Lailmcher Zeitung. Nr. 2NU. Pränümerationsprei?: Im Comvtoir ganzj. fl. Il, lmlbj. ft: N.50. Für dic Zustclluüss ins Hau» I'albj. !->« lr. Mil der Pust gmizj. si. l5., halbj. si. 7,^,!», Freitag, 2. Scpteinber InseltionSgcbüh^ b>« 10 Zeile« : imnl VU l^., ^m. «U Ir.. 2m. I st.; sonst pr. Zcilc I m. «lr., üm. »li., l!m. !« lr. u. s. >r. OnsertionSstcmpcl jedcsm. üN Ir. I87U. Amtlicher Theil. Sc. k. und f. Apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschließung vom Ki. August d. 7v. iibcr An trag des Reichskanzlers, Ministers des taiscrlichcn Hanse.? und des Acußern. den nlit dcr Ocrenz des k. und l. Consnlates in (^alatz bctranten Viccconsul .^larl von Kwiattowsli und den Gcrcnten des t. und l. Con sulates in Prisercnd, Viccconsul Friedrich Vippich zu Consnln auf den von ihnen lusher versehenen Posten allergnädigst zu crncnueu und dem derzeit bei dem l. und l. Generalconsulatc iu Venedig verwendeten Biccconsul Ac nedict Row den Titel und Charakter eines Consuls huldreichst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät hauen mit Aller, ^chster Entschließung vom .'!(). August d. I. die Wahl °es Advocaten Dr. Mariuiiliau d' Äugcli zuiu PodcM ^r rcichöununttelbarcn Stadt Trieft' allcrguädigst zu ^stütigen geruht. Potocki m. i>. Taaffe in. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-Wstcr Entschließung vom 28. August d. I. den VaudeS Wchtsrath Joseph Po hl in Prag zum Rathe des boh. Elchen OberlandcSgerichtes allergnädigst zu ernennen ""«lit. Tschabuschnigg m. p. s. ^^' ^' ""b t- Apostolische Majestät haben mit Aller Yochster Entschließung vom l?. August d. I. den außer, ^deutlichen Professor des österreichischen allgemeinen Pri-olltrechtes au der Universität zu Krakau Dr. Maximilian A^ ^^°<.^'^' .^"" >"dentlichen Professor des-Men Lehrfaches an d.cier Hochschule allerquüdigst zu ernennen geruht. Stremayr m p. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Gymuasialprofcssor und Vczirksschulinspccto? Heinrich ^i o c m Graz zum Director dcr k. k. Lchrerbüdungs anstatt iu Trieft cruaunt und je eine Hauptlehrcrstcllc an dieser Anstalt dem bisherigen Schuldircctor Johann ^evela ute uud dem Lehrer Franz Friorich da^ selbst verliehen. Nichtamtlicher Theil. Politische Uebersicht. Laibach, 1. September. Die Präger Ausgleichsver suche werden l" der ungarischen Presse mit ungctheiltcm Beifall be-^üßt. Die Organe aller Parteien sind darin einig, daß dcr Bestand einet! freien Oesterreichs nur durch den Auö-l>.lnch und die Zufriedcnstcllung der einzelnen Nationali-tliteu zu erreichen, und daß daS von den Czechen vorgeschlagene Mittel das geeignetste zur Verständigung ist. Gegenüber der Behauptung der czechischen Blätter °enientirt der „Pester Lloyd" in seinem Abendblatte die ^"fiußnahmc Audrassy'S auf die czcchischc Frage. Weder ° rcct. noch indirect habe Andrassy die Actiou in dcr Mlscheu Frage beeinflußt, nicht einmal sich stets genau H. Der Standpunkt dcr ungarischen Regierung sei: "r falten am Dualismus, Nichteinmischung in die iu- " n österreichischen Angelegenheiten, Bestand dcr Dele-den m- ^"' Modus, wie diese zu Stande komme, lassend ^" ""^ ^"' Legierung Oesterreichs Überweg ^'^'^'" "l" aus Prag, 31. August, schen M ^'^ czechischen Blätter erklären, die czcchi-ganl ^"^netcn seien von dcr taiscrlichcn Botschaft czechisä n 'ai- ^ czcchischcn Blätter tadeln die den ü^" Abgeordneten ^egcn ihrcs Wiedereintrittes in die y,,,'^ ^ ""d glauben, daß der Zweck des Eintrittes, dc>ß d'^"""U der kaiserlichen Botschaft, erreicht sci, und ^andtna/^'^" Abgeordneten somit nichts mehr im beschick?., ^ ^"" ^"bcn, indem sie nie den Reichsrath ^ ".' werden. Oberern °'" '^' ^"llust inBerliu stattgehabte. vom Unruh «; ,"'stcr Seidel und dcu Abgeordneten Vöwc und Parteien '^"" Versammlung von Notabilitäten aller ^"tsche"m ^"stunluig einen Aufruf an das "'8auss ^"^ ""' welcher zu ciuer Adrcsfc an den ^NesftrH ^' In dcr letzteren wird die Beunruhigung ^en über die Berichte, daß eine fremde Einmi- schuna bemüht sei, den Preis inchrcr Kämpfe zu beschränken. Deutschland müsse die Forderung seiner Wohlfahrt allein berathen. Das Bolk erneuere das Gelobuiß, treu auszuharren, bis eS dcr Weisheit des Königs gelingt, unter Ausschluß jeder frcmdcn Einu.ischung Zustände zu schaffen, welche das friedliche Verhallen des Nachbarvolkes besser als bisher uerbürgcu. die EinHeil und Freiheit des gesammtcu deutschen Reiches begründen nnd gegen jede Anfechtung sicherstellen. Der „Monitcur universal" glaubt die Franzosen selbst für dcu Fall, iu welchem Paris genommen werden follte. zu hartnäckigem Widerslande ermulhigcn zu dürfcn. Nach seiner Ansicht bedürfe Frankreich nur noch dcr Ausdauer eines Monats, um dann erfolgreichen Widerstand leisten zu können. Eventuell möge mittlerweile die Leitung des Staates von Pari« entfernt und nach Blois odcr TourS verlegt werden. Paris werde dauu vom Standpunkt dcr Bandes-Vertheidigung uichl mehr Bedeutung als etwa Metz haben, und felbst wenn es genommen würde, blieben noch achtzig Departements unverletzt. Die englischen Blätter besprechen die Eventualität einer Belagerung von Paris sehr ein-nehcnd und stimmen alle iu dcr Ansicht übereil», daß die Vertheidigung dcr Metropole als Festung ein politischer und militärischer Nonsens sei. Die Situaliou dcr Fremden in Paris ist uner. tiäglich. Die Journale lügcu Schauerberichte aus dem preußischen Lager vor, um das Voll zu erhitzen. Alle, die deutsch reden, fliehen, meist nordwärts. Wcil binnen drei Tagcn auch dieser Ausweg voraussichtlich abgeschnitten seiu wird. ist uiclstündigc Bahnverfpätung au der Tagesordnung. Währcud d'c Cardiuak Schwarzcnbcrg und Rau> scher sich dem Coucilsbcschlusse betreffs dcr Unfehlbarkeit unterworfen habcn. dauert die Opposition der deutschen Bischöfe fort, ja sic nimmt größere Oimcnsioncn an. Dcr Fürstbischof von BrcSlau hat seinen Entschluß, zu abdicireu. in Rom angezeigt. In Rottenburg stehen Bischof und Capitel fest bei dcr Opposition. Von Wichtigkeit ist die B isch of S . (5 o n f e-renz, die gestern in Fulda ihren Anfang nahm. Die Sitzungen follcn geheim sein, nichtsdestoweniger weiß man aber, daß dcr Zweck der Zusammenkunft dcr ist, zu dcn Beschlüssen des Concils Stellung zu nehmen. Die Carlistcn geben wieder Lebenszeichen von sich- Zwischen Pampcluna und Äldasna haben sie die Eisenbahn zcrslöit und unter dem General Imaauiro sollen zahlreiche Bauden ihrer Partei die nördlichen Di-stricte unsicher machen. Von Madrid wurde Iufanleric und Gebirgs-Artillcric zu ihrer Verfolgung nach Na-varra abgesendet. Krainischrr Landtag. 