Nr. 251. Freitag. 2. November 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung VliinumerationVPreis: Mit Po st Versendung: ganzjährig 8(1 ll, halbjährig l5 II, Im ttontor: ganzjährig I Die »iiaibacher Zeitung» erscheint täglich, mit «usnahme der Sonn« und Fei«iage, Die Ndminlftratlon befindet 22 X, halbjährig il ii. Für die ZustcUimg in« Haut! ganzjährig 2 li. — Inserliontzgebühr: ssiir lleinc Inserate ? sich Kongrehplap Nr. li, die Medattiou Daünatingasse Nr, 1<>. Sprechstunden d^r NcdalUon von 8 lii« l<> Uhr vor» bis zu 4 Zeilen 50 l,, größere per Zeile 12 k; bei öfteren WiederhuIunLcn per Zeile 8k, V nnttags. Unfranlierlc Briefe werden nich» angenommen, Manü^riv^ nicht zurückgestellt Nichtamtlicher Teil. Japan, Korea und Mandschurei. Alis London wird geschriebell: Die japanische Niasseileiiuvallderling nach >iorea scheint in knrzer Frist eillen totalen Umschwung aller Verhältnisse daselbst nnd ganz besonders in der liimnlerlichell Feldwirtschaft hervorrnfen zn sollen, wie sie bisher dort üblich lvar. In der Mandschurei steht der Ackerbau ans höherer Stufe, aber anch er kann, gebessert werden, nnd dort bieten die klimatischen lind Bo>' denverhältnisse dein Ansiedler ganz besondere Ehan-l!en. Die natürlichen Bedingungen sind nämlich denen jener europäischen Distrikte, welche jetzt hauptsächlich dein Zuckerrübenbau gewidmet werden, analog, Schon Graf Okuma hat alif diese Tatsache hingewiesen und Japan lnt alles Mögliche, seinen, Emigranten diese Cultur ans Herz Zn legen nnd den Rübenpflanzern alle nw'glichen Erleichternngeir für die Verwertung zu gewähren. Japans Zuckerbedarf ist in ständigeln Steigen auf die Höhe voll fast W0.000 Tonnen pro Jahr gekommen. Bisher wurde die große Masse aus Java bezogen; das wird aber hinfort nicht mehr nötig sein. Als weiseres wichtigstes Rohmaterial wird Nolle angesehen. Die japanischen Webereien bezahlen jetzt jährlich etwa eine Million Pfunde für den Import der notwendigen rohen Wolle an das Ausland, fortab werden sie dieselbe aus der Mandschnrei importieren, nm dann die fertige Ware auf dem asiatischen Kontinent wiederzuverkaufen. In beiden Richtungen wird der knrze lind billige Transport eine sehr große Rolle spielen. Natürlich bilden die Mandschurei uud Korea für gewisse Industriell Japans scholl hente wertvolle Absatzgebiete, die sich immer ergiebiger gestalten werden. Eine wichtige Seite bildet ferner die Ausuützung der reichen mineralischen Schätze der nenen Bänder, der Kohlen, Sillier- nnd Goldbestände der Mandschurei. Hiefür war bisher nur das fremde kapital kräftig genng. Vor allem ist es der anf japanische Arbeit gegrinr dele Import aus der Mandschurei lind Korea, der für Japans Ttaatsökonomie in Frage kommt. Ans dem besagten geht zugleich hervor, das; kaum eiu Land ein so großes Interesse an der ^ffnling der Mandschurei lind an der Herbeiführllilg gesicherter Zustände daselbst hat, als gerade Japan. Alis diesem Grunde vermag man in japanischen kreisen nicht recht zn begreifen, daß in die Aufrichtigkeit der japanischen Versicherungeu iu bezng auf gleiche Chancen für den internationalen Handel da uud dort immer noch Zweifel gesetzt werden. Politische Uebersicht. Laib ach, 31. Oktober. Der russische Ministerpräsident Stolyvin hat an Baron Ä hrenthal nachstehendes Begrü-ßnngstelegramm gerichtet: „(Genehmigen Tie meinen aufrichtigsten Glückwunsch mit dem Bedauern, daß ein Freund Rußlauds von lins scheidet, der unserem Lande die gute Gesinnung uud Loyalität bewahren wird, die seine ganze Laufbahn gekenn zeichnet haben." — Baron Ährenlhal erwiderte mit folgendem Telegramm: „(berührt voll den Empfin-dnngen, denen Eure Exzellenz in dem Augenblicke meines Scheioens von Rußland Ausdruck gegeben haben, bitte ich Sie, überzeugt zu sein, daß alle meine Anstrengungen darauf gerichtet sein werden, in Zukunft das Verhältnis anfrichtiger und loyaler Freundschaft zu erhalteil, das heute zwischeu Öster-reich-Nngarn nnd Rußland besteht." — Das „Frein denblatt" konstatiert, daß die Ernennung des Freiherrn von Ährenthal zum Minister des Answär ligen überall im Anslanoe frenndliche Aufnahme gefunden hat und im großeil und ganzen anch im Inlande erfrenlicherweise willtonllnen geheißeil wnroe. ^?lllerdillgs beobachte ciil Teil der ungari schen Presse dem Minister gegenüber eine kühle Reserve. Aber er habe bereits Gelegenheit gehabt, daran zn erinnern, daß er die ungarischen politischen Verhältnisse stets mit größter Aufmerksamkeit ver-folgt hat und daß er die politische Welt Ungarns kennt nnd seit lange freundschaftliche Beziehungen zu ihr unterhält. Er wird das AnU eines gemein samen Ministers, das er übernommen hat, natürlich dnrchaus im Geiste der Gemeinsamkeit führen, im Einverständnisse mit beiden Regierungen lind als ein Staatsmann, der die Interessen des Ganzen, also die Interessen der Österreicher wie der Ungarn, zu vertreten hat. In den answärtigen Fragen selbst hat sich glücklicherweise eine Differenz zwischen den zwei Staateil der Monarchie bisher nicht gezeigt. Beide wollen den Frieden mit Ehren, Sicherheit nnd Wahrung nnseres Ansehens und dieser Grund satz der österreichisch-ntlgarischeil Politik wird anch weiterhin befolgt werden. Die vor einigen Tagen erfolgte Abreise des Dr. Vier aus.^onstantinopel »lach Berlin wird in einem Berichte ans Konstantinopel als ein neues seichen der vollständigen Wiederherstellung des Sultans bezeichnet. Die Anwesenheit des genannten Arztes erscheint nicht mehr notwendig. Es genügt, daß Seine Majestät noch einige Zeit da^ ihm von Dr. Bergmann vorgeschriebene Regime einhält. Ein weiteres günstiges Slwmtom sei darin zu erblickeu, daß der Sultau seit Aubruch des Ra >na',an regelmäßig den in dieser Zeit nblichen religiösen Vorträgen im Mdiz-Palais beiwohnt. Dem llmstande, daß nach dem letzten Selamlik kein Empfang im ?jiloiz stattfand, sei kein Gewicht beizulegen, da der Sultan im Lanfe des Ramadan überhaupt nie viel Audienzen gewährt. Die Frage der T r e n n u n g von Staat liild 5t i r ch c steht znr Zeit außer in Genf noch in zwei s ch w eize r i s ch e n K antonen, ill Basel nnd in Neuenbnrg anf der Tagesordnung. In Neucnbnrg liegt ein dahinzielender Antrag, ill l^eilf, wie bereits berichtet, ein Gesetzentwurf vor. Feuilleton. Der Neine Kavalier. Von Htndo Zil«rnik. (Schluß.) Es war zu Allerheiligen. Die Regenwolken, die den ganzen Himmel mit mißfarbenem, eintönigem Grau bedeckt hatten, zerteilteil sich stellenweise gegen Mittag. Tnrch ihre bücken ergoß sich das matte Licht des Spätherbstes. Ein Wagen nach dem anderen rollte anf der vmn Regen aufgeweichten Wiener ^traße gegen den alten Friedhof; eine Schar nach der anderen Wallfahrtete mit kränzen lind Kerzen auf dem durchnäßten Gehwege dahin. „Sieh dein Los! Hellte mir, morgen dir!" las die Menge der Besncher am zweiten Gittertore; gar manchen beschlich eine dunkle Ahnung, daß er selber über Jahr lind Tag nnter den Toten weilen werde. Auf den engen Wegen und zwischen den geschmückten Gräbern drängten, stallten lind schoben sich dichte Hänfen nnd bewunderten die Arkaden, Obeliske, Grabdenkmäler, Blumen, Lichter. Ein anhaltender Herbstregen hatte, Steine und Grenze reingewaschen; Marmor und Gold blinkte Ulld blitzte im Sonnenglast. Die von herbem Dufte sterbender Rosen und brennender Lämpchen erfüllte Luft zitterte leise über den winzigen Flämmchen, nnd