Nr- 40.____________________Montag, 18. Februar '907. 126. Jahrgang. Mibacher Zeitmg « X. WDjährig ,1 X. Für die Zuft'llu^"^ l^.'.^"""^'« "" ^' l«»bMrl<, 15 X. Im »°»t°r: gauzjäün» Die »Laibachfi Zeüung» erscheint lHglich, mit Ausnahme bei Sonn- und Feiertage, Die Ädmlnistralion befindet sich ttll»giehplllv Äii, L, die Mrdal»iuu Dalmalingalie Äir. lU. Lprrchfluuden der Medallion uo» U di« w Uhl vor« milia««, U»sra»lirrle BlU'sr werde» »ichl ll>,gci,oi„«u'», Mai^s!rift>c „ich! zuiiicl^csteUt. Amtlicher Geil'. brucl?r"das '« ^« l , Hof. und Staats- »esehblattes vom Iab« i3^° '""^«' "usgabe des Reichs-nijchm Ausgabe des Neick^l ^."".! ^^ "^ S'ücl der pol-geueben und versendet «^blatteS """ 2°h« 1""? aus- 1907^3)^ vom Ib. Februar "ieugnisse verboten We.terverbr«tung folgender Preß- ner 1UU7 "^ ^ '^"llm.er Tagblatt. vom 28. und 31. Iän' ^ Nr. 6 .öo8^ Vicleli. vom 9. Februar 1907. Nichtamtlicher Hei^ Machinationen gegen das Kabinett Giolitti. Kabine1t^iom77"^ ^?°" d«l Gegnenr des d^n nd 'mw. ^ ^' chre Z.occko ausgenützt wer-wesei ob«"?.??,"' ^''..^"auchie "n Eisenbahn-ranM'e (7^ ^^ ^ 'ich »cuestens der Majo-seM De. Ä^"^ "^ "ber die Gemeindelastelt ge-"^ 3." loird hierüber a'u. 'ich ^mau^ ^^' schichte, daß im Süden zcrriuww ' ^ ^eisteit Gemeinden in völlig ^u^^^,^ stand befinw.. Das hat zwei Mißlvirtschaft und ^ftm/di d,r 3i "^ "/- ^'"l'"s die zahlreichen finanziellen Ve^s?^ ? Nch selbst in schlechten aufbürdete ^- "'^" befand, den Gemeinden ^ <- -^ den SW.-Monsum Schon war der Lotfe"^^ Erikas zu erreichen. Mittag noch eine ii n. ^ "^' da wurde kurz vor allerliebsten l n n'^3"'" "i Trauer mit einem als Passagier ein^n^'' ^u etwa sechs Jahren die Vart b h "5 "!!!?''"' ^"än Jordan, der großer Zuvor uw N'ug d.e fremde Dame mit sttmgen und m k '^< b'ez" feinem sonstigen """n auffalleild n M? ^unggesellenwesen in Das bleick. ^s ^'derspruch stand. 5mu war aber an. ??""^ Gesicht der jungen licit, der müde Gkm i" ^ "^„artiger Schön-'twas so Ulmem^? s ^? ^Warzen Augen hatte härtete S^ wi^'^'^es, daß auch ein ver-mußte. " Kapitän Jordan kapitulieren ^n^^'^ ^" "it sechs Schwarzen bemannte ^oot. da« die Dame mit ihrem feinde ans Schiff gebracht hatte, an Land zurückfuhr, wurde das zahlreiche Gepäck verjtaut, und der Kapitän geleitete seine Gäste ill die Kajüte. Dann rief ihn die Pflicht. An der Schlepptruj>e des kleinen Dampfers fuhr das Schiff aus dem Hafen. Dann, als die offene See erreicht war, wurden die Segel gesetzt, der Lotse vertief die Bart und lehrte mu dem Dampfer zurück. Jetzt war die „Cantor" auf ihre eigenen Fähigkeiten angewiesen. Es war eine wirtliche ^reuoe, wie das tleiue schiff mit raumem Winde, leicht wie eine Möve durch den sonnighellcn Tag dahin schwebte. Hiapitän Jordan ließ seine Mannschaft auf dem Achterdeck zusammenrufen und sagte: „Leute, ihr habt ge>eheu, daß eiue Dame mit ihrem Kinde an Bord ift. Aus emer traurigen Veranlassung. Der Gatte dieser Dame ist gestorben. Wir bringen sie nach ihrer Heimat zurück. Sie ist eine Deutsche. Ich verlange von euch, daß ihr die Anwesenheit dieser Dame an Bord niemals vergeßt, und daß es keiner von euch an der größten Höflichkeit mangeln lassen wird. Geht an die Arbeit." Wahrend der Steward mit dem Auspacken der Koffer und dein Unterbringen der täglichen Ge-brauchsgegenstä'nde in die Schubfächer und Spindon befchafligt war, lehnte Mrs. Prince, don >topf ill die Hund gestützt, in der Sofaecke ihrer Kajüte. Der reizende kleine Junge hatte sich zu Füs;cn der Mutler gelagert und griff mit seinen tapsigen Händchen, so oft das Schiff überholte, in die Falten ihres Rockes, um sich daran festzuhalten. Das war ein liebliches und rührendes Bild, daß auch Kapitän Jordan auffing, als er befcheiden durch die Türfpalte lugte, um sich nach dem Befinden feiner Schutzbefohlenen zu erlun« digen. Er fand aber nicht den Mut einzutreten, sondern zog sich, da er unbemerkt geblieben war. schleunig wieder zurück. Als der Steward bei Dunkelwerden in die Kapitänskajüte trat, um die Lampen auzuzünden, fand er seinen Gebieter immer noch in tiefstes Nachdenken versunken nnd es entging seinem scharfen Blicke nicht, daß die strengen Züge des wetterfesten Mannes von einer allsfallenden Milde gleichsam verklärt waren, als wären es besonders ango-nchme Träume gewesen, denen er sich in stunden» langem Brüten hingegeben hatte. Kapitän Jordan sprang anf, als wäre er bei einem Unrecht überrascht worden, und ging schnell an Deck, um noch eine Landpeilung zu uchmen und in seine Karte einzutragen. Auch besuchte er den zweiten Steuermann auf der Wache und erteilte sich dann erst die Erlaubnis, nachdem die Position^» latcrneu ausgebracht und der Kurs für die Nacht angesetzt war, seine Aufmerksamkeit wieder MrH. Prince zu widmen. Zu seiner Freude trat sie aus der Tür ihrer Kajüte, als er darauf zufchritt. „Wo haben Sie Ihr Söhnchen, Mrs. Prince?" fragte er. „Zu Veit gebracht." „Das ist wohlgetan," erklärte der Kapitän. Dann schien es, als ob er einen Seufzer unterdrückte. „Ein glückliches 5tindl" Laibacher Zeitung Nr. 40. 354 18. Februar 1907. „Osvit" betont, ist die Freude des irredentistischen Blattes verfrüht, denn die Anhänglichkeit der Bevölkerung au die Glagolica sei so groß, datz sie der Einbürgerung des lateinischen Ritus den heftigsten Widerstand entgegensetzen wird. In einigen Gegenden sei es bereits zu Streitfällen gekommen, indem die Bevölkerung die Priester des lateiuischen Ritus iu brüsker Weise ablehnte, den Kirchcnbesuch einstellte und die Bestattung der Toten durch Prio ster des lateinischen Ritus nicht gestattete. Die Bischöfe werdeil, wie „Osvit" hofft, sämtliche Kirchen als glagolitische bezeichnen, weil dieses Privileg als allgemeines erteilt worden sei. Der „Na-rodni List" in Zara schreibt, das päpstliche Dekret sei ein Anschlag auf die national-kirchlichen Eigentümer der Kroaten, eine wahrhaftige Ohrfeige für die Vifchöfc, deu Klerus uud das ganze Volk. In Iara soll demnächst in derselben Angelegenheit eine Konferenz der kroatischen Bischöfe stattfinden. Gegenüber den beharrlichen Gerüchten von einer angeblichen ernsten Wcinnngsvcrschiedenheit zwischen (5l^menccau und Briand und einer daraus möglicherweise resultierenden Veränderung in der Zusammensetzung des Kabinetts erklärt die „Agence Havas" auf Grund von Informationen aus kompetenter Quelle, daß zwischen Ll^menccau uud Briand in der kirchenrechtlichen Frage ein volles Einvernehmen bestehe. — Der „Osservatore Romano" bespricht die im „Echo dc Paris" veröffentlichten Äußerungen des französischen Unterrichtsministcrs Briand und sagt: Wenn diese Äußeruugen Bestätigung finden werden, können wir nur unsere Befriedigung aussprechcn, weil, wenn die Informationen des „Echo de Paris" die Anschauung Briands getreu wiedergeben, man glauben darf, daß eiuer der