Kamstag den 16. Muli I83ß7" Vwei verschievene TMeifen. eine Oskschichte zu erzählen. 3lls König Jacob VI. von Schottland nach London zog, um als Jacob I. den Thron Großbritanniens zu besteigen, wurde er von einem spanischen Gesandten begleitet, der ein Mann von vieler Gelehrsamkeit war, aber dabei den wunderlichen Grundsatz hatte, jedes Land sollte einen öffentlichen Lehrer der Zeichensprache haben, bei welchem Leute seines Gleichen sich durch Zeichen einander verständlich zu machen lernen könnten. Als er vor dem Könige dieses große in ganz Europa herrschende Dcsideratum beklagte, sagte ihm dieser, zu spaßhaften Streichen bc-kanntlich sehr geneigte König: »Wohl habe ich einen solchen Zeichenlehrer auf der nördlichen Universität meiner Reiche, nämlich in Aberdcen; leider ist aber ein Weg von 600 Meilen dahin." — »Und wären 1,0,000 Stunden hin," versetzte der Ambassadeur, »so muß ich die Bekanntschaft dieses würdigen Mannes machen, und ich bin fest entschlossn n, in einigen Tagen zu ihm zu reisen." Der König sah keinen andern Ausweg, als daß er schnell an die Professoren zu Aberdecn schreibt, ihnen die Sache vorstellt, und sie ersucht, sie möchten sehen, wie sie am Besten mit dem Herrn Gesandten fertig werden. Dieser kommt kurz nach dem konigl. Schreiben zu Aberdeen a^, wird mit großer Feierlichkeit vom Corps der Professoren empfangen, fragt aber gleich, welcher von den Herren die Ehre habe, Professor der Zeichensprache zu seyn. Man sagt ihm, dieser Lehrer wäre unglücklicher Weise nach dcm Hochlande gereist, und Niemand wisse, wann er zurückkehren werde. »O, dieß thut nichts", entgegnete der Gesandte, »ich werde seine Zurückkunft abwarten, und sollte ich mich ein Jahr gedulden müssen." Die Herren der Universität sahen jetzt ein, daß sie es mit einem entschlossenen Manne zu thun hatten, dessen Un-tcrhalt ihnen daneben noch große Kosten verursachen würde; sie nahmen daher zu einer List ihre Zuflucht. In der Stadt leble ein gewisser Geordy, Fleischer von Gewerbe und einäugig von Natur, aber ein ausge-machtcr Schalk, mit Witz und Schlauheit vollkommen ausgerüstet. Man läßt ihn herbeiholen, erzählt ihm die Geschichte und ernennt ihn auf einen Tag zum Professor der Zeichensprache, mit der Weisung, keine ' Sylbe zu sprechen. Geordy übernimmt mit Freuden sein neues Amt, und dem Gesandten kündigt man zu seiner unaussprechlichen Freude an, daß der Professor den folgenden Tag zu Hause seyn werde. Den andern Morgen wird Geordy mit Mantel und Perücke bekleidet und auf einen Catheder im großen Saale der Universität gesetzt, während alle Professoren und der Ge-sandte im angränzcndcn Zimmer sind. Dieser wird in den Saal geführt, wird dort mit Geordy allein gelassen, um sich nach Herzenslust mit ihm in der stummen Sprache zu unterhalten, und die Professoren kehren in ihr Zimmer zurück, wo sie unter einiger Besorg/ niß dem Au^gange der Conferenz entgegelcharren. Der Gesandte hebt einen Finger in die Höhe; Geordy antwortet dadurch, daß er zwei Finger aufhebt. Der Gesandte erhebt hierauf drei Finger; Geordy ballt die Faust und blickt ihn mürrisch an< Darauf nimmt der Gesandte eine Orange aus der Tasche, und hält sie in die Höhci Geordy holt ein Stück Gerstcnbrod aus 414 - feiner Tasche und hält es in die Höhe, worauf der Gesandte sich achtungsvoll verbeugt und sich zu den Professoren zurückzieht, welche ängstlich um sein Urtheil über ihren Collegen bitten. »Er ist ein wahres Wunder", sagte der Spanier, »nicht für die