Zeitung. Nr. 165. !l. >>, b>»ll>!. fl. 5.5!r b:>.' ^usi^!2u»>j in« Hau« hl>!!'j, 5,, l., M'!d^> I','st zHN,!.'sl. !?,, yaldi. fl. 7.5N Mo,!t.„l, 22. Juli I»s«lt«»n«glbühi bi« loZeilcn: lm»l«0li., ms vom «3. Juli ,87V, Womit der Zeitpunkt der Activirung dcr neu organisirtcn Verghauptmannschaften und Nevierbergämter kundgemacht wird. I'i Durchführung des § 22 des GcseheS vom 21 ten I«li 1871 (R. O. B. Nr. 77) über die Einrichtung und dtn Wirkungskreis der Bergbehörden wird dcr Zcit« Punkt der Activirung dcr mit diesem Gesetze cingcfühttcn ^erghclufttmaniischasten ui»d Rcvierbergainlcr auf dcii 21. Juli d. I. festgesetzt. Mit diesem Tage treten die mittelst dtr kaiserlichen Verordnung vom 13. September 1858 (R. G. G. Nr. 157) bestellten Obcrbcr^bchördcn und Bergbehörden auß:r Wirksamkeit. EHIumecky m. p. Äm 19. Juli 1872 wlN'bc ill der l. t. Hof- und Staats-»ructcrci iu Wien oaS Xl^, Slilcl des NeichsgeselMaltt« anegege-ben und versendet. Dasselbe eulhält unter 9ir. 9l1 da« Gesetz »um 28. Juni 1«72, betreffend die Zul,c-ständuissc „ud Äcssttüstissiiusscu zu»! Behufe dcr Sichels!cl< lunc, einer rocomoliueifciibal,,! uou Pilsen über Klatlau an die böhmisch'bairische Grcuze bei Eiseusicin -Nr, 100 das Gesetz vom 2^. Iuui 1872 i„ Betreff der Herstellung eiuer von der Hauplliuit der priu BuschOchrader . Eisenbahn b:i «riiua ali,weiqe»dcu, au die lM)misa>säch- sifche Grenze bei Naizruhaii, flilircudeu Eisenbahnlinie; Nr. 101 da« Gesetz vom 2^. Juni 1«?^, betreffend die Zuge-- sliiuduissc uild Neqi!usti>,u»c,cn zum Behufe dcr Hichcrslcl-lung eincr i.'ucc'niutiueiscubah» oo» ^icbeuau ilber Böhmisch-Leifta, keilmeritz, Postelberg, Nnlouitz. Beran», Pr^ibram und Brzeijnitz »ach Pisel bi« i,u»i Anschl»ssr an die.Kaiser-siranz-Ioscphc'-iUahn ucbsl Flilss^bahiieu von Brzeioiitz über Slralouift dlö au die bühnusch-bairlsche Greu,c bei itusch: warda mit der Richtung qcgeu Paßa». uc>u Postclbcrss uach Komntllu und von Neichsladl oder Vöhmisch-i'eipa iu dcr Richtung itbcr Zmiclan u»d Gabel gegcn ^itlau; Nr. 102 da« Gesetz vom 2«. Juni 1«?2. betreffend die Vegilu-stigungen dcr Sich^rslellung eiucr ^ocomotiueiseubahu von einem Pnnlt,' der Pllftu-Pricseurr Bahn nächst Mlalz ilbcr Karlsbad au die böhmisch-sächsische ^cmdcsgreuzc uächst Iohllnu-Georlienstadt; Nr. 103 das Grsei; unm 2^. Inni 1«72, lietr.fscud dic Herstellung einer pocomotiveiseubahu von Vozc» uach Mcran; Nr. 104 daS Gcsch vom 2«. Juni I«?2 in Betreff dcr Bedingungen nnd Zugeständnisse zum Äehusc der Sicherslellung ciuer Locomotweisenbüh!! uon Bri!x an die böliimsch-säch-slschc Glenzc bei Mnldr; Nr. 105 dass Gesetz oom 28. Juni 1572 i>, Betreff der Betn»-yuliqen und Zngcständnissc zum Behufe der Sichcrstellung eiuer Locomoliociscnbahii von Kloslergrab an dic böhmisch-sächsische Grcn;e in der Nichlnna. ^egcu Pirua; Nr, I0,i daS Gesetz vom 2!». Juni i'"?2,' betreffend die Herfiel, lung einer Locomotiurlsenbahn von Taruow au die ungarische LandcSgrcnze bei Lcluchow mit einer Abzweigung von Grybow nach Zagorz; vlr. 10? die Verordnung des Nckelliauminislenume vom 13, Juli 1872, womit der Zeitpunkt dcr Activinmg der U'U orga-nisirten Berghauptmauuschasteu uud Revierbergämter lund° gemacht wird. (Wr. Ztg. Nr, 163 vom 19. Juli.) Nichtamtlicher Theil. Zur Lage in Ungarn. Die Deal-Partei hat in der soeben ablaufenden Wahlperiode nicht nur lcincn AofaU. lcinc Schw«.' ch»ng, sondern einen erfreulichen Zuwachs, eine Stärkung erfahren. Es ist den Stimm:n der heißblütigen Ägita-toren — dcr Oppositionepartei — ungeachtet so großartig in Scene gesetzter Umtriebe und Machinationen U'cht gelungen, dcr Deatpartci die SiegcStrophäen zu tntreißen. Die Besonnenheit, die Ehrlichkeit, dcr patriotische Geist blieb abermals Sieger über unbesonnene, ''"ehrliche, regicrungs- und landcsfcindlichr Tendenzen! — Jeder Palriot. jeder Groß-Orfterreicher, mag er dies- oder jenseits der Leilha sein Domicil haben, muß das olc ^lliid Ungarn aus Anlaß des neuerlichen Sieges der Deal Partei aufrichtig beglückwünschen. Die „Prcssc" erhält von ihrem pester Correspon. dcnten cine offene Schilderung dcr „Situation in Un» gärn", die wir hier nachfolgend reproduciren. Diese Corresponded lautet: „DaS Ergebn,S der Wahlen ist im großen und ganzen der Dcat'Parlei in hohem Grade qnnstig. Sie hat nicht allein eine beträchtliche Ver» stärlung erfahren, sie hat nicht aUein selbst in solchen Bezirken, in welchen bei den letzten Wahlen der opposi« tionellc Eandidat mit Acclamation gewählt worden, sehr achtun^c'oiclcndc Minoritäten aiifzuwcisen; sie halte so> gar in mchrcrcn Vczirken, wo ein Wegcncandidal durchdrang, die entschiedene Majorität für sich und unterlag nur duich Mangel an ParleidiSciplm odcr an Encruie und Geschick. Wird sie gleichwohl nun a-, di^ ^osu^ ihver große» und wichtigen Aufgabc mit jcncm frohen Mulh und jener Hoffnung^,',cudigseit schrc',tei. welche hcute unterlegen, steht es morgen frei. die stahl?«-, ans welche sie ihre Principien geschrieben, wieder auszupflanzen , die Möglichkeit, Revanche zu nehmen, ist jcdoch an eine uunlüßlichc Vorbedingung geknüpft: die untcrlcgene Partei darf den Boden nicht zu zerstören suchen, auf wclchcm sie geschlagen worden. Nur auf diesem Äodcn ist überhaupt ein gesetzlicher Kampf möglich; wer den Kumpf auf anderes Gcbict zu übertragen sucht, der lchrt sich nichi gegcn die Partei, welcher die Umstände dic parlamentarische Machl in die Hände gelegt, der lehrt sich gegen das Princip selbst, auf wclchem der Eauslilutiona» liSinuS beruht, gegen das höchste Gut der staatlichen Gesellschaft, welchcS jcdes Mitglied derselben gleichmäßig zu achten und zu wahrcn verpflichtet ist. Leider fcheiut abcr unserer Opposition, namentlich der äußersten Linken, unter dem Eindruck ihrer Niederlage die Fähigkeit, dcr Situation unbefangen Rechnung zu tragen, so vollständig abhanden gekommen zu sein, daß sie nicht einmal die Ruhe zu finden vermag, um dem ersten dcr Grundgebole deS Constitulionalismus, dem Gebot, ditscn selbst heilig zu hallen, dcn schuldigen Tribut zu zollen. Sie faßt das Wahlergebnis nicht als öandesangclegcnhcil, sondern als pcrfönlichc Ehrensache auf; sie deolt dcmi auch nicht daran, imiclhalb dcr neu« gewordenen Verhältnisse, m?rm