Nr. 118. Samstag, 26. Mai 1894. Jahrgang. 113. OMcher Zeitung. °aA«"er»«onsprel»: M« Postversend«,'«: nanMrlg fl, '5, halbMria fi. ? 5l>, In, Comptoir: 'Mhrlg fi. ,l, Halbjahr«« fi, 5 5«, ssiir die ZnsttNül'a in« Ha»« naiizjülirii, fi, l — Inserilonuyeblir: fflir «eüir Inserate bl« zu 4 ^rllen 25 lr,. größsrs per Zeile 6 lr,; bei «steren Wiederholungen per Zcilr 3 lr. Die «Laib. Zelt.» erscheint tWich, mit Ausnahme der Eo»n- und Feiertage, Die «dminiftrat«"« befindet sich Vonarrftplah Nr. 2, bie Med»e«on Nahnhosaassr Nr. 15, Sprechstunden der Nedattlon von 8 b!« 1l Uh» vormlttag«, — Unfrankierte Briefe werben nicht angenommen, Manu!cripte nicht zurüllgtftellt. Umtl'icher Weil. n„ Ee. f. und l. Apostolische Majestät haben mit «mcrhöchster Entschließung vom 12. Mai d. I. den "unordentlichen Professor Dr. Theodor Escherich »um ordentlichen Professor der Kinderheilkunde an der "nwersttät in Graz allergnädigst zn ernennen gernht. Madeysli m. p. w 2^' ^ ""^ ^ Apostolische Majestät haben den lil ^erhöchsten Hoflager neu ernannten außerordent-l>?! ""b bevollmächtigten Botschafter Sr. Majestät „.deutschen Kaisers und Königs von Preußen Grafen A^ulenburg am 21. Mai d. I. in feierlicher ^Udlenz zu empfangen und dessen Veglaubigungs-H^lben aus seinen Händen entgegenzunehmen ge- !M..^el Finanzminister hat den Finanz-Obcrcom-c>M Karl Lohwasser zum Finanzrathe und den A'nanzcommissär Dr. Karl Albrecht znm Finanz. <:^^l)mmissär für den Bereich der Finanz-Landesdirec-I^MGraz ernannt. Uichtamtl'icher Weil. Bericht des l. l. Gewerbe-Inspectors Dr. Val. Pogatschnigg. ' Alchrnehmungen inbetrcff Zcfolgung der gemcrbe-gcscizlichen Vorschriften. Die Vetriebsanlagen und deren Aus- rüstung. h^ /üar ich auch schon in den früheren Jahren darauf C?t.' insbesondere bei Neu-Anlagen in Bezug auf Kuweit des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter M? entschiedenes Eintreten bei den bezüglichen Com-ichwonen das Nothwendige zu erstreben, so verfolgte ^^ es Ziel während deS Berichtsjahres in noch aus-ws.Mem Maße, wobei mir die Mitwirkung meines t>a'' "Uen wesentlich zustatten kam. Zunächst wurde hejz ! gesehen, dass schon die der Behörde in Gemäß-Wi, Vorschrift des ß 28 G. O. vorzulegenden ttian ""^ Beschreibungen so ausgestattet waren, dass pllm^ denselben umfassende und sichere Anhalts-^e über das Project selbst gewinnen konnte; ins- besondere wurde darauf bestanden, dass in den bezüglichen Plänen nicht die bautechnischen Momente allein Darstellung fanden, sondern auch die wichtigsten Elemente der Einrichtung, als Feuerstcllen, Apparate, Arbeits-maschinen, Motoren in ihren endgiltig gewählten Punkten und in ihrer Abhängigkeit voneinander, eingezeichnet waren. Bei den nach Erfüllung dieser Forderungen durch die Behörde ausgeschriebenen Bau- und Genehmigungs-Commissionen unterließ man dann nie, in entschiedener Weise dasjenige zu begehren, beziehungsweise zu bedingen, was sich im Hinblick auf den Schutz des Lebens und die Gesundheit der Arbeiter noch als unabweisliche Forderung ergab. Endlich benutzte man Besitzwechsel nnd Aenderungen im Betriebe, um com-missionelle Erhebungen anzuregen und bei deren Abhaltung dann auf wünschenswerte Sanierungen alter Anstünde hinzuarbeiten. Die stärkere Pflege dieses Zweiges des externen Dienstes, welche schon in den in der Einleitung angegebenen Ziffern zum Ausdrucke gelangte, hatte zur erfreulichen Folge, dafs, Dank dem Eingehen der politischen Behörden auf die Intentionen und Anträge des Gewerbe-Inspecwrates, es in einer ansehnlichen Reihe von Fällen gelungen ist, befriedigende Verhältnisse zu schaffen. Was die Sicherung der inneren Betriebseinrichtungen betrifft, glanbe ich einen gewissen Fortschritt constatieren zu können. Nicht nnr, dass ich den früher häufig ausgesprochenen Bemerkungen wegen Ueberflüssigkeit besonderer Schutzvorkehrungen, dann wegen der Abneigung der Arbeiterschaft selbst gegen solche seltener begegnet bin, fand ich in den besichtigten Betrieben manchen Schutz ausgeführt und manche Einrichtung vorhanden, auf deren Einführung ich früher dort, wie anderswo, vergeblich gedrungen hatte. Eine verhältnismäßig bedeutende Sorglosigkeit hinsichtlich der Sicherung der Arbeiter zeigten mir die Steinbruchbetriebc und das Baugewerbe, in welch letzterem darum auch begreiflicherweise die Unfälle nicht abnehmen. U. Die Arbeiter, deren Verwendung und Stellung in den gewerblichen Betrieben. 1.) Männliche, weibliche nnd jugendliche Arbeiter. Die infpicierten 204 Betriebe beschäftigten im ganzen 9855 Arbeiter, theils nur männliche, theils männliche in Verbindung mit w'iblichm, theils männliche, weibliche und jugendliche zusammen. Ausschließlich männlicher Hilfskräfte bedienten sich die Betriebe der Mafchinen-, Holz- und Lederindustrie, dann eine Reihe von Kleingewerben, als: Schmiede, 'Schlosser, Spengler, Drechsler, Gerber, Bäcker und die ! Mühlen. In dem Kreise der großindustriell und sabriks-mäßig betriebenen Unternehmungen, wie bei Mühlen, Lederfabriken, beobachtete ich ein Zurückgehen der Zahl «gelernter» Arbeiter; nur gewisse Branchen der Maschn-en-Industrie, dann Brauereien und das polygraphische Gewerbe legt ein Gewicht darauf, handwerksmäßig geschulte («gelernte») Arbeiter zu verwenden. Weibliche Arbeiter begegneten mir in der Gesammt-zahl von 2247 wieder zumeist in solchen Gewerbs-zweigen, in welchen ich schon früher wiederholt solche Hilfskräfte angetroffen hatte. Sie fehlten ganz in Steinbrüchen und in Gerbereien. So wenig, wie sich eine Vermehrung der Gewerbe beobachten ließ, welche weibliche Hilfskräfte in Anspruch nehmen, konnte ich eine Vermehrung der Zahlen der beschäftigten Frauen und Mädchen in einzelnen Betrieben bemerken. Auch die Dienste und Verrichtungen, zu denen sie gestellt waren, können mit geringen Ausnahmen als solche bezeichnet werden, gegen welche sich keine Einwendung erheben lässt. Ausnahmen ergaben sich in zwei Papierfabriken; in dem einen Falle traf ich Frauen und Mädchen beim Deckelauflegen an den heißen Trockencylindern einer Holzpappen- und Deckelfabrik, in einem anderen Falle beim Transporte der schweren Hadern-ballen einer Papierfabrik beschäftigt. Jugendlicher Hilfsarbeiter bedienten sich Glasfabriken, Schafwollwarenfabriken, Papierfabriken, Holzschleifereien, Iündwarenfabrilen sowie Buch» und Stein» druckereien. Ueberdies begegneten sie mir auch noch beim Baugewerbe und in Ziegeleien. Im ganzen fand ich jugendliche Hilfsarbeiter bis zum sechzehnten Jahre 233 beschäftigt, darunter waren zehn Burschen unter vierzehn Jahren. 2.) Arbeitszeit, Ueberstunden, Schichtcnwechsel, Ruhepausen und Sonntagsruhe. In der überwiegenden Mehrzahl der inspicierten fabriksmäßigen Betriebe bewegte sich die Arbeitszeit innerhalb der vom Gesetze gezogenen Grenzen. Ueber-schreitungen kamen in einem Textilbetriebe, in zwei Buchdruckereien und in größerer Zahl in Mühlen vor. In vielen dieser Betriebe herrscht, wie dies bereits in früheren Berichten hervorgehoben worden, noch die von altersher übliche Einrichtung der 24stündigen Schicht mit Heranziehung einiger Stunden der ihr folgenden gleich langen Freischicht, fo dass die Arbeiter regelmäßig 24 bis 28, unter Umständen 30 und mehr Jemsseton. Das Maß in der Wissenschaft. ^nbm^ Handelsverkehr wird mit den Maßen nicht ^eael ^""" verfahren, weil es sich dabei in der ^mal^ Wertdifferenzen handelt, welche noch nicht ^Nts!