen brachten eine den selbstiind'» zhi ^> punlt deS LandSlhingS gegenüber dem V ° l B betonende Adresse an den König ein. Die «" ^ mit 44 gegen 8 Stimmen angenommen. ^Dle . Der russische Ministerrath "^' Gesetzentwurf Gorlschaloffs über die oriental'!« ^lH guter und übergab denselben dem Slaat«"^ ^V nehmigung. Nach diesem Entwürfe wird ^ Regierung das Recht haben, nach Belieben ""B" tünfte aller Güter der griechischen Geistlichle' ^ welche auf russischem Gebiete liegen, z" ""> «feuilleton. Erinnerungen. Noch wenige Stunden, und der Reich Srath hat sein Tagwerk für heuer verrichtet. Schon schlägt die zwölfte Stunde der heurigen erfolgreichen Session im Hause vor dem Schottenthor und im ständischen Palais in Wien! Unter dem Strich ist wohl nicht der Ort, den aus beiden Parlamentshäusern in den Kreis ihrer Familien zurücklehrenden Söhnen des Reiches, die für die Wohl« fahrt des Reiches und seiner Völker so mannhaft gestritten und so herrlichen Sieg erfochten, „herzlichen Dank" und „glückliche Reise" zuzurufen; aber der Feuilletonist darf sich ja unter dem Strich so manches Wort erlau. ben. das von der Censur nicht gestrichen wird. Es sei ihm heute gestattet, unter dem Strich dem österreichischen Reichsrathe volle Gewunderung zu zollen. Hätten beide Häuser des Reichsrathes in der abge« laufenen Session sonst nichts anderes als die Wahl« reformgesetze votiert, wir wären schon mit dieser gol« denen Frucht vollständig befriedigt! Wünschen wir den edlen Söhnen Oesterreichs für das uns gespendete Oesterei — für die Wahlreform — «cht vergnügte Feiertage! ES liegt ein erhebendes Gefühl in dem Bewußtsein, zu dem großen Bau, den Oester. reich in sewm Innern aufführt, feste Bausteine zuge« tragen zu haben, zu einem Neubau des Kaiserreiches, der auf verfassungstreuem Felsen steht, den die Pforten der Hölle nicht zu überwältigen vermögen. Die heurige Reichsrathssession bleibt in jedes Oesterreichers Brust in dankbarer Erinnerung. Der Tag der Auferstehung für das vielgeprüfte Oesterreich ist gekommen; wir rufen mit voller Brust „Halleluja l" — Noch wenige Tage, und der Tempel der deutschen Muse — unser landschaftliches Theater — wird sich für die lange Dauer von sechs Monaten, durch einhundert achtzig Tage schließen. Bei Beginn der nun ablaufenden Theatersaison hing der Himmel nicht voller Geigen; trübe Wolken schwärzten den dramatischen Horizont. Eine „fehlbare" Papst wurde aus der Rotunde am Congreßplatze ent« fernt. weil sie durch ihrt im Tempel der Muse verrich« teten Opfer unser musikalisches Ohr allzusehr beleidigte; ein Stück Baß, das uns herzlich kalt ließ, folgte der Papst freiwillig in die Verbannung; die Tenore Du« cenzl und Vurthart starben für uns rechtzeitig den Heldentod; kurz, jene Bühnen schwächen machten all« mälig guten Bühnen!rasten Platz, und so erheiterte sich der anfangs so umwölkte Himmel über ben Pforten des Musentempels. Die eifrige Direction Kotzky füllte die Lücken, die sich im Kreise der Theatergesellschaft zeigten, nach und nach auS, und ein interessantes Repertoir erschien in freundlicher, unterhaltender Gestalt. Die deutsche Bühne stand unS vom 28. September v. I. an — die Tage der slooenischen Saison abgerechnet — täglich offen; 168 Vorstellungen, darunter 143 im Abonnement und "bet b'/^/ 24 bei aufgehobenem Abonnement, gingen ""^ ^ ter; 38 Opern (darunter 18 verschiedene)- ^,' spiele, 30 Lustspiele, 43 Possen und ^ 4^ 57 kleinere Stücke. 15 verschiedene Opere'l«^B. täten wurden in Szene geführt. Als Gaste "he K,^, Frau Schenl.Ullmayer, die Fräulein Ge"'-^,r!"' de Sasst. Clementine Gberhardt, Cäcllle " ^ Herren En>il Scaria und Emil Siebert. ^c',c' Mit Vergnügen werden wir unS ,^ ^ ,! der künstlerischen Leistungen des Frl. ^e"' ^n/ ^ hardt und deS Herrn Scaria, des stM ff des Frl. Gerd es and der Herrn Siebert erinnern; die zwei ^ ^ltec" der des Frl. de Sasst weihen w:r " ^ Vergessenheit. .