auch'voll ihrem Glsichls Punkt aus, dem allncmciiitn Wohl zu dienen, sondern einzig daran, die Macht, wclchc ihr jcnc Pe,Hältnisse noch belassen, dazu zu bcnützcn, üiu sich zu rächen. Für sic gibt cS lcine Principien, die dclampft, sondern nur Personen, die vernicklet werden müssen; auch geht ihr ganzes Dichten und Trachten dahin, Miltcl zu ersinnen, Ium den verhaßten PclföiUichlcilcu eine Grube zu ^a !ben. IedeS Mittel, selbst das unconslilutionelle, das ich hiezu gceignet erweist, ist in ihren Augen gut; einen anderen Wcrlhmcsscr hat sie für dasselbe nicht. Nun ist eine derartig erbitterte und gereizte Ge-müthsstimmung stets krankhaft; sie wird zur allgemci. neu Gefahr, sobald sie sich mit so großer Intensität in Kreisen äußert, welche allerdings in der Lage sind. auf Förderung oder Bchinderung des öffentlichen Woh>eS fchwerwisgenden Einfluß zu üben. Wohl ist keineswegs zu besorgen, daß sclbsl die coaliirle Opposition die RcichSlagSlMajorilät sprengen oder gar dcn Constilu» tlonalismus in Ungarn zu Falle bliügrn könnte. Hierum dreht cS sich aber auch gar nicht. Dcr Constiluliona-lismus soll sich im lommcnden Reichstag auch nach einer andern Nichlung ftrallisch bewähren; er soll dcm Lande die verheißen?", scil langem ersehnten Reformen bringen; die öffentliche Meinung klwartct, das allge« meine Inlcrcsse clhcischt dies. Und dieses Interesse könnte die Opposition, wenn sie den Eingebungen ver« blendelcr Leidenschasl Folge lcistlt, m dcr That schwer schädigen. Nicht clwa, bah sie jedcn Foilschritt unmöglich muchm lölmlc; genügt es doch. wenn es ihr gelingt, denselben zu vcrwMn und zu verschleppen oder die Idce iu Stücke zu schlagen, die nur in ihler Gänze werlhvoll ist. Hiezu hat sie unzweifelhaft die Macht; sic würde cS crrcichcn, wcnn sie den Rathschlägen folgt, welche ihr tie Uiiocrföhnlichlcit in den oppositionellen Organen ins Ohr schreil, und die. Möglichkeit, das sie dics thue, ist es, was so manchem die Freude an dcm Erfolg der i eat'Parlei trübt. Indessen findcn sich auch in dcn Rtchen dcr Opposition ausaellärlc Pattiolcn — gute Patrioten sind sie beinahe alle — nnd dicse werden wohl nicht gljjallcn, daß rnrlctzle Eitelkeit unc Unverstand auf Kosten deS aUgcmcincn WohleS im Pailamcnte ihre Orgien feiern. Da«l Spiel, daS die erwähnten Blätter anralhen. ist nicht llllcil, ci>, böftS Spiel. eS ist geradezu cin Un> dln^; tem öffenllichei! Wohl einen Stoß ins Herz ver» sstzel, wolle», um sich vc!Häßler Perfönlichlcilen zu llUledigen, cimneil an dc» Baien der Fabcl, der scine:, Wohlthäter erschlu«, um lästige Fliegen zu ver» scheuchen." ZUM kroatischen Ausgleich. i ie „Aaramer Zeitung" erhält von ihiem Corre-spondenten au« Fiume l'achstchcnde Millhcilung: „Die günstigen Resultalc, welche die Verhandlungen im lroalischrn Landtage zur Folge hatte», vnfehlten nicht, auch hier eine oortheilhaflc Wirkung auszuüben. Ungeachtet ?er fchr schönen Stellung, dic Fmme als selbständiger Körper der ungarische!, iiionc einzu» nehmen das Glück hat, dcr bedeutenden materiellen Er» runglnschafttn, die dicseS Schoßlind Ungarns bereits erworben, u»d dd Lnite, dcncil geordnc!: Zustände cm Oieuel sind, welche jcde Gclcgn'hcil bcnützei', um daS vorhandene Gule in dcn Aligcn der Schwachen und Mi?Irauschen htrabzu« setzen, jedcn lünfligcn Erfolg abzusprcchcn. Nun hat eS tcmcn Zweifel, i.aß, wenn die zwi» fiten Ungarn und Kroatien so güi>st!g angcbahute Revision dcS lUli^glcichcS glücklich zu Ende gtführt wirb, wir auch aus dem Provisorium hcrauS kommen und ncch der d:fi»ilioen Regelung diefcr staatSrcchtllchcn Frage in Bahnen lrctcn müssen, die unS erlauben wer» dni, rücksichlalos unser Ziel z» verfolgen nänilich: fort» schreitende, rastlose Entwicklung dieses sowohl in Bezug auf Klima wie auf maritime Lage von dcr Natur so reichbedachlcn Gebietes, welchcS von einem kräftigen, in. telligenlen und arbeitSgcwaridlcn Mcnschenstamme bewohnt ist, sowohl auf geistigem als auch auf materiellem Ge-biete anzustreben." Vegen dic Agitationen in Deutschland. Deutschland, beziehungsweise Preuße,', w'ird nicht müde. die schäisstm Maßregeln gegen staatsqkfähr. lichc Umlsicbr. mögen sie u>o immer auftreten, zu er. greisen. In cistcr Linie wird derzeit das Verein«, wcscn ins Auge yefabl; m erstcr Nrihe sind diese strengen Maßregeln aegcn den Polnischen Nalio. nalverein qcrichtel. D«e Negicrung von Oberschlesien hat es mit Misfallen bcmellt, daß auch Lehrer an dem-staatSgcfährlichcn VcreinSkbcn thcilnchu cn und die Per-' breitunu agilnlorischcr Druckschriften in polnischer Sprache begünstigen. Die Regierung stellt die strengste DiScipli-narbrhandlung der Lehrer in Aussicht. — 1:82 Die ..Tayes-Presse" widmet dicsen rcgierungSfeind-lichtn und staategefährlichcn Tcndcnzcn, die i;i Oder« schlesien zu Tage treten, einen längeren Artikel; das genannte Blatt druck! die Ueberzeugung aus, daß es Preußen sichcr gelingen wei^dc, dcn im nationalen Lager sich cmporwindenden staatsgefährlichcn Schlangen den Kopf zn zertreten. Preußen geht energisch vor. Die „TageS Prcsse" entwirft über die Charakterfestigkeit Preußens nachstehendes Bild: »Die preußische Monarchie ist ein mit der beharr« lichsten Konsequenz aufgeführter Bau. In allen Richtungen der staatlichen Existenz sehen wir eine Uebereinstimmung festgehalten, die das Geheimnis der Elfolge enthüllt, deren fich dieser wohwcfügte Organismus zu rühmen hat. In der Verwaltung wic in den Finanzen, im Heerwesen wie im Unterricht, m'crall waltet dieselbe Macht des öffcnt-lichen Geistes, welcher Regierung und Volk gleichmäßig durchdringt; diese gegenseitige Hingebung beider Potenzen half dem Ideale des modernen Staates näher lom-men. als es den anderen continentals Rivalen gelingen tonnte. Von Friedlich dem Großen, dem ersten Diener seines Staates, der den eigentlichen Grundstein zu Preußens Größe gelegt, bis zum Kaiser-König Wllhelm, dem es den Schlußstein dazu zu legen bestimmt war, sehen wir Regirung und Volk von Preußen, unbeirrt von allen Widcrwättiglcit'en des Schicksals, in selten unterbroche-ner Eintracht an der Größe deS Vaterlandes einander j in die Hände arbeiten, während andere Staaten im Kampfe vermeintlicher Gegensatz? der Interessen von Fürst und Nation ihre besten Kräfte