l° 55. Montag am H März «83K. " ^«ail'^chci Zfitung" irscheiltt, ,»>t ««snahme drr Tl,»,,' und Fsieltaqr, täglich, und fvflct ftmmt d,n Äeil^lN im Homploir g.inzjäbrg l« st., halbjährig ü ft. 3<) lr., mit ^ -^euzpand >m ^on^toir <,a«,,jäl,riss li ft., h a^jä liric, « s,. ' ffur bi. Zn^slunz i.l's Hi,ul< stild h»l bj ä !? c, c; 3<1 fs. mchl z>, „itrichtti,. Mil d,r Post vurto- ' / "«"^V'^' "'^" Kr^u^^ind und ql^ulfifr Ndrkss, 15 fs., h a ll> j ä l, r I.i 7 ff. 30 lr. — I »is^ra ti o na ^b >ih r für ,'lül Zft^itn^.ils odir d^n R^lnif, ^rftld,n, ,','ir ri>^ mai,^ «u,,ch^tmig .1 lr.. sür zw^imal^, 4 f7. , sür drnmaliqr 5, fr. l , 50 li. sür 2 Vicil und 40 kl. ftir l M^l «nzufchaltfn. >»^^2^_ ^1!_I_. _ " ^''"''' '""" ^'" .pr°vi,or!sch.n Otsthe v^m l!, N^embsr «^50 füc Ittfts.Uioüsü^üiv«'!" n"ck l" kr. für ein. isbrsmllli.ie Einschaltung hiliiu ,u r,ch!i.n. Amtlicher Theil. Ober'Kommando vom 18. Februar l3l»ll, wodlirch in Folge Nllrrh. Entschließung vom 2. Februar !8LÜ, die in Dal< maticn fur die Einbringung cmes Deserteurs bisher bestandene Zivil < Taglia von 22 fi. ,l8 kr. a»lf 24 fi. erhöht wird. Nr. 26. Die Verordnung des Justizministeriums v. 19. Februar 18Ü6, - wirksam für die Kronlän. der Ungarn, Kroatien, Slavonien, die serbische Woiwodschaft mit dem Temescr Vanatc und SW bcnbürgen -» zur Erläuterung der Fragc, in wle fcrnc dic E,«kl,tion auf dic Ruhegennsse der min' dere.l Htciatödic.ler und die Provisionen, Gnaden, bczügc und Unterhaltsgclder ihrer Witwen und Kinder zulässig sei. Nr. ?t7. Dic PevoMumg der Ministerien der Justiz und orr Finanzen und des Armec.Ol'cr'Ko,nmando vom 2lt. Febrllar ^886 -^ wirksam für den gan> zcn Umfalu) des Reiches - womit die a. h. Gnt. Mießnng voni 22. Februar 1835 wegen der Ge« uchtszustaildigkcit über die im Finauzluachdienstc stehenden beurlaubten Soldaten in StrafrcchtSsällcn kundgemacht wird. Mit diesem Stücke zugleich wirb auch das I u° halts.Vcrzctchniß der im Monate Februar 1388 erschienenen Stücke des ReichsgcseMattes aus' gegeben und versendet. Wien, 28/Februar «58. Vom k. k. Rebaktionsburtau des RcichZgcsctMattes Nichtamtlicher Theil. Laibach, 4. März. k. — Der Telegraph brachic oic erschütternde Nachricht, baß Se. Majestät der Kaiser Nikolalls am 2. d. M. Mittags 42 Uhr gestorben ist. Wir geben nun den Lesern einige Daten aus dem Leben des erlauchten Dahillgeschiedenen. Niko» laus, der dritte Sohn des im I. 1801 gestorbenen Kaisers Paul l. m,d der Maria Feodorowna, gebornen Priuzessmn von Württemberg, ward am 6. Juli l796 geboren. Nach dem kinderlosen Absterben des Kaisers Alexander l.,, am 1. Dezember W26 — des äl» testen Bruders des Nikolaus — war nach den, natür« lichen Erbrecht der Großfürst Konstantin, der zweite Sohn des Kaisers Paul !,, der rechtmäßige Throw folger; allcill dieser hatte bet seiner Heirath mit dem polnischen Fräulein Johanna Gruczinska, im I. 1822, mit Znstimmung des Kaisers Alexander, durch freiwil« ligc und ftierliche Vcrzichtlelstung das Erbfolgerecht an den jüngeren Vrnder Nikolaus übertragen. Die ausgebrochcne Empörung (26. Dez. 1825) unterdrückte Nikolaus durch seine Geistesgegenwart und den persönlichen Muth. Nun folgten in allen Zweigen der Verwaltung eingreifende Reformen, deren be» WMirte Auseinandersetzung der Raum dieses Blattes nicht zuläßt. Der im I. 4826 mit Pcrsicn auöge-brochenc Krieg wmdc siegreich für die rnssschcn Nassen ^,,hn, w^m.f in dem Dchn.tw >ssriede,l'vm. Turk^ manschag am 10. Februar ,828 die Provinzen Eri. van und Nachitschewan - muer dem Nmnen Ar-menicn, — dann dic Salinen von Änlpi an Nuß-land gelangten, und urbs! Vezahknig von «0 Millionen Rubeln wnrdcn noch bedeutende Haudelsvortheilc Ruß» land zugesichert. — Dic Weigerung der h. Pforte, in dic Forderlingen Rußlands zu willigen, halten die Uebcrschrmung des Prutl, (am 7. Mai 1826) und oic ättugserklcmmg am ^. Juni dcsscibcn Jahres M-t^olge. Die Donanfürslenthmucr wurocil besetzt, Vraila und Vama erobert z Dicbitsch rückte, vor Schumla. und ging nach dcr Schlacht bci Viadara über den Balkan,, erreichte Adriauopel und bedrohte Konstautinopcl, wäh^ rend Paslicwitsch in Asien erobernd vordrang. Der Friede von Adrianopel (am 1^. September W29) war für Rußland von bedeutenden Vortheilen be> gleitet. Am 29. November l830 brach in Warscha»! der polnische Aufstand ans, doch wnrde derselbe mit der Eiunahmc Warschau's (am 7- September 163 y durch Pasklcwitsch unterdrückt; das organische Statut der polnischen Verfassung wurde (am 26. Februar 1832) aufgehoben, und Polen mit Rußland vereinigt. Die DefenswaMaliz zu Hmiar.Eskelcffi (8. Juli l»33) zwischen der Türkei und Rußland erregte die ^ersucht Englands nnb Frankreichs; die von beiden dachten in Konstantnwpcl und St. Peteröblirg nber-rclchten protestireuden Noten hatten zur Folge, daß dcr Vertrag nach seinem Ablaufen (im Jahre 183?) nicht erneuert wurde. Die Kämpfe mit den kaukasischen Bergvölkern, ."Knegszug gegen Khiwa (1839) errangen Nuß. «nd unmerhin beachtenswcrthe Vortheile, auf die wir " dcr Ha,„d nicht näher eingehen wollm. Einsi^' ^',""'"en Ver,valtuug offenbarten sich die ""IM, Thätigkeit und Willenskraft des Monarchen ' wien Zweigen, worüber wir bei Gelegenheit zu Mechen konnnen werden., ^ Die Vorgänge in den wahren i8.3 und ^8.