„«ftvolle ^ j7 Am 10. d. wird sich unsere gesellschaft und das heuer eminent i« °" M ^!» chester in alle vier Weltgegenden i"''" „,,„">' l,ü< der Direction Kotzly und der a/la'^OPt'B schaft freundliche Erinnerung bewahren, ^lb"^ wir insbefonbere freundliches Lebewohl. ^ stch ^B die Oper wie sein Schoßlind. La daw «u« F Zeiten der allgemeinen < E.,tt6epreise gefallen. Laibach sp"d" ^,nmerH< Beifall, wenn auch die Töne nick «„, ?Z. K immer wie edleS Metall ll'»?".^ " s^l ^ K rufen wir „Auf ein freundlich M ° '^ tl ^ ja nicht zu laut, sonst l«nnte dieser ^" Ohren treffen, deren Inhaber w»c wünschen. 543 Flüchtlinge aus Madrid berichten, daß man dort augemein einen EntscheidungSschlag von Seite derCar. listen befürchtet; die Regierung hat eine strenge Ueber, wachung der Petroleum.Magazine und des Handels mit diesem Artikel angeordnet. «. .^°?^ ° rtugiesische Parlament wird am 8ten April geschlossen werden. Wiener Weltausstellun^187^ ^l^^^^""°^ber wiener Weltausstellung, « ? ^,,' n ^." " ^.' Senb ° rn. erläßt nachfolgende l?n ^c?? ^/oX"^" schicker der Weltausstellung dc« Jahres 1873 zu Wien. welche beabsichtigen "« Schuhcertchcat für ihre Aus lellungsgegenständ/ im Smne des Gesetzes vom 13. November 1872, R. G. Bl. ^Ibr, I»??"" des 24. ungarischen Geseyartilels vom xlayre l,»/er auf dem Wege dahin sich befindet, die Angabe des bereits bekannten oder wahrscheinlichen Tages der Ein« bringung dcS Gegenstandes von Nutzen sein. Theilnehmer an Collectivausstellungen haben den Gegenstand, für welchen sie ihrerseits den Schutz zu erlangen wünschen, durch genaue, keinen Zweifel zulassende Daten zu bezeichnen. Zweites Erfordernis der Ertheilung von Schutzccrtificaten. Das Schutzcertificat kann nur ertheilt werden für solche Gegenstände, welche nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 15. August 1852, R. G. Bl. Nr. 184, oann der beiden Gesetze vom 7. Dezember 1858, R. G. Nl. Nr. 230 und 237, zur Erwerbung des Privlle-»'ums., Marken- oder Musterschutzes sich eignen. Zeitpunkt der Ueberreichung. d,m 3^ ^suche sind vom 12. Jänner 1873 — als 1872 >^ "" welchem das Gesetz vom 13. November reichm ^"^uMt getreten ist — angefangen zu überist ein^ ^"btermin M Ueberreichung beS Gesuches vor k "Wedener, ^ nachdem der betreffende Gegenstand räume i,^"""9 ^r Ausstellung im Ausstellungs-tläal ll, !- ^ °b" aber ausnahmsweise dessen nach-^llu)e Einbringung in den Ausstellungsraum zugelassen Aussig "^"" Falle ist der dcm Eröffnungstage der Gel«,! 6 Vorhergehende Tag der letzte, an welchem das ^ !"y angenommen wird, im zweiten Falle muß das nis^^ °'" Concert und auch die Philharm o-schlick Gesellschaft wird ihre heurige Saison ab. hnnll^' ^" angenehmer Erinnerung bleiben uns die Docls ^" "°" Nubinstein, MendelSsohn.Vartholdy. Chr,?"^ Merlcy und Schubert; die Männerchöre von Ttrei^ ""^ Schubert; die „Comola" von Gade; die Or^tt^^rpiecen von Voltmann und Händel; die E^'^°uverturen von Voltmann und Cherubini; die Eol??"" "°" Beethoven (^-clm); die Arien und Aie^ !«7."°" Hahdn, Dr. Löwe, Händel, Thierlot, Vltnk,,« °?" ""b Beethoven; die Viollnconcerte von frtd« 5 '°^""b Spohr; das dramatische Gedicht ..Man-ben-ki-^s ^"""""' das Clavierconcert von Veetho« Ntr' «; ^lavttr.Slllonpiecen von Schumann. Bach, Wag- ' "szt Rubinstein. Schubert und Litolff. ^itunll ..« "^ ber ph"harmonschen Gesellschaft unter Herrn N^ ^l^ulten und fachkundigen Musitoirectors l«ng m.?- b "^"^" ^'^ "e gefällige Mitwir-C«nc«rN4" Z"lte. namentlich des Herrn Clavier-3rl? Alters Treiber aus G.az. der Elavierspielerin n,,^clhn aus Triest. deS Frl.Cberhart und ni-l/r ««^rten Mitglieder der hiesigen Bühne erhöht s I.lerM Dlus^«„^'^" Uir Politiler, für Freunde lla N VlUtw^.""'^" ""d jene für Theaterfreund am ^kon 3 ^!" 