^aibacher Seituna. .u R8V. Samstag a,n ««. August «8K« D','„Laib«cher Zcltii»^" erscheint mit An5>mli>m> dcr Sonn- >i»o Fciert.M. taglich, "„d. kostet ninimt »cn Vrilaqcn im Eo»,,Vtoir qanzjählig >, ,l., s, a < l> jä h r i., .', fl 30 sr ,»,'t Kreuzband im (5omvtoir qa»zj^hri^ <2 st.. l'"l^>ihrig <» N- 6lir die^ Zllstllcung in's Hans si»o hall'jähri^ ^» fr, mchr z» c.itrichlr». M i t d'c r ^osl »>o'rtl,-srei ganzjähri.,. »,tter Krsu,l^»c> »no qedrucktcr ,'ldre„e l.^ N y a I d , a yr^i c, , sl .j», f^ I » scrationsg. l'ü s> r für cinc Svalt.,l;eile vi>er dcn R.inm dcrscll'tü. fnr ein- ,"alic,c Einfchalt.l»'< ^ fr., snr zwci.naliqc ^ kr snr drem.a >gr ., sr. C. M. ^u.erate l'.s 12 feilen fosten l ff. ss.r 3 M.l. 50 fr. f»r 2 M^< ,,»c> ^ fr. f.,r ^ W^ ei«,m'chaltsn 3ll dicsc» Gcbiihrm ist nach dem „provisorisch.» Gcsche »om <». Novcnibcr l. ^. s»r ^>!,^t,o»^sianN'cl" »och w lr. f»r rinr j.^s!,>a!i^ Cinschailung hin;u z„ rcchn.ii Aultlicker Theil. , ^3e. Majestät der Kaiser baben über Antrag des Unterrichtsministers den bisherigen Professor der k. k. Rechtsacademie zu Kaschau, Dr. Martin M o-rovics, zum ordentlich,,'!, Professor der Rechtsphilosophie und des österreichischen Strafrechtes und Strafverfahrens, dann den Conceptspractikanten der steier-markischen Kammerprocnrallir, Dr. Eugen v. Mohr, zum ordentlichen Professor des österreichischen Eivil-rechtes an der k. k. Rechtsacademie in Kaschau zu ernennen geruht. Ee. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 27. Juli d. I., die Reorganisation des niederen chirurgischen Studiums in Pesth und die Erweiterung desselben zn einem dreijährigen, und zu diesem Behufe die Anstellnng eine? außerordentlichen Professors der chirurgischen Vorbereitungswissenschaften ui'd eines außerordentlichen Professors der theoretischen Medizin an der chirurgischen Lehranstalt; ferner die Aufhebung der Lehrkanzel für theoretische, Chirurgie, dagegen die Errichlnug einer Lehrkanzel dev chirurgischen clinischen Propädeutik an der inedizinischen Facultät zu Pesth zu bewilligen, und diese leNtgenannte Lehrkanzel dem dermaligen ansierordentlichen Professor der Geschichte der Medizin, Dr. Thomas Stockinger, als ordentlichen Professor allerguadigst zn verleihen geruht. Nichtttsntlicher Theil. Laibnck, 14. Anglist. Aus Triest schreibt man uns vom 12. l. M., daß Freiherr von Vruck, welcher in London außerordentlich, selbst von der Königin ausgezeichnet wurde, gegen den Ui. l. M. in Wien eintreffen wird, daß er in Triest aber erst im künftigen Monate erwartet werde. Herr Varou von Brück soll wahrend seines gegenwärtigen Aufenthaltes in England für den Lloyd mehrere Dampfer von vortrefflichem Bau angekauft haben, welche den Dienst der brittischen Ueber' landöpost von Alerandrieu nach Triest versehen werden. Eorrespoudenzeu. Triest, l3. Angnst. ..^.. Der Dampftr „Italia," welcher in 132 Etnnden 30 Minnten heute Früh um li'/.^ Uhr mit 17 Reisenden in unsern Hafen einlief, erhielten wir Berichte aus Bombay vom '!., und aus Calcutta vom 2. Juli. Der „Vomban-Times" berichtet von drei Schiffbrücken, welche, sich im Mai und Juni ereigneten. Am 22. Juni hat ein Ungewitter in Bombay getobt, in Folge dessen die Gewässer sehr angeschwollen waren. Mehrere Menschenleben gingen verloren. Andere Ungewitter herrschten in Umritsir, Wuzerabad und Peschawur. — Die englischen Behörden denken ernstlich auf Eanitätsmaßregeln für die europäischen Truppen, welche in Indien Garnison halten. — In Caschimir soll eine Revolte ausgebrocken seyn. Man erzählte, daß 4 europäische Offiziere, auf Befehl des jüngsten Sohnes des M a H azaj a H Go-l"Ub Singh ermordet wurden, weil sie einige Mädchen ^'s Landes insnltirt hatten. Vier Regimenter des M a l, a ; a j a l> sollen sich gegen Goloub Singl,, ibren ! Herrn, erhoben haben, lauter Gerüchte, welche einer Bestätigung bedürfen. — Aus Hongkong und Victoria reichen die Nachrichten l'is zum 23. Juni. Anch von dort wnrden Berichte über mehrere Sckiss-brücke eingeschickt. Die Insurrection in den chinesischen Provinzen fängt an, die Regierung zu erschüttern. Der Premierminister Eai-shang-ha, welcher sich anf den Eckanpla!) der Revolution begeben wollte, mnßtc sich auf der Gräuze der Provinz Hunang aufhalten, in der Nahe von Kwangsi, und schrieb von dort an seinen Kaiser, mcht weiterschreiten zu können, bis er nicht die Insurgenten znrücrschlagen würde, von welchrn er nmgeben ist. Von einem zweiten Commissär, der auch ,dahin geschickt wurde, konnte man bis jei^t nichts erfab-ren. D^r Gcneral der tartarischen Truppen von Canton, Wu-lan-atai, hatte am 8. Juni seiue Besamung verlassen, um sich mit deu übrigen Commissaren zu ver-biuden. Man sagt, daß der Prätendent des chinesischen Thrones sich in Sin-chan, in der Provinz Kwangsi, befinde und auf dem Meere mit Canton, welches 2lw englische Seemeilen entfernt liegt, in Communication ist. Der Anführer der Rebellen ist, laut einem Briefe des »Ov^Inml ^rimn! <>t' t'm'n.i," ein gewisser