°n Arbeitswert einer genauen Messung gleich-Vle^ "-. Ob bei einem Wollenstoff von etwa zehn lessen a.e f^s Centimeter zu viel oder zu wenig silr ^' " Gerden, das hat weder für den Käufer noch Chilli "Käufer einen sonderlichen Wert und ebenso Hur ei ^ s'ch ""I den Hohlmaßen und Gewichten, ^elstei ^ ^"'^ Gegenstände wie Edelmetalle und 3l«^ unterliegen einer genancn Wägung. lNit ihr? 5,""^! es sich in der Wissenschaft, welche deicht ? .Tagungen nnd Messungen eine Genauigkeit CheiH V ./ die uns in Erstaunen seht. Ein erfahrener lünfhu 5 >>t imstande, ein Milligramm — etwa den !"Wn l"°"sendsten Theil eines Pfundes — zu die ^77 wenn er dazu die feinsten Instrumente und aber h^A" Kunstgriffe zu benutzen versteht. Dann eiiles A ff Gewicht auf und einen kleineren Theil 3?glich ^s zu erkennen, würbe dein Chemiker un« Hilfe l^l"' wenn ihm nicht die Spectralanalyse znr Ar mi. Sie zeigt ihm zwar nicht das Gewicht,! Mfes A°b" Bestimmtheit das Vorhandensein eines "«iron a?V Dleimillionentheilchen eines Milligramms ^kllb U,nup.i' «'" sich «och im Spectralapparat be-zu machen. Während die Messungen der Chemie hauptsächlich mit der Wage vorgenommen werden, ist die Astronomie bei ihren Untersuchungen fast ausschließlich mit dem Längen- nnd Zeitmaß beschäftigt. Aber nicht die Messkette des Geometers oder das Metermaß kann sie dabei direct anwenden, sondern sie erreicht die Feststellung des Längenmaßes durch Winkelmesfungen und mathematische Berechnungen. Während beim Metermaß der Kreis in vierhundert Grade getheilt wird, bedient sich die Astronomie noch der Eintheilung in 360 Grade. In dieser Wissenschaft wird bei allen Messungen anch das Zeitmaß verwandt und da ergibt denn eine Stunde der Rotation der Erde die ' Fortbewegung irgend eines Punktes von fünfzehn Grad. Diese Uebereinstimmung von Zeit und Graden ist deshalb von großer Wichtigkeit, weil bei den Messungen des Astronomen stets der Punkt in Betracht gezogen werden muss, von welchem aus ein Stern gemessen wurde Ein Stern, welcher in einem gegebenen Augenblick nnter nnserem Meridian steht, muss eine Stunde später um fünfzehn Grad westlicher stehen, wenn er an derselben Stelle des Himmels gefunden werden soll Die Eintheilung des Kreises in vierhundert Grade würde erst dann von den Astronom.» praktische Verwendung finden, wenn auch die Tageseinthriluna nach dem Decimalsysteme erfolgte. Dies könnte nnr geschehen wenn der Tag m zehn Stunden von je hnndert Minuten nnd diese in hundert Secunden einaetbilt würden. Dnrch diese Eintheilung würde die Secunde um etwa den sechsten Theil kürzer wcrd'n Bei der Rotation der Erde würde dann jede halbe Stunde eine Beweguug von zwanzig Grad ergeben und jeder einzelne Grad eine Zeit von zwei und eine halbe Minute in Anspruch nehmen. Gewiss eine sehr einfache Eintheilung! Da aber eine Neueintheilung eine vollständige Umänderung der astronomischen Berechnungen erfordern, und ganze Bibliotheken astronomischer Werke entweder durch den Studierenden umgerechnet oder aber durch neue Werke ersetzt werden müssten, so dürften sich die Astronomen zu einer solchen Neuerung nicht so bald entschließen, Folgen wir nun dem Astronomen bei seiner Messungsarbeil, so werden wir sehen, dass ungeheure Fortschritte auf geistigem und technischem Gebiete gemacht werden mussten, um Arbeiten durchzuführen, deren Genauigkeit an's Wunderbare qrenzt. Während es dem Geschäftsmann auf eine Differenz von fünf bis zehn Decimeter bei seinen Messnngen oft nicht ankommt, wenn er es mit einer Länge von etwa drei Meter zu thun hat, arbeitet der Astronom mit Lupe und Mikrometer um eine Länge von vielen Billionen Meilen festzustellen. Wegen der großen Umwälzungen, welche, wie wir oben grschen, die Einführung des Metersyftcms zur Folge haben würde, arbeitet die astronomische Wissenschaft noch mit der Meile, wobei sowohl die geographische als anch die englische Meile in Benutzung kommt. Sie dient in der Regel nur dazu, um die Größe der Weltlörpcr zu bezeichnen, während bei den Entfernungen größere Maßeinheiten: der Halbmesser der Erde, der Halbmesser der Erdbahn und das Lichtjahr benutzt werden. Nur die geringeren Entfernungen innerhalb unseres Planetensystems werden auch zuweilen nach Meilen angegeben. Laibacher Zeitung Nr. 118. 1014 26. Mai 1894. Stunden ununterbrochen in Arbeit stehen. Auch während des Berichtsjahres kam mir diese ungewöhnlich lange Arbeitsschicht wieder in sechs Betrieben unter. Wie früher überall habe ich auch diesmal die Ungesetzlichkeit gerügt und unter Androhung der Anzeige deren Abstellung begehrt. Meine Bemühungen, in dieser Hinsicht gesetzliche Verhältnisse herbeizuführen, stießen in früheren Jahren bei den Arbeitern selbst auf Widerspruch, indem sie von der Einführung zwölfstündiger Tag« und Nachtschichten nichts wissen wollten. Angesichts dieses Widerstandes der Vetheiligten trug ich damals Bedenken, mit Strafanzeigen vorzugehen und damit die neue Einrichtung zu erzwingen, um« somehr, als eine vor drei Jahren gemachte Erfahrung mit der auf diese Weise durchgesetzten Einführung der Mündigen, statt der bis dahin üblichen 24stündigen Schicht, bei dem Schichtenwechsel in Holzstoff- und Papierfabriken zur Vorsicht mahnte. Es rief damals die von mir begehrte und von den Betriebsleitern auch durchgeführte Einrichtung eine förmliche Opposition der Arbeiter hervor, die in einem Falle fast Anlass eines Streiks geworden wäre. In Graz aber hatten im Herbste des Jahres 1893 die Müllergehilfen anlässlich des damals ausgebrochenen Streiks sich endlich selbst von dem bisher eingenommenen Standpunkte losgesagt und unter anderen Forderungen selbst das Begehren gestellt, dass die Arbeitszeit dem Gesetze gemäß geregelt werde. Bei der Berathung über die von den Mühleninhabern vorgelegte Arbeitsordnung wurde denn auch auf die entsprechende Regelung der Arbeitszeit hingewirkt. Anzeigen wegen gesetzwidriger Verlängerung der Arbeitszeit zu erstatten, war ich in fünf Fällen ge< zwungeu. Wie in den früheren Jahren, machten auch während des Berichtsjahres eine Reihe von Unternehmungen von dem Rechte Gebrauch, um Ueberzeit-Bewilligungen einzuschreiten. Es waren großentheils dieselben Branchen und auch dieselben Betriebe, welche dies auch schon in früheren Jahren gethan hatten und bei denen infolge der eigentlichen Verhältnisse ihres Geschäftsganges und der Schwierigkeit, neue qualisicierte Arbeitskräfte zu finden oder die gefundenen unterzubringen, jenes Ansluuftsmittel nothwendig erschien. Es sind dies Metallwaren-, Maschinen-, Textil-, Papier- und che» mische Fabriten. Im kleineren und mittleren Gewerbe fand ich Arbeitszeiten in dem Ausmaße von 5 Uhr morgens bis 7 Uhr abends, in einigen Schlossereien Arbeits» zeit von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr, in anderen bis 6 Uhr abends. In einer Schuhmacherwerkstätte außer Graz wurde von 5 Uhr morgens bis abends 8, ja bis halb 9 Uhr gearbeitet. In jenen fabriksmäßigen Betrieben, welche mit dem Wechsel Tag- und Nachtfchichten continuierlich arbeiten, beginnt ungeachtet der noch vielfach bei den Arbeitern herrschenden Abneigung gegen dieselbe gleichwohl mehr und mehr Mündige statt der 24stün« digen Wechselschicht bei dem Uebergange von der Tagin die Nachtarbeit in Aufnahme zu kommen. Gesetzwidrige Nachtarbeiten von Frauen und Kindern wurde nur vereinzelt beobachtet. Die be-treffenden Fälle ereigneten sich in einer Schafwoll-warenfabril, in einer Holzschleiferei, einer Papierfabrik und in einem Betriebe des polygraphischen Gewerbes. Strafanzeigen ob derartiger, auch nach ihrer Bean- tändung fortgesetzter Gesetzwidrigkeiten