Mittwoch, 13. Juli 1898. IllhWU 117. Macher Mmg. 'n«lN"°^ 8°»zjähri<, fl. 15. halbjähri«, sl. 7 50. Im Comptoir: . "eine In,rra ?^ die Zustellung !ns Haus „anzjähng fl. 1. ^ InsertionSaebilr: Für '" ^ ^'"'"' ^^ tl,, «rohere per ge!le « ll.; bet ült''ren W!cde»holu>iac!l per geile » lr. Die «La!b, Zta,» ersckeilit iäglich, mit Ausnahme der Soim^ und Feiertage, Die «lbmlniftratio» befindet stch Eongressplah Nr. !i, die Medaction Varmherzinerssasse Nr, 15. Sprechstunde!! der Redaction von « bi« ll Uhl vor» mittags. Unfranlierte Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. ller^ ^ ^ ^ Apostolische Majestät haben mit a NW Entschließung vom 6. Juli d. I. dem aa sdahMrector ,u Prag, Regierungsrath Anton ltnes ^ ^ den ^ltel und Charakter eines Hof-^^ allergnadigst zu verleihen geruht. ^_______ Wittek m. p. llerlMste/'^ Majestät haben mit entrNw, lchl'Hung "°"' "' I"li d. I. dem ^-^2 «! ?^ österreichischen Staatsbahnen >reF" " Messerklinger zum Staatsbahn-lnennen .'^^^^^" Rangsclasse allergnadigst zu "es ^f" 7 ^'" gleichzeitig den Titel und Charakter eruht I "^ '"it Nachsicht der Taxe zu verleihen ^_______ Wittel m. p. 'ch^?^"^""^^' hat die Forstmeister Karl loses ^ ^' ^lois Gobanz, Karl Zeidler, jictor Zp^"er, Stanislaus Bauner und Domänen 9? " ^? Forsträthen, ferner die Forst- und larl H r u.?^. " ^^in Kasper, Josef Iarisch, lnton ^ ?"^g, Vincenz Zajaczkows ki, ^bkus'^' ^" Nindl, Karl Eigl, lrnvld'^a, Richard Iarmulsti, Dietrich tetter ' ^"'" Komma, Christian Brand-^limiliann ^ Plaß, Ludwig Unger, Mnz Nu/- "s ' Adalbert Schal laschet, Nnth ^.ll, Ferdinand Süllner, Robert kränz S^""lch Renner, Karl Hering, tlenient l,, c>""' F^"ä Iuza und Gustav 6" 6orstnleistern ernannt. ^' landw?r^?""""st" hat die Aspiranten der An ^a,n!3"ltUch-. chemischen Versuchsstation in "''swUen n 6'V ^ r und Wilhelm Äersch zu ^ «n dleser Versuchsstation ernannt. 3^? ^°s Xxx v^^^ ^«rde in der l. l. Hof. und Staats-, Mbe ansäet.. ^"ck des Reichsaesetzblaltes in deutscher ^"-?--^,"' und versendet. , ^lchtamttic^ Theil. '- Nebe"di^"^'""'"lanischc Krieg. 3""cn und j?^ der Friedensvernlittlung zwischen ^'" divlmn^'^^ereinigten Staaten verlautet in ^^^uu^chen Kreisen, wie die «Neue Freie Presse» berichtet, dass irgend ein positiver Versuch zu einer Intervention zwischen den kriegführenden Mächten auch seit der Vernichtung der Flotte Cervera's nicht gemacht worden sei. Am allerwenigsten sei es richtig, dass Oesterreich-Ungarn einen Schritt gethan habe oder eben zu thun im Begriffe sei. Der Moment, in welchem die maßgebenden Persönlichkeiten ferne von der Hauptstadt weilen, wäre wenig geeignet, um gerade jetzt Oesterreich diplomatische Schritte zu Gunsten des Friedens zuzumuthen. Die Madrider Regierung aber tonne aus Rücksicht auf die öffentliche Meinung in Spanien nichts für den Abbruch der Feindseligkeiten thun. Das spanische Volk erwarte noch immer Erfolge auf dem Kriegsschauplatze, welche wenigstens geeignet sein könnten, günstigere Friedensbedingnngen für Spanien zu erzielen. Allenfalls habe es auf die Regierenden in Madrid einen Eindruck gemacht, dass in Washington die Disposition besteht, zu einem baldigen Frieden mit Spanien zu gelangen. In Madrid warte man noch ab, wie sich die Dinge vor Santiago de Cuba gestalten. In keiner Weise aber sei man zu einem unmittelbar bevorstehenden diplomatischen Schritte geneigt, der geeignet wäre, das Schicksal von Santiago zu beeinflussen. Dieses Schicksal wolle die spanische Regierung ausschließlich in die Hand der Führer der Armee gelegt wissen. Nur diese sollen entscheiden, was in Santiago zu thun sei. Erst wenn sich die Lage dort so oder so gestaltet habe, könne vielleicht für Spanien der Augenblick gekommen sein, um die Diplomatie in Action treten zu lassen. Dem Madrider «Imparcial» zufolge sei die Regierung zwar nach einem gestern abgehaltenen Ministerrathe znr Ansicht geneigt, dass, wenn man die Friedcnsverhandlungen vor dem Falle von Santiago und Manilla unternehmen würde, minder ungünstige Bedingungen erlangen dürfte. Der «Imparcial» glaubt, dass die Negierung in diesem Sinne an den Generalgouverneur von Cuba, Blanco, telegraphiert habe und dass es von dieser Antwort abhängen wird, ob die Regierung unmittelbar Verhandlungen beginnen wird oder nicht. Nach einer aus London zugehenden Meldung stimmen alle Berichte, die man hier aus Spanien erhält, in der Constatierung überein, dass dort allgemein der Wunsch nach Abschluss des Friedens vorherrsche. Es scheine, dass die spanische Regierung nur im Hinblick anf die Eventualität, dass ein Friedensverlangen Spaniens von den Umsturzparteien zur Gefährdung der öffentlichen Ordnung ausgebeutet werden könnte, vorläufig vor einer Initiative in dieser Richtung zurückfchrecke. Man halte es übrigens in manchen politischen Kreisen Londons nicht für ausgeschlossen, dass, falls das Madrider Cabinet infolge dieses Bedenkens noch lange zaudern sollte, denn doch eine der Mächte die Bereitwilligkeit zur Friedensvermittlung kundgeben werde. Es werde die Ansicht geäußert, dass das Londoner Cabinet sich für diese Mission vielleicht am ehesten eignen würde, da bei der bekannten freundlichen Haltung Englands gegenüber der Union eine englische Mediation in Washington die meisten Chancen haben