schwierigsten Punkte einer befriedigenden Lösung nähergebracht werde. Das Blatt sagt weiter: Mittels der neuen Formel Briands würden zwei von den Bischöfen verfolgte Ilvecke erreicht, nämlich die Kontinuität in der Ausübung des Kultus und die Unabhängigkeit der Kul-tusausübung von dem Einflüsse der Staatsgewalt. Das Laud wird in diesem Pnukte den Frieden erhalten können, die Kirche wird die freie Ausübuug des Kultus wieder gewonnen und die Achtuug vor der Kirche gesichert haben. Die Erklärungen des japanischen Botschafters am r ussischen Hofe, daß die Regierung in Tokio entschlossen sei, so bald als möglich in der Mandschurei die normale politische Lage wieder her-zustellen und bereits zur Zurückziehung der Schutz-truppcn an der südmandschurischen Eisenbahn geschritten sei, begegnen, wie die „Petersburger Politische Korrespondenz" konstatiert, in der russischeu Presse allgemein lebhafter Zustimmung. In allen Blättern, die sich mit der auswärtigen Politik befassen, wird die Zuversicht geäußert, daß sich frcund-sclxiftlichc Beziehungen auf dein Boden der Aufrichtigkeit zwischen den beiden beteiligten Mächten Nußland und Japan mit Gewißheit erwarteil lassen. Tagcsncuiglciteu. — (Sein Mädel.) Vor dem Kriegsgerichte in München hatte sich ein Soldat zu verantworten, der verschiedenen Leuten unter falschen Vorspiegelungen Geld herausgelockt hatte. Er erklärte auf eine entsprechende Frage, er habe geglaubt, von seinem Mädel Geld zu erhalten und damit die Schulden tilgen zu tonnen. „Wo wohnt denn das Mädel?" — „In der Augustenstraße." — „Wie heißt sie denn?" — „Alles, luas reä>t ist, Herr Kriegsgerichtsrat, aber dös is met Sach'." — (Junggesellen und Ehe.) Die auch in Schweden immer mehr hinreißende Unsitte der Män> nerwelt, sich vom Ehejoch zu drücken, hat im „Svensla Dagbladet" einen lcdhaften Meinungsaustausch veranlaßt, bei dem Männlein und Weiblein ihre Ansichten zum Besten geben. Eine „moderne Frau" findet den Grund zu dem Überhandnehmen der Jung/ gesellen darin, daß ein Vorurteil die Frauen vcrhin^ dert, Hciratsanträge zu machen. Würde cs Sitte, daß die Frauen dies täten (und ebenso wie der Mann das Risiko übernähmen, einen Korb zu erhalten), so würde die Zahl der Ehen unglaublich zunehmen. Die Einsenderin meint, es wäre Zeit, daß beherzte Frauen die Initiative ergriffen, um in dieser äußerst wia> tigen Sache Wandel zu schaffen. — (Sein Schwager.) Ein schwäbischer Bauer blieb oft zum Ärger seiner Frau lange im Wirtshausc sitzen. Die Frau beschloß, ihn durch Schrek-lcn auf andere Wege zu bringen. Sie vermummte sich als Satan und trat, als der Bauer wieder einmal bezecht nach Hause ging, gespenstig hinter einem Baum hervor. „Wer ischt dös?" fragte der Mann etwas stutzig. — „Ich bin der Satan!" brummte die Bäuerin. — „Komm' her und gib mir die Pfot'", sagte der Bauer, „i hau dein Schwester zur Frau." — (Der Klub der Schweigsame n.) In Ansonia im Staate Connecticut besteht ein Klub der Schlveigsamen, der seine höchste Aufgabe in der Pflege des Stillschweigens und der Worttargheit erblickt. Seltsamerweise sind die Mitglieder dieses Klubs alle HraAen, und zwar verheiratete Frauen, die den höchsten GescllsckMftskreisen angehören. Ihre Ehegatten sind zum größten Teil Advokaten, Richter, Ärzte und Politiker und sie billigen nicht nur die Bedingungen, die der Klub seinen Mitgliedern auferlegt, sondern sie weihen sich selbst mit Inbrunst der Pflege des heiligen Schlveigens und preisen die Mitgliedschaft ihrer Frauen als die sicherste Gewähr vollkommenen ehelichen Friedens. Die Statuten des Klubs um» fassen folgende Verordnungen: Keine überflüssige Ncde halten, nicht diskutieren, das Lächeln der Entgegnung borziehen, luenn man nicht anders kann als zu erwidern, in möglichst kurzen Sätzen sprechen, alle Gespräche auf das äußerste Minimum einschränken. Die Klubdamen, die solche fanatischen Anhängerinnen der einst von den Lakoniern geübten Redeweise sind. antworten auf alle Einwände, die man gegen ihr seltsames Gelöbnis erhebt, nur mit jenem Lächeln, das in ihren Statuten vorgeschrieben ist. Durch das Stillschweigen, das sie sich auferlegen, wird einmal ihre Stimme sehr geschont und bewahrt eineil wohl» lautenden Klang, oann aber setzen sie auch, wenn sie einmal sprechen, durch die Präzise und klare Forin ihrer Worte jeden in Erstaunen, der sonst bei den Frauen Weitschweifigkeit und Unklarheit gelvohnt ist-So erwirbt man sich durch die Maximen des Klubs auf die schnellste Weise den Ruf einer klugen und energissM Frau. Von Ansoma aus hat der Klub der Schweigsamen bereits einen Zweigverein in New» york gegründet, der zu seinen Mitgliedern auch die Millionärinnen Mrs. Reginald, Vanderbilt und Miß Gladys Deacon zählt. ^- (Ein Abenteuer im Schnee.) Ein eigenartiges Abenteuer hat ein Newyorler Geschäftsmann erlebt, der ill der Unigegend der Stadt wohnt. Lowndes, so ist der Name des Mannes, fuhr wit der Bahn nach Hause. Unterlvegs versuchte er, von einem Wagen zum anderen über die Plattform zu gehen, als der Zug Plötzlich eine Kurve erreichte und der Plötzliche Stoß ihn hinausschlcuderte. Lowudes flog in den Schnee und rollte die Eisenbahnböschung hinunter, an deren Fuß er bewußtlos liegen blieb. Als er wieder zu sich kam, war es tiefe Nacht. Er hatte über fünf Stunden im Schnee gelegen. Alle seine Glieder schmerzten fürchterlich. Als er versuchte, die Hand hoch zu heben, merkte er, daß sie angefroren war. Mit vieler Mühe gelang es ihm, eine Hand frei zu bekommen und sich ins Gesicht zu fassen, das er von etwas Warmem überrieselt fühlte. Doch zog er schnell die Hand zurück, und beim fahlen Scheine des Mondlichtes sah er, daß er in Blut gefaßt hatte. Er blickte schärfer um sich und sah, daß der Schnee dort, wo er lag, röt von seinem Vlute gefärbt war. Seine ganze rechte Seite war angefroren. Mit vieler Mühe gelang os ihm, sich nach und nach frei zu machen, und er versuchte, sich zu erheben. Doch sofort sank er zurück,- nun versuchte er, die steile, übereiste Böschung des Eisenbahndammes Zu erreichen. Auf der gegenüberliegenden Seite sah er einen einsamen Signaltnrm, an dessen erleuchtetem Fenster ein T> lcgraphist saß. Plötzlich gab der Schnee unter seinen Füßen nach, und er stürzte nochmals die Böschung hinunter. Wieder lag er eine Weite bewußtlos, dann begann er nochmals die Böschung auf den Knien hcraufzuklcttern. Zoll für Zoll kämpfte er. Eine un-überwindliche Schlafsucht hatte ihu befallen, doch wit aller Gewalt hielt er sich wach, da er noch so viel Geistesgegenwart hatte, um zu wissen, daß Einschlafen gleichbedeutend dem Tode durch Erfrieren sei. Schließlich hatte er wieder die Höhe der Böschung erreicht, als ein Frachtzug an ihm vorbeidonnerte, der ihn beinahe getroffen hätte. Lowndcs hatte gerade noch Zeit, sich plntt ans den Bauch die Schienen