j^t.123. Mittwoch, 31. Mai 1899. Illhlgllllg 118. Macher Zeitung. ^^-^ -, ^H"UonsprelS: ^^ Pustverse übu»g: ganzjährig?l. 15, halbjährig f>. /50. Im Coniptotr: !,^,« U- N, halbjiiyr!« f>. 5 b«. Für die ftustellmig li>» Hans aanzjähr!« fl. l. — InsertionSaebllr: Für ^l,!»!^ale bi« zu 4 Zeilen »5 lr,, «rüßere per Zelle 6 lr,; be! üfterei, Wiebnholunge,, per Zelle 3 lr Nie «Uaib. Zta,» erlchelltt läalich, mit Ausnahme der Toün» u»b Neiertage, Die Ud«,Men Anton Dro senil in Adelsberg zuni I^ezirlssecretär dortselbst, dann den k. k. Gerichts-/M Johann Majerilii in Radmannsdorf nnd ^,/.Feldwebel - Hilfsarbeiter des k. k. Landwehr-^Merieregiments Klagenfurt Nr. 4 Anton Iansa >^/-3iegierungskanzlisten ernannt. Nichtamtlicher Cheil. Vom Verwaltungsgerichtshose. ltz^'n 18. August v. I. wurden die Einkünfte der »Hlneiilde Görz über Weifung der Statthalterei Mf ^' ^^ "^ ^^^ andauernde Sequestration «t ^ über Initiative des Görzer Landesschulrathes tz^'cherstellung der Kosten für die slovenische vier-H Volksschule in Görz. Im Jahre 1894 strebten Hill, ^^ slovenischen Einwohner von Görz die Er-l^"g einer slovenischen Volksschule a,l und diese ^ ^^^) nach vorausgegangenen Erhebungen vom i^ ^tsministeriulll angeordnet. Die Stadtgemeinde ^iH^^gegen die Beschwerde au den Verwaltungs-!^^l)l)f, welcher jedoch im Jahre 1896 die Ent-!il^^ des Unterrichtsministeriums im Gesetze be-^ei,? ^"d. ^le Stadtgemeinde Görz activierte die ^ '!che Volksschule und brachte sie in der früheren i^'Catinelli' unter. Die Schulbehörden, in letzter ^i^bas Unterrichtsmiuisteriulll, erkannten jedoch, ^^>es Gebäude zur dauernden Unterbringung der 5>G^ll Schule ungeeignet sei; das Unternchts-Hh° ^ entschied, dass die Schule in dem der Ge-^ ^hörigen Hause «Vogel» untergebracht werde, ^^chwerde der Stadtgemeinde Görz entschied ^twaltungsgerichtshof am 8. November 1898, <>^"l Grund der gepflogenen Erhebungen die Ex-^ iln>,^ "nigen Adaptieruugen zur Unterbringung ^^Nlischeu Schule geeignet fei. Bevor diese Ent- scheidung gefällt wurde, drangen die Schulbehörden bei der Stadtgemeinde Görz auf Entfernung der flove-nifchen Schule aus der früheren Kaserne Catinelli. Zu Beginn des vorigen Schuljahres verfügte der Landes-! schulrath die Unterbringung der slovenischen Schule in den Räumlichkeiten einer von einem flovenischen Vereine errichteten Privatschule. An Miete sollte die Stadtgemeinde an den slovenischen Verein den Betrag von 700 fl. jährlich zahlen. Zur Sicherstellung dieses Betrages erwirkte der Landesschulrath die Sequestration der städtischen Gemeinde-Umlagen. Die Stadtgemeinde erhob die Beschwerde an den Verwaltungs-gerichtshof, der am 27. d. M. unter dem Vorsitze des Senatspräsidenten Dr. v. Böhm-Vawerk zu entscheiden hatte. Für die Stadtgemeinde Görz intervenierte Herrenhausmitglied Dr. Millanich, für das Ministerium des Innern Bezirkshauptmann Graf Ceschi. Der Verwaltungsgerichtshof entschied, es werde die angefochtene Entscheidung des Ministeriums des Innern aufgehoben, weil die Verhängung der Sequestration aus meritorischcn Gründen thatsächlich ungesetzlich war. __________ Die Reform des obersten geistlichen Gerichtshofes in Egypten. Das Decret, betreffend die Reform des obersten geistlichen Gerichtshofes «Mecheme Scharm», ist bereits vom Khedive unterzeichnet, allein die zwischen der weltlichen und geistliche» Macht aus Anlafs dieser Action ausgebrochenen Differenzen sind darum noch nicht gelöst und es werden namentlich von Seite der geistlichen Würdenträger die äußersten Mittel aufgeboten, um die Reform zu hiutertreibeu. Der Khedive jowie die englischen Behörden ließen es an Entgegenkommen nicht fehlen, aber Mufti und Kadi widersetzte» sich hartnäckig jeder Concession. Auf Rath des Lord Cromer hatte die Negierung einen Mittelweg eingeschlagen, durch welchen sie, ohne vom Princip etwas zu opfern, in den Stand gesetzt war, die einzuführenden Reformen so weit als möglich mit den religiösen Gefühlen der Massen in Einklang zu bringen. Auf Grundlage dieses Vermittlungsvorschlages forderte der Khedive die Kadis uud Muftis von Kairo und Alexandra« auf, sich mit der Regierung über ein Compromiss auseinanderzuschen. Allein auch dieser Schritt des Khedive blieb erfolglos, denn Kadi und Mufti hielten ihren Widerspruch aufrecht. Es erfolgte nun ohne ihre Zustimmung die Genehmigung des Decrcts. Doch waren die Artikel, welche von der Heranziehung von zwei Räthen des Obersten Gerichtshofes zum geistlichen Tribunal Mecheme Scharia handelten, dahin abgeändert worden, 1.) dass diefe Richter, deren Zahl auf drei erhöht ! wurde, vorzugsweise aus jenen Mitgliedern des Ober-!sten Gerichtshofes ausgewählt werden sollen, welche an der Universität El Azhar studiert haben und die religiösen Gesetze auf beste kennen, 2.) dass diese Räthe während der ganzen Zeit, in welcher sie an den Sitzungen der Mechcme theilnchmen, den Sitzungen des Obersten Gerichtshofes nicht beiwohnen, wo ihnen jedoch ihre Stellen vorbehalten bleiben. Die Regierung ist entschlossen, sich mit ihrem Werke der Verbesserung der Landeseinrichtungen durch eine Opposition nicht aufhalten zu lassen, die theoretisch nicht begründet und in praktischer Beziehung keine Rücksichten auf die Interessen des egyptischen Voltes nimmt. Die Minister haben bereits in einer Conferenz die Durchführung des oberwähnten Decretes berathen. Zu Gunsten der Negierung wirkt auch der Umstand, dass die Ulemas mit dem Mufti und dem Kadi nicht übereinstimmen, deren Opposition also isoliert ist. Es werden nun demnächst auch die Ernennungen der drei Räthe des obersten Appellgerichtshofes für Eingeborene als Mitglieder des Mecheme' erfolgen und zwei der gelehrtesten muhamedanischen Räthe haben bereits erklärt, dass sie es annehmen, im Mecheme' zu fungieren. Man spricht davon, dass der Kadi an den Justiz-minister einen Brief gerichtet habe, worin er feine Weigerung kundgibt, mit den neuernannten Räthen im Mecheme' zu fungieren. Er soll sich auch an den Scheich - ul - Islanl in Constantinopel gewendet haben, um dessen Unterstützung zu erlangen. Allein dieser Schritt dürfte gänzlich wirkungslos bleiben. Der Scheich-ul-Islam hat nach der hier herrschenden Ueberzeugung mit der Sache gar nichts zu schaffen. Der Khedive habe das ausschließliche Recht der Ernennung der Kadis und Muftis und wenn Kadi und Mufti das ueue System nicht billigen wollen, so bleibe ihnen nichts übrig, als von ihrer Stellung zurückzutreten. Die Sache ist eben nur eine Frage der Prärogative des Khedive und sie haben bloß die Wahl zwischen «Unterwerfung oder Rücktritt.» Feuilleton. Lander Puschkin als Tramatiter. Von Alexander v. Reinholbt. ,, H, (Schluss.) ^ ^ 'Scenen aus der Ritterzeit» könnten viel« ^" dem Besten zählen, wenn sie einen Abschluss !»ci„^r Hauptheld Franz ist Handwerkslehrling, ?»^l tüchtigen Dosis Ehrgefühl ausgestattet, frei ^^'Mvorurtheilen und dabei Poet. Er verliebt ° H, tzie ^k" bm mittelalterlichen Stil. i« ^ ^^ dramatische Schöpfung Pufchkins war ^thti "Mla. (Die Flussnixe), der mit voller ^yAUlg die zweite Rangstelle nach «Boris ^tH, eingeräumt wird, die aber an inniger I^die 6 und dramatischer Beseelung die historische ^ un^^ überragt. Das Drama ist in den Jahren ?t>od""b 1833 in Boldino entstanden, in einer ?«lie'd^ ^ Dichter sich vornehmlich mit slavischen !