Nr. 174. ^»H^«^»»^ Dicnst.ig, 1. August ««MWM^^ ,87l. Aiutlicher Theil. §e. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller^ höchster Entschließung vom 22. Juli d. I. den Hofralh beim Krakauer OberlandeSgerichte Gustav v. Hu brich zum Präsidenten dcs Landcsgerichtes in Kralau allcr-gnädigst zu crl'cnncn geruht. Habietinet m. p. Der Hanoclsminister hat in dem neu systemisillcn Pelsonalstande dcr Oeneral-Inspcclion der österreichischen Eisenbahnen ernannt: Zu Ober-Inspxlorcn: den Inspector und lais. Rath Joseph Edlen von Lederer; den Inspector Wenzel Holeöel; den prov. Inspector Franz Neiser und den prov. Ober-Inspcctur Gustav Grünebaum. Zu Inspectoren: den Inspector Johann Marschil; die General Inspecliouscommissäre Franz Kam-per und Claudius Klaudy; die pron. Ilispectoren Ferdinand Perl, Franz Schulz und Leopold Damian; den Gcneral'Ilispcctionecommissär Ferdinand tteon. hart; den VeilchrSchef derThcißbahn Vrictius Van, pel; den ftrov. Inspector Franz Ieczm ieniowsli; die proo. Gcneral-Inspcttiouscommissäre Karl Kol-bensteiner und Peter Ponfickl; den prov. Inspector Wilhclm Dostal und den königlich ungarischen Vau-Inspector Johann P o s ch a ch c r. Zll Gcneral-Inspectionscommissilren: die Generul-Inspcclionscommisfäre Franz Ezerny, Rudolf Nigler und Rudolf Freih. o. pilienau; den Concipistcn der Secbehörde in Trieft Rudolf Kratochwil Ritter v. Löwenfcld; den Ingenieur Emanuel Ze idler; den Ingenieur-Assistenten Ignaz Grandner; den Ober-Ingenicur Camilla Gerstenbrand; die prio. General«Inspectionscommissäre Joseph P« na. Franz Granzner und Friedrich Veer Ritter v. Gaicr; den Milnslerialconcipisten i,n Handelsministerium Dr. Franz Meißl; den Ingenieur Heinrich Kavich; den Ingenieur-Assistcnten Ignaz o. Strzeg ocli; den prov. Ingenieur Assistenten Alexander Rainer; den Ingenieur der priv. Lemberg/Czernowitzer Eisen» bahn Julius GlNck; den proo. Commissars-Adjuncten Franz Edlen v. «? chwarz; die Ingenieurs der priv, Kaiscr.FerdinanoS-Nord-bahn Anton Kral und Franz Kluq; den Ingenieur der Thcißbahn Gustav Wächtler; den Ingenieur der Südbahn Richard IeitteleS und den Ingenieur Max Edlen v. Leber. Am 30. Juli 18?! wilrdc i„ der l. l. Hof- und StaalS-dniclerel das XXXI. Stück drS NeichsgssrlMllc« ausgegeben und Dassrlbr enlhäll miler Nr. 74 den Slaati«urrl,aq vom <h'c lzccntrischen Vcrllliouuacn auf dcn Hofmaslcndällen aus Rand und Band brachte, uud dic, um ihre Maelerabcn fortzusetzen, sich in cinc barmherzige Schwester verwandelt halle und hier Arznei bcrcilclc. Endlich, in dcr Mitte des Schau. Platzes, sich mit einer erstaunlichen Kcckheit in seiner Soldalenuniform aufblähend, ein pomaoirter Stutzer ein Ejdandy aus dem BoiS de Boulogne, ein Sohn des verbannten Bonapartisten. Minister« Robacht (Große Vlwcauna. Ausbruch von Murren. Rufe - An die La« ttrne") Bürger! Es ist Zeit. daß die Komödie aufhört. Smd w.r denn Klndcr. um uns durch solche Possen auschen zu lasien? Wird daS scheinheilige Auge.wer^ .^" ^"5° ^"Ws. der theatralische Dienst einer palchoullduftenden Gräfin, die anspruchsvolle Uniform emes unverschämten Petitmaitrcs uns vergessen machen, daß sie es sind, dieser Priester, diese Gräfin und dieser 1270 Machinationen gegen dieselbe, sie machten von wo immer kommen, scheiterten an der Verfassungstreue desjenigen, der es übernommen, als Chef der Regierung das früher mißlungene Wer! auf einem neuen Wege zur Ausführung zu dringen. Damit war auch dem neuen Programme der Verfassuugspartei der Boden unter den Füssen weggezogen. Ihre Action durfte sich nicht mehr auf das bloße Festhalten an der Verfassung beschränken, sondern sie mußte ihr Augenmerk hauptsächlich auf die Erweite» rung der Herrschaft derselben richten, und zwar umso« mehr, jc mehr die Krone selbst durch die Weisung an den Chef des neuen Cabinets zu erkennen gab, daß sie auf die allgemeine Durchführung verfassungsmäßiger Zu>ländc allen Nachdruck lege. Was that aber die VerfassungSpartei und dcren hervorragendster Führer? Sie bekämpften das Ministerium, nicht obgleich, sondern weil es auf verfassungsmäßigem Wege dcn inneren Frieden des Reiches anstrebte. Statt mit mißtrauischem Blicke allen Schritten der ..neucn Manner" zu folgen, um beim ersten Fehltritte das ganze Gewicht parlamentarischer Berathung in die Waagschale zu werfen, verdächtigte man, ohne Anhaltspuntte zu habcn, drängte zu Thaten, ohne selbst von dcr zu« stehenden Inilialioe Gebrauch zu machen, und griff man nach dcn äußersten Mitteln, ohne der eigenen Kraft, sie zu handhaben, sicher zu sein. Und das Alles, um an der Verfassung festzuhalten, die von Niemandem bedroht war, deren Durchführung die Krone wie die Regierung als das einzige Ziel ihres Slrcbens erklärte! Kann es wohl ein unpratlischcres Parteiprogramm geben? Formal in seinen Grundgedanken, dcn thatsächlichen Verhälnisscn in seinen Mitteln widersprechend, widerlegt in einer zweijährigen Erfahrung, ja aufgegeben selbst von Denjenigen, die sich als seine wärmsten Partisane bekannt, wie kaun ein solches Programm auch nur für einen Moment die Devise einer Partei bilden, die activ in den Kampf eingreifen will? Oder soll etwa in dcm Fcsthalien an dcr Verfassung an sich schon aller Liberalismus sich erschöpfen? Wir glauben es nicht, und die jüngsten parlamentarischen Vorgänge in England scheinen uns ein unwidcrleglicher Beweis hiefür zu sein." Dcr Artikel schließt mit folgenden Worten: ..Graf Hohmwart darf für sich bis nun das Verdienst in Anspruch nchmcn. ohne Verletzung der parlamentarischen Formen an der Herstellung des inneren Friedens gearbeitet zu haben, und die Ausnahme, welche die galizische Vorlage gesunden, läßt hoffen, daß seine Bemühungen bezüglich Böhmens nicht fruchtlos sein werden." Politische Uebersicht. Laibach, 3l. Juli. Von verschiedener Seite wird nun gemeldet, daß außer der Entrevue in Gaste in auch eine zweite Zusammenkunft der Kaiser von Oesterreich und Deut« jchland. u. z. in Ischl stattfinden soll. Ihre Majestät die Königin-Witwe von Preußen begibt sich nämlich, so heißt es. nach Ischl und Kaiser Wilhelm soll beabsichtigen. Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth ebenfalls daselbst eincu Besuch abzustatten. Auch verlautet nun. den früheren Angaben entgegen, ziemlich ccsUmml. baß die beiden Herrscher von ihren ersten Ministern begleitet sein werden. Fürst Bismarck soll mit dcm Grafen Veust und den Grafen Hohen-wart und Andrassy in Gastein zusammentreffen. Wie wciters aus München berichtet wird. beabsichtigt dcr König von Vaiern den deutschen Kaiser auf dessen Durchreise nach Gastein persönlich zu begrüßen. Die Zusammenkunft wird wahrscheinlich in Regensburg stattfinden. Die Nachricht von dem angeblich bevorstehenden Rücktritte des Baron Kübeck vom Gesandtschaftsposten in Rom begleitet die „Italic" mit dcr Bemerkung: Je-Hermann in Florenz wie in Rom wird den von dem l. k. österreichischen Gesandten Baron Kübeck gefaßten unwiderruflichen Beschluß bedauern. Der ausgezeichnete Diplomat, welcher seine sechs noch in ganz unmündigem Alter stehenden Kinder nicht den Proben der Acclimati» strung in der Hauptstadt Italiens unterziehen will. hat vom Wiener Cabinet ve>, langt, ihm eine andere Residenz anzuweisen." Das neue französische Armeegesetz ist be< rcitS von der betreffenden Commission der Nationalver« sammlung aufgearbeitet worden. Es bestimmt, daß alle Franzosen vom 20. bis zum 40. Jahre dicnslpflichtia sind. Die EngagemenlSplämien und sonstige Geldent-schüdigungen fallcn fort. Die Dauer des activen Dien. sles ist auf 4 Jahre festgesetzt. Die Reserve zerfällt in drci Kategorien, deren Dauer 5 Jahre, 3 Jahre und 8 Ialire betrügt. Der Aufstand in Algerien scheint eine ernstere Gestalt anzunehmen. Die Unter-Division Milianah wurde in Belagerungszustand erklärt und die Miliz dieser Unter Division einberufen, um gemeinsam mit den Truppen der Armee die Vertheidigung deS Landes zu führen. Beim englischen Loroma Yors-G an let toastirte der Lordmayor auf das diplomatische Corps. Vroglie dankte für die Gibcn brüderlicher Sympathie, welche die Allianz beider Völker mehr zu sichern geeignet seien, als die Berechnungen dcr Diplomatie. Der amerikanische Gesandte sagte, der Washingtoner Vertrag werde die Freundschaft zwischen England und Amerika dauernd machen; Gladstone constatirle, England, mit aller Welt im Frieden, wünsche das Gedeihen Frankreichs und sagte ferner, daß sich die anglo-französische Freundschaft nicht ändern werde. In Liverpool scheinen die Fenier wieder zu spulen. Von dort wird nämlich gemeldet: ein Polizei» beamter habe gesehen, wie eine Anzahl von Gewehren und Bajonetten nach cinem gewissen Hause geschasst worden. Nach sofort crfolgter Anzeige wurde eineHauS' suchung abgehalten, aber ohne jeglichen Erfolg. AlS jedoch in Folge weiterer Information ein Canal in der Nähe untersucht ward. fand man eine Anzahl neuer Snider-büchsen und Seitengewehre. Muthmaßlich hatten die Betheiligten von dem Verdacht der Polizei Wind bekommen, und die Waffen aus Furcht vor Entdeckung in den Canal geworfen, Vcchastlmacn haben bisher noch keine stattgefunden, aber dic Polizei ist mit eifrigen Nachforschungen beschäftigt. Die Krankheit des Papstes, welche auf den Anfall vom 10. folgte, erwies sich, so schreibt ein Correspondent der „Pall Mall Gazette", ernster, als man im Allgemeinen glauble, und am nächsten Morgen fanden die zur Consultation erschienenen Aerzte. Viale-Prela und Constantino, daß nicht nur die Füsse, sondern auch die Hände start entzündet waren. Im Momente der ernstesten Befürchtungen nahm die Sache übrigens eine günstige Wendung, und gegenwärtig ist der Gesundheit«« zustand Sr. Heiligkeit wicder so viel besser, daß man von vollkommener Wiederherstellung reden kann. Seitdem haben denn auch zahlreiche Audienzen stattgefunden. Die Intriguen wegen dcr Papstwahl sind in vollem Gange. Die römische Curie hat zwei Candldaten, nämlich die Cardinälc Castelli und Palrizzl, aufgestellt. Für letzteren ist Antonelli. da er Aussicht hat. uuler diesem der „allmächtige" Cardinal-Staassecretär zu bleiben. Der Cardinal Pancbianco ist der Candidat der Jesuiten. Die Franzosen suchen den Cardinal Amat ans Ruder zu bringen, der zwar in Italien (auf der Insel Sardinien) geboren, aber seiner Herkunft und seinen Ansichten nach ein Franzose ist. Italien bemüht sich ebenfalls, einen ihm günstig gesinnten Cardinal durchzubringen; seine Bcmühuugcn sollen abcr bis jetzt ohne Erfolg geblieben fein. Der Zusammentritt der Cortes in Madrid wird am 1. October stattfinden. Das Budget wird ohne Ren» lensteuer oder GehaltSreduction festgestellt wcrdcn. Man fchrcibt der «A. A. Z." auS Bosnien: Dcr Ragusancr Vertrag gewährte bekanntlich dcn Hcr-zegowiner GrenMmmen völlige innere Autonomie, so daß die Pforte selbst auf das Garnisoi'Srccht daselbst verzichtete. Nun scheint die Pforte von diesen Slipu« lationcn absehen zu wollen, weil in Duga ein Muni-lionStraneporlvon Herzegowinern überfallen wurde, wobei sich cin Kampf entspann, der vier Opfer forderls. Die Pforte beschloß darauf, die Oite der GrenMiilme militärisch zu besetzen, um die Schuldige,, ausfindig ma» chen und bestrafen zu können. Ein Bataillon riickle bereits in Vanjane ein, und es liegt die Vermuthung nahe, daß die ganze Grenze dasselbe Schicksal erfahren werde. Die Slämme beklagen sich über Verletzung dcs Ragusoncr Vertrages und drohen mit der Ergreifung der Waffen sscgeu die Truppen. Was daraus entstehen kann — ist vollaufig noch nicht abzusehen, da die Auf» regung eine große ist. Zur Russ i ficir ung P o le ns ist abermals eine Maßregel angeordnet worden. Ein kaiserlicher Ukas befiehlt, daß. abgesehen von den jndizicllen