LailmcherMMmlg. str. ZH. ^,:^-!'^^^'H^«,« Freit«»,, z». Februar ^,7^^:i^,^'^ 1872. Amtlicher Theil. St. t. und l. Apostolische Majestät habe», mit Allerhöchster Entschließung vom 25>. Jänner d. I. bcm Con-ducltnr Johann Czcrwenla und dcm Gcpäckslrager 3ranz Go hl dcr Sndbahngescllschafl in Anerkennung dteln dle BlwlUlgung zur Errichtung einer or Vinceuz 6 lesch, H. A. « u tz. Thcudor Killer v. Offermann, Gustav Ritter von Schoellcr, Struck und Beer, Joseph Lehman n und Tucodor Braceglrdle die Bewilligung zur Er» r,chlung einer Aclicngescllschasl unter der iilrma „Erste BlUllncr Maschinc«lsablllS'Gcllll>chasl" nut de>n Sitze in Brunn erlyellt und deren Statuten genehmigt. Nichtamtlicher Theil. Die gallischen Vorlagen. In der «arwa^ung, als die galizijche i^rag: gegenwärtig auf der Tagesordnung unjerer parlamentarischen Tyaligtcll steht, dulslc es »lchl ü0elftu,slg erzchelnen, dle gallzlschen Borlagen sich ins Gcdachinlß zurückzu-ru»en. Die Resolution, welche vom galizischen '.' and» tage am 24. Stplemoer 1>j6^i beschlossen und neuer» l,ch am ^il». Decemver l"7l „n österrelchlschen Abge^ oronctcuhuuic vvlgclcgt wurde, enthüll folgende Postulate: .1. Der Landtag bc>ll!nml dcn Moouo dcr :)ic«chs rathsluahle». 2. Biloung elNlS engeren und weiteren Relche-ralys; an den Sitzungen des letzteren nehmen diePolen nicht Thill. .'!. ^umpttenz des gallzlschen Landtages m der Gejetzgevung vljUgllH der Handels» und Bant'Angelc» genheilen, bezüglich des Hcllnalsrechtes, dcS Unterrichts-wcscns, dcr Sllasallonshus in Kratau. U. iHlne dem Randlage vcranlwollllche ^audesreglcrung und einen ^an-dcsmiNiilcr >m Ralhe der Klone." D»e H ohcnw arische Borlage enthält folgende Direcllven: „Dcr ^andlag von Galizlen cnlscndct dlt geunogcjltzllch licstimmle Alizahl von Aog.ordnelcn in den Rclcyslnth; vcl iillmml ocr halloing. Das Nothwahlge>ctz blelvl auch ructslchlllch Gallzicus i>, ztrafl, und ldnncn Aenderungen o>) inncrhalv dcr Re,che. ^lictzgedung in Handelssachen und über daS Gebühre». lvrs>l. n des bezogenen Grundgescs gchürigcn Gesctzgcouug; l) in Sachen dcr Cioilreä)ls»Gcsctzgcdllng du «^jclMvung übcr Bormundschasleu und Curalclen und das in Vormund-schafts. und Lnralelsachen zu beobachtende Verfahren, dann alle dchufs Anlegung dcr ans Grund cincö Reichs-gesetzes einznlichlenden össenllichcn Blichcr nothwendigen Gesetze; f^) die Gesetzgebung über 6>nfi>hnlng von Hrlebcnsrlchtcrn und Bagalcllgcrichlen lm ^andc und ihven Wi.lungslrcis, dann über das Berjahrcil bei den« selben; ll) die Gesetzgebung über dlc Gruniizügc der Organlsirung der im Vande hcstchendcn polllischen Bcr-wallungsbehölden erster und zweiter In,lanz lnnerhalb der hielür vom Rclchsralhc im gleichen Verhältnisse wie in dcn anderen wandern bewilligten Geldmittel, lös bleibt jcdoch dcr Relchögcsctzgcbung vo»behallci,. im Halle durch die obgcnalinlc Organlsnuna. den Bedürfnissen des Reiches nicht geungcnd Ncchliuxg tlagcn wüid:, hiczu eigene Organe unlcr cnt,prcchcildcr wcrmlnderung der zur Deckung tier ttostci, ocr politischen Verwaltung dem ^ande bewllllglcn Gclomillcl aufzustcUcn. Gallzlcn wird durch einen Münster >m Rathe del Krone oerlrelcn und erhalt cincn eigenen Senat bcnn Obel,ttu Gcr>chz,en und Vodomcr,cn mil dcm Großhe,zogthume Kralau und über die «nträgc des Adgeordnclcn Dinstl und Genossen, betrcffcnd die Wahl jür da« Abgeordnetenhaus des Relchsralhes, vorzugehen würe: l. Mit Rücksicht ans die durch die geschichlliche Entwicklung und geographischc l'aze gcs!,afjcncn be. sonderen Verhältnisse Galizicns ist ß lI des Grundge. setzcs über die Re,chSvertrclung beziehnngeweise dieses VandcS abzuändern und die Kompetenz dcS gallzlschen Landtages zu erweitern, wobei, sowie bei den ftragen übcr d»e Administration Gallziens, im Nllgemcmcn d,e Regicrungsoorlagc, belllfsenb die grnndgcsctz!,chcn Be» stlmmungcn lückilchllich des Königreiches Ga<'zien und ^ooomerien mit dem Großherzogthume Kralau, jedoch mit den nachstehenden zwei Modifi^alionen zur Grund» läge zu dienen hat: 5) Die aus dcm Königreiche Galizien in das Haus der Abgeordneten entsendeten Mitglieder nehmen an jenen Verhandlungen n,chl Thc,l, »clche sich aus Gegen« stände beziehen, die durch das Gesetz »ückstchtllch "^ llzicns aus dem WülnngSlicisc des Reichsralhes ausge schieden werden. Auch die BesllMlmmgen rücksichlllch der Art und Weise dcr Entsrndung der Mitglieder des Hauses der Abgeordneten aus den übrigen ,m Reichs ralhc oettrclencn Königreiche» und Mündern und rück» sichtlich dcr Beschluß,ähiglelt dcS Hauses der Abgeord. nclcn bci solchen Vclhandlungcn, nn welchen die gall. glieder vorbeyallen. !») Bezüglich jener AuSgaden. die aus dcr Ver-Wallung dcr dcr Bandes.Gcsehgcbu>,g zu überweisende» A„. gelegcnhcilen elwachsen, welcher Aufwand biehcr aus dem Staatsschätze bestrillen wurde, ln der Iolgc aber von dlm Vande zu bedeclln ist, wird dem lcylcrtn all lührlichen lin Pcuischallielraa zur Versilguna gestellt. Die Hohe dieses Belraacs ,st in dem für die vorbe-zelchnelen Ausgaben für da« Jahr I«71 durch das HinanMseh bestimmten Ausmaß zu bestimmen. Dieser Mlnim,lbetrag bleibt für die ersten d«i Iah« unoer« ändert, wirb aber in der ^olge von drei zu drei Iah« ren in demselben Verhältnisse erhöht werden, in dem der gesummte im Wege der Finanzgesehe aus de« Staatsschätze zur Besttellung der erwähnten Ausgaben aus allen übrigen Königreichen und Bändern bewilligte Aufwand den für das Jahr l^?l bewilligten übersteigend wird. Die Bergleichsziffer wird immer der Durchschnitt dcr gcsa.nmlen in den lehtoorangegangenen drei Jahren zu den vorerwähnten Zwecken bewilligten Ausgaben bilden. 