Nr. 893. Pränumelationspiei«: Im «omptolr ganzj. fl. il, halbi. st, 5-5«. yül dlt Zustellung ins Hau« balbi. 5U lr. Mit der Post nan»!, st. 15, halbj. 7 50, Montag, 33. Dezember. Insertion«gebül: Fik Nein« Insnat« bi« z» 4 Zeilen «5 kr., giöß«, pn Zei'e « lr,; bei öfteren Wiebeiholungen p« Zeile 8 lr, 1879. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Dezember d. I. dem Telegraphenleilungs - Aufseher Adam Ludwig >n Marburg in Anerkennung seiner vieljährigen treuen und brlobteu Dienstleistung das silberne Veroienstkreuz ullergnädigst zu verleihen gernht. Erkenntnisse. Daö t. l, Landesgericht in Strafsachen in Lcmberg hat a,lf Anting der l. i, Staatsanwaltschaft mit dem Erlcnntnisfe vom 5- Dezember I87l), Z. 16424, die Wciterverbreituna, der Zeit« schrift „Iilltlli>v8/«2/na" Nr. 5 vum 1. Dezember 1879 wessen des Artikels ,,A)^ Vil" von „^« niliw^o^id^ ^^ «iu," bis «oli^dlllt, l ks)'>v<1iut", dann von ,,^>'<1alc 8nii^ gi«," bis „8tli1o "", iwlowi" nach den 88 l)U0 und ^02 St, G, verboten. Das k. l. Landesgcricht als Pressgericht in Trieft hat auf Antrag der l. t, Swatöamualtschast mit dein Erlenntnisse vom 28, November 1879, Z, 8043/1»45, die Weitervrlbreilima. der Zeitschrist „I/1»4i>, die Weitervcrbreilllng der Bei» läge der Zeitschrist „I'i-llvclu," Nr, 18 vom U. Dezember 1879 mit der Aufschrift „0 kiHiuouIi sm^gw" nach § 3W St. G. vcr» boten. Nichtamtlicher Theil. Die Delegationen. . Ueber den Empfang der österreichischen Dele-gierten durch Se. Majestät den Kaiser werden noch folgende Details bekannt: Die meisten Delegierten waren im Frack erschienen, doch bemerkte man anch zahlreiche Delegierte in Uniform. Die (im Wortlaute bereits mitgetheilte) Ansprache des Präsidenten Ritter V. Schmerling wurde am Schlüsse mit Bravorufen begleitet. Die Antwort des Kaifers wurde an den Stellen, wo von der Hoffnung auf Erhaltung der Segnungen des Fnedens und vou der innigen Freundschaft mit Deutfchland die Nede ist, insbesondere aber bei der letzteren Stelle, durch lebhafte Beifallsrufe unterbrochen. Nachdem die Anlwort des Kaisers zu Ende war, stieg derselbe von der Estrade herab und zeichnete sämmtliche Delegierte durch Ansprachen aus. Zu-nächst schritt der Kaiser auf Herrn v. Schmerling zu und begrüßte ihn freuudlich. Bei dem hierauf folgendeu Rundgang wurden die Delegierten zumeist über parlamentarische Angelegenheiten befragt. Als bemerkenswert sei hervorgehoben, dass in den Gesprächen mit den Delegierten, die im Abgeordnetenhause zur Mi-norität gehören, von Sr. Majestät die Wehroorlage nicht berührt wurde. Nur mit Mitgliedern der Auto-nomistenpartei, darunter mit den Grafen Hohcnwart und Clam, sprach der Kaifer über diese Frage. Zum Grafen Faltenhayn bemerkte er, dass die Bcrathuugcn über das Wchrgesetz einen ziemlich raschen Verlauf nehmen. Mit Dr. Rechbauer sprach Se. Majestät über die Arbeiten des Vudgetausschusses der Delegation. Zu Dr. Sturm äußerte der Kaiser seine Freude über den herzlichen Empfang, welchen die vom Occupations-gebiete zurückgekehrten Truppeu in Iglau und Znaim gefunden haben. Die Bürgerschaft, fügte der Monarch bei, habe dadurch gezeigt, dass sie die Truppeu als ihre Angehörigen betrachtet. Beim Delegierten Dr. Plcner erkundigte sich Se. Majestät über die bosnische Verwaltungsvorlage, welche, wie der Kaiser bemerkte, auf große Schwierigkeiten im Ausschüsse des Abgeordnetenhauses gestoßen sei. Den Vicepräsidenten der Delegation, Wolfrum, befragte der Monarch nach den Geschäftsverhaltnisscn im allgemeinen. Delegierter Wolfrum erwiderte, dafs hauptsächlich das Kohlengeschäft infolge der abnormen Witterungsverhällnisse floriere. Mit Baron Loudon sprach der Kaiser über Angelegenheiten der Pferdezucht. Zum Delegierten Oelz bemerkte der Kaiser, dass er in der Delegation permanent zu sein scheine, worauf Dr. Oelz antwortete, er habe immer die Ehre gehabt, gewählt zu werden, aber noch nie Bedeutendes leisten können. Bei Baron Walterskirchen erkundigte sich Se. Majestät über Familienangelegenheiten dieses Delegierten; mit Dr. Klaic sprach der Kaiser über die wirtschaftlichen Verhältnisse Dalmaziens, mit dem Delegierten Franceschi über den Nothstand in Istricn, nnd zwar mit beiden in italienischer Sprache, während der Kaiser mit allen übrigen Delegierten ansschlleßlich in deutscher Sprache conversiert-'. An die meisten Delegierten richtete, wie schon erwähnt Se. Majestät Anfragen bezüglich der parlamenta-nschen Arbeiten, die diesmal um so größer seien, da die Delegationen gleichzeitig mit dem Reichsrathe tagen. Die politisch bedeutsamste Aeußerung, die der Kaiser fallen ließ, dürfte eine Dr. Smolka'gegenüber geinachte Bemerkung fein. Der Kaifer meinte nämlich mit Rücksicht auf die Polen, dafs diese eine wichtige Missiou im Parlamente haben, da sie eine vermittelnde Stellung zwischen den Parteien einnehmen. Nach ungefähr halbstündiger Dauer des Empfanges zog sich Se. Majestät wieder zurück. Ueber den Empfang der ungarischen Delegationsmitglieder wird berichtet: Ministerpräsident von Tisza stellte dem Kaiser die Delegierten vor, von denen jeder einzelne mit einigen huldvollen Worten beehrt wurde. Den Grafen Julius Andrassy, der in Generals-uniform erfchiencn war, zeichnete der Kaiser durch besondere Huld aus und bemerkte lächelnd, dass es ihm sonderbar vorkomme, ihn in den Reihen der Delegierten zu finden. Großes Interesse schien der Monarch dem Delegierten Markus, der in ungarischer Honved-Officiersuniform erschienen war, entgegenzubringen, und wurde derselbe — er war bekanntlich Referent des Wchrausschusses in der jüngstverflossenen Debatte — durch eine längere Unterredung ausgezeichnet. Ueber die auf die Begrüßungsansprachen der beiden Delegationspräsidenten erfolgte kaiserliche Anlwort äußert sich das »Frdbl." in nachstehender Weise: „Wohl noch nie, seitdem das Institut der Delega« tionen besteht, hat der Kaiser auf die Begrüßung durch die Präsidenten der gemeinsamen Vertretungs-körper in so bedeutuugsvoller Weise geantwortet, wie diesmal. Die kaiserlichen Worte, welche auf die Mitglieder beider Delegationen den allergünstigsten Eindruck übten, werden nicht bloß in allen Theilen des Reiches den freudigsteu Wicderhall finden, sondern auch weit über die Grenzen Oesterreich-Ungarns hinaus