Pränumeration» ■ preisc: Für S «i b a * : Ganzjährig . . . 8 fl. 40 lt. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ «ierteljährig. . . 2 „ io „ Vionatlich . . . — „ 70 „ M i t der Post: Banzjahrig . . . n fi. — h. Halbjährig . . „ 5 „ so „ Bimteljährig. . . 2 „ 75 „ Sät Zustellung in« ipauf ticrlcl« jährig 85 It., monatlich st h. (tinjclnc Wummern *J ft. Laibach kr Nr. 229. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Freitag, 6. Oktober 1871. — Morgen: Iustina. Ätiaklien «ahnhosgasse Nr. lsi. üiprlition tmb Inserate« ßiirrnn: Kongreßplay 9!t. 81 (SuchHanbluuj vou 3. b.ÄIcinmiHn'&g. Bamberg) Snfrrlioiieprtift: öilt bie einspaltige Petitzeile 3 k bei zweimaliger Einschaltung 4 5 ft breimal it 7 fr. JnsertionSstempel jcbejmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und jftettt Einschaltung entsprechender Rabatt. 4. Jahrgang. Die Stockiug des Ausgleiches. Die Regierung dürfte es schwerlich als günstiges Moment ausfassen, wenn gegenwärtig in den Gang des Ausgleichs eine bedenkliche Stockung ein-getreten. Es kommen nachgerade auch an den sonst so siegesgewisscn Grafen Hohenwart die Tage heran, von denen es in der Schrift heißt, „sie gefallen mir nicht." Es ist ungemein bedenklich, daß die czechische Versammlung in Prag mit ihrer Arbeit nicht vom Flecke kommt. Bereits sind drei Wochen verflossen und noch immer zögert der Ezechenklub, die mit so grenzenlosem Jubel aufgenommcne königliche Botschaft und die Aufforderung, die czechifchen Wünsche und Begehren an das Reich zu formuliren, in einer Adresse zu beantworten. So war es offenbar nicht gemeint, als das huldvolle Reskript erflossen; die Regierung hat sich den Czechen so gnädig erwiesen, ist in ihre weitgehendsten Borstellungen von einem czechische» „Staatörechte" so bereitwillig eingegangen, daß es offenbar weder gerecht noch billig ist, wenn die Prager Bersammlnng die Sache nichtiger Bedenken wcgcn noch weiter verschleppen sollte. Zudem ist ta die ganze große Haupt- und Staatsaktion des Ausgleichs unter den Völkern zum Stillstand verdammt, so lange der böhmische Landtag mit seiner Adresse hinter dem Berge hält. Auch mehren sich von Tag zu Tag die Proteste und Rechtsverwah-rungen; nachdem nun sämmtliche verfassungstreuen Landtage gesprochen, ergießt sich eine wahre Flnth von Zustimmungen der Vereine, der Gemeindevertretungen und der Wähler an ihre Abgeordneten. Je kräftiger der Widerstand der Deutschen auftritt, je größere Ausdehnung er gewinnt, desto unerbittlicher tritt die Nothwendigkeit an das Ministerium heran, sein bisheriges Wirken wenigstens mit irgend einem Scheinerfolge nach oben zu decken. Auch werden die slavischen und klerikalen Landtage, auf die das Ministerium so unbedingt gezählt, zusehends schwieriger, die Adressen aus Linz uud Lemberg sind alles eher als Verhimmelungen der ministeriellen Politik, die verfassungstreuen Minoritäten in Lemberg, Ezernowitz, Zara erlassen scharfe Proteste und verlassen die Landstuben; cs wird nachgerade für die leidenschaftlichsten Anhänger der Regierung unmöglich gemacht, sich für eine AnSgleichSpolitik zu erwärmen, die nicht im Stande ist, die Czechen für Bedingungen zu gewinnen, welche die Grundlage der Staatsordnung nicht erschüttern oder cs nicht wagt, die Elemente des neuen Staatsrechtes, das sie schaffen will, kund zu geben. Fragen wir nach den Gründen, warum die Prager Ädreßverhandluugcn und somit der ganze ministerielle, von langer Hand vorbereitete und angeblich so tief angelegte Plan ins Stocken gerathen, fo liegen dieselben zwar nicht offen zu Tage, man kann sie aber aus dem bisherigen Gange der großen Staatsaktion leicht entnehme». Wir wissen, daß Graf Hohenwart und die Partei, die ihn ans Ruder gebracht, ihre Thätigkcil damit begannen, alle Fraktionen im Reichsrathe zu sondire», die unzuverlässigen und wankelmüthigen Elemente um sich zu schaa-rcuebenso wurde als Grundbedingung eines erfolgreichen Fcldznges gegen die Berfasfungspartei die Übereinstimmung dcr verschiedenen, die Dczember-Verfassnng verabscheuenden Elemente im ganzen Gebiete der Monarchie erkannt und die absolute Roth-Wendigkeit, eine solche herbeizuführen, allseitig betont. Die Stimmführer der unzufriedenen Rationalen wurden zu Besprechungen nach Wien eingeladen, um ihre verschiedenen Anliegen kennen zu lerne». Als inan damit im Rciimt zu sein glaubte, handelte cs sich nur noch darum, einen gefügigen Reichsrath mit der nöthigen Zweidrittelmajorität behufs der nöthi-gen Verfassungsänderungen zusammen zn bringen. Daö rechte Mittet dazu glaubte man bald gefunden. In rücksichtslosester Weise wurden sämmtliche verfassungstreue Landtage aufgelöst und Renwahlen ausgeschrieben. Ministerieller und klerikaler Hochdruck, Auflösung von Handelskammern, Einschiebung von Domherren in die Wählergruppeu, Aufgebot des ganzen Hofeinflusfcs, willkürliche Abänderung des WahlzensnS, kurz alle erdenklichen Manöver wurden zu dem Zwecke