9-d. ihren Nbfchluß; uns bleibt für dk ^«'leb^^^ Gesuch spätestens eher überreicht werden, bevor der Ge-genstand in den Ausstellungsraum gelangt. Durch wen zu überreichen. Das Gefuch ist von dem Schutzwerber persönlich oder aber von einem Bevollmächtigten desselben zu über-reichen. Die Uebersendung des Gesuche« mittelst der Post ist nicht zulässig, eben so wenig dessen Ueberreichung durch einen einfachen Boten ohne legale Vollmacht. ES ist erwünscht, daß ein solcher Bevollmächtigter gewählt werde, welcher zu Wien seinen dauernden oder wenigstens zeitweiligen Wohnsitz hat. Bei wem zu überreichen. Das Gesuch muß bei dem Generaldirector der Weltausstellung eingebracht werden. Zur unmittelbaren Uebernahme der Gesuche ist das Rechtsbureau der Generaldirection ermächtigt; die Ueber-reicher von Gesuchen haben sich daher an den Verstand des Rechtsbureau oder an dessen Stellvertreter zu wenden. Hagesnemgkeiten. — Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin werden am Gründonnerstag die Fußwaschung vorneh' men. Am 20. April, unmittelbar nach der Vermählung der Frau Erzherzogin Gisela, wird der Allerhöchste Hof seinen Aufenthalt in Schönbrunn nehmen. — (Se. Heiligkeit der Papst) ist dem Vernehmen nach von einem leichten Unwohlsein befallen. — (Der Militärschematismus) Pro 1673 weist 2 Feldmlllschälle, 18 Feldzeugmeister und Generale der Cavalerie, 58 FeldmarschallieulenantS, 114 General-majore, 305 Oberste in der Aclivität, weiters 29 Feld-zeugmeister und Generale der Cavalerie. 140 Feldmarschall-lieutenanls, 195 Generalmajore und 415 Oberste — sämmtlich unangestellt — aus. Die Kriegsmarine zählt w Aktivität: 2 Vize- und 5 Contreadmlrale, 17 Linien-Schiffscapitäne, dann im Ruhestände 2 Vize- und 9 Contre« admirüle. DieFlotte zählt: 4 Kasemattschiffe, 7 Panzer-fregatten, 3 Fregatten, 8 Corvettcn, 6 Kanonenboote, 4 Dampfer, 2 Avisodampfer, 3 Transportschiffe, 1 Torpedoschiff, 1 Werkstättenschiff, 2 Yachts und 2 Donaumonitors, mit zusammen 286 schweren und 92 leichten Geschützen. Schulschiffe und Hulls bestehen 18 (darunter 1 Corvette, 4 Briggs und 2 Schooner) und Tender 5. — (Sämmtliche ta tholische Re li gions-lehr er) in der Provinz Posen wurden von ihrem Amte suspendiert. Locales. Aus der Gemeinderathssitzung. In der gestrigen Gemeinderathssitzung fand vorerst die Verificierung der letzten Gemeinderalhswahlen statt, und wurde den ausgeschiedenen Gemeinderäthen Vincenz Hansel und I. Perles fltr ihr Wirlen im Gemeinderathe der Danl der Versammlung ausgesprochen. Hierauf ergriff der Bürgermeister daS Wort, um den dankbaren Gefühlen der treu zur Verfassung und zum Reiche haltenden Sladtbevölkernng für die so rasch erfolgte a. H. Sanction der Wahlreformgesetze, welche auch der Stadt Laibach das höchst werthvolle Recht der directen Wahl eines Abgeordneten in den Reichsrath einräumen, mit einem dreimaligen Hoch auf den erhabenen Spender und Förderer der Verfassung, Se. Majestät den Kaiser, Ausdruck zu geben. Die Versammlung stimmte begeistert ein, und wurde die sogleiche telegraphische Mittheilung des ausgesprochenen Dankes an die CabinetSlanzlei zur Bekanntgabe an Se. Majestät beschlossen. Weilers theilt der Bürgermeister eine telegraphische Depesche dcS Abgeordneten Graf Thurn mit über die so-> eben vom Nbgeordnetenhause erfolgte Annahme des Gesetzentwurfes betreffend des Lotterie-Nnlehen der Stadt Laibach. Sodann gelangte zur Verlesung eine Zuschrift des Generalkommandos in Graz über die erfolgte abschlägige Erledigung deS Majestätsgesuches der Stadtgemeinde um entgeltliche oder lauschweise Ueberlassung des Grundcomplexes des hiesigen VerpflegSmagazinS und Mililärspilals. In dieser Zuschrift wird schließlich die Geneigtheit des Kriegsministers ausgesprochen, für den Fall, als die Stadtgemeinde mit einem ganz bestimmten Anbote eines geeigneten Tauschobjectes hervortreten würde, diesfalls weitere Verhandlungen mit dem gemeinsamen Finanzminister einzuleiten. Diese Zuschrift wird der Vaufection zugewiefen, um bei geeigneter Gelegenheit, die sich mit der Essectuierung des LotterieanlehenS ergeben dürfte, weitere