dürfte. Letzteres fei umso ehcr anzunehmen, als neueste Nachrichten aus den Vereinigten Staaten abermals versichern, dass man dort kein Verlangen nach weiteren Kricgslorbeern hege und den Conflict mit Spanien beendet sehen möchte. Nunmehr liegt auch der Bericht Cervera's über die Vernichtung seiner Flotte vor. In einer Botschaft an den General Blanco fchreibt der Admiral: «Gemäß Ihren Befehlen bin ich gestern mit dem ganzen Geschwader aus Santiago gesegelt. Nach beispiellosem Kampfe gegen mehr als dreifache Uebermacht ist das Geschwader durch Feuer zerstört worden. Die Maria Teresa', der ,Oquendo< und die,Viscaya< wurden deshalb auf das Ufer gelafsen. Der ,Cristobal Colon< ergriff die Flucht. Ich benachrichtigte demgemäß die Amerikaner, stieg an's Land und ergab mich. Die Torpedoverfolger scheiterten. Ich weiß nicht, wie viel Menschenleben zugrunde gegangen sind. Sicherlich aber sind 600 todt und viele verwundet, wenn auch von den letzteren vielleicht nicht ganz so viele. Die Lebenden sind Gefangene der Amerikaner. Das Benehmen der Mannschaften verstieg sich zu einem Heldenthume, dass es den begeisterten Beifall des Feindes erzeugte. Der Befehlshaber der ,Viscaya< übergab sein Schiff. Die Besatzung der ,Viscaya< ist dankbar für die gemessene cdelmüthige Behandlung. Unter den Todten befindet sich Villamil (Capitän D. I. Villamil war Commandant des Torpedogeschwaders) und, wie ich glaube, auch Lazaga (Commandant des,Oquendo<). Unter den Verwundeten: Concas (Commandant der Maria Teresas und Eulate (Commandant der ,Viscaya'). Wir haben alles verloren und sind deshalb niedergebeugt.» An dieser hier von maßgebendster Stelle ein-bckannten Vernichtung soll indessen nach einem Berichte Feuilleton. D'e Schwiegermutter. Nie.es ^' ,?"g leisten ^' eine Schwiegermutter kann niemals U" Tchwie^? ^ Welt gegenüber und namentlich . ^ dass U j "'?"" g^uüher dafür Abbitte zu Novell /"'lMpl existiert und Schwiegcr- ^ '"' Leben' „^ ?"nnlich oder weiblich, treffen ein-'bp lere eraän, .r «anderen. Seele zusammen, die 5 "ir V/" !°U- I" der Verbindung mit ihr 3"^rte Ei^I^iges Lebensglück, es gibt keine 5 Nnden N,"!Z"ft, die wir nicht in ihr vcrlör-l V' l"lb dm/l^ch w Mensch, halb durch Ver-N > ChH^^ehmlg, zu sehr großem Theile enVi^blunllsw s "d semem Wesen, seiner Denk-^ >" KH ^" ?" Mutter abhängig, wenig-ln ."der zu ?" '^ doch ziemlich viel darauf ein, Nd?" die^ben ^ die Mutter aber, die uns '°ch -° Ne es d ?^? ft liebenswert finden, geboren M "r^r,soh^?au ^ herangezogen hat, die be-^^ "st unseren sehnlichen Wunsch < l^jede Ar,^" der Natur eingesetzte Feindin, k.,s^ gibt ^ ?°n Kampf gerechtfertigt ist. >'H^.. Pein"^. ^ensstellung unerträgliche Umgebung, aber temem ls ^l" all^nein "' keinem Verwandtschaftsgrad l Brandmal au gedrückt, Gutter. M„ sage mir nicht, es se ja alles nur Scherz, die Schwiegermutter in den Witzblättern und den sogenannten komischen Vortragen, den Lustspielen u. f. w. dürfe nicht ernst genommen werden! Dieses stete Vorführen der Schwiegermutter entweder als Caricatur oder als Furie bleibt nicht ohne Einfluss. So albern das erstere, so sträflich boshaft das letztere, es bleibt immer etwas haften und wäre es auch nur die Berechtigung, der Schwiegermutter irgend etwas ungestraft nachsagen und unbedenklich zutrauen zu dürfen. Es wäre bald einmal an der Zeit, dafs diese: «Du sollst nnd musst lachen» Anekdoten von der Bildfläche verschwänden. Unsere jungen Leute, voll denen ja leider Gottes immer eine gewisse Anzahl unsäglich albern zn sein sich verpflichtet halten, würden es sich nie verzeihen, wenn sie sich int kreise ihrer Freunde nicht als schwiegermütterliche Opfer gerieren könnten, sie nehmen sich das ordentlich schon Jahre vor ihrer Verheiratung vor, es gehört mit zum Codex der Ehemänner, diesem Codex, den die Witzblätter geschaffen haben. Sehr wenige Schwiegersöhne gibt es, die in gewissen Kreisen den Mnth des Ehrenmannes besitzen, energisch zu sagen: «Bitte, in meiner Gegenwart keine Verspottung oder Verunglimpfung einer Schwiegermutter! Ich habe sie von einer ganz anderen Seite kennen gelernt, mich hat dic Schwiegermutter zu endlosem Dank verpflichtet!» Man würde fürchten, sich lächerlich zu machen. Ich weiß es ganz bestimmt, dass die Schwiegersöhne feige mit den Wölfen heulten, während sie sich im Herzen sagen mussten: was wärest dn mit deiner Familie ohne diese prächtige alte Frau! Das Gefühl für Recht und Unrecht, die Dankbarkeit und Pietät, alles geht unter in dem allgemeinen Strom der Vorurtheile und, wie schon erwähnt, der Schwiegermutter gegenüber hat das auch gar nichts zu sagen, kein Mensch verdenkt uns das, sie ist eben vogclfrei. Es gibt viel mehr Schwiegersöhne, deren Familien von der Schwiegermutter Wohlthaten genießen, als umgekehrt. Das alles ändert nichts daran — der — Jude — wird — verbrannt! Warum haben auch Mütter nicht die löbliche Gewohnheit angenommen, sich sofort zu erhängen, sobald sie ihre Kinder all den Altar begleitet und sie anderen zum Glücke hingegeben haben! Aber die jungen Ehepaare sind auch viel schuld! Wenn nicht bei jeder Kleinigkeit das eine dem andern die Mutter vorwürfe, so würde diese nicht ganz un-schnldigerweise beim anderen Theile verhasst werden. Wenn ein junger Mann die Haushaltführung seiner