Teen-tel), welcher vor zwei Monaten in einem engen Passe 1N.W9 Soldaten der Regierung anf's Haupt geschlagen hatte. Teen-tel, soll von einer Partei der Insurgenten zum Kaiser von China proclamirt worden seyn. In der Provinz Kiaugsi, welche zwischen Hnman und Fokicr liegt, wurden auch viele Mani-ftstationen zn Gunsten der Rebellen geinacht. Der ,/)v<>,'Ilm.5-,!5<<'!'" findet jedoch für di^ chinesische ^'egiernng nicht jene G.fahren, wie andere indische und chinesische Journale, und glanbt, die Revolte würde sich bald legen, wenn die Ernte, wie man hofft, ergiebig ansfällt. — Gestern Früh segelte die k. k. Kriegsbrigg „Hnsar," Capitän Prey, mit ^lN Mann des Matrosencorps nnd Ili Kanonen, von hier ab. — Verflossenen Sonntag fand nm die Mittagsstnnde ein'e musikalische Academie im grosieu Saale des Manrouertheaters Statt, in welcher sich Herr Röckert als Coucertgeber auf der Violine, der Herr v. Asboth, k, k. Capellmeister, und der junge Pianist, Herr Iäll, auszeichneten. — Gestern Abends gegen <» Uhr ennor-dete sich init einem Pistolenschuß eiu zwölfjähriger Knabe. Man sagt, er hatte in der Früh mit den Aeltern einen Zank gehabt. Er verseyte sich den Schuß in das 5erz und blieb in wenigen Mi-nmen todt. Von der March, 11. August. -^ ^» — ?lachdem wir einige Zeit hindurch mit albernen Gerüchten verschont blieben, tauchen dieselben seit Kurzen: wieder anf, nnd wenn ich mich nicht irre, sind es „gewisse" Reisende, welche das Decoct der Fran Fama geschäftig bis zur Gränze tragen. Die Ankunft Kossuth's iu Ungarn ist bis zum Frühjahre festgescht, da es die Gerüchteschmiede für eiue ausgemachte Sache halten, daß Lord „Feuerbrand" die Pforte znr Freilassung bis 1>». September bewegen wird. Obwohl dieß von uuseren Bewohuern nicht so bereitwillig, wie im tiefen Uugarn geglaubt wird, so , schließen sie daraus, daß denn doch von dem verteufelten „Lajos" etwas im Schilde geführt werde. Nebenbei hörten sie, daß eine Masse Kossnchzwanziger umgeprägt werden sollen, und dieß führt sie auf die Vermuthung, man wolle eiligst Alles entfernen, was das Wirken des Agitators den Bewohnern Ungarns m's Gedächtnis: rufeu könnte. Leider q>r keine sonderliche Mühe, die Lente eines Bessern zu belehren, böchst wahrscheinlich, weil unsere „Herren" wissen, daß die Bevölkerung au der March die ungefährlichste im Lande ist; "llein dieß ist keine triftige Ursache, mit nünlicker Belehrnng mntan zn halten. — Di.' Wiener ?eitungcn werden hi.'r sehr spärlich gelesen und Volksblätter — was man so recht eigentlich.' Volksblätter nennen möchte, gibt es in ganz Oesterreich--------keines! — Dnrch den Erlaß, daß bezüglich der Abstellung ehemaliger Honv«''ds kein Zwang mehr Statt finden dürfe, hat sich die, Regierung anf's Neue viele Sympathien zugezogen, nnd es dürften in Folge dessen eine Menge junger Leute, die sich ohue Beschäftiguug noch im Lande hernm-treiben, weil sie aus Fnrckt vor Abstellung zum Militär nicht in ihre Heimat reisen mögen, freudig zn-rückkebren. Es ist mir zn wünschen, daß diese Verordnung in allen Gemeinden gewissenhaft bekannt gemacht werden möchte, damit sich die Behörden im vorkommenden Falle nicht mit Unkenntnis; entschnl-digen können, den Aeltern der noch herumirrenden Erhouv'ds aber Gelegenheit geboten werde, dieselben, salls sie ihren Aufenthalt kennen, zurückzurufen. Ich muß hier beifügen, daß auch Solche, welche schon früher als Erhonv''>ds zum Militär abgestellt wurden, in der Regel sogleich anf längeren Urlanb oder nach Umstanden auch gänzlich entlassen werden, wenn die Aelteru ihle 'Anwesenheit zn Hause als höchst nothwendig geltend zn machen vermögen. In einem unserer Dörfer kamen bereits zwei derlei Falle vor. — Als eine, Folge des heftigen, anhaltenden Regens ist die March sehr angeschwollen, ohne daß jedoch dadurch ein Schaden oder Unglück entstanden wäre; doch wäre es betreff der Communication sehr zu wünschen, wenn einige Brücken m e h r errichtet würden, die ohnedieß schon seit 3 Jahren projectirt sind. Unsere Vanern sind mit dem Ertrag der Ernte, besonders aber mit der Heufechsung recht zufrieden; der Hagel, der andererorten so viel Unheil stiftete, hat uns glücklicherweise ganz verschont. V c ll e r r c i ch. Wie», N. August. In Uebereinstimmung mit der auf der nördlichen und südöstlichen Staatsbahn bestehenden Einrichtung werden die Conductenre mm-mehr auch auf der südlichen Staatsbahn durch Wundärzte in der Handhabung der Rettungsinstrumente unterrichtet. ' - - Mit Beginn des nächsten Schuljahres wird am k. k. Gymnasium zu Cilli die achte Classe eröffnet werden, und sonach das vollständige Obergymnasium, für dessen Unterbringung und Ausrüstung bekanntlich anch von Seite der Bürgerschaft so große Opfer gebracht werden, in's Leben treten. — Man schreibt aus Presiburg-. Seit Monaten ! schon war von verschiedenen Snrrogaten die Rede, die von der Landbevölkerung statt des Tabaks geraucht werden. Nach einer Mittheilnug aus der Schütt soll in vielen Ortschaften dieser Insel ebenfalls von einem solchen Erscchmittel Gebrauch gemacht werden, und zwar bedient man sich, wie es heißt, des sogenannten Steinklees (UtMl»!