mit aufrichtiger Genugthuung begrüßt werden. Die Versicherung, dass die Beziehungen unserer Monarchie zu allen Mächten die freundschaftlichsten feien, findet eine hochwichtige Ergänzung durch die der Freundschaft mit Deutschland gewidmeten Worte. Die hoffnuug, bass die Segnun^ gen des Friedens den Völkern Oesterreich-Ungarns erhalten bleiben werden, wirb zur festen Zuversicht durch das aus kaiserlichem Munde bestätigte „innige Einvernehmen zu dem deutschen Kaiserreiche". Die österreichisch-deutsche Entente, die unseres Wissens hier zum erstenmale in ofsicieller Weise öffentlich conftatiert worden ist, bietet nicht nur Oesterreich-Ungarn, sondern ganz Europa eine verstärkte Bürgschaft dafür, dass endlich „jene allgemeine Beruhigung eintreten wird, welche der friedlichen Arbeit ihre volle Entfaltung sichert". „Ein besonders lebhaftes Echo dürften die Worte unseres Monarchen in Deutschland finden. Sie werden die Besorgnisse, welche in letzter Zeit hie und da in der Allianz mit Oesterreich-Ungarn aufrichtig ergebenen deutschen Kreisen auftauchten, ein- für allemal zum Feuilleton. Aus Metternichs nachgelassenen Papieren, i (Original.Corresponded der „Laibachcr Zeitung".) Wien, 20. Dezember. ^. Uebermorgen erscheint hier und gleichzeitig in -p^ris und London ein historisches Werk, das nicht "ur unter den Gelehrten und Staatsmännern große ^?Mng, sondern auch in den weitesten Kreisen leb-Unes Iniercssc wecken wird. Es ist dies der vom Fürsten "'chard Nctternich herausgegebene literarische Nachlass Allies Vaters, des ehemaligen Staatsknuzlers Fürsten Jemens Lothar Mctternich. Vorläufig sind erst zwei -dande dieser hochinteressanten Publication erschienen, f^. ganze Nachlass dürste sechs bis acht Bände um-M". Die englische und französische Ansgabe bringen "e anderssprachigen Schriftstücke in Uebersetznngen, !"lr die deutsche Ansgabe enthält die Schriftstücke in °er Sprache, in der sie geschrieben sind. mit der ein-^eii Ausnahme der Autobiographie, die vom Ordner V Z'lsammensteller des Nachlasfes, Hofrath von "unkowström, in eine einheitliche Form gegossen wnroe. "le denlsche Ausgabe ist daher die eigemliche Originalausgabe des Metternich'schen Schriftennachlasses und 'nein Qucllenwelke gleich zn achten. Verleger der ""'tschen Auögade ist Wilhelm Branmüller in Wien. sicher, wie übrigens von dieser berühmten Verlags- ' '"a nicht anders zu erwarten stand, für eine solide o windige Ausstattung des Werkes gesorgt hat. Und "" Zum I.chaltc. dez N ^""" l'ch natürlich hier nicht um eine Kritik fält ^^ handeln, hierzu wäre vor allem ein sorg- la.cz Studium, eiue eingehende Prüfung erforderlich; ich werde mich daher nur auf eine kurze Slwieruna es Inhaltes beschränken und nebenbei ewige b^ Z^"! mittheilen. Das Buch wird überdies längere Zeit beschäftigen, "no die darm nutgetheilten historischen Details werden d? ^N"^ 3" emer durchgreifenden Rectification der Geschichte der Befreiungskriege aeben. M^?^ "regende erste Theil des Metternich'schen ^aNI^'"^ '? ^" Büchern: 1.) eine autöbio-b titelt M?^^'^ des berühmten Staatskanzlers, Le ^ "'""es öffentlichen sevens , /.) eme Gallene berühmter Heitaeno sen und zwar zunächst die Charalterporträts d r Ka s.r ^ p^°" und Alexander/ 3.) en!e Sammlnn vonH ie ' Vortiagei, Depeschen nnd Denkschriften Mettern chs zur Ergänzung und Erläuteruu? der Biographie Die biographische Denkschrift besteht aus drei F/ag. menten welche von den Herausgebern, wie schon oben bemerkt, m eme einheitliche Form gebracht wnrdcn, naml.ch aus den „Materialien zur Geschichte meines welches Manuscript Mettcrnich im Jahre 1844 verfasste - bricht mit dem Jahre U>10 ab, — aus dem „Leitfaden zur Erklärung meiner Denk- und Handelsweise während des Verlaufes meines Ministeriums von 1809 bis 1848", welche Schrift Mettermch im Jahre 1852 aufsetzte, und aus einer aus dem Jahre 1829 stammenden „Geschichte der Allianzen von 1812 nnd 1813." Von diesen drei Fragmenten ist jedenfalls das letztgenannte das wich-tigstc; es ist dem reinsten historischen Interesse ent-spnmgen und hatte den Zweck, irrlhümliche Darstcl-lungcn der merkwürdigen Epoche zu berichtigen. Es war von Mettcruich zur Veröffentlichung bestimmt; warum es dennoch nicht im Druck erschien, wird nicht gesagt. Jetzt wird es eine Revolution uuter den Geschichtsschreibern hervorrufen. Warum überhaupt der Nachlass Metternichs so lange nach seinem Tode erscheint, darüber gibt die Vorrede Aufschluss. Metternich hatte in seinem Testamente selbst bestimmt, dass sein Schriftennachlafs erst zwanzig Jahre nach seinem Tode veröffentlicht werde, denn „eine solche Pause sei erforderlich, damit der Schriftennachlass für die Leserwelt zur Reife gelange." Was so viel heißen soll, dass die Leserwelt erst reif werden mufste, dass sie sich kläre und ruhiger urtheile. Nun, so viel lässt sich jetzt schon sagen, das Urtheil über den einst so viel verlästerten und verleumdeten Staatskanzler wird künftighin milder lauten; seine Schwächen und Fehler werden durch die Veröffentlichung des Nachlasses nicht beseitigt werdcn, aber sein Charakterbild erscheint in einem freundlicheren Lichte. Die ersten sieben Capitel der autobiographischen Denkschrift enthalten das Iugenoleben Metternichs, seine „Lehrjahre", wie er es nennt, seinen Eintritt in den Staatsdienst, seinen Aufenthalt als Gesandter in Dresden und Berlin, dann als Botschafter in Paris; ferner die Uebernahme der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten nach der Schlacht bei Aspern, die besondere Mission nach Paris und die Zeit vor und nach dem russischen Feldzug, also im ganzen die Jahre von 1773 bis 1812. Schon zur Zeit, als Metlernich der Studien halber in Mainz weilte, legte er den Grund zu seiner späteren conservative« Richtung. Die Grenelsl-enen der französischen Revolution erfüllen ihn mit Abscheu, und er fühlte, die Revolution werbe der Gegner sein, den er fürder zu bekämpfen hätte. Bei Georg Forster in Mainz, den er fleißig besuchte, sah er, wie viele junge Leute „verführt" wurden. In Dresden und Berlin schrieb Metternich steißig Berichte und Depeschen, die theilweise schon bekannt 2534 Schweigen bringen. Die inneren Parteiverhältnisse unserer Monarchie können auf die auswärtige Politik des Reiches keinerlei