Mbacher SeitunH. .^ RV». Samstag am HO. August »85« .^, « ,. . ^ ,, „ .. . , ,, ,. . , ... ^r Sonn- und ss.icrtaqe, täglich. m,d kostet snnont den Veilagen iin E ^!« vto > r qan ,jahrig «l fl.. hnlbjährig 5 ff. I« lr. »nit Die „Laibacher Zeitung' er,chtmt, mit «ilsnahm ^r , sl'iährig (>. st. Mr die Zickcllwu, in's H^»S ssud halbiahri^ 30 lr. mehr zu entricht.». Mit der Post Porto-Kreuzband n>, Comvtoir ga"N^^'g ^ ^Vr Adresse t3 fl.. halbjährig 7 ft. 30 fr. — In serat, ousgebilk r fiir eine SMttmjnle c'der l>r„ Nail,,, derselbe» fiir tiil-frei ganzjährl.;, unter Kreuzband und g" ..^ ^malige 5 kr. C. M. Inserate bis l2 Zeilen kosten l ft. für 3 Mal, 5U lr. für 2 Mal und 40 lr. f,,r 1 Mal einzuschalten, malige Eüüchaltlmg 3 kr., fur V«"'"""^ '^^ vmn «. 9lovcml'er l. I. für IusertionSstäniPel" noch 10 kr. fur eine iedcsmaligt Einschaltung hinzu zu rechnen. Zu diesen Mbi'chrm ist »ach dem „pruvl,i,",i!^ ^ _________________________________'____________^____________^_______^____________ Anltlicker Theil. Won deni ersten Wahlkörper sind am 26. und 29. l. M. zu Gemeinderäthen der f. k. Provinzial-Hauptstadt Laibach gewählt worden: Herr Andreas Malitsch; „ Michael Schusterschig; „ Franz Tertnik; „ Dr. Anton N a ck; „ Dr. Johann Ahatschitsch. Welches Ergebniß hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Von der Wahlcommission des ersten WalMrpers. . Laibach am 29. Augnst 18Ü1. Der gewesene, Verzehrnngssteuer - Anfseher Martin Iellouschek hat am 4. December 18^0 der Zuckerraffinerie - Handlangersgattin Maria ^p reg, welche beim Waschen in den Laibachfluß fiel, wesentliche Hilfe zn ihrer Rettung geleistet, wofür ihm in Folge Ermächtigung der hohen k. k. Statthalterei vom 2!>. April 183l der Dank öffentlich ausge-sprocheu wird. Magtstrat Lalbach am 24. August 1NN. Se. k. k. Majestät haben über allerunter-thänigsten Antrag des Ministers für Cultus und Unterricht mit allerhöchster Entschließung vom A. August 183t den bisherigen provisorischen Professor am Thierarznei-Institute in Pesth, Dr. Alois von Szahü, zum wirklichen Professor an diesem Institute; den dermaligen Assistenten daselbst und Magister der Chirurgie, Martin Galambos, zum Adjuncten, und den substituirten Lehrschmid Joseph Sokola zum wirklichen Lehrschmide an dem genannten Institute allergnädigst zu ernennen geruht. Se. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 12. August d. I., die Lehrkanzel der Dog-matik uud Symbolik helvetischer Confession an der hiesigen evangelisch'.thevlogischen Lehranstalt dem Professor der Philosophie zu Süros-Patak in Ungarn, Gabriel Szeremley, allergnädigst zu verleihen geruht. In Folge der mit allerhöchster Entschließung vom N. August d. I. genehmigten Gerichtsorganisi-rung für die Woiwodschaft Serbien und das Temescher Vanat und ertheilten Ermächtigung zn ihrer Ausführung, hat der Minister der Justiz den Dr. Ignaz Szymonovicz, General-Advocaten bei dem k. k. obersten Gerichts- und Cassationshofe in Wien, als kaiserlichen Ministerialcommissar nach Temesvar abzuordnen nnd zum Präsidenten der Gerichts - Einführungscommission zu ernennen, so wie die Functionen eines kaiserlichen Generalprocurators bei derselben dem provisorischen Generalprocnrator, Anton v. Moyö, zu übertragen befunden. Der Minister des Innern hat die erledigte Phy-ficatsstelle bei der Spielberger k. k. Strafanstalt dem provisorischen Polizei-Bezirksarzt zu Brunn, Dr. Anton Pfraug, verliehen. Das k. k. Finanzministerium hat den Verzehrnngs-steuer-Linien-Einnchmer in Wien, Johann Freiherrn v. Watzdorf, zum Finanzrathe und Bezirkodirector in» Kronlande Siebenbürgen ernannt. Nichtamtlicher Theil. Zweite öffentliche Verhandlung der dritten Schwurgerichts - Sitzung in Laibach am 2 8. August 18^1. Den Gegenstand der zweiten Schwnrgerichts-verhandlung bildet die Anklage wider Johann Hle-baine wegen Verbrechens des Todtschlages. Johann Hlebaine, insgemein Skumouc, 49 Jahre alt nnd Vater von !i Kindern, übernahm vor beiläufig 40 Jahren die Halbhube seines Vaters zn Mostraine. Bei ihm lebte auch sein Bruder Urban Hlebaine, der blödsinnig und der Epilepsie unterworfen war, und dem Bruder viele Unannehmlichkeiten verursachte. — Am 3. Februar l. I. waren die belden Schuster, Anton Begusch und Jacob Ianeschitsch, in dem Hanse des Hlebaine anf Arbeit. Beiläufig um U Uhr Abends kam Urban Hlebaine in die Wohnstube, setzte sich zn den Schustern und las aus einem Buche. Da er so nahe bei einem Schuster saß, daß er diesen in der Arbeit hinderte, so bedentete ihm dieser wegzugehen, was er jedoch wiederholt nicht beachtete, bis es ihm endlich der Brnder Johann HIebainc zn thnn hieß. Urban Hlebaine stellte sich nun vor den Tisch, wodurch er den spinnenden Hausgenossen das Licht verdeckte. Sein Bruder bedeutete ihm nun, auch diese Stelle zu verlassen, worauf zwischen beiden Brüdern ein Wortwechsel entstand, und Urban den'Johann in das Gesicht schlug, daß er blntete. Belde wnrden nnn handgemein und Johann Hlebaine ergriff einen dreifüßigen Sessel und schlug damit den Bruder anf den Kopf, bis ein Schuster dazwischen trat und ihm den Dreifuß entriß, worauf er die Wohn^ stube verließ. Bald darauf trat rr mit feinem Nachbar und Schwager Gregor Novak wieder in die Stnbc, wo Urban, den die Schuster besänftigt hatten, beim Tisch saß und wieder ans dem Buche las. Der Bruder befahl ihm, diese Stelle zn verlassen; Urban stellte nun seinen Stuhl in die Mitte des Zimmers und sagte: „Gerade hier werde ich jegt seyn." Nnn fiel dcr Bruder über ihn her, brachts ihn mit Hilfe des Nachbars zu Boden und band ihm die Hände am Nucken mit einem Riemen zusammen, ergriff ein Holzscheit und verschtc ihm damit mehrere Schläge, wor-nnter einige auch auf den Kopf, nnd ließ ihn gefesselt am Boden liegen. Nach einer Stunde band sich Urban los, stand auf, nnd wollte mit den Worten: „Gelobt sey Jesus Christus" hinausgehen. Da sprang Johann Hlebaine ihm nach, brachte ihn zu Boden, wo er ihn wieder fest band, mit dem Holzscheite einige Schläge-verseyte und ihn gefesselt liegen ließ, so daß der Mißhandelte die ganze Nacht in dem Znstande liegen blieb. Erst am folgenden Morgen um 10 Uhr band ihn sein Vater los, worauf er, weil es ihm schlecht war, zu Bette gebracht wurde, und ohne ärztliche Hilft, die zu spät eintraf, am darauf folgenden Tage den 6. Februar verschied. Bei der gerichtlichen Obduction der Leiche fand man an derselben viele Verlegungen, insbesondere am Kopfe, unter der Kopfhant schwarzes Blut, die Gefäße der Hirnhaut vom Blute ansgedehnt, in