2. Die Zahl der Mitglieder des Nbgeordnelenl' Hauses ist zu verdoppeln, also auf 406 zu erhoyen. Hieoon entfällt auf Galizien, sowie aus die übrigen «önigreichc und Bändern die doppelle Unzahl der blS» hcrigcn Abgeordneten, nämlich je 7. Kürnlcn ^, itrain 10, Trieft .i, Güiz l.. Tirol 17. Vorarlberg 't, Bühmcn N3. Mähren 4^», Schlesien 11 «lbgeoldnete. .'>. Dort, wo nach den Anhängen zur ^andlSord« nung die Gruppe der Abgeordneten des Großgrundbesitzes (der Hochstbcslcuertcn) eine selbständige Gruppe ! bildet, aus wclchcr für sich eine Anzahl von «bgeoidne-° ^ ten in das Abgeordnetenhaus zu entsenden ift, haben ole für diese Gruppe Wahlbcrcchllglcn die bisherige Anzahl von «bgeordneltn in den Reichsralh zu wühlen. (E< wllr-den demzufolge Vertreter des Großgrunovesttzt« enlfeobet werden: Aue Nlcdllösterrelch-'», Öberosterrelch ii, Tllol !l, Sleiermail .'!, Kärnten 1, Kram 1, Vohmen 15. Mähren ^, Schlesiens, Bukowina 2, Dalmaüen 1, zusammen 37 Abgeordnete.) (>. Das gleiche gilt dort. wo die Gruppen der Han-dels- und Vewerbelammern nach dcn Anhangen zu den ^andesoldnungcn eine selbständige Gruppe bilbe^, aus welcher für sich einer ober mehrere Abgeordnete m das Abgeordnetenhaus des Relcheralhes zu entsenden find. (Aus den Hllndllssllinmllll wurden demnach in den Vlcichsrall) entsendet- aus NledlioilcrreiH 1, Qberofter-reich l, Stcicrm^rl I, Bbhmen 4, Mayren I, zujamlue«» d Abgeordnete.) 7. Jene Städte, deren ^andlags-Nbgrardnele nach dcn Alihängcn zu den ^alidesordnungen sür sicy alle,n, oder doch ohne Verbindung mil anoeren «bylvronelen von Stadt» uud ^lludglmclnden ein' selbständige Hruppe bilden, aus welcher nach den «ntMneli zu dcn ^anoes» ordnungen einer oder mehrere Abgeordnete zu lnlsende» sind, haben entweder sür sich einen Abgeordneten oder dle nach dcn Verhältnisse ihrer Einwohnerzahl enl» fallende glvhere Anzahl von Abgeordneten zu wähleu. (lös würde sich also folgendes Verhältniß ergeben: Wien mindestens 14, V,nz >, Salzburg 1, Graz ?, Trieft 3. G0rz i, Prag 4, Vrllnn ^i, Tropvau I, zn-sammcn 2!> Abgeordnete.) tt. Der hienach für jedes ^anb verbleibende il?efi von Abgeordneten wird zwischen den Stadt- und ^anb« bcmlinde.Wahlbezirlen in dem Verhältnisse von 1:2 vertheilt. In die städtischen Wahlbezirke sind bis zum Zustandekommen cincs definitiven Wahlgesetzes jene Sladlc (Märlle, Industrie-Ortc u. f. f) einzureihen, !wclchc dcrzeil nach den bestehenden ^andlags-Wahl. ordnungcn in diese Gruppe aufgenommen sind. <). Die Wahl erfolgt in den städtischen Wahl» bezirken durch gewählte Wahlmänner. Jede ^andhe« mc.ndc hat wenigstens Hincn Wahlmann zu wählen, größere Gemeinden für je 2;',<) Einwohner (effective Bevölkerung) jc ii'nnl Mchlmann, wobt, jeder Ueber, schuß zur Wahl eineS weiteren Wahlmannes berechtigt. 10. Die Bedingungen der Wahlberechtigung wer. den durch das Wahlgesetz festgesetzt; wer hienuch wähl» bcrcchtigl ist, besitzt die Wahlfählgkclt in sämmtlichen Königreichen und Bändern, aus welche sich da» Wahl« gljetz bezieht." 220 11. Hitzung >es Ibleorinelenhanses. Wien, 6. Februar. (Schluß.) Ge. Excellenz der Herr Minister des Innern be« antwortet die Interpellation in Betreff der ordnung«. widrigen Malritensuhrung in der Erzdiüces« Oimütz! «Thalsache ist es. daß der Bezirlshauptmann in Neutitschein dei einer gegen Ende November o. I. gt' Pftogenen Einsichtsnahme der dortigen Pfarrmatril dle seinerzeit von ihm selbst vorgenommene Eintragung einer von der weltlichen Behörde durchgeführten Eheschließung durchstrichen und daneben die in der Interpellation an« aesuyrte Bemerkung beigesetzt fand. Der dleSfalls zur Erklärung aufgeforderte Pfarrer in Neutitschein hat angegeben, es habe der Hcrr Fürsl-Erzblschof von Ol« muy elglntMdig jene Hiutragung durchstrichen so wie jene Bemerkung geschrieben und unterfertigt. Es lst ferner richtig, daß in der Proßnitzer Pfarr-malril dle lm Jahre 18^,8 durch den Bezlrkshaupt» mann geschehene Eintragung einer vor der weltlichen Bthöroe geschlossenen Ehe unter Beifügung einer auf eluen Befehl des Herrn Erzdischofes sich berufenden Klausel plechtllde Fusland wieder hergestellt werde, den Auftrag. 0l« ursprüllgllche Eintragung, »nsoweit dles zur Elstchlllchmachung des Iuhallcs nothwendig sein sollte, zu erncuern, ferner jene von dem Fürsl'Erzblschose un» bcrechligt beigefügte Bcmillung mit Berufung auf dle Wt Beziehung auf die gesetzlichen iUor>chllsltl,, wclche sich ans die Behandlung amtlicher Stlasanzeigen beziehen, angeordnet, daß die Staats« llnwall>chasl die Anzeige des Bezlllshauplmannes an daS Ulllclsuchlingsgcricht in Gemäßhelt des § 7^ der Straf» ploceßülünung l lr»l g/schah, amtlich durchzusühren, ohne diese Amts« Handlung oom AuSgange des gerichtlichen Verfahrene abhängig zu machen. Nachdem übrigens die Möglichkeit nahe liegt, daß auch be» anderen Pfarrämtern der Olmützer Dlöcese ähnliche Ungcstylichleltln staltgefunden haben uno es Pftlchl der pollllschen Behörden »st, von Amlswegen die Inlcgrilat der Malrtten zu überwachen, bezithungsweise für eeren Richtigstellung zu sorgen, sind d,e betreffenden Dezillehauptmäliner in Mahren so wie tle Bürger« mel>ler der Städte mit eigenen Statuten angewiesen