Einfluss üben. Die Freundschaft mit Deutschland ist der Ausgangspunkt für alle Actionen Oesterreich'Ungarns auf internationalem Gebiete. Mag hie und da ein Gefühlspolitiker die Vergangenheit nicht vergessen lönnen; auf die praktische Politik üben die Reminiscenzen an die Conflicte früherer Zeiten heute, nachdem die Auseinandersetzung zwischen den beiden Reichen endgiltig vollzogen ist, absolut leinen Einfluss. So viel des Erfreulichen die laiser« lichen Worte enthalten, so glauben wir doch, dass kein Passus aus der Rede Sr. Majestät in allen Ländern der Monarchie einer so ungetheilten Zustimmung be-begnen wird, wie die Worte, welche das innige Eiu»-vernehmen mit dem deutschen Reiche constatieren. Die Genugthuung, welche dieselben hervorrufen müssen, wird um so größer und allgemeiner sein, als sie in der feierlichsten Weise von dem allercompetentesten Interpreten den durchaus friedlichen Charakter der österreichisch'deulschen Freundschaft darthun. Kehrte das Bündniss Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, was stets von uns destritten wurde, nach irgend einer Seite hin eine feindliche Spitze, dann würde unser Kaiser schwerlich von „den freundschaftlichen Beziehungen zu allen Mächten" gesprochen haben. Dass der Mon« arch dies imstande war, beweist aber nicht bloß den durchaus friedlichen Charakter der österreichisch-deutschen Entente, sondern thut auch dar, dass diese Bedeutung unseres innigen Einvernehmens mit Deutschland all» seilig erkannt wird. „Im hohen Grade erfreulich ist auch, was die kaiserliche Rede über die Fortschritte des von unserer Monarchie in Bosnien und der Herzegowina unter« nommenen Cultnrwerkcs sagt. Nicht bloße klangvolle Worte, sondern Thatsachen bezeugen, dass die Hoffnun« gen, mit welchen Oesterreich Ungarn an die Losung der ihm durch Europa übertragenen Aufgabe gieng, nicht unberechtigt waren. Die beträchtlichen Verminderungen des Truppenstandes in den occnpiertcn Provinzen finden ihre Ergänzung in der Versicherung, dass, was im vorigen Jahre als anzustrebendes Ziel bezeichnet wurde, die Verwaltung der uns anvertrauten Länder werde aus den Mitteln derselben bestritten werden können, schon in diesem Jahre seiner Verwirklichung entgegengehe. Angesichts dieser günstigen Entwicklung der bosnischen Verhältnisse darf man sich mit um so größerem Vertrauen der Erwartung hingeben, dass es dem österreichischen Regiment in nicht allzuferner Zeit gelingen werde, den durch eiü? vielhundertjährige Missregierung schwer geprüften Ländern eine neue Periode wilklichen Culturkbens zu erschließen. „Es fehlt zwar nicht an dunklen Punkten am europäischen Horizont, und besonders leidet, wie auch die kaiserliche Nede hervorhebt, der Orient noch unter den Nachwirkungen des russisch'türkischen Krieges; aber Oesterreich Ungarn kann, wenn es auf dem Pfade, den »'s während der letzten Jahre gewandelt, mit Conse« quenz beharrt, mit Ruhe der weiteren Entwicklung entgegensehen. Als ein hervorragendes Friedensmittei bezeichnet der Kaiser auch heuer wieder, wie vor einem Jahre, die consequente Durchführung des Berliner Vertrages. Vieles, was, als die Delegationen in Pest tagten, noch mehr oder weniger als eine trügerische Hoffnung, wenn nicht als Chimäre erschien, ist seitdem gerade durch das entschiedene Festhalten an den Be» schlüssen des europäischen Areopags zur Wahrheit geworden. Allerdings ist der Berliner Vertrag so wenig wie irgend ein anderer internationaler Tractat für alle Ewigkeit geschaffeu worden. Es wird auch eine Zeit kommen, wo er sich überlebt haben wird; aber bevor er sich überleben kann, muss er ausgeführt seiu. Unter der gegenwärtigen Constellation verbürgt seine consequente Durchführung allein die friedliche Entwicklung der Verhältnisse im Orient. „Das ist nicht bloß die Ueberzeugung des Wiener Cabinets, sondern auch die der meisten übrigen europäischen Mächte und vor allem die Deutschlands. Gerade weil Oesterreich-Ungarn und das deutsche Reich auf die gewissenhafte Durchführung der Beschlüsse des Berliner Congresses eben sowohl im eigenen wie im europäischen Interesse dringen, erweist sich ihre Freundschaft als eine so eminente Bürgschaft für den Friedeu des Welttheils. Die Rede unseres Kaisers muss auch die letzten Zweifel an dem durchaus friedlichen Charakter des österreichisch-deutschen Einvernehmens beseitigen. Mit doppelt freudiger Zuversicht blicken wir darum in die Zukunft. Unser Vertrauen auf die fried« liche Entwicklung der europäischen Verhältnisse ist um so größer, als wir, überzeugt sind, dass niemand mehr in Europa weder an dem Ernst noch an der Kraft Deutschlands und Oesterreich-Ungarns, für den Frieden einzustehen, zweifeln kann." Tie Lage der Engländer in Afghanistan. Der Ernst der den Engländern in Afghanistan geschaffenen Situation tritt nunmehr voll zutage. Die directen telegraphischen Verbindungen zw,schcn Kabul oder Sherpur mit Indien find zum Theil unterbrochen, zum Theil sehr erschwert, gerade sri wie die Communication durch die Grenzpässe. Den letzten telegraphischen Nachrichten zufolge wäre General Roberts mit 7000 Mann in dem verschanzen Lager von Sherpnr ans die Defensive beschränkt nnd noch auf fünf Monate mit Vorrälhen versehen. Die Verstärkungen von Gnnda« mut konnten nicht mehr zn ihm gelangen, nm so miss« licher wird es sein, die in Pcschawer in Bildung begriffene starke Reservediuisiun zur rechten Zeit noch durch den während des Winters an und für sich schon kaum passierbaren Khyber-Pass zu bring'n. Jedenfalls befindet sich General Roberts in einer Lage, welche den schlimmsten Befürchtungen Ranm gibt und der britischen Bevölkerung die Erinnerung an die furchtbare Katastrophe des Winters von 1841, auf 1842 mit flammenden Zügen an die Wand malt. Sherpur selbst, auf welches gegenwärtig die Augen der Welt gerichtet sind, liegt den Mittheilungen des „Standard" zufolge zwei (jedenfalls englische) Meilen von Kabul entfernt. Es ist eine Schöpfung Schir Alis nnd besteht ans einer Anzahl niederer steinerner Gebäude, der Straße entlang, auf einer Ausdehnung von etwa einer Meile. Diese Gcbäulichfeiten wurden als Kasernen für die regelmäßigen afghanischen Truppen erbaut und glaubte mau, dass der Emir damit umgehe, einen Palast daselbst zu erbauen und