wurden in zwei Fällen erstattet. Die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen fand ich bei meinen Inspections mit nur geringen Ausnahmen vor. Diese exceptionellen Fälle gehören jenen Betrieben des Kleingewerbes an. in welchen die Arbeiter im Hause ihres Arbeitgebers Kost und Wohnung ge-nießm. Von gesetzwidrigem Fortfall der Ruhepausen benachrichtigten mich zwei schriftliche Anzeigen.. Der eine der Fälle wurde mir aus einem Betriebe der Eisen-» branche gemeldet; meine persönliche Nachforschung an Ort und Stelle ergab iudes vorerst nur ein zweifelhaftes Resultat. Der zweite Fall, welcher sich in einer chemischen Fabrik zutrug, führte zur Anzeige an die Vezirksbehörde und zur Abstrafung durch dieselbe. Ungesetzliche Sonntagsarbeit ist mir in zwei Fällen aus dem Kreise des kleinen Gewerbes (Cvnfec-tionär, Modegeschäft) auf schriftlichem Wege bekannt geworden. Bei Inspectionen kam ich nur im Bäckereigewerbe derartigen Uncorrectheiten auf die Svur. Ungeachtet wiederholter Erinnerungen an die betreffenden Gewerbe-Inhaber, ungeachtet des Umstandes, dass ich selbst die Vorstände der Genossenschaften diesfalls mündlich bereits mehreremale auf diese Sache auf' merksam gemacht habe, gelang es bisher nur in wenigen Fällen, die bezügliche Vorschrift ws H 2., Ik. U, Absatz 1 der M. V. v. 27. Mai 1885, R G. Al. Nr. 83, zur Geltung zu bringen, so dass ich nunmehr gezwungen sein werde, jeden derartigen Fall von Ungesetzlichkeit der Gewerbebehörde anzuzeigen. Politische Ueberficht. Laib ach, 25, Mai Das Abgeordnetenhaus hat nunmehr noch die Budgetcapitel: Oberster Rechnungshof, Pensions' etat, Subventionen und Dotationen, Staatsschuld und Verwaltung der Staatsschuld sowie das Finanzgesetz zu erledigen. Man glaubt, dafs es möglich sein werde, diese restlichen Theile des Staatsvoranschlages heute fertigzustellen, um die gefassten Beschlüsse so rasch als möglich dem Herrenhause übermitteln zu können. Das Herrenhaus wird sonach in der Lage sein, im Laufe der nächsten Woche das Budget zu beschließen, so dass dasselbe vor dem 31. d., bis zu welchem Termine das provisorische Budget bewilligt worden ist, der kaiserlichen Sanction unterzogen und im Reichsgesetzblatte kundgemacht werden kann. Der Immunität« - Nusschuss hat das Nuslieferungsbegehren gegen den Abg. Steinwender hinsichtlich des Vergehens der Ehrenbeleidigung wegen Verjährung der Angelegenheit nicht genehmigt. Das Subcomiti des Steuerausschusses hat die Debatte über die neuen Vorschläge des Finanz-Ministers betreffend die finanziellen Grundlagen des Steuerreformplanes begonnen. Der Iungczechenclub hat einen Antrag auf Versetzung des Iustizministers Grafen Schönborn in Anklagestand infolge der Verfügung wegen der Eon-fiscierung im Parlamente gehaltener czechischer Reden mit 15 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten VaZaty, Sokol, Brzeznowsku, Purghart, Samanek. Im ungarischen Ibgeordnetenhause wurde die Generaldebatte betreffend die staatlichen Ma« triken vorgestern fortgefetzt. Bei der Abstimmung wurde )ie Vorlage angenommen. Auf der heutigen Tages' ordnung steht die Specialdebatte. Dem deutschen Bundesrathe ist der Entwurf eiuer Verorduung betreffend die Erhebung ewes Zollzuschlages für aus Spanien kommende Waren vor-gelegt worden. Die vorgeschlagenen Sätze sollten M den Fall in Kraft treten,'wenn die spanische Regierung gegen Deutschland den Maximaltarif anwenden soute> Die Herrenhauscommission zur Vorberathung des Ent-Wurfes über die Landwirtschafts-Kammel« nahm die Vorlage in erster Lesung unverändert cn. Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht die Verordnung betreffend die Aufhebung des Verbotes der Ausfuhr von Streu- uud Futtermitteln. Die französische Armee-Commiss'^ hat die Vorlage betreffend die Schaffung von Saha"' Truppen angenommen. Die italienische Kammer sehte die ve< rathung der Finanzvorlagen, zu welcher 85 Redner, wovon 39 für die Vorlage eingeschrieben sind, fort. P'' Debatte dürfte etwa 14 Tage dauern. 21 Tagest nungen sind bereits eingebracht. ., Diespanische Kammer verhandelte das G^v über die Unterdrückung des Anarchismus. Die «?' rathung wird bis zu Ende dieses Monats dauern. D^ Senat genehmigte mit 120 gegen 71 Stimmen oen Gesammtentwurf betreffend die Indemnität für ^ commercialen Aloäu» vivsnäi mit einzelnen Wch""' Das englifche Unterhaus hat die sch?^ tische Localverwaltungs-Bill in zwe'^ Lesung ohne Abstimmung angenommen. Die V^°, wurde hierauf zum Zwecke der Specialberathung dc ständigen Ausschüsse für schottische Augelegenheiten M gewiesen. Wie die Blätter melden, wurde der Kanzle des Herzogthums Lancaster, Vryce, an Stelle M" dellas zum Präsidenten des Handelsamtes ernannt Lord Tweedmouth soll der Nachfolger Vryce's werden- Das «Journal de St. P«!tersbourg bespricht die Aufhebung der Verfassung in Sel bien und sagt: «Wir sehen für den Augenblick da"" ab, das Geschehene einer Würdigung zu unterziehe'' und beschränken uns darauf, auf den Ernst bes eignisses vom Gesichtspunkte der inneren Lage des La des hinzuweisen.» Pasic' richtele an die «Novoje VreMl" ein Schreiben, in welchem er sagt, er werde, obgU er mit der letzten Wendung der Diuge iu Serbien N>^ einverstanden sei, doch nimmer den legalen Boden v lassen; er war und werde stets ein aufrichtiger UN"' than des Königs Alexander sein. , In Sofia wurde die Feier der Landespatro" Cyrill und Method in üblicher Weise durch "" Procession, Gottesdienst und eine Truppenrevue V lich begangen. — Ein zugunsten der macedomsai Schulen verunstaltetes Concert hatte, Dank der auß^ ordentlichen Theilnahme der Bevölkerung, einen gM Erfolg. . ^ Aus Washington wird vom 23. M' ° richtet: Der Senat verwarf mit 38 gegen 28 St'"''^ die vom republikanischen Senator Telmer ganz p^ >e beantragte Mortion auf Verwerfung der TarifbiU-Senatoren wurden eiligst herbeigeholt; die AbstimM" fand unter großer Bewegung statt. Wie fängt es nun der Astronom an, seine Objecte zu mcffen l Er will die Entfernung des Mondes wlsscn. Dieser steht augenblicklich senkrecht über uns. also nn Zenith. Eine Linie vom Centrum des Mondes nach dem Centrum der Erde soll nun in einem rechten Winkel stehen mit einer anderen Linie, welche den Halbmesser der Erde bildet. Letztere Linie berührt die Erdoberfläche an einem Orte, von welchem aus gesehen, der Mond im selben Augenblick am Horizont steht. Dort bildet also die vom Centrum des Mondes gezogene horizontale Lage wieder einen rechten Winkel nnt dem Erdhalbmesser. Eine genaue Messung ergibt ledoch, dass an den zwei rechten Winkeln 57 Minuten und zwel Secunden fehlen, d. h. man sieht vom Monde aus den Erdhalwesser ill der Größe dieses Winkels und die mathematische Berechnung ergibt, dass der Halbmesser unseres Planeten in einer solchen Größe «scheint" ^^rnung von 51.824 geographischen Meilen wo««^,"" ^""e" "ir die Entfernung des Mondes, und wenn w,r von emem Orte der Erde zwei Linien nach Nnll?'