^ttb " beschäftigte. Der bekannten Sammlung >' a,? ^uk Stefanovic Karadzic entnahm er ein ^ s dem er das Leitmotw der «Russalla» 5h'd "lese ist unvollendet (5 Scenen und 17 '?HliM 6- Scene) in den nachgelassenen Papieren Mue,* Pfunden und 1637, nach seinem Tode, im ">et Mn» veröffentlicht worden. Erst 50 Jahre ' ^r ein Herr D. P. Sujew dle Welt in Staunen, indem er die letzten vier Scenen der Dichtuug in einer zwar wenig überarbeiteten, aber doch die Meisterhand Puschkins verrathenden Form der Oeffent-lichkeit übergab: im Besitz eines ungewöhnlichen Gedächtnisses hatte Herr Sujew nach zweimaliger Vorlesung des Dramas (1836) bei dem Freunde Puschkins: Huber (dem Ueberfetzer des «Faust») die letzten Scenen für sich selbst niedergeschrieben und (leider lange) aufbewahrt. Nun wurde die Frage von der Authenticität der neu eutdeckte» Russalla-Scenen zu einer brennenden Streitfrage. Dieselbe ist auch jetzt noch nicht ganz erledigt, jedoch müssen nach den positiven Ergebnissen der gründlichen Untersuchung des Professors F. E. Korsch in Moskau alle Zweifel an der Originalität dieses Bruchstückes fallen. In diesem erschütternden Volksdrama offenbart sich Puschkins ganze Meisterschaft in der Verschmelzung des slavischen Vollsgesanges mit der individuellen Kunstdichtuug und in der Verknüpfung der heidnischen Sagcnphantastit mit den tieferen Problemen des Seelenlebens und der Menfchlichteit. Das heimliche Verhältnis mit der schönen Müllerstochter wird vom Fürsten plötzlich abgebrochen, weil er ein vornehmes Mädchen heiratete. Die Betrogene ertränkt sich im Dnjepr, der Müller, der seine Tochter verkuppelt, verliert den Verstand uud rennt in die Waldwildnis. Aber Ruhe und Befriedigung vermag der Fürst nicht zu finden ^ das Bild der Ertrunkenen verfolgt ihn Tag und Nacht und eine geheime Gewalt drängt ihn immer wieder an den Ort des Unglücks, wo die verfallene Mühle ihn an seinen kurzen Liebesrausch und seine Untreue erinnert. Eines Tages entsteigt den Wellen die reizende kleine Nize, seine Tochter, die ihm den Lielx'sgruh ihrer Mutter, der Nirentönigin, über- bringt. (Das früher bekannte Bruchstück schloss mit dem Erscheinen des Kindes.) Aus dem Walde kommt der tolle Müller und will am Fürsten Rache nehmen, aber aus dem Wasser erhebt sich die Königin der Russalli und verflucht ihren Vater. Sie versichert den Untreuen ihrer Vergebung und ihrer unerloschenen Liebe, aber ihr Kuss bringe Tod, darum rufe sie ihm für ewig ein Lebewohl zu. Das aber vermag der Fürst nicht zu ertragen, der Besitz dieses einst von ihm geliebten Weibes und dieser rührenden Kindergestalt erscheint ihm begehrenswürdiger als sein junges Eheglück, und er stürzt sich in den Fluss, der Ge-liebten und dem Kinde nach. Die Fürstin, unruhig über das Ausbleiben ihres Gemahls, schickt die Diener aus, ihu zu suchen. Auch diesen erscheint die kleine Russalla, aber nur um ihnen den Trauring des Fürsten zu übergeben — er selbst sei nun für immer auf dem Wassergrund mit der Nixenkünigin vereint. Als die unglückliche Fürstin den Ring erhält, bricht ihr das Herz. Dieses zarte Märchendrama, das gewisse sagen« hafte Anklänge an Fouquös «Undine» nicht verleugnet, aber von reiu slavischer Natur- und Mythenpoesie durchtränkt ist. ist voll zitternder Bewegung, wie das Wasser, in dessen neckischen Fluten seiuc Fabel sich spiegelt. Ein mächtiger Hauch wehmüthiger, düsterer Stimmung geht durch das Ganze und es ist begreiflich, warum Davgomyschskij gerade diese Dichtung zum Tcxt für seine seelenvolle Oper gewählt — leine andere Puschkin'sche Schöpfung ist fo reich an fanglichen Elementen — an Gefühlslyril, an herzinniger Melodik und Gemüthsstimmung. In allen Tonarten singt hier die belebte Natur: die Stimme der Ertrunkenen, die unsichtbar der Hochzeit des Fürsten beiwohnt, d^ »m Laibacher Zeitung Nr. 123. 990 31. MaiMs. Politische Uebersicht. Laibach. 30. Mai, Ueber die Sitzung des Executivco mite's der Rechten, welche Samstag stattfand, wird berichtet, dass der Ministerpräsident Graf Thun über die innere politische Lage sprach, nnd eingehend das Programm der deutschen Opposition in den Kreis seiner Erörterungen zog. Graf Thun soll die ruhig/, nicht verletzende Form des Programmes, die eine sach-liche Besprechung ermögliche, anerkannt haben. Anknüpfungspunkte seien gegeben; so dort, wo gesprochen wird, dass, bedingt durch die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse, besondere Grundsätze zur Regelung der Sprachen frage in den einzelnen Kronländern anf-zustellen seien. Der Ministerpräsident sei zu dem Resultate gekommen, dass, da die deutsche Opposition ihre Forderungen formuliert habe, die Parteien der einzelnen Länder in Verhandlungen einzutreten hätten, um eine Verständigung herbeizuführen. Der Schwerpunkt liege in Böhmen und Mähren; in diefen Ländern sollen die Parteien suchen, sich zu verständigen. Dieser Folgerung haben auch principiell alle Mitglieder des Executivcomitis zugestimmt. Das «Neue Wiener Tagblatt» glaubt zu wissen, dass an allerhöchster Stelle die Anschauung platzgegriffen hat, dass jetzt mit Rücksicht auf dyö aufgestellte Programm der Deutschen der Zeitpunkt zur Anbahnung einer Verständigung gekommen sei. Wie das «Neue Wiener Tagblatt» berichtet, stellen sich dem neuen Actienregulativ Schwierigkeiten entgegen. Das Ministerium des Innern erhebe principielle Bedenken gegen das im Finanzministerium fertiggestellte Elaborat und habe ein eigenes Regulativ für Industriegesellschaften ausgearbeitet. Bezüglich der Banken und Creditinstitute soll der Entwurf des Finanzministeriums maßgebend bleiben; nur dürfte der Umfang desfelben wesentlich reduciert und insbesondere sollen die zahlreichen materiellrechtlichen und in ein Actiengesetz gehörigen Bestimmungen eliminiert werden. Ebenso sollen alle die innere Gestion der Behörden betreffenden Normen entfallen, da man bei Aufrechterhaltung des Concessionszwanges sich nicht selbst die Hände binden will. Im «Linzer Tagblatt» kommt der Reichsraths-Abgeordnete Dr. Ebenhoch auf dasProgramm der deutschen Opposition zurück und führt aus, die Opposition habe damit einen Schritt nach vorwärts gethan. Sie werde aber zugeben, dass ihre Forderungen nicht in jedem Punkte so formuliert seien, dass man sie ohneweiters codificieren könne; sie werde auch zugeben, dass manche Punkte vielleicht zu corrigieren, vielleicht zu eliminieren oder zu ergänzen seien, und sie werde schließlich zugeben, dass Besprechungen darüber nothwendig seien. Der correspon-dierende Schritt gegenüber der Veröffentlichung der Forderungen der deutschen Opposition werde daher der sein müssen, dass dieselbe eingeladen werde, sich zu äußern, ob sie geneigt sei, in diese Besprechungen einzutreten. Der Verfaffer zweifelt auch nicht im mindesten daran, dass aus einer solchen gegenseitigen Besprechung sehr viel Ersprießliches zutage käme. Aus Görz wird unterin 28. d. M. geschrieben: Für heute um 5 Uhr nachmittags war eine Sitzung desLandtages anberaumt, die aber wegen Beschluss- unfähigteit nicht abgehalten werden konnte, da der Fürsterzbischof Dr. Missia den Landeshauptmann Dr. v. Pajer im letzten Augenblicke verständigt hatte, er bedauere, sich vorläufig wegen specieller Umstände jeder politischen Thätigkeit enthalten zu müssen. In der Sitzung, die nur einige Minuten dauerte, gab der Landeshauptmann die Erklärung ab, aus der Haltung des Prälaten in der letzten Sitzung habe er die Hoffnung geschöpft, er würde ihn in seinen redlichen Bemühungen, den Landtag wieder arbeitsfähig zu machen, liebevoll unterstützen. Nach einer der «Pol. Eorr.» aus Rom zugehenden Meldung ist unter dem Eindrucke des von der Regierung bei der Frage der Präsidentenwahl in der Kammer erzielten Erfolges, der die günstigsten Erwar^ tungen weit übertroffen hat, dir Hoffnung,dass dicBildung einer festen Regierungsmehrheit gelingen und die Annahme der polltifchen Vorlagen trotz der Obstruction der äußersten Linken erlangt werden könnte, beträchtlich gestiegen. Es fei wahrscheinlich, dass sich bei künftigen Abstimmungen die nicht geringe Anzahl von Deputierten, die in ihrer Haltung gegenüber dem Cabinet bisher schwankten, zumeist der Majorität anschließen werden. — Des weiteren meldet man von d.ort, dass die Angelegenheit von San^Mun allen Anzeichen nach einen sehr langsamen Verlauf nehmm werde. Die Regierung werde das Ergebnis der Verhandlungen, die demnächst wegen der Erlangung commerzieller Concessionen in Peking eingeleitet werden sollen, der Kammer zur Genehmigung vorlegen. Man glaube jedoch, dass das Parlament erst in der Herbstsession in die Lage kommen werde, sich mit diesem Gegenstande zu befasse». Wie man aus Athen fchreibt, werden die Truppencontingente Russlands, Frankreichs und Italiens auf Kreta demnächst um zwei bis drei Compagnien verringert werden. Die Einschiffung von zwei Compagnien der französischen Marine-Infanterie nach Frankreich soll schon zu Beginn der nächsten Woche erfolgen. An Stelle des mit diesen Truppen heimkehrenden Obersten Spitzer wird Oberstlieutenant Destelle das Commando der internationalen Truppen auf der Insel übernehmen. Von russischer Seite werden die Verhandlungen mit der Pforte wegen der Repatriierung der armenischen Flüchtlinge bis nach der Rückkehr des russischen Botschafters Sinowjew vertagt. Wie verlautet, foll der türkische Botschafter in Wien Zia Pascha demnächst mit der Mission nach Petersburg entsendet werden, den Kaiser Nikolaus zur Aufgabe der Forderung nach Repatriierung der armenischen Flüchtlinge zu bewegen. Die Bereitwilligkeit des Präsidenten der südafrikanifchen Republik Krüger, mit dem englischen Commissar Gouverneur des Caplandes Milner zusammenzukommen, wird, wie sich der britische diplomatische Agent in Johannesburg dem Führer der Uitlandcrs gegenüber äußerte, als ein Anzeichen dafür betrachtet, dafs Transvaal aufrichtig die Frage zu lösen beabsichtige, wie die billigen Wünsche der bisher nicht wahlberechtigten Bevölkerung befriedigt werden könnten. Die englische Regierung wünsche, wie der diplomatische Agent betonte, ehestens eine wesentliche Aenderung der Lage der Uitlanders. Tagesuemgleiten. - (Ein Kinematograph 5"^'"^ Der Widerspruch, der in dieser Beuenmnig °" ...