LmbacherMMtung. Nr. 9». Vränu mcla », halbj. «. ?.«> Mittwoch, I.Mai »m. „U lr., 3m. l fi.; sonst Pl. ^lile 1m. «lr>. «m. «lr.< »m. l« ll. u. s. w. InisNioneftlmpel ^dl»n>. »O li. i8?2. Amtlicher Theil. ^ . I'er Iustizminister hat für die durch Errichtung llnes Zrllengc,ä>,gnisscs erweiterte Männerstsafanstalt in ^raz den dortigen Verwalter Eduard Miglih zum "llellor, den Adjunkten der ^andeS-ZwangSarbcitSanstalt 'n ttaitKich Ferdinand Wilcher zum Verwalter, den ^trafanstalls-Adjunkten Ludwig höchst ätter zum «°ntrolor, den Steueramtsosfizial in Graz Anton Viditz ^m Adjunkten und den Med. und Ehir. Dr. Kajetan "utter v. Plapparl in Graz zum Hausärzte ernannt, ^rrorduullss des k. k. Ministers für Kultus «nd Unterricht vom »5. April »»7», bulch welche fur die Universitäten der im Reichsrate vcr-lelemn Königreiche und Bänder bezüglich der Erlangung °«s Doktorates an den weltlichen Facultiiten neue Ve< stimmungen erlassen werden. Auf Grund der mit Allerhöchster Entschließung f°"'1l. April 1^2 ertheilten Ermächtigung erlasse ich lur ble Universitäten der im RcichSrate vertretenen Kü-«'sreiche und Länder bezüglich der Erlangung des Dok» lates an den weltlichen Facullälcn die nachfolgenden nejlllnmungen. Strcmayr w. p. "lgorosenOrdnuntt für die rechts» und staatöwissen- schastlicke Facultät. ,s, ,^ ^ ä«r Erlangung des Doktorates der Rechte '>' die Alileguna von drei strengen Prüfungen (Rigo-"sen) erforderlich. ... Die Zulassung zu denselben ist von dem Nachweise "M'gig, daß der Kandidat die rechts« und staalSwisscn-^aftlichcn Studien in der Eigenschaft eines ordentlichen V0lcrs voischriftmäßig absolvirt habe, zu welchcm Ende ll sein Absolutorium beim Decan des ProfessorencoUc. ßlUms zu hinterlegen hat. 8 2. Die drei Rigorosen umfassen folgende Prü» fungs^caensländc: 1. Römische?, kanonisches und deutsches Recht. ,,' II. Oeslcrrcichischcs Zioilrcckt. Handels- und Wcchsel-recht, öilerrcichischen Zwilprozcß, österreichisches^ Strafrccht (samint Ztrafvcrführcli). III. AllammncS und östcrrcictüschtS SlaatSrecht. Völkerrecht und politische Oclunomie (d. i. National» Oclonomie und Fmanzwissclischaft). § !l. Die Rcli^lonsvcrschicdenhlit bekundet keinen Unterschied in dem Rcchlc und der Pflicht zur Ablegung °tr strengen Prüfung aus dcm kanonischen Rechte und 'n dem zu erlangenden DvltorSlilel, ^ , § 4. Die drei Rigorosen können in beliebiger "ic'henfolge. doch müssen sie sämmtlich an derselben Uni-"ersttat abgelegt werden. Von letzterer Vestimmung kann nur in besonders uclnchlgwindigcn Fällen dcr UnterrichlSministcr nach ^'nvernthmung der betreffenden Profcssorencollegien Aus-"ahmen gestatten. , § 5. Die Rigorosen werden öffentlich abgehalten; leoes derselben dauert zwei Stunden. . § tt. Zwischen je zwei Rigorosen soll in der Regel " Zeitraum von mindestens drei Monaten verstreichen. H Wurde jedoch der Kandidat beim vorhergegangenen c. U°r°sum einstimmig approbirt, so kann ihm der Decan » ^ nächste Rigorosum auch einen kürzeren Termin 3lln ^/' ^" Prüfungskommission besteht bei jedem noroum an« dem Decan (in dessen Vertretung n.' l"°decan) des ProfcssoreN'CollegiumS als Vor. der l,. ""^ l'n der Reae!) vier ordentlichen Professoren °"reffl,iotn Prüfungsfächer als Examinatoren, d^g N ^ "°^ ^"klorendecane bestehen, haben auch diese Unk «l ' °" b", Rigorosen lheilzunehmen, zu prüfen «uzullimmen. !«ssos« e ?" E'manglung eines ordentlichen Pro« Mom ^'^ "" Prüfungsfach oder bei Verhinderung des-Und i ^^ außerordentliche Professor dieses Faches, solch.,,". Ermanglung oder Verhinderung auch eines betn N'"" ordentliche oder außerordentliche Professor «t,ist„ x °^s"'" l'ei,uziehen. der den betreffenden Ge> Niicbs. l"Msch lehrt oder dessen Fach demselben am ^fami ^' ^^^ b'k oben bestimmte Zahl von vier Vertr?» °"" ^'^ die hicnach (ßl^ 7 und «) berufenen selbe a.« ^ Prüfungsfächer nicht erschöpft, so ist die- ""v der Reihe der übrigen ordentlichen Professoren zu ergänzen. Diese zur Ei-Mzung beigezogenen Mit» glieder haben jedoch nur da«, Recht, nicht die Pflicht, zu ^ examiniren. ! Die Bestimmung dcrscldcn bleibt zunächst dem, Ucbcreinkommen dcS Proscssorcncollegiums überlassen, welches dem Unlerrichlsmiliister zur Genehmigung vor« zulegen ist. § 10. Würde bei mehrfacher Besetzung eines Prüfungsfaches mit ordentlichen Professoren durch die Bei. ziehung aller die Zahl von vier Examinatoren über' schritten, so haben dieselben in dcr Theilnahme am be» treffenden Rigorosum zu alterniren. ß ll. Der Vorstände hat immer das Recht, aber nur dann auch die Pflicht, selbst zu examiniren. wenn er Nominalprofessor eines PrüfungsgegenstandeS ist und ihn im Falle des alternirens mit anderen Pro-fessoren (ij 10) die Re'he trifft. In solchem Falle hat die Prüfungskommission (abgesehen vom Doltorendccan) nur aus noch drei Mitgliedern zu bestehen und be-zieht der Vorsitzende in diesem Falle, den doppelten Tar» betrag. ^ !2. IcdeS Mitglied dcr Prüfungskommission hat dem Rigorosum von Anfang bis zi: Ende beizu. wohnen. Der Abstimmung und Schluhfafsung gcht eine Besprechung über das Ergebnis der Prüfung voraus. Die Abstimmung jedes Mitgliedes erfolgt sodann auf Grundlaqe deS GesammlergebniffcS der Prüfung mit dem Calcnl „ausgezeichnet", ..genügend" oder „uii. gcnüacnd". Dcr Glsammt^alcul wird nach dcr Stimmen» Mehrheit geichopft, bei etwaiger Stimmengleichheit (§ 11) nach den ungünstigeren Stimmen. § 13. Erhält ein Kandidat den Gesammtcalcul „ungenügend", so kann er zu keinem weitern Rigorosum, sondern nur zur Wiedirbolung desselben RigorosumS und zwar nicht vor Ablauf von drei Monaten zuaelassen werden. Wird er hiebet abermals »cprodirt, so isl nur noch eine Wiederholn,^ des N^m-oslimS. und zwar nicht vor Ablauf eines Jahres zulässig. Gei nochmalisslr (driller) Rep'ovation ist dsi- Kandidat voi, der Erwrr. buna des DoklnrateS der Rcchlc an einer Univelsilät dcr im Reichs,at vertretcuen Bänder wie auch von dcr Notification cmcs im Auslande erworbenen Dottordiploms für immer ausgefchlossen. lFortsoyüng folgt,) H""c '^d w dlulschrm und zugleich sloveuischem Trxl<> LandeSgcsctzblatt für das Herzogthum Krain. Jahrgang 1 872. IV. Stück. Inhalts-Urlicrsicht: Nr, 13, Klindmachiiiig dcr l. l. ?a»d?sr<>a!mmg fl!r Kraiu vom 7ttn ! April 1^72, 'q. 2.'l4«, ,l,lllefftud die Eiiillchtuiiff von Haupt- ,»id Particularschllbr». dcr Schulistatioiicu uud Schudbrglsiluiiss, dniiu d,r Ucbcrwllchmin des Schubwclms auf Gruud dcss Wrsc^.'S in bctrcff drr