^^^"""/" des äußersten Randes e M nn 3"^"^' s° entsteht ein Winkel von 31 Mmuten 3 Secunden. Verlängern wir nun die Linien W zur Entfernung des Mondes, so erreichen sie an ihren Endpunkten einen gegenseitigen Abstand vo" 6« ^aphlschen Meilen, und das ist der Durch-messer des Mondes. Dieser beträgt etwas mehr als den vrerten Theil des Erddurchmessers, und wenn man nach diesen Maßen das Volumen der Kugel berechnet fo findet man, dass die Erde 49mal größer als der Mond ist. Wie tnein Iwsunö Ilrank ehsfche« wnröe. Humoresle aus dem Westen Nordamerila's. (Fortsetzung.) «So ist es!» warf ich ein. «Ich weigerte mich einst, von Ekel erfüllt, bei den Arrapahoes von einem in Fett geschmorten Hunde, mit Galle begossen — eine große Delicatesse jenes Stammes — etwas zu genießen und stimmte meine darüber erbosten Wirte erst wieder durch eine beträchtliche Quantität Zucker, die ich ihnen schenkte, einigermaßen gnädig. Doch erzählen Sie weiter; ich bin wirklich gespannt, was das alles mit Ihrer Ehe zu thun hat.» «Sie werden es sogleich hören. Am nächsten Morgen wollte ich mich dem Häuptlinge und anderen Männern gegenüber, die uns wieder zum Morgenimbiß einluden, erkenntlich zeigen und die mitgebrachten Lebens« mittet unter sie vertheilen; doch bevor ich meine Absicht zur Ausführung bringen tonnte, zog mich Tabinsch vor das Dorf nach meinem Packpferde und machte mir in leidlichem Englisch verständlich, dass er das Thier mit dem, was es auf dem Rücken getragen hätte, zu besitzen wünsche. Er wolle es eintauschen ^- swob — sagte er mir, und zwar für ein Mädchen, das mir nach meinem Wigwam als mein Weib folgen solle.» «Aha!, rief ich heiter. «Nun verstehe ich.» «Das Mädchen wurde mir vorgestellt. Es sah iu ^ ,?^ ^" und blauen Wollfäden geschmückten ^n ! i^' dem rothen Bande im schwarzen Haar und d n ^ hel ich beispielsweise Gelegenheit, mir die Sprach s Arrapahoes anzueignen, was mir vielleicht noch el ., sehr gut zustatten kam: damit lieh sich scho" A^c räume Zeit täglich ausfüllen. Außerdem konnte l'.^ die Wirtschaft führen, auch lederne Hemden ""^AheS, kleider für mich und Harry Hennesey nähen -7 l" ^fte von Hirsch- und Rehhäuten hergestelltes L^er "^ ich von den mich besuchenden Indianern lN 9 ^ Menge eingetauscht — und durch mich i^r P^.Mtl Köchin gewiss bald herangebildet, unsere Myls herrichten. , «Ml Ich fand die Idee köstlich, und ohne "^cy^e zu überlegen, gieng ich auf den Handel ein. IH ^ss meine Lebensmittel ab, und da ich nun erfuy^ ^t mich nach der Sitte des Stammes mein V"" inO begleiten, sondern mir am nächsten Tage von ^ ^ uud ihren Eltern zugeführt werden sollte, wuro ^z einbart, dass ich dem Häuptlinge dann "lch ^ > Ht, Pferd aushändigte — ich traute den Hal""^ ^ llüd worauf ich mich mit Harry Hennesey verabscyleo nach dem Ranche zurückkehrte. Laibachcr Zeitung Nr. 116. 1015 26 V^i 1894. Tageslleuigtcitm. ^- (Truppen«Inspicierung.) Se. Majestät der Kaiser inspirierte am 23. d. M. das Infanterieregiment "r. 46 und das 21. Feldjägerbataillon im Vrucker Lager und sprach dem OfficierscorpS seine vollste Zufriedenheit über das tactische Exercieren und die glänzende Durch-luhrung der combinierten Manöver aus. Um 9 Uhr lehrte °" Kaiser nach Wien zurück. Se. Majestät der Kaiser werden heute den 26. d. M. das l. und k. Infanterieregiment Freiherr von Waldstätten Nr. 81 im Prater zu "sichtigen geruhen. Das Regiment wird um 7 Uhr früh 'N Marschadjustierung in der Kricau mit der Flvnt gegen "e Hauptallee Ausstellung nehmen. .. ^ (Hofnachricht.) Ihre l. und k. Hoheit Kron-P^nzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie und Tochter haben ^7 zu zehntägigem Aufenthalte auf den Semmering be-seben. ^. — (Die Vermählung im Kaiserhause.) ""e gemeldet, trifft anlässlich der Vermahlung Ihrer l'und k. Hoheit der Frau Erzherzogin Karolina Maria Immaculata mit Sr. Hoheit dem Prinzen August Leopold von Ellchsen-Coburg und Golha Se. Majestät Franz 11., ^nig beider Sicilien, Sonntag den 27. d. M. in Wien !'" und nimmt in der Hosburg Absteigequartier. In ^nem Gefolge befindet sich Graf La Tour en Voime. ^n, König von Sicilien sind FML. Graf Grävenitz und "berst Freiherr v. Goumoims als Ehrencavaliere zugeheilt. Ml dem König zugleich trifft dessen Stiefbruder Scine ""'gliche Hoheit Alfons Graf von Caserta in Wien ein ^ wird ebenfalls in der Hosburg wohnen. D,'M Grasen "Generalmajor Graf Geldern als Ehrencavalier zu-Weilt. — Um selben Tage trifft Se. königliche Hoheit "regierende Herzog Alfred von Sachsen - Coburg und ^lha in Wien ein. Sein Gefolge besteht aus dem Oberst. ^'Marsch«« Prinzen Ratibor, dem Hausminister Freien v. Kettelhodt, dem Flügcladjutanten Rittm istsr Frei« ^rrn von Starck und dcm Privatsecretär Sipp.l. Der ^"zog, dem der l. und l. F^lbmarschall-Lieutenant Frei« A" v. Wersebe zugetheilt wird, wird gleichfalls in der ""'burg wohnen. ^ ^- (Geheimrath Professor Czerny in Heidelberg) hat den Ruf nach Wien an Billroths «."Ue endgiltig abgelehnt, wahrscheinlich aus privaten in?" ""b dann auch aus Besorgnis, dass die Praxis s" "ien minder einträglich sein lönnte, als die that-Mich sthr reiche Praxis in Heidelberg. Die nächstcn ""dldaten für die Besetzung der Klinil sind nun Güssen« °"er (Prag), Milullcz (Nreslau) und WiMer (Graz). ^ Heidelberg ist die Freude über die Ablehnung Czerny's bla«.'° ^°be. dass daselbst die Nachricht durch ein Extra-n. , des «Heidelberger Tagblatt» in allen öffentlichen °"len unentgeltlich verbreitet wurde. ^-"(Fünfundzwanzig Iah reSicherh eis. ^^) Im nächsten Monate feiert die Wiener Sicher- icb l?^ ^^^^" ^och "'cht lange unterwegs, da merkte La,. "' ^^ Ha"Y sich durchaus nicht in guter une befand; er beantwortete meine Fragen nur kurz ^ >la und Nein und war in keiner Weise zu be-tz^"' ein längeres Gespräch mit mir anzuknüpfen, den» '"^ ich über den Grund aufgeklärt werden, niiik /^ 'H scherzend des eingetauschten Mädchens er-dasz ^ ^ch zweifelte bereits sehr stark wieder daran, die V^ ^^ Handel wirklich etwas wurde, nachdem plllkl "^ meine Lebensrnittel eingeheimst hatten — flllss' ^ s'chtlich erregt heraus, er sei jetzt wohl über-M - ""^ ""^ Wciberwirtschaft auf dem Rauche könne erni>i?' behagen. Dass ich mich zum «Squaw-man» Vtjf^'gen könne, dem doch im ganzen Lande die größte niw°l ""U ^Mt wurde, hätte er von mir nicht er-dey ^ ?ch erwiderte, ein Squaw-man sei ein Mensch, Und ^ " ben Dörfern des rothen Volkes niederließe sich ^ Indianerin zum Weibe nehme, um diese für lniil,^'len zu lassen und selbst zu faulenzen. Er velsH?'. das bliebe sich gleich und führte auch sonst noch ^am anzügliche Redensarten, die mich schmählich den 2?'.genug ^ ich wurde grob und kündigte ihm Niein«.^' Das war die erste unangenehme Folge " Wngen Ehe., ich lack .^bk es also dennoch ernst damit?» fragte ^ilnd^?^ VMson nickte mit der Miene eines armen Tage . - '^ "nst! Mein Weib langte am anderen altern ^-6 "^ dem Häuptlinge, meinen Schwieger-vierM«"^nem Schwager, einem Rangen von ungefähr Uklen U,."ahren, und zwei Schwägerinnen etwas jün-^lutez ^ ^" "^'^ "us dem Ranche an. Icht ruhigen ^ ick n c ^'^ den Wortwechsel mit meinem Cowboy schiert ^ im stillen recht geben — sehr er- aber di/lw"^ ich den Tausch rückgängig machen; eine beli^!"""" ^"^n, als verstünden sie mich nicht, Ulchsrk? Manier der Indianer, wenn sie etwas ^binsA ^llen. Sie zogen mich in meine Hütte, zehren ,, "'"""dete seine Pfeife, wir rauchten und vcr-Und für ^""^ Mahlzeit, die ich für Harry Hennefey Echwiea«^!'