^ scheint, ist durch eine Erfindung des bekannten f""z" ^ Physikers Dussaud aufgehoben worden. Es ist belang . die Blinden onrch die feine Ausbildung des T^Hsini, nahezu einen Ersatz für den mangelnden ^'!^sM finden. Auf Grund dieser Thatsache hat "U" ^"^ wie wir einer diesbezüglichen Mittheilung des 1> . anwaltes I.Fischer in Wien entnehmen, "ne" .<^, instruiert, der den Blinden durch Tastsinn "^" n Gefühl der Bewegung vermittelt. Er lässt """ ^, Fingern bewegliche Reliefs vorübergehen, welche ^ schiedenen Phasen irgend eines Phänomens, i- . ^ Fluges eines Vogels, darstellen, und verleiht il)w 1 ^ Empfindung der Bewegung, geradeso, wie dies ^ Sehenden und bei den gewöhnlichen Kinematograph Fall ist. , Ws - (Guter Nathschlag.) Ein engM" .,^ befindet sich in einem Tchlafwagen der Canada-^^,, Eisenbahn. Sein einziger Reisegefährte ist "" .^B kaner, ein Mann von derber Art, aber doch ""^M^ Bürger der großen Republik, mit lithographierte!'"' „ karten: Silas P. Higgins, Früh am nächst" >" ,^l, wird Silas P. Higgins gesprächig. «Sagen ^ Ai» Sind Sie eigentlich, was mall einen Lord "^mt' ^ Gegenüber bestätigte die Thatsache. «Vi^M >"Mlel sogar ein Graf?» Der Gefragte bedauert "' p"'^, Form, dass er anch das leider nicht bestrewn ^ Silas P. Higgins wird durch die liebenswurW ^ seines Mitreisenden zu weitere» Schritten verleue^^ sind doch wohl auch ein reicher Mann, der über ^ ^ Dollar verfügen kann?» Der Graf nickt, und w ^ angeborenen Scheu amerikanischer Demotraten ^,^ Leuteu aus der alten Welt, die einen Titel f'H" ^le Higgins vierte Frage wieder kleinlauter: '^^o^ nicht verletzen, vielleicht besitzen Sie sM»-' .^tli^ Dollars?» Der englische Magnat äußerte besche" .^ dass sein Vermögen wohl auch diesen Vetrag ^^ könnte. «Na,» ruft Silas P. Higgins jetzt, "'^" zch zu einem nochmaligen Schlafe in Positur setzt, * ^ jch ein Graf wäre mit all diesem schiinen Geld, so' .^ü, mir sicherlich einen Schlafwagen für mich allem wenn ich so schnarchte, wie Sie es thun.» «n-hell - (Die Nutzbarmachung des ^,..^ zur Bewässerung.) Wenn man den 3«^"^ gehalt des Nebels aufsammeln und zur Bewässe^ ^ wenden könnte, so würden hierdurch viele regena .^ ^ daher mehr oder weniger unfruchtbare Landstnch ^ trägnisreichen Voden verwandelt werden. ^ ^lal^ welche sich beispielsweise in den westlichen norda" .^ ^ schen Hochplateaus während der trockenen An .^ ^c Nacht bilden und die oft fehr dicht sind, werde" ^ Früh durch die ersten Strahlen der Sonne zer^ ^ wäre nun eine mechanische Vorrichtung nothwendw, ^,^ die Wasserpartikelchen aufnimmt uud zum ^" ^chiehl ebenso wie dies von den Blättern der Väuine U ^ Wie wir einer diesbezüglichen Mittheilung ^ Al^ Anwaltes I. Fischer in Wien entnehmen, hat ^gehe^ cliffe, ein amerikanischer Meteorologe, die 3^8^^ ^s studiert ulld hat Dynamit-Explosionen zur ^""9 ^ / gedachten Zweckes vorgeschlagen. Die Versuche >^lig ausgefallen, nur ist die Sache vorläufig noäi Morgennebel auftauchende Reigen der Nixen, das traurig stimmende Flussufer, der Dnjeprgrund mit dem Nussalkensitz — alle diese Momente geben der Dichtung gewissermaßen einen musikalischen Grundriss, der zudem von warmer, wogender Dramatik durch, pulst ist. Wir sind zu Ende mit unserer Skizze. Wir kennen jetzt die Probleme, die Puschkin, den Dramatiker, beschäftigt haben. Wir sehen, dass es die Höhen und Tiefen des Menschendaseins sind, die sein rastlos schaffender Geist umfieug. Auf welches poetische Gebiet wir dem gefeierten Dichter auch folgen mögen — auf das Gebiet des Dramas, der Lyrik, des Versromans oder der prosaischen Novelle — überall werden wir edeln Kunstformen begegnen, die von einer wunderbar geklärten, harmonifchen Weltanschauuug getragen sind. Bringt man in Anschlag, dass Puschkin im Alter von 38 Jahren starb, dass er den «Boris Godunow» mit 2U Jahren schrieb, den »Eugen Onegin» mit 32 und die »Russalta» mit 34 Jahren beendete, so muss man Puschkin bewundern. Ob er noch Größeres geleistet, wenn er länger gelebt hätte, lassen wir dahingestellt. Auch so gebürt Puschkin ein Ehrenplatz unter den Geisteshelden der Weltpoesie. Ist Puschkin «modern»? Im heutigen «decadenten» Sinne gewiss nicht. Er ist auch kein «Heide», wie sich einige neue russische Kritiker ausgeklügelt haben. Aber Puschkin war em sittlich freier Menfch, der die vernünftige Weltorduung anerkannte und die höheren Meuschenrcchte verfocht, und das trotz seiner scheinbaren Zerfahrenheit und des unruhigen Drängens seines äußeren Lebens. Und darum werden seine Schöpfungen leben, aller «Modernität» zum Trotz — ja, sie werden sogar diese iwrrdamrn. Maöants Hlarcisse. Roman von <5l. «aft. (35. Fortsetzung.) Madeleine wankte und lehnte sich fest an Sonjas Schulter, während in hellen, vollen Tönen eine Männerstimme in den stillen Abend hinaussang: Sich, wie der Abend siulet, Thau auf den Gräsern blinket; Leis iu den hohen Rüstern Reget sich heimliches Flüstern. Liebchen, komm', lass uns kosen! Hort bei den glutigen Rosen, All dem Springquell in» Garte», Da will ich deiner warten. O, komm', mein Lieb! Schlin ist die Nacht, Gar schnell «erbleicht der Stcrue Pracht, Noch glüht und gläuzet uns ihr Licht! O, komm', mein Lieb! O, zttg're nicht! Der letzte Ton verhallte. «O, komm', mein Lieb! O, zög're nicht!» sprach Madame vor sich hin und ein süßer Schauer durchrann ihren Leib. «Eine herrliche Stimme!» flüsterte Sonja erregt. «Wenn ich nur wusste, wer der Sänger ist! Aber du zitterst! Es friert dich! Komm', lass uns nach dem Hotel zurückgehen! So schön auch die Stimme ist, einen so hohen Preis, dass du dir ihretwegen hier eine Erkältung holst, ist sie denn doch nicht wert!» Auf Madames Lippen lag ein weiches und doch starres Lächeln. «Meinst du? Nun, so hole mir meinen Shawl,» sagte sie hastig, «und erkundige dich auch gleich, ob die Partie Schach zwischen dem General Zanow und deinem Vater imwischen beendet worden ist. Vielleicht chlieht lehkrer sich dir in diesem Falle an!» «Aber willst du nicht lieber mitkomme'" ^ Sonja. «Du bebst ja am ganzen Mrs> fürchte —» Oolt «Fürchte nichts!» fiel ihr Madame "'s ^l «Geh' nur, geh'!» Sie drängte Sonja nm> ^ Gewalt vorwärts. «Der Abend ist so W», ihn gar zu gern noch ein wenig genießen» . ^d «Nun denn, auf Wiedersehe»!» "ef , Z^ eilte flüchtig wie eiu Reh den Strand entlang' ,,„F dreimal wandte sie noch den Kopf M"» «' ^sB fah sie die in fchwarze Gewänder M""^^ an der Düne stehen und mit einem welpen winken. .^, Noch glüht und gläuzet uns ihr Llchti O, komm', mei» Lieb! O, zög're n,cht> , sang halblaut die Stimme hinter dem Sa"dhAe'"^ Ein schluchzender Laut entrang s^ -" Kehle. ^ .alb " «O, du!» schrie sie halb beglückt, V zweifelt auf. .^ ha^ Als Sonja die ersten Häuser ""'" c v" blickte sie noch einmal znrück, aber Madele"" schwunden. . Altt s «Die Arme! Sie ist gewiss h"ter. d" r'vAe flüchtet!, murmelte sie uud strebte haM" ^ ^ «Es weht aber auch wirklich recht kühl «" herüber!» ,, < Nachdem Sonja, im Hotel angeko"'^^ e'»^ Shawl um die Schultern geworfen und i'<^ ^ B! ^ zweiten für Madame versehen hatte, g'^ ' zB^ Veranda hinaus, wo Lutowojski mtt eu'^OH"" im Bade zusammengetroffenen Bekannten spiele sah. .Hibacher Zeitung Nr. 123. 