entlang zu werfen. Dann versuchte er, auf allen Vieren nach dem. Signalturin zu gelangen. Am Fuße des Turmes angekommen, gelang es ihm, einen wilden Schrei auszustoßen, dann sank er nochmals bewußtlos llieder. Ein Bahnwächter eilte herbei und fand ihn bewußtlos liegen. Er sorgte für die Überführung Lowndes nach dein Hospital. Lowndes hat furchtbare Verletzungen erlitten, dürfte jedoch mit dein Leben davonkommen. Mit ihren traurigen Augen sah sie ihn fast vorwurfsvoll fragend an. „Ein Kind, dem die Mutter zur Seite steht, ist immer glücklich. Ich darf darüber urteilen, da ich in der frühesten Jugend meine Mutter verloren habe und da seitdem nicht ein einziges Mal ein Strahl von Sonne in mein Leben gefallen ist." In einer plötzlichen Verwirrung unterbrach er sich: „Verzeihen Sic, Mrs. Prince, es ist unhöflich uud anmaßend von mir, über mich und meine kleinen Schmerzen mit Ihnen plaudern zu wollen." Sie aber setzte, ohne auf diesen EinWurf zu achten, das Gespräch fort. „Und Ihr Vater, Herr Kapitän?" fragte sie mit ihrer weichen Stimme, die ihm wie eine schwermütige Musik klang. „Ach, mein Vater! Ein Gelehrter und Bücher» wurm, dessen väterliche Fürsorge sich lediglich auf ein Donnerwetter wegen meiner schlechten Echul-zcugnisse beschränkte. Was versteht ein Mann von den Regungen uud von dem Sehnen einer Kinderseele? Nur eine Mutter vermag es, alles Weiche und Zarte und Ideale aus dem innersten Wesens-kern ihres Kindes herauszulockcu, zu fördern und zu entwickeln, wo die harte Hand des Vaters unterdrückt uud erstickt. Wenn wir erwachsen sind, knetet uns ja das Leben, und wir kommen selten genug dazu, durch Sonne und über ein blühendes Feld zu gehen. Das sollen und müssen wir in der sorglosen Zeit der Ingend und können es nur an der Hand der Mutter. Darum ist Ihr Junge, Mrs. Prince, ein glückliches und beneidenswertes Kind." (Fortsetzung folgt.) Unrecht Gut. Roman von V. lioronh. (67. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Die hünenhafte Gestalt des Konlmerzienrates wankte wie von wütendem Sturm gepackt lind hin und her geschüttelt, und gurgelndes Stöhnen drang aus seiner Kehle, an welche er griff, als wäre sie zugeschnürt. Sekundenlang schien es, als würde er zu Voden stürzen, doch seine K-raft übenvnnd den Allfall. Mit unsicheren Schritten ging er zur Tür, wandte sich aber nochmals lim unö sagte: „Du forderst Ncäienschaft — sie soll dir werden!" Neunzehntes Kapitel. Mehrere Stunden verstrichen. Dann wurde Ar. sene zu dem Oheim gerufen. Er hatte sich so ziemlich erholt, aber wer ihn genauer betrachtete, mnßte doch einen schwerkranken Mann in ihm erblicken. „Komm her!" sagte er in seinem alten, befehlen-den Ton. „Aber erst verschließe die Tür. Wir beide dürfen jetzt nicht gestört werden. Ich habe eine Beichte abzulegen." „Ich mag sie nicht mehr hören!" erwiderte das Mädchen, die Hände abwehrend ausgestreckt. „Du sollst und mußt!" Seine hageren Finger umklammerten ihr Handgelenk. Er zog sie auf das Sofa neben sich nieder. „Tu wirst jetzt erfahren, was niemand weiß. Ich blicke auf leine vorwurfsfreie Ver° gangenhcit zurück, aber für deines Vaters Mörder darfst du mich nicht halten. Höre also!" Das Antlitz in den Händen verborgen, in sich selbst zusammengesunken, vernahm sie, wie ihn Katha- riucms Wunsch in jener Nacht zu dem Kranken geführt hatte und wie er, im Begriff, sich mit dem Lumpenbündel zu entfernen, hinterrücks überfallen nnd halb erdrosselt wurde. „Wie Feuer sprühte es mir aus den Augen, meine Brust leuchte, in der nächsten Sekunde glaubte ich ersticken zu müssen", fuhr Huber fort. „Da tat ich, was mir der Selbsterhaltungstrieb gebot. Ich führte, da die würgenden Finger des Angreifers nicht zu lösen waren, mächtige Stöße gegeil seine Vrust. Es war ein entsetzlicher Kampf im Dunkel der Nacht. — Endlich fühlte ich die Eisenllammern, wolcl>e meine Kehle zudrückten, schlaff werden. — Dann ließeil sie los und eine schwere Masse fiel neben mir nieder. — Ich Pflegte stets Stearinhölzer bei mir zu tragen; wieder zu Atem gekommen, rieb ich eins an. Der kleinen Flamme schnell verlosender Schein geigte mir ein entsetzliches Vild. Die skelettartige Gestalt meines Bruders Paul lag ausgestreckt auf den Dielen, purpurrote Tropfen sickerten über die bleichen Lippen. Man hätte ihn für tot halten können, wären feine Äugen nicht so furchtbar lebendig geivesen. Ihr Vlick haftete an dem von mir achtlos beiseite geworfenen Bündel. ,Bist wohl toll geworden?' leuchte ich ganz entsetzt lllld das Kerzenstümpfä>cn, welche nur aus der Hand geschlagen ivar, wieder anzündend. ,Wer nahm dir was weg und konnte dir was nehmen? Geld, Kleider, Proviant habe ich gebracht. Was fielst du mich an wie ein Wegelagerer? Da lvar's natürlich, daß ich dich zu Boden schlenderte wie einen solchen.' Paul vermochte nicht zu antworten und als er hilflos liegen blieb, hub ich die abgezerrte Gestalt mit meinen kräftigen Armen empor und trug sie auf das Laibacher Zeitung Nr. 40. 355 18. Februar 1907. — (Dre armen Millionäre.) Nach An^ ftcht eines Newyorker Blattes ist es an der Zeit die Rnchen unter solchen sind nur diejenigen zu'ver-stchen, die .nindestens Multi°Millionäre sind - wegen der ms Unendliche gelvachsenen gesellschaftlichen An-forderungen emmal zu bedauern! Der Werdegana der gesellschafüichen Anforderungen an die Sch^rr^n ch allerdmas interessant. Diese Anforde^ ^n Schr,tt nnt dem stetigen Steigen der Lebensnutde preise gehalten und verschlingen uniäbli^ ^? Von Rockefeller hieß es MrzU/U^ wenig Bargeld habe, daß °r ick ni^ '"^"^" '^ °^m^ch'"7' "1< bi^r »ctra« nicht n.chr a.^ kön .n ^, "'?" "" "uem Palast begnü-m7f^ e ^ ' '^" heutzutage „mitmachen" will, muß er schonen Dutzend Villen sein eigen nennend LM- und Provinzia^chrichtelu «lu« A . c . ^ ^'^"" Wagner. «us Anlaß der Erstaussichrun« der Wallü« in Lmbach. ^lt^Mus^/^ "" Nichcwd Wagners hervor ag^^n.7'^ "?'' ^^kür." bildet eine eignis da'foi ^""lonsclie Tat, ein musikalisches Er-fmn gen ^ """' gebildeten Musikfreund oder kunst-hei?In i^7' ""freitet treffen sollte. Gelegen-bUck n 7ewmn. ^'. ^ingdralna genieren Ein» das V eMw " l 7'^ ^'"it in das größte Werk, Di.n.w ' w'^ "^cher.5'ch"fW' bietet sich am Dr- Zang77ew..^"?^ Nagnerken.u,r .Herr wird. '""' Vortrag über dasselbe halten Nichard^Waa'no. ^^"^^rgeschichte wird nunmehr lMch.n K^"? ^t. Er steht mit seiner mytho-Mbüna s^ ' '""5 ^"ken musikalischen Be. wie ein ^o ^ "«/"f"dcn lyrischen Empfindung, der ne eren ^ " " ^" Dichtern seiner Zeit. In vorauf ^'"^ur ch ja alles dos, >ns Wag.^er d« Entwick nna d3 "^' "'" aufgegangen. Durch 'nne g,word« ^7 «n ^"" Dramas sind wir ^iese ^ ^ .^"" war. Die unendliä)e e,niHfind7ng di^w?"'