Schätze Indiens würde ich ihn geben!" Ich hielt einen Finger vor ihm in die Höhe, um anzuzeigen, es gäbe nur einen Gott; er erhob zwei Finger, um anzuzeigen, es gäbe Bater und Sohn^ ich erhob drei Finger, die heilige Dreieinigkeit symbolisch zu bezeichnen; er ballte die Faust zusammen, um anzudeuten, daß Drei nur Eins wären. Ich zeigte ihm sodann eine Orange, um anzudeuten, wie gütig die Gottheit gegen die Men-schen sey, daß sie ihnen mcht bloß die dringendsten Bedürfnisse des Lebens, sondern auch die Süßigkeiten desselben reiche; worauf der wunderbare Mann ein Stück Brod hervorzog, und mir zu verstehen gab,, daß dieses »der Stab des Lebens sey" (wie die heilige Schrift sagt) und allen Luxusartikeln vorzuziehen wärc". Der Gesandte war glücklich, und reiste mit großer Genugthuung ad; die Professoren waren noch glücklicher, daß die Sache für sie eine so günstige Wendung genommen, und waren nur noch neugierig, die Auslegungen ihres ephe,neren Collegen zu hören. »Nun Geordy, wie ging die Sache", riestn sie, »und was hältst Du von Deinem M.innc?"__»Der Schändliche!" schrie Geordy. »Was glaubcn Sie, womit er anfing ? Er hob einen Finger in die Höhe, um mir zu sagen, ich hätte nur ein Auge! ich - aber hob zwei Finger, und meinte damit, er solle sich in Acht nehmen, ich hätte zwei Fäuste. Daraus hob der Bursche drei Finger auf, welches heißen sollte, wir beide zusammen hätten nur drei Augen; dieß machte mich so wüthend gegen den Schuft, daß ich die Faust " ballte, und schon entschlossen war, ihm eins zu versetzen, hätte ich Euch nicht schonen müssen. Der Kerl ging aber noch weiter, mich zu reitzen, und nahm eine Orange heraus, mit der verhöhnenden Bedeutung: »Dein armes, kaltes Land kann keine Frucht, wie diese, hervordringen'."' Ich zeigte ihm ein Stück Gerstenbrod, mit der Meinung, daß ich keinen Heller für ihn und seine Lumperei gede, so lange ich dieses habe. »Doch", schloß Geordy, »bei allen Heiligen, es ver< drießt mich herzlich, daß ich dem Schurken das Fell nicht durchgedrofchen habe!" ___ Nie chinesischeMuschtiltte. Die chinesische Tuschtintc von Mayer und Comp. in Berlin, welche als ein Präparat aus Kalkutta und London angepriesen wird, ist nach Tremsdorf eine sehr einfache, wahrscheinlich in Berlin verfertigte FW-sigkeit, deren Hauptbestandtheil das jetzt im Handel aus Amerika vorkommende Blauholzextract ist, und die man sich sehr leicht folgendermaßen bereiten kann: Man löst einen Theil pulv. Blauholzextract in 8 Th. Wasser auf, und setzt eine geringe Menge pulv. Kupfervitriol zu. Man erhält fo eine Tinte von bläulichem Schein, die nach dem Trocknen tief schwarz wird; setzt man statt des Kupfervitriols etwas Eisenchloridlösung zu, so wird die Tinte bräunlich schwarz. Man nehme aber nicht zu viel von den Metallsalzcn. ^_ Ob die Tinte einer guten Galläpfcllinte vorkömmt? __ Bei einem hohen Preise der Galläpfel würde sie indeß ein passendes Surrogat seyn. Das Blauholzextract kann, wenn es nicht zu haben wäre, durch eine concentrirte B a.tholz-abkochung ersetzt werden. Nie Sonnenflekken. Das Journal de Paris vom 15. Juni schreibt: In der Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften vom 6. Juni, wurde eine von dem MarmeMinister eingesendete Note des Hm.Colomb-Menard aus Nimes verlesen, in welcher dieser Beobachter zu beweisen sucht/ daß, so oft die Sonne mit Flecken behaftet ist, ihre Temperatur niedriger, und so oft dagegen sie fleckenlos, auch ihre Temperatur höher, sowie überhaupt die Stürme