angewciidet. Die dadurch errungenen Wahlsiege der verfassungsfeindlichen Elemente in Tirol, Oberösterreich und Mähren war man jedoch kurzsichtig genug, als Siege des Föderalismus zu betrachten. Man war min der gewünsch ten Zweidrittelmajorität im künftigen ReichSrathr sicher, das Schwerste glaubte man glücklich über-standen und überließ sich eine Zeit lang der »»gemessen steii Siegesfreude. Hatte man doch mit den aner kannten Stimmführern der feudalen und verfassungs-feindlichen Parteien im Reiche alles weitere der Aus-gleichsaktion im vorhinein abgemacht, war doch über die wichtigsten Punkte vollständige Einmiithigkeit erzielt worden. Wohl im Bewußtsein dieser (Sieges-gewißheit erfolgte die Einberufung der Landtage und erging die königliche Botschaft an den böhmischen Landtag. Doch die Sache sollte anders kommen, als sie kunstvoll geplant war. Eö folgten Proteste auf Proteste dcr Verfassungstreuen und der Austritt der selben aus den illegalen Landtagen in Laibach, Linz und Prag und die RechtSverwahrnngcn der übrigen gegen den Versassrnigsbrnch, den die Regierung durch Anerkennung eines böhmischen Staatsrechtes beging. Doch dem nicht genug, zeigte sich alsbald eine bedenk- Äeuill'eion. Bom Striken. Es hat von jeher ein Uebermaß von Leuten gegeben, die, auferzogen in einem gewissen beschränk-ten Kreise von Anschauungen, hartnäckig sich weigern, auch nur an die Frage einer Vergrößerung ihres Horizontes heranzutreten, und welche, wenn sic an den äußersten Nand ihrer Periferic gekommen sind, von einein heftigen Lchwindel befallen werden über den Abgrund von Fortschritt, Umsturz und Reiterung, der sich zu ihren Füßen aufthut. Einer dieser kleinen harmlosen Urideenkreise tritt schon mit den ältesten vorhistorischen Zeiten unter der Formel: „Müssjg- gang ist aller Laster Anfang," in die Erscheinung. Seit Jahrtausenden von unzähligen abergläubischen Personen beiderlei Geschlechtes wie ein Unfehlbar, keitsdogma gelehrt, geglaubt, gepriesen und mit ehernen und sonstigen Griffeln in Marmor und ähnliche härtere und weichere Schreibmaterialien, an Hütten und Palästen, Leihbibliotheken und Arbeitshäusern ein gegraben — welcher Bonifazius sollte es wagen, die Axt an diesen mit unzähligen Wurzel-fasern in den Begriffen der Menschheit verankerten und in Fleisch und Blut übergegangenen Lehrsatz zu legen ? Wohl sind in einzelnen Jahrhunderten hin und wieder Proseten ausgetreten, um das Reich der Lilien auf dem Felde (sie nähen nicht, sie spinnen nicht, also sie striken) zu predigen, aber ihre Stunde war noch nicht gekommen — Die wenigen, die was davon erkannt, Hat man von je gekreuzigt und verbrannt. Es finden sich schon bei allen alten Kulturvölkern deutliche Spuren eines Kultus des Miiffig-gangeö, Spnreu, die wie Uranfänge der Freimaurerei bis auf die ältesten Zeiten der Inder und Eghpter sich zurückführen lassen, und namentlich in den Priesterkasten fast ihre ausschließlichen Vertreter hatte». Aber offen als Bonzen der Faulheit wagten sic nicht sich zu bekennen, unter dem Deckmantel rastlosen Opferefsens, Zehenteintreibens und Kirchen-und Stolgebührenschluckens verbärge» sie dem uneingeweihten großen Haufen die sie alleinseligmachende Lehre und praktische Anweudurg des Evangeliums von der stillen Beschaulichkeit. Erst der neuen Zeit, erst unserm Jahrhundert war es Vorbehalten, den alten Oelgötzen der Arbeit als eine morsche, vor dem fuschen, fröhlichen Lnft-strvm der internationalen Sozialtheorie in Staub zerfallende Bahnschwelle einer pfahlbauzeitlichcn Ra tionalökonomie wissenschaftlich festzustellen ; erst unsere Generation sängt an, den neuen Völkerfrühling zu ahne», nachdem Jahrtausende lang die Menschheit in öder düsterer Arbeitsdämmerung hinvegitirt hat, ohne jeden Begriff höheren, reineren Lebensgenüsse-, wie ihn eben nur die aufs vollständigste sleischge-wordene Arbeitsscheu zu gewähren im Stande ist. Doch noch ist daö goldene Zeitalter fern, wo dem Gott „Bummel" an allen Straßenecken geopfert uud das Wort „Arbeit" ein Märchen aus alter Zeit sein wird, wo die ältesten und stärksten Leute sich nicht mehr erinnern werden, ihrem so seinen und zerbrechlichen Organismus eine andere Thätigkeit zugcnnithct zn haben, als die zur Rund und Geschmcidigkeiterhaltnng desselben nothwendi-ge» Atzungs- und vielleicht Säubernngsmanipula-tionen. Ja der Strike ist der Manuarcge» und Wachtelfall in der Wüste, welche der Mann mit der schwieligen Hand im Schweiße seines Angesichts zu durch-pilgern hat, che er in das gelobte Land Schlaraffia gelangt; der Johannes, der die Anhänger des neuen Glaubens tauft mit lebendigem Wasser aus dem Born der Internationalen, damit, wenn das neue Reich wie eine befruchtende Sündfluth hereinbricht, liche Spaltung in den Anschauungen der Regierungspartei selbst. Die Adresse des oberöslerreichischen Landtages, die sich gegen jede Schädigung der Einheit und Machtstellung des Reiches durch die Ausgleichsaktion feierlich