bestimmte Anträge wegen eines neuerlich zu versuchenden Tausches zu stellen. Vei der hierauf erfolgten Wahl des VizebürgermeisterS erhielt der Senior deS Gemeinderathes Andreas Mallitsch fast alle Stimmen, und wurde zugleich dem Landeshauptmann Ritter von Kalten egger, der diesen Ehrenposten durch die letzten zwei Jahre bekleidet hatte, der Danl der Versammlung und insbesondere jener des Vorsitzenden flir die bewiesene erfolgreiche Unterstützung ausgesprochen. Nach vorgenommener Wahl der Mitglieder für die einzelnen gemeinderäthlichenSectionen referiert Dr. Schöppl namens der Finanzsection über die aus Anlaß der bevorstehenden Vermählung der Erzherzogin Gisela von der Stadtgemeinde zu veranlassende Kundgebung der Theilnahme der Stadt Laibach an diesem h. Familienerreignisse und stellt solgende Anträge: 1. Zum bleibenden Andenken an die h. Vermahlung«- feier gründet die Stadtgemeinde zwei Stiftungsbetten für arme laibacher Kinder in dem hiesigen Elisabeth-Kinberspital mit einem auf der Spitalsrealität sicher zu stellendem Grlin-dungslapitale von 2400 fl., dessen Interessen im Falle der Auflösung des Spitals für Mädchenausfteuer-Stiftungen zu verwenden wären. 2. Frau Erzherzogin Gisela wirb gebeten, zu gestatten, daß diese Stiftung den Namen Giselastiftung führe. 3. Der Gemeinderath von Laibach bringt im Wege deS hohen Landespräsidiums dem a. h. Kaiserhause seine ergebensten Glückwünsche zu dem freudigen Familienereig-nisse dar. (Einstimmig angenommen.) Die weiteren Verhandlungen bezogen sich auf die provisorische Aufnahme eines VuchhaltungSbeamten zur Liquidierung der Stadtlasserechnungen, auf die sogleich vorzunehmende Erweiterung der Kasselocalitäten, in welche auch die jetzige Bürgermeisterlanzlei einzubeziehen ist, auf die Auflassung der Naturalwohnung des Bürgermeister« im Magistratsgebäude von Michaeli an gegen ein Paufchale, indem diese Zimmer ebenfalls für Kanzleien benöthigt werden. Schließlich wurde die Resignation deS Karl Hudabiu-nig auf den Secretärsposten zur Kenntnis genommen und beschlossen, vorläufig eine Kanzlistenstelle oxtra gtawin mit 500 st. auszuschreiben. Bezüglich deS SecretärpostenS wurde bemerkt, daß hiefür juridische Kenntnisse erforderlich und künftighin der Secretä'r in den Status der Conceptsbeamten einzureihen wäre. Ueber Antrag Laschans wird sodann beschlossen, daß die Finanzsection bezüglich deS magistratlichen Beamlenstatus sowie bezüglich des SecretärSpostenS und der Regulierung der Gehalte noch im Laufe deS Frühjahrs ihre Anträge zu stellen habe. Aus der Sitzung der k. k. VandwirthschaftS-Gesellschaft vom 23. März. 1. Dr. Costa als Obmann der Generalsection rese* riert über Zuweisung der Subvention von 1100 fl. flir Wassertränlen und Cisternen. Die Anzahl der Gesuchsteller übersteigt mit den resp. Beträgen das 5fache der Subvention. Dr. Costa stellt schließlich den Antrag, daß das hohe Ministerium ersucht werden möge, den noch restierendeu Subventionsbetrag auszufolgen. Dieser Antrag wird angenommen und Dr. Costa ersucht, die betreffende Eingabe zu machen. 2. Dr. Costa berichtet über den, im nächsten Jahr in Druck zu legenden LandwirthschaftSlalender. 3. Durch die h. l. l. Landesregierung wird der Bericht deS Ingenieurs Dr. Vicentini vorgelegt, in welchem die Kosten sür die Entwässerung des zirtnizer SeeS, de« Lause rthaleS, so wie sür die Regulierung des Unz-flusses dargelegt werden. Wird inbelreff der Kostenfrage zur Schlußfassung dem h. Nckerbauministerium vorgelegt. 4. Die vom hohen Ministerium ««hergesandten Ezem« plare der vierten Preisausschreibung für Kä sere ig eno s, senschaften werden in jene Bezirle und Filialen, wo Käse erzeugt wird, abgesendet. 5. DaS h. l. l. Nckerbauministerium theilt mit, baß aus den Saatlämpen des Küstenlandes junge Pflanzen bezogen werden können. Es wird beschlossen, diese Kund, machung zu veröffentlichen. 