Gedruckt mit Edlen von Kleinmayer'schen Schriften. Dienstag den 2». März 18:5. Declaration. >^)ie Mächte, welche den Traktat von Paris unterzeichnet f jm Kongreß zu Wien versammelt, haben die Entweickung Napoleon Vonaparte's, und seinen Eintritt nüt bewaffneter Hand in Frankreich vernommcn, und si'id es »hrer cige, "en Würde, und dem Interesse der gesellschaft llchen Ordnung schuld g, d e Empfindungen, wel. che d.ese Begcbcuhet in chncn erweckt hat, in einer feycrlichen Erklärung an den T.^g zu legen, Bonaparte hat, indem er den Vertrag brack, der ihm die Insel Elba zum Wohnorte anwies/ ten einzigen Rechts Titel vernichtet, an wel< chen seu,e Enstenz geknüpft war. Indem er den französischen Boden mit dem Vorsatz, Un» ruhe und Zerrüttungen herbeyzusühren , betrat, hcn er s^ s^hst alles gesetzlichen Schutzes be< raubt, und im Angesicht der Welt ausgespro» u"", daß niis ihm weder Friede noch Waffen» stillstand bestehen kann. Die Mächte erklären daher, daß Napoleon Boiiapane sich von den bürgerlichen und gesell schaftlicken Verhältnissen ausgeschlossen, und als Feind und ^törer der Nuke der Welt, den össentlichen Strafgerichten Preis gegeben hat. S e «rklären zu gleicher Zeit, daß sie, fest entschloßen, den ^ariser .Traktat vom Z« May ^3l4 llnd die durch diesen Traktat angeordne« ten, so wie die zur Vervollständigung lind Be, sest-gung desselben , von iknen beschlossene!, und nock ferner zu beschließenden Verfügun» gen unwandelbar aufrecht zu halten, alle chre Mittel und Mäste dazu verwenden and ihre ver« einten Anstrenqungenjdahin richten werden,daß ber allgemeine Fried-', das Ziel der Wünsche dcs ge< sammten Europa, u«d der beständige Zweck ihrer Arbeiten, nicht von neuen gestört, vlcl« mehr gegen jeden frevelhaften Versuch, die Völker noch einmal in die Unordnungen nnd Leiden der Ncvoluzion zu stürzen, geschützt werde. Und obgleich innig überzeugt, d«ß Frank» reich, um seinen rechtmäßigen Beherrscher versammelt, dieses letzte Wagestück eines straf« baren und ohnmächtigen Wahnsinns in kurzer Zeit in sein N.chts zurückweisen w'.rd, so er« klären dock die sämmtliche» Souverains von Europa, von gleichen Gesinnungen beseelt, und von gleichen Grundsätzen geleitet, daß wenn gegen alle Erwartung, aus dieser Begebenheit irgend eine wirkliche Gefahr erwachsen sollte, sie bereit seyn werden, dem Könige von Frank« reich u«d der Französischen Nazion, so wie jeder andern bedrohten Regierung, auf das erste Begehren alle nöthige Hülfe zur Wie« derherstellung der öffentlichen Ruhe zu leisten , und gegen diejenigen, welche sie zu stören ver. suchen möchten, gemeinschaftliche Maßregeln zu ergreifen. Vorstehende Deklaration soll, so wie solche in das Protokoll der Sitzung vom «F. März iglF des zu Wien versammelten Kongresses eingetragen worden, öffentlich bekannt gemacht werden. Geschehen und als gleichlautend bekräftiget durch d^e Bevollmächtigten der acht Mächte, welche den Traktat von Paris unterzeichnet haben. Wien, den »3. März ,8'5. Folgen die Unterschriften in Alphabetischer Ordnung der Höfe (Nach dem Original in Französischer Sprache.) Oesterrctch. Portugal!. Fü>st von Metscrnich. Graf v. Palmela. Frcyh. v. Wessenberg Saldanha. Lobo. Spanien. Preußen. P. Gomez Labrador. Fürst v, Hardenberg. Freyh. v. Humboldt. Frankreich. Rußland Fürst v- Taüc^rand Graf v. Rasumowsky. Herzog von Dalberg. Graf v. Stockelberg. Latourd"pin. Graf v. Ncsselrode. GrasAlexisv Noailles. Großbritannien. Schweden. Wellington. Clancarte. Löwcnhielm. Cat?cart. Stewart. Wien. Vom l. März. Nach heute eingegangene», Briefen