Nr. 144. Mittwoch, 26. Juni 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung PräuumeratlonöpreiS: Mit Po st Versendung: ganzjährig 30 X, l,all>jäl,rig - bei üsteren Wiedrrliolnngen per ^eile « ti. Nie «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, Die Nbmlntftraiion befinde! sich ttongreßplay Nr, 2, die Medallion Talmatinaasse Nr. , Sprechstunden der Nebartion von 8 lnö <<> Uhr vor« mittags, Unsianlierte Vrirft- werden »icttt aiMnummen, Manuskripte nicht zurüclaestrlll. MchtctnrMcher Geil. Ministerueränderungen in Deutschland. Mai, schreibt uns aus Perlin: Das Ziel der angekündigten Persollalverällderungen in der Zusammensetzung des prelißischen Staatsministeriums und in der Leitung des Reichsamts des Iiineril ist eine Reorganisation des preußischen Staatsiilini steriums, die sich der durch die Neuwahlen zum Reichstage geschaffeileil politischeil Lage besser an paßt, als es bisher der Fall war. Die Erfüllung des Wunsches, dein preußischen Staatsministerium einen Vizepräsidenten, zu gebcll, der gleichzeitig ini Reiche an hervorragender Stelle tätig ist, konnte nicht länger hinausgeschoben werden. (Gleichzeitig lag die Tatsache vor, das; Graf Posadowsky, der bisherige Staatssekretär des Reichsamtes des III-nern, öffentlich erklärt hatte, daß er der Wendung, die eine Folge der Auflösung des Reichstages im Dezember und der Neuwahlen im Jänner war, von Anfang an nicht mit vollem Vertrauen ent gegeuzuschen vermochte. Eine Berufung des Grafen Posadowsky zum Vizepräsidenten des preußischen Staatsmimsteriums würde die politische Klärung, die schon seit längerer Zeit als unbedingt notwendig erkauut ist, nicht herbeigeführt haben. Man darf überzeugt sein, daß der Verlust, den die Reichsregierung durch den Rücktritt eines so hervorragenden, durch eine ungewöhnlich umfassende Arbeitst kraft ausgezeichneten Mitgliedes erleidet, nirgends unterschätzt wird. Anderseits galt es, die Zuver lässigkeit der Blockpolitik aller Welt vor Augen zu führen und den Gerüchten ein Ende zu machen, die Anzeichen entdecken wollten, als ob ein Um schwung ill denjenigen politischen Verhältnissen be-vorstehe, die sich al5 eine Folge der Zusammensetzung des neuen Reichstages entwickelten. Hat es doch nicht an Stimmen gefehlt, die sogar von einer Erschütterung der Stellung des Reichskanzlers Fürsten Bülow wissen wollten und sich an An deutuugen nicht genug tun konnten, daß große Po litische Überraschnllgen zn erwarten seien. Es wird wohl nun nirgends ein Zweifel bestehen bleiben, daß Kaiser Wilhelm niemals aufgehört hat,, dem Reichskanzler Fürsten Viilow dasjenige Vertrauen zu erhalten, das die notwendige und unabänderliche (Grundlage für die Führuug der verantwort liehen Geschäfte des höchsten Reichsbeamten ausmacht. Die „Neue Freie Presse" bemerkt: Gewiß wäre es verfrüht, aus dem Sturze Studts die Illusion abzuleiten, daß nun die „Wendung nach Links" begonnen hätte. Fürst Vülow stehe sicherlich den Konservativen näher, als den liberalen. Mit Studt gehe auch Posadowsky, den die Liberalen mit Bedaueru aus dein Amte scheiden sehen, nnd was die Nachfolger der scheidenden Minister anbelangt, so stehe dahin, ob der Liberalismus Anlaß haben werde, ill ihnen die Bürgen einer auch nur beginnenden „Wendung nach Links" zu erblicken. Der in Deutschland sich vollziehende teilweise Ministerwechsel erscheint dem „Neuen Wiener Tagblatt" als ein eklatanter, fast zu großer Sieg des Reichskauzlers Fürsten Bülow. Er wvrde mehr als je des besonderen Vertrauens des Kaisers bedürfen, da die Schar seiller Gegner sich vermehre und sie sicherlich jetzt noch weniger als früher ruhen werden, ihr Ziel zu erreichen, Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler zu schaffen. Fürst Vülow hat den Kampf ausgenommen, er wird aller Tatkraft bedürfen, ihn auch weiterhin siegreich zu bestehen. Das „Neue Wiener Journal" behauptet, die Ernennnng des Dr. Holle zum llnterrichtsminister könne durchaus nicht als liuksliberale Wendung aufgefaßt werdeu und wenn es wahr sei, das; Graf Posadowsky als Opfer einer Arbeiterfreundlichkeil gefalleil sei, dann dürfe man annehmen, daß auch die sozialpolitische Barometerkurve nicht nach oben weisen werde. Das „Vaterland" betont, durch besonderen Liberalismus habe sich bisher keiuer der der Ve-amtenwelt entnommenen Nachfolger des Grafen Posadowsky und des Herrn von Studt hervor getan, ill diesem Punkte sehen sich also die Liberalen getäuscht. Immerhiu bedeutet scholl der Sturz der beiden alten Minister einen großeil Erfolg. Die Liberalen können also mit Bülow zufrieden sein. Die Frage ist aber, was die Konservativen und das Zentrum zur Bülowschen Schwenkung sageil werden. Die „Arbeiterzeitung" sagt, die Hoffnungen der Liberalen werden durch die Ernennung Holles zum Unterrichtsminister getänscht sein und der Rücktritt Posadowskys werde vielfach bedauert werden. Es haben uur die Persouen gewechselt; die offizielle Politik bleibt im alten übelberufenen Knrse. Politische Ueberficht. Laib ach, 2 b. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespncht in ihrer Wochenrundschau die österreichische Thronrede uud schreibt: „Es ist zu hoffen, daß es dem ehrlvür-digeu Monarchen vergönnt sein wird, die Saat des Vertrauens zu seinen Völkern, die er eben jetzt ill so reichem Maße ausgesät hat, in reicher Fülle aufgehen zu sehen. Ill dein Maße, wie die verschiedenen Nationalitäten und Parteieil cs verstehen werden, die Vertretung ihrer ^onderinteressen durch ein lebendiges Staatsbewußtsein zn mäßigen, wird das große Werk, das der greise Herrscher znm Wohle seiller Völker unternommen hat, zu gutem Gelingen geführt werden." Das „Fremdenblatt" veröffentlicht eine Zuschrift eines Kenners des österreichischen Staatsrechtes, in, welcher die jüngst mitgeteilte Behauptung des „Vaterland" bestritten wird, daß es bisher ausnahmslose Praxis war, nur Inhaber gebundenen Großgrundbesitzes zu erblichen Her-r e n h a u s m it g lied er n zu berufen. Die „Hsterr. Volkszeitung" betont in einer ihr „von besonderer Seite" zukommenden Darstellung, es könne für die Diplomatie Österreich-Ungarns keine dankenswertere Aufgabe sein, als die unleugbar vorhandene internationale S p a n n n n g unter den e u r o Päis ch e n M ä ch t e n durch ihre allseits willkommene Mittlerarbeit zu beseitigen, Feuilleton. Der Memling. Eine wahrhaftige Geschichte aus dem Huu,rtier I»tiu. Von Hteinhold Krtmann. (Schluß.) Eine halbe Mnute lang sah Monsieur Thi-baudin den Erregten durchdringend an. Er dachte ail Gaston Delaroches Erzählung von dein seltsamen Vorfall im „Grüuen Kaninchen"' er