Mlmther H ^eitunH. ^ 267. 8amsiag am 20. Nouemlier 1858. Die „Vail'.icher Zeitung" erschrinl, »lit !?l»s»al»,,c per Son»- «nd Heiertc^e, täglich, und lostet jainml „Vlätter auS Kr^in" und den Beilagen im Comptoir ganzjährig >1 st., h n l l>-j ä l) r i q 5 st. :l<> >r,, »lit Kr e» z b a n d i», (,5omptoir ga „ z > ähri li t2 st., halbjährig tt st. Hur dir Zn'iellilüg in'S Haus sino halbjährig 30 !r. »lehr zu entrichten. M l t der Post portofrei ganzjährig, »nler Kreuzband uni, grdrncktcr Avresse löst., halbjährig 7 st. 3« kr. (5. M. — Inse r t i o n sg ebü hr jur tlnc Spaltenzelle od,r den Raum derselbe», ist für timualige Einschaltung <» kr., siir zweimalige 8 tr., snr dreimalige U> lr. österr. Währung u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertwnsstänipel pr. 3« lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechneu. Inserate bis «0 Zeile» tojten l st. «ft fr. für 3 Mal, l st. 40 lr. für 2 Mal und U0 lr. snr l Mal (mit Inbegriff des In» srrtilMsstämpelS). Amtlicher Theil. M^ic Minister des Innern und der Justiz haben den Stnhlrichlcr Emerich v. Komüromy zum Vci> sißer und Nefcrcnten bei dem Urbarialgerichlc ecster Iustauz zu Valassa-Gyarmath ernannt. Der Minister für Kultus und Unterricht hat den k. k. OberlandeSgenchtsrath Josef Edlen v. Schul-heim zum Vizcpräses dcr judizicllen Staatsprüfungs' Kommission in Nie» ernannt. Dcr Iustizminister hat die provisorischen Ge> richts-Adjnnkteu Alcmnder Selley. Franz Kiraly und Alenus F <> Iegyd i> z y . zu definiliucn; daun deu Auskultanten Adalbert v. Zoltau und den Konzeptsdiurnisten ^adislaus Geliert zu provisorischen Gcrichlöadluuktcll bei den Gerichtshöfen des Großwardeincr Oder > Landesgcrichtsprengels ernannt. Der Iustizministcr hat die bei dem Landcsge> richte zu Pesth erledigte provisorische Hilfsämterdirek' lioiKü'Adjunktkiistslle dem Offizialen bei dem Komitats« gerichlc zu Szegedin. Franz Miller, verliehen. Nichtamtlicher Theil. Korrespondenz. Klaaenfurt, <8. November. l^I Es ist gewiß riii für m,serc liteläre Perbin' dung gutes Angnrium, daß ich m, dci Spipe meines ersten Berichtes über unser soziales i,'ebcn — womit ich mich. Ihrer Erlalibniß zufolge, bei deu geehrten Lesern der „^aibachcr Heilung" einführe — eiuc vecht erfreuliche Mittheilung z» bringen i» der i'agc bin. Ich nieine die Aeußerung, welche die „Kärntner Hau dels« und G e w e r b e ka m m e r" in ihrer letzten Sitmng „über die Ursache» der Erhöhung der Preise dsr wichiigsten Lebensbedürfnisse und über die Thunlichkfi! administraliver Maßregeln zur Vehcl'ung dieser Ursachen" abzugeben balle. Der Auftrag hiezu ist uon Sr. Erzellenz dem Herrn Minister des Innern nn sämmlliche Haudclökammern der Monarchie ergan» yen, und die lmsrige hat unter allen Korporationen dieser Bestimmung hlerln das erste Wort gesprochen — ein Wort. welches in weiten Kreisen freudige» Wiederhall findet. Es lag der Kammer zugleich ein. i» Folge desselben hohen Auftrages von dem Magi« strate crfiossener Bericht vor, dem sie sich, die Ursa> chen der Theuerung betreffend, anschloß, als welche angegeben wurden: «Die frühere Enlwerlhung des Papiergeldes, wodurch den Produzenten fortwähren» dcr Vorwand oder Anlaß zum Steigern der Preise ihrer Erzeugnisse, uie aber zum Herabsehen dersel' beu geboten war". — „die erhöhten landesfürsllicheu Stenern und Umlageil" — »»o „der ansgltchntere Verbrauch der Bedürfnisse des Bebens und des Lurus dlirch den sich täglich erweiternden Krcis derselben in allen, selbst ren dienenden Klassen. Bezüglich dcr administrativen Maßregeln zur Abhilfe der Theuerung oagegeu divergirte die Ansicht der „Handelskammer" von der Meinung des Magistrates, welcher das zunächst liegende Mittel der Fre i g e b u n g der Vrot > und Fleischsa hung darum nicht vorschlagen zu dürfen glaubte, „weil früher die Kapitalisten da sein »nützten, ehe man die Saßuugeu frei geben könne." Hicbei mnß ich liemerlen. daß z. V. zu sahungömäßigsm Fleische ein Unschültgehalt vo» 1U Prozent erforderlich ist, was natürlich >n den seltensten FäUeu uorlömmt (ra die Brcnuercien im Verfall sind) und diese Vorschrift zu einem illuso. ri scheu Begriffe macht. Zu bezweifeln ist auf jeden Fall. daß irgend ,i» Verwaltungöralh dcr Kre» ditanstalt uns seine Kapitalien herabschicke,: wir?, um damit die Ochse» zu mästen, bis diese ihr Fleisch „mit lli Prozent Unschllllgshalt" vergeben. Wenigsten« dürfte noch mancher schöne Sommertag darüber hin« gehen. — Die «Handelskammer" nnteizilhl daher den Begriff „satMgSmcihig« einer ganz gesunden Krilik und schlägt als AbhilfSmaßregeln vor: „Die Aufhe. bnng oder Modifi^irung der Wucherglsepe". — „ele Vestencrung der Brennereien nach der Ausbeute u»d nicht uach dem Maischraum, zur Unterstüynng der Vishmastung" — „Aufhebung der Satzungen und des Zunftzwanges" ; denn leerer (l^eißt eS in der Moli. virnng) ist bloß ein Bollwerk für deu Faulen und ein Hemmschuh für den Fleißigen. Die Erfahrung lehrl. daß. ic starrer dcr Zunftzwang, desto finanziell und inlellckluell verkommener die Bevölkerung ist" — und „Verbesserung der Kommunikationsmiltel. sowie mög« lichste Beseitigung der Maßregeln, womit dem Erzeuger hemmend in den Weg getreten wird." — In dieser Fassung wurde, nach dem Antrage des Referenten. Hrn. Mayer, mit Stimmenmehrheit das Gutachten de »"Kammer an» genommen, welche hiemit einen glänzenden Beweis des richtigen Verständnisses ihrer Anfgadc und der Be. pürfnisse der Zeit hergestellt