aus Nom bauern die Irrungen mit dem Könige Ioachun fort. Se päbliche Heiligkeit haben die letzten Postfelleisen aus Neapel anhalten lassen, eine Gränzwache angeordnet, um alle Communika« tion mit Neapel zu hemmen, und alle» frein« den Konsuls in Rom erklären lassen, daß Sc. Heiligke-t keine Post aus dem Neapolitanischen mehr pcissiren lassen könnten. Zu gleicher Zeit wird das Auslaufen der zwar nicht bedeuten» den Eskadre von Toulon, um / wie man behauptet, den französischen Bothschafter nach Konstantinopel zu bringen, nabe angekündigt-. Indessen weiß man aus ziemllch guter Quelle, daß ^slch auf dieser Eskadre emige Hundert , vorzüglich dem Hause Bourbon treuergebener französischer Offnere, zum Theile vom Ge neralstabe, befinden ^ welche beordert seyn sollen, die sizilianische Armee bey einer allfälligen Landung zu kommandiren. (. Mär; bey Anttbes erfolgten Landung Napoleons erhalten Er for. derte da,elbst das Schloß auf, wurde aber mit Kanonen,chussei, abgew.esen. Alle Berichte von der Rüste »mnmen darin überein, daß seine Erscheinung nur Verwunderung lüid Schrecken bcy dcm laudvolke erzeigte ' Ti' Loldaten semer Truppe sprengen aus, das Unternehmen ihrcrs Anführers sey im Zusammenbange m.t den Operc.zior.en auswärtiger u' ächle , welche Ludwlg XV^lll. vom Throne zu stossen sich vereinigt, und zu »'iejem Behufe bereits meh rere hunderttausend Mann an den nördlichen Gränzen Frankreichs und am Rhein versam. melt hätten. Die Truppen Napoleons selbst zeigen sich verwundert, die Französischen Corps nicht ander Küste gefunden zu haben, von denen sle, wie ihnen bey ihrer Einschiffung gesagt wurde, bey chrer Landung Mlt offenen Armen wurden empfangen werden.^ ,/Gerüchte, wie d:e obenerwähnten waren Wt geraumer Zeit auf der I„sel Elba ver. bMtet, uno w.e es scheint, von Napoleon ver.ch,edcnen R:chn.ngen unter Segel, und d>e Fr^ la Fleur de Lys wen dete sich gegen Aittches" ^ „Nach Napoleons Abfalnv v^n der ^iscl Elba erließ der vonibm daselbst zmüclqelasscne Kommänoallt/ Geilnal Lnple, eine Prottama zion, worin er die Bewohner der Insel auf« forderte, ihm und dem errichteten Reg.er.mgs. sluölchusse Gehorlam zu leisten, S.e einhält auch die Versicherung, daß Napoleon den Be. wohnern des Vaterlandes keinen g ößern Be« weis seines Vertrauens geben könne, als durch Zurücklassung seiner Mutter und seiner Schwe« ster. Letztere ( die Gemahlinn des Fürsten Borghese) ist seitdem aber auf das feste Land übergesetzt. und zu Lucca bis auf fernere Be« fehle/ angehalten worden" Frankreich. Nach Berichten aus Paris vom 7 März war daselbst die Nachricht von Napoleons Lan« düng un Var« Departement am 5. Abends bekannt geworden, hatte nur wenig Eindruck gemacht und den Hof gar nicht erschüttert, ^m folgenden Tage haben alle Marschälle und Behörden den Eld ihrer Treue in Sr. Maj. Hände erneuert. Se. Maj. haben beyde Kammern sogleich zusammen berufen. D^e nachdrücklichste!, Maß» regeln waren genommen worden um alle Oe« fahr abzuwenden. Der Gemewgeist zeigte sich vortrefflich. Der König hat dem dlplomali'chei, Corps Audienz ertheilt Se. Maj. waren aufgc« räumt und sagten zu den fremden Ministern , Oie fühlten sich um Vieles besser Sie wären über die eingeg.ingenenNachrichten gor nicht i!»ruhig, hofften auch. daß dadurch wederFrankreichs »och Euro» pensRuhe werde unterbrachen werden.Monsieur ist nach Lyon beordert, der Herzog von Orleans nach Chsmbery gesandt worden, und der Herzog vo« Berry sollte nach Besancon abgehen Ben rech« ten Flügel des in Bewegung gesetzten Heeres soll der Marschall Suchet de^, linken der ^ ar» schall Gouyion St Cyr anführen. Der im achten, Heeresbezirke über d:e Departemente ail den Unter Alpen, von Vauclüse, an den Rhone« Mündungen und am Var, (Hauptsitz zn Toulon) kommandlrende Harschall Masszna", ohne Be« fehl abzuwarten, hat alle abgedankten -öolda« ten einberufen^ und sich sogleich in Bewegung gesetzt. Napoleon, wacker tns Gap, auf dem We^e 00!' ^revobk« vorgedrungen war, hat ^'ch hierauf nach ^ig^e;u;ückq'zo.