häufiger und heftiger sind; ein Schluß zu welchem auch Hcrschcl sich nach20jähngen Beobachtungen ßewogen fand. Alle von Hrn. Colomb-M<5nard beobachteten Flck-ken sind von runder Gestalt und bewegen sich von Westen nach Osten; einige davon scheinen drei-oder vieres kig zu seyn; sie sind dann das Ergebniß einer Auftinan-derhäufung von runden Flecken, die man einige Tage später in ihrer natürlichen Form erblickt. Der Einsender glaubt, daß es von der Sonne getrennte Körper seyen, die eine, von ersterer ganz verschiedene Kreisbewegung haben. Und in der That, a!ser dieRichtung der in Rede siehenden Flecken beobachtete, sah er einige am untern Rande aufgehende, und in senkrechter Richtung fort« schreitende Flecken, welche dann um etwa einen Zoll, oder um ein Zwölftel täglich von Westen nach Osten vorrückend, mit dem 10., 11. oder 12. Tage am obcm 3?ande der Sonnenscheibe verschwanden. Drei davon wurden auf einer horizontalen Linie neben einander bemerkt, und am nächstfolgenden Tage stand dcr eine viel höher, sowie er an den nachfolgenden Tagen ebenfalls aufstieg. Einige dieser Flecken zeigen sich in der Mitte der Schcibc, und werden dann am folgenden Ts-'' 115 gc unsichtbar, was zum weitem Beweise dienen dürfte, daß, sie nicht anklebend sind, da sie nur dann deutlich sichtbar sind, wenn sie sich in der Mitte befinden. Der Verfasser gab sich die Mühe den Einfluß dieser Flecken auf die Temperatur zu untersuchen, und er überzeugte sich durch die Erfahrung, daß sie kleine, die Sonnenstrahlen interceptirende, und die Wärme vermindernde Sonnenfinsternisse erzeugen, daher auch während ihrer Erscheinung das Thermometer jederzeit sinkt. Die wahrend dcr lctztm vier Jahre angestellten barometrischen und thcrmometrischcn Beobachtungen stimmen mit der Erscheinung dieser Phänomene vollkommen überein.' Nie sah man mehr Sonnenfiecken, als im Laufe dieses Jahres vom Februar-Monate bis zum Ende Mai. Am 22. April zählte Hr. Colomb-Meuard deren 10, und am 19. Mai sogar 13, und wirklich war auch die Witterung sehr seucht und kalt. Vas Oeucste u,w Interessanteste im Gebiete ver Uunst unv Anvussrie. ver Nänver«unv ^ölkerkunVe. Ungefähr 14 Meilen von Algier gegen den Fluß Aratsch hin, sind noch Spuren von einer römischen Stadt sichtbar, wie man vermuthet, das von Ptolo« mäus erwähnte Nustonicum, von andern Geographen Nusucrum genannt. Hier finden sich von Buschholz verstecktBruchstücke von Mauern, Gewölben, Portiken und Bögen, nebst Säulcntrümmern, Scherben von etruskischem Geschirr und Fragmente von Mosaikpfla-ster: auch die Spuren eines Hafendammes sind noch sichtbar. Diesen Ruinen nach zu urtheilen, muß Nustonicum ungefähr eine Meile lang und eine halbe breit gewesen seyn. Kaiser Claudius verlieh diesem Ort die Privilegien einer römischen Stadt; doch des Menschen Werke sind vergänglich _^ jetzt heult die Hyäne in den Ruinen, und'dic Schildkröte kriecht über den getäfelten Boden. ------------- , Auch die fcstcn Eisenbahnen genügen jetzt schon nicht mehr, und Marechals bewegliche Eisenbahnen fangen an, immer größeres Intcresse zu erregen. Diese bestehen darin, mit den Rädern des Fuhrwerks selbst ein Ende der Schienenbahn dergestalt zu verbinden, daß dasselbe immer vor dem rollenden Rade her auf dem Boden anlegt und also eine augenblicklich sich erneuernde, hinter dem Rade auch wieder abbrechende Eisenbahn bildet. Marechals Wagen hat acht Räder, vier größere und vier kleinere, und, die Schienen drehen sich um die Räd»r, wie um