Regrlmig der polizeilichcn Abschafsuilq u»d des SchubwlscuS vom 87teu Inli 1871. Vom l. l. Nrdactiousbincau dss ^'llndeSllrsftzblatle« für das Herzogthum Kram, am 1. Mai 1tt?ii. Nichtamtlicher Theil. Dcr Wahlsieg in Döhmn gibt der Journalistik noch imm paratistischcn Bestrebungen mit aller Energie entgegenzu« treten und die Autorität, die jeden Bürger verpflichtende Kraft der bestchendcn Gesetze im ganzen Reiche zur Gellung zu bringen. ..Morning Post" widmet den Wahlen bcS böhmischen Großgrundbesitzes eine ausführliche Besprechung und bezeichnet das durch dieselbe herbeigeführte Resultat als einen Triumpf ersten Ranges für die österreichische Regierung. Böhmen werde fortan nicht mehr ein Stein des Anstoßes, fondern ein Eckstein zur weiteren Festigung werden. Mit schwungvollen Worten begrüßt der ..Pester Lloyd" die Wahlresullate in Böhmen. „So hat denn — ruft er auS — das ciSleilhanlsche Ministerium mit den Wahlen des böhmischen Großgrundbesitzes abermals und zwar dicSmal ein recht üppig grünendes Lorbeerblatt drm Kranze sciner bisherigen Erfolg? eingefügt. .. Der verfassungsmäßige Charakter des nächsten böhmischen Landtages ,st festgestellt. Eine srhr namhafte numerische und geistige Verstärkung der Verfassunnspartei im Reichsrate ist gewährleistet. Nach allen R chtun^en hin lichten sich die trüben Ncbel. die in trostloser Monotonie auf allen frischen R.gungen dcs öff'i'tlichen ^cbms in Cis-leilhanien zu liegen schienen. Endlich beginnt ein klarer Tag heranzubrechen, und klar und eikennbar liegen die Bahnen dcr ferneren Entwicklung vor und die Zielpunkte, zu welchen zu geleiten sie bestimmt sind .... Endlich ist einmal alles auf dem richtigen Wege, alles in der ihm gMhrendcn Stellung. Eine Regierung, wclchc die rechte Mille einnimmt zwischen Krone und Poltbvcrlrt' tung, eine regie,uliyviähige Partei, die start ger,ni ist, nicht zu lleilicn Hiillrn und Stellungc! it nehmen zu müssen, eine gesunder.' lmd l,. .- »'icklling des Pailcli^cns, das m sei'icn verjchlloencn Niilmßlrurigcn doch wenigstens einen gemeinsamen Ge-nnnken zum AuSdlnck zu brinacn mrmllg, den Ocdc" ken Oesterrelc!,s U!>d des cisletthanlschen StaalS^griffeS. Hoffcn wir. daß dieser Gedanl>. dcm wir — sc> unbc-ioußt er gnoirkl t,«,>»i> mag — nicht ü> ' : das ! Verdienst drr blspru^enc^! Gs0ßl,nmdb:^ , .. zuerkennen, bald in voller und l'iwußler El'lsaltung das ge« sammle Sla^!Swcscn jenscils dcv l^itha durchdringen und beherrschen werdc." Zur Action >cs NcichsratlS. In dem Maße, in welchem dcr Zeitpunkt der Wiedereröffnung des RcichSrateS näher rückt, beschäftigen sich auch die wiener Blätter eingehender mit bcn Aufgaben, die der Thätigkeit der neuerdings zusammen-trelcndcn Körperschaft früher odcr jpütcr zur Beratung und BoNrung vorgelegt werden dUrflcn. Die „Neue Freie Presse" faßt zunächst die Frage der Verständigung mit den Polen ms Nuge und zählt die Bedingungen auf, unter denen allein nach ihrem dafürhalten eine erfolgreiche Behandlung dcS Thema'S möglich fein könnte. Vor allem müßte festgestellt werben, daß Galizicn und sein Landtag nicht über die Möglichkeit verfügen könnten, dem Reiche eine wie immer geartete auswültige Politik aufzudrängen oder dem Auslande Anlaß zu Klagen gegen Oesterreich zu geben. Im weiteren müßte ausreichend dafür gesorgt werden, daß für die Einhaltung der großen Prinzipien der Gleichberechtigung aller Staatsbürger und Konfessionen, der freien bürgerlichen Thätigkeit, der Ol^ubcliS. und Prcßfreihcit. der richterlichen Unabhängigkeit, der mini, stcrilllcn Verantwortlichkeit für die Führung und Alle der Regierung aller l-andeStheile, sowie der Bestim« mungen der StaatSarundgcsetze überhaupt ausreichende Garantien aufgestellt würden. Was dcr Staat allen feinen Bürgern und Angehörigen an Rechten und Freiheiten oelbürgt habe, dürfe in keiner Provinz angetastet ober verkümmert werden. Innerhalb solcher Grenzen sei nach dcr Auffassung der „Neuen Freien Presse" die Galizien betreffende Frage ausschließlich zu behandeln. Die „Presse" nimmt die Frage der Wahlrc-form zum Gegenstand ihrer Betrachtungen und meint, daß sie zu ihrer vollständigen Reife noch maücher Vor-arbeiten bedürfe, und zwar nicht fowol seilenS der Re-gierung als vielmehr i,n Schoße der Verfassunyepartc, selbst. Dort gäben sie noch cewaltig divergirendc Al.sich. ten kund. ein Beweis, daß man über das eigentliche Ziel noch nicht vollständig im klaren sei. Namentlich 7<14 müßt« die publizistisch? und sonstige Discussion der Ka-pitalsrage, auf welcher Oasis fernerhin die Wahl in den Reichstag zu vollziehen sei, erst zu Ende geführt sein. ehe eine gedeihliche Behandlung dcr Wadlreformfraqr im Parlamente seldst erwartet werden dürfe. Bei der Wertform handle es sich vorzuqSwei'e um eine Frage ftaalllcher Organisation und sie müsse in Angriff ge» nommen werden, nicht um liberalen Theorien zu genü« gen, deren Stichhaltigkeit noch fraglich sei. sondern um dle vcrfafsll^Smaylg^, geseyl'chen Elurichtuna.^ vor schädlichen Efperimenten zu wahren, den Parlamentarismus zu tramgen. dle Autorität der parlamentarischen Regierung zu stärken und jene Stabilität in die Ver« hältmsse ^u bringen, ohne welche lein großes politisches Gemeinwesen bestehen tonne. Insoferne e« sich um die Erhaltung und Vertiefung der konstitutionellen Einrich» tungen handle, jei dle Sache der Wahlrcform gewiß auch Sache des praktische" Liberalismus im eminentesten Sinne des Wortes. Nur möge man sich, um diese nicht zu gefährden, vor einem „zu viel" hüten, durch welches d,e fortschrittliche Entwicklung deS Staates gründlich lompromittirt werden tonnte; man dürfe nicht der Form das Wesen unterordnen, nicht die Forderungen grauer Theorien ins Auge fassen, sondern nur das in Wirklichkeit zum Ziele führende anstreben; vor allem aber müsse man sich vor der Adoptirung eines Wahlmodus wahren, der die Gefahr im Gefolge hätte, ein Parlament zu blloen, in welchem der verfassungstreuen Majorität Thür und Thor verschlossen werden tonnte. Die „Tagespresse" stellt an die Spitze der Erörterungen ihres Leaders das Axiom, daß fortan die Verfassung zum Gemeingute aller gemacht, der Wider« stand gcgcn dieselbe stätig verringert und die Wieder« lehr tiefgehender und aufreibender Krisen verhindert werden müsse. So sehr aber auch unter den zur Errei» chung solchen Zieles führenden Behelfen die Wahlreform an hervorragender Stelle st.he, so wäre es doch eine Illusion, in ihr eine Panacee erblicken zu