Mntter als einzig richtig ansieht, dann soll er hübsch zu Hause bleiben und sich nicht verheiraten, denn er kann nicht annehmen, dass seine zukünftige Fran genau die Art einer älteren Frau an sich habe und jede Hausfrau hat ihre eigene Methode. Ich muss gestehen, dass mir eine alte Frau, die ruhig und friedlich in ihrem Hause wirkt, nur leid thun kann, wenn ihr Sohn anhaltend sie seiner jungen Frau als Muster vorwirft und Vergleiche anstellt. Es kann gar nicht ausbleiben, dass sich Bitterkeit und Hass in der Frau einnistet, die ihr Bestes versucht und bei jeder Gelegenheit hören muss, wie wenig Aussicht sie hat, dem Manne zu ersetzen, was er in der Mutter verloren hat. Ebenso begehen junge Frauen den Fehler, die Mutter in der Rolle dcr schiedsrichterlichen Autorität ins Gespräch zu Laibacher Zeitung Nr. 156. 1278 13. Juli 189^ des englischen Capitäns Paget, der beim Kampfe zugegen war, auch der Umstand maßgebend gewesen sein, dass die Amerikaner von der geplanten Ausfahrt Cerveras in Kenntnis gesetzt waren; ferner dass die Spanier, vom Glücke keineswegs begünstigt, sich zu weit von der Landungsstelle entfernten. Der Führung Sampsons wird, wie die «Times» schreibt, der Löwenantheil an dem Erfolge abgesprochen: Wahrscheinlich kann Commodore Sampson nicht alle Ehre, das spanische Geschwader vernichtet zu haben, für sich in Anspruch nehmen. Nach den letzten Nachrichten befand er sich weit östlich auf dem Flaggenschiff «New'Iorl» und hat wenig von dem Gefecht gesehen. Admiral Schley führte den Befehl. In Washington ist die Ueberzeugung, dass Commodore Schley die That vollbracht hat, so stark, dass dem Antrage im Repräsentantenhause auf den Dank des Congresses ein anderer im Senate folgte. Senator Hale erklärte, niemand wisse, wer eigentlich den Sieg gewonnen habe. Commodore Schley hat schließlich überhaupt entdeckt, dass Admiral Cervera sich mit seinem Geschwader in Santiago befand. Politische Vleberftcht. Laibach. 12. Juli. Die Vertreter des verfassungstreuen Großgrund-besitzes, Graf Oswald Thun, die Fürsten Rohan und Karl Auersperg und Dr. Damm, wurden für Donnerstag, den 14. d. M., zur Entgegennahme der Vorschläge der Regierung in der Sprachcnfrage eingeladen. Am 11. d. M. vormittags hat eine Begegnung zwischen dem Grafen Oswald Thun und dem Ministerpräsidenten stattgefunden. Wie die ^ in begeisterten Worten auf die Bedeutung del !' Feier hinzuweisen. Der Redner crmahnte dn' ^ die Tugenden dcr Ehrenhaftigkeit und des ^ zu üben, uud schloss die zündende Ansprache ^, Worten: «Ans Vaterland, ans theure, schließ' ^ und lieb' es vom ganzen Herzen. Hier sind die ^ Deiner Kraft!» Ein auserlesener Chor uo», Sängern und Sängerinnen aus allen Schulen z^,' gestellt, brachte hierauf unter Leitung dc6 ^ Kattnigg eine Hymne in vollendeter Weise zum ", worauf ein Schüler das Festgedicht: «Unser Kais^' declamierte. Die Schlussworte des Gedichtes, ^, maliges Hoch auf Seine Majestät den Kaise^ bei allen Anwesenden brausenden Wiederhall. ^' tapelle des Vürgcrcorps stimmte die VoltshY^ Hierauf begaben sich die Festgäste in den Park, ^ die Desilierung der Schuljugend mit geschmückten^ vor dem Statthalter erfolgte. In allen Sch"^' nachmittags Feste statt. — (Der Gesundheitszustand d^, Vaters.) Gegenüber den beunruhigcuden Germ! den Gesundheitsznstand Sr. Heiligkeit des '^ erklärt die «Agenzia Stefani», dass der heil.^) ziehen, die Würdc des «Herrn des Hauses» bäumt sich dagegen auf — diese Würde ist so ungefähr der empfindlichste Punkt im Familienleben. Mau vermeide es alfo, stets zu sagen: «Mama hat gesagt ....», «ich will Mama entscheiden lassen», «ich will einmal hören, was Mama meint» — es wirkt alles das auf den erregten Ehemann, wie ein rothes Tuch auf gewisse Thiere. Mama, die (in beiden Fällen) so nichtsahnend zu Hause sitzt, wird da zum Gegenstand des Hasses gemacht, heftige Entgegnungen folgen — das Vorurtheil ist geschaffen, der Mann poltert heraus: «Was deine Mutter sagt, ist mir höchst einerlei, die kann höchstens von mir ein Compliment hören, wenn sie sich hier einmischt.» Ob sie überhaupt Lust zur Einmischung hatte, wird gar nicht in Frage gezogen, das muss selbstverständlich der Fall sein und so fügt man gleich die Drohung dazu. «Wie deine Mutter ihren Haushalt führt, interessiert mich gar nicht, ich führe den meinigen wie ich will, warum bist du nicht bei deiner Mutter geblieben!» sagt die Frau und alle beide empfinden sie die so unschuldige alte Frau als Störerin ihres Glückes. Ein Mann sollte so etwas gänzlich sein lassen und wo eine Frau in schwierigen Fülleu sich den Rath der Muller einholt, da poche sie nicht auf diese Autorität, sondern befolge den Raty, ohne sich dem Manne gegenüber darauf zu berufen, jedenfalls nicht in erregten Momenten. Auf diese Weise könnte viel vermieden werden. Die Schwiegermutter, wie wir sie kennen, ist in den meiste» Fällen ein Kunst-product, kein selbständig existierendes Wesen. Zer Gra«t« voin Kolöe. Roman von vrmanos Tandor. (56. Fortsetzung.) «Sie Wollen mich beleidigen, Miss Alice!' sagte Thora ruhig. «Wie käme ich wohl dazu?» gab die junge Engländerin zurück. «Das ist mein vollkommener Ernst. Ist nicht die Persönlichkeit dieses Fürsten, ganz abgesehen von seinem Rang und seinen: enormen Reichthum, eine