zwey Rollen und , breiten sich vor denselben bahnbildend immer fest allf den Boden hin. Ein so eingerichteter Wagen rollt mit großer Schnelligkeit über Stock und Stein dahin, wenn er auch schwer beladen ist. Ein Doktor Plantou hat ein neues Dampfboot erfunden, und das Model im Capitol zu Washington öffentlich ausgestellt. Er will damit Canäle befahren, ohne die Ufer derselben zu beschädigen, da cs weder am Vordertheile, noch an den Seiten oder am Hintertheile Wellen erzeugt. Es zieht, mit derselben Last, zwei Dritthcile weniger Wasser, als die gewöhnlichen Dampfböte, und kann daher auch die seichtesten Flüsse besahrcn. Der Erfinder behauptet auch, mit seinem Boote ohne Schwierigkeit über Sandbänke oder Felsen hinwegfahren zu können, so daß die Anlegung von Schleusen nicht mehr nöthig, die Erbauung von Cana-len also weit wohlfeiler werden würde. Der Kunst- und Galanterie-Arbeiter Aloys Eg» genspcrger zu München verfertigte zwei Violinen aus einer ganz besonderen Papp-Mafse, die an Reinheit, Zierlichkeit und Haltbarkeit nichts zu wünschen übrig lassen, und da auch die Nesonnanz und der Wohlklang dieses Instrumentes eine gewöhnliche Violine übertrifft, so dürste der Verfertigung dieser Art Instrumente wohl eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dcr Künstler hat schon seit längerer Zeit eine solche Vio, line an einen Engländer sehr vortheilhaft verkaust. M i s c e l l e n. Am 3. Juni drängte sich das Volk in den Gassen von Algier um einen Mann, dessen Tracht einen Araber aus einem sehr entfernten Stamm bezeichnete, der aber geläufig Französisch sprach. Auf nähere Erkundi-gung ersuhr man, daß derselbe auch ein Franzose Namens Baudouin sey, nämlich in der Provence geboren und zu Turin erzogen, so daß er auch das Italienische sehr geläufig spricht. Er ging 1830 nach Afrika, umsein Glück hier zu versuchen; doch 1832, als er vor den Thoren Algiers spazieren ging, wurde er von Arabern gefangen genommen. Er stellte sich, als wäre er gern unter ihnen, mußte sich dafür aber ihren Gebräuchen unterwerfen und heirathen. Da er bald darauf jedoch seine Frau verstieß, schöpfte man Verdacht gegen ihn, und verkaufte ihn an einen Marabout. Von ^ dieser Zeit an hatte er die wunderbarsten Abenteuer ^ zu bestehen, und unerhörte Strapazen zu erdulden. Sein Herr nahm ihn mit in die Wüste Sahara, un» er durchwanderte so mit ihm große Districtc, in w<< - 116 - chen er reiche Städte und imposante Trümmer alter Städte fand. Er hat eine Menge Inschriften gefunden, deren Buchstaben er nicht kannte, die aber weder mit den Arabischen, noch Griechischen oder Lateinischen Ähnlichkeit darboten. Herr Baudouin gewann seine Freiheit endlich durch den Tod des Marabout, der an der Cholera starb, die im Jahre 1835 bis an das Herz Afrikas furchtbar geherrscht hat. Von diesem Augenblick an beschloß Herr Baudouin zu fliehen, und die Rückkehr nach Europa zu versuchen. Sie gelang ihm unter unsäglichen Mühseligkeiten, und durch seine genaue Kenntniß des Arabischen, und des Korans, so daß er überall für einen Afrikaner galt. Seinen Lebensunterhalt erwarb er unterweges durch Ausübung derHeil-künde auf arabische Weise, nämlich durch geheimnißvolle Besprechungen, Beschwörungen und echte Amu-lete. Herr Vaudouin wird jetzt eine Beschreibung seines vierjährigen Aufenthalts in der Wüste herausgeben. Ein Engländer hat sich vor Kurzem in dcr Grafschaft Cornwallis ein Haus bauen lassen, das nur aus unverbrennlichen Materialien besteht, und auch