verwahrt, die Adresse aus Lemberg, die, mühsam mit ein paar Stimmen Majorität beschlossen, nichts greifbares für das Ministerium enthält, als die Forderung nach der Anerkennung der Resolution vom Jahre 1868, zeigen plötzlich aller Welt, daß die so sehr gerühmte Einigkeit der Parteien gar nicht vorhanden, daß sie wohl sich begegnen mögen in dem Bedangen, die freiheitlichen Elemente der Verfassung auszumerzen, daß sie aber dem einmüthigen, entschlossenen Widerstande der Deutschen gegenüber rathlos dastehen und kein positives Programm für eine irgend haltbare Neu« gestaltung des Reiches aufzustellen vermögen. Die erst so sicgesgewissen und übermüthigeu Ezechen, die sich so eben »och eine staatsrechtliche Stellung zu den ändern „Königreichen und Ländern" gleich der Ungarns geträumt, sehen plötzlich den Ausgleichshimmel getrübt. Namentlich seit der Rückkehr des Kaisers nach Wien sind die dringendsten Mahnungen an sie ergangen, die Sache nicht voreilig aus die Spitze zu treiben. Die „Wiener Abend-post" gab sich Tag für Tag die unsäglichste Mühe, die Bedeutung des königlichen Reskriptes abzu-fchwächen. Die Ezechen, stutzig geworden, fühlen natürlich das Bedürfniß, über die veränderte Sachlage noch vor der Adreßdebatte ins klare zu kommen, und es findet deshalb zwischen der Hauptstadt des souveränen Czechenstaates in spe und Wien ein lebendiger diplomatischer Berkehr statt, der offenbar zum Zwecke hat, der Antwortsadresse deö böhmischen Landtages eine möglichst unverfängliche und verklan-.sulirte Form zu geben, damit nicht auch noch das Kleine Häuflein der Treugebliebeuen kopfscheu werde und der Ausgleich gleich beim Bekanntwerden seiner geheimnißvoüen Bestimmungen ein klägliche« Fiasko mache. Die Verfassungspartei kann dem allen geruhig zuschauen, je länger die geheimnißvolle Aktion verschleppt wird, desto mehr Zeit hat sie, sich zu or-gauisircn und zu stärken und alle um sich zu fchaaren, in denen der Freiheitsgedanke noch nicht erstorben. Politische Rundschau. Laibach, G. Oktober. Inland. Wenn schon die noch unbeantwortete Interpellation der R u t h e n e n im g a l i z i -s ch e n Landtage als der Inbegriff ihrer Anklagen gegen die polnische Landtagsmajorität und die von ihr gestützte Regierung gelten kann, so erhielt sic noch eine sehr eindringliche Verstärkung durch die Rede des Rutheneu Szaszkiewicz in der Adrcß- ■LJg«!! J .. _■■■■■. ■■■■ "'........ sic sich nur an den Tisch zu setzen brauchen, der dann für alle, alle gedeckt fein wird. Der Strike, ein Kind der neuen Zeit, hat selbstverständlich noch keine Geschichte; nur vereinzelt treten bei den alten Völkern schwache Versuche von theilweisen Arbeitseinstellungen auf. Daß die jüdischen Herren Maurergesellen, welche für Se. Majestät Pharao die Pyramiden machten, den Strike als solchen nicht kannten, steht biblisch fest, auch wird der Normalarbeitstag von damals wohl an Länge, wenigstens für den königlichen Arbeitsgeber, nichts zu wünschen gelassen haben. Moses, der sich einige Zeit mit Gesetztafel-holen vom Berge Sinai beschäftigte, stellte diese Arbeit plötzlich ein, als er die Juden um das goldene Kalb, daö Symbol des Kapitals tanzen sah; doch nahm auch er später unter den alten Bedingungen die Arbeit wieder auf. (In neuester Zeit wird der Berg Sinai wieder genannt, wohin der Fürst von Rumänien sich behufs allerhöchster zeit-weiser Arbeitseinstellungen zurnckzuziehen pflegt.) Nach ihm versuchte der jüdische Agitator Josua mit vielem Glück die Sonne zu einer längeren Arbeitseinstellung zu überreden; sie konnte cs, da für sie kein Zuzug von außerhalb zu befürchten war. Doch lasse» wir MoseS und die Profete», und debatte. Er begründete den Widerstand der Ruthe--tiett gegen die Majorität vor allem damit, daß sie durchaus nicht Anhänger der Resolution seien, vielmehr in ihrer Verwirklichung eine völlige Auslieferung an die Polen erblicken; er geiselte das ewige Resolutioniren und Adresiircn der Pole» und wies ihre heuchlerischen Klagen über die Staatsgrund-gesetze als Ursache des Zurückbleibens des Landes mit der treffenden Bemerkung zurück, es liege i» der Macht des La»dtages selbst, sich einer ersprießlichen Thätigkeit zuzuwenden. Die Ruthenen seien oem Helotenthum, der Erniedrigung preisgegeben; die Rechte einer Nationalität würde» ihnen vorenthalten und die Polen seien es, welche die Verwirklichung deö Artikel 19 der StaatSgrundgesetze über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger ihnen gegenüber vereitelten. Mit Entschiedenheit erklärte er, die Resolution, deren Realisiruug die Adresse verlangt, werde zum inner» Frieden nicht führen, und verließ mit seinen Gesinnungsgenossen den Landtagssaal. Ueberhaupt bot die Adreßdebatte im Leinberger Landtage manche interessante Episode. Der Verfasser der Adresse, der sattsam gekannte Hofrath Julian Klatzko, hatie darin in allein Ernst die pyramidale Rede-Wendung gebraucht: „Gott geruhe Se. Majestät zu segnen!" Als