den Sitz der Regieruug dahin zu verlegen. Diese Reihe steinerner Gebäude ist seitdem durch die für die eng< tischen Truppen errichteten Hütten ergänzt und ab« gerundet wurden, und so uimmt das Lager ohne Zweifel eine beträchtliche Fläche ein. Dasselbe ist. oder vielmehr war gänzlich nnbeschüht durch Außenwerke, allein es ist möglich, dass einige Redouten errichtet wurden, seitdem es in englischem Besitz sich befindet. Es erscheint das jedoch keineswegs wahrscheinlich, da mW davon bekannt geworden und die Truppen zu häusigen Expeditionen verwendet wurden, so dass denselben kaum die nöthige Zeit verblieb, um Defensivalbeiten zu beginnen. — Der Londoner Correspondent der „Köln. Ztg." entwirft unter dem 15. d. M. von del momentanen Situation in und um Kabul (das von del« Engländern feitdem bekanntlich geräumt wurde) die nachfolgende Skizze: „Der Zwang, der den Kriegs.Aerichterstatteni unserer Zeitungen in Afghanistan auferlegt ist, macht sich schmerzlich' fühlbar. Ihre Depefchen müssen, bevol sie hicher gelangen, unverkennbar erst einen von dcn Militärbehörden gehaudhabten Filtrierunqsprocess durch' machen, nnd da auch diese mit ihren Mittheilungen sparsam umgehen, fehlt es noch an eingehenden Ak' richten über die kriegerischen Vorgänge, die, in den letzten Tagen angesichts Kabuls stattgefunden. SB' lich, wie die vorliegenden Depeschen sind, kann lna» sich aus ihnen doch ein fassbares Bild von den ^' eignissen der letzten Tage zurechtlegen. Gerade eine Woch? ist es, dass General Roberts infolge bcnnnllMlN/ der Nachrichten aus Kuhistan und Ghuzm zwei Äl>" gaden aus Kabul abschickte, um ciueu etwaige» M' standsvcrsuch im Keime zu ersticken. Die eine, lllltel Ärigadegeneral Macftherson, gelangte noch zeitig ge»^ nach Urgundab, um Die für diesen Punlt geplant Vereinigung der Kohistaner und Ghuzniten zu v^ hindern. Erstere scheuien sich daraufhin zurückgeM" zu haben, wogegen letztere »inter der Führung ^ Muhamed Jan im Süden von Urgundab, aus ^'' Höhen vl,n Maidau, feste Stellung nahine», um ^ Vorrücken der Englände»' zu hindern. Da dieser Pliiw nicht viel über 30 Kilometer von der Hauptstadt c»t' feint ist und die böse Gesinnung derselben für ^ Militärbehörden kein Geheimnis war, erschien es vl>» Wichtigkeit, sofort einen entscheidenden Schlag zu thu"' Dieser misslang, da er mit ungenügenden Kräften utt>^ nunünen wurde. Macphersoi! war gezwungen, sich ^. Kabul zurückzuziehen. Torthin folgten ihm die Afliha»^' sie nahmen auf den südwestlich von der Stadt ^ legenen Höhen feste Stellung. Somit stand ein ^^ reiches, blS auf 10,000 Mann geschätztes, zum 3h^ vortrefflich bewaffnetes Afghaneuhcer angesichts °^ Hauptstadt, das nur auf einen günstigen Augenbu" zum Losbrechen wartete. „Die andere, dem General Baker mit der zw^ Brigade zur Ausführung übertragene Operation, ^ mittelst welcher er m Verbindung mit Macphe'l , den Feind zwischen zwei Feuer bringen sollte, wal ^ folge von Macphcrsl'ns nothgedrungeneln Rücl^mg ^ Absolutismus' hingestellt worden sei. MellcrmcU i" die heiliqe Allianz ein „lanllönendes Nichts. . Der antobioqraphischen Denkschrift ,olgen '' zunächst die Anmerkungen der Herausgeber. 0 e " wichtige, bald auch nur pikante M'ttheil.mge en^ halten, zur Erläuterung aber vie beitragen. Damit schließt ^s erste V H Das zweite Auch enthält d.e be'dcn ClM^ ^. zeichnnngen Napoleons und A ^'"'^ nebst ^^ Anzahl darauf bezüglich Anssatze. Das drMe f^ endlich, das noch im ersten Bande beg "t. ' "' Schn tensammlung, also das für den Gewchts^ ^ besonders wichtige Material, die D^^ nichs als Gesandten und d'e an 'nte"sja ' klärungcn reichen Vortrage Mettermchs an^l Franz.' _________ «535 diese Stellung gefochten, bis sie vom Feinde gesäubert, War. Selbst im günstigsten Falle jedoch lehren uns die oben geschilderten Ereignisse, dass 5000 Mann — mehr verfügbare Trnvpen besitzt General Roberts in Kabul nicht — tanm hinreichen werden, die Haupt-stadt, welche von kriegslustigen Fanatikern voll lst, im Zaume zu halten und gleichzeitig jedwedem zu ihrer Befreiung heranrückenden Heere siegreichen Widerstand M bieten. Die allcrgewöhnlichste Vorsicht würde eine Verstärkung seiner Macht um das Doppelte empfehlen. Weiß man doch nicht, wie nach einer nur halb verlorenen Schlacht die Bergstämme sich verhalten würden, nnd muss doch trotz des letzten schließlich erfochtenen Sieges die Furcht vor der mititärischen Ueber-legenheit Englands bei den kriegerischen Slämmen ge« waltig erschüttert worden sein. Nebenbei will im Auge behalten werden, dass der Abmarsch Ejub Khans aus Herat kein bloßes Gerücht war, dass er sich vielmehr wirklich mit zwölf Regimentern auf den Weg gegen Kandahar gemacht hat. Wol ist ihm von dem dort commandierenden englischen General und den Ve^ wohnern der Provinz die drohende Mahnung zuge» schickt worden, seine feindselige Äewegung einzustellen; ob er ihr aber gehorchen wird, ist eine andere Frage. Wol behauptet man anch auf englischer Seite, dass es ihm vollständig an Geld gebreche, seine Leute zu verpflegen, nnd dass die Dorfbewohner auf seinem Zuge zu feindlich gegen ihn gesinnt seien, um die Verpfle« gung nncntgelllich zn leisten — aber alles dies sind am Ende doch nnr Vermuthungen, die sich vielleicht selber Lügen strafen. Für den Augenblick lässt sich die Lage der Engländer allerdings nicht als eine gefährdete odcr gar verzweifelte ansehen, behaglich ist sie aber keineswegs. Zum Glück für sie ist der Gesundheitszustand der Truppen trotz dcr starken Kälte aus« gezeichnet, ja nngleich besser, als er mitten i:n Frieden in den indischen Garnisonen zu sein Pflegt." Türkische Neformvorschliige. Der kürzlich von Mahmud Nedim Pascha dem Sultan vorgelegte Reformcntwurf zielt lediglich auf die Nlsormierung der pulltischen Administration ab und berührt die Justiz uud die Finanzen, diese beiden offenen Wunden am türkischen Staatskörper, nur indirect und oberflächlich. Mahmud Pascha geht mit Recht von der Anschauung aus, dass eine gute Verwaltung bei der dermaligeu Ausdehnung einzelner Vilajets, von welchen manche, wie Syrien, Mesopotamien, Kurdistan :c., kleine Königreiche bilden, nicht möglich sei. Die Unterstatthalter (Mute sarifs uud Kmmakams) unterstehen dem Vali. an den sie ihre Rapporte richten. u»d dieser