hat. Hoffentlich wirb ihr Beispiel nicht ohne Nachahmung bleiben. — Unsere ^andeszeitlMss enlwirft in der Aufzählung der massen» basten Entlassungen uon Arbeitern, wozu sich m>sere Eisenwerke aus Mangel an Absaß gezwnngen sahen, ein sehr trauriges Bilo der Geschäftsstockunq. welche auf diesem bedcuteudsten Gewerbe unseres Kronlandes lastet. Bis znm Neuenjahr dürften gegen ll(100 fleißige Männer, darnnter zahlreiche Familienväter, brotlos sein, deren ^los um so beklagenswerther ist. als sie auch bei dem. seil einigen Tagen wegen der vorge» rückten Jahreszeit, medr aber wegen der Unsi» cherheit über dieZukuuft u n se r er Ei s,n « bahn eingestellten Arbeiten derselben keine Veschäfti» gnng finden. — Dcr Uebcrgang von der alten Wäll» rnng zur neuen hat hier. wie überall, seine Schwie» rigkeiten gehabt, welche im Allgemeinen glücklich über» wunden scheinen. Nnr bei den Banern. welche sich schwer von der Tradition des „Schein > Groschens" trennen können, wird es noch eine Weile dauern, ebe sie sich an die neue Ordnung der Di»g? a/wölmen. Mit gebührender Anersennulig mnß ich hiebei der öffentlichen Vorlesungen deS f. s. Realschul.Professors Herrn Franz Hoffmann, erwäbnen. welche derselbe „über die Umrechnung von Beträgen aller Konven» „lionsmünze in neue Nahrung unv über die Elemente „des ihr zn Grunde liegenden Dezimalsystems" anbe» räumt hat. Sie sind stets sehr zahlreich besucht »nd finden allgemeinen Aüslaug. — ttoser Tdeatlr-Direktor macht schlechte Geschäfte; die Vorstellungen werden wenig besucht, obgleich die Gesellschaft im Allgemeinen anspricht. Nur das Ensemble läßt Manches zu wün» scheu, denn es f,lilt an einem energischen Negissenr. dessen Slelle der Direklor Calliano nicht ansfüllt. Freilich gel'örl anch viel Muth dazu. in drm kalten Gebäude allabendlich einen Rheumatismus zu riskireu. O e st e r r e i ch. Prag. 17. November. Den Fcstlichkcilen. welche die Anwesenheit der Allerböchsten Herrschaften in Prag Feuilleton. Theater. c^I^cun der walnhaflc Verehrer des uusterl'lichen Schiller auf dem Theaterzettel eines dessen Dramen angezeigt findet, und es ist dieser Zettel nicht gerade' von einer größeren Bühne ausgegeben, so üI'F^anf! ^bn gewiß alle Mal ein leiser Schauder, rlnd eine ^>chlu der Vorstellung beizuwohnen. Er fürchlct. dab ^le Darstcllnng dcr einzelnen Eharaklere weit hinter ^kn ,hm lieb gewordenen Bildern, die er sich im feiste davon geschaffen, zurückbleiben werde, denn ^'e poetischen Schöpflingen Schiller's sind so sehr von ^'" edlen Hauche der Idealität durchweht, daß es u>r unsere reale Zeit immer ein Wagniß bleibt, sie ^" Intenlioneu des DichlerS uach. richlig darzustll. lcn. So ergiug es uns uuch. als wir „Maria Sluarl" "'gezeigt fanden. Aber zur Ehre unserer Tbealer« ^sscllschaft bekennen wir, wir hatten uns getäuscht, ^ie VorNelluug >uar bcsjer. als wir ucrmulbct hal> v?-' wenigstens worden ric beiden Frauencharaktere, ^c beide»' Koniginncn Elisabelh und Maria Stuarl '"ziemlich gut gegeben. Das läßt sich vorzüglich von " «Maria Stnm'l" sagcn, welche durch Frau Kurz ^"sslUiri wnrdc. Es war dieß zugleich dcr erste. Noßere Erfolg, welchen Frau Kurz crraug. und wir sell,"" "'^ darüber; denn wie wir boren. wird dle> die ^Y,""" ^'^' ^'^spicl noch länger forlsepeu. Obgleich ""Nahme, daß Frau Kurz durch ihre Persöolichk.it sich mehr für die Königin Elisabeth eigne, allgemein war — wir hegten sie auch — so hat licselbe ihre Aufgabe doch so zur Zufriedenheit gelöst, daß ihr ein mehrmaliger Hcrvorrnf zn Theil wurde. Vor-züglich qut war die erste Szene des drillen Aktes, uud das Zusammentreffen mit der Elisabeth in der uierlcn Szene. Freilich sind das auch die Glanzpunkte des Drama's, und es wäre schwer, dieselben so dar. zustelle»,, daß sie ga»; kalt ließcu. Frlu. Etterich. als Königin Elisabeth, ernlcle ebenfalls Beifall. ob> schon ihre Darstellung nicht ganz so war. wie sie häne sein sollen. Frln, Etterlch spielte — weniger dic „Königin El'sabelh", als eben — sie selbst. Der Charakter der Elisabelh ist von Schiller so fein. so psychologisch interessant gezeichnet, daß dessen Dar> strllung allerdings eine schwere Aufgabe ist und mel,r dazu gehört alö das Innebaben der vorgeschriebenen Worte. Das Wort ist nur das Mittel, durch »ml» ches das Inuerc des Menschen enthüllt wir», und nicht bloß daran, daß eS gesprochen, sondern wie es gesprochen wird. offenbart sich der Charakter. Franlein Elterich gelang es nur ill der zehuteu Szcne des viMen Aktes, und da wilder nur im Moment des Unterzeichnen,? des Urtheils, zu g,nl"l>,cn,' im Uebrigen fehlte ihr die tiefere Auffassung. Nächst dcn beide» Fraueu verdienen erwähnt zu werden „Georg Talbot«, dargestellt vom Herrn P fe ffc rko r n. und „Vurlcigh". der Großschahmeister. dargestellt vom Herrn Mayer. Herr Pfefferkorn fübrte seme kleine Parthie ^ gut aus. daß ihn lebhafter Applmiz lotnite. Auch „Graf Leicester" war gut. nur gericlh Hcrr Slrampfcr wieder zu schr iu das Hoylpathellsche. Herr Nicmann (Mortimer) hatte eine schwere Auf. gäbe, welcher er durchaus »och nicht gewachsen war. Die beiden französischen Gesandlen, der ordentliche und der außerordentliche, waren iu der Darstellung weder ordentlich uoch außerordentlich. Frau Stel. z er" als „Hanna" befriedigte. Höchst störend war die falsche Aussprache der euglische» Nameu. „Der schwarze Arzt" oder das gelbe Fieber auf den Antillen, ist ein Drama »ach echt fr.nlM' schem Zuschnitt uno erreqt durch die tropische