den beiden Hirnkammern blntiges Serum, am Schädel- grunde ein bedeutendes Bluterrravasat, die fünfte Nippe der linken Seite abgebrochen und im linken Brustkorbe ein Blutertravasat. Die Aerzte, Dr. Albin Zoff und Marimilian Himmer, gaben ihr Gutachten dahin ab, daß die Verlegungen am Kopfe und auf der Brust schwer und lebensgefährlich seyen, welche in ihrer Gesammtwir-knng zu den mittelbar tödtlichen gehören, der Verstorbene sey eines gewaltsamen Todes an den Folgen der Verlegungen gestorben, die ihrer allgemeinen Natur nach den Tod herbeiführten. Johann Hlebaine, der sonst als ein friedlicher Mensch geschildert wird, gesteht die That, nur gibt er an, sein Benehmen sey zur Bändigung des Brnders nothwendig gewesen, weil dieser sonst den Hausleuten gefährlich geworden ware. Die Verhandlnng wurde von dem Herrn Vor-siftenden des Schwnrgerichtshofes, Oberlandesgerichts-rath v. Coppini, geleitet. Für die Staatsanwaltschaft intervenirte der Herr Staatsanwalt Dr. von Trauenstern, für den Angeklagten Herr Dr. Napret h. An die Geschwornen wurde nun die Frage gestellt: „Ist der Angeklagte Johann Hlebaine, insge: mein Smnkovc, schuldig, den 3. Februar 18i>l Abends in dem Wohnzimmer seines Hauses Urban Hlebaine, zwar nicht mit dem Eittschlusse ihn zu todten, aber doch in feindseliger Absicht durch Silage mit einem Dreifuß uud eitsrm Holzscheit dergestalt mißhandelt zu haben, daß dieser in Folge der Gesammtheit der dadurch erhaltenen Verlegungen nothwendig hat sterhen müssen, und am 6. Februar 18^4 Abends auch gestorben ist"?" Die Antwort der Geschwornen lantete: „Nein, er ist nicht schuldig," mit fünf Stimmen gegen sieben. ! In Folge dieses Wahrspruches wurde Johann Hlcbaine durch den Vorsigendeu des Schwurge-richtshofes von der Anklage freigesprochen. Eorrespondeuzen. Wien, 2ft. August. Gestern um « Uhr Abends versammelte sich das Comitt' zn den Bcrathnngen der neuen Statuten der allgemeinen Versorgungsanstalt. Der Herr Ober-Curator Ritter v. Schmerling hielt einc dem Zwecke angemessene Anrede an die Versammlung, las hierauf einige eingelaufene Erklärungen vor, welche theils der Einladung nicht Folge leisten zu können, theils Folge zu geben sich aussprachen. Sodann wurden die Namen der Mitglieder des Comites vorgelesen HMit dieselben sich personlich kennen lernen. Endlich hielt Hu-r Professor Dr. Knarr einen zweistündigen Vortrag ilber die wichtigsten Puncte des von ihm verfaßten Statuten-Entwurfes, worauf die Simmg vou dein Herrn Vorsigenden mit der Umfrage' geschlossen wurde, ob es dem Comit^ angenehm sey, die künftigen Sitzungen jeden Montag, Mittwoch uud Freitag zu halten. Diese wurde emstimmig angenommen. Wahrend der ganzen Zeit der Berathung gab sich sichtbar daS Bestreben kund, daß man sich beiderseits zu nahern beabsichtige, und die Beamten der Anstalt bewiesen ein höchst zuvorkommendes Benehmen gegen jedes VWglied des Comites. 838 Mailand, 25. August. — (. V. — Das Geburtsfest Sr. N?aj. des Kaisers wurde auch in unserer Stadt feierlich begangen, ohne daß bei diesem Anlasse irgend eine Störung der öffentlichen Ruhe vorgefallen ware. Aus Mailand ist überhaupt keine erhebliche politische Neuigkeit zu melden. Vor Kurzem wurde hier eiue Bekanntmachung des k. k. Kriegsgerichtes zu Verona veröffentlicht, welche mehrere Individueu wegen Besides aufrührerischer Proclamations, oder wegen auf-reizenden öffentlichen Reden zu verschiedenen Kerker-strafeu verurcheilte. Die Lombardie ist gegenwartig von Fremden sehr stark besucht; die Meisten machen von ihrer Schweizerreise einen kleinen Abstecher, und besehen sich die borromäischen Inseln, den Mailänder Dom, und die bezaubernden Ufer des Comersee's. Am häufigsten gewahrt man unter diesen Deutsche aus den nördlichen Bundeslandern, und man wähnt sich in den Gasthöfen und auf den Dampfbooten beinahe nach Deutschland versetzt. Durch die Anlegung der herrlichen Como-Mailänder-Eisenbahn, die den Verkehr ungemein erleichtert, haben die Gestade des See's an Comfort und bequemen Einrichtungen für Fremde bedeutend gewonnen; neue und elegante Gasthöfe, Kaffehhäuser werden an allen Orten errichtet. Auch hat man sowokl auf eiuem Berge ober Va-renna, in der uumittelbaren Nahe des See's, als in dem benachbarten romantischen Thale »Vall« 1^->i»k« mehrere mineralische, schr wirksame Heilquellen aufgefunden, und es wurden an denselben großartige Etablissements für Badegaste errichtet, die sich eines zahlreichen Besuches, besonders von Mailan-. dern, die dort sowohl zur Erholung ihrer Leiden, als zur Unterhaltung und Erquickung in der frischen Ge-birgsluft gerne verweilen, erfreuen. Für die Weinernte sind heuer leider sehr un-günstige Aussichteu; denn wegen der vielen vorhergegangenen Sommerregen und der kühlen Witterung deo verflossenen Monates wollten die Trauben uicht zur Reife gedeihe«, sondern verkümmern am Stocke; auch beginnt an vielen Orten sich die eigenthümliche Krankheit zu zeigen, die sich beinahe über das ganze südliche Europa erstreckt und die Beeren ungenießbar macht, iudem sie dieselben mit einer Pilzart, die wie eine staubige Hülle aussieht, überzieht. Oesterreich Trieft, 28. August. Mit Vergnügen bemerkten wir gestern, daß der Kriegsdampfer „Lucia" sich hart an den Molo S. Carlo gelegt hat, um die Einschiffung der Truppen zu erleichtern. Heute früh ist er mit 900 Mann am Bord nach Venedig abgegangen. Heute lauft die Corvette „Titania" ein, schifft die am Bord befindlichen prov. Cadeten und Volontairs aus, und wird in den nächsten Tagen mit den Zöglingm der III. Classe des Marine-Col-legiums eine Seereise antreten. Wir melden dies; alo erfreuliche Zeichen der Thätigkeit der k. k. Marine. " ZVien, 27. August. Zur Erweiterung des Samborer Gymnasiums zu eiuem vollständigen Ober-gymuasium mit acht Classen hat sich die Samborer Stadtcomnnme urkundlich verpflichtet: Die zur Umerbringuug der siebenten und achteu Classe nothwendigen Localitätcn aus Gemeindemitteln herzustellen. Diese Localitäten, so lange sie zu dem angedeuteten Zwecke benutzt werden, stets in gntem und brauchbarem Stand zu erhalten, so wie auch das zu deren Beheitzuug erforderliche Brennholz entweder in nn»m-H beizustellen oder den entfallenden Reluitions-betrag bar zu berichtigen. Die am Samborer Gymnasium bestehcndeu Lehrmittelsammlungen mit einem jährlich wiederkehrenden Pauschalbeträge, dessen Ziffer roll der Staaisverwaltung ausgemittelr werden soll, zu erhalten und zu vermehren. Endlich zur Besoldung des Lehrpersouale. in den zuwachsenden zwei