^ si,ch den Lesern dieses Blattes noch im Andenken. Der Thronfolger dcö Dahingeschiedenen, Ale' rander, wurde geboren am 29. April «16, und vermalte sich ^! 28. April 1841 mit Maria, Prinzessin von Hessen. DarmstM, geboren am 8. August I32H. ^ Oaiback, den 2. März,. U. — Zehn Monate sind verflossen, seitdem man die als zu klein befundene Pfarrkirche in der Vorstadt Tirnau niedergerissen und dcn Vau einer größeren, entsprechendtren begonnen hatte. Der fromme Sinn der Bewohner unserer Stadt, uon dem so viele uub so eingreifende Handlungen zur größeren Ehre Gottes und zum Nohle der ärmeren Mitbürger in vergangenen Zeiten wie ln der Gegenwart als sprechende Zeugnisse vorliegen, hat sich auch bei dieser Gelegenheit bewiesen. Schon steht das äußere Manerwerk mit dem Dach» stuhle fertig, nnb es ist von der Wohlthätigkeit und Religiosität der Laibacher mit Sicherheit zu erwarten, daß dieses begonnene Werk seiner Vollendung werde zugeführt werden. Allerdings bedarf es «och manches Opfers, denn noch sind die Wölbung und die beiden Thürme auszuführen, ebenso die innere und äußere Verpuhung nebst den sonstigen Arbeiten an Thüren Fenstern n. s. w. Wir l'al'en nns über den gegenwärtigen Stand l der Arbeiten, so wie über dic noch auszuführenden, uud übcr den dermaligen Vaufond genau informirt, und habe,, hierbei die traurige Gewißheit erlangt, daß olmc cinri- ergicbigl-lt Unlersnitmng der Mni unmög< lich weittr geführt werden kann; denn dic veranschlag» tcn Kosten für die, auszuführenden nothwendigen Ar> beiten — die innere Einrichnmg dcr Kirche uichi ge> rechnet — belaufen sich noch auf 18.000 ft., während die Kirchenvorstchnng, als Aau°(5omitt'. dermalen fast keinen Baufonb mehr besitzt. Obwohl man es einsieht, daß unter den gegenwärtigen drückenden Verhältnissen an einc vollständige Beendigung sämmtlicher Arbeiten kauni ;u denken ist, so lebt doch der erklärliche Wunsch in den Herzen dcr gcsammten Pfarrmsasscn, die Ar« bciten im Frühjahr wieder zn beginnen und dieselben wenigstens so weit zu führen, daß an einem Nothaltar dic y. Andacht für den nächsten Winter in der Kirche verrichtet werden könnte, indem man die weitere Vo cndigung nach nnd nach erzielen würde. Die Hoffnung zur Verwirklichung des frommen Wunsches beruht auf der bekannten Wohlthätigkeit und dem frommen Sinne der Vewohuer Laibachs, die seit den ältesten Zeiten herrliche Beweise davon geliefert haben. Wie unsere Vorfahren weder Mühe noch Opfer scheuten, wenn es sich darum handelte, würdige Denk» male der Frömmigkeit und des Wohlthuns in uner» schütterlichenl Gotwcrtmuc» zu beginnen und auf die Nachkommen zu vererben; wie die Städte es als eine Ehrensache ansahen, in rühmlichem Wetteifer würdige Gotteshäuser anfzubauen: so möge der alte fromme Sinn ncugcstärkt erwachen und thatsächliche Veweise geben, damit das unter Gottes Schuß begonnene Wcrk glücklich fortgeführt werde. Mögc die Kirchen. vorstehung bei der beabsichtcten Sammlung in unserer Stadt überall gottesfürchtigc Wohlthäter antreffen; „wer viel hat, gebe viel, wer wenig hat, gebe das Wenige mit frohem Herzen!" Wir leben dcr sicheren Hoffnung, daß der sprich» wörtliche Patriotismus, dle Frömmigkeit und der Wohl« thätigkcitssmn der Bewohner Laibachs in ungeschwäch' ter Kraft fortleben, daß sie es nimmer zuMm, einm Kirchenban in der Hauptstadt Wirt zu scheu, und daß dic Sammler der Beiträge allerorts fromme, wiliigc Geber finden werden! »MG Oesterreich. Wien. Das hohe Finanzministerium hat ange» ordnet, dast dic Reverse, wclchc Gattiunen von kautions» Pflichtigen Beamten mit der Bedingung ausstellen, daß sie das Vorrecht des Aerars ihren Ansprüchen gegen» über auf das Vern,ögen ihres Gatte» anerkennen, ii,i Zukunft gerichtlich zu legalisireu seien, — In ssoige allerhöchster Entschließung ist jeder bei der Finauzwache beurlaubte Soldat bezüglich der Desertion, der Selbswerstümmlunss oder Selbstbeschä-digilng, dann der Widersetzlichkeit odcr des achtnngs» widrigen Betragens gegen eine Militarwache den Mi' lltärgerichten, dagegen bei allen übrigen Verbrechen oder Vergehen den Zwilstrafgerichten zur Untersuchung nnd Aburtheilung zuzuweisen. — Verelts morgen dürften im Ministerium des Aeußcrn die Vorbereitungen zu dem Fricdens-Kongrcssc beginnen. ' ' — Gestern ist eine provisorische Dienst'Instruktion für die Fi»anz>Proku,rat»iren in allen Kronlandcrn, mit Ausnahme des lombardisch'venetianischen Königreichs, erschlt'uen.,, — Der Oberste Gerichts- und Kassationshof hat die Nichtigkeitsbeschwerde des Dr. Anton V. wider das von dein k. k. Landesgerichte iu Wien gefällte Urtheil, wodurch derselbe durch den Verlauf seiner be> kannten Cholera < Tinktur der Nebertrctung des linbc-rcchtigtcn Verkaufes innerlicher Heilmittel schuldig er° kanut wurde, verworfen, indem den Aerzten nicht nur die eigene Znbereituug, sondern auch die Vcrabfolguug derselben ausnahmslos untersagt, und nur die Anord» nung derselben