ein feiller Dunst, ein dnrchsichtiger Onalm flimmerte wie ein zarter Nebelschleier über den Grabstätten. Vor einer Gruft an der Mittclmauer stand Ivo am (^rabe seiner Mama, neben ihm sein Vater nnd das >!inosmädche,n. Blaß und eingefallen waren seine znvor so frischeil, roten Wangen. Anch war er gar nicht mehr fragclustig; gleichmütig sah er zn, wie sich Chrysanthemen lind Astern, Dutten und Tracänen im Herbstwinde wiegten, wie die Lichtlein in Gläschen und Lampen flimmerten. Da bemerkte er ein schwächliches, notdürftig gekleidetes Mädchen, das neben einem vernachlässig teil, ilüt Gras und Moos überwncherten Grabe hockte. Mit zitternden Händen bemühte sich die kleine, das Grab zn sänbern. „Du, warum tust dn das (''»ras weg?" fragte er sie. Schüchtern hob sie den ötopf. „Ich werde das Grab mit schönen weißen Steinchcn schmücken", antwortete sie zögernd. Ihre Worte waren kaum vernehmlich, leiser fast, als das Rauschen der Trauereschen. „Hast dll auch deine Man,a da drinnen?" „Vater lind Mutter, beide!" schluchzte sie lind wischte sich die plötzlich hervorquellenden Tränen mit der fadenscheinigen Schürze. ..Warnill ist denn dein Meuz so häßlich? Ja, Ulld du hast auch keinen M'anz uud keine Lichter!" „Ich habe kein Geld!" Rasch wandte stch Ivo znm Vater nno bat ihn um den allergrößten Kreuzer, .Wozu?" „Ich werde ihn dem Mädchen schellkell. Sie soll sich Blumen nud Lichter taufen." Der Hauptmann lächelte, zog seine Börse lind schickte das Kindsmädchen weg. — Bald brannten anäi alif dem ärmlichen Elterngvabe Kerzen nnd vom morschen Holzkrenze hing ein grüner Kranz. Tränen der Dankbarkeit und freudigen Überraschung flimmerten in den Angen der Waise. Zagend kam sie näher, nm dein Herrn die Hand zn küsseil; er wehrte ihr sanft ab lind reichte ihr ein glänzendes Geldstück. „Ich darf es nicht annehmen!" stotterte sie. „Meine Stiefmutter würde fagen, ich hätte es gestohlen, uild würde mich prügeln." Da tanchte auch schon ein abstoßend häßliches Weib alif. Sie zerrte die Stieftochter mit sich und fnhr sie an: „Bist dn mir schon wieder dnrch-gegangeil. dn Landstreicherin? ^ca, warte nnr! Zu Hause ..." Ein scharfer Windzng löschte alle Lichter alif oem verlassenen Ellerngrabe ans. X- «- Fröhliche >tiuoer spielten ans dem Anger, wo jem die schmucken Häuser uud (Bärten der Ressel-straße stehen; sie verguügteu sich mit Bällen uud Schnellkügelchen, huldigten eifrig dem Rißlanze, tlimmelten sich nnter lantem Geschrei, haschten einander znr.Kurzweil lind führten Ringlämpfe auf. Wohl hörte der kleine Ivo in seinem Bettchen ihr lustiges Lärmen; doch sehnte er sich keineswegs darnach, unter ihnen zu sein. Seit mehreren Wochen lag er krank darnieder. Er atmete schwer, nngleichmäßig, schwieg beharrlich oder gab der Wärterin unwirsche Antworten; nur von der Mama sprach er gern. Regungslos lag er zwischen den Kissen nnd betrachtete sinnend das Bild der Verblicheilen all der Wand. Ein feuchter Schimmer glänzte in seinen Angeil; es schieil ihm. daß das Bildnis zuweilen auflebe, die Lippen be^ Wege lllld gar leise flüstere . . . Verlafsen ruhten alle Spielereien in der Ecke; nnr sein kleiner Säbel mußte immerfort nebm ihm auf der Bettdecke, liegen. — „Wie geht es dir, mein Liebling? Hast dn die Arznei wohl eingenommen?" fragte ihn der Vater liebreich nach seiner Heimkunft aus der >taserne. „Ja, Papa." Laibacher Zeitung Nr. 251.______________________________________2346 ___________ 2. November 1906. Der Gesetzentwurf ist nun vom Großen Nato nach lebhafter Debatte an eine ans elf Mitgliedern aller Parteien bestehende Kommission verwiesen worden. Ans London werden der „Pol. Korr." Anßc rnngcn des bekannten Finanzkommissärs der japanischen Negierung, .Herrn Takahashi, übermittelt, welche dahin gehen, die gegenwärtige L a gede s G e ldmarktc s bedinge einen Anf-schub der Verlvirklichung der japanischen Konvex sionopläne. Die japanische Negiernltg wird das nächste Budget so einrichten, daß weder eine neue Anleihe, noch eine Ertrabestcucruug notwendig er^ scheine. Japans Costing in svinanzangelegenhciten sei gegenwärtig: größte Vorsicht. Man werde sich nicht auf neue Unternehmungen einlassen, welche große Kapitalien erfordern, sondern denke mehr an Konsolidierungen und Amalgamierungen schon bestehender. Die Industrie Iapano zeige eine lebhafte Entwicklung. Herr Takahashi ist aber nicht der Ansicht, daß für fremdes Kapital und fremde Ge^ schäftvleute jetzt große Chancen vorhanden seien, da die hohen Vankraten der großen auswärtigen Märkte die Veschaffnug heimischer Kapitalien zu einer erheblich billigeren machen. Tagesneuigleiten. — (Eine barbarische Stiefmutter.) Aus Erlau, W. Oktober, wird gemeldet: Aus dem Komitat Heves wird berichtet: Die hiesige Polizei erhielt dnrch ein anonymes Schreiben die Mitteilung, daß die Fran des Postbeamten Rndolf Mntthorn ihre 29jährige geistesschwache Stieftochter in ihrem Wein-garten verborgen halte und sie dem Hunger und der Kälte aussetze, um sich ihrer anf diese Weise zu entledigen. Ein von der Polizei vorgenommener i^otal augenschein ergab die volle Nichtigkeit dieser furchtbaren Anklage. Die Unglückliche wnroe in einer elenden Holzhütte auf fanlendem Stroh, bloß nut einein dünnen zerfetzten Kleide bedeckt, von Schmutz starrend, aufgefunden. Ihr Wehrlagen hatte bereits von weitem die Spur auf sie gelenkt. Man fand neben ibr gänzlich nngenießbare Speisel-este, die ihr vor meh-reren Tagen verabreicht wurden. Die Ärmste wnroe ins Spital überführt: gegen die herzlose Stiefmutter wurde das Strafverfahren! eingeleitet. - (D i e n n zn fri e de n e n Frau e n.) Eine englische Wochenschrift hat eine eigenartige Enquete veranstaltet: Sie hat Fragebögen an ihre Leserinnen v^schickt, in denen sie aufgefordert werden, sich darüber anszusprechcn, ob sie damit zufrieden sind, dem schönen Geschlecht anzugehören. Das Resultat der Enquete war überraschend. Unter je zehn Frauen erkläl-ten acht, daß sie e» vorgezogen hatten, dcku männlichen Geschlechte anzugehören. Das englische Blatt hatte äußerem in seiner Enquete die Frage nach dem Grunde der Unzufriedenheit gestellt. Die Antworten auf diese Frage sind wahrhaft überraschend ausgefallen. Nicht etwa, saß die Frau mit ihrer gedrückten sozialen Lage unzufrieden wäre, die äußer-lichsten, hinfälligsten Gründe werden angegeben, ein.' Tatsache, die allerdings kaum gegen das weiblklv Geschlecht im allgemeinen, sondern wohl nur ge^n die Leserinnen der englischen Revue spricht. — (Ein merkwürdiger Versuch.) „Professor" Barclay, ein Halbueger von Jamaika, hypnotisierte in Kingston vor einer großen Gesellschaft seine Fran und beerdigte sie sodann unter acht Fuß Erde. Er erklärte, daß er sie sechs Tage in der Erüe lassen werde. Ncuh dieser Zeit werde sie so frisch nnd gesund sein wie je zuvor. Alo die Nachricht von diesem Vorkonmiuisse in Kingston bet'annt wurde, brach ein Eutrüstunnssturm aus. Der „Professor" weigerte sich, oie Frau wieder auszugraben, ehe sechs Tage verstrichen waren. Er grub sie schließlich doch aus, uach-dem lM Stunden verstrichen waren. Die Frau halte in dieser Zeit acht Pfund an Gewicht verloren, „Professor" Barclay erbietet sich jeltzt, andere Personen zu hypnotisieren und zu beerdigen; er hat aber bisher keine Liel)hal>cr gefunden. ^ (Erfchwertc Volkszählung.) Während der türkischen Volkszählung kam es in Mossul zu