7. Sitzung. Laibach, 30. August. (Schluß.) Dr. Costa will nur über einen Punkt der Adresse sprechen, das ist der staatsrechtliche Standpunkt dcr Partei. Die Adresse ist unser Programm, man hat uns oft vorgcworfcu, daß wir kein Programm haben. Hcute i berufen, dessen Abgeordneten den Rcichsrath anerkannt! haben. Was den von Dr. Costa erhobenen Vorwurf des > PrussiciSmus, des Pangermanismus betrifft, so erkenne er Niemandem das Recht zu, aus rein menschlichen Handlungen einen Vorwurf zu machen. (Bravo im Auditorium.) Wenn man behauptet, daß auf dieser Seite des Hauses der Ruf gefallen: Deutschland bis zur Adria! so müsse er entgegnen, allerdings sei eine solche Aeußerung gefallen in Verbindung mit einem Appell an dic Gegner, die durch ihr Treiben den Ruf: Bis zur Adria! wahr machen wollen, (Bravo.) Es ist von einem Staatsrecht der slovenischen Nation gesprochen worden. Er habe der Vereinigung der Slovenen im Princip nicht widersprochen, aber es sei die Frage, ob die Ausführung möglich und ob es zweckmäßig sei, die Grundlagen des Zusammenhaltes zu zerstören? Dr. OleiweiS: Die Redner der Majorität haben nur eine Behauptung Dr. Kaltenegger's unbeant wortet gelassen, nämlich, daß Napoleon's Nationalitätsprincip erst die slooenische Idee erweckt habe. Dem müsse er widersprechen. Diese Idee bestand schon lange früher. Sie war schon in der slovenischen Pelition vom Jahre 1848 aufgestellt. Im April 1848 war Redner mit einer Deputation aus Krain in der Hofburg bei Erzherzog Johann. Dr. Bleiweis als Redner erklärte dem Erzherzog den Wunsch der Sloucnen nach ihrer Vereinigung. Der hohe Herr hörte ihn ruhig an. und sagte dann: Ihr habt Recht, es wäre vortheilhafter, aber fugt mir, ob auch die tärntner nnd steirer Slovenen das wünschen. Damals, sagt Dr. Vleiweis, konnte ich dem hohen Herrn diese Frage nicht beantworten, heute könnten wir dem unsterblichen Erzherzog antworten. Im ersten Landtage 1861 habe cr, Dr. Bleiweis, über diesen Wunsch der Slovenen gesprochen und damals nur die Frage dara» geknüpft, welches das Schicksal der Slovenen in den fremden Landtagen wohl sein werde. Die Gegenwart hat diese Frage beantwortet. Man blicke nur auf die Lage der Sloocncn in Kärnten und Steiermark. Die TaborS haben die Idee Slove-niens im Volte wieder erweckt. Diese Idee ist lein Funke, der aufleuchtet und wieder erlischt, sondern ein tiefes Bedürfniß unseres Volles. Was den Umstaud betrifft, daß der Landtag es in der letzten Session unterließ, die Resolution auf Constituirung Sloveniens in Verhandlung zu nehmen, so tonnten wir nicht zugeben, daß die nach dem alten ungerechten Wahlsysteme zusammengesetzten Landtage Slovenicn die Thüre gewiesen hätten. Was wäre sein Schicksal erst im Reichsrathe gewesen, der als Ziel hatte, die Slooenen an die Wand zu drücken. Was die frühere Regierung darüber dachte, darüber überzeugte ich mich aus der Unterredung mit Dr. Gistra während seiner Anwesenheit in Laibach. Cr sagte mir geradezu: ,.Das ist eine Träumerei, wird nie bewilligt." Hätten wir also damals die Idee Slove-nien angeregt, so wären wir ihre eigenen Todtengräber gewesen. Der Kaiser selbst hat uns in den Reichsrath gerufen. Wir folgen feinem Rufe als allezeit getreue Oesterreicher. Nir haben aber auch unsere heimischen Interessen zu wahren. Jetzt ist es Zeit, dem Kaiser im Namen des ganzen slovenischen Volles seinen Wunsch nach Vereinigung auszudrücken, dem Kaiser, welchem wir Gut und Blut und Leben willig darbringeu, denn nie wankt die Treue des Slovenen! Dr. Zarnil replicirt dem Dr. Kaltcnegger. Was die Opporlunitüt anbelangt, so hat es nie eine größere gegeben, als den Ausgleich mit Ungarn, den Beust hinter dem Rücken aller österreichischen Völker abgeschlossen. Damals sei die Gegenpartei von der Theorie der Rechts' verwiilung zu dem Gegensatze dcr NechtScontinuitiit über» gegangen. WaS den Ruf: „Deutschland bis zur Adria!" betrifft, so sei allerdings nicht Kaltenegger es gewesen, der ihn erHoden. Deschmann erwidert Razlag in Betreff der slovenischen Universität für Laibach: Es ist allerdings dagegen gestimmt worden im Interesse der Wahrung der Ehre der Slovenen (Lärm auf der Galerie), weil die Ausführung die Slovenen compromiltiren würde. Er würde dieser Idee mit Vergnügen beistimmen, wenn sie zeitgemäß, wenn sie ausführbar wäre. Die für die Grazer Universität vom Ministerium projcctirten slovenischen Vorträge seien nicht zu Stande gekommen. Dr. Zarnil erwidert auf die letzte Bemerkung Deschmanns. der Grund, warum kein Slovene sich zur Uebernahme eines Bortrageö an dcr Grazer Universität habe herbeilassen wollen, sei jener, daß die Bedingungen, welche denselben gestellt wurden, zu ungünstig und demüthigend waren. Dr. Costa verlangt Schluß der Debatte. — Dieselbe wird, nachdem der Berichterstatter Svetec auf das Wort verzichtet, angenommen, der Antrag Kalten« egaers dann bei namentlicher Abstimmung mit 22 Nein gegen 14 Ja abgelehnt und die Adresse mit Majorität angenommen. Dr. Kaltenegger erklärt im Namcn der Mi-' norität, daß dicsclbe mit Rücksicht auf die gesetzlich un-! zulässigen Bedingungen, an welche die Wahl gclnüpst wird, es mit ihrer Gewissenspflicht unvereinbar halte, an dcr Wahl theilzunehmen. Es folgt die namentliche Abstimmung über Punkt 3 der Adreßanträge: Im Sinne obiger Adresse sind die Abgeordneten in den Neichsrath zu wählen. — Derselbe wird mit 22 ß.co,en 14 Stimmen ange< n ommen. Kaltenegger erklärt, daß dieser Beschluß nicht als rechtsgiltig betrachtet w.lden könne, da er eine