vergeuden. , Das Räthsel ist bald gelöst, wenn wir, den ge» schichtlichen Gang dieser Entwickclnng verfolgend, das gemeinsame Agens derselben erkennen. Einerseils ist es die hohe Achtung, in welcher die Wissenschaft in Preußen gestanden und noch steht, die Sättigung des üffent. lichen Geistes mit den Früchten einer gesunden Kritik, welche daS Volk befähigt, allen Impulsen seiner Regie» rung zu folgen, anderseits ist eS der systematische Gc» brauch aller Errungenschaften deS Staatszweckes, die Vcr. Wendung der Wissenschaft als Regierungsinsttuineitt, welche die alles adsorbirende Macht der Staatsidee ins ungcheuerliche potenzirt." politische Uebersicht Vaibnch, 21. Juli. „Frcmdblt." schreibt: „Vom Kriegsbudget für 1873 verlautet, daß dasselbe so gut wie vollendet sei. Die Mehrforderungen dts KriegSministeriums stellten sich als gerechtfertigt heraus, da die Infanterie vermehrt und dic ältesten Hauptleute „beritten" gcmacht werdcn. DaS Extraordinärem ist gleichfalls durch verschiedene Neuanschaffungen und durch die Anlage von Forlificalioncn angeschwollen. Uebrigens verlautet, daß das gan;e gcmeinsame Ministerium für das rectificirte Budget vor den Delegationen einstehen werde." Der „Ung. Lloyo" meldet: ..Bischof Strohmayer hat auf seiner Durchreise durch Pcst am ue>flosscnen Sonntag mit dem Ministtrvräsidenttn Grafen Melchior ^onyay wahrend längerer Zeit conferirt. Diese That^ sache ist wohl als ein erfreuliches Zeichen der Annähe» rung des genannten Kirchenfürsten zu betrachten, der demnach aus feiner bisher beobachteten Reserve heraus« treten dürste. Dieser Schritt des Bischofs wird wohl bei der einflußreichen Stellung, die derfelbe einnimmt, auf die k r o a t is ch e N a t i o n vongünstiger Wir. kung sein." — In der kroatischen Landtagssitzung vom 18. d. M. beantragte Verbancic die Aufhebung der S t eu e r e inh ebu n; >^ch die Gemeinden. Krcivoj suricht dagegen, Horoo c lieamni.jt den Uebergang zur Tagesordnung: nach einer heftig, Debatte wird der Antrag Verbancic angenommen. Aus Berlin wird unterm 18. d. M. gemeldet: „Der gedruckte Bericht der HerrenhauS'Commission über die KreiSoronung ist soeben erschienen uud ver< theilt worden. Der Bericht umfaßt 41 Druckbögen o'.'ne die als besondere Beilage gedruckte Zusammenstellung der Commissionsvorschläge mit den Beschlüssen deS Abgeordnetenhauses und der RcgiclUugSoorlage, welche 46 Bögen füllt." — Nach dcm „deutschen Meilm" ist in einer Ministerberathung in München Herr von Lutz als Minister des Aeuhern in Gaiern bestimmt in AuSsfcht genommen worden. Präsident Thiers hielt in der Sitzung der Nationalversammlung vom 18. d. energisch die unbedingte Nothwendigkeit der Bewilligung eines Credites für militärische Zwecke von 200 Millionen aufrecht. Er lim-digt an, daß die Emission der neuen Anleihe in der nächsten Woche erfolgen werde; man müsse den Sub-scridenten ein auf fester Grundlage hergcstclltcs finan-cielles Gleichgewicht bieten. Thiers besieht aus die Annahme der Rohstoffstcuer; er erkennt den Patriotismus der Nationalversammlung an, txtiagt die politischen Spaltungen, die zuweilen die Gcsehqcdnn^Sa>!eit para-lysirt hab«', und erklärt, indcm cr von der Agitation der Nadicalcn für die Auflösung der Nalionawlrsamm-lung spricht, daß die R^ieruni sich nicht ;mn Mit« schuldigen machen werde. Thiers verlangt, daß in die Debatte über die Rohstosfstcuer eingegangen w.rde. und fügt hinzu, die Regierung könnte keinesfalls ungenü» gende Hilfsquellen acceptiren. Di: NilionalversamM' lung beschließt, entsprechend dem Verlang, Thills', in die Dcbatte über die Bcstcuelung der Rohstoffe einzugehen. Dcr „Times" wird aus Paris vom 15. d. ge° schrieben: Die Gerüchte, die iibür eine Ablenkung deS Königs Amadeo vonSpanien in Un.lauf sind, cr.lbehren jeder Begründung. Im O,gu thcil heißt es uach authentischer Quelle, dcr König Victor Emanuel habe eincn Brief Nmadeo's, lautend, er fei bereit, seine Krone zu vertheidigen, dahin beantwortet, daß er zu handeln entschlossen e CommnnicaliaüSanstallen, eine Reihe von wissenschaftlichen Inslilliten, verschiedene Behörden begrüßt »n0 und um deren Mitwirkung angesucht worden. Obwohl die Thätigkeit in dieser Richtung erst nach Tage« zählt, ist bereits cm: Anzahl bcmcltVnSmcrther und wich" tiger Beiträge i» bestimmte Aussicht stcsttllt. — Die Centralcommilsion des Deutschen Reiches für die Well' auSstellung 187Z hat den Commissionen in den dcl'l' schen Ein^clstaaten bclannt gegeben, daß dil bis z»>lll Schlüsse des AnmeldunssslermincS eingelaufenen Anmeldungen den dem Deutschen Reiche zur Disposition ge-slellten Raum so sehr übersteigen, daß eine erhebliche Reduction dcs Ranmbcdürfnisfcs schon bei den rechtzeil>ü cinnetrosfeien Anmeldungen vorgenommen werden muß, dahe!- dicjems,tn Industricllcn. welche erst nach Ablauf deS Termines cmacmeldct haven, auf line ZulassUNs zur Ausstellung sich leine Hoffnnm, uiehr niachci, können. - Einem Berichte aus Rio de Ianeiio zufolge ttst«' det sich dic lais. brasilianische '.'wsstcllnngsccmmissio"' deren Ernennung wir kürzlich gcireldet haben. bcreil« in vollster Thätigkeit und wild u»f das eifriaslc v°n der „^oeiedado ^uxilialiom 6a Ilickntriil. uaoüifilll" unterstützt. Mit Hilfe dieser Gesellschaft wird demnächst in Rio eine brasilianische Nationalausslttung oeranst^lel, aus welcher die AnSwahl der nach Wien zu sendei-dc" Gegenstände getroffen werden wird. Militärische Erziehung in Ossterreich. Die londoner Wochenschrift „The Saturday 3ie' view" beschäftigt sich unter obiger Ueberschrift in eint!" lüngcren Artikel mit der wissenschaftlichen Behandlung t>e< militärischen Berufes; ein ttano. daS sich diese nicht zUlll Gesetz mache, setze sich, so rühmlich cS auch sonst mit del Disciplin, körperlichen Kraft, der Erercirfcrliglcit U^ .smissl'lml. Plntstecken. Novelle von G. H. Es war an einem rauhen Octobertage, als ich auf meiner Rückreise nach England am Ufer des Comosee'S anlangte; ich wollte dort mit einem Freunde zusammentreffen und hatte meine Reise so viel als möglich beschleunigt, um denselben nicht zu verfehlen, da ich fönst hätte allein weiterreifen müssen. Dcr kleine Dampfer, welcher gewöhnlich am Nachmittag von Como abging, wurde von einem Sturme im Hafen