Unruhen, oie dadurch hernorgerusen wurden, daß die Mohammedaner sich weigerten, ihre Frauen zählen zu lassen. Sie schlössen die Läden un>d die Ba-zare. Der Vali verhaftete die Rädelsführer, steigerte dadurch aber die Empörung oer Volksmenge iu einem solchen Grade, daß er sich schließlich genötigt sah, die Verhafteten freizugeben. Er war ferner gezwungen, die Volkszählung einzustellen. Es wurde eine Anzahl von Verletzungen gemeldet. Die feindselige Stimmung beschränkt sich auf die Mohammedaner. ^ (Zauberer uno Marokkaner.) Tie „Revue Hobdomadaire" berichtet von einem ergötzlichen Zauberkunststück. Ter bekannte „Zauberer" Vosco kaufte auf dein Markte zu Constautine zwei Eier. Der Verkäufer forderte zwei Sous, Bosco sagte ihm, das fei viel zu wenig, da die Eier viel mehr Wert hätten, und gab ihm für jedes fünf Sous. Der Verkäufer lachte über den verrückten Fremden. Dieser aber schlng vor seinen Augen die Eier anf uno zog eiue Handvoll Goldfüchse heraus. Sogleich begann der Verkäufer feine anderen Eier Zu zerschlagen und seiuem Beispiele folgten alle Eierhändler des Marktes. Tiefer war bald von gelbem Eierbrei überflutet, aber vergebens suchten die enttäuschten Händler die Golo-stücke — dabei den bösen Zauberer verfluchend. — (Ein Th c atc r rek o rd.) Die Bewohner von Namur sind leidenschaftliche Theaterbesucher; sie lieben das Trama, die Oper uno oie Operette, a/eich sehr und verbringen ihre Tage und Nächte mit Zu-schauen und Zuhören. Es ist aber keine leichte Aufgabe, die unlx'inessenen und mannigfaltigen Wünsche und Ansprüche der Bewohner oon Namur zu be- friedigen, und der Tirettor ihres Theaters hat keinen leichten Stano. Aber er übertrifft wirklich alle anderen Theaterdirettoren der Welt au Ausdehnung und Reichhaltigkeit seiner Programme. So hat er an. einem Sonntag folgende Stücke hintereinander in einer Aufführung gegeben: „Mirelle" in drei Atteu und vier Bildern, „La Poup6c" in vier Akten und „Les Crochets du Wre Martin" in drei Aktejn, zu-sammeu elf Akte. Der Vorhang hob sich um balb on Kanada liegt. Das nächste Postamt ist 2000 englische Meilen entfernt. Nur zlvennal im Jahre können daher Postsendungen zu dieser Station befördert werden. Die Insel ist zndeni ranb nnd nnwirtlich: länger als zwei Monate scheint im Winter keine Sonne uno nirgends erblickt das Auge einen Baum oder einen Strauch. Die Eskimos, unter denen die Missionäre ihre Tätigkeit ausüben, sind ihrem Einflnsse durchaus zugänglich; sie sind sehr lernbegierig und nehmen bessere Sitten und Gewohnheiten an. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Das November-Avancement. Ernannt wurden weiters: in oer Kavallerie: zum Rittmeister zweiter Klasse der Oberleutnant Karl Fürst zu Windisch - Graek des DR 5; zu Oberleutnanten die Leutnaute: Kamillo Bregant des „Willst du neue Spielereien?" „Ach, Papa, sieh doch nnsere Mama anl Wie schön sie ist! liehst dn - - und immer schaut, sie auf mich — den ganzen Tag uuo die ganze Nacht! Glanbst on's?" „Freilich, mein Lieber! — Hast du nachmittags geschlafen?" „Ein wenig. — Ach, wie schön habe ich geträumt!" fuhr der Kleine mit freuocverklärtem, schwachen: Lächeln fort. „Die wahre, lebende Mama war bei mir und küßte mich und bat mich so lieb: Komin nur recht bald zn nur, ich fürchte mich so sehr, allein im Grabe zu sein. Komm ja recht bald! — Ich habe es ihr versprochen." „Du möchtest mich verlassen, Ivo? Hast du mich denn gar nicht lieb?" „O ja, Papa! Du hast soviel Soldaten in der Kaserne, die arme, arme Mama aber ist ganz allein! Wenn ich zu ihr komme, weißt du, ich mit meinem Säbel — dann braucht sie sich nicht mehr zu fürchten!" Am nächsten Abend versagte dem kleinen Kranken die Stimme, nnd er verfiel in krampfhafte Zuckungen. Stumm und ftirnrunzelnd stand der Arzt am Schmerzenslager; er wußte nur zu gut, daß hier niemand mehr helfen könne. „Mein lieber Ivo", unterbrach der Haupt-inann das düstere Schweigen uno beugte sich über den Sohn, „kennst dn mich nicht mehr?" Ein schweres Ächzen entrang sich dem schmerzlich znckenoen Munde des Kindes. Noch einmal öffnete es die verglafenden Augen. Die kleine Hand zog langsam des Vaters Rechte an sich, führte sie zum AbschiedZkusse an die zitternden Lippen und sank schlaff anf die Bettdecke . . . Mit der lehteu Kraft nmklmnmerten die kleinen Dinger den Säbel ... Dienst zweier Herren. Roman von U. L. Lindner. (49. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten,) Immer mehr trat ihr die arme, kleine Nose-Marie zurück, die ja überdies so gut aufgehoben roar bei dem Vater, dem von Anfang an das Kind unzweifelhaft wichtiger uud werter 'gewesen war, als die Mutter. Dazu kam noch, daß oie künftige Gestaltuug ihres Lebens ernstlich erwogen sein wollte. Ein Heer sehr prosaischer Fragen drängte sich von allen Seiten an sie heran. Der Beginn der Konzertsaisou war ja ein ausgesucht günstiger Zeitpunkt, um wieder in das alte Fahrwasser zurückzukehren, es hanbelte sich nur um die Wahl eines Wohnortes. Am besten wäre es gewesen, wenn Ilse hätte in Berlin bleiben wollen, aber ihr Gefühl sträubte fich dagegen, mit Roland in einer Stadt zu leben, und sei diese noch so groß. „Ich könnte nie in eine Pferoebahn steigen oder eine Ausstellung besuchen, ohne Furcht, ihm zu begegnen," sagte sie. Olga fand dies im stillen lächerlich, nahm aber doch Rücksicht auf ein unüberwindliches Vornrteil und schlug nun eine der großen norddeutschen Handelsstädte vor. Dort war reges Musikleben, es mußte Ilse leicht werden, festen Fuß zu fassen. Auch besaß sie ja ein kleines Kapital, das ihr über oie Anfangs-schwierigkeiteu hinweghelfen würde. Olga betrieb alle Erkundigungen und aües Geschäftliche mit aroßem Eifer und zeigte sich dabei vou ihrer gewinnendsten Seite. Es schmeichelte ihr auch, sich als die Starke zu fühlen, die der schwächeren Freundin Mut und Stütze bot. „Einstweilen bin ich hier ja noch gefesselt," sagte sie, „aber ich hoffe öoch, daß ich dir mit der Zeit werde folgen können. Wir mieten dann eine gemeinsame Wohnnng und richten uns ein rechtes Künstlerinnen, heim ein. Es wird ein herrliches Leben werden, ungetrübt durch Männerlannen und Männerbefchls-haberei." Ilfe nickte freudig oazu. Es mußte ja fo an» genehm sein, die praktische, resolute Freundin um sich zu haben. —--------— Kurze Zeit darcruf fand oie Übersiedlung statt. Alles wickelte sich sehr glatt ab: wie von selbst schien sich der jungen Frau der Weg zu ebnen. Auch die heimlich? Furcht vor pekuniären Schwierigkeiten cr» wies sich als grundlos. Der Aaent, an den sie sich wegen Einrichtung ihres ersten Kouzerts wandte, war entzückt. „Solch weicher, wanntöniger Sopran ist heut-Zutage eine Seltenheit, gnädige Frau. Es wird mir ein Vergnügen sein, Sie einzuführen. Um Ihre Karriere brauchen Sie jedenfalls keine Sorge zu habeu." Das Konzert wies freilich wenig mehr als die übliche Zahl eingeladener Hörer anf, aber die Kritik fiel glänzend aus lind schon die nächsten Tage brachten greifbaren Erfolg. Der Leiter eines großen GesangsvereinZ riä> tete cm Ilse die Aufforderung, bei einer dein nächstigen Aufführung des „Samson" die Dalila zu siugen. Die Freude darüber berauschte Ilse fast. Mit Feliereifer ging sie au das Studium der Partie. Was verschlug ihr jetzt die Einsamkeit in der großen, fremden Stadt? Sie hatte einfach keine Zeit, sie zu empfinden und noch weniger Zeit, Vergangenein