ihn nun einer der Redner deshalb geiselte und behauptete, dies sei weder polnisch »och katholisch, sprang der Hofrath vom Sitze auf und remonstrirte, ward aber alsbald mit der sarkastischen Bemerkung zur Ruhe gebracht: wer so viel mit Ministern verkehrte, spreche am Ende auch zum lieben Herrgott wie zu einem Minister. Interessant war auch, wie selbst ein polnischer Bauer sich höchlichst gegen die Autonomiewirthschast der Schlach-zitzc» verwahrte, interessant auch, wie Graf Bor-kowsky allen Ernstes ein panslavistisches Programm zum bestcu gab und davon allein Heil für Polens Zukunft zu erwarten sich erkühnte. Der Vcrsassnngsausschuß des ni c dc r öfter* rcichischen Landtages hat den Bericht über die Regierungsvorlagen hereits fertig. Derselbe ist sehr scharf gehalten und sagt in seiner Kernstelle: „Diese Gesetzentwürfe sind Ausflüsse der Politik einer Regierung, welche unter dem österreichischen Versassungsrechte nicht dasjenige versteht, was Recht ist, sondern was sie für Recht angesehen wissen will, welche bereits die gewaltsamste Erschütterung des gesammten Verfassungörechtes veranlaßte und ihre, angeblich der Herstellung des inner» Friedens gewidmeten, in der That aber nur daö Recht untergrabenden Bestrebungen mit Ausdauer fortsetzt. Gegenüber diesen Verfassungserschütterungen scheint es dem Ausschüsse die Aufgabe aller der Verfassung treuen Elemente zu sein, a» dem festen Gefüge erwähnen aus historischer Zeit nur den bekannten gelungenen Strike, den die römischen Plebejer im Kampfe gegen die Patrizier ins Werk setzten. Sie zogen auf den Mons sacer und ruhten nicht eher mit Nichtsthun, als bis ihre nicht unbescheidene» Wünsche erfüllt waren. Das Mittelalter hatte keinen Bode» für de» eigentliche» Strike; die zur höchsten Blüthe gelangte Priesterherrschaft, die Leheus- und Hörigkeitsverhältnisse gestatteten nicht den Schatte» eines Rechts der Koalition; »uv die Kirche erlaubte sich zuweile» größere und kleinere Scherze von Arbeitseinstellungen, wenn sie bei Bann- und Achterklärungen die Kirchen- und Geschäftsbücher schloß, bis ihre Arbeitgeber zu Kreuze krochen. Aber tempora mutantur und der Spieß wird später umgekehrt. Luther organisirte ans religiösem Gebiet den großen Massen-strike der Katholiken gegen den römischen Papst, der selbst nach der dreißigjährigen Tölkerei keinen befriedigenden Abschluß findet. Erst die französische Revolution, dieser mehrjährige Musterstrike eines ganzen Volkes gegen Königthum, hohen Adel und verehrungswürdiges geistliches Publikum, läutet die neue Zeit ein, und weckt in dem Individuum den so wichtigen Impuls für Zusammenrottung, Widerstand gegen Bestehendes und Kampf bis ans Messer. der bestehenden Rechtsordnung in keiner Weise zu rütteln." Natürlich trägt der Ausschuß auf Verwerfung der Vorlage» an. Die „Breslauer Ztg." schreibt über das Te-plitzer Fest unter anderem folgendes„Die Kundgebung!» in Teplitz bei der Wanderversammlung des Vereins für deutsche Geschichtsforschung in Böhmen sind doch ein neuer handgreiflicher Beweis dafür, daß das „Vaterland" ganz im Rechte ist mit seiner wiederholten Erklärung, auf „verfassungsmäßigem Wege" komme man nimmermehr über den Widerstand der „deutschen Clique" hinweg, dazu bedarf eö durchaus „des Säbels, des Säbels, des Säbels/' den Windischgrätz einst trug und unter dessen Schutz die Thun, die Elam, die Beleredi und ähnliche Biedermänner allein regierungsfähig sind. Die den altösterreichischen Standpunkt noch sesthal-tenden Reden Herbst's und Hasner's, die mehr wie deutschen Toaste Schmeykal'ö und Pickert's, sie bilde» forta» das Glaubensbekemitniß der deutschen verfassungstreuen Partei. Dies Glaubeusbekenntniß aber lautet: staatsrechtliche Zusammengehörigkeit der Deutschböhmen und aller Deutschösterreicher, von denen kein einziger sein altösterreichisches Heimatsrecht gegen ezechische Heimatsscheine zweiter Serie umtauscht; in zweiter Linie aber und als Reserve die Zusammengehörigkeit mit dem großen deutschen Volke. Das Jahr nach Sedan ist nicht die Periode, wo inmitten des mächtigen Aufschwunges von All-Deutfchland, einzig und allein Deutschösterreich sich als der dürre, abgestorbene Zweig des großen, lebensvollen Stammes erweisen wird. Das neunzehnte Jahrhundert ist nicht die Epoche, wo das freisinnige, aufgeklärte deutsche Bürgerthum der finsteren Allianz der Feudalen, Jesuiten und Ezechen, die ihm dm Untergang geschworen, erliege» wird. Das ist die Quintessenz der Teplitzer Kundgebungen." Ausland. Der „Provinzial-Korrespondenz" zufolge wird die ReichStagssessio», deren Dauer nicht sehr ausgedehnt sein kann, Mitte des laufenden Monates eröffnet werden. Die wichtigste Vorlage wird der ReichShauShaltöetat für 1872 bilden, wobei der Reichstag zum ersten mal über die Ausgaben für das ReichSheer zn beschließen hat. Sollte die ReichS-regierung dem ReichSrathe noch keine vollständige neue Aufstellung des Etats für das Rcichshccr vorlege» können, so