Gynmasialclasseu jährlich den Betrag von 1000 fi. C. M. beizusteuern. Diese wahrhaft großmüthigen Beitrage haben die Möglichkeit geboten, die wün-schenswerche Erweiterung der Samborec Gymnasial-anstalr schon mir BegilM des nächsten Schuljahres ins Leben treten zu lassen. Möge das gemeinnützige Streben der Samborer Stadtcommune auch bei an- deren Stadtgemeindeu in Anerkennung der Wichtigkeif, welche die Vervollständigung sämmtlicher Gymna-sialanstaltell für das Aufblühen des öffentlichen Er-ziehnngswesens besitzt, lebhaften Anklang nnd eifrige Nachahmung finden. Wien, 27. August. Se. Majestät der Kaiser tritt morgen die Reise über Ischl nach Verona an. — Demnächst wird, wie die „L. Z. C." meldet, eine Verordnung des Finanzministeriums erscheinen, welche die Benützung und Aukündiguug von auslandischen Privatlotterieu im Inlande regelt. Nach dem noch in Kraft bestehenden Gefallsstrafgesetzbuche ist der Verkehr mit ausländischen Privatlotterien strengstens verboten; er wurde aber seit dem Jahre 1848 stillschweigend geduldet. — Wie die „L. Z. C." vernimmt, wird bei Ausarbeitung des neuen Privilegiums-Patentes das Princip, welches dem Patente vom 31. März 1832 zu Grunde liegt, in der Wesenheit aufrecht erhalten. Die Einbeziehung Ungarns, Siebenbürgens, der Woiwodschaft, Croatiens uud Slavoniens in die Privi-legiumsgesetzgebung bildet den Hauptgegenstand der Reform. Für die genannten Kronlander bestand bis jetzt kein Privilegiumsschutz für Erfindungen, und wird derselbe bei Beseitigung der Zollbeschränkung nun sehr empfindlich vermißt. — In einigen Bezirkshauptmannschaften der Kronläuder sind die Gemeinden durch Amtsschreiben auf den 'Nutzen der Kleiukiuderbewahraustalten aufmerksam gemacht und darüber belehrt worden, in welcher Weise dieselben am zweckmäßigsten errichtet werden könnten. — Se. k. k. Hoheit Erzherzog Ferdinand Ma-rimilian wird von der unternommenen Seereise schon Mitte October wieder zurückerwartet. — Die k. k. Tabakfabriken-Direction beschäftiget sich mit dem Plane, im Niesengebirge eine Cigarrenfabrik zu errichten, dessen Durchführung für die mittellosen Bewohner des Rieseugebirges von großem Nutzen wäre. — Der.Magistrat warut durch öffentliche Nund-machunaen die Obsthändler, unreifes Obst zu Markte zu briugeu, indem dasselbe conftscirt uud der Be> treffende überdieß betraft würde. Wien, 28. August. Der Hcrr Ministerpräsident Fürst v. Schwarzenberg hat an sämmtliche österreichische Gesandtschaften ein Circularschreiben erlassen, durch welckies dieselben von den am 20. d. M. erlassenen allerh. Anordnungen Sr. Majestät des Kaisero in Kenntniß gesetzt werden. — Der am 21. Juni von den respective» Bevollmächtigten in Wien unterzeichnete Vertrag zwischen Oesterreich und Baiern, betreffend den Anschluß der auf den beiderseitigen Gebieten zu erbauenden Eisenbahnen, ist am 3. August in den Ratifications in Wien ausgewechselt worden. Nach diesem Vertrage verpflichtet sich die f. baier'sche Regierung, eine Eisenbahn von München über Rosenheim an die österreichische Gränze bei Kufstein bis zum 1. März 18:i« herzustellen. Die kais. österr. Regierung verpflichtet sich dagegen, die Eisenbahn von der Gränze bis Salzburg und jene von der Gränze bei Kufstein bis Innsbruck bis zum 1. März 1866 uud die Eisenbahn zwischen Salzburg und Brück an der Mur bis 1. März 18.'>8 herzustellen. Die k. baier. Regierung verpflichtet sich ferner, die von Frankfurt am Main über Asckaffenburg, Würzburg, Bamberg uach Nürnberg theils vollendete, theils im Bau begriffene Eisenbahn von Nürnberg aus über Regensburg an die Gränze von Oberösterreich zu führen. Die kais. österr. Regierung übernimmt dagegen die Verpflichtung. diese Bahn von der Gränze nach Linz uud später nach Wien fortzuführen. Ferner verpflichtet sich die kaiserl. Negieruug, die Eisenbahn von Verona nach Botzen bis Ende 18^8 zu vollenden und die eiugeleiteten Vorarbeite» zur beabsichtigten Bahu Botzen-Innebruck fortzusetzen. — Ein Wiener Correspondent der „Schl. Ztg," behauptet wiederholt, daß Rußlaud weder uach Frankfurt noch nach Wien einen Protest gegen den Eintritt Gesammtösterreichs in den Bund abgesandt hat. — Die National-Bank beabsichtigt in mehreren größeren Städten der Kronländer neuerdings Bank-Subfiliale zu errichten. — Außer Wien, Mailand und Venedig bestehen derzeit förmlich organisirte Militär-Polizei-Wach-Corps noch zu Prag, Brunn, Troppau, Pesth, Ofeu, Preßburg, Oedenburg, Kaschau, Großwardein, Linz, Salzburg, Gratz> Klagenfurt, Laibach, Inns» brück und Trieut. — Der Pins-Verein zu Mainz hat den Antrag nach Linz gelangen lassen, die Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands iu Ermangelung von Fulda uud Prag, in Mainz abhalten zu wollen. — Der Namenstag des Erzherzogs Stephan wurde am 20. d. zu Schaumburg von der gauzen Umgegend gefeiert. Bürger, Beamte, Adel, Geistlichkeit und die Officiere der Dinzer Garnison brachten Sr. k. Hoheit ihre Huldigung dar. Abends brachten die Bergknappen ron Holzappel und Lauenburg Fackelzug und Serenade. Mit dem Nameusfeste wurde zugleich die Wiedergenesung des Fürsten von einem quälenden längeren Augenleiden gefeiert. — In Großwardein sollen in Folge der Ueber-schwemmung mehr als 400 Häuser eingestürzt seyn, — Der Herr Districts-Obergespan Graf v. For-gach übergab in Borsa, wo er dieser Tage auf seiner Inspectionsreise eingetroffen war, den zurückgelassenen Witwen und Waisen der während der Nevolul tion von dem Bluttribunal in Borsa Hingerichteten, die ihnen von Er. Maj. bewilligten Gnadenvor-schüsse von 600 ss. CM. — Von österr. Ausstellern bei der Londoner Industrie-Ausstellung haben Folgende Metaillen erhalten ' Hr. D. Echmid, Maschinenfabrikaut in Wieu; Wagenmann, Seybel und Comp., Fabrikanten chemischer Produtte zu Liesing nächst Wien; Franz Lav. Brosche, Fabrikant chemischer Producte in Prag; F. P. Freiherr v. Herbert, Bleiweißfabri-kant zu Klagenfurt und Wolfsberg in Kärnten; Gebrüder Heinzen, Orseille- und Cudbeardfabrikanten zu Tetschen an der Elbe in Böhmen; Ignaz Freiherr v. Herbert, Minium- und Bleiglätte-Fabrikant zu Klageufurt in Karnten; Wenzel Batka, Fabrikant von Arzueiwaren und pharmaceutischen Gerathen iu Prag; Friedrich Leitenberger, Kammdruct-warenfabrikant zu Kosmanos und Iosephsthal in Böhmen; Joseph Boss«, Druck- und Stickwarenfabrikant zu St. Veit nächst Wien; die mechanische Werkstätte des polytechnischen Institutes zu Wien; die k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien; das k. k. militärisch-geographische Institut; Carl