factische Äenderuug der Landesardnunn enthalte, daher nach 8 38 derselben eine Zweidrittel-Majorität erfordere. (Die< selbe ist nicht vorhanden, da von 37 Mitgliedern nur 22 mit Ja gestimmt haben.) Präsident Wurzbach: Es handle sich darum, ob der Antrag 3 so geanet sei, daß er eine Aenderung der Landes- und Reichsocrfassuüg in sich enthalte, ,veil den Abgeordneten eine Instruction mitgegeben wird. Er formulae daher die durch den Landtag zu entscheidende Vor» frage: Ist die Beschränkung dcr Abgeordneten auf bloße Theilnahme an der Wahl der Delegationen und an den finanziellen Berathungen für den Kriegsfall alo eine den Abgeordneten ertheilte Instruction aufzufassen nnd wird dadurch eine Aenderung der Landesverfassung involoirt? Er eröffne hierüber die Debatte. Dr. Costa erklärt diese Formulirung als ein ju ristischcS Unicum. Er bestrcitct, daß eine Aenderung der Landesordnung vorliege. Es heißt nur „im Sinne der Adiesse zu wählen," es ist nicht die Rede von Aenderungen dcr LandeSordmlNg oder Rcichsverfassunss. Nach § 16 dcr Landcsordnung dürfen Instructiolien er-theilt, aber müssen nicht angenommen werden. Svetcc erklärt, die Abgeordneten sind nur moralisch gebunden. Wurzbachs Antrag ist ein neuer, ge-schüftsordnungsmäßig zu verhandelnder. Dr. Costa beantragt. Wurzbach solle dem Landtag die Frage vorlegen, ob im vorliegenden Full die 2/2 Majorität nothwendig sei? Wurzbach erinnert, dcr Vorredner habe seinerzeit, als es sich um die Wahl des Landeshauptmanns handelte denselben Antrag, wie cr (der Sprecher) for-mulirt. Uebrigenö enthalte dcr jctzige Antrag dasselbe. Dr. Kalte ncgger erwiedert dcm Dr. Costa, im Größeren sei das Geringere gewiß auch enthalten. Di.-Landesordnung sei zwar nicht geändert, aber wir handeln so, als ob sie geändert wäre. Svetec verwahrt sich dagegen, daß der Landlag nicht das Recht hätte, Instructional zu ertheilen. WaS nicht verboten, sei zulässig. Etwas anderes ist es, ob die Abgeordneten die Instruction befolgen, sie haue» nach ihrem Gewissen und den Gesetzen zu handeln. Als der Vorsitzende die Abstimmung vornehmen will. sagt Dr. Bleiwcis: Wozu denn, es weiden wieder 14 und 22 sein! (Heiterkeit). Es wird sodann zur Abstimmung übcr die Rechts-ailtigkeit des Beschlusses geschritten und dieselbe mit 23 gegen 13 Stimmen bejaht. Wurzbach constatirt, daß der Antrag 3 der Adresse angenommen ist. Die Ndresse wird sohin auch in dritter Lesung angenommen. Es wird sodann zur Wahl der RcichSrathsabge-oroncten geschritten. Der Landcspräsident erklärt, daß er als Abgeordneter sich an der Wahl nur in der Voraussetzung betheiligc, daß dcr Abgeordnete au dic Instruction nicht aebunden sei, wie auch mehrere Redner der Majorität erklärt haben. Es wird sodann die Wahl vorgenommen, und erscheinen gewählt: aus dcm Großgrundbesitze: Graf Margheri; auS den Städten und Märkten und der Handelskammer: Murnik, Horat; aus den Landgemeinden: Costa, Svetcc. Äarbo. > Graf Margheri erklärt, mit Rücksicht auf die Erklärung der Minorität, dcr er angehöre, die Wahl nicht annehmen zu können. Die übrigen Gewählten erklären sich für Annahme, Dr. Costa mit dem Beisätze: Im Sinne der Adresse! Der Landes Präsident theilt darauf mit, daß er die telearaphische Weisung erhalten habe, den Landtaa zu schließen, und der Landeshauptmann richtet eine kurze Ansprache an die Versammlung, indem er sie auffordert, ein Hoch dem Kaiser! auszubringen, in welchen Ruf die Versammlung und das Pulilicum lebhaft einstimmt. Schluß der Sitzung 4 Uhr Nachmittag. Kliegschronik. Die Beschießung von Straßburg. Vom Oberrhein, 2«. August. Die Beschießung von Straßburg hat seit gestern in steigendem Maße begonnen, und in der vergangenen Nacht geradezu einen furchtbaren Fortgang erhalten. Nachdem der Artillerie-Part angekommen war, galt es zunächst, denselben in feste und sichere Positionen zu bringen, und diese Arbeit wurde zuerst durch die Batterien auf der deutschen Seite gedeckt. Es galt dabei vorzugsweise das Feuer auf die Citadelle und die derselben zugewendete Stadtseite zu richten, in welcher hauptsächlich die Wackcs oder der Pöbel von Straßburg wohnt, der sich am verrottetsten und abscheulichsten benahm, und besonders die Deutschen am leidenschaftlichsten verfolgte. Als z. V. vor wenigcü Tagen ein deutscher Soldat auf dem äußersten VorposM gefangen und von drei Fiailzuscn in die Festung escol' ^ tirt wurde, entriß der Pöbel denselben den Soldaten,! warf ihn zu Boden, massacrirlc ihn langsam, und e>» Turco riß ihm den Kopf ab, steckte ihn auf eine StM, und zog damit durch die Stadt. (Dic ..Karlsr. W» bestätigt diese Scheußlichkeiten.) Die Belagerer setzte" sich vor dem Austerlitzer Thor an dcr BahnbaltsM fest, und an demselben Tag waren die Belagerung^ schütze auf fünf Stellen fertig gestellt. Nachdem so "»' erst dcr Aufang dcr Belagerung erfolgt war, began»! am Mittwoch die eigentliche Beschießung, die mit W' bruch der Nacht immer heftiger wurde, und erst geM Morgens 5 Uhr endigte. Ii, dcr Stadt brannte " an verschiedenen Orten, die ganze Klulteiwu gcricth ^ Brand, cbcnso die rechte Scitc dcr Citadelle. und ^ Arsenal fing Feuer, das dessen Inneres zerstörte. ^ wurde aus der Festung energisch geschossen. al^ von den beiden Mörscrbatterien a^lf der Sporen»'! wurde die cine bald zum Schweigen gebracht u? die andere setzte allein die Beschießung fort. ^ Folge welcher die Granaten und Bomben bis M mühl und Kort fielen, und in Kehl abermals zwa"? Häuser in Brand steckten und zerstörten. Da ^ Neugierige gestern Früh sich bis Kehl hcranwn^ wurde cö verboten, ferner Aillcle nach Kork und ^ auszugeben, und es wurden alle Vorbereitungen gettE um das Bombardement in der Nacht enerflischer sol» sehen. Dasselbe nahm um 11 Uhr Nachts seinen «^ und m kurzer Zeit erschien ganz Straßburg in ^ wahren Fcucrmccr. In dcn vom Wmdc hin- u»^ getriebenen Flammen erschien dcr Münslcrlhunu «^ er schwanke, von fünf Seilen erdröhnte abwechselt.,, furchtbarste Kanoncndoncr. und man konnte in ^ Augenblicken von unserm Standpunkte zu AucnlMv das Comando der Befehlshaber hören. Ich hab!,. Brand von Hamburg gesehen, aber so schrecklich cl! > mir derselbe nicht, als dieses Bombardement von ^. Nacht, und cs wird mir zeitlebens im Gedächtniß!