nachzudenken. Sie war ja ihrer Kuust zurückgegeben! O wie ihre Seele aufjubelte und ihre Schwingen ausbreitete im Gefühl wiedergewonnener Freiheit. Utro dann, als sie zum el-stenmal seit fast vier Jahren wieder in der Neihe der Solisten stand, als die machtvoll ergreifenden Klänge des wunderbaren Werkes sie nmranschten, Empfindungen aufwühlend, Laibacher Zeitung Nr. 251. ' 2347 2. November 1906. TR 5. Rudolf Graf Aucrspcra, des DR 5, Nlko-laus Freiherr von Titfürth, Personaladiiitailt doo FZM. Ritter von Tuccovat y des TR 5. In der Feldartillerie: zu,»> Hauptniaun zweiter Klasse der Oberlentnant Franz Loh, Lehrer an oer Infauterietadettenschulc in Trieft; zuiu Ober? leutuant der Lelitnmit Karl Nemetschte des TAN 7: zum Leutnant oer Kadett-Offiziersftellver-treter Ferdinand Wöhrer des TAN 7. ^m Armeestande: zuni Hauptmann zlueiter Klasse der Oberleutnant Karl Vründel, MagazinsoffiZier beim IR 07. In, Offizierskorps der Auintore: znin Haupt-mai,n-Auditor zweiter Klasse der Oberleutnant-Auoitor Theodor Krippl des IR 7; Zum Oberleutnant-Auditoren der Leutnant in der Reserve Ägi-dius Porizek, Doktor der Rechte, dec- IN 97. beim IN 37, uud Albin Tchager des IN l-"> beim Gar nisonsgericht in Trieft. Im militärärztlichen Offizierskorps zuiu Generalstabsarzt der Oberstabsarzt erster Klasse Dr. Alfred Nitter Loebenstein v. Aigenhorst, Tailitätschef des 3. Korps; zmn Oberstabsarzt znx'iter Klasse den Stabsarzt Dr. Adolf Schön bäum, Chefarzt der 10. Infanteric-Truppenoivision bei», Garnisonsspital Nr. 9 in Trieft; zum Stabsarzt der 'Regimentsarzt erster Masse Dr. Karl Kandntsch des IN 57, bei Ernennung zuin Chefarzt der 25. Im fauterie-Truppcnoibisio»; zu Regiiiientsärzten erster Klasse die Regimentsärzte zweiter Klasse Doktoren: Marimilian Haag er dec. IN ^17 beiin Garnisons^ spital Nr. 8 in Laibach, Viktor Otsch t a des IN >^7; zmn Negimentsarzt zireiter Klasse der Oberarzt Alfons V i ttn, a n n des Garnisonsspitals Nr. ^ in Laibach, beim IN ^7. Im i zum Hanptmann-Rechnnngsführer zweiter Klaffe der Ober-leutiiant-Nechnungsführer Alerander Prelipczan oes IN ^8 beim IN 47. In der Älililärintendantnri zum Militärinten-danten, die Vlilitär-Uiiterinleiidailten Franz Festl, Intendanzchef der 28. Iiifanterie-Truppendivifion, Johann Ttudni 5 k a der Intendanz oes 3. Korps; zum Militär-Unteriiltendanten der Oberlentnant Karl Fischer, überkomplett in, IN 27, zugeteilt oem Neichskriegsniinisteriuu,. Im Konkretnalftatus der Artillericingenienre: zum Obersten der Oberstleutnant Anton Tolle-rzek, Direktor der Pulverfabrik in Stein nächst Laibach. Im Konkretnalstat!i5 der Arlilleriezengsbeaniten: zum Artilleriezeugsoffizial erster Klasse der Artillerie-zeugsoffizial zweiter Klaffe Peter Stanke de5 Artilleriezeugsdepots in Graz. In der Militär - Rechnuugskontroll - Beaniten. brauche: znm Militär-Rechnnngsoffizial erster Klasse der Militär-Rechnnngsoffizial zweiter Klasse Ema- die jeglicher Worte Ausdl-ucksfähigleit weit hinter sich zurückliefen, da kam's über sie wie andächtige Chr furcht vor dein Hauch des Göttlichen in der Musik und eine tiefe, heilige Freude, die ihr die Tränen in die Augen trieb. In unbeschreiblicher Bewegung kehrte sie spät mu Abend in ihre Wohnung zurück. Wie über alles Erwarten schön war es gewesen; wie hatte das reine Feuer, das sie durchglühte, seine Zauberkraft auf das Publikum ausgeübt. Sie hatte es gefühlt, so deutlich wie nie zuvor: Wir verstehen dich, nnd wir danken dir. Nnd sie hatte' den Beifall hingenommen, glückselig wie ein Kind, das noch keine Eitelkeit kennt. Alle waren sie fo lieb zn ihr gewefen. Der Dirigent nnd die Kollegen hatten ihr gratuliert und Chor->md Orchestermitglieder sich dem allgemeinen Applaus Zugeschlossen. O ihre heilige Kunst! Sie war nno blieb doch das Höchste in ihrem Leben. Ilse hatte das Gefühl, als triebe sie auf Wogen reiner Freude. Nach der Aufführung hatte ein Souper die Solisten uno die hervorragenden Mitglieder der Kapelle zu einer kleinen Nachfeier vereint. Ilse hatte sich nicht aus» schließen können, obgleich ihre hentige Stimmnng sie nicht eben zu lauter Fröhlichkeil zog; zu viel Ernst und Anoacht war in ihrer Seele, aber sie sah auch hier wieder, das; man sie schätzte und ehrte imt> in dem Sinne machte die Veranstaltung ihr doch Freude nnd regte sie zu liebenswürdiger Heiterteit an. Nun lag sie auf ihrem Vett, aber öer Schlaf war ihr fehr fern. Stunde auf Stunde verging unb noch iinmer brausten Chorgescmg und Violinen ihr in den Dhren, durchlebte sie immer wieder jede Vinzell,eit des bedeutungsvollen Abends. Enolich fchien es stiller lu ihr zu norden, leiser klangen" die Töne und ihr Nopf fank feitwärks ins Kissen. Kam jetzt der Schlaf? Da schreckte sie auf. (Fortsetzung folgt.) uuel 3 t e r n s ch e i n der Intendanz der )li, Iüfan-terie-TrnPpenoivifion, >tarl V n r k a r d der Inieil-danz de5 3. Korps. Emennnngen in der t. k. Landluehr: Ernannt werden: zuin Oberstleutnant der Major Philipp Liebezeit v o n B u r g f ch w e r t des Landwehr-infantcrieregiinents Laibach Nr. 27; zum Major der Hauptmauu erster Klasse Gustav Keller des Lanowehrinfanterieregiments K'laa.enful't Nr. l; znni Hallptlnalin erster Klaffe die Hauptlcutc zloeiter K'lajfe: Robert Salamon des LIR 27, Peter F ran iö evi<' des LIN 27, Franz Gaffer des LIN 27, Hermann Ielinet des LIN 4, nnd Otto Schreyer des LIN 4. Zu Hauptleuten zweiter Klaffe die Oberleutnants: Ernst Lienol des LIR 27, beim LSchN Trient Nr. 1, Georg 3 ch reiber des LIN 27 nnü Karl Langer des LIR 4. Zum Oberleutnant der Leutnant Viktor Langer des LIN 4. Zu Leutnants die Kadetten (Offizierstell Vertreter): Anton Feigel des LIN 4. Bohuslav K ülal des LIN 4, Alois M e e r lu a l d des LIN 27, Julius Lampiö des LIN 27 uno Josef H a e ck l 0es LIN 4; weiters die vom k. niid k. Heere zugeteilten 3ieservetaüett-Offiziersftellvertreter, Berllfs. afpirantci,: Iohaim Horat des IN l)7, beim LIN 27, Ottokar Rohäöek des IR 97, bein^ LIN 21, Elüiar Naunacher des IN 97, beim LIN 37. Znni Rittmeister erster Klasse der Rittmeister zweiter Klasse Ernst Graf Meraviglia -Cri-velli des LUN -i. Zun, Nittmeister zweiter Klasse der Oberleutnant Theodor H o r n des LUN 5. Zum Oberleutnant der Leutnant Eduard P r i h o d a Naeher des LUN 5. ^nm Lentiiant oer Kadelt-Offiziersstellvertreter Friedrich P emsel des LUN 5. Jin Status der Offiziere in Lokalanstellnngen, zum Hanptmann zN'eiter Klaffe der Oberlentnant Alfreo K noll des LIN 27. Im nichtattiven Stande, ans Allerhöchster Gnade uud ausnahmsweise, zum Ritt» meister zlueiter Klasse der Oberleutnant Heinrich H w a k o n Edler von Tabo r a u des LUN 5. Zum Oberstabsärzte zweiter Klasse der Stabsarzt Dr. Karl Wal liier, Chefarzt der 22. Landwchrinfanlerie-Trnppendivifion. Znm Negimentsarzte erster Klaffe der Negimentsarzt zlveiter Klasse Stanislaus C h r i st des LIR 4. Zn Landwehrevidenzoffizialen die La»d° wehrevidenzassislenlen: ^iikolails Cindrie des LIN 4 und Anton 3 t ia j n a r d<'s LIN l. Zu Lanoivehrevidenzassistenten die Landwechrbezirksfeld-webel: Ludwig Semeu des LIN 2tt, beiin LIN 4 (Vezirlshauptmannschaft iii Völtermarkt) nno Ignaz Herl a ch e r des LIN 4, beim LIN 3 «Vezirtshanpt-nxinnfchaft in Indenbnrg), In der Gendarmerie: Zuin Oberleutnant der Leutnant Ottolar 5 ebe ft a des Landesgendarmerie-tommandos Nr. 12 in Laibach. Weiters wnrde ernannt: der Oberst Peter H osf -ni a n n oes IN 7 zum Kommandanten des IN 47. Iu den Nuhestand im'rd übernommen der FML, Vittor v. Latscher, Khmmandant der 22. Land-ii.'ehr-Insanterietr,ippendivisie.n, anf fein Ansuchen «Domizil Graz), bei welchem Anlasse ihm die Würde eines Geheimen Nates nnd der Feldzeugmeisters-Charakter n<1 lloinn'^, beides mit Nachsicht der Taren, verliehen wurde. Dem Obersten Hermann K n s m a n ^ t, über komplett im Generalstabslorps, Vorstand des Präsidialbureaus .des Neichskriegsministeriums, wnrde in Anerkennung hervorragender Dienstleistung oas Nit-lerkrenz des Leopold-Ordeus mit ^cachsicht der Tare verliehen, (Schluß folgt.) — (Fremder Orden.) Seine Majestät der Kaiser hat gestattet, daß der Kontrollor oer städtischen Sparkasse in Laibach, Herr Anton T r st e njak. den königlich serbischen St, Sava-Orden dritter Klasse annehmen nno tragen dürfe. -- (T r u ppenbeeidi g n >> g,) Infolge nn-günstiger Witterung wnrde gestern die Beeidigung der znr Dienstleistung herangezogenen Rekruten nnd Ersatzl-eservisten nicht, wie beabsichtigt war. im Hofe i>er Infanteriekaserne vollzogen, fondern es wnrde nm ^ Uhr früh in der St. Peterskirche ein feierlicher Gottesdienst abgehalten, dem Seine Erzell. der Herr Trnppendivifimiär Feidmarfchall Leutnant Oskar Dill m a n n v^n D i l l m o » t, der Herr Generalmajor Brigadier Gottfried Seibt. fowic die Herren 3tabs- nnd Oberoffiziere, dan>l die Herren Militär beamten beiwohnte!,. Nach der hl. Messe nnd nachdem der Militär Feldknrat, Herr Johann Mara «'i 5. eine anf das Fest bezughabende Ansprache an die Rekruten gehalten, rückten die Trnppen in ibre Unterkünfte ein. wo nach dem Einrücken die Eidesleistung in feierlicl>er Weife erfolgte. (E r n e n >i u n g.) Der Landesansschnh hat den Volontär Herrn Dr. Gabriel Hoöevnr zu», 3.'tnni>ärarzle des hiesigen Landesspitals ernannt. i B ei m t. k. V c r iv a l t n n g s g eri ch t s -h o i <) findet am lg, den ,'», d. M,, vor der hierlänoischen k. k. PrüfnngskoiN' mission für allFemeilie Volks- und für Bürgerschulen beginn?», haben sich im ganzen 67 Kandidaten und Kandidatinnen, darnnter 3 für Vürgerschnlen, ge° meldet. - (Der 3. November schulfrei.) Zufolge Ermächligung Seiner Erzellenz des Herrn Ministers für Kllltus und Unterricht hat der k. t. Landes^ schnlrat den 3. November I. I. an sämtlichen Volks-nnd Bürgerschulen i» Krain unterrichtsfrei gegeben. — (Direktor Iofef Hubad f.) Man fchreibt uns aus Krainburg: Am 1. d. M. früh laugte hier die traurige Nachricht ein, daß Herr Iofef Hubad, k. k. Guninasialdirektor, in Lnssingrande, N'ohin er sich Ende September behnfs Wiederherstel-lniig seiner Gesundheit begeben hatte, am 31. Oktober nm 9 Uhr abends einem Herzschlage erlegen sei. Der Vel-ftorbene war im Jahre 1^"><» in Vesca, Gemeinde Vodice in Oberkrain, geboren, absolvierte das Gymm> sinni in Laibach nnd bezog hierauf die Universität in Wien, wo er sich dem naturwissenschaftlichen Fache widmete. In Wien legte er anch das Einfährig-Frei-willigenjahr ab, wirkte dann als Probekandidat am akaoemischen Gymnasium in Wien, brachte als Privat» lehrer nnd Erzieher bei Baron Morpnrgo und bei Seiner Exzellenz dem Grafen Wodzicti einige Jahre anf Reisen zn nnd kam endlich als Supplent an das Staatsgnmnasinm in Trieft, ^m Jahre 1884 erhielt er die definitive Anstellung am damals bestandenen Unterglimnasium in Krainburg nnd wnrde nach dessen Änflö'fnng im Jahre 188/l891 das N. Slaatsgymnasinil! in Laibach gegründet wnrde, teilte man Prof. Hnbad demfelben zur Dienft» leistung zil. Mit doni Schuljahre 1,^)4/18U5 wurde das in Krainburg aufgelassene Untergmnnasinm als komplettes Obergyninnsinm reaktiviert nnd zu oessen provisorischeil Leiter Prof. Hnbad ernannt. Im fol» genden Jahre lonrde ihm die definitive Stelle des Direktors am Krainburger Gymnasium verliehen. Im Jahre <9l)^ mnsste er sich einet' gefährlichen Operation unterziehen nnd war feither nicht mehr recht gefnnd. Zu Ende des Schuljahres 1lX>5/!!><)»; verfiel Direktor Hubad in ein auffallendes Siechtum, fnchte währeno der Feriel, Genefuna, iii Kronau nnd begab sich, als ihm zu Beginn des Schnljahres WlXl/1Ä()7 ei» halb» jähriger Urlanb beN'illigt lvnrde, nach Lnssingrande. - Den» Vernehmen nach wird die Leiche nach Krainburg überführt werden; das Dainm des Leichen» begängnisses ist indessen noch unbestimmt, Mit Direktor Hubao verliert das Krainburger GyNinasiuin einen Leiter von seltener Umsicht, der stew ans dessen Ausgestaltung mit seinen besten Kräften bemüht war, der Lehrkörper einen wohlwollenden Vorgesetzten, die 3chnljngend einen väterlichen Freund, der stets nur ihr Bestes vor Augen hatte lind nnr Gutes wirkte. 3ein Hinscheiden begegnet datier berechtigter Teilnahme nno ein dauerndes Andenken bleibt ihm in allen Kreifen gesichert. - Direktor Hubad war vor Jahren anch schriftftellerifch tätig. Im Jahresberichte des II, 3taatsgymnasinms in Laibach für das 3chul-iahr ll^)>/18lj2 veröffentlichte er eine 3tndie über die Krebssenche; für die höheren blassen oer Volk5-lind Bürgerschulen verfaßte er ein flovenisches Lehr» bnch der Natnrgeschichte (Zoologie). Im Jahre 1901 trat er anch im Mnsealvereine für Krain als Vor« tragender anf nnd behandelte hiebci das Themi? Ästhetifches nnd Dramatifches vo»l Grintaver und dem Kankertale, lA i> s der Tiöz e s e,) Kanonisch inilailiert lvnroe am !i<>, v. Äi, Herr Franz Paolin ails die ihm verliebene Pfarre St. Veit ob Zirknitz, Die Pfarre Banjaloka bei Gottschee nnirde dcn> Pfarrer auf dem Hl. Berge, Herrn Anton Medved, verlieben. Übersetzt wurden die Herren Kapläne Joliann Mil, el^-ic' ans Eisnern als Pfarradministrator »ach Zaplana, Richard 3 m o l e j aus Dol nach Cisnern, ferner der Pfarradniiüistrator Herr Adolf >t » o l n»f der Hl. Al;x> als Pfarraöministraior auf den HI. Berg. Al5 Kaplan in Obergnrl lvnrde Herr Josef P odlipnik angestelll. (Der Cy> ill- nnd M e t h o d v e r e i n) liielt ain 17. Oktober seine 17»;. Ausschichsivung ab. .!lachdem der Vereinspräses Älonsignore Z n p a u den Obinanüstellvertreter, Notar Svetec. zn dessen ^l. Namenstage beglückUniilscht hatte, machte er die Mitteiluug, daß Herr Notar Sveter durcl, die auf seinen Namei, ei>,gezahlte» Gründlmgsdeiträge der Laibacher Zeitung Nr. 251. 