Leistler, Tischler und Parkcfenfabrikant in Wien; Franz Ernst Graf von Harrach's Glasfabrik zu Neuwelt in Bohl men; die k. k. pr. Apollokerzenfabrik in Wien; die k. k. privilegirte Milly - Kerzen - Fabrik in Wien; Joseph Leman und Sohn, Seidenzeugfabrikanten in Wien; Josef Zeisel und I. u. C. Blümel, Shawl-fabrikanten in Wien. — Aus Paris wird gemeldet, daß Abbas Pascha von Aegypten das Ultimatum der Pforte verworfen habe uud fest entschlossen sey, der einfachen Wiederherstellung des Tansimats zu widerstehen und die an die englische Gesellschaft gemachte Eisenbahnconcession aufrecht zu erhalten. Alerandrien wurde demnach in Vertheidigungszustand gesetzt. Die Pforte scheint entschlossen zu seyn, Gewaltmaßregeln anzuwenden und wenn sie von ihrer Flotte Gebrauch macht, dürfte Admiral Parker schwerlich den bloßen Zuschauer abgeben. Vom Semmcrinss, 23. August. Die für Oesterreich iu allen Beziehungen so unendlich wichtige Aufgabe, die Uebersteigung des Semmering mit Lo-comotiven, ist jetzt schon als gelöset zu betrachten, und zwar mit einem Erfolge, der alle Erwartungen weit hinter sich läßt. Als die größten Schwierigkeiten einer Eisenbahn werden angesehen, hohe Steigungen, Krümmungen und Gegenkrümmungen von nur kurzem Radius. Der Theil der Semmeringer Bahn, welcher vom Stationsplatz Payerbach bis auf de" Eichberg geht, ist auf dieser Bahn derjenige, wacher in Beziehung auf Steigung und Krümmung d" groß-ten Hindernisse bietet. Das Terrain verlangt anhaltende Steiguugen von 1 -. 4", Bögen und Gegenbögen von nur 000 Fuß Halbmesser, verbunden mit Steigungen von 1 '. 40. Diese Strecke der Bahn, in einer Länge von '/g deutschen Meilen, ward zu den Probefahrten ausersehen. Die beurtheilende Com- 83.<> mission liesi zuerst jede Locomotive, mn die Nichtent-gleisung sicher zu stellen, Geschwindigkeitsfahrten macheu. Dabei wurde in Bögen und Gegenbögen bei einer Steigung von 1 :40 mit einer Geschwindigkeit von ä'/g deutschen Meilen pr. Stunde gefahren und sodann plötzlich angehalten, ohne daß auch nur eine einzige Entgleisung vorgekommen wäre. Am 20. d. M. begannen sodann die Proben zur Sicherstellung der Leistungsfähigkeit. Das Programm des Herrn Ministers Brück bestimmt, daß jede Locomotive, um preiswürdig zu seyn, mit einer Last von 2300 Ctr., und einer Geschwindigkeit von H'>2 d. Meile per Stunde, unter 20 Fahrten 12 gelungene haben müsse. Diese Anforderungen wurden gestellt auf dem Standplmcte, auf welchem sich der Ban von Locomotive« damals befand, und deren Erfüllung als zum Betriebe der Bahn genügend anerkannt. Dieselben wurden jedoch bei weitem Übertrossen. Die 20.000 Seück Ducaten des Hrn. Ministers Brück und der weitsehende Scharfsinn dieses hochbegabten Mannes haben glänzende Erfolge erzielt. Am 20. nnd 21. d. M. machte die Maffei'sche Maschine 12 Fahrten, und alle waren vollkommen geli.ngen; es uuterblieben daher die weiteren. Anstatt mit einer Last von 2Ö00 Ctrn. in 1'/« Meilen Geschwindigkeit, fuhr sie mit 3400 Centuern in 2'/, Meilen Geschwindigkeit. Die Maschine legte die Strecke vom Payerobacher Stariousplatze, bio auf dl'n Eichb^rg in der Durchschnittszeit von 20 Minuten zurück. Einen überraschenden Beweis ihrer Leistungsfähigkeit gab sie jedoch am 22. d. M. ab, wo sie mit einer Last von 4000 Ctrn. in der Zeit von 23 Minuten, also mit einer Geschwindigkeit von 1^ dentschen Meilen per Stunde, die Fahrt machte. Der Mehrverbrauch in Brennmaterial war unbedeutend. Dle Probefahrten der andern Maschinen werden nächsten Montag beginnen. Hie-mit ist ein Abschnitt m der Geschichte der Eisenbahnen gemacht; für die Eisenbahnen ist das die Ent-decknng von Amerika. In der Zukunft, wir sagen es voraus, wird man die Semmeriuger Bahn zum Muster nehmen; man wird starke Krümmungen und Steigungen nicht schenen, dafür starke Locomotive nnd Schienen verwenden, und sich dabei besser als mit langen Tunnels und Einschnitten, schwachen Lo-comotiven und Schienen befinden. Diesen Fortschritt im Eisenbahnbau verdanken wir zunächst dem Herrn Sectionsrath Ghega. Jedermann wird sich der Angriffe wohl erinnern, die dieser gemalt Manu und ausgezeichnete Ingenieur, welchen wir den Ersten seiner Wissenschaft beizählen, wegen des Baues dieser Bahn, welche die Aufmerksamkeit der Welt anf sich gezogen hat, von vielen Seiten her zu erdulden hatte. Man sagte damals, es seyen anerkannte Fachmänner , die sich gegen den Bau der Semmeringer Bahn mit solcher Bestimmtheit ausgesprochen. Wir wollen glauben, daß diese Widersacher das Vorhandene, das oft Gesehene wohl begriffen haben mögen, glanben aber auch, daß die Kunst der Schneiderei, hätten sie diese Knust zu vervollkommnen gehabt, noch auf demselben Puncte wäre, auf welchem dieselbe zur Zeit Adam's und Eva's war. Noch mehrere solcher Werke, noch mehrere solcher Männer, und der Oesterreicher wird anfangen, sich als Oesterreicher zu fühlen. Schließlich können wir nicht umhin, rühmliche Erwähnung zu thun von den Ingenieurs C. Pi-lärsky und Likotzky, von den Bauunternehmern Gebr. Klein, Schönerer, Talachini und Theurer, welche Ghega durch ihre nicht gewöhnlichen Talente und Fähigkeiten nnterstützten. Ersteren verdankt, wie genugsam bekannt, Oesterreich die meisten seiner schönsten Bauten, der Umsicht und Energie des Herrn Schönerer die Wien-Gloggnitzer Bahn ihren Bau und die Gesellschaft ihren Wohlstand. Deutschland. Ans dem Osterlande, 24. August. Der in Altenbnrg bestehende, an Mitgliedern ziemlich zahlreiche „Franenverein" ist nunmehr förmlich aufgelöst, sämmtliche Papiere weggenommen, und die zeitherige Vorsteherin desselben, Fräulein Kuschmann, m Anklagestand versetzt worden. Den Gnmd zu diesen Maßregeln hat die Unterstützung politischer Flüchtlinge gegeben. — Der König von Preußen wird seine Rückreise von Ischl nach Berlin über Linz, Tabor, Iung-buuzlan, Erdmannsdorf antreten und in letzterem Orte zwei Tage verweilen. — Zum königl. württemberg'schen Gesandten am preußischen Hofe ist Freiherr v. Berlichingen ernannt und somit die seit längerer Zeit unterbrochene diplomatische Verbindung zwischen Preußen uud Württemberg wieder angeknüpft worden. — Professor Oseubrnggen, der in Dorpat angestellt war, ist von Nußland ausgewiesen, in Kiel angekommen. Als Ursache seiner Ausweisung berichten die „Hamb. Nachr.", daß Oseubruggen in seinen Privatbriefen Ansichten geäußert habe, die mit dem Geiste der russischen Regierung nicht übereinstimmen. Iran k r ei ch. Paris, 23. August. Der gestern angekündigte Artikel über eine neue Lösung der