^ ""d seiner Herzens- Szenenfü rnn. ^ ^^"' Untrivialität in jeder l"r her Me l^^^"" ^^ ^er Liebesepisode, ucye Seelenanarchismus des Nibelungen- ringes, das sind alles Dinge, die m Halme aufgingen und in schwerer Fruchtbarkeit über unserem litcra-riMn Felde hängen. Wenn wir die Besprechungen über Wagnrrs Werke heute lesen, staunen wir ob der Dinge, die jich da geändert haben. Das sollen erst 30 Jahre sein! Heut' gibt es kaum ein Winkelblättchen, das überhaupt noch darüber diskutierte, ob Wagner eine künstlerische Potenz sei oder nicht. Vor dreißig Jahren gab es wiederum nur sehr wenige Blätter, die Wagner ganz ernst nahmeil: andere, wic> die Berliner Voßische Zeitung mit Gustav Engel, be-luahrten einen gewissen anständigen Ton, ohne ent° fernt die Bedeutung Wagners zu ahnen. Und ge-fährliche Männer, wie der verstorbene Kunsthistoriker Lübke, oder unbedeutende Köpfe wie der einstige Feuilletonist Hanslick, konnten das große Wort führen. Es ist zu spaßig, heute in diesen Blättern nachzuschlagen, eine Aufgabe, die ja das bekannte Tappertsck>e Lexiton der Unhöflichkeiten gegen Wagner so erleichtert hat. Wir begnügen uns daünit, der Merllvürdigkeit halber jene markanten Stellen aus jenem Buche an-zuführen, die sich auf den Nibelungenring beziehen. Eduard Schelle nennt sie absurd, Karl Freuzel spot-tet über das „Göttergelichter", das er für eine Flasche Wein in Eis mit Vergnügen verschenkt hätte, und Ludwig Speidel schließt seinen Bericht mit solchen Vorwürfen: Stümperhafter Aufbau, niederträchtiger Geist, der es durchwaltet, Verblasenheit der Gestal-teu, verlotterte Sprach, liederliches Machwerk. Ein gewisser Arzt Puchmann hatte herausbekommen, daß Wagner regulär geisteskrank sei. Da steht in seinem Buche: Wagner lasse seine Götter reden, als seien sie mit Honolulu verwandt; und seine langweiligen, blöden Auseinandersetzungen über die „Unsittlichteit" uno „Unzüchtigkeit" Wagners, schließt dieser sonder» bare Kauz mit einem „Das walte Gott!" Gustav Engel lvciß mit Wagners Dichtungen auch nichts Ncchteö anzufangen. Jedenfalls hält er sie stellen-lveise unethisch und kommt zögernd mit Aristoteles (!) um zu beweisen, daß das „Nheingold" nicht gut sei, weil darin kein sympathischer Mensch erscheine. Den Siegfried tadelt er, weil er gegen Mime so pietätlos sei und das Waldwcben hält er besonders für die weiblichen Zuhörer sehr charmant. Doch genug mit all dem blühenden Unsinn, der leider Jahrzehnte die öffentliche Meinung beherrschen könnte! Die Musik Wagners hat sich die Welt erobert und wir leben, vollständig unter dem Druck seiner musikalischen Persönlichkeit. Eine starke Dosis Idea» lislnus und Kunstreligion ist in uns alle von Wagners Schöpfun-gen hineingekommen. Die Mit< leidslehre Wagners, die die eine Hälfte feiner Werke durchzieht, ist eine Grundlage unserer pessimistischen und darum so humanitären Weltanschauung gewor» den. Die Persönlichleitslehre, die die andere Hälfte seiner Werke durchzieht, lebt heute stärker denn je m den feineren Geistern, wclcl>e sich vor der Dc« mokratie dor wirtschaftlichen Logik ekeln. Der Kern seiner Gedanken und damit des Vayreuther Gcdan» kens gipfelte dann, das ästhetische Ideal unseres Lebens hochzuhalten, gegen die gemeineren Ideale der Mode und der Wirtschaft. Freilich ist dieses ästhetische Ideal heute noch ein Sisyphus'Ideal, noch mehr, als zur Zeit der ästhetischen Erziehungsbriese Schillers. In eineni pessimistisch angehauchten Aufsatze, den er „Operndäminorung" betitelt, schrieb Alexander Moszkowski als Nesumee seiner Beobachtungen über Wagners Nibelungenring: „Noch in unserer Zeit konnte es gelingen, die alte Helden» und Göttersage neu zu beleben. Aber gerade das große Kunstwerk des großen Masters zeigt bis zur Evidenz, daß die vorgeschrittenste Musik verpflichtet ist, sich mit den urweltlichsten Vorgängen zu verknüpfen. Mit ihrem SchUierpunkt im Orchester, ataristisch in dcr Sprechweise, vorzeitlich in den dramatischen Motiven, weist dieses Kunstwerk zugleich in die entlegenste Vergangenheit und die ferne Zukunft." Niemand wird sich dem gewaltigen Übcrwäl, tigenoen entziehen können, das im Nibelungenring und demnach auch in der „Walküre" liegt, deren Auffühnmg nächsten Mittwoch bevorsteht und dank, dank allen, denen wir die gros?c musikalische Tat-danken! Möge das kunstsinnige Publikum auch das Ereignis entsprechend würdigen und, vom Geiste des großen Vayreuthcr Meisters erfüllt, sein herrliches Werk andächtig genießen und fich durch Besuch des Vortrages am Dienstag hiezu vorbereiten! nisterratspräsidinm Herrn Dr. Johann To lg er den Titel und Charakter eines Sektionsrate» ver» liehen. — (Der Laib acher Gemeiuderat) hält morgen eine außerordentliche Sitzung mit fol» gender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Personal» und Nechtsscktion (Neferent Dr. TriIler): a) über die Nominierung eines Delegierten der Sta5t° gemeinde in den Ausschuß des Vereines zur Errichtung von Arbeiterhäusern in Laibach; d) ülx'r die heurigen Ergnnzungswahk'n in den Gemcini» rat: s!) über das Gesuch des Laurenz Vreznik als Kurators der Kinder dos Vartholomäus Kranjec um Erziehungsbeitrag für Danica Kranjec; 6) über das Gesuch der Anna und der Maria Erjavec um das Sterbeauartal nach deren Vater, dem verstorbenen pensionierten Magistratsdiener Anton Erjavec. — 2.) Berichte der Bausektion (Referent Hanus): :;) über die Hintangabe drr Glaser-, Anstreickier' und Malerarbeiten beim Bau der höheren Töchterschule in Laibach; d) ülx'r die Bestimmung der Regulie,' rungslinic auf dem Grunde des alten Militärfpitals und Verpflegsmagazins in Laibach; e) über das Gesuch des Dr. Robort Eröen um Änderung der Parzellierung der Bauplätze III, Abt. Nr. 13 und li an der Ilirske ulice; , > !-. Wurf. kam, traf lein Vor noch im Tode cin<>.i ,-., "^n dort, dessen Antlitz druck zeigte, ke^n ^^ ?'"' b°>n, drohenden Aus l^t das auf die "<..f. ""' wollen. - Ich nahm Wieder auf den St^l ^fallene Bündel, um es "ne:n Nagel fest <^>, ^",. ^n. Aber es hing an Goldstücke rollten mir^/""^ ^^" riß und zwei raffte ich die Füße. Hastig U'^ schloß die Tür as^' ^We in die Kammer mich, den Niß im ^.^ unheilvolle Macht zwang noten und Nertval^i r^" "weitern. Gold, Bank grausigen Anblick d."^ "" ^"" Vorschein. Den ertragen und fürck^ ^" ^""^ ^ ""it mehr Deshalb verlöMe A ?^' überrascht zu werden. Uwrrock zu einem .'^ ^"^' ^'gab mich, deu Arin tragend dur? zusammengerollt unter den, hellten 5wrridor in noi!' ü"' ^"' ^°"^' ^"?