theilt der Regierung nur das mit. was lhm gefällig ist. Daher bleiben viele Mlssbräuche unbekannt, werden viele Beschwerden unterdrückt. Darum schlägt Mahmud vor, die Aus-dehnung der Vilajets zu verringern, die Anzahl der Vilajets zu vergrößern und jeden Vali und Sous-Gouverneur in dirccten Rapport mit der Pforte zu bringen, diefelben aber gleichzeitig unter die wirksame Controls von Inspektoren zu stellen, welche jedes Vilajet zweimal des Jahres zu besuchen haben werden. Er schlägt vor, in Eonstanlinopcl ein besonderes Corps von Inspectorcn zu schaffen, welche nach und nach sämmtliche Plvvinzen bereisen und ihre Muße zur eingehenden Durchsicht der von ihren College» über diese oder jene Provinz erstatteten Berichte verwenden sollen. Dieses Inspcctorencorps würde mit der Zeit eine Pflanzstätte für administrative Beamte werden, welche persönliche Erfahrungen mit den Bedürfnisfen jeder Provinz vertraut gemacht hätte. Schließlich be« antragt Mahmund eine Neuerung, welche zweifelsohne manchem fanatischen Alltürkcn einen Schrei des Unwillens erpressen wird: nämlich überall dort, wo die Majorität der Bevölkerung christlich ist. ausschließlich christliche Funttionä'e zu ernennen. Diese Idee ist uicht erst mnei lich Mahmnds Kopf entsprungen; es ist vu'lmchr constaliert, dass er während seines letzten ^whvezknits die Ernennung von 1600 christlichen «"""iun.nen dein Sultan vorschlug, was von seinem "Walen Ainyao Pascha gehörig gegen ihn ausgebeutet . Dcr N, formplan Mahmuds ist übrigen« schon M Beginn oi'scs Monates m den Häüden des Sul-tans, der Viel1c»cht „och leine Zeile davon gelesen, ihn ledenfalls ab^ „och nicht au den Ministcrrath ge-»endel lM. Mahmnd sagt allen seinen Freunden, dass er cms der Durchführung seines Planes bestehen oder zurücktreten werde. Er zeigt bei seinen Unterrednngen "ne durch die Lage des Reiches nnr zu gerechtfertigte Nude Stimmung. Am schlimmsten sieht es noch immer lN't den Finanzen aus. Mahmud hatte einen glück-^lchen Geoank.n. der durch das letzte finanzielle Ab-wmmen nur sehr unvollständig realisiert wurde. Er wollte sich mit allen, besonders den älteren Staats, «laubigern ins Einvernehmen setzen und im Einuer- lanomsse mit ihnen znr Umficiernng der Staatsschuld >MMen. Wie es heißt, wird eii. Project dieser Art v" dem bekannten Herrn v. Tocqneville der Pforte , ,Megt werden. Derselbe ist bereits in Constanti- '"prl. und der französische Botschafter hat ihm anch vn'pl feine Unterstützung zngesagt. De Tocqueville , soll eine bedeutende Gruppe englischer Gläubiger vertreten uud Spccialdelegierter des französischen und des italienischen Generalcomites sein. Hagesneuiglieiteu. — (Aus dem diplomatischen Eorps.) Unter allen österreichischen Gesandten bezieht der But» schafter in England den höchsten Gehalt, nämlich — wie aus dem Voranschläge des Staatshaushaltes her« vorgeht — jährlich 81,000 st. Die Botschafter in Frank, reich und Rnssland erhalten je 78,000 st., die Bot^ schafter zu Berlin und Rom je 53.100 st. Unser In-termlntius in Constantinopcl bezieht 3'.),000 st., der Gc sandte beim Papste 36.000 sl. Hierauf folgt dcr Gesandte in Spanien mit 2<1.000 fl.. in Pcrsicn mit 21.300 fl.. in Rumänien mit 20.000 fl. Unsere Gesandten in Baiern. Belgien. Brasilien, Dänemark, Grie-chcnland, den Niederlanden, Nordamerika. Schweden und Serbien beziehen zwischen 10.000 —15.000 fl. Am ge» ringstcn dotiert sind die Gesandten in Montenegro, Sachsen. Württemberg und Portugal (zwischen 13.000 und 7000 fl.) — (Ein Postwaggon in Brand.) Aus Böh. misch.Lcipa vom 17. d. wird der „N. fr. Pr." geschrieben: Als dcr Baiow-Rumburger Personenzug Nr. 1 heute früh nin 8 Uhr die Strecke Vühmisch«Leipa passierte und das zweite Wächtcrhaus bereits im Rücken hatte, ent. stand im Postwagen dieses Zuges, in dem sich der Postconductcnr Kindcrmann befand, plötzlich ein Getöse, dcr Korb einer mit Lack gefüllten Flasche zersprang, die Flasche explodierte, und sofort brannte dcr Fußboden. Das Feuer bemächtigte sich hierauf dcr hölzernen Bricf-stcllagen. nnd ehe aus das Geschrei deb Postconducteurs der Zug zum Stehen gebracht werden tonnte, stand der Postwagen bereits in hellen Flammen. Dem aufopfernden Bemühen dcs genannten braven Postcondnctcurs. sowie dem energischen Zugreifen des Eisenbahnpcrsonals ist cs gelungen, sämmtliche Geldbeutel, sowie die meisten Frachten, die weit über zweihundert Stück betrugen und durch die Fenster und Thüren über den Damm hinuntergeworfen wurden, zu retten ; dass einige, glücklicher» weise leere Briefe sowie einige Palctc dem Feuer zum Opfer fielen, darf nicht wundernehmen, wenn man bedenkt, dass der genannte Postconducteur sciue eigene» Kleider einbüßte und. von Brandwnnden bedeckt, seine Weiterfahrt unterbrechen und der ärztlichen Behandlung übergeben werden musste. Als auf das gegebene Signal eine neue Locomotive sammt Postwagen an dcr Uu-glücksstcllc anlangte, war dcr Postwagen vom Feuer aufgezehrt und stand als eisernes Gerippe aus den Schienen. Der Z»g war unterdessen ohne Post weitergefahren, und wurden die auf dem Damm liegenden Geldbeutel und sonstigen Frachtstücke auf den erschienenen Postwagen aufgeladen. Conductcur Kinderma,m hatte die bere.t. schadhafte Flasche aus besonderer Borsicht zu s'ch m se.n Coupe gestellt, ohne zu ahnen, dass diese -Vorsichtsmaßregel fo verhängnisvoll wirken werde. Die -Post konnte erst fünf Stunden später befördert werden — (Dr. Emil Holub in London.) In einer Nieustag abends in London unter dein Vorsitze des Herzogs von Manchester abgehaltenen Sitzung des Iwval (.ulunmi 1i^iw!.6 hielt dcr österreichische Afritarcisende Nr. Emil Holub feinen angekündigten Vortrag über den früheren, jetzigen und künstigen Handel der Capcolonicn Mit Central-Afrita. Es hatte sich ein sehr zahlreiches Auditorium eingcsundcn. und an den Vortrag lnüpftc stch eine Diseussio». an dcr sich Sir Rutherford Alcock und Capitän Warren, der Administrator der Capcolonie ^eft-Griqnaland. betheiligten. Letzterer ergieng sich in Lobeserhebungen über das Forschungswcrl Dr. Hulubs m ^entral-Afrika. — (Auf dcrWcltausstcllung inSidney) md !s>0 österreichische und 695) deutsche Firmen ver-neten Eg wurden nnr solche Fabrikanten von unserer VluKstellungScommission zur Betheiligung eingeladen. schmtzere.cn Uhren, Papie.. Knöpfe. Werkzeuge. Acker-gerath Galanteriewaren. Spitzen. Pmzellan. keramische Prodncte. Wem. und Biersottcn eingesendet worden. Es w.rd anerkannt, dass die Oesterreicher ihrer Abtheilung omen^ gewissen Chic zu verleihen gemusst haben. -Locales. ,., -? (Klinische Sparlasse.) Heute nach. mittags findet eine Generalversammlung der Mitglieder c." l?""