wollen, die allein schon zur Beseitigung aller Schwierigleiten genüge. Wohl sei sie eines der trefflichsten Mittel zur inneren Eonsolidirung deS Reiches, aber auch nicht mehr, und um eS wirlsam zu machen, müßten noch viele an« dere, einander ergänzende und vervollständigende Faktoren herangezogen werden. „Während die Wahl reform — bcmerlt die „Tageepresse" weiter — mit großer Sorgfalt oorbcrcitet und mit staatsmännischer Klugheil durchgeführt werden muß, demnach offenbar noch längere Zeit bis zu ihrer Reallsirung in Anspruch nehmen wird, glbt es andere, allerdings nicht so drastisch, aber im» merhin sicher wirtende Mittel, die sogleich angewendet werden tonnen. Bleibt man tousequent, so werden sich auch mit diesen kleineren Mitteln großi Resultate erzielen lassen. Das leitende Prinzip hiebei muß in dem unum, stößlich wahren Satze gefunden werden, daß daS Wol Oester» rcichs einzig nur in dem harmonischen Zusammenwillen seiner Völker, in der Eintracht alle« Nationalitäten zu suchen sei. Das hervortreten jeder einseitigen nationalen Hegemonie wird stets nur den Anstoß zu erbit-lerten Kämpfen geben, während in dem Gedanken an Oesterreich und an die Freiheit ein Anknüpfungspunkt zur V reinißung aller patriotischen und liberalen Elemente gegeben ist. Darum ist es dringend nötig, immer und überall nur die österreichische Idee in den Vordergrund zu stellen und alles zu vermeiden, was einer na» tiolilllen Parteiherrschaft ähnlich sieht. Würde hiemit nichts anderes erricht, als daß den unerquicklichen ge« gcnseitigen Beschimpfungen der Nationalität wegen ein Ziel gesetzt wird, so wäre schon ein großer Vortheil «rrrlchl und eines der Haupihindernisse cmer späteren endlichen Verständigung beseitigt. Die parlamentarischen Vertretunsietörper wie die liberale Presse sollten hiemit den Anfang machen und jeden Anlaß .zu neuerlicher Verbitterung dcr Nationalitäten vermelden. Dem Sieger z'tmt vor ollem Großmuth und weise und humane Mä ßigung. „Maßhalten!" riefen wir seinerzeit den Gea.ne>n zu. „Maßhallen!" rufen wir heute der eigenen Partei zu und hoffen, daß unferc Stimme nicht ungehört verhallen werde. Politische Uebersicht. saibach, 30. April. Die ..Neue Freie Presse" meldet: „Das KulluS-und Unterrichtsministerium hat aus Anlaß der vielfachen Kundgebungen seitens der Gemeinden, Vereine und Cor< porationen um Hintanhallung von Uebergriffen der Geistlichen und um eine strenge Ähndung deS Kanzel« misbrauches unterm 10. d. MtS. einen Erlaß an sämmtliche Landesbehörden gerichtet, wodurch dieselben aufgefordert werden, von allen tleritalen Ausschreitungen, welche ihnen im amtlichen Wege zur Kenntis kommen und unter die Bestimmungen des allgemeinen Strafgesetzes subsumirl werden können, den zuständigen Ge« richten ungesäumt die Anzeige zu erstatten, sofern sich aber einzelne Fälle zur slrasgerichllichen Amtshandlung nicht eignen würden, im eigenen Wirkungskreise im Linne deS kaiserlichen Patentes vom 20. April 1854 das geeignete Amt zu handeln." Im böhmischen Landtage erfolgte am 29ten v. M. die Verlesung des Landesausfchußberichles über die Großgrundbesitzwahlen. Die Landtagssession wird Samstag nicht geschlossen, sondern nur vertagt, da wich« tige Aenderungen des Schulgesetzes, welche dringend ge« boten sind, noch in diesem Jahre erledigt werden müssen. Die Wahl des Budget« und Petitions'Ausschusses wurde vollzogen. Der Klub der Städte« und Gemeindekurien einigte sich, nachstehende Mitglieder zu wählen: In den VudgetauSschuß: Wolfrum, Klier, Dotzauer, Dormitzer, Tedesco, Wiener, Raudnitz, Schier, Fürth, Vollelt, Görner, Neumann. Kardasch, Waldert. In den Peti« tionsausschuß: Iahnl, Kardasch, Theumer, Raudnih. Alter, Weeber. Am 28. d. lud Fürst Earlos Auersperg. die bürgerlichen Führer der Verfassungspartei zu einem Diner, dem eine Besprechung folgte, in welcher dcr entscheidende Einklang der Kurien bei den Reichsrats- und ^andesausschußwahlen erörtert wurde. Die Nachricht, daß der Kardinal Fürst hohen lohe bestimmt sei, das deutsche Reich bei der päpstlichen Kurie zu vertreten, wird in offiziösen berliner Korrespondenzen bestätigt. Fürst Hohenlohe soll, seiner Würde als Kardinal entsprechend, als Bolschaf« ler fungiren. Fürst Hohenlohe ist bekanntlich ein Bruder deS früheren bairischen MinisteoPrasidenten und des gegenwärtigen Obersthofmeislers des» Kaisers vo» Oesterreich. Er steht im 50. Lebensjahre. Die berliner „Post" bemerkt noch speziell über diese Ernennung: „Fürst Hohenlohe war früher poi-sou», FlatH beim Papste, während er sich bei den Jesuiten durchaus lei« ner Bllieblheit erfreut, was ihn wol geeignet erscheinen läßt, das deutsche Reich zu vertreten. Man wird übrigens, das dürfen wir hinzufügen, durchaus nicht aus diefem Ereignisse auf eine etwaige Nachgiebigkeit der Regierung dem Ultramontanismus gegenüber schließen dürfen. Dieselbe wird den einmal aufgestellten Prinzi-pien treu bleiben und nach wie vor den Staat gegen jede Uebergriffe der geistlichen Gewalt zu schützen wissen. Es scheint im Gegentheil, als ob gerade dieser Ernst, den die Regierung den Ultramontanen gezeigt hat, diese selbst allmällg ein wenig zur Vernunft bringt und sie überlegen macht, ob es nicht klüger sei. bei zelten an einen vorlheilhaften Rückzug zu denken." Die Ernennungen des Grafen Harcourl zum Volschaster in Vondon, sowie des Ba>on Bour-going zum Botschafter in Rom sind definitiv fest* ueslellt. — Da« Geiücht. wonach Don Carlos in Frantltich verhaftet worden sei, wiid dcmentlrl; sicher sei nur. daß derselbe Genf verlassen habe. — Der „Soir" will wissen, daß die Kommission für den deutfch-franzöfischcn Po st vertrag auch in einer am Freitag abgehaltenen Beratung, in welcher der Finanzminisler die Vorlage mit Wälmc vertrat, noch nicht schlüssig geworden wäre »nd zunächst noch den Minister des Acußcrn zu hören wünsche. Mehrere andere Blätter melden hingegen übereinstimmend, daß die Kommission, in ihrer Mehrheit der Vertrag angenommen hätte. Die drohende englische Mini st ertrise scheint glücklich abgewendet, und die Journale, welche das be« stehende allen Veränderungen vorziehen, in erster Reihe die „Times", sind durchaus einverstanden. Auch die „A l ab a m a" - Frag e ist einer Lösung näher gerückt; wenigstens glaubt man einen Mittelweg gefunden zu haben, auf welchem die Affaire zur beiderseitigen Zu-friedenheil Englands und Amerikas geschlichtet werden kann. Die Washingtoner Nachrichten deuten ihn an; sie sagen, daß