N.,tl,r. in welcher die Han^llllia oc»r sich aeht, uod durch das 'Abentslierliche darin, wozu „amentlich die S;e»e in der Hoble gehört, emi^es Interesse. Die Darsteller befriedigten fast alle. Der Dinstag brachte uon Pull>ß ein Lustspiel in 3 Akteu: „Der Salzdirektor". und „Wenn Frauen weinen" nach dem Französischen, von Winlerfeld. letttcres als Reprise. Das Ensemble in beiden Stük. ken ivar so gut. daß wir immer wieder der Direktion deu 3talh erlheile», mehr solcher kleiner Lustspiele zu gcbeu, denn dafür si»0 alle Kräfte ausreichend. Die Darsteller beider Slücke. sogar die der Nebenparlhiel,. crnllteu Beifall. weun er sich auch nicht immcr durch Hirvc'rruf äußerte. Am vorzüglichsten jedoch waren iin ersten Stücke Herr Mayer uud Frl. Ettcrich. dan» Herr Karschin und Fränl. v. Nibics; im zwliten Herr Strampler. Wir sahen Herrn Slrampfer »och in keiinr Parlbie, außer Narziü. wo er »«us so gcficl. Frau Voll! und Fian K»rz. Herr Karschin lind H,rr ^,'ucks thalen das Ihrige, um die Darstellung deS Stückes, dessen Schluß etwas malt ist. zu einer gerundeten zn machen. «N638 hervorruft, schloß sich gestern eine überaus glänzend? Trl,ppen-Revne an. Um dieselbe großaüi^er gcstallen zu können. lv,ir lie hiesige Garnison curch drei eigens berbci^ezogeue Infanlerie.Batailloo-s lino drei Kaval» lerie.Eskadronen verstärkt, und so gelangte den» eiuc Trupp?iinmcht von 13 Iiifautcrie' Bataillons, 2 Ka> vallerie > Divisionen und 8 Batterie» z,«r Eolfaltuilg. Sämmtliche Trllppen rückte» ru >»l0!l>'0ei)ky.Husaren un? W'ncischgrät) > Dragoner, dan,! z>uci Kavallerie > und dlti Fußbatlerie». Nach em Die Trnppeu ilnc Auf-slellling geuonnnen hallen, übernahm der Herr Ko>u> man^irenoc FML. Graf (5>am Gallas das Komluanc'o u,iD criu^rtetc an Der Spitze der Trllppen die Au< kiiüft Sr. Majestät uno der erlauchteu Gästc. Die kaiserliche Suite, worunlcr I^re k. k. Hohcilen oie Herren Erzherzoge Albrecht, Joseph uno Ernest, und alle bier anwesenl'eii Generale harrten bcin' Invali' dl'ul'.nise. Schlag 1 l Udr kameu die Allerhöchsten Herrlchaft!,'» in offenen Hofwägen herangffahren. Sc. Majestät trugen die Marschalls < Uniform . der König von Sachse» die österreichische Kürassier > Oberstenuni' form. der Kronprinz von Sachsen die Infanterie» Obeistemmiform. Im Hofe dec! Iovalidenbauscs be> stiegen Se. Majestät u»o dessen erlauchte Gäste mit ihrer Begleitung die bereit gebaltcncu Reitpferde und ritten, uo:: der glänzendsten Suite gefolgt, zum Auf. stellungsplaßc Pin. Dort mit d»n höchsleu militari-scheu Ehren empfangen und mit den Klängen der sächsischen Volksbymne begrüßt, ritten die Allerböch» steu Herrschasten die Fronten der aufgestellten Trup> peu al> uul' ließen dieselben sodann defiliren. Die an> wesenden Regimeuts'Inhabcr fül'rtcn hierbei ilne 3ic> gimeutcr selbst vor. Die Reouc dauerte clioa eine Slunde. 5iach der 3ieuue bestiegen die Majestäten im Iuvalioeuhaushofe wieder die Hofwägen und fuh> reu „ach der kaiserl. Blirg zurück. — Se. Majestät der König uou Sachseu ist gcstclu Abends 6 Uhr wieder nach Dresrc» zurückgereist. — Zu deu Icstlichktite», mit welchen die Hauyt» stadt Prag die beglückende Anwesenheit Ihrer Maje-stätm feiert, sollte eine allgemeine glänzende Stadt« beleuchtung hiuzutrelen. welche die Bevölkerung Prags Ihrer Majestät der Kaiserin am Vorabende des Aller« höchste» Namcuöfcstcs als dcu Zoll der tiefsten Hlil» digiiug darzubringen gedachte. Ihre Majlstät c-ie Kalscriu vo» dieser Absicht iu die Allerhöchste Kenntnis gesetzt. habru diesen neuen Beweis der treueu Aubäuglichkeit uud iiefstcu Vcreh» ruug böchst wohlgefällig aufzuufhmen. zugleich aber den Allerhöchsten Wnusch auszusprccheu gerubl . daL von oer 'beabsichtigten Stadtbelcuchtnng llmgang ge> uommen und den loyalen Gefühlen rer Vewohuer Prags ein Ausorlick gegeben werde, welcher deu uü> ler dcr Strenge der Jahreszeit leidenden Armen zu Gute kommt. Wien, l7. Nou. Die „Oestr. Colr." schreibt:-Die gcwöbnlichc Pariser Depesche mit deu Schluß< lursen der Börse vom l0. d. M. ist uns biö zur Stnude nicht zugekommen. Auf dießfällige im tele» graphischen Wege gestellte Anfrage erbiellen wir die 'Auölunft. daß weder in Köln noch in Vcrliu Parser Kursdepesch.u oom Ui, Nachmütags uu? Abends ein« getroffen waren. Nur die 'A!!f,!ii,j6',i sc voiu geoach' ten Tage si>o bekannt gclvoroen. u. z,: l^oEt. !)l'''»te 74,ii.'i/Staatöbahn 6^0, Gie?i! mobliier ^!)^. Eö ist u»^u>,'lfe!haft, daß nur Tclegr.iphcnstocuugcn auf fra,>zöslscheiu Gcbiele in oen »ach Deulschla,!d lüln'eN' l?en Nlchiungeu dlese Verzögeruügeu ocrschulocl habeu. da, wie wir vernchmeu. oie ^enungeu bereits luieder hergestellt sind. Wie». l7. November. Zwischen heute und morgen wird eine englische Zelebrität in Wien sin> treffen: Herr Gladstone, cin.r der Führer der Peeli« teupartei im ciigüschei, Pailanient. Hlrr Gl>>c>stoue begibt sich. wie delaunt. nl^ aiiijcroroenilicher Regie« rlingokoiuiinssar nach den jcmischen Iüs^lii zur Uoler< suchung der oor!i.je,! polilischen Silualil.ni uü? zur Würdigung oer Vorschläge, welche der oorlige ^ord> Oberkounuissär Sir I. Aoung oer englischen Krone gemacht hat. Auö Tr iest. 1!i. N'ov., wird der „P.issc" ge° schrieben: Mil den, heniigen Dalmatiucr Voote schreibt man auö Montenegro: „Die beiden 5ta>lf!eutc von Zul'ci, Marco Nadonich und Georg Nadouich. hatten sich neulich mit drei Gefährte» inich Pioa begeben, um auf dem dortigen Markte Ochseu einzulaufen , zu welchem Zw.cke sie 2000 österreichische Dukaten in Golo »ntnahmen. Als sie gegen Mostar ka.ucn, wur> den sie uo» eiuein Schwärm Türke» angefallen und ihres Geldes beraubt, Marco Nadonich wuroc von ibne» gefangen genonünen. dem anderen gelang es zu eiüftiehc». Es heißt, daß die Bewohner von Zubci sich zu einem b!n>i,)cn Nachezng vorbereiten und be> schlössen haben, ei» türkisches Dorf zu überfalle»." Mailand. 