Institutionen im Allgemeinen, nun auch das Institut der Friedens» richter, wie es im übrigen Rußland besteht, in Polen eingeführt wcide. Thiers über dic rmnijchc Frage. (Schluß.) Sie ueilangcn ohne Zweifel von mir nicht den Kricg, abcr Sie rathen mir eine Diplomatie an, deren Erfolg sein würde, eine Macht mißtrauisch und arg« wähnisch zu machen, welche in dcr Zukunft eine wich' tige Rolle spielen lann. Nein. verlangen Sie das nicht von meiner Klugheit, nicht von meincm Patriotismus. Sie haben etwas Andcrcs von mir zu verlangen und ich werde Ihnen das jojort sagen. Aber haben Sie Mitleid — ich wage es, diesen Ausdruck zu gebrauchen — mit den Nothwendigkeiten meiner Lage. Lassen Sie ab, von mir eine Politik zu verlangen, welche nicht consequent sein würde, wenn ich sie bis zu Ende durchführen wollte. Glaube man nicht, wie man eS in Frankreich aus Unverstand, außerhalb Frankreichs aus Goshcit sagt, daß in dieser Politik der Hintergedanke an einen nahen oder zukünftigen Krieg verborgen liege. Das ist nicht der Fall, und ich sage das, damit man es aller-wärts höre. Ja. die Politik dcr Ncgicrung. welcher Sie Ihr Vertrauen geschenkt haben und welche dasselbe nur insoweit bewahre,, will, als ihre Acte cs verdienen, leinen Tag. keine Stunde mehr, die Politik dieser Regierung ist dcr Friede. (3chr gut!) Ach! Ohne Zweif l wird man uns sehcn, wic wir. indem wir die Lchren unseres M'ßgeschicks unS zu Nutzen machen, unseren Geck, Sendboten der Hölle, die diesen Krieg gegen uns entfesselt haben, und die, wenn sie auch zwölf Stunden des Tagcs mit dcr Pflege dcr Verwundeten zubringen und die anderen zwölf Stunden sich im Staube demü» thiqen würden, doch nicht den tausendsten Theil des Blutcö würden stillen können, daS sie fließen gemacht, noch eine einzige der Thränen trocknen, welche sie mit heiteren Herzcn ftichcn gcschcn. (Ein unheilweißsagendes Beben läuft duvch die Versammlung. Die Augen gewisser Bürgcr fangen an zu glänzen und ihre Fäuste sich zu ballcn ) Wohlan Bürger! wir sind leine Weiber, wie ich glaube. Diese Lcute fordern uns heraus. Werden wir cs ertragen, daß diese Hoflalaien ihre grotesken Pofsen unserem Schmerz ins Antlitz schleudern? Oder lann ich auf einige hundert entschlossene Patrioten zählen, die mich morgen begleiten werden, um diese Söldlinge ohne Livr« wieder Raison zu lehren? Wir werden dieser Gräfin sagen, sie möge ihrer Wege gehen, in irgend ein Land, wo der Carneval in Permanenz erklärt ist, nach Rom, Monaco oder, wenn sie eS vorzieht, nach London, um den Rch ihrer Clique einzuholen. Luftballons mögen sie forttragen. Der junge Robache möge zu den Vor-Posten gehen; vielleicht wird irgend eine Kugel ihm die El,rc crwciscu, odschon Stahl und Blei in der Regel ein Thlcr sclner Gattung verschmähen. Was dcn alten Priester betrifft, so ist seine Anwesenheit ein Scandal; werfen wir ihn vor die Thüre dieser Kirche, welche seine verab. scheuunßswürdlge Servililät besudelt hat. Möge er lau-fcn, cs fchlt nicht an Lochern, wo er seine Schande bis zum Ende der Belagerung wird verbergen können, und wenn er sich weigert, zu gehen . , . nun wohl! so mögen die Folgen auf sein eigenes Haupt zurückfallen; er wird nicht der erste Priester sein, den die Patrioten den Muth gehabt habcn wcrdcn, auS dem Wege zu räumen, wenn eS die Interessen der Moralität und des öffentlichen NnstandeS nfordern. Sagt mir, ob ich auf einige hundert muthige Bürger aus Euch rechnen lann? (Großes Gcheuel, drei oder vier braune Fäuste erheben sich, begleitet von dcn Rufen: Auf den Galgen mit den Priestern! Aufs Schaffet mit den Aristokraten!) (Ein Bürger in der Uniform eines Nationalgar« disten springt plötzlich, blaß, aber entschlossen von seinem Sitze auf.) Bürger . . . Bürger — ein Wort. Ich bin dem größeren Theile auS Euch unbekannt, abcr ich bin ein Ouvrier, wie Ihr; und im Namen der Freiheil, welche Ihr als ein Recht in Anspruch nehmt, stehe ich auf. um zu Protestiren .... aus allen meinen Kräften gegen die Rede zu Protestiren, die Ihr soeben angehört (Exclamationen. Erstaunen.) Ja. laßt mich sprechen So lange der Bürger Vilia sich darauf beschränkt hat, die Regierung mit Worten anzugreifen, habe ich Schweigen bewahrt, obschon man. im Vorbeigehen gesagt, ein Beispiel von Unbisciplin, wie es der Commandant Bilia gegeben, der, selbst Officier, sich erlaubt hat, seinen Vorgesetzten, den General Trochu. zu insultiren. sehr beklagen muß. Bürger! Ich beschwöre Euch, laßt den inneren Zwiespalt angesichts des Feindes. Wir stehen Alle in dem Moment mit einem Fuß im Grabe. (Hört! Tiefes Schweigen. Man hört auS der Ferne den Donner der Kanonen.) Bürger! Im Namen dieser Töne, die vielleicht das Grabgeläule unserer Vrii« der sind. bleiben wir einig. Ich bitte, ich beschwöre Euch. ES darf heute leine Feindseligkeit zwischen Re' publilanern und Bonapartisten sein, da sie morgen vielleicht Seite an Seite auf dem nämlichen Rasen liegen weiden. Es kann und darf leinen Haß in den Herzen geben, die von dcr gleichen Liebe für das trostlose Vaterland schlagen, die vereint auf seinen Sicg, scine Wiedergeburt hoffen. Vergessen wir die Vergangenheit ... Sie licat hintcr uns; vereinigen wir unsere Hände, unsere Arme. unsere Kräfte und blicken wir in die Zukunft. Wenn c? Heuchler und Verrälhcr in unserer Mille gibt. so möge Gott ihnen gnädig sein. aber glauben wir nicht zu schnell daran, denn die Schmach des Verraths füllt iu Zeiten, wie die gegenwärtigen, mcht auf ein einzelnes Haupt, sondern auf eine ganze Gemeinschaft zurück. Sey n wir lieber Vertrauen in jeden Mann. der Patriotismus zeigt, und wenn wir ihn bei Frauen, Pciestern und jungen Leuten sehen, deren einstige Frivolität wir gekannt, so seien wir stolz und glücklich über diese Umwandlung und betrachten wir sie als cin Pfand, daß unser armes Frankreich nicht die demorallftrte Nation ist. wie unsere Feinde voraussetzen, da ihre Kmder in der Stunde der Prüfung ihre Schwachheiten von sich werfen und ihre besten und reinsten «raste seinem Dienste widmen können. Bürger! cS ist mcht em Bonapartist, ein Orleanist odcr ein Legitimist, °" Nch an Euch wendet, sondern ein Nepublicaner. Und nlcht em Republikaner von gestern, sondern ein Mann, der sem ganzes Leben in der nämlichen Ueberzeugung A"!", der treu die Devise der Freiheit, Gleichheit. Vruderllchlelt aufrecht erhalten hat; und der stttS ge< glaubt hat und noch glaubt, daß das edelste dieser dw Worte die Brüderlichkeit ist. (Entgegengesetzte Kundge-bungen. Einiger Beifall. Vorherrschend die Rufe: Nein, nein! Setzen Sie sich. Keine Roscnwafser - Nepubli-caner !) (Fortsetzung folgt.) 