2348 2. November 1906. Filiale in St. Peter in Laibach sowie dor beiden Frauenfilialen in der inneren Stadt zweimaliger Proteltor des Vereines geworden. — Behufs rascherer Erledigung der Vereinsaugelegenheiten wurde eine Schul- sowie eine wirtschaftliche Sektion errichtet. In n-stere wnrden die Herren Ivan ßubic l Obmann), Dr. Karl Ritter von Bleiweis - T r ste ° ni» ki, Franz c'? rnagoj, Dr. Ivan Svetina und Ivan Vrhovnik, in letztere die Herren Alexander Hudovernik (Obmann), Dr. Karl Ritter von Vleiweis-Trstenizki, Franz (^rnagoj, Anton Svetek und Ivan Vrhov-nik ge^vä'hlt. Zum, Schlüsse wurde liach Erledigung von zahlreichen Agenden Herr Dr. Ivan Svetina zum Generalsekretär des Vereines bestimmt. - (A ller s e e l e n — d e r T a g d e r T o t c >:.) Die Menschen ehren sich selbst, wenn sie der Toten in Liebe gedenken, Vlmnen auf das Grab der ihrigen strenen nnd die Gräber mit Pietät umgeben. Sie sind nicht tot, derer die Lebenden gedenken. Wohin die Liebe Blumen nnd Tränen trägt, dort ist die Unsterblichkeit. Der Schmerz nm die Verblichenen, der sich alljährlich erneuert, beweist, daß die Teueren in unseren Herzen fortleben, solange wir ihrer gedenken und nm sie tranern. Wir gedenken ihrer nnd tragen unsere ganze Pietät, nnsere ganze Liebe nnd Erinnerung an ihr Grab, nm daselbst das Gelöbnis abzulegen, das; wir ihren gnten Eigenschaften nachstreben nnd ihrer stets in Liebe gedenken wollen. Wir verweilen unter Tränen am Grabe unserer Lieben, rufen sie nochmals vor unser seelisches Ange nnd pflanzen die schönsten Blu-inen der Erinnerung auf das Grab, das ihre teuix'n Neste birgt. Wir gedenken der Toten und nicht des Todes. Es ist eine schöne Idee, einen Tag des mühe-vollen Lebens der Erinnerung an die Toten zu weihen, den Friedhof in einen blühenden Garten zu verwandeln nnd an den Gräbern die Liebe Nxnoe'r erwachen zn lassen, mit welcher wir die Lebenden einst sorgsam nmgeben haben. Allein an diesem Tage sollten wir auch des Todes geoenken, an den wir im dampfe nm das alltägliche Leben vergessen, nnd wir sollten uns daran gemahneu lassen, das; alles, was ist, vergänglich ist, das; alles, was ist, auch sterben mnf; nnd daß wir im hal-ten Kampfe dem Tode Jahre, Ta,ge nnd Stnnden abringen müssen, Vei der Erinnernng an die Toten sollen wir der Lebenden nicht vergessen; die Trauer um die Verstorbenen soll uns an den, Kampf nm das Leben erinnern, den wir alle Tage vor Augen haben und den wir alltäglich wohl auch selbst mitzukämpfen haben. Die Liebe, mit welcher wir die Grabstätten nnserer Toten nmgeben, müßte sich anf die Lebenden übertragen uud wenn wir mit einem Gefühl tiefer Traner den Friedhof betreten haben, fo sollten wir ihn mit einem erhöhten Gefühl dos Mitleides nnd der Barmherzigkeit gegen jene verlassen, die noch leben und den Kampf ums Dasein an unserer Seite auskämpfen. Wenn wir der Toten gedenken, erwacht die Liebe zu den Verstorbenen wieder. Wenn loir an den Tod denken, erwachen die Barmherzigkeit und das Mitleid um die Lebenden. Nicht jedes Grab ist lieblos vergessen, an welchem es am Allerseelentage keine Blumen und kcineGedächtuis-flammen gibt. Der Mangel an änßeren Zeichen der Pietät ist kein Beweis für die Lieblosigkeit der Hinterbliebenen. Aber die vielen stillen, nnbekränzten und unbeleuchteten Gräber denten anf jene große Zahl der Lebenden bin, die außerstande sind, die Gräber ihrer Teuersten mit sichtbaren Zeichen der Pietät zu umgeben, wie sie nicht in der Lage sind, die Lebenden mit Erfolg gegen Not und Entbehrnng zu schützen. Das Bestvebeu der Menschen, der ärmsten nnd der reichsten, ist immer daraus gerichtet, öem unansweich-lichen Tode Jahre, Tage und Stunden abzuringen. Unsere Mitmenschen in diesem Bestreben zn nnter-stützen, das soll das heilige Gelöbnis sein, mit welchen, wir am Allerseelentage die Gräber unserer Teueren verlasseu! —k. - (Der Bauchredner Rens Carode) bereitete vorgestern im Hotel „Lloyd" den zu seiner Vm-stellung erschienenen Gästen einen sehr vergnügten Abend. Abgesehen von seiner Prodnktion als Tier-nnd Vogelstimmenimitator bot er in der Vorführung seiner sprechenden nnd singenden Puppen gelungene Szenen, die ihrer frischen Komik wegen mit schallender Heiterkeit aufgenommen wnrden. Freunden harnw losen Humors sei der Besnch der weiteren Veranstaltungen Carodes bestens anempfohlen. - (Abschiedsfeier.) Anläßlich der Verabschiedung des Herru Gymnasialdirektors, Regierungs-rates Dr. Franz Detela, aus Nudolfswert brachten, wie man uns aus Nudolfswert berichtet, am 80. v. M. abends die Säuger des Gymnasiums sowie des „Dolenjsko pevsko dricktvo" dem Valetanten vor seiner Wohnung ein Ständchen, wofür der scheidende Herr Gymnasialdirektor in bewegten Worten dankte. Am selben Abende versammelte sich im Restaurant Tuöek eine so große Anzahl von Herren aller Stände, daß die großen Räumlichkeiten alle zur Verabschiedung Erschienenen nicht fassen konnten. Den ersten Toast brachte Herr Gymnasialprofessor Dr. Marinko ans den Scheidenden aus; hieran schlössen sich ernste und humorvolle Trintsprüchc, worin Herr Dr. T>ctela als Vöensch, Schulmaun nud Schriftsteller gefeiert wnroe. — Herr Negierungsrat Dr. Detela ist mit seiner Fa^ milie nach Laibach übersiedelt, um hier ständigen Anf-enthalt zu nehmen. — (Von der Erdbebenwarte.) Am ^1. Oktober verzeichnete das photographisch registrierende. Horizontalpendel die Ausläufer eines mittelstarken Fernbebens. Der Beginn, we,lcl)er dnrch die in den jüngsten, Tagen an allen drei Pendeln vorherrschende starke Unrnhe teilweise verdeckt und daher nicht genau bestimmbar ist, fällt ungefähr in oie Zeit von 3 Uhr '.) Minntcn früh. Die zweiten Vor-länfer setzen um 3 Uhr 23 Minuten 45 Sekunden ein und die Hauptbewcgung beginnt nm " Uhr ^9 Minuten 49 Seknnoen mit dein Maximum von 15 Millimeter um 3 Uhr 34 Minuten 1K Sekundeu. Sehr deutlich taucheu um 4 Uhr 4 Minuten die Nachläufer auf, die eine halbe Stunde später vollkommen erlöschen. Die Herddistanz wird anf 7500 Kilometer geschätzt. ü. — (Eiue Va rfußtänzeri n.) Am nächsten Sonntag findet im großen Saale des Hotels „Union" ein Gastspiel der berühmten amerikanischen Barfnß-tänzerin Miß Maud Gwendolen Allan statt. Miß Allan, die im Frühjahr in Berlin (zum erstenmal in Enropa) gastierte, erwies sich als eine gefährliche Rivalin der Isidora Duncan, die bekanntlich diese nene Tanzart in Enropa eingeführt hatte. Miß Allan kleidet sich wie ihre Landsmännin in ein leichtes Gewand, das dem Körper jegliche Freiheit gibt uud seine Formen erkennen läßt; cnuh sie tanzt mit cut-blößteu Beinen und will dnrch Tanzbcwegnngen den Empfindnngsgehall bestimmter Mnsitstücke versinnbildlichen. — Die Künstlerin hat folgendes Programm gewählt: Ave Maria (Schubert); Valse, Mazurka in 1^i«> und ('ju-uiol! und Trauermarsch, sämtlich vou Chopin- Frühlingslied (Mendelssohn): Valse Caprice (Rubinstein). Die Laibacher Vereinskapelle wird das Programm ourch ein kurzes Konzert einleiten. — (Verhütetes Schadenfeuer.) Am ä5. v. M. nachmittags brach auf dem StallbodM des Nealitätcnbcsitzers Florian Zorko in Gesindcdorf bei Rndolfswert anf bisher nnaufgetlärte Weise ein Feuer ans, üas jedoch noch im Entstehen von mehreren bei Zorko bediensteten Taglöhnern unterdrückt wurde, so daß nur ein Schaden von ungefähr IM X zu verzeichnen ist, während sonst wie vor vier Jahren, das ganze Stallgebäude ein Raub der Flammen geworden wäre. " (Ü verfahren.) Gestern vormittag fuhr der Knecht Franz Gostinöar in betrunkenem Znstande mit seinem Bierwagen so schnell uud unvorsichtig anf der Wiener Straße, daß er die 60jährige Taglöhnerin Agnes Martinet, die in einem Korbe auf dein Kopfe vier Grablaternen trug, niederrannte. Die Taglohne-riu erlitt eiuen Bruch des rechten Armes; auch wurden ihr die Vorderzähne ansgeschlagen. Sie wurde sofort ins Tpital überführt. Als sich später ein Sicherheitswachmann behufs Tatbestandaufuahme beim Knechte einsand, benahm sich Gostinear so gewalttätig, daß er verhaftet werden mnßte. ^ (B a up l a tz f ü r d as neue Gy m nasial -gebäude iu Nudolfswer t.) Iu der am 25. v. abgehaltenen Sitzung des Stadtgemeiudeausschusscs in Rudolfswert wurde beschlossen, den Bauplatz sür das neu zil errichteude Gymnasialgebändc in Rudolfswert anf den gegen den Kapitelberg und gegen Loöna sich erstreckenden Grnndparzellen zu erwerben. Diese Gegend ist nämlich bedeutend lichter und lüftiger, die Gründe gesunder und billiger als der bisher Pro jckliertc Banplatz. — (Vorträge