würde doch die Feststellung der Gesammthöhe der nächstjährigen Ausgaben für daS Kriegsheer zu erfolgen haben. Zu erwarten feien noch Vorlagen über die Gehalterhöhung, Stellung und Pensionsverhältnisse der Reichsbeamten, über die Münzreform, die Verwendung der KriegSkontri-bution und die Errichtung eines Reichskriegsschatzes. Nach dieser gediegenen Vorschule erst lernt die strikebedürstige Menschennatur ihr eigentliches Gebiet, daö soziale, kennen, der Bourgeois erscheint in der Geschichte, und daö Kapital, dieser seit Jahrtausenden von allen Denkern nnd Kennern gesuchte Stein der Weisen, sängt an, dem entschuppten Auge der neuen Weltanschauung sich als der alles verschlingende Moloch zn enthüllen. Aus englischen Kohlengruben, entsteigt, der geharnischten Minerva gleich, der Strike, und wie die Cholera, bald hier, bald dort, Schneider, Tischler, Schuster ansteckend, bald unter Zigarrenmachern und Maurer» grassire»d, steigend und fallend, tritt der Strike bald epidemisch, bald sporadisch ans. Hat sich derselbe bisher immer in einem gewissen Kreise von Berufsarten bewegt, so steht im Interesse der Gegenseitigkeit wie des rühmlichen Nachahmungstriebes, der dem Menschen eingepflanzt ist, zu erwarten, daß auch andere und verfehlte Berufe den Strike in den Kreis ihrer Erwägungen ziehen werden. Scho» regt es sich nach allen Seite» ; der sonst im Fluche» und Pctcrspfennigsnchsen so rüstige und thätige Papst hängt dem Strike mit seinem Non possurnus doch nur ein lateinisches Mäntelchen um. Der Scharfrichter von Prag, der neulich mit seinem Galgenstricke durch die Zeitungen .ging, setzte Die Vorlagen, betreffend die Reform auf dem Gebiete der Rechtspflege und das Reichspreßgefetz, dürften erst in der nächsten Frühjahrssession zur Be-rathung gelangen. Die Delegirten-Lersammlung deö fünften deutschen Prote sta ntentages in Darmstadt beschloß bezüglich des UnfehlbarkeitS-Dogma'S folgende Resolution: Insofern«: das Dogma dazu dienen soll, im Sinne der Jesuiten die Souveränetät des modernen Staates überhaupt und des Deutschen Reiches, sowie der deutschen Staaten insbesondere anzugreifen, den konfessionellen Frieden Deutschlands zu gefährden, die Freiheit deS Geistes und Gewissens, sowie die ganze Knltnr zu bedrohen, sind die deutschen Protestanten und das ganze deutsche Volk veranlaßt und verpflichtet, dem Dogma entschieden ent-gegciizutrctcn und ans die Beseitigung dieser ernsten Gefahren entschlossen und sorgsam hinzuwirken. — Der Protestantentag beschloß ferner bezüglich des Jesuitenordens folgende Resolution: Die Sicherheit der Rechtsordnung, die Autorität der Gesetze und der Staatsgewalt, die Wohlfahrt der bürgerlichen Gesellschaft, die Wahrung des konfessionellen Friedens, der Schutz der Geistesfreiheit und Geisteskul-tur erfordern das staatliche Verbot des Jesuiten-Ordens in Deutschland. Es ist die ernste Pflicht der deutschen Protestanten und der ganzen deutsche» Nation, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß jede Wirksamkeit in Schule und Kirche den Angehörigen und Affiliirten des Jesuitenordens verschlossen werde. Zur Tagesgeschichte. — Die „Wiener Abendpost" schreibt über den Kaiser von Brasilien: An die Spitze eines Staates gestellt, wo sich monarchische Formen mit republikanischem Wesen vereinigt finden, trägt der Kaiser bei allen äußerlichen Anlässen die strengste Eti-quette des gekrönten Monarchen zur Schau, während sein Privatleben an die schlichte Einfachheit eines gewählten Präsidenten erinnert. Zugänglich für jedermann und zu jeder Stunde, wird er dem Anliegen deS ärmsten Negers so bereites Gehör schenken, wie seinem ersten Minister. Sein Haushalt ist so bescheiden als möglich und unterscheidet sich kaum von jenem eines reicheren Privatmannes. Der Kaiser steht sehr siüh aas, denn da er neben der großen Thätigkeit, die er in Regicruugsgeschäften entfaltet, auch mit Eiser den Wissenschaften obliegt, so ist ihm die Zeit kostbar und oft so kostbar, daß er sich gar nicht zu Tische setzt, sondern sein frugales Mahl, meist nur Reis und Geflügel, stehend verzehrt. Seine Lieblingsstudien sind Sprachforschung und Geschichte. Zuletzt beschäftigte er sich mit dein Hebräischen und der deutschen Sprache. seiner Pilsener Kundschaft den Armensünderstuhl vor die Thür und strikte, weil er an keinem ändern als seinem eigenen Galgen hängen wollte. Wenn die Primadonna heiser und der Gemeinderath beschlußunfähig ist, wenn die Laibach trägen Laufes einhergeht, und stehenden Fußes zum Himmel stinkt, sind das nicht alles kleine Strikescherze, die dem sonst so ernsthaften Thema eine komische Seite ab-gewinnen. Sehen wir uns im Familienleben um: Der Eheherr. der allein in die Kasinosoiree geht, die Hausfrau wenn sic mault, der junge jnerr aus der Quinta, welcher hinter der Schule sein Wissen au-todiiaktisch zu ergänzen sucht, das Fräulein Tochter, das, anstatt an den Brüsten des Rchn’jchctt Instituts den goldigen