^^. Man glaubte, es sly aus dem B.'sorqn-fst qeschehcn, durch H/'assena oon der ^üie nba/sch'ntteu m w?rden 'i lle M^n cs und Voriteber 'n dci» ' südlichen Prov't'ue" ze g>e>, die herz! chste Ergeben, beit für den Köl^g Aus e,ze.iem Antr'.ebe bibel' sie aslcnska!b?n verändert, daß N^po« lcons Pzo^.nnn'oi'rn nichs a^igeliommen, noch weuer verbrate! wardcl«. Pls Fu stin?r Sol- daten, welche sich auf dem Lande verbreitet hatten, sind durch die Einwohner angehalten/ und den Gerichten ausgeliefert worden. Von P-emontwar ein Sardtinsch - Oester. reichisches Corps im Anzüge die Gränze zu be. selben. Alle Schisse, mit welchen Bonaparte an der Küste angekommen war, st'^d nach der In sel Elba zu» umgekehrt, nnd im Hafen von Porto . Ferrajo c:ngetrMn. (W. Z ) Spanisch < Amerika. Ein von Buenos . Ayrcs abgesegeltes Englisches Schiff/ das am 4. Februar im Hafen zu Watterword einlief, hat die Nachricht über. bracht, daß bey dessen Abfahrt die Ländereyen an beyden Usern des Platta Strohmes sich der Spanischen Obergewalt ganz entzogen bat ten, und gar nicht glaublich sey, daß jemahls dieselbe sich daselbst, wenigstens nie auf die Dauer, werde geltend machen können. Die Nachricht von dem m Peru von den Unsbhängigen im September erfochtenen Sie» ge, welcher die Unabhängigkeits Erklärung von Pern und Chili zur Folge hatte, war in Buenos »Ayres allgemein verbreitet. Ueber die Grausamkeiten, welche in dem Unabhängigkeitskriege «n Spanisch. Amerika begangen werden, enthält ein Englisches Blatt (M^rninj? s'>>,ar,i<^) eine gräßliche ^chil» ierung. Fieser merkwürdige Aufsatz lauttt wörtlich also: ,,'lle Nachrichten aus Westindien melden die Fortdauer unerhörter Greueltaten und Grausamkeiten in dem Spanischen Amen'a, und stimmen alle dahin überein, daß d-e bur, gerlichen Zwistigkeiten daselbst unvermindert wülhen. D;e W-edereinnabme eincr Stadt durck d,) Wechsel . Cours in Wien. am 15. März. :3>H Mg«b f«r ,°« ss, e.n. st j ^ ,^ ^ Conventionömänze, vo»l hunderr 238 »s^ ss. il a i b a ch, Von dem kleinen Städtcken Gnrgfeld in Unterkrain, s» wie noch von mehreren andern Städten, Märklen und Gemeinden der Fllyrijchcn Provinzen, sind v:ele Beschreib ingen von der Feyer des Allerhöchsten Geburtefestes unsers angebeteten Landesoaters eingelauien» Alle einzeln anzufübren er>aubt der beschränkte Raum dieser Blätter nicht. Indessen sprachen sich in «llen die süßen Gefühle von Ergebenheit und innigster Liebe aus, wovon sämmtliche Unteitha, nen für unsern allverekrten Kaiser durckdrun^ge^sind^ , ,, ,, , , ^ ^ Marktpreise^in Laibach dm^März 1315. Getrei dpreis ! Brod - und Fleischtaxe Sin ——!------^-----Für das Monat März Muß- Wienermetzen ^' ^i s ,. ^5. ß,^^ ^________ fi !kr.lfi.Ikr„5 »kr. ^P l^19 Waitzen ... 7 ^ 6,!5u F Z4 i Mulidsemmel ... i -> 2 F^ Kukuruz ... — — ,^ — - i octz. dkllo .... ,«»42^ Korn .... H 54 F 44 - — i Laib Waihenbrod . 8 »l H 2 Gerstcn ... Z 54----------«. — , dello Schorschizentaig 8 ' ,5 - Hits .... 4^0------------------------ i dello dello ... ,2262 Haiden ... H 10______^ — « H"er .... 2j 6l-I-..-!-j l Rindficisch «... -------^