die indirclten Ansprüche zuiückgezogen werden, wenn England einwilligt, die Frage der indirekten Ansplüche zu einem Prinzip des internationalen Rechts zurückzuführen. Großbritannien verpflichte sich, im Falle eines Krieges mit einer anderen Macht, in welchcm die Vereinigten Staaten neutral sind, die letzteren nicht für die indirciten Verluste verantwortlich zu machen, welche etwa ans dem Entschlüpfen amerikanischer Kaperschiffe unter ähnlichen Umständen wie bei der „Ala« bama" entstehen könnten. Der Flügeladjulant des Königs von Italien, Conle de Pralormo, ist als Ueberbringer des Colliers deS Annunziaden'OrdcnS für den Prinzen Iussuf Izzed» din in Konstllntinopel angekommen. Dieses Ereignis hat große Sensation hervorgerufen. Der Abgesandte des Königs von Italien wurde unverzüglich in einer beson-deren Audienz vom Sultan empfangen. — Die serbischen und hassunistischen Angelegenheiten werden demnächst zum Abschlüsse gelangen. Die Banden der Provinz Biscaya nehmen zu und in der Provinz Navarra breitet sich der Herd des Aufstandes weiter aus. Dcr Telegraph zwischen Alsazua und Pampeluna bleibt abgeschnitten. I,i der Provinz Valludolid sind zwei Banden geschlagen wo» den. Man ve> sichert, daß die Ca» listen dieser Tagt Alsazua, eine Station dcr spanischen Nordbahn, anal' griffen haben, jedoch zurückgeworfen wurdcn. Herr Rio Rosas hat, nachdem er zum Präsidenten der Corles ge< wählt worden, in seiner Ansprache den Kongreß aufgefordert, sich in Hinblick auf den Ernst der Vage unverzüglich zu constituircn. Wiener Weltausstellung 1873. Im Laufe der vorigen Woche wurde in 17 nach einander folgenden Sitzungen die Konstituirung del Gruppencomil6s und die Wahl der Obmänner und deren Stellvertreter vorgenommen. Am 29. o. M. hat das Eiecutivcomil6 eine Sitzung abgehalten und sämmtliche Gruppenoorstände zu derselben behufs Entgegennahme spezieller InfolMationen einac-laden, worauf die Thätigkeit der einzelnen Fachcom><^ beginnen wird. Die Abtheilung 14 dcr l. Nusstellungs-lommission (Land' und Forstwirtschaft, Wein«. Obst» und Vom Vesuv. Der elektrische Draht bringt unS traurige, tiefer« schulternde Nachricht, aus jenem Lande, aus jenem El» dorado, wo der Himmel ewig blau, wo die Lüfte milder wehen. Der tolle, grausame, greise Wüterich — Vlsuv gcnannt — hat wieder einmal seinen feuerspeienden schlund geöffnet und macht das hochgcpriesene Neapel, den Culminativ'spunkt der Wünsche aller Reifenden, das hochgepriesene schönste Panorama Europa's zum schlicken der Bewohner am Gestade des reizendsten Golfes, zum Schrecken aHer Reisenden der Erde. Der Vcsuu erhebt sich. ga»z vereinzelt und von den Apenninen gelrennt, an der Mitte des Golfs von Neapel, ungefähr 1'/, M. südöstlich von Neapel. Er reicht mit seinem südwestlichen Adhange bis anS Meer. Man nimmt an, daß nach dem ausbrennen und Ein» fturz des einen älteren und ungleich größeren Vulkane sich auS der großen Vertiefung der jetzige oder eigentliche Vesuv acblldet habe. Der Gipfel des letzleren bildet eme kleine Ebene mit ^v>i Spitzen, von denen die dem Meere zuqcwendele den Kraler enthält, der uiMliler. drocden Ranch aussiöht. von Zeit zu Zeit auch anoerc vulkanische Produkte auswirft und fast bei jedem be« dcutenderen Ausbuche seine Gestalt ändert. Die Sei« tenwände des Berges sind kahl und nur an einigen Etelle:', z'.'.m Theil zwischen brennender Lava, findet man Wein« und Obstgärten. Den Allen war der Vesuv als feuerspeiender Berg unbekannt; wegen der Spurm ehemaliger vulkanischer Thätigkeit, die man auf seinem Gipfel fand, galt er für einen ausgebrannten Vulkan. Der erste nachweisbare AuSbruch deS Vefuo fand im August 79 n. Chr., und zwar mit so ver« heerendcr Heftigkeit stall, daß drei Tage und drei Nächte die umliegenden Gegenden durch die ausgeworfenen Steine und Afchenmassen weithin verfinstert und Herculanum, Pompeji und Stabiä von denselben begraben wurden. PllNluS der ältere, welcher diese Nalurerschemulig in einem Sch'ffe beobachten wollte, kam dadel um. Unter den nächsten AuSbrüchen des Berges sind die von den Jahren 203. 472. 512. 085. 993. 1036. 1039, 1138. 1306, 1631. 1730 (wo der Gipfel sich merklich erhöhte und seine ZuckerhutSsorm erhielt), 1766. 1779 und 1794 die heftigsten gewesen. Se,t Ansang des I9len Jahrhunderts haben sich die Ausdrüche fast jedeS Jahr mehr oder weniger heftig wiederholt. Vom Ollober 1818 war der Vulkan bis in den Mai 1820 in be. fiändigerThätigkeit. TerAschenregen am 24. Oktober 1822 verfinsterte den Tag in Neapel, und die 12 Fuß hohe Vaoa floß eine italienische Meile weit. Noch bedeutender a!S damals waren die ÄuSorüche in den Jahren 1833. 1834 und am 1.Äplil1835 und 1839. bei wel« cwm letzleren Auebiuch der Krater bedeutend an Um« fang und Tiefe verlor. Auch 1847, 1850, 1855, 1868 erfolgten Ausbrüche. Der Wüterich hat vor einigen Tagen mit seirer glühenden Hlut reizend gelegene, materiell blühende und reich bevölkerte Ortschaften, prächtige Fluren, l" den Wolstand dieses sonst mit vollem Rechte gepriesenen Paradieses vernichtet. Die Eruptionen in den letzten Tagen sollen bereit« mehr al« 260 Mensche"' leben — Beschädigte und Vermißte ungerechnet — verschlungen haben. Torre del Greco, eine gewerbs-reiche Stadt mit 16.000 Einwohnern. die schon vor 11 Jahren bei dem Ausbruch des Vesuv im Iah" 1861 arg gelitten halte, ist jetzt von der gliche"^ Lavaflut rings umbrandel; Sebastiano, ein blühet der Flecken mit 1000 Einwohnern, ,st, nachdem die lc^ leren l)um das nackte Leben retten konnten. gäi'zl'V zerstört, St. Giorgio, ein Ort. der aus den TrülN' mern des vom Vefuv 1783 zerstörten Allano sich "">' baute, ist gefährdet, Dcr Berg, der schon bci seinem Ausbruche '» Jahre 1861 von acht Kratern zerklüftet wurde, "" jetzt von dcr lobenden untcr>rdlfchen Masse hunderlsa« zerissen und zersprengt. Aus hundert und aberlMde Spalten loht hochflammend die mnerirdlschc Glut hervo , Wollen von heißer Asche und glühenden Schlacken füllen die rauch- und qualmgesälligte Lust. und "" donnerglelchem krachen erbebt dle von flammenden ^a fluten übcrilrömte Erde. Dieses grause Naturen!