^), einer Pflanze, die besonders im getrockneten Zustande einen Wohlgeruch verbreitet, und welche man scho" langst dem Schnupftabak beizumischen pflegte. Es wird diese Psianzen-art überhaupt, nackdem man sie l>ekam,tl,ch zum Bleb- 788 futter verwendet, überall i»l großer Menge gebaut, und soll, da sie gar keinen Giftstoff enthalt, von vielen sogar dem Tabak vorgezogen werden. — Die Truppen, welche in Lemberg concentrirt waren, um bei Ankunft Sr. Majestät des Kaisers zn paradiren, haben am 8. d. M. den Rückmarsch in ihre früheren Stationen wieder angetreten. — Ans der Gegend voll Weinberg wird gleich-falls nber Ueberschwemmungen geklagt. — Aus Münschen schreibt man, das; von dem Könige an Se. Majestät eine Einladung zum Besuche in München abgegangen sen, welcher auch unser Monarch im Spätherbste nachzukommen bereits zugesagt haben soll. — Die ron Sardinien zu erbauende Eisenbalm soll von Turin nach Mailand gehen, und wegen des Anschlusses wird das Nähere verhaudelt. — Wien, 12. August. Se. Maj. der Kaiser ron Rußland hat die österreichischen Generale: Graf Echlik, den Banns von Croatien Baron Iela«'i,', F?M. Baron Heß, den Grasen Grünne, den Gr.i-fen Wratislaw und den Fürsten Liechtenstein zu Rittern des St. Alerander-^iewoky-Ordens, und den Marschall Nugent zum Ritter drs St. Andreasordens ernannt. " Das zu L i n z erscheinende „Oberösterreichische Gemeindeblatt" hat von dem Statthalter des obigen Kronlandes wegen seiner nuzulassigen Haltung eine Verwarnung erhalten. " Neueste Nachrichten ans Bosnien melden den bevorstehenden Abmarsch der Truppeu Omer Pascha's nach Albanien. Wie versichert wird, soll mit dem Vladika von Montenegro ein Compromiß bevorstehen, so daß es von türkischer Seite zu einem militärischen Einschreiten daselbst schwerlich kommen wird. V5ie„, l?.. August. Von gut unterrichteter Seite wird versichert, daß die piemontesische Regierung endlich ;u der Ueberzeugung gelaugte, daß ihre isolirre Stellung in Italien uuDallbar ist, und daß sie deßhalb bereits Schritte gethan. uin sich Oesterreich zu nähern. Vian versichert, daß Graf Revel, der sardinische Gesandte am Wiener Hofe, in diesem Sinne abgefaßte Depeschen von seinem Hof> erhalten hat, in Folge deren er in einer längern Konferenz mit dein Fürsten SchwarzenlX'rg die Absicht seiner Regierung kund gab, die bisher befolgte Politik anf-zngeben und einerseits mit Rom, andererseits mit Oesterreich das frühere gute Einvernehmen wieder herzustellen. In Bezug auf Oesterreich steht die Flüchtlingsfrage oben an. Piemont soll die Versicherung gegeben haben, die italienischen Flüchtlinge scharf bewachen zu lassen uud dieselbeu bei schicklicher Gelegenheit auszuweisen. Was tie Verhältnisse mit Rom betrifft, so siud ernstliche Unterhandlungen bereits im Gange, und da man von beiden Seiten eine Versöhnung aufrichtig wünscht, so türfte eine Beilegung der bedauerliche,, Differenzen baldigst erfolgen. — Mir dem bevorstebendeu Bürgerwehrgesefte 1oll zugleich auch eine Verordnung iu Betreff d.'e Waffenbesiftes erscheinen. Eo soll nämlich in Oesterreich das System der Waffenscheine lind einer für selbe zu einrichtenden Tare eingeführt werden. — Der Hauptpm c.- aller von Bunoeswegen zu treffenden Verfassungsabäuderuugen besteht darin, daß die Einzelregierungen nicht mehr in der Ecfill-lnug von Bundespsiichten und Rechten von ihren Stauden abhängen dürfen. Nachstdem dürfte die Beeidigung des leeres auf die, Landesverfassung überall beseitigt werden. Es liegen zwar in dieser Bezlchlmg „och keine Vundesbeschlüsse vor, allein die vorläufigen Besprechungen lassen auf deren baldige Annahme schließen. Daß man bei allen elwa eintretenden Verfassungsconflicten in den kleinen Staaten sofort von Bundeewegen einschreiten und einem Bllndescommlssanus au Ort und Stelle die Ausführung der Bundesgesefte und der ersolgeuden Buu-desbeschlüsse übertragen müsse, darüber ist mau einig und wird sich"' in vorkommenden Ml,„ demgemäß verfahren. — In Folge eines vorläufigen Uebereinkommens zwischen der rönigl. preußischen und der konigl. dänischen Postverwaltung ^uf Grundlage dec> deutsch-österr. Postvereins, konncll Brieft alls Oesterreich nach Dänemark und umgekehrt unfrankin aufgegeben werden. — Den Hirten der am Fuße der Karpathen liegenden Dörfer, welche fast jede Nacht durch den Angriff von Wölfen einen Verlust an Hornvieh und Schafen erleiden, wnrde während der Sommermo-nate ein Waffenpaß unter strenger Aufsicht der Bc-zirksstuhlrichter bewilligt. — Der Fürst-Primas vou Ungarn geht mit dcr Idee nm, in seiner Diocese mehrere nene Nonnenklöster zu gründen, die vorzugsweise als weibliche Erziehunganstalten dienen sollen. — Die croatische Landwirthschaft - Gesellschaft hat an den Herrn Minister des Innern eine Petition um baldige Regelung des Communalwesens in Croatieu gerichtet. — Die dänische Regierung soll