7.22. Kamstag den 29. Mai I83ft. in n,lki l 7 i <. 1 i 2 ösari 2 i, a v' ^uFa, leverja vesil»' Lia li veclno, Xr^nz mat! "lo 2el»^<: ti vadila ^ul, ^vZn5tul, H,utoniui, V^>l vicil al»ucl^c) I'lau?, ob V»toi>Iu2 ^'cti ,8l,el '5 ?Iri«2 li.' Ilii-.-lM) Vraujlke, Hüllte l^et z)Iauiu<; ?reiie Weibes, und der verwaiste, verwitwete Solitärmensch im hat keine süßere Einfassung als die Silberspangen sie weiblicher Arme. Leider aber artet dieses Gefühl oft ^uf in Kränkeln aus, seitdem irgend ein guter Weiber-iuf doctor die Nerven erfunden hat. Wenn ich heirathen irf würde, würde meine erste Frage seyn: hat sie Ner->cn ven? was für Nerven? wie viel Nerven? ?ist Wie oft heirathet man nichts als ein Nervens»-ich siem mit zweitausend Thalern Einkünfte. Die Einkünf-bcr' tt gehm sogleich als Auskünfte für die Marcli»ml<- 6? mo6lso>, auf scincr Rcisc durch Mc-x,co (Aumcrk. d. Rcd.) paars entledigte uns w^'öer zweier Angreifer. Del Wagen war von Pulverdampf angefüllt; die Räuber sagten kein Wort, >,uch ich beobachtete das tiefste Schweifn s doch dieser stille, schwül« Augenblick vor dsm Gewitter war gleich vorüber, die Fcmde sprengt ten wieder an, und ich ermähnte meine Gefähncn, ihr Leben jetzt wenigstens so theuer als möglich zu ver- , kaufen. In demselben Augenblick sprengte eine Salve aus ^ den Karabinern die Wagenwände in Stücken. Icht sah ich Menschen und Pferde ganz deutlich, denn die Aussicht war leider nur allzu frei geworden. — Vorn, hinten, von allen Seiten erschienen Angreifer, als wären sie aus dem Boden gewachsen, und feuerten aufuns unter wildem Geschrei, und mit fürchterlichen Flüchen und Schwüren, racheschnaubend ob dem Tod ihrer Gesellen. Der Rauch war so dicht, daß ich kaum weiter sah, als über den Lauf meines Karabiners; ich stemmte ein Knie g.eqen das Magenpalster, und stand mit angelegte? Waffe da, wie ein Jäger auf dem Anstand. Von Neuem tiefes Schweigen, dann zerstreute , die Luft den Pulvcrdampf, und ich sah Lanzen, Sä- l bel und Dolche, im Sonnenschein blinken. ° So oft ich an diesen Augenblick zurückdenke, überlaufen mich kalte Schauer. Mein Vlul erstarrte, aber ich ließ die erhobene Waffe nicht sinken. Ich wüt ungewiß, ob ich noch einmal schießen, oder das Ge> wehr wegwerfün sollte, als mein Blick auf meinet» Fnund Robert siel; Ströme Blutes quollen aus eine< 5 tiefen Kopfwunde;, ich wankte vor schmerzlichem Schreck, ließ die Waffe sinken, und rief ihm zu, —, er antwortete nicht. Ich riß meine Halsbinde herab, uw , ihn zu verbinden; vergebens, bald strömte auf's NeUl s unaufhaltsam das Vlut, — sein Leben war entflohen, ' Wie ich mich, voll Betrübniß, und diesen Anblick nicht f länger ertragend, abwandte, blitzte über meinem Haupl ^ ein blanker Säbel, und eine Stimme dröhnte: »I'»" caro, co-^o," (ergib dich, Picaro.) Wis im Traum gab ich- meinen Karabiner in die Hände des Räubers, aber in demselben Augenblick, als ich diese Handlung des Gehorsams vollzog, krach' tc ein Schuß, und ich sank getroffen in den Wage«, f zurück. Ich hatte Besinnung genug, mich nicht auft zurichten, weil die Mörder sonst unfehlbar wieder ge' ! feuert hätten; ich lag auf den blutigen Körpern nie>' ner Gefährten, ohne daß ich zu seufzen oder nur ^ athmen wagte; ich hatte keine Lust, einen mitleidig" Feind zu bewegen, meinen Leiden mit einemDolchM vollends ein Ende zu machen. (Äic Fortsetzung folgt.) Nevactcur: F5 >'av. Keinrich. Verleger: Ignaz M- SMcr v- Kleinmapr.