mittelst Rezepten gestaltet ist. Nach dieser Entscheidung des höchsten Gerichtshofes ist zu den, Begriffe der Uebertretung des K. 3üT des Straf« gcsch'Vuches dic Beabsichtiguug oder Zufüguug einer Beschädigung nicht «forderlich, und ebenso wenig ge» hört die Beeinträchtigung der Apotheker in ihrem Ge» werbe zum Thatbestande derselben. — Die Direktion der Kaiser Ferdinands.Mord. bahu hat von dem im Januar d. I. ans der Diffe« rcuz der Frachtermäßlgung für die nach Wien und Brunn bestimmten Brotfrüchte crzieltcu Vetrage aber« wals l«0 Gulden den, Armen der Stadt Vrüuu zu>! gewendet. — Herr Graf Dcsfours'Nalderobe hat aus Au' laß der bevorstehenden Entbindung Ihrer Majestät der Kaiserin au seine Domanen-Vcrwaltnugcn iu Morchen, stcrn, Gwßrohoscc «nd Obcrberkolvitz Mädchen, mithin im Ganzen 36 Knaben und W Mäochen — Kinder armer Eltern — auf Koste» der HcrrschaftsreMeu mit vollständiger Miuterkleioung bethellt werden und daß dic Vertheilung unter Mit« Wirkung derPatronatsgcistlichkcit auf eine entsprechende Weise stattfinde. — Der Geincinde-Ansschuß in Przibram hat bc» schlössen, am Tage der h. Taufe 60 Arme aus Ge-meindcinittcln zu, speisen, ferner dem gegenwärtig svcw lich dotirtcn Vürgerspital ein Kapital uon l6l)0 ft. zu schenken, von dessen Interessen dic 16 Vürgcrstift' linge jährlich eine Zubuße von je ö fi. auf Veklei« düng für innnerwährende Zeiten erhalten sollen. Da« mit die Kleinkinderbewahranstalt, welche crst ein Ka< pital von .'UNtt ft. (5. M. besitzt, sogleich in's Leben treten kann, hat der Gemeinde < Ausschuß ferner be» schlössen, aus Gcmciudemittclu für solche ein Haus anzukaufen nnd dieselbe mit den, nöthigen Brennholz zu raschen. — Eil, Berliner Einwohner hat eine Erfindung gemacht, durch welche die Unterschlagungen odcr der Verrath telegraphischer Depeschen für die Zukunft un» möglich gemacht werden sollen. Die Einrichtung soll darin bestehen, daß selbst den Beamten die Depesche ein Geheimniß bleibt. Dic Ehiffrirung soll der Art sein, daß mau hinter der Depesche eine Geheimschrift nicht vermuthet. Die Verhandlungen sind bishcr mit dem Gchrimrath Nottcdohm gepflogen worden und so weit gediehen, daß derselbe nunmehr den, Herrn Handclsminlster darüber Bericht erstatten wird, — Eine neue Rechenmaschine von Scheick aus Stockholm wird jetzt zu London gezeigt, welche alle Rechnungen mit lil Stellen macht zmd die Resultate, bis zu acht ftlbst druckt. Der Erfinder hat 1« Jahre an der Maschine gearbeitet. — Die „Austria" meldet ausAncona im Fs' brnar. Während noch zu Anfang Dezembers u. I., wo hier und in der Umgebung erst einige sporadische Cholcrafälle vorgekommen waren, uon der hiesigen Sanitätsbehörde gegen alle Provenienzen aus Gri» chenlaud ciur ncuntagige Koutumaz verhängt winde, um Mitte gedachten Monats aber, wo die Seuche auch hier schou cutschieden aufgetreten war, die Kon« tumaz als nutzlos zwar mifgehoben, jedoch noch in,' mer eizuge Vorsichtsiuaßregeln angeordnet worden waren, sind seit Ende vorigen Monats auch diese auf. gelassen, nnd allen Provenienzen aus Griechenland freier Verkehr mit dem Laude gestattet wordcu. — In der kgl. Erzgießerri zu München wurde für dic Stadt Vostou in Nordamerika die Bildsäule Beethovens angefertigt. Man beabsichtigt, dieselbe im k. Odeon aufzustellrn, und damit am 26. ein großes Konzert der Münchner Hoflapclle zu verbinden, in welchem nene Werke des großen Meisters znr Auf> führung gelangen. — In der Verlagsbuchhandlung des F. I. We» ber zu Leipzig im I. !8öü ist erschienen: „Vier Mo« natc der Vclagernng vor Sebastopol." Der Verfas» ser hat seine in der „Leipz. Illustrirten« erschienenen Berichte vom Kriegsschauplätze, auf Wunsch des Ver« legers zu eilicin Ganzen verbnnder« und schildert in prägnanter Weise die wichtigsten Momente der Krim, Erpedition. Die Illustratioueu sind gelungen nnd ist das Büchlein geeignet, jedem Leser eine Uebersicht der in der Krim vorgefallenen Ereignisse nnd ein Urtheil über die daselbst thatigen Persönlichkeiten zn geben. — Mau schreibt der «Tcmeswarcr Ztg.« aus Lugos: Vci der am 5. Februar vorgenommenen al!< gememcn Streifuiig wurde uon dem Faeseter Gen» darmerieposten im Orte Kossovicza ein Mann bcinerkt, der bei Annäherung derselben aus clncm Hause, in welchem er sich versteckt hatte, die Flucht ergriff. Als er den» mehrmaligen Anrufen des Postens keine Folge leistete, vielmehr auf die Gendarmerie zwei Pistolenschüsse, ohne jedoch zu treffen, abfeuerte, so gab der Posten Feuer, wodurch der Nänbcr am linken Knie verwundet wurde, jedoch trotz dieser Verwundung in deu nahen Wald entfloh, wo ihu die vcrfolgcndc Gen« darmenepatrouiu'e anf einer Anhöhe, auf dem Nucken liegend, antraf. AIs er den vorauseilenden Gendar-mcnttm'voral I. Frank gewahrte, schoß er abermals mit einer Pistole nach ihm, ohne jedoch zu treffen. Korporal Frank drang sofort untcr Assistenz zweier Gendarmen auf dm Räuber ein, welcher, als cr ?cmc Rettung mehr sah, die Pistole an den Mund sehte und sich erschoß. Trieft, 1. März. Se. Wzellenz der Freiherr v. Brück ist gestern Abends gegen 10 Uhr an Bord des