außerordentlich.fascinierende, interessante?» «In meinen Augen uicht!» erwiderte Thora und wieder fühlte sie sich von jenem geheimnisvollen Schauer durchrieselt, der eigentlich ihre Anwort Lügen strafte. Interessant und fascinierend! Alice hatte nur zu fehr recht; die Bezeichnung war zutreffend, nur der Zusatz ,unheimlich< musste sie ergänzen. Die berauschende Farbenpracht, der tropische Zauber des Gartenfestes und die schwarzen, brennenden Augen des indischen Fürsten verfolgten Thora bis in ihre Träume. Mit heftigem Kopfschmerz erwachte sie am anderen Morgen. Am Nachmittag des nächsten Tages »nachte der Rajah seinen versprochenen Besuch. Merkwürdigerweise kam er nicht, wie es sonst die Gewohnheit der indischen Fürsten, mit Gefolge und großem Pomp, sondern ganz unauffällig, gewissermaßen im Incognito, begleitet von nur wenigen Dienern. Thora hatte sich in ihr Zimmer zurückgezogen, aber Mr. Greve kam persönlich und forderte sie auf, im Empfangssalon zu erscheinen. Der Fürst hatte den directen Wunsch geäußert, Fräulein Thora ^ zu sehen und zu sprechen. ^ Mehr gezwungen als freiwillig folgte H Aufforderung. Der Rajah begrüßte sie freun^ ehrerbietig und wusste ihre steife Zurückhalte^ einige sehr geschickt gestellte Fragen und hing"' Bemerkungen bald zu verscheuchen. ,> Er hatte viele europäi che Bücher gM^ umfangreiches, vielseitiges Wissen und ein ung^ scharfer Verstand spiegelte sich in seiner Un""/ wieder. So verlor Thora nach und nach ihre", liche, unerklärliche Scheu und plauderte angel" dem interessanten Fremden. ., Mit einemmale änderte er seine SprstH Stimme. .) «Thora!» sagte er. «Ein seltsamer ^ Name! Ich kann ihn kaum aussprechen'. Or ^ hart und passt so gar nicht für Ihre weiche, ' Schönheit!» ,^l Thora wich einige Schritte zurück. Z" ^i stürzung bemerkte sie, dass sie plötzlich alleM Indier im Zimmer war. ^ Cr sah ihre fluchtähnliche Bewegung "" ihre beiden Hände. ,h «Hören Sie mich an!» sagte er leise "z! sonore Stimme hatte einen weichen, bestricken^ «Ich liebe Sie, Thora! Ich habe Sie geliebt ^, ersten Secunde an, in der ich Sie say! .^., ' die Meine werden! Ich sage, Sie nM"'^ meine Liebe zu Ihnen ist zu groß, als dal» ^ Gedanken, Sie zu besitzen, jemals aufge^' -----^°'b°cher Kikm« Nl. ,56, 1279 I3,I»lM89«, 3 an^'s^^ ^"'^ befragt wurde, bestätigt die oven angeführten Details und versicherte dass der Gesu^eitszustand des heil. Vaters Wind sti c>«««.^.^""l Ritter von Weiu , ierl 5 ) Kar ."^ ^" ^^ ^ der Chormeister und Componi st Hrbm " Weinzierl im 57. Lebensjahre ^"tschen Feucrwehrausschusscs. schnelles ^inem Fasse durch die Strom-Robert Leacb s^c ^ iagar a.) Ein Amerikaner Namens einschließe ? ^ in ein von ihm construiertes Fass ^ Niagara ..^ oberhalb der furchtbaren Schnellen ^ebb ^,. ' ."denen bekanntlich der berühmte Schwimmer ^chll. Dip?^'" ^"^"" ^en T"o fand, ins Wasser ' !^' "nine w- " ^"ch die hochgehenden Wogen währte Mes sich°,s?"^n, "ber sie mögen den» Insassen des ^ ?"', deiw ? °^s gleich ebensoviel Stunden erschienen ' ^l Fass. f. r '"°" ihn unterhalb der Schuclleu aus äsende vn^^' ^"°^ " mehr todt als lebeudig. , That. °" Menschen waren Zuschauer der tollkühuen , bcilnni«/^i"e ganze Stadt unter dem "steigerul" V^^burger Blätter melden: Die öffentliche >n H "W der Stadt Berditschelv zur Befriedigung ' '^9.382'w s P^vatfordcrungcn im Betrage von ? '^-^ ,,^"bel 63 Kopeken findet in Kiew in der Gouvernementsverwaltuug statt. Der erste Ausbottermin ist auf den 31. d. M. anberaumt; der Zuschlag findet drei Tage nach dem ersten Ausbottermi« statt. Als voraussichtliche Käufer der Stadt werden genannt: eine hochgestellte Persönlichkeit uud die Inhaber des Handelshauses I. M. Rukawitschnikoff, welch letztere» gegenwärtig ein völlig schuldeufreier Theil der Stadt gehört. — (Eine besonders rafcheVernichtung) zeigen die Denkmäler Londons. Seitdem der Verbrauch an Steinkohlen ein so ungeheurer geworden ist, enthält die Luft in den großen Industriestädten eine beträchtliche Menge schwefliger Säure, die durch die Luftfeuchtigkeit iu Schwefelsäure übergeht. Diese Schwefelsäure ist es nun gerade, welche den Steindenkmälern von so großem Nachtheile ist. Durch Negen und Schnee wird dieselbe in intensive Berührung mit den Denkmälern gebracht und äußert dort ihre zerstörende Wirkung dadurch, dass sie alls dem kohlensauren Kalk, dem Bestandtheil des Marmors, die schwächere Kohlensäure austreibt und so schwefelsauren Kalk bildet. Diese Verbiudung ist von wenig fester Beschaffenheit und verwittert leichter. Weil der Schnee erstens größere Mengen Säure absorbiert und zweitens öfter lange Zeit liegen bleibt, ist seine Einwirkung viel stärker und schädlicher als diejenige des rasch ablaufenden Regens und darnm in erster Linie zu vermeiden, Zn diesem Behufe sind Bretterverschläge in den Wintermonatcn ein dringendes Erfordernis, wenn die Denkmäler vor dem Verfall geschützt und kommenden Generationen aufbewahrt bleiben sollen. — (Der Zöpfe markt in Limoges.) Wie alljährlich fand auch heuer am vorigen Samstag der Zöpfemarkt in Limoges statt. Trotz der größeren Gefallsucht der heutigen Bäuerinnen verlor der Markt bisher noch fast nichts von seiner Bedeutung. Am Marktplätze «Saint Jean» versammelten sich von nah und fern die Vertreterinnen