/" auf bis d„ä .n c>? "" Zlmmer und trennte Stellen «us, bl. das alte Kleidungsstück seines kostbaren In- Haltes entleert war. Außer dem Gelde fanden sich auch dieses Armband und mehrere aus der Fassung gebrochene Edelsteine. Das Ilakon muß aus dem zerrissenen Futter gefallen und auf der Treppe liegen geblieben sein." „Wo es Iobst fand." „Sinnend saß ich vor dein unvermutet entdeckten Schatz. Mir konnte es für das, mn was mich dereinst mein Bruder brachte, leinen Ersatz bieten, aber den Kindern konnte er noch zugute kommen und ihnen den Weg zu schönen Zielen bahnen. — Von eurer Existenz wußte ich damals noch nichts unö betrachtete Pauls Hinterlassenschaft als mein Eigentum. Mir hämmerte es in den Schläfen. Ich glaubte zwei Stim-men zu hören. Die eine, welche mit dem weichen, fanf» ten Tonfall Katharinens fprach, warnte: ,Beflecke deine ehrliche, arbeitsame Hand nicht, indem du Besitz von diesen znsammengewucherten Gelde ergreifst!' Die andere aber sogte: ,Nimm, was von Rechts wegen o^in ist. Tu's der Kinder wegen. Die Schulden wachsen dir über den Kopf. Greif zu! Lafse die Gelegen-heit, dich und die deinigen zu retten, nicht vorübergehen.' — Ich gehorchte dieser zweiten Stimme. — Den Behörden wollte ich von meinem Funde nicht Anzeige erstatten. Das würde zu Weitschweifigkeiten geführt und endlose Hin- und Herschreibeivien nötig gemacht haben. Ich war ja, nieiner Ansicht nach, des Bruders einziger und rechtmäßiger Erbe und bedürfte des Geldes dringend. So verwahrte ich es also in meinem Schreibtisch, suchte in Katharinens Stube nach groben« Zwirn und einer Nähnadel, nähte, so gut es ging, das zerrissene Futter zu und trug dann den Überrock in die Kammer des Toten zurück. — Als ich mich wieder entfernen wollte, erlosch auch das schwache Dämmerlicht des Mondes. Eine Wolke mußte sich vorgeschoben haben. — Von Grauen sse« packt, suchte ich mich aus der finsteren Kammer her-auszutasten, verlor aber, eine Beute entsetzlicher Auf-rogung, ganz und gar die Richtung. Meine Hände glitten immer an don Wänden hin und konnten den Ausweg nicht finden. Eisiger Schweiß rieselte ini-r von der Stirn. Plötzlich schrak ich heftig zusammen und konnte nur nnt Mühe einen Schreckensschrei unterdrücken. Meine Fingcr hatten ein kaltes Gesicht — ein Totenantlitz berührt. — Wie ich dann endlich noch hinauskam, wußte ich selbst nicht. - Der Mor-gen fand mich auf einer alten Truhe sitzend, in einem seelischen und körperlichen Zustand, der sich nicht be-schreiben läßt. — Bald nach jenem Vorfall beteiligte ich mich an dem Ankauf einer Kohlengrube. Das Unternehmen erwies sich als einträglich. — Als ich M'nhr, Paul habe Kinder hinterlassen, war es zu spät, die volle Wahrheit aufzudecken. Aber berauben wollte ich die Waisen nicht, sondern nahm mich ihrer an." Ein spöttisches, herbes Lächeln glitt mn Ur> senes Mund. „Es war sehr großmütig von dir, nur und meinem Brnder einige Brosamen von dem für uns reich gedeckten Tisch hinzuwerfen, an welchen du dich setztest." „Törin!" fuhr Huber auf. „Meinst! du, dein, Vater habe Reichtümer besessen und ich nun nichts weiter getan, als im vollen Lebensgennß gepraßt?" „Du sprachst doch oben von einem unvermutet gefundenen Schatz." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 40. 356 18. Februar 1907.___ des Komitees für oie Ausstellung „Das Kind" zur Veteilignng der Stadtgcmeinde an dieser Ausstellung in Wien sowie an !>cln gleichzeitig geplanten Kon-grcsse (Referent l^lubic); d) über die Rechnungen der Direktion d>er t. k. Oberrcalschule in Laibach hin° sichtlich der Venin'ndnng der Dotationen für das SclMljahr 1905/1906 (Referent Dimnik). — (Warnung vor Auswanderung.) Laut Erlasses des k. k. Ministerinms des Innern hat sich nach Mitteilungen, welche demselben zugekom-men sind, in letter Zeit die Zahl jener Auswan-derer, welche in Portugal Verdienst suchen, bedeutend vormehrt. Da jedoch die Erwerbsverhältnisse in diesem Lande im allgemeinen ziemlich schwierig sind und es namentlich solchen Personen, die der Landessprache nicht kundig sind, fast unmöglich ist, Arbeit zu finden, wird die Bevölkerung vor der Auswanderung nach Portugal eindringlichst gewarnt. - Laut Erlasses des k. l. Ministeriums des Innern wird die Nachricht verbreitet, daß in den GreeN'MonntainZ. 12 Meilen nördlich der Stadt Uvalde in Texas, Gold und KuPferadern gefunden worden seien. Nach Mitteilungen, welche dem Ministerinin des Innern zugekommen sind, hat eine Gesellschaft das um die Fundorte gelegene Land vollkommen aufgekauft und ist in der Umgebung der Fundstellen keinerlei Land mehr erhältlich. Auch die Aussicht, Arbeit zu finden, ist sehr gering, da an Ort und Stelle schon zahl-reiche Arbeitskräfte vorhanden sind. Das Ministerium des Innern warnt unter solchen Umständen dringend davor, sich durch die eingangs erwähnte Nachricht zur Auswanderung bestimmen zu lassen. — (Verhaftete Falschmünzer.) Am 13. d. M. wurden verschiedenen Gastwirten in der Umgebung Laibachs vom Schlosser Franz Alebnik in Gesellschaft eines damals noch nicht eruierten Komplicen mehrere falfche FünflroneN'Stücke znm Weck> sein angeboten, Äebnil wurde vom Gendarmerie Posten in Zwischenwässern verfolgt, verhaftet und dem Landesgerichte in Laibach eingeliefert. Nun forschte der Gendarmerieposten in Unter.^iöka nach den eigentlichen Falschmünzern und stellte fest, daß ein Fünfkronen Falsifikat am 12. d. M. gegen 7 Uhr abends von der 15^/> Jahre alten Schlosserstochter Maria Nlebnik aus Untcr-ßißka ausgegeben worden war. Die Patrouille nahm hierauf im Hause des Franz ölebnik eine Hausdurchsuchung vor, bei welcher im versperrten Kleiderlasten eine Gnßmaschine für Fünfkronen-Fnlsifikate, 7 Vuchstabenschläger, 2 Fei. len, 2 Stemmeisen und ein Drillbohrer, ferner unter dem Dache verschiedene znr Erzeugung von Falsifika« ten verwendete Werkzeuge und Materialein, als Schwarzblech, Zink, Kupfer vorgefunden wurden. Die Ehegattin des Alebnik gestand schließlich ein, von der Falschmünzerei gewußt zu haben, und so wurde anch sie verhaftet. Dem Komplicen des Äebnik ist man auf der Spur. —l. — (Gewer beb ewe g u n g in, Laib ach.) Im Laufe des Monates Jänner haben in Laibach Gewerbebetriebe angemeldet, bezw. Konzessionen er> halten i Ignaz Keßler, Lingergasse 4, Handel mit Manufalturwaren; Franz keber, Rosengasse 5, Tape, zierergewerbe; Josef Kkerlj. Karlstädterstraße, 11, Handel mit Leder und Schuhmacherzugehör; Anton Grat», Triester Straße 15, Kleidermachergewerbe; Franz Cascio, Iudengasse 4, Handel mit Wein, Branntwein und Tee; Ignaz Kukovic, Floriansgasse 24. Väckergewerbc; Franz Igliö ergewerbe: Maria Oc> pon, Kastellgasse 5, Handel mit Wein in geschlossenen Gefäßen; Johann Zakotnit', Zimmermannsgassc 3, Erzeugung von Fournier; Johanna Tofolli, Maria-Theresia-Straße 11, Handel mit Steinkohle und Brennholz; Franz Prijatclj, Cegnargasse 4, Kleider-machergewerbe; Johann Puälar, Poljanastraße 76, Greislerei; Agatha Nelje, Teutsche Gasse 9, Damen-schneiderei; Apollonia Vasiliö, Pogaöarplatz, Verkanf von Obst; Josef Burdorfer, Resselstraße 2, Uhr> inachergewerbe; Johann Vizjak, Vohoric'gasse 10. Gemischtwarenhandel; Margarethe Hribar, Pogaöar. platz, Verkauf von Tongeschirr; Ferdinand Zeckiner, Elisabethstraße 8, Klcidermachergewerbe; Theresia