^" Sparkasse statt. U„f der Tagesordnung - steht die Wahl der Direction. °! -^ (Beförderungen zu Reserve-O ff i. »,eieren.) Das ..WeihnachtS.Aoencement". nämlich die l, Beförderung jener Einjahrig-Freiwilligen, welche mit -, gutem Erfolge ihre Officiersprüfung abgelegt haben, zn °, Lieutenants in der Reserve hat dicsertage stattgefunden. , Es wurden ernannt: In der Infanterie 537. in der e Iägertruppe 55. iu der Cavallerie 66. in der Artillerie 48, in der Genietruppe 22. im Pionnierregimente 6, in der Sanitütstruppe 30. in der Rechnungsbranche 12. folglich im ganzen 776 Einjährig-Freiwillige, Reservecadeten und Reserve-Unterofficirre zu Lieutenants in der Re» serve. Wir haben aus der Liste folgende Officiers-befürderungen hervor: ^ In der Infanterie: die Ein» jährig-Freiwilligen und Rcserve-Unterofficiere: Maximilian Heckl, Stanislaus Pirnat. Josef Kos, Johann Kauinil und Josef Fifcher. fämmtlich des Infanterie regiments Freiherr v. Kühn Nr. 17 im Stande desselben, und Rudolf Edler v. Scheuchenstuel des Infanterieregi» mcnts Kaiser Franz Iofef Nr. 1 im Regimente. — 1>. In der Iägertruppc: die Einjährig-Freiwilligen und Reseive-Unterofficierc: Anton Mahr des 4. beim 33. und Anton Costa des 7. IägerbataillonS, — 0. Iu dcr Artillerie: die Einjahrig-Freiwilligen und Vie« scrve-Untsrofficiere: Leopold Ritter Roth v. Rotheuhorst. Oscar Ritter Kaltenegger v. Niedborst. Nikolaus Lcniek uud Alexander Navniler des 12 Artillerieregi-ments in demselben, ferner Rudolf Maschle, Alois Doxat, Friedrich Schirza, Markus Paschnil. Josef Hanny, Ru« pert Sonns des 6 und Nndolf Pröll deS 7. Artlllerie-regiments, letztere sieben gleichfalls im Stande des 12, Ar« tillcriercgiments. — Zum Reserverll.a beten wurde der Einjährig-Freiwilllge Guido Ierouöek des Infanterieregiments Freiherr v. Kühn Nr. 17 ernannt. — (Gemeind e ra t hs si hung.) Der Laibacher Gemeinderath hält morgen um 5 Uhr nachmittags eine öffentliche Sitzung mit folgender Tagesordnung ub: I. Bericht des Tivoli-Eomitis über den Antrag des Gemeinderathes Franz Goröic auf Bepflcmzung der Tir? nauerlände und der Ziegelstraßc mit Kastanienbäumen, II. Berichte der Bausection: l.) über die angesuchte Kassierung der bei den Neubauten am städtischen Bade „Kolesia" stattgehabten Ueberschreitungen der geneh» migten Kostenvolanschlage; 2.) über den Recurs des Eigcnthümers des HanseS Nr. 1 am Franzensquai wider die magistratliche Verweigerung der Bewilligung zum Baue eines Erters an diesem Hause; 3.) über den Recurs des Eigenthümers des Hauses Nr. 2 in der Anstrafte wider die wcaen unbewilligter Bauten und Bewohnungcn vom Magistrate gefällten Strafen und angeordneten Balläiiderlingeii; 4.) über die Beleuchtung der W.cnerstrahe lwn der Südbahn bis an ihr nürd-licheS Ende. 111. Berichte der Personalsection: 1.) über die geschehene zeitliche Berufung eines Thierarztes iür das Stadtgebiet; 2.) über die beantragte Systemifieruug einer definitiven Thierarztenstelle für das Stadtgebiet, IV. Berichte der Fmanzsection: 1.) über den Bau einer Landwehrkascrne; 2) über die Kosten der Vorkehrungen gegen die Rinderpest. — Nach Schluss der öffentlichen solgt eine vertrauliche Sitzung, — (Terminverlängerung für die Nach-aichung.) Die l. l, Landesregierung hat in Erledigung des Ansnchens der Handels- und Gewerbelammer in Laibach dicse in Kenntnis gesetzt, dass sich der Herr Landchpräsident bestimmt gefunden hat, die in der Ner» urdnung vom 2^1. September d, I. für die Vornahme der Nachaichung festgesetzten Termine dahin zu verlün» gern, dass alle in der Zeit bis Ende 1876 geaichten Gegenstände bis Ende März 1880 und die lm Jahre 1877 geaichten Gegenstände bis Ende April 1880 der Nachaichung zu unterziehen seien, — (Wichtige Aenderung im Südbahn-ver kehre.) Wie wir bereits mitgetheilt haben, werden vom 2. Jänner 1880 angefangen zwischen Wien und Trieft Nachteilzüge in Verkehr gesetzt. Abfahrt von Wien 6 Uhr 30 Min. abends, von Graz lii Uhr Ü2 Min, nachts; Ankunft in Trieft nm 10 Uhr 10 Min vor. mittag»; in Steinbrück Anschluss nach Sissel und Karlstadt. ...... Abfnhrt von Trieft 6 Uhr abends, von Graz 3 Uhr 32 Min. früh; Ankunft in Wien um 9 Uhr 40 Min. vormittags. In Steinbrück Anschluss von Karl« stadt und Sissek. Zu diesen Eilzngen werden in allen Stationen, wo dieselben anhalten. Fahrkarten erster und zweiter Klasse (in den Strecken Wien-Payerbach und Laibach.Trieft auch dritter Klasse) zu Eil-zngsprcisen ausgegeben. Dnrch die Nachteilzüge wird auch ein neuer Anschluss zwischen Fiume und Trieft vermittelt, welcher die FahU von Fiume nach Trieft und znrück an einem nnd demselben Tage mit einem Aufenthalte von acht Stunden in Trieft ermöglicht. Die gegenwärtig bestehenden Wien - Trie st er TageSeilzüge werden dagegen vom 3, Iän, ner an nur noch zwischen Wien und Mar» burg verkehren, Dieser letztere Umstand ist sili Laib ach und speciell das hiesige zeitungenlefenbe Pu-blicum insoferne von großer und zugleich sehr unangenehmer Bedeutung, als infolge dessen die Wiener Morgenblätter vom 3. Jänner l, I. an um volle 13 Stunden später als bisher in die Hände dcr hiesigen Abonnenten gelangen werden. Wührend nämlich die Wiener Morgenblätter gegenwärtig mit dem um 6 Uhr abends hier eintreffenden Tageseilzuge in Laibach ankommen und daher schon um 7 Uhr abends in allen öffentlichen Lokalen anstiegen, werden dieselben vom 3. Jänner an infolge der Beschränkung dieses Eil» zuges bis Marburg erst gegen 3 Uhr morgens in Lai« bach einlangen, somit hier erst nach 8 Uhr früh ausgegeben werden. Es ist dies sür alle Zeitungsleser eine sehr empfindliche Verzögerung, umsomehr, da dieselbe fill 25,zs jenen großen Theil derselben, der überhaupt nur in den Abendstunden Ieit und Gelegenheit findet, politische Lecture zu pflegen, einer vollen 24slündigen Verspätung gleichkommt. Der geringe anderseitige Vortheil, dass infolge dieser