991 31. Mai 1899. y "- (Die schwimmenden Gärten in Km ^ 2" seinem Nuche «Notizen über Mexiko» h^raf Harry Kefsler nachstehende interessante Schilde-^' Wir sind heute morgens zum Blumenmaikt am ^»nal hinausgefahren. Hier legen die Landleute an, ^uf dem Wasserwege ihr Gemüse und ihre Blumen lil w ^ bringen; die schwimmenden Gärten, die Mexiko ^wlutnen versorgen, die Chinampas, liegen draußen ^ee. der zu Cortez' Zeiten die Stadt zur Insel lto '„ ^b^ aber zum größten Theil trockengelegt ist. H >ähtt auf der Viga in flachen, mit Sonnendächern ^henen Gondeln zu ihnen hinaus. Eine Wridenallee ^ am Canal entlang; jenseits sind grüne Wiesen und ^itrzackten Züge des Hochgebirges. Das Wasser ^ bis an den Rand der Uferböschungen, von alten, ^"Len Steinbrücken überspannt, an denen noch Neste ^spanischen Wappen stehen; beim Durchfahren ^pt man das Schutzdach nieder und streckt sich lang A "Nl nicht anzustoßen. Bananendickichte, die die ^tn dn Eingeborenen umgeben, beschatten bei ^Vörfern, die am Wege liegen, den Wasserspiegel. ^Mlllnpas waren ursprünglich bewegliche, mit Erde ^ Flöße; der ganze Garten fuhr morgens zu >«i»,' ^^ liegen sie auf dem Boden des Sees fest hN'ert. Schmale, labyrinthartig sich kreuzende Canäle tz^ttl die kleinen Schlammparcellen. Auf jedem A^n wird in winzigen Beeten nebeneinander verwes buntes Kraut gebaut; und am Wasserrande Mtl wilo Weiden, Iris und rother Mohn. Die Unliebe ist in Mexiko fast so groß wie in Japan: ' ^ die Armen schmücken ihre Kammern mit Blumen h^streueu Blüten ihren Schuhheiligen. Die Chi-^s sind vielleicht zum Theil aus diesem Grunde Ausflugsziel des niederen Volkes von Mexiko ge-U"- Am Dörfchen Santa Anita legen die Gesell-h/en an. Der Ort besteht zum lgrößten Theile aus ^«Wirtschaften und offenen Rasthütten aus Bambus ^ Halmen und Nopalsträuchern. Hier wird tagsüber H. sespielt und Pulque, das fade, seimige National-^" gezecht. Des Abends aber, in der Dunkelheit, ih 5 die Boote zu Dutzenden mit Lampions behängt tz^Nal hinunter zur Stadt zurück. Männer lachen hlk ,^lldeln oder singen mit weicher, tiefer Stimme ^ wüthige Lieder, und Mädchen mit hellen Blumen-h.^n im Haar lehnen sich über den Bootsrand hin- K^.Uud lassen die Hand in den lauen Wellen nach-leisen. " " ^ ^ ^ (Neues Clement.) In der Iahressitzung ^'"o^al t-)o«iot)'» in London machte Sir William ^? ^ Mittheilnng, dass er ein neues Element ^>Ül habe, welchcnl er mit Zustimmnng der Ver-^6 den Namen «Victorium» gab. Das neue ll>u!^ ^^^ ^ne braune Farbe und hat ein Atom- ^ von etwa 117. ^/^ (Etwas spät.) Wenn jemand zufällig Herrn ^ Williams aus Massachusetts treffen sollte, kann ktM sagen, dass er, Williams, in seine Heimat hehren darf. Williams wurde aus Massachusetts im l^e 1^41 ^,^ ,^^ Ketzerei verbannt. Vor einigen l^ erst hat die Legislatur deS Staates nach «reif-tz^'. Überlegung erklärt, dafs der Verbannungsbeschluss ^ .^ sei und aufgehoben werden müsse. Roger Williams ^td "^ Vaptist in Massachusetts. Als er verbannt tz^ gieng er nach Rhode Island. Er hat nun schon ^ Jahre nichts von sich hören lassen. ^^_____________________________________ Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ernennungen.) Der Finanzminister hat die Evidenzhaltnngs-Geometer II. Classe Josef Koritzky, Roger Bassin und Heinrich Swalla zu Evidenz-haltungs - Geometern 1. Classe in der X. Rangsclasse ernannt. — (Zur Geheimhaltungspflicht der Steuerco mmissions - Mitglieder.) Der Oberste Gerichts- als Casfationshof ist bereits in die Lage gekommen, im Sinne des 8 246 des neuen Perfonalsteuer-Gesetzes, welcher die Pflicht der strengen Geheimhaltung für die Mitglieder der Steuercommissionen normiert, zu judicieren und eine Strafe über den Verleher zu verhangen. Wie wir der letzten Nummer des «Slovenski Pravnik» entnehmen, hat im verflossenen Jahre A. als Mitglied der Personal - Einkommensteuer - Commission im Küstenlaude seinen Tischgenossen im Wirtshanse Folgendes mitgetheilt: «Johann K. wollte die Commission irreführen, indem er begehrte, dass wir sein Einkommen getrennt von jenem seiner Ehegattin besteueru sollen, was jedoch nicht stattfinden kann, da die Scheidung keine gesetzmäßige ist.» Von der diesbezüglichen staatsanwaltschaftlichcn Anklage wurde A. in erster Instanz freigesprochen mit der Begründung, dass in diesem Falle nicht die Erwerbs- und Vermögensverhältnisse eines Steuerpflichtigen mitgetheilt wurden und dass die Geheimhaltungspflicht fich auf sonstige Gegellstände der Com-missionsuerhandlung nicht erstrecke. Der oberste Cassationshof gab jedoch mit der Entscheidung vom 18. Februar 1899, Z. 15.577 ox 1898, der Nichtigkeitsbefchwerde der Staatsanwaltschaft Folge und verurtheilte A. zu einer entsprechenden Geldstrafe. In den Gründen werden drei verschiedene, im Sinne des 8 246 des Personalsteuergesetzes zu ahndende Thatbestände anseinandergehalten, nämlich die unberechtigleMittheiluug: 1.)der Erwerbs-, Vermögens- und Einkommensverhältnisse des Steuerpflichtigen; 2.) des Inhaltes des Steuerbekenntnisses; 3.) des Inhaltes der darüber gepflogenen Verhandlung. Das Begehren auf getrennte Besteuerung des ehegattlichen Einkommens bildete in diesem Falle einen Theil deS betreffenden Stcuerbekenntnisses. Ferner hat die Commission dieses Begehren mit Beschluss abgewiesen. Der Angeklagte hat daher durch Mittheilung dieses Beschlusses an unberufene Neugierige gegen die Bestimmung des § 196 I. o. gehandelt und auch in dieser Hinsicht die Vorschrift des § 246 1. c;. verletzt. — (Vom Landwirtfchaftsrathe.) Von Samstag bis Montag haben im k. l. Uckerbauministerium die Subcomitts, betreffend die Hagelversicherung, die Vlackrot-Frage, die zweckmäßige Organisation der landwirtschaftlichen Interessenvertretung, die handelspolitischen Angelegenheiten und die Förderung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, getagt. Was insbesondere die Verhandlung des genossenschaftlichen Subcomitts betrifft, so war das Ergebnis derselben ein Ueberblick über den derzeitigen Stand des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens in den im Rcichsrathe vertretenen Ländern, wie ein solches in gleicher territorialer Vollständigkeit bisher noch nicht versucht worden ist. Ein besonderes Verdienst um diese Vollständigkeit haben sich die aus Prag, Lemberg, Krakau und Laibach zugezogenen Experten erworben. Der Experte Herr Advocat Dr. Ivan Güsters it aus Laibach erörterte die Frage einer Reichs-Ge« nossenschaftscasse uud schilderte die Thätigkeit des sogenannten Laibacher Verbandes. Die erste Raiffeisen-Casse in Kram wurde 1894 gegründet. Heute bestehen 34 strenger Observanz. Dieselben pflegen nach mährischem Vorbilde auch das Ankaufsgeschäft nnd mit Üt '^itte um Entschuldigung, wenn ich störe,» sagte ^Ni ' die Herren zutretend. «Wie es scheint, ist die "noch nicht beendet.» btzz . "fort! Ah — hahccha — matt! Ich habe lein '^ 'ln Spiele!» lachte Lutowojski und erhob sich. ^ "U bist allein?» setzte er gleich darauf besorgt Vb? 'VW ist denn Madame de Verneuil, mein kty^ntell am Strande, Papascha. Ich bin nur ^lManfen, um ihr einen Shawl zu holen und M D wieder zu ihr zurück. Willst du mich nicht 5h'Gern, mein Tä'ubchcn! Auf Wiedersehen!, rief ^ 3.l^"er"l. zu, dann reichte er Sonja den Arm Mug Mit ihr den Weg nach dem Strand ein. l^A" W,H f„^ mit fanftem Wehen über die ^ Agenden Wogen, deren fchneeige Häupter nur «t<^us dem sie schleierartig verhüllenden Nebel ^ !^ "^5 Madeleine nur sein?» sagte Lutowojsli ,2> beunruhigt umher. «il h,.^rt drüben an jener Düne trennten wir uns. ^üjll ^"^ derselben Schutz gesucht haben,» meinte V."