6. Nach eingelangter Antwort der Landwirthfchaftgesell. schuften in Rovigno und Görz wird beschlossen, die Grains pro 1873 von denselben anzulaufen und den trainischen Seidenzüchtern um den halben Anschaffungspreis zu überlassen. Der Anschaffungspreis ist 8 st. per Unze. , 7. Der GescllschaftSsecretär verliest den Trlaß Nr. 11.981/1555 vom 12. März 1873 deS hohen l. l. Acker-bauministeriumS, mit welchem dem CentralauSschußmitgliede Herrn Franz Schollmayr für seine statistischen Arbeiten von 1872, welche zu den eingehendsten gehören, die vollste Anerkennung ausgedrückt wird; ebenso wird jener Herren, die dieses so umfangreiche Werk mit Bereitwilligkeit unterstützten und sich hiedurch ein unverkennbares Verdienst erwarben, anerkennend gedacht. Ueber Antrag deS Hr. Schollmayr wird beschlossen, diese hohe Nnerlennung den Mitarbeitern, deren Zahl mehrere hundert beträgt, schriftlich zukommen zu lassen. 8. Der VollSschullehrer Michael Kalian bittet um eine Gartengeräthgarnitur, Obstbäume und Waldsamen. Wird gewährt. 9. Einige Insassen deS Dorfes Petelinje bitten um Wald samen. Da diese Gemeinde heuer schon 11 Pfund Waldsamen erhielt, so weiden dieselben abweislich beschicken. 10. Heinrich Josef Fischer, Vorstand der OrtS-yemeinde Iablaniz, ersucht um unentgeltliche Petheilung seiner Gemeinde mit 300 Obstbäumen auS der Subvention. Eine so große Unterstützung, welche mehr als die halbe Subvention absorbieren würde, könnte überhaupt nicht bewilligt werden. Für heuer ist aber die Subvention ohnehin schon vergriffen. 11. Herr Schollmayr, als Obmann des Comilss für die Collectivausstellung, referiert über die vorgenommenen Arbeiten und beantragt, dem Hrn. Bruß für laufende Zahlungen 500 fl. als Handlasse zu Zwecken der ! Ausstellung anzuweisen. Die vom Hrn. Ingenieur Wilschl geschmackvoll entworfene und in der Werkstätte des gediegenen Tischler« meifterS Hrn. Hansel angesertigte Etagöre für die landw. Col-lectivausstcllung gehl der Vollendung rasch entgegen. Die 546 Glasfabrik in Sagor war über persönliche Verwendung des Hrn. Obmannes so freundlich, die in der letzten Stunde gemachte Bestellung von 250 Stück großen Glasvasen in ein paar Tagen zu effectuieren. 12. Die neu vorgeschlagenen Herrn Gesellschaftsmit« glieder Franz Florians, Besitzer zu Blagoviz, Johann Noval, Besitzer in St. Veit bei Laibach, und Alois Vod-nit, Besitzer und Handelsmann in Dolsto, wecden einstimmig als solche aufgenommen. — (Ernennung.) Das l. l. Oberlandesgericht für Steiermarl, Kärnlen und Krain hat den Gerichts-adjuncten beim k. k. Bezirksgerichte Mottling Rudolf, Ullepitsch Edler v. Krainfels über dessen Ansuchen zum Gerichlsadjuncten beim l. l. Kreisgerichte Rudolfswerth er- ^ nannt. > — (An die p. t. Theaterfreunde) ergeht > von Seite des Theatercomilös die freundliche Einladung, sich am Sonntag den 6. d. vormittags 11 Uhr im Casino« saale einsinden und an der Besprechung, betreffend die Unterstützung des Gesuches des Herrn Directors Kotzky wegen Ueberlassung des hierlandschafllichen Thaters auf ein weiteres Jahr und die Fixietun« der erforderlichen Subvention, recht zahlreich theilnehmen zu wollen. — (Concert.) Das fechste und letzte Concert der philharmonischen Gesellschaft in Laibach findet unter der Leitung ihre» Musildirectors Herrn Anton Nedvöd Sonntag den 6. April 1873 im landschaftlichen Redoutenfaale statt. Anfang 4^/, Uhr nachmittags. Dabei gelangt folgen» des Programm zur Aufführung: 1. Th. Elze. Erster Theil des Oratorium« „Petrus". 