bei der hohen Bundesversammlung daranf angetragen haben, die österr. Truppen aus Holstein abzuberufen, da dort die Ruhe vollkommen hergestellt <> fortdauern zu sehen; zudem sind die Unzufriedenen, wenn es wirtlich deren gibt, auf's strengste überwacht, und Wucic selbst, der uoch immer, iu den Mehadiabädern weilt, soll von Vertrauten des Fürsten Karagjorgjevich beaufsichtigt werden' Deutscht,, l, d. Frankfort a. M , germutter des Fürsten, die oirasiu v. Zichy-Feri'mie, reis'te gestern von Johannisberg nach Briissel al', nm die Uebersendung des dort hinterlassenen Mobiliars d»'s Fürsten nach Wien zu bewerkstelligen. — Der Magistrat in Fürth hat der dortigen „freien christlich.'u Gemeinde" verboten, sich das Pra-dicat „christlich" beizulegen. — In Brandenburg wurde am U. d. eiue neue katholische Kirche eingeweiht. Dieser Act hat iu so ferne Bedeutung, als es der erste derartige ist, welche,' iu der geuannten Stadt seit der Reformation vorge-kommeu ist. S ch w e i ;. ?wischeu den Behörten des (5antous Tessiu uud den Granzcolounen der k. k. Truppen siud einige Conflicte nud erhebliche Streitigkeiten ausgebrochen. Italien. -Turin, 9. August. Die Neuwahlen in Sa-voyen sind durchaus democratisch ausgefallen. Deforesta betreibt das Concordat mit Rom; dasselbe soll dem spanischen uud toscanischen ziemlich conform seyn. Aus Aulaß des bevorsteheudeu piemontesisch-dsterreichischen Handelsvertrages hielt die Linke, welche die Freiheit des Landes dadurch bedroht wähnt, eiue außerordentliche Versammlung nnd ernannte sogar eine, freilich ertralegale Permanenzcommission. Turin, !). August. Beharrlich erhalt sich das Gerücht, daß die Regierung an dem Abschlüsse eines Concordates mit Rom arbeite. Namentlich der Iustizmiuister Deforesta soll darauf dringen, daß es wo möglich bald zn Stande komme. Die Bedingungen Piemouts scheiueu indeß von deueu der römischen Curie im wesentlichsten Puncte abzuweichen. Piemont will, daß die Erzbischöfe Frausoni und Ma-rougiu auf ihre Posten resigniren. Casales soll zum Erzbischof von Turin. Apporti zum Erzbischof von Genua consea'irt werden. Rom dagegen will, daß die jcht crilirten Kirchenfürstcn auf ihre Posten ,zn-rückkehren. Im Uebrigen dürfte der Abschluß des Concordats keineu außerordentlichen Schwierigkeiten begegnen, da das sardiuische Ministerium die Civilehe schwerlich proponiren wird, und auf dcn Vorschlag zur Einziehung der geistlichen Güter einzugehen niemals ernstlich gewillt war. 75l«> — Aus Turin wird vom 8. d. gemeldet: Der Bischof von Alghero protestirte gegen den Fis-cus von Cagliari, welcher behufs Aufspürung eines Räulers das Franziskauerkloster und den Friedhof durch Bewaffnete untersuchen liesi. — In Ehiavari erfolgte die Anflösuug der Natioualgarde, angeblich weil inehrere der Chargen wegen eingetretener Mei-nuugsverschiedenheit ihre Entlassung genommen hatten- F r a n k r o i ch. Paris, mineu5 mit der Abfassung des sogenannten be- auftragt. Auch das democratische Comit<'> in London hat sich veranlaßt gefuudeu, ein neues Manifest, dießmal an Italien zn erlassen. Nebst Ledrn Rolliu, Rouge, Mazzini nnd Darra? ist wieder Hr. Bra-tiano mit unterzeichnet, welcher bereits auf dem vorletzten Manifeste figurirte. Paris, !). August. Der neue Felozug gegen die Verfassung hat begonnen. In einer Versammlung, die gestern bei Odilon-Barrot Statt gefunden, uud an welcher ein großer Theil dcr Repräsentanten der Majorität Tbeil genommen, hat man den neuen Echlachtplau, der während der Vacanzen der Nationalversammlung in Ausführung gebracht werden soll, gemacht. Die Rede, die der Erpräsident der orlea-nisttschen Eropposition zu Gunsten Louio Bonaparte's bei der Discussion über die Verfassnngsrevision gehalten, ist als Programm anfgestellt worden. Nach 3'/- jährigem Warten ist eo Odilon-Barrot endlich wieder gelungen, an die Spitze einer Oppositionspartei zn gelangen; nur ein Unterschied besteht zwiscken jetzt nnd damals: einst machte er gegen die Regiernng Opposition, jetzt macht er sie mit derselben; den Zweck, den er verfolgt und der seine Bemühungen krönen soll, ist aber immer derselbe geblieben; sein Zweck uud seiu Srreben ist m den Worten enthalten - Ich will Minister werden. -- Wie man aus den folgenden Paragraphen, welche die in dieser Versammluug gefaßten Beschlüsse enthalten, ersehen kam, , ist d?r Inhalt derselben gcrade, nicht scbr legal und dein Wortlaut der Verfassung nicht entsprechend. Folgendes hat mau beschlossen: 1) die Geueralrathe aufzufordern, mir Energie die Verfassuugsrevision zu verlangen. 2) Die Bürger einzuladen, das Petitio-nireu, welches das beste Mittel, die Revision zu erlangen, sey, fortzusetzen. 