kais. Kriegsdampfers „Cnstozza" hier eingetroffen. Zum Empfaug Sr. WzeUeuz hatten sich Herr Hof. rath Baron Pascotini, in, Namen Sr. Exzellenz dcs Herrn Statthalters, dann Herr Vizepräsident der Zen. tral.Secbehördc, Dr. Gntmanusthal, der Podestü Herr Ritter Tomasmi, der Präsident der Handels' nnd Gc. ' werbekammer Herr Ritter A> Vicco, die Herren Direktoren des Lloyd und andere Notabilitäten au Vord der „Custozzn" begeben, Heute machte, da Ec. Exz. der Herr Statthalter verhindert war, Herr Hofrath Baron Pascotini mit den Herren Statthaltcrciräthen dem Frecherm von Brück ftiue Aufwartung. Auch empfing Se. Exzellenz in, ^aufe dcs Vornüttags eine Reihe der ausgezeichuctstcn Personen uuscrer Stadt, dic den hochverehrten Staatsmann bcwiUkommten. (Tricst. Ztg) DelztschlaZId. Dcm „Dresdu. Journal« schreibt man auS Ber« lin, 24. Februar: „Iu den verschiedensten Zeitungen werden von Berlin aus gegcuwämg die Beoiuguu« gen gleichlautend charnktmsirt, zvelchc Seitens unserer Regierung für den Abschluß ciues Separatvertragcs lnit de»n Westen, vorgeschlagen worden sein sollen. Das ! einzig Richtige an dem ganzen Programm ist nur der , Passus, in welchem das Verlangen Preußens nach! Theilnahme an de» bevorstehenden Wiener KonfereN' zm ausgesprochen ist. Aber auch dieß istWu dem preu^ ßischcn Gegeuprojekt uicht besonders heroorgehoben, sondern als selbstucrständlich voransgeseßt »vorden. Allcs Uebrigc darf als teudenziosc Erfindung bezeichnet werden, namentlich aber enthalt das preußische Pw-jckt nichts von einer Verweigerung russischer Gebiets' schmalerung, sowie van dein Verlangen, daß Hinsicht« lich dcs dic Aushebuug der russischen Suprematie im schwarzen Meere betreffenden dritten Punktes an Ruß< land nur solche Bedingungen zu stellen seien, wclchc für diese Macht ihrer Sttlluug gemäß aunchmbar sein würden. Alles über das Arrangement Preußens mit dem Westen in die Presse Gelangende nmß um so vorsichtiger anfgenommcu werden, je größer die Zurückhaltung ist, welche in offiziellen Kreisen über diesen wichtigen Punkt in ber neuesten Entwicklung dcr großen Frage beobachtet,wird." Der Militärkredit der dreißig Milionen, d. h. die Ermächtigung des Kriegsministers, den durch das Gesetz vom 20. Mai 1854 bewilligten Kredit von dreißig Millionen, so weit er noch nicht erschöpft ist, ferner für außerordelttlichc Militärbedm'fnisse zu uer» wenden, ist von der betreffenden Kommission der zwei« ten preußischen Kammer abgelehnt worden. Die» ses Resultat ist, wir die „Neue Pr. Ztg." übereiw stimmend mit einem schon mitgetheilten Berichte jetzt Auskunft gibt, dadurch herbeigeführt worden, daß von einem Thril? der Kmumissions > Mitglieder der Borschlag einer mit dem Kredit zn uerbindcnbl'il reg ie-rungsfe in blichen Adresse, — ähnlich lauteud wie die, welche die Kammer im Dezember verworfen hat, — an Se. Majestät den König und die Bc« fchränkung des Kredits auf das laufende Jahr l8l»t» durchgesetzt wurde, die Rechte aber, um ihren Wider« spruch gegen die Verl'lausuliruug des Kredits nachdrücklich zu bethätigen, nunmehr gegen bcu Kredit stimmte, woraus zusammen mit dem den Kredit schlechthin vcrweigerenden Votum eine Mehrheit gegen den Kredit sich ergab. In demselben Sinne schreibt die „Schles. Ztg." : „Bei der Berathung des Gesetzentwurfs über die Vcr« weuduug des Kredits von 30 Millionen, iu soweit derselbe'«»« Jahre Mi4 noch nicht verwendet worden ist, in der zweiten Kammer, wird es sich uicht bloß um Annahme oder Ablehnung, sondern auch darum haudcln. ob diese Verweuduug in gewisse Greuzen ge« zogen werden soll oder nicht. In der vorbcrathenden Komm Won wurde tnöbcsoudere verlangt, bic Verwendung mir auf das Jahr 18M> zu beschränken und die M'itcrc Verwendung ocr mit Ablauf desselben «och nicht diöponutcn Summc von einer erucntcu Gench< migung der Kammer abhängig zu machen. Für diesen Antrag sprach sich die Majorität aus ,mb dic zuletzt gegen dir gauze Porlage disseutirtcn Mitglieder dcr Rechten wollten nur dich Beschränkung ablehnen, ohne '" eine Opposition gegen die Ncgiernng, für welche man bereits an politische Motwc dachte, in, Sluuc zu ha» ben. Eine Ablehnung im Plenum ist hiernach durch« aus nicht zn erwarten, es muß sogar nach den bestc« henden Partciuerhältlusscn bezweifelt werden, daß jene Begrenzung dic Majorität erhalten wird, wem, nicht dns Ministerium derselben selbst zustimmt.