16. Noubr. Das dnrchlauchiigste crzherzogliche Paar hat «000 Gulden für oie Armen des lombaroisch'veiittianischs» Königreiches angewiesen, Venedig. 17. Nov. Die Handelskammer ha! beschlossen, im utnetia„ischcn Pantbeo» die Büste Giovanni Cabotto's anfstelleu zu lasse», der »och vor Columbo die ueuctianischc Flagge auf dem amerila» »ischru Kontiuente aufpflanzte. Deutschland. Bcrliu. 12. Noo. Die Betheiligung bei deu Udrwablen war hcnte in Berlin eine sehr große. Das Resultat ist »ach allen si>,gehcuden Nachrichten rureh. aus befriedigend, indem cie liberalen Frakiionen einig bleiben und die überwiegeurc Mehrzahl dcr Wal»I> manner der liberalen Richtung angebört. Es läßi sich >»it Bestimmtheit uoiberschen, daß die Berliner Abgeordneten der mit dem Mmisterwechscl eingeschla-gcnc» freisinnige» Nichluug enisprechcn wcrocu. Die Wablmauucrschaftc» u^rden sich heute Abends koü> stituircn. — Dic „Bank. und Handels > Ztg." schreibt: „Die Nedaklion der „Zei!" luird. ivic n,a» unö ver> sichert, schon iu den nächsten Tagcn alifgelös'l ivcrde» lind mit ihr die Zentral-Preßstelle iu ihrer gegeiüuär« ligcn Beseynug. Die „Zeii" wird übrigens Negie> rungsblatt bleiben, mutbinaßlich unter eincr vcränder» tcu Bezeichnung. Von Seiten eines bekannten na> twnal ökonomischen Schriftstellers, der in dcu tthlcn Iahrcu seine Thäligkcit auf Börse» < Spekulation be< schränkt hat. sind dem Ministerium Kaufs-Anerbieiun.-ae» geniachl. aber liaiipisächlich aus Rücksicht aus dic Am Mittwoch fand die Beuefizoorstellnng des Herrn Mayer Siatt. Er hatte sich gewählt: «Dcr Tower uon London". Schauspiel in 4 Akteu. uebst einem Vorspiel: «Die Henter v o u West« m luster". WaS Herr Maycr mit diesem schauocr. volle» Machwerk b,absichtigle. wissen wir nicht. uicl> leicht glaubte er damit ein großes Publikum bevbci, zuziehen. Wir begreift» nicht, wie Herr Mayer, den wir als lüchligeu Schauspieler kennen gelernt habcu, cin solches Slück zuiu Venesi^ wählen konnte. Da gibt es doch noch ganz andere, i» denen dem Bene» siziaiilc» möglich war. Hervorragendes zu leisten. Die Posse >'o» Ncstroy: «Eu l e n sp i e g c!, oder „Schabernack über Schabernack", bewährte wie. der ihre Anzicbungskraft; es war das Haus sehr be> l'ssucht. Uns drängte sich znglcich auf'l t ch c n U n v e r z a g l", ward von dem Theatcrpcrsonale die Volksbymue gesungen uud von den» Publikum nut lcbbaftem Beifall aufgenommen. Die Darstellung dcr Titelrolle war cine ausgezeichnete; sie konnte auch in keinen besseren Händen sein als i» dcncn der Fr. Völkl, die öslcr bei offener Szene gerufen ward. Auch die übrige» Mitwirlcudeu wareu recht brav. Frl. Nibics spielte ihre Parthie vor» trefflich, Hr. Karschiu wirc> niit jedem Aufireten besser, wir gestehHl das mit Vergnügen; Hr. Mayer war gut. nur schimmerte iu seinem Spiel dcr Beu jamin Hulet aus seine», Be»cfi;stück noch ctivas durch' Hr. N > c m a >l u aber konnle nicht steifer und hölzei' >^cr sein; uubegrciftieh. daß eine Frau mit gesnudcu Sinne» o^rch dicscu Lieutenaiu Seefcldt in dcr Licbe zu ihvc>u Manu^ wankend gemacht werden kounle. Das Ensemble war rech, gut uuo das hübsch äuge. legte und geschickt gm ausgearbcuele Stück dinfie auch als Reprise gefalle», Auf eine» Uebclstaud müssc» >vir schließlich kom> men. der wahlschcinlich scincu Grund in mangelhaf. ter Regie hat: die Zwischenakie daucr» zu laug, Einc Abkürzung wäre nicht alleiu zum Vortheile dcö iDrchcstcrs. das oft seinen ganzen Nolcnvorralh cr> schöpfen muß. sonder» auch zu», Gewiu» dcs Publi» kuins. und das i» doppelter Bezicl'ung. — Im Brüsseler Opernliausc ,vird jel)l Gölhe getanzt, Dcr ,,ss>'iin Ii> «l,i>i<,»" ist cin Ballet in li Tableanr. welches sich „Faust und Giet« cheu" betitelt. Der schwermütige Doktor von Würt< temberg macht darin die lustigsten Sprung» von der Welt. »nd tanzt sich höchst erbaulicher Weise erst in die Hölle hiuein und uo» diesem angenchmc» Aufenl. bait/ zurück ins Paradies hinauf. Die Sillsamkcil Gretchens wird durch Aüitude» und E,>trechals ver> anschaulich!, über die Frau Martha schamhaft crrölheu würce. Zwecke, luelchcu das seither ministerielle Vlatt forla» dien,'» soillc. abgelebnt uiorocn." Itali^tttsclie Staaten. " Genua. iü. Noocmbcr. Drei kirchenschä». oeiischen Hosticnranbcö angeklagte Inoividne» von Sa,npierdare»a, würde» von, hiesigen Appellations' geiichle zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verintheilt. " N o >u. 12, Noucmber. Der Herzog Giovanni Torlonia. ein Mitglied des berühmten Bankierhaiises. ist gestorben. — Se. Helligkeit der Papst h.ü dcm Marchcse. Kommandeur Maltl0-.A!llici'M,!üei. zum Senator vo» Ro!» ernauüt. Das „Gioi'nale l)i R'om,'." meldet l>ie am U). ?>, i» Nom erfolgle A'knnft Sr. »Hluincnz i'es Kardiüa>'lHrzl'ischc>f^ o0n Gran. '^rallkroich. Paris. 