Dinge ist heute in der „Patrie" erschienen. Schon die Ankündigung seines nächsten Erscheinens hat die Negierung bewogen, ihn im Voraus zu verlängnen, uud dieses, wenn auch nnr indirecte Desavouiren, erschien zu gleicher Zeit im „Bulletin de Paris." Herr Delamarre, der Unterzeichner jenes Artikels in der „Patrie," sagt jedoch ausdrücklich in demselben, daß er ihn keinem Regie-rungsmitgliede mitgetheilt habe nnd er bloß eine persönliche Meinung entHalle, wofür der Verfasser, der sie ans eigenem Antriebe veröffentlicht, auch die Verantwortlichkeit allein übernehme. Uebrigens ist diese vorgeschlagene Lösung an sich selbst so sonderbar, daß es unmöglich ist, sie mit Ernst aufzunehmen. Großbritannien und Irland. London, 23. August. Gestern hat England den härtesten Schlag erlitten, den es seit dem Tode Nelson's zu überwinden hatte. Die ganze, große, zahlreiche, stolze, unvergleichliche Escadron der englischen Yachts ist von einem Schncllsegler wunderbaren Baues, der „Amerika", geschlagen worden, aber so schmählich, dasi an eine Revanche gar nicht zn denken ist. Die Aufregung ist allgemein, dcn gauzrn Tag über spielten die Ttlegraphei, von Cowes auf der Insel of Whigt, wo die Regatta Statt fand, nach London uud allen Hauptstädten England's. Der boshafte Vankee machte sich obendrein den Spasi seine,, Mitbewerbern einigen Vorspruug zu gönnen, nur einen Theil seiner Kraft zu entfallen,, nur einen Theil seines CegelapparateS aufzuziehen, um dm englischen Stolz desto mehr zu demüthigen. Wozu die genaue Schilderung des Nennens. da doch dte Localität und die Kunstausdrücke des Spiels den wenigsten dentschen Lesern bekannt seyn dürften! Genug an dem; die letzte telegraphische Nachricht, um ll) Uhr Abends von Cowes hierher befördert, lautete: Die „Amerika" hat gewonnen. Sie kommt an's Ziel. Von allen übrigen Fahrzeugen (18 an der Zahl) noch keine Spur zu sehen. Die Königin und Prinz Albert mit den Kindern waren auf ihrer Yacht ausgelaufen, dem großen Kampfe bei;u-wohnen. Ste hatten die traurige Ehre, vom Bruder Jonathan als er an ihnen vorüberschoß. mit allen üblichen Ehrenzeichen begrüsit zu werden. Vriechcn'and. " Tyra, 20. August. Das Geburtsfest Sr Majestät des Kaisers von Oesterreich ward bei dem k. k. Consul Ritter v. Nizzoli, wo sich die Officiere der im hiesigen Hafen befindlichen Goeletten „Phöuir" "nd „Arethusa." versammelteu, durch ein in der kath. Kirche veranstaltetes I<> I><'„m gefeiert. Die Kirche war gedräugt voll; die hier auwesenden Repräsentanten der auswärtigen Machte und die griechischen Autoritäten fänden sich bei dem Gottesdienste ein. Bei dem Diner, welches der Consul veranstaltete, waren alle hier weilenden Oesterreicher geladen, und es wurden zahlreiche Toaste auf das Wohl des Monarchen ausgebracht. Ionische Inseln " Die nenesten Nachrichten von den ionischen Inseln lauten dahin, daß England sich entschlossen habe, die Verfassung der sieben Inseln einer wesentlichen Modification zu unterziehen. Man spricht von einem Vicekönige mit einem verantwortlichen Mini-sterinm, einer einzigen Kammer mit beschränkten Voll-machten uud einem angemessenen Wahlmodus. Der Staat, von dem zumeist die Opposition gegen England ausging, soll aufgehoben werden. Neues und Neuestes. " Wien, 28. August. Die Berichte, welche uns von mehreren der Residenz näher gelegenen Puncten über den Eindruck der a. H. Handschreiben vom 20. d. zugekommen sind, schildern denselben als tief und ernst, aber günstig. Wir können uns nicht versagen, einer derartigen Mittheilung hier besonderen Naum zu gönnen: „Eine Stimme wird und kann nur darüber herrschen, dast die Negiernng es vorzog, mit der vollen, ungeschminkten Wahrheit an das Llcht hervorzutreten, statt sich anf dem hohlen und schwankenden Grunde einer längst von allen Denkenden erkannten Tän-schnng zu bewegen. Die Frage über den Bestand und Fortbestand der Märzverfassung hängt nothwendig mit der Frag-' über deren Möglichkeit zusammen. Ist sie umnöglicl), so versteht sich von selbst, dasi sie nicht activirt wird. Das entscheidende Moment in allen politischen Angelegenheiten ist die Nothwendigkeit; über das Gebot derselben hinans gibt es kein höheres, und das Wohl des Staates ist ihr eigentliches Grundgesetz. Die Geschichte seit dem März 1848 war ein Gewebe von Irrthümern uud Wirren. Man freue sich, den Punct erreicht zu haben, wo eine objective uud klare Ueberschau der Verhältnisse möglich geworden ist. Liegt eine ernste Lehre für d,e Zeitgenossin darin, daß alle politischen Schöpfungen, welche irgend einer revolut onären Erhebung ihren Ursprung verdanken, prekär und vergänglich sind; so dürfen wir uns jetzt der Zuversicht hingeben, dasi das, was nns jetzt von der erhabenen Hand des Monarchen, auf Grundlage reichhaltiger Erfahrungen und in vollster Freiheit geboten werden wird, den gerechten Wünschen und den wahrhaften Bedürfnissen der Völker Oesterreichs zusagen werde. Der Gedanke, daß das Wohl des Volkes am gesichertsten m der Hand eines Herrschers ruht, dessen Interesse ja doch stets unzertrennlich mit den Interessen der großen, von ihm regierten Gesammtheit verbunden ist, wird lebendig werden in dein Herzen Aller. Zeitgemäße und haltbare Institutionen, getragen von einer intelligenten und gewissenhaften Administration uud Rechtspflege, werden eine dauerhafte, politische Zufriedenheit erzeugen, die bis jetzt auf dem abschüssigen Pfade ab-stratter nnd trüglicher Doctrinen nicht zu erreichen war." " Das hler erscheinende ruthenische Blatt „N^5«mk« bringt die Nachricht, dasi das hohe Unterrichtsministerium einen Preis von 300 st. <5M. auf die Abfassung einer rntbenischen Sprachlehre für galizische Volksschulen ausgeschrieben habe. Telegraphische Depeschen, i '' Neapel, 18. August. Der Handels- und Schifffahrtstractat mit der Türkei ist veröffentlicht. ' Nom, 22. August. Anfonelli ist von Ceccano nach Paris abgereist. ' Ferrara, 22. August. Auch hier ist die Traubenkrankheit ausgebrochen. " Turin, 24. August. Die Negierung hat, wie es heißt, 15 Emigrirte wegen ungegründeten Aufenthaltes nach der Gränze geschickt. Das Ni-sorgimento" vertheidigt die Emigration nnd widerlegt förmlich die Gerüchte über Entfernung einiger politischer Flüchtlinge, so wie über die betreffenden Verhandlungen mit der kais. osterr. Regierung. Tnrin, 25. August. Die „«nxx. ?iemonle5e" bringt ein königl. Decree, die Bedingungen über die Anleihe voll 3,600.000 Pfd. St. mit dem Bankhause Hamro. Dieses Blatt bemerkt, Graf Gallina habe die Anfrage, ob M'^ros nach Turin kommen könne, einfach an den Minister d. a. A. geschickt, ohne dieselbe zu unterstützen. "Florenz, 25. Anglist- Ein großherzogliches Decree verbietet Almanache, Vrlkskatechismen u.s.w. zn drucken, Zn verkauft" und auszutheilen. 