Glavi^, Rathausplatz. Verkauf von Fcldfrüchtcn; Gertrud Fortuna, Wasserlcitnngsstraße 26, Verkauf von Branntwein in geschlossenen Gefäßen: Franziskn Lekan, Floriansgajse 10, Verlauf von Lebensmitteln; Anton Ponikvar. Pogaöarplatz, Verkauf von Samen. — Anheimgesagt, bezw. faktisch anfgelassen wurden folgende Gewerbe: Markus A Müller. Poljanadamm 14, Erzeugung von Wäsche; Jakob Koöat, Krakauer-dämm 10, Kleitermachergcweroe; Peter A. Grassi, Ärühl 23, Holzhandel; Matthias Hain, Pctorsstraße 55, Handel niit ^chwcincn und Kälbern; Firma Fcllin Q Tal'Au, Iudengasse 4. Handel mit Wein nnd Branntwein; Matthias Dolniöar, Röinel-straße 14, Tischlergelverbe; Franz Cascio, Vegagasse 10, Weinhandel; Josef Ialopin, Mirje 2, Handel nnt Landesprodulten; Franz Matjaöiö, Römerstraße 1, Bäclergewerbe; FranH l-lkof, Kongreßplatz 15, Ver° lauf von Lebensmitteln: Albina Viola, Vodnitplatz, Verkauf von Obst. — (Aus der Diözese.) Herr Bartholomäus Podbcvkek. Kaplan in Sagor, wurde zum Mit-administrator der erledigten Pfarre Hl. Alpe ernannt. Übersetzt wurden die Herren Kapläne Franz Erzar aus Hrenowitz nach St. Martin bei Littai, Franz K ralj aus St. Martin nach Hrenowitz und Anoreas Zgaga aus Kolovrat als Pfarradministrator auf den Hl. Berg. — Der Priester tes DentM'n Ritter-ordens Herr Pater Gotthard Vilek lmnde aus Lai» bach nach Troppau übersetzt; an seine Stelle tomnn Herr Pater Valerian Uöak. "^ (E r n e nnung v o n Ehrenbürg e r n.) Der Gemeindeausschuß der Stadt Radmannsdorf hielt am vergangenen Freitag eine Sitznng ab, worin die Herren Kommerzialrat Franz Povi^e und Ae-zirkshailptmann Otto von Detela in Anerkennung ihrer Verdienste um die Realisierung des Wasser» leitungsprojektes einstimmig zu Ehrenbürgern der Stadt Radmannsdorf ernannt wurden. ^ (V er ei n 5 we sen.) Das k. 5. Landesprä-sidinm für Krain hat die Bildung der Ortsgruppe Masern-Maseroben des Deutschen Schulvercines mit dem Sitze in Masern, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Sinne des Vercinsgesetzes zur ftVnntnis genonnnen. —«. — (D e m CyrilI - u nd Methodvcrein e) hat der unlängst in Krainburg verstorbene Hochschülcr Herr Ianko <'rne 1000 K, d. i. sein ganzes Ver^ mögen, hinterlassen. (D er sl o v,e n isch e Z e n tral > Biene n -.-, üchter verein in Laib ach) hielt gestern vor» mittag im kleinen Saale des „Mestni Dom" seine 9. Hauptversammlung ab, die vom Obmann, Herrn Direktor Gustav Pirc. mit einer Begrüßungsansprache eröffnet wurde. Wie wir dsm den Mit. gliedern gedruckt vorgelegenen Tätigkeitsberichte des Herrn Vereinssekrctärs Bnkovic eiltnehmen, richtete deir Verein ini verflossenen Vcreinsjahre sein Hauptaugenmerk anf die Organisation der Bienenzüchter, zu welchem Zwecke 7 neue Filialen (Wocheiner Vellach, Oberlaibach, Rosental in Kärnten, Arcl), Töplitz, St. Varrhelmä und Zwischenwässern) gegründet wurden. Im ganzen zählte der Verein am Schlüsse des Jahres 1906 17 Filialen. Die Zahl der veranstalteten Vortrage betrug 22 (um 8 mehr als im Jahre 1W5); als Vortragende fungierten die Herren M. Humel, Oberlehrer in Wocheiner Feistritz. Michael Vrbii-, Oberlehrer in Sodraxica, Redakteur Rojina, Obmannstellvertreter Anider^iö und Sekretär Aukovic. Der Verein zählte 758 Mitglieder (um 52 mehr als im Jahre 1905); das Vcreinsorgan „Slov. Oebelar" wurde in 1200 Exemplaren versendet. Der Zentral« ausschus; hielt 4 Sitzungen ab. Der Verein ließ seinen Filialen Unterstützungen in Geld sowie in anderer zweckdienlicher Weise zukommen; auch gab er die beiden Werke des berühmten krainischen Vienenzüch-ters Anton Ian«a herans. — Dem Berichte des Vereinskassiers, Herrn Direktors Babnik, zufolge betrugen die Gesamteinnahmen im verflossenen Ver. einvjahre 5125 1< i)0 ll, die Gesamtausgaben 3934 X 2« li, es ergibt sich daher ein Kassarest von 1W1 X 62 Ii. — Beide Berichte wurden zur Kenntnis go nommen, worauf nach einiger Debatte zu Nechnungs« Prüfern pro 1906 und 1907 Herr Oberlehrer Pe> triö aus Nudnik und Herr Prof. Verbie aus Laibach gewählt wurden. - In der Leitung des Vereines (Obmann Herr Direktor Pirc, desfen Stellvertreter Herr Nnidarüiö) tritt keine Än-dernng ein, da die beiden Herren p«r lioc^ilul^tio-u<^iu einstimmig wiedergewählt wurden. Ill den Ans« schuh wurden die bisherigen Mitglieder, nnd zwar die Herren Direktor Vabnik, Oberlehrer <5 r n a» goj. Prof. Iarc nnd Oberlehrer Likozar bs-rufen; an Stelle des Herrn Vukovic, der ent> schieden jede Wiederwahl ablehnte, wnrde Herr Zirkelbach gewählt. Dem abgetretenen Herrn Vnkovic wurde der beste Dank der Versammlung votiert, wobei verschiedene Nconer ihrem lebhaften Bedauern über dessen Rücktritt Ausdruck liehen. — Herr Mravlje aus Heiligen Kreuz in» Wippacher Tale wünschte die Errichtung einer Filiale in der dortigen Ortschaft; Herr Babnik aus öiöka trat für die Festsetznng einheitlicher Preise von Original Krainer Bienenstöcken und -Schwärmen ein. Der Aus schuß erhielt ten Auftrag, diese Frage zu srudieren und auch auf die Organisation der Bienenerporteuö hinzuarbeiten. Herr Direktor Vabnik stellte de»^ Antrag, sich an den Landcsansfchuß mit dem All-suchen um Veitragsleistung aus dem Landeskultur^ fond zn wenden, wozu noch Herr Bnlovic l>e« antragtc, die disponiblen Geldkräfte des Vereines teilweise zur Ausbildung von jungen Bieilenzü'chtcrP . zu verwenden, ferner an das t. l. Ackerbau!ninist5, rinn: ein Gesuch um Vcitragslcistung zur Aufstellung eines Vereins'-Biencnstockes in Laibach zu richten»! des weiteren wünschte er die Errichtung von Veob«! achtnngsstationen sowie ein gesetzliches Verbot, betves' fend die Züchtung der italienischen Biene in KraiN<^ Schließlich befürwortete Herr 2 nidar « iö die ^"D Haltung von Imkertursen, ferner die Firiernng von« Preisen für Bienenstöcke nnd .Schwärme durch 5>eN» Vereinsansschuß. Alle diese Anträge, bezw. An-regungen wurden an den Ausschuß zur runlichsten Berücksichtigung abgetreten und sodann die VersamM-lung geschlossen. — (öffentliche V oI ks v er sa >n in l un g) Der Wahlausschuß für Laibach und Umgebung del südslavischen sozialdomotratischen Organisation hatte sür gestern vormittag eine öffentliche Volksversainw' lung im „Mestni Dom" einberufen, zu nxlcher sich etwa 800 Perfonen einfanden. Über den ersten Punkt der Tagesordnung, „Die politische Lage uud die Rcichsratowahlen", sprach Herr Etbin Kr ist an, welcher eingangs seiner Ausführungen hervorhob, daß hauptsächlich die sozialdemokratische Partei es war, welche das Wahlrcformwerk mit allen Kräften betrieb nnd nun bestrebt sein müsse, soviel Vertreter als möglich in das erste österreichische Volksparla» ment zu entsenden. Die Triester Parteikonferenz habe sich dafür cntschlosscn, daß die sozialdemokratischc' Partei anläßlich der bevorstehenden Neichsratswahlc^ aktiv i,n den Wahlkampf eingreife nnd in allen