des zarten Geschlechts, nm ihren Kopfschmuck zu verkaufen. Der Anblick der feilschenden und ihre Haare an-bietenden Franen nnd Mädchen war auch heuer ein ganz eigenthümlicher, ungewöhnlicher. Die Zöpfetäufer waren, wie früher, Stoff- und Tuchhändler von Limoges, die zumeist eiuen Tauschhandel mit ihren Artikeln gegen Zöpfe führen und sehr oft auch auf Credit verkaufen, wenn die betreffende Verkäuferin verspricht, am nächsten Markttage ihr Haar für die Ware herzugeben. Das Geschäft des Abschneidens wnrde in einem nahen Gast-Hofe verrichtet und von da wanderten nun die Zöpfe-Händler mit einigen Hunderten von Zöpfen nach Hanse. Heuer kaufte mau ein Kilogramm Haare für 59 Francs im Durchfchnitt. Vor zwanzig Jahren kam das Kilogramm auf 1tt0 Francs zu steheu. Trotzdem wurden am Samstag in Limoges Geschäfte in der Höhe von 60.000 Francs abgeschlossen. — (Ein Porzellanhaus.) Japan beabsichtigt eiil sechseckiges, völlig aus Porzellan hergestelltes Haus auf die Pariser Weltausstellung zu schicken. Es niisst mehrere Ellen im Umfange und wiegt etwa 1400 Centner. Vom künstlerischen Standpunkte aus betrachtet, soll es eine hervorragende Leistung sein. Die Ausstellung wird 40.000 Mark kosten. — (Arvalische Tafeln.) Das römische Nationalmuseum hat fünf neue Bruchstücke Arvalischer Tafeln erworben, deren Inschriften sich auf Culthaudlungen und Feste des ersten und zweiten Jahrhunderts nach Christus beziehen. Local- uud Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Seine Excellenz der Herr Landespräsident Freiherr von Hein ist gestern abends in Begleitung des Laudes-Sanitätsreferenten uud des Präsidial-Sccretärs aus Unterkrain nach Laibach zurückgekehrt. — (Neise Seiner Excellenz des Herrn Landespräsidenten nach Unterkrai n.) Sonntag, den 10. d. M., begab sich Se. Excellenz der Herr Landespräsident nach Anhörung der heil. Messe in der Capitelkirche und Abstattung einiger Besnchc auf die freiherrlich Berg'sche Besitzung uach Nasseufuß, von wo der Herr Laudeschef gegen Abend zurückkehrte und den Thee bei Ritter von Langer in Werschlin nahm. Am 11. d. M. früh erfolgte die Weiterreise iu den Bezirk Tscherncmbl. über deren Verlauf eiu eingehender Bericht folgt. — (Stud ie nreife.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht dem Profesfor am hiesigen k. k. Staats-Obergymnasium Herrn Dr. Heinrich Gartenaner zu einer Studienreise während der heurigen Hauptferien ein Stipendium be« willigt. —0. — (Die Einberufung des Industrierathes.) Das Handelsministerium hat bereits die Einladungen an die Mitglieder der Industriesection des Industrie- und Landwirtschaftsrathes zur constituierenden Sitzung versendet. Die Sitzung findet uuter Vorsitz des Handelsministers im Sitzungssaale des niederösterreichischen Landtages am 20. d. M. statt. Die Tagesordnnng umfasst: !i) Constituierung der Section; d) Mittheilung des Vorsitzenden über die Aufgaben der Section; c) Eintheilung der Mitglieder in die ständigen Abtheilungen; (1) Wahl einer besonderen Abtheilung von neun Mitgliedern znr Berathung der Geschäftsordnung. Tagsvorher findet eine Vorbesprechung der den« Central-verbandc der Industriellen Oesterreichs angehörigen Mitglieder statt. Die Abhaltung der constituiereuden Sitzung der Section für Land- und Forstwirtschaft und Montanwesen dürfte gleichfalls »loch im Laufe dieses Monates erfolgen. '— (Einlösung von Silberguldcn.) Der Finanzminister hat den Termin zur Einlösung durchlöcherter oder sonst anders als dnrch den gewöhnlichen Umlauf am Gewichte verringerter Eingulden - Stücke um ein weiteres Jahr, d. i. bis 15. Juli 1«W. verlängert. — (Dr. Freiherr Conrad von Eybes-feld f.) Seine Excellenz der Herr Generaladjutant Sr. Majestät G. d. C. Graf Paar richtete an die Witwe des verstorbenen Ministers a. D. Dr. Freiherrn Conrad von Eybesfeld folgendes Telegramm: «Seine Majestät der Kaifer und König beauftragen mich, Eurer Excellenz Allcrhöchstdessen aufrichtigste Theilnahme und das wärmste Beileid auszudrücken.» Se. Excellenz der Herr Landesverthcidigungs - Minister FZM. Graf Wclfcrsheimb, welcher als Vertreter des Gesammt-ministeriums zu dem Leichenbegängnisse in Graz eingetroffen war. erschien am 11. d. M. im Trauerhause, um namens des Ministeriums zu condolieren. Als Vertreter des Ministeriums für Cultus und Unterricht war Se. Excellenz der Herr Sectionschef Dr. Ritter von Hartel eingetroffen. Am 11. d. M. um 12 Uhr mittags fand in der Domkirchc das Leichenbegängnis des Doctor Freiherrn von Conrad statt. An demselben nahmen theil: H? trauen '7^c""^ ^'" englischen Gesetzen mit OHe n,ei,," z". lassen. Sie gewinnen dadurch alle ^hora' ^ ? wuklichen Gemahlin. Willigen Sie ein. !^"es LankVc« hinten uud den Marmorpalästen 'Uhren!. °^ sollen Sie ein Leben wie im Paradiese !""noen.^)a."e ihre anfängliche Bestürzung über- l>" dessen^? U"d ruhig blickte sie den Rajah. ""nte. an. 2"l ein leidenschaftliches Begehren ^lW.'^ ""eisen mir eine hohe Ehre, Najah ^nt. äK '"' «Dennoch muss ich Ihren Antrag werden!, dehnen. ^ kaun Ihre Gemahlin nicht ^r7?ä'H^. ^. der Mrst. , 'Einem A "" wenig. ? nicht<" 1".""" '"einer Heimat würde das: ,Ich .> 'nch,^""geN'. erwiderte sie. -Nach deu An-"l Wei Mp,,^s wte gehören zum Ehebunde nicht l. 5 'Und d?V' s°"dern auch zwei Herzen!» Mte der w.'V" ^lMt einem anderen Manne?. "ahn'en plötzlich l?