? bestimmt hatte, worauf mir von meinem Urvater seine Tochter übergeben wurde. (Fortsetzung folgt.) hcilswachf das fünfundzwanzigste Jubiläum ihres Be-standeS. Am 15. Juni 1869 hat nämlich die l. l. Sicherheitswache ihre ersten Posten in den Straßen WienS aufgestellt. Obcrpolizeirath Albin Neswadba hat aus An-lass des Jubiläums eine Gedenlschrift verfasst, die ein Bild der Entstehung und Fortentwicklung dieses Institutes bietet. -^ (GalizischeLandesausstellung.) Man schreibt aus Lemberg: Das Hauptgebäude der galizischen Landesausstellung, der Kunstpalast, ist ganz fertiggestellt. Derselbe ist als Monumentalbau im Spätrenaisfancestil nach den Plänen des Ober-Ingenieurs Slawron erbaut und soll eine bleibende Zierde der Stadt bilden. Die Kunstausstellung ist eine retrospective und enthält Werke polnischer Meister von den ersten Nnsängrn der polnischen Kunst bis auf die Jetztzeit in chronologifcher Reihenfolge. Der seiiher verstorbene Matejko, Siemiradzli, Brand und andere hervorragende Maler haben fpeciell für die Ausstellung ihre neuesten Werke bestimmt. — (Der König von Rumänien) ist in Begleitung drs Chefs des Mililärchosstaalrs Generals Vladesco und zweier Adjutanten am 23. d. M. um 5 Uhr 50 Min. nachmittags über Wicn und Köln nach Brüssel abgereist, um der Vermählung des Prinzen Karl von Hohenzollern mit der Prinzessin von Flandern beizuwohnen. Sämmtliche Minister, Generale, hohe Würdenträger und Notabilitäten gaben dem Könige das Geleite zum Bahnhöfe. — (Blitzfchlag am Schneeberg-Gipfel «Kai ferst ein».) Das Granitdenlmal, welches zu Ehren der zweimaligen Anwesenheit des Kaisers Franz 1. am Schneeberg in Jahren 1805 und 1807 von dem Grundbesitzer, dem Grafen Hoyos, errichtet wurde, wurde in den letzten Tagen von einem Blitzstrahl zerstört. Per Blitz fuhr oben in die hölzerne TriangulierungS-Pyramide, ohne dieselbe wesentlich zu beschädigen, und zertrümmerte das aus mehreren Stücken bestehende Granitdenkmal «Kaiserstein», wo es mit eisernen Stiften verbunden war, derart, dass nur mehr der Sockel steht. — (Memorandum-Process.) Der Slaats-anwalt beantragte in der Verhandlung vom 23. d. M. die Schuldigsprechung der Angeklagten. Angeklagter Natiu ver-liest in seinem und im Namen der Ang»llaglen die Vertheidigung. Der Präsident theilt mit, dass die Verhandlung gegen Albini wegen starker Erkrankung desselben verschoben wurde. — (Europäische Reise des Khedive.) Meldungen aus Kairo bestätigen, dass der Khedive Abbas Pascha die angekündigte europäische Reise am 22. Juni anzutreten beabsichtigt. Nach den bisherigen Dispositionen wird sich der Khedive auf feiner Privat« Yacht «Mahrussa» nach Marseille und von dort nach Paris begeben, wo ein Aufenthalt von vier Tagen in Aussicht genommen ist. Von Paris aus soll die Reise nach London fortgesetzt werden, wo der Vicelönig acht Tage verweilen dürfte. Die Rückreise wird der Khedive über Holland, die Schweiz, Wien und Constantinopel machen. Aenderungen dieses Reiseplancs seien jedoch nicht ausgeschlossen, und es sei nicht unmöglich, dass der Khcdwe mit dem Besuche beim österreichischen Hofe beginnen und sich erst von London aus nach Paris be« geben wird. — (Politischer Mord.) Aus Conftantinopel wird berichtet: Simon Bey Malsud, einer der ersten armenischen Notabeln, wurde am 22.d.M. vormittags in Galata von drei Individuen überfallen und durch einen Revolverschuss und Dolchstiche schwer verwundet. Zwei Individuen wurden verhaftet und gaben als Motiv des Attentates an, bafs Malfud Verrath an der armenifchen Sache geübt habe, indem er stets zum Nachtheile der Rechte der Armenier der Regierung gegenüber Nachgiebigkeit gezeigt habe. Malfud galt als Vertrauensmann der Regierung in armenifchen Angelegenheiten. — (Falfche Gerüchte.) Die im Auslande verbreiteten Gerüchte, dass in Siebenbürgen ernste Unruhrn seitens der Rumänen bevorstehen, sind vollständig unwahr. Abgesehen von der durch den Memorandum-Process ver-ursachteu natürlichen Aufregung ist allrS ruhig. — (Schlechte Panzer.) Aus Washington wird vom 22. d. M. gemeldet: Das Repräsentantenhaus ernannte eine Commission zur Untersuchung der angeblichen Betrügereien bei der Lieferung von Panzern für die Marine durch das Haus Carnegie. Local- und Prouinzial-Nachlichten. Postsparcasse. Der zehnte Rechenschaftsbericht des l. f. Postspar-cassenamtes entwirst ein genaue« Bild von der so ersvriek-lichen Thätigkeit der Postsparcafse. Sowohl der Spar- als auch der Cb/ck-Verlehr haben während des abgelauseneu Jahres an Umsang zugenommen und können die Resultate in allen Zweigen der Geschäfls-gebarung als günstig bezeichnet werden. Im Spar-Ve:lehr ist während des Jahres 1893 die Zahl dcr Einleger um 58059, das Barguthaben um 4,346.209 fl. und das Staalspapier-Depot um 1,877.430 fl Nominale gewachsen. Ende 1893 betrug die Zahl der Spareinleger 971.506, welche ein Guthaben von 33,681.438 fl. in Barem und von 12,926.800 fl. Nominale in Staats-papieren beim Amte erliegen hatten. Außerdem wurden bis Ende 1893 Staatspapiere im Nominalbetrage von 16,924 860 fl. aus dem Guthaben der Einleger angekauft und an diefelben abgesendet. Im Chrck-Verlehre zeigt die Anzahl der Theilnehmer eine Zunahme von 2106 Personen und der Einlagensaldo eine Vermehrung um 6,727.843 fl. Am Schlüsse des Berichtsjahres betrug die Zahl der Checkconto-Inhaber 23.471 mit einem Barguthaben von 49,412.371 fl. und einem Staatspapier-Depot von 4,113.900 fl. Nominale. Der Umsatz im Checkverkehre belief sich im Jahre 1893 auf rund 2 '/^ Milliarden Gulden, wovon mehr als 828 '/^ Millionen Gulden, d. i. 33 pEt., auf den Clearing» verkehr entfallen. Diefer Umsah vollzog sich zum größeren Theil unmittelbar beim k. l. Poftsparcassru-Amte in Wien, bei welchem derselbe im Jahre 1893 die Höhe von 1341 Millionen Gulden, das ist 54 pCt. des Gesammt-umsahes, erreichte. Wirb die Entwicklung des Sparverkehls mit jener des Checkverlehrs in Relation gebracht, so lässt sich con» statieren, dass der Sparverkchr in der Zunahme der Einleger und des Gesammtguthabens sowie in den Einlagen und Rückzahlungen eine andauernde Gleichmäßigkeit aufweist, während der Checkverkrhr bei einer Stetigkeit der Zunahme der Theilnchmer und des Gefammtguthabens im Umfahe eine Bewegung zeigt, welche von einer über das Verhältnis d«>r Saldozunahme weit hinausgehenden Steigerung und demnach von einer wesentlich intensiveren Benützung dieses Verkehrs Zeugnis gibt. Beide Verkehre entwickeln sich somit ihrer Natur nach in erfreulicher Weife. Infolge des gesteigerten Geschäftsverkehr?« hat sich auch die Anzahl der Amtshandlungen, welche beim Post-sparcassen-Amte vorgenommen wurden, im Berichtsjahre bedeutend erhöht. Dieselbe belief sich in diefem Jahre auf 13'/, Millionen. Ein Bild über den Umfang des Verkehrs beim Postsparcassen-Umte geben die nachfolgenden Detailnach-weifungen fowie die im Anhange gebrachten graphifchen Darstellungen. Dem Auffchwunge des Amtes entfftrechenb war im Jahre 1893 auch der finanzielle Erfolg günstiger als in den Vorjahren und ergab sich ein Reingewinn von 1,309.538 fl. 38 kr., welcher zur Dotierung der Reserve« fonds fowie der für die Bediensteten des Poftfparcassen-Amtes in Bildung begriffenen Pensionsfonds in Anfpruch genommen und mit dem restierenden Betrage an die Postanstalt abgeführt wird. Die Gebarung in K rain ergibt folgendes Resultat im Jahre 1893: Es bestanden 138 Sammelftellen, daher auf eine Sammelstelle72 1 km" und 3611 Einwohner; die Ge< sammtzahl der im Sftarverlehre neu ausgegebenen Einlage-büchel betrug 2041, jener der saldierten 1584; die Ge. sammtzahl der Einleger betrug 10.349, daher auf je 1000 Einwohner 21 Einleger entfallen. Die Einlagen im Sparverkehre betrugen 2,177.962 fl., die Rückzahlungen 1,574.866 fl. Die Anzahl der Checkbüchelbesiher betrug 179, darunter sind in Laibach von je 10,000 Einwohner 34 Eheckbitchelbesiher, die Einlagen im Check» Verkehre beliefen sich aus 11,708.792 fi., die Rückzahlungen auf 4.224,148 fl. — (Vortragsabend.) Die Section «Krain» des deutschen und österreichischen Nlpenvereines veranstaltet heute um 8 Uhr abends im Casino-Glassalon