über Elcktrizität.) Da nun anch in Nudolfswert, und zwar wahrscheinlich bereits im Laufe des Winters 1906/1907. von Hof ans die elektrische Kraft zu allgemeinen Velenchtnngs-zwecken sowie zum Netriebe von Elektro-Motoren hergeleitet werden soll, veranstaltet Herr Gymnasial» Professor Reisn er im städtischen Gemeindebanse in Rudolsswert zwei Vorträge, worin die Erzeugnng und Verwenouug der Elektrizität zu Veleucbtungszuiecken und znm Motorenbetriebc, weiters die technischen Ansdrücke, die jeder Abnehmer der elektrischen Kraft keuuen soll, zur Erörterung gelangen. Der erste Vortrag fand am 31. v. M. statt. -— (A bgängi g.) Der im Jahre 1873 geborene, in der Gemeinde Reisach, politischer Bezirk Hermagor, zustäudige, geistesschwache Johann Nenwirth ist seit A,. September von seinem Elternhause, in Voden-mühl abgängig und konnte bisher nicht ausgemittelt norden. Er ist von mittelgroßer Statur, hat als bo sondercs Kennzeichen einen starken Blähhals uud war Zur Zeit seines Verschwindens mit einem neuen lichten Anzüge, braunem Havelock und Nndfahttnütze bekleidet. — Desgleichen ist die zwölf Jahre alte, nach Nassenfus; znstänoige Vesitzerstochter Maria Smole seit zwei Monaten abgängig. Sie ist dürftig gekleidet, von starker Statur und hat als besonoeres Kennzeichen unter einem Auge eine kleine Narbe. Sie dürfte mit einer gewissen Maria Ktrikan, die im September l. I. in Weißenfels aufgegriffen oder mit einer gewifsen Maria Gorjup, die bei einem Diebstahle in Kronan betreten wurde uud beidesmal ent> wich, identisch sein nud dürfte sich uach Kärnten geflüchtet haben. —ik. * (Ver b a ftctc T i eb e.) Mittwoch vormittag wuröe der 37jährige Taglöhner Johann Tel Fin ans Udine verhaftet, weil er seinem Kameraden den Koffer aufgebrochen und eine silberne Taschenuhr entwendet hatte. — Der schon wiederholt abgestrafte, uack Watsch bei Littai zuständige 62jährige Tag-löhner Martin Ravnitar, ein bekannter Einschleicher, wurde diesertage nachts durch einen Sicherheitswach-mann wegen Bedentlichkeit angehalten. In seinem Besitze wurdem elf verschiedene Tafchentücher, eine Pferdedecke, Tamenstrümpfe, ein nener Regenschirm, eine Wachskerze nnd mehrere andere Gegenstände vor^ gefunden. Der Eigentümer wolle sich beim städtischen Polizeikommissariate oder beim Bezirksgerichte mel-oen, wohin der Verdächtige eingeliefert wurde. — Vorgestern abend verhaftete die Detektivabteilung den Uijährigen, in Graz geborenen Büchsenmachergelnlfen Franz Sieber, der seinem Meister eine Hose entwendet nnd in den Zimmerofen versteckt hatte. Da die Polizei konstatierte, das; Tieber seinein früheren Arbeitgeber, dem Büchsenmacher Petroneler in Innsbruck, mehrere Revolver, ein Flanbertgewehr und verschiedene Werkzeuge gestohlen hatte, wurde er dem Landesgerichte eingeliefert. ** (T e n t s ch e B ii h n e.) Schwayers wirkungsvolle Tchü lertragö'die „Die Sitten note" versammelte vorgestern wieder ein zahlreiches Pnblikum, das der tüchtigen Darstellung warme Anerkennung zollte. Der Konft'renzakt schlug uatürlich uenerlich kräftig eiu. Telegramme ks l. l. Telegllllihcll-Vmeslllllilltliz'VllttUs. > Erzherzog Otto -f > Wien, I.November. Erzherzog Otto ist nachmittags um 6 Uhr gestorben. Wien, l. November. In der Nacht steüie s,ch beim Erzherzog Otto eine hochgradige Atemnot ein, jedoch ohne Fieber. Die Atemnot danerte die Nacht über an nnd wurde zeitweise durch Sanerstoff-InhcUa-tionen nnd beruhigende Mittel gemildert. Der Instand verschlechterte sich nachmittags derart, daß Weihbischof Dr. Marschall dem Erzherzog die Sterbesakramente reichte. Die Atemnot nahm später derart zu, daß trotz der angewendeten Mittel gegen 6 Uhr abends die Katastrophe eintrat. Der Erzherzog, der bis znm letzten Angenblicke beim Bewußtsein war, verschied sanft. Seine Majestät der Kaiser wnrde sofort uach dein Tode des Erzherzogs nach Schönbrunn verständigt, ebenfo Erzherzogin Maria Josefa nach Miramare sowie Erzherzog Franz Ferdinand. Erzherzogin Maria Theresia weilte unausgesetzt am 5lranten>bette des Erzherzogs Otto. Wien, 1. November. Das Befinden des Bürgermeisters Dr. Lueger ist zufriedenstellend. Im Laufe des Tages haben Erkundigungen eingezogen: Im Auftrage Seiner Majestät des K aise r s Hof-rat Mkes von der Kabinettskanzlei, Erzherzog Franz Ferdinand, ferner der Präsident des Herrenhauses Fürst Wiudischgrätz, Ministerpräsident Freiherr von Beck, Reichs-Kliegsminister Schönaich und Handels' minister Dr. Fort. Wien, 1. November. Einer Lotalkorrespondenz zufolge hat in Abbazia heftiger Schirokko, verbunden mit einer gewaltigen Sturmflut uud einem Wolten-bruch gewütet, wodurch die vorderc Hälfte des großen Molos zerstört wurde, so daß die Schiffahrt auf längere Zeit unterbrochen oder doch stark beeinträchtigt ist. Anch sonst wurde iu Abbazia und Umgebung großer Schaden augerichtet. San Rafaelc, 1. November. Gestern abend hat ein beftiges Unwetter iu der Bucht von San Nafaele den Damm nnd den Wellenbrecher zerstört. Drei Handelsschiffe sind uutergegaugeu, ebenso mehrere Fischerboote. Tie Landungsbrücke ist lveggerissen worden. Laibacher Zeitung Nr. 251. 2349 2. November 1906. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 20. bis 27. Oktober 1906. Es herrscht: die Rotzlranlheit im Vezirle Radmannsdorf in der Gemeinde Veldes (1 Geh.); die Vchweinepeft im Vezirle Gottschee in den Gemeinden Graflinden (2 Geh.), St. Gregor (9 Geh.), Üuzarje (1 Geh.), Viösel (8 Geh,), Suchen (1 Geh.), Tiefenbach (4 Geh.); im Bezirke Gurtfeld in den Gemeinden Catej (2 Geh.), Heil. Kreuz (6 Geh.), Landstrah (13 Geh.), Zirtle (2 Geh.); im Vezirle Krainburg in der Gemeinde Afriach (1 Geh.); im Vezirle Littai in der Gemeinde Draga (1 Geh.); im Bezirke Rudolfs» wert in den Gemeinden Döbernit (2 Geh.), Treffen (I Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Tschcrnembl (1 Geh.), Weinitz (2 Geh.); der Notlauf der Schweine im Vezirle Rudolfswert in den Gemeinden Hönigstein (1 Geh). Treffen (3 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Krainburg in der Gemeinde Zirllach (1 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Oberlaivach (1 Geh,); im Vezirte Radmannsdorf in der Ge« meinde Iauerburg (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottfchee in der Gemeinde Hinterberg (IGeh.); im Vezirte Gurlfeld in der Gemeinde Land. straß (1 Geh.); der Rotlauf der Schweine im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Oberlaibach (4 Gel,,), im Bezirle Rudolfs« wert in der Gemeinde St. MichaelStopk' (2 Geh.). K. l. Landesregierung für Krain. Laiback am 27. Oltober 1906. Angekommene Fremde. Hotel Clefant. Am 29. und 30, Oktober. Gräfin Margheri, Guts« besitzeriu, Schloß Wördl, — Graf Aucrsperg, »w teilw. heiter 2. ? U. ss. ! 