las die Angst und die Gewissensqual auf dem weißen Ge sicht des Kranken — und er hatte alles begriffeu. „Herr Poignard", sagte er mit gedämpfter Stimme, „ich verlange keine Geständnisse — ich verwahre mich sogar mit Eutschiedeuheit gegen, alle Geständnisse. Aber ich werde Ihnen diesen Memling abkaufen, Herr Poignard." „Was reden Sie da voll einem Memling? — Sie höreil doch; es ist nnr eine Kopie." „Ich werde Ihnen also diese Kopie abkaufen. — Zweihnudert Franken! — Sind Sie einverstanden?" „Nicht für alle Schätze der Welt! — Sie ist unverkäuflich, Herr Thibandin!" „Und Ihr Begräbnis?" fragte der Kunsthändler sanft. „All das andere hat für mich keinen Wert —nicht zwanzig Franken. Aber für das da zahle ich Ihnen fünfhlindert. - Höreil Sie? Fünfhundert! Dun das Hoftor offen bleibt, schaut die Wild« gans auch mal voller NengiÄ- auf die Straße, um zu sehen, wie es noch in der Welt aussieht. Einmal hat sie sich auch zu dem Versnch aufgerafft, den Hof für immer zn verlassen, damals, nicht lange nach Beginn ihrer Einsiedelei, als wieder hoch in den Lüften dahinziehende Schwärme von Wildgnnsen eine schier leidenschaftliche Sehnsucht der Gemeinsamkeit nnd einen un- widerstehlichen Wandertrieb in der Einsamen wach gerufen hatten. Aber sie war in ihrem, Fluge nicht weit gekommen und schon nach lvenigen hnndert Metern war sie wieder ermattet zur Erde gesnnten. SeitiX'm hat sie sich wohl mit ihrem ^ofe abgefunden, denn sie l>at nie wieder vorsncht, sich den hoch in den Lüften lärmend dahinziehenden Stammesgenossen anzuschlie-ßen. Aber eine hochgradige Unrnhe bemächtigt sich an jenen Wandertage!, des einsamen Tieres und lebhafte Schl-eie. die zum Schluß den Ausdruck tiefresignierter Seufzer annehmen, entringen sich dann ihrem In nck'n. Und merkwürdig: auch der Hund, der gute Freund der in eilte fremde Welt Verschlagenen, leidet an jenen Tagen an einer offenbar mitfühlenden, melancholischen Stimmung. -- (V o in Ursp r n n g d e s M o n d e s.) Der bekannte amerikanische Astronom Professor Pickering, Leiter der Havard^Siernwarte und Himmelsforscher von anerkanntem Nnfe, eröl-tert in einer jüngst veröffentlichten Abhandlung tie Theorie, daß der Mond ursprünglich ein Teil der Erde gewesen und dnrch Schlenderkraft, von ihr losgerissen worden sei. Er versucht, festzustellen, aus lvelchem Teile der Erde sich der Mond gebildet habe. Wenn bei seiner Lostrennnng die Oberfläche der Erde schon im festen Zustande ge Wesen war, umß eine Narbe zurückgeblieben sein. Tie Annahme des Gelehrten ist folgende: Als jener Teil der Erdoberfläche, der sich in der Nähe des heutigen Neuseeland befindet, der Schlenderkraft folgend, sich zu heben begann, barst auf der entgegengesetzten Seite die Erdrinde auseinander lind bildete das Bett des Atlantischen Ozeans. Dieser Riß wurde so groß und tief, daß ein ungeheures Stück Erde aus der Mitte sich loslöste und fortgeschleudert wurde, so deu Mond bildend. Auf jeder Seite des Stillen Weltmeeres blieb ein Festland stehen, nnd im Zeiträume von nnr weni gen Minnten entstanden sowohl das Bett des Atlant! M'n wie das des Stillen Weltmeares. — (Das „n mgeformt e" Schwel n.) Eine lustige Pfändungsgeschichte beschäftigte in der Ve rufnngsinstanz die Strafkammer zn Halle. Tem Berg mann Hohnstädter ans Hettstedt hatte ein Gläubiger zu>ci fette Schweine „ansiedeln" lasse». Von dein Augenblicke an, wo der Gerichtsvollzieher im Tchwe'm stalle gewaltet hatte, hielt sich der Bergmann, zumal sein Futtervorrat zn Ende wa,r, nicht mehr für ver pflichtet, die Borstentiere zu füttern. Sie verhungern zn lassen, dazn hatte er sie zu lieb, uud so schlachtete er dcun die Tiel-e oder, wie sein Verteidiger sich ans drückte, er formte sie zn Schinken, Speckseiten nnd Würsten um. Als der Gerichtsvollzieher acht Tage später die Schweine versteigern wollte, war er sehr erstaunt, sie „umgeformt" zu finden, pfändete aber jetzt die Fleischwaren. Hohnstndwr wollte sich für die Mühe des Schlachtens nnd der Wursivermbeitung schadlos halten uud aß deshalb mit seiner Familie von dem Schinken. Als der Gerichtsvollzieher sich nach einigen Tagen zur Versteigeruug der Fleischwareu einfand, waren sie stark znsammengeschmolzen nnd es erfolgte die Anklage. Der Verteidiger machte in der Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Oskar Höcker. (Nnchdruck verboten.) Erstes Kapitel. Der blonde Oberkellner des Hobels Stn'gli trug die Nase heute womöglich noch höher als sonst; denn die protzig und weitansladend ans der Paßhöhe des waldreichen Scharfenbera.es stehende, mächtige Frein-denkaserne wm' bis anf das letzte Hinterstübchen unterm Dache mit einem eleganten Passanten-Pnbli-tnm beseht. Natürlich schrieb Herr George diefe vor Beginn der eigentlichen Hauptsaison anffallend starke Frequenz des von ihm repräsentierten Hanfes m^hr dein zwingenden Einflnß seiner eigenen bedeutenden Persönlichkeit zn, als den landschaftlichen Schönheiten des malerisch aus einem Tannenkrnnze herauslügen, den SchwarzwaldhöheuorteZ Neßlingen, oder etwa dein Umstände, daß das Hans Stägli das einzige mit allem Komfort der Neuzeit versehene Hotel anf so und fo viel Kilometer in der Runde wa!r. Die Schulferieu hatten erst vor wenigen Tagen begonnen. Dem recht kühlen Mai nnd regenreichen Inni war eine drückend heiße Sommerpenode gefolgt. Der Ausgang der Städter aus der plötzlich ganz nn-erträglich gewordenen Hänserenge in die freie Natur glich nun einer wahren Flucht. Für Nchlingen ver-sprach die anbrechende Saison die beste zn werden, die das ehedem so stille, fast vergessene, erst dnrch den vornehmen Hotelbau in weiteren Kreisen bekanntgewordene Schwarzwalddorf ill den ss Jahren, seines Bestehens iiberhanpt zu verzeichnen gehabt hatte. Die Post von der Bahnstation Göggingen wa>r heute zweimal mit je vier Beiwagen ein getroffen imd noch fortgesetzt langen neue Passagiere an. Der Portier des Hotels Stägli nnd die Hans-knechte schwitzten von der Anstrengung des Koffer-schleppens, die Kellner, Pikkolos und Stnbenmädchen flogen treppanf, treppab. Bloß George, der Ober lellner, verlor seine blasierte Ruhe nicht, legte den Anfnahmesuchenden vielmehr eine lordsmäßige Et> ganz und Würde an deu Tag. Er holte immer wieder den Zimmn'plan vor, der mit uuzähligen Bleistift notizen vollgekritzelt war, nnd bedauerte achselzncke'id, anch nicht mehr die kleinste Nadel'abine frei zn haben, in der man für diese Nacht noch ein Bett aufstellen könnte; sogar der Nauchsalon und einige Gesiudezim-iner seien schon für Fremde eingeräumt. Derartige Anskünfte erteilte der blonde Georg aber freilich nur solchen