Born der Harmonien zu schöpfen, beim Zuckerbäcker Othello'S und Mohutorten mit Schlagesahne einverleibt, — das Dienstmädchen, welches anö der „Rolle" fällt, um sich mit ihrem Kauonier im benachbarten Bums nach den Klängen der Ziehharmouie und des Triangels in die blaue Douau zu versenken — das alles sind Strikereien, wenn ihnen auch zum Theil ein wichtiger Faktor, die Koalition abgeht. Sogar die Natur will hin und wieder ihren Sinke haben. Wenn im April der besorgte HanS' Einige Vertrautheit mit letzterer verdankte er schon seiner erlauchten Mutter (Erzherzogin Leopoldine), doch fehlte ihm später die Hebung. Die romanischen Sprachen sind ihm alle geläufig, ebenso das Englische. Auch mit den slavischen Idiomen hat er sich beschäftigt. Die Erziehung seiner Kinder hat er großenteils selbst geleitet. Auf seiner Reise wendet der Kaiser den Marine anstalten und wissenschaftlichen Instituten die meiste Aufmerksamkeit zu, doch weiß sein reger Geist allem Interesse abzugewinnen, wie er sich auch noch jüngst aus diesem Anlasse äußerte: Je veux voir tout et tout etudier. — E in neues Königreich. Das Reskript vom 12. September an den böhmischen Landtag schmet» tert gleich der Weltgerichtsposaune die Tobten aus dem Grabeskerker. Nicht nur die ezechische Großmacht ersteht zu wenzelischer Herrlichkeit, auch weit hinten in der Türkei rührt sich ein altes Reich aus dem Schlafe. Das im Jahre 106 selig im Herrn entschlummerte D a c i e n des Dekebalus, das von der Theiß bis zum Pruth und Dniester und vom Karpathengebirge bis zur Donau reichte, wird von einem am 1. Oktober in Bukarest zusammengetretenen rumänischen Journa-listen-Kongresse ins Leben zurückgerufen. Seltsamer» weise sind von diesem humoristischen Werke, an dem theilzunehmen „alle rumänischen Organe der Publizistik von ganz Daeien" eingeladen sind, die Mitarbeiter der humoristischen Journale ausgeschlossen. „Noch stehen," so erzählt ein fiebenbürgifcher Historiker, „im Muntfcheler Gebirge in der Nähe des Hazeger ThaleS, in rauher, fast undurchdringlicher Wildniß, aus hohen Bergspitzen an jähen Abhängen gewaltige Burgtrttmmer, öaktjcher Hände Werk" — „ernst mahnend an die Hinfälligkeit des MenfchenglütfeS," fügte vor zwanzig Jahren der Historiker bei; „ein Bote der Auferstehung, einer neuen Königskrönung und einer von dem wala-chifchen Dorfe Hunyad aufzunehmenden Fünf-Mllivnen-Anleihe," würde er heute sagen. Lokal- und Provinzial-Augelegenheilen. Lokal-Chronik. — (Der LandeSschulrath für Ära in) besteht nach der vom UnterrichtSmimster Jireöek Oer« fügten Beseitigung der beiden auswärtigen Volksschul-injpeftoren für die Mittelschulen, Dr. Wretschko und Hol« zinger, ans 9 Mitgliedern, nämlich Landespräsioent Wurzbach als Vorsitzender, Regierungsralh Hotschevar als ökonomischer Referent, Dr. Jarz als Inspektor und Referent für die Volksschulen, Solar als Inspektor und Referent für die Mittelschulen, Dr. Costa und Dr. Bleiweis als Abgeordnete des Landesausschusses Direktor Praprotnit als Mitglied aus dem Lehrer' vater noch einmal Torf nnd Kohlen fahren läßt, und im Mai die drei kalten Tage kein Ende nehmen; wenn um dieselbe Zeit die Beamten des Leihamtes vor Langeweile den Sommerfahrplan stndiren und den Wohnuugsauzeiger auswendig lernen, weil noch niemand Winterrequifiten zu versetzen, noch Nankinghosen einznlösen kommt — dann strikt der Frühling und die Sonne bekümmert sich nicht einmal mehr um ihren schon seit Jahrtausenden festgesetzten Normalarbeitstag. Strike ringsum! Aber Hand aufs Herz, wer hat nicht in seinem Kämmerlein zuweilen den Wunsch zu sinken, sei eS um schnöden Mammon, sei cs um einen Abnormalarbeitötag zu erzielen? Und wer andererseits wünschte nicht, daß noch einige bis jetzt noch nicht von deö StrikeS Blässe angekränkelte Klassen der Gesellschaft recht bald und auf recht, recht lauge die Arbeit entstellen möchten. Wir wollen keinen Name» nennen, aber wir glauben, eS kann kaum ein allgemeineres Bedauern geben. daß in einer Zeit, in der so viele dem Kultus des Strike obliegen, auch nicht ein einziger den Strike deö Kultus iu's Werk setzt. Und in diesem Sinne, verehrter Leser, spritze ich meine Feder aus. stunde, und die beiden Domherren Dr. Pagaiar und Savaschnigg als Vertreter des Klerus; die beiden letzteren wurden über Vorschlag des Fürstbischöfe» vom Kaiser ernannt. Durch die Ernennung Holar'S zum Mittelschulinfpektor ist nun ein Platz für den Vertreter aus dem Lehrerstande erledigt, und wie wir vernehmen, wurde hiefür der Katechet L e f a r von der hiesigen Realschule vom LandesauSschuffe in Vorschlag gebracht. Hoffentlich wird Minister Jirecek nicht zögern, die definitive Ernennung dieses geistlichen RathgeberS des Dr. Bleiweis zu erwirken. Demnach wird der LandeSschulrath für Kram unter seinen Mitgliedern nicht weniger als fünf Geistliche zählen. DaS originellste an ihm ist jedoch, daß er nicht einen einzigen Fachmann in den realistischen Fächern