^ ben. Wir vernahmen, vom Winde hergetraacn. das', zcrreißcndstc Schreien und Gejammer der Fraue« , Kinder und das Brüllen des Viehs aus dcr Stadt, die ganze Scene erschien wie eine solche anS dem Ol^ dcr Hölle. Die Erstürmung und der Brand von M^, bürg unter Tilly kann nichts Schrecklicheres darge^. haben, als diese Nacht in dcr Nähe von Straff, i Erst nach 3 Uhr nahm das Bombardement ein *) ' aber wenn nicht heute die Uebcrgabe erfolgt, so w>^ in dieser Nacht fortgesetzt und bis aufs äußerste ^ ben werden. Das Bombardement muß seine W>^ thun, dcnn man will das Leben der Truppen l>icb> ^ das Spiel setzen, und nur im äußersten Full >l^ . Sturm beabsichtigt, der vom Polygon her nach del ^ l ocllc nnd Stadt bcrcitS ermöglicht ist, da doll^le ^ hinlänglich Bresche geschossen ist. Auf deuts^ ^n, scheint dcr Verlust an Menschen gering z" ^ dcnn gestern war das 200 Mann starke H" sz gl-nale, das in Offcnburg wartete, wieder nach .^ schickt worden. A>l » Willstedt bei Kehl, 25. August. .. . - ,'^, > dem 23. Abends lebhaftes Bombardement Stt^" hi« Ununterbrochener Geschützdonner in allen Tonal^ ^, zum tiefsten Baß unserer wuchtigen Gußstayll"" ^< >« Kehl brennt neuerdings seit vorgestern Abends. ^' > Städtchen ist jetzt zur Hälfte abgebrannt. Gester" ^ > Abends bot sich ein grausig schöner Anblick.'^.i ^ hellen Flammen, noch größerer gleichzeitiger ^^ ^ Straßbnrg. Das Münster im Feuerscheine "^ sichtbar. Dazu das unaufhörliche Blitzen dcr G^, wie Wetterleuchten rings um Slraßburg. Dcr K^ donner unablässig rollend - ich zählte in l) ^ ^ nahe an 500 Schüsse! — das stcrnschl'Upp^ i" > Blinken dcr platzenden Granaten, die, nm daS "^ Kehl zu unterhalten, hcrübcrsaustcn. die ricsigc" ^,l, sänlcn, der Himmel zur Hälfte feurig. Ich haltt ^ U daß der ungeheure Grand in Strußbinci ^^".,^6^ » fernen der Citadelle oder den Arsenalen nelie» ^ ^,i<' D dclle herrührte — so ließ sich ans dcr NiHtu"6 ' ^ ßen. Heute früh steigt noch weißer Damp! .« d^ , zahllosen Brandstätten auf. In Kehl sind '"" fF Zollhaus übcr 40 Häuser verbrannt, ebenso °" ^cl zösische Zollhaus am Rhein, dcnn die Franz"!^ ^ aanz zwecklos darein. Kchls Bewohner l'" ^ .,'en ", Habe in die nächsten Dörftr geflüchtet und '^l), dort der unaufhaltsamen Zerstörung ibM ^As. Alle diese Dörfer sind durch Posten acspcrrt, ' ^ »B stählen vorzubeugen. Kehl ist ganz abgcsvM ' ^ durch eine im Elsaß einzutreibende ContriblN ^F los gehalten werden. Bis jetzt sind nur wc"'«^^ , gen vorgekommen; von der Bürgerschaft w „ts ^" » rerweisc niemand verletzt, trotz deö Bombage ^,^ ^ 1!<. wo doch noch die meisten Leute in «ey Ueber die Vesetzunss von Ch"l" ^/^ durch die Preußen schreibt der ..Progri'S de "^ ^. Nachdem wir in unserer letzten Nl'MM"^i^ stehende Ankunft der Preußen signal's"^ igc V' uns die schmerzliche Pflicht ob, diescS "« „„ ^l unserer Geschichte zu vervollständigen. ^, n" fünf preußischen Dragoner und leine uy" ^ ^ ^ ihrer Armee vorangingen im Galopp W 1429 schirdencu Viertel dcr Stadt gesprengt wave», verlangten sie nach dem Mairc, M. Pcrricr, dessen Wage,, sie zuvoi requirirt H^Ucu, und forderten ihn auf, ihnen in ihr Cantonncmcut ;u folgen. Hcrr Pcnicre weigerte sich cutfchieden und erwiederte deni Aüsührcr dciü llcmcn Trupps, wenn mau ihn scheu wolle, cr »väre auf den, Hotel dcr Villc zn fiudcü. Diese in ciilfchicdeucm Tone gegebene Antwort schien dem Officicr einigermaßen zu genügen, jedenfalls bestand cr nicht mehr darauf. Die fünf Preußen gaben Herrn Perricr seinen Wagen wieder und verließen die Stadt in dcr Richtung von Bauchet, wo sie lagern sollen. Am folgenden Tage. den 24. August, Morgens gegen 10 Uhr erschien aufs ncuc iu Chalons cine Co-lonne preußischer Dragoner, 10 Osficierc und A00 Reiter. Vor dcm Hotcl de Villc angelangt, stellten sie sich auf, und der commandirende Officicr, ein großer schöner Mann mit starkem Bart, fragte in recht gutem Französisch, ol, der Mairc da wäre. Al« man ihm erwiderte, daß man ihn holen wolle, wartete cr ruhig; nach einigen Minuten erschien auch Herr Pcrrier. Dcr Officicr begrüßte ihn und trug ihm auf. sogleich zu beschaffen erstens ein Frühstück für 10 Osficiere und 300 Mann und zweitens zwei Privatfuhrwcrkc nebst Kutfchcrn, um einige Officicrc nach Epcruay und La Veuvre zu fahren. Zugleich ersuchte dcr Führer oder einer der Führer des Dctachcments den Mairc, ihm einen Hunoerlthalerschcin in französisches Geld umzuwechseln, Perrier hörte diesen Befehl mit an und fragte dann seinerseits, in welchem Auftrage er ilim dies befehle, ob er das Recht des Stärkeren anwende; man antwortete einfach: „Ja " Darauf erwiderte dcr Mairc: „Gut, dann soll Ihr Wille geschehen," und schickte einen seiner Freunde, um die verlangte Summe, nämlich 375 Francs, holen zu lassen, wofür er ihm zum Andenken oder als Rarität den betreffenden Hundcrtthalerfchein übergab. Während man vor dem Hotel dc Ville verhandelte, trafen die Preußen ihrerseits Vorkehrungen, um alle Briefe und Zeitungen aufzufangen und andererseits, um sich nicht überrumpeln zu lassen. Zu diesem Zwecke bemächtigten sie sich der Post und des Bureaus der Prä' fectur, indem sie ohne Zweifel dort officicllc Depeschen vorzufinden vermuthete»'. Zugleich stellten sie zwci Posten an jedes Thor der Stadt, mit dem Befehle, Niemanden hinauszulassen. Chalons war also von diesem Augenblicke an besetzt. Außer den am Thore aufgestellten Schildwachcn waren noch außerhalb dcr Stadt Vcdettcn nach allen Richtungen vorgeschoben und hinter Gebüsch versteckt. Man sah sie alle :l Kilometres von dcr Stadt auf allen Wegen. Auf dem Kleefelde, wohin ein Theil des Dctachcmcntö seine Pferde gebracht hatte, waren gleiche Vorkehrungen getroffen. Dadurch wird bestätigt was wir freilich schon wußten, daß die Preußen iu Feindesland mit der äußersten Vorsicht opcrircu. Es ist sehr schwer, sie zu überraschen, selbst wenn man in