Herrschaften, die in einem Landauer oder mindestens in einem Einspänner vor dem Hotelportal vorführen; Fußreisende, die mit einem Ränzel anf dein Nucken anmarschiert kamen, würdigte er überhaupt keiner Antwort. So mußte sich denn alles, was keine Aufnahme mehr finden konnte, schleunigst wieder auf den Weg machen, um noch vor völligem Einbruch der Nacht zu einem der im Lierbach- oder Renchtal gelegenen Hotels zn gelangen: denn anch im Dorfe Neßlingen selbst war keines der ivenigcn Quartiere mehr frei. Sogar das Schnlhaus war heuer für die Forieu ill eine Art Sommerpension umgewandelt worden: der Verein für Errichtung von Ferienkolonien hatte eine Abteilung erholnngsbedil'rftiger Stndtschnlkinder in den beiden Schnlsälcn einqnartiert. Eine semmelblonde, nicht zn schmncke und bereits ziemlich „mittelalterliche" Miß daß sie eine Eng länderin war, verriet außer der breiten Art ihres ge^ brochenen Dcntsch auch sofort der entschieden zn kurz geratene Touristenrock--------hatw trotz dos lebhaften Protestes von feiten Georges ihr sämtliches Gepäck aus dem Vrcack herausladen lassen, in dein sie mit einer jüngeren Dame eingetroffen war. Sie sehte sich mitten im Vestibül auf einen ihrer mächtigen Leder^ koffer nnd erklärte, sie weiche nicht von der Stelle. „Aber liebste Eveline", suchte ihre deutsche Reisegefährtin, eine zarte, feingliedrige, stimpatlnschc Er» scheinung, die aufgeregte Miß zu beschwichtigen, „wenn der Mann hier doch versichert, daß kein Platz mehr vorhanden ist und man uns nicht mehr unter» bringen kann ..." „Ich habe telgraphiert ^ ich will seil» gebracht nnter", radebrechte die Engländerin, „sonst ich schrei» ben an Vädecker und machen eine Beschwerde!" Der Oberkellner kramte in cinem Stoß Depeschen, Briefe und Postkarten. „Vedanre unendlich, meine Gnädige, wenn Ihnen 'ein abschlägiger Bescheid nicht mehr rechtzeitig zugegangen ist — aber Sie hatten gewiß keine genane Adresse angegeben." Er zog eines de5 Formulare hervor. „Miß Eveline Holston, Fräulein Martha Speirer, Karlsnche, zwei Zimmer erste Etage, vornherans — das war wohl Ihre Depesche. Ja, meine Damen, als die einging, war sogar schon die Mehrzahl der Hinter-stübchen vergeben." Die junge Deutsche, der das auffällige Gehabe ihrer Begleiterin sichtlich unangenehm war, sagte leicht aufseufzend: „Nun, dann müssen wir weiter." Schüchtern setzte sie hinzu: „Aber in ein paar Tagen wird vielleicht etwas Passendes frei weirden? Es wäre nämlich für mehrere Wochen, daß wir gern hier bleiben möchten." Nun mischte sich die Besitzerin des Hotels, die in der Nähe stand, in die Unterhaltung. „Für mehrere Wocheit?" sagte sie, sofort eiueu gewinnenden Ton anschlagend, „oh, George, dann läßt sich am Ende doch Laibacher Zeitung Nr. 144 1345 26. Juni 1907. Gerichtsverhandlung geltend, daß Hohnstädter sich tatsächlich um die Gläubiger verdient gemacht habe, da er die Schweine nicht krepieren lies;, sondern sie umformte, wenn auch ein Teil des Wertes verloren ging. Das Gericht nahm aber Pfandbruch an und verurteilte den Angeklagten zu zehn Tagen Gefängnis. - (Tie Werbung durch den Phono-grap heu.) Eines Tages erhielt Miß Idella Dotter in Los Angeles, Kalifornien ^ so erzählt der „Aineri can" - aus Washington ein großes Paket ohin nähere Bezeichnnng des Absenders. Miß Idella öffnet es und sieht einen Phonographen. Tie setzt den Phonographen in Tätigkeit nnd hört zu. Zuerst das lieb liche Schnarl-en, das so ein Phonograph an sich hat, dann vernimmt sie die Worte! „Liebe Idella, erlaube nur, dir Mr. Seth Cabell Halset), den Neffen des Senators Daniel, unfcren lieben Freund und einen reizenden jungen Mann vorzustellen. Immer die deine — Maud." Pause, dann setzt wieder das Schnarren ein, und die Stimme eines jungen Mannes läßt sich vernehmen: „Miß Dotter, ich bin glücklich, Ihre Bekanntschaft zu machen . , ." Damit ist die Gefchichte zu Ende. Miß Dotter aber geht anf den Spaß ein. Sie kauft eiueu zweiten Phonographeil und fpricht hinein: „Liebe Mand, wenn der Mr. Scth Cabell Halsey wieder bei Euch ist, so laß ihm das folgende hören: Äußerst erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen . . ." Und dieser Phonograph geht an die Freim-din ab. So ist die Bekanntschaft geschlossen. Und eines Tages kommt aus Washington eine Walze, die da sagt: „Kr . r . r . r . , . Miß Idella. ich bitte Sie um Ihre Hand ..." Sofort geht eine andere Walze von Los Angeles nach Washington ab: „Kr. r. r. r,. (dann eine zarte und hinschmelzende Stimme, wie ein Seufzer:) ^«8 . . ." Lolal- und Provinzial-Nachlichten. Von der Save bis zur Donau. Von Lea Fatnr. (Fortsetzung.) Der Ranncr Bauer hat viele Weihnachtsgebräuche, die er nicht mehr deuten kann. So sät er am Barbaratag 2 Teller Weizen, der zu Weihnachten hübsch grün auf dem Tische steht, oder er streut am Weihnachtstage eine Fanstvoll Weizen durchs Zimmer u. a. m. Weihnachten ist ihm das bedeutendste Fest des Jahres. Das Tanzen uud Freien hört mit dem ersten Advent-sonntage auf; in kalter Wintermorgendämmerung eilen die Leute von ferne zur Norate. Auf fchmalen Stegen leuchten sie sich mit Fackeln, deren Flammen, Irrlichtern gleich, ans und nieder hüpfen. Geheimnisvoll steigt die Stadt aus dem Nebel-, prasselnd erstrahlt ein Fnnkenregen in der nahen Schmiede, frierende Füße eilen in die hellerleuchtete Kirche. Die ganze Gemeinde singt andächtig die alten, schönen Adventlieder, die in ihrer Einfachheit so recht znm ein fachen Herzen sprechen.. . Und abends sitzt man schnitzelnd am Tische; Hir ten, Blumen, Kräuze wachsen unter den Fingern. Am heil. Abend glänzt das Äußere uud das Innere der Häuser und Menschen in crnenter Reinheit. Schnee, in dichten Flocken herabwirbelnd, lnllt die Erde in süßen Winterschlaf. Schneehaufen umlagern die Häuser, aber drinnen ist es warm. Ein rußiges Hllämpchen beleuchtet nur die Krippe, Weihrauchduft umwebt die seltsamen alten Glasbilder; weihevolle Gesänge erfüllen den trauten Raum . . . Nachbarn nnd Freunde schlagen, im Vorhause kräftig aufstampfend, den Schnee von den Füßen, fchütteln sich, daß die Schnee flocken herumfliegen, und lreten mit frohem Grnße ein. Der Schein der großen Petroleumlampe strahlt anf; man bewundert die Krippe, bespricht die der Nachbarhäuser, man klopft Haselnüsse, vertreibt sich die Zeit mit Spielen, bis man sich zur Mette begibt. Und ist man heimgekehrt, so begnißt die Eintreten-den der Weihnachtstisch mit ausgeschnittenen Potizen aller Art. Man koftet davon, erzählt sich Märchen und geht wieder zur Frühmesse. Denn wer denkt ans Schlafen in einer so heiligen Nacht! Zu Mittag kommt