einen Vortragsabend. Programm: 1.) Ueberreichung einer Ehrengabe der Section «Krain» an Herrn Dr. Emil Bock. 2.) Vortrug des Herrn Vois be Chesne aus Trieft: Das Matterhorn. Gäste sind willkommen * (Hagel.) Wie man uns aus Gurkfeld mittheilt, gieng am 16. d. über die Ortschaften Hrastovca, Moste, Pijauce, Unter»Mladatic und Vrba der Gemeinde St, Rup» recht ein Hagclschlag nieder und vernichtete nahezu die Hälfte der zu erhoffenden Ernte. Der Schaden beträgt ungefähr 11.000 fl. Am nämlichen Tage ist auch über die Ortschaften llerina, Dobena und Prilepe im obigen politifchen Bezirke ein Hagelfchlag niedergegangen, welcher die Ernte nicht unbedeutend beschädigte. Der Schaden wirb aus 4000 bis 5000 Gulden beziffert. —r. — (Entsprungener Sträfling.) Am 23sten Mai l. I. um 9 Uhr früh ist der Sträfling Maria Mlacnil von Leutsch, Bezirk Oberburg, von der Gartenarbeit im Strashause Vigaun entwichen. Erhobenermaßen nahm dieselbe die Richtung gegen den Loiblberg und Kärnten. Mlacnik ist mittelgroß, starken Körperbaues, runden Gesichtes, gesunder Gesichtsfarbe, hat schwarze Haare, Augenbraun und Augen, spitze Nase. gute Zähne, rundes Kinn, ist 28 Jahre alt und ledig, spricht slo-vrnisch und trug Sträflingskleider mit einem gelbgeblumten Kopstuche und einer weihen Schürze. — (Grünveredlungs-Turs.) Die lanbwirt-fchaftliche Filiale in Gurkfelb veranstaltet Donnrstag den 31. Mai und Freiiag den I, Juni vormittag« einen Unterrichtscurs für das Orünverebeln amerikanischer Reben. Laibacher Zeitung Nr. 118. 1016 26. Mai 1894. — (Sommer-Fahrordnuli gen,) T>cr heutigen Nummer der «Laibacher Ztg.» liegt ein Heftchen bei, enthaltend die Sommer-Fahrordnungen der in Laibach einmündenden Eisenbahnen nebst Anschlüssen. Wie ersichtlich, hat das Fahrordnungshest gegen die frühere Ausgabe eine bedeutende Erweiterung erfahren und dürfte unseren Abonnenten deshalb umso willkommener sein. Nn die ge» schätzten Kundschaften der Firma Kleinmayr menca nach Dolilo, woselbst er in mehreren Gasthäusern dem Vrantweine zusprach. Derselbe dürste, da keinerlei Verletzungen oder Spuren einer Gewaltthat vorhanden waren, infolge Uebergcnusses von Brantwein gestorben sein. Die Leiche wurde in die Todtenkammer nach Sancta Agatha übertragen und dann auf de« dortigen Friedhofe am 20. d. M. beerdiget. —i-. — (Brand.) Im Orte Stein, Ortsgemeinde Presser, kam a« 23. d. M. um halb b Uhr nachmittag« beim Besitzer Andreas Schusterschitz Feuer aus, welches, durch den herrschenden Südwind begünstigt, in kurzer Zeit 29 Dachstühle, 7 Wohngebäude. dann Wirtschaft«, gebäude, Stallungen, Keller und Getreideharpsen einäscherte. Der Verlust von Menschenleben und Thieren ist nicht zu beklagen, und wird der Schade über 20.000 fl. beziffert. Die Vefchädigten sind zum Theile assecuriert. * (Verunglückt.) Der 16 Jahre alte Kaischlers' Sohn Josef Cvetel von Studorf, Gemeinde Mitterdorf, wurde am 18. Mai l. I. gegen 9 Uhr vormittags auf der Alpe Podkerstenica, wofelbst er in Gesellschaft mit Iofef Stare mit dem Zubereiten von Schäfferholz be-Ichafllgt war, durch einen von einer Berglehne abrutfchen-den Felsblock getödtet. Der Verunglückte wurde von den Bchhersföhnen Iofef Stare, Johann Stergar und zwei anderen Rutschen aus Althammer in das Elternhaus übertragen. Ein Verschulden an diesem Unfälle kann nie-mandem beigemessen werden. —r. a ^ (Sanitäres.) In den Ortschaften Sava, A""« und Wald, Bezirk Radmannsdorf, ist kürzlich die Tyvhusepldemle aufgetreten, und beträgt die Gesammtzahl ^r bisher Erkrankten zehn Personen. Die Zahl der N?I^ 7'"< " Grafenbrunn und Erzelj. Bezirk «belsberg belauft sich noch auf 26 Personen. -« lckas»^ . !"^"2U"g,)Die Trifailer Gewerl-Kols er«^!^""^/"? d" Gottfcheer Braunkohle können A «n^I' "«als recht gut bezeichnet werden «-?^ ^ ^"^ sollen in größerem Maßstabe fort-gesetzt werden und versprechen den günstigsten Erfolg Illusion, »»or». Wng^ ^^ mentalmesse von C. Kempter. Gradual« von W N Z " "t Off^ormm von Moriz «rosig, Neueste Nachrichten. Kitzung des Abgeordnetenhauses am 25. Mai. Im Abgeordnetenhanse des Reichsrathes brachte Se. Excellenz der Herr Finanzminister Dr. Edler von Plener eine Regierungsvorlage ein betreffend die Ausdehnung der zeitlichen Befreiung von der Hauszins-steuer für Nen- und Umbauten im Gebiete der Stadtgemeinde Olmütz. Abg. Dr. Laqinja stellte einen Dring-lichleitsantrag wegen Gewährung einer Staatbsubvention für die dnrch Hagelschlag in Nothstand geratlenen Bewohner einiger Bezirke Istriens. Die Abgeordneten Dr. Dostal und Dr. Dvorak stellten ähnliche Anträge bezüglich der Bezirke Selcan und Eipel in Böhmen. Alle diese Antrage wurden dem Budget-Nusschusse zur dringlichen Berathung zugewiesen. Die Abgeordneten Dr. Tucet nnd Genossen brachten einen Dringlichkeits-antrag ein, es sei über den Erlas« des Herrn Iustiz-ministers betreffend die in nichtdentscher Sprache gehaltenen Parlamentsreden binnen drei Tagen Bericht zu erstatten. Hierüber entspann sich eine längere leb' hafte Debatte. Abg. Morre ist gegen die Dringlichkeit und sagt, heute hätten auch die Deutschen etwas zu befehlen. Hierauf entstand ein großer Tumult der Iungczechen. Die Abg. Brzoräd, Pacak, Spincic, Biankini, Lueger und Kaizl sprechen für, die Abg. Bareuther, Pininsli und Morre gegen die Dringlichkeit. Die Dringlichkeit wird sodann in namentlicher Abstimmung mit 157 gegen 62 Stimmen abgelehnt. Sodann wurden die restlichen Capitel des Staats-voranschlaa/s größtentheils ohne Debatle genehmigt. Ebenso wurde das Finanzgesetz ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung zum Beschlusse erhoben Das angenommene Finanzgrsetz pro 1894 weist mit Rücksicht auf die bewilligten Nachtragscredite ein Gesammterfordernis von 620M4 011 fl., die Gesammt-bedeckung 623,157.030 fl. auf. Es ergibt sich daher ein Ueberschuss von 2,323.019 fl. Es folgt hierauf die Verhandlung der Regierungsvorlage betreffend die Aenderung und Ergänzung des Gesetzes vom Jahre 1889 über die Gebürenbegünsti-gungen für die Creditvorschussvereine. Regierungsvertreter Sectionsrath R. v. Froschauer erklärt die vom Abg. Doblhammer beantragte Abänderung anzunehmen, da sie nur eine textuelle sei. Bezüglich der von den Abgeordneten Kramär und Menger gestellten Anfrage verweist der Regierungsvertreter darauf, dass dieser Gesetzentwurf mit der Frage der Reform der directen Steuer zusammenhänge, weshalb eine Erledigung desselben vorläufig als nicht» opportun erscheine. Der in Verhandlung stehende Gesetzentwurf wird hierauf in zweiter und dritter Lesung angenommen, desgleichen die Vorlage wegen Vergütung der Brantweinabgaben und die Abänderung des Haus' zinssteuer'Einzahlungstermines. Zum Schlüsse beantwortete Se. Excellenz der Herr Handelsminister Graf Wurmbrand eine Reihe von Interpellationen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. Parlamentarisches. Im Gewerbe-Ausschusse gab Se. Excellenz Minister Marquis Bacquehem eine ausführliche authentische Darstellung der Begebenheiten in Falkenau und Mährisch-Ostrau. Abg. Bärnreither beantragte, den Ministerbericht genehmigend zur Kenntnis zu nehmen und ein Polizeigebiet in Ostrau zu schaffen, ohne Rücksicht auf die mährisch'schlesische Landesgrenze sowie einen Montan-Ausfchuss im Hause zu errichten. Der Antrag wurde mit 28 gegen 3 Stimmen angenommen. Der Antrag Luegers, die Regierung aufzufordern, Erhebungen dem Ausschusse vorzulegen, sowie der Antrag auf Permanenzerklärung des Ausschusses wurde abgelehnt. Hlelegrainnre. Wien, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Prinz Ferdinand von Coburg ist aus Trencin-Töplitz hier eingetroffen. Budapest, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Minister-Präsident Mlerle ist nachmittags um 2 Uhr 10 Min. mit dem Schnellzuge nach Wien abgereist. Budapest, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Das Abgeordneten« haus nahm in der Specialdebatte den Gesetzentwurf betreffend die staatlichen Matriken an. Klauscnburg, 25. Mai. (Orig.