ihrer nächsten Nähe ist. Außerdem haben die Officicrc ausgezeichnete Karten bei fich, welche sie jeden Augenblick sorgfältig studircn und zu Rathe ziehen, so daß ihnen jeder Weg, jeder Fußsteig bekannt zu sein scheint. Andererseits suchen die Officicrc, wenn sie in eine Stadt kommen, sich jede mögliche Auskunft zn verschaffen. So bemächtigten sie sich gestern dcr Pakete und dcr Postcasse (welche glücklicherweise nur fünfzig Francs enthielt), so wie der Briefe, welche in dein Briefkasten sich befanden, begaben sich damit auf die Präfectur iu ihr Militär-Bureau und unterwarfen sie einer genanen Prüfung. Sie sahen alle Register nach, vernichteten einige Cartons und nahmen mehrere Karten mit. Achnlichc Nach-fnchungen stellten sie bei den Buchhändlern an. Mehrere Nummeru des „Progrus," Karten vom Kriegsschauplatz und vom Marne-Departement nahmen die Herren mit und hinterließen uns dafür einen Bon von 15 Francs. Natürlich werden wir denselben niemals ihrem Schatz. Meister präscntircn. Gegen Mittng schienen einige Kanonenschüsse, welche in ziemlich langen Zwischcuränmcn 'n der Richtung von Saint-Mänchoulo fielen, ihre Vcr^ wunderung zu erregen; fic beriethen sich mit einander und verdoppelten ihre Wachsamkeit. Aber diese Vorsicht dauerte nicht lange, uud obgleich dic Kanonen fortgesetzt donnerten, verließen sie Chalons doch erst um sechs Uhr Abends. Dicnclyuchtgrseh. . Vom Wandervercinc deutsch-österreichischer Bicnen-'vlrthe wurde dem Ackerbauministcrium der Entwurf nnes Gesetzes, den Schutz dcr Bienenzucht und die cin- mit dcr Bitte "°rgelegt, denselben zu prüfcu und behufs Zustandckom "ens mies Gesetzes zum Schutze dcr Bienenzucht für ^, ,")lerrcichischm Länder weiterer Berücksichtigung zu in, ?" Entwurf kam zu Stande durch das Znsam-im N> "^n praktischen Bienenzüchter nnd mehrerer ist su^?"^^ besonders erfahrenen Ncchtsgclchrtcu und nern ' """ Vereinen, als von zahlreichen Fnchmän stelluim"" Mündlichen Prüfung uud schlicßlichcn Fcst Wurf/ ^"Wcn worden. Cin Vorwort zu dem Ci't "enzua!"""^ "" ^ hohe Bedeutung, welche die Bic Und d/ "s> ^ älteren Landwirthschaft eingenommen hat sie auch in der neueren Zeit wieder fähig ist, insbesondere seitdem durch die wissenschaftlichen For schungcn über die Natur der Bicnci, cim naturgemäße, relativ vollkommene Praxis eingeführt wurdc, weil auch dcr kleinere Vaudwirth ohne besondere Mühc und bcdcu^ tended Anlaqc mid Bctricbscapital bei dcr gcgcnwärti-gen Richtung dcr Vnudwirthschaft mit ihrcm Anban von Oclfrüchtcu und houigspcndcudc» ^uttcrlrüutcrn, ihrcr Stallfüttcruug und großartigen Wiesencultur in derselben eine reiche Quelle des Cinlommcnö finden kann, sobald nur auch die Staatsregicrumi derselben ihre Beachtung und ihren Schutz angcdcihcn lassen. Die Nothwendigkeit eines solchen Schutzes werde aber den Bienenzüchtern um so fühlbarer, je mchr sie bci dcm äugen, fällig raschen Aufblühen des Bicucnzuchtbetricbcö die Unzulänglichkeit dcr bisherigen Gesetzgebung, deren Bestimmungen vielfach auf falschen naturwissenschaftlichen Vor aussctzungcn beruhen, erkennen müssen. Der Gesetzentwurf verfolgt das Ziel: die in einzelnen Gesetzen, in polizeilichen Vcrordnnngcn oder nach bisheriger Uebung, dcm Rechte, Bienenzucht zu treiben, noch entgegenstehenden Vcschränkuugcn sollen aufgehoben werden. Nach dem Cntwurfe soll das Recht, Bienenzucht zu treiben, in der Regel jedem freistehen, auch wenn cr nicht Grundbesitzer ist. Die Ausnahmen sind im Ent^ Wurfe genau festgestellt. Sie sind theils privatrcchtlichcr, theils strafrechtlicher, theils polizeilicher Natur. Weiter will der Gcsctzcutwurf einzelne Bestimmungen des allgcmciucu Civilrcchtcs, welche in ihrer Anwcn dung auf die Bienen unpraktisch, der Vicncuzucht daher nachthcilig find, in geeigneter Weise verändert wissen. Er sucht ferner Besitz und Eigenthum an ausgezogenen Bienenschwärmen genauer zu uormiren, als dies theil-wcisc im bisherigen Rechte dcr Fall war. Nach dcn i>§ 17 h^ Ä» des Entwurfes wählen l oic Bicncuhaltcr für cinzcluc vom Staate zu bcstim mcndc Distrittc auf sechs ^ahrc einen Sachverständigen zur Abgabe von Gutachten in Bezug auf das Gesetz, welchen insbesondere die Verwaltungsbehörde vor Erlaß einer die Bienenzucht betreffenden Verfügung zn hören hat. Auch die Bicmnhaltcr sollen sich bci entstehenden Streitigkeiten zunächst an diesen Sachverständigen als ihren Vertrauensmann wenden. Doch tritt bci privat-rechtlichen Streitigkeiten dcr gewöhnliche Beweis durch Sachverständige cin. Die 88 20 bis 20 in Verbindung mit § 37 haben den Zweck, Vergiftungen dcr Bienen vorzubeugen. Die Motive rechnen diese Paragraphc zu den wichtigsten des Gesetzes, weil in vielen Gegenden Deutschlands dcr Hauptgrund des Verfalles dcr Bienen-zncht iu den fortwährenden zahllosen Vergiftungen ganzer Bienenstände liegt. OcM5nemgiieikn. Die Mitrailleuse«. Bekanntlich war in preußischen osficiellen Berichten behauptet worden, dic Mitraillcnsen-Patrone enthalte cin Sprenggeschoß, Frankreich mache sich also cincr Verletzung der Petersburger Convention schuldig. Dem gegenüber schreibt dcr der amtliche würtlcmbcrgischc „Staatöanzcigcr" : Dic ziemlich verbrcitcic Angabe, die Kugeln dcr Mitrailleuse scicn Sprenggeschosse ist eine so schwere Anklage gegen Frankreich, daß 'es sich 'wohl der Mlihe lohnt, die betreffenden Patronen, welche in großer Mcngc erbeutet worden sind, genauer zu untersuchen. Wir haben dies gethan und geben in Folgendem eine Beschreibung davon. Die Patrone hat die Form einer großen Cigarre, ist 116 Millimetres lang uud wiegt 96 Gramm. Dic Hülse ist von starkem, ledcrartigcm Carton, außen 15 Millimetres dick, 85 Millimetres lang. I„ ihrem vorderen Ende steckt das hinlere Ende der Kugel durch einen umgcklebten Streifen rothes Band am Herausfallen verhindert und mit braunem Papier überzogen. HUlsc wie Kugel sind außen eingefettet. Letztere wicgt gena» 50 Gramm, ist in ihrem Haupttheile cylindrisch, 13 Millimetres dick und 39 Millimetres lang, vorne rundlich zugespitzt und hinten, wo sie in der Hülse steckt, mit zwei