."b rief laut Madeleines Namen, aber es er-l^'ne Antwort. I ü^stoö ^ lM das zn bedeuten? Sollte ihr ein Unglück «Nde sein?, murmelte Lutuwojski und trocknete W ^ Angstschweiß von der Stirn. «Sonja, ich bitte H^j«! ^ voraus, du bist jung, ich - aber da ist « Val> rief er Plötzlich nnd schritt, so schnell ei vermochte, Madame entgegen, die soeben hinter der Düne hervortrat und hastig vorwärtsstrebte. «Wir waren deinetwegen sehr in Sorge,» keuchte er, als er Madeleine erreicht hatte, beinahe athemlos. «Hast du denn nicht Sonja nach dir rufen hören?» Madame schüttelte den Kopf, und ihre blassen, leise bebenden Lippen nmspielte ein zerstreutes Lächeln. «Nein, ich habe nichts gehört! Der Wind — die Wellen — — dn verzeihst!» Sie ließ sich von Sonja den Shawl um die Schultern legen und schob dann ihre Hand unter Lutowojslis Arm. «Nun wollen wir heimgehen, ja?» «Aber du sprachst doch vor ungefähr zwanzig Minuten davon, noch ein wenig den Abend genießen zn wollen,» warf Sonja verwundert ein. Madame lächelte. «In der That? Nun, jetzt habe ich meinen Cnt-schluss geändert. Der Nebel könnte einer mir theuren Person schaden!» «Wie gut, wie aufmerksam du bist!" sprach Luto-wojsli und'beugte sich zärtlich zn Madeleine herab. «Ich fühle mich kerngesund und bin mit Freuden bereit, dir Gesellschaft zu leisten, wenn du noch hier verweilen willst.» »Nein, nein, lass uns lieber gehen!» drängte Madame und warf noch einen letzten Nlick nach der Düne hinüber, auf welcher das straffe, hochhalmige Gras geheimnisvoll raufchend und raschelnd hin und her schwankte. (Fortsetzung solyN Rücksicht auf locale Verhältnisse auch das Hypothekar-Geschäft. Der Verband erstreckt seine Wirksamkeit auch auf das Küstenland und Dalmatien. In jüngster Zeit wurde in Laibach nach niederösterreichischem Vorbilde eine Winzer-Genossenschaft errichtet, in der Wochein wirkt seit Jahren segensreich eine Käserei-Genossenschaft. — Das Mitglied des Subcomites, Secretär der l. t. Laudwirtschafts-Gesellschaft für Kram, Herr Gustav Pirc, ergänzte diese Mittheilungen durch die Schilderung der 22 in Krain bestehenden Molkerei-Genossenschaften, welche Butter sogar nach Tirol exportieren. — (Der heurige Sommer) wird, wenn Professor Falb mit seiner Prognose Recht behalt, kläglich genug ausfallen. So hätte man nach Falbs Berechnungen zu erwarten: Vom 1. bis 5. Juli: Gewitter mit bedeutenden Niederschlägen, die Temperatur sinkt langsam. 6. bis 10. Juli: Gewitter und Regen hören auf, Neigung zum trockenen Wetter, die Temperatur sinkt unter das Mittel. 11. bis 14. Juli: Starke Regengüsse, zeitweise mit Gewittern, um 12. herum sinkt die Temperatur neuerdings unter das Mittel. 15. bis 26. Juli: Keine Aenderung der Situation. 26. bis 31. Juli: Wieder mehr Rege», viel Gewitter. I. bis 7. August: Die Temperatur sinkt unter den Durchschnittsgrad, starke Regengüsse. 8. bis 11. August: Weniger Regen, die Temperatur steigt. 12. bis 15. August: Starte Regengüsse, stellenweise Wolkenbrüche, die Temperatur sinkt. Den September hingegen bezeichnet Falb als sehr trocken, die erste Halste werde warm sein uud die Temperatur wiederholt über das Mittel steige». In der zweiten Woche melden sich Gewitter, die bis zum 15. dauern. Das erste Drittel wird sozusagen ohne Regen vergehen, im zweiten Drittel zeitweise Regen, im dritten hören Regen und Gewitter fast gänzlich auf. Für October, November nnd December prophezeit Falb mildes und schönes Wetter. — Die Vorhersagungen Falbs für den Mai find so ziemlich eingetroffen. — (Vom Postsparcassenamte.) Aus dem vom Director des Postsparcassenamtes an den HandelS-nlinister erstatteten Rechenschaftsbericht des Postsparcassenamtes für das Jahr 1896 geht hervor, dafs fämmtliche Gefchüftszweige des Postsparcassenamtes in dem abgelaufenen Jahre neuerlich günstige Resultate ergeben haben. Die Zahl der Einleger ist um 77.059, das Barguthaben um 5,391.147 ft. und das Staatspapierdepot um 2,070.140 fl. Nominale gestiegen, fo dafs die Gesammt-zahl der Sparer sich Ende 1898 auf 1,318.626 Personen belief, für deren Rechnung ein Guthaben von 59,892.914 fl. in Barem und von 23,446.080 fl. Nominale in Staatspapieren bestand. Außerdem wurden für die Spareinleger aus ihrem Guthaben Staatspapiere im Nominalbetrage von 28,754.310 st. angekauft, so dass die durch Vermittlung der Postsparcasse erzielten Ersparnisse 110 Millionen übersteigen. Im Checkverkehr hat die Anzahl der Theilnehmer um 3280 zugenommen (Ge-sammtstand Ende 1893 — 37.469), die ein Barguthaben von 101,567.623 fl. und im Staatspapiergeschäft ein Depot von 8,857.270 fl. Nominale hatten. Der Umsatz im Checkuerlehr belief sich auf 4402 Millionen Gulden, wovon 37 Procent im Clearingverkehr. Im Berichtsjahre wurde ein Reingewinn von 2,245.268 fl. 80 kr. erzielt, welcher zur Abfuhr an die Postanstalt gelangte. — (Der Turnverein «Sokol») veranstaltet heute unl 8 Uhr abends im Glassalon des Gasthofes «zum Stern» einen ^our-tixe-Abend, an welchem unter anderem die projectierten Vereinsausflüge zur Erörterung gelangen werden. An der Unterhaltung wirken der Gesangverein «Slavec» und der Tamburaschen-Club «Zvezda» mit. — (Erhebung des Bauzustandes der Pf runden geb äude in St. Veit.) Die infolge Ablebens des Pfarrers Stefan Iaklic in St. Veit bei Sittich nothwendig gewordene Erhebung des Bauznstandes der Pfrüudengebäude wurde seitens der politischen Behörde in Littai auf den 15. Juni um 9 Uhr vormittags an Ort und Stelle anberaumt. An der commissionellen Erhebung wird auch ein seitens der Landesregierung abgeordneter Staatstechniker theilnehmen. —ik. * (Erdabrutsch ung.) Aus Stein wird uns mitgetheilt: Infolge starker Regengüsse fand am 25. d. M. eine Erbabrutschung in Hom, Gemeinde Hrusica, statt, welche dem Besitzer Nikolaus Hanciö Nr. 13 von eben-dort den unterhalb liegenden Obstgarten in der Länge von 60 und ili der Breite von 45 Schritte sammt den Obstbäumen total zerstörte und einen Schaden von 150 fl. verursachte. Ferner ruinierte diese Erdabrutschuug dem Besitzer Josef Subelj Nr. 10 aus Hom einen mit Weizen bebauten Acker in der Länge von 45 und in der Breite von 19 Schritte, wodurch derselbe einen Schaden von circa 100 fl. erlitt. Der zwischen den Parccllen obiger Besitzer liegende fahrbare Gemeindeweg wurde hiebei ebenfalls in der Länge von 45 Schritte gänzlich zerstört und ist im gegenwärtigen Znstande selbst für Fußgänger unpassierbar. Die Herstellungskosten des letzteren werden auf 200 fl. geschätzt; die Reparatur desselben erscheint dringend nothwendig, weil dieser Fahrweg die einzige Communication zwischen den Ortschaften Gradisie, Hom und Kostein bildet und wurde wegen Herstellung des Weges bereits das Erforderliche veranlasst, —r, Laibacher Zeitung Nr. 123. 992 31. Mai lM — (Beim Botanisieren abgestürzt.) Ueber den Tod des Herrn evangelischen Vicars Otto Baum gart geht uns folgende nähere Mittheilung zu: Herr Vaumgart hatte am Pfingstsonntag in Feld am See eine Predigt gehalten und begab sich sodann am Pfingstmontag in der Früh vom Hause, um in der Umgebung zu botanisieren. Er mag an verschiedenen Orten seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen sein, denn derselbe wurde von mehreren Leuten bald hier bald dort gesehen. Als er um die festgesetzte Stunde nicht nach Hanse lam, vermuthete man ein Unglück uud stellte Nachforschungen an. Aber erst am Mittwoch gelang es, den Vermissten unter einer abschüssigen Stelle aufzufinden. Der Vicar stürzte aus einer beträchtlichen Höhe, woselbst er Maienblumen pflückte uud sich hiebei an einem Gebüsche festhielt, in die Tiefe. Er wurde auf dein Gesichte liegend, Maienblumen krampfhaft in der Hand haltend, todt aufgefunden. Defsen Beerdiguug erfolgte Donnerstag in Feld am See. — (In Aischoflack) wird am 4. Juni um halb 4 Uhr nachmittags im Locale «Zur Krone» eine Versammlung abgehalten werden, auf welcher der Director der k. k. Landwirtschafts-Gesellschaft in Laibach, Herr Gustav Pirc, über die Gründung einer Filiale der l. t. Landwirtschafts-Gesellschast und Errichtung einer Milchgenossenschaft in Bischoslack vortragen wird. —u— — (Die Neu marktler Liedertafel) veranstaltet am Sonntag den 4. Juni um 4 Uhr nachmittags in der Gastwirtschaft des Herrn Josef Mauer-hofer in Pristava eine Liedertafel, verbunden mit einem Tanzkränzchen. Die Clavierbegleitung der Gesangsnummern hat Frau Vertha Köttner übernommen; die Musik besorgt eine Abtheilung der Werkskapelle von Assling. — (Ein furchtbarer Hagelschlag) vernichtete in der Nacht von Freitag zum Samstag die halbe Ernte der Insel Lissa. Man schätzt den Schaden auf 700.000 fl. Es wurden faustgroße Eisstücke gesammelt. An manchen Stellen waren die Weingärten über ein Meter hoch mit Eis bedeckt. — (Ein aufgelöster Verein.) Der Verein «I^sß». äsila Aiovontu iriulanu.» in Görz wurde von der politifchen Behörde aufgelöst. Der Obmann diefes irredentistischen Vereines, Veterinär Adolf Codermaz, befindet sich wegen Hochverrathes in Unter-fuchungshaft. — (Das kroatifche Gymnasium in Pisino.) Im «Osservatore Triestino» wurde im Samstagsblatte eine Concursausschreibung zur