zurückbehalten, und der Capitän dcs< selben l'lld dcn Demonstrationen des PublicumS, welches ich als' einziger Passagier vertrat, wenig Gehör. In der Nähe des Landungsplatzes auf den Abgang des Damyjbotes zu warten, war aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Nicht ohne großc Schwieriakeilen gelang cs mir zuletzt, zu eincm enormen Preise ein Boot zu bekommen, welchcs mir nach Conneggio weiterbringen sollte. Mein Mißgeschick sollte indessen damit nicht beendet sein; denn nachdem wir einige Meilen zurückgelegt hatten, setzten mich die Bootsleute ohne weitere Ceremonien bei ciner. wie mir schien, unbewohnten Villa ans! Land und erklärten, daß leine Macht der Welt sie be- wegen könne, während des Sturmes weiter zu rudern. So sah ich mich genöthigt, in den Gcbäulich' leiten, welche in dem Garten der Villa standen, Zuflucht zu nehmen. Die einzige lebende Seele, welche ich fand, war eine alte, höchst mittheilsame ssrau. die mich innerhalb fünf Minuten mit dem ganzen Stammbaum „Derer" von S,. die sich gegenwärtig in Florenz aufhielten, bekannt machte; sie führte mich auch in der Villa umher und machte mich mit allem bekannt, was für mich interessant fein konnte. Die Alte wußte zu jedem dcr in der Galerie hängenden Portraits eine weitläufige Geschichte zu erzählen; eines dieser Portraits war mir besonders interessant: es war etwaS größer als die übrigen Gilder und mit einem durchsichtigen schwarzen Zeuge behängt. Um das Bild ganz zu sehen und beurtheilen zu können, war cS nöthig, die Umhüllung zu entfernen; meine Führerin machte indessen gegen eine solche „Ent-Heiligung," wie sie es nannte, nachdrückliche Einwendungen, und ich mußte ihr ein Goldstück in die Hand drücken, ehe sie sich entschließen tonnte, meincm Wunsche nach« zugeben. Es bedulfte blos eines flüchtigen Blickes auf das Bild, um zu erkennen, daß keines der vorhandenen Portraits sich an artistischem Werthe mit diesem messen konnte. DaS Bild stellte eine der zahllosen Heiligen dar. welche die gläubigen Katholiken verehren; trotz seines kirchlichen Gegenstandes hatte das Bild. oder besser Por« trait, einen etwaS weltlichen Anstrich. Aus den Augen trahlte kein himmlisches, geistiges Feuer, und die Lipp^ schienen zum Kusse einzuladen; in jedem Zuge sv"^ sich Leidenschaft aus, und der Beschauer mußte sch"^ zu dem Schlüsse kommen, daß dem Maler lein ideals Gebilde, sondern ein Wesen von Fleisch uud Blut vo^ geschwebt hatte. , Nachdem ich das Portrait eine Zeitlang aufme'^ fam betrachtet hatte, entdeckte ich auf demselben t>^ große Anzahl dnnllcr Flecken, welche in den Schattig gen zwar nur wenig und undeutlich sichtbar waren, a<^ innerhalb der helleren Farben in schaifen Umrissen h^ vortraten. Die Flecken hatten ein so sonderbares A"^ sehen, daß ich mir nicht denken konnte, woher sie riih'^ mochten; auch die Alte konnte keinen Aufschluß dar»»" a/ben. . Während ich noch ganz in Betrachtung deS V'^ versunken war, ließ sich an meiner Seite eine Sti"'" oernehmln, die auf französisch die Worte sprach: .,ES sind Blutflecken, mein Herr!" ,«, AlS ich mich umwandte, sah ich einen DorfM^ lichen in bescheidenem Gewände, welcher sich höflich mir vnbeugte. „, „Ich sah die Bootsleute, die Sie engagirt «)<" . nach Como zurückkehren", fuhr der Geistliche fort, ,. ,^ war nicht wenig entrüstet, daß meine ^andSleule I,^ einer solchen Unhöflichleit gegen einen Fremden s"" ,„ machen lonntcn. Mein Hau« liegt nicht weit vo>' ^ See und sieht zu Ihren Wünschen. Wenn Sie wuni" sollten, dort' von der Geschichte dieses Gemäldes ' , zu hören, so bin ich - als die einzige Person, die 1 l83 dem Muthe seiner Soldaten bestellt sein mvge, für den Fall eines Krieges den größten Gefahren auS. Nach diesem an die Spitze des Altilcls gestellten Axiom kommt daS Vlalt auf den gegenwärtigen Stand der militärischen Ausbildung in Oesterreich zu sprechen und sagt: ..So weit sich auf die Zulunft auS der Gegen» wart schließen läßt, wird Oesterreich bei der künftigen Geleqeichtil die Kricgsarena mit sehr schonen Chancen des SicglS belrtten. Aus jedem nur erdenklichen Weqe sucht es seinen Militärapparat zu verbcssein und i» der Erkenntnis früherer Mängel sein System auf originellen Principien ;u basiren. In Taktik, Ablichtung. O^ani» sallon und Veflirterung. in allem und jedem hat sich das System in den letzlcn fünf Iahrcn geändert, und nut betvundcrnZwssther Ausdauer wird auf dicsem Wege fortgefahren. Jedes Detail wird dem eingehendsten Studien und fortwährender Verbesserung unterzog,, und daS berufsmäßige Wisscu im Osficicr und Soldaten möglichst gefördert. Die militärisch n El^iehuugsanstaltcn Oestcr« rcichö lönnen in drei Hauptschnlen (Militärcollegien, NegimentSschulen. Fachschulen für Off.ciere) eingetheilt werden, die wieder in zahlreiche Unterabtheilnngcn zer-fallen. (..Saturday Review" geht nun mit großer Aus» sührlichleit auf die Natur und Organisation dieser ver-schledcnen Anstalten ein und beschäftigt sich sodann mit ver Art und Weise in welcher der österreichische Stab zuiammengescht wird; den Gipfelpunkt dieser Erziehung-baues findet das Blatt in dem System instrnctioer Be-schüft,aung der Officiere und Cadeltcu; es erwähnt noch dle EquitationSschulen lc. und schlilßt dann mit folgen^ den Worten): „Was hauptsächlich unsere Aufmeilsamlcit auf slch zieht, ist die Mühe. die man sich gibt. um jede,, Officilr und jeden Soldaten in den Obliegenheiten semes Berufes auszubilden. Keiner wird vernachlässigt und jencn, die sich zur Beförderung ausbilden wollen, wird jegliche Art von Ermulhigung zu Theil, stur jede Rangstufe besteht ein besonderer Mo» dus zur Ausbildung, der seinem ganzen Wesen nach vorzugsweise praktisch gehalten, darauf berechnet ist. wirkliche Soldaten und nicht blos theoretische und pedantische Büchcrwüimer heranzubilden. Während bei unS Routine und gute Nufful,rm,a behufs drr Beförderung genügen, muß der österreichische Dfficicr sich dcm Colleger, auf dem Gebiete des Wissens ebenbürtig bekunden .... Was wir am meisten lie-wundern, ist daS System, dem zufolge die berufSmahisse Ausbildung des österreichischen Off ciers fort und fort betrieben wird und nie erschlaffen darf. In der öster. mchischcn Armee ist der Beruf Lebensaufgabe. alleS