ringsum laufenden Rinnen versehen. Die hinierc Endfläche ist cben. Schon die Vergleichung des Volumens mit dem Gewicht ergibt, daß keine Höhlungen im Innern sei» können; von außen läßt sich auch leine Spur einer Ocfsnung wahrnehmen, so daß wir dieselbe ohne Bedenken durchsägten nnd vollständig massiv fanden. Hiuler der Kuqel sitzt ein sechs Millimetres dicker Unschlittpfropf. auch die erwähnten Rinnen an der Kugcl sind mit Unschlitt ausgefüllt, und mag dies vielleicht für eine Sprengladung'angeschen worden sein. Der Satz wicgt 12,, Gramm uud besteht auS sechs cylmderi-schcn Zöpfchcn, aus einem schwarzen Pulver in der gewöhnlichen Körnerfirm, die sich noch erkennen läßt, zusam-niengeprcßt. Bei dem frcicu Abbrennen zeigt sich kein Rauch wie beim gewöhnlichen Schicßpulrer. Vom Satz durch ein Leiuwand'schelbchcn getrennt, steckt im hinteren Theile dcr Hülse das sehr sorgfältig gearbeitete ZUndhiitcheu. Ein kleiner Becher von dünnem Kupferblech, 6 Millimetres weit und 7 Millimetres hoch, dessen Boden in der Mitte der hinteren Endfläche dcr Patrone sichtbar ist und beim Losschießen von dcr Spitze dcö Zündbolzen getroffen wnd, enthält zu nnterst ein kurzes messingenes Zlwdstiftchen, um dessen Hals cin Kautschulnng gesteckt ist, und über demselben die heftig ^pludircndc'Zündmassc im Gewichte von ft.^ Gramm. DarUber ist ein hntförmiger, starker messingener Deckel gestülpt, der in der Mitte eine kleine Oeff- nung nach vorne hat. Das so bedeckte HUtchen ist noch ! durch eine starte Ledertappe und eine, das ganze hinlere Ende der Patrone umschließende Messinghülse geschützt. Ncim Abfeuern wird durch den Stoß des Zündbolzens auf den dünnen Boden des Hütchens der kleine Zündstift vorwärts getriebcn, und indem sich del, Kautschulring leicht zusammendrückt, treibt dic ganze Kraft des Twßes die scharfe Kante des Stiftes durch die Zitndmasse hindurch gegen den scharfen Rand dcr Deckelöfsnung. ourch welche sich die Zündung central dem Pulver mittheilt. — (Entlohnung der Lehrer der freien Lehr« gegenstände an Staatsmittelschulen.) Aus Anlaß einer gestellten Anfrage in Betreff der Entlohnung der Lehrer der freien Lehrgegenstände an Staatsmiltelschulen wurde behufs einer gleichartigen Ausführung der Htz 5 und 6 der Verordnung vom 19. April d. I. erinnert, daß Ansprüche auf Remunerationen nur in jenen Fällen anzusehen find, wo der Uutci'iicht in einem freien Lehrgegenstanbe als entschiedenes Bedürfniß nachgewiesen und dcr Unterricht von einem Lehrer ertheilt worden ist, dessen Lehrbefähigung für dieses Fach außer Zweifel steht. — ^Vergiftung durch Mohntöpfe,) Indem Orte Pohorsch (Mähren!, hatte eine arme Frau Mohnlöpse gekocht, um durch das Decoct ihr Kind in Schlaf zu ver« setzen, während sie im Wald nach Schwämmen suchen wollte. Leider hatte die Muller die Wirkung des Opiats nicht ge-lcmnt und wahrscheinlich durch Eingeben einer übermäßigen Menge dieses auf dem Lande vielfach mißbrauchten 6in-schläferungsmitlcls ihr Kind vergiftet. Tie gerichtliche Un, l« dcn ab, worauf einer der Angegriffenen sich mit einem Messer auf seincn Gegner warf, ihm einen tödtlicheu Stich in die Brust und einen Stich in den Arm versetzte, worauf die ganze Truppe die Flucht ergriff. Bei dem todt» lich Getroffenen blieb nur dessen jammerndes Weib zurück. — (Ein dreifacher Mörder.) Die Pester Blätter erzählen folgende Schauergeschichte. Am 25. September 1868 machte der Einwohner von P6tery Namens Michael Baranyi in seinem Keller die Wahrnehmung, daß ihm acht Eimer seines besten Weines gestohlen seien. Ti:sen Verlust tlagle cr allen seinen Nachbarn, von welchen einige meinten, daß der Dieb niemand Anderer als Johann Nagy wäre. Baranyi begab sich sofort auf das Richteramt und erbat sich dort einen Gemeindediener, damit cr die Arretirung Nagy's durchführen könne. Diesem Wunsche wurde willfahrt. Die Beiden begaben sich nun zu Nagy, den sie eben im Preßhause beschäftigt fanden, ynd ersuchten ihn, die acht Eimer gestohlenen Weines gUtlicher Weise zurückzustellen, wogegen, wenn Nagy sich sträuben sollte, amtlich vorgegangen würde. Nagy aber nahm dies sehr Übel und trieb durch ein liberkategorisches Auftreten dic Beiden in die Flucht. Der Gcmeindediener eilte auf das Nichteramt, um Verstärkung zu requiriren, während mittlerweile Äaranyi sich in seinen nahe gelegenen Wein-garten begab. Johann Nagy war jedoch über den ihm widerfahrenen Scandal so erbost, daß er seine scharfgeladene Doppelflinte auf die Achsel nahm, dem B. in den Wein-garten nachfolgte und ihn dort über den Haufen schoß. Nicht weit davon arbeitete im Weingarten B.'s Tochter. Diese eilte auf den Schuß herbei. Nagy fürchtete, daß seine That durch das Mädchen verrathen werden könnte, und schoß auch dieses nieder. Das Mädchen hatte aber noch so viel Kraft, um Hilfe zu rufen, worauf der Wein« gartcnhütcr Stephan Sipos herbeieilte, aber die beiden Niedergeschossenen schon todt fand. „Pista," sagte jetzt Nagy zum Weingartenhiiter, „du hast alles gesehen und weißt, um was es sich handelt; reinen Mund gehalten also, ich belohne dich. Abcc einen Gefallen mußt du mir erweisen; spanne die Pferde Baranyi's, welche hier nebenan auf der Wiese weiden, an den Wagen und lade die Leichen auf, führe sie fort und wirf sie irgendwo ab." „Herr," sagte der Feldhüter, das kann ich nicht thun." Da drehte N. das Gewehr um und hieb dem WeingartenhUter den Schaft dergestalt an den Kopf, daß diefer besinnungslos zu No-den stürzte. Sipos war jedoch nicht vollkommen gelobtet und tonnte, als er aufgefunden und nach Hause geschafft worden war, noch die Aussage machen, welche den ganzen vorliegenden Thatbestand enthält. Darauf starb auch er nach 12 Stunden. Nagy wurde nun durch das Gericht eingezogen und vor einigen Tagen zum Tode durch den Strang verurtheilt. — (Die Feldlazarethe in Weißenburg.) Professor Billroth hat aus Weißenburg, wo er sich derzeit als dirigirender Arzt der Iohanniter-Lazarethe aufhält ddo 22. August, einen interessanten Bericht an das Präsidium des Oesterreichisch-patriotischen Hilfsverems eingesendet