2. Mendelssohn - Bartholdy. „Lobgesang", eine Symphonie°Cantate nach den Worten der heiligen Schrift. Die Soli werden gesungen von den Frl. Clementine und Cäcilie Eberhardt, Frl. Rosen und den Herren Schulz und Razinger. — (Unser Operntenor Herr Stoll) sang gestern im landschaftlichen Theater in Graz den Edgar in Donizetti« „Lucia". Em Telegramm meldet in gestriger später Stunde: „Stoll hat s-hr gefallen, wurde oft ge-rufen, dessen Engagement in Graz ist sicher." — (Schadenfeuer.) Gestern nachmittags um 4>/, Uhr tam im Orte O ber f chisch ka, angeblich infolge eines Rauchfangfeuers, eine Feuersbrunst zum NuSbruch, die, ungeheure Dimensionen annahm, denn 10 Minuten nach dem Brandausbrüche waren bereits 8 Bauobjecte ein Raub' der Flammen. Die laibacher Feuerwehr war wohl fogleich! nach dem Kanonensignal vor dem Rathhause zum Abrücken, bereit, aber erst nach Verlauf einer halben Smnde konnte, j und dies nur zwangsweise, eine Pferdebespannung für die ^ Spritze aufgebracht werden. Auf dem Brandplatze erschienen ausgiebig Hilfe leistend die KoSler'sche Spritze, jene vom Kronprinz Rudolfbahnhofe, der Meh'sche Apparat der laibacher Feuerwehr und die Feuerwehr von Wailsch-Gleiniz mit Spritze. Nach den eingehollen Erkundigungen brannten! 10 Bauernhäuser und 13 WirthschaslSgebäude ab. Den! angestrengten 8stündigen Bemühungen der beiden Feuer- j wehren Laibach und Wausch-Gleiniz gelang es, drei mitten > im Flammenmeer stehende Gebäude zu retten und das große Brandunglück zu bemeistern. Abgebrannt sind die Gebäude,! Stroh- und Futlervorrälhe der Besitzer Perganl, Babnil, Ousterßic, Slaj, Srnig, Habian, Eras, Burger und Gi-lel. Es wird Sache der Stadtgemeinde Laibach sein, für die Beistellung eines permanent in Bereitschaft stehenden, diensttauglichen Pferdegefpanns ohne Verzug das geeignete zu veranlassen. — Auf dem Brandplatze erschienen auch der Herr l. t. Landespräsident Graf Auersperg, ^mehrere Herren Stabs« und Oberoffiziere u. a. Hilfeleistende aus nah und fern. Menschenleben ist glücklicherweise keines zu beklagen. — (Für Turnerlreise.) Die Turnbewegung macht in Steiermark, wie die grazer „Tagp." mittheilt, erfreuliche Fortschritte. An vielen Orten ist man eben im Begriffe, theils Turnvereine, theils Turnerriegen zu errichten. So hat sich vor kurzem in Trofayach über Anregung des Herrn Miider aus Leoben, der al« Vertrauensmann für Obersteier eine fehr energische und erfolgreiche Thätigkeit entfaltet, eine aus vierzehn thatkräftigen Männern bestehende Turnerriege gebildet. In Leoben hat sich bereits ein aus den hervorragendsten Perfünlichleiten bestehendes Festcomits conftituiert für das im Juni d. I. stattfindende Gaufest. — sVon der Südbahn.) Vom 10. April an »erden die wien-triester Eilzüge nur mit Wagen erster Klasse verkehren. — (Theaterbericht vom 4. d.) Herr Emil Siebert spielte in Neslvoyg Posse ..Der Talisman" den Titus Feuerfuchs mit natürlichem Anstrich, mit Humor und lüstlicher Laune. Der zweite Alt elektrisierte durch die darin vorkommenden höchst überraschenden heiteren Situationen das recht gut besuchte Haus. Nur dem eminenten Spiele des Herrn Siebert gelang cS, dieser alten Posse, an welcher der Iahn der Zeit bereits nagt, Frische einzuflößen und Reiz abzugewinnen. Ein vom Herrn Siebert fuperb vorgetragenes Couplet, die Lieder der Flora (Fräulein Ha rot) und Salome (Frau Wauer ), die vortreffliche Darstellung der Frau v. Cypressenburg durch Frau Kroseck wurden mit großem Beifall und Hervorruf auszeichnet. — Abermals war es die ruhige Gemüthlichkeit und der pilante Ton, welche hervorragende Bühneneigenschaften wir bei Herrn ! Siebert lobend constalieren müssen. Original - (Korrespondenz. Mottling, 3. April. Die Maulbeerbäume schlagen schon aus. Dies ist in der Regel daS Zeichen, daß mit der Seidenzucht begonnen werden soll. Man fürchtet jedoch Fröste, die schon jetzt des Mor-gens eintreten und die sehr intensiv werden lölinen, wenn , das jetzt herrschende prachtvolle Frühlingswetter umschlägt, !dem bei kühlerem Regen vernichtende Fröste folgen können. Man ist also sehr in Zweifel, waS bei diesen ernstlich z« erwägenden Umständen zu thun sei. Diesertage ^ wird der dem hiesigen Seidenbauoereine von der Versuchsstation Görz zugekommene Subventionssame — Nostrani und Iapaneserrace — an die hiesigen Seidenzüchter vertheilt werden. Eine Partie guter Grains — gelber