zahlt, man wollte denn den Hufbeschlag, welchen Dr. BleiweiS vertritt, oder die in Krain einträgliche slovenische Gebetbücher- und Kochbuchfabrikation, welche vom Katecheten Lefar schwunghaft betrieben wird, zu den realistischen Disziplinen rechnen. Unseren Lesern ist der nunmehr zu hohen Ehren gelangte Katechet Lesar als Erfinder des famosen „Zindflajschraß" sicherlich noch in heiterer Erinnerung. — (©anitätsrath Dr. Gauster) erhielt vom niederösterr. LandeSauSschusse unter sehr günstigen Bedingungen eine Berufung als Primararzt in die Jrrenheilanstalt in Wien, welche Berufung vom n. ö. Landtage in seiner Sitzung vom 30. v. M. einhellig und einstimmig bestätiget und von Dr. Gauster auch angenommen wurde. Derselbe dürfte, nachdem er über 15 Jahre in Krain gelebt und gewirkt, zu Ende dieses Monates unsere Stadt und unser Land verlassen. — (Pilsener Bier und Laibachfluß.) Nach einer in der allerjüngsten Zeit gemachten chemischen Untersuchung des Laibachflnß-WafferS beim Ursprünge, ist dasselbe dem Wasser der Rabusa, dessen sich die zwei Pilsener Bräuhäuser zur Bereitung ihres weltberühmten Bieres bedienen, vollkommen analog. Vielleicht findet sich zwischen Jahr und Tag der Pilsener, der uns zu einem Oberlaibach-Pilsener Gerstensaft oerhilft. — (S pendefiirdiefrei willi geFeuer-loeh r.) Von „Einem nicht genannt fein wollenden" wurden 20 fl. zur Anschaffung von Feuerlösch-Requi-fiten gewidmet. — (Schadenfeuer.) Am 26. v. M. um 4 Uhr Morgen« ist auf dem zum Hause des Johann Stibernik in Golek Nr. 13 gehörigen Dreschboden Feuer ausgebrochen und hat das genannte Object nebst Fruchtharpfe in Asche gelegt. — (Aus dem Amtsblatte der Laib. Ztg.) Der Bau eines neuen Schulhaufes in Hülben, Bezirk Krainbnrg, iiu Kostenvoranschlag von 4085 fl. 10 kr., wird am 30. d. M. in der Amtskanzlei der Bezirkshauptmannschaft Krainbnrg an den Mindester» dernden hintangegeben. — Die Einhebung der Verzehrungssteuer in den Steuerbezirken Gurk, Friesach und Althofen des politischen Bezirkes St. Veit in Kärnten wird am 12. d. M. bei der Finanzdirektion zu Klagen« surt versteigert. — Bei der Finanzdirektion in Klagen-surt werden während der Tage vom 17. bis 20. Oktober eine Reihe von Weg- und Brückenmauthen verpachtet. — Ein Diurnist wird beim Bezirksgerichte Kronau mit dem Taggelde von 90 kr. dauernd angestellt. — (Landschaftliches Theater.) Die Opernsaison wird heute mit der beliebten Oper „Troubadour" eröffnet. Morgen slovenische Vorstellung, Sonntags : „Wir Demokraten." Witterung. Laibach, 6. Oktober. Gestern Abends Aufheiterung, später dichter, nässender Nebel. Heute sonniger Tag, längs der Alpen Gewölle aus NO. ziehend, windstill. Wärme: Morgens ti Uhr + 7.2“, Nachm. 2 mit + 13.9° C. (1870 + 17.8°; 1869 + 18.0"). Barometer im steigen 740.52 Millimeter. Das gestrige Tagesinittel der Wärme +8 7° C., um 4.8" unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag 24.b0 Millimeter. Angelommene Fremde. Am ö. Oktober. Elefant. Matsch, Haudelsm., Fiume. — Mctzner, Bergbeamte, Köflach. - Hutter, Geschäftsreisender. — Sajovic, München. — Stein, Geschäftsreisender, Esseg. — Gorze, Rom. — Pettaoic, Handelsmann, Morett Lorenz, Partikulier, Morett Urbano, Student, Dr. Sclinst, Triest. — Kristaii, Dobrova. — Dr. Crobath, Cznmpelik, Kaufm., Wien. — Pollak nnd Pollak Maria, Nenmarktl. — Löwy, Kfm., Wien. — Jvanc, Agram. Stadt Wie«. Frankel, Kfnt., Wien. — Fiinck, Kfm., Gra^. — Schweizer, Zimmer,Äsni., Wien. — Ketzel, Äs>n., Stein. Malerischer Hol". Pogaier, Ottok. — Pavlic, Ochsen-Händler, Triest. l»L«I»re»». Poga^iiig, Filosos, Möttling. — Schwarzenberg, Staats-Anwalt, Cilli. Verstorbene. Den 5. Oktober. Dem Herrn Anton Gnesda, Kaffeesieder, sei» Kind Emma, alt 1 Jahr und 6 Wochen, in der Kapuzinervorstadt Nr. 13, und dein Mathias Panlic, Maschinenputzer, sein Kind Alois, alt ü Jahre, in der Karl-stiidtervorstadt 9it. 14, beide an der Gehirnböhlenwassersucht. — Dem Herrn Wenzel Bresina, k. k. Hauptzollamts-Ossi-zial, seine Frau Johanna, alt 32 Jahre, in der Stadt 9h'. 240 an der Lungentuberkulose. Gedenktafel über die am 9. Oktober 18 71 stattfindenden Lizitationen. Freiw, Feilb. Pcterucl'scher Real., Oberkropp, BG. Radmannsdorf. — 3. Feilb., Ule'sche Real., Markonz, BG. Laos. — 2. Feilb., ttomis’jchc Real., Laibach, LG. Laibach. — 1. Feilb., Tomc'sche Real., Laibach, LG. Laibach. Telegramme. Linz, 5. Oktober. Der Statthalter sistirte den Gemcinderalhsbeschliiß betreffs der Illegalität deö LandeSanSschuffes, sich weitere Verfügungen vor-behaltend. Czernvwitz, 5. Oktober. Die Berathung der Landesordnung wurde neuerlich durch Landtags-absentirnng der oppositionelle» Abgeordneten vereitelt. Paris, 5. Oktober. Mac Mahon protestirte in seinem und der Truppen Namen gegen die Nachricht, daß einige Offiziere auf Napoleon tocisti'rtcn. Wiener Börse vom 5. Oktober. Verlosung. (Rudolfs-Los e.) Bei der am 2. £ klober vorgenommenen 15. Verlosung wurden nachstehend verzeichnete 18 Serien gezogen und zwar: Nr. 175 227 277 598 822 1037 13«;« 1IJ24 1812 2040 2670 2810 3355 3570 3653 3071 3760 und Nr. 3925. Aus den obigen verlosten IN Serien wurden nachfolgend verzeichnete 50 Gewinn-Nummern mit den nebenbezeichiieteii Gewinnsten in österr. Währung gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit 25.000 fl. ans Serie ;$(>71 Nr. 11; der zweite Treffer mit 4000 fl. auf Serie 2040 Nr. 14 nnd der dritte Treffer mit 2000 fl auf Serie 1 Ö!