« Italien. Das p iemont c s i s che Erpeditionskosps hat sich iu Savona zu sammeln: Der Chef desselben ist bekanntlich der General Alfonso Lamarmora; Generalstabsoffizicre sind: Petlti, Met, Ranallo nnb dic Gebrüder Valbo. Die Divisionskommandanten sind: der General Dnrando mit dcm Stabschef Casanova; der General Aleranoer Lamarmora mit dem Stabschef Porino. Die Brigadckommandantcn sind:, Mustmiaui, Montevechio, Molesard und Cialdmi. Dic Kavallerie kommandirt der Oberst Savoirons. Das Einschiffen dieses Korps findet am t5. März auf eugl. Dampfern Statt; die Verpflegung besorgt die cngl. Intendanz, welcher pietnontesischc Verpficgs» oWcre zugetheilt werden. Palermo, <6. Februar. In Folge der zu Rom stattgehabten Verhaftung des Eavalierc Minardi, Vize. chefs der geh. römischen Polizei, welcher dcr Perbin- MAU bung mit den Mazzmisten überfuhrt, w,irden auch hier — wie in oeu beiden sizilischcn Königrci^hcn überhaupt — nmfassende Haussnchltngcn und Ai'rctirungcn vor» nen,ominen. Von dcn hierorts Verhafteten sind irooch nur ss Personen: ein Edelmann, ein Geistlicher, zwci Advokaten lind zwei Studenten nach Trapani adge» fuhrt, die anderen wurden nach kurzen» Untersuchungs« arrest wieder auf freien Fuß gesetzt. — Die Nekrnti-nmgw für das Heer dauern 'fort/ — Englische und sranzöstsche Handelsagenten durchstreifen die Insel und kaufen eine Menge Felle, Flachs und auch Manlthiere, an hiesigem Markte aber diverse Lebensmittel auf, welche sämmtlich nach Malta verschifft werden und wahrscheinlich für die englisch. französischen Magazine in der Türkei und Krim bestimmt sind. SpMnien. Der Madrider Zeitung" vom 19. d. M. wi> derlegt die Gerüchte vom Erscheinen einer bewaffne. ten Bande in den Ebenen der Mancha, die dem An« griffe der Truppen Widerstand geleistet hätte, von der Beschlagnahme eines Karrens mit Lanzen anf der Straße von Toledo, uom Erscheinen eines Rebellen-Haufens von 1ü bis 20 Mann zu Mioras in dcr Provinz Vareelona u. s. w. Nach der „Espana" wäre wegen der ernsten Lage die Verfügung getroffen, daß im Hotel dcs Mi> nisterinms des Innern Tag und Nacht eine Abthei« lung Trnppm verweilen soll, nm je nach den Bedürfnissen augenblicklich verwendet werden zu können. Die Armecrescrve wird nach dein Organisationsprojekt darüber 80.000 Mann in 80 Bataillonen bilden, wo« uon 39 sofort, die anderen nach und nach errichtet werden sollen. Ein königliches Dekret in der »Madrider Zei< tung" verfügt, daß der schon begonnene Verkauf von Staats-, Gemeinde« und Kirchengütern so lange cm« gestellt werden soll, bis die Cortes über den darauf bezüglichen Gesetzentwurf einen Beschluß gefaßt haben werden. Der FinanMnister hat einen Plan ausgcarbei. tct, dcr die Errichtung landwirthschaftlichcr Vankm so wie die Organistrung des Grund' und Modilar. krebits bezweckt. Die Regierung erfäyrt aus allen Theilen des Landes, daß der eingetretene Regen daö Vertrauen ncn belebt hat, und daß man allgemein eine reiche Ernte hoffen zu können glaubt. , Die Regierung hat die nöthigen Geldmittel ab> geschickt, damit die eingestellten Arbeiten, am Ebro» Kanäle, wo 40W Leute beschäftigt waren, fortgesetzt werden können. Eiue englische Gesellschaft hat dieser Tage cincn ihrer Vertreter Hieher geschickt, um der Regierung den Abschluß eines Vertrages anzubieten, durch den sie den Van sämmtlicher spanischer Eisenbahnen auf ihre Kosten übmulnmn würde. Donaufürstenthümer. « Aus Orsova m die lclegrapbische Nachricht angelangt, daü der Eisswü von Kasan abgegangen und die Donau sowohl von Semlin nasl? Qrs^a, als auch von da bis Galaez vom Eis frei ist. Die Dampfschiffahrt ist dabcr schon in beiden Richtungen ill voller TDängkck. Bereits ist man damit 'beschas. tigt. mit Getreide lnladenc Schleppschiffe von unter-b.ilb de^ eiserncn Iboies nach Orsova »nd weiter aufwärts zn remorauircn. wahrend si,,e ^.^^ Ai> zabl Schiffe nach walachiscl'en Häf^i, beo^en wurde, um Körnerfrucht zu l.wen. St. Petersburg. ^8. Februar. In Folge des letzten kaiserlichen Manifestes beeilt sich der Adels-marschall des Petersburger Gouvernements, den Adel desselben auf den W. d. zu einer allgemcineli außerordentlichen Versammlung einzuladen, um das Manifest anzuhören und die laut Reglement vorgeschrlebc. mn Geschäfte in Betreff der Bildung der Reichswehr zu erledigen. Dem ersten NaMren. Regiment ist das dritte nachgefolgt, welches vorigen Sonntag von Sr. Maj. dem Kaiser iuspizirt wurde. Auch diese Tnlppcnabchei' lung ist von Sr. Majestät im besten Zustande befun. dcn worden, weßhalb auch Dankes« und Wohlwollruö-bczei,plngen an die Offiziere und Geldvertheiluugcn untcr die Mannschaft erfolgt sind Gin besonderer Dank wird dem (5hef des orenburg'schtn abgesonderten Korps, General «Adjutanten Pcrowsky, noch für die schnelle Formirnng der beiden Regimenter abgestattet, Neueste Post. Wien, 4. März. Das „Fremdenblatt" bringt folgende Nachrichten: Die erste Nachricht von dem vorgestern (Freitag) erfolgten Ableben Sr. Maj. des Kaisers Nikolaus ist hier am selben Tage Abends halb 7 Uhr an die hic> sigc preußische Gesandtschaft und fast gleichzeitig cm Se., Maj. den Kaiser angelangt. Fürst Eortschakoff erhielt auch zncrst die Kunde von dem traurigen Er< ciguisse durch den, Grafen Arniin und durch Se. Wz. dcn Grafen Grünne, welcher im Namen Sr. Majestät dem Fürsten zugleich das tieft Beileid über den herben Verlust auszudrücken beauftragt war. Bald darauf erhielt auch der Fürst Gortschakoff eine telegraphische Depesche aus Petersburg, daß der Kaiser am selben Tage (am 2. März) an einer Lun< gcnlähmung gestorben ist. Nähere Umstände wurden bisher nicht bekannt. und zwei andere Depeschen, die noch im Laufe der Nacht nachträglich eingelaufen sind, enthielten eben-falls keine weiteren Details über daö unerwartete Ereigniß. Bereits vorgestern Abends — gleich nach der ersten Kunde dcr Trmlernachricht —- wurde im ruM schcn Gesandtschafts. Hotel durch den Geistlichen der Gesandtschaft ein stilles Gebet für den hoben Verbli. chenen abgehalten, und gestern Vormittag fand m dcr Gesandffchafts'Kapslle cm feierlicher Trauer. GHtes. ^mst wtM, welche.