Seidenspinner, — von denen im vorigen Jahre aus 4 Loth Samen 202 Pfund Galetten erzeugt wurden, ist noch bei dem hiesigen Seidenzüchler Johann Kapelle zum Preife H. 2 fl. per Loth zu haben. Hier ist nun die Creierung einer Musilbande im Werte. Sie wird sich durch freiwillige Beiträge der Stadt»! bewohner «halten. Man kann ihr Prosperität prognosti« ^ eieren. Möge sie den Hoffnungen entsprechen, die an sie gestellt werden. ! Die Obstbäume hier sind in voller Muthe; überhaupt! ist die Vegetation so entwickelt, wie sonst kaum gegen Ende! April. Die Weinzüchter sind voller Hoffnungen. Neueste Post. Wien, 4. April. Sämmtliche liberale Morgen-blätter begrüßen auf das sympathischeste die Sanction der Wahlreform. „Vaterland" kündigt die Betheiligung der Feudal-Nationalen an den directen Wahlen an. Für! heute Abend ist eine Kundgebung des G^meinderatheS ^ für die Wahlreform-Sanction angekündigt. Eine Illumination Wiens wird vorbereitet. Der gestrige Empfang der österreichischen Delegation beim Kaiser war äußerst huldvoll. Rom, 3. April. Es werden Borbereitungen getroffen für die Reise des Königs Viktor Emanuel nach Wien, welche im Juni stattfinden soll. ! Tetegraphischer Wechselkurs vom 4. April. Papier-Rente 7005. — Silber-Rente 72 25. — 1860er Staats-Nnlehen 103 60. - Vanl'Äctirn 95«. — Lredit-Nctien 333 75. — London 10K 80. — Silber 107 70. — K. l. Münz. Ducaten. — Napoleonsd'or 873, Handel und MkswirtWaftM schwebende Tchuld. Zu Ende März 1873 bchH" sich laut Kundmachung der Eommission zur Coutrolt ber«"° « schuld im Umlaufe: an Partialhypothelarauwcisungcn 34,^A . 50 lr.; an aus der Mitspcrre der beiden ControkomMM. erfolgten Staatüuotm 377,276.549 fl., im ganzen 411.93^" 50 lr. Verstorbene. Den 29. März. Balthasar Eapretz, ToM".^ Stadt Nr. 217. Lebereutartung -- Ursula M'hclit, »l"» gattin, 73 Jahre, Ciuilspital, Marasmus — Dem 3°h""",^l Maschiumfllhrer. sein Kind vudwic,. 20 Monate, St. Pete«"^,,, Nr. 85, am Stimmritzeullampsc. - Maria 3^°^'^,«!» besitzers-Witwcntochler, f.« Jahre, Kralanvorstadt Nr. 11. >""' l sucht' ««. ,<., oll" l Den 30. Mär,. Fanny v. Franlen geb. Wum", ^ ' amls-Officialsgatlin. 67 Jahre. Kapuziuervorstabt Nr r", ,n, schwäche. - Josef Leruit. Zuckerbäcker, 62 Jahre, Stad» " ^,, Hehrfieber. - Johann Hafner, Bettlei, 65 Iah«, ^'N,,> Llschöpfuiili der Kräfte. - - Dem kudwig Dimitz, l'»ä M" Forftiuspcctor. sein Kind Ida, 14 Mouate, Stadt Nr. I^H,,, Wasscrlopf. — Anna Zagorec, Näherin, 29 Jahre. v'i>", Vlattern. ^D, Den 3 1. März. Leopold Utal, Taglübnerölmd, "^,, Elisabeth-Kinderspital, Auszehrung. - Dem TlM^B Schuhmllchermeister, seine Wattin Theresia, 54 I., Stadt,^ ^,, und Anton Perdan, Hausbesitzer, 74 I., Kralau Nr. ^ artuna der UnterleibsoicMe. ,, 73 I" Den 1. April. Katharina Slalz, gewesene MY"' A^ St. Petersvorstadt Nr. 101. Altersschwäche. - ^?« r°°rü«" Conducteurslind. 2 I.. 2 Monate und 25 Tage. KaM'"" ^ Nr. 85. Auszehrung. -. Maria Nrolich, Arbeiterin. AHB fpital, Lungenluberculose. ^ Josef Slana. VraudweMyan" 6 Taqe, Kralaiivorstadl Nr. 38, Kinubaclenlrampf, « A»»' Den 2. April. Primus Merlat,Hausmrister>«f'B' Nr. 2l4, Ärnstwassersncht. - Iosefa Omahi. Iu"°K""«« Oradischavorstadt Nr. M, Luugensucht. — Martin ^"^^ stitutsarmcr, 86 I., Kapnzmervorstadt, Nr. 12, ^1«'/^ - Josef Hismann, Fischerslind, 12 Tage, Kralauvorsi^ allgemeine Schwäche. ,».M«^ Den 3. April. Theresia Vediua. Schmiedn^!'^ 35 Jahre. HUHnerborf. Nr. li, Kindbettficber. — Io«F'. Conrucleur. 59 Jahre, Polanauorslaot Nr. 37. °UqcN>^ ^ sucht. — Vincenz Gurnigg, Stationschef, 66 Iab", ,Ml"^ Vorstadt Nr. 148 (VahnhIf). Gehirnlähmunc,. — DelN^l^ Taglühuer, seine Tochter Iohouna. Ü Jahre, Pola'"»" 67 (Kinderspital), Pericardialcxsudat. s^s^«» T 0 dtenstatistil. Im Mouate März 18?3 F >yM souen gestorben, davon waren 45 männlichen und 4< Geschlechts. Angekommene Fremde 2lm 3. April. .Mü^ »»»«> »t»«>t ^G««n. llrbautit, Gutsbesitzer,^ A v. Guttmannsthal. Trieft. — Vellou, Architelt; P«'"^. ft>' lant; Wicßingcr nnd Rosenberg. Kaufleute, Wie« ,. Gotlschee. .HllA »»»««> «>^s»««. Zanger, wlirz. — Win", HF, Widmar, Wien. — Supan Elisabeth. KropP. ' ^ rona. . F^,: «»»»'««. Cirlep, kehrer. Gonobitz. - ^lMMl^^, Artl, Geschäftsmann. Krainburg. — Wcrdnil. Re'!