noch Geflügelbraten auf den Tisch. Drei Tage, lang steht dieser gedeckt für jedermann - ob fremd, ob Freund. Am Stephanitag besncht man wieder das Gasthaus, macht sein Tänzchen nnd schaut sich die heiratslustigen Mädchen an. Am Neujahrstagc betet man nm ein Glücksjahr, sucht ängstlich nach der Bedeutung prophetischer Zeichen und stärkt sich durch ein reiches Mahl für die Anstrengungen des Faschings. Ist er doch da zu Tollen nnd Freien nnd die heiratslustigen Mädchen müssen sich beeilen, damit sie am Ascherlnitt» woch nicht einen Strohmann bekommen oder ihnen die Burscheu eine Diele vors Hans ziehen, wofür sie ihnen Speck und Eier oder Geld geben müssen. (Fortsetzung folgt.) -^ (Zum N eg i erun g sj u bi l äuui Sei- ner Majestät des Kaisers.) Die „Wiener Abendpost" schreibt: Dom Regierungsjubiläuni Seiner Majestät des 5t aisers wird von allen Völkern des Reiclies mit dein Gefühle inniger Freude nnd Dankbarkeit entgegengesehen uud die Frage, in welcher Art der Gedenktag am würdigsten begangen werden tonnte, beschäftigt schon jetzt die weiteren Kreise. So haben bereits einzelne öffentliche Körperschaften beschlossen, die Erinnerung an den 2. Tezeniber durch Werke d^r Menschenliebe, für alle kommenden Zeiten festznhalten. und auch von anderen Seiten werden Vorbereitungen getroffen, diesen Tag zur Schaffung gemeinnütziger und wohltätiger Einrichtungen zu sei ern. Wir sind zu der Mitteilung ermächtigt, daß Seine Majestät der Kaiser mit hohem Wohlgefallen von diesen Absichten Kenntnis genommen hat nnd es als höchstes Unterpfand treuer Anhänglichkeit^ ansehen würde, wenn die frendige Teilnahme der Bevölkerung bei dem bevorstehenden Erinnernngstage ebenso wie in früheren Fällen vornehmlich in Akten werktätiger Meufchculiebe ihreu Ausdruck fände. Besonders enl spräche es dem allerhöchsten Wunsche, daß von grö ßercn festlichen Veranstaltungen Unigang genommen werde, damit die ans diesem Anlasse gewidmeten Mittel möglichst unverkürzt der Allgemeinheit zugute kämen und den Bedürftigen voll erhalten blieben. — (P e r s o n a l n a ch r i ch t.) Generalmajor Johann Freiherr von Kirchbach ist in Begleitung eines Generalstabsoffiziers vorgestern abends aus Klagensurt hier eingetroffen und im Hotel „Umon" abgestiegen. — (P l atz m usi t.) Die wegen Ablebens des Herrn Oberst Brigadiers Wawra am 25, d. M, unterbliebene Platzmusil fiudet bei günstiger Witte-rung m orgen von halb 7 bis halb 8 Uhr statt. — (Ehrung.) Man schreibt uns aus Weißen-fels: Der Gemein deausschuß hat in seiner Sitzuug am 2N. d. M. folgende Herrn: in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste, die sie sich in der hiesigen Gemeinde erworben haben, einstimmig zu Ehren-bürgeru der Marktgemeinde Weißenfels ernannt: 1.) Seine Erzellcnz Freiherr von S ch w eg e l, Gutsbesitzer in Griinschitzhof bei Veldes, 2.) Dr. Anton Ritter von Schoeppel, Amtsdirektor der K^raini schen Spartasse in Laibach, und 3.) Otto Edlen von Dctela, k. t. Bezirks hauptmann in Nadmanns' dorf. ^ (Postausweiskarten.) Die Bestim-mung des § 4 der Verordnung des k. k. Handelsmiui-steriums vom 8. Angust MV, wonach die Postaus-weiskarten der Steinpolgebühr von 2 Kronen unterliegen, wurde zufolge Handelsministerialerlafscs vom 19. Juni d. I. außer Kraft gesetzt. Nach der neuen Fassuug des zitierten Paragraphen wird für die Aus-fcrtiguug der PostausweiSknrteu nnr eine Gebühr von 50 Heller eingehoben, die mittelst Poslportomarkcn verrechnet wird, welche auf der Ausweiskartc aufzukleben und mit dem Orts- und Datumstempel zu ent. werten sind. -"(Geschäfts v e r e i n f a ch u n g i m Grund-stenerwesen.) Nach den bisherigen Vorschriften mußten die. Parteien bei vorfallenden Veränderungen im Grnndsteucrkataster vou den in der Person des Steuerträgers oder im AnZmas;e der Grundsteuer eingetretenen Änderungen jedesmal mittelst form-lick^er Zahlungsaufträge verständigt nx'rden. Tiefe Praxis hat sich jedoch nicht bewährt. Es hat sich diel. mehr gezeigt, daß die Ausfertigung von Zahlungsaufträgen angesichts dos Umstandes, daß die für die Parteien wissenswerten Daten ohnedies in die Steuer-büchel eingetragen werden und sich das Publikum in der Regel nur an diese Eintragungen zu halten gewohnt ist, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle, zu einer reinen Formsache herabgesunken ist. durch welche den Stenerämtern eine meist vollkommen un-nütze Arbeitslast aufgebürdet wird. Das Finanzministerium hat deshalb zur Entlastnng dieser Ämter die Anordnnug getroffen, daß in Hinknnft in derartigen noch Rat fchaffen, das heißt, wenn die Dcmien für dic erste Nacht fürlieb nehmen wollen — so gnt es sich herrichten läßt." Der Oberkellner setzte eine wichtige Miene anf. „Gerade eben hab' ich auch uoch das Bureau an einen Professor ans Heidelberg lueggegeden." Der Hoteliere kam ein Ausweg. „Vielleicht gibt's im Schulhaus uoch Platz. Die alte Frau Brate würd einem gewiß einmal einen Gefallen tun." Und fo machte sie sich denn selbst anf, um die bei° den Damen dahinznbegleiten. Unternx'gs bemühte sie sich, soviel als möglich über die nenen Gäste zn ersah-reu. Die redselige Fran besaß in aller Welt Beziehungen und Bekanntschaften und hatte ein großes Talent, die Lente anszuholen. Die junge Deutsche, au deren ausgesuchtem Wesen sie sofort Gefallen fand, stand i,ln' denn anch freimiitig Rede und Autwort; Miß Holston dagegen behielt nach wie vor ihre hochmütige Unnahbarkeit bei. Fräulein Ma^ha Spener war die Tochrer eines höheren badischen. Staatsmannes, der vor einigen Jahren seiner sriih verstorbenen Gattin, der Trägerin eines alten Ade,lsna>mens, im Tode gesolgt war. Seit» dein führte die junge Dame einen stillen Hausstand mit ihrem um wenige Jahre älteren Bruder. Justus Spener war künstlerisch äußerst talentiert; er war Bildhauer geworden; eine Löwnlgrnppe im Schloßgarten zn Karlsruhe, hatte seinen jungen Ruhm begründet. Ein schwerer Schicksal sschlag ^ Justus hatte vonge Weihnachten anf tragische Weise seine Braut verloren hatte den jnngen Künstler dann veran laßt, seinem Atelier den Rücken zu kehren und Zerstreuung auf Reisen zu suchen. Während ei- sich mit seinen, Schwager zusammen auf einer Studienreise befand, hatte seine Schwester, um sich nicht ganz vev-waist zu fühlen, die Engländerin als Gesellschafterin und Lehrerin ins Haus genommen. Der menschenkundigen Hotelwn-tin war es sofort klar, daß die Charaktere dieser beiden Damen absolut nicht zueinander paßten. Fräulein Spener hatte etwas Vornehm-Stilles, fast Scheues — die Miß war rücksichtslos, egoistisch; jedenfalls machte sie nicht den Ein drnck einer