andere nur gelegentliche Erholung. Dürfen wir hoffen, ähnlichen Anschauungen je in der britlischcn Alinee zu begegnen?" Hagesmmgkeiten. — (Militärisches.) Mit Milcht auf die Von ausgedienten Uulerosficieren um Bewilligung des Wied:r-einlrilleS in die Armee vorliegenden Gesuche hat das l. und t. ReichsknegSministerium die Wahl um Wiederaufnahme in die Nctivität den betreffenden Trupvencommandanlen, unter welchen die Viltsteller frliher gedient haben, überlasse»! . — ( Se. Excellenz Graf Lonyay), der f. ung. Minister-Präsident, befindet sich leidend. — (Für die Verunglückten in Böhmen) sind beim Central,HilfSco!,ül6 in Prag lusher 434.787 fl. und beim wiener Hilsscomitö 371.650 si. eingegangen. — (Un falle aus Eisenbahnen.) Da« statistische Departement des l. und l. österr. Handelsministerium« veröffentlichte eine Zusammenstellung der auf den österreichischen Eisenbahnen im Jahre 1871 er« folgten Unfälle. Wir e»sehen aus diesem Elaborat-, daß in dem genannten Jahre 211 Bahnbedienftcte, und zwar 164 durch eigenes Verschulden oder Zufall uud 48 durch Verschulden der Bahnanstalten und ihrer Organe, sowie 31 drille Personen, uud zwar 24 durch ihr eigenes Verschulden oder Zufall und 7 durch Verschulden dcr Bahn» cnislalten und ihrer Organe beschädigt wurden, worunter 2 Personen, welche die Geleise in selbstmörderischer Absicht betraten. Getödtct wurden 118 Bahnbcdieustele, und zwar 109 durch eigenes Verschulden oder Zufall und 9 durch Verschulden der Bahnanstallen und ihrer Organe, sowie 77 drille Personen, und zwar 71 durch eigene« Perschul, den oder Znsall und 5, durch Verschulden der Bahnanstal len und ihrer Organe, worunter auch 15 constalirle Selbslmmoer sich befinden. Von den auf l.en österr. Eisenbahnen während des Betriebsjahrc« 1871 gefahrenenPassa-gieren wurden überhaupt 17 beschädigt, und zwar 15 durch eigenes Verschulden oder Zufall und 2 durch Bcr-schulden dcr Bahnanstallen und ihrer Organe. Gelödlet wurden 5 Passagiere, sämmtliche aus eigenem Verschulden oder durch Zufall. — ( Ban knoten falscher.) Durch Vermittlung des großwardeiner Inwohners N. Kellner ist es dem Bank. director F. Fischer und dem Oberstadlhauplmann in Le> breczil, gelungen, am 15. d. eine Banknotenfälscherbande zu enldccken. Dies- Fälscher hatten in einer Mühle bei Gyula ihren Hauplsitz, wo sie falsche 10«Ouldcnnoten verfertigten. — (/l m Plattensee) wird anfangs August ein neueS Dampfschiff seine Fahrten beginnen. — (Ausgewiesene N u s l ä n d e r. ) Im Juni l. I. wurden 21 Ausländer aus deu österreichischen Län> dern abgeschafft. Hieuon lamcn nach Baicrn zwei, nach Italien zwei, nach Preußen vier, nach Rußland vier, nach Sachsen vier (darunter eine Fran), nach Ungarn vier. nach Württemberg eine, nach der Schweiz eine, nach Monte-negro cine Person (Malauovich Pop»Pero). — (Das lühnste Eisen bahnwerk) dUrfte Peru auf der'Eisenbahn, die von Callao liber die Cor-dilleren nach Oroya geht, besitzen. Dort erhebt sich eine 252 Fuß hol e, aus Eisenständern stehende, 572 Fuß lange brücke, über welche die Züge weg in einen langen Tunnel führen, den höchsten der Erde; er liegt 16.000 Fuß Über der Meeresfläche. — (Originelle« Naturhotel.) In Cali-fornien auf dcr Bandstraße zwifchen San Jose und Santa Cruz steht da« seltsamste Hotel der Nell. Dasselbe besteht auS zehn. nur wenige Fuß von einander stehenden ungeheueren hohen Bäumen. DaS Innere des größten dieser Bäume, der eine» Umjang von 6b Fuß hat, dient als Gast- und Schanlzimmer. Eine aus Sandelholz, Im» mergrün und Madonnazweigen gebildete Laube stellt den Salon vor. Die Übrigen neun, im Innern weiß ange« stricheuen oder tapezirten Bäume werden als Schlafzimmer benutzt, während ein mit einer Lehne versehener Baum-st»,npf als Bibliochekzinnner dient. Locales. -^ Se. lais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Ge. neral.Heeres'Inspcclor Erzherzog Albrecht wohnten Cam«, tag den 20. d. M. früh in Begleitung Sr. Erc. des Herrn Van. descommandirenden FM^. F-eiherrn von John, des Herrn Dwlsionärs FML. v. Piller uud mehrerer Herren ^tabsofstclere den unter Leitung deS Herrn GM. Freiherr» v. Vienerth von den sämmtlichen k. l. Trnppen de hiesigen Garnison auf dem großen Exercierplatze auSge, führten taktischen Manövern bei. Die Formation der Truppen bestand auS drei Trefftn: 1 Infintene-R-gi. ment Nr. 79 Gras Huyn; 2. die Übrigen Fußtruppen der Garnison; 3. die Batterien des 12. Artillerie-Regimen-les. Se. lais. Hoheit haben Höchstihre Zufriedenheit Über das Aussehen, die Haltung und Detailiusbildung sämmtlicher ausgerückten Truppen ausgedrückt. Im Verlaufe de« Vormittags empfingen Se. l. Hoheit eine Deputation de« Gemeinderathe« der Landeshauptstadt Laibach, bestehend aus dem Bürgermeister Deschmann und den Gcmeinderätheu v, Kaltenezger. Schöppl. Pfeffcrer. Dreo, Mallitsch, Samassa. Der Bürgermeister brachte im Namen der Hauptstadt Laibach die Gesühle der innigsten Verehrung für den ruhmgekrönten Heerführer zum Ausdruck und betonte die unwandelbare Unterthcmeniieuc und «n^ hänglichleit der Landeshauptstadt an da« allerhöchste Kaiser, haus. Ee. kais. Hoheit nahmen diese Ansprache freund« lichst auf, drückten über den in die Augen fallenden Fortschritt in, Lande Kram Höchstihre Befriedigung auS und erwähnten der Loyalität der Bewohner Laibachs im Kriegs, jähre 1866. An der erzherzoglichen Hoftafel nahmen nebst der hohen Generoliläl mehrere Stabs- und Oberofficicre, die Repräsentanten der ärztlichen und Verpflegsbranchen, Ver l. l, Lanoespräsident Alexander Graf Auersperg, der erste l. k. LandesregierungSrath Lothar Fürst Meiler-nich und der Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach Karl Deschmann theil. Nachmittags inspicirten Se, l. Hoheit die Garnison und ' Pulvererz-ugungsetablifsemerits in Stein. — Abend« brachte die MusilcapeÜe de« 79. Inf.