worden, überall dort, wo weltliche Eheschließungen stall, zesunoen haben, sich oom unverletzten Bestände der aml. lichen Eintragungen in die Pfarrmalrlten zu überzeugen und dvlt, wo Achnllches wie m Proßnitz und Neunt-schein vorgekommen scln sollte, in gleichem sinne und Wcg« Amt zu handeln und sowohl den Matrilen>ührern das ausdlüclnche Verbot eines derartigen gesetzwidrigen Borgern« ouich schriftlichen Erlaß oder Protolollöauf« nähme bekannt zu geben als auch die Restilulrung des früheren, den Gesetzen entsprechenden Standes der Eintragung amtlich vorzunehmen. Es ,st hlenach Alles, was nach den bestehinden Gesetzen vom Standpunkte der politischen Verwaltung muglich war, geschehen, um vor» schrlllswldlige Vorfalle, we sie den Gegenstand der In« lerpeUation blldeten, wirkungslos zu machen, eventuellen Wiederholungen gegenüber die Grundlage bestimmter po. Misch« Verbote zu schaffen uno den die Matrilen. fühcung betreffenden Gesetzen Achtung und Vollzug zu verschaffen." Parlamentarisches. Wien, »;. Februar. Nach Schluß der Plenaroersammlung des Abge« ordnetenhauses traten noch der Ausschuß zur Vorbera« lhuna des Gesetzentwurfes über die Verleihung von Anstellungen an ausgediente Unterossiciere und der Finanz« ausschuß zu einer Sitzung zusammen. Der erstere Ausschuh beendigte die drillt Lesung des ihm zugeiricsenen Gesetzentwurfes. In der unter dem Vorsitze de« Oomanne« Dr. v. Plener stattgefundenen Sitzung des Finanzaus» schusses, welcher von Seite der Regierung Ministe« rialrath Flerlinger, Sectionsrath v. Schwabe und später Se. Exc. Flnanzminister Freiherr de PretlS belwolMbn, wurde zunächst daS Protokoll oom 5. Februar dahm rcc-tificirt, daß das Zlnsenerforderniß für die Donauregu« lirung mit 23^.000 fl. genehmigt worden sei. Sodann wurde zur Berathung über das Capitel des ElfordernisseS „Verwaltung der Staatsschuld" über« gegangen. Zu Titel I dieses Capitels, ..Verwaltungsauslagen für die gemeinsame schwebende Schuld", beantragt Referent Dr. v. Perger den Betrag von.'500.000 Gulden einzustellen, welcher Antrag angenommen wurde. Titel 2. „Verwaltungsauslagen für die nicht gemeinsame schwebende Schuld," wird entsprechend der Re» gierungSvorlage mit 8000 fl. genehmigt. Bei Titel 3, „Verwaltungsauslagen für die fun-dirte Schuld," wird nach dem Antrage des Referenten Dr. o. Perger die Einstellung nachfolgender Summen bewilligt, und zwar bei der Post 1, „Dlrection der Staatsschuld," im Ordinariüm 32.000 ft. nach der Regierungsvorlage, bei Post 2, „StaalSschuloenlasse," 150.000 ft im Ordinariüm und 20.000 si. im Extra» ordinarium ; bei Post 3, „Rechnungsdeparlemeut sür das Credllwesen und die Staaisschuloenlasse," 175.000 fl. nsenq>nllungen für die einheitliche Schuld", conform der Regierungsvorlage 3000 fi. und bei Post li, ..Allge» meine Auslagen aus Anlaß der Iinlficlrulig oer Staats» schuld," entsprechend der Regierungsvorlage 5000 si. im Eftraordinarium. Bezüglich der Bedeckung wird dieses Capitel in seinen beiden Posten „Einnahmen an Blanlettengebühren" und „Erlös für Formularien zu Zinsenquittungen" nach dem Ansätze der Regierung m«l 4000 ft und 3000 st. einzustellen beschlossen. Sodann berlchlet Abg. Dr. Klier über die Post ..Stempel." Ueber Antrag des Dr. Herbst wirb dle Ziffer von l3.3lX1.000 fi, angenommen. Für die Post „Taxen und Gebühren von Rechts» geschäften" beantragt die Regierung die Einstellung «mer Bedeckungssumme von 23,069.200 ft. Bei diesem Anlasse beantragt Abg. Dumba folgende Resolution: „Dle h. Regierung wird aufgefordert, die Inferatensteuer einer Revision in der Richtung zu unterziehen, daß dieselbe nach einer rationellen Me» lhooe, w,e nach dem Raume, der Unzahl Efemplare lc., bemessen werde" — welche angenommen wurde. Als Erforderniß für das Capitel „Stempcl" spricht der ReglerungSoertreler für die Bewilligung einer Summe von 2?5.0<» si. D«se Summe wlrd zum Beschluß erhoben. Für das Capitel „Taxen und Gebühren" wird con« form der Rcgierungsoorlage ein Ersoroermß von 204,700 Gulden einzustellen beschlossen. Schluß oer Sitzung um 2 Uhr 30 Minuten. Politische Uebersicht. saibach, 7. Februar. Das ungarische Amtsblatt publicirte am 7. d, die Instruction fur die Ge r ich l s. C xe c ul oren und die Verordnuua in Betreff der Anwendung der Kelten als Vorsichts-, Sicherheit«» und Dl«c,pllnar'Mahregel; desgleichen eine justlzmlnisterielle Verordnung an die tünlgllchen Gerichtshöfe und Bezirksgerichte m Sieben» bürgen, in deren Compelenz nunmehr d« bls jetzt von den Verwaltungsbehörden ausgeübte Gerichtsbarkeit bei Excessen übergeht, weshalb die Bezirksgerichte auf» gefordet werden, sofern dies noch nicht geschehen seln sollte, sich mit den Polizei.Organen behufs Uebernahme der auf Excesse bezüglichen Aktenstücke in Berührung zu setzen. - Die zur Brurtheilung der im Schoße des IusttzminisleriumS verfertigten provisorischen Normen verglich des in den Wirkungskreis der Ge« richte fallenden strafgerichtichen Verfahrens zusam» mengesetzle gemischte Commission hat am 7. d. M. ihre letzte Sitzung gehalten, in welcher die erwühnten proo. Normen, welche aus 10 Capiteln und 177 §8 bestehen, noch einmal durchgeprüft wurden. Seit Neujahr 1872 vollzieht sich im Südosten Europas still und säst unbemerkt eines der bedeutend« sten staatlichen Culturwerle: die Mi l i tär g r e n ze. jener eiserne Gürtel, welcher den Süden der Monar« chie durch Jahrhunderte umfaßt hielt, wird seit