« außer dem ganzen Gesandt. Mtt^3 ^ .", '"' ^" ""'"^"deu Nüssen die Mttgkeoer des diplomatischen Korps und verschiedene Hotlomtwrm sehr zahlreich beiwohnten. Bis spät in die Nacht erhielt Fürst Gortschakoff vorgestern lind gestern zahlreiche Besuche von Seiten des höchsten Adels und von Würdenträgern, darunter Sr. Durchlaucht des Fürsten' Windischgrätz. Sr Gz dcs Baron HG des Fürsten Schwarzeubcrg, des Für. !ttn Schönburg, Sr. Gz. des Grafen Buch Sr. Wz, des Baron Kübel u. m. A., so wie der meisten Glic. der dcs diplomatischen KorpS, welche sämmtlich dem Rußlands die wärmste Theilnahme ausdrückten. — Gestern Nachmittags um t Uhr hatte der kaiserl. russ. Gesandte Fürst Gortschakoff die Ehre, von Sr. Majestät dein Kaiser in besonderer Audienz empfangen zu werben, nm demselben wegen dcs Ablebens Sr. Majestät dcs Kaisers Nikolaus das allerhöchste Beileid auszudrücken. "- Dein Vernehmen nach soll Se. k. k. Hobcit ^er durchlauchtigste Erzherzog Wilhelm sich im Auftrage Sr. Majestät dcs Kaisers nach Petersburg begeben, n,n r^r verwitweten Kaiserin über den berben ^-lun im Namen Sr. Majestät das liefc Beileid auszudrucken. Nuö Stnttg«rt iü ^stcr:, »ie telegrapln'che Nach-, ^^r einge>auftn,dast Ih,,k.^l'eil die Groß-'Ml ^lg a ^lc.ch h^ dcr ersten Kunde der erscküt. "''den Nachricht nach Petersburg geeilt ist, um der '""mn schrei- betrüben Mutter', Trost zn bringen. Nko.^ ^ "Iremdbl." schreibt ferners: Die uus Abends zugehende ,„N.Pr,.Z„« meldet: M^3^^ ^Freitag uniNe^^ '""^ "" """ ^'''pp^ "kralckt, und ^Dolew 7N ^ k^u"') '" ""' legen. Ucs,., ,^ . ^ C-Warz) verschlimmerte sich das w. k.) ^ " ^lngenl'r,chwcrdeu ein, z.nd man n 7 """'"l° «ähnnn,,g der Lunge. Näh. ^ k?l .. " ^'""en noch bedenklicher; er ließ reichen, und nahm von ven genügen m herzbewegender Weise Abschied, wo^ m er an lcden Einzelnen einige Worte des Trostes richtete. " — Das „Dresdner Journal" bringt folgende Depesche: Verlin. !. März. Abends 7 Uhr. Nach» richten ans St. Petersburg zn Folge, lst Se. Mal. der Kaiser von Rnßland an einer Lungenentzündung gefährlich erkrankt. Berlin, 2. März, 12 Uhr Mittags. Nach eingegangenen neum Nachrichten aus St. Petersbnrst, ist im Zustande des Kaisers eine Verschlimmerung eingetreten, und Sc. Maj. haben die Sterbesafra» mcnte empfangen und von der kais. Familie Abschied genommen. Das heute zu Ehren Lord Nüsse l l's hier angesagte Diner ist abgesagt. Vcrl i n, 2. März, ll Uhr Nachm. Se. Ma. jestät der Kaiser Nikolaus ist heute verschieden. ' V o u l o g n c, Freitag. Der Kaiser besich. tigte heute das Lager zu Equ ihem. Paris, Freitag, Mitternacht. Auf den Vou» levards noch starkes Geschäft. Der Tod Sr. W. des Kaisers von Nußlcmo war bekannt. Brüssel, Freitag. In dcr Kammcrsihung küw digte der Minister des Auswärtigen an, es habe das Ministerium m ooi-pui-« seine Entlassung eingereicht, wegen gegen den Minister dcs Innern gelegentlich der Uniucrsttatsprüfungsjury gerichteter Beschwerde und wegen anderer innerer Fragen. Die Kammer vertagte sich auf unbestimmte Zeit. Telegraphische Depeschen. Laib ach, 8. März. Dcr Intermmtlus, Herr Baron v. Brück, ist mit dem heutigen Schnellzuste um ^4 auf 8 Uhr Morgens von hier nach Wien abgereist. « Gestern Abends W Uhr ist durch telegraphische Privatdepesche aus Berlin die erschütternde Nach. richt hicr eingegangen, daß Se. Majestät der Kaistr Nikolaus am Freitag Mittags ^2 Uhr gestor« bcn ist. * Berlin, l. März. In erster Kammer wurde cm von den verschiedensten Parteien unterzeichneter Antrag eingebracht; die Kammer erwarte, daß die königliche Regierung keine zur Abschaffung des Sund« zollcs geeignete Gelegenheit unbenutzt lassen werbe. 'Turin, 28. März. Die Senatskommission zur Prüfung desMianzvcrtragcs hörte gestern Alficri's Bericht darüber. In der Deputirtenkanuncr dauert die Diskussion übcr das Klostergesetz fort. Heute nahm die Deputirtcnkammcr die.zwei ersten Artikel des KlostergesetM unverändert, den dritten mit unwesentlicher Modifikation an. Turin, Freitag Nachts. Die Deputirtenkam« mcr hat deu Klostergeschcntwurf mit 116 gegen W Stimmen angenommen. Im Senate wirb die Dis» kussion dcs Allianzvcrtrages fortgesetzt. ^ Paris, l. März. Der Momtcur« bemerkt,, die Reise des Kaisers werde nur von kurzer Dauer sciu. An dcr Börse verlautet, die Reise nach der Krim sei verschoben. ' London, 1. März, Mittags. (Unterseeisch,) Mehrere Plakalc sind erschienen, womit die Ciwwäh» lcr aufgefordert werden, Russell nicht wieder zu wah« len. Mitternacht. Untcrhansnming. Noebuck's Untersuchung wird geheim geführt werden, und der Herzog von Neweastlc dabei Zeuge sein. Peel meldet die Anwcrdnng türkischer Kavallerie für die Krim. (hoderich beantragt Totalrcform dos Heeres, namenl» lich Unverkäufiichkcit der Offizieröstellcu. Evans fpricht für, Peel uud Herbert gegen den