12. Nov, Die «Gazelle dcö Tril,». uaur" bcstäligt heute, daß die Herren Dounio!, als Gcrant dcs „Corrcspoiidant". und Graf Montalem» berl vor oas Zuchtpolizeigericht verwiesen wurren und l>aß die Klage am 17. d. M. vorkommt. Heir V ryer deu Grafen Monialnndcrt. Herr Dnfaine dcu Geranteu Donniol veriheidigen wird. uud daß dic 'Anklage auf Anregung zn Haß uud Verachtung gegen dic Regierung des Kaisers. Augriff gegen die den Olscßeu schuldige Achtung, so wie gcgl", die Nechlc und Auwrität, die l>cr Kaiser kraft der Verfassung und dem Grundsätze der allgemeiueu Abstimmung bc< sit)l. lalltet lind den Angeklagten zugleich zur Last legt. sic halten deu öffentlichen Frieden zu störe» ge< sncht, i,ldem sie die Bür^cr zu Haß lind Vcrachlung unlcr einander alifgereizt hallen. Es sind demnach sämmüichc in der srühcreu Noliz des „Moniteur" angedeutete Klagepuuklc von rcr Rathska»,mcr auf> recht erhalten worden. Wi.' liuem belgische» Blatte vou hier geschrieben luird. leiiet die Slaatsbehörde oie Absicht, die kaiserliche Rcgicrung beleidigen zu wollen, „ans dcm stele» Gegeusahe" hcr. deu der Verfasser zwisch,» den Instituiionen Frankreichs und Englands nachweist, „ein Kontrast, der ganz zu Guustcu des letzteren ausfällt.,, ! ! P a r i s. 14. Nov. Nach einem im Instizpalaste umlaufende» Gcrüchte sollc» die Verlheidiger dcs Grafen u, Monialcmbert nnd dcs Gcrante» des „Eor< rcspondani" uu, eine» Aufschllb von 8 Tagen des Beginnes der Prozcßvcihandlnng gegen ihre obcnge» „annteil Klirutln u.uhgesuchl habcn, u»l dcrcil Vcr» lbeidigung l'inlängüch vorbeveilc» z» könne,,. Pariö, 1^. Noveulber. Aus den» Ln^n ^cH französischen Elpeditionskorps au dci» Ufer der Bai von Tnro bringt das Journal „La Presse" eiueu V>'° licht, worin das doriigc Klima als böchst gefährlich gcschiloert und gesagt wird, daß die Franzosen durch einen bloß passiven Widelstand der Eochinchinesen viel« leichl schwere Verluste «rlcideu mochten; scho» im Lager bei In liN'Kan starbcu iu wenigeu Tage» 102 Mail» au einer epidem. Krankheit. Im Lager bei Turo liegeil sic Truppen „uuler einer breiincudeu uild seugendeu So!'»e, die bisweilen von Ncgeuströmen verdunkelt wiro. sie schlafen auf dcr harlcu Er^c ill Gesellschaft von Myriaden von Ameise». Mücken 11»^ anrereu Iusektcu. die iveit schlimmer sind als die Eochinchineseu". Der Bcfehlsbaber dcr französischen Truppcu in N'o»!, General Goyo», leidet sehr stark an einem Augcnübel, zll desscn Hcilung cr schon vor mchl gar langer Zeit einige Woche» in Paris zubrachte. Da nu» dieses Uebel wieder übeihano illmnit, so dürfte es möglich scin, daß Gcucral Goyou auf sei» cigcucs Ansuchcu von scincm gegciuuärligen Posten abbcrufcu luc'.de. welcher, wie mau sagt, cocnlucll dcm Gemral v. Eoltc übcrtragc» wcroc» soll. (Großbritannien. Die englische» Blauer veröffentlichen cin in> tcressantes Schreiben, welches der lehre Lord-Ober» Kommissär der joiiische» Inseln. Sir Iobn Voung, im vergangenen Jahre au Herr» Labouchere. damals Kolonialmiiuster. richtete. In diesem Schreibe» ftpt Sir I. Noung die Schwierigkeiten ausemandcr. >l'l>' ehe sich seiner Administration entgegenstellte». >"'» schlägt seiner Nf^icruug vor, dem Prolekiorate «.u cut> sagen und die südlichen Inseln, als Eeplialonien, Sa»>a Maura und Zanle an Griechenland zu überlassen, währeud Corfu, wegc» seiner gcograpl'ischen Lage, bei England zu vcrbleibeu und wie eine Kolonie be> handelt irerden sollte. Seine Bewohner, s"gt ^»^ I. Young, sind nicht so systematisch feindselig gegeu England gesinnt, wie die Bewohner der ander» Insc>>>-Von, GcsichlSpnuklc dcr maritimen Interesse» G>ol^ britnnnieus >värc die Lage Corfu's einc dcr w'chug' steu, »>,d irürde man es an Griechenland abtreten, so würde es bald zum Mittelpunkt vo» Bewegung"! werl'eu. rie kür die Türkei in hohem Grade gesalN' lieh sciu löülllen. — In einem Leitartikel vergleicht die »Times" Monlalembertö lobpreisende Darstellnug engll,cher ^u< stiiulioucu >uit der „Germania" vou Tacitns. ftndcr aber. daß im altcu Nom dcr Imperatorcu ciu Mo»> «N«V wlcmbert groütrc Schrcibcfrcihcit besessen yaw, würde. „Der Gestchlöpmiki", sagt sie. „mm oem er die eng. lischc P,irleipo!ilil betrachtet, ist nicht d^r unsere, uud seine Auffassung einzelner Slaalsmäuncr u»d Zleducr theile» wir durchaus nicht. Aber wir gestehen. es ergreift uus oas ungcheuchcltste Erstailnen darüber, daß eine solche Schrift eineö solchen Mannes von der französischen Ncgienmg geradezu als ein Verbrechen behandelt werden kann. Wir können unS kann, vor» stellen, was für eine Negicrungstheorie es sein muß. die an einen, solchen Wctt Anstoß »,mmt. Ist es denn cin löbliches Vergehen in deil Augen uosnes Alliirle». d^ß sich endlich ein französischer Schliflslel. lcr f.nid. der einige Seiten z» nnsern Gnnsten zu schreiben wagic — für uns, die wir jcit dem Beginn der indlschcn Wirre» von einem großen Theil der französischen Presse ohne Aufhören in der mabloscslen Sprache gcschmähl und verwünscht wurden? Vicllcfchl verblendet uns die Eigenliebe; aber wir sind wirklich ganz mlöer S'ande. zu erraihen. wavnm die franzö. slschc Regiernog. die nnt so phlegmanschtr Gedulo "»0 Gelassenheit die wahosiniugüen Angriffe anf nnscr indisches Reich nno soüe Verlheidiger ertrug, sich Plöplich zu so heftigem Einschreiten .n.filacheln laßt dnrch die neue Erscheinnng. daß ein Anlor ausüebl. der s.i meint. es lasse sich anch etwas fm »nü sage». Es kann England nicht ganz unberührt lassen, daß das uol, seiii.r I»stllnlio»en von einer b.freundcte» 3tegl.ru„g wie ^ ein schweres Verbrechen behandelt wird ». s. n'. Portugal. Die Angelegenheit der französisch/" barmherzigen Schwestern gal» am 31. v. M. in Lissabon Anlaß zn einer öffcnllichen Versninmlung im fokale des Thea^ ters Donna Maria. Mehr als 1200 Personen^ sol> len daran Theil genommen Yal'en. Der Pra,ldc»t des McetingS, Herr Hercnlano. machte den Vorschlag, im Wege von Snbslrilionen ansschlieplich nationale Schnle» znr Erziebnng der Töchter ans den höheren und den Miltclllasscn zu gründen. Sehr lebhafte Reden folgte» der Ansprache Herrn Hereulauo's. »nd eiue ssommission wurde beauflr.igt. einen Eotwurf z» velsass,,,. d.r in der nächsten Vers.'mmlnlig dii,sulilt werden solle. Türkei. Der Korrespondcoz ocr „Te»'lsvc,rcr Ztg.