4) Auf dem Terrain der Revision selbst das Resnltat der nächsten Wahlen vorzubereiten. — Außerdem hat man noch den sehr wichtigen Beschluß gefaßt, durch das Organ der Generalräthe die Nationalversammlung aufzufordern, die Wiedererwahlung des gesetzgebenden Körpers in einer hinreichend getrennten Zeit von der, in wclcher die Erecutivgewalt gewählt werden wird. vornehmen zu lassen, damit die Regierung die Ordnung mit Nachdruck aufrechterhalten uud deu öffentlichen Frieden beschützen könne. — Die Legislative wurde am 9. d. nach Ver-lesuug mehrerer Pericionoberichte geschlossen. ^" In Bordeaur ist eine Weltumseglungs-Lust-fahrt organism, für welche jeder Theilnehmer 4ii00 Francs zu zahlen bat. — Der Lordmayor von London hat Paris nach einem achttägigen Aufenthalte wieder verlassen. Portugal. Spamsche Blätter stellen deu Zustand dieses Landes fortwährend als bedauerlich dar. Die Zwi-stigkeiten und Reibuugen zwifchen den verschiedenen Abtheilungen des Heeres, der Bürgerschaft und der Natioualgarde dauern ununterbrochen fort. Großbritannien und Irland. London, 8. Angust. Auf eine Interpellation des Lord D. Stuart bemerkte Lord Palmerston, daß die griechische Regierung ihren finanziellen, in, Jahre 1832 eingegangenen Verpflichtungen noch keinen Angenblick nachgekommen sey; diese Verbindlichkeiten sielen fortwahrend den Schutzmachteu zur Last, alle l'ierüber gemachten Vorstellungen bätten bis jetzt zn keinem Resultate geführt, nur seine Finanzverwal-tuug bindere diesen Staat, seinen Obliegenheiten nachzukommen; aber die englische ' Regierung lasse diese Angelegenheit nicht außer Acht und gedenke jetzt mit Frankreich und Rußland gemeinschaftlich die griechische Regierung anf den Weg des Rechtes zu leiten. London, 8. August. Gestern wurde eine 2. verbesserte Ausgabe des speciellen Cataloges der österr. ! Abtheilung ausgegeben. Sie enthalt eine vollständige Liste aller ans der österr. Monarchie eingesandten Gegenstände, sammt der Preisangabe in österr. Gelde, eine Uebersicht der industriellen Zustände Oesterreichs, und eine kleine Karre der Monarchie mit Bezeichnung der Plätze, welche sich bei der Anostel-lung betheiligt haben. Das Werk erschien in englischer Sprache. London, 9. Angnst. In der gestrigen sletzten) Sitzung des Unterhauses beantwortete Lord Palmerston mehrere Interpellationen des Sir R. Inglis dabin, daß die Negierung Ihrer Majestät mit den Regierungen in Rom nnd Florenz in Ver-baudlungen stehe über die Ausweisung der Engländer Pakeuham aus Florenz nnd Healey ans Rom, daß in Rom allerdings protestantische Kapellen (shapes?) in so fern errichtet werden könnten, als dieses den bestehenden Verträgen gemäß gestattet sey, nnd diesen alsdann auch der bezügliche (5onsularschutz zu Theil werden wüsse, und dasi nach langen Unterhandlungen in Madrid ein besonderer Begräbnißplatz für Protestanten erwirkt worden sen. Schweden und Unrmogcn. Die Nachrichten aus Norwegen werden immer bedenklicher. Man hört nicht nur die Arbeitervereine mit Revolution drohen, sondern auch einige Mii-glieder des Storthings sich über die von der Regiernng dagegen ergriffenen Maßregeln mis, Heftigkeit beklagen. Den zuletzt eingelaufene,! Nachrichten zufolge sind in Ringerige, in der Nachbarschaft von ! Ehristiania, neue Unrubeu ausgebrrcken. Vsmanischcft Ncich. Nach Berichten ans (5 o n sta n t» n o pel wäre die Frage wegen der heiligen Olte^im Oriente, welche, die Verbältnisse zwischen Frankreich uud der Pforte zn lrübc'n drohte, im französischen Sinne gelös't worden. Die Pforte hat den bezüglichen Tractat von 1740 als gültig auerkannt. Dadurch ist der Hauptpnnct, nämlich das EigenthumorM der Katholiken auf die heiligen Orte entschieden und eo blei-beu noch untergeordnete Fragen zu regeln übrig, womit eine eigene Commission betraut werden soll. Neues nud Nenestes. Wien, 14. August. Als Nachfolger deo Hrn. Baron Koller, als k. k. Geschäftsträger am englischen Hofe wird Baron Buol-Schauenstein bezeichnet. — Wie die „A. A. Ztg." meldet, hat ein in Constantinopel weilender polnischer Mechaniker die Erfindung eines Mechanismns gemacht, welcher, einmal in Bewegung gesetzt, dieselbe während einer Dauer von 20 Jahren ununterbrochen ohne alle Reparatur und olM Hilfe irgend einer dcr bisher in der Mechanik gekannten Kräfte, fortsetzen kann. ' — Von der Thätigkeit der Geusd'armerie kann man sich einen Begriff machen, wenn man ans authentischen Daten erfahrt, daß das in Böhmen stationirte zweite Gcnod'armerie - Regiment vom 1. Inni 5850 bis 3l. Juli 18.^1 30.370 Verhaftungen, und 19.003 sonstige Diensthandlungen vorgenommen hat. Unter deu Verhafteten waren 43 Straßenrauber, 20 Einbrecher, 48 Mord- oder Raub-brenn'er. 3« Mörder, i^i Diebe und Hehler, 63 Falschmünzer. Telegraphische Depesche. Nom, tt. August. Der Leichnam des Grafen Pellegmw Nossi ward in das für ih» crricbtete Monument der Kirche San Lorenzo »bettragen. ' Turin, 1,. August. Graf Revel ist a>,5 Wien hiev eingetroffen. Mailand, 12. August. Mstcrn sind Schaft-scheine im Betrage von 4,800,000 Lire verbrannt worden. 