-RegimcnteS Graf Huyn Sr. l. Hoheit cin Ständchen, — Gestern morgens setzten Se. l. Hoheit der durchlauchtigste Herr ErzHerz«, General. Hrmec-Inspector die Inspectionsreise von Laibach mittelst der Kronprinj.RuoolfSbahn über Tarvis nach Villach fort. — (AuS St. Barlhelmä in Unterkrain.) Der 18. Juli l. I. war für diese kleine, aber reizend gelegene Ortschaft ein Festlag. Se. laif. Hoheit der durch, wuchtigste Herr Erzherzog Albrecht hielten auf der lurch-fahrt von Rann nach Rudolfswerth in dem mit Triumphbögen und Pyramiden festlich geschmückten Et. Barlhelmä an, wurden von der Oemeinderepiäsentanz. der Schuljugend und dcr gesammlen Ortsbevölkerung unter Böllerschüssen und lauten „Hoch"« und „Hivio"-Rufen empfangen. Se. laif. Hoheit waren von diesem herzlichen und loyalen Impfung höchst angenehm überrascht. — (NuS RudolsSwerth.) Se. lais. Hoheit Herr Erzherzog Albrecht sind am 16. d. abend« um 6 Uhr von Ngram Uler Mokritz in Nudolfswerlh eingetroffen. Die Guilbrücle war festlich decorirl; am Triumph-bogen prangte da« Bildni« des Kaisers Rudolf, Grün-der« der Sladt Rudolf«wcrch, und die Aufschrift «Hoch dem Sieger von Custozza!" — Se. lais. Hoheit gcruhlen die ergebenste Ansprache deS Herrn k. l. Bezirkshauplmanne« Elel, die Vorstellung der Herren Collegialcapitularen, l. l. Kreis-, Bezirksgerichts- und SlaatSanwallschaflS'Beamten, der Stadtgetneinde-Repläsenlanz, deS AhtkörperS des k. l. Ober-Gymnasiums und de« BürgercorpS in freundlichster Weise entgegenzunehmen und hiernach die Militarlas-rne, den Militärschießstand und das Bürgercorp« zu inspiciren. Zum Souper Sr. lais. Hoheit wurden die Spitzen de« k. l. Militärs, der k. l. Bezirkshauptmann, der l. l. Klei«-gerichlSpräsidcnt, dcr hochw Propst, der Bürgnmeister und vier Vürgercorpsrfficiere geladen. Se. kais, Hoheit nahmen unl 10 Uhr abend« die schnellstens arrangirte Sladlbeleuch» tuüg in Augenschein und wurden von der Stadlbevo'llerung mit lau!en HivioS und Vival'S empfangen. Am 19. d. früh wohnten Se. kais. Hoheit der Waffenllbung bei und traten um 9 Uhr vormittags die Reise nach Laibach an. verlässigen Aufschluß über dasselbe ertheilen lonn —von Herzen dazu bereit." Ich nahm das freundliche Anerbieten des Geistlichen an, und z!>e> Stunden später saßen wir bei einem frugaler, aber nach allen Regeln der Kochkunst zubereiteten Mlltagsmahle, und imin freundlicher Wirth begann seine Erzählung, wie folgt: „Bor etwa sül!l>hn Jahren, da die Kunstschulen von Florenz noch steißiger besucht wurden M jetzt, bc< llciuete ich ein geistliches Amt an der Kathedrale der gc-nannten Stadt, und ich hiltc damals vortreffliche Gele» genheit. da« Kunstlcrlebcn, das mir bis dahin fremd war, in allen seinen Phiscn und Beziehungen kennen zu lernen. Ich erwarb mir viele Freunde; unter diesen hegte ich für einen jungen Mann, namens Giuseppe Vetruno. von Geburt ein Sienaner. ein besonderes In-teresse. Derselbe hatte etwa fünf Monate, bevor ich ihn kennen lernte, feine Eltern durch eine epidemische Krankheit verloren, und vielleicht war es dieser Umstand in Vtlbinbung mit sciiltm jugendlichen Alter — er zählte blos zwanzig Jahrs, — dcr in meinem Herzen Sympa-thien für den jungen Mann erweckte. Gei näherem Verkehre fa"d ich. daß derselbe cin liebenswürdige« ob> - Yltich menschcnscheues Naturell besaß und eine gute, reli> Niöse Erziehung genossen hatte, Es kostete mir keine große Mühe, seine LebenSge-schichte zu ersahren; dcr arme Junge hatte nur weniq '5reundc und schenkte mir sein ganzes Vertrauen. Er »agte mir. daß sein Vater ihn elst nicht nach der Kunst-schule habe schicken wollen, seine große Liebe für die Kunst mid sein eminentes Talent trugen indessen den Sieg über die Vedcnkcn des Vaters davon und Oiu-scppe kam nach Florenz. Während der ersten zwei Jahre war Doctor Vetrano im Stande, seinem Sohne die zum Unterhalt nöthige Summe zu schicken; sie war nicht sehr bedeutend, fetzte Giuseppe jedoch in den Stand, sich ganz der Kunst zu widmen. Der junge Mann war sehr fleißig, und obgleich er sich fast alle Genüsse, mit Ausnahme seiner Kunst, versagen mußte, so verzagte er doch nicht und schrieb die hoffnungsreichsten Vriefe nach Hause. Da plötzlich trat die ssesürchlcle Katastrophe cin. und Giuseppe stand verwaist in der Welt. Die Hinterlassenschaft des Doctors reichte tallm für ein standeS« gemäßes Begräbnis hin. Giuscpp: war von allen Mitteln entblößt und sollte bald erfahren, waS hungern heißt. Während der erst:,! Wochen nach dem Ableben seines Paters half er fich damit, daß er den Theil seiner Kleider, den er nicht u.chcdingt nöthig hatte, verkaufte, um sich die nöthiqc Nahrung verschaffen zu lönnen; dann warf er sich. von der Noth gedrängt, auf das Co» Viren von Gemälden; wie fleißig cr aber auch arbeiten mochte, war er dennoch kaum im Sla»de, sich daS AUernüthigste zu verdienen, und um selbständig schaffend aufzutreten, halle er zu wenig einflußreiche FltU'ide. Daß ein so zart fühlendes Gemüth solche Leiden nicht lange ertragen konnte, bedarf kaum dcr Erwähnung. Ich sah ihn zwar bloS hin und wieder, fand aber jedesmal, daß er an Hoffnung und heiterem Sinn ärmcr geworden war; er fand fich scüener in der Kirche ein, und zuletzt dauerte es oft drei Monate, bis er sich wieder einmal dort zeigte. Ich fing an, für ihn zu fürchten, und wie ojt eS mir auch gelang, meiner ban» gen Zweifel Herr zu werd-n. so wurde eS mir zuletzt doch uneiträgllch, noch länger in dieser quälenden Ungewißheit zu schweben, und ich beschloß, mich über sein Geschick zu vergewissern, und sollte ich auch das Schlimmste von ihm huren. ES war dieS zu derselben Zeit, als die Marquise di Bonaglieri anfing, die ungelheilte Aufmerksamkeit der Vewohner von Florenz auf sich zu ziehen; in der Ausübung meiner Verufspflichten bot sich mir eine treffliche Gelegenheit, zu beobachten, wie viel Wahres oder Unwahres an den Gerüchten war, die über die genannte Dame circulirten. Sie gehörte einer alten, aber verarmten Familie an, aber ihre ungewöhnliche Schönheit hatte ihr das Herz des Marchese di Gona« glieri gewonnen; sie sah sich plötzlich im Besitze unbe» schränltcr Mittel, um sich alle jene Genusse zu verschaf-fen, auf die sie vermöge ihrer Erziehung Anspruch zu haben glaubte, welche ihr aber bisher infolge ihrer Ar-muth versagt waren. Die Marquise gab mir nicht selten die Ehre. die Kirche, in welcher ich Seelsorger war, zu besuchen; sie kam meistens allein, verließ sie indessen slltcn ohne Ve-glcitung. Es Überraschte mich daher nicht, als ich die-selbe eineS TagcS i" Begleitung meines Freundes Giu-seppe Betrano die Kirche verlassen sah. (Forlsthunz jolgt) 1184 — (Der Herr