Itcn Jänner d. I. aufgelöst und das Land dem freien und conftltutionellen Leben seiner Nation zugeführt. Das ist die Bedeutung jener Reformen, welche durch die aller» höchste Gnade Sr. Mijestüt am 8. Juni o. I. erlassen und nun in Wirksamkeit gesetzt wurden. Wie groß der malllielle Vortheil ist, welcher dem Grenzlandt durch die a. h. Entschließungen oom 8. Juni v. I. gleichzeitig mit der Rcorgamslrung der Mllllargrenze zuge« wendet wnrde, läßt sich derzeit kaum berechnen, weil der immense Reichthum der Grenzwaloungen, davon tm Hälfte durch die gnaoenoolle Munificenz Sr. Majestät dm Grenzgemeinden übcllussen wurde, während d»e an» dere Hälfte, der Verwaltung des Staates unterstellt, gleichfalls nur auf Invesnrungen im Interesse des Mi» lltürgrenzlandes zur Verwendung kommt, — noch nicht abgeschützt worden ist. Selbst die t die Ruhe ooU>ländig. Von der marotlanischen Grenze wird berichtet, dle Schw>e< rigtciten, welche zwischen der Regierung und den SliUN« men der Guellaoa entstanden, wären noch rnchl ganz beseitigt und der Sohn des Sultans habe Verställungell erhalten, um die Aufständischen zur Zahlung emec Kr,egscontribution zu zwingen." Der Slünderath von Bern hat mit 22 geg«" 18 Stimmen der vom Natlonalrath beschlossenen Centralisation der Gesetzgebung über Clvilrechl und Strafrechl beigestimmt. Bis d,e bezüglichen BundcS' gesetze erlassen slnd, bleibt das Gcsehgebungsrecht d«" Canlonen vorbehalten. Der König von Spanien ist dem Vernehmen nach gesonnen, den neuen Cortes gegenüber eine Art von Ultimatum (wie seinerzeit Kümg Leopold den Kammer" gegenüber) zu stellen und ihnen zu sagen, daß er, fa^ sie den selbstgewählten Künig nicht loyal unterstützt würden, abdiciren wolle. ., In Ismail ist eine Judenverfolgung a« gebrochen. Angeblich sollen 20 Häuser demolirl l" « Den Anlaß dazu bot em Gerücht, welches Iu"« " die Thäler emes in der dortigen Kirche verübten 4M stahl« bezeichnete. 221 Die „Vohemla" meldet: „Ueber die pelsonlicht jegegnung oe« Ezarcn mil dcm Sultan dauern ic Verhandlungen fml. ^i« lftcgegnung soll nicht in ioat,la, sondern »n ztlew llallsinden und soll der Czar m Vesuch des Sultans in Eonstautinopel erwiedern. )er Ezar wird auf seiner Reise auch Jerusalem be^ iihren." ! Da« russische Budget für 1«72 hat in llen Kreisen Staunen und Verwunderung erregt, doch no es diesmal Regungen einer angenehmen Befrledi»! ung. die aber freilich uichl aanz frei von Zweifeln nd, ob das günsugc Rechcliezcmpel, das m diesem )udget aufgestellt i,l. d»c Probe bestehen wird. Seit ämlich überhaupt von eixcr halbwegs rationellen Prä« minirung der Staatseinnahmen und HlaatSauSgaben it Rcde ist, schließt dieses Vudgtl zum erstenmale iml er Ptlspecllvc auf einen Ucberschuß, wenn auch nur uf einen geringen, ab. Die Einnahmen sind nämlich us 407.1U7.8U2 Rubel, die Ausgaben auf i'.Xi^l^.s^l iubel veranschlagt, so daß der bei emcm so riesigen budget allerdings verschwindende Ucbcrschuß von 384.^! ltubeln sich ergäbe. Aber schon dieses positive Rc,ullat »ürde, weon es durch Emhallung der präliminillen öummen erzielt werden tonnte, elncn enormen Forl-chrilt in der Finanzvcrwallung Rußlands bezllchncn. Ueber die Alabama-^rage lassen sich meh» ere Iournalstiminen vernehmen. D>e „Tribune" sagt: .Der Ton der englischen Presse ist wenig gerechtfertigt; le Angelegenheit wlrd durch das Schiedsgericht, aber licht durch die beiden Regierungen und noch weniger »urch die Journale der beiden Lilndcr e,>lsch>cden wer-»en. Wenn die Boltsschrcler zum Rücktritte vom Ber^ rage »ölhigen sollten, werden es mcht die Bereinigten vtaaten scm, die am meisten verlieren werdrn." — ,Tsl, so mö^c das denser Sch,et>Sgcrichl ine solche Entscheidung fällen." Dasselbe Blatt spricht seine Ulberraschung aus über die leidenschastlichc Sprache >«r englischen Presse." ..World" — sagt: „ ^ie beiden Ii,. lerprelatlonen des Vertrages sind wesentlich von eman» >cr verschieden. Die amcrllanische Iülerprelation rück» ichtlich der indirectcn Schäden wurde bei der Ral,fi--alion sicherlich weder ausgesprochen noch vermulhct. Das llmerllamsche Memorandum ist wahrscheinlich zu dem Zwecke redigirt worden, um daraus für eine Partei kapital bei der Präsidentenwahl zu schlagen." - ..Herald" sagt: „AlMllla verlangt mchl mehr, als daS SchiedS« gerlcht zuerlennen wird, und wild auch nicht weniger llnneymen. Jeder Versuch, der Lösung ausweichen zu wollen, die von dem von den beiden Naliomn gewühlten Schiedsgerichte dir ssragc gegeben würde, mußte ei»en bellagenswerlhen Kr»eg zur ,jolge haben. D>e von dein Schiedsgerichte decrellrlcn Schäden müßten friedlich gc> zahlt oder mit dem Bajonette eingtlrieben werden." Hagesneuigkeiten. — Se. Majestät Her Kaiser werden am 10. d. »on Innsbruck in Wien eintrefsen, wenn nicht der «ufent-halt ln Innsbruck um zwei o)er drei Tage verlängert werde« sollte — Aus Meran, wird dem „Wanderer" ge» schrieben: Ihre Majestät die Kaiserin werden bis Ende d. M. hier verbleiben, sodann nach Ofen reisen und von dort Ende März wieder Hieher zurücklehren, um den Monat April oder noch länger, wenn es hier nicht zu heiß, zu» zubringen. —Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gi» sela werden im Laufe des Februar wahrscheinlich in Ve gleitung Ihrer Majestät der Kaiserin von Salzburg direct nach Ösen übersiedeln. — Ihre Majestät die Kaiserin Carolina August, die Mutler der Armen, hat ge. ftern ihr