8Htt Feuilleton. 3t e i s e b i l d e r. ll. Hch übergihe es, das prächtige Mailand mit seinem an den mittelalterlichen Luxus mahnenden Prunke zu schildern, da es bekannt ist, daß eben die Stadt der Visconti in Allem, was großartig und splendid genannt wird, in neuerer Zeit den ersten Rang unter den ober-italischen Städten einnimmt. Es ist zwar nicht zu läugnen, daß die in jüngster Zeit vorgefallene!, Wirren der Stadt viel von ihrem früheren Glänze benommen haben; doch steht sie deßungeachtet noch immer im Nange oben an. Ein großer Theil der hohen lom-bardischen Aristokratie lebt außer Landes, was einigen, doch niä't so großen Einfluß ausübt, als Manche behaupten wollen. Hätte ich cs mir nicht vorgenommen, über Politik in meinen Reisedildern zu schweigen, so würde ich hier über die dumpfe Schwüle im politischen Leben der Lombardei Manches beifügen; allein der Charakter des Lombarden ist seit tausend Jahren immer der gleiche. Abstoßend, wie sein Dialect, ist der Lom-barde, wie zu Barbarossa's Zeit, Gegner des Deutschen, und zwar offener oder geheimer. Er ist dem Venetianer, der freundlich und gutmüthig ist, gerade entgegengesetzt, und must daher in ganz anderer Art behandelt werden. Stolz, trotzig, mißtrauisch, sind die Haupteigenschasten dieser Lcute, daher sich auch der Fremde in der Lom bardei nie so heimisch fühlt, als im Venelianischen. Ich hatte mehrfache Gelegenheit gehabt, mit Leuten zusammen zu kommen, die mit Ruhe und ohne Parteilichkeit über die Revolution im I. 1848 sick aussprachen. selbst mit liberalen Mailändern sprach ich hier. über, und aUseitig hörte ich das Urtheil, daß die Unordnung und Anarchie des Sommers 1848 wirklich der Art war, daß von einer längcrn Dauer keine Nede seyn konnte, und man sich glücklich schätzen mußte — besonders der besitzende Theil — daß der regellose Zustand nicht länger dauerte. Die jetzig« Unzufrieden, heit hat theilweise in der Natur der Sache ihren Grund, — ein Sturm legt sich nur allmälig, und lange schlagen noch die Wogen des niare vkccliio an das Schiff; und ein Charakter, wie ich ihn oben skizzirte, braucht lange Zeit, bis er sich in das gewohnte Geleise fügt. Ich bin kein Italophage; mein mehrjähriger Aufent halt in Italien hat in nur eine Sympathie für das »Land, wo die Citronen blühen," erwcckt, die mir stets theuer bleibt; allein die Sympathie für Land, Kunst und Literatur soll nie das Urtheil bei Bespre chung des Volkscharakters bestechen. Für deutsche Reisende gibt es in Mailand keinen cmpfehlenswertheren Gasthos, als lwlel Reichmann, welcher Reinlichkeit — eine höchst seltene Erscheinung in italienischen Gasthöfen, — gute Bedienung und verhältnißmäßige Billigkeit in gleichem Maße vereinigt. Die Weitcritise von Mailand über den 6500 Fuß hohen Splü gen nach der Schweiz gehört sicher, lich zu den interessantesten Parthien. Mit den ersten Strahlen der Sonne trug uns ein zierlicher Omnibus nach der Mailand.Comcr Eisenbahn. Wclch ein herrliches Naturgemäße'. Die im heiteren Schmucke des Südens glänzende Farbenpracht, begranzt von der starken und großartigen Bergnatur, und umsäumt von schneebedeckten, himmelanstrebenden Gipfeln, gewährt eine zauberisch-schöne Uebersicht. — Ueber Monza führt die Eisenbahn durch das mit weißen zerstreuten Hüttchcn besetzte anmuthige Grün, w.is einem grünen Teppiche, mit weißen Perlen gestickt, verglichen werdm kann, nach lZa m er l a ta, wenige Minuten vom roman. tischen Comer See entfernt. Das Dampfschiff liegt im Hafen dls Sees, der ringsherum mit ansehnlichcnBergen umgeben ist, die fast bis zum Gipfel mit Gärten, Oliven-und Kastaniendä'mncn l^setzt sind. Viele der anliegenden Ortschaften werden für Cownien der Etruskcr gehalten. Die sehentzwmhesten Puncte unter den Hunderten prächtig" Landhäuser, von de„ei, manche mit mehr als fürstlicher Pracht ^schmückt sind, sind die Villa son.miislV» und die Villa 86sl>6l!om bei Bel-liggio; insbesondere aber bietet jede Villa Beach-tenä.verthes eigener Art, doch nur Wenigen gestattet «s die äeit, mit Muße die prachtvollen und kunst- reiche« Stellen zu studieren. — Von Colico, wo das Dampfschiff landet, führt die Straße durch eine sumpfige und ungesunde Gegend an den Ueberresten des ehemaligen Forts ^»lentß» vorbei; nach und nach wird die Natur großartiger, man merkt es, daß man sich in der Nähe dcs Berglandes Schweiz befindet. Rechts gewahrt man kahle, hochaufstcigende Felsen, an dcren Fuße sich die Straße durch zwei majestätische, wiederhaUende Felsengallerien windet; links der Sce1l,ivil, begränzt von gcwaltigen, steinigen Bergen, die aus dem trüben Waffer emporsteigen. Hie und da stürzen über die hervorragenden Felödlöcke zahlreiche Bergbäche, und ganz in weiter Ferne blicken die weißen Kuppen der Schnceberge über die Gipfel ihrer Vorder-Giganten. Ueber unbedeutende Fischerdörfer gelangt man nach Niva, wo der Sce durch die großen Geschiebe-Ablagerungen der ^«llla bedeutend eingeengt ist. Von hier an wird die Parthie fast unheimlich, da man die vielen Verheerungen der wilden IVI»i>» erblickt, die bis Chiavenna das gleiche düstere Bild in der Seele des Reisenden eindrücken. Chiavenna ((^geven), unter den Römern 5l2v«nii2, von wo sie das aus I»^ cnmenui« ge, drechselte Geschirr bezogen, hat eine malerische Lagr, indem dcr Süden mit dem Norden in seinem heiteren und großartig.-düsteren Charakter in einander verschmolzen ist. Vor dem empfehlenswerthen Gasthofc Conradi stehen die Ruinen eines Schlosses, und hinter denselben ein Garten am AbHange des Hügels, von wo aus man eine herrliche Aussicht genießt. Von Chia-vlnna gelangt man, immer bergan steigend, in das Dorf St. Giacomo in dem gleichnamigen Thale, und über eine herrliche Brücke in das mit Felsen-trümmern übersatte Lira-Thal. Diese Straße über den Splügcn, vom I. 1818 — 1823 von Oesterreich urid der Bündtner'schcn Regierung mit ungeheurem Kostcnaufwande durch den Ingenieur Donegani erbaut, und nach den gewatt^en Verheerungen im I. »834 an 72 Stellen ausgebessert, ist eines dcr größten Meisterwerke. Nach fmzem Fahren über P r e.