79» Feuilleton. N e i s e b i l d e r I Togss»'!ll»!r^ im <5>'»l>ni Zt. Sallcri. — »^^pat kommt Ihr Illo, aber Ihr tommt doch« *) _ werden Sie sich beim Erhalten dieser Zeilen denken; allein Sie wissen ja, daß man in unse ren Zeiten vor Dampf und Dunst, d. l?. iencm der Eisenbahnen, Dampfschiffe und Postwägen gar nicht zu Athem kommen kann, um in gemüthlicher Einsamkeit die erhaltenen Eindrücke aus dem Papiere zn fesseln. Ferner mußte bei der mir spärlich zugemcs-senen Zeit jeder freie Augenblick auf Besichtigung und Notirung in meinem Skizzcnbuche verwendet werden, ui'd jetzt erst. im Stationsplätzchen, wird das Gesam-melle gesichtet, geordnet lmd gefeilt. Mit Politik will ich mich hier nicht besassen, denn ich din zu politisch geworden, um zu politisiren. Für mich sind die gewaltigen Schöpfungen der Na. tur, die fortschreitende Entwickelungsgeschichte dcö menschlichen Geistes in den Werken dcr Kunst und Literatur, und kleine Reflexionen über National-Oe conomie, als Grundlage des Wohlstandes dcr Staatsbürger, viel interessanter, als das verworrene Gewebc pythischer Sprüche, — das man so gerne »große Po litik treiben" nennt. Und wie vielen Stoss' fand ich schon bis jetzt auf meincr Reise durch Oberitalicn und die Schweiz! Ick werde gelegentlich meine Vemcr-kunge» mit hineinstießen inachen. Ich übergehe die Details dcr Reise, denn wel-chcs Interesse kann es haben, wenn ich z. B. allgemein bekannte Gegenden malen würde, Ich werde parthienwcisc Licbt und Schalten zu vertheilen micd bestreben, und da man in unsren feiten gewohnt ist, bei 'Allem die practischc Seile vorzugsweise ins Ange zu fassen, so will ich nach Thnnliäüeit auck dieser „Forderung dcr ^icuzeit nach Möglichkeit Rech-inmg tragen." Bis Tricst benutzte ich die Priuat - Eilsuhr von Polay «U Eo>np., die ich besonders lobenswerlh er wähnen und dcn Reisenden anempfehlen muß, da ich bis hicher wohl gleiche, aber noch keine bcssere ai'tra», lmd dcr doltige Gcsellschaftsdirector Mazzoli erweiset alle Gefälligkeiten, u>n das brftlwe,l!che Rnscn z i erleichtern; ein gerader Gegensatz zu der Firma „Fran-chetti" zwischen Venedig und Mailand, die wirklich unter aUer Erilik schlecht ist, Ueberhaupt hatte ich dis Mailand durch das ganze Vciutianisch - Lomb„r-dische nur Grund zu bitteren Klagen. Wie sehr be dauerte ich Rciscnde, die nichi dcr italienischen Sprache mächtig sind, da s.Ibst ich bei zieml ch genaue Kenntniß der italienischen Gewohnheiten so viel Gnind zum Mißvergnügen halte, daß dcr Total-Eindilick cin sehr getrübter ist. In Venedig fand ich seit meincr Ictz-tm Anwesenheit in dcr märcl'eiwollm Lagllncnköni-ginn Vieles verändert, doch zum Vortheile d.r schwer-geprüften Stadt. Nur das ewige „Schnüren" der Fremden, und das fortwährende Betteln sind noch «beim Alten.« Die Giardini stehen m t glschmackvol len Anlagcn vermehrt als ein reizender Garten da, lind welch herrliches Farbenspiel zittert bei untergehen der Sonne über die zerstreuten grünen Infelchcn, die Marmorpalläste und die emporragenden Thürme und Kuppeln, die in der vcrgold.-ten Lagune >n all^r Pracht sich abspiegeln! Abends spielte die Militär-Musik dcs Regimentes — Hohcnlobe. Würden diese hnrlichm Klänge unserer Landc^biü^cr in ^aibacl) ^icder «in Mal zur amnutyigcn Nlitcrhaltung erklin-gcn, dahte ich bei mir. — Am nachten Morgen lrug uns d r «Dampfende Koloß« .Nls Venedig, nachdem m,öffneten; auf uns alle machten die värtigsn Gestalten mit den scharlachrothcn Binden einen nnheimlichen Eindruck. Nach 24 stündigcm Auf.-enthalte wnrde die Reise bei Regen, Donner und Blitz fortgesetzt, und wir langten e»st nach l> Uhr Morgens in Treviglw an, wo wir bis gegen Mittag warteten, bis dcr Eisendahntrain uns »ach Mai. land brachte. Mailand macht einen wesentlich.,, Abschnitt in der Reise, und ich behalte cs mir vor, die Reise von Mailand nach meinem gegenwärtigen Stations-platze in der Schweiz nächstens Ihnen einzusenden. Dicft Parthie ist dis jetzt die schönste gewesen, und dürfte nur von den projectirtcn übertroffen werden. In ein Paar Tagen beginnt die Bereifung der Schweiz. Zürich, das romantische Appenzellcrland, der Vicrwaldstädtc Parthien, cic zuerst uorgcnommen werden, und worüber ich Ihnen die Berichte einsenden werde. Bis dahin mein herrliches Lebewohl! !),-. V. F. Klun. M a l v i u a, l,'dN' die E»cn,alt des Pinsels. (5'r^iblmig von Po — o. (Fl,'r tsstzung,) Eduard, sagte ich z„ meinem Freunde, dcr mir ziemlich mihe stand, siehst du das weibliche We sen dort, i„ dem weißen Kleide, mit dem großen Florentiner Hute auf dem Kopse. — wenn du mich jemals lieb gehabt hast, so gehe augenblicklich —frage, wer das Geschöpf ist, —frage aber vernünftig,— compromittire weder mich noch sie, — gehe, und bringe mir eine Antwort, aber so schnell als du nur immer kannst; — gfhc, bat ich ihn ungeduldig, als er Miene machte, den Grund meiner Ncugicrdc zu erforschen, — gehe wenn du mein Freund bist, — du sollst später alles erfahren. — Wenigstens 2 Stunden dehnten sich dahin, während welchen ich in der Gesellschaft, unter der ich mich befand, eine ziemlich läppische Rolle gespielt haben mochte. Endlich sah ich meinm Messias kommen! Mil derEntschnldigung, meinem Freunde etwas Dringliches mittheilen zu müssen, verließ ich die Gescllschasl und stürzte auf ihn zu. Nnn, wa5 hast du erfahren? — Weilig — die Fran ist erst gestern Abends mil einer ältlichen Person hier anqekommcn; — sie war an ei' nen französischen Eapitän verheirathet, „nd ist schon seit ein Paar Jahren Witwe. Erst seit wenigen Tagen ist sie in Wien, — nur 2 Mal hat sie mit einem Herrn, der aber nicht mit auf das Land gekommen, einen Bestich bei dem Banquier gen hier an, und so viel man glaubt, werden sie sich hier noch morgen und übermorgen aushalten. Uelnigens werden wir Gelegenheit haben, sie noch heute zu schcn. Graf >— gibt einen Ball, — alles was noch nicht dazu gebeten ist, wird noch oi>-sen Vormittag geladen. Auch die Familie tt— wird dort erscheinen, und zwar maökirt, denn der Graf, der wünscht, daß alles recht bunt unler einander gehe, läsN seinc Gä^r ersuch",, möglicher ^eise «m ,„:,^!,,! zu erscheine". (2s sind daher schon mehrere Eitt'ottn iwch dcr Stadt abgegangen, um d«ö Nöthige herbei zu schaffen, und dcr Giaf soll selbst 5.0 Larven als <.'<»!-l,5 'v<; bestellt h^.ben, die Nachmittags um 5 Uhr in seinem Hause ansgegcben werden. »Ich habe das Meinige gethan, sprach er nun int Pathos — kardinal, thut das Eurige, und gebt an, wa um Ihr mich so hcrumgchctzt habt! Ich umarmte ihn danlbar, i'üßtc ihn, führte ihn hinaus, wo keine ungelegenen Zeugen uns störten, und theilte ihm das mit, was Euch jetzt ohnedieß bckannt ist. Schon eine geraume Zeit rauschte die Musik in dem Saale,--die meisten Gäste waren gekommen, und schwirrleil mit und ohne M'scel, »mtercinauder hernm, als ich 2 Paare, die zusammen zu gehörei, schienen, eintntcn sah. Es waren 2 Fcnerländrrin nen, und 2 Zigcunrrmädchcn, nnendlich geschmackvoll gct'Iciccl. Sie eilten aus reu Gcber dre Huld. 1 l« 1/2 ^ ^ '>m - L^on für < Pfund Sl.rlinq. Gulden 11.40Bs. 3 M°nn - M,!l,7«d, ür 300 Oesterreich. Lire. Guld. N9 Vf 2 Mona . Mar!,i!,c, si,r :l00Fra»f,l,. . G"ld. 1.'.9 .V4 Vs. 2 Monat. Paris, für 3<»a Fransn . . Vuld. 139 3/4 Nf. 2 Monat. Wcld- und Silb er^Kourse vom 1.°!. August 1851. Brief. Geld. Kais Münz-Dulten Agio.....— 23 5/» detto Rand- dtl,, .......— 231/i ssliipoleonsb'or „.....— 9.26 Souvcrainsd'or „.....— 16.1 tt Ruß. Imperial „.....— 9.3.'l Pr.uß. D'orS „.....— 9.^5 Cngl. Sovcraings >, .....— il.40 Silberagw .........— 18 7/8 Verzeichniß der hier Verstorbenen. Den 9. Auquit 185 l. Johann Duia, Schübling, alt 55 Iah«, im Civil-Spital Nr. 1, an der Eritkläftmig. — Dem Barthol Ierscheg, Fabiik^arbciter, sein Kind Carolina, alt l l> Monare, ,n der Hiadeczky .-Vorstadt Nr. 30, an der Mund sperre. Den ll. Die Wohlgeborrie Frau Anna Edle v, Walterall, t. k. Oberverpfiegsoerwalrers.-Wttwe, alt 70 Jahre, in del- Stadl Nr. l?9, an allgemeiner Entkläftung. Den l2. IqnazKumposek, Knecht, aIt47Iah'.e, im Civil-Spital Nr. 1, — »nd dein Johann Mar-kovich, Postillci, , sein Sohn Johann, Schüler der 5een Gymnasial - Classe, alt 18 Jahre, m d^rCapu-zmel'lVorstadt Nr. 3, beide a» der Llingensncht. Den l3. Lorenz Kopaö, Schüler der ll. Gym-uaslal. Classe, alt 16 Jahre, im Civil-Spital Nr. l, am Wundl^rrkrampf. Z. 997. (I) Nr. 3643 Edict. Vor dem k. k. Bezirksgerichte Gvttschee habe» Diejenigen , welche an die Vellaffenschaft des, am 28. November 185,0 zu Wien, an der Wieder, Nr. l» versturbenen Witwers Johann Petsche von Gottschee, emc Forderung zu stellen halxn, zur Anmeldung und Datthuung derselben am 29. Sept. l. I. Vormitt. um 9 Uhr zu erscheinen, oder dis dahin ihre Anmeldung schriftlich tinzublingeii, widrigens diesen Gläubigern an dic L^erlaffenschaft, wenn sie durch die Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weite, rer Anspruch zustande, als insofern ihnen ein Pfand-recht gebührt. K. k. Bez. Gericht Gottschee am 7. August l85I. Z. 999. (l) N-. 1703, Edict. Vom k. k. Bezi>k6genchse Neummkil wild hie-mit btk.irml ciemachl: ^s bade Ialol? Achazlii^d, vu>A0 H. ^, 7 liegenden, im Olllndbuclie dt dem Anhange des §.29 G. O., "Us den 30, Sevlembtl l. I. 35ormitt»,g um 9 Uln hlrramts angeordnet wurde. Nachdem dem Gench-e dcr Aufinthalt und das Daseyn der Gcklagicn lliibekaiüN lst, so dal das!ell>s auf ihre Gefahr dea Ios, Achazln'zb, vnlxa savvr^ilik von St. Anna, als H^tor desteUl, mii welchem diese Rechlssacke, islsoserll die Geklagten bis zur odi gen Tagsatzung nicht im ordnungsmäßigen Weae eirischleiien, verhandelt und sodann, w.lk. Rechtens ist, erkannt we>dcn wü.de. l K. k. Bez. Geiictt Neumarkll am l^.Iuli lssöl I Z. 996. (l) Nr. 2689. Edict. Von dem k. k. Bez. Veiichle Gurlfcld wird bekannt gegeben: Es scy über Ansuchen der Htnschasl Thurn am Hart lls pr»««. ."0. Juni d. I., Z. 2689, indie erecmive Feilbicluna. der, mi: dem Säähu'igs. prvtocolle vom 1«. September »850, 3. 