1^72 Siegern entleihen, was dieselben Gutes haben können " nicht in dem Maße, wie es gewisse Schulen ocr« langen — aber wir werden cs verstehen, von unseren Nachbarn überall, wo es nöthig ist, nützliche Lehren zu nehmen. Man wird sehen und ich sage es laut — wie wir alle Sorge aufbieten werden, um die französische Armee wieder herzustellen, und wie wir uns bemühen werden, ihr zn den bewunderungswürdigen Eigenschaften, die nicht geknickt worden sind, den Fleiß, das Studium und die Disciplin hinzuzufügen. Man wird uns sehen, wie wir das ihr schände Material ersetzen werden, man wird scheu, wi: wir, eifrig und r>oll Selbstvertrauen, das Weil vollbringe», die wahre französische Armee wieder herzustellen. Das ist unser Recht, dciS Recht einer großen Nalio,!. m.'lchc il,re Giöße bewahren will, daö ist nicht die hinierlistige Politik Derjenigen, welche beim ersten Vorwandc einen unz itigen Krieg anfangen möchten. (Veti'^fle lind zahlreiche Zeichen der Zu-stimmung.) Wir wollen den Kricgspfad nicht wieder eröffnen, aber wir wollen Frankreich der Nulle wieder würdig machen, die es in dcr W^It stcts gespielt hat und die es zu spielen würdig ist; denn wenn es Verlust erlitten, f° c.t arc ,ch in aller slufrichügtcit, ohne Eilclleit und mit Ueberzeugung, daß die Wurzel seiner Größe unbeschädigt >,t. Frenkicich hat noch Alles, was es nöthig hat. um sleiö l^m'tlcich zu s.iu. Wenn wir eine vor-Nchl,ge Politik befolgen, so ist cs darnm noch leine zlrlegopolitit; und wenn ich alle Eventualitäten der Polltil uis Äuge fasse, su geschieht c« weder, weil ich darin Chancen für den Krieg suchte, noch auch. wril ich Sie m denselben hiucinircibcn möchlc; cs geschickt. da> mtt 55N? stch all^ Euexlnallläten vor Augen stellen, .m, ware es aber cine ungeschickte Politik, wenn wir „'"'"!' b"'^^"len Staate, welcher auf die Zntunsl cncn ent,che:denden Einsts ^ben kann. schlechte Bc< ziehungen unw .ten wollten; die Reorgäni ation seiner Armee reicht 'i.cht aus für die Größe eines Vandes es "n "'^'/"^^"^'^ ^'"litil erforderlich, welche auf alle Falle stch Stutzen zu erschaffen weih, die ihr nicht fehlen. Dies zur Wahrung meiner Bürgcrvfl chl! Jetzt über unfcre Pftichten gegen die Katholiken, und wcnn ich gegen die Katholiken sage, so sage ich gegen den gröhlen Theil, ja beinah: gcgcn die Gesammtheit dcr Nation. Wir haben dem Oberhaupte oicscs großen Cultus, welcher der edclst,! ist, zu dcm sich Menschen bekannt haben, eine Unterstützung zu leih'N; eS sind Pachten glgcn ihn zu clfüllcn und wir haben deren mehr als Eine Alt. Unscrc ganze Ehrfurcht bringen wir seinem Sitze, scinen ^c.ocn seinen Tugenden dar. Vor wenigen Tagen zeigte Plus IX. dieses große gcschichllichc Phänomen des emzigen P°P,tes. dess.u Pontisicat die Dauer des ersten ^nt.s^- uwtroffen hat. Ganz Europa wünschte ihm Gluck und >ch benutzte diese Gelegenheit, ihm zu huldigen. Frankreich bl.eb niätt u.rück und ich hade in Ihrem .'iamen ,hm unscrc Ehrfurcht, unscrc Dankbarkeit lnnd-N^ben für seil, Wohlwollen, für diese Liebe, wovon znr ^>nde mit Wahlheit die Nede war; denn iu dcm Au-gew icke, wo wir wenig Beweise von Theilnahme crhiel-lcn. hat Pins IX. in seinem Schmerze den letzten Pe-clöplenn^ sendet, um unsere Verwundeten zu unter-Nutzen. (Beifall auf der Rechten.) Bei seiucr materiellen schwache hat er wenigstens seine Stimme erhoben, um Mieden zu fordern. Mit tiefer Ehrfurcht legte ich ihm die Gefühle Frankreichs dar, aber den sonderbaren Brief, der mir zugeschrieben wurde, habe ich n.chl geschrieben.' Ich will Sie mit den Einzelheiten unserer Beziehungen bekannt machen, damit Sie beurtheilen können, ob die Regierung Ihren Gefühlen gemäß gehcind.lt hat. Ich habe dcm ^^. "'Hl/ur mcht diesen Brief geschrieben, sondern ^i !" ' ^ e'"" >° w'chtigcn Fmge gar nicht be-^)ilgl. ocm Oberhanftlc der katholischen Kirche Rath z» cllhcücn. Km, Souuerain Europa's, leine Regierung, welche augenblicklich die Nalionalsouverainclät vertritt, oars die Stimme erhlbcn. nm einen Rath über einen Gegenstand dieser Art zu ertheilen. Wcnn ich mir den noch erlaubte, nicht einen Rath zu ertheilen, so doch Frankreichs Gefühle auszusprechrn, so werde ich sagen: Wenn dieser Gefangene, wie man ihn bezeichnet hat, rin Verbannter würde, dann werde ich mich begnügen, ihm uor dem Angcsichte rcr Welt zu sagen: Frankreich wird Ihnen stclö offen stehen. (Sehr gut!) Aber Gott soll mich bewahre,,, ihm einen Rath ertheilen zu wollen. Das wäre Mangel an Ehrfurcht und daran lrerdc ich cs dieser so ehrwürdigen Macht gegenüber niemals sehlcn lassen. Ich würde blos zu ihm sagen: Schonen Sie den Fr.cdcn der Seelen, denn wir bedürfen des Friedens, des rc igioscn Friedens wie des politischen. Auf diese Art machen wir uns Tag für Tag die ^° n wir" <"°"t°u>menen Achlnng und Versöhnung zu e.gen: wir haben uns über Wahlentschließungcn von großer Bedentung zu inständigen und setzen jeden Tag d.e größte Sorge e.n um i» unserer Wahl alle Rücksichten zu achten und le.ne zu treffen, welche eine Aulo^ Mat verletzen lonntc, d,c um so höhere Achtung verdient, ic weniger