>> 'i -v E' - * '' '^- L Die Gründung des . Laibacher Bisthums oder "z. Kaiser Friedrichs iv. Traumgcsicht i n Ober Cilly » 45 8. Zum Vorcheile de; Lüibacher Armen-Instituts. ^^)ie das Leben, so die Träume; — Ahndend dringt des Menschen Geist In der Möglichkeiten Räume, Wo das dunkle Schicksal kreist. Und ersväht der Hoffnung Sterne Mit geschärftem Kenner-Blick, Und getröstet aus der Ferne Kehrt er zu sich selbst zurück. Was die Augen sehend nicht begreifen, Muß im Traume zur Erkcnntniß reifen. Um die Giller-Veste toben Wilde Krieger, dräun Gefahr, Auf dem sichren Walle oben Wachet Friedrichs treue Schaar. Wässer brausen, Wiyde heulen; Durch die wilde, bange Nacht Aechzen Wetterhan und Eulen; Kaiser Friedrich bethend wacht. Daß im Sturme dränender Gefahren Ihn die Macht des Himmels soll bewahren. Mächtig greift durchs Erdenleben Eine höhere Gewalt, Um der Welten Loos zu weben Und des flüchtigen Seyns Gestalt; Doch zum Himmelskogen dringet Kühn das irdische Vcbeth, Theilt die Wolken und erringet. Was ein frommer Fürst gefleht; Wenn die Völker nach Erlösung dürsten, Retten bethend sie zu letzt die Fürst Kummervoll und tief in Sorgen Schlaft der Kaiser bechend ein; Sieh, da glanzt, wie junger Morgen, Aus der Nacht ein ferner Schein. Näher strömt der Wolken - Schleyer, Aus dem Saale wird ein Land, Und mit himmlich hoher Feyer Schifft Sankt Niklas an den Strand, Auf Nauportus sanftem Wellenrücken Laibachs Fluren segnend zu beglücken. Kaum ist er ans Land gestiegen. Folget nach ein Insel-Heer; Jetzt in tiefer Andacht liegen All die Frommen rings umher Auf den Knien um das Zeichen, Das der Welten Heil bestellt; Nacht muß rings dem Lichte weichen, Segen strömt durch Flur und Feld. Denen, die da gläubig traun und hoffen. Steht der Weisheit Himmelsquelle offen, An Nauportus sanftem Strome Strebt ein Kirchlein hoch entpor. Wölbet sich zum hohen Dome, Und ein tausend stimm'ger Chor Wirbelt auf zu Gottes Ehren, ^obt den Heiland, seinen Sohn, s Wie aus fernen Himmels-Sphäre« Tönt dec Orgel Silberton, Und ein hoch Geheimniß ward begangen. Als die Glöcklein feyerlich erklangen. Kaiser Friedrich hört es klingen. Will anbethend niedcrknien. Will sein Herz zum Opfer bringen, Hah! die Traumgebilde entflichn. — Wilde Siegestöue schallen. Krachend «springt die Pforte auf, Waffen raffeln durch die Hallen, Und im hastig schnellen Lauf Bringt der uthemlose Vögt die Kunde: „Herr, die Feinde fliehen in der Runde" „Sure treuesten Vasallen" „Sind'im wilden Sturm der Nacht" „ Uebcr unser» Feind gefallen," „Und die Rettung ist vollbracht." Und der Kaiser blickt nach Obeti, Legt die Hand aufs Herz und spri „Herr zu schwach bin ich, zu loben „Deine Fügung, Dein Gericht, „Doch, was heut imTraume ich gesehen, „Das, gelob ich Dir, das soll geschehen. Dies Gelübde hat vollzogen Kaiser Friedrichs Majestät, An Nauportus sanften Wogen Laibachs Cathedrale steht. Wie das Leben, so die Traume; Ahndend dringt des Renschengeist. An der Möglichkeiten Räume, Wo das dunkle Gchicksal kreist. Was die Augen sehend nicht begreifen, Muß im Traume oft »ur Kenntniß reifen. *) Nach Valvasor Buch MI und X.