t. f. Landespräsident Ale« xand er Graf Nuersperg) hat vorgestern seine Amtswohnung im Landesregierungsgebäude bezogen. — (Dr. Stur,) l. l. Bergrath und Reichsgeologe, befindet sich seit einigen Tagen in der Pergstadt Idria. G — (Das Kindergar'tenfest.) welches vor« gestern in dem Institute ..Rehn" im Furstenhofe stattfand, gab vor zahlreich versammelten Gästen, unter denen sich auch der Herr t. k. Landespräsident Graf Auersperg, mehrere f. l. Landes« und Bezirlsschulräthe, Herr Ober» realsckuldirector Mrhal und andere dem Lehrkörper angehürige Persönlichkeiten befanden, öffentliches Zeugnis, daß durch Geduld und wohlverstandene Methode selbst im zartesten Alter stehende Kinder recht lodenswerthes zu leisten im Stande sind. Wir beHallen uns vor, Über diese« Fest an einem der nächsten Tage ausführlich zu berichten. — (In der Handelölehr» und Erzieh» ungsanstalt) des Herrn Ferdinand Mahr in Laibach fanden gestern die Schlußvriifungtn pro 1872 statt. Dicfe Lehranstalt erfreut sich — wir betonen es, ohne Mitwirkung bezahlter Reclamen — des besten Rufes. Die SchUler, 83 an der Zahl, 54 in der ersten und 29 in der zweiten Abtheilung, geben sichere und bündige Antwort, führen sH?öne Handschrift, reine Geschäftsbücher und sind in Handelssprachen wohlbewandert. Handels- und Bans» Häuser können aus dieser Lehranstalt tüchtige Kräfte enga, giren. Von den 83 Schülern sind 6 nach Kroatien, 3 nach Dalmalien, 7 nach Görz und Küstenland, 1 nach Kärnten, 6 nach Sleiermart, 16 nach Krain, 2 nach der Militär« grenze, 1 nach Nieder», 1 nach Ob^rösterreich, 3 nach Tirol. 5 nach Ungarn, 2 nach Vosxien, 1 nach Egypten, 1 nach Herzegowina, 27 nach Italien und 1 nach Serbien zusta»dig. Diese Anstalt gewährt den seltenen Vor« theil, daß Lehrer und Schüler im täglichen freuudschaft, lichen Verkehre stehen und sich gegenseitig wohl kennen. — Dem Prüfungeacte wohnte der Herr k. l. Landesschul» rath Iarz bei; unter den anwesenden Gästen befand sich auch der Herr k. t. Landespräsident Graf Auersperg. — (Der gestrige Offenbach-Abend) im Casinogsrten ist glänzend ausgefallen; nahezu 900 Gäste vernahmen mit Vergnügen die heileren Motive Offenbach's aus „Hochzeit beim Laternenschein", „Msr. u. Mdme. DeniS", „Pariser Leben", „Schöne Weiber von Georgien", „Prin-zessin von Trapezunt", „Vlaudan" und „Schöne Helena." ' Herr Capellmeister Schantl verdient besondere Anerlen« nung für das Arrangement solch heiterer musitalischer Abende. Küche und Kell« Ehrfeld's waren, wie immer, prompt und leisteten das Möglichste. — (Die st ädlische Sicherheit« wache) hat im Verlaufe der ersten Hälfte dieses Monats wegen Rauser» ccfsen 4, Trunkenheit 7, Betteln 7, nächtlichem Herumvagi-ren 3, Dieustenlweichuug 1, arbeitslosem Herumvagiren 8 und Diebstahl 8 Individuen an den hiesigen Stadtmagistrat eingeliefert. — In diesem Zeuraume wurden nach und durch Laibach 70 Individuen abgeschoben. i — (Aus dem Amtsblatt e.) Concursaus>! schreibungen zur Besetzung einer Lehrerstelle am Staats« untergymnasium in Gllilschee, Gesuche bis 15. August, und i einer solche» am Realuntergymnnsium in Krainburg; Ge« ^ suche bis 20. August an die tramische Landesschulbehorde ;! Kundmachuuq. betreffend den unentgeltlichen Unterricht für Hedümrncn, Gesuche bis 25. August l. I. an die lraiuische Landesregierung. — (Durch Hagelschlag) wurde am 10. d. die heuer anznhoffcnde Getreide- und Weinfechsung in der Steuergcmeinde Catez". Bezirk Gurlfeld, fast gänzlich zu Grunde gerichtet. — (Versicherungswesen.) Die k. k. priv. Versicherungsgesellschaft „vesterr. Phönix" in Wien hat ihren Rechnung« . Abschluß sammt Bilanz pro 1871 der^ Oeffenllichleu übergeben. Die G:sammteinnahme dieser Anstalt belief sich auf 5,314.118 fl., welche die Einnahme des Jahres 1870 um die bedeutende Summe von 785.575 st. 2 kr. übersteigt. An Schäden wurden ' 2,597.063 fl. 36 kr. l^v bezahlt, und erhalten die Nctio-^näre eine Verzinsung von 10 Percent des eingezahlten Actiencapitals. Tie bedeutende Zunahme der Einnahme und die zehnpercenlige Verzinsung des Nctienlapitales con-statiren neuerdings das Gedeihen, den Aufschwung, den Geschäftsumfllng und die Solidität diefer Anstalt. — (Literatur.) Bei Leopold Hartmann, Verlags» und Sortimentsbuchhändler in Agram, erscheint ein ! kroatisch »deutsches und deutsch-kroatisches Wörterbuch, bear« beilet von I. Filipovic', Gj. De^li«! und L. Madec. Der erste Theil wurde bereits ausgegeben, der zweite gelangt in Kürze unter die Presse. Daö Wert enthält in zwei Bänden 1516 Seiten klein Octav und lostet 6 fl. — (Schlußoerhandlungen beirnl. t. Lan-'desgerichte in Laibach.) Am 24. Juli. Maria l Orasiö: Kindesmord; Anton und Franz Tehovuil: schwere körperliche Beschädigung. — Am 25. Juli. Anton Zupaniiö und 4 Genossen: Diebstahl. Nenejle Poll. Madrid. 19. Juli. «ls der König lmt> die Könistm hente um Mitternacht vom Garten dcl Rctiro in den Palast zurückkehrten, schössen fünf in der Straße i del Arenal poslirtc Individuen auf den Wage??. Weder ! dcr König noch die Königin wurde getroffen. Von den ! Mördern ulurde cincr gctödtct nnd zwei wurden fest» genommen. Die OnlrusUlNH ist e-ne allgemeine. Die Ruhe wurde mcht emen Moment geslött. Oie ganze ! Otvöltcllma, erschien in dcn Sttaüc» lind ^ab ihrer ! Entrüstung Ausdruck. Der König m,d die Königin ! ulicdil, vollkommen gefaßt und empfinden die Minister, j die Civil» und M'lilärautorilälen. Colporalio>,en und l Pcrsolnn aller Ocsellschastsllassm eilen m dcn Palast, um den König ihrer Anhänglichkeit zu vcrsich-iit. Madrid, 19. Juli. Der König und die Kö« i nigin wohnten dem Te-Deum in der löniglichci, Capelle , bei. Der König machte vormittags emcn Spaziergang ' durch die Straßen der Stadt und wurde mit enthusia« stischen Zurufen begrüßt. Das Voll wollle an den , Mördern Lynchjustiz üben, wurde aber von dcn Orga< , neu dcr Behörden daran vilhindett. Die Untersuchung , ist im vollen Zuge, die gan;e Strenge des Gesetzes z wild gegen die Schuldigen angewendet werden. ! j ^aö gcsammte diplomatische Corpz brachte durch ^ das Organ des deutschen Gesandten Freiheirn v. Canih ^ dcm Könige erneuert die Glückwünsche dcosclbc:: dar. ^ AuS ganz Spanien treffen zahlreiche ildicss?n a:i den König und die Königin ein, welche die wärmste Anhang» lichteit an die Dynastie ausdrücken. Telegraphischer löechselcnr« s?!! 20. Juli. ! Papi^r-Nenle 64.