-Tel.) (Memorandum-Process.) Drei Angeklagte würben freigesprochen, die übrigen wegen Aufreizung zu Staatsgefangnis zwischen acht Monaten und fünf Jahren (hierunter Lucaciu) verurtheilt. Berlin, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Bei der Militär-Lustschlffer-Abtheilung auf dem Tempelhofer Felde ^plodlerten heute um '/. 4 Uhr morgens unter furcht-varen Detonationen das Gasometer sowie eine größere AV>. geMter Gascylinder. Die Aufbewahrungs-auck ^ !?"?? 5"l1i)rt. Die Trümmer beschädigen ?^ ""senden bewohnten Baracken. Die Gas-cylmder wurden we.t umhergeschleudert, die Fenster- chriuen der nahen Kasernen zertrümmert. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ursache der Explosion '>>t noch unaufgeklärt. Paris, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Bourgeois lehnte die Cabinetsbildung ab, erklärte sich jedoch bereit, ein Portefeuille in einem radicalen Ministerium zu über« nehmen. Vusson wurde ins MM berufen. Belgrad, 25. Mai. (Orig.-Tel.) Es langen fort« während zahlreiche Telegramme aus den Provinzen ew, welche den König zum Regierungsacte vom 9. d. M. be' glückwünschen. Die Verfassungsänderung wurde im ga"^" Lande bisher vollständig ruhig und ohne Zwischenfau aufgenommen. Gestern hat der König zahlreiche DeM' tationen und sodann die Mitglieder des neuernannten Cassationshofes in Audienz empfangen. Diese Dcpu^ tationen sowie der Cassationshof machten auch dem Könige Milan ihre Aufwartung. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 25. Mai: Dr. Garbinsli, Arzt, s. Frau, KassM,.,^ Hartinger, Bildhauer; Ullmann, Kawaun, Herling, Zirovci, Dvorzat lind Traub, Kfltc., Wien. — Poirü, änctent en äron, Amiens (France). — Kasper, Geschäftsmann, Gotischer. — «rau^ Kfm., s, Frau, Pisel. — Hupncl, Negierungscoucipist, Kitsch ^ Mallner, Ingenieur, Prag. — Holenia, l. l. Lieutenant, G"'' Hotel Elefant. Am 25. Mai: Erlacher, l. l. Landesgerichtsralhswitlve! Rabitsch, Klassenfurt. — Grillitsch, Teich, Lustig, Schrate"' Pordes, Kslte.; Mirth, Ingenieur: Whm, Inspector der <2>° bahn, Wien. - Fischer, Kfm.: Lancher, l, l. Major, s. Fa"'^ Trieft. — Slambcrger, Notars-Oattin, s, Sohn, Lnttcnbera. Friedl, Ingenieur, Moschcustcrn. — Dr. Nosina, l, l. lyeriw ° Adjunct, Oberlail'ach. — Habcrmann, Kfm., Verlin. — lipstt "> Kfm.; Springer s. Frau, Prag. — Gavrilovic, Kfm,, Pettlül"' - Noth, Sägeleiter. Gottschce. - Müller, l. t. Oberlicutc'wn ' Wild, l. l. Oberstlieutenant, Graz. — Ulumenschein, N"''' Kanischa. Hotel Vaierischer Hof. Den 24. Mai: Vrilcy, Laibach, - Mel, Josefstadt, ^ Lutesch, Klagenfurt. — Haubner, Graz. — Schnmi, Tuest-Schellander, Feldlirchen. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Den 24. Mai: Tratnil, Kfm., Zirlnih. Verstorbene. Den 23. Mai. Maria Messesnen, Leberverliiufer«' Witwe, 6? I., Salcndergassc 6, Uaralimu» »emli». « Den 2 4. Mai. Anna Pirc, Arbeiters"^ Kern. Arbeiters'Sohn, 2 I., Schießstättgasse 11, Tubercular. Josef Matajc, Handlungscommis, 26 I., Krakauer Da»»n " Tuderculose. — Kaspar Iensterle, Arbeiter, bi) I., Kuhthai > ' lukereulosi» pulmonum. Im Spitale: Den 23. Mai. Anton Hren, Inwohner, 60 Ia^' Marasmus. Volkswirtschaftliches. Dem in der am 23. dicseS Monalcs abgehaltenen O""'^ Versammlung der »lunlons /!^rl»tlo». äl slonrt» ^ Verlesung gelangten Dircctionsberichte ist zu entnehmen, ^ das verflossene 55. Geschäftsjahr ebenfalls sehr zufriedenste«?' Ergebnisse geliefert hat. ^. Von dem Iahrcsübcrschusse werden außer den ^ i,,,,' mäßigen Zuweisuugeu weitere 1n"p ^" Vermeidung einer Doppelbesteuerung jene Erträgnisse ^s^iis" den, für welche bereits direct die Stencr entrichtet wurde, ^^ alle durch Geseh als steuerfrei erllärtcu Effectenzinscn. ^">,.^ scheidung dieser Posten hat zur Folge, dass selbst, wenn ' ^ tendere Vetriebsüberschüsse erzielt werden, ein ciuloinmcn ^ Pflichtiger Ertrag lauin übrig bleibcu lann. sich vielmehr z^^ in stcucrtcchnischem Siuuc ein Passivum ers.ebcn ^ da ja bei allen Assecuranzanstallen das Iiusencrtragm,^, angelegten Capitalien einen großen Theil des etwaigen .^f!e Ucbcrschusscs bildet und speciell beim Lcbcnsucrsicher'l'M'^^il von den vereinnahmten Zinsen nur eiu uubcdeu'.cnder ^l, ^^ dcu Gesellschaften verbleibt, während der weitaus "bs"" ",,B Theil in die Prämienrcscrve gehen muss. Ein P"ss'U'" u'l' in diesem stenerlechnischen Sinne ist in dem, ^Hte" gefähr zwei Jahren beim Verwaltungsgcrichtshofe ""^ ' ^c Recnrse erwähnt worden, welcher Recurs sich bcun " ..lich nicht auf die Höhe des zu besteuerudeu Erträgnisses, "^^. ^al deren eine Differenz mit der Slcucrbehor" zu uicht vorhanden war, sondern lediglich daraus A^lic» welche Hauptbcschäftigungsabtheilung die liiunil'no ^e/ ciuzureihen sei. Die ttiumQne ^ciri^icll, welche nach ^ ^ ,,! Hauptbeschäftigllngsalitheilung besteuert wurde, st,"^ ^,dcn'» ihrem Rccursc ailf eiuc lurz vorher zil Gnustcn ""^ <«.,i M Versicherungsgesellschaft erflosscuc Lnlscheiduug i"" 1"/^ ?l'< richtsstclle und verlangte die Einrcihung in b>e '^'"^cht^ thcilung mit minderer Slcuerleistuug. Der Vcrwattui'N-" ^.fti Hof erlanntc aber mit Hinblick auf den wett"'!'» ,^ d' Geschäftsumfaug der Nmnio»« ^^riatica, dass dicill" ^»^ erste Abtheilung gehöre und innerhalb derselben o» ^ nach der höchsten Classe auch feruerhin zu e"/""^.«!)^^ Die iu der Interpellation des Abgeordneten ^^'>,. „.Mllcli^ Vehanpluug, dass die Gesellschaft sich dem Ver'va' "W'',, l,el Hufe gcgeuüber als passiv erllärt nud lrohdem ^"'s »sllii'll theilt habe, qualificiert fich daher als eine crasse lk"'! Laibacher Zeitung Nr. 118 1017 26. Mai 1894. wahren Sachuerhaltes. Gegenüber der Berufung des Abgeordneten «a,ser auf einen Artilel in einem unbedeutenden, unter dem "amen «Kritische Revue aus Oesterreich» zweimal ">°natlich erscheinenden Vlatte wird vun der Direction der nmnione ä6n»licn die Thatsache constatiert, dass der HeranZ. wer und Redacteur dieses Blattes sich Mitte März dieses Mres UN, die Erlangung einer höheren Beamtenstelle bei der "lumunk ^6riatie». beworben habe, seine Bewerbung jedoch Ausgewiesen worden sei. Zum Schlüsse bemerkt die Direction "er «»«monk ^sialica, dass die Gesellschaft, deren Solidität «gemein, anerkannt ist und gegen deren Gebarung und Rech« 'UlWlegung seitens der AnfsictMelMe niemals ein Anstand yoben wurde, vollkommen beruhigt darüber sei» tauu, dass m" Men ihr fcstbegründetes Ansehen gerichtete Ueberfall das de, w "! "'^ mindern wird, welches ihr seitens des versichern' " PUblicums iu so reichen, Maße entgegengebracht wird. Diese Mittheilungen wurden von der Versammlung mit Ul°Ker Befriedigung zur Kenntnis genommen. (2278) ^Heteorologische Beobachtungen in Laibach. 25 9 "'Aa- ^^ ' 1b 6 ^l^ W. schwach "Regen M^ ^2'N. 7314 18 4 O. chlvach bewölkt Z..°" ^«M. 728-!) 13 4 W. schwach Regen ^m e, um 8 Uhr einzelne Blitze. — Das Lagcsmittcl der Tem-^°tur^-8°, gleich dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-I»nuschowsly siitter von Wissehrad. lVsATTQ5C—s"—#t% ^^¦*H^^^^ ^^^****^*"**"^ Älfcjül»©hc —¦——liJUJEÄBWM ajs Heilquelle seit Hunderten von Jahren bewährt in al'en Krankheiten der Athmung»- und Verdauungs-°?