« von d" scrh„chen Grenze znsolge ist die Slnpschtinaange» ^ls'iheil plöpüch in cin ne>,cs Stadium getreten. »» ^»n u,rlnu,lt. dav ihr, Abhallnug wieder mehr als jc in die Flvn'e «sriickt lst. Der Korrespondent ver. mag die Uisachc dieser neuen Wendung der Dinge noch nicht anzugeben, verbürgt aber die Wahrheit sei» ner Mitiheilnng. Or schreibt weiter, daß Kabul Ef« fcndi sich ain 1l. d. in Konstantinopel an Bord ci> »es Dampfers begeben bade. nm seiner Mission nach Serbien z» folgs». laß al'sr widrige Winde das Schiff an der Abfabrt hinderten. NusUnttd. Aus Warschau. 11. Nov.. wird geschrieben: «Die Spuren der jüngsten Anweseicheil des Kaiseis treten vorzngs'veise i» der Zufrieoenhlit der hiesigen kalholischen Geistlichkeit über die R.sultatc der Auö-söbnung der kaiserlichen Regierung mit Rom hervor, der man die bei jedesmaliger Anw.seuheit vom Kai,er ler römisch.kalholischen Kirche bewiesene Aufmerksam, leit znschreibt. I» W'lna nber.eichlc der Metropol,. '"».Bischof der kalholischen Klrch.n in Nnßland dem Haupte der russisch orihodorcn Ostkirche das wunder» thätige Bild der Mutter Gottes von Ostiobram. das ber Kaiser nicht nur annal»,,. sondern in Ostrobram sellisi vor dem Altare der Mntttr Golt.s mederlnielc u»d ci„ Osbel spr.ich. Außerdem bal der Kcnscr offi> ziel s.i»e Zufriedenheit »uit dem ümpf.mgc^ hier und ^er Ordnung, die er angetroffen, ausgedrückt, auch btlrilö mehreren l'ochgeNllllen Staalssienern. danin» '^ Herrn Muchanow. hohe Orden '.'crlichen. Ostindien. Dem neue» Brief des „Timcs"'Korrespo»denten ^!'^ Cnlculla ei'lllhnl» wir Folgendes: — Die "lilc Witlerung nah! mit rasten Schrillen, »no der 5, bzii^ soll in der leNlen Ostol'erwoche bsglnne». ^'l'b (lly^c ist l'sieils ii^ch ^»cknow r>tl^ lVes h^,^ Hauplqu.ntler wäbreuo der Saison sein "lrd, und der Gener^Igonverneul ist im Begriffe, ihm ^' folgr,,. ^,h (5,z^<. yäll sei,,e Plane geheim, al'er ^ "ill ich i)öic. wiid der Fcldzug leiuen großartige» ^"ßstab b.U'f». Ma» lvlrd st.nlc Trnppeniuasseu "> Utlschieoeiis» Plüllten sammeln, doch mehr, nm k" Sch.iii^.iy ^ss Operationen einzuengen, alö um ! ^»slil'si, thsil^nuehme». Die Säuberung Oude's hs,^ ^'"^ gleichzeilig von Norden nach Süden vur» l'e,^"^n Heersäulen übertragen werden. Zur s.l> stars '^'^^ '""" ^'^ Äes'ipnni der Hauptstadt ver» Ilit/i" '"^ ^>l'üe Trupplnal'll'tilllügsu iu (5^wnpore. ^^^e,l„c. anorrei! Pl nk>e» an der Fl»>?gre!>ze ansstcUen. Man erwartet kelnen rechten Kampf, ob-gleich die Neichshcrren (lmpol-iul nlinil^) wie sie sich in Onde nennen, an Utt.OW Mann zählen. Es ist in der That nicht unmöglich, falls die Proklamation der Königin von einer allgemeinen Amnestie begleitet ist, daß der Felozug zu linem bloßen Spaziermarsch wird. Doch sino die Eiligebornen unberechenbar uud, da manche Führer, wie der Nena. der Najah von Gonda und Andere von der Amnestie ausgenommen bleiben müssen, so werden sie dem Tioß die größten Mährchcn aufbinde». Alle Offiziere aus dem Nord« ivcslen erkläre», daß die Volks!'timm»»g eine sehr vcr> bissenc ist. Rohilluno z. B. ist laut Bericht ruhig, aber als ^ord Clyde ei» halbes Regiment von dort »ach Oawnporc beordern wollte, clwierctten die Be» hörnen, sie könnten iu dem Falle uichl für die Si> chcrhcit der Gegend bürgen. Vermischte Nachrichten. — Die berühmie Touristin Ida Pfeiffer befand sich einst auf ciuer ihrer Reiss» i» großsr Gelduerlegeuheil. )u dieser Noth waudte sie sich au einen Engländer, der ihr für ihren — Vieiscpaß eme bedeulciidc Sunlme anbot, uno selbe auch richtig auszchllc, als die Frau iiuf dicseö »twaS englische Aüsinnln einging. Dieser Reisepaß e»lhillt abcr auch rie polyglotlesten Visa's nebst eiuer betrachllichel« Menge Siegel der verschiedeuen Bänder. — In Paris Hal sich ei:, Klubb von junge» 5ilute» gebildet, der die lllbhaarige» weiblichen Schon heilen, gege» die sich biöyer eiue vorurlheilsvolic All> lipalhle geltcud machic, in Schui) uchme» will. DaS Comil« diescö Klubbs gchi t>c,l>ci g^niz künstlerisch vor n»d theilt diese Schönheiten u.ich 'oiei Kategorien ab. die eS uach den Malern: Tlziau. Rubens uno l.'a> wrence. auf deucu Bildern sie mil Vorliebe blhandcll wurdell. kennzeichnet und ualionalisirt. Der Klubb besteht aus Kuiisllern. Schr,flstell»l» . Advokaten und reichen Inoggesellr». Die Künstler veipftichlen siiti, die rolhha.nigeu Schönen so ofl als möglich z» ma lenz die Schriftsteller und Poele». von iyllen zu sin. gen und zu spreche»; die Advokaten, sie jcierzeit zu vertheidige», und die Iuuggeselleu eudlich. sie zu hei ilUe». was die Hauptsache lileibt. — Der größte Roseubaum befindet sich iu dem Garte» der Mariuc zu Toulon und ist ei»e Banlsi» Rose. die Ittl^ t-urch Bonpkmd eingesalldt wurde. Sein Stamm mißt jeht 2 Fuß uud 8 Zoll an Um. sang über dem Bovcn. und seiue Zweige deckn: eiue Malier vo>» 7ll Fnst Breüe und ll) l'is ltt Fuß Höbe. Jährlich macht er 1l l'is l6 Fuß hohe Triebe, die