^ >fl ein Glled jener Krlle von Reaktionen deS "dU'^ gegen die Ode,fläche, die in dcr Form von u"««^ setzten Eldbeben sc,t dem vorigen Sommer sich lundg und in der Zerstörung der Stadt Sch'mache lull'""" ' Bekanntlich sinu alle diese Erschütterungen dcr 6^" die Folgen deS Druckes, den der durch die Anzllh""" 705 Gartenbau) hat das Spezialprogramm so wie die spe«, zltllen Verfügungen für die internationale Ausstellung: 2. voll lebendem Geflügel, ferncr von Hunden, Kanilichen, Katze» und Fischen vom 18 bis 27. September; I). von todtem sdressirlem) Geflügel vom 20. bis 22. Scptember: «. von Wild in lebendem und todtem Zustande vom 4. bis N. Oktober 1873 — beraten und ano/nom ücn. «bcnso wurde dcr Entwurf des SpezialprogrammS fil, dic inlernalionalc Ausstellung von Produkten der Milch, wmschnft. idrcn HNIfSstoffen und Vclriebsmiltcln, welche w der Zeit vom ^. bis 6. Oltober 1873 stattfinden soll, nach eingehender Beratung einstimmig zum Be» schlusse erhoben. Das preußische Handelsministerium hat die lönigl. Elsenbahnbireltionen und Eisenbahnlommissarialc ange. wiese«:, dafür :n sorgen, daß den Reisenden uacu Wicn Während der Auosl'llnng eine Herabsctziuig des Tarifes UM 50 pCt. gewahrt werde. Nuch für Süddeutschland werden Verlehrserleichtcrungrn und Vcgunslia.lina.cn an° yeslrcbt. Die lönigl. würltcmbcrgische Zentralstelle für Handel und Gewerbe gibt belannt, daß der Termin dcr Anmeldung zur Theilnahme an der wiener Ausstellung bis zum 30. April verlängert wird. Die Pfingslwoche ^lld „ach mehrfachen Berichten in den versch'edenen Theilen Deutschlands von den dortigen Industriellen zu «usflügen nach Wicn benutzt werden, um die Vorarbeiten sür die Ausstellung an Ort und Stelle in Augenschein zu nehmen und die erforderlichen Einleitungen für die Emzelausslellungen zu treffen. Hagesnmigkeiten. ^ (Iur Kaiserreise.) Laut amtlich nach A la d gelangten Nachrichten wird Se. Majestät der Kaiser am Abend des 7. Mai mit einem Gefolge von "9 Herren und eben so viel Dienern in Arad eintreffen "Nb den grüßten Theil de« folgenden Tages in dieser Stadt verweilen. Von dem Reisepersonale Sr. .Maiestät lsl bereits ein Hosbeamter in Nrad eingetroffen und hat lur die daselbst stattfindende Hoftafel Bestellungen gemacht. "- (Die Pferdezucht-Enquete) in Wien Wurde am 29. klpril unter dem Vorsitze Sr. Erc. des Herrn Minister« Niller v. Chlumccty eröffnet, -^ (Das Leichenbegängnis des Bischofs Atßler) fand unler großem Pomp statt. Die Kardinäle ^uscher und Schwarzenberg, die Bischöfe Dr. Zwerger von Graz, Mdigicr ^n Linz und Heinrich von Bnren, "päpstliche Legat, der l. k. Statthalter von Niederöster» .^, Baron Weber, viele hundert.Geistliche waren anwe« l^d. Die Beisetzung erfolgte in der VislumSlirche. — (Zur wiener Weltausstellung.) Die Ilslermärlijchc LandwirlschaflSgesecischaft hat im Wege der ullialeu, dann durch Bildung von Korporationen und Auf» slellung von Vertrauensmännern in veischiedenen Theilen ves Landes umfassende Vorkehrungen getroffen, um namentlich hervorragende landwirlchaflliche Produkte in würdiger Weife in Wie» 1873 zur Ausstellung zu bringen. Als Gegenstände der gemeinsamen Ausstellung wurden bezeich» net: Pferde, Rindvieh, Hopfen, Kleesamen, Leim, Weber, larden, Obst und Obstmost, Erzeugnisse des Gartenbaues, der Bienen- und Seidenzucht. Für Pferde, Gartenbau, dienen, und Seidenzucht sind die betreffenden Vereine lhätig; für Weinbau fungirt die Kommission in Marburg, hinsichtlich der einheimischen reinen Rindviehraßen besteht °'e Absicht, bei den verschiedenen Orten des Lande« im loninienden Sommer stattfindenden RegianalauSstellungen "e Auswahl der Thiere für die Weltausstellung zu treffen. — (Frau Gräfin N o t h k i rch - Pa n t hen ,) 2". Freiin v. Rothlircd/Trach, l. l. Geheimrals- und Feld. ^ft dcs Mondes und der Sonne zu einer gigantischen A"le emporgehobene hcißflllssige Erdlern auf sie ausübt, "llser Druck läßt die K'uste dort, wo sie am slärlsleu s? .widerslandfähigsten ist, unerschütlcrt, macht sie an ^wucheren Stellen erbeben und zersprengt sie dort, wo "l lockere Schichte, eine sogenannte „Hohlsvalle" ihn c Meinmt wiiten läßt. Iedcr Vulkan ruht über einer ^eil Hohispalte und bildet gleichsam ihr Ventil. Der H A"bll,ck des harten Meerbodens gegen den weichen l,,^' °^sbodcn. da« unausgesetzte abkühlen und zusam-oder^" ^" ^°"^" Erdkruste schafft diese Sprengungen ^ Spaltrn, die deshalb nur dort oorlommen. wo Dit' «"^ ^esllandsboden sich berühren — an den Küsten. Und ' ^""e Europa'« sind bis auf jene in Island N'lcke" ^übilalien erloschen. Von den beiden südilalie-letztere "°""^'^n. dem Aetna und Vesuv, ist es der iNlllli^ ^ säst unausgesetzt in Thätigkeit ist. Ver-lllbys,?' "^halb, weil die Hohlsplille, die er bedeckt, sich b'lllt ^ - "'"^^ ""b immerwährend Eruplionesloff Und '?> / ^cne fast ununterbrochenen kleinen Auswürfe Wie b '""'°"cn -" die lthteren durch das abkühlen llesvo/^ Ncschmolzenen (örz im Hochofen verursacht — sldein/ ' "'"^ diesen Vulkan fast ruhelos lhiitig er< ^ldltln '°^ Macht.ge Anfintunqen de« h«if,flnssiqcn sum "^, drängn dann diese Masse plötzlich und gcwalt. bercn ."'^^ und verursachen jene schrecklichen Ausbrüche, U'lMcr «ben j.tzt stattfindet. — wildert .^^°""u aus Neapel vom 29. 0. Mts. ^dae^,,?'^rn,llßcn die Gesorgnissc; es meldet daß die lchlv^ " ^"lls aufächzt haben und die Detonationen "5 ""d seltener werden. marschallieutenanls-Witwe, ist im hohen Alter von 82 Jahren am 26. April in Graz gestorben. — (Zur Regelung der Congruafrage) habcn dieser Tage im fürsterzbischöstichen Palais in Prag Beratungen der Dechanle Böhmens staltgefunden, in welchen der Gehalt der Pfarrer mit 600 Gulden und jener der Kapläne mit 300 Gulden, ohne Umrechnung der Stola» gebühren bis zu 30 Gulden festgestellt wurde. Die Ver. ammlung der Bischöse wird Über die vorgelegten Anträge endgiltig zu entscheiden haben. — (Neuer PostVertrag zwischen Oster, reich und Deutschland.) Infolge der in Berlin stattfindenden Konferenz zur Errichtung eines neuen Post-vertrage« zwischen Oesterreich'Ungarn und Deutschland werden, wie die „Tagespost" berichtet, ganz neue Bestim» muiigcu über den Verkehr der Brief« und Fahrpost'Sen-düngen, namentlich in der Taxirung der letzteren, im Wcchselverlehre eintreten. Der Tarif fllr Fahrpost - Sen» düngen von und nach Deutschland wird eine 25perzentige Ermäßigung erfahren. Das NachnahmS» und Gelbauwei» sungs ' GesHäft wird nicht mehr auf das eigene Lond beschränkt, sondern im vollen Verkehre zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland eingeführt werden, welche Verfü« gung für den Handelsstand von unberechenbarem Werte sein wird. Lbenso werden vom Zeitpunkte deS inSlebentre» tretens dieses neuen Vertrages auch Geldbeträge im telegraphischen Wege angewiesen werden können, was bisher nur im Auslande der Fall war. Die im Inneren eines jeden Landes bestehenden Normen und Vorschriften werden durch diesen neuen Vertrag nur insoferne berührt, als sie den nun festzustellende» Bestimmungen de« WechselverlehrS hindernd entgegenstunden. — (Vedeutende humane Legate) Der in Ngram verstorbene reiche Privatier Herr Kulovlc hat in seinem Testamente u. a. für taS FindelhauS und Er-ziehungshauS kleiner Kinder 12.000 fl.. für die Univer» silät 10.000 Dukaten, für Convicl.Zöglinge 4000 Dukaten und für die landwirtschaftliche Anstalt in Kreutz 6000 Dukaten vermacht. — (Die preußischen E is enba hne n ) haben in den Jahren von 1862 bis 1870 einen Zuwachs von 665 Meilen erhallen. — (Zur Eröffnung der Straßburger Uni» verfität) werden Vorbereitungen im großartigen Maß« stabe betrieben. Die Ausschmückung der Säle im Schlosse, wo sich die Universilät befindet, ist bald vollendet. 