£ane, hei Gicht, Magen- und BlaHenkatarrh. Vor-'•üglich für Kinder, Reconvalesoenten und während (!•) der Gravidität. (164) 4 .__________BßstRs diätetisches and Ertrisclnings-Qeträn^.___________ Heinrich Mattoni, Karlsbad und Wien. ^., ^«lgarische Obligationen. Die bisherige Emirs-auf d "^ bcr bulgarischen Obligationen hat alle mit Rücksicht über«"» ^^lhaflliche Gedeihen des Landes gehegten Erwarlungen Var,^ '' ^'^ Obligationen haben an der Londoner Börse den lucl,e,,!>"^ "'" 2 ftCt. überschritten und die Nachfrage des anläge« "dlln Spitals erweist sich so anhallend, dass weitere Cours» .___"" nicht ausgeschlosseu erscheiueu. Man wird leicht erkennen, dass die große Geldfülle der europäischen Märkte diese Wirkung hervorgebracht hat, allerdings im Zusammenhange mit der Sicherung des europäischen Vertrauens in die rnhigc Wirtschaf!, liche und politische Entwicklung des Landes, deren Garantien gerade in lchter Zeit eine besondere Verstärkung erfahren haben. (441) Maria Matajc geb. Kuiar gib< im eigenen und im Namen ihrer Söhne Valentin, Karl, Franz, Johann und im Namen aller Verwandten die höchst betrübende Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Sohnes, bezw. Bruders, des Herrn Josef Matajc welcher nach langem, sehr schweren, Leiden, versehen mit den heil, Sterbesacramenten, gestern den 24. Mai un, halb 6 Uhr nachmittags in, Alter von 26 Jahren selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Samstag den 26. Mai un, 5 Uhr nachmittags vom Trauerhanse Krakauer Damm Nr. 16 aus auf' den Friedhof zu St. Christoph statt. Die heil. Seeleumcssen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Laibach am 25. Mai 1894. Mü-MUfe sind unentgeltlich zu bekommen in der Apotheke Piccoli „zum Engel" Laibaoh, Wienerstrasse. (2266) In jeder Pfarre und Ortsgemeinde wird eine versländige, geachtete und finanziell sichere (420) Persönlichkeit als 20—18 ^eo*tx-aiieitsiuaiiii mit gutem Nebenverdienste angestellt. Briefliche Anfragen unter <201.191 >, Oraz, postlagernd. Occasion! Wegen vorgerückter Saison werden T , (2197) a-8 Jacken, Regenmäntel und Capes so lange der Vor rath reicht, zu bedeutend reducierten Preisen abgegeben bei Gricar & fflejae Laib ach, Sfe/anfengasse Jtr. 9. \ diese gesetzlich geschützte Spanische Wein-Üroß-| Handlung Vinaflor Wien X., Am Hof 5. Hamburg, Blelohenb. 14. Neuer Verschluss in rothem Druck an der Kapsel angebracht JT. Hafners Bierhalle i Petersatrasse 47 in Lalbaoh, Eingang auoh i von der Feldgaase au«. i C^rosHe elegante Wintcr]oea]iiäi«n. i Im Sommer der größte und schönste Restaurations- > garten Laihachs, freie Gebirgslufl, Aussicht auf die , Steiner Alpen, Kegelbahn zur Verfügung. Zu ieder , Tageszeit garantiert frliotaei Märzenbier, ganz ( ä la Pilsner, aus der Bierbrauerei des Theodor Fröhlich in Oberlaibach, «/»Liter nur 10 kr ¦ anerkannt gute Restauration. Daselbst auch Depot VOn Jf1«°fc«l>l«r in Original plombierten Flaschen » und Kisten zu 2ö Flaschen sowie auch von Fass- ? bier zu V, und '/, Hektoliter; bei Bestellung wird i das Bier spesenfrei m jeder Richtung der Stadt zu-i gestellt. (243) 50— ja ^iett,Notuttdc. ""glich Militär-Concert cv i»l "llltluatiolllilell Dorfe ""d (tivilmusilc» iu den Ac>stl'ogen ^kiiffnct von ,0 Uhr früh l^W Uhr abends. siir Volksernährung, Armeeverpflegnug, Rettnngswßsen.Verkshrsmittel mil einer spec. SportausstellnDD vom SBO m.pi-11 l>ls 1. JoU 1894 (1612) iü-7 veranstaltel von dem unter dem Allerhöchsten Protectorate Sr. k. u. k. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich-Este stehenden Verein zur "Verbreitung landwirtschaftlicher Kenntnisse. ^ p^* Entree: Au Wochentagen 30 kr., an Sonn- und Feierlagen 20 kr., Freitag 1 fl. ~M| 1 ¦*: Wien^Xotttnde. Ausstclluusss-Lose k R Krone. a 10.000 Kronen Wert. «ti Änlnxf eines üosls nn den llnffrn dll »iuiunbt if« tnstlich l^rrllag auösts» »»»»int») der >«. «»«m°». '. tz,n,, "^ 3»bruar.«u«u« »8 2!> »«4,^ ,,.. " v«l,, Iänntr'Iul« »»»u »S b« Ultr'i"/ ^:' ^lprll octobrr k« 8» W I,l> A" ü'v ^'°°!«l°'e . »ü<> st. ,i?> , »4, - ««Uer /° " aanze «X, I, ,46!0," l. l»»l!s.'bU^s. ° ^>°n,' üi^ - - ü» fi. »oa i0l - "dbl. A l»o fi. . . ,eo-72 lSl?» ° b'°. ^,'"««, KronenN°m »? fti 98 I» '"- °t°. per Ultimo V? 90 »6,0 .,'''"°'«VezV."»"v« ^^t.)s.v^^"'n Silber ,. ^^'.K,'.'.^ .»'" «.. Gelb <»a- «0» «»tionl» !t!isab,»l,bahn »00 u. 8UU0 M. !Nr »NN M, 4«/„ . , . l«9«b l^'" u „, »X) Vi, 4"/„...... tiü-ln ll« - ssranz^oleph«. Em, 1l»4 4«/„ «»'»5 !»'35 Vallzijche »ail. Ludwig ^ Vahn Em. l»«l »oa fi, E, 4°/, . 9S 2' »?'35 UorarlbergerUahn, tmiss. l»»4, 4"/o, (bio.Vt.) G.,», lNOfl. N. 87 lb »U!i0 Ung. «ülbrente «"/, per «lasse, — —------- dto. dto. dto, per Ultimo . . l«l> 4^ bto. dto, dto. per Ultimo. 94 9» l»ü «K dto. Vt. «.«ll. «»old lw fi,, 4'/,°/» l«7 — 1»? ^« bto. bto. Eilb. l0U ft,. 4'/,°/» ll,l — l0» 4« bto. Ltaat»»Ol>llg. (Un«. 0bftb) V, I, l«?8, b°/. . , l»4 Ü5 l»5Xb dto,4'/,°/,!3chanlle,»l «bl.-Obl, l «0 ll'l - dto. Prim >»nl. k «NO fl. ». W, l<8 b0 fi. . ,4ll - 148 -- Gsuud»ntl.'PbllgaUon»« (für l dto, .«lnlclhe l«?8 . , io? ,5 lU» »ü Nnleben b« Otabt V0r» . . —'— — — «nleden b, Otablgemelnbe «len lU7- «0? 40 llnlehen b. Vtabtgemeinbe Wlen (Ellber oder Volb)... l»U 25 <8,-»5 Pr«mien.«nl. d.3!<>dt«m, Wien «74 l?4 l,l> V!!r!ebau'«!,lfben verlo«b, K"/„ l,Xi 50 l0, - 4"/„ ssrnine, Uai'de» «ill, , »»7 «0 «l, — «eN> «ur, ßsandbrils» «ül ,«» ft,), Vobcr, all«, »st w «> I. VI.4»/». l»3 !.<» „450 btn, „ in50 .. 4'/,°/» —- ^..^ «obcr. all«. «Nr, i«5N I, vl,4°/, »8^0 »» »0 bto. Piüm. 0eft..una, Vanl verl. 4'/.°/» . ----- II... blo. >, <°/» . . loo — ,«x> 80 bto. 50<ähl... 4°/, . . 100-.M,8N Vparc»Ne.l.»st..50I.5'/.'/<>vl, ,0,- __!. ßriorillt^Gbligati«»,« (für »00 fi.), ss«dllb,n »m. »8»» 88 «, ,,» zn Oefterr. «ordwefibabn . . . ,09 _ ,,^,, Vtea«l>ahn....... »i? 50 — ^. Vübbahn »^ »"/»..... »5» lO ,54 ,„ Un,,^nliz. «ahn . »05 Ho ,««.<«, 4°/„ Unterlroinel «ahnen . . 9« «,9,.^ Divers» tos» (per Vtüll). »udaPtst.vastlic» (Dombnu) . ^0 »^ ,o>«, «lredltlose «00 fi...... '9? »5 ,8? ?k> tlary Lost 40 f. «M. . . . 58-75K» 50 4°/,H°nnu°Da«pssch,lc)0fi..».,,0 ». ^.^ ," N° U°bencr..»nst.M.»0N«l,V.40°/^ 4N» . 4«« — lllbt.'Nnftf, Hand. u, llü »0 75» «»comple»«t!., Nbröst., 500 st. 7,4 — 780 - «ilo.u.«assenv., Wiener,»U0st. ». l — »^ st. , 99? 998 Nnlonbanl »00 fi...... ii5? 75 »b8 50 Verkehr»»«!, «llg,. l4« fi. »?, . «?»>. Arll« »0» tzl«n«Porl, D«t»r»»h««»l<« lper Gt«». «»rbbahn l«i st . , »5? > »5» - ., «esibaha »00 st. . . 40« - 40» »b v»fchile^»b« «.«» »5 Vrag.Duier«!1tnb. >5N st. Gilb. »5' 85 50 Liebenbürgrr »isenbabn, erste. —-- — - Ltaatileilenbahn »00 fl. O. . . »3?- 8!l» - Lübbahn »W st. Vilber . . . ,m 50 ,n^ 50 Slldnorbb, «erb..«. »00 fi, ««. ^,,1 - «8 - Ira«»«d^»ef..Wl,,7ost.».«. 2»» — »0, „ »».««I?,»«)»,---------------- lram!«u>><»<1 , neue «S».,Prl» lt«na»^!«MH . »H?>-l.,<,lj':/«' «4 i«U «4 80 Oru,er V!en.."f>,«.>'»-:. »<»e >. 5«0 - 5H4 — sc»l«o — ,b< — lri<»ilcr »ohlen» »«»f, 70 st ,«1- f«4 - «afienf'H^oestlnWln,,,«». »5» »«, — V»««,.2e<5»n»., »2«. in Hi^K, »0 fl......... 44« - 4l>, - »,. «,»yele!llch«ft ,0l» k, . . <«!» 8„ l«, — l»»W«»»«r««iii^el.«ll»,n^»«!. 80» «,8 bv Umsterba»....... ,l»8 50 »N8 «(, Dttltfch« Plötze..... 6» 27-, «, 4ll, «onbon........ ,»5ib»»5»5 Port«........ 4»'.U 49 75 Ot,'Pe»«»b»s,...... .— —>— v«l«l»N. Ducaten........ 5 9» 5 94 »«.Franc» Vtüll, , 9 95 89«, Vilber........ - - —'— Deutsch, «s