^0. - Silbcr-Nmtc 71.10. - 1360er 3^at«-H!>l:hsü 1(>3,9!> - ^aü^Acn«-,! 848 - L^dü Nc< en! 327.70. - London! 1150. — ^'!^'l> 5.35 — 3iap-,leün«!z'or 8.87 Handel und Mlkswirthschastliches VäochenanKweiH der Nativllalban?. (Nach § 14 ^ der Statuten und auf Grund der Gesetze vom 5. Mai und 25le» > , August 18»^6.) Veräuderungcn jeit dlm Wochcnanöweise vom ^ lc. Juli 1872 : B a u l n o t e n - U m l a u f 306,54!>.l)70 fl. — Hicvon ab: Am Schlüsse dcS Monates bar zu begleichend!: Forderung dcr Van! nus dcr commissioiiSwciseu Nesor-! guug dcs Hypothekar - Nilwcisungengeschäftcs (Z 62 der Stallt-! leu) 11«.395 fl. 72'/. lr Verbleiben' 306,441.074 ft, 2?', lr.'— Bedeckung: Metallschal) 123.570.134 fl, 8.'i tr. Iu Mclllll ! zahlbare Wechsel 25.0^0 «65 ft. 27 lr.. Staats„otcn. wclchc b^i ! Vanl gchijrcn, 3,155.909 fl. Escumpte 137,22« 803 fl. 4» lr. i Darlehen 2!>,567.300 fl. Eingelüstc EouftouS von Grundcutlastuua.«: ! Obligalianen 4^0.4lü) fl. 73 lr,, sl. !).00 — cingelüöte und ^ bürsemäßig augclaufte Pfandbriefe i <;<;'/, Percent 4.410.«»> 4^ Schwein^sieisch „ 25» -"-"-Hirse .. !-------4 47 Hchopsellsle>l,ch „ -. 15>------- K:illir>l<) ,. '---. 4 61 Hähnd!-! pr. Slücl 30 — Erdäpfel ,. I 3 20-------Tlüldm „ 15'.-Liuscü .. >6------------k»cu Pr. Centner 1 10 , -Erb^u „ 6--------Stroh „ 1 .- . -ssisoltli „ 5 80--------Halz.hllrl.,pr,K:fl. -, - ß 40 Riildsschmal^ Pfd 52------- weiche, 22" -. 4 70 Schwcmcschmlllz „ — 46--------Wein, rnlh., isiin!:!- 5,4^ Spcct, frisch, „ -40'—- - u'fiß" . - !i2 ^ — geräuchert ,. —42,— — > Angekommene Fremde. Am 19. Juli. «t„«»^ K» l«»„. Sc. laiserl. Hoheit der durchlalichtigste Herr Erzherzog Albrecht, k. l. Feldmarschall, Wien. - Mu'llcr, l. l. Oberst, Wien. ^ Klein, t. t. Major, Wien. — Ieuiihen, Pri' vat, Wien, " Popjn, Privat, Fiume. — Icscruig, Privat, Fiume. - Niippani, Privat, ssiume, — Gras Amadn, Stein. — Tisseu, k. l. Major, Triest. - Kunz. Kausm., Wien. -Ehrhansen, Kaufm., Aerliu, — Uaron Äbpfaltrern, Kreutz. -" Czic, Kaufm, Wien. — Wien, .ssaufm,, Wien. ^l«»l'»»»»«. Freiherr v John, l. t. ssM^.'. nnd ^andescommaN' dirender, Graz. -- Dr, Rnbrizius, Wicu. -- sattler und Oblal, Kirheim. -- Pesiz, Globosiz. - Ciller, Böhmen. - Globociiig, t. l. Bczirlshauptmann. — Zandouati, Tricst. — Stein, Hai«' delsm., Böhmen. —.Petcrca, Italien. — Furlani, Kanfi», Triest. - watto, Privat, Wien. ^- Scheria, t k Oberlieüte« uant, Gra^. - Oraf und Gräfin Volmcrcua, Veuedia., «»t«»l «,«,»«»z!n. Poppuvic, Karlstadt. Sriia, Triest. ^ Mühleisrn, l. l. ^i.uteilant, Wien. - Nosthorn, Privat, AziratN. Meleurulu^llche Aeolmchwnnl',! in lnihnch. >6U Mg, 73<>3 l0„ Ab. 740,z? -^-I9.i O. nlä^ig ganz bew. Au beiden Tagru i» den oberen Luftschichten die nördli^l ^uftsträunma, anhall^ub. Dic TageSiniltcl der Wiirme wart» » l:>U" »ud 10 1'; beziehungsweise um 0 4' Ilild 0 l" ">uer dem l)lormale. ^^lliil!i!oil!ichrr Redacteur: Iqi'.cn n. Kleinmaur. Die Oefcrligtcil erfüllen hiermit die «rainige Pflicht, Nachricht zu gcbcn, dasj Fran Mathilde EijcWps lnl, Ekel ain 17, Juli l. I, uachlS halb l2 Uhr. nach länge^ rer schmerzlicher Kraulhcit, vnschcn niit den heiligrn Sterbesalramentrn, verschirdrn ist. Daö Leichsnbca,äl>N>'>s findet Freilai, den !9. d, M, nachmittags 5 Uhr, vom Hause Nr, i'^ >, ^ ,------1—,,, .„TTisse poljellllerlujl. und l.eß sich dadurch nicht viel anfechten. Eher war die Ungewißheit, b.ö wann die französisch! Anleihc cmitMt wcrde, d . ein Grnud d 3 ^ !..^?n ?' der Verhalts flueuzirung der Börftn. welche man mit dcr erwäh»tcn Operation in Vcrbindung bringt, bei längerer Zögernng Unterbrechung erleiden müittc Lö f.l,l. , ^, « «« ^: ^'ltilclhaltnng. da le" ^ w.hl die grüßte Tramway und H°udclSh^nt. Es waren aber auch Rückgänge zu coustatircn und der Oruudzug des Geschäftes war Euthaltuna. P°p'ereu. wclchc Avance» erfühl"" .^k. Allgemeine Gtaat..... 337.-339.- " 1854 (4'/«) ,,« 250 ft. 94 50 95- 1560 zu 500 st. . . 103,90 104.- " " ,560 ,i> 100 si. - - 127.75 128 25 I " 1^64 z« 100 st- - "4 25 144 50 ^'laat«",Dom2l,eil'Pfalidbriese zu 120 fl ö N. in silver . . 117,25 117.50 i». «funden^lastunas ^>blittalio»e,«. fti-r 100 si. Ol^ A^are «ohmtn . .' ,u5pCl 96 75 97.25 G^'zim . ' . ^ 5 .. 77 25 78.— Mlder-Otftcrreicb. . « 5 . 9450 35.-Nc.!r-0lfte«eich . . „ 5 ^ 93 50 94 -Slri'cubüigen . 5 78.50 80,- ^:i'?.7^, . . .' ^h." 9150 9250 Ullgllrn .... ,. 5 ^ 81.50 82.25 <. Andere öffentlicke Anleben Donauregulumigslose zu 5 pEt. !i5,75 96.— , U: g. Glseubahuaulchcu zu 120 fl. ö. W. Silber 5", pr. Stuck 107 60 107.90 l?"5 ^ttni-?nlln:clH?ll zu 100 st. ?.W.l?bft. «iuzahl.) hr. GH«, io?Ho 107 75 Wiener Lommunalanlehen, rilck- Geld Woiie zahlbar 5 pst. fUr 100 fl. . . 8630 86.55 ». Nctien vou Bankius:'tuten «nglo-iisterr. Vanl . . . , 30175 302,- Blli'.lvercin.......348.50 349,— Voden-Treoilanstalt .... 254.— 256 — Hreditanftlllt f Handel u. Gew. . 327 60 327 80 lirelitanNalt, »llgem. ungar. . . 152.50 153 - Depositenbank......105.50 106.— 6«c5Mple-Oescl!schllst, n ü. . 1030.- 1040 - ^ ssrclnco-üsttrr. Vaul . . , . -.... —.— Haudelsbaut.......238— 235,50 Nlltionalbanl..... 848.— 850 - lluianbo.nl ...... 275.— 275 5li VerciuSbank ..... 161 — 161,25 Herc?hr«?lnftall Geld Waare oerlosbar zu 5 pllt. in Silber 105.— 105 50 >l<,.iu33I.rttckz.;u5pCt.inij.W 88 50 88 75 /t^tlcilalb. ,u 5 p«öt, ü. W. . .92,25 92 50 Niss. Bad.'«rld.-Nl:ft. zu 5'/, P3t. 89 50 90- «. '^«'ioritütsvbli^^tic'nen. ^ - G?ld Wiar?! Ilij.-Wcllb. iu Z. aecz. (!. klmss.) 93 75. 94 25 ^rdinands-Noldb. in Silb uerz. 104 — 104,50 ^nz.Ios-Phs.Vihn .... 1(,110 101 30 , «.A'al^^'adN B.!.?ld A ^ zu 100 fl. il.W......I8!<-- l9"^ Nudalf-Stislung zu 10 st. . . 14.75 ^- Wechsel (ö Man ) Oeld «?< NugSburq für 100 fl sudd. «. 93 40 ^ ^ Franl'Urta.M.100 si. delto 93 50 ""^, Hamburg, sür 100 M°r? Vanc° 82 10 M Londül'. fu: 10 Pfuud A^linf 111.35 1'^g Pnri». für 10^ Frau:» ... 43 60 ' «l?^?^ de» ^ecdft'Vt?» ll. Vtilnz-Dui«ter , 5 ft. 36 'r. 5 l« 3^ <, !Nap°llonsd'or . . 8 « 8? „ ^" ^^ Preuß. Kassenscheine 1 ,, 65 l . ^ " «5 - ' Silber . . 108 ^ 65 ^ I0v ^ -------- ,^i, Krainische Grunkentlaftuna« . Ol,lial,