ihr heute das Glück und die Macht zu-Seite stehen. Doch das ist nicht NllcS: wir haben auch die religiöse Unabhängigkeit dcS Hauptes des Katholicismus zu schützen; ja, darin haben wir eine große Pflicht zn erfüllen, eine Pflicht höherer Art, die wir nicht vernachlässigen werden. Wir sind so glücklich, mit der Kirche durch einen Vertrag verbunden zu sein, welcher der weiseste ist, den die katholischen Mächte je mit dem h. Stuhle geschlossen haben: ich meine das Concordat. Dieser Vertrag besteht, wir sind durch ihn gebun. den. Wir müssen es verstehen, uns desselben zu freuen, denn alle Mächte, welche nicht einen derartigen Vertrag geschlossen, haben täglich mit dcm lömischcn Hofe fast unlösbare Zwistigteiten, während die unseren im Ge» gcnthcil durch das Concordat im voraus entschieden werden. Sie wissen, daß nach dm Veslimmungen des Con-cordates der Souverain des Territoriums daS Nccht Hal. wcnn Prälaten zu ernennen sind. französische Bürger zu bezeichnen, welche die Eigenschaften des religiösen Verwalters mit denen des Ehrenmannes und den Tugenden des Priesters verbinden. Die Bischöfe und Erzvischöse werden von der Regierung nicht vorgeschlagen, sondern ernannt. Aber nachdem die Rcgierunq die Wahl gemacht, vertündcl und erklärt die Kirche, daß der Can» didllt, den wir ernannt haben, die Eigenschaften der Rcchl-glanbiglcit nnd die christlichen Tugenden besitzt, welche die Kirche allein in ihre ausgedehnte Regierung auf» nehmen kann. Die beiden Automaten wiilcn also zu» sammcn nnd daher entspringt für unS die Nothwendige lcit, nnd nicht allein die Nothwündigleil, sondern das Nccht. mit eifersüchtigem Mißtrauen über die Nnabhän-giglcit dcS religiösen Oberhauptes zu wachen, dessen Mitwirlung bei der moralischen Teilung Franlrcichs wir bis zu jenem Grade annehmen. In der Thcit haben wir nicht aufgehört, zu verlangen, twß diese Unabhängigkeit garanlirt werde. Man hat uns das versprochen und verspricht cs alle Tage. aber die Eifahrung allein lann entscheiden, ob diese Unabhängigkeit eine wiltliche sei oder ob sie nur ein leerer Schall ist und ob sie zn einer Thatsache werden wird. zu der das katholische Europa Zutrauen haben lann. Wir werden uns mit allen lalho« lischcn Nationen znsammcnthun. damit dicsc Unabhängigkeit nicht von Franircich allein vertheidigt werde — ich spreche nicht von der religiösen Unabhängigkeit — sondern von der katholischen Welt insgesammt. (Sehr gut!) Vetraucn Sie also auf unseren Patriotismus und auf die Achtung, welche wir dein yroßcn Bekenntnisse unserer Nation schnldig sind. Um nnn noch linmal Alles kurz zusammcnznfasscn. sage ich: Eine große MacU hat sich in Europa erhoben — cs ist nicht meine Schuld, cs ist auch nicht die Ihrige — aber sie exislirt. Meine Pflicht als Franzose, als Bürger, als Vertreter der sran. zösischcn Regierung ist e<5. gute Verbindungen mit derselben zu unterhalten und lcine Frage auszuwerfen, welche diesen guten Beziehungen Eintrag thun lönnlc. Aber wir haben große religiöse Interessen zu wahren. Diese großen Interessen, die ich zu kennen, die ich zn vcrslch:n glaube, werde ich vertheidigen in Gcmähhcit der Hilss-miltcl. welche die Gelegenheit mir darbieten wird.' Ich lann nicht versprechen, glücklich durch alle Schwierigtcilcn der ?agc hindurchzulommcn. ich verspreche nur, daß ich mein Möglichstes thun will. ich verspreche in diesen Vezichnngcn das zu thun. was eine von der Vernunft geleitete Regierung zu thun vermag. Wie unsere Regie, rung aus der Nothwendigkeit des unS beherrschenden Augenblicks hervorgegangen ist, so lann sie nichts Anderes sein als eine Regierung der vernünftigen Ncbcr-lcgunss. Von dieser werden wir nnS leiten lassen, was, wie ich glaube, die Pflicht sämmlichcr Regierungen ist, so viel deren auf der Welt bestehen iBravo und lang anhaltender Beifall.) Hassesuemsskeiten. Die Neise Sr. k. Hohrit des Kronprinzen. Ueber den Ausflug des durchlauchtigsten Kronprinzen m dcu Vöhmerwald und Hochstdcsscn Anwesenheit in Obcr-Plan bringt daö „Präger Abendblatt" nachstehenden Bericht: „Der Empfang ws Kronprinzen in unserer Stadt und Umgebung war ein äußerst herzlicher und sympaihi-schcr. Am 17. d. M. Vormittags langte Se. t. Hoheit lm Krumauer Bezirke an, besichtigte zunächst dic Ncsonanz-holzfabrit vuu Bicuert und Eoh»^ woselbst die Erzeugung von Resonanz-, Sied. und Zargholz in Augenschein genommen wurde. Bon hier fuhr' der erlauchte Oast längS der kalten Moldau bis zum sogenannten Hulschcnbach. »Dort wurden dic vom Iürstcu Echwarzcnbcrg beigestellten Reitpferde bestiegen und eiu Mt durch den' sogenannten Ioluöwald, wv der letzte Whn.crwald.Vär erlegt wurde, nach Hlrschbergc» gemacht, woselbst der fürstlich Schwarzen-berg'sche unterirdische Schwcmmcanal besichtigt und die Scheiter- und Klötzeschwcmmc auf demselben, welche daselbst wegen des sehr starken Gefalle« deß Echwcmmcanals einen äußerst interessanten Anblick bietet, iu Augenschein genommen wurde. Nach dem hierauf im Försterhause des FUr-sten Cchwarzcnbcrg eingenommenen Souper wurde zn Pferd die Partie zum Plöckensteiner See fortgesetzt, welcher Ausslug durch das herrliche Welter wesentlich begünstigt wurde. Ueber Ncu-Ofen langte hierauf dcr Kronprinz zur festgesetzten Stunde iu der Dampfbrcllsägc des Filrstelt Schwar-zcnberg i» Saluau cm und nach deren Vcsichligung wurden die bcreilstchendeu Wägen bestiegen. Bei der Fahrt von dort beobachtete der Kronprinz auf der u'bcr die Mol- dau fühlenden Spizzenberger Brücke da? Durchpassiren der daselbst aufgestellt gewesenen Flöße. Um 7 Uhr Abends langte Se. l. Hoheit in Ober. plan an. Der Ort war auf das Festlichste gcschmlickt. Gleich an der Einfahrt auf den Marktplatz war eine hohe und recht nett ausgeführte Ehrenpforte errichtet, welche auf der einen Eeite lie Inschrift „Willkommen", auf der anderen Seite den Wahlspruch „Oesterreichs Freude hoch!" trug. Von der Einfahrt an standen ttl) flirsllich Echwar-zenberg'sche Bergknappen aus Cchwarzbach mit ihrer Mu< silcapelle, die verschiedenen Genossenschaften, Gemeindevertretungen, die Schuljugend, 170 Bergknappen der Gewerkschaft Eggen und Comp. und der StiftSbesitzer in Mugrcm mit ihrer Musikccipclle, die AUrgerschaft von Ober-Plan, zahlreiche weißgekleidete Mädchen, die lHemeilide- und die Bezirksverlretung von Ober-Plan, die l. l. Beamten und die Geistlichkeit. Mit stürmischen Iubelrl'fen empfange», fuhr der Kronprinz durch das dichtgedrängte, von dcu erwähnten Corporalionen gebildete Spalier zu dem am oberen Cnde deS Platzes gelegenen Psarrhof, wo derselbe den Wagen verließ. Der Bezirlshauptmann von Krumau begrüßte deuseldcn mit einer Ansprache nnd stellte, während ein festlich gekleidetes Mädchen einen Blumenstrauß überreichte, dcu Äezirlsobmaun Herrn Roscnaucr und die anderen Honoratioren vor, an welche der Kronprinz huldvolle Worte richlete. Auch einige der weißgekleideten Mädchen beehrte Cc. l. Hoheit mit einigen freundliche» Worten, besichtigte hierauf die Mugraucr und Cchwarzbacher Bergknappe», sprach mit dcn Bcrgbeamlen und zog sich sodann unter enthusiastischen Hochrufen dcr Menge in dcu Pfarrhof zurück. Abends fand ein Fackclzug mit Eländchen und eine glänzende Illumination stall; der Auszug der Vcrgleulc mit brennenden Grubcnlichlern und der Beamlen und Bürger mit farbigen ^'ampionS brachte einen schönen Effect hervor. Auch die Beleuchtung siel über die Maßen gut aus. dcn» sie war eine vollständige, da nicht ein Häuschen unbeleuchtet blieb. Am 18. Juli um halb « Uhr früh degab sich dcr Kronprinz in die Kirche, verrichtete ei» kurzes Gebet und setzte, nach allen Celten hin frcuudlichst grüßend und für die gule Aufnahme danlcnd, die Reise nach Krumau fort." Vom Vriinncr KreiSturnfest Am 29. Juli eröffnete Dr. Eturm. als Obmann des Turnvereins dcr Vororle Vrlinnö, dcn Kreiblag, indem er die anwesenden Fcstgenossen auf das herzlichste begrüßte. Hinweisend auf dcn zahlreichen Besuch, hob cr hervor, daß die Theilnahme an dem zweiten K'reislurntage aus allen Gegenden Oesterreichs zeige, nie der österreichische Kreis-lurnverband Wurzel gefaßt und gewachsen ist. In warmen Worten begrlißle er hierauf die Begründer des deutsch österreichische» Turnverbandes, die Vertreter deß ersten Wiener Turnverein?. Die nunmehr vorgenommene Nus-rufulig dcr erschienenen Mitglieder ergab, daß 46 Vereine vertreten waren. (Viele sind noch später eingelangt,) Nachdem zum Vorsitzenden Dr. Sturm, zu dessen Ttcllocrtrcter Dr. Wcdl sObmcm» dcS niederöstcrrcichischrn Gci'.ivcrbandeS) und zu Echrisisührern Dr. Kautzner (Graz) und Etubenvoll (Wieu) gewählt worden waren, schritt die Versammlung an die Berathung der Tagesordnung, welche den Bericht des Vorortes und des Kreisverlrelcrs, sowie die Anträge dcS Vorortes bezüglich der Beiträge und Umlagen betrifft. Auf der Tagesordnung dcr Versammlung stand auch ei» Aulrag des Turnvereins in Zuaim, nach welchem dcr Ausschuß des Vorortes beauftragt werden foll, mit allen Mlltcln dahin zu wirken, daß der Turnunterricht in der Volksschule obligatorisch wird. Dcr Empfang von Seite dcr Stadt Brunn war ein glänzender. Tie gauze Cladt war festlich dccorirt und mit Fahucu i» de» deutschen uud östcrrcichischcu 3!,,! n<>M!'i !" l^Dic Deutschen sollen leben!") Unter den meist kostbaren Banncrn der Fcstgäslc werden jene von ^aibach. Alcichcnbcrg und Pozen hervorgehoben. Eine dculsch-cnncrilanische Tcpulaliou wurde erwartet. Demonstrative Begrüßung wurde den mit der Mährisch-Schlesischcn ^'^rdbahn Anlangende». Doctor Promber empfing dieselben namc»s dcö ' Festausschusses, die Hoffnung auösprcchcud, daß die Käste nicht blos fröhllche ^age finden sondern auch die Ueberzeugung von dem deutschen Charakter dcr Stadt uud dem ^usaniulcnstche» der Deutschen mitnehme» wcrde», u»d daß die Zukunft unser, wen» wir »icht vergesse», was wir bisher osl vergessen, daß wir Dculsche sind.' Neichsraihs^Abgcorduclcr Venesch erwidert, daß die Deutschen, wenn auch unter gefährlichen Verhältnissen, stclö auichancl, werden, und bringt noch der deutschen Stadt Vriln» ein Hoch unter nicht endcnwollender Acclamation. BrU » » , :w. Juli. Vci dcr Fcslkneipe, welche heule Abends stattgefunden, brachte der hiesige Bürgermeister den erste» Toast aus den Baiser aus; er lautet: Es ist ein Jahrzehnt, fett mau in Oesterreich nach einem unglücklichen Kr.cge zur Emstcht gelangte, daß das absolute Regierung«-system scuic Haltbarkeit verloren habe, die Vereinigung der vercmzcllc» Wäslc zu cincm kräftigen Ganzcn, wie sie schon der unstelblichc Kaiser Josef beabsichiigte, ein dnn- 1271 gendes Bedürfniß sei, — seit der Kaiser aus eigenem Antriebe seine kostbarsten Rechte auf den Altar des Vaterlandes niederlegte, den Vollern seines Reiches eine freisinnige Verfassung gab, unter deren Schirm sich die Länder in maßvoller Weise entwickeln tonnten. Noch tönt mir in der Seele der ungemessene Jubel des Festes nach, mit dem wir eine Gabe feierten, von welcher wir uns die gedeihlichsten Folgen, eine Regeneration Oesterreichs versprachen. Es war ein schöner Traum. Der Baiser war mit dem erhabensten Beispiele vorangegangen. Der Separatismus konnte sich aber nicht auf die Höhe der großen Idee aufschwingen. Wenn aber die Glieder einer Familie, die einzelne Zweige verloren, sich umso fester an einander fchließen, so eröffnet sich auch uns das schöne, erhebende und stärkende Beispiel, daß sich hier aus allen Gauen Oesterreichs, so weit die deutsche Zunge klingt, in nie gesehener Zahl Männer eingefundcn haben, welche dafUr Zeugniß ablegen, daß wir alle zusammen gehören, daß, so lieb Jedem seine Heimat ist, Jedem doch Oesterreich über Alles geht. wir Alle insgesammt an unserem Kaiser das innigste und festeste