ä Thora '^"'hel drohenden Ausdruck an. ^ Wuchtete »l. -sekundenlang mit ihrer Antwort, dass es das beste war. dem Schimmer von Hoffnung auf Mt H W laut und fest. k 'Nein ? <. e den Kopf. ve^l. ' ""ah; der ist drüben in meiner fernen Der Fürst athmete sichtlich erleichtert auf. «So gebe ich die Hoffnung nicht auf, Sie mir dennoch zu gewinnen!» rief er. «Sie müssen, Sie werden sich besinnen, ehe Sie mich für immer von Ihrem holdseligen Angesicht verbannen! Denken Sie, welch ein Leben Ihrer an meiner Seite wartet. Sie sollen Memherrschcrin in meinem Frauenpalast sein und bleiben! Ihnen zulieb will ich mit Freuden auf das Recht des Muhamedaners. Frauen und Sklavinnen nach freier Wahl zu besitzen, verzichten. Sie werden im wahren Sinne des Wortes die Fürstin — die Herrscherin meines Landes werden!» «Ich wiederhole, dass ich Ihre Werbung, so hoch sie mich ehrt, nicht anzunehmen vormag,» sagte Thora bestimmt. «Verzeihen Sie, mein Fürst, wcun ich mich zurückziehe!» Sie verbeugte sich leicht und verließ das Zimmer. Najah Purah blickte mit finster gerunzelten Brauen und verschränkten Armen der sich Entfernenden nach, als das plötzliche Auseinanderrauschen der seidenen Vorhänge vor dem breiten Mittelfenster ihn jäh sich dorthin wenden ließ — mit großweitem Blick. Vor dem indischen Fürsten stand Alice Greve. «Ich habe Ihre Unterredung mit Fräulein Thora Vartholdy augehört, Hoheit,» sprach sie im gedämpften Tone, «und ich bin bereit, Ihnen zur Erfüllung Ihrer Wünsche meine Hilfe anzubieten!' Der Rajah sah die junge Dame durchdringend, mit einem ganz räthselhaften Ausdruck an. «Wie soll ich Ihre Bemerkung verstehen, Mijs Greve?» fragte er. «Bevor ich Ihnen das erkläre, muss ich Sie fragen, mein Fürst, ob Ihnen wirklich soviel daran liegt, Fräulein Thora zu Ihrer Gemahlin zu machen?» gab sie ihm mit Vetonuug zurück. «Alles liegt mir daran!» stieß der Indier zwischen den Zähnen hervor. «Nun gut!» erwiderte Alice diabolisch. «Wenn Sie denn wollen, so verpflichte ich mich, Ihre Erwählte in Ihre Gewalt zu bringen. Freiwillig wird Thora nie die Ihre werden! Die Ueberzeugung werden Sie gewiss auch schon selber gewonnen haben! Ich aber werde sie Ihnen dennoch zuführen!» Rajah Purah schwieg einige Minuten. Kalt und forschend ruhten seine dunklen Augen auf dem blassen, pikanten Gesicht des Mädchens vor ihm. «Und welche Gegenleistung dürfte ich Ihnen für diefe große Gefälligkeit erzeigen?» fragte cr. «Ich nehme kein Geschenk und keinen Dienst an, den ich nicht bezahlen kann!» Alice besann sich einige Minuten. Sie hurte wohl die Verachtung aus den Worten des Fürsten. Er hatte sie durchschaut. Aber das berührte sie nicht. Bisher war einzig ihr grenzenloser Hass, der Dnrst nach Rache das leitende Motiv ihres Handelns. Sie wollte die Rivalin vernichten; das allein war das Ziel ihres Strebens gewesen. In diesem Augenblick aber gesellte sich ihrer Wuth und Nachsucht die Habgier bei. Was kümmerte sie dieser indische Rajah. den sie wahrscheinlich nie in ihrem Leben wiedersehen würde? Thöricht würde sie sein. wollte sie das Geschenk Fortunas, das ihr so mühelos iu den Schoss fiel, zurückweisen. (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nr. 156. 1280 13. Juli 1895 Ihre Excellenzen die Herren Landesvertheidigungsminister FZM. Graf Welsersheimb, Statthalter Marquis Bacque-hem, Statthalter von Niederiisterreich Graf Kiel-mansegg, Sectionschef Dr. Ritter von Hartel, die Spitzen der Behörden und zahlreiche Mitglieder der Generalität sowie der hiesigen Aristokratie. Die Leiche wurde nach Lang überführt. — (Stand der k. k. Gendarmerie.) Laut der kürzlich zusammengestellten Dislocations-Tabelle be-ziffertc sich der Stand der k. l. Gendarmerie in Krain am 1. Juli folgendermaßen: Beim Stäbe: 1 Oberst-lieutenant (Landes-Gendarmerie-Commandant), 1 Ober« lieutenant (Adjutant), 1 Nittmeister-Nechnungsführer, 1 Rechnungs-Wachtmeister, 1 Wachtmeister als Hilfsarbeiter des Adjutanten, 1 Kanzleidiencr erster Classe. Bei der Ergänzungs-Abtheilung: 2 Wachtmeister; bei den Dienstabtheilungen: 1 Rittmeister erster Classe, 1 Oberlieutenant, 1 Lieutenant, 11 Wachtmeister als Bezirks-Gendarmerie-Commandanten, 71 Postenführer und 213 Gendarmen. Der Ueberwachungsrayon beträgt 100.326 Quadratmyriameter und es entfallen bei einer Gesammt-Einwohnerzahl von 498.958 auf einen Mann zur Ucberwachung 0 34 Quadratmyriameter und 1691 Einwohner. Die Einzelposten wurden gänzlich aufgelassen, zwei Mann starke Posten existieren noch acht. —o. — (Glasbena Matica.) Anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums veröffentlichte die «Glasbena Matica» eine Sammlung von 80 der beliebtesten slove-nischen und kroatischen Lieder für Männerchor, redigiert und theilweise harnionisiert vom Chormeister Iosip Cerin. Das Liederbuch enthält auch die kurzgefassten Biographien der kroatisch - slovenischen Compositeure Miroslav Vilhar, Iurij Fleisman, Anton Nedved. Dr. Benjamin Ipavec, Kamilo Maset, Dr. Gustav Ipavec, Davorin Ienko, Anton Foerster, Franc Gerbtt, Danilo Fajgelj, Anton Hajdrich, Iosip Kocijanttc', P. Hugolin Sattner, Franz S. Vilhar, Stanko Pirnat, Hrabroslav Volaric, Iosip Cerin, Vatroslav Lisinsli, Iosip Runjanin, Ivan von Zajc, Franjo