jenen Wahlbezirken, in denen die Partei entsprechend ver' treten ist, eigene Kandidaten aufstelle. Redner law dann anf die Bestrebungen und Ziele der Partei zu jprechen nnd erklärte, daß die Partei nicht bloß für die Interessen der mannellen Arbeiter eintrete, son» dern stets bereit sei, anch die Interessen der arbeitenden Intelligenz nach Kräften zn fördern, weA halb sie wohl anch erwarten dürfe, daß allo arbeitenden Klassen vereint in den Wahlkampf eintreten werden. Das neue Parlament müsse sich in erster Linie mit sozialen Reformen befassen; erst wenn diese durchgeführt sein werden, werde auch Österreich mit Recht als moderner Staat bezeichnet werden dürfen. Herr Kocmur sprach über die Aufstellung von Kandidaten für die Stadt Laibach und deren Umgebung. Für Laibach wnrde einstimmig Schrift' stcller Etbin Kristan, für die Umgebung der Staatsbahnbedienstete Iosej Petrii- als Kandidat proklamiert und sodann die Versammlnng geschlossen. ** (Verein zur Unterstützung dürf< tig or deutscher Hochschüler iu Krain.) Dem Tätigkeitsberichte des hervorragend wohltätig wirkenden Vereines entnehmen wir: Frau Iosefine Hotschewa r in Gurkfcld wnrde zum ersten Ehren-mitgliede des Vereines ernannt. Als Gründer sind zwei Wohltäter neu 'eingetreten; der Verein zählt somit 21 Gründer. Die Mitgliederznlil beträgt zur Zeit 176. Von den dem Vereine zugekommenen Spew den ist besonders die der Krainischen Sparkasse, ferner sind Spenden der Sparkasse der Stadt Gottsa>e nnd der Stadtgemeinde Gottschee hervorzuheben. Von den Unterstützten waren 10 Laibacher, 4 Gottscheer und Z drei andere Deutsche ans Krain, die zusammen l900 X an Unterstützungen erhielten. Außerdem wurden an 5 Laibachcr, 7 Gottscheer nnd einen anderen Deutschen ans Krain Darlehen im Gesamt« betrage von 1100lv gewährt. TemBernfsstndinm nach waren 6 Juristen (1 Wien, 5 Graz), 8 Mediziner (Graz), 3 Philosophen (1 Wien. 2 Grag). 8 Tech' inker (2 Wien, 2 Graz), 1 Hörer der Tierheilkunde, (Wien) nnd 1 Hörer der Erportakademie (Wien). Der Rechnungsabschlnß weist 3776 K 4 t» Einnahmen nnd 3100 X 5 l> Ausgaben aus. — (Vor trag.) Sonntag, den 24. d. M., um 3 Uhr nachmittags wird Herr kaiserl. Rat Hnber aus Wien über die Veranstaltung einer internationalen Iagdansstcllung in Wien 1910, in welcher Krain durch eine eigene Gruppe vertreten sein soll, ini kleinen Saale, 1. Stock, des Hotels „Union" in Laibnch einen Vortrag über die Organisierung nnd den Zweck der genannten Ausstellung unter Demon» stration der Ausstellungspläne und Detailstizzen abhalten. — (V o m VoIksschuldiensto.) Die Lehre» rin Fräulein Enlalia Tavöar in Gurkfeld wuröö zur provisorischen Lehrerin an der vierllassigen Volksschule in St. Barthelmä ernannt. —ü— Laibacher Zeitung Nr. 40. 357 18. Februar 1907. — (Kurstlpcndicn für Vcamte) Dcr «örste allaciucine Vn I Nkpplmgerstrabe Nr. W) ^ " d^ t E «^v°."^ ^°"^ >°"urch er sie schwör ocren (.^st ,n einen Streit. Er bearbeitete ilm der-U'vurd^" ^^^' '^ dieser zerbrach. Cchli ' luy wurde ein Sicherh.it^wuchnian., herb^erufe stw7s^s"^? "UWncn sollte! Die er a^er Wnd^ ^ ')"r/^ "'^ p""e ihn mit beiden ^ste^ ,.! ^ 5^ Erst mit Hilfe eines Artillo wb an >? 3 den gefährlichen Mann in die Nacht-dam n^ ^ ""^^"' Straße zu bringen und, so» ^' nach Anlegung der Schliehketten einzuliefern. heater, Kunst und Literatur. S' '" Auffichrung a^ von WaM.rs Lolu,.. ' ^" ^"" Auffühn.ng Vorstellung wie" ,- !. ''5 ""' Samstag zu. Die l"deutend<' Mmme >. f Ü "^" voraugcgangenen dwmal den K^ ^. ^ ^" Nankwardt hatte '"^ trank .u ^", """"ien: s"ne Stinnne schien sudem loar e m.ii^" " ^""« l'hr angegriffen, «rsten Aktes fa t , ?'"' ^^urch das Gebet des ^derersteiiAn''." ^^"^ '""^. Die schon 'nal nocl/ bef^ > .""^ ""'"^ ^«ne wirkte dies-Wlung Schulz, Dar- Schade, dan s.cl ^l v ' ' ^"^^ vervolllomninek. "n rbythnchch^ / «^.'? '°^ schöuen Stinnne Mangel W"che ge u ' ^m ^ "" "" lchl«ltte Te.taus-'^"ni voien ^ ^"""" ""b i^de Note nach Nmnation is b "'^'balten ^rden. Die Do h""e beobacht ' ""^ Wunderbar, daß eine mangel-Ausspracl). d^ L, ^7 ^enwerte eine undeutMe ^'U'^u.lfatt in" ^""^ ^ siehe,, "nch. D.r s'ch nicht w edo>. ^"' ^"'^ ^"' ^'n Münster wiod Not.nw.rt7anf. 7'.^"''' ^'°"l"n Schulz die Darreichung d,^^'7^lt'ste berücksichtigt. Die ^'.glückt? ^...? ^"'" "' ^"' Vrautg.»lachszene Zuschreiben ist '"/'^ "")l dem Umstände zu-3rä"lein Paive^ ^/^"''^ ^ Wät schien. ^orst«lluna^n l'^ . . "^ ^"aw gegen die ersten 5w wir " llerdum. ' ' ^vollkonnnnung. Der u»cl> wuner rcl, ?^ "" ^'^r braven Sängerin l" "n den/si"^c ^mütterlich behandelt. Weshalb die .^menate estt ä. //""^'^" beim Eintritt it, ?"ltrn. z/aut In? «^ '"^haft. Die Herren "efflich^ Gleill/>; Hermann boten wieder 6)"r d,n. dynam,3^ ^l'w' widmet m,ch der "chtung. Allgen 'i?, -?"W'.ften zu loenig V<>. errogw das Ve- Hmtergmnd stehcnd^ ,/ ".'"""um ""s rechts nn wawnd des GrM i.'l^""berrell und Chordmnen N"se g,l<,ch^ 5 g,sch^„ ?" wurde in störender "Whren. was sich d, «^ '>^ ^"" interessant zu Ve" heilig.» Gra vo st5,7^ "^'tlich unter AW sei dein herziaen ^< .^'" '"""es Wort des ^w<'gung^n voll A, n . ^"tfned gewidtnet. dessen waren im Orchest^ ? ^^"'' ^^ "sten Violinen es seine Pflicht Wuachor besetzt: sonst erfüllte — (^losu<> ls„ ^ ^-lomm gemeldet wir.1 ?/ "^ ^ 'l'^> Wie aus Vo^ Carducci gestorben >. "" ^' "- M. nachts Oiosn^ (T7oslana) gcboren N ^"'"" ^'" in Valdimstelle f^'ssor der "iterat ^ bis 19<)4 war er Pro^ durch scine" Lw,.n.'" ^ogna. Aufschen erregte er ' -Hymne a„ den Satan": von seinen son- stigen Werken sind insbesondere die „Poesie" und „Nuove Poesie" z.u nennen. Dor Ministerriat beschloß die Beerdigung des Dichters cms Staatskosten. ^ Wie aus Bologna unter dein gestrigen gemeldet wird, sind alle dortigen Theater geschlossen. Der Leichnam Carduccis, schwarz bekleidet, mit der Nationalflagge und einem Lorbeerkranze bedeckt, ist in der Bibliothek aufgebahrt. Unausgesetzt treffen aus dem In» und Auslande Beileidstelegramme an die Familie ein. ** (Kammermusikabend.) Der für gestern abend anberaumte dritte Kammermusilabend der Philharmonischen Gesellschaft muhte leider wegen Plötzlicher Erkrankung der von Wien ooveits ein» getroffenen Sängerin Fräulein Wagner abgesagt werden. Der Tag seiner Abhaltung in dieser Woche wird angekündigt werden. — (<^«rIiVLui6l!i»deuik.) Inhalt der 2. Nummer: 1.) Ein offenes Wort. 2.) An die sll> venischen Dichter. 3.) Fr. Kimovec: Die Musil-beiluge des neuen kroatischen Kirchenmusikblattes „So. Cecilija". 4.) Kirchenmusik. 5.) Zuschriften. (>.) Verschiedene Mitteilungen. 