welchem wir nach der .Medicinischen Wochenschrift" folaende« entnehmen: Hier hatte das Iohanniler-Commando den vier Aerzten der Stadt ohneweiters die Behandlung der von den bereus werter tommandirten Aerzten der preußischen leichten Mdlazarelhe auf dem Schlachtfeld verbundenen 400 bis 5l)" Schwerverwundelen ldie Leichtverwundeten i>m, hier wa"» schon größtencheils zurückgeschickt) vorläufig übergeben; d.e. 1430 selben gaben sich mit größter Opferwilligkeit dieser Pflicht der Humanität hin. Gegenüber vielen lügenhaften Zeitungsberichten von Hungersnoth, Bosheit der Bewohner lc. kann ich versichern, daß mit Ausnahme der ersten Tage die Kranken, Aerzte und Heilgehilfen hier in Weißenburg gut, ja zum Theil recht gut versorgt und von der Bevölkerung nach Kräften unterstützt sind. Nur an chirurgischen Instrumenten fehlte es gänzlich; doch, da ich ein ausreichendes Instrumentarium bei mir hatte, so hat dieser Mangel keinen wesentlichen Schaden gebracht. Meinem klinischen Assistenten, Herrn Dr. Czerny, habe ich einen Theil der hiesigen Laza-rethe zur selbständigen Leitung übergeben. Wenn auch der größere Theil unserer Arbeit gethan ist, so bleibt immer noch viel zu thun übrig. — (Die farbige Bevölkerung in den Süd-ftaaten der Union) steht mit ihren Sympathien ganz aus deutscher Seite. Hn Deutschland, sagen ihre Zeitungen, gibt es freie Schulen, Erziehung für Alle und Gleichheit vor dem Gesetz, in Frankreich nur Tyrannei, Orthodoxie und Ignoranz. Locales. — (Concert.) Das gestrige Concert der Frau Haagn war leider weniger besucht, als auch mit Rücksicht auf den wohlthätigen Zweck zu wünschen gewesen wäre. ES ist uns nicht möglich, heute dasselbe eingehend zu besprechen. Wir wollen nur hervorheben, daß Frau Haagn den größten Beifall mit dem Vortrage des schönen „IH« äoin ^s 120^?" errang und daß die Musikcapelle von Huyn mit der gewohnten Präcision und Verve spielte, und ihren guten Theil an den Beifallsspenden hatte. — Sämmtliche in Trieft unter der Redaction des Herrn C. Martellanz erschienenen slavischen Zeitschriften haben seit vorigen Monat zu erscheinen aufgehört. Ncnellc Post. (Original'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") Prag, >. September. Gs wird Grlassung (Versassung?) einer Adresse durch eine ein« nndzwanzigglledrige Commission beschlossen. Herbst spricht für Vornahme der Reichsraths Wahlen trotz der Adresse. Ueber Antrag Zeithammers spricht der Landtag den Wunsch nach Vertagung bis zur 'Adreßerledigung aus. Der ivberstlandmarschall vertagt den Landtag auf unbestimmte Ieit. Verlin, H September. (Qfficiel.) Va-rennes, R. September. Der Versuch Mac Vta» hons, Metz zu entsetzen, ist durch die Schlacht vom 3O August völlig vereitelt. Die Preußen eroberten über HO Geschütze. Heute nahm die preußische Cavallerie zwei Dorfer bei Sedan. Vrüssel, 3«. August. Meldung der „Independance" aus Florenville gegenüber Earignan: Nachdem Mac Mahon in der gestrigen Schlacht bis zu den Höhen von Vaux zurückgeworfen worden, erneuerten heute Früh die Deutschen die Schlacht, besetzten bereits Earignan. Mac Mahou zog sich nach Sedan zurück, wo dessen Einschließung wahrscheinlich ist. Die deutschen Truppen eroberten vier Mitrailleuse». Der Kampf näherte sich der belgischen Grenze bis auf RV Kilometer. Graz, 31. August. Die Clericalen und Slovene« erklären durch Dr. Maassen, nur unter Nechtbverwah-rung in den Reichsrath zu wählen. Gewählt wurden: v. Earneri, Freiherr o. Hackelberg, Pauer, Dr. Rechbauer, Dr. v. Wafer, Dr. v. Mremayr, Dr. Lipp, Tomschitz, Weinhandl, Freiherr Gudenus (die beiden letzteren clerical), Liebl, Seidl und Brandstetter. Klagen fürt, 31. August. Die Adresse, welche die Befriedigung über die Neutralität ausdrückt und das Festhalten an der Verfassung betont, wurde 6ii dioc angenommen. In den NcickMath wurden gewählt: aus dem Großgrundbesitz Edelmann; aus den Städten und Märkten Iesscrnigg und Ritter; aus dcn ^andgemcindm Stohert (Gironcoli). In den ^andesansschuß wurden gewühlt: Mertlitsch, Gironcoli, Hillmger und Burger. Prag, 31. August. Die sämmtlichen übrigen Abgeordneten, dereu Wahl oerificirt wurde, lcistesten das Angelöbniß. Die kaiserliche Hotschaft wird einer (5om-mission von neun Mitgliedern zugewiesen, welche morgen Bericht zu erstatten hat. Prag, 31. August. In die Commission für die formale Behandlung der kaiserlichen Votschaft wurden gewählt: Aus dem Großgrundbesitze Graf Clam-Mar-tnitz, Fürst Karl Schwarzenberg, Graf Leo Thun; aus der Städte-Curie Hafner, Herbst, Schmcytal; aus den Landgemeinden Rieger, Slaotowöky, Zeithammer. In der heutigen ersten Sitzung der Persöhnungs Deputation herrschte das beste Einvernehmen. Die Cze-chen verlangen eine Garantie für den Schutz ihrer Nationalität, worauf die Deutschen bereitwilligst eingingen. Von der staatsrechtlichen Frage war keine Rede. Baron Dcvretis ist dein Club der deutscheu Ab geordneten beigetreten. Len, berg, 31. August. Bei den Wahlen für den ReichSrath au» dem Grundbesitze wurden gcwählt: Agop-sovicz. August Graf Los > Grocholsli. Ludwig Graf Woozicki, Dr. Weresczczynsli, Dr. C^aytowsti, Klaczto, IaoorSti. SmarzenSli, Cmil Torosievicz, Franz Toro sievicz, Professor Piottoosly, Franz Torosieoicz und Smarzewöli resignirten. Äci der Nachwahl wurden gcwählt: Dzwortowsti, Rylski, Horodyöti; für die Stadt Lcmberg wurde Smolka mit 70 unter 130 Stimmen gewählt. Berlin, 31. August, 11 Uhr 30 Min. Nacht«. (Eingelangt 1. September, 1 Uhr Morgens.) Telegramm an die Königin Augusta. Varenncs, 30. August, 3 Uhr 30 Minuten Nachmittags. Wir hatten gestern ein sieg' reiches Gefecht durch das vierte, zwölfte (sächsische) und erste bairische Corps. Mac Mahon geschlagen uno von Baumont bis über die Maas bei Mouzon zurückgedrängt. Zwölf Gefchütze, einige tausend Gefangene und schr viel Material in unseren Händen. Verluste maßig. Ich lehre soeben auf das Schlachtfeld zurück, um die Früchte des Sieges zu verfolgen. Müa,e Gott uns serncr gnädig hel-fen, wie bisher. Wilhelm. Berlin. 