Fahrplanänderung die gegenwärtig um 4 Uhr nachmittags in Laibach zur Ausgabe gelangenden kleinen Wiener Abendblätter vom 3. Jänner an schon um 8 Uhr morgens, also gleichzeitig mit den Morgenblättern hier auftiegen werden, fällt dagegen laum in die Wagschale. — (Brand in Sauerbrunn.) Wie man der „N. fr. Pr." berichtet, ist am 19. d. M. das ..Hotel Berner" (früher Ogriseg) in Sauerbrunn niedergebrannt. —ä. (Theater.) Am Samstag abends wurde bei gut besuchtem Hause die ans der vorjährigen Saison bekannte Operette „Die letzten Mohikaner", Text von All, Musik von Genee. gegeben. Der Erfolg war nicht durchgreifend, und wir find der Mühe, superlative Schlagwürter zu suchen, enthoben, im Gegentheile wäre die Vorstellung, wenn nicht hie und dü eine hübsche Gesangsnummer einnehmend gewirkt und der Gastrach nnt dem ewigen Auslöschen und Anzünden Svass verursacht hätte, beinahe langweilig gewesen. Die Ursache davon liegt ebensowohl in der Operette selbst, weil ihre Musik gesucht, ihr Text simpel, die Handlung aber absurd ist. als auch in der Aufführung, welche zwar hinreichend vorbereitet war, jedoch durch die numerische Unzulänglichkeit des Chores und die fast epidemische Heiserkeit der Solisten beeinträchtigt Wurde. Trotzdem wären die Mängel nicht so auffallend in den Vordergrund getreten, wenn die Darsteller mehr Heilerkeit und Komik entwickelt hätten. Namentlich der letzte Act blieb we«t hinter den Erwartungen des Pu« blicums zurück und wurde sehr malt und schwerfällig abgespielt. Die decorative Ausstattung ist sehr hübsch, und es verdienen die mannigfaltigen Kostüme, Waffen und Geräthschasten besonders hervorgehoben zu werden. Wir hoffen, dass die Wiederholungen dieser Operette auch bezüglich der technischen Ausführung so wenig als möglich Anlass zu Ausstellungen geben werden. Unter den aufgetretenen Kräften erwähnen wir in erster Linie Frl, Helßig, welche die weibliche Hauptrolle in jeder Veziehuug gelungen durchführte und eine reizende Leistung darbot. Herr Endtrcsser hätte etwas lebhafter spielen solle»; besonders im letzten Acie war seme Darstellung zu wenig ausdrucksvoll; in gesanglicher Beziehung aber gebült ihm alles Lob Frl. Widemann und die Herren Weih, Weih und Mondhcim wirkten, abgesehen von den oben erwähnten Mängeln, recht verdienstlich. Unter den musikalischen Nnmmern gefielen am besten das Terzett (Marie. Cantarelll und Nauticus) im zweiten, dann das Dnett (Helene und Eantarelli) im dritten Acte und das Pardoncouplet. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 21. Dezember. Die ungarische Delegation nahm einstimmig die Vorlage, betreffend die zweimonatliche Budgetindemnität, nach dem Beschluss-antrage der vereinigten Ausschlisse an. nachdem der Ministerpräsident Tisza im Laufe der Debatte erklärt hatte, dass das Wehrgesetz bereits die Sanction Sr. Majestät erhalten habe. London, 21. Dezember. In der gestrigen Ver« sclmmlung der Cunservativen in Leeds erklärte Vourke unter anderm: England habe leinen Streit mit irgend einer europäischen Macht, wünsche vielmehr und hoffe, dass es auch mit Nlisslano in guten Beziehungen bleibe; er sei der Ansicht, die Differenzen mit Nufs-lano seien hauptsächlich durch ehrgeizige, rücksichtslose Parteien veranlasst und nicht durch den Kaiser und dessen Weise Staatsmänner. Letztere wissen, dass England den Frieden wünsche, der legitimen Entwicklung des Handels und der Wohlfahrt Nlisslcmds nicht entgegen sei, und dass England die Beseitigung der inneren Schwierigleiten Russlauds freudig begrüßen würde. > England habe leine Sympathie zu Mördern, noch zu denjenigen, welche die Grundlagen der Ordnung: die ^ Gesetze, zerstören wollen. Die Politik Beaconsfields werde den Frieden, die Freiheit und den Wohlstand der ganzen Welt herbeiführen. Wien. 20. Dezember. (Sitzung des Abgeord-! netenhauses.) Abg. Gregr beantragt einiqe Aenderun-! gen zur Strafprocessortmung. Ritter v. Offenheim legt mehrere auf feine Wahl bezügliche Schriftstücke vor. Ministerpräsident Graf Taaffe theilt in Beantwortung einer diesbezüglichen Interpellation mit, dass infolge einer kaiserlichen Ermächtigung die Landesumlagen pro-! visorisch und vorbehaltlich ihrer verfassungsmäßigen Feststellung eingehoben werden tonnen. Abg. Smolka! erstattet den Bericht der Ansgleichscommission in der Wehrfrage. Gegen die Annahme des Paragraphen fprechen die Abgeordneten Fürnkranz. Carneri, Sturm und Kopp. für die Annahme die Abgeordneten Paier, Eduard Sueß. Hofer und Alter. Bei der Abstimmung wurden 328 Stimmzettel abgegeben, wovon 2 2 3 Ja, 105 Nein. Da die erforderliche Zweidrittel-Majorität 218 Stimmen beträgt, so ist der Wehrgesetzentwurf in der Fassung des Herrenhauses angenommen. Wien, 20. Dezember. (Sitzung des Herrenhauses.) Ritter von Schmerling verliest den Gericht über die gemeinsame Conserenz in der Wehrfrage. Präsident Graf Trauttmansoorff theilt die erfolgte Annahme des Wehrgesetzes im Abgeordnetenhause mit. wonach der Bericht einfach zur Kenntnis genommen wird. Das Haus nahm dann ohne Debatte die Entwürfe inbetreff der Indemnität für das erste Quartal 1880. der Ein« beziehung der Zollausschlüsse von Istrien, Dalmazien und Brody, der Einführung der Vcrzehrungssteuer und der Einbeziehung kleiner ungarischer Zollausschlüsfe an. Wien, 20. Dezember. Der Fortschrittöclub be« schloss anlässlich der Abstimmung über das Wehrgesetz seinen Austritt aus dem Executivcomiti der vereinigten verfassungstreuen Parteien. Wien, 20. Dezember. Das czechische Memo» randum gelangt heute zur Veröffentlichung. Es verlangt die Durchführung der Gleichberechtigung auf der Prager Universität und czechische Rigorosen, die Gleichberechtigung in Mittelschulen und in gewerblichen Anstalten. Prag, 20. Dezember. (Presse.) Der „Bohemia" wird von wohlinformierter Seite mitgetheilt, dass die Combinationen betreffs eines Ministeriums Elam-Mar-tlnitz-Dunajcwski heute schon völlige Anachronismen seien. Einer ferneren Mittheilung der „Bohemia" zufolge enthielten sich Greiiter. Oelz und Turnher der Abstimmung über das Wehrgesctz wegen der Tiroler Bischofsernennungen. Agram, 20. Dezember. Der Gesetzentwurf be» treffs der Ausgleichsverlängernng wurde nach einer in zwei heutigen Sitzungen geführten bewegten Debatte mit 44 gegen 13 