200 Mitglieder von Burschenschaften aus allen Gauen Deutsch» lands sind als Theilnehmer angemeldet, und wird eine zahl» reiche Betheiligung aus Oesterreich erwartet. — (Neue Stadt in Rußland.) Am sinni» schen Meerbusen wird eine neue Stadl gebaut, die den Namen „PelrovSl" fuhren, mittelst einer Eisenbahu mit Petersburg in Verbindung stehen und namentlich als Han« dclshafen besondere Bedeutung erlangen wird. — (Musik per Dampf.) Fiir das große mu-sikalische Spektakel, welches demnächst in Boston unter dem Namen eines Musil.Iubiläums stattfinden soll, wird unter anderem -ine Orgel hergestellt, die ihre Lust durch eine Dampfmaschine zugeführt erhält. — (Papiergeld.) Zur Ersetzung der in den Vereinigten Staaten circul'rendcn Geldnöten wären 5,603.224 Bogen Papier erforderlich. — (Zur Privilegium ' S « alistik.) In den Vereinigten Staaten wurden in, Jahre 1871 13.033 Privilegiumsurkunben ausgefertigt. — (Gegen Le ber l ei de n.) Unter dem Na, men Voldo ist eine Arznei gegen Leberleiden nach Europa gebracht worden, welche aus Chili kommt und au« den Blattern eines Baume« der Familie der Monimiacea be« steht. Die Heilkraft diefer Blätter soll dadurch entdeckt worden sein, daß eine leberkranke Schafherde in eine Um. zäunung gelrieben wurde, welche auS der betreffenden Pflanze bestand, und daß sie nach dem Genuß der Blätter derselben gesund wurde. ' fokales. — (Die diesjährige Gemäldeausstellung) wird bereits in den nächsten Tagen im Redoulen-sale eröffnet. Die Bilder, worunter sich mele ausgezeichnete Arbeiten aus den verschiedensten Fächern befinden, sind zum größten Theile bereits eingetroffen, und die Aufstellung hat schon begonnen. Die SubscriplionSbögcn für die Saison karten wurden gestern in Circulation gesetzt, und das lunst. liebende Publikum wird es hoffentlich nichl unterlassen, die hlesige Füiale des wiener Kunstvereines in ihren anerkennenswerten Bemühungen durch eine rege Theilnahme zu unterstützen. — (Die evangelischeGemeinde) hat ihren Bericht flir die Jahre 1870 und 1871 der Oeffemlichkeil übergeben. Wir heben aus diesem Berichte folgendes hervor: l. Die Superinlendemial'Versammlung in Wien hat am 2. Juni v. I. folgende durch den Abgeordneten der hiesigen Gemeinde gestellte Nnl,äge angenommen: 1. Es möge bei der Generalsynodc beantragt werden, dieselbe wolle bewirken, daß die neuen Eheges.'tze auf ver. fassungsmäßigem Wege in der Art vervollständiget werden, daß dle Grundsätze und Ncchle der evangelischen Kirche ihre volle Berücksichtigung finden: u) daß insbesondere bei gennschlen, vor dem evangeli» schen oder vor dem katholischen Seelsorger geschlossenen Ehen für den evangelischen Theil die Möglichkeit der Ehetrennung und Wiedcrverehelichung statuirt werde; d) daß fernerhin svlche Ehen, deren emer oder deren beide 2heile nach der Trauung ;ur evangelischen Kirche Übergetreten sind, bezüglich der Ehetrennung gleich» falls im evangelischen Sinne zu betrachten und zu behandeln seien; o) daß endlich de» zur evangelischen Kirche Ubergetre, lenen Priestern der katholischen Kirche da« Recht zur Verehelichung zustehen möge. 2. Es sei den evangelischen Gemeinden eine Entschädigung für die an verstorbene Mililärpersonen evangelischen Glaubens auf den eigenen Gemeinde-Friedhöfen abgegebenen Grabstellen nach den Gemeindetaren zuzuerkennen und auszusprechen, wo diese Entschädigung zu erheben sei. II. Die Gemeinde hielt im Jahre 1870 vier Versammlungen, nämlich am 15. Februar, 26. Mai, I6ten Ollober und 24. Ollober. Presbyterial. Versammlungen wurden abgehalten am 18. Jänner. 27. März. 26. Juni, 11, September, 2., 9. und 16. Ollober. Im Jahre 1871 fanden nur 2 Gemeindeversammlungen und 10 Presby-lerial-Versammlungen statt; erstere am 13. April und 18. September, letztere am 15. Jänner, 20. Februar, 4. März. 24. April, 27. Mai. 14. Juni, 23. und 26ten August, 15. September und 9. Otlober. III. Die evangelische Gemeinde N. und H. Confession zählte in Laibach und Umgebung im Jahre 1870 325 und im Jahre 1871 330Seelen. In diesem Spien« gel wurden im Jahre 1870 6 Individuen gelauft, 2 con-sirmirt, 3 getraut, 5 beerdigt; im Jahre 1871 10 Individuen getauft, 6 getraut, 3 beerdigt; im Jahre 1871 sind 2 Personen zur evangelischen Kirche übergetreten. An der Communion nahmen im Jahre 1870 82 und im Jahre 1871 57 Personen lheil. Die gotlesdienstlichen Verrichtungen fielen im Jahre 1871 durch längere Zeit wegen andauernder Krankheit deS Pfarrers auS. IV. Gegenwärtig werden die 6 Klassen der evange« tischen Schule von 93 Kindern u. z. von 56 Knaben und 37 Mädchen besuch«; unter den Schullindern befinden sich 41 katholische, welch lehfere den Rcligirnsunter« richt durch einen lalholischen Lehrer erhallen, (is wurden zwei neue Obcrllassen errichtet und ein drilleS Schulzimmer adaplirl. Die neu errichteten Oberllassen werden vom Pfarrer Herrn Fr. Otto Schllck geleitet. V. Der Gustav - Adols. Verein zählte im I. 1870 48 und im I. 1871 37 Mitglieder in Laibach und Umgebung. VI. Dcr evangelische Frauenverein bestand im I. 1870 auS 39, im I. 1871 aus 36 Mit-gliedern VII. Aus der Armenhandlasse wurden im I. 1870 56 fl. II kr. und im I. 1871 41 fl. 28 kr. vertheilt. VIII. Da« Kirchen opfer hat im I. I870 80 fl. 87 kr. und im I. 1871 61 ft. 17 kr. betragen. IX. Die Rechnung dcr evang. Gemeinde weist im I. 1870 an Annahmen 1623 fl, 58 kr., an Ausgaben 1437 fl. 95 lr. und im I. 1871 an Einnahmen 1588 fl. 89 kr., an Ausgaben 1534 fl. 41 kr. nach. — Es wurden bei der Schullasse im I. 1870 1115 fl. 50 lr. und im I. 1871 1997 fl. 76 lr.; bei