iept alljährlich abgsschnillen wslden müsscn. da die Maucr d.u Baum uicht mehr faßt. Er blüht vom April bis Mai nud ist ofl mit l!0 liis 00.000 BI». inen zugleich bedeckt. — Nach oer «Rcforme Agricolc" soll ein Land» wirth in Frankreich zufällig ciuige WollvlieLe »och iu ihrem nalürlicheu Felle auf scm Getreidespeicher liege» gelasseu habe», die i» lnrzer Zeit voll Kor», würmer waren. Darurch ouflnertsa», gcwolde», legte er wiederholt von solcher felligen Wolle auf den Gc> treid,hause», und in zwei Tagen waren auch riese m,l Koluwnrmtl» . vielleicht durch den Geruch ange» zogen, überoeckl. Demnach wäre eine recht einfache und kostenlose Kollürurmfallc konstriiirl, die manches Kornmagazi» retle» lön»tc. Ei» anderes erprobtes Millcl bcsttht i» Folgendem: Man reibt den Uodeu. wo Getreide aufgcschültet weiden soU. uur mil Zwiebeln cin. steckt einige durchglschiiiltenc Zwiebel» in den Fruchlhaufeu, uuo dcclt frisches Heu über die> selbe». Diescm einfachen Mittel wircittchl dcr Koru> wurm uie. — Iu Petersburg lödlete. russischen — uou der «Zeii" zinrleu — Iourual.li zufolge der Tenor Mol> ninnoff die Primado,!»a Averonich nuf offener Szcoe. im Ai'gesichl les Plldlllnms. ^eßicrcS wurde durch diese furchlb^re Thal so in Uuth gesetzt, daß es. mich einem Moment dcr E>stariu»g. alles >m Parlerre nicht Riet« und Nagelfeste, Stöcke. Operngucker. Schirme und Stühle, »ach dem Mörder auf die Szene schleuderte, der sofort festgeiwmmen wurde. Telegramme. Trie st. 18. November, l'ord Gladstone wild sich Freitag auf dem ..Terrible" nach Eorfu cinschiffen. Verlin. 18. November. Die frühere «Zeit" ist heute unter dem Titel «Preußische Zeitung- erschie» uen. Man spricht von einem Vesuche deö Prinzen von Wales in Berlin. Hannover, 18. November. In der gestrigln Sißilng der ersten Kammer wnrde in der Schlubab» stimmuug das Gesel) über Gerichtsverfassung mit 23 gegen 13 Stimmen verworfen. Paris. 17. November. Heute hielt die Kom« mission, die zur Untersuchung der Frage der freien Arbeit der Neger errichtet wurde, ihre erste Sitzung. — Die Börse verlebrte in gehobener Stimmung. Paris. 18. November, Nach einer telegraphi« schen Depesche ans Marseille mit Nachricht,» nus Rom hätte» in der Angelegenheit des jungen Mor» tara Neklamaiione» mehrerer Großmächte steittgefun« den. seien jedoch abgelehnt worden. (Eine Bestätigung dieser Meldung ist abzuwarteu. — Die zu Rom er, scheinende „Civill» canolica" bringt eine genaue Dar» legung des Verhaltens der kirchlichen Auloritätcu ge> gei'über rer Familie Mortara. London. 18. November. Fre^eric Bruce, der Bruder l'old Elgin's, erhält den Gesandtschafisposte» in Peking. Lokales. Wie wir bore», wiro nwrqen (Sonnlag) zur F,ier der heiligen Cäcilia eine solenne Messe (io l^.'lin) von Witlicek durch die aktiven Mitglieder der phll« harmouische» Gesellschaft ill d,r Domi'lrche auSge» fübrt werden. Wil«cek war Domk«peUmeister in Prag. und als ausgezeichneter Komponist für Kirchenmusik bekannt. Eiogslegt werden: .li^ilmux« voil Horak. «>Vv ^l.lsill" von Wilücek uno ^sunluin «r^o- von F. Schnbllt. Handels- nnd Geschäftsberichte. — Bei der heute vorgenommenen Verlosung der fürstlich Snlm > Neiffcrscheio > Lotterie > Auleibe wurden folgende größere Tr,ffer gezogen: 3l),0N0 ft, qeivinnt die Nr. 36l2. 4000 ft. oie Nr. 3vli«7. 2000 fi die Nr. 89373. 400 ft, die Nrn. 13704 nnd 4n, 8?4d,<). 4602.';. l)>>^2!. «4!l72, .'i227«. 234.^9. 70ti7!l und 2UU44. 100 fl. die Nrn. li.'iiilitj. 337Ü0. 7041^. ^l!!)89, 48l. 72170 31 lj.^7. 727.'>8. 07834. 1!)52^. 17004. 62l43 „ «9l)l2. Anf lille übrigen lNlfällt der Gewinnst von tt0 fi. Gr. BecSkerek. 13. Nov Seit Anfang lall» senden Monals hat bei uns die Witterung, nach der vorangegangenen mehrwöchentlichen Trockenhsii. einen winterlichen Edarakler mit Schneefälltll imd 3 — (i Gr,id Kalle angenomme». uno in Folge dieser ungü»' sl'geu Witlerlingsvelhällulssc bob^» die meiste» Ackers« leute ihre Felder »icht bestellen können. was l'ei ble> ser schl'n ziemlich vorgerückte» Jahreszeit zu den a/. gründelsten Btsorgnisse» Anlaß gll'l. Seil unserem lehien Ver,chle. 6. November, sind im GelreüX-gsschäsie. das in dieser Jahreszeit, ivie geiröhnllch, wenig N gsamkeit enlwickell. leine wesenl» lichen Veränderungen ein^elreten. D>e Eigner ersHei< neu zwar noch immer, wenn auch nicht a»s den enl> fernt liegeode». doch aus den ben^chliarleu Ortschaf» ten mit ihren Körnerfrüchten zu Markte, und zeigen sich willig zur Abgabe, würden auch auf billigere Preise e>»geden. es fehlt aber an Käufern, wn! u," sere Spekulanten, welche sich mit einigen Vorräiben sckou fri'cher ve>s,l)ln haben, im Einlaufe sich ^mück« hallend zeigen, fremde aber b,r„ts abgereist si»c> -daher ging diese Woche für das Früchtengrschän bei dem Mangel an Kauftnsligen beinahe spurlos vorüber, indem weder im Klcinvertallfe. noch iü Partbien ein »enoenöwerlber Umsal) stallfand, und ist daS nilisle. was a»f unssrem Plape von Weiden und Hiilbfrncht iüuelh.ilb dieses achllä.iigln Zcilrannles o, e>en H.'»< d,o zu l^en in l>sr Vlili^,» Woche »l'illteil Pssüs» l's.^c» lien j Kuknrnl) .'llei,! ftlnd anf Lpssul.'lic'!, gsnug Ab« lnbmer. obnc jedoch d.iü l» Kolben 1 ft, 26 kr. ö. W. pr. Mspl». Metearolllgische Beobachtungen in Laib ach. '.'ilfdllschl^ ^.lit dcr «, . -> ^ i!>!ft..uct.rstand ,„ch Rca»>». __________________________ ^.riscr V.ni.,. .5 " U"' ^'^ ^?^ ^' '". >ni<"n.____frisch..... ,« '' Al'd .'<2l'Ia l" ^ " .