daS Geräthc ist, mit Ausnahme der Tisch- und Bettwäsche, ebenfalls dem Verbrennen nicht ausgesetzt. Das Gebäude hat eine Länge von 120 englischen Fuß und eine Tieft von 78 Fuß, alles Balkenwerk ist von Gußeisen, die Mauern sind von Bruchstein, die Fenstcrkrcuze sind von hohlem und die Thüren von Gußeisen; die Fußböden überall von Marmor. Die Verzierung des Hauscv ist sehr reich; man sieht statt der gewöhnlichen Tapeten Wandbekleidungen von polirtem, irisirtcm und damasirtcm Blech in allen Zimmern; die Lambricssind sorgfättig gravirt und bronzirt, und ahmen täuschend gefirnißtes Holz nach; die Decken der Zimmer endlich sind gänzlich von Gyps. Die Fenstervorhänge bestehen aus silberartigem Metallgewebe, die Tische, Stühle, Sekretäre, Commoden, Schranke u. s. w. sind von gefirnißtem hohlen Eisen oder vergoldeten! Kupfer, und es fehlen, damit alles unverbrennlich sey, nurMatraz-zen und Tafelzeug von Asbest. Der Pariser Arzt Fontenclle theilte kürzlich der französischen Akademie der Wissenschaften Folgendes ^ mit: Man hatte Hrn. Portal ein todtgebornes Kind gc- i bracht; schon befand es sich einige Zeit aufscincm ana- < tomischen Theater, wo er sich anschickte, cs zu zerglic- ! dem. Als er aber eben diese Operation beginnen wollte, l ' hatte er den glücklichen Gedanken, ihm einige Augenblicke in den Mund zu hauchen; nach 2 bis 3 Minu" ten kehrte die Wärme zurück, der Umlauf des Blutes sing an, sich herzustellen, das Herz schlug, und bald verwandelte sich der Leichnam in ein lebenvolles Kind, welches er seinen Altern zuschickte. Hr. Fontcnelle macht daher darauf aufmerksam, welche Vortheile man durch das Einblasen der Luft bei ncugebornen Kindern erhalten könne, jedoch müsse man dabei vorsichtig verfahren, und die Lust mit Schonung in die Brust treiben. In einem Spitale zu H ull starb neulich ein 15 jährigcr Knabe. Bei der Leichenöffnung fand es sich, daß das Herz auf der rechten Seite der Brusthöhle und die Leber zur Linken lag. Auch der Magen und die Eingeweide befanden sich in einer verkehrten Lage. Übrigens waren die Theile im vollkommen normalen Zustande, und cs schien, daß alle Functionen wie bei einem gewöhnlich beschaffenen Menschen statt gefunden haben. Dieses seltsame Phänomen stand mit dcr Krankheit, woran der Patient starb, in keinem Zusammenhange. Nächst den Eisenbahnen und Zuckersicdereicn istjctzc am meisten an der Tagesordnung der Streit iwcr die Gesundheit auf den Schulen. Die Lorinsersche Schrift: »Zum Schutze dcr Gesundheit in den Schulen", wird nunmehr schon in Gegenschriften bcstrittcn. Ehren-werthe Männer, Dr. Müzcll, Professor Heinsius, Dr. August, Dr. Köpkc, Dr. Hossmann, der Arzt Dr. Froriep, Dr. Gotthold u. a. haben nachzuweisen ge> sucht, daß die Schulen und das Studieren an der Kränklichkeit der Leute unschuldig wären. Ein Kritiker hat die Dichter in 5 Categontli gc> bracht: 1) Dichter, welche die Tugend besingen, 2) Dichter, welche das Vaterland besingen, 3) Dichter der Liebe, 4) religiöse Dichter, 5) Dichter, welche dichten, um zu Dichten. Die Letzteren, heißt cs, würden besser thun, zu schweigen; sie können uns mit ihrem Singsang taub machen. Im Museum der naturwissenschaftlichen Gesellschaft von Manchester befindet sich dcr Schädel eines im Jahre 1822 gestorbenen Pferdes, das 62 Jahre alt geworden, und Zeit seines Lcbcns zum Fortziehen der Schiffe an einem dcr C^näle von Manchester gebrauch i, worden war. Aevacteur: Lr. tz'av. Meinrich. Verleger: Kgnaj Al. Vvler v. Aleinmavr-