-stol,e gelangt man zum PostHause C»mno äolcmo, dessen Lage in geradem Widersprüche mit dcm süß klingenden Namen steht. Hunderte von Bergvächcn, die von den hohen Fclscnwänden mit Getöse sich hinunterstürzen, ärmliche Hütten, an den Rückcn der Berge angelehnt, einzelne Gruppen schattiger Waldungen und wieder hervorragende Felscnblöcke, geben ein herrliches Gemälde wilden Charakters. Nun erblickt man den großartigsten der Wasserfalle, den Made-simo, dcr seinen Strom von einer Höhe von 800 Fuß mit Brausen und in gewaltigen Wasserwolken über Felsen in den schäumenden Abgrund hinabdonnerl! In kaum merklicher Steigung erreicht man die drei nahe aus einander folgenden Verggallcrien, die längstei', die auf Bergstraßen gebaut wurden, denn die erste hat eine Länge von nicht weniger als 1530 Schuhen. Sie sind von colossalem Mauerwerk, mit überhängenden Dächern, um die Straße vor dcn herunter-stürzenden Lawinen zu schützen; gegen dcn Abgrund sind sie von gewaltige», Pfeilern gestützt, und werden durch schießschartige Fenster erhellt. Nachdem die berüchtigte Cardinell-Schllicht umfahren, gelangt man auf eine baumlose Hochebene, die theilweise unserem „Karste- ähnlich ist, ganz sicher aber demselben Schick, sale entgegen geht. Wir waren schon volle sechs Stunden zwischen und über den Bngcolossen gefahren, als wir um t! Uhr Vormittags beim österr. Mauthhause anlangten, wo unsere Pässe das Visa für den Ans. tritt aus den kaiserl. Staatcn erhielttn; von hier ist man in einer halben Stunde bei der sogenannten Canloniera, ein einsames Berghaus, das als Wirthshaus und Zufluchtsort dient, und wo bei Nebel und Schneegestöber geläutet wird, um den Reisenden die Richtung anzuzeigen, um 12 Uhr Mittags, am 3. August, betraten wir den Schweizecbodcn! Die Höhe des PasscS. 6450 Fuß hock über dem Meere, war nun erstiegen, eine bedeutende Kalte, von den zu beiden Seite,» schneebedeckten Flächen, stellte sich ein; duch im schnellsten Trabe rannten die der Straße gewohnten Plerde hinab. In !6 Windungen, bei denen das Auge tief in die Thalschlucht nur mit Schauder hinabblickte, und bei dem zügellosen Rennen der Pferde bei jeder Krümmung Lebensgefahr vor die geängstete Seele trat, schlangelt sich die bewunderungswürdige Straße. Schon erblickten wir den „Vater Rhein," d. i. den Vorder» Rhein, der in jugendlicher Kraft seine blaucn Wellen über das Gerölle eiligst fort. schleudert, und an seinen Ufern das freundliche Dorf. chen Splügen, 4430 Fuß über dem Mecre. Heitere Gespräche kürzten angenehm die Reise, und vor 2 Uhr saßen wir in Splügen im wohlbesteUten Gasthaufe. — Vom Dorfe Splügen führt dann die Straße durch das romantische, durch reiche Mannigfaltigkeit anzie< hende Rheinwald-Thal nach dcr schauerlichen Roffla-Schlucht, mit den» wilden Roffla-Falle bis zum Dorfe An deer, nachdem man das Felsenthor 8»«3 plana überschritten, durch das brausende Dahinströmen des Rheins und die zerrissenen Felsblöcke, die über der in Windungen fortsichdehnenden Straße gähnen, an das Majestätische der Bergnatur aufmerksam gemacht wurde. Bald erreicht man die schauerliche Parthie Vil, m»!a, die, als die großartigste und düsterste, nicht bloß der Schweiz, sondern von ganz Europa bezeich« net ist. Diese furchtbare Felsenschlucht dehnt sich über eine Stunde aus; die Felsen sind durch die Gewalt der Natur vom Gipfel bis zum Abgrunde, nicht selten in eincr Höhe von 1600 Fuß, zerrissen, und klaffen an einzelnen Stcllcn nur-wenige Schuh aus einander. In schwindelnder Höhe ist die Straße an den Felsen, und tief unten schäumet und brauset der Rhein, der sich gewaltsam die Straße durch Felsenriffe öffnet, die bisweilen so nahe an einander liegen, daß man das Wasser gar nicht sieht, wie dieß z. B. an der kühn sich wölbenden Brücke, die schauerlich sich über den Abgrund spannt, der Fall ist. Der Riß der Felsen, der sicherlich vor Jahrtausenden geschah, scheint gestern Statt gefunden zu hadcn, und an den ungeheuren Massen rieftln sanfte Gewässer herab, — die gewal, tige Kl-aft so eng verbunden mit milder Sanftmuth. Hoch oben stehen Fichten und Tannen, die dem ganzen Gemälde eine noch düsterere Färbung geben. Der Nassen rollt durch einen Fclsentunnel. Aber, wie von cincin Zauberschlage berührt, öffnet sich die grause Schlucht, und in mäßiger Entfernung erblickt man liebliche, im Golde der Abendsonne leuchtende Hügel, und Wie>>!l und Häuschen, und ein wcißcs Dörfchen, und die bläulichen Wellen, die das lachende Thal wie ein Silberband umschließen; es ist Thu sis! Die großartige Parthie des Splügens ist vollendet, und um 6 Uhr Abends rollt der Wagen durch die he,rliche Häuserreihe von Thusis. Am Vierwaldstädter.-See am lli. August l85l. l)p. V. F. Klun. M i s c e l l e n. — Amerika hat einen Triumph über Altengland errungen. Bekanntlich ist England stolz auf seine Schlösser, Patent-Schlösser meinen wlr, und auf der Ausstellung gab es manchen Streit darüber, ob es möglich sey, eines von Mr. Chuvb's New-Patent-Schlössern ohne Schlüssel zu öffnen. Nun hat ein amerikanischer Aussteller, Mr. Hodbs, in Gegenwart mehrerer Gentlemen, mit zwei, drei ganz ein-fachen Werkzeugen, auf unerklärliche Weise ein Chubb'-sches Schloß g/öffnet, mit welchen man früher eines der Gewölbe im Staatspapieramt zu verschließen pflegte. Das Oessnen dauerte 25 Minuten. Er schloß es aber wieder in 10 Minuten, und so, daß keine Spur des Einbruchs und kein Schaden am Schloß zu bemerken war. Mr. Hodbs, hört man, ""d seine Kunst an dem berühmten Brahma'sche" Schloß erproben, auf dessen Oeffnung cin Pre.s von 200 Pf St. gesetzt ist. Er selbst aver hat ein Schloß ausgestellt, und ebenfalls 200 Pf. St. Demjenigen bestimmt der es entweder ausbucht, oder einen fal-schm Schlüssel dazu iadriciren kann._____________ Anleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedvr Ba,nbe«g. Verantwortlicher Herausgeber: Ja« s"oiS v. Kleinmayr. Telegraphischer Cours« Vericht der Staatöpapiere vom 29. August 1851. Etaatsschilldverschrelbungen ,u 5 pCt. (i» l§M.) Nft 5>/l6 dctto , ^l/2 , „ 8^ i/K» detto „ h, ., „ 7^ ^ Darlehen mit Verlosung v.J. 1834, für 5W ss. 1030 dctw dctto 18N», für 250 fi. !iU8 «^8 Vaick-Actien. vr. Stiick 123!» m E. M. Uctien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 ff. C. M...... 1520 fi. in C. M. Actim dcr Wieii-Gloggnitzer-Eiftubahtt zu 500 fl. (5. M........«i)N fl. m E. M. Acrim der östcrr. Donau-Dnmpfschissfahrt , ,^ .^ Actilli des östcrr. Lloyd in Trieft « > ^ !N> zu 500 ss. C. M. ..... «05 ft. m C. M. Weä'scl-(öouri< vom 29. August l»5l '«".lü^W^,^ r 3N<> Toscaüischc i!ire. Guld. 117 Bs. « Monat. London, für 1 Pfund Sterling, Gulden li-501/2 3 MmuU. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Guld. 120 2 M'nat. Marseille, für !iN0FranssN, . Gnld. 141 ^/2 Vf. 2 M>,'N^t, Paris, fnr 200 Franten . . Güld. 1411/2 2 M»nat. Geld- und Silber-Course vom 28.Augi,ft 1851. Britl. Wcld. Kais. Münz-Dncatm Agio.....— 2K detto Rand- dto „.....— 251/2 NaPoleonSd'or „ ..... — 9.32 Souverainsd'or ^.....— 16.37 Nuß. Imperial „.....— 9.44 Prcuß. D'orS .,.....— 9.52 Gugl. Sovcraings „ .....— 11.50 Silberagio '.........— 201/2 der hier illngeko»nme«eu «nd Abgereiste« Den 26. ?lugust 1851, Hr. Ligl, Privatier, von Gratz nach Klagenfurt. -— Hr. Joseph PerS, Prioacier, von Udine nach Wien, — Hr. Anton Filiputti, Handelsmann, von Göi'j nach Gratz. — Hr. Ferdinand Orsic, Privatier, von Triest nach Agram, — Frl. Parisini, Private, von Wie» nach Tressen. — Hr. Marina,, Fabrits - Inhaber; — Hr. Sch'önborn, Piofess^r; — Hr. Staton; — ^r. Rasti; — Hr. Lugano; — Hr. Del Negro; — Hr, Kapner; — Hr. Veneakoosky; — Hr. Graf Mein'!!' sen, — u. Hr. Maciaiu), alle 8 Privatiers; — Hr. Majer, — u. Hr. Koloroti, beide ^andelöleitte, mid alle 12 von Wien nach Trieft. - Hr. Mihelscn; Hr. Reisten, — u. Hr. ^lest, alle 6 PrinatierZ, von Gr^tz nach Trieft. — Hr, Glaucopides, — u. Hr, Hüierott, beide Handelsleute; __ Hr. Alois v. Ferrori; — Hr. ?lugust Casparson, — u. Hr. Ricse, alle 3 Privatiers, und alle 5 von Tr,e,I nach Wien. Den 27. Hr. Graf o. Colloredo Waldsee, Ge-heimratl), von Wien nach Görz. — Hr. Caic.i, Buchhändler, pon Trieft nach Wie". — Hr. Ware, Rentier.; — Hr. Dr. Aichwalde; — Hr. Dr. Ott-majer; —^ Hr. Dr. Bet, Ministerial , Secrctär; — Hr. Dr. Dinig; —Hr. Marchese; — Fr. v. Auge; — Hr. Stoikovitz; — Hr. Juki, — u. Hr. Ciaroy, alle 6 Privatiers, — u. Hr. Zokel, Beamte, alle 11 von Wien nach Triest. Veyeichmß der hier Verstorbenen. Den 21. August 1851. Vmcenz Casagrauda, Eisenbahnavbeiter, alt 30 Jahre, lm ^ioil-Spital Nr. 1, am serösen Schlagstusi. Den 22. Herr Mathias Richter, gewesener Kanz' leidieuer im k. k. Mappen-Archive, und Hausmeister im ständischen Nedoucei! « Gel'aude; alt 73 Jahre, in der Staot Nr. 138, a>» der Entkrafrung, Den 23, Dem Hrn, Carl W^lf, Negmts -Buch. senmacher, seine Frau Anna, all 39 Jahre, in der St. Peters-Vorstadt Nr. 7, an der Entkrafrung. Den 24. Johann Bapt. Giacomu^i, Eisenbahn.' arbeiter, alt 17 Jahre, im Civll-Spital Nr. I, a» der Lungcnsucht. — Herr Anton Mechutti, k. t. Post-Conducreur, alt 5l Jahre, in der Stadt Nr. 150, an der Leber.- u. Zwcrchfellenlzündung. — Jacob Na-sera, E,se»bahi,arbeiter, alt >9 Jahre, iln Civil-Svi-tal Nr. i, an der Auszehrnna,. .._ Die wohlgeb. Franle Franzioca Edle v. Platcenftld, Beaintens-Toch ter, alt 58 Jahre, >m Civil-Spital Nr. l, an der allgemeinen Wassersucht. , Den 25. Der N. N. ihr Kind Paulina, alt 8 Monate, in der Stadt Nr. 41, an der Scrcphel-sucht. __ Dem Hrn. Joseph Payer, k. t. Steuerein.-nehmer, sein Kind August, alt 5 Tage, m der Gra-discha-Vorstadt Nr. 20 , an der Ledensschwäche. D^n 26. Gabriel Popovs, Inwohners. Sohn, alt 15 Jahre, im Civil'Spital Nr. 1, an der Abzehrung, — Frau Maria Vogou,- geborne Primitz. Handelsmannswitwe, starb »n ihrem 80 Lebensjahre, in der Stadt Nr. 278. am Nervenschlage. Den 27, Marcus Ieras, Inwohner, alt 47 Jahre, im Cioil.'Bpital Nr. l, an der Wassersucht. Den »8. Anna Lorenzini, Institutsarme, alt 71 Jahre, im Versorgungshause Nr. 5, an der Ruhr. Z. lU63. (Y K. H. ausschl. Privilegium auf tins neu erfundene An a th er in - Man cJ - Wasser Zahnarzt und Privilegiums-Inhaber: St'adt, Goldsch m idgas se Nr. 6N4 in Wien. Dieses Mundwasser, von der Medicin. Facultät gevrni't Nlid durch eigene Erfahrung erprobt, bewährt sich vorzüglich gegen den üblen G e r uch a u s dem Mu n d e, be, vernachlässigter Reinigung sowohl künstlicher als hohler Zähne und Wurzeln und gegen den Tabakgeruch, und ttägt wesentlich zur Erhaltung der Zahne bei. Die Niederlage hievon befindet sich in der (Halaiireriewaren - Handlung deS Herrn Alois Kaisell, am Haupsplatz Nr. 13, in Laib ach. Ein Flacon sammt Gebrauchsanweisung kostet si. l. 20 kr. C. M, I G. P o p p. T>otz aller angewandten Mitt,I litt mcine Tochter dnrch 3 Monate an einer Zahnfleisch > und Back,«» geschwulst, so zwar, dasi sie den Mund nicht offoen tonnte, alle Zahne blieben locker, die Drüsen schwollen nußgros; an, u»d ein stickender Geruch verbreitere sich aus ihrem Munde. Sie brauchte das Mundwasser deS Herrn Zahnarztes I. G. Poop, und wurde nach kurzer Zeic incht nur aUein von ihrem langen, schmerz!!, cheu Leiden beneit, sondern auch ihre Zähne erhielten die frühere Festigkeit wieder. Meine innigste Dankbar rVit gegen diesen Herrn verpflichtet mich, "auch noch allen Zahlileidenden dieses erprobte Mundwasser anzuempfehlen Wenzel Sedlacek, Schmidmeister zu Gaudenzborf Nr. 125. Da ich das Mundwasser des Zahnarztes Poop mit gutem Erfolg qeg,u den Tabakgeruch anwendete, ft' wie auch mir aber zugleich gegen m?in schmerzhaftes Zahnfleisch und Lockerwerden der Zahn« half, so sehe ich mich nothgedrungen, dasselbe als Anerkennung der Oeffenllichkeit zu übergeben. Ferd. Grohmann in. p. Z. 107l. (l) Bei «k«M. Oii^IktiZzl in Laibach ist zu haben: ' KammlmlO verschiedener Vrilmittrl, gegen schwere Krankheiten nnd Gebrechen, welche die Somnambüle Marianne Werner in Friesenheim im Elsaß im Zustande ihres Hellsehers an^egeoen hat. Preis 4 Na,r. oder 15 kr. Inhalt: Gegen den Magenkiampf. Gegen Krampfe. Für ein gutes Gedächtniß. Gegen die fallende Sucht, dei, Srein. Wein, man^einen Dorn im Beine stecken hat, das Blut zu stillen. Gegen die Braune Gelbsucht, Gicht, Nabelbruch, Sommersprossen, Lebcrleiden, Kopfschmerzen, das kalte Fieber, Engbrüstiakeit' lahme Glieder, schwache Nerven, Schwindsucht, Stein- und Gliesleiden, Lungensucht. Bei starkem Husten und rauhen, Halse. Gegen Katarrh, das böse Wesen, Drüleukrankheiten, Hämorrhoiden, Gliederschmerien erfrorene Glieder, den Keuchhusten der Kinder, Hei'erkeit, Schwindel, Faulsieber, das Ausfallen der Haar/ Brandschaden, die Würmer der Kinder, Leberfaule, Lederschmerzen, Heizklopfen, Magenschm,rzen Wasser-sucht, das kalte Fieber, Verschleimung u. Asthma, Schwerhörigkeit, angehende Brüche, Sodbrennen Kolit offene Schaden, den Bandwurm, Schwermuch, Schlaflosigkeit. Mittel zur Stauung des Gesichts/Geaen den Ohrwurm, Drüsenverhärtung u. s. w. u. s. w. ' ^ Z^'M^ (6) ^'^^ " °^ " - Die achte Verlosung des gräflich Waldstein'" Anlchens crfolgt Mittwoch den 15. October d. I. Weitere Verlosungen dieses Anlehens finden Slatt: 9. Verlosung am t5. Jänner R853. 10. „ „ R5. April N ,, „ »5. Juli „ U.s.f Dabei werden Gewinne gemacht von ft. 3<>,