$7 Nr. H8; ferner gewinnen je 500 fl.: S. 1812 Nr. 30 und S. 3766 Nr.'2; je 300 fl.: S. 227 Nr. 42, S. 277 Nr. 21 uud S. 1366 Nr. 1; je 100 fl..: S. 175 Nr. 6, S. 227 Nr. 2, S. 1366 Nr. 20, S. 1624 Nr. 6 und Nr. 311 nnd S. 2810 Nr. 11; je 50 fl.: S. 175 Nr. 50, S 227 Nr. 26, S. 822 Nr. 16 uud 40, S. 1366 Nr. 19, S. 3355 Nr. 17, S. 3576 Nr. 22, S. 3652 Nr. 9, S. 3671 Nr. 50, S. 3766 Nr. 17 und S. 3925 Nr. 16; uud endlich gewinnen: je 30 fl.: S. 175 Nr. 37, S. 277 Nr. 28, S. 598 Nr. 27 36 nnd 50, S. 822 Nr. 38, S. 1037 Nr. 33, S. 1366 Nr. II, S. 1624 Nr. 25 33 nnd 38, S. 1812 Nr. 21 36 45 und 48. S. 2046 Nr. 47, S. 2676 Nr. 37 nnd 39, S. 2810 Nr. 33, S. 3355 Nr. 8 20 uud 28, S. 3576 Nr. 28 und 37 und endlich S. 3766 Nr 19. Auf alle übrigen in den obenverzei»neten veiloSten 18 Serien enthaltenen 850 Gewinn-Nummern der Anteilscheine fällt der geringste Gewinnst von je 12 Gnlden. Josef Karinger’s Galanterie- nnd Tapisserie-Handlung zum „Füllten Miloseh“ mit Hanptplatz Nr. 8 in Laibach. Auswahl feiner Galantriewaaren in Bronze, Leder, Holz etc. Assortiment der Fabrikate in Chinasilber, Plaque, Alpakka, Brittania-Metall, Pakfong nnd Messing; von optischen Gegenständen; von Bernstein- und Meerscbaum-Waaren ; aller Toilett-Artlkel; von Schreib-, Zeichen-und Maler-Utensilien; Kautschuk-Damenschmuck: von Sollinger uud krainer Taschenmessern intb feilten Schee-ren; von engl. Gummi-Mänteln, Bürsten, Schwämmen nnd Patent-Ueberschuhen; von schweizer nnd krainer antiken Holzschnitzwaaren ; von modernsten Halskravatten. Schleifen und Mascherln; von Leinwandkrägen und Manschetten. illtignzln der neuesten angefangenen, fertigen und nmntirten Arbeiten in Tapisserie, Applikation, Leder, Perlen etc. Montirungen werden nett und rasch besorgt. Stickmaterial in Gold nnd Silber, Chenillen: nlier Arten Seide zum Häkeln, Sticken nnd Nähen; Seidenbört-chen nnd Suitage; Kaneva in allen Sorten nnd Breiten; 4-, 8- nnd I2facher Stick-, Gobelin- uud Eiswolle: Baumwolle bester Qualität zu Decken; schottischer, offener, französischer auf Spulen, Knäueln nnd Strähndeln; Fxtra-Supra lint Pottendorfer, Frivolitätengarn; Zwirn zn Nähmaschinen in allen Farben in Spulen: Leinwandbänder, Hemdknöpfe, Merkgarn, Strick- und Schafwolle ein* nnd mehrfarbig in größter Farbenanswahl :c ;c. Niederlagen von Alpakka- (China-) Silber-Tafelgeräthen (A. Sckoeüer und Christofle); Jagd-, Salon-Gewehren und Revolvern (Lepage nnd Pirlot in Lüttich): Fleisch-Extrakt von Br. Vicbig; Anatherin-Mundwasser von G. Popp; Prinzessen-Wasser von L. Neimrb ; Zahnpulver von Tr. 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Hyvoth.-Bank . —95 5'J Prluritäts-Oblig. @ilb6.»@es. ,u 500 Fr. 107.50 1(8. 82.— 08.- 85 15. 8fi — 7Ä.50 79 87.75! 88.— 73 60 74. Aotlen. JlcHcnalSorl . . Union - Bau! . . Kreditanstalt . . >«. 6. «»eomPte-Ges llnvlo-österr. Bank Oest. Bodencred.-A. Dtft. Hhpoth.-Banl ©teier. Sfccmpt.'iBT. 2:0.- — Franko - Allstria . .1)8 .10,118.to Äais. Ferd.-Nordb. . ic!>o| 8006 «Üdbahn-Besellsch. . '94 20 194 50 Reif. Elisabetb-Bah». t:>2.75^ »SS 25 Karl. Ludwig-Bahn i: 8.76 lbi) •-eiebtnb. liisenbuhti . 17s 60 174.--Etaalibahn. . . . 3so.- - Sfcl.--Stell.Rrar.i-Obttleb. . 20'.-- 2€« — <(ünfl.»!earcstt E.-B. >71 .">) 17i’.5r .) 97.75 17.- Loee, Stebit 100 fl. i.2P. . 183.- 16350 Don.-Dampf'S.-Ges.: ju 100 fi. EM. . . —98 — Trirster 100 fl. §M. . 120 50 181 60 bto. 50 fl. ö.M. . 69.— 60.-Oscner . 40 fl. ö.W. «2 — | 89 - ©iilnt . „ 40 Palst? . „ 40 „ 1 jlmg . „ 40 „ @t. (Pcnci#46 „ Wndilchgrätz 20 „ Waldstein . SC „ »eglevich . 10 „ Rubolfrstist. ivö.w. Wechsel;3S!cii.) j > Hug6t.100R.fiibb.to. 91.60] >19.08 Franks. ISO fl. . . !9 75 110.— tondo» 10 Ps. feiet!. it7 80jija.-45.<0 60 41.75! <2 f.O 27.—1 89.— rc - S8.— 29.00; 8«.— 83.— , 46.- 19.501 £1 -14.—i 16.-16.-’ 15.öi 178 76 1v.1V. 100 Franc« EIÜC2P1I t8.7ä| 89.25 —89.--1'4 - 1 l(u.fit1 .--- 86 51' Suis. . 5 67 20=Franc#itii(t . . . 9.43 Sr.cinfltbalct . . ! 7? Silbe: . . . >17 2 - Hunderttattsende von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einzig uud ättci» existirende» sichersten und besten Haarwuchsmittel. Es gibt nichts Besseres zur Erhaltung dos Wachstlimiis als bi« in allen Wclttheile» so bekannt und berühmt geioorbene, von medio. Autoritäten geprüfte, mit den glänzendsten imb wunderwirkendsten Erfolgen gekrönte, voll Sr. k. k. apostol. Majestät dem Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich, König von Ungarn itnb uiul B$olor