S. Kuhai, Gjuro Eisenhut, Kjetoslav Klaic, Franz Ztroup, Ivan Nepomuk Skroup, Ivan K. Knahl, Arnost Förchtgott, Mihajl Ivanovic Glinka und Josef Haydn. Das Liederbuch tostet in eleganter Ausstattung 2 st. 50 kr. Den slovenischen Gefangvereinen ist daher in dieser Sammlung wie in der vom Hermagoras-Vereine veröffentlichten «I>68ma,riok» ein großer Schatz von Lieblingsliedern der slovenifchen Nation geboten. Beide Ausgaben ergänzen sich gegenseitig. Das schöne Wert ist auch in der Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr >„n'c' ,^""d der l. u. t. Marine-Bibliothel: Aidlneich. MartonX. ^ungsschullehrer. s-Gemahlin, Pola. - von '- k. Ai^''' Advocat. s. Gemahlin, Papa (Ungarn). — v. Sani, Ur»tI Inspector; Fichte, Krall, Tarre. Kstte.. Trieft. -ltftn «^,k " Hohei'eW- - Weiß, Kfm., Prag. - Victor. Wzzä ^ubronn.^ Vriti. Kfm.. Udine. - Schauppmaun, Kfm.. Noval «, ."lmowsli, Correspondent; Tilsch, Ianisch, Me.; Davila ^l "' s Gemahlin; Majer, Fabrikant, Wien. — De Tochter 733-4 j 16-0 , SO7schwach ! Nebel j 2-6 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 1? 3«, um 2-4° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. Iur Photographie für Amateure. Anerkannt vorzügliche photographische Salon- und Reisc-Apparate, neue unübertroffene Moment-Hand »Apparate, wie alle photographischeu Bedarfsartikel bei A. Moll, l. u, t. Hof-Lieferant. Wieu. Tuchlaubeu 9. Photographifche Manufactnr gegründet l«54, Auf Wunsch große illustrierte Preisliste unberech'nc't. (27?) 7—5 Zwei versierte Diurnisten mit gefälliger Handschrift werden gegeu ein Taggeld von 1 fl. hiergerichls sogleloh aufgenommen. K. k. Landesgericht Laibach. am 7. Juli 1898. (2668) 3-3 Zwei schöne Jagdhunde (JE&iicIen) selten schöu behängt, vollkommen raceurein, sieben Monate all, sind zu verkaufen. Gekauft wird schöner Foxel oder Bulldogge. (2686) 3-3 Offerte an E. F. Josefsthal bei Laibach. In der Villa Wettaoh ist zum August-Termin eine sonnseitige Keller^v^olmniig zu vergeben, bestehend aus einem Zimmer, Küche, Cabinet und Speisekammer. (2697) 3—2 Unterricht im Radfahren wird auf der neuerrichteten schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen bei Bohineo & Majoen, Fahrrad« Niederlage, Wienerstrasse Nr. 5. (1888) 19 Sfeuern und Verlegenheiten ohne Sndef wird mancher Hausbesitzer ausrufen, der gegenwärtig die neue Hauszinssteuer saueren und eine Menge Fragen beantworten soll, die ihm nicht wenig Kopfzerbrechen verursachen. Aus allen diesen Verlegenheiten befreit das soeben erschienene Buch Jin SstoiTttclio GeMuflesteuer" von j^.. Zeltner. Preis fl. 1" —, mit Postversendung nach auswärts fl. 1 03. Stets vorräthig in der Buchhandlung 3g. v. Xleinmayr & feö. $amberg Laibach, Congressplatz. (2744) 3-1 Course an der Wiener Börse vom 12. Juli 1898. «««dem oMenm C°«rZbi°tte <>'N°t,„'"°vnn>)er . . . ,<,,.«!. I0l> 65 "^Ubei^''"'"^ August ^"l ^iU 101 «» i»." "ö „Iamier Juli !K'l ^u 1Ni-«0 ,""N ^„. " April-Qttulioi INI tlU 1U1'8» ^»>Uft b°,° " Nllüzr ÜUU fl. 14!'?0 14Ü >w "<>w Etlll»tz,';"'lNs!'!I 1UU st. I«a 75 1U1 75 dt» »«31^ ^ fl. 18li - 193 - ^°««m,-P'.' . 50 fl. 182-193- ' """- il 120 fl. 149 3U,150 2U ^°','z-I^H "0si,G. 4°/, 120 85 121-«/?'"'Ct '. », ^" Silber - ... 99 70 100 70 Kadett, """""""«'' «eld Ware Vom Vtoate zur ijahlun« übernommene ^lsenb.'Prlor.» Obligationen. 4«/„ lll, 10«/« «. St. ... liu 20 ll? b« Vlisabethbahn. 400 u. 2000 M. ^^.^ ^.^ ssr^z-IosH./Em. 1854. 4«/' W 5« 1»U 5° GaUzijchc Karl «Ludwig'«ahn. ,_... ^.^ diverse Stulle 4°/„ .... 9»'l0 1UU -«orllllbergei Vahn, Em, 1884, 4«/« (div St.) S..«. wn sl. N. »» « 1U0 45 Nn«. Eolbrentc 4"/„ per Ealft ^20 80 121 - dto. dto, pci Ultimo .... 120 80 121-— dto. Rente i» Kvoücnwähr,, 4"/„ stelicrj«i!>i>.^U0Krone»Num. 2905 89'25 «"/„ dlo, dtu. per Ultimo , . 9««b W-liö dto St,E,Al,GoId100sI,,4>/,<>/« 119— 12!— Wo. dto. Silber 100 fl,. 4>/,"/, 8U'80 100 «0 bto. Staats-Oblig, (U»g, Ostb.) V. I. 187«, 5"/„..... 121 40 12240 bto.4'/,"/nSchanlre«al Äbl,.Obl. loaen ini kt> dt°. Präm.-Anl, l^ 100 fl, 0, W. 158 — ,58— dtll. bto. k 50fl. ü. W. 157b« lb8 — lheih-Rtg..2°st <"/» «0 sl. . 139^0 14050 Trundentl.'Gbliglltionen (f»r «X, «l. CM.). <»/>. ungllrische (t00 fl, S, W.) . ft8'5N 87 50 z«/, lroattlche und slavonische . 37 50 88 2l> Andere offen«. Hnlehen. Vl>nau.«ea..2°se 0°,«. . . . I28"?5i29?ü dd>. .Anlclhe 1878' . . iuu',,0 >W ll" «nlehen b«r Stadt «Ur» . . 112 50 — — Nnleöen b. Slablgem^lude Wie» io4-75 1057.', Anleben d. Ltaolnemeinde Wien (Ollbti oder Gold) .... 12«... 127 — Präinien-Aul. d, ktabtgm. Men ^^ _. ^'8<> Vbrsebau'Nnlehnl, verlosb, 5"/, ,00->,>-, 1 «,8.', 4»<. «»»« il«nd«»°»nlelM» . 98 5« 8» 50 «eld Ware Pfandbriefe (snr 100 fl.). Vodlr, allssöst. i»s>»I.V«l,4<»/, 9« go 9«^» dtu. Pmm.°SchIdv, U«/o, l. Em. 121 - 122 — dto, btu. »"/n'Il.sn' 11775 1l»'5<> N-üstcrr, «a»bes-Hyp,A»st, 4°/„ z,U'U0 100 80 Oest, unss. Na»! Verl. 4"/» . . 100^20 101^20 bto, dtll, s,0jähr. „ 4»/, . . IW'20 101 20 Vparcasse.l.üst.. 30I. 5'/,°/oVI. iU5'50 —— Pliontäls-Ybligationen (für 100 fl.). Ftrdmalidö.Nurdbali» ?0 oestcrr, «urdwtstbali» . . . Hl—1!1 80 EtnatsbaIi»3"/<,^sslcs,5N0p,St. 22l— — - Siidbali» 8"/„ i^ssrcs. 500 p. Gt. 181^70 i«2 70 dlo 5"/,, K200fl. p. lua fl. l2L'70 127^70 Ung,'8allz. Bah»..... 