Besetzung zweier Lehrstellen am kroatischen Gymnasium in Pisino Verlautbart. — (Schwere körperliche Beschädigung.) Anlässlich einer im Gasthause des Anton Oetina in Oberschischka stattgefundcnen Hochzeit entstand bei der Tanzunterhaltung zwischen mehreren Burschen ein Wortwechsel, weil der Inwohnerssohn Jakob Slodlar mit der beim Inwohner Perko bediensteten Maria Gkander getanzt hatte und dabei mit derselben auf unerklärliche Weise zu Boden gefallen war. Jakob Skodlar begab fich darauf aus dem Gasthause, wurde aber von den Burschen Johann und Matthäus Aurger erfafst und vom Perko mit einem Messer am Kopfe fchwer verwundet, fo dass er ins Landesspital überbracht werden musste. Die Thäter wurden durch den Gendarmerieposten ins Inquisitionshaus eingeliefert. —!. — (Oeffentliche Gewaltthätigkeit.) Am 28. d. M. gegen 11 Uhr nachts versammelten sich mehrere Burschen aus Medija, Norje, Vrh und Hmelno in der Ortschaft Vorje, woselbst sie znerst sangen und jauchzten, später aber beim dortigen Grund- und Hauspächter Matthias Otebal zu excedieren und dessen Wohngebäude mit Steinen und Holzknütteln zu bewerfen begannen, wobei die ganze Vorderfront des Hauses start beschädigt wurde. Schließlich versuchten die Burschen in eine Ge-treidekammer, woselbst Stebal mit seiner Gattin schlief, gewaltsam einzudringen und bedrohten hiebei Stebal mit dem Erschlagen. Erst als die Nachbarn Ztebal zu Hilfe eilten, verließen die Burschen den Thatort, Der ganze Vorfall wurde von der Gendarmerie dem com-petenten Bezirksgerichte in Littai angezeigt. —ik. —(Selbstmord eines Corvetten-Capi-t ä n s.) In Pola hat sich Corvetten-Capitän Otto Regner Ritter von Bleyleben wegen eines qualvollen Kopflcidcns durch einen Schuss in die Schläfe entleibt. Corvctten-Caftitä'n Regner zählte zu jenen See-Officieren, denen eine große Carriere vorherbestimmt schien, indem er in verhältnismäßig jungen Jahren und als erst heuer im Mai avancierter Eorvetten-Capitän zu der Stellung eines Stabschefs bei der dritten Division in der heurigen Sommer-Escadre berufen wurde. 2lu»io» »»or». Donnerstag den 1. Juni (Frohnlcich-namsfest) Pontifical« m t in derDomlirche um 8 Uhr: Instrumentalmessc von W. E. Horal, Graduate und Sequenz von A. Foerster, Offertorium von I. Ä. Müller, nach der Procession ^nntum oreo von Maldeck. Theater, Kunst und Literatur. — (Ueber Masse nets neue Oper «Ascheu« brödel») wird der «Vossischen Zeitung» aus Paris geschrieben: Die «Aschenbrödel »-Partitur ist typisch für Massenets Art. Das Orchester vom Ansang bis zum Ende raffiniert, viele Chöre, Anetten und Gesammtstücke niedlich, gefällig, nett, aber das Ganze schwach, gleich-giltig, langweilig, Die Musiler werden an dem Welle wenig zu rühmen finden. Das Publicum wird für die humoristischen Chöre und Arien, für die Lauten- und Violin-Alterthümlichteit uud für die Märchenglocken dankbar sein. Die Ausstattung aber ist das eigentlich Märchenhafte des Stückes. Sie ist so lostliar hergestellt worden, weil der Leiter der Komischen Oper darauf rechnet, in Massenets «Aschenbrödel» sein Weltausstelluugswcrt gefunden zu haben. — («SlovenskiDravnik»), redigiert von Dr. D. Majaron, weist im Maihefte folgenden Inhalt auf: Ueber das Cartellwcsen. Von Dr. A. F. — 8 39 Exec.-O. und die Löschung des zwangsweise begründeten Pfandrechtes. Von I. I, Kavcnil. — Gerichtsärzt-liche Gutachten, V. (Schluss). Von Dr. P. Defrau-ceschi. — Das Antlageprincip in unserem Strafverfahren. Von Dr. I. Z. O. — Rechtsfälle: Civilrecht. u) Der Inhalt einer Urkunde ist so auszulegen, dass sie sich selbst nicht widerspricht, li) Zur Anwendung der §8 471, Z. 3, 49 und 50 C. Pr. O. c) Die vierzehntägige Revisionsfrist, ä) Ein Grundbuchsfall. Strafrccht: u,) Die Bestimmung des 8 246 des Gesetzes über die directen Pcrsonalsteuern enthält drei voneinander unabhängige strafbare Thatbestände, d) Das Gesetz über die Rinderpest wird schon durch fahrlässiges Handeln verletzt; man muss sich an richtiger, coinpetenter Stelle über das etwa bestehende Einfuhrverbot erkundigen. — Literarische Berichte. — Miscellen. — (Der Kunst wart.) Herausgeber Ferdinand Uvenarius. Verlag D. W. Callwey, München (vierteljährlich M. 2 50, das einzelne Heft 50 Pf.). Heft 16 enthält: .Naturalistischer Stil». Von Paul Schultze-Naumburg. — Von der jüngsten deutschen Literatur. Von Adolf Bartels. — «Ein Heldenleben» von Richard Strauß. Von Arnold Bifchoff. — Sprechfaul: «Immer mit Ausdruck». Von Wilhelm Holzamer. — Lose Blätter: Gedichte von August Kopisch. — Rundschau, enthält u. a.: Ein wichtiger Nebenzweck der directen Rede in der Poesie (Karl Spitteler). — Münchner Theater. — Wiesbadener Festspiel-Einladungen. — Französische Oper in Berlin. — Die Bilderflut in Wien. — In Sachen des Dresdner Ständehauses. — Illustration zur Körperpflege. — Der scherzhafte Polizeidirector u. s. w. — Biloerbeilagca: Leopold Graf Kalckreuth, Holsteinischer Bauer. Rembrandt, Große Krankenhcilung. (Hundertguldenblatt.) — (Collection Hartleben.) Eine Auswahl der hervorragendsten Romane aller Nationen. Siebenter Jahrgang. Vierzehntägig ein Band, eleg. geb. » 40 kr., jährlich 26 Bände. Das Programm des siebenten Jahrganges der Collection Hartleben, von welchem bereits 20 Bände ausgegeben sind, umsafst folgende Romane: I.—III. Black, William, Sabiua Zembra. — j IV.—V. Guidi. Orlanda, Ifabella Fianelli. —' VI. Brociner, Marco, Das Nlumeukiud uud andere Novellen. — VII.—VI11. Üesueur, Dauiel, Hassende Liebe. — IX. Iosika, Koloman Freiherr von, Comtesse' Tini. — X.—XI. Lanckcn, B. von der,.Der Günstling. — XII.—XIII. Cameron, Lovett, Ein schwaches Weib. — XIV. Guglia, Eugen, Das Begräbnis des Schauspielers und andere Novellen. — XV. Cantacuzrne, Olga, Carmela. — XVI.—XVII. Casetti, Alex,, Das Vermächtnis. — XVIII. Roest, Nust, Firma Löwe, Kurt die ungarische Pression in der Ausglcichsfra^ P ^ erheben. Der Dringlichkeitsantrag wird "V^d angenommen. Im Laufe der Debatte betont rM ,^ neter Dr. Lueger, die Verhältnisse spitzen ^ der letzten Zeit derart zu, dass die ErkeM'tM» Nothwendigkeit einer gemeinsamen Abwehr U ^ Ungarn allgemein geworden sei. Redner ^klar , .^ Christlich-Socialen werden unbedingt an ber ^ , ^ bürgschaft der Deutschen festhalten,' und bezeH"^ als ein Glück für Oesterreich, dass endUcy Einigung der Deutscheu iu nationaler «ittz v zustaudegekommeu ist. ^B Nachdem die Abgeordneten Nuske und ^u>' ^ gesprochen haben, erklärt Abg. Dr, Lueger, Oe'r ^ müsse Ungarn gegenüber einig sein. Der ^"t"' b< die einzige tagende parlamentarische Körperich^l' ^ die Pflicht, die Annmßullgen Ungarns '" ^ Energie zurückzuweisen. Das Meritum des ''> ^ Schlesinger wird angenommen. Der ZusatMU ^, Abg. Noste, die Regierung sei aufzuforder», > Reichsrath sofort einzuberufen, wird mit ^ " 31 Stimmen abgelehnt. .^B Wien, 30. Mai. Der Statthalter W"^ die Interpellation des Abg. Schlesinger "A'^ale Beschlagnahme von Mittheilungen zweier H^g'' über den Polnaer Mädcheumord, wobei ^e ^^ nähme auf coufeffiouelle Momente zurückgeführt . dahin, dafs nach den Staatsgrundgesetzen ^" ^M lichen Beamten ein Unterschied wegen ihrer ^"'^F uicht gemacht werden dürfe. Der Statthalte ^, entschieden die iu der Interpellation aufgestc.lu ^. hauptungen zurück, welche geeignet feien, ^^B" zeugung von der Objectivitä't der bewährt M!^ Polizeibeamten in der Oeffentlichkeit zu erM"^,'. Wien, 30. Mai. Der Gemeinde- "nd " ^. sungsausschuss des Landtages beschloss eine M"^ worin die Negierung aufgefordert wird, "^» Oo» nität der Abgeordneten und die Freiheit des ^ sitzenden gegenüber deu Einflüfsen von auu ^ schütze» uud eine Wiederholung ähnlicher V"N" z« die Forderung des Hofrathes'Heiterer umnog^ mache». Prag, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Ueber den " «' der Versammlung der deutschsortschrittlichen.^" ^ abgeordneten, welcher auch zwei christlichsowl ^ ordnete beiwohnte», wird gemeldet: Aug. ^^'^ b" gründet de» Autrag, betreffend die Sprachen?^ den autonomen Behörden, Abg. Founner den ^ eutwmf, betreffend die Minoritätsschulen, AM ^i' Weruusku eiuc Geschuorlage. betreffend dle A sieruug des Prager deutschen Bezirtsschul" ^ gic< wurden bezüglich dieser Gesetzentwürfe verschle ^i solutioneu augeuommen. Abg. Pergelt "'"/^n^ die natioualpolitischcn Forderungen der Demi^ h^ Versammlung beschloss eine Zllstilnnmngsc"" ^^< zum Programm und den Dank au die D"^ ^ manner der deutschen oppositionellen Parcel ^j,lO geordneteuhause. Abg. Fuuke begründet eine ^> h„elc!