der Friedhofs-lasse im I. 1870 217 st. 37 lr. und im I. 1871 251 ft. 87 lr.; bei der F rau e nv e r ei n Ska s se im I. 1870 172 si. 94 lr. und im I. 1871 157 ft. 85 lr. empfangen und ausgegeben. — (Zum Berichte über das Schadenfeuer) am 29. v. M. in Udmat tragen wir nach, daß sich die lommandirlen Mannschaften des Graf Huyn Regimentes und des vaterländischen RcservestandeS, ferner die dem bezirlshauplmannschafllichen Kommissär zur Disposition gestellte städtische Polizeiwachmannschast und die k. l. Gendarmerie bei dem löschen deS Bandes bereitwilligst und erfolgreich belheiligt haben. Der Gefammlschade am Gebäude und an Aorrälen dürste 1000 st. nicht übersteigen. DaS Gebäude ist gegen Feuerschaden versichert. — (Verwendung von Kindern in Fabriken ) Wiener Blätter melden, daß daS h. l. und l. österr. Handelsministerium in Erfahrung gebracht hat, daß besonders in jenen Fabriken, welche mit Maschinen arbeiten, nicht selten Kinder in einer längeren ArdeitSdauer ver, wendet werden, als dieS nach den tztz 86 und 87 der Ge-werbeordnung gestaltet ist. Ein solcher gesetzwidriger Vor-gang würde die Körper, und Geiste«lrafl der heranreifenden Nrbeils Generation in unverantwortlicher Weise schädigen. Diesem Uebelstande zu begegnen, wurden die Bezirlshaupt, Mannschaften und Magistrate aufqesordert, in Ausführung der Vorschriften des Gewerbegesetze« genaue Untersuchung der im Nmlsbeznle bestehenden Fabrilen in der angegebenen Richtung nach Erfordernis zu pflegen. Sollten sich wirklich Fälle ergeben, welche gegen die erwähnten Para-graphe der Gewerbe-Ordnung verstoßen, so ist mit aller Strenge Amt zu handeln und nötigenfalls auch durch die Verhängung wirksamer Strafen auf die sofortige Abstellung des MlSbraucheS zu dringen. Mit Ablauf eine« jeden Quartals, und zwar mit dem am 1. Juli d. I beginnend, «st ein Nachweis über die Zahl der im Amtsbezirke vorge-nommenen amtlichen Erhebungen der Verhältnisse der Kin. derarbeit in den Fabrilen, sowie über die b'edei an den Tag gelommenen Uederlretungen de« Gewerbegesetze« dehnfs Vorlage einer Gesammtüversichl an den Herrn Handels-minister zu erstatten. 706 — (Aus dem Amtsblatt.) Von 1. Mai ab Eilfahrten zwischen Ndelsberg und Görz. Fahrgebllhr 40 lr. flir die Pclson und Meile. — In der ersten Hälfte Mai werden ein paar pinzgauer Hengste durch die Landes lommission für Pferdezucht nach Oberlrain in Privatpflege gegeben. Bewerbungen sind alfobald bei der polilifchen Behörde einzubringen. — Konturs-Auöschreibung zur Ve« setzunq mehrerer technischen Diurnistenstellen bei der im Zwecke der Grundsteuer-Regelung in Krain fortzusetzenden Vermesfungs-Reambulirung. — (Predil — Lack. ) Die „Triester Zeitung" meldet: ,Der Streit über die Wahl der beiden Linien wurde auf das Gebiet der Eisendahntechnil verschoben, und dort verspricht er in nächster Zeit anziehend zu werden. Die Ingenieure der RudolfObahu haben llber die Trieft»Lacklinie ein Projett ausgearbeitet, das nur auf ungefähr 1 ein halb MeUen von Trieft nach Opcina eine Steigung von ein Vierzigste!, sonst leine ungünstigere als ein Fünfzigstel und ein Kostenerfordernis von ungefähr 17 ein halb Millionen Gulden ausweist. Die Ingenieure der k. k. Generalinspellion dagegen stellen ein Projekt auf, das auf drei Strecken die Steigung von ein Vierzigstel enthält und für dessen Ausführung ein Aufwand von beinahe 22 Millionen Gulden ^21,703,915 fl.) berechnet wirs. Die Ru« dolfsbahndirelüon hat vor 3 Monaten obige Angaben mit der Bemerkung mitgetheilt, daß die Stations-, beziehungs» weise Hafenlage bei Servola für die Lacklinie um 5'/, Millionen geringer zu veranschlagen ist, als jene für die Predilbahn bei Gretta, und daß sich dasGesammtlostenersparnis beim Bau der ersteren gegenüber der letzteren auf 22 Mill, beziffere; die Ingenieure der Generalinfpeltion dagegen berechnen die Kosten für die Station und Hafen in Trieft bei der Lacklinie auf 7.876.000 fl. und für die Predillinie auf 5,867.000 fl. Die Gesammllosten der einen Bahn auf 30.082.000 fl., und der anderen auf 35,469.000 fl. Nachdem die Nudolfsbahndirettion erklärte, ihre Angaben vertreten zu können, so weiden diese Differenzen wol eine! Aufklärung finden, welche für die Entscheidung der ganzen i Frage von Bedeutung ist " — (Von der st eier m ä rlis chen Gscomple. Bank.) Die Iahrcsversammlung der Kreditinhaber der steiermärlischen Eöcomptebank wurde in Graz am 28. April vom Obmann« des Comite's, Herrn Christof Odörfer er» öffnet. Anwesend waren vierzig Mitglieder, welche 126 Summen repräsenlirten. Dem vom Bureauchef der Bank, Herrn Sieß, vorgetragenen Rechenschaftsberichte ist zu ent» nehmen, daß die Geschäfte des Vereines auch im abgelau« fenen Jahre eine beträchtliche Zunahme erfahren haben, und daß sich derselbe überhaupt guter Prosperität erfreut. Herr! Notar Nedwed verliest hierauf den Bericht der Rechnung«« revlsionökommifsion, und wird der von dieser gestellte An, trag, die Rechnungen pro 1871 zu genehmigen und das Ubsolutorium zu ertheilen, ohne Debatte und einstimmig < angenommen. Der von Herrn Raza eingebrachte Antrag, welcher die Erhöhung der Verzinsung der Einlagen zum Sicherstellungsfonde z>m Zwecke hatte, fand nicht die ge» nügende Unterstützung und mußte daher außer Verhand« lung bleiben. Zu Comuömitgliedern wurden die Herren: Josef Ä, Czerny, I. V, ssloigl. Johann Holzer, Johann Krismanllsch, F. Macht. Johann Mark und C. F. Schu< bert wieder und Herr Alms Fldellus Remfchmldt neu ge» wählt. In den Rechnungsrevlsionsausschutz pro 1872 wur. den die bisherigen Reviforen, nämllch die Herren: Josef Iungl, Anton Köldsi, Dr. A. C. Leyer, Notar Anton Neomed und Josef Petsche wiedergewählt. Ocffeutlicher Dank. Für die unentgeltliche Ueberlassung eine« Grundstücke« zur Anlage eines Schulgarten« wird der löblichen lraini-fche» Industrle.Gesellschaft vom gefertigten Orlsschulrate hiemit der gebührende lank abgestattet. ! Ortsschulrat Aßling. am 24. April 1872. Franz 3av. Papesch, als Vorsitzender. Ginaesendet. All H. Z ..., den „ordentlichen" Rezensenten! Ich enthalte mich vorläufig all»r eingehend««! Beleuchtung Ihrer Verwahrung und erlaube mir vorläufig nur die Vemer» lung, daß da« interpretiren der Fibel allein ebensowenig zum Rezensenten befähigt, wie da« fllhrcn des Correclorstifles. Zu weiteren Erklärungen mit Vergnügen bereit Johann Vele, Corrector bei Kleinmaur -e versucht und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Nav»!««,-!»:!-« verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand geseht, meine gesellige Posniou wieder einzunehmen. Mit innigster Danlbarleit und vollkommener Hochachtung. >l»i-sl»>8« cle Nrül,»l>. Nahrhastcr als Fleisch, erspart die Nev,!e»l>.iöl-e bei Erwachseneu und Kindern 50 Mal ihre» Preis in Arzneien. In Blechbüchse» von j Pfund fl 1.50, I Pfund fl 2.50. 2 Pfund fl. 4.50. 5 Pfund fl, 10, 12 Pfund si. 20, 24 Pfund fl. 36. Novzle^ior« <^0<:o!!,l6o in Pulver und in Tabletten fur , 12 Tassen ft. 1.50. 24 Tassen si, 2 50. 4» Tassen ft. 450. in i Pulver siir 120 Tassen si. 10, fi!r 288 Tassen fl. 20. fttr 57« ^Tassen si. 8«. Zu beziehen durch Varry du Barry H md Specerelhändler'»; auch versendet das Wiener Hau« nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahme. Neueste W. (vriginal'Telegramuie der „Laibacher Zeitung.") V3 ien, R. Vtai. Die heutisse ,,Wiener Zeitunss" veröffentlicht die <3rnen»»Ul»ss des GeheimrateS Varon Kiibcck zum auftrrordent» lichen Botschafter beim päpstlichen Stuhle. Prag, 3O. April. Landtastsfitzunss. Anläßlich der Veriftcirunst der Großgrund besitzwahlen führt der Statthalter gegenüber dem Proteste der feudalen aus, daß die Negierung bei der Wahlaction sich keiner incur recten Vlittel bediente und »m Interesse der bedrohten öffentlichen 3luhc. sowie um Prein-trächtigung der Wahlfreiheit hintanzuhalteu, gege>» Vlassendrputationen einschreiten mußte. Die Regierung konnte dem gefährlichen treiben nicht ruhig zusehen, welches leicht zur Erhebung der Massen gegen besitzende Klassen ausarten konnte. Bezüglich der Maßregelung der Presse und des Vereinswesens verweist der Statthalter auf das abnorme Verhältnis, daß oppositionelle Presse und Vereine sich als außerhalb des Gesetzes stehend ansehen. Der Statthalter widerlegte sodann meritorisch ein» zelne Punkte des feudalen Protestes. Hierauf wurden die Großgrundbesitzwahlen agnoscirt und der Landesausschuß gewählt. Prag, 29. April. Der morgen zu wählende ?andcs - Ausschuß wird bestehen aus den Abgeordneten Schnuylal, Tedcsco. Dr. Alter. Waldert. Grasse, Peche. Filrsll, Theumer. Mit Ausnahme von Schmeylal und TedcSco sind alle Übrigen al« Lande««Nu«schüsse neu. Prag , 29. April. DaS hiesige Bundesgericht h°t in Bestätigung der Confiscation rzechischer Journale erkannt, daß der feudale Protest das im § 300 nortni'te Vergehen gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung be» gründe, ilidcm in demselben durch Entstellung von That* fachen gegen die Staatsbehörde und eiu;clne Rcs,ierllngs' Organe bezüglich ihrer AmtSwirlsamteit zu Haß und Verachtung aufgereizt wird. Ägram, 29. April. Sämmtliche ObergcsMc und Sluhlrichter deS agramer KomilateS wurden zu Konferenzen mit dem Ganal-Locumtencnlen hieher berufen. Telegraphischer Wechselkurs oom 30 April 5fte,z Melalliaue« 64.. - 5pe,z Hic>!mnal'A»s'h,i! 7139. - ItzMer 3!clat«-N»lehfl, W3.25 — Baul-Al „n «40. Kccdll« 5M en332 5«. - i'i'Ndlln 1 lA.tN 3ill", N0.il5,. N l Milnl' Dulolen 5.36^/,. — 3t<>pnle<,l,«d nr 8.98 Da« Postdampfschiff „Holsatia." Kapitän Garend«, welche« am l<). April von Hamburg aba/gaua/u, ist am 24. wol« behalten iu Ns>v:?)orl augelommsn. Das VoNdampfschiff „HaM' mouia," Kapitäu Meyer, ging am 24. April mit 82!) Passagieren von Hamburg vi, Havre nach New'Vorl ob. Handel und Volkswirlljschastliches. Rudolfs wert, 29 April. Die Du,chsch»i!l«-Pre,!e stellten sich auf dem heutigeu Marlte, wie folgt: st. lr. fi^tt^ Weizen per Mchen 6 40 Vuttrr pr, Pfuud . — " Korn „ .., — Eier pr. Stilcl . . — lt Gerste „ 4 — Milch pr Mas, . — 10 Hafer .. 2 30 Rindfleisch pr. Pfd, - ^ Halbfrucht „ 5 70 Kalbfleisch „ — 2b Heiden ' „ 4 60 Schweiinfllisch „ — " Hirse „ 4 80 Schöpsenfleisch ,. — " «ulurutz „ 4 80 Hähudel pr. St«ck — 20 Erdäpfel ,. 2 b«1 Tauben „ - ^ kiuseu „ —— Heu pr, Centner . 2^7 Erbsen « — — ^ Stroh .. . - s<> Fisolen „ 8 80 Hol,, harte« 32", Klst, 6 ^ Rindsschmal, pr. Pfd, — 50 z — weiche«, „ — -" Schwelneschmalz „ -^z, wein, rother, pr. Eimer 3"" Speck, frisch. ---------, - weißer „ » -Speck, geräuchert Pfd. - — ' > Angekommene Fremde. «m 29. Aplil. «>es»«E. Werber. Förster, Landstraß. - Kovnt. .ssausm.. kaas. — Bergmann, Kaufm., Wien. - Novat, «aufm., Eill'. ^ Hlavll. Aüiüb. - Stein.— Weiß und Blau. Wien. - Ml" v. Barouio. Gutsbesitzer, und Emilie Edle v. Varoni, Osrz» - Minna Vasi, Trieft. «<»««< KK »<»». Riller v. GutmannSlhal, Triest. — Ncuma""' Kaufm., Gra,. — Blnmexseld, Kaufm., Wien. — Ialli«' Kaufm., Wibem. — Iallitsch. Kaufn,.. Gutlschce — FralU, Kanfm.. Wieu. - Hostmg, Kaufm., Stein. -- Kenda. R«-dolsswcrt. — Fader. Kaufn,.. Wien. I,rmauu. («ul«>brsch^ Ol'erlrain. Wilbelmine Koruer. Agram. - Frau Iebal. i.'«"' l»»l^lM«»>,«»,' >>«s. Fündl, Kulstti». — Kneuz. Bahn-I"' spellor, Agram. 5>»>»^e»>. Haitmann, Student, Triest. — Fröhlich, Handels-manu, Tolmein. K U. Mg. 73« 7-, fl2^ SW.^schw. ^ RegM ^7.«, 30. 2 „ N. 73«.« » 13« O mähig Negen cAin 10 „ Ab. 7^9..,< ^-,2.1 windstill Regeu , ^ " Trilbe. regnerisch, abwechselnd starle Gilsse. Da« Tagesnntlel de» Wärme -j- l2'?', um i - Siebenbürgen ... ^ 5 ^ 7725 78 — ste»erm°»k ... ^5. Z<)_. 9i__ Ungarn.....5 .. 82.50 83.— t'. Andere öffentliche Nnlehen Donauregulirungslose zu 5 p«t. 96 25 96.50 Ul g. Eisenbahuanlehen zu 120 ft. ». W. Silber 5"« pr. Slllcl 109-. 109.50 Ung Prämienanlehen zu 100 ft. » V.l7k,N. «iluabl.)vr. «Ulck 106 50 106.75 Wiener Hommunalanlehen, rilck, Veld Wl«,re zahlbar 5 p> Waare ilnglo-öfterr. Van!.....324 75 325 — Banlnereiu.......313.— 3l5.— Boden-Hreditanftalt ... 27«.— 275 — «reditanstalt f Handel u. Gew. . .''34.50 335 — EredüanNall, allgem. ungar. . 156.-- 156 50 Devostlenbaul......103.- U'il.50 ««c°mptt-riori,«it4obllaation«n. Geld Waare lilis.-Weftb in S. verz. (I. Emiss.) 9150 92-Herd,nant>«-Nordb, iu Silb uerz. 102.80 103,— ^ranz-Illscphs.V^hn .... 1(»030 10050 «.«larl.^'ubw V.l.V.ver,.' «m. 102 50 1<»2 75 vein's «inrbwsNyDkn . . 100.70 101.— ! Helft Wo«" Siebend. Vahn ln Silber uerz. . 92.25 92.?" 3ta°t«b. O. 3'/. « 5,00 Fr. ,.I. Em. 13l 50 13^ Zlldb.V 3°,. « 500 Frc. pr. Stllck 112 25 U??" Subb.-O.i200ft.,.5°,sUr100ft 95- ^" Vlldb.-Von« 6'/. (1870—74) . 500 Frc« pr. Gttlcl . .-------^7 ^ tin», Oftbohn für 100 fi . . 83,30 «3 b" ». Prlvatlose e» Gelds-»"» Held lS°""^ K. Muuz-Ducattl^ , 5 ft. 35 kr. 5fl-^ ^ /tapoleonsd'or . . 8 « 95j « 7 " «8 ^ Preuß. Hassenscheine 1 . 6?j « ^ - ^ ^ Silber 110 - 2b . !10 . >" «rainlsche «rundentlaftung« . Obliqationen. v »«,n..