10« 45 10945 °/, 452— 453— Lrdt,Must, s, Hand, n.G.ii'U fi. —— — — bto. dto. per Ulllmo Ceulbr. ,5'— Giro-»,Casseiw.,Wiener, 200fl. 857— 256-— Ht>pothelb.,Oest.,2N0fl.25"/,G. »3^— 84'— Ländcrbanl. Oest.. 20» fl. . . 226 — 22s 50 vesterr.-ungai. Van!. S00 ft. . 9«8 — 812 - Unionbanl 200 fl. . . . ,, 294 50 2»,', ->0 »«khrlbanl. «Nl»., «« N. . i?2.'»0 17350 «eld ware Actien von ^lansporl« Unternehmungen (per Stück). Aussig Tepl. Eiscnb, 300 fl. . 1630 Kl34 A»bm. ^tordbalin 150 fl. . . 25N— 258 — Äuschtiehraber ltis. 500 fl. CM 1690 l«95 dtu. dt«. Mt. It) 200 fl. . 606'- 607-Dona» - Danlpfschissahrts ^ Ges., Ocfterr., 500 fl. EM. . . 484—486-— Dux ÄobenbacherE.°V,2N0fl,T, 69-4« 70-40 Ferdinands Nurdb. 1000sl, CM, z^'^!»«»-» Lemb,'Czer,ii,w, Iasslj ° Eisenl».^ Geselllchaft 200 sl. S, . . 231— 293— Lloyb, Oest,, Trieft, 500 fl.EM, 435— 437— Oestrrr. Nurdwrstb, 20« fl, S 246-50 247- — dto, dto. (lit, «) 200 fl. S. 2U2— 2L2 50 Prag-Dnxcr Eiscnli. 150 fl. O. , 94-50 95-50 Stantsciscnliayn 200 fl. S. . Zöz^u 85610 Lüdbllyn Äiu fl. T..... 77... 77.51) Südnorbd. ««b,V, 200 fl. CM, 208-75 «0975 Tramway Ms,,Wr,, 170fl.ö.W, __-__ __.^_ bto. Em. 1887. 200 fl. . 514-50 545,5a Tramway Ges., Neue Nr., Prio- ritäts'Acticn 100 fl. . . . 1,2-75 lit — Ung.-ssaliz. liisenb.200fl. Silber »13-80 2l4 — Unss Westb.(Nanl! Graz)2U0fl.S. 21075 2l2'— Wiener Lacalbaynen» Act.-G«I. ^.^ __.^ Industrie'Actien (per Stück). Vauges.. Allg. »st.. 10a fl. . . 109 50 1,9-50 Ggybicr Eise»' und Stahl-Inb. fl. , . 154 _ 155 — Montan Oesellsch., vest, »alpine 101-20 »Sl'«!> Prasser Eisen I„d, <«!>,. 200 f>. 7^.__ 7.^,^ Salssu Tarj, Slciololilen 60 f>, ««, ^ «^5-^ „Schlüglmühl". Papierf. 200 fl, ^g 5^____ „kteyleim.", Papiers, u. V°V, ,7^ _ ^^ __ Veld Wore Trlfailrr Kul,l>!iw, Ges. 70 ft. l?l'—173-— W.i!fe,!s. O.,cest,ii,Wien,1YUfi. 29550 !»»?— Wn>,no!!-Ll'!lianst., «llln,. in Pest, «0 fl.........64,!— ,'5otl,en Nle»z, Oest.Oes,v,,l0fl 19 g<> 20^) Rothe» Kreuz, Una, Ges. v., bfl. ?(»-— x,-«» »tudolph Lose 10 »l..... 2650 2750 EalmLose 40 sl, CM. , . . 84 50 «5-25 Kt.-Genols.Uose 40 sl, CM. . 79-25 w— Waldsleiü-Lose 20 fl. CM. . . 60— Ul-50 Vewiustsch. d. 3"/„ Pr.-Schulbv, b, Vudencrebitanstalt. I. «ubel . . . i . l l 2ö,,» »27,^ TT , Scliöne (2743) 1 Sftttm-fotaiifl kan»ne? ir*»S ZWei Zimmern, Küche, Speisest 1 J f und Holzlege, ist ab 1. Au-allreszins' ann ,e«nVuhige Partei um den S!w5» 43. Kundmachung. J***oa««eBÄlu8rSes der kölnischen UUS ^auTd*,1^, füns Sternen Schülern van(iels.LehP Un^rricht an der Laibacher Srab^ichunJirrZiehun8s-A°stalt sammt laht 1898mg er Lerni"ittel für das Schul-1, WieraS o™1^111*» ertheilt. L;Lel)ensiahr. eCliereude- welch* das N^eiSne TCht' rllen ihre Gesuthe ?NÄ 6n Nati°™le und der H?U?ni^e üL hier4Pürstigkeit sowie ihre cl aU) <*Ym»a-.iie Aj)solvi^ung der dritten >se mU S oder oberen Bürgerschul-*eni8*ten8 1 eSrert?1' Sittendaise und tai bl« laSa«gendem Studien-Erfolge 5, et Vorl^ef 5?" *°: September fen besuche'llpdan;.! ,dann alle eingelau- ctl^ der Handels-Lehranstalt. Crdlnand Mahr, k. Rath. (2573) 3—3 JV. 61/95 2/lH. Razglas. Marija Lesar, oraožena Zakrajšek, [•/. Mramorovega je prosila, da se Aleksij Lesar, porojen 13. julija 1830 v Sušju his. št. 25 sodni okraj Ilibnica na Kranjskem, ki .se pogresa od jeseni leta 18()3, Hpozna mrtvim v smislu §§ 24 in 277 drž. zak. Imenovani je šel z rešeti na Hr-vatsko ter se je baje nahajal krog leta 1870 v bližini Belovara, v Fito-maèi in okolici. Pogrešanemu postavlja se skrb-nikom g. Fortunat. Kozina, župan iz Sušja, okraj Ribnica, ter se Aleksij Lesar poziva s pristavkom. da ga bode sodišèe izreklo mrtvim, ako se ne zglasi do I. avgusta 1899, ali drugaèe ne prijavi sodisöu, da je živ. C. kr. okrožno sodišèe v Kudolfo-vem, odd. Ill, dne 21. junija 1898. (2648) E: 261/98 3. Okiic. V dražbenem postopanju g. Aloj-zija Frosenika iz Metlike zoper Marijo ftavor iz (Jabrovca st. 1 zaradi 60 gld. s pr. se v obrambo pravic Janeza in Bare Nemaniè iz (Jabrovca št. 1 ter Marije Stepan od tarn in pa vseh drugih udeležencev, katerim se izvrs. dovolilo 21. junija 1898, opravilna št. E. 261/98/1, ali kak drugi sklep, ki se izda v tem postopanju pozneje, ne more vroèiti ali vsaj ne o pravem èasu, postavlja za skrbnika gospod Leopold Gangl v Metliki. Skrbnik mora nameslovati osebe, za katere je postavljen, dokler te ne pridejo same ali ne imenujejo sodniji drugega namesfnika, ali dokler ne potrebujejo njih koristi veö nadaljnega zastopanja. ,C. kr. okraj na sodnija v Metliki > odd III., dne 1. julija 1898. (2649) E. 261/98 2. Oklic. Mariji Savor iz Gabrovca st 1 je vroöiti v izvršilni pri c. kr. okrajni sodniji v Metliki tekoèi pravni stvari zoper njo zaradi 60 gld. s pr. sklep z dne 21. junija 1898, opravilna St.. E. 261/98/1, s katerim se dovoljuje g. Alojziju Froseniku iz Metlike, za-stopan po g. Emanuelu Fuxu mlaj. od tarn, izvršilna dražba zemljisèa vlož. ät. 2 ad Gabrovec. Ker je bivali^öe omenjene neznano, se ji po.stavlja za skrbnika v obrambo njenih pravic gospod Franc Furlan v Metliki. Ta skrbnik bo zastopal omenjeno v oznamenjeni pravni stvari na njeno nevarnost in stroäke, dokler se ona ali ne oglasi pri sodniji ali ne irne-nuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Metliki odd. III, dnö 1 julija 1898. '