achtzigsten« Geburlsfest gefeiert. — (Nu « dem Aereinsleben.) Da« Ergebniß neuer Abschlüsse bei dcr Lcbensversicherungs.Nblhellung de«i ersten allgem. Bcamlenvereins der österr.'ungar. Monarchie betrug im Monate Jänner d. I. .'l4A Verträge, Über' 308.000 st. Capital und 300 ft. Rente. Im Laufe des Monates starben li Versicherte mit 600(1 si. Versicherung«' summe. Für daS Jahr 1871 wurden 130 Todesfälle, Über 93.450 fl. Capital, angemeldet; seit dem Bestehen des Vereines sind bereits 2Ü0.000 st. Versicherungscapua-lien bezahlt worden. Der Bestand aller Versicherungen «ar Ende Jänner d. I,, nach Abrechnung aller illldschlln-gen, auf die Summe von 11,400,000 fl. Capital und 33.000 fl. Renlen gestiegen. Prämien pro Jänner d. I. waren im Betrage von 34.277 sl, vorgeschrieben. Nebst Vielen Einzelucrlrelungen in allen Theilen des Reiches sind m letzter Zeit abermals zwei neue Corporalivorgane (Lo. calausschüsse) des Vereines, nämlich in Rumbur'a und in Iglau, in« Leben getreten. — (Arbeilerezceh in Graz.) Die .Grazer Ztg." erhielt von Seite der Sicherheilsbehörde Uber den «rdeilellumult folgende authentische Mittheilung: ..Äm 0len d. turz nach 7 Uhr Abends zogen «rbeilcr m gel'chlosscncn Reihen zur ehemaligen Vaisenhauslaseruc und dann von da aus den Hauplplay. Nach einem lurzen Halt vor dem Na,hhause, wo einer aus dcr Mcnge eine Ansprache hielt, beweg,« sich die Masse unter Rufen: «Zum Schreiner!" dlnch die Albrechlgasse, Nnnenstraße in die Pranlergafse vor das Schreiner'iche Vrauhaus, gegen welches von zwei Seilen anmarschirl wurde. Die beiden Sicherheilscon», Wissäre Riller von Wiser und Hülzl, welche mit einer An« zahl Sicherheitswachen vor dem Brauhause Posto gefaßt hallen, versuchten die Massen zu beschwichtigen, allein ver. gebens. Beschimpfungen und Steinwülfe waren die Nnl. wort. Die Wache muhte von den Waffen Vebrauch machen und ist es nur der Energie der erwähnten Beamten, sowie der Slcmdhaftigleit der Sicherheilswachen, von denen sieden meist durch Stcinwürse, einer aber durch einen Sliletstich verwundet wurden, zu danlen, daß der erste Anprall so lange zurückgehalten wurde, bis Militär erschien. Auch das Militär wurde mit einem Steinhagel empfangen - es ge« lang demselben aber doch. nach und nach die Massen zu zerstreuen, wobei das Militär eine wahrhaft bewunderungswürdige Geduld bewies. — Der Zug nahm sodann die Richtung zur Schreiner'schen Nierhalle nächst dem Bahn. Hof, an der eine furchtbare Verwüstung angerichtet wurde. Rachrucken des Militärs vertrieb die Tumultuanlen von hier und später auch von der Reininghaus'schen Brauerei, wo nicht minder arg gewinhschaflet wurde. An letzterem Orte schrill Infanterie und Kavallerie zugleich ein und lamen hier mehrfache Verletzungen durch Bajonnetstiche und Säbel, hiebe vor. Einer der Tumultuanten — es soll ein Schneider sein — blieb todt am Platze. Derselbe soll von einem Bajonnelstoß in die Brust getrosten worden sein. Zwei Fabrilsarbeiter und ein Tischler meldeten sich noch in der Nacht als schwer verwundet selbst zur Aufnahme in das Barmherzigen.Spital. Siebzehn Ercedenten wurden ver. Haftel, darunter ein Arbeiter, der in der Pranlergasse aus einem Fenster des ersten Etockwerlcs ein Bierglas auf das Militär gefchleuderl halle." — (Der Iaunthaler De molraten verein nach st Prevali in Kärnlen) hält am 2.'.. Februar in überndorf eine Verfammlung ab, bei welcher nachstehende Gegenstände zi,r Verhandlung gelangen: 1. Resolution ^ über die Unterstellung der geistlichen Korporationen, Orden und Klöster unter das Aereinsgesctz. ^. Austreibung des in socialcr, politischer, vollsVirthschaftlichcr und sittlicher Bezuhung so gemeinschädlich wirlenden Icsuilen-Ordens aus Oesterreich. 3. Ueber Emsllhrung allgemeiner Taus. und Sterbe.Vlalrilel. 4. Ucbcr Auehilsslasien Greine. — (Eine heftige Feuerbrunst) soll am vo. llgen Samstag den größten Theil des Marlles Male in Wälschlirol eingeäschert haben. — (Der Fächer der lif.Kaiserin Euge. nie.) Mr. Harry Emanuel. welcher erst vor Kurzem e,nen Theil der Schmucksachen der Ei-Kaiscri», Eugenie ange-laust hatte, stellt jetzt, einer Mittheilung englischer Vläuer zufolge, die berühmte Fächersammlung derselben zum Ber. laufe aus. Der Katalog umsaßt bemahe fünfzig Num. mern, dle alle an Schönheit und Kostbarkeit mit einander wellelfern. Einer der merkwürdigsten ist von Canulie Ro. qucplan auf Pergament gemalt und stammt von t)cn Hoch. zellSgeschenlen der Kaiserin her. Die werllMllste Nummer ,st ledoch ein Fächer au« der Sammlung der Mar« «nwi. nette. Da« Sujet ist ,l.u >'c»i!tHlltt' ,„li,.^i/<.Arbeit von juwe. lirtem und erhabenem Gold und grünem Email. Locales. Auszug aus dem Prololollc der ordentlichen Titzung des l. l. ^andesschulralhes fllr Krail, in 5'aibach. abgehallen am 1I,Iclnner Itt?^, unler dem Vorsitz« des Herrn l. l. Vandespräsidenlen Karl v. Wurzbach in Anwesenheil von 7 Mitgliedern. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und läßt die feit der letzten Sitzung erledigten Oeschäflsstlicke durch den Schriftführer vortragen. Es wird bescblossen, alle l. l. Beziilsschuliiilhe an. zuweisen, bei Ausschreibung lxr vacanlen Lehrstellen die Eoncurslundmachung auch nach Görz zu senden. Aus Anlaß der h. Mimsterialveroronuug vom I5»len December 1«71, Z, !i«02, beschließt der ra'ndesschulralh, alle Bezirlsschulrälhe aufzufordern, im Sinne des tz 44 des Relchs.Bolleschulgesetzes vom l i. Mai 1«6<» in ,edem Schulbezirle eine ^.'ehlerbibliolhel anzulegen, und, wo solche bereits bestehen, die Erweilerung zu veranlassen, dann aus alle Ortsschulrälhe nachdrücklichst cinzuwirlen, daß auch an jeder einzelnen Aollsschule ein« Schulbibliolhel in das ^eben gerufen werde. Insbefondere sei darauf zu dringen, daß die im tz 71 der Unlerrichtsordnung von 20. August 1X70 angeführten ^chlmillel an ,edcr Schule vorhanden seien, und zu diejem Behufe auch die Vohlthäl,gleit dcr Schulfreunde und Patrioten anzusprechen. Die von» h. Ministerium milgclhellicn Anordnungen fllr Voltsschul» und Beziils'Vehrer'^lbllolhlsrn werden auch sur die hiclländigen Verhältnisse passend erlannl und dle Drucklegung delsclbcn in deulsch'slorenlschcr Auslage, bann dir Bclhcllung aller Schulen mit derselben angeordne«. Auch wlld beschlossen, sich wegen Ellangung einer Unter, stutzung sur diese Bibliolhelen an die hiesige Sparlasse zu verwenden. Die neuerrichtete Oberlehrerstelle an der dreiNasfigen Bollsschule in Allenmarll bei Laa« wird dem hehrer in Nocheiner - Feistriz Johann Manbeljc defillitiv verliehen. Das von emem Bezirtsschulralhe iu Vorlage gebrachte Ur, laubsgesuch eines Vollsschullehrers wird demselben mit Ve-ziehung aus den tz 31 der Schul- und Ullterrichlsordmlng vom ^0. August 1870, Z. 7648, zur Amtshandlung i« eigenen Wirkungskreise rückgestellt. Der Bericht des l l. Bezirlsschulrnthes in Planina betreffend die Dotationserhöhuna. jUr den Unterlehrer in Zirlnitz wird mit Befriedigung zur Kenntniß genommen und die Ausfertigung der vorschriftsmäßigen EinlUnfle, sassion angeordnet. Nealschullehrer Joseph Opl wird über sein Ansuchen unter gleichzeitiger Zuerlennung de« Titels Professor i« Lehramte definitiv bestätigt und ihm die erste Quinaucnnal. zulage vom 1. Jänner 1872 angefangen zuerkannt. Nachdem vom h. Ministerium für Cultus und Unter» richt der beantragte Fortbestand de« II. stenographischen ^ehrcurse« für vorgerücktere Schüler an der ho. l. l. Oberrealschule für da« laufende Schuljahr genehmigt wurde, wird für die Ertheilung des stenographischen Unterrichte« an der Oberrealjchulc im Schuljahre 1871 1872 da« betreffende Iahreshonorar bestimmt und flüssig gemacht. Das Gesuch eine« Gymnasiallehrer« um Verlängerung des Urlaubs für den N. Schulfemester wird dem hohen Ministerium für Cultus und Unterricht befürwortend vor« gelegl, Zur Wiederbesetzung dreier Lehrstellen am t. l. Real-und Obergylmlllsium in Nudols«werth, und zwar zwei Stellen für llassischc Philologie, eine davon in Verbindung mit der Befähigung für den Unterricht im Italienifchen, dann einer Stelle sllr philosophische Propäoeutil m Verbindung mit Veoraphie und Geschichte oder mit de« deutschen Sprachfache wird die Concursausschrelbmlg eingeleitet. Behufs Aufchaffuug von hlstorljch'polllljchen Atlanten für die Schülerbibliothel am l. l. Real» nnd Ober. gymnasium in Rudolfswerll) wild die Bewilligung eine« entsprechenden Betrages aus dem Studienfonde be»m hohen Milnsterum für Cultus und Unterricht anzutragen beschlossen. Das Schulgeldbefreiungsgefuch eine« Owmnasialschuler« wirb abgcwiefcn. Ueber den gegen die Ubjustirung de« voranschlage« Uber Schulerfordernlsse einer Bollsschule pr? 1«70 1 überreichten Recurs wird dcm betreftenden l. l. Bez>rls>chul,lllhe aufgetragen, das nach Rechnungsrichllgftellung beuchend d« Schulersordermsse im Vorjahre sur die Schulgemeinde sich htlausstellenbe Guthaben in dem PrallMlnaie pro 1U70/1 zu berücksichtlgen, — und m Hinluusl sowohl die Schnlersordermtziechnungen, wie die Prali»lnar»en vor der Beamlshandlung und Adjustirung der ^emembe» vertltlung und dem Patrone zur Poremsichl mttzulhellen. Der R«ur« einer Palronalsherrichafl gegen da» Er> /enntniß des l. t. Bezirtsschulralhe« wegen Beilragslelftung zu den Erfordernissen der betreffenden volleschule wiro ab, gewiesen. Da« i!lcilationsprolololl vo» 30. December 1«7i, laut dessen Maihia« Klun von ^icnseld die auf 54Itt fi. .'!<> lr, veranschlagte Herstellung des auf Kosten der Johann Wlttreich'!chen Schulstlslung aus den für dieselbe mü Kaufvertrag vom A0. Juli 1871 von Maria Wum» erlauflen Realität in Slalzern zu erbauenden Schulhaufe« um den Minbestanbot per 4'.^^ fl. übernommen hat, wird genehmigt. Ueber da« Gesuch de« Orl«schnlrathe« m Ndleschitz wird der bisherige Nol«alfchu1font>«beltrag jährlicher ü0 fi. für den dorllgen ^ehrerdiensl noch für die Zelt snl 15. December 1871 vi«hln 1872 flüssig gemach«, und hms'chMch der weiteren Bewilligung voibehallllch de? " Genehmigung und EinsleUung m das Normu. minarc pro 1^7A sich a» den ^anbesausschujl zu wenden beschlossen. Der provisorische Lehrer an der voll«schule in Sasnitz, Malhia« Hudovernil, wird über sem Ansuchen daselbst be« fiulliv angestellt. Die aus Anlaß de« Recurses einer Patronatsherrschasl gegen die Entscheidung des l. l. Bezlilsjchulralhe, betreff« Bellragsleistung zu emcn Schnlhausbau vorgelegten «clen werden mil dem Beifügen rückgeleuet, bah d»e recururle Entscheidung m Hml'llck aus das rrm s, l. Bezillschul. ralhe fpälcr gesällle rechlslräsllgl ß, wow'l die Gesammttosten sür M^lelialien un.........Schäften — d« letzlern mit dem Vorbehalte des seinerzeiligen «eareßrechle« — der Schulgemeinde zur reistung zugewiesen wurden, gegenstandslos geworden ist und sich dadurch auch der da« gegen ergriffene Recur» dechebl, Das vom hohen Mmslenum herabgelangte Maje-stälsgesuch einer