bezahlten Diensttraft. Es fchien der Ho teliere eher, als ob die Engländerin ihw junge Herrin in jeder Hinsicht tyrannisierte. „Ist das ein wunderliches Hans!" rics Fräulein Spener überrascht, als sie zu der am Eingang der Torfstraßc gelegenen Schnle gelangten, deren Hölzer« ner Giebelbau mit einer Unmenge Holzschnitzereien verziert war. „Ja, die Neßlmger Schute ist fast eine Sehenswürdigkeit geworden. Der Sohn vom alten Schnl° meisler hat die Bilder geschnitzt." Das junge Mädchen war mitten auf der Strafe stehen geblieben, voll Interesse die Schnitzereien betrachtend. Dann wandte sie sich wieder der Hotelbesitzerin zn. „Also ist <"r ein großer Künstler?" Frau Stägli lachte. „Bewahre. Die Dinger oa hat er gemacht, als er noch ein kleiner Knirps war." „Nicht möglich! Od-er — um so überraschender." Sie versank wieder in Staunen, „Sie sollten erst sehen, was er jetzt alles schafft. Inzwischen hat er nämlich studiert. Das kam nämlich so: Nach dem Tode vom alten Brake ist sein Junge, der das Seininar durchgemacht hat, hier Lehrer ge worden. Da kam vor drei Jahren einmal einer von meinen Hotelgästen hier durchs Dorf. bleibt steben wie Sie. betrachtet uud studiert, und dann läßt er sich den jungen Brake konmicn nnd holt den cms. Na, das war damals ein Ereignis. Der Herr war nämlich der Direktor der Gen>erbeschule. Uud ein paar Wochen darauf bekommt unser Brake Urlaub und ein Stipendium ^ und er hat die Gewerbeschule besuchen müssen -- unt» inznnfchen hatten wir hier emen Hilfslehrer." Die Miß Nxir ungeduldig geworden, also mußte die redselige Frau ihre Erzählung abbrechen. „Da ist seine Mutter, Fräulein, die kann Ihnen das alles noch viel besser explizieren!" sagte sie, auf den Hauseingang zuschreitend. Ein bescheiden getleidetes Mütterchen, etwas der» wachsen, abm- mit klugen, gütigen Augeu uud freundlichem Antlitz, war im Hausflur erfchienen, umringt von einem halben Dutzend sechs- bis achtjähriger Kin< der. Sie schienen für das Abendbrot Toilette gemacht zn haben, denn fie zeigten der Lehrerswitwe, sie, lustig umdrängend, die Hände. Im Flur lvard auch ein Waschzuber liebst Seife und mächtigen Handtüchern aus grobem Hausleinen sichtbar. „Gleich zn Diensten, gleich zu Diensten, Frml Stägli", sagie die gutmütige Alte, sich unter Lachen der Kleinen erwehrend, „lassen Sie mich erst bloß die wilde Gesellschaft abfertigen." „Das sind Ihre Ferienkolonisten?" fragte die Hotelwirtin. ..Es ist die Abteilung der Kleinsten. Die zchn- und zwölfjährigen Rangen sind schon im Schulsaal bei, der Mahlzeit. Die hat der Hilfslehrer übernommen, und mein Sohn unterstützt ihn dabei." „Was. der Johannes ist in Neßlingen?" „Ja, denken Sie bloß, Frau Stägli, die Freutet Überrascht mich heute mittag — plötzlich steht er da im Hausflur ^ und ich hatte doch keine Ahnung, daß sie auf der Gewerbeschule heuer fchon fo früh Ferien bekamen. Das lvar aber, weil er doch sein Examen geinacht hat." „Sein Ercnneu?" Schauen Sie an, Frau Brake. Und gut bestanden?" „Veistoht sich. versteht sich. Ach ja, was m<"in .Hans anpackt, das führt er auch zum Ziele." Ein Schein stolzer Mutterfreude verlläi-te das etwas blasse Gesicht der kleinen Alten. (Fartsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 144. 1346 2b.Mmi Z307. Fällen von der obligatorisclien Hinausgabe von r Grundstcuer^Zahlungsanftragen abzusehen und die i Partei von dor Vorgefallellen Ändernng jeweils mit- l telst einer entsprechend vorge^rnckten Korrespondenz^ (! karte dahin zu verständigen sei, daß die Änderung der 9 Grundstcuervorschreibung im Steuerzahlung,sbüchel e ersichtlich gemacht werde, daß es der Partei aber anch ,^ freistehe, beim Steueramte die Ausfertigung eines i. Zahlungsauftrages mündlich oder schriftlich < mittelst t ungestempelten Gesuche») anzusprechen, k ^ (Vom In sti z di en ste.) Herr ^oha,,n l, Bizja k, k. k. Gerichtstailzlist in Egg bei Lukowin, ^ wnrde zum k. k. Landesgerichte in Laibnch übersetzt r Au feine Stelle wnrde Herr Kanzleioffiziant Albin c P r e p e l u h ernannt. .^ — (La n dw eh rbri g a di e r Wawra f. > l Zum, Tode des Kommandanten der ^4- Landwebr l infanteriebrigade in LaibM, des Obersten Amand d Wawra, Wird noch gemeldet, das; Oberst Wawra bei z einer von mehreren Generalen nnd Stabsoffizieren t unter Führung des Korpskon,malldanten Feldmar- l fchall°Lcntnants Potiorek unternonnuein,'» tnilitäri- l scheu Erlurfion während des Aufstieges auf den f Monte Qnirino bei Cormons voni Schlage gerührt I und auf der Stelle tot liegen blieb. Die Leiche, wnrde i nach Görz gebracht, wo heute nachmittags das Leichen- , begängnis stattfindet. - Oberst Wawra. im Jahre t 1848 in Olmütz geboren, wurde am 8. April I. I. l zum Kominandnnteu der 44. Landwehr-Infanterie- l brigade ernannt. Für feine ausgezeichneten Dienst- ^ leistungen erhielt er in, Jahre W05 den Orden der s Eisernen Krolle dritter Klasse. Am 14. September ! lAitt vollendete Oberst Wawra eine an militärischen < Erfolgen l-eiche vierzigjährige Dienstzeit. — (D a s Iubilä u m derSiidba h n.) Seit mehreren Monaten begegnet man in vielen Blättern ! der immer wiederkehrenden Nachricht, daß die Süd- , bahnverwaltuug anläßlich des 50. Jahrestages der Vollendung der Linie Wien Trieft eine große Inbi läumsfeierlichkeit in Trieft begehen wolle. Demgegen-über wird von authentischer Seite versickert, daß die Südblihnverwaltnng niemals eine solche Absicht gehabt habe nnd die bezüglichen Nachrichten gänzlich unbegründet seien. — (Von der Tabakregie.) Die in letzter Zeit mitunter aufgetretenen Klagen über die Verschlechterung unserer Tabat'fabrikate haben die Mono-polvcrwaltnng veranlaßt, eine eingehende Untersu> chung über den diesen Beschwerden zugrunde liegenden Sachverhalt, einzuleiten. Hiebei bat sich ergeben, daß die mangelhafte Beschaffenheit der ärarifchen F^i brikate in den der Behörde namhaft genmchten Fällen zuln allergrößten Teile nicht anf eigentliche Fabrikationsgebrechen, fondern vie-lmebr anf die irrationelle Lagerung und Bebandlnng des Materials in den Ver lagsgefchäften nnd Trafiken zurückzuführen >var. Mit Rücksicht hieranf hat das Finanzministerinm die Kon trollsorgane angewiesen, bei der Lustrierung der gedachten Kommissionsgeschäfte und bei der Unterfn-chung des Tabakmaterials ihre besondere Aufmerksamkeit auf die vorschriftsmäßige Lagernng nnd Behandlung der Fabrikate zu lenken und vorkommenden falls fofort die nötigen Anstalten zur Behebung wabr-genommener Übelstände zu treffen. — (Von der Laibacher S ü d b a h n ft a-tion.) Der bisherige Stationschef in Trifail, Herr Emmerich Mal averH, wnrde auf feine Bitte nach Laibach verseht. Hier wurde ihm vom Herrn Oberinspektor Gnttnmn die Leitnng und l'sbenvachung der Gütermagazine übertragen. — (Promotion.) Freitag findet an der Universität in Graz die Promotion des Kand. Phil. Rein hold Witt, Afsistenten am chemischen Institut der Grazer Universität, znm Doktor der Philosophie st^tt. Herr Witt ist ein Sohn des hiesigen Schneidermeisters Herrn Jakob Witt nnd hat seinerzeit die Realschule in Qaibach besucht. (Ob stsch ä o l i n ge.) Nach dem vom k. k. Ackcrbanministerinm veröffentlichten Saatenstandsberichte ist in diesein Jahre für das Obft in ganz Österreich — mit wenigen Ausnahmen — ein ans-gesprochenes Mißjahr zu erwarten. Schuld daran war die ungünstige Witterung im Frühjahre, die erschreckend massenhaft anfgetretenen Raupen verfchie-dener Gattnng und andere Schädlinge, die den Blütenansatz vernichteten, die Obftbänme entblätterten. Anch nnsere Landlvirte, lx'sonders jene ans der Umgebnng Laibachs, klagen heftig, über den Schaden, den die Ranpen nnd der Apfelblütenstecher anrichteten. Namentlich klagen fie über den weitver breiteten Ringel- und den gefräßigen Schwamm spinner,, die sich in ungeheurer Menge vermehrten und an denen gar die Singvögel feinen Gefalleil finden und sie deshalb ganz nnberührt lassen. Der heurige Schaden ist mm da und läßt sich nicht mehr abwenden: darnm soll man für die Zukunft sorgen nd den erwäHnk'n Schädlingen mi Mallem Erfer d achstelleu, uui fte auszurotten. Dazu.-ist jetzt, die < cste Zeit, solange die Raupen offen hermnkriechen. ( -in besorgter Lmrdwirt wird auf seiner Ngsitzlni^ den g tingelfpinner ohne besondere Mühe venüchten, wenn, e, r, früihmorgiMV die an einer Stelle des Vaunr^s im f> "lnni^'n beisamuien fitzenden Ranpen mW einem :> appen zerdrückt. Selbstverständlich müßlH die Nach- d arn das gleiche tun. Bei, ausdauernder Arbeit g finite der Ningelspinncr leicht allgenrein' vertilgt ? 'erden: doch ohire Mühe erreicht man nimtd. ^ Der ^ ^ch!oanimfpinl«r dagegen erfordert znr Vertilgung sl lehr Zeit nnd längere Arbeit. Vorerst sctk man alle t n den Stämmen mid Ästen der Bäuüm,, an den li 'ecken, an den Mauern und den Planken ?e: vorfind» ^chen EieMwämme zu tx'rnichwli snchen, wozu sich 6 esonders die Herbste und die Winterszeit eignet^ l ann sind im Frühlinge und im Sommer die ein- H ?liren Ranpen dieses Schädlinges aufzusuchen uud, zu ( ^iten: endlich soll man alle znm Vorschein-kmmnm- s en Schlnetterlinge dieser Ranpenart einsänge» und t ertilgen. Diese Arbeit muß durch mehrere Jahre r ^rtgescizt werden. Am schwierigsten ist es, dem Apfel- 3 liitenstecher beiZukommen, weil er nngemein klein ^ ft und fich deshalb leicht in den Moosen oer Baum- t illde versteckt. Das wste Mittel, dieser liabhaft zn werden, besteht darin, daß man mit einer Panmfcherc ( >ie Baumrinde famt Moos abkratzt, das Abgekratzte 1 abrennt und den Baumstamm mit Kalk übertüncht. 5 !)iese Arbeit muß alle Jahre wiederholt werden und l oll nie aufgelassen werden: endlich wird der Schad- l ing verschwinden nnd der Landwirt wird sich einer l lusgiebigen Obsternte erfreuen können-. <>. < - (Die Grasmahd in Laibach und l Im gebung) ist im Zuge. Die Graisornw ist so- ( vohl hinsichtlich der Qnantität als auch der Qualität l ^nfriedenstellend. Insbesondere weist die Fechsnng , ehr schöne Erfolge auf Wicfen auf, wo oin ent- i prechendes Qnantnm Kunstdünger angewendet < mirde. Das Wetter ist siir das Heimführn des ge- ! rockneten Heues überaus günstig. A,,lch aus Unter-lrain lanfen bezüglich der Grasernt!,' sebr günstige ' Nachrichten ein. x. ! — (D a s P a n o > a >n a - K o s ni >.> r a >>l a) am ! Vurgplatze zeigt in der laufenden Wockft.' recht hübfche üilder ans K alifornieil, die nils die Beschaffen- < heit des Landes, dessen Gebirge, Täter, Schluchten, ^ Ieiser, Seen, Wildbäche, Wasserfalle, Urwälder mit Niesenbänmen, Ansiedlllngeil. Ortschaften nnd Hotels vorführe»,. Diese Serie von Ansichten ist be sonders belehrend nnd deshalb besuchswcrt. "(Ein gefährlicher Sänger.) Der 24jähr. Sänger Leo Pasgnelle aus Graz wollte heute l^ nachts mit Gewalt ills Cafs, „Elefant" kommen. Er , fchlng so lange anf die Tür, bis der Koch Johann Marolt herbeikam und ihn anfmerkfam achte, daß da^ Lokal fchon gesperrt sei. Pasquelle war darüber so erbost, daß er nber den Koch losging nnd ihm mit seinem Taschenmesser mehrere Sticks am rechten Arme nnd im Gesichte beibrachte. Als sich der Verletzte in die Portierloge flüchtete, lief rhm der Säliger nach. Hier wehrte fich der Koch so lange mit einem Stuhl, bis ein Sicherheitswachmann erschien und den Sänger verhaftete. - (G e ni eiildevor fta n dswaH l.) Bei der am li. d. M. vorgenommenen Wahl des Gcmoinde-vorstandes für die Ortsgemeindc Hönigstein lvnrden Alois Hude. Kaufnlanu in Hönigstein, zum Gemeinde-Vorsteher, Anton Spendal, Besitzer in Witfchendorf, Josef Kotuik, Kaufmann in Hönigstein, Martin Kral,, Besitzer in St. Georgen, Franz s:agar, Besitzer in Unter-Kartelen, Anton Sonrrak, Besitzer in Solo, Josef Strni^a, Besitzer in Gorilla Vas^ Johanil Jan-, Besitzer ill Ober-PodboM, uild Franz Noz> iliail, B<'sitzer in Obertiefental, zn Gcmeinderäten gewählt. (Über Gewitter im Freien) macht die „Dentfche Jägerzeitnng" beachtenslvcrte Mit-teilnngen. Darnach sind Eiche, Pappel. Ahorn, Birke, überhanpt alle Üanbbällme, mit Ansnahme der Buche, ain stärksten der Blitzgefahr ausgesetzt: in Nadel» bänilie fchlägt der Blitz etwas feltener ein. Merk-liuird>igern.'eife ist ein Lan'bbaum, die Vuäie, noch sicherer als die Tanne. Der Aufenthalt in niederem Gehölz oder auf freiem Felde, wobei man fich am besten auf die Erde legt, ist den, uuter Bänmen bei einem Gewitter entschieden vorznziehen. Die Nähe voil Gewässern ist ebenfalls zu meide», da der Blitz in diose guten Elektrizitätsleiter gern einschlägt. Metallene Gegenstände, als Uhren, Meffer, Geniehre sind aus dem gleichen Grunde iveit von sich abzulegen. ^ (Schadenfeuer.) ^.n der Nacht anf den Molitag ging über die Gemeinde Großlack ein Unge-witter nieder. Ein Blitzstrahl fuhr in den Lanbschnpfen des Grundbesitzers Fr. Lah in Korenitla und zündete is bencvmto Objekt. Alsbald ^50^ (.mch der., chweinstiii., ^vi- Viehs M,.. die DrMtenlw,' und die, etrcidekmunlir- in hcllM.,Flanmien^, VAT'mit der., -ößten 2Rihe. gelang e^ W15 Vieb ,zn, re.wm: hiebei, litt die ^i-ai^des Lah leichtere Bra.i.dwund(!u im Ge-iite. Dai k. der werktätig!'