^ ^ bürg. — Hirschmann, Kanischa — Zenler, Tr»^' > Vesitzcr, Oberlrain. ^^^^-^^ Theater. ^" Hente: Letzte Opernvorstellung. ^rd>- > lNH«od«ia. Oper in 5 NufzNgen von "^-< --------------------------------------------------^Wlll«> Meteorologische NeoliachtungenlN^>^^ «U.Vig. 734« 4.3,7 ,SO. schwach dllnN lttN ^ 4. 2 „ N, 733 «7 !18<, ^ SO, mäß'g «H >„r ,^ l0.. Ab'. 735.8« ^ 9l ,SO. schwach ha'°" u!'^' Vormittags dllnuer Wollenschlcier, u«^" Hr0>^ > BcwMung. schwacher Regen. Da« Tage«mitlcl dcr ^^x um 19° Über dem Normale. _______IislN"^<^ Verantwortlicher Redacteur: I»na, v^^---^^ ^l/l^ti'sHo»'»^^ Wien, 3. April. Die frankfurter Vanl hat, dem Vcispiel dcr preußischen Banl wie uatllrlich solgcud. dcu Zinsfuß erhöht. AchnlichcS steht aus Mllnu> ^ ^cW^ ><)l)^s^vl!lil)t. Die mit unserem Platze in starler Wechselwirlung stehende fraulfurter Vörse ist durch locale Ereignisse ungüustig beeinflußt. Die „Time«" melden, ^ '.sortie"' ^, neuerliche Erbühung der londoner Bautrate mit Wahrsckeinlichleil beuorstehe. Dcsseuuugeachtet zeigte der Vertehr in Svcculationspaviercn leine Flauheit, denn e« haben sich ""'^. welche mit bedeutender Anstrengung operieren. Dagegen waren Schranlenwerthe theils durch GelobeschaffungSoperationen, theils infolge von Arbitrage-Verläufen ziemlich gedrünl. 4. Allgemeine Staatsschuld fur 100 ft. Geld Ware Einheitliche Staatefchuld zu 5 pLt.: «Noten verzinsl.Mai-November 69.80 70.— » ^ « ßebruar-Nngust 69.80 70.^- ^ Silber „ Iänner-Iuli . 72.1») 73 30 « » » «pril-Oltober. 72.10 73.30 »nlthen V.1839......306.— 207.— » ^ l854(4p«l,.)zu2i)0fi. 96.50 97.— » ^ 18«0 zu 50N st. . . 103.- 103.25 , , I860 zu 100 ft. . . 121.- 122.— „ „ 1864 zn 100 st . . 145.- 145.50 Staats-Domänen-Psandbritfe zn 120 ft. U. W. in Silber . . 117. 117.50 «l. Orn»ventlaftung«-Vbliaationen filriwifi. Geld Ware Vvhmen ... zu 5 p«l. 94.— 95-Galizien . . . - ^ b ^ ?8. ?«5l) «itdrröfterreich . . ^ü ^ 94.— 9h.-Vb«»fterrlich . . » b „ 90.— 91^-SiebenbUraeu . „ b ^ 78.» 79.— Vteiennarl ... ^ b , 9N.-.. 91.— Ungarn . . . ^ b „ 79,50 80.-O. «ndere öffentliche Anlehen. Geld Ware DauanllgulilNlngs-LofezukpLt. 9^.25 98.75 Un«. «isnlbahuanlehen zu 120 ft. V.W.SNb«zu5p,-Ezern,-Illfsy-Vahn . . 151 50 152.50 i!loyd, osterr.......580.— 583.— Oesterr. Nordwtstbahu . . . 215,50 216.— Rudolfs-Vahn......168.— 169 — Siebenbllra.er-Vahn .... 171.50 172. - Slaatsbahn.......330 50 331.50 Sudbahn........188.- 188.50 Slldnordb. Verbindungsbahn . —.- - —.— Theih-Vahu.......238.— 239.— Ungarische Nordostbahn . . . 14950 150.— Ungarische Oftbahn . . . .128.-128.50 Tramway.......384.— 385.— «?. Pfandbriefe (für 100 fi.) Veld Ware Allgem. iifterr. Vobencreditanstalt verlosbar zu 5'/, in Silber . 100.25 100.50 dto. in 33 I. rllllz. zu 5'/. in Ü. W. 88.— 88.20 Nationalbanl zu 5'/, ö. W. . . 90.10 90.25 Ung.Bodencreditanstaltzu5'/,",« 85.50 86.— «. Prioritätsobligationen. Geld Ware Elis.-Weftb. in S. verz. (I. Em.) 93.- 93.50 Ferd.-Nordbahn in Silber verz. 103.50 103.75 Nrz.-Ios.-Valm „ „ ^ 100.50 101.— G.H.'Ludw.'V. i. S. verz. l. Vm. 101.50 102.-Oefterr. Norbweftbah» . . 100.75 101.— ________________ .----- Siebend, »ahn in Silber v",^- ,^ ^0' St°°tsb.G.3'/^500Fr^.W io9b« , Slldb..O.37<.^500Fr.pr.StU° K^ Slldb.'G. 5 200 ft- zu b/. '" 95.!l" ^ Sl!d7..^°n« 6' ^ii' 5 500 Fr. pr. Stllck - > H" . Un«. Ostbahn fllr 100 ^ - SlK s" «. Privatlote ^ u»e» «reditanftalt fUr H°"del «.<»""'iB^'i^ zu 100 fl. ». W. - ' ' . l4. ^ «udolf-Sti^n^l^^ ^,n°^ ^ Pari«, fllr 100 Franc« ^s^teNzg^ 5 f? """' 6 -e! - «. MUnzbucaten - ^ ' ?4 " 1 - qg ^ sNapolconsd'or -. - ° ßgi ".g7 - Privatuotiernn«: "