^'. schwach N'qncnsch______________________ DlÄ^uuo Verlag "m> Ignaz v. ^lc.nmayr H H. Vamverg in ^.aibach. - Verantwortlicher Nedaltem: ^. Vnmber^. Effekten - Kurse vom 19. November 1858. 1. Vefenlliche Schuld. ^. dcs Staates. Alls dim Natiollal-Aullhc» zu 5°/« sur >0» ft. 8»<25 ö. W. Mc!«ll!.Ms . . . , „57« ^ctto 8«,«5 ö. W. Metallic,»,«....., 4l/2V. d'tto 77.W ö, W. Vit V,rlof»,,ss: Vom Jahre 1«,'>4 drtt« t»5.!5 ö. W. N. Dcv Kronlä'ndcr. V»u Ux^n'il......^/, d>tt.' 85i 50 ö. W, .. Dmcs^' Van^t Kroaten u»o S'avmn.» „ 7."/,' d.'tt^i »5.5« ü. N. „G>li,^>l . .... 5"/, dc'to i^ <>5 d. W. ^ a.d.-r» K'onläudcr „5^. ie,tu l)^.lä ö. W. 2. Acticn. D.r ?lati^»all'a»k ..... Pr. Stuck. W.">. d. W „ Krcdil-Ällstalt f>ir Haodcl u»d , O.wnl'c ,c....... dctt» 25i,5'> (', W. .. Kais.r^c»d. Nmdbal,,! !0l»0ft. d.tto >72i ö. W. „ K>, ftri» Ciis >il> ö. W „ Theißbahn zu 200 5. CM. lc. d.ttu N»5 ft. ö. N „ l>st. Dcnau-Damvfschifff^hrts- Ges.llschaft zu v00 ,!. . . dctto 537, ö W. ^. Lose. Dcr Klldit-Äüstalt fiir Handcl ,»,d Gtwcvbe.......pr. Stück. i0!.75 c'. W. Wechsel - Kurse vom 19. November 1858. 3 Monate. A »> s! e >' d a in fur 100 holländischc Gulden Üil.75 Angsburg . . sür l00 ft. südd, Währung . 8il,U0 if r a » fsurt a, M, „ ,00 ft. sudd. Währung . «,;,«() Geuua . . . „ l00 piemoutlsischl Lire . 7<; W Leipzig . . , «00 Thalcr . . . , :^.^l> kiuoruo . . „ I0l>t^sfanischc l!s,e . . 10.'.5' Lyon....., !0i) Fr,ul^> .... l^l E'old- und Kill'er-Knrl'c l>. 18. November! 858. >ü .......... l4.<4 — .«a>> N'ixuz Dulat.» Agio..... 4 «.l 4,«5 dt^. ^'.mdl dto,........ 4,«4 /«,««> G!old ni »«»!'<:»......... — — H^N'ul>'l»n'd'l,'l ,. ..... 8.2ä — Sl'uve>,n!,.rlüorichso'ol .. ..... 8.70 — Louisd'or (deutsche) ....... 8.40 — Hugl. SoucrligiK „ ..... 1<».4<» — Nu,!>schc Iiüprriale ....... 5 Z j Veleiusthciler ..... l.H> ,52 '».'llüsuiche ^asfa Anweisungen ... I.HZ 1.55 Fr e m d e n - Ä nz e i a e. ^ri, ! 9. :1< o»e n> be > l 85^j Hr. V.l'dci bl'i-, G>cs;^,^^.,^ ..., ^,- Leiliier, Fabrikant, — Hr. M^llnrez, klüger, u»d — Hi. schullei, Handclömaüli, ro» Tlicst. — Hi-, ^vizh-ln^, k t. iVcailice, ro» Gioszlaschizl). — Hr. Cohii, Handelsmann, vo» W^-asdin, — Hr. Oblat, Hai,-delsina,». v^,'!, Neustadtl. Verzeichnis der hier Verstorbenen. Tcil tl. Noucml'er 18i!8. M.iltha Pack, Magd, alt 2!) Jahre. im Ziuil. spiwl Nr. 1 , am Schlagftuß. Dcn 12. Dcm Hcrrn Iohaim Milsch, Schnöder-mcistcr, scinc Gatlin Anna. alt 34 Jahre, in dcr Stadt Nr. 20 . am Lni^ml'wtsllirz. — Drm Hcrri, Inlins ^ilpop. k. f. Postoffizial. sein Kind Viktor, alt 2 Iayrc. in der Kapuzimr. Vorstadt Nr. 8^. a» der Gcdarmcnzündnnq. Dc« 13. Maria SavM'chm'ü, Magd. alt 43 Jahr.', im Zil)ilspit Vorstadt Nr. 07. todtgedoren. Den 14. Georg Tollcr. lungl. Pfn'indncr. alt 82 Jahre, in der Stadt Nr- 242. an Altersschwäche. — Den, Johann Tint, Ranchfanglclirerqescllen, sei» Kind Gabriela, alt 7 Monate, in dcr Polana. Vor. stadt Nr. 72. cht. Dcn 18. Ignaz Naunhrib. Inwohner, alt 69 Jahr.', am Moorgrnndc Nr. 12. an der Vrnstwasser' snchl. — Katharina Sallochcr, Institulsarme, alt Ü2 Jahre, in der Gradischa < Vorstadt Nr. 22, am Zehrsicbcr Z. 2075. (l) D^' Mit hoher VewillistUNss ^HW Dcr Gefertigte macht hiemit die ergebenste ?li>-zeige, das) Samstag mid Sonntag den 20. »»d 2!< ?V, Uhr Abends und wahrend der Marttzeit täglich Voistellliligen gegeben werden, in dein rühmlichst bekannten Marionetten-Theater am Marktplatz in der neuerdauten Bude, wöbe» zur Anfführmig kommt L a m stag! (H e » ovefa , Nittc'rschalisp!^ >'» 5 Anf- ^ügcn, lnit (^esana Sonntag: Dr. Faust's Leben, Thaten n„d Hollen-fahit, Drama in 4 ?lttc», mit Verwandlungen. Indem der Unterzeichnete bei seinem ?l»feülhalte in hiestiqer Stadt im Jahre 1857 durch die Vorstel-llüigen iin Manrioetten ' Theater so reichlichen Beifall elhielr, hofft >-r auch dii-ßmal auf zahlreichen Besuch, und macht hiezu sei e höfiiche Einladung. Joseph Weißer, Bürger der Stadt Iauei'nia. i» k, f. ostei,-. Schlesien, „In des Novembers Eonneulicht. »Vergessen Sie den Kasper! nicht!" Pr eise der PI atze; E'stcr Platz «H fr. Conv. Münze. Stehplatz tt kr. Cono Miinze. Kundmachung. Mittwoch am 24. 9i o v e'm l) e r !858 Vor>lNltc»g5 lN Uhr wird vom Beschalposscn scUo ein ijjäyriger Kastrat am Hauptwachplatze zu ^.'ail'ach lzegen bare Bezahlung verkauft, wozu Kaxssusti^e eingeladen welde». K. 1999. (2) Trie st. am 3. November 18!;«. Senn F. Werthem öl Wiese, f. k. landesprw. Fabrikmitcu in In der Nacht vom 1. November d. I. haben Diebe unser Comptoir erbrochen und machten alle möglichett AllstrenstUN-gen, um unsere von ^hnen gekaufte (Held-und Dokumenten-Kaise, welche eine bedeutende Barschaft in Banknoten und Silber enthielt, gewaltsam zu öffnen; aber alle Versuche blieben fruchtlos, da diese Kasse den vollkommensten Widerstand leistete, weschalb die Diebe von ihrem Unternehmen ablassen mußten, ohne ihr Ziel erreicht zu haben. Wir finden uns daher veranlaßt, Ihnen diese Mittheilung sogleich bekannt zu machen und zeichnen :c. ^K^Zur Nachricht.^VR Gefertigter vergnügt sich anzuzeigen, daß er wiederholt eine große Parthie geschmackvoller Herbst- b5 Winterkleider aller Art, ein neues Sortiment Mäntel st Mantil's, und andere Artikel in schönster Auswahl erhalten habe, versichert die reelste Bedienung, effektuirt auswärtige Bestellungen auf das schnellste und billigste. neu ctablirte Modehandlung am Haupt- __ platz Nr. 7.' Z. 2079.' 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