Antrag. Debatte fortdauernd. London, 2. März. Lord Palm erston außctte sich in dcr Sitzung: das jetzige Hccrsystcnl sei aller. di'ngs nicht zu loben, er crinncre jedoch an die Schwierigkeiten sofortiger Umgestaltung desselben zur Vesel' tissmig der dießfälligcn Mißbrauche. Goberich's Motion wegen gänzlicher Armccreform nuirde hiernach init einer Mehrheit von 44 Stimmen verworfen. Odessa, 13M. Februar. Krimer Nach. richten reichen bis zum 7M. Februar. Kleine Gc° fechte warm bet Eupatorm vorgekommen Das hier stark verbreitete Gerücht von der Einnahme Gupa. toria'S ist folsch. General Annenkoff verläßt Odessa, um als Gencrallieutcnant zu der Südarmee abzugehen. MelNWMM H F. O««berg ULatbach. — VerantwortUchevMdMWrT^T^mnv^GT'^ AttlMH zur IailmHer^eitnttH N örsenbericht aus dem Abendblattc der öster lais. Wiener.Zeilung. Wien l. Mnrz 1855, Mittags l Uhr. Die authlittlsch,' Nachricht von t.m nahli, Vrczinnc t>sr Fr^e" denS-Kcns'ti'rnzl'ii v»rs'tzle die Vöise in ciue sehr glmfticzt Tnnu NMNfl V,i Itbh.istnl, V^schre zclgtrn ssch die Nicistin ssfflstfN z:i hdhtrn Pltiftn b,lisbt, 5'/. Nc,tirn^l.'ÄnI^.n mil 84'/, bis «2. 1»ü4sr ^.'cft mit 1«: >. bis '/, l'cz^hlt. Nmrb^hn «ltiln hill/.n ,1ch l'si <^7- '/,. Staat^fiftnk'ahn-^ftien wu>d,u mit 5/8 bis KW verhandelt. Ma^fsMslicn 109-^9'/,. Flcmde Wtchsil und V^lutm ficllltü sich Anfang« bedeutend billi^rr. Lundcn wurde i,nt t'2,2^ a^sgrbtü. Gegn» Schluß zogm dis Plcisc dti gi'üßlslm A^,chre an. Am''l7rdam -. — Vln^du^ l2^< '„, — Franksult ll. „ 0'/, 8«'/^—84'/, «wclis'A'uId^ssä'inI'iln^n „ 4 7,,'/. ?«'/,-?l '/^ dclto .. ' „ ^'/, ll3-M'/. bell,' v. I. l «50 mit Ruckz. 4 "/, l»2 -92 '/. drtto l«5'-. l»?9-ü80^Fr. Kaifti ,vcrdma,,d^)iv5dl'al)!! l8? 7, -187 /. Wiln-Raabtr ^W7.-""w fVubwciel' l!l'nz> Gmuiidixv ^tj -2ZU Plißblirz-Tyrn. (Kiftxb. «.Emission ^2—2ü dctw Ä, „ nütPrlorit 32—3F Ocdtnburg'Witn.^l^istädlcr — — Damt'schiss-Mim ° 5.^3-5,35 dtttl, 12. Eiiüsfion ü^'<>-^2 Vlryd 'Pn^r. Ol'lig. (in Sillin) 5 '/.. 9^ -^ 7, ''i>,ndb^l>!! dett„ ü"/, tU-86'/. O^güib«'!' detio l-'V. 81-l>2 T^nni» Tampsschiff-ObNg. .»"/« 84—85 <ül)»,» . Ä.'iüfchtiüs l3 -l3 7, (5>wh.z„ '«0 st. Pose 82 7»^-»Ä '/. ÄUmdlscl'qrätz^osl 29 7. ^2» '/, Waldfl,ui>he „ 28 7^28'/, K^L'vich'scht ., «l',,-N7, ji, s v^lwu1)tl^s DlltatnlFAgi^ 22 '/,-—M 7, Telegraphischer Kurs«Bericht der St^atspapitle vom 3. Mälz Isä5. Gtaatsschuldvfrschr.-it"!ngfl! . zu S pGt. fi. in VM. 83 lM dttto '«us der Natimial-AnlnlM zu 5 '/, fi. m EM. «S drtto ... ..... ., "4 l/2 . „ 72 l/2 betto .......,4 .. ., 6»M Darlehn, mit Bcilosimg V. I. «83Ä. für 1!<»0 fl. 12« „ l«ö4. ., «00 st. ll>8 l/2 Mm, d„ f. k. prw. dstcrr. StaatSeistlu bahnalftllschaft zu 500 Francs . . 5«l Francs. Maabcr.Äftim....... . l0y 3/4 fi. in C M. B^,!^''!ftis^r. Sim-t ...... lttl3 ft in C. M. Mticii d^r ^c.ii'rr ^tN'iliciuds-Nordbah« ^,11 10'>«> ?^. (5. M. getheilt..... . iWI fl w C. M. !?lfllfl! tc>' ^"«cr!.-. DonauHamPffchifffahrt zu 50»» fi.^. M. ...... ü4l st. in E.M. ^slil-il dü? oi'ltsr. i!ll?!)b iu Tricst zu >'t>0 st (s. M....... Ü52 l/H st i» E. M. Wechsel-Ku>s vom 8. März «855. Amsterda,,!, sin 100 Holland. <5!uld., Nlhl. l0ü 12 2 M-nat. Ailz^bur^. nir !<)» ("iili-ll, (5ur. (Äuir. 1^7 Vs. U'l) lMS-Währ. »ü 2^ l 2 st. .'"is>. Guld.) 12tt Il/8 Af. '< Moxat. Haml'un,. fi,i l4 2 Mrmit i'c'nden. nn 1 ^simb Stl'llin^. Ollldm 12-22 Vs- ^ Mc'ii.it. ^ii>ill,ud. iur ^00 Ossterr. i:i'c, (^uldlN > i,'.^ ll/^ Äs. 2 Monai. Pari..', für 3^> ^»,feu . . Gulrcil <48 3/4Vs. 2Mouat. K. K. vollw. Vtiülz-Ducattn . . . 3l l>r. ^ntt. Ag,o. Gold.' und Silber »Kur sr vem 3- März l855. Vricf. GlO. Kais. Mmz-Dukatm Agio .... Zl3K Zl l/2 dctto Ranw betto „ .... 31 l/4 3« Napolcons'lor „ .... ».5« 9.5i EouvrainSb'or ^ .... 57.20 17. «8 Fri^iichsd'or . .... 10.« 10.4 Prcußische „ „ .... 10.34 l0.32 Engl. Scwcrngns , ,. . . . 12.29 t2.27 Ruß. Imperiale „ .... <0/>2 W.« Doppie......., . . . 38 l/2 38 l/Z Oill'lragio......... 27 l/i 37 Getreid- Durchschnitts-Preise in Laibach am 28. Fcbmar »855. M».k.pr.!s. !! ^«"lns' Ein Wiener Metzen __^^> ^"' .!"^1 ^. !!l^f^ kr,. WeiztN ... 7 55 1 8 24 Kuklnutz ... __ -^ V Z — Haldftlichl . . — _^ Hl t» 29 Kon, . . . ., H 52^ O 20 Gelstc . . . . — — 4 50 Hirse .... 3 26 4 ß, sammt einem GtaUc für 3 Pferde, q^artaliler unter der Bedingung gemiethet, daß die W>.'l) nung, wenn sie nicht wenigstens vierzehn Tag.' vor Auslaus eines Militälr Quartals für d>e Zukunft wieder aufgenommen wird, für d.i5 nächste Vierteljahr als aufgelassen anzusehen s.l«, wird. Dirjeing.n Hauseigenthümer, wclche solche Wohnungen zu verml.then haben, wolliN siä» hieramts melden. ,, Stadtmaglstl'at Laibach am M. lFebluat ,855 5 30«. («) ^ ^^^ Nr. 33? Edikt. Von dem k. k. BtziikSgm'chtt NrefflN wild be, kannt ^>cm.icht: i^^ hal)t dir rrtflilwe Ftilhittung der, dsin Fl'^iiz ^ich gcl)i.nigel^ im Glundbuche de» Hcir-fch von Untlistlin» dorf sänldlgrn !I0 s7 l-. .