.Hilfe de^Or^äewohner ,^ lld der f><ü!uMigen Fe:.snuehr ans..G-rvßl^ck, die in , 'r kürzest'«.Zeit anf dcl/liBrandpla^s^rschiLnen war, !lang es, ^HWohnhan^ ^ll^retten u-lö.i'llielÄmiPt das euer zn lÄwWeren. D4'Schaden, beträgtt, da viele . entner HÄ, Wmtliche tttürgeräto einige landwirt-lastlichc 'Mlfchinen und Hluei L-cite^lmnMn aerbrann^ n. über 7Ml>.Ii, die Versicherung chcmme'hingegen ,tr 2000 I«3^, 8. — (E inr n e ll e s iMil e l in Kr^z-5s.) Das > asthans l^eiM^ Poli^ar .legeniibei der> Willfahrts-rche Mal-ia Hilf hat l,er, Wirt A lrton, Wzdiö aus , osavec käaflnl) erworb'n^. Herr Pezdie gedenkt das asth'aus aurchden, Bau »itchrerer ZMlner-mid eiileI^ .'räuniigen.Salons sanic-N'ebenräu>mlichke'Hen bedeu-nd zn ve Möszern. ^2uych die ('ltöffnmW der Ka-iwanken- !in,d Wocheii?3i^ Bahn ^t,t diü Zahl der -Wallfahrer" so start zuge,nmnmen,, otlß die? derzeit in rezje zn, Verfügung freyenden lMtlilrMlokalitatett^! itfächlich nicht mehr Mnirgm. ^, * (E'tt>A,N'Z b r ech^r.) TM TrWer Fachin ! iiovanili Voscetto praötiFiert fck)sn fM dem Jahre--892 im hiesigen ZwansssarbeitslMise M. ständiger?->örer. Er ist sonst gehoüsmn, hat, aHer den einen Feh' 'r, daß er immer eigellnrächtig d^Un^rrichtsanslaft ^ erläßt u«d sodann Nieder zloat.gc'weise eingebracht' »erden mnß. Il, der osrigen Wpche wnhlte er sich -inen anderen Weg aus» der AnMlt. In einer mond» ellcil Vlacht stand Aoscetto in sei^r an? der nördlichen >c,'te gelegenen Zelle, feilte d«H Gitter dnrch und erließ ons Haus, ohne sich bei dem unweit von der ielle stehenden Wachtposten' v^raHschiodet zu hlchen.-lon dW AnstaltsdireMon wurden mündlich an die jendarmerieposten 7md Polizeibehörden Elnpfeh-llngsschreiben für d«n Ausbr^cl>er abgefendet. ^ (Eiil Laibachor vo.'r deli Gefchwor^ e n 1 nTri e st.) Der fchon wegen Diebstahles abge-rafte Bäckerlehrling Wilhelm Dopfer, zustand nach !aibach, stand dief^rtage vor de,n Gefchworileil^erichte ,l Trieft, weil er feinem M'ifwr Grzeti^- in Abbazia inen Geldbetrags von l44tt- lv gestohlen hatw. Mit fjlclsicht auf feine Jugend wnrde er nur ,>«- sieben,. Monaten schlverm Kerkers verurteilt. (D e r P' 0 liz e i< a u- fsichtli :, g P e g an-in gob rächt.) Der in der Gemeinte Pre5na wurde ein grünes Geldtäschchen« nit einem Ringe »md etwas Kleingeld» eine silberne 'lnkeruhr nnt einer Offizierskette aus Metall, ewc» ilborne Damenlmr mit einem Goldnis^ eine ssolden^ oerrcnfette, eine silberne Tnfchenichr init einer Nicl^l-x'tte und» eine Zluanzigkronennote, Tlzeater, Kunst und Literatur. (D i e W 0 chei ll.) Der Verein zur Heranziehung von Fremden in Wocheinei Feistritz lwt soeben in beiden Landessprachen sowie in der iwlienifchen 2pracl>c eine sehr nett ansgesmttete ui^d» reich mit Illustrationen gefchmückte Vrofchiire erscl^incn lassen, worin des untere nnd obere Feistritztal in knrzaefas? ter Weise geschildert werden. Dliran schließen sich Ver. zeichnifse der Hotele an, Wxlieiner See nnd in Wocheiner Feistritz, Gasthäuser und Priv nnd Umgebung beigeschlofsell. ist, dient zur Orient'^'rung der fretuoen n>ld eilchei'-lnifchen Gäste nnd wird allen vorzügliche Dienste lei--stm. Preis 80 d. Telegramme ies l. l. 5eleMen«sttttsMzenz'8llttM. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses, Wien, 2l>. Juni. In der heutigen Sitznng des Abgeordnetenhauses wurden die Präsidentenwahlen vorgenommen. Zum Präsidenten wurde Abg. Doktor Weißkirchner mit 35l Stimmen gewählt, auf Pernerstorfer entfielen 101 Stimmrn. Zum ersten Vizepräsidenten wnrde Abg.Dr. Za öe k, zum zweiten Abg. N. v. S t a r zynski gewählt. Die Wahl des letzteren wnrde von den Nnthenen und Sogialdenw' kraten mit Protestrufen, aufgenommen. Das Hans nahn, sodann die Wahl von zwölf Schriftführern und verschiedenen Ansschüssen vor. Im Einlaufe befindet n.il,^ a.i.'.n« q?r ,^ 1347 26. Juni 1907. sich eilw Zuschrift d^ Miiüstrl-präsidcntoil ^ioih^ln v. Bcck bchnfv Vl,ulml)lnc der Wcihl ciner zchuglicdri ^ gen Quowndcpiltation sowic ein von allen Partricn dos Hcmsov l^V,<'ichn^<',' Trinnlicktciwantrag, botrcf-frud di^ Tanicrnng d<'r ^andcsfincinzon. — Nnchsto Sitzung Donnerstag. Wien, 25. Juni. Nach der hmtiaen Haussiyung erschien unter Führung des Kanzleidirettors des Ab-geordnethausec'. Set'tionschefs d. Vauer-Vargher, eine Abordnung der Vemntellschaft des Hauseo behnfs Vor stelluug lx'iin neugewählten Präsidenten Dr. Weis; kirchner. Auf eine Ansprache des Sektionschefs von Bauer, der ihn immens der Beamtenschaft zu seincr Wahl beglückwünschte, erwiderte Präsident Dr, Weis; lirckner, indem er für die an5gcsprochenen Glück wünsche herzlichst dankte und um die werktätige Unter-stützmig seitens der Beamten deo Hauses ersuchte. Er wieo darauf hin, das; er selbst aus dem Veamtenstande hervorgegangen sei und des; durch seine Wahl zum Präsidenten auch diesem Ttande eine Ehrung erwiesen wurde. Die Beamten mögen versichert sein. daß er gewiß scderzeit für ihre berechtigten Interessen ein-treten werde. Demission des Banns von Kroatien. Budapest, 25i. Juni, Halbamtlich wird gemel det: Der Vann5 von 5troatien Graf P 0 0 Das Tagesmittel der gestrigm Temperawr 16 ?', Nor» male 18-7«. mark und Kärnten: Wechselnd bewölkt, mäßige Winde, warm, gleichmäßig anhaltend; für Kr a in und das Küstenland: Meist heiter, schwache Winde, warm, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Allen, die sich matt und elend fühlen, nervös und energielos sind, gibt Sanatogen neuen Lebensmut und Lebenskraft. Von mehr als 5000 Professoren und Ärzten glänzend begutachtet. Zu haben in Apotheken und Drogerien. Broschüren versenden gratis und franko Bauer & Co., Berlin SW 48, und die Generalvertretung C. Brady, Wien, I. (2202) 13-5 i Studenten werden für das künftige Schuljahr bei einer besseren Familie in ganze Verpflegung genommen. Näheres in der Administr. d. Ztg. (2577) 3-1 I Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- _^fc^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibacb Fi*aniB-«iose f~- '^^Cäfes^*' Strasse Mr. 9. ^VUtJenUniiitixl Iv 130,000.000-— ^rqpr* Keservefoml KL 63,000.000- (1713) Kontokorrente. Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 25. Juni 1907. Die notierten ttutse verstehen sich in N'ronenwührung. Die Notierung sämtlicher Nltten und der „Diverlen Lo!e" versteht sich per Stück. «tll Ware Allgemeine StalltS-schnld Einheitliche Rente-lonv. steueifrei, ilrolie» (Mai-Nov.) per Nasse. , L8'0ö l»8'z!s dettu (Iän.-Iuli) per Kasse 97 v- »8 15 4 2°/n«. W. Note» Febr.-«»«,) per Kasse......UU öl 9«^b 4 2 "/„ ü. W, Silber (Vlpril.Olt.) per Kasse....., SS 4.» Nb-cs ^«Sv er Staatslose 50U fl. 4"/„ !4S^iXLl'b! ^»«Uer „ 1U<» sl. 4"/„2<>b-- 2i>» «H Vom.-Pfandbr. il lLU fl. 5°/„8S(>-b! L9l kl^ Staatsschuld t>. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche nnd Länder. üfterr. Golorente, stfr., Gold per nasse , . . . 4°/„ l,« 85 ,l6-bl Oslcrr. 3ie»le in Kronen«, stfr., K'. per Kasse. . . 4«/„ S8 o.' !«« Ll detlo per Ultimo . , 4"/« 8» cd 88 Öst. Inbestitions. Nente, stfr., Kr, per Kasse . 8 >/,«/,, b? «u 88 u Glseul,»!,n.3!»»>,sä!l.ld. oeischttilungen. Elisabethbahn in G.. steuerfrei, zu 10,0(1« fl. , . . 4«/„ - - —-. ssranz Iosef-Vahn ß» ?s Nudolfbahn i» Kronenwührung. steuerfr, (div. Et.) . 4«/<, 97 ?z 987b Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 4«0 Kronen , . . 4"/, 9? ?c> «8 ?, Hu ><»»t«lchnld»llschle!tnn»en »bgtftnnptltt Ets»nb»HU'Aknen Elisabety-V. L0<» fl, NM. 5^ <"/„ don 400 Klonen . . , . 467-3! 46i» »e, detto «iiiz-Äudweis 2U0 fl. ö. W. S. 5V<"/n .... <34-ü< 4»« f» dttto Salzburg Tirol LW . ö. W, S. b"/„ .... 27'- 29 - Veld Ware Do» Ktaatt zur Zahlung übn. n»««e»t Alsenbahn. Pi,b l» Vlisabtthbahn 400 und »ooo M, 4"/^........114^>c ,15 b<> ssranz Iofef-Nah» Em. 1884 (div. Et.) Vilb. 4°/» . . 97'8, 8« 6« Gallzlsche Karl Ludwig. Bahn low, St.) CM. 4»/„ . 87 8(! 88 i<0 Ung.-galiz. Vahn ll00 fl. S. b°/ ios ^5 ,l<) 2s Aorarlberger Äahn Em. I884 (biv. St.) Eilb, 4°/. . . 97-7° l»8-?l Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4'/ü ung. Oolbrente per Kasse . m 5,5 >li'7ö 4°/» delto per Ultimo 111 55 l1i7i> 4"/„ ung. Rente in Kronen »ähr. stfrei per Ka»e . gg 5« 93 7< 4°/^ detto per Ultimo !»« öb !i3 7,-3'/,°/« dcltu Per Kasse , »<^ 1.', ^ 8.» Ung. Prämien Uni. K 100 fl. . lkU'ü» 9s n(, dctto k 5U fl. , l«9 5, lU2 b« Iheiß-lXeg. Lof? 4°/„ . . . . ,42 - ,4«'-4°/« ungar, Grundentl.-Oblig b8>ic, 94»^ 4°/° lrvat. u, flllv. Vrundeutl. Oblig........96-_ —- Andere öffentliche Nnleyen. «o«n. Lande«.«»!, (div.) 4°/u 95'ib 93 2V Voön. - herceg. ltisenb.-^Lande«. «lnlehen (div.) 4>/,«/„ . , 99 ^ lUU 15 5"/° Donau Neg.Unleihe 1878 ,<>Z'ß5 —-— Wiener Verlehrs Anleihe 4°/« «6 3<^ ?z> 8<< dctto 1800 4°/ü 9« 3<> us-«. Nnlehen der Stadt Wien . . iui-6l !<>i!'6b detto (S. od. .). . . 120 — ,n detto (1888) .... 87-b' 9850 betto (1800) .... 87-X 88'1l> detto Inv..«.) 130» . 8« »5 U« ^i- Börlebau-llnlehen verloib. 5°/« »><-- Ä8 - Bulg. Staatseisenb.-Hyp.-Nnl. 1889 «old .... S°/„ 118-5' !liül>s, »ull,. Staat«. Hypothekar »nl. !«"!<.....«°/. 118!i< l^N L« Veld Ware Pfondbriefe «. Vodenlr.,alll!.öft,inb0I.»l,4»/l> 9SM 8?ü0 Vöhm, Htipothelenbanl uerl. 4°/„ 98 «5 88^5 Zentral-Vod.°Kred..Vl., österr., 45 I. Verl. 4'/,°/» . . . 101 5l> 10« b> Zentral Bov.^Kreb.-Vi., österr., <>5I. verl. 4«/u .... 98'7« 99'?0 Kred. -Inst.,österr.. f. Verl-.Unt. u.üffentl.«rl,.Kat.HvI.4"/ »?-h<> 9s-üN Landesb. d. Kvn. Valizien und Lobom, 57 V, I, ruckz. 4°/„ 9« 5« 87-50 Mähr, Hnpothelenb. oerl. 4«/« 97»,' 9«-35 N.»österr, Lanbe«»Hyp.»Nnst.4"/l. 98-il.°, 99^5 detto inll. 2°/«Pr. verl. 3'/,"/° »1 ?!> U2 7K betto K..Lch»ldfch. veil. Z'/,'/« 8i-5< 92 5» detto veil, 4"/« 8»'l° 89 iü Ostcrr.»ungar. Vanl b0 jähr. Verl. 4"/° ü-W..... 98 55 88 5!' dctto 4°/^ Kr..... 88 4ü 100 45 Spart. Löst., 60 I. verl. 4°/« 100'- I«0 40 Eisenbahn-PrillritätS-Obligationen. sserdi«anbs.Noidbahn Em. 188K — - —-- dctto Em. 19N4 —-^ —-— Österr. Nordwestb. 200 fl. S. . lo^'8< 104-8» Staatsbahn 500 ssr..... --- — - Südbahn b 2°/, Jänner. Juli 500 ffr. (per St.) ... 285 35 287 «5 SÜdbahN il 5«/u..... 122'ü< 12» 50 Diverse Lose (per Etücl). z»rl 91-bO 101 5U zl»»er,ln»Ilchl Los». Äudap..Nasilila (Dombau) 5 fl. 20 80 22 8« Kreditlose 10» fl. . . . 423— tu» - ^lary.Lose 40 fl. K. M. . . iö4-. 144-- vfcner Lose 40 sl..... 18?-— il»7 — Palffy.Lofe 40 fl. K. W. . . I70-- 180-- »«ölen Kreuz, öst. Ges. v.. 10 fl. 44 50 46-5< Rote» Kreuz, ung. Ges. v., 5 fl. 2U 90 2» A> «udolf.Losc 10 sl...... «8>- ?3 - Lalm.Lofe 40 fl. K. M. . . 18? - ,97-— Veld Ware lürl. E..N..Nnl. Präm..0bl<«. 400 ffr. per Kasse . . . — — — — detto per M. ... 184 — 1»»-- Wiener Komm.'Lose v. I. 1874 4«1>- 471- «ew..Sch.d. 3°/„Pram,. «oke!!ll..«nsl. «im. 1889 73— 82'- Aktien. U«n«por».zlnttrn»h«Mlg»n. «usslg.Tepl. Eilrnb. 500 fl. 2390-— 2395 -Äöhm. Norbbahn 150 fl. . 349— .150 -omchtiehrader Eifb. 500 fl, KM. Gef., l., l. l. prlv.. 5nu fl. KM. 1008 — 1014 -Dux.Bobrnbacher Visb. 40N Kr. üöö'— 5«0 -sssld!»and«.«ordc,, louo sl. KM. 5630 — »5S0--Uemb. fl. KM......398 — 400 «f. tramway »Ges., neue Wiener, Prioritäte.Alticn iuu fl. . —-— —--Ungar. Westbahn (Naab.Graz) »00 fl. S.......40,— 4H475 isr. Lolalb..«ttlen.Ges. 20« fl. 260—------- Vanlen. >X»nlo.t)sterr. Vanl, 120 fl, . . »00 ?5 »oi'2k> Vanlvrrei», Wiener, per Kasse — — — — dcttu per Ultimo . , . 584 «5 i»36 25 !Uodenlr..«nst. «sterr.,200fl.S, <«24-— 1028- jjsntr.>Vob..Kredb. «st., 200 fl. 544— b4„-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1U0 fl,, prr Kasse —-- -.-— dctt, per Ultimo «47 72 «48 ?b Kreditbank allg, ung., L00 fl. . 751- ?5>l — Deposltenbanl, allss., 200 fl. , 461'— 4SV— Vslumple' Gefellschaft, nieder. üsterr., 40« Kronen . . . 559— bö2 5^> Giro» und Kassenverein, Wiener, 2uo fl........ 457— 459 — Hypothelrnbanl, «sterrelchlfcht, 200 fl. 30°/i> nstlle.zln»,«,tz«nn,»n. Vanges,, all«, «sterr,, 10» fl. . >32'— 1«-— VrülcrNo>,!r»bergh.°Oef.1«oIl. ^»3— 730'— ckissnbabnw.Leilig., erste, 10« fl. l»5'- 198 — „Elbemilhl", Papiers. u.V..O. i»3 — 19z — Elelti..«3es., allg.ofterr., 200fl, 4»l— 43« — dctto internat.,20l!sl. N(»8— «i< — Hirtenbergcr Patr.., Zündh. u. Met..Fllbrll 400 Kr. . . W8? — 1090 — Uieslnger Brauerei 100 fl. , . 27» — 2? 8 b« Mu»lll».Ocl?lljch,,!>stcrr,.alpl»e 5?4 »z 575 25 . .Pulbi.Hüttc", Tiegelgußstahl. ss..«..O. 200 fl. ... 438 - 441 — Prager Eisen. Ind.. Ges. 3arjaner Gisento. 100 fl..... 53k-.. 52? — Talgl».T«rj. Lttinlohlen 10» fl. 5?» — ü?4 — ,,Vchlögimühl", Papiers., »a»fl. .148- 354 — „Echodnica", «,.<». f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... Ü20 — »2»-— „Steyrermühl", Papierfabril und N..V...... 445— 4>0 — trifailer Kohlenw.'V, ?o fl. . »57 — 2sz< — Tüll. Tabalregie.Vef. »00 Fr. per Kasse . —— — — dett« per UMmo 413 50 42» -Waffcnf.Gef., österr., in Wien. 100 fl........ »13-- b»4-- Waggon.LeihllNstalt, allgem., ?4l» - Detzlse«. >»»,» Hlchl» »»» zcheck«. Amsterdam....... i»g«, zoy.zg Deutsche Plätze...... 117 82» l,8-y«» liondon........ «4l — 24l 35 Italienische Nanlplähe . . . 3^3,» K«-o^ P«i«......... ,z zz, yß. . a>lrlch unb Vafel..... 9577' 95.9^ Valnie«. Dulaten .......< l1«i ll4"7 »i2» li« 02» >>m lMm.mr43W? I PrivEt-DepÖtS (Safe-Dei)OSits) I I I««.... etc., »evlMM. und VlnU«. |j BaLÄ3s:. ^^^ WecHslergeacliaft ' Xmt.r e^.n.mV.xic^lu.i d.r P«t.L I |—^j^________^HlhH^jitrioiryass^ I Vasz|B,Ung »» Bar.lnlajei irnliif-Hrnnt ni n1 Bln-Kuti. |