Stimmen angenommen. Für den-selben sprachen: Mihalovu', Mnzuranii. Miskatoviö. Avlovic' und Gjurqjevii; gegen denselben: Vrvanit, Vojnovic'. Folangoviö und Marjanovic'. Morgen erfolgt die dritte Lesung. Paris. l8. Dezember. (Pol. Corr.) Sobald die Parlamentssession geschloffen ist, wird das Ministerium dem Präsidenten Greuy seine Demission überreichen. Der Prasidt'tit der Republik wird sodann den gegen» wältigen Minister der öffentlichen Arbeiten. Herrn de Freycinet. mit der Bildung eincs neuen Cabinets betrauen. Dieser wird dabei vollständig freie Hand haben. Indes wiewohl de Freycinet der Linken angehört, wird er ein solches Programm ausstellen, welches Waddington annehmen kann, denn es handelt sich darum, diesen lehtern im Ministerium des Aeußern zu erhalten. Zwischen de Freycinet, Waddinglon und Leon Say bestehen sehr gute Beziehungen, und sie sind über die Politik hinlänglich einig, um auch ferner im dem» _____________________ .^ j selben Cabinet zu bleiben. Nicht minder ist e« wahr, dafs Grevy, indem er den Conseilsvorsih an den derzeitigen Nmtsminister überträgt, einen Schritt gegen die Linke zu macht. _________ Telegraphisch« Wechselcurs vom 20. Dezember. Papier . Nente 68 9b. — Silber . Rente 70 !5 — «old-Rentes! 20, 1860er Staats'Anlehen 130 75, — Vanl-Actien 836. — Credit«Action 289—. — London II«8'). — Silber -—, K. l..Miiliz.Ducatcn 5 54. — 20«Franken > Stück 031»/,,. - lOO.Neichsmllrl 57 75, Wlen, 20. Dezember, 2'/, Uhr nachmittag«. (Gchlus«curse.) Crcditnctien ?89 . l«60er Lose 130 25, 1»64er Lose 167'-. österreichische Rent- in Papier «8 9,°.. Stantsbahn 274-, Nordliahn 230 75. LO.^ranlcnstiiäe 9 31'/,, türkische Lose 16-, ungarische Crsbilnctien 267 30. L!"udactien 630 —. österreichische Aüqllchanl 141 . Lombarden 79 75. Unionbanl 8810. Tom« mimalaillebei, 119 . Eam'tische —. Goldrent« 81 15. ungarisch« Woldrentc 9685. Sehr fest. Handel und Wlkswirtschastl'ichcs. Laibach, 20. Dezember. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen: 12 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Stroh. 24 Wagen und 2 Schiffe mit.holz (26 Cubikmeter). D u r ch s ch n i t t s » P r e i s c. "" Ml«,. Mss,.- Mt,. E»^ N,!ll, fl, lr N,, ll, ^'!^!. Weizen pr.Heltolit. lo^ 8 l i 64 Äutter pr. Kilo . - 70 -!^ Korn „ 6 16 67 Eier pr. Stück . . - 4 — ^ («erste (neu) „ 4 55 4 97Wilch pr. Liter . - 8 - ^ i Hafer .. 39 3 67 Rindfleisch pr. Kilo -58^^ j halbfrucht ., ------ 8 10 Kalbfleisch „ —50—' .Heiden „ 5 20 5 67^ Schweinefleisch „ — 44 ^- Hirse .. ü 4 5 33^!Schöpsenfleisch ., -36-^ Kukuruz « 6 20 6 67vähnoel pr. Stuck — 40 ^ ^ Erdäpfel 100 Kilo 3 3-------tauben , _ 20 - ^ Linsen pr. heltolit 8-----------Heu 100 Kilo . . 1Ä4 ^ Erbsen „ 8 50-------Htroh ... 169 ^ Fisolen „ 9-------holz, hart., pr.vier Riudsschmalz Kilo — 90------- Q-Meter ------ 7 bs Schweineschmalz „ — 70------— weiches, „ _ h -^ Speck, frisch „ — 48-------Wein. roth,. 100 Lit.-------20 ^ — geräuchert,, —60------— weisjer , -------16 — Angekommene »fremde. Am 20. Dezember. Hotel Stadt Wien. Schulz. Naufm.Tteyr. — Wertheimcr. Wie« Hotel Elephant. Brückner. Kausm,, und Iahoda, Ingenieur, Wien. — «crsevani, Kausm, Würz. — Paulin, Techniker, Äirtendorf, Vaicrischer Hof. Dworza, Vudweis. - Feldner, Tirol. Mohren. Maou, Gelbgießer. Marburg, - Tholen. Aachen- Verstorbene. Den 19. Dezember. Varthelmä Iurtt. Nrntt"' pfrüntmcr. 72 I. .ttarlstädterstrahe Nr. 9. Nothlauf. 5"' dreas ^antelj, Zwiinglmg, 33 I.. Polanadamm Nr. 50. Lungt"" tubercillusc. Den 21. Dezember. Maria Slalar, Pfründnecin, 78 I., Iloriansgllssc Nr. 20. Altersschwäche, — Dem Loren» Janker sein Zwillingssohn. nothgetauft. Petcrsstrahe Nr. 70, Leuensschwächc. ziottozichungen vo« 20. Dezember: Wien: 24 73 16 47 37. Graz: 57 80 75 58 90. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. ^ .ß nk n : :"« ?-i " ^ÜTMn" 75011 "^6 6 N. schwach leicht bew. ^ 20. 2 .. N, 749 »1 — »4 TW. schwach heiter <>'"" 9 .. ?lk, 74879 —II8 NÄ schwachj Nebel ^_^^ ' 7 U. M« 748 0?^ -1b 4 NN schwäch^" Nebel ^ ^ 21. 2 „ N. 748.',1 -114 SW. schwach heiter """ !,.. Ab 750 67 —14 6 0. schwach heiter . Den 20, morgen« leicht bewöllt. tagsüber heiter. ^beN roth' abends dichter Nebel. Den 21. morgens Nebel. tag'Uv heiter, höhenreis; mondhelle Nacht. Das vorgestrige T"6 mittet der Temperatur 7 3", daS gestrige — 13 8", beziehun, weise um 5 3' und 11 7" unter dem Normale. ___^ Vssaiitwortlicher Ncdacteur: Ottomar Vamberg-^ H^^'s^l^^l^t Wien, 19. Dezember <1 Uhr,) In Montanpapicren fanden Realisierungen statt, welche die Fortsetzung der Hausse hinderten, ohne den allgemeinen Charakter des ^r Vöhmen.........102 75 103 75 '?liederöst«rreich......104 T^ 10525 Gali,ien.........96- 9630 Hiebenbiirl,en.......8475 85 2.°» Temeser Nanat.....8? — 87 50 Ungarn..........87 »0 88 40 Octle» »a» Vanlen Analo-österr. Vanl.....138 1^8 25. Treditanstalt .......2t 25 Oesterreichisch, ungarische Van! 840 841 — Umoiloans ........9725 9??5 Verlchrsbanl.......130 13>) I>0 Wiener «antverein.....140 75 141'- «ctlen »«n TranSvortUnterneh-«ungen. «lföld.Vahn .......14175 14225 Donau.Dampfschiff.^esellschaft 590 5»l Elisabeth.Weslbahn.....178- 17325 Veil, war« Ferdinands'Nordbahn. . . .2305 2310 — ssran,.Ios,oh«!gahn .... 15775 15825 «»alizische Carl - Ludwig « Nahn 243 50 244 — Kaschau-Oderberaer «ahn . . 11475 N5 -Lemberg-Czernowitzer Vahn . 14.°» 75 !46 25i Lloyd . Meselischast.....628 - 630 - Oesterr. Nnrdwestbaht, . . . . 14^25 145 75 Nudolss-Vahn.......144- 144 50 Htaatsbahn........270 27050 Zndnahn.........79-7950 Theih.Hahn........212 50 21275 Ungar,«galiz Verbindungsbahn 11650 117 Ungarische Noroostbahn , . . 133 25 133 75 Oiener Tramwau-Geseslschaft 2^)7 - 2N7 50 Pfandbriefe. Allg.öst.Bobencreditansl.liHd.) 113 - 1185^ ^ , . " /,..... Vevile«. Hus deutsche Pläye.....^H ,g g<, London, lurze V'chl - - - f «" ^ London, lange T'cht - - - - l'b«5 '^^ Pari« .......... Uell»l«rte». Napoleonsd'or » . 3l»/, . " . Vlloeraulden . . -- ^ " - ' Kraini!cheGrm..ent.°sluna..^'ic'a.i.ne...-<«.-!d l^6 50 Äace 97 d',< 5i«chtr»g: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 68 65 bi« 68 70 Ziloerrl»tc ?»20 bis 70 80, Goldrente 80 8b bis 80 05 «lredlt 235 40 138 70 London 116 70 bis 117 05 Napoleon« »21'/, ,i« »32. Gilb« - - bi« — -.