7.) Anzeiger. ^ Die Musitbeilage enthält itompositionen von Anton Fo erst er und Pater Hugolin Sattner. "- (Aus der deutschen Theaterkanzlei.) Mittwoch findet die Erstausführung von Wagners „Wallüre" statt. Da die Aufführung dieses Wertes über 4 Stunden in Anspruch nimmt, so ist der Anfang ausnahmsweise auf 7 Uhr abends fest-gesetzt. — Auf die heute stattfindende Erstaufführung des Lustfpiels „Hufarenfieber" von itadelburg und Slowronet fei nochmals ganz besonders aufmerksam gemacht. Telegramme les l. l. TeltMhcll'Vlirlcllillllileilz'VllttllUs. Eisenbahnunglück. Nemyork, 17. Februar. Ein mir heimkehrenden Vorstadtbewohnern dicht besetzter elektrischer Vorortzug der Newyorkcr Zentraleifenbahn entgleiste geftcrn abend um 6^ Uhr an der Kreuzung der M">. Strajze und der Websteravenue. 5l) Personen sollen gctötet und 2M verletzt sein. Die Nachricht verbreitete in der ganzen Stadt einen unbeschreiblichen Schrecken. Scharen von Bewohnern der Vorstädte, wohin dcr Zug bestimmt war, strömten an der Unglücksstelle zusammen, um über ihre Angehörigen Erkundigungen einzuziehen. Ais jetzt ist es unmöglich, i'ie Namen der Verunglückten festzustellen. Die Ur> sache der Entgleisung ist bis jetzt nicht bekannt. Die Wagen rollten den Bahndamm hinunter und fingen Feuer. Alle verfügbaren Ärzte wurden aus den Hospitälern und Lazaretten aufgeboten. Newyork, 17. Februar. Die Zahl der Opfer beim gestrigen Eisenbahnunfall beträgt nach nunmehriger Feststellung A> Tote und 50 Verwundete. Bone (Algerien), 17. Februar. Die Vorstadt und ein Teil der Stadt sind überschwemmt. Mehrere Eingeborene sind ums Leben gekommen. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Ruhland in Asien, Band VIII: Der ferne Osten, II 7 80. — Prosius Heinr., Die Bilanz, k I 20. Obst. Dr. G.. Kaftitalsanlage und Wertpapiere, X 1 20. — Vhillhu Na« natilota. Das Wort des Buddha, 1i 1 80. — Virven H., Konstruktion und Berechnung der Wechsclstromgeneratoren. gbd, K 5 40. — Bocr N. C., Untersuchungen ülier den Ursprung und die Entwicklung der Niuelunnensage, 2. Vand, litt liO, Wiszwiansli, Dr, H,. Die Faltoren der Wüstcndilduna., li4 50. — Hartmann C R, Formenlehre der Renaissance, II. li b 40. — Thiem <^., Hydrologische Methoden K A «0. — Ichulze G, E,, Die D.,ch!chifmnl,en, li 2 Ili. — Keßler I., Grundzüge der Mechanik, li 4 20. — Rabben E.. Die Gaunersurachc, gbd. li 2 40. — Virginia Julia, Frauen, lnril unserer Zeit. K 3 60. - Mensen dieck Beh M.. Körpertnllur des Weibes, li 4 üli. — Vreslauer Ed.. Der Maschinenbau. 3 Bände. li .W 40. — Lloyd A.. Admiral Togo. Ii2 40. - Brogsittcr A.. DcrTarifuertrag, li l 44, Eine taktlose Veröffentlichung, eine Besprechung der Denlwiw digteiten des Fürsten Ehlvdwig ^u Hoycnlohc Schillingsfürst. K 1 20. — Willmann, Dr. O.. Die Hochsckule der Gegen-wart, li 1 20, — Mulertt H., Der Goldfisch und seine Arten, li 4 20. — Sutro Em, Religion und Vernunft li ?i <>0. — Wedelind H., Über nrue Bildwerke. li 4 80, Vrunner Dr P., Studie» und Beiträge zu Gottfried Kellers Lyrik, li lO 80. - Verger, Eine Welt» und Iagdr.ise. gbd. li !4 40. - Weber E,. Nietzsche als Pädagog. li'^40. — Prüll H.. Die Hriiimtlunde, li 1 92. Tischen-dorf I.. Präparatio,!en fiir den geoqmphischsn Unteilichi, IV. Elliopa, li 2 «8. — Broesike. Dr. G.. Die Anatomie. Physiologie und Hugieue des menschlichen Körpers, li .'l l!0, — Pohle, Dr. I.. Die Sternemuclt und ilire Veiuuhner, K 9 <;o. — Ireitschte H. v., Deutsche Geschichte, 2, Teil. li 12, Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr HFed. Vamberg in Laibach, 5lllngrebplah 2. Verstorbene. Am 15. Februar: Franz gupan, Inwohner, 57 I., Iapelgasse 2. — Ludmilla Stepan, Agentensgattin, 52 I., Römerstrahe N, Lungentuberkulose. — Maria Saso, Lag« löhuer. 68 I., Radehly-Strahe II. ll)llsnp8 univ«r8lll>8. Am 16. Februar: Franz Rudesch, Besitzer, 43 I., Alter MarN 21, ?ll«umonit^cl(mp<)8k. Im Zivilspitale: Am 12. Februar: Franzisla Novak, Arbeitersgattm, 40 I., Tuberkulose. Am 13. Februar. Peter Klemenc, Arbeiter, 40 I., 0«llem». eorvbn. — Karl Prosenc, Schlossergehilfe, 42 I., Lungentuberkulose. Am 14. Februar. Josef Ravnihar, Arbeiter, 43 I., (^«tllrrli. into8t. clllnn. Landestheater in Laibach. 82. Vorstellung. Gerader Tag Montag, den l8. Februar l!)07 Zum erstenmal: Neu ausgestattet: Hnsarenfieber Lustspiel in vier Akten von Gustav Kadelburg und Richard Slowronek. Anfang halb « Uhr. Ende 10 Uhr. Lottoziehungen am 16. Februar 1907. Linz: 74 44 48 14 71 Trieft: 64 54 10 84 15 Meteorologische Beobachtunsten in Laibach. Seehöhe WN 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ,„ 2U. N. 7367 1-5 S. schwach teilw. bew. 'b' 9U. Ab. 736 0 -3-4 windstill halb bew. 7 U. F. ! 736 5 -« 8 S. schwach teilw. heiter 17. 2U.N. 736 0 0 0 SSO, schwach heiter 0'0 9 U. Ab. 733 9 -4 8 NW. schwach ! 18.1 7 U. F. 733«!-9 8! N. schwach > teilw. Nebel j 0 0 Das Taqesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt -15°, Normale -0 l°, vom Sonntag -4 9°, Normale 0 0°. Verantwortlicher Redalteur: Anton Funtel. Warnung! an jodermann, der Gold und sonstige Geldwerte ohne meifi Wissen und meine Einwilligung in irgend einer Weise auf meinen Namen verabfolgt, da ich in keinem Falle Zahler bin; auch für soust gemachte Schulden, ohne Ausnahme, die auf meinen Namen gemacht, hafte ich nicht. August Tomažiè ¦5—3 Inhaber der Firma Joh. A. Hartmann. Von tiefstem Schmerze gebeugt geben die Unter» zeichneten Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ihren innigstgeliebten Sohn, bezw. Bruder, Onkel und Schwager, den Herrn Franz Wudesch Privatier nach langem, qualvollem Leiden am 16. d. M. um '/. 8 Uhr früh im 44. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die entseelte Hülle des teuren Verblichenen wird Montag den 18. d. M. um 3 '/, Uhr nachmittags im Hause Al'er Marlt Nr. 21 fcieilich eingesegnet und in der Familiengruft zum Heiligen Nreuz zur ewigen Ruhe beigesetzt. Die heil. Seelenmessen werden Diestnag den 19. d. M. nm 10 Uhr vormittags und Mittwoch den 20, d. M. um 0 Uhr vormittags in der St. Iulobslirche gelesen weiden. Der Verblichene wird drin frommen Andenken empfohlen. — Um stilles Beileid wird gebeten. Laibach, den »6. Februar 1907. Flora «udesch, Mutter - Marie Vlühleisen, Schwester. ^ Alfred iNudesch. l, k. Notar. Bruder — «dele Mndesch geb Vupul, Her» mine Rudeich grb, WneSda, Schwägerinnen, — Paula L»nwr.^KMvmh,n Gebräuen. (¦7Ü6) 150—42 Der infolge Beines widerliohen Geruohe» und Geschmackes so schwer einnehmbare Lebertran tBt nunm«br in schmackhafter und durchaus leicht verdaulicher Form erhältlich in Form der berühmten 8oott0 Emulsion, die in allen Apotheken käuflich ist. (H05c) Wer die Strömungen und Bestrebungen unseres &ß A f ä^ M& ^ A #^ modernen Kunst- und Geisteslebens in einem a 1 M m* m^ AI LB humoristisch-satirischen Zettspiegel betrachten ¦ |J ii ^^^ 111 wj und verfolgen will, der lese jeden JYIontag ^1 ^f% ^y ^H Ä^ ^0% die neueste summer der pnehner ^0mmmm 9 wm^Jr ¦¦¦¦¦¦ €inzelverkauf und Abonnements bei lg. v. 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