728 6 7 > 0 O^ schwach fast^bewöllt^ 1? - 8 Das Tagesmittel der Temperatur vom Mittwoch beträgt «7°, Normale 7-4°, vom Donnerstag 9 6°, Normale 7 1°. Verantwortlich« Redakteur: Anton Funtel. Genoffenschaff der bildenden Künstler Wiens. === Zweite Kunstausstellung ? ? im Kasino - Gebäude, 1. Stock Ölgemälde, fiquarelle und Werke der Bildhauerkunst. Geöffnet täglich uon 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags. » » » i- » * » » Gintritt 60 ßeiler • fluf slainen lautende Dauerkarten, welche zum Besuche während der ganzen Husffellungszeit berechtigen und nur für die Person gültig find, kosten 2 Kronen. Potrtim srcem javlja UÖiteljskl zboi C. kr. oesarja Franoa Jožefa državne gimna- Zije vKranjU tužno vont, (Injepadaljöombolehanju nenadoma zaspal v Gospodu velezaslužni vodja tu-kajšMJeoa zavoda, {jospod Josip Hubad c. kr. gimnazijski ravnatelj, v sredo dne 31. oktobra t. 1. na Volikem Loöinju. Nepozabnega odkritosriSnega predsUijnika, iskre-nega prijatelja šolske mladine, vrlega moža spomin naj nikdar no izgine med nami! r:. i. F». V Kranju, dne 1. novembra 1906. Von tiefem Schmerze ergriffen, gibt der Lehr» lörper des t. l. Kaiser'Franz'Ioseph-Gtaatö< gymnasiums in Krainburg die tiefbetrübende Nachricht von dem Ableben seines hochverdienten Vor» gesetzten, des Herrn Josef Oulmd k. l. Gymnasialdireltsrs, der auf Lussingrande am 31. Oktober d. I. nach längerem Leiden an Herzschlag verschieden ist. Tier Lehrlürfter verliert im Dahingeschiedenen einen liebevollen Vorgesetzten, die studierende Jugend einen gerechten, gütigen Lehrer und väterlichen Freund. Krainburg am I. November 1906. Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 3l. Oktober 1906. Die notierten Kurie verstehen sich in llronenwährunL. Die ^o^.e^unq sämtlicher Altien und der ,.Diversen Lose" versteht sich per öiücl. Geld Ware Allgemeine Staats« schuld. Tinheltltche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mai-Nllv.> per Kasse . , W »0 98'i" b^lu ^Iän,.Iull) per »asse 8» 7u S8'«> 4 2°/<, 0. W. Noten » 25 l»»0er ,, l«l sl. 4 "/„ -^'«- - «14-Ä»64er ,, l(1U fl. , . 272 75- l884er ,, 50 fl. . . Ä?!l^ü li?4 75 DHM.-Pfanbbr. ^ 120 fl. b"/„ Ü9u - 291- Ttaatöschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Lander. Osterr. Ooldrrute, stfr., Gold per Kasse . , . . 4"/« iiß'35 116'5.°> Lftrrr. Rente in ttronenw. stfr,, »r, per Nasse . . . 4°/„ bu — 8i<'2! detlo per Ultimo . . 4°/„ 99 - 99 /,"/<, 88 6i> 88 bü ^isenba!>n.^l<>al«schuld< »»ischrtibungei». «l lsabell,dat,n tu O., «liierfrei, zu l>>.Wu !I. . . . 4"/„»l7'- - — Franz Iosef-Ällhn i» Eilber (diu. Lt.) . . b>/<"/,> ,u>
«9 75 Nudolibah» in Nronenwährung, steuersr. (dio. St.) . 4",„ 98 «» Uii'bk, Vorarlliersser Bahn, steuersiel, 4(!u Kronen . . , 4"/„ 9» ?b 99 71 Zu zlllat»lchul>vllschrei>ktttn. ltlisabetl, B, ^X'fl KM 5'/<"/.. von 4U<1 Kronen . , . . <>»!) ^ 4«4 -betto Linz.^udwei« L<><» fl. ö. W, N. l>^/."/„ . . . »84 - 4 nammene Eisenbahn »Vliolllät»» ßbligationtn. Äühm. Westbah», Em. 18!>5, 4<«> Kronen 4°/„ .... 99 — 100 -Elisllbethvllhn «00 und 2000 M. 4 ab l«"/„......11L 2b >17üc> Clisabethbllhn 4N« und 2«00 M. 4"/„........N7'45 1l8 4b ssranz Josef-Bahn Vm. 1884 (div. St.) Eilb, 4°/„ . . 9« 95 99-95 Galizische Karl Ludwig-Vahn ,div, St.) Silb. 4"/„ . . 99'Nü i/,«/„ detto per Kasse , 84 1l) 84 ^ Ung. Prämien.«,,!, k 100 fl. . L„4 2'> <2-- :54-!°/u ungar. Wlundentl.-Oblig 84 2N 95 20 4"/o lroat. u. slav. Grunbentl.^ Oblig........96'— 97-20 Andere öffentliche Nnlchen. Vosn. Laudeö'?l»l. (dlv.) 4"/» , 9«'L5 94«^ Äosn.-Herceg, Eisenb,-Landes' Uniehen (div.) 4'/,°/n - - i«9 «»> l0<> »< 5"/o Donau-Reg.-Anleihe 1878 10575 u>l'> 75 Wiener Verlehrs'Äulcihe 4°/« 9« 6» <.,g 55 deltu 1900 4°/u »8 >><> <,«,'» «nlehen der Stadt Wien . . 101-65 l02^.'< detto (S. od. V.) . . . iltl l« ,!<2 1' betlo (1894) .... 9>> 70 97'7<> Ketlo (189»! .... «5-7«' 99'0 betto (1!»UN) .... 9« 70 «9 ?<' dctto Inv.-N.) 1902 . 98-75 88 7' örsebau-Anlehen vrrlosb. 8°/« 98-?5 ^8 bl^ Äulg, Stantseilcnb.-Hyp.Anl. i»88 Gold .... ««/„ li«-5>, li>»-5/,"/<> . . . 102— —--Zentral Bou.K'red..Bi., österr.. «KI. veil. 4«/u .... 99-30 isyöo ttieb.°Inst.,üsterr..f.Verl..Unt. u. össen!l,«rb.Kat.^vl,4"/« 98'— 99--Landesb. b, K0n, Gallzien und Lodom. 5?'/, I. ruckz. 4°/» 97-80 9880 Mähr, Hnpothelenb. uerl. 4°/° 99— j.,o- N,.0sterr,Landes.Hl>P..Anst 4°/„ 992^ 100-25 bctlu inll, 2«/« Pr, verl, 3>/,"/u 92- ^ f,« deltu K.'Schulbsch, verl. 3>/2°/n 91-50 88-5» bettu verl. 4°/« 99-15 100,.'> Österr..ungar. Banl 50 jähr. Verl. 4°/u ö. W.....9870 9i» «c> detto 4"/« itt.....99-4» 100-4» Zparl. 1. üst., «N I. verl. 4°/« 10015 1«, 15 EifcnbahnPrioritäts-Obligationen. ^erdMllNds.Norbbahn l3m. 1886 99 bU 1005» betto Regulierung«' Lose 100 fl. 0. W..... 857-50 2s>5-5> 2erb.Piäm..»Inl. v,10NFr.2«/« 98— 105-- Wnvtrzinolichl fose. «udap,.Uasilila lDomban) 5 fl. 21!i0 2» .'<> kreditlose l0<> - Clary-Lose 40 sl. K, M. . - "0 — 14S- iüsener Lose 40 fl..... l66 - i?2 Palssn.Lose 4l> f>, K. M. . . 173-50 ,8!,-5, ^>ulcn Kreuz, öst. Ges. »., 10 sl. 4« 50 4«-5« 'ioten Kreuz, ung. Ges. v., b sl. 2» 5ü :^U 5< Nubuls.Luse I» sl......54- 6„ La!m.Lo!r 4N sl, K. M. , l9b- 2 1- I Eeld Ware Türl. Ges., <., l, l. priv., 500 sl. KM. 104«— l<>47 - Dux.Äodenbacher Eisb. 400 Kr, 558— 5K0-- sserbinands.Nordb.100Usl.KM. 57»N — 5740-Lemb.. ltisenbahN' Gejellschaft, 200 fl. N . 5»»-- 5«,-^ Lloyd, österr.,Trieft.,5Wfl.KM. 794-— ^04- Österr. Nurdwcstdahn 200 fl. S. 452 50 45^- de>to(Iit. U,)200fl,S, p, Ult, 45^25 453-^5 Pra8.DuxerEij!'»b,1N0fl.aba,st, 28c> 5" 22t-Staalseisb. 200 sl,S. per Ultimo »7»— 6«0,-Südb. 20« fl. Silber per Ultimo 181-10 182 l> Südnorddeutsche Verbiudungsb, 200 fl. KM...... 407'd« 408-5' Tramwa»!»Ges., neue Wiener, Prioritäte.Mtien 10» fl. . —'— —--Ungar, Westbahn (Maab.Oraz) 20«> fl. N....... 40? - 4US - Wr. Lolalb..Nltieil.Ves. 200 fl. 1S0 — ------ Banlen. Ännlo.Österr. Vanl, 120 fl. , . l»1b'I0 316 1> Vunlverein, Wiener, per Kasse — — drtto pei Ultimo . . , 55V75 556 ?5 Vodenlr..A»st. üster», 20Nsl,S 1058- 10ü7- Zentr..Vod,.Krebb, üst,, 200 sl. 552— 554 -Kreditanstalt sür Handel »nd Gewerbe, ino sl., per Kasse - — —^ bett» per Ultimo 674 25 6?5'2i> Krediibanl allg. ung., 200 sl , 811 - 81? - Deplisitenbanl. allg., 200 sl, , 452— 454-Cülompie. Gcsrllschas«, nieder. üslerr., 400 Kronen . . . 583 5N4-Giru> uud Kasseuvereiu, Wleuer, 2!„> s!........ 454— 4b» — Hypothelenbanl, österreichische, 200 fl. 3U°/u alptne K03 50 »>U4 b0 „Poldi.Hülte", Tiegelgußstahl. ss..?1,.G. ^00 fl. ... b88— 540 — Vragrr Eisen.Ind..Ges. Tm. 1905, 200 fl...... !?805'— 281 b — '»limll.Murany > Salgu.Tarjaner Eisenw. 100 f!..... b»4- 585 - 2a!n,o>Iarj Steinkohlen 10« fl, f>20— «84 — ,,2chIüNlmühl",Paplerf.,2NNfl. 342'— 35b-— ,.Nchodnica^. A,.(i>. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 642— «52 — ,.Stet,rermllhl", Papierfabrik und ilj »G...... 47»— 474-— 5risai!er K°HIenw..V. 70 sl. . 280— 281 bU Türt. Tabatregir.Ges. »01 ssr. per Kalse . —'— —-— detto per Ultimo 420 - 424 — Waffens..Oes., often., in Wien. 100 fl........ ««'— ü?d — Wagaon.Lelhanstlllt, allgem,, in Pest, 40<> Kr..... —'— —-— ^r. «auncsellschalt 100 fl. . . »ds— <«Alt,»Ges, 8^8— 8ö0 — Devisen. Kurze fichleu und Zchlck». ,'lmsterdam....... ^9875 ig<, ^ L>-»ticl,r P'M...... li? 50 11? 7,, ^u,!dun........ 240"0 241 ^i, >>,alien!iche Aanlpl«Ve . . . 95-?u »5 >»0 i>nriö......... «»52 »58.°, Zürich und Basel..... 95 50 gz »5 Valuten. Dulaten ...... 1> !<6 i> 40 5!U Franlrn-Srucke..... 19 »z ,<,,» ^>»Marl'Stücke...... »3 48 ^»^ re»t!che Neichsbanlnoten . . li? 45 ll? «5 ^»nlienische Aanluuten . . , 95 6-i 95-«» >>nbel Nutr»..... »-5» 2 54 Ton Kfiil«»n, l'luiiUbrl«*s«'ii, l'riurllttlen Ahtlen, i l.osen «¦•<••, Itrvlm-n iiikI Vululeu. | 66 Los-Versicherung. i BatrLlc- -o.33.c3. "^7"eclislerg^escla.älft l.iiibnrli, SpitHl^HSHe. Privat - Depot» (Safe - DepoHitn) u&tax alffsixaza T7"«r»cli.lTa.»o dl»r Fmuitmi.. Verziniung von Barslnlagao Im Konta-Karrant- und auf Giro-Konto.