<;. <-. bewilliget, und ^i deren ^l^n^hine die HsilbiltmigStcrmiile auf den >6. März, ans dcn l l. Apul und aas den 18 Mai d. I , jldesm^I Fn1h „m 9 Uln ,n der (ijc-nchlskan^lc! zli Tüssl» mit dr,n ^c>1.itze cingcold uct, d^isi t>c R^lttat >n^ b.i dcr diilt^i Tcia>j-znng liiller dem SchätzungZwnUic »rolr hintan-glgcbcn werden. Das SchHtztMgsprotol'oll, der Grundbuchs r> trakt und die L'Zltationsbldingniffe sönnen hicriiintö eingesehen werden. K. k. Bkzilksgeiicht Dessen am 3. Febrnas 1855. Schützenvercms-Anzetge. Die Direktion dcs hierortigcn bürgerlichen Scbützen-Vereines bringt zur Kenntniß, oaß am /,. und >8 März, dann am ». April d. I. die gewohnli-chen Zlbenvunterhaltungen mit Spiel in den ?okalttälen des Schicßstalt-Gebau-oes stattfinden werden. Der Anfang ist um 6 Uhr Abends. Laibach am ». Vlärz ,655. 3. 299. (2) Nel der Hochgraflich von Cor- beron'schen Herrschaft ^ilnizev^c (zlvlschen Agram und Rann) ist eine Rentmelstersstelle zu besetzen. Diejenigen^ welche darauf refiec-tiren sollten, haben sich schriftlich dahin zu wenden. .l.nnM'vsc den i3 Februar 185Z. A a ch r i ch t. Wegen Uebersiedelung sind in der St. Peters-Vorstadt Nr. 8Z, im ersten Stock mehrere, bereits neue Zimmereinrichtungs Möbeln und andere Utensilien, täglich blllig zu verkaufen. 3. IS5. (3^ " "^ ^ " ^.7^ Mit kaistrl. königl. österr. allerh. Privilegmm D A und fiiniql. bairischrr und köm'gl. preußischn' ^ >i allerl'. Approbation. "^I -G ^ arornatisch-mediziinschc Krällter-SeifeIH A !i'!l!!»i »ach dl'll l'l^Iaul'l^tn! m!,!n!ichni Bcurthcilungm hoch- ^ ^ ^chtl'a,,r Äi'!',,i!lm vorhandslU'N btrarti-5ß ^ l^-i! ,>iblisatl>i I>ci> erstell Naug sin; sie enthalt außer M A micr 2>ls»>^'vegctabtlisclicv, ü.iülnitlich aroniatischer und H ^ >ith^risch-l'Iig^r Ttoffc in , n , v ^ liscl' e Vestandth eile, die H ,^,s ^n^.s,li,,, 5i^r ^cif^ ;u l^ils!' ei^enthi'lmlicchen unb M ^cliaraktcristischen lü^chcü m (Jin Versuch wirb Irde»^ H.-ul'l-l^li^.'», inib ihiil dn> (>j^l'r.nlch dieser Seift zum täglichen H» ^Äcdurfiliß wcrdcn lassm, m ^ >^ l)i-. jj(ii-, ll<>!'llt',> Hiräutcrr2cife wnd nach wie vor A ^uur ix weisic» mit ari>,»cv Schrift l'c^ H ^drücktsü li!lr»nt,,ebellftrhc'udem Ttem ^MWM!N5H ^ >. pcl i.'crsi^slt'N'ül^ii»^! ^.i^V'üi'li! -, 24.Vr Ä ^UWMIllo» ^ 5>>s^'l, w.n^.s 1,'an —r^r vlslfachru^M^/ D H,^ Nacbdilvllttssen w^m m ^.I^ligst ge« ^»«WW^ D 3-' ll^ll ^chl^ii w^li>' I ß aromatische Zahn-Pasta ^ A ifl da>z brstgceigttetste Nillei, ^^ Z.chüswsch mw di/Z ^ Z'Uinc gcsi,,^ ;„ slli.iltl», sil' von r^u ,'ich ailf w, ,^ünu!i^ >-bilblNdsi! Schürnl'D^nl'lslcs'.ii l>>^ ^ilzch^i, ^'mic alich vo,:> !^ ^ ^asinwlixsslii! ^> I'^sllicn, di,' ,Z^!»,s anf die ^'ülnzlcjVil? H ^ ,uid unschädllchstr W>üV N'üsi ^ii „i.ichlii, dir ft'l^slir ^'u loii-H ^!.vvi>.n, jcd.n nl'!«,',: O'cruch l entssrinil. ^ ^d^ Fänliu!! ni wid^slll>ru, d.A v>iiii^!idl!l Z„hnsch:i,^sli?f ^ vl'rnil'ni^rn, d.i.,' ^lüisleifch ;n st^s.'ii und ;n l'.'^fti.,.',,, d^s ^ ^^0lf!!lv!'rr!',l d^r Z.ihne zu Vnh.'üd^rn m>^ dm Atl,>m k^l'Iich'<« ^n erfrischen. — Durch dilsc iyle c»,terkall,lte '^wect-^ T mäslisttl-it ^wiüitt ^>!>n .nlch >»5. ^ul« «^<- U«»».H ^<«.»»»»i-,«'^Znlinscife ^inr sich immcr!^!>ill!ldl- nil,',» ^ .^ liä'l' A!U'>j^,!li!!n, in t-m w.tt.üs» ^N'i'M, !!!'!>!! sic' ^o?i dl'^ ^. B,.'!!>.!,'!' üüiiill ^cm wilf>n .^lallst wlld. A ^wird !» 7, ni'.d V, Vackchci, ^. ^0 mid 20 ^'r, (>v M. dcl> ^ ^' litt „üd 'ilhrt auf dcr 3i n cf,'l- l tt ihlvr in )toth u. Gold- H >! bvo»ze ^l!>?^sfl!lntfn ^'nvell'pps das ',5 c,,» i11 l' n W apps l, ^t '^ ,»,d F a l, si m i I e dn' Z»»>. 5i,«l« «««.» »««»«,^,»u^««, ^ ^°^as ^ lin^lsichtö d,r maiiiligfachen Falsifikate ^ichH ^ dilü^ Aitifti^ m i^iOl^'t ^i, l'>^^!'tf„ >ü. '^ A Da^ T^7 >llel»isso Dcftot "'<..^ dcv >,li>^>i d.idtii^ > Ill!.>nl!!!!ltlt! '.'lvl,l,, fill ^aibacl, l'cfiüdrt sich dn Alois.^ >, Hiaisell, >i,'!!.'ls liu.l' ü!t (clei^ tz(>',l'v. T^'Iisl'. Vwr^: ^'. An.lii, Klassc»,furt:Z A Äv^tt, Aüt. B.- i ü i 0. Havvi^ : ?lputh. Mm I < usll >, ^ >-Tv«est: Äpl?,' Zamvicri und Sn,»,, äi'rin :§ ^ bcr.^r, und für ^»illach l'ci Mth. Fürst/ !^ B ' Ifttt.v. KlcinmayrA!f. Bamberg, BlichhH>,dl^' in ^aibach, ist zu h^bcn: Chll'sil'lnZ'limckell übtt' des Heilands Fricdelisgiuß am letzten Abend des Iahns. P eedi g t über Johannes XX„. K». Gehalten am letzten Abend des Jahres l85>4 von Theodor Cl;e, evangelischril! Pfarrer in Laibach. Zlun Besten des eoangelischrn Schulfondes ii, ?aib^ch. gi>. 6. gefalzeli ,2 kr. C. M. Wichtige Nova'ftr Juristen! HeiN, I, Das österreichische Strafg.'sch vom 27. Mai »852, als StlHfgerich^. Komp.tenz ^ Tabelle für die neu orgnusirten Gerichtsbehörden im gan. zen Umfange des Reiches, mil Ausnahme der Mi-litäigränze, gr 8. Wien. brosch 2 si. Mayerhofet, G Handbuch für den politischen Verwaltungsdienst b«i den Landes--, Kreis. l,nd Be^ zirksbehörden i'm Kaiserthuol Oesterreich. Ne Lieferung. 8. Wien. brosch, 48 kr. Etubenrauch, KZ«». M. V. Tabellarische Dar. stcllnng der österreichische, Staatsverwaltung. Folio. Wien. geb 4 fi Plaseller, »l». I. Gerichtlich-mebizlnifche Mee moronda aus den« k k, österreichischen Strafgesehe-Zllm G»>branche für das Sanitäcs- und Genchts-personale gr. 8, Innsbruck. 1 fi. 2tt kr. Anleitung zum Gebrauch der Stiimpelmar. k.n. 8^ Wien. brosch. 20 kr.