Band haben. Darum lassen wir hoch leben Seine Majestät unseren Kaiser Franz Josef! Brunn, 30. Juli. Der Festzug ist außerordentlich glänzend verlaufen. Abends ist Turnhallenfest- den Toast dabei aus's dentfche Vnrgerthum spricht Heilsberg auö der Eteiermark. Locales. — (Der slov. Dichter Ivan Vesel.Kosest i,) peusionirler t. l. Fiuanzrath in Trieft, erhielt vor einiger Zeit von Er. Excellenz dcm Herrn Finanzminister Frcihcrrn v. Holzgethau bei einer festlichen Veranlas-fung eine Pisilkarte mit den herrlichsten Glückwilnschen. Der greife Dichter war danlber so entzückt, daß er ausrief, obgleich er nicht reich sei. so hätte ihn selbst eine noch so hohe Summe Gcldcs nicht so sehr erfreut, als diese Visitlarte des Herrn Ministers, zu dem er einst in amtlichem Verhältniß stand. Kürzlich hat nun Vesel diese zarte Aufmerksamkeit mit Uebersendung eines in Saffianleder schön gebundenen Exemplars seiner slowenischen Gedichle (herausgegeben von der 81ovoils1<Ä HlatioH in Laibach) erwiedert. — (Das Annen-Fest) im Casinogarten, welches wegen Anwesenheit der amerikanischen Circusgesellschafl auf dcn letzten Sonntag verschoben worden war, ist glänzend ausgefallen. Es wurden 020 Karten gelöst und fast jede Musilpicce stürmisch zur Wiederholung verlaugt. — (Kunstnotiz.) In Laibach bei I. R. Millitz ist erschienen: „5loi sikin N<;Iio äi Nl^ria. ^.ria por piiino eä orFHiio compoäta äa IzadsIIg. Ilutkrkudkr"' Diese weihevolle musikalische Composition einer jungrn Dame aus Trieft, ehemaligen Elevin des hiesigen Ursuli-nerinnentlosters, wird allen Kunstfreunden bestens empfohlen. — (Kirchenmusik.) Vorgestern Vormittag fand in d».'r Pfarrkirche zu Mariafeld die erste Aufführung einer Reihe von Compositionen statt, welche Herr Anton Nedved der Frau Iosefiue Terpinz gewidmet hat. Diese Arbeiten bewährten neuerdings in glänzender Weise das auch auf diesem Felde schon bekannte Talent des tüchtigen Musik-directors der philharmonischen Gesellschaft. Sämmtliche Nummern, Ehöre und Soli wurden von einem Kreise musikalischer Dilettanten, Damen und Herren, in der vortrefflichsten Weife excculirt. — (Der Universal «Dolmetsch) des Pfarrers Gcora Humar in Tfchermoschniz (Untertrain), dessen wir gleich nach seinem Erscheinen in Nr. 120 der „Laibacher Zeitung v. 28. Mai v. I. gedachten, ist im Verlage des Verfassers abermals in einer Auflage von mehreren Tausend Exemplare» in französischer Uebcrsetzung unter dem Titel „IV intoiMüt« müv6i'g6i on liiüAuo pour toutes los Mlkioii8 äs 1'univslL. Osuvi'6 znkiFi'ÄpIiMO 5 2000 luot« raäicaux 6t 200 8)'11ud68 clo t'oi'Mlition" soeben erschienen. Dies merkwürdige Werk bildet ein Heft in Kleinoctav und umfaßt vier Druckbogeu. Es ist damit der pafigraphische Versuch gemacht, eine Sprache fUr alle Nationen der Erde — eine neue Weltsprache — zu bilden. — (Drei Bären erschossen.) Herr Victor Galle begab sich dieser Tage zu Mojstrane in Oberkrain auf die Gemsenjagd. Als er die Bergschlucht Kot durchschritt, bemerkte er plötzlich unter sich im Gestrüpp eine Bärin mit zwei einjährigen Jungen. Rasch lud er sein Lefauchelix-Gewehr und streckte mit zwei Schuß hinter einander zwei Bären in der Entfernung von 80—100 Schritten nieder. Als sich die Bärin erhob und auf ihn einzudringen im Begriffe war, feuerte er noch sechsmal, bis die Bärin vollends todt und auch das zweite Junge angeschossen war. Dies letzlere verlief sich jedoch in« Gestrüpp und konnte bis jetzt in der schluchtenreichen Gegend noch nicht aufgefunden werden. Die Bewohner der Umgegend sind hocherfreut über die That des kühnen Jägers, denn Tag für Tag hatte sich die Bärenfamilie aus ibren Herden ein und das andere Stück Kleinvieh geholt. — (Waldbrand.) Am 23. Juli geriethen die Hriber Waldanlheile pii, Nertßloäi und pri. I.ipi in der Gemeiude Laaserbach in Brand und es brannte ein Complex von 4 — 5 Joch ab. Der Nrand wurde durch die Insassen der benachbarten Orte, unter Aufsicht der Gendarmerie und unter Leitung des Forstmeisters Blachna, gelöscht. Der Schade beträgt 800 ft. Die Enlstehungöursache ist unbekannt. — (Feuersbrunst.) Aus St. Peter auf dem Karst wird berichtet, daß am 30. Juli in der benachbarten Ortschaft Rodotendorf Feuer auöbrach, welches sechs der bedeutendsten Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Afche legte. — (Fleischtarif pro August.) Das Pfund Rindfleisch bester Qncünät von Mastochsen lostet 27 kr., mittlere Sorte 23 kr., geringste Sorte 19 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 24, 20 und resp. 16 kr. — (Schlußverhandlnngen beim k. t. Lan-desgerichte Laibach.) Am 2. August. Johann Papler und Complicen: schwere körperliche Beschädigung; Johann Rugelj und sechs Genossen: Diebstahl und Uebertretung; Franz Stembou: schwere körperliche Beschädigung; Franz Za^ar: Betrug; Johann Kastelic und Complicen: Diebstahl. — Nm 3. August. Franz Nuß: öffentliche Gewaltthätigkeit ; Elisabeth Golob: Diebstahl; Thomas Stupnikar: Diebstahl; Anton Puc: Diebstahl; Jakob Vombaö k Ma-thia« Gabraina: Diebstahl. — Am 4. August. Martin Mauc: schwere körperliche Beschädigung; Anton Tcrfila und Complicen: schwere körperliche Beschädigung; Blas Lu^ar: schwere körperliche Beschädigung. Vinneseudct. Die delicate Heiluahrung liüvi.I.^c^ro «lu linri-v beseitigt alle Äranlhclteu, die der Mcdn-n, ',uid«s,el,e» ; nämlich Magcu-.' Ner-veu-, Brust-, Lungen:, 5!c!xv>. ^vlijeil-, Schleimhaut-, Alhcm-, Blasen- uud Nierenleiden, Tuvcrculus'.