> wvuach seitens der deutschfortschrittlicheu AM die Laudtagsmandate nicht niederzulegen.'"^migl'" Salzbnrg, 30. Mai. (Orig.-Tel.) W:e "a°) ep festgestellt wird, erhielt der LandtagsabgeordN" ^. bei der jüugsteu Laudtags-Ergä'uzungswayl "" sondern 152 Stimme». g lly Verlin, 30. Mai. (Orig. - Tel.) "" le " abends fand beim Kaiserpaare im weipr" ^M königlichen Schlosse eine Paradetafel statt, ".^bttO Erzherzog Franz Ferdinand, das HerMH^, « von Württemberg uud andere Furstllchlu yM österreichisch - ungarische Botschafter von "^ lB Cardinal-Fürstbischof Dr. Kopp uud die s^fficlZ, eingetroffenen österreichisch - ungarischen ^ ely" deputatiouen theilnahmeu. Während des ^' ^e"'^ sich der Kaiser zu eiuem Triutspruche, 'n ' ^ ^d ' sagte, mit Freude habe ihn der Anbllck ^'^e-^lt Hoheit an der Spitze des Kaiser Franz-^" ^s "' nadier-Regiments erfüllt, des Regiments, 'M^ Stolz deu Namen feines hochverehrten r O>'7 Herrn trage und das sich so vieler Bewege „ ^ und Fürsorge seitens seines Chefs zu "^M' Er erblicke in dem heutigen Tage einen '" ^»o. für die treue alte Waffeubrüderschaft .„sch"^ Heeresverbüudeten uud er vereinige Mua ^it el". Willkulnmeugruß für Se. k. uud k. b^.s'M v^h! Hoch auf Kaiser Franz Josef und das H, HuH Seine Majestät Kaiser Frauz Josef H""^ecl^' Hurrah! Die Musikkapelle intonierte die "' Laibacher Zeitung Nr. 123. 993 31. Mai 1899. ^hymne. Hierauf erhob sich Erzherzog Franz Wwnd. Er erwiderte, er spreche im Namen seines ^s und ill seinem Namen den Dank aus für die ,!^'gen Worte des Kaisers und den gnädigen Mng, der ihm hier zutheil wurde. Mit besonderer Me habe cs ihn erfüllt, dass ihm heute Gelegen-^geboten wurde, der herrlichen Parade des (Äarde-v^ beiwohnen zu können und nicht minder mit >°lz und Frende, demselben nun auch auzugehören. ^.erhebe sein Glas und leere es auf das Wohl des HM und der Kaiserin. Seine Majestät Kaiser Mm und Kaiserin Auguste Victorie Hoch! Hoch! M Die Musikkapelle intonierte das .Heil dir im ^erlranz,. Nach aufgehobener Tafel begab sich das .^erpaar mit den fürstlichen Gästen nach dem kunia-^ Opernhause. . Nerlin, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Die Frühjahrs-, °°e des Garde-Corps faud bei herrlichstem Wetter F >ni Tempelhofer-Felde statt. Kaiser Wilhelm H^en iu h^r Generalsuniform, 5?aiserin Augusta H.^la hat die Uniform ihrer Kürassiere mit dem l^pjtz angelegt. Der Parade wohnten bei: Erz-H Franz Ferdinand, Prinz Johann Georg von >Mn und die hier anwesenden Prinzen, viele l^be, namentlich österreichisch-ungarische Officicre ^'^ eine glänzende Suite. Das Feld war vou einer z^Mbaren Menschenmenge umsäumt, welche dem ^rpaar stürmische Hnldigungen darbrachte. Die! K?br und der Vorbeimarsch verliefen glänzend.! ^ Nilhelm führte bcidemale das 2. Garde-' >u>»nent und Erzherzog Franz Ferdinand das Kaiser' ^^'Garde-Grenadier-Regiment vor, woranf der Erz-> ^g mit dem Kaiser nochmals die Front des Kaiser ^i'Garde-Grenadier-Regimentes abritt. Kaiser Ml^'" ^ck sodann unter jubelndem Zurufe des ^ ^»ms an der Spitze der Fahnen und Standarten hdem Erzherzog Franz Ferdinand nach dem Berliner ^sse zurück. z, , lllom, 30. Mai. (Orig.-Tel.) ^Kammer.) Der als ^lungscandidat proclamierte Deputierte Chinaglia ^ zum Präsidenten gewählt. ^Toulon, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Marchand ist üüll^ ^ Schiff hier eingetroffen und von einer ^ ^Mren Menschenmenge am Quai begrüßt worden, ^"tadrid, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Dem Leichen-H^uisse Caftelars wohnte eille überaus zahlreiche ^>chenmcnge bei. Veiin Ueberschreiten des Prado ^ ^ü, <-? ^" Ausschreitungen gegen die Jesuiten. Vor! ,tz 6>nanzministcrinm wurde der Ruf ausgebracht:! ^. ebe die Republik!» Vei der Ankunft auf dem H W wollte die demonstrierende Menge in den-^" eindringen, wurde jedoch voil der Gendarmerie ^'!. gehindert. Infolge dessen kam es zu einer hMerei. Die Bestattung erfolgte um 8 Uhr abends. ^,, Verlassen des Friedhofes ereigllete sich kein "ucher Zwischenfall. ! ^^ondou, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Die «Times» ^ ? "us Peking, in der Angelegenheit bezüglich ^lenk Russland beansprllchten Rechtes, eine directe ^ °?hn von der Mandschurei uach Peking zu bauen, ^: >'ch nichts geändert. Nusslalld ignoriert die ^ung Chinas, diese Rechte einznräumen, ! ^.^?"lg, 30. Mai. (Orig.-Tel.) Der deutsche Ge-^^ ^ Peking überreichte heute dem Kaiser von 1°^ ^l der Audienz den schwarzen Adler-Orden, !ü„j der Kaiserin ° Witwe zwei in der Berliner ^'lhen Porzellaumauufactur hergestellte Girau- '"leteorologische Beobachlungen in Laibach. ^^Cechöhc 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ' 3 ^- Vi. ?4d^3"i6'? ,"NO. uläßig Wilw.^hesser ^>^lb^?41^5 12^2^NW. schwach , hriter __ ^' Mg.! 743 7 ,10-'1, NO. schwach i halb bewüllt s 0 0 ^.^?s Tagesmittel der gestrigen Temperatur 12 8', Nor« ^ verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. Pfeffermünz-Pastillen I sogenannte englische, mit starkem Aroma, befördern die Verdauung, stärken den Magen, sind für Raucher sowie für das schöne Geschlecht unentbehrlich, um einen y~ angenehmen Athem zu erhalten. 1 Schachtel 10 kr., 10 Schachteln 75 kr. h Erhältlich bei (1188) 10 ^briel Piccoli, Apotheker in Laitach S*^^ päpstlicher Hoflieferant, Grösste Auswahl s' eleganter ^r *X) (1266) y<. V^> y/ €A >^ empfiehlt yr rSr y^ zu billigsten Preisen ^/L- Mikusch ^r ZESatiHia-usplatz; 15. Franz Wilhelms abführender Thee von Franz Wilhelm, Apotheker in Neuntirchen, Nieder. österreich, ist durch alle Apotheken zum Preise von ö. W. fl. 1-— per Palet zu beziehen. Wer den Xhee trinlen will, weil er z B. an Gicht, Mhenmatiömutz oder sonst einem veral» teten Nebel leidet, soll von urn acht getheilten Paketen durch acht Taa.e tässlich eines mit einem Liter Wasser auf einen halben Liter einlochen, den abge-lochten Thee durchseihen und zur Hälfte früh bei nüchternem Magen und zur Hälfte abends vor dem Schlafenssehen lauwarm trinlen. — Vei hartnäckigem Leiden soll der Thee beharrlich getrunken werden, bis das Leiben behoben ist (was oft nicht mit einem ganzen Paket erreicht wird). — Ist das tiefsteckcnde Leiden beseitigt, so hat man bann bloß zeitweilig, z. V. bei Beginn der vier Jahreszeiten, ein ganzes Palet zil verbrauchen, wodurch etwa vorhandene ttranlhcittstoffc mit dem Urin und fönst durch die Unterleibsorgane ausgeschieden werden und man von weiteren Leiden befreit bleibt. — Während diefer Thee-Cur ist eine strenge Diät zn empfehlen nnd sind Speisen und Getränke, die den Magen beschweren, zu meiden; fette, lalzige, säuerliche, stark gewürzte Speisen, sowie Genuss von Bier und Wein sind nicht zu empfehlen. Vor Verkühlung und Nässe soll man (3811) sich während der Cur schützen. 9—9 Phoiographische «pparate für Dilettante«. Mir empfehlen allen, die für Photographie, diesen anregendsten und von jedermann leicht zu erlernenden Sport, Interesfc haben das seit 1854 bestehende Specialhans photographischer Vedarfs artilcl der Firma A. Moll. l. u. l. Hoflieferant, Wien, Tuch' tauben 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wunsch gratis verschickt wird. (207) 7—2 Orunolin zum Einlassen von Möbeln, für Tischler, MUbelhändler und Private Erhältlich bei Vriider Eberl, Laibach, Kranciseaner» gaffe. Nach auswärts mit Nachnahme. (882) II—N Lebens-Versicherungs-Gesellscliaft Aelteste Internationale Lebens-Versichornngs-Gesellscliaft der Welt Gegründet im Jahre 1845. In Oesterreich seit 1870. Am 1. Jänner 1899 waren bei der Gesellschaft (1790) 3 373.934 Polizzen über ein versichertes Capital von 4658 Millionen Kronen in Kraft. ---------— Alle österreichischen Polizzen der „NEW-YORK" sind ausnahmslos im Bureau der Gesellschaft zu Wien zahlbar und ausschliesslich den österreichischen Gesetzen und Gerichtsentscheidungen unterworfen. GENERAL-DIRECTION FÜR OESTERREICH: WIEN I., Graben 8 (im Palais der Gesellschaft). The Singer Manufacturing Company, Hamburg, A.-G. Zusammenstellung der Activa und Passiva der Centrale und der Filialen. Activa. M. Pf Passiva. M. Pf. Cassa-Conto............ 