Lehlerswa'fe um Bewilligung des Forlbe. zuge« einer jährlichen Onadengade au« dem Normalschul. sonoe wird an den lrainlschen Landesausschuß mit dem Antrage auf lKewähruilg zur «eußc! ,,,el, Oie ron der randeelegitlun., nellen Anlr»ge des Landel« ithes hinsichtlich oer Untersuchung der hygienische!' >ise der Schulhäuser durch b»e l. l. Bezirlsärzte werden als im hohen Grade empiel)len«n,erlh und deren Durchführung als wimsls' ferne leyler« vorerst mchl durch ! wird, deren Regelung dem Verordnungeweqe be» l^l/en Ministeriums für Eultu« und Unterricht, beziehungsweise der ^andesgesehe vorbehalten ist. 222 — (Zur Gtraßenpolizeiordnung.) Die politischen Behörden sind beauftragt worden, behufs der enevg^chcn Durchführung occ für di: Slrahenerhaltung fu wichtigen Bestimmungen des tz 11 der Straßeupolizeiord-nung vom 24. October 1868, betreffend die Nnwendung breiter Radfelgen, die im eigenen Wirkungskreise liegen« den geeigneten Verfügungen zu treffen und den Gemeindevorstehern zu empfehlen, allen im ka«fe der Zeit etwa statthabenden Porlommissen, welche auf die strict« Durchführung dieses Gesetze« einen hemmenden oder erschwerenden Emsiuß nehmen sollten, besondere Aufmerlsamleit zu< zuwenden, damtt in dieser Richtung den Slraßenadmiui-! straticnen fcinerzeit d« erforderlichen Mittheilungen gemacht! werden können. — (Dr. Zalnll. — Oemeinderalhswah» len. — Hctien - Huch d rucker «i.) Die ^Triester Ztg." erhall von ihrem hiesigen Correspondenien folgende Nachrichten aus Laibach: „Das Präsioium de« Abgeordneten» hause« hat den Reichsralysabgeordneten Dr. Valentin Zar nil, welcher sich von den Verhandlungen des Reichs« ralhes ferne hall, schriftlich aufgefordert, binnen 14 Tagen im Reichsralhe zu erscheinen oder fein Husbleideu genügend zu rechlferlige», widrigenfalls er seine« Mandate« für verlustig erllärt werden würde. Wie lch nun aus bewährter Quelle erfahre, wird Dr. Zarnil im Reichsrathe nicht erschemen, weil er sich durch seme Erklärung bei der Wahl, sein Mandat uur dann auszuüben, wenn es zum Helle der slavljch-föoeralistlschen Partei gereichen sollte, für gebunden erachtet. — Nächstens weroen die Ersatzwahlen für den Hemeinderalh der Landeshauptstadt stattfinden. Da« siesulta: wird voraussichtlich ein fur die verfassungstreue Partei günstige« sein und dürften sämmtliche ausgeloste Gememoeräthe wieder gewählt werden; die nalionalclericale Partei wuo sich an den Ersatzwahlen für den Gemeinde« l rath nicht delheiligen und erst dann den Wahlplah wieder betreten, wenn der ganze Gemeinderath neu gewählt wird.! — Dle Uedersieolung der slovenischen Aclien-Buchdruclerei ^ aus Marburg nach ^aibach wnd Anfangs März bewert-^ ftelligl weroen. Mit der Druckerei übersiedelt auch der „Slovenstt Narod" aus Marburg nach Vaibach, um von da an täglich zu «scheme«. Wie man hü«, beabsichtiget die slorenlsche Äctiendruckerei >l>l llüi-!>, welche ohne Nuwendung von Medicin und ohne Kosten die nachfolgende» itranlheueu beseitigt: Magen-, Nerven-, Vrust-, ^una/u-, reber-, Drusen-, Schleimhaut-, Athem, Blasen und 'Ilicrciilciden. Tuberculose, Hchwludsucht, Asthma, Husteu, Unver-dcmlichlctt. Verstopfung, Diarvhoen, Schlaflosigkeit, schwäche. Hiimorrhoidcn, Wassersucht, Fieber, schwind?!, Nlutausstrigen, Ohrenbrausen, llebelleit und ürhrechcn selbst währeuo der Schwangerschaft. Diabetes, Melancholie. Hblnagcrnug, Rheumatismus, Gicht. Bleichsucht. - Ä>:S;lig au« 7ii.,X)<» Lcrtisicaten über He, nesnngen, die aller Medicin widerstanden: Eertificat Nr. 48421. Neustadt, Ungarn. 2>eit mehreren Jahren schon war meiue Verdauung stet« gestört; ,ch hatte mit Magmudeln und Verschleimung zu liimpfen. Bon dirseu Uebeln bin ich nun seit dem vierzehntilgigen Venuh der N^v»!«.««,, r<> befreit. I V. Steiner, Lehrer an der Voll«schule. Gasen in Vltiermavl. Post Virlseld. 19. November 1870. Hochgeehrter Her»! Mlt Perg'ttlgs» und pslichlgcmäß bestätige ich d»e günstige Wirluug der l^v-,!«,,,'!,!,^, wie sic von vielen Seiten bssanllt l^macht worden ist. DirseS vortreffliche Mit» lel hat mich vou slilfeylichei, Athembeschwerden, beschwerlichem Husten, Glcihhal« und Mageulrämpfen, woran »ch lange Jahre gellt,m habe, gauz vollständig bssrcit. Vincenz Stain inger, sienstonirter Pfarrer. Nahrhafter al« Fleisch, erspart die Nev«!e,<'.!^e bei Vrwach-feuen und Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzneieu. In Vlechdüchsen vou j Pfund ft, 1.50. l Pfund fl. 2.50, 2 Pfund ft. 4..». 5 Psund fl. 10, 12 Psund ft. 20. 24 Pjund st. 3»^. N«v,!«,ai«i« ^lxxol^t««« in Pulver und in Tabletten fur l2 lassen fi. l.50. 24 lassen st 2 50. 48 Tassen ft. 4 5<>, in Pulver filr 12" Tassen fi. IN, sUr 2^ Tassen st. 2«>, sitr 576 Tasseu sl. A6, ^u b?,leh,n durch Varry du Varry <> Comp. in HVl«2. ^»U2«ol»«»«»« »r. «, w I.»il»»ol» Cd Mahr. in Marlimg F. «olle tu, g. ,n Klagenfurt P. «,rn dacher, ,n <3r<»z OebrUdtl Oberra uzmayr, ,n Innsbruck Diechll ä ssranl, in i>in, Haselmayer, in Pest Tlirül. in Prag I. Fürst, in Osllnn ^. «3d er. sowie in allen Städten bei guten Npolhelern und Specerelhänoleri'; auch versendet da« Wiener Hau« nach allen Hegenden gegen Po l lnweisung oder Nachnahme, Neueste Post. (^Nttiuallele^ramm der „Laibacker Zeitung.") Hgien. <). Februar. Die heuti«e „St. Ifr. Pr. meldet: Das Hubcomit«» deS Ver,' sassunftSausschuffeS hat die «erathungen über die galiziscke Nesolution beendet Das Gla< borat enthält autouomlstische (luncesfionen für Galizic» auf (Grundlage eine^ Compro-misscs. wvriu wiin»stcriu,n, Vcrfassungspartei und Polcn übereinstimmen. Innsbruck, I.Februar. Der Kaiser besuchte Vormittags die Ulhier-Vildungsanslalt, dic Knaben» Uebungsschule und dic ^chrerumtn « ^ildungsanstaU, überall m,t Hochs empsangln. D«r Kaiser verfolgte llassenwlise den Unterricht und sprach hlerüblr zu dem Director und den Fehlern die Worte der Nnellennung. Sc. Majestät besuchte hierauf da« Gymnasium, ^n dem Lehrkörper war Greuter bcmerlliar. Graz, ><. Febtuar. Der Bürgermeister erließ cine Proclamation gegen die Zusammenrottungen, nnt Androhung strenger Maßregeln. Punli^am isl nicht be» schädigt. Prag, 7. Februar. Die oerfafsullgstreuen Groß» grunobesihcr Baron Aehtenlhal, Oraf Oswald Thun, Gras Oclaoian KlnSly und Glas ^edeliour haben die Geheimrathswürde erhalten. Lemberg, 7. Februar. Rußland wünscht in Rom nichts als die Zulassung der russischen Sprache sür den katholischen Gollesd,enst. Bern, 7, Februar. Der Stünderath hat nach längerer Debatte dem Beschlusse des Nalionalralhs, be» treffend die Abschaffung der Tod«estrafe, mit 21 gegen 20 Stimmen belgeslimmt. London, ?. Februar. Im Oberhaufe erklärt Lord Granville, England sei hinsichtlich des englisch» französischen Handelsvertrages bcrelt, allen billigen Forderungen Frankreichs zu willfahren, alier es sei mcht geneigt, auf der Bahn des Freihandels Rückschritte zu machen. 5eltaraphi,cher Wechselcour» oom k. Februar. 5p»rc. Mttalliaue« ttl 40. - 5perc Melalllque« mll Ma>. und 3iooember-^!u,en -.—. üpeic. l/ialwnal - »ulthen 7<>.l". — 18«<^r 3taat«-1. — Äreou. ilclieu 334.50. - ^.midu» 112 !W. - Kllber ll l.15» i« l MUnz. Ducaten 5.4s). — Alapoleond'or 9.--. Da« Posldampfschifs „Hammonia," LapitAil Mel>er, «st am 2. Jänner wohlbehalten l» Vie>v-^)oil ll'lgclommen. Angekommene Fremde. sabncant, Giaz. - Tabouie, NalMeamte, ^ünslilchlll. itlller, Privat, Obeillaiu, - ^angwelsfi, «ellner, Benevlg. Ulbantschlljch, Vrunobescher, Obtll«»». »lob^tnig, Grund besiyersgaltln, Ob,rlra»n. H»»>>n«„. Fr, uur Tobias Rliber. Handelsgärlner, Gümingen, Theater. Heule: Der Herr Director oder die Nlnmen Nettel. Posse mit Hlslilig i„ .'! l0„ Ub. 74N.!«» ^. ».« windstill trllbe Anhaltend »rill',. Da« laqesmittel der Wilrme 4-5 l". m,, «5" Über dem Normale. vesautwortlicher Reoacleur - Igna, v. Klein« a y l. ^NslsN^l'slll»! TUien, 7. Februar. Dem gestrigen Mckganqe salqte heule e,ne nach Gulden zählende Erholung der Courje der ^peculalionepapiere. Anlag«wenhe und nameutlich ^oze HlFVz»^NU^NU)l. fanden gute Nachfrage. Vesouoere Bcach'ung erregten Actien der Präger Hisenindustrie-Gesellschaft. Indessen lann da« Totale der Nörsebewegung nlchl a!« lebhaft charalte rchn wecoeu, d?n>, der Umsatz war und blieb ein limitirler. Vemerle„«w,rlh ist der starte Nuckgang der Devisen und Comptauten. K. ?ll«g»m,in, «t««t«s«buld. l i^Ul 100 st. » «»ld «««. > Hillh'illich» ^t»al«Ichuld zu b p«t.: l in sioten ver,in«< Mai^iovembel 62 50 6i.70 , ^ ^ ^ Februar.Äugufl li2 50 62.7^ Gilber „ Jänner-Juli 71. 71.20 I » » »pr,I-Octobtl . 71— 71.20 e»lt v"g l«3i> ... 312.— 3lü.- 1^4(4" ! M 25" fi. 94.- 95-^ I 33 zu 500 fl. . .103.-103.50 I I 18«0 u100ft. . - "9.50 l20.50 I . 18«4zu100fi. . .146 75 147.25 Staat«.Domänen'Pfandbriest zu 120 st. VW. in SUber . . ll850 119.— >». G»n»dentlastungs«vbligation,n. Fttr 100 fi. «,lft Waare VUHmkn .... ,n5p«t 9650 97,50 Galizinl .... , 5 , 75 50 7^ ^5 Nieder-Otstnreich. . , b , 35.-. «H.__ 0der-c>efterltich . . „ 5 , 93.. 94 — Siebenbürgen. ^5^ 772.» 7775 Gte'trmar* , l» . 90 - 91 — Unaarn ... « 5 „ 80^ 81.25 »I. Anter, öffentliche «nlehen D«naulla,,llnlm»i»^se zu 5p«l. '^.^ '^,50 U, ». V'stubahnanlehtN zu 120 st. ». W. sllber 5", pr. stuck 110— 110.25 Un» Pramltuaulehtu zu 100 ft. ».» l?5K Vinzahl.) yr. «tüel 10972 110.-- Wiener tommunalanlehen, rilck- Veld Vaa« ,2hlb« f> ptt. <ür 100 st. . . «j< 25 8«H0 N. AeUen »0» Bankinstitut«». Geld Waare Auglo-llfterr. Vanl.....354 - 35450 Vanlnelein.......313-3!^. Vüdlu-Clebitanssalt .... 250.— 2«',,— CledNllnftall s Handel u. Ot«. . 642.— 342.5^) «ll'dllanftall, »ll^cm. uugar. . . l«Y.50 169 — <3?cnmp^-Hes,llsch» 137.— Oenlralbanl.......—.— —.— Handelsbanl.......—.— -.— Nationalbant.......KÜ4... H5tt — Unioubanl.......2^«H0 299-- Vereinsbanl.......114- 11425 Verlehrsbanl.......203. - 2M.50 >2. Actien von Ir^nsporenntevneh. munaen. seld ll»aar, «lfüld-Fmmaner Vahn . . 185.- 1U5 50 «öhm WeNbahn....."^"^?^ C»rl.ahn . . . 3830—2240.— Filufiuchn,.««eser.V«hn . 181 - 182 - G«l> lw»«?, < sfr»n,.Iosevh«,«,bn . . . . 210— 211 j Ltml,tr«-«,l.«..Iassyer'Vahn . 1^50 Ii;5 , Llo„d. öfterr........444.- 446.— oesterr. NordweNbahn . . . 222 75 223 - «ub°lf«-Vahn......169 50 170.—! Kiebenburger Vahn . . . . 1«« — l«5.50 Ätaat«bahn......406 — 407.- Zudbahn........215«0 2l6 — 3llo.norddVelbmb.Vzhn .187.-187 50 Theiß-Vahn.......28925 289.75 Ungarische N°rb«ftbahn . . . 164— 164.50 llngarischt Oftbahn.....155 50 15si.7l» tram»»,........242- 242 50 ,5. Pfandbriefe b.«««b.-«nft.znb'/, P«t. «9.50 89.75 «. P»iorltät4oblistat«onen. <»el^ Na«« HM.-Weftb in«, ver,. ll. «miss.) 94.75 95 25 Ferdinand«,siordb. in Gilb, »erz. 104.50 105-ir<,nz'Ioseph«.!v<,hn . . . . 100 60 100 75 H.l«l,z.nd».V.l. B.sllz.'.»«. 105 50 106. )»Verr. »««d»est»,hu . . 101.20 101.50 l Gell» Waare ssiebenb. V«hn w Silber ver». . 3?.^» i«^ x<, et«al,b. i4.i5 »4>0 «. Prlvatlos,