1132, auj 'Vli2 fl. 80 kr. geschatzttn, dem )os. Ilnllinm- von Haselbach eigemhü'mlichen ^iertelhude, im Sahduch» Vroßdorf »ul> Urb. Nr. 48'/^ eingetragenen, und des Weingartens in Terschlauz, ,m Satzbuche Thurn am Hari 8»l) Bq. Nr. 125 vorkommend, sammt Wohn ^iid Wilthschal'lsgcbauden, wegen aus dem Ullheile tl,chll's pr. 8 fi. uno Kosten ps. 5 fi., des aus dem Vergleiche vom 16. Jänner 1847, Z. '^394, schuldigen PvchleZ p . >9 si. 14 kl. >amml Verzugszinsen und Kosten pr. 3 st, 2 li. gewiUigrt, und zu deren Vornahme die Tagsatzungen in loco der Realitäten im 9. September, 9. Ottober u. 8. November l. I., jedlsmal um 9 Uhr Vormirrags mil dem Anhange angeordnet worden, daß bei den ersten 2 Tagsalzun-gen die Realitäten i,ur um ihren, bei der dritten abel auch Uüter ihlem SchahUi'gswertde an den Mcistdit' enden werden hintangegcben werden, uno daß bis-l)in die illlitalionsbedingniffe, das Schätzungsprococoll > und der neueste Orundbuchsertracc Hieramts in den gewöhnlichen Amtöstunden eingesehen werden tönnsi,. ^i. t. Bez. ^ericdl ^lnkflio am 3. Juli »851. Der t. k. Bez. Richler-. S ch u l I e r. Z. 988. (2) Nr. 260«. Edict. Von dem k. t. Bezirksgerichte Fcistritz wird be-kannt gegeben : Es sey ü'ber Ansuchen des Herrn Iostph Domla-disch von Feistritz, in die executive öffenllichc Feildie-tuilg der dem I^cob Delost von Grafenbrunn gehö-ligkl,, im Grundduchc der Amtsherrschast Adeltzderg, 8,ili Urb. Nr. 484, vorkommenden Realität, im schuldigen I47fi. 33 kr. <-:. «. <-. gewilliget, und deren Vornahme auf den 10. September, ltt. October und 10. November l. I., jedesmal Früh 9 Uhr in loco der Reali-tal, mit dem Beifügen angeordnet worden, daß dies, nur bei der dritten Tagsatzung auch unter dem Schatzungswerthe hwtangegeben werden wurde. Das Scha'tzungsprotocoll, der Grur.dbuchsertlact und die Licitationöbedingnisst liegen zu Jedermanns Einsicht vor. Feistlitz den 30. Juli 1851. Z 99). (2) Nr. 2^.73. Edict. Von dem k. k. Bezi der dem Ij,naz Skaija gchölig.n, im ^»undbuch. ccr Herrschaft H,o,ss!ibach »ul> Ne^tf. Nr, 226 vor^ kommenden, zu Strlf. N,. 226^ vorkommenden, dem Ignaz Ekeol gedö.i^.i Ucbellandswicse n» sallo^, aus dem Schuldscheine hre Gefahr und Unkosten den Johann Pibernit von Nassknsuß als Curator blsteltt, mit welchem di« angebrachte Rechtssache nach be? bestehenden Genäns» vtdimng ausgeführt und entschieden wetdrn wild. Die Gcllaqten werden dessen zu dem Cude N' innerl, damit sie allenfalls zur rechten Zelt selbst erscheinen , oder inzwischen dem best.lllen Vmaior ibre Necbtsbehelse an di« Hand zu geben, oder auch sich selbst einen andern Sackwaller zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, und überhaupt >m rechtlichen und ordnungsmäßigen Wege tlNi,U" schreiten wissen mögen, insbesondere da sie sich die ,,us ilner Verabsäumung entstehenden Folgen selbst beizumcsien haben werden. K.k. Bez. Gericht Nassenfuß am l5. April 1831. Z. 948. (3) Nr. 3068- Edict. Vom k. k. Btv Gerichte Egq wild biemit aÜge-inrinei' bekannt gemacht: Es >ey über Ansucden des' derrn Dr. Burger, als Mathias öampizt)'scher Ncr, l'ß.'(Zu>ator und Maauhciber deß Universalerben An-on 8l)nl^, l>6 Ns2t>«. 17. Juli «851, Z, 3068, die mit Bescheide vom 22. Octrder 1848, Z. 3037, bl-williqte und in Folqe Ansuchens vom Bescheide 22. Oe.ember l8^8, Z. ll«83, sistirle ererutive Feilbie.-!U!!ss t)sl, dem Lorenz Bregar gedüligen, im Grund-duche l^erlactstcin «uli Urb. Nr. N 6, 7, 8, 9 vor» kommenden, im Tomirilsaldislricte Schelodnig siele» ^enen, gelichllich aui 9kli si. geschätzten Wiese, we-ien der ^orderullg aus dem Uitheile vom I I. ^iovem-ber lU46, 3. 3^74. pr. 400 si. sammt Nebenltchte,, bewilliqct, und es seyen hiezu drei Tagsat>ungen, auf cei, 29. August, 29. September und 29. ^rtoder l. I., iideömU Vo'mittags um 9 Uvr zu Ncbelod-"lig mit dem Anhange angeordnet worden, daß bei ^er drillen Keildittllngstagsatzunq die Realitäl auch unlcr dem Schäyungspreise hiilanssegeben welde. Oer Oiundtuchserlrail und die Licil.'tionsdedingt'iffe tonnen dierams ein^enhen werden. K. k. Bez. Gericht E.!g am 22, Juli l85l. Z. 1023. Omladung zu dcm am Montag den «8. August » 85 » im (Vasthof Garten »zum Löwen" zur Fcicr des Allerhöchsten Gekurtsftstes Sr. Majestät KAISER FRiZ JOSEPH I abzuhaltenden Marienseste. Der Reinertrag ist zum Besten der Laibacher Stabt- Musik Kapelle, welche die gewähltesten Piecen vorzutragen die Ehre haben wird. Der Anfang ist um 6 Uhr. Der Gatten wird bei eingetretener Dämmerung beleuchtet. Eintrittspreis 10 fr. Kinder sind frei. 3. 967. (4) Ein jungerMann, practised geblldeter Forstmann, ^'^/^ «'""beilhaften Bedingungen eine a ernde Anstellung. E5 werden von ihm die Fähig. k''t, c«nw Knaben von U - 7 Jahren in den slementargegcnstanden zu unterrichten, und die ^enlttmß der slovcnischen, oder wenigstens einer ilavijchen Sprache, als Hauptbedingungcn zur Aufnahme ßrfordclt. 2ff.rce unter Adresse.,^ (>. Oberlaibach in . (2) Ein nordisches Handlungshaus sucht, gegen eine Provision von 33 Procent, rechtliche und solide Personen, welche ausgebreitete Bekanntschaft besitzen, und die sich mit dcm Verkauft eines, selbst in den kleinsten Ortschaften gangbaren Artikels beschäftigen wollen. 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