51.433 19 Actien-Capi!iil-C«n»o......... 5,000.000 Wechsel-, Effecten-, Vorhchuss- und Gnindungs-Ahschreibungs-Contn . . . 10,"95.486 80 llinterlegungs-Conto....... 1,374.410 56 Abschreibungs-Conto für Ausstände. . 1,634.809 71 Wartn-, Garn- und Fabrications-Conto 6,652.631 24 Abschreihtings-Conto für Bestandtheile j Ausstande.............18,448.421 74 von Nähmaschinen........ 184.628 15 Abschn-ihungs-Conto für Bestände von Nähmascliinen.......... ; 347.754 89 Diverse Crcditoren......... 5,629.402 16 ! ? Cautions-, Provisions-, Steuer-, Personal- i steuer-Conto und Unterslüt/.ungsfonds 2,160139 65 Reserve-Conto........... 106 901 85 Gewinn.......M. 464.656-82 I______________ Saldo aus 1897 . . . . > 3.116-70 467.773 52 j 26,526.896 I 73 26,526.896 7:5 Hamburg den 31. December 1898. The Singer Manufacturing Company, Hamburg, A.-G. G. Neidlinger. Win. S. Church. (2149) Nachgesehen und mit den Büchern übereinstimmend befunden: Hamburg den 22. April 1899. Der beeidigte Bücherrevisor: Richtig befunden: (h. S.) F.Busse. Richtig befunden: K. Marteus, Revisor. Der Aufsichtsrath: Wilh. Rump. Rich. Gieschen. Activa. Bilanz der Zweigniederlassungen in Oesterreich pro 1898. Passiva. ^ __ - ^ Cassa-Conto............ 3.7?1 02 Actien-Capital Conto.........| 486.000 — Hinterlegungs- und Vorschuss-Conto . 2.805 52 Capital-Conto der Centrale Hamburg i Waren-, Garn- und Fabrications-Conto 710 070 56 aus dem Gründungs-Abschreibungs- Ausstände............. 1,178.036 25 Conto..............| 928.649 30 Capital-Conto der Cenlrale Hamburg (! aus dem Abschreibungs-Conto für Ausstände pro 1895........ 24.000 - Abschreibungs-Conto für Ausstände. . 29.578 86 Abschreibungs-Conto für Bestandtheile von Nälimaschinen........ 9.160 64 Abschreibungs-Conto für Bestände von Nähmaschinen.......... 21.217 05 Provisions-, Steuer-, Personalsteuer- und Conto-Corrent-Conto..... 342.340 82 Gewinn.............. 50.736 78 I 1,894.683 | 35 1,894.683 35 Wien den 31. December 1898. The Singer Manufacturing Company, Hamburg, A.-ö. Genehmigt vom VorstaDd: Die Repräsentanz für Oesterreich: Richtig befunden: The Sinßer Manufacturing Company, Hamburg A.-G. W. G r u in b ach. K. Martens, Revisor. G Neidlinger. Wm. S. Ch u rch. Nachgesehen und mit den Büchern übereinstimmend befunden- Hamburg den 22. April 1899. Geprüft und genehmigt der Aufsichtsrath: Der beeidete Bücherrevisor: Will). Rump. Rich. Gieschen. (L S.) F. Busse. Laibacher Zeiwnss Nr. 128. 994 31.MaiM^ Course an der Wiener Börse vom 3t). Mai 1899. ^5 dem osfiillm Co.sl" «. . « . . «eld Ware Slnalü'Znlehen. «»/„ Einheitliche Rent« in Nottn verz. Mai-November . . . 100 70 100 »« in Nut«, verz, Fcbrnar August IN« ) 3N 4"/n bto. 3te»tc in Kroncnwähr., steuerfrei für 2»» nro>,e,l Nom. l<»N40 100 60 dto, dtu, prr Ultimo . . 10« 40 100 «U »>/,"/„ osterr, Iuveslitions-Rente sür 2l>0 Krone» ^lom. . . «n 9-, 8715 VlsenbahU'Stnatoschnlduep» schreivunnen. i» G., steuerfrei (div. St,), für i»,u fl, <», 4"/, 118 7» 119 .'5 Franz'Iojrj-Valiu in Silber (div St.) f. ,«0 ft, «om, 5>/<"/„ 1»» »^ »26 4'' Nudulfsbciyn 4"/,. in K^onenw, steuers. (diu, 2t,), für LOU ttr. Viom.........98 8t» »8 lit» Vorarllelabahn 4"/,!. Klonen!» sleu^rs,, 40U u. 2«ou Kr. f. »00 «r. «um..... 9840 89 2- Zn GtaalöfchuldverschreibilN' genabacslcmp.Eisenb.'Acliln. ÜlNad»'ll)daIi» 200 fl, CÄt, ^'/<°/<< von 20,,!! fl. ü, W. pr. V>ück . L'>4- ^55 l»<> dtu. Linz Vndwel« 2(»> fl. ö. W. ü'/^n........«34 H0 «35 2!> d<». i-nlzb.'Tir 2l,d si», W 5"/^ »z? «<> ,»^8 «-> «al.-Nllll^lldw.l. llM 211-. ji!,i l,», «eld «are »«« Gtaale znr Zahlung übernunimtiic ^isc»l>.'Prlor.» Obligationen. Elifabell)bal)!i «00 u. »00U Vl. 4'/„ ab lU"/n E. St. ... Ilt,'— ll5 1^9 75 dto. Rente in llruiicülxUir., 4"/«, stencrfn'i für^mMlum'uNum. 97>— 97^> 4"/,> dto, dto. p« Ultimu . , 87>— 9?-z2cl!ai!lre>ial-?lbl.°Obl. 100^» INI - dto. Prä», -Anl. k i«o fl. ö, W. ,«<, »0 l«i ^ - dto, dto. k 5«fl.«. W. iön ü0i6l- Theif, Neg.°L°se 4«/. ,W ft. . ,z« __ »»»-- Grundentl. - Gllligalionen (für 100 fl. EW.). 4»/, ungarische (100 fl. 0. U.) . 8!iv>i>) 9» L» 4»/« kroatische und slavonisch« . 8ü' 97'25 Andere össentl. Anlehen. Donau-Rea.-Lose »°/, .... ,29'— 1»<» — dto. «Anll-ilie 187» . . K,8'75 108 öü Anlebe» der Stadt Görz . . l>2' - — — Anlehcn d. Stadl^em.inde Wirn 104- 1N4^> A,ilel,en d. Ltnblul'meinde Wie» (Silber ober Gold) . . . ^,-, 25 i^s - Prämien Anl. b. Vlobtam.Wlen i?^>u',!i7!» « VörsebauMulehe», v«rl»«b. b«/, ^, .^> . ,1^ 4"/„ n«i>«r ii«ub«^»^Uth» . «8 25! W<, «eld W«7 pftndbrllft (für 1U0 fl.). Aobcr. lllla.«st.tu. Pläm.'SchlbV. 8"/n, I, El». 1l9 ö« ,2o ü<> dto. dto, «"/„. Il.VM, 11?-b!j ,iu-2'' )t -üsterr. Lande! Hup..«nst. 4«/., 98 80 1«« 80 Ocst.-una. Ban! uerl. -!"/„ . . 100 20 101-2» dto. dto, 5c>iähr. ,, 4«/,, . . 100 20 «oi Ll> Zpaicalle, l. üst., 80 I. b'/»°/<> vl. 105 5 - Priolitälll-Vbligatlonen (für l«0 fl.). Ferdinands-Noldbahn Vm, 1888 10a «.> wi«, Oesterr, Nordwestbah» . , . 110- 110-9, St l'.^-i<> dlo. 5"/,.k2UU fl. p.lUo fl. 12» ?5 123 ?' Una.-galiz. Bahn..... 108— l<>8 sc 4°/« Untertrainer Bahnen . . 99-lio l»>0 Dank'Bctien (per Stück). «lnglo-Ocst. Van! 200 fl. «0°/, , lü», N .--— blo. dtu. per Ultimo Semvr, u,i?-3z iz,'i7 50 Depositenbank, All«., 2«0 fl. . lU5-. -2-iö - Vscomptt'Ges, Ndröst,, 50« fl. ?,W - 7^!> Giro. u, Lassen»,, Wiener. A>0 fl. 25'»' — 2,^7 . Hupolhelb., Oest., 2«N fl. 25^ i8 ^ Ln!'d>'!-banl> vest., 2«0 fl. . . 242-5.» 243 - Oesterr.'ungar. Van!, U00 fl. . ftzz-—<9l« Unionbanl 200 fl..... 31? 5l» Ox-g«! »«l«l)l«lia»l, Nll«., »« ll. . ,72 -!<72 - »«lb Ware Hctien von Tran2port-Unterneljmungen (per Stück). «usslg.Tepl, Cisenb. »00 fl. . I6«X1 1N0»- V»l,m. siordbah» 150 fl. . . 24« — 24S ö< Vuschlichrader Eis. 500 fl. CM, 178K 174^> dlo. dto. (lit. L) 200 fl. . S8Ü - «38 > Donau ' Dampflchlssalirts « Ges., Oesterr., 5<>0 fl, CM. . . 4ö2—48N-- DulVodeubachcrE.-A.Ll'Ofl.S. 78-— 78 40 FerdinandsNurdb. l«0»f!CM, 2845' »355 Lemb,'Czernow,-Iassy°Eise»t>.< Gesellschaft 200 fl. S. . . »8!,'25 289'i5 Lloyd, Oest., Trieft, 500 fl. LM. 440 - - 44« - Oesterr. Äordwestb. 200 fl. 2, lt49»« 25«'- btu. dto. (lit. U) 200 fl. 6, 2K» 2b 2888I'' PraaDuxer Eisenb. 150 fl. S, . 9»^- 99-- Otaatseileiibal»! 200 fl. E. . ,i»? — 85? >'l> Südl'd!),! 200 si. L..... t4'25 54-75 Lildiwrdb. Verb'Ä. 200 fl. llM, IN8 50 I9ö — Tramival) Vcs.,Wi.,170fl.».W. —— ..'- dto. (tm. 18»?, 20« fl. . . 43? — 498 — Iramway-Ges., Neue Wr., Prio< ritats «ctien 10» fl. . . . 125 20 l39 - U»g,aaliz. Elsenb.LOUfl, Silber «11-- 212 50 Una U,slb.(Raab-Graz)20«fl «3. «,3-7» «14- > «leuer üacalbahnen« Act.-V«s. — - —-— Industrlt'Acllen (per Stüct). «an.ies,, Nllg. öst., 10« fl. . , «0« - 1<>8'-Vaudicr Elfe», und Stahl-Ind. iii Wien K'N fl..... Hl 20 1l8 5,> Eisenbalinw'Uellia,, Erste, 80 fl. ,8l'— 18220 „Elbemiil,!", Papiers, u. V.«. 59.^. 9«-., Ulesinger Vranerei 100 sl. . . ,?g 7l, l8« 75 Montan Gelellsch., Ocst.»alpine ^88 40 238 9,: P»a«er Eise» Ind.-Ges. 2 fl. ,«ßg. 127^ ^.ilgi) ?»lj, Tteinlulilcn L« fl. g^i'— 825 - ,,Sch!»nlmühI", Papiers, 200 sl. 2115.. «oö — ..Sleyrer«.", Papierf. », N»G. jzgo'— >L3 — Trlfallcr Kohlemu, Ges. 70 sl. l«c>"^ Waffe!lf..W„ccst,inWien.t«asc, »"' Waaaoii'Leihaust,, «1«^., «»Pest' ,,^ 8« fl........- is« ,, Wr. Vauaesellschaft l«<> fl, . - cs, «^«>,^ Lrcbitlofr 10« fl, . . . - - «'""> ^- «llary-Lufe 40 fl, <3M, . - - ««^ ,^^ 4°/,.Dunau-Nampf!ch. i««sl « Palffi,« Rothe» Krenz, U,m, Ms. v., 5l>- 1,"" >< M»bolpli-Uo!e l« II..... «9'"7 Dl» Lalm Lose 4« sl, llAl, , - - «^ ^ bt.Oenoio.Lost 4<> fl. LM. - »<— u^ Wa>bs!ei»>Luse 20 fl. (!M. . - «0" »ewinstlch. d. 8"/„ Pr. Lchulb« „,i d. Vobeucredilansialt, I, 14" ^ bto. dtu. ll. Em. 1889 . - «l»'" «z^ Laibacher Lose.....- «<" Devisen. ^ Deutsche Plätze...... M l»>. Loubun........ '3-«^' Pari, ........ 47^ >- bt. Peterlbu rg ..... " Valultn. »!< Dumten .^......- Ü' '," 2«^ranc« Stücke .... - .'«,. <' Deutsche «richebanloote» . . i»/'' «' Italienische «anluute» . . . " .«^ Papiti.Uubel...... l»>,'^ Ein- -u-n-cä. Verkauf Tuu Heuten, I*fuu«ll>rl«fVii, I'rlorllikleu, Actleu, Lioaen elf., D«vIm«*ii umt Vnluteu. (öafl) Los-Versicherung. Ba.xi.lc- -o.xi.cL T^7"ecla.slei-Ca-esclxä,ft lutibacb, Spitiil/?asse. Privat-Depota (Safe-Deposit«) t#j. VorzlnsuDi von Bir-ElRli|ia Im Cmti-CirraJ- ni UJJ^^*^