-, Diarrhöe», Schwindsucht, Asthma, Husten. Unvcrdaulichlcit, Verstopfung, Fieber, Sckwi»-del, Blutausstrigen, Ohrcubrausc». llebellcit und Erbreche» selbst in der Schwangerschaft, Dialirteö, Melancholie, Abmagermlg NlMinanSlmiS, Gicht, Bleichsucht. — Auszug all« 78,0 0 Certificate» über Genesmlge». die aller Medicin getrotzt: Certifical Nr. «8471. Prunetto (bei Mandoui). den 26. October 1869. Mciu Herr! Ich taun Sie versichern, daß seit ich uou der wuudervollcli lievllleLciöre äu liärr^ Gebrauch machte, das heißt seil zwei Jahren, fühle ich die Beschwerlichkeiten meine« Alter» uicht mehr, noch die Last mciucr 84 Jahre. Mciue Beine siud wieder schlank geworden; mci» G.sicht ist so gut, daß ich lcincr Brille bedarf; mein Magen ist statt, als wäre ich 30 Jahre alt. Kurz. ich filhle mich verjüngt; ich predige, ich höre Beichte, ich besuche Kraule, ich mache ziemlich lan^e Reise» zu Fuß. ich filhle meine» Verstand tlar und mein Gedächtniß erfrischt. Ich ersuche Sie, diese Erklärung zu veröffentlichen, wo und wie Sie es wünschen. Ihr gauz ergebener Abb.' Peter Eastelli, Ijaok.-öZ-i'lloo!. m'd Pfarrer zu Prunetto. Kreis Mondovi. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Novülo». i» Marburg F. kollci»i Frank, in Linz Haselmaycr, in Pest Torül, in Prag I. Fürst, iu Brllnu F. Eder, sowie in allen Städten bei guten Apoihrkern »nd Specereihändlrrn; auch versendet da« Wiener Hnüs nach allen Gegeudeu gegen Postanwelsuiig oder Nachnahme, Neueste Post. (Triqinal'Telegramille der „Laibacber Zeitullq.") Verlin, 3«. Juli. Der Viscbof vu» Vr meland ließ sscster» von allen Kanzeln der Diöcese über den iiehrer 2voll,nann ^der ^cqen die Unfehlblllleit auftrat. Die Red.) die ssrofte (?x-communication verkünden. Paris, 3» Juli. Die Demission Jules Havre's ist anssrnummcn, sein Nachfolger noc<> nubeftimmt. Der Rücktritt des (Kultusministers Timon wird dementirt. Telegraphischer Wechselco,,rs oom .'N, Juli, 5v?rc, M?-rc, Naliünal-Alllehen «!»,<»5, ^ I««0rr Sia^:« - Aüleheu . - Baul-Aclie» 7«?, lilvdil-Act en 287.40. ^'midou 122.««». Silber 12l.50, - tt, l Miluz-Ducate« 5.84. - Napoleoud'or l).7?V slustekommeue Fre,ndc. Am 80 Inli. «>««'««». Die Herren: Doljal, Dechant, Tolmein, ^ Scl'elier Forstmeister, »iatsä'ach. - Scliwab, ^,'edcrer, Cilli. — Vrinber' ger, Pest. Xiittcr u. IcNousckeq, l l. Oberli^iteiiaul Arad. — Dunu, Kanfm,, Trieft. — Fift, iianfm., Giir; - GunipP, Privatier. Trieft. — Schuller.Fabritsbcamtr, zlr»vv - Emilie, jtlaucic, Stein, — Giuseppiue Blase, Trieft. »tn«>T KH'le». Die Herren: jinlla uud Hl^cl. Kaufleute. uil> Maischall, k. l. Mc,,erlM^mth, Wien. - Glubocnil, ^^«^"' ^,Marini, Trcviso. - Kvhn, Amtsdiener, Nilolc-burq. — Vlrtl, Private, Trieft, « !Z3Z!,.Z«...... l i" ^ « U Mg, „ ill. 2 „ N. 1^24,^ ^2l>.» ^SW. schwach,;.Hälfle bew, Gewilt. 10 .. Ab. . .'!2« 4N 1 1<».!> Danksagung. I W Fl!r die alifrichiige und freundschaftliche Theil- W M nähme c>» dein ^ichmt,eaci»guissc unserer ii>»i Hntouia D W sowie für die freuudliche Theilnahme während ihrer W >> langen Hlraulheit si'richl alleu Freunden uud 3>er- W ^ wandteu hicmit de» lieigcslihllc» Danl ans W > die Familie Herrmann. D P^rll'Nk"«»«^! 2^icn 29, Juli. Die lcuenom Speculaliouöftavlerc wurde» heute Morgcn« etwa« hoher als gestern gehandelt uud schwächlcn im ^>!a»!e drr M,l!aa«b>)>se >,,,-,. «,.'s. L^Njltt0».llU)l. wieder so weit ab. daß mn die M'tte der Vürsezelt dlc Nottruugcu wieder mit den gestrigen fast identisch wurden. Bcmn^n«wcrt!j.r ist die A.ifmc.'l'am'.- t . ^,- » Pörsc einer Anzahl vou Eiseubahn-Actien zuzuwenden begann; unlea dirscu waren neben «Vtaalödahu-Actin, vorzugsweise Theiß-Bahn, ungarische Ostbahn und Nordwesibalm mit um 2 b « 'l fl erhöhtem Preise gesucht._____________________________________^_________________________________________________ °' >'- 4. Allgemeine Ttaatsscknld. Filr 100 ft. V?ld W«,»rc öliiheitlichc staatöschuld zu 5 p< ^. Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 94'__ 95'__ Sieücubürgcu ... „ 5 „ 76— 7650 S^elerm^ ... „ 5 . 93— 94 — Ungarn ......5 „ ?^60 80.20 t'. Andere öffentliche Anlel,««. T>o!!aiircg!llin!ug0 st. 0. W. Silber 5«/, pr. Stllä 109.75 l10.-Una Prämielianlchcll zu 100 ft. «. W.l?5 ft. Einzahl.) Pr.Stüs 95.60 95.80 Wiener Commnnalanlehen. rllck- Geld Waare zahlbar 5 pEt. sllr 100 st. . . 87.— 87.25 IV. Actien von Bankinstituten. Meld Waare Nna.lo-ijsterr.Vanl.....258 75 259.-- Bankverein.......223.— 224.— Voden-Creditaustalt . . . .263— 265.— Ereditanstalt f, Handel u. Gew, . 287.20 287 40 Ereditanstalt, allgcm. nngar. . , 111 25 111 75 Eöcomptc-Gesellfchaft. n, ü. . . 930. 935.— Frauco-üsterr. Banl . . . .120.75 121.-. Gentralbaul.......—>— -^— Hanbelsbanl.......154.— 15450 Nlltluualbllnl.......768.— 769.— Umonbanl.......267 30 267.50 Vereinsbanl.......2<»«.?5 109.25 Vertehrsbant.......1?0. - 171.— «. Nctien von Trausportunterneh» MUNgen. Geld Waare Nlföld-Fiumaner Vahn . . - l?7-" 1?s 50 Böhm. Westbahn.....k-^ 0^ Harl-Ludwig-Bahn.....2.i0 - 250.^5 Doullli-Dampfschifff. Gesellsch. . 587.— 588. - Elisabeth-Westbahu.....221.75 222.35 Elisabcth-Westbahn (Linz - Bul>- weiser Strecke).....198,50 199.— Ferdmands-Noidlillhu . . . 2135 2140.— i5uuil«chlu-V°rcl.lr.V»hn . . 175.— 176.- sltld waar^ ffr«,N',,Il>sevl>s. Pfandbriefe (fllr 100 st.) Mg. ijft, Nllden-Ereoit-Ansllll! Geld Waare verlosbar zu 5 p(lt. in Silbes 106.25 106 50 dto.ili33I.rUltz.zu5p«lt.ino.W. 86,90 87.20 Nat,oualb. zu 5 pCt, ö. W. . . 91,90 92,10 ling. Bod.-Creb.-Auft. zu 5'/, pTt. 89 — 89.25 «. Prioritätsobligationen. Geld Waare «Llis.-Westb. in S. verz. (I. Emiss.) 95 50 96,— FerdinllndS-Nordb. in Silb, »erz. 1l'5.75 106.— ! zranz-Iosephs-Nahu .... »7.75 98.-j Ä.Harl-Lubro.«.i.G.vtr'.',2m. 105.— 106-vtsterr. ««rdwchbllhu. . . 9750 97.80 Sicbeub. Nah» in Silber verz. . ^Ty ^°W 3 !k M 1 ^? 3«. pr. Stllct 109 40 109.70 N'^^ «"'" «500Frc« pr.S.l!cl7 __________ Ung. Ostbahn sur 100 st. . ' ^.50 ^75 ». Privatlose spcr Stticl.) .°^^«l. Handel u. Gew. M.ld Waare zu 100 st, ü.W, . . 177^, ,77 5^) Rudolf-Stiftung zu il) st. ' ' 15^ 1^5^) Wechsel (3 Mou) Geld Waare Augsburg sllr 100 st s«dd. W. 103 40 103.Kr»iuische Vrunbentlastungs - Obligatiollen, Pr>-I vLluotlrullll.: —.- Geld. — Waor'.