31. August. (Pr.) Die ..Provincial« Correspondent schreibt: Nachdem die Vermuthung entstanden, Mac Mahon suche auf Umwegen an oe, belgischen Grenze unversehens nach Meß zu marschircn, um die Vereinigung beider französischen Heere zu erzwingen, erfolgte der Marsch unserer Armeen auf drei Linien. Der Kronprinz marschirtc von Nancy südlich über Commercy, Aar-le-Duc, St. Dizier und Vitry; die vierte Armee unter dem Kronprinzen von Saclisen etwas nördlicher von Pont-^-Mousson über die mittlere Maas in der Richtung von Chalons. Nördlich fi'chrt Steinmetz seine vor Metz durch andere Truppen ersetzten Corps über Verdun nach RhcimS, reHts bis an die belgische Grenze reichend, um eventuell Mac Mahon zu begegnen. So umfaßte unsere Armee beim Marsch auf Paris die ganze Linie von der belgischen Grenze längs der Maas bis zur Aube und konnte mit der Zuversicht vorrücken, daß Mac Mahon keinesfalls unbemerkt auf Metz marschiren könne. Frankfurt, 30. August. Preußische Uhlancn sind vor Mouzon nächst Sedan erschienen. Metz wird bereits mit grobem Geschütz beschossen. Gegen Straßburg werden jetzt täglich mehr als 6000 Brandlugeln geschleudert. Karlsruhe, 31. August. (Pr.) Ungefähr fünf Stunden unterhalb Basel, bei Bellingen, gingcn circa 50 Mobilgarden über den Rhein. zerstörten die Tele« graphenleitung und gingen alsdann zurück. Es wurden militärische Mahregeln gegen die Wiederholung solcher Oinfälle getroffen. Paris, 31. August, Vormittags. Der ..Figaro" versichert, Marschall Bazainc habe Montags die Kavallerie des Prinzen Friedrich ^larl überrumpelt, welche hicbci vollständig vernichtet sein sott. In Folge dieses Erfolges sollen die beiden Armeen Bazainc's und Mac Mahon's Stellungen eingenommen haben, welche ihren Rückzug vollständig sichern. Pari«, I. September. (Tr. Z.) Gestrige Kammer' sitzung : Kelltr gibt Nachrichten über dic patriotische Ha! tung der Bevölkerung Straßburgs angesichts der Vc-schicßnna bekannt und verlangt Ernennung einer Com-mission und deren Entsendung au den Oberrhcin zur Bewaffnung der Bevölkerung, die sich wie Ein Man» erheben würde. Keller gibt daö Verhalten Preußens gegen Slraßburg dem Unwillen Europa's anheim. Die Kammer erhebt sich cinmüthig zu Ehren Straßburgs und erklärt, die Stadt werde nie aufhören franzosisch zu sein. Palitao schließt sich dem Lobe der Bewohner Straßburgs an und hebt die nicht minder lobensiucrlhc Haltung des Commandanten und der Besatzung hervor. Palitao wcist den Antrag Kellers zurück und fordert das Vertrauen der Kammer. Auch kündigt er an, cm französisches FreicorpS sei in daS Gebiet Badens eingedrungen (sirhc oben Karlsruhe); bisher seien 200.000 Preußen kampfunfähig. Die preußischen Kriegskosten betragen täglich 10^2 Millionen Francs. Die Kammer wird den Antrag Kellers in der Abcndsihung beralhcn. Telegraphischer WechselcourS vom l. September. 5perc. MetalliaueS 56.5,0 - 5pcrc Metalliqne« mit Mai' lind November-Zinsen 5,0.5)0, — 5>pcrc. National-Anlchcn 65).<^- - 1860er Staats-Anlehen 90.75. — Vankactien 690 ^ Credit- Actirn 255. . - London 124 80. ^ Silber 123.-. — Kl. Mllnz-Ducatcn 5.39. Napoleand'or« 9.94. Kandel und Wolkswirthschaftliches. Rudolfswerth, 30. August. Dir Durchschnitts - Prcist stellten sich auf dem heutigen Markte, wie folgt: st. lc. _^^> Weizen per Mehen 5 — Butter pr. Pfund . — bl> Korn „ 4 25 Eier pr. Stück . . l< Gerste ,. 3 20 Milch pr Maß . - U' Hafer .. I «0 Rindfleisch pr, Pfd - 24 Halbfrucht ,. 4 40 Kalbfleisch „ — 2<» Heiden „ 3 20 Schweinefleisch ,. - ^ Hirse „ — - Schüpsenflelsch „ - N» Kuluruh „ 4 — Hähndel pr. Stncl - 2tt Erdäpfel .. .. — Tauben .. - l° Nusen „ 4 80 Heu pr, (lentncr . 1 ^ Erbsen ,. 4 80 stroh ,. . ,1 l ^ Fisolen ., 3 84 Hol,, hartes, pr. Kls't 6 b" NindSschmalz pr. Pfd — 45 — weiche«. ,. — -^ Schweineschmalz „ - 45 Wein, rother, pr, Eimer 9 ^ >3wt. frisch, __ ^ ^ nttlßer „ 8 ' Speck, geräuchert, Pfd. - 40 Angekommeuc Fremde. Am 31. August. , Ttadt Wie». Die Herren: Dr. Ulrich, t. l. Ministerially von Wien. — Weber, Kanfm.. von Wien.- VNM,', KauA von Nregenz. — Sanschly, von Wien. — Gecel, von S< windstill Nebel > ^„, 1. 2 „ N. 327,8° ^15.« O. mäßig halbheiter , "' j10„ Ab. 327.5, j- 9.« windstill sternenhell i ^ Dichter Morgennebel, lühl, wechselnde Bewölluna. Abeüv^ Das Tagesmittel der Wärme ! 10'4", um 3'2" unter Normale. Verantwnrtlichrr Redacteur: Igna; n. KleinmnN^, Vüllendericht. Wien, 31. August. Es trat heute Stillstand ein. Die Umsätze waren recht unbedeutend und die Curse erlitten der großen Mehrzahl nach nur sehr geringe Varial>° ^ Die Folge der OcschäftSlosigleit war eine geringe Verwohlfeiluug derjenigen Artikel, welche ungeachtet fehlender ztausSanlrägc placirt werden mußten. Line Ausnahme W» Lose dc« ungarischen Pramienanlchens, welche zu steigendem Curse in größeren Posten aus dem Marltc limommcn wurden. Man notirtc 42 als höchsten CnrS. 4. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Gelt» Waar, Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt.: in Noten verzinsl. Mai-November 55.90 56.10 « „ „ Februar-August 55.90 56.10 „ Silber „ Jänner-Juli , 65.- 65.10 .. ^ „ Äpril-Octobcr. 65.10 65.20 Steuerauleheu rückzahlbar (z) . ^.— —.— VosevI. 1839 ..... .227.-228.— « „ 1854 (4 «/,) zu 250 fl. 80.50 «1.50 „ .. 1860 zu 500 fl. . . 90,50 90.75 „ ,. 1860 zu 100 st. . . 99 25 99.75 .. ,. 1864 zu 100 fl. . ... —.- Staats-Domänen-Pfllndbriefe zu 120 fl. Ü.W. in Silber . . 119.50 120.— ». Grnndentlastunas-Nbliaationen. Für 100 fi. Geld Waare Vlihmeu .... zu5puz.I<>lepl,«.V»hu .... IS925 18975 l Held 3»attr<'! ,z.'embcrg-. 500Frcs °.....N3.^ g^ Ung. Ostbahn ...... «4.5l> «. Privatlose "" Wechsel<3M°n.) Oel^ ^ Augsburg fllr 100 fl silbd. W. U^.' ^,5-' Franlfml cl.M.100 fl. detlu 1^'^ ^ Hamburg, fitr 100 Marl Banco 77'.g l3/' London, snr 10 Pfund Oterling '"'^ ü"> Pari«, jür 100 Franco ... ^" Upurs der Gelds«'""' ^ Oeld s,si.^ „ K. Müuz-Ducc.ie!. , 5 fl. i)5 tr. ^^ 